Berliner Volks- Tribüne Social- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Volks- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. 11 Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Pfg. pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis vierteljährlich 1 Mt. 50 Pfg.; eingetragen unter Nr. 867 der Zeitungspreisliste für das Jahr 1889.) Redaktion und Expedition: 8.0.( 26). Oranien- Straße 23. №. 17. Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Pfg. berechnet.- Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. und die amerikanischen Arbeiter. Wohlthat Sonnabend, den 27. April 1889. Herr Stöcker hat klein beigegeben, Ausgabe für Spediteure: ,, Merkur" Zimmer- Straße 54. III. Jahrgang. Zum internationalen Arbeiterkongreß. Turba verordnete vor etwa zwei Wochen, daß auch die Herr Stöcker geht. Der Streit der PferdeFahrzeit auf den Theilstrecken, zwischen den einzelnen bahnkutscher in Wien.- Die Washingtonfeier als man ihn vor die Wahl stellte, entweder auf die Stationen genau eingehalten werden müsse. Die Theilpolitische Thätigkeit in Volksversammlungen oder auf die strecke Schottenthor- Augartenbrücke z. B. soll genau in und Fluch der Maschine.- Das Ende einer Hofpredigerwürde zu verzichten: er hat die fette Pfründe 5 Minuten zurückgelegt werden; kostet sie 6 Minuten oder Welt von Drumont. VIII. Geheimrath behalten und das Volk Volk sein lassen. Wagener. Noch vor zwei Jahren, am 13. Juli 1887, schrieb nur 4 Minuten, so wird eine Straftour verhängt! Das Mittel war recht gut. Auf einer einzigen Stöcker's Christlich- soziales Korrespondenzblatt"( Nr. 29) Strecke konnte man in einer einzigen Woche 22 Kutschern Wie ist doch Menschenblut so billig. in einem offenbar aus der Feder des Hofpredigers selbst zusammen 43 Straftouren diktiren. Gedicht. Novelle von E. Klaar.- Die Lage herrührenden Artikel: der russischen Industriearbeiter. IV.- Woh fahrtseinrichtungen. Staatsbetrieb. „ nehmer". Arbeiterfreundlice Arbeit ,, geber und Arbeit" 1 Kaltstellung? Nun ja, wenn und so lange wir uns faltstellen lassen! Müssen wir uns faltstellen lassen? Wir sagen: Nein! Dürfen wir uns faltstellen lassen und kalt bleiben? Wir sagen abermals: Nein! Wollen wir uns faltstellen lassen und kalt bleiben? Wir hören die tausendfache Antwort unserer Parteigenossen und Freunde auf diese Frage: Nein! Nein und nochmals Nein! Schon damals hatte diese Auslassung einen etwas Zum Pariser Arbeiterkongrek. Wir regten in unserer vorletzten Nummer zur öffent- komischen Anstrich, weil sie in ihrer Form unwillkürlich an die Meditationen Falstaff's vor dem Treffen bei lichen Diskussion über diese Frage an, die bisher nur Shrewsbury erinnerte. Jezt scheint Herr Stöcker sich diese von Kabinet zu Kabinet verhandelt worden war. Ohne schon jetzt auf eine endgiltige Entscheidung der tapferen Gedanken auch inhaltlich zu eigen gemacht zu deutschen Arbeiterschaft dringen zu wollen, möchten wir doch in Kürze bemerken, daß wir der Aufforderung zur Beschickung des Kongresses, die unterdeß in verschiebenen Blättern- wohl von Seiten Auers erschien, in ihrer Tendenz vollständig zu fimm haben: zu Ende. Das war gar ergiebig! Aber allzuscharf macht schartig. Den Kutschern riß endlich die Geduld. In der höchsten Noth fanden sie das einzige Mittel, das ihnen helfen kann: einiges Vorgehen und Organisation. Sie erklärten nicht einzuspannen, bevor ihnen folgende Forderungen bewilligt wären: 1. Aufhebung des Stundenplans für die Theil strecken. 2. Nachlaß der während der 8tägigen Giltigkeit desselben verwirkten Strafen; 3. Beseitigung des Schadenersatzsystems; " 4. Verlängerung der Arbeitspause für das Mittagessen von 30 Minuten wie bisher auf eine Stunde. Zum dritten Punkte ist zu bemerken, daß dieses Meine Zeit ist noch nicht um, und ich möchte dem Tod noch von Dr. E. Kopp( dem Schüßenkopp" mit den nicht gerne vor dem Termin zahlen. Was brauche ich denn vielen Orden) herrührende System darin besteht, daß kleine so bei der Hand zu sein?... Freilich, es thut nichts, wenn Beschädigungen des Wagens von einem Schäßmeister" die Ehre mich stachelt. Aber wie, wenn die Ehre mich zu abgeschäßt und ein bedeutend größerer Betrag, als die Tode stachelt? Wie da? Kann die Ehre mir ein Bein Gutmachung des Schadens erfordert, dem Kutscher in einfegen Mein Oder einen Arm? Nein. Oder den Diese Zustimmung schließt durchaus keine Billigung Schmerz einer Wunde jtiuen tein. Ehre verfteyt fich möchentlichen Raten von 50 tr. bis 1 fl. abgezogen wird! des Vorgehens der französischen Possibilisten ein. Aber also nicht auf Wundarzneien? Nein. Was ist Ehre? Ein Auf diese sinnreiche Weise kann man dem Karsher ganz einmal verdient es doch die möglichste Berücksichtigung, Wort Fühlt man sie? Nein. Hört man fie? Nein..erhebliche Beträge von seinem Lohne zurücknehmen. Oft Also ich will nichts davon. Ehre ist nichts als ein Wappen fommt der Wagen gar nicht in Reparatur, fährt noch daß die Possibilisten nicht auf eigene Faust einen Kongreß schild beim Begräbniß und damit ist mein Katechismus monatelang, bis er sonstiger Gründe halber in die Werkeinberufen, sondern daß sie dazu Auftrag erhalten haben seitens zahlreicher Vertreter der verschiedensten Länder Sollte, wie verschiedene stockkonservative Blätter fürchten, stätte kommt aber der Kutscher muß zahlen, genau Europas: zuerst vom Pariser Kongreß von 1886 und mit Stöcker's wenig ehrenvollem Abgang die„ Berliner wie der Fabrikant dem armen Weber wegen Fehlern in dann vom Londoner Kongreß von 1888. Bei dieser Bewegung" zerfallen, so würden wir diese Entwickelung der Waare Abzüge macht, dann aber das Stück ruhig Sachlage war es zweifellos ein großer Fehler, daß die von ganzem Herzen willkommen heißen; ein großer Theil verkauft und den vollen Preis einsteckt und den Abzug französischen Marristen sich( in Bordeaux und Troyes) der unzufriedenen kleinen Handwerker und Händler würde dazu. Kutscher Dolansky auf der Südbahnstrecke mußte über alle diese Rücksichten gegen das Ausland hinwegseßten dann unsere Reihen, die der Sozialdemokratie, verstärken. 22 fl. zahlen für ein Loch, nicht größer als ein Vierund die Einberufung eines eigenen Kongresses beschlossen, Hier eröffnet sich für die sozialdemokratische Agitation ein treuzerstück, das durch Anfahren entstanden und dessen ohne erst in Verhandlungen mit den zunächst hierzu Be- weites Feld und es wird bei uns stehen, daß es nicht Reparatur vielleicht 4 fl. kostet! Der Kondukteur Silhauer rufenen einzutreten. brach liegen bleibt oder gar ausschließlich den Kartellbrüdern aus ähnlichem Anlaß 14 fl. 95 kr., weil er den Fiater Nun mochte eine Parteinahme für die französischen Früchte trägt was wir allerdings für vollständig ausMarristen trotzdem erlaubt und geboten erscheinen, solange geschlossen halten. Für die Kartellbrüder die Geheimdie Possibilisten letztere vollständig zu ignoriren gedachten. räthe und Beamten, für uns die kleinen Leute des Volkes so gedenken wir uns in die Erbschaft zu theilen! Jeder Grund zur Einmischung des Auslandes fiel aber hinweg, als die Possibilisten erklärten, in der Prüfung der Mandate werde jede Nation selbständig sein, die Deutschen hätten über Ueber den Streik der Wiener Pferdebahndie Zulassung der deutschen, die Engländer über die der englischen Vertreter zu bestimmen. Damit waren die " Reibungen zwischen Guesde und Brousse zu einer inneren der am Ostertag begann und großes Aufsehen erregt, Angelegenheit der Franzosen geworden, deren Entscheidung entnehmen wir der Wiener Gleichheit" folgende Mit Die Washingtonfeier in Amerika und die selbst wenn sie unseren Wünschen nicht theilungen: man ihnen entspricht kutscher, nicht erwischte, der anfuhr! Zum Punkte Mittagpause ist zu bemerken, daß dieselbe bisher ganz unregelmäßig 20-40 Minuten währte. Dabei fällt sie zwischen 10 Uhr und 12 Uhr Vormittags, so daß ein Kutscher häufig von 10 Uhr früh bis Mitternacht nichts essen kann. Ist er ein„ Aushelfer", so ist diese 14stündige Arbeitszeit ein halber Tag und wird mit 60 Kreuzern bezahlt! amerikanischen Arbeiter. Den Anstoß gab die übermüthige Herausforderung überlassen mußte. Jedes andere Verfahren, Am 1. Mai 1789 trat George Washington, der große jeder Druck durch Drohungen mit Fernbleiben muß als des Direktor Turba. durchaus unberufene Einmischung in innere Parreistreitig= Jede Pferdebahn- Gesellschaft hat bekanntlich zwei Mitbegründer der amerikanischen Unabhängigkeit, seine Am 1. Mai d. J. gedenkt man keiten erscheinen, und müßte sich, wenn derartiges allge- Gattungen von Bediensteten. Die einen haben eine Arbeits- Präsidentschaft an. meiner würde, sehr bald bitter an allen Betheiligten rächen. zeit von 16-21 Stunden und ganz ungenügende Nahrung; überall in den Vereinigten Staaten die Gedenkfeier dieses Wir würden es also äußerst bedauern, wenn neben die anderen arbeiten täglich 4 Stunden und werden reich- Tages zu begehen und zur Mitwirkung an den Umzügen und öffentlichen Kundgebungen sind auch die Arbeiter= den wenig klaren und wenig zuverlässigen Possibilisten lich genährt. Die Ersten sind die menschlichen Bediensteten, die vereinigungen vielfach eingeladen worden. die zielbewußten französischen Marristen auf dem Pariser Das giebt der New- Yorker Volkszeitung" Anlaß zu Arbeitertage fehlten aber wir wünschen die Sache als Anderen sind die Pferde. Denn Menschen sind spottbillig interne Angelegenheit der Franzosen behandelt zu sehen in unserer Gesellschaft, Pferde aber kosten schweres Geld. folgenden Bemerkungen: und würden es für eine große Unklugheit halten, wenn Nun haben die Kutscher und Kondukteure in jeder An sich ist ja der Plan, in einer Feier, wie die wir, um den Marristen zu ihrem Rechte gegen die Majorität Woche einen freien Tag. Die arme Aktien- Gesellschaft bevorstehende, den Vertretern der Arbeit, welche ganz der französischen Partei zu verhelfen, von Paris fernzu- muß ihnen 7 Tage Löhnung geben und darf sie nur allein alles in dem verflossenen Jahrhundert an Kulturbleiben drohen und auch andere Länder dazu auffordern 6 Tage abrackern. Diesen siebenten Tag hereinzubringen, errungenschaften Gewonnene geschaffen hat, einen hervor= ragenden Platz anzuweisen, gut und gerecht. Es läßt sich darauf richtet sich der ganze Scharfsinn der Beamten. Aus den geringfügigsten Anlässen werden Straf- dagegen nichts einwenden, sondern nur bemerken, daß Sollten die Freunde von Brousse die Marriſten wirklich vergewaltigen was noch gar nicht einmal als touren" verhängt, welche am freien Tage abzumachen wenn diese Feier so begangen würde, wie es der Geist ausgemacht gelten kann- so dürfte zudem ein allseitiger sind, so daß es häufig vorkommt, daß ein Kutscher oder der amerikanischen Revolution erforderte, es gar keine Protest aus dem Inneren des Kongresses heraus den Kondukteur am freien Tag" 4 bis 6 Stunden im anderen Klassen in unserer Gesellschaft geben sollte, außer Possibilisten viel gefährlicher sein als ein schmollendes Dienst ist. Fernbleiben aller Freunde der Marristen. wollten. " der arbeitenden. Wenn der Kutscher bisher wegen Verspätung um Auch gegen die Veranlassung zum bevorstehenden eine einzige Minute eine bis zwei Straftouren Feste läßt sich kein stichhaltiger Einwand erheben. Alles, erhielt, so scheint diese Art der Verschaffung unbezahlter was mit der Erhebung des amerikanischen Volkes gegen Arbeit nicht ausgiebig genug gewesen zu sein. Direktor politische Gewaltherrschaft und Ausbeutung zusammenhängt, Wir sehen deshalb keinen Grund, weshalb die organisirten Arbeiter sich an der bevorstehenden Gedenkfeier nicht betheiligen sollten. verdient in der Erinnerung unserer Zeitgenossen aller Bergarbeiter 140 713 832 Tonnen gewonnen wurden,| ,, transatlantische Gesellschaft" zuerst 200 000 Francs, dann Länder fortzuleben, und je öfter ihre Aufmerksamkeit darauf gewann man 1880 aus 3904 Minen mit 484 933 Arbeitern 1 Million, die zum Theil in hoch angerechneten, aber hingelenkt wird, desto besser. 161 466 739 Tonnen. Die Produktion stieg also um wenig Werth befizenden Waaren ausgezahlt wurden 20 Millionen Tonnen oder 14 Prozent, während sich die drei Häuser waren z. B. mit 600 000 Francs angerechnet Anzahl der Minen und Arbeiter verminderte. Die englischen und wurden mit 137 000 Fres. verkauft. Bald darauf Fabrikinspektoren meldeten alle gleichmäßig: Steigen der drängten die Gläubiger um Zurückzahlung der Darlehen, Produktion, Vermehrung der Produktivität per Arbeiter und als Mustapha in seiner Geldnoth nicht wußte, wo und Verminderung der Anzahl derselben. aus noch ein, wurde ihm vorgeschlagen, doch seine Güter Im Landbau dieselbe Erscheinung. Eine Mähmaschine in Tunis an die sich soeben gründende Länderbank abzuverrichtet die Arbeit von 10 Mähern, ein Dampfpflug die- treten und deren wichtigster Aktionär zu werden. Natürjenige von 10 Arbeitern und 20 Pferden. lich waren die Gläubiger und die Gründer der Länderbank Aber auch in diesem Falle kommt Alles auf den Standpunkt an". Und da dürfte denn der von den denkenden Arbeitern eingenommene von dem der„ prominenten" Veranstalter der Feier ganz gewaltig abweichen. Während lettere der Welt zeigen wollen, wie herrlich weit wir auf der von den„ Vätern der Republik" vor- In Zeit von vier Stunden ist ein Dampfschiff von ein- und dieselben Personen. Obgleich Mustapha's Grundgezeichneten Bahn fortgeschritten sind, werden die 1200 Tonnen Gehalt zu Newcastle geladen, 32 Stunden besig in Tunis sogenannte„ Habbugüter"( Güter der Arbeiter mit tieferem Einblick in die Hohlheit dieser äußer- später ist es in London, wo es in 10 Stunden geleert todten Hand), mithin unveräußerlich waren, trat derselbe lich so glänzenden Kultur, deren Lasten und Leiden sie werden kann, und nach 32 Stunden ist es zurück. Also sie an die Länderbank ab und erhielt von den 8000 Aktien nur zu tragen haben, diese Gelegenheit ergreifen wollen, in 3 Tagen und 6 Stunden ist dieses Geschäft erledigt. der Gesellschaft 6000, die sich nicht höher als 25 pCt. der denkenden Menschheit vor Augen zu führen, wie Um dies früher zu bewerkstelligen, war bedeutend mehr verzinsen durften. Die abgetretenen Güter repräsentirten entsetzlich weit wir von jener Bahn abgewichen sind. Zeit und Arbeit nöthig. Ein mit 21 Mann bemanntes bereits damals einen Werth von 30 Millionen, der aber Wohl wissen die Arbeiter die weltgeschichtliche Be- Dampfschiff transportirt in einem Jahre ebenso viel Kohlen, binnen wenig Jahren auf 80 Millionen steigen muß. deutung der zu feiernden Ereignisse zu würdigen. Wohl wie früher 16 Segelschiffe mit 144 Mann. Die religiösen Stifte 2c., welche Anspruch auf die Güter wissen sie, daß die amerikanische Revolution das erste In seinem berühmten geographisch- statistischen Werke hatten, die seinerzeit der Bey Mustapha zum Geschenk Aufleuchten jenes Blitzstrahls war, der am 14. Juli 1789 giebt Reclus folgende Beispiele an: Aufstellung des gemacht, legten natürlich Protest gegen die Abtretung ein, in die Bastille einschlug, daß in der amerikanischen Un- Obelisk zu Rom( 1586): 960 Mann und 75 Pferde; und es kam zu einem Prozeß, bei welchem Floquet als abhängigkeits- Erklärung jene Prinzipien der Selbstbestimmung des Obelisk von Luxor zu Paris( 1836) 480 Mann; des Mustapha's Vertheidiger nach Tunis kam und sich seiner für die Völker niedergelegt wurden, welche in ihrer Obelisk der Cleopatra zu London( 1853) 24 Mann mit offiziellen Stellung als Vizepräsident der Kammer bediente, logischen Entwicklung nicht nur die politische, sondern auch hydraulischen Maschinen. um einen Druck auf den Bey, die Richter und die französidie soziale Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit Erklärte Kolb, daß zwischen 1860 und 1870 ein schen Behörden auszuüben. Als die tunesischen Gerichte bedingen. europäischer Baumwollspinner täglich im Durchschnitt soviel trotzdem zu Gunsten der Stifte entschieden, log Floquet Aber die Arbeiter wissen und fühlen auch, daß jene Arbeit abliefern konnte, als 100 Indier mit der Hand, dem damaligen Ministerpräsidenten Freycinet vor, Mustapha Herrlichen Prinzipien in unseren Tagen zu einer leeren so kann nach Atkinson heute ein Arbeiter in den besten sei im Begriffe seinen Prozeß zu gewinnen, die französische Schale geworden, unter deren Hülle sich eine thatsächliche Spinnereien Nordamerika's ebenso viel produziren, wie Regierung handele also nur im Interesse beider Theile, ökonomische Unfreiheit und Ungleichheit im Volts- 1600 Chinesen oder 3000 Hindus. wenn sie einen Vergleich herbeizuführen suche. Freycinet, ein vorsichtiger Mann, der sich nicht voreilig zu kompromittiren liebt, war mit seinem Entschluß noch nicht ins Reine gekommen, als das Kabinet gestürzt ward und. Flourens ans Nuder kam, der sofort mit seinem ganzen Einfluß für die Länderbank eintrat und 1887 einen Vergleich zu Stande brachte. Mustapha, d. h. die Länderbank blieb im Besitz der Güter gegen Zahlung von 900 000 Frcs. an den Bey und 175 000 Frcs. an das In dem Lande, das sich vor Zeiten dessen rühmen durfte, Die moderne Dampfsäge sägt durch eine schnellere Stift Sadiki. daß innerhalb seiner Grenzen fein arbeitswilliger Mensch Bewegung in einer Stunde ebenso viel, als vor 35 Jahren Alles in Allem hatte die Gesellschaft für Mustapha's zu darben und zu hungern brauchte, irren Hunderttausende in 10 Stunden, und verarbeitet mit gleicher Dampffraft Schulden" und Entschädigungen 1769 880 Frcs. verausarbeitslos von Ort zu Ort, verfehmt, verachtet, während jeßt 12 mal mehr Holz als damals, also ist die Produk- gabt und dafür einen Grundbesitz von 80 Millionen erdie denkenden Arbeiter, welche sich zum Kampfe gegen tivität der Arbeit hier 12 mal größer geworden. In worben! Allerdings waren, um dies Resultat zu erzielen, solches Elend organisiren und dem Volke die Mittel zur Zeit von 50 Jahren nahm nicht allein die Anzahl der so und so viel Landeskinder in Tunis geopfert worden, Abhilfe zeigen, als„ unamerikanische Umstürzler" ver- Maschinen 10 mal zu, sondern die Leistung jeder Pferde aber das war ja Nebensache. leumdet, eingesperrt und Dies ist in großen Zügen unsere Gegenwart. Dieses erschreckende, jeden freiheitsliebenden Menschen abstoßende Bild bei Gelegenheit der bevorstehenden Feier mahnend und belehrend dem erhebenden, in der Erinnerung des Volkes immer mehr erblassenden Bilde der Vergangenheit gegenüberzuhalten, das wäre eine der organisirten Arbeiter unserer Stadt würdige Aufgabe, um derentwillen sie gewiß bereit wären, an der projektirten Demonstration theilzunehmen. leben entwickelt hat, gegen welche die zur Zeit der gegen Einer der amerikanischen Fabrikinspektoren erzählt, die britische Herrschaft gerichteten Erhebung vorherrschenden daß durch die Anwendung von Dampfmaschinen beim Zustände als ein Jdeal der Gerechtigkeit erscheinen müssen. Landbau jezt 600 Mann dieselbe Arbeit verrichten, zu Unter dem Deckmantel einer formellen Volkssouveränetät welcher por 15, 20 Jahren 2145 Mann nöthig waren. hat sich eine Herrschaft der besigenden Klasse, eine Und so ist es in allen Zweigen der Industrie. Korruption der Politik entwickelt, die weit volks- und Wurden 1870 noch 300 Tonnen Kohlen gebraucht freiheitsfeindlicher sind, als die Willkür und Ausbeutungs- für die Produktion von 100 Tonnen Roheisen, so sind sucht der britischen Beamten es früher jemals gewesen. jetzt nicht mehr als 202 Tonnen nöthig. gehängt werden. dampfkraft wurde zudem 5 bis 10 mal größer. Wo soll dies hin? Kaum war der Vergleich abgeschlossen, so nahm die Länderbank, um die Schulden zu decken, welche Mustapha Verschiedene National- Dekonomen der Neuzeit wissen bei ihr kontrahirt, demselben alle Aktien bis auf 300 keinen anderen Ausweg, als die neuen Erfindungen zu zurück, sie nahm außerdem noch seine Kleinodien, seine behindern. Aber das ist dasselbe, als den menschlichen Häuser, ja sogar die kostbare Waffensammlung, welche der Geist im Zaum halten, das ist Stillstand und Still- Ergünstling in Tunis besaß. Um die Räuberkomödie stand ist Zurückgang. würdig zum Abschluß zu bringen, mußte Mustapha noch Das kann also das letzte Wort nicht sein. alle Kosten decken. Natürlich hatte ihm die Länderbank Nein, vorwärts führt der Weg, den wir wandeln mit dem Scheine bes Rechts, mit Beobachtung aller Formeln müssen, und wer den Glift des Menschen in Banden legen die Taschen geleert, obgleich er so gut wie kein Wort In welcher Form jener Kontrast zwischen dem Jeßt will, der ist ein Feind des menschlichen Geschlechts, das Französisch verstand, war er von Notar zu Notar ge= und dem Damals am Treffendsten zur Anschauung gebracht zu einer viel höheren Entwickelung bestimmt ist, als die schleppt worden, um schwarz auf weiß beweisen zu können, werden könnte, das ließe sich leicht feststellen. Neben der Gelehrten unserer Zeit sich träumen lassen. er habe in voller Kenntniß der Sachlage gehandelt. bereits angeregten Procession der Arbeitslosen, Sismondi schrieb:„ Es scheint das Streben aller Die Opposition, welche die konservative Partei welche die„ Prosperität" des Landes herrlich illustriren gesellschaftlichen Verbesserungen in England zu sein, ein gelegentlich macht, ist nicht ernst zu nehmen, sie geht nicht würde, wäre auch das Tragen von Inschriften im mal eine einzelne Person in den Stand zu sehen, durch über hohle, leere, theatralische Phrasen zu gunsten der Buge zu empfehlen, von kurzen, historischen Schlagwörtern das Drehen an dem Hahn einer mächtigen Maschine, alle Monarchie hinaus. Uebrigens würde der Triumpf der aus jegiger und damaliger Zeit, aus denen in drastischer Produktion von selbst zu verrichten." Gewiß, wenn das Monarchisten absolut nichts an der Situation Frankreichs Form unser vielgepriesener Fortschritt" hervorleuchten sein könnte, die Menschen würden närrisch sein, wenn sie ändern, weil er nur einen Wechsel der Personen, nicht feinen Gebrauch davon machten! aber eine Umgestaltung der ökonomischen Bedingungen bekönnte. Wenn die Veranstalter der bevorstehenden Feier bereit Jeder will so billig und gemächlich als möglich pro- deutet. Mit Philipp VII. würde nur die Geldwelt, resind, diese- die einzig richtige Auffassung der Be- duziren. Man würde den Menschen ruhig für närrisch präsentirt durch Rothschild, auf dem Thron sitzen, das deutung derselben zu acceptiren, so können sie der Theil- erklären können, der lieber zwölf Stunden an einer ein- alte System regierte nach wie vor weiter, und das Volk nahme der besten und fortgeschrittensten Arbeiter- Organi- tönigen, geiſttödtenden Arbeit steht, die er in einer müßte sich nach wie vor quälen, um die Budgetverschwensationen unseres Landes sicher sein. Stunde ausführen kann. dung und die Erhaltung eines Haufens unnüßer Funktionäre Bleibt indessen die Vertheilung der Produktion be- zu ermöglichen, denen es gleich ist, wer herrscht, vorausstehen, wie sie ist, was ist dann die Aussicht der Arbeiter? gesetzt, daß sie nur ihre Stellen behalten. Die„ Reformen" Aussterben durch Arbeitslosigkeit. des restaurirten Königs würden sich darauf beschränken, Die Armee der Arbeitslosen wird stets größer, und etliche ,, republikanische" Beamte zu pensioniren und durch Der menschliche Erfindungsgeist scheint unerschöpflich zu sein. Wenn man meint, daß nach irgend einer Richtung demgegenüber bereichern sich die Besißer der Produktions- seine Leute zu ersetzen, die Steuerzahler decken die Kosten das menschenmöglichste erreicht worden sei, so werden wir mittel immer mehr. Der Kampf zwischen Kapitalisten und des Wechsels. Der Restauration des Königthums unter durch neue Erfindungen oder Verbesserungen von alten Arbeitern würde also durch Mangel an Streitern auf der solchen Umständen fehlt nach Drumont jede Berechtigung, denn ein Fürst hat nur Grund zu seiner Existenz, wenn überrascht, welche unsere Meinung über den Haufen werfen. einen Seite enden. er zur alten monarchistischen Tradition zurückkehrt(!) und dem Staate dient, anstatt sich seiner zu bedienen. Wohlthat und Fluch. Scheint es doch manchmal fast, als ob man den todten Gerade dieses langsame Hinsiechen ist so betrübend. Stoff beseele, so daß die Maschine arbeitet wie ein leben- Würden alle Arbeiter zu gleicher Zeit auf die Straße geder Mensch. Man nehme nur die automatischen Apparate, worfen, so wäre die Sache bald geregelt; denn es ist unwelche stets mehr Anwendung auf den verschiedensten Ge- denkbar, daß sie dann nicht wie ein Mann rufen würden: nun ist es genug! bieten finden. Hätte der Graf von Paris z. B. sogar den guten Willen dazu, so könnte er doch keine normale Situation herbeiführen, weil er sich an den ökonomischen VerhängKurzsichtige stimmen deßhalb Klagelieder an über die Dieses langsame, dieses stückweise Hinausdrängen von nissen stoßen würde. Außerdem steht hinter ihm, wie stete Zunahme von Maschinen, durch welche die Menschen Menschen aus der Produktion das ist so verhängniß hinter jedem Prätendenten der Stab der Anhänger, ge= verdrängt werden. Sie schieben diesen die unglückseligen den Andern, die nächst ihm fielen. Hier ist noch viel warten, sich an den Tisch des Staats zu sehen und ihrerverdrängt werden. Sie schieben diesen die unglückseligen voll. Jeder hofft, daß ihn das Loos nicht trifft, gleich bildet aus hunderttausenden von Parasiten, die nur darauf Zustände unserer Zeit zu. Thoren, die sie sind! Sollten wir uns zurückwünschen nach Postkutsche und Handwebstuht? durch Aufklärung zu wirken, damit der heutige Ueber- feits auf Kosten des Volks zu bankettiren. Das, was der menschliche Geist hervorbringt, sollte in gangszustand mit seinen zerrüttenden Wirkungen möglichst Geradezu unbegreiflich ist, woher diese Leute den den Glaskasten gestellt werden? Das sollte das Schluß- rasch überwunden wird durch Herbeiführung einer Produk Muth nehmen, mit dem Brustton der sittlichen Entrüstung wort unserer Weisheit sein? Unmöglich! Nein, die tionsweise, welche die Wohlthat des technischen Fortschritts gegen Radikale und Opportunisten zu deklamiren. Der Arbeit ist nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel, um in allen Menschen zu gute kommen läßt durch Berringerung Herzog von Decazeville z. B., eine Zierde und Hauptder möglichst kurzen Zeit und auf die bequemste ihrer Arbeit und Vermehrung ihres Genusses. stüße der orleanistischen Partei, hatte seine Hand bei allen Weise unsere Bedürfnisse zu befriedigen, und somit find großen Finanzmogeleien im Spiele, er war der erste, der die Maschinen ein Segen, da sie dem Menschen viele einSchacher mit Dekorationen trieb und unter anderen Gaunertönige, geisttödtende Arbeit abnehmen. stückchen brachte er z. B. einen Handelsvertrag zwischen Frankreich und Italien zu ungunsten des ersteren Landes. zu Stande, um mit Hilfe der italienischen Separatisten von Nizza 2c. Abgeordneter zu werden. Bekannt ist, daß die Umgebung des Grafen von Paris bereits im Voraus Handel mit dessen Einfluß treibt. Ein in der Wolle ge= färbter Legitimist vermittelte für eine quittirte Rechnung im Namen aber ohne Wissen des„ Roy" eine Heirath Statt ihre Anwendung also zu behindern oder einzuschränken, meinen wir, daß, je mehr sie leisten, es desto besser für uns, die Menschen, ist. „ Das Ende einer Welt von Drumont. VIII. z Leuchten der bürgerlichen Radikalen boten auch die Die Folge ihrer Einführung ist, daß mit einer Hand zu der bereits erwähnten großartigen Schwindelei kleineren Anzahl Arbeiter eine viel größere mit Mustapha ben Ismael, dem Ergünstling des Bey von Menge Waaren produzirt werden kann. Während Tunis. 1874 aus 4332 Kohlenminen durch 538 829 englische Als derselbe nach Paris kam, verschaffte ihm die Es war zwischen einem Parvenue der Finanzwelt und der Tochter| Kreise ist auch die Person des Deputirten Steenackers. Am 1. April 1866 wurde Wagener zum vortragenden einer altabligen Familie. Nachdem derselbe bei der Nationalvertheidigung Ent- Rath im Ministerium ernannt. Wie wenig die Nachkommen der alten Könige vou behrungslohn" zurückgelegt hatte, beutete er arme Literaten Mit der ersten Aufgabe in seinem neuen Amte erging Frankreich der Rolle gewachsen sind, die Verhältnisse des aus, die ihre Arbeit zu seinem Namen gaben. Da sich es ihm furios. Landes zu regeneriren, zeigt besonders die Gestalt des die gewöhnliche Romanliteratur nicht genug profitabel Er sollte dem Ministerium ein paar Denkschriften Herzogs von Aumale, der ohne alles Interesse für die erwies, so kultivirte unser biederer Abgeordneter die obszöne einreichen über die Bedingungen, unter denen sich seitens öffentlichen, nationalen Fragen ist und seinen ganzen Stolz( zotige) Literatur, denn er hatte bemerkt, daß Loretten des Staates und in einem gewissen Maße auch mit darein seßt, General und Akademiker zu sein. und die Männer gewisser Kreise pornographische Werke, Staatsmitteln für die Arbeiter etwas thun lasse," Das Königthum ist jedoch nicht nur in Folge der pro Eremplar mit 500 Frcs. bezahlen."„ Die Geschichte und über eine Reform des Realkredits. Es waren Winzigkeit seiner Prätendenten, es ist auch unmöglich, weil eines 3witters", welche das freieste" sein sollte, was sich Probestücke. Aber Wagener wußte da von einem blinden, ihm die wesentlichen Organe für seinen Bestand fehlen, die denken läßt, dabei aber auch durch Intrigue, Stil und der Hilfe und noch mehr der Anerkennung bedürftigen ununterbrochene Erblichkeit, der Adel, die Hierarchie der Geist glänzen, kurz ein Meisterwerk der Art werden sollte, Privatdozenten, der Volkswirthschaft studire. Klassen, das alte städtische Leben 2c. Wie Nom zur Zeit mußte ihm seiner Berechnung nach über eine Million ein- Eugen Dühring, damals noch wenig bekannt. Zu dem feines Verfalles gezeigt hat, wachsen dagegen in einer bringen. Wir erfahren nicht, ob der Plan gelang. ging er und bat, im Namen Bismarck's und für dessen Periode der Zersetzung, wie sie Frankreich jetzt durchmacht, Die angeführten Thatsachen sind nur vereinzelte Bei- Belehrung, um eine solche Arbeit. Zu der ersteren erdie Kaiser, die Zäsaren um so schneller heran. Von allen spiele der Korruption, welche die politische Welt in jeder klärte sich Dühring bereit und lieferte sie zur festgestellten Prätendenten hat folglich Boulanger die meisten Aussichten Beziehung zerfrißt, fie könnten unendlich vermehrt werden. Zeit an Wagener ab. Monate lang hörte er über Verbleib und Erfolg auf Erfolg, so lange er den allgemeinen Ekel gegen die Auch der flüchtigste Blick, den man in jene Kreise wirft, vom Lande gehaßten Parlamentarier repräsentirt. Daß veranlaßt unwillkürlich zu dem Ausrufe, mit welchem Zola nichts, aber eines Tages erschien sie in Leipzig auf dem Büchermarkt als: Denkschrift über die wirthschaftlichen sich monarchistische und bonapartistische Parteien so schnell seinen Pat- Bouille schließt:„ Cochon und Kompagnie" von Boulanger ins Schlepptau nehmen ließen und nehmen Schweinigel und Conforten! Assoziationen und sozialen Koalitionen von Hermann lassen mußten, erklärt sich einfach genug daraus, daß die Wagener, K. Preuß. Geheimer u. s. w.!! Die Verbetreffenden Lager aus ganz mittelmäßigen Leuten zusammenöffentlichung war auf Anordnung Wagener's erfolgt! Ein gesetzt sind, welche sich ebenso unfähig zur Opposition wie Honorar, das sei beiläufig bemerkt, war weder vom Verdie Republikaner zur Regierung zeigen, weil sie selbst nicht fasser verlangt, noch von Wagener angeboten worden. Es mehr an die Prinzipien glauben, die sie vergeblich ver- der vielgewandte und vielgeschmähte, ist im Alter von und Prozessen, der sich daraus entwickelte, zu verfolgen: würde zu weit abführen, den Knäuel von Zeitungspolemik theidigen. Seitdem die Fürsten damit angefangen haben, 74 Jahren in der Osternacht verschieden. in einer Wolfe von künstlichen Weihrauch zu leben, seitdem Aus einem Artikel, welchen ihm die Frankf. 3ta." es genügt zu berichten, daß Herr Wagener der Vertrauensfic aufhörten, Menschen zu sein und sich von Speichelleckern widmet, entnehmen wir das Folgende über Wagener's mann des Grafen Bismarck war und blieb. Der Druck mußte schärfer sein, der ihn warf. Noch im Mai 1872 zu einer Art übernatürlicher Wesen stempeln ließen, und Wirken seit Gründung der Kreuzzeitung( 1848): ihre Umgebung ihnen darin nachahmte, seitdem ist auch Es ist ein tüchtiges Stück Arbeit gewesen, das hatte Wagener in der Jesuitendebatte eine Nede verlesen, aus dem konservativen Lager jede Initiative, jede that- Wagener durch die Kreuzzeitung geleistet hat. Nicht welche, wie Schultheß's Kalender sogar notirt, im Einkräftige Aktion verschwunden, niemand dieser Welt war nur, daß im ersten Jahre dieser Zeitung ein guter persön verständniß mit dem Reichskanzler vorbereitet" schien, im mehr der moralischen Willensanstrengung fähig, die eine licher Muth dazu gehörte, als Leiter eines Blattes bekannt Herbst desselben Jahres trat er als der vom Reichskanzler That kostet. Die durch den modernen Journalismus ge- zu sein, das fast allabendlich durch seine Wahrheiten wie vorgeschlagene Kandidat für den Immediatvortrag beim schaffene Atmosphäre trug mächtig zu dieser Enimannung durch seine Lügen den Zorn von Volksmassen auf sich Raiser auf, am 14. Januar 1873 stellte ihn Laster's des Willens bei, der Ruhm mußte nicht mehr verdient, lenkte, das von Kaßenmusiken und sonstigen Zensuren große Rede gegen den Eisenbahnschwindel als den er konnte gekauft werden. Die ganze konservative Oppo- oft bedroht und heimgesucht, und das doch nach Verlauf erst und schwerst Schuldigen hin. Man weiß, daß die fition hat nicht einmal eine Ahnung davon, wieviel Willens- dieses ersten Jahres bereits einen so gefestigten Leserkreis darauf folgende Untersuchung nicht zu ihrem vollen und stärke die That eines Barbės, Blanqui, Eudes voraus besaß, daß es der Verachtung troßen konnte, die mit rücksichtslosen Umfange gediehen ist, immerhin erreichte sie setzte, welche die Regierung angriffen, ihr erklärten: ich Recht auf die im Prozeß Waldeck aufgedeckten Schurke- es, daß Wagener als Sühne für Mächtigere und fenne Dich nicht an und stürze Dich also. Der Wille der reien fiel. Vornehmere, vielleicht auch als Preis für ParteikomproKonservativen ist aber im Voraus dadurch gelähmt, daß Das fonnte nur möglich sein, wenn das Blatt einen miffe geopfert wurde. fie feines Opfers fähig sind. Vergleicht man unter diesem Gesichtspunkte die rothen und die weißen Insurgenten, so fällt der Vergleich nicht zu Gunsten der Letzteren aus. Kein Legitimist oder Orleanist wäre fähig, für seine Prinzipen neun Jahre im Kerker zu schmachten, wie es Barbés gethan. Gegenwärtig findet man nur unter den Plebejern Leute von dieser moralischen Größe, die mit Tapferkeit, Initiative und Opfermuth beseelt sind. Geheimrath Wagener, Glauben an sich erweckt hatte und das war Wagener's Verdienst. Er erhielt den Abschied und hat seitdem in der Zurückgezogenheit gelebt. Wer wird seinem Sarge zu„ leßten Ehren" gefolgt fein? * * Der kleine Landadel der alten preußischen Provinzen, von dem Friedrich II. einst sagte, daß er die zuverlässigsten Offiziere liefere, weil sie gar nichts anderes zu werden wüßten, war seitdem nicht viel weiter gekommen. Geistig Ueber die sozialistischen Neigungen Wagener's und bedürfnißlos, ökonomisch zurückgeblieben faßen sie auf ihre Folgen lesen wir in der Berliner Volkszeitung": ihren Gütern, allem Staatsleben entfremdet und dennoch Es war in den Tagen des Konflikts, als Wagener's Seitdem sich der Adel mit der goldnen Bourgeoisie auf die Staatshilfe pochend... Kaum, daß diese alten Stern zum zweiten Male zu leuchten begann. Die bürgervereint hat, nimmt er an allen ihren Betrügereien Antheil, Geschlechter noch einen brauchbaren Landrath aus ihrer lichen Klassen in Deutschland schienen endlich mit der Zerer schreit nur, wenn diese ohne ihn mogelt. Es waren Mitte herstellen konnten, gewöhnlich besorgte der Kreis- trümmerung des Militär- und Polizeistaats bitteren Ernſt konservative Deputirte, welche seinerzeit auf Staatsfoften sekretär dessen Geschäfte. Ebenso gemüthlich hielten es die machen zu wollen; da wurde der Mann wieder zeitgemäß", zur Prüfung der Verhältnisse nach Algier gingen, daselbst kleinen Herren" mit der Justiz, die sie mittels ihrer der in der„ Kreuzzeitung" Lassale's Bastiat- Schulze" keinerlei Mißbräuche entdeckten, obgleich sie das mit Häcker Patrimonialrichter und solider Haselstöcke verübten; furz, mit einem ihm von dem Verfasser öffentlich bezeugten ling gemischte Brot der Eingeborenen sahen, obgleich sie es war in dieser besten der Welten Alles aufs Beste ein- tief eindringenden Verständniß" besprochen, der den konstatiren konnten, daß deren Hab und Gut bis auf die gerichtet. Da tam der Störenfried, der März 1848. dumpfen Schritt der Arbeiterbataillone" auf die Tribüne Ernte auf dem Halm verpfändet, ihre Kopfsteuer von 12 Er respektirte gar nichts mehr, er wollte den Stüßen des des Abgeordnetenhauses getragen und gegen die„ Raubauf 100 Frcs. gestiegen war. Sie hatten keine Augen Thrones und des Altars" alle die Stützen entreißen, auf ritter hinter den hohen Schornsteinen" beschworen hatte. für den Ruin des Volkes, für den Unterschleif, die Er- die sie sich ihrerseits verließen. Fing man doch in Mecklen- So wurde Wagener am 1. April 1866 vortragender Nath pressungen, die es zu Grunde gerichtet, ihre Berichte flossen burg sogar kurzweg damit an, Gutsbesizer mit Knütteln im Staatsministerium. " 1 Er hat noch von Lobeserhebungen der in Algier eingeführten Zivili todtzuschlagen. Und dabei ließ sich kein Gendarm mehr Ein ominöses Datum, der Tag wie das Jahr! sation über und die Ausgaben der Enquêtekommission sehen, die Soldaten saßen in ihren Kasernen, und der Kaum hatte Wagener Lassale war todt, und Marr konnten nie kontrollirt werden. Die Mißbräuche der Re- böse Patow, der in des Junkers Nachtgebet beim Be- hatte Buchers Aufforderung," Mitarbeiter des Staatspublikaner und Konservativen stüßen einander, die Großen kreuzigen seine Stelle fand, er, der die hochheilige Grund- anzeigers" zu werden, mit wahrhaft„ revolutionärem" behalten beiderseits ihre Stellungen, und die Kleinen zahlen steuerfreiheit aus der Welt schaffen wollte- er war Hohn zurückgewiesen sich an Dühring um einige Ream Ende die Rechnung für das Prinzip, für welches die sogar Minister geworden. Da galt es am Ende doch, zepte für die soziale Herenküche der Reaktion gewandt, als Ersteren nicht einmal eines materiellen Opfers fähig sind. auch selber einmal sich zu rühren. der Schlachtendonner von Königgräß eine völlig veränderte Die Gräfin von Chambord hat sich z. B. ihren treuesten Dazu half nun die Kreuzzeitung. Sie weckte jene Lage schuf. Die bürgerlichen Klassen liefen zu ihrem Parteigängern gegenüber weniger großmüthig gezeigt, als dentfaule und thatenträge Gesellschaft, sie belehrte sie über größeren Theil in das Lager des bisherigen Gegners über; Frau Boucicault, die Besizerin des Bon Marché gegen ihre gemeinsamen Interessen, sie zeigte ihr die Wege, sich sie verzichteten auf den Ehrgeiz, eine politisch selbstständige ihr Personal. Sogar die Presse der konservativen Partei geltend zu machen, sie, gab der Junkerpartei Pro- Rolle zu spielen, und erhielten dafür als Gegengabe die wird nicht der Prinzipien wegen unterstügt, sondern nur gramm und Organisation. Wenige Monate ihrer wirthschaftliche Gesetzgebung des Norddeutschen Bundes, zu dem Zwecke, die Kandidaturen bei Wahlen einzuheizen, Wirksamkeit und in Berlin konnte bereits die erste große die, einen wie großen Fortschritt sie auch an sich darstellen die persönliche Eitelkeit der Parteiführer durch Verhimmelung Versammlung der Partei, das ,, Junkerparlament" tagen... mochte, doch in erster Reihe den Bedürfnissen der bürgerihrer Tugenden, der Vorzüge ihrer Frauen, Häuser und Nach solchen Erfolgen durfte Wagener getrost nach lichen Klassen entgegenkam. Nicht Bucher und Wagener, Pferde 2c. zu befriedigen. Höherem ausschauen. sondern Delbrück und Michaelis wurden die leitenden Gelegentlich bewirft die republikanische Partei die Nach sechs Jahren gesegneter Arbeit trat er aus der Geister des Reichskanzleramts. konservative mit häßlichem Schmuß, und diese antwortet Redaktion aus. Nicht ohne reichen Dank zu ernten. Ein Die Ehrlichkeit seiner sozialistischen Ueberzeugung durch den gleichen Liebesdienst. Von Rechtswegen sollten Rittergut in Pommern, das gerade unter dem Hammer wurde jezt Wagener zum Verhängniß. sich beide Parteien die vorhandene Kloake von Mißständen stand, das oft bespottete Dummerwiß, wurde ihm verehrt in den nächsten Jahren nach seinem Sturze( 1873) mit und Schmuzaffären brüderlich theilen. Die Korruption und eine Rechtsanwaltstelle beim Obertribunal, sonst der dem leitenden Staatsmann in näherer, persönlicher Verder politischen Welt ist nicht auf ein Lager beschränkt, sie vielbegehrte Lohn langen und ausgezeichneten Juristen bindung gestanden; er hat ihn beispielsweise auf dem ist der ganzen Art eigenthümlich. Der vollendetste Typus dienstes, ihm verliehen. Und als Vertreter von Neuſtettin Kathedersozialistentongreffe von 1874 vertreten, ja er hat des verkommenen Politikers ist der Boulangist Laguerre, trat er in das Abgeordnetenhaus.... sogar das Konzept der heutigen Sozialpolitik entworfen ,. welcher trog seiner Jugend bereits alle Parteien nachein- Später kam ganz zu rechter Zeit das Regiment wenn es auch gerade in sein Gegentheil verkehrt worden ander verrathen hat. Ein Aktenbündel unter dent einen, Bismarck. Der hatte in den jungen Jahren der Kreuz- ist. Er forderte in diesem Abwälzung der Steuerlast von eine Dirne unter dem andern Arme, treibt, er sich auf der zeitung" fröhlich an ihr mitgearbeitet und bewahrte von den arbeitenden auf die befizenden Klassen, Abschaffung politischen Bühne umher und ist stets dort zu finden, wo da her wohl noch persönliche Neigung für deren Heraus der indirekten Steuern auf volksthümliche unentbehrliche er Beute wittert. Sein Privatleben ist ebenso widerlich geber. Der aber hatte, unſtät wie er war, längst wieder Lebensmittel; er forderte Einführung des Normalarbeitsschmutzig und zerfressen, wie seine politische Laufbahn, er Lust und Muße zu anderer Bethätigung, das Rittergut tages, strenges Verbot der Sonntagsarbeit, Regulirung hat das Vermögen seiner Frau mit unzähligen Mätressen war ihm zwischen den Fingern zerflossen, seine Rechts- der Nachtarbeit, Ausbildung der amtlichen Fabrikaufsicht verjubelt und ging ihr schließlich durch, wobei er nicht anwaltschaft hatte er eines Tages schnell niedergelegt. und weitgehende Vollmachten der mit derselben betrauten vergaß, sogar die silbernen Hochzeitsgeschenke mit fortzu- Auf welche Angaben hin sich der Minister mit Wagener Beamten. Als von alledem das Gegentheil geschah und nehmen. Der Scheidungsprozeß zwischen Laguerre und verständigt, das läßt sich nur im Allgemeinen erkennen: nur aus den leeren Hülsen der von ihm geschaffenen seiner Frau versprach das hellste Licht auf die ekelhafte jedenfalls auf jener staatssozialistischen Grundlage, sozialistischen Schlagworte der Bau einer„ Sozialreform" Persönlichkeit, auf das Treiben der politischen Welt über deren Vorbild Bismarck in Frankreich studirt hatte, die nach dem Muster Potemkin's aufgethürmt wurde, da hat haupt zu werfen. Natürlich schwieg die Presse den Prozeß ihm- Acheronta movebo!- in dem Kampfe mit Wagener nicht mehr mitgemacht, da hat er auch nicht todt und, bezeichnend genug, sogar die konservativen Blätter der konstitutionellen Bourgeoisie in den Jahren mehr mitmachen wollen. Er spielte zwar nicht den hüteten sich auf eine Verwendung de Mun's hin, Ent- bis 1866 noch brauchbarer erschienen war, über deren malcontenten Staatsmann", aber in dieser oder jenen hüllungen zu bringen. Eine Krähe hackt der andern die Gefahren für die Monarchie ihn das eigene Selbstvertrauen kleinen Schrift salvirte er doch sein politisch- soziales GeAugen nicht aus. und die glänzende Dialektik Lassalle's hinweggetäuscht wissen und wenn er in der letzten über das SozialistenUngemein karakteristisch für die Moralität der politischen hatte. gesetz schrieb: rung diejenigen, von denen eine solche ausgeht, als ihre Wohlthäter betrachtet" ,, Nußland ist leider nicht mehr das einzige Land, wo schiedene Londoner" stars", darunter der berühmte Buffallo Bill, in einigen Vororten Versammlungen abzuhalten, dieselben sind aber der Meuchelmord florirt, und es ist allerdings mehr als haben sich bereits nach der Pariser Ausstellung verzogen, nd es von vorn herein seitens der hiesigen Amtshauptmannschrft auf Optimismus, das Sozialistengesetz als Vorbeugungs- oder mangelt in London augenblicklich an einem Löwen". Die Lücke Grund des Sozialistengesezes verboten worden. Bei mehrereк Repressivmittel gegen derartige Schandthaten anzusehen. wird durch Boulanger glücklich ausgefüllt. In richtiger Würdigung hiesigen Sozialdemokraten haben im Laufe der letzten Tage HausWas mit polizeilicher oder militärischer Unterdrückung auf dieses Umstands hat ihm denn auch die" South Eastern Railway suchungen stattgefunden, die auch in mehreren Fällen zu Ver= diesem Gebiete zu machen ist, das kann man in Rußlond Company"( Südöstliche Eisenbahngesellschaft) einen Salondampfer haftungen führte. studiren, man müßte denn meinen, die russische Energie noch und einen Ertrazug umsonst zur Verfügung gestellt, und der General Die auf Grund des Bettelparagraphen in Gera- Reuß überbieten zu können. Eine Versegung in die zweite hat das Anerbieten dankbar angenommen. Die Engländer sind bis angeklagten Sammler von Geldbeiträgen für die streikenden Klasse des Bürgerrechts wird schwerlich jemals jetzt nicht besonders freudig erregt über den ihnen zugedachten Maurer sind nunmehr vom Oberlandesgericht Jena endgiltig freidie Wirkung haben, daß die Masse der Bevölke- Bejuch, was nicht zum Verwundern ist, denn sie sind es bereits gesprochen worden. seit langer Zeit gewöhnt, daß berühmte Erherrscher und sonstige abgetakelte Größen, sowie anständige und unanständige Flüchtlinge Berliner Weißgerberstreik. Arbeiter Berlins! Es ist Sie haben mit derselben Gastfreundschaft zu ihnen kommen. Ludwig XVIII., Karl X., Ludwig Philipp, Napoleon III., Talley- nun bereits die 7. Woche, daß wir mit unseren Fabrikanten um rand, Metternich, Mazzini, Kossuth, Ledru- Rollin, Kommunards, unsere geringen Forderungen im Kampfe liegen, ohne daß sich eine Nihilisten u. s. w. empfangen und kommen gegenüber dem General Einigung erzielen ließ. Die Herren Fabrikanten glauben, uns aus= Boulanger schwerlich in Verlegenheit, namentlich da sie ihn vielleicht nicht lange behalten. Ein amerikanischer Impresario hat nämlich, hungern zu können. Helft uns so gut Ihr könnt, es thut dringend wie man dem„ XIX. Siecle" aus London telegraphirt, dem General noth, dann werden wir siegen, und unser Sieg wird auch für Euch 200,000 Dollars( eine runde Million Franken) angeboten, wenn die besten Früchte tragen. Wir sind alle fest entschlossen, aufs er zu ihm in die Vereinigten Staaten komme und ein paar Vor- Aeußerste auszuhalten. Mit Gruß: Die Kommission der Weißträge halte. Wenn Boulanger ablehnt, will sich der Impresario an Herrn Rochefort wenden, der es natürlich etwas billiger thun gerber Berlins. E. Rau, Prinzen- Allee 62/63. müßte. Wie Schade, das gerade die Pariser Ausstellung sich diesen fetten Brocken entgehen lassen muß! so braucht nicht erst gesagt zu werden, wie„ unzeitgemäß", ja wie„ reichsfeindlich" der alte Mann geworden war. Politisches und Sozialpolitisches. Die sächsischen Sozialdemokraten haben am 3. Ostertag in Kappel bei Chemniß unter dem Vorsitz von Bebel und Geyer Kandidaten für die Reichswahl kreise im Königreich Sachsen aufgestellt. Für DresdenAltstadt soll an Bebel's Stelle eine andere Kandidatur aufgestellt werden. Bebel kandidirt für Stadt Leipzig. Es kandidiren nach den Mittheilungen der Blätter in den aussichtsvollsten Kreisen: für Leipzig- Land: Geyer- Großenhain, Chemniz: Kandidatur vorbehalten, Glauchau: J. Auer, Zwickau: W. Stolle, Stolberg- Schneeberg: J. Seifert Zwickau, Reichenbach: Robert Müller- Reichenbach. Die vollständige Liste bringen wir in nächster Nummer. Heute bemerken wir nur noch, daß für Mitweida- Burgstädt früher bereits zweimal im Reichstage, durch Vahlteich und dann durch Vollmar vertreten irrthümlich als Kandidat Herr Max SchippelBerlin aufgestellt wurde. Herr Schippel hat abgelehnt, sein Schreiben ging aber wohl den Betheiligten zu spät zu. Aufruf an alle Steinmetzen( Steinhauer). Kollegen! Die Reichskommission für das Sozialistengesetz hat Da Euch allen die Lage der Steinmetzen Berlins bekannt ist und in der bekannten Sizung vom 9. April auch noch das Verbot einer auf gütlichem Wege kein Ausgleich mit den hiesigen InnungsNummer des Sächsischen Wochenblatts" vom 29. Dezem- meistern zu stande kommt, fordern wir Berliner Steinmetzen die ber 1888 aufgehoben. Reichstagskandidaturen. Zeiz- Weißenfels: Vergolder Kollegen allerwärts auf, den 3uzug nach Berlin, Potsdam, Hoffmann- Halle.- Merseburg- Querfurt- Schkeudig: Mittag- Bunzlau, Rackwißer und Warthauer Brüchen; nach den Brüchen in Giebichenstein. Eggenstädt und Nesselberg, auf das allerentschiedenste fern zu Die der Geheimbündelei beschuldigten Berliner halten, damit wir auf diese Weise zu unseren gerechten For= Sozialdemokraten Baumgart und Kurze sind Donnerstag Mittag berungen gelangen. Mit Gruß die ausgesperrten streikenden Steinendlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Entlassung erfolgte auf Beschluß der V. Strafkammer, welche trotz des metzen Berlins. J. A.: J. Jeschky, Melanchtonſtr. 5, Hof I. Widerspruches der Staatsanwaltschaft, die vom Vertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, gegen die weitere Fortdauer der Untersuchungshaft vorgebrachten Gründe anerkannte. Es dürfte überhaupt fraglich erscheinen, ob man die Anklage auf Grund des bekannten In der Zentrumspartei gährt es gewaltig. Nach§ 129 erheben wird. einem Telegramm der„ Kreuzzeitung" aus Bonn hat sich Der ,, Stettiner Volksbote" soll sich nicht weniger als die Generalversammlung des Augustinusvereins sechs Mal gegen das Preßgesez versündigt haben. Der Redakteur des dieses Blattes, Friz Herbert, ist deshalb zum 9. Mai vor die Sammelpunktes der ultramontanen Publizistik im Straftammer in Stargard geladen worden, um sich 1. wegen Bekatholischen Vereinshause zu Bonn dahin geeinigt, gegen leidigung des Amtsgerichts zu Stettin; 2. des Sohnes des Ober- Leser. Flectere si nequeo superos Acheronta movebo: regierungsfreundliche Bestrebungen v. Schorlemer's und präsidenten Grafen Behr von Stegendant; 3. des Sohnes des Po- wenn ich die Höheren nicht beugen( zum Nachgeben bringen) kann, v. Huene's scharfe Stellung in der Preffe einnehmen zu lizeipräsidenten v. Müffling in Stettin; 4. des Freiherrn v. Rhein- so werde ich die unterirdischen Mächte in Bewegung setzen. baben; 5. des Rittergutspächters Maaß und 6. wegen Aufreizung Effen. Die Artikel der Rheinisch- Westf. 3tg." benutzen wir zu Gewaltthätigkeiten zu verantworten. Ein hübsches Bouquet! in nächster Nummer. Leipzig, 19. April. Der erst unlängst ins Leben gerufene „ Verein für volksthümliche Wahlen", welcher bereits mehr als 1000 Mitglieder zählt, beabsichtigte im Laufe der letzten Tage auch wollen. Boulanger ist von Brüssel nunmehr nach England ,, geflüchtet." Er kommt gerade recht zur Saison, denn verArbeiterBildungs- Verein Berlin Nord" Große Maurer Berlins! Tretet alle der Freien Vereinigung der Maurer und Fachgenossen Berlins bei. Ohne Or= ganisation kein Erfolg. Briefkasten. Verein. Bringen Sie doch in Ihrem Verein einen Antrag ein, in der„ Volfstribüne" zu inserireu. Pyrik. Was sollen wir dern übel nehmen? öffentliche Generalversammlung der Oeffentliche Versammlung Maurer Berlins u. d. Umgebung Dienstag, den 30. April, Abends 8 Uhr, im„ Belforter Salon", Belforterstr. 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Vogtherr über„ Freie Religion und Volksbildung". I 2. Allgemeines. 3. Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Dienstag, den 30. April, Abends 8 Uhr, Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Die Streikbewegung der Maurer Deutschlands. General- Versammlung des Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis Dienstag, den 30. April, Abends 8 Uhr, Brunnenstraße 38 bei Gnadt. Tagesordnung: Vorstandswahl und Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Die eingetragenen und noch nicht im Besitz ihrer Mitgliedskarten befindlichen Mitglieder 2. Auf welche Weise ist es uns möglich, günstigere Lohn- und Arbeitsverhältnisse tönnen am Sonntag von 10-12 Uhr bei Nürnzu erreichen? Der Vorstand. Central- Krankenund Sterbekasse der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltungsstelle Berlin F. Mitglieder- Versammlung. Sonntag, den 28. April, Vormittags 11 Uhr, Brunnenstraße 38, bei Gnadt. Tagesordnung: 4. Abrechnung vom 1. Quartal 1889. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Fachverein der Tischler. 3. Gewerkschaftliches. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Steinmetzen Berlins Dienstag, den 30. April, Abends 8 Uhr, in der Tonhalle, Friedrichstr. 112. Sämmtliche Arbeiter Berlins und der Umgegend werden hierdurch eingeladen. Der Einberufer: Mar Fehrmann, Bernauerstr. 26. berg, Anklamerstr. 49, dieselben in Empfang nehmen; auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Ebenso am Dienstag Abend bei Gnadt. Fachverein für Schlosser und Berufsgenossen. Montag, den 29. April, Abends 82 Uhr, Versammlung in Feuerstein's Tunnel, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Kendziora über„ Schiller& ästhetische Erziehung des Menschen". 2. Revisoren- Wahl. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Große Sozialdemokratischer Wahlverein Schneider- Versammlung für den II. Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 27. April, Abends 8 Uhr. Dienstag, den 30. April, Abends 8½½ Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37, in Jordan's Salon, Neue Grünftr. 28, General- Versammlung. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht des Rendanten, Bericht des Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Br. Wille über„ Darwinismus und Sozialismus". 2. Diskussion. Vorstandes, Bericht der Arbeitsvermittlungs- und 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Werkstattkontrolfommission. Ersazwahlen des aufgenommen, auch werden die Beiträge dort erhoben. Vorstandes. Antrag, betreffend Abänderung des Statuts. Antrag, betreffend die Krankenunterftügung. Antrag, betreffend die Unterstützung der streifenden Weißgerber und Steinmeßen. Unterftüßungsanträge. Verschiedenes und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Allgemeiner Mitglieder werden in jeder Versammlung Näheres an den Säulen. Der Vorstand. Beriiner Arbeiterbibliothek Herausgegeben von Max Schippel. Heft 1: Ein sozialistischer Roman.( 2. Auflage) Nach dem Amerikanischen von Edward Bellamy. 32 Seiten. Preis 15 Pf. der Freien Vereinigung der Schneider Berlins. Montag, den 29. April, Abends 81/2 Uhr, in Deigmüller's Saal. Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Die Vernichtung der freien Konkurrenz durch die großen Kapitalsmonopole. Referent: Herr Mar Schipper. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Fragekasten. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Arbeitsnachweis der Maler früher Ritterstr. 123 bei Sodtke, jetzt Dresdenerstr. 116( Restaurant Wendt). Jeden Abend von 8-9 Uhr( außer Sonnabend) und Sonntags Vormittag von 10-12 Uhr un Die Bevollmächtigten der Filiale I, Metallarbeiter Verein Heft 2: Die Gewerkschaften, ihr Unken und ihre Bedeutung entgeltliche Rebeltsvermittlung. Berlins und der Umgegend. Grosse Versammlung Sonntag, den 28. April, Vorm. 10 im Königstadt- Kafino, Holzmarktstr. 72. Tages- Ordnung: Uhr, 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Pfanbeck. Thema: Licht und Wärme und ihre Anwendung. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. für die Arbeiterbewegung. Von Max Schippel- Berlin. 32 Seiten. Preis 15 Pf. = Heft 3: Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart. Von Clara Zetkin Paris. 40 Seiten. Preis 20 Pf. Am 4. Mai gelangt zur Ausgabe: Der Arbeitsnachweis der Klavierarbeiter befindet sich nach wie vor Waldemarstr. 61 im Restaurant Pfister. Die Adressenausgabe findet jeden Abend von 8-9/ 2 Uhr und Sonntags glieder wie auch an Nichtmitglieder unentgeltlich statt. Heft 4: Die französische Arbeiterbewegung seit der Pariser Vormittags von 10-11 Uhr, ſowohl an MitKommune. Bon Offip Zetkin- Paris f. 40 Seiten. Preis 20 Pf. Bestellungen sind zu richten an die bekannten Stolporteure und Buchhändler oder an den Verlag der Berliner Volks- Tribüne", Berlin, Oranienstr. 23. Ich nehme die Beleidigung gegen den Tischler R. Millarg hiermit zurück und muß denselben für einen Ehrenmann erklären. Schmik. Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin. Druck und Verlag: T. Posekel, Berlin 2. O., Dranienfstraße 23. Aeiblatt zur„Aertiner Aotks-Hriöüne". i y: 17. Sonnabend, den 27. April 1889. Iii. Jahrgang. Wie ist doch Menschenblut so billig! Fünf Treppen hoch, dicht unterm Dach, Darüber ausgespannt bis Drähte Des Telegraphen, war sie wach Die halben Nächte noch und nähte, Und nähte, nähte, fiebernd flink, Die schon der Schwindsucht sich're Beute, Bis endlich sie der Schlaf umfing, Der kurze Schlaf der armen Leute. Allein sobald der Frührothstrahl Umspielte der Mansarde Zinnen, Sah er sie emsig allemal Die Nadel wieder führen drinnen. Sie nähte, nähte, blaß und bleich, Wie sehr der Körper auch entkräftet, Die Augen auf das Arbeitszeug Fest auf das Arbeitszeug geheftet. Die neucrstehende Natur, Der Lenz und seine Lobgcsänge, Sie hörte nichts und nähte nur, Ihr bangte vor des Winters Strenge. Sie reihte, reihte Stich an Stich Und durfte keine Zeit verlieren, Damit fie, wenn der Sommer wich, Nicht fürchten müsse zu erftiercn. Wie bitter ist das Leben!— Doch Beim Glänze der krystall'nen Lampen Verspürt man nichts von seinem Joch, Beim Schlemmen, Schlecken und Schlampampen. Die Tausende oft bringen hin In Tafelfreuden und dergleichen, Für eine arme Näherin Da haben sie kein Herz, die Reichen. Nein, eher drücken fie herab Im Preis das Werk der regen Hände Und schaufeln so der Armen Grab Und trage» bei zu deren Ende. Ein Opfer ihrer Thätigkeit Und des modernen Barbarismus: So starb sie. Keine Thräne weiht Ihr der brutale Egoismus. Ist sie zu besscrm Sein erweckt? Was gab das Leben ihr das karge? Still liegt sie vor mir ausgestreckt Im rohgezimmert schlichten Sarge. Ich denke ihres Hungerlohns, Und den, kaum den erhielt sie willig. Aus mir hervor spricht's wehen Tons: „Wie ist doch Menschcnblut so billig!" Leipzig. Bruno Tellheim. Wie ein ehrlicher Mensch zum "Derörecher wurde. Von tf-rnst Alaar.*) Es ist ein armseliges Nest, in dem der Weber Buchholz wohnt. Droben im Gebirge liegts, nach der böhmischen Grenze hin. Im Sommer ist es trocken und prasseldürr auf dem kahlen Hang, seit die Bauern infolge einer Mißernte ihre Wälder niederschlagen ließen, und im Winter pfeift der Wind darüber hin, daß einem die Seele im Leibe gefrieren möchte. Aber macht schon das ganze Torf einen armseligen Eindruck, so ist dies mit der eigenen Behausung des Webers noch viel mehr der Fall. Schon die Bauern haben nichts, aber der Buchholzer hat noch viel weniger als sie, denn es reicht bei ihm nicht einmal zum Allernoihwendigsten. Die windschiefe Hütte steht abseits der Torfstraße. Eine lückenhafte Hecke umschließt ein kleines Gärtchen, in dem neben einigen Kressen verschiedene Gemüsepflanzen ein kümmerliches Dasein fristen und am Feldrain spielt ein krüppelhafter Knabe mit einem Kaninchen. Aus dem halb geöffneten Fenster klingt das klappernde Geräusch des Weberschiffchens und hinter den Scheiben wird die hagere, blasse Gestalt des Buchholzers sichtbar, der schon seit vier Uhr Morgens seinem mühseligen Tage- werk obliegt. Draußen auf der Flur liegt der lachende Sonnenschein des Spätherbstes. Ein frischer Luslhauch dringt in die niedere dumpfe Stube. Wie das der gepreßten Brust doch so wohl thut! Und in dem Herzen des fleißigen Mannes erwacht der sehnliche Wunsch, einmal einen ganzen Tag draußen herumstreifen zu dürfen— draußen im Wald, wo die Vogel singen und die Bäunie so heimlich rauschen. Aber er weist diesen Wunsch sofort wieder von sich; ist er doch froh, daß er jetzt ausreichende Arbeit hat, wenn's auch vom frühen Morgen bis in die sinkende Nacht dauert. Ueberdies kommt er ja jede Woche einmal, wenn er die fertigeil Maaren zum Fabrikanten trägt, an die frische Luft, und das ist ja genügend. Und er muß fleißig arbeiten, der arme Weber! Ist doch jetzt der Lohn so gering, daß er kaum zu Kartoffeln und Hering reicht, und das Brot ist auch wieder theurer und die Steuern sind wieder höher geworden, und außer- dem ist sein Weib jetzt krank und liegt zu Bett. Doch der Brave verliert den Muth nicht. Er ist die Noth gewöhnt von Jugend auf; schon bei seinem Groß- ♦) Mit Erlaubniß des Verfassers aus de«.Volksfteund", Dresden, den wir schon oft empfohlen haben. vater und Urgroßvater hat sie gehaust und seine Eltern wußten auch ein artig Liedlein davon zu singen. Da ist drüben der Nachbar Berger, der ist kränklich und hat fünf kleine Kinder zu ernähren. Da muß man immer noch Gott danken, wenn man gesund bleibt und Arbeit hat.— Aber der Herbst ging zu Ende; die Kressen waren erfroren und der Knabe spielte nicht mehr am Feldrain. Und mit dem Schwinden der schöneren Jahreszeit schwand auch der bessere Geschäftsgang. Drunten in der Großstadt hatte man'an den Maschinen theure Verbesserungen angebracht, die sich aber gut renlirten, weil sie die Maschinen bedeutend leistungsfähiger machten. Gern hätte sich der Arbeitgeber Buchholzer's auch die Verbesserungen angeschafft, aber er konnte das erforderliche Geld hierzu nicht erschwingen, und da die großen Webereien mit den verbesserten Maschinen weit billiger arbeiten konnten als er, blieb von den erwartelrn Aufträgen einer nach dem andern aus. Wenn der Buchholzer jetzt Sonnabends mit den fertigen Waaren im Quersack nach der Fabrik wanderte, wurde er unfreundlicher als sonst empfangen, und wenn er wieder heimkehrte, dann war der Quersack nur halb gefüllt mit Garn. Der Buchholzer brauchte jetzt nicht mehr früh um vier Uhr aufzustehen, um sich an den Webstuhl zu setzen, er brauchte auch nicht mehr bis gegen Mitternacht zu arbeiten. Er hätte sich jetzt gar leicht einen freien Tag machen können, um draußen im Walde herumzubummeln, aber er lhal es nicht. Nicht das schlechte, rauhe Wetter hielt ihn davon ab— nein, er halte jetzt keine Lust dazu. Den sorgenschweren Kops in die Hand gestützt, saß er am Fenster und blickte stumpfsinnig hinaus in die trübselige Landschaft, in das trübselige Schnee- und Regen- weiter. Als das Geschäft noch flott ging, hatte er sich einige Mark abgedarbt, aber die waren jetzt längst zum Teufel. Beim Krämer drunten im Dorf hatte er auch schon geborgt, aber der drängte jetzt und wollte sein Geld haben. Er sollte doch etwas ins Leihamt tragen, hatte ihm der Krämer gesagt. Ja, du lieber Gott, wenn er nur noch etwas hätte! Das hatte er ja längst gelhan, ehe er noch beim Krämer borgte! Und zu alledem noch das kranke Weib, das sich gar nicht wieder erholen wollte! Der Bezirksarzt kam nur selten, weil er wußte, daß hier nichts zu holen war. Als er das letzte Mal dagewesen war, hatte er dem Manne den guten Rath enheilt, seiner Frau eine kräftigere Nahrung zu geben— einmal eine Flasche Wein, ein Stück Braten und dergleichen, damit sie sich leichter erholen könne. Aber der Buchholzer hatte bei diesen Worten ein gellendes Gelächter aufgeschlagen und den Doktor recht mitleidig angeblickt, so daß dieser ärgerlich die Thür zu- schlug und draußen etwas von„undankbarem Proletarier- voll" murmelte. Seitdem war er nicht wieder gekommen. Als der Arzt fort war, ging die Kopfhängerei von Neuem los. Da kam dem Buchholzer ein Gedanke: Wein?! Braren?! Das konnte er seiner Frau zwar nicht ver- schaffe», aber ein Stückchen Fleisch sollte sie haben. Er ging hinaus in den Holzschuppen, wo das Kaninchen an einem alten Krautstrunk knabberte, faßte es bei den Ohren und schlug es mit der flachen Hand ins Genick, daß es alle Viere von sich streckte. Dann zog er ihm den Balg ab und weidete es aus. � In der Ecke lag ein kleiner Holzrest, auch einige Kohlen waren noch da. Er entzündete ein Feuer in der Stube, setzte einen Topf mit Wasser an, steckte das Kaninchen in den Topf und warf eine Handvoll Salz hinein. Dann hielt er einen Augenblick still. Ihm war zu Muthe, als ob er seiner Frau ein großes Opfer gebracht hätte, denn er hatte das Thier sehr lieb gehabt. Als er den blutigen Balg in die Stube brachte, erhob der Krüppel ein lautes Jammergeschrei. Er war untröstlich darüber, daß der Vater seinem einzigen Spielkameraden den Garaus gemacht, und preßte immer und immer wieder die lhränenseuchten Wangen in das weiche, blutige Fell seines Lieblings. Und als ihm die Mutter am Abend einen Bissen von dem Fleische anbot, da warf er ihn trotzig in die Ecke und weinte. Doch auch dieses Opfer war nicht im Stande, die Noth zu bannen und der Frau zu Kräften zu verhelfen, obgleich das ganze Fleisch für die kranke Mutter aufgehoben wurde und eine volle Woche langte. Eines Sonnabends kam der Mann müde und gebrochen zurück— der Quersack war leer, die Fabrik hatte den Betrieb eingestellt. Was nun? Das war eine schwere Frage. Eine andere Arbeitsgelegenheit bot sich so leicht nicht — weit und breit keine Industrie, wo er hätte Beschäftigung tnden können! Wohl wußte er, daß die Bauern jetzt im Winter auch keine Arbeit für ihn haben würden, dennoch hielt er Umfrage bei Allen, aber man wies ihn ab, bald bedauernd, bald grob. Da besann er sich auf eine Sägemühle drunten im Thal. Die mußte jetzt bei dem hohen Wasserstand doch viel zu thun haben. Und er machte sich dahin auf. Als der Sägemüller den armen Weber sah und seine schüchterne Anfrage nach Arbeit hörte, da lachte er roh auf. „So einen Sperling, wie Du bist, könnte ich gerade gebrauchen; Du erfrierst ja gleich den ersten Tag!— Freilich brauche ich einen Arbeiter, aber einen, der zugreifen kann, nicht so einen Stubenhocker wie Du." Als der Buchholzer hörte, daß ein Arbeiter gebraucht wurde, bat er flehentlicher als vorher um Beschäftigung, doch der Müller kiturrte nur unwillig. Die Noth macht dreist. Der arme Weber trat auf den Sägemüller zu und wollte bittend seine Hände erfassen, der aber verstand die Sache falsch und versetzte ihm einen Stoß vor die Brust, daß er zur Thür hinaustaumelte. Das hatte gerade noch gefehlt, daß sich so ein armer Schlucker, so ein nichtsnutziger Leineweber, an ihm vergriff. So eine Frechheit war ihm, dem reichen Sägemüller, noch nicht vorgekommen. Ueberdies— das wußte er ganz genau— hätten ihn die Müller der Umgegend doch nur ausgelacht, wenn sie erfahren hätten, daß er einen Leineweber im Sägewerk beschäftigte. Und warum sollte er auch einen Arbeiter beschästigen, der den Lohn ja doch nicht verdienen konnte, weil er zu schwach war? Das hätten die andern Müller auch nicht gelhan. Es gab ja außerdem starke und kräftige Leute genug, die Arbeit suchten. Das Alles hätte sich der dumme Kerl von Leineweber selbst sagen können, und er hatte es ihm ja auch gesagt, warum hörte also der Weber nicht auf ihn und wurde unverschämt? Es geschah ihm also ganz recht, wenn er hinaus- geworfen ivurde. Mit diesen Gedanken beruhigte der Müller sein etwas erregtes Gemüth und setzte seine vorherige Be- schäftigung fort. Draußen im Hausflur raffte sich der Buchholzer auf und wankte dann über den Hof, von dem würhenden Gekläff der Kettenhunde verfolgt. Als er heimkam, erzählte er seinem Weibe nichts von diesem Vorfall, um die Kranke nicht noch mehr auf- zuregen.— Da trat endlich Frost ein, und auf den Frost folgte dichter Schneefall. Das war Hilfe in der Noth— zum Schneeschippen wählte man die Leute nicht erst aus, da wurde jeder genommen, der sich meldete. Und der Buchholzer fand Arbeit. Mit Schippe und Schaufel beladen, zog er mit einem Trupp anderer Arbeiter hinaus auf die vom Sturm gefegten Landstraßen und arbeitete redlich, so daß ihm trotz der Kälte der Schweiß in großen Tropfen von der Stirne rann. Was man mit Schneeschippen verdient, das ist bekannt- lich nicht so viel, daß eine Familie davon leben könnte, auch wenn keine Krankheit in derselben herrscht. Mit dem Schnee war die Kälte gekommen, und in der alten, halb baufälligen Hütte des Webers pfiff der Winlersturm gar eisig durch die zahlreich vorhandenen Löcher und Lücken. In der Stube stand zwar ein kleiner Hundofen, aber es fehlte an Holz und Kohlen, um ihn zu heizen. Einmal war der Buchholzer in heller Mondnacht mit einer kleinen Säge hinausgegangen in den Wald, um irgendwo vielleicht ein dürres Bäumchen oder einen Ast abzuschneiden, aber er wäre beinahe im Schnee stecken geblieben und mußte unverrichteter Sache wieder heim- kehren, wenn er nicht sein Leben auf's Spiel setzen wollte.— Am nächsten Tage wanderte die Arbeiterkolonne hinunter in das Thal, wo die Sägemühle kreischte, um einen verschneiten Postwagen auszugraben. Im Hofe der Mühle lagen Bretter und Stangen und Klötze wirr umher— eine ganze Menge Holz, mit der man gar viele Stuben hätte erwärmen können. Dem Buchholzer kam der Gedanke den ganzen Tag nicht aus dem Kopf und als die Kolonne am Abend heim- kehrte, machte er den Letzten. Ganz wie von ungefähr verlor er seine Schaufel, aber er merkte es absichtlich nicht, um dann einen Vorwand zum Zurückbleiben zu haben. Der Plan glückte. Als er seine Schaufel wieder geholt hatte, waren die Anderen ein gutes Stück voraus. An der Sägemühle angelangt, bekam er doch Gewissens- hisse, aber da lag ein ziemlich starker Klotz etwas weit außerhalb— der mußte wohl vergessen worden sein; er war ja auch schon stark überschneit. Noch ein kurzes Zögern, dann siegte die Noth und der Buchholzer wanderte mit dem Klotz nach Hause. Wie lustig prasselte am Abend das Feuer im Ofen, wie behaglich warm war es in dem engen Stübchen! Seiner Frau hatte er gesagt, er habe den Klotz gefunden, und fie hatte sich dabei beruhigt. Aber der kleine Vorralh ging bald zu Ende und die Kälte trat wieder gebieterisch auf. Er that es und diesmal war es sein Verderben. Ein Hund schlug an die Gesellen, die seit dem Verschwinden des Kloßes auf der Hut waren, sprangen herzu und faßten den Dieb. Rauhe Fäuste packten ihn im Genick und am Arm und unter lautem Johlen wurde er in die große Herrenstube geführt. Fast unbewußt wanderte der Buchholzer wieder nach den betreffenden Fabriken Beschäftigten über 30 Jahre alt| nicht mehr in ihnen arbeiten wollen, das Arbeitspersonal der Sägemühle, aber diesmal lag kein Klotz außen an der werden, viele sterben schon als Kinder an Lungenkrankheiten. muß aus Spelunken der schlimmsten Art, aus dem LumpenStraße. Das Gleiche gilt von den Arbeitern der Nadelfabrik im proletariat und entfernten Gegenden zusammengetrommelt Aber drüben überm Hof, an der Gartenmauer, lagen Departement Rjasan, die jährlich 80 000 Nadeln produzirt. werden. Regel ist auch für diese, durchgängig für die eine ganze Menge Klöße. Wenn er sich behutsam an der Mörderisch sind auch die Verhältnisse, unter denen Gesundheit höchst schädlichen Betriebe, daß nicht die geringsten Mauer hinschlich, konnte er wohl einen erlangen. die Arbeiter der Webereien von Klin schaffen. Professor Schutzmaßregeln bestehen, um die mit der Produktion Erismann sagt von den Webern der dortigen Fabriken: verbundene Gefahr zu vermindern. Ventilation ist faſt „ Die Ernährung ist schlecht. Ihr Teint ist erdfahl, alle nirgends in den betreffenden Fabriken anzutreffen, die tragen den Stempel einer unbeschreiblichen Ermüdung auf Luft ist mit Chlorhydrat, Stickstoff, Schwefelsäure- Dämpfen, den Zügen. Alle Arbeiter altern schnell, wie besonders Arsenikdünsten 2c. übersättigt, so daß das Athmen fast an den Frauen ersichtlich, welche durchgehends blutarm zur Unmöglichkeit wird. Als der Fabrikinspektor find. Den jammerhaftesten Anblick bieten unzweifelhaft Pogogew die Fabrik chemischer Produkte von die Kinder; obgleich sie eine relativ leichte Arbeit haben, Schlippe zu Wereisk besuchte, war er und sein Der Müller war hoch erfreut, daß man den Dieb welche keine große Körperkraft erfordert, sind sie doch Sekretär während zweier Tagen leidend, sein erwischt, aber auf seinem Gesichte malten sich Erstaunen sämmtlich erschöpft, bleich, hohlwangig, und man begegnet Rutscher, welcher in das Bleizimmer gedrungen, in welchem und Entrüstung zugleich, als er den Uebelthäter erkannte. unter ihnen Gestalten, die buchstäblich wie Märtyrer aus Schwefelsäure hergestellt wird, litt sofort mehrere Tage Das war ja derselbe Lumpenkerl, der neulich in so sehen." Noch weiter haben es in den Textilfabriken von an heftigem Zahnweh. Die Ausdünstungen der verfrecher Weise Arbeit von ihm begehrt hatte! Na, dem Wereisk die Arbeiter gebracht, welche aussehen, als ob sie schiedenen bei der Produktion verwendeten Gifte sind so wollte er's schon anstreichen. von den Todten oder von einem schweren Typhus auf- start, daß rings um die Fabrik die Vegetation verkümmert Seine erste Absicht war, den Dieb tüchtig durchhauen stünden. ist. In den Fabriken für arsenikhaltige Produkte steht zu lassen, aber da hätten schließlich die Leute drüber geredet, Nicht besser sind die Arbeiter der Filzfabriken daran, die Vergiftung des Arbeiters von vornherein für diesen, und wenn der Weber dabei Schaden genommen hätte, welche in Folge eines jähen Temperaturwechsels und der wie für den Besitzer fest. Zu Vorsichts- und Schußkonnte er, der reiche Sägemüller, schließlich selbst mit auf herumfliegenden Filzstaubtheilchen bei Mangel an Ventilation maßregeln ist es noch nie gekommen. Sowie die Arbeiter die Anklagebank kommen. Außerdem wäre so eine Handlungs- fast durchgehends an Kopf- und Brustschmerz, chronischem der Fabrik die Defen öffnen und die Muffeln zerbrechen, weise auch unchristlich gewesen. Lungen- und Kehlkopfkatarrh, Lungenerweiterung, Schwind- zeigen sich die ersten Symptome der Arsenikvergiftung. sucht 2c. leiden. In den Zuckerfabriken und Ziegelbrennereien Jede Operation des Produktionsprozesses ist von einer sind die Arbeiter in einer so hohen Temperatur beschäftigt, längeren Pause gefolgt, während welcher der Arbeiter sich daß Müße und Haare nicht selten versengen. Der Fabrikant wieder etwas erholen und zu sich selbst kommen kann. will nämlich die Hiße des Ofens nicht vergehen lassen, so Die Verwaltung der Fabrik muß täglich jedem Arbeiter müssen z. B. die Ziegel herausgenommen werden, wenn einen großen Topf Milch verabreichen lassen, troßdem der Ofen noch 70-80 Grad Celsius hat, um sofort eine werden alle früher oder später ein Opfer der ArsenikDieſe Idee war entschieden die vernünftigſte. Das neue Schicht einsetzen zu können. Die in den Färbereien vergiftung, und Janschul bemerkt ganz richtig zu seinem war korrekt gehandelt und kein Mensch konnte ihm darüber verwendeten Frauen arbeiten bei 50 Grad Néaumur, die Bericht, daß jeder Gegenstand, der aus dieser einen Vorwurf machen, ja es war gewissermaßen seine Glasbläser gleicherweise. Minenarbeiter, Fischer und Fabrik hervorgeht, ein Stück menschlichen Lebens Bürgerpflicht, den Verbrecher seiner Bestrafung zuzuführen. Schiffsknechte arbeiten dagegen bei der denkbar niedrigsten mit fort nimmt." Erst wollte er ihn in die Scheune sperren, aber der Temperatur. schlechte Mensch konnte ihm schließlich die Scheune anzünden, oder er konnte auch darin erfrieren, und das wollte er schließlich doch nicht. Aber wozu brauchte er sich denn auch solchen möglichen Unannehmlichkeiten auszuseßen und sein Gewissen zu alteriren? Wozu gab es denn einen Staatsanwalt, bei dem man Anzeige machen konnte und der dann das Weitere besorgte? Der Staat mußte ja das Eigenthum seiner Bürger beschützen. Er kannte ihn ja und da war es das Einfachste, wenn er ihn heimgehen ließ. Entwischen konnte ihm der Spizbube ja doch nicht. Er gab jedem der Häſcher einen großen Schnaps und ein Trinkgeld noch extra, dann sagte er zu dem zerknirschten Buchholzer, der in namenloser Angst dagestanden hatte: Wir sehen uns wieder! Für jezt geh' heim, Du Spizbube!" Bei diesem Worte brach der Unglückliche zusammen, aber die Gesellen schleppten ihn hinaus und in der kalten Winterluft kam er wieder zu sich. Die Arbeiter der Spiegelfabriken, welche die StaniolWie wenig die russischen Fabrikanten bei der Ein- belege herstellen, leiden ohne Ausnahme an chronischer richtung der Werkstätten und bei der Organisation der Quecksilbervergiftung. Kurze Zeit nach ihrem Eintritt in Arbeit auf die Gesundheit der Arbeiter Rücksicht nehmen, die Fabriken verfällt ihr Aeußeres, die Hautfarbe wird zeigen besonders verschiedene Zündhölzchenfabriken, in gründlich fahl, das Zahnfleisch schwillt an, die Verdauung denen zur Mehrzahl Kinder beschäftigt sind. wird schlecht, es zeigt sich Speichelfluß und Händezittern. Eine Fabrik von Phosphorzündhölzchen, in der Nähe Das Arbeitspersonal der Porzellan- und Steingutfabriken von Petersburg gelegen, besteht aus einemt steinernen wird durch das bei der Emaillirung verwendete Bleisalz Gebäude und einer jammerhaften Holzbaracke. Letztere vergiftet. In der Bleiweißfabrik des Herrn Orsowetsky enthält zwei Werkstätten, die durch eine dünne Bretterwand zu Moskau sind sämmtliche Arbeiter von der Bleikolik be= geschieden und fast dunkel sind, da sich die Fenster un- fallen, welche so schnell unter ihnen aufräumt, daß die mittelbar über dem Bodenniveau befinden. Die Räume inspizirende Gesundheitskommission binnen zwei Monaten haben nicht die geringste Ventilation, obgleich ihre Atmosphäre dreimal vollständig neues Personal vorfand. In anderen mit Schwefel- und Phosphordämpfen geschwängert ist. Fabriken chemischer Produkte konstatirten die FabrikinspekDie Kinder und jungen Leute, welche in einer der Werk- toren, daß die Arbeiter mit eiternden Wunden bedeckt Draußen lehnte er sich an einen Baum; ihm wirbelte stätten die Zündhölzchen in Schachteln verpacken, erhalten waren. Im Allgemeinen zeigte sich, daß das in gesundes im Kopfe und er mußte seine Gedanken erst sammeln. pro 100 Dußend 40 Koperen und können im Tag höchstens heitsgefährlichen Industriezweigen beschäftigte Arbeitspersonal Es war ein schreckliches Erwachen. Wie ein Betrunkener 120 Dutzend verpacken. Der Arbeitsinspektor berechnete, chronischen Luftröhren- und Lungenkrankheiten, Verdauungsschwankte er heim und legte sich in's Bett. Als er am daß jedem Arbeiter pro Minute 250-500 Hölzchen durch störungen und dem Knochenfraß zum Opfer fiel. nächsten Morgen zur Arbeit aufstehen wollte, lag's ihm die Hände laufen. Die Arbeiter, welche in der zweiten Aeußerst gesundheitsschädlich ist ferner auch die Arbeit wie Blei in den Gliedern und er mußte liegen bleiben. Werkstatt die Zündhölzchen auf Bahnen legen, verdienen in den Naphtaminen der Halbinsel Abscharonsky. Die Der Müller aber ließ am nachsten Morgen den ungefähr gleichviel für ihre langsame Vergiftung. In Arbeiter stehen oft bis über die Kniee in der Flüssigkeit, Schlitten anspannen, schlüpfte in seinen dicken Pelz und den Arbeitsräumen, die in dem steinernen Gebäude gelegen werden am ganzen Körper mit ihr betropft und leiden in fuhr mit der zufriedensten Miene von der Welt nach der sind, ist die mit Phosphordämpfen getränkte Atmosphäre der Folge an sehr schwer heilenden Geschwüren. noch unerträglicher, denn hier wird der Phosphorbrei auf In anderen Industriezweigen wird die Gesundheit Vor dem Hause des Amtsrichters hielt das Gefährt. einem offenen Feuer gekocht. Die hierselbst beschäftigten des Arbeiters weniger durch die Mitte zu Grunde gerichtet, Der Müller übergab die Zügel seinem Johann, schüttelte Arbeiter werden mit 70-80 Kopeken entlohnt, dafür in der er schafft, als durch die Art und Weise der Dsich und pustete laut und trat dann ins Haus. haben sie jedoch für ihre Beköftigung zu sorgen. wegung, deren Dauer und Intensivität, durch die Stellung 2c., Ein schmuckes Dienstmädchen öffnete ihm und fragte Etwas weniger gefährlich, dafür um so schwerer ist welche zu Mißbildungen, Bewegungsstörungen, Vernach seinem Begehr. Anfangs wollte sie ihn abweisen, die Arbeit in einer benachbarten Fabrik schwedischer Zünd- kümmerung 2c. führen. Zu den anstrengendsten und aufdenn der Herr Amtsrichter habe augenblicklich keine Amts- hölzchen. Die Hölzchen werden auf drei Schnißbänken reibendsten Arbeiten gehört die der Ziegelformer und stunden, als ihr aber ein blankes Markstück in die Hand gespalten und zugeschnitten, welche durch sechs Arbeiter Ziegelpresser. Der russische Ziegelformer, welcher im gedrückt wurde, schwanden diese Bedenken und sie führte bedient werden. Früher wurden zwei Schnißbänke durch Akkord arbeitet, liefert pro Tag zirka 750 Ziegel, d. h. den freigebigen Herrn in das Sprechzimmer ihres Herrn. ein Pferd in Bewegung gesetzt, als sich dasselbe jedoch mehr als einen pro Minute, er muß also in jeder Minute Der Herr Amtsrichter machte zwar ein griesgrämiges als zu schwach erwies, drei Schnißbänke im Gang zu er- 12 verschiedene mechanische Bewegungen ausführen( darunter Gesicht, aber der Fremde war nun einmal da und da er halien, ersetzte der Besitzer den Gaul durch sechs Mann. eine 12 Pfund schwere Keule heben) und giebt sicher das zu den angeseheneren Personen der Umgegend gehörte, Jeder Arbeiter liefert also ein Viertel Pferdekraft und Maximum, deren eine lebendige Maschine an mechanischen konnte er ihn nicht gut abweisen. erhält dafür pro Tag 50 Kopeken und keine Beköstigung. Bewegungen fähig ist. Der Ziegelpresser fertigt täglich Stadt. Er hörte mit gleichgiltiger Amtsmiene den Bericht Auch hier sind es vorzugsweise Kinder des zartesten Alters, 2000-3500 3iegel, für jeden Ziegel bedarf es 10 bis des Müllers an- es war nur ein gewöhnlicher Fall, welche die Zündhölzchen aussuchen, verpacken, welche die 15 Schläge, der Arbeiter macht also täglich von 20- bis der für ihn kein größeres Intereffe hatte, aber es war seine Reibfläche der Schachteln mit einer Phosphorlösung 40 000 Schläge, seine Bewegungen sind folglich zweimal Pflicht, die nöthigen Schritte einzuleiten, und er kam seiner bestreichen. Ihr Verdienst schwankt zwischen 20 und so schnell wie die eines Uhrpendels. Was Wunder, wenn Pflicht nach. 35 Kopeken. Die Fabrik wird nicht geheizt, damit die der Bauer nach solcher Arbeit als Krüppel, als gebrochener ( Schluß folgt.) Zur Lage der russischen Industriearbeiter. Der Müller lud ihn ein, im Rothen Ochsen" eine Arbeiter fleißiger sind". Die Schachteln werden von Mann in sein Dorf zurückkehrt. Flasche Wein mit ihm zu trinken, doch der Herr Amts- jungen Mädchen zu Hause gefertigt, dieselben müssen den So wenig wie sich der russische Fabrikant um eine richter schlug die Einladung aus, nur eine refpektvoll an- nöthigen Leim selbst liefern und ein Pfand lassen, das hygieinische Einrichtung der Arbeitsräume, um wenig gebotene Priese glaubte er nicht ablehnen zu dürfen. mehr werth ist als das ihnen anvertraute Material. schädlichere Arbeitsbedingungen im allgemeinen fümmert, Als der Müller heimfuhr, ging die Sache schon Für die Herstellung 1000 eckiger Schachteln wird 40 bis so wenig sorgt er natürlich auch für Schußvorrichtungen, ihren Gang. 50, für das 1000 runder Schachteln 80 Ropeken gezahlt. welche die Arbeiter gegen Unfälle durch die Maschinen 75 Prozent der in der Fabrik beschäftigten Arbeiter waren sicher stellen. In den engen Arbeitsstätten sind in der Kinder, deren Alter nicht festgestellt, auch nicht aus den Regel so viel Menschen zusammengepfercht, daß die geringste Kindern herausgefragt werden konnte! Die übliche Arbeits- Unaufmerksamkeit genügt, den oder jenen von einer zeit betrug im Minimum, ohne Unterschied des Alters, Maschine zermalmen zu lassen. Ein Fabrikinspektor fand 14 Stunden pro Tag. Da die meisten Arbeiter weit 3. B., daß die Passage zwischen zwei im Gang befindlichen von der Fabrik wohnen, essen sie in den vergifteten Werk- Maschinen 28-42 Centimeter breit war, die Kugelc.-n. Seßen wir die Liste der Gefahren und ihrer stätten, ohne die geringsten Sicherheitsmaßregeln zu nehmen, regulatoren funktionirten oft in der Höhe des Kopfes der Opfer fort! ja gewöhnlich sogar, ohne sich die Hände zu waschen. Arbeiter, in Del- und Tertilfabriken konnten die Hände Die Werkstätten der großen Gießerei von Obuchowskaja Im höchsten Grade ungesund sind auch die Verhältnisse der Leute jeden Augenblick zerquetscht werden. in Petersburg, welche 2000 Arbeiter beschäftigen, sind mit in den Zuckerfabriken der südöstlichen Provinzen. Trotz Thon- und Schieferstaub erfüllt. In der Glashütte des der hohen Strafgelder desertiren daselbst meist im ersten Fürsten Menschikoff( Klin) wird noch ganz primitiv Monat 12-19 Prozent der angeworbenen Arbeiter. Wer gearbeitet, Kieselquarz, altes Glas und Kalt werden mit mit Waschen der Rüben beschäftigt, steht Tag aus Tag Nach dem Bericht des Badischen Fabrikinspektors Handhämmern pulverisirt, das Durchsieben der Materialien ein in eiskaltem Wasser, wer dagegen beim Sieden und geschieht in einem Raum, der jeder Ventilation ermangelt. Raffiniren zu thun hat, muß nackt bei unerträglich hoher Nach der Aussage eines Beamten der Fabrik weist deren Temperatur arbeiten. IV. Personal ,, keinen einzigen gesunden Menschen auf". Andere Fabriken haben keine Ventilation, sind mit Die Arbeiter der Schmiedewerke für Eisen- und Kupfer- Kalkstaub und den Gerüchen noch nicht gereinigter Knochen gitter schaffen in Räumen, deren Wände dick mit Metall- erfüllt. Wohlfahrtseinrichtungen. für das Jahr 1888. kr. Sehr lehrreich darüber, was es mit den Wohlfahrtseinrichtungen" der Fabrikanten auf sich hat, ist der Bericht des badischen Fabrikinspektors für jeden, der dieselben noch nicht in ihrer wahren Natur kennen sollte. Durch die anarchische Wirthschaftsweise, durch die staub belegt find. Alle Feilenhauer des Departements In den Fabriken chemischer Produkte sind die VerWladimir sterben an der Schwindsucht, selten daß die in hältnisse so unerträglich, daß sogar die russischen Arbeiter schrankenlose Konkurrenz, durch das gegenseitige Unterbieten, das zum großen Theil auf Kosten der Lebenshaltung der inspektor über die„ Kräftigkeit" der Suppen urtheilt)| Tour von Berlin nach Stendal und zurück der Heizer je Arbeiter geschieht, sind die Löhne in vielen Betriebszweigen Bezahlung von Hausmiethen diese unglücklichen weißen nach der Witterung und der Stärke des Zuges mindestens so weit herabgedrückt, daß ein Arbeiter von seinem Arbeits- Sklaven aufbessert, damit sie nicht verhungern. 50 bis 70 Centner Kohlen zu schaufeln hat, mitunter verdienst eine Familie nicht mehr ernähren kann. Nur Er geht dabei aber nicht so weit, daß die Leute nun noch mehr. wenn er mit der Frau und einer Anzahl Kinder in die sich satt essen können. Ei bewahre! Da würden sie zu Fabrik geht, kann er allenfalls bestehen. übermüthig werden. Er sagt wörtlich weiter: Mehr kann man kaum thun, denn die Hilfe übersteigt in mehreren Fällen den Verdienst des Arbeiters. Dieser befindet sich trotz aller Hilfe wirklich noch in schwieriger Lage, sollte aber nach unserer Ansicht diese Lage doch noch etwas empfinden und nicht schon gänzlich durch äußere Hilfe mit den Anderen gleichgestellt werden." Wiederholt hat man schon in diesen Kreisen die Bitte ausgesprochen um Kürzung der Arbeitszeit, da bei den jeßigen Verkehrsverhältnissen ein Einschlafen während des Dienstes in Folge körperlicher Ueberanstrengung nicht als ausgeschlossen erachtet werden könnte. Aus München berichten die Münchener Neuesten Nachrichten" anläßlich eines Zusammenstoßes zwischen dem Regensburger Schnellzug und der Dampftrambahn: Man war versucht, dem dort stationirten Bahnwärter die Schuld zuzuschieben. " Wir haben uns um die an dem fraglichen Bahnwärterposten stehenden Verhältnisse erkundigt und können nun folgende, geradezu unglaublich klingende Details melden: Der dortige Bahnwärter hat täglich ununterbrochen 20 Stunden Dienst und zwar von früh 1/24 Uhr bis nachts 1/212 Uhr. Dienstfrei hat er jeden zweiten Sonntag von Früh 6 bis Mittags 12 Uhr. Daß fich ein Mensch bei täglich vier Stunden Schlaf nicht erholen kann, ist wohl nicht zu bestreiten. Dabei hat er nicht nur die verkehrsreiche Nymphenburgerstraße, sondern auch noch die Blutenburger- und Kasernstraße zu bedienen. Täglich verkehren dort 24( im Sommer 30) Züge und dazu kommen noch häufig Extrazüge; daneben muß der Bahnwärter seine Strecke kontroliren, fahrbar erhalten, Schnee räumen und dergleichen. Auch der frühere Bahnwärter, der 20 Jahre auf dem Posten war, flagte über diese heillose Ueberbürdung, welcher er auch zum Opfer fiel; er wurde beim Ueberschreiten der Geleise zusammengefahren." Weil nun aber Kinder im arbeitsfähigen Alter nicht von den Bäumen gepflückt werden können, sondern in den Familien erzogen werden müssen, und da diese Kindererziehung die Frau auch vom Arbeiten in der Fabrik abhält, so macht jede Familie, der Kinder bescheert sind, eine Zeit von 12 bis 15 Jahren durch, in welcher der So, da ist es klipp und klar gesagt, dafür, daß der erreichbare Verdienst zur Ernährung der Familie nicht hin- Arbeiter eine Familie gründet und dem Herrn Fabrikanten reicht, sie also verderben müßte, wenn ihr nicht andere weiteres Ausbeutungsmaterial heranzüchtet, muß er seine Hilfe kommen würde. Um den Fabrikbetrieb aufrecht zu Lage empfinden." Lohn zum Leben für die Familie erhalten, kann man den Stamm der Arbeiter nicht aus- erhält er nicht, auch die ,, Almosen" werden nur knapp zusterben lassen. Es müssen also Vorkehrungen getroffen gemessen. Ist so die Familie durch jahrelanges Elend werden, um solche nothleidende Familien durchzubringen. geistig und körperlich gebrochen, ist den schlecht genährten Dies geschieht, indem man einem Theil der Arbeiter Kindern, die um die Noth zu beenden möglichst früh in Gelegenheit schafft, für billigeres Geld zu leben, als die Fabrik gebracht werden müssen, auch schon Geist und wenn sie vereinzelt wirthschaften, daß man sie theilweise Körper verkümmert, dann ist der Herr Fabrikant sicher, zu Genossenschaftswirthschaften unter Aufsicht der sich einen Arbeiterstamm herangezogen zu haben, der die Fabrikanten verbindet, gemeinsame Mittagsküche, gemein- Hungerpeitsche kennt und gegen dieselbe nicht mehr löckt. same Beschaffung von Lebensbedürfnissen einrichtet. Auch Diese Arbeiter sind dann auf Befehl glücklich, zufrieden kann die vom Fabrikanten geleistete Lieferung von Woh- und sie sparen! D Gipfel der verworfenen Heuchelei! nungen zu einem niedrigeren Preise, als es im Privat Solche Menschen sprechen von Zivilisation und Humanität! verkehr geschieht, hierher gerechnet werden. Auch hierdurch Worin unterscheiden sie sich eigentlich von afrikanischen wird in erster Linie erreicht, daß die Arbeiter billiger Sklavenhändlern? D! Herr ten Brink findet: ,, die Anzahl hilfsbedürftiger Familien ist im Verhältniß zu den= leben und darum arbeiten können. Man sieht, der Staat nußt heute seine Arbeiter Bei einem großen Theil der Arbeiter ist während jenigen, die durch eigene Arbeit gut fituirt sind, nicht sehr der Zeit der Kindererziehung der Verdienst sogar so groß, erfordert aber doch zur wirklichen Hilfe erhebliche genau so gründlich, ja oft noch gründlicher aus wie die geringe, daß geradezu Geldunterstützungen oder andere Mittel." Nicht ,, schr groß"! Man höre! von 282 Fa- Privatindustrie. Er behandelt die Arbeitskraft Zuwendungen gegeben werden müssen. milien sind nur 55 so auf Hunger gefeßt, nur 20 pCt., ganzen Wirthschaftsordnung entsprechend Würde man die Löhne so festsetzen, daß auch die nur etwa ein Viertel Aller. Das ist doch nicht viel! und schlägt soviel Arbeit und damit Nußen für sich heraus Familien, welche noch nicht die Kinder so weit erzogen und Herr ten Brink verwendet für dieselben 9000 bis als es irgendwie geht. Der arbeiterfreundliche Staatsbetrieb" würde nur haben, daß sie mitarbeiten können, vom Verdienst des 10 000 Mark jährlich! Dafür betrachtet er sich als einen Vaters ohne Almosen leben könnten, so würden freilich Wohlthäter der Menschheit. Freilich, wenn er den dann eintreten, wenn die Arbeiterklasse selber den auch für die besser gestellten Familien, wo die Kinder Arbeitern soviel zahlen müßte, daß auch die unglücklichen Staat, die Staatsleitung bildete. Bis dahin hat es aber schon mitarbeiten, die Wohlfahrtsein richtungen" Familien, die Kinder großziehen, davon leben können, dann noch gute Weile und werden die Arbeiter alles in schwerem überflüssig sein, aber das, so sagt man, erlaubt die heutige müßten seine Löhne um etwas mehr als 50 Prozent er- gewerkschaftlichem und politischem Kampfe erringen müssen. Geschäftslage nicht. Es ist entschieden für den Fabrikanten höht werden, das würde ihm eine Ausgabe von etwa vortheilhafter als auskömmliche Löhne zu zahlen, wenn er 282 X 20= 5640 Mark in der Zahlung machen. Der den einen Theil der Arbeiter zwingt, in seinen Wohl- höchste Lohn, den bei Herrn ten Brink ein Mann in fahrtseinrichtungen" auf billigerem Fuße zu leben und so 14 Tagen verdient, beträgt nämlich. 34 Mark. Das sind mit niedrigeren Löhnen sich durchzubringen, und dem wohl sogenannte ,, Meister" die diesen Lohn erhalten. Theile, der auch dann nicht leben kann, einen baaren Ein Zimmermann" erhält nur 30 Mark, ein Tagelöhner Geldzuschuß über den eigentlichen Lohn hinaus giebt. nur 19 bis 20 Mark in 14 Tagen! Wir werden gleich zahlenmäßig sehen, wie der Fabrikant Da er nun nur 9 bis 10000 Mart jährlich für bei diesem Verfahren Geld erspart. " Arbeiterfreundlicher Staatsbetrieb. unserer als Waare Arbeit ,, geber und Arbeit ,, nehmer". Die deutsche Arbeiterbewegung hat, dank ihren großen Theoretikern Karl Marx und Friedrich Engels, dank dem genialen Forscher und Agitator Ferdinand Lassalle mit den fonfusen Ammenmärchen der Bulgärökonomie gründlich aufgeräumt. Aus den Köpfen der Industrieproletarier, zum mindesten derjenigen, welche zum Klassenbewußtsein erwacht sind, ist das verwitterte Jdeengerümpel der BastiatSchulze verschwunden, und der Mann der Arbeit weiß, was er will, weiß, was er soll. monieapostel anficht, so wenig auch das mißtönende GeSo wenig diese Köpfe die Phantasmagorie der Harfiedel der christlich- sozialen Bettelmusikanten ihnen behagt, um so mehr muß man sich wundern, daß in dem Sprachgebrauch der deutschen Arbeiterbewegung in Rede und Schrift ein grober Unfug mit so rührender, wie verdammenswerther Pietät sich erhalten hat. Wir meinen den Mißbrauch, der mit den Worten: Arbeitgeber" und Arbeitnehmer" getrieben wird. Dieser Mißbrauch ist eine Todsünde gegen die elementaren Gesetze der Logik, ist ein Faustschlag in's man zeihe Gesicht der ökonomischen Wissenschaft und uns nicht der Uebertreibung eine unbewußte Hilfe, geleistet der Reaktion, ein Sukkurs zu Gunsten des gerade von der Arbeiterbewegung in allen Positionen so wacker und energisch bedrängten Kapitalismus. " 1 Almosen verbraucht, damit ein Viertel seiner Arbeiter nicht In dem vorigen Aufsatz über den Bericht des badi- verhungert bei den von ihm gezahlten Löhnen, so macht schen Fabrikinspektors haben wir schon angeführt, daß ein mit seiner„ Humanität" Herr ten Brink ein Geschäft Herr C. ten Brink aus Arlen, seines Zeichens ein von 26 X 5640-10 000= 136 640 mart." Das ist Baumwollen- Spinnerei und Webereibesizer, einen beson- doch eine Humanität", die fich verlohnt! Da kann man deren Aufsatz über seine Fabrikanlagen dem Berichte des auf dem Markte die Preise drücken und noch ein ganz Fabrikinspektors angefügt hat. Er will in demselben sich Stück dabei verdienen. selbst in ein möglichst glänzendes Licht stellen. Er hält feine Einrichtungen, die er getroffen hat, um die bei ihm beschäftigten Arbeiter möglichst hoch ausnutzen zu können, für sehr edle, menschenfreundliche Bestrebungen, die Lage Daß beim Lokomotiv personal der preußischen der Arbeiter zu verbessern oder möchte wenigstens der Welt glauben machen, daß er von reiner Humanität dabei Staatseisenbahnen nichts weniger als befriedigende geleitet sei. Doch sprechen die von ihm selbst mitgetheilten Verhältnisse obwalten, ergiebt sich aus folgender Dar: Thatsachen den wahren, selbstsüchtigen Charakter der stellung. ,, Wohlfahrtseinrichtungen" so deutlich aus, kennzeichnen Das Gehalt der Heizer beträgt 900 bis 1200 Mt. die elende Lage seiner Arbeiter so, daß wir weiter nichts Ein Heizer aber kann erst nach circa 14 Jahren darauf nöthig haben, als den Herrn selbst reden zu lassen. Herr rechnen, Lokomotivführer zu werden. Alsdann erhält ten Brink hat eine Tabelle aufgestellt, in welcher von er 1200 Mt. und von 3 zu 3 Jahren eine Zulage von 17 Arbeitern seiner Fabrik die Verdienstlage" verzeichnet 100 mt. bis zu 1800 Mt. Der Dienst des Lokomotivpersonals aber ist so anist. Er nennt uns zwei„ besser fituirte Arbeiter". Die Fragen wir zuerst: Was heißt Arbeitgeber? eine Familie ist kinderlos, Frau und Mann arbeiten und strengend, daß nur bei ausnahmsweise guter Gesundheit verdienen zusammen in 14 Tagen 51 Mark. In der ein Lokomotivführer bis zum 55. Lebensjahr im Dienst Arbeitgeber" ist offenbar Einer, der Arbeit giebt, darbleiben kann. reicht, liefert. Nun, wer giebt denn die Arbeit, wer reicht anderen arbeiten Frau, Mann und ein Kind, sie verLokomotivführer und Heizer müssen sich schon min- sie dar, wer liefert sie? Giebt sie etwa der Unternehmer, dienen zusammen in 14 Tagen 60 Mark. Dann kommen 5 Familien in„ normaler" Lage. Die destens eine Stunde vor Abgang des Zuges bei der der Fabrikant? Betrachten wir die wirthschaftlichen Zustände, wie sie Frau und theilweise die Kinder, d. h. Personen von 22 Maschine einfinden, um dieselbe zu revidiren und zu ölen. bis 15 Jahren arbeiten mit und bilden einen Haushalt. Ebenso haben sie nach Ankunft auf der Station noch thatsächlich liegen! Der Kapitalist bedarf der Arbeiter, mindestens eine Stunde zu thun, um die Maschine mit um sie im Produktionsprozeß anzuwenden, er braucht sie, Ihnen folgen 5 Familien, in welchen zwar schon ein Kohlen und Wasser zu versehen und das Feuer von um durch sie Waaren, d. h. zur Befriedigung menschlicher Theil der Kinder mitarbeitet, aber noch ein Theil uner: Schlacken zu befreien. Sie haben dabei auch die Maschine Bedürfnisse dienende Dinge erzeugen zu lassen: der Kapizogen ist. Herr ten Brink nennt diese noch durch Kinder zu revidiren und kleine Reparaturen auszuführen. Außer- talist läßt diese Waaren produziren des Mehrwerths, des arbeit in ordentlichen Verhältnissen." dem muß der Kessel der Lokomotive alle zehn Tage vom Unternehmergewinns willen. Er kauft sich auf dem Markt Kesselstein gereinigt werden. neben den Rohstoffen, Maschinen und anderen ProduktionsDies kann nur an einem Ruhetag geschehen und sind mitteln auch eine Waare ganz eigener Art, die menschliche hierzu in der Regel 4 bis 5 Stunden erforderlich. Bei Arbeitskraft. Unter Arbeitskraft verstehen wir, sagt einem Dienstturnus von 10 Tagen aber ist nur der 6. Tag K. Marr im Kapital"," den Inbegriff der physischen und und der 10. Tag ein Ruhetag. geistigen Fähigkeiten, die in der Leiblichkeit, der lebendigen Unmittelbar an den Zugdienst schließt sich der Re- Persönlichkeit eines Menschen eristiren, und die er in BeUnsere Tabelle zeigt einige Beispiele von Arbeiterfamilien, die servedienst an. Derselbe besteht darin, daß einem liegen- wegung seßt, so oft er Gebrauchswerthe irgend einer Art durch Verdienst ihrer Kinder in ganz ordentlichen Verhält= nissen leben, eine davon besteht sogar einzig durch die gebliebenen Zug Hilfe oder einem stark belastetem Zuge produzirt." Diese Arbeitskraft ist eine Waare, wie Schmier= Arbeit der Kinder." Mehrere der angeführten Fa- Vorspann zu leisten ist. Je stärker der Güterverkehr ist, öl, Lokomobilen, Baumwolle, Webmaschinen und doch weist milien waren bis vor kurzem in bedrängter Lage, weil desto später werden die Reservemaschinen in Anspruch ge- sie Qualitäten auf, welche dem gemeinen Waarenpöbel die Kinder noch zu klein und arbeitsunfähig waren. nommen. In Folge der steten Vermehrung des Güter- nicht eigen sind. Die Arbeitskraft ist eine Waare, welche Sie gehen alle einer guten Zukunft entgegen, sie werden nun alle verkehrs, mit welcher die Vermehrung des Personals nicht lagern darf, welche ihr Eigenthümer, der Arbeiter, sparen und Geld anlegen können." Die 4. Kategorie besteht aus Familien, die keine mitarbeiten- durchaus nicht Schritt gehalten hat, ist es nicht selten, daß sofort losschlagen muß, wenn er nicht verhungern will, den, sondern lauter verdienstlose Kinder haben und sich in dürftiger die Tagesreserve mit dem vorauf gegangenen Zugdienst weil er als Besigloser von der Hand in den Mund lebt. Lage befinden. Die Anzahl der Kinder ist 3, 5 und 6, aber alle bis zu 46 Stunden ausgedehnt wird, ebenso der darauf Das nennt man dann den„ freien Arbeitsvertrag". Gewiß, find noch schulpflichtig und arbeitsunfähig. Solche Familien find entschieden nicht im Stande, sich nur einigermaßen folgende Zugdienst mit daran sich schließender Nachtreserve auf dem Markt stehen sich Arbeiter und Geldbefizer als ordentlich zu ernähren und zu leben. Sie sind im vollen mindestens 32 Stunden umfaßt. Verkäufer und Käufer frei gegenüber. Der Arbeiter kann Nun kommt aber die 4. Klaffe, ebenfalls 5 Familien, in welchen es noch keine mitarbeitende Kinder giebt. Sie können ohne Almosen nicht leben und müssen außer freien Essenportionen noch 8 bis 13,50 Mark vierzehntägige Zu lage erhalten, um durchzukommen. " Herr ten Brink sagt zu dieser Tabelle: Sinne des Wortes unterstützungsbedürftig, denn obwohl gesund Während dieser Zeit kommt das Personal, den Aufent- seine Waare verkaufen, er braucht es auch nicht zu thun; und arbeitsfähig reicht ihr Lohn nur bis 6,10, 5,40, 5,00, halt auf der Endstation ausgenommen, wenig oder gar nur mag er dann daheim mit Weib und Kind zu Grunde 3,40 Mark per Kopf und( 14 tägige) Zahlung. Man hat es hier effektiv mit dem puren Elend zu thun, die nicht von der Maschine. Im Gegensatz zu dem übrigen gehen. Gut, der Handel ist geschlossen: die Waare ArbeitsArbeit kann den Arbeiter nicht mehr ernähren, äußere Fahrpersonal, welches während der Fahrt die Kuppees fraft ist verkauft. Verkauft an den Kapitalisten, den GeldHilfe ist nothwendig." aufsuchen kann, bleibt das Lokomotivpersonal den Unbilden befizer. Der Proletarier überläßt die Waare Arbeitskraft Herr ten Brink erzählt nun, wie er durch Geldzulagen, der Witterung ausgesetzt. dem Käufer zum Verbrauch für eine bestimmte Zeit. Er durch Verabreichen von kräftiger(??) Mittagssuppe mit Welches Maß von körperlicher Anstrengung der Dienst muß diese spezifische, Wunder wirkende Waare verschleißen, Fleisch,( wir werden bald sehen, wie der Herr Fabrik- als Heizer erfordert, ergiebt sich daraus, daß auf einer denn er, der freie" Arbeiter ist auch frei, ist getrennt von den Produktionsmitteln, ohne welche Gebrauchs- Richtige Bezeichnungen giebt es ja die schwere Menge: werthe nicht erzeugt werden können. Ist der Handel Kapitalist, Unternehmer, Anwender eventuell Fabrikant, fertig, so ändert sich das Bild. Mary sagt:„ Der ehe- Industrieller, Lohnherr, Exploiteur, Meister u. s. w. auf malige Geldbefizer schreitet voran als Kapitalist, der der einen, Arbeiter, Proletarier auf der anderen Seite. Arbeitskraftbefizer folgt ihm nach als sein Arbeiter; der Also fort mit dem grundfalschen Ueberbleibsel aus Eine bedeutungsvoll schmunzelnd und geschäftseifrig; der dem Evangelium der Harmonieapostel! Andere scheu, widerstrebsam, wie Jemand, der seine eigene Fort mit diesem giftigen Unkraut aus dem proletaHaut zu Markte getragen und nun nichts anderes zu er- rischen Weizen! warten hat, als die Gerberei." Der Gebrauch der Arbeitskraft nun ist die Arbeit. * * Gewerkschaftliches, Versammlungen. Um Abdruck dieses bitten wir sämmtliche deutschen Maurer Charlottenburgs. Am Dienstag, den 16. April Den Zimmerlenten von Berlin und Umgegend, sowie allen deutschen Zimmerleuten hiermit zur Nachricht, daß wir das Auskunfts- und Arbeitsnachweise- Bureau von der BeuthStraße 10 nach der Blumenstr. 19( Restaurant) verlegt haben. Der Arbeitsnachweis ist von heute an alle Tage den ganzen Tag geöffnet, die Einschreibung der arbeitslos fich Meldenden geschieht zu jeder Tageszeit. Die Vertheilung der Arbeit geschieht Vormittags von 8 bis 9 Uhr und Nachmittags von 4 bis 5 Uhr. Es wird. Laut Reglement die Reihenfolge strikte eingehalten. Kamerad Jäckel Ferner fallen alle Untoften, auch die freiwillige Sammlung durch Wir sehen also: der Eigenthümer der Arbeitskraft ist Wir haben diesen Artikel der„ Metallarbeiter- 3tg." hat sich bereit erklärt, alle Arbeiten nach besten Sträften zu erledigen. der Arbeiter, derjenige, welcher diese Arbeitskraft und da- gern wiedergegeben, weil er ein Thema berührt, das in Markenabgabe fort, eines der freundlichsten Zimmer steht den Zimmermit ihren Gebrauch, d. h. die Arbeit gegen Geld veräußert, der That des Nachdenkens der Arbeiter werth ist. Jeder leuten zum ungenirten Aufenthalt zur Verfügung, der Eingang ist exekutirt durch des Lebens gemeine Nothdurft, ist wiederum Leser wird hier wieder einmal empfinden, wie schneidend separat sowie durch den Laden. Kein Zimmerer is verpflichtet, etwas zu verzehren, denn nur auf direkte Bestellung dürfen Speisen oft Namen und wirklicher Inhalt in Widerspruch oder Getränke verabfolgt werden. Eine Lesehalle bietet die Arbeiter= der Arbeiter. stehen. blätter Berlins, sämmtliche Fachzeitschriften der Zimmerer, sowie Also ist der Arbeiter in Wirklichkeit der Weiter allerdings möchten wir in unseren Schluß- die Baugewerks- Zeitung liegen aus. Kameraden, wir werden wahre Arbeitgeber. Jm Sprachgebrauch, im allgemeinen üblichen Sprachfolgerungen nicht gehen, und wenn der obige Artikel von bestrebt sein, das möglichst Vollständigste zu leisten, also thut auch das Eure, benußt vor allen Dingen den Nachweis. Arbeitgeber, gebrauch nicht bloß der auf tendenziöse Täuschung bewußt Todsünden gegen Logik", von" Faustschlägen gegen die Freunde und Gönner bitten wir gleichfalls uns thatfräftig zu unterausgehenden Reaktionäre aller Schattirungen, sondern auch Wissenschaft", von„ Hilfeleistungen für die Reaktion und füßen. in demjenigen des Proletariats wird jedoch der Käufer der Sukkurs für den Kapitalismus“ und„ giftigem Unkraut" Arbeiterblätter. Arbeitskraft, der sie konsumirt, indem er ihren Verkäufer pricht und den beiden Worten den Krieg auf Leben und hielten wir eine öffentliche Versammlung ab, wozu Herr Fiedler arbeiten läßt"( Marr Kapital) der Geldbefizer, der Kapi- Tod erklärt so freuen wir uns allerdings von ganzem aus Berlin erschienen war. Derselbe referirte über den 1. Punkt Herzen darüber, wie es manchen Leuten gegeben ist, recht der Tagesordnung: Sind die hohen Arbeitslöhne schuld an dem talist, fälschlich als Arbeitgeber bezeichnet. Damit erledigt sich von selbst die Frage, wer der einfache Dinge mit einer Fluth von gepfefferten Worten Steigen der Wohnungsmiethen? Redner führte unter anderem Arbeitnehmer" ist. Die abscheuliche Konfusion, ab- zu überschütten aber sachlich scheint uns zum Ereifern aus, daß es eine Thorheit sei, zu glauben, daß durch die Arbeitslöhne die Miethen theurer werden. Als Herr Fiedler sein Referat beendet hatte, nahm Herr Müller das Wort, und sprach ebenfalls. fichtlich begünstigt durch die Trödeljuden des Katheders wenig Grund vorzuliegen. Wir haben in der deutschen Sprache hunderte von sein Bedauern über die hohen Miethen und schlechten Wohnungen und des Reptilienfonds, hat den Arbeiter Arbeitnehmer" genannt. Der Arbeiter aber nimmt Niemandem Arbeit Ausdrücken, bei denen wir uns gerade das Gegentheil von aus und verlas zum Schluß seiner Rede eine Statistik vom Jahre weg, sondern ihm wird von dem Kapitalisten für dem denken, was sie ihrem Wortlaute, ihrer ursprüng- 1885, die in der Wohnungsfrage für das kultivirte Deutschland. schauderhafte Verhältnisse nachwies. Auch Herr Dahms sprach sich Um ein ähnlich aus. Als derselbe jedoch die Worte gebrauchte: die Meister Lohn seine Arbeit abgenommen. Der Fabrikant wendet lichen Abstammung nach eigentlich besagen. die Arbeitskraft an, um Mehrwerth für sich schaffen zu Beispiel zu nehmen: das Wort„ verbergen" heißt ur- fühlen sich nicht veranlaßt, mit den Gesellen in gütliche Verhand lassen, die Arbeitskräfte bethätigen sich in der Arbeit, sie sprünglich nichts anderes wie in die Berge flüchten", wie lungen zu treten, aber zum Blutaussaugen sind die Gesellen gut man es früher vor den Feinden that. Das Wort blieb, genug ſtand der überwachende Beamte auf und löfte auf Grund. liefern bestimmte Arbeitsmengen. des Sozialistengesetzes auf. Wir hatten somit noch nicht den Es ist also nach dem vorher Gesagten klar, daß der der Inhalt aber verallgemeinerte und veränderte sich, so 1. Bunft der Tagesordnung erledigt. Der Vorstand des Fachvereins der Töpfer ersucht Kapitalist in Wahrheit der echte und rechte daß man sich heute ruhig im„ Thale" ver ,, berg" en kann. So wird auch das Wort Arbeit ,, geber" nicht ver- uns um die Aufnahme des Folgenden: Zur Kenntnißnahme diene Arbeitnehmer ist. hindern, daß man unter ihm einen Mann versteht, welcher fämmtlichen Töpfern Berlins und Umgegend, daß wir unser Arbeitsnachweis- Buresu( des Vereins zur Regelung der gewerblichen Ver= seinen besiglosen Mitmenschen ihren Arbeitsertrag weg- hältnisse der Töpfer Berlins) von der Klosterstraße 98 nach der nimmt". Je gebräuchlicher ein Ausdruck wird, desto Dresdenerstraße 116 bei Gründel( früher Wendt) verlegt haben. weniger denkt man an seine wörtliche Bedeutung und so Daselbst wird zu gleicher Zeit jeden Abend zwischen 7 und 9 Uhr die Wanderunterstützung ausgezahlt. Obige Bekanntmachung tritt mit dem 1. Mai in Kraft. Engels sagt in seiner Vorrede zur dritten Auflage von Mary ,, Kapital"( Band I, S. 8): " neunen wollte." Es fonnte mir nicht in den Sinn kommen, in das„ Kapital" den landläufigen Jargon einzuführen, in welchem deutsche Dekonomen fich auszudrücken pflegen, jenes Kauderwälsch, worin z. B. der- ist es auch hier. jenige, der fich für baare Zahlung von Anderen ihre Arbeit geben Natürlich soll man nicht unnütz schiefe Bezeichnungen Eine gut besuchte öffentliche Volksversammlung tagteläßt, der Arbeitgeber heißt, und Arbeitnehmer derjenige, dessen Arbeit ihm für Lohn abgenommen wird. Auch im Französischen in die Sprache einführen. Aber die Worte Arbeit- am Donnerstag, den 18. April, in Jordan's Salon, Neue Grünwird travail im gewöhnlichen Leben im Sinn von Beschäftigung" geber" und Arbeitnehmer" find bereits so eingewurzelt, straße, mit der Tagesordnung: Stellungnahme zur Gründung eines Wahlvereins für den ersten Berliner Reichstags= gebracht. Mit Recht aber würden die Franzosen den Dekonomen daß an ein Ausrotten nicht mehr zu denken ist. Wir wahlkreis. Ein provisorischer Vorstand wurde gewählt, bestehend für verrückt halten, der den Kapitalisten donneur de travail( Beber von Arbeit), den Arbeiter receveur de travail( Nehmer von Arbeit) selber haben es in der ersten Zeit unseres Blattes etwa aus den Herren Reichelt, Feste, Pfuhl, Erdmann und Wiemer, ein halbes Jahr lang versucht, und schließlich davon welcher die nöthigen Geschäfte bis zur Einberufung einer fonftitu= Wir ersuchen deshalb die Arbeiter, die das Thatsäch- Abstand nehmen müssen, weil es mehr Mühe kostete, als irenden Versammlung zur Zeit zu besorgen hat. Zu der Schuhmacherversammlung, welche am dritten liche auf den Kopf stellende, verkehrte, sinnlose Aus- die Sache werth war. Feiertag Vormittags in der Tonhalle stattfinden sollte, wurde die drucksweise peinlich zu vermeiden, sie in Wort und Also bleiben wir ruhig beim Arbeitgeber". Wer polizeiliche Genehmigung nicht ertheilt. Schrift auszumerzen und überall vor dem schnöden Miß- in diesem einen Wohlthäter" erblickt, wird ihn auch im brauch zu warnen. ,, Unternehmer" oder" Fabrikanten" sehen. Und wer die Denn diese Konfusion, diese Begriffstrübung sehr unschöne Rolle des Fabrikanten durchschaut hat, wird nüßt allein den Gegnern der Arbeitersache, dem sie nicht anders beurtheilen, weil der Mann auch mit dem profitsüchtigen Unternehmerthum, das sich mit lügenhafter schönen Namen„ Arbeitgeber" getauft ist. Großmuth als Arbeitgeber" aufspielt und so thut, als Das Wort thuts freilich nicht! Bekämpfen wir um ob es gebe, während es doch nur nimmt, und den so mehr die Sache! Proletarier zu einem Almosenempfänger stempelt, da er doch in Wahrheit giebt. Geschäfts- Eröffnung! CigarrenGeschäft Frau Wilh. Hasenclever, Chauffeestraße 4950. Polstermöbel einfach und elegant. Nur reell gearbeitet, auch gegen Theilzahlung billigst, halte stets borräthig. 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