Aerliner Social-Politisches Wochenblatt. Aik jütcriixlilttlri All>tittrl>i>it in Jliitis. Um möglichst ausführlich über die internationalen Arbeiter- tage zu berichten, geben wir die Annonzeu in einer besondere« Beilage. Die internationalen Arbeitertage in Paris. — Die Hausindustrie in Deutschland II.— Der Normalarbeitstag und die Arbeiter. Gedicht von Mackay.— Novelle von Strindberg.— Louis Philipp, der Spekulanten- könig IL— Die Volksschullehrer und die Sozial- demokratie.— Zur Arbeiterinnenbewegung.— Der 4. rheinische Handwerkertag. Internationaler Kongreß der soxialistischen Arbeiter z« Paris 1889. Erste Sitzung Sonntag, dcn 14. Juli. Der auf Grund der Beschlüsse der französischen Arbeiter-Kongresse zu Bordeaux und Troyes und der internationalen Konserenz im Haag einberufene internationale Kongreß der sozialistischen Arbeiter wurde am Sonntag, den 14. Juli, Bormittags 10 Uhr, von dem französischen Sozialisten Bürger Lafargue namens der Ein- berufer eröffnet. Lafargue feierte dies Ereigniß in einer zündenden Ansprache, in welcher er die internationale Verbrüderung der Arbeiter pries und besonders auch der Verdienste der deutschen sozialistischen Arbeiter gedachte, die trotz Bedrückung und Verfolgung den Fortschritt der allgemeinen Verbrüderung der Proletarier zu fördern gewußt haben. Diese mit Lebendigkeit und poetischem Schwung vorgetragene Rede war eine von der Art, daß man sagen konnte:„Er redete in Zungen." Sie wurde selbst von denen, welche der französischen Sprache durchaus nicht mächtig waren, doch ganz genügend verstanden, um auch auf sie einen mächtigen und bleibenden Eindruck zu machen. Danach schritt die Versammlung zur Wahl eines vor- läufigen Bureaus, indem sie Liebknecht und Vaillant zu Vorsitzenden für die erste Sitzung ernannte, und ihnen ein Komitee (bestehend aus den Bürgern Anseele- Belgien, Nieuwenhuis- tolland, Lawroff- Rußland, Frankl- Ungarn, Costa- ipriani- Italien zur Sette setzte. Nachdem Vaillant die rechte und echte Jnter- Nationalität dieses Kongresses in schwunghaften Worten gefeiert hatte, hob Liebln eckt besonders hervor, wie Arbcilerabgeordnete der beiden Völker, die sich einst bekriegt habe», in so großer und stattlicher Zahl hier mit einander vereinigt mären, um gemeinsam die hochwichtigen An- gelegenheilen zu bcralhen, die den Sckutz der Arbeil betreffen. Er glaubt daraus folgern zu können, daß die friedliche Verbrüderung der Völker durch diesen Kongreß einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht hat. Es wird dann beschlossen, eine internationale Kommission zur Prüfung der Mandate zu ernennen. In der nächsten Sitzung soll zur Leitung sämmtlicher Angelegenheiten des Kongresses eine Kommission eingesetzt werden. Nach Annahme dieser Anträge vertagt sich der Kongreß, damit die einzelnen Nattonalitäten die Mstglieder der Mandats- Prüfungskommission ernennen und dieser die Mandate übergeben. Von deutscher Seite werden v. Volkmar, Geyer und Geck zu diesem Amte gewählt. Als die Sitzung wieder eröffnet war, thcilte Vaillant mit, daß eine große Anzahl Anträge, Zuschriften und Telegramme eingelaufen sind, die wohl am besten in der nächsten Sitzung erledigt würden. Eines der eingelaufenen Mandate, das des Russen Lawroff, ist mst einer Begründung ver- sehen, die so wichtig ist, daß sie auch in der nächsten Sitzung zur Verlesung kommen soll. Vaillant schlägt im Namen des Vorstandes vor, täglich die Sitzung um 8'/- Uhr zu eröffnen, und sie bis 2 Uhr Mittags dauern zu lassen. Es sollen nicht zwei Sitzungen an einem Tage stattfinden, damit die fremden Delegirten auch Zeit behalten, Paris und das eigenarttge Volksleben, dessen Kenntniß besonders den deutschen Delegirten zum Verständniß der hiesigen Verhältnisse durchaus nochwendig wäre, gehörig kennen zu lernen. Hiergegen tritt aus den Reihen der französischen und besonders der Pariser Delegirten eine mit großer Lebhastigkest geführte Oppositton auf, zu deren Verständniß wir erwähnen müssen, daß in Paris eine sehr große Anzahl verschiedener sozialistischer„Gruppen" besteht, die oft nicht mehr als sieben Mitglieder zählen. Alle diese Gruppen haben aber Delegirte ernannt. Diese kleinen Gemeinschaften können nun den Delegirten ihre Versäumnißkosten nicht entschädigen. Es wird daher verlangt, daß mit Rücksicht auf diese Delegirten die Arbeiten des Kongresses hauptsächlich auf den Abend verlegt werden sollen. In Anbetracht, daß den Delegirten, die oft weit, sehr weit hergekommen sind, sehr erhebliche Kosten erwachsen, welche die betreffenden Arbeiterschaften zu tragen haben, wird dieses Ansinnen von vielen Seiten als unbillig zurückgewiesen. Es wird auch auf das Unprakttsche solcher Abendsitzungen hingewiesen, zu welchen die Delegirten abgespannt durch die Anstrengungen und Aufregungen des mächtigen Lebens, das durch Paris pulsitt, nicht besonders arbeitsfähig erscheinen würden. Sie würden in dem Sitzungssaale eine durch das Gaslicht verdorbene Luft antreffen und dadurch in dem Arbeiten noch mehr behindert werden. Schließlich hätten dann die in der Stadt sehr wenig bekannten fremden Delegirten weit nach Mitternacht, ohne die Hilfe der Omnibuslinien, die sehr beschwerliche und sehr lange Rückreise in ihre Quartiere anzutreten. Man einigt sich dahin, daß die nächste Sitzung am Montag um 8'/- Uhr eröffnet werden soll, und daß man in dieser Sitzung weiter über die Angelegenheit debattiren und beschließen solle. Buchdrucker Werner-Bcrlin schlägt vor, eine Kom- misfUm ju'v-ihl-n die ein-'N e»'-'guna dieses Konareffes mir dem possibilisüsche» Kongreß�) anstreben soll. Der Antrag wird vorläufig als verfrüht abgelehnt, da der Kongreß noch nicht konstituirt ist, also solche Beschlüsse noch nicht fassen kann. Die italienischen Delegirten erklären, daß sie Mandate für beide Kongresse haben, aber mit aller Kraft für die Vereinigung eintreten werden. Der Schluß der Sitzung tritt um 12 Uhr ein. Zweite Sitzung am Montag, den 15. Juli. Um'/-9 Uhr waren die Delegirten in dem ganz ungeeigneten und viel zu engen Saale in der Rue Petrelle versammelt. Um 10 Uhr kam die sehr erfreuliche Nachricht, daß es dem Komitee gelungen ist, einen besseren Saal in der Rue de Rochechouart aufzufinden und wurde sofort der kurze Marsch nach dem neuen Saale angetreten. Als die Versammlung hier um 10'/- Uhr eröffnet war, wurden die Namen der Delegirten nach Ländern geordnet verlesen. Es waren vertreten: E rankreich mit 360 Gruppen aus III Orten durch elegitte.— Deutschland 32 Delegirte. Die Wahlen haben hier in 125 öffentlichen Versammlungen stattgesunden. In vielen Fällen hat die Wahl durch Zirkuliren von Listen geschehen müssen, die oftmals viele Tausendc von Unterschriften erhalten haben.— Ungarn 3.— Holland 4.— Ruß- land 6.— Schweden 2.— Norwegen 1.— Dänemark*) 3.— Schweiz 6.— Polen 5.— Elsaß- Lothrlngen 2.— Belgien 14.— England 21.— Oesterreich 8.— Italien 11.— Portugal 1.— Griechenland 1. Es sind überhaupt vertreten 22 Länder durch 358 Abgeordnete. Die Pariser haben aus 62 Gruppen 78 Delegirte entsendet. Noch nie hat die Welt ein solches Arbeitcrparlament gesehen. Alle früheren sogenannten internationalen Kongresse sinken gegen diese Versammlung zu lokaler Bedeutung herab, sowohl was die Zahl der vertretenen Nationalitäten, als was die Menge der Delegirten betrifft. Dieses Arbeiter-Parlament stellt die wahre internationale Arbeiter- Verbrüderung dar, die einer weiteren Erklärung und Ver- bindung nicht bedarf. Nach Verlesen der Listen nimmt die Versammlung ein ihr von den leitenden Persönlichkeiten zusammengestelltes Geschäfts f) Die Ausdrücke Marxisten und Possibilisten gebrauchen wir natürlich nur der Kürze wegen. Die Red. der Berl. Voltstr. *) Die Dänen hatten ans Mißverständniß der hiesigen Sach- läge anfangs bekanntlich beschloffen, dem Kongreß fern zu bleiben, haben zuletzt aber diesen Beschluß umgestoßen und sind nun hier vertreten. komitee ohne weitere Wahl an. Es wird darauf eine Anzahl Depeschen verlesen. Von belgischer Seite wird der schon in der vorige« Sitzung eingebrachte Antrag, jetzt in die Besprechung der Mittel und Wege einzutreten, wie ein gleichzeitiges Tage« beider Kongresse zu vermeiden ist, wiederholt, aber ohne weitere Debatte von der Versammlung fallen gelassen. Ebenso geht es einem von Seitzt-Berlin eingebrachte« Antrag, jetzt die Tagesordnung der kommenden Sitzung festzustellen, damit man in dem engeren Kreise der Lands- Mannschaften zu derselben Stellung nehmen kann, auch er verschwindet unter dem Tische des Hauses. Die Pariser Delegirten nehmen das Verlangen nach Abend- sitz un gen wieder auf und erreichen, daß auf Mittwoch Abend eine Sitzung anberaumt wird. Schluß der zweiten Sitzung 1 Uhr Mittags. Dritte Sitzung. Montag Abends. Die Versammlung wird um 9 Uhr eröffnet. Den Vorsitz führt Brandt-Schweiz. Er leitet die Verhandlungen durch eine Ansprache ein, in welcher er für die Ehre dankt, die der Schweiz seiner Ansicht nach dadurch erwiesen ist: nicht nur, daß man ihn für heute vom Komstec Es wird darauf eine styr groge Anzahl Telegramme und Zuschriften verlesen, unter diesen ein etwas langer Brief de» Präsidenten der amerikanischen Federatton of Labor, in welchem z» Frieden und Einstacht gemahnt wird. Unter den Depeschen befindet sich ein Gruß der Berliner Maurer und der Metallarbeiter daselbst. Es werden dann einige unwesentliche Berichtigungen in beste? der verlesenen Mandate mitgetheilt und zugleich die Thatsache, da« durch Hinzusteten neuer Delegirter die Zahl derselben auf 38Ä gestiegen ist. Eine Zuschrift der belgischen Arbeiter-Organisation empfiehlt eine Einigung mit dem possibilistischen Kongreß„um jeden Preis". Hier erfolgen lebhaste Protestationen der französischen Delegirten. Es wird vom Komitee der Versammlung eine Reche vo« Personen vorgeschlagen, die als Uebersetzer, Sekretäre, Kommissare, Ordner und dergleichen thätig sein sollen. Der Kongreß nimmt diese Vorschläge ohne weitere Prüfung und Besprechung an. Ein Antrag, der verlangt, daß zur Konstolle einer richtige« Uebcrsetzung einem jeden Delegirten die Möglichkeit gewahrt werde« soll, die eingehenden Anträge im Original einzusehen, wird vor- läufig bis zur Erledigung der Geschäftsordnungs-Vorlage zurückgestellt. Die Geschäftsordnuugs-Vorlage kommt nun zur Verlesung. Die Bestimmungen derselben, die von allgemeinerem Interesse sind, sind in folgenden zwei Punkten enthalten: 1. Die Abstimmungen sollen nach Köpfen vor- genommen werden. Im Falle es eine Nationalität aber verlangt, nach Nationalitäten. 2. Die Sitzungen sollen täglich stattfinden von 9 bis 2 Uhr. Am Mittwoch soll eine Abendsitzung, am Sonnabend Abend eine öffentliche Versammlung und am Sonntag ein Schluß-Banquett stattfinden. Besonders gegen den letzteren Antrag eifern die Pariser Delegirten, die hiermit ihre Wünsche durchaus nicht befriedigt finden, sie verlangen allabendlich Ver- sammlungen. Die Geschäftsordnung wird bei einer Abstimmung mit zweifelhafter, sonst mit entschiedener Mehrheit an- genommen. Es zeigt sich dabei, wie schwer es ist, in einer solchen vielsprachigen Versammlung das Abstimmungsobjekt alle» Mitstimmenden klar begreiflich zu machen. Schluß der Sitzung um 1 Uhr Nachts. Vierte Sitzung. Dienstag Morgens. Den Vorsitz'stihrt De-ville. Die Redezeit wird'durch Beschluß auf 5 Minuten festgesetzt (Berichterstatter ausgenommen), und es wird beschloffen, jeden Redner nur einmal zu jedem Puntte sprechen zu lassen. Costa(Italien) theiw darauf mit, daß der Zenstal-Ausschuß eingetroffen. * * * ber italienischen Sozialisten, der 10,000 Personen vertritt, ebenfalls Es wird nach Nationen abgestimmt und die Resolution| gekommen und in dessen Gefolge die Niederwerfung dereinen Delegirten gesandt. Ebenso find noch Delegationen pon Liebknecht mit 12 Stimmen angenommen. 4 Stimmen Kommune. Aber trop Krieg und Ueberwältigung der Ungarn, sowie Hardy als Vertreter der schottischen Bergarbeiter erhält die von Nieuwenhuis und 2 Stimmen die von Kommune seien die deutschen Arbeiter heute wieder in Paris und mit ihnen die Vertreter der Arbeiter der Welt. Volders( Belgien) bringt den Antrag ein, die Treffeau. Vereinigung der beiden tagenden Kongreffe bilisten scheiterten. Die Italiener und Holländer verDie Mittwoch erfolgten Verhandlungen mit den Poffiunter allen Bedingungen zu erstreben. Cipriani ließen den Gegenkongreß und kamen zu den Margiften. ( Italien) unterstüßt den belgischen Antrag und tritt ebenfalls lebhaft für die Vereinigung ein. Caesar de Päpe( Belgien) ist ebenfalls für die Einigung, wozu dieser Kongreß, welcher die radikalere, zielbewußtere Richtung vertritt, den ersten Schritt thun muß. Fünfte Sigung. Mittwoch, 17. Juli. ( Fortsetzung folgt in nächster Nummer.) Weitere Mittheilungen vom Kongreh. Die Delegirten zerstreuen sich über ganz Paris, um die Feier des hundertjährigen Jahrestages der Erstürmung der Bastille auf sich einwirken zu lassen. Der dadurch empfangene Eindruck, die Erkenntniß, Der Internationale Arbeiter- Kongreß behandelte heute als ersten Gegenstand seiner Tagesordnung die Inter- in welcher gefitteten und würdigen Weise, ohne Eingriffe Dupré( Frankreich, Blanquist) hält Einigkeit für nationale Arbeitergeseßgebung und gefeßliche Regelung der und Uebergriffe der Polizei, ein hochgebildetes Volk solche Delegirten unvergeßlich bleiben. unmöglich. Die Sozialisten sind hierhergekommen, um sich Tagesarbeit." Die Sigung wurde vollständig ausgefüllt Feste zu feiern vermag, wird besonders den deutschen Sie haben den hands mit den Sozialisten zu verbrüdern, nicht mit Gewert durch einen Vortrag Bebel's. greiflichen Unterschied zwischen solchen wirklichen„ Volksvereinlern, Clémenciften und Bourgeois aller Art. Freilich festen" und den kurz vorher erlebten Festen der Amtlichkeit find bei den Possibilisten vernünftige Elemente, aber fie und des Byzantinismus in lebendigen Bildern erfahren. sollen hierher kommen zu dem alleinigen Kongreß der Wenn auch die Veranstaltungen für den Empfang internationalen Sozialdemokratie. Liebknecht meint, und die Unterkunft der Delegirten manches zu wünschen daß dem Verlangen, sich um jeden Preis zu einigen, Sonntag, 14. Juli. übrig ließen und von einer gewissen Ungeschicklichkeit in nicht nachgegeben werden kann, da auch die Ehre der Verschiedenen Berliner Blättern schreibt man: der Anordnung solcher Versammlungen zeugten, so war französischen und deutschen Genossen hier in Frage kommt. In der Salle Petrelle, Rue Petrelle, ist heute Vor- der dadurch etwa entstandene schlechtere Eindruck doch Er giebt alsdann eine gedrängte Uebersicht der Geschichte mittag 10 Uhr der internationale Arbeiter- und Sozialisten- sofort verwischt durch die echte herzliche Liebenswürdigkeit, des internationalen Kongresses, besonders des Londoner, kongreß der vereinigten Marristen eröffnet worden. Die welche den deutschen Delegirten, die die Fahne ihrer der von den Trades- Unions berufen war, und den Betheiligung ist eine weit größere, als die hiesigen Ver- Landsmannschaft durchaus nicht zu verbergen brauchten, Deutschen die Theilnahme unmöglich machte, sowie anstalter erwartet zu haben scheinen; denn der nur für sondern sich überall als„ Pruffiens" bekennen durften, Von der Haager Konferenz, welche von dem französischen poffi- 350 Personen Sippläge gewährende Saal war schrecklich von allen Volkskreisen entgegengebracht wurde. bilistischen Komitee gar nicht besucht war. Troßdem das überfüllt. dem durch unsere Reptilienblätter den Franzosen Komitee zu Gunsten der Possibilisten auf die Ein- Von den bekanntesten Genossen bemerkte man vorgeworfenen Deutschenhaß und Chauvinismus berufung eines Kongresses verzichtete, wenn die Bebel, Frohme, Harm, Keßler, Liebknecht, Meister, Bock, haben wir keine Spur gefunden. Es sind das nur Poffibilisten nur annehmbare Bedingungen machten, gingen Geyer, Heine, Pfannkuch, Rödiger, Stolle und v. Vollmar; Erzeugnisse der Verlogenheit dieser Blätter. dieselben ganz eigenmächtig vor, in einer Weise, welche ferner einige sächsische und hessische Landtagsabgeordneten Daß dies von etwa 90 deutschen Arbeitern aus den den internationalen Sozialisten, besonders den deutschen,( Kaden, Ullrich), sodann den Redakteur des jeßt in London verschiedensten Gegenden unseres Landes festgestellt werden die Betheiligung unmöglich machen sollte. Darauf mußte erscheinenden Sozialdemokrat" Eduard Bernstein, den konnte, und daß diese deutschen Arbeiter diesen Eindruck, der heutige Kongreß einberufen werden. Auch Redner ist Redakteur der ehemaligen Wiener Gleichheit" Dr. Adler diese Erkenntniß der Wahrheit in ihren Kreiſen weiter für die Einigung, aber nur dann, wenn dieselbe unter in Wien, Friedrich Engels( London), ferner die beiden tragen und ausbreiten werden, ist an sich schon ein nicht Bedingungen geschieht, welche den internationalen Kongreß Schwiegersöhne von Karl Marx Dr. Paul Lafargue und zu unterschäßender Erfolg dieses Kongresses. Die Kriegsnicht zu Füßen derjenigen wirft, welche bisher nur Fuß- Dr. Aveling, sowie deren Frauen. heger werden fünftig weit schwereres Spiel haben. tritte für ihre französischen Brüder und deren ausländischen Freunde haben. Er bringt eine diesen Gedanken aus Ueber die Einleitungsrede Lafargue's lesen wir brückende Resolution ein( s. unten.) arhichaffung, dan con " 1 * * * * * Montag, 15. Juli. im Berl. Volksbl.":" Paul Lafargue eröffnete den KonTresseau( Marseille) ist gegen jeden weiteren greß im Namen des Organisationskomitee's mit einem Der Saal der Versammlungen ist auf das finnigste Versuch der Einigung, da alles bereits geschehen sei. herzlichen und begeisterten Willkommensgruß an alle aus- geschmückt, selbst die Fenster und Thüren. Oberhalb der Außerdem würde die Organisation eines vereinigten Kon- ländischen Delegirten, welche von Nord und Süd, von Rednertribüne prangt in Riesenbuchstaben die Aufschrift: Prole= greffes so viel Zeit in Anspruch nehmen, daß man einstweilen Weft und Dst herbeigeeilt seien, um sich um das proleta- Proletaires de tous les pays, unissez- vousdarauf verzichten müsse. Die französischen Sozialisten rische Banner zu schaaren. tarier aller Länder, vereinigt euch. Eine Widmung in der können sich ebenso wenig mit den Possibilisten einigen, ,, Ganz besonders bewillkommnete er die in so impo- Mitte des Saales lautet: Au nom de Paris de Juin 48 wie z. B. die deutschen oder italienischen Sozialisten mit santer Anzahl erschienenen deutschen Delegirten, die ge- et de Mars, Avril et Mai 71 et de la France des den Polizeisozialisten Bismarcks oder Crispis. tommen, den hehren Pakt der Verbrüderung zwischen dem Babeuf, des Blanqui et des Varlin salut aux travailWilliam Morris( England, Deputirter der Socialist beutschen und französischen Proletariat zu beftegeln. Ihre leurs socialistes des deux mondes- im Namen des League) stimmt dem letzten Redner vollständig zu und Anwesenheit auf dem Pariser Kongreß ist von um so Paris vom Juni 1848 und des März, April und Mai 1871, ift wie derselbe ebenfalls gegen die Liebknechtsche Resolution. größerer Bedeutung und Tragweite, da sowohl die deutschen sowie des Frankreich der Babeuf, Blanqui und Barlin, Er erklärt den internationalen Kongreß für den einzigen wie die französischen Machthaber ihr Möglichstes gethan, Gruß den sozialistischen Arbeitern der beiden Welten. sozialistischen, den andern aber für einen kleinbürgerlichen, einen völkerverzehrenden, freiheitsmörderischen Haß zwischen Die verschiedenen Arbeiter- Korporationen, Gewerk der auf gewerk- und konsumvereinlichem Standpunkte steht, beiden Nationen zu schüren. Die Thatsache, daß sich die schaften, Bildungsvereine u. s. w. haben im Saale Bewährend die internationalen Sozialisten das Prinzip feft- Arbeiter zweier Nation, mel einander vos 19 Jahren grußungsworte angeschlagen, so u. A. das Comité révoolung befampften, brüderlich die Hände reichen und Schulter lutionaire centrale, der Parti Ouvrier. Eine Inschrift Staat auf eine neue, veränderte Basis zu stellen. an Schulter stehen, ist von mehr Bedeutung für die pro- besagt: Expropriation politique et économique de la Faft alle folgenden Redner sprechen sich in ähnlichem letarische Bewegung, als alle Reden, die gehalten, alle classe capitaliste politische und wirthschaftliche ErSinne aus: so Lavigne- Frankreich, Reeß- England, Diskussionen, die gepflogen werden können. Das fran- propriation der kapitalistischen Klasse. Werner- Berlin. Dr. Adler( Wien) erklärt, daß aus zösische Volt hat nicht vergessen, daß es deutsche sozialistische Die Verhandlungen selbst gehen nur langsam voran. Desterreich Niemand am Possibilistenkongreffe theilnehmen Reichstags- Abgeordnete waren, welche mitten im Sieges- So wurde beispielsweise die Eröffnungsrede Lafargue's werde, sowie daß er die Arbeiterstreitigkeiten aus Desterreich rausche der Erfolge von 1870 das sozialistische Banner( französisch) von Liebknecht deutsch und englisch übersetzt tenne und es auch hier nur Sieger und Besiegte geben erhoben und sich mit den Besiegten, mit den Geächteten und Liebknecht sprach deutsch, fügte dann die Uebersetzung tönne. Weil Nieuwenhuis' Resolution die Broussisten, und Verläumbeten der Kommune solidarisch erklärten, seiner Ausführungen in englisch und französisch bei. die französischen Anträge aber die Marristen zu Siegern welche gegen die Vergewaltigung von Elsaß- Lothringen Damit geht viel Zeit verloren. proklamire, tritt er für die Resolution Liebknecht ein. Es protestirten. Das franzöfifche Proletariat verfolgt voller sprechen dann noch Vaillant, Mani- Rumänien, Frau Theilnahme den heroischen Kampf, den das deutsche Pro- Von anderer Seite wird über Liebknechts heutige Guillaume- Schad, Busch- Amerika, Frohme, Ecclesias letariat so bewunderungswürdig mit ruhiger Entschiedenheit Rede berichtet: Spanien, Palmgreen- Dänemark, Hardy Schottland, durchführt. Troß einer politischen Schreckensherrschaft, Durch die soeben gehörte Berichterstattung der Christensen- Dänemark u. s. w. trot Belagerungszustandes und Gefängnisses steht es an Mandats- Prüfungs- Kommission werde der Welt kund geder Spitze der sozialistischen Bewegung der ganzen Welt. geben, daß auf dem gegenwärtigen Kongresse die Arbeiter ,, Bedeutsam ist auch, daß nicht nur die Arbeiter, der ganzen Erde, so weit es eine moderne Gesellschaft gebe, sondern auch die Arbeiterinnen auf dem Kongreß ver- vertreten seien. treten find, ihre Zugehörigkeit zu der Masse der Arbeiter, ,, Als in den Septembertagen des Jahres 1869 die gleiches Ziel und gleiche Hoffnungen mit ihnen bekennend. Internationale Arbeiter Afsoziation ins Leben gerufen Gerade heute feiert die Bourgeoisie die Revolution, wurde, sei wohl die Vereinigung der Proletarier aller" In Erwägung, daß beide Kongresse Arbeiter welche ihr als Klasse zur Herrschaft verhalf, fie feiert die Länder ins Auge gefaßt worden, allein nicht nur die kongreffe find, auch fast die gleiche Tagesordnung Zerstörung der feudalen Bastille, welche sie schleifte, um Verfolgungen aller Art, die die Internationale Arbeiterhaben, hält der Kongres eine Einigung für nöthig, an ihrer Stelle die noch schlimmere, furchtbarere tapita- Assoziation gleich von Anbeginn zu erdulden hatte, auch übermittelt diese Resolution dem andern Koulistische Bastille zu errichten. die Verläumdungen und der von den Gegnern geschürte greffe und Die Ausstellung mit ihren Meisterwerfen der inter- 3wiespalt hatten die Erreichung dieses Zieles in weite ernennt, wenn letterer einen ähnlichen Beschluß nationalen Arbeit ist ein lebendiges Bild des Fortschritts, Ferne gerückt. gefaßt, eine Kommission zur Vorbereitung der gemeinsamen Berathung." der sich vollzogen hat, aber sie zeigt auch deutlich, daß„ Es sei kein Wunder, daß von den herrschenden derselbe nur einzelnen Bevorzugten zu Gute gekommen ist. Klassen alles Mögliche gethan wurde und noch gethan " Der Kongreß erkennt an, daß die Mitglieder Als das Bürgerthum seine Revolution begann, ent- werde, um die internationale Vereinigung der Arbeiter zu der Haager Konferenz und des Pariser sendete es Emissäre über ganz Europa, die beauftragt verhindern. Die herrschenden Klassen wissen sehr genau, organisirten Ausschusses ihren aufrichtigen Wunsch waren, Sympathie für die Bewegung und die vollzogenen welch' folossale Macht eine internationale ArbeiterWenn das Proletariat der bewiesen haben, mit Bezug auf den internationalen Thatsachen zu werben. Das für seine Befreiung kämpfende Vereinigung bedeute. Arbeiter- Kongreß eine Verständigung und Proletariat der ganzen Welt thut jetzt das Gleiche.... ganzen zivilisirten Welt erst fest und einheitlich organisirt Einigung aller sozialistischen Parteien und Das Proletariat wird durch Aufhebung der Klaffengegen- jei, dann bilde es eine gewaltige Macht, mit der nicht Arbeiter- Organisationen herbeizuführen, fäße beenden, was 1789 und 1793 begonnen ward. Das nur in wirthschaftlicher Beziehung, sondern auch in polier bedauert, daß die im Interesse der Ver- Proletariat legt den Grundstein zur großen Liga des tischer Beziehung gerechnet werden müsse. Deshalb werden ständigung und Einigung gethanen Schritte Friedens und der Freiheit, zur Liga der Ver- jetzt die Verfolgungen und Verläumdungen aller Art mit bisher keinen Erfolg gehabt haben. einigten Staaten der ganzen Welt. Hier stehen die noch bedeutend verschärften Mitteln fortgesetzt werden. Allein in Erwägung, daß die Einigung der Apostel des neuen Evangeliums, den verschiedensten Na- Allein es sei das ein Kampf gegen WindmühlenProletarier eine unerläßliche Vorbedingung der tionen angehörend, aber alle um das nämliche Banner flügel. Das internationale Proletariat stehe allen diesen Emanzipation der Arbeit ist, und daß demgemäß gruppirt." Bemühungen mit verschränkten Armen gegenüber. Das einem jeden Sozialdemokraten die Pflicht obliegt, Wie Lafargue erklärte auch Liebknecht, die größte Proletariat wiffe, daß alle Bemühungen der herrschenden nichts was zur Beseitigung der Zwietracht bei- Bedeutung in der überaus innigen Vereinigung zwischen Klaffen, die internationale Vereinigung der Arbeiter zu tragen fann, unversucht zu lassen, den deutschen und französischen Arbeitern zu sehen; das verhindern, machtlos feien. Der Kampf der herrschenden Es stehen sich zum Schlusse hauptsächlich folgende Anträge gegenüber: Antrag Tresseau: den Kongreß allen Arbeiterorganisationen offen zu erklären, Schritte zu einer Vereinigung aber nicht zu thun." Antrag Nieuwenhuis: Antrag Liebknecht: H " 1 " = erklärt der Kongreß hiermit seine Bereit- sei ein Schauspiel, großartiger als die heutige bürgerliche Klaffen gegen die internationale Arbeitervereinigung sei willigkeit zur Verständigung und Einigung, Feier des Bastillesturms. Liebknecht erinnerte dann an der letzte Verzweiflungskampf der alten Gesellschaft; die falls die Gruppen des anderen Kongreff. s einen den großen Kongreß der alten Internationale" 1869 in Bukunft gehöre den Arbeitern, der internationalen Sozialfür alle Theile annehmbaren Beschluß in diesem Basel, wo deutsche und französische Arbeiter ebenfalls fich demokratie." Sinne faffen. mit einander verbrüdert hätten. Dann sei der Krieg viel Ansehen bei seiner Gemeinde genießt, so ist er, wenn| gegen wird Dampf eingelassen, so daß die Wände der saß zu den Lungenkrankheiten, sondern leiden auch vielfach man seine kostspielige Vorbildung hinzurechnet, die mindestens Räume und die Kleider der Arbeiter fortwährend fencht an Hautausschlägen, Fieber, schwachem Pulse 2c. sechs Jahre umfaßt, und die Ansprüche, welche die Gesell- find. So ist nicht zu verwundern, daß Baumwollenspinner Die Fasern der Kokosnuß geben bei ihrer Verarbeitung schaft" und sein Beruf an ihn stellen, immer ein Proletarier, und Baumwollenweber an Schweiß, Niedergeschlagenheit, einen Staub ab, welcher ebenfalls Krankheiten der Athmungsein Proletarier der Intelligenz. Schwäche, Ohnmachten, Schwindel, Appetitlosigkeit und werkzeuge verursacht. Schlimmer noch als seine pekuniäre Lage drückt ihn Verdauungsstörungen leiden, daß sie Lungenkrankheiten Schwindsucht und Lungenentzündung haben auch in aber seine wirthschaftliche und politische Abhängigkeit und Rheumatismus zum Opfer fallen und in der Regel der Regel die Holzdrechsler zu erwarten, und zwar um als Staatsarbeiter. Wenn er auch jezt noch in Preußen an der Schwindsucht sterben. so früher und heftiger, je härter das verarbeitete Holz, das Vorrecht der Freiheit von Kommunalsteuern genießt, Mit der großen Kränklichkeit der Baumwollenarbeiter je gefährlicher also der Staub ist. Die Müller haben mit Krankheiten der Athmungsso kann er dafür nie zur Kommunalvertretung zugelassen muß außer den genannten schädlichen Einflüssen noch in werden, steht also eigentlich außerhalb der Gemeinde. ursächlichen Zusammenhang gebracht werden die ungenügende organe zu rechnen wegen der eingeschluckten Spelzen und Während man von ihm Handlangerdienste für Regierungs- oder mangelnde Ventilation, das lange Stehen oder Ver- Haare, dem feinen Mehlstaub, den Stärkemehltheilchen, wahlen erwartet, hat er, falls er oppositionell wählt, gar bleiben in einer unnatürlichen Stellung, die Einförmigkeit welche die Bronchien verstopfen. Asthma und Lungenkeine Aussicht auf ein Aufrücken; ja mehr als ein Fall der Beschäftigung, die lange Arbeitszeit, der niedrige Lohn erweiterung sind bekannte Berufskrankheiten der Müller, ist vorgekommen, wo selbst freisinnige Lehrer gemaßregelt und die damit zusammenhängende schlechte Ernährung. wie Lungenentzündungen und Kurzathmigkeit aus ähnlichen wurden, von den sozialdemokratischen zu schweigen. Das Bon 1725 franken( männlichen und weiblichen) Baum- Gründen solche der Bäcker sind. In der Tabakindustrie werden beim Schneiden der Joch der kirchlichen Bevormundung und Beaufsichtigung wollenspinnern litten 13,45 pCt. an der Schwindsucht, tragen die Lehrer, wenn auch geduldig, so doch widerwillig, 15,10 pet. an akuter und chronischer Luftröhrenentzündung, Blätter und noch mehr bei dem des Schnupftabaks be= und wollten sie sich erkühnen, einen geschichtlichen oder gar 8,38 pCt. an Gebärmuttervorfällen, 8,50 pCt. an Rheu- deutende Staubmengen erzeugt, jedoch sind dieselben nicht volkswirthschaftlichen Unterricht der Wissenschaft entsprechend matismus, 6,50 pCt. an je Blutarmuth, Schwäche, so schädlich, wie man der Natur des Tabaks zufolge erzu ertheilen, so würden sie sehen, daß die„ vortreffliche Herzfehler und Magenkrankheiten 2c. 2c. warten sollte. Die Neulinge in der Industrie leiden etliche Stalen- Besoldung" nur eine Einrichtung zu ihrer Gängelung Die beim Brechen und Hecheln des Flachses be- Zeit an Uebelkeit, Schwindel, Reizbarkeit der Seh- und und Maßregelung ist, wie sie außerdem die Ausnutzung schäftigten Arbeiter, der Mehrzahl nach Frauen, sind durch Riechnerven, jedoch verschwinden diese Folgen später. der jungen Lehrer begünstigt, was jede große Stadt z. B. Einschlucken größerer Staubmassen gleichfalls zu Brust- Die Herstellung der Holzkohlen, ihre Verwendung schon dadurch zeigt, daß sie am liebsten junge, weil billige krankheiten verurtheilt. Der Staub des Flachses wirkt in den Stahl- und Bronzefabriken ist mit sehr gesundheitsLehrer anstellt. Es ist dadurch jeder nicht mehr ganz schädlicher als der von Wolle und Baumwolle, er ver- schädlichen Folgen verbunden. Der Holzkohlenstaub dringt junge Lehrer gezwungen, lebenslang in seiner Gemeinde ursacht schwere Athemnoth, nervöses Husten, das sich zum nicht nur in die Luftröhre, er setzt sich in den Schleimzu bleiben, wodurch natürlich die Freizügigkeit für die Krampfhusten steigert, und den Kranken oft zwingt, stehen häuten und in den Luftbläschen der Lunge zäh fest. Lehrer thatsächlich aufgehoben wird. zu bleiben und sich an den ersten besten Gegenstand zu Stahl und noch mehr Bronzearbeiter fiechen an den Heute erträgt der Lehrer sein Joch noch mit dumpfer klammern. Die durch Einathmen von Flachsstaub erzeugten gleichen Lungenkrankheiten wie die Kohlenbrenner selbst Resignation, und auf" amtlichen Lehrer- Konferenzen" wird Lungenkrankheiten sind fast alle chronisch und verrathen dahin. er oft genug von seinem vorgefeßten Pfarrer oder Super- sich schon äußerlich durch die hagere, in sich zusammenintendenten welche Fronie! getröftet, daß er einst gebrochene Gestalt, den gebeugten Rücken und den Ueber die Nothwendigkeit der Organisation ,, leuchten wird wie des Himmels Glanz" u. s. w. Daß schlotternden Gang der Patienten. der Arbeiterinnen werden. lesen wir in der Buchbinderzeitung": " , Es wäre viel besser gewesen, wir hätten uns schon viel " Meinerseits ist es nie bestritten, wie ungemein schwierig es ist, besonders die Arbeiterinnen zu organisiren, aber ein stichhaltiger Grund die Frage immer und immer wieder auf die lange Bank zu schieben, ist dies nicht. Nochmals: hätte man damals mit mehr Ernst die Frage behandelt, es sollte dem heutigen Regierungssystem schwer, sehr schwer geworden sein, die Arbeiterinnen wieder aus den Organisationen hinauszudrängen. er in seinem Religionsunterricht sich der Heuchelei schuldig Die in der Flachsindustrie thätigen Arbeiter suchen macht, dessen ist er sich meistens bewußt; im ganzen ist die schlimmsten Folgen ihrer Beschäftigung etwas zu hinterer aber durch seine verkehrte Seminarbildung wie durch treiben, indem sie mit der Spezialität wechseln, also ge- früher mit dieser Frage beschäftigt, viel besser, dieselbe mit unserer ſeine politische und wirthschaftliche Unfreiheit so abgestumpft legentlich vom Brechen, Hecheln 2c., zum Weifen, Spinnen, früher mit dieser Frage beschäftigt, viel besser, dieselbe mit unserer Organisirung gleichzeitig in die Hand genommen. Schon 1869 für alle Wissenschaft, für allen Jdealismus, daß er wie Weben übergehen. Allein auch die legtgenannten Ver- hat Unterzeichneter( W. T.) bei Begründung der Holzarbeiterfreilich auch die meisten Akademiker in ziemlicher Un- richtungen sind weit davon entfernt, frei von gesund- Gewerkschaft die Frage der Frauenorganisation" nicht nur anwissenheit über seine wie über die allgemeine politische heitsschädlichen Folgen zu sein. geregt, sondern den Antrag gestellt, die Arbeiterinnen in unsere Organisation mit aufzunehmen." Die Bedingungen und wirthschaftliche Lage dahinlebt. Das Spinnen des Flachsgarnes geschieht in der Regel waren damals die denkbar günstigsten.( Für die jüngere Generation Von den Lehrerinnen wollen wir gar nicht reden, in Räumlichkeiten, welche nicht ventilirt, heiß, feucht und sei bemerkt, daß damals jedes Mitglied bei der Gewerkschaft die ihm in immer größerem Umfange eine unliebsame, mit Dampf gesättigt sind. Die ungesunde Atmosphäre der Mitglied der Krankenkasse sein mußte und feiner in der weil lohndrückende Konkurrenz bereiten, die wie alle weib- Spinnfäle ist keine für die Produktion nöthige Bedingung hieraus entwickelten sich später die freien Hilfskaffen, damals wehte Krankenkasse Aufnahme fand, der nicht Gewerkschaftsmitglied war, lichen Kräfte noch billiger bezahlt, noch mehr ausgenußt und könnte ohne Schaden für die Güte der zu erzeugenden freilich ein anderer Geist in den Krankenkassen der Arbeiter- OrganiLeinwand durch entsprechende durch entsprechende Ventilation vermieden sation!) Es waren die Bedingungen damals deshalb so günſtige, Schon aus dem Gesagten erhellt, daß der preußische werden. Ein Gesetz schreibt in England sogar Vorsichts- weil von maßgebender Regierungsseite die Arbeiter- Organisationen Volksschullehrer und dem deutschen gehts oft noch maßregeln vor, welche die Arbeiter vor nassen Kleidern überhaupt ungewöhnlich poussirt wurden. Auch dazumal ſagte man genau wie heute, wir müssen erst an uns Männer denken. Sind schlechter kein beneidenswerthes Dasein genießt, daß behüten sollen, allein die diesbezügliche Vorschrift wird in wir trogdem weiter!? Mit nichten! ihm fast mehr als dem Arbeiter eine Erlösung aus drücken- 99 Fällen nicht beachtet. den Verhältnissen noth thut. Die meisten Lehrer erwarten Geradezu mörderisch ist die Atmosphäre der Räum heute noch von den Freifinnigen Hilfe; doch schon beginnt lichkeiten, in denen die Leinwand appretirt wird, und in es manchem zu dämmern, daß die Lehrer in der Arbeiter- denen eine Temperatur von 90-120 Grad herrscht. partei eine bessere Hüterin ihrer materiellen wie geistigen Die unheilvollen Folgen dieser Art von Beschäftigung sind Interessen, ebenso eine solche der Schule finden werden. so hervorstechend, daß bei denselben nur männliche, erWenn somit die Lehrer sich heute noch der Sozial: wachsene Arbeiter zur Verwendung gelangen, welche keinerlei vor zwanzig Jahren vorbrachte, fallen vor der einen Thatsache in ,, Alle zur Zeit vorgebrachten Argumente, die man auch schon demokratie ablehnend gegenüber verhalten, so darf das Spur von Brustkrankheiten zeigen. Trotzdem fiecht die sich selbst zusammen: Wollen wir so lange mit der Frauennicht verwundern: eine Regeneration des Volks kann nur Mehrzahl der Leinenappretirer an Schwindsucht dahin und Organisation warten, bis das Elend noch allgemeiner wird? von unten ausgehen, und heute wollen sie als intelligente erträgt die Beschäftigung nicht länger als 16 Jahre im Kollegen überall da, wo es angänglich ist, auf die Mitarbeiterinnen Leute noch nicht glauben, daß sie mit den Arbeitern Durchschnitt. Außer mit Lungenleiden und Rheumatismus einzuwirken suchen in ihren Streisen, sich ein kleines Opfer aufgemeinsame Interessen haben. Aber sie werden kommen sind die in der Leinwandindustrie beschäftigten Arbeiter zuerlegen, also eine bestimmte Steuer zu erheben, diese Stener durch und heimlich ihren sozialdemokratischen Zettel in die Urne noch mit einer speziellen Berufskrankheit,„ dem Fabrikfieber" eine vertraute Frau verwalten zu lassen, und in dieſem Punkte werfen; sie werden es immer mehr wagen, wenn sie beglückt, das in der Regel neu eingetretene Arbeiter be- Werke gehen. Eine Kommission aus Arbeiterinnen seße sich mit sich immer mehr über das Wachsthum der Arbeiterpartei fällt.„ Das Fabrikfieber" manifeftirt sich schon etliche dem Borstand des Verbandes oder Vereins zwecks Verständigung und über deren Erfolge überzeugen werden. Tage nach dem Eintritt in eine Leinenfabrik durch Schüttel- allgemein zu treffender Maßnahmen am Ort in Verbindung(?) und Um aber den Was aber sicher, wenn auch langfam eine Emanzipation frost, Uebelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz, Durst, Trockenheit dadurch ist bereits die Organiſation erweitert. der Lehrer und der Schule von ihrer bureaukratischen der Haut und Fieber. Es hält 2-8 Tage an und läßt solange uns gesetzliche Hindernisse entgegenstehen, bringe man ein Arbeiterinnen die Annäherung an die Organisation zu erleichtern, Verwaltung, ihrer kirchlichen und staatssozialistischen den Arbeiter schwach und kraftlos zurück. Opfer von seiten der Fachvereine und arrangire sogenannte UnterBevormundung herbeiführen wird, das ist der stetige Fortschritt der pädagogischen Wissenschaft, der die Lehrer schon haltungs- Abende an Sonntagen, wenn auch die ersten Versuche den heute und fünftig noch mehr zu Verfechtern der allgemeinen, erwünschten Erfolg nicht haben, nur Beharrlichkeit und der Erfolg standeslosen Schule, des Arbeitsunterrichts, des volkswirthschaftlichen und staatskundlichen Unterrichts macht, sie also zu demokratischen Prinzipien wie zum Studium der Nationalökonomie, kurz zur Sozialpädagogik führt. Die Berufskrankheiten der Arbeiter und der Kapitalismus. III. Das lange Stehen, welches mit der Verarbeitung des Flachses verknüpft ist, trägt dazu bei, besonders bei den Frauen, Hämorrhoiden zu erzeugen, ferner sind die Leinenarbeiter verschiedenen Arten von Hautausschlägen, Pusteln, Geschwüren ausgeseßt. Eine Frau, welche von 17 oder 18 Jahren an in der Leinenindustrie thätig ist, ist in der Regel im 30. Lebensjahre aufgebraucht, stirbt schnell oder siecht noch etliche Jahre an unheilbarem Lungenübel dahin. Die beim Krempeln beschäftigten Arbeiter erreichen eine mittlere Lebensdauer von 45 Jahren, nur die wenigsten werden 60 Jahre alt. Die mit der Herstellung von Ju te beschäftigten Arbeiter sind analogen Mißständen wie ihre vorgenannten Kameraden ausgeseßt, sie leiden also auch an ähnlichen ,, Nach meinem Dafürhalten ist das einzig mögliche, daß die dürfen wir erwarten, daß gerade die Frauen sehr bedächtig zu ist sicher. ,, Aber vor allen Dingen mögen die ernststrebenden Kollegen darauf bedacht sein und zwar ängstlich bedacht, auch den Arbeiterinnen die Achtung zu zollen, die man ihnen schuldig ist. Es erfaßt einen tiefe Wehmuth, wenn man Ohrenzeuge ist, daß Kollegen ihre Mitarbeiterinnen in entwürdigender Weise behandeln und mit Du anreden. Das sind dann Dinge, die nicht dazu beitragen, das Vertrauen der Arbeiterinnen zu unserer Organisation zu erhöhen... ,, Wir gehören zusammen. Die Großproduktion erheischt es, früher oder später mit zwingender Nothwendigkeit, uns zu vereinigen! ,, Die verschiedensten Vereine klagen von neuem wieder, es fehle an anregendem Stoff. Nun, der liegt doch in dieser hochwichtigen Frage zur Genüge vor. Also an's Wert, trage jeder sein Scherflein dazu bei, Klärung in diese Frage zu bringen." Wir haben absichtlich aus dem Artikel auch einige Säße wiedergegeben, die mit manchen deutschen Vereinsgesezen in Widerspruch stehen und leicht zu Fehlgriffen weisen möchten. führen können, und auf die wir daher ausdrücklich hinweisen möchten. ○ Ist die Gesundheit der Arbeiter vielfach bedroht und geschädigt, welche in Industriezweigen beschäftigt find, deren Ausübung mit dem Einathmen von thierischem Staub Uebeln. Während der Spitenfabrikation, mag dieselbe zu verknüpft ist, so sind doch ihre Kameraden noch weit schlimmer daran, welche vegetabilischen Staub ein- Hause mit der Hand auf dem Klöppelkissen oder in der Die Fachvereine werden bekanntlich meistens als schlucken müssen. Bei Berarbeitung der Baumwolle, des Fabrik mit Maschinen erfolgen, wird nur wenig Staub Flachses, der Jute, der Kokosnußfasern 2c., entsteht eine bei erzeugt. Die Gesundheit der Spizenarbeiterinnen ist in politische Vereine seitens der Behörden behandelt. weitem größere Menge von Staub, als bei der Ver- den Fabriken bedroht durch die hohe Temperatur und Politische Vereine dürfen aber in Preußen keine Frauen wendung thierischer Stoffe, und der Staub ersterer Art schlechte Ventilation, zu Hause durch die anhaltende ge- zu Mitgliedern haben. Damit ist es bei vielen Vereinen ist weit gefährlicher als jener. bückte, unnatürliche Haltung, lange Arbeitszeit und schlechte von vornherein ausgeschlossen, daß sie die Arbeiterinnen The die Baumwolle versponnen werden kann, muß Ernährung, sowie schlechte allgemeine Lebensbedingungen man sich entweder damit zu begnügen, die Frauen zu den unmittelbar in ihre Organisation aufnehmen. Hier hat fie eine Reihe von Prozeduren, Auflockern, Reinigen 2c., infolge von niedrigem Verdienst. unterworfen wurden, in deren Laufe große Quantitäten Die Papierfabrikation wird durch das Sortiren, Versammlungen als Gäste oder Theilnehmer heran- das kann niemand verwehren oder es muß von Staub- 14 pét. des Materials- abgesetzt werden. Berreißen, Stampfen der Lumpen, welches den Produk- zuziehen Beim Spinnen und Weben der Baumwolle tritt zu dem tionsprozeß einleitet, in die Reihen der Staub, und damit auf besondere Arbeiterinnenorganisationen hin= Die gearbeitet werden. genannten schädlichen Moment noch eine hochgradige, Lungenkrankheiten erzeugenden Industrien gestellt. Auch mit dem„ In Verbindung Treten" set man feuchte Temperatur, der Einfluß von Salzen wie Chlorzink, mit den genannten Vorbereitungsarbeiten beschäftigten Chlormagnesia und Chlorkalk. Je schlechter die Baumwolle Leute müssen sich einer ebenso schmutzigen als gefährlichen vorsichtig, da politische Vereine keine engere Fühlung ist, welche verarbeitet wird, um so mehr Staub sondert Arbeit unterziehen. Die Menge des abgesonderten Staubes haben dürfen. fie ab, um so mehr Salze werden verwendet, um so heißer hängt von der Beschaffenheit der Lumpen ab, die größere Stoff zu Vorträgen und Diskussionen bieten, wie die und feuchter ist die Atmosphäre der Arbeitsräume. Um oder geringere Gefahr für die Gesundheit von der besseren Stoff zu Vorträgen und Diskussionen bieten, wie die Frauenfrage. die zum Weben nöthige Hiße und Feuchtigkeit zu erhalten, oder schlechteren Ventilation. Die in der Papierfabrikation wird keine äußere Luft in die Fabriksäle zugelassen, da- beschäftigten Arbeiter stellen nicht nur einen starken ProzentDen Vereinen kann sich freilich kaum ein anregenderer Der vierte rheinische Handwerkertag fand am 14. Juli in Barmen statt, war von etwa 400 Theilnehmern besucht und nahm ganz den gewohnten Verlauf. Herr J. Euler( Bensberg) forderte als erster Redner obligatorische Innungen und machte die Gewerbefreiheit verantwortlich für das Umsichgreifen der Sozialdemokratie. Ferner legte er besonderes Gewicht auf die Erlangung des Befähigungsnachweises. Zu diesem Punkte beschloß die Versammlung unter anderem: " an dem Programm des allgemeinen deutschen Handwerkerbundes unentwegt festzuhalten, und empfiehlt regen Anschluß an unseren rheinischen Handwerkerbund." Sie spricht den Wunsch aus, daß dem Handwerkerbunde diejenigen Fragen überwiesen werden, welche eine Aenderung der Gesetzgebung erstreben, als da find Einführung des Befähigungsnachweises, Aenderung des Aktiengesezes, des Konkursgefeßes, und nach Andeutung des Herrn Finanzministers im preußischen Landtage, die Wohlthaten der Reichsbank dem Handwerker zugängig zu machen u. s. w."( Arbeiterverbände werden bekanntlich als politisch aufgelöst, wenn sie sich mit„ Aenderung der Gesetzgebung" beschäftigen.) Der Streik der Korbmacher Berlins dauert fort. gliederzahl ist infolge mehrmaliger Beitragserhöhungen außeror-| Mit kollegialischem Gruß J. A.: Wilhelm Kerstan, Lübbenerstr 4, bentlich schnell zusammengeschmolzen, wozu anch die Ueberzeugung Ferdinand Grothmann, Stettinerstr. 19a, zur Zeit im Zentralbureau, der Arbeiter beigetragen haben mag, daß sie alsbald zwangsweise Dresdenerstr. 116. zur staatlichen Invaliden- und Altersversicherung herangezogen werden. Um die Bilanz herzustellen, würde eine neue Beitragserhöhung von 662/3 pt. erforderlich sein. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die bereits anerkannten Invaliden voll abgefunden werden, wenn auch durch Kapital statt durch Rente; die noch zah= lenden Mitglieder aber werden etwa 20 pt. der gezahlten Beiträge zurückerhalten. Ein gutes Andenken wird die vielgenannte Kaffe nach feiner Seite hinterlassen. Tischler Berlins, versäumt es nicht, dem Fachberein beizu treten! Wir sind bestrebt, das Gewerk zu heben durch Wahrung der Interessen der Mitglieder, Rechtsschutz in gewerblichen Streitig= teiten, wissenschaftliche Vorträge, eine reichhaltige Bibliothek mit den Abkehrscheine und Kennzeichnung der Arbeiter. Das Wochenblatt" Kohle und Eisen" theilt mit:„ Es ist dugendmal besten Werken und einen immer mehr zur Geltung kommenden zu unserer Kenntniß gelangt, daß bei Nachsuchung von Arbeit ein Arbeitsnachweis, außerdem Unterstüßung in Noth! Das bietet Blick auf den Abkehrschein genügt hat und der Arbeiter Euch schon heute der Verein, trok seiner beschränkten Mitglieder bekam die barsche Antwort:" Sie bekommen hier keine Arbeit." zahl. Viel mehr könnten wir leisten, wenn Ihr Alle dem Verein Es ist auch vorgekommen, daß ein Beamter zu einem sonst gut beitreten wolltet! gelittenen Arbeiter sagte:„ Auf diesen Abkehr darf ich Ihnen keine Arbeit geben."" Sie erhalten auch anderswo feine Arbeit." Und so kam es auch thatsächlich. Es muß also da doch unzweifelEin Fachverein der Klempner Berlins hat sich gebildet. haft ein, wenn auch sehr geringes, Zeichen vorhanden sein, wenn Es ließen sich bereits ca. 300 Klempner aufnehmen. Aus der sonst die Abkehr nichts merklich Verdächtiges enthält. Daß zudem Vorstandswahl gingen folgende Kollegen hervor: G. Schulz, erster noch die Konduitenlisten und die Telephone die weiteren Lücken Vorsitzender; W. Neumann, zweiter Vorsitzender; R. Lemm, erster ausfüllen, wollen wir nur nebenbei erwähnen." Wir fürchten, daß Schriftführer; Kliche, zweiter Schriftführer; 2. Förster, erster es bei den Quittungskarten der Altersversicherung ähnlich Staffirer; Pitschmann, zweiter Kassirer; M. Schmidt, F. Schneider Der IV. Rhein. Handwerkertag empfiehlt zu Erreichung ergehen wird. und O. Prasse als Revisoren. ( des obligatorischen Befähigungsnachweises) die Anwendung Reichskommiffion und Arbeiterwahlverein. Die Reichsaller statutarischen Mittel, insbesondere bei den Wahlen kommission hat entschieden, daß die Auflösung des Offenburger Erledigte Vorstandswahlen: für eine möglichst aus dem Handwerkerstande entnommene Arbeiterwahlvereins endgiltig bestätigt wird. Die Reichskommission Verein zur Wahrung der materiellen Interessen der Steins Vertretung im Land- und Reichstag energisch einzutreten, sowie das energische einheitliche Eintreten für handwerker- glaubt, daß die Voraussetzung des§ 1 Abs. 2 des Sozialisten- träger: Rennthaler als erster, Beeskow als zweiter Vorsitzender; freundliche Kandidaten, welche im Sinne seiner Forderungen gesetzes vorliege und es sich um eine den öffentlichen Frieden Weber als erster, Kohl als zweiter Schriftführer; F. Schröder als gefährdende Thätigkeit handelte, als der Verein ein Wahlfomité erster; Friese als zweiter Kassirer; als Revisoren Steinberg, Kanzu wirken gewillt sind. Des Weiteren erklärt sich der Rheinische Handwerkertag wählte und mit Geldmitteln unterſtüßte, deſſen Thätigkeit sozialisten- dale und Grimm. Zur Fachkommission sind Kohlstädt, Wobsa, für Einschränkung der Frauen- und Kinderarbeit gesetzlich( durch Verbot seiner Wahlflugblätter) beanstandet Wernau, Furchner, Lehmann, Gebhardt, Krähm und Schlüter gein den Fabriken, weil diese geeignet ist, Sitte und Moral werden mußte, ohne daß der Wahlverein diese Thätigkeit öffentlich wählt worden. zu untergraben."( Das Handwerk" scheint demnach ungestört mißbilligt hätte. weiter Frauen und Kinder ausbeuten zu sollen!) Sonst wandte man sich gegen Sonntags- und Gefängnißarbeit, ferner gegen die„ Civilarbeit in Militärwerkstätten" in der gewohnten Weise. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler Deutschlands Auf die Zahl der Mitglieder vertheilt, ergab sich folgendes Gesammtbild der Kassenverhältnisse: Mitglieder Vermögensstand pro Mitglied Jahr zahl 1879 2867 M. 6 696,88 m. 2,51 1880 4162 " 14 122,38 3,34 " 1881 6662 14 759,02 " " 1882 11 352 27 136,20 2,13 2,40 " " 1883 24148 H 59 901,25 2,48 " 1884 70 187 157 944,10 2,22 п " 1885 70921 264 471,62 3,72 " " 1886 74 338 393 592,03 5,28 " " 1887 71 664 1888 71 678 " " " 506 427,87 7, 726 298,04 10,13 Bon den in Rechnung gestellten Strankengelderr, im Betrage von Mt. 2 432 599,32, wurden an die Mitglieder M. 2 289 716,73, an die Angehörigen derselben M. 2078,60 und an die Krankenanstalten M. 140 803,99 gezahlt. Politisches und Sozialpolitisches. Ueber den Entwurf eines Ersazes für das deutsche Sozialistengeset sollen, wie es heißt, während der Ferien des Bundesraths vertrauliche Verhandlungen der Regierungen gepflogen werden, so daß bei dem Wiederzusammentritt des Bundesraths bereits eine Verständigung erzielt sein und die Vorlage frühzeitig an den Reichstag gebracht werden könnte. In Lübeck hat man Arbeiterversammlungen * * * Fachverein der Kernmacher: Erster Vorsitzender Alfred Schmidt, zweiter Vorsigender Karl Lehmann, erster Schriftführer Der Pariser Gemeinderath hat eine neue, er- Max Böhm, zweiter Schriftführer Theodor Gent, Kassirer Richard giebige Einnahmequelle erschlossen. Die auf den drei der Arbeits- Nachweis- Kommission Reinhold Haase, Richard Binschke, Binschke, Reviſoren Friz Piezer, Heinrich Müller, Wilhelm Hübner. Stadt gehörigen Rennbahnen von den gegenseitigen Paul Fritsch, Anton Krause, Louis Harré, Mar Richter. Wetten erhobene Steuer hat im Jahre 1888 nicht weniger als 903 000 Fres. eingetragen. Hiervon sind 180 000 Fr. für Unterbringung skrophulöser Kinder am Meere bestimmt worden. vor. In einer der letzten Sizungen des Apanagen- Ausschusses des englischen Unterhauses legte der erste Lord des Schazamtes, Smith, einen Ausweis über alle von der Königin seit ihrer Thronbesteigung erzielten Ersparnisse Darnach belaufen sich dieselben im Ganzen auf 750 000 str.( 15 Millionen Mark). Troßdem muß für die Prinzen und Prinzessinnen beim Parlament gebettelt werden, wenn irgend eine Heirath bevorsteht. Und das Unterhaus zieht natürlich ganz beglückt, von sovieler Gnad' entzückt" den Beutel des Volkes. Verein zur Wahrung der Interessen der Miether des wurden gewählt die Herren Heitmann, Gleinert, Marten, Geschefsky, Nordens Berlins: Als neue Vorstandsmitglieder des Vereins Abenroth, Lüßow, Neubert, Raschte und Habeniz. Fachverein der Gärtner Berlins: Büchner als erster, Cafsuben als zweiter Vorfizender, Krause als erster, Nohlus als zweiter Kassirer, Küchle erster, Plieffe als zweiter Schriftführer, Meginger als Beisitzender und Bibliothekar, Abromeit, Mielenz und Grosser als Revisoren. Dem Verein traten 152 Mitglieder bei. Fachverein der Former: Erster Vorsitzender Louis Müller, Tegelerstr. 13; zweiter Vorsitzender Louis Stopsad; erster Staffirer Franz Wichmann, Fennstr. 17; zweiter Kassirer Schöbel; erster Schriftführer Robert Steinmez; zweiter Schriftführer Rogan. Als Revisoren wurden die Kollegen Stein, Tauschel und Ulrich, sowie Schäfer und Roland gewählt. Allgemeiner dentscher Sattlerverein: Mauerer erster, Giese zweiter Vorsitzender; Matschulat erster, Grube zweiter Saffirer; Reglaff, Hannemann und Meyer Beifizer. Allgemeiner Metallarbeiterverein: Hartmann, Reichen= bergerstr. 73, 1. Vorsitzender; Stellvertretender Vorsigender Unger, Kesselstr. 20; Kassirer Klein, Ritterstr. 15; Schriftführer Rieger, Prinzenstr. 79; 2. Protokollführer Mingau, Louisenufer 39. Die Dresdner Arbeiter, welche seit einiger Zeit die Parole ausgegeben hatten, das in der Gambrinus- Brauerei hergeFreie Vereinigung der Maurer und Fachgenossen: 1. Vorstellte Bier nicht mehr zu trinken und alle diejenigen Restaurationen zu meiden, in denen dieses Bier verschänkt wird, haben mit dieser figender Karl Freidant. 1. Raffirer Wilhelm Schulz. 1. SchriftMaßregel einen vollständigen Sieg davongetragen. Die führer Franz Schwabe. Vorsitzender, Kassirer, Schriftführer für den Gambrinus- Brauerei, die sich bisher geweigert hatte, ihre Säle zu für den Osten: v. Salewsky, Hermann Holz, Tasch; Arbeiterversammlungen herzugeben, hat dem von den Arbeitern Süden: Gustav Raschke, Hermann Sprund, Franz Schulz. für ausgeübten Drucke nachgeben müssen, und in dem Trianonsaale der den Westen: Franz Wilfniß, Ernst Henze, August Orlowsky. Brauerei haben nunmehr bereits riesige Arbeiterversammlungen für den Norden: Friz Müller, Karl Schulz. stattgefunden. In den Städten Plauen, Delsnitz, Adorf, Mark neukirchen, sowie in sämmtlichen Dörfern des 23. fächs. Wahlkreises wurde am Morgen des 7. Juli ein Flugblatt verbreitet, welches den Wählern die reaktionäre Thätigkeit des Staatsanwalts Hartmann im Reichstag vor Augen führte und zur Wahl des Arbeitercandidaten Kaden aus Dresden aufforderte. 1 Offenbacher Frauenkasse, Verwaltung III: Vorfizender Dolz, Bergstr. 80, Querg. part.; Kassirer Warneck, Kürschner, Bernauerstr. 43; Kontroleur Brinkmann, Soldinerstr. 28, part.; Beifiserinnen Frau Piele, Fr. Grünewald und Fr. Strauch. * * * Verein der Maschiristen und Heizer. Sonntag, den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Hauptgebäude der Ausstellung für Unfallverhütung, Saal Y 3, Vortrag über:" Die Dampffessel und Dampfkessel- Ausrüstungen auf der Unfallverhütungs- Ausstellung". Den Vortrag hält Herr Oberingenieur Max Krause. Nach Beendigung des Vortrages Besichtigung der Kesselhäuser, worin sich die Gegenstände befinden, welche der Vortrag berührte. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinen= bau- Aktien- Gesellschaft( vorm. 2. Schwarzkopff). Sonnabend, Haussuchung. Am Montag Mittag zwischen 12 und 2 Uhr den 27. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Stümfe, fand in Berlin eine Haussuchung nach verbotenen Schriften bei Ackerstr. 123, Generalversammlung. dem Bauarbeiter Karl Wallenthin, Liebenwalderstraße 51, statt. Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmt= Resultat: null. Bei dem Stellmacher Wilhelm Singert wurde licher Berufsklassen( Verwaltungsstelle III). Mitgliederver= Freitag voriger Woche nachmittag 1-3 Uhr gehaussucht. Die sammlung am Sonnabend, den 20. Juli, Abends 8 Uhr, Brunnen= wohl zur Erschwerung von Beamten nahmen eine Anzahl Eremplare des" Sozialdemokrat" straße 38. aus dem Jahre 1884-85 sowie eine Sammlung älterer sozialeine Polizeiverordnung demokratischer Schriften mit, ebenso seine ganze Privat- Korerlaffen, die für Versammlungsräume u. a. festsetzt, daß respondenz. außer den freizuhaltenden Gängen für jede Person einschließlich der Stühle, Bänke und Tische eine Grund= fläche von mindestens 0,75 Qu.- Meter vorhanden sein müsse. Fast keines der den Arbeitern noch zur Verfügung Dachdecker- Kongreß! Am 22. und 23. Juli stehenden Lokale dürfte den jetzt gestellten Anforderungen genügen; schon haben die Tischler, Schneider und andere findet in Halle a. S. der Kongreß sämmtlicher Dachdecker Deutschlands Gewerke ihre bisherigen Vereinslokale räumen müssen. statt mit folgender Tagesordnung: 1. Gründung eines Verbandes Volksversammlungen, z. B. vor den Reichstagswahlen, der Dachdecker Deutschlands. 2. Regelung des Organs als Verbandsfind, wenn von unbeliebter Seite einberufen, einfach un- organ. möglich. Nach dem famosen Vereinsgesetz diese Verordnung! Die freie Stadt Lübeck macht entschieden Fortschritte auf der Bahn der Reaktion. Gewerkschaftliches, Versammlungen. Den Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Sterbe Tischler u. f. w., örtliche Verwaltungsstelle faise der Tischler u... w., Berlin C., zur Nachricht, daß die Zahlſtelle 5 von der Hornstr. 11 nach der Wartenburgstr. 16 bei Bohnsack verlegt ist, woselbst jeden 3. Die Lage der Dachdecker von früher und jetzt. Sonnabend von 8-10 Uhr Beiträge entgegen genommen werden. 4. Situationsbericht. Generalver= Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Berlin A. Der Bevoll= An die deutschen Müllergesellen! Kollegen! Der am mächtigte F. Haseloph wohnt jetzt Grünauerstr. 4, vorn 4 Treppen, 9. und 10. Juni in Eisenach abgehaltene Müllergesellen- Kongreß und sind alle Krant- sowie Gesundmeldungen dorthin zu richten. ist stark besucht gewesen. Es waren durch 17 Delegirte 1000 Müller- Berliner Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Ueber das Verhältniß der Welfen zum Zentrum gesellen vertreten und wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, einen Geschlechts. Donnerstag, den 25. Juli, Abends 81/2 Uhr, in schreibt der Berliner Korrespondent der Frankf. 3tg.: Es fizen Berband deutscher Müllergesellen zu gründen, mit aller Gratweils Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. im Reichstage überhaupt 6 Welfen", die sich bekanntlich Deutsch- Entschiedenheit für die Intereffen desselben einzutreten, sowie mit fammlung. Fachverein der Buchbinder und verw. Berufsge= Hannoveraner nennen; in ihrer besten Zeit haben sie 10 oder 11 allen gefeßlich zulässigen Mitteln für denselben zu agitiren. Mandate innegehabt. Von diesen sechs Herren sind nur vier Kollegen! tretet alle ein in den Verband; wir müssen einen Genossen. Heute Abend 9 Uhr, Generalversammlung, Annenstr. 16. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der MetallHospitanten des Zentrums, der Freiherr Langwerth von Simmern, danken haben und der sei: unsere Lage zu verbessern. Geschlossen Sonnabend, der bekannteste Vertreter der Partei, hat ihm niemals als Hospitant sind wir alles, einzeln Nichts! Ueberall regt sich's in unserem arbeiter( E. H. 29, Hamburg) Berlin I. angehört. Es ist auch keine seltene Erscheinung, daß die wenigen Gewerbe, jeder Geselle schüttle seinen Schlaf ab; wir sind ge- den 20. Juli, Abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung, Lichterwelfischen Abgeordneten sich in gewissen Fragen, in denen das zwungen uns zu vereinigen, um ein menschenwürdiges Dasein felderstr. 8,( Restaurant Winter). Offenbacher Frauenkasse, Verwaltung I:( Papke) Zentrumt die Regierung unterſtüßt, von diesem trennen. Die Herren führen zu können. Wir müssen die 18 stündige Arbeitszeit find ausgesprochene Freihändler und haben, obwohl fie fast alle abschaffen. Mit einem herzhaften Glück zu" grüßt alle Kollegen Sonntag, 21. b. M., Nachm. 32 Uhr, Versammlung bei Wendt, Großgrundbefizer sind, gegen die neue Wirthschaftspolitik und ver- von nah und fern Louis Pezold, 1. Vorsitzender des Verbandes Dresdenerstr. 116. Vorstandswahl. Mitgliedsbuch legitimirt. wandte Gefeße, wie z. B. das Branntweinsteuergesetz, gestimmt. deutscher Müllergesellen, Eisenach, Katharinenſtr. 62. Sie haben ebenso gegen die Reaktion auf gewerblichem Gebiete gestimmt, die bekanntlich vom Zentrum ausging, sie haben sich nie für das Sozialistengeset gewinnen lassen und sind auch militärischen Forderungen gegenüber in der Opposition geblieben. " Maurer Deutschlands! Zwar ist am 3. Juli der Generalstreik aufgehoben worden, aber damit ist unsere Bewegung durchaus noch nicht zu Ende. Wir hatten in einer Resolution die Familienväter aufgefordert, nach Berlin zurückzukehren, daran aber das be= Briefkasten. Zur Unterstützung der streifenden Bergleute sind eingegangen: 2. Knauer Mt. 7,20 Rest vom 6./7. 4,70 Summa: Mt. 11,90. Lehe. Bei Doppelwährung können Silber und Gold in Wie der Kreuzztg." aus Kiel gemeldet wird, macht rechtigte Verlangen geknüpft, daß Jeder, der nicht an Berlin gebunden, in Marinekreisen eine angebliche Bestechungsaffäre fern zu bleiben habe. Diese dringende Aufforderung ist leider durch gleicher Weise unbeschränkt zur Zahlung und Prägung verwendet großes Aufsehen. Ein Schiffsbau- Oberingenieur soll bereits aus nicht befolgt worden. Seit einigen Tagen hat sich der Zuzug werden. Bei Goldwährung braucht man bekanntlich nur 20 Mark verhaftet sein. Es scheint hiernach, als sollte die Zahl- so gehäuft, daß er bedenklich für den Ausgang unserer gerechten in Silber anzunehmen.( Die unverkauften alten Thaler machen meisterangelegenheit ein Gegenstück in der Marine finden. Sache zu werden anfängt. Sollen wir eine Niederlage erleiden? allerdings noch eine Ausnahme, man muß sie noch immer in beDas wird keiner von Euch dulden wollen. Wir werden und liebiger Summe annehmen.) Durch Doppelwährung würden die Hauptstaaten natürlich viel aufnahmefähiger für Silber werden Die Hirsch- Duncker'sche Verbands- Invalidenkasse wird Ver fich auflösen, wenn die für den 8. September einberufene General- müssen den Sieg davontragen. Deshalb ist es nothwendig, den wie jezt, wo man nur noch Silber- Scheidemünze prägt. versammlung, dem Antrage des Vorstandes zustimmt. Die Mit- Zuzug streng fernzuhalten. Das ist die beste Unterſtügung. einsrecht" erscheint später als Heft der Arbeiterbibliothek". Bevantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Verlag: T. Posekel, Berlin 2. O., Dranienstraße 23. Beiblatt zur Berliner Volks- Tribüne. № 29. Frage. .. Warum die Andern wohl so glücklich find? Sie haben alles: Haus und Weib und Kind. Sie sind in kleine Pflichten eingezwängt, Und fühlen nicht, wie sehr ihr Sein beengt. So leben sie dahin allzu zufrieden!. Von alledem ist nichts uns, nichts beschieden. Wir, deren Streben zu den Himmeln langt, Die vor der Größe dieser Welten bangt, Wir stehen ihrem Glück fremd gegenüber! Je tiefer wir in Lebens- Gründe tauchen, Je heißre Wünsche unsre Sinne hauchen, Je mehr wir für sie streben desto trüber Rinnt unser's Lebens Strom. Glaubt nicht, ich flage. Jedoch wir haben nichts, nicht Weib noch Kind, Und keine Heimath da kommt oft die Frage: Warum die Andern wohl so glücklich find? John Henry Mackay. Sonnabend, den 20. Juli 1889. III. Jahrgang. vielen Jahren in die bürgerliche Gesellschaft einregistrirt Personen in Romanen daran gewöhnt, sich als erwachsen werden und folglich nicht daran denken, sich zu ernähren, zu betrachten. Nun kamen die Lehrer und duzten ihn. viel weniger ein Weib und Kinder. Seine ernste Gemüths- Die Kameraden, die die körperliche Freiheit noch nicht verfassung verlockte ihn nämlich nicht zu leichtfertigen respektirten, erlaubten sich Handgreiflichkeiten, die ihn zu Gedanken, das Weib war ihm etwas für das Leben, sein ähnlichen nöthigten. Und diese Bildungsanstalt, die ihn anderer Pol, seine Ergänzung. Jeßt war er geistig und für den Eintritt in die Gesellschaft veredeln soll, was körperlich reif, um in die Welt zu gehen und sich Brod lehrt sie, und wie veredelt sie? Die Lehrbücher sind sammt zu verschaffen. Was hinderte ihn? Seine Erziehung, und sonders unter der Kontrolle der Oberklasse geschrieben die ihn nichts nützliches gelehrt hatte; seine soziale Stellung, und gehen darauf aus, die Unterklasse zur Anbetung der die ihm verbot, zur Handarbeit hinunterzusteigen; die Oberklaffe zu veranlassen. Die Lehrer sprechen oft mit Kirche, die seinen Schwur noch nicht empfangen hatte, der Rührung zu den Schülern von ihrer Undankbarkeit; fie Priesterschaft treu zu sein; der Staat, der seinen Eid der wüßten nicht, welche Vortheile ihre Eltern ihnen schenkten, Treue gegen das Haus Bernadotte und Nassau noch nicht indem sie ihnen eine Bildung zu theil werden ließen, besaß; die Schule, die ihn noch nicht dressirt hatte, zur welche so viele Arme entbehren müßten. Nein, wahrReife für die Universität; das geheime Ordensbündniß der haftig, die Jungen sind noch nicht verderbt genug, um Oberklasse gegen die Unterklasse; ein ganzer Berg von die ganze grenzenlose Ausdehnung von Betrügereien und Albernheiten lag auf ihm und seiner Jugend. Jeßt, da deren Vortheile überschauen zu können. Giebt der Unterer empfand, daß er Mann war, jezt war es ihm, als ob richt auch nur ein einziges Mal eine reine Freude durch die ganze oben angeführte Erziehung ein Institut sei, in den Gegenstand des Unterrichts selbst? Nein! Deshalb dem er zunächst kastrirt werden mußte, ehe man ihn in müssen die Lehrer unaufhörlich an die niedrigeren Leiden= den Harem zu lassen wagte, wo die Mannbarkeit gefährlich schaften der Schüler appelliren, an die Ambition( ein hätte sein können, denn einen anderen Sinn vermochte er höflicherer Name für die elende Ehrsucht, höher geschäzt darin nicht zu entdecken. So versant er wieder in seinen zu sein als die anderen) an das Interesse, an die Vortheile. gegenwärtigen Zustand der Unmündigkeit. Er glaubte, Welch elende Maskerade diese Schule! Nicht ein eine Pflanze zu sein, die man zusammenbindet und unter einziger dieser Jünglinge glaubt an das Gute, den Segen einen Blumentopf seßt, damit sie so weiß und mürbe wie gehaßter Könige aufzählen, unbrauchbare Sprachen lernen, möglich werde, und die zu dem Zwecke verhindert wird, Ariome beweisen, selbstverständliche Dinge erklären, die im Sonnenlichte grüne Blätter zu treiben, zu blühen, und Staubfäden der Pflanzen und die Gelenke der Hinterfüße am wenigsten von allem, Samen anzuseßen. der Insekten hersagen zu können, um schließlich nicht mehr Unter solchen Gedanken schritt er die Gartenwege zu wissen, als daß sie auf lateinisch so oder so heißen. Er ging weiter, bis der Weg nach rechts in eine ge- auf und nieder, bis die Uhr an der Adolf- Friedrich- Kirche Wie viele lange Stunden werden für den vergeblichen wölbte Allee von Ulmen einbog. Im Halbdunkel sah er zehn schlug. Da kehrte er wieder ins Haus zurück, um Versuch vergeudet, einen Winkel wissenschaftlich in drei in weiter Perspektive die große, grüne Schaukel, die sich sich zu legen. Aber die Flurthür war verschlossen. Er gleich große Theile zu theilen, da es unwissenschaftlich" hin und her bewegte. Auf dem Rücksize stand ein Mäd- mußte an das Fenster der Küchenkammer klopfen. Das( das heißt praktisch) in einer Minute mit einer Theilscheibe chen und setzte sie in Bewegung, indem sie die Kniee beugte Hausmädchen erschien im Unterrock und öffnete und er gemacht werden kann. und den Körper nach vorn warf, während sie sich mit er- konnte ihre bloßen Schultern über dem Hemde sehen, das Welche Verachtung für alles, was nüßlich ist! Die hobenen Armen an den Seitenstangen festhielt. Es war hinabgeglitten war. Schwestern, welche Ollendorff's französische Grammatik die Tochter des Gärtners, die zu Ostern eingesegnet worden Alle Schwärmerei verschwand in einem Augenblicke, studiren, können nach Verlauf von zwei Jahren französisch war und neulich ein langes Kleid erhalten hatte. Aber und er wollte sie festhalten, ihre Brust drücken, mit einem sprechen, die Gymnasiasten nach sechs Jahren nicht ein heute Abend hatte die Mutter sie ein halblanges anziehen Wort, sich paaren, denn jeßt war die Frau ihm nur das Wort. Und mit welch übergroßem Mitleid sie das Wort lassen, das sie zu Hause abnußen sollte. Als sie den Weibchen. Aber das Mädchen war hineingeschlüpft und Ollendorff aussprechen, als den Inbegriff alles Dummen, jungen Herrn erblickte, wurde sie zuerst genirt, weil sie hatte die Thür hinter sich zugeschlagen. Da schämte er was seit Erschaffung der Welt gemacht worden ist. ihre Strümpfe zeigen mußte, aber sie blieb stehen; und sich und ging in seine Kammer. Herr Theodor trat heran und sah sie an. " [ Nachdruck verboten.] Der Sohn der Tugend. Von August Strindberg. Deutsch von Gustav Lichtenstein. ( Fortsetzung.) Bleiben Sie dort nicht stehen, Herr Theodor," sagte das Mädchen, das die Schaukel in vollen Schwung ge= bracht hatte. ,, Weshalb darf ich hier nicht stehen," antwortete dieser, der den Luftzug ihres flatternden Roces um seine heißen Schläfen fächeln fühlte. Bfui, nein," sagte das Mädchen. " 1 Aber wenn die Schwestern eine Erklärung verlangen Oben angekommen, öffnete er die Fenster, tauchte den und fragen, ob nicht die Sprache gemacht sei, um die Kopf in das Waschbecken und zündete die Lampe an. Gedanken der Menschen auszudrücken, dann antwortet der Als er im Bette lag, nahm er Arndt's" Geistliche junge Sophist mit einer Phrase, die er von einem Lehrer Morgenstimmen" hervor, die er von seiner Mutter geerbt gelernt hat, der sie als die Talleyrands zitirt: Nein, die hatte, und aus denen er des Abends stets einiges las, der Sprache ist da, um die Gedanken der Menschen zu vergrößeren Sicherheit wegen, denn am Morgen war die Zeit bergen. Das kann natürlich ein junges Mädchen nicht knapp. Mit der Lektüre wurden die Gedanken an das faffen, denn die Männer verstehen ihre Schändlichkeiten zu Keuschheitsgelübde geweckt, das er der Mutter gegeben verstecken, aber sie hält den Bruder für riesig gelehrt und hatte, und nun regte sich sein böses Gewissen. Eine Fliege, disputirt nicht weiter darüber. Darf ich hineinkommen, dann werde ich Sie schaukeln," bie in die Lampe flog und mit verbrannten Flügeln auf Und dann die verfälschende Aesthetik, die ihren Schleier sagte Herr Theodor und sprang geschwind in die Schaukel. dem Nachttische schnurrte, leitete seine Gedanken auf andere geliehenen Glanzes, falscher Schönheit über alles wirft. Und so stand er ihr gegenüber. Und wenn die Dinge hinaus in das Unbestimmte, und nachdem er Arndt Bleib stark, du Ritterwacht des Lichts!" lernt man singen. Schaukel in die Höhe ging, hüllte ihr Kleid seine Füße beiseite gelegt hatte, zündete er sich eine Zigarre an. Er Welche Ritterwacht, mit Adels- und Studentenbriefen, ein, und wenn sie niederging, stand er über sie gebeugt hörte, wie der Vater im Schlafzimmer in der unteren falschen Attesten; für das Licht, das heißt für die Oberund sah ihr gerade in die Augen, die aus Furcht und Wohnung sich die Stiefel auszog, wie er die Pfeife an klasse, die ihr großes Interesse daran hat, die Unterklasse Wohlbehagen leuchteten; und das dünne, baumwollene dem Gefims des Dfens ausklopfte, wie er aus der Karaffe durch Religion und Schulen im Dunklen zu halten.„ Und Jäckchen schloß sich dicht an die jungen Brüste, die sich Wasser in ein Glas goß und sich zum Schlafengehen fertig vorwärts, vorwärts auf der Bahn des Lichts!" scharf unter dem gestreiften Kattun abhoben; und ihr machte. Und dann dachte er daran, wie einsam der Vater Wie man die Dinge doch immer beim verkehrten Mund war halbgeöffnet, so daß die weißen, frischen Zähne sich fühlen mußte, seitdem die Gattin fort war. Früher Namen nennt! Du junges frisches" Heldenheer! Wie ihm zulächelten, als wollte sie ihn beißen oder füssen. hatte er oft gehört, wie sie halblaut vertraulich über Dinge frisch sie sind, alle diese Entnervten durch Unthätigkeit, unImmer höher ging die Schaukel bis sie an die obersten mit einander sprachen, über die sie stets einig waren; jeßt befriedigte Triebe, durch Ehrsucht und Verachtung für alle, Zweige des Ahorn anschlug. Da stieß das Mädchen einen aber vernahm man teine Stimme mehr, nur die todten die nicht die Mittel besißen, Studenten zu werden! D, Schrei aus und fiel in seine Arme, so daß er sich auf Laute eines Menschen, der um seine Person besorgt ist, diese Poeten der Oberklasse, die so brav lügen! Sind sie die Bank seßen mußte. Als er den weichen, warmen die gleich Figuren in einem Rebus zusammengestellt Betrüger oder Betrogene? Körper erbeben und sich zugleich an den seinigen drücken werden müssen, um Leben aus ihnen zu bekommen. Wovon sprechen diese Jünglinge gewöhnlich? Von fühlte, ging es wie ein elektrischer Schlag durch sein Endlich legte er die Zigarre fort, löschte die Lampe den Studien? Niemals! Höchstens von einem Zeugniß! ganzes Nervensystem, es wurde ihm schwarz vor den Augen aus und sprach leise das Vaterunser, aber er war faum Sie sprechen über Liederlichkeit. Vom Morgen bis zum und er hätte sie sicher losgelassen, wenn er nicht ihre zur fünften Bitte gekommen, als er auch schon einschlief. Abend! Ueber ihre Begegnungen mit Mädchen! Vom linke Brust an seinem rechten Oberarm verspürt hätte. Mitten in der Nacht ewachte er in einem Traum. Billardspiel, vom Bunsch, von Geschlechtskrankheiten, die Die Schaufel ließ nach. Sie sprang auf und setzte sich Er hatte die Tochter des Gärtners in seinen Armen gehabt. fie von ihren älteren Brüdern haben erwähnen hören. Des auf die gegenüberliegende Bank. Und so saßen sie und wo und wann erinnerte er sich nicht, denn er war ganz Mittags, nehmen sie die Parade ab," und wer am meisten blickten nieder, aber sie wagten nicht, einander ins Gesicht betäubt und fiel bald darauf wieder in Schlaf. fortgeschritten ist, der kann den Namen des Lieutenants zu sehen. Als die Schaukel still stand, stieg das Mädchen Am Morgen war er schwermüthig und hatte Kopfweh. nennen oder sagen, wo dessen Geliebte wohnt. Einmal aus und that, als ob es jemandem antwortete, der es Er fiel wieder in seine Gedanken an die Zukunft, die waren zwei Ritterwachen des Lichts" der Sekunda ganz nicht gerufen hatte; und Herr Theodor blieb allein. schwer auf ihm lag und erstickend auf sein ganzes Dasein naiv am hellen Tage mit zwei Prostituirten nach HaffelDas Blut jagte in seinen Abern. Er fühlte seine drückte. Mit Furcht sah er den Sommer vergehen, der ihn backen gegangen und hatten sich ganz offen auf die Veranda Lebenskraft verdoppelt. Aber er wußte nicht recht, was am Schluß der Ferien wieder in den Zustand der Er- gesetzt, um zu Mittag zu essen. Sie wurden für ihre geschehen war. Er stellte sich vor, ein Elektrophor zu niedrigung setzen würde, den die Schule hervorbringt, wo Naivität von der Schule relegirt. Daß dies nicht für sein, dessen positive Elektrizität bei der Entladung sich mit man jeden seiner Gedanken durch andere tödten würde, ihre Strafbarkeit geschah, konnte man daraus schließen, daß der negativen verbunden hatte. Und dies bei der schwachen wo die Selbstthätigkeit nichts hilft, da nur eine bestimmte sie ein Jahr später das Abiturienten- Examen machten, äußerlich teuschen Berührung mit einem jungen Weibe. Anzahl vergangener Jahre ihn an das Ziel führen kann. also ein ganzes Jahr gewannen, und daß sie nach beendigSo hatte er nicht empfunden, als er zum Beispiel bei den Es war, als ob man eine Reise in einem Güterzuge ten Studien in Upsula nach einer der Hauptstädte Europas Ringkämpfen in der Turnstunde die Kameraden fest um- machte; die Lokomotive muß so und so lange auf der geschickt wurden, um die vereinigten Königreiche Schwedenarmt gehalten hatte. Er hatte also die der weiblichen ent- Station stehen bleiben, und wenn der Dampfdruck zu Norwegen bei der Gesandtschaft zu repräsentiren. gegengesette Polarität gefühlt, und er erfuhr nun, was es stark wird, aus Mangel an Kräfteverbrauch, so muß man In einer solchen Umgebung verbrachte der junge sagen will, Mann zu sein. Und er war Mann. Nicht das Sicherheitsventil öffnen. Die Eisenbahndirektion hat Herr Theodor seine beste Jugend. Er hatte den Betrug ein frühreifer, der zu zeitig ausschlägt, indem er der eine Tabelle aufgestellt, und man darf nicht zu zeitig an durchschaut, aber er konnte damit nicht brechen! Wie Natur Gewalt anthut, denn er war ein starker, abge- die Stationen kommen. Das ist die Hauptsache. sollte dies geschehen? fragte er sich oft selbst, ohne eine härteter, gesunder Jüngling. Der Vater sah, daß der Sohn bleich und mager Antwort zu erhalten. Er wurde natürlich Mitschuldiger und lernte schweigen! Als er jetzt in den Gängen einherschritt, fühlte er wurde, aber er hielt es für die Trauer um die Mutter. also neue Gedanken emporsteigen. Das Leben schien ihm ernster, das Gefühl für Pflicht und Schuldigkeit trat ver- So kam der Herbst heran. Zunächst die Schule. Er langend hervor. Aber er war nur fünfzehn Jahre alt. hatte sich während des Sommers durch den beständigen Er war noch nicht einmal konfirmirt, fonnte erst nach Verkehr mit dem Leben und den Kämpfen erwachsener " ( Fortsetzung folgt.) Louis Philippe, der Spekulantenkönig. II. ausgesprochen: Der guten Zwecke rühmt sich ja jedermann;| Lehrer, wenn im Reichstage von dem kleinen Manu", " der Absolutist thut es wie der Liberale; eben darum soll vom sog. armen Manne" die Rede ist, sich nicht dazu man die Menschen nicht nach ihren von ihnen selbst rechnen sollte. Im Jahre 1841 trat der Republikaner Ledru- Rollin gepriesenen guten Zwecken, man soll sie nur nach ihren Vielleicht hat er das auch bewußt oder unbewußt vor die Wähler des Sarthe Departements mit einem Pro- Mitteln, nach ihrem Thun beurtheilen. Man kann die gethan; denn nicht lange, nachdem die Arbeiter in Deutschgramme, in welchem er die soziale Reform, insbesondere Politik durchaus nicht als getrennt von der Moral land sich organisirt und eine mächtige politische und wirthdie Hebung der unteren Volksklassen, als das wahre Ziel betrachten. schaftliche Agitation entfaltet hatte, die zunächst bessere Existenzerheben. feit) zur Aufgabe hat. " noch des politischen Fortschrittes bezeichnete. Diese neue Richtung Es erhob sich auch in der That gegen diese Korruption bedingungen erstrebte, haben auch die preußischen Lehrer fand vor Allem ihren Ausdruck in der Zeitung Reforme", eine gewaltige politische Opposition: der Nuf nach Wahl- über die Verbesserung ihrer Lage nachgedacht. Bald nach feit 1843 ein wichtiges Organ, an welcher Louis Blanc, reform( d. H. Vermehrung der Parlamentsmitglieder) und dem Kriege, der eine Milliardenflut über Deutschland Georges Sand, Godefroy, Cavaignac sich mitarbeitend nach Parlamentsreform, d. h. nach Ausschluß der besoldeten brachte und im Anschluß an diese und die Gesetzgebung betheiligten. Wir zitiren zur Charakterisirung dieser geistig Beamten, insbesondere der Bediensteten der Krone, der einen„ Aufschwung" der Industrie wie aller wirthschaftlichen so reich bewegten Epoche aus dem Programm das Nach- allzeit gefügigen Mameluken der Regierung, aus dem Verhältnisse zeitigte, schickten die Lehrer sich zu einer Lohnstehende: Parlamente ward immer lauter und war gar nicht mehr bewegung an. Nicht daß sie durch Arbeitseinstellung sich ,, Während auf der einen Seite alle politischen Freiheiten eine nach der anderen zu Grunde gehen, erhebt sich auf der zum Schweigen zu bringen. Aber nicht wenige derjenigen, ein höheres Gehalt zu erkämpfen gesucht hätten, das haben anderen die soziale Frage und breitet sich aus über die Regierung, welche am lautesten wider die Korruption donnerten, fie nie gewagt; auch könnten sie dazu schwer gelangen, den Staat und die ganze Gesellschaft. wurden selbst als Spizbuben entlarvt. Ein solcher war ausgenommen in den großen Städten, weil sie über das Alle Menschen sind Brüder. Wo die Gleichheit nicht besteht, z. B. gewiß jener Herr Eorne, welcher vom Finanz- ganze Land zerstreut wohnen, nicht organisirt sind und weil ist die Freiheit eine Lüge. Allerdings kann die Gesellschaft nicht ministerium allein nicht weniger als 35 Stellen verlangt sie bei der öffentlichen Kenntniß ihrer Streikabsicht als ein bestehen ohne Ungleichheit der Fähigkeiten; aber größere Fähigkeiten dürfen nicht größere Rechte verleihen: fie legen nur größere hatte. Ein anderer folcher Cato, Namens Havin, hatte Werkzeug in der Hand des Staates ihre schlimme Lage Pflichten auf. Dies ist das Grundgesetz der Gleichheit: seine 35 geldtragende Stellen bereits wirklich erlangt, und unter- bald fühlen würden. Sie haben sich ermannt zu Petitionen, nothwendige Form ist die Genossenschaft( association). schrieb dennoch einen Antrag auf eine Ministeranklage. ein Dr. Jütling, Bürgerschuldirektor im Hannoverschen, Der Endzweck der Vergesellschaftung ist, zur Befriedigung der geistigen, fittlichen und materiellen Bedürfnisse aller zu gelangen, Die Anträge auf Wahl- und Parlamentsreform leitete die Agitation und veranlaßte die Lehrer zu Massenburch Anwendung ihrer verschiedenen Fähigkeiten und durch Ver- wurden durch die der Regierung ergebene Majorität im petitionen. einigung ihrer Anstrengungen. Die Arbeiter sind Sklaven gewesen; Jahre 1847 definitiv zu Falle gebracht. Es war dies aber Ihre Lage war in der That eine ärmliche. Es kamen fie find Leibeigene geworden, jetzt sind sie Lohnarbeiter: man ein Pyrrhussieg; denn die Opposition trug jetzt den Kampf vor dem Jahre 1871 im Hannoverschen, in der Altmark muß trachten, fie in den Stand der Genossenschafter( associés) zu aus dem Parlament hinaus. Es kamen die bekannten und vielen Drten im großen Deutschland Dies Ergebniß kann nur erreicht werden durch das Wirken Reformbankete. Aber diese Unternehmung wuchs selbst Stellen vor, die nur 80 Thaler einbrachten und andere einer demokratischen Regierung. Eine demokratische Regierung wieder den Unternehmern über den Kopf. Denn es tamen Stellen mit noch weniger Gehalt, aber mit einem„ Reiheist eine solche, welche die Volkssouveränetät zur Grundlage, das zu diesen Banketen die Republikaner und Sozialisten als tisch" verbunden. So waren in den 50 er und 60er Jahren allgemeine Stimmrecht zum Ursprung und die Verwirklichung der liberté, égalité et fraternité"( Freiheit, Gleichheit und Brüderlich- ungebetene Gäste. So Ledru- Rollin, Louis Blanc und in der Provinz Sachsen, der„ bestfituirten" Provinz, noch liberté, égalité et fraternité"( Freiheit, Gleichheit und Brüderlich der 24 Jahre später durch die Kommune so bekannt sehr viele Landstellen mit 120 und 150 Thalern. Dr. Die Regierenden in einer richtig gebauten Demokratie sind nur gewordene Delecluze, um dort das erste Wort zu führen. Jütling, der 1870 ein Buch schrieb über„ Die Geschichte Bevollmächtigte des Volkes: sie müssen also verantwortlich und ab= Damals, aber auch schon früher kamen Prozesse, un- des Rückschritts in der Dotation der preußischen Volkssetzbar sein. Die öffentlichen Amtsverrichtungen sind teine Aus- erhörte Skandalprozesse vor, durch welche die beispiel- schule" giebt darin einen statistischen Nachweis der Einkommenszeichnungen und dürfen keine Vorrechte sein: sie sind Pflichten. Da alle Staatsbürger ein gleiches Recht haben, an der Er- lofe Sittenverderbniz in den höchsten Kreisen der Würden- verhältnisse von Stadt- und Landlehrern, woraus hervornennung der Bevollmächtigten und an der Bildung des Gesezes träger des Julifönigthums öffentlich konstatirt worden ist. geht, daß die Durchschnittseinnahme sämmtlicher VolksschulTheil zu nehmen, so muß jede öffentliche Verrichtung bezahlt Es wurde ja z. B. sogar der Arbeitsminister und spätere stellen in Preußen im Jahre 1864 217s Thlr. betrug, werden, damit diese Rechtsgleichheit nicht zu nichte gemacht werde. Kaſſationshof- Präsident Teste einer Bestechlichkeit überwiesen, das Durchschnittseinkommen in der Provinz Sachsen, wo Das Gesetz ist der Wille des Volkes, ausgesprochen durch seine Bevollmächtigten. Alle müssen dem Gesetze gehorchen, aber alle 94 000 Franks waren sein Preis gewesen; er wanderte es am höchsten stand, 263 Thlr. Es kennzeichnet darum haben ein Recht, es öffentlich zu beurtheilen, damit man es ändere, yon dem obersten Platz an der Spitze der Rechtspflege die Lage des preußischen Lehrerstandes treffend, wenn Jütwenn es schlecht ist. Die Freiheit der Presse muß aufrecht direkt auf die Bank der Angeklagten und endete mit einer ling ,, ein übrigens sehr loyaler Beamter, damals schrieb: erhalten und geheiligt werden, als Gewähr gegen mögliche Irrthümer Verurtheilung zu drei Jahren Gefängniß. Derlei öffnete der Mehrheit und als nothwendiges Werkzeug des Fortschritts für überall die Augen: das Julitönigthum war moralisch den menschlichen Geist. Die Erziehung der Staatsbürger muß gemeinschaftlich und gerichtet und der öffentlichen Verachtung preis: unentgeltlich geschehen. Der Staat hat dafür zu sorgen. Jeder gegeben, ehe es gestürzt worden ist. Bürger muß die militärische Erziehung durchmachen. Kein Mann wird sich mit Geld loskaufen von der Pflicht, das Vaterland zu Im Jahre 1847 schrieb Prinz Joinville aus der nächsten man, um das preußische Schulwesen vor dem österreichischen Louis Philippe selbst wurde immer eigensinniger. Der Staat muß die Initiative ergreifen in industriellen Umgebung des Königs über die Lage: Der König ist und anderen zu rühmen, nachgesagt, er sei der Sieger Reformen, welche geeignet sind, eine solche Organisation der Arbeit unbeugsam; er hört keinen Rath mehr, sein Wille soll von Königgräß, warum sollte er nicht auch sich regen, um zu schaffen, wodurch der Arbeiter zum Stande des Genossenschafters überall durchdringen. Es giebt keine Minister mehr, ihre erhoben wird. Der Arbeiter hat denselben Anspruch auf Erkenntlichan dem" Segen", dem Aufschwung" in Deutschland keit des Staates wie der Soldat. Dem kräftigen und gesunden Verantwortlichkeit ist null. Alles geht vom Könige aus. theilzunehmen? Bürger schuldet der Staat Arbeit, dem alten und Wir treten vor die Kammer mit einer jämmerlichen inneren schwachen Hilfe und Schuß." Und um das Verlangen des bescheidenen Lehrers zu Lage und mit einer äußeren, die nicht besser ist." Wir haben hier nicht die Aufgabe, dieses radikale stillen, geschah ein Spiel, das nicht gerade erbaulich ist Hören wir aus jener Zeit noch einen klassischen und die Werthschäßung zeigt, welche die Volksschule als sozialpolitische Programm zu fritisiren, sondern nur zu Zeugen, einen Patrioten mit warmem Herzen und klarer Volks- Institut durch die Regierung genießt. Um die fragen: woher dieses Programm und wie hat es gewirkt? Erkenntniß, Aleris von Tocqueville. Er unterschied katholische Kirche dem Staate ganz gefügig zu machen, Seit Saint- Simon( † 1825), der noch an die sich von allen Monarchisten der Kammer dadurch, daß er mußte man mit Hilfe der liberalen Bourgeoisie den Interesseneinheit von Monarchie und Industrie( Grande mit offenem Auge den Vorgängen im Schoße der unteren Kulturkampf" gegen erstere eröffnen und in Konsequenz Alliance entre la Royauté et l'Industrie) glaubte und Stände folgte und daraus für die Regierung Pflichten auch gegen die Kirche überhaupt und, um dem reaktionären das soziale Königthum predigte, und seit Charles Fourier, der Reform ableitete, von denen weder die Regierung noch theologischen Kultusminister Mühler nicht zuviel zuzumuthen, dem Befürworter der Phalanstères", war insbesondere die Kammer etwas hören wollte. Er forderte: vertheidigen. 99 verächtlich für einen ohnmächtigen Nothschrei angesehen werden. Es sei darum, wenn man an maßgebender Stelle nur erkennt, daß es der Nothschrei eines Instituts ist, das für die Volkswohlfahrt schon Großes gethan hat und noch Größeres zu thun berufen ist." Und warum sollte der preußische Schulmeister, dem ,, Vielleicht wird meine Schrift hin und wieder mitleidig aber Wie in den dreißiger und vierziger Jahren die soziale Frage" 1. Allmälige Erweiterung des Streises der politischen Rechte mußte ein Jurist, der frühere Staatsanwalt Falk, den in Frankreich vielfach theils wissenschaftlich, theils in über die Grenze der Mittelklasse hinaus, um das öffentliche Leben Feldzug eröffnen und auch in seinem Reformprogramm agitatorischen Brandschriften, theils in den Zeitungen fruchtbarer zu gestalten und die unteren Klassen auf friedliche Weise eine Hebung der Schule, ein Unterrichtsgesetz und eine zu den Geschäften heranzuziehen, und Stellenverbesserung der Lehrer in Aussicht stellen. Doch erörtert worden, so insbesondere von Reybaud, Villermé, 2. auf das wirthschaftliche und geistige Loos dieser Klassen was war das Resultat einer langen Untersuchung? Fregier, Buret, Enfantin, Cabet, Proudhon und von Louis das Hauptaugenmerk des Gesetzgebers zu lenken: mit einem Worte Eduard Sack in seiner trefflichen Schrift„ Schlaglichter Blanc. Diese soziale Frage wurde jetzt immer afuter, bem Armen alle gesetzliche Gleichheit und alles Wohlbefinden zu zur Volksbildung" nachweist, geschah im Ganzen genommen hier entpuppt sich Tocqueville allerdings als ein arger Schwärmertäglich aktueller und stündlich drohender, weil das Massen sichern, die mit dem Bestande des persönlichen Eigenthumsrechtes( 1) nur eine scheinbare Verbesserung der Stellen, oft eine elend durch die von Seite der Plutokratie in Szene gefeßte und der daraus entspringenden Ungleichheit( 1) der Lebenslage Verschlechterung. Ausbeutung immer mehr anwuchs und die Kammer sich verträglich sind. Während eine dumpfe Agitation in den unteren Klassen So lange man gegen die widerspenstige Geistlichkeit auf den parlamentarischen Isolirschemel gestellt hatte und fich bemerkbar macht, die nach unseren Gesezen dem öffentlichen der katholischen wie auch der lutherischen Kirche kämpfen sozusagen eine Insel für sich, das pays légal, bildete. Leben fremd bleiben soll, sieht man im Parlament eine Art wollte, blieb Falk und die Lehrer verehren ihn im Stillen Allein um dies alles kümmerte sich der kurzsichtige tödtlicher Mattheit herrschen. Die Nation ist den immer noch als ihren Protektor. Anstatt in der SozialEgoismus der Juliregierung auch nicht im entferntesten. worden; denn sie sieht bort gleichsam nur Kinder ein und der- demokratie eine Heilung des Zerseßungsprozesses der Parlamentsverhandlungen gegenüber völlig gleichgiltig Die Regierung Louis Philippe's hatte sich seit den Aus- jelben Familie, welche kleine häusliche Streitigkeiten miteinander modernen Wirthschaft, eine Beseitigung der Gebrechen des nahmegefeßen des Jahres 1835 gegenüber der Kammer- austragen. modernen Staates, eine Hinführung zu einer höheren bourgeoisie Schritt für Schritt im Wege der Wahl= Dem Kampf um die Staatsgewalt wird der Kampf um das Kultur zu erkennen und sich derselben anzuschließen, hatten beeinflußungen freigemacht; allein das Hauptgeschäft Bald wird, daran ist kein Zweifel mehr, zwischen denen, die besigen also die Lehrer es vorgezogen, auf die Hilfe von oben zu Mein und Dein, ja um den Begriff des Eigenthums selber folgen. dieser Regierung blieb fortan die Züchtung einer un- und denen, die nicht besigen, der Kampf der politischen Parteien bauen, auf die freiwillige Staatshilfe; denn sie hatten bedingt verläßlichen und ergebenen Rammer- entbrennen. Das Eigenthum wird das große Schlachtfeld sein, keine Vertreter, welche diese fordern konnten, und die Kirche majorität in beiden Häusern, und zwar durch jedes und die Hauptfragen der Politik werden sich drehen um die mehr war schon damals ohnmächtig, hatte auch stets, wie noch Mittel und um jeden Preis. Die Männer der Juli- oder weniger einschneidenden Veränderungen, welche das Recht der heute, ein Interesse daran, daß der Lehrer sich„ duckt". regierung glaubten schließlich: darin bestände alle RegierungsEigenthümer zu erleiden haben wird." Tocqueville prophezeite also eine soziale Revolution, Seit der vermeintlichen Staatsfürsorge durch ihren Minister kunst.*) Duchatel und Guizot erklärten offen, die mittel die er durch soziale Reformen hintangehalten wissen wollte: Falt haben die Lehrer sich begnügt und haben, als sie bare und unmittelbare Bestechung der Wähler und die Reformen tamen nicht, es tam die Revolution und beim Abgange Buttkamers aufathmeten, nur kleine Petitionen Gewählten durch Aemter und materielle Vortheile Louis Philippe, der Spetulantenkönig mußte sein Bündel an Ministerium und Abgeordnetenhaus abgesandt um gehöre zum Wesen des Konstitutionalismus, nur dadurch schnüren und gehen. Verbesserung ihrer Lage, besonders um ein Dotationsgefeß, könne man regieren, das öffentliche Wohl erfordere die bis vor einigen Jahren Herr v. Goßler, der jezige Kultusöffentliche Korruption. Der alte Grundsaß eines englischen minister, ihnen jede Petition mit mehreren Unterschriften Staatsmannes, daß jeder Mensch seinen Preis habe, schien hier zu unverdienten Ehren zu kommen. Aemterhandel, versagte und somit auch für die Lehrer Koalitions- und Petitionsfreiheit illusorisch machte. Bestechung, erkaufte Konzessionen, Aktienbetheiligungen, für erwirkte Zugeständnisse, Unterschleife aller Art fanden Der Elementarschullehrer ist seiner wirthschaftlichen immer mehr Eingang in die Klasse der höheren Gesellschaft. Stellung nach Proletarier und zwar gehört er zu den Die Regierungsstellen wurden als Lohn für Broletariern der Kopfarbeit auf niederster Stufe. Dienstleistungen verliehen und die damit Betrauten Was ihn, den Schularbeiter, von den andern Prole- eine bedeutend gestiegene Rente abwerfen, so haben auch benußten sie zur Befriedigung ihres Eigennußes und ihrer tariern bisher getrennt hat, ist nicht sein Einkommen, die mit Acker dotirten Landlehrerſtellen sich gehoben und Mußte sich denn da nicht jeder ehrlich denkende, im alle Staatsbeamten lebenslängliche Anstellung und eine gebend, ihnen eine Stale, eine sehr gegliederte Gehalts sondern der Umstand, daß er Staatsarbeiter ist und wie viele Städte haben, dem Andrängen ihrer Lehrer nachDoktrinarismus blinder Parteileidenschaft noch nicht ver- gewiffe Altersversorgung genießt, auch für seine Hinter- abstufung gegeben, die meistens, mit 900 M. anfangend bohrte Mann beiläufig dasselbe sagen, was der gute, alte, bliebenen die Gewährung einer Reliktenversorgung bekommt. in 30 Jahren bis 1800 und 2100 M. fteigt, in den ehrliche Dahlmann im Jahre 1832 in Göttingen öffentlich Sein Gehalt ist im übrigen von dem eines Nachtwächters, großen Städten günstiger ist und in der Reichshauptstadt *) Auch hier welche Uebereinstimmung mit den heutigen eines Gensdarmen oder eines Schreibers wenig verschieden. von 1500 bis 3300 M. geht. Verhältnissen! Genußsucht. Der deutsche Volksschullehrer und die Sozialdemokratie. Wenn nun auch viele verheiratheten Lehrer auf dem Lande noch keine 300 Thaler haben, so muß man im allgemeinen doch sagen, daß sich die Lage der Lehrer gebessert hat. Wie die Bauernhöfe der Geistlichen heute Es ist also gar kein Grund vorhanden, weshalb der Indeß, troßdem auch der Landlehrer noch ziemlich $ 1 Jarsidd Dienstag, 16. Juli. mischung ansehen müssen, als Liebknecht( unter dem 10. Januar Die italienischen und dänischen Vertreter unterstüßen Unter den französischen Delegirten befanden fich 5 Deputirte b. 3.) mit einem Male eine kategorische Aufforderung an fie ge- den Vereinigungvorschlag. Die Diskussion desselben wird der Kammer( Ferroul, Basly, Boyer, Camelinat und Cluferet) berathende Zusammenkunft dort sei mit schweizerischen, belgischen und auf die nächste Sigung verschoben. richtet habe, am 18. Januar in Nancy zu erscheinen: diese vorund fünf Stadträthe( Vaillant, Longuet, Chauvière, Daumas, holländischen Freunden vereinbart und auch die französischen Die englischen Delegirten wünschen eine Manifestation an den Humbert). Einzelne Delegirte vertraten ganze Federationen, Marristen und Blanquisten seien wie die poffibilisten gebeten Gräbern der gefallenenen Kommunekämpfer. Die Belgier unterso ließen sich z. B. die 54 Gewerkschaften des Lyoner worden, einen oder mehrere Vertreter dahin zu entfenden, um von ſtüßen den Wunsch, der durch Niederlegung von Blumen erfüllt Gewerkschaftsverbandes durch drei Delegirte repräsentiren, burch nichts motivirte Einmischung sei so befremdend gewesen, daß vornherein die Einheitlichkeit des Vorgehens zu sichern." Diese würden soll. der Bürger Delong vertrat 74 Gruppen aus 52 Gemeinden. Deutschland hat, mit der einzigen Ausnahme der preußischen Provinz Posen, aus allen Landestheilen Beauftragte zu diesem Kongreffe entsandt. Unter anderen haben auch die westfälischen Bergarbeiter drei Vertreter geschickt. Vielfach sind die deutschen Vertreter entweder jeßige und gewesene Mitglieder parlamentarischer Körperschaften oder die Reichstagskandidaten ihrer Wahlkreise. Weibliche Delegirte sind zu beiden Kongreffen aus England und zu dem marristischen außerdem aus Deutschland und Polen entfendet worden. fie abgelehnt hätten, und damit sei auch die ganze Zusammenkunft ersten Aufruf zum Kongreß im Proletariat" erlassen: der Konin Nancy gefallen. Am 16. Februar hätten sie alsdann ihren greß solle in der zweiten Hälfte des Juli stattfinden, jede Nation prüfe ihre Mandate selber und habe eine Stimme, die Tagesordnung, die in London vorläufig bestimmt worden sei, könne bis 28. Februar habe dann die Haager Konferenz stattgefunden, zum 31. Mai durch beliebige Vorschläge erweitert werden.- Am bei der sie wiederum ein Erscheinen ablehnten, weil nicht alle maßgebenden Nationen eingeladen feien, weil sie vorher ihr Londoner Mandat anerkannt sehen wollten und weil über den Zweck der Konferenz habe dann verlangt: Einberufung des Pariser Kongreffes Konferenz nichts Genaues mitgetheilt worden sei. Die Haager durch die Possibilisten, aber mit den sozialistischen und Arbeiterorganisationen Frankreichs und des Auslandes zusammen: das hätten sie nicht bewilligen können, weil dann duzende von Richtungen werden müssen(!)- Abhaltung vom 14. bis 21. Juli: diesen in Frankreich allein zum Einberufungskomite hätten herangezogen Termin hätten sie selber schon in ihrem Aufruf gehabt Prüfung Der Delegirte Aller( Amerika) hatte von seinen der Mandate durch den gesammten Kongreß: hier scheine ihnen die Auftraggebern Brotherhood of United Labour( Brüder- Prüfung durch die, mit den besonderen Verhältnissen betrauteren schaft der Vereinigten Arbeit) zwei Mandate mit der an den Beauftragten Bolders zugestanden, daß wenn ausnahmsNationen, zweckmäßiger, doch hätten sie ausdrücklich in einem Briefe Weisung erhalten, nach Prüfung der Sachlage an Ort weise eine derartig ernste Thatsache sich ereignen sollte, daß man und Stelle fich auf den Kongreß zu begeben, wo die Sache wider alle Gerechtigkeit jemanden( seitens der kompetenten Nationen) der Sozialdemokratie am energischsten und unverfälschtesten auszuschließen versuche, der Kongreß das entscheidende Wort haben solle." Alles Weitere habe Kleinigkeiten betroffen. Mehr hätten vertreten werde. Nach Prüfung der Verhältnisse und sie nicht zugestehen können, auf ihr Schreiben und ihre Gegenvorreiflicher Ueberlegung hat er sich für den rein sozialistischen schläge sei ihnen aber niemals eine Antwort zugegangen, vielmehr Kongreß entschlossen. Von besonderer Wichtigkeit war, daß sich die dänische Partei in letter Stunde zur Theilnahme an dem„ marristischen" Kongreß entschlossen und jetzt ihrer früheren Haltung entgegen zwei offizielle Delegirte sendete. Der Possibilistenkongreh. Wir bringen auch über diesen Kongreß einen ausführlichen Bericht und zwar nach den offiziell für richtig sei die Einberufung des zweiten Kongreffes alsdann wirklich erfolgt. Die Pariser Gewerkschaften hätten sich sofort dem Nationalfomite angeschlossen, ebenso Engländer und Dänen. Den Dänen und Engländern gegenüber hätten sie auch wiederholt auf das Bestimmteste erklärt, daß zwar jede Nation ihre Mandate für sich prüfen solle, daß aber im Nothfalle Berufung an den Kongreß und Entscheidung durch diesen erfolgen könne. Unter diesen Bedinund jeder Delegirte, also, wenn man wolle, der ganze Marristen-hätten sie nochmals zugesichert könne jede Nation gungen fongreß bei ihnen eintreten. Dritte Sigung, Dienstag Abends. Eröffnung: Abends 9 Uhr. Borfiz: Paulard Frankreich und Campi- Spanien, Vorsitzende Jansen- Dänemark und Champy- Frankreich, Beifizer Galiment und Brugnier, Schriftführer. = Es find unterdeß neue Delegirte gemeldet. greffe im Stadthause( Rathhause) ein großes Fest stattfinden werde. Lavy giebt kund, daß am Sonnabend zu Ehren beider KonAuf der Tagesordnung steht nunmehr der belgische Ver= einigungsantrag. schließung sei überhaupt nicht mehr zu diskutiren, diese sei allgemein Clement- Frankreich meint, über die Absicht zur Friedensvorhanden es handle fich nur um die näheren Bedingungen. Blondeau und Aveline( beide aus Frankreich) verlangen: Prüfung der Mandate durch eine gemischte Kommission beider Kongreffe, die Tagesordnung solle lediglich aus den festgesetzten Themen beider Kongreffe bestehen. = Gelez Frankreich meint, die Vereinigung werde die Verhandlungen zu sehr verlangsamen und verschleppen und fordert: getrenntes Tagen beider Kongreffe, für die gemeinsamen Fragen der Tagesordnungen solle jeder Kongreß eine Kommission von 15 Mitgliedern ernennen, diese beiden Kommissionen treten nach den Abstimmungen zusammen, tauschen die beiderseits gefaßten Resolutionen aus und vereinbaren eventuell eine gemeinsame dritte, darüber hat dann eine gemeinsame Tagung beider Kongreffe endgültig zu entscheiden, sowie auch über die Einberufung, Tagesordnung u. s. w. des nächsten internationalen Kongresses. Zur Einigung mahnen dann besonders noch ein dänischer, ein österreichischer Delegirter, ferner John Burns( England) und Cofta ( Italien). Sehr abweisend verhält sich jedoch Frau Annie BesantLondon, die manche englischen Mandate vom Marristenkongreß nicht anerkannt sehen will, ebenso Parnell( England), Viterbo de Campas dem Marristentag nicht einig zu sein scheint und natürlich Lavy= ( Portugal), der ebenfalls mit den portugiesischen Delegirten auf Paris, der zum Schlusse äußerte: Wenn die Dissidenten(?) mit uns tagen wollen, so müssen sie ihre Mandate einer Neuprüfung unterziehen lassen." Zum Schlusse gelangt folgende Resolution zur Annahme: Der Kongreß erklärt sich zur Vereinigung der beiden Kongreffe bereit, wenn in dem gemeinsamen Kongreß die Prüfung der Mandate von jeder Nation für sich vorgenommen wird. anerkannten Protokollen. Eine Kritik des Verhaltens der Possibilisten Daß man ihnen nichts vorzuwerfen habe, beweise der Besuch behalten wir uns soweit sie nicht in vorangehendem ihres Kongresses. Es seien angemeldet: 42 Vertreter aus Großschon gegeben ist für nächste Nummer vor, bemerken brittannien, darunter die Vertreter von 17 Gewerkschaften, obwohl das parlamentarische Stomite gegen jede Beschickung sich heute aber bereits, daß die fortdauernde Berufung der gewandt habe; die Sozialdemokratische Föderation" allein sei trob possibilistischen Führer auf eine rein formale Angele- ihrer geringen Mittel mit 15 Delegirten da aus Desterreichgenheit( die Mandatsertheilung seitens des Pariser und Ungarn 7 Delegirte, die 28 Arbeitervereine von Desterreich und des Londoner internationalen Kongresses) durchaus nicht 66 Vereine von Ungarn vertreten; 7 Delegirte aus Spanien 7 Delegirte aus Italien 7 Delegirte aus Belgien, dessen genügt, um jeden Versöhnungsversuch abzuweisen, wie er Arbeiterpartei ausdrücklich in Jolimont die Beschichtung beschlossen seitens der Deutschen und seitens der Haager Konferenz habe die Vereinigten Staaten senden nur 4 Bertreter, die gemacht wurde, nach dem ein zweiter Kongreß in Bor- aber tausende von Rittern der Arbeit" repräsentiren- Portugal deaux und Troyes faktisch bereits beschlossen war. Diese 2 Delegirte- 2 Delegirte aus Dänemark- 1 Delegirter aus der Schweiz aus Polen 1 Delegirter aus Frankreich Berufung ist offenbar weiter nichts, als eine- auf die 477 Delegirte, welche 136 Gewerkschaften und 77 politische Vereine nach Nationen abgestimmt): England, Desterreich- Ungarn, Uneingeweihten vielleicht nicht ungeschickt berechnete und Gruppen und 42 französische Städte repräsentiren. Ablehnung jeder Vereinigung. Konstatiren wollen wir ferner gleich, daß der Possibiliftenkongreß dadurch troß seines guten Besucheszu einer einseitig gewerkschaftlich- kleinbürgerlich- reformerischen Versammlung zusammengeschrumpft ist, während der eigentliche Sozialdemokratenkongreß alle Elemente der Arbeiterwelt die politischen wie die gewerkschaftlichen in gleicher Weise umfaßt. * * * Die Sizungen begannen am Montag, den 15. Juli im Saale der Union du Commerce et de l'Industrie, 10 rue de Lancry. Die Tagesordnung war vorher wie folgt festgesetzt: 1. Internationale Arbeitsschutzgesetzgebung. Gesetz liche Regelung der Arbeitszeit. Tages- und Nachtarbeit, Feiertage der Männer, Weiber und Kinder.- Ueberwachung der Fabriken, Werkstätten und Hausindustrieen. Mittel und Wege zur Verwirklichung dieser Forderungen. 2. Die zweckdienlichsten Mittel, um dauernde Beziehungen zwischen den Arbeiterorganisationen aller Länder herzustellen, ohne darum deren Selbständigkeit zu gefährden. 3. Die Unternehmerkartelle und die Gesetzgebung. 4. Festsetzung der Zeit und des Ortes des nächsten Kongreffes. Bedingungen für die Einberufung, Zusammenfegung und Geschäftsordnung. * * * Eröffnungsversammlung, Montag, den 15. Juli. Um 1½½ Uhr Mittags beginnt die Eröffnungssigung. Das Einberufungskomite der Föderation der sozialistischen Arbeiter Frankreichs"( Possibilisten) hat am Vorstandstische Plaz ge= nommen: Gemeinderath A. Lavy, Sekretär des französischen Nationalfomites und Redakteur am Parti ouvrier E. AndréGély, Sekretär des„ Bulletin de la Bourse de Travail"( des Arbeitsbörsen- Organs) und des Nationalkomites( für das Ausland) E. Pieau Avez Ribannier Delacour Jean Alle mane, Redakteur am Parti ouvrier Ch. André Berthaud Brousse, Gemeinderath und Redakteur am Parti ouvrier Couturat Dumay, Gemeinderath Heppenheimer -Joffrin, zweiter Vorfizender des Gemeinderathes Paulard, Gemeinderath Prudent Dervilliers, Redakteur des„ Prole= tariat" Vaidy, Expedient der„ Sociale" und des„ Proletariat". Dejeante * * Das einberufende Nationalkomite erstattet zunächst durch A. Lavy Bericht: " Infolge des Auftrages, der uns von den beiden internationalen Kongreffen zu Paris und London zu theil wurde, haben wir diesen driften internationalen Arbeiterkongreß einberufen. Unser Wunsch ging dahin, in diesem Saale die Vertreter der Arbeiter und Sozialisten der ganzen Welt vereinigt zu sehen, wir hätten es ersehnt, daß die große proletarische Kundgebung, die sich bier entwickeln sollte, durch eine vollständige Einmüthigkeit derart eindringlich sich gestalten würde, daß das Kapital nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Gedanken und Bestrebungen der Arbeiter rechnen lernt. " * * * Dieser Bericht wurde mit großem Beifall aufgenommen. Nach der Verlesung des Lavy'schen Berichtes schreitet man zur Bureauwah!, welche folgendes Resultat ergiebt: Joffrin, Vorsitzender für Frankreich Snow, dgl. für das Ausland Vicepräsident: Fräulein Simcor aus England, Andrea Costa aus Italien Schriftführer die Bürger Lavy und Galiment. Delegirte, deren Mandat bestritten wird, können jedoch an den Gesammt- Kongreß appelliren, dem die letzte Entscheidung zusteht. Die italienische Vertretung wird mit der Ver= mittlung beauftragt. Es stimmten für die Resolution( bekanntlich wird Dänemark, Spanien, Frankreich, Portugal, die Schweiz, dagegen: Amerika, Belgien, Holland, Italien, Polen. und Bierte Sizung. Mittwoch, 17. Juli. Vorsitzende: Boin von den amerikanischen Rittern der Arbeit Jean Allemane. Beifizer: Campos- Portugal und Regnier. Schriftführer: Auger und Lavy. Die Sigung wird ausgefüllt durch die Berichte über die soziale Lage in den einzelnen Ländern. Es referiren: für Belgien: Defnet, für Dänemark: Jansen, für Spanien: Name unbekannt. Fünfte Sizung. Mittwoch Abends. Für jede Sißung soll das Bureau neu gewählt werden. Joffrin als Vorsitzender heißt die ausländischen Delegirten willkommen und versichert sie der herzlichsten Sympathien der Frauzosen; die Spaltung in zwei Kongresse werde hoffentlich der Sache des Proletariats nicht Schaden zufügen. Beide könnten nüßliches leisten. Die Rede wird sofort in andere Sprachen verdolmetscht. Nach der Vorlesung verschiedener Depeschen, Begrüßungs- Die Antwort des Marristenkongresses kommt zur Verlefung schreiben 2c. und nach kurzen Reden des spanischen Delegirten und es wird darüber zur Tagesordnung übergegangen. Nur Joffrin Felgueroso, des italienischen Delegirten Groce, des portugiesischen muß vorher die Gelegenheit zu einem Angriff benutzen. Vertreters, des Engländers Nears, des Dänen Jansen, des ( Fortsetzung Desterreichers Dobosy(?), des Engländers Herbert Burrows, wird die Sigung um 5/2 Uhr Nachmittags geschlossen, um die Mandatsprüfungen bis zur nächsten Zusammenkunft zu erledigen. 3weite Sigung, Dienstag, den 16. Juli. Eröffnung 9 Uhr Vormittags im großen Saale der Gewerkschaften, Rue de Lancry 10. Der Saal ist reich mit Farben der verschiedenen Nationalitäten und mit rothen Fahnen geschmückt. Hinter dem Plage des Vorsitzenden erhebt sich eine rothumwundene Säule mit der Büste der Republik. = Forschung in nächſter Nummer.) Die deutsche Hausindustrie. Ihre Entwicklung, ihre Zustände und ihre Reform. Von P. Kampffmeyer. II. In das Bureau wurden durch Afflamation gewählt: Defnet Belgien und Clement= Frankreich( bekannt als In Sachsen, Thüringen, Schlesien, am Niederrhein Dichter von Arbeiterliedern) als Vorfißende, Felgueroso- und in Westfalen griff die Hausindustrie gewaltig um sich. Spanien und Limousin- Frankreich als Beifizer, Lavy- Sie brachte tausende von Handwerksmeistern in Abhängig= Frankreich als Schriftführer. feit von industriellen Unternehmern. = Jede Nation hat in der Zwischenzeit zwischen den beiden wie folgt: Sigungen ihre Mandate geprüft. Das Ergebniß stellte sich Belgien: 8 Delegirte, welche 13 Gewerkschaften, 50 Vereine, zusammen 204,000 Mitglieder vertreten. Spanien: 5 Delegirte, die Korbmacher, Maschinenbauer, Drechsler, Coiffeure etc., mit 25,000 Mitgliedern vertretend. Portugal: 3 Delegirte, 13 Vereine und 21,000 Arbeiter Der Umfang dieser neuen von Verlegern" geleiteten Industrie war nicht durch zünftige Bestimmungen umgrenzt. Bahlreiche Arbeiter standen im Dienste eines Unternehmers. Die Ausbeutung gesellschaftlicher Arbeit für einen großen Absaßmarkt und auf Rechnung eines Unternehmers hatte sich also in allen Fugen und Rissen der zünftigen Gesellschaft festgesetzt. Sie mußte, von der staatlich fubventionirten Manufaktur unterstüßt, die alte Polen: 1 Delegirter, von mehreren Arbeiter- und Bildungs- fchaft auf industriellem Gebiet war entstanden. Zahlreiche Gesellschaft nothwendig sprengen. Die kapitalistische Wirthaller Art vertretend. Dänemark: 2 Delegirte, 70 Gewerkschaften und Vereine mit 20,000 Mitgliedern vertretend. vereinen entsandt. Italien: 12 Delegirte. Klaffen der Bevölkerung hatten ihre wirthschaftliche SelbstHolland: 2 Delegirte für 45 Gruppen, Vereine und 73 ftändigkeit eingebüßt. Sie waren, obwohl sie sich noch im Gewerkschaften etwa 5000 Arbeiter vertretend. Vereinigte Staaten: 4 Delegirte, die 100,000 Arbeiter Besitz der Produktionsmittel befanden, Proletarier geworden. Vereinigte Staaten: 4 Delegirte, die 100,000 Arbeiter Diese Hausindustriellen lebten nicht in besseren Verhältvertreten sollen. Städte vertretend. " 1 Desterreich- Ungarn: 6 Delegirte, 67 Vereine und 35 nissen als die der Produktionsmittel entblößten Arbeiter der Manufakturbetriebe. Auch ihnen hatte die gesellEngland: 39 Delegirte, 214,643 Arbeiter vertretend. fchaftliche Entwickelung gerade wie großen Kreisen der Wir haben gewiß eine derartige Spaltung nicht erwartet, wie Das sind also 82 ausländische Delegirte, dazu kommen fie jest offen zu Tage tritt. Wir sind gegen Jedermann loyal und 252 Pariser Vertreter, die 92 Gewerkschaften und Pariser Bevölkerung alles, mit Ausnahme ihrer unentwickelten, verbrüderlich gewesen. Niemand von uns vermuthete, daß es jeman- Föderationen repräsentiren, und 52 Delegirte aus der Provinz, die alteten Arbeitsmittel genommen. Diese letteren waren dem einfallen könnte, uus das Mandat wieder zu entziehen, das von 46 Gewerkschaften und Gruppen entfandt find. Dazu kommen für fie mehr„ Plage" als Wohlthat." uns zwei internationale Kongresse ertheilt hatten." für Frankreich noch 220 Delegirte für 50 Pariser und 24 proRedner giebt nun die Entwickelung der Spaltung nach der vinziale" groupes d'études sociales"( sozialistische Bildungsvereine), hat nur die Tertilindustrie noch Bedeutung. Sie nahm Von diesen oben genannten Zweigen der Hausindustrie Auffassung der Poffibilisten wieder. Der Beschluß des Kongresses sodaß Frankreich insgesammt 524 Delegirte aufweist. einen internationalen Arbeitertag einzuberufen, sei bedeutungslos Vereinigung der beiden Kongreffe, auch solle der nächste Die Belgier verlangen nunmehr durch Defnet die fast drei Fünftel sämmtlicher hausindustrieller Betriebe ein.*) und hinfällig gegenüber dem internationalen Auftrag, der den *) Baul Kollmann: Die gewerbliche Entfaltung im deutschen Boffibilisten in London von den verschiedensten Nationen zu theil internationale Arbeitertag in Belgien, das im ganzen Reich. Schmoller, Jahrbuch für Gesetzgebung. 12. Jahrgang geworden sei. Sie hätten es daher als eine ganz unbefugte Gin- Streite neutral geblieben sei, stattfinden. pag. 48 und 52. von Bordeaux der französischen Marristen also ebenfalls Von 386 416 Betrieben gehörten 235 363 der Textil-| mit demselben Resultat troff in der Sphäre der Lurusindustrie an. Diese Daten sind aus den Angaben der konsumtion meist wieder ab. Die Halbwelt( die feine Arbeiter zusammengestellt. Die Unternehmer haben be- Prostitution) wurde in Frankreich salonfähig, erfand die deutend mehr hausindustrielle Betriebe aufgezählt. In der Textilindustrie waren 285 102 Hausindustrielle thätig. Und zwar hauptsächlich in folgenden Branchen: in der Seidenweberei Baumwollenweberei 53 139 Personen " " Leinenweberei 40 925 + " 52 162 " " " " " " " Weberei von gemischten Waaren Wollenweberei 22 051 " . " 23 603 40 100 " Strumpfwaarenfabrikation " " *) In der Seidenweberei find 69,7 pct., in der Leinenweberei 39,4 pct., in der Baumwollenweberei 41,5 pCt., in der Strumpfwaarenfabrikation 54,3 pCt. aller in jenen Berufszweigen Beschäftigter Hausindustrielle! getheilt, daß die Arbeit in den Fabriken beständig wachse. Statt daß, wie früher, eine Person mit Gehülfen zwei Webstühle bedient, bedient sie jetzt drei ohne Gehülfen, und es ist gar nichts Ungewöhnliches, daß eine Person ihrer vier bedient. 3wölf Stunden Arbeit werden jezt in weniger als zehn Arbeitsstunden gepreßt. G geht hieraus hervor, in welchem ungeheuren Umfang die Mühen der Fabrikarbeiter sich seit den letzten Jahren vermehrt haben." Moden und den feinen gesellschaftlichen Ton. Die guten Bürgersfrauen kamen ihnen in der auffälligen Mode nach Kräften nach. Die Ausstopfung und Auspolsterung bestimmter Körpertheile, welche ursprünglich nur zur Anregung des Geschlechtsfinnes eingeführt waren, wurden Obgleich daher die Fabrikinspektoren die günstigen höchst anständig, höchst sittlich; sie gehörten bald zum guten Resultate der Fabrikgeseze von 1844 und 1850 unermüdlich Ton. Die flatterhafte Mode schickte ein Kostüm nach hervorheben, gestehen sie doch, daß die Verkürzung des dem anderen als„ ,, unmodern" in die Trödlerbuden. Bald Arbeitstages bereits eine die Gesundheit der Arbeiter, also diesen Zuschnitt, bald jenen, bald diese Spizen, bald jene. die Arbeitskraft selbst zerstörende Intensivität der Lurus hier, Lurus dort. Arbeit hervorgerufen habe. In den meisten Baumwoll-, Hier blühte der Weizen, der Hausindustrie, welche Kammgarn- und Seidenfabriken scheint der erschöpfende sich allen Launen der Mode bequem anschmiegen konnte. Zustand von Aufregung eine der Ursachen des Ueberschusses Von denjenigen Branchen, deren Entwickelungs- Die mechanische Fabrikation bemächtigt sich haupt- der Sterblichkeit an Lungenkrankheiten.*)" geschichte wir oben behandelten, führen wir nur noch die sächlich nur der Stapelartikel, welche dem Wechsel der Die Berichte der Königlichen Kommission über die Messer und Sensenindustrie, sowie die Flechterei Mode nicht oder doch weniger unterworfen sind. Außer- Kinderarbeit( 1862 ff.) tonstatiren gleichfalls, daß durch von Holz an. In der Zeug-, Sensen-, Messerschmiede, dem kann man in diesen Branchen, da ja in denselben Steigerung der Arbeitstüchtigkeit und durch Verbesserung sowie in der Verfertigung von eisernen Kurzwaaren be- je nach der Saison bald wenig bald viel zu thun ist, und Beschleunigung der Maschinerie die Abkürzung der schäftigte man 11 719 Personen oder 21 pCt. der in nicht dauernd einen großen äußeren mechanischen Arbeits- Arbeitszeit von zwölf auf zehn Stunden eingeholt worden dieser Branche thätigen Personen. In der Flechterei und apparat unterhalten. Den lebendigen, durch die Haus- sei. Bei der Untersuchung behufs weiterer Ausdehnung Weberei von Holz, Stroh c. 4976 Personen oder 26,7 pct. industriellen gebildeten Arbeitskörper kann man jedoch je der Fabrikgeseße ergab sich nach dem dritten Berichte der in dieser Branche thätigen Personen. †) nach Bedürfniß bald aus- bald einschalten. Er besißt derselben Kommission aus vielfältigen Aussagen von sachDiese Industrien sind meist schon, wie wir gesehen einen erstaunlichen Grad von Anpassungsfähigkeit. kundigen Zeugen, unter anderem der Metallindustrie von haben, älteren Datums. Sie waren ein gewaltiger Gäh- Alle diese vorher geschilderten wirthschaftlichen Ur- Birmingham und Umgebung, daß der Unternehmer mehr rungsstoff im Körper der alten Gesellschaft. Sie boten sachen haben die hausindustrielle Bekleidungs- und Reini- verliert, als gewinnt, durch die lange Arbeitszeit. Aus ihm Arbeitskräfte in unbeschränkter Anzahl zur Ausbeutung gungsindustrie gewaltig emporschießen lassen. Im Jahre der Metallindustrie anderer Bezirke tamen die gleichen bar. Der große Umfang, den dadurch die Industrie an 1882 waren allein in den hausindustriellen Branchen der Zeugnisse, daß ein großer und wachsender Theil der nehmen konnte, erlaubte ihr aus dem engen Rahmen felben 110 282 Personen beschäftigt. Diese Zahl scheint Fabrikanten sich gegen die herkömmliche Ueberzeit wende, Totaler Abjazverhältnisse völlig herauszutreten. Kapitalistische uns noch viel zu niedrig zu sein. In der Schneiderei" da fie in gleicher Weise für Arbeitgeber und Arbeiter Massenproduktion und Massenvertrieb bürgerten sich ein. waren 12,4 pбt. Hausindustrielle thätig oder 39 325 Per- schädlich sei. Der Aufseher einer großen Fabrik in Oldham Kapitalien häuften sich auf, welche ihrerseits wieder be- sonen, in der Schuhmacherei 18 453 Personen, in der sagte, daß die Leute bei der Stücklohnarbeit in 102 Stunden fruchtend auf die Entwicklung anderer Industriezweige Verfertigung von fertigen Kleidern und Wäsche" 16 pet. gerade so viel machen, wie wenn sie zwei Stunden mehr zurückwirken konnten. So drang denn der Kapitalismus, oder 6035 Personen, in der Posamentenfabrikation" haben; wenn sie 10 Stunden gearbeitet haben, fehlt gewaltig durch große ländliche Umwälzungen, Besißver- 47,2 pet. oder 14 628 Personen, in der Näheret" ihnen die Kraft, noch etwas Rechtes zu leisten. änderungen und immense staatliche Subventionen unter- 18,6 pбt. oder 49 828 Personen, in der Verfertigung Aehnliche Erfahrungen machte man vielfach in der stützt, siegreich durch. Der junge revolutionäre Most zer- von Kravatten, Handschuhen, Hosenträgern 40,8 pCt. oder Schweiz, wo bekanntlich seit 1878 die regelmäßige Arbeit plagte die alten Schläuche. 9056 Personen, in der Spißenverfertigung und Weißzeugstickerei waren 34,2 pet oder 8744 Personen thätig.*) III. Während so die Hausindustrie die alte Gesellschaft umschaffen half, eroberte sie sich zugleich auf dem neugeschaffenen Boden ein großes Terrain. " 1 eines Tages" auf höchstens 11 Stunden gefeßlich begrenzt ist. Hier haben die Fabrikanten in der Weberei z. B. zugegeben, daß die Einbußen, welche nach Verkürzung der Arbeitszeit zu befürchten waren, durch raschere Arbeit Der Normalarbeitstag und die Arbeiter. ganz oder doch zum größten Theil wieder einzubringen I. Unberechtigte Erwartungen. †) seien. Eine große Weberei des Kantons Zürich ließ nach Mit der Einbürgerung der neuen Wirthschaftsweise gestaltete sich die ganze alte Gesellschaft mit ihren sozialen wendet man von gegnerischer Seite gewöhnlich in erster der kürzeren Arbeitsdauer, das gleiche Produktenquantum Gegen die Durchführbarkeit des Normalarbeitstages stühle etwas schneller laufen und erhielt dadurch, trog Annahme der eidgenössischen Fabrikgesetzgebung die WebKlassenverhältnissen, ihren Bedürfnissen, ihren Berufsarten 2c. Linie ein, daß er die Produktion beschränke, die in wie zuvor. Die gleiche Erfahrung machte eine größere gänzlich um. Ein Theil des Kleinbürgerthums wurde in die großbürgerliche Klaffe durch die wirthschaftliche Entwicklung acht, neun oder zehn Stunden nicht die gleiche Höhe, wie Zwirnerei mit der Beschränkung der Arbeitszeit von elf hinaufgehoben, während der andere in das Proletariat alsdann auch den Lohn der Arbeiter verkümmern müsse. in zwölf und mehr Stunden erreichen könne, und daß er auf zehn Stunden. hinabsank. Wir haben bereits oft darauf hingewiesen, wie un- vortrefflichen Fabrikinspektors Dr. Schuler liefern weitere Die späteren genaueren Detailuntersuchungen des Diese neue soziale Klassenbildung wirkte gewaltig auf haltbar die hier gemachte Voraussetzung ist, daß der Lohn Bestätigungen dieser Entwicklung. Eine Weißweberei stellte die Zusammensetzung des Familienhaushaltes, auf die der Arbeit in gleicher Richtung mit dem Ertrag der 1876 und 1877 bei täglich zwölfftündiger Arbeit Art und Weise der Befriedigung der häuslichen Bedürfnationalen Produktion finke oder steige. Das Gegentheil 7788,26 Quadratmeter Gewebe fertig, 1879 und 1880 nisse zurück. Die Frau des Großbürgers sowohl wie die ist der Fall, und betreffs dieses Punktes ist die größere bei elfstündiger Arbeitsdauer 8298,24 Quadratmeter. Frau des Proletariers wurde mehr und mehr der häus: Folgerichtigkeit des Denkens ganz und gar auf Seite der lichen Arbeit für die Familienbedürfnisse entfremdet. Jene Arbeiter. Wenn auch bei acht- bis zehnstündiger Arbeit In einer Spinnerei, deren Einrichtung keinem Wechsel befreite sich selbst davon, weil sie nicht mehr zu arbeiten der Unternehmer aus jedem Arbeiter weniger Arbeit unterlag, ergab sich 1876 bis 1877, also vor dem Fabrikbrauchte, diese wurde davon befreit, weil sie wegen in herauspreßt, als früher, so wäre die Folge doch nur die, gefeße, bei zwölfstündiger Arbeit eine tägliche Produktion dustrieller Beschäftigung nicht mehr für die Häuslichkeit daß er mehr Arbeiter anstellen müßte, daß die Nach- Fabrikgefeße, bei elfstündiger Arbeit, nicht ab, sondern Garn; dieselbe nach demt arbeiten konnte, sondern auswärts schaffen mußte. Die Frau nähte und schneiderte nicht mehr daheim. Die frage nach Arbeitern und damit die Möglichkeit einer tieg 1879-80 auf 38 888 Kilogramm. Lohnsteigerung wüchse. Viele Arbeiter hoffen deshalb Wäsche wurde außerhalb des Hauses gegeben. Sie trifft einmal nicht zu, weil viele großindustrielle Wie man sieht, fällt hier Verkürzung der Arbeitszeit Ganze Zweige der früheren häuslichen Thätigkeit auch, daß es durch Verkürzung der Arbeitsdauer überall nicht mit Berringerung der individuellen Leistung fielen daher der Industrie zu. Die moderne Bekleidungs- verschaffen und so eine allgemeine Hebung des Arbeiter- Soweit die gleiche Erscheinung bei uns sich wiederholen gelingen werde, den Arbeitslosen wieder Arbeit zu und daraus folgendem Mehrbedarf an Arbeitern zusammen. und Reinigungsindustrie entstand. Große gesellschaftliche standes zu bewirken. Massen bestritten aus derselben ihren Bedarf. Diese Industrie faßte daher die gesellschaftlichen Bedürfnisse der daß diese Voraussetzung nicht zutrifft. Der Schluß ist ganz unanfechtbar. Aber wir glauben, bes Normalarbeitstages auf den Lohn ausbleiben. sollte, müßten natürlich auch die erwarteten Wirkungen Masse, nicht die einzelnen Wünsche dieser oder jener PerAlle diese Erwägungen bringen uns zu der Ueber= sonen in's Auge. Sie arbeitete nicht auf Bestellung. Aus Etablissements heute schon zehn und weniger Stunden in zeugung, daß durch den Normalarbeitstag keine wesentallen diesen Gründen konnte sie sehr billig produziren. liche und dauernde Vermehrung der beschäftigten Diese Umwälzung zwang ganze Klassen von Klein- Thätigkeit stehen, weil hier also überhaupt keine Aenderung Arbeiter erfolgen würde, und selbst wenn dieser Fall und darum keine Mehrverwendung von Arbeitern eintritt. meistern, ihren Betrieb umzugestalten. Sie mußten sich auf die Anfertigung von Massenartikln verlegen. Da burch Verbesserungen ihres Betriebes, durch rascheren dem Unternehmer nämlich unbenommen, durch gesteigerte Sie trifft weiter nicht zu, weil viele Etablissements identisch zu sein mit einer Lohnsteigerung. Es bleibt eintreten sollte, so brauchte diese Vermehrung noch nicht fie jedoch wegen unzureichender Mittel nicht auf großer Gang ihrer Maschinen und durch stärkere Anspannung Verwendung der billigen Frauenarbeit sich vor Stufenleiter fabriziren konnten, so mußten sie sich Arbeit ihrer Arbeiter in der kürzeren Zeit bequem die gleiche allen Mehrausgaben zu wahren, und von dieser Befugniß bei großen Geschäftsinhabern suchen, welche die Massen Produktenmenge fertig stellen können, wie in der längeren. würde zweifellos der umfassendste Gebrauch gemacht werden, artikel vertrieben. Sie geriethen daher in Abhängigkeit Es ist ein Vortheil der freien Konkurrenz, daß sie zu um so mehr, als die Ausbreitung des Maschinenwesens von diesen diesen und wurden hausindustrielle Stücktechnischen Verbesserungen anspornt, aber wir machen uns dieser Tendenz an sich schon Vorschub leiſten würde. In arbeiter. Fast in allen großen Städten wie Berlin, taum eine hinlängliche Vorstellung davon, wieviele Fort- England, wo die Frauenarbeit ja auch geschüßt ist, wächst Frankfurt, Hamburg, Erfurt 2c., beschäftigen die on- schritte durch die Trägheit und Gedankenlosigkeit der dieselbe in den verschiedensten Industriezweigen beständig. fettionäre" fleine Schneidermeister, welche mit Beihilfe Unternehmer, besonders aber durch schändliche Löhne und Die Baumwollindustrie beschäftigte 1881 in England und ihrer Familienmitglieder oder männlicher und weiblicher männlicher und weiblicher lange Arbeitszeiten, ungenügt, gleichsam latent bleiben, Wales 310 374 Frauen und 189 651 Männer, es kamen bis ihnen irgend ein Anstoß von außen zum Durchbruch also 164 Frauen auf 100 Männer. Von einer VolksDiese vorher kurz gekennzeichnete wirthschaftliche Umgestaltung, die Neubildung gesellschaftlicher Klassen, die gründungen und Neubauten ein, ähnliches erfolgt regel gewachsen; 1861 waren auf 100 Männer 136 Frauen verhilft. Das tritt gewöhnlich bei vollständigen Neu- zählung zur anderen ist das Uebergewicht der Frauenarbeit Entstehung neuer Bedürfnisse und neuer Befriedigungs- mäßig unter dem Drucke der Krisenjahre arten derselben wälzte total die Luxusproduktion für bisher auch bei jeder Verkürzung der Arbeitszeit Noch mehr: die Zahl der Männer hat beständig nicht und es ist beschäftigt, 1871 alsdann 148, 1881, wie erwähnt, 164. die höheren Klassen um. Mit der Entwicklung der modernen Wirthschaftsweise gingen die Kapitalgewinne enorm Jahren besonders in der Schweiz. zu beobachten gewesen, früher in England, in den letzten nur relativ, sondern sogar absolut abgenommen. in die Höhe. Wahre Tantalusqualen stand der Bourgeois aus, auf welche Weise er seinen Kapitalgewinn verpulvern sollte. Ein koloffaler, wahnsinniger Lurus war das Resultat. Große, stets wachsende Theile der Bevölkerung wurden der Produktion entzogen und in bunte Dienstboten- und Lakaienuniformen gesteckt. Namentlich Stunden oder ein Sechstel) verkürzten Arbeitstag, als früher Der Normalarbeitstag hat also mit dem Problem wurde in England, dem Musterlande der heutigen WirthVielfach wurde sogar während des beschränkten der Arbeitslosigkeit und der Lohnerhöhung sehr schaft, die Anzahl diefer unproduktiven Elemente sehr groß. Arbeitstages der Arbeiter viel mehr abgerackert, als wenig zu thun; das Kapital schafft und erhält sich seine Neben diesen Schichten der Gesellschaft hob sich die moderne früher während des unbeschränkten. Am 27. April 1863 industrielle Reservearmee und seine Hungerlöhne auch bei " Halbwelt" gewaltig empor. Der goldene Regen, mit erklärte das Parlamentsmitglied Ferrand im Unterhause: dem sie gerade wie die Geliebte des Zeus in der griechischen Mythologie übergossen wurden- allerdings meist nicht Gehilfen die Arbeit verrichten. *) Prof. W. Stieda: Die deutsche Hausindustrie. Berichte, veröffentlicht vom Verein für Sozialpolitik. 1889. †) Prof. Stieda: Die deutsche Hausindustrie. pag. 62. Alle So berichteten 1858 die englischen Fabrikinspektoren: Bunahme entfällt auf die Seite der Frauen. Männer Ohne allen Zweifel gab die Verkürzung des Arbeits- waren beschäftigt 1861 202 540, 1871 192881, 1881 tages den Stachel zu diesen Verbesserungen. Lettere 189 651, Frauen hingegen in den gleichen Jahren 264 166, und die intensivere Anstrengung des Arbeiters bewirkten, 286 258 und 310 374. Aehnliche Beispiele ließen sich in daß wenigstens ebensoviel Machwerk in dem( um zwei Menge erbringen. während des längeren geliefert wird." ,, Arbeiter- Delegirte von 16 Distrikten von Lancashire und Cheshire, in deren Auftrag ich spreche, haben mir mit *) Stieda: Deutsche Hausindustrie. +) Wir folgen hier der( heute vielfach veralteten) Schrift von Mar Schippel: Staatliche Lohnregulirung. Minden 1885. verkürzter Arbeitszeit. Dagegen hat der Normalarbeitstag nach anderen Seiten die denkbar eminentefte Bedeutung, auf die wir in nächster Nummer zu sprechen kommen. *) Mary, Das Kapital. 2. Auflage. S. 436-38. Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Berlag: F. Posekel, Berlin 8. O., Dranienstraße 23.