Nr. 230. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit flluftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland ☐ Vorwärts 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Pretsitfte für 1896 unter Nr. 7277. 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. „ Munizipal- Sozialismus." Donnerstag, den 1. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: " dem sich in den Köpfen zahlreicher Genossen der Gedanke durch die organisirte Gesellschaft; und der Staat heraus, der Sozialismus, dessen Verwirklichung sich ist entschieden eine organisirte Gesellschaft. Insofern liegt Es giebt kein Wort in dieser Zeit der Wort- und Begriffs- der Staat einstweilen noch widersetzt, sei bis eine Aehnlichkeit vor. Aber die im heutigen Staat organi falschmünzerei, mit dem so viel Mißbrauch getrieben wird, zu einem gewissen Punkt in der Gemeinde sirte Gesellschaft ist es ja, welche vom Sozialismus be= wie mit dem Wort Sozialismus. Jeder Mensch ist ein und durch die Gemeinde zu verwirklichen. Und so entstand ämpft wird. Dieser Staat und diese Gesellschaft sind Sozialist, jeder Mensch will den Sozialismus aber den der Munizipal- Sozialismus" oder Gemeinde- Sozialismus. ta pitalistisch. Und wenn dieser Staat und Sozialismus, den er meint; und jeder dieser Auch- Er hat ein Programm. Betrachten wir es: diese Gesellschaft irgend einen Betrieb, zum Bei Sozialisten meint einen anderen. Und alles, was diese die Uebernahme der Gas, Wasserleitungs- und sonstigen spiel Eisenbahnen, die Tabakfabrikation Herren, die zwischen Sozialismus und Sozialdemo- Werke, die kommunalen Zwecken dienen, durch die Gemeinde. Privatbetrieb entziehen und zur Regie, d. h. zum fratie unterscheiden, unter Sozialismus verstehen, ist Achtstundentag für alle Gemeinde- Arbeiten. Errichtung ge- Staatsbetrieb machen, so geschieht das einzig im Interesse der alles andere, nur nicht Sozialismus sehr häufig das sunder Arbeiterwohnungen und öffentlicher Spielplähe. herrschenden Klassen, d. h. im Interesse des gerade Gegentheil des Sozialismus. Dies gilt namentlich Freie Schule und Schulmittel. Freie ärztliche Hilfe und Kapitalismus und des durch ihn vertretenen Ausvon den Junker- Sozialisten, deren Sozialismus nichts anderes freie Arzueimittel. Freier Rechtsbeistand. Freie Lesehallen beutungs- Prinzips. Der Ausbeutung des Menschen bedeutet, als daß der Staat die nothleidenden Agrarier zu und Bibliotheken. durch den Menschen ein Ziel zu setzen, mit der Herrschaft Austern essenden und Sett trinkenden Staatspensionären Das sind die wichtigsten der Forderungen, die wir in der Ausbeuterklasse die Klassenherrschaft zu beseitigen- das und Staatspfrünnern macht, die zum Dant dafür, daß fie englischen, französischen und belgischen Blättern unter der ist das Ziel des Sozialismus, der zu diesem Zweck allerdings aus der Tasche des arbeitenden Volkes gespeist und Rubrik Munizipal- Sozialismus" vorfinden. die Privatproduktion und den Privatbetrieb abschaffen und getränkt werden, auch, neben der schweren Verdauungs- Nun sind diese Forderungen ohne Zweifel sehr ver- durch den staatlichen oder gesellschaftlichen Betrieb ersehen arbeit, noch die andere schwere Arbeit übernehmen, das nünftig und sehr gemeinnüßig; es sind Forderungen, die muß. Doch wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe", Volt, dessen natürliche Herren sie sind, zu regieren und alle zum sozialistischen Programm gehören und in der so verwerflich dieser Satz auf die Justiz angewandt fetten Staatsämter für sich in Beschlag zu nehmen. Sie Hauptsache nur- von Sozialisten vertreten werden, ist, richtig ist er da, wo die Gleichheit oder Aehnlichkeit nur find bereit, alle Fabrikanten mit einem Federstreich zu aber sozialistisch sind sie nicht. Gemein eine scheinbare ist. Wenn der Sozialismus den Privatexpropriiren und die Fabriken zu verstaatlichen" nüßigkeit und Sozialismus sind zwei grundverschiedene betrieb abschafft, so geschieht es, um die Ausbeutung vorausgefeßt, daß sie, die Herren Junker, der Staat find, Dinge. Gemeinnüßige Einrichtungen hat es schon vor Jahr- abzuschaffen. Wenn der heutige Klassenstaat irgend einen daß der Staat von ihnen verwaltet wird und daß sie die tausenden gegeben, in den alten Staaten sogar verhältniß- Privatbetrieb abschafft und dafür den Staatsbetrieb Klinte der Gefeßgebung in der Hand haben. D, diese mäßig mehr als in den modernen. Wer wollte aber Athen, einführt, so thut er es, um die Ausbeutung selber zu Klinte. Ste ist ein Bumpenschwengel, der aus dem Sparta, Rom mit ihren Volksversammlungs Diäten, ihren üben und sich die Vortheile der Ausbeutung unverfiegbaren Quell der Volks- Steuerkraft das Goldwasser gemeinsamen freien Mahlzeiten und ihren Landvertheilungen direkt zuzuwenden. heraushebt und in die bodenlosen Geldbeutel der Herren für sozialistische Gemeinwesen erklären? Freie Bibliotheken Der Staatsbetrieb des tapitalistischen Klassenstaates ift Junter leitet. Tausende von Millionen Mart allein in den hatten die Chinesen schon vor 3000 Jahren, und die nicht sozialistisch, sondern tapitalistisch, und wir 18 Jahren, feit der Junker- Hauptmann Bismarck die famose Griechen in Alexandrien vor 2000 Jahren. Waren die betonten das schon wiederholt statt Staatssozialis Wirthschaftspolititit einführte, die ja auch von mancherlei Chinesen und Alexandriner darum sozialistisch? mus sollte man forretter sagen: Staats ta pitalismus. Leuten für Sozialismus gehalten wird, weil fie, der vor- Mit Muster Arbeiterwohnungen quält die bürgerliche Der Staats tapitalismus ist wenigstens in fintfluthlichen Auffassung des Sozialismus entsprechend, die Gesellschaft sich seit 50 und mehr Jahren ab- das ist gerade autokratisch regirten Staaten, sogar die schlimmste Form rohefte und unverschämteste Theilerei" ist. so wenig eine sozialistische Frage, wie der freie Schulunter- des Rapitalismus, weil der Staat, der die politische Doch es find nicht blos unsere Feinde, die das Wort richt, der in vielen Staaten und Gemeinden schon längst Macht mit der wirthschaftlichen in seiner Faust vereinigt, Sozialismus mißbrauchen, es find nicht selten auch Freunde besteht, und auch die freie ärztliche und rechtliche Hilfe hat die kapitalistische Ausbeutung und Knechtung viel intensiver und Genoffen. So sputt jezt in der sozialistischen Presse nichts Sozialistisches in sich. betreiben tann und thatsächlich betreibt, als der Privat Englands, Frankreichs und Belgiens das Wort, welches wir Was insbesondere die Betriebs- und Eigenthums- tapitalist oder eine Gesellschaft von Privatkapitalisten es an die Spitze dieses Artikels gestellt haben das Wort Uebernahme von Gas- und Wasserwerken 2c. durch die vermag. Munizipal Sozialismus". Gemeinden betrifft, so verhält es sich mit der Verstadts Man frage nur unsere verstaatlichten Eisenbahnbeamten, Was ist Munizipal- Sozialismus? Wenigstens in der lichung- wenn uns der Ausdruck erlaubt ist oder wer sie mehr geschunden hat und schindet: die alten ersten Hälfte verdeutscht heißt das Gemeinde- Sozialismus. der Bergemeindung gena. so, wie mit der Ver- Eisenbahnkompagnien oder der Staat? Also Sozialismus der Gemeinden, Sozialismus durch die staatlichung. Genug Sozialismus kann sich, soll das Wort nicht Gemeindeverwaltung. Freilich in bezug auf diesen Punkt herrscht hier und mißbraucht werden, nur nennen, was die Ausbeutung aus In England, Belgien und Frankreich ist es bekanntlich da noch Untlarheit in den Reihen der Genossen. Die schließt; und ebenso wie der Staatssozialismus in Wirklichden Sozialisten gelungen, in die Gemeindeverwaltungen Verstaatlichung oder, wie die Engländer und Franzosen es teit Staats tapitalismus, so ist der Munizipaleinzubringen was uns Deutschen beiläufig bemerkt schon viel nennen: die Nationalisation" gilt vielen, die Sozialismus, oder sagen wir lieber Gemeinde- Sozialismus früher gelungen war, nur daß wir darin zwar einen Sieg des in das Wesen des Sozialismus nicht vollständig ein- in Wirklichkeit Gemeinde Rapitalismus. Sozialismus, aber nur eine Gelegenheit zur praktischen gedrungen sind, als sozialistische Organisation. Das ist Und Gemeinde Kapitalismus muß er in der Borbereitung, nicht zur Verwirklichung des grundfalsch. Und ein Blick auf unser Eisenbahnwesen, das heutigen Gesellschaftsordnung bleiben, auch wenn die beften, Sozialismus erblicken. in Deutschland fast durchaus verstaatlicht ist, läßt den fühnsten und flügsten Sozialisten an der Spize der Ge Irrthum sofort in die Augen springen. Man darf sich meinde sind. Denn so wenig man den Sozialismus durch durch zufällige äußere Aehnlichkeiten nicht zu falschen sozialistische Kolonien in die kapitalistische Gesellschaft Schlußfolgerungen verleiten lassen. einschmuggeln kann, so wenig tann man es durch Der sozialistische Betrieb ist allerdings im Sozialifirung einer Gemeinde. Sozialistische Kolonien Gegensatz zu dem Privatbetrieb ein gemeinsamer Betrieb und sozialistische Gemeinden sind Utopien. In England, Frankreich und Belgien, wo die Gemeinden viel größere Selbständigkeit haben und folglich der Verwaltungsthätigkeit einen viel größeren Spielraum gewähren, und wo außerdem für die Massen der Begriff des Wortes: Sozialismus nicht so scharf umgrenzt ist, bildete 85] Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Rienzi. Der Bürger las mit Erstaunen die Antwort des hinterliftigen Präfekten auf das Schreiben Colonna's. Er verspricht den Baronen, in der Schlacht mit dem Banner des Präfetten zu ihnen überzugehen", sagte Bandulfo. Was sollen wir thun?" " Vorwärts für Altar und Herd! Wer zu kämpfen nicht begehrt, Sei verflucht schon hier auf Erden, Dort foll nimmer Heil ihm werden. Trommeln und Trompeten tönen, Rom ersteht in seinen Söhnen! Santo Spirito, Cavalieri!") Borwärts für der Freiheit Gut! Edler Zweck erhöht den Muth. Eurem Sieg wird Ehre werden, Wie im Himmel so auf Erden. Trommeln und Trompeten tönen, Rom ersteht in seinen Söhnen! Santo Spirito, Cavalieri! Nehmt meiner Siegelring- hier- laßt den Präfekten fogleich in das Gefängniß des Kapitols bringen. Seine Krieger müssen Rom sogleich verlassen, und sagt ihnen, daß, wenn sie den Baronen Hilfe leisten, ihr Anführer fterben muß. Geht es muß gleich geschehen. Während In dieser Ordnung erreichten sie den weiten Raum, der Zeit will ich in der Kapelle die Messe hören." den Ruinen und Verwüstung innnerhalb des Thores geDas römische Heer, verschiedenartig zusammengesetzt, lassen hatten, und erwarteten in langen Reihen zu beiden indem Greise und Knaben sich unter ihnen befanden, war Seiten aufgestellt, die sich weit in die Straßen hinein er in einer Stunde auf dem Marsch nach dem Thore von St. streckten und in der Mitte einen breiten Durchgang freiließen, Lorenzo. Von zwanzigtausend Mann zu Fuß bestand die Befehle ihres Anführers. Die Patrizier näherten sich jetzt. faum der sechste Theil aus vollkommen Bewaffneten, aber Deffnet die Thore und laßt den Feind ein!" rief die Reiterei war gut gerüstet, indem sie meist aus dem Rienzi mit lauter Stimme, als die Trompeten der Barone niederen Adel und den reichern Bürgern bestand. An ihrer ihre Annäherung verkündeten. Spitze ritt der Tribun in vollkommener Rüstung. Auf seinem Helm trug er einen in Silber gearbeiteten Kranz von Eichen und Olivenblättern. Vor ihm wehte die große Neben dem alten Stephan, deffen stattliche Gestalt und Kriegsfahne Roms, und den Anfang des Buges bildete eine gebietendes Wesen in seiner prächtigen Rüstung sich gut Prozession von Franziskanermönchen, da die Geistlichkeit ausnahm, ritten seine Söhne, der Frangipani, der Savelli Roms fich meist dem Volte und dessen gewaltigem Führer und Giordano Orsini, der Bruder des Rinaldo. angeschlossen hatte. Sie fangen folgende Hymne, welche" Heute soll der Tyrann vernichtet werden," sagte ber bei dem Schluß eines jeden Verses durch das Zusammen- stolze Baron, und die Fahne der Colonna soll vom Kapitol schlagen von Waffen, das Schmettern der Trompeten wehen!" und das Wirbeln der Trommeln, die eine Art von friegerischem Chor zu dem Gesange bildeten, noch ergreifender gemacht wurde. " " Das Banner des Bären über ihm!" erwiderte Giordano *) Das Feldgeschrei Rienzi's. M Orsini zornig." Ihr werdet nicht allein den Sieg davon tragen." " Unser Haus ist das erste in Rom!" entgegnete der Colonna. Nie, so lange ein Stein von den Palästen der Orsini auf dem anderen bleibt." Still", fiel Luca di Savelli ein, wollt Ihr schon die Löwenhaut vertheilen, da der Löwe noch lebt? Wir werden heute tüchtige Arbeit bekommen!" Nicht so sehr", erwiderte der alte Colonna, Johann di Vico wird mit seiner Schaar zu uns übergehen, sobald das erste Zusammentreffen erfolgt, und einige von den uns zufriedenen Römern haben versprochen, die Thore zu öffnen. Wie, Bursche," fragte er einen Späher, der athemlos herbeisprengte, was giebt's?" Mauern." Die Thore find geöffnet. Rein Speer glänzt auf den Sagte ich es Euch nicht?" wendete sich der Colonna triumphirend an seine Begleiter. Ich denke, wir werden Rom ohne einen Schwertstreich einnehmen. Pietro, Du hattest ja so düstere Ahnungen?" Diese Worte sprach er zu einem seiner Enkel, dem Erstgeborenen Gianni's, einem liebenswürdigen Jüngling, der kaum seit zwei Wochen ver heirathet war. Mein kleiner Pietro hier," fuhr der Baron zu seinen Begleitern gewendet fort, ist noch ein so junger Ehemann, daß er in der letzten Nacht von seiner Frau ge träumt hat, und das hält der arme Junge für eine böse Vorbedeutung!" " Sie war in tiefer Trauer, und entzog sich meinen Armen mit dem Ausruf: Wehe, mehe den Colonna's!" fagte der junge Mann feierlich. " Ich bin fast 90 Jahre alt," erwiderte Stephan, und ich tann also wohl einige vierzigtausend Träume in meinem Leben gehabt haben, von denen nur zwei eintrafen und die Eigentum des Vorstandes der SPD" mau uns: Politische Webersicht. " die Augen und er schafft uns ein Heer neuer Bundes- Irmler so völlig geschwunden wäre, und daß sie jetzt offenbar genossen gegen diese herrliche Ordnung. zurückhielte, während sie früher die Wahrheit gesagt habe. Der Berlin, 30, September. Vertheidiger, R.-A. Heine, hielt auch die Gedächtnißschwäche In der Begnadigungsfache des Lorenz schreibt Dur in Böhmen laufen fenfationell aufgebauschte Tele- dem entgegengesetzten Schluffe hierüber. Er hob hervor, daß die Ueber Streiffrawalle in dem Bergwerkbezirke von der Belastungszeugin für merkwürdig, tam aber gerade zu Die protestantische Kirche hat Unglück. So oft es sich gramme ein. Das Wolff'sche Telegraphenbureau versendet Frmler sich wohl zu Anfang im ersten Born zu einer falschen darum handelt, eine Sache zu vertheidigen, in deren Verfolgende Nachricht: Anzeige möge haben hinreißen lassen, daß sie nun aber davor Prag, 29. September. Aus Duy, Brür und Komotau sind zurückschrecke, sie auch zu beeidigen und daß sie durch ihr Nicht urtheilung die anständigen Leute aller Parteien einig sind, hier Nachrichten eingegangen, denen zufolge unter der Arbeiter- wiffen vielleicht mehr ihre Schuld bemäntele, als eine That des findet sich sicher ein protestantischer Pfarrer, der eine schaft aufwieglerische Druckschriften verbreitet Angeklagten verschleiern wollte. Der Gerichtshof sah die Sache Mohrenwäsche vornimmt. Aber nicht, wie man voraus- werden. Im Duyer Kohlengebiet sind heute 700 bis 1000 Berg- nicht für aufgeklärt an und sprach den Angeklagent fret. setzen solle, aus christlichem Mitgefühl, sondern um die leute in Ausstand getreten. Die Ruhe ist bisher nicht gestört. Wegen Majestätsbeleidigung verhandelte am herrschenden Gewalten zu stützen und zu vertheidigen. Prag, 30. September. In Duy wurde der Ausstand der Dienstag die 1. Straftammer des Landgerichte II gegen den Wie der Reichstags- Abgeordnete Pfarrer Schall durch Bergarbeiter durch anarchistische Eingriffe vorbereitet, so daß die Maurer polir August Peper, den 14. Oktober 1852 zu fein taktloses Verhalten im Reichstage seiner Kirche mehr Arbeiter, ohne eigentliche Forderungen zu stellen, streifen. Eine Breslau geboren, wohnhaft zu Neu- Weißensee. Die Verhandlung sein taktloses Verhalten im Reichstage seiner Kirche mehr 50 Mann starke Truppe zieht von Schacht zu Schacht, um die Ar- fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Auf grund geschadet hat, als Dugende von sozialdemokratischen Agi- beiter unter Androhung von Gewalt zur Einstellung der Arbeit zu einer 50 am 5. März 1895 erfolgten Aeußerung war tatoren es könnten, so der Pfarrer in Horst in Pommern zwingen. In Dfseg nahmen die Arbeiter eine bedrohliche Haltung gegen Peper Anklage erhoben worden, der inzwischen mit dem Brief, den er zu gunsten der Begnadigung des an und zertrümmerten Fenster. In zahlreichen Schachten fand in Amerita gewesen ist. Er entfloh dorthin, als das Straf. Schußmann Lorenz an die agrarische Deutsche Lages- Einstellung der Arbeit infolge Einschüchterung der Arbeiter statt. verfahren gegen ihn eingeleitet worden war, aber er ist dann zeitung" sandte und den der Vorwärts" gestern abdruckte. Im Betriebe befindliche Schachte suchten den Schuh der Be- freiwillig nach Deutschland zurückgekehrt. Im ersten HauptDer Pfarrer in Horst spricht für die Begnadigung, weil hörden nach, welcher auch gewährt wurde. Für militärische verhandlungstermin am 27. v. Mts. vermochten die sämmtlichen der Vater des Lorenz ein hochachtbarer Lehrer sei. Diesen Unterstüßung wurde gesorgt. Bis gestern Abend wurden 9 Ver- Beugen sich des Wortlauts der inkriminirten Aeußerung nach so Vater in allen Ehren, aber begeht der Sohn eines an- Brürer Revier zahlreiche Arbeitseinstellungen stattgefunden wurde nun der Weißenseer Gemeinde- Polizeisekretär Behringer, haftungen vorgenommen. Aus Komotau wird berichtet, daß langer Zeit nicht mehr zu erinnern. Im geftrigen neuen Termin ständigen Vaters viehische Brutalitäten, wie sie der Schutz haben, die Zahl der Streifenden betrug gefſtern im ganzen 2500. welcher die ersten polizeilichen Vernehmungen geleitet, vernommen, mann Lorenz begangen hat, obendrein in Ausübung seines Die Melodie, die hier von dem offiziösen Telegraphen behufs Konfrontirung mit den Zeugen. Der Gerichtshof kam Amtes, so kann nicht die Rücksicht auf den Vater vor der angestimmt wird, ist uns nicht neu. Besonders aus Defter- indessen zu der Ueberzeugung, daß die Sache nicht genügend aufwohlverdienten Strafe retten. Im Gegentheil. Die gute reich wird jede Nachricht vom Beginn eines Bergarbeiter- geklärt sei, um zur Verurtheilung des Angeklagten gelangen zu Erziehung, die der Sohn von einem anständigen Vater er- streits mit dem Gejammer über die Wüstheit der von tönnen. Demgemäß lautete das Urtheil auf Freisprechung. fuhr, läßt sein Verbrechen nur noch in schwererem Lichte Aufwieglern aufgehetzten Bergleute Am 28. September wurde vor der Straftammer von eingeleitet. Der erscheinen. Frankfurt a. M. ein Majestätsbeleidigungs- Prozeß verhandelt, unkritische Leser solcher Schauermären wird dadurch zunächst der mit der Freisprechung des angeflagten, 25 Jahre alten Der Pfarrer in Horst schreibt weiter: Ueber den Verlauf in den Glauben versetzt, daß diese Bergleute aus reinem Mechanikers Fucker endete. Da es zweifelhaft war, ob der Amtsüberschreitung des Lorenz sei ihm nichts näheres be- Uebermuth streiten, weil sie der im Uebermuth genoffene der Angeklagte, als als er die inkriminirte Aeußerung that, tannt, ficher hätten seinem übertriebenen Pflichteifer nicht fapitalistische Hafer sticht. Erst später pflegt dann die nicht sinnlos betrunken war, stellte sich das Gericht auf unlautere Motive zu Grunde gelegen. Kennt der Herr Wahrheit von den schamlosen Zuständen durchzusichern, den Standpunkt, daß in Zweifelsfällen stets zu gunsten Pfarrer die Vorgänge nicht näher, so ist es um so unter denen die Bergleute zu leiden haben. So wird auch des Angeklagten zu entscheiden sei und sprach nach einer unter unqualifizirbarer, daß er zu gunsten des Lorenz nur gute schließlich die Geschichte des Ausstandes in Dur zuſammen Ausschluß der Deffentlichkeit erfolgten Verhandlung der er Motive annimmt, die ihn zu seinem Verbrechen veranlaßten. timmen mit dem, was wir aus Karwin erfahren haben.bie 87 jährige Ehefrau des Tünchers Johann Heffner wegen geklagten frei. In Mainz dagegen wurde am 28. September Amtsmißbrauch gegenüber einem hilflosen Gefangenen, obendrein in so bestialischer Weise zu begehen, wie ihn der ziationen, welche der" Anarchist" De Witte im Interesse der Auch dort wurde bei geschlossenen Thüren verhandelt. Es wird fortgelogen. Die Verleumdungen und Denun- Majestätsbeleidigung zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Lorenz begangen hat, ist ein Ausfluß rohester belgischen Bourgeoisie gegen den Vooruit" von Gent geschleudert Genosse Wagemann hatte sich vor der Straftammer in und gemeinster Gesinnung, und man muß an hat, werden von den gegnerischen Blättern noch immer ver- Rudolstadt wegen der vom Reichsgericht nach Rudolstadt zurückerkennen, daß die Stettiner Straftammer die Handlungsweise breitet, obgleich die völlige Grundlosigkeit der De Witte- verwiesenen Majestätsbeleidigung zu verantworten, welche des Lorenz als solche ansah und bestrafte. Im allgemeinen sind schen Behauptungen erwiesen und durch die Fabrikinspektoren Wagemann sich seinerzeit durch den Abdruck des Ardie Gerichte nur zu geneigt, Amtsmißbräuche der Polizei- festgestellt worden ist. Insbesondere ist es der fromme titels:" Zur Kaiserrede am Sedantage" zugezogen hatte. organe und solche kommen unendlich viele vor sehr Reichsbote", der seinen Lesern den ganzen anarchistischen Roth Bekanntlich wurde in der vorigen Gerichtsverhandlung milde zu beurtheilen und man darf annehmen, urtheilt ein noch vorlegt, obgleich er im Vorwärts" gelesen haben muß, daß das Urtheil auf zweimal 2 Monate( für Abdruck im Saalfelder Gericht hierin einmal strenge, der Schuldige hat es reichlich brandmarkt worden ist. Dies weiß der chriftliche Reichsbote" hatte den Erfolg, daß die Strafe für das Verbrechen" diesmal das anarchistische Bubenstück bereits amtlich als ein solches ge- und Thüringer Boltsblatt) festgesetzt. Die eingelegte Revision auch, denn er liest den Vorwärts" sehr genau wie tönnte er auf 6 Wochen(?) festgesetzt wurde. Bon merkwürdig chriftlichem Geifte diktirt ist aber sonst täglich über uns schimpfen?- er macht sich also zu einem auch das scharfe Wort, das der Pfarrer von Horst über Mitschuldigen des anarchistischen" Bubenstücks. Und, Deutsches Reich. die sogenannten Vagabunden fällt. Hier zeigt sich der wie der Hehler nicht besser ist als der Stehler, so ist der VerFür die Novelle zum Alter3. und In. Pfarrer in seiner ganzen Größe als Anwalt der breiter einer Züge nicht besser als der Lügner, die chriftliche validitätsversicherungs- Gesez wird im Reichs herrschenden Klaffen. Käme heute ein Jesu wieder und Reichsboten" Redaktion nicht besser als der" Anarchist", Ver- Anzeiger" eine ausführliche Denkschrift veröffentlicht, welche die zöge von Ort zu Ort, von Almosen lebend und die Armen leumder und Denunziant De Witte.vom Rechnungsbureau des Reichs- Versicherungsamtes zusammen gegen die Reichen aufregend, wie würde es erst diesem jest von einem russischen Regierungsblatt in fast drohender Versicherungsanstalten wiedergiebt. Die Räumung Egyptens durch die Engländer wird gestellten Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der einzelnen armen Jesu bei dem Pfarrer von Horst ergehen? Die Denkschrift umfaßt Jesus übernahm aber bekanntlich jene Wanderungen ist es, daß der Khedive sich jetzt, wo der Besuch des Baren große Bahl von Tabellen und mathematischen Formeln. Sprache gefordert. Das ist gewiß kein Zufall; und fein Zufall 22 eng bedruckte Seiten des Reichs- Anzeigers" und enthält eine freiwillig, die ihn heute möglicherweise in Kollisionen mit bevorsteht, nach Paris begeben hat. Jedenfalls scheint so viel Als Vorbemerkung wird vorausgeschickt, die bei der Durch Polizei und Staatsanwalt bringen könnten; der durch gewiß, daß Egypten der Punkt ist, wo die russische Diplomatie führung des Gefeßes bisher gemachten Erfahrungen hätten be Lorenz zu Tode mißhandelte Bagabund" dagegen war ein versuchen wird, den Hebel gegen England anzusetzen und die wiesen, daß die bei dessen Erlaß aufgestellten Voranschläge trob Opfer unserer herrlichen Gesellschaftsordnung die fau- Aufrollung der orientalischen Frage im russischen Sinne zu der zum theil lückenhaften Rechnungsgrundlagen genügend sicher lenzende und schwelgende Millionäre und darbende und beginnen. waren und nicht überschritten worden sind. Für den Gesammt vagabondirende Proletarier zu ihrer Voraussetzung hat. Die argentinische Regierung wird hohe Anerkennung umfang der Invaliditäts- und Altersversicherung werden in der Hervorzuheben ist hierbei auch die Bereitwilligkeit, mit der gewinnen bei König Stumm und allen seinen Freunden. ersten Beitragsperiode, welche mit Ende 1900 abläuft, etwa der Staatsanwalt in der sicheren Erwartung seiner Be- Wie wir an anderer Stelle bereits mitgetheilt haben, finden zwei Drittel des Voranschlages zur Deckung der Versicherungslaft gnadigung den Lorenz aus der Haft entläßt. in Buenos- Ayres und anderen argentinischen Städten Arbeits- erforderlich sein; im Gesammtdurchschnitt werden die Beiträge in der gegenwärtigen Höhe noch für die nächsten Jahrzehnte Wir brauchen nicht erst einen Vergleich zu ziehen einstellungen zur Erzwingung des achtstündigen Arbeitstages ausreichen, um die entstehende, von Jahr zu Jahr steigende zwischen der Behandlung, die man dem Berbrecher Lorenz statt. Jetzt wird aus Buenos- Ayres gemeldet: Versicherungslaft zu decken. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, zu theil werden läßt, und der Behandlung, die unseren un- Die Regierung bereitet ein Gesetz vor, welches die Beiter daß bei Forterhebung der jetzigen Beiträge die aufkommenden schuldig im Buchthaus fizenden Genossen Schröder, dieser Ausstände und die berufsmäßigen Mittel dauernd zur Erfüllung der Verpflichtungen der Ver Meier 2c. zu theil wird. Der Unterschied springt jedem in agitatoren aus dem Lande auszuweisen gestattet. ficherungsträger ausreichen werden. Es handelt sich fast ausschließlich um Fremde, die erst kurze Zeit im Lande sind. verdient. übrigen nicht. Daraus könnt Ihr entnehmen, was von diesen Vorbedeutungen zu halten ist." Indem sie sich so unterhielten, näherten sie sich dem Thore der Stadt, das immer noch offen stand, auf Bogenschußweite. Alles war stille, wie der Tod. Die Schaar, welche meistens aus fremden Söldnern bestand, machte Halt, als plöglich eine Fackel hoch über die Mauern geworfen wurde, fie flammte einen Augenblick empor und erlosch, indem sie in einen Graben fiel. ( Fortfehung folgt.) 01 " " di um dis sbloed to um Der erste Abschnitt behandelt den Kapitalwerth der Renten, der zweite den Vermögensbestand, der dritte die Vermögenslage Da sind doch Hamburg und Bremen nicht die einzigen der Versicherungsanstalten. Es ergiebt sich nach dieser AufRepubliken mehr, die sich durch diese Art Staatsretterei stellung ein Ueberwiegen des Vermögensbestandes über den verdient gemacht haben. Rapitalwerth der laufenden Henten für den 1. Januar 1895 170 989 400 Mart, für den 1. Januar 1896 Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. 223 716 200 M., für den 1. Januar 1997 um 273 645 900 2., In der Anklagefache wegen Majestätsbeleidigung, die Ge- für den 1. Januar 1898 um 322 796 600 M., welcher Be noffe Jahn in einer Versammlung der Sattler im Februar trag für den 31. Dezember 1900 weiterhin anwächst auf dieses Jahres gemacht haben sollte, stand heute, nachdem der 466 190 500 a. Darnach wird die die Gesammtfinanzlage Termin bereits wegen Ladung von Zeugen am 31. Auguft ver- der Invaliditäts- und Altersversicherung eine durchaus günstige tagt war, abermals Termin an vor der 2. Strafkammer des und es ist für die Gesammtheit der Versicherten weit mehr an Bei Landgerichts II, an welches die Sache vom Reichsgericht zurück- trägen aufgebracht, als nach dem in§ 20 a. a. D. vorgesehenen Beitragsgewiesen worden war. In Uebereinstimmung mit seinem Ber- verfahren erforderlich ist. Sodann wird das neue Vertheilungstheidiger Dr. Herzfeld beantragte Jahn die Vorlegung der Kunst und Willenschaft. betreffenden Notiz, welche sich der als Zeuge geladene Wachtmeister verfahren behandelt, ferner die Höhe der künftigen Beiträge, und als Fehlbetrag bei den Berufsgenossenschaften der Unfallversicherung, Das neue Thalia- Theater( früher Adolph Ernst- Theater) Das neue Thalia- Theater( früher Adolph Ernst- Theater) Rückert in der fraglichen Versammlung gemacht haben sollte, Anhang wird eine Berechnung beigegeben über den voraussichtlichen scheint mit seiner zweiten Novität, einem Wiener Boltsstüct: notirt und danach die amtliche Meldung gemacht habe. Nach wenn die Renten der Verletzten und ihrer Hinterbliebenen Gebildete gefunden zu haben als mit der Pariser Gefang burleste. Die längerer Berathung beschloß der Gerichtshof, dem Antrag Jahn's Rapitaldeckung finden sollen, und über das Anwachsen der AusUmlageverfahrens. Wienerische Komödie ist durchaus breit, lehrhaft, in bicker Bolts- stattzugeben, um ihn in seiner Bertheidigung nicht zu beschränken gaben für Entschädigungen bei der Unfallversicherung infolge des Den beiden ftückmanier eben vorgetragen, im entscheidenden Moment wird und die Verhandlung abermals zu vertagen. Polizeibeamten wurde aufgegeben, die von ihnen gemachten Die in Raffel vereinigten Bertreter die Lösung nicht durch den nothwendigen Gang der Ber Notizen im nächsten Termin zur Stelle zu bringen. Die Ber- fa ft fämmtlicher Invaliditäts- und Altershältniffe herbeigeführt, sondern durch Roulissenkniffe, die handlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Versicherungs- Anstalten des Deutschen Reiches natürlich ein weich versöhnliches. Ende gestatten. Aber fie ift ift wirksam dank geschickter äußerlicher Nachbildung Peper aus Neu- Weißenfee beschuldigt, der am 27. September Der Majestätsbeleidigung war der frühere Bauunternehmer nahmen einstimmig folgende Erklärungen an: 1. Die in dem Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung von Wienerischen Lebens. Die Gebildeten Menschen" find geistige Proletarier, die noch im Klaffenhochmuth stecken, und so vor dem Landgericht II hier abgeurtheilt wurde. Die Anklage Arbeiter- Versicherungsgesehen enthaltenen Bestimmungen, welche bie mer. elend es ihnen auch gehen möge, fie blicken auf den Un bat schon eine wechfelvolle Geschichte. Im April 1895 be auf eine Veränderung in der Aufsichtsführung über die Vers gebildeten" hochfahrend herab. Dr. Josef Müller ist solch ein schuldigte eine Restaurateursfrau Frmler in Weißensee den Peper, ficherungs- Anstalten hinzielen, find geeignet, das für die Durch Proletarier, dem der Hochmuthsteufel gründlich ausgetrieben die eine schwere Beleidigung enthielten. Beper wurde in Hafi recht und die Selbständigkeit der Versicherungs. Anstalten zu er hätte in ihren Lokale den Kaiser mit Ausdrücken bezeichnet, führung der Versicherung bedeutungsvolle Selbstverwaltungswird. Dieser Dr. Müller hat einen Bruder, der zwar progig, unwissend und ungebildet ist; aber durch Glücks- genommen, aber bald wieder entlassen. Troß seiner Entlastungs- vernichten. es aber zum 2. Die geltenden Bestimmungen, wonach sich die Aussicht zufälle wurde er Großindustrieller, Gemeinderath, Kunst- anträge wurde die Auflage erhoben, als macen, furz ein überaus fapitalträftiger Mann. Zwischen Termine kam, blieb der Angeklagte aus. Er war nämlich in lediglich auf die Befolgung der gesetzlichen und ftatutarischen Vors dem armen und dem reichen Bruder herrscht unversöhnliche wiſchen in mißliche Bermögenslage gerathen und hatte sich nach schriften beschränkt, und die bisherigen Aufsichts- Instanzen sind dem armen und dem reichen Bruder herrscht unversöhnliche Amerika begeben, um dort ein befferes Glück zu suchen. Nun ausreichend, um eine wirksame Aufsicht über die Versicherungss Feindschaft. Der Arme kann es nicht verwinden, daß das Glück Feindschaft. Der Arme fann es nicht verwinden, daß das Glück fich an die Ferfen des Ungebildeten heftet. Der Reiche vergißt wurden Steckbriefe hinter ihm erlassen, und als er in diesem anstalten zu führen. 8. Die in dem Gesehentwurf vorgesehene Erweiterung der die Demüthigungen seiner Knabenzeit nicht und verharrt auf Sommer zurüdkehrte, wurde er verhaftet, freilich auch jetzt wider bald auf freien Fuß gefeßt. Befugnisse des Staatstommissars wird den Geschäftsgang bei seinem Proßenrecht: Der gebildete Bruder muß vor ihm au In der Verhandlung gab er, wie schon früher an, daß er den Versicherungs- Anstalten erschweren und verlangfamen. Die Kreuze friechen, eher hilft er nicht, und wenn der Bruder vor die fraglichen Ausdrücke allerdings gebraucht haben möge aber betreffenden Bestimmungen enthalten den Keim zu fortgeſeßten feiner Thüre verzweifelte. Der Wiener Autor liebt es nicht, nur berichtend, als er von der Berurtheilung erzählte, die Reibungen und Zwiftigkeiten zwischen dem Staatskommiſſaring herbe Folgerungen zu ziehen; und so leibt e er seinem Prozenmenschen, ganz gewiffer Sobbe wegen diefer Aeußerungen zu den Versicherungsanstalten. Das Institut des Staatskommissars wider dessen Rassennatur, das fich bekannte gemüthliche, goldene Wiener Herz, das in legter gezogen habe, und keineswegs in der Abficht, sich diese Redens ist entbehrlich. 4. Für Bildung von Sektionen bei den Versicherungsanstalten Stunde laut zu flopfen beginnt. Die überaus freund- arten selber anzueignen. Die Denunziantin Frau Irmler und liche Aufnahme des Stüdes ist zugleich auch der flotten, sauber zwei von ihr ursprünglich benannte Belastungszeugen wollten sich fehlt jebe Veranlassung. Eine derartige Maßregel würde nur abgerundeten Darstellung au banten. Wohl hatten Leopold ber ganzen Angelegenheit nicht mehr erinnern. Frau Frmler geeignet sein, die Durchführung der Versicherung zu erschweren Deutsch, Frl. Theren und Frl. Reinhard die Neigung, wußte nur noch, daß Beper die Worte gefagt hatte; über den und zu vertheuern. Zusammenhang konnte sie nichts mehr bekunden. Dagegen gab sie- Der Gefehentwurf über bie 8wangs allzu deutlich nach dem Publikum hineinzuspielen; allein der zu, daß fie ursprünglich in dem Vorfalle nichts befonderes er organisation des Handwerts scheint, wie die„ Bolts. Stil der sogenannten Volksstücke verführt dazu. Im Gegensaz blickt hätte, und daß sie erst später, als sie sich irriger Beitung" annimmt, im Bundesrath auf großen Widerstand zu zu ihnen, die übrigens das spezifisch Wienerische prächtig trafen, Weise von Peper benunairt glaubte, von anderen auf stoßen, und selbst die preußischen Mitglieder des Bundesraths fiel ein norddeutscher Schauspieler, Herr Hansen, durch seine geredet worden sei, ihn auch einmal zu denunziren. Wenn sehen sich nicht mehr für ihn ein, nachdem die Drgane fast aller wohlthuende Bescheidenheit in Sprache und Spiel auf. Diese Beugin blos die Möglichkeit zugab, daß Peper blos die Parteien dem Entwurf etwas am Zeug geflickt haben. Wie in Im Schiller- Theater wird heute, Emilia Galotti" gegeben, Worte des Sobbe wiedergegeben habe, so tonnten sich andere einem offiziös benußten füddeutschen Blatt nämlich behauptet Wiederholungen des Wichert'schen Lustspiels Gin Schritt vom Zeugen beffer entfinnen, daß Peper von der Verurtheilung er- wird, soll die Regierung auf die Erledigung des Entwurfs über Wege" finden noch Freitag und Sonnabend statt. Im zählt hatte. Trotzdem hielt der Staatsanwalt den Angeklagten die Errichtung von Handwerkerkammern durch den Reichstag Bürgersaale bes Rathhauses ist Sonntag Abend für überführt und beantragte 9 Monate Gefängniß. Er meinte bestehen. Sind aber einmal die Handwerkerkammern da, wozu 7/2 Uhr Komponisten Schubert" Abend. nämlich. daß es völlig unmöglich sei, daß das Gebächtniß ber dann noch das Innungsbrimborium? zu ein - Die Muder Organisationen machen immer I gedenke, den Reichstag vorzeitig aufzulösen. Straßen 2c. vertheilen würden, während sonst alle Welt weiß, eifriger in Politik; unlängst sprach sich der Gustav Adolf- Verein Ministerpräsident Baron Banffy antwortete: Die Daß die Berbreitung unserer Schriften stets in den Wohnungen, gegen das allgemeine Wahlrecht aus, nun hat die 9. Haupt- Ver- Regierung habe in der That die Absicht, den also nicht öffentlich erfolgt. Will sich der Landrath des Kreises fammlung des evangelischen Bundes fich für den Widerstand gegen Reichstag demnächst aufzulösen( Bewegung), be Melsungen etwa die Gepflogenheiten des früheren turhessischen diejenigen Mächte ausgesprochen, die den inneren Frieden geziehungsweise eine darauf bezügliche Entschließung des Monarchen Regimes zum Muster nehmen? Haus nahm die Antwort zur Kenntniß. fährden. Auf diese Organisationen wendet natürlich fein Polizist zu erbitten. Daher werde auch das Magnatenhaus in dieser Die Redaktion der Bergischen Arbeiterftimme" in oder Staatsanwalt die Bestimmungen des Vereinsgesetzes über Tagung vielleicht keine meritorische Sigung mehr halten, Das Solingen erklärt auf unsere Bemerkungen über den Seher. das Inverbindungtreten politischer Vereine an. streit: Wenn wir unsererseits nach dem vom Vorstande Amüsant ist übrigens zu erwähnen, daß der famose Baron Josef Vecsey richtete an den Minister des Junern evangelische Bund die Bekennertreue des hessischen Herrscher die Anfrage, wie er die Anwendung von Militär und Aufsichtsrath der Genossenschafts- Buchdruckerei gefaßten Be hauses besonders zu rühmen Veranlassung nahm. Ist den und Gendarmerie mit dem Wahlgefeße und schluß auch heute noch nicht in Erörterungen eintreten wollen, fo tönnen wir, um falschen Annahmen vorzubeugen, nicht umhin, frommen und sozialistenfresserischen Herren denn ganz un- dem Prinzip der Freiheit der Wahlen bekannt, daß zwei Schwestern des regierenden Großherzogs von in Gintlang zu bringen gedente. Minister Perczel zu erklären, daß den Differenzen weder die Entlassung eines Arbeiters noch überhaupt berechtigte Heffen zur griechischen Kirche übergetreten sind? erwiderte, er werde stets dem Gesetze gemäß vorgehen und die Die Anregung zur Beschleunigung des bewaffnete Macht nur im äußersten Nothfalle, wo es die per- oder unberechtigte Forderungen der Arbeiter zugrunde gelegen haben." 3wangs Jnnungsgesehes soll nach einer Versicherung fönliche Sicherheit der Wähler erfordern sollte, einschreiten lassen. Bu grunde gelegen haben." der Deutschen Tages- Zeitung" vom Kaiser selbst aus. Die Mehrheit des Hauses nahm die Antwort nicht zur Kenntniß, gegangen sein. die Antwort wird daher demnächst zur Berhandlung auf die Auch Dr. Bürklin wird dem nationalliberalen Tagesordnung gesetzt werden. Schweiz. Parteitage fernbleiben. Wenn die Absagen so weiter gehen, werden die dem Bunde der Landwirthe affiliirten Nationalliberalen auf dem Parteitag ganz unter sich sein. " = - Die Verbesserung des Dünenwesens in Preußen soll nach einer in Regierungsblättern enthaltenen Mittheilung durch einen Gesezentwurf, der dem nächsten Landtag zugehen würde, in Angriff genommen werden. Die Festlegung ber Meeresdünen, die in Preußen einen Umfang von im ganzen 40 000 Hektar haben, ist ein äußerst schwieriges Wert. Bisher find auf diesem Gebiet die allgemeine Bauverwaltung, die landwirthschaftliche und die Forstverwaltung thätig gewefen. Mit dem Etatsjahre 1896/97 ift eine Aenderung dahin eingetreten, daß das Dünenwefen der Nordseeküste, wo es sich nur um Festlegung handelt, eine Aufforstung aber nicht in Frage kommen kann, von der landwirthschaftlichen Verwaltung ganz an die allgemeine Bauverwaltung abgegeben worden ist. Die Binnendünen an der Das Bezirksgericht in 8ürich verurtheilte 22 Theilnehmer an den Italiener Krawallen zu viertägigem bis sechswöchigem Gefängniß und Geldbuße. Frankreich. Paris, 80. September. Die meisten Blätter halten die age auf Madagastar für ausnehmend ernst und glauben, man werde neue Verstärkungen schicken und abermalige Kreditforderungen bewilligen müssen.Paris, 30. September. Die Politique coloniale" meldet, die französische Regierung werde eine Anleihe von 25 Millionen Frants für den französischen Sudan aufnehmen. Diese Kolonie foftet Frankreich jährlich drei Millionen und produzirt nur für 300 000 Fr. Spanien. Die Leipziger Volkszeitung", die bekanntlich aus dem Wähler", einem Kind des Sozialistengefeges, hervorgegangen ift, feierte dieser Tage das Jubiläum ihres zweijährigen Bestehens. Sie hat während dieser Zeit die vom Wähler" übernommene Abonnentenzahl verdoppelt und zeigt somit, was von der Arbeiterpresse geleistet werden kann, wenn die Parteigenossen so, wie die Leipziger es gethan haben, die zur Herstellung eines tüchtigen Blattes nothwendigen Blattes nothwendigen redaktionellen Kräfte und finanziellen Mittel beschaffen, und für die Verbreitung des Blattes die nothwendige Agitation planvoll entfalten. Mögen die Genossen anderer Städte sich an Leipzig ein Beispiel nehmen. Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. S Wegen Leuschner Beleidigung wurde der frühere verant wortliche Redakteur des Boltsblatt für Salle", Genoffe A. Weißmann, vom Halleschen Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Gewerkschaftliches. man Der Gemeinderath des Dorfes Kehl in Baden hat das Gesuch unserer Genossen aus der Stadt Kehl, zur AbMadrid, 29. September. Eine amtliche Depesche aus haltung einer Volksversammlung mit Bebel als Referenten Ostseeküste, deren Aufforstung angestrebt werden muß, stehen zum Manila erklärt gegenüber anderslautenden Nachrichten der einen freien Plaz an der Kinzig herzugeben, abschlägig Theil gleichfalls unter der Bauverwaltung, zum Theil von Alters Blätter, daß die Zahl der Aufständischen kaum 10 000 über- beschieden. Er hat, schreibt die Mannheimer Boltsſtimme", her unter der Forstverwaltung. Da, wo dies nicht der Fall war, steige. Bisher bieß es in den offiziellen Depeschen stets, daß die damit nur im Sinne der Eisenlohrerei gehandelt, die in Beist die landwirthschaftliche Verwaltung eingetreten und hat Bahl der Aufständischen höchstens 5000 fei. Die Zahl der erziehung auf Bekämpfung der rothen Gefahr" bald die vielumfassende Deckungs- und Aufforstungsarbeiten ausgeführt. Im ganzen find aus Mitteln der landwirthschaftlichen Ver- mordeten Mönche beträgt 14. Die Verstärkungen aus Mindanao gerühmte Polizeifächferei übertrifft. Die Versammlung wird jetzt in Neumühl abgehalten." Und die Frankfurter demselben waltungen rund 2000 Hektar gedeckt und 8200 Heftar auf- find eingetroffen. 4 Aufrührer wurden erschossen. Sinne: Beitung" fragt in Will im geforftet worden. Hierfür, fowie zu den umfangreichen und kost- Rußland. liberalen" Musterländle das uuschöne Beispiel Sachsens nach fpieligen Nachbesserungs- und Ergänzungsarbeiten, sowie für Ein klassisches Beispiel russischer Beahmen? Wie begründet der Gemeinderath denn diese Ablehnung?" Ausfüllung von Dünenlücken sind über 2 Millionen Mart aus amtenwirthschaft schildert in der Voffischen Zeitung" der Staatstaffe aufgewendet worden. Die wichtigsten Unter- ein Reisender folgendermaßen: Man schläft auch bei solchen nehmungen der drei auf diesem Gebiete thätigen Berwaltungen Behörden, auf deren prompte Dienftführung das Publikum be entfallen auf die turische und frische Nehrung und die Halbinsel sonders angewiesen ist. Ich hatte einen rekommandirten Brief Hela. Auf der Turischen Nehrung hängt, zur Zeit der Fort- aufzugeben und begab mich, höflich den Hut in der Hand- denn Der Streit der Ballschuharbeiter Berlins dauert unbestand zweier Ortschaften, Preil und Berwelt, davon ab, daß so ist es bei Strafe die Sitte im heiligen Rußland in den verändert fort. Ausständig sind 827 Personen, darunter 210 Von dem Streit sind betroffen die dieselben bedrohenden Wanderdünen festgelegt werden, ähnlich faalartigen Schalterraum der Post. Drei thürbreite Schalter verheirathete mit 248 Kindern. wie dies bei den Ortschaften Nidden und Rossitten gelungen ist. ftanden weit geöffnet, aber tein Beamter darinnen. Ich wartete die Firmen Fürstenheim u. Ko. Andreasstr. 32 und Grüner Nach den hier gewonnenen Erfahrungen und nach den neuer- und wartete; endlich ließ sich einer erblicken, der aber das nur Weg 79; Silberberg u. Ko., Gr. Frankfurterstr. 87; Melnit, bings gemachten Fortschritten in der Aufforstungsmethode foll aus vier Personen bestehende Publikum auf- und abgehend blos Schillingftr. 12; Schröder, Weinbergsweg 1; Breslauer u. Hahn, es möglich sein, das schwierige Wert in absehbarer Zeit durch musterte. Später erschien ein zweiter, der die Adresse meines Alte Jakobstr. 95/96; Unger, Blumenftr. 70; Horst, Weinzuführen, wenn ausreichende Mittel dazu verwendet werden Briefes las und deutsch sagte, ich müsse noch warten, bis der zu- straße 19; Exner, Linienfir. 7. In der mechanischen ständige Beamte fäme. Diefer erschien denn auch nach Verlauf Schuhfabrit von Rosenthal u. Groß, Schöneberg, FrankenWenn nur der Militärfiskus nicht vorzeigig die erforderlichen einiger Beit, nahm mir würdevoll meinen Brief ab, prüfte ihn straße 9, legten sämmtliche Arbeiter die Arbeit nieder, Gelder fortschnappt! mit Bedacht nach Verschluß und Gewicht und bedeutete mich, weil für die Fabrit von Fürstenheim u. Co. angefangene Waare Rölu, 29. September.( Rhein. 3tg.) Eine Neuerung daß an der Frantatur eine Zehntopekenmarke fehle, die ich am fertig gestellt werden sollte. Wegen der langen Dauer des im polizeilichen Meldewesen ist zu verzeichnen. Uns Nebenschalter bekommen könnte. Da indeß hinter diefem eben- Streits und der großen Zahl der Streifenden appelliren wir an tam diefer Tage ein aus dem zweiten Polizeibezirt herrührender falls der Beamte fehlte, mußte ich auch hier warten. Endlich die Arbeiter Deutschlands, uns in dem schweren Kampfe schnelle Abmeldeschein zu Gesicht. Derfelbe lautete auf einen von hier stand meiner Abfertigung nichts mehr entgegen, aber ich hatte materielle Unterstügung zu theil werden zu lassen. Die Sennach Elberfeld verzogenen Glasergefellen, war ausgestellt am boch rund 25 Minuten zu dieser schwierigen Operation verdungen sind zu richten an die Berliner Gewerkschaftskommission 25. September und trug die mit besonderer Deutlichkeit sich über wenden müssen. Eine andere Unzuträglichkeit begegnete mir auf( Adresse N. Millarg im Gewerkschaftsbureau, Berlin SO., das ganze Blatt erstreckende Bemerkung: Sozialdemokrat zwei Telegraphenämtern, wo es den Kassen zufällig" an dem Annenitraße 16). J. Nr. 6884 IV. Wir bemerken, daß es sich um einen Ab- nöthigen Kleingeld fehlte, und ich auf je einen entrichteten Rubel Die Agitations Rommission der Schuhmacher Berlins. meldeschein( grün) handelt, der von dem Wegziehenden bei dem die mir zustehenden Refitopeken im Stiche laffen mußte. Der Rommiffariat abgegeben und von diesem den städtischen Verwaltungs- Geldpoftverkehr ist in Rußland besonderen Weitläufigkeiten unter behörden übermittelt wird. Die Art, die politische Richtung der worfen; die Inhaltsdeklaration auf dem Umschlage des Briefes Einwohner polizeilich zu registriren, ist, wie uns von fundiger genügt an sich nicht; diefer muß den Beamten offen überreicht Seite versichert wird, für Köln ein Novum. Eine Rubrik für werden, der das ihm lose übergebene Geld persönlich hineinzählt Diese Rennzeichnung ist auf dem Meldeschein nicht vorgesehen; und dann den Umschlag schließt.was veranlaßt also die Polizei, den Schein eigenmächtig mit einer solchen Bemerkung zu versehen? Geschieht es zum besseren Fortkommen des betreffenden? U. A. w. g. tönnen. Partei- Machrichten. 3 Zur Berliner Buchbinder- Bewegung! Ausständig sind die Kollegen und Kolleginnen bei folgenden Firmen: Trautmann, Schönebergerstr. 4. Frentsch, σατί auftr. 11. Leo Simson, Spandauerstr. 72. Garl Rechlin, Engel Ufer 8. Bernhard Paul, Wilhelmstraße 22a. Bügenstein, Friedrichstr. 240. Lewinsohn, Im Fehrbellinerstr. 54. A. Weichert, Andreasstr. 32. berg u. Lefson, Alte Jacobstr. 64a. Aug. Reimann, Einbrodt u. Kalb, Alte Jakobstr. 86. Mauerftr. 53. Einbrodt u. Kalb A. Demuth, tönigliche hofbuchbinderei, MohrenCharlottenburg, Berlinerstraße 123 a. Ger, Charlottenburg, firaße 58. Gebrüder Grunert, Junterstr. 16. Möller, Wilmersdorferstr. 82. Her m. Franz, Stegligerstr 7. Wilh. Schleising, Reichenbergerstr. 24. Galanterie- Branche: Schmit u. Boit, Annenstr. 14. 8uzug ist streng fernzuhalten! Die Lohntommiffion. der vom M.; Rheydt, 28. September.( Köln. V.- 3."): Der PolizeiParteiliteratur. Zur wirksamen Agitation für die sozialWachtmeister Fischer und der Schuhmann Hauer von demokratische Arbeiterinnenbewegung wird die Buchhandlung hier, welche von der Straffammer zu Düsseldorf wegen Miß- Vorwärts die in den letzten großen Frauenversammlungen zu handlung eines festgenommenen Schreiner gefellen zu fünf bezw. drei Monaten Gefängniß verurtheilt Berlin gehaltenen vortrefflichen Referate in Broschürenform heraus worden waren, sind unter Erlaß der Gerichtstoften geben. Dieselben erscheinen Ende nächster Woche unter dem Titel: begnabigt worden. Bürgermeister Dr. Strauß, welcher das Frauenfrage und Sozialdemokratie" von Sily Braun und Gnadengefuch eingereicht und befürwortet hatte, bezeichnete seiner Sittlichkeit, Prostitution und Frauenfrage" von Klara geit in der Stadtverordneten- Sigung das Urtheil als schwer und Bettin. Um den Reden die weiteste Verbreitungsmöglichkeit zu hart und meinte, die Beamten seien durch die Amtsentsetzung geben, wird der Preis aufs niedrigste bemessen werden. ,, ohnehin übel baran". Die Forderungen der Buchbinder Hamburg- Altona's Zwickau, 29. September.( Eig. Ber.) Jn Gersdorf Aus Spandau. Am vorigen Donnerstag sprach Genosse sind: Neunstündige Arbeitszeit( ohne Verkürzung des seitherigen bei Hohenstein wurde in der letzten Sigung des Militär- Liebknecht in dem großen Saale zu Pichelsdorf über Lohnes); ein Minimallohn für männliche Arbeiter von vereins I über den Antrag des Ausschlusses derjenigen Mit die gegenwärtige politische und wirthschaftliche 21, M., für weibliche Arbeiter von 12, M., für Lehrglieder verhandelt, welche dem Produften- Wertheilungs- Verein I Lage und referirte dann ausführlich über den Londoner mädchen von 9,- M.; für Aushilfe pro Tag 4, ber der englischen Arbeiter Bezahlung. fowie gefeßlichen, angehören. Es tam aber anders, wie es das Präsidium, an Arbeitertongreß, wobei er Geschäft deffen Spitze der Bergarbeiter Teuch ert steht, erwartet haben bewegung besondere Aufmerksamkeit schenkte. Trotz des selbst angeordneten Feiertage; möglichste Beschränkung der Ueberzeit, mochte, denn um der Gefahr des Ausschlusses für immer zu ent- für dieses Jahr ungewöhnlich schlechten Wetters war Sonntags- und Affordarbeit; wo folche unumgänglich nothwendig, geben, wurde mit großer Majorität beschlossen, aus dem Militär- der mehr als eine halbe Stunde von der Stadt entfernte Saal nach dem von der Lohnkommission aufgestellten Akkordtarif; vereinsbunde auszutreten. Der Borsigende drohte, seinen Posten vollständig gefüllt. Die Versammlung, welche ihre Zustimmung für Ueberzeitarbeit die ersten zwei Stunden 25 pSt., für nieberzulegen. Er kann gehen, es wird ihm teine Thräne nach zu dem Vertrag lebhaft befundete, legte Beugniß ab für den Eifer die weiteren Stunden Stunden und Sonntagsarbeit 50 pet. Bus geweint. und die Begeisterung der Spandauer Genossen. Gegner, obgleich schlag; die Zugehörigkeit zum Verbande darf nicht Grund - Fuchsmühl in Allach. Die Münchener Bost" ziemlich zahlreich vertreten, meldeten sich nicht zum Wort. zur Entlassung sein; Anerkennung des Arbeitsnachweises der Mitgliedschaft Hamburg; diese Forderungen treten am schreibt: Die Schießerei des tgl. Jagdauffehers Baumgarihuer Von der Agitation. In Spenge bei Bielefeld, wo 15. Oftober 1896 in traft. auf Blumen pflückende Kinder in dem Walde bei Allach, bei der noch vor wenigen Jahren unter der Megide des Pastors Jstraut es ist seitdem ca. 1/2 Jahr verflossen awei Ruaben nicht die Sozialdemokraten thatlich insultirt wurden, erklärte darüber äußern, ob ste diese Forderungen anerkennen wollen Bis zum Sonntag, 4. Ottober, sollen die Prinzipale sich unerheblich verwundet wurden, hat bis jetzt noch keine Sühne dieser Tage eine von unseren Bielefelder Genoffen einberufene oder nicht und welche Aenderungen sie event. wünschen. Ver gefunden. Das uns von unserem Berichterstatter seinerzeit über- Boltsversammlung, wo Reichstags. Abgeordneter Herbert aus gebene corpus delicti, die zerschossene blutige Lederhose des bei Stettin gesprochen hatte, sich mit dessen Ausführungen ein- schiedene Firmen haben die Forderungen bereits anerkannt. dieser Affäre verwundeten Knaben Johann Schreck liegt noch verstanden und bekundete ihre Bereitwilligkeit, für unsere Partei Der Streit der Kornberlader in Hamburg- Altona ist auf unserer Redaktion. Dem bei uns betreffs der Sache au unablässig zu wirken. So ist die Sozialdemokratie jest in Spenge beendet. Eine Versammlung der Arbeiter hat am Dienstag fragenden Bater eines der verlegten Knaben haben wir mit- oben auf, während Pastor Jetraut in Westfalen selbst bei seinen ihre Zustimmung dazu ertheilt, daß die jetzt noch im Hafen getheilt, daß vom 1. Oktober ab eine dritte Straffammer in Rlaffengenoffen abgethan ift. liegenden Schiffe zu dem alten Lohnfaze entlöscht werden. Für Fuftion treten werde, und daß seine Meinung, der Herr Bei einer Agitationstour, bie von Düsseldorfer Ge die neu ankommenden Schiffe ist der neue Zarif maßgebend, Staatsanwalt habe den Fall vergessen, eine ganz irrige sei, ba noffen kürzlich auf dem Lande unternommen wurde, tonfiszirten 50 Pf. pro Tonne, einerlei ob gemischte oder einfache Ladung. wir das gute Gedächtniß der Herren Staatsanwälte aus eigener die Gendarmen alles Material, dessen sie habhaft werden konnten. Nur ein Stauerbaas( 3wischenunternehmer) hat sich dieser Erfahrung fennen." Auf das unberechtigte diefer Maßnahme aufmerksam gemacht, Vereinbarung nicht angeschloffen, und über sein Geschäft ist dann beriefen sie sich, wie die Niederrheinische Boltstribüne" mit von der Versammlung die Sperre verhängt worden. Die Untersuchung in Sachen Peters nimmt theilt, auf eine in den lezten Tagen von oben" herab gele Ju Köln hat die Leitung der Kölnischen Baumwollspinnerei ihren Fortgang. Wie es heißt, ist nunmehr der Aufenthalt des fommene Verfügung, wonach von jest ab überhaupt teine nun doch noch das beffere Theil erwählt, indem sie sich bereit Bischofs Tucker ermittelt worden, an den Peters den Schriften ohne polizeiliche Erlaubniß ver famosen Brief geschrieben haben soll. Er hält sich gegenwärtig breitet werden dürfen. Unsere Genossen haben hoffent. erklärte, über die Differenzen mit ihrem Bersonal das Gewerbe in Sansibar auf, und seine Vernehmung dürfte inzwischen lich Beschwerde eingelegt, damit festgestellt wird, wer denn gericht als Einigungsamt entscheiden zu lassen. bereits erfolgt sein. Ebenso ist es gelungen, den Aufenthalt der eigentlich eine solche wunderbare Verfügung erlassen hat. Be Ju Frankfurt a. M. hat der Streit der Schneider übrigen noch ausstehenden Zeugen zu ermitteln, so daß der Ab- merkt sei noch, daß ungeachtet des Eifers der heiligen Hermandad der Firma J. D. W. Lampe mit der Bewilligung fämmtlicher schluß des Ermittelungsverfahrens in Kürze bevorsteht. Die Agitationstour selbstverständlich ihren Zweck erreicht hat: es Forderungen geendet. Alle an dem Ausstand betheiligt gewesenen Oesterreich. wurden eine Menge sozialdemokratischer Schriften unter der Land- Arbeiter werden wieder eingestellt. Aus Zwickau wird uns geschrieben: Die hiesigen Einzel. Prag, 29. September. Der heute hier tagende Kongreß bevölkerung vertheilt. Um die Verbreitung des Hessischen Boltstalenbers mitglieder des Buchdrucker Verbandes sind der Anjungcsechischer Reichsraths und Landtags. Abgeordneter Böhmens und Mährens nahm einen zu verhindern, hat der Landrath bes Kreises Melsungen regung des Gauvorstandes, einen anderen Vertrauensmann an Beschlußantrag an, der Regierung entschiedene kürzlich die Ortsbehörden aufgefordert, unfere Raffeler Genossen Opposition zu machen und darauf zu bringen, bak Neuauf ihrer Agitationstour die Exemplare au tonfisziren. Das ist stelle bes ausgeschlossenen Kollegen Irmscher zu ernennen, nachgekommen, und haben den ebenfalls der Opposition anwahlen für den Reichsrath auf grund der neuen Wahl- benn auch in einer Anzahl von Orten geschehen und hier und da gehörigen Kollegen Krasser gewählt; das ist also wieder ein Proteft gegen den Ausschluß Irmscher's." ordnung unverzüglich ausgeschrieben werden; that die Polizei noch ein übriges, indem sie die Verbreiter verferner wurde beschlossen, sich bis dahin der Durchführung des baftete. Um feiner Anordnung eine gefegliche Grundlage zu geben, berief sich der Landrath auf den noch in Geltung befind Die Weber der mechanischen Weberei von Herm. Ausgleichs auf das entschiedenste zu widersetzen.- lichen§ 10 bes preußischen Breßgefeßes vom 12. November 1851, e ber in Dölau bei Greia ftehen seit 27. September im Ungarn. wonach niemand ohne Erlaubniß der Ortspolizeibehörde Schriften Streit. Zuzug ist umfomehr zu vermeiden, da in ber Greizer Budapest, 80. September. Magnatenhaus. Baron an öffentlichen Orten verbreiten darf. Der Landrath Gegend ohnehin schon schlechter Geschäftsgang herrscht. Die Ursache Josef Becsey interpellirte die Regierung mit der Frage, ob fie unterftellte also, daß unsere Genoffen die Kalender auf den des Streits ist Lohnrebuttion. J Weber Soziales. Der Verein deutscher Wollkämmerer und Kammgarn Spinner hat, wie die" Frankf. 3tg." mittheilt, die Frage der Betriebseinschränkung berathen. Nachdem die ein zelnen Rammgarnfpinnereien schon vielfach den Betrieb ein geschränkt hatten, solle die Betriebseinschränkung jetzt all gemein geregelt" werden. Da wegen der jetzt in vielen Gewerben günstigen Konjunktur der Konsum an Kleiderstoffen sicher nicht zurückgeganger, sondern wahrscheinlich beträchtlich gestiegen ist, die Herren Luchfabrikanten, beziehentlich die Aktiengesellschaften notorisch nichts weniger als am Hungertuch nagen, so handelt es sich um weiter nichts, als um einen Att des Profithungers; man will die Zeit der größeren Nachfrage nach Kleiderstoffen benutzen, um den Waarenpreis durch Einschränkung der Produktion so hoch wie menschenmöglich zu steigern. Einschränkung der Produktion bedeutet aber Arbeiterentlassungen oder Verminderung des Verdienstes der Arbeiter, in beiden Fällen Vermehrung des ohnehin riesigen sozialen Elends, zugleich aber auch Vertiefung der ErTenntniß, daß die herrschende Wirthschaftsordnung, der Kapitalismus, einer anderen, der sozialistischen Produktion weichen muß, wenn die Kulturmenschheit nicht zu Grunde gehen soll. So arbeitet die bürgerliche Gesellschaft selbst an ihrem Untergange. Soziale Rechtspflege. " die Die Wiener Werkstättenarbeiter der priv. österreichisch- Geschlechtsgenossen zu thun ist. Daher ist es gerathen, auch weibliche erfolgte der Schluß der Versammlung mit einem begeisternden ungarischen Staatseisenbahn find von ihrem früheren Delegirte nach dem Parteitag zu entfenden. Es wird sich darum Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. Beschluß, nicht zu streiken, aus dem Grunde abgekommen, weil handeln, Mittel und Wege zu finden, wie eine erfolgreiche In der am Mittwoch stattgehabten gutbesuchten Ver die Generaldirektion die Prager Arbeiten in Wien herstellen Agitation unter den Frauen entfaltet werden kann; dieselbe fammlung, die im Englischen Garten" tagte, wurde beschloffen, lassen wollte, wodurch die streifenden Prager natürlich geschädigt bietet ganz besondere Schwierigkeiten. Nicht nur die Fesseln des das Gewerbegericht als Ginigungsamt anzurufen und worden wären. Es wurde daher in Wien fast ein sogenannten Vereinsrechtes hemmen uns hier, sondern auch die Kollegen Penack, Jänsch und Pridat als Vertreter gewählt. Die stimmig beschlossen, gleichfalls die Arbeit niederzulegen Arbeitslast der Frauen, die neben der Berufsthätigkeit noch Genoffen R. Millarg und R. Hagen sollen als Arbeitnehmerund die Forderungen zu stellen, die von der General die häusliche Arbeit zu verrichten haben, wodurch ihnen Beisiger fungiren. direktion schon zugestanden, aber noch nicht durchgeführt sind. weder Zeit noch Interesse bleibt, sich um unsere Be Die Lohnkommission der Buchbinder erstattete am Der Generaldirektion wurde eine Denkschrift übersandt, worin strebungen zu fümmern. Zunächst gilt es, die Frauen Dienstag in einer zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung die Durchführung der Lohn- und Alfordregulirung innerhalb gewerkschaftlich zu organisiren; nicht, damit fie fleine Reformen Bericht über den gegenwärtigen Stand der Lohnbewegung. Monatsfrist, eine Garantie für die bereits bewilligte Lohn- durchführen und sich dabei beruhigen, sondern in der Erkenntniß, Georg Schmidt führte aus: Die Frage vor der Lohn aufbesserung und Ausschluß der Maßregelung irgend eines daß das, was man auf gewerkschaftlichem Gebiet erreichen kann, bewegung, welche Branchen in die Bewegung eintreten sollten der Streikenden verlangt wird. Im Falle der Bewilligung nur Stufen sind, die uns zu einem höheren Ziele führen. Wichtiger und der Beschluß darauf, daß die Buchbinder, Rontobuch und diefer Forderungen erklären die Arbeiter in Wien sowohl wie aber ist die politische Agitation, welche die Aufgabe hat, die Luxuspapier- Arbeiter zunächst den Kampf beginnen sollten, hat in Prag sich zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit. Frauen aufzuklären nicht nur über die Ziele der Sozialdemokratie, sich in der Praxis so gestaltet, daß die Bewegung sich fast auss In der Aus Schottland. Bu gunsten einer Lohnbeweging, die sondern auch über die Bestrebungen der anderen Parteien, damit schließlich nur auf Buchbindereibetriebe erstreckte. durch das Steigen der Roblenpreise und die starke Nachfrage ich die Proletarierinnen nicht bestechen laffen durch die Wohl Kontobuchbranche konnte im eigentlichen Sinne von einer Lohn nach Kohlen mit hervorgerufen wird, wurde am 17. September thätigkeitsbestrebungen der bürgerlichen Damen, sondern zu der bewegung nicht geredet werden, da in den meisten Betrieben wieder eine von zirka 15 000 Bergarbeitern in Szene ge- Erkenntniß tommen, daß nicht fleinliche Reformen ihnen helfen zu den gestellten Bedingungen gearbeitet wird, und in den wenigen feßte Demonstration in Lanarkshire abgehalten. Beschlossen tönnen, sondern daß eine Befreiung des Proletariats aus den Ausnahmen, wo dies nicht geschieht, ohne vielen Widerstand wurde, solange die geforderte Lohnerhöhung nicht gewährt wird, Banden des Kapitalismus nur möglich ist durch den Sozialismus. seitens der Fabrikanten die Forderungen bewilligt wurden. wöchentlich nur 4 Tage zu arbeiten. Die schottischen Gruben- Bur Debatte über die Wahl von Delegirtinnen bemerkte In den Luxuspapier- Betrieben merkte man von einer Bewegung befizer wollen durchaus nicht mit sich reden lassen, wo aber die Frau Hofstetten: Da in Berlin bei den Wahlen zum überhaupt nichts, jedenfalls werden die Buchbinder noch später Organisation der Bergarbeiter start ist, müssen sie sich schon die Parteitag feine Frau gewählt worden sei, müssen die Frauen mit den Steindruckern zusammen in eine Bewegung eintreten. furze Arbeitszeit gefallen laffen, wenn sie sich nicht entschließen, von ihrem Recht Gebrauch machen, um in einer eigenen Ber- Eine von Anfang an nicht unterschäßte Schwierigkeit bot das die Löhne aufzubeffern. fammlung weibliche Delegirte wählen. Frau& uß meinte, namentlich in Berlin start vorhandene und sehr versteckt hausende wenn auch die Männer die Frauen zurückgesezt hätten, Kleinmeisterthum. Obgleich durch die Bewegung die Buchbinder so wolle man deswegen nicht in Schmollwinkel in den entferntesten Winkeln aufgerüttelt wurden, es ist doch nicht gehen, sondern selber wählen. Frau Wengels hielt eine zu verkennen, daß leider viele Buchbinder bei den Kleinmeistern weitere Debatte für überflüssig und wünscht, daß die Wahl vor nicht den Muth gehabt haben, Forderungen zu stellen, sondern genommen werde. Frau Schädlich: Wir sind auch diesmal zu den alten niedrigen Löhnen und der langen Arbeitszeit weiter von den Männern wieder über den Löffel barbiert worden. Das arbeiten. Die Hauptforderung, die neunstündige Arbeitszeit wurde in wundert uns zwar nicht, aber ein solches Verfahren verstößt den im ,, Vorwärts" bereits genannten Wertstuben ohne großen Wiedere gegen die Grundsäße des Programms. Frau Gubela glaubt, stand feitens der Unternehmer durchgedrückt; selbst viele Kleins daß nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen schuld find, meister wurden gezwungen, die Arbeitszeit von 10 Stunden auf daß keine Frauen gewählt würden. Es sei nöthig, erst eine gesunde die verlangten 9 Stunden zu verringern. Den Arbeitern ist Frauen organisation zu schaffen. Eine solche bestehe gegenwärtig lobend anzuerkennen, daß sie mit Bähigkeit an dieser Forderung leider nicht, und weil die Männer das eingesehen haben, hätten festgehalten haben und zur stritten Durchführung derselben, fei sie feine Frau gewählt. Wenn die Delegirtinnen vom Parteitag es auch nur um eine Viertelstunde wie bei Sittenfeld, in den zurückfommen, sollten sie dafür sorgen, daß ein ewiger Friede in Ausstand traten. Aehnlich ist es mit dem Minimallohn von der Arbeiterinnenbewegung herrscht. 21 M., auch dieser wurde errungen, wenn auch einige Fabris 9118 Kandidatinnen wurden vorgeschlagen Frl. Baader, fanten erklärten, fie müssen Arbeiter entlaffen, da sie den Fran reiffenberg, Frau Braun, Frau Bettin, beanspruchten Lohn nicht verdienen. Allerdings trifft hier die Fran Rohrladt und Frau Ihrer. Frau Braun lehnte ab, Schuld die Kleinmeister, welche bei ihrer Lehrlingszüchterei meil sie noch zu jung in der sozialdemokratischen Bewegung sei die Leute so ungenügend ausbilden, daß sie später als und Frau Bettin, weil sie als Referentin auf den Parteitag gehe. Gehilfen nicht leistungsfähig sind. Die Bewilligung des Tarifs Die Vorsißende, Frau Hofstetten, marf die Frage auf, ob auch machte hier und da Schwierigkeiten. Es ist dies erklärlich, da es die Männer in dieser Versammlung das Stimmrecht haben. feine leichte Aufgabe ift, bei der Verschiedenheit der maschinellen Doffelbe wurde ihnen zugestanden, nachdem Frau Mesch dies Einrichtungen etwas Einheitliches zu schaffen. Die Lohn- Roms als für eine Voltsversammlung selbstverständlich erklärt hatte. mission beabsichtigt nach dem Streit eine Revision vorzunehmen. Gewählt wurden Fräulein Ottilie Baader und Frau Auch der Prozentzuschlag für die Ueberzeitarbeit wurde erzielt. Greiffenberg. Die Forderung wird aber meist den von den Arbeitern ge Sierauf erstattete Frau 2euschner Bericht über die wünschten Erfolg haben, die Ueberstunden gänzlich zu beseitigen. Revision in der Angelegenheit des aufgelösten Frauen- Auch die Bewilligung der Feiertage für die Lohnarbeit wurde Ein interessanter Rechtsstreit ist jetzt vor dem Reichs- und Mädchen- Bildungsvereina. Sie fönne hierüber eigentlich nach vielem Sträuben seitens der Fabrikanten in den meisten Versicherungsamt zu Ende geführt worden. Als der Bierfahrer nichts sagen, da die Raffirerin Gallien sich beharrlich vor der Werkstuben durchgeführt. Redner machte sodann einige inter Görig am 14. Februar 1895 für einen Charlottenburger Restau- Revision geweigert und auch die Kassenbücher verbrannt habe. effante Mittheilungen über Verhandlungen der Lohnkommission mit rateur Bier abladen wollte, sprang dessen Hund auf ihn zu und Fran u befundete, fie habe sich seinerzeit überzeugt, daß die den Prinzipalen, zugleich die Qualität der Streitbrecher kennzeichnend. zerfleischte ihm das Geficht. Göriz wurde in der Unfall- Kaffenführung der Frau Gallien eine durchaus ordnungsgemäße Die Bewegung hat jetzt eine neue Wendung bekommen, indem nur 9,35 Mart, sich die Galanterie- Werkstuben derselben angeschlossen haben. Die station IV in Berlin in Behandlung genommen, wo er dann am war, und daß diese einen Betrag von als Rest verblieben, in Händen haben haben könne, Unternehmer dieser Branche haben eine Vereinigung gebildet und 1. März an der Influenza verstarb. Seine Wittwe wurde dem der Frau fich verpflichtet, mit der Lohnkommission nicht zu verhandeln; nächst mit ihrem Antrage auf eine Invalidenrente von der Brauerei den fie jedenfalls zur Verfügung stellen werde. und Mälzerei- Berufsgenossenschaft abgewiesen. Diese fand weder an Fahrenwald erklärte, daß Frau Gallien auf Anrathen des weiteren, die Feiertage und die Prozentzuschläge für die dem Hundebiß die Merkmale eines Betriebsunfalles, noch glaubte von Genossen und zwar aus vereinsgefeßlichen Gründen die Ueberzeitarbeit nicht zu bezahlen. Die größte Werkstube Urbach sie der Klägerin, daß die Verpflegung ihres Mannes in der Revision verweigert und auf ihren Rath die Bücher und bewilligte dem Personale sogleich die neunstündige Arbeitszeit Unfallstation die Erkrankung an der Jufluenza und demzufolge Belege, nachdem sich herausgestellt, daß alles in Ordnung sei, und nachträglich auch noch die geforderten 8 pet. Buschlag für feinen Tod verschuldet habe. Frau Görig legte darauf beim verbrannt habe. Den unliebſamen persönlichen Erörterungen, Affordarbeit. Die Feiertage wollte der Chef nicht bezahlen und Schiedsgericht Berufung ein, wurde aber auch hier zurück. welche die Debatte hervorrief, wurde durch das besonnene Ein- als die Arbeiter erklärten, damit nicht einverstanden zu sein, ver gewiesen. Nunmehr meldete sie beim Reichs- Versicherungs- greifen von Frau Bettin ein Ende gemacht und auf deren pflichtete sich der Chef, am Mittwoch Nachricht zukommen zu laffen, wenn er sich am Tage vorher von der Fabrifantenvereinigung amt den Rekurs an und machte folgendes geltend: Rath diese Angelegenheit für erledigt erklärt. Ihr Mann habe fich die Influenza in in der UnfallIn einer Versammlung der in der Gasanstalt 11 die Ausnahme für sich eingeholt habe, feinem Personal das Ber langte zu bewilligen. station geholt, deren Einrichtungen neben der ungeeigneten Be( Müllerstraße) beschäftigten Arbeiter, die am Dienstag Allerhand Gerüchte von der Bildung von Unternehmer. handlung an seinem Ableben schuld seien. Während des in Meyer's Salon tagte und sehr gut besucht war, referirte Ge vereinigungen durchschwirren die Luft, auch die Buchbinder. Fiebers habe er in einem falten Bimmer an noffe Bruno Börsch über die Ursachen des gegenwärtigen meister wollen eine solche bilden, um Aenderungen an den Be einem zugigen Durchgange liegen müssen und Ausstandes der Arbeiter in den Gasanstalten. Der Redner, der willigungen vorzunehmen. Borläufig haben diese aber noch keine die Aerzte hätten sich um ihn nicht gefümmert. an der Hand eines reichhaltigen Materials die Arbeitsverhält: festen Formen angenommen und wenn es den Herren gelüftet, In der Nähe sei dazu noch das Telephon gewesen. Die Be- nisse in den Gasanstalten schilderte und das gesundheitsschäd- nochmals ein Tänzchen zu wagen, wir spielen dazu auf.( Bravo.) flagte berief sich dagegen auf eine vom Schiedsgericht liche der langen Arbeitszeit, besonders wenn sie von Um- Der Verlauf der Bewegung ist im allgemeinen ein guter, alle für glaubwürdig befundene Bescheinigung ber Leiter ständen begleitet ist, wie dies in den Gasanstalten namhaften und bedeutenden Firmen haben bewilligt. der Unfallstation, wonach Göriz einer über ganz Berlin der Fall ist, nachwies, präzisirte die von den betreffenden Ar- Sauptaugenmerk bittet der Referent darauf zu richten, daß verbreitet gewefenen Influenza- Epidemie erlegen ist. Das beitern gestellten Forderungen, die nach jeder Richtung hin ge- Bürenstein seine Arbeiten nicht anderweitig anfertigen läßt, um Reichs Versicherungsamt ließ sich darauf ein Gutachten rechtfertigt find und eigentlich die Bewilligung als selbstverständ- auch diesen reichen Druckereibesitzer zu zwingen, die Forde vom Kreisphyfitus Klein erstatten und holte schließlich vorausgesetzt werden müsse. Weder technische Schwierig- rungen anzuerkennen. Der fönigl. Hof- Buchbindermeister Demuth lich noch ein Obergutachten des Profeffors Fürbringer ein. feiten, wie behauptet wird, noch andere Gründe fönnten die Ver- steht noch immer auf der Streitliste, auch sei es bedauerlich, daß Letzterer fagte etwa folgendes: Es sei allerdings eine nicht anlassung sein, diese so geringfügigen Forderungen, wenn im taiserlichen Patentamt die Buchbinder bei Löhnen von ganz gewöhnliche Erscheinung, daß ein junger und sonst gesunder man nur den guten Willen dazu befißt, abzulehnen. 18 M. gezwungen wurden, die Arbeit niederzulegen; wenn auch Mann an der Influenza zugrunde gehe; indessen komme es auch Um dem Vorgehen der betreffenden Arbeiter Nachdruck die Buchbinderarbeit dem Buchbindermeister Bernhard Paul übervor, daß ihr ganz gesunde Menschen erlägen, und zwar zu verleihen, schlägt der Redner der Versammlung vor, tragen sei, so hätte man doch von anderer Seite darauf dringen vornehmlich, wenn fich eine Lungenentzündung schnell sich mit ihren Kollegen solidarisch zu erklären, um das fönnen, daß den Buchbindern die 21 Mart gezahlt würden, da dazu gefelle. Erkältungen feien feine der wesentlichen Ur- Kuratorium zur Stellungnahme zu veranlassen und die Forde doch sicher feststeht, daß die dort beschäftigten Beamten etwas sachen der Influenza und in geschlossenen Anstalten sei die Verrungen zu bewilligen. Gleichzeitig rieth der Redner, gegen die höhere Löhne beziehen. Redner schließt mit dem Wunsche, daß troffenen abhängig. Ein direkter Zusammenhang zwischen der bitterung hervorgerufen habe, mit aller Entschiedenheit zu mann erinnert daran, daß nur durch die Organisation die Verlegung durch den Hund und der Infektionskrankheit Influenza protestiren und die Wiedereinstellung der gesammten Ar Bewegung möglich war und die Vortheile, welche die Kollegen fei nicht vorhanden. Die Frage, ob etwa der Unfall vom beiter zu verlangen. Lebhafter Beifall folgte den mit errungen haben, nur dieser zu verdanken sei und somit jeder die 14. Februar 1895 unter Mitwirtung etwaiger Mißftände in der der größten Aufmerksamkeit angehörten nur durch Verpflichtung habe, der Organisation beizutreten. Sailer Unfallstation IV den Tod des Görik bewirkt hätte, könne nur Buftimmungsrufe wiederholt unterbrochenen Ausführungen. weist darauf hin, daß die Arbeiter erst recht die Nothwendig. dahin beantwortet werden, daß eine Möglichkeit vorliege; die In der Diskussion, an der sich auch der Stadt teit einsehen müßten, fich zu organisiren, wenn fte Anerkennung der Möglichkeit fomme aber einer Berneinung verordnete Gleinert, der der Versammlung die Sympathie hören, wie auch jetzt bei den Buchbindern die Unternehmer sich gleich. Das Reichs Versicherungsamt unter dem Vorsiz des der sozialdemokratischen Stadtverordneten für die nur allzu be- zu Bereinigungen zusammenthun. Im übrigen hält er es für Geheimen Regierungsrathes Dr. Sarrazin wies nunmehr den rechtigten Forderungen auficherte, und die Frau eines aus- unangebracht, wenn der„ Vorwärts" und die Sächſ. Arbeiter. Anspruch der Klägerin ebenfalls ab. gesperrten Arbeiters betheiligten, die die Anwesenden zur Soli- zeitung" über die Zweckmäßigkeit zur Einbringung eines Gesek. darität ermahnte, um die brotlos gemachten Arbeiter zu ihren entwurfes für den Achtstundentag streiten. Wenn die Stärkung Rechten zu verhelfen, wurden die Ausführungen des Referenten der Gewerkschaftsbewegung so fortgeht, werden die Gewerkschaften noch in mancher Beziehung ergänzt. Bon mehreren Rednern eher dazu kommen, als die Gesetzgebung. Darauf wurden die Eine Volksversammlung, behufs Wahl von weiblichen wurde Klage geführt über die rigorose Behandlung der Arbeiter Namen der Streifbrecher veröffentlicht und die Bersammlung Delegirten zum Parteitag einberufen, tagte am Dienstag in den seitens der Unterbeamten, die häufig ihre üble Laune gegen die mit einem Hoch auf den guten Verlauf der Bewegung geschloffen. Arminhallen und war überwiegend von Frauen besucht. Frau Arbeiter zum Ausdruck bringen und nicht selten die Ursache der Bewilligt haben bis jetzt 102 Firmen, darunter 2 Galanteries Lily Braun referirte über die Bedeutung des Parteitages Entlaffung sind, zumal die Angabe der Gründe für die Ent Wertstuben: Urbach u. Ko. und Stephan u. Stengert. für die Frauen. Während die bürgerlichen Frauen so äußerte laffung in diesen fommunalen Musterbetrieben den betreffenden sich die Rednerin nach Erschließung der bisher den Männers in den meisten Fällen nicht bekannt gegeben werden und dem. Depelchen und lehte Nachrichten. vorbehaltenen Berufe streben, find die Frauen und Mädchen den zufolge eine Verantwortung oder Richtigstellung ausgeschlossen Art Auf diese werden, wie behauptet wurde, Proletariats, durch die Moth gezwungen, längst in alle möglichen ist. Dünkirchen, 30. September.( W. T. B.) Der französische Berufszweige eingedrungen. Sie verrichten schwere und mühevolle hunderte von Arbeitern entlassen, ohne daß sie sich einer Schuld Dampfer Marie" brachte die gesammte Mannschaft des deuts Arbeit in Fabriken und Werkstätten, in Bergwerken und Stein- bewußt wären. Hingewiesen wurde von mehreren Rednern schen Dampfers Sann" an Land. Diefelbe hatte das Schiff, brüchen, um sich ihr armseliges Stückchen Brot zu erwerben. auf die verschiedenen sanitären Mißstände und ausserdem bes das ein Lect erhalten, in der Nähe von Ouessant verlassen Das Eindringen der Frauen in die industrielle Berufsarbeit ist hauptet, daß die sogenannten Ruhestunden fast garnicht inne- müssen. Brüg, 80. September.( W. Z. B.) Die Nacht verlief im freilich kein Glück für die Proletarierin. Ihre Nothlage gehalten werden können, fodaß nicht selten durch die über wird von den Kapitalisten dazu benutzt, um sie in noch anstrengende Arbeit, die in der schlechten Atmosphäre und bei hiesigen Bergwerksbezirke ohne Störung. Die Anfahrt der heutigen höherem Grade, wie die Männer, auszubeuten. Diesem stetigem Temperaturwechsel verrichtet werden muß, die fräftigsten Tagesschichten unterblieb auf drei Schächten in Ropin, Brür und Elend zu steuern, giebt es nur ein Mittel: ernftes Bu Männer vor Ermattung zusammenbrechen. Alle Redner hießen Triebschig, auf allen übrigen Werken war der Betrieb nahezu sammenhalten und gemeinsames Kämpfen der Frauen und das Vorgehen der Ausständigen für richtig und erklärten, daß auch normal. London, 80. September.( B.$.) In einer Versammlung Männer des Proletariats. Die bürgerlichen Frauen finden in die Arbeiter der übrigen Gasanstalten geneigt sind, event. das letzte ihren Bestrebungen nicht einmal bei den bürgerlichen Parteien Mittel, den Streit, anzuwenden, um die Beseitigung der Mißstände, der Dockarbeiter erklärte der Abgeordnete Wilson, daß ein alls einen genügenden Rückhalt. Hinter den proletarischen Frauen die fehr leicht abzuschaffen sind, zu bewirken. Nach dieser regen gemeiner Dockarbeiterstreit unvermeidlich sei und nahe bevorstehe. steht dagegen eine große und starte Partei: die Sozialdemokratie. Distussion gelangte folgende Resolution einstimmig zur An Der Hamburger Streit der Hafenarbeiter sei nur ein Miniature Sie erkennt die Frauen als gleichberechtigte Bürgerinnen an. nahme: Die Arbeiter der Gasanstalt III( Müllerstraße) bild des Streites, der in England ausbrechen werde, wenn die Sache der Frauen ist es nun, biefen Platz auszufüllen, indem fie protestiren gegen die Aussperrung ihrer Kollegen der Gasanstalt Forderungen der Dockarbeiter von den Rhedern nicht bewilligt Schulter an Schulter mit dem Manne für ihre endliche Befreiung in der Danzigerstraße und verlangen ihre Wiedereinstellung. Sie werden. London, 30. Dezember.( W. T. B.) Dem Reuter'schen fämpfen. Der diesjährige Parteitag hat für die Frauen ein verlangen ferner die Beseitigung der 18stündigen Sonntagsschicht ganz besonderes Interesse, da auch die Frauenagitation auf der und die Dieduzirung derselben auf 12 Stunden und verlangen Bureau" wird aus Simla gemeldet: Infolge der hohen Kornpreise, Tagesordnung steht. Wenn es auch in der Sozialdemokratie weiter die Einführung eines Arbeitsausschusses und eine 14tägige welche durch die anhaltende Dürre veranlaßt find, finden Volks. teinen Unterschied zwischen Männerrecht und Frauenrecht giebt, Kündigungsfrist." Nachdem noch zum Anschluß an die Organi- aufläufe in Agra, Cawnpur, Nagpur statt. Dieselben tragen in und jeder Sozialdemokrat, indem er für die Ziele seiner Partei fation und zur Betheiligung an den Sammlungen, um die Aus- Delhi einen ernsten Charakter, so daß das Militär den Befehl tämpft, auch gleichzeitig für die Franenrechte eintritt, so tönnen ständigen, die zum großen Theil Familienväter sind, in aus betam, fich breit zu halten. Die Breffe verlangt, daß die Regie doch nur die Frauen am besten wissen, was im Interesse ihrer I giebigstem Maße unterstüßen zu können, aufgefordert worden war, rung den Armen unverzüglich Hilfe leifte. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage, W Versammlungen. 27 Ein Beilage zum„Vomiirts" Berliner Volksblatt. Nr. 230. Donnerstag, den 1. Oktober 1896. 13. Jahrg. Sin Sozinliptentödkev nov Gericht. Aus Tilsit erhalten wir folgende Mittheilung: Am Donnerstag beginnt vor dem Schwurgericht des hiesige» könig- lichen Landgerichts ein Prozeß, der in ganz Deutschland das größte Aufsehen erregen dürfte. Auf der Anklagebank erscheint, aus der Untersuchungshaft vorgeführt, der frühere Polizei Verwalter Tilsits, Stadlrath Witschet, unter der An fchuldigung, in verschiedene» Fällen wissentlich einen Meineid geleistet zu haben. Stadtrath Witsche!, der viele Jahre Ches der hiesigen Polizei war, hatte in dieser seiner Eigenschaft die Ausführung des Gerhardt Hauptmann'schen Dramas:»Die Weber" verboten. Russische Händler, die in Rußland verbotene Bücher ver- triebe», hatte er an die russische Grenze transportiren und sie der russischen Polizei ausliesern lassen. Er soll außerdem Russen, die sich geschäftshalber in Tilsit aus hielten, sehr rigoros behandelt haben. Eures Tages soll Witsche! ohne jeden Grund den Befehl gegeben haben, eine» bekannten Tilsiter Sozialdemokraten. Schuhmacher Hermann Kuntze, zu verhaften. Nachdem Kuutze eingebracht war, soll Witschet mit einem Polizeisergeanten zu Kuntze in die Zelle gekommen sein und geschrien haben:„Euch Schweinehunde» werde ich schon helfen." Als Kuntze ihn„Herr Witsche!" anredete, schrie er:„Ich heiße Stadtrath Witschet. Ihr Kerls habt leine Religion, Ihr internationales Gesindel. Wenn Calame, der Kerl, noch einmal aus Königsberg kommt, lasse ich ihn binden oder erschießen. Ich gedenke noch 10 Jahre Polizeiverwalter zu sein, und wenn Ihr noch mal die Marseillaise singt oder die Sozialdemokratie hochleben läßt, so lasse ich schießen. Ich habe meinen Beamten gesagt, daß sie Sie zuerst auss Korn nehmen s ollen." Wilsche! hatte unseren Parteigenossen Klintze 26 Stunden ohne jede Nahrung im Polizeigewahr- sam behalten. Diese und noch andere ähnliche Borkomnu niste machten den Stadtralh in den Kreisen der hiesigen Bürgerlschaft sehr unbeliebt. Selbst der Oberbürgermeister Thesing, der dem Witschet die Polizeiverwallung übertragen hatte, war mit dem Verhalten des Witschet keineswegs einverstanden, zumal er dasselbe zum theil für ungesetzlich hielt. Es kam infolge besten zwischen dem Oberbürgermeister und dem Stadtrath zu sehr heftigen Auseinandersetzungen. Bei dieser Gelegenheit erklärte der Oberbürgermeister dem Witsche!, daß er ihm die Polizeiverwaltung wieder abnehme und ihn auffordere, das Bureau zu räumen. Witsche! erklärte jedoch, daß nicht der Oberbürgermeister, sondern nur der Regierungspräsident befugt iei, ihn als Polizeiverwalter abzusetzen, er werde daher das Zureau der Polizeiverwaltung nicht räumen und nur der Gewalt weichen. Witsche! soll dabei den Oberbürgermeister mit dem Revolver bedroht haben. Den äußeren Anlaß z» diesem Renkontre soll daS Verbot des Witsche! betreff? der Aufführung der„Weber" gegeben haben. Nachdem der Oberbürgermeister die Polizeiverwaltung wieder übernommen, gestattete er die Auf- führung.?tls Witschet dies erfahren hatte, begab er sich in das Expeditionsbureau der„Ttlsiter Allgemeinen Zeitung" und ver- langte dort die Ausnahme einer Anzeige, wonach er in seiner Eigenschaft al? Polizeiverwalter die Aufführung der„Weber" verbot. Der Verleger der.Tilsiter Allgemeinen Zeitung", Herr Otto v. Mauderode, verweigerte aber die Ausnahme der Anzeige mit dem Bemerken, daß er(Witsche!) doch nicht mehr Polizei- Verwalter sei. Witsch«! versetzte darauf:„Wenn meine Anzeige heute nicht in Ihrer Zeitung steht, dann werde ich dieselbe von meinen Beamten konsi?ziren lassen. Ich werde Ihnen den Beweis liefern. daß ich doch noch Polizeiverwalter bin!" Diese und ähnliche Vorkommnisse wurden in der„Tilstter Allgemeinen Zeitung" zum Segenstande der Kritik gemacht. Durch dies« suhlt« sich Witsch«! beleidigt. Er stellte[deshalb gegen den verantwortlichen Redakteur, Georg Epstein, den Strafantrag. Letzterer hatte sich au? diesem Anlaß am IS. Dezember 1895 vor der dritten Strafkammer des Tilsiter Landgerichts zu verant- warten. In dieser Verhandlung bezeichnete Witsche! die er- wähnten Thatsachen zumeist als f a l s ch und bestritt außerdem. zu dem Stadtverordneten« Vorsteher Schlegelberger gesagt zu haben:„Wenn die Stadtverordneten mir ein Mißtrauens- votum gäben, dann würde ich sofort zurücktreten." Er stellte ferner in Abrede, daß er bezüglich eines Grenz stein? der königlichen Regierung falsche Angaben gemacht habe. Durch diesen falschen Bericht soll der Grundbesitzer Stöttger geschädigt worden sein. Auch daß ihn der Fleischer- gesell« Vawehn einmal mit Gewalt aus dem Hofe seines Meisters hinausgeworfen, bezeichnete Witsche! als unwahr. Er befand sich damit»n Widerspruch mit allen anderen Zeugen. Di« Verhandlung endete mit der Verurtheilung des Redakteurs Epstein zu 100 M. Geldstrafe, eventuell 10 Tagen Gefängniß u. s. w. Das eidliche Zeugniß des Wilsche! muß aber nachträglich bei der Staatsanwaltschaft Bedenken erregt haben. Witsch«! wurde plötzlich wegen Verdachts des wissentlichen Meineids verhaftet und hat sich nun dieses Verbrechens wegen vor Eingangs bezeichnetem Gerichtshose zu verantworten. Lokales«. Die Wirkung der Tauf« hat sich vor kurzem so glänzend bewiesen, daß wir unseren Lesern den merkwürdigen Fall nicht vorenthalten wollen. An einer hiesigen Gemeindeschule hospitirle seit langer Zeit eine jüdische Lehrerin, welche unverdroffen jahraus jahrein aus ihre Anstellung wartete in der Hoffnung, daß wenn ihr endlich das Glück der Anstellung blühen sollte, der Magistrat über die Uederschreitung der Altersgrenze hinwegsehen würde. Da plötzlich kam das Reskript des Provinzial- ScdulkollegiumS bezw. des Kultusministers, wonach jüdische Lehrerin„«n fortan nur angestellt werden dürfen, wenn das Bedürfnitz vorliegt, die Lehrkräfte für den jüdischen Religions« Unterricht in den Gemeindeschnlen zu vermehren. Der betreffenden Dame wurd, von der Echuldeputation der Rath gegeben, von einem weitere» Hospitiren an den Gemeindeschulen abzusehen, da es nach La,e der Sache nunmehr aussichtslos sei, daß sie ein« Anstellung»lS Lehrerin erhielte. Im vorliegenden Fall scheint es sich um»ine sehr resolute, die Forderungen des Tages begreifende Dame zu handeln, denn nach wenigen Wochen erhrelt die Echuldeputation ein erneutes Anstellungsgesuch, dem die psarramtliche Bescheinigung beigelegt war, daß die Dame in die evangelische Glaudensgemeinschaft auf- genommen sei. Di« Schuldeputation beschicd die Lehrerin dahin, daß sie erst den Befähigungsnachweis für die Erthetlung evangelischen Religionsunterrichts beibringen müsse, ehe ihrem Gesuch näher getreten werden könne. Noch einige Wochen und die Neubekehrte konnte auch diese Forderung erfüllen, indem sie eine Prüfung über ihre Fähigkeit zur Er- theilung evangelischen Religionsunterrichts bestand, welche ihr ein sehr befriedigendes Zeugniß einbrachte. Nun- mehr konnten Schuldeputation, Magistrat und Stadt- verordnete nicht länger widerstehen und seit heut fungirt die Dan,« als wohlbestallt« Lehrerin an einer Berliner Gemeinde- schule. Es ist wieder einmal da? Ei de» Kolumbus entdeckt worden. Jüdinnen dürfen an Volksschulen nicht unterrichten— also taufen! krodatuva sstl Die Angelegenheit der städtischen GaSarbeiter kommt heute Abend in der Stadtvertretung zur Sprache. Die sozial demokratischen Stadtverordneten wollen die Angelegenheit in der Stadtverordneten-Versammlung zur Sprache bringen und den Antrag stellen, daß die Forderungen der Arbeiterschaft bewilligt werden. Diese lauten: Einstellung sämmtlicher Ausgesperrten Abschaffung der 13 stündigen Sonntagsschicht; Einführung Utägiger Kündigung; Einrichtung eines Arbeitsausschusses. Sollten diese Forderungen nicht bewilligt werden, so wird zum Freitag ei» Generalstreik sämmtlicher städtischen Gasanstalts arbeiter in Aussicht gestellt. Zur Beilegung des Streites haben die Arbeiter das Gewerbegericht als Schiedsinstanz angerufen Die Arbeiter der Gasanstalt Müllerstraße haben sich mit den Ausständigen der Anstallen Danzigerstraße und Schmargendorf solidarisch erklärt.— Es wird sich heute Abend also zeigen welche Aueflüchte die freisinnige Majorität der Berliner Kommunal Vertretung finden wird, um die Berechtigung so bescheidener, selbstverständlicher Forderungen wie die hier gestellten, zu be streiten. Die Arbeite» an der Torfstraßen-Brücke sind soweit ge diehen, daß die Brücke am 3. Oktober d. I. dem Verkehr über geben werden wird. Nach amtlichen Ermittelungen war der Preis für Roggenbrot für 1 Kilogramm i» Pfennigen(im Durchschnitt von 34 Bäckereien) am 17. August 20,94 Pf., der niedrigste Preis 16.39 Pf., der höchste Preis 25.00 Pf.; am I. September 20,90 Pf.. der niedrigste Preis 16,45 Pf., der höchste Preis 25,00 Pf. Weizenbrot(Schrippe») für 1 Kilogramm in Psennigen(im Durchschnitt von 34 Bäckereien) am 17. August 35,93 Pf., der niedrigste Preis 23,57 Pf., der höchste Preis 44,54 Pf.; am 1. September 35,77 Pf., der niedrigste Preis 23.49 Pf., der höchste Preis 43.33 Pf. Ter Männerbund zur Bekämpfung der öffentlichen Un sittlichkeit versendet zur Zeit an die Inhaber von Papierwaare» u. s. w. Geschäften in Zirkular, in welchem er bittet, keine sittlich an- stößigen Neujahrskarten einzukaufen. Nach den Erfahrungen des Männerbundes finden jene gemeinen Darstellungen immer mehr Verbreitung und wirken entsittlichend auf alle, die damit in Be rührnng kommen, auch auf die Verkäufer und Verkäuferinnen Vielleicht findet der Männerbund in seinem nächsten Zirkular an die Geschäftsinhaber auch noch, daß die kärgliche Entlohnung und die lange Arbeitszeit, welche in Ladengeschäften üblich ist. entsittlichend wirkt auf alle, die damit in Berührung komme» auch auf die Verkäufer und Verkäuferinnen. Die Fachklasse für Typographen an der erste» Hand werkerschnle zu Berlin bietet Buchdrucker-Gehilfe» Gelegenheit zu der für ihren Beruf nothwendigen Ausbildung im Zeichnen. im Berständniß und Entwerfen von Drucksachen und zur Aneignung sonstiger Fachkenntnisse. Die Nnterrichtsgegen stände im Winterhalbjahr sind: Sonntag 8-10 Uhr vor mittags Entwerfen und Skizziren von Arbeiten für die Praxis; Farbenlehre und Farbenamvendung. Sonntag, 10 bis 12 Uhr vormittags: Arbeiten in Schriflzeug(Graviren, Aus bessern, Löthen), Herstellen von Tonplatten; Vierteljahr Oktober Dezember: Zurichten von Illustrationen, Schattenlehre; Viertel jähr Januar— März: Zinkätzung, Galvanoplastik, Papierknnde. Dienstag und Freitag 7—9 Uhr abends: Fachzeichnen (Schriften, Ornamente) und Entwerfen, verbunden mit Etillehre. Außerdem giebt die Handwerkerschule in ihren Abendklassen Ge legenheit zu einer umfassenden Ausbildung in den verschiedenen Zweigen des Freihandzeichnens, im Zirkel- und Projektions- zeichnen, in der Schatlenkonstruktion und Perspektive, in der Mathematik, Physik, Mechanik, Chemie, im Rechnen und in der Buchführung. Das Schulgeld für den Besuch der Fachklasse für Typographen wie der Abendklassen der 1. Handwerkerschule ist im voraus bei der Anmeldung zu entrichte»; es beträgt für das Halbjahr: für 8 oder weniger als 8 wöchentliche Stunden 6 M.. für 9 bis 12 wöchentliche Stunde» 9 M., für 13 und mehr wöchentliche Stunden 12 M. Das Winterhalbjahr beginnt am II. Oktober. Anmeldungen werden im Schulhaule, Lindenstr. 97. entgegengenommen. Nähere Auskunft ertheilt Herr O. Jessen Direktor der 1. Handwerkerschule am Montag, Mittwoch und Freitag von 6—7 Uhr abends. Ein Sänglingsasyl in Berlin. Hiesige Blätter schreiben: Der Lion'sche Kindcrbrutapparat auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung hat zur Gründung eines Säuglingsasyls in Berlin Anregung gegeben. Seit langem wird von den ärztlichen Kreisen Berlins darauf hingewiesen, wie nothwendig für Berlin eine solche Anstalt wäre. Zur Zeit ist ein Komitee in der Bildung begriffen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Errichtung eines Säuglingsasyls durchzuführen. Diesem Komitee gehört eine Anzahl bekannter Professoren an, u. a. einer der berühmtesten Berliner Gynäkologen. Das SäuglingSasyl, welches nach dem Muster des KinderbrutpavillonS auf der Gewerbe-Ausstellnng eingerichtet werden soll, ist hauptsächlich dazu bestimmt, zu früh und schwächlich geborene Kinder auszunehmen. Dieselben sollen dort in der Lion'schen Conveuse aufgezogen werden. Herr Lion, der Erfinder der Couveuse, hat sich bereit erklärt, dem zu gründenden Institute die nöthige Anzahl von Apparaten gratis zur Verfügung zu stellen. Die Ttaatötmie der EngroS-Schlächtermeister scheint einen Stoß erlitten zu haben. In der„Slaalsbüraer-Zeitung" lesen wir:„Großes Befremden hat es in den Kreisen der Ber- liner Engros-Schlächtcrmeister erregt, daß, wie wir bereits meldeten, die Lieferung für die Armee-Konservenfabrik zu Hasel- Horst für die bevorstehende Winler-Betriebsperiode dem Engros Schlächter S. Jsaac übertragen worden ist. Man hat in be- hördlichen Kreisen seit längerer Zeit Werth darauf gelegt. Liefe rungen nur an solche Lieferanten zu vergeben, welche das be treffende Geschäft wirklich erlernt halte», ja, man ging so weit, Jnnungsmeister zu bevorzugen, und dies mit recht. Nun hat aber Herr Jsaac, wie die„Deutsche Fleischer-Zeitung" schreibt, nie das Schlächtergewerbe erlernt, noch ist er Mitglied der Innung, wohl aber war er um den Bruchtheil eines Pfennigs pro Pfund Mindestfordernder, auf grund dessen ihm die Lieferung übertragen worden ist." Wahnsinnig! Die„Volks- Zeitung" schreibt: Der im vorigen Jahre wegen Falschmünzern in Berlin zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilte anarchistische Sendling, der Tischler f. Püschel, ist als geisteskrank nach der Strafanstalt Moabit berführt worden. Püschel hat viele Jahre hindurch als inter- nationaler revolutionärer Propagandist fast ganz Europa durch- streift, er war ein persönlicher Bekannter Ravachol's und des anarchistischen Millionendiebes Pini. In Berlin hatte er sich mit der Ausgabe gefälschter Markstücke verdächtig gemacht. Kleinlich. In der„Nordd. Allg. Ztg." lesen wir: Während der gestrigen Sitzung d«S Städtetages ereignete sich auf der Be- richterstalter-Tribüne ein eigenartiger Vorfall. Es erschienen plötz- lich zwei Magistratsbeamte, die sich an einen der aus der Tri- büne arbeitenden Herren mit den, Ersuchen wandten, die Tribüne »u verlassen. Dieser Herr war der vielgenannte Bureaubeamt« M a h l i tz. Er entgegnet« dm Dimer», daß«r für«ine hiesig«' Zeitung Berichte über den Städtetag schreibe, was aber nicht hinderte, daß die Beamten bei ihrem Verlangen blieben und er- läuternd bemerkten, sie kämen auf direkten Befehl des Herrn Oberbürgermeisters Zelle. Muhlitz verließ natürlich die Tribüne, kehrte aber nach einigen Minuten wieder auf seinen Platz zurück, denn die Maßnahmen gegen ihn, so hieß es, seien nur auf einen Sekretär zurückzuführen und beruhten„auf Jrrthum"! Di« Aufstellung bon Droschken auf den Theater« Halteplätzen von 3 Uhr abends an, um die der Fahrverein der Berliner Droschkenbesitzer in einer an das Kommissariat für öffentliches Fuhrwesen gerichteten Eingabe gebeten hatte, ist noch nicht genehmigt worden. Dagegen ist dem genannten Verein aufgegeben, in der Nähe der Theater geeignete Halte- plätze anzugeben, an denen die Droschken aller Gattungen dann von 8 Uhr abends ab anfahren und eine Stunde vor Be- endigung der Vorstellung auf die direkt vor der Theatern ge- legenen Halteplätze nachrücken dürfen. Der Verein ist diesem Verlange» nachgekommen und hat in seiner letzten Sitzung eine Liste von geeigneten Plätzen aufgestellt, die vom Vorstande dem Kommissariat für öffentliches Fuhrwesen übermittelt worden ist. Durch eine heftige Explosion wurden gestern früh um 7 Uhr die Passanten und Anwohner des Spittelmarktcs in Schrecken versetzt. A» der Ecke der Niederwallstraße befindet sich ein Einsteigeschacht der elektrischen Leitungen, der mit großen Granitplattcn bedeckt ist. Plötzlich flogen diese Platten mit einem geivaltigen Krach in die Höhe. In demselben Moment flogen auch die Platten der Jsolirungsstationen an der Ecke der Beuth« nnd Leipzigerstraße und a» der Ecke der Wallstraße empor. Eine dieser Platten zertrümmerte beim Aufschlagen auf das Pflaster in viele kleine Stücke. Glücklicherweise war der sonst so belebte Platz in der frühen Morgenstunde an jenen Stellen ziemlich menschenleer, so daß sich kein weiterer Unfall ereignete.— Wahr- scheinlich liegt ein Kurzschluß der ungenügend gesicherten Leitungen vor, wodurch die Bleisicherung geschmolzen ist nnd die Gase entzündet ivurden. Es ist dies die zweite Explosion, die sich binnen kurzer Zeit an derselben Stelle ereignete. Der wegen Unterschlagung verhaftete Bankier Ernst Schneider hat sich gestern Nachmittag auf der Wache des 26. Polizeireviers mit einem Revolver erschossen. Beim Aufstelle» eines Leitergerüstes ist am Mittwoch Morgen 7>/« Uhr der verheirathcte Arbeiter Albert Voß von dem dritten Stockwerk des Neubaues Zimmerstr. 21 abgestürzt. Der Verletzte erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde»ach dem Krankeuhanse am Friedrichshain gebracht. Durch einen Sturz aus dem Fenster hat sich Mittwoch Morgen um 5 Uhr die 54 Jahre alte Frau Rosalie des Kauf- manns A. vom Kottbnser Damm 4 getödtet. Frau A. soll den Selbstmord im nervenkranken Zustande begangen haben. Nahezu 12 000 M. Werthe wurden bei der Leiche eines alten Mannes vorgefunden, die gestern Vormittag vor dem Hause Friedrichsgracht 45 aus dem Wasser gezogen ivnrde. Die Leiche wurde als die des Büdners Johannes Draube aus Leopolds- Hägen in Pommern rekognosjirt; ein Sparkassenbuch über 11292 M., von dem Vorschnßverein in Uckermünde ausgestellt, deutete darauf hin. Außerdem wurden bei der Leiche 146,60 M. in Silber vorgefunden, die in einem rothen Taschentuch einge- Kunden waren. Ferner fand man eine silberne Taschenechr vor. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht, während die Werthsachen von dem Polizeirevier in Verwahrung genommen wurden. Aus dem Polizeibericht vom 30. September. Am Montag Abend sprang am Halleschen Ufer ei» Post- Unter- beamter in den Landwehrkanal und ertrank. Die Leiche ist bisher nicht aufgefnnde» worden, vermuthlich ist es der beim Postamte in Groß-Lichterselde beschäftigte Postschaffner Paul St., der sich wegen eines kleinen Fehlbetrages in seiner Kasse an demselben Tage aus dem Dienst entfernt hatte. In der Schnlstraße wurde die achtjährige Tochter des Schutz- manns Schreiter durch eine» in schneller Fahrt um die Ecke biegenden Wagen der Brauerei Hohen-Schönhausen überfahren und auf der Stelle getödtet. Der Führer des Wagens entzog sich seiner Feststellung durch schnelles Davonfahren, wurde aber nachträglich als der Kutscher August Kanapenn aus Neu- Weißenfee ermittelt.— Ebenfalls durch die Schuld des Kutschers, des 25jährigen Gustav Trockner aus Friedrichsberg, gerieth mittags vor dem Hause Diefenbachstr. 10 der 6jährige Sohn des Malers Karl Schmidt unter die Räder des von Trockner ge« führten Schlächterwagens und erlitt eine so schwere Verletzung am Kopse, daß er in das Krankenhaus Am Urban gebracht werden mußte.— Nachmittags wurden die Pferde eines auf dem Hofe des Grundstückes Adalbertstr. 16 stehenden Kutschwagens scheu und liefen quer über die Straße, wobei durch die Deichselstange das Schaufenster eines Schneidermeisters zertrümmert wurde. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.— Gegen Abend verunglückte die eine Droschke benutzende Wittwe Maria Hüttig, geb. Knoblauch, indem ein Postwagen bei der Einfahrt in das Grundstück Unter den Linden 12 i mit der Droschke zusammenstieß, die hierbei aus dem Wage» ge« schleuderte Frau erlitt Verletzungen am Arm und an der Hüfte. Die Schuld trifft nach Angade der Zeugen den Postillon.— Als abends ein Schutzmann den Arbeiter Hermann Strache wegen Belästigung Vorübergehender zur Wache des 72. Polizeireviers bringen wollte, leistete er heftigen Widerstand und griff schließlich den Beamten thätlich an, so daß dieser von seiner Waffe Gebrauch machen mußte. Strache erlitt eine leichte Ver« letzung am Kopfe und konnte dann überwältigt werden.— In der Prinzen-Allee fand ein Zusammenstoß zwischen einem Wagen der elektrischen Straßenbahn und einem in das Grundstück Nr. 22 einbiegende» Geschästswagen statt, wobei die auf diesem sitzendan Kutscher Reinhold Zwickau und Karl Fröhlich herabgeschleudert wurden. F. trug«ine Verstauchung des Armes davon, Zwickau blieb unversehrt. Aus de« Nachbarorte». � lieber einen in Oranienburg verübte» Gattenmord wird berichtet: In de»» Vorort Oranienburg wurde der Grund- besitz«! Franz Tromczyk von seiner Gattin erschossen. T.>var früher als Polizeiwachtmeister in Berlin auf dem Polizei« Präsidium angestellt. Er war bereits früher einmal verheirathet und hatte aus der ersten Ehe zwei Kinder; diese Ehe war jedoch nicht glücklich, und zwar durch die Schuld des T., welcher seinerzeit viel mit seiner jetzigen Frau, der damaligen Wirthschafterin Ottilie Uugnad, ver- kehrte. Die T.'sch« Ehe wurde auf gemeinschaftlichen Wunfch wegen gegenseitiger Abneigung geschieden und der Polizei-Wacht- meister heirathete die inzwischen durch Erbschaft zu einem be- deutenden Vermögen gelangte Ungnad. T. quittirte seinen Posten und errichtete in dem Hause Tieckstraße 7 ein Zigarrengeschäft. Auch feine zweite Ehe war als höchst unglücklich zu bezeichnen. ebenso durch die Schuld des Mannes als auch der Frau, welche sich untereinander nicht recht verstanden. T. ließ sich in Oranien« bürg eine Villa bauen und zog nach dort hinaus. Nach wieder- holten Streitigkeiten mit feiner Frau trennte er sich vor «twa zwei Jahren von dieser und zog nach B«rli». Jedoch nach die von turzer Zeit schon föhnten sich die Gatten wieder aus. T. verkaufte nun am Grabe geführt werden. Es liege beschimpfender Unfug im erreicht wurden durch Mitnahme von Arbeit nach Hause und das Bigarrengeschäft an den Bruder seiner Frau, während er Sinne des§ 166 des Strafgesetzbuchs vor. Das Urtheil lautete anhaltender Ueberzeitarbeit in der Fabrit. Dem gegenüber erffären wir, was sich nach unseren Lohnbüchern beweisen selbst in Grundstücken zu spekuliren begann. Er ließ in Oranien- auf eine Woche Gefängniß. burg eine zweite Billa errichten, kaufte sich in Birkenwerder und in Berlin je ein Haus, welche Grundstücke sämmtlich schuldenfrei Abends nebst einigen Korinthen auf der Oberfläche der falten n ber von uns für den angegebenen Durchschnittsverdienst der Kleine Käfer und Engerlinge fand der Arbeiter W. eines läßt, daß der von Ihrem Gewährsmann als gut bezeichnete Durchschnittslohu unter regulären Verhältnissen verdient wurde. waren. In letzter Beit hatte sich das Gheleben des T. noch Schaale schwimmend, die ihm seine Ehefrau zubereitet hatte. Behilfen berücksichtigten Zeit vom 1. Januar bis 29. Auguſt 1896 bedeutend ungünstiger gestaltet, so daß T. in seine Frau Die sonderbaren Buthaten konnten nur in dem„ Kalteschaalen- find nämlich 1. überhaupt keine Ueberstunden in der Wertstube drang, sich von ihm scheiden zu lassen und da diese es ablehnte, Bulver" vorhanden gewesen sein, welches Frau W. an gemacht worden, wie wir solche auch nach Kräften vermeiden; sich aus der Wohnung entfernte und die zweite Villa in von dem Kaufmann Otto Bauer Dranienburg bezog. 2. ist Hausarbeit nicht im geringsten berücksichtigt, vielmehr der Aus der zweiten Ehe war ein Kind, demselben Tage Der lettere hatte sich deshalb gestern vor reine Werkstattlohn zu grunde gelegt worden. Ebenso schlecht ein jest zweijähriges Mädchen, entsprossen, welches 2. mit gekauft hatte. sich nehmen wollte. Am vorgestrigen Tage war Frau 2. der 180. Abtheilung des Schöffengerichts wegen Bergehens gegen informirt ist Ihr Gewährsmann über das, was er bei uns als mit der Kleinen in Berlin gewesen und fehrte am Nachmittag Dr. Bischoff begutachtete, daß der fragliche Räfer Anobium bas schändlichste der Affordsysteme und Kolonnenarbeit bezeichnet. von dort wieder zurück. Bei ihrer Ankunft in der Wohnung Die Arbeiter arbeiten bei uns wie überhaupt in der ganzen stand ihr Mann vor der Thüre und suchte der Frau das paniceum heiße und ein Infekt sei, welches sich häufig in dem Zunächst haben wir keine Kolonnenarbeit. Töchterchen, das sie auf dem Arm hielt, zu entreißen. Diese zog Außerdem kämen der Käfer und seine Larven besonders häufig bestimmter und auch ausgezahlter Lohn mindestens 9 M., meist Brot bilde, welches zu Kalteschaalen- Pulver Verwendung finde. Branche mit einer Anschmiererin zusammen, deren stets von uns plöglich einen Revolver und gab sechs Schüsse auf ihren Mann im Schiffszwieback vor, sowie in den italienischen Maccaronis indessen mehr beträgt und von uns mit dem Arbeiter verrechnet ab, welcher durch drei Kugeln tödtlich getroffen, zusammenbrach. und in Pfefferkuchen, in den beiden letzten Erzeugnissen dann, wird, so daß die Angabe, die Erzielung guter Löhne geschehe Er wurde zwar noch lebend nach dem Oranienburger Kranken- wenn sie in verschloffenen Packeten verschickt und aufbewahrt hause gebracht, verstarb aber bortfelbft kurz nach seiner Gin würden. Die Thiere feien so groß, daß sie leicht mit bloßem nur auf Roſten der Gesundheit jüngerer Arbeiterinnen, lieferung. Frau T. wurde verhaftet. Bei ihrer ersten, noch ihren Arbeitskollegen dürftig entlohnt werden, gestern stattgehabten Bernehmung behauptete fie, in Nothwehr Auge erkenntlich seien. Der Gerichtshof tam auf grund diefes den Thatsachen nicht entspricht. Daß wir den wenigen, gehandelt zu haben, indem ihr Mann sie mit einem Stocke be- Gutachtens zu dem Schlusse, daß der Angeklagte sich mindestens in der Bahl nicht in betracht kommenden Lehrmädchen, broht hat; doch wird dies durch Augenzeugen des Vorganges einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe. Das Urtheil lautete die nichts verstehen und leisten, in einer bestimmten steigenden beftritten. Schwer belastend ist für die Frau vor allen Dingen bieferhalb auf 10 M. Geldstrafe. Stala schon nach einiger Zeit 9 M. Lohn geben, tann man als der Umstand, daß sie den zu der That benußten Revolver erst Ist die Bezeichnung eines Beamten als Sozialdemokrat eine Ausbeutung jüngerer Arbeitskräfte, wie dies Ihr Gewährs am Tage vorher in Berlin gekauft hat. eine Beleidigung? Das Landgericht Gnesen hat am 28. Mai mann thut, ebenfalls nicht bezeichnen, man müßte denn überhaupt den Propst Valerian Nawroci wegen Beleidigung eines darauf verzichten, junge Mädchen zur Beschäftigung in diefer Beamten in Beziehung auf seinen Beruf zu 50 M. Geldstrafe Branche auszubilden, um sie später dauernd mit fteigenden verurtheilt. Ueber den Pfarracker des Angeklagten führte ein Löhnen zu beschäftigen. Dies zur geft. thatsächlichen BeWeg, den u. a. auch der Posthilfsbote P. östers benutzte. Dies richtigung. G. Kirchner u. Schwedhelm. Bon unterrichteter Seite wird auf dieses Eingesandt gefiel dem Angeklagten nicht und so versperrte er, wozu er sich zu anderen Personen bemerkt: Es steht uns selbstverständlich keine Kontrolle zu über für berechtigt hielt, den Weg. fagte er dann, der Weg sei nur für seine Kirchgänger, die von der Firma berechneten Durchschnittslöhne. Bekannt aber nicht aber für die Sozialdemokraten. Das Landgericht ist uns, daß die für Affordarbeit gezahlten Preise zurückſtehen hat angenommen, daß er damit den genannten Postbeamten habe hinter der Entlohnung, die in anderen namhaften Fabriken beleidigen wollen. Den Strafantrag hatte die Ober- Postdirektion gewährt wird. Vor allen Dingen aber will unsere LohnGewerbe- Ausstellung 1896. Bromberg gegen Nawrocki gestellt. Dieser legte Revision bewegung die von unferen Berufskollegen als überaus Die Bacher'sche Trachten Ausstellung, welche in der ein und hatte in der geftrigen Verhandlung der Sache vor dem fchädlich anerkannte Hausarbeit beseitigen, die bei der hoher Blüthe steht, dagegen in anderen großen Industriehalle allgemeines Aufsehen erregt, ist von dem Reichsgericht Erfolg. Der Reichsanwalt beantragte die Firma in Eigenthümer, Herrn Bacher, dem Passage- Panoptikum zum Ge- Aufhebung des Urtheils, da nicht ersichtlich sei, worin die Fabriken gleichen Genres verpönt ist. Daß sie in ihrem Betriebe schent gemacht worden. Das Werk repräsentirt einen Gesammt. Beleidigung gefunden worden ist; am wenigsten sei aber besteht, giebt die Firma selbst zu. Wenn wir die Verwendung die Beleidigung junger Arbeiterinnen für Hilfeleistungen bei den geübten Arbeitern Kostenwerth von 121 000 M. Herr Bacher hat auch die Fort- aus dem Urtheil zu entnehmen, warum Das und Arbeiterinnen als Rolonnensystem bezeichneten, so wird durch führung des Werkes auf seine Kosten übernommen. Im Rahmen in bezug auf den Beruf begangen fein foll! auf Aufhebung des Urtheils die Berichtigung dadurch nichts geändert, wenn behauptet wird, des bisher Geschaffenen soll die herrschende Mode des laufenden Reichsgericht erkannte der Sache an das und Zurückverweisung Jahres sowohl in ihrem Frühjahrs wie im Herbstgewand zur Landgericht daß diese Arbeiterinnen im Lehrverhältniß unter 9 M. erhalten. Anschauung gebracht werden. Anfang November soll das„ Bacher: Die Gründe waren dieselben, welche der Reichsanwalt geltend In anderen Fabriken unserer Branche erhalten auch diese Arbeitsfräfte bereits einen Anfangslohn von mindestens 9 M. und geübtere Museum", das in einem besonderen Raum aufgestellt wird, in gemacht hatte. Die Aufhebung des Urtheils muß, so selbstverständlich sie im Arbeiterinnen erreichen einen bedeutend höhern Verdienst. Wir einer des Gebers und der großartigen Spende würdigen Form Grunde erscheint, doch als bemerkenswerth bezeichnet werden. find nach wie vor der Meinung, daß die Arbeitsverhältnisse in eingeweiht werden. Der Lichtspringbrunnen in der Gewerbe Ausstellung wird mehrfach haben wir von Verurtheilungen wegen Beleidigung der Fabrit von Kirchner u. Schwedhelm hinter den anderer Be von jetzt ab nur drei Mal beleuchtet und zwar findet die berichtet, die erfolgt sind, weil jemand seinen Gegner als Sozial- triebe zurückstehen. demokrat beschimpft" hatte. Illumination desselben allabendlich um 7, 73/4 und 8½ Uhr statt. Das Lichtspiel dauert jedesmal eine Viertelstunde. Eine Spieler- Gesellschaft ist in Potsdam von der Ehefrau eines Gerupften der Polizei zur Anzeige gebracht Ehefrau eines Gerupften der Polizei zur Anzeige gebracht worden. Es sind einige zweifelhafte Eristenzen, zum theil wegen gewerbsmäßigen Glückspiels schon vorbestraft, welche sich in dem Sch.'schen Lokal in der Gardesducorpsstraße versammelten. Ein Oberkellner wurde dort von ihnen zweimal um einige hundert Mark gerupft, so daß die darob erzurnte Gattin die Sache zur Anzeige brachte. 0 Gerichts- Beitung. Als beide dort standen, Versammlungen. Arbeiter- Bildungsschule. Südoft- Schule, Waldemarstraße 14: Gefchloffen. Wiedereröffnung Mitte Ottober.- Nord: Schule, Müllerstraße 179a: geschlossen. Wiedereröffnung: mitte Ottober Brunnenstraße 25, erster Hof lints, 1 Tr. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. NeuArbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Renderungen Nr. 7, 1 im Bereinstalember find zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. alle Zuſchriften, ben und betreffend, find zu richten an Hermann Sabn, Echönhauser Allee 177 c. Steinbildbauer Abend. Zentralverein der Bildhauer. Heute Abend 8% Uhr, Annenfiraße 16: Tagesordnung: Wie verhalten wir uns bei einumgegend. Freitag, den 2. Oftober, abends 8% Uhr, bei igel, Ackerstr. 145: tretender Dunkelheit zur Verfürzung der Arbeitszeit? Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Mitglieder- Bersammlung. Vermischtes. Talmi. Die Germania" schreibt: Ein unschönes Nachspiel hat das VII. deutsche Bundestegelfest, das im Juli d. J. in wärtiger Regelklubs die Art der Bertheilung der Preise, sowie Braunschweig abgehalten wurde, da von einer Anzahl auss deren Beschaffenheit bemängelt ist. Lettere sollen in feinem Verhältniß zu der Höhe der Einfäße stehen. Eine Versammlung von Vertretern deutscher Kegeltlubs hat beschlossen, Protest einzulegen gegen die Bertheilung der Silberpreise, da diese Preise in großer Anzahl nicht aus Silber, sondern aus uneblen Metallen bestanden. Und abermals ein prügelnder Polizeibeamter. Aus Köln wird vom 26. September berichtet: Wegen vorsätzlicher Rörperverlegung, begangen während der Ausübung seines Amtes, wurde der Schuhmann Richard Müller von hier, Immer bedenklicher scheint sich die bekannte Abraham'sche gebürtig aus Brieg, zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Fleischlieferungsgeschichte zu gestalten. In der dem Hohenzollernring auf Posten und unterhielt sich etwas nach Prozeßfache Ihde wider die Abraham'sche Boltsernährung brei Uhr mit seiner Ablösung. stand am Dienstag vor der VI. Handelskammer des hiesigen streifte ein vorbeigehender Mann ohne Absicht den Kollegen Landgerichts I Termin an. Ihde hatte der Boltsernährung zu des Angeklagten, der darüber die Bemerkung machte: drei verschiedenen Malen Fleisch geliefert, das dritte Mal am 19. Mai dieses Jahres. Nach der Behauptung Abraham's Nächstens wird auch der Hohenzollernring für uns zu enge." soll diefe dritte Sendung total verdorben gewesen und deshalb demselben ohne jegliche Bemerkung und Veranlassung mehrere Nun ging Schuhmann Müller dem Manne nach und schlug von der Behörde beschlagnahmt worden sein. Wegen der„ Kredit- Male mit der Faust ins Gesicht. Der Angegriffene beschwerte schädigung", welche die" Boltsernährung" infolge dieser Beschlag: fich bei dem herannahenden andern Schußmann über die Mißnahme erfahren habe, verweigerte Abraham nunmehr die Bezahlung handlung, worauf der Angeklagte ihm mit den Worten:" Du aller drei Fleischfendungen und stellte außerdem noch in Aussicht, daß er Jhde wegen des gesammten weiteren Schadens hafthar willst von mir geschlagen worden sein, dann sollst Du erst recht was haben!" nochmals ins Gesicht schlug. Durch die Schläge Bei Bildung der Geschworenenbank ereignete sich vor machen würde. Thde, der behauptet, nur gutes Fleisch geliefert wurde das Trommelsell des Mißhandelten verlegt, doch lief die dem Landgericht in Kottbus ein ganz sonderbarer Fall. Der zu haben, denn jeder Lieferung lag ein thierärztliches Attest bei, Sache noch ohne Gehörverlust ab. Der Staatsanwalt tadelte Amtsvorsteher Wolf Seydel aus Fischwasser war nämlich seiner suchte seinerseits dieser Eventualität gegenüber auf den Rath das Verhalten des Angeklagten mit scharfen Worten und zeit zum Geschworenen mit ausgelooft worden, mußle jedoch jetzt feines Vertreters, des Rechtsanwalts Glazel, eine gerichtliche führte unter andern aus: Diese Handlungsweise des Be aus dem Untersuchungsgefängniß vorgeführt werden, in das er Aufklärung der von Abraham behaupteten Sachlage, namentlich amten gegen einen ruhig des Weges gehenden Bürger sei wegen Verdachts des Weineides eingeliefert worden war. felbst auf Bahlung des Kaufpreises für die drei Sendungen nicht zu entschuldigen; sie vermehre das Odium, Natürlich wurde seine Wahl zum Geschworenen für ungiltig flagte und Abraham dadurch in die Lage brachte, feine welches leider in breitern Schichten der Beerklärt. völkerung gegen Polizeibeamte herrsche. MilEinwendungen näher näher zu fubftantiiren. Abraham hat Sie werden nicht alle. Der Wunderdoktor" Schäfer Aft darauf nach Behändigung der Klage den Preis für derungsgründe feien ausgeschlossen, denn der Angeklagte babe in Rabbruch ist gegenwärtig der höchste Steuerzahler des Kreises die zwei ersten Fleischsendungen dem Kläger so- außerdem die Ehre der sämmtlichen Polizeibeamten geschädigt Winsen. Er zahlt an Einkommensteuer jährlich 4000 m. und an und verdiene, daß man ihm den Uniformrock ausziehe, den er zu Gewerbesteuer 1700 M. Diese Stufe entspricht einem Einkommen fort eingesandt. Bezüglich der dritten Sendung behauptete er zunächst, daß diese am 19. Mai d. I., morgens zwischen 8 und tragen nicht würdig sei. Der Angeflagte, welcher zuerst angab, von jährlich 100 000 m. In letzter Zeit haben sich die Konsul9 Uhr, in der„ Boltsernährung" eingetroffen und von Beamten von dem Verlegten belästigt, beschimpft und gestoßen worden zu tationen beim„ Wunderdoktor" auf täglich etwa 100 vermehrt. der Gesundheitspolizei, noch bevor das Fleisch ausgepackt und in fein, was sich aber als Erfindung herausstellte, beschuldigte den Keller gebracht war, also direkt vom Wagen herab, be: zuletzt fogar seinen Kollegen des unwahren Zeugnisses, weil schlagnahmt worden sei. Diese Behauptung wurde auch Urtheilsbegründung aus, daß, wenn die Berlegung schlimmer gedieser ihm nicht gewogen sei. Der Vorsitzende führte in der wiederholt in der Presse aufgestellt und lange Zeit aufrecht er halten, während Jhde zunächst die Identität der in der Bolts- wesen wäre, auf Zuchthausstrafe hätte erkannt werden müssen. ernährung beschlagnahmten mit der von ihm gelieferten dritten Fleischsendung bestritt. bestritt. Im ersten Verhandlungs. termine änderte Abraham seine grundlegende Einwandsbehauptung unerwartet dahin ab, Die Bilderrahmenmacher waren am 29. September in den daß die betreffende Thde'sche Fleischsendung Arminhallen verfammelt, um endgiltig ihre Forderungen und die nicht am 19. Mai dieses Jahres früh einzuschlagende Taktik für die Lohnbewegung festzustellen. Den Aus Dresden wird berichtet: Das Ehepaar Rettschlag, morgens zwischen 8 und 9 Uhr, sondern Verhandlungen hierüber voran ging ein Vortrag des Genoffen welches eine Färberei besitzt, verübte gestern infolge schlechter awet volle Tage später, nämlich erst am 21. Mai Megner über den Werth des Streifs. Durch wiederholten Beifall Bermögenslage Selbstmord. eingetroffen und behördlich beschlagnahmt worden sei. In- bekundeten die Versammelten ihr Einverständniß mit den DarHochwasser. Wie die„ Frankfurter 8tg." aus Mannheim folge dieser Behauptung tam es zu dem neuen Termine. In legungen des Vortragenden. Eine hierauf anberaumte Pause diefem legte Rechtsanwalt Glazel unter Protest gegen die wurde von den Anwesenden reichlich benutzt, der Organisation meldet, ist der Rhein weiter gestiegen. Der Neckar ist im weiten Beweislaft eine amtliche Bescheinigung der Eilgut beizutreten. Godann gab Brandes einen Ueberblick über die Ber- Umfange ausgetreten, doch ist seit gestern Mittag ein Stillstand Abfertigungsstelle Berlin vor, inhalts deren bie hältnisse in den einzelnen Werkstätten. Nach dem Gesammtergebniß zu konstatiren. fragliche Fleischfendung Jhde's in der Volksernährung weder am der aus 28 Wertstätten vorliegenden Angaben wird bereits in 19. Mai, früh zwischen 8 und 9 Uhr, noch am 21. Mai, sondern 11 derselben 52 Stunden wöchentliche Arbeitszeit innegehalten vielmehr am Nachmittage des 19. Mai zwischen 2 und theils die Einführung versprochen. Der in Aussicht geund 3 Uhr eingetroffen ist. Daraufhin wurde der nommene Mindestlohnfah wurde nur in wenigen WerkA. S. Charlottenburg. Das Verhalten des Geschäfts Termin vertagt, um weiteren Beweis in dieser Richtung hin zu stätten überschritten; die weitaus größere Anzahl der Berufs- führers sowie der Oberplätterin Frau H. die Aushändigung des angehörigen erhalten einen geringeren Wochenlohn bis herunter Arbeitsbuches und der Invalidenkarte betreffend ist straffällig. Daß schnoddrige Redensarten an den offenen Gräbern zu 12 und 14 M. Ueber diesen Punkt wurde eifrig debattirt, Melden Sie die Sache dem nächsten Polizeirevier. Die sonstigen der Berstorbenen schlecht angebracht sind, wurde gestern dem während die Punkte: 52 stündige Arbeitszeit und 10 pt. Auf- Uebelſtände, welche nach Ihrer Mittheilung in dem Geschäft der Rellner Julius Rollmann aus Berlin flargemacht, der sich schlag für Affordarbeit weniger Zeit in Anspruch nahmen. Gebr. B. vorhanden sein sollen, besprechen Sie am besten in einer der zweiten Straffanmer am Landgericht II wegen Beschlossen wurde, die Forderungen am Sonnabend endgültig Bersammlung des Vereins der Blätterinnen. Störung einer gottesdienstlichen Berhand- allen Werkstattinhabern vorzulegen, wo dieselben nicht bewilligt Bersammlung des Vereins der Plätterinnen. Iung zu verantworten hatte. Am 19. Mai d. J. wurde auf werden, ist am Montag die Arbeit nicht wieder aufzunehmen. dem Friedhofe zu Rummelsburg der Gastwirth Schneider beerbigt, als Forderungen sind aufgestellt: Wöchentlich 52 Stunden dem viele Kellner, frühere Kollegen des Verstorbenen, das letzte Geleite Marimalarbeitszeit; für diese Arbeitszeit 25,50 M. Mindestlohn; gaben. Unter diesen befand sich auch der Augeklagte. Während 10 pet. Lohnaufschlag für Affordpreise, hauptsächlich der nun der Prediger die Leichenrede hielt, soll der Angeklagte zu schlechtest bezahlten Arbeit. Die Mehrbezahlung der Ueberstunden- Stationen. ben ihm zunächst stehenden Personen gefagt haben:" Das sind ja Arbeit wurde als Kompromißantrag betrachtet und 10 Pf. lauter Lügen! Das ist ja Quatsch, was der da sagt!" Als am Lohnzuschlag für jede Ueberstunde sowohl für Lohn. wie Schluffe der Handlung die letzten drei Hände voll Erde in die Alford Arbeit festgefeßt. Die Abweichung einiger Punkte von Gruft geworfen wurden, sagte der Angeklagte laut: Nun wollen den in der letzten Bersammlung aufgestellten Forderungen wir noch ein Paar Hände voll Klamotten hinterher schmeißen, daß wurde damit begründet, daß die Bewegung eine derartige er genug triegt!" Andere Leidtragende nahmen daran Anstoß, worauf Modifikation nöthig machte, um zu einem günstigen Resultat zu Antlage erhoben wurde. Der Angeklagte bestritt die erste gottes: gelangen. Beigetragen zu der veränderten Situation hätte die Wiesbaden läfterliche Bemerkung, gab aber zu, beim Hineinwerfen der Erde Fahnenflucht des Kollegen Soft; an beffen Stelle wurde hierauf in das Grab gefagt zu haben: Bernhard, hier hast Du die Kellermann in die Streitfommiffion gewählt. Das Streit München Hand voll Klamotten, die ich Dir versprochen habe!" Db. tomitee befindet sich bei Stramm, Ritterstr. 123. Ueber die wohl die Gattin des Verstorbenen dem Angeklagten darin bei- Resultate in den Werkstätten wird am Sonntag in der Ver- Haparanda. Petersburg ftimmte, daß der Werstorbene oft zu seinen Freunden gefagt fammlung berichtet. Cort habe:" Ich verlange von Euch weiter nichts, als daß Ihr Auf grund des Presgesetzes ersuchen wir um Aufnahme Aberdeen. mir, wenn ich gestorben bin, eine Hand voll Klamotten folgender Berichtigung: hinterher wirft!" erfolgte doch eine Verurtheilung. Der Gerichts- In Nr. 228 des Borwärts" ist auf unsere Richtigstellung hof hielt beide Bemerkungen für erwiesen. Wenn auch der Ber- von einem angeblich Betheiligten behauptet worden, daß wir storbene bei Lebzeiten im Berliner Jargon davon gesprochen Löhne angeben, die als gute gelten fönnten, sofern diefelben babe, daß man ihm eine handvoll Klamotten in das Grab unter regulären Berhältnissen erzielt würden. Dem ist aber nicht werfen solle, so dürften doch solche barocken Redensarten nicht so. Gefliffentlich wird nicht angegeben, daß diefe Löhne nur erheben. wor = " Briefkasten der Redaktion. A. W. Leipzig. 20 Mart. Witterungsübersicht vom 30. September 1896. Swinemünde Hamburg Berlin Wien Paris. · Barometerstand in mm, d. Meeressp. SSW 774 774 DSD 778 DSD 771 Still 769 NO 768 Still 765 SW 776 M 770 771 . · Windstärke PRIT( Stala 1-12) Wetter Temperatur ANTIAT** o co co nach Celfus halb bedeckt 7 woltenlos halb bedeckt woltig Regen 9 8 8 8 bedeckt 11 wolkenlos beiter 10 woltig ( 50.4° R.) SSW NNO 1 woltenlos Wetter- Prognose für Tonnerstag, den 1. Oktober 1896. Biemlich fühl, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit etwas Regen und mäßigen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Für denJuhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 1. Ottober. Opernhaus. Lucia von Lammermoor. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Doktor Klaus. Deutsches Theater. Julius Caesar. Berliner Theater. Die offizielle Frau. Leffing- Theater. Der Herr Senator. Nenes Theater. Der Kampf der Frau, Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. ApolloTheater. Wissenschaftl. Theater ends Friedrichstr. 218. hr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Theater des Wettens. Laufend Passage- Panopticum. und eine Nacht. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Emilia Galotti. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Ostend- Theater. Der deutsche Michel. Belle- Alliance- Theater.' n tolles Mädel. Hierauf: Jochen Päsel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hüttenbefizer. Alexanderplah- Theater. Ohne sitt lichen Halt. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Nur noch kurze Zeit. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Schiller- Theater. Panopticum. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Emilia Galotti. Freitag, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Aufzügen nach dem gleichnamigen Roman v. George Ohnet. Anfang 8 Uhr. Freitag: Der Hüttenbesitzer. Sonntag, 4. Ottob., Nachm. 8 Uhr, Klaffiter- Borstellung: Maria Stuart. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Rasseneröffnung 6 Uhr. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Bum 12. Male: Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 1,8 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben Neu!! Neu!! 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Yolks- Theater 34 Reichenbergerstrasse 34 Haltestelle der Pferdebahnen: Rottbufer Thor. I Sonnabend, den 8. Oktob. 1896: Kottbuserstrasse 4a. Heute, sowie an jedem Donnerstag u. Sonntag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. in d. Zigarrenhandlung von Kessler, Rottbuser Eröffnungs- Vorstellung. Thor, und in der Mufitalienhandl. Berliner Possen- Cyclus No. 1 Ein vorsichtiger Mann! Posse mit Gesang in 3 Bildern von von Rühle, Morißplay. Freitag: Victoria- Brauerei. -AGO Vogler's Casino Unterricht im Englischen fr. Weltreftaurant, Dresdenerstr. 97 ertheilt Fräulein Gertrud Liebknecht, Kantstr. 160, Charlottenburg, Station 30ologischer Garten. Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Dir.: F. Glück. Im ersten Theatersaal die unübertreffl. Vollständig neues Programm. Bum ersten Male in Deutschland: Signor C. 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Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Oktober- Programmerfucht Sehen! 40 Staunen Künstler ersten Ranges. Auf vielseitigen Wunsch: Verlängertes Gastspiel der urdrastischen Pantomime Im Reiche der Schatten. Anfang 71/2 Ubr.- Entree 80 P. W.Noack's Theater Brunnenstr. 16. Genossenschafts- Buchdruckerei Solingen. Sonntag, den 4. Oftober, nachmittags 42 Uhr, im Lofale Carl Ern am Wehrwolf: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Die zwischen der Geschäftsleitung und dem früheren Segerpersonal aus7346 Der Aufsichtsrath. gebrochenen Differenzen Täglich: Konzert, Theater- SamariterVorstellung. Anftr. von Spezialitäten. Künkler 1. Ranges. Karlchens Tanke. Schwank in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Aft von Gericke. Musik v. Schmidt, Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. v. Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Eröffnung: Sonntag, 11. Oct. Jed. Sonnt. u. Mittw.: Gr. Theater- u. 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Die Beerdigung findet am Freitag, nachm. 3 Uhr, v. Augusta- Hospital nach dem Pauls- Kirchhof in d. Seestraße statt. Im Auftrage des Vorstandes: A. Günther. Todesanzeige. Den Mitgliedern des Vereins Var wärts Berlin zur Mittheilung, daß das Mitglied H. Hobein, Buttmannstr. 2, am 29. September am Herzschlag vers storben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 2. Oktober, nachm. 3 Uhr, vom Surjus Kursus Augusta- Hospital aus ftatt. für Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 5. Oktober, abends 81/2 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20, fleiner Saal. Tagesordnung: Vortrag der Herren Dr. Christeller und Dr. Friedeberg. 1. Einleitung über Zweck und Ziele des Samariter- Kursus. 2. Anatomie und Physiologie( Bau und Lebensthätigkeit) des menschlichen Körpers. Aufnahme neuer Theilnehmer. 155 11 Der Vorstand. Von der Reise zurück 274/17 Der Vorstand. Töpfer. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Julius Gabbert am 28. September verstorben ist. Die Beerdigung findet am 2. Oktober, nachdes Louisen Kirchhofes in Charlotten mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle burg, Fürstenbrunner Weg, aus statt. Zahlreiche Betheiligung erwünscht. 194/7 Der Vertrauensmann. Danksagung. Allen Freunden und Kollegen, welche Dr. Joseph Löwenstein, meinem leben Mann Theodor Beierle die lehte Ghre erwiesen haben, sowie Kleine Prankfurterstr. 5.[ 745b für die zahlreiche Kranzspende fage 736b Freunden und Gönnern halte mein meinen besten Dank. in Pankow, Wollankstr. 165( neben Die trauernde Wittwe nebst Kindern. dem Elisabeth- Kirchhof) neu ein gerichtetes Restaurant zum Besuch empfohlen. Achtungsvoll 716b Malchin, früher Reinickendorf, Residenzftr. 101. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich das Geschäft Brunnenstr. 34 nicht übernehme. 7296 W. Zippke, Markusstr. 14. Empfehle allen Freunden und Be tannten mein Weiß-, Bairisch Bier und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. 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