Berliner Volks- Tribüne. Social- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Bolts Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Pfg. pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis vierteljährlich 1 Mt. 50 Pfg.; eingetragen unter Nr. 850 der Zeitungspreisliste für das Jahr 1888.) Redaktion und Expedition: S.O.( 26). Oranien- Straße 23. №o. 44. Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Pfg. berechnet. Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Arbeitsmarkt: 10 Bfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. Sonnabend, den 3. November 1888. Ausgabe für Spediteure: " Merkur" Zimmer- Straße 54. II. Jahrgang. Das Landtagswahlrecht in Braunschweig. diesem System vertheilen, berichteten Sie schon gelegentlich Agitation, bei der sie doch der Unterstützung des Die Brodvertheuerung.( Aus Frankreich der hiesigen Stadtverordnetenwahlen. 199 Wähler erster arbeitenden Volkes sicher waren, bei einer Landbevölkerung, und Amerika). Ein Vorläufer des Sozia- Klasse, 854 zweiter Klasse und 7529 dritter Klasse wählen in welcher der Name Bracke schon einen guten Klang lismus in Italien. II. Zur Arbeiterinnen- also je 18 Wahlmänner, zusammen 54. hatte, und dazu noch unter dem begünstigenden Einfluß bewegung. Sie brauchen nun nicht zu besorgen, daß sämmtliche der Regierung, hätte unbedingt ein paar bäuerische Soziales Bild aus Rußland von Gor: 8600 Wähler zu diesem Zwecke zur Wahl gehen. Es Stimmen zum Wanken gebracht und der Regierungsvorlage bunoff. Halbes und ganzes Freidenkerthum. bemühen sich kaum mehr Wähler als es Wahlmänner giebt. zum Siege verholfen.. Nun glauben Sie vielleicht, daß diese Wahlmänner So tragen die Liberalen die Schuld, daß nicht einWie man früher arbeitete und wie jetzt. Die Arbeiter, die Innungen und die bürger- bereits die Abgeordneten wählen! Bewahre! Bewahre! mal theilweise dem allgemeinen gleichen Wahlrecht Geltung Schnitzel. lichen Kreise. Eine so demokratisch gewählte Wahlmännerschaft könnte verschafft wurde; wollen sie dieses bestreiten, nun so genügt Arbeiter und Parteigenoen! Tretet eifrig für die weitere Verbreitung dieses Blattes ein! Politische Nachrichten. Kleine Mittheileicht umstürzlerische Tendenzen haben und diesem muß zur Rechtfertigung meiner Behauptung die Thatsache, daß Vereine und vorgebeugt werden. Es wählen also die 54 Wahlmänner fie niemals auch nur mit der geringsten Anregung zur lungen. Gewerkschaftliches. zusammen mit den 27 nach dem Dreiklassenwahlsystem Erneuerung der Regierungsvorlage vorgetreten sind. Selbst Versammlungen. gewählten Stadtverordneten und den von diesen ge- ein Wahlrecht wie das braunschweigische ist ihnen lieber wählten 7 Magistratsmitgliedern( Oberbürgermeister, als das allgemeine gleiche Wahlrecht. Bürgermeister und Stadträthe) die Landtagsabgeordneten Wenn jetzt in Preußen das Organ des Herrn Eugen der Stadt Braunschweig. Nichter meint, die Sozialdemokraten müßten, wenn sie das allgemeine gleiche Wahlrecht haben wollen, den Deutschwelcher freisinnigen zur Majorität verhelfen, nun Sozialdemokrat ist wohl so thöricht, noch Zukunftswechsel Es werden also noch von den höchstbesteuerten der Deutschfreisinnigen zu akzeptiren? Grundbesigern erster Klasse 5 Abgeordnete und von Doch ich will mich nicht in Ihre preußischen Verdenen zweiter Klasse gleichfalls 5 und ebenso viele von hältnisse einmischen; mir genügt es, die Ehre des den höchstbesteuerten Gewerbetreibenden des Landes braunschweigischen Wahlgees gewahrt zu haben! gewählt. Die sämmtlichen Höchstbestenerten des Kreises S. Kokosky. Blankenburg wählen auch noch einen Abgeordneten. Bestellungen nehmen in Berlin alle Spediteure entgegen. Listen zum Sammeln von Abonnenten jederzeit durch unsere Expedition, Dranienstraße 23, zu beziehen. Ueber das Braunschweigische Landtagswahlrecht Dieses ist der demokratische Theil des Wahlrechts, der selbstverständlich noch einer konservativen Ergänzung bedarf. Die der Grund- und Gewerbesteuer nicht unterworfenen Berufsstände, höhere Beamte, Aerzte, Advokaten u. s. w., sendet uns unser, besonders den älteren deutschen Arbeitern die sogenannten Intelligenzstände wählen gleichfalls wohlbekannter Genosse Dr. Kokosky folgendes offene für sich noch einmal 5 Abgeordnete. Das Wahlrecht ist Sendschreiben, das wir zur Erheiterung und Belehrung aller Derjenigen mittheilen, die mit uns des naiven Glaubens auch hier, wo nicht durch den Rang, durch ein hohes Einkommen bestimmt. waren, mit dem preußischen Dreiklassensystem sei der Gipfel aller politischen Ungeheuerlichkeiten erreicht. Das Schreiben lautet: Werther Genosse! Ich rufe Sie hiermit in die Schranken. Sie behandeln das preußische Landtagswahlrecht in einer Weise, als ob es wer weiß was für ein einzig dastehendes Wunderding wäre. Endlich, last not least, fommt noch die hohe Geistlichkeit der evangelischen Kirche und wählt drei Abgeordnete. Nun, edler Preußenritter, Leg' Deine Lanze ein! Sie soll in tausend Splitter Von mir zertrümmert sein. Braunschweig. Die Arbeiter, das theure Brod und die Soziale Frage auf dem Lande. ( Korrespondenz aus Frankreich.) II. " 3, Der Mangel an Kapital- schreibt Grandeau weiter- macht es den meisten kleinen Landwirthen unmöglich, die nothwendigen Verbesserungen vorzunehmen." Grandeau deutet aber weiterhin an, daß nicht nur der kleine Grundeigenthümer, sondern daß auch Pächter und Halbpächter schwerlich und selten im Stande sind, die Auslagen für einen rationellen Betrieb zu tragen. Der, Sie stehen da mit dem ganzen großen Preußen, ich Eigenthümer aber hat alles Interesse an seinem Besitz verSo sind aber die Preußen, immer ein bischen nur mit dem kleinen Braunschweig. Jetzt wagen Sie es loren, er kümmert sich nur um denselben, wenn es gilt, hochnäsig; sie meinen, immer etwas Apartes zu haben. zu leugnen, daß die Vorzüge unseres Wahlrechts in um- den Bachtzins einzukafsiren, während es doch seine Pflicht Ich bin zwar selbst ein Preuße schon als Student er- gekehrtem Verhältnisse zur Größe unserer Länder stehen, und behufs Sicherstellung und Erhöhung des Pachtschillings nannte mich einmal der Wahlvorsteher zum Protokollführer und wir Braunschweiger Euch hundertfach über sind! sein Interesse wäre, den Boden zu verbessern, dem Pächter in der Stadt der reinen Vernunft", weil in meinem Fragen Sie nun, wie das Volk in Braunschweig zu einem rationellen Wirthschaftsbetriebe Geld vorzuBezirke kein Anderer schreiben konnte aber ich wohne über den Landtag denkt? Es denkt gar nicht an ihn. schießen. bereits seit 16 Jahren in Braunschweig und kann also Er kann kommen und gehen, das Volk kümmert sich Da für Klein- und Pachtwirthe noch lange nicht von einem rationellen Betrieb die Rede sein kann, so schlägt dem preußischen Hochmuth den braunschweigischen Stolz nicht darum. Nun noch etwas zur Illustration der Liberalen oder der erwähnte Professor die Gründung ländlicher Ge= entgegenstellen. Schon vor fünfzehn Jahren erklärte ich hier öffentlich Freisinnigen, welche bei Ihnen die Naivetät besaßen, nossenschaften ver, welche auf gemeinsame Kosten in Wort und Schrift: an die Sozialdemokraten die Zumuthung zu stellen, sie zu Maschinen, Düngstoffe, Saatkorn, Zuchtthiere 2c. anschaffen Wenn man die zwölf gelehrtesten Professoren wählen, damit sie uns das allgemeine gleiche Wahlrecht und ihren Mitgliedern vorschießen, resp. leihen. In der einsperrt und einen Preis aussetzt für den, der das erkämpfen. Dieselben scheinen ganz vergessen zu haben, Schweiz und auch in Rußland bestehen z. B. derartige verrückteste Wahlgesetz macht, so muß unbedingt daß gerade auf die Erlangung dieses Wahlrechts, im Syndikate", welche sehr gute Erfolge erzielen. Der Plan derjenige den Preis erhalten, der einfach das Gegensaz zu der damals die Majorität befizenden Fort- ist nicht übel, fordert aber nur zu der einen Frage heraus: braunschweigische Wahlgesetz abschreibt. schrittspartei, das ganze Programm des von Lassalle ge- woher wollen die bis über die Ohren in Schulden steckenstifteten Allgemeinen deutschen Arbeitervereins sich richtete. den sich assoziirenden Kleinwirthe die Mittel nehmen, mit Wir Braunschweiger haben auch einen Landtag, der- Wie ist nun das Verhalten der Liberalen in Braun- denen das Syndikat wirthschaftet? Wenn man Null, Null selbe wird jedoch nicht auf einmal gewählt, sondern nur raten- schweig? Vor etwa zwölf oder dreizehn Jahren brachte und abermals Null zusammenlegt, so bleibt es eben Null. weise. Bis zu diesem Jahre wurde er alle zwei Jahre die braunschweigische Regierung aus freien Stücken ein Sollen die Syndikate die Vorbedingung ihres Gemit einem Drittel erneuert, von jetzt ab alle vier Jahre Wahlgesetz ein, das wenigstens für die Wahl eines Theils deihens befizen, so macht sich das Eingreifen des Staates mit der Hälfte. Hierdurch soll das Revolutionäre einer der Abgeordneten das allgemeine gleiche und direkte und der Gemeinde unbedingt nöthig, welche denselben plötzlichen vollständigen Erneuerung des Landtags verhütet Wahlrecht einführen sollte, das also die Möglichkeit der das erforderliche Kapital zur Verfügung stellt. Ein offiWahl sozialdemokratischer Abgeordneter gewährte. zieller Professor kann sich natürlich nicht zu so gottesDieser Landtag zählt 46 Abgeordnete. Was Sie Die Regierung sah dieses voraus; sie glaubte aber lästerlicher Forderung herbeilassen, wie dieselbe von franzöſidas Reaktionäre des preußischen Landtagswahlrechts doch dem Umstande Rechnung tragen zu müssen, daß man schen Sozialisten auf verschiedenen Kongressen gestellt ward. nennen, bildet in noch verbesserter Form den demo- nicht die große Maffe des Volkes, die bei der Reichstags- Den ländlichen Genossenschaften es überlassend, nach dem kratischen Theil unseres Wahlrechts, nach welchem wahl mit einer seitdem im gesammten Lande nie erreichten Beispiele des Herrgotts aus Nichts„ nußbare Gräser und 22 Abgeordnete, und zwar 10 von den Städten und 12 Stimmenzahl für die sozialdemokratischen Kandidaten ein- Kräuter, Ochsen, Schafe und Kälber" zu schaffen, gelangt von den Landgemeinden gewählt werden. getreten war, ganz von jeder Vertretung ausschließen könnte. er weiterhin zu dem Schluß, daß falls der Ackerbau in Die Regierungsvorlage fiel im Landtage. dem herkömmlichen Schlendrian, ohne Kapital, ohne wissenDie Liberalen schieben die Schuld auf die bäuerlichen schaftliche und technische Kenntnisse weiter betrieben wird, Abgeordneten. Hatten sie selbst aber auch nur einen falls die Grundbesizer nicht ihr System ändern, die franDie Bürger wählen in den drei Stadtbezirken Finger gerührt, um die Vorlage durchzusetzen? Sie zösische Landwirthschaft verloren ist. je 18 Wahlmänner und zwar nach dem Dreiklassen- ftimmten anstandshalber für die Regierungsvorlage, froh, Aber an diesem Punkte ihrer Entwickelung angekommen, wahlsystem, in jeder Klasse 6. Wie fich die Wähler nach daß sie des Durchfalls derselben sicher waren. Ein wenig bietet sich dann eine Lösung:„ die Landwirthschaft muß So ist es, meine Herren Preußen! werden. Wie diese Wahlen vor sich gehen, will ich ihnen an der Stadt Braunschweig zeigen, welche 4 Abgeordnete zu wählen hat. wie die übrigen Industrien behandelt werden, die nicht heit des Lohnes noch nicht eine derartige, daß die Ver- kleine Fähnlein von Anhängern geworben, zu seiner Zeit mehr lohnenden Betriebe müssen zu niedrigem Preise auf- theuerung der wichtigsten Lebensmittel so empfindlich wirkt, predigte Mazzini in kleinen, aber wunderbar beredten gekauft, zusammengeschlagen und von großen Finanz- wie in Europa. Da aber, wo die Ernährung des Arbeiters Broschüren einen religiösen und genossenschaftlichen Aftergesellschaften ausgebeutet werden." Dieser Saß häufig genug selbst unter das zulässige Minimum, wie sozialismus, etliche Schriftsteller und Politiker sprachen in Grandeau's zeichnet in unverhüllter Weise den Entwicke- es für Strafgefangene z. B. besteht, herabgesunken den vageſten Ausdrücken von der Möglichkeit oder Nothlungsgang der Landwirthschaft, wie aller Industrie, den ist, wird die Erhöhung der Brotpreise zur Kalamität, zum wendigkeit einer dem Jahrhundert bevorstehenden großen Ruin des Kleinbetriebs, wegen der Unmöglichkeit, Gegenstand von Krawallen und unter Umständen zum Umwälzung. Die Leidenschaften und Gedanken waren in aus Mangel an Kapital die technischen und wissenschaft- Signal für tiefe Umwälzungen. Italien fast ausschließlich auf die Befreiung und Einigung lichen Verbesserungen anzuwenden, folgedessen die Kon- Soweit das Blatt über die Verhältnisse jenseits des des Landes gerichtet, man hoffte von der erleuchteten, konkurrenz auszuhalten, die Aufsaugung des Klein- Ozeans. Wie würde das Urtheil erft lauten über die stitutionellen Monarchie, vont Primate des liberalen Papftes. betriebes durch den Großbetrieb, die Erweiterung europäischen Länder, in denen zum gesteigerten Weltmarkt- Die sozialistische Strömung war von der nationalen in des Großbetriebs zu Dimensionen, welche die Ausbeutungs- preis noch die Vertheuerung durch die enormen Lebens- den Hintergrund gedrängt, die gesellschaftlichen und ökofähigkeit des einzelnen Kapitalisten übersteigen und von mittelzölle kommt? nomischen Vorgänge und Erscheinungen begegneten nur ganzen Gesellschaften ausgebeutet werden müssen. Es geringer Aufmerksamkeit. ist dies die leßte Stufe der Entwickelung, welche die Eigenthumsform in der heutigen Gesellschaft annehmen kann, es ist zugleich die Verstufe für den Kollektiv( gemeinsamen) besig an Grund und Boden, der sich von allen Seiten her anbahnt. Nur die Ueberführung des Grund und Bodens, der Arbeitsinstrumente, welche für seine Ausbeutung erforderlich sind, in den Besitz des ganzen Bolkes, kann den Nothstand der Landwirthschaft wirksam und dauernd bekämpfen. " Carlo Pisacane, ein Vorläufer des Sozialismus in Italien. II. In dieser Zeit bewies Pisacane eine erstaunliche Weite des Blicks, eine bewunderungswürdige Tiefe der Auffassung, Folgerichtigkeit der Logik und Klarheit der Darstellung. Er paktirte mit keiner der ihn umgebenden Strömungen und entwickelte rein sozialrevolutionäre C. Z. Pisacane erklärte in seinem Testament", daß Theorien, welche auf einem geschichtlichen und ökonomier an den Sozialismus glaube, welcher sich in der Formel schen Materialismus fußen, der vielfach an die Marr'sche Freiheit und Aſſoziation( Genoſſenſchaft)“ zuſammen Geschichtsauffassung erinnert. fassen lasse. Als Quelle aller sozialen Uebel bezeichnet er das Dieser Sozialismus unterscheide sich von den in individuelle Eigenthum, als Mittel der Befreiung Da sich diese Vergesellschaftung" nicht von heute auf morgen dekretiren läßt, so kann die Entlastung des Frankreich bekannten sozialen Systemen, welche sämmtlich alle Verbesserungen auf dem Gebiete der Induſtrie und Kleingrundbesitzes von Steuern und Abgaben, die Grün- auf monarchistische und despotische Prinzipien gegründet des Handels, unter der Vorbedingung jedoch, daß alles dung von ländlichen Genossenschaften mit Staats- und ſeien. Kommunemitteln nur für den Augenblick einige Linderung Er entwickelt die Jbee, daß alle Eisenbahnen, Tele- Eigenthum Kollektivbesitz des ganzen Volkes geworden sei. Er geht bei seinen sozialen Schlußfolgerungen davon graphen, Maschinen, mit einem Worte alle Verbesserungen, aus, daß sich die Idee als vollständig ohnmächtig für die gewähren. Die Wirkung der Schußzölle aber auf die Hebung welche Industrie und Handel fördern und erleichtern, durch Entwickelung der Gesellschaft erweist. Die materiellen Thatsachen gehen stets den der Landwirthschaft erweist sich als ein ebenso grausam ein naturnothwendiges Gesetz die Masse des Volks immer zynischer With wie sogenannte mildthätige Sammlungen zu ärmer machen müſſen, da alle dieſe Mittel zwar die Ideen voraus, erzeugen dieselben; die Ideen passen sich Gunsten der Armen; die einen wie die anderen nähren Masse der Produkte vermehren, aber auch in einer immer den Thatsachen und nicht die Thatsachen den Ideen an. gewöhnlich diejenigen reichlich, welche den Klingelbeutel kleiner werdenden Zahl von Händen anhäufen. Für den Die Gesellschaft bewundert die Abstraktionen des Gedankens, herumgehen ließen, sie lassen aber diejenigen weiter darben, Augenblick bewirkt jeder Fortschritt Verfall, Vergrößerung aber sie lernt Nichts von ihnen, was die gesellschaftlichen des Massenelends, er wird erst zum wahren Fortschritt, Berhältnisse verbessern könnte, gerade wie Niemand das welchen angeblich geholfen werden sollte. wenn er das Elend der Masse derart steigert, daß dieselbe Gehen dadurch lernt, daß er die Kunststücke eines Afrobaten zu einer schrecklichen Katastrophe getrieben wird, welche die beobachtet. Philosophische Abstraktionen und akrobatische gesammte soziale Ordnung dahin abändert, daß alle Vor- Bravourſtücke sind nur Zeitvertreib. Mit der Brotfrage beschäftigen sich auch die amerikanischen zeitungen. Arbeiter- Allen zu Nutz und Frommen sind. theile, welche jetzt einigen Wenigen zu Gute kommen, Die thatsächlich cristirende Welt zeigt als Lebensursache überall die Bewegung. Der Tod ist nur die Weiterhin erklärt er, daß eine Verfassung allein Zerstörung der Formen der Individualität. Man hat So lesen wir im Philadelphia Tageblatt": nicht hinreichend sei, Italien frei und glücklich zu machen, nicht die Ursache der universellen Bewegung zu suchen, Die Brotfrage wird nachgerade zu einer dringenden. daß das Endziel aller wahren Patrioten die Herstellung sondern das Gesetz, welches diese Bewegung regelt. Die Weizen- Preise sind in den letzten Tagen zwar nicht einer italienischen sozialen Republik sein müsse. Der Sturz mehr gestiegen, aber auch nicht beträchtlich herabgegangen. Dieses oder jenes Ministeriums, der Wechsel von Personen Von dem Gebiet der Philosophie auf das der GeDie Mehlpreiſe aber find schon jetzt um zwei Dollars sei ohne Bedeutung für eine Umgestaltung. Er persönlich ſchichte übergehend, beweiſt er, daß der individuelle Beſitz, per Faß höher als gewöhnlich und es wird die Besorgniß werde nicht einmal für die Vertreibung der Desterreicher das Privateigenthum, Ursache des sozialen Elends der ausgesprochen, daß sie noch vor Neujahr zehn Dollars aus der Lombardei eintreten, da sich dieselbe zu Gunsten Vergangenheit und Zukunft iſt.„ Das Eigenthumsrecht giebt Wenigen die Möglichkeit, sich auf Kosten der Masse per Faß erreichen werden. wieder hereingebracht. des Königs von Piemont vollziehen würde. 11 Soweit aus den Ernte- Berichten zu ersehen ist, liegt Nach einer Verherrlichung der Verschwörungen, sowie zu bereichern. Schon bei den Großgriechen und Römern für diese Steigerung kein genügender Grund vor. In den einer Rechtfertigung seines Zugs nach Sapri schließt er häufte sich in Folge der Eigenthumsverhältnisse der ReichVereinigten Staaten scheint kein Ausfall von Bedeutung sein Testament" mit den stolzen Worten: thum in einer kleinen Anzahl von Händen an, das Elend zu verzeichnen sein. Er ist in Frankreich nicht so groß," Ich verachte aus tiefstem Herzen die uneblen Alltags- des Volks wuchs in gleichem Verhältniß mit der Steigeals angenommen wurde und der Ausfall in England und Deutschland wird durch die größere Ernte in Rußland Unternehmen mißgfückt, und ich lege geringen Werth auf Berherrlicher des individuellen Eigenthums auch seid, wagt Deutschland wird durch die größere Ernte in Rußland menschen, welche mich verurtheilen werden, sobald mein ung des Nationalreichthums"." So sophistisch, wie Ihr ihren Beifall, wenn mein Werk von Erfolg gekrönt sein Ihr, vierzig Jahrhunderte der Geschichte zu leugnen? Warum also diese Theuerung? Die Spekulation sollte. Meinen ganzen Ehrgeiz, meine ganze Belohnung Wagt Ihr abzustreiten, daß das Elend der Masse und ist es. Kam es doch in den letzten Tagen vor, daß die finde ich in meinem Gewissen und in den Herzen hoch der Ueberfluß der Minorität Ursachen aller Laſter ſind, Preise in Chicago, nahe dem Erzeugungsorte, höher waren denkender Freunde, die meine Seelenpein und meine Hoff- welche die Nationen zerstören, und daß das Elend des als in New- York und daß Weizen von dem leßtgenannten nungen theilen. Wenn unser Opfer für Italien nulos Volks und die Aufhäufung des sozialen Reichthums in Plaze wieder zurück nach dem Erie- See geschafft wurde, bleibt, so kann das Land doch stolz darauf sein, daß sich in einer kleinen Anzahl von Händen das Resultat des invon wo er gekommen war, anstatt nach England trans- Männer gefunden haben, die unerschrocken und tapfer für dividuellen Eigenthums find?" Alle Völker, bei denen sich portirt, wohin er bestimmt wurde. kommt es an den Bäcker. seine Zukunft in den Tod gingen." " 1 der Nationalreichthum innerhalb einer Minorität ansammelt, Nun ist es eine alte Erfahrung, daß, wenn einmal Bisacane hatte in seinem„ Testament" darauf hin- werden von stürmischen Unruhen bewegt, von Bürgerkriegen eine Steigung von Rohstoffen begonnen hat, dieselben gewiesen, daß er seine Ideen in zwei Bänden entwickelt zerrissen, enden in militärischem Despotismus und einer durch alle Stadien des Produktes hindurch zu gehen habe, welche die Frucht sechsjähriger Arbeit, aber in der Alles zerfressenden Korruption. Die römischen Plebejer pflegt und zwar stets mit einem Zusaß. Das heißt, der Form noch nicht vollendet seien. Seiner Bitte entsprechend, durch die Reichen, allein sie wurden besiegt, weil sie nicht kämpften gegen die Usurpation des Nationalvermögens Müller schlägt nicht nur seine Mehrausgabe darauf, son- Freunde möchten das Manuskript durcharbeiten und verdern„ runder" auch noch ab und zwar immer nach oben. öffentlichen, veranstalteten Freunde eine Ausgabe seiner begriffen, daß Ursache alles Elends das individuelle EigenDasselbe thun die Kommissionshändler und schließlich nachgelassenen Werke, welche 1860 zu Genua unter dem thum ist. Die Anhäufung des Reichthums in den Händen Titel erschienen:„ Geschichtliche, politische und militärische der Patrizier führte zum Zäsarismus und zur allgemeinen Die Geschichte des Mittelalters zeigt die= Der Bäcker ist da in einer bösen Lage, wo ihm ge- Efais über Italien"( Saggi storici, politici e militari Entartung. selben Erscheinungen auf, wie die des Alterthums. seßlich ein bestimmtes Gewicht für seine Laibe vorgeschrieben sull' Italia). und das Gesetz wirklich gehandhabt wird. Er kann mit Die Ausgabe der„ Saggi" war binnen wenigen Die Gesellschaft der Neuzeit hat nach Pisacane seinen Kunden nicht in Bruchziffern verhandeln, sondern Tagen vergriffen und wurde mit Ausnahme des einen oder nichts von dem guten Willen der Privilegirten, von der muß gleich einen ganzen Zent aufschlagen, was weit über anderen Exemplares zerstört. Diese That des politischen Wirksamkeit einer moralischen Propaganda, von der Macht Der Klassendie verhältnißmäßige Steigerung des Weizens hinausgeht. Vandalismus ist nicht auf Rechnung der Regierung, son- der„ absoluten" Gerechtigkeit zu erwarten. Die Großbäcker, die ja schon im Einkauf und noch mehr dern wie es heißt, der radikal patriotischen Partei zu kampf zwischen Arm und Reich, welcher sich durch die gein der Betriebsweise Vortheile haben, können abwarten feßen. Den Nicotera, Crispi und tutti quanti, die damals sammte Geschichte zieht, muß seine Lösung in einer sozialen und vorübergehend ohne Profit arbeiten, während die schon stark mit der demokratisch überfirnißten Monarchie Umwälzung finden, welche ein ganz neues soziales Gebäude Kleinen zu Grunde gehen. Wo keine Tare ist, Viktor Emanuel's liebäugelten und einen Weg nach Da- aufrichtet. Die Zukunft trägt unvermeidlich diese Um= machen sie selbstverständlich die Laibe stillschweigend maskus suchten, kam die sozialistische Prinzipienerklärung änderung in ihrem Schooß, und die gesellschaftlichen Zukleiner und das Publikum gewöhnt sich daran, nachdem es eines ehemaligen Kameraden höchst ungelegen. Dieselbe stände müssen entweder zum Militärdespotismus oder zur eine Zeit lang gemurrt. konnte sie durch Zustimmung bei den neuen Freunden und freien genossenschaftlichen Arbeit" führen. Hier ist aber auf die volkswirthschaftliche Be- Bundesgenossen kompromittiren, durch offene Bekämpfung deutung der hohen Brotpreise hinzuweisen. Der dem alten thatsächlich demokratischen Anhang gegenüber Statistiker Wright hat berechnet, daß die arbeitenden verdächtigen. Sie war um so mehr zu fürchten, da der Klassen in diesem Lande 62 Prozent ihres Einkommens Ruhm des Insurgenten von Sapri, auf den sich die Profür Lebensmittel ausgeben. Da nun nicht allein das flamation berufen konnte, ein glänzender Empfehlungsbrief Eine Frauenfrage im proletarischen Sinne des Wortes Mehl, sondern auch andere Lebensmittel während der war, der seine Wirkung auf die populären Schichten nicht giebt es, seitdem das weibliche Geschlecht massenhafter aus. letzteren Zeit im Preise gestiegen sind, so ist gewiß nicht verfehlen, dieselben aus dem seichten Fahrwasser einer rein dem engen Bereiche der Häuslichkeit hinausgedrängt und zu viel behauptet, wenn die jeßige Ausgabe für den patriotischen in das Hochwasser einer sozialistischen Be- in den kapitalistischen Produktionsprozeß hineingezogen Magen auf 70 Prozent angeschlagen wird denn leben wegung leiten konnte. muß der Mensch vor allem. Dazu kommen noch etwa Pisacane, der als Mann der That von der Reaktion Diese Frauenfrage muß natürlich um so brennender 20-25 Prozent für Miethen und man ersieht daraus, auf dem Schlachtfeld niedergemezelt war, wurde als Mann werden, je mehr sich der Kreis der weiblichen Arbeiter daß nur ein ganz kleiner Prozentsatz übrig bleibt für des Gedankens durch die Vernichtung seines Werkes noch- ausdehnt, und in welchem Umfange das bereits geschehen andere Bedürfnisse. mals gemordet. ist und mehr und mehr geschieht, darüber mögen folgende Man tommt somit zum folgenden Schlusse: Je mehr Dies die Ursache, daß Pisacane als Theoretiker bisher Zahlen Aufschluß geben, welche wir dem 7. Bande der die arbeitenden Massen von ihrem Einkommen auf Lebens- nicht gewürdigt ward, ja nicht einmal den Sozialisten Internationalen Bibliothek"( Das moderne Elend und mittel aufwenden müssen, desto weniger können sie für seines Vaterlandes zur Zeit der eifrigsten bakunistischen die moderne Uebervölkerung. Stuttgart, Diet) entnehmen. andere, weniger dringliche Lebensbedürfnisse ausgeben; der Propaganda bekannt war. Diese Zahlen zeigen zugleich, welchen Selbstmord diejenigen Umsatz der letzteren nimmt daher ab, die Preise fallen, Bisacane erweist sich in seinen„ Saggi" als der erste Männer begehen, welche die Arbeiterinnenbewegung als die Produktion wird verringert und die Arbeitsgelegenheit Italiener, welcher durchaus original und unabhängig für sie gleichgültig behandeln. verschlechtert sich. Es ist eine Schraube ohne Ende. modern sozialistische Theorien entwickelt. Vor ihm hatte In England und Wales tam auf 100 Männer fol worden ist. Zur Arbeiterinnenbewegung. In diesem Lande ist nun im Allgemeinen die Knapp- lder Saint- Simonismus und der Fourierismus in Italien gende Zahl von weiblichen Arbeitern: 1871 1881 in der Papierfabrikation 65 80 in der Buchdruckerei 2 4 in der Buchbinderei. 95 111 34 15 53 17 in der Schreibmaterialien- Branche im Buchhandel Selbst bei der Verfertigung von Briefkouverts, welche schon immer als spezifisch weibliche Beschäftigung galt, haben die Männer noch weiter an Boden verloren. 1871 waren 1012 weibliche Arbeiter auf je 100 männliche angestellt, 1881 stieg ihre Zahl auf 1105. in der Barchentindustrie eine Zunahme der Gesammtheit um 815, eine Abnahme der Männer um 182, eine Bunahme der Weiber um 997. Bei der Verarbeitung von Hanf und Faserstoffen nehmen die Männer von 17 070 auf 14 663 ab, und wiederum trifft der Verlust die erwachsenen Männer am schwersten( 1861: 12 123, 1871: 10 650); weniger die Bei den Tuch- und Schnittwaarenhändlern gewahren unerwachsenen( 1861: 4947, 1871: 4013); die Weiber wir gar neben einer Zunahme um 8025 Personen eine nehmen beträchtlich zu, wenn sie die entstandenen Lücken Abnahme der Männer um 1644, eine Zunahme der Weiber um 9669. auch nicht ganz ausfüllen. Die Nagelschmiede und Ziegelmacher zeigen bei Gesammtabnahme eine Zunahme der Weiber. Die 56 092 Personen, welche animalische Produkte Im Schneidergewerbe beträgt die Gesammt= ( Haare, Felle, Pelze, Knochen, Federn u. s. f.) verarbeiten, zunahme 10 784; die Schneider gehen aber um 4175 zurück, erhalten einen ganz minimalen Zufluß von 259 Personen, die Schneiderinnen nehmen hingegen um 14 959 zu. während dem Bevölkerungszuwachs von 13,19 pCt. ent- Und endlich zeigt die Baumwollmanufaktur bei einem Die Textil- und Bekleidungs- Industrie liefert, wie sprechend etwa 7000-8000 neue Personen in diese Ge- Wachsthum um nahezu 20 000 Personen( 19 635) einen schon in früheren Zeiträumen, so auch im letzten Jahrzehnt werbe hätten einströmen müssen; die Männer nahmen Rückgang der Männer um nahebei 3000( 2862), eine nicht zu, sondern beträchtlich ab, von 49 257 auf 47 676; Vermehrung der Weiber um 22,5 Tausend( 22 497)! für unsere Zwecke das unschäßbarste Material. Kann angesichts solcher tiefgreifender Umwälzungen Wir beginnen mit der Baumwoll Industrie. nur die stärkere Heranziehung der Weiber rief das geringin der wirthschaftlichen Stellung der Frau ihre alte Dieselbe beschäftigt weit mehr Frauen wie Männer; die fügige Steigen der Gesammtziffer hervor. Anzahl der Ersteren betrug 1881 310 374, die der Rechtlosigkeit noch aufrecht erhalten werden? Können die Männer diese Entwickelung noch ignoriren, nachdem Letteren 189 651, es kommen also 164 Frauen auf 100 Männer. Von einer Volkszählung zur anderen ist das Bei den Schneidern stoßen wir neben einem ganz sie bereits in die Reihen der männlichen Arbeiter so klaffende Uebergewicht der Frauenarbeit gewachsen. 1861 waren geringen, dem Bevölkerungswachsthum nicht im Entferntesten Rücken gerissen hat? auf 100 Männer 130 Frauen beschäftigt, 1871 alsdann entsprechenden Wachsthum der Männer( 1861: 109 004, 148, 1881 endlich, wie erwähnt, 164. Noch mehr: die 1871: 111 843) auf eine ganz bedeutende Vermehrung Zahl der Männer hat beständig nicht blos relativ, sondern der Weiber( 1861: 27 386, 1871: 38 021). sogar absolut abgenommen. Alle Zunahme entfällt auf die Seite der Frauen. Lassen wir, wie dies auch oben geschehen ist, Drucker und Färber, ferner Lageristen und Händler außer Acht, so erhalten wir für die letzten drei Volkszählungen folgende Uebersicht: 1871 1881 1861 1871 Beschäftigte Männer 202 540 192 881 189 651 Beschäftigte Frauen. 264 166 286 258 810 374 Beschäftigte Arbeiter überhaupt 466 706 479 139 500 025 Auch in der Strumpfwirkerei verdrängen die Frauen immer mehr die Männer aus ihren Stellen. 1871 Zwischen den Volkszählungen von 1871 und 1881 entwickelt sich dasselbe Bild, wir finden eine Menge Berufe. in denen, trotz ihres Zusammenschwindens im Ganzen, die Weiber noch zunehmen, die Verluste demnach mit verdoppelter Wucht auf die Männer fallen. Der Arbeiter bewegung muß sich die Arbeiterinnenbewegung anschließen, beide gehören zusammen und beide fönnen nur gemeinsam den Sieg über unsere unwürdigen Zustände davontragen. fonnte unsichtbar blieb! Schnitzel. Die ungeheure Kluft, die das Volk von den anderen Dies gilt gleich von der Wollstofffabrikation, in der Klassen trennte, trug dazu bei, daß man die Augen von die Männer von 71 683 auf 57 307 fich vermindern, der Art und Weise abwandte, wie man gegen alle diewährend die Weiber von 57 781 auf 58 501 anwachsen; jenigen, die der Masse angehörten, rücksichtslos verfahren es zeigt sich also bei einer Gesammtabnahme von Wir erblicken freilich jetzt diese Dinge ganz deutlich 12,7 Tausend eine Zunahme der Weiber um fast ein von dem Standpunkte, auf dem wir uns gegenwärtig Tausend. Achnlich in der Kammgarn- und Tuchindustrie; die befinden, aber die Zeitgenossen sahen sie nicht. Nur überwogen noch die Männer mit 14 pбt. die Frauen, Gesammtheit der beschäftigten Personen geht um nahezu mit großer Mühe gelang es Männern aus höheren Ständen, 1881 zählte man umgekehrt 14 pCt. mehr Frauen. Die Wollzeugfabrikation beschäftigte 1881 115 808 zwei Taufend zurück, die der Männer um mehr als drei deutlich zu unterscheiden, was in der Seele des Volkes Die Wollzeugfabritation beschäftigte 1881 115 808 Taufen( 1871: 38762, 1881: 35 436), die Beiber verging. Erziehung und Lebensweise ließen diesem die Personen. Hier ist der Umwandlungsprozeß in der zu nehmen um 1,4 Tausend zu( 1871: 62460, 1881: Dinge in einem Lichte erscheinen, das... anderen Menschen sammensetzung der Arbeiterschaft ebenfalls rasch vor sich 63 801). gegangen. 1871 famen nur 79 Frauen auf 100 Männer, Aber wenn der Arme und der Neiche kein gemeinAuch die Flanellindustrie zeigt dieselbe Entwicklung; fames Interesse, keine gemeinsamen Beschwerden, keine das männliche Element war also das vorherrschende. Ein bei einer Gesammtabnahme von 1158 auf 1126 verJahrzehnt später stehen 100 Männer nicht mehr 79, son- mindern sich die Männer von 782 auf 656, vermehren gemeinsamen Angelegenheiten mehr haben, dann wird die dern 102 Frauen gegenüber, es haben also die Frauen sich die Weiber von 376 auf 470. Finsterniß, die den Geist des Einen dem des Andern verdas Uebergewicht gewonnen. In der Strumpfwirkerei finden wir 1881 nahezu birgt, unergründlich, und diese beiden Menschen könnten In der Kammgarn- und Tu ch- Industrie, welche zwei Tausend Weiber mehr( 1871: 19 671, 1881: emig neben einander wohnen, ohne jemals sich zu durchschauen. bei der letzten Zählung 99 237 Personen aufwies, ist die 21 510), dagegen 3,5 Tausend Männer weniger( 1871: Man wird betroffen, wenn man sieht, in welcher Frauenarbeit eine besonders starke. Während in der Woll- 22 367, 1881: 18 862); seltsamen Sicherheit alle diejenigen, die auf den höheren zeugfabrikation 102 weibliche auf 100 männliche Arbeiter tamen, entfallen hier nicht weniger als 180 Frauen auf( 1871: 5986, 1881: 6185), 1,5 Tausend Männer weniger und sie unter einander von den„ Tugenden des Volkes" bei den Luxuswaaren zwei Hundert Weiber mehr und mittleren Stufen des Gesellschaftsgebäudes standen, 100 Männer. Aber auch hier war früher das Weber( 1871: 5986, 1881: 6185), 1,5 Tausend Männer weniger noch beim Beginne der französischen Revolution lebten, ( 1871: 2850, 1881: 1388); gewicht kein so starkes, noch 1871 war das Verhältniß erst 162: 100. sich die Teppich fabrikation mit ihren 13 985 Personen bei den Messer und Scheerenschmieden eine Zunahme durch stärkere Betheiligung der Männer aus. Sie ge- der Weiber( 1871: 1213, 1881: 1583), eine Abnahme währte 1881 8795 Männern und 5190 Frauen Brot. der Männer um 1,5 Taufend( 1871: 18 131, 1881: Aber auch hier macht sich die Tendenz geltend, die Frauen- 16 651); arbeit auf Kosten der Männerarbeit zu bevorzugen, denn * * in der Spielzeugindustrie ebenfalls eine, freilich geringe reden hört, ſeiner Sanftmuth, seiner Ergebung, seinen Abnahme der Männer( 1871: 1276, 1881: 1099) neben unschuldigen Vergnügungen, als schon das Jahr 1793 Den erwähnten Textil- Induſtrien gegenüber zeichnet einer Zunahme der Weiber( 1871: 1226, 1881: 1233); unter ihren Füßen glühte. Lächerlicher und doch schaudervoller Anblick! Tocqueville, Das alte Regime. Man sagt den Arbeitern nach, sie seien nicht reif, Politik zu treiben, weil sie nicht gebildet seien; sie bei den Feilenschmieden eine Abnahme der Männer müßten erst zum Verständniß der großen Fragen heranwährend 1871 100 Männern 47 Frauen gegenüberstehen, um mehr als zwei Hundert( 1871: 7980, 1881: 7761) gebildet werden, und damit dies gelänge, müßten sie fein kommen 1881 bereits 59 Frauen auf 100 Männer. neben einer Zunahme der Weiber( 1871: 1021, 1881: mit dem ABC anfangen und sich gedulden, bis sie alles Wir gelangen weiter zur Seiden- und Band- In- 1206); wohl begriffen hätten. duſtrie. Hier überwiegen die Frauen 1881 gar mit bei den in der Verarbeitung von Fetten, Därmen, Darin liegt wieder jene abscheuliche Verwechslung 124 pGt. die Männer, während 1871 immer noch 208 Knochen Beschäftigten eine Abnahme der Männer um ein von Bildung und männlicher Reise. Frauen auf 100 Männer famen. Tausend( 1871: 10 258, 1881: 9266) neben einer 3uWir wenden uns nunmehr zu der eigentlichen Benahme der Weiber um mehr als 250( 1871: 876, eines der höchsten Güter, nach welchen wir streben können, Bildung! Wie schön ist das Wort! Es bezeichnet kleidungs- Industrie, in welcher insgesammt etwa eine 1881: 1135). wenn es nicht die höchsten alle in sich schließt. Million Menschen, nämlich 404 096 Männer und 644 438 In der Schuhmacherei vollzieht sich diese gegen- Und doch darf es keine, wenn auch nur vorüberFrauen ihr Unterkommen finden. Hier zeigt sich in der fäßliche Bewegung in ungewöhnlicher Raschheit; einer Ab- gehende Scheidewand bilden zwischen berechtigten Menschen Schneiderei und selbst in der Schuhmacherei emnahme der Männer um 16,6 Tausend( 1871: 197 465, und unberechtigten: Selbst wenn Du Bildung im höchsten rasches Vordringen der weiblichen Elemente. 1871 fonim 1881: 180 884) steht gegenüber eine Zunahme der Weiber Sinne des Wortes befizest, ist Dein Mitmensch Dir gegeneine Schneiderin auf drei Schneider. 1881 finden wir bereits halb so viel Schneiderinnen wie Schneider. Die um 9,7 Tausend( 1871: 25 900, 1881: 35 672). Und weiter giebt es eine ganze Reihe von Industrien, solange die Kette halten will oder Du anerkennst Anfertigung von Schuhen und Stiefeln ist noch immer wo die Gesammtzahl zwar allmählich sich erweitert, ihn als freien Mann, und in der Hauptsache als ebenhauptsächlich in den Händen der Männer, aber ihre domi die Männer aber trotzdem eine Einbuße erfahren. Der bürtig. Das Gängelband gehört nicht in Deinen Umgang nirende Stellung büßen sie doch allem Anschein nach allmälig ein. 1871 ist das Verhältniß zwischen Frauen und Benſus von 1871 und 1881 weist auf: Männern wie 13: 100, 1881 20: 100. 3 193 Total Männer Es ist eine große Reihe von Gewerben, in denen heute bereits die verwendeten weiblichen Arbeiter zahlreicher Schneiderei. find als die verwendeten männlichen. • Baumwollmanufaktur. 1871 468 142 1881 487 777 1871 149 864 160 648 1881 188 272 185 410 111 843 107 668 Die Männer nehmen in vielen Industrieen im Tuch- und Schnittwaarenhändler raschesten Maße ab, sie nehmen oft ab, während die weiblichen Arbeiter an Zahl konstant bleiben, ja schnell Barchentindustrie 1871 74 337 55 225 1881 82 362 53 581 1871 7372 1881 8187 3 011 zunehmen. So finden wir Knopfindustrie. 1871 5 811 2372 1881 6.407 2 286 687 284 + 1881 729 234 . 1871 1881 Verarbeitung v.Rohr, Stroh 1871 1881 1871 1881 11 695 11 751 16 860 17 909 45 122 46 596 10 294 9 658 15 756 15 334 29 169 28 719 zwischen 1861 und 1871 in der Woll- und Kamm Stecknadelfabrikation. 1871 garnindustrie ein Steigen der gesammten Arbeiterschaft von 238 814 auf 253 490, ein Sinken der Männer von Seilerei 132 942 auf 128 984; + in der Baumwoll- und Flachsindustrie ein ganz geringes Sinken der Gesammtzahl, nämlich von 563 014 Jrdene Waaren auf 562 015; ein enormes Sinken der Männer von über kein Kind. Entweder Du erniedrigst ihn zum Sklaven mit Männern, und wenn Du ihnen gegenüber ein Riese Weiber an Kenntnissen wärest. 279 870 302 367 38 021 52 980 19 112 28 781 4179 5 176 3 459 4121 403 495 1401 2093 1104 2575 15 953 17 877 238 643 auf 223 217; die Männer unter 20 Jahren Es trat hiernach ein: nehmen wiederum am geringsten ab( 1861: 82 250, 1871: in der Knopfmacherei ein Steigen der Gesammtzahl 78 415), die Männer über 20 Jahren am meisten( 1861: um etwa 600, eine Abnahme der Männer um 50, eine 156 393, 1871: 144 802); dafür hebt sich die Zahl der Zunahme der Weiber um 682; Weiber von 324 371 auf 338 798, die der Weiber über 20 Jahren von 189 441 auf 200 171. Wie vollends, wenn nun die ganze Bildung", die sich eine so vornehme Rolle anmaßt, weiter nichts ist, als jene Politur der Erscheinung und der Rede, welche sich gegenwärtig oft mit vollendeter Hohlheit verbindet? Wie, wenn Eitelkeit und doktrinäre Verblendung den Gebildeten unfähig gemacht haben, einfache Wahrheiten einzusehen, die das Volk im Leben gewissermaßen mit Händen greift? Wir wollen nicht leugnen, daß die Arbeiter nicht immer Gewandtheit genug haben, alle Feinheiten einer Interpretation der Verfassung zu folgen oder in diplomatischen Noten zwischen den Zeilen zu lesen. Es ist aber auch gar nicht nöthig, daß der Staat, der Allen gehört, mit solchen Kniffen verwaltet werde. Wohl aber ist es nöthig, daß eine Berücksichtigung der Bedürfnisse des Arbeiterstandes in der Gesetzgebung durchgesetzt, daß das Recht zu Gunsten der Unbemittelten reformirt werde, daß die ganze Richtung der öffentlichen Thätigkeit mehr auf das Wohl der Massen hingelenkt bei der Seilerei bei fast konstanter Gesammtzahl eine werde. Lange, Arbeiterfrage. Abnahme der Männer um 636, eine Zunahme der Weiber Wie die Noth die beständige Geißel des Volkes ist, Speziell bei der Herstellung wollener Stoffe nahmen um 692; die Weiber um fast 8000 zu, trotzdem ist hier die Gesammt- in der Rohr- und Strohindustrie ein Anwachsen der so ist die Langeweile die der vornehmen Welt. ziffer zurückgegangen, weil an 10 000 männliche Arbeiter Gesammtzahl um 1049, eine Abnahme der Männer um überflüssig wurden. 422, eine Zunahme der Weiber um 1471; in der Thonwaarenindustrie eine Zunahme der Ge* * * * * Schopenhauer. Armuth schändet nicht" ist ein Sprüchwort, daß alle mehrung der Gesammtzahl eine Abnahme der Männer sammtheit um 1474, eine Abnahme der Männer um 450, Menschen im Munde führen und keiner im Herzen. Rozebue. eine Zunahme der Weiber um 1924; In der Baumwollmanufaktur finden wir trotz Verum 9300. Politische Nachrichten. Gewerkverein der Streichhölzchenmacherinnen in London dualistischen" Anarchisten", welche das Blatt„ The Anardie überaus rührige sozialistische Rednerin Frau Annie chift" herausgeben. Alle drei mögen zusammen etwa 1000 Besant und der Londoner Gewerkverein der vereinigten Mitglieder zählen. Beherrscht aber wird die sozialistische Das Ergebniß der preußischen Landtagswahlen Maschinenbauer wählte einstimmig Herrn John Burns, den Bewegung von der Wahlpolitik betreibenden Sozialwird sich erst nach der Wahl der wirklichen Abgeordneten hervorragendsten Führer der„ Sozialdemokratischen Föde- demokratischen Föderation", welche in London 20, schärfer bestimmen lassen. Vorläufig ist festzustellen, daß ration" zu seinem Vertreter." Während die Stimmabgabe in dem übrigen England und in Schottland über 40 weder der Freisinn seine Hoffnungen auf Mandatsver- der fünf ausländischen Vertreterschaften auf dem Kongresse Zweigvereine mit zusammen 9000 Mitgliedern hat. Auf mehrungen, noch Fürst Bismarck seinen Wunsch nach einer zweifellos im Sinne des Sozialismus erfolgen wird, wird demselben parlamentarischen" Boden wie die Föderation" festen und alles überwiegenden nationalliberal- oder frei die englische Vertreterſchaft sich zum Mindesten nicht ein- stehen dann noch eine Anzahl sozialistischer Lokalvereinikonservativen Mittelpartei verwirklicht sehen wird. Das müthig im entgegengesetzten Sinne äußern, und es ist gungen in London, welche zusammen etwa 1500-2000 Volk sieht der schließlichen Entwicklung mit vollständigstem hiernach wahrscheinlich, daß die Hoffnungen, welche die Mitglieder muſtern mögen. Hiernach würde es zur Zeit Gleichmuthe zu, am 30. Oktober dürften noch nicht ein:" Föderation" auf den Kongreß setzt, daß derselbe wesent- also in Großbritannien zwischen 11 000 bis 12000 or= mal 12 Prozent aller Wähler ihr„ Recht" ausgeübt ich dazu beitragen werde, dem Sozialismus in England ganisirte Sozialisten aller Schattirungen geben. die Wege ebnen zu helfen, sich nicht ganz als eitel er= weisen werden. Bei diesem Stande der Dinge ist es Verboten auf Grund des Sozialistengesetzes wurde Der am nächsten Dienstag in London zusammen- angebracht, einen Blick auf die gegenwärtige Entwicklungs- Druck und Verlag von L. Hübscher, Hottingen, welche sich als die Broschüre:„ Nathschläge für die sozialistische Agitation", tretende Internationale Gewerkschaftskongreß" stufe der sozialistischen Partei Englands zu werfen. eine vermehrte Auflage der von der Königlichen Streishauptmannwird in Wahrheit ein internationaler Sozialisten kongreß Von den beiden Hauptgruppen, in welche die Partei sich schaft zu Leipzig am 26. November 1885 verbotenen nichtperiodiſchen sein. Ueber 40 Gewerkschaftsbevollmächtigte aus Holland, scheidet, wird die sogenannte revolutionäre von der„ par- Druckschrift:„ Rathschläge für das politische Leben mit besonderer Belgien, Frankreich, Italien und Spanien haben, nach der lamentarischen" an Umfang und Einfluß ganz bedeutend Berücksichtigung der Reichstagswahlen" Zürich 1885, darstellt." Einen guten Anfang mit der Konfiskation der „ Voss. Ztg." ihre Anmeldeschreiben an den Kongreß- Aus- übertroffen. Die erstere hat ihren Mittelpunkt in der Güter der todten Hand haben neuerdings auch die Vereinigten schuß eingesandt, und fast alle diese Vertreter sind ausge- Sozialist League", welche nur 800 Mitglieder zählt; es Staaten gemacht, indem sie in den letzten Tagen der Mormonensprochene Sozialisten. Aber auch unter den in etwa gehören dazu ferner noch mehr oder minder die um den Kirche all' ihren Besitz wegnahmen, ausschließlich der zum„ Gottesgleicher Stärke ernannten englischen Kongreßmitgliedern Fürsten Krapotkin, den Italiener Merlino und die Bankiers- dienſt" dienlichen Gebäude. Der Werth des zu Gunsten der Vereinigten Staaten konfiszirten Gutes soll eine Million Dollars, vier befindet sich ein gutes Drittel zum Theil wohlbekannter frau Wilson sich gruppirenden kommunistischen Anar- Millionen Mark, übersteigen und geschehen ist die Beschlagnahme Sozialisten. So entsandte z. B. der jüngst erst gegründete chisten" der Monatsschrift Freedom", sowie die indivi- auf Grund eines vom Kongreß erlassenen Gesetzes. haben. " Da wir Montag Vormittag nach Sankt Rumelo abreisen, so sagen wir allen Freunden und Genossen ein herzliches Lebewohl! Jänicke, Buck, Nuske, Hoffmann, Braun, Scholz, Rabe. Restaurant von F. Mitan. Wienerstrasse 31. vis à vis vom Görlitzer Bahnhof. 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Von der Broschüre: Die Arbeiter und die Landtagswahlen in Preussen. Nach der Nede von May Schippel. Gehalten in der Tonhalle am 16. Oftober 1888. Verein der Sattler und Fachgenossen. Heute, Sonnabend, 3. November, Abds. 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandandenhaben wir wegen der fortgesßzten Bestellungen von Auswärts eine Neuauflage ſtraße 77-79. veranstaltet. Einzelpreis 15 Pfennige. Bezugspreis für Spediteure 10 Bfg., bet großen Bestellungen entsprechender Rabatt. Auch zu beziehen durch die Expedition des„ Berliner Volksblatt", Berlin, Zimmerstraße 44. Sofortigen Bestellungen entgegensehend Die Expedition der„ Berliner Volkstribüne" Soeben erschienen: Berlin SO., Oranienstraße 23. Rede des Reichstagsabgeordneten W. Liebknecht über Die Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter. Nach stenographischen Aufzeichnungen. Der Preis der Broschüre ist äußerst gering. Bestellungen nimmt entgegen Albert Schmidt, Wurzen( Sachsen) Schrotstraße 7. Die seit 1877 bestehende, weitbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157. Invaliden- Strasse 157, neben der Markthalle, verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- u. Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Spezialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. Neu! Der Volksfreund gehalten wie die Neue Welt. Die französische Revolution von W. Blos. liefert die Buchhandlung von frei ins Haus. R. Kohlhardt, Brandenburgstrasse 56 Fritz Kunert No. 44 Prinzenstrasse No. 44 ( zwischen Moritzplatz und Sebastianstrasse.) Cigarren, Tabake, Cigarretten. Begründet am 1. Oktober 1887. Fachverein der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen. Sonnabend, den 10. November, grosses Tanzkränzchen in den festlich dekorirten Räumen der Bürgersäle 96. Dresdenerstraße 96. Anfang 8 Uhr. Entree für Herren 60 Pf., Damen 40 Pfg. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. NB. Billets find Montags Abends in den Versammlungen Annenstraße 16 und bei sämmlichen Cigarren u. Tabake Borstandsmitgliedern zu haben. reichhaltiges Lager bon C. Klein. 15. Ritterstraße 15. Daſelbſt Zahlſtelle der Gürtlern.Bronceure(&. 5.60.) Königsberg i. Pr. Abonnements für die Berliner Volks: Tribüne übernimmt Am 1. Oktober eröffnet: Neu! Kaffee- Lokal verbunden mit ( neu renovirt) Weiss- und Bairisch- BierAusschank. Für vorzüglichen Mittags- und Abendtisch, sowie gute Getränke ist bestens gesorgt. ,, Volfstribüne" und Volksblatt" liegen aus. Heinrich Hoffmann, Kaiserstrasse 4. Versammlung Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Aßmann:„ Der Mensch, das Produkt seiner Erziehung." 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Unterstützungsverein der Maurer Berlins. Dienstag, d. 6. d. M., Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10, Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag: Was lehrt uns die Statistik." Referent Herr Wernau. 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisoren pro Oftober. 4. Abrechnung vom Kränzchen. 5. Unterstützungs- und Vereins angelegenheiten. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist erwünscht. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Sonnabend, d. 3. November, Abends 8 Uhr, Jahrestag des Arbeitsnachweises: Gemüthliches Beisammensein. im Lokale des Arbeitsnachweises, Alte Jakobstraße 38. Der Vorstand. Verband deutscher Mechaniker und verwandter Berufsgenossen. ( Zahlstelle Berlin.) Versammlung am Mittwoch, d. 7. November, Abends 82 Uhr, bei Lammers, Kommandantenstr. 71-72. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragefasten. Tagesordnung: Um zahlreichen Besuch bittet. Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Montag, 5. November, Abends 8½ Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28, Außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und unsere Ziele Referent: Th. Glocke. 2. Berathung eines Flugblattes. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Billets zu dem in Jordan's Salon am 17. November stattfindenden Kränzchen werden in der Versammlung, sowie anf allen Zahlstellen ausgegeben. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler Deutschlands. ( Ortsverwaltungen Berlins.) Der Arbeitsnachweis verbunden mit Verkehrslokal und Herberge befindet sich im Restaurant, Klosterstr. 98. Die Ausgabe der Adressen findet statt: an den Vormittag von 10-11 Uhr Wochentagen von 812-92 Uhr und Sonntag unentgeltlich für Mitglieder, desgl. für Nichtmitglieder der Bereinigung. Wir ersuchen um rege Benutzung des Arbeitsnachweises; gewissenhafte Leitung ist unsere Pflicht! der Miether des Nordens Berlins. Mittwoch, den 7. d. Mts., Abends 8 Uhr, Schönhauser Allee 156( Deutsches Volkstheater) Vortrag des Herrn Grothmann. Der Vorstand. Druck und Verlag: T. Posekel, Berlin 2. O., Dranienstraße 23. Frau Godau, Polnische Gasse 10. Frau Godau, Bolnische Gasse 10.Aufnahme neuer Mitglieder. Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin. Die Arbeitsvermittelungskommission. 0 де I= f " FOXE 0 it C= == It er r en [= LETS = = er e تو t= er . 11= r= ent. 一 Er t. Sr, d. I. hr, ele m en anf nd. erge den tag lich der ing ift on. № 44. Beiblatt zur„ Berliner Volks- Tribune". Eine Dorfgeschichte. Soziales Bild aus Rußland. Von G. Gorbunoff. ( Fortsetzung.) Sonnabend, den 3. November 1888. II. Jahrgang. das ganze Dorf schrieb Sascha Briefe und wurde deshalb belästigte, so war er doch nie unfreundlich, antwortete ihr, als ganz besonders gelehrt angesehen. so gut er konnte, sprach mit ihr und sogar viel mehr, Ihr Lieblingswunsch war weit, weit aus dem als er je mit der Frau gesprochen. Nie hatte er auch Dorfe wegzugehen. Was sie von einem solchen Leben nur die geringste Andeutung gemacht, daß Sascha ihm außerhalb des Dorfes erwartete, konnte sie nicht sagen. zur Last falle. Eigene Kinder hatten sie nicht. Und nun Und doch malte ihre Einbildungskraft ihr ein solches Leben sollte er Sascha aus dem Hanse jagen wollen! Das mit den glänzendsten Farben aus jedoch ohne bestimmte Mädchen sei ja auch noch gar zu jung und zu dumm; sie „ Was Du doch für sonderbare Gedanken haft, Sergei unbestimmt, so unbeschreiblich, so märchenhaft... Ja noch so geringe Kräfte Was Du doch für sonderbare Gedanken haft, Sergei Vorstellungen damit zu verbinden. Dies Leben war so versteht ja noch gar keine häuslichen Arbeiten, hat ja auch Ja noch so geringe Kräfte da ist es ja noch gar nicht an Jvanitsch", spricht Maria Nikolajefna, die Lehrerin. Mit diesen Gedanken haben sich schon Viele Kopfzerbrechen märchenhaft, etwa ebenso Schönes und im Voraus gar der Zeit für sie, an's Heirathen zu denken. gemacht und sich damit abgequält; Einige haben Gesell- nicht zu Beschreibendes!... Unterdeß sang Nikolai mit noch lauterer Stimme als schaften, Vereine gegründet, solche Vereine, wo Alle arbeiten und dann alles in gleiche Theile theilen. früher und noch eifriger seine Lieder, während er emsig Anfangs ging es gut, doch endigte es gewöhnlich damit, daß zuletzt doch Arbeiter genommen wurden." Und Maria Nikolajefna fängt ihm an zu erzählen, Alles, was sie nur von verschiedenen Genossenschaften, Arbeitervereinen u. d. m. weiß. ,, Also", beschließt Sergei Jvanitsch,„ gicbt es auf der ganzen, weiten Welt solch' einen Ort, wo die Leute leben so, wie die Gerechtigkeit es erheischt?" am Webestuhle arbeitete: „ Es eilten die drohenden Wolfen am Himmel Und schütteten die strömenden Negen" An diese Frau nun, an Pologeja Jvanojna, hatte ich Alexei Petrovitsch mit seiner Bitte gewandt, und sie hatte versprochen, die Angelegenheit in ihre Hände zu nehmen. Vor allen Dingen machte sie sich nun an die Nichte, lud sie öfter zu sich ein, fing ihr an vorzureden, wie schön es sei, in einem reichen Hause zu leben, wie sie selbst ja keine Noth und Sorgen kenne. Sascha könnte ja auch so leben, wenn sie nnr Alerci Petrowitsch heirathen wolle. Dazu sei Sascha so fein und zart, ihre Hände so Hör' doch einmal mit dem ewigen Grölen auf läßt sich die gereizte Stimme von Anna Micheilofna hören. „ Laß ihn doch singen", mischt sich Sergei Ivanitsch hinein. klein und schwach sie könnten ja nie und nimmer den Wenn er Lust dazu verspürt, laß ihn singen und schweren eisernen Topf aus dem Ofen heben. Wenn fröhlich sein." Sascha aber einen Bauern heirathen würde, so müßte sie Und dabei sicht er den Nikolai so gedankenvoll an. ja alles selbst thun. Die Zeiten sind so schlecht; die So vergingen drei Jahre. Sascha war schon 15 Jahre Fransen kommen aus der Mode, und es fällt Einem schwer, hören, sich zusammenthun, Gemeinden bilden... Siche, alt geworden, und obgleich fie gewachsen war, so machte das tägliche Brod zu verdienen. Da heißt es arbeiten bei uns sind ja auch solche religiöse Gemeinden-die sie doch lange noch nicht den Eindruck eines erwachsenen ohne Ende, von Morgens früh bis Abends spät- und Mädchens. Sie war noch eben so mager und feingebaut oa verdient man mit solcher Arbeit kaum das trockene Doch, Sergei Jvanitsch; es giebt solche Drte. Das geschieht, wenn Leute, die einer besonderen Sekte angeMachsorden z. B... Ideale. " Geschenk mit " Ich spreche ja aber gar nicht von den Mönchen", und ihre dunkeln großen Augen blickten noch so träumerisch Brod. Alexei Petrowitsch sei aber ein reicher Mann. Im jagt Sergei Ivanitsch, die Mönche ziehen sich vom Leben und nachdenklich. Mit jedem Tage jedoch wird sie hübscher Hause halten sie dort eine Magd, welche alle schwere zurück, sie wollen ihre Seelen retten, indem sie sich von und hübscher. Wenn sie an den Abenden, wenn die Leute schmußige Arbeit verrichtet! Was that's, daß er nicht den Menschen, von dem wirklichen Leben zurückziehen. Feierabend gemacht, durch's Dorf geht, so schauen die jung ist! Seine junge Frau würde er besser hegen und Ich frage nach solchen Menschen, die in der Welt leben, jungen Burschen ihr lange nach. Aber Sascha bemerkt sie pilegen, als irgend ein junger Bursche es thun würde. mit allen Menschen zusammen und doch die Gebote der nicht und lebt nach wie vor in ihrer Traumwelt, die sie Er würde sie wie eine Puppe aufpußen, wird ihr alles Nächstenliebe halten." sich geschaffen und all ihr Sinnen und Trachten ist darauf zu Gefallen thun, sie überall mit sich nehmen nach Moskau, Alle solche Unterhaltungen gaben Eergei Ivanitsch gerichtet, aus dem Dorfe hinaus in die Welt zu gehen, nach Nischni- Novgorod, in die anderen Städte längs der durchaus keine Befriedigung. Maria Nikolajefna versuchte, weit, weit weg von all dem, was um sie herum ist. Und Wolga herunter mit dem Dampfschiffe. Dann würde er ihm aus Büchern vorzulesen, in denen von Vereinen und plöglich bietet sich ihr dazu Gelegenheit. sie in's Theater, in den Zirkus mitnehmen. Und was Genossenschaften die Rede ist, doch sah sie jedesmal sehr Vor einigen Jahren war der Bürger eines kleinen würde sie nicht Alles zu sehen bekommen! Und wie viel bald ein, daß solche Bücher weder ihrem Inhalte, noch Kreisstädtchens nach dem Dorfe Klimoska übersiedelt, und Bücher könnte sie lesen! O, so viel sie nur wollte. Jedesihrer Ausdrucksweise nach seinen Anforderungen entsprachen. hatte dort eine Appretur: Fabrit errichtet. Es war ein mal, wenn zur Stadt gefahren wird, bringen sie Zeitungen Sergei Ivanitsch hatte ganz bestimmte Vorstellungen und wohlhabender, ja man konnte sogar jagen reicher Mann; mit. Sogar die Extra- Telegramme, wenn welche herausEr sagte geradezu: der Gerechtigkeit nach leben seinen Hausstand hatte er derart eingerichtet, daß er eher gegeben werden, kaust man dort, wenn sie auch noch so heißt, daß alles gemeinschaftlich sei. Jeder soll dem Hausstande eines Kaufmannes glich, als wie es dem theuer sind. Leßthin haben sie sogar ganze 20 Ropeken arbeiten, soviel seine Kräfte erlauben. Niemand darf Noth Stande, dem er angehörte, in Rußland zukam. Er ließ dafür ausgegeben! leiden, Niemand soll Grund haben, den Andern zu beneiden. sich nichts abgehen und ging nur mit dem Geistlichen und Mit gespannter Aufmerksamkeit hört Sascha solchen Es muß weder Arme noch Knechte, noch Lohn- den allerreichsten Bauern der Umgegend um. Reden zu und jemehr sie dieselben hört, desto mehr gefallen arbeiter, noch Unternehmer geben. Dann wird Er hatte zwei Söhne, von denen der älteste versie ihr. Wenn sie Alerei Petrowitsch heirathet, so wird Keiner den Andern bedrücken können; dann würde es auch heirathet war. Der jüngste, obschon über dreißig Jahre er ja auch wirklich sie mitnehmen und sie werden so viele keinen Krieg mehr geben; es gäbe ja keinen Grund, sich alt, war noch immer ledig. Schon oft hatte ihn der Reisen machen, weit, weit. Und was wird sie dann zu bekriegen, da Niemand ein besonderes Eigenthum hätte. Vater verheirathen wollen, doch bisher hatte der Sohn nicht Alles zu sehen bekommen! Und dann, dann geschieht Alles muß gemeinschaftlich sein der Boden, der Wald, ihm immer Widerstand geleistet. Er machte fortwährend gewiß etwas so Schönes, so Unerwartetes- etwas das Wasser... Er wollte nur eines wissen: ob es Geschäftsreisen nach Moskau, Nischni- Novgorod und anderen was sie schon jetzt vor freudiger Erregung schauern machte möglich sei, und auf welche Weise es möglich wäre, all' Städten, führte ein ziemlich wüstes und unordentliches etwas so Besonderes, was sie sich jetzt noch gar nicht dieses auszuführen. Leben, obgleich man ihn kaum einen Trunkenbold nennen ausdenken kann. Und wieder grübelte Sergei Jvanitsch weiter und konnte. Einst hatte er, als er zufällig einmal wieder zu zerbrach sich den Kopf, was man thun müsse, damit die Hause war, Sascha gesehen, und sie hatte einen solchen saß und ihren Beschreibungen zuhörte, Alerei Petrowitsch Dft geschah es, daß, während sie so bei der Tante Ueberzeugung von der Nüglichkeit eines solchen gemein Eindruck auf ihn gemacht, daß er beschloß, sie zu heirathen. wie von ungefähr hinkam. schaftlichen Lebens in den Verstand und in das Herz Bald darauf traf es sich, daß er auf dem Wege nach der wie von ungefähr hinkam. Immer hatte er irgend ein Nüsse, Pfefferkuchen, Bonbons, Aepfel aller Menschen tief eindringe. Er war feft überzeugt, Stadt mit Anna Michailofna zusammentraf, die zu Fuß oder dergleichen. Aber, wenn Sascha von ihren Träumereien, daß Bücher und Worte hier Nichts ausrichten werden. denselben Weg ging, auf dem er gefahren kam. Er bot ihr an, sie in seinem Wagen hinzufahren. schreckte und den Alerei Petrowitsch betrachtete, verslog in die sie die Erzählungen der Tante versenkt, dann aufDie Bekanntschaft mit Maria Nikolajefna, schien es, hatte viel dazu beigetragen, die Bedeutung der Bildung Den ganzen Weg sprach er mit ihr von Sascha, und be- dieſe Stimmung unverzüglich und Alles, was die Tante und des Wissens in seinen Augen herabzuseßen, da er aus redete sie, ihm Sascha zur Frau zu geben. Anna Michailojna ihr für die Zukunft in Aussicht gestellt, erschien ihr minder all den Gesprächen mit ihr die Ueberzeugung gewonnen war über die Maßen verwundert. Was, Sascha und begehrenswerth. Der Alerei Petrowitsch hatte einen so hatte, daß, obgleich es auch unter den gebildeten Leuten beirathen! Sie ist ja nicht einmal 16 Jahre alt! Sie merkwürdig häßlichen, kalten Blick, seine Gestalt war so folche gegeben hatte, welche dieselben Gedanken gehabt, wie gleicht ja gar nicht einem erwachsenen Mädchen. Sie ist groß, so plump, so ungeschickt, er jah so verlebt und ab= er, der ungebildete Bauer, daß aber ihre Bildung, ihre so klein und zart, so gebrechlich, ein reines Kind. Sie getragen und sein Lachen klang so besonders, so frech. Kenntnisse, ihr Können alle diese Gedanken auf's Schönste habe es ja gar nicht nöthig, jetzt schon zu heirathen, jetzt, Doch sobald er wieder gegangen war, und Sascha sich auszudrücken, sie drucken zu lassen, und all' ihre Versuche, in solchem Alter! Es ist ja noch Zeit genug da, um all ſelbſt überlassen, so fing ihre Einbildungskraft an, ihr sie im Leben durchzuführen- doch zu gar keinen Resultaten die Leiden und den Kummer des Lebens kennen zu lernen. wieder verlockende Bilder vorzumalen. Bilder weiter Doch Alexei Petrowitsch hatte es sich einmal in den Reisen, eines neuen, schönen, ungewohnten Lebens, süßer Und Maria Nikolajefna selbst galt ihm als Be- Kopf gefeßt, Sascha zu heirathen, und diesen Vorsatz wollte unbestimmter Empfindungen Im Grunde war ihr Sie hatte doch so Vieles er durchaus ausführen. Es hieß eben nur andere Wege jetzt auch nicht im Mindesten an Alerei Petrowitsch selbst stätigung seiner Meinung. gelesen, wußte so viel darüber zu erzählen und doch finden, und diese hat er bald gefunden. etwas gelegen Anna Michailofna hatte einen Bruder, der von seiner Reben ohne Noth und Sorgen, die Reisen nach weit- nur sein schön eingerichtetes Haus, ein berührten sie diese Fragen so wenig. Sie fagte ja geradezu: es ist so viel darüber nachgedacht worden, so viel geschrieben, frühsten Jugend in der Stadt lebte. Erst war er Laden entfernten Orten, die unbekannten Vergnügungen, die Bücher, so viel versucht und nichts herausgekommen, wenigstens junge gewefen und hatte darauf so sehr das Zutrauen Zeitungen, Bilder und dies Lettere, Alles hatte für Und seines Chefs gewonnen, daß derselbe ihn als Vertrauens ie Reiz und verlockte sie. nichts als wieder Worte, Worte und Worte darüber hat sie sich beruhigt. Sie sucht nicht weiter nach mann in seinem Geschäfte behalten. Die Frau dieses Sie können sich kaum vorstellen, Maria Nikolajefna", Wahrheit... Sie lebt ruhig und gleichgültig weiter... Bruders, aus dem Moscheiskischen Kreise gebürtig, lebte Maria Nikolajefna verließ endlich im Herbst das mit ihren Kindern im Dorfe Klimoffa, wo ihr Mann ein beklagte sich Anna Michailofna, als sie wieder einmal in Dorf- und das Leben im Dorfe ging seinen gewöhnlichen hübsches Haus aufgebaut hatte. Da sie ihr eigenes kleines der Stadt war, was die Schwägerin, aus dem Mädchen Gang. Sergei Zvanitsch arbeitete und grübelte und quälte Vermögen hatte und der Mann auch gut verdiente, so gemacht hat! Sie lebt gar nicht mehr zu Hause, sondern fich mit seinen Gedanken und befragte die Leute, die bei lebte sie verhältnißmäßig recht wohlhabend. Da fie viele bleibt tagelang weg. Bald ist sie bei der Tante, bald dem Durchgange durchs Dorf bei ihm einkehrten. Anna müßige Zeit hatte, so liebte Pologeja Ivanofna sehr, in bei der Großmutter, dann geht sie tagelang im Walde Micheilofna lief wie früher, ohne Nast und Ruh den fremde Angelegenheiten sich zu mischen und ihr Ansehen berum, dann Werfte weit in andere Ortschaften. Der Raft Sergei Ivanitsch konnte sie nicht Himmel weiß, wo sie herumwandelt. Sergei Ivanitsch ganzen Tag herum; nur daß fie öfter wie früher zur geltend zu machen. Stadt ging. Jedes Mal kehrte sie bei Maria Nikolajefna leiden und ging ihr beständig aus dem Wege. Jetzt auf ist es fogar aufgefallen, er hat sie einmal zur Rede gestellt, ein, trant hastig einige Tassen Thee, erzählte von Sascha, einmal fing fie an, mit der Schwägerin sehr freundlich hat sie beredet, doch mehr zu Hause zu sitzen Sergei Ivanitsch, von verschiedenen Dorfbegebenheiten, läßt zu thun und fing auch Anna Michailofna einzureden an, ist als ob sie gar nicht versteht, worüber man mit ihr spricht." einige Stüde Fransen entweder aus Seide, Chenille, daß es doch Zeit sei, für Sascha's Zukunft zu sorgen, sie Als Polojega Ivanofna ihr Ziel bei Sascha erreicht Baumwolle oder Wolle zurück. Maria Nikolajefna ver- an den Mann zu bringen. Sergei Ivanitsch sei ja nicht kaufte dieselben an ihre Bekannten, und obgleich dies zu ihr rechter Vater, fie ist ja eine Waise, und wenn es hatte, machte sie sich an die Schwägerin. Da ihre Ereinem Preise geschah, der bedeutend niedriger, als der Sergei Ivanitsch einmal einfällt, so kann er sie aus dem zählungen über den Wohlstand und Reichthum von Alerei Petrowitsch, von seiner Liebe zu Sascha, keinen genügenden Preis dafür in den Läden war, so machte dies doch einen Hause jagen. bedeutend höheren Preis aus, als Sergei Ivanitsch sonst Solche Reden schienen Anna Michailofna recht sonder- Eindruck aus Anna Micheilofna gemacht hatten, so änderte bar. Freilich liebte Sergei Ivanitsch das viele Schwaßen sie ihr Vorgehen und fing an, sie mit Vorwürfen zu überdafür beim Verkauf an die Grossisten bekam. daß sie das Glück ihres Kindes vollkommen Maria Nikolajefna schickte Sascha Bücher und Zeitungen. nicht, doch dem Mädchen war er immer gut. Wenn häufen Lettere las Sascha Allen, die zuhören wollten, vor. Für Sascha ihm oft mit ihrem nie enden wollenden Fragenaus dem Auge laffe, was sie später wird verantworten geführt hatten. " 1 .. aber es müssen. Im Gegentheil, sie, Polojega Ivanosna, liebt unangetastet wissen will, sucht es religiöse, nicht aber auch und in der Logik, sondern vor Allem wahre Muster der ihre Nichte und sei bereit, Alles nur Erdenkliche für ihr politische Aufklärung zu verbreiten, so gleicht es dem gewissenhaften, interessenlosen Thatsachenerforschung. Glück zu thun. Falls Anna Micheilofna ihre Einwilligung Bauersmann, welcher seine Saaten auf ungepflügten, Wenn immer sie von den Geseßen reden, welche die zu Sascha's Verheirathung gäbe, würde sie nach Moskau steinigen Boden streut; die Winde verwehen sie nach allen Produktion der materiellen Güter beherrschen, thun sie, gehen, dort bei den reichen Kaufleuten herumgehen und Weltgegenden. als ob der leibhaftige Arbeiter gar nicht da wäre, bei ihnen für die Aussteuer einer armen Braut(!) Geld Denn nur in gesunden staatlichen und gesell- sondern als ob die Arbeit durch die Eingebung des heiligen einsammeln. Sie habe unter den Kaufleuten Bekannte, schaftlichen Zuständen kann der freie Gedanke Geistes vor sich gehe und durch die Flügelbewegung überman tenne ihren Mann, und deshalb würde sie faum gedeihen und sich praktisch verwirklichen; verirdischer Wesen verrichtet werde: die Person der dabei irgendwo eine abschlägige Antwort finden. Der eine nünftige politische und soziale Verhältnisse sind der Boden, betheiligten Arbeiter wird als eine unbekannte Größe würde 25. Rubel, ein Anderer 10, ein Dritter 5 Rubel in welchem die Vernunft ihre Wurzeln ausbreiten, Blüthen ,, eliminirt", d. i. behufs Erleichterung der Darstellung geben und so käme schon eine hübsche Summe zusammen. treiben und Früchte tragen kann. Sind aber die politischen, höchst einfach außer allem Betracht gelassen. Auf diese Weise fönnte man eine schöne Aussteuer rzachen sind die sozialen Verhältnisse so beschaffen, wie sie nicht Natürlich ist es ein ebenso undankbares als unaneine Aussteuer, die einer Kaufmannstochter würdig sei. sein sollten, so kann der freie Gedanke in ihnen so wenig ständiges Geschäft, mit den Lungen, dem Magen, der ( Fortsetzung folgt.) fortkommen, wie der Weinstock in Sibirien... Leber und den Nieren armseliger Proletarier sich zu be= Nicht die Geistlichen tragen die Hauptschuld daran, schäftigen. Da aber nun doch einmal die Produktion von daß die religiöse Aufklärung so langsame Fortschritte der physischen Beschaffenheit, der körperlichen Thätigkeit Ueber halbes und ganzes Freidenkerthum unter dem Volke macht, der Grund liegt viel tiefer. der Arbeiter direkt abhängig ist, so kann die wissenschaftDas menschliche Glück, das menschliche Wohlbefinden liche Erörterung der Produktionsgeseße so wenig den dabei spricht sich unser Stuttgarter Genosse J. Stern in einer ist in hohem Grade abhängig von den ökonomischen betheiligten Arbeiter vernachlässigen, als etwa die Analyse Broschüre( Stuttgart, Ehrmann) aus, aus deren Einleitung Verhältnissen, in denen sich der Mensch befindet. Der des Waffers die geologische Beschaffenheit des Bodens, wir kurz das Folgende hervorheben wollen: Mensch von normaler Leibes- und Geistesbeschaffenheit ist welchem dasselbe entsprungen ist. " Es giebt eine ganze Klasse von modernen Menschen, glücklich, wenn er in wirthschaftlich günstigen Verhältnissen So auch in Betreff der kombinirten"( vereinten) welche sich ungemein freifinnig gebärden, so lange es sich lebt, wenn er eine gesicherte Existenz hat. Im andern Arbeit oder Arbeitstheilung", welche auch aus dem Geum religiöse oder kirchliche Dinge handelt; kommt man Fall kann er zwar unter Umständen auch leidlich glücklich sichtspunkt ihrer Einwirkungen auf den Organismus, aber auf politische Fragen zu sprechen, so ziehen sie ein sein, wenn er ein Philosoph ist wie Sokrates, Diogenes auf das körperliche Regen und Befinden der Arganz anderes Register. Radikal in der Religion, sind sie oder Spinoza; die meisten Menschen aber sind keine beiter gehörig verstanden und richtig beurtheilt werden in der Politik mehr oder weniger reaktionär, oder zum Philosophen und haben auch das Zeug nicht dazu, solche muß. mindesten indifferent. Löwen im Kampf gegen den kirchzu werden. So wenig die Zunftweisheit dies zugeben möchte, ist lichen Aberglauben, auf politischem Gebiete zahme Häslein, Da nun die meisten Menschen in schlechten, prefären, doch dieser Organismus kein anderer, als der allgemein die den herrschenden Mächten aus der Hand essen. Helden schwankenden ökonomischen Verhältnissen leben, das Schiff menschliche, welcher einen engen Zusammenhang verschiede= auf dem Schlachtfelde der Religion, auf dem der Politik lein ihres Glücks fortwährend von Sturm und Wellen ner Einzeltheile darstellt, deren physisches Wohlbefinden feige Memmen. Dem Himmel haben sie längst den Respekt bedroht ist, so haben sie das psychologische Bedürfniß, in gleicher Weise von den Zentralorganen der Athmung gekündigt, vor politischen Autoritäten aber ziehen sie den an eine überirdische Macht zu glauben, die und der Verdauung abhängt. Hut, knieen nieder und beten an. Gott geben sie nicht, ihnen hilft in der Noth, beiſteht in Gefahren, über sie Die Lunge und der Magen, sammt den zu ihrer phywas Gottes, aber dem Zäsar geben sie, was er will. wacht, daß ihr Schifflein nicht verfinke oder an den Klippen Ja, es hat bisweilen den Anschein, als ob sie ihre religiösen und Sandbänken zerschelle. Erweist sich auch dieser Glaube fiologischen Thätigkeit gehörigen Theilen, nehmen an der Keßereien durch um so größere politische Orthodoxie wieder oft genug als trügerisch, so hat er ihnen immerhin den von den Muskeln nach Außen verrichteten Arbeit allergut machen, wieder fühnen wollten. Sie sind Freidenker, Dienst geleistet, daß er ihnen Trost und Beruhigung ein- dings keinen unmittelbaren Antheil; dafür aber liegt ihnen aber nur halbe Freidenker, denn nur über religiöse flößte in schlechten Zeiten und ihren Muth belebte in Zeiten Muskelkraft unterhalten und für die Tüchtigkeit des ganzen die Ausarbeitung aller jener Elemente ob, welche die Gegenstände denken sie frei, über politische Angelegenheiten des harten Kampfes ums Dasein. ist ihr Denken unfrei, bewegt sich ihr Geist in stockgläubigen Da kommt nun aber der Freidenker und beweist den Organismus sorgen. Geleisen. Veuten, daß ihr Jdeal eine Illusion ist und auf thönernen Die Stärke der Verdauungsorgane und die Inten= Verſtändigen wir uns über den Begriff Freidenker- Füßen ruht, daß ihr Glaube ein Aberglaube ist. Manche ſität, mit welcher dieselben ihre Aufgaben verrichten, iſt thum etwas näher. Freies Denken heißt ein Denken, das geben den Gründen Gehör, prüfen, denken nach und lassen daher von der allgemeinen Entwicklung des Organismus sich von allen überkommenen Vorurtheilen sich zur Vernunft bekehren. Aber die Mehrzahl der durchaus abhängig: sie steigert sich, wenn dieser gestärkt, losgemacht hat und unbefangen der Wahrheit Menschen formt ihre Vorstellungen, ihre Ideen, ihre und ſinkt, wenn er geschwächt wird. Ist der allgemeine huldigt, soweit dieſelbe nach dem Stand der Wissenschaft Weltanschauung nicht im Prägstock der reinen Logik, sondern Zustand des Organismus ein unbefriedigender, so büßen erforscht ist. Das freie Denken unterscheidet sich vom des Gefühls. Sie adoptiren Vorstellungen, die ihnen die Verdauungsorgane das Vermögen ein, die nöthige nicht freien Denken dadurch, daß es sich weder von zusagen, auch wenn sie logisch unhaltbar sind, und stoßen Menge Blut zu erneuern, welche von den übrigen Organen Autoritäten, noch von Traditionen imponiren läßt, wie es andere ab, wenn sie ihrem Gefühl widerstreben. zur ungestörten Verrichtung ihrer Aufgaben benöthigt wird. wird. auch alle Fesseln der Gefühls- und Pietätsrücksichten ab- Nicht Gründe bestimmen das Denken der meisten Und genau dasselbe gilt auch von den Athmungsorganen: gestreift hat. Logische Gründe nur sind ihm maßgebend, Menschen, sondern die Neigung, der Wunsch ist der Vater auch sie hören auf, die nöthige Menge Luft einzuathmen die Logik allein ist seine Richtschnur. ihrer Gedanken und ihrer ganzen Weltanschauung. Sie und dem in unsrem Innern beständig vor sich gehenden Solch freies Denken kann sich auf allen Gebieten, glauben das, was sie gerne glauben wollen. Nicht das Verbrennungsprozeß zuzuführen, sobald der Organismus in allen Provinzen des Gedankenreichs bethätigen. Der streng sachliche, interesselose Denken ist ihre Sache, sondern im Allgemeinen geschwächt, abgemattet oder überarbeitet Domherr Copernicus, welcher, entgegen der allgemein das Gefühl redet immer ein Wort mit. Die Physiologie lehrt aber ferner, daß behufs Erherrschenden Ansicht, die Bewegung der Erde um die Sonne Item: Mit unerschütterlicher Zähigkeit hängen die lehrte, war astronomischer Freidenker. Galilei, welcher meisten Menschen noch immer an den religiösen Vor- haltung aller Organe unseres Körpers im gefunden Zuder Ansicht des Aristoteles über den Fall der Körper stellungen, weil diese einem psychologischen Bedürfniß ent- stande ein bestimmtes Maß von Energie oder, was das= erstmals entgegentrat und den Satz aufstellte, die Fall- sprechen, namentlich in den mißlichen oder schwankenden selbe ist, eine bestimmte Thätigkeitsdauer derselben geschwindigkeit der Körper ist von ihrem Gewicht unab- ökonomischen Verhältnissen, in welchen sie leben. Die nothwendig ist: so sehr die Ueberbürdung die Muskeln hängig, war physikalischer Freidenker. Der Philologe religiösen Vorstellungen dienen ihnen gewissermaßen wie schwächt und lahm legt, so gewiß ist ein Mangel an Thätigkeit für dieselben schädlich, indem sie dadurch ihrer Wolf, welcher erstmals behauptete, die beiden griechischen die Krücken dem Lahmen. Epopöen, Jlias und Odyssee, stammen nicht von dem Werden wohl alle Lahmen ihre Krücken wegwerfen, natürlichen Funktion entwöhnt und zur Erfüllung dereinen Dichter Homer, wie man bis dahin geglaubt hatte, wenn man ihnen zu beweisen sucht, daß sie ohne Krücken selben unfähig werden. sondern sie seien das Werk verschiedener Autoren aus besser fortkommen werden, sobald sie sich nur ein bischen So ergiebt sich der erste, so überaus wichtige Grundverſchiedenen Gegenden und Zeiten, war literarhistorischer, mehr anstrengen und zusammennehmen wollten? Ganz saß, daß zur Erhaltung des ganzen Organismus in einem bezw. philologischer Freidenker. Und so könnten noch gewiß werden die meisten es nicht thun. Aber sie werden befriedigenden Geſundheitszustand ein gewisses Maß von hunderte von selbständigen Denkern aufgeführt werden, ihre Krücken wegwerfen, wenn man ihre Lahmheit heilt, Arbeit, gleichmäßig auf die Muskeln aller unserer Organe die sich in ihrem Urtheil von keinem anderen Faktor beein- wenn man ihnen gesunde Beine schafft. Denn alsdann vertheilt, unbedingt nothwendig ist. Der Grundharakter flussen ließen, als von sachlichen Gründen, d. h. haben sie die Krücken nicht mehr nöthig. Das soll heißen: aller dem Gesammtorganismus zuträglichen Thätigkeit von der Erfahrung, von Beobachtung und Experiment, Die freidenkerischen Bestrebungen werden besteht daher darin, daß dieselbe allen unseren Organen und den aus diesen gezogenen streng logischen Schlüſſen. erst dann Erfolg haben können, erst dann wird in möglichst gleichmäßiger Weise die Gelegenheit zur BeNicht Jeder kann epochemachend sein als freier Denker; der freie Gedanke, das freie Wort allenthalben Gehör und wegung verschafft. Und eben dieser Art waren fast alle Arauf allen Gebieten zu eigen machen und von jedem, der politischen und wirthschaftlichen Gebiete verwirklicht sein beitsverrichtungen in der urwüchsigen Wirthauf den Namen eines freien Denkers Anspruch erhebt, wird, wenn die sozialen Zustände so beschaffen schaft, wo die Vereinigung oder die Theilung der Arbeit kann erwartet werden, daß er dies thue, daß er nicht auf sein werden, daß die menschlichen Eristenz- noch sehr wenig fortgeschritten war. Da hatte ein und die Ketten der Tradition und Autorität nachschleppt; denn verhältnisse nicht mehr vom Zufall der derselbe Arbeiter eine ganze Reihe höchst verschiedener die Ketten der Tradition und Autorität nachschleppt; denn Geburt und anderen Umständen abhängig Operationen zu verrichten, die nach einander die Anstrendann ist er eben kein ganzer, sondern nur ein halber find, wo vielmehr für die leiblichen und geistigen Bedürf- gungen der Muskeln aller Organe seines Körpers ernisse aller Menschen ohne Unterschied hinlänglich gesorgt forderten; da war der Arbeiter noch in der Lage, den aber jeder kann sich die Ergebnisse des freien Denkens Anklang finden, wenn einmal der freie Gedanke auf dem dem einen Gebiet ein freier Denker ist, auf dem andern Freidenker. Und darum nennen wir diejenigen halbe Freidenker, ist, so daß jedermann seinen Bedarf für Magen, Geist Charakter seiner Arbeit zu wechseln und die von derselben welche nur auf religiösem Gebiete mit Gründen allein und Herz in genügendem Maße durch Arbeit zu erreichen bedingte Lage und Thätigkeit ſeines Körpers durch eine operiren, während sie auf dem Felde der Politik von fähig ist, ohne auf die Privatinteressen oder den guten andere abzulösen. Autoritäten und traditionellen Vorurtheilen ihr Urtheil Willen Anderer erst angewiesen zu sein. Nehmen wir als konkretes Beispiel das Gewerbe der beeinflussen lassen, oder gedankenlos dem herrschenden Bretterschneider vor der Aera der Dampfsägemaschinen. Denn das freie politische Denken führt mit NothwendigSysteme Heerfolge leistet. Nun bin ich weit davon entfernt, jemand einen Vor- welches in der gesellschaftlichen Regelung der gesammten erst nachdem er selbst diese Vorarbeiten ausgeführt, fam keit zur Anerkennung jenes volkswirthschaftlichen Ideals, Jener Arbeiter hatte selbst seine Säge zu schleifen, er mußte dann die Unterlage für die Balken zurecht machen; wurf daraus zu machen, wenn er kein ganzer, sondern Produktionsverhältnisse die einzig vernünftige soziale Form bas eigentliche Sägen oder Bretterschneiden an die Reihe nur ein halber, viertels, achtels oder Duodez Freidenker erblickt, innerhalb welcher das Menschengeschlecht erst vom und waren diese fertig, so mußten wieder dieselben Arsein will. Das mag jeder mit seinem eigenen Bewußtsein Fluch des Daseins, das ist eben die ökonomische Noth und beiter die Bretter auf den rechten Platz und in die gehörige und seinem wissenschaftlichen Gewissen ausmachen. Intoleranz Sorge, erlöst sein wird und auf deren Grundlage allein Lage bringen, auf daß sie trocknen konnten wie viel ist mit unserem Prinzip absolut nicht vereinbar; ein frei fich eine echte Kultur aufbauen kann.. ( ein Widerspruch in sich). denkerischer Fanatismus wäre eine contradictio in adjecto Den Arbeitern gehört die Zukunft und dem Freidenker- ungleiche Anstrengungen der verschiedenen Muskeln erAlso nicht gegen den halben Freidenker wende ich thum gehört ebenfalls die Zukunft, wenn es sein Geschick forderte nicht die Ausführung aller dieser Einzelverrichtungen mit dem der Arbeiterbewegung innig verkettet. und wie oft waren nicht jene Arbeiter in der glücklichen mich, sondern gegen das halbe Freidenkerthum. Von Darum fort mit dem feigen und bornirten halben Lage, die Pofition ihres Körpers zu ändern und entsprechend dieſem behaupte ich, daß es ein Unding iſt. Ein Frei- Freidenferthum! Schaaren wir uns muthvoll und be- abzulösen! Und die Hauptverrichtung jener Arbeiter denkerthum, welches sich nur auf das religiöse Gebiet beschränkt, auf politischem Gebiet aber reaktionär ist, geistert um das erhabene Banner des ganzen Freidenker- das Bretterschneiden selbst: wie sehr war dieselbe dazu ge= thums! eignet, feinen ganzen Körper, gleichsam wie ein Stück arbeiten zu lassen! Mit jedem Ruck der Säge brachte er den Oberkörper, besonders die Wirbelsäule in starke BeDie Herren von der volkswirthschaftlichen Zunft- Beine, auf die er sich naturgemäß anlehnen mußte, zu die politische Unwissenheit und den politischen Aberglauben weisheit sind nicht nur große Meister im Beweisführen Folge hatte. So war die Athmung eine kräftige und schlägt sich selber ins Angesicht, sägt den Ast ab, worauf es fißt. Ist dasselbe aber nicht gerade reaktionär, sondern bloß indifferent, kämpft es lediglich gegen die kirchliche Wie man früher arbeitete, und wie jetzt. wegung, was wiederum ein strammes Anſpannen der Unwissenheit und den kirchlichen Aberglauben, während es der Stoffwechsel ein lebhafter, was die rothen Wangen ihre Einwirkung Vorrechte zur Vergewaltigung und Innung vertretene Gewerbe betreiben, kann man das Halten von Lehrlingen nicht untersagen. Da lohnte es und die heiteren Gesichter von Anno Dazumal erzeugte, Ausnutzung der anderen Staatsbürger zu erhalten. die mit den bleichen, blassen und mürrischen von heute in Es kommt diesen Kleinhandwerkern dabei gar nicht also nicht sich in der Sache aufzuregen. Der Titel Innungsmeister, den man in seiner einem so peinlichen Kontrast stehen. darauf an, welcher Partei sie dienen, wenn dieselbe ihnen Und wie ist es heute? Der Mensch ist selber wie nur genügende Versprechungen macht in Bezug auf Aus- Geschmacklosigkeit an manchen Firmenschildern in einzelnen der Theil einer Maschine geworden, sein Leben lang an beutung der anderen Volksklassen und die Förderung von Orten prangen sieht, konnte auch Riemanden beschädigen. ein und dieselbe öde und einförmige Theilarbeit gefesselt. Sonderinteressen. Der Befähigungsnachweis, den die InnungsDas spannt den Körper ab, das lähmt den Geist das So sehen wir heut einen Theil der Kleinmeister im männer anstreben, wird ihnen nicht so leicht geboten fordert ein viel reichlicheres Maß von freier Zeit und Lager der Ultramontanen, also das jedem Patrioten" werden. Außerdem richtet sich dieser Jnnungswunsch auch Erholung, um das Gleichgewicht der körperlichen und schreckliche Kleeblatt Richter, Windthorst, Bebel unterstüßen, in erster Linie gegen die Arbeiter. Der Vater dieses geistigen Kräfte wieder herzustellen. die bekanntlich drauf und brann waren, unsern braven Wunsches ist das Verlangen, gemaßregelten Arbeitern es Aber statt dieser reichlicheren Erholung zwingt die deutschen Staat wehrlos den Franzosen zu überliefern unmöglich zu machen, sich selbständig niederzulassen, sich moderne Industrie dem Arbeiter eine maßlos verlängerte den anderen Theil aber im Glanze waschechter Reichs- eine unabhängige Stellung zu schaffen, von der aus dann Arbeitszeit auf, sie versagt ihm durch ihre elenden Löhne treuer" im feudalen Lager dahinwandeln, Hand in Hand der Kampf gegen die Anmaßung der Innungsmeister mit selbst in den wenigen freien Augenblicken jeden Genuß mit den Junkern, deren Raubburgen die Zunftmeister der Erfolg weiter geführt werden kann. Fast jeder Ort und fie tödtet das Leben, anstatt es lebendiger zu gestalten. jedes Gewerbe zählt solche Arbeiterführer, die man glaubte älteren Zeit haben brechen helfen. Kürzere Arbeitszeit, reichlichere Erholung und besserer Was die Herren Kleinmeister bisher in dieser Weise vernichtet zu haben, die man verfolgt hatte, bis man Lohn das sind unter den heutigen Produktionsverhält erhalten haben, ist herzlich wenig und ziemlich werthlos. glaubte, nun muß der Kerl verhungern, und die dann nissen nothwendige Lebensbedingungen für den Auf vieles Petitioniren und Drängen giebt man ihnen eines schönen Tages die eigene Werkstatt eröffneten Arbeiterstand, sie bedeuten wegen der veränderten immer, wenn es so gegen die Wahlzeit geht, einen kleinen und in vielen Fällen, da Arbeiterführer in der Regel die Arbeitsweise und ihres Einflusses auf Körper und Geist- Geduldhappen von ihren schönen Forderungen", der, fleißigsten, geschicktesten und nüchternsten Arbeiter sind, auch an sich noch nicht einmal einen Fortschritt. Und selbst wenn sie ihn bei Lichte besehn, aus Schaum besteht, soweit so ziemlich fortkamen, zum großen Aerger der Innungsdiese nothwendigen Lebensbedingungen sind dem Proletarier es sich um die Ausbeutungsansprüche nach der bürger- meister. An ein Gesez, wonach die Fabrikation, d. h. die noch vielfach versagt. lichen Seite hin handelt, während freilich nach der Seite Kann die Wissenschaft und die Politik diesen verderb- der Arbeiter hin ihnen schon mehr geholfen wird. Herstellung im Großen an einen Innungszwang oder einen Befähigungsnachweis geknüpft wird, ist bei dem lichen Zustand noch länger ignoriren? Selbstredend erstreckt sich der Ausbeutungsanspruch heutigen Stande der Machtverhältnisse im Staat unbedingt der Kleinhandwerfer nach zwei Richtungen. nicht mehr zu denken und es ist auch keine Verschiebung Sie beanspruchen, den Arbeiter in ihre Gewalt zu derselben anzunehmen, die derartig wäre, daß dem KleinDie Arbeiter, die bürgerlichen Kreise und bekommen, so daß sie aus demselben durch höchste Aus- gewerbe eine ernste Hilfe gegen das Großgewerbe werde. die Innungen. nuzung bei niedrigster Bezahlung sich die Möglichkeit des Das ist in der heutigen Wirthschaftsweise Die heutigen Innungen sind, das werden ihre Wettbewerbs mit der Großinduſtrie herausdrücken können, vollkommen unmöglich, und es gehört wirklich die Mitglieder und Leiter wohl nicht in Abrede stellen, Ver- und andererseits verlangen sie vor ihren übrigen bürger- ganze wirthschaftliche Einsichtslosigkeit der Innungsmeister einigungen zum Erzielen günstiger Einkommens- und lichen Mitbewerbern Vorrechte, die dem Kleinmeiſter bazu, das nicht zu begreifen. Aus diesen Gründen nahm man von der bürgerArbeitsbedingungen für die Angehörigen der Innung. auf Kosten der Mitbewerber einen sichern und guten VerSie wollen, wie sie sagen, den Handwerkerſtand heben, dienſt geben sollen. Dazu gehört das Vorrecht der lichen Seite die Innungen sehr kühl. Die durch das das heißt doch, ihn besser stellen, also vorerst und vor Arbeiter und eine Beschränkung des Wettbewerbes, Staatsarbeiten und Submissionen abzudrängen, sie als so= Ausnutzung von Lehrlingen oder billiger jugendlicher Lehrlingsausbeutungs- Privilegium und den Versuch, sie von allem seine Einkommenverhältnisse besser regeln. Das ist auch, wo man ehrlich redete, von schr tief die sie, wenn auch wohl irrthümlich, in der Einführung genannte ,, minderwerthige Elemente" darzustellen, bedrohten und theilweise auch geschädigten Kleinmeister außer der Innung verhielten sich auch stille, weil die Innungen auch hiermit keinen rechten Erfolg hatten. in der Jnnungsbewegung stehenden Personen unumwunden ausgesprochen. Sie haben gesagt, sie verlangen, daß den Unternehmern„ ein vernünftiger Nußen", ein sicherer und guter Verdienst" gewährleistet werde. des Befähigungsnachweises erblicken. Die Arbeiterschaft Deutschlands hat mit ziem licher Vollständigkeit den Zweck und die Absichten der Innungen erkannt. Sie hat sich mindestens in den größeDa wurden dann die Innungen in ihren Uebergriffen Dies Bestreben wird ihnen im Allgemeinen Niemand ren Orten und größeren Gewerben nicht einen Augenblick immer frecher. In Hannover z. B. nahmen sie ganz unverdenken können, denn die heutige Wirthschaftsweise durch die schönen Neden der Innungsmeister und ihrer zwingt einen Jeden, solchen Grundsäßen zu folgen, für sich Führer und Agitatoren blenden lassen. Sie hat sowohl gescheut den Charakter und die Organisation einer festen politischen, natürlich einer reaktionären Partei an, einen möglichst guten Verdienst zu suchen. Ungerechtfertigt dem Liebeswerben, als den Drohungen der Innungen beschlossen bei den Wahlen sich in diesem Sinne zu bebeschlossen bei den Wahlen sich in diesem Sinne zu beist dies Bestreben heute nur dann, wenn es zu unmorali- widerstanden. Man kannte den Zweck der Innungen. theiligen und machten so allen anders denkenden Handschen Mitteln greift, wenn ein Theil seinen Vortheil grün- Wo man noch nicht die Absichten derselben ganz durch- werkern es unmöglich, den Innungen anzugehören. Außerdurch- theiligen und machten so allen anders denkenden Handden will auf Unterdrückung und Ausnußung der anderen schaut hatte, und sich auf ein Verhandeln einließ, wo man dem wurde das Auftreten der Innungen den anderen Betheiligten, durch Anwendung äußeren, nicht lediglich in es versuchte, von Seiten der Arbeiter mit offenem ehr- dem wurde das Auftreten der Innungen den anderen den nun einmal bestehenden Verkehrsverhältnissen begründe lichem Vertrauen an die Innungen heranzutreten, da hat Meistern gegenüber immer schroffer und rücksichtsloser. Da haben denn die, die große Mehrheit der Ge= ten und durch sie erlaubten Zwanges. Wenn ein Kauf- man in der Mehrzahl der Fälle sehr schnell eingesehen, mann, um seine Waaren höher zu verkaufen, einen Theil was die Innungen wollen, wenn sie von Wohlfahrts- werbe bildenden Nich tinnungsmeister sich endlich davon vernichtet, versteckt oder verderben läßt; wenn er einrichtungen" für die Gefellen in heuchlerischer Weise wenigstens zu einer Kundgebung gegen dieses Gebahren gar nicht verkauft, weil der Preis oder andere Bedingungen reden. Man merkte die Wolfsklaue sehr bald unter dem der Innungen aufgerafft. Es ist freilich vorläufig erst ihm nicht zusagen; wenn eine ganze Reihe von Personen weichen Schafspelze. Die Innungsgesellen ausschüsse, eine Petition, die der Gewerbeverein zu Halle a. S. sich vereinigen, um nach diesen Richtungen hin zusammen wo man sie versuchsweise von den Gesellen gewählt, d. h. aufgesetzt, und den verwandten Vereinen zugeschickt hat. auf ihren Vortheil zu wirken; so liegt das in dem Wesen wirklich aus Personen zusammengesetzt hatte, die das Ver- Es wird in derselben den Innungen sehr wahr und offen der heutigen Wirthschaftsweise, ist in ihr erlaubt. trauen der Gesellenschaft besaßen, legten sehr bald das der Text gelesen. So große Ungehörigkeiten dabei auch entstehen mögen, Amt nieder, als sie sahen, wozu man sie mißbrauchen man kann dagegen nichts sagen, so lange man die heuti- wollte. Man kann heut wohl sagen: nur in wenigen gen Anschauungen von Eigenthum, Eigenthumsrecht und größeren Gewerkschaften bestehen heut wirklich aus der Wahl der Mehrheit der Gesellen in ehrlicher Weise freiem Verkehr anerkennt und nicht ändern will. Anders verhält es sich aber, wenn eine Anzahl gewählte Gesellenausschüsse. Wo solche vorhanden sind, Personen mit Hilfe staatlichen Zwanges andere Ber- find sie in der Regel von den Innungsmeistern erschlichen sonen zwingen gerade von ihnen zu kaufen, zu Preisen, oder wider den ausgesprochenen Willen der Gesellenschaften zusammengemogelt. Die Gesellenschaften erkennen die den Verkäufern genehm sind, und die Käufer hindern, da zu kaufen, wo sie die Sachen, die sie gebrauchen, ihnen diese Vertretungen nicht an und wollen mit ihnen nichts zusagender, billiger, oder ihrer Ansicht nach besser erhalten. zu thun haben. Die Fachvereine der Arbeiter sind es ganz besonders Unser heutiger Staat erkennt freilich den ersteren gewesen, die im Verein mit der Arbeiterpresse sich den Ausfluß des Eigenthumsrechtes an. Voll und ganz, wenn es sich um wirkliche Waare, um Geld, um die Vergewaltigungsversuchen der Innungen wirksam entgegenstellten, so daß nach dieser Richtung trotz der wesentlichen Mit sehr engen Nechte der Besizenden handelt. Gleich im Anfange der Petition heißt es: ,, Gestützt auf die Wahrnehmung, daß die Innungsbewegung", seitdem sie in Bahnen gelenkt worden ist, welche lediglich auf Ausbeutung des Publikums und auf Verfolgung von Sonderinteressen auf Kosten der Gewerbsgenossen hinauslaufen, zur Förderung und Hebung des Handwerks und zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des Kleingewerbes gegenüber der Großindustrie nicht führen, ihren Höhepunkt überschritten hat und in ihrer sittlichen Verderblichkeit erkannt worden ist, glauben die Unterzeichneten gegenüber den Einschüchterungsversuchen, welche bisher die freie Meinungsäußerung der überwiegenden Majorität aller der Innungs- Agitation fernstehenden Handwerker unterdrückt haben, ihrer Ueberzeugung denjenigen Ausdruck geben zu sollen, welchen Pflicht und Gewissen von patriotisch gesinnten Bürgern fordert." Es werden dann einige treffende Belege angeführt, welcher schroffen Art durch das Lehrlingsausbeutungsin Halle einige Innungen andere Meister schädigen, Lehrlingszüchterei fie treiben, dann fährt die PetiEinschränkungen und vielen Behinderungen, wo es ſich Hilfe, die die Innungen auf ihr Wehgefchrei von der in um das Recht der Arbeiter bei Verwerthung ihrer Ar- Polizei erhielten, im Großen und Ganzen die Angriffe der Privileg beitskraft handelt, die doch auch ihr„ freies Eigenthum" Innungen auf die Selbſtändigkeit der Gesellen siegreich ab- welche ist. Wir haben noch nie gehört, daß der Staat irgendwie geschlagen sind. eingeschritten ist, wenn ein„ Ring" die Preise hinauftrieb, Wunsch gelungen, sich ganz nach ihrem Belieben Riemen daß die Polizei dann gesagt hätte: Nun steht der Preis aus dem Rücken der Arbeiter zu schneiden zur„ Hebung hoch genug, nun müßt ihr verkaufen. Wir haben aber des Handwerkes", d. h. zum Geldnußen der Kleinmeister, freilich schon oft gehört, daß die Polizei zu streikenden um sich auf Kosten der Arbeiter noch einige Zeit gegen Arbeitern gesagt hat: Nun sind alle Eure billigen For- das Großgewerbe zu behaupten. Dieser Nußen der Fachvereine ist auf einem der derungen bewilligt, nun ist Euer Ausstand weiter ungerechtfertigt. Jetzt verbieten wir die Sammlungen, lösen Innungstage" in den letzten Wochen ausdrücklich anerkannt, freilich nicht mit guten Wünschen für die Fachdie Kommissionen auf u. s. w. Neben dieser Anerkennung des Eigenthumsrechtes vereine. Aber darauf geben wir nichts. Ob es den erlaubt der Staat sich aber doch auch Zwang zu Gunsten Innungsmeistern gefällt oder nicht, ihre Anmaßungen den einiger Kreise, indem er ihnen auf Kosten der Allgemeinheit Gefellen gegenüber, in welche Form sie dieselbe auch kleiden Sondervortheile durch Schutzölle und in anderer Art mögen, wird in den Fachvereinen, welche Form diese auch mögen annehmen müssen, immer wachsame, kampfbereite unter allerlei Vorwänden gewährt. Es liegt in der Natur der Sache, daß diese Vortheile und in der Regel auch siegreiche Gegner finden. Viel ruhiger als die Arbeiter verhielt sich den nur solchen Kreisen gewährt werden, die der Regierung und der Gesetzgebung nahe stehen, denn noch niemals hat Innungen gegenüber das auszubeutende Volk in den ein Starker einem Schwachen ein Recht abgetreten, er hat bürgerlichen Klassen. vielmehr immer so viel genommen als er eben erreichen konnte. " Daß unter solchen Umständen auf eine bessere Ausbildung" der Lehrlinge nicht zu rechnen, daß vielmehr das mehrerwähnte Privilegium der durch den materiellen Nußen der Lehrlingswirthschaft den Innungen zugetriebenen Handwerker auf Kosten der Nichtinnungsmitglieder vielfach zum Schaden der Lehrlinge ausgeübt wird, liegt klar zu Tage. Unausbleibliche Folge dieser Innungswirthschaft muß sein, daß das Proletariat in den Handwerkerkreisen mehr und mehr überhand nimmt und der tüchtige Gesellenstand aus= stirbt.(?)( Nicht sehr klar gedacht. D. R.) Die Innungsfachschulen", welche in wesenloser Scheineristenz und zu dem ausgesprochenen Zwecke vegetiren, die Privilegien der§§ 100 e und f zu sichern, können bei ihrer traurigen Beschaffenheit auch nicht entfernt die Anleitung ersezen, welche die jahrelange gewissenhafte Unterweisung eines tüchtigen Lehrherrn in beständigem Verkehr mit den Lehrlingen bieten mußte. Es liegen Fälle vor, in welchen neben der Innungs- Fachschule auch Fachschulen freier Vereinigungen bestehen. Letztere sind zahlreich besucht, erstere nicht." Besonders was da über die Innungsfachschulen gefagt ist, ist vollkommen richtig. Dieselben sind werthlose Spielereien, wie man jetzt auch in Regierungskreisen einzusehen anfängt. Wir sind begierig auf die Ausdehnung, die diese Gegenströmung gegen die Innungen nehmen wird, und welchen Erfolg sie haben wird. Man hatte da auch keinen sehr großen Grund zur Besorgniß. Alles, was die Jnnungen bis jetzt zugeworfen Hier suchen die Innungen einzuseßen. Der kleine erhalten haben, um die Kleinmeister zum guten Wählen Handwerkerstand, der sich von der heutigen Wirth- zu ermuntern, es war nicht gefährlich und beunruhigte schaftsweise ohne Gnade zerrieben und aufgesogen sieht, Niemanden recht. Die Lehrlingsausbeutung der Innungen schädigte Den Jnnungen gehört ja freilich nur eine kleine der sich wirklich in einer sehr bedrängten Lage befindet, aus der er sich beim Fortbestand der heutigen Staats- nur einige andere Kleinmeister, die es mit ihrem Ehrgefühl Minderheit der Handwerker an, man kann den Führern und Gesellschaftsordnung auch unmöglich erretten kann, und ihrem Charakter nicht vereinigen konnten, einer solchen aber Rührigkeit nicht absprechen und in der Wahl ihrer hat sich den Parteien angehängt, die er für willens und Gesellschaft anzugehören, obgleich sie der Innung hätten Mittel haben sie nie die geringsten Bedenken gezeigt. Es dabei für mächtig und einflußreich genug hält, um durch angehören können, allen anderen Personen, die das in der kann ein interessanter Kampf werden, in welchem die Freilich, wenn es gegen die Arbeiter geht, pflegen sich die feindlichen Brüder sofort zu vertragen. Beseitigung ber kapitaliſtiſchen Produktionsweise nöthig, an deren Verein richtet an alle Töpfer die Aufforderung, nicht mehr umherStelle die genossenschaftliche Produktionsweise zu setzen ist. Bernhard Bruns. Arbeiter, da sie auch betheiligt sind, von ihrem Stand-| Riegel vorschieben würde. Freilich würde auch dies an der Mitglieder des Vereins find) in den Wochentagen von 7-9 Uhr Klassenlage des Arbeiters nichts ändern, dazu ist vielmehr die Abends und an Sonntagen von 10-12 Uhr Vormittags. Der punkt aus nicht müßig sein dürften. zuziehen und auf den Bauten Arbeit nachzusuchen, sondern sich an das vom Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer errichtete Arbeitsnachweise- Bureau zu wenden. -Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Dachdecker. Versammlung am Sonntag, den 4. November, Kleine Markusstr. 10. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom dritten Quartal. 2 Verschiedenes. Die Vereinsbeiträge werden vom ( Eingesandt.) Zeitlohn oder Stücklohn? In fast allen Programmen unserer gewerkschaftlichen Vereine findet man unter dem, was sie erstreben, auch:" Beseitigung des Akkordsystems und Ersetzung durch das Lohnsystem". So selbstverständlich diese Forderung auf den ersten Blick erscheinen mag, so sehr verliert sie an Werth, wenn man der Sache auf den Grund geht. * * * Kassirer Herrn N. Schulz, Manteuffelstr. 83, entgegen genommen. des Nordens Berlins. Mittwoch, den 7. d. M., Abends 8 Uhr. im Lokale des Herrn Vogel( Deutsches Volks- Theater), Schönhauser Allee 156-157, Versammlung. Vortrag des Herrn Grothmann über„ Wie verhält sich der Miethszins zum Eigenthum des Grundkapitals? Verschiedenes. Gäste willkommen. Aufnahme Verein zur Wahrung der Interessen der Miether Wir geben diesen beachtenswerthen Artikel wieder, ohne ihm in allen Punkten zuzustimmten. Unseres Erachtens hat man in der Frage immer zu unterscheiden: ob das Affordsystem in einem Gewerbe durchgehends schon besteht- dann wird die Forderung einer Abschaffung meistens ganz aussichtslos ſein, oder ob die Akkordarbeit an Stelle des Zeitlohnes erst ein dann kann es durchaus aussichtsvoll und geboten sein, sich gegen das neue Mittel intensiverer Arbeitsausgeführt werden soll nuzung zu wehren. Auch die Frage wegen des Lohndruckes wird in beiden Die Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmtlicher Berufsklassen, Filiale Berlin 3, hält am Sonnabend, Fällen oft verschieden zu beantworten sein. Sehr richtig betont hingegen der Artikel, daß das einseitige den 3. d. M., Abends 8 Uhr, Brunnenstr. 38 im Lokal, eine MitAnklagen der Affordarbeit die Arbeiter in ganz schiefe Anschau- glieder- Versammlung ab. Tagesordnung: Wahl eines Delegirten. ungen hineindrängt, daß die kapitaliſtiſche Produktionsweise mit Neue Mitglieder jedes Geschlechts und Berufs, von 14 bis 45 Jahren, dem Zeitlohn schließlich ganz dieselbe Ausnutzung und klägliche Ab- werden in jeder Versammlung sowie von H. Rudolph, Koloniefindung der Arbeiter zu erzielen weiß, daß daher das System straße 150a; P. Schindler, Ackerstr. 172; W. Raschke, Griebenowgeändert werden muß, und daß so lange das nicht geschehen ist, der straße 3; K. Ludwig, Wilsnackerstr. 52; G. Holze, Ackerstr. 101, Hauptnachdruck zu legen ist auf eine aufgenommen. Verkürzung der Arbeitszeit, neuer Mitglieder. die auch der Affordarbeit ihre Giftzähne auszubrechen und ihre be- Bersammlung am Sonntag, den 4. d. M., Vormittags 10 Uhr, Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Oranienstr. 51 bei Preuß. Quittungsbuch legitimirt. ſondere Schädlichkeit zu nehmen vermag. Marr sagt darüber( siehe Marr ökonomische Lehren S. 197) der Sehen wir zunächst zu: was ist Zeitlohn, was ist Stücklohn? Zeitlohn ist die verwandelte Form des Preises der Arbeitskraft; der Stücklohn ist eine verwandelte Form des Zeitlohnes", und weiter( S. 198) die Grundlage des Stücklohnes ist der Lageswerth der Arbeitskraft und die gewohnheitsmäßige Länge des Arbeitstages, wie beim Zeitlohn". Zeitlohn und Stücklohn sind also beide verwandelte Formen des Preises der Arbeitskraft, und beide haben eine gemeinsame Grundlage; beide werden zu den Erzeugungskosten der Arbeitskraft, d. h. zu den Kosten, die zum gewohnheitsmäßigen Lebensunterhalt und zur Fortpflanzung des Arbeiters unbedingt nothwendig find. Untersuchen wir jetzt, welche Nachtheile dem Arbeiter durch das Stücklohnsystem erwachsen. Während beim Zeitlohn der Unternehmer die Arbeitskraft nach der abgelaufenen Arbeitszeit bezahlt, bezahlt er sie beim Stücklohn nach dem fertiggestellten Produkt. Er kann Verband deutscher Zimmerleute. Lokalverband Berlin fich darauf verlasser, daß der Arbeiter das größtmöglichste Moabit. Versammlung am 5. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokal Quantum Produkte liefert, ohne daß es der ihm beim Zeitlohn Stromstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag über das deutsche Zunftwesen im Mittelalter. Referent: Herr Dr. Baumgart. 2. Wahl nothwendig erscheinenden Beaufsichtigung des Arbeiters bedarf. Durch das Stücklohnsystem wird in vielen Industriezweigen die Zu den preußischen Landtagswahlen haben in legter eines Schriftführers. 3. Verschiedenes. 4. Fragefasten. Neue Hausindustrie ermöglicht, wodurch dem Unternehmer eine Menge Stunde noch eine ganze Reihe von Arbeiterversammlungen statt- Mitglieder werden aufgenommen. von Anlage- und Betriebskapital erspart wird, während der Arbeiter Freie Vereinigung der Schneider Berlins. Dienstag, durch die größte Ausdehnung der Arbeitszeit, durch die Zuhilfe- gefunden. In Köpenick sprach am Sonntag Herr Buchdrucker den 6. b. M., Abends 8½½ Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte nahme von Frau und Kindern eine außerordentlich große Menge Werner- Berlin ungestört, der für Montag auch das Referat in Jafobstraße 48, Versammlung. Tagesordnung: 1. Wie stellt sich Produkte hervorzubringen im Stande ist. Das Stücklohnsystem er- Schöneberg übernommen hatte, das er wegen polizeilicher Auf- die Freie Vereinigung der Schneider Berlins zur Fachzeitung der möglicht ferner das Dazwischenschieben von Schmarozer- Eriſtenzen lösung jedoch nicht zu Ende führen konnte. Aufgelöst wurde eben- Schneider und der Filiale des deutschen Schneiderverbandes? zwischen Arbeiter und Kapitalist, wodurch eine Ausbeutung des Referent; Kollege Täterow. 2. Wichtige Vereinsangelegenheiten. Arbeiters durch den Arbeiter stattfindet, die ihnen durch Neid und falls die große Berliner Volksversammlung in Sanssonci furz Eine große öffentlichr Versammlung der Steinnach Beginn der Rede des Referenten, während die Montags- drucker und Lithographen findet am Montag, Abends 8/2 Uhr, Zwietracht jegliche Organisation erschwert. Gewiß sind diese Schäden, die dem Arbeiter aus dem Stück- versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, wo Herr Theodor Linienstr. 15( Altes Schüßenhaus) statt. Es liegt im Intereſſe Lohnsystem erwachsen, groß genug, um seine Beseitigung zu ver- Glocke eine scharfe Kritik an dem Dreiklassensystem übte, ruhig Aller, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Die langen. Es fragt fich nur, ob es richtig ist, es durch das Zeit bis zum Schlusse tagte, ebenso die Freitagsversammlung, in der Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Johnsystem zu ersetzen. Eine große Arbeiterinnenversammlung soll, wie Vereine und Veriammlungen. Der Zeitlohn entsprach mehr dem handwerksmäßigen Klein- Herr Gurt Baake sprach. Am Montag sprachen noch: Liebknecht wir hören, nächste Woche noch stattfinden. Wir kommen dann zubetriebe; die Vernichtung deffelben und die Schaffung der kapi- in Halle, Herr Maler Buhr in Stettin, Herr Stadtverordneter gleich ausführlich auf die Versammlung des Frl. Jagert zurück. talistischen Produktionsweise führte das Stücklohnsystem herbei. Es Kunert sowie Herr Tischler Nöske in Luckenwalde, wo zugleich ist also nicht Ursache, sondern Wirkung der kapitalistischen Pro- die Gründung eines Arbeitervereins beschlossen wurde, dem wir duktionsweise. Man wird aber diese Wirkung nicht beseitigen können, ohne die Ursache, also die kapitalistische Produktionsweise das beste Gedeihen wünschen. " Briefkasten. Listen zum Sammeln von Abonnenten sind jederzeit auf unserer Expedition zu erhalten und werden auch gratis übersandt. Freund unseres Blattes. Annoncen werden bis Freitag Mittag 1 Uhr angenommen. F. S. Burg. Die Altersversicherung hat bisher nur dem Bundesrath, aber noch nicht dem Reichstag vorgelegen. Erst jetzt rüstet sich der Bundesrath, den Entwurf zur Vorlage beim Reichs= tag fertig zu machen. Eingeschriebene Hilfskaffen. Leider zu spät, erst Sonnabend, erhalten. B. M. Die Freisinnigen haben in der That vielfach die Kartellbrüder bei den legten Wahlen unterstüßt, selbst stockkonser= vative wie Herrn v, Seydewiß in Breslau. selbst, zu beseitigen. Wollte man für das Stücklohnsystem wieder Ueber Kornzölle darf nicht gesprochen werden. Am das überwundene Zeitlohnsystem sezen, man würde dasselbe thun, 15. v. M. sollte in Braunschweig eine öffentliche Versammlung was wir mit Recht an den Bestrebungen der Innungen tadeln, die mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und die Brodpreise" stattunsere heutige Produktionsweise wieder durch den handwerksmäßigen finden. Doch die Polizei machte, wie immer bei derartigen VerBetrieb ersezen wollen. Man soll aus der gegebenen Verhältnissen sammlungen, einen Strich durch die Rechnung, indem sie mit ihrem die richtigen Konsequenzen ziehen und sie weiter entwickeln. So wie Verbot kam. Dasselbe lautet:" Auf Ihre Eingabe vom gestrigen Berein. Sie haben vollständig Recht. Für die Vereine ist die Aufsaugung des Kleinbetriebs durch den Großbetrieb die Erpro- Tage eröffne ich Ihnen, daß die auf Montag, den 15. d. M, Abends das Annonziren eine geringe Ausgabe, die Blätter aber, welche priation der Arbeitsmittel für die Gesellschaft erleichtert, so wird es 8/3 Uhr, in Bethmann's Hotel stattfindende öffentliche Versammlung die Arbeiterinteressen mit Opfern vertreten, werden dadurch wesentauch dem Arbeiter durch das Zusammenarbeiten Vieler ohne die mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und die Brotpreise lich unterstützt. Hoffentlich sind Ihre Bemühungen in Ihrem Verein strenge Beaufsichtigung, wie beim Zeitlohnsystem, leichter, sich in den auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen bald mit Erfolg gekrönt. Arbeitsräumen über ihre Interessen zu berathen. Also Benugung Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oftober 1878 von Boftabonnent. Die Post liefert bereits erschienene Nummern der gegebenen Verhältnisse, also hier der Affordarbeit, zur Agi- der unterzeichneten Behörde damit verboten wird, da die hier des Quartals nur auf ausdrückliche Beſtellung nach. tation für die Ueberführung der Arbeitsmittel aus den gemachten Erfahrungen gelehrt haben, daß der Einberufung Abonnent Zein. Wenn jemand bis zu seinem Tode dauernd Händen der Nichtarbeiter in die Hände der Arbeiter. derartiger Versammlungen die Absicht zu Grunde liegt, sozial- frant bleibt, so kann zwar der Bezug des Krankengeldes aufhören, Es bleibt nunmehr noch übrig zu untersuchen, ob bei der demokratische Umsturzbestrebungen zu fördern. Herzogliche die Hinterbliebenen haben aber das Anrecht auf Sterbegeld. Seitens der Krankenkassen wird leider noch oft dagegen gefehlt, die Aufallgemeinen Einführung des Zeitlohnsystems auch nur Polizei- Direktion. Prozel. eine vorübergehende Erleichterung für den Arbeiter- An alle Zimmerlente Berlins und der Umgegend sichtsbehörden haben das schon vielfach rügen müssen. stand geschaffen würde. Da bei dem Stande der heutigen richten wir die Mahnung: Vergesset nicht die Meldung im ArbeitsRechtsanschauungen eine Einwirkung der gewerkschaftlichen Vereine nachweis, Beuthstraße 10, sofern Ihr ohne Arbeit seid. Ist auch auf die Gesetzgebung ausgeschlossen ist, so können ihre Forderungen das Institut heute noch nicht in der Lage, allen Anforderungen nur auf freier Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gerecht zu werden, so hat dasselbe immerhin schon Vielen als Verberuhen. Wie nun bereits weiter oben angeführt, sind Zeitlohn und mittler gedient. In den letzten Wochen sind wir nur mit großer Stücklohn verwandelte Formen des Preises der Arbeitskraft und Mühe in der Lage gewesen, die Nachfrage nach Gesellen zu erledibeide haben eine gemeinsame Grundlage. Dem Anschein nach gen. Das Büreau ist den ganzen Tag geöffnet, die Arbeitsausgabe ( siehe Marg ökonomische Lehren S. 198) ist freilich der Stücklohn geschieht Vormittags von 8 bis 10 Uhr, Nachmittags von 3 bis durch die Leistung des Produzenten bestimmt; der Schein schwindet 4 Uhr. Wer Porto für eine Rohrpostkarte hinterlegt, erhält die jedoch, wenn man weiß, daß der Stücklohn entsprechend herabgesetzt Nachricht zugesandt, andernfalls das Porto zurückgezahlt. Wir er= wird, wenn die Produktivität der Arbeit steigt." Gelingt es nun fuchen jedoch um sofortige Abmeldung, sobald ein Eingeschriebener wirklich einer Gewerkschaftsorganisation( und dies könnte nur in Arbeit erhalten hat. Wir ersuchen ferner um Lösung der Kontrolder Zeit der Prosperität geschehen), ihre Forderung: Einführung farte und Zahlung der freiwilligen Wochenbeiträge, damit wir, des Zeitlohnes", durchzuführen, so würde in der Zeit der Krise geftüßt auf günstige Kassenverhältnisse, thatkräftig wirken fönnen. diese Errungenschaft wieder vollständig verloren gehen, da sie nur Diejenigen, welche auf ihrem Plaße die Beitragseinsammlung über- Weißer Nabe. Der Vogel hat schon Vielen Kopfzerbrechen auf Grund freier Vereinbarung zwischen Kapitalist und Arbeiter nehmen wollen, mögen sich persönlich oder schriftlich an H. Jäckel, bereitet. Er flatterte zuerst auf in der Londoner" Justice", machte erfolgt ist. In der Zeit der Prosperität wächst die Nachfrage nach N., Schönhauser Allee 177 b, zweiter Hof, wenden. Die nächste dann die Nunde durch eine ganze Reihe englisch- und deutsch- ame= Arbeitskräften, die Bedürfnisse steigen; in Folge dessen steigt auch Versammlung findet am Sonnabend, den 3. November, Abends rikanischer Blätter, trat dann eine sehr ausgedehnte Reise durch fast der Preis der Arbeitskraft, gleichviel ob es in Form von Zeitlohn 81/2 Uhr, Stegligerstr. 27 statt. Also tretet ein für Eure Organi- sämmtliche deutsche Arbeiterblätter an( ein Blatt beehrte er, wenn oder Stücklohn an den Arbeiter gelangt. Tritt eine Strise ein, so fsation, verweist die Zusprechenden freundlich, aber auch bestimmt wir nicht irren, sogar zweimal mit seinem Besuch) und nun ist er bringt die Konkurrenz der Arbeiter untereinander es mit sich, daß nach dem Bureau, Beuthstr. 10. wieder drüben in London, wo man wohl am ehesten beurtheilen die Arbeitskraft des Einzelnen soviel als möglich ausgenußt wird, Eine öffentliche Versammlung der Maurer Frie- fann, ob er zu den Enten gehört, als welche sich schon viele weiße und daß der Preis der Arbeitskraft sinkt, wiederum gleichviel, ob drichsbergs und Umgegend fand am 31. v. M. unter Vorfiz Raben entpuppt haben. Hoffentlich werden über diese dunkle Erier als Zeitlohn oder als Stücklohn sinken wird. Angebot und des Herrn Schmidt im Spizig'ichen Saale statt. Die Tagesordnung stenz nicht noch Broschüren geschrieben wie über Kaspar Hauser. Nachfrage werden, so lange das Lohnsystem und also auch die lautete: Stellungnahme zur Lohnbewegung im Frühjahr 1889", Potsdam. Wenn Sie nicht öffentlich", d. h. auf der kapitalistische Produktionsweise besteht, den Lohn reguliren. über welche Herr Grothmann aus Berlin referirte. In der Debatte Straße, in Versammlungen verbreiten, dann ist Genehmigung nicht Ebensowenig werden bei der Einführung des Zeitlohnsystems forderten die Herren Fiedler und Gadegast zu energischer Organi- erforderlich. die sogenannten Schmaroger- Existenzen verschwinden. Während sie fation auf. Zu diesem Zwecke wurde eine Kommission gewählt, Freireligiöse. In nächster Nummer kommen wir auf die beim Stücklohn mit dem Kapitaliſten Kontrakte abschließen, und bestehend aus den Herren Gadegast, Röstel nud Schmidt. Mit Angelegenheit zurück. ihre Unterarbeiter nach eigenem Ermessen bezahlen, würden sie beim einem dreimaligen kräftigen Hoch auf die Bewegung der Maurer Stern. Erhalten Zeitlohnsystem im Interesse des Unternehmers als Treiber hinter Friedrichsbergs und Umgegend wurde die Versammlung, welcher dem Arbeiter stehen, auch hier würden sie ihre Bezahlung nicht von 5 Gendarmen und 2 Berliner Polizisten beiwohnten, geschloffen. dem Mehrwerth, den die Arbeit für den Kapitalisten schafft, er= halten, sondern der Preis der Arbeitskraft würde um so viel sinken, als ihre Bezahlung ausmacht. " 1 Da die kapitalistische Produktionsweise zu ihrer Erhaltung der größtmöglichsten Ausnügung der Arbeitskraft zu den möglichst billigsten Preisen bedarf, so würde auch bei Einführung des Zeitlohnsystems der Ueberproduktion in keiner Weise gesteuert werden. Zittan. Der allgemeine Arbeiterfongreß zur Herbeiführung einer internationalen Arbeiterschutzgesetzgebung soll für Herbst fünftigen Jahres in die Schweiz berufen werden. Abonnent. Vom Wähler" in Leipzig wurde nur die eine Nummer 85 verboten. Das Blatt erscheint weiter. Lieguit. Das Gedicht ist nicht verwendbar. K. H., Paffan. Betrag erhalten. Alles richtig. Th. W., München. Betrag erhalten. Sollen wir für November dieselbe Anzahl weiter senden? haben. Stockholm. 40 Pf. Strafporto mußten wir zahlen. A. B., Paterson. Bis Januar 1889 alles bezahlt. J. H., Finsterwalde. Betreffende Nummern sind noch zu Abonnent. Die Stadt der reinen Vernunft" ist Königsberg. Den Namen erhielt sie, weil der große Philosoph Kant, der Verfasser der unsterblichen Stritik der reinen Vernunft" dort lebte. R. H., Zabrze. Brief erhalten, 20 Pf. Strafporto, weil nicht frankirt. B. M., Langenbielau. Wieviel Tribünen wollen Sie eigentlich für November weniger haben? In dem hochinteressanten Münchener Geheimbunds= prozeß wurden sämmtliche Angeklagte freigesprochen. Ausführlicher Bericht folgt in nächster Nummer. Magdeburg. Am Montag, den 5. November, Abends 8 Uhr, findet im Schloßgarten eine von August Heine aus Halberstadt zusammenberufene Volfsversammlung statt, um eine Familienfrankenkasse nach dem Muster der Halberstädter Kasse zu gründen. Fachverein der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 5. d. M., Abends 82 Uhr, Noch in einem Punkte hätte die Forderung nach Einführung Vereins- Versammlung im Louisenstädtischen Klubhaus, Annendes Zeitlohnes, wenigstens als Agitationsmittel etwas für sich; straße 16 I. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Steinaber auch hier nur dem Anscheine nach. Man könnte behaupten, schneider über Feuerbestattung". 2. Verschiedenes und Fragekasten. daß bei eintretenden Streiks eine Lohnerhöhung in Form des Zeit- Ausgabe der Billets zum Tanzkränzchen am 10. November in den lohnes leichter durchgeführt werden könne, als beim Affordsystem, Bürgersälen, Dresdenerstr. 96. wo es sehr schwer ist, prozentuale Zuschläge für einzelne AffordVersammlung sämmtlicher Zimmerlente des arbeit zu verlangen. Da jedoch, wie oben dargethan, der Preis Stadtbezirkes Berlin West und Umgegerd am Sonnabend, der Arbeitskraft von der gewohnheitsmäßigen Länge des Arbeits- den 3. d. M., Abends 81% Uhr, Stegligerstr. 27 in Sange's Salon. tages abhängig ist, so ist damit die Forderung gegeben, welche eine Tagesordnung: 1. Nüglichkeit des Arbeitsnachweises. Referent: Organisation anzustreben hat. Fühlt sich eine Organisation start Herr Werner. 2. Verschiedenes. genug( und dazu bedarf sie mindestens der Sympathie der MajoVereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsrität der Gewerfsgenossen an einem Plage) um einen Streif zu pro- verwaltung Berlin III"( für den Ost- und Nordbezirk Berlins.) flamiren, so muß die Forderung:" Berkürzung des gewohn- Versammlung am Montag, den 5. d. M., Abends 8 Uhr, 8½½ heitsmäßigen Arbeitstages" sein. Mit dieser Verkürzung der in Saeger's Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag Zu unserem Bedauern sind wir betreffs der Liste der dem Arbeitszeit wird der Preis der Arbeitskraft steigen, gleichviel ob und Diskussion über„ Das Handwerk sonst und jeßt". 2. Wahl Militär verbotenen Lokale jehr unzuverlässig berichtet worden, durch er in Form von Zeitlohn oder Stücklohn an den Arbeiter gelangt. des Vorstandes und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Aufnahme einen jener Freunde" unserer Zeitung, wie sie Arbeiterblätter zu Ist denn eine Gewerkschaftsorganisation im Stande, eine solche For- neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. ihrem Schaden leider sehr oft befizen. derung, einmal durchzuführen, so sichert sie dadurch ihre LebensDer Verein zur Regelung der gewerblichen Ver= Wir bemerken daher heute, daß das erwähnte Lokal in der fähigkeit. hältnisse der Töpfer Berlins, welcher sich erst vor kurzem Annenstraße für das Militär nicht gesperrt ist, daß ein ReſtauAm sichersten und leichtesten ist es freilich, wenn der Staat begründet hat, hat für die Berliner Töpfer in der Klosterstraße 96 rant Schilt in der Adalbertstraße überhaupt nicht eristirt, das durch Einführung eines, den Verhältnissen entsprechenden Normal- bei Bettig einen Arbeitsnachweis errichtet. Die Zuweisung von Restaurant gleichen Namens am Mariannenplay, sowie das Restauarbeitstages der übergroßen Ausnutzung der Arbeitskraft einen Arbeit geschicht unertgeltlich( auch für solche Töpfer, die nicht rant Adalbertstr. 23 aber dem Militär durchaus offen stehen. Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin. Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23 " Berichtigung.