Berliner Volks- Tribüne Social- Politisches Wochenblatt. Die„ Berliner Bolts- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh.- Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Pfg. pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pfg Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis vierteljährlich 1 Mt. 50 Pfg.; eingetragen unter Nr. 850 der Zeitungspreisliste für das Jahr 1888.) Redaktion und Expedition: S.O.( 26). Oranien- Straße 23. № 7. Inhalt: Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Pfg. berechnet.- Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. Arbeitsausbeutung durch Zwischenunternehmer. Der Untergang des Kleinbetriebs in Frankreich. Wahnwitziger Lurus. Verwendung von Kindern in Theatern. Innungsmeister und Krankenkassen. Die Prüfungspflicht im Baugewerbe. Die Reden der sozialistischen Abgeordneten zum Sozialistengesetz. III. Novelle. Wie man Arbeiter maßregelt. Politische Nachrichten. Kleine MittheiGewerkschaftliches und Vereine. lungen. Ausbeutung der Arbeiter durch Zwischenunternehmer und Agenten. I. Sonnabend, den 18. Februar 1888. Ausgabe für Spediteure " Merkur" Zimmer- Straße 54. II. Jahrgang. seiner engen vier Pfähle ganz wohlbehaglich und gegen furrenz unter den einheimischen Arbeitern Londons für die alle Zufälle des Lebens gesichert. Unternehmer noch zu wünschen übrig läßt, das bewirkt Aber die Schneiderei ist allmählich dem Handwerks- der starke Zufluß von armen, lumpenbedeckten deutschen betriebe entwachsen und unter die Herrschaft des Groß- und russischen Juden, die geduldig sich jeder Arbeit untertapitals gerathen. Billigerer Einkauf der Rohmaterialien, werfen und mit jedem Hungerlohn sich zufrieden geben. billigere Verarbeitung derselben, endlich billigerer und für Sind sie doch von ihrer Heimath her an ein geradezu die Konsumenten bequemerer Absatz alle diese Vortheile menschenunwürdiges Leben gewöhnt! Von den etwa haben den Magazinen, den großen Exportgeschäften zum 15 000 Schneidern des Ostendes Londons dürften 9 000 Siege verholfen und die ganze Existenz der früheren Produ- jüdischer und fremder Abstammung sein. Auf alle Berufszenten untergraben. zweige drückt dieser Menschenschwarm. Die Hilfsmittel Solange der Schneider für den einzelnen Kunden der Unterſtüßungsvereine reichen nicht aus; die billigeren arbeitete, ging Stück für Stück von Anfang bis Ende durch Weiber verdrängen die kostspieligeren Männer. In den seine und seines Gesellen Hände. Für die Massen- Schwiß" geschäften kommen heute schon auf einen männlieferung gleichartiger Kleidungsstücke arbeitet ein großer lichen Arbeiter zwei weibliche; aber dieses Verhältniß wird Menschenmechanismus, in welchem dem Einzelnen nur eine immer uugünstiger. Und trotzdem nimmt auch unter den bestimmte Theilthätigkeit in der Herstellung der Waare Weibern bereits die Arbeitslosigkeit zu und die Prostitution zufällt: die einen schneiden zu, die anderen nähen Hosen, graffirt heute da, wo sie vor einigen Jahren ganz undie anderen Röcke, vielleicht auch hier nur bestimmte Theile, bekannt war. Nur die Kinder sind bislang noch von der Aermel, Kragen; der Bügler ist eine besondere Person, die Ausbeutung der Ausschweißer" verschont geblieben: sie vielleicht mit der Nadel kaum umzugehen weiß, und der arbeiten nach unserem Bericht zu langsam und verlangen Knopflocharbeiter daneben hat vielleicht niemals etwas eine zu kostspielige Aufsicht sie sind mit einem Worte anderes gelernt. Armes Schneiderlein, was nüßen dir theurer wie die verhungerten, arbeitsfiebernden Mädchen jetzt deine vielseitigen Kenntnisse; aus einer selbständigen und Weiber! Darum verzichtet der„ ,, Sweater" großmüthig Existenz bist du jezt in einem großen Triebwerk zu einem auf fie! kleinen, unſelbſtändigen Rad geworden, das sich heute Wir haben damit die allgemeinen Vorbedingungen fieberhaft und athemlos regt und bewegt, um morgen und Ursachen der Ausbreitung des Sweatingsystems furz ganz stille zu stehen je nachdem dich der Kapitalist, angedeutet. Wir wiederholen sie kurz: Auch das Schneidergewerbe hat sich in den leßten Jahrzehnten vom Handwerk Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Herrn John der an der Kurbel fißt, tanzen lassen will oder nicht! Burnett, eines ehemaligen Gewerkschaftsführers, beschäftigt Die Nachtheile dieses Systems liegen auf der Hand. zur Manufaktur entwickelt; damit trat an Stelle des„ gefich mit dem Sweating-( b. h. wörtlich: Schwiß-) System Sie bestehen nicht nur darin, daß der Arbeiter niemals lernten" Gesellen der ungelernte Theilarbeiter, erst der im Ostende Londons und das hier gebotene Material be- mehr hoffen kann, selbständig zu werden, und daß er männliche, sehr bald auch der weibliche; damit vermehrte leuchtet die wucherische Ausbeutung gewisser Arbeitsschichten Zeit seines Lebens an eine Theilthätigkeit gefesselt ist; sie sich die Heftigkeit der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt durch Zwischenunternehmer und Agenten so grell und machen sich vielmehr auch in den Lohnverhältnissen geltend. beständig, damit verringerte sich beständig der Lohn; und schlagend, daß wir es für unsere Schuldigkeit halten, die Der alte Geselle" mußte vielseitig ausgebildet sein, sonst um das Maß des Elends zu häufen, traten auch noch Hauptergebnisse unseren Lesern mitzutheilen. Sie betreffen war er für die vielseitige Beschäftigung beim Kleinmeister fremdländische Arbeiter mit niedrigster Lebenshaltung in hauptsächlich das Schneidergewerbe, jedoch behalten sie nicht zu gebrauchen; somit war das Angebot wirklich ver- Wettbewerb, die Löhne noch tiefer drückend, als es die ausschweißenden" Zwischenunternehmer bisher gethan ebensogut Geltung für eine Reihe anderer Berufe, be- wendbarer Arbeitskräfte immer relativ gering. Jezt kann sonders für die Schuhmacherei, wie sie in London im jeder Brodlose rasch zu einem der Handgriffe abgerichtet Wir wollen nunmehr einige Schilderungen wiederGegensatz zu Northampton, Leicester und Stafford mit werden, den Unternehmern steht daher die ganze Riesenihren großen Schuhfabriken noch immer betrieben wird. armee der Eristenzlosen aus allen Berufen zur Verfügung, geben, wie sich im Ostend Londons das Verhältniß zwischen um die Löhne zu drücken und die eigenen Arbeiter in Großkapitalisten, Zwischenunternehmern und Arbeitern im Auch dieses hat im Laufe unseres Jahrhunderts große Schach zu halten, wenn sie unwürdige Behandlung oder Einzelnen gestaltet hat. technische Umwälzungen durchgemacht, und damit große Löhnung nicht länger ertragen wollen. Die Ausbeutung Veränderungen in der sozialen Lage seiner Angehörigen der Arbeiter ist somit eine ganz andere, verschärfte geSeit einem Jahre hat auch England seinen Labour ( Arbeits-) Correspondent, dem ähnlich wie den Leitern der amerikanischen arbeitsstatistischen Bureaus die Aufgabe zufällt, die Lage der arbeitenden Klasse genauer zu er forschen, gewissen sozialen Mißständen nachzuspüren und fie zu eingehenderer Darstellung und allgemeinerer Kenntniß zu bringen. Bleiben wir also beim Schneidergewerbe! erfahren bisher wahrlich nicht zum Besten der ehemaligen worden. Kleinmeister und„ Gesellen". Der vielverspottete Schneider der guten alten Zeit " 1 Diese Ausbeutung kann nun zweierlei Gestalt annehmen. Entweder geschieht sie in großen Etablissemehr oder weniger in die Form der Hausindustrie: hatten. Der Untergang des Kleinbetriebes in Frankreich. I. 3 Mit wahrhaft schwindelnder Geschwindigkeit vollverstand sich am Ende wenig darauf, dem Erzeugniß seiner ments durch die Unternehmer direkt oder sie kleidet sich zieht die Konzentration des Kapitals in der französischen Hände das gefällige und geschniegelte Aussehen zu geben, der Unternehmer giebt die Arbeit seinen Leuten mit in's Industrie ihr revolutionäres, den Sozialismus anbahnendas in prunkenden Schaufenstern die vorüberhaftenden Haus und erspart so die Kosten für Miethe, Heizung, Menschen anlockt. Aber auf seinem Berufsgebiete war er Beleuchtung und Aufsicht. Diese Form der Arbeitsorgani- striellen Kapitals nur wenige statistische Daten zu Gebote. Leider stehen uns über die Zentralisation des indubei aller sonstigen spießbürgerlichen Befchränktheit fation ist besonders im Ostende Londons vorherrschend; es Aber die Thatsache selber ist so unbestritten und auffällig, feines Daseins ein gar vielseitiger Mann, ein kleiner ist ja ganz natürlich, daß der Großkapitalist, um nicht daß sie von den fanatischsten Vertretern der heutigen Künstler, der alle Aufgaben, die das Leben einem Schneider von Hunderten von Leuten„ überlaufen" zu werden, seine Gesellschaft eingestanden werden muß. zu stellen vermag, zur allseitigen vollsten Zufriedenheit Lieferungen wieder in größeren Mengen an Zwischenunter- häuft sich täglich in immer größerer Masse in stets weniger löſte. Er war im Bügeln so ficher und gewandt wie im Zuschneiden; er nähte heute Röcke und morgen Weften nehmer, an ehemalige Arbeiter und Kleinmeister, hinaus- und weniger Händen auf. Je kleiner das industrielle und Beinkleider. Viel von der Welt sah er freilich nicht Rautionen gegen jeden Verlust gedeckt ist, und die nun wird es von dem Großkapital aufgesaugt. giebt, bei denen er womöglich durch Bürgschaften und Kapital des Einzelnen ist, um so schneller und leichter und es wäre ihm wohl schwer angekommen, in einem bas„ Ausschweißen" der Arbeiter mit verdoppelter Gründgroßen glänzend erleuchteten Laden verbindliche Worte mit Schon ein Gang durch die französischen Städte zeigt lichkeit besorgen. vielen hunderten fremden Menschen zu wechseln, wie sie die traurige Lage des Kleinindustriellen und Kleinder vorüberrauschende Strom der Großstadt im Laufe des Sie müssen das thun, wenn sie überhaupt auf einen händlers. Viele der bescheidenen Werkstätten, die außer Jahres gerade hereinwirbelt. Es war ein enger Kreis, grünen Zweig kommen wollen. Denn der Großkapitalist dem Meister etliche Arbeiter beschäftigten, ſtehen leer, und mit dem er Verkehr pflog: abends an seinem bescheidenen verlangt die Lieferung der Waaren zu denselben niedrigen die Zahl der kleinen Läden und Magazine, welche wegen Stammtisch, des Tages in seiner beruflichen Thätigkeit. Preisen, zu denen er sie bei direkter Arbeitsausbeutung Liquidation, Bankerott oder Aufgabe des Geschäfts geAber er war es zufrieden so, er hatte seine hinreichende herstellen lassen kann; was beim Zwischenunternehmer schlossen sind, ist auffallend. Dazu überall Ausverkäufe Kundschaft und die war ihm für alle absehbare Zeit ge- hängen bleibt, muß also dadurch hereingebracht werden, aus einem der angegebenen Gründe. Vielfach wird auf den sichert; schlossen sich einmal die müden Augen eines Greises, daß man die Peitsche noch erbarmungsloser über den dem Passanten in die Hand gedrückten Reklamezetteln die den er und sein Vorgänger stets treulich bedient" hatten, Häuptern der weißen Sklaven schwingt. Konkurrenz der großen Magazine und Etablissements als so waren dessen Söhne längst herangewachsen und heiraths- Der beſtändig überfüllte Arbeitsmarkt" liefert den Ursache des Ruins bezeichnet. fähig geworden, und mit Sorgen um deren weiteren Nach- Schmaroßern immer neues Menschenmaterial zur Aus- Früher herrschte in Frankreich und. speziell in Paris wuchs brauchte sich unser braves Schneiderlein auch keine saugung; aus allen Berufen drängen die überzähligen das Kleingewerbe vor, seit den leßten 10-15 Jahren schlaflosen Nächte zu bereiten. So lebte er, schlicht und Männer und Weiber herbei, sich zu einigen Hand- fiecht es täglich mehr und mehr dahin und führt, wenige recht, fernab von dem Getöse des modernen Verkehrs, vom griffen anlernen zu lassen, um hernach wenigstens einige Branchen ansgenommen, die eine besondere Spezialität öffentlichen Leben kaum jemals berührt aber innerhalb Pfennige zu verdienen. Und was die verzweifelte Kon- bilden, ein jämmerliches Scheindasein. Eine der in Paris am stärksten entwickelten Jndustrieen war die Tischlerei, sowohl Bau-, wie Möbel- und Kunsttischlerei, die ihren Hauplsitz im historischen Faubourg St. Antoine hat. Sie befand sich der Hauptsache nach in den Händen von Kleinmeistern. Da kamen neue Säge-, Hobel- und Bohrmaschinen. Der Kleinmeister verfügte weder über genügendes Kapital, sich die neuen Werkzeuge anzuschaffen, noch über genug Platz, um eine größere An- zahl von Arbeitern ausbeuten zu können. Er mußte sich damit zufrieden geben, nach alter Methode 5—6, wenn es hoch kam 10—15 Arbeiter und etliche Lehrlinge ein- zustellen. Der Kapitalist dagegen, welcher eine Möbel- fabrik einrichtete, konnte Hunderte von Proletariern an- werben, um aus ihnen Mehrwerth auszupressen, er konnte sich die verbefferten Produktionsinstrumente anschaffen, die ihm weitere Hunderte von Händen ersetzten. Er ver- doppelte, verdreifachte und verzehnfachte seine Produktions- kraft und stellte die Waaren zu billigeren Preisen her. Der Kleinmeister verlor seine Kundschaft, und wenn er nicht für einen Großfabrikanten arbeiten konnte, so mußte er seine Werkstatt schließen und Lohnarbeiter werden. Und die„Krüppelschützen" unter den Tischlermeistern, welche der Absorption durch das Großkapital widerstanden, wurden von der ausländischen Konkurrenz dahingerafft. Die Großproduktion zog das Auftreteil auf dem Weltmärkte nach sich, auf den Export(die Ausfuhr) folgte vielfach der Import(die Einfuhr), sowie die französische In- dustrie mit derjenigen eines unter günstigeren Bedingnngeii produzirenden Landes zusammenkam. Früher exportirte Frankreich ein bedeutendes Quantum an Artikeln der Möbclbranche, gegenwärtig findet eine starke Einfuhr der- selben statt, Norwegen und Schweden senden ihre Er- zeugniffc der Bautischlerei, und Belgien sowie Deutschland werfen zu billigen Preisen die Produkte ihrer Möbeltischlerei auf den französischen Markt. Der französische Großproduzent widersteht der Konkurrenz, der Kleinproduzent muß ihr unfehlbar unterliegen. Die Zahl der Pariser Kleinmeister der Möbelindustrie, welche ganz aufgehört oder ihr Personal verringert haben, steigt in die Hunderte. Die entwickelte Maschinerie der Möbelfabriken hat keine Verwendung für die von den zerstörten Kleinbetrieben freigesetzten Kräfte, von den ihr früher nöthigen Händen sind Hunderte und Tausende schon überflüssig gemacht. Die Krisen tragen noch das ihrige dazu bei. So haben gegenwärtig in Paris nur zirka ein Viertel der Tischler Be- sch äftigung, nämlich gegen 15 000 anstatt 60 000. Es giebt fast kein einziges Kleingewerbe, das sich dem todtbringenden Einfluß der Großindustrie entziehen konnte. Aus der Geschichte des letzten Jahrzehntes jeder Industrie, der Buchdruckerei, Buchbinderei, der Hut-, der Knopf- macherei starrt überall das gleiche Bild entgegen: der Tod und das Siechthum des Kleingewerbes, der Triumph, die Entfaltung der Großindustrie. Besonders in den letzten Jahren hat die Zahl der selbständigen Fabrikanten und Gewerbetreibenden in auffälligem Maße abgenommen, wie man ans der Gewerbe- steuertabelle ersehen kann, welche die obigen Kategorien in sich schließt. Die Zahl der„Patente" betrug: 1877...... 225 332 1878...... 223 434 1880...... 221 556 1881...... 204117 1883...... 200 472 1885...... 196 776 1886...... 194 699 Dieser Tabelle nach verschwinden also pro Jahr mehr als 3000 Industrielle aus der Reihe der selbständigen ' Gewerbetreibenden. Sogar vorausgesetzt, daß sich diese Bewegung nicht beschleunigt, wird in weniger als 50 Jahren die gesammte französische Industrie buchstäblich nur noch in etlichen Händen konzen- tritt sein. Mit ebenso unfehlbarer Sicherheit, wenn auch etwas weniger schnell vollzieht sich die Konzentration des kommer- ziellen(Handels-) Kapitals durch den Ruin des Klein- Handels. Nach der Tabelle für Handelspatente des nämlichen Steuerregisters sind von 1873— 1886 die Handelsfirmen von 16 710 ans 16 570 gefallen. Die Mehrzahl der für immer verschwundenen Firmen gehört dem Klein- und Mittelhandcl an, ihre Löschung fällt zusammen mit dem Aufschwung der Riesenmagazine des Louvre's, des Bon-Marche's und anderer mehr. Die großen Magazine fabriziren entweder selbst oder kaufen gegen Baarzahlung ein, genießen also große Preis- Vergünstigungen. Der Kleinhändler nimmt die Waaren auf Kredit, muß also theurer zahlen und wird obendrein schlechter und nachlässiger bedient. Er kann also meist weder so gute, noch so billige Waare liefern, wie sein mächtiger Konkurrent, dem die Kundschaft zufällt, welche ihn selbst verläßt. Mittels Kredit, Darlehen und Pfand- verschreibungen wird der Kamps noch etliche Zeit lang fortgeführt, bis endlich der Kleinkausmann an völliger ökonomischer Blutleere zu Grunde geht. Zola hat in seinem„Au Bonheur des Dames" in meisterhafter Weise geschildert, wie der Kleinhandel eines ganzen Stadt- Viertels durch die Gründung eines großen Magazins für immer ruinirt, und das in ihm steckende Kapital von dem Großkapital aufgesaugt wird. Ein in letzter Zeit alle 14 Tage erscheinendes Blatt„La Crise com- mercielle" zählt eine lange Liste alter und gutsituirter Firmen auf, welche durch die großen„Vampyre" Louvre, Bon-Marchö, Printemps, Potin, Hotel-de-Ville zu Grunde gerichtet worden sind und fügt der Zitirung noch hinzu, daß die Zahl leicht bis in die Tausende vermehrt werden könnte. Die Menge der Bankerotte im Kleinhandel hat infolge deffen in erschreckender Weise zugenommen, und diese Bankerotte sind meist mit vollständigem Ruin der Existenz gleichbedeutend, da solche Katastrophen nur bei Millionären ihre„Opfer" bereichern. Der kleine Geschäfts- mann, der durch seine zerrütteten Vermögensverhältniffe das Interesse an der Erhaltung der bestehenden Gesellschaftsordnung verliert, wird derselben gegenüber noch gleich- gültiger durch die Bankerottgesetze, die ihn(schuldig oder nicht) mit bürgerlicher Unehrenhaftigkeit brandmarken. Was ist da natürlicher, als daß der Sozialismus auch unter dieser Gesellschaflsschicht zahlreiche Rekruten wirbt, und daß man in den sozialistischen Versammlungen neben der traditionellen Blouse des Arbeiters den abge- schabten Rock des Kleinbürgers immer stärker vertreten sieht! Zu den wirthschaftlichen Faktoren, welche die Kon- zentration des Kapitals hervorrufen und beschleunigen, tritt die Finanzspekulation, das Börsenmanöver. Die meisten Finanzunternchmungen, Banken aller Art, welche in dem letzten Zeitraum zu Gunsten einer Hand voll Millionäre krachten, waren mit den Ersparnissen der Kleinbürger und der besser situirten Arbeiteraristokratie gespeist. Der französische Kleinbürger ist nämlich ein enragirter Anhänger des Sparfystems, aber der größte Thcil der abgedarbten„Nothpfennige" ist in tausend kleinen Bächlein in den ungeheuren Ozean der großen Banken gefallen, welcher sie beim Krach etlichen Hohen- Priestern des Kapitals in den Schooß spie. Der Zusammen- bruch der Bank Bontoux u. Feder, und der damit in Verbindung stehenden Unternehmungen hat die Aktionäre von nicht weniger als fünfzig Gesellschaften ruinirt und unter den Ersparnissen der„Gimpel" gründlich aufgeräumt. Die Akticntheilhaber können ihre Scheine ruhig für den Papierwerth verkaufen, sie werden dabei wenigstens etwas gewinnen. Auch hierbei war es zumeist die Klasse der Kleinbürger aller Art, welche die Zeche bezahlen mußte, der Krach bedeckte den gesellschaftlichen Boden mit un- zähligen Trümmern kleinindustrieller Existenzen. Wie traurig die Lage des französischen Kleingewerbes ist, zeigt unter anderem auch der Beschluß des Pariser Stadtraths vom November 1887, dem zufolge weitere 100 000 Kleingewerbetreibende von der Gewerbesteuer befreit werden sollten. Die Zahl der von jener betreffen- den Steuer befreiten Händler und Industrieller sollte von 400 000 auf 500 000 gesteigert werden. Der Ausfall für das städtische Budget sollte durch eine progressive Gewerbesteuer der Großindustriellen und Großhändler gedeckt werden. Natürlich schlug die Bourgeoispresse ob dieses Beschlusses Lärm, die Regierung verstand den Wink und wollte der Befreiung nur unter der Bedingung zu- stimmen, daß das Budget nicht durch eine progressive Gewerbesteuer, sondern durch Erhöhung des Oktroi's schadlos gehalten würde. Da der Oktroi(sprich: Oktroa, indirekte Kommunalsteuer) aber schon an und für sich am schwersten auf der ärmeren Bevölkerung lastet, so wollte der Stadt- rath von einer Abänderung nichts wissen, die darauf hinausgelaufen wäre, aus der linken Hand zu nehmen, was man der rechten geschenkt. So wurde der Beschluß von der Regierung verworfen. Zur Vernichtung des Kleingewerbes trägt noch außerordentlich viel die Bildung von„Ringen" seitens der Großkapitalisten bei, von Koalitionen, welche den Zweck verfolgen, durch vollständigen Aufkauf eines Roh- stoffcs oder Produktes dessen Preis für den nationalen und internationalen Markt beherrschen zu können. Von 1873— 1875 schlössen z. B. die größeren Kohlenwerk- besitzet einen solchen Ring, um den Kohlenpreis beliebig zu steigern. Die Folge davon war, daß die kleineren Kohlenwerkbcsitzer Bankerott machten, daß das Publikum ausnahmsweis hohe Preise zahlte, und eine Menge kleiner Gewerbetreibender, deren Industrie der Kohlen benöthigt war, ebenfalls zu Grunde ging. Die Aktien des Ringes aber schnellten wunderbar in die Höhe, besonders die von Anzin, das an der Spitze des industriellen Raubzuges stand. Von 2000 Francs stiegen die Aktien der Anziner Gesellschaft mit einem Ruck auf 12 000 Francs, ja bis zu 16 000 Francs. Der„Denier" d. h. der Antheils- schein dieser Kompagnie ä 1000 Francs hat in 33 Jahren das nette Sümmchen von 533 000 Francs gebracht.— Der glückliche Erfolg dieser Koalition forderte zur Nach- ahmung auf. Ende der 70er und Anfangs der 80er Jahre bildeten sich„Ringe" behufs der Spekulation auf Bau- plätze, Seide, Wolle:c., und alle verliefen glänzend, d. h. sie absorbirten einen bedeutenden Theil des nationalen Kleinkapitals. Uebcr den„Kupferring" sprachen wir neulich schon und der manchesterliche Leroy-Beaulicu, welcher die Spekulation„einen glücklichen Streifzug" nennt, ist vor Entzücken über den gelungenen„Koup" ganz außer sich und plauscht aus, daß dieser Profit der Rothschild und Konsorten durch den Ruin einer großen Anzahl von „Dummköpfen" weit gemacht würde. Uilter den Dumm- köpfen sind die Kleinindustriellen zu verstehen, welche zu ihrem Betriebe Kupfer nöthig haben, und denen die Preissteigerung zum Bankerott verhilft! Wahnwitziger Knrns. In der„Philadelphia Times", einem bürgerlichen Blatt, bringt Frank G. Carpenler über den„Luxus reicher Leute" einen Aufsatz, dem wir das Folgende entnehmen: »Zur Zeit, als Caligula seine Pferde mit goldenen Hufeisen beschlagen ließ, und sie aus Marmor-Trögen fütterte, haben die reichen Leute der Welt schwerlich soviel Geld verschwendet wie jetzt. Ihre Weiber tragen Diamanten, im Werth eines königlichen Schatzes und stellen Detektives an, um ihnen zu folgen und für den Schutz ihrer Juwelen Sorge zu tragen. Ihre Mahlzeiten sind so extravagant wie die von Apicius, und ihre Hunde tragen Halsbänder, die hundert Dollars kosten. Ihre Pferdeställe sind besser eingerichtet als die Schlösser des Adels vor zweihundert Jahren, und an den Wänden ihrer Wohnungen hängen Gemälde, die mehr kosten als der Gehalt des Präsidenten beträgt." Das ist die Einleitung und dann folgen Schilderungen, aus denen wir nur kurz einige Thalsachen hervorheben. Vanderbilt's Gemälde kosten mehr als eine Million und achtzig Familien in New-Pork haben solche im Werths von mehr als hunderttausend Dollars(man bedenke immer, daß 1 Dollar= 4 Mark ist!). Die Hochzeit seiner Nichte kostete dem Eisenbahn-Magnaten Mitchell 50 000 Dollars (200 000 Mark); sein Sohn zahlte kürzlich für ein Portrait 18 000 Dollars. Die Spezial-Eiscnbahnwaggons der Nabobs kosten von 15 bis 60000 Dollars und enthalten Alles, was sich der Mensch nur wünschen kann. Solche Wagen können auch gemiethet werden und kosten 50 bis 75 Dollars per Tag. Kein richtiger„Aristokrat" ist ohne Dacht. So ein Schiff kostet von 50 000 Dollars aufwärts und erfordert eine beträchtliche lausende Ausgabe. Jap Gould hat auf seiner 52 Mann Besatzung, darunter vier Köche; sie kostet ihm 400 Dollars per Tag. Große Blumenliebhaber sind einige unserer„Aristo- kraten". Bei einer Auktion in Ncw-Dork wurden für 600 000 Dollars Orchideen verkauft. Erastus Corning besitzt solche, die ihm mehrere hundert Dollars das Stück gekostet haben. Sein Gärtner bot bei der Auktion des Nachlasses von Frau Morgan für ein Exemplar 500 Dollars, aber ein Ncw-Jerseyer Liebhaber schlug ihn mit 900 Dollars aus dem Felde. Jap Gould hat siebzehn Gewächshäuser. Alexander Mitchell gab für einzelne Pflanzen über lausend Dollars aus. Auch reinliche Leute sind die amerikanischen„Snobs". Garrett in Baltimore hat in seinem Palast, der eine Million kostete, ein Badezimmer, das nach einem Muster im Versailler Schloß hergestellt wurde. Die Badewanne besteht aus Tennessee Marmor und Silber; das Wasser kommt durch vergoldete Röhren; die Wände sind reich dekorirt. Der Michiganer Senator Palmer hat in seinem Washingtoner Haus neun Badezimmer. Das des Henry Marquand kostet 4000 Dollars. William H. Vanderbilt schoß den Vogel ab; die Wände des seinigen sind mit Spiegeln bedeckt, so daß er also seine edle Physiognomie stets vor Augen hat. Auch sein Sohn William hatte diesen feinen Geschmack. Die Frau des Millionärs Mackep hat nach einer neuerdings durch die europäische Presse gegangenen Mit- theilung ihrer Angora-Katze ein mit Diamanten und Saphiren besetztes Halsband im Werthe von vielen tausend Dollars machen lassen, was das Kabel pflichtig aus Paris vermeldete.-- Immer vcrzweiflungsvolleres Elend aus der einen Seite, immer wahnwitzigerer Luxus auf der anderen— das ist das Bild unserer modernen Gesellschaft, das solange nicht verschwinden wird, als die Produktionsmittel sich in den Händen einer Klasse befinden. Denn solange wird unter den Arbeitern die Konkurrenz um die Stellung an- dauern und zu Hungerlöhnen führen, solange wird sich die Masse mit dem nothdürftigsten Lebensunterhalt begnügen müssen; solange wird alles, was in immer wachsender Fülle darüber hinaus produzirt wird, lediglich den Besitzen- den zufließen, deren Luxus bis zu unerhörter Maßlosig- keil steigernd. Die Massen weiter verkümmernd, die Reichen weiter korrumpirend, so schreitet heute die wirthschaftliche Em- Wickelung vorwärts, obwohl längst alle Voraussetzungen vorhanden sind, das ganze Volk glücklich zu machen und aus eine höhere Bildungs- und Kulturstufe zu heben. Diese Aufgabe, unsere Kultur zu retten und höher zu heben und eine bessere Zukunft für die ganze Menschheit herbeizuführen, ist dem Arbeiterstande zugefallen, und er wird sie verwirklichen, indem er immer das eine Ziel im Auge behält: Ucberführung der Produktionsmittel in den Besitz des ganzen Volkes; Verwendung des Produklions- ertrages zum allgemeinen Besten, aber nicht, wie heute, zur Luxussteigerung einiger weniger Kapitalmagnaten. Vernünftig! Es ist ein alter, eingewurzelter Mißbrauch, in Feerien und Ausstattungsstücken, wie sie manche Theater verun- zieren, Kinder vom zartesten Alter an zu verwenden. Diese haben dann neben alten und jungen Dirnen und Tänzern die sehr erhebende Aufgabe, die Schaulust einer müßigen, gaffenden Zuschauerschaft mit befriedigen zu helfen. In Frankreich macht man sich jetzt daran, gegen dieses Unwesen einzuschreiten, das ebenso schlimm ist, wie die Verwendung von Kindern in Fabriken. Verschiedene Schulkommissionen von Pariser Arron- dissements wiesen zuerst auf die hier bestehenden Uebel- stände hin, aber der Polizeipräfekt glaubte sich auf Grund der bestehenden Gesetze nicht zum Einschreiten berechtigt. Weder das Gesetz vom 7. Dezember 1874 über den Gewerbebetrieb im Umherziehen, noch das Gesetz vom 19. Mai 1874 über die industrielle Arbeit von Kindern und minorennen Mädchen konnte in Anwendung gebracht werden. Der Kultus- und der Handelsminister haben sich der Sache angenommen, und eine Kommission der französischen Kammer schlägt nunmehr vor, das Gesetz von 1874 durch einen Zusatz zu ergänzen, welcher die Verwendung von Kindern unter 16 Jahren bei öffentlichen| liegt nicht nur einem geregelten Prüfungszwange, sondern| bei der Abnahme zu, daß diese innegehalten sind, damit Schaustellungen untersagt. auch einer staatlichen Aufsicht in einem Maße wie kein ist dem öffentlichen Interesse genüge gethan. Beamte, Man braucht in Berlin nur in das Viktoriatheater zweites Gewerbe. die so weise verfahren und den Bürgern und Bauern und in andere Vergnügungsetablissements zu gehen, um Sämmtliche Aufseher( Steiger und Obersteiger ge- unnüße Ausgaben sparen, sie den Innungsmeistern nicht zu erkennen, was auch bei uns in diesem Punkte gesündigt nannt) und das höhere Technikerpersonal der Gruben tributpflichtig machen, thun ihre Pflicht. wird, und wie dringend auch hier eine Abhilfe nöthig ist. müssen sich staatlicher Prüfung unterwerfen. Die Steiger Man kann übrigens für die praktische Bauausführung und Obersteiger müssen vorher praktisch als Bergleute sehr tüchtig und befähigt sein, und doch nur sehr mäßig gearbeitet haben, müssen„ Hauer" gewesen sein, sie müssen zeichnen. Im Gegentheil ist noch nicht gesagt, daß dereine Bergschule besucht haben. Die höheren Techniker jenige, der eine feine Zeichnung machen kann, nun auch Bei jeder vom Bauen viel versteht. müssen die Bergakademien besucht haben. einigermaßen gefährlichen Arbeit soll ein Steiger oder ein Der Schaarwerker ist für kleinere Bauausführungen besonders erfahrener und zuverlässiger Arbeiter die Leitung durchaus genügend und in praktischer Erfahrung dem haben. Das Bergwerk wird jährlich mehrmals von den Innungsmeister oft sehr voraus. Außerdem ist die Hauptföniglichen Bergbeamten revidirt. sache, der Schaarwerker kümmert sich um den Bau, Innungswünsche und die Krankenversicherung der Arbeiter. Eine edle Ungenirtheit besißen doch manche Innungskörper! So hat sich am 15. Dezember 1887 die Versammlung des Innungs- Ausschusses zu Köln nachstehende bescheidene Forderung geleistet: „ Die Versammlung beschließt einstimmig bei der in Berlin tagenden Kommission zur Berathung des Krankenversicherungs- Gefeßes dahin zu wirken, daß: 1. gleiche Vertretung von Gesellen und Meistern im Gesetz vorgesehen werde; 2. daß der Vorsißende der Kasse immer ein Arbeitgeber ist; 3. die Auflösung der freien eingeschriebenen Hilfskassen angebahnt werde; 4. die Gemeinden verpflichtet werden, die Geschäftslokalitäten der Ortskassen inkl. Licht und Heizung aus ihren Mitteln zu stellen. Es ist also ein sehr gewagter Schluß von der Häufig keit des Vorkommens der Unfälle in einem Betriebe auf die Nüßlichkeit oder Nothwendigkeit eines Befähigungsnachweises zu schließen. " " Also solche Vorsicht wendet hier der Staat an, um ist sich seiner Verantwortlichkeit stets bewußt, der Meister Unglücksfälle zu vermeiden, und doch ist ihre Zahl so un- schiebt die Verantwortlichkeit auf den Polier ab. geheuer groß. Wozu hat man denn einen Polier?" sagte der Berliner Die Tabaksfabrikanten, ihr Betriebspersonal, ihre Innungsmeister. Ja, wozu nüßt denn ein BefähigungsMeister und Aufseher werden garnicht geprüft, und dennoch nachweis, wenn man die Verantwortlichkeit dem Polier ist, die Zahl der Verlegten in diesem Betriebe ungemein überlassen kann? Wenn die Baugewerkszeitung" meint, gering. die polizeiliche Beaufsichtigung genüge nicht, um Unglüdsfälle zu vermeiden, man könne nicht an jeden Pfeiler einen technisch gebildeten Schußmann stellen, so ist das vollkommen richtig. Es ist aber noch weniger möglich, an jeden Pfeiler einen geprüften Innungsmeister zu stellen. Die Baugewerbe liegen mit der Zahl der Unfälle so Es würde im Grunde auch wenig nüßen, denn wir haben ziemlich in der Mitte, sie bleiben noch etwas unter dem beim Berliner Siechenhause gesehen, daß auch da, wo Die heutigen Zwangskassenvorstände bestehen bekannt- mittleren Durchschnitt aller Gewerbe. Die mittlere Durch Baumeister, Architekt und Innungsmeister die Aufsicht lich der Beitragsleistung entsprechend zu zwei Dritteln schnittszahl bei allen Gewerben betrug im Jahre 1886 führen, doch sehr grobe technische Versehen vorkommen, aus Arbeitern, zu einem Drittel aus Unternehmern. Da- auf 1000 Arbeiter 26,91 Unfälle, die Zahl der Unfälle die große Unfälle hervorrufen. Die meisten Unfälle ereignen sich dadurch, daß die durch verlieren, wie es in der ,, Begründung" des Innungs- im Baugewerbe, nach den Angaben einer von dem Vorausschusses heißt, die Unternehmer die Lust zum Arbeiten stande des Verbandes der Baugewerksberufsgenossenschaften Unternehmer das Anbringen von Schußvorrichtungen aus in den Vorständen, indem sie durch die beständige Majori- dem Reichskanzler unterm 5. Dezember v. J. eingereichten Habsucht unterlassen. Diese Versäumnisse verursachen die tät sich in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber gekränkt Petition, ein Unfall auf 40 Arbeiter, das ist 25 auf Abstürze und das Erschlagen durch herabfallendes Material. Auf diese Ursachen ist aber die größte Mehrzahl der Un= fühlen." Weiter meinen dann unsere biederen Zünftler in Tausend Arbeiter. ihrem Hochmuth:„ Das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Diese Petition um Einführung des Zwangsbefähigungs- fälle zurückzuführen. Die Innungsmeister gehen da durchArbeitnehmer erheischt gebieterisch, daß im Kassen- Borstande nachweises hat auch nicht den Versuch gemacht, nachzuweisen, aus nicht mit gutem Beispiel voran, sondern haben sich der Meister den Vorsiz hat. Die Praris hat gezeigt, daß eine erhebliche Zahl von Unfällen auf den Bauten öfters hartnäckig geweigert, wenn die Gesellen es verlangten, daß in sehr vielen Kassen der Vorsitzende Arbeitnehmer ist, vorgekommen ist, die von solchen Meistern geleitet wurden, solche Schutzmaßregeln, wie zudecken der Balken u. s. w. der Posten des Schriftführers event. dem Meister zuge- welche auf ihren Wunsch nicht sofort in die Innungen zu treffen. Dann entstehen Unfälle durch die Verwendung wiesen wurde, wodurch die Autorität untergraben wird, aufgenommen werden konnten. Es ist kennzeichnend, daß schlechten Materials meistens in Verbindung mit deren Mangel jedes Geschäft schädigt." die Prüfungsschwärmer es ängstlich vermeiden, diese Zahlen, loddriger Arbeit. Die von der Baupolizei vorgeschriebenen Dieses Meisterthum ist in seinem ganzen Denken also die einzigen Zahlen, die für einen Zwangsbefähigungs- Abmessungen der Mauern sind meistens so reichlich, daß so rückständig, daß es den Arbeitern gegenüber noch immer nachweis beweiskräftig wären, zu bringen. Sie haben sie auch bei sehr mäßigem Material genügen, wenn die Anforderungen stellt, die selbst im Verhältniß zwischen doch das Material, die Herren Vorstände der Baugewerks- Arbeit wenigstens sorgfältig ist. Wer aber am Material militärischen Vorgesetzten und Untergebenen nicht mehr berufsgenossenschaften, mögen sie doch damit herauskommen. spart, der will auch am Arbeitslohn sparen, und das erhoben werden. Wenn selbst die militärische Disziplin Die Innungsmeister sind bekannt, die Zahl ihrer verträgt sich nicht zusammen. Man zwingt die Gesellen nicht darunter leidet, daß der Hausknecht" oft Gefreiter Arbeiter und der bei ihnen vorgekommenen Unfälle durch Akkordarbeit zum größtmöglichen Pfuschen, man und der Sohn vom Hause" Gemeiner ist, so werden die sind leicht zu ermitteln. Man sage doch: Auf Tausend macht Preise, bei welchen es ganz unmöglich ist, auch nur Meister" wohl auch noch auskommen können, wenn sie bei Innungsmeistern beschäftigte Arbeiter kommen so viele mittelmäßige Arbeit zu liefern. Die Akkordarbeit ist doch jedenfalls wegen ihrer eigenen Unfähigkeit Unfälle, auf Tausend bei Nichtinnungsmeistern beschäftigte schuld an einer sehr großen Zahl von Bauunfällen, weil einmal Schriftführer sind, während ein tüchtiger Arbeiter Arbeiter so viele Unfälle. Weichen diese Zahlen so weit sie loddrige Arbeit zur nothwendigen Folge hat, sowohl den Vorsitz führt. Das Gleichheitsgefühl der Meister ist von einander ab, daß der Unterschied bedeutender ist, als beim Mauern, wie beim Rüften. Man gebe die Fachaber offenbar noch jämmerlicher, als es das Militär die Schwankung in den Zahlen bei den einzelnen Berufs- organisationen der Arbeiter frei, man chikanire sie genossenschaften im Vergleich zu einander, und fiele der nicht weiter, dann wird bald, wenigstens da, wo die ArUn erschrockenheit wird man den Kölner Reaktio- Vergleich zu Gunsten der Innungsmeister aus, so wäre beiter nicht ganz versumpft sind, die Akkordarbeit vernären allerdings zuerkennen müssen das beweist der zwar noch kein bündiger Beweis geliefert, daß die zünftigen schwinden, die Ausführung wird ein langsameres Tempo dritte Programmpunkt, welcher die Auflösung der freien Meister besser Unfälle vermeiden als Schaarwerker, aber annehmen, das Ueberhaften der Ausführungen wird aufHilfskaffen" der Arbeiter fordert. Vernichtung der freien es wäre doch ein wichtiger Anhalt für die Beurtheilung hören, die Arbeit wird sauber und gut werden. Dann wird auch bei schlechterem Material kein Einsturz erfolgen. Selbstverwaltungsorganisationen der Arbeiter und Stellung der Sache gegeben. aller Zwangskassen unter die meisterliche Fuchtel diese Wären beide Zahlen annähernd gleich, so ist die Die Arbeiter- Fachvereine werden übrigens auch sonst Grundsäße aller Unternehmerpolitik zeigen sich auch hier Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die Prüfung von zweifel- möglich ist. Es braucht dann nicht an jedem Pfeiler ein eine bessere Kontrole führen, als es irgend einer Baupolizei haftem Nußen ist, und wäre gar, wie es übrigens aus Wird man der Arbeiterklasse noch lange solchen Hohn anderen Gründen wahrscheinlich ist, die Zahl der Unfälle fachkundiger Schußmann zu stehen. Die Pfuscherei bei zufügen dürfen? bei Jnnungsmeistern größer, so wäre die Nuglosigkeit der Innungsmeistern und bei Nichtinnungsmeistern und damit Prüfungen wahrscheinlich gemacht. Die Sache liegt mancher Unglücksfall kann nur beseitigt werden nicht durch nämlich thatsächlich so. Die Zahl der Unfälle vermehrt den Befähigungsnachweis, sondern nur durch freie Arbeiter. sich sehr erheblich mit der Größe und Höhe des auszu- organisationen. erlaubt. " in unverhüllter Deutlichkeit. -Die Prüfungspflicht im Baugewerbe. Politische Nachrichten. Da gegenwärtig wenig Hoffnung vorhanden ist, führenden Bauwerkes. Nun werden von Schaarwerkern daß selbst mit der heutigen Reichstagsmehrheit der Zwangs- in der Mehrzahl der Fälle nur einfache Landbauten, befähigungsnachweis für die Kleingewerbetreibenden Scheunen, Ställe, kleine und unbedeutende Wohnhäuser zu erreichen sein wird ein Ziel, das übrigens von den ausgeführt, zu deren Herstellung besondere bautechnische Während wir dieses Blatt in Druck geben, hat im Bauzünstlern weder erstrebt noch willkommen geheißen Kenntnisse, ja die Kunst des Zeichnens so wenig erforder- Reichstag die entscheidende dritte Lesung des Soziawurde, da sie dabei für sich nur Schaden herausspringen lich find, wie zum Bau des Wigwams der amerikanischen listen gese ßes begonnen. Ihr Ergebniß ist kaum zweifelhaft: fahen wenden sich die Baugewerks- Zunftmeister wieder Wilden. Es kann das eigentlich jeder Bauer selbst machen, das unveränderte alte Gesetz wird auf zwei Jahre, also mit mehr Energie dahin, für die Baugewerbe allein und wer unsere östlichen Landestheile kennt, weiß, daß bis Ende September 1890, verlängert werden; Verschär= einen Zwangsbefähigungsnachweis zu verlangen. sich hier die Bauern aus Lehm und Heidekraut auch ihre fungen wie Milderungen werden nicht eintreten. Von Der Endzweck dieser Forderung ist lediglich und ganz Bauwerke selbst errichten. Höchstens schneidet ein Zimmer- manchen Seiten wird gemunkelt, Herr von Puttkamer allein der, die ländliche Bevölkerung den städtischen mann die Balken und Sparren zurecht, die auch ganz beabsichtige, in einer langeu Nede die Niederlagen zu Innungsmeistern tributpflichtig zu machen, und ohne Kunst dem Bauwerke aufgefügt werden, und macht mildern, die er bisher erlitten hat. Das Bedürfniß mag zu verhindern, daß gemaßregelte Gesellen sich als die Thüren und kleinen Fenster. der preußische Minister des Innern wohl fühlen, nur wird fogenannte Schaarwerker Arbeit suchen. Alles andere, Daß bei solchen Bauten Unfälle nur höchst selten sein Wunsch schwerlich in Erfüllung gehen. Das entschiewas die Zünftler zur Begründung ihrer Forderung" an- vorkommen, selbst wenn einmal eine aufgeplagte Wand dene Mißgeschickt, das er diesmal bei der Vertheidigung führen, ist lediglich auf Täuschung der Behörden, des einfällt, ist selbstverständlich. Was soll da geschehen? Es des Gesetzes hatte, bleibt nicht ohne Wirkung bis in die Reichstages und des Publikums berechnet. reißt sich einmal ein beim Bau Beschäftigter einen Splitter Reihen der Konservativen hinein. Es ist doch überaus Es unterliegt ja keinem Zweifel, daß das Baugewerbe in die Hand oder haut sich mit der Art in den Fuß. peinlich", daß der Minister aus der Nummer des„ Sozialzu den gefährlicheren Gewerben gehört. Das liegt zum Das würde auch vorkommen, wenn der Arbeiter seinen demokrat", die Christensen einem Soldaten in die Hände großen Theil in der Natur der Beschäftigung. Wer hoch Lohn nicht von dem Bauer oder dem Schaarwerfer, geschmuggelt hat, eine graufige Verherrlichung der Kommune, fteigen, und auf vielfach unsicherer Unterlage hantiren sondern von dem in sieben Meilen Entfernung wohnenden der Ermordung des Erzbischofs und ähnlicher Greuel zitirt muß, ist dem Herabstürzen ausgesetzt. Wer da arbeitet, Meister" erhielte. hat, wovon, wie ihm jeßt nachgewiesen worden ist, in dieser wo er sich nicht immer vor herabfallenden Gegenständen Was verschlägt es, wie die zu solchen Bauten ge- Nummer gar nichts steht. Es ist nicht minder peinlich, wahren kann, ist dem Erschlagenwerden ausgefeßt, gerade fertigten Zeichnungen aussehen? Die„ Baugewerkszeitung" daß er aus dem angeblich durch das Reichsgericht verso, wie ein Arbeiter, der mit glühendem Metall hantirt, brudt uns freilich die Entrüstung eines Innungsmeisters botenen Buche desselben Christensen ,, blasphemische" Stellen dem Verbranntwerden ausgesetzt ist. Je nach der Gelegen aus Schwarzburg- Rudolstadt darüber ab, daß die Behörden zitirte, die wahrscheinlich auf die kirchlich gesinnten Mitheit zur Gefahr tritt fie mehr oder weniger oft auf. bei der Ertheilung der Bauerlaubniß nicht auf schöne glieder des Hauses wirken sollten, und daß Während von 1000 Tabaksarbeitern nur 1,43 und von Zeichnungen sehen. Wir finden das aber sehr lobenswerth jeßt nachgewiesen wird dieses Buch gar nicht ver1000 Schneidern und Schuhmachern nur 2,15 durch Be- von den Baubeamten und den Baupolizeibehörden. Warum boten ist, sondern vom Reichsgericht für schuldlos befunden triebsunfälle im Jahre 1886 verlegt wurden, hat die sollen sie einen Bauern zwingen, für die Zeichnung zu wurde, und daß die Stellen, die er zitirt hat, in diesem Magdeburger Baugewerksberufsgenossenschaft 9,67 Verlegte seinem Hühnerstall, der vielleicht mit allen Auslagen Buche auch nicht zu finden sind. Der Eindruck, den auf 1000 Arbeiter, die Bergleute aber sind in der höchsten 150 Mark koftet, sich von einem Innungsmeister eine diese Form der Vertheidigung des Sozialistengesetzes hervorGefahr und haben 64,87, also mehr als sieben Mal soviel Zeichnung für 25 Mark machen zu lassen, denn billiger gerufen hat, wird so leicht nicht wieder verschwinden, um Verlegte auf 1000 Arbeiter als die Baugewerksberufs- würde das Vergnügen doch kaum werden. Die Beamten so weniger, als in der ersten Lesung der sächsische Staatsgenossenschaften. verstehen die Zeichnung, sie wissen, daß da an eine Gefahr anwalt von Held so außergewöhnliche Anforderungen an Das Bergbetriebsgewerbe, so weit es sich auf die nicht zu denken ist, sie deuten im Bauerlaubnißschein die die Sozialdemokraten stellte, denen er es zum Beispiel als Ausführung von bergmännischen Arbeiten erstreckt, unter- I wichtigsten feuerpolizeilichen Bestimmungen an, und sehen schweres Vergehen anrechnete, bei der Darstellung des wie ihm Falles Christensen nicht genau zwischen dem„ Bewußtsein der Rechtswidrigkeit" und dem„ Bewußtsein der Strafbarkeit" unterschieden zn haben. Anstatt mit solchen Split tern bei den Sozialdemokraten, sollte sich der Herr Generalstaatsanwalt lieber mit dem Balken bei seinem Kollegen vom Bundesrathstische beschäftigen. bedürftige haben sich am Sonnabend von 9 bis 2 Uhr bei Mary, fasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte haben Zutritt.- In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht der Vorstand um Neue Jakobstr. 11, zu melden. Gleichzeitig geht uns folgender Aufruf zu: An unsere Kollegen! recht alreichen Beiuch dieser Versammlung. Sollegen! Gestützt auf unsere gerechten Forderungen, welche ja auch Fachverein der Buchbinder und verwandt Eure sind, wenden wir uns hiermit an Euch! Handelt mit uns Berufsgenossen( Verbandsverein). Sonnabend, den 18. Februar, kollegialisch, vergeßt nicht, daß Ihr unsere Brüder seid, für welche Abends 82 Uhr, Versammlung im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 83. wir den Kampf aufgenommen und auch durchzuführen gedenken. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bohn: Was ist von Kollegen! Dieses ist aber nur möglich auf dem Boden der Einig- der Falb'schen Erdbeben- Theorie zu halten?" 2. Ergänzungswahl keit. Die Solidarität ist es, welche uns zum Siege führt, welche zur Arheitsnachweis- Kommission. 3. Verschiedenes und Fragekasten. In Belgien hat die Regierung den Gattenmörder auch Eure Interessen wahrt. Kollegen! Selbst ein Fabrikant hat Gäste willkommen. Um recht zahlreichen und pünktlichen Besuch Gauverein der Maler. Vereinsversammlung am Dienstag, Vandersmissen begnadigt, während die Arbeiterführer uns gegenüber Folgendes geäußert: Schaffen Sie, meine Herren, bittet der Vorstand. daß meine ganzen Leute streiken, so sind Ihre Forderungen ge= Falleur, Schmidt, Poty und wie die anderen alle heißen, sichert," und wünschte uns zu denselben das beste Gelingen. Also, den 21. d. M., Abends 8 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17( früher 2. Bericht des deren Schuld an den Ausschreitungen vor zwei Jahren Kollegen, beherzigt diese Worte aus dem Munde eines der größten, Hildebrandt). Tagesordnung: 1. Kassenbericht. nicht einmal nachgewiesen wurde, noch immer in den Ge- uns gegenüberstehenden Fabrikanten. Legt die Arbeit nieder! und Delegirten von der Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierfängnissen schmachten. kommt als unsere Brüder, als unsere Kollegen, heute Sonnabend Selbst die bürgerliche Brüsseler Nachmittag 3 Uhr zur Versammlung in Haber's Brauerei, arbeiter. Versammlung am Sonnabend, den 18. Februar, Abends Gazette" geräth darob in Harnisch. Wir haben Bergmannstr. 5-7. Vergeßt das Persönliche und seid einig im 82 Uhr, Beuthstr. 18, Treppe E. Tagesordnung: 1. Vortrag des schreibt sie bisher jedes Eintreten für andere Verurtheilte Interesse unserer Sache. Also wir bitten Euch, beherzigt den Ruf: Herrn Dr. Zadek über:" Medizinische Wissenschaft". 2. Vereinsvermieden, die auch Unglückliche und Verirrte waren und Steht mit uns, leidet mit uns und der Sieg wird unser sein! Die angelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Verein der Einsezer( Tischler). Generalversammlung für die überdies noch viele andere Umstände sprachen, die michelmstr. 133, Hof rechts 2 Tr.; F. Martsch, Neue Jakobstr. 10, am Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Tagesstreikenden Sattler Berlins. J. A.: Die Deputation. G. Aßmann, bei dem Advokaten und Mann von Stand nicht vorlagen. vorn 4 Tr. bei Röhrig. ordnung: 1. Antrag auf Verlegung des Vereinslokals. 2. Vorlage Diesmal aber, nachdem man nun einmal begonnen hat, Arbeiter! Kollegen! Wir ersuchen höflich, die noch aus- und Anträge des Vergnügungskomitees. 3. Vorstandsanträge. Nachsicht zu üben, verlangen wir selber, daß man nicht stehenden Sammellisten von dem Streit der M. Gebauer'schen 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Recht zahlreicher Besuch er einseitig Gnadenafte, wie Stellungen und Dekorationen, an Stockfabrik in Berlin so schnell wie möglich an die betreffenden wünscht. Mitgliedsbuch legitimirt.- Der diesjährige VereinsMörder von„ Geburt" vertheile, die Freunde in den Zahlstellen abzuliefern. Hauptzahlstelle: Herr Karberg, Blumen- Maskenball findet Sonnabend, den 3. März, in Buß's Ballſaal, straße 51 b. Das Komitee. Frankfurterstr. 87, statt, wozu alle Freunde und Kollegen des. Ministerien sißen haben. Wenn man nicht selber den Die streikenden Schleifer der Mehlich'schen Fabrik Vereins ganz ergebenst hiermit eingeladen werden. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Sozialisten Waffen gegen die Klassenpolitik der Bourgeoisie in Berlin richten einen neuen Aufruf an die Berliner Arbeiterschaft. in die Hand geben will, so müssen sich die Thore der Unterſtübungen werden vom Kollegen Brache, Schönholzerstr. 19, Schuhmacher und verwandter Berufsgenossen Berlins. Montag, vorn 1 Tr., entgegengenommen. den 20. Februar, Generalversammlung in Keller's Lokal, Andreas= Gefängnisse ebenso für die Brandstifter des Borinage wie Der Streik in der Kanow'schen Fabrik in Berlin dauert straße 21. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Mitgliedsbuch für den Mörder von der Rue Verte öffnen." Die Bour- fort, da der Fabrikant zwar die alten Löhne weiter bezahlen will, legitimirt, Verband deutscher Zimmerleute.( Lokalverband geoisie, die in Wahrheit Schuld trägt an den Verzweiflungs- aber die Wiedereinstellung der alten Arbeiter verweigert. Die thaten der Masse, wird natürlich weiter Mörder begnadigen Zahl- und Abrechnungsstelle befindet sich Stallschreiberstr. 11, im Berlin Moabit). Versammlung am 20. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokal, Stromstr. 28. Tagesordnung: 1. Anträge zum Handwerks= Lokale von Gossen. und die Sozialisten gefangen halten. tag in Hannover. 2. Unser Stiftungsfest. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metall arbeiter( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 5. Versammlung am Sonnabend, den 18. Februar, Abends 81/2 Uhr, bei Ackermann, Lothringerstr. 81. Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmta licher Berufsklassen( Filiale Berlin 2). Versammlung am Sonnabend, 18. Februar, Abends 8 Uhr, bei Bartelt, Flottwellstr. 5.. Neue Mitglieder werden daselbst und beim Kassirer Zeifig, Teltower straße 45, 3 Tr., aufgenommen. Der Verein zur Unterstützung erkrankter Mitglieder Bei Schließung des Fachvereins der Leipziger Stein- der Maurer Berlins hielt am Mittwoch, den 8. d. M., im meten handelt es sich, wie uns mitgetheilt wird, um Folgendes.„ Viktoria- Saal", Perlebergerstr. 13, eine Versammlung ab. Herr Es bestand dort die Einrichtung, daß Vertreter von jedem Arbeits- Weise sprach über das Thema:" Wie stellen sich die Berliner Maurer dem Verein gegenüber?" Redner führte aus, daß zu einer Zeit, plaz sich mit dem Fachvereinsvorstande gemeinsam zu unregel wie die gegenwärtige, es schlecht angebracht wäre, wenn sich einzelne mäßigen Zeiten versammelten, um gewerbliche Angelegenheiten Kollegen abfällig über den Verein aussprächen. Gerade jetzt, wo zu besprechen und zu ordnen. Ein Geheimniß wurde ans diesen jede Arbeitervereinigung mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen Versammlungen nicht gemacht; da sie serner sich niemals mit habe, wäre es mit Freuden zu begrüßen, daß sich hier wieder Kollegen gefunden haben, die etwas Gutes für die Berufsgenossen Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metall öffentlichen Angelegenheiten beschäftigten, hielt man es auch schaffen wollen. Um so fester und einmüthiger müßten sich die arbeiter( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 1. Mitglieder nicht für erforderlich, sie der Polizei anzumelden. Es war eigent- Maurer Berlins dieser Vereinigung anschließen, denn Pflicht der versammlung Sonnabend, den 18. Februar, Lichterfelderstr. 8 lich, wenn man will, ein Ausschuß des Fachvereins, der hier Sizung Arbeiter wäre es, ihre traurige Lage nach Möglichkeit beffer zu ge-( Wilhelmshöhe). Tagesordnung: 1. Stassenbericht. 2. Besprechung hielt. Die Leipziger Polizei sucht nun hieraus einen Geheim- stalten. Der Einzelne würde vom Sturme der Zeit fortgeriffen, des Statuts. 3. Innere Kassenangelegenheit. Das Erscheinen bund(!!!) zu konstruiren, auf den§ 128 und wie sie selbst sagt, während eine feste Organisation den größten Ansturm aushalten jedes Mitgliedes ist nothwendig. würde. Redner entwickelt hierauf in eingehender Weise die Gründe, Kranken- und Sterbekasse des Vereins der Former vielleicht sogar 129 des deutschen Reichs- Strafgesetzbuches Anwendung weshalb der Verein geschaffen worden sei. Die Herren Grothmann,( E. H. 53). Zu dem am 18. Februar stattfindenden 25 jährigen finden soll!! Sechs Personen sind in Haft. Heinze und Scheel schlossen sich diesen Ausführungen an und be- Stiftungsfest, verbunden mit großem Wiener Maskenball, in tonten, daß das Solidaritätsgefühl unter den Berliner Maurern Kroll's Etablissement am Königsplaß sind Billets à 50 Pf. zu nie erkalten dürfe. Die Wunden, die der Kampf um's Dasein ge- haben bei Mewes, Schönleinstr. 21, Rieger, Brunnenstr. 129 a und schlagen, müßten geheilt werden; darum sollte sich jeder Kollege, der Meißelbach, Aderstr. 134, wie auch bei den Mitgliedern.- An fich einigermaßen seine Eriſtenz sichern will, dem Verein anschließen. der Stasse findet ein Billetverkauf nicht statt. Sodann wurde vom Kassirer Herrn Müller die Abrechnung vom Kranken- und Begräbnißkasse für Gürtler und Monat Januar verlesen. Der Bestand am 31. Dezember 1887 be- Bronceure( E. H. 60). Der Maskenball findet am 25. Februar trug 117,37 M.; die Einnahme pro Januar 156,20 m., macht in den glänzend dekorirten Räumen der Philharmonie statt. Billets zusammen 273,57 M. Die Ausgabe betrug 114,27 M. Es verblieb à 75 Pf. find bei nachstehenden Herren zu haben: Otto Klein, Ritterdemnach ein Bestand von 159,30 M. Sodann wurden die Herren Straße 15; Karl König, Fürstenstr. 24; Wilh. Miesterfeld, OranienRindermann und Künast als Kontroleure für die stattfindenden straße 201, vorn 3 Tr.; Otto Jaeckel, Prinzenftr. 11; 6. Künice, Mitgliederversammlungen gewählt und hierauf die Versammlung Gubenerftr. 54; Wilh. Teichert, Reichenbergerstr. 34; R. Schmolt, Waldemarstr. 56; Häßler, Reichenbergerstr. 22; 2 Gürtler, Stottmit Hochrufen auf das fernere Gedeihen des Vereins geschlossen. Der Fachverein für Schlosser und Berufsgenossen buferstr. 20; Otto Neumann, Diefenbachstr. 69; Theod. Dochow, feiert am 25. Februar sein 8jähriges Stiftungsfeft, verbunden mit Mariendorferstr. 7; Theod. Stephan, Blücherstr. 45a; Ost. Zöllner, Wiener Maskenball, in den Sälen des Grand Hotel Alexanderplaß. Skalizerstr. 24. Der Verein hat alles aufgeboten, um dieses Fest so reichhaltig als Der Gesangverein„ Brezelschluß" der Posamentirer möglich zu gestalten. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pf. und sind veranstaltet am Sonntag, den 19. Februar, Andreasstr. 21, in Billets an den mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Er Keller's Salon, ein Wohlthätigkeitskonzert, verbunden mit Tanzwähnenswerth ist noch, daß die Mitgliederbeiträge jetzt auf fränzchen. Anfang 4 Uhr. Billets find bei sämmtlichen Mitgliedern 20 Pf. gestellt sind, und es wäre Pflicht eines jeden Schloffers, und im Arbeitsnachweis, Oberwasserstr. 12, zu haben. dem Fachberein beizutreten, zumal die Lage derselben sich immer Gesangverein Freundschaft. Sonnabend, den 18. Fea Der Streik der Berliner Sattler ist noch nicht beendet. mißlicher gestaltet. Davon legen die in verschiedenen Werkstätten bruar, Wiener Maskenball im Etablissement„ Eiskeller", ChausseeWie Herr Aßmann am Donnerstag in der Versammlung bei Habel inszenirten Streits Zeugniß ab. Die Versammlung vom 28. Januar ftraße 88. mittheilte, find am Mittwoch Abend, um den hiesigen Kollegen zum wurde bekanntlich aufgelöst, weil sich der Verein mit dem Streit, Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, Siege zu verhelfen, 100 Sattler nach Barmen abgereist, um zu den welcher in der Kanow'schen Werkstatt ausgebrochen war, beschäftigte. den 19. Februar, Vormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn Vogt hier geforderten aber verweigerten Löhnen die Arbeit dortselbst auf- Die Beschwerde, welche der Verein eingereicht, ist abschlägig be- herr über„ Der Kirchenglaube als Maßstab der Sittlichkeit." Damen Am Montag, den 20. d. M., zunehmen. Auch die Dresdener Sattler haben sich mit den hiesigen schieden worden. Also nochmals, Kollegen, wollen wir unsere Lage und Herren als Gäste willkommen. Streifenden solidarisch erklärt und sich verpflichtet, für die Dauer des irgendwie verbessern, so ist es nothwendig, daß wir uns organisiren Abends 84 Uhr, findet Rosenthalerstr. 38 eine beschließende Ver-. Streits pro Woche und Person 1 M. zu zahlen. Herr Aßmann befür- und dem Fachverein beitreten. sammlung der Mitglieder statt. wortete eine Ermäßigung der Forderungen, doch war die allgemeine Fachberein sämmtlicher im Drechslergewerk be= Stimmung dagegen, wenigstens wurde eine derartige Erwägung für schäftigten Arbeiter Berlins. Wanderversammlung am verfrüht erachtet, indem man zuvor die Entschließungen der Dotty- Mittwoch, den 22. Februar, Abends 8 Uhr, in Krieger's Salon, schen Arbeiter abwarten müsse. Sollten die dortigen Arbeiter nicht Wasserthorstr. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag:" Ueber die enddie Arbeit einstellen, so sind die Streikenden gewillt, einen ehrlichen gültigen Ziele der gewerkschaftlichen Organisationen der deutschen Dem Vertrauensmann der deutschen Maurer, Herr Albin Schlöffel zu Giebichenstein ist von der Polizei das beschlagnahmte Geld wieder gegeben worden. Jedoch soll gegen ihn Anflage erhoben werden wegen unbefugten Sammelns. Auf den Ausgang dieses Prozesses darf man insofern gespannt sein, als das Reichsgericht im Falle des Altonaer Tischler- Fachvereins anerkannt hat, daß zur Erreichung günstigerer Arbeitsbedingungen im engeren Sinne, also wo es fich lediglich um Lohn und Arbeitszeit einer Gewerkschaft handelt, ohne daß die soziale oder politische Staatseinrichtung dadurch berührt wird, der§ 152 der Reichsgewerbeordnung für die Arbeiter gilt, daß also alle Verbote und Strafbestimmungen.... aufgehoben werden". Uebrigens waren die Sammlungen für den Fond der Maurer keine öffentlichen. " Gewerkschaftliches und Vereine. Briefkasten. Spediteur. Geben Sie immer ar, wieviel Eremplare SieRückzug anzutreten in dem Bewußtsein, ihre Schuldigkeit gethan zu Arbeiter in der Jeßtzeit", unter besonderer Berücksichtigung der überhaupt beziehen wollen. Die Freieremplare werden wir dann. haben. Die entscheidende Versammlung findet am Sonnabend„ Geschichte der Arbeiter- Agitation Ferdinand Lassalle's". Referent: Nachmittag 3 Uhr in Habel's Brauerei statt. Unterſtüzugs- Robert Sündermann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Frage- schon bei der Abrechnung in Abzug bringen. Minna Zabel Wilhelm Schweitzer Verlobte. Berlin, den 15. Februar 1888. Fachverein der Tischler. Montag, 20. Februar, Abends 8 Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28, Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über eine aufzunehmende Be= rufsstatistik im Berliner Tischlergewerbe. 2. Festsetzung der in diesem Jahre stattfindenden Vergnügungen des Vereins. 3. Vereinsangelegen= heiten und Fragekasten. Der Vorstand. Fachverein der Schlosser und Berufsgenossen. Sonnabend, den 25. Februar 1888. großes Stiftungsfest, verbunden mit Wiener Maskenball in den Sälen des Grand Hotel Alexanderplatz. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pf. und sind Billets in den mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß der Mitgliedsbeitrag auf 20 Pf. herabgesezt wor= Hen ist und fordern wir zu zahlreichem Eintritt in den Verein auf. Der Vorstand. Die Produktiv- und Rohstoff- Genossenschaft der Schneider zu Berlin( E. G.) 30 Zimmerstrasse 30 Eine Oeffentliche Versammlung der Sattler empfiehlt ihr Lager fertiger Herren- Garderobe sowie reichhaltiges Lager findet am Sonnabend, den 18. d. M.,. in- und ausländischer Stoffe, ebenfalls Futter, Borte und Knöpfe. Herren- Garderoben jeder Art werden nach Maaß angefertigt. Der Vorstand. Möbel- Spiegel- u. Volfterwaaren- Magazin von Julius Apelt, Sebastianstraße 27-28. Reelle Waare. Prompte Bedienung. Zur pünktlichen Lieferung der Volks- Tribüne, der Neuen Zeit, Internationalen und Volksbibliothek und sämmtl. anderen Zeitschriften und Mode- Journale empfiehlt sich R. Kohlhardt, Brandenburgstr. 56. Auch wird daselbst jede Buchbinderarbeit angefertigt. Nachmittags 3 Uhr in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7, statt, mit der Tagess ordnung: 1. Unsere Streifangelegenheit. 2. Dis tuffion. Der Einberufer. Bu jedem Geschenk passend, empfehle ich Bilder von Marr und Lassalle in schwarz und Deldruck, A. Bebel in Cabinet und 1/2 Lebensgröße, sowie Gruppenbilder der Sozialdemokratischen Fraktion. Anfertigung jeder Glaserarbeit.( Gruppenbilder werden sauber und billig eingerahmt.) Karl Scholz, Eisenbahnstr. 36 b 1. An Spediteure und Kolporteure Nähmaschinen Cigarren u.Tabake liefern wir bie vollſtändigen Reden der ſozialsämmtlicher Systeme auch auf Theilzahlung. Reparaturen schnell und gut. E. Franke, reichhaltiges Lager von C. Klein. 15. Ritterstraße 15. Saarbrückerstraße 6. Daselbst Zahlstelle der Gürtler u.Bronceure( E.H.60.) demokratischen Abgeordneten( Beilagen Nr. 5, 6, 7) zum Preise von 20 Pf. Wir bitten um umgehende Bestellungen. Einzelverkauf 30 Pf. Expedition der ,, Berliner Volkstribüne". Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23. № 7. Beiblatt zur" Berliner Volks- Tribüne". Reden der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten zur ersten Lesung des verschärften Sozialistengesetzes. ( 27.- 30. Januar 1888.) ( Stenographischer Bericht.) Rede des Abg. Bebel am 30. Januar. ( Schluß.) 99 Sonnabend, den 18. Februar 1888. II. Jahrgang. möglich gehalten hätte. So ist es bei uns heute im deutschen Neich. Strafrechts kein Verbrechen begangen hat, so hat man ihn über die Vor einigen Tagen habe ich einmal wieder die Annalen des Tacitus Grenze verwiesen und mit ihm zugleich den Hauptmann von Ehrengelesen, und da fand ich, daß Tacitus es als eins der traurigsten berg, obgleich der jetzt bekanntlich in Karlsruhe in Ruhe fist und ich werde namentlich nachher noch das Kapitel Zeichen für den Verfall des römischen Reichs ansah, daß unter dem dort geschützt ist; Tiberius die Majestätsgeseze in einer Weise ausgelegt und gehand- Ehrenberg behandeln, und Sie werden da merkwürdige Dinge zu habt wurden, wie es nie vorher in einer Zeit des römischen Reichs hören bekommen. für möglich gehalten war. Und obgleich damals unter Tiberius Ich habe zunächst weiter zu konstatiren, daß die Herren von das römische Reich in höchster äußerer Macht stand und noch immer der Rechten, als mein Freund Singer hier ausführte, daß Schröder seine Grenzen ausdehnte, hat Tacitus dieses Zeichen geistigen Ver- die Freiheit" eine ganze Zeitlang mit preußischem Polizeigeld habe falls des römischen Reichs auch als ein Zeichen des Verfalls seiner drucken lassen, lachten und riefen: das alles für 250 Mark pro physischen Macht angesehen. Ich bin geneigt, obgleich heute Deutsch- Monat. Die Herren kennen offenbar selbst nicht die Praxis der land im Zenith seiner äußeren Macht steht, von der ganzen Welt preußischen Polizei, sonst würden sie wissen, daß alle solche Spesen angestaunt und vielfach beneidet wird, zu glauben, daß die Art und extra bezahlt werden. Ich habe hier unter Anderem einen einge= Noch wenige Worte über die Bedeutung der Verbreitung. Wir Weise, wie wir im Innern regiert werden, die Art, wie die Gerichte schriebenen Brief vom 20. Juli 1887 aus Berlin, der von der haber ja so viel Reichsgerichtsentscheidungen. Man kann wohl Recht sprechen und das Recht gehandhabt wird, ferner daß wir in Polizei an Schröder geschickt wurde, ich habe Abschrift dieses sagen, wenn wir heute die Reichsgerichtsentscheidungen mit dem be- Deutschland seit 16 Jahren aus der Schaffung von Ausnahmegeseßen Briefes genommen. In demselben steht zwar an und für sich nichts stehenden Recht vergleichen, daß thatsächlich unsere Geseze und unser nicht herauskommen, und in dem militärisch mächtigsten Reich der Bedenkliches, ich will auch daraus weiter nichts beweisen, als daß gemeines Recht ein Angesicht bekommen, daß die eifrigsten Verfechter Welt große Parteien, die fast die halbe Bevölkerung des Reichs die Herren Spione Extraspesen neben ihrem laufenden Gehalt bejenes Strafrechts ihr eigenes Gesez nicht mehr kennen. Sein ein- repräsentiren, als sogenannte Reichsfeinde betrachtet werden, gegen ziehen. In dem Brief wird gesagt: Schröder möchte statistisches Material über die Verhandlungen( Staatsminister von Boetticher: ziger Richter im deutschen Reich ist namentlich wo es sich um die man ohne Ausnahmegeseze nicht glaubt auskommen zu können, zunächst ist es nicht schauderhaft, Herr von politische Paragraphen handelt mehr im Stande, nach eigenem daß das alles traurige Zeichen des geistigen Verfalles Deutschlands Schauderhaft!) Ermessen über das Gefeß zu entscheiden. Nein, er muß erst die sind, und daß dahinter auch der materielle und der physische Verfall Boetticher, was ich redete; aber es kann noch schauderhaft werden statistisches Material über die Führer der Vereine und Gewerksechs oder wie viel dicken Bände der Reichsgerichtsentscheidungen des Reichs lauert.( Große Unruhe rechts.) M. H., Sie haben durchblättern, um gewahr zu werden, daß das, was er sonst z. B. alle Ursache, diesen durch die Geschichte tausendfältig beobachteten schaften, wie er solche vor einigen Jahren, als der Chef selbst in für Merkmale einer geheimen Verbindung gehalten hat, nach Thatsachen, so weit es in Ihrer Macht ist, entgegenzuwirken und der Schweiz war, gemacht habe, wieder anfertigen, da es einer Erreuerung bedürfe, und wurde ihm hierfür eine Ertraentschädigung den Reichsgerichtsentscheidungen etwas ganz anderes ist; daß das, auf der betretenen Bahn innezuhalten.( Sehr wahr! links.) Ich könnte noch nach vielen Richtungen die Mißbräuche dieses in Aussicht gestellt. Es ist das legte Mal nicht erwähnt worden, was er als Klassenaufreizung nach§ 130 angesehen hat, nach den Entscheidungen des Reichsgerichts von seiner Auffassung sehr ver- Gesetzes auseinandersetzen, in Bezug auf die Handhabung der daß Schröder es verstanden hat, sich zum Präsidenten der Schreinerdas ist durch schieden ist. Er wird erfahren, daß sein Begriff von einer Verbin- Haussuchungen unter Mißachtung der einfachsten gesetzlichen gewerkschaft aufzuwerfen, er kannte alle Mitglieder des Verbandes, dung nach§ 129 nach den Reichsgerichtsentscheidungen wieder etwas Vorschriften, in Bezug auf das Vorgehen der Polizei gegen die er hat nun bei den Versammlungen der Schreiner für die Propaganda der That" anderes ist. Sie haben selbst von Herrn von Puttkamer gehört, Einzelnen unter uns, über die polizeiliche Spionage und Ueber- Zeugen auch eidlich festgestellt daß erst in Folge der neuen Judikatur des Reichsgerichts, und wachung u. s. w. Nur eines, das mich selbst betrifft, möchte ich gearbeitet. Weiter heißt es nun in dem Briefe:... wobei Sie nachdem jahrelang eine andere Praris für die Auslegung des als Beispiel anführen. Wenn ich eine Geschäftsreise mache und gefälligst auf ausreichende Angaben über die Personalien der Führer, § 129 bestand, die neueren Prozesse möglich geworden sind. Durch ein Rundreisebillet dazu nehme, so wendet sich hinter meinem Rücken Leiter und anderer hervorragender Leute auf diesem Gebiete Bedacht Schicken Sie Verzeichnisse, denen diese Zeilen diese neue Judikatur wurde es möglich, daß ich und eine Anzahl die Polizei an die Bahnverwaltung in Dresden und läßt sich die nehmen wollen. Genoffen auf Grund von uns selbst veröffentlichter Verhandlungen, Kupons, die ich genommen habe, abschreiben und meldet an der wieder beigefügt sind, an die Ihnen wohlbekannte Adresse des Chefs, die wir also doch sicher veröffentlichten in der Ueberzeugung, nichts Hand der Kuponliste meine Ankunft allen Polizeiverwaltungen der Berlin W. 72, Staiserin Augustastraße." Beiläufig bemerkt, hat Ungefeßliches gethan zu haben, auf Grund des§ 129 verurtheilt Städte, die ich besuchen könnte. Da kommt es vor, daß schon viele auch die hiesige Polizei Deckadressen benutzt; z. B. die Firma wurden. Also nicht deswegen, an einer geheimen Verbindung Tage vor meiner Ankunft die Polizeibeamten sich in den Hotels, Fumagalli, ein großer Juwelier, der gegenüber dem Reichstag theilgenommen zu haben, sondern an einer öffentlichen Verbindung, in denen ich zu logiren pflege, erkundigen, ob Bebel schon da sei, wohnt, ist eine der Deckadressen für die preußische Polizei, außerzu deren Zwecken aber gehöre, das Sozialistengeses außer Wirksam- oder wann er komme.( Heiterkeit.) Da aber der eine oder der dem noch einige andere, deren Namen wir kennen. Nun hat dieser Schröder weiter, wie nachgewiesen wurde, mit keit zu setzen. Wir wurden bekanntlich zu neun Monaten Gefäng- andere Kellner nicht weiß, wer ich bin, und mich persönlich nicht ich sezze das niß verurtheilt. M. H., ich wiederhole: unsere durch uns selbst kennt, so hat man die Photographie mit und fragt: Ist dieser Herr den bekannten Attentätern und Mördern Kumitsch, Stellmacher, Kammerer intime Be= veröffentlichten Kongreßprotokolle wurden benutzt, uns auf Grund bei Ihnen eingetroffen?( Große Heiterkeit.) Tag und Nacht steher hinzu des gemeinen Rechts zu treffen, aber erst nachdem die Staatsan- wir alle unter polizeilicher Ueberwachung. Wenn irgend einer von ziehungen gehabt, und zwar schon vom Jahre 1882 ab. Schröder wälte von vier Gerichtshöfen angegangen worden sind. Die An- Ihnen, m. H., der der Dresdener Polizei unbekannt ist, es ristiren hat im August 1883 einer Konferenz von Anarchisten in der Schweiz flagen wurden überall zurückgewiesen. Der fünfte nahm die Ver- will, mit mir einmal durch die Straßen von Dresden zu gehen, so beigewohnt und ihr zeitweilig präsidirt, in der die Attentate geplant handlungen auf, gebrauchte drei Tage, um das Material zu prüfen, feße ich meinen Kopf zum Pfande, daß er keine 5 Minuten mit mir wurden, die dann kurz darauf in Wien, in Straßburg, in Stuttgart und sprach uns dann unter Fällung eines Urtheils frei, von dem wandert, ohne daß ein geheimer Polizeibeamter höchstens zehn und anderwärts ausgeübt worden sind. Die Versammlung war im einer unserer Vertheidiger im Prozeß, der Herr Abg. Munckel, Schritt hinter uns her geht. Er wird uns überall hin folgen, er August 1883 nach Zürich einberufen, und zwar von einem Herrn meinte: es sei unmöglich, daß dieses Urtheil vom Reichsgericht auf- wird Sie bis ins Hotel verfolgen und wird sich erkundigen, wer Formaned, der dem Herrn Staatsminister als Anarchist wohlbekannt gehoben werde, das Landgericht in Chemniz habe das Urtheil gut Sie seien, der mit einem Bebel Umgang haben könne, was Sie sein wird aus dem Bericht des schweizerischen Bundesraths über festgemacht. Und ein zweiter meinte: das Reichsgericht könne nicht treiben, mit wem Sie sonst noch verkehren. Wir leben unter die Anarchistenuntersuchungen;- beiläufig bemerkt, hat die preußihinan. Aber das Reichsgericht hat doch hinangekonnt: es hat dieses geradezu niederträchtigen Zuständen, sodaß jedem Freunde des Volkes sche Regierung neben dem öffentlich erstatteten Bericht noch einen freisprechende Urtheil aufgehoben, es hat eine neue Judikatur in und des Vaterlandes die Scham in's Angesicht steigen sollte.( Große besonderen geheimen Bericht bekommen, worin sehr interessante Bezug auf§ 129 festgestellt, die Herr von Puttkamer hier mit so Unruhe. Sehr wahr! links.) Solcher Art sind die Zustände Thatsachen enthalten sein sollen. Herr von Buttkamer scheint be= streiten zu wollen, daß er von diesem geheimen Bericht etwas wisse, viel Genugthuung begrüßte. Auf Grund dieser neuen Judikatur sind heute in Deutschland. ießt in Deutschland die vielen neuen Prozesse möglich geworden. Ich komme jetzt auf das Kapitel der agents provo- ich habe aber davon gehört. Diese Versammlung war also unter Wir selbst wurden auf Grund derselben mit nahezu der höchsten cateurs.( Aha! rechts.) Sie werden manches Neue erfahren, Anderen besucht von den bekannten Anarchisten Stellmacher, Kaufich gebe Ihnen mein Wort und vielleicht recht In- mann, Kammerer, Kumitsch, Kettel, Etter. Kaufmann stand eben= Strafe die das Gesez tennt, als Mitglieder der Verbindung, da wir m. H. nicht als Leiter angesehen wurden, weil nach dem Urtheil die Leiter tereffantes, wenn auch vielleicht nicht Angenehmes. Da habe ich nun falls im Dienst der preußischen Polizei und ist ein ganz verlottertes, dieser Verbindung in Zürich fizen, zu neun Monaten Gefängniß zunächst folgendes zu konstatiren: Herr von Puttkamer hat bersumpftes Subjekt, einer der elendesten Menschen, die die Erde verurtheilt. Also nahezu mit dem höchsten Strafmaß, obgleich uns nicht im Mindesten den Versuch gemacht, die Thatsachen, die von trägt; er wurde damals von der preußischen Polizei bezahlt, und vier Gerichte nichts angethan haben, das fünfte uns aber frei- meinem Freunde Singer hier auf dieser Tribüne in Bezug auf er hat den Schröder an die preußische Polizei, und zwar Herrn Schröder und Haupt angeführt wurden und die wir in den bekannten Krüger, zugeführt, der ihn als Agent engagirte, wie Schröder selbst gesprochen hatte. Ferner hat acht Jahre lang im deutschen Reich in Bezug auf Schriftstücken zu Ihrer aller Kenntnißnahme verbreitet haben, zu eingesteht. Schröder giebt zu, daß er zu Stellmacher 2c. nicht nur in den Begriff der Verbreitung von Schriften die Auffassung bestreiten; Herr von Buttkamer hat nun feierlichst dagegen sich ver- intimen Beziehungen gestanden, sondern daß Stellmacher ihm Vorbestanden, daß jeder auf ein Eremplar der verbotenen Schrift wahrt, daß er von derartigen Dingen Kenntniß habe oder gar es schläge behufs Brogaganda der That machte. Er will sie zwar abonniren könne, daß das nicht straffällig sei. Dem ensprechend hat billige, daß Organe der preußischen Polizei agents provocateurs abgelehnt haber, bleibt aber auch nachdem intim mit ihm. M. H., das Reichsgericht in all den Jahren von 1880 bis Anfang 1887 engagirten und bezahlten. Weiter ist durch Herrn von Puttkamer, im August 1883 war diese Konferenz, am 29. Oftober 1883 erfolgte entschieden; das wird Herr Generalstaatsanwalt Held mir be- und zwar in Folge einer Provokation des Herrn Dr. Bamberger, das bekannte Attentat im Frankfurter Polizeigebäude; am 20. Noich wußte es zwar, aber es war mir ange- bember wurde das Raubattentat auf der Banquier Heilbronner in stätigen. Es wurde sogar entschieden, daß, wenn zwei gemeinsam festgestellt worden auf ein verbotenes Blatt abonnirten, dies keine Verbreitung im nehm, daß es durch Herrn von Puttkamer offiziell vor dem Hause Stuttgart ausgeübt durch Kumitsch und Genossen, in Folge dessen -: daß der von uns denunzirte Beamte Krüger Polizei- Kumitsch zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Am 15. DeSinne des Sozialistengeseßes sei, und das stimmte auch mit den geschah Ausführungen, die der jedenfalls beste Kenner des Sozialisten- direktor sei und im Ministerium des Auswärtigen beschäftigt werde, zember war das Attentat auf den Polizeikommissar Hlubeck in Wien, gesetzes, der Vorgänger des Herrn Generalstaatsanwalts Held, wenn ich nicht irre, seit ungefähr einer Reihe von Monaten, und der durch Kammerer erschoßen wurde. Kammerer hat auch die Dr. von Schwarze, der früher Mitglied des Hauses und Re- zwar ist Herr Krüger Chef der gesammten politischen beiden Straßburger Morde und den Mordanfall auf Eisert, leßteren ferent der Sozialistengesezkommission seinerzeit war, über den Sinn Polizei im Ausland, so weit sie vom deutschen Reich engagirt, in Gemeinschaft mit Stellmacher, ausgeübt, und wurden beide des Gesetzes in einem Kommentar veröffentlichte, überein. Er hatte geleitet und bezahlt wird. Herr von Puttkamer hat weiter diesem Thäter in Folge dessen hingerichtet. Kurz darf erfolgte das be= sich dahin ausgesprochen, daß die Exemplare, die im Privatbesitz Polizeidirektor Strüger ein außerordentlich günstiges Zeugniß aus- fannte Marstallinger Raubattentat in Wien, deffen Thäter bis heute sich befinden, nicht weggenommen werden fönnten. Was thut nun gestellt, er hat ihn als einen tüchtigen, befähigten, gewissenhaften, noch nicht gefunden sind, dann am 24. Januar 1884 die Erschießung ich bestreite das nicht. Herr des Polizeikommissars Blöch in Florisdorf durch Stellmacher, der, das Reichsgericht? Nachdem acht Jahre lang nach seiner brauchbaren Beamten hingestellt; eigenen Methode als Recht gegolten hat, daß das Selbstabonnement von Buttkamer wird mir vielleicht auch weiter bestätigen, daß der wie schon bemerkt, zugleich an dem Eisert'schen Morde betheiligt und die Abgabe des Blattes an einen zweiten keine straffällige Herr Polizeidirekter Krüger genau die Intentionen des Herrn von war und zwar die Ermordung der Eisert'schen Kinder auf dem GeThätigkeit sei, kommt es auf einmal und sagt: das gilt nicht mehr; Buttkamer und seines gegenwärtigen Chefs, des Fürsten Bismarck, wissen hat. Das sind die Intimen des von Herrn Krüger engagirten jezt ist straffällig und wird als Anstiftung zum Verbreiten an- fennt. Er bestreitet es nicht; ich nehme an, er ist mit meiner An- preußischen Polizeiagenten Schröder, diese Bande von Mördern und Naubgenossen!( hört! hört! links.) gesehen, wenn ich für mich allein abonnire. In der Thatsache des ficht einverstanden.( Heiterkeit.) Abonnements erkennt das Reichsgericht eine Anstiftung zur Ver- Weiter, m. H., ist von uns Herr von Hacke denunzirt worden Weiter giebt Schröder zu, daß er auch Neve und Peukert breitung, auch wenn ich die Bestellung im Auslande, z. B. bei der als einer der Beamten, der agents provocateurs angestellt habe. kannte, daß Neve sogar bei ihm logirt habe. Es ist weiter unter Expedition in Zürich, gemacht habe. Und so sind die seit Jahren Herr von Puttkamer es geschah jedenfalls aus Vergeßlichkeit den Anarchisten in Zürich bekannt gewesen, daß Schröder die Kiste erlassenen Erkenntnisse von ein und demselben Gerichtshofe auf ein- hat über die Qualifikation dieses Beamten kein Wort gesagt; ich Dynamit, die mein Freund Singer und ich selbst gesehen, seit mal über den Haufen geworfen worden. Es ist ferner reichs- feze voraus, daß alle die guten Eigenschaften, die er dem Herrn Jahren bei sich in der Wohnung hatte, die er von den Anarchisten gerichtlich festgestellt, daß selbst dann, wenn der Betreffende selbst Polizeidirektor Krüger in so reichlichem Maße zugeschrieben hat, auch Wübbeler und Etter will bekommen haben. Etter ist in Reutlingen Herr von Puttkamer vor einigen Wochen auf Grund eines Steckbriefes der Züricher nicht bestellt hat, aber durch die Stellung seiner Persönlichkeit an- bei dem Herrn von Hacke vorhanden sind. genommen werden kann, die auswärtige Person habe ein Interesse, bestreitet auch das nicht( große Heiterkeit); ich seze also seine Zu- Polizei attrappirt worden, Wübbeler in Brüssel. Beide bestreiten ihn mit dem Inhalt des Blattes bekannt zu machen, daß selbst ſtimmung zu meiner Auffassung voraus. Nun, m. H., ich konstatire auf das Allerentschiedenste, dem Schröder das Dynamit, das be= dann die Verleitung- es ist unerhört zur Verbreitung ange- das alles ausdrücklich, und nun fonstatire ich weiter, daß die Herren fanntlich aus Opladen im Regierungsbezirk Düsseldorf stammt, ja, Herr Kollege, übergeben zu haben. Es wird nun interessant werden, festzustellen, nommen werden, und der betreffende Paragraph des Geseßes, der( Zuruf: Das ist ja der reine Staatsanwalt!) die Verbreitung bestraft, in Straft treten tann. Stünftig würde also es giebt jezt auch sozialdemokratische Staatsanwälte, und ich hoffe, wer der eigentliche Ueberbringer und Besorger dieser Dynamitich konstatire also, daß fiste war. nach dem neuen Gesez bei Personen, die sich die Agitation für die die machen ihre Aufgabe nicht schlecht Weiter ist nachgewiesen, daß nicht allein bei dem Schlosserstreik Sozialdemokratie zum Geschäft machen, auch wenn sie ein ver- diese beiden pflichttreuen, gewissenhaften, tüchtigen" Beamten, die botenes Blatt nur für sich abonniren, mit zwei Jahren Ge- genau in die Intentionen ihres Chefs eingeweiht sind, mit Wissen in Zürich Schröder direkt zur Gewaltthat provozirt hat durch fängniß in minimo zu bestrafen sein! und Absicht agents provocateurs engagirt und bezahlt haben. Leute, die er aufgehezt hatte. Es ist weiter nachgewiesen, daß bei und werde das be- einer Massendemonstration, die zu Gunsten des Arbeiters Göckler Nun sind nicht allein wir auf den„ Sozialdemokrat" abonnirt,( Hört! hört! links.) Ich konstatire weiter sondern auch z. B. Herr von Puttkamer, es würde mich weisen und werde mich hierbei auf die Meinung der bezüglichen im Juni vorigen Jahres stattfand, der, weil er im Zorn einen nun in der That sehr freuen, eines Tages Arm in Arm oder auch schweizerischen Beamten beziehen( Lachen rechts) ja, die gelten Werkführer, der ihn schwer beschimpfte, niedergeschlagen hatte, zu Hand in Hand mit ihm nach Plößensee zu marschiren, weil wir iezt auf einmal nichts, aber warum bewerben sich Ihre Polizei- vier Jahren Gefängniß verurtheilt worden war, während kurze Zeit beide auf den„ Sozialdemokrat" abonnirt find.( Große Heiterfeit. agenten so sehr um die Gunst dieser schweizer Beamten? Ich vorher ein wohlhabender Züricher Bürger, welcher einen Arbeiter Zuruf: Er muß ihn abonniren, um zu wissen, was d'rin steht!) fomme später auf dieses Kapitel zurück. Ich konstatire also erschossen hatte, von dem Schwurgerichte zu Zürich nur zu vier Das muß ich auch, Herr von Boetticher. Das ist nothwendig, denn weiter, daß die agents provocateurs, namentlich der Schröder, be- Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, und die Arbeiter wenn Herr von Buttkamer hier in's Haus kommt und aus dem zahlt worden sind zu dem Zweck, um in der Schweiz Gewalt- Zürichs über diese ungleiche Verurtheilung aufgebracht waren, ver= " Sozialdemokrat" vorlieſt, muß ich kontroliren können, ob er richtig thaten, Ruheſtörungen und selbst Attentate hervorzurufen, das anstaltet wurde, ich sage, es ist nachgewiesen, daß Schröder bei nehmen vorliest.( Heiterkeit.) Ja, das ist nöthig. Wir können uns doch Asylrecht dadurch in Mißkredit zu bringen und den dieser Demonstration gerathen hat, man solle doch einige dieser wie er die Dynamitpatronen bezeichnete unmöglich Dinge in die Schuhe schieben lassen, von denen wir gar schweizer Bundesrath zu veranlassen, daß nicht allein Blutwürfte feine Ahnung haben. die Anarchisten, sondern auch die Sozialisten aus der und unter die Polizei werfen, die den Zug begleitete.( Hört! links.) Sie sehen, zu welch' ungeheuerlichen Zuständen wir allmählich Schweiz ausgewiesen würden( hört! hört! links); und damit Weiter, m. H., ist nachgewiesen, daß dieser Schröder nicht allein in kommen. Wo soll das mit all' diesen Dingen noch hinaus? Einer in solchen Fällen der geheime Macher dieser Schuftereien, der agent Kneipen im Sinne der Anarchisten gearbeitet, daß er in zahlreichen unserer bedeutendsten Rechtsanwälte hat schon vor vielen Jahren provocateur selbst, nicht ar dem Nockkragen gefaßt und über die Versammlungen, die er namentlich durch seine Stellung als Präsident einmal in einer Rede ausgesprochen, wie gerade in erregten Zeiten Grenze gebracht werden kann, hat Schröder schon seit einer Reihe der Schreinergewerkschaft in allen möglichen Orten der Schweiz zu die Gerichte dazu kommen, dem Gefeßesparagraphen eine Deutung von Jahren die Klugheit gehabt, mit preußischem Polizeigelde halten veranlaßt war, zu Gewaltthaten aufgereizt hat. Es ist ferner zu geben, an die der Gesetzgeber selbst ganz und gar nicht dachte, schweizer Bürger zu werden, so daß er richt ausgewiesen werden nachgewiesen, daß er seine Genossen Wüstenfeld, Etter u. s. w. nach und daß auf diese Weise Bergehen konstruirt würden, von denen kann.( Bewegung.) Mit Haupt steht es etwas anders, wie die verschiedenen Städten der Schweiz geschickt hat mit der Aufforderung, der Gesetzgeber sich nichts hat träumen lassen, die er niemals für neuesten Telegramme beweisen; da dieser auf Grund des schweizer Streife anzuzetteln, Streike, wobei die Arbeiter solche Forderungen stellen mußten, daß sie die Arbeitgeber nicht befriedigen konnten.[ die kaiserliche Familie nicht getroffen wurde. Es war wohl da ein| Pension von jährlich 1200 Mark bezog, und habe sich als Spizel Die Arbeiter sollten auf diese Weise aufgehezt und schließlich zu Irrthum vorliegend; es handelte sich wohl um ein anderes Attentat. für die preußische Polizei angeboten. Er ist in dieser Stellung Attentaten oder Gewaltthätigkeiten verleitet werden. Denn, m. H., daß das Winterpalaisattentat mißglückte, war einem auch angenommen worden.( Buruf vom Bundesrathstische: Das M. H., alle diese Thatsachen haben bei mir, der ich dies aften- reinen Zufall zuzuschreiben: einige Minuten( Lachen rechts- Zuruf: ist falsch!) Nun ist Folgendes interessant. Im Frühjahr 1884 mäßig kenne, und auch bei den betreffenden Beamten in der Schweiz der weiß es genau!) es ist durch die Zeitungen gegangen wendet sich Herr von Ehrenberg mit einem Memorandum an die Ueberzeugung wachgerufen, daß Schröder in der That allen einige Minuten, bevor die kaiserliche Familie den Saal betrat, stürzte das französische Kriegsministerium, indem er ihm Schildeseinen Einfluß aufgeboten hat, Attentate zu provoziren. Dadurch die Decke ein. Aber ich will etwas anderes sagen: Dank scheint die rungen über militärische Zustände in Deutschland giebt und namentsollte die öffentliche Meinung in der Schweiz im höchsten Grade in preußische Regierung von Seiten der russischen Regierung nicht gefunden lich auch einen Plan entwirft, wie die Festung Wesel von den Aufregung und in Entrüstung gebracht, und in Folge davon nicht zu haben. Denn ich erinnere mich aus den letzten Worten gerade Franzosen überrumpelt werden könne.( Ruf rechts: Ja, das ist nur die Anarchisten, sondern auch die der preußischen Regierung jo auch mit Bezug auf den Brief des Krüger an Haupt:" Das nächste richtig!) Darauf ist ihm vom französischen Kriegsministerium die verhaßten Sozialisten aus der Schweiz herausgeworfen werden. Ich Kaiserattentat soll von Genf ausgehen; schreiben Sie mir, ich er- Antwort zugekommen: Lieber Herr, Ihre Sachen können wir nicht habe dies nur zur Ergänzung der Ausführungen meines Freundes warte Briefe von Ihnen";- jedenfalls eine ganz merkwürdige Art, gebrauchen; was Sie da alles mittheilen, sind längst bekannte Dinge, Singer hier angeführt. von einem Agenten Berichte einzufordern. Ich sage, m. H., die ist uns nichts neues. Herr vor Ehrenberg ließ sich nun aber nicht Dann, m. H., der Haupt, der mittlerweile ausgewiesen ist. russische Presse denunzirt die preußische Polizei, daß sie agents abweisen. Er arbeitete ein neues Memorandum an das französische Dem Haupt darf man das Zeugniß ausstellen, daß er den Sozia- provocateurs anstellt, die solche Attentate planen, und daß, nachdem Kriegsministerium aus und entwickelte in demselben einen Plan, listen, also unseren Leuten gegenüber sich in Genf merkwürdig ge- fie rechtzeitig die russische Regierung unterrichtet habe, das Attentat worin er sich anheischig macht, im Falle eines Krieges die deutsche schickt, flug und zurückhaltend benommen hat, so daß, als nach Genf nicht zur Ausführung komme. Wie weit das wahr ist, weiß ich Sozialdemokratie zur Insurrektion zu verleiten( hört! hört! die Nachricht kam, Haupt sei ein preußischer Polizeispigel, alles nicht; aber ich kann Ihnen das eine sagen: nach dem, was ich bei den Sozialdemokraten), so daß im Rücken der im Felde stehenden sagte: das ist ja undenkbar, Haupt ein Polizeispizel, das ist ganz bisher auf diesem Gebiet erfahren habe, bin ich geneigt, alles zu Armee operirt würde, und für diesen Zweck fordert er vom franzöſiunmöglich! Nun muß ich gleich eine Thatsache berichtigen; Herr glauben.( Ruf rechts: Das scheint fo.) schen Kriegsministerium einige hunderttausend Franken.( Hört! hört! von Buttkamer hat gesagt, daß eine Bande von Strolchen zu Haupt Weiter, m. H., das ist nämlich interessant, und ich sehe hier links.) Er giebt an, daß zwar überall in Deutschland bereits geheime und Schröder gekommen sei, hätte sie überfallen und zu allen mög- einige Herren aus dem Kriegsministerium, für die es besonders Komitees organisirt seien, wobei nur auffällig war, daß diese gar lichen Geständnissen gezwungen. Herr von Puttkamer war überhaupt interessant sein wird: ich will nun anführen, daß Haupt...( Rufe tein Geld haben sollten. Es brauche also, so meint er, bloß der in seiner ersten Rede etwas sehr erregt, andererseits etwas sehr rechts: Lauter!) Ja, seien Sie nur ein bischen ruhig; ich spreche Moment zu kommen, und der Krieg auszubrechen, dann sei er der niedergeschlagen( große Heiterkeit) und man kann ihm da zu gute schon lange.( Ruf rechts: Ja, das ist wahr, zwei Stunden schon!) Mann, der als militärischer Leiter die ganze Insurrektion machen halten, daß er jene Rede mit solch' starken Worten spickte, wie sie Ja, wir fämpfen hier, so zu sagen, um unseren Kopf, und wenn und somit die deutsche Sozialdemokratie veranlassen werde, um ihre sonst bei einem Manne in seiner sozialen Stellung und von seiner ich vier Stunden rede, so ist das für das, was ich vorzubringen Ziele zu erreichen, gegen die eigenen Landsleute, die im Felde Bildung nicht üblich sind und nicht vorkommen dürfen. Wenn er habe, nicht zu viel; ich habe das Recht, so lauge zu reden, als es stehen, in landesverrätherischer Weise zu revoltiren.( Hört! hört! mit Worten um sich geworfen hat, wie Strolche, Bande, Mord- mir gefällt.- Also Haupt ist wegen Ohrfeigens eines Unteroffiziers links.) M. H., es scheint, daß im französischen Kriegsministerium brenner, Bestien, und was sonst noch für schöne und liebenswürdige als Soldat im 93. Infanterieregiment Anhalt am 2. Februar 1875 dieser Plan Beachtung gefunden hat. Man kann das ja begreifen. Ausdrücke vorkamen, so will ich Herrn von Puttkamer auf diesem flüchtig geworden. Das ist nun ein Vergehen, was, wie Sie Ich erinnere bloß an die bekannten Geschichten, die Fürst von BisWege nicht folgen; dafür halte ich mich zu gut. Ich will aber alle wissen, nach dem Militärstrafgesez mit sehr harter Strafe ge- mard im Jahre 1866 gegen Desterreich durch Klapka, Kossuth u. s. w. erklären, daß die Leute, die Schröder und Haupt entlarvt haben, ahndet wird. Aber Haupt ging in's Ausland und war nicht zu eingefädelt hat.( Unruhe rechts.)- Ich will nur daran als Beispiel ehrliche, brave Arbeiter waren,( Bravo! links), ehrliche erlangen, Haupt wurde Ende 1880 Spion, er ging mit Einverständ- erinnern; ich will nur sagen, es wäre gar nichts neues, wenn das Arbeiter, die bisher diesen Leuten, wie Haupt und Schröder, ihr niß der preußischen Polizei, des Hauptmanns Krüger, nach Genf, die Franzosen nachmachten. Leider! Doch hören Sie weiter. Ein vollstes Vertrauen schenkten, und die natürlich außer sich waren, weil dort ein wirksames Feld seiner Thätigkeit war. Doch in Genf höherer Offizier aus dem französischen Generalstabe kommt darauf als sie die ihnen unglaublich scheinende Nachricht bekamen. Sie konnte er vorerst nicht lange Aufenthalt haben und vor allen Dingen zu einem Pariser Journalisten, der mit unseren Leuten, wenn auch gingen also zu ihnen und legten ihnen die Frage vor, ob das wahr nicht das Bürgerrecht erlangen, wenn er nicht die nöthigen Legiti- nur entfernt, in Beziehung steht. Er theilt ihm den Ehrenberg'schen sei, sie sollten gestehen. Schröder hat erst nach einigem Zögern mationspapiere hatte. Die hätte ihm seine Heimathbehörde nicht Plan mit und sagt, ob denn der Herr von Ehrenberg, der diesen gestanden; Haupt aber, der nach den Worten des Polizeidirektors gegeben, weil er militärpflichtig war. Es galt also, um jeden Preis Plan habe, wirklich so ein Mann sei, daß er bei der deutschen Krüger als ein baumstarker Mann bezeichnet wird, der einen Russen diese Fluchtgeschichte in irgend einer Weise zum Ausgleich Sozialdemokratie einen solchen Einfluß ausüben könne. Der antunter den Tisch ſaufen könne", wie er ihm anrieth, um dadurch zu bringen. Haupt wendete sich jetzt an das Militärkommando wortet ihm: das ist ja leerer Schwindel; es ist ja offenbar, daß bei ihm in's Logis zu gelangen und Einbrecherdienste üben zu des 93. Infanterieregiments, erklärte, er sei zwar fahnenpflichtig, Herr von Ehrenberg ein agent provocateur ist, und der Plan eine schöne Moral für einen königlich preußischen habe die Ohrfeige gegeben u. s. w., und fragte an, ob er die Sache folgenden doppelten Zweck hat. Erstens stehe man jetzt in Deutschland Beamten! Ich habe überhaupt gehört sowohl aus den Worten des nicht mit einer Geldstrafe abmachen könne. Darauf wird ihm vom kurz vor den Wahlen die im Oktober 1884 bekanntlich ſtattHerrn von Buttkamer und des Herr von Helldorf, daß Moral und Kommando des 93. Infanterieregiments ich habe die Briefe im fanden und da sei es der preußischen Regierung vielleicht sehr Humanität im preußischen Staatslerikon keine Gültigkeit haben. Original in Händen gehabt, sonst würde ich es nicht glauben daran gelegen, wenn sie unter Kenntnißnahme von diesen Plänen ( Unruhe rechts.) Ja, ganz entschieden, m. H., hat man sich so mitgetheilt, daß, wenn er 150 Mark zahle, die That ausgeglichen die Sozialdemokraten als Landesverräther brandmarken könnte, zum ausgesprochen, das wird durch die Berichte konstatirt werden. Nun, sei( hört! hört! links); also 150 Marf auf Vergehen, auf die sonst Mindesten nachweisen könnte, was es für Menschen seien, die mit der Haupt hat, als er von seinen Freunden gepackt wurde, wie ein viele Jahre Gefängniß stehen. Ich sehe hier einen der Herren den Führern der Sozialdemokratie in persönlicher Beziehung stehen, Kind zu weinen angefangen, und er gestand sofort, daß er seit aus dem Kriegsministerium, ich weiß seinen Namen nicht; der Herr wessen sie alles fähig seien, und was man demnach von dieser Partei sieben Jahren im Dienste der preußischen Polizei sei. mag die Güte haben, an das Militärkommando des 93. Infanterie- zu gewärtigen habe. Zweitens gelte es, die französische Republik Und es ist fast unglaublich bei einem solchen Menschen, der diese regiments zu telegraphiren mit der Anfrage, ob die von mir ange- als Friedensstörerin und Aufwieglerin zu denunziren und zu brandStellung einnimmt erklärte sich auf Aufforderung eines Genossen führte Thatsache wahr ist.( Ruf: Zeigen Sie doch den Brief vor!) marten. Daraufhin wurde Herr von Ehrenberg abgewiesen. Ich sogar bereit, von Genf nach Zürich zu reisen und in Zürich in Herr von Puttkamer, ich habe gesagt: ich habe den Brief in habe noch zu bemerken, daß alle diese Schriftstücke mit dem Namen aller Form seine Geständnisse zu Papier zu bringen, und das hat Zürich gesehen und die Originalbriefe selbst in den Händen gehabt.„ von Ehrenberg" unterzeichnet waren, und an eine Decadresse nach er gethan. Schröder seinerseits erklärte sich bereit, eine Einsicht( Buruf.) Es wird mir nicht geglaubt; vielleicht kann ich sie der Schweiz die Antworten zu senden waren. Nun, ich weiß in seiner Papiere zu gestatten, und während man darüber mit ihm schaffen, wenn sie nicht die Schweizer Behörden behalten. Aber ich diesem Augenblick nicht ich habe vergessen, mich darnach zu_er= verhandelte, entdeckten die Leute rein zufällig die ganze Geschichte will Ihnen etwas anderes sagen, Herr von Puttkamer: die Akten kundigen weshalb Herr von Ehrenberg in der Schweiz in Haft spielte sich zunächst in der Werkstätte ab unter einem Haufen in dem Prozeß Haupt werden Ihnen genau so bekannt werden, wie fam; es ist auch gleichgiltig; ich glaube, die Schweiz war der Hobelspähnen die Dynamitkiste, die dort versteckt war. Dieser Um- Ihnen die Aften aus der Ehrenberg'schen Untersuchung mitgetheilt Meinung, daß Herr von Ehrenberg sogar im eigenen Lande gegen stand veranlaßte, daß jezt die Züricher Polizei zu Hilfe gerufen sein werden.- Wissen Sie das nicht? Ich weiß das ganz genau; sie konspirirt und an Italien gewisse militärische Geheimnisse in wurde, denn auf die bloße Thatsache, daß Schröder Polizeispion ich sage Ihnen nur: die Aften werden Ihnen sehr gern zur Einsicht Bezug auf die Schweiz verrathe. war, hatte die schweizer Polizei keine Veranlassung, nach dem dort vorgelegt werden; fragen Sie einmal bei Herrn von Bülow an, In der Hausdurchsuchung, die nunmehr bei von Ehrenberg bestehenden Recht, einzuschreiten; sie schritt nicht eher ein, als wie ob die Thatsache sich bestätigt. Fragen Sie an! Ich führe diese stattfand, und bei der seine Verhaftung vorgenommen wurde, sind Gefahr vorhanden war, daß Schröder die Dynamitkiste nur habe, Militärsache hier nur zum Beweise an, was alles in Deutschland nun eine ganze Reihe interessanter Aftenstücke mit Beschlag belegt um damit Verbrechen anzuftiften. Ich will bemerken, daß in der jetzt möglich ist, selbst in der Kriegsverwaltung, wo ich das geradezu worden. Ich will Ihnen nur vier anführen. Das erste war ein Kiste eine ganze Lage von Dinamitpatronen gefehlt hat, von denen für ausgeschlossen und unmöglich gehalten hätte, wenn mir nicht diese Plan es geht aus der ganzen Fassung des Schriftstücks hervor, man bis zum Augenblick noch nicht weiß, wozu fie verwendet worden Thatsachen durch die betreffenden Belegstücke bekannt geworden wären. daß dasselbe eine Kopie war und an andere abgesandt-, worin find. Ich sage also, erst nach Entdeckung des Dynamits hat die Ich gehe zu der Affaire Ehrenberg über. Herr von Ehren- Ehrenberg entwickelt, auf welche Weise an einem Sonntag in die Polizei eingegriffen, Schröder wurde verhaftet, und als am nächsten berg ist bekanntlich, wie Sie in den Telegrammen heute lesen können, Expedition des ,, Sozialdemokrat" in Zürich eingebrochen Lage Haupt auch nach Zürich kam und dort seine Geständnisse vom Bundesrath in Bern aus der Schweiz ausgewiesen worden werden könne, wie man dort Briefe und Aftenstücke bekommen machte, wurde von unseren Parteigenossen die Züricher Polizei bewegen anarchistischer Umtriebe. Herr von Ehrenberg war mehr als fönne, und daß er sich anheischig mache, die Leute, die den Einbruch nachricht, daß Haupt da sei, Haupt habe die und die Geständnisse bloß Anarchist, er war agent provocateur. Herr von Ehrenberg vornehmen sollten, zu instruiren und zu unterweisen.( Hört! links.) gemacht, und er wurde sofort auch eingesponnen. So, m. H., hat war Hauptmann es wird gesagt, im badischen Generalstab; ich Das zweite Schriftstück ist ein Aufruf. Ich habe ihn hier, es fich zugetragen. Ich glaube, die Arbeiter haben sich hier wahr- glaube, Hauptmann in einem badischen Artillerieregiment. Er hat will ihn aber nicht verlesen. Derselbe führt die Ueberschrift:„ Die haftig sehr anständig und rechtschaffen verhalten, und statt daß man zu Anfang der achtziger Jahre, als er nicht mehr aktiver Militär gefährlichsten Feinde der sozialdemokratischen Bewegung in Deutschfie mit Schimpfworten, wie: sie seien Strolche, belegte, wie wir das war, in Baden für die süddeutsche Volkspartei agitirt, war auch land." In diesem fordert Ehrenberg auf zur Vorbereitung für die von dem Herrn Minister des Innern gehört haben, meine ich, Reichstagskandidat, wie mir der Herr Gesandte aus Baden bestätigen Revolution. Er sagt:„ Der ganze Parlamentarismus ist Schwindel, wären den Leuten gegenüber, die er selbst als Schufte gebrandmarkt wird. Er hatte eine Broschüre über das Militärwesen geschrieben, diese Parlamentarier in Deutschland sind Verräther, das ist Judenhat, für die Leute, die diese Schufte entlarft haben, ganz andere, in Folge deren er damals zu drei Monaten Festung verurtheilt bande, die dort das Wort führen. Nicht allein haben Juden im höflichere Bezeichnungen, wenn nicht gar Lob am Blaze gewesen. wurde, die er in Wesel verbüßte. Alsdann kam er nach der Schweiz Barlament das Wort für die Partei, auch im Parteiorgan ist der ( Sehr richtig! links.) Aber nach der Meinung jener Herren können soviel ich weiß: 1883; damals habe ich den Herrn persönlich Redakteur ein Jude." Er bezeichnet uns als indirekte Mitarbeiter Sozialdemokraten gar nichts anderes als Lumpe sein; sie können kennen gelernt in der Schweiz. In Deutschland hatte er sich mit Bismarc's. können 71 noch so rechtschaffen handeln, namentlich wenn sie, wie hier, so un- der Volkspartei liirt, dort hat er sich unseren Leuten genähert, er Ein zweiter Aufruf lautet folgendermaßen:„ Aufruf an alle angenehme Dinge für die Herren oben an das Licht der Deffent- hat vor allen Dingen in der Redaktion des„ Sozialdemokrat" Ein- muthigen Männer, welche ein besseres Loos der ausgebeuteten Volkslichkeit bringen, dann müssen sie erst recht Strolche und Lumpe sein. gang zu erlangen versucht. Mißtrauen hatte kein Mensch ich klasse herbeiführen wollen." Nun, m. H., dieser Aufruf ist in Bezug Der Spion Haupt hat sich also uns und unseren Leuten gegenüber bin auch überzeugt, daß er damals durchaus nicht das war, was auf den Zweck, den er verfolgt, nämlich den Hochverrath zu organisiren, vergleichsweise anständig gehalten, dagegen hat er bei Russen und er später geworden ist; sein Preußenhaß, den er damals zur Schau das stärkste, was man sich vorstellen kann. Die Anrede lautet:„ Brüder, Polen den agent provocateur gespielt. Dafür nur eine trug, war, glaube ich, ehrlich gemeint, und der war glühend. Aber, Kameraden." Dann heißt es:" Seit lange besteht im Geheimen Thatsache. Er hat sich in das ganz besondere Vertrauen der Polen Herr von Ehrenberg ist ein etwas erzentrischer Mensch...( Buruf ein Komitee, welches in allen Erdtheilen Verbindungen hat, trefflich und Russen einzuschleichen gewußt, er ist den Leuten nicht nur per- vom Bundesrathstisch: Verrückt!)- Verrückt? Das ist ein wahres organisirt ist und Waffen besigt, gegen welche die Bewaffnung, die sönlich außerordentlich liebenswürdig entgegengekommen, sondern er Glück für Sie, daß er verrückt geworden ist.( Große Heiterfeit.) Taftit der heutigen Heere ein Kinderspiel sind. Wir können mit unseren hat sie auch zu sich zu Tisch geladen, hat den Flüchtlingen Arbeit Ich habe mir gedacht, daß er verrückt werden würde wenigstens Hilfsmitteln die Welt erobern, sobald ihr es wollt! Die Freiheit verschafft, hat ihnen Geldunterstützungen gegeben alles natürlich für verrückt erklärt werden würde. In der Schweiz ist man nicht wird keine Phrase mehr sein, wenn alle jene Männer, welche sie im aus dem preußischen Polizeisäckel. Auch Schröder hat gleiches ge- der Meinung, daß er verrückt sei oder gewesen sei. Munde führen, dieselbe auch in der That erstreben. Sobald ihr than. Schröder hat bereits im Herbst 1885 sich beklagt, wieviel er Gr trat im Herbst 1883 in unsere Partei ein, in der er übrigens dies wollt, Männer, schlagen wir los, und wir werden und müssen unterstützen müsse, er habe schon nahezu 300 Frank an Russen und nur vier Monate verblieb. Ich hatte damals Gelegenheit, mit ihm siegen in Folge unserer trefflichen bisher unerreichten geheimen Polen ausgegeben.( Buruf rechts.) Ich begreife nicht, wie die zusammenzukommen. Ich komme regelmäßig zweimal des Jahres Organisation. Männer der Arbeit, Soldaten und all' ihr Gedrückten Anarchisten sich nicht die Frage vorgelegt haben: wo friegt der das in Folge meiner geschäftlichen Stellung als Handlungsreisender nach und Geknechteten, die ihr nach Brod und nach Freiheit strebt, laßt Geld her?( Herr von Kardorff: Sehr richtig!)- Allerdings, Herr der Schweiz und besuche natürlich auch meine Freunde in Zürich. euch nicht irreführen durch das nichtssagende Gewäsch gewissenloſer von Kardorff, das habe ich mich auch gefragt. Die Leute waren Da wurde ich mit Herrn von Ehrenberg bekannt, von dem man Parlaments- und Zeitungsschwäber, welche euch vorflunkern wollen, aber so verrannt und fanatifirt, außerdem hatte Schröder ein selbst- mir vorher mitgetheilt hatte: du wirst einen Herrn finden, etwas daß die soziale Frage auf friedlichgefeßlichem, auf sogenanntem parlamenständiges Geschäft, natürlich nur zum Schein; er hat selbst zuge- seltsam, aber wirst sofort finden, daß er kommt und dir beweisen tarischen Wege gelöst werden könne." M. H., in dieser Weise geht geben, daß er die Schreinerei nur zum Schein betrieben habe, genau wird, daß es nothwendig ist, daß jetzt die Sozialdemokratie die es durch das ganze Schriftstück fort zirka sechs Seiten lang. An wie Haupt ein ähnliches Geschäft hatte. Die Leute haben es als Revolution vorbereitet, und daß vor allen Dingen sie endlich sich einer Seite nun tritt der Soldat zum Vorschein. Er sagt: Wenn reine Wahrheit angenommen. So hat sich nun Haupt bei den einmal mit der revolutionären Kriegswissenschaft bekannt macht. Und wir nun aber losschlagen wollen, dann dürfen wir nicht gegen die Russen und Polen einzuschleichen gewußt. Nun passirte es, daß im in der That, so geschah es. Ich habe natürlich Herrn von Ehren- vereinigten Feinde in Europa das thun. Nein, er sagt:„ Aber auch Jahre 1884 ein Pole namens Ducatein, der, wie ebenfalls berg sofort ganz gehörig abblißen lassen. Und als ich nach einigen ohne diese Allianzbestrebungen unserer Feinde widerspricht es allen zeugeneidlich feststeht, sich vergiftete, weil er eine politische Mission, Monaten weiter hörte, wie der Herr ganz in demselben Sinne, und Säßen der Klugheit und der Erfahrung, sich ohne Noth gleichzeitig die er übernommen, nicht ausführen konnte und da ich weiß zwar zunächst mit einem gewissen Schopen, der ebenfalls ausge- gegen mehrere Feinde zu wenden. Der Stratege drückt das kurz nicht welcher Art die Mission war aus Verzweiflung sich den wiesen worden ist und ich habe seinerzeit zwei Nächte in der und bündig mit den Worten aus: man kann nur einen Kriegszweck Tod gab. Dieser Ducatein wurde von allen seinen Landsleuten Wohnung dieses Schopen, ohne zu wissen, daß er preußischer Agent auf einmal verfolgen." Der Schluß dieses Schriftstücks enthält ungemein geachtet und geehrt in Folge seiner großen Opferwilligkeit, war, in Bern gewohnt also mit diesem Schopen und einigen dann gegen das preußische Königshaus, gegen die gesammten deutseiner Thatkraft, feiner Energie, furz seiner ganzen Person wegen, Züricher Studenten begonnen habe, revolutionäre Kriegswissenschaft schen Fürstenhäuser die denkbar schwersten Majestätsbeleidigungen, und so gab es bei seinem Tode ein großes Leichenbegängniß. Bei und Strategie zu treiben, war ich mir über ihn flar. Herr von und die letzte Stelle heißt:„ Darum, Proletarier aller Länder, verdieser Beerdigung des Ducatein hat der Haupt die Leichenrede ge- Ehrenberg hat denn auch in der„ Arbeiterstimme", einem schweizeri- einigt euch alle zum einigen und wohlvorbereiteten Handeln gegen halten und hat in den wärmsten Worten die Verdienste des Todten schen Arbeiterorgan, eine Reihe von Artikeln in dieser Richtung den gemeinsamen Feind, gegen die Verbrecherbande auf den deutschen um die revolutionäre Propaganda gerühmt und hat allen am Grabe geschrieben, die Herrn Most dermaßen gefallen haben, daß er sie in Thronen. Das Insurrektionskomitee."( Bewegung.) Stehenden den, der leider jetzt als Todter im Grabe liege, als der Freiheit" abgedruckt hat. Ehrenberg soll auch später direkt für Es wurde meinen Pariser Parteigenossen zugemuthet, diese nachahmungswürdiges Beispiel hingestellt.( Hört! links.) Als ein die Freiheit" geschrieben haben. Sturz und gut, wir haben Herrn Dinge theilweise zu drucken und weiter zu verbreiten. Es ist auch Jahr darauf dem Mann für seine frühere Thätigkeit von seinen von Ehrenberg abgeschüttelt. Der preußische Gesandte in Rom, interessant, daß derselbe Mann, der hier in der stärksten Weise für Freunden ein Denkmal gesetzt wurde, da hat Haupt abermals die der, wie ich weiß, Einsicht in die Aften gehabt hat und das ganze die Revolution arbeitete, von seinen Kameraden im Offizierkorps Einweihungsrede bei dem Denkmal gehalten und hat in dem näm- Material fennt, wird auch einen Brief von mir gefunden haben aus nicht anders zu reden weiß, als daß er sie„ verthierte Berufsfoldaten" lichen Stile wie das Jahr zuvor zu Ehren des Ducatein zur Nach dem Frühjahr 1884, wo ich Herrn von Ehrenberg in der kate- nennt. Derselbe Mann hat aber einen Entwurf unter der Adresse ahmung im Geiste und Sinne desselben direkt aufgefordert. Wahr gorischsten und determinirtesten Weise meine Meinung sagte und An die Kölnische Zeitung" verfaßt, worin er für die deutsche ist mun: Haupt hat viele Leute der preußischen und russischen Polizei ihm erklärte, daß er überhaupt gar nicht in die Partei hineingehöre. Sozialreform eintritt und selbst sozialreformatorische Vorschläge in die Arme geliefert; das weiß ich. Nun, diese ganze Art und Weise, wie Herr von Ehrenberg von macht. Am Ende derselben sagt er- und kommt dabei auf den StandNun hat der Herr von Buttkamer noch ganz besonders hervor- unserer Partei behandelt und abgewiesen wurde, scheint ihn auf das punkt, den heute die Vorlage vertritt:" Ihr werdet die deutschen gehoben: wie nüßlich das war, geht daraus hervor, wir sind ja Höchste empört und erbittert zu haben, und es wird nun, wenigstens Arbeiter für eine Sozialreform nicht erlangen, bis ihr die soziain der Lage gewesen, die russische Regierung rechtzeitig noch vor in Zürich, behauptet, er sei jetzt zur preußischen Gesandtschaft in listischen Führer nicht los seid." Er schlägt Marimalarbeitsdem Attentat im Winterpalais aufmerksam zu machen, daß Bern gegangen, durch deren Vermittelung er, wie ich glaube, seine zeit und Minimallohn vor. Ferner solle der Grund und Boden in " " den deutschen Kolonien verstaatlicht werden, und sollten die Mittel| schen Polizei für solche Besuchszwecke ausgegeben werden. In| Kopf in den Abgrund stürzten. Ich dachte, nun sei alles für die Sozialreform aus der Verpachtung desselben genommen Bürich pfeifen es die Spaßen von den Dächern, daß der frühere vorüber. werden. Er flagt dann am Schluß:„ Ohne daß ihr die Führer Polizeihauptmann Bollier, der Vorgänger des jezigen Polizei,, Als ich fühlte, wie übel und schwindelig mir beim abschüttelt, könnt ihr mit den deutschen Arbeitern nichts machen, Hauptmanns Fischer, in preußischen Polizeidiensten gestanden habe. und deshalb deportirt die Bebel und Konsorten."( Hört! Heiterkeit.)( Hört! hört!) Es ist ferner Thatsache, daß von preußischen Be- Untergehen wurde, hatte ich mich instinktiv noch fester an Das, m. H., ist der Vorschlag, den Herr von Ehrenberg hier in amten in der Schweiz Versuche gemacht worden sind, schweizerische der Tonne festgeklammert und meine Augen geschlossen. dem Erposé an die„ Kölnische Zeitung" gemacht hat. Ob es ab- Beamte zu Spionendienſten zu gewinnen. Wenn dieſes alles weiter Einige Sekunden lang wagte ich dieselben nicht zu öffnen, gegangen und angekommen ist in Köln, weiß ich nicht, macht auch so fort geht, müssen aus solchen Zuständen nothwendig internichts. Das Auffallende an der Sache ist, daß der Schluß seiner nationale Verwickelungen der schlimmsten Art entstehen. Es da ich ein rasches Ende erwartete und mich nur wunderte, Vorschläge sich ziemlich mit dem Expatriirungsparagraphen, kommt dahin, daß sich Deutschland durch solche Vorkommnisse vor daß die Todeszuckungen im Wasser noch nicht erfolgten. den jezt die Reichsregierung vorgeschlagen hat, deckt. Nun, ein der ganzen zivilifirten Welt blamirt. Es ist an der Zeit, daß Aber es entschwand Augenblick auf Augenblick und ich deutscher Offizier, der sich in dieser Rolle gefällt, der dann im Aus- Geseze, welche diesen Zustand auf den Höhepunkt gebracht haben, lebte noch. Das Gefühl des Fallens hatte aufgehört und land wegen seiner Konspirationen verhaftet wird und aus Zürich endlich aufhören. Dieses System verwendet heute Unſummen von tros des gegebenen Ehrenworts entflieht und flüchtet der Ehren- Geld zur politischen Spionage. Es ist ganz unmöglich, daß dazu die Bewegung des Fahrzeuges erschien mir nicht anders, wortsbruch ist auch eine That, die ihn als Offizier ganz besonders allein die Fonds des Reichskanzleramts, des preußischen Ministe- wie vorher, als es sich im Schaumgürtel befand, nur mit fompromittirt, fommt dann nach Deutschland zurück, meldet sich riums des Innern und der Bundesverwaltung für Elsaß- Lothringen dem Unterschiede, daß es jezt mehr der Länge nach ging. in Mülhausen, wird in Freiburg in Haft genommen und wird reichen. Für mich steht fest, daß die Millionen Zinsen aus dem Ich faßte Muth und betrachtete einmal wieder den alsdann in Karlsruhe, wie ich glaube, internirt, weil es heißt, er Welfenfonds für derartige Sachen verwandt werden, und so wird sei verrückt geworden. Nun bin ich das leider nicht zu konstatiren es vor allen Dingen Sache des preußischen Landtags sein, sich seiner Schauplatz. Niemals werde ich die Gefühle von Schrecken, Furcht im Stande, ich will nur das eine sagen, daß es außerordentlich Pflicht bewußt und sich klar zu werden, was er gegenüber der Verauffallend sei, daß der Mann, den wenigstens im Ausland niemand waltung des Welfenfonds ferner für eine Stellung annehmen will. und Bewunderung vergessen, mit denen ich umherblickte. für verrückt, wenn auch für erzentrisch, erklärt hat, daß der auf Er darf ferner nicht zugeben, daß die kolossalen Summen, über die Das Boot schien wie durch Zauber halbwegs abwärts auf einmal in Deutschland als verrückt erklärt wird. die Regierung durch den Welfenfonds verfügt, dazu benutzt werden, die politische Spionage in allen Ländern der Welt zu einem nie der inneren Fläche eines ungeheuer weiten und tiefen Trichdageweſenen System auszubilden. Ich wiederhole, daß dies zu ters zu hängen, dessen vollständig glatte Seitenwände politischen Verwickelungen schlimmster Art und zur größten Miß man für Ebenholz hätte halten mögen, wäre man nicht ftimmung gegen Deutschland führen muß; diesen Zuständen muß der rasenden Geschwindigkeit gewahr geworden, mit welcher endlich Einhalt gethan werden. fie fich rund drehten, und des graufig blendenden Glanzes, als die Strahlen des Vollmondes aus jenem bereits von mir beschriebenen Wolkendurchbruche hervor mit einer Fluth goldiger Strahlen zwischen die schwarzen Wälle hineinschienen, bis tief in die verborgensten Winkel des Abgrundes. ( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) " 1 M. H., es ist überhaupt merkwürdig, welche Rolle die abgedankten Offiziere unter den Polizeiagenten spielen. Da ist 3. B. ein anderer, ein Herr Max Trautner, ehemalig föniglich bayerischer Offizier, der ebenfalls Polizeiagent ift. Trautner hat sich im Herbst 1881 an Herrn von Madai gewandt und sich zum Wenn Sie nach alledem noch bereit sind, das Sozialistengesets Polizeidienst erboten. Er war vorher in der Türkei, nachdem er 1876 oder 1877 aus dem bayerischen Staatsdienst entlassen war, anzunehmen und womöglich auch die Verschärfungen, so thun Sie und will dort politische Dienste geleistet haben. Herr von Hade es. Ich bin aber fest überzeugt, daß der Tag kommen wird, wo antwortet ihm sofort, er solle in Berlin als Detektiv angestellt Sie es bitter bereuen werden, dieſem fluchwürdigsten aller Geseze werden und soll die Mitglieder des ehemaligen Mohrenklubs über Ihre Zustimmung gegeben zu haben. wachen. Man bietet ihm 1800 Mark Gehalt nebst Spesen. Es ist ganz interessant für das ganze Treiben dieser Herren. Zuerst war ich zu verwirrt, um irgend etwas genau ( 3wischenruf rechts: Nein, sehr langweilig!) Ich fürze schon so zu beobachten. Der allgemeine Eindruck furchtbarer Größe viel wie möglich, schon im Interesse meiner Lunge. Nun, bei diesem Trautner, der hier als Polizeispion dient, läßt Herr von allein war mir bewußt. Als ich ein wenig mehr zu mir Hacke Haussuchung halten, giebt ihm aber vorher Kenntniß davon kam, fiel mein Auge instinktiv abwärts. Nach dieser Nichund räth ihm, er möge alles bei Seite schaffen, was ihn kompro= tung hin war ich fähig, einen ungehinderten Einblick zu mittiren fönnte.( Hört! links.) Dann ging Trautner 1882 nach Bern, dort wurde er mit Anarchisten bekannt. Er hat nachher Kaum zwei Minuten nachher fühlten wir die Wogen gewinnen, in welcher Art die Schmack auf der geneigten Sie befand sich ganz auf Briefe des Polizeidirektors Krüger an uns verkaufen wollen, das ist das Interessante.( Hört! links.) Erft wird er jahrelang plötzlich nachgeben; wir wurden von Gischt eingehüllt. Das Fläche des Schlundes hing. von der Polizei bezahlt, dann bietet er uns seine Dienste an und Boot machte eine halbe Drehung nach Backbord und 10 lele mit dem Wasser das heißt, ihr Deck lag in flacher Paral- aber dies lettere war in einem die sämmtlichen Briefe, die ihm Krüger und andere geschickt haben. alsdann blißschnell in dieser neuen Richtung fort. Zu Winkel von mehr als fünfundvierzig Graden abgedacht ( Hört! hört!) Sie haben wohl schon aus dem Brief Krüger's an Der Maelstrom. Von Edgar Allan Poe. ( Schluß.) Schröder gehört, daß Schröder aufgefordert wird, den betreffenden gleicher Zeit verlor fich das tobende Geräusch des Waſſers oder geschrägt, so daß es schien, als befinde sich das Schiff Brief zurückzusenden. Das ist für alle Polizeiagenten, seitdem man vollständig in einer Art von schrillem Gekreisch ein Ton, böse Erfahrungen gemacht, üblich geworden. M. S., was thut den Sie sich etwa so vorstellen müssen, als pfiffen die in nahezu senkrechter Lage. Trautner? Er schickt zwar die Briefe dem Polizeirath Krüger Ventile von Tausenden von Dampfschiffen beim Auslassen Nichtsdestoweniger machte ich die Bemerkung, daß ſtets zurück, aber nachdem er diese Briefe zuvor hat photo- bes Dampfes. Wir befanden uns jetzt in jenem Gürtel ich kaum größere Schwierigkeit hatte, in dieser Lage mich graphiren lassen und so genau den Inhalt derselben besitzt. Ich will nur damit beweisen, wie dieses System, das heute von Schaum, welcher immer den Strudel umgiebt, und mit Hand und Fuß festzuhalten, als wie wenn wir wassersystematisch und absichtlich und bewußt von der deutschen Polizei natürlich dachte ich, der nächste Augenblick würde uns in gleich gewesen wären und mag dies wohl von der Hast mit deutschem Gelde im ganzen Auslande überall eingeführt wird, den Abgrund versenken in welchen wir nur undeutlich hergerührt haben, mit der wir uns drehten. Die Strahlen des Mondes schienen sich in den innerschließlich auf die Spize getrieben gegen die Regierung selbst fich hineinschen konnten wegen der staunenswerthen Eile, mit welcher wir vorwärts getrieben wurden. Es war, als ob sten Grund des tiefen Schlundes einzubohren; aber dendas Boot gar nicht ins Wasser sänke, sondern gleich einer noch konnte ich nichts genau erkennen, wegen des dichten Luftblase über dem Schaume hinſtriche. Seine Steuer- Nebels, der dort alles einhüllte und über welchem ein bordseite war nach dem Strudel zugekehrt und hinter dem prachtvoller Regenbogen hinzitterte, gleich jener schmalen Backbord erhob sich die Wasserwelt, die wir verlassen und schwankenden Brücke, von der die Muselmänner sagen, hatten. Sie stand wie eine ungeheure, verzerrte, schiefe Wand zwischen uns und dem Horizonte. fehren muß. Nun weiter. Thatsache ist ferner, daß dieser Trautner hier auch bei uns im Reichstage war und sich mit uns bekannt zu machen versuchte. Er gab damals an, er sei hierher gekommen, um einen Revolver, den er erfunden habe, dem preußischen Kriegsministerinm vorzulegen. Statt dessen giebt er später selbst an, als er sich uns anbietet, daß er hier gewesen sei und sowohl mit Herrn Krüger als mit dem General von Alvensleben Konferenzen gehabt habe und auf deren Antrieb nach Belgien gegangen sei, einestheils um dort ,, Es mag seltsam erscheinen, aber jeßt, wo wir uns im Interesse des preußischen Kriegsministeriums Spiondienste zu beinahe schon im Rachen des Schlundes befanden, fühlte machen, andererseits um Anarchisten in Belgien zu überwachen. Sie sehen also, in welcher Art und Weise diese Männer die eigene ich mich beruhigter, als da wir erst in der Annäherung Regierung, in deren Dienst sie jahrelang gestanden haben, später begriffen waren. Nachdem ich einmal alle Hoffnung auf brandmarken und kompromittiren. So ist es Thatsache, daß dieser gegeben hatte, ward ich zum großen Theil von dem ersten Unser erstes Hinabgleiten in den eigentlichen Abgrund, Trautner auch einer belgischen Oppositionspartei jeine überwältigenden Entseßen befreit. Vermuthlich stählte die Papiere angeboten hat, daß er bei der französischen Regierung eine ähnliche Offerte gemacht hat. In Brüssel hat er als Agent Verzweiflung gerade meine Nerven. ſtecke. dieselbe sei der einzige Pfad zwischen Zeit und Ewigkeit. Dieser Nebel oder Dunst wurde ohne Zweifel dadurch verursacht, daß die großen Wasserwände des Trichters beim Zusammentreffen unten am Boden gegen einander schlugen, was aber aus diesem Wasserstaub hinauf gen Himmel heulte, das zu schildern wage ich nicht zu versuchen. " vom Schaumgürtel über demselben, hatte uns ein gutes Stück in den Abhang hineingerissen, aber jetzt kamen wir der preußischen Polizei 3600 Mark erhalten und außerdem noch ,, Es gab noch einen andern Umstand, der dazu beitrug, nicht in gleichem Verhältniß abwärts. Wir schwangen uns seine Spesen. Ich will ferner hervorheben, daß Trautner im mir meine Selbstbeherrschung wieder zu geben, dies war immer noch hin und her nicht etwa in gleichförmiger Verein mit dem Polizeidirektor Krüger, ferner mit dem Polizei- das Aufhören des Windes, der uns in unserer jezigen Bewegung sondern stoß- und ruckweise, manchmal nur spion Beukert und dem Polizeiagenten Reuß es waren, die im vori- das denn, wie Sie ja selbst be- ein paar hundert Schritte weit manchmal fast den gangen Jahre den bekannten Neve in Belgien haben gefangen nehmen Lage nicht erreichen konnte lafsen durch die belgische Polizei; der Polizeiinspektor Mohling aus merkten, der Gürtel von Schaum ist beträchtlich niedriger, zen Umkreis des Strudels beschreibend. Unser AbwärtsAachen hat dabei dem Trautner gegenüber geäußert, daß die als das Meeresbett im Allgemeinen, welches sich über uns kommen bei jedem solchen Umschwunge war langsam aber belgische Polizei mit der preußischen Polizei unter einer Decke gleich einer hohen, schwarzen Bergkuppe aufschwang. Wenn merklich. Als ich in dieser weiten Wüste von flüssigem EbenIch könnte nun auch weiter beweisen, was dieser Peukert Sie niemals beim Sturmwinde auf der See sich befunden für ein Mensch ist( 3urufe);-feien Sie ruhig ich faffe mich kurz haben, so können Sie sich unmöglich vorstellen, wie dessen holz, die uns trug, umherschaute, bemerkte ich, daß unser schon wegen meiner eigenen Lunge. Ich will nur wiederholen, daß Wehen, verbunden mit dem Wasserstaube, die Menschen- Boot nicht der einzige Gegenstand sei, den der Strudel es die verworfenſten Subjekte sind, die im Dienst der preußischen seele betäubt und verwirrt. Man ist zu gleicher Zeit blind, an sich gerafft hatte. Sowohl über, als unter uns erPolizei stehen, Ich will nur hervorheben, daß Peufert, der gegen Neve als Polizeispion betheiligt war, fich 1884 in der Schweiz taub und athemlos und außer Stande, etwas zu thun, blickte ich Trümmer von Schiffen, Massen von Bauholz öffentlich gerühmt hat, daß er die Propaganda der That unterstüße. oder zu denken. Nun aber hatten diese Beschwerden und Baumstämmen, so wie auch kleinere Sachen, als z. B. Und im Januar v. J. hat dieser Peufert, wie angeführt, mit größtentheils aufgehört, es erging uns gerade so, wie den Hausgeräthe, zerbrochene Kisten, Tonnen und Latten. Ich Trautner und mit dem Polizeispion Reuß den Neve in die Hände der preußischen Polizei geliefert. Dieser selbe Beufert, ein Polizei- zum Tode verurtheilten Verbrechern im Kerker, denen man erinnere mich noch jener tollen Neugier, die an Stelle spion und agent provocateur schlimmster Sorte, hat dann in London kleine Annehmlichkeiten gewährt, die ihnen versagt werden, meiner ursprünglichen Angst mich erfaßte. Sie schien bei in der„ Autonomie", in dem von ihm redigirten anarchistischen so lange der Richterspruch noch nicht gefällt ist. mir noch zuzunehmen, je näher ich meinem schrecklichen Blatt, das ebenfalls in den Motiven angeführt ist, in der furcht- Wie oft wir im Schaumgürtel im Kreise umher- Verhängnisse kam. Ich fing jest an, mit eigenthümlichem barsten Weise die preußische Polizei und das Reichsgericht in Leipzig, trieben, läßt sich nicht bestimmen. Möglicherweise drehten Interesse die zahlreichen Dinge zu beobachten, die sich in beschimpft in einer Weise, daß, wenn er in deutsche Justizhände wir uns wohl eine Stunde lang eher fliegend als schwim- Gesellschaft mit uns umhertrieben. Wahrscheinlich phanfiele, er allein auf diese Geschichte hin viele Jahre Buchthaus be- mend, allmählich in die Mitte des Gischtes und dann immer tafirte ich bereits in der Todesnoth, denn es machte mir tommen würde. Das that dieser selbe Beukert, der gemeinsam mit näher an seinen gräßlichen inneren Rand gelangend. Die sogar Vergnügen, hin und her zu rathen, welcher Gegendem Polizeidirektor Krüger den Neve in Brüssel in die Hände ganze Zeit hindurch hatte ich am Ningbolzen festgehalten. stand wohl am schnellsten in die Schaumwelt da unten Genau ein ähnlicher Mensch ist Reuß. Neuß fist heute in Mein Bruder befand sich am Hintersteven und hielt sich hinabgerissen werden würde. Ich ertappte mich darauf, London in den Central News" und hat die Aufgabe, für die an einem leeren Wasserfäßchen, welches stark genug fest- daß ich zu mir sprach: Diese Föhre wird sicherlich das deutsche Polizei in der ihm zur Verfügung stehenden deutschen gebunden und daher der einzige Gegenstand auf dem Ver- Erste sein, was den gräßlichen Sprung macht und ver Presse zu verbreiten, daß bei allen Demonstrationen der englischen becke geblieben war, welchen der erste Ausbruch des Stur- schwindet" und dann war ich sehr enttäuscht, zu sehen, Arbeiter auf dem Trafalgar Square und Hydepark die deutschen Anarchisten und Sozialisten eine bedeutende Rolle spielten, daß fie mes nicht über Bord geschleudert hatte. Als wir uns daß vielmehr das Wrack eines holländischen Kauffahrteidie eigentlichen Arrangeure und Hezer feien. Die Indépendence dem Rande der Vertiefung näherten, ließ er es los und schiffes schneller war und eher versank. Zuletzt, nachdem belge", die" Opinion" haben bereits vor einigen Monaten, ohne stürzte sich auf den Ring, indem er in seiner Todesangst ich dies Rathespiel mehrfach geübt und jedes Mal falsch daß ich dies wußte, diesen Reuß als preußischen Spion gebrand- versuchte, meine Hände davon abzureißen, da derselbe nicht gerechnet hatte,- gerade diese Thatsache, mich jedes Mal markt, der den Zweck habe, indem er der englischen Regierung führte mich zu einer Reihe von denunzire, daß deutsche Sozialisten und Anarchisten bei diesen Demon- groß genug war, uns beiden einen sichern Anhalt zu ge- getäuscht zu haben ftrationen hauptsächlich betheiligt seien, auch in England das währen. Nie empfand ich tieferen Gram, als da ich ihn Schlüssen, die meine Glieder erbeben und mein Herz nochAsylrecht zu diskreditiren, um es den politischen Flüchtlingen dies thun sah obwohl ich ja wußte, er that es im mals wieder heftig schlagen ließen. das Neve zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt hat, angegriffen und der Polizei lieferte. " 1 unmöglich zu machen, in England leben zu können.( hört! links.) Wahnsinn die reine Angst hatte seinen Geist verwirrt. ,, Nicht etwa ein neues Schreckniß, sondern vielmehr das Ich denke, daß ein System, das zu derartigen Mitteln greift, Dennoch mochte ich ihm keinen Widerstand leisten. Ich Aufdämmern eines Hoffnungsschimmers erregten mich der= auf das Entschiedenste verurtheilt werden muß. Gehen Sie heute Diese Hoffnung entstand theils aus Erinnerung, nach der Schweiz, m. H., und hören Sie, wie dort die Stimmung wußte ja, es kam nichi mehr darauf an, ob einer von art. ist bei ten Schweizer Behörden und in der Presse. In der Schweiz uns sich irgendwo festhielt, oder nicht, daher ließ ich ihm theils aus gegenwärtiger Beobachtung. Ich rief mir in's wundert man sich im höchsten Grade über die vielen Besuche, die den Bolzen und begab mich meinerseits zum Fasse. Es Gedächtniß zurück, wie viel verschiedenartige angeschwemmte Beamte der deutschen Polizei, z. B. der Polizeipräsident Feuchter von Straßburg und der Polizeikommissar Zahn aus Mülhausen, war nicht schwierig, dies auszuführen, denn die Schmack Gegenstände, welche der Moskoestrom an sich gezogen und in der Schweiz machen. Alle Angenblicke sind die Herren da bewegte sich ziemlich gleichmäßig in die Runde, mit glat dann wieder auswarf, die Küste von Lofodden bedecken. angeblich, um Verwandte zu besuchen, einerlei ob es schneit oder tem Riel, nur schwankte sie hin und her im unermeß- Bei weitem die größere Anzahl derselben war in außer= regnet, oder ob Sonnenschein ist. Und dabei besuchen fie die lichen Sieden und Schwellen des Sprudels. Kaum hatte gewöhnlicher Weise zerschmettert so rauh und zerrieben, schweizer Polizeibeamten, laden sie zu feinen Diners, wobei der Wein in Strömen fließt. Ausgaben werden gemacht, daß die ich meine neue Stellung eingenommen, als mit einem daß sie wie mit Splittern bedeckt aussahen- aber ebenso Schweizer Beamten starr sind über die Summen, die von der preußi- wilden Saße, nach dem Steuerbord zu, wir Hals über erinnerte ich mich genau, daß mir auch Einzelnes darunter aufgefallen war, was gar nicht entstellt worden war. Diese| Geschichte sie glaubten mir nicht. Jezt habe ich Ihnen gegeben. Auch wird bemerkt, daß, wenn später von hier aus eine VerVerschiedenheit nun konnte ich mir nicht anders erklären, dieselbe erzählt, ohne erwarten zu dürfen, daß Sie mir als indem ich annahm, daß die zerrissenen Bruchstücke die mehr Glauben schenken sollten, als die lustigen Fischer einzigen sein mochten, welche vollständig eingesogen von Lofodden." worden waren, daß dagegen die andern zu einer so späten Periode der Strömung in den Strudel gerathen oder aus irgend einem Grunde nachher so langsam versunken waren, daß sie den Boden gar nicht erreichten, ehe die Zeit der Wie man Arbeiter maßregelt. mittelung dahin übernommen, dies keineswegs in der Ueberzeugung entbehre und auf einen Irrthum der Unterzeichneten zurückzuführen geschehen ist, daß die oben bemerkte Thatsache der Begründung sei, sondern lediglich in der Erwartung, daß die traurigen Folgen, die für Sie das mindestens unvorsichtige Einlassen in ver= dächtige Verhältnisse gehabt, Sie für die Zukunft gewarnt haben resp. von ähnlichen Schritten abhalten werden. Die PolizeiDer Arbeiter Alfred Huth war in Halle in der verwaltung. J. V.: von Holly. An den Arbeiter Herrn Alfred Huth, hier. Nr. 8082. III./87. Fluth, oder vielleicht auch der Ebbe kam, wie es nun Kgl. Eisenbahn- Zentralwerkstätte vom 26. Mai 1882 bis Huth sah sich hierauf genöthigt, am 25. November 1887 gerade fiel. In beiden Eventualitäten hielt ich es für Mai 1887 beschäftigt und zwar, wie ihm wiederholt ge- ein längeres Schreiben an die Polizei zu richten, in welchem möglich, daß sie alsdann bis zur Oberfläche des Meeres sagt und bescheinigt worden ist, zur vollen Zufriedenheit er alles oben Geschriebene wiederlegt und unter anderem wieder hätten aufgewirbelt werden können, ohne das Ge- seiner Vorgesetzten. folgendes anführt: Es wäre geordneten Organen ganz falsch berichtete PolizeibeUnd was läßt sich dagegen thun, wenn von unterhörden ihre schwarzen Listen den„ Arbeitgebern" mittheilen, selbstverständlich unter der Voraussetzung der diskretesten Verwendung"? brechen, das Ergebniß würde ja doch auch ein sehr trübWir wollen uns hierüber nicht weiter den Kopf zerfeliges sein. Wir konstatiren nur die Thatsachen: 1. daß die Halle'sche Polizei schwarze Listen führt, 2. daß diese Listen sehr wenig genau sind, schick derjenigen Dinge zu haben, die früher angezogen, Am 14. Mai vorigen Jahres wurde nun plößlich„ Es ist in dem vorgedachten Bescheide gesagt, es sei Thatsache, oder rascher eingeschluckt worden waren. Auch bemerkte dem Huth durch seinen Meister eröffnet, daß er gekündigt daß ich als ein ziemlich fleißiger Besucher der Versammlungen des ich dreierlei von Wichtigkeit. Das erste war, daß, der sei und demnach am 21. Mai gehen solle, da laut Statut Metallarbeiterfachvereins, in welchem der Sozialdemokrat Mittag als Vorsigender sozialdemokratische Agitation betrieb, bekannt ge= allgemeinen Regel nach, je größer die Körper waren, fie achttägige Kündigungsfrist besteht. Auf die Frage nach wesen und daß daraus der Verdacht entstanden, daß ich selbst ein um so schneller versanken; das zweite: daß von zwei Gegen- den Gründen dieser unerwarteten Maßregel ließ sich der Anhänger dieser Partei sei. Wäre die Thatsache wahr, so ließe sich ständen derselben Ausdehnung, von welchen der eine von betreffende Meister nach längerem Drängen herbei, den die daraus gezogene Folgerung wohl rechtfertigen. In Wirklichkeit sphärischer( kugelförmiger), der andere von irgend einer Huth mit in das Komtoir zu nehmen und ihm hier in ist sie aber unwahr. Denn niemand kann auf Pflicht und Gewissen behaupten, mich nur einmal in solcher Versammlung gesehen zu anderen Gestalt war, stets der sphärisch gestaltete mit Gegenwart anderer Personen einen Brief vorzulesen, der haben u. f. w. Nur einmal, und zwar am 10. Oftober 1885, größerer Schnelligkeit unterging; das dritte: daß von zwei von der hallischen Polizeiverwaltung an die Direktion bin ich in Begleitung meines Bruders, der allerdings damals Gegenständen gleicher Größe, von denen der eine die Form gesandt war und kurz und bündig besagte, daß Huth Mitglied des Metallarbeiterfachvereins war, mit nach der Morizburg des Zylinders, der andere irgend welche andere Form hatte, eifriger Besucher sozialdemokratischer Versamm gegangen, um mit ihm ein Glas Bier zu trinken. An diesem Tage wurde aber von meinem Bruder nur dessen Monatsbeitrag abge= der Zylinder am langsamsten eingeschluckt ward. Seitdem lungen sei, sich namentlich oft im Metallarbeiterfachverein liefert und nicht im Geringsten etwas anderes verhandelt. Es muß ich damals der Gefahr glücklich entging, habe ich mich gezeigt habe, in welchem der Sozialdemokrat Mittag re- daher in Bezug auf meine Person unbedingt ein Irrthum obwalten. mehrfach mit meinem alten Schulmeister des Distriktes ferire u. s. w. Hierauf hatte nun, wie gesagt, die Direk- Liegt nun, wie außer Beifel, ein solcher vor, und bin ich hierdurch über dies Thema unterredet, und von demselben habe ich tion nichts Eiligeres zu thun, als dem Huth zu kündigen. 4 Monate aus Arbeit und Brod gekommen, so war meine Bitte um Entschädigung nicht ohne. Begründung. auch die Bedeutung der Worte Zylinder und Sphäre" Derselbe begab sich sofort zum Kriminal- Kommissar mir daher erwünscht, wenn der gegen mich vorliegende Irrthum kennen gelernt. Er erklärte mir doch vergaß ich die Herrn Groffe und versuchte hier klarzustellen, daß unbedingt aufgeklärt und auch meiner Behörde das Ergebniß mitgetheilt würde. Erklärung wie dasjenige, was ich beobachtete, in der ein Irrthum in der Person vorliegen müsse, denn er Um letteres erlaube ich mir gehorsamst zu bitten." That die natürliche Folge der Formen dieser im Wasser habe nie eine derartige Versammlung besucht, auch sei er Hierauf erfolgte als Antwort: treibenden Trümmer sei und zeigte mir, wie es zusammen- nicht Mitglied des Metallarbeiterfachvereins und habe nie gereicht Ihnen hierdurch zum Bescheide, daß eine nochmalige UnterHalle, 11. Januar 1888. Auf die Eingabe vom 3. v. M. hängt, daß ein Zylinder, welcher in einem Strudel schwimmt, dessen Versammlungen besucht. Er erhielt jedoch zur Ant- suchung der fraglichen Angelegenheit zu feinem anderen Reſultat dem Eingesogenwerden mehr Widerstand entgegensetzt und wort, daß sich die Polizei nicht irre und er( Huth) doch geführt hat. Die Polizeiverwaltung muß deshalb auf Ihren, durch Schwierigkeit bereitet, als ein gleich gewichtiger Körper von nicht erst anfangen solle zu leugnen, denn dadurch be- Verfügung vom 20. November 1887 dargelegten Standpunkt stehen irgend einer andern Form. stätige er ja schon, daß er Sozialdemokrat" sei; das bleiben. Die Polizeiverwaltung. J. V.: von Holly. An den Arbeiter Herrn Alfred Huth 2c. Es gab noch einen auffallenden Umstand, der viel Schreiben werde nicht zurückgenommen! So, das wäre alles. Direkt beweisen hat die dazu beitrug, diese Beobachtungen zu verstärken und mich Hierauf hat sich Huth nach erfolgter Entlassung aus Polizei nichts können, da es zu keiner öffentlichen Aufanzutreiben, Nußen davon zu ziehen. Dies war, daß wir der Arbeit an die Armendirektion mit der Bitte um Aus- flärung gekommen ist und dem Huth das Attest zum bei jeder Umwälzung an irgend etwas vorüberkamen, etwa ſtellung eines Armenatteftes gewandt, damit er mit Klagen verweigert wurde. Und darum mußte der Aermſte, an einer Tonne, einem Schiffsmast oder einer Segelstange, Hilfe eines solchen gegen die Polizeiverwaltung wegen der erſt kurze Zeit nach längerer Krankheit wieder gewährend mehrere dieser Dinge, die mit uns in gleicher Höhe falscher Beschuldigungen klagbar werden könne. Er wurde arbeitet und Frau und 3 Kinder zu ernähren hatte, vier schwammen, als ich zuerst meine Augen den Wundern des jedoch abgewieſen und zwar lauten die Gründe hierfür im Monate lang arbeitslos sein und sich und die Seinen der Strubels erschloß, jetzt sich ziemlich hoch üben uns befanden Schreiben vom 20. Juni 1887 u. A., daß er gegen die größten Noth und Entbehrung ausseßen! und sich nur wenig von ihrem damaligen Standpunkte flagbar werden und das Attest nun erhalten könne, wenn Polizeiverwaltung als Behörde auf diesem Wege nicht herunter bewegt zu haben schienen. er erst„ diejenige Persönlichkeit angeben" könne, gegen die Nun schwankte ich nicht länger, was zu thun sei. Ich er die Privatklage wegen Verläumdung anstellig machen beschloß, mich fest an das Wasserfaß, an dem ich mich jetzt wolle! anhielt, festzubinden, es von seiner Lage loszuschneiden Inzwischen hatte Huth sich an die Polizeiverwaltung und mich mit demselben in's Wasser zu werfen. Ich ver- gewandt mit dem Ersuchen, daß er die Untersuchung seiner suchte, meines Bruders Aufmerksamkeit durch allerhand Sache verlange( zuerst am 17. Juni und dann noch einZeichen zu erregen, wies auf die treibenden Tonnen, welche mal am 5. Juli) beide Male schriftlich, beide Male ohne sich uns näherten und that alles, was nur in meinen Antwort zu erhalten. Erst eine Bitte an den RegierungsKräften war, um ihm verständlich zu machen, was ich be- Präsidenten zu Merseburg um Beschleunigung seiner ginnen wollte. Ich dachte endlich, er verſtünde meine Angelegenheit hatte zur Folge, daß die Polizeiverwaltung auf Anfragen") den„ Arbeitgebern" übermittelt, zwar 3. daß man dieselben troßdem( im vorliegenden Falle Absicht, aber, ob dies nun der Fall war oder nicht, er fich weiter damit beschäftigen würde", wie dem Huth durch nur zu„ diskreter Verwendung", aber doch mit der Folge, schüttelte verzweiflungsvoll den Kopf und wollte sich von ein Schreiben der Regierungskanzlei vom 28. Juli 1887 baß die" bezeichneten Arbeiter entlassen werden. seinem Halte am Ringbolzen nicht entfernen. Ihn zu er- mitgetheilt wurde. Aber es verging noch eine lange Zeit reichen, war unmöglich, die Situation gestattete feinen und erst am 9. September erschien der Kriminalbeamte Aufschub, weshalb ich nach schwerem inneren Kampfe ihn Später beim Hauswirth des Huth, um über den letzteren seinem Schicksale überließ, mich selbst mit den Stricken, Erkundigungen einzuziehen. Er erhielt hier wahrheitswelche die Tonne an ihrer Lage festgehalten hatten, an gemäß zur Antwort, daß Huth sich niemals über SozialKinderarbeit und Vernachlässigung des Schulbesuches. dieselbe anband und mich, ohne nur noch einen Augenblick demokratie geäußert habe, und Niemand im ganzen Hause In welchem Maße die Kinderarbeit in den Fabriken den Schulbesuch zu zögern, mit ihr in die See stürzte. beeinträchtigt und so die Jugenderziehung schädigt, das geht aus nehme von ihm an, daß er dieser Partei angehöre. Am folgenden Angaben der K.-J. Arb.- 3tg." hervor:" Der Bericht Das Resultat war genau, was ich erwartet hatte. 11. September ließ Später den Huth zu sich bescheiden, des Staatsinspektors Chapman an die Legislatur des Staates Da ich es selbst bin, der Ihnen die Geschichte erzählt und theilte demselben mit, daß seiner Wiedereinstellung New- Jersey über die Schulen und den Schulbesuch im Staate da Sie sehen, daß ich wirklich gerettet wurde und da in die Arbeit nichts entgegenstände, die Polizei Daten. Ihm zufolge giebt es im Staate 1612 Schulhäuser und ist beinahe fertiggestellt. Derselbe enthält eine Reihe interessanter Sie bereits die Art und Weise kennen, in welcher diese vielmehr alles geordnet habe, nur würde es sich empfehlen, 224 107 die Schule besuchende Stinder. Ganz bedeutend ist der Rettung bewerkstelligt wurde und daher im voraus wissen vorher ein Schreiben an die Direktion zu Unterschied zwischen der Zahl der die Schule besuchenden und schulmüssen, was mir noch zu sagen bleibt, so will ich mit richten, in welchem er versprechen wolle, sich pflichtigen Kinder; so beträgt derselbe z. B. in Effer County meinem Berichte zu Ende eilen. Es mochte vielleicht eine aller gefährlichen Bestrebungen zu enthalten( County, sprich Saunti, etwa soviel wie unſer„ Streis") allein 3300, Stunde vergangen sein, nachdem ich die Schmack verlassen und nie mehr derartige Versammlungen zu besuchen. Huth Unterschied sich nur auf 844 beläuft. Worin die Schuld zu suchen, in Hudson County fogar 5000, während in Susser County der hatte, da lag sie schon in weiter Entfernung unter mir. wies ein derartiges Verlangen entschieden zurück. liegt flar auf der Hand. Die ersteren Counties sind Fabrikdistrikte, Plöglich machte sie drei bis vier rasende Umdrehungen Als er dann am 13. September in Arbeit trat, wurde und troß der Bestimmungen des Kinderarbeitsgefeßes werden von und tauchte mit einem Male für immer und ewig, Hals er gleich in's Romtoir beschieden, und hier hielt ihm der den Fabrikanten eine große Zahl Kinder in den Fabriken beschäftigt." So wird durch den modernen Industrialismus gesündigt. Starke Mit Herr Betriebssekretär einen langen Sermon, dessen Schluß männer zwingt er zum Müßiggange und schwache Stinder und zarte ihr versant mein geliebter Bruder. Das Faß, an welchem wieder das bewußte Schreiben bildete, welches der Herr Frauen opfert er ohne Erbarmen. Wer hätte vor hundert Jahren ich angebunden war, sank wenig tiefer nach dem Boden Sekretär„ ausfertigen" wolle und welches Huth dann nur gedacht, daß die Einführung arbeitsparender Maschinerie, anstatt die des Trichters zu, seitdem ich jenen Sprung gethan, als zu unterschreiben habe. Menschheit von harter Arbeit zu erlösen, gerade die Ursache sein Huth erklärte, er habe jetzt würde für die schmählichste aller Neuerungen die Kinderarbeit? sich auf einmal der Charakter des Strudels ungemein zu 17 Wochen unschuldiger Weise verdienstlos verbringen wir haben im Verlaufe der menschlichen Entwickelung die Sklaverei verändern begann. Die Abschrägung der Seitenwände des müssen, er würde aber, trotzdem er Familie habe, lieber und die Leibeigenschaft als gesellschaftliche Einrichtungen gesehen weiten Trichters wurde von Minute zu Minute weniger nochmals 17 Wochen feiern, als sich so weit zu erniedrigen, fteil. Die Umdrehungen des Strudels wurden nach und außerdem würde er ja dann auch zugestehen, daß die nach weniger heftig. Allmählig verschwand der Schaum Polizei recht gehabt hätte. Es wurde dann auf das sowohl als der Regenbogen und es schien, als höbe fich Schreiben verzichtet, Huth konnte wieder weiter arbeiten. der Boden des Strudels von unten herauf. Der Himmel Jeßt aber wandte er sich an die Polizeiverwaltung war klar, die Winde hatten sich gelegt und der Vollmond mit dem Verlangen, ihn für die 17 arbeitslosen Wochen nothwendige Sonnenlicht, die für ihre geistige und fittliche Entschien glänzend im Westen, da befand ich mich auf der zu entschädigen, da ja durch seine Einstellung zur wickelung unbedingt nothwendige Erziehung in Schule und Haus Oberfläche des Meeres, angesichts der Küste von Lofodden, Evidenz erwiesen sei, daß die Polizei sich wirklich geirrt zu rauben. Und das alles zu einer Zeit, wo die technischen Fort Es war die Ruhepause eingetreten- aber die See schlug baß jene Beschuldigungen zu Unrecht erlassen seien. Er währen önsten! oberhalb der Stelle, wo der Moskoestrom gewesen war. habe; ebenso solle dieselbe ihm das Zeugniß ausstellen, schritte allen Menschen die größten Arbeits erleichterungen geimmer noch haushohe Wellen, als eine Folge des Orkans. erhielt hierauf folgendes Schreiben: Vagabunden! In der Woche vom 8. bis 15. Januar find Ich wurde mit wilder Gewalt durch den Kanal der Ströin den Steinbrüchen der Pariser Umgebung sechs Leichen von Halle, 20. November 1887. Auf die Eingabe vom 30. v. M. Personen gefunden worden, welche dort zu nächtigen gesucht und mung geriffen und während einiger Minuten in die Nähe werden Sie hierdurch beschieden, daß die Polizeiverwaltung mit dem dabei erfroren waren. In den Gipsöfen suchen ebenfalls eine der Küste gespült, dort, wo unsere Fischer ihre Lieblings- Schaden, welchen Sie durch die seiner Zeit erfolgte Entlassung aus Anzahl Obdachloser ihre Zuflucht. Seit Anfang dieses Winters stellen haben. Ein Boot nahm mich auf. Ich war halb wenigsten für Ihre Schadloshaltung aufzukommen hat. Thatsache halbverkohlt in Gipsöfen aufgefunden worden. In den Steinder Eisenbahn- Zentralwerkstätte erlitten, nichts zu schaffen, am sind schon ein Dugend dieser Unglücklichen erstickt oder todt, erschöpft und jetzt( wo die Gefahr vorüber war) ist, daß Sie als ziemlich fleißiger Besucher der Versammlungen des brüchen bei Argenteuil nächtigen oft einige hundert Obdachlose. sprachlos in der Erinnerung an jene Greuel. Diejenigen, Metallarbeiterfachvereins, in welchem der Sozialdemokrat Mittag Die gute Gesellschaft" liest wohl gelegentlich in den Zeitungen welche mich an Bord nahmen, waren meine alten Jugend- als Vorsitzender in unverkennbarer Weise die sozialdemokratische eine Schilderung des Lebens dieſer Opfer unſerer Verhältnisse, wie gespielen und täglichen Gefährten, aber sie erkannten mich Berdacht ausseßten, selbst ein Anhänger der genannten Partei zu Abhülfe vermag sie sich aber natürlich nicht aufzuraffen. Nur die Agitation betrieb, bekannt waren, und daß Sie sich dadurch dem man eine Spufgeschichte oder ein Schauermärchen liest; zu einer nicht und betrachteten mich, als sei ich ein Wanderer aus sein. Diese Thatsache ist auf Anfrage der Verwaltung der Haupt- Arbeiter haben wirkliches Mitgefühl mit ihren Brüdern. dem Geisterlande. Mein Haar, welches noch am Tage werkstätte- selbstverständlich unter der Voraussetzung der zuvor rabenschwarz gewesen, war jetzt so weiß, wie Sie diskretesten Verwendung mitgetheilt worden. Wenn jene es nun sehen. Man sagt ja auch, der ganze Ausdruck dies deren und nicht der Polizeiverwaltung Sache, da diese ebenso nun daraus Veranlassung genommen hat, Sie zu entlassen, so ist Halle. Die zweite Mittheilung bringen wir in nächster meiner Züge habe sich verändert. Ich erzählte ihnen meine wenig hierzu wie zu dem Aussprechen des Grundes die Auregung Nummer. Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23. über Kopf in das Chaos von Schaum da unten. Kleine Mittheilungen. aber von der Kinderarbeit wußte man dabei nichts. Erſt unserem Zeitalter, welches alles, aber auch alles zur käuflichen Waare gestempelt hat selbst zarte Frauen- und Stinderleiber- bleibt die Schmach vorbehalten, um des kapitalistischen Mehrwerthes, um der Rerte des Besizes willen, Kinder, zarte, kaum der Wiege ent= wachsene Kinder in dumpfe Fabrikhöhlen einzusperren, ihnen die Freuden des Spielplages, das zu ihrem förperlichen Wachsthum Briefkasten.