" Berliner Volks- Tribüne Social- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Volks- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Pfg. pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis vierteljährlich 1 Mt. 50 Pfg.; eingetragen unter Nr. 850 der Zeitungspreisliste für das Jahr 1888.) Redaktion und Expedition: S.O.( 26). Oranien- Straße 23. No. 15. Inhalt: Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Pfg. berechnet.- Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. Internationale Arbeitertage. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Kleine MitSonnabend, den 14. April 1888. Wir sind durchaus auch der Meinung, daß die Ausgabe für Spediteure: " Merkur" Zimmer- Straße 54. II. Jahrgang. * * * zu urtheilen, welche Taktik im Interesse unserer Sache in eine gründliche Kenntniß der Grundsäße des Sozialismus England befolgt werden soll, jedenfalls ein besseres Recht zu verbreiten suchen." Der bel- als die Gruppen der übrigen Länder, mag sonst auch ihre Soweit das Cirkular der englischen sozialdemokratischen gische Sozialistenkongreß. Die poffibilisti: Geschicklichkeit und ihre Thatkraft so groß sein, wie sie Föderation. schen Arbeitervertreter in Frankreich. I.- wolle. Die Entwickelung der Chinesenfrage in den Eine ähnliche Haltung gedenken auch die belgischen Haltung des parlamentarischen Comitees der Trades- Unions Sozialisten zu beobachten. Vereinigten Staaten. Gedicht. Unsere Leser wissen bereits, daß der letzte Lütticher Die Berliner Ar- einer Körperschaft, welche die Arbeiter- Interessen vertreten - Novelle. Wir fügen aber Parteikongreß die Beschickung beider Kongresse, des engbeiter und die Amnestie.- Die Berliner Ge- und hochhalten will, nicht würdig ist. meindewahlen. Der Kommunalsozialismus. Mitglieder des parlamentarischen Comitees gibt, die ihr dieses Vorgehens spricht sich ein längerer Aufsatz des beDer Kommunalsozialismus. zur Aufkärung unserer deutschen Freunde hinzu, daß es lischen und des deutschen, beschloß. Ueber die Gründe Streits und Sozialismus. UnternehmerMöglichstes gethan haben, um das Stattfinden des inter- tannten Dr. Cäsar de Paepe aus, dem wir das Fol= kartelle und Arbeiterorganisationen. nationalen Gewerkschafts- Kongresses überhaupt zu ver- gende im Wortlaut entnehmen: Politische Nachrichten. hindern und die hoch erfreut sein würden, wenn der ,, Es ist nunmehr eingetroffen, was wir schon seit Vereine und Versammlungen. Rongreß ganz scheitern sollte. Indem die sozialdemo- lange befürchteten: die englischen Einberufer haben sich kratische Fraktion des deutschen Reichstags die Arbeiter dafür entschieden, auf ihrem internationalen Kongreß nur von ganz Europa ersucht, nicht nach London zu gehen, die Mitglieder von Gewerkschaften oder Arbeitersyndikaten besorgt sie unbewußt die Geschäfte dieser Verräther an der zuzulassen, und da sie von diesem Beschluß nicht abgehen Kurz vor Parlamentsschluß erließ bekanntlich die Sache der arbeitenden Klasse. wollen, so ist es den deutschen Arbeitern, deren GewerkSeit mehreren Jahren schon suchen wir die eng schaften fast sämmtlich auf Grund des„ Sozialisten- GeSozialdemokratische Fraktion des Reichstages( vergl. Nr. 8 dieses Jahrgangs der„ Berliner Volkstribüne") einen Auf- lischen Gewerkschaften zum Sozialismus zu bekehren und setzes" unterdrückt sind, unmöglich gemacht," auf dem Lonruf, in dem sie die" Parteigenossen und Arbeiter aller wir hatten den bevorstehenden Kongreß als eine Gelegen- boner Kongreß sich vertreten zu lassen. Ebenso Länder" ersuchte, den internationalen Gewerkschafts- heit in Aussicht genommen, um unsere Lehren mitten in doch fast ebenso- liegt die Sache in anderen Ländern, fongreß in London nicht zu beschicken, vielmehr ihre Kräfte das Lager des Feindes hineinzutragen. Daher fordern besonders in Desterreich. Unter diesen Umständen, die in zu sparen und dafür einen für das Jahr 1889 einzube- wir unsere Genossen von allen Nationen dringend auf, der That ihre Partei und ihr ganzes Land vom Kongreß rufenden allgemeinen internationalen Kongreß um so zahl- ihren Einfluß auf die Arbeitergewerkschaften ihrer Länder ausschließen, haben die deutschen sozialistischen Reichstagsaufzubieten, damit lettere ihre Vertreter zum englischen Abgeordneten ein Manifest erlassen, in welchem sie die reicher zu besuchen. theilungen. Internationale Arbeitertage. " oder Die deutsche Sozialdemokratie war durch sehr triftige Kongreß entsenden. Die englischen Trades- Unions müſſen Sozialisten aller Länder ersuchen, den Londoner Kongreß Gründe zu dieſer Haltung bewogen worden. Die Ein- grade aus dem Beispiel der Arbeiter des Kontinents er als ein Ding der Unmöglichkeit zu betrachten und sich auf labung der englischen Gewerkschaften ließ für den Londoner sehen, daß unter normalen Bedingungen die besten Ge- demselben nicht vertreten zu lassen. Zu gleicher Zeit Kongreß im November nur Vertreter von Gewerkschaften werkschafter auch die aufrichtigsten Sozialisten richten sie an die Arbeiter- Assoziationen aller Länder die Bitte, Delegirte zu dem internationalen sozialistischen „ Auch die sozialdemokratische Föderation von Eng- Kongreß zu entsenden, den sie für das Jahr 1889 in schen Arbeitern bei ihren beschränkenden Vereins- und land, die keine berufsgenossenschaftliche Bereinigung iſt, Aussicht genommen haben. Versammlungsgeseßen und unter den bestehenden Ausnahme- kann so wenig wie die deutschen sozialdemokratischen Reichszuständen unmöglich, überhaupt zu erscheinen, und tagsabgeordneten, welche eine pen zu, die selber noch aktive Mitglieder der Fachvereine sein sind. sollten. Damit war es den deutschen und österreichi,, Sicher ist es eine Thatsache, die nicht genug beda das parlamentarische Komitee der englischen Trades als solche an dem internationalen Gewerkschafts- Kongreß dauert werden kann, daß die mächtige sozialistische ArbeiterUnions sich zu keinerlei Entgegenkommen verstehen wollte, Theil nehmen, da auch sie eine Vereinigung ist, die eine partei Deutschlands auf dem Londoner Kongreß nicht zuso glaubten die ganz ungerecht nnd willkürlich Ausge- politische, sozialistische und demokratische, Partei vertritt. gegen sein wird. Das bedeutet in unseren Augen für den schloffenen den oben bezeichneten Schritt ergreifen zu sollen. Beide müssen wir uns daher fern, gleichsam bei Seite vollen Erfolg dieses Kongresses eine Lücke, die nichts, auch Ueber den Erfolg desselben liegen nunmehr einige halten, aber trotzdem können wir sicherlich mit allen gar nichts ausfüllen kann. Es ist nicht möglich, daß sich Kundgebungen vor, die wir unseren Lesern vorerst ohne Mitteln, welche uns zu Gebote stehen, diejenigen unter ein Kongreß einen internationalen oder auch nur einen ftügen, welche auf einem anderen Terrain, das nicht das europäischen nennen kann, ohne daß Deutschland oder jede Bemerkung mittheilen wollen. unfrige ist, für unsere Sache und unsere Grundsätze Desterreich dabei vertreten werden. Und was würde eine internationale Fabrikgesetzgebung bedeuten kämpfen. Zunächst erhalten wir folgendes Zirkular der englischen sozialdemokratischen Föderation, den künftigen internationalen Gewerkschaftskongreß in London betreffend. " An unsre Genossen, die Sozialisten aller Länder! und diese Es ist, um den Erfolg unserer begonnenen sozia- soll doch den Gegenstand der Kongreß- Verhandlungen billistischen Propaganda in England zu sichern, unbedingt listischen Propaganda in England zu sichern, unbedingt den, wenn diese Nationen nicht dabei betheiligt sein nöthig, daß die Arbeiter von ganz Europa bei Gelegenheit würden? dieses Kongresses eine imposante Demonstration veran- ,, Troßdem aber glauben wir nicht, daß man darum " Unfre Freunde, Verbündete und Genossen von der stalten. Zu diesem Zwecke würden daher nach London den Londoner Kongreß und seine Einberufer ignoriren solle, Sozialdemokratie im deutschen Reichstag haben fürzlich an Delegirte zu schicken sein, die durch ihre Zahl, die Man- eher im Gegentheil, selbst bei der bedauerlichen Abwesendie Arbeiter aller Nationen einen Aufruf erlassen, den nigfaltigkeit der Länder und der Gewerbe, die sie vertreten, heit der deutschen Elemente wird der Londoner Kongreß künftigen internationalen Gewerkschaftskongreß betreffend, einen tiefen Eindruck auf die Trades- Unionisten dieses Nußen tragen, er wird in jedem Falle eine nüßliche Vorbereitung zu dem Kongreß sein können, den unsere Geder im November d. J. in London zusammentreten soll. Landes hervorbringen müßten. Indem die fremden Delegirten mit Beharrlichkeit, noffen aus dem deutschen Reichstag für 1889 projektiren. Da es das parlamentarische Komitee der englischen Trades Unions, nach dem seit mehr als zwanzig Jahre üblichen Ernst und Wissenschaftlichkeit, ohne hohle Phrasen und Er wird die Gewerkschaften und Arbeiterverbände umGebrauch, verweigert hat, andere Delegirte als Trades heftige Deklamationen, aber mit der ganzen Kraft der faffen können, ohne welche die sozialistische Bewegung in Unionisten, die ihre Gewerkschaften vertreten, zuzulassen, so Ueberzeugung, die aus gründlichen Kenntnissen entspringt, der Mehrzahl der Länder jeder praktischen Bedeutung entersuchen unsre Genossen aus dem deutschen Reichstag die die erörterten Probleme einer sozialistischen Lösung zu- behren würde. ,, Wir können es nicht oft genug betonen, daß die Arbeiter aller Länder inständigst, an dem in Frage stehen- führen, werden sie ein wichtiges Werk der Propaganda und Aufklärung thun. Sie werden die Vorurtheile be- Frage der internationalen Fabrikgesez gebung auf den Rongreß nicht Theil zu nehmen. Wir bedauern, daß unsre deutschen Freunde nicht feitigen, die in den Köpfen der englischen Arbeiter durch der einen Seite die rein wirthschaftlichen und berufsdaran gedacht haben, unseren Rath einzuholen, bevor sie unsere kapitaliſtiſchen Blätter gegen die Arbeiter des Kon- genossenschaftlichen Arbeiterorganisationen, wie die Syndie Verantwortlichkeit auf sich luben, eine Bewegung zu tinents großgezogen worden sind, und sie werden in wirk- dikate und Gewerkschaften, sehr nahe berührt durch die burchkreuzen, welche die besten Ergebnisse versprach. Wir ſamſter Weise dazu beitragen, den reaktionären Widerstand Natur der Fragen, welche sie regeln soll( Normalarbeitssind die kämpfenden Vertheidiger der Sozialdemokratie in zu besiegen, den uns manche Trades Unionisten dieſes tag, Kinder- Arbeit, Minimallöhne u. dergl. m.), daß sie aber andererseits, indem sie durch Gesetz und durch interEngland, wir haben es bewiesen durch unfren Eifer für Landes entgegensetzen. Wir rihten daher an alle unsere sozialistischen nationale Verträge diese Reformen erreichen will, auch die die Sache, durch die Gefahren, denen wir uns ausgesetzt, und durch die Opfer, welche wir auf uns genommen Freunde in der ganzen Welt und besonders an unsere politischen Arbeiter- Assoziationen und damit die soziadeutschen Genossen den Aufruf und die Bitte, uns in liftischen Parteien der verschiedenen Länder nicht weniger haben. Auch unseren Bemühungen allein ist es zu ver- unseren großen Bestrebungen ihren Beistand zu gewähren. nahe angeht. Die Gegenstände, welche der internationale banken, daß die Führer der englischen Gewerkvereine vor- Je weniger würdig unseren ausländischen Genossen die Vertrag regeln soll, sind genau dieselben, welche die wärts gedrängt und gezwungen worden sind, einen inter- Führer der englischen Gewerkschaften erscheinen, um so Arbeiter- Gewerkschaften auf ihrem Programm haben und nationalen Gewerkschaftskongreß überhaupt einzuberufen. nothwendiger wird es, daß unsere Freunde aus allen Län- für die sie täglich kämpfen. Ebenso bilden sie aber einen Da wir somit auf der Bresche stehen und zwar grade in dern herbeikommen, um uns ihren Beistand zu leisten, Theil des Programms der sozialistischen Partei und könneu England, so haben wir sicherlich auch das Recht, darüber wenn wir unter der großen Masse der Trades Unionisten niemals voll erreicht werden ohne Einschreiten der Gesetz" gebung und Verwaltung, das heißt also: ohne politische der des Generalrathes die in der Provinz wohnen, durch| Theoretiker, ohne starke Organisationen hinter sich, und Reformen. die Allgemeinheit decken zu lassen, und zwar sollen die auf possibilistischer Seite Organisationen ohne theoretische ,, Daraus geht hervor, daß ein internationaler Ge- Bezirksverbände im Verhältniß der Zahl ihrer Mitglieder Klarheit und prinzipienfeste Haltung zu finden sind. werkschafts- Kongreß an sich ein sehr nüßliches und be- beisteuern. Hat in den vorausgehenden Skizzen das Wirken der rechtigtes Unternehmen ist, das unsren vollen Beifall findet; Die dritte Sigung fand am Montag Nachmittag kollektivistischen" Theoretiker eine eingehendere Darstellung man muß ihm volle Berechtigung zuerkennen, und wenn statt. erfahren, so muß auch die Thätigkeit der„ possibilistischen" man die Sache von dieser Seite aus betrachtet, so kann Auf der Tagesordnung stand zunächst die Frage des Praktiker und Organisatoren kurz gezeichnet werden. Und man auch verstehen, warum die Engländer grade einen Minimallohnes und Marimalarbeitstages. Eine wenn dieselbe vielfach Anlaß zu Kritik bietet, so wird sie Gewerkschafts- Kongreß einberufen haben. Wir belgroße Anzahl von Delegirten nahm an der Diskussion doch nicht etwa vom Standpunkte des Heuchlers ausgeübt, gischen Sozialisten, die wir zu unsrer Partei fast alle theil; alle sind der Meinung, daß eine lebhafte Agitation der, den Splitter in des Bruders Augen bemerkend und Syndikatskammern des Landes, und zwar grade die mäch zur Verwirklichung dieser grundlegenden Arbeiterforderungen für den eigenen Balken blind, mit pharisäerhafter Uebertigsten derselben, rechnen können, vermögen darum diesem zu eröffnen sei. Die Zeitungen sollen den Feldzug be- hebung Gott dankt, daß er nicht ist, wie dieser Zöllner, Kongreß auch nur zuzustimmen und werden deshalb die ginnen; Flugschriften sollen im Volke verbreitet werden, sondern mit tiefem Bedauern der Schwierigkeiten, welche Vertreter unsrer Gewerkschaften und Arbeiterverbände dahin Redner und Agitatoren sollen sich in Versammlungen der durch die betreffenden Verhältnisse dem Siegesmarsche der entsenden. gleichen Aufgabe widmen. Es wird auch auf die Be- französischen Bewegung in den Weg gelegt werden. ,, Aber der sozialistische Gedanke, der uns leitet, ver- deutung der Gewerkschaftsbewegung für diese Zwecke hin- Den Maßstab für die Beurtheilung der beiden Fratpflichtet uns andrerseits auch, anzuerkennen, daß die Ge- gewiefen und auf das Unrecht, das ein Arbeitsbruder tionen und ihrer Vorfämpfer kann einzig und allein das werkschafts- Bewegung nicht alles ist und daß der Sozia- gegen den anderen begeht, wenn er vierzehn oder fünfzehn Parteiprogramm bieten und die Stellungnahme, welche lismus allein in radikaler Weise alle Arbeiterfragen lösen Stunden arbeitet und so den Kollegen die Arbeit entzieht, Kollektivisten und Possibilisten ihm gegenüber bekunden. fann. Es ist daher unsre Pflicht, auch den von den die er selber verrichtet und schließlich mit vorzeitigem Alter Die Schwächen und Fehler der französischen Genossen verdeutschen Sozialisten einberufenen Kongreß zu beschicken und allgemeiner Lohnreduktion büßen muß. Die auf An- tuschen, hieße dem Sozialismus überhaupt schlecht dienen. und alles Mögliche aufzubieten, daß auch die englischen trag Volders' angenommene Resolution hat folgenden solches thun. Diese Mission der Versöhnung und des Wortlaut: Friedens zwischen der englischen Gewerkschaftsbewegung und der deutschen Sozialdemokratic zwischen dem, was Anseele eines Tages zwei ganz verschiedene Arbeiterwelten nannte,- diese Mission ist eine so hohe, daß wir uns ihr unbedingt unterziehen müssen. Zu verhindern, daß ein Zusammenstoß zwischen diesen beiden Welten möglich wird, ihnen als vereinendes Band zu dienen, das ist es, was die belgische Arbeiterpartei thun kann! Sie wird für diese ihre Rolle bei dem jetzigen wichtigen Anlaß volles Verständniß zeigen!" * * Wenn es je Parteien gegeben, die für ihre praktische Entwickelung aus der Kritik Nutzen gezogen, so sind es Der Kongreß verpflichtet die Arbeitervertreter, in gerade die sozialistischen Parteien der verschiedenen Länder den Gemeinderäthen und den sonstigen beschließenden gewesen. Von Brousse abgesehen, zählen die Possibilisten Körperschaften, auf Annahme von Minimallöhnen in ihren Reihen eine ganze Anzahl von Männern, die und Marimalarbeitsstunden zu dringen; ganz tüchtige und energische Kräfte zweiten Ranges sind, sie fordert die Gewerkschaften auf, bis zum näch- wir nehmen aus ihnen Joffrin, Dumay, Allemane und sten Kongreß ihre ganze Agitationskraft dieser Frage Chabert heraus. Jules Joffrin, seines Zeichens Mechaniker, war zu widmen; sie empfiehlt allen Arbeitervereinen, Adressen an der erste Klassenkandidat der französischen Arbeiterpartei, die Gemeinde- und Provinzialräthe zu richten, in dem seine Wähler Sitz und Stimme in einer bedeutenden denen Minimallohn und Normalarbeitstag gefordert öffentlichen Körperschaft, im Conseil municipal, Gemeindewird; rath von Paris, erkämpften. Joffrin ist 1846 im DeNeben den belgischen Arbeitern werden zweifellos auch sie räth den Genossenschaften( Konsumvereinen, partement Aube geboren und nahm seit 1868 thätigen die französischen den Gewerkschaftskongreß zahlreich be= Produktivgenossenschaften), in ihren eigenen Betrieben Antheil an allen Demonstrationen gegen das Kaiserreich. schicken. Die Masse der französischen Arbeiter wird, soweit diese Reformen durchzuführen und darauf zu halten, 1869 war er Mitglied des Komitee's für Rochefort's sie überhaupt bereits zu selbständigem Leben erwacht ist, daß ihre Lieferanten das Gleiche thun. Wahl und unterzeichnete den Wahlaufruf zu Gunsten Gamvon den Possibilisten beherrscht. Diese haben aber von Der letzte Punkt betraf die Betheiligung an Wahlen, betta's. Die 1868 gebildete Gewerkschaft der Mechaniker jeher gute Freundschaft mit den Broadhurst und Shipton insbesondere die Frage der Wahlbündnisse mit bürger- zählte Joffrin unter ihren ersten und eifrigsten Mitgehalten, und was im vorliegenden Falle noch mehr lichen Parteien. Mehrere Delegirte, darunter die von gliedern. besagen will sie haben den größten Einfluß auf die fran- Gent und Anvers, wollten jeden Kompromiß abgelehnt Nachdem er während des Kriegs in der Mobilgarde zösischen Gewerkschaften. Gerade nach dieser Seite rächt wissen; andere wieder meinten, daß ohne das allgemeine eingereiht gewesen, gehörte er unter der Belagerung dem es sich an den zielbewußten französischen Kollektivisten, daß Stimmrecht Wahlbündnisse nicht zu vermeiden seien. Wie Aufsichtsausschuß und Waffenkomitee vom Montmartre fie über den Fragen der Agitation in Wort und Schrift gewöhnlich in solchen Fällen, kam eine vermittelnde Reso- an. Mit Ferré, Jaclard und anderen zusammen rief er Reso- an. die Förderung und Beeinflussung praktischer Organi- lution zur Annahme, die den einzelnen Wahlbezirken ihr am Morgen des 18. März die Bevölkerung des 18. Arronsationen vernachlässigt haben. An französischen Delegirten Verhalten freistellt. dissements zu den Waffen und vertheidigte die Kanonen wird es also auch nicht fehlen. Er kämpfte darauf in der Antrag zu: Ohne jegliche Debatte stimmte man endlich folgendem der Buttes Montmartre". Nationalgarde, bis er von den Mitgliedern der Kommune, Die während des ersten und zweiten April 1888 welche das Quartier Montmartre vertraten, den Auftrag zum Kongreß versammelte belgische Arbeiterpartei erhielt, mit sechs anderen Bürgern zusammen die Militärfordert von den öffentlichen Gewalten ein Amnestie- fommission des Arrondissements zu bilden. Voller Muth gesetz zu Gunsten der infolge des Streits im März und Energie that er seine Schuldigkeit während des heroi1886 Verurtheilten; indem sie dieses Gesetz des schen Todeskampfes der Kommune, er befand sich mit dem Friedens und der Menschlichkeit erwartet, spricht sie General La Cecilia unter den letzten Vertheidigern des zugleich den Wunsch aus, daß die Regierung gegen Montmartre und suchte dann dem ihm zugestellten Befehl die verurtheilten Arbeiter einstweilen dieselbe Nachsicht üben werde, wie gegen den Erdeputirten Vandersmissen. Unter solchen Umständen dürften auch andere Nationen nicht mehr fernbleiben wollen, sodaß der englische Gewerkschaftskongreß zweifellos die Vertreter sehr vieler Länder umfassen und in diesem Sinne also gelingen wird. Daran wird kaum noch etwas zu ändern sein und wir wollen nur wünschen, daß die Hoffnungen der englischen Sozialdemokraten auf eine den Trades Unionisten ,, imponirende" sozialistische Demonstration" sich verwirklichen mögen. Für heute beschränken wir uns darauf, nochmals auf die Ursachen hinzuweisen, welche nicht nur der deutschen sozialdemokratischen Partei, sondern auch den deutschen Fachvereinen die Beschickung des Londoner Kongresses im November dieses Jahres verwehren. Damit schloß der in allen Theilen äußerst harmonisch verlaufene Arbeitertag. Der nächste( fünfte) Jahreskongreß soll in Jolimont Die deutschen Fachvereine haben schon genug darunter stattfinden. zu leiden, daß sie von den Gerichten für politische" Vereine erklärt werden. Schon wenn sie in Deutschland gemäß die Mairie des Viertels so lange als möglich zu halten. Mit vier seiner Kollegen von der Militärkommission durch die Versailler umstellt, entging er nur wie durch ein Wunder der Erschießung und fand in der Umgebung von Paris ein sicheres Versteck, von dem aus er England gewinnen konnte, wo er neun Jahre lang im Eril lebte und als Mechaniker arbeitete. Er widersetzte sich konsequent allen offiziösen Schritten, die seine Rückkehr nach Frankreich beschleunigen konnten, irgendwie mit einander in Verbindung treten, oft nur Die possibilistischen Arbeitervertreter im und proteſtirte mit Liſsagaray und Vallès c. zusammen durch Briefe und Erkundigungen der unschuldigsten Art so haben sie tagtäglich die Auflösung zu erwarten. Wie ganz anders erst, wenn sie sich mit der hochpolitischen Frage einer„ internationalen Fabrikgesetzgebung" abgeben wollten, und zu deren Förderung sich gar mit Pariser Gemeinderath. I. gegen das Rundschreiben Le Royer's. Er kehrte erst mit den letzten Amneftirten im April 1880 nach Paris zurück, wo er sofort in den Kampf eintrat, den die junge Arbeiterbewegung aufgenommen. Joffrin befürwortete besonders 3 Nicht nur die Gerechtigkeit und Billigkeit, sondern energisch die Kandidatur des zu lebenslänglicher Zwangsden Vertretern der Gewerkschaften anderer Länder auf auch die Vollständigkeit des Bildes über die französischen arbeit verurtheilten Kommunemitglieds Trinquet, welche einem allgemeinen Gewerkschaftstag zusammenfinden würden! Parteiverhältnisse erfordert es, auf das Leben und Wirken den Erfolg hatte, der Kammer die Annahme einer allBloße, isolirte Petitionen an den Reichstag wegen Gefäng- etlicher Männer einzugehen, die innerhalb der possibiniß- und Sonntagsarbeit haben den Gerichten bereits alle listischen Partei eine hervorragende Stellung einnehmen. gemeinen Amnestie zu entreißen. Joffrin ward bald einer der thätigsten Agitatoren Hände voll zu thun gegeben; wir sehen wahrlich keinen Es sind dies ausnahmslos keine Strategen, keine proleGrund, ihnen neuen, längst sehnlich erwarteten Stoff zu tarischen Kriegswissenschaftler, welche der Bewegung für die und Organisatoren der sozialistischen Partei, die er auf weiteren und noch heftigeren Verfolgungen zu bieten. Dauer den Stempel ihres Geistes ausdrücken, ihr die verschiedenen nationalen und internationalen Arbeiter= Jede deutsche Gewerkschaft, die in einer Vereins- Bahnen vorzeichnen können, denen sie folgen muß, um zum fongressen vertrat. Jedoch ließ ihn ein hervorstechender versammlung einen Delegirten wählen und denselben, mit Siele zu gelangen. Dagegen sind es tüchtige Unteroffiziere Bug von Selbstgefälligkeit, um nicht zu sagen Eitelkeit bestimmten Forderungen an die Gesetzgebung für eine und Hauptleute, welche mit Treue auf einem Posten stehen gänzlich unter den zersetzenden Einfluß Brousse's gerathen, internationale Regelung des Arbeiterschutzes ausgerüstet, nach und Positionen verfechten, die vom prinzipiellen Gesichts- der ihn mitten in die persönlichen Ränke hineinzog und London senden wollte und eine andere Form der punkte aus leider als falsch gewählte bezeichnet werden zu seinem treuesten und gehorsamsten Werkzeuge umschmiedete. Wie ihn die angedeutete Schwäche gegen die geistige UeberVertretung ist nicht zulässig- eine jede solche Gewerk- müssen. schaft würde gleichzeitig ihr Todesurtheil unterschreiben. Je unentbehrlicher für den emanzipatorischen Kampf die legenheit von Guesde und Lafargue ankämpfen ließ, die Unter solchen Verhältnissen, und da die Schuld Mitwirkung solcher Männer ist, je wesentlichere Bedeutung den strengen Marrismus vertraten, so machte ihn die ablediglich an dem für jeden anderen Vorschlag unzugäng- ihre Thätigkeit hat, um so mehr ist zu bedauern, daß gehende tiefere sozialistische Durchbildung, die allein eine lichen englischen parlamentarischen Komitee lag, war es dieselben theoretisch nicht auf der Höhe der sozialistischen selbständige Beherrschung der sozialistischen Theorieen ernatürlich Pflicht der deutschen Arbeitervertreter im Reichs- Entwickelung stehen und daß demzufolge ein solcher Auf- möglicht, sowie eine gewisse Beschränktheit der Auffassung tage, wenn irgend möglich auch die ausländischen Arbeiter wand redlicher und aufopfernder Bemühungen auf neben- dem sozialistischen Opportunismus zuneigen, der von Brousse von London fernzuhalten und sie zu um so zahlreicherer fächliche Ziele zersplittert wird. Die unvollständige Be- in die Bewegung geschleudert wurde, um den Einfluß Beschickung des wirklich allgemeinen Arbeitertages im herrschung und unklare Auffassung der sozialen Verhält- seiner Gegner zu brechen. Wenn Brousse der Allah des nächsten Jahre einzuladen. Mehr zu thun, stand nicht in nisse und der sozialistischen Ziele stellt sie von vornherein Possibilismus ist, so repräsentirte Joffrin dessen Propheten, den Kräften der Deutschen, und wenn die ausländischen in Abhängigkeit von einem gegebenen Schlagwort, das sich den fanatischsten seiner Apostel, der den übrigen sozialistiSozialisten sich trotzdem eine Förderung der Arbeiter- leider nicht immer im Einklang mit den Grundfäßen der schen Fraktionen leidenschaftliche Intoleranz entgegenbringt und von keiner Vereinigung etwas wissen will, der die interessen von dem Londoner Kongreß versprechen, so wird zielbewußten Arbeiterpartei befindet. Während die hervorragendsten Theoretiker und Steckenpferde des Possibilismus mit besonderer Zähigkeit den Wunsch ja Jedermann theilen, aber unsere Hoffnung Agitatoren der französischen Bewegung einen entſchiedenen reitet und sich lieber dem reaktionären Theil der englischen Mangel an organisatorischen Fähigkeiten zeigen, macht Trades- Unions in die Arme wirft, als solidarisch mit der sich wieder bei den Männern der Praxis, die Talent als deutschen Sozialdemokratie, die auf dem ††† Marrismus bildung empfindlich geltend. Der Mangel auf beiden Vor und nach der Spaltung der Partei hat er nicht Seiten könnte leicht durch ein ergänzendes Hand in Hand nur im Mittelpunkte der persönlichen Intriguen gestanden, gehen ausgeglichen und verwischt werden, aber zur Stunde sondern er hat sich auch mit erstaunlicher Beweglichkeit der halten die leidigen Personenfragen die sozialistische Masse Ueberzeugung den verschiedenen zeitlichen und örtlichen Proin zwei Lager gespalten, in denen auf kollektivistischer Seite grammänderungen seiner Gruppe angepaßt. So ist er auf dessen Erfüllung ist denn doch eine weniger feste. Ueber den Beginn des belgischen Sozialisten- Organisatoren bekunden, die mangelnde theoretische Durchfußt, vorzurücken. kongresses berichteten wir in letzter Nummer. Aus der zweiten Sigung wäre noch nachzutragen, daß beschlossen wurde, die Reisekosten derjenigen Mitglie " 1 " z. B. bei verschiedenen Wahlen bald als sozialrevolutio-| Handels, fürchteten. Dazu gesellte sich ein starker kirch-| Monarchisten. Dieses Mittel hat sich bis jetzt bewährt närer Kandidat" und bald als einfacher, harmloser Ar- licher Einfluß, der mit dem ersteren zusammenhing, und und ist so alt wie die jetzige Republick; wir würden es beiterkandidat" aufgetreten und hat seinen Sozialismus last, but not least: die ,, Damen" der oberen Zentausend auch nicht erwähnen, wenn nicht gelegentlich die Wahl des sogar soweit entmannt, die Forderung eines achtstündigen sahen in den Kulis cine Lösung der Dienstboten- Frage" Anarchisten" Pyat auch die deutsche Presse in das GeNormalarbeitstages aus seinem Programm zu streichen, in ihrem Sinne, nämlich unterwürfige und billige Haus- heul ihres französischen Geschwisters mit einstimmen würde um sie dann allerdings bei der nächsten Wahlperiode sklaven zu bekommen. über die angebliche Gefahr, welche diese Wahl für die gnädigst wieder aufzunehmen. Solche Thatsachen schienen Die Arbeiter- Bevölkerung des Ostens, die un- Republick bildet. Die deutsche, monarchische" Presse verbei dem der Arbeitersache ehrlich ergebenen und ihr seine mittelbar von der monogolischen Konkurrenz nicht berührt gießt Thränen über die gefährdete Republik!" Sie, die beste Kraft widmenden Manne unbegreiflich, wenn nicht die wurde, stand ferner lange derjenigen an der Pacific- Küste im eignen Lande in jedem freiheitlich gesinnten Menschen angedeuteten Eigenthümlichkeiten seines Wesens und seiner nicht energisch genug zur Seite. eine Gefahr für die„ Monarchie" denunzirt. Diese HeuUnd Entwickelung den Schlüssel für seine Haltung bieten So mußte sich diese vorerst darauf beschränken, den chelei kann nicht genug gebrandmarkt werden. würden. Chinesen an Ort und Stelle durch allerhand chicanöse Vor- wenn sie wenigstens dabei nicht so viel lügen würde. Es Nachdem Joffrin bei verschiedenen Reichs- und Ge- schriften das Leben sauer zu machen oder auch geradezu ist nämlich erlogen, daß Pyat ein„ Anarchist" ist. Felir meindewahlen von seiner Partei als Klassenkandidat erklärt zur Gewalt gegen sie zu greifen. Die Thatsache, daß die Pyat ist ein kleinbürgerlicher Revolutionär der alten worden, wählte ihn das Viertel der„ Grandes Carrières" Gegner der Chinesen- Einwanderung als Arbeiterpartei" Schule, der dem Sozialismus aus Herzensgüte nahe steht, ( 18. Arrondissement, Montmartre) im Mai 1882 in den zeitweilig die Stadt San Franzisko und den Einzelstaat der aber jedes genaueren Einblicks in ökonomischen Dinge Parijer Stadtrath. Bei den nächstfolgenden Munizipal- Californien beherrschten, konnte ihnen aber bei den man- entbehrt und weder Sozialist noch Anarchist genannt wer wahlen 1884 fiel er bei der Stichwahl troß einer starken gelnden Vollmachten derselben in dieser Frage nicht viel den kann. In letzter Zeit hat ihn die chauvinistische Majorität durch, fam aber durch eine Nachwahl abermals helfen. Phrase ganz bedenklich gefangen genommen. Er ist ein Die Bundesgewalt in die betreffende Körperschaft, für die ihm auch die letzten ,, Reichs" gewalt würden wir ehrlicher Kerl der Rest ist Deklamation. Mit der BeWahlen von 1887 ein Mandat sicherten. in Deutschland sagen-mußte angerufen werden. Sie zeichnung Anarchist" will die deutsche Presse die politischen Seine Thätigkeit und seine Haltung im Stadtrath ist gegen die erwähnten Einflüsse, man kann wohl sagen, Kinder wieder einmal gruseln machen. ein Beweis mehr für die Thatsache, welche übrigens von gegen das ganze kapitalistische Interesse und einen großen Das englische Oberhaus dürfte nicht lange mehr den Arbeitervertretern anderer Länder bereits glänzend dar- Theil des kirchlichen Elements zu erobern, war sicherlich gethan ist: daß die Angehörigen des vierten Standes durch- teine Kleinigkeit, Jum so mehr, da auch ein internationaler Ber- in seiner jezigen Gestalt bestehen; selbst bis in die konlichen Lebens vollen Antheil zu nehmen, daß sie weder an 1882 tam das erste, einige Jahre später das verbesserte schlimmer ist wie das preußische Herrenhaus. Das„ Haus aus fähig sind, an der Berathung und Leitung des öffent- trag im Wege stand. Und doch gelang es. Im Jahre ſervativen Kreise hinein regt sich die Unzufriedenheit mit dieser Volksvertretung“, die dieser Volksvertretung", die in der That fast noch Verständniß, noch Eifer, würdiger Haltung und Reinheit Chinesengeset. Das Veto des Präsidenten und der Wider- schlimmer ist wie das preußische Herrenhaus. Das„ Haus der Lords" in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung zählt der Absichten hinter den Klassen zurückſtehen, die bis jetzt stand der Gerichte waren zu besiegen, aber es ging. 540 Mitglieder, die, mit Ausnahme der Bischöfe und die Gestaltung des öffentlichen Lebens in ihren Händen Dann begann der Kampf um die Durchführung monopolifirten. des Gesetzes, noch schwieriger als der um ihre Annahme. neugeschaffenen Peers, sämmtlich ihren Siß ererbt Joffrin ist im Stadtrath stets für die Interessen der Die Chinesen- Gesetze sind unzweifelhaft vielfach um- haben. Im Einzelnen enthält dasselbe, die 15„ minder" französischen Arbeiterschaft eingetreten, allerdings in der gangen worden. Nach dem Ausweis der Hafenbehörden jährigen Peers nicht eingerechnet, vier Prinzen des königHauptsache von jenem beschränkten und im sozialistischen in San Franzisko landeten vom 5. August 1882 an, dem lichen Hauſes, nämlich den Prinzen von Wales, dessen Sinne prinzipienlosen Standpunkte aus, der das Wesen Tag, an welchem das erste in Kraft trat, bis zu Ende 1887 Brüder, die Herzöge von Edinburg und Connaught( wähdes Poſſibilismus ſelbſt bildet. Wenn man seinem regen im Ganzen 36 989 Chinesen mit Attesten, welche bescheinigen rend der Sohn des jüngsten Bruders, der gegenwärtige Eifer, seinem nie rastenden guten Willen, der Uneigen- sollten, daß sie vor dem Erlaß des Gesetzes bereits im Herzog von Albany, noch nicht 4 Jahre alt ist), und den nüßigkeit seiner Bestrebungen alles Lob widerfahren laffen Lande waren. Wahrscheinlich sind Tausende von ihnen Herzog von Cambridge. Dazu kommen in folgender muß, so kann man doch nicht umhin, seinem Wirken in auf falsche Angaben in's Land gekommen. Auch über Nangordnung: 2 Erzbischöfe( von Canterbury und von Bezug auf den Sozialismus einschränkende Reserve ent- die canadische Grenze, von Norden her, mögen Viele ein- ork), 22 Herzöge, 19 Marquis, 114 Carls( Grafen), gegen zu bringen. Die meisten der Anträge, die er ein- geschmuggelt worden sein. Aber wenn das Gefeß nicht 28 Viscounts, 24 Bischöfe, 286 Barone. Die letzteren gebracht hat, und die zum Theil angenommen worden sind, erlassen worden wäre, dann befänden sich statt der 105 613 werden im gewöhnlichen Leben stets, die anderen mit Ausfußen nicht auf den Prinzipien des Havre Programms, Chinesen, die der Census von 1880 aufführt und deren nahme der Herzöge häufig einfach mit Lord" bezeichnet. decken sich nicht einmal mit dessen sofort zu verwirklichen- Bahl sich, wenn überhaupt, nur unbedeutend vergrößert Marquis von Salisbury, eben so oft einfach„ Lord" So kommt es, daß der gegenwärtige Premierminister, der den" Forderungen, sondern tragen den Stempel klein haben kann, heute wahrscheinlich etliche Millionen von Salisbury genannt wird. Einen offiziellen Lordstitel giebt bürgerlichen Flickwerks, das zwar momentan dem Kulis im Lande. oder jenem Bruchtheil der arbeitenden Bevölke= Die Agitation, die Einwirkung auf den Souverän es nicht, Lord ist nur der Gesammtbegriff der Mitglieder rung einen fleinen Vortheil verschafft, der als„ öffentliche Meinung", ist deshalb nicht eingestellt worden. des höheren Adels. Alle englischen Lords" sind damit Tageserfolg auf die Fraktion" zurückstrahlt, der aber für Der Standpunkt, den Präsidentschaftskandidaten zu ihr ein- zugleich" Peers", d. H. Mitglieder des Hauses der Lords. Ausbreitung und Klärung der sozialistischen Ideen ohne nahmen, war von Bedeutung für ihre Wahl. Die Ec- Dazu gehören dann ferner noch 16 schottische„ Representative Peers", die von dem schottischen Adel für die Belang oder geradezu schädlich ist. Alle jene Baſtarde natoren und Repräsentanten von der Pacificküste waren Dauer eines Parlaments, und 28 irländische Beers, die fleinbürgerlicher Utopistereien und gewerkschaftlicher Bornirt gezwungen, die Frage im Kongreß offen zu halten und Dauer eines Parlaments, und 28 irländische Peers, die heiten, wie„ ,, services publiques"( Staats- und Gemeinde- keine Sigung desselben ist vergangen, in welcher sie nicht auf Lebenszeit gewählt worden sind. Da man mit der Peerswürde durchaus nicht immer politischen Verstand erbt, betriebe), Handarbeiterkandidaturen", Errichtung fom- eine Rolle spielte. munaler Fleischereien, Bäckereien 2c., und wie sie alle noch Auch dem jeßigen Kongreß liegen eine Anzahl Bills so kann man sich ungefähr das geistige Niveau mancher heißen, die sozialen Pflästerchen aus der Apotheke des( Gefeßentwürfe) zur Verschärfung des Chinesengeſetzes vor sich weise hüten, jemals im Oberhause zu erscheinen. Da dieser hohen Herrn vorstellen, von denen übrigens viele mit Hinblick auf die Wahlen Possibilismus, haben in Joffrin einen zelotischen Verthei- und es gab diger und Vorkämpfer gefunden. liches Wettlaufen zwischen Republikanern und Demokraten, für eine standesgemäße Leistungsfähigkeit hält, in möglichst ist z. B. ein vielgenannter Herzog, der es augenscheinlich Dies Unverständniß, den sozialistischen Zielen gegen sich gegenseitig den Wind aus den Segeln zu nehmen. vielen Ehescheidungsprozessen aufzutreten; da ist jener edle über ist um so mehr zu bedauern, als Joffrin, wie be- Kaum war der Kongreß in Sigung, als schon der Mil- vielen Ehescheidungsprozessen aufzutreten; da ist jener edle reits hervorgehoben, unermüdlich, energisch und gewandt lionärssenat mit einer formellen Aufforderung an den Marquis, der, aus dem Jockeyklub" ausgestoßen, sich für seine Ideen eintritt, nicht nur in Clubs und Versamm: Präsidenten heranrückte, einen Vertrag mit China abzu- auf keinem Rennplate mehr blicken lassen darf, von Rechtslungen eine lebhafte Agitation und Propaganda unterhält, schließen, welcher chinesische Arbeiter vom Betreten des wegen aber, sofern er den Muth dazu hat, jeder Zeit in sondern auch gut zu organisiren versteht. Joffrin ist ein Landes ausschließe. Der dicke Miſter Cleveland, der Gemeinwohl des Volkes zu geben! Hoffentlich wird diese das Haus der Lords kommen kann, um Gesetze für das geschickter Redner, der die Masse zu fesseln weiß, wenn er Präsident, war aber auch nicht faul gewesen und in der ihr auch mehr geschickt gefaßte Schlagworte bietet, als daß Lage, anzuzeigen, daß solche Verhandlungen bereits schweben. politische Rumpelkammer recht bald nicht nur gesäubert, sondern ganz beseitigt. er eine tiefe und belehrende Idee einheitlich entwickelt. Die Wählerstimmen der Pacificstaaten sind nämlich ein Seine Kraft ist jedenfalls eine schäßenswerthe, die ihn zum äußerst wichtiger Punkt in den politischen Berechnungen Die italienische Regierung erlebt wenig Freude an volksthümlichen Agitator und Organisator bestimmte, dessen der beiden Cliquen. ihren Kolonialunternehmungen: die ostafrikanische ErKürzlich wurde angekündigt, daß dieser Vertrag unterWirksamkeit weit nachhaltiger und tiefergehend sein würde, wenn sie von klarer theoretischer Erkenntniß getragen, direkt zeichnet worden sei. Die absolute Ausschließung der Kulis pedition kehrt wohl bald wieder zu Muttern zurück. Die erhofften ,, Lorbeern" auf den abessinischen Schlachtfeldern sind auf das Hauptziel einer Arbeiterbewegung lossteuerte, an iſt zwar nicht erreicht worden, doch sind die Bedingungen ausgeblieben und nicht einmal der Tod der Gefallenen von - der Nachweis einer Familie oder Dogali hat seine„ Sühne“ erfahren. Die Millioner, statt sich auf Seitenwege zu verirren und sich an Personen- für ihre Zulassung, der Nachweis einer Familie oder eines( Grund) Befißes im Werth von tausend Dollars in welche die italienische Regierung für die Ausrüstung des fragen und Palliativen zu zersplittern. Amerika- so drückend, daß mit diesem Vertrage die Erpeditionskorps geopfert hatte, sind nuglos in das Mecr so drückend, daß mit diesem Vertrage die welche die italienische Regierung für die Ausrüstung des Chinesenfrage als„ gelöst" betrachtet werden darf. geworfen worden wie das gewöhnlich bei solchen Aber:= teuern geschieht. Die Kulis in den Vereinigten Staaten. -ein förm= Die Agitation für die Ausschließung der Chinesen hat so beiläufig fünfzehn Jahre in Anspruch genommen, wobei Was das Volk will, ernstlich, beharrlich, unverdrossen allerdings zu beachten ist, daß sie in der ersten Hälfte Jetzt sollen endlich durch eine internationale Vereinerstrebt, das muß doch schließlich werden. Man sagt, die lokaler Natur war. Bei allen Gesetzlichkeitsbetheuerungen berung die Zuckerprämien in den europäischen Staaten Regierung der Vereinigten Staaten sei eine solche der ging es dabei auch häufig durchaus nicht so gemüthlich zu. abgeschafft werden. Die europäischen Steuerzahler bringen „ öffentlichen Meinung." Das ist in gewissem Sinne wahr. Gewaltsame Austreibungen der Chinesen, Massakers der bekanntlich wahre Unsummen an Prämien für die„ naticSie geht ihr nicht voraus, eine Revolution von oben giebt selben sogar, waren nicht so selten. nale" Zuckerausfuhr ihrer Rittergutsbesißer und Agrarier es hier nicht. Aber folgen muß sie der„ öffentlichen Nach unserem Dafürhalten ist die Ausschließung des auf. Es werden in den verschiedenen Ländern für 100 Kilo asiatischen Kuli- Mitbewerbes vom amerikanischen Kontinent exportirten Zuckers bis zu Mk. 12,80 Prämie, von Mt. 3,50 Die Geschichte der Agitation gegen die Chinesen der erste große Erfolg der amerikanischen Ar- herauf, gezahlt. Ein deutsches Fachblatt schlägt in UeberAr- exportirten Die Kulis waren nothwendig zum raschen Bau der beiterklasse, die dabei die alten Parteien gezwungen einstimmung mit dem Londoner Economist die Durchfüh= Meinung" und unterschreiben, was diese verlangt. beweist es. Pacific- Bahnen; solange sich ihre Thätigkeit darauf beschränkte, war kein Einwand gegen ihr Dortsein. Aber nachdem diese Bahnen vollendet waren, wandten sie sich der Industrie zu und traten in Mitbewerb mit den weißen Arbeitern an der Pacific-( Stillen Ozean) Küste, welche an hohe Löhne gewöhnt waren. hat, sich ihr dienstbar zu machen. Politische Nachrichten. Der preußische Landtag hat am Mittwoch seine am In den siebziger Jahren begann daselbst die Agitation 21. März ausgesezten Sißungen wieder aufgenommen. zu Gunsten ihrer Ausschließung, und was man auch gegen rungsschwierigkeiten der geplanten Konvention nicht hoch an und hat die Steuererleichterung für die deutschen Konsumenten nach Annahme der Konvention und bei rationeller Festsetzung der Zuckersteuer mit rund 40 Millionen Mart, für die österreichischen mit 7,7 Millionen Gulden, für die französischen mit nicht weniger als 140 Millionen Francs, für die niederländischen mit 5,2 Mill. Gulden beziffert. Man gelangt bei Zusammenrechnung Kearney, den Hauptagitator auf diesem Gebiete, sonst sagen Die in Bouches- du- Rhone in Frankreich stattge- aller dieser Beträge beinahe zu Milliarden, die bisher theils mag, das Eine muß man ihm lassen, daß er ein Jahrzehnt fundene Wahl Felix Pyat's in die französische Kammer den englischen Konsumenten durch die billigen Preise, theils die unermüdlichste Propaganda trieb und die öffentliche wird von dem Unternehmerthum aller Länder als eine den konservativen Zuckerſiedern zu gute kamen. Meinung" sehr bedeutend zu Gunsten der weißen Arbeiter Gefahr für die Republick bezeichnet. Es ist dies ein bebeeinflußte. liebtes Mittel der französischen Bourgeoisie, jede Opposition, Die Absperrung der Nationen gegeneinander durch Gewaltige Interessen waren zu besiegen. Die Kapi- jede Volkskundgebung gegen die privilegirten Klassen als Schußzölle schreitet in Europa rüstig vorwärts, während talisten des Westens schwärmten für die billigen und füg- eine Gefahr für die Republik zu denunziren. Jeder, der in den Vereinigten Staaten die Freihändler an Boden samen Kulis; die Kapitalisten des Ostens wollten nichts querköpfig genug ist, um nicht einzuschen, daß die jeßige gewinnen. Dem zwischen Desterreich- Ungarn dun von der Ausschließung der Chinesen wissen, weil sie Gegen- Republick die beste, und daß das französische Volk das glück- Rumänien seit langer Zeit bestehenden Zollkriege ist ein maßregeln von China, namentlich die Gefährdung des lichste sei, ist ein Feind der Republik, ein Agent der solcher zwischen Italien und Frankreich zugetreten. Die Lyoner Seidenindustrie wird einen Theil der Kosten tragen, Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreichen Besuch bittet der Einigkeit). Mitgliederversammlung am Sonntag, den 15. April, Vorstand. Vormittags 10 Uhr, im Neuen Klub- Haus, Kommandantenstr. 72. weil Italien nach Franreich sehr bedeutende Mengen von Verein der deutschen Maler, Lackirer, Anstreicher Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1888. 2. VerRohseide ausführt. Italien wird seinerseits durch die und verwandter Berufsgenossen. Filiale Berlin. Dienstag, den schiedene Kassenangelegenheiten. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der eigene Industrie, wenn überhaupt, erst nach sehr langer 17. April, Abends 8/2 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83, VerZeit die Artikel selbst erzeugen können, welche es bis jetzt sammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Augenarztes Dr. Wurm. Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 2. Die neue Zahlstelle ist Prinzen- und Gitschinerstraßen- Ecke bei Heuse. aus Frankreich bezogen hat und deren weiterer Bezug zu 2. Fachschulabrechnung. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Verband deutscher Mechaniker und verwandter Berufs- Montag, den 16. April, Abends 8 Uhr, Versammlung, Wasserthor= annehmbaren Preisen durch die Höhe der Kampfzölle nicht genossen.( Bahlstelle Berlin.) Generalversammlung am Mittwoch, straße 54 bei Rautenberg. Tagesordnung: Delegirtenwahl. Vermehr möglich sein wird. Die ungünstige Wirkung wird den 18. April, Abends 82 Uhr bei Lammer's, Kommandanten schiedenes. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallsich voraussichtlich in kürzerer oder längerer Zeit in beiden Straße 71/72. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt Staaten in solchem Grade geltend machen, daß ein Frie- gemacht. Die Mitglieder, welche noch im Besitz von Sammellisten arbeiter( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 8. Sonnabend, densschluß unausbleiblich erscheint. Die schweren Nach- ind, werden ersucht, dieselben abzuliefern. Um zahlreichen Besuch den 14. d. M., Abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei Gottschalt, Nach- bittet der Vorstand. Badstr. 22. Tagesordnung: 1. Delegirtenwahl. 2. Innere Kassentheile des Kriegszustandes werden aber ungedeckt bleiben.- Verein zur Wahrung der Interessen der Tischler. angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der MetallInzwischen denken die Industriellen Desterreichs bereits an General- Versammlung am Sonnabend, den 14. April, Abends eine Theilung der Beute. Italien wird, so hofft Defter- 8 Uhr, im Lokal Michaelkirchstraße 39. Tagesordnung: 1. Viertel- arbeiter( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 5. Sonntag, jahresabrechnung. 2. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 3. Auf- den 15. d. M., Vormittags 10% Uhr, Außerordentliche Mitgliederreich, zur Deckung der aus Frankreich bezogenen Industrie- nahme neuer Mitglieder.- Das Mitgliedsbuch legitimirt. Es ist versammlung bei Ackermann, Lothringerstr. 81. Tagesordnung: artikel sich nach Desterreich und Deutschland wenden müssen, Pflicht sämmtlicher Mitglieder, in dieser Versammlung zu erscheinen. 1. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. 2. Verschiedenes. und diese Länder werden dann große Vortheile aus dem Fachverein der Former und verw. Berufsgenossen. Mitgliedsbuch legitimirt. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallfranzösisch- italienischen Zollkriege ziehen. In der Schweiz orale des Herrn Krieger, Waſſerthorstr. 68. Tagesordnung: arbeiter( E. 5. 29, Hamburg). Filiale Berlin 1. Sonnabend, Versammlung am Montag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, im tritt der neue schutzöllnerische Tarif am 1. Mai d. J. in 1. Kassenabrechnungen von Anbeginn des Vereins. 2. Innere An- den 14. April, Abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung. TagesKraft; durch denselben wird der größte Theil der 413 gelegenheiten. 3. Ergänzungswahl. 4. Verschiedenes und Frage- ordnung: 1. Stassenbericht. 2. Wahl der Delegirten zur GeneralPositionen des bisher bestandenen Tarifs in einer Weise kasten. Der Ueberschuß des am 14. d. M. stattfindenden Ver- versammlung. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht jedes Mitgliedes erhöht, daß das Schutzzollsystem zu voller Geltung kommt. gnügens in den Buggenhagen'schen Sälen wird den überschwemmten in dieser Versammlung zu erscheinen. Ferner zur Kenntniß, daß die Zahlstelle Gneisenau- und Mittenwalderstraßen- Ecke( Destillation Verein Berliner Nagelschmiede. Das vorige Jahrhundert schloß mit den idealsten Träu- Kollegen( Formern) Elbings zugewandt. Sonntag, den von Bahl) verlegt worden ist nach der Solmsstr. 52( Restauration mereien über Weltbürgerthum und Verbrüderung aller 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise, von Fauljeit). -Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der MetallNationen, unser Jahrhundert hat auch diesen bürgerlichen Versammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Staffenbericht. 2. Wie stellen sich die Meister zu unserem Lohntarif? 3. Verarbeiter( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 7. Versammlung Illusionen" ein rasches Ende bereitet. schiedenes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. der Mitglieder am Sonnabend, den 14. April, Abends 8½½ Uhr, Zentral Kranken- und Begräbnißkasse für Lindowerstr. 26, bei Jakob. Tagesordnung: Delegirtenwahl und Haussuchungen in Berlin. Am Dienstag Vormittag fan- Frauen und Mädchen in Deutschland.( E. H. 26 in Verschiedenes. Arbeitsnachweis der Zimmerer Berlins und den in der Wollinerstraße 3 bei W. Nackwis, Dachdecker, und Offenbach.) Sonntag, den 15. d. M., Nachmittags 4 Uhr, außerTischler Thierbach, Rheinsbergerstraße 29, Haussuchungen statt. Bei gewöhnliche Hauptversammlung im Restaurant Reyer, Alte Jakob- Umgegend. Die zum Sonntag, den 15. April, nachgesuchte VerErstgenanntem wurden 10 Exemplare der Internationalen Biblio- straße 83. Tagesordnung: 1. Vierteljahresbericht für das 1. Quartal sammlung mit der Tagesordnung: Innere Angelegenheiten des thet, sowie ca. 150 Hasencleverlisten beschlagnahmt. Bei Tischler 1888. 2. Wahl der Delegirten zur General- Versammlung am Nachweises, ist nicht genehmigt worden. Die Nachsuchung wird Thierbach wurden mehrere Broschüren, sowie das Arbeiter- Lesebuch 10. Juni in Leipzig infolge dessen auf einen Wochentag geschehen und zwar zum Dienstag, von Ferdinand Lassalle, Demagogie und Sozialdemokratie von Karl Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen den 17. April. Frohme, nichts bedeutende Briefe, Gedichte und Flugblätter be- Wagenbauer, Ortsverwaltung Berlin 6. Mitgliederversammlung schlagnahmt. Beide Behaussuchte sollen Mittwoch Vormittag eine am Montag, den 16. d. M., Abends 9 Uhr, im Lokal des Herrn Vorladung nach dem Molkenmarkt gehabt haben, wo sie die be- Schayer, Brunnenstr. 40. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Verschiedenes. schlagnahmten, aber nicht verbotenen Schriften zurückerhielten. Heute, den 14. d. M.: 10jähriges Stiftungsfest der Charakteristisch für das Vorgehen der Polizei ist, daß einer bei Stasse in der Philharmonie, Bernburgerstraße. Rackwitz zu Besuch sich aufhaltenden Verwandten alles beschlagnahmt, natürlich aber bald wieder zurückgegeben wurde. Vereine und Versammlungen. - Der Verband deutscher Zimmerleute, Lokalverband Berlin Süd", feiert am Sonnabend, den 14. d. M., in Renz' Ballsalon, Naunynstr. 27, ſein zweites Stiftungsfest. Billets find bei den Vorstandsmitgliedern, sowie bei Herrn Maliche, Adalbertund Naunynstraßen- Ecke, zu haben. Herren zahlen 50 Pf., Damen 25 Pf. Anfäng 9 Uhr Abends. - Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn Vogtherr Gäste willkommen.- Am Montag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, findet Rosenthalerstr. 38 eine beschließende Versammlung der Mitglieder statt. Tagesordnung: Wahl eines Religionslehrers u. s. w. Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmtlicher Berufsklassen( E. H.) Berlin 1. Versammlung am Sonnabend, den 14. d. M., Abends 8 Uhr, Blumenstr. 78, bei Wollschläger. Tagesordnung: Anträge unh Wahl der Abgeordneten über:" Die Lebensziele der Menschheit". Damen und Herren als zur Generalversammlung. Neue Mitglieder werden in jeder Versammlung sowie zu jeder Tageszeit beim Vorsitzenden Sasse, HafenFachverein der Buchbinder und verwandter haide 48, und beim Kassirer Schilling, Koppenstr. 48, aufgenommen. Berufsgenossen. Sonnabend, den 14. d. M., Abends 82 Uhr, Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Tischler Vereinsversammlung im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 83.,( E. H. 3, Hamburg). Sonntag, den 15. April, Vormittags 11 Uhr: Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Perl Große Matinee, Vorstellung und Konzert in Kaufmann's Variete. über;„ Die gesetzlichen Schranken der Vereins- und Versammlungs- Zum Besten der Invalidenkasse. freiheit". 2. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. I Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, dass unser Kollege Paul Schimski im Alter von 27 Jahren am 9. April an der Lungenschwindsucht gestorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Kollegen der Werkstatt Müller& Co. Briefkasten. Die auswärtigen Spediteure bitten wir, mit den AbZentralfrankenkasse der Maurer 2c.( Grundstein zur rechnungen nicht zu säumig zu sein. Große öffentliche Schuhmacher- Versammlungen am Sonntag, Vormittag 10 Uhr, im Central- Hotel, Dorotheenstr. 19-21. am Montag, Abends 81/2 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 6. 3) am Montag, Abends 81/2 Uhr, bei Fey, Brunnenstr. 140. An die Schuhmacher außerhalb Berlins ergeht Cigarren- und Tabaks- Fabrik die Bitte, Zuzug fern zu halten. vou H. Gumpel, Berlin N.O., Barnimstr. 42. Lager von Rauch-, Kau- und Schnupftabak, sowie russischer und fürkischer Gigarretten. Nach dem Umzug! Erlaube mir, alle geehrten Hausfrauen auf mein Seifengeschäft, Naunynstraße 74, ganz ergebenst aufmerksam zu machen. S. Thusius. C. Wildberger Tapezierer und Dekorateur Berlin S., Kommandantenstr. 60, empfiehlt sich zur Anfertigung von Polster: und Dekorationsarbeiten in der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung, sowie zum Um= polstern 2c. und Neuarrangiren von Gardinen unter Zusicherung solid. Arbeit bei bill. Preisen. Cigarren- und Tabak- Fabrik von Ballmüller& Steinicke, Ackerstraße 22, Hof pt., neben der Markthalle. Sonntags bis 2 Uhr Nachmittags geöffnet. Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal, Frühstück, Mittagtisch nach Auswahl 45Pf. Abendtisch nach Auswahl 30 Pf. Vereins- Zimmer zu vergeben. Herm. Liewald, Mariannenstr. 46. Cigarren u. Tabake reichhaltiges Lager von C. Klein. 15. Ritterstraße 15. Dafelbft Zahlstelle der Gürtler u.Bronceure( E.H.60.) Billige Refte für Herrenhosen u. Jaquett's, sowie Reste für Damenregenmäntel, Jaquetts, Kleider= stoffe 2c. 2c. A. Karle, Laufiherpl. 1. Ecke Waldemarstr. im Steller. Für Velten. Abonnements auf die„ Berliner Volks- Tribüne" nimmt entgegen Frau Warttig, Kochstraße 19. Die von Mitgliedern des Fachvereins gegründete Produktiv- und Rohstoff- Genossenschaft der Schneider zu Berlin( E. G.) 30 Zimmerstrasse 30 empfiehlt sich einem geehrten Publikum zur Anfertigung von Herren- Garderoben jeder Art. Reichliche Auswahl in- und ausländischer Stoffe. Reelle Bedienung, guten Siz, solide Preise garantirt der Vorstand. Gleichzeitig machen wir auf unser reichhaltiges Lager: Frühjahr- und Sommerpaletots, aufmerksam. Um zu räumen herabgesezte Preise! Die seit 1877 bestehende, weitbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157. Invaliden- Strasse 157, neben der Markthalle, verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herab. gesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- u. Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Spezialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. Verband deutscher Mechaniker Freie Vereinigung der Vergolder und verw. Berufsgenossen. ( Zahlstelle Berlin.) General- Versammlung und Fachgenossen. Versammlung bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: am Mittwoch, 18. April, Abends 8 Uhr, am Montag, den 16. April, Abends 8 Uhr, bei Lammers, Kommandantenstr. 71-72. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Die Mitglieder, welche noch im 1. Kassenbericht. 2. Wahl eines Schriftführers Besitz von Sammellisten sind, werden ersucht, und eines Beisitzenden. 3. Verschiedenes. selbige abzuliefern. Um zahlreichen Besuch bittet Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. · Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin II., Stockbranche. Mitglieder- Versammlung. Montag, d. 16. d. M., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht. 3. Vortrag über englische Gewerkschaften oder Trades Unions. 4. Verschiedenes. Die Fachzeitung gelangt zur Ausgabe. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Fachverein der Rohrleger. Versammlung am Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hundt über Zweck und Ziele des Sanitätsvereins für Arbeiter beiderlei Geschlechts. 2. Freie Diskussion. 3. Fragekasten und Aufnahme neuer Mitglieder. NB. Außerdem machen wir auf das am Sonnabend, den 5. Mai cr., im obigen Lokal stattfindende Stiftungsfest alle Kollegen, Gönner und Freunde des Vereins aufmerksam. Billets, Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind in der Versammlung zu haben. Der Vorstand. Verband deutscher Zimmerleute. Lokal- Verband Berlin Nord, Mittwoch, d. 18. d. M. Abends 8½ Uhr, Cöslinerstr. 17. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die Trauer um die Todten bei den verschiedenen Völkern der Erde", Herr Dr. Baumgart. 2. Wahl eines Schriftführers. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäſte find willkommen. Da zwei Versammlungen ausfallen mußten, werden die Mitglieder ersucht zahlreich zu er scheinen. Der Vorstand. Arbeitsnachweis für Tischler. Arbeitsnachweis befindet sich Alte Jakobftr. 38 Der vom Fachverein de. Tischler begründete im Restaurant Schumann. Die Arbeitsvermitte lung geschieht für Meister und Gesellen( auch Nichtmitglieder des Vereins) unentgeltlich. Die Adressenausgabe erfolgt an Wochentagen von 8 bis 10 Uhr Abends, Sonntags von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Da fich die vier Saffirer der„ Ortskrankenkasse der Tischler und Pianofortearbeiter Berlins" verpflichtet haben, sich ihrerseits jeder Adressenausgabe zu enthaltenersuchen wir, nur den obengenannten Ar, beitsnachweis zu benutzen. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin 8. O., Dranienstraße 28. № 15. Beiblatt zur„ Berliner Volks- Tribune". Noth. Von Ada Christen. All' euer girrendes Herzeleid Thut lange nicht so weh, Wie Winterkälte im dünnen Kleid, Die bloßen Füße im Schnee. All' eure romantische Seelennoth Schafft nicht so herbe Pein, Wie ohne Dach und ohne Brod Sich betten auf einen Stein. Eine Weberfamilie. Von Emil Marriot. Sonnabend, den 14. April 1888. II. Jahrgang. trocknete den Schweiß von seiner Stirne, flößte ihm von suchen. Was die Frau quälte, das war der Gedanke an Zeit zu Zeit ein paar Tropfen Wasser ein. Still stand den Mangel an Nahrung, unter welchemi das heißhungrige der Webstuhl aber im Körper dieses armen kleinen Kind so viel ausgestanden hatte. Wie begierig hatte es Wesens ging ein Röcheln und Brausen vor sich, als ob oft nach Speise verlangt, nach etwas Anderem, Besserem, alle Maschinen, an denen Vater und Verwandte ihre Kraft als dem ewigen Brode und den ewigen Erdäpfeln zu Schanden gearbeitet hatten, hineingekrochen wären und und wie oft waren selbst Brod und Kartoffeln zu schmal dort arbeiteten... es schien, als ob dieser zerstörte, bemessen gewesen. Wenn die Mutter nur diese Erinnerung schon vor der Geburt zerstörte Organismus zum letzten dem Kinde mitgeben könnte in's Grab! Male laut verkünden wollte: die Ueberanstrengung, die Es athmete jetzt schwach, schwach. Seine Mutter Noth und Sorgen meiner Vorfahren..., die sind's, beugte sich zu ihm nieder: Paul, willst Du etwas?" woran ich sterbe. Wenn's nur schon vorüber wäre!" Es gab keine Antwort. Kennst Du mich, Paul?" Die dachte die Frau, setzte sich wieder hin und schaute über das gleiche Stille. Dann riß es die Augen weit auf, schauderte Kind hinweg in die leere Luft. und streckte sich... Die Frau machte eine Bewegung. Man war mitten in der schlimmen Jahreszeit, im Sollte sie den Vater wecken? Er schlief so gut und am eiskalten Januar, einem bösen Monat für die Weber. Die Morgen wartete die schwere Arbeit auf ihn. Sie hatte Winterwaare ist fertig, für den Sommer giebt es nicht nicht das Herz, seinen Schlaf zu stören.... viel vorzuarbeiten, viele Stühle feiern und mancher Weber- Um acht Uhr früh trat der Arzt in die Stube. Vor seinem Weggehen hatte der Armenarzt der geselle geht brodlos einher. einher. In der guten Jahreszeit Ueber das Gesicht des Kindes war ein weißes Tuch ge= Familie gesagt, daß das Kind die Nacht nicht überleben hatte die Familie auch Gehilfen im Hause gehabt, welche breitet; es lag ganz regungslos da. Der Webstuhl klapperte würde. Die Mutter hatte die Mittheilung hingenommen, dem armen Hauswesen eine nicht zu verachtende Einnahme wie jeden Tag. wie etwas Alltägliches, wie es ihr in der That nichts zuführten; die Gehilfen mußten für die Benuzung des Wann ist es gestorben?" fragte der Arzt. Neues mehr war, hatte sie doch schon drei Kinder an das Spulen, welches die Frau und die Buben besorgten, wollen es in der Küche aufbahren. Wohuraumes einen Miethsbetrag entrichten und auch für ,, Um drei Uhr Morgens," antwortete die Frau.„ Wir derselben Krankheit, der Schwindsucht, wegsterben sehen. Der Mann " 1 Dem Manne, der, die Hände in den Haaren ver- eine Kleinigkeit bezahlen. Diese Zubuße hatte mit dem sah nicht auf von seiner Arbeit. Dem Manne, der, die Hände in den Haaren ver- Eintritt der schlimmen Jahreszeit aufgehört. Die Nachgraben, am Tische gesessen, und den beiden älteren Kindern, ,, Hätte ich ihm doch wenigstens täglich ein paar Eier blassen, kraftlosen Buben im Alter von zehn und zwölf frage nach Arbeit hatte sich verringert, die Gehilfen waren kochen können," sprach die Frau und schaute auf das verJahren, die unschlüssig und einigermaßen erschrocken in fortgezogen.... Was die nun treiben, wovon die nun hüllte Gefichtchen. Was die nun treiben, wovon die nun hüllte Gefichtchen.„ Die Eier hat er gar so gern ge= der engen Stube hin- und hergetrippelt waren, hatte die leben mochten? Die Frau heftete den Blick auf die Fenster- geffen..." Sie wandte sich ab und fuhr mit der Hand Frau gesagt:„ Legt Euch nur nieder. Helfen könnt Ihr scheibe, deren schadhafte Stellen mit Papierstreifen überklebt über die Augen. ja doch nicht und morgen müßt Ihr wieder an die Arbeit waren. Zum Glück schneite es seit ein paar Tagen; viel- Wäre doch gestorben," murmelte der Mann.„ Bei gehen. Ihr habt den Schlaf nöthig.“ Der Mann hatte leicht, daß die armen Leute sich als Schneeschaufler ver- uns kommen nur die kräftigen Kinder auf nur die, darauf erwidert:„ Wecke mich auf, wenn..." und hatte, dingen konnten. Wenn nur nicht immer so Viele erwerbs- welche, wie man sagt, nicht zum Umbringen sind." ohne den Satz zu vollenden, eine Handbewegung nach dem los, wenn nur nicht immer weit mehr Hände als Arbeit ,, Das ist schon wahr; aber er hätte doch jeden Tag kranken Kinde hin gemacht. Ja, ja," hatte sie sich zu die lange Arbeitszeit, die schlechte Kost, die Luft in der da wären! Auch sind die Weber gewöhnlich nicht kräftig; seine Freude gehabt." sagen beeilt, jetzt geh' schlafen." Mit schweren Schritten ,, Dazu kommen unsere Kinder nicht auf die Welt. war der Mann zum Bette hingegangen und hatte sich in woher sollten sie denn Kräfte sammeln! Und trotz aller Teufels wie ich bin," entgegnete der Mann mit rauher Fabrik oder eine Luft in der Werkstätte wie diese hier.. Fabrik oder eine Luft in der Werkstätte wie diese hier... Das Freudehaben ist nichts für die Kinder eines so armen den Kleidern auf das Lager fallen lassen. Die beiden Entbehrungen, trotz allen Fleißes nichts Besseres als lang- Stimme. Knaben schliefen in der Küche in einem Bette. Sie lagen dicht aneinander gedrückt und hatten die Federdecke bis sames Verhungern. Das war das Traurigste an der Sache. Der Arzt, welcher mittlerweile das Kind besichtigt über die Ohren gezogen, es war ihnen immer kalt. Der Das vor der Zeit gealterte, welke, zergrämte Gesicht hatte, räusperte sich und schrieb ein paar Worte auf ein Vater war ebenfalls eingeschlafen. Einsam wachte die der Frau nahm einen grübelnden und gespannten Ausdruck Blättchen Papier. Mutter bei ihrem sterbenden Kinde. an. Wenn ihr nur Jemand sagen möchte, wie man ,, Das geben Sie dem Todtenbeschauer," sagte er zur " 1 Draußen war es still, Mitternacht hatte es geschlagen, weniger ausgeben könnte, ohne Hungers zu sterben. Es Frau und händigte ihr das Blättchen ein. und in der armseligen Straße der großen Fabrikstadt, in war doch alles erschreckend theuer.... Da heißt es zwar Sie nickte stumm. Auf diesem Papier stand die welcher die Familie wohnte, ging es um diese Stunde, immer: das Korn habe fast keinen Preis mehr... Und Krankheit geschrieben, welcher ihr Kind erlegen war; leſen zumal mitten in der Woche, wo die schwere Tagesarbeit wenn das Korn zu Mehl, das Mehl zu Brod geworden, konnte sie es nicht, denn es war ein schwerer lateinischer den Schlaf der Nacht gebieterisch fordert, ungemein ruhig dann ist es doch wieder theuer und der Arme muß es zu Name. Hätte man auf Deutsch sagen wollen, warum das her. Auch in der engen Stube herrschte Stille im theuerem Preise erstehen. im theuerem Preise erstehen. Auch von anderen Dingen hört Kind gestorben, würde man ganz einfach gesagt haben: Es Vergleich zum Tage. Der Webstuhl, der Ernährer der man: es gebe große Markthallen, Konsumvereine geheißen, starb daran, daß sein Vater ein Webergeselle war. Eine Familie, ruhte aus bis zum Morgen, und die Frau schaute wo man alles wohlfeiler als anderswo zu kaufen kriege. nähere Erklärung dieser nur dem Uneingeweihten unver= ihn von Zeit zu Zeit von der Seite an, als wenn sie Die Frau hatte sich darüber des Näheren erkundigt. Man ständlichen Krankheit wäre überflüssig. fürchtete, er möchte sich von selber in Bewegung setzen müsse, hatte sie vernommen, um dort Einkäufe besorgen ,, Und was das Begräbniß anbelangt," begann der und ihr Kind auf's Neue quälen durch sein eintöniges zu dürfen, vorerst Mitglied werden, Aufnahms- und später Arzt nach einer Stille. Die Züge der Frau bekamen einen und lautes Geräusch... Wochenbeiträge leisten. Auch seien die Preise durchaus geängstigten Ausdruck. So einfach wie möglich, damit es Wie oft hatte das arme Ding sich die Ohren zugenicht so niedrig. Endlich aber: wie sich loskaufen von nur nicht viel koste," sprach sie hastig. halten und gejammert:" Mutter! Dieser Lärm thut mir dem Krämer, von welchem sie jahrein jahraus Waare auf Der Arzt griff in die Tasche und drückte der Frau so weh!" Dann hatte der Vater wohl auf ein paar Borg bezogen? Dem sie jetzt neuerdings eine für ihre eine Banknote in die Hand. Ohne ihr Zeit zu lassen, sich Augenblicke innegehalten in der Arbeit und nach dem Verhältnisse schier unerschwingliche Summe, die sie ihm zu bedanken, eilte er in's Freie. Kinde hingesehen... dann aber hatte er die Achseln bei Entziehung ihrer Kundschaft sofort baar hätte aus- Rings um ihn her standen eben so ärmliche Häuser, gezuckt und mit merklich zitternden Händen weiter gearbeitet. bezahlen müssen, schuldig war? Sie hatte schon über wohnten in ebenso engen übervölkerten Stuben gleich arme Die Frau legte die Hand über die Augen. Ja, wenn Alles nachgedacht, am Tage und in den schlaflosen Nächten. Menschen wie die, welche er gerade verlassen hatte. Bevor es möglich gewesen wäre! Sie hatte oft darüber nach- und immer war dasselbe dabei herausgekommen: Elend, er in den seiner harrenden Wagen stieg, stand er einen Augenblick still und hob in stummer Klage oder Anklage gedacht und auch mit ihrem Manne davon gesprochen. Elend das ganze Leben lang. die Arme zum Himmel empor... ,, Wenn Du in die Fabrik arbeiten gingest, so lange wir Daß ihr doch wenigstens nicht die Kinder der Reihe das Kind noch haben; das wäre doch besser für uns Alle." nach wegstürben! In ihren ersten Lebensjahren kosten sie Darauf hatte er, so ruhig wie man eben von unabänder viel, und wenn man sie bald zur Arbeit anhalten und lichen Dingen spricht, entgegnet: Der Weg zur Fabrik ist Nußen aus ihnen ziehen könnte, sterben sie. Sie wären weit; mit dem Hin- und Hergehen verliere ich täglich zwei alle zu retten gewesen alle. Eine gesunde Wohnung, Stunden. Auch arbeiten sie dort höchstens zwölf Stunden, Luft, Licht und genügende Koſt und sie würden noch folgende an Montagen und Sonnabenden noch weniger, während heute um die Mutter herumspringen, lachend, vergnügt ich zu Hause vom frühen Morgen bis in die späte Nacht und mit rothen Wangen. Das wußte die Frau. An thätig sein kann. Dort verwenden sie auf die Mahlzeiten milden Tagen hatte sie die kranken Kinder oft vor das zwei volle Stunden hier bin ich in einer halben Stunde Hausthor gesetzt, damit sie eine bessere Luft einathmen mit allem Essen fertig; also eine neue Zeitersparniß. In könnten... die von Dünsten aller Art durchschwängerte der Fabrik benöthige ich ein Kind als Hilfsarbeiter, dem Luft in einer engen Straße! Zum Spazierengehen mit ich einen Theil meines Lohnes ausbezahlen muß. Meine den Kindern hat Niemand Zeit gehabt; die kleineren Buben sind noch zu jung, um arbeiten zu dürfen, ich kann Geschwister waren zu jung und zu dumm, als daß man fie folglich nicht mitnehmen, um mir von ihnen helfen zu ihnen die Ueberwachung kranker Kinder hätte anvertrauen lassen. Daheim aber darf ich's thun. Wenn sie aus der können; und die älteren mußten bei der Arbeit mithelfen. Schule kommen, greifen sie schon wacker zu bei der Arbeit. So waren denn die Kinder vor dem Thore gesessen, bis Und auch Du kannst mithelfen, wenn Du gerade nichts sie so schwach geworden waren, daß ihnen selbst das Sißen Anderes zu thun haft... das wäre ebenfalls nicht mög- eine zu große Anstrengung verursachte... Man hatte lich, wenn wir den Stuhl nicht im Hause hätten sie dann in der Stube gelassen, in der Stube, welche Rechne also Alles zusammen: in der Fabrik würde ich Schlaf-, Eß- und Werkstätte war, wo die herumschwirrennicht mehr als neun oder zehn Mark wöchentlich verdienen, den Fäden sie zum Husten reizten und der Lärm des im Hause erwerben wir nicht selten das Doppelte Webstuhles sie aus dem Schlafe öfters aufschreckte, und da Wenn wir nicht verhungern wollen, müssen wir es bei waren sie gestorben; drei in dem Verlaufe von zwei Jahren, der hergebrachten Eintheilung belassen. Das Kind kann und jetzt folgte das vierte Kind nach.. Achtung! In verschiedenen Arbeiterblättern finden wir der Fränkischen Tagespost" entnommene Notiz: ,, Durch die Reptilienpresse geht gegenwärtig die Behauptung, die deutschen Sozialdemokraten seien ,, in wahnwißigem Eifer so weit gegangen, von Zentralkomitees wegen erklären zu lassen, daß kein Angehöriger der Partei einen auf dem Wege der Gnade verfügten Straferlaß annehmen dürfe, widrigenfalls er nicht mehr als Genosse" zu betrachten sei." Wir sind in der Lage, diese Notiz als eine erbärmliche Erfindung zu bezeichnen. Bekanntlich eristirt ein Zentralfomitee" deutscher Sozialdemokraten nicht, und ist daher schon aus der Anwendung dieses Wortes die denunziatorische Absicht ersichtlich. Die parlamentarische Parteileitung der deutschen Sozialdemo= tratie, die Reichstagsfraktion, aber hat einen solchen Beschluß, wie er von den Reptilien konstruirt ist, nicht gefaßt. Sollte jedoch mit der Notiz auf das in neuerer Zeit öfter erwähnte, aber trotzdem vollständig apokryphe Berliner„ Zentralkomitee" an= gespielt sein, so ist allerdings nach dieser Richtung eine positive Erklärung abzugeben uns unmöglich. Wir sind aber überzeugt, daß ein solcher Beschluß zwar von politischen Kindern oder Narren, allenfalls auch von Lockspiteln gefaßt werden kann, niemals aber von intelligenten Arbeitern." sich noch Gott weiß wie lange herumziehen, nnd wir können Die Frau fühlte etwas Aeßendes und Heißes über keinen Kreuzer entbehren. Es thut mir ja selbst weh, den ihre Wangen rieſeln. Thränen waren es, die unaufhaltBuben jammern zu hören... aber ich vermag's nicht sam aus ihren Augen drangen. Nicht darüber, daß das zu ändern, und deshalb sprich nicht mehr davon.-Sie Kind starb, weinte sie. Mein Gott, was verlor der arme hatte auch nicht mehr davon gesprochen. Wurm? Und was verlor sie an dem Kinde? Wenn es Jeßt aber in der Nacht, wo das Leben ihres Kindes auch etwa vom zehnten Jahre an Geld zu verdienen anenden sollte, dachte sie daran. Laut- und thränenlos ver- fängt, verbraucht es doch noch manches Jahr weit mehr, richtete sie all' die kleinen letzten Liebesdienste, welche die als es erwerben kann; und wenn es endlich mehr erwirbt, erregt ausgefallen wäre, und auch nach der Seite der Wartung eines Sterbenden erheischt, brachte das Kind in als es verbraucht, dann kehrt es gewöhnlich dem Eltern- Berliner Genossen hin die Möglichkeit eines„ Lockspiẞeleine halb sigende Lage, damit es leichter athmen könnte, Hause den Rücken, um anderswo ein besseres Loos zu beschlusses" auf das Bestimmteste bestritten hätte. Die Wir hätten gewünscht, daß die Notiz etwas weniger Berliner Genossen glauben es beanspruchen zu können, daß| Gegensatz zu anderen Gliedern unserer Partei, Anspruch zeitung." Aber daß solche wirklich recht unschuldige Beman bei ihnen Beschlüsse", die nur ,, Kindern, Narren erhoben haben. Wir sind allerdings viel von anderen merkungen hinreichen sollten, mir die Augen zu öffnen" und Lockspißeln" zugeschrieben werden können, solange die„ Radikalen" genannt worden, besonders von dem Re- das heißt denn doch die Sache etwas gar zu leicht als unmöglich voraussetzt, als nicht im einzelnen Falle ferenten in der Kommunalwählerversammlung und von den nehmen. Wenn jeder im öffentlichen Leben Stehende der Beweis des Gegentheils bereits erbracht ist. gegnerischen Blättern, übrigens auch von auswärtigen Ar- auf solche bloße Erwähnungen hin immer gleich Kehrt beiterblättern- wir haben darauf hin einmal von dem machen wollte, dann könnte er überhaupt gar keinen Worte Gebrauch gemacht, in einem Zusammenhang und Standpunkt mehr einhalten, sondern müßte sich nur außerdem noch mit Gänsefüßchen, die keinerlei Zweifel da- immer drehen wie eine Wetterfahne oder ein schnurrüber lassen, daß wir die Bezeichnung von uns ablehnen. render Kreisel! Wir müssen überhaupt das bezieht sich aber nicht auf obige Notiz- unsere Verwunderung darüber aussprechen, wie in manchen Kreisen über die„ Berliner" geurtheilt wird. Die„ Berliner" kämpfen gegen übermächtige Gewalten Und nun die schöne Standrede, doch unseren Feinden Wir hätten auch sonst gewünscht, daß der Verfasser einen härteren Kampf als die Genossen anderer Orte; diese Freude nicht zu machen"- an uns! Und noch der Volksblattartikel" unseres Erachtens ein Abge= keiner, der an ihm theilnimmt, weiß zu irgend einer dazu von einem Blatte, das gleich zu Beginn seiner Artikel ordneter die unter Angehörigen derselben Partei ge= Stunde, ob er nicht verrathen und verkauft ist. Natürlich von dem überschwänglichen Radikalismus" der Gegner botene Rücksicht etwas mehr hätte zur Geltung kommen kommen unter solchen Verhältnissen„ Entlarvungen" häufiger der Wahlbetheiligung und von dem ,, radikalen" Gedanken lassen. Wenn er mit den Berliner Verhältnissen hinreichend vor, wie anderwärts. Aber dann noch scheele Redensarten der Wahlenthaltung gesprochen. Wir leben, wie es scheint, vertraut ist, so weiß er so gut wie wir, daß wir uns im über die im Kampfe stehenden Berliner" im Allgemeinen auf dem ,, Volksblatt" in einer sehr verkehrten Welt! Interesse unserer Partei eine nicht geringe Bezu führen, ist ebenso unstatthaft und zeugt von Zu unserem Bedauern hat das ,, Berliner Volksblatt" schränkung in der Diskussion einiger Punkte aufereinem ebenso geringen Verständniß der ganzen Lage, auch noch immer nicht den ganz unzulässigen Versuch auf- legten, die in der That eine ganz wesentliche Rolle in als wenn man die Arbeiter besonders gefahrvoller gegeben ,,, einen unhaltbaren Standpunkt dadurch zu verder lezten Entscheidung mitgespielt haben. Der Verfasser Berufe als„ dumme Kerle" und leichtfertige Menschen theidigen, daß man wie wir in der letzten Nummer wird uns wohl zugestehen, daß wir bei der Kritik der behandeln wollte, wenn sie der Tod und die Verwundung schrieben irgend einen hohlen konservativen Kürbiskopf ,, vortrefflichen" administrativen Schule" im Rathhause rascher ,, antritt". als Schreckgespenst umgehen läßt." Jm„ Volksblatt" uns die denkbar größte Reserve auferlegt haben. Und Wer es ernst mit unserer Sache nimmt, hat nicht lesen wir nämlich: derselbe Verfasser geräth in Entrüstung, wenn wir ganz auch noch geringschäßig die Achseln zu zucken, wenn Leute ,, Vielleicht öffnet der Sonnabend- Artikel der leicht die„ Gefahren" auf dem„ schlüpfrigen Parket der in gefahrvollster Lage hier und da von der Gefahr wirk- Nordd. Allg. Ztg." dem Verfasser des ,, Gutachtens" Bourgeoisprunksäle" streifen? Gefahren, die auch in lich ereilt werden. Es hat bisher als unedel gegolten, die Augen. Die helle Freude, welche das Re- St. Gallen einen sehr ernsten Eindruck machten, und zum Schaden auch noch den Spott zu fügen, und es wird gierungsorgan an dem Vorgehen der ,, Volkstribüne" die zur Einschaltung des Sazes führten, daß bei Gedarum hoffentlich auch in Zukunft mehr unterbleiben, als hat, zeigt wieder einmal recht deutlich die Richtigkeit meindewahlen kein blindes Hineinstürzen, sondern„ sorg-es jetzt leider geschieht. des Sazes, daß es stets falsch ist, dasjenige zu thun, fältigste Erwägung" anzuempfehlen sei.*) Mit Verlaub, was der Gegner lobt." das ist Demagogie, das ist kein ehrliches Insaugefassen Allen Respekt vor der Logik dieses Sates! Aber der Thatsachen, sondern Umschmeichelung der Massen, Zu den Stadtverordnetenwahlen. wir müssen wenigstens bitten, die Arbeiter Berlins nicht die sich stets rächen muß und deren wir uns niemals werden. Ehre, wem Ehre geBei den Freunden der Wahlbetheiligung scheinen die mit leeren Redensarten zu regaliren. Einmal haben andere schuldig machen reaktionäre Blätter den Sieg der Wahlenthaltung als eine bührt aber auch kein Vertuschen von Gebrechen und Mißverständnisse" epidemisch geworden zu sein. Von der schlimmen Täuschung, der Wahlproteſt ſei für sie sehr ernste, einschüchternde Thatsache behandelt, die Gefahren! neue Maßregelungen rechtfertige. Wenn wir die Taschen- Ferner müssen wir auch durchaus den Eindruck begleichbedeutend mit regungslosem Beiseite stehen, spielerstückchen liebten, könnten wir demnach ebensogut sagen, kämpfen, als ob wir irgendwie die Streitart wieder aussind die Vertreter der Gegenseite allerdings wie wir zu die ,, Drohungen" der ,, Kreuzzeitung" bewiesen, daß wir das gegraben hätten. Wir haben uns an der ganzen Disunserer großen Freude feststellen können vollständig Richtige getroffen hätten. Solche Argumente sind in fussion, welche der letzten Entscheidung voranging, nicht kurirt. Auch von„ Hungerrevolten“ und„ Akten der Ver- der That ganz aus der politischen Diskussion aus betheiligt. Wir haben die Entscheidung nicht im Geringſten zweiflung" ist keine Rede mehr. Aber ganz kann das zu Gunsten der Wahlenthaltung beeinflußt. Wir haben Berliner Volksblatt" das Mißverstehen nun doch nicht zuscheiden, wenn sie ernst bleiben soll. Und wo ist denn die„ helle Freude" der ,, Nordd. auch unseren ganz objektiven Bericht über die Sanssouciverlaffen, obwohl es durch frühere Erfahrungen wahrlich vor- Allg. 3tg." ausgebrochen? Da wir absolut nicht gewillt sammlung nur mit der Bemerkung begleitet, nunmehr Wir erinnern daran, daß das„ Berliner Volksblatt" find, Täuschungen aufkommen zu lassen, so bringen wir demokratisch zu handeln und Disziplin zu halten! Weiter es war, welches den Berliner Arbeitern zuerst den Schimpf nichts! Dagegen hat das„ Volksblatt" am 23. März eine ganzen Artikel des Kanzlerblattes. Er lautet: Nicht minder interessant, wie die kürzlich erwähnten mehr Artikelferie begonnen, die auf die Aufforderung hinauslief, anthat, sie bei ihrer Entscheidung der Wahlfrage als unter dem Einfluß von Stöckerianern stehend zu bezeichnen. persönlichen Vorgänge aus dem Gebiete der sozialdemokratischen sich über den Beschluß der Berliner Partei hinBewegung, sind grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über wegzuseßen. Dabei traten eine solche Menge UnrichtigWenige Tage darauf als andere Blätter über die die Räthlichkeit der Betheiligung der Sozialdemokraten an Volksblattnotiz gerade die schönsten Leitartikel veröffent= lichten trat das Blatt den Rückzug an, indem es schrieb: sichtig geworden sein sollte. Zu unserem Artikel über die Stadtverordnetenwahlen wird uns mitgetheilt, daß es verschiedene Arbeiter unangenehm berührt hat, daß man aus dem Artikel herauslesen könnte ( alle Blätter, selbst so unparteiische wie die Volksztg.", hatten das in der That herausgelesen!), die Majorität gegen die Kommunalwahlen ließe sich irgendwie von der Arbeitersache feindlichen Elementen zu unüberlegten Schritten hinreißen. Der Verfasser des Artikels betont ansdrücklich, den daß ihm jede Absicht, den Gegnern der Kommunalwahlen der etwas Ktränkendes oder Verletzendes zu sagen, gänzlich alle fern gelegen hat. In seinem zweiten Artikel widmete das Blatt einen großen Theil seines Raumes der Widerlegung des Sates: es sei zielführender, bürgerliche Kandidaten zu unterstüßen, wenn sie sich auf gewisse Forderungen verpflichten. Wir haben zuerst kaum geglaubt hieß es da daß dieser Satz ernsthaft gemeint war. wir können uns damit so ohne weiteres nicht( so ohne weiteres nicht" ist jedenfalls gut) einverstanden erklären", und die Berliner Volfstribüne" bekam da sehr niederschlagende, freilich auch sehr selbstverständliche Dinge zu hören. In der nächsten Nummer blies man wieder zur Retirade, indem folgende Berichtigung erschien: Geehrte Redaktion! Um vorzubeugen, daß sich aus Anlaß Ihres gestrigen Leitartikels ein Rattenkönig von Irrthümern bildet, die dann schwer wieder auszurotten sind, machen Sie die Leser des " Berliner Volksblatt" wohl darauf aufmerksam, daß die " Berliner Volfstribüne" niemals auch nur einen Augen= blick daran gedacht hat, bei Kommunalwahlen die Unterstüßung gegnerischer Kandidaten empfehlen zu wollen. Vielmehr heißt es in dem Artikel über die Stadtverordneten= Wahlen ausdrücklich: „ Man braucht, wie uns scheint, diesen Standpunkt gar nicht erst zu kritisiren; er ist mit der Hervorhebung seiner Konsequenzen bereits abgethan," Ablehnender kann man sich wohl nicht ausdrücken. Hochachtungsvoll Die Redaktion der Berliner Volkstribüne". Das Volksblatt" konnte freilich sein Unrecht nicht ganz offen eingestehen, es hängte der Berichtigung noch die Bemerkung an: die Redaktion hätte das„ oben angezogene Zitat" als mit dem, auf welches sich der Volksblattartikel gestüßt hatte ,,, nicht in Zusammenhang stehend betrachtet!" Das„ oben angezogene" Zitat bildete nämlich den un= mittelbar darauf folgenden Saz, sodaß wir uns heute noch den Kopf zerbrechen, wie das Volksblatt" über stilistischen Zusammenhang" denkt. Kein Wort dazwischen und doch kein Zusammenhang! das ist uns, so lange wir leben, noch nicht vorgekommen! Doch sei dem, wie ihm sei, auch diese schöne Stelle des„ Volksblatt" war ins Wasser gefallen. " 1 Das Gleiche müssen wir leider auch von einer der den Berliner Kommunalwahlen, welche zwischen dem hiesigen keiten und Verdrehungen zu Tage, daß wir in ruhigster „ wissenschaftlichen" Wochenblatte, der„ Volfstribüne", und Weise die Rechtfertigung der Majorität der Berliner dem mehr praktischen Volksblatte" zum Austrage gebracht Arbeiter übernehmen mußten, da die Majorität doch gewiß werden. Bekanntlich hat sich eine größere Versammlung noch Anspruch darauf erheben darf, gehört zu werden. hiesiger Sozialdemokraten gegen die Betheiligung an Kom" " munalwahlen erklärt; diese Stellungnahme wurde seitens des und nachdem wir das vertheidigt haben, was nach der " Bolfsblattes" offenbar aus agitatorischen Zweckmäßigkeits- Sanssouciversammlung für jeden Genossen und Demogründen verpönt, und hiergegen wendet sich in einem Gut- fraten einstweilen maßgebend sein mußte, und nachdem achten und Rückblick" in der von ihm redigirten Volks- das„ Volksblatt" sich an den Beschluß nicht getribüne" Herr Mar Schippel. Derselbe sagt:( Folgt ein kehrt hatZitat, das vorher auch das„ Volksblatt" gebracht hatte). bittet uns das Blatt, wir sollten unseren Nun, bis hierher liegt nichts von einer Kundgebung eigenen Kopf aufgeben!! Mit Verlaub, wir haben hier Nordd. Allg. Ztg." vor; ähnliche Darstellungen haben keinen eigenen Kopf, sondern marschiren nur in Reih nnd Blätter gebracht. Doch hören wir weiter: Glied, wie es uns die Disziplin gebietet. Wir thun das schon darum, damit wir uns jederzeit verbitten können, als Frondeur behandelt zu werden! Der Zweck des Wählens ist also für die Sozialdemokraten, nach Herrn Schippel, nicht etwa, durch Vertreter der eigenen Anschauungen am kommunalen und politischen Leben aktiv Der Frieden wird ganz und gar von der anderen betheiligt zu werden( ist übrigens falsch!), sondern nur der, „ die Massen für sozialistische Ideen zu gewinnen". Man Seite gestört. Ich verstehe es vollständig, daß man hier hat dies zwar auch schon früher gewußt( in der That eine Aenderung des Parteibeschlusses wünscht. Aber ich weiß das jeder Sozial- Demokrat!) und die Gegner verstehe nicht, welche Interessen so wichtig sein könnten, der Sozialdemokratie haben es ausgesprochen, daß dem so daß man um ihretwillen die glimmenden Gegensäße in Berlin und nicht anders ist. Aber aus sozialdemokratischem Munde selbst diese Bestätigung über den eigentlichen Zweck des wieder zu neuer Lohe anfacht. Nachdem eine Einigung erzielt Wählens für die Sozialdemokraten zu erhalten, ist nicht war und auch von der Minorität in ehrlichster Weise geohne Werth, und zwar um so weniger, da, was für kom- halten worden ist welche wichtigen Interessen munale Wahlen gelten soll, doch wohl für Wahlen im All- fönnten es rechtfertigen, daß man die Einigkeit wiederum gemeinen gelten muß, also auch für politische. Wichtiger noch als dieses Eingeständniß des Herrn Schippel erscheint bricht und es vielleicht noch zu kämpfen schärfster Art jedoch das zweite, man könne sozialdemokratische Ziele bei bringt? den Kommunalwahlen nicht fördern ,,, weil wir ein fommunales Ich würde hier vor einem vollständigen Räthsel zu sozialistisches Programm überhaupt nicht haben". Dem stehen glauben, wenn ich nicht wüßte, wie leicht manche Nachweise dieses Mangels an einem ,, kommunalen sozialistischen Programm" widmet Herr Schippel seine weiteren Dar- Leute, von der Erfüllung einzelner Lieblingswünsche legungen, und wir können es Denjenigen überlassen, träumend, in den lieben blauen Tag hinein schlafwandeln. die seit Jahren den Berliner Kommunalwählern jenes Programm als sozialdemokratisch empfohlen haben, sich mit Mar Schippel. Herrn Schippel über das Vorhandensein oder den Mangel dieser Eigenschaft auseinanderzusehen. Der Kommunalsozialismus. Das Berliner Volksblatt" aber, welches einen fünfspaltigen Leitartikel gegen Herrn Schippel in's Feld schickt, Wir wiesen neulich darauf hin, daß der Kommunalgeht über diesen wichtigsten Punkt seiner Stellungnahme herum, wie die Kabe um den heißen Brei.( Folgt ein Zitat sozialismus", die Ueberführung einzelner Gewerbszweige aus dem„ Volksblatt"). Jeder tann sehen, daß das in Gemeindebetrieb, ähnlich zu beurtheilen sei, wie der Bolksblatt" seine eigenen, Herrn Schippel entgegengehaltenen Staatssozialismus, wenn er staatliche Monopole verlange. Fragen nicht beantwortet hat, es wird also wohl bei dessen In etwas anderer Weise behandelt ein uns eben zuBehauptung bleiben, daß es ein praktisches brauchbares kommunales sozialdemokratisches Programm nicht giebt. gegangener Artikel des Philadelphiaer Arbeiterblattes, den Wenn es aber bis heute ein solches nicht giebt und nicht wir unverkürzt folgen lassen, einen ähnlichen Gegenstand. einmal das„ Volksblatt" sagen konnte, weshalb noch nicht, Wir lesen im„ Philadelphia Tageblatt": dann wird man schließen dürfen, es gebe überhaupt feins. Giebt es aber nicht einmal ein praktisch brauchbares sozial- Korrespondenzen aus Paris schreiben, in denen der SozialisDer hiesige„ Telegraph", das Börsenblatt, läßt sich demokratisches Programm für Kommunalfragen, wie es ein solches geben können für die viel wichtigeren und mus geradezu verherrlicht wird. Allerdings ist dabei zu komplizirteren Fragen des staatlichen und wirthschaftlichen bemerken, daß sein Wohlwollen nicht der konsequentesten Lebens? Dieser Frage gegenüber war von besonderem Interesse, sozialistischen Fraktion, den„ Marristen" gilt, sondern der daß Herr Schippel eingestand, es gebe zunächst für Kommunal- Arbeiterpartei", den sogenannten„ Possibilisten". Was wahlen ein auch nur für die Parteizwecke brauchbares sozial- dem Korrespondenten besonders gefällt, das ist, daß diese demokratisches Programm nicht, und man wird gut thun, Fraktion nicht revolutionär sei; daß ihre Führer, von sich dieses„ wissenschaftliche" Eingeständniß auch für andere denen Paul Brousse, der Ex- Anarchist, besonders hervorFälle zu merken. Wir haben natürlich die sonderbaren Schlußfolgerungen Tage gehoben wird, einfichtsvolle und gebildete Leute seien, welche könne und welche auf allmähliche gefeßliche Aktion bauen. sehr wohl wissen, daß die Geſellſchaft nicht am ge nach einer erfolgreichen Revolution umgestaltet werden Wie sie sich diese vorstellen, führt der Korrespondent ebenyon jener nämlich, die uns bittet, nicht die Bezeichnung fragen müſſen wir doch: wo hier von„ heller Freude" gefühlvollſten Ausführungen des dritten Artikels sagen, der„ ,, Nordd. Allg. Ztg." hier nicht zu widerlegen, aber radikal" für uns zu wählen und so„ künstlich Gegen von etwas wie Aufmunterung die Rede ist. Das Kanzler: " jäße zu fonſtruiren." Wir müssen dieſe Art Bitte durchblatt ist dem Streite gefolgt wie jede andere Zeitung, falls und fachlich wohl ziemlich richtig aus. Brousse hat aus zurückweisen, nicht weil wir sie inhaltlich nicht billigten, hat natürlich einige Gloffen dazu machen müssen, die sondern weil wir nie auf die Benennung radikal", im weniger bösartig ausgefallen find wie die der ,, Kreuz*) Auf den St. Gallener Beschluß kommen wir noch zurück. bekanntlich noch von seiner anarchistischen Zeit her eine| ihnen eindringlich in Leitartikeln behandelt. Bald drohen, haupten können, er begebe sich seiner Selbständigkeit und Faible für die„ Kommune", die Gemeinde und die„ Fede- bald schmeicheln sie. unterjoche alle anderen Kreise, Konsumenten wie Produzenten, ration der Kommunen". Da man sofortige praktische Die Regierungen stehen stets auf der Seite der wenn er sich einem Verbande anschließt. Resultate haben will, mit den Kammern und der nationalen Beschäftiger, d. h. der Besitzenden, denn die Besitzenden Wenn nun, wie gezeigt, der frühere kapitalistische Regierung aber nichts anzufangen ist, so soll in den groß- find die Regierungen. Der Streifende wird außerdem Unternehmer, der Lenker der Industrie immer mehr verstädtischen Gemeinden begonnen werden, in welchen die als ein Faullenzer und Tagedieb verschrieen. schwindet, wenn an seine Stelle die bloßen„ Profitesser" Arbeiter das Uebergewicht haben und vermittels des all- Alles das ist bekannt. Deshalb kommen in neuerer treten, so charakterisiren sich solche Kartelle also als Vergemeinen Stimmrechts die kapitalistische Minorität unter- Zeit gewisse Arbeiterfreunde" und geben die Parole aus: einigungen zu Gunsten von Leuten, die gesellschaftlich kriegen können. ,, Keine Streits mehr, wir wollen Schiedsgerichte." vollständig zu entbehren sind. Die Arbeit aber ist nie Man beginnt also mit sozialistischen Maßregeln zu- Soweit ganz gut, aber eine einseitige Liebe bleibt ohne zu entbehren, und die Arbeitergewerkschaften wollen nur nächst in Paris. Die Stadt soll zunächst Arbeiter Resultat. Gewiß ist das Streiken ein Uebel, es ist den nüglichsten Faktor in der ganzen Gesellschaft hegen Wohnungen bauen und nach und nach durch die das ein alter sozialistischer Grundsay, aber es ist und pflegen und ihm eine bessere Zukunft bereiten. Erhöhung der Grundsteuer die Spekulation in Grundbesig ein nothwendiges Uebel. In einem auf Mitbewerb Dort das Großziehen eines überflüssigen Schmarogerganz unmöglich machen. Allmählich triebe man so den( Konkurrenz) gegründeten industriellen System, wo der thums zum Schaden des Volkes; hier die Pflege des Landlord ganz weg. Dann geht es an die Lebensmittel. Arbeiter durch Lohn abgefunden wird, ist der Lohn als bedeutsamsten Kultusfaktors zum Nutzen der ganzen Die Stadt richtet Bäckereien, Schlächtereien ein, kauft Vieh, ein Theil der Produktionskosten beständigen Schwankungen Gesellschaft- in der That, es gehört viel Unkenntniß Mehl, Getreide und alle Lebensmittel im Großen ein und unterworfen. Der Mitbewerb hat die Tendenz, alle Pro- und viel böser Wille dazu, Unternehmerkartelle und Arbeiterhält sie in Gemeindeläden zum Selbstkostenpreis frei. Der duktionskosten, also auch die Löhne zu vermindern und organisationen auf eine Stufe zu stellen. Kleinhändler verschwindet. Man geht so Schritt um Schritt zwar so lange, als er auf keinen Widerstand stößt. weiter, von den Behausungen zu der Distribution, dem Es ist klar, daß die Arbeiter sich vielfach zum WiderAbsatz und schließlich zur Produktion. Paris würde so stand gezwungen sehen, wollen sie nicht elend zu Grunde eine große Kooporativ-"( Genossenschafts-) Werkstätte. gehen. Und sie leisten Widerstand, indem sie bestrebt sind, Die Direktoren und Leiter der großen Etablissements Löhne, welche ein anständiges Leben nicht mehr ermöglichen, Nicht weniger als 31 000, Haussklaven", männ= werden von der Stadt bezahlt, anstatt wie jetzt von Attien- bei günstiger Gelegenheit zu erhöhen, indem sie angestrebte liche und weibliche Dienstboten und Gesindeangehörige, gesellschaften oder Kapitalisten. Die Profite gehen in die Lohnverkürzungen zu verhindern suchen. Wenn nun die haben nach amtlichen Berichten im letzten Jahre England Stadtkasse und werden zu gemeinnüßigen Zwecken ver- Beschäftiger den Wünschen der Arbeiter absolut kein Gehör verlassen. Dazu hat natürlich vielfach der schlechte Geschenken wollen, bleibt nur ein Mittel übrig: die Arbeits- schäftsgang beigetragen, der auch die Besitzenden zwingt, wendet. Kleine Mittheilungen. Der Korrespondent des Börsenblattes sieht nur eine verweigerung, der Streik. Eine Arbeitseinstellung ist eine sich Einschränkungen aufzuerlegen. Andrerseits aber ist Schwierigkeit in der Verwirklichung dieser Pläne; nämlich, Kraftprobe; wer es am Längsten auszuhalten vermag, ge- auch der wachsende Widerwille maßgebend gewesen, den die daß es unter den Arbeitern Ungeduldige gäbe, welche winnt. Wer das heutige System anerkennt, muß auch die immer selbstbewußter werdenden Proletarier gegen die entnicht abwarten wollen, wie sich die Sache nach und nach Berechtigung der Arbeitseinstellung anerkennen. Sie verwürdigendste Form der Lohnabhängigkeit empfinden. Ein mache; daß die„ geheimen Polizisten" und Agents Pro- werfen, heißt den Arbeiter dem Kapitalisten auf Gnade Fabrikarbeiter beginnt zu bestimmter Zeit sein Tagewerk vokateurs" beständig am Werke seien, um Putsche anzu- und Ungnade zu überliefern. und beschließt es zu bestimmter Stunde; während der anDie Sozialisten haben von jeher die Arbeits- deren Stunden und Sonntags ist er sein eigener Herr. zetteln, welche den Vorwand für die Unterdrückung der ganzen Bewegung liefern könnten. Bis jetzt sei es den einstellungen für ein Uebel erklärt und sie sind die Ein- Der Haussklave muß aber mit seiner ganzen Lebenszeit französischen Arbeitern zwar gelungen, diese Schurken zu zigen, welche eine Radikalkur für solche die Produktion der„ Herrschaft" zur Verfügung stehen, kein Morgen, kein entlarven und die Phantasten im Zaume zu halten, in- störende Vorkommnisse wie Streiks und Boykotts vorschlagen. Abend, kein Sonntag gehört ihm ohne besondere Erlaubniß; dessen könnten sie nicht hoffen, immer Erfolg zu haben, Die Sozialiſten verlangen, daß der Gegensatz zwischen Wohnung, Nahrung, Kleidung, Umgang, in alles redet die Arbeitern und Beschäftigern gänzlich beseitigt wird, Herrschaft" hinein. Ist es da ein Wunder, wenn trog und es mögen daher unvorhergesehene Fälle eintreten. Dazu bemerkt nun das" Philadelphia Tageblatt" indem man die Arbeiter zu ihren eigenen Beschäftigern der massenhaften Auswanderung noch immer Klagen wegen selber:„ Das denken wir auch. Der Irrthum der Possi- macht. Wenn an Stelle der Interessen- Verschiedenheit, Mangel an Dienstboten erschallen? Es will sich eben bilisten"" ist, daß sie hoffen, die Regierung würde sie welche heute in dem Produktionsbetriebe maßgebend ist, Niemand mehr zu solcher Arbeit hergeben, und das mit gewähren lassen, wenn sie im Zentrum des Landes nach die Interessen- Gemeinschaft aller Bürger tritt, dann Recht. und nach den Kapitalismus auszurotten streben. Diese ist eine Arbeitseinstellung eine undenkbare Sache geworden. Grauenhaft findet selbst die Presse der Kapitalisten Illusion wird sich wahrscheinlich einmal bitter rächen. Die Wenn Güter nur noch hervorgebracht werden, weil man National- Regierung, ob nun monarchiſch, republikanisch ihrer bedarf und nicht, weil eine bestimmte Klasse damit die Zustände, welche sie selbst schaffen hilft. So fanden oder radikal, ist eine Regierung der Kapitalisten und Profit zu erzielen gedenkt, wird der unerquickliche Streit wir neulich in verschiedenen Blättern sehr trübselige Beduldet dergleichen nicht. Daher der stehende Daher der stehende Kampf und Hader verschwunden sein. Die Erfindungen der Neu- trachtungen über die rapide Schnelligkeit, mit der die Bezwischen ihr und dem mehr oder minder sozialistischen zeit ermöglichen es, bei mäßiger Arbeitszeit Alles, was schäftigung von Weibern und Kindern die der Gemeinderath von Paris. Die Regierung aber hat das der Mensch zu seinem körperlichen Wohlbefinden und zu Männer in den verschiedenen Industriebranchen verdrängt. Heft in der Hand. Wie es mit der Autonomie der Ge- seiner geistigen Ausbildung bedarf, herzustellen; es handelt Nach dem Bericht des nationalen statistischen Bureaus sind meinden in Frankreich ohnehin schon nicht viel ist, so erst sich nur darum, den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit in den Vereinigten Staaten von 114 152 im Schuhrecht nicht für Paris. Dieses steht unter Ausnahme- aufzuheben, und die Produktionsmittel in den Besitz der machergeschäft arbeitenden Personen 38 605 Frauen, resp. Bestimmungen. Es hat keinen Maire( Bürgermeister), wie Gemeinschaft überzuführen. Möge man daher nie vergessen, Mädchen und Kinder; im Teppichgeschäft sind von 20 371 die anderen Städte Frankreichs, sondern der von der Re- daß über den Lohnkampf hinaus den Arbeitern noch viel Angestellten nur 10 104 Männer, also noch nicht einmal die Hälfte. In der Baumwollenindustrie sind von 162 542 gierung ernannte Präfekt des Seine- Departements steht höhere Ziele winken. Arbeitern 111 594, also fast zwei Drittel der Totalsumme, an der Spize des Gemeinwesens, der alles mit seinem Weiber und Kinder, und zwar von diesen letzteren mehr Veto belegt, was dem Gouvernement der Bourgeoisie nicht als die Hälfte 13 213 ist die genaue Zahl- noch genehm ist. Außerdem hat die Gemeinde auch nicht die Verfügung über die Polizei und ist sonst in Verwaltungsnicht 13 Jahre alt. In der Strumpf- und Strickwaarenfabrikation find 7517 Männer angestellt und dreimal so sachen nach allen Seiten hin gebunden. Wie kann unter diesen Umständen an die allmählich lokale Verwirklichung Unternehmerkartelle und Arbeiterorganisationen. " Wenn man, wie wir es in unserer letzten Nummer viel Weiber und Kinder, nämlich 21 368; und in den des Sozialismus gedacht werden? Früher oder später gethan haben, die Unternehmer verbindungen nach ihren Webereien gehören von 43 473 im Ganzen beschäftigten wird diese Erkenntniß im Lager der Arbeiterpartei" durch- Absichten und Wirkungen kritisirt, so wird einem von Personen zum weiblichen Geschlecht und zu den Kindern bringen und je früher desto besser. Denn die übelste kapitaliſtiſchen Blättern und Wortführern gewöhnlich ein- 25 202. In der Seidenfabrikation sind von 31 337 ArSeite dieses experimentirenden Kirchthums- Sozia- gewendet: auch die Arbeiter hätten ihre Verbände, welche beitern 21 962 Frauen und Kinder; in der Wollenwaarenlismus ist, daß die eigentliche sozialistische Pro- die Löhne regeln und durch diese Preisfestsetzung die freie Industrie arbeiten 45 058 Männer und 30 564 Weiber Konkurrenz" auf dem Arbeitsmarkte„ aufheben". Wenn und Kinder, und bei der Anfertigung von gewirkten Waaren paganda dabei vernachlässigt wird." man daher gegen die kapitalistischen Vereinigungen ein- 6335 Männer und 12 368 Arbeiterinnen und Kinder. schreiten wolle, so müsse man auch die Gewerkschaften und Natürlich ist das Geschrei der kapitalistischen Blätter über Fachvereine unterdrücken. diese Entwickelung nur Heuchelei. Das Kapital schafft Keine Behauptung kann oberflächlicher und ver- durch seinen Mehrwerthhunger diese Entwicklung, und logener sein. kapitalistische Kreise werden es gewiß nicht sein, die ihm Was ist denn ein vollentwickeltes Unternehmerkartell? Bügel anlegen. Die Arbeiter allein werden hier Wandlung Eine Vereinigung von Kapitalisten, welche ihre selbständige schaffen, indem sie eine politische Macht werden und durch Thätigkeit einstellen und trotzdem höhere Einkünfte be- Geseze Halt gebieten. ziehen, als vorher. Der„ Trust" strebt nicht nur Abschaffung des Risikos" an, welches in den Schriften der Einige zeitgemäße Bemerkungen. Zum Frühjahr mit seinen Streiks. Das Frühjahr ist im Anzug und damit die Zeit, in welcher nicht allein die Bauthätigkeit beginnt, sondern in welcher auch in verschiedenen Industriezweigen zwischen Wie der Staat als Unternehmer verfährt, wissen „ Arbeitgebern" und Lohnsklaven über die Höhe von Lohn und Arbeitszeit u. s. w. Vereinbarungen zu treffen oder bürgerlichen Volkswirthe eine so große Rolle spielt, sondern auch die französischen Postbeamten unter vielen Anderen er macht auch den individuellen Unternehmungsgeist, die zu erzählen. Obgleich bereits 1883 von den 2000 ge= zu erneuern find. Naturgemäß kommt es hierbei häufig zu Meinungs- geschäftliche Begabung und die persönliche Anstrengung prüften Postdienstkandidaten durchaus nicht alle angestellt verschiedenheiten, deren Endresultat nicht selten ein Streit der Kapitalisten vollkommen überflüssig. Er ist somit werden konnten, ließ doch der Postminister durch Zirkuläre ist. Die Arbeitseinstellung ist freilich eine sehr unvoll weiter nichts, als ein Raubverband, er leistet nichts für zu zahlreichem Eintritt in den Postdienst auffordern. In kommene Waffe. Sind die kapitalistischen Widersacher gut die Produktion, nimmt aber von den Produkten so und Folge dessen hatten 1886 schon 3000 junge Leute ihre organisirt, wie dies meist der Fall ist, oder steht für sie soviel mehr für die Reichen in Anspruch. Die Kapitalisten Prüfungen für den Postdienst abgelegt. Das Gesetz für viel auf dem Spiele, so werden sie lange ausharren, wohl eines bestimmten Zweiges thun sich zusammen, lassen die den Postdienst besagt nun, daß die geprüften Kandidaten wissend, daß jede neue Woche den Arbeiter widerstands- Produktion durch bezahlte Angestellte leiten, geben eine Wartezeit von 6 Monaten unentgeltlich zu dienen unfähiger macht. Die Arbeiter leben meist von der Hand dem Verkäufer der Rohmaterialien weniger und nehmen haben, hierauf zum Diätar mit 600 Francs( 480 Mart) in den Mund, d. h. sie können keine nennenswerthen Er- dem Konsumenten mehr ab, als vorher. Da sie eine jährlichem Gehalt ernannt und nach zweijähriger Dienstzeit sparnisse machen. Wenn bei einem Streik aus den Tagen geschlossene Gesellschaft" bilden, in die Niemand ohne zum eigentlichen Postbeamten befördert werden. In Folge Wochen und aus den Wochen Monate werden, dann ist ihre Erlaubniß eintreten darf, so erben sich ihre Profit- der Ueberproduktion von Kandidaten dauert die Wartedie Noth ein sicherer Gast im Hause des Streikenden und gelegenheiten fort, wie weiland die Gerechtsame" der zeit 15-20 Monate und die Diätare haben 3, oft auch wie oft kommt es nicht vor, daß man ihn nebst seiner Feudalherren. Sie leisten der Menschheit nicht den ge- 5 Jahre auf ihre Ernennung zum Beamten zu warten. Familie ohne viele Umstände aus dem Hause wirft. Geht ringsten Dienst, beanspruchen aber den Löwenantheil an Die armen Teufel hungern, der Staat hat aber unentder Streik verloren, so ist oft genug für den Streikenden, den Erzeugnissen des gesellschaftlichen Fleißes. Man thäte geltliche oder lächerlich billige Arbeitskräfte und lacht sich dessen Stelle ein„ Scab" eingenommen hat, die Arbeits- den Drohnen Unrecht, wenn man sie mit diesen Menschen in's Fäustchen. Welcher Privatunternehmer nußt die proletarische Arbeitskraft schonungsloser aus, als es hier der angelegenheit verloren. Er muß den Wanderstab ergreifen vergliche. Die Gewerkschaften aber sind Vereinigungen von Ar- Staat mit den Funktionären eines öffentlichen Dienstes und als Vagabund das Land durchstreifen, bis er wieder beitern, von fleißigen und thätigen Arbeitern desselben Zweiges, thut? Solche Thatsachen zeigen deutlich, was die Arbeiter irgendwo Beschäftigung gefunden hat. Das sind allerdings extreme Fälle, aber sie kommen welche sich die Aufgabe gestellt haben, sich ihren Arbeits zu erwarten haben, wenn die verschiedenen Industrien vor. Und wo sie nicht vorkommen, da ist doch das Un- lohn nicht schmälern zu lassen. Sie wollen also nicht innerhalb der heutigen Gesellschaft durch den heutigen angenehme, welches der Streik mit sich bringt, groß genug. faullenzen, wie die wirthschaftlichen Kartellbrüder, sondern Staat in„ öffentliche Dienste" verwandelt werden. Die Zeitungen der Unternehmer- und diesen ge- nur bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen. Der einzelne Arbeiter ist einer großen Gesellschaft Auswanderung nach Amerika immer größere Dimensionen an. In den Bergwerksdörfern Südungarns nimmt die hören fast alle Blätter- werden es nie müde, auf solche Vorkommnisse hinzuweisen. Alle Gründe, welche man oder gar einem Kartell und Privatmonopol gegenüber so gegen Arbeitseinstellungen vorbringen kann, werden von augenscheinlich macht- und hilflos, daß nur Narren be" Gibenthal, der einst so blühende Bergwertsort, ist auf diese Weise in kürzester Zeit fast ganz entwölfert. Als in Amerika das Gesez in's Leben trat, daß die aus Europa mittellos anlangenden so- Flüssigkeit, die man hier Kaffee nennt, Abends Pellkartoffeln mit| Arbeit eingestellt wird, so ist vor allen Dingen der Zuzug genannten„ Paupers" unbarmherzig zurückgefördert werden müssen, Häring. Nicht wahr, es ist eine wahre Lust, ein Mensch nach Halberstadt fernzuhalten. Die Herren Meister geben schwer darüber keine Satyre zu schreiben! Lohnbewegung. An alle Zimmerer Deutschlands! Gemäß der uns vom Kongreß der deutschen Zimmerer im vorigen Jahre übertragenen Vollmachten wollen wir auf den 7., 8. und 9. Juni d. J. einen Allgemeinen deutschen Zimmerer- Kongreß berufen und schlagen dazu die Orte Chemnis, Braunschweig und Halle a. S. vor. Genaueres über Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben. Mit kollegialischem Gruß Leipzig, den 2. April 1888. Die Agitationskommiſſion der deutschen Zimmerer. J. A.: Karl Ernst, Hohestr. 18. " Die heutige, von über 1000 Personen besuchte Versammlung spricht ihre Anerkennung über den Beschluß der " Tonhallenversammlung" aus, und die Anwesenden verpflichten sich, die Arbeit niederzulegen, wo der vom„ Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher" aufgestellte Lohntarif nicht bezahlt wird. Ferner verpflichten sich die unverheiratheten Kollegen, nach dem Eintreten in den Streit, Berlin zu verlassen." sich alle erdenkliche Mühe, nach hier Sträfte zu beziehen. Wir warnen die auswärtigen Kollegen, sich auf schwindelhafte Annoncen und Versprechungen einzulassen, und bitten sie sich mit uns solidarisch zu fühlen. Wir verweisen auf den Luther'schen Streit in Braunschweig, wie einige enttäuscht der Heimath zureisen mußten. Lohnforderung: 20 pбt. Zuschlag. Der frühere Stundenlohn betrug 20 Bfg., wir fordern jezt 25 Pfg. und für Nachtſtunden 39 Pfg. Geldsendungen sind zu richten an den Lohnkommissions= leiter Mar Kommnick, Gerberstraße 7, Hinterhaus. An die Tischler Deutschlands. Kollegen! Am 3. April haben sämmtliche Tischler Harburgs die Arbeit niedergelegt, da in den Versammlungen, die wir mit den Meistern gehabt haben, keine Einigung erzielt wurde. Unsere Forderungen, welche wir den Meistern gestellt haben, sind folgende: 1. die jetzt übliche Arbeitszeit von 10 Stunden aufrecht zu erhalten; 2. ein Minimallohn von 19 Mt. 50 pro Woche; 3. Lohnzuschlag von 17 pt. auf die bis ießt gezahlten Löhne; 4. Erhöhung der jegt üblichen Affordpreise um 20 pGt.; 5. Bezahlung der Arbeit nach Feierabend mit einem Stundenlohn von 45 Pf. Euch, werthe Kollegen, bitten wir im Interesse der gerechten Sache, den Zuzug nach hier fernzuhalten. Briefe und sonstige Sendungen sind an den Vorsitzenden der Streikfommission, Ernst Jähnke, Krumholzberg 25, zu richten. Mit kollegialiſchem Gruß: Die Streiffommiſſion der Tischler zu Harburg. Bredow bei Stettin, 7. April. Am heutigen Tage haben auf der hiesigen Schiffswerft„ Vulkan" zirka 60 Nieter die Arbeit eingestellt. Es wird deshalb dringend gebeten, den Zuzug fern zu halten. Nähere Auskunft ertheilt bereitwilligst A. Waschkau, Schlosser, Bredow bei Stettin, Villenstr. 3a. Der Streik der Tapezierer in Hamburg. Von den 400 dort beschäftigten Tapezierern betheiligten sich über 300, dem= nach 80 Prozent am Ausstand. Davon wurden 50 zur Abreise bewogen. Von den Meistern kapitulirten in der ersten Woche 41, in der zweiten 28, sodaß 125 Gehülfen in Arbeit stehen. Die Zahl der noch Streifenden( 158) wird sich jedoch bis auf 180 erhöhen durch die bisher durch Kündigungsfrist festgehaltenen. Der Zuzug, den die Innung mit allen Mitteln förderte, hatte nicht viel zu be= deuten, denn länger wie einige Tage hielt Steiner aus. Die 179 Mitglieder der Innung stehen zwar noch fest, werden aber binnen 14 Tagen kapituliren müssen, da die Arbeit, welche bisher durch die Kälte fich länger aufschob, drängt. Von den 179 Mitgliedern arbeiten einige gar nicht mehr als Tapezirer, und 100 haben keine Gehülfen resp. höchstens nur eine furze Zeit. Die großen Geschäfte innerhalb der Innung trösten die kleineren mit der Hoffmung, daß es die Gehülfen nicht mehr lange aushalten. Da auch die Polizei anderen Gewerkschaften dort verboten, fremde Gewerks interessen zu diskutiren sowie auch Unterſtüßungen abzusenden, so könnte das Kapital mal wieder triumphieren, wenn nicht die Streifenden selbst feststehen resp. ihnen von Auswärts nach Sträften Hilfe zugeführt wird. Bis jetzt ist noch keiner der Streifenden fahnenflüchtig geworden. da athmeten, die ungarischen Regierungskreise auf und dankten der zu sein? Union, daß sie von schweren Sorgen über die Hintanhaltung der Auswanderung befreit wurden. Nachdem aber die Auswanderer, behufs Umgehung dieses Gesetzes, durch vorherige Reverse werthlos gemachte Wechsel und amerikanische Bankanweisungen in Amerika vorweisen, kommt die Union nicht in die Lage, unserer Regierung An die Töpfer Deutschlands! Auf Beschluß des vorPolizeidienste leisten zu können. Einen Beitrag nun, wie in Un- jährigen Kongresses der Töpfer Deutschlands findet in diesem Jahre garn persönliche Freiheit geschäßt wird, liefert ein an alle ungarischen Verkehrsanstalten gerichteter brutaler Erlaß des Kommunikations- am 23., 24. und 25. Mai der vierte deutsche Töpfer- Kongreß in ministers, dessen Tenor dahin geht, daß sie das Auswanderungs- Stettin statt. Kollegen! Wir fordern Euch deshalb auf, an allen wesen strengstens überwachen und die Ausfolgung von Fahrkarten Orten öffentliche Versammlungen einzuberufen und Abgeordnete zu mit allen möglichen Mitteln verhindern sollen. In den Dienst des wählen und zu beauftragen, auf dem Kongreß Aller Interessen zu Kommunikationsministers begiebt sich neuestens auch die Klerisei; der Bischof von Kaschau hat nämlich seine Geislichkeit in einem vertreten und Gure Wünsche und Anträge mit einzuschicken. Mit Hirtenbrief aufgefordert von der Kanzel herab gegen die Aus- kollegialischem Gruß der General- Ausschuß. Heinrich Wolff, erster wanderung zu sprechen und denselben das alte und darum heute Vorsitzender, Eppendorferweg 5 pt., Eimsbüttel. nicht mehr passende Sprüchlein:" Bleib' im Land und nähre dich redlich!" zu variiren. Also Maßregelung und Klingelbeutel sollen dem ausgesogenen Volke die Ueberzeugung beibringen, daß sie eigentlich ein herrliches Leben führen und absolut keinen Grund zur Unzufriedenheit haben! Diese heilige Allianz soll tiefwurzelnde joziale Uebel, deren ein Symptom die Auswanderung ist, mit Polizeieingreifen und religiösen Beeinflußungen beheben? Es ist Ueber die Verherrlichung„ großer Männer" läßt sich der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi am Schlusse seines Werkes über" Napoleon und der russische Feldzug" aus. Von den Lackirern Berlins befinden sich 58 noch im Tolstoi weist in dem Buche vielfach nach, wie die unabänderliche Verfettung der Ereignisse Napoleon im Beginn des russischen Feld- Streit. Die Versammlung am 9. d. M. nahm folgende Resolution zugs zu Hilfe kam, zu glücklichen Ergebnisser führte, ohne daß an:" Die heute tagende Versammlung der Lackirer erklärt, daß, Napoleon dieselben vorher gewollt oder erzwungen hätte. Erst wenn eine Bessergestaltung der Lage der Gehilfen eintreten solle, die anbetenden Historiker haben das nachträglich hinzugedichtet. Wenn ein Erfolg" vorlag, dann frugen sie immer: was hätte ganz konſequent an den gestellten Forderungen festgehalten werden Napoleon für geniale Gedanken haben können, um dieſen Erfolg müſſe, und speziell an dem Fordern der Unterschrift zu dem Tarif zu erzielen?, und danach modelten sie dann die Geschichte zurecht. und verpflichten sich die arbeitenden Kollegen, die Streikenden nach Tolstoi zeigt aber, daß die genialen Gedanken dem Imperator oft Kräften zu unterstüßen." Hierdurch haben sich die Kollegen vergar nicht in den Sinn gekommen waren: die Ereignisse hatten für pflichtet, die Arbeit nicht früher wieder aufzunehmen, bis die Meister ihn gehandelt. Aber auch die russische Kriegführung entkleidet Tolstoi aller scheinbaren„ Absichten"; besonders wendet er sich da- durch Unterschrift den Tarif anerkannt haben und dauert der Streik gegen, daß der Brand Mostaus in weitblickender, dämonischer fort. Absichtlichkeit von den Russen herbeigeführt worden sei. Weder Die öffentliche Schuhmacherversammlung, welche am die wilde Verwüstungssucht der Franzosen, wie die Russen meinen, Montag Abend im Luisenstädtischen Konzerthause unter Vorsiz des noch der barbarische Patriotismus Rostoptschins, wie die übrige Herrn Kördel tagte, nahm folgende Resolution an: Welt glaubt, hat die alte Czarenstadt in Flammen aufgehen lassen. Eine Stadt mit lauter Holzhäusern und nur 130 Pumpen, in welcher im Sommer fast jeden Tag trotz der Aufsicht der Polizei ein Brand ausbricht, mußte, da ihre Einwohner sie verlassen und sie von Fremden besetzt war, welche die nöthige Vorsicht nicht zu üben verstanden, so nothwendig in Brand gerathen, wie ein Haufen Hobelspäne, in den Streichhölzer gefallen sind. Die Tabatspfeifen der Soldaten, die großen Feuer, an denen sie Weberstreik in Langenbielau. Am 9. April d. J. wurde ihre Speisen tochten diese sind es, welche den Brand veranlaßten; Herr Lehmann wies hierauf auf den anläßlich des vor 17 in der mechanischen Weberei der Firma Chr. Dierig in Langenkeine dämonischen Persönlichkeiten. Berlin, Wien und andere Jahren durchgeführten Schuhmacherstreits ausgeführten Zuges der bielau durch Anschlag bekannt gemacht, daß bis auf Weiteres die Städte blieben stehen, weil ihre Einwohner sie nicht verlassen und Streikenden, welche die Stadt verließen, durch Berlin hin und em- Arbeitszeit von Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr angesezt, also Fremgen den Plab geräumt hatten. Moskau aber war den Fremden pfahl, diese Maßnahme zu wiederholen. Herr Klinger, der in um 1½½2 Stunde verlängert werde. Die Thüren wurden geschlossen, preisgegeben und entblößt worden von denen, die über seine Sicher- seinem Schlußwort die Informationen für die nächste Gestaltung Ober- Aufseher und Meister davor postirt. Sie konnten jedoch den heit hätten wachen können. So ist diese Stadt gewissermaßen, der Schuhmacher- Lohnbewegung gab, erwähnte, daß man aus den Andrang der Arbeiter um ½ 7 Uhr nicht hindern. Mit dem Nuf: ohne Plan und Berechnung, durch ihre eigenen Einwohner unter- bleichen Gefichtern dieses Zuges entnehmen müßte, daß die Arbeiter Arbeitszeit genug, drang alles hinaus. Am 11. April wurde gleich gegangen, aber nicht durch die, welche zurückgeblieben waren, für eine gerechte Sache kämpfen. Weiter theilte der Redner mit, nach Antritt der Arbeit ein Weber gemaßregelt. Sodann wurde sondern durch die, welche sie verlassen hatten. Tolstoi schließt daß am Montag die Verausgabung der gedruckten Tarife an jämmtliche Weber von Seiten der Firma schriftlich die Aufdeshalb:„ Wenn wir annehmen, daß die großen Männer der in mehreren Versammlungen erfolgen wird. Die Tarife forderung erlassen, einzeln die Bestimmung des§ 4 der FabrikGeschichte dazu berufen sind, die Menschheit gewissen Zieler sollen darauf den Arbeitgebern unverzüglich übergeben werden, und Ordnung anzuerkennen, welche lautet: daß der Arbeitgeber das entgegenzuführen, so können wir nicht umhin, zwei Begriffe gelten die Forderung, ihn anzuerkennen bei Vermeidung der Arbeitsnieder- Recht habe, die Arbeitszeit nach seinem Willen zu verlängern oder zu lassen: Zufall und Genie. Der Zufall schafft eine legung, soll an dem Tage, welcher dazu bekannt gegeben wird, ge- zu verkürzen. Auf Grund dieser Aufforderung beschlossen fast alle Lage, und das Genie benust dieselbe. Wenn ich die Urschehen. Ein in der Weinstraße 11 errichteter Arbeitsnachweis Weber eine gemeinsame Arbeits- Einstellung. Eine Frage an die fache einer Thatsache nicht fenne, so glaube ich, sie nicht erkennen wird während des Streits die Arbeitsverhältnisse zu regeln haben. Fabrifverwaltung: wo bleiben denn die jugendlichen Arbeiter, die zu können, darum suche ich nicht, sie zu entdecken, und ich sage: Hierzu besprachen verschiedene Redner noch die Versuche der Arbeit nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung eine nur zehnſtünes ist Zufall. Ich sehe, daß eine Kraft eine That vollbracht geber, ihren Arbeitsbedarf durch Einstellen von Arbeitern decken zu dige Arbeitszeit innehalten dürfen, wogegen in der Fabrik 150 in hat, die mit den gewöhnlichen Eigenschaften der Menschen unver- lassen vor Ausbruch des Streiks, sowie die angeblich vorhandene Arbeit sind? Arbeitskollegen! Helft uns in unseren Bestrebungen, einbar ist, ich kann die Ursache dieser Kraft nicht erforschen, Absicht, auswärtige Arbeiter nach Berlin zu ziehen und sonstige helft uns, einen Sieg zu erringen. Unterſtügungen nimmt entgegen so sage ich: das ist das Werk des Genies. Der Hammel, interne Angelegenheiten.( Vergl. auch Juferat). Die Zahlstellen im Auftrage des Comitees Carl Wanneck, Langenbielau i. Schl., den der Hirt in einen besonderen Raum sperrt, um ihn zu mästen, für den Streiffonds befinden sich in folgenden Lekalen: Jeden erscheint den andern Hammeln in seiner ihnen unerklärlichen, be- Mittwoch Abend bei W. Papte, Oranienstr. 197; Bukow, Neusonderen Stattlichkeit als ein Genie; ist aber der Zweck der Mäjung mannsgasse 9; Haugt, Weinstr. 22; Nürnberg, Anklamerstr. 49; erfüllt, und der Hirte schlachtet ihn, so ist in ihren Augen das Küster, Bülowstr. 67, und am Donnerstag Wilhelmstr. 37 im stattliche Thier von einem Zufall heimgesucht worden. Die An- Restaurant. wendung auf Napoleon und die übrige Menschheit macht sich wohl Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung Berliner Jeder selbst. Wenn wir uns begnügen, die Thatsachen kennen Schmiedegesellen beschäftigte sich unter Vorsitz des Herrn Kohein zu lernen und in dem Leben historischer Personen eine logische in erster Linie mit der Frage: Welche Gesammtforderung stellen Folge von Thaten erkennen, die der Nothwendigkeit gehorchen, wir an die Meister? Herr Kohein referirte über diese Frage. Herr dann werden wir die Begriffe von Zufall und Genie vollständig Wachhaus folgte. Auch Herr Walter legte in längeren Ausfühentbehren können. Dann erscheinen Napoleon und Alexander wie rungen die Nothwendigkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit behufs gewöhnliche Menschen, die so lange auf dem Schauplaze waren, Lichtung der Reservearmee und Verminderung der durch sie bebis sie die ihnen aufgezwungene( durchaus nicht gewollte" und dingten Konkurrenz klar. Der größte Theil der Schmiedegesellen genial„ geplante") Rolle zu Ende geführt haben. Wenn Napoleon verdient nach den Ausführungen des Redners 15-18 Mart pro des alten vermeiden könnte, lassen wir dahingestellt. Jede dahin= Wahl. Ob ein neues kommunales Programm die Fehler auf St. Helena mit lügnerischen Behauptungen seine Handlungen Woche, die Uebrigen etwas darüber und mehr darunter. Als zu gehende Bemühung hat natürlich unsere vollste Unterstüßung; wir zu rechtfertigen suchte, so zeigt er selbst der Welt deutlich, daß stellende Forderungen bezeichnete er: 1. Einführung einer zehuſtün halten aber auch hier sorgfältigste Erwägung" für geboten. die Menschen eine selbständige Kraft erblickten, wenn die unficht- bigen täglichen Arbeitszeit, 2. gänzlicher Fortfall der Sonntags. bare Hand der Ereignisse ihn leitete. Jeder, der Größte und arbeit, 3. Einführung eines Minimallohnes von 21 Mark pro gemüthlich sein zu müssen. Sie werden uns aber zugestehen, daß „ Berliner Volksblatt." Wir bedauern, diesmal etwas under Kleinste, und Jedes, das Größte und das Kleinste, trägt seinen Woche, 4. gänzliche Ueberlassung des Herbergswesens an die Ge- die fortwährenden Verdrehungen eine Diskussion so sehr erschweren, Zweck in sich selbst und dient zugleich dem Gemeinzwecke, der aber fellen, 5. Beseitigung des Innungskrankenkassenwesens( Zwangsbei- daß man, um Wandlung zu schaffen, endlich einmal offen auf die dem menschlichen Verstande unfaßbar ist. Die Biene, welche von tritt). Eine Resolution im vorstehenden Sinne, in welcher der ge- Folgen hinweisen muß. Wir können doch nicht immer blos mit einer Blume hinwegfliegt, um ein Kind zu stechen, wird von diesem wählten Lohnkommission zugleich die thatkräftigste Unterſtützung zu Berichtigungen hinterherlaufen, wie das beim ersten und zweiten Kinde gefürchtet, und es glaubt, der Zweck der Biene sei, die gesichert und dieselbe beauftragt wird, die Saisonzeit zur schleunigen Artikel der Fall war. Also gewissenhaft und ehrlich, an uns soll es Menschen zu stechen. Der Poet bewundert die aus dem Stelche Durchführung der aufgestellten Forderungen zu benußen, fand ein- dann nicht fehlen. einer Blume saugende Biene und behauptet, der Zweck der Bienen stimmige Annahme. sei, den Duft einzuathmen. Der Bienenzüchter beobachtet die Biene, Eine zahlreich besuchte Versammlung der Tischler, Schriftführer. Wo bleibt denn das vom Verein beschlossene wenn sie Blüthenstaub und das Mart der Pflanzen herbeiträgt, um gefellen Berlins, die erste, welche seit ca. 1/2 Jahren vom die Königin und die Larven zu ernähren, und er erklärt, diese Ge- Polizeipräsidium genehmigt wurde, fand am Montag Abend im bis Ende März 1888 liefern wir zum Preise von Mt. 2,75. Das Abonnent. Komplete Exemplare der„ Berliner Volkstribüne" schöpfe seien da, um die Art zu erhalten. Der Botaniker be- Konzerthause" Sanssouci", Stottbuserstraße 4a, unter Vorsitz des Porto nach Auswärts tragen wir. merkt, daß die Biene Blüthenstaub von einer Pflanze zur andern Herrn Zubeil statt. Herr Ritter referirte über die Lohnbewegung trägt und sie befruchtet, er versichert, ihr Zweck bestehe in der Be- der Tischler in verschiedenen Städten Deutschlands. Redner führte die Militärverhältnisse der ohne Erlaubniß Ausgewanderten keinerlei Ausland. Der Gnadenerlaß hat auf die Militärpflicht und fruchtung." Und doch weiß die Biene von allen diesen Zwecken etwa folgendes aus: Da es den Berliner Tischlern seit langer Zeit Einfluß; nur wenn eine bereits vorher wegen unerlaubter Ausnichts; sie werden ihr erst nachträglich angedichtet. Und ähnlich endlich wieder einmal möglich sei, in einer öffentlichen Versammlung wanderung verhängte Strafe vor dem 31. März rechtskräftig geden großen Männern ihre Pläne", wenn alles glücklich abgelaufen über ihre gewerblichen Angelegenheiten zu diskutiren, so müßten worden war und eine Geldbuße von 150 Mt. bezw. eine Freiheitsist! Mit diesen Gedanken schließt der Verfasser seine Untersuchungen, dieselben vor allen Dingen ihr Augenmerk auf die Lohnbewegungen strafe von 6 Wochen nicht übersteigt, ist dieselbe erlassen. die trop mancher Unzulänglichkeit doch höchst interessant sind und der auswärtigen Kollegen richten. Es sei Pflicht der Tischler Berdas Nachdenken anregen, und die, vermöge des hohen Gesichtspunktes, lins, die auswärtigen Kollegen nach Kräften in ihrem' Kampfe zu von dem aus das Verhältniß des einzelnen Menschen zur Mensch- unterstützen, da Streiks in den größeren Provinzialstädten für die liner Gürtler und Bronceurgewerbe beschäftigten Kranken- und Begräbnißkasse für die im Ber heit und seiner Geschichte angeschaut wird, kräftigen Protest gegen Arbeitsverhältnisse in Berlin nicht ohne Einfluß seien. Den besten Personen.( E. H. 60.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Beweis lieferten die vielen Tischlerarbeiten, welche auswärts ange- Bahlstelle bei Ballwis, Prinzen- und Morisstraßen- Ecke aufgehoben den übertriebenen Heroenfultus einlegen. Bez, I 168. Quittungen werden öffentlich bekannt gegeben. Der Streik der Werftarbeiter bei Howaldt in Dietrichsdorf- Kiel dauert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Weitere Streiks. In Minden und Mainz streiken die Maurer. In Halle treten die Schuhmacher, Maler, Klempner und Steinmeßen in eine Lohnbewegung ein. Briefkasten. worüber wir zu flagen gehabt hätten. Im Gegentheil, wir haben stets bedauert, bisweilen nicht alles bringen zu können. Tapezierer. Gruß dankend erwidert! Wir wüßten nicht, Juserat? Ziegler und Ziegeleiarbeiter. Aus Görlitz a. d. Oder fertigt und nach Berlin importirt würden. Ein niedriger Lohn ist. Beiträge werden täglich entgegengenommen bei Fleischmann, schreibt man dem„ Vereinsblatt für Bauhandwerker": Die Lage fat in anderen Städten drücke auch die Löhne in Berlin Restaur., Dresdenerstr. 80; Fohrholz, Restaur., Weberstr. 13; der Ziegler und Ziegeleiarbeiter ist hier folgende: Es erhält ein herab und dies müsse unter allen Umständen vermieden werden. Föllner, Restaur., Kottbuser Plaz, Ecke d. Kottbuserstr.; Stnappe, Ziegler sowie ein Arbeiter für den Tag 50 Pf. oder für die Stunde Die folgenden Redner, die Herren Glatte, Wiedemann, Apelt, Restaur., Aderstr. 69; Klein, Bigarrengeschäft, Ritterstr. 15; Röhl, acht deutsche Reichspfennige. Dies ohne Soft und Logis. Dafür Hafeloph, Glocke, Zubeil, Berndt, Nöske traten sammt und ſonders Bigarrengeschäft, Bergmannstr. 105. Die Sprechstunden des Ren muß er Abgaben bezahlen, den Lebensunterhalt bestreiten, 18 Pf. für den Anschluß der Tischler an eine feste Organisation ein, danten Miesterfeld, Oranienstr. 201, v. 1 Tr., sind an den WochenStrankenkassenbeitrag für die Woche bezahlen und noch das Hand- da ohne Organisation nichts zu erreichen sei. Zum Schluffe wurde lagen von 7-10 Uhr Morgens und von 12-2 Uhr Mittags, wertszeug selbst halten. Das Geld für die Krankenkasse wird vom die Wahl einer Fünfer- Kommission zur Ueberwachung der Streiks Sonntags von 8-9 Uhr Vorm. Beschwerden sind schriftlich an Polizeidiener eingezogen, der dafür 6 Mt. monatlich erhält bei beschlossen und als Kommissionsmitglieder die Herren Zubeil, den Vorsitzenden Otto Klein, Ritterstr. 15 v. part. zu richten. Die etiva 100 Mitgliedern. Wie es sonst in der Kasse aus Neumann, Schmidt, Ritter und' Haseloph gewählt. Der Ueberschuß nächste Generalversammlung findet am Sonntag, den 29. April, ficht, davon erfährt kein Arbeiter etwas. Diese Zustände der Tellersammlung wurde der Kommiſſion überwiesen. Zu Revi- Vorm. 10 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobrühren daher, weil hier eine Ziegelmeister- Innung besteht. Ge- foren wurden die Herren Hirfing, Glocke, Wernicke und Wiedemannstraße 37, statt. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Statutenarbeitet wird vom 25. März bis 11. November vom Sonnenauf- gewählt. Mit einem begeisterten Hoch auf die Fachorganisation der änderung. 6. Verschiedenes. Das Quittungsbuch legitimirt. Näheres gang bis Sonnenuntergang. Im Sommer also von Morgens 3/2 Tischler wurde die Versammlung geschlossen. später im Inseratentheil. bis Abends 82 Uhr. Wenn diese schöne Zeit um ist, dann hat der Halberstadt. Achtung! Indem eine öffentliche TischlerZiegelstreicher zusammen 70 bis 80 Thaler verdient und dabei versammlung hierselbst den Beschluß gefaßt hat, für den jezigen folgende Normal- Soft genossen: Morgens Mehlsuppe und etwas Lohntarif nicht mehr weiter zu arbeiten und somit am Sonnabend, wie eine von dem Maurer Sommerfeldt zum Donnerstag, den Eine von dem Maurer Roll zum Sonntag, den 8. April, sotrockenes Brod, Frühstück eine Schmalzstulle, Mittags trockene den 14. April bei jämmtlichen Innungsmeistern und auch bei 12. April 1888 einberufene öffentliche Versammlung der Maurer Kartoffeln und Pfd. Fleisch, Vesper Schmalzstulle mit einer anderen Meistern, die den neuen Lohntarif nicht zahlen wollen, die Berlins wurde die Genehmigung versagt. Berantwortlicher Mebatteur: Max Schinnel, Berlin. Druck und Verlag: T. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23.