Nr. 232. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für ble fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rückläufg Sonnabend, den 3. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Wenn man die Plöz- Konsorten so reden hörte, so den Hauptredner. Heute hat sich das Blättlein vollständig fonnte man meinen, sie hätten auch die ganze konservative gewendet. Die Niederbayern haben sich mit den Oberbayern scheinen die Wässer zu werden, auf denen der Bund der Partei in der Tasche, Nun, auch die Geschichte scheint geeinigt, und an die Spitze der Vereinigung werden Landwirthe" erst daherschoß, dann dahertrieb. Nicht als einen Haken zu haben. Seltener und seltener nickt Männer treten, die in politischer Beziehung auf demokratischem ob sich in dem„ Nothstand" der deutschen Landwirthschaft die Kreuz- Zeitung" den Bündlern zustimmend zu, Boden stehen. etwas geändert hätte! Im Gegentheil. Die wirthschaft und ihre Lobsprüche gar haben einen Stich ins Effig- Die Leitung des Bundes der Landwirthe" muß es wohl lichen Verhältnisse, die das Reden von einem Nothstand Saure. Das Organ der schlesischen Großgrundbesizer meint, selbst fühlen, daß ihre Stellung unsicher zu werden beginnt. rechtfertigten, sie bestehen heute noch, wie vor Jahren, und es sei am besten, den Antrag Ranih ruhen zu lassen, und Ansonst könnte man ihre Theilnahme an dem Budapester Sie werden wohl auch noch morgen oder übermorgen zu der konservative Führer Führer im Reichstage erklärt ganz Agrarfongreß nicht gut erklären. Warum schrie man denn finden sein. Aber die Annahme und Ansicht, daß das unwirsch, es sei ihm nicht im Traum eingefallen, zum nach den Getreidezöllen? Um der vaterländischen LandStreben der deutschen Landwirthe, ihre wirthschaftliche Lage Agrarfongreß nach Budapest zu pilgern. Das Vorgehen wirthschaft auf die Beine zu helfen. Zu welchem Zweck zu verbessern, in dem Bund der Landwirthe" seine ent- der Großgrundbesitzer, die die konservative Partei leiten, wurde der Bund der Landwirthe" gegründet? Um die Forsprechende politische Verkörperung erfahren, erweist sich ist leicht erklärlich. Sie haben aus dem Bunde geholt, derungen der deutschen Landwirthe zu vertreten und durchmehr und mehr als bloße Fiftion, nicht blos bei der was aus ihm zu holen war. Die meisten der kleinen zusetzen. Wer wetterte am schärfsten gegen die Handelsübrigen unbetheiligten Menschheit, sondern auch bei bis- Mittel", für deren Anwendung er eintrat, sind bewilligt, verträge. Der Bund. Und weshalb? Sie sollten die herigen Bundesmitgliedern selbst. die Großen, und nur sie allein, werden daraus deutsche Landwirthschaft schädigen. Und die Leiter desselben Wer sich die letzten Jahresabschlüsse des Bundes etwas Vortheil ziehen. Gegen den Antrag Kaniz aber Bundes gehen jetzt außer Landes, berathen mit den Kongenauer angesehen, fand die Thatsache, daß sich die Zahl find die Industrie und andere Faktoren, in furreuz- Agrariern von ganz Europa es waren auch der Mitglieder im ganzen genommen nicht vermehrt hat. Sachen der der Doppelwährung ist Deutschland ist Deutschland allein französische Erbfeinde darunter allein französische Erbfeinde darunter-, wie der Landwirthschaft Nicht vermehrt, ist vielleicht noch zu milde ausgedrückt. nicht entscheidend, hier erscheint es nur als ein überhaupt zu helfen wäre, und stimmen mit voller Kehle Da einerseits die Zahl der rückständigen Beiträge eine große Gebot der Klugheit, einige Löcher zurückzustecken; in der Noth in den Ruf ein:" Agrarier aller Länder, vereinigt Euch! ist, andererseits viele Leute nur beigetreten sind, um ein frißt auch der Junker Fliegen. Ganz abkoppeln wird man Wenn das nicht ein Widerspruch ist, dann ist der Leifer Geschäft zu machen, weiß wohl die Bundesleitung selbst die Bündler deshalb noch nicht. Zu schreien verstehen sie der Deutschen Tageszeitung" der erste Landwirth des nicht, wie viel wirkliche Landwirthe unter ihrem Kommando ja und zu Schein- und Ablenkungsmanövern sind sie auch Jahrhunderts. Wenn aus einem radaupatriotischen Bündler ftehen. Und wenn Stillstand Rückschritt bedeutet, so trifft noch zu gebrauchen. so schnell ein internationaler werden kann, wie steht es das hier beim Bunde zu. Eine Bewegung, deren Stoßkraft Mit dem Abkühlungsprozeß auf der einen Seite er dann mit der Festigkeit der übrigen Bundesprinzipien? schon nach wenigen Jahren erlahmt, trotzdem bei ihrer scheint gleichzeitig eine Abbröckelung auf dem anderen Flügel. Wie viel Häute haben die Herren überhaupt Inszenirung die reichsten Grundbesitzer und einflußreichsten In der legten Zeit haben sich im tiefsten Ostelbien Bauern zur Verfügung? Der Agrarkongreß zeitigte übrigens Berwaltungsbeamten Bathe gestanden, war eben keine Noth vereinigungen konstituirt, und ihre Sprecher haben sich auch nicht das kleinste Resultat. Es wurde hin- und wendigkeit, und eine politisch wirthschaftliche Vereinigung, scharf und direkt gegen die Ziele und Agitationsweise hergeredet, und dann ging man wieder nach Hause. beren Ausbreitungsfähigkeit schon schwindet, kaum daß fie des Bundes der Landwirthe" erklärt. Diese Thatsache Es ist ein starkes Stück der„ teutschen Wahrhaftigkeit", aus geboren, hatte wohl von allem Anfang an zu wenig wiegt um so schwerer, als ein großer Theil der jetzigen diesem Nichts einen Sieg auf der ganzen Linie zu machen. Racketensatz. Bundesgegner früher Mitglieder des Plöz- Bundes gewesen Der Bund der Landwirthe" hat sich agitatorisch völlig Ein zweites äußeres Merkmal des Niedergangs bildet find. Vielleicht zerfällt auch der ganze Bund wieder in ausgegeben. Wie es mit ihm steht, zeigt am besten die Thatbas Riefendefizit der Deutschen Tageszeitung". Wohl, verschiedene Bauernvereinigungen, aus denen er ja ent- sache, daß er jegt mit dem Pieps trebsen geht, den die dieses Blatt ist formell nicht das eigentliche Organ des standen ist. Natürlicher und zweckentsprechender wäre eine galizischen und russischen Hühner nach Deutschland bringen Bundes, aber seine Gründer und Leser sind die Wohl derartige Entwickelung, als eine Vereinigung, in der sollen. Eine politische Partei, die auf den Hühner. Pieps habendsten innerhalb der Vereinigung. Und wenn es nicht Latifundienherren und Kuhbauern, Roggenproduzenten und gekommen ist die Pleite kann nicht schlecht werden! einmal fie auf einen grünen Zweig bringen können, dann Zuckerindustrielle, Spiritusbrenner und Molkerei- Genossenmuß doch etwas faul sein im„ Staate". Es mag weiter schaftler durcheinander fizzen. ein Bockstreich gewesen sein, einen Oberlehrer zum Vorbeter Aber nicht blos in seiner Heimath, in Preußen und einer Agrarier- Gemeinde zu bestellen. Aber seit wann ist Norddeutschland, ist der Nimbus des Bundes der Landdenn ein Redakteur im stande, eine gesunde, lebensfähige, wirthe" im Schwinden, auch jenseits des Maines traut politische und wirthschaftliche Bewegung zu ruiniren? man ihm sozusagen nicht mehr über den Weg. Vor Jahr Der Bund der Landwirthe" hat sich schier an allen und Tag sah es noch aus, als wollten die bayerischen Nachwahlen, die zum Reichstag nöthig wurden, betheiligt. Bauernvereinigungen mit fliegenden Fahnen zum Heerhaufen Und mit aller Macht. Es werden Unsummen genannt, die des Bundes stoßen. Die Niederbayern und Franken wählten man auf die Agitation verwandt. Einen Erfolg aber hat den Freiherrn von Thüngen, einen Hauptbündler zum Führer, er nicht erzielt. Seine Kandidaten sind allerorts durch- und auf allen Vereinsversammlungen machte der Kuckuck gefallen, durchgeraffelt mit Pauken und Trompeten. Renner, Brauer," Bauer" und Reichstags- Abgeordneter Luz 87] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. -O " mit der Hand winkend, Du solltest das Leben der Römer beschützen und o, Gianni! Pietro! konnte edle Geburt, der Ruhm und Deine Jugend, unglücklicher Jüngling konnte dieses Euch nicht retten!" Entschuldigt ihn, meine Freunde!" sagte der Tribun Kind," sagte Rienzi, auf die Todten zeigend, gezu den Umstehenden.„ Er kennt noch nicht ganz ihre feguet bist Du, der Du nicht das Blut eines Schuld zurück, ich bitte Euch. Ich werde ihn beVerwandten zu rächen hast! Wer es zu rächen ruhigen!" bat, für den kommt früher oder später die Stunde, und es Adrian wäre großer Gefahr ausgesetzt gewesen, wenn ist eine schreckliche Stunde!" der Tribun diese Worte nicht gesprochen hälte. Und als Diese Worte machten tiefen Eindruck auf das Gemüth der junge Ritter jetzt abgestiegen war und sich über seine Angelo's und sie bewährten sich in späterer Zeit als Worte todten Verwandten beugte, übergab auch der Tribun sein der Vorbedeutung für den, der sie gesprochen, und für den, Pferd dem Schildknappen, näherte sich und zog den widerder sie gehört hatte. strebenden Adrian bei Seite. Politische Nebersicht. Berlin, 2. Oftober. Der Anarchist Machner, dessen Name in letzter Zeit, aus Anlaß seiner Juhaftirungen in Stettin, Kopenhagen und später wieder in Stettin, viel in der Presse genannt wurde, will auf seiner Reise und deren unfreiwilligen Unterbrechungen eine Anzahl interessanter Erlebnisse gehabt haben, über welche uns eine recht drastische Schilderung zugegangen ist. Machner wurde auf dem Dampfer Melchior" mit Polizeibegleitung von Kopen" schrecklichen Schicksale des Krieges als Opfer gefallen, die Blüthe und Hoffnung seines Geschlechts. Er fühlte, daß er dem Tribunen nichts erwidern konnte; schon der Ort, wo seine Verwandten ihren Tod gefunden, bewies, daß sie in dem Angriff gegen ihre Mitbürger gefallen waren. Er sympathisirte nicht mit ihrer Sache, aber mit ihrem Schickfal. Und die Rache, die Wuth war ihm untersagt, um desto mehr mußte Schmerz und Trauer ihn erfüllen. Er schwieg und blickte auf die Todten, während große Thränen seine Wangen hinabströmten und seine Stellung so rührend war, daß die zuerst unwillige Menge jetzt Mitleid mit ihm fühlte. Endlich schien er wieder zu sich zu kommen. Er wendete sich gegen Rienzi und sagte mit zitternder Stimme: " Tribun, ich table Euch nicht, ich klage Euch nicht an. Wenn Ihr gefehlt habt, so wird der Himmel das Blut mit Blut fühnen. Ich trete Euch nicht als Feind gegenüber. Ihr habt recht, mein Eid untersagt es mir, und wenn Ihr gut regiert, so kann ich mich erinnern, daß ich ein Römer bin. Aber seht jene blutenden Leichen! Wir find geschieden! Eure Schwester Gott behüte sie-zwischen ihr und mir liegt ein tiefer Abgrund!" -GOO Als Rienzi noch um sich her das Jammern der Junger Freund," sagte er traurig ,,, mein Herz blutet Wittwen und Mütter der Erschlagenen, das Todesstöhnen für Dich, aber bedente, das Bolt ist noch in der ersten der Sterbenden, die Ermahnungen der Mönche, vermischt Wuth, sei vorsichtig!" mit Tönen der Freude und des Triumphes hörte, erhoben ,, Vorsichtig!" die Weiber und die Nachzügler auf dem Schlachtfelde Still bei meiner Ehre, diese Männer waren Eures außerhalb plöglich das Geschrei:„ Der Feind! der Feind!" Namens unwürdig. 8weimal meineidig- einmal meine " Bu Guren Schwertern!" rief der Tribun, ordnet Mörder gegen mich dingend zweimal Rebellen hört Euch schnell. Aber sie können nicht so verwegen sein." mich an!" Der junge Mann schwieg, durch seine Gefühle übers Man hörte das Getrampel von Pferden, das Schmettern Tribun, ich frage nicht nach den Gründen dessen, was wältigt, einige Augenblicke, darauf fuhr er fort: Diese einer Trompete, und jetzt sprengten einige dreißig Reiter ich sehe mögen sie ihren Tod verdient haben, oder nicht. Papiere enthalten den Erfolg meiner Sendung. Fahnendurch das Thor. Aber es kann von jetzt ab kein Friede mehr sein zwischen träger! legt das Banner der Republik nieder. Tribun Eure Bogen," tief der Tribun vordringend, aber halt, dem Vernichter meines Geschlechtes und mir." sage weiter nichts ich möchte ruhig bleiben- ruhig! der Führer ist unbewaffnet, es ist unser eigenes Banner! Willst Du auch meineidig werden? Gedenke Deines und so lebe wohl, Rom." Bei der heiligen Mutter, es ist unser Gesandter nach Neapel, Gides! Komm, tomm, ich höre Deine Worte nicht! Fasse Indem er noch einen Blick auf die Leichen warf, sprang der Ritter Adrian di Castello!" Dich ziehe Dich zurück, und wenn Du nach drei Tagen er auf sein Pferd und verschwand bald mit seinen Reiteru Athemlos und mit Staub bedeckt hielt Adrian an dem mir einen anderen Vorwurf als den unvorsichtiger Nach- unter dem Thor. schlammigen Wasser, das durch das Blatt seiner Ver- sicht machen kannst, so entbinde ich Dich Deines Eides und wandten geröthet war und ihre bleichen Todesgesichter gestatte Dir, mir als Feind gegenüberzutreten. Das Volt starrten ihn an. beobachtet uns mißtrauisch noch eine Minute, und ich Die Gefühle des jungen Patriziers waren der Art, daß Sie fielen in die Grube, die sie selbst gegraben fie fich faum beschreiben lassen. Er hatte nie lange unter hatten," sagte der Tribun mit fester, aber hohler Stimme, seinen Verwandten gelebt, und auch nur der gewöhnlichen edler Adrian, hätte doch Dein Rath dies verhindert." Rücksichten sich von ihnen zu erfreuen gehabt. Aber Ver Fort, stolzer Mann, fort!" sagte Adrian, ungeduldig wandtschaft bleibt immer Verwandtschaft! und da lag, dem Rom" zu spät! Ach schreckliches Schicksal! Unglückliches fann Dich nicht mehr retten." Der Tribun hatte nicht versucht, ihn aufzuhalten, hatte ihn nicht unterbrochen. Er fühlte, daß der junge Patrizier gehandelt hatte, wie er nicht anders fonnte und durfte. Gr folgte ihm mit seinen Blicken, so lange er sichtbar blieb. „ Und. so," sprach er traurig, raubt mir also das Geschick meinen treuesten Freund und meinen aufrichtigsten Rathgeber, Rom verlor nie einen edleren Bürger!" ( Fortfehung folgt.) hagen nach Stettin zurückgebracht und hier von der Lothringen über die Gebühren für Führung der Schiffsregister, es nun jebenfalls, wenn die Eisenbahn- Berwaltungen möglichst Hermandad in Empfang genommen. Neben diversen betr. die Statistik der Seeschifffahrt, betr. den Entwurf eines Gesetzes Fühlung mit der Bewegung nehmen wollten. Die langsam aber anderen Abenteuern will nun Machner in Stettin für Elfaß- Lothringen wegen Abänderung des Gesetzes über das unaufhaltsam vordringende Bewegung innerhalb der deutschen auch eine Unterredung mit dem Herrn Polizei: Notariat, betr. den Entwurf eines Gesetzes über die Abänderung Eisenbahnarbeiterkreise giebt zu denken, man schenke ihr maßfommissar Bösel aus Berlin gehabt haben, in deren von Arbeiterversicherungs- Gesetzen, betreffend den Entwurf eines gebenderseits die ihr gebührende Beachtung- sonst könnte es zu Verlauf der Beamte den Machner über seine Beziehungen sowie betreffend den Entwurf von Bestimmungen über die Gesetzes für Elsaß- Lothringen über die Besteuerung der Bergwerke, spät sein!" und Parteifreunde auszuhorchen versuchte Desterreich. und ihn Führung der Börsenregister und die Aufstellung der Gesammt schließlich frug, ob er( Machner) im Dienste irgend liste, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Der Vorlage, die Freimaurerei, wie sich der eben beendete Trienter Der erste internationale Kongreß gegen einer Behörde stehe. Weiter soll der Kommissar betreffend den Beitritt Schwedens und Norwegens zu den Verein Pfaffenkonvent mit späßiger Feierlichkeit nennt, zeigt, wie bie den Machner angeboten haben, insofern in den barungen über zollsichere Einrichtung der Eisenbahnwagen im Wiener Arb.- 8tg." richtig bemerkt, unwiderleglich, daß die Dienst der Polizei zu treten, als er nach London gehen und internationalen Verkehr, fowie dem Ausschußantrage über die Frommen wenigstens als unfreiwillige Komiter allen anderen von dort gegen Bezahlung Berichte über die anarchistische Vorlage, betreffend Berechnung der Dienstzeit bei Pensionirung Leuten weit über find. Man stelle sich doch einmal eine Ber Bewegung schicken sollte. Machner ging zum Schein Unterbeamten der Reichspost- und Telegraphenverwaltung, grimmigem Ernst und Eifer darüber streiten, ob eine Miß Baughan der aus der Klasse der Telegraphenarbeiter hervorgegangenen fammlung von etlichen hundert Männern vor, die sich mit auf den Vorschlag ein und will er sofort 10 M. erhalten wurde die Zustimmung ertheilt. Von der Vorlage, betreffend überhaupt existirt oder nicht existirt, unter deren Namen die haben, womit er die Reisekosten nach Berlin be die Regelung der Thronfolgerfrage im Fürstenthum Lippe, und grausigsten Enthüllungen über die Freimaurer und über ihren ftritt. Der Anarchist blieb in Berlin in Verbindung von der Mittheilung, betreffend Verhandlungen Verkehr mit dem Teufel verbreitet wurden, sammt nachgedruckten mit dem Kommiffar, unterrichtete aber zugleich seine näheren der Kommission für Arbeiterstatistit, nahm die Dokumenten, dirett vom Teufel unterschrieben und über die Freunde von seinem Abenteuer. Letztere fabrizirten Bersammlung Kenntniß. Außerdem wurde der Justizausschuß für die Menschheitszukunft unschätzbar wichtige Nachricht, daß schließlich auch einen Bericht" über die anarchistische Be- mit der Vorberathung der zu unterbreitenden Vorschläge wegen irgend eine Dame demnächst mit der Großmutter des Antichrift wegung in Berlin, der dem Herrn Kommissar zuging und Besetzung einer Senats- Präsidentenstelle und einer Rathsstelle in die Wochen kommen soll. Die deutschen und ein Theil der diesen sehr befriedigt zu haben scheint. Bu einem Beschluß gefaßt. beim Reichsgericht beauftragt, sowie über verschiedene Eingaben österreichischen Schwarzen sind gegen Miß Baughan, ihren Rendezvous in der Fischkosthalle in der Ausstellung in Teufel und die Großmutter des Antichrist; die übrigen, vor Treptow, welches zwischen dem Kommiffar und Machuer verabredet war, hatte letterer auch mehrere seiner Freunde geladen, bei deren plötzlichem Auftauchen dann dem Rom missar erklärlicherweise die Lust verging, die Unterhaltung weiter fortzusetzen. Sind die Angaben Machner's richtig, so verlangte der Kommiſſar in den Berichten Mittheilung wahrheitsgetreuer Thatsachen über den Stand der Bewegung und vor allem über die Anhänger der" Propaganda der That", unter ausdrücklicher Verwarnung, als agent provocateur thätig zu sein. Ueber die Berliner Anarchisten soll sich der Herr Kommissar wenig zufrieden gezeigt haben. Die Schreibweise des - Der nationalliberale Parteitag, zu dem allem die Italiener und Franzosen, für. So wogt der Kampf gegen 400 Abgesandte erwartet werden, beginnt heute Abend unentschieden hin und her, und statt des lieb- einträchtigen, gemein 181 Reichstags: Wahltreise vertreten sein. Die Verhandlungen freimaurer jetzt unter einander. seine Berathungen. Nach den bisherigen Meldungen werden samen Schimpfens auf die Freimaurer schimpfen die AntiFreimaurer ſchimpfen des Parteitages werden, was mit Rücksicht auf die elende Situation der Partei begreiflich ist, nicht öffentlich sein; Ungarn. fie follen geheim gehalten und Berichterstatter nicht zu foll Blättermeldungen zufolge am 5. Ottober, die Neuwahlen -Die Auflösung des Abgeordnetenhauses Frankreich. gelaffen wellung berricht anfäßlich des Barteitages nicht bazu dürften am 8. November und werden. Freudige Stimmung der Zusammentritt des neuen in der nationalliberalen Presse; noch nie ist eine entscheidende Reichstages am 20. November stattfinden. ohne jedes Selbstbewußtsein begrüßt worden, wie der nationalZusammenkunft der Leiter einer Partei so traurigen Muthes, so liberale Parteitag. Las man die Blätter dieser Richtung in den letzten Tagen, so mußte man annehmen, daß der nahende Tod Sozialist" sei nicht zweckmäßig, der Partei allgemein erwartet wurde. für ein Blatt, wie die seinerzeit in London erschienene Es wird übermenschlicher Anstrengungen bedürfen, sollte es Autonomie", hätte, nach Machner, Herr Bösel mehr nochmals gelingen, die tlaffende Kluft nothdürftig noch einmal Respekt. Als Machner die Bemerkung machte, ob man zu überbrücken. denn die anarchistische Bewegung zu grunde richten wolle,- Gin fehr einfaches Mittel gegen den will er vom Herrn Kommissar die Antwort gehört haben: Anarchismus hat der Ex- Kanzler im Sachsenwalde er" Um Gottes willen nicht, da gäbe es ja für uns nichts funden: Man macht es wie die Engländer mit den Thugs mehr zu thun!" ( einer indischen Mördergesellschaft) man wartet nicht, bis jeden, der zu der Sekte gehört. einer ein Verbrechen begangen hat, sondern hängt( oder töpft) Machner weiß auch sonst noch manche interessante Einzelheit zu erzählen. Wie viel an der ganzen Darstellung Sehr einfach. Wahrheit, was Dichtung ist, werden wir wohl später vor Gericht erfahren, da der Sozialist", der die Machner'sche Affäre sehr eingehend darstellt, konfiszirt worden ist. Herr Melville mußte für seine verkrachte Gründung etwas thun. So schickte er denn nach bekanntem Muster einige Reklamenotizen in die Pariser Presse. Ein Telegramm meldet " " " Chauvinisten und sonstigen Reaktionären. Die„ Patrie" brachte Der 3arentoller wüthet arg unter den französischen gestern das Porträt des Pferdes Seiner Majestät des Beherrschers aller Neußen. Warum macht man das Pferd nicht zum Senator, wie einft im alten Rom geschehen ist? Der Senat wäre gewiß nicht beleidigt. Nächstens werden die französischen Patrioten wohl auf den und des Baren kommen, wie unsere auf den Hund des Bismarck. mad- fied off th Paris, 2. Oftober. Mehrere fozialistische Deputirte und der Vizepräsident des Pariser Gemeinderathes Landrin erließen ein in den heftigsten Ausdrücken ab gefaßtes Protest manifest gegen die beabsichtigten Feste bei Gelegenheit der Anwesenheit des Raisers von Rußland. Morgen findet eine große Protests verfammlung der Blanquisten statt. Italien. Nom, Ende September.( Eig. Ber.) Der Landesminister Und der das schreiben läßt, konnte fast dreißig Jahre lang an der Spitze eines Landes stehen, das für zivilisirt gilt. Die inneren Feinde." Unter dieser Ueberschrift Eine merkwürdige Konfiskation. bringt die Wochenschrift für Eisenbahn- Betriebs- und VerkehrsDie heutige beamte, Digan des Vereins mittlerer Beamten des Stations- und für Sizilien, dessen Einſegung seinerzeit von der Crispi'schen Nummer des„ Sozialist" ist, wie wir erfahren, heute kon- Abfertigungsdienstes preußischer Staats- sowie der Reichseisen- Breffe heftig angegriffen wurde, weil die Partei Crispi sich in fiszirt worden. Wir haben die Nummer vom ersten bahnen", einen Artikel, worin von einem Irgendwer, der weder Sizilien wesentlich auf die oligarchischen Gemeindeverwaltungen bis zum legten Worte genau durchgelesen und die Kourage hat, seinen Namen noch auch nur seinen Wohnort ftüßt, deren Mißwirthschaft durch die Mission des Landeshaben keine Stelle entdecken können, die nach unseren zu nennen, den im" Hamburger Echo" erschienenen Aufruf an minifters bedroht wird, hat sich seiner Aufgabe, dem ver Kenntnissen eine Konfiskation rechtfertigen könnte, alle Eisenbahnbediensteten Deutschlands" bespricht, der zur Ab- wickelten figilischen Problem von allen Seiten her beizukommen, sodaß nur die Annahme bleibt, daß der Artikel über die fassung einer Broschüre über die Mißstände in den Arbeits- mit einer in Italien nicht gewöhnlichen Arbeitskraft unterzogen. Die unglücklichen Erlebnisse des Polizeikommissars Bösel zur wer scheint begründete Furcht vor solchen Beröffentlichungen zu haben, find durch die Uebertragung des Betriebes an eine englische Ger verhältnissen der Eisenbahnbediensteten Material erbat. Der Irgend- verrotteten Zustände in den sizilischen Schwefel- Bergwerken Beschlagnahme Veranlassung gegeben hat. Es dürfte denn er zitivt nicht nur zustimmend den wuthschnaubenden Artikel, sellschaft, sowie durch die Einschärfung der Bestimmungen gegen schwerlich ein Kenner des Preßgeseges in Deutschland zu den die Köln. 3tg." gegen die Organisationsbestrebungen der die Kinderarbeit und durch das Verbot des Trucksystems ſchon finden sein, der aus juristischen Erwägungen diese Kon Eisenbahnbediensteten brachte, sondern er fügt auch noch folgende einigermaßen verbessert worden. Ueber die Frage der Umfistation für berechtigt erklären könnte. Bemerkungen an, die das Verhältniß der mittleren Beamten zu geftaltung der ländlichen Arbeitskontrafte zu gunsten der den ihnen unterstellten Eisenbahnbediensteten in äußerst trübem arbeitenden Bevölkerung hat der Landesminister dem Gesammt Lichte erscheinen lassen, sofern dieser Beamte der Typus seiner ministerium bereits einige Berichte erstattet. Insbesondere ist mit Kollegen wäre. Er sagt: der Ueberwachung des Finanzwesens der Gemeinden ernst gemacht Uns mittleren Beamten im Stations- und Abfertigungs- worden, welches bisher auf dem Grundsatz beruhte, daß alle dienst, denen mit Ausnahme der Rotten- und Werkstätten- Arbeiter Gemeinde- Abgaben von den Schultern der herrschenden besitzenden fast das ganze übrige Arbeiterpersonal unterſtellt ist, erfüllte Klaffe auf diejenigen des ärmeren Theils der Bevölkerung ab es bis dahin mit Genugthuung, daß dank des guten Vorbildes gewälzt wurden. Die Mannigfaltigkeit der dem Landesminister und der gerechten Behandlung der Würgengel der Ordnung, zufallenden Aufgaben und die furze Dauer feiner bisherigen die Sozialdemokratie, in die Eisenbahnarbeiter- Kreise fühlbar Amtirung laffen noch kein definitives Urtheil über die Erfolge nicht hineindringen fonnte. An uns fanden die Anzapfungen der neuen Einrichtung zu; aber an der ernstgemeinten Thätigkeit und Verlockungen der Sozialdemokratie ein Bollwert, welches ihr des Landesministers kann nicht gezweifelt werden. Während die auch den Zugang zu den uns unterstellten Arbeitern verschloß. Besserung fizilischen Verhältnisse thatsächlich in die Ver Wenn auch die Ankündigung von Hamburg nur eine Ueber- Angriff genommen worden ist, befinden sich treibung oder vielleicht nur einen in einem vereinzelten Falle ge- fuche, weit schlimmeren wirthschaftlichen glückten Anfang bedeutet, so dürfte es doch an der Zeit sein, und sozialen Uebelständen sozialen Uebelständen auf der Insel Sardinien uns unsere Arbeiter daraufhin etwas genauer anzusehen abzuhelfen, dem Stadium vorläufiger Unters und da, wo erwiesenermaßen sozialdemokratische Elemente fuchungen. Der farbinische Abgeordnete Pais hat, schon hiermit beauftragt, vorigen Regierung gezeitigt wurden, einen durchgreifenden Reinigungsprozeß vor von zunehmen, d. h. die Arbeiter zur Entlassung bringen. Ministerium einen fünfhundert Druckseiten starten Bericht Denn es trifft uns immer ein Theil der Verantwortung, wenn über die dortigen Wiißstände, insbesondere über die Nichtdie Sozialdemokratie die Reihen durchbrechen und in unsere bebauung des Landes und über den Mangel an öffentlicher Arbeiterkreise eindringen würde. uns darüber: wirken will. Paris, 2. Oktober. Hiesige Blätter melden aus Boulogne, daß in der Nacht ein als Frau ver fleidetes Individuum dem dort verhafteten Fenier Tynan zur Flucht zu verhelfen versuchte. Die Polizei ist einem Fenierkomplott auf der Spur, welches mit allen Mitteln die-Befreiung Tynan's be Spiegelberg, wir kennen Dich! Erst ein entsegliches Fenierkomplott, um alle möglichen Menschen und Dinge zu morden und in die Luft zu sprengen. Und nun, da alle Welt über das Riefenkomplott Lacht, ein neues Fenierkomplott, um die Angst des russischen Baren aufzufrischen, der russischen und internationalen Polizei wieder ein bischen Wind in die Segel zu blasen, und das Verschwinden des unbequem gewordenen Tynan polizeiromantisch vorzubereiten. der ber den noch in noch dem Vou England wird schablonenmäßig behauptet, es sei überhaupt nicht in der Lage, um die orientalische Frage einen Sicherheit vorgelegt. Er hat eine Reihe von Vorschlägen zur Krieg führen au tönnen. Und richtig ist ja, daß das beständige Wir mittleren Beamten im Eisenbahndienste stehen jetzt ge- Besserung der Lage formulirt. Da diese zum theil mit erheblichen Ausweichen und Zurückweichen der englischen vor der russischen rade vor einem Zeitabschnitte, in welchem wir unsere ganze Hoff- Kosten verbunden sein würden, so hat das Ministerium eine Diplomatie dieser Annahme eine gewiffe Berechtigung giebt. nung auf das Wohlwollen der Regierung setzen, nämlich uns Kommission niedergesetzt, welche zum Zweck einer Vorlage an Allein der Schein trügt mitunter. Und wir wollen hier an die den Beamten anderer Verwaltungen mit gleicher das Parlament die zunächst und am leichtesten ausführbaren vor etwa 1 Monaten von uns mitgetheilte Aeußerung eines Vorbildung in den Gehaltsbezügen gleich zu Maßregeln zusammenstellen soll. Wenn man aber aus den fehr eingeweihten englischen Politikers erinnern, der uns fagte: stellen. Um so mehr müssen wir der Regierung zeigen, daß Studien und Vorberathungen wirklich zur thatsächlichen Abhilfe Die Gefahr der Lage besteht darin, daß in unserer Hegierung wir Männer vom„ Volldampf voraus" nicht nur der schweren vorschreiten will, wird man nach Sardinien eben wie nach Männer figen, die den Krieg wollen, weil sie ihn für un Aufgabe gewachsen sind, das größte Verkehrswesen zu bewältigen, Sizilien einen Beamten mit außerordentlichen Vollmachten und vermeidlich halten, und die nur nach einem guten Anlaß sondern daß sie überall auf uns zählen kann, den Grund langer Amtsdauer schicken müffen.no more fuchen, wo sie das Bolt hinter sich haben. Vorbereitet fäßen zum Recht zu verhelfen, welche die bestehende Ordnung- Der Vertrag betreffend Tunis, der soeben ift alles. garantiren." garantiren." tha zwischen Frankreich und Italien abgeschlossen worden Diese Neußerung ist uns wiederholt worden. Widriger kann das Streberthum unter der Beamtenschaft ist und die Handelsbeziehungen und die rechtliche Stellung der Die orientalische Frage ist schon vor fast einem Jahr wohl nicht auftreten, als es durch diesen Beamten geschieht, der Italiener in Tunis befriedigend regelt, schafft den Haupt hundert die große Sphynx", d. h. das große Räthsel genannt. zynisch in einer Zeitschrift eingesteht, daß es ihm darauf an- ftreitpunkt weg, der bisher zwischen den beiden Ländern bestanden, von ihm Bei den Herren Diplomaten und Zunftpolitikern, die den Schutz kommt, durch Entlassung der für und den Crispi systematisch verschärft hatte. Wenn es Rudini des berühmten Drenstierna'schen Ranglerwortes für sich haben, Sozialdemokraten gehaltenen Eisenbahn- Begelingt, eine andere Erbschaft der Crispi'schen Großmannssucht fann es nicht Wunder nehmen, daß sie das Räthsel noch nicht diensteten Gehaltszulage zu ergattern. Daß zu beseitigen: die afrikanische Kolonialpolitik, dann hat er sich, gelöst haben, allein auch im Publikum, und zwar dem aller ein Mensch mit solchem Mangel an Moral fich als Hüter der wenigstens auf dem Gebiet der auswärtigen Politit, um Italien Parteien, herrscht noch heute dieselbe Untlarheit und Unwissenheit bestehenden Ordnung aufzufpielen wagt, mag den wirklichen verdient gemacht. wie zur Zeit des griechischen Freiheitstampfes. Land und Patrioten unter der Bureaukratie zeigen, wo die eigent. In Paris erwartet man nach dem Gelingen des tunesischen Leute sind völlig unbekannt; durch sentimentale Aufwallungen wird lichen inneren Feinde eines suchen sind, und Vertrags den baldigen Abschluß eines französisch das Urtheil bestimmt und trititlos wird hingenommen, was daß es die höchste Zeit ist, au freiheitlicheren Zuständen zu ges italienischen Handelsvertrages. von den wirklichen Interessenten, das heißt denen, die auf die langen, wo es Elementen wie dem in Nede stehenden Beamten Spanien. türkische und asiatisch- afrikanische Beute spekuliren, in Umlauf unmöglich gemacht ist, auf der Noth und dem Elend der zu 115 gesetzt wird. unrecht entlassenen Arbeitskameraden ihr Glück zu gründen. Und um was handelt es sich bei ben, josialdemokratischen" sich wieder einmal eine schöne Suppe eingebrockt, welche ihr das Bestrebungen der Eisenbahn= Bediensteten? Lassen wir zum Leben kosten kann, wenn das Volt mit Nachdruck und Energie Schluß ein bürgerliches Blatt, die in Dresden erscheinenden auf dem jetzt eingenommenen Standpunkt verharrt. Freilich steht ,, Neuesten Nachrichten" reden. Diese schreiben: zu befürchten, daß auch jetzt die Indolenz stärker sein wird, als Wir machten schon früher auf die Arbeiten von Karl Mary über die orientalische Frage aufmerksam und regten eine Sammlung und Uebersehung dieser in englischer Sprache veröffentlichten Effays, Flugschriften und Zeitungsartikel an. Heute können wir nun mittheilen, daß inzwischen Schritte erfolgt find, welche die Verwirklichung unseres Wunsches in Aussicht ftellen. Möge es bald geschehen! Chronik der " 31 Die sichtbar weit vorgeschrittene Eisenbahnarbeiter- Bewegung der gegenwärtig gezeigte gute Wille. Vor nicht sehr langer Zeit dreht sich im wesentlichen um die Lohnverhältnisse, die Arbeits- wurde der spanische Bürger Octavio Zubizarreta auf Ruba ge zeit und die Behandlung der Arbeiter durch die Vorgesezten. fangen genommen, als er den Aufständischen Waffen auslieferte. Nach Angabe der Führer beziehen die Arbeiter der Staatsbahnen Man stellte ihn vor ein Kriegsgericht, welches ihn zum Tode Majestätsbeleidigungs- Prozesse. in größeren Orten einen Tagelohn von 2,40 bis 2,80 M., in verurtheilte. Weyler bestätigte dieses Urtheil; und dasselbe Von Frau Irmler, Neu- Weißensee, Friedrichstr. 42, wird uns Dresden gewährt man beispielsweise für die ältesten Arbeiter wäre in diesen Tagen ausgeführt worden, wenn der zu dem am Donnerstag gemeldeten Majestätsbeleidigungs- Prozeß, 3 M.; nun wird ein Minimallohn von 2,50 m. angestrebt, der Berräther nicht begnadigt worden wäre. Bubizarreta ftammt M. der vor dem Landgericht II gegen den früheren Bauunternehmer von Jahr zu Jahr um 10 Pf. steigen soll, dergestalt also, daß nämlich aus vornehmer Familie, soll er doch mit dem KriegsBeper verhandelt wurde, berichtigend mitgetheilt, daß die nach 5jähriger Dienstzeit ein Eisenbahnarbeiter 3 M. Tage- minister verwandt fein; wäre er der Sohn eines gewöhnlichen Denunziation nicht von ihr bei der Behörde eingereicht worden lohn erhält. Die Arbeiter wollen ferner, daß die zehn Mannes, so hätte man wohl furzen Prozeß mit ihm gemacht. fei. Die Anzeige fei ohne ihr Buthun von einer ihr unbekannten stündige Arbeitszeit für alle Betriebs- und Verkehrsarbeiter, General Weyler wollte aber von Bitten und Flehen nichts britten Perfon erstattet worden. sic tad lados die zwölfftündige für die Hilfsfahrbeamten streng eingehalten wissen, um seine Autorität nicht zu untergraben. Man wandte tim midi stolaj werde, und daß Ueberstunden, wo sie unvermeidlich sind, sich daher an die Regierung in Madrid und zwar mit Erfolg; Deutsches Reich. unvertürzt nach Maßgabe des Tagelohns bezahlt werden sollen. mit besonderem Interesse nahm sich der Kriegsminister des Ver Bundesrath. In der am 1. b. M. abgehaltenen Dort, wo das Labewesen in die Hände von Unternehmern ge- räthers an und suchte auch Weyler günstig zu stimmen. Aber Plenarsizung des Bundesraths wurde der Beschluß des Reichs- geben ist, foll fofort darauf gedrungen werden, daß über zehn diefer gab auf zwei Telegramme des Kriegsministers eine durchtags zu der Petition des Magistats zu Strehlen( Schlesien) Stunden täglich nicht gearbeitet wird. Das sind zum theil die aus verneinende Antwort. Troßdem unterstüßte nicht nur der wegen Butheilung einer Garnison dem Reichskanzler, der Antrag Forderungen, denen sich lebhaft unterstützt noch Wünsche behufs Kriegsminister, sondern die gesammte Regierung das Begnadigungs Preußens, betreffend Abänderung der Gewerbe- Ordnung, sowie einer Urlaubsregulirung, Freifahrtgewährung wo sie nicht be. gefuch und unterbreiteten dasselbe der Rönigin, welche natürlich Die Vorlagen, betreffend den Entwurf eines Gefeßes für Elsaß steht beigefellen. Ami erfreulichsten und vortheilhaftesten wäre unterzeichnete; anderes hat die gute Frau ja nicht zu thun. Sobalb bies bekannt geworden war, erhob sich auf Kuba Der Sozialdemokratische Verein für den 4. Sächsischen| Aug. Reimann, Mauerfir. 53. A. Demuth, tönig. und in Spanien ein Sturm der Entrüstung gegen diesen Willkür Reichstags- Wahlkreis Dresden Neustadt und Land hat liche Hofbuchbinderei, Mohrenstraße 58. Gebrüder aft der Regierung, gegen diese Untergrabung der Autorität in seinem eben abgeschlossenen Geschäftsjahr eine Einnahme von Grunert, Junterstr. 16. Gers, Charlottenburg, Wilmers Weyler's, den man für die Dinge auf Kuba verantwortlich 2261,52. zu verzeichnen, der eine Ausgabe von 2121,51 m. dorferstr. 32. Wegner, Prinzessinnenstr. 26. macht. Weyler soll aus diesem Grunde seine Entlassung ein gegenübersteht. Von den Ausgaben kam der größte Theil auf gereicht haben, was allerdings von der Regierung in Abrede gestellt wird. Die gesammte Presse richtet die heftigsten Angriffe gegen die Regierung, besonders gegen den Kriegsminister Azcarraga, dem es in erster Linie zugekommen wäre, die Autorität Weyler's zu stärken. Im Volte hält man den Zubizarreta für einen infamen Berräther, welcher indirekt seine Brüder morde und darum die härteste Strafe verdiene. Serbien. id Türkei. Konstantinopel, 2. Oktober.( Röln. 8tg.") Seit den letzten Tagen haben die Massenverhaftungen und Verschickungen von Armeniern nach Kleinafien aufgehört, und zwar infolge ernster Warnungen des deutschen Botschafters, den der Sultan zu sich gebeten hatte, um ihn um Rath zu fragen. Der Rath des deutschen Botschafters tonnte nicht ungehört verhallen.Ranca.( Köln. 8tg.") Seitens, Griechenlands soll ein Aufruf an das christliche Europa und Amerika geplant werden, 301 Durch Sammlung von Geld bis zur Höhe von 250 bis Sa Millionen Franks den türkischen Grundbesitz in christliche Bei dem Vertrauen, das Griechenland in den kapitalkräftigen Kreisen besitzt, kann ein solcher Vorschlag bloß einen Heiterfeitserfolg haben. digun Amerika. " F Galanterie- Branche: die Landagitation und die sächsische Wahlrechtsbewegung. Der Schmit u. Voit, Annenstr. 14. Mitgliederzuwachs beträgt in diesem Jahre 100, gewiß ein er Zuzug ist streng fernzuhalten! freuliches Resultat. Zum Vorsitzenden wurde der Genosse Die Lohntommission. Reinhold Poste It gewählt. Achtung, Metallarbeiter aller Branchen Berlins! Der refultate des Genoffen Dolsti geplante weue polnische dauert in folgenden Werkstätten unverändert fort: Schäffer u. Aus Amerika. Das infolge der ausgezeichneten Agitations- Aus stand der Former und Gießerei Arbeiter Partei Drgan ist jetzt erschienen; es betitelt sich Gilo" Dehlmann, Chausseestraße; Frister( Engel u. Hegewald), Linden ( Kraft) und wird in Buffalo herausgegeben, wo sich eine ver- ftraße 23; Schlüter, Brandenburgstr. 19; G. Heinze, Wasserthor hältnißmäßig starte polnische Arbeiterbevölkerung befindet. straße 8; Thilecke, Wasserthorstr. 62; Heinze, Brandenburgftr. 75; Die Stuptschina, das Parlament, ist zum 17.Oktober Redakteur ist der Genosse A. J. Korulsti, der längere Zeit Nürnberg, Prinzenstr. 25; Kraab, Gitschinerstr. 81; Krumme, cinberufen worden. an der in London erscheinenden Monatsschrift" Przedsvit" als Gitschinerstraße; Christ, Wrangelstr. 111; Kube, Elisabeth- Ufer 30; Schriftfeher thätig war. Ritter, Oranienstr. 9; Krone u. Ko., Stallschreiberstr. 18; Krüger, Für Philadelphia ist eine Lokalausgabe des in New- Sebastianstr. 74; Krüger, Alte Jakobstr. 35; Lehmann, Adalbert York erscheinenden englischen Partei- Organs" The People" traße 72; Sauer, Stalizerstraße 32; Räbiger, Stalizerunter dem Namen, The Liberator" veranstaltet worden. straße 125; Speck, Dresdenerstaße 36; Haberland, Stall Die ungarischen Genoffen haben nun auch ein eigenes schreiberstr. 9; Eitner, Sebastianfir. 61; Henßeler, StallschreiberPartei- Organ gegründet; dasselbe führt den Namen„ Nep- straße 12; Falbe, Manteuffelstr. 72. zava" und erscheint in Cleveland, Ohio. Die Metallarbeiter aller Branchen werden dringend ersucht, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. den Zuzug nach diesen Werkstätten zu unterlassen. Wegen Boytotterklärung hatte sich am 1. Oktober In folgenden Werkstätten sind die Forderungen: 9stündige vor dem Breslauer Schöffengericht Genosse F. Müller zu ver- Arbeitszeit ze. bewilligt: Karl Holy, Calm u. Bender, Salz antworten. Bekanntlich stehen der bortigen sozialdemokratischen. Co., Schrammer in Rixdorf. Cheſtädt u. Robert, Gustav Genossen zu Gegenmaßregeln gezwungen find. Es wurde von Schmidt, Stallschreiberstraße, Friedrich u. Ruſt, Dehmicke u. Partei feine Säle zu Versammlungen zur Verfügung, so daß die Grove, Stiebert, Theodor Schmidt, Stallschreiberstraße, Herm. dem Angeklagten ein Flugblatt herausgegeben, worin die Ge- Schröder, Bergas Gebr., Moffert, Michaelis, Pfeffer, Scherler, nossen und Genofsinnen aufgefordert wurden, erst dann das Bier Heise, Hauschild, Trebensee u. Schreiber, Luniß, Lewy Söhne, dn& sid der Brauerei Lindermann zu trinken, wenn dieselbe uns ihren Krüger, Prinzenstraße, Brühl, Kaiser Franz Grenadier- Play, New York, 22. Sept.( Eig. Ver.) Von den Silberminen Saal zur Verfügung stellt. Auf grund dieses Flugblatts wurde Preiß, Adalbertstraße 3. Jusgesammt 24 Werkstätten mit 566 bei Leadville( Colorado) kommen Nachrichten, welche für die Arbeitern. 16 zu 1" schwärmenden Arbeiter des gesammten Landes die Schöffengericht wies Müller darauf hin, daß er das Flugblatt gegen Müller Antlage wegen groben Unfugs erhoben. Vorm In 80 Werkstätten mit 830 Arbeitern wurde vor Beginn Wirkung eines recht kalten Wasserstrahls ausüben mögen. Der nur bei Parteigen offen verbreitet hat und somit eine der Bewegung in diesem Jahre die neunstündige Arbeitszeit ouverneur des Staates. hat nämlich gegen die dortigen Berg- Beunruhigung weiterer Boltsschichten nicht eingetreten sei. Der feitens der Fabrikanten bewilligt, fodaß in diesem Jahre Jeute die ganze Staatsmiliz beordert, weil dieselben bei ihrem Gerichtshof schloß sich dieser Auffassung an und sprach Müller 1396 arbeitern in dieser Branche die BerWiderstand gegen die Besetzung ihrer" Pläge mit auswärtigen frei. Der Amtsanwalt hatte 50 M. Geldstrafe beantragt. türzung der Arbeitszeit zu gute tommt.. Kräften angeblich zu gewaltsamen Mitteln gegriffen haben. Wegen Beleidigung des Ersten Bürgermeisters von Erfurt In folgenden Werkstätten sind die Forderungen abgelehnt Die Unternehmer hatten diejenigen Minen, bei denen sich dies war Genosse Wiertelarz, verantwortlicher Redakteur der und befinden sich die Kollegen im Ausstande: Paul Stabernack, bewerkstelligen ließ, mit hohen Pallifaden umgeben laſſen, Thüringer Tribüne", vom Erfurter Landgericht zu zwei Lindenstr. 70, Richard Mielke, Fürstenstr. 8, mit 89 Arbeitern. damit die eingeschmuggelten" Scabs"( Streitbrecher), die sowieso Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung wurde ge- Buzug ist fernzuhalten! im benachbarten Ort fein Quartier erhalten fonnten, gegen die funden in dem Vorwurfe der Parteilichkeit, der dem BürgerAngriffe der Streiter geschüßt seien.( Die anderen Mlinen hat meisters aus Anlaß des Berbots des Umzuges am 1. Mai ge- des Verbandes aller in der Metallindustrie man durch Stilstand der Pumpwerke„ ersäufen lassen; die Pro- macht war. Die Revision des Angeklagten, welche Ver- beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend, duktion ist überhaupt auf ein Minimum beschränkt, indem sich letzung des§ 193 Str.-G.-B. rügte, wurde dieser Tage vom von den Silberminen des ganzen Staates nur 5 pCt. in Reichsgericht verworfen. Die Bilderrahmenmacher befinden sich seit 26. Sept. in Betrieb befinden.) Gestern sollen nun die Streifer damit einer Lohnbewegung, die hauptsächlich die Verkürzung der Ar begonnen haben, jene Schutzplanken -In einem Prozeß gegen den verantwortlichen Redakteur beitszeit auf 52 Stunden und die Zahlung von 25,50 Mart jene Schußplanten mittels Dynamit der Breslauer Bolts wacht", Genossen Balduin Minimallohn zum Zweck hat. Trotz des unsolidarischen Ber zu zerstören; die Detonationen will man bis in Leadville Gerhard, fand vorgestern in Dresden das kommissarische baltens einiger Kollegen, denen großes Vertrauen geschenkt gehört haben. Der Sheriff des County's, der sich bisher Beugenverhör statt. Ueber das Verhör, selbst kann natürlich wurde, ist die Begeisterung für die Durchführung der Forderungen gegen die Nothwendigkeit der Entsendung von Truppen erklärt nichts mitgetheilt werden, sondern mur über feinen Zweck. Gs groß und die Bewegung verspricht guten Erfolg. Boll. ( welche die Unternehmer schon längst gern dort gehabt hätten), handelt sich um ein Versammlungsfuriofum in Maußliß, wo ständig bewilligt haben bis jetzt die Firmen: Schömann, telegraphirte an den Gouverneur, und dieser erließ sofort obige der überwachende Brigadier Nestmann eine Versammlung der Sonnet, Spiesice, Höhne, Hochmann und Behrendt; theil. Ordre. Die Bergleute, welche sich nun vier Monate im Streik Müller dadurch zu kürzen versucht hat, daß er sein Miß- weise, aber zuerst eine Verkürzung der Arbeitszeit bewilligten für Zahlung der alten Löhne befinden( die f. 3. mit ihrem Ein- behagen über die lange Dauer derselben aussprach, worauf der die Firmen: Wehner, Schulz, Schröder, Brandtner, Brückner, verständniß bis zu jenem Termin um 222 pet. verfürst worden damalige Bersammlungsreferent, Genoffe Reichard, ihm be- Leon, Bickendraht, Lundershausen und Schneider. Ablehnend waren, weil die Unternehmer ihnen vorgejammert, daß sie sonst bedeutete, er, Nestmann, könne ja nach Hause gehen, wenn verhalten sich nur: Maunlich, Königsberger, Kristan und Biehstädt. bet dem flauen Geschäftsgang feine" Profite" machen könnten), sind es ihm nicht passe, am Ende ihrer Mittel, und die kleinen Geschäftsleute des Ortes, Bolizei glücklich leben. Es wurde dies zuerst in der Sächsischen ohne Kampf möglich sein wird. Den Unternehmern, die nicht ihm nicht passe, die Müller könnten auch ohne Auch hier ist noch auf Bewilligung zu rechnen, wenn es auch nicht welche ihnen bisher kreditirten, scheinen den Glauben an den Arbeiter- Zeitung" besprochen und die Breslauer Volkswacht" voll bewilligten, sind nun von der Kommission noch einmal die endlichen Sieg der Leute verloren zu haben; das hat diese denn brachte dann den Bericht ebenfalls. Gegen den Redakteur Forderungen unterbreitet worden. zu dem verzweifelten Schritt getriebenfalls die betr. Nach Wittrisch von der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" wurde richten nicht übertrieben sind. McBride, der gewefene Präsident der Federation of gegen Gerhard. Da ersterer im vollen Umfange den Wahr Strafverfahren auf grund des§ 186 eingeleitet, später auch Labor", hat sich gleich dein Ober- Knight Sovereign vollständig heitsbeweis erbringen wollte, so beantragte Gerhard, feine Verder Silberagitation gewidmet"; er will in Chicago wo auch handlung bis nach Erledigung des Dresdener Prozesses zu verdiefer feinen Sitz aufgeschlagen hat einen ganzen Stab ein- tagen. Diesem Antrage wurde aber feitens des Breslauer Landflußreicher" und" thatfächlicher" Bertreter der Arbeiter engagiren. gerichts merkwürdigerweise nicht stattgegeben. ( Der Staat Illinois ist nämlich " " einer von Denen, Partei- Nachrichten. o d " " Gewerkschaftliches. " Der Vorstand Sonntag, den 4. Oftober, wird in den Arminhallen, RomVersammlung aller in der Bilderrahmen Branche beschäftigten mandantenstr. 20, von vormittags 10 Uhr an eine öffentliche Arbeiter und Arbeiterinnen abgehalten. Kollegen! Erscheint alle, feiner fehle, damit wir unsere Lohnbewegung zu einem guten Abschluß bringen. Die Streittommission. Arbeitsnachweis und Streitbureau befinden sich Ritterstr. 123. welcher als zweifelhaft" mit seiner großen Anzahl Elektorals Achtung, Graveure und Biseleure Berlins! Die ftimmen bei der Präsidentenwahl hauptsächlich in betracht kommt.) Die republitanische Partei dort scheint zunächst die ein Kollegen der Graviranstalt von R. Otto in München legen wegen Lohndifferenzen die Arbeit nieder. Die hiesigen Kollegen flußreichen" und" thatsächlichen" Bertreter der Bangewerks- Ueber den Stand der Gasarbeiterbewegung in Berlin werden ersucht, Stellen- Angebote von dort nicht anzunehmen, Arbeiter" gewonnen" zu haben. Der Lokalverband derselben wird uns berichtet: sondern sich mit den Kollegen solidarisch zu fühlen und sie nach hatte sich nämlich zum Labor Day"( Arbeitertag) einen Die Arbeiter der städtischen Gasanstalten betreiben zur Zeit besten Kräften zu unterstüßen. Alle Sendungen sind an den republikanischen Redner verschrieben, während der ge- eine rührige Agitation unter ihren Kollegen, um diese zum An- Kollegen Carl Grosch upp in München, Gabelsberger werkschaftliche Zentralförper den Ober: Silberschwadroneur schluß an einen etwaigen Streit in allen Gasanstalten zu bewegen. Straße 68 bei E. Rüttinger, zu richten. J. A.: E. Brückner. Bryan hatte tommen laffen. Die anarchistische" Chikagoer Am Donnerstag wurden 2 Versammlungen, je eine für die Arbeiter Die Agitationskommission der Arbeiterzeitung" arbeitet ebenfalls für die Popokraten( troß der Tag und der Nachtschicht aus der Anstalt in der Gitschiner Brandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen, der Steinarbeiter von ihres traditionellen Abscheues vor dem Wahlhumbug"), die ein straße abgehalten. Das Resultat dieser Versammlungen war, daß sich Herz für die Arbeiter" hätten. Neulich schrieb fie: Möglich ist die Mehrzahl der Arbeiter aus der Gitschinerstraße auf die Seite bestehend aus G. Sachse, C. Hartmann und M. Gabel, aber auch, daß diese Reformer( besonders Altgeld und Bryan ihrer ausständigen Kollegen stellten, indem sie beschlossen, auch worin unter Berufung darauf, daß eine Reihe Streits infolge sandte uns einen Aufruf an die Steinarbeiter jener Provinzen, find gemeint) die Silberfrage nur absichtlich in die Kampagne ihrerseits die Arbeit niederzulegen, wenn die Forderungen nicht des guten Zusammenhalts der organisirten Steinarbeiter vortheilhineingezogen haben, um ihre besseren und tieferen Absichten zu bewilligt werden. Die Arbeiter der Tagschicht aus der verbergen. Heiliger Strohsack! Müllerstraße haben bekanntlich schon haft beendet werden konnten, den Kollegen empfohlen wird, sammt am MittNew- York.( Frankf. 8tg.") Der Kongreß wird zweifel- woch einen gleichlautenden Beschluß gefaßt, während eine und sonders der Organisation beizutreten. Es heißt dann weiter: Ios eine Goldmehrheit haben, da die Golddemokraten überall für die Nachtschicht der Müllerstraße zum Freitag Nachmittag Fühlung untereinander zu nehmen und beruft, wenn es möglich Kollegen, in den Orten, wo noch keine Organisation besteht, sucht eigene Kandidaten aufstellen oder für die Republikaner ein- einberufene Versammlung nur schwach besucht war, weil sie zu ist, Versammlungen ein, um Euch klar zu machen, wie Ihr den treten, während andererseits lettere die ersteren unterstüßen einer ungünstigen Zeit stattfand. Am Sonnabend und Sonntag Uebergriffen des Unternehmerthums wirksam entgegentreten könnt. werden. find die Arbeiter der Gasanstalt in Schmargendorf zu zwei Ber- Wollt Ihr informirt sein über die Verhältnisse der Steinarbeiter fammlungen eingeladen. Ueber den gegenwärtigen Stand der Deutschlands, so fordern wir Euch auf, abonnirt auf unser FachLeute eingestellt worden sind, die man aber, weil sie sich als Berlin SO., Manteuffelstr. 14). Genossen, welche mit SteinBewegung erfahren wir, daß in der Gitschinerstraße neue organ Der Bauhandwerker"( Herausgeber Joh. Rönsch, unbrauchbar erwiesen, wieder entlassen mußte. Infolge deffen arbeitern in Berührung kommen, werden ersucht, dieselben auf Berlin, SO., Manteuffelstr. 14). Genossen, welche mit Steinwurde seitens der Betriebsleitung dieser Anstalt den alten Ararbeitern beitern anheimgestellt, daß es am nächsten Sonntag mit der diesen Aufruf aufmerksam zu machen. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Briefe find zu richten an May 18 stündigen Schicht jeder nach Belieben halten könne, d. h. wer werden um Abdruck gebeten. Briefe sind zu richten an Max b. Gabel, Berlin SW., Willibald Alexisstr. 15 bei Buchmann, weiter 18 Stunden arbeiten wolle, möge es thun. Auf dies Gabel, Berlin SW., Willibald Alexisstr. 15 bei Buchmann. Anerbieten ging selbstverständlich aber fein Arbeiter ein. Auch An die Töpfer Berlins wendet sich der provisorische Vora die Arbeiter der Tagschicht in der Müllerstraße sind aufs neue stand des neugegründeten Vereins der Töpfer Berlins Auf der Parteikonferenz für den Reichstags Wahlkreis Direktorium der Englischen Gaswerte hat erklärt, Organisation, die bereits ein ansehnliches Häuflein Mitglieder Das und Umgegend in einem Aufruf mit dem Ersuchen, dieser wegen Bewilligung der Forderungen vorgegangen. Höch Usingen- Homburg Idstein, die am Sonntag in Jostein im Taunus tagte, waren 22 Delegirte und 9 Ver- feinen Arbeitern die Forderungen zuzugestehen, zähle, fich anzuschließen, und die dem Verein bereits angehörenden sobald die städtischen Werte dieselben be- Töpfer werden aufgefordert, jeder einzelne folle sich die erdenk trauensmänner aus den Orten Höchst, Soffenheim, Rödelheim, willigt haben.( Also bei den Engländern scheint die lichste Mühe geben, möglichst viel neue Mitglieder zu gewinnen. Hofheim, Maryheim, Schwanheim, Liederbach, Wallrabenstein, Steinfischbach, Homburg, Oberursel, Cronberg, Oberhöchstadt, Technit" teine Schwierigkeiten zu bereiten. R. d.„ V.") Weiter ersucht der Vorstand alle Kollegen, die an den Be Bei dieser Gelegenheit möge ein Irrthum richtig gestrebungen Sulzbach, Heddernheim, Griesheim anwesend. Aus dem Bericht richtig gestrebungen zur Verbesserung der zur Verbesserung der traurigen Lage der in dem sich der Stadtrath Namslau Töpfer noch einen Funken Interesse haben, Mittwoch, bes Kreisvertrauensmannes Sauer derfelbe erhielt einstellt werden, in befindet, welcher in der letzten Stadtverordneten Ver- den 7. Oktober, abends 6 Uhr, im„ Englischen Garten", ftimmig Decharge und wurde einstimmig wiedergewählt ging fammlung fagte, die vorgesehenen Ruhepausen innerhalb der Alexanderstr. 27c zur ersten Generalversammlung des hervor, daß in der Berichtsperiode 41 Boltsversammlungen Arbeitszeit tönnten schon deshalb nicht durch Arbeiten verkürzt neuen Bereins zu erscheinen. Material zur Aufnahme wird zur abgehalten und 18 000 Flugblätter und Broschüren verwerden, weil sofort nach Schluß der Arbeitsstunde die andere Stelle sein. Laut Beschluß der letzten Bersammlung erfolgt der theilt worden find, hinsichtlich der Agitation also fleißig gearbeitet worden ist. Von den Beschlüssen seien Kolonne den Platz der vorher in Thätigkeit gewefenen ein Beitritt die ersten vier Wochen, vom 22. September ab gerechnet, nehmen müsse. Dem ist jedoch nicht so. Wenn die Defen ge- tostenlos; von da ab kostet derselbe 20 Pf. folgende erwähnt: Der Antrag aus Heddernheim, einen Wahl- füllt sind, bedürfen sie einstweilen der Besorgung nicht, und einzeichnen laffen will, muß Angaben über Vor- und Zunamen, Wer sich ferner verein für den ganzen Kreis Höchst- Ufingen zu errichten, wurde angenommen; ebenso der Antrag aus Oberursel, ben seit diese Zeit ist für die Ruhepausen angesetzt. Die neue Kolonne, Wohnung, Geburtsdatum und Geburtsort mitsenden. Es wird bamit zu be 11 Jahren über die Attienbrauerei vormals Messerschmitt in deren Ruhepause beendet ist, tritt nunmehr an andere Defen, ersucht, die Vertrauensleute der Bauten - Mitglieder werden Sonnabend, den Homburg verhängten Boykott aufzuheben, da durch denselben die während der Ruhezeit soweit ausgeglüht find, daß sie nun trauen. nichts mehr erreicht. sondern die Agitation und Organisation wieder gefüllt werden müssen. Es kommt demnach gar nicht vor, 8. Ottober, abends von 6 Uhr ab im Arbeitsgestört würde. Das Referat, das Reichstags- Abgeordneter daß eine Kolonne die andere ablöst, sondern jede Kolonne hat nachweis Klosterstr. 101 bei Moll aufgenommen. Weiter macht Diese Arbeitsverhält der Vorstand bekannt:" Da die Höhe des Beitrages in der Bruhne über die Thätigkeit des Reichstages hielt, wurde mit ihre besonderen Defen au besorgen. lebhaftem Beifall aufgenommen und im Anschluß daran ein- nisse beziehen sich jedoch nur auf die Ofenarbeiter. Bersammlung noch nicht festgesetzt wurde, derselbe aber mangels ftimmig eine Refolution gefaßt, worin sich die Kreiskonferens arbeiten Sonntags 18 Stunden durch, wovon nur erste Wochenbeitrag 20 f.; follte die Versammlung Die Kohlentarrer haben keine Pausen und einer anderen Sammlung erhoben werden muß, so beträgt der mit der Thätigkeit unserer Fraktion insbesondere in Beziehung auf die soziale Gefeßgebung einverstanden erklärt unde eine halbe Stunde Frühstücks- und Vesper benfelben auf 15 Pf. ermäßigen, so werden einfach in der zweiten die Erwartung ausspricht, daß die Frattion auch fernerhin auf pause, fowie eine einstündige Mittagspause Woche nur 10 Pf. nachgezahlt, wofür dann 2 Wochen ab gefeßliche Einführung des Achtstundentages hinarbeiten sowie abgeben. Dieselbe Arbeitszeit haben die Feuerleute ein- geftempelt find. Die Bertrauensleute sämmtlicher gefeßliche Einführung des Achtstundentages hinarbeiten sowie zuhalten, die manchmal, um das Feuer in regelrechtem Gang zu Bauten werden noch ersucht, am Sonnabend im Nachweis die den Bestrebungen der reaktionären Parteien, durch Einführung halten, kaum genügend Zeit zum Essen finden. der zwangsweisen Organisation des Handwerks die BewegungsHandzettel für die nächste Versammlung zwecks weitgehendster In Apolda beauftragte eine Parteiversammlung die Genossen Baudert und Leutert, unserer Reichstags- Fraktion Material zuzustellen, auf grund deffen sie im Reichstage die Mißstände der Alters- und Invalidenversicherung zur Sprache bringen kann, die sich dort in der Textilindustrie hinfichtlich der Beitragspflicht der Kleinmeister und Heimarbeiter fühlbar gemacht haben. $ freiheit der Arbeiterklasse einzuengen, energisch entgegengetreten Achtung, Buchbinder! Ausständig sind in Berlin die Verbreitung entgegenzunehmen." wird. Die Kreiskonferenz hält es aber auch für angebracht, daß Kollegen und Kolleginnen in den Werkstuben von: Frenisch, Der Vorstand der Görliger Töpferinnung hat im Andie Parteigenoffen allerorts dafür sorgen, daß die Gewerkschaften Wallstr. 11. Leo Simson, Spandauerstr. 72. Carl schluß an die erste schwarze ifte nod eine zweite verauf dem Boden, des Klassenkampfes stehen. Auf dem Gothaer Rechlin, Engel Ufer 3. Bernhard Paul, Wilhelm- fandt, die folgenden Wortlaut hat: Parteitag wird der Kreis durch den Delegirten Merz, be firaße 22a. Bürenstein, Friedrichstr. 240. A. Weichert. P. P. Goeben geht uns die Meldung zu, daß heut auch aiehentlich dessen Erfagmann Leyendecker vertreten sein. Andreasftr. 82, Imberg u. Beffon, Alte Jatobftr. 64a. die Werkstattarbeiter der Firma Martin u. Altmann die Arbeit Zur Konfektionsarbeiter Bewegung. Frau Jeannette Schwerin ersucht uns um Veröffentlichung folgenden Schreibens: Zur thatsächlichen Berichtigung bitte ich folgende Zeilen freundlichst aufnehmen zu wollen: Im Leitartikel vom Dienstag, den 29. September, wird gefagt: Als es darauf ankam, Kräfte für die Arbeit in den Bahl stellen zu gewinnen, trát die Kommission auch an bürgerliche " einer Zahlstellen- Verwaltung heran. Leider aber hatten die Damen teine Zeit." Ich bemerke dazu, daß ich meine Kraft angeboten habe und auch in der Zahlstelle bei Feuerstein, Alte Jakobstraße, arbeiten durfte. Das von mir gesammelte Geld ist direkt der Streitfaffe zuge führt worden( f. Quittungen von Timm und Arons). Eine größere Summe, die mir direkt zur Unterstützung der Nothleibenden" gegeben wurde, habe ich mit dem Bemerken zurückgewiesen, daß ich dadurch das Prinzip des gewerkschaftlichen Kampfes verletzen würde. Vom Verfasser des fraglichen Artikels wird uns zu vorstehender Einsendung geschrieben: rath Bollhardt, ist auf seinen Antrag dieses Amtes ent Der bisherige Gewerbe- Inspektor in Saalfeld, Bergbunden worden. Au feiner Stelle wurde Baurath Eichhorn in Saalfeld zum Gewerbe- Inspektor ernannt. Die Sonntagsruhe für die Eisenbahnarbeiter ist, wie niederlegten und zwar nicht wegen. Lohnforderung, foudern wegen Ju Magdeburg haben am 19. September die Arbeiter und das Musterschiff". Es ist dringend nöthig, daß Differenz persönlicher Natur. Nachstehend finden Sie die Namen Arbeiterinnen die Buchbinderei von G. Schäfer wegen durch eine neue Seemanns- Ordnung der Mann derfelben verzeichnet( folgen 10 Namen der Ausständigen). Görlig, Verweigerung ihrer Forderungen sämmtlich gekündigt. Die fchaft auf den Schiffen eine menschens den 20. Auguft 1896. Der Borstand des Verbandes der selb- Kündigungsfrist läuft heute ab. würdige Eristenz gesichert und sie gegen eine ständigen Töpfermeister und Ofenfabrikanten von Nieder- Schlesien barbarische Behandlung geschügt wird." und der Lausitz. R. Wünsch." Im Streik der Werkstättenarbeiter der priv. öster= änderung eingetreten. reichisch ungarischen Staatseisenbahn ist keine Ver- daß sogar ein Berliner Freisinniger(!!) in der letzten Wir wollen nicht verfehlen, hierbei in Erinnerung zu bringen, Der Werkstättenchef in Prag foll renommirt haben, die Werkstätten würden fünf Monate lang geschiffen für mörderisch erklärt hat. Bei einem Liberalen, Stadtverordnetenfißung die Arbeit am Ofen auf See. sperrt bleiben, wenn die Arbeit nicht bedingungslos wieder auf- beffen Genügsamkeit in der Arbeiterfürsorge so weit geht, daß genommen wird. In Bubna und Prag mangelt es jedoch schon feßt an Maschinen, da die Zeit der Rübentransporte beginnt. fabriten nicht als gesundheitzerstörend bes er sogar die Arbeit in der Giftluft der GasWährend in Prag die dumme Bureaukratenhartnäckigkeit obenauf trachtet, will jene scharfe Kritik der Verhältnisse auf den See.. ist, wurde. das Komitee der Wiener Werkstättenarbeiter Sollte sich die Reichs= schiffen gewiß etwas besagen. der Werkstättenleitung VOIT einer Besprechung einFrauen aus anderen Parteien mit dem Ersuchen um Uebernahme geladen, der auch Vertreter der Prager Arbeiter beiwohnten. regierung betreffs der Fürsorge für die Heizer und Trimmer Den Arbeitervertretern v o it den Berliner Freisinnigen überbieten wurde in dieser Verhandlung mitlassen wollen? getheilt, daß vom 1. Oktober an die Arbeitszeit neuneinhalbständig sei. Betreffs der Atfordpreise sei die Direktion gewillt, etwas zu thun. Die Regulirung der Löhne tönne aber nicht binnen vier Wochen durchgeführt werden, sondern es werde länger dauern. Die Preise würden im Einvernehmen mit den Vorarbeitern bestimmt werden. Ein Arbeitervertreter wies darauf hin, daß die Akkordisten, zur Preisbestimmung heran- man uns schreibt, auch für die auf dem Magdeburger gezogen werden möchten, worauf erwidert wurde, auch damit Güterbahnhof in Leipzig beschäftigten Güterbodenarbeiter aufgehoben morden. Früher wurde Sonnabends abends solange ge wäre die Werkstättenleitung einverstanden. Es dürfe auch ein gehoben morden. Früher wurde Sonnabends abends solange ge Fabrikausschuß gewählt werden. arbeitet, bis die eingelieferten Stückgüter verladen waren. In Die beanspruchte Lohnaufbefferung könne nicht gewährt werden, das würde zu viel fosten. folge des stark erhöhten Güterverkehrs müssen jezt die Leute Sonntags arbeiten und haben nur jeden zweiten Sonntag frei. Daß Frau Schwerin die Sonderauszahlung von Unter Bezüglich des Aufrechtbleibens der Rechte der Mitglieder im Die Arbeit an den Wochentagen dauert oft auch über die eigent ftützungsgeldern in einem eigenen Bureau nicht für statthaft Falle des Einrückens zur Waffenübung werde das Nothwendige liche Arbeitszeit, und da die meisten Arbeiter in den Vororten hielt, war mir bekannt. Leider haben einige der evangelisch- veranlaßt werden. fozialen Gruppe angehörige Damen dieses Verständniß In einer Versammlung sämmtlicher Streifenden Wiens wurden oder nächstliegenden Dörfern wohnen, also erst spät heimkommen, In einer Bersammlung sämmtlicher Streifenden Wiens wurden so ist für sie das Familienleben völlig aufgehoben. Zwar hat für den Charakter gewerkschaftlicher Kämpfe nicht bewiesen. jedoch diese Zusicherungen für unannehmbar erklärt, weil man die Bahnverwaltung einige Hilfsarbeiter bei 24 stündiger Kündi weil men Sie haben allerdings, wie ich nachträglich gehört habe, ichon im Jahre 1800 mit bloßen Versprechungen schlimme Ergung engagirt, doch ist dadurch auch nicht die Sonntagsarbeit solche Gelder, die sie ohne Vorbehalt bei ihren Samm- fahrungen gemacht hat; außerdem könne von der beanspruchten beseitigt worden. E3 mangelt einfach auf dem Güterboden an lungen entgegen genommen hatten, direkt in die Streitkasse ge- Lohnforderung nicht abgegangen werden und im übrigen müsse zahlt. Dagegen ließen sie sich bestimmen, andere Gelder unter man bindende Abmachungen verlangen. Der Streit dauert also genügenden Arbeitskräften, um die Arbeit bewältigen zu können. der Bedingung in Empfang zu nehmen, daß dieselben nicht durch sort. Bemerkt sei noch, daß die Generaldirektion die Firma doch nimmt man den Arbeitern aus Sparsamkeitsrücksichten die Die Staatsbetriebe sollen doch Musterbetriebe sein und die Hände des Streifausschusses gehen, sondern an Be dürftige Ringhoffer ersucht hat, ihr Arbeiter zur Verfügung zu als Unterstütung gezahlt werden sollten. Hätten fie ftellen, die Arbeiter es jedoch abgelehnt haben, in den Werkstätten Sonntagsruhe und beeinträchtigt sie damit in ihrem Familienleben. die nämliche Diskretion bewiesen, wie Frau Schwerin, der Staatsbahn zu arbeiten. Die Generaldirektion der bayerischen Staatseisenbahnen fo wäre es ihnen meiner Ueberzeugung nach auch hat den Verkehrsbeamten für fünftig jeden Genuß Der Bergarbeiter Streit im Brüg: Duger Revier ist, alkoholischer Getränke während des Dienstes ver gelingen, die Geldgeber oder Geldgeberinnen in den wie die Arbeiter Beitung" jetzt als sicher mittheilen kann, obne boten. Die Münchener Boft" bemerkt hierzu: Ohne Zweifel meisten Fällen von dem Unpassenden einer solchen Ein- or wissen der Bergarbeiter Organisation schränkung zu überzeugen. Der Streikausschuß wollte anfänglich begonnen worden.„ Die schändlichen Zustände" breibt will der Utas in löblicher Abficht jeder Betrunkenheit im Dienfte fich auf die von der evangelisch sozialen Frauengruppe gestellten unser Bruderorgan unter denen die Bergarbeiter Dester- vorbeugen und damit jedem hieraus allenfalls erwartbaren UnBedingungen nicht einlassen und hat schließlich nur aus Rücksicht reichs überall leiden, bilden eine ſtetige, Quelle der an Ber- fall. Wer aber die Verhältnisse bei den„ verkehrten" Anstalten auf die Noth der Streifenden zu dem Auskunftsmittel gegriffen, zweiflung grenzenden Unzufriedenheit, und Anlaß zur Auf- wegs auf etwaige Trunkenheit" des im allgemeinen abfolut fennt, der weiß genau, daß die bayerischen Bahnunfälle feines das in der gestrigen Zuschrift aus Schneiderkreisen" erwähnt lehnung ist überall und stets vorhanden. wurde. Wie man nun das Verfahren der evangelesch- sozialen sämmtliche andere Grubeureviere in der Organisation, stehen, die nüchternen Betriebspersonals, sondern vielfach auf die Ueber Frauengruppe auch entschuldigen mag, thatsächlich traten die fich der Verantwortung für die Wahl der Zeit für den Kampf sonstige verkehrte Maßnahmen zurückzuführen sind. Hier ist anstrengung der Leute, den langen Dienst und Damen derselben in ihrem eigenen Bureau nicht als voll bewußt ist, blieb bisher der einzige Brüy- Durer Remedur dringend nöthig!" Beauftragte des Streifausschusses, sondern als außerhalb der Grubenbezirt außerhalb der Organisation und Streitbewegung stehende Auszahlerinnen von Unterstützungs unter dem Einfluß einiger Unabhängiger". Die Zahl der Arbeitslofen in Bayern betrug am geldern auf. Es ist mir aber persönlich mitgetheilt worden, daß Es wird sich bald zeigen, ob die Leiter des Streiks der Lage Jahres aber 50 492. 14. Juni vorigen Jahres 18 461, am 2. Dezember desselben Streifende, die genöthigt waren, dort Gelder in Empfang zu gewachsen sind, und ob sie einen günstigen Zeitpunkt gewählt nehmen, diese Veranstaltung als eine Patronisirung peinlich haben. Die Grubenbesiger haben vorläufig zur Gewalt gegriffen lich dem männlichen Geschlechte an: im Juni waren es 11995, Der größere Theil der als arbeitslos Gezählten gehört natür. empfunden haben. Hat doch auch der Streitausschuß in einem und Militär in Massen aufmarschieren lassen. Schon daß wieder im Dezember 37 715; weibliche Arbeitslose wurden 6466 und 12777 bestimmten Falle fich veranlaßt gesehen, eine der Damen zu er der Name des Grafen Wallis auftaucht, an den sich böse Er- gezählt. Auf München allein treffen bei der Sommerzählung 4391, suchen, sich aller moralisirenden Belehrungen gegenüber den Geld- innerungen vom letzten Streit her knüpfen, und daß gerade bei der Winterzählung 7754 Arbeitslose, auf Nürnberg 1253 erhebern zu enthalten. Daß die Wiederholung ähnlicher aus diesem Mann als Vertreter der Bezirkshauptmannschaft die und 2065. Bei der Zählung vom 14. Juni kam eine größere Anzahl Unverständniß für das Wesen eines gewerkschaftlichen Kampfes Leitung der behördlichen Maßnahmen anvertraut wurde, ist von Arbeitslosen auf folgende Berufszweige: Häusliche Dienste und hervorgehender Patronisirungen für die Zukunft vorgebeugt wird, ein schlimmes Vorzeichen. Aber die offizielle Gewaltanwendung wechselnde Lohnarbeit 3017, Landwirthschaft 2315( einschließlich der halte ich allerdings für durchaus nothwendig. wird in jedem Falle vergebens bleiben, und so lange die ge Gärtnerei und Forstwirthschaft 2448), Baugewerbe 1442, Gaft und Auf genaue Information hin haben wir folgendes festgestellt: rechten und dringenden Forderungen der Bergarbeiter nicht er- Schankwirthschaft 952, Waarenhandel 927, Schlofferei 728, In dem von der evangelisch sozialen Frauengruppe ein- füllt werden, wird es stets planmäßig und mit Ueberlegung Bäckerei 721, Tischlerei 582, Bierbrauerei 514, Meggerei 503, gerichteten Bureau wurden Unterstützungen nur an Personen aus aller Umstände unternommene Kämpfe und wilde Ausbrüche Spinnerei und Weberei 497, Schneiderei 407, Schuhmacherei 403, gezahlt, die mit Anweisungen des Streitkomitees dahin tamen. Nicht geben. Die volle Laft der Schuld mag diejenigen bann( unter dem Einflusse des Streits in Fürth) Metall als Unterstützung an Bedürftige, sondern ebenso wie in den anderen Brücken, die die Leiden der Bergarbeiter zu verfchlägerei 257. Die erhebliche Steigerung der Bahl der ArbeitsBureaus als Streitunterstüßung wurden dort die Gelder ausbezahlt. antworten haben und von ihnen profitiren." lofen bei der Dezemberzählung lenkt den Blick von felbft auf jene Wohl find in einzelnen Fällen und speziell auf Wunsch der An neuesten Nachrichten über die Situation im Streikgebiet Betriebe, die während des Winters theilweise ruben. So finden an der Auszahlung der Streifgelder betheiligten Genossen und liegen folgende vor: wir insbesondere im Baugewerbe die Zahl der Beschäftigungslosen Genoffinnen einer Anzahl Streifenden besondere Unterfügungen Prag, 2. Oktober.( B. H.) Die Anzahl der ausbezahlt worden, aber nur auf Ersuchen unserer Bahlstellen Streitenden hat nunmehr 10.000 überschritten. auf 12878 erhöht, in der Land- und Forstwirthschaft auf 10 430, und nach Recherchirung der Verhältnisse der Unterstüßungs- Dic Streifenden demoliren fortgefekt die Schächte. Die Mehr im Wirthschaftsgewerbe auf 1700, bet den häuslichen Diensten und Der Lohnarbeit wechselnder Art auf 5511. Unter bedürftigen durch die Organe der Schneiderorganisation. heit der Belegschaften erklärt, daß sie blos aus Furcht vor Miß den Schlossern und Tischlern waren 1082 bezw. 949, unter Es ist auch nur die Generalisirung eines vereinzelten handlungen nicht einfahre. In verschiedenen Orten wurden den Kaufleuten( Waarenhandel) 1285, unter den Bierbrauern Falles, wenn von moralisirenden Belehrungen und Patrouifirungen Bettel gefunden mit der Drohung, daß die Stadt Brüg an 877, unter den Bäckern 967, unter den Fleischern 813, unter den der Streifenden durch die Vertreterinnen der evangelisch- sozialen allen Enden angezündet werden solle. unter den Schneidern 887, Frauengruppe gesprochen wird. Es muß anerkannt werden, daß von den übrigen Frauen selbst der hier angezogene Fall peinlich empfunden und sofort Remedur geschafft wurde. G. L. Das Organ der Tabakarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, der Gewerkschafter", erscheint seit Anfang Oftober unter dem Titel„ Der Tabatarbeiter". Aus Flensburg. Der Kommission der ausgesperrten und streitenden Werftarbeiter war von seiten eines ungenannt störer verhaftet. " Während aber " Teplis, 2. Oftober.( B. H.) Der Verein für die berg- Spinnern und Webern 806, unter den Schuhmachern 788 beschäftigungslose Arbeit baulichen Interessen im nordwestlichen Böhmen hat in seiner nehmer. Alle diese Zahlen sind somit gegenüber der geftrigen Sitzung befchloffen, gegenüber den anarchistischen Aus: Sommerzählung gestiegen. Nur bei den Metallschlägern zeigt förungen von Eigenthum, fowie eigenmächtigen und zwangs( 67) Feiernben. Bemerkenswerth ift die große Zahl der Nichtbayern schreitungen, Mißhandlungen von Werkbediensteten und Zer sich( aus dem oben erwähnten Grunde) eine geringere Ziffer von weisen Arbeitseinstellungen ein solidarisches Vorgehen der Berg- unter den in Bayern gezählten Arbeitslosen. Sie betrug im De bauunternehmer überall einzuleiten.- Bisher wurden 40 Ruhezember 3984, b. i. 7,8 pt. der Beschäftigungslosen überhaupt, wäh= rend der Antheil der Nichtbayern an der gesammten Volkszahl kaum jein wollenden Vermittlers erklärt worden, die Werftdirektion beispiellosen Ausbeutung feufzt, find wieder große Streits 1132 Desterreicher und 184 sonstige Ausländer( Schweizer, Auf Sizilien, wo das Proletariat unter dem Joch einer halb so groß ist. Unter den 3934 arbeitslosen Nichtbayern waren sei bereit, mit den Vertretern der Arbeiter zu verhandeln, venn die Vertreter die Befugniß hätten, Abschlüsse bindend zu unter- ausgebrochen. Nach einer Mittheilung der„ Voss. 3tg." haben Italiener, Russen, Amerikaner 2c., auch 1 Egypter), dann 829 zeichnen. Der Vermittler machte noch Vorschläge zu einer Verandarbeiter regen sich wieder. Die Behörden Siziliens Hessen und 216 Angehörige anderer deutscher Bundesstaaten. die Schwefelarbeiter die Arbeit niedergelegt. Auch die Breußen, 750 Württemberger, 326 Badenfer, 321 Sachsen, 176 einbarung und bemerkte, wenn die Werftarbeiter ihre Forderungen scheinen wie gewöhnlich so auch diesmal auf feiten der Ausbeuter demgemäß abändern, d. h. reduziren wollten, würde die Direktion Eine eingehende Darstellung der Zählungs- Ergebnisse, bei die Arbeiter am( vorigen) Donnerstag wieder einstellen. Die zu stehen; in zirka 30 Orten sind plötzlich zahlreiche Verhaftungen welcher auch die Dauer und der Grund der Arbeitslosigkeit, Kommission der Arbeiter unterbreitete nun am 28. September diese vorgenommen worden. Angelegenheit einer Versammlung derStreifenden und Ausgesperrten. Das Resultat war, daß die Vorschläge des Vermittlers einstimmig Boziales. " Auf dem Kongreß des Vereins für öffentliche Gesundheits. Alter und Zivilstand der Arbeitslosen. f. w. in betracht gezogen ist, befindet sich zur Zeit im Druck und wird demnächst in der Zeitschrift des taiserlichen Statistischen Bureaus ver -O abgelehnt wurden sowohl in Beziehung auf die Abänderung der Mehrere Seizer und Trimmer schildern im Sprechsaal öffentlicht werden. Forderungen wie hinsichtlich desjenigen, wonach die Kommission des Hamburger Echo's" die Behandlung, die sie auf einen Beschlüsse mit bindender Straft unterzeichnen sollte. Dagegen( näher bezeichneten) Hamburger Schnell dampfer erbuldet Depelchen und lehte Nachrichten. wurde der Kommission das Recht ertheilt, mit der Werftdirektion haben.. Sie schreiben: jederzeit ohne weiteres zu verhandeln. Der Streit dauert Hamburg, 20. Oktober.( Privatdepesche des„ Borwärts".) alfo vorläufig noch fort, weshalb mit den Unter pflege in Kiel hat man auch über die Zustände auf den deutschen Die Schrift„ Der offene Brief an den Kaiser" iſt nicht in Hamstützungen noch nicht einzuhalten ist. Da die Werft Kauffahrteischiffen gesprochen und in anerkennenswerther Weise burg, sondern in Breslau und Leipzig konfiszirt worden. feine ausländischen Arbeiter befommt, vielmehr Flensburger hat der hiesige Hafenarzt Dr. Nocht auf die Mängel hinWien, 2. Oft.( B. H.) Jm Schoße des Belenklubs find Werftarbeiter nach auswärts verlangt werden, so dürfte der gewiefen, die bezüglich der Fürsorge für die Mannschaft vor ernste Meinungsverschiedenheiten zu tage getreten. Zalewski, der Friedensschluß in nicht allzu weiter Ferne stehen. handen sind. Die gutgesinnte" Presse tanu ja nicht oft genug Obmann des Klubs, hat sein Amt bereits niedergelegt. Die Steinfegmeister Hamburgs beschlossen, mit der Loblieder auf die„ musterhafte" Einrichtung der Schnelldampfer Brig, 2. Oftober.( B. H.) Jn Bruch nahmen heute die Organisation der im Streit befindlichen Steinfeger und Rammer anstimmen, deshalb halten wir es für unsere Pflicht, diese Lob- Arbeiter sämmtlicher Schächte infolge der Jntervention des nicht mehr zu verhandeln; dies war die Antwort auf folgende lieder auf ihren wirklichen Werth zurückzuführen. Direktors Bauer vom Wiener Bankverein die Arbeit wieder auf. Forderungen, die die Streifenden neuerdings aufgestellt haben: Wir fahren auf dem Schnelldampfer( folgt Name des Für Sonntag find große Arbeiterversammlungen anberaumt, in 1. Bei einer Wiederaufnahme der Arbeit ist von den Schiffes). Unfer Logis auf dem Musterschiff" ist schmuzig, welchen entscheidende Beschlüsse über die Fortsetzung des Streits Arbeitgebern die bestimmte Erklärung abzugeben, daß Maß- dunstig und voller Ungeziefer, so daß man kaum in Schlaf gefaßt werden sollen. regelungen irgend welcher Art nicht stattfinden werden und tommen kann. Die Kojen find zum theil ohne Boden. Uns Budapest, 2. Oft.( B. H.) Wegen Beleidigung des Honved. überhaupt nicht vorkommen dürfen. 2. Die streitige Forderung, fehlt ein Raum, um unsere Sachen sicher unterbringen zu können. ministers ist der Redakteur des sozialistischen Blattes Neue Ueberlandarbeiten betreffend, wird dahin abgeändert, daß pro- Nichts ist vor den Ratten sicher, die das Logis bevölkern. Die Voltsstimme", Jakob Jsrael, zu vier Monaten Gefängniß und zentuale Aufschläge für diese Arbeiten festgesetzt werden; die Arbeit in den Heizräumen ist eine unmenschliche. Wird zu einer Geldstrafe verurtheilt. anzuerkennen. S " der " republikanische tren der Forderung ad II: Freie Beförderung der Arbeitskräfte nach jemand schlapp, dann hagelt es Echimpfworte der roheften Paris, 2. Oftober.( B.$.) Das heute hierselbst an. und von den Arbeitsorten betreffend", ist von Fall zu Fall be- Art und er wird mit Gewalt zur Arbeit getrieben. geschlagene Manifest des revolutionären Zentralfomitees lautet sonders zu regeln. 3. Der Arbeitslohn für Steinfeger wird von Dabei wird gehastet und gejagt gejagt in der rücksichtslosesten ungefähr wie folgt: Getreu der sozialistisch- revolutionären Politik, 48 auf 50 Pf. und der für Rammer von 42 auf 45 Pf. pro Stunde Weife, so daß niemand seines Lebens sicher ist. Unglücks die darin besteht, mit den Völkern Einigkeit und Frieden aufrecht erhöht; für Sonntagsarbeit und Ueberstunden ist ein Lohn- fälle find deshalb nichts Seltenes; aber die Berunglückten sind zu erhalten, für Würde und Sicherheit des Landes Sorge zu Autonomie und aufschlag von 25 Pf. in Anrechnung zu bringen. 4. Der seinerzeit doppelt zu bedauern, weil man es mit der Hilfeleistung durchaus tragen, zu sorgen für den Arbeitgebern zugesandte, aber noch nicht anerkannte Afford- nicht eilig bat. Oft wurden wir zum Reinigen des Schornsteins Einrichtungen, treu Unabhängigkeit und tarif soll in Zukunft Giltigkeit erlangen. 5. Die von der Bau- getrieben, wenn derselbe noch heiß war, fedaß Einige erhebliche Eroberung der Freiheit in einem Augenblick, in welchem sich die Deputation festgesette Arbeitszeit ist auch von den Unternehmern Brandwunden erlitten. Aber darum kümmert man sich nicht, regierenden Opportunisten vor die Füße des Zaren werfen und 6. und 7. Regelung der Geschirr und da heißt es: Mag der Hund verrecken!" Sehr schlimm sind die die republikanische Würde des Landes vergessen, dem Baubudenfrage. 8. Aufstellung einer Maximal Arbeits- sogenannten Rüberarbeiter" daran, die schlimmer gepeinigt 3äsarismus und Militarismus zujubeln und denselben auch leistung, d. h. eines bestimmten Arbeitspensums, welches werden als alle anderen. Sie werden in der brutalften Weise dem französichen Volte aufbürden wollen, angesichts der nicht überschritten werden darf. 9. Da ein harmonisches Zu- mißhandelt und gezwiebelt, sodaß es garnicht verwunder Schwäche, der Feigheit und des Verraths bekräftigen sammenwirken mit den ausgeschlossenen Verbandsmitgliedern, den lich ist, die zur Verzweiflung Getriebenen schließ wir, daß für die republikanischen Zentralfomitee für die fog. Streitbrechern nicht zu erwarten sein dürfte, versprechen die lich über Bord gehen und. den Tod in den Wellen und sozialistischen Ueberzeugungen einstehen wird. Wir richten Arbeitgeber, diese Elemente aus Liebe zum Frieden möglichst ab- fuchen, um ihren unmenschlichen Beinigern zu entgehen. Unsere daher an die sozialen Proletarier aller Welt die Versicherung gesondert, d. h. von den Mitgliedern des Steinsetzer- Berbandes Arbeitszeit beträgt täglich acht Stunden, nichtsdestoweniger haben vollster Sympathie. Unterzeichnet ist das Manifest von vier getrennt arbeiten zu lassen. wir auf der Hinreise 5 Tage lang 12 Stunden und auf der Hers revolutionären Abgeordneten, einer Anzahl sozialistischer Ges Die Herren Meister fanden diese Forderungen natürlich reise 4 Tage lang 12 Stunden arbeiten müssen, die Bezahlung meinderäthe, an deren Spiße der zweite Bizepräsident des unerhört". für die Neberstunden aber hat man uns verweigert. Soviel über Gemeinderaths. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Mag Babing in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. wenn das " 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 232. B Lokales. Sonnabend, den 3. Oktober 1896. " Tunnel elektrisch beleuchtet werden. 13. Jahrg. nicht mehr den Schulfommissionen zu übertragen sei, hat der auf eine Strecke von 120 Meter. Der übrige mit Preßluft Magistrat dem Vorschlage der städtischen Schul- Deputation fich gefüllte Raum, der zum Arbeiten benutzt wird, darf vom Die Parteigenoffen im vierten Wahlfreife werden bei angeschloffen, daß das bisherige Verfahren aufrecht zu erhalten Publikum nicht betreten werden. wäre mit der Maßgabe, daß für die allerschleunigste und mit den etwaigem Wohnungswechsel ersucht, Adressenveränderungen sofort wenigsten Umständen verknüpfte Erledigung derartiger Gesuche Bahn hindurch die Schwarzkopffstraße mit der Gartenstraße Der Tunnel, welcher unter den Geleifen der Stettiner den Botenfrauen oder den Parteifpediteuren zu melden, damit in der Bestellung der Zeitung feine Störung ein Sorge getragen werden solle. In diesem Sinne sind die betreffens( gegenüber dem Gartenplay) verbindet, wird am Sonnabend, den der bereits Verbreitung des Vorwärts" zu wirken und neue Abonnenten ständigt worden. dem Zentralorgan der Partei zu gewinnen. Die Parteispedition Welches Krähwinkel die deutsche Reichshauptstadt Ein großer Mangel an Militärärzten macht sich in den besorgt nicht allein den Vorwärts", sondern auch sämmtliche Berlin, die sogenannte Metropole der Intelligenz", in letzten Jahren mehr und mehr fühlbar. Beim VI. Armeekorps lebten Jahren mehr und mehr fühlbar. Beim VI. Armeekorps übrige Parteiliteratur. Die Speditionslokale befinden sich: Für sozialpolitischer Beziehung ist, zeigt wieder ein fehlen 3. B. nahezu 40 Assistenzärzte. Zum Kaisermanöver im den Often bei Wengels, Fruchtstr. 30, H. 2 Tr., für den Süd- Vergleich der Arbeitsverhältnisse in den hiesigen städtischen Jahre 1894 mußten schon 100 Reserveärzte telegraphisch einoften bei Friz Thiel, Staligerstr. 35, v. part. Ferner werden Gasanstalten mit denen der Gasanstalten von berufen werden. Der Mangel wird hauptsächlich auf die in den bekannten Lokalen Abonnements für den„ Borwärts" ent- Paris. Während in Berlin die Arbeiter der städtischen Gas- ungenügenden Gehälter der Assistenzärzte zurückgeführt. Diese gegengenommen. anstalten 12 Stunden täglich, alle 14 Tage Sonntags stehen den Lieutenants gleich, obwohl sie eine weit längere und Zum Ausstand der städtischen Gasarbeiter. In der 18 Stunden, einschließlich der Erholungspausen, im Betriebe viel kostspieligere Vorbereitungszeit durchgemacht haben. An eine eine regelmäßige Angelegenheit der Arbeiter der städtischen Gasanstalten hat das beschäftigt find, darf in Paris Privatpraxis ist bei ihnen kaum zu denken; die beginnt in der Arbeitszeit, die der Pausen selbstverständlich ebenfalls Magistrats Kollegium beschlossen, bei dem nicht ermangelt, 10 von 24 Stunden nicht über- Regel erst beim Stabsarzt. Einigungsamt, vor welchem auf Veranlassung der Arbeiter die schreiten. Nur die Nachtwachezeit fann auf 12 Stunden aus- Es hat etwas Beleidigendes für das Auge in sich, einen Streitsache schwebt, durch Deputirte sich vertreten gedehnt werden. Alle Arbeit über die regelmäßige Zeit hinaus Menschen mit körperlichen Gebrechen Faren machen zu sehen. zu lassen. muß jedoch besonders bezahlt werden. Alle 14 Tage Mag in früheren Zeiten der Bucklige in Possenspielen Haupts Die Kampfweiſe des Herrn Namslau in der vorgestrigen ein freier Tag, alle Jahre zehn Tage Ferien bei akteur gewesen sein; nach dem Empfinden gesitteter Wesen von Stadtverordneten: Sizung scheint auch in einem Theil der bürger voller Lohnzahlung sind weitere Vergünsti- heute sollte dem Krüppel als solchen teine andere Gefühlsäußerung lichen Gesellschaft als bedenklich empfunden zu werden. Die Volks- Zeitung" schreibt: Bei Un als die des stillen Mitleids zu theil werden. In dieser Angungen, die die Pariser Gasarbeiter genießen. Der Antrag Singer in Sachen der städtischen Gasarbeiter fällen im Betriebe erfolgt volle Lohnzahlung, bei schauung bestärkt einen in Kaufmann's Variété das gegenwärtige gab dem neuen Direktor der städtischen Gaswerke, Herrn Stadt Krankheitsfällen ebenfalls. Darüber hinaus beſtimmt die Auftreten zweier Leute, die das Unglück haben, nur ein Bein zu rath Namslau, zum ersten Male Gelegenheit, in einer Ver- Verwaltung, ob der Mann seinen Lohn ganz oder theilweise befizen. Wie sie zum Krüppel geworden sind, wissen wir nicht; genug, sie thun, als ob ihr Elend sie nichts weiter anginge und waltungsfrage von sozialpolitischer Bedeutung öffentlich hervor weiter erhält oder ob ihm Pension gewährt werden soll. zutreten. Wir haben uns von Herrn Namslau niemals viel verGegenüber dieser Arbeiterfürsorge der französischen Kom haben es namentlich in der Kunst des Springens zu einer gewiß sprochen. Aber daß sein erftes Auftreten so unglücklich verlaufen sinnigen Philifter Regiments in munalverwaltung wird uns uns die Engherzigkeit des frei- staunenswerthen Fertigkeit gebracht. Man könnte in der Er der Berliner Stadt- wägung, daß es immer anerkannt werden muß, wenn zwei würde, haben wir doch nicht für möglich gehalten. Herr Namslau verwaltung wieder einmal aufs beschämendste inne. In Paris Unglückliche es durch eiserne Energie zu tüchtigen Artiſten bringen, hat den Antrag Singer schneidig" zurückgewiesen. Er verlangte von der Versammlung, sie möge den Antrag auf Umwandlung ist die zehnstündige Arbeitszeit Regel, die zwölfftündige Ausnahme, das Auftreten diefer Künstler ohne weiteres gut heißen, wenn der 18stündigen Sonntagsschicht in eine 12stündige kurzer Hand in Berlin aber geht es aus technischen" Gründen nicht einmal sie nicht auf die unglückliche Idee verfallen wären, fich fomisch ablehnen. Die Arbeiter hätten das Gewerbegericht angerufen, und an, die 18stündige Sonntagsschicht in eine zwölf zu geberden und mit ihrem Gebrechen Klownspäße zu treiben. der Magistrat werde sich alsbald schlüssig machen, ob er sich stündige zu verwandeln, wie die Arbeiter in ihrer Bescheidenheit Das beleidigt, und daher muß, bei allem Respekt vor der auf Verhandlungen vor dem Einigungsamt einlassen solle. Wer bas„ freisinnige" Regiment der Berliner Stadtverwaltung selbst als betrübend bezeichnet werden. auf Verhandlungen vor dem Einigungsamt einlassen solle. Wer fordern. In der That, in Beziehung auf den Arbeiterschuß fann Gewandtheit der Artisteu, die Art ihres gegenwärtigen Auftretens Herrn Namslau gestern gehört hat, der muß den Eindruck ge- mit der Schnelligkeit des österreichischen Landsturms von anno wonnen haben, daß, wenn es nach ihm ginge, die Vermittelung Eine sehr energische Frau ist die Gastwirthin K. in der des Einigungsamtes kurzweg abgelehnt werden würde. Und dazumal kaum tonturriren. Also, immer langsam voran, oder Roßstraße, welche Donnerstag Abend wegen Bedrohung mit weiter muß er den Eindruck gewonnen haben, daß Herr Namslau am liebsten garnicht. einem Revolver sistirt werden mußte. Frau K. hatte die Gewerbe auf dem Standpunkt jenes Unternehmerthums steht, das in dem Die gerichtliche Eidesformel in Plakatform ist eine Ausstellung besucht und gerieth, als sie von dort zurückkehrte, Arbeiter weiter nichts als eine Arbeitsmaschine erblickt, neue Erscheinung, die feit einiger Zeit im Kriminalgerichts- mit einigen Gästen in Streit. Als ein im Geschäft anwesender die er gegen Zahlung von so und so viel Geld für sich erworben Gebäude in Moabit zu beobachten ist. Ein Gerichts- Bericht und sie vertretender Roufin die wüthende Frau zu beruhigen hat. Das ist eine Auffassung, die dem Vertreter einer großen erstatter schreibt: Während der Sigungen der 146. Abtheilung suchte, griff sie nach einem Revolver. Der Bedrohte flüchtete Rommunalverwaltung, die sich eine liberale nennt, sehr des hiesigen Schöffengerichts erscheint seit einiger Zeit regel- nach der Straße, wurde von der tobenden Frau verfolgt, welche übel ansteht. mäßig am Kopfe der Termintafel ein auf Pappe geklebles Plakat, dreimal auf ihren Better feuerte, jedoch ohne zu treffen. Letzterem Auf die vorgeblichen technischen Schwierigkeiten, die der Ab- welches nichts weiter enthält, als die mit großen Buchstaben ge- gelang es, die K.'sche Gastwirthschaft wieder zu erreichen, deren schaffung der 18stündigen Arbeitsschicht entgegenstehen sollen, druckten Worte des gerichtlichen Eides:" Ich schwöre bei Gott Gingangsthür er hinter sich verschloß und so die Wirthin auseingehend, schreibt das genannte Blatt weiter: dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen sperrte. Durch den Standal herangelockte Schußleute nahmen Ein Stadtverordneter, der dem schwerbedrängten Herrn die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzu die auf der Straße noch immer tobende Frau fest und brachten Direktor zu Hilfe tommen zu müssen glaubte, bemerkte sehr weise, feßen werde. So wahr mir Gott helse." Wenn nun auch mit fie nach der Polizeiwache, von wo sie nach Feststellung ihrer daß weder Stadtverordneter Singer noch die Arbeiter einen diesem Plakat wahrscheinlich eine erziehliche Wirkung beabsichtigt Personalien wieder entlassen sein soll. Der Revolver wird wohl Borschlag zur Durchführung der Arbeiterforderungen gemacht ist und bezweckt wird, die als Zeugen vorgeladenen Personen nur blind geladen gewesen sein. hätten. Wir fragen: ist es Aufgabe des Stadtverordneten schon vor Eintritt in den Gerichtssaal mit dem Inhalt Eine ganze Wagenladung in Fäuluiß übergegangener Singer, ist es Aufgabe der Arbeiter, betriebstechnische Vorschläge des Eides bekannt zu machen, so macht es doch einen höchst zu machen? Wir denken, das ist nicht der Fall. Die Beseitigung befremdlichen Eindruck. Dasselbe Platat prangt im Gerichtssaale Fische ist Donnerstag Vormittag auf Veranlassung eines Polizeibetriebstechnischer Mängel liegt nicht den Arbeitern, auf dem Zeugentische und wenn ein Zeuge hier den Gid leisten hierarztes bei einem umherziehenden Händler in der Schulstraße sondern der Betriebsleitung, in diesem Falle also soll, so geschieht es nicht, wie sonst in allen Sigungszimmern beschlagnahmt und der Abdeckerei zur Vernichtung überwiesen Herrn Nam3lau ob. Und daß di Einrichtung der des großen Gebäudes durch Nachsprechen der Worte des Vor- worden. 18 stündigen Sonntags- Arbeitsschicht ein Mangel ist, hat Herr fißenden; der Amtsrichter hat vielmehr die Form gewählt, dem Eine heftige Gasexplosion fand Freitag Nachmittag um Namslau selbst zugegeben. Herr Namslau ist nun freilich der Beugen zu sagen: Erheben Sie die rechte Hand und lesen Sie 41/4 Uhr auf dem Stadtbahnhof Zoologischer Ansicht, daß die städtische Verwaltung das ihrige gethan habe, laut ab, was dort gedruckt steht." In der betr. Abtheilung Garten statt. Zwischen den Stationen Thiergarten und wenn sie dem Arbeiter die von ihm geleisteten Ueberstunden be- werden Polizeiübertretungen verhandelt und in den durchschnitt: Boologischer Garten, etwa 10 Meter vor der Bahnsteighalle des zahle. Wieder der Standpunkt des Unternehmers, der mit lich täglich anstehenden 25-30 Terminen wird etwa 50 mal letteren, steht auf dem asphaltirten Steige eine Signalstange. seinem Gelde alles machen zu können glaubt! Die Arbeiter geschworen. Da mag der Zeitersparniß wegen die neue Form An dieser vorbei führt unter dem Steige ein ziem benten aber vornehmer über diesen Punkt. Sie verzichten gern der Gidesleistung vor Gericht vielleich. ganz praktisch sein, zumal lich starkes Gasrohr, das die Bahnhofslampen speist. auf den Mehrverdienst für die Ueberstunden. Sie haben das ihr der§ 63 der Strafprozeß- Ordnung nicht entgegensteht; eine In der Nähe der Signalstange hatte man schon längere Zeit Gefühl, daß sie Menschen sind, die nach sechs Arbeitstagen andere Frage aber ist, ob der jetzt so vielfach in die öffentliche-man fagt wochenlang einen starken Gasgeruch wahrs von je 12 Stunden in welchem Privatbetriebe wird heute Debatte gezogene Eid vor Gericht hierdurch an Ansehen gewinnt. genommen. Um die schadhafte Stelle der Leitung ausfindig noch 12 Stunden lang gearbeitet? das Anrecht auf einen Der städtische Gewerbesaal, Abtheilung VI, und die zu machen, suchte man gestern Nachmittag den Bahnsteig Ruhetag haben, an dem sie sich als Menschen fühlen Berliner Tischlerschule, Abtheilung V, für den Südosten in der Umgebung der Stange mit brennenden Streichhölzern tönnen. Aber einen vollen Ruhetag verlangen sie ja nicht Berlins beginnen am 14. Oktober das Wintersemester. Elektro- ab. Als man dicht an die Stange herantam, gab es plöblich einmal nach jeder Arbeitswoche. Sie verlangen ja nur einen und Präzisions- Mechaniker, Maschinenbauer, Kunst- und Bau- einen heftigen Knall und in demselben Augenblick wurde das vollen Ruhetag alle 14 Tage und alle 14 Tage einen halben schlosser, Schmiede, Gürtler, Klempner, sowie die Angehörigen Asphaltpflaster in einer Länge von acht und in einer Breite von Ruhetag. Daß diese Forderung berechtigt ist, darüber ist eine fämmtlicher Zweige des Tischler- und Drechslergewerbes finden etwa vier Metern aufgeriffen. Das Gas, das sich unter dem Pflaster Diskussion wohl faum nothwendig, und es gehört ein gutes hier die beste zeichnerische Ausbildung für ihren Beruf. Der angesammelt hatte, war explodirt. Die Klamotten der BodenStück sozialer Empfindungslosigkeit dazu, diese mehr als be- Unterricht findet täglich von 71/ 2-91/ 2 Uhr abends und Sonntags befestigung unter dem Asphalt wurden mit dem tief aufscheidene Forderung mit einem blanken„ Es geht nicht" abzuthun. von 9-1 Uhr statt. Anmeldungen nimmt der Rektor Schüne gewühlten Erdreich herausgeschleudert und bedeckten nachher Es wird sich ja bald zeigen, ob der kommunale Liberalismann im Amtszimmer der 151. Gemeindeschule, Reichenberger in großen Haufen beide Geleise der Stadtbahn, so daß mus", bei dem die Volts Zeitung" den Magiftrat packt, unent- ftraße 181/132, täglich vor Beginn des Unterrichts entgegen. der Verkehr längere Zeit unterbrochen war. Zahlreiche Arbeiter Feuerbestattung und Orthodoxie. In freifinnigen Blättern mußten aufgeboten werden, den Schutt so schnell als möglich zu beseitigen. Die Erschütterung war so start, daß sie dem wird geflagt: Die Aschenrefte des Oberbürgermeisters Baumbach gewölbten Mauerwerk der Stadtbahn arg mitgespielt hat. haben noch keine würdige Stätte gefunden; sie befinden sich zu In einem Bogen, in dem die thierärztliche Klinik unterMan sollte meinen, daß Rathenow am Ende der Welt Beifetzung auf dem städtischen Friedhofe in Danzig ist bis jetzt Bange benutzt, zeigen die Decken erhebliche Riffe Gotha in einem abseits gelegenen Aufbewahrungsraum. Die gebracht ist, und in einem anderen, den der Pferdehändler liegt, daß unsere Reichspost nicht der bewährten Leitung des Bielleicht wird man nicht gestattet(!) worden. Herrn v. Stephan unterstünde, daß wir nicht im Besize von Aschenreste nun in der Berliner Urnenhalle aufbewahren. die Abbröckelungen. Durch die weit umbergeschleuderten Steine Telegraphen und Telephon wären, wenn man sich nachstehende sind drei Personen zu schaden gekommen. Wie wir von Thatfache vergegenwärtigt: Gin hiesiger Handwerker war durch Die königliche Bibliothek macht folgendes bekannt: Da privater Seite erfahren, sind sie leicht verletzt, durchweg am Kopfe. schwere Schicksalsschläge in Noth und Elend gerathen, dergestalt, die mit unabweislichen Wenderungen der Beleuchtungsmaschine Der Bahnhofsvorsteher verweigerte jede Auskunft über den Unfall daß er außer ftande war, seine Kinder zu ernähren. Aus beauftragte Firma sich, nachdem sie die betreffenden Arbeiten auf mit dem Bemerken, daß Veröffentlichungen die bereits einEr beschränkte diefen Gründen war er zu seinem größten Schmerze genöthigt, diesseitige Veranlassung bereits am 19. September begonnen und geleitete amtliche Untersuchung stören fönnten. feine Kinder vorläufig der städtischen Waisenpflege zu übergeben. versprochen hatte, bis zum 28. September fertig zu sein, außer Die Kinder wurden nun städtischerseits in Pflege gegeben und stande erklärt, diese Arbeiten vor dem 3. d. t. zu beendigen, eins derfelben wurde in Rathenow untergebracht. Am 18. d. M. sieht die unterzeichnete Verwaltung sich genöthigt, den großen erhielt nun der Water unter dem Vermerk: Portopflichtige Refefaal bis zum 3. d. M. mit Einbruch der Dunkelheit zu Dienftfache" folgendes lakonische Schreiben. schließen. " " wegt die Pfade des brutal- proßenhaften Manchesterthums weiter wandeln wird, oder ob er o Wunder aus den letzten drei Jahrzehnten sozialen Kampfes wirklich einmal eine gescheidte Lehre nach Hause bringt. " und sich auf die Mittheilung, daß die Explosion um 44 Uhr stattgefunden und bedeutenden Schaden angerichtet habe. Durch die hiesige Kriminalpolizei wurde auf Requisition der Staatsanwaltschaft in Marienburg( Westpr.) der Werkmeister Viereck von hier verhaftet, der sich im Gerichtsgefängnisse zu Marienburg fortgesette Diebstähle an Schuh- und Lederwaaren zu schulden hatte kommen lassen. Gleichzeitig wurden auch die Ehefrau des Viereck und noch mehrere andere der Hehlerei dringend verdächtige Personen festgenommen. 25 Jahre alte Arbeiter Otto Grosse aus der Gneisenauftr. 68 Einem Schuhmann ist in der vergangenen Nacht der mit dem Messer zu Leibe gegangen. Groffe hatte sich in der 32. Reviers weggewiesen wurde, zog er sein Messer und ging Schillstraße hingesetzt. Als er von einem Schuhmann des damit auf den Beamten los. Dieser zog blank und versette dem Widerspenstigen einen Säbelhieb über den Kopf; dann nahm er ihn fest. Nachdem er auf der Sanitätswache einen Nothverband erhalten hatte, wurde Grosse, der erheblich verlegt worden war, als Polizeigefangener in ein Krankenhaus gebracht. Berlin, den 12. September 1896. Wir haben die traurige Das Kunstgewerbe- Museum, Prinz Albrechtstr. 7, veranPflicht. Ihnen mitzutheilen, daß Ihr Kind Marie am 9. d. M. staltet in den Monaten Oftober- Dezember 1896 die nachstehenden in ber Pflegeftelle beim Privatier zu Rathenow Vorlesungen: a) Einführung in das Kunstgewerbe und verstorben ist. Verwaltungs- Direktion des Großen Friedrichs feine Literatur: Herr Direttor Dr. P. Jeffen. Behn Vorträge Waisenhauses" Also am 9. September ist das Kind gestorben, Montag abens 81/ 2-91/ 2 Uhr. Beginn: Montag, 12. Oktober vom 12. September datirt die Benachrichtigung des Waisenhauses 1896. b) Die Bronze: Herr Dr. Adolf Brüning. Zehn Vor und am 18. September erfährt der Vater den Tod seines Kindes! träge Dienstag abends 81/ 2-91/ 2 Uhr. Beginn: Dienstag, Sollte es wirklich nicht möglich gewesen sein, denselben früher in 13. Oktober 1896. c) Haus- und Wohnungseinrichtung im Alter Kenntniß zu sehen, damit er wenigstens der Beerdigung seines thum: Herr Dr. Franz Winter. Behn Vorträge Donnerstag Kindes hätte beiwohnen können? So ist dasselbe gestorben, ver- abends 81/ 2-91/ 2 Uhr. Beginn: Donnerstag, 15. Oktober 1896. dorben, begraben, ohne daß der arme Water etwas davon Die Vorlesungen finden im Hörsaal des Museums statt und wußte. Freilich, wer kann auf derlei Rücksicht nehmen? In werden durch ausgestellte Gegenstände und Abbildungen sowie einem geordneten Staatswesen muß alles seinen reglementsmäßigen durch Lichtbilder mittels des Projektionsapparats erläutert. Der Gang gehen. Zutritt ist unentgeltlich. Der Magistrat ist der von der Stadtverordneten- Versamm Lung feinerzeit gefaßten Resolution beigetreten, wonach im Winter Die Hauslisten für den Jahrgang 1897 des Adrek- Aus dem Polizeibericht vom 2. Oktober. Auf dem die Schulhäufer eine Viertelstunde vor Beginn des Unter- buches für Berlin und Vororte( Verlag von August Scherl) find britten Hofe des Grundstücks Landsbergerstr. 120 a wurde am richts, an besonders kalten oder regnerischen Tagen auch noch deren Verwaltern zur Ausfüllung bereit. Die Abholung der raste über die drei Höfe hinweg und bog in die Landsbergernunmehr ausgetragen und liegen bei den Hauseigenthümern oder Donnerstag Nachmittag ein Droschtenpferd beim Anschirren schen, früher zu öffnen find. Die städtische Schul- Deputation bat in Listen erfolgt am Montag, den 5. Oktober. biefem Sommer eine Zirkular Verfügung an alle Rektoren der Jm eigenen Gemeindeschulen erlassen und dabei bemerkt, daß, wenn Kinder, Liſten pünktlich und genau auszufüllen, damit Verspätungen oder jährige Sohn des Tischlers Pieper von dem Pferde umgerissen Interesse der Einwohner Berlins und der Vororte liegt es, die straße ein. Vor dem Hause wurde der dort spielende neunderen Unterricht zu späterer Stunde beginnt, in Begleitung älterer unrichtigkeiten ausgeschloffen bleiben. Das weitere bitten wir in und am Kopfe schwer verletzt, so daß er nach dem Krankenam Friedrichshain gebracht werden mußte. Geschwister früher erscheinen, ihnen Unterkunft möglichst in einer bem in der heutigen Nummer unseres Blattes enthaltenen Inserat Seute früh stürzte auf dem Neubau Genthinerstraße 19 der freien Schultlaffe zu gewähren ist. Bezüglich einer weiteren gefälligst nachzulesen. Resolution der Stadtverordneten Bersammlung, daß die Entdaß die Ent28 jährige Maurer Karl. Hahnel aus Charlottenburg aus dem S scheidung über die unentgeltliche Hergabe von Lehrmitteln den Die Besichtigung des Tunnels der Untergrundbahn dritten Stocke auf den Hof des Nachbargrundstückes hinab und Vektoren und dem Lehrerkollegiura der betreffenden Schule und durch das Publikum ist nunmehr von der Behörde freigegeben starb nach wenigen Minuten. Gestern scüh schoß sich im Thier. nehmen. Gewerbe- Ausfellung 1896. " m stede : B Es Alle drei waren in ärztlicher Behandlung garten in der Großen Quer- Allee der 28 jährige Versicherungs, mögen wir Ihnen auch gegen Bezahlung keine zu geben. So Der Ausspruch:" Sie find nicht fatisfaktionsfähig" beamte Arnold G. eine Kugel durch den Kopf und starb meint der Herr Direktor Sympathie expreffen zu tönnen, brachte den Regierungsbaumeister Benecke in Oberwesel vor die auf dem Wege zur Universitäts- Klinik. Im Goldfisch und man muß nur wissen, was alles ein Theaterdirektor unter Straftammer Koblenz. Der Rentner Stelzmann in Ober teiche wurde die Leiche der 50jährigen Wittwe Friederike P. an Sympathie versteht. Uebrigens ging es einem großen Theil der wesel hatte wegen dieser Aeußerung den Baumeister verflagt. geschwemmt und nach dem Schauhause gebracht. Unzweifelhaft bürgerlichen Presse nicht viel besser. Die Herren, vermuthlich Das Schöffengericht in St. Goar hatte aber die Klage zurüc liegt Selbstmord vor.. In seiner Wohnung in der Frankfurter alle diejenigen, die nicht die tollsten Reklamen für Sehring und gewiesen. Stelzmann erhob Berufung und Benecke wurde Allee wurde morgens der an einem schweren Nervenleiden Witte brachten, wurden in eine Art von Verschlag gesperrt, wo dann auch von der Straffammer zu einer Geldstrafe von erkrankte frühere Bäckermeister Adolf H. erhängt aufgefunden.fie bicht eingeteilt sich nicht rühren konnten. Wenn die Leute 30 Mart und in die Kosten verurtheilt! Vormittags fiel die 52 Jahre alte unverehelichte Marie Luise sich derlei ruhig gefallen lassen, geschieht es ihnen recht, wenn Der Fall Berchthold. Von dem Raubmordprozeß, der sich Wesch vor dem Hause Stralauerstr. 18 in Krämpfen hin, wurde jeder kleinliche Theaterdespot sie sagen wir dreift be- gegenwärtig in München wider den Maurer Berchthold abvon einem Kohlenwagen überfahren und auf der Stelle getödtet. handelt. hm inspielt, haben wir gestern unter Depeschen furz berichtet. Dem Arbeiter Bildungsschule. In der nächsten Zeit ver friminalistisch außerordentlich interessanten Fall liegt folgender anstaltet die Arbeiter Bildungsschule nur alle 14 Tage Vor- Thatbestand zu grunde: Am Sonntag, den 15. Februar d. J. ftellungen im Schiller Theater. An den dazwischen liegenden vormittags wurden in München im Hause Nr. 38 an der KarlUeber den Verkauf der Ziehungslisten der And Sonntagen find aber auch Billets zum Preise von 60 Pf. für ftraße im zweiten Stock die 75 jährige Ministerialrath wittwe stellungs Lotterie in der Gewerbe Ausstellung wird von die Nachmittags- Vorstellungen in den Bahlstellen zu haben; nur Raroline von Noo3 mit ihrer 51 jährigen Tochter Julie feiten des Publikums lebhaft geklagt. Während der Preis aller übernimmt die Arbeiter- Bildungsschule für das Repertoire an von Roos und die 53 jährige Köchin Marie Gradl todt Der Polizeibericht meldete hierüber: Lotterielisten bisher 10 Pfennige betrug, müssen für die Listen diesen Tagen keine Verantwortung. Der Vorstand. aufgefunden. der Ausstellungs- Lotterie 20 Pfennige gezahlt werden, jedoch nur, ein Hauss " Heute Vormittag gegen zehn Uhr wollte Das neue ,, Deutsche Theater" in München scheint bereits Diener die an der Karlstr. 33/2 wohnhafte Ministerialraths wenn man sie in der Ausstellung fauft. Bei jedem Händler auf der Straße, in jedem Bigarrengeschäft in Berlin, sind die amt- einer zweiten Krisis entgegen zu gehen. Wie der Neuen Freien Wittwe R. v. Roos aufsuchen und verständigte, als ihm gegen lichen Listen für 10 Pfennige erhältlich. Wenn man in Berlin Presse" aus München telegraphirt wird, erkennen die Gläubiger Die Gepflogenheit nicht geöffnet wurde, die Gendarmerie. Ein ein Loos zur Ausstellungs- Lotterie fauft, so kann man bei dem des Theaters, die dasselbe in eigener Regie führen, Meßthaler Gendarmerie- Stationstommandant ließ die Wohnung öffnen. Verkäufer die Liste stets unentgeltlich einsehen, in der Aus- nicht als Direktor an und unterhandeln wegen der sofortigen Hierbei wurden sämmtliche Wohnungsinfassen, das ist: Frau stellung ist dies aber nicht möglich. Den dortigen Loosverkäufern, Uebernahme des Direktionspostens mit Angelo Neumann in Prag. v. Roos, deren Tochter und die Köchin todt aufgefunden. Frau die auch den Vertrieb der Listen haben, ist es streng verboten, mi dav. Roos und die Köchin lagen, vollständig angekleidet, übereinander dem Publikum die Einsicht in die Gewinnliſte zu gewähren, ja Gerichts- Beitung. Irgendwelche Verlegungen oder sonstige Spuren von Gewatt faufachladim Abort, die Tochter vollständig angekleidet im Bette der Mutter. selbst in der Betriebs- Inspektion ist es nicht einmal gestattet, die bort ausliegende Liste anfragenden Ausstellungsbesuchern zur Der Berliner Magiftrat hatte im Oktober v. J. das anwendung zeigt keine der Leichen. Auch ist keine Entwendung Verfügung zu stellen. Kriegsministerium benachrichtigt, daß er im Gegensatz zu früher bemerkbar. Vermuthlich ist der Tod der 3 Personen bereits am Die Sonder Ausstellung Kairo" beabsichtigt, wie die Dienstwohnungen der Beamten nach den Bestimmungen der 14. Februar vormittags 11 Uhr eingetreten, da man um diese gemeldet wird, den Betrieb noch eine kurze Zeit über den Grund- und Bauplaksteuer- Verordnung für Berlin zu Grund- Beit einen Schrei und einen Fall hörte. In der Küche, wo 15. Ottober hinaus aufrechtzuhalten. Eine Entscheidung der für steuer und Sublevationsbeitrag veranlagt habe. G3 fam zu felbft die ganze Familie zu speifen pflegte, war das Mittagdie Ertheilung der Erlaubniß zuständigen Behörde liegt noch einem Rechtsstreit, nachdem der Magistrat für die Dienstwohnung effen( für den 14. Februar) zum Anrichten fertig noch auf der nicht vor. Von einer Verlängerung der Konzeffionen für alle eines Beamten Grundsteuer und einen Sublevationsbeitrag er Herdplatte. Die Köchin hatte eben ein Ei, wie es scheint zum übrigen Sonder- Ausstellungen und Betriebe innerhalb der Aus- hoben hatte. Der Militärfistus nahm Steuerfreiheit für die Fritafsiren der Suppe, aufgeschlagen. Der Tod der Tochter stellung ist an amtlicher Stelle nichts bekannt. Während der Dienstwohnungen seiner Beamten in Anspruch, während der scheint etwas später eingetreten zu sein als der der Mutter Zeit nach dem 15. d. M. bleiben auf dem Ausstellungs terrain Magistrat den Standpunkt vertrat, daß die Steuerfreiheit für und Röchin. nur für die mit dem Abbruch der Baulichkeiten beschäftigten Beamten Dienstwohnungen als beseitigt anzusehen sei. Der Be- gestanden. In der Wohnung fanden sich zahlreiche Medikamente Arbeiter Schanträumlichkeiten bestehen. zirtsausschuß zu Berlin erklärte den Magistrat für nicht be- und Medizinfläschchen, hierunter auch ein solches mit der Aufrechtigt, den Militärfiskus hinsichtlich des Nutzungsrechts der schrift:„ Arsenit". Alle Medikamente, die vorgefundenen Speisen Kunst und Wissenschaft. Wohnung des Beamten zur Grundsteuer und zu einem Sub- und Weine und Küchenvorräthe wurden beschlagnahmt. Mit levationsbeitrage heranzuziehen. Der Bezirksausschuß machte Bestimmtheit kann die Todesursache nur durch Sektion festgestellt Das Theater des Westens, für das, als die glänzendfte geltend die Parteien seien darüber einig, daß das werden." Inzwischen fand die Obduktion der Leichen statt und Schauburg Deutschlands, schon seit Monaten ungebändigte fragliche Grundstück bisher von Kommunalsteuer frei war nun meldete der Polizeibericht am Montag, den 17. Februar über Reklame gemacht wurde, ist nun am Donnerstag eröffnet worden. und im öffentlichen Dienste stand. In Gemäßheit der deren Ergebniß:" Auf einen grauenvollen Raub mord ist das Nicht gering ist das Selbstbewußtsein feiner Gründer, das Kabinetsordre vom 8. Juni 1884, die auch nach dem Kommunal: Ableben der Frau Ministerialrath v. Roos, deren Tochter fich schon äußerlich ausprägt: An der Stirnfeite des Gebäudes abgaben- Gesetz vom 14. Juli 1893 in Giltigkeit geblieben sei, er- und Köchin zurückzuführen. Das Ergebniß der am Sonntag vor in der lateinischen Inschrift des Erbauers Bernhard Gehring, fcheine jenes Grundstück auch jetzt noch von der Steuer befreit. genommenen Sektion der Frau v. Roos und deren Tochter( die der die viel mißbrauchte Fahne der Kunst da hoch schwingt, und Des Prinzips wegen legte der Magistrat Revision beim Ober- Sektion der Köchin folgt eest) läßt nämlich feinen Zweifel in den Kneipräumen, in denen man alle Porträts der be- verwaltungsgericht ein und machte durch Assessor Hamburger mit darüber, daß sie erdroffelt worden sind und den Tod durch theiligten Künstler, Architekten, Maler und Direttoren Erfolg geltend, daß nach den Bestimmungen des Kommunal- Erstick ung gefunden haben. Auch fehlen abgesehen von findet. Herr Witte- Wild felber, der Oberdirektor, reitet auf dem abgaben- Gesetzes vom 14. Juli 1898 die Steuerfreiheit der Dienst- etwa 800 M. Baargeld eine Anzahl Pfandbriefe der bayerischen Pegasus. Das fleine rundliche Männchen sieht dabei so verdugt wohnungen für die Beamten aufgehoben worden sei. Der zweite Sypotheken- und Wechselbank." Alle Bemühungen der Polizei, drein, als wollte es fragen, wie komme ich nur zu dieser Ehre? Die Senat des Oberverwaltungsgerichts trat dieser Auffassung bei des Thäters habhaft zu werden, blieben ohne Erfolg, bis anoGeldborger allerdings, die Lieferanten und Herr Blumenreich und änderte, wie die„ Vossische Ztg." meldet, die Vorentscheidung nyme Briefe die Behörde auf die Spur des 1862 geborenen Maurers Joh. Berchthold führten. Es wurde festgestellt, daß selber sind nicht verewigt worden; das ist höchst undankbar. zu gunsten des Magistrats ab. də olisid Berchtholdt die Kloseteinrichtung in der Wohnung von Roos Dafür füllten sie alle, die Schaar der Lieferanten und GeldStaatsanwaltschaft und Wohlthätigkeit. Eine eigenthüm- hatte herstellen helfen; nachdem der Maurer am 22. Februar vers borger und ihre Sippe in vollem Staat das breite Parkett. Gliche Illustration erfährt der christliche Polizeistaat durch ein Straf haftet worden war, suchte die Polizei mit äußerst geringem Erwar zu schön, es war feierlich! Und im ersten Rang die verfahren, das am 1. Ott. vor dem Straffenat des Kammergerichtsfolge nach Beweismitteln. Die bürgerliche Presse gewann ein Dichter mit ihren Damen. Das heißt nicht die Proleten" unter seinen Abschluß erreichte. Den Frauen der Fleischermeister Plonget Behagen daran, dem Maurer Berchthold alle Schandthaten, ihnen, Proleten, wie er sich auszudrücken liebt, kann der Grand- und Schlegel wurde es als strafbare Handlung angerechnet, daß deren Urheber unentdeckt geblieben waren, zur Bast zu legen, und feigneur nun einmal nicht leiden. Aber die wohlfituirten" sie einem reifenden Gesellen, der bei ihnen um Arbeit ansprach, ein als die öffentliche Meinung auf das höchste erregt war, erklärte Dichter, die Sudermann und Fulda, die durften oben Platz fleines Geldgeschent und ein Stückchen Wurft verabreichten. Der Minister v. Feilißsch sogar im bayerischen Landtage, daß Die beiden Wohlthäterinnen sollten sich vergangen haben nach Lage der Atten die Ueberführung des Berchthold außer allem Der Kunstpalast selbst ist natürlich als einzige Geniethat von gegen eine Kabinetsordre vom 9. Auguft 1804, gegen eine Re- Zweifel ſtehe. Der Vertheidiger des Berdächtigten wies dieses Urtheil den willigen Federn gepriesen worden. Das ist bei uns so Sitte; gierungsverordnung vom 14. Juli 1828 und gegen den§ 22 II 19 energisch zurück. In der Anklageſchrift wird Berchthold zur und als Wallot's Reichspalast erstand, da hieß es auch, nun plöglich des Allgemeinen Landrechts, weil sie einem fremden Bettler Last gelegt, daß er am Freitag, den 14. Februar d. J., vors fei der Bauftil der Zukunft geschaffen. In Wahrheit ist an dem Almofen gegeben hätten". Gegen das polizeiliche Strafmandat riefen mittags ungefähr um 11 Uhr, im Hause Nr. 33 an der Karls Theaterbau in der Kantstraße eigentlich originell nur die phantastische fie die Entscheidung des Gerichts an; ihnen fehlte absolut das Verstraße erst die Frau v. Roos, dann die Köchin Gradl und ends Willkür, in der Sehring die widerstrebendsten Stilarten durch- ständniß dafür, daß Milothätigkeit strafbar sein könnte, und lich die Tochter Julie v. Roos durch Erwürgung ermordet habe, einanderwarf. In zwei Gruppen zerfällt der Bau. Renaissance- fie gaben denn auch ihrer Verwunderung über das Vorgehen der ferner, daß er sodann 13 Pfandbriefe der bayerischen Hypotheken Motive zumeist sind für den Zuschauerraum und die Haupt- Polizei Ausdruck. Das Schöffengericht sprach die Angeschuldigten und Wechselbank im Gesammtwerthe von 4000 M., 350 M. Baar façade, die allerdings einen monumentalen Eindruck gewährt, frei, ebenso das Landgericht, bei dem die Staatsanwaltschaft Be- geld, einen Firmthaler und ein silbernes Reliquienkreuz aus der gewählt, für die Bühnen- und Maschinenräume sind gothische rufung eingelegt hatte. Die Straftammer erklärte die angeführten Hoos'schen Wohnung Motive verwandt. Für den gothischen Burgbau da hinten Verordnungen und Gesetzesbestimmungen für ungeeignet, daraus Berchthold noch beschuldigt, daß er am 28. Februar 1898 möchte sich der Schreiber dieser Zeilen nicht erwärmen, selbst eine Bestrafung der beiden Frauen rechtfertigen zu können. aus der Wohnung der eines plöhlichen Todes gestorbenen Heu wenn die Schwärmer versichern, sogar der hohe Schornstein er-§ 22 II 19 des Allgemeinen Landrechts des Allgemeinen Landrechts sei hier nicht bindersfrau Marie Emetstofer an der Quellenstraße Werth scheine wie ein zinnenbewehrter Thurm. Vieles ist Spielerei anzuwenden, da er von Straßenbettlern rede, im vorliegenden papiere im Betrage von 11 000 m. sich rechtswidrig angeeignet dabei und Atrappentunft. Die Lust am Dekorativ Malerischen konnte Sehring in den Falle aber höchstens von einer Bettelei im Hause gesprochen und einen Theil derselben bei verschiedenen Münchener Bantiers Die Lust am Dekorativ Malerischen konnte Sehring in den werden könne. Die Staatsanwaltschaft beruhigte sich jetzt noch verkauft habe. Berchthold ist verheirathet. Er bestreitet ent Innenräumen des Theaters üben. Hier ist in einzelnen Theilen, nicht, sondern ergriff das Rechtsmittel der Revision an das schieden, sich der ihm zur Last gelegten schweren Straftaten so im weißlich gehaltenen, lichtumflutheten, blendenden Foyer, Kammergericht. In dem vor einiger Zeit zur mündlichen schuldig gemacht zu haben. Auch die Vernehmung der Zeugen, cine verschwenderische Pracht geschaffen, wie wir sie bisher in Verhandlung anberaumten Termine tam das Gericht nicht deren Bahl 213 beträgt, hat bis jetzt nichts Positives zu tage Berlin nicht fannten. Eigenwillig hat auch Sehring dem damals Entscheidung der Sache; es gab zur der gefördert. Theatersaal selbst, dem größten Berlinser faßt 1800 Ber- Staatsanwaltschaft auf, die richtige Publikation der Kabinets fonen, eine besondere, fast rein viereckige Gestalt gegeben. Der ordre vom 9. Auguft 1804 nachzuweisen. Im neuen Saal in den Grundfarben weiß und gold gehalten erscheint frei. Termin am 1. Oktober wurde nunmehr die Revision des Staatshoch und groß, besonders da an dem Deckengemälde eine nicht anwalts abgewiesen. Zur Begründung wurde ausgeführt: Es gerade feinfünstlerische Illusion den Schein weckt, als hebe sich sei dem Staatsanwalt nicht gelungen, die gehörige Publikation Donnerstag Abend bei Gelegenheit des zur Zeit hier stattfindenden Herr Pfarrer Naumann aus Frankfurt a. M. hat am die Decke ins Weite. Soviel Glanz und Kunstsierrath auch verber angezogenen Stabinetsordre nachzuweisen; die„ Intelligenz. Donnerstag Abend bei Gelegenheit des zur Zeit hier stattfindenden Intelligenz- nationalökonomischen Kursus im„ Brandenburger Haus" einen wandt worden, ein Gesammteindruck von frostigem Brunt, viel blätter", in welchen die Veröffentlichung erfolgt sein müsse, wären nationalökonomischen Kursus im„ Brandenburger Haus" einen national soziale" Ab leicht durch das überreich verwandte fühle Mattweiß der nicht zu ermitteln gewesen. Die Regierungsverordnung vom Jahre Vortrag über die geplante Färbung veranlaßt, bleibt übrig. Trauliche, anheimelnde Gefällig- 1828, auf die sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls berufen habe, zweigung der christlich- sozialen Partei gehalten. Der allerdings feit vermißt man. sei aber nur insoweit rechtsgiltig, als sie eine Ausführungs. nur fleine Saal war gedrängt voll. Auch zahlreiche Damen waren Ueber der Gröffnungsvorstellung selbst waltete ein Unstern. Berordnung zum§ 22 11 19 des Augemeinen Landrechts darstelle. erschienen. Man gab das Märchen" Tausend und eine Nacht" von Holger Da dort aber nur die Rede von Straßenbettlern fei, könne fie durch Wichern und Aimé Huber angeregten evangelisch sozialen Naumann ging zunächst zurück auf die in den vierziger Jahren. Drachmann, dem dänischen Lyriker, von dessen feiner Kunst trotz ihrer allgemeinen Faffung nur auf die Verabreichung von Bestrebungen und kommt dann auf die neueren chriftlich- fozialen auch Henckell's" Buch der Freiheit" Proben enthält. Das Drama Almosen an Bettler auf der Straße Anwendung finden. Die Gruppirungen. Die heutigen Chriftlich- Sozialen rekrutiren sich Bestrebungen und kommt dann auf die neueren christlich- sozialen ist Drachmann's Stärke nicht und Tausend und eine Nacht" ist beiden Frauen hätten jedoch nur in ihren Werkstätten bezw. Läden besonders aus den nach unten absinkenden, gefährdeten Theilen Gruppirungen. im grunde ein sanftes Idyll zum Preis der Allgewalt der Liebe, Almosen verabreicht. aile bilgil des selbständigen Bürgerthums. Die neuere von Naumann pros durch die ein armer Nigger und Lastträger den mächtigsten Khalifen und Bauberer überwindet. Solch Märchen Ueber eine für das Droguengeschäft hochwichtige Frage pagirte Form sucht sich an die emporstrebenden Arbeiterschichten nun in einem massigen Pruntbau, vertrauliche Zwiesprache vor wird demnächst das Ober Verwaltungsgericht Entscheidung zu anzugliedern. Die zu christlich- sozialen Jdeen Neigenden in den ver einem zerstreuten Publikum! Fünf Bilder zählt Drachmann's treffen haben. Das Berliner Polizeiprafidium hat gegen einen schiedenen Parteien müssen jeßt prüfen, ob genügend Vereinigungss Märchendrama. Nach den beiden ersten rührte sich keine Hand, hiesigen Droguisten auf Entziehung der Giftkonzeffion geklagt, punkte zur Gründung einer neuen Gruppe vorhanden sind. Die jüngere nach dem dritten erinnerten sich einige Lieferanten und Geld. trotzdem dieser die Vorschriften über den Gifthandel in feiner Gruppe betrachtet das Borhandensein der Sozialdemokratie als borger, daß nunmehr etwas gefchehen müsse und sie applaudirten, Weise übertreten und nur einen Verstoß gegen eine faiserliche eine Thatsache, knüpft an ihr an und sucht die Weiter ohne die Mehrheit der Besucher aus stummer Gleichgiltigkeit er: Berordnung von 1890 betreffs Abgabe indifferenter Mittel be- entwickelung für die Betheiligten selbst segensreich zu gestalten. weden zu tönnen; und so blieb es bis zum Schiuß. Die be- gangen hatte. Das Bezirksgericht erkannte auf Entziehung der Was die Grundgedanken der jüngeren Richtung betrifft, kannten Schauspieler Herr Drach, Herr Bonn vom Wiener Stonzeffion, wogegen der Betroffene Berufung einlegte.belfen, etwas für ihre Geele al finden, während bie fie in religiöser Beziehung den Einzelnen zu Burgtheater, sowie Fräulein Petri fonnten nicht viel helfen. Das freisprechende Urtheil, welches fürzlich vom in Religionssachen neutral Sozialdemokratie ift. In Drach als Märchenkönig blieb steif, Herr Bonn als armer Lieb- Schöffengericht gegen den der Beleidigung des Medizinal- Affeffors politischer Beziehung ist die Sozialdemokratie durch haber war doch wohl zu fokett, und Fräulein Petri, Springfeld angeklagten Dr. Kahnt gefällt wurde, ist gestern von Marr und Engels international geworden. Nun sind einst eine derbe Alma in Sudermann's Ehre, ist ihrem der Berufungsinstanz bestätigt worden. Es handelte sich be Künsterischen Wesen nach so wenig teusch- naiv, daß sie niemals fanntlich um die Heilmethode des früheren Rechtsanwalts freilich in allen Fächern internationale Berührungspunkte vorund ich habe deswegen auch die Absicht gehabt, zum Dr. Glünice, gegen die die Medizinalpolizei sich in einer Be- internationalen Sozialistentongreß nach London zu gehen und Der offenbare Mißerfolg des ersten Abends wird vielleicht tanntmachung gewandt hatte. Dr. Rahnt hatte eine Entgegnung habe deswegen den betreffenden Brief an Bebel geschrieben. das überhitte Selbstbewußtsein der Potentaten des neuen Internationale Politit ist aber ein Unding, daß man sich Theatersein wenig dämpfen. Wie seltsam Direktor Witte- Wild, der erlassen, die zu dem Strafantrag des Polizeipräsidenten führte. Pegasusreiter, vom Recht der Kritik denkt, hat er in einem köst- Hannover, 2. Oftober. Heute wurde der Arbeiter Dräger nicht ausdenten kann. Das Deutsche Reich ist jetzt erst 25 Jahre lichen Utas an die Redaktion des Vorwärts" ganz naiv wegen Mordes, begangen am 12. Juli an dem Maschinenmeister alt, und wir haben heute noch Mühe, die Verfassungs- Einrichtungen Die inter enthüllt. Dieser hochmögende Herr war empört darüber, daß Ahrend von der chemischen Fabrik in Linden, nach zweitägiger zu konsolidiren, die unsere Väter geschaffen haben. nationalen Jdeen der Sozialdemokratie halten wir für traumder Vorwärts" bei den neulichen Maffenkündigungen am Verhandlung vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt. Theater des Westens wiederum auf den famosen KontraktJu der Schwurgerichts- Sigung zu Thorn wurde am haft. Die Arbeiterschaft muß lernen, daß wir nicht auf die paragraphen hinwies, ber dem Theaterunternehmer umschränkte Gewalt giebt über die Schauspieler- Existenzen. verurtheilt. start sein müssen, um etwas zu bedeuten. Unser Sozialismus zen. 1. Ditober die Arbeiterwittwe Kenfice wegen Mordes zum Tode Gutmüthigkeit unserer Nachbarn rechnen können, sondern felber Selbst Direktor Burkhard vom Wiener Burg Theater hat verurtheilt. Sie hatte ihr drei Wochen altes Rind mittels ftellt sich auf nationalen Boden und hält fest am Raiserthum. Einzelne Phosphor vergiftet. Aussprüche des Kaisers kann man für falsch halten, aber die Institution das Ungeheuerliche des Paragraphen, der dem Unternehmer gestattet, für ein Fach Duzende von Menschen zu engagiren, um Prozeß Witschel( siehe 2. Beilage). Ueber den weiteren felbft ift zu erhalten. Es giebt Gründe genug, anzunehmen, daß in den ersten Wochen des Engagements eine willkürliche Auslese Verlauf des Prozesses wird berichtet: us asdas Raiserthum die Stimme nach umfassenden sozialen Reformen zu treffen und die anderen mitten in der Saison auf's Pflaster In dem Prozeß gegen den Stadtrath Witschel wegen wiffent- nicht ungehört verhallen lassen wird und daß mancher, der heute ftummer" fein wird. Was unsere wirthzu werfen, unumwunden zugestanden. Herr Witte Wild aber lichen Meineids zogen sich die Verhandlungen bis in die späte laut ist, bald glaubte den Vorwärts" züchtigen zu müssen und als wir um Abendstunde hin. Der Angeklagte behauptet, in allen Dingen die fchaftlichen Grundgedanken betrifft, so wollen wir praktische ein Billet zur Eröffnung, selbstverständlich nicht um ein Frei- Wahrheit beschworen zu haben. Sämmtliche Beugen, die heute Politit für die heutigen Menschen treiben. Der erste theoretische billet baten, erklärte Herr Witte- Wild: Sie haben feine Sym- vernommen wurden, beschwören, daß die Behauptungen Witfchel's Theil des sozialdemokratischen Programms schwebt allmälig auch für die Sozialdemokraten selbst in die Wolfen, während der pathie für uns, also bekommen Sie teine Billets, und jetzt ver- l unwahr seien. Die Beweisaufnahme wird Freitag fortgefegt. A eine Märchenprinzessin werden wird. " " 4 T entwendet habe. Außerdem wird Versammlungen. " = " das zweite, praktische allein die Köpfe beschäftigt. An diese Be. Frauen, an den von Privatpersonen arrangirten Unterhaltungs- 1 Buerst tritt die diplomatische Maschine in Thätigkeit: der strebungen wollen wir anknüpfen und der Ideen von Mary und Engels, mit Benutzung Abenden, um eine engere Verbindung unter den Genossen in preußische Gesandte giebt die Sache an das Auswärtige die aber nicht der Zukunft herbeizuführen. Ministerium in Dresden, dieses wendet sich an Weisheit letzter Schluß sind, und der Resultate der heutigen nationalökonomischen Wissenschaft weiterbauen. Ministerium des Innern. Es folgen Kreishauptmannschaft, Für die neue Die Metallarbeiter hatten für Dienstag Abend eine öffent Stadtrath, Polizeidirektion. Schließlich erscheint ein Gewappneter Parteigruppirung rechnen wir auf die politisch Obdachlosen, liche Versammlung einberufen, die auch wegen der Tagesordnung bei dem Professor und zitirt ihn aufs Polizei- Amt: Der ferner auf die Sozialdemokraten, die mit der internationalen gut besucht war, Frau Rohrlac referirte in eingehender Weise Herr Referendar X. wünschen aber, daß Sie Politik ihrer Partei und auf die Bürgerlichen, die mit der über die Arbeitsverhältnisse in den Allgemeinen Elektrizitäts gleich tommen." Unser Freund, auf hochnothpeinliches chriftlicher, sozialer Grundlage steht und für das Bestehen von Heer ihrer Hilfslosigkeit nichts übrig, als sich an die öffentliche gefaßt, geht auch gleich und erfährt nach einem kleinen Verhör, daß ihn der preußische Kultusminister um eine Gefälligkeit und Flotte, für das allgemeine Wahlrecht und für volle Koalitions- Meinung zu wenden, um die dortigen Lohnverhältniffe, ersucht! So war durch den Instanzenzug nicht blos eine Menge freiheit der Arbeiter eintritt, von dem ist anzunehmen, daß er das Lehrlingswesen, die Günstlingswirthschaft, fich am 28. November in Erfurt mit uns vereinigen kann. Aus Behandlung und fanitären Mißfände einer Kritii Zeit und Papier verloren, sondern eine Bitte und Anfrage auch threm heutigen Bestande können die Chriftlich- Sozialen teine neue 8 unterziehen. Bei der in den Großbetrieben üblichen Theil- glücklich in eine ungehörige Form gebracht!" Partei gründen. Die Kleophas Grube. Wie die Kattowiger Zeitung" Gine irgendwie bemerkenswerthe Diskussion arbeit, haben wir es hier mit einzelnen Stationen zu thun. Die Kleophas Grube. fand nicht statt, so daß die Versammlung schon um 3/411 Uhr ge- In erster Linie ist es die sogenannte" Bumpstation", wo zirka meldet, wurde in der Kleophas- Grube am Mittwoch Abend durch schlossen werden konnte. 60 männliche und 8-900 weibliche Personen beschäftigt sind. Dort den Zusammensturz eines Theiles der Holzverkleidung eine An GISO herrfcht im allgemeinen 10stündige Arbeitszeit bei 15 Pfennigen zahl Leute verschüttet, von denen einer getödtet und vier verletzt Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. Berliner Stundenlohn; im Atford fönnen 4,50-12 m. verdient werden. wurden. In jedem aus der Bläserei kommenden Kasten befinden sich Zu einem Zwischenfall kam es in Ansbach bei der Reichstags Wahlkreis hielt am Donnerstag feine gut besuchte 100 Stück Glasbirnen, von denen durchschnittlich 15-20 Stück Brüfung für den Einjährig Freiwilligendienst. ordentliche Generalversammlung ab. Genosse Morawsty referirte über den ersten Punkt der Tagesordnung: Die defekt sind, aber von den Arbeiterinnen nicht nur umsonst nach Ein Prüfling namens Haller aus Nürnberg erhielt bei dem fozialistische Bewegung im ehemaligen Königreich Polen. Bis gearbeitet, sondern auch der fehlende Stempel bezahlt werden deutschen Aufsatz die Note IV, was die weitere Theilnahme an zum Ausbruch des russisch- türkischen Feldzuges i. J. 1877, meint muß. Selbst wenn, wie beim Luftleerpumpen der Birnen, das der Prüfung ausschließt. Als ihm dies durch den Vorsitzenden Redner, könne man von einer eigentlich fozialistischen Bewegung über- Material schlecht ist, kommt es vor, daß die Arbeiterinnen den in Anwesenheit der Rommissionsmitglieder eröffnet wurde, entüber- Material haupt nicht reden, wenn auch der Nihilismus schon weit früher Schaden tragen müssen. Bei der Arbeit am Manometer hat die gegnete er: Wenn er auch so, wie im Vorjahr ein Herr von L. Aber die damaligen allgemeinen Ereignisse Arbeiterin ein noch größeres Risito; für ein zersprungenes Glas aus Ansbach, die Aufgaben vorher gehabt hätte, würde er nicht haben auf die russisch- polnische Jugend, besonders in Bolen ind 50 Pfennige, für beide 1 Mart zu zahlen, so daß sie durchgefallen fein." Der Prüfling hielt den schweren Verdacht ungemein lebhaft eingewirkt. Da aber weder eine Organisation bei einigem Bech am Lobntage möglicherweise noch das auch nach Einsprache und Verwahrung der Kommiffionsmitglieder noch eine nennenswerthe Literatur bestand, die man unter den Krankengeld mitbringen kann. Fast jede Arbeiterin ist gezwungen, noch aufrecht. Wie die Fränt. 3tg." weiter hört, wurde er Arbeitermassen hätte vertheilen können, so wurden seitens der ein Lehrmädchen zu nehmen unter Hinweis für den von später vernommen, und es werden bereits einige Namen von Studenten auf den Universitäten Warschau, Moskau, diesem verursachten Schaden eventuell aufkommen zu müssen. Herren außerhalb der Kommission genannt, die mit der Sache Kiew, sowie auch vom Auslande her, Broschüren Arbeitsbücher sowie Lieferzettel feien für die Arbeiterinnen eine im Zusammenhang stehen sollen. Eine strenge Untersuchung soll in französischer Spracheilzunächst und englischer Sprache zunächst unter Rarität und beruht im großen und ganzen das Arbeitsverhältniß eingeleitet sein. verbreitet war. ihren Freunden alsbald unter den größten Gefahren, Flugschriften nach Rußland ein- festgesetzt, von denen die Arbeiterin erst am Lohntag erfährt. " in Stockholm. der studirenden Jugend verbreitet. E3 bildeten sich auf dem Vertrauen zum Herrn Obermeister Salz. Für Der brünstige Hirsch. Aus Gmunden wird berichtet: alsdann wenn auch ursprünglich nur fleine, später aber immer Buspätkommen werden 20 Pf., desgleichen für Verlieren der Herzog Albrecht von Württemberg schoß auf der Jagd bei zahlreichere und größere geheime Verbindungen, die sich die Aus- Kontrollmarke, wenn auch ohne Verschulden, abgezogen. Von Hinterstoder einen Brunfthirsch an, welcher sich nunmehr gegen breitung des Sozialismus aller Schattirungen zur Aufgabe den für Kranken Unterstützung zu verwendenden Strafgeldern den Herzog und den Jäger wandte. Der Herzog und der machten. Um jene Zeit erfolgten auch urtheilungen, wenn auch nur in geringer Bahl, weil man seitens beschäftigten Personen das Mitsprechungsrecht bei der Abrechnung linken Vorderarmes und eine Verlegung am rechten Mittelfinger. bereits die erſten er ba Männer& W. erhalten, indeſſen iſt den Jäger kamen zu Fall. Der Herzog erlitt eine Quetschung des der Polizei der bereits immer mehr um sich greifenden Be- hierüber abgeschnitten. Auch die Behandlung seitens des Vor- Die Verlegungen des Herzogs und des Jägers find jedoch leicht. wegung auf die Spur gekommen war, als sich die Zahl der An- gesetzten lasse viel zu wünschen übrig und kommt es nicht selten Die Jagd wurde abgebrochen. bänger schon auf Laufende belief. Entdeckt wurde eine Wer- Gizi es viſenbahn- Unglück, Afua Mien wird gemeldet: Wegen bindung dadurch, daß man bei einem Genossen Barowsky Ein Beschwerderecht giebt es natürlich nicht. Die sanitären nicht rechtzeitig gestellten Distanzñignals stieß in der Nacht zu eine Anzahl Broschüren fand und infolge dessen eine große Zahl Berhältnisse sind ungenügend. In denselben Räumen, Freitag in Brodek( Mähren) ein Personenzug mit einem Güterzug von Verhaftungen vorgenommen wurden. Diese führten im in denen das Färben und Beizen der Lampen vor zusammen. Ein Bremser wurde erheblich und neun Passagiere Jahre 1886 zu dem ersten großen umfangreichen Sozialisten genommen wird, sind auch die Arbeiterinnen gezwungen die leicht verlegt.no prozeß, der allein über einen Monat dauerte und das Wesen der Mahlzeiten einzunehmen, trotzdem die entstehenden Dünste Französische Barentollheit in der Küche. Dem B. B.-G." ganzen Bewegung enthüllte. In jenem Prozeß, während dessen unerträglich sind. Der Mangel getrennter Ankleideräume für wird aus Paris berichtet: Alle Welt weiß, daß Spargel faft fämmtliche Theilnehmer der Verbindung als An- männliche und weibliche Personen, sowie das Fehlen von Hand- nur im April, Mai und Juni wächst und sich allenfalls, wenn fläger gegen die herrschenden Zustände auftraten, wurde tuch und Seife sei ein Uebelstand, der dringend der Abhilfe bedarf. auch mit großen Mühen und geringer Aussicht auf Erfolg, für Barowski und eine Anzahl der hervorragendften Ge- Auf der Gipsstation werden für 100 Lampen im Atford 3,00 M den Dezember in Treibhäusern ziehen läßt. Aber im Oktober noffen zum Tode, andere bis zu 20jähriger Verbannung nach bezahlt; wer beim Sprechen ertappt wird, kommt auf Stundenlohn, schönen, frischen Spargel zu erzielen, galt bisher und gilt wohl Sibirien, wo sie heut noch schmachten, verurtheilt. Aber das was dann etwa nur 1,50 M. ausmacht. In der Wäscherei der Glocken noch immer für eine Unmöglichkeit. Den weit berühmten Gemüseheldenmüthige Auftreten, verbunden mit dem umfangreichen betrug früher der Lohn 9,50 M., jezt nur 8,50 M.; im Attord gärtnern von Carpentras, die ebenso patriotisch, als geschickt Wiffen der Angeklagten, deren Reden durchweg als Glanspunkte ber die Beschäftigung ist nicht nur äußerst anstrengend, sondern sind, ist es nun gelungen, das Unmögliche möglich zu machen, noch erhalten sind, erweckte allgemeine Bewunderung. Anstatt auch ungesund infolge der scharfen Säuren, welche alsbald am 6. Oftober frisch gebrochenen Spargel efsen tönnen. Jedes 110ch und dank ihrer Stunft wird der Zar bei dem Diner im Elysée zu verzweifeln, verstanden sie es, aus dem Gefängniß heraus, die Kleidung zerfressen und oft bis auf die Haut durch der Bündel dieser Herbstfpargel wird aus 30 Stücken bestehen wo sie bis zum Prozeß gegen zwei Jahre geschmachtet hatten, bringen. Die Gummihandschuhe Schuß zum der Hände und 90 Fr. toften. Die einzelne Spargelstange tommt fomit und Angehörigen Muth durch den Glasgrad zerschnitten, foauf 3 Fr. zu stehen. Da anzunehmen ist, daß man nicht nur zuzufprechen. werden Daß hierdurch eine weitere Anzahl von Studenten noch daß dann auch die Hände von der Säure zerfreffen werden. Die dem Baren allein, sondern allen 200 Gästen diesen Leckerbissen kompromittirt war, veranlaßte dieselben, nach dem Ausland, Ausbesserung der Gummihandschuhe, wobei ein widerlicher und ferviren wird, mögen Hausfrauen, die sich vor dem Schwindligzunächst nach Galizien, Ungarn, Paris, London und Zürich zu äußerst gesundheitsschädlicher Gestant entsteht, geschieht in einem werden nicht ängstigen, berechnen, mit welcher Summe das gehen, um von hier aus die Propaganda erfolgreicher betreiben zu Raum, wo 24 Arbeiterinnen bei sehr schlechter Ventilation Wirthschaftsbuch des Glysée durch diesen einen Gang belastet können. Von hier aus wurden auf den verschiedenen Wegen, beschäftigt sind. Für schlecht gewaschene Glocken werden Strafen wird." Sonja Kowalewski. Auf dem Grabe der auf dem Neuen geschmuggelt und verbreitet.Hauptsächlich lassen sich hierbei Bei größter Anstrengung vermögen die Arbeiterinnen im Afford Kirchhof bei Stockholm liegenden Frau Sonja Kowalewski wurde 2 Hauptrichtungen unterscheiden, von denen die friedlichere oder nur 2 M. zu verdienen. In der Glasbläserei sollen im Afford dieser Tage ein Denkmal enthüllt. Frau Kowalewski, die in loyale zunächst darauf ausging, einen großen Bund von Arbeitern zwar bis 30 m. pro Woche verdient werden, aber gewöhnlich hält Heidelberg, Berlin und Göttingen studirt hat und an lekterer zu organisiren, um Verbesserung der Löhne und Zustände in den es eine Arbeiterin nur drei Monate aus, da sie bei der an Universität die Doktorwürde errang, hat mehrere werthvolle, Fabriken herbeizuführen. Die andere radikale Richtung, die strengenden Thätigkeit darauf ebenso lange krant liegt und sich zum theil deutsch geschriebene wissenschaftliche Werke herausTerroristen, versuchen namentlich die Fabrikanten, welche die gewöhnlich Lungenleiden einstellt. Die Arbeitspläge feien so dicht gegeben und 1883 für ein Wert einen Preis der französischen Forderungen nicht bewilligen, in Schrecken zu versetzen durch bei einander, daß sich die Arbeiterinnen öfter gegenseitig die Haare Akademie der Wissenschaften erhalten, der sogar aus diesem törperliche Büchtigung, Ueberfälle und dergleichen Mittel, die sie abbrennen. Die Schußvorrichtungen feien ebenfalls ungenügend. Anlaß von 3000 auf 5000 Fr. erhöht wurde. Geit 1884 war als den ökonomischen Schrecken" bezeichnen. Als aber die Polizei Rednerin schließt ihre mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Frau Kowalewski Professor der Mathematik an der Universität durch einen Utas verlangte, daß alle Fabrikarbeiterinnen sich der Ausführungen in der Voraussetzung, daß die Gewerbe- und Sittenkontrolle unterziehen sollten, entstand hiergegen eine all- Fabrifinspektoren bezw. die Behörden die Zustände in jenen Begemeine Entrüftung, welche die Zurücknahme des Utas veranlaßte. trieben untersuchen und für Beseitigang derselben sorgen werden. Dieses Ereigniß war der erste große moralische Erfolg unserer In der Diskuffion wurden von Mohrig und Kurga ft einige( Iowa) gemeldet: Während der Parade, welche am Donnerstag Genossen in Warschau und Polen, der uns immer mehr An- weitere Uebelstände erwähnt, während Frau Dmoch verlangt, zur Feier des fünfzigsten Jahrestages der Aufnahme Jowa's in hänger verschaffte und vor einigen Jahren, wenn auch unter daß weibliche Fabrikinspektoren angestellt werden. Zum Schluß die Union stattfand, brach eine Zuschauer- Tribüne großen Opfern, zur ersten Maidemonstration führte. Gegen der Versammlung gelangte einstimmig eine Resolution zur An- 3usammen. Dreißig Personen wurden verlegt, der Vizewärtig find aber nicht nur eine große Anzahl Broschüren insnahme, wonach sich sämmtliche Arbeiterinnen verpflichten, für Präsident der Vereinigten Staaten Stevenson erlitt eine Russische und Polnische überlegt, sondern die Arbeiter sind auch Beseitigung der Uebelstände einzutreten und sich dem Verband der leichte Quetsch ung. über die westeuropäischen und besonders deutschen Arbeiter deutschen Metallarbeiter anzuschließen. Ans Kairo wird berichtet: Die Cholera ift in Egypten verhältnisse schon sehr gut unterrichtet. In den fleinen polnischen In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung der 8 Todesfälle an Cholera gemeldet; in Kairo und Alexandrien als erloschen zu betrachten, aus dem ganzen Lande werden nur Städten, wo die Lehrlingszüchterei noch am scheußlichsten betrieben Gastwirthsgehilfen, die am Freitag in den Arminhallen" ist kein weiterer Fall vorgekommen. wird, finden die sozialistischen Ideen immer mehr Eingang, wo- tagte, referirte Genosse H. Pösch über die Innungs- und bei die große Aufopferung und erstaunliche Anspruchs- und Be Handwerker- Borlage unter besonderer Berücksichtigung des Gast- Zwei Kenner. Jochen:„ Na, Hannes, was hat's denn dürfnißlosigkeit einzelner Genossen Bewunderung erregt. Betten wirthsgewerbes. Der Redner erörterte in einem eingehenden gutes zu effen' geben auf der Stadthochzeit?" Hannes:„ Gauund Hausgeräthe hat man verkauft oder verseht, nur um die Vortrage die einzelnen Bestimmungen der Vorlage, die er im lasch und Roßbeef mit Aeppelkompott." Jochen: Dunners Herstellung und Verbreitung der Broschüren zu ermöglichen. allgemeinen sehr skeptisch beurtheilte. Im Anschluß daran wetter ja! war das allens vom Pferd?" Hannes:" Nee, die In Galizien, wo die Polen eine gewisse Autonomie und dem kritisirte er die Leistungen T der bestehenden Innungen, Aeppel nich." as a zufolge größere Freiheit besitzen, wird von den Studenten auf die nach den gemachten Erfahrungen feineswegs den. den Universitäten in Lemberg und Krakau die Agitation be- Arforderungen entsprächen, die man auf grund der fördert, auch ist bereits eine Beitung Der Arbeiter" gegründet, gesetzlichen Vorrechte. welche ihnen bereits jetzt eingeräumt welche die weiteste Verbreitung hat. Leider kann in Deutschland, find, beanspruchen könnte. Redner tommt zu dem Schluß, daß befonders in Posen und Oberschlesien die Bewegung unter der auch das geplante Gefeß nicht dazu angethan sein wird, dem polnischen Bevölkerung nicht so intensiv betrieben werden, wenn Handwerk, welches mit dem Fortschritt der Technik dem Unter es auch schon gut vorwärts geht. In Berlin, wo ca. 80 000 gang unaufhaltsam entgegen geht, den sogenannten goldenen Polen anfäffig find, giebt es allein 42 polnische Vereine. Wenn Boden wiederzugeben. Innungsmeister Gastwirth Fr. Günther, der eine sozialistische Verein sich mit der Agitation eifrig der in längeren Ausführungen gegen die Ausführungen des befaßt, wird die Bewegung trotz aller Vorurtheile gegen die Referenten polemisirt und die Einrichtungen der hiesigen Gast- Swinemünde Polen vorwärts gehen. Wertowsty ergänzte hierauf die wirthe- Innung als: Arbeitsnachweis, Fachschule, Krankenkasse 2c. Hamburg mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen in sehr auch für die Gehilfen als nüßlich erachtet, hofft durch das Berlin treffender Weise dahin, daß man es den polnischen Genossen in Junungsgesetz eine Verbesserung der Lage des Handwerks. Wiesbaden Deutschland, wo Polen und Sozialisten gleichmäßig unterdrückt ihm entgegneten außer dem Referenten die Kollegen 3eiste München n außer werden, nicht verargen könne, wenn sie eine selbständige und Großer. Zur Annahme gelangt schließlich folgende Wien. Sozialdemokratische Partei bilden, weil die Agitation eben eine Resolution: Die Versammlung hält den vorliegenden Haparanda andere ist. Der aufgeklärte Pole habe die Forderung der Wieder- Innungsentwurf hauptsächlich aber in bezug auf das Petersburg. herstellung Bolens längst aufgegeben, weil diese nur im Gastwirthsgewerbe nicht im entferntesten dazu angethan, Cort. fapitalistischen Sinne erfolgen würde. Im übrigen haben eine Verbesserung der Lage der Gehilfen herbeizuführen; Aberdeen. bezangethan, die Polen eben eine fonservative Gesinnung, die man be- vielmehr erblickt sie in dieser eine weitere Bevormundung der Paris. rücksichtigen muß. Man möge also ihre Besonderheiten in der einzelnen Gewerke durch die Behörde und protestirt energisch Wetter- Prognose für Sonnabend, den 3. Oktober 1896. Agitation, wie fie auch in der Resolution auf dem Londoner gegen die Einführung von Jnnungen, durch die fategorisch eine Kongreß zum Ausbruck gelangte, nicht falsch auffassen. Denn weitere Knebelung der nach Freiheit strebenden Arbeiter herbei- mäßigen füdlichen Winden. Milde, theils heiter, theils woltig mit etwas Regen und hier bei uns in Deutschland, wo man im Reichstage ungescheut geführt werden soll." Nachdem der Vertreter der Gastwirths fagen konnte, daß die Menschen die besten feien, welche nicht gehilfen in der Gewerkschaftskommission, Kollege 3 eiste, über Berliner Wetterbureau. lesen und schreiben tönnen, haben wir alle einen schweren Kampf. die Thätigkeit derselben Bericht erstattet hatte, erfolgte Schluß in welchem die Polen den deutschen Genossen als treue Mit der Versammlung. tämpfer zur Seite stehen.( Beifall.) รา Witterungsübersicht vom 2. Oftober 1896. Stationen. onen. onde itatung Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. OND Windstärke 1221ANN Stala 1-12) Metter " Temperatur 1944444 nach Celsius 768 wolfig 12 768 768 DSD NO Nebel bedeckt 10 12 766 Still wolkig 13 765 MO 4 bedeckt 765 Still Mebel 758 SW 771 GD 765 halb bedeckt 760 SSM 3 halb bedeckt 767 N 1 bedeckt 10 bedeckt wolkenlos Briefkasten der Redaktion. ( 50. 4° R.) A. B. Die Heizer der Werftdivision sind am 1. Oftober eingezogen. Schlosser, Maschinenbauer, Kupferschmiede, Schiffs= gehoben find, werden am 8. Februar nächsten Jahres eingezogen, zimmerer, Schneider, die für die 1. Werftdivision( Kiel) ausa die für die 2. Werfidivision( Wilhelmshaven) ausgehobenen am 1. Februar nächsten Jahres. Joseph. Derartige Institute finden Sie im Annoncentheil bürgerlicher Blätter recht zahlreich angepriesen. Wir können Ihnen keines besonders empfehlen. Der Vorsitzende, Genosse Sassenbach, erstattete hieraufarbeiter, die am 26. September tagte, referirte Rotte in einem Weißensee. In einer öffentlichen Versammlung der Textilfurzen Bericht über die Thätigkeit des erst seit einigen Monaten beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Welche neugegründeten Wahlvereins, der, trotz des Köllerkoups, den früheren aufgelöſten Verein wieder ersetzt und bereits 258 Mit: Im Anschluß hieran forderte Brun3low die Anwesenden zum früheren aufgelösten Verein wieder ersetzt und bereits 258 Mit- Forderungen stellen die Hausweber an Staat und Gesellschaft? glieder zählt. Der Kaffenbericht ergiebt eine Ginnahme für Beitritt in den Textilarbeiter- Berband auf, worauf der Schluß Das dritte bezw. erfte Quartal von 150,30 M. Ausgabe: der Versammlung erfolgte. 88,80 M., so daß ein Bestand von 61,50 m. verbleibt. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bekundet, wurde dem Rassirer einstimmig Entlastung ertheilt. Auf Antrag Rosch wurde der bisherige Gesammtvorstand auf's neue von der Ver A. Kl., Lebuserstraße. Ohne mündliche Rücksprache fammlung bestätigt. Der Antrag Richter: Die Vereins Zum Juftanzenzug erhalten die Grenzboten" folgendes nicht zu beantworten. D. W. 22. Sie würden die Anversammlungen nicht immer auf denselben Tag anzuberaumen, erbauliche Beispiel: Das preußische Kultusministerium wünscht gelegenheit wohl in der Art auf das einfachste regeln können, daß wurde nach kurzer Diskussion, an der sich Saffenbach, eine Kommission zur Herausgabe alter Kunstdenkmäler zu bilden Sie das Haus( unter Anrechnung des zu der Schuldenzahlung früher Franz und Rad betheiligen, mit großer Mehrheit ab und fordert einen Leipziger Professor auf, dieser Kommission Verwendeten auf den Kaufpreis) Ihrer Frau gerichtlich verkaufen. gelehnt und dem Vorstand freie Wahl gelaffen. Sassen mit beizutreten. Nicht aber durch einen einfachen, direkten W. R. Das häusliche Gesinde unterliegt in Preußen feiner bach ersucht um recht zahlreiche Betheiligung, namentlich der Brief, sondern die Angelegenheit geht den Instanzenweg. Krantenversicherung. Sie, nicht die Herrschaft, hätten für die Kosten Vermischtes. 21 aufzukommen. J. R. 10. Beschweren Sie sich beim Polizei- und Schadenersak verlangen. G. N. H. B. Dem Lehrmeister- G.§. 200. 1. und 2. Die Sachen der Frau haften nicht präsidium. Jauvirs. Nicht das Berliner Gewerbegericht, son- ist leider in gleichem Umfang wie dem Vater das Buchtrecht ein- für Schulden des Mannes. Der Gerichtsvollzieher fann indeß dern das für W. zuständige Amtsgericht ist zur Entscheidung berufen. geräumt. Falsche Rechtsprechung versteht darunter auch Büchtigungs- die Sachen pfänden. Die Frau muß dann interveniren. 3. und Pfölzno. Ihr Versprechen ist leider bindend. Im Prozeß recht.- K. Wrangelstr. Den Spiegel und die Spinden könnte er 4. Nein. Alter Abonnent. 1. Nein. 2. Zwei Jahre. würden Sie nur dann gewinnen, wenn der gerichtliche einbehalten. M. S. 1096. Die Forderung des Wirths ist 1000. Das hängt von dem uns unbekannten Inhalt des Sachverständige und. der Richter zu der Ueberzeugung berechtigt. H. S. Wenn die Thierchen in so unvertilgbarer Statuts und davon ab, ob in der That der Mann ausgeschieden ist. gelangen, daß der Arzt völlig verkehrt unter Außeracht- Anzahl und Bosheit vorhanden sind, daß dadurch nach Ansicht Sprechen Sie gelegentlich mit Statut in der Sprechstunde vor. laffung der einfachsten Kenntnisse seines Handwerks ge- des Richters die Wohnung unbrauchbar wird, so fann der G. J. Breslau. 1. Das ist verschieden. 2. Ja. 3. Aber! handelt hat. Dies Ergebniß ist aber ein sehr seltenes. Miether vom Vertrage zurücktreten, nachdem er den Vermiether. B. 200. Wegen Beleidigung der Ehefrau fann sowohl. -O. 2. Pankow. Sie können eine schriftliche Gegen vergeblich zur Beseitigung der Thierlein aufgefordert hat.fie sie selbst wie ihr Ehemann flagen. Krenschner. Erklärung abgeben, tönnen das aber auch unterlassen und ohne Minerva 1, R. 2. 19, M. G. 1. Ein Eatz besteht darüber G müßte geflagt werden. Jedoch unterbleibt Erwiderung den Termin abwarten. Schwierigkeit des 2. K., F. B. 100, K. nicht. 2. Ja, falls dies zum Unterhalt nothwendig. 3. Nein. der Beweises die Klage beffer. W. Ja. D. K. Sie fönnen die Baulichkeit herstellen lassen und die 2. 88. Sie können Uebergabe einer brauch= - Behe. Sie müssen sich an das Vormundschaftsgericht behufs baren Wohnung verlangen und falls bis zum bestimmten entstandenen Kosten von der Miethe abziehen, falls der Wirth Regelung der Erziehungsfrage wenden. Liegt kein besonderer Termin solche Uebergabe nicht erfolgt, vom Vertrag zurücktreten troy Fristsetzung die bauliche Aenderung nicht selbst vornimmt. Ausnahmegrund vor, so sind die Kinder Ihnen zuzusprechen. -Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 3. Ottober. Opernhaus. Das Heimchen am Herd. Schauspielhaus. Ein Volksfeind. Deutsches Theater. Morituri. Berliner Theater. Die offizielle Frau. Leffing- Theater. College Crampton. Theater des Westens. Tausend und eine Nacht. Neues Theater. Der Kampf der Frau. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Theater Unter den Linden. Die Lachtaube. Schiller- Theater. Ein Schritt vom Wege. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Belle- Alliance- Theater. Mädel. Volks- Theater. ' n tolles Ein vorsichtiger Mann. Pladderadauz. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Hüttenbefizer. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Gebildete Menschen. Volksstück in 8 Atten v. Bittor Léon. 3 Morgen: Dieselbe Vorstellung. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr nachmitt. ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet zugänglich. Schaustellungen der Beduinen 5 und 71/2 Uhr. Konzert v. 5 Kapellen. Kinder Entree 50 Pf. d. Hälfte. Alexanderpla- Theater. Ohne fitt Alt- Berlin. lichen Halt. Raufmann's Variété. Spezialitäten- Bei günstiger Witterung nachmittags Vorstellung. stellung. 3, 4 und 5 Uhr: Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor- 3 große historische Umzüge 1 altdeutsches Musikkorps Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. 1 Elite- Kapelle Süddeutscher Sänger- Chor ,, Alemania". Sonntag, nachm. 3 Uhr: Emilia 8 Damen u. 8 Herren in schwäbisch. Galotti. Abends 8 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Auszügen nach dem gleichnamigen Roman v. George Ohnet. Anfang 8 Uhr. Sonntag, zum ersten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Romantisches Schauspiel von Heinrich von Kleift. Sonntag, nachm. 3 Uhr, KlassiterBorstellung: Maria Stuart. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Karl Weiss. Der deutsche Michel. Volksstück mit Gesang in 4 Atten von R. Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Rasseneröffnung 6 Uhr. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Zum 14. Male: Eine wilde Sache. Große burleske Ausstattungsposse Kostüm. Eintritt: 25 Pia. Kaufmann's Variété Halbe Menschen und 20 EliteNummern SensationsProgramm. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater gbends Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52,53. City- Passage Das Riesen- Oktoberprogramm enthaltend 14 Sensationsnummern Li- Hung- Chang! Das Neueste vom Neuen! Margarethe Nasarowska. 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Parkschlößchen empfiehlt sich den Vereinen und Gesellschaften. C. Kümpel Ww. Circus Busch. mit Gefang und Tanz in 6 Bildern Sonnabend, 8. Oktober 1896, von W. Manustädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aufzügen.( Bons haben Wochentags Giltigkeit.) Anfang 8 Uhr. Morgen: Ohne nittlichen Halt. Sonntag, 4. Ottober, Nachm. 4 Uhr: Tischlein deck' dich, Efel strede dich, Knüppel aus dem Sack. Baubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Eugen Prudens. Vogler's Casino Abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Miss Bliss, Athlète à machoire, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künkler 1. Ranges. Karlchens Tante. Schwant in 1 Akt von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Als Vermählte empfehlen sich: Siegfried Goldschmidt, Elifabeth Goldschmidt. Liegnizerstr. 14. wegen [ 768b Hiermit sagen wir allen Freunden und Bekannten, welche sich bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters betheiligt haben, ins. besondere den Kollegen der Firma Friedrich Roßmann unseren inniaften Dank. 773b Wittwe Sucker nebst Tochter und Schwiegersohn. welche den Unfall am Bengen, Sonnabend, d. 30. Mai, eines Radfahrers mit der elektrischen Bahn am Laufiger Platz gesehen haben, werden gebeten, ihre Adresse bei Schertus, Faldenfteinftr.10, abzugeben.[ 7676 Einem Buchdrucker ( Parteigenosse) ist gesicherte Existenz geboten durch Uebernahme eines gut fundirten, täglich erscheinenden Arbeiter blattes und vieler Druckarbeiten von Gewerkschaften und Privaten. Die Uebernahme hat am 1. Oktober 1897 zu erfolgen. Die Zeitung erscheint im 7. Jahrgang in einer Stadt Mittels deutschlands mit 215 000 Einwohnern. Rapitalfräftige Buchdrucker, welche hierauf reflektiren, wollen ihre Offerte unter Chiffre M. V. I an die Ers pedition dieses Blattes einreichen. Klavier, Biolinunt. bill. Boffenerstr.41 III Unbemitt. Mufiftunterr.„ K" Postamt 79. Künstl. Zähne. . Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Achtung! Theilzahlung pr. Woche 1 M. Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahns ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Berliner Konfektionensen. Bestellung umsonst. Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Att von Gericke. Musik v. Schmidt. 11. Jeden Sonntag, Dienstag Guckel, Lausitzerplak 2, Elsasserstr. 12, Steglitzerstr. 71, I. u. Donnerstag nach d. Vorstellung Mühlenstr. Ur. 8, Tanzkränzchen. Empfehle mein Weiß- u. Bayr.- Bier- Lokal. Mittagstisch mit Bier 50 u. 60 Pf. Saal für 250 Personen. Große und fleine Vereinszimmer, mit und ohne Pianino, passend für Gesangvereine, Vergnügungsvereine, Klubs und Vorstände. W Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. 2 Billards, sowie 2 Kegelbahnen eeeemeeteſtehen zur Verfügung. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. 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Ueberaus bezeichnend für gewisse Zustände ist schon der Lebenslauf Witschel's. Er macht den Eindruck eines pensionirten Majors. Witsche! heißt mit Vornamen Otto Rudolph Hermann. Er ist am 23. November 1S39 zu Perleberg geboren, evangelischer Kon- fession, Premier-Lieutenant der Landwehr- Kavallerie außer Dienst. Am 1. April 1869 wurde er Katasterkontrolleur in Pr.-Eylan. Am 1. Jnni 1882 wurt e er in gleicher Eigen« schaft nach Tilsit versetzt. Im Januar 1884 wurde er zum Steuer Inspektor ernannt. Bis zum Jahre 1889 wurde er zehnmal disziplinarisch be st rast. Am 29. April 1891 wurde er aus seiner Stellung durch Entscheidung des königlichen Slaatsministeriums im Disziplinarwege entfernt, weil unter anderen Anklagepunklen erwiesen war,„daß er eine von ihm angefertigte katasteramtliche Karte zum Zwecke der Täuschung seiner vorgesetzten Behörde heimlich abgeändert und durch eine zweite heimliche Abänderung diese Fälschung zu verdecken gesucht habe". Nach seiner Dienstentlassung behielt Witsche! seinen Wohnsitz in Tilsit. Dieser Mann wurde a>n 13. Januar 1893 zum un- besoldeten Stadtrath in Tilsit gewählt und erhielt die be- hördliche Bestätigung, als Polizeiverwalter sungiren zu dürfen. Witsche! bemerkt, daß er auf Anregung des Bürgermeisters Stadlrath geworden sei. Im Dezember 1893 sei er Polizei- vermalter der Stadt Tilsit geworden. Dies Amt habe er bis Ende August 133S verwaltet und sei dann freiwillig aus dem Amte geschieden.— Es wird hierauf der Auklagebeschluß ver- lesen. Danach beginnt die fachliche Vernehmung des Angeklagten. Zunächst kommt zur Erörterung, wie der Kampf gegen Hauptmann's Weber von Witsche! geführt worden ist. Der Angeklagte bemerkt: Der Direktor des hiesigen Stadttheaters kam um die Erlaubniß bei unS ein,„Die Weber" ausführen zu dürfen. Ich verbot die Aufführung. Der Direktor bat, ihm doch die Aufführung zu gestatten, er werde alle anstößigen Stelle» streichen. Ich erwiderte: Ich kenne das schon, es bleibt bei dem Verbot. Wir haben bis 1890 nicht eine» einzigen Sozial- demokraten gehabt. Inzwischen sind Agitatoren ans Königsberg nach Tilsit gekommen und bei der Reichstagswahl 1893 wurden uns schon weit über 1000 sozialdemokratische Stimmzettel in die Urne geworfen. Sie, so bemerkte ich dem Theaterdirektor, haben„Die Weber" in Memel zur Aufführung ge- bracht. Sie sind dort vorher in die sozialdemokratischen Versammlungen und Kneipen gegangen und haben dort die Leute aufgefordert, ins Theater zu kommen. Ich kann also unter keinen Umständen die Aufführung gestatten. Gleich darauf traf ich den Oberbürgermeister. Dieser sagte zu mir: Sie haben die Auf- führung der„Weber" verboten, das geht doch nicht, wir müssen die Aufführung gestatten. Ich erwiderte: Die Entscheidung über die Aufführung habe ich und ich kann die Aufführung des Stückes nicht gestatten, das der Sozialdemokratie Vorschub leistet. Der Oberbürgermeister versetzte: Was sich Se. Majestät der Kaiser in Berlin gefallen lassen muß, müssen wir unS auch gefallen lasten. Bedenken Sie doch, Tilsit ist ein« freisinnige Stadt; was soll die Bürgerschaft, was soll die Stadl- verordneten-Versammlung dazu sagen. Ich erwiderte: Das soll mir sehr gleichgillig sein, ich gestatte die Aufführung um so weniger, da auch der Herr L a n d r a t h damit ein- verstanden ist. Am selben Abend las ich jedoch in Zeitungen von dem Theaterdirektor:„Der Vorverkauf für die Ausführung der„Weber" hat begonnen." Ich sagte: Die Aufführung ist doch verboten. Der Mann will blos ein volles Hans haben. werden sehr viele Billets gekauft werden und alsdann wird im letzten Moment gesagt werde»: Die Aufführung der„Weber" gestattet die Polizei nicht, deshalb muß ein anderes Stück auf geführt werden. Um nun das Publikum vor Schaden zu be> wahren, erließ ich sofort in den Zeitungen eine Anzeige, daß die Ausführung der„Weber" verboten sei. Im folge dieser Anzeige stellt» mich der Oberbürgermeister zur Rede, und als ich ihm erwiderte, daß i ch die Auf- führung der„Weber" auf keinen Fall gestatte, sagte er zu mir:„Ich habe Ihnen das Polizei- anit übertragen und entsetze Sie hiern>it feierlichst als Polizeiverwalter." Ich sagte dem Oberbürgcr- meister: Sie habentkein Recht, mich meines Amtes zu entsetzen, dazu ist nur der Regierungspräsident befugt.„Ich nehme Ihnen hiermit das Polizei-Amt ab," versetzte der Oberbürgermeister, „und ich gestatte die Ausführung." Ich telegraphirte indessen sofort an de» Regierungspräsidenten. Dieser tele- graphirte zurück:„Die Anffsührung der„Weber" hat zu unterbleiben." Ich begab mich darauf in die Ex- pedition der„Tilsiter Allgemeinen Zeitung" und forderte den Verleger, Herrn Otto v. Mauderode, auf, nochmals die Anzeige aufzunehmen, daß die Aufführung der„Weber" verboten sei. Herr v. Mauderode sagte zu mir:„Diese Anzeige nehme ich nicht auf. Sie sind nicht mehr Polizeiverwalter, sonder» der Oberbürgermeister. Im übrigen wird heute Abend etwas Schönes über Sie in der Zeitung stehen." Ich erwiderte; Ich werde Ihnen zeige«, daß ich doch noch Polizeiverwalter von Tilsit bin und werde, sollte etwas Ungesetzliches in der Zeitung stehen, dieselbe konsisziren lassen.— Präs.: Herr v. Mauderode und eine Komptoristin haben beschworen, Sie hätten gesagt:„Wenn die Anzeige heute Abend nicht in der Zeitung steht, da»» werde ich dieselbe konsisziren lassen". Sie haben dies aber eidlich m Abrede gestellt?— Angekl.: Ich habe selbst- verständlich die Wahrheil gesagt. Es wäre ja doch Wahnsinn gewesen, wenn ich gesagt hätte: ich werde die Zeitung konsisziren lassen, wenn meine Anzeige nicht aufgenommen fei. Ich entnahm aus der Bemerkung peZ Herrn v. Mauderode, daß ein Schand- artikel über mich in der Zeitung stehen werde. Deshalb sagte ich: Wenn etwas Ungesetzliches in der Zeitung stehen sollte, dann werde ich dieselbe lonfisziren laffen. Die Kompioristin hat meiner Meinung nach mich mißverstanden und fahrlässig ausgesagt. Ich will nicht behaupten, daß v. Mauderode einen wissentlichen Mein- eid geleistet, allein v. Mauderode hat eine große Vorein- g e n o m m e n h e i t gegen mich� Zunächst ließ ich einmal infolge eines Verdachts bei dem in der v. Mauderode'schen Druckerei be« schäfligten Maschinenmeister Metz Haussuchung halten. Der Polizeikommissar, der die Haussuchung leitete, sagte mir: Der Mann muß von der Haussuchung mindestens zwei Stunden vorher unterrichtet gewesen sein, dafür sprach der Art, wie die verschiedenen Schriflsti�e durcheinander geworfen waren. Es wurden nun bei Metz eine Anzahl von Schriften gefunden, die von Gotteslästerungen strotzten. Ferner wurde ein Aufruf gefunden, in dem es hieß:„Dem Polizei- Allgewaltigen von Tilsit muß gezeigt werden, daß er nicht machen kann, was er will; der Mann muß ebenso ein Ende nehmen wie der Polizeirath Rumpf in Frankfurt a. M." Der Verfasser dieses Ausrufs war zweifellos ein sehr gewiegter sozialdemokratischer Agitator, denn ein ein- f a ch e r Arbeiter weiß nichts von der seiner Zeit geschehenen Ermordung des Polizeiraths Rumpf.(?) Wintschel erklärt dann, wie er den Polizeikanipf gegen die russischen Flüchtlinge geführt hat. Ich bemerke außerdem, daß mich verschiedene hohe russische Beanite besuchten und mir sagten: sie hätten gehört, daß in Tilsit ein sehr schneidiger Polizeiverwalter sei. Sie baten mich, aus die Sozialdemokraten Tilsits doch ein sehr wachsames Auge zu haben. Rußland werde seit einiger Zeit mit nihilistischen Aufrufen überschwemmt, die zweifellos in Deutschland gedruckt werden. Diese Aufrufe enthalten die ärgsten Schmähungen gegen die russische Krone und die russische Regierung. Es werde in den Aufrufen gesagt, daß bei der nächsten Erhebung die lilhanischen Arbeiter sich mit den polnischen und russischen verbinden werden. Es wurde uns nun berichtet, daß sich hier mehrere Russen unangemeldet aushalten und daß solche vielfach in der Druckerei des v. Mauderode verkehren, v. Mauderode druckt nämlich außer seiner Zeitung kirchliche Bücher, Aufrufe und Plakate. Ich ließ deshalb einmal die v. Mauderode'sche Druckerei von einer Anzahl Polizeibeamten umstellen und es gelang uns, acht Russen, die sich hier un angemeldet aufhielten, zu verhaften, v. Mauderode protestirte gegen die Verhastung mit dem Bemerken, daß die Leute nur mit kirchlichen Schriften handeln. Ich fand aber bei diesen eine Reihe nihilistischer Schriften und verfügte daher, die Leute sofort über die Grenze zu schassen. v. Mauderode bat mich per Telephon, doch die Leute nicht an die russische Regierung auszuliefern, es seien das gute Bekannte von ihm, ich blieb jedoch bei meiner Verfügung. Die Revolver-Angelegenheit stellt Witsche! wie folgt dar: Nachdem ihm v. Mauderode die Aufnahme der Anzeige verweigert hatte, er wieder ganz ruhig in sein Bureau gegangen sei. Darauf sei der Oberbürger- meister in sein Bureau gekommen und habe ihn aufgefordert, das Bureau zn räumen, da er nicht mehr Polizeiverwalter sei. Er habe erwidert: er könne nur vom Regierungspräsidenten seines Amtes entsetzt werden, er werde daher das Bureau nicht räumen und nur der Gewalt weichen. Er habe sofort an den Regierungspräsidenten geschrieben und dieser habe verfügt: er (Witsche!) solle das Amt des Polizeiverwallers behalten. Der Regierungspräsident kam einige Tage darauf nach Tilsit und hatte niit ihm und dem Oberbürgermeister eine Unterredung im Hotel„Prinz Wilhelm." In dieser Unterredung verfügte der R e g i e r u u g s- Präsident, daß er, Wilsche!, das Polizeiamt serner behalten solle, und bat, die Unterredung als eine vertrauliche zu betrachten. Der Oberbürgermeister gab auch dem Regierungspräsidenten das Ehrenwort, zu niemandem etwas über die Unierredung zu sagen. Einige Tage darauf forderte ihn der Oberbürgermeister auf, doch freiwillig das Polizeiamt niederzulegen, es könnte» sonst kleine Artikelchen in den Zeitungen erscheinen, die ihm unangenehm fein würden. Er erwiderte darauf: er fürchte diese Zeitungs- artikel nicht; sollten aber dieselben eine Beleidigung gegen ihn enthalten, dann werde er den Strasantrag stellen.„Bedenken Sie aber, daß bei solchen Gelegenheilen immer etwas hängen bleibt," versetzte der Oberbürgermeister. Diese Bemerkung frappirte mich ungemein, so daß ich zu dem Oberbürger- meister sagte: Nun bedaure ich, als Sie mich zur Räumung des Polizeibureaus aufforderten, ich Ihnen nicht mit Gewalt, d. h. mit Waffengewalt gegenüber getreten zu fein.— Präs.: Der Herr Oberbürgermeister hat nun beschworen, Sie hätten zu ihm gesagt, Sie bedauerten, daß Sie ihm nicht mit dem Revolver gegenüber getreten seien; dies haben Sie in der Prozeßvcrhandlung gegen den Redakteur Epstein eidlich in Abrede gestellt?— Angekl.: Jä.vohl, ich bleibe auch heule noch dabei, nur gesagt zu haben: ich bedanre, Ihnen nicht mit Gewalt, d. h. mit Waffengewalt gegenüber getreten zu sein.— Präs.: Das Wort„Revolver" haben Sie nicht gebraucht?— A n g e k l.: B e st i m m t nicht, Herr Präsident.— Präs.: Es wird nun ferner behauptet, Sie hätten zu dem Sladlverordneten-Borsteher Schlegelberger gesagt: Wenn Ihnen die Sladtverordneten-Versammluug ein Mißtrauen ausspräche, dann werden Sie sofort Ihr Amt als Polizeiverwalter niederlegen. Sie haben diese Aeußerung ebenfalls eidlich in Abrede g« gestellt?— Angekl.: Jawohl, Herr Präsident. Ich hörte, daß die Stadlverordneten-Versammluug sich mit meiner An- gelegenheit beschäftigen wolle. Ich äußerte daher den Wunsch, dieser Stadtvcrordneten-Versammlnng beiwohnen zn dürfen, zu- mal die Stadtverordnelen über die Angelegenheit nur einseitig unterrichtet waren. Der Oberbürgermeister versetzte jedoch: es sei dies nicht zulässig, ich hätte mindestens drei Tage vorher angemeldet werden müssen. Ich habe alsdann zu dem Sladtverordneten-Vorsteher Schlegelberger gesagt: Ich bin ja mit dem Polizeiamt nicht verheiralhet und würde, wenn mir die Stadtverordneten dauernd ihre Unzufriedenheit ausdrückten, die Polizeiverwaltung freiwillig niederlegen. Es fiel mir aber nicht ein, zu sagen: wenn die Stadtverordneten mir ein Miß- trauensvolum gäben, würde ich sofort mein Amt niederlegen. Ich konnte dies schon deshalb nicht sagen, da ich die Ueberzeuguug hatte, daß die Stadtverordneten über meine Angelegenheit nur ganz einseitig unterrichtet waren. Präs.: Nun sollen Sie einmal von dem Kutscher des Pferde- Händlers Werthmann, Gawehn, als Sie in dessen Stall ein Pferd besichtigten, mit Gewalt aus dem Hofe hinausgeworfen worden sein. Sie baben dies aber eidlich in Abrede gestellt.— Angekl.: Jawohl. Herr Präsident. Gawehn hat mich nicht angerührt. Wenn er dies gethan hätte. d a n n w ürd« i ch aus N oth weh r den Mann sofort niedergeschossen haben.— Präs.: Sie haben in dem Prozeß Epstein beschworen. daß Sie einen Revolver bei sich trugen, während von anderen Zeugen beschworen wurde, daß Gawehn Sie doch gewaltsam hinausgeworfen habe und daß Sie einen Revolver damals garnicht besaßen?— Angekl.: Ich besitze schon seit 1893 einen Revolver und habe ihn an jenem Tag« bei mir getragen.— Der Präsident läßt den Angeklagten aus der Anklagebank treten, um den Geschworenen zu zeigen, in welcher Weise er den Revolver bei sich trug.— Der Präsident läßt daraus eine kurze Pause eintreten.— Nach Wieder« aufnähme der Verhandlung bemerkt der Angeklagte auf Befragen des Präsidenten über seine Disziplinarstrafen: Er sei 32 Jahre im Amte gewesen und sei während dieser Zeit neunmal disziplinarisch mit je ein und zwei Thalern Ordnuugsstrase wegen nicht rechtzeitiger Einreichung von Berichten bestraft worden. Es sei richtig, daß einmal aus Anlaß einer Ackerfläche ein Betrngsversahren in Bartenstein gegen ihn geschwebt habe, weil die Fläche nicht richtig gemessen worden war und an- genommen wurde, er als Feldmesser hätte dies wissen müssen. Das Versahren sei aber sehr bald eingestellt worden.— Es wird hierauf die Eickscheidung des kgl. Staatsministeriunis(Vorsitzender: Siaatsminister Dr. v. Bötlicher) verlesen, wonach der Angeklagte im Jahre 1891 wegen Fälschung einer ka t a st e r a m t l i ch e n arte u. s. w. sich der Achtung, die sein Beruf erfordert. nicht würdig erwiesen und deshalb mit Dienstentlassung und 600 M. Ordnungsstrafe bestraft wurde.— Der Angeklagte be« merkt: Der verstorbene Regierungspräsident v. Steinmann habe zwei Jahre gezögert, ehe er das Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet habe. Dies sei doch ein Beweis, daß der Regierungs- Präsident an seine Schuld nicht geglaubt und ihn für einen tüchtigen Beamten gehalten habe. Daß er in dem Rufe eines tüchtigen Beamten stand und die Regierung aus seine Vergehen keinen großen Werth legte, dafür spreche doch auch der Umstand, daß der Regierungspräsident ihn kurze Zeit nach der Dienstentlassung als Stadtrath und Polizeiver walter bestätigt habe. Es wird hieraus zur Zeugenvernehmung geschritten. Der erste Zeuge ist der Verleger der„Tilstter Allgemeinen Zeitung", Buchdruckereibesitzer Otto v. Mau de« rode. Dieser bekundet: Eines Tages schickte mir Stadtrath Witsche! eine Anzeige für die nächste Nummer meiner Zeitung. in der er die Ausführung der„Weber" verbot. Da der Ober- bürgermeister mir kurz vorher eine Anzeige geschickt hatte, wonach die Aufführung der„Weber" gestattet war, so benachrichtigte ich den Herrn Oberbürgermeister. Dieser antwortete mir:„Nehmen Sie beide Anzeigen aus." Kurze Zeit darauf sagte mir der Herr Oberbürgermeister Thesiug telephonisch: Lassen Sie die Anzeige des Stadtraths Witsche! vorläufig weg und nehmen Sie noch folgende Anzeige auf:„Mit dem heutigen Tage habe ich die Polizeiverwaltung wieder übernommen. Thesing, Oberbürgermeister." Sehr bald darauf kam Witsche! in mein Bureau und sagte: Ich möchte gern einmal sehen, an welcher Stelle der Zeitung meine Anzeige stehen wird. Ich antwortete: Ihre Anzeige wird nicht aufgenommen, der Oberbürgermeister hat mir eine entgegengesetzte Anzeige geschickt. Wilsche! sagte: Dann nehmen Sie beide Anzeigen auf. Als ich dies ablehnte mit dem Bemerken, daß er nicht mehr Polizeiverwalter sei, sagte Witsche!:„Ich bemerke Ihnen, wenn Sie meine Anzeige nicht aufnehmen, dann werde ich um 5 Uhr nachmittags die Zeitung konsisziren lassen."— Ich erwiderte darauf: Dazu haben Sie kein Recht.— Präs.: Waren Sie damals sehr aufgeregt?— Zeuge: Ich war ganz ruhig, Herr Witsche! war dagegen sehr aufgeregt.— Präs.: War Witsche! sehr laut?— Zeuge: Jawohl.— Präs.: Nun behauptet Witsche!, Sie hätten zu ihm gesagt: es wird heule Abend etwas Schönes in der Zeitung stehen. Daraufhin habe Witsche! erwidert: Ich warne Sie, wenn in der Zeitung etwas Ungesetzliches stehen sollte, dann werde ich die Zeitung konsisziren lassen.— Zeuge: Das bestreite ich ganz entschieden, ich erinnere mich der damaligen Unterredung sehr genau.— Präs.: Können Sie sich nicht irren?— Zeuge: Nein.— Witschet bemerkt: Der Zeuge sei ihm sehr feindselig gesinnt. Dieser habe monatelang Russen. die nihilistische Schriften bei ihm drucken ließen und vertrieben. bei sich versteckt gehalten; er habe die- selben jedoch verhaftet und über die Grenze schaffen lassen.—«.Mauderode: Ich bemerke, daß ich streng bei der Wahrheit geblieben bin und mich durch nichts habe beeinflussen lassen. Ich gebe zu, daß ich bisweilen Russen, die ans nichtigen Gründen von der russischen Regierung ver« folgt wurden, bei mir beherbergt und nicht polizeilich an« gemeldet habe. Es mag ja das nicht ganz den polizeilichen Vor« schriften entsprechen, von einem Verstecken kann aber keine Rede sein; einen Versteck habe ich in meinem Hause nicht. Im weiteren bemerkeich, daß in meiner Druckerei ivohl Schriften in lithauischer Sprache, niemals aber n i h i l i st i s ch e Schriften gedruckt wurden. Ich habe einmal einen russischen Studenten, einen sehr anständigen jungen Mann, beherbergt, der von der russischen Regierung verfolgt wurde, weil er Schriften über Sibirien bei sich führte. Um ihn nicht der Gefahr auszusetzen, daß er von Witsche! der russischen Regierung ausgeliefert wurde, habe ich denselben nicht polizeilich augemeldet, sondern ihm mit Hilfe von Freunden zur Reise nach Amerika verHolsen.— Witsche! bemerkt: v. Mauderode hat einmal einen gewissen Angrabaß be- herbergt, dessen Verhaftung ich verfügte, sobald er nur den Bahnhof in Tilsit betreten sollte. Ich wußte genau, waS dieser Mann in Loretto und Zürich gemacht hatte. I ch frage den Zeugen, wo sich dieser Angra- baß jetzt aufhält. Der Zeuge hat ferner einen gewissen Jotzes und einen anderen Russen beherbergt. Letzterer hat sich fälschlich als katholischer Priester ausgegeben und noch die Frechheit gehabt, sich als solchen dem hiesigen katholischen Pfarrer vorzustellen.— v. Mauderode: Ich weiß selbstverständlich nicht, wo sich Angrabaß jetzt aufhält, ich wiederhole nur, daß ich Nihilisten niemals beherbergt habe.— Verth. R.-A. Fuchs: Giebt der Zeuge zu, daß er aus politischen Gründen dem Angeklagten feindlich gesinnt ist?— Zeuge: Ich bin wohl ein politischer Gegner des Angeklagten, dies hat mich jedoch in meiner Aussage nicht im ge- ringsten beeinflußt.— Vertheidiger: Vor einiger Zeit schrieb die sozialdemokratische„Königs- Tribüne": Diesmal ist Herr von der Sozialdemokraten in den Reichstag ..... aber die Freisinnigen Tilsits nicht das »ölhige Rückgrat dem Witschel-Regiment gegenüber zeigen, dann werden bei der nächsten Stichwahl in Tilsit die Sozialdemokraten mit der Hand in den Taschen dastehen."— Präs.: Herr Ver- theidiger, das hat aber mit der gegenwärtigen Sache nichts zu thiin.— Verth.: Es beweist, daß die Freisinnigen von den Sozialdemokraten gedrängt wurden, gegen Witsche! Front zu machen.— Der Zeuge v. M a u d e r o d e be- merkt noch a»f Befragen, daß allerdings in der„Tilsiter All- gemeinen Zeitung", die ein freisinniges Blatt fei, mehrere Artikel gegen Witsche! gestanden haben, da die Frei- sinnigen die Handhabung der Polizeigewalt durch Wilsche! bekänipften.— Tie folgenden Zeugen: Komploiristin Betty Foth, ehemaliger Theater- Direktor Huvart, Maschinenmeister M e tz und Buchhalter W a n z e r bekunden mit vollster Bestimmtheit übereinstimmend: Witsche! habe gesagt. wenn seine Anzeige nicht aufgenommen werde, dann werde er um S Uhr nachmittags die Zeitung konsisziren lassen. Witsche! bemerkt: Der Zeuge Metz ist Sozialdemokrat und des- halb ihm feindlich gesinnt. Metz erwidert, daß er sich streng an die Wahrheit gehalten habe und auch dem Witsche! nicht feindlich gesinnt sei. Geschäftssnhrer Schwiderski bekundet: Er habe der Unterredung nicht volle Anfinerksamkcit zugewendet und nur gehört, daß Witsche! gesagt: er werde die Zeitung konsisziren lassen.— Es tritt alsdann gegen 2l/e Uhr bis 4 Uhr nach- mittags eine Pause ein. Dcrsainmlttttigcn. Sine öffentliche Volksversammlung, einbernfen von den Frauen, tagie am 30. September im Norden Berlins, Belforter- straße IS. Die Betheiligung an derselben war nur mäßig. In einem nnt regem Interesse aufgenommenen Vortrag sprach Genosse Heinrich Schulz über das Thema: Wider unsere Prügelpädagogen. Diskutirt wurde über den Vortrag nicht. Zum Schluß forderte man zu recht reger Betheiligung an dem von den Ge- nvssinnen zum 17. Oktober in dem Feen-Palast arrangirtenFest auf. berger Volks- Reibnitz mit Hilfe eingezogen. Wenn Die Maurer hielten am Donnerstag eine öffentliche Ver- ein Flugblatt, welches für diese Verfammlung verbreitet worden Arbeit fertig au bekommen und forderten auf, eine fammlung ab. Aus dem Steferat Silberschmidt's, der ist, in größerer Auflage zu drucken und zu vertheilen, und in scharfe Kontrolle zu üben, um dies zu vermeiden. Von mehreren zunächst auf den Ausgang und Erfolg der Lohnbewegung einen nächster Woche vier Versammlungen abzuhalten. Rednern wurde wiederholt auf die Schäden der Hausindustrie Rückblick warf, ging hervor, daß die Unternehmer fortgesetzt be- Die Kommission beantragt, den am 7. August gefaßten Beschluß hingewiesen und gewünscht, daß unter keinen Umständen von der müht sind, die von den Maurern errungene Verkürzung der täg- aufzuheben. Derselbe besagt, die zugereisten Kollegen sollen feine Forderung. Einrichtung von Betriebswerkstätten, abgelassen lichen Arbeitszeit um eine Stunde wieder rückgängig zu machen. Arbeitsberechtigungskarte, sondern Unterstützung zur Abreise wird. Wie überhaupt die Wiedereinstellung sämmtlicher Während im Laufe des Sommers die neunstündige Arbeits- erhalten. Die Ausführung dieses Beschlusses habe- wie Arbeiter als selbstverständlich zu verlangen ist, so sei zeit im allgemeinen nicht durchbrochen wurde, versuchen in letzter Silberschmidt bemerkt nicht die Wirkung gehabt, die auch die Wiedereinstellung des entlassenen Vertrauensmannes Zeit verschiedene Unternehmer, die zehnstündige Arbeitszeit auf man seinerzeit erwartet habe, weshalb sich die Aufhebung des- und eines Theils des Arbeiterausschusses bei der Firma SilberUmwegen wieder einzuführen, indem sie jetzt, wo die Dunkelheit felben empfehle. Hierüber entstand eine längere Debatte, in der berg, die bei Beginn der Bewegung zugegeben hat, daß die Lage früher eintritt, die Maurer überreden, des Morgens um 1/27 Uhr Beiersdorf und Knöppchen gegen, Fritsche und Richter für den der Arbeiter verbesserungsbedürftig sei, sich aber jetzt weigert, anzufangen, um dadurch die am Abend verloren gehende Beit Kommissionsantrag sprachen, welcher schließlich angenommen die berechtigten Forderungen zu bewilligen, unter allen Umeinzuholen. Hätte man die Maurer erst daran gewöhnt, vor 7 Uhr wurde. Ein Antrag Garbe's, der Gewerkschaftkommission 100 M. Ständen zu fordern. Es gelangte sodann eine Resolution zur früh anzufangen, dann würde es dahin kommen, daß im nächsten für die ausgesperrten Gasanstaltsarbeiter zu überweisen, wurde Annahme, in der die Versammlung ihre Ueberzeugung Jahre die Arbeit wieder um 6 Uhr angefangen werden müsse nach lebhafter Debatte mit schwacher Mehrheit abgelehnt, einem dahin ausspricht, daß der Stand des Streits der Ballschuhund auf diese Weise der Behnstundentag wieder eingeführt würde. verunglückten Kollegen dagegen 30 M. bewilligt. Arbeiter der denkbar befte ist und kein Grund vorhanden Auf einigen Bauten, wo bisher neun Stunden gearbeitet wurden, sei, an den gestellten Forderungen bedeutende Abänderungen ist bereits die zehnstündige Arbeitszeit fürzlich eingeführt Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Schuh- vorzunehmen. Gleichzeitig begrüßt die Versammlung das worden. Es sei nun Sache der Berliner Maurer, ftritte macher tagte am Donnerstag im Lotal Königsbank, Frankfurter Vorgehen der Arbeiter in der Fabrik von Rosenthal u. Groß an den gefaßten Beschlüssen festzuhalten und nicht vor 7 Uhr straße. Nach einem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vor- mit Freuden und erklärt den Streit für vollständig berechtigt. morgens die Arbeit zu beginnen, damit nicht die im trag des Genossen Kotte über die Nothwendigkeit der Ge- Ein weiterer Antrag, wonach die Versammlung die Arbeiter aller harten Kampfe errungenen Forderungen wieder illusorisch gemacht wertschaftsorganisation, wurde über den Streit der Ballschuh- Branchen in der Schuhindustrie verpflichtet, um den Ballschuhwerden. Nachdem der Redner noch weitere Mißstände auf verarbeiter und den Streit bei Rosenthal und Groß berichtet. Den arbeitern zum Siege zu verhelfen, 5 pct. ihres Verdienstes an den schiedenen Bauten besprochen hatte, empfahl er namens der Ausführungen von Willner war zu entnehmen, daß der Streitfonds abzuführen, fand gleichfalls Annahme. Unter VerKommission folgende Resolution: Die Versammlung nimmt Streit bedeutend günstiger als je für die Arbeiterschiedenem wurde der seiner Zeit gefaßte Beschluß über den SchuhKenntniß von dem Versuch der Unternehmer, im Prinzip die steht. Die Stimmung unter den Streifenden ist eine macher Guttmann, wegen seines unsolidarischen Verhaltens Verkürzung der Arbeitszeit zu durchbrechen und protestirt fehr gute, Streitbrecher haben sich trotz aller Anstrengungen während des Streits, nach kurzer Debatte aufgeboben. mit aller Entschiedenheit gegen denselben. Die Kollegen der Fabrikanten nur sehr wenige gefunden und die Arbeit verpflichten sich, einem jeden Versuch entgegenzutreten, der auf drängt. Der Fabrikant Fürstenheim wünscht mit der KomVerlängerung der Arbeitszeit oder auf Herabsetzung des Lohnes mission zu sprechen, nachdem er eingesehen hatte, daß die Arunter den Minimallohn gerichtet ist. Jeder Versuch dieser Art beiter seiner Fabrik durchaus nicht wankelmüthig wurden, als ift sofort der Kommission zu melden und hat dieselbe die Pflicht, er sie veranlaßte, die Papiere und Werkzeug abzuholen und sein den betreffenden Kollegen mit Rath und That zur Seite zu Verfuch, die dringlichen Arbeiten in anderen Fabriken anfertigen ftehen. In der Diskussion sprachen verschiedene Redner zu lassen, an dem Widerstand und der Solidarität der Arbeiter im Sinne der Resolution, unter anderem bemerkte gescheitert ist. Aehnlich liegen die Verhältnisse in den verschiedenen Fritsche, daß ihm bei Gelegenheit der Bautenkontrolle von Fabriken, die besonders in betracht kommen. Bei der Firma Silberberg manchen Poliren gesagt worden sei, die Maurer würden die neun- wurden gleichfalls Lohnerhöhungen zugesichert, allerdings so geringe, stündige Arbeitszeit nur dann halten können, wenn sie den daß der Preis, der in anderen Fabriken bezahlt wird, noch nicht einArbeitsleuten behilflich wären, ebenfalls den Neunstundentag zu mal erreicht ist und an die Wiederaufnahme der Arbeit unter erreichen. Der Redner hält diesen Einwand für wichtig genug. diesen Bedingungen nicht zu denken ist. Mit lebhaftem Beifall um denselben in einer anderen Versammlung zu besprechen. wurde der Bericht über den Streit bei der Firma Rofenthal Silberschmidt hält es für selbstverständlich, daß man den Bau- u. Groß, an dem 45 Personen betheiligt sind, entgegen gearbeitern helfen werde, wenn sie in eine Bewegung eintreten. nommen. Die Firma Rosenthal u. Groß, die Herrn Fürstenheim Beim jezigen Streit hätten eben die Maurer ihre ganze Kraft in seiner Bedrängniß beistehen wollte, muthete ihren Arbeitern für die eigene Bewegung einsehen müssen. Was die Polire an- zu, Arbeit für Fürstenheim fertig zu stellen. Da alle Vorstellungen betrifft, so hätten diese für sich längst günstigere Bedingungen der Arbeiter nichts fruchteten und die Verhandlungen seitens des erzielen fönnen, wenn sie nicht zu feige wären. Demgegenüber Herrn Groß kurzerhand mit der Bemerkung dem Arbeiterausschuß bemerkt Fritsche, er wolle nicht mißverstanden werden. Nicht gegenüber, daß er diese Angelegenheit dem Fabrikantenverein für die Polire, sondern nur für die Arbeiter wolle er ein- übergeben habe und in dieser Sache machtlos wäre, abgebrochen treten, da die Lage der letzteren in der That verbesserungsbedürftig wurden, legten sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen einmüthig fei. Die Resolution wurde einstimmig angenommen mit dem die Arbeit nieder In der weiteren Diskussion, in der über die Bufat, daß diejenigen Kollegen, welche um 1/27 Uhr anfangen, Berhältnisse in den einzelnen Fabriken berichtet wurde, dahin zu wirken haben, daß die Arbeitszeit vom nächsten Montag machten verschiedene Redner darauf aufmerksam, daß die an wieder um 7 Uhr zu beginnen hat. Ferner wurde beschlossen, Fabrikanten alles mögliche versuchen, auf irgend eine Weise die Da| Pagel " Bildungsverein Mehr Licht". Sonntag, den 4. Oftober, abends 7% uhr: Zwei Bersammlungen, und zwar 1. im Englischen Garten, Alexanderftraße 27c: Bortrag über„ Boltsbeglückung". Referent: Herr Dr. Pinn. 2. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag über„ Der deutsche Teufel". Referent: Herr Walder Manaſſe. Darauf: Geselliges Beiſammenſein. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Straluns- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 4. Oftober, vormittags 10 Uhr, bei Linte, Südenstr. 36: Generalversammlung. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Filiale Berlin I. Mitglieder Bersammlung am Montag, den 5. Oftober, abends 8 Uhr, bet Wilte, Andreasstr. 26. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 4. Ottbr., vorm. 83 Uhr, Rosens ebendaselbst: Vortrag des Frl. Jda Altmann über Das Wetb". thaterstr. 38: Bersammlung," Freireligiöse Vorlesung". Um 10% Uhr vorm. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Bersammlung. Porzellanarbeiter. Deffentliche Versammlung am Sonntag, den 4. Dttober, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27c. Bortrag der Genoffin Frau Emma Jhrer. Diskussion über den Bericht vom Bondoner Kongreß. Bericht der Gewerbegerichts- Beifiber. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südoft schule. Waldemarstr. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Müllerstr. 179a: Geschloffen. Wieder eröffnung Anfang Ottober Brunnenstraße 25, 1. Hof links 1 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. mann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Kart Stiller, letne Frankfurterfiraße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle zuschriften, ben Bund betreffend, sind zu richten an Hermann gahn, Schönhauser Allee 177 c. De fich im biberigen Verlage des Sosialiſe. Atademiſters" dauernd Dr. Papa' Chauffeeſtraße 85. Möbeltischlerei Mißhelligkeiten redaktioneller und finanzieller Natur derart gezeigt haben, daß ein weiteres Zusammenwirken der streitenden Theile ausgeschlossen erscheinen mußte, so ist einer von den beiden Theilnehmern des Verlages auf Anrathen feines Rechtsbeistandes vom Verlage zurückgetreten. Da teine Aussicht vorhanden ist, daß der andere Inhaber des bisherigen Verlages( Firma: Hans Baake) das Blatt, selbst wenn er deffen bisherigen Titel sich aneignen sollte, auch im bisherigen Sinne und mit entsprechendem Inhalt fortführen wird, so wird vom Oktober d. J. ab eine zwar neue, aber dem„ Sozialistischen Akademiker" nach Haltung und Inhalt entsprechende Monatsschrift( im Umfange von 4-5 Bogen) erscheinen unter dem Titel Nenland. Für obige Zeitschrift haben neben einer größeren Anzahl der Mitarbeiter des bisherigen sozialistischen Akademiters noch mehrere betaunte inund ausländische Autoren ihre Mitwirkung zugesagt. Ein ausführlicher Prospekt wird in den nächsten Tagen zur Veröffentlichung gelangen. Die erste Nummer wird am 15. Oktober erscheinen. Verlag der Monatsschrift Neuland". Joh. Saffenbach, Berlin 4, Invalidenstr. 145. H Parteigenossen! nur mit[ 58422* üte Kontrollmarke, Schirme, Stöcke, Kravatten. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2. Ede Shalitherstr. F Für 10 Pfennig 1 Handtuch mit einem Stück guter, ungefüllter Nierenfeife, liefert nach Fabriken und Kontoren Wäsche- Verleihgeschäft. 7572 L. Posener, stallschreiberr. 29, Tel. IV, 8899. Patzen Hofer MARGARINE MarcARING MARGARING MARGARINE MARGARINE MARGARINE MARGARINE Wir erlauben uns, neben unseren bekannten dunklen und hellen Bieren unser Patzenhofer Versandbier ( Münchener Farbe), Patzenhofer ,, Ceres"( ganz hell) in empfehlende Erinnerung zu bringen. Patzenhofer Brauerei, NO., Landsberger Allee 24-27. Fernsprecher Fassbier Amt VII. 5535. 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Hierdurch erlaube ich mir, die Bewohnerschaft der Reichshauptstadt darauf aufmerksam zu machen, daß die Hauslisten für den Jahrgang 1897 des Adreßbuchs für Berlin und Vororte nunmehr ausgetragen sind und bei den Herren Hauseigenthümern bezw. den Herren Verivaltern zur Ausfüllung bereit liegen. Die verehrlichen HaushaltungsVorstände bitte ich, die erforderlichen Angaben recht genau und deutlich in die Hauslisten einzutragen und deren schnelle Weitergabe zu veranlassen. Da die Abholung der Hauslisten Montag den 5. October beginnt, so richte ich an diejenigen Haushaltungs- Vorstände, denen die Hauslisten bisher noch nicht vorgelegt worden sind, das Ersuchen, bei ihren Herren Hauseigenthümern bezw. Verwaltern wegen der Liste Nachfrage zu halten und für die schleunigste Eintragung der erforderlichen Angaben Sorge zu tragen, oder mir die letzteren unverzüglich direct zugehen zu lassen. Im Hinblick auf das große Interesse, welches die Reichshauptstadt an einem möglichst vollkommenen und zuverlässigen Adreßbuche hat, gebe ich der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß die Bewohnerschaft Berlins die mühevolle und kostspielige Zusammenstellung des Materials für das so wichtige Nachschlagewerk durch recht genaue Ausfüllung der Hauslisten und deren schleunige Weitergabe unterstützen werde. Berlin, den 3. October 1896. SW., Zimmerftraße 40/41. August Scherl. 0 An den Fingern abzuzählen ist der Bortheil, wenn man beim Grossisten tauft! In Sachen: Mampe Carl Mampe GARL MAM BERIM Pers Unsinn!! "" "" tft es, viel Geld für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute und elegante Sachen, 3. 2.: Knabenfilzhüte von 1, M. an Herrenfilzhüte 1,50 Cylinderhüte 4, Haarfilzhüte 4,80 Chapeau claques, Plüsch- Hüte, Loden- u. Jagdhüte enorm billig im Einzelverkauf " " " " " bei Arnold& Eggert, Sut Engroslager, Waldemarstr. 44, parterre rechts im Romptoir. Kein Laden. 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Wer wissentlich oder aus oder deren Verpackung oder Umhüllung, oder Ankündigungen Preislisten, Geschäftsbriefe, Empfehlungen Rechdergleichen mit grober Fahrlässigkeit Waren Hall, Mampe mit angen oder Pomeranzen untur ähne lifan Hilalle partaift Минит. dem Namen oder der Firma eines Anderen oder mit einem nach Massgabe dieses Gesetzes geschützten Waren Zeichen widerrechtlich versieht oder dergleichen widerrechtlich gekenntzeichnete Waren in Ver. kehr bringt oder feilhált. 1st dem Verletzten zur Entschädi gung verpflichtet. Hat er die Handlung wis sentlich begangen, so wird er ausserdem mit Geldstrafe von einhundertfünfzig bis finftausend Mark oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag ein. Die Zurücknahme des Antrages ist Ich habe jetzt den Ge samenteindruck der gan zen Flasche gesetzlich schüt zun lassen um better uns verehrliche Publikum bn zulässig somers darauf zu achten daß jede Flaſche so aussicht meie sie die nebenstehende Abbildung zeigt. Juen Flasche trägt drei Elitets und meir ne Unterschrift. bart Mampe Alleiniger Fabrikant des échten Halb und Halb" Mampe mit Pomeranzen. Berlin. N. Veleranenstrasse 24. Beg 4912 $ 15. Wer zum Zweck der Täu schung in Handel und Verkehr Waren oder deren Verpackung oder Umhüllung, oder Ankündigungen, Preislisten Geschäftsbriefe, Empfehlungen. Rechnungen oder dergleichen mit einer Ausstattung, welche innerhalb betheiligter Verkehrskreise als Kennzeichen gleichartiger Waren eines Anderen gilt, ohne dessen Genehmigung versieht, oder wer zu dem gleichen Zwecke derartig ge kennzeichnete Waren in Verkehr bringt oder feilhält, ist dem Verletzten zur Entschädigung verpflichtet und wird mit Geldstrafe von einhundert bis dreitausend Mark oder mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag ein. Die Zurücknahme des Antrages ist zulässig. Achtung! 0. J. Engelke, Neue Jakobstr. 26, echte a alten Nordhäuser Liter M. 1,-, 1/2 2. M. 0,50, extra alte Waare 1,40, 0,70. DE Kleinverkauf von 10 Pf. an. E " " " " Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. IT MAURI STARK 10 EINIGKEIT GESETZL GESCH EUTSCH KERF SCHUHFABRIK Arbeiter Berlins! 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Koppenstr. 29: Parteigenosse, 24 Jahre alt, welcher bereits bei Parteizeitung Achtung! Schlosser! In nachstehenden Werkstellen befinden sich die Kollegen noch im Aus[ 63L* Rössemann, Kastanien- Allee; Wilh. Donner, Rirdorf, MariendorferWeg 66; Jean Violet, Kronenftr. 3; Pinnow, Pallisadenstr. 34. 116/5 Zuzug ist fernzuhalten. Sonntag, 4. Oktober, vorm. 10 Uhr, in Keller's Festfälen, als Redakteur thätig war, fucht Stelle flande: Bothmann, Neue Jakobftr. 5; desta Vari, Raftanien- Allee 10; in Redaktion oder auch Expedition einer Parteizeitung. Nähere Auskunft ertheilt Wilh. Pfannkuch, Hamburg- Eimsbüttel 1. E. Krumm in Giessen. Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: 256/5 Der Vertrauensmann der Berliner Schlosser. Achtung, Schuhmacher! Rigdorf! 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Abrechnung vom Agitations- und Genossenschafts- Buchdruckerei montag, den 5. Oktober, abends 8½ Uhr, in den Viktoriäsälen, Unterstützungsfonds pro April bis September 1896. 3. Neuwahl der Lohntommission und der Revisoren. 4. Unsere Taktik in Zukunft. 5. Verschiedenes. Die gedruckten Abrechnungen werden täglich in unserem Bureau, Grenadierstr. 33, Telephon Amt III Nr. 2153, wie auch in der Versammlung ausgegeben. Die Lohnkommission. Solingen. Sonntag, den 4. Oftober, nachmittags 41/2 Uhr, im Lotale Carl Ern am Wehrwolf: Ausserordentliche Herrmannstraße 48/49: Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 171/3 1. Bericht vom Kongreß in Rassel. Referent: Kollege König. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Agitationskommission. Verband der Möbelpolirer. General- Versammlung. Belle- Alliance- Theater. Nächten Montag Abend 82 Uhr in Rixdorf, Rnesebeckstraße 49: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Massatsck über: Bourgeoisie und Proletariat." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit und Verschiedenes. Tagesordnung: Die zwischen der Geschäftsleitung und dem früheren Segerpersonal ausgebrochenen Differenzen. 7346 Der Aufsichtsrath. Fruchtweine 1 Um eine genaue Werkstellenliste zu erhalten, werden die Kollegen ersucht, sämmtliche ihnen bekannten Werkstellen, mit Johannisbeerwein, weiß und roth, Stachel Namen, Straße und Nummer aufzuschreiben und heute Abend in den Zahl- beerwein, Heidelbeerwein à l( 348r.) 75 Bf., stellen oder in der Generalversammlung am Sonnabend, den 10. Oktober, bei Keller, Koppenstraße 29, abzugeben; daselbst sind auch Billets( Damen 30 Pf., Herren 50 Pf. intl. Tanz) zu unserm 11. Stiftungsfest, welches am 17. Oktober in Keller's Fettsälen stattfindet, zu haben. 145/4 Kollegen, mehrere Adressen konnten vom Arbeitsnachweis nicht erledigt werden, bitte dieses zu beachten. Der Vorstand. Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins n. Umgeg. Sonntag, den 4. Oktober, vormittags präzise 10 Uhr, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke: Beschließende Versammlung. Tages Ordnung: 110/8 1. Was lehren uns die diesjährigen Lohnbewegungen und welche Taktik gedenten wir in Zukunft einzuschlagen? 2. Wie stellen sich die Mitglieder zur Erhöhung der Beiträge? Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt! Die Vertrauensleute ersuchen wir, alle Karten, welche sich in ihren Händen befinden, den Mitgliedern rechtzeitig auszuhändigen. Berufungen auf bekannte Personen werden unter keinen Umständen berücksichtigt. 110/8 Der Vorstand. pro Glas. DEUTSCHES REICH 10 PFENNIG 1/10 Liter. 1896. Rosthalle der Berliner Groß- Destillateure Berliner Gewerbe- Ausstellung Elektr. Eisenbahn- Haltestelle, Marineschauspiele. Eugen Neumann& Co. Detail- Verkaufsläden: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 4. Oktober 1896, nachmittags 22 Uhr: Einmalige Vorstellung: 228/2 Rabale und Liebe. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Fr. Schiller. Eintrittskarten à 60 Pf. find in folgenden Zahlstellen zu haben: N.: Beyer, Veteranenstraße 13; Mehnert, Diedenhofenerstraße 3; Winkelmann, Ackerstr. 153; Diecke, Lothringerftr. 67; Hinze, Banfftr. 14a; Vogel, Demminer straße 62. NO.: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul, Barnimftr. 42. O.: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Roppenstr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenstr. 14. SO ,: Nicolas, Staligerstr. 107; Böhlert, Mariannenstraße 5; Tolksdorf, Sorauerstr. 17, Ede Görligerstraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelftr. 32. S.: Gädicke, Gräfeftr. 93; Schulz, Admiralstr. 40a; Börner, Ritterstr. 15; Baake, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53. SW.: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junkerstr. 1; Böttger, 3offenerstr. 21. W.: Faller, Pallasstraße 16; Behrend, Blumenthalstraße 5. NW.( Moabit): Reddemann, Pritwalferstr. 3. C.: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Horsch, Gips straße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. 228 2 Belle Allianceyl.6 a, M. Friebrichte 81, Oranien. Sonnabend, 3. Oktober 1896, in L. Keller's Festfälen, ftraße 8, Genthinerstr. 29. Votsdam: Bäckerstr.7 Charlottenburg: Kaiser Friedrichstr. 48. Harmonika, Violinen, Zithern in nur besten Qualitäten kaufen Sie sehr vortheilh. v. Paulus& Kruse Markneukirchen 189. Rat. gratis. Achtung! Allen Freunden und Bekannten halte mein in Moabit, Waldstr. 2, nahe der Thurmstraße, Achtung! Bilderrahmenmacher! Achtung! neu eingerichtetes Restaurant Sonntag, den 4. d. M., vormittags 91/2 Uhr, zum Besuch empfohlen. u. im Lokale Armin- Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Kalte n. warme Speisen 44/1 Deffentliche Versammlung. Zages Ordnung: Bericht über unsere Lohnbewegung. Es ist Ehrenpflicht eines jeden, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Streikkommission. zu jeder Tageszeit. Achtungsvoll Naetebus, früher Butlißstraße 7, Restaurant. Paster's Gesellschafts- Säle Koppenstr. 29: Stiftungsfest= des Fachvereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Großes Konzert ausgeführt von 20 Zivil- Berufsmusikern unter Leitung ihres Dirigenten Herrn G. Grass. Festrede von Herrn Dr. Paul Bernstein. Theater- Aufführung " 141/1 ausgeführt von Mitgliedern des Bundes der geselligen Arbeitervereine". Der Zigeuner. Charakterbild mit Gesang in 1 Att von A. Berlau. Auftreten des Konzert- und Schnellmalers Herrn William Fox. Komische Vorträge. Hierauf: Ball. Entree: Damen 25 Pf., Herren 50 Pf. Anfang 81/2 Uhr. Billets sind bei den Vorstandsmitgliedern und im Bereinslokal, Restaurant Böcker, Naunynstr. 78, zu haben. Der Vorstand, Bu zahlreichem Besuch ladet ein Redakteur. 20 Gesucht wird für ein täglich erscheinendes Partei- Organ ein zweiter Redakteur. Meldungen sind bis spätestens 6. Oktober unter Angabe Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Neue Königstrasse 7. von Referenzen abzugeben unter M. n. 53093 bei Rud. Mosse, Berlin. und Umgegend. Säle von 100-400 Personen Versammlungen. Sonntag, 4. Oktober, nachm. 5 hr, in der Oranienstr. 51: mit Garten für Festlichkeiten und Dersammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Verschiedenes. 3. Fragetasten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 138/1 Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 5. Oktober, abends 8 Uhr, bei Fenerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Tagesordnung: [ 23/1] 1. Besprechung über die Errichtung eines ständigen Bureaus. 2. Mit gliedschaftsangelegenheiten. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erwartet zahlreichen Besuch Der Vorstand. Achtung! Achtung! Sonntag, 4. Oktober, nachm. 6 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 21: Große öffentliche Versammlung aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter. V Tages Ordnung: 1. Warum ist der Boykott über die Packetfahrt- Aktiengesellschaft auf5013L* Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8. Eröffnung: Sonntag, 11. Oct. Jed. Sount. u. 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Johannisthal, burns, Tages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über die Arbeitsverhältnisse in der MaschinenbauAktiengesellschaft Germania in Tegel. Einleitung der Diskussion durch Kollegen Hermann Faber- Berlin. NB. Die Mitglieder des Gewerkvereins der Maschinenbauer und Metallarbeiter sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. 113/16 Die Agitations- Kommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Kaiser Wilhelmstraße 6. Empf. meinen gr. schatt. Gurten, Saal, Vereinsz., Kegelbahn, Billard, Sommerwohnung u. Ausspannung.[ 58449* Haferland's Restaurant, Ober- Schönweide.[ 5841L* Empf. seinen Garten, Saal, Regelbahn, Kaffeeküche. Solide Preise. 3,50 1,50 1,75 2,80 schwere Winterhose Kammgarnhose Nansen. Reinwollene Hosen, fertig und nach Maaß 71/2 M. Keine Fabritniederlage, Verkauf nur eigener Fabrikate. Verkauf nur Gormanstr. 2, 1 Tr., Ecke Rosenthaler- u. Weinmeisterstr. 5,00 F. Nahrstedt, 45,46 Wrangel- Straße 45/46 Gediegene Auswahl in Kleiderstoffen. 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