4, t es re 11. in Die be Für ats eit de et" Cins 5.p. Sra 7. b. 48. elde 575b Sufer 673b er bes bet 50/19 Prren midt 677b Nr. 171. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden.. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernspred- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 25. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Amtliche Tohultatiffik. beschert, ſo ſpricht man von„ Deßerei" und von Wenn die sozialistische Preſſe ſich über elende Löhne Politische Uebersicht. nicht vertheure! Die neuesten Nachrichten müssen solche Zweifel herHerr von Caprivi hat sich geirrt als er sagte:„ Es vorgerufen und befestigt, ja zur Gewißheit erhoben haben. giebt keinen Nothstand." Und die Frankfurter Zeitung" hat ganz recht, wenn sie schreibt: Wir zweifeln feinen Augenblick daran, daß Herr von Caprivi, als er im Frühjahre seine beruhigende Rede über die Ernte- Aussichten hielt, in gutem Glauben gehandelt, und sich auf die Berichte von Sachverständigen gestützt hat. Heute wird der Herr Reichskanzler jedoch zugestehen müssen. daß er sich geirrt hat, daß er schlecht unterrichtet war, ja daß er durch feine Rede die Zufuhren nach den deutschen Märkten zurückgehalten hat. Wenn Herr von Caprivi seine Erklärungen heute nochmals durchliest, wird er ausrufen müssen:„ Ich spielte ein gewagtes Spiel, ich hab's verloren." An Warnungen hat es damals nicht gefehlt. Jetzt fönnen alle Bemäntelungen der Regierungsorgane an der Situation nichts ändern. Helfen kann nur die Aufhebung oder Herabsehung der Ges treidezölle. Wir zollen allen Leistungen auf sozialstatistischem Ge- maßlosen Anforderungen". Handelt es sich Berlin, 24. Juli. biete, die wir der Arbeit und Energie einzelner Personen, aber um Berechnung von Entschädigungen bei Unfällen, so Einem Gerüchte zufolge, das anf sehr gute Korporationen oder gemeinnützigen Anstalten verdanken, die können die Herren Unternehmer selber den Durchschnitts- Quellen zurückgeführt ward, sollte der deutsche Reich 3gebührende Anerkennung. Aber wir können auch nicht lohn gar nicht niedrig genug angeben. leugnen, daß alle diese Leistungen naturgemäß weit hinter fanzler in Sachen der Kornzölle eine Konferenz mit Wenn man die großen Herren sonst von ihrer Vertretern des Getreidehandels gehabt oder veranlaßt haben. den Anforderungen zurückbleiben, die unsere Zeit an die" Noblesse" sprechen hört, so sollte man es für undenkbar Das Gerücht ist sofort für falsch erklärt worden, verschiedenes Sozialstatistik im Allgemeinen zu stellen berechtigt ist. halten, daß sie sich wegen ein paar Mark mit einem Die Statistik ist eines der kräftigsten Mittel, um die armen Arbeiter, der in ihrem Dienste und zu ihrem Vor- läßt jedoch darauf schließen, daß etwas an der Sache ist und Die Statistik ist eines der kräftigsten Mittel, um die theil seine gesunden Glieder eingebüßt hat, vor den stiegen sind, ob ihre optimistischen Anschauungen in Betreff daß der Regierung nachträglich doch Zweifel darüber aufgesozialökonomischen Uebelstände bloßzulegen und die Ueber- Gerichten herumstreiten. Aber es ist doch so und wer einen der Getreidevorräthe und des Standes der Saaten auch in zeugung von der Nothwendigkeit ihrer Beseitigung in den Einblick in die bezüglichen Prozesse gethan hat, der muß den Thatsachen begründet waren. weitesten Kreisen und in allen Gesellschaftsschichten zu ver- uns beipflichten. Es ist unglaublich, welche Schäbigkeit da breiten. Zu diesem Zweck aber muß die Statistik umfassend schon zu Tage getreten ist. und erschöpfend sein und das kann sie nur werden durch schon zu Tage getreten ist. einen mit allen modernen Hilfsmitteln ausgestattetem sta at- der gerade den Werth einer zuverlässigen Lahnstatistit für In den letzten Tagen nun hat sich ein Fall abgespielt, lichen Apparat. den Arbeiter erweist. Ein ländlicher Arbeiter, der verBis jetzt haben wir nur schwache Anfänge einer der unglückt war, flagte die landwirthschaftliche Berufsgenossenartigen Einrichtung und wir sehen, daß die private Statistit schaft seines Distrikts ein. Der Kreisausschuß setzte den im Dienste gewisser Interessengruppen sich wie eine feile jährlichen Gesammtverdienst des Arbeiters auf 679 M. fest Dirne behandeln lassen und herhalten muß, um die und darnach wurde die Rente bemessen. Es ward Seitens unglaublichsten und verkehrtesten Behauptungen zu beweisen. des Arbeiters Berufung eingelegt und im schiedsgerichtMan versteht es, die Ziffern zu gruppiren". Wie ist nur lichen Verfahren beschwor der Arbeitgeber, ein Junter aus die Statistik im Interesse der Schutzöllner mißhandelt der Mark, daß der Verdienst des Arbeiters noch geringer sei. worden, die uns haarklein und„ ziffernmäßig" haben nach Vor dem Reichs- Versicherungsamt aber wurde eine Menge weisen wollen, daß ein Getreidezoll von 5 Mart das Brot amtlichen und nichtamtlichen Materials beigebracht und Nun haben wir auch kein solches Vertrauen zur Bureau- nach einer privaten Statistit beläuft sich der Durchschnittsverdienst in der betreffenden Branche( Gärtnerei) auf tratie, daß wir erwarten, dieselbe würde uns ohne Weiteres 1160 M. Die beklagte Berufsgenossenschaft wurde denn eine unanfechtbare und erschöpfende Statistik liefern, namentlich wenn es sich um Lohnstatistik handelt. Aber es ließe auch verurtheilt. Die Berufsgenossenschaften, diese Gewerksgenossensich in der Einrichtung der statistischen Bureaus, die neu schaften der Kapitalisten", haben gelegentlich ihres zu schaffen wären, eine gewisse Garantie gewinnen, und im Verbandstages angekündigt, daß fie gewillt sind, Helfen kann nur die Aufhebung der Getreides Ganzen hat sich ja die amtliche Statistik, soweit es übereine Arbeiter und Lohnstatistik zu schaffen. Aus zölle. Die Herabsehung genügt nicht. Sie hätte viel haupt eine solche gab, leidlich bewährt, wenn auch Engel, Dem angeführten Fall Petermann und Andere das Opfer ihrer sozial- die Arbeiter allen Grund haben, dringend eine amtliche ihrer Gier, Alles für sich zu retten, haben die Herren geht flar hervor, daß leicht vor zwei Monaten den Massen genügt. Allein in statistischen Aufrichtigkeiten geworden sind. Jedenfalls ist eine amtliche Statistik zuverlässiger, als eine ohustatiſtik zu verlangen, wenn sie nicht die geringfügigen Agrarier den Moment der Konzessionen versäumt. Jezt solche, die von den Bourgeois Interessen- Ansprüche, die ihnen die Sozialgesetzgebung giebt, noch heißt es Getreidezoll und Hungersnoth! oder Bourgeois- Interessen- u m ein Bedeutendes beschnitten haben Abschaffung der Getreidezölle! Den deutschen Junkern gruppen angefertigt wird. ergeht es, mie weiland den amerikanischen Die Sozialgesetzgebung, die Kranken-, Unfall, Invaliditäts- Ein halboffiziöses Blatt schlug jüngst vor, eine be- Sklavenhaltern, die sich zu keiner Konzession vers und Altersversorgung nimmt für ihre Berechnungen viel sondere sozialistische Abtheilung des taiserlich statistischen stehen wollten, und infolge dessen Alles verloren. fach einen Durchschnittslohn als Grundlage. Besonders bei Amtes" zu diesem Zweck zu errichten. Die Bezeichnung Hätten die Herren Junker rechtzeitig nachgegeben, so hätte der Bemessung der Entschädigungen und Renten nach dem klingt komisch und soll vielleicht wißig" sein. das deutsche Volk in seiner Mehrheit sich möglicherweise Unfallversicherungsgesetz kann die Bestimmung des Durch- Immerhin aber haben wir zu einer amtlichen Statistik, durch eine Herabsehung der Kornzölle um die Hälfte schnittslohns sehr wichtig werden und die Lohnstatistik ge- wie groß ihre Mängel auch sein mögen, mehr Vertrauen, beschwichtigen lassen dazu ist's aber jetzt zu spät. winnt für den Arbeiter sonach eine erhöhte praktische Bes als zu einer solchen, welche etwa von den nationalökonodeutung. Das Interesse des Unternehmers und des Ar- mischen Lohnschreibern der Berufsgenossenschaften im beiters befinden sich dabei im schärfsten Gegensatze. Spezialinteresse der letzteren angefertigt wäre. So ungenügend nun auch die Leistungen der Sozialgesetzgebung sind die Unternehmer geben sich alle Mühe, diese Leistungen noch herab zu drücken resp. sich ihnen zu entziehen. Und dazu soll ihnen die Statistik helfen, damit bei der Berechnung von Entschädigungen und Renten der Durchschnittslohn möglichst niedrig angesetzt werden kann. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Kapitän Lobe. Von John Law. Autorisirte Uebersetzung aus dem Englischen von Regina Bernstein. ( 5 wollen.. Die Arbeiter könnten durch eine amtliche Statistik in mancher Beziehung gewinnen und es würde Sache des Reichstages sein, dem neu zu schaffenden Institut die Garantien mitzugeben, die es so tauglich machen, als es im Klassenstaat eben möglich ist. Denn Illusionen machen wir uns dabei auch nicht.. Daß Herr Baare nicht gerade erfreut sein wird über den Strafaufschub, der Herrn Fusangel bis zum 1. September bewilligt ist, bemerkten wir in der gestrigen Nummer, und die Kölnische Zeitung" bestätigt dieses mit einem giftigen Wuthausbruche. Man muß zurückgreifen auf die Kreuzzeitungs- Periode in der Zeit der Gödsche und Lindenberg, nach 1848, um ein Beispiel für die Gemeinheit zu finden, die sich darüber ereifert, daß einem Redakteur " abgehalten, 2717 800 Häuser besucht, 12 740 000 Exemplare 5. Kapitel. " Kriegsruf" verkauft und 148 905 Leute bekehrt. Ein In den Höhlen". gutes Stück Arbeit in einem Jahre. Ich folgte der Eine halbe Stunde später ging Ruth zwischen zwei Höhlenretterin zur Halle und setzte mich in die Nähe Höhlenretterinnen, die nicht viel älter waren als sie selbst, der Thür. General Booth predigte über den Text: und in Höhlenuniform gekleidet, den Weg in der Richtung Was hast Du gethan mit dem Dir anvertrauten Pfund?" nach„ Seven Dials".*) Er sprach über den Geiz und die Begierde, und jedes seiner Das Antlig des ältesten Mädchens war sehr blaß und Worte schien auf mich gemünzt. Ich glaubte, das Geld- mager. Große, vorstehende Augen leuchteten unter der fieber müsse sich auf meinem Antlig ausgeprägt, und er es breiten Stirn hervor. Sie lächelte und sprach selten. Sie wahrgenommen haben. Als er geendet hatte, sagte ich zu schien auf etwas zu schauen, was sie in weiter Ferne sah. Ich gelobte mir: Ich will in ganz London suchen, mir:" Diese Leute sollen meine Leute sein, und ihr Gott Das andere Mädchen hatte frische, rosige Wangen. Ihr soll mein Gott sein, denn sie sind im Ernste." Mund stand nie still. Unaufhörlich sprach sie zu Ruth und bis ich einen Ort finde, wo wirklicher Ernst vorherrscht. Sechs Wochen später trat ich der Heilsarmee bei. Mein erzählte allerlei Sachen von sich und anderen Beuten. Was wird mir all mein Geld helfen, wenn ich sterbe? Ich Weib hat gleichfalls die Uniform angelegt. Wir erwarten Beide Mädchen trugen kurze blaue Röcke, weiße gebe vor, an das Evangelium Christi zu glauben, und doch täglich Befehle, nach Indien zu gehen, und wenn sie ein Schürzen, schwarze Hüte und Jacken, auf denen vorn in bringe ich selbst kein Opfer."- Hierauf besuchte ich viele treffen, werden wir ihnen gehorchen, obgleich wir unser rothen Buchstaben das Wort„ Salvation" aufgeftict war. Rirchen und Kapellen. Kind hier zurücklassen müssen. In unserem Anwerbe- Die Leute der Heilsarmee hassen alle Zeitverschwendung. Endlich, eines Sonntagsmorgen, heut vor einem Jahr, schein haben wir versprochen, jede Stellung anzu- Sie glauben, daß in jeder Minute eine Seele zum Himmel als ich eben auf dem Weg nach der Portman- Kapelle war, nehmen, jede Arbeit zu thun, und jedes Amt, das uns oder zur Hölle fährt, daß von ihren Bemühungen die ewige um Herrn Neville Sherbrooke predigen zu hören, wurde übertragen wird, auszufüllen, im Hinblick auf die schlimme Glückseligkeit oder das ewigwährende Weh von Männern ich, als ich eben Orford Zirkus paffirt hatte, von einem und elende Lage der Männer und Frauen um uns herum, und Frauen abhängt. Mädchen in einfachem blauen Kleid und einer weißen und auf die Gefahr, der sie stündlich ausgesetzt sind, für So war Ruth kaum an den Tisch getreten und hatte Schürze angehalten. Sie war eine Höhlenretterin. Ich will immer der Hölle geweiht zu sein. die Worte gesprochen:„ Ich wünsche mich dem Dienste der Euch ihren Namen nicht nennen, doch Ihr werdet errathen, Die Offiziere begannen eine Hymne zu singen, betitelt Heilsarmee zu weihen," als sie auch schon der Obhut von wen ich meine, wenn ich Euch sage, daß sie den fluchenden Der große Arzt." zwei Höhlenretterinnen auvertraut wurde, damit sie deren Bill und die betrunkene Sally zur Bank der Rene gebracht Während sie sangen, trat ein Mädchen mit goldenem Arbeit sehe und beurtheile, ob sie sich dazu geeignet fühle. hat. Sie steckte mir ein Flugblatt in die Hand und lud mich ein, in eine nahegelegene Halle, ein Lokal, das der Haar und einem Antlitz, das durch einen Ausdruck kind- Und da an diesem Morgen die Höhlenarbeiterinnen von lichen Vertrauens verschönt wurde, an den Tisch heran und wünsche mich dem Dienste der Heilsarmee gehört, zu kommen. Auf diesem Flugblatt fand Heilsarmee während des vergangenen Jahres verrichteten Heilsarmee zu widmen."" Werks verzeichnet. Sie hatten 1810 380 Versammlungen| *) Ein Stadtviertel zwischen Oxfordstreet und dem„ Strand", berüchtigt wegen seiner engen und schmutzigen Gassen, in denen in unmittelbarer Nähe der Theater und großartiger Geschäfte das größte Elend und die größte Verkommenheit hausen. bei Vollstreckung der Strafe wegen eines kleinen Preßver- gehens ein kurzer Aufschub gewährt wird. Die Kölnische Kloake läßt das Bochumer Publikum über diesen dem an- scheinend kerngesunden Fusangel gewährten Aufschub in E r st a u n e n versetzt sein; wenn das Bochumer Publi- kum sich über etwas wundert, so ist es höchstens darüber, daß Herr Baare sich noch auf freiem Fuße und nicht in Untersuchungshaft befindet. Die„Kölnische Zeitung" rechnet es Herrn Fusangel als Verbrechen an, daß er, der seit Jahresfrist schon Kenntniß von den Stempelfälschungen gehabt haben will, nicht bei der Behörde Anzeige gemacht und dieses nicht auch bezüglich der Steuer- Hinterziehungen gethan habe. Statt im Licht der Oeffent- lichkeit wären diese Dinge dann im Dunkel der Akten ver- handelt worden, und Herr Fusangel hätte, zunial wenn das Gericht der Rechtsbelehrnng der„Kölnischen Zeitung" über das gegen Preßanschuldiguugen einzuhaltende Verfahren ge- folgt wäre, kennen lernen, was es heißt in ein Wespennest zu greisen.„War' der Gedanke der Kölnischen Weltdirne nicht so verflucht gescheidt, man wär' versucht, ihn herzlich dumm zu nennen."— Die Propaganda für unsere Partei wird— von den Verhältnissen abgesehen, die unsere b e st e n A g i- t a t o r e n sind— durch unsere Feinde mindestens ebenso wirksam betrieben, wie durch uns selbst. Dieser Tage machte ein hiesiges Blatt, dessen Lang- weiligkeit mehr gefürchtet wird, als die Schärfe seiner „geistigen Waffen", die wundersame Entdeckung, daß„der Feldzug der Sozialdemokratie auf das Land" vollständig mißglückt sei. Nun— wir wollen nicht ruhmredig sein und es dahingestellt sein lassen, ob unsere Landagitation seit dem Erlöschen des Sozialistengesetzes einen bedeutenden Aufschwung genommen hat oder nicht— sie bedurfte beiläufig gar keines Aufschwungs, um sehr erfolgreich zu sein, denn es ist eine merkwürdige Selbsttäuschung unserer Gegner, daß sie wähnen, zur sozialdemokratischen Land- agitation habe erst der Hallesche Kongreß Anstoß gegeben. Das aber müssen wir bekuudeu, daß die Landagitation, welche unsere Feinde für uns treiben, seit dem Halle- schen Kongreß außerordentlich zugenomnien und geradezu überraschende'günstige Resultate geliefert hat— und fortwährend liefert. Das Hanpthinderniß der Agitation auf dem Lande liegt in der Schwierigkeit, an die Leute heranzukommen! Ist einmal ihre Aufmerksamkeit erweckt— sind sie ein- mal für unsere Ideen i n t e r e s s i r t, so folgt der Rest ganz von selbst. Und die Lage der ländlichen Bevölkerung ist eine so miserable, daß sie unfehlbar für uns gewonnen sind, wenn nur erst das Bewußtsein ihrer un- würdigen, menschenunwürdigen Lage in ihnen aufdämuiert. Das wissen unsere Feinde. Und darum ihre tolle Angst vor unserer Landagitation. Die Angst ist aber sprichwörtlich eine schlechte Rathgeberin: sie hat unsere Femde veranlaßt, das zu thun, was für sie das NachtheiUgste, für uns das Vortheilhafteste ist: nämlich die Agitation auf das Land zu tragen. Statt des klugen Satzes zu gedenken: gnivta non movoro— man s o ll das Ruhende nicht bewegen—, brach- ten sie in ihrer kopflosen Angst selber die Bewegung auf das Land. Freilich in sozialisten t ö d t e r is ch e r Absicht, das änderte indeß nichts an der Thatsache, oaß die bisher unbewegten Massen in Bewegung gesetzt, und damit der sozialdemokratischen Agitation der Weg geebnet, der Boden bestellt wurde. An Orten, in welche niemals ein sozial- demokratischer Fuß oder eine sozialdemokratische Broschüre oder eine Zeitung gedrungen war, zeterte das böse Gewissen gegen die rothen Umstürzler, die das Eigenthum und oie Familie zerstören wollten. Und die armen Landproletarier und Leibeigenen, die kein Eigenthum haben und die Segnungen des Familienlebens nicht kennen, sie wurden zum Nachdenken gereizt— ihr Geist wurde auf Dinge gelenkt, die bisher ganz außerhalb ihres Gesichts- kreises sich befunden hatten und— Genug— wir sind wieder einmal in der Lage, wie schon so oft früher mit B o r a n g e r�) ausrufen zu können: Vivent nos arnis les ennetnia 1 E s leben unsere Freunde die Feinde! •) Dem berühmten französischen Liederdichter. Whitechapel sich zufälligerweise nicht in der Kaserne be- fanden, übergab Kapitän Lobe Ruth zwei Mädchen, die in „Seven Dials" arbeiteten, indem er zu ihr erklärend sagte: „Diese Mädchen arbeiten in der schlimmsten Höhle Londons. Wenn Sie mit ihnen gehen, werden Sie am besten sehen, was es heißt, zu sagen:„Ich will mich dem Dienst der Heilsarmee widmen." Die drei Mädchen durchschritten die Straße von Drury Lane und bogen nicht weit vom Covent-Gardcn-Markt in eine schmale Nebenstraße ein. In der Mitte dieser Straße befand sich ein großer Kehrichthausen, eine Art allgemeiner Müllplatz, wohin die Leute der umgebenden Hänser Lumpen, Krautstiele und an- dere nicht zu verwenderde Gegenstände zu werfen pflegten. Ein halves Dutzend Hennen versuchten an diesem Sonntag Morgen dort ihre Mahlzeit herauszuscharren, und ein Hahn stand dicht bei, und ließ seine Flügel schlagen, während er an einem zerbrochenen Fruchtkörbchen knabberte. An den meisten der Thürstufen saßen Weiber, die mit ihren Nachbarinnen schiv atzten oder die Kinder, die ans dem Pflaster herumschwärmten, beobachteten. Gelegentlich öffnete eine Mutter den Mund und von ihren Lippen ertönte das „vielgebrauchte Beiwort".") Hin und wieder kollerte ein Säugling in die Gasse und wurde von einem nicht viel größeren Kind herausgeholt und dabei mit Flüchen an- geschrieen. „Halloh, Heilsarmee," schrien die Weiber, als die Höhlen- retterinnen sich ihnen näherten. „Wo habt Ihr heut Morgen gesteckt?" „Was für schönes goldenes Haar", sagte ein großer Junge zu Ruth.„Wenn ich'mal gerettet sein will, komme ich zu Euch, Fräulein". So schritten die Mädchen vorüber, unter gutmüthigen Neckereien, bis sie an eine offene Thür kamen, neben welcher ein Kind stand, dessen Auge mit einem schmutzigen Taschen- tuch verbunden war. „Ich schaute schon nach Euch aus, Schwester," sprach oaS Kind zu der älteren Höhlenretterin.„Mutter ist zu *) Der Ausdruck:„Verflucht". Anw. d. Uebers. Und nun lese man nachstehende Notiz, die wir gegne rischen Blättern entnehmen: Der in Posen von Deutschen und Polen gegründete „Verein zur BekämpfungderSoztaldemokratie'' hat sich folgende Aufgaben gestellt: A. Im Allgemeinen: Be obachtung der sozialdemokratischen Agitation. Sammlung ihrer Flugblätter, Zeitschriften, Vorträge u. s. w. Bekämpfung dieser Agitation durch Schriften und Vorträge. Belehrung und Unter stützung der Arbeitgeber und-Nehmer bei Durchführung der sozialpolitischen Gesetze und des neuen Arbeiterschutz-Gesetzes. Verbreitung guter populärer Unterhaltungsschriften und Bücher. Einrichtung und Förderung von Arbeitsnachweis- Instituten. Geivährung von Prämien an Arbeiter und Dienstleute für lange treue Dienste(Sparkassenbücher, eigene Grundstücke, Rentengüter). Anregung zum Sparen, Benutzung der Sparkassen, Lebensversicherungen, Ge- Währung von Gelegenheit zur Erwerbung eigener Grund- stücke.— B. Speziell in den Städten: Förderung der Errich- tung von Volksküchen ohne Schnapsausschank. Volksabende. Unterstützung aller Bestrebungen, um die Zuchtlosigkeit unter den jugendlichen Arbeitern zu bekämpfen. Gesellenvereine, Fortbildungsschulen, Handfertigkeitsschulen u. Jsi w. Unterstützung der Bestrebungen, gesunde und bessere Wohnungen für die Fabrikarbeiter zu beschaffen, desgleichen für kleine Beamte u. s. w. C. Speziell auf dem Lande: Verbreitung gleichartiger, zweckmäßiger Grundsätze für Dienstverträge der ländlichen Be- amten und Arbeiter. Einwirkung aus eine wohlwollende und gerechte Behandlung der ländlichen Arbeiter durch Inspektoren und Ausseher. Einwirkung aus zweckmäßige Einrichtung der Arbeiterwohnungen. Einrichtung passender Feste und Ver- gnügungen für die Arbeiter, als Erntefeste, Schnlfeste, Weih- nachtsbescherungen u. s. w. Einrichtung von Näh- und Strick- schulen für die Mädchen. Augenmerk auf die Gastwirthe, Krämer, Hausirer, Konsumvereine für die Arbeiter. Aus anderen Gegenden Deutschlands wird Aehnliches gemeldet. Und nun bedenke man t der Landproletarier und Leib- eigene, der bisher von seinen„Herren" wie ein Hund be- handelt ward und jetzt auf einmal sieht, wie seine„Herren" sich plötzlich um thn kümmern— legt sich die natürliche Frage vor: wem verdankt Ihr diese F ü r s o r g e? Wie muß die Antwort lauten? Den Sozial- demokraten t Ohne die Sozialdemokraten wäre Alles beim Alten geblieben, hätten die„Herren" sich um ihre Leibeigenen gerade so wenig gekümmert, wie früher.— Wenn nun aber schon die bloße Furcht vor den Sozialdemokraten den Landproletariern und Leib- eigenen solche— an sich freilich höchst unzulängliche— Vortheile bringt, was haben sie erst zu erivarten, wenn die Sozialdemokraten selbst an die Herrschaft kommen und im Stande sind ihnen zu h elfen? Unsere Feinde haben so vortreffliche Methoden, uns den Garaus zu inachen.— Anläßlich eines Eisenbahnunglücks in Bayern ist eine prenffisch- bayerische Preßfehde entstanden, die an gegenseitiger Erbitterung nichts zu wünschen übrig läßt und, wenn sie ernst zu nehmen wäre, die Schwärmer für deutsche Einheit mit Betrübniß erfüllen müßte. Wir nehmen sie aber nicht ernst, und möchten den preußischen Zeitungen, die sich über die bayerische„Grob- heit" beschweren, in aller Freundschaft bemerken, daß sie sel ber durch ihre Hochnäsigkeit und ihre Ueberhebung Grund zu dem Streit gegeben haben. Preußische Blätter behaupten, die bayerische E i s e n b a h n- V e r w a l t u n g � sei „bummelig"— jedenfalls viel schlechter als die preußische. Und dies ist entschieden nicht wahr. Gegen die preußische Eisenbahn-Verwaltung läßt sich mindestens ebenso viel sagen wie gegen die bayerische, der sie in Ein- zelnem überlegen sein mag, in anderen Punkten aber, z. B. in Sorge für den Komfort der Reisenden weit nach- st e h t; wir erinnern nur an die jämmerliche Heizung der preußischen Wagen, während die bayerische Eisenbahn- Verwaltung mit Einführung der W a s s e r h e i z u n g allen übrigen europäischen Bahnverwaltungen voran- gegangen ist. Auch unter dem Wagenmangel, der in Preußen eine chronische Klage bildet, hat man in Bayern nicht zu leiden. In Preußen darf man sich überhaupt nicht einbilden, dem übrigen Deutsch- land voran zu sein. Außer in militärischen Dingen, wo Preußen unleugbar an der Spitze ist— was ge- rade keine große Ehre— ist ziemlich auf allen Gebieten das gerade Gegentheil der Fall.— gekommen und hat mir diese Blume für Euch gegeben. uttcr schämt sich jetzt recht vor sich selbst." „Hat Mutter Euch sehr weh gethan?" fuhr die Kleine fort.„Sie war fürchterlich betrunken, Schwester, sonst würde sie es nicht gethan haben". Die Höhlenretterin schlug ihren Aermel zurück und zeigte auf eine große Wunde über dem Handgelenk. „Mutter ist wirklich ganz außer sich vor Scham/, wiederholte das Kind entschuldigend.„Es ist auch nur immer Sonnabend Abend, daß sie so wird, wirklich, Sch wcster. Nur wenn sie getrunken hat, schlägt sie mit dem Feuereisen. Letzte Nacht war sie betrunken wie'» Thier. Ich kann hent morgen fast nicht sehen mit meinem rechten Auge, so hat sie mich geschlagen, bevor Ihr kamt und da- zwischen tratet. Manchmal glaube ich, daß sie mich oder das Baby'mal tödten wird, wenn sie viel gehabt hat. Dann wird es sie an den Galgen bringen. Gestern Nacht ist Einer gemordet worden, wenigstens liegt der Mann im Sterben— ich meine den über uns, den sie so geschlagen haben. Habt Ihr ihn schreien hören, Schwester?" Die Höhlenschwester nahm die Blumen an sich, die das betrunkene Weib ihr als Friedensbote geschickt hatte, und öffnete alsdann eine Thür im Innern des Hauses, dicht neben der Eingangsthür. „Wir hörten letzte Nacht über uns schreien," erklärte sie Ruth,„und gingen hinauf schauen, was der Grund sei. Wir fanden das Kind auf dem Boden liegen, und die Mutter schlug niit einem Schüreisen auf es los. Sowie das Weib sah, daß wir dazwischen treten wollten, wandte sie sich gegen uns, und da verwundete sie mich am Hand- gelenk." „Behandeln die Leute Sie öfters so?" fragte Ruth, die ein kalter Schauer überlief, denn obgleich sie in nächster Nähe echter Höhlen wohnte, war sie doch noch nie mit dem Leben in denselben in Berührung gekommen. „Einige der Leute sind sehr rüde," war die Antwort. „Wenn wir von Haus zu Haus gehen, erfahren wir die schlechteste Behandlung. Wir machen uns nichts daraus, in Herbergen und Wirthshäuser zu gehen, denn da haben wir es nur mit Männern zu thun, aber Zu unserer gestrigen Notiz auS der„wilden" Schweiz, die uns auf gesetzgeberischem Gebiet und namcnt- lich auf dem der Arbeitergesetzgebung um viele Kopflängen voraus ist, wollen wir erklärend bemerken, daß Genosse Reichel, der vor Kurzem zum Professor in Bern ernannt wurde, einer der prononzirtesten und radikalsten Sozial- demokraten der Schweiz ist, ein Freund und Kampfgenosse des braven Steck— und als„Agitator" sehr thätig. In der Schweiz weiß man eben den Werth der Menschen zu schätzen. Der deutsche Klassenstaat mit seiner unglaub- lichen Engherzigkeit treibt seine besten Kräfte aus dem Land. Und die, welche sich nicht wegtreiben lassen, werden chikanirt und verfolgt. Kein Wunder, daß wir nicht vorwärts kommen.— Eine französische Flotte liegt jetzt im Hafen von Kronstadt(Rußland)— ein„Ereigniß", das etlichen tanswursten Veranlassung giebt, eine russisch- französische erbrüderungskomödie in Szene zu setzen. Jeder Tropfen Tinte ist verschwendet, der um eine solche Albernheit ver- schrieben wird. Wenn es einnial zum Kampf der freien Völker gegen den im russischen Knutenthum am klassischsten verkörperten Despotismus kommt, dann wissen wir, daß wir das sozialistische und demokratische Frank- reich an unserer Seite haben werden.— In Finnland wird Alles verrußt. Die schwedische Sprache, bisher die Landessprache, soll ausgerottet werden: es ist das zwar gegen die heilig beschworenen Verträge, allein wann wäre es dem Absolutismus je auf einen Mein- eid mehr oder weniger, auf einen Vertragsbruch mehr oder weniger angekommen? Den deutschen Ostseeprovinzen ergeht es beiläufig nicht besser, allein, auS Rücksicht auf„Väterchen" getraut man sich in Deutschland nicht, laut darüber zu klagen.— D i e belgische Föderation der s o z i a l i st i s ch e n Studenten und gewesenen Studenten erläßt folgenden Aufruf: Kommilitonen! Die Föderation der sozialistischen Studenten und gewesenen Studenten Belgiens veranstaltet einen allgemeinen Kongreß der Vereine der Studenten und ewesenen Studenten, welcher in Brüssel bei Beginn des ötudienjahres 1891/92 stattfinden wird. Ohne die Tagesordnung dieses Kongresses bereits fest- setzen zu wollen, meinen wir, daß unsere Berathungen einen doppelten Charakter tragen werden: einen theoretischen und einen praktischen. Einen theoretischen: denn wir haben die unweigerliche Pflicht, unsererseits energisch mitzuwirken, alle Arbeiter zu denselben Zweck zu vereinigen— der Arbeiter mit dem Handwerkszeug und mit der Feder, mit den Muskeln und mit dem Hirn. Uns, die wir zugleich wohl unserer Herkunst nach mit der Bourgeoisie zusammenhängen, aber durch den Geist der Gerechtigkeit auch mit dem Proletariat, uns geziemt es, die wissenschaftlichen Kenntnisse, welche eine privilegierte Stel- lung uns erlaubt hat uns zu erwerben, in ihre Dienste zu stellen. In kurzer Zeit werden wir uns also vereinigen. In- dem wir die Gegensätze der Klassen beseitigen helfen, werden wir die Sache der Arbeiter fördern; indem wir ven patrio- tischen Egoismus der Nationen mißbilligen, werden wir den internationalen Kampfplatz frei machen für das Ringen nach Gerechtigkeit und Gleichheit. Bekannt mit unseren Bestrebungen haben die Studenten Englands, Frankreichs, Rumäniens und der Schweiz sich noch vor Veröffentlichung dieses Ausrufs für die Theil- nähme an diesem Kongreß erklärt. Wir fordern Euch aus, das Gleiche zu thun und Euch mit uns ins Einvernehmen zu setzen über den Zeitpunkt und die Tagesordnung unserer Zusammenkunft. Die belgische Föderation schlägt folgende Punkte vor: 1. Volksunterricht und Erziehung. 2. Die politische Rolle der Studenten. 3. Regelung ver Arbeit. 4. Internationale Föderation aller sozialistischen Zirkel. Die duldsamste Brüderlichkeit wird unsere Debatten leiten und wir wurden glücklich sein, wenn wir selbst die- jenigen Theilnehmer sähen, welche, ohne unsere Ansichten die Frauen kneifen uns und werfen uns allerlei Dinge an den Kopf— sie ähneln mehr Dämonen als menschlichen Wesen. Gestern lief uns eine mit einem Kessel voll kochendem Wasser nach und drohte uns zu ver- brühen. Eine Andere sagte, sie wolle einige Burschen holen, die ihr Helsen sollten, uns aus dem Fenster zu werfen. In den Häusern, die wir besuchen, beginnen wir mit dem höchsten Stockwerk und gehen so abwärts weiter. Würden wir unten beginnen und versuchen, nach oben weiter vor- zudringen, so würden wir nie über den ersten Treppenabsatz hinwegkommen. Auch dürfen wir niemals die Leute merken lassen, daß wir sie fürchten. Wenn die Weiber erst sehen, daß sie uns Angst einjagen können, dann können wir auch gleich die ganze Arbeit aufgeben. Wir geben uns den An- schein, als fürchteten wir nichts, und wenn wir die ganze Zeit hindurch vom Kopf bis zu den Füßen zittern. Es liegt in der Menschennatur, sich vor Weibern, wie die, unter denen wir zu arbeiten haben, zu fürchten. Die Männer sind Lämmer im Vergleich mit diesen Frauen." „Es ist ein schreckliches Chor hier herum," stimmte die andere Höhlenretterin ein.„Letzte Nacht kam eine alte Frau zu uns und srug, ob wir sie nicht zu einem Doktor bringen könnten; ihr kleines Enkelkind führte sie. Ihr Mann hatte ihr das Auge ausgeschlagen. Sie ist nun ganz blind, denn ihr rechtes Auge hatte er ihr ausgeschlagen, als sie fünfzig Jahre alt war, und letzte Nacht hatte er ihr nun das linke auch ausgeschlagen. Ich kenne hier in der Nachbarschaft sechs Frauen, denen ihre Männer Augen ausgeschlagen haben. „Die Leute hier sind schlimmer als die im East-End," sagte das älteste Mädchen zu Ruth.„Ich habe im East- End gearbeitet, aber nie habe ich Aehnliches wie in diesen Straßen gesehen. Und waS es für mich noch schreck- Ucher macht, ist die Thatsache, daß kaum eine Viertelstunde von hier Menschen wohnen, die jeden Luxus des Lebens genießen. Dieses ganze Höhlen- quartier könnte, wenn die Leute ernsthaft wollten, in vierzehn Tagen hinweggeräumt werden. Ich bin über- zeugt, daß am Tage des Gerichts Gott zu den reichen Männern und Frauen, die in der Nähe von„Drury Lane" über den Sozialismus in Bausch und Bogen zu unter- in ganz bestimmten Absichten geführt. In beiden Fällen schreiben, die Ansicht haben, daß solidarisches Zusammenstehen gab und giebt es aber unter den Parteigängern der kirchder menschlichen Gattung die Pflicht aller ist, welcher reli- lichen bezw. staatlichen Rechtgläubigkeit viele, die das nicht giösen oder philosophischen Richtung sie anhängen mögen. aus bewußtem Egoismus sind, sondern es ist vielleicht sogar In der Hoffnung, daß Ihr auf unseren Appell ant- die große Mehrzahl von ihnen, die lediglich aus geistiger worten werdet, hoffen wir, bald unsere Stimmen, liebe Beengtheit und Unwissenheit so denkt und handelt. Kommende Brüder, mit den Eurigen zu vereinigen in dem Rufe: Hoch Geschlechter werden unseren Staat" mit ähnlichen Geder internationale Sozialismus. fühlen betrachten, wie heute die Kirche des Mittelalters bereits von der Mehrzahl beurtheilt wird. Für die„ Féderation des Etudiants et anciens Etudiants socialistes": Das ,, Comité fédéral": Korrespondenzen und Parteinachrichten. * Berlin. Genosse August Burckhardt, früherer Redakteur des Thüringer Boltsfreund", feht hier aufhältlich, wurde durch taatsanwaltliche Zuschrift auf Requisition des Sonneburger Amtsgerichts aufgefordert, in Rummelsburg die dreiwöchentliche Gefängnißstrafe anzutreten, die ihm wegen Preßbeleidigung des Sonneburger ersten Bürgermeisters v. Katte auferlegt worden ist. Die echte Wissenschaft ist von jeher revolutionär ge- Der nachgesuchte Strafaufschub wurde verweigert und trotzdem wesen; ste stützt sich auf den gesunden Menschenverstand dagegen Beschwerde erhoben ist, muß der Sünder doch ins Loch. Georges Defuiffeaux, Brüssel, Sekretär; Louis Debrouckère, und stürzt alle sogenannten Autoritäten. Sie ist im Bunde Ein weiteres Urtheil gegen den genannten Genossen ist auch Brüssel; Emile Vandervelde, Brüssel; Henrion, Antwerpen; mit der Gerechtigkeit und eine Todfeindin des sogenannten rechtskräftig geworden. Das Reichsgericht hat seine Revision Boesnach, Gent; W. Herrebaut, Gent; Demarteaux, Liège;" Rechts" und" Gesetzes"; gleichviel, ob letzteres die Sklaverei gegen ein Urtheil der Koburger Straftammer vom 16. März, das Molhaut, Mons; Rousseau, Mons. oder die Lohnsklaverei, den Despotismus oder einen Schein ihn des Vergehens gegen§ 130 schuldig erkannte, verworfen und so hat Genosse Burckhardt Aussicht, bis 14. November Hinter NB. Am Rongreß können theilnehmen alle Studenten oder auch wirklichen Konstitutionalismus fanttionirt. oder gewesenen Studenten von konstituirten Gruppen oder Wer den Sozialismus eine„ Utopie" nennt, beweist ledig- eisernen Gardinen verbringen zu müssen. als einzelne. Alle Mittheilungen, Anfragen 2c. sind zu lich seine Unwissenheit, Bornirtheit oder einen großen Brandenburg, 23. Juli. Wie der Vorwärts" schon berichten an den Secrétaire fédéral: 517, Avenue Louise à Mangel von Wahrheits- und Gerechtigkeitsliebe. Freilich richtete, wurde unsere rothe Fahne am 14. Juni konfiszirt; fie Bruxelles. erwirbt er damit sich nicht das Recht auf öffentliche Be- war im Futteral und wurde von einem Mann getragen, welcher lehrung. Wer aber publizistisch thätig ist, und wer da fie nach dem Dampfer bringen follte. Die Kongogrenel beschäftigen in Belgien noch weiß, eine wie ungeheure Macht die Presse besitzt zur Lei- Die Beschwerde gegen die Konfiskation gelangte am 15. Juni immer die öffentliche Meinung. Hauptmann Becker hat tung bezw. Frreleitung der öffentlichen Meinung, der sollte bei der Provinzial- Regierung zur Einreichung; bis zum 22. Juni zwar, wie wir jetzt hören, feinen lezten Prozeß gewonnen, sich doch der damit verbundenen moralischen Verantwort war noch teine Antwort eingelaufen, trotzdem seitens des Beschwerdeführers Beschleunigung erbeten worden war. Am allein trotzdem will er aus dem Staatsdienst austretenlichkeit einigermaßen bewußt sein. Wenn er über den 22. Juni wurde die Beschwerde beim Ministerium des Innern das Brandmal läßt sich durch kein freisprechendes Urtheil Sozialismus schreibt, so sollte er aus manchen Schwächen eingereicht, nun folgen die Gesuche vom 12. Juli und 19. Juli, wegwischen so wenig wie das Blut von den Fingern der mancher Schriftsteller nicht den Schluß machen, daß die und auf sämmtliche Beschwerden zc. hatte bei Abgang feines Briefes Lady Macbeth. Grundideen falsch sind. Und die Grundidee ist die, daß derselbe Beschwerdeführer immer noch feine Antwort!! Im Laufe desselben Tages traf dieselbe endlich ein. Gie Neues aus Afrika heißt Schlimmes aus Afrika. Diejenigen Einnahmequellen, die fich lediglich aus dem Wieder Hiobsposten von Kämpfen, Plünderungen und Eigenthumsrecht herleiten, der arbeitslose Erwerb, hieße er lautet: Potsdam, den 15. Juli 1891. sonstigem Zivilisationswerk in Deutsch- Ostafrika". Ein nun Zins, Rente oder Profit, ungerecht und gemeinschädlich Auf die Beschwerde vom 15. v. M. eröffne ich Ihnen, daß portugiesischer Gelehrter Gerez-& Ivo giebt haarsträubende ist; daß seine Abschaffung nicht Gleichheit im Glend, son- ich die Beschlagnahme ber rothen Fahne der sozialdemokratischen dern angesichts der ungeheueren Steigerung der mensch Partei durch die Polizeiverwaltung zu Brandenburg am Berichte über die dortigen Zustände. Und durch deutsche lichen Produktivkraft durch die technische Anwendung der 14. v. m. nicht zu mißbilligen vermag, da nach den angestellten Berichte wird das Schlimmste, was er sagt, bestätigt. Wie lange wird dieser Wahnsinn der Kolonialpolitik noch fort- Naturwissenschaft Gleichheit im Wohlstande zur Folge haben Ermittelungen das von dieser Behörde beobachtete Verfahren das müßte. Die Abschaffung des arbeitslosen Erwerbs tann einzige Mittel war, um ernsteren Ruhestörungen an dem gedauern? Wenn es noch Narren giebt, die an ihn glauben, aber nur durch einen gesellschaftlichen Kollektivbesitz am nannten Tage vorzubeugen. Mit Rücksicht auf das Verhalten dann übertrage man doch den bekannten Saß unseres Partei- Boden und den Produktionsmitteln erreicht werden. Wer der Mitglieder der Partei bei mehreren Gelegenheiten in letter programms auf die Kolonialpolitik, erkläre die kolonial das nicht zu fassen vermag, der möge bedenken, daß der Beit und besonders in der Volksversammlung am 29. Juni d. J. politik für Privatsache und lasse die Kolonial moderne Staat" ja schon jetzt in die Einkommenvertheilung auch die beantragte Herausgabe der fraglichen Fahne für jetzt politik für Privatsache und lasse die Kolonialfann im Intereffe der öffentlichen Ordnung und Sicherheit aber politiker die Kosten ihrer Tollheiten aus eigener Tasche gewaltsam eingreift- was ist denn die Besteuerung anderes noch nicht veranlaßt werden, die lettere hat vielmehr im Gewahr und mit der eigenen Haut bezahlen. Nun stelle sich das Berliner Tageblatt" vor, der arbeits- fam der Polizeiverwaltung zu bleiben, bis nach dem Ermessen lofe Erwerb werde mit 100 pt. besteuert, d. h. ganz und derselben die sozialdemokratische Partei in Brandenburg durch ihr Das Flugblatt der angeblichen Oppofition", aus gar eingezogen, und gleichmäßig vertheilt unter Aufhebung Auftreten die Gewähr liefert, daß die Wiedererlangung der Fahne welchem wir gestern nach der„ Vossischen" Beitung" Auszüge aller andern Steuern. Damit wäre zwar nicht alles, aber zu Ruheftörungen nicht benutzt wird. Der Regierungs- Präsident. mittheilten, ist in Berlin nicht in allen sechs Wahlkreisen sehr viel gethan. Doch wer sich nicht überzeugen lassen In Vertretung: verbreitet" worden, wie gegnerische Blätter triumphirend will, dem mangelt die Ehrlichkeit des Verstandes" und ( Name unleserlich.) verkündeten. Zu einer Verbreitung Zu einer Verbreitung in dem Sinne, dem ist nicht zu helfen. Die sozialistische Volkswirthwelchen das Wort für uns hat, gehören Genossenschaftslehre ist gegenwärtig genau so tendenziös" in den Wir haben bis heute noch keines Exemplars habhaft werden Augen derjenigen, welche die Staats- und Gesellschaftsfönnen. Hinzugefügt sei noch, daß ähnliche Fabrikate schon Ordnung vertheidigen, wie vor einigen Jahrhunderten die früher in bekannten- sehr engen- Kreisen kolportirt Lehren von Capernicus und Galilai. worden sind. " Ist der Regierungspräsident der Meinung, daß seine Verfügung immer noch bem bekannten Entscheid des Oberverwal tungsgerichts entspricht, trotzdem er die ernsteren Ruheftörungen" ins Feld geführt hat? Wir nicht, und hoffentlich wird die höhere Instanz zu unsern Gunsten entscheiden. Herr Nichter ist sehr schwer von Begriffen. Nicht Sonneberg. Der Herausgeber der Sonneberger Spott Die tendenziöse Wissenschaft. Man schreibt uns: einmal ein Pfui! kann er richtig verstehen. Jetzt be Wenn die Arbeiterschaft es nicht vermag, das müssen wir hauptet er, wir hätten es ihm zugerufen, weil er Fälle von vögel", Genosse Schwendemann, wurde am 17. b. M. burch wiederholen, ihren sogenannten Bildungsinstituten eine par- Unterschlagungen zc. durch sozialdemokratische Vertrauens- das hiesige Schöffengericht wegen fortgesetter Beleidigung des früheren Bezirksvorstehers Johann Probst, sowie wegen Beleidi teilose und dem Bildungszwecke allein dienende Tendenz zu personen veröffentlicht habe. Nein nicht das ist gung des Vitars Mertens zu einer Gesammtstrafe von 9 Monaten geben, so werden sie besser thun, vor der Hand auch als es, was unser Pfui! hervorgerufen hat- wir vertuschen verurtheilt. Die Beleidigungen wurden im ersten Fall in dem " Aufgeklärte" die von der„ Bourgeoisie" errichteten Veran- nicht und haben nichts zu vertuschen, wie andere Artikel Wer hat Glück" und in dem Gedicht und sie predigen staltungen zu benutzen, auch im Interesse der wirthschaft Parteien sondern daß die Notizen, enthaltend die Mit Wasser und trinken Wein" gefunden und nachgewiesen, theils lichen Befreiung der Arbeiterklasse". So lesen wir in theilung solcher Ehrlosigkeiten mit der Spigmarke„ Sozial- durch Zeugen, nach deren Aussagen die öffentliche Meinnung Nr. 358 des Berliner Tageblatt"." Tendenziöse" Buch- demokratisches" versehen, diese Ehrlosigkeiten also mit fonstatirt werden konnte und zum andern Theil durch das eigene Geständniß des Angeklagten. Der Staatsanwaltsvertreter hatte führung, parteiisches" Rechtschreiben oder staatsgefährliche der Partei identifizirt wurden. Hierin lag für jeden Artikel je 5 Monate Gefängniß resp. eine Gesammt Stenographie werden nun wohl selbst im Kopfe des Tage die Gemeinheit, welche wir geißelten. Wollten wir Gleiches blatt- Skribenten nicht existiren. Auch die Naturwissenschaft mit Gleichem vergelten, so könnten wir für jeden wird heute doch wohl nur von der Orthodoxie noch als sozialdemokratischen Schwindler und Betrüger möglicherweise tendenziös" angesehen werden. Das Ber- dem Herrn Eugen Richter mit einem Dutzend fort liner Tageblatt" kann also wohl lediglich die Geschichte und schrittlicher antworten. " strafe von 10 Monaten Gefängniß einschließlich der früher erkannten Strafen beantragt. Mit jenem Urtheil ist jedoch noch lange nicht bas Kerbholz des Genoffen Schwendemann ausge glichen, es ist noch eine andere Klage gegen denselben anhängig, die ihm noch eine recht empfindliche Strafe einbringen kann. Wir bedauern das Schicksal unseres Genossen nebst seiner Familie, Spottliedern der Volksmeinung soweit Rechnung trug, um Monate lang dafür im Kerker schmachten zu müssen, ohne der Arbeiterbewegung in unserem Kreise irgend welchen Dienst leisten zu tönnen. Sein törperlicher Zustand ist heute schon Mitleid erregend und in Anbetracht der noch zu gewärtigenden Strafen wird wohl das Gefängniß den Spottvogel und seine Lieder auf Jahre hinaus vielleicht für immer verstummen lassen. ( Sonneberger Volksfreund.) speziell die Nationalökonomie im Auge haben. Freilich be- Wir konstatiren bei dieser Gelegenheit, daß die Freiber allerdings zu viel gewagt hat, als er mit seinen Bersen und finden sich diese Wissenschaften gegenüber den von Zinsen, finnige Beitung" ihre unwahre Notiz über die Hut Bodenrente oder Profit lebenden Klassen und dem Inbegriff ma cher- Genossenschaft, trotzdem daß durch uns dieser, dem sogenannten Staate" in einer ganz ahn- die Wahrheit festgestellt ward, nicht zurück lichen Situation, wie Dor 300 Jahren die gezogen und sich damit als Verleumderin gekennNaturwissenschaft dem Pfaffenthum oder der Kirche gegen zeichnet hat. über. Hier wie dort handelt es sich in erster Linie um Erwerbs intereffen. Jetzt wie damals fürchteten die Reichen bezw. die Pfaffen den Verlust ihrer sozialen Stellung, bekämpften die feyerischen" Lehren bezw. die staatsgefährlichen"( ganz richtig!) Utopien" als Irrlehren. In beiden Fällen wurde der Kampf weniger wegen mangelnder Einsicht als vielmehr und Seven Dials" gewohnt haben, sagen wird:" Ich war hungrig und Ihr gabt mir kein Fleisch; ich war durstig und Ihr gabt mir keinen Trunk, nackend und Ihr fleidetet mich nicht, im Gefängniß und Ihr besuchtet mich nicht." Und der Wäschediebstahl?????? Elends zu erzählen hatten, von Kindern, deren Mütter die Schwester nur für einen Augenblick sehen wollten. Bulegt tamen sie an eine Diebesherberge, und gingen eine tiefe Flucht von Stufen hinab in ein unterirdisches Gemach am Ende eines langen Ganges. " Magdeburg. Ueber einen Fall von Lockspikelet berichtet die hiesige„ Volksstimme": Bekanntlich versucht die hiesige Polizei schon seit längerem, nachzuweisen, daß alle Vereinsvergnügen öffentliche Lustbarkeiten" feien. Ein neuer Fall beweist, welche Mittel man dazu verwendet: Der Sudenburger Arbeiterverein veranstaltete am 3. Mai 1891 ein Vereinsvergnügen, zu demselben follten nur Vereinsmitglieder zugelassen werden; biefes war öffentlich bekannt gemacht worden. Trotzdem erhielt der Borsigende des Vereins, Genosse Bringmann, ein Strafmandat auf 15 Mark lautend, weil er angeblich eine öffentliche Luftbarkeit veranstaltet haben soll. Derselbe beantragte gerichtliche EntDie Leute hier herum könnten von den Thieren Sie traten ein. Ein halbes Dutzend Männer saßen um ein Feuer hiesigem Schöffengericht an, die Polizei machte dem Sudenburger scheidung. Am 18. Juli 1891 stand in dieser Sache Termin vor manches lernen," bemerkte die jüngere der Retterinnen. Aber wie soll man diesen Menschen, die am Verhungern herum und thaten nichts. Wenn sie wirklich Mittag ge- Verein zum Vorwurf, daß auch Nichtmitglieder auf dem Berfind, sagen, sie sollen sich sauber halten? Wir besuchten speist hatten, so mußten die Reste desselben weggeräumt sein. gnügen zugelassen worden seien, und suchte dies dadurch zu be= gestern eine Frau, die eben ein Kind bekommen hatte. Sie Weder ein Teller, noch eine Kruste war auf dem Tisch. Nur eine weisen, daß der Buchbinder Trautner, Sudenburg, Schöningerlag auf einem Sack und hatte nichts als eine schwarze Razze beleckte ihre Pfoten und schaute schnurrend straße 28, als Nichtmitglied das Vergnügen mitgemacht habe. alte Bettdecke, sich zuzudecken. Das Gesicht Gesicht des auf die Höhlenretterinnen. Wie hungrig diese Männer Derselbe fagte vor dem Gericht aus wie folgt:" Der KriminalKindes sah aus, wie das eines alten Mannes, obgleich auch sind, nie lassen sie das Lieblingsthier des Lokals zu schuhmann Boorsch bestellte mich( Trautner) zum Polizeikommissar Schmidt. Dieser gab mir den Auftrag, ich sollte vier Programme es noch nicht zwei Wochen alt war. Seine Arme kurz kommen. von benanntem Verein kaufen, welche Ausgaben mir von dem und Beine glichen Stöcken. Der Schmuh in dem Raum Es war eine rohaussehende Bande. Kein Polizist Rommissar surückerstattet werden würden. Ich( Trautner) kaufte übertraf Alles, was ich je an Schmutz gesehen, aber der wagt sich allein in ihre Herberge. Ein Geistlicher, der nun von Frau Bernstein vier Programms. Herr Polizeikommissar Mann war außer Arbeit, und während das arme Ding eines Sonntags Abends hineinkam, wurde nackend aus Schmidt bezahlte mir dafür 1 Mark und schenkte mir dann eins frank lag, hatte er das Waschfaß verpfändet. Ich sage gezogen, um festzustellen, ob er ein Polizist sei. Da sie von diesen Programms. Ich( Trautner) hatte sonst keinen Wunsch ſtets:„ Gelobt sei der Herr," wenn er ein Kind aus einer feine ganze Wäsche mit demselben Namen gezeichnet fanden zu diesem Bergnügen zu gehen, sondern that dies lediglich auf solchen Umgebung zu sich nimmt. Es kann zu nichts An- und nichts in seinen Taschen, warfen sie ihn hinaus und Wunsch des Polizeikommissars Schmidt." Was sagt der Justiz minister zu dem Vorfall? berem heranwachsen, als zur Sünde, und zu nichts Anderem riethen ihm, nie wiederzukommen, es sei denn, er habe die leben, als Elend zu sehen." Taschen mit Suppenbillets gefüllt. Elberfeld. Der frühere Dienstmann und Polizeispiel Sier saßen sie nun und dämmerten vor sich hin, als August Münnich, welcher am 25. Mai d. 38. mit einem Die Höhlenretterinnen begannen nun, ihr Mittagsmahl herzurichten. die Höhlenretterinnen die Thür öffneten. Bigarrenstummel, Monat Gefängniß, wegen Beiseiteschaffung von Sachen bei Ihr Zimmer war nett und sauber. Die Wände waren Limonadenflaschen, Töpfe und Abfälle lagen auf dem Stein- drohender Zwangsvollstreckung und wegen Plünderung des Sparweiß getuncht. General Booth's Bildniß, ein Almanach boden umher. Von der Decke herab hing eine Lampe. faffenbuches eines bei ihm sich stellensuchend aushaltenden Mannes und einige Texte waren sein einziger Schmud. Ueber dem Sie waren froh, einen Kriegsruf" zu erhalten, bestraft ist, gegen welchen auch noch mehrere Straffachen schweben, die Monotonie ihres Somitags Nachmittags zu ist seit mehreren Wochen flüchtig, wird steckbrieflich verfolgt und Kamin hingen die Vorschriften für die Höhlenarbeit, welche um Mädchen mit einem hat sich der Verbüßung der genannten Strafe durch die Flucht entzogen. Uuwahrscheinlich ist es nicht, daß dieser„ Ehrenmann" unter fremdem Namen fremde Märkte besucht, weshalb wir unsere Knieübungen und die der Zusammenkünfte der Armee genau freundlichen:„ Na, wie geht's Euch?" Das ältere der Mädchen ging geradeaus auf einen alten Leser auf ihn speziell aufmerksam gemacht haben wollen. Er beMann zu, der am Feuer saß, und fragte:" Habt Ihr noch sist noch drei gute Freunde, die sich auch auf„ flüchtigem Fuße" Gleich nach dem Mittag machten die Mädchen sich auf keinen Versuch gemacht?" befinden, nämlich: 1. den Glasmaler Jakob Neiners von hier; " Wozu, mein Mädchen?" 2. den ehemaligen Versicherungsagenten Gustav Hallensleben von hier; 8. den stellenlosen Kommis Gustav Vedder von hier. Auch auf sie erstreckt sich unsere Warnung. festsetzen. den Weg, die Schlafherbergen des Bezirks zu besuchen. Sie warfen Tücher über ihre Jacken und nahmen große " Bum Himmel, Alterchen. Die Zeit ist kurz. Du wirst Bündel des Kriegsruf" zur Vertheilung mit sich. Ueberall ein Greis. Es ist Zeit, daran zu denken." wurden sie von den Lenten gegrüßt. Manchmal bat sie eine Frau, einen franten Verwandten zu besuchen, oder ein Die Diebe lachten, und der Alte verbarg sein Gesicht, Mann bat um eine Zeitung. Immer und immer wieder damit die Mädchen nicht sehen sollten, daß auch er lachte. wurden sie von Frauen angehalten, die eine Geschichte des ( Fortsetzung folgt.) Theater. Sonnabend, den 25. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rustiAchtung, Töpfer! Arbeiter- Bildungsschule. Auf dem Bau Prenzlauer Allee 220 sind von dem Töpfermeister Montag, den 27. Juli, in Keller's Hofjäger, Hafenhaide: cana. Vorher: Der Barbier von G. Schirmer sechs Kollegen entlassen worden, indem dieselben bis 6 Uhr Bagdad. nicht gearbeitet haben. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 317/15 Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend- Theater. Romeo u. Julia. Adolph Ernst Theater. Die Wettschwimmerinnen. Baufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 25. Juli, Abends 8 Uhr: in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Raffenbericht. Bericht des Vorstandes, der Bevollmächtigten, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeits- Vermittlers. Bestätigung von Grosses Sommer- Fest. Festrede des Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht. Grosses Garten- Konzert, unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes, unter Zeitung des Bundesdirigenten. Verloosung, Kinderbelustigung u. Tanz. Die Kaffeeküche ist v. 3 Uhr an geöffnet. Entree 25 Pfg. Billets find an den mit Plakaten belegten Stellen, sowie in allen Schulen zu haben. Der Unterricht fällt an diesem Abend aus. NO[ 400/11] Der Vorstand. Fachverein der Bevollmächtigten u. Mitgliedern der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Beschluß- Leder- Arbeiter. Unterhaltungs- Musik. faffung über die Statistit. 3. Statuten- Abänderungsanträge. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Der Vorstand. NB. Billets zur Urania find auf dem Arbeitsnachweis, Wallstr. 7/8, Heute, Sonnabend, den 25. Juli, in Schmiedel's Festfälen( früher Orpheum), Alte Jakobstr. 32: Zur Feier des zweiten Stiftungsfestes Großer Frühstücks- und Mittagstisch. zu ermäßigten Preisen zu haben. Spezial- Ausschank von Pahenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 315/18 Verband aller in der Metall- Industrie Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert Passage- Panopticum. Dienstag, den 28. Juli, Abends präz. 8½ Uhr, in Reng' Salon, Naunynftr. 28. beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Grosse Versammlung. Tagesordnung. 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Die Entstehung des Staates". 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Kollegen! Da die Versammlungen des Verbandes nur in längeren wifchenräumen stattfinden, ersuchen wir Euch dringend, für eine zahlreiche Betheiligung an denselben Sorge zu tragen. Der Vorstand. 365/13 unter Mitwirkung des Gesangvereins der ,, Offenbacher", Nach dem Konzert: Ball Bei günstiger Witterung findet das Konzert im elektrisch erleuchteten Garten statt. Billets à 50 Pfennig( intl. Tanz) sind bei sämmtlichen Vorstands- Mitgliedern und im Arbeitsnachweis, Louisen- Ufer 22, zu haben. 201/19 Der Vorstand. Große öffentliche Vitreo. Bereinig. d. Drechsler Deutschlands. Verſammlung für Frauen u. Männer iht Concs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Montag, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. R. Schmidt über„ Die gegenwärtige wirthschaftliche Sonntag, den 56. Juli, Nachm. 4 Uhr, bei Knebel, Badstr. 58. Vortrag. Referentin: Frau Ihrer aus Velten. Der Einberufer: Paul Heitmann. Geselliges Beisammensein mit Tanz. 315/11 Castan's Panopticum. age". 2. Distuffion. 3. Abrechnung. 4." Ergänzungswahl zum Ausschuß. Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: 5. Verschiedenes. 137/19 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Achtung! Hamilton- Theater Achtung! Originell! Ueberraschend! Geöffn. v.9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel der Sensations Pantomime Die Räuber. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher Berufszweige Berlins und Umgegend. ( Filiale Norden.) Sonnabend, den 25. Juli, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren als Gäste haben Zutritt. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Bevollmächtigte. 102/28 Mariendorf. Oeffentl. Volks- Versammlung Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Play 50 Pf. Kaffeeküche ist geöffnet. 369/9 Volksbeluftigungen aller Art." im Lokale des Herrn Haak, Schwarzer Adler, Dienstag, den 28. Juli, Abends 8/2 Uhr, pünktlich. Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. Parteien. Referent Hr. Baginsti aus Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Eintrittsgeld 10 Pf. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Dienstag, den 28. Juli: Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. Allen Freunden und Genoſſen die Zentral- Kranken- u. Sterbekasse| 3eutral- Kranken- u. Sterbekasse freudige Nachricht, daß ein junger Nachwuchs zur Sozialdemokratie in Gestalt eines fräftigen Jungen angekommen ist. Berlin, 23. Juli 1891. Johannes Weiss u. Frau, Holsteiner Ufer 46. 691b Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigt hocherfreut an 692b Fritz Wagner u. Frau, Stralauerstr. 43. Unserem Kollegen und Genossen H. Brendel zum heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! 696b der Tischler 1. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin H. Sonntag, den 26. Juli, Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Skalizer Garten, Stalizzerstraße Nr. 54a, Eingang 2. Hof, Garten lints. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal 1891. 2. Berichterstattung über die Generalversammlung in Halle. 3. Bericht über den Verband freier Hilfskaffen. Die Engel'sche Bude. 4. Berschiedene Raffenangelegenheiten. Unserem Freunde und Genossen Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes Emil Reuter zu seinem heutigen Mitglied ist verpflichtet, in dieser VerGeburtstage ein donnerndes Hoch, daß ſammlung zu erscheinen. 307/6 Die Ortsverwaltung. Die ganze Köpenickerstraße wackelt und seine Familie vor Freude zappelt.[ 681b Todes- Nachricht. Den Mitgliedern des Vereins der Lithographen, SteinDrucker und Berufsgenossen Deutschlands zur Nachricht, daß unser Kollege, der Steinschleifer Herrmann Scholz, am Donnerstag, den 23. Juli, an der Wassersucht gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Juli, Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Katholischen Kirchhofs in Briz aus statt. Um rege Betheiligung bittet Die Verwaltung. 207/8 Tedes- Anzeige. Montag, den 27. Juli, in der Neuen Welt, Hafenhaide: NOMMER- FEST, Som Ronzert, Auftreten sämmti. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung des Arbeiter- Gesangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Bereins Deutsche Eiche, des Musik- Dilettanten- Vereins Anima und des MusikVereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal: Vorträge und für die lieben Kleinen rechts am 2. Orchester: Marionetten- Theater. Jm Bal champêtre grosser Ball. Die Raffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. An alle Genossen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem 197/3 wirklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Das Komitee. Den Parteigenossen empfehlen wir zur Anschaffung unsere Neue Gesammt- Ausgabe: der Tischler u. 1. w. Ferd. Lassalle's Reden und Schriften Oertliche Verwaltung Berlin G. Montag, 27. Juli, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Bersammlung bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom II. Quartal 1891. 2. Bericht des Delegirten von der Generalversammlung in Halle. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Erscheinen aller Mitglieder ist der wichtigen Tagesordnung wegen erwünscht. 306/7 Die Ortsverwaltung. Achtung! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse 8 Uhr, findet in Spandau im Lokale der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin B. Am Montag, den 27. Juli, Nachm. 31/2 des Hrn. Kern, Jüdenstr. 6, eine öffentliche in 40-50 Heften à 3 Bogen zum Preise von 20 Pfg. pro Heft. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Eduard Bernstein, London. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt in Berlin SW. Empfehle allen Freunden und Be- Adlershof. tannten meinen Barbier- und HaarSchneide- Salon. ,, Vorwärts" und Wahrer Jakob" liegen aus. 21 683b W. Kohl, Diedenhofenerstr. 11 a. Allen Freunden u. Genossen meines verstorbenen Mannes, Karl Wolf, theile mit, daß ich das Zigarrengeschäft weiterführe und bitte um das fernere Wohlwollen. 890b Müggelschloß Bismarck- Str. 37. Montag, 27. Juli, Abends 8½ ur: Töpfer- Versammlung b. Friedrichshagen via Köpenick. Vereinszimmer Mitglieder- Versammlung im Saale Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Zagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal 1891. 2. Bericht des Delegirten über die Generalversammlung. 301/6 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches u. pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Maler! statt. Tagesordnung: Regelung der Lohnverhältnisse. Sämmtliche in Spandau arbeitenden Berliner und Charlottenburger Kollegen werden ersucht, zu derselben zu erscheinen. Der Einberufer 316/15 Achtung! Die Versammlung des Vereins d. Stereotypeure u. 413b Empfehle mein Lokal zu Land- mit Piano ist auf mehrere Tage zu vers partien. Gewähre den Vereinen ergeben Brizerstr. 22. mäßigte Preise; stets reichhaltige Speisekarte zu billigen Preisen. Bier, 4/10 Liter, 15 Pf. Kaffeeküche stets geöffnet. NB. Bestellungen brauchen nur einige Stunden vorher durch Fernsprecher Amt Köpenick 4, Nr. 32, gemacht werden. 1030L] Hochachtungsvoll P. Ziebolsky. Allen Westfalen und Freunden der rothen Erde empfehle: Tägl. frisch angekommen Oldenburg. Rindfleisch, & Pfd. 55 Pf., sowie sämmtl. Wurftu. Fleischwaaren zum billigst. Preise. Westf. Pleischw.- Fabrik u. Niederlage 43, Lindenstr. 43, 1870L vis- à- vis der Bimmerftraße, und Wienerstraße 39. 699b Galvanopl. Berlins u. Umg. Musik- Instrumente. Frbl. möbl. Schlafft., sep. Ging., au verm. bei Ruglin, Chorinerstr. 63, Die Fil. I.( S.) der Vereinigung findet Sonntag, 26. Juli, Abds. 7 Uhr, Lager in Bithern, Violinen, Sar- Quergeb. III. der Maler etc. veranstaltet am Sonn- Restaurant Rufledt, Markgrafen- monikas, sowie alle Blasinstrumente tag, den 26. Juli, eine Herrenpartie straße 8, statt.- Gäste willkommen. Der Vorstand. Woltersdorfer Schleuse, Allen Verwandten, Freunden und nach Genoffen die traurige Nachricht, daß Rüdersdorfer Kalkberge. mein lieber, guter Mann, der Schuhmachermeister 684b Abfahrt nach Erkner vom Schlesischen Zentralverein deutsch. Böttcher. Bahnhof Punkt 7 Uhr. Arbeiterbillets hin und zurück 50 Pf. Sonntag, den 26. Juli, Vormittags Kollegen sowie Freunde sind hierzu 11 Uhr: freundlichst eingeladen. 211/7 Versammlung Anton Wojack, Müllerstr. 12 c, nach furzem, schwerem Krantenlager am 22. Juli gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, 26. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von der flen Arbeitern beftens empfohlen in eise's Salon, Lichtenbergerstr. 21. Leichenhalle der Nazareth- Gemeinde in Stehbierhalle Holzmarktstr. 3. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Seestraße aus statt. nothwendig. 1031L Die trauernde Wittwe. Der 1. Bevollmächtigte. 11 Voltsblatt" liegt aus. 437b R. Deter. 122/17 [ 689b f.Musikvereine. Größte Frol. Schlafstelle 3. verm. Waldemars Auswahl in Musik- straße 3, v. IV., b. Dieter. werken u. Spieldosen, alle mit Marseillaise. Reparaturen schnell und billig. August Kessler, Lausigerstraße 51. Theilzahlung gestattet. chirme jeder Art, sowie Anfertigung sämmtlicher Reparaturen bei[ 921L Zwei Schlafft. f. Gen. 3. verm. bei Rachfahi, Wafferthorstr. 5, S. r. IV. Frdl. Schlafft. z. v. Fürstenstr. 4, IV. Arbeitsmarkt. C. H. David, Zausigerstraße 51 part. Dreysler auf Alabaster verl. F. Priess, Verantwortlicher Redakteur: N. Crouheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen b L 3 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 171. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Erfurt. Während am letzten Sonntag die hiesige und ausErfurt. Während am letzten Sonntag die hiesige und auswärtige Bourgeoisie sich beim Schüßenfest auf dem Schüßenplay vergnügte, hatte sich das Proletariat am andern Ende der Stadt, im Tivoli, versammelt, um ein Volksfest zu feiern, wie that sächlich Erfurt ein solches noch nicht gesehen. Der Andrang zum Festlokal bewies, daß der sozialdemokratische Verein recht gehabt, als er beschloß, an demselben Tage sein Volksfest zu begehen, an Staffage benutzt hätte, von dem die Bourgeoisie sich auch gar dem die Bourgeoisie das Proletariat Erfurts gar zu gern zur zu gern einen möglichst hohen Theil der Kosten wollte tragen laffen. Ueber 5000 Personen beiderlei Geschlechts füllten die Räume des Tivoli und Hunderte mußten umtehren, weil es nicht mehr möglich war, ein Pläßchen zu finden. Unter den Festtheilnehmern waren viele, welche, durch ihr Arbeitsverhältniß gezwungen, den Festzug der„ Schüßen" mitgemacht hatten; das Klaffenbewußtsein unter den Arbeitern ist eben ein so reges, daß teine Künfte des Rapitalismus es zu ersticken vermögen. Sonnabend, den 25. Juli 1891. gewerbliche Arbeiterinnen. " Prüfen wir zunächst einmal diese Annehmlichkeiten." " 8. Jahrg. Vorgehen der Kapitalisten, die Unterwerfung dauernd zu machen. sputt immer noch in manchem Kopfe. Es giebt aber Hausfrauen, Es sei deshalb auch das von der Regierung 1889 in Aussicht die den Mädchen nicht die geringste Ruhepause gönnen und gestellte Experiment, die Arbeiter auf gefeßlichem Wege zu or- ihnen, wenn wirklich einmal nichts mehr zu thun ist, noch Wäsche ganisiren, und diesen Organisationen sogar Korporationsrechte zu zu nähen oder Strümpfe zu stricken geben. Eine Ausnahme verleihen," im höchsten Grade verwerflich, da es die sozial- mögen unter den vornehmen" Häusern nur diejenigen machen, revolutionäre Brunnenvergiftung" neu beleben würde. Die Re- in denen der Repräsentation halber sehr viel Bedienung gehalten gierung, welche durch ihren Anlauf zur Arbeiterschutz- Gesetzgebung wird, sodaß, weun nicht gerade ein Gelage abgehalten wird, in die Industrie( ſoll heißen die Großindustriellen) in empfind der Regel Kräfte in Ueberfluß vorhanden sind. den Großindustriellen eine Periode der Ruhe gönnen. lichster Weise getroffen, möge jezt mit derselben einhalten, und Das Einzige, was ein Dienstmädchen vor einer Fabrikarbeiterin voraus hat, ist eine verhältnißmäßig beffere Bezahlung. Das sind die frommen Wünsche des durch die Kohlen- Natürlich ist diese nicht etwa auf die Freigebigkeit der besitzenden ringe" Eisenringe" Zuckerringe" Steuerhintergehungen, Klassen zurückzuführen, sondern auf die einfache Nothwendigkeit, neten Prozenthums! Stempelfälschungen und sonstige„ Schönheitsfehler" gekennzeich- welche sich aus dem Mangel an Dienstpersonal ergiebt. Die Wuth der Bourgeoisfrauen über die Abneigung der Proletariertöchter gegen das Dienen würde auch nicht so groß sein, wenn botenfrage oder richtiger: der Dienstbotenmange! Dienstmädchen oder Fabrikarbeiterin? Die Dienst sie nicht ganz genau wüßten, daß dadurch das Angebot verringert und die Möglichkeit höherer Lohnforderung geschaffen wird. Hier denn der erscheint der besitzenden Klasse als der Kern und das sind die Rollen einmal vertauscht, und beim Miethen pflegt einzig Beachtenswerthe an dieser ganzen Frage" ist wieder nicht die Hausfrau, sondern das Dienstmädchen die Bedingungen einmal zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion geworden, zu stellen. Daher denn auch die Klagen über die„ Unverschämtnachdem kürzlich eine Frau, die troß ihrer hohen Stellung" als heit" der Dienstmädchen. nicht ganz unerfahren in Wirthschaftsangelegenheiten gilt, sich Die Lage der Dienstmädchen ist, von dem letzten Punkt Ein auffallender Kontrast in dem Festzug der Schützenbrüder darüber geäußert hat, und zwar, wie betont werden muß, immer abgesehen, durchaus keine günstige; aber, wie gesagt, die Lage machte sich zwischen diesen und den nolens volens zum Mitthun noch zehnmal verständiger, als das die Frauen der Bourgeoisie der Fabritarbeiterinnen ist, wenigstens in Bezug auf das Eingepreßten Arbeitern bemerkbar. Während der Korpus jener fast zu thun pflegen. durchgängig die dem Auge so wohlgefällige Rundung zeigte, Leitartikel über den Mangel an weiblichen Dienstboten nachzu- Dienst immer mehr vorgezogen wird, so liegt das außer an den Die Staatsbürger- Zeitung" sucht in einem fommen, noch ungünstiger. Wenn trotzdem die Fabrikarbeit dem fielen die Mitglieder der Arbeitergruppen allgemein durch weisen, daß diese nicht die geringste Veranlassung hätten, den oben geschilderten Mißständen auch daran, daß keine Arbeiterin ihre gebeugte Haltung und von schlechter GrDienst zu scheuen oder mit der Fabrikarbeit zu vertauschen, da hinsichtlich des Verhältnisses zum Arbeitgeber eine so entwürdi nährung zeugende Magerkeit auf.( Thür. Trib.) Das ist das praktische Christenthum der frommen Erfurter die Dienstboten im allgemeinen bedeutend besser daftünden als gende Stellung einnimmt, als ein Dienstbote in einem„ vornehmen" Hause. Die Fabrikarbeiterin wird auch nicht mit überBourgeoisie. Ste zahlt niedrige Löhne und rührt dabei noch nicht einmal die Hand, um an der Abschaffung der Getreidezölle mit welche das Blatt von dem Dasein eines Dienstboten entwirft, Bewußtsein, daß sie stets sie selbst ist. Dagegen ist das Diensts Das letztere ist zweifellos wahr; aber die rosige Schilderung mäßiger Achtung behandelt, aber sie hat doch immer noch das zuwirken. Wie sollten denn die Arbeiter ordentlich sich nähren indem es sich nur nebenbei zu dem Zugeständniß bequemt, daß mädchen weiter nichts als ein gemiethetes Hausgeräth, das den fönnen. daffelbe auch seine Schattenseiten hat, entspricht denn doch nicht ganzen Tag für die Herrschaft bereit stehen muß, um von ganz den Thatsachen. Und daß noch irgend ein Haken dabei dieser jederzeit nach Belieben verwendet werden zu können. Wir Geher i. Erzgeb., 21. Juli. Den spärlichen Nachrichten aus ein muß, beweist ja eben die Abneigung der Mädchen gegen das würden sagen: ein Dienstmädchen ist mit seiner ganzen Person dem Erzgebirge zufolge tönnte man annehmen, daß hier Grabes- Dienen. So frei von aller Begehrlichkeit" sind auch die Dienst leiblich wie geistig nur für die Herrschaft da, wenn ein Dienst ruhe auf dem politischen Gebiete herrsche. Das wäre bei den mädchen nicht mehr, daß sie einen guten Dienst ohne sehr triftige mädchen seiner vornehmen" Herrschaft gegenüber nicht überhaupt elenden Erwerbsverhältnissen, bei der traurigen sozialen Lage der Gründe mit einer schlechten Fabritarbeit vertauschen sollten. Sonst aufgehört hätte, eine Person zu sein. Dieser durch den arbeitenden Bevölkerung auch einigermaßen zu entschuldigen. müßten sie ja nicht, wie die Staatsbürger- Beitung" mit einem Dienst zur Pflicht gemachte Mangel an jeglicher Selbständigkeit Trotz alledem herrscht aber immer ein reges Leben, die Partei- verblüffenden Mangel an Logif sagt, immer anspruchs voller", des Dentens und Handelns und an jeglichem Selbstbewußtsein genossen als solche üben treu ihre Pflichten. Am vergangenen sondern immer anspruchs I os er werden. trägt nicht zum wenigsten dazu bei, diejenigen Mädchen, welche Sonntag hatte man wieder einmal Gelegenheit, dies zu beobachten. Wenn die Frauen der Bourgeoisie im Verlaufe des mit ihr Selbst nicht zu unterdrücken vermögen, ein Darben in FreiEs war am Greifenstein ein Konzert von uns arrangirt und jeder ihrer Zusammenfünfte untrennbar verknüpften Klatsches heit dem Schwelgen" in Knechtschaft vorziehen zu lassen. dazu kamen die Genossen aus den meisten Orten des 19. Wahlkreises, über die Dienstboten auch auf den Mangel an solchen zu wie auch aus dem 20. und 21. Wahlkreise bedeutender Zuzug statt- sprechen kommen, dann geben sie als Grund an: Die Mädchen Zur Lage der Arbeiter im Brauereigewerbe schreibt fand, sodaß schließlich ca. 6000 Theilnehmer sich zusaminen gehen lieber in die Fabrik, weil sie da nicht Abends zu Hause man uns: Die Herren Brauereileiter von Berlin und Umgegend gefunden hatten. Das war ein Wogen und Treiben, und das zu sitzen brauchen, sondern laufen können, wie sie wollen. Zu verstehen es ausgezeichnet, ihr gegebenes Wort zu halten. Die weite Terrain reichte nicht aus. Auch eine Festrede durfte ge- gleich suchen sie dieser Beschränkung der Freiheit gegenüber die Arbeitszeit, die beispielsweise in der Vereinsbrauerei Rigdorf halten werden, welche, weil Genosse Liebknecht nicht erscheinen Annehmlichkeiten" des Dienstes in das beste Licht zu rücken, als herrscht, spottet jeder Beschreibung. Von des Morgens 4 Uhr fonnte, vom Reichstags- Abgeordneten Seifert übernommen wurde ba sind: gute und reichliche Kost, ein freundliches Heim, bis Abends 6 Uhr soll gearbeitet werden. Davon sollen abgehen und jubelnden Wiederhall sand. Außer den Musikstücken fanden menschenwürdige Behandlung, bildender Einfluß der Herrschaft, 1 Stunde Kaffee, 1 Stunde Frühstück, 2 Stunden Mittag und noch Gesangsvorträge der Genossen aus Niederzwöniz und anderen Sicherung gegen Anfechtungen, leichte Arbeit und zuletzt, doch um 6 Uhr soll Feierabend sein. Das flingt ja sehr schön, aber Drten statt und dazwischen tönten immer aufs Neue die bekannten nicht als Geringstes ein hoher Lohn. wie sieht es in Wirklichkeit aus? Um die Eß- und Ruhepausen Arbeiterlieder aus der Masse heraus. Auch versuchte Anna zu gewinnen, müssen sich die Leute überarbeiten, so daß die Demmler von hier eine Deklamation, welche vielen Beifall fand. Die gute und reichliche Rost" besteht in den vornehmen" Brauer mit dreißig Jahren gewöhnlich geistig und physisch ge= Säusern in dem, was übrig bleibt. Ob die dem Mädchen nach brochen sind. Häufig kommt es vor, daß von dem Braumeister Beendigung der Mahlzeit überlassenen Speisen warm oder falt um 1/212 Uhr Mittags noch Arbeiten angeordnet werden, die bis find, ob sie noch unberührt oder mit den von den Kindern übrig um 2 Uhr dauern, dann geht der Brauer zum Effen, aber anstatt gelaffenen Resten vermengt sind, ob sie aus Fleisch und Gemüse sich zu erholen, muß er fofort wieder an die Arbeit. Anstatt oder zufällig einmal nur aus Kartoffeln und Kompott bestehen, daß um 6 Uhr Feierabend ist, wird die Arbeit erst um 1/28 oder das ist gleichgiltig. Eine Ausnahme wird in dieser Beziehung gar um 8 Uhr beendet. Wer am Sonntag nur einige Stunden nur bei den fleinen Kaufleuten und Handwerkern gemacht, welche für sich haben will, muß von 10 Uhr ab ohne Pausen durchum ihres offenen Geschäftes willen ein Dienstmädchen halten arbeiten. Wenn die Brauerei- Arbeiter nicht einsehen, daß sie aus müssen, gelegentlich wohl auch bei kleinen Beamten, denen ,, aus Demagogie im verächtlichsten Sinne des Worts treibt die Standesrücksichten" die Bedienung trotz des erbärmlichen Gehaltes diesen unwürdigen Zuständen nur durch eine stramme Dr freifinnige" Partei und deren Presse. Sie bekämpft die anderen als unumgänglich nothwendig erscheint. Da wird das Dienst- ganisation herauskommen können, dann ist ihnen nicht zu helfen. bürgerlichen Parteien nicht etwa wegen kleiner Differenzen, nein, mädchen allenfalls noch als zum Hause gehörig betrachtet und Im Anschluß an unsere neulichen Enthüllungen über als Schädiger der ganzen Nation, als Ausbeuter der schlimmsten auch in Bezug auf das Essen entsprechend behandelt. Je näher die Geschäftspraxis bei der Arbeitsausgabe in einer hiesigen Art in einer Weise, daß man annehmen sollte, ein Battiren wäre jemand dem besiglosen Proletarier steht, desto eher hat er ein Innungs- Herberge werden uns Mittheilungen gemacht über eine ganz unmöglich. So wie es sich aber um die Arbeiterbewegung Verständniß für seine Lage. handelt, find alle Differenzen vergessen, und die Freisinnigen" Leider wird aber gerade in den lettgenannten Familien den bildet. Beide sind von einander räumlich nur wenig getrennt. andere Innungs- Herberge, die ein würdiges Seitenstück zu jener stehen geschlossen in Reihe und Glied mit den anderen reaktionären Dienstboten in Bezug auf das„ freundliche Heim" etwas viel zu Auch hier waltet ein Herbergsvater in bekannter Manier seines Parteien als eine„ Ordnungspartei". Hierdurch charakterisirt sich gemuthet. Die Wohnung ist in der Regel so klein, daß ihnen kein Amtes. Trotzdem die Arbeitsausgabe Morgens von 8-9 Uhr die„ freifinnige Partei" als das, wofür wir sie immer angesehen besonderes Zimmer angewiesen werden kann. So müssen denn die stattfinden soll, müssen die Gesellen doch warten, bis es dem haben, als eine reine Bourgeoispartei. Ihre ganze Opposition, Mädchen in der Küche oder auf dem Korridor in der unerträg: Herrn gefällig ist, manchmal bis 11 Uhr. Die zu besetzenden und möge sie mit dem größten Pathos auftreten, ist einfache lichsten Stickluft schlafen. Die früher übliche Benutzung des Stellen sind meistens derart, daß Niemand sie annehmen mag, Nörgelei und darauf gerichtet, einen besseren Happen aus der Hängebodens als Mädchengelaß ist Dank dem Einschreiten der so daß es häufig einer gewissen Pression bedarf, um Jemand zur gemeinsamen Bourgeoissuppe zu erhaschen. Man lese nur das Behörde außer Gebrauch gekommen. In den vornehmen" so daß es häufig einer gewissen Pression bedarf, um Jemand zur Annahme zu bewegen. Natürlich hat der Herr ein Interesse an Eugen Richter'sche Organ; seit Monaten füllt es seine Spalten Häusern, in denen Ueberfluß an Wohnräumen herrscht, hat man einem häufigen Wechsel der Gesellen, denn jede Stelle foftet mit Angriffen gegen die Brotvertheurer; das Blatt gefällt sich sich seitdem bequemt, den Mädchen eine besondere Kammer oder 20 Pf. und 40 Pf. für eine Auflage. Da aber arbeitslose Gein gehäuften Schilderungen des durch dieselben hervorgerufenen auch ein Zimmerchen neben der Küche einzuräumen. Nothstandes und trieft über von Mitleid mit der Noth des Volkes Dafür läßt hier wieder die menschenwürdige Behandlung" fellen meisthin wenig Geld haben, sa tam der Herr auf den Ausweg, eine Pfandleihe für allerlei Werthfachen zu etabliren. Da und von Angriffen gegen die Regierung, welche kein Herz oder recht viel zu wünschen übrig. Die Fälle, daß sich ein Dienst aber auch solche bei arbeitslosen Gesellen eine Seltenheit sind, fo fein Auge für den Nothstand habe, so wie aber eine Reichs- mädchen wegen schlechter Behandlung das Leben nimmt, find ist der Innungsgewaltige davon abgekommen und muß jetzt jeder tagswahl wie in Kassel stattfindet, erscheint der ganze feineswegs felten. Daß eine Herrschaft ihr Mädchen nicht nur Rothstand als ein winziges Uebel und das freisinnige Haupt- fortgesezt mißhandelt, sondern sogar mit Entziehung der Nah- gleich alles baar berappen, sonst giebt's überhaupt keine Arbeit. Außerdem kosten die Kontrollbücher noch 15 Pf., macht in organ in erster Reihe tritt mit seinen Genossen ein für die Wahl rung bestraft, wie das im vorigen Jahre bei dem Selbstmord- Summa 75 Pf., die ein Geselle abladen muß, bevor er Arbeit ereines Brotvertheurers, nur um den Sieg des Sozialdemokraten versuch eines sechszehnjährigen Mädchens an das Licht kan, dieser hält und was für welche! Die Bugereiften können so lange zu verhüten. Herr Gugen Richter nimmt es sogar als be- Fall ist so ungeheuerlich, daß man wirklich nur an ein ganz bummeln, bis sie nichts mehr haben! Statt daß sie unterſtüßt sonderes Berdienst seiner Partei in Anspruch, den Sieg des vereinzeltes Vorkommen glauben kann. Aber die Mißhandlungen werden sollten, werden sie ausgebeutet. Dafür haben ja auch die Brotvertheuerers" zu ermöglichen, er bezeichnet den national- dürften allgemeiner üblich sein, als angenommen wird, zumal da liberalen Kandidaten als freifinnig- nationalliberalen, um aussie durch das Gesetz gestattet und gebilligt werden. Daß viele Innungen Privilegien! drücklich zu bekunden, daß er auch von den„ Freisinnigen" ge- Hausfrauen bei dem geringsten Versehen gleich mit Schimpfworten Wie heutzutage Arbeiter behandelt werden. Wor Bei dieser Wahlagitation hatte der Nothstand des um sich werfen, die sonst nur einer fäuflichen Straßendirne bei einigen Tagen standen vor dem Neubau Gräfestr. 7 eine Anzahl Boltes zu schweigen, er hätte die schöne Harmonie gestört. gelegt werden, ist bekannt. Diese entehrenden Beschimpfungen von Pußern vor dem Zaun. Die Leute diskutirten eifrig mit Unter diesen Verhältnissen ist die Regierung vollauf berechtigt, müssen die Mädchen oft genug sogar von den Kindern, in erster einander. Ein vorübergehender Malermeister, der auf dem Bau die ganze Antikornzoll- Agitation der Freifinnigen als ein ver- Linie von der Romane lesenden und Klavier klimpernden Tochter zu thun hatte, erkundige fich nach dem Grunde des Gesprächs ächtliches Spiel zu betrachten. des Hauses ertragen. und erfuhr, daß die Leute seit vierzehn Tagen keinen Lohn mehr Das Sündenregister der Agrarier wie der Großindustriellen Dadurch wird denn auch die Behauptung von dem empfangen hätten. Die Buyer hätten in Erfahrung gebracht, daß ist heute voll genug, daß wirklich jeder wahrhaft freisinnige bildenden Einfluß", den die Herrschaft angeblich auf ihr Ge- die Bauunternehmer schräg über in dem Restaurant von DorgenMann sich gegen dieselben wenden sollte. Die" freisinnigen" finde ausübt, auf ihr bescheidenes Maß zurückgeführt. Roh loh, Gräfestr. 84, saßen und dort beim fühlen Bier über die Schlech Blätter haben es an Angriffen gegen die„ Brotvertheurer", heiten wirken niemals bildend, auch nicht, wenn sie aus tigkeit der Welt nachdachten. Der Malermeister, der noch einen Begegen die„ Kohlenringe" und" Buckerringe", gegen die Despoten dem Munde der Herrschaft kommen, welche sich dergleichen kannten bei sich hatte, begab sich ebenfalls in das Restaurant. Kurz gelüfte des Königs Stumm" und die Schönheitsfehler" der gestatten zu dürfen glaubt. Es verhält sich mit dem darauf tamen auch die Buyershinein, um von dem Bauherrn nunmehr Baare und Genossen nicht fehlen lassen," aber schließlich stellen bildenden Einfluß hier ähnlich wie beim Militärdienst, mit endlich den rückständigen Lohn zu fordern. Da famen sie aber fich die Streitfragen, und wären sie auch mit den größten dem übrigens der Gesindedienst der Proletariertöchter auch das bei dem Herrn Wirth schön an. Derfelbe forderte sie auf, das Schimpswörtern geführt, als kleine Familienstreitigkeiten dar, die gemeinsam hat, daß er gleich jenein als eine Zeit der„ Er- Lokal zu verlassen, sie hätten hier nichts zu thun, bei der Gefahr der Emanzipation der großen arbeitenden Bolts- holung" angesehen wird, aber nur von Denen, die diese" Er- fie verkehrten auch sonst nicht hier und wenn fie maffen sofort vergessen find. Nun, wir haben uns an diesem Tage nicht blos bemerkbar gemacht, sondern den allgemeinen Fortschritt unserer Idee glänzend zu beweisen vermocht, denn eine solche Menschenmenge hat man hier bei ähnlichen Gelegenheiten noch nie beisammen gesehen. Lokales. " 1 " holung" nicht an ihrer eigenen Person zu erproben brauchen. nur hineingekommen wären, um" Krach" zu machen, so Da ist es kein Wunder, daß dem agrarischen Junkerthum In beiden Fällen handelt es sich nur um rein äußerliche Ein- hätten sie lieber draußen bleiben sollen. Dieses Benehmen und dem kapitalistischen Prozenthum der Kamm schwillt. Die flüsse. Richtiges Deutsch und zuvorkommendes, oder besser gefagt: empörte sogar das anwesende bürgerliche Publikum, zumal die Enthüllungen, die per Baare'sche Prozeß hervorries, und die unterwürfiges Wesen, das ist so ziemlich alles, was die Dienst- Buzer auch nicht den geringsten Verfuch gemacht hatten, in unnicht einen einzelnen Mann trasen, sondern eine in den Kreisen mädchen in„ vornehmen“ Häusern lernen. An wirklicher Bildung gebührlicher oder auch nur lauter Weise ihre berechtigte Fordeder Großindustrie tief eingefressene Korruption offenbarten, wären stehen sie unendlich tief unter den Industrie- Arbeiterinnen. Ueber rung einzuziehen. Einige Gäste unterbrachen das Billardspiel, wohl geeignet gewesen, den Hochmuth der betreffenden Kreise zu das, was in der Welt vorgeht, sind sie völlig im Unklaren. Die den Arbeitern half das aber alles nichts, fie mußten, wenn ſie dämpfen. Statt dessen tritt die Presse der Industrieproßzen heute Zeitung dürfen sie nicht lesen, denn das wäre gegen den sich nicht des Hausfriedensbruches schuldig machen wollten, das frecher wie je auf, und unter dieser steht das Bismarck- Organ Respekt". Wenn sie wirklich einmal verstohlen einen Lofal verlassen, während die Bauunternehmer ruhig ſizen oben auf. Die Hamburger Nachrichten" fordern auf zu ver- Blick dann geschieht geschieht es höchstens, weil bleiben durften und so vor den Forderungen der Arbeiter geAussehen erregendes Ereignis, ein Mord oder eine schützt blieben. Wenn also ein Arbeiter in Zukunft in Ruhe sein arbeiterstreit von 1899 habe die Kohlentheuerung hervorgerufen und große Feuerbrunst, ihre Neugier anstachelt. Die besonders Lese- Glas Bier trinken will, so sei ihm Herr Dorgenloh auf das Anhierdurch den ganzen„ deutschen Gewerbefleiß" belastet. Das wüthigen berauschen sich an den Schauer- Romanen, die sie durch gelegentlichste empfohlen. Berhalten der Regierung, das 1889 durch seine arbeiterfreund die Küchenthür von dem Kolporteur in Empfang nehmen. Die britanten zu benutzeu. Die wirthschaftlichen Stockungen, die heute Mädchen sind, desto fügsamer sind sie. gändert, und diese veränderte Regierungspolitik sei von den Fa- nichts. Sie weiß auch sehr wohl, warum. Je dümmer die den Arbeiter niederhalten, seien zu benügen, um durch geschlossencs Das Märchen von der leichten Arbeit" der Dienstmädchen Das an Abonnentenschwindsucht leidende ,, Spandauer Tageblatt" scheint sein klägliches Dasein dadurch aufbessern zu wollen, daß es sich anschickt, ein Wigblatt zu werden. Daffelbe berichtet nämlich, daß zu der Volksversammlung, die lehthin im Saale der Spandauer Bergbrauerei stattfand, in welcher Bebel ist und in dem genannten Hause bei seinen beiden unverheiratheten| ,, Braut" um 100 Mart betrogen, bevor sein wahrer Name ent über die Kornzölle sprach und die von etwa 1500 Personen be- Schwestern wohnte. Derselbe litt seit längerer Zeit an einer beckt und er dingfest gemacht wurde. Die beiden hintergangenen fucht war, sich höchstens 400 Menschen, größtentheils Neugierige, unheilbaren Krankheit und war darüber tiefsinnig geworden, so Frauen vergossen im Verhandlungstermine viele Thränen. Es eingefunden hätten, um Bebel zu hören. Derselbe set aber daß er seinem Leben ein Ende zu machen beschloß und diese Ab- gelang dem Vertheidiger, N.-A. Dr. Coßmann, nicht, die Handabsolut nicht zu verstehen gewesen. Daß das Spandauer Tage- ficht durch einen Sprung aus dem Fenster zur Ausführung lungsweise des Angeklagten in den Augen des Gerichtshofes blättchen Bebel richt verstanden hat, wollen wir gerne glauben. brachte. Der hinzugeeilte Reviernachtwächter brachte den milder erscheinen zu lassen, wie sie der Staatsanwalt geschildert Was die Zahl der Versammlungstheilnehmer betrifft, so hat das Schwerverletzten mittelst Droschke nach dem Krankenhause in hatte, es wurde nach dem Antrage des Letzteren auf 4 Jahre Blättchen augenscheinlich seine Abonnentenzahl angegeben, die ihm Moabit, wo er gleich nach seiner Einlieferung verstarb. 3 Monate Zuchthaus, fünfjährigen Ehrverlust und 1500 M. stets in angstvoller Qual vor Augen schwebt. Geldstrafe ev. noch 150 Tage Zuchthaus erkannt. Ein gefährliches Schwindlerpaar hat die Behörde zu Wie die sonst gelbe" Poft zu blauen Post- Brieftasten Stockholm der hiesigen Kriminalpolizei signalisirt. Der Stein- Wegen Verkaufs unzüchtiger Bilder stand gestern der tommt, ist schwer zu verstehen. Wenn nun auch ein Briefträger schneider Axel Andersson und dessen Ehefrau Olivia Sophie geb. Kunsthändler Paul Albert vor der 87. Abtheilung des auf eine diesbezügliche Frage äußerte: damit sie besser in die Berggreen haben in Stockholm verstanden, durch Vorspiegelung Schöffengerichts. Der Angeklagte gab zwar die ihm zur Last geAugen springen sollen", so ist dies doch wohl eine sehr einseitige falscher Thatsachen verschiedenen Personen 25 000 kronen und legte Strafthat zu, behauptete aber, daß er das Opfer eines Ansicht; unseres Grachtens würden die Brieikasten wenn gelb Gold- und Silbeefachen von ganz beträchtlichem Werthe abzu- Kriminalbeamten geworden sei. Am 20. April habe ein fremder oder roth angestrichen, doch weit eher in die Augen fallen, als schwindeln. Die Hauptperson bei diesen Manipulationen ist die Herr seinen in der Passage belegenen Laden besucht, eine Kleinig die blau angestrichenen. Dies ist ja aber nur ein Vorschlag zur Ghefrau gewesen, während der Mann wahrscheinlich nur Bei- feit gekauft und daran die Frage geknüpft, ob er nicht auch Güte. Anders steht es mit dem Anbringen der Brief- hilfe geleistet hat. Nachdem ihnen in Stockholm der Boden zu pikante" Bilder bekommen könne. Der Angeklagte will erwidert tasten; es sind dieselben mitunter so unglücklich angebracht, heiß geworden war, sind sie plößlich von dort verschwunden. Die haben, daß er derartige Artikel nicht führe, der Käufer habe ihn daß man sich wundern muß, wie langmüthig sich das Publikum Frau ist 52 Jahre alt, von kleiner, dicker Gestalt, hat blondes aber dermaßen bedrängt, daß er schließlich das Versprechen geeiner solchen Unzuträglichkeit gegenüber verhält. So ist vor dem Haar und schlechte Zähne; der Mann ist 12 Jahre jünger, groß geben habe, derartige Bilder besorgen zu wollen, wenn der Hause Weißenburgerstraße 21 z. B. der Postbriefkasten an das und kräftig und hat dunkles Haar und ebensolchen Bart. Kaufer nach einer Stunde wiederkommen wolle. Der Angeklagte eiferne Gartengitter nach der Straße zu angebracht, so daß für Photographien liegen bei der hiesigen Kriminalpolizei zur Ein- sei dann zu seinem Bruder, einem Photographen, gegangen und habe Kurzsichtige oder bei Dunkelheit die Möglichkeit, sich an dem sicht aus. sich von diesem ein Dugend Bilder geben lassen, wie sie der Käufer Rasten zu stoßen, sehr nahe liegt. Daß fie besteht, beweist der wünschte. Der Letztere sei wiedergekommen und habe die Bilder Fall, daß ein furzsichtiger Schüler im Winter morgens auf seinem für 5 M. gekauft. Bald darauf erfuhr der Angeklagte, daß jener Schulwege dermaßen gegen die Kante des so vorschriftswidrig Käufer ein Kriminalbeamter gewesen sei. Der lettere, welcher angebrachten Post- Briefkastens stieß, daß er blutüberströmt wieder nach Leipzig verzogen ist, hat bei seiner kommissarischen Vernehnach Hause zurückkehren mußte und noch von Glück sagen konnte, flagten nichts erwähnt, sondern nur angegeben, daß sein Wunsch mung, von einem zweimaligen Besuch in dem Laden des Angedaß die Augen unverlegt geblieben waren. sofort aus einem im Laden befindlichen Vorrath befriedigt wurde. Der Staatsanwalt hielt die Einwendungen des Angeklagten für leere Ausreden und beantragte gegen denselben eine Gefängnißstrafe von 2 Monaten, da dem Unfug mit dem Verkaufe unfitt licher Bilder energisch entgegengetreten werden müsse. Der Gerichtshof beschloß, den Zeugen noch einmal kommissarisch vernehmen zu lassen und vertagte zu diesem Zwecke die Verhandlung. Im Anschluß an die Mittheilung der ,, Charlottenb. Gem. 8tg." über Risse in einigen Stadtbahnbögen auf CharLottenburger Gebiet bringt eine Lokalforrespondenz die Meldung, daß auch ein Pfeiler der Eisenbahnbrücke über die Spree beim Café Gärtner( Stadtbahn- Station Bellevue) geborsten sei. Derfelbe weise schon seit längerer Zeit einen auf beiden Seiten des reichlich 1 Meter starten Mauerwerks sichtbaren Riß auf, der quer durch einen Granitblock gehe. Der Riß sei zwar mit Zement verstrichen worden, jedoch platze der Block immer weiter, wie an der Ausfüllung des Risses zu sehen sei. Am 23. d. M. Polizei- Bericht. In der Nacht zum 23. d. M. sprang am Reichstags Ufer, gegenüber dem Französischen Gymnasium, ein Mädchen in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser bends stürzte sich ein Mann aus einem Fenster seiner im dritten gezogen und nach der Charitee gebracht. Stock des Hauses Havelbergerstr. 3 belegenen Wohnung auf die Straße hinab und erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf im Krankenhause Moabit verstarb. Gerichts- Beitung. Arbeiterbewegung. In dem am 27. November 1890 in einer Versammlung der Freien Vereinigung der Maurer gehaltenen Referat über das Eine drohende Eisenbahn- Katastrophe ist am Mittwoch Alters- und Invaliditäts- Bersicherungs- Gefeß, zu welchem Jezorke Nachmittag durch die Umsicht und Entschlossenheit eines Pferde in der Diskussion ein paar Worte sprach, soll Wernau gesagt bahn- Kutschers im letzten Augenblick verhindert worden. Als der haben:" Jeder Arbeiter muß das Gefeß unbeachtet lassen und Ueber die Bergarbeiter- Bewegung lesen wir in einem von dem Kutscher Rahl geführte Tramway der Linie Rathhaus- darf sich um die Quittungskarte nicht kümmern." In diesen Bericht aus Bochum, den wir in der Hessischen Volksstimme" Bankow auf der Fahrt nach der letzteren Haltestelle die Schön- Worten soll eine Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gefeße finden: hauser Allee passirte und die Kreuzung des Bahnkörpers der liegen. Jezorta soll gesagt haben:„ Das Gesetz ist nicht für die Man hat wiederholt versucht, die Einigkeit unter den BergStettiner Bahn befahren wollte, bemerkte K. zu seinem großen Arbeiter da, sondern dient nur dazu, ein großes Heer von Be- leuten dadurch zu untergraben, daß man politische und Schrecken, daß trotz der geöffneten Barriere ein Güterzug mit amten zu beschäftigen." Die Angeklagten behaupten, die ersten konfessionelle Gegensätze betonte; eine Zeit lang hat vollem Dampf heranbrauste. Das Geleise zu passiren, war nicht Worte sollen nur als Zwischenruf von anderer Seite, und die man damit Erfolg gehabt, aber der Riß zwischen der ultramehr möglich, und die Gefahr deshalb für die Insassen des voll- anderen in dem Sinne, daß das Gesez werthlos sei und viele montanen und sozialdemokratischen Richtung ist, wie die letzte besetzten Pferdebahn- Wagens eine ganz furchtbare, R., der den Beamte erfordere, gemacht worden sein. Der überwachende Be- Generalversammlung bewies, faum mehr vorhanden, denn die ficheren Tod vieler Menschen vor Augen hatte, verlor glücklicher- amte bekundet, die Worte in oben zitirtem Wortlaute gehört Ausführungen der sozialdemokratischen Führer Schröder- Dortweise nicht seine Geistesgegenwart; mit aller Gewalt bremste der zu haben, giebt auch die Möglichkeit zu, daß ein der- mund, Siegel- Dorstfeld und Brodam- Gelsenkirchen fanden den lebPferdebahn- Kutscher, so daß der Wagen auf dem Fleck, hart vor artiger Zwischenruf gefallen sei. Drei andere Beugen haftesten Beifall, wenn auch einige Delegirte der Fusangel'schen Sem Schienengeleise, stehen blieb, und riß die scheuenden, sich fagen im Sinne der Angeklagten aus. Der Vertheidiger, Rechts- Richtung Anfangs opponirten. Der wichtigste Beschluß, ben die hoch aufbäumenden Thiere zur Seite, und im nächsten Augenblick anwalt Arthur Stadthagen fragt, weshalb der Polizeilieutenant Generalversammlung faßte, war offenbar der, den Verband auch brauste der Güterzug dicht an der Tramway vorüber. Natür- weshalb er, als zu„ Gefeßesübertretungen"( für solche hielt die auf die deutschen Hüttenarbeiter auszudehnen. Dieser von lich verursachte der Vorfall bei den Pferdebahn- Insassen sowohl Beuge die Aeußerungen) aufgefordert wurde, die Versammlung sozialdemokratischer Seite gestellte Antrag wurde stürmisch be= wie bei den zahlreichen Straßenpassanten erklärliche Aufregung nicht aufgelöst habe, und welche Instruktionen er in dieser Begrüßt und einstimmig angenommen. Speziell traten die Vertreter und Entrüstung und dürfte die seitens der Direktion der Großen ziehung habe. Der Beuge erklärt, daß dieses Privatbes Königreichs Sachsen warm für diesen Antrag ein." Berliner Pferdebahn- Aktiengesellschaft angeregte Untersuchung instruktionen seien, über welche er nicht sprechen bald Klarheit ergeben, durch wessen Schuld der Vorfall, der eine dürfe! Hierauf fordert der Vertheidiger, daß das Gericht beim Bei den fächsischen 266 Sparkassen wurden im Monat große Anzahl Menschenleben aufs Höchste gefährdete, hervor Polizeipräsidium Auskunft holen soll, welcher Art diese Instrut- Mai 362 646. mehr zurückgeholt als eingezahlt. Es gerufen worden ist. tionen sind. Der Vorsitzende entgegnet hierauf:" Der Herr wird der Leipziger Zeitung" und ihren offiziösen und offiziellen Polizeilieutenant hat nicht auflösen wollen, weil er feine Lust Schwestern schwer fallen, das ungünstige Ergebniß der Sparhatte, weil es ihm nicht behagte!" Der Bertheidiger behält sich tassen ohne das Eingeständniß zu erklären, daß ein Nothstand diesbezügliche Anträge vor. obwaltet. Dabei ändert es garnichts, daß die Sparkassen weniger von den Arbeitern, als vom sog. Mittelstand benutzt werden. Der hohe Preis der Lebensmittel 2c. drückt eben Jeden, und daran hat die Zollpolitik die Hauptschuld. Selbstmord eines Studenten im Thiergarten. Gestern Morgen wurde im Thiergarten, nahe dem Denkmal Friedrich Wilhelm III., ein etwa 30jähriger Mann mit durchschnittener Pulsader an der linken Hand todt aufgefunden. Das Rafirmesser, mit welchem die That ausgeführt war, lag neben dem Todten. Im Schauhause, wohin man die Leiche schaffte, wurde sie als die eines Studirenden der Medizin wiedererkannt, der vollständig mittellos ist. Er hatte sein Vorhaben Tags zuvor einer Dame briflich mitgetheilt; diese konnte die Leiche refognosziren. " und Falkenstein( Sachsen). 45 böhmische Arbeiter, welche beim Bahnbau Falkenstein- Muldenberg beschäftigt waren, wollten sich den Abzug der von den Arbeitnehmern zu gefehlichen Krantentassen= entrichtenden Alters- und Invaliditätsversicherungs- Beiträge nicht gefallen lassen und haben deshalb am Sonnabend ( Sächsische Arbeiter- Zeitung). die Arbeit niedergelegt. Es Nach Schluß der Beweisaufnahme beantragt der Staatsanwalt gegen Wernau 3 Monate Gefängniß, während er für Jezorke selbst auf Freisprechung plädirt, weil das Heer von Beamten", von dem der Angeklagte gesprochen hat, eine Folge des Gesetzes sei, also die Erfordernisse des§ 131, nämlich erdichtete oder entstellter Thatsachen nicht vorhanden seien, wenn auch die Sprachweise des Angeklagten weit über den Rahmen des Gebräuchlichen und Erlaubten hinaus ginge. Bom Bertheidiger wird auch die Freisprechung des ersten Angeklagten be Durch einen raffinirten Betrng ist dieser Tage bie erst antragt, da der in Rede stehende Theil der Aeußerungen Wernau's feit kurzer Zeit in Berlin wohnende Frau John um ihre Er- sich nur auf die Ausführungsbestimmungen des gedachten Gesparnisse gekommen. Vor etwa einem Jahre zog ihr Mann, der feyes bezogen hätte und auch das ganze Gesetz dem Arbeiter Kapfelberg bei Abbach. Der Streit der Steinmetzen Kaufmann John, der bislang in Köln gewohnt, nach Berlin, um nur ein Recht gewähre, das Aufkleben der Marken zu kontrolsich in der Millionenstadt eine Existenz zu suchen. Er lernte tiren, eine Pflicht sei dazu und auch zum Anmelden u. s. w. nicht ist durch gegenseitiges Uebereinkommen zu Gunsten der Arbeiter bald darauf eine in der Hafenhaide wohnende Wittwe Kaifer vorhanden, wenn aber von einer Pflicht teine Rede sei, so könne beendet; die Arbeiter haben, nachdem ihre Forderungen bekennen, mit welcher er ein intimes Verhältniß einging. Uner- man doch ganz unmöglich von einer Aufforderung zum Ungehor- willigt und die versuchte Maßregelung eines Kollegen zurückgewartet traf vor etwa vierzehn Tagen seine Frau hier ein, um fam sprechen. Der Gerichtshof schließt sich der Ansicht des Vernonimen worden, am 20. d. M., die Arbeit wieder aufgenommen. ihren Mann, der nichts mehr von sich hatte hören lassen, zu theidigers an, berücksichtigt aber dessen Antrag, die nothwendigen München, 23. Juli. Die Einnahmen der bayrischen Staatssuchen, und sie fand ihn auch als Chambregarnisten der Frau Auslagen beider Angeklagten aus der Staatstaffe zu ersetzen, nur bahnen betrugen im ersten Semester d. J. 47 198 926 M. oder Kaiser. Der Gatte wollte zu seiner Frau zurückkehren, womit bei Jezorte. Bei der Urtheilsverkündung gebraucht der Vor- 1 332 705 M. weniger als im Vorjahre. Die Bahnlänge betrug diese auch einverstanden war und nunmehr hier eine Wohnung sigende die oben angegebene Redewendung. 4758 Kilometer gegen 4663 im Jahre 1890. miethete, während John noch bis zur Einrichtung derselben in seinem alten Logis blieb. Vorgestern erschien nun Frau Kaiser Ein gemeingefährlicher Schwindler stand gestern in der Der Jahresbericht des schweizerischen Typographen bei der Gattin ihres- Chambregarnisten und schwindelte der Person des früheren Schantwirths, Ranglisten, Bureauvorstehers bundes( d. i. der Buchdrucker) sagt u. a.: selben vor, John habe sie geschickt, um das Geld, welches seine und Winkeltonfulenten Hermann Haenschte vor Wir können uns rühmen, aus eigener Kraft und mit Frau in Verwahrung habe, zu holen. Sie empfing die Spar- I. Ferien- Strastammer des Landgerichts I. Der vielseitige groschen der Arglosen, mehrere hundert Mark, für welche, wie Mann soll nach der Anklage seit Jahresfrist nur vom Betrug schweren Opfern in Unterstüßungen wirklich Großes geleistet und in ungezählten Fällen Staat und Gemeinden entlastet zu haben Die Betrügerin angab, John Möbel zur Einrichtung der neuen gelebt haben, es wurden ihn fünf Fälle zur Last gelegt, sowie und dennoch stand uns bei unserem Kampfe um unser Recht Wohnung faufen wolle. Als der Gatte gestern in der gemietheten vei Unterschlagungen Im Monate Mai lernte der Angeklagte einzig und allein die organisirte Arbeiterschaft zur Seite. Behausung eintraf, stellte es sich heraus, daß die Kaiser, welche den Schantwirth Haenicke fennen, dem er sich als Gerichtsvoll- darf also fürderhin nicht nur unser einziges Bestreben sein, feit vorgestern verreift ist, seine Frau betrogen habe. Durch den zieher vorstellte. Haenicke benutzte die Gelegenheit, dem angeb- speziell nur die Interessen unserer engern beruflichen Vereinigung Verlust des Geldes sind die John'schen Eheleute völlig mittellos lichen Beamten zwei Zwangsvollstreckungs- Befehle mit dem Auf- im Auge zu behalten. Wir müssen weiter gehen und wollen es geworden und in tiefes Glend geratheu. Gegen die flüchtige trage zu übergeben, dieselben gegen die Schuldner zur Ausführung zu auch. Schulter an Schulter mit den übrigen ArSchwindlerin ist sofort bei der Polizei Anzeige erstattet worden. bringen. Haenschte nahm den Auftrag auch an und ebenso zwei beiterorganisationen wollen wir kämpfen für Ueberfahren und schwer verletzt wurde gestern Vor- Geldbeträge von 2,40 m. und 6 M., die er der Gerichtskaffe abliefern die Befreiung und volle Anerkennung der ArUeberfahren und schwer verletzt wurde gestern Vormittag um 10 Uhr die Obsthändlerin Frau Freitag, Rykestraße 7 sollte. Von dieser Zeit an ließ der Angeklagte sich nicht wieder sehen, beit. Zu diesem Ziele führt uns aber nur die war auch nicht zu ermitteln. Wie sich später herausstellte, hatte er erwirklichung des Sozialismus, und wir möchten wohnhaft. Sie stand mit ihrem Obstwagen vor dem Hause die Papiere nach längerer Zeit einem wirklichen Gerichtsvollzieher darum unsere Mitglieder dringend ersuchen, neben dem Bestreben Stallschreiberstr. 24, als der mit Erde beladene Wagen Nr. 9 übergeben, die ihm anvertrauten Geldbeträge für sich verbraucht. bestmöglicher beruflicher Ausbildung auch am politischen Der Berliner Zementbaugesellschaft D. Schmidt u. Ko., Belle Unter der Maste eines Gerichtsvollziehers soll er noch einen geben recht regen Antheil zu nehmen und namentlich durch das Allianceftr. 32, dort vorüberfuhr. Nach den Aussagen von Augen Betrug begangen haben. Dann wandte er sich nach Oranien- Studium der sozialpolitischen Literatur die zeugen wurde Frau Freitag, die den Wagen erst bemerkte, als burg, wo er sich als Geheimpolizist aufspielte, wobei er sich mit nöthigen Kenntniffe sich anzueignen. Kein Mitglied sollte verer dicht bei ihr war, durch den Schreck völlig konsternirt, so daß Bilfe seines bis über die Brust herabhängenden Bartes, den er fehlen, neben dem Vereinsorgan auch noch ein Arbeiterblatt zu fie, anstatt zurückzutreten, einige Schritte vorwärts machte. Der schwere Wagen ging nun der Bedauernswerthen über den linken geschickter Weise unter den Rock zu knöpfen verstand, ein halten und sich einem politischen Arbeiterverein anzuschließen." Fuß, der total zerquetscht wurde. Die Verletzte wurde mittelst wechselndes Aussehen zu geben wußte. Er soll den dortigen Küster Sch. durch falsche Vorspiegelungen um 70 M. gebracht Die Sozialdemokratie kann diese Rundgebung mit einiger Droschte nach der Sanitätswache Oranienstr. 115 und von hier haben, dieser Puntt der Auflage wurde aber durch die Genugthuung registriren. ins Krankenhaus geschafft. Beweisaufnahme nicht für erwiesen erachtet und deshalb In Noubaix, Frankreich, brach in einer Bleicherei, Auf einem Grundstück in Boghagen, vor dem Frank- fallen gelassen. Nach Berlin zurückgekehrt, lag der AngeEine Wittwe G. hatte welche 160 Arbeiter, größtentheils Belgier, beschäftigt, ein Ausfurter Thore, fanden Bewohner desselben dieser Tage hinter dem flagte dem Heirathsschwindel ob. den stand aus. Die Feiernden verlangen die Erhöhung des Mindest das Grundstück von der Straße absperrenden Baune einen Sarg ein Inferat veröffentlicht, wonach sie wieder in mit der Leiche eines neugeborenen Kindes. Die Polizer, der von Stand der Ehe zu treten wünschte. Der Angeklagte meldete sich lohnes von 12 auf 18 Franken die Woche, Abschaffung der dem Funde Kenntniß gegeben wurde, ermittelte bald die Eltern und umspann die Wittwe mit einem ganzen Lügengewebe. Gr Strafe der Entlassung für Fehlen bei der Arbeit, Bezahlung der des tooten Kindes. Diese hatten bei der Behörde den Tod des sei Bureauvorsteher bei dem Justizrath Koch und beziehe ein Nebenarbeiten, Schluß der Arbeit an den Montagen um 4 Uhr selben rechtzeitig angezeigt und auch die Beerdigung vorbereitet, Monatsgehalt von 120 M. Dabei beobachtete der Angeklagte Nachmittags. Außerdem behalten sich die Ausständischen vor, wegen des schlechten Wetters aber einen jungen Menschen beauf die Vorsicht, sich einen falschen Namen beizulegen, und dieser daß keiner von ihnen wegen der gegenwärtigen Arbeitseinstellung tragt, die Leiche zur Beerdigung nach dem Kirchhof in Rummels- Name stand auch auf den Verlobungskarten, die gedruckt wurden. entlassen werde. burg zu schaffen. Der Beauftragte war aber auf dem Wege da- Inzwischen hatte der Angeftagte seine Frau nach und nach um London, 28. Juli. Berichten aus Ottawa( Kanada) zufolge hin von einem Gewitter überrascht worden und hatte deshalb die ihre ganzen Ersparnisse, gegen 200 m., angeborgt. Kurz vor fleine Leiche mit dem Sarge einfach über den Zaun auf das dem zur Hochzeit bestimmten Tage schrieb der Angeklagte seiner wurde gestern dem Parlamente eine mit 50 000 Unterschriften von Grundstück geworfen. Der Staatsanwaltschaft ist Anzeige gemacht richtete er an dieselbe mit verstellter Handschrift einen zweiten geführt wird, wie sehr die Landwirthschaft im Lande darniederBraut, daß er seine Stellung verloren habe, und gleichzeitig Farmern versehene Petition überreicht, in welcher ausund die Untersuchung eingeleitet. anonymen Brief, worin er als eine ungeeignete Partie liegt und die Bitte ausgesprochen wird, im Gesetzgebungswege In gewaltigen Schrecken wurden gestern Nacht Bewohner geschildert wurde. Sein Zweck, das Verhältniß zu lösen, wurde baldmöglichst Abhülfe zu schaffen und den 3oll auf Sal und Passanten der Havelbergerstraße versetzt, als plöglich um zwar nicht erreicht. wohl aber ein Aufschub der Hochzeit. Später er- Gewebe, Zucker und andere Artikel gänzlich 1134 Uhr aus dem dritten Stockwerk des Hauses Nr. 3 ein zählte der Angeklagte seiner Braut, daß er wieder eine Stellung aufzuheben. menschlicher Körper aus einem Fenster herausstürzte und auf beim Rechtsanwalt Brehmer gefunden habe, worauf die bethörte dem Straßendamm regungslos liegen blieb. Es stellte sich bald Frau sich noch einmal bewegen ließ, seinem Drängen um Geld heraus, daß dies der Militärinvalide Oskar Heinrich Gustav nachzugeben. Dann verschwand der Angeklagte vollständig. Er Fid war, welcher am 18. Oktober 1865 in Schivelbein geboren hatte inzwischen ein anderes Verhältniß angeknüpft und die neue E Soziale Uebersicht. Berlin. Am Montag Abend 8 Uhr findet im Feenpalast eine Versammlung der zum Kartell der Bau- Arbeiter vereinigten Gewerkschaften statt, um über die Beschickung des Brüsseler Kongresses zu berathen. " Zu der Versammlung wird durch Anzeige im Vorwärts", Säulenanschlag und Handzettel eingeladen. Die Handzettel stehen vom Sonnabend Abend ab bei Ge noffen Wernau und den Vertrauensmännern der Gewerk schaften zur Verfügung. Der Ausführungsausschuß. Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Verein zur Wahrung der Intereffen der Berliner Knopfarbeiter. Auf Wunsch bringen wir noch nachträglich das Berzeichniß der von den einzelnen Fabriken zum Maisonds an die Gewerkschaftskommission abgelieferten Gelder: Knopffabrik Duisberg Hölzerlein Kaufhold 21,50 M. " 14,25 40,25 " 19 " Kasche 5,50 " Lebach 10,25 " " 19 E. M. Siegel u. Kurz 7,25 " 7,50 CP " Lenschow u. Martert Alles zu thun, was in ihren Kräften stehe; nur darf man bei ber völligen Berrüttung aller Verhältnisse die Erfüllung des Versprechens ziemlich stark in Zweifel ziehen. Versammlungen. Musikinstrumenten- Arbeiter. Eine längere Debatte fand darüber statt, ob der Verein einen Rommers veranstalten solle oder nicht. Es wurde nach einer lebhaften Diskussion beschlossen, einen solchen und zwar bei Joels, Andreasstraße, stattfinden zu lassen. Dann fanden noch einige interne Angelegenheiten Erledigung. Die Werkstattangelegenheit von Mittags Nachfolger wurde dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. ganz entschieden gegen jede Produktivgenossenschaft, als nicht im Einklang mit dem sozialdemokratischen Prinzip stehend. Redner hält die Gründung einer Genossenschaftsbückerei in Berlin für nicht durchführbar. Durch derartige Gründungen halte man die Entwickelung auf und dazu dürfe man sich nicht durch Rücksichtnahme auf das Wohl Einzelner( der Gemaßregelten) verleiten laffen. Frau& öpti tritt für das Projekt ein, man müsse die Bäcker in ihrem Kampfe für Besserung ihrer miserablen Lage unterstüßen. Bigarrenfabrikant Börner erflärt sich aus denfelben Gründen wie Siegerist gegen das Projett. Er weist auf Die Schwierigkeiten hin, die den Arbeitergenossenschaften Seitens Der Fachverein dieser Branche versammelte sich am 18. Juli der Händler gemacht werden, wie sie z. B. der 1869 in Hamburg bei Deigmüller. Genosse Türt referirte in fesselnder Weise gegründeten Zabatarbeiter- Genossenschaft gemacht wurden dadurch, über das Thema:" Sibirien". Das Bild der Zustände und daß man dieser den Einkauf von Rohmaterial möglichst erschwerte. der Behandlung der Verbannten in Rußland, welches der Die Konkurrenzfähigkeit werde auch dadurch beeinträchtigt, daß man Referent entrollte und wofür ihm reicher Beifall zu Theil wurde, die Beschäftigten besser bezahlen müsse als wo anders, und die rief allgemeinen Abscheu hervor. An der Diskussion betheiligte Arbeitsbedingungen auch sonst günstiger gestaltet werden müßten. sich Kollege Niendorf, welcher seine Erfahrung über Vogt steht dem Genossenschaftswesen überhaupt sympathisch russische Verhältnisse schilderte. gegenüber. Er empfiehlt darum, eine Genossenschaftsbewegung im Großen ins Leben zu rufen. Hierzu wünscht er die Wahl einer Agitationstommiffion. Bäcker Pfeiffer meint, die Bäckerei nehme neben noch einigen Berufen eine ganz andere Stellung ein in der Gesellschaft, als wie die große Masse der Industrien. Zur Gründung einer Genossenschaft seien hier nicht so große Summen nöthig; mit 5000 m. tomme man anfänglich schon aus. Seit 1868 kämpften die Bäcker in Berlin um die Der Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin, sächlich der Germaniaverband, den Kampf zu einem unnük geVerbesserung ihrer Lage und immer hätten die Innungen, HauptOttensen, 22. Juli. Gin interessantes Urtheil ist, wie das hielt am 20. Juli seine Mitgliederversammlung ab. In derfelben führten werden lassen. Hier müsse als Vorbeugungs- und Kampf„ Echo" berichtet, vom Flensburger Amtsgericht gefällt worden. hielt Kollege Jüthe einen Vortrag über die gegenwärtige Krise mittel zugleich eine Berufsgenossenschaft eingreifen; die soziale Es handelte sich um die bekannte Prayis verschiedener Arbeit und wie derselben entgegen zu treten sei. Redner besprach haupt- Frage könne und solle auch durch sie nicht gelöst werden, man geber", ihren Arbeitern 5a3 Raufen bei besächlich die technischen Einrichtungen der Fabriken und betonte, beabsichtige mit der Durchführung des Projektes nur den wirthstimmten Geschäftsleuten zu untersagen mit der daß troh des Fortschritts der Technik die Arbeiter in manchen schaftlichen Kampf der Bäckerei- Arbeiter zu erleichtern. An der Aussicht auf Entlassung beim Zuwiderhandeln. Fabriken so wenig verdienten, daß sie gezwungen wären, noch weiteren Diskussion betheiligten sich noch die Genossen Lazarus, In Flensburg hat ein Kaufmann wegen dieser Geschäfts- Arbeit mit nach Hause zu nehmen, um nothdürftig das Leben Reimann, Schur, Vogt, Lindemann, Siegerist fchädigung Klage erhoben. Im Prinzip ist zu seinem Gunsten fristen zu können. Es sei zu bedauern, daß noch nicht alle Ar- und Heindorf. Letzterer befürwortet ebenfalls die entschieden worden. Allerdings billigte ihm das Gericht nur einen beiter ihr Glend eingesehen haben und sich nicht um das fümmern, Gründung einer Berufsgenossenschaft der Bäcker und hält fleinen Betrag für den bisher entgangenen Gewinn zu und nicht was um sie herum vorgeht. An der Diskussion betheiligten sich die Möglichkeit der Durchführung des Projektes gerade im auch für den fünftig ausfallenden. Immerhin aber sind durch mehrere Kollegen im Sinne der obigen Ausführungen. Dann Bäckergewerbe für vorhanden, da es sich hier um Herstellung das Erkenntniß Geschäftsschädiger von der Art jener Arbeit forderte Kollege Benz zu zahlreichem Besuche der am 3. August eines täglich verlangten Konsumartikels, nämlich des Brotes, geber" prinzipiell zivilrechtlich haftbar gemacht und dem Beispiel bei Feuerstein stattfindenden öffentlichen Schuhmacherversammlung bandle. Von mehreren eingelaufenen Anträgen wurde einer des flagenden Kaufmanns wird unzweifelhaft auch noch von auf, in welcher Frau Rohrlat aus Dresden sprechen wird. angenommen, welcher die Wahl einer fünfgliederigen Kommission anderen Folge geleistet werden. Die freie Vereinigung der Seifenfieder und Berufs- fordert, die eine weitere Versammlung einzuberufen hat, welche genossen Berlins und Umgegend hielt am 18. b. M. einem Feenpalast stattfinden und weitere Schritte in Bezug auf die sehr schwach besuchte Versamulung ab, zu welcher Polizei nicht angeregte Sache machen soll. Gewählt wurden die Genossen erschienen war. Heindorf, Gumpel, Lazarus, Pfeiffer und Schlüter. Darauf wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Summa 106,50 M. Im Auftrage: B. Weisfluck. 11 Hannover. Der Volkswille" veröffentlicht nachstehenden Uriasbrief, den Herr Chr. Mensing, Besitzer des Stein bruchs in Bredenbeck, an Herrn Meine in Bölffen schrieb. Er bildet ein schönes Zeugniß für die Harmonie zwischen Arbeit und Kapital und die Bruderliebe der Unternehmer zu den Arbeitern. Der Uriasbrief lautet unter Weglaffung der Namen wörtlich: Namen der Arbeiter.) Bredenbeck, 29. April 1890. Anführer 6. A. G. M. M. M. wt. S. M. N. G. St. I. K. Lieber Herr Meine! Nebenstehende Steinhauer, wo der Bildhauer G. Aufwiegler von ist, werden vielleicht der eine oder der andere um Arbeit anfragen, ich bitte deshalb, keinen davon anzunehmen, elbst wenn sie einen Fremdzettel aben. Mehreres nächstens mündlich. Besten Gruß Chr. Mensing. . b. G. göchstens die Leute verderben. D. D. Wenn sich Arbeiter herausnehmen wollten, selbst dem berüchtigtsten Unternehmer den Zufluß von Arbeitskräften für immer abzuschneiden, wie hart würden sie bestraft werden! Nach dem Mensing'schen Uriasbrief wird den bezeichneten Arbeitern die Arbeitsgelegenheit hinsichtlich derjenigen Unternehmer für immer abgeschnitten, an welche jener Wisch gesandt worden ist was geschieht nun dem Unternehmer? Man frümmt ihm fein Haar und kann ihm keins frümmen, sonst müßten die Kühnemann, Verdy du Vernois 2c., kurz sowohl Privat- wie Staatsbetriebe, auch in den Strafbereich einbezogen Der Staat, mit welchem wir es zu thun haben, steht nicht über den Parteien, sondern er ist selbst Partei und zwar vertritt er die Partei des Unternehmers, d. h. den Geldsack sans und avec phrase, je nachdem. werden. Die Aftien 3uderfabrik Comburg( Thüringen) vertheilt trok verschiedener ungünstiger Umstände" immer noch 15 pet. Dividende auf das Kapital! | Genoffe Paul Heitmann sprach unter großem Beifall über alte und neue Religion." Diskussion fand nicht statt. Nach dem dann der Kassirer Kollege Hentschel den Vierteljahrs- Bericht verfefen hatte, und derselbe für richtig befunden worden war, er theilte der Vorsitzende dem Kassirer Decharge. " Betreffs einer vom Kollegen Hentschel gestellten Frage: Wie organisiren wir uns in der Zukunft?" wurde der Wichtig feit dieser Frage halber beschlossen, Anfangs August eine öffentliche Versammlung einzuberufen und die Mitglieder zu derselben einzeln einzuladen, um zu dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen. Hierauf schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung die Versammlung. werden. = oder den Versuch des Arbeitsgebers, die Arbeitszeit zu verlängern, sofort auf dem Arbeitsnachweise bekannt zu geben; dort wird eine Liste aller dieser Arbeitgeber geführt, um bei eintretendem besserem Geschäftsgange gegen sie zuerst vorzugehen und die verlorenen Positionen wieder zu gewinnen. Nachdem noch einem Kollegen in seiner Klage gegen die Berufsgenossenschaft der Rechtsschutz gewährt worden war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Freie Vereinigung der Zeitungs. Spediteure und Verkäufer hielt am 20. d. M. ihre Versammlung ab. Beim Geschäftlichen theilte der Vorsitzende mit, daß die Aufnahme des Herrn H. in den Verein so lange ausgesetzt bleiben müsse, bis derselbe seinen geschäftlichen Verpflichtungen nachgekommen sei; den Statuten könne eben nicht zuwider gehandelt werden. Danach erstattete der Kassirer den vierteljährlichen Kassenbericht, nach welchem der Stand der Kasse 60,70 Mart betrug. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Hierauf schritt man zur Wahl des zweiten Vorsitzenden; aus derfelben ging Herr Flörete als gewählt hervor. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, den Eine öffentliche Versammlung der Klempner, Dachgestellten zu veranlassen, die Boten und Spediteure besser zu be Verleger des Deutschen Blatts" anzugehen, feine weiblichen Andecker, Schornsteinfeger und Telephonarbeiter fand am 20. Juli statt. Nachdem der Vorsitzende die Tagesordnung be- handeln. Ferner soll der Verleger der Staatsbürger- Beitung" fannt gemacht hatte, ertheilte derselbe Herrn Bräuer das Wort um frühere Ausgabe der Morgenzeitung( als 4 Uhr) ersucht zu seinem Vortrag über Schuhvorrichtungen und die Macht der Organisation. Der Referent führte aus, daß mit Petitionen Der Fachverein der Tischler hielt am 1. Juli eine gutwürde Euch sehr wenig auf Erfolg zu rechnen sei, da uns aber kein anderer besuchte außerordentliche Generalversammlung ab, die sich hauptWeg offen stehe, so müßten wir es auf diesem Wege versuchen, sächlich mit der diesjährigen Statistik des Vereins beschäftigte. unser Leben zu sichern. Dann führte Herr Bräuer die Organi Die Diskussion drehte sich namentlich darum, ob der den Kollegen fationen der Arbeiter der Kulturländer an und versicherte, daß vorzulegende Fragebogen jedem Einzelnen zur Fragebeantwor bort, wo die Organisationen am fräftigsten ausgebildet sind, dem tung übergeben, oder ob von den Kollegen jeder Werkstatt nur Kapital das stärkste Halt entgegengesetzt würde. Nur durch ein Fragebogen ausgefüllt werden solle. Zur nochmaligen Organisation sei etwas zu erreichen, ohne Organisation wäre nie Durchberathung wird diese Angelegenheit an den Vorstand zurücketwas zu erlangen. Der Vortrag, welcher 3/4 Stunden währte, verwiesen. Von der Veranstaltung eines nochmaligen Sommerwurde mit großem Beifall aufgenommen. Hierauf wurde die festes glaubt die Versammlung des schlechten Geschäftsganges Petition, welche hinsichtlich der Schuhvorrichtungen bei Aus- wegen, absehen zu müssen. Infolge der Arbeitsniederlegung in führung von Dacharbeiten an das Polizeipräsidium gesandt der Werkstatt von Völker beschließt die Versammlung: Die Rolwerden soll, verlesen. Dann gab Herr W. Rackwitz noch einige legen sind verpflichtet, jeden einzelnen Fall eines Lohnabzuges Ergänzungen zum Referat und betonte gleichfalls, daß nur durch Organisation etwas zu erreichen sei. Dachdecker Jahand stellte einen fagantrag zur Petition und schlug im übrigen vor, die felbe in der Fassung an das Polizeipräsidium abzuschicken, in welcher sie von der Kommision ausgearbeitet und verlesen worden war. Hierzu sprachen noch die Dachdecker Mehrlein und Hante, sowie die Klempner Delcourt, Köhler und Hartwig. Schornsteinsteinen von den Dachdeckern sehr mangelhaft ausgeführt würden. feger Strauß führte aus, daß die Reparaturarbeiten an SchornEine öffentliche Versammlung der Mäntelnäherinnen, Das habe in der Unterbietung seine Ursache; einer wolle es Bügler und Stepper fand am 22. Juli statt. Für die am Aus dem Oberbergamtsbezirk Bonn berichtet die„ Frank immer billiger machen, als der Andere, und so täme es vor, daß Erscheinen verhinderte Frau Schumme hielt Kollege Möbius aus furter Beitung", die Löhne der Berg leute, welche im Jahre die Schornsteinfeger oft die unangenehme Pflicht üben müßten, Hannover einen Vortrag über die Lage der Arbeiterinnen und 1889/90 eine entschiedene Aufwärtsbewegung aufwiesen, jeßt in als Denunzianten gegen die Dachdecker aufzutreten, um größeres Arbeiter in der Mäntelbranche." In seinem oft von reichem Beider Rückwärtsbewegung begriffen oder doch mindestens zum Unglück zu verhüten, bezw. beim Fegen der Schornsteine nicht fall unterbrochenen Referate befprach Redner unter anderem die Stillstande gelangt find. Im staatlichen Bergbau bei Saar mit denselben zusammen zu brechen und herabzustürzen. Es wurde geradezu ungeheuerlich geringen Löhne der Mäntelnäherinnen. brücken betrug die Steigerung bis zum vierten Vierteljahre nun über die Petition abgestimmt und sämmtliche Anträge, welche Der Tagelohn betrage 50-125 Pfg. und erreiche nur in Aus1889 18,6 pt., bis zum höchsten Stande 1890 34,7 pet. Im noch dazu gestellt waren, abgelehnt; die Petition wurde also so nahmefällen die Höhe von 1,50 W. Die Lage der Arbeiterinnen ersten Vierteljahre 1891 ist ein Rückgang zu verzeichnen. Erheb angenommen, wie sie von der Siebener- Kommission ausgearbeitet in Exportgeschäften sei noch bedeutend schlechter, und es gehöre feineswegs zu den Seltenheiten, daß eine Näherin mit einem lich war der Rückgang im Siegen Nassauischen Erz- worden ist. bergbau- Bezirke. Daselbst waren die Löhne bis zum höchsten Danach verlas Herr Delcourt einen Bericht über die Nord- Wochenlohn von 3-5 M. nach Hause gehen müsse. In Stande in 1890 um 11,7 pct. gestiegen, Ende 1890 war jedoch östliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft, bei welcher die Ver- der Diskussion hob zunächst Frl. Redlich hervor, daß die nur noch eine Steigerung von 2,2 p6t. zu verzeichnen. Beim waltungskosten mehr betrugen, als die ausgezahlten Unfalls- Arbeiterinnen kaum so viel verdienten, daß sie den Verbandsbeitrag regelmäßig bezahlen könnten; gleichwohl aber rechtsrheinischen Erzbergbau gingen die Löhne ebenfalls renten. herab, die Steigerung hatte 10,7 pct. betragen, sie gingen auf In seinem Schlußwort fordert Herr Bräuer, es möge jeder bestritt die Dame entschieden, daß die Lage so schlecht 9,8 pt. herab. Beim linkarheinischen Erzbergbau santen ben Egoismus abstreifen und sich der Organisation anfchließen, fei, wie der Redner geschildert. Kollege Pfeifer erwiderte darbie Löhne auch um 1 pct. Im Oberbergamts- Bezirle Dortferner danach streben, sich in der menschlichen Gesellschaft Gleich auf, daß es bekanntermaßen sehr viele Geschäfte gebe, die für mund betrug die Steigerung 27 pct., fie ging auf 24,4 pct. berechtigung zu erringen. Wenn wir die vollständige Durch einen ganzen Regenmantel 75 Pf. bezahlen, und es sei erwiesen, herab. Bei dem staatlichen Bergbau in Saarbrücken verdiente führung unserer Ideen auch nicht mehr erlebten, so hätten wir daß manche Arbeiterinnen infolge ihrer grenzenlosen Armuth nur Durchschnittlich ein Arbeiter im Jahre einen Lohn: 1886 809 m., doch unseren Nachkommen die Wege geebnet. Ein Antrag, zur von Kaffee und Brot lebten. Fräul. Sager bestritt nicht, daß 1887 814 m., 1888 842 m., 1889 933 m. und 1891 1114 vollständigen Deckung der Unkosten eine Tellersammlung zu ver- es in manchen Werkstätten noch gute Arbeitsbedingungen gebe; Bei dem Steinkohlen- Bergbau in Aachen entfielen 1890 burch- anstalten, wurde angenommen, und dann ersuchte noch Dach- jedoch könne man diese nicht als Norm für die Allgemeinheit schnittlich auf einen Arbeiter 878 M., beim Siegen- Naffauischen decker Jaband die Bersammlung, es möge ein jeder fein Scherf aufstellen. Wenn eine Näherin 15 m. wöchentlich verdient, so Erzbergbau 676 M., beim rechtsrheinischen Erzbergbau 639 m. lein beitragen zur Unterstützung der in Noth befindlichen Wittwe sei das nur dann der Fall, wenn sie vom frühesten Morgen bis und bei dem linksrheinischen Erzbergbau 634 M. des verunglückteu Dachdeckers Baßler. jum spätesten Abend ununterbrochen arbeite; wie ja nachge= Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die inter- wiesenermaßen manche Frauen von 4 Uhr Morgens bis 11 oder Nom, 24. Juli. Der amtliche Ausweis über die Sandels- nationale Sozialdemokratie. gar 12 Uhr Nachts arbeiteten. Kollege Timm betonte, gerade bilanz Italiens im ersten Semester 1891 zeigt eine Verminde die Arbeiterinnen der Mäntelbranche seien gezwungen, den ihnen rung der Einfuhr um 92,68 Millionen Lire und eine Vermehrung Wie stellen sich die Berliner Arbeiter zur Gründung von den Arbeitgebern nicht gewährten Unterhalt durch Preisgabe der Ausfuhr um 19,81 Millionen gegen denselben Zeitraum des einer Genossenschaftsbäckerei?- Diese Frage beschäftigte eine ihres eigenen Körpers zu erwerben, eine Thatsache, die Borjahres. Der Rückgang der Einfuhr wird theils durch die schwachbesuchte Boltsversammlung, welche am 23. Juli stattfand. sogar von amtlicher Seite aus ihre volle Bestätigung Berminderung der Getreide Einfuhr, theils durch Ginstellung Bäcker Schlüter hielt das Referat. Er wies auf die vor erhalten habe. Aber auch von den Arbeitgebern würden öffentlicher Arbeiten infolge der wirthschaftlichen Krisis erklärt. einigen Jahren inszenirte Bewegung zur Gründung einer Ge- die wehr- und machtlosen Arbeiterinnen zu unsittlichen nossenschaftsväckerei und deren Erfolglosigkeit hin, diese auf die Handlungen gezwungen, so habe z. B. ein Prinzipal seinen Aus Lissabon wird der„ Times" gemeldet, daß dort unter zu jener Beit gefeßlich geforderte allgemeine Haftpflicht und darauf Arbeiterinnen befohlen, bei der Ablieferung ein reines Hemd den Korfarbeitern Unzufriedenheit wegen der Rückwirkung zurückführend, daß unlautere Elemente in ihr eine hervorragende anzuziehen. Kollege Möbius konstatirte, daß die Arbeiterinnen der Mac Kinley- Alte herrsche. Rolle gespielt hätten. Aus denselben Gründen wie damals trete der Mäntelbranche in Meiningen bei einer 13ftündigen ArbeitsDie vereinigten Arbeiter gewerkschaften man jest wieder für die Schaffung einer Genossenschaftsbäckerei seit 60 Pf. verdient hätten, also etwas mehr als 4 Pf. für die und sozialistischen Vereine Portugals veranstal- ein: man wolle die Bäckerbewegung dadurch fräftigen, daß Stunde. Kollege Schulz kritisirt das Zwischenmeisterthum. teten übrigens Donnerstag voriger Woche in Lissabon eine groß man den um ihres Gintretens für Erreichung befferer Arbeits: Rollege Rogge bemerkte dazu, die zwischenmeister hätten den artige Kundgebung, zu welcher zahlreiche Deputationen aus bedingungen willen gemaßregelten Berufsgenossen einen Salt in Hauptverdienst. Ein Meister habe vom Geschäft für einen Oporto, Evora, Getubal und anderen Städten eingetroffen waren. der projektirten Bäckerei schaffe. Die Machtverhältnisse im Bäcker- Mantel 2,30 M. erhalten und der Näherin nur 1,10 m. bezahlt. Die Arbeiter wandten sich an die Präsidien des Oberhauses, der gewerbe wären derartige, daß anders an ein erfolgreiches Ein- Frau Gabela betonte, daß die Arbeiterinnen an ihrer schlechten Deputirtenkammer und an sämmtliche Minister, denen sie er- treten der Bäckerei Arbeiter für Verbesserung ihrer gewerblichen Lage Lage felbft Schuld tragen, sie sollten einfach bei solchen Meistern lärten, daß die arbeitenden Klassen des Landes unmöglich noch und weiter für das Wohl der Arbeiter nicht zu denken sei. Der nicht arbeiten. länger die jetzige Arbeitslosigkeit und die wirthschaftliche Krisis Redner verweist auf den Erfolg, welchen die Hamburger Bäcker mit Folgende Resolution wurde angenommen:" Die öffentauszuhalten vermöchten. Wenn es den Herren darum au thun ihrer Genossenschaft hatten, und empfiehlt die Wahl einer Kommission liche Versammlung der Mäntelnäherinnen, Bügler und Stepper fei, die jetzige Regierungsform aufrecht zu erhalten und Hunger- welche für die Sache eine rege Agitation zu entfalten habe. Die sieht als nothwendige Vorbedingung zur Besserung ihrer revolten aus dem Wege zu gehen, so möchten sie dafür sorgen, Diskussion gestaltete sich zu einer lebhaften. Lazarus tritt für Lage die Errichtung von Wertstätten durch die Unterdaß den vielen Zausend darbenden Arbeiterfamilien sofort Brot die Gründung einer Bäckereigenossenschaft ein, weil man dadurch nehmer an, damit das sogenannte Swischenmeistersystem geschafft werde. Die Minister sowie die Abgeordneten versprachen, die Macht der Innungen beeinträchtige. Sie gerist erklärt sich in Fortfall kommt. Um die wirthschaftliche Besserstellung ertänipfen zu können, ist die nothwendige Bedingung Zusammenfchluß der Arbeiter und Arbeiterinnen in Vereinen, welche gemeinsam diefes erzwingen. Als geeignete Organisation sieht die Versammlung den deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verband an. In Anbetracht, daß die Behörden namentlich in Frankfurt am Main die Filialen geschlossen haben, weil Frauen Dabei betheiligt waren, protestirt die Versammlung energisch gegen ein derartiges Vorgehen." 9 bei Bettin. tommen. " Sonnabend um arbeiten. verein, Bön tr", Steinmeßftr. 76, bet Semm. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Befang- 3. Es ist mir zu dumm, mein Leben in einer stinkenden Mufttverein„ Borwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenftr. 14, part. Schulstube, in Aerger über anderer Leute Dummheit, Faulheit Bitherklub Waldrose", Ab. 9 Uhr bet Kleemann, Lausitzerstr. 41. Bithertlubar und Bosheit zuzubringen. Tambour monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.4. Es ist mir zu dumm, nachdem ich eine fünfjährige Berein" Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Bildungszeit und zwei Dienstexamen hinter mir habe, noch länger Ufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von für einen Hunger- und Schandgehalt von 1,80 m. pro Tag zu 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends % 9-11 Uhr.- Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Ich habe das Joch nun 6 Jahre getragen, und länger trag turnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches GymUnterm dritten Punkt der Tagesordnung sprach Kollege naftum, Elisabethstraße 57-58. Turnverein, ich te( voltsthümlich), jeden ich's nicht. Pfeifer über den neuen Arbeitsnachweis der Schneider und Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenbergerstr. 3. Facit: Lieber sterben, als noch länger Schullehrer sein. Schneiderinnen in der Markgrafenſtr. 88. Das Bureau sei von in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen sind freundlichst Statflub Ram fch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sizung ( Unterschrift.) Morgens 8 bis Mittags 1 Uhr geöffnet. Alle Kollegen und eingeladen. Stattlub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer Nachdem er so seinem Herzen Zuft gemacht hatte, entfernte Kolleginnen wären verpflichtet, nur durch diesen Arbeitsnachweis Klub Adonis" bet Setd, Stoppenstr. 75. Gäste willkommen. Privat er fich vom Orte. Drei Tage blieb er aus. Was der Arme Arbeit zu nehmen. Nach Erledigung einiger anderen Angelegen- heater: Gesellschaft Schneeglöckchen" im gofal Beteranen während dieser Zeit gelitten, welche Pläne er schmiedete, um Privat- Theatergesellschaft Augusta Victoria" heiten wurde hierauf die Versammlung geschlossen. 9 Uhr, Victoria Saal, Perlebergerstr 13, Sigung, Aufnahme, Gäste will seine Zukunft zu sichern, welche Hoffnungen in Nichts zerflossen, Theater- Verein Gioconda", Abends 9 Uhr, Sigung. Das weiß nur er. Aber nach dieser Zeit fehrte er zurück, um sich Theater- Verein Dilettanten Bühne", alle wieder ins alte Joch zu spannen, von Neuem für 1 Mart Eine ordentliche Mitgliederversammlung der Freien 9 Uhr Sigung bei Barta, Nixdorf, Bergstr. 120. Gäste willkommen. Lehrerelend! Vereinigung der Maurer Berlins und Um- Verein Rustige Brüder" Abends 9 Uhr, Brüderftr. 26. Ber 80 Pfennige täglich die Jugend zu bilden. gegend tagte am 16. d. M, Bei Punkt 1 der Tagesordnung, gnügungs- Verein" ustige 13", Abends 9½ Uhr, bei Liebzeit, WrangelVergnügungsverein Sorgenbrecher", Olmük, 24. Juli. Die letzten Regengüsse und der ans Gewerkschaftliches und Verschiedenes, weist der Vorsitzende eine traße 30. Gäste willkommen. Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Ver dauernde Gußregen bewirkten ein Austreten der March. Unterschiebung des Kollegen Silberschmidt zurück, welcher in einer gnügungs- Verein Schildhorn, Kastanien- Allee 52, bet Weber. Sigung aus ihren Ufern. Die Niederungen bei Czermovier, Hatschein, Versammlung des Zentralverbandes geäußert hatte, die Listen Abends s½ Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Herren u. Dámen bazu willkommen Laska und Neustift sind überschwemmt. Die ganze Gegend Roller'scher Stenographen- Berein Süd- West Berlin", Abends zur Erreichung des Stundeslohnes von 60 Pf., welche auf den sy uhr, im eftaurant„ Bürger- Garten", Sindenstr. 105, unterricht u. uebung. gleicht einem großen See; die Ernte ist total vernichtet. Das Bauten fursirten, seien von den Anhängern der Lok alorganisation, Vergnügungsverein" Sorgenbrecher". Gegr. 26. Juni 1886. Jeden Wasser steigt immer noch. womit auf unfern Verein hingewiesen ist, ausgegeben worden. Sonnabend, Abends 8½ Uhr, Sigung im Restaurant Scholz, Zukunftsstaat, Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Das ist jedoch nicht der Fall, die Listen find von den Vertrauens- Kaftanten- Allee 35. Rauchtiub, Goldene u aft e", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Teuten der Berliner Maurer ausgegeben worden, was auch Rauchklub Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, Kollege Silberschmidt wissen müßte. Hennigsdorferstraße 24. Rauchtlub Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei Die Versammlung bewilligte dann zwei Unterstützung nach-. Steuer. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Butritt. suchenden Kollegen je 15 M. Kollege Hanisch kritisirt hierauf das Ueberstunden- und das Marken- System, die Kollegen auffordernd, überall dagegen Front zu machen. Nachdem noch der Genosse Reßler einen interessanten Vortrag über die Religion und die Sozialdemokratie gehalten, wurde die Versammlung geschlossen. Der Kranken Unterstützungsbund der Schneider hielt am 21. Juli seine Mitglieder- Versammlung in den ArminHallen ab. Die zunächst erstattete Abrechnung, welche von den Revisoren für richtig erkannt wurde, ist folgende: Einnahme: Bestand vom 1. Quartal 1881 für 328 Aufnahmen inkl. 6 à 3 M. 2991 Marten I. Klasse " 14845 " 7479 " " II. n " . III. " n 5 Strafm. à 50 Pfg.. Extra- Einnahmen. Von der Charitee zurück Gesammt- Einnahme Gesammt- Ausgabe Bestand. Lokalbestand vom 1. Quartal Zu 7 pet. wurden verrechnet Bestand. Gesammt- Lokal- Ausgabe. . • 522,99. 340, 747,75 4453,50 2617,65 " P " n 17 2,50 73,90 " " 17,50 " 8775,79 M. 7690,03" . • . • " 1085,76 M. 24,42 547,32" 571,74 m. 550,30 " 31,40 m. Bleibt Lokal- Bestand. Hierauf hielt Herr Dr. 3 adet einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über Lugenkrankheiten, bei welcher GeTegenheit der Referent einige Beispiele des Koch'schen Heilverfahrens den Anwesenden vorführte. Zum Schluß erhoben sich die Anwesenden zu Ehren des verftorbenen Kollegen Städtler von ihren Plägen. Berichtigung. In dem Bericht über die Diskussion über den Programmentwurf( Nr. 170) ist bezüglich meiner Ausführungen insofern ein Mißverständniß unterlaufen, als ich, abgesehen von dem sinnlosen un 3"( ich habe immer nur meine Ansicht geäußert) nicht etwa den ersten theoretischen Theil des Programmentwurfs an zweite Stelle, sondern vielmehr nur die fünf Forderungen zum Schutz der Arbeiterklasse als die wichtigeren und höchst wahrscheinlich auch eher zur Erfüllung gelangenden vor die zehn politischen Forderungen gerückt wissen möchte. H. Peus. " " Gäste willkommen. Sprechlaal. Wien, 24. Juli. Durch das Umftürzen eines Ressels mit flüssigem Eisen in der Maschinenfabrik von Schiffcit wurden acht Arbeiter schwer verwundet. London, 24. Juli. In Wisbech wurde der Kandidat der Gladstoneaner Brand mit 3979 gegen 3719 Stimmen, welche auf den konservativen Kandidaten Duncan fielen, zum; Deputirten gewählt. Die konservative Partei hat hiermit einen Gig verloren. B New York, 23. Juli. Eine fette Ente scheint dem Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Telegraphen- Bureau„ Herold" zugeflattert zu sein. Es berichtet intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit der nämlich: Wie aus dem Staate Nicaragua gemeldet wird, hat Inhalt deffelben identifiziert zu werden. die Auffindung eines Goldlagers bei Prinzapulca in ganz Betreffs der zwischen Direktor und Arbeitern des Zentral- Amerita ein wahres Goldfieber hervorgerufen. Man Münchener Brauhauses schwebenden Angelegenheit theilt hat dort neuerdings Goldklumpen im Gewicht von 6 bis die Komsion mit: 38 Pfund gefunden. Die Entdeckung ist ganz zufällig von einem Trotz der mittelst eingeschriebenen Briefes erfolgten Einladung Soldaten des Staates Nicaragua gemacht worden; dieser fand zu einer Besprechung in dieser Angelegenheit ist der Direktor ein 18pfündiges Stück Gold, welches er für 2800 Dollars verHerr Arendt nicht erschienen. Die Kommission fordert nun hier- faufte. Das Goldlager verdantt man einem vulkanischen Ausdurch den Direktor Herrn Arendt auf, zu der am Freitag, den bruche, durch welchen das tief unter der Erde lagernde Gold, 31. Juli, in Müller's Restaurant, Johannisstr. 20, stattfindenden infolge der ungeheuren Hiße zu größeren Klumpen zusammenBesprechung pünktlich sich einzufinden, um sich zu rechtfertigen. geschmolzen, auf die Oberfläche geworfen wurde. Der Bezirk, in Gleichzeitig theilt die Kommission mit, daß in furzer Zeit eine welchem das Gold gefunden wird, dehnt sich etwa 30 Meilen Voltsversammlung betreffs der Angelegenheit des Münchener im Umkreise um Prinzipulca aus und war ursprünglich ein Brauhauses stattfinden wird. reiches Weideland. Im Auftrage der Kommisston: Polter. Literarisches. Berichtigung. In Nr. 169 dieses Blattes heißt es im Bericht über eine Versammlung der Freien Vereinigung der im Die bei Vergoldergewerk beschäftigten Arbeiterinnen Berlins: August Werkmeister jun. beschäftigten Arbeiterinnen hätten trotz Die letzte Nummer der„ Berliner Volts- Tribüne",( Abons) ihrer niedrigen Löhne noch immer Abzüge auf gewisse Sorten zu nementspreis für Berlin monatlich 50 Pfennig pränumerando erleiden, und da sie sich das ruhig gefallen ließen, so wären auch frei ins Haus. Einzelne Nummer 15 Pfennig. Redaktion schon in anderen Fabriten, wie Neumann und Hennig, durch die und Expedition SO.( 26) Elifabeth- Ufer 55), enthält folgende Werkführer den Mädchen Abzüge angekündigt worden. Zu dieser Artikel: Politische Notizen.- Soziales aus den Bereinigten unrichtigen Behauptung bemerken die Vergolderinnen des Herrn Staaten. Die Hypothekarverschuldung. Ein Beitrag zur Gedicht. Novelle. Produktion und Technik. August Werkmeister jun., daß Abzüge irgend welcher Art nicht Sozialstatistik. stattgefunden haben und die Löhne bei genannter Firma immer Beiträge zur deutschen Kultur- und Literaturgeschichte des noch dieselben sind. 18. Jahrhunderts. IV.- Sozialistische Programme. A. Baumgarten. M. Greve. herrscht kein Nothstand." Verschiedenes. E. Nilsson. B. Frisch. 2. Zimmer. A. Richter. J. Krüger, Werkführer. Vermischtes. Oberglogau, 24. Juli. Sämmtliche Wiesen, Necker, Häuser und Straßen an der Niederung der Hohenplotz sind überschwemint. Ueber die Verbindungs- Chaussee zwischen Oberglogau, Raffellwitz und Zülz steht das Wasser 30 Zentimeter hoch; dies ist der höchste Wasserstand in diesem Jahrhundert. Neiffe, 24. Juli. Infolge des Hochwasser 3 müssen über die momentane Lage der Berliner Buchdrucker. 2. Besprechung über die mehrere gewerbliche Etablissements den Betrieb einstellen. Allgemeine Buchbrucker- Versammlung am Sonnabend, den 25. Jult, Abends 8% Uhr, im Feenpalast, Wolfgangstraße. Tagesordnung: 1. Bericht von den Prinzipalen beantragte Auflösung der Tariftommission. 3. Stellungnahme zu den Anträgen zur Tarifrevision. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. wünscht. Briefkaffen der Redaktion. Es Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. H. K., Rheinsbergerstraße. Ihre Verse sind gut gemeint, aber leider nicht druckbar. A. H. Die Kündigung mußte spätestens am 30. Juni in den Händen des Wirthes sein. B., Lübeckerstraße. Die Kündigung ist rechtzeitig, wenn der Wirth sie am 27. Juni, gleichviel zu welcher Tagesstunde erhalten hat. H. D. 149. Da der Wirth den Kündigungsbrief ohne ge rechtfertigten Grund nicht angenommen hat, so wird es so ange sehen, als sei dessen Inhalt ihm schon bekannt geworden. Falls daher die Kündigung rechtzeitig anlangte, was wir ohne Kenntniß Friedenshütte( Oberschlesien). Fünf Arbeiter bestiegen der kontraktlichen Bestimmungen nicht beurtheilen können, so Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler u. f. w.( örtliche Verwaltung Berlin G.) Montag, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, Andreasstr. 26, einen Dolomitofen im Stahlwerke, welcher noch sehr warm war, fordern Sie den Wirth mündlich oder schriftlich auf, Ihr Recht bei Bolzmann: Mitgliederversammlung. Zagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 2. Quartal. 2. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung Halle a. G. um denselben, wie üblich, auszumauern. Alle fünf Mann blieben, zum 1. Oftober zu ziehen, anzuerkennen. Thut er das nicht, so 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Er- vom Gase betäubt, in dem Ofen liegen. Zwei wurden todt verklagen Sie ihn auf Feststellung dieses Ihres Rechts und bitten scheinen aller Mitglieder ist der wichtigen Tagesordnung wegen sehr er- herausgezogen, während die anderen drei noch Lebenszeichen von Sie dabei um Ansehung eines Termins vor dem 1. Oktober. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, fich gaben, jedoch schwerlich dem Leben erhalten bleiben werden. Den Kündigungsbrief bewahren Sie auf, womöglich in unPosen, 24. Juli. Wie die" Post" mittheilt, stürmte gestern geöffnetem Kouvert. H. K. 1. Die Antwort unter H. D. Abend ein betrunkener Sold at des 46. InfanterieWahlkreis 6 Tr. Das Aufgebot muß in Schönlante an Regiments mit gezogenem Seitengewehr durch die gemeldet werden. Ihre Zustimmungs- Erklärung, die Einwilligung Stadt und hieb auf alle ihm entgegenkommenden Shrer Schwiegermutter und des Vormundes müssen entweder Personen los. Er verletzte eine Anzahl Personen, darunter mündlich vor dem dortigen Standesamte abgegeben oder schrifteinen katholischen Geistlichen und einen Arzt. Endlich wurde er Posenerstr. 31. Der Dispositionsurlauber braucht keine von mehreren Soldaten ergriffen und zur Hauptwache gebracht. lich unter Beglaubigung der Unterschriften eingereicht werden. Klaffen- oder Einkommensteuer zu zahlen. wartet. rung von Strafgeldern. 5. Verschiedenes. den 27. Juli, bet Feuerstein: Generalversammlun. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Bortrag. 4. Distusston. 5. Verschiegenes. Der Rauchklub Rothe Quaste" veranstaltet am Sonntag, den 26. Jult, eine Partie per Bahn nach Oranienburg. Treffpunkt 7 Uhr, Morgens, Stettiner Bahnhof. Nachzügler werden im Waldhaus( Oranienburg) er Unterkühungsverein der Sürsten- und Pinselmacher Deutschlands ( Filiale Berlin). Sonntag, den 26. Juli, Bormittags 10% Uhr, Bergstr. 12, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Entrichtung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Wahl von Vorstandsmitgliedern und von zwei Revisoren. 4. Beschlußfassung über Einfüh= Dinklage in Oldenburg. Der Verwalter Meyer des Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorftr. 15 General- Ver- dem Grafen v. Galen gehörigen Gutes Dinklage hat seit einigen Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. Jult, Abends 8 Uhr, Grena- Jahren den Arbeitern Lohnabzüge und den Pächtern Pachtaufdierstraße 33 bet Seefeld. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Das Antlig schläge gemacht, mit dem Grafen rechnete er aber zu den alten der Natur." Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Löhnen und Pachtpreisen ab, und als er sich auf diese Weise Herren, sehr willkommen. Achtung, Steinmeken! Sonntag den 26. Jult, Bormittags 10 Uhr, ca. 160 000 M. zusammengegaunert hatte, hatte er auch noch Versammlung bet Müller, Johannisfir. 20. Tagesordnung: 1. Stellung Beit zu flüchten, als seine Betrügerei entdeckt war. nahme zum Bauhandwerker- Kartell, 2. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Stein- hat sich, nach dem Zeugniß der Nordwacht", zehn Jahre lang megen ist es, pünktlich zu erscheinen. Achtung! Der Arbeiterbildungs- Verein für Riedorf und Um- nicht darum gekümmert, wie seine Arbeiter und Bächter gedrückt wurden. fammlung. R. Sie haben ein Retentionsrecht an den Papieren und brauchen dieselben daher nicht herauszugeben. Abonnent. Der Stempel zu einem Kaufkontrakte muß innerhalb 14 Tagen seit Abschluß des Kontraktes verwendet Der Graf O. W. 100. Wir können nicht kontrolliren, ob die werden. Liquidation des Anwalts richtig ist, ohne diese Liquidation ge etwas hoch. sehen zu haben. Allerdings scheint uns der Betrag von 15 M. Karlsruhe, 23. Juli. Der evangelische Stadtmeßner Billing wurde von der Straffammer wegen Untreue zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hatte der evangelischen Bibelgesellschaft 2223 M. unterschlagen. H. M., Mannheim. Es war uns nicht möglich, Ihren Wunsch zu erfüllen. 2. M. Da Jhre Schwiegermutter in den letzten 3 Jahren thatsächlich nicht mehr in Arbeit stand, so hat sie keinen Anspruch auf Altersrente. Inwieweit ihr ein solcher gegen den Gutsbesitzer zustehen sollte, läßt sich aus Ihren Angaben nicht ersehen. Friedrichstr. 67. Das Kind muß noch zur Schule gehen, wenn es das 14. Lebensjahr erst nach dem 30. April d. J. er reicht hat, und nicht der Kreis- Schulinspektor die vorzeitige Ent lassung bewilligt. W. M. In Abwesenheit des Ehemannes tann zwar die Ehefrau zum Verlassen der von dem Manne gemietheten Räume auffordern, den Strafantrag hat aber der Ehemann zu stellen. R. F. Wir können Ihnen nicht dazu rathen. 3. Schn. Wir brauchen das Original des Briefes aus gegens veranstaltet am Sonntag, den 8. August, eine gitationspartie im Streife Teltow- Beestow und werden die Genossen ersucht, sich recht zahlreich zu betheiligen. Abfahrt vom Görliger Bahnhof 7 Uhr 30 Min. Ferner findet Sonnabend, den 1. Angust, Abends 9 Uhr, im Saale des Herrn Barta, Bergstr. 120, eine Versammlung statt mit einem Vortrag über: Die Lage der ländlichen Arbeiter und die Sozialdemokratie." Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirflub " Feuerbach" im Lotale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Karlsruhe. Eine heitere Episode spielte sich fürzlich " Beine", Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs Bereins in in einer hiesigen Raserne ab. Den zu einer Uebung einberufenen Weißensee, Restaur. Dufedann( Bereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 Reservemännern wurden die zahlreichen öffentlichen Lokale verim tleinen Saal. Gäste haben Zutritt. Paris Deutscher sozialDemokratischer Besetlub. Ede Rue Montmartre und Rue Etienne- lesen, welche die Mannschaften nicht betreten dürfen, weil dort der+++ sozialdemokratische Boltsfreund" ausliegt. Habt Ihr Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Kranken- und Begräbnißkaffe sämmtlicher Berufsklassen( E. S.) alles verstanden?" lautete die Frage des Vorgesetzten. Da tritt Berlin 3. Bersammlung jeben 1. u. 3. Sonnabend jeden Monats Brunnenftraße 35a bei Wolf, Abends 8 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. einer, der auch des Königs Rock trägt, hervor und erklärt, daß Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends die Wirthschaft zum N. N. fein Eigenthum sei. Allgemeine 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Grüne Verblüffung! Ob dem Besitzer der sozialdemokratischen GastEtche", Rigdorf, Hermann und Knesebeckfir.- Ecke bet Betler.- Gefangverein wirthschaft der Besuch seines eigenen Lokals verboten worden yrania", Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Gefangverein„ SangesEcho", Naunynstraße 86, bet Zubeil. Gesangverein Freund ist?!? 1chaft 2", Friedenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein, reuer Bund", Gesangverein Glück zu", Durmersheim( Baden), 20. Juli. Einer unsinnigen Friesen- und Arndtstraßen- Ecke bei Ulbrich. Prinzen- Allee 10( Gesundbrunnen). Gesangverein hönir", Potsdamer- Wette ist hier ein Bürger zum Opfer gefallen. Derselbe straße 89. Gesangverein harmonie", Friedrichshagen, Gesellschaftshaus. Gefangverein iederfranz", Brandenburg a. H., bei Escher, Gesell- wettete, er werde 34 Liter Wein trinken. Die Wette gewann er wohl, doch mußte er seinen Frevel nach wenig Stunden mit dem schaftshaus. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Leben büßen. Sonnabend: Vergnügungsverein, Lustige 13", 10 Uhr, bei Liebzeit, Wrangelstr. 30. Tambourverein ,, Deutsche Eich e", 9 Uhr, bei Teschen- Stuttgart. In einem Orte Württembergs schrieb jüngst ein dorf, Bossener- und Fürbringerstr.- Ecte. Bergnügungsverein ,, Quodlibet", alle 14 Tage, bei Säger, Grüner Weg 29. Bühnenverband ,, Normannia" Lehrer folgende Zeilen auf die Schultafel: Verein 1. Es ist mir zu dumm, noch länger eine Arbeit zu ver" Carmen Sylva" Dranienſtr. 46.- Privat- Theatergesellschaft und Artisten richten, deren Erfolg ausschließlich von der Dummheit, Faulheit flub, Humor, alle 14 Tage, Möckernstr. 114. Vergnügungsverein, a t- und Rohheit anderer Leute abhängig ist. B. 100. Dienstmänner sind selbständige Gewerbetreibende glödchen" Röslinerstr. 17. Musitverein ,, Stern" Oppelnerstr. 29. 2. Es ist mir zu dumm, mich noch länger für die Dummund fallen nicht unter das Alters- und Invalidenversicherungs Dornröschen" Prinz Eugenftr. 19. Gesetz. zu laffen. W. Schmidt, Wrangelfir. 141. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.. tagt alle Sonnabend vor dem Ersten bei Dahme, Grüner Weg 59. ,, reuzfide!", bei Dobberstein, Mariannenstr. 31/32. " Bergnügungsverein Rauchtlub Vergnüngungsverein, 2ustige Brüder" Oranienstr. 126. Stattlub ,, a m sch", 9 Uhr, bei heit, Faulheit und Rohheit anderer Leute verantwortlich machen Hamm. G. B., Spandan. Ihr Inserat fostet 3,20 m. Fr. S., Grünauerstr. 4. Die für den redaktionellen Theil bestimmten Notizen müssen stets an die Redaktion, Beuth straße 2, geschickt werden. Rigdorf. Eine Steuerpfändung ist nicht schon darum uns zulässig, weil der Steuerzettel mit Blei geschrieben ist. 3. 113. Der Gerichtsvollzieher oder Steuererheber soll in der Regel die gepfändeten Sachen gleich mit sich fortnehmen und nur dann im Gewahrsam des Schuldners belassen, wenn nöthigen Transportmittel nicht zur Stelle find. Die 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 171. Rettet die Kinder! Sonnabend, den 25. Juli 1891. 8. Jahrg. und an denen sie während des Unterrichts vor Schlaffheit zuzug zermalmt zu werden. Da ich mich zur ev. Nothverbandſammenfinken. legung meldete, konnte ich konstatiren, daß der Abgestürzte große Vertreter der deutschen Sozialdemokratie haben schon oft Gegenstand unternommenen Enquete hat die Zahl der Schul- einer nahe gelegenen Stadt telegraphirt, damit er die Behand Der Veranstalter einer zum Zwecke der Aufklärung über diesen innere Verlegungen davongetragen. Es wurde nach dem Arzt hervorgehoben, daß für die Kinder des Volkes die allgemeine finder beiderlei Geschlechts, welche kein Mittagsmahl erhalten auf lung des Mannes übernehmen könne. Hiermit aber war die Schulpflicht keineswegs genügt, um eine menschenwürdige Erziehung und eine einigermaßen vernünftige Zukunft zu sichern, 119, derer, welche es nur selten bekommen, auf 324 und ferner ganze Sache wieder vergessen. Nach wie vor verblieben die daß vielmehr die Ernährung des Körpers bei ihnen in erster derjenigen, welche des Morgens nur ein Stück Brot erhalten, Passagiere auf dem Perron und konnten sich troß der nur allzuLinie Berücksichtigung finden müsse; weil die große Masse der auf 266 festgestellt. Er hat endlich ermittelt, daß 184 Kinder drastischen Warnung nicht entschließen, die unmenschlich überProletarier selbst bei bestem Willen ihre Kinder nicht genügend davon zu Mittag nichts Warmes genießen, während 900 nur füllten Wagen zu benußen. Angesichts solcher Vorkommnisse hat zu ernähren vermag. Deshalb, so wurde sozialdemokratischerseits Brot, Kaffee oder Gemüse essen. die Presse die Pflicht, ihre Stimme zu erheben und mit aller oft genug ausgesprochen, sollte der Staat, beziehungsweise die treten werde, was in einem Falle, wie dem oben geschilderten, Schärfe zu fordern, nicht etwa, daß der Perron nicht mehr be= Gemeinde, zugleich mit der Unterrichtspflicht die Ernährungspflicht gegenüber den Kindern des Voltes übernehmen. beinahe die Entziehung einer Wohlthat bedeutet, sondern vielmehr, daß die Bahnverwaltung ihr Augenmerk darauf richte, daß in Zukunft nicht mehr aus falschen Sparsamkeitsrücksichten der Reisenden aufs Spiel gesetzt werde. durch Einstellung von zu wenig Wagen Leben und Gesundheit Ganz daffelbe fordert in einer ausführlichen und sehr interessanten Abhandlung Monsieur Argyriades, Advokat am Appellhofe zu Paris und Herausgeber des Almanach, de la Question sociale et de la livre pensée.*) Derselbe macht in dieser Abhandlung, welcher er den Titel gegeben hat: Sauvons l'enfance", Vorschläge, welche für das auf der abschüssigen Bahn der Entvölkerung befindliche Frantreich in allerhervorragendſtem Maße wichtig sind, gleichzeitig aber auch für alle Kulturvölfer, welche an dem furchtbaren Uebel des Proletarierelends dahinstechen, die höchste Bedeutung habent. Monsieur Argyriadès schreibt: Eine der sozialen Reformen, welche neben vielen anderen die Anhänger aller Parteien interessiren foten, ist diejenige, Winter noch bedeutend zu; sie berichteten, daß die Zahl der Nach den Versicherungen der Lehrer nimmt dieses Elend im hungernden Kinder zuweilen in einer Schule 400 überschreitet. Sauptstädten und in den Zentren der Induſtrie Europas. Dieselbe Erscheinung zeigt sich natürlich in allen übrigen Reform tritt sofort zu Tage, wenn man an die durch die ProDie Gerechtigkeit der Eingangs dieses Artikels erwähnten Gymnasien, Lyceen, Universitäten und sonstige Fachschulen aus letarier erworbenen Millionen denkt, welche die Nationen für geben, in denen allein die Kinder der Reichen erzogen werden. Anderseits ist es dem Arbeiter unmöglich, für die Bedürfnisse einer zahlreichen Familie zu sorgen, da er durch das Kapital ausgebeutet wird und beisteuern muß zu alledem, was den Reichen zu Gute kommt, oder nur für sie geschaffen wird. Staat und die Gemeinde vertretene urch den der Staat, beziehentlich die Gemeinde für den Unterhalt der Arbeiterinnen bereits seit Anfang dieses Monats, um die er welche dahin strebt, unter den Schuh der Gesell schaft alle kinder zu stellen, und diesen so alles das zu sichern, was sie vom physischen und moralischen Gesichtspunkte aus bedürfen. Der unentgeltliche und obligatorische Unterricht stellt nur den Versuch einer ganz unzureichenden Abfindung dar, so lange es Rinder giebt, welche weder Nahrung noch Kleidung haben. Die Erziehung und der Unterhalt der Jugend durch den Staat ist die wichtigste, gerechteste und ausführbarste aller Reformen. Ja, sie ist sogar unbedingt nothwendig, denn sie wird Frankreich vor dem verhängnißvollen Abgrund der Entvölkerung retten und wird ihm in Bufunft eine starte, thatfräftige Jugend sichern. Es ist unbestreitbar, daß die Folgen der modernen Produk tion, welche das Proletariat, die misera plebs,**) in ein Anhängsel der Maschine umgewandelt hat und es täglich durch automatische Arbeit von 12 Stunden abstumpft und entnervt, die Entvölkerung Frankreichs und die Abnahme der Größe der Soldaten, d. h. nichts anderes, als das Elend und der Ruin sind. Buchholz, Fehrbellinerstr. 81, Wäschefabrik, ihr 25 jähriges Ge Im Januar nächsten Jahres feiert die Firma Heinrich schäftsjubiläum. Bei dieser Gelegenheit muß natürlich auch das Personal der Fabrik seine Glückwünsche in Gestalt einer Festgabe darbringen, und diese Festgabe darf natürlich nicht in einem fleinen, wenig kostbaren Zeichen der Theilnahme bestehen- nein Herr Argyriadès hat vollkommen recht. Es wäre end- das muß ein tostbarer Bruntgegenstand sein. Deshalb sammeln lich Zeit, daß die bestehende Gesellschaft in dieser Beziehung ihre auf Anordnung der beaufsichtigenden Angestellten, BureauSchuldigkeit thäte. Die echt sozialdemokratische Forderung, daß beamten u. f. w. alle in der Fabrik beschäftigten Arbeiter und jenigen Kinder zu sorgen hat, deren Eltern ausreichende Nahrung forderlichen Mittel zu einem kostbaren Geschenk aufzubringen. und wurde zum ersten Mal von Lepelletier de Saint- wöchentlich 15 Pf.( beantragt waren 20 Pf.) daß aber selbst und Kleidung nicht zu beschaffen vermögen, ist 100 Jahre alt, Jede Person bezahlt d. h. muß bezahlen ohne Unterschied Fargeau und von Robespierre auf der Tribüne des 15 Pf. wöchentlich schwer zu entbehren sind, wenn man nur Konvents ausgesprochen. 4 M. wöchentlich verdient, ist wohl klar, und daß der Verdienst Recht bezweifelt werden. Die Näherinnen erhalten daselbst für bei der Firma Buchholz bedeutender ist, kann auch mit Fug und ein Dutzend sog. Handbrisen 15 Pf., sodaß es vorgekommen ist, daß 2 Mädchen zusammen an einem Tage 3 Dugend fertig ge= stellt haben und also pro Person täglich 22/2 Pf. verdient haben. Ob die armen Geschöpfe dabei noch 15 Pf. wöchentlich für eine Ehrengabe erübrigen tönnen, kann sich jeder selbst beantworten. Auf die Frage, ob die Firma bei eventi. Kenntniß das Sammeln verbieten würde, antwortete eine Näherin:" Na, da kennen Sie Buchholzen schlecht." zösischen Revolution, dessen Verwirklichung das furchtbare Glenb Der Gedanke ist also eine Erbschaft der großen frander Proletarierkinder heute dringender fordert als je zuvor. Kinder! Rettet, rettet also endlich die Kinder! Lokales. Die Ernte- Aussichten werden nur zu gut illustrirt durch nachstehenden Privatbrief, den ein hiesiger Einwohner B., welcher früher in Dopiewo bei Dombrowka, Preis Posen, ein Gut gehabt hat, von seinen dortigen Freunden erhalten hat. Das Schreiben lautet: Trzcielino, 21. Juli 1891. Vermischtes. Gotha, 22. Juli. Der Koburg- Gothaische Landtag lehnte den von der Regierung verlangten Zuschuß von 30 000 M. für das of theater mit 21 gegen 8 Stimmen ab. Regierungsrath Hölldampf von Reutlingen hier, um wegen des Tuttlingen( Württemberg), 20. Juli. Gegenwärtig weilt Regierungsrath Hölldampf von Reutlingen hier, um wegen des von dem verstorbenen Stadtpfleger St. hinterlassenen Kassenefekts, ber eine geradezu unglaubliche Höhe erreicht( man unter der Bevölkerung herrscht große Erbitterung. Es ist Jeder spricht von 80 000 M.), gründliche Untersuchung anzustellen. mann unklar, wie diese Betrügereien viele Jahre lang fortgesetzt werden konnten, ohne entdeckt zu werden. Eine unzählbare Menge von unaufhörlich kranken Kindern fterben langsam dahin und erreichen das Jünglingsalter nicht. Andre, welche dieses Alter zwar erreichen, sind jeder Kraft- und Sie werden wohl böse sein über unser langes SchweiFortpflanzungsfähigkeit beraubt; außerdem gehen sie allmälig gen, das macht aber alles bas schlechte Wetter, das wir bei uns gemachten Erfährungen in ihrer Entwickelung in einer sehr auf schon seit dem Frühjahr und fast alle Tage und dann immer ein nach den seit dem Beginn des Jahrhunderts bis gegenwärtig haben; dabei vergeht einem die Lust zu jeder Arbeit. Es regnet fallenden und beunruhigenden Weise zurück. Der National folcher Regen, daß Gräben und Felder alle voll Wasser stehen. ökonom Blanqui, Bruder des Revolutionärs, hat festgestellt, Vorgestern, als am Sonnabend, ist solcher Guß gewesen, daß die daß es viele Kinder giebt, welche nur geboren werden, um nach Leute, welche schon über 70 Jahre zählen, an feinen solchen Regen langem Todeskampf zu sterben. sich erinnern können. Ich habe gestern mit den Dopiewoer Außerdem sind es unbedingt vor allem die Söhne des Bauern gesprochen, die sagten, B........ fann sich freuen, Boltes, welche die Gefängnisse bevölkern. Ist das ihre Schuld? daß er Dopiewo los ist, denn in den Niederungen ist alles ausNein. Es ist die Schuld der Gesellschaft, welche nach einer un- gewäffert. Was hoch ist, steht ja noch so ziemlich, es fault aber würdigen Ausbeutung und Demoralisirung der Jugend diese alles, Kartoffeln wie Roggen. Wenn es so fort bleibt, wächst es Presburg, 28. Juli. Bei dem Bau der Bahnlinie Preßenterbten Wesen sich felbft überläßt, ohne Leitung, doch aus( feimt von Neuem). Es steht zwar schon Roggen in burg- Steinamanger entgleiste infolge eines Dammrutsches ein ohne Arbeit, ohne Obdach und ohne Schuß vor der Witterung. Mandeln, aber was hilft das! Heute haben wir von früh bis 3ug mit 14& owries und stürzte mit den darauf befindDiese Gesellschaft kann von ihnen nichts anderes erwarten, als jetzt, Mittags, Landregen und ist keine Aussicht auf schönes lichen Arbeitern 10 Meter tief hinab. Sieben Arbeiter wurden bas, was sie verbient hat. Sie hat Unrecht und begeht ein Ver- Wetter, Heu und Klee ist theilweise halb, auf vielen Stellen nicht unerheblich verletzt. brechen, daß sie diesen Wermsten gegenüber überall da unver- auch schon ganz verfault. Gut ist vom Heu nichts hereingekomföhnlich ist, wo dieselben, gedrängt durch das Glend, dem man men. Es schwimmt jetzt noch Heu massenhaft auf den Wiesen. fie selbst überliefert hat, sich zu Atten der Verzweiflung und der Es ist eine Noth und Theuerung in Voraussicht, wenn es nicht Gewalt hinreißen lassen. sehr bald anders wird. Gott erbarme sich! Wir geben an dieser Stelle die eigenen Worte des Berichts wieder, den der Justizminister Martin Feuillet erstattet hat. Derselbe sagte: Triest, 23. Juli. In Metta starben gestern 401, in Aleppo 30 Personen an der Cholera Paris, 21. Jult. Der Gemeinderath erklärte sich mit 62 Man erschrickt, wenn man bei Prüfung der offiziellen statistischen Zusammenstellungen steht, mit welch schwindelnder Sonntage machten 5 Arbeiter von Berlin aus eine Fußpartie Ein Beitrag zum Trinkgelderuuwesen. Am verflossenen gegen 4 Stimmen im Grundsay für den Bau einer Stadtbahn. Schnelligkeit die Zahl der jugendlichen Angeklagten zunimmt. nach der Köpenicker Haide und machten im Restaurant zum Aus Konstantinopel berichtet man den„ Times", daß in der Waldschloß eine kurze Rast, um die vom Marsche trocken ge- Buchführung der internationalen Sanitätswordenen Rehlen durch ein Glas Bier etwas anzufeuchten. Der Kommission Unregelmäßigkeiten Einfachheit wegen wurde beschlossen, daß die verzehrten 5 Gläser Rassen bestand ein Defizit entdeckt worden sind; die Eine der peinlichsten Feststellungen der Statistik ist ohne Bier einer bezahlen sollte. Der Kellner, welcher die Bedienung Untersuchung sei im Gange. Widerrede die von Jahr zu Jahr stattfindende Vermehrung der hatte und dieses Abkommen hörte, erklärte sich mit diesem VorAngeklagten unter 21 Jahren, welche wegen gemeiner Verbrechen haben nicht einverstanden, indem er meinte, dann käme er ja zu in Rettungskähnen, die nicht langer find als 10 Fuß, Boston. Quer durch den Atlantischen Ozean verfolgt werden; sie ist von 27 081 der Durchschnittszahl vom furz"! Um nähere Aufklärung hierüber befragt, erwiderte der haben vor wenigen Tagen zwei Seefahrer von hier, die Matrosen Jabre 1871-1875 und von 29 806 vom Jahre 1876-1880 würdige Garçon:" Na, wenn Sie einzeln bezahlen, dann giebt William Andrews und Josiah Lawlor, eine Wettfahrt unterplöglich im Jahre 1881 bis auf 34 588, d. h. 16 pt. mehr als doch jeder mindestens 20 Pf." Ohne hierauf weiter zu reagiren, nommen. Ein Preis, bestehend in einem filbernen Bokale und in der letzteren und 28 pet. mehr als in der ersten Periode ge- wurde ihm nun zwecks Bezahlung der 5 Gläser Bier 1 M. ver- einer Summe von 5000 Dollars, ist für Den ausgefeßt, der auf wachsen. abfolgt. Es stimmt ja so mit dem Trinkgelde", meinte wiederum dieser waghalsigen Fahrt von Boston nach Land's End in Auf diese Weise, sagt der Bericht, ist die Aufmerksamkeit der der Kellner. Angesichts solcher Unverfrorenheit wurde jener nun England zuerst anlangt. Die Abfahrt aus Boston fand am Machthaber durch die Statistit ernst warnend angeregt worden, aufgefordert, seine Karte zu zeigen. Mit lächelnder Wliene prä- 8. Juli um 7 Uhr Abends in Gegenwart einer ungeheuren und man hat Schutzmaßregeln für die Jugend in physischer und sentirte er hierauf die Speisekarte, die jedoch dankend abgelehnt Menschenmenge statt. Der Rahn des Matrosen Andrews heißt moralischer Beziehung vorgeschlagen; einzelne derselben sind be- wurde. Als dem Kellner darauf bedeutet wurde, daß die Ver- Meermaid"( Seejungfer). Andrews hat schon einmal, im reits in Kraft getreten so sprach der französische Justiz- einstarte gemeint sei, rief jener entrüstet:„ Ich bin doch kein Jahre 1878, mit seinem Bruder auf einem 19 Fuß langen minister, die Welt weiß aber von ernstlichen Maßregeln nichts! Vereinstellner!" Als ihm nunmehr darob Vorhaltungen gemacht Nachen, dem„ Nautilius", den Ozean durchquert. Im Jahre und diejenigen, mit denen sich die Kammern befassen, werden wurden, meinte er schließlich:" Na, das kann doch jeder halten, 1889 wollte er mit dem„ Dark Secret"( Dunkles Geheimniß) die hoffentlich in furzer Zeit folgen. Von Feuillet abgesehen, will wie er will!" Die zutreffende Antwort darauf war, daß auch auf Ueberfahrt von Amerika nach England noch einmal allein wagen, die Bourgeoisie natürlich nicht die Nothwendigkeit, sich mit der das zu verabsolgende Trinkgeld es jeder halten könne, wie er doch war er nach 61 Tagen, ungefähr in der Mitte des Weges, Jugend zu beschäftigen, einsehen. Und doch ist es immer noch wolle und daß er demzufolge schleunigst die überschüssigen 25 Pi gezwungen, sein Vorhaben aufzugeben und einen schüßenden eine Täuschung, wenn man so thut, als ob es sonst noch einen herausgeben solle. Dies geschah denn auch, allerdings höchst afen aufzusuchen. Auch Lawlor hat schon einmal auf einem Schutz gegen diese Zustände giebt. Es ist nur das einzige Mittel widerwillig und mit dem Bemerken, er brauche es ja nicht so fleinen Kahne den Atlantischen Ozean durchkreuzt. Sein Boot zu finden, welches unter allen Garantien für eine Kontrolle der nothwendig, schließlich könnten die Herren noch von ihm etwas heißt„ Sea Serpent"( Seeschlange) und ist nur 14 Fuß 11 Boll Jugend eine sorgfältige Erziehung und alles das sichert, was bekommen! Natürlich ließen die betreffenden Arbeiter den unge- lang und 5 Fuß breit. Auf den Ausgang der kühnen Fahrt find der Fagend nöthig ist und so die Zahl der Verbrecher ver- zogenen Burschen stehen und verließen entrüstet das Lokal. ansehnliche Beträge gewettet worden. Dasselbe wird außerdem das Elend der Eltern Dieser Vorfall illustrirt wieder einmal die im Kellnergewerbe noch mindert. miljern indem es die Konkurrenz bewältigt, welche herrschenden Zustände. diesen ihre Kinder vom sechsten Lebensjahre an machen. Heute haben unsere Kinder unentgeltlichen und obligato- Von einem Arzte wird uns geschrieben: Unter der schen Unterricht, aber die meisten haben kein Brot, keine Spigmarke„ abgestürzt" las ich in der heutigen Nummer des leidung und selbst keine Wohnung. Für die körperliche Ernährung des Kindes muß zunächst geforgt werden, ehe die geistige Nahrung in Betracht kommt, denn ohne die ersteren können die Kinder nicht die zweite verdauen, das steht feft. Heute fann der größere Theil der Proletarier, die bei immer wenigerem Lohne eine zahlreiche Familie haben, die Kinder nicht in geeigneter Weise erziehen. Eine große Zahl unter ihnen, welche infolge mangelnder Arbeit darben müssen, sieht mit Schmerz, wie die Gesundheit der Ihrigen, infolge der ganz ungenügenden Nahrung und all des anderen Elends früh dahin schwindet. Wie viel Tausende dieser kleinen Wesen sterben an Entträftung infolge Nahrungsmangels und Kälte. Die folgende Statistik giebt darüber Aufschluß: Die Zahl der schulpflichtigen Kindern von Wien, welche Hunger leiden, beträgt 1500**). Es giebt für sie Tage, an denen sie nichts essen Almanach der sozialen Frage und des freien Gedankens. ** Das( arme unglückliche) Volt. *** Die Zahl der nothleidenden schulpflichtigen Kinder Wiens ist jedenfalls viel größer. Valparaiso( Chile), 16. Juli. An der Küste wüthen fchwere Stürme, welche großen Verlust an Eigenthum im Gefolge haben. Das britische mit Weizen beladene Schiff Mangalori" ist gestrandet und gänzlich verloren. Von der Mannschaft sind 7 Personen ertrunken. Auch verschiedene Küstenfahrer sind gestrandet. Die britischen Barken" Muriel" und Santona" tollidirten mit einander. Ersteres Schiff ging unter, letzteres wurde schwer beschädigt. Die Mannschaft des„ Muriel" ist gerettet. Die britische Barke„ Mountain Laurel" hat durch Kollision bedeutenden Schaden genommen. Die norwegische Barke„ Aino" und die britische Barte" Quilpui" sind mit ein ander zufammengestoßen. Der Aino" ging fofort unter und der Quilpui" wurde arg beschädigt. " " Vorwärts" die Notiz über den vom Perron des Eisenbahnzuges abgestürzten jungen Kaufmann und erinnerte mich lebhaft des Vorfalles, der in der Nacht vom Sonnabend den 18. zum Sonntag den 19. d. M. die Paffagiere des Zuges Berlin- Müncheberg in nicht geringen Schrecken versette. Sämmtliche Wagen waren überfüllt, und in der vierten Klasse hätte buchstäblich keine Stecknadel zu Boden fallen können, so daß selbst der Schaffner einige wißig sein sollende Bemerkungen über die„ viehische" Luft zum Besten gab. Statt der vorschriftsmäßigen 19 in den einzelnen Abtheilungen zählten wir zeitweise 35. Was Wunder, daß ein großer Theil der Reisenden unter Zustimmung sowohl des Publikums als des Schaffners auf die Plattform sich begab, wo zwar die Gefahr des Absturzes, aber wenigstens nicht die des Erstickens drohte. Leider hatte aber auch hier die Rücksichtslosigfeit der Bahnverwaltung einen bedauerlichen Unfall zur Folge. K., Wienerstraße. Nach Entmündigung eines GeistesEin Arbeiter, der ebenfalls den gefährlichen aber luftigen Aufent franken kann zwar dessen Ehefrau vom Gericht als Vormund bes halt auf der Plattform erwählt hatte, wurde, jedenfalls bei stellt werden; doch wird in der Regel ein Anderer ernannt, einer scharfen Biegung des Zuges, heruntergeschleudert wobei das Gericht die Vorschläge der Ehefrau thunlichst berückund in der fürchterlichsten Weise an allen Glied- fichtigt. maßen verlegt und zerschunden. Der Zug blieb mitten St. 2. 833. Sie bedürfen des Wander- Gewerbescheines, auf dem Felde stehen, und etwa 1/2 Stunde bauerte wenn Sie außerhalb von Berlin hausiren wollen. Stellen Sie die Suche nach dem Verunglückten, der in der fortwährenden den Antrag bei der Polizeibehörde. Die regelmäßige Jahressteuer Gefahr schwebte, von dem fahrplanmäßig herankommenden Güter- beträgt 48 m. Briefkasten der Redaktion. KeinFeilschen, tein Handeln, fondern ftreng fefte, sehr billige Preise. Geschafts- Hauser Während des Ausverkaufs findet der Ver fauf an Gefchäfte nicht statt. Baer Sohn N. Chauffeestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Sommer- Ausverkauf. Große Vorräthe unter Preis, soweit Lager reicht. Herren Jackets = 95 Pf. Sommer- Anzug. Herren- Beinkleider Sommer- Beinkleid. Guter Waschstoff. Borzüglicher Waschstoff. Werth: 14 M. für 7. 25 Pf. Sommer- Anzug. Prächtige Muster. Werth: 20 M. für 12. 50 Pf. Sommer- Anzug. Aparte Caro's. Werth: 30 M. für 21 M. Kammgarn- Anzug. Prachtvolle Muster. Werth: 40 M. für 28 m. 50 Pf. Rock- Anzug. Feines Kammgarn. Werth: 45 M. für 32 . Werth: 3 M. für 1 M. 80 f. Sommer- Beinkleid. Kammgarn- Streifen. Werth: 4 M. 50 Pf. für 2 M. 75 Pf. Kammg.- Beinkleider Moderne Muster. Werth: 10 M. für 6 it. 50 Pf. Engl. Leder- Hose. Echte Waare. Werth: 3 M. 50 Pf. für 2. 50 pr. Arbeiter- Jacken. 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Im Verfolg der Beschlüsse des Halle'schen Parteitages, die Organisation der Landagitation betreffend, erschien soeben unter dem Titel: Zur Landagitation " in unserem Verlage eine Broschüre, die in gedrängter Kürze zunächst bestimmt ist, die Parteigenossen über die Verhältnisse des ländlichen Proletariats aufzuflären und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Agitation zu schaffen. Die Darstellung zerfällt in folgende Abschnitte:„ Die sozialen Gegensäge auf dem Lande."„ Die Klagen der Großgrundbefizer". Wie die Herren Rittergutsbesiger Ieben". Wie der Landarbeiter leben muß". " Die Rechtlosigkeit des Landarbeiters". ,, Landarbeit und Gesinde Ordnung". glückliche Alter des Landarbeiters". betrachtungen". Daran schließen sich Vorschläge zur Landagitation, die allseitig die Zustimmung der Genossen finden dürften. " Das Schluß Der Einzelpreis der Broschüre ist 10 Pf. In Parthien liefern wir wie folgt: 25 Exempl. für 1,20 m., 50 Exempl. für 2 M., 100 Exempl. für 3 M. Im Interesse der Sache bitten wir die Parteigenossen um ausgedehnteste Verbreitung des Schriftchens. Restaurant Grossjean, Schöner schattiger Garten, Kegelbahn, Kaffeeküche, großer Saal. Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Allen Genoffen bestens empfohlen.[ 837L am Wilhelmshöhe Wannsee K im Grunewald, herrlich am See und Wald gelegen, dem geehrten Publikum, Fabriken, Vereinen und Schulen bei Land artien bestens empfohlen. 3 große Tanzfäle, AnsSpannung für 150 Pferde. 833L Für f. gepflegte Biere und Weine, sowie gute Speisen, Kaffee- Küche, Regelbahnen 2c. 2c. sorgt bestens A. Meyer, Gastwirth. Adlershof. Böllein's Lutgarten. Adlershof. Inhaber: Wiedemann& Menofski. Station der Görliger- und Stadtbahn. 10 Minuten von Cöpenick. Sehr geeignetes Lokal für Landpartien. 2 große Säle, 6 Kegelbahnen, Kaffee- Küche, Ausspannung. Anerkannt gute Speisen und Getränke. Blücherstraße 11, 901L vis- à- vis der Heiligen Kreuz- Kirche. Es laden ergebenst ein Wannsee. Wilhelm Böhm. Wannsee. 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