Tin 12. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Viertehjährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Fröhliche Aussichten. Sonntag, den 26. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Es kostete die Verwaltung im Etatsjahre " der Kriegsflotte Mt. 26 810 900 des Reichsheeres Mr. 1881/82 1882/83 1883/84 . 343 913 300 341 584 700 25 656 300 • 337 459 800 27 463 600 1884/85 1885/86 338 825 500 32 284 000 D 338 434 000 36 660 000 1886/87 1887/88 1888/89 1889/90 1890/91 342 381 900 36 956.000 359 264 100 39 203 900 362 984 200 36 856 800 . 370 939 200 35 733.300 385 523 800 38 267 400 331 192 200 Schatten eines Schattens demokratischer Gesinnung zu er- und jeder Tag halst den Kultur" staaten größere, blicken. Mehring hat ihn in seiner glänzenden Streit- drückendere Lasten auf. Wir rüsten, die Nachbarn rüsten Der Militäretat wird den Reichstag bei seiner nächsten schrift: Kapital und Presse" treffend gekennzeichnet als auch. Die Technik schüttelt Erfindungen, welche die Tagung wieder einmal erklecklich in Anspruch nehmen. Die konzentrirte Säure des Kapitalismus. Beiläufig! Massentödtung mehr und mehr vervollkommnen, aus dem Da die Offiziösen mit zweideutiger Miene läugnen, daß Herr Richter, dessen Groll sonst von geradezu erstaunlicher Aermel, und ist eine Mordwaffe neuester Konstruktion eine erhebliche Mehrforderung zu Gunsten von Pulver und Kurzdärmigkeit, er, welcher auf jede Kritik, und stünde sie don einem Staate eingeführt, muß der andere als Blei, Roß und Reiter, Geschütz und Repetirgewehr, Lanze in einem, die schlesisch- russischen Grenzbewohner belehrenden Trumpf ein Werkzeug allerneuester Bauart daraufsetzen. und Torpedo geplant sei, so darf man mit Sicherheit dar- Kreisblatte, mit der Empfindlichkeit einer Mimose reagirt, Die Versuche, angestellt, um Pulver, Gewehre, Geschütze, auf rechnen, die Regierung wird mit neuen Ansprüchen übt mit seinen anderen Genossen, Eideshelfern Geschosse zu erproben, verschlingen Hunderttausende und an die Volksvertretung sich wenden, und diese illüstre Ver- und Mitstr ― eitern, die nichtsnützige und ver- abermals Hunderttausende. Die eben eingeführte Bewaffsammlung, Konservative, Zentrumsleute, Nationalliberale, gebliche Kunst des Todtschweigens. Als ob nicht alle nung ist oft schon veraltet in dem Augenblick, in dem sie Fortschrittler, Volksparteiler, kurz das ganze Häufelwerk ehrlichen Leute mit Fingern auf die Geprangerten wiesen! in den Händen Das kostet den Händen der Mannschaft ist. der Parteien, wird mit stürmischer Begeisterung oder mit Wenn die Deutschfreisinnigen über den Stock springen, Millionen. Und dabei dies ungeheure stehende Heer, das fäuselnder Wehmuth, mit Thränen der Freude oder welchen der Kriegsminister ihnen vorhält, nachdem sie ungeheure Summen erheischt. Kasernen, Kasinos, KaseThränen des Schmerzes kurz und gut die Gelder be- etwa so und so viel Groß Uniformknöpfe oder etliche matten, Kriegsschiffe, eine trostlose Melodie willigen, welche die Reichsregierung von ihnen heischen Ladungen Backsteine abgehandelt, was man ihnen und wird. Die Arbeiterpartei wird auch diesmal die einzige ihresgleichen gerne bewilligt, weil man sie kennt und des= Fraktion sein, welche grundsätzlich dem Militarismus die halb vorschlägt, so ist die löbliche Unterwerfung etwas Stirn bietet und sich auch nicht um Haaresbreite von Selbstverständliches für das hingebende Herz der Nationalihrem prinzipiellen Standpunkte fortdrängen lassen wird. liberalen. Diese Partei gleicht einem verliebten FrauenDie Militärverwaltung wird gewißlich auf ihre zimmer, das ihrem Verehrer aber auch gar nichts abKosten kommen und es bedarf keiner Gewaltmittel, um schlagen kann, besonders dann, wenn er sie so recht obenAlles durchzudrücken, woran ihr ernsthaft gelegen ist. Der hin, ein bischen sehr verächtlich und ein weniges grob Hurrah- Reichstag, dessen klägliches Ende der 20. Fe behandelt. Das ist so Schürzenbrauch, den die Bennigsen, bruar 1890 bedeutete, hat in dem neuen Parlament, das die Eynern, die Dechelhäuser mit deutscher Sinnigkeit ihn abgelöst hat, einen würdigen Nachfolger erhalten. hegen und pflegen. Begreift es sich nicht, daß das ganze Thatsächlich ist die Wesensgleichheit des vorigen und des Bürgerthum für die Kasseler Stichwahl zu Gunsten neuen Reichstags eine frappante. Die Verschiebung inner- Endemann's mobil gemacht wird, daß die Fortschrittler In den letzten Jahren kostete also das Landheer halb der Bourgeoisparteien hat an dem Charakter des dem nationalliberalen Kandidaten eine Stufe nach der dreitausend und fünfhundertzwanzig Millionen neunReichstages nichts geändert. anderen in den Reichstagshimmel bauen, daß Konservative hundertvierundsiebenzigtausend und siebenhundert Mark. Die Die deutschfreifinnige Gruppe ist so durchaus ver- und Antisemiten Arm in Arm mit den Kautschuk- Liberalen Marine verbrauchte dreihundertundeinunddreißig Millionen wadelstrümpft, daß sie das Recht, sich als eine auch nur marschiren? einhundertzweiundneunzigtausend und zweihundert Mark. halbwegs erträgliche bürgerliche Opposition deutscher Art Die heiligen Interessen, welche für das Junkerthum Der deutsche Militarismus( Landheer und Flotte) verund das ist blutwenig verlangt zu bezeichnen, gar nicht mehr auf dem Spiele stehen, wo das herrliche Kriegsheer in schlang in einem Jahrzehnt( 1881/ 82-1890/ 91) zuansprechen darf. Die Angst vor dem Sozialismus wirkt wahre Frage steht, machen es begreiflich, daß jede neue Million, ſammen Wunder, und es wäre ein Preisausschreiben werth, ein- welche dem Herrn Militärfisko in den Rachen geworfen mal festzustellen, wer im unfeinen, verlogenen, geistlosen wird, von jenen mit religiöser Jubrunst begrüßt, beSchelten auf die Sozialdemokratie der größte Virtuos ist, gründet, bewilligt wird. Was von den Hoffnungsvollen Herr Richter oder Herr Stöcker. Die Freisinuige Bei- Sprößlingen des Adels, und ihnen reiht sich das städtische tung" gipfelt in zwei Dingen, in der Verlästerung des Patriziat, die hohe Bourgeoisie, die Ehrbarkeit hinter den flaffenbewußten Proletariats und in der Vertheidigung der hohen Fabrikschlöten und auf den schienenflickenden Werken Börse. Eugen Richter, der Bayard des Termingeschäfts, allmälig an, was von diesen jungen„ Edelsten und Besten schwingt sein hölzernes Schwert mit wahrem Feuereifer der Nation" nicht auf den Gütern zur„ Leitung" der landgegen die verhaßten Sozialdemokraten, und je spaßhafter wirthschaftlichen Ausbeutung, der Schnapsbrennerei, des diesen seine staatsretterischen Heldenthaten erscheinen, desto Zuckersiedens, der Gruben- und Hüttenherrschaft Verwilder und heißsporniger gebärdet er sich. Doch Eines wendung findet, was nicht in der Verwaltung Unterkunft jei ihm zum Ruhme nachgesagt, daß er stets konsequent findet, das tritt in die Armee. Weshalb es einleuchtet, gewesen ist in seinem Kampfe für die Sache der Besitzenden, daß schon dies der kräftigste Beweggrund zum Götzendienst und daß es von erstaunlicher Kurzsichtigkeit zeugt, bei für Moloch Militarismus! dem Nichts- als- Freihändler Richter auch nur Feuilleton. Nachdruck verboten.) Kapitän Lobe. Von John Law. Autovifirte Uebersetzung aus dem Englischen von Regina Bernstein. 9 ( 6 den Die Mädchen sangen eine Hymne, und die Diebe sangen ben Refrain mit. Selbst des Alten zitternde Stimme fiel am Schluß mit ein. Das Militärbudget, das ist die Schraube ohne Ende, nicht vom Himmel. Ihr habt ihn nicht gesehen, ebenso wenig ich oder sonst Jemand. Es nützt Euch nichts, mit Euren Hymnen und Zeitungen hierher zu kommen. Wir wissen das Alles, was Ihr zu sagen habt, und wahrschein lich mehr davon." Zusammen 3520 974 700 oder in Worten 3 852 166 906 M Dreitausendachthundertzweinndfünfzig Millionen einhundertsechsundsechzigtausend und neunhundertsechs Mark. Wohin treiben wir? 3um Staatsbankerott, zum Weltkrieg. Briefe aus Frankreich. Paris, Mitte Juli. Die französische Bourgeoisie hat aus Furcht vor Boulanger die Leitung ihrer Angelegenheiten den Händen eines Mannes anvertraut, dessen Rus in Hinblick auf Ehrenhaftigkeit viel zu hauskeller vorgehe. Wer hinunter fam, warf seinen Rock ab, schlug die Hemdärmel hoch und setzte sich zu den anderen, um zu rauchen, Karten zu spielen oder um einen halben Benny zu würfeln. Fast all' die Männer in diesen Herbergen waren unverfälschte Materialisten. Die Höhlenretterinnen aber sagten: " Diese Leute sind dem Satan verfallen." Seid Ihr gerettet, Bruder?" fragten sie einen Mann mit bleichem Gesicht und blutleeren Lippen, dessen Kleider schlaff an seinem ausgezehrten Körper herabhingen. Von Keller zu Keller gingen die Mädchen und ließen Vergebens sprachen die Höhlenretterinnen von dem sich durch keine Zurückweisungen abschrecken. Ein oder erlösenden Blut Jesu." Ein Mann erklärte ihnen, Jesus zweimal brachten sie einen Mann, der eben von einem Ansei ein gescheiter Kerl gewesen, der es verstanden habe, den fall von Trunkenheit zu sich kant, auf die Füße. Manche Leuten was aufzubinden; ein Anderer fluchte, der Christen- der Leute schienen zu glauben, daß die Höhlenretterinnen rummel sei unschwer zu durchschauen; ein Dritter wiederum ihnen etwas geben könnten, einige spotteten über die meinte, er sei durch die ganze Welt gekommen und da habe Heilsarmee, audere fingen an, über die Religion zu diskuer herausgefunden, daß Buddha mehr Anhänger aufzuweisen tieren. habe als Christus, er zöge es deshalb vor, Buddhist zu sein. „ Laßt uns noch eine hören," sagten die Männer. Die Ein Vierter wünschte zu wissen, wie viel sie wöchentlich Mädchen sangen, bis es Zeit wurde, wegzugehen. Alsdann durch ihr Predigen verdienten, und ein Fünfter endlich gab jagten sie den Dieben„ Lebt wohl" und" Gott segne Euch!" ihnen den Rath, sich aus dem Staube zu machen, da sie Der nächste Schlupfwinkel, den sie aufsuchten, war ihm den Appetit verdürben. Ganz verzweifelt gingen sie endlich fort, nachdem sie der Zufluchtsort solcher Leute, die sich des Geschäfts" halber als taubstumm, lahm, blind und siech" ausgaben. dem Manne, der ihnen als Führer gedient, die Hand geHier saßen vielleicht fünfzig Männer auf Bänken und an schüttelt hatten. So zogen sie von einer Herberge zur anderen, und Tischen, ihr Mittag beendend. Der Eine aß Käse und othes Kraut von einem zerbrochenen Teller; ein Anderer überall fanden sie dieselbe Sorte Menschen- Leute, die Jatte falten Speck und Brot in den Händen; ein Dritter aus einem oder dem anderen Grunde aus der großen Armee serschlang einen geräucherten Hering- Kopf, Gräten, Zivilisation" ausgeschieden und nach und nach zur Hefe Schwanz Alles; ein Anderer ergötzte sich an falter Loudons herabgefunten waren. Die Männer rauchten, spielten Karten und würfelten Beim Eintritt der Höhlenretterinnen lachten die Männer in niederen dunklen Zimmern, in die nicht ein Hauch and brüllten. Sie erklärten, daß sie nichts auf Singfang frischer Luft hieinkommen konnte. Holz- Jalousien und säben und ein gut Theil mehr wüßten, als die Heils Stücke von braunem Papier deckten die zerbrochenen Fenster, so daß Niemand hineinsehen konnte; es sei denn, daß ein schienen. " Sechs Fuß unter der Erde, das ist der Ort, wohin ich Kind sich flach auf das Pflaster legte und den Hals auseinmal kommen werde," sagte einer derselben.-Sprecht mir reckte, um durch ein Loch zu schauen, was in solch Mieths Wurst. rmee. „ Wenn das Verhungern erretten kann, müßte ich schon längst errettet sein," erwiderte der Mann. Ihr müßt das Sündigen aufgeben, dann wird Gott Euch" Nahrung geben," war die Antwort. Der Mann schüttelte den Kopf und sagte:„ Die Bibel Sohn verhungern lassen, weil er sündigt. Er würde ihm erst zu essen geben und dann von der Sünde zu ihm sprechen." Gott ist barmherzig und gerecht," sagte die Höhlenretterin, deren Augen auf Etwas in weiter Ferne gerichtet Er soll mir Arbeit geben, und ich will an ihn glauben." nennt Gott einen Vater, aber fein Vater würde seinen " wünschen übrig ließ; aber sie bedurfte eines Mannes von Träf- joes Klassenkampfes noch nicht gekannt hatte. Gleichzeitig oder welche einen Theil des Getreides zerstören oder verderben tiger Faust, der nicht weiß, was Gewissensstrupel sind. Um einen kurze Zeit später brach ein Streit aus, der am 1. Mai noch würde, so wäre die Hungersnoth da. Abenteurer vom Schlage Boulangers niederzuschlagen, brauchte andauerte, und eigens zu dem Zwecke, um die Arbeiter einzuUnd die Regierung? Sieht sie noch keiner man einen anderen Abenteurer; aber die Republiken, die ihr Heil schüchtern, hatten die Fabrikanten die Truppen herbeirufen lassen. Noth stand? in Abenteurerhände legen, sollten sich an das Geschick der großen Das Blutbad fand statt und wen flagt man an? wer wird italienischen Städterepubliken erinnern, die früher oder später alle verurtheilt? Die Henfersknechte, die Mörder doch zweifellos! Herr Baare benutzt die freie Zeit, welche die Staatseine Beute der Kondottieri wurden. So ist nun das republikaninische Nein, die Opfer! Man fand, daß die 20 oder 30 Leichname, anwaltschaft ihm gelassen hat, sehr eifrig zur„ Verdunklung Bürgerthum gezwungen, sich wohl oder übel in Alles zu schicken, die das Pflaster von Fourmies bedeckten, noch nicht genug ſeien; der Thatsachen" und zur Mohrenwäsche. Die Beeinflussung was der frühere Gouverneur von Kochinchina und Tonkin be- man mußte noch die verurtheilen lassen, welche die Arbeiter über stimmt und seine Jurisdiktion und sein sonstiges, ganz und gar ihre Lage aufgeklärt und ermuntert hatten, an der Maifeier theil- der Beugen wird systematisch betrieben, und wären die orientalisches Vorgehen zu billigen. zunehmen. Sicherlich war für die Regierung aller Grund vor Thatsachen nicht gar so wuchtig, und wäre das Schwarz handen, es bitter zu bedauern, daß sich Culine und Lafargue nicht unauslöschlich, so würde die Verdunkelung der Thatnicht in den ersten Reihen der Manifestirenden befunden hatten; sachen und die Mohrenwäsche auch sicherlich Erfolg haben. Wie dann hätte man ja auf einen Schlag mit ihnen ein Ende die Dinge liegen, hilft aber Alles nichts, und Herr Fusangel machen können. So konnte man nur den einen zu 6, den fann in seinem Blatt mittheilen: andern zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilen. Der Prozeß von Fourmies und die Verurtheilung, die unseren Genossen Culine und Lafargue zu Theil wurde, entstammen dieser Jurisdiktion. Wer hätte sich dessen versehen, daß der Minister Constans vor die ganz bestürzte und erschreckte Kammer treten würde, um fast mit Thränen in den Augen zu erklären, der Tag von Zum Vorwand, denn das Gesetz fordert für jede Verurthei Fourmies zähle mit zu den schlimmsten seines Lebens( und lung einen Vorwand, nahm man einige Säße, die, wie bewahrlich sein Leben hat genug schlimme Tage gesehen!) wer hätte hauptet wurde, Larfargue in einer Versammlung gesprochen habe, sich denken können, daß heute so etwas geschehen werde? Denn die aber, wie Lafargue sagte, so albern sind, daß sie nur der tamen nur noch Betheuerungen des Bedauerns, Ermahnungen zum fiebernden Einbildung eines Polizisten entstammen können. sozialen Frieden, Vorschläge, wie alles wieder gut zu machen sei: Barfargue hätte gesagt, man folle die Kapitalisten todtschlagen, Man brauchte nur das Geschehene aus dem Gedächtniß der wo doch die ganze wissenschaftlich- sozialistische Doktrin, die er Menschen auszulöschen und der Armee zu vergeben, deren so hoch mit Guesde seit 1879 in Hunderten von Versammlungen ververvollkommnete Schießwerkzeuge, wie ja gemeiniglich die Redens- treten und verfochten hat, einer solchen Redensart auf das art zu lauten pflegt, sich von selbst entladen hätten! Schärfste entgegensteht! Die Arbeitsherren und die Man feierte darauf die Haltung des Pfarres von Fourmies, Regierung, fie haben freilich nicht gesagt, man müsse die der, nebenbei bemerkt, nachweislich fern genug vom Arbeiter todtschlagen; und wenn sie's auch gethan haben, so Schauplatz des Mordes geblieben war und es nicht ist es doch natürlich, daß nicht sie, denen ja die Flinten gehören, fertig gebracht hatte, die Rolle des Bischofs Offre sondern die Waffenlosen verurtheilt wurden. Die eigentlichsten aus den Junitagen zu spielen. Uebrigens fann er dieferhalb Schuldigen indeß, die noch schuldiger sind denn Constans, die von großem Glücke sagen, denn so ist er dem Geschick seines Regierung und die Armee, die ja nur ihre Werkzeuge waren, Vorgängers ausgewichen, der, wie jetzt Jedermann weiß, von das sind die Arbeitsherren von Fourmies, die den Streik im einer Kugel aus den Reihen der Nationalgarde getödtet wurde, Blute ersticken wollten. und konnte zum Bischof und Ritter der Ehrenlegion ernannt werden. ,, Dieser Tage ist verschiedenen Zeitungen die Mittheilung zugegangen, das in der Stempelaffäre schwebende Ermittlungsverfahren habe bisher weder gegen Herrn Baare selbst noch gegen den„ Bochumer Verein" nennenswerthes Belastungsmaterial ergeben. Diese Behauptung ist unrichtig; denu wenn auch dieses Ermittlungsverfahren noch lange nicht bes endet ist und, bei der Fülle des zu überwältigenden Materials, auch noch so bald nicht abgeschlossen werden kann, so hat doch die Vernehmung der zahlreichen Belastungszeugen hinreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, daß die von uns gerügten Unregelmäßigkeiten thatsächlich in großem Umfange auf dem„ Bochumer Verein" seit Jahren betrieben wor den sind und Herr Baare davon gewußt hat. Die Anzahl der vernommenen Zeugen mag hundert bereits übersteigen und doch konnten erst die in Bochum selbst oder dessen näherer Umgebung wohnenden vor den Untersuchungsrichter geladen werden. Ein großer Theil der Zeugen ist über ganz Deutschland verstreut und fann erst später veranlaßt werden, seine Aussagen zu Protokoll zu geben. So ist die Lage der Dinge. Die Untersuchung wird mit aller Macht gefördert, und wenn dieselbe bisher nicht zum Abschlusse gelangte, so liegt dies nur an dem überaus reichhaltigen Belastungsmaterial, welches dem* Herrn Untersuchungsrichter gegen Baare und Genossen zur Verfügung gestellt werden konnte. " Wir wollen blos hoffen, daß Herr Fusangel in Bezug auf die Macht" der Untersuchung nicht durch eine rosenfarbige Brille sieht. Aus Straßburg wird heute telegraphirt: dem „ Die Nachricht, daß auf Veranlassung des GeneralstabsChefs Verschärfungen des Paßzwanges für Elsaß- Lothringen angeordnet worden seien, wird offiziell dementirt mit Hinzufügen, daß teine überhaupt schärfere Handhabung eingetreten sei." Es ist sehr auffallend, daß dieses offizielle Dementi nicht früher erfolgte. Und absolut unbegreiflich ist es, wie wochenlang, auf zahlreiche Thatsachen sich stützend, die Nachricht durch die Presse gehen konnte, daß die- jetzt offiziell dementirte" Paßverschärfung eingetreten se i. Aufklärungen wären dringend nothwendig. Der Korrespondent der„ Vossischen Zeitung", den der Vorwärts" zitirte, hält es für wahrscheinlich, daß die zwei VerurDann ging Herr v. Freycinet fast so weit, die Armee zu theilten in die Amnestie vom 14. Juli mit einbegriffen würden: entschuldigen und bat, man möge an sie, gleichwie an Cäsars das würde uns in Staunen versehen! Denn man weiß längst, Weib, mit feinem Gedanken des Argwohns denten. Schließlich daß diese Amnestie nur den auf Grund des gemeinen Rechts hatte die Kammer, obgleich Constans einige Anklagen gegen Verurtheilten, den nach Belgien enflohenen Millionären, den Lafargue und Culine halb zaghaft zu schleudern begann, die Isthmusdurchbohrern gilt, niemals den Sozialisten; denn diese ganze Angelegenheit nicht einmal ihrer Aufmerksamkeit für sind die einzigen wahrhaft Schuldigen in den Augen der jetzt werth gehalten! gehalten! Die Sigung endete mit einer allge- herrschenden Gesellschaft; die Räuber, die Spizbuben sind nur meinen Umarmung und die Bourgeois, glücklich den ihre eigenen verirrten Brüder, die nur einmal so ungeschickt Vorhang vor diesem Mord- Schauspiel, vor dieser blutigen waren, ihre Hände in fremder Leute Geldsäcken erwischen zu Erscheinung des Klassenkampfes vor diesem neuen Nika- lassen. marie fallen zu sehen, die Herren Bourgeois, sage ich, übten von Braucht man sich nach diesen Ereignissen noch zu fragen, Stund an den ganzen Vorfällen gegenüber eine andere Taktik: welche Empfindungen die Arbeiterklasse in Frankreich gegen die die Zeitungen, wie die Temps" und andere Organe der repu- Regierung beseelen werden, gegen die Regierung der Republik, blikanischen Mehrheit, hüllten das Geschehene in tiefstmögliches die sich in nichts mehr vom Kaiserreich unterscheidet? Denn die Stillschweigen! Darauf hatte sich Constans, um das Blut, Mezelei von Fourmies übertrifft bei weitem die von Aubin und das ihm an den Händen klebte, abzuwaschen, zum Vermittler Rifamarie, gegen welche die damalige republikanische Opposition, bei dem Omnibusstreit aufgeworfen und den Friedensstifter ge- die jetzt zur Regierungspartei geworden ist, eifrig protestirte. spielt. Aber wer in die Koulissengeheimnisse der Börse eingeweiht Kürzlich machte eine Arbeitergruppe im" Socialiste" folgenift, weiß genau, daß die Spekulanten, während die Arbeiter um den Vorschlag: Die französischen Arbeiter möchten an dem ihren Lohn kämpften, auf die Aktien der Omnibusgesellschaft bourgeois- republikanischen Fest des 14. Juli nicht Theil nehmen, spielten und große Gewinnste erzielten, von denen zweifelsohne vielmehr sollten sie Alle Trauerzeichen aufpflanzen zum Gedächtein Theil in hohe und höchste Kreise abgesprungen ist das hat niß von Fourmies! Wahrlich, wo liegt ein Grund für das Die Frage der obligatorischen Hagelversiche ja mein Freund Lafargue so klar in einer der letzten Nummern der Volt, eine Tbat zu feiern, die nur den dritten Stand, die Bour- rung, die von uns zuerst angeregt wurde, fängt jetzt an Neuen Zeit" enthüllt. Doch Constans hatte, Dank dem flaren geoisie von heute, in ihre Herrschaft einsetzte? die Presse zu beschäftigen. Vergeht doch kein Tag, der nicht Blick der französischen sozialistischen Partei, kein Glück mit seinen Auf der anderen Seite, wenn die Regierung die Ereignisse Versuchen, die französischen Arbeiter hinters Licht zu führen. von Fourmies durchaus nicht vergessen sehen will, um so besser! Hiobsposten von fürchterlichen Verwüstungen durch Hagel Wahrhaftig, man hat ein Recht zu sagen, daß die Mord- Anstatt, wie es in England und sonstwo geschieht, der Arbeiter schlag brächte! Interessant ist, wie die Bossische Zeitung" schüsse von Fourmies in allen Arbeiterherzen ein Echo geweckt tlaffe magere Reformen vorzuwerfen, gleichsam Sicherheitsventile sich zu der Frage stellt. Als Organ des Manchesterthums haben, das beweist die Zahl der Protestrefolutionen, die von anzubringen, um einem Zerplazen der Maschine vorzubeugen, empfindet sie ein wahres Grauen bei dem Gedanken der jeder Arbeitergruppe, jedem Fach- und Gewerkvereine gefaßt feßt unsere Regierung einen festen Verschluß auf den brodelnden obligatorischen Hagelversicherung, welche die Verstaats wurden. Der kleine Friedhof von Fourmies sah sich von Dele- Kessel: die Explosion wird nicht auf sich warten lassen und nicht Ii chung der Hagelversicherung nach sich ziehen würde. girten aus allen Winkeln Frankreichs besucht und im Norden nur die Regierung wird springen müssen, sondern mit ihr die Kann der Staat" so stöhnt sie, folgte ein Protestmeeting dem andern. Diesen Moment hielt die bürgerliche Gesellschaft und alle ihre Einrichtungen. Regierung für geeignet, um Culine und Lafargue den Gerichten zu übergeben, gleich als ob sie ein Behagen daran fände, alle Schmerzen wieder aufzustacheln und die einges chlummerten Rache gefühle zu wecken. " Die Gerechtigkeit muß man ihr lassen, daß sie alle Vorfehrungen getroffen hatte, um eine Verurtheilung sicher zu stellen, indem man eine Stadt wählte, wo die Kleinbourgeoisie herrscht mit all der Feigheit, in welche sich die Löwenkühnheit der Gemäßigten so rasch zu verwandeln vermag! Es ist einige Wochen her; Culine war verhaftet und mit allen Mitteln versuchte man ihm Geständnisse zu erpressen, wähUnterdessen haben meine Freunde in Frankreich den Vorsatz gefaßt Fourmies zum Mittelpunkt der nächsten Maidemonstration zu machen. Eine Bitte um Reform hat man mit Mord und Verurtheilungen erwidert; das französische Proletariat nimmt die Antwort heute an und registrirt sie sorgfältig: bald wird der Tag der Abrechnung da sein! rend er sich damit begnügte, einfach die Wahrheit zu sagen, Politische Uebersicht. Berlin, 25. Juli. nämlich: Das Volt habe auf das friedlichste manifestirt und sei erst durch die Schüsse der Truppen gereizt worden, die der Unterpräfett( ein trauriger Bursche, der als ungeschickt und kompro- Die Roggenpreise erhalten sich auf der jetzigen mittirend versetzt worden ist) und der Maire auf das Ersuchen Theuerungshöhe, und zwar unter der Annahme, der um ihr Heil besorgten Unternehmer hin aus Maubeuge hatte daß die Ernte relativ günstig verlaufen werde. Die kommen lassen. Einige Zeit vor der Maifeier waren Lafargue alten Vorräthe sind so gering, und der Minderwachs ist vom Parteikomitee und Culine von den Genossen aus St. Quentin auf alle Fälle so groß, daß die Möglichkeit billiger gesandt zur sozialistischen Propaganda nach Fourmies getommen, und es gelang ihnen, einen Gewerkverein in Preise einfach ausgeschlossen ist. Berläuft aber die Ernte Dieser Stadt " ,, kann der Staat das Risiko der Entschädigung für große, über ganze Landstrecken gehende Hagelschäden tragen? In welcher Weise soll dieses Risiko auf die Versicherungspflichtigen vertheilt werden? Entfallen auf diese auch die etwaigen Ueberschüsse? Die letzte Frage ist entscheidend. Ihre Bejahung be dingt geradezu die staatliche Gewährleistung eines bestimmten Ertrages der landwirthschaftlichen Produktion. Der erste bedeutsame Schritt zur Verwirklichung des sozialistischen Zukunftsstaates wäre damit gethan. Gerade heute, wo tathedersozialistische Neigungen an hohen Stellen sich geltend machen, muß mit Entschiedenheit der Grundsay festgehalten werden, daß der Staat zwar die wirthschaftliche Thätigkeit beaufsichtigen und regeln, aber mög lichst wenig an ihr sich betheiligen soll. Genügt eine HagelVersicherungs- Gesellschaft den Ansprüchen eines Geschädigten nicht, so steht diesem der Rechtsweg offen. Verhalten sich die Landwirthe gegen die Versicherung ablehnend, so müssen sie durch Aufklärung belehrt oder durch Schaden gewißigt werden, Reinesfalls aber ist die Nothwendigkeit für ein staatliches Eingreifen vorhanden." Also Alles hübsch gehen lassen, wie's geht. Laissez zu gründen, die vorher die Erregungen ungünstig, d. h. bei andauernd nasser Witterung, faire laissez aller! Besonders interessant ist es für uns, Jeder Athemzug, den Ihr thut, ist eine Gabe Gottes Er hat Euch das Leben so lange geschenkt; er hätte Euch schon vor Jahren in die Hölle werfen können, Bruder. Laßt von der Sünde, kommt zu ihm!" An diesem Ort zu leben, ist schlimmer wie in der Hölle zu sein," antwortete der Mann mit einem Blick durch den dunklen Raum und auf die Gesichter der Bewohner. Habt Ihr Geld? Gebt mir erst zu essen, nachher will ich dem Gottesdienst der Heilsarmee beiwohnen." " Gold und Silber habe ich nicht," war des Mädchens Antwort, doch was ich habe, will ich mit Euch theilen." " Dann trage Dein Predigen wo anders hin, Mädchen, aber tomme nicht hierher und sprich zu einem Manne wie ich es bin, von Errettung. Ich habe Hunger!" 6. Rapitel. In den Höhlen."( Fortsetzung.) Um fünf Uhr fehrten die Mädchen heim, und während sie ihren Thee tranfen, erzählte die Jüngere der Retterinnen Geschichten aus ihrem früheren Leben. Das ältere Mädchen hörte mit einem ruhigen Lächeln auf ihrem Gesichte zu. Seine Geschichte ist ein Geheimniß. In Kapitän Cooke's Pult ist sie überschrieben:„ Höhlenmädchen Nr. Niemand sonst weiß etwas über dieselbe. standen Männer und Frauen, sogar Kinder herum. Mäd-" Ich möchte nur wissen, was Euer Predigen Euch einchen in kurzen Röcken trugen Säuglinge auf den Armen, bringt," redete sie ein in schäbige schwarze Seide gekleidetes Knaben spielten auf dem Pflaster Halfpennyschieben". Mädchen an. In dieser Welt thut Niemand etwas umWollen Sie einen Säugling kaufen?" fragte ein sonst. Kommt, sagt mir, was Ihr verdient. Vielleicht trete Weib die Höhlenretterinnen, als diese für einen Augenblick ich Eurem Geschäft bei." an einem Schnapsladen stehen blieben." Für einen Shilling können Sie diesen haben. Schauen Sie sich ihn an, Schwester. Es ist ein hübsches kleines Ding. Sie können daraus einen Heilsarmee- Kapitän machen." " Ich glaube, Ihr verkauftet Euer Kind um ein Glas Bier," sagte die Höhlenretterin, auf das Antlitz des Weibes blickend, auf das der Durst nach Alkohol deutlich geschrieben stand. " Ja, das wollte ich schon," war die Antwort der Mutter. Sogar meine Seele verkaufte ich für ein Glas Branntwein. Kommt, Ihr sollt das Jöhr für Sixpence haben, wenn Euch ein Shilling zu viel ist." Ernst." " " Essen und Wohnung wird Euch geboten, sonst Nichts." Ach, geht, sagt die Wahrheit. Kein Mensch glaubt Euch, daß Ihr Eure Zeit umsonst hergebt. Wie viel ist's? Zehn Shillinge die Woche?" " " Ich sage Euch, nur Essen und Wohnung wird Euch versprochen." Aber Ihr werdet bezahlt? Darauf kommt es an," sagte das junge Weib. Die Arbeit ist schwer, aber die Bezahlung ist sicher. Wenn nicht der Hut und die Knies schmerzen wären, würde ich der Heilsarmee schon beitreten. Ich bin meines jetzigen Lebens müde und würde ganz gern eine glückliche Elisa sein. Ich weiß, daß die Heilsarmee ein Geschäft ist, das sich zahlt." Die Höhlenretterin wandte sich weg und sagte, wie zu sich selbst sprechend:„ Der Männer Herzen waren ver- Die Höhlenmädchen versicherten, daß sie sie gern in ihre härtet; die zarten Lippen von Frauen höhnten laut und Reihen aufnehmen würden, aber daß sie vorerst gerettet hilflose Kinder schluchzten; Sklaven stöhnten und Priester werden müsse. Dann stießen sie die Thüren des Wirthsverkündeten todte Lügen statt lebendiger Wahrheit." hauses auf und gingen hinein, um dort unter die Männer Sicherlich," sagte Ruth, spricht die Frau nicht im und Frauen den Kriegsruf" zu vertheilen. An dem Schanks büffet ftanden ein halbes Dutzend Leute, wieder Andere Oja, sie thut es," erwiderte das Höhlenmädchen. saßen an den Tischen. Die Männer spielten Domino und Als die Erzählerin geendet, machten die Mädchen sich Die Leute hier herum bitten uns oftmals, ihre Kinder zu Karten, die Frauen flatschten mit ihren Nachbarinnen. auf den Weg, um die Wirthshäuser zu„ bombardiren", taufen: manchmal bieten sie sie uns umsonst an. Sie wissen, Gegen eine Wand lehnte ein unsauber gekleidetes Mädchen, deren es nicht weniger als achtzehn in dem Bezirke giebt, daß wir in Clepton ein Kinderheim haben, und daher meinen die Haare wie eine schwere Franse über der Stirn ab den sie unser kleines Kirchspiel" nannten. Jedes derselben sie, wir würden aus ihren Knaben und Mädchen Soldaten geschnitten, und sprach zum Gastwirth. Sie trug einen scheint ein einträgliches Geschäft zu sein. Für den armen der Armee machen. Sie sagen: Ihr könnt sie auferziehen Säugling unter dem Umschlagetuch und rief, als sie die Mann treten sie an die Stelle der Klubs, und für die armen zu einem anständigen Brot. Wir haben keine Nahrung für Höhlenretterinnen erblickte: " Da kommen die Schwestern, um das Kind zu taufen." Frauen bilden sie die Besuchszimmer. Man muß nicht sie, und bei uns müssen sie ein gut Theil Schlechtigkeit glauben, daß die Leute die Wirthshäuser nur zum Zwecke sehen. Nehmt sie in Euer Heim und gebt ihnen ein mensch Sie tauchte den Finger in Schnaps und machte das des Trinkens aufsuchen, wozu dieselben doch in London liches Dasein. Sie werden der Heilsarmee gute Dienste Zeichen des Kreuzes über dem Kopf des Kindes. Dieses ausschließlich hergerichtet werden; sie gehen hin, um eine leisten". hatte die Augen geschlossen und bewegte sich nicht, obgleich Art Geselligkeit zu genießen, um etwas Neues zu hören, Sie kamen eben vor einem der gewöhnlichen Block- feine Mutter es durch Schreien zu erwecken versuchte. um zu scherzen und zu klatschen. häuser*) vorbei, vor welchem ein Schwarm junger Weiber ( Fortsetzung folgt.) An dem Sonntag Abend, von dem wir sprechen, waren standen, plaudernd und lachend. die Straßen beinahe leer. Die Läden waren geschlossen und es war wenig Verkehr. Doch vor den Wirthshäusern|*) Londoner Miethstasernen im schlimmsten Sinne des Wortes. bei dieser Gelegenheit zu erfahren, daß die„ Bossische Zei- Irern" geschuldet sind. Und in Frankreich und Amerika| handelte, ein öffentliches Interesse darin fand und die An tung" das Geheimniß des sozialistischen Zukunfts- giebt's bekanntlich keine" Judenfrage" und spielt das„ jütlage erhob. staates entdeckt hat. Die„ Germania", welche so erpicht dische Kapital" gar keine Rolle. Eine desto größere aber darauf ist, hat vielleicht die Güte, sich in die Redaktion der das christliche. Vos fischen" zu bemühen. Tante" weiß nach dem, was sie hier geschrieben hat, ganz genau, wie der Zukunftsstaat aussieht. Wir wissen es leider nicht. Durch die Kasseler Wahl sind die Antisemiten in eine überaus fatale Zwangslage versetzt worden. Sie haben fast ebenso viele Stimmen bekommen, wie der national liberal- fortschrittliche Mischmaschkandidat, und werden nun von dessen Leuten flehentlich angegangen, bei der Stichwahl für ihn zu ſtimmen und dem sozialdemokratischen Kandidaten den Sieg zu entreißen. einen Privatmann polemifirt. Dieser fühlte sich beleidigt. Darauf Offenbach. Das„ Offenbacher Abendblatt" hatte gegen ftellte der Staatsanwalt Strafantrag und zwar aus einem Grunde, der immerhin einigen Reiz der Neuheit haben dürfte. Der Staatsanwalt erklärt nämlich in seiner Anklageſchrift: Abgewiesen. Die an das Landgericht Schweidnitz von dem Redakteur May Baginski gegen seine Verhaftung eingelegte Bes Die Wahlen zur zweiten Holländischen Kammer schwerde ist abgewiesen worden und nunmehr an das Oberfind nunmehr beendet. Der Katholik Schäpmann wurde in Landesgericht Breslau weiter gegangen. Almelo gewählt. Die neue Kammer besteht somit endgiltig aus 54 Liberalen, 1 Radikalen, 25 Katholiken und 20 Antirevolutionären. Der einzige Sozialist, den die Kammer bisher enthielt, ist für diese Legislaturperiode beseitigt. Hieraus auf einen Rückgang der sozialdemokratischen Bewegung in Holland schließen zu wollen, wäre beiläufig sehr verkehrt. Im Gegentheil seit Nieuwenhuis vor 6 Jahren in die ständen hat die sozialdemokratische Bewegung in Holland Rammer gewählt ward Dank besonders günstigen Umbedeutende Fortschritte gemacht, und ist die Sozialdemokratie auch dort zu einem Machtfaktor geworden, mit dem im politischen Leben gerechnet werden muß. Nun ist aber der fortschrittlich- nationalliberale Rompromißmann im eminentesten Sinne des Worts ein Vertreter des Kapitalismus. Und die Herren Antisemiten haben fich stets als wüthende Gegner des Kapitalismus auf gespielt; und der Bekämpfung des Kapitalismus, soweit er durch Juden vertreten wird, haben sie alle Nähere Berichte aus Knogville Vereinigte ihre bisherigen Erfolge verdanken. Was mun thun? Staaten bestätigen, daß die gegen die Beschäftigung Stimmen sie für den kapitalistischen Mischmasch- Kandidaten, von Sträflingen in den Briceviller Bergwerken gerichtete so schlagen sie sich selbst ins Gesicht. Stimmen sie nicht Bewegung mit einem Siege der Bergleute geendigt für ihn, so helfen sie der Sozialdemokratie zum Sieg, und hat. Man telegraphirt darüber aus Knorville: das ist für einen antisemitischen Reaktionär doch eine Unmöglichkeit. Herr Oberwinder warnt zwar in dem„ Volk" des Stöcker vor einem Paktiven mit den Mittelparteien und thut sogar, als halte er den Sieg des Sozialdemokraten für das kleinere Uebel" das wird indessen auf die antisemitischen Realpolitiker, die sehr gut wissen, wem sie dienen, und wem sie ihre Reverenz zu machen haben, ohne jeglichen Einfluß sein. 11 Start ins Zeug hat sich auch der grimmige Förster gelegt, der Durchfallskandidat von Kassel. Wir finden in feinem Winkelmoniteur, den Deutschsozialen Blättern" unter der Ueberschrift: Wie sollen wir uns nun zur Stichwahl stellen?", folgenden herzstärkenden Erguß: „ Die Frage ist für uns entschieden worden. Politische Erwägungen verbanden sich mit der Rücksicht auf die persönliche Ehre und Selbstachtung. Die von dem nationalliberalen Wahlfomitee herausgegebenen Flugblätter und die Wahlreden seiner Vertreter athmen einen solchen Geist von Verlogenheit und Gehässigkeit, und zwar mit Berufung auf das angeblich von jener Seite vertretene, von uns aber verletzte Christenthum, die Nationalliberalen als Hüter des christlichen Geistes!! daß für uns zunächst eine Aufklärung dar über unerläßlich war, in wieweit der siegreiche Gegenkandidat, Sanitätsrath Dr. Endemann, dafür mit haftbar zu machen sei. Von seiner Erklärung mußte unsere Entschließung über unsere Stellung zur Stichwahl abhängig gemacht werden. Nach reiflicher Erwägung wurde ihm also folgende Erklärung abverlangt: " Ich mißbillige für meine Person und habe daran keinen Antheil, 1. daß das nationalliberale Wahlkomitee in Kassel in feinen Flugblättern einem, auf den Frieden der christlichen Konfessionen bezüglichen Worte Sr. Majestät des Kaisers aus der Thronrede bei der Entlassung des Landtages den Sinn einer Verurtheilung der antisemitischen Bewegung unterlegt hat; 2. daß das genannte Wahlkomitee eine Anzahl von Unterschriften ohne die Einwilligung oder sogar gegen den Willen der betreffenden Personen unter seinen Wahlaufruf gesezt hat; 3. daß das genannte Wahlkomitee in Widerspruch mit den ge schichtlichen Thatsachen die Mitverantwortlichkeit der nationalliberalen Partei für die Reichsgesetzgebung der siebziger Jahre ( Aktien-, Börsen-, Wucher-, Gewerbefreiheit, Freizügigkeit u. s. w.) in Abrede gestellt hat; 4. daß die deutsch- soziale Partei in unerhörter Weise beschimpft worden ist, indem ihr die christliche Gesinnung abgesprochen und diese Anschuldigung mit einem uns zur Last gelegten Ausspruche der Deutschen Wacht" begründet wird, die man fälschlich als das Hauptorgan der Antisemiten in Deutschland bezeichnet; um so mehr als „ Der Grund der Erhebung der öffentlichen Klage hat mit der Person des Verlegten nichts zu thun. Es erzutreten, welche im Interesse der von ihr fortgesetzt betriebenen scheint vielmehr im öffentlichen Interesse dringend geboten, den fortgesetzten Ausschreitungen einer Parteipresse energisch entgegenAufhebungen der Volksklassen unter einander jeden Anlaß be= mußt, um Andersdenkende in gehässiger Weise öffentlich zu beschimpfen." Es ist zweifelsohne etwas Schönes um die Jurisprudenz. Soziale Lebericht. Kollegen! Aufruf Die Briceviller, der Tennessee Kohlen- und Knorviller Eisenbahngesellschaft gehörigen Bergwerke liegen in einem von Bergen eingeschlossenen Thal. Die wohlbewaffneten und etwa an sämmtliche gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umg. 2000 Mann starten Bergleute hielten die bewaldeten Höhen besetzt und hatten von denselben aus ein leichtes Spiel mit der kleinen Abtheilung Miliz, welche, nur 87 Köpfe start, Berlins( gewählt am 2. Juni d. J.) in Erfahrung gebracht hat, Wie die Agitationstommiffion gewerblicher Hilfsarbeiter nichts gegen sie auszurichten vermochte. Von dem etwa fünf Meilen entfernten Coal Creek rückten 1000 Mann nach Brice- gehören von Euch nur wenige einer Organisation an; da es aber ville, umzingelten die Miliz und forderten sie auf, fich zu erzugehören, und hauptsächlich die in den großen Industrie- Städten, Pflicht eines jeden deutschen Arbeiters ist, einer Organisation an geben. Da der Oberst Sevier das Nutzlose allen Widerstandes um den ländlichen Arbeitern voranzumarschiren, so ist es Eure einsah, verfügte er die Entfernung der Sträffinge aus den bindendste Pflicht, soweit Ihr noch keiner Organisation an Kohlengruben und ihre Ueberführung nach Knoxville. Die gehört, Euch der Lotal- Zentralisation anzuschließen, die jetzt geBeigleute gaben den Sträflingen wie der Miliz bis zum schaffen werden soll. Bahnhof das Geleite und begaben sich dann nach den Knor. schaffen werden soll. ville Eisenminen, wo sich dieselben Szenen wiederholten. Die Miliz ergab sich und wurde gemeinschaftlich mit den dort beschäftigten Sträflingen gleichfalls nach Knoxville gesandt. Der Gouverneur des Staates, Buchanan, hat die ganze Staatsmilis einberufen und nach dem Schauplaße der Unruhen entsandt. Die Bergleute halten das Telegraphenamt in Briceville besetzt jeder von Euch bestätigen wird, sind die wirthschaftlichen VerWie wir in Erfahrung bringen konnten, und wie es auch und unterwerfen alle Zeitungstelegramme einer strengen Zensur. hältnisse doch die denkbar schlechtesten. Wenn man in Betracht Aus Oliver Springs, in der Nähe von Briceville, wird ge- zieht, wie bei den heutigen theuren Seiten die nothdürftigsten meldet, daß 1000 Bergleute daselbst um Mittag eintrafen, um Lebensmittel derartig in die Höhe geschraubt sind, daß fie, verdie in den dortigen Minen thätigen, etwa 300 Mann starken glichen mit unserm Lohn, der nicht mehr als 15-18 M. höchstens Sträflinge entweder hierher oder nach Chattanooga zu senden. beträgt, kaum zu erschwingen, so muß man sich wundern, daß Die Bergleute haben die ganze, 5 Meilen lange Strecke zwischen der Eisenbahn- Station von Coal Creef und Brice- Ihr bisher jeder Organisation ferngestanden habt. ville besetzt, und eine Verhängung des Standrechts über diesen wenn Ihr sie erkannt habt, dann ist es Eure Pflicht, sie auch verIhr müßt Eure wirthschaftliche Lage erkennen lernen und, Distrikt gilt als höchst wahrscheinlich. Die Aufregung nimmt bessern zu helfen. Zu den bereits in Knoxville befindlichen Truppen sind weitere 400 Mann eingetroffen, und Alle brennen angeblich vor Begier, die der Miliz am 20. d. M. von den Bergleuten zugefügte Schlappe wieder auszuwetzen. Aus. Nashville ist eine Batterie Artillerie mit zwei Gatling- Geschüßen zu ihnen gestoßen. Ein Ausschuß der Bergleute in Coat Greek traf hier ein und wählte eine aus vier Bürgern bestehende Ver= söhnungskommission, welcher auf Verlangen der Bergleute seitens des Zentral- Arbeitsausschusses noch ein fünftes Mitglied beigegeben wurde. Von dem Ausgange der Verhandlungen zwischen dem Gouverneur und der Kommission wird es abhängen, ob die Truppen einschreiten werden oder nicht. Einem Spezialberichte aus Coal Creef zufolge hat Gouverneur Buchanan den Gouverneur von Georgia ersucht, ihm zwei Kompagnien Infanterie und zwei Batterien Artillerie mit Gatling- Geschüßen zur Verfügung zu stellen." fation, die hiermit an Euch erlassen wird, soll Euch nicht zum Kollegen! Die Aufforderung zum Anschluß an diese Organis Schaden sein, denn diejenigen, welche zu Euch sprechen, thun dies aus Erfahrung, weil es auch Arbeiter sind, die denselben Drangfalirungen ausgesetzt sind, wie Ihr. falirungen ausgesetzt sind, wie Ihr. zu. Es ist also Hoffnung vorhanden, daß die obligate Arbeitermezelei doch noch zu Stande gebracht wird. Die Ziele, die wir uns gesteckt haben, sind z. B.: 1. Verkürzung der Arbeitszeit, was uns hauptsächlich noth thut; 2. Verbesserung der Löhne, welche zu verlangen wir wirklich ein Recht haben; 3. Einführung von allen Schutzvorrichtungen zur Verhütung von Unfällen, die das Gesetz vorschreibt nnd vielfach von den Unternehmern nicht in Anwendung gebracht werden, denn fortan sollen unsere Arbeiterknochen fein Spielzeug mehr sein; 4. in hygienischer Beziehung Vorschriften für eine gesunde Luftventilation zur Erhaltung unserer Gesundheit, da heutzutage niemand fragt: hast Du genügende Luft oder nicht. Kollegen! Der Verband der gewerblichen Hilfsarbeiter bietet Euch noch viel mehr, was wir hier gar nicht alles mit anführen tönnen, weil der Raum zu eng ift. Wir erwarten von Euch, wenn wir nach einigen Tagen an Euch herantreten und sagen, dann und dann findet für Euch eine Versammlung statt, wo Euch das Nähere deutlich und klar auseinander gesetzt wird, daß Ihr alle Mann für Mann erscheint, um zu zeigen, daß Ihr Eure Lage erkannt habt und gewillt seid, Eure wirthschaftlichen Verhältnisse zu verbessern, und dadurch dem Kapital die Stirn zu bieten und ihm zu zeigen, daß wir Männer sind, die für ihre Rechte eintreten wollen. Die Agitationskommission der gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Lausanne. Nach zehnwöchentlichen Unterhandlungen und einem eintägigen Streit haben die Schuhmachermeister die Forderungen der Gehilfen am 16. Juni bewilligt. Diese Ateliers und Lieferung sämmtlicher Fournituren durch den ArbeitForderungen waren: Abschaffung der Stückarbeit, Herstellung der geber, Ginführung eines Stundenlohnes von 35 Cts. Minimum und zehnstündige tägliche Arbeitszeit. Wirkungen des Hundssterns. Ein hiesiges Blatt, bereits Reichstags- Abgeordnete der Reichstags- Abgeordnete Zimmermann, der das man in anständiger Gesellschaft nicht gerne nennt, beHerausgeber der Deutschen Wacht", und der Reichstags- hauptet, die„ direktionslose" Redaktion des„ Vorwärts" Abgeordnete Dr. Böckel diese zuerst von dem Herrn P. Gräbner ausgesprochene Anschuldigung als Lüge gebrand- sei durch das Flugblatt der angeblichen„ Opposition" in markt haben; 5. daß die deutsch- soziale Partei ferner dadurch eine unglaublich komische Stellung" gebracht worden. Das beschimpft worden ist, daß es für den Wahlkreis Raffel unglaublich Komische" besteht darin, daß wir es nicht für Melsungen als eine Schmach hingestellt wird, sich bei der An- eine Spaltung" der Partei erklären wollen, wenn ein paar wefenheit Sr. Majestät des Kaisers von dem Antisemiten Dr. Anonymusse nach einer seit 1878 bekannten Schablone auf Förster vertreten zu sehen. 6. Ich mißbillige den der deutsch- uns schimpfen. Und die Redaktion der Freisinnigen fozialen Partei zu Unrecht gemachten Vorwurf, daß sie für alles Beitung", die natürlich nicht fehlen kann, wo es gilt, unter Elend in der Welt und für alle sozialen Schäden allein die der Firma der Sozialistentödtung sich lächerlich zu machen, nationalliberale Wahlkomitee durch den Satz:„ Wer Dr. Förster will es nicht glauben, daß das fragliche Flugblatt uns wähle, verhelfe dem Sozialdemokraten zum Siege", angedeutet noch nicht zu Gesicht gekommen sei alle anderen hat, es werde für den Fall einer Stichwahl zwischen dem Redaktionen hätten es doch gleich nach dem Erscheinen Deutsch- Sozialen und dem Sozialdemokraten die Losung gehabt. Nun, das finden wir gar nicht wunderbar. Daß Bukarest. Ueber den Streit der Tischler wird uns " Wahlenthaltung" oder„ Stimmabgabe für Pfannkuch" aus die Urheber des Flugblatts dasselbe allen gegnerischen geschrieben: Ursache des Streits ist, daß die hiesigen Arbeitgeber gegeben. 8. Schließlich erkenne ich an, daß die deutsch- soziale Blättern und Parteien zuerst zukommen ließen, uns aber im Wege einer Koalition beschlossen haben, die elfstündige ArPartei ein durch ihr Programm wohlbegründetes Anrecht darauf übergingen, dafür liegt der Zweck doch auf der Hand. Für beitszeit einzuführen. Vor mehr als einem Jahre hatten wir, hat, zu den im vollen Sinne des Wortes staatserhaltenden die Gegner war's in dieser Sauregurkenzeit ein will- und ganz mit ihrer Zustimmung, den Arbeitstag auf 10 Stunden Parteien gerechnet zu werden." tommener Braten, für uns ist es bedeutungslos, solange irren und die Arbeitgeber von ihrem Vorhaben nicht abzubringen festgesetzt. Da in Bukarest so schon über 400 Arbeitslose herumAuf diesen Förster'schen Schreibebrief hat der vernicht ein Genosse seinen Namen dazu leiht, aus dem Nebel sind, weil heuer so wenig Arbeit ist, stellten wir die Arbeit ein. judete Kandidat der„ verjudeten Mittelparteien" eine au 3- allgemeiner Redensarten heraustritt und klipp und klar Unser Verein ist noch jung und seine Mittel sind schwach, deshalb weichende Antwort gegeben, die einen weniger grimmigen fagt, was er eigentlich will. appelliren wir an die Solidarität unserer auswärtigen ArbeitsMann als unseren grimmigen Förster in grimmigen Zorn Exemplare des Flugblattes sind uns inzwischen zu genoffen, uns mit Rath und That beizustehen; Hilfe ist sehr versetzt haben würde. Allein der grimmige Förster ist plöt Sänden gekommen. Es ist nicht unterzeichnet. Ver- nothwendig. lich ganz ruhig geworden. Nicht einmal zur Wahlenthaltung antwortlich für Redaktion und Verlag ist Ernst Müller, Das Romitee des Tischlerarbeiter- Vereins zu Bukarest. räth er sie könnte ja dem„ verjudeten" Mammonknecht Berlin, Schmidstraße 39." Wer ist Ernst Müller? Als Wir ersuchen, Briefe und Sendungen an das Vereinslokal, und Anbeter des goldenen Kalbs eine Niederlage be Drucker ist angegeben:„ Hugo Ginzel, Neuenburgerstraße 30" Boulevard Elifabetha Nr. 91, zu senden. reiten, Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. - und so erklärt der vorsichtige Ritter St. Georg, auch Ginzel ist ein in den weitesten Parteikreisen under den Lindwurm des Kapitalismus erstechen will, sich bekannter Drucker! " vollständig außer Stande", seinen Gesinnungsgenossen einen bestimmten Rath zu geben." Korrespondenzen und Parteinachrichten. Wilhelmshaven, 23. Juni. In Metallarbeiter freisen wird nach dem„ Norddeutschen Voltsblatt" gegenwärtig wieder lebhaft Klage geführt, daß auf der kaiserl. Werft die Dreher mit einem mehr als unzulänglichen Lohne eingestellt werden. So sind in den letzten Wochen wieder Dreher eingestellt worden mit einem Lohnsate von 2,50 M. pro Tag. Man wußte früher nichts davon, daß den Drehern ein solcher Lohn geboten wurde. Heute, wo alles so theuer, ist er vollends unzulänglich. Es ist hier an dieser Stelle wiederholt schon ausgeführt Das heißt natürlich aus antisemischem in ehrliches Deutsch übersetzt:„ Wir Antisemiten essen das Brot des christlich- germanischen Kapitalismus und haben ihm die semitische" Konkurrenz vom Halse zu schaffen. Weß Brot ich eß, deß Lied ich sing', drum müssen wir Bant, 19. Juli. Die Volksversammlung, die gestern tagte, worden, daß Privatleute hier sich besinnen würden, einem ungegegen die Sozialdemokratie stimmen, die befaßte sich mit dem internationalen Arbeiterkongreß, der in lernten Arbeiter weniger als 3 M. den Tag zu geben, und die unferem Brotherrn, dem christlich- germanischen Brüssel nächsten Monat stattfindet. Nach einem einleitenden Refe- kaiserl. Werft kommt heute, nachdem in den letzten Jahren Kapitalismus und Großwucher den Hals um- rate des Genossen Hug wurde beschlossen, daß ein Delegirter petionirt, sich beschwert und gebettelt worden ist, durch alle drehen will!" da die organisirten Arbeiter von Oldenburg, Delmenhorst, Leer, 2,50 M. Handwerkern zu bieten, die sie immer besser bezahlt hat und Emden und Norden ihm gleichfalls ein Mandat übertragen haben die auch überall einen höheren Lohn erhalten. Das Ende vom Der Antisemitismus wird seinem Herrn und Meister, resp. sicherlich werden, Ostfriesland und das Herzogthum Olden- Liede ist, daß diese Leute es 14 Tage bis 4 Wochen aushalten dem Kapitalismus, aus dessen Krippe er frißt, nicht burg auf dem Kongres vertreten dürfte. und dann wieder ihre Entlassung nehmen, wie es in den letzten Wochen auch geschehen. Man sollte doch an maßgebender Jever, 20. Juli. In der heutigen Schöffengerichts- Sigung Stelle endlich einmal einsehen, daß unter drei Mart pro Tag den, wegen Beldigung die Und so wird's geschehen. ungetreu werden, und für das goldene Kalb stimmen. Wohl wird Herr Oberwinder von den sozialistischen Phrasen, * " * die er von früher her auf Lager hat, noch einige vom Stapel wurde der Redakteur des Norddeutschen Voitsblattes", Genosse hier einfach nicht mehr menschenwürdig zu leben ist und daß M. leicht findet er dann einmal Zeit, seinen Kollegen vorzu wurde in einem Gingesandt aus Uetersen, das in der von dem rechnen, wie viele der fünfzehntausend Millionen Bestraften gleichfalls redigirten Nordwacht" zum Abdruck kam, müßte." Loudon, 25. Juli. Der„ Times" zufolge kann die Nationalbank von Uruguay infolge des Falliſſements der reich und Amerita auf den Gütern der Bauern und Farmer bortige Staatsanwaltschaft, obgleich das Gingesandt von angeb- English Bank of River Plate ihre im Umlaufe befindlichen Lasten, christlichen und wie viele jüdische uWucherlichen. Uebergriffen eines Fabritverwalters gegenüber Arbeitern Kaffenscheine nicht einlösen. Theater. Sonntag, den 26. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Montag: Diefelbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Tricoche und Cacolet. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend Theater. Wasser. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr- Ecke. 1033 L Heute, Sonntag, den 26. Juli cr.: Großes Militär- Concert. Freie Volksbühne. Heute Nachmittag 22 Uhr findet im Ostend- Theater die 8. Vors Jm großen Saale: stellung für die 2. Abtheilung( grüne Karten) statt. Aufgeführt wird: Ball. A. Froelich. Marionettentheater: Gr. Vorstellung. Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. Mittwoch, den 29. Juli cr.: Zweites gr. Erntefest mit Gratisverloosung. Schloß Go Zum Sternecker.o Berlin unter Weißensee. Montag: Dieselbe Vorstellung. O Adolph Ernst Theater. Wettschwimmerinnen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Die dritten Male: Doppel- Fallschirm- Absturz mit 2 Fallschirmen zu gleicher Zeit, Doppelselbstmord, Bauernposse in 3 Atten und 6 Bildern von Anzengruber, Das Ausloosen der Pläge beginnt pünktlich um 1½ Uhr. Am Sonntag, den 2. August findet für die 3. Abtheilung( graus Karten) dieselbe Vorstellung statt. Außerdem wird mitgetheilt, daß am Sonntag, den 9. August, im Müggelschlößchen bei Friedrichshagen zur Feier des einjährigen Beſtehens der Freien Volksbühne großes zu Billets à 25 Pf. inkl. Wasserfahrt vom Montag, den Jialitäten- Borstellung. Spe sensationelle Produktion, ausgeführt von den Gebr. Damm. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. 27. Juli ab in sämmtlichen Zahlstellen zu haben find. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof von früh 4 Uhr Concert. Bal champêtre. Volksbelustigungen. bis 10 Uhr 15 Min.( Arbeiterbillet nach Friedrichshagen und zurück 30 Pf. à Person). 257M Anfang des Concerts 4 Uhr, des Aufstieges 6 Uhr. Entree 50 Pf., vorher 40 Pf. Rud. Sterneder. Unterhaltungs- Musik. Weißensee. Volksfest Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. gind Spezial- Ausschank von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum und SpezialitätenTheater. Entree 50 Pfg. Geöffnet von 10-10 Uhr. Castan's Panopticum. Um Morgen Montag: in sämmtlichen Lokalen Weißensees. der Gebrüder Damm. 2 Passagiere m. Gr. Ballonfahrt werden gratis mitgenommen und 6 Uhr: durch das Loos bestimmt. Jedes Billet hat eine Nummer. Schwimmproduktionen von 8 Kunstschwimmern. Springen vom Thurm, Wettschwimmen, Tauchen, Komische Intermezzos, Ulmer Fischertechjen. Im Hippodrom: Altdeutsches Reiterfest. In allen Lokalen: Konzert n. Ball. Fenerwerk. Große Illumination. Fontaine Lumineuse. Volksbelustigungen, Stangenklettorn nach silb. Uhren. Anfang 4 Uhr. Entree 50 Pf., vorher 30 Pf. Inhaber von Billets zahlen für Hin- und Rückfahrt( Pferdebahn) nur 30 Pf. Das Festkomitee. Donnerstag, den 30. Juli: Stuwer- Feuerwerk. etzt: Friedrichstr. 165, Fichtestr. 29. Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Hus Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. B Roloffaler Jubel E Der Sensations Pantomime Die Räuber. Reinh. Krösche's Gesellschafts- Haus. Reichhaltiges Konzert- und Theater- Programm. Für Kaffeeküche, billige und gute Speisen und Getränke ist ebenfalls bestens gesorgt. Um recht zahlreiche Betheiligung wird im Interesse der Vereinskasse höflichst gebeten. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Montag, den 27. Juli, in Keller's Hofjäger, Hafenhaide: Grosses Sommer- Fest. Anfang des Konzerts 5 Uhr.- Abends 8 Uhr: Grosses Garten- Konzert, unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine Festrede des Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht. des Arbeiter- Sängerbundes, unter Leitung des Bundesdirigenten. Verloosung, Kinderbelustigung u. Tanz. Die Kaffeeküche ist v. 3 Uhr an geöffnet. Entree 25 Pfg. Billets sind an den mit Plakaten belegten Stellen, sowie in allen Schulen zu haben. Der Unterricht fällt an diesem [ 400/11] Abend aus. Der Vorstand. Fichteftr. 29. Achtung. vormals A. Möwes( Safenhaide). Empfehle als angenehmen Aufenthalt für Familien und junge Leute Achtung. Sonntag, den 26. Juli cr., meinen schönen, schattigen Garten, verdeckte Kegelbahnen, Billards, sowie findet in Feuerstein's Salon, Alte Jakobftr. 75, das 1. STIFTUNGS- FEST meinen herrlichen Tanz- Saal( jeden Sonntag gr. Ball), grosse Restaurationsräume, einen guten Happen- Pappen und einen vollen Topf Bier. Die Kaffeeküche ist während des ganzen Tages geöffnet. D'rum, wer sich amüsiren will, Der komme hent' u Krösche's hjin! 1011L Gleichzeitig empfehle meine Säle zu Hochzeiten, Vereine und Versammlungen. des Fachvereins der Schlächtergesellen Berlins statt. Ernst Gründer's Festsäle, Hasenhaide 21. Jahnstrasse 8. Große und kleine Festsäle( mit und ohne Bühne), Vereinszimmer von 50, 100, 200 bis 3000 Personen, fomfortabel eingerichtet, habe zu Vereinsfestlichfeiten, Versammlungen und Hochzeiten unter den koulantesten Bedingungen zu vergeben. Täglich: Große Chantant- und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochen- Entree frei. Jeden Sonntag: Großer Ball in allen drei Sälen. tags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Montag und Mittwoch: Ball bei gänzlich freiem Entree. Plaz 50 Pf.- Kaffeeküche ist geöffnet. 30 PROGRAMM: Großes Garten- Konzert, ausgeführt von Bivil- Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Kummerschen Gesangvereins( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes) unter Leitung des Dirigenten Herrn H. Flöther. Auftreten der Tyroler Duettisten Herrn und Frau Hohfelner und des Gesangshumoristen Herrn W. Reinhold. Festrede, gehalten vom Stadtv. Herrn 0. Klein. In beiden Sälen: Grosser Sommernachts- Ball, verbunden mit Kappen- Polonaise. Anfang Nachmittags 4 Uhr. 290/3 Billets inkl. Tanz für Herren 50 Pfg., Damen 25 Pfg. Freunde und Genossen, und besonders alle Proletariers- Töchter werden Der Vorstand. Voltsbelustigungen aller Art. Restaurant zum„ Bukunftsstaat hiermit freundlichst eingeladen. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. B45 Dienstag, den 28. Juli: E Benefiz für die Duettisten Glaser. Helmuth Peters. EN- BRAU TIEN FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain Königsthor. Adolph Scholz, Achtung. Bastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). 382 L Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Freikonzert, Tanz, Kaffeekochen. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch [ 756L] ladet ergebenst ein Heute, Sonntag: Treptow. Grosses Henze. Jeden Sonntag Tang in beiden Charlottenburg. Achtung. Das 1. Stiftungs- Fest der Freien Dissidenten- Gemeinde zu Charlottenburg findet am Sonnabend, den 1. August auf ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39, statt. PROGRAMM: Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert, Sälen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Volks- ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Sängerchors ( Männer und Frauen) der freireligiösen Gemeinde zu Berlin." Militär- Bade's Volksgarten.orgliches Weiß- u. BairischParkstrasse. An der konzert Arnold. Verbindungsbahn. 986L Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pj. E Programın unentgeltlich. Jeden Freitag: Militär- Frei- Konzert. Etablissement Ostbahn- Park. Hermann Imbs. 71 Rüdersdorferstraße 71. Sonntag, den 26. Juli:" DEF Benefiz 388 B des Luftschiffers Herrn Ernst Syring. Grosses Konzert Bier. 758L Landstrasse. Feftrede, gehalten von Dr. Bruno Wille. Nachher: Grosser Ball Anfang 6 Uhr. Billets inkl. Tanz à Person 30 Pf. find zu haben i. Restaurant H. Pirnau, Wilmersdorferstr. 36, Schirmer, Schloßstr. 25, Voss, Krummestr. 19, im Zigarrengeschäft von G. Stein, Potsdamerstr. 39, Hoppe, Charlottenburger Ufer 5a, beim Vorsitzenden W. Schulz, Krummestr. 27, Hof I, beim Kassirer G. Zippert, Wilmersdorferstr. 133, Hof parterre, sowie beim Fest- Komitee." Der Vorstand. Köpnicker Treptow. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,4 Liter 15 Pf. Raffeeküche. 6 Kegelbahnen. Jeden Donnerstag: Frei- Konzert. E Schmöckwitz. Gasthaus Zur Palme". Empfehle mein reizend am Wald und Wasser gelegenes Lokal mit großen W. Jacob. [ 761L säten, Hallen, zwei Kegelbahnen, großer Kaffeeküche etc. den geehrten 142/12 Stuckateure! Sonnabend, den 1. August 1891 findet im Bereinen u. Fabriken zu Landparthien u. Ausflügen. Dampferstation. Station der Görlizer Bahn, Chauffee bis vor die Thür. Carl Kurras, Gastwirth zur Palme Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, unsee Allen Parteigenoffen empfehle mein 15. Stiftungs- Fest W. Gründel's Restaurant, Restaurant zum Rothen Meer", des Fachvereins der Stuckateure un. Berufsgenossen Berlins u. Umg S, Dresdenerstraße 116. und Spezialitätenvorstellung. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, Anfang 4 Uhr. 715b Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Viktoria- Park. Gneisenaustraße 67. Blücherstraße 31. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Grosses Concert Sattler und Gärtner. 221L Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Täglich: Frei- Concert Boekhstr. 12. 1007L W. Haugk. Seeschlößchen Reinickendorf mit schöner Aussicht auf den See. Jeden Sonntag Gr. Ball im Parquetsaal. Parteigenossen u. Genoſinnen Kaffeeküche v. 2 Uhr an gröffnet. Volksbeluftigungen jeder Art. empfehle ich meinen neu eingerichteten Vereinen zu Sommerfesten zu empfehlen. und Spezialitäten- Vorstellung. Garten mit zwei Kegelbahnen. Auch Es ladet zum Besuch ergebenſt ein Entree 15 Pfg. Vorher 10 Pfg. tönnen Familien Kaffee kochen. Für 916L H. Böttcher. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Um gutigen Besuch bittet 723L F. Sikenstock. H. Stramm's Restaurant, 966L Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Allen Freunden u. Genossen zur Nach123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und richt, daß ich meine Destillation Arbeits- Nachweis der Vereine der von der Stalizerstr. 61 nach der Wörtherstr. 19 verlegt habe u. bitte Klempner, Glaser und Korbmacher. die Genossen hierauf Bezug zu nehmen. Reichhaltiger Frühstück-, Mittag- 2 Vereinszimm. m. Piano steh. z. Verfüg. und Abendtiscy à la carte zu soliden Preisen. 587 L E. 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Arbeiter- Tagesbillets ( vom Alexanderplatz 40 Pf., Schlesischer Bahnhof 30 Pf.) werden bis 10 Uhr Vormittags ausgegeben. Das Komites. Große öffentliche Volks- Versammlung für Friedenau, Steglitz und Umgegend am Montag, den 27. Juli cr., Abends 8 Uhr, in Frenkel's Gesellschaftshaus zu Friedenau, Rhein- Straße 14. Tages Ordnung: 1.„ Der Werth der Sozialreform für die Arbeiter." Ref. W. Werrer Berlin. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes für Friedenau. 4. Wahl der Lokalkommission. 5. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Berantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 869/10 Der Einberufer. Hierzu zwei Neilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 172. Unterricht im Sozialismus.) Fanny fragt: Von der Zukunft frei und hehr, Von dem lichten Gegensaz Zu der düstern Qualenwelt, Die uns heut in Banden hält, Was mir noch verborgen blieb, Trauter Schat, Sag' mir mehr! Deffne mir des Wissens Thor. Horch' auf, mein Lieb! In Dein köstlich kleines Ohr Flüstr' ich meine Antwort Dir: Heilig ist die Arbeit für und für! Der Mensch ist Arbeiter geworden, Wenige strenge Tagesstunden Ans Maschinenwerk gebunden. Dann in der Freiheit wonnigem Schein Bleiben sonnige Stunden sein. Der Arbeiter ist Mensch geworden! Aus der Arbeit Pflichtgebäude Kehrt er heim zur Lebensfreude, Zum Wissen vom Schönen, Zum Genießen des Schönen, Bum Schaffen des Schönen. Leopold Jacoby. Sonntag, den 26. Juli 1891. von 8. Jahrg. angabe derselbe mich einer frivolen Verleumdung" überführen Post beamten zurückzuführen. Derselbe wurde bei einem wollte, einer frivolen Verleumdung" überführt habe; nicht Eisenbahnunfall in seinem Postwagen hin und hergeschüttelt und in dem Angriffe des Jonas, sondern in meiner Abwehr dieses ein starker Ruck warf ihn dann noch so unglücklich zu Boden, erlitt dabei eine Verlegung an der linken Seite des Unterleibs: Angriffs sieht er eine grobe und unerhörte Beleidigung". Selbst- daß er eine Gehirnerschütterung davontrug und längere Zeit verständlich habe ich sofort an die Staatsanwaltschaft das vollkommen bewußtlos dalag. Als Folge dieses Unfalles, der schriftliche Ersuchen gerichtet, dem Antrage des ihn acht Wochen an das Bett fesselte, blieb eine Reihe seltsamer nervöser Störungen zurück, welche noch jetzt in gewissem UmJonas abzusehen und zwar um so mehr, als demselben fange fortbestehen und die Arbeitsfähigkeit des Patienten völlig der Weg der Privatklage, auf dem ich ihm mit tausend beeinträchtigen. Beim Gehen vermag er den linken Fuß fast Freuden begegnen will, vollkommen frei steht. Ich begründe das gar nicht zu gebrauchen, er stützt sich lediglich auf den rechten. Gesuch insbesondere damit, daß es meines Erachtens keineswegs Bersucht er in liegender Stellung das linke Bein emporzuheben, so reicht seine Kraft hierzu kaum aus; das Bein beginnt stärker zum Berufe des Anwalts gehört, durch falsche Inhaltsangaben und stärker zu zittern und sinkt schließlich kraftlos zurück. Auch gerichtlicher Urkunden die Gegenpartei zu beschimpfen, und daß das Gefühl am linken Bein ist ganz verschwommon und unsicher; bei ge fein„ öffentliches Interesse" vorliegt, so grobe und unerhörte" Berührungen mit einem weichen Pinsel werden Ueberschreitungen des anwaltlichen Berufs gegen die berechtigte schlossenen Augen kaum noch wahrgenommen. Noch eigenthümNothwehr eines durch sie in seiner Ehre schwer verletzten Staats- licher als alles dies sind aber gewisse geistige Störungen, unter welchen der Kranke- früher mehr als jetzt zu leiden bürgers von Staatswegen zu schützen. Ich hoffe auch, daß die hatte. Derselbe war und das ist recht bezeichnend für alle Staatsanwaltschaft diese Gesichtspunkte berücksichtigen wird; für derartigen Neurosen meist sehr unruhig und erregbar, dann jeden Fall habe ich aber, sicher, daß bei einer etwa doch er wieder trübe gestimmt und beklommen und empfand eine wahre Unlust vor jeder Beschäftigung; jede Frage nach seinem Leiden, folgenden Beschlagnahme meiner Schrift die Stephany, seinem Befinden genügte, um ihn in einen Zustand weinerlicher Stein und so weiter, ihre gegenwärtig verlorene Beredtsamkeit Erregbarkeit zu versetzen, in welchem er nur schwer zu beruhigen wiedergewinnen und über die Gründe der Maßregel so wahr. war. Gewisse Weitläufigkeiten und Unannehmlichkeiten im Verhaftig reden werden, wie sie vor Gericht geschworen haben, den fehr mit seinen Vorgesetzten, welche wohl bei dem vollständigen Fehlen aller äußerlich wahrnehmbaren Krankheits- Erscheinungen Thatbestand schon jetzt feststellen wollen. zum Theil nicht recht an seinen nervös leidenden Zustand glauben mochten, trugen dazu bei, ihn in einen Zustand hochgeradiger Erregung zu versehen, der einer wirklichen Geistesstörung nahe tam. Er litt an allerlei Sinnestäuschungen, welche ihn zuerst stark beeinflußten und an denen er auch jezt noch festhält, trotzdem er ruhiger geworden ist. Fortwährend glaubte er sich auf der Straße und anderswo beobachtet und fixirt von anderen Leuten, die ihm sogar beleidigende Redensarten zuzischelten und hinter ihm herredeten; er befand sich dabei in dem Wahne, daß seine Vorgesetzten auf der Post die Anstifter feien furz, er nahm ein förmliches Komplot gegen sich an. Jetzt ist der Patient wie gesagt etwas ruhiger geworden; immerhin dürfte wohl noch geraume Zeit vergehen, ehe sein Zustand wieder ein normaler geworden ist, und es ist fraglich, ob überhaupt eine vollkommene Heilung eintreten wird. Hochachtungsvoll F. Mehring. An sämmtliche Gewerksärzte hat der Gewerks- KrankenVerein folgendes Schriftstück gerichtet: Bei der fortdauernden und in letzter Zeit sich besonders bemerkbar machenden Agitation gegen das Fortbestehen des Gewerks- Kranken- Vereins soll nicht unterlassen werden, darauf hinzuweisen, daß mit sämmtlichen, beim Gewerks- Kranken- Verein fungirenden, besoldeten Herren Aerzten verabredet ist, daß das reinfontraktliche Verhältniß einer Von Herrn Dr. Franz Mehring erhalten wir folgende dreimonatlichen, nur an den Kalender- Quartalen beiden Theilen Znschrift: zustehenden Kündigung unterliegt. Lokales. Sehr geehrter Herr Redakteur! Sie würden mich verbinden, wenn Sie nachfolgende Zeilen in die nächste Nummer des Vorwärts" einrücken wollten. " Weitergehende Ansprüche stehen sonach den Herren an der Bereinigung nicht zu, natürlich auch nicht für den Fall, daß infolge einer Abänderung der Krankenkassen- Gesetzgebung oder einer Sonstigen Bewegung der Gewerks- Kranken- Verein zur Auflösung gelangt. Wenngleich der Fortbestand des Gewerks- Kranken- Vereins trotz aller angeführten Umstände diesseits nicht bezweifelt wird, so soll doch zur Vermeidung jedes Mißverständnisses auf diese Rechtslage noch besonders aufmerksam gemacht werden. Gewerts Kranten Verein. gez. Eberty. Wie Sie bemerkt haben werden, hat die bürgerliche Presse mit ganz wenigen Ausnahmen, unter denen sich beiläufig kein freisinniges" Blatt befindet- meine Schrift Rapital und Presse" nach bekannter Weise todtgeschwiegen; auch die Stephany, Stein und so weiter haben sich, nachdem sie mich mit ihren gerichtlichen Falscheiden überfallen hatten, nicht zu dem offenen Kampfe gestellt, zu welchem ich sie in der ge- In Sachen der Krebsversuche hat ein Dr. Frank die nannten Schrift einlade. Gleichwohl hat dieselbe schon ihre Herren Bergmann und Hahn zu entschuldigen versucht. Sicksale. Ich erwähne nur im Vorbeigehen, daß die einzige Jedoch mit sehr wenig Geschick Jedoch mit sehr wenig Geschick- im Gegentheil, er hat unseres brgerlich- demokratische Zeitung in Deutschland, welche, beiläufig Grachtens die genannten Herren nur belastet. In dem Fall, ganz aus eigenem Antriebe, nach meiner Boykottirung durch die welchen er anführt, handelt es sich, wie wir bereits mittheilten, um eine frebskranke Frau, der an einer franken und an einer Bolts- Zeitung" mich um Beiträge ersuchte, nämlich die„ Breslauer gesunden Stelle des Körpers ein Haut und Fleischlappen ausMorgen- Zeitung", mir nach dem Erscheinen von ,, Kapital und Presse" geschnitten und das gesunde Stück an die Stelle des franten, das alsbald den Stuhl vor die Thür setzte und ihr freisinniges" franke an die Stelle des gefunden eingesetzt ward. Beide Lappen wuchsen an und die Wirkung war, daß der gesunde Fleischlappen Ansehen und Gewissen durch das Engagement des vorgenannten gesund blieb, der franke dagegen den Krebs an die gesunde Stelle Herrn Stein falvirte. Dagegen hat es meines Erachtens ein brachte, Wenn das Experiment sich darauf beschränkt hätte, den mehr als persönliches Interesse, daß der Vorstand der hiesigen gesunden Haut- und Fleischlappen an die kranke Stelle zu bringen, so würde nichts einzuwenden sein. Die Ueberpflanzung des Anwaltskammer, gez. Lesse, bei der hiesigen Staatsanwaltschaft franken Haut- und Fleischlappens an die gesunde Stelle war aber einen Antrag des Rechtsanwalts Jonas befürwortet hat, unzweifelhaft ein medizinisches Verbrechen. welcher nicht nur meine Strafverfolgung von Amtswegen wegen Eine eigenthümliche Gruppe von Krankheiten, die be angeblich dem Jonas zugefügten Beleidigungen, sondern auch sonders in neuerer Zeit viel von sich reden gemacht haben, ist die Beschlagnahme meiner Schrift beansprucht. es, welche man als traumatische Neurofen bezeichnet Der Vorstand der Anwaltkammer faßt dabei namentlich den Um- d. h. nervöse Krankheitszustände, die durch eine heftige Erstand ins Auge, daß ich den Jonas durch den urkundlichen schütterung des ganzen Körpers oder durch eine Verlegung eines Abdruck eines gerichtlichen Urtheils, durch dessen falsche InhaltsAbdruck eines gerichtlichen Urtheils, durch dessen falsche Inhalts*) Aus dem neu erscheinenden Buche: Lieder und Gedichte aus Italien". Theil: Ein Zyklus Fanny Lieder. ( Nachdruck verboten.) Ein Stiefkind des Lebens. einzelnen Körpertheils hervorgerufen werden. Es sind zuerst englische und amerikanische Aerzte gewesen, welche derartige nervöse Zustände gerade nach Eisenbahnunfällen beobachtet und unter dem Namen railway spine" beschrieben haben. Auf eine Erster solche Krankeitsursache ist auch das Leiden eines gestern in einer hiesigen größeren Nervenklinik vorgestellten EisenbahnAus dem Schwedischen von Gustav Lichtenstein. Sie war siebenzehn Jahre und hatte noch keinen frohen Tag in ihrem Leben gehabt. Von einem Mitgliede der Firma Buchholz erhalten wir folgendes Schreiben: Die gestrige Notiz über die genannte Firma im Vorwärts" enthält einige unrichtigkeiten und bitte ich um" deren Berichligung. Es ist keinem der Arbeiter gesagt, er müsse zu den Sammlungen einen Beitrag geben, es ist im Gegentheil ausdrücklich gefagt es brauche sich Niemand zu geniren, eine Gabe zu verweigern. Verschiedenen Arbeitern sind die Beiträge, weil zu hoch, zurückgegeben den Inhabern der Firma ist von der Sammlung überhaupt garnichts bekannt. Der Verdienst der Arbeiterinnen ist bei uns derselbe und vielleicht noch ein besserer, wie in allen übrigen hiesigen Wäschefabriken. Tüchtige Arbeiterinnen verdienen gutes Geld, während untüchtige weniger haben. Ganz besonders reich ist der Zoologische Garten diesen Sommer an Erfolgen auf dem so schwierigen Gebiete der Thierzucht. Heute können wir zwei Geburten in der bekanntlich zu den Wiederkäuern gehörigen Familie der Schwielensohler verzeichnen, diejenige eines jungen zweihöckerigen Rameels oder Trampelthieres und die eines Guanako. Trotz des nicht gerade günstigen Sommers gedeihen die jungen Thiere, welche bereits kurz nach der Geburt munter der Mutter folgten, auf das Beste und werden hoffentlich später eine Zierde des Gartens. Eine merkwürdige Szene, die ein gewisses psychologisches Intereffe beanspruchen darf, spielte sich, wie ein Abendblatt berichtet, gestern Nachmittag in einem nach Westen gehenden Pferdebahn- Wagen ab. Am Spittelmarkt hatten zwei Damen, wie sich später herausstellte, Mutter und Tochter, den Wagen bestiegen. Die Damen, von denen die jüngere schwarz gekleidet war, befanden sich in lebhafter und allem Anschein nach angenehmer Unterhaltung, als ein Schußmann den Wagen betrat und sich neben die Tochter setzte. In diesem Augenblick ging mit dieser eine jähe Veränderung vor. Ihr Gesicht nahm einen ganz seltsamen Ausdruck an, ein Bittern durchlief den ganzen Körper Zuckerstangen zum Danke erhielten, verhöhnte man die arme die Taufe. D, sie war ja ein Scheusal, ein verworfenes Lena, warf sie mit Schneebällen und stieß sie in den Frauenzimmer, kaum zwei Jahre nach der Konfirmation Graben am Wege, so daß sie allein gehen mußte. Und ihr sich so zu betragen! kam plötzlich die Lehre so sonderbar vor, die Lehre von Nachdem sie eine viertel Tonne Getreide und drei einem Gotte, der Alle gleich lieb hat, von einem Erlöser, Reichsthaler aufgegessen hatte, sagte der Gemeindevorsteher, die Gesellschaft habe nun das Ihrige gethan, Lena sei der auch für sie gestorben war. wieder gesund und müsse sich selbst versorgen. Sich und und das Kleine! Aber nun war sie frei und durfte sich selbst verkaufen. Siebenzehn Jahre, und sie kannte das Gefühl nicht, an Und so verkaufte sie sich einem Bauern für zwanzig Reichseinem Mutterherzen zu ruhen, von zärtlichen, wenn auch thaler im ersten und dreiundzwanzig im zweiten Jahre. rauhen Händen geliebfost zu werden, und sie hätte genau Zwar gab es Arbeit genug, aber dafür war Milch in nachrechnen können, wie oft sie sich hatte sattessen können, der Suppe und Speck im Rauchfang, so daß das Prügeln wirklich sattessen, so daß sie nichts mehr hätte haben und Hungern ein Ende hatte. wollen. Vater und Mutter hatte sie nicht gekannt. Da blühte sie auf, die schwächliche Gestalt, die wettergebräunten Arme wurden rund und der Rücken gerade, die Wangen färbten sich und die Augen funkelten von Lebensfreude. Sie weinte und fragte, was sie mit dem Jungen machen solle, wenn es ihr gelingen würde, Arbeit zu finden? Der Gemeindevorsteher hielt ihr vor, daß sie daran hätte denken müssen, ehe sie sich in solche Sachen" eingelassen hätte. Da begann im Ernst der Kampf mit dem Leben. Im Der Vater saß im Gefängniß, weil er einen Mann im ersten Jahr beschäftigte sie sich mit Spinnen, Strumpfstricken und Hungern. Spinnen bringt nach dem auf dem Streit todtgeschlagen hatte, und die Mutter starb, ehe Lena laufen konnte. Dann wurde sie für siebenundzwanzig Schön konnte sie nie werden, aber sie wurde„ schmack- Lande üblichen Arbeitspreis höchstens siebenunddreißig Dere ( 40 Pfennige) die Woche ein. Reichsthaler*) einem Schuhmacher verkauft". Dafür mußte haftes Wild" auf dem Jagdfeld der Lüfte. Und mit siebenzehn Jahren ist das Blut so warm, Als der Knabe ein Jahr alt war, mußte sie ihn sich er sie kleiden und füttern und ihr das Elternhaus ersetzen. allein überlassen. Da ging Lena auf den Herrenhof an Aber das Geld ward für Kartoffeln und Brot und für ein und im Juni der Sommer so schön. paar Lumpen, die ihre Glieder bedeckten, ausgegeben, so Und es war ihr so sonderbar, an linden Sommer- die Dreschmaschine, fast während des ganzen Winters für daß für die Vaterliebe nicht viel mehr übrig blieb. abenden freundliche Worte zu hören, o, so merkwürdig das acht Stilling( 1 Stilling= 334 Pf.) täglich und Essen. Sie war, weiß Gott, nicht groß, wenn sie bleich und Liebeskofen auf den Wangen Arm- Lena's! Niemand hatte Che sie des Morgens von Hause fortging, löschte sie das mager, ach so mager, im Hause umhertrippelte, aber sie war sich um sie gekümmert, Niemand mit ihr recht gesprochen, Feuer auf dem Heerd aus, legte Scheere, Messer und Stopfdoch überall im Wege, und wurde aus einer Ecke in die stets war sie allen im Wege. Und jetzt! Jegt wurde fie nadel auf ein Brett, verschloß die Thür und bat die andere gestoßen. von warmen Blicken, von starken, liebeszitternden Armen Köhlerfrau: Sehn Sie doch ab und zu nach dem Kleinen, Sobald die schmalen, zitternden Finger einen Gegen- gesucht, jetzt brannten heiße Küsse auf den bebenden Lippen und wenn's Mittag ist, dann stecken Sie ihm ein Stückchen stand halten konnten, mußte sie sich im Hause nüßlich Arm- Lena's. Nun war Arm- Lena einem andern Menschen Brot, das auf dem Heerd liegt, in den Mund!" Damit machen. Im Gärtchen am Hause mußte sie Unkraut jäten, doch etwas, nun gab es doch einen einzigen wenigstens, der war die Sache abgethan. Kindermädchen spielen, für die Schweine Futter und im fie nicht verachtete. Walde Holz suchen. Aber allmälig ging sie auf der Auktion der Armenpflege im Preise herunter und wurde für 10 Reichsthaler statt 27,, verkauft". Dann wurde sie konfirmirt. In schlechteren Kleidern als irgend ein anderes Mädchen im ganzen Kirchspiel. Und während die anderen Mädchen ihre kleinen Bündel öffneten urb die Knaben mit Kringeln traktivten, von denen sie 1 Reichsthaler= 1,25 Mart. So war es einen ganzen Sommer, im Herbst aber wußte das ganze Dorf, daß Arm- Lena vom Bauerssohn verführt worden war. Im Frühjahr und im Sommer arbeitete sie auf dem Felde für die Bauern. Dafür bekam sie Essen und 12 Stilling. Im Herbst half sie beim Kartoffelausgraben. Dafür bekam sie auch zwölf Skilling täglich, da aber die Tage fürzer waren, nicht ganze Kost, nur zwanzig gekochte Kartoffeln jeden Mittag." Wenn das Heim des reichen Mannes die junge Gattin umschließt, dann liegt etwas unbeschreiblich Rührendes in Damals fing man an, sie„ Renn- Lena" zu nennen, der Mutterschaft eines Kindes, aber ach, über Arm- Lena schwebte kein poetischer Schimmer; sie wurde aus dem Eltern- weil sie bald hier, bald da arbeitete. Sie war tüchtig und schnell bei der Arbeit. Sie mußte hause des Verführers hinausgeworfen, der Gemeindevorsteher miethete sie in der Dachkammern einer Kothe ein, und ordentlich schaffen und ihren Ruf als die beste Arbeiterin ein altes Weib aus dem Armenhaus hielt ihren Knaben über im Dorfe aufrecht halten. damit man sie vorzugsweise an " und schließlich verfiel sie in ein krampfhaftes Schluchzen. Das jedoch die Mitte des Schilfes erreicht, da sank er mit einem Auf-| Brot und Backwaaren zum Betrage von 130 M. geliefert. Als Erstaunen der Mitfahrenden steigerte sich noch, als die Mutter, schrei vor den Augen des noch am Ufer stehenden Kollegen unter seine Mahnungen um Zahlung dieser Schuld vergeblich waren, indem sie sich als eine verwittwete Frau Dr. K. legitimirte, und fand seinen Tod in den Wellen. Alle sofort angestellten wandte Stockmann sich an den Ehemann der Angeklagten. Unter den Polizisten bat, er möge den Wagen verlassen. Der Rettungsversuche blieben erfolglos. Die Leiche des Ertrunkenen, Hinweis auf die von der Schuldnerin gemachten Einwendungen Beamte verließ, allen Dant ablehnend, den Wagen und nahm des einzigen Sohnes einer in der Wienerstraße wohnenden Wittwe, bezeichnete Stockmann dieselbe ihrem Ehemanne gegenüber als auf dem Perron Play. Was die ältere Dame den Fahrgästen ist bis jetzt noch nicht gefunden. , mehr als nervös" und rieth ihm, seine Ehefrau in eine Heilzur Erklärung des seltsamen Vorgangs mittheilte. war Folgendes: anstalt zu bringen. Diese Bemerkung benutzte die Beschuldigte zu Vor etwa einem halben Jahre hatte ein Schuhmann der Tochter Selbstmord eines Berliner Rektors. Eine anderweitig einem Erpressungsversuch. Sie schrieb an Stockmann, daß er sich einen Brief überbracht, den man als einzige Legitimation bei der bisher nicht bestätigte Meldung bringt die Frankfurter Oder einer schändlichen Verleumdung schuldig gemacht habe und daß sie Leiche eines im Thiergarten aufgefundenen Selbstmörders entdeckt Beitung aus Gaffen im Sorauer Kreise. Am Mittwoch fand ihn dieferhalb verklagen würde, falls er es nicht vorziehen sollte, hatte. Dieser Brief rührte von dem Bräutigam der jungen man, so lautet die Mittheilung, den Rektor K. von einer Gemeinde- durch Fallenlassen seiner Forderung einen Ausgleich herbeizuführen. Dame her, welche von dessen gewaltsamem Ende in der geschil- schule aus Berlin, welcher sich bei seinem Schwager in Gassen zum Die sehr redselige Dame machte dem Vorsitzenden viel zu schaffen, derten Weise unterrichtet wurde. Die plötzliche Todesnachricht Besuch aufhielt, in der Gablenzer Haide erhängt. Er fertigte sich da sie trotz aller Aufklärungen und Vorhaltungen anscheinend übte einen tiefen Eindruck auf das Gemüth der Tochter aus; aus dem eigenen Hemd eine Schnur. Der Beweggrund zur That nicht zu überzeugen war, daß in ihrer Handlungsweise etwas ein schweres Nervenfieber warf sie auf das Krankenlager und ist unbekannt. Strafbares liege. Der Staatsanwalt hatte feinen Zweifel an nachdem sie genesen, sei die merkwürdige Erscheinung zurückdem Schuldbewußtsein der Angeklagten, er beantragte gegen die geblieben, daß sie vor jeder Schuhmannsuniform Angst und felbe eine Gefängnißstraße von 14 Tagen. Der Vertheidiger wies Schrecken empfindet. Nach dem Fortgang des Polizisten beFrauen und zumal einer so nervösen Person wie der Angeklagten auf das mangelnde Rechtsbewußtsein hin, welches so vielen ruhigte sich das junge Mädchen bald wieder; ihre Erregung war eigen sei, er begründete hiermit seinen Antrag auf Freisprechung. deshalb eine so große gewesen, weil sie Schulter an Schulter mit dem Beamten gesessen; auf der Straße, wo sie das Gesicht Der Gerichtshof konnte aus dem ganzen Auftreten der Anabwenden und ihre Schritte beschleunigen fonnte, äußerten sich geklagten nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß dieselbe über die diese Zufälle, wie die Mutter erklärte, in weniger auffallender rechtlichen Wirkungen ihrer Handlungsweise klar gewesen sei und fällte deshalb ein freisprechendes Urtheil. Weise. wiederum ein Opfer gefordert. Die fixe Jdee, ein Perpetum mobile zu bauen, hat Rentier, frühere Drechslermeister E., welchem es gelungen war, Der in Berlin O wohnende sich ein ansehnliches Vermögen zu erwerben, war von der Ueber zeugung durchdrungen, daß es ihm gelingen müsse, das Problem des Perpetum mobile zu lösen. Seit Jahren machte er zu dem Zwecke Versuche, welche den größten Theil seines Vermögens verschlangen und ihm sowie seiner Familie die größten Entbehrungen auferlegten, Das Mißlingen aller seiner Arbeiten führte E. zum Es giebt keinen Nothstand! Fortgesetzte Arbeitslosigkeit Tiefsinn und seit länger als einem Jahre lebte er vollständig abhat den 36jährigen in der Pücklerstraße wohnhaften Schuhmacher geschloffen von jedem Verkehr. Vor einigen Tagen stellte sich TobKarl Zech zum Selbstmord getrieben. Zech, ein fleißiger und sucht bei dein Bedauernswerthen ein und machte seine Aufnahme nüchterner Mann, war seit vollen drei Wochen ohne jede Beschäf- in eine Privat- Irrenanstalt erforderlich. gung. Vergeblich pochte er, Arbeit suchend, an die Thüren vieler Meister, immer und immer wieder wurde ihm die Antwort, daß den 27. Juli, in Keller's Hofjäger, Hasenhaide, stattfindende Berliner Arbeiter- Bildungsschule. Auf das am Montag, das Geschäft stocke und die Einstellung neuer Arbeiter nicht an- Sommerfest der Arbeiter- Bildungsschule, bei welchem der Reichsgehe. Hunger und Kummer waren tägliche Gäste in der Bech- tagsabgeordnete Genosse Wilhelm Liebknecht die Festrede halten schen Wohnung. Vorgestern Nachmittag hat sich der unglückliche wird, machen wir alle Genossen und Freunde aufmerksam. Familienvater, während seine Frau einige Zeit abwesend war, Näheres ist im heutigen Inseratentheil ersichtlich. mittelst einer Buckerschnur am Thürpfosten erhängt. uns um die Mittheilung, daß er mit dem in letter Zeit mehrHerr Adolf Goldberg von der Firma Felix Lande ersucht fach hervorgetretenen Redner gleichen Namens nicht identisch ist. Achtung, Charlottenburg! Parteigenossen! Die Listen zur Kommunalwahl liegen vom 15.- 30. Juli im Rathhause, Berlinerstr. 73, aus. Versäume Niemand nachzusehen, ob sein Name eingezeichnet steht. Sollte Jemand daran verhindert sein, so sind solgende Herren gern bereit, dieses für sie zu thun. Das Wahlkomitee. H. Wernicke, Wilmersdorferstr. 42. . Röttger, Wilmersdorferstr. 65. W. Schulz, Maurer, Krummestraße. Andresti, Schuhwaaren- Gesch., Englischestraße. G. Morgenroth, Knobelsdorfstr. 57. W. Strahl, Knobelsdorfstr. 57. G. Buzzte, Töpfer, Sophie- Charlottenstraße. C. Pirch, Kirchstr. 7. 120 Versammlungen. eine Versammlung der Berliner Gastwirthsgehilfinnen und zwar Kellnerinnen- Versammlung. Am 23. Juli fand wieder behufs Gründung eines Vereines statt. Nachdem das Bureau aus Fräulein Opitz als der ersten Vorsitzenden, Herrn Ebert, als zweiter Vorsitzender, Fräulein Freier, als Schriftführerin konstituirt war, erhielt Fräulein Wabnih zum Vortrage das Wort. gleiteten Ausführungen die elende Lage der Berliner Kellnerinnen, Die Rednerin beleuchtete in treffenden, von lebhaftem Beifall bewelche der Willkür der Wirthe und der Gäſte ſchutzlos preis gegeben sind und fast planmäßig der Prostitution in die Arme getrieben werden. Es scheine fast, als ob die heutige Gesellschaft wie ihre Hauptvertreter, die Fabrikanten, sich durch die Prostitution billige Arbeitskräfte schaffen wollten. Die Gastwirthsgehilfinnen seien in Ausübung ihrer Thätigkeit gezwungen, die Völlerei in der Männerwelt zu fördern und damit die Veranlassung zu geben, daß die Nachkommen dieser Männer die Frren und Zuchthäuser bevölkern. Die Darlegungen der Rednerin wurden mehrfach durch zwei Damen unterbrochen, welche offenbar gekommen waren, um die Versammlung zu stören, und von denen sich die eine als Abgesandte eines Stellenvermittlers entpuppte. Als wiederholte höfliche Ermahnungen zur Ruhe nichts fruchten wollten und auch der überwachende Lieutenant die Ruhestörerinnen nicht zur Ordnung verweisen mochte, beförderte der zweite Vorsitzende, Herr Ebert, die Excedentinnen an die Luft. Darauf wurden die Statuten der neu zu begrün denden Freien Vereinigung Berliner Gastwirthsgehilfinnen" Vereins kann jede unbescholtene, über 16 Jahre alte Kellnerin gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pf. und einen Wochenbeitrag von 30 Pf. werden. Aus der dann vorgenommenen Vorstandswahl gingen hervor: Fräulein Emilie Denoch als 1. Vorsitzende, Wieder hat ein alberner Scherz den Tod eines jungen Mädchens herbeigeführt. In der Familie des am Grünen Weg wohnenden Versicherungsbeamten K. wurde am Donnerstag Abend der Geburtstag der einzigen 18jährigen Tochter Emma gefeiert. Es waren zahlreiche Freunde und Bekannte geladen, die Stimmung war recht fröhlich und alle befanden sich in bester Laune. Leider sollte dem traulichen Familienfest ein recht jähes Ende bereitet werden. Zwei Freundinnen des jungen Mädchens waren auf den Einfall gekommen, dieser durch einen selbstverfaßten Brief einen Schreck einzujagen". Das junge Mädchen hat einen Unteroffizier vom 35. Regiment in Brandenburg a. H. zum Bräutigam, der aber am Geburtsfeste seiner Braut aus dienstlichen Rücksichten nicht theilnehmen konnte. Nun überreichte die eine Freundin der Braut einen Brief, der ihr, wie sie angab, von anderer Seite zugesteckt worden sei. Als das junge Mädchen den Brief geöffnet und einige Zeilen in demselben gelesen hatte, stürzte es mit dem Aufschrei:" Allmächtiger Gott, er hat mich betrogen!" nach der Küche, wo es sich mittels eines Messers die Pulsadern der linken Hand öffnete, so daß das Blut hervorquoll Polizeibericht. Am 24. d. M. Morgens wurde eine Frau und das Mädchen bewußtlos zusammenbrach. Trotzdem sofort in ihrer Wohnung in der Frankfurter Allee erhängt vorgefunden. Durchberathen und ohne Aenderung genehmigt. Mitglied des ein Arzt herbeigeholt wurde, kam Hilfe dennoch zu spät; das Vor dem Hause Lindenstr. 12 wurde zu derselben Zeit die arme Mädchen hatte sich bereits verblutet und seinen Geist auf- Handelsfrau Wilhelmine Hartmann von einem Pferde gebissen gegeben. Der Brief enthielt den Scherz", daß jener Unter- und am Kopfe bedeutend verletzt. Vormittags brachte sich ein offizier ein anderes Verhältniß angeknüpft habe. Die beiden Mann in seiner Wohnung in der Fischerstraße mittelst Revolvers Freundinnen", welche das junge Mädchen durch ihre Albernheit drei Schüsse in den Kopf bei. Er wurde nach dem Krankenhause in den Tod getrieben hatten, verließen bald die Gesellschaft, weil am Friedrichshain gebracht. Zu derselben Zeit stürzte der sie den durch sie heraufbeschworenen Jammer der Eltern nicht mit 9 jährige Knabe Arnold Boldt aus einem Fenster der im ersten anzuhören verinochten. Stock des Hauses Langestr. 49 belegenen Wohnung seiner Eltern auf den Hof hinab und verstarb bald darauf infolge eines Schädelbruchs. Mittags wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Pücklerstraße erhängt vorgefunden. An der Ecke der Alten Jakobs- und Seydelstraße wurde Abends die verehelichte Mathilde Kittner von einem Hunde umgestoßen und erlitt dabei eine bedeutende Verletzung am Kopfe. In der Nacht zum 25. d. M. gerieth im Keller des Hauses Jannowißbrücke 1, wo der Restaurateur May Dahn mit Abziehen von Spiritus beschäftigt war, der Spiritus in Brand und erlitt Dahn schwere Brandwunden am Oberkörper. Außerdem fanden am 24. 6. M. und in der darauffolgenden Nacht drei Brände statt. Von einem Pferdebahnwagen überfahren wurde am geftrigen Tage in der Mittagsstunde ein zehnjähriges Mädchen in der Rosenstraße, welche blindlings in die Pferde lief und von denselben umgerissen wurde. Ehe der Kutscher den Wagen zum Halten bringen konnte, war derselbe über das Kind hinweggegangen. Zum Glück lag das Kind zwischen den Schienen, so daß es von den Rädern verschont geblieben war und anscheinend leichte Verletzungen davongetragen hatte. Beim Baden ertrunken. Vorgestern Vormittag gegen 10 Uhr fuhren zwei junge Leute aus Berlin, die sich bei ihren in Friedrichsberg wohnenden Verwandten zum Besuch aufhielten, in einem fleinen Segelboote von der Werftstation am Rummelsburger See nach dem sogenannten Stralauer Weiher, um sich in demselben zu baden. Sie hatten das Boot, nachdem sie daselbst angekommen waren, an einer Erle angebunden und waren dann, nachdem sie sich entkleidet hatten, von demselben aus ins Wasser gestiegen. Der eine der beiden jungen Männer hatte sich aber zu meit in das ziemlich dicht stehende Schilf hineingewagt, um auf die andere Seite der Rohrinsel zu schwimmen. Kaum hatte er nahm, wenn„ Hilfe" nöthig war. Mochte der Rücken noch so sehr schmerzen, die Knien noch so heftig zittern, sie mußte fich stets so stellen, daß der Bauer, wenn das Unkraut die Kartoffelfelder zu vernichten drohte, sprach:„ Es wird nicht eher besser als bis Renn- Lena" gekommen ist." Wenn die Sonne untergegangen war, und der Nebel sich über die Felder lagerte, wenn die Tannen am Fußweg durch den Hain düstere Gestalten annahmen und die Eule ihre Kleinen zur Abendmahlzeit rief, da hörte man ein paar nackte Füße leise und schnell über die Nadeln schleichen, da vernahm man einen trockenen, pfeifenden Husten am Baune an der Kothe. Es war Renn- Lena, die mit schmerzen dem Rücken und wunder Brust nach Hause eilte zu ihrem Kinde. Gerichts- Beitung. fans " " " Opitz als 2. Vorsitzende. Wabnitz als 1. Schriftführerin, Freier als 2. Schriftführerin, Frau Ebert als Kassirerin. Fräulein Wabnik verlas dann noch einige Fragebogen und machte die Mittheilung, daß der Redakteur Herr Schneidt auf Grund dieser nächstens allgemein zu verbreitenden Bogen eine Schilderung der Lage der Kellnerinnen herauszugeben gedenke. Herr Gründel und Fräulein Wabnih sprachen zum Schluffe noch einige ermahnende Worte, worauf man sich( gegen 1/24 Uhr Morgens) trennte. Die nächste öffentliche Versammlung findet am 30. Juli in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75, statt. 3u derselben werden, um das Eindringen des feineren Mobs unmöglich zu machen, Karten an die Freunde der Sache aus gegeben. Diefelben sind von Dienstag, den 28. Juli ab, bei den Herren R. Baginsti, Buchhandlung, City- Passage, und Restau rateur W. Gründel, Dresdenerstr. 116, zu haben. Herr Gründel nimmt auch Beitrittserklärungen neuer Mitglieder zu der Freien Vereinigung Berliner Gastwirthsgehilfinnen" entgegen. Eine Auflage wegen versuchter Erpressung wurde Der Fachverein aller in der chirurgischen Branche gestern vor der IV. Ferienstraftammer des Landgerichts I gegen beschäftigten Berufsgenossen hielt am 21. Juli eine gut be die Kaufmanns- Ehefrau Rosamunde Napp, geb. v. Naumann, suchte Generalversammlung ab. Ehe in die Tagesordnung eins verhandelt. Der Bäckermeister Stockmann hatte der Angeklagten getreten wurde, theilte der Vorsitzende, Kollege Schmädike, mit, fütterte ihn und wiegte ihn mit schmerzenden Knieen, die aus den Augen. Dann gingen Beide zur Ruhe und fielen Augen starr ins Feuer gerichtet, bis Per eingeschlafen, das in tiefen, schweren Schlaf. Feuer erloschen war und der Regen immer heftiger an das Papier schlug, mit dem sie die zerbrochene Scheibe ge- er flickt hatte. * Es war bei Tagesgrauen an einem Morgen kurz vor Weihnachten, und die Dreschmaschine auf dem Herrenhof sollte gerade in Gang gesetzt werden. Mutter, ich bin so hungrig! klagte der Kleine, als in der Nacht erwachte. Aber die Mutter schlief und hörte ihn nicht. Da schwieg er und lehnte sein kleines Gesicht hart, hart an die Brust der Mutter. Nach einer Weile flagte er wieder: -Mutter, hast Du nichts für mich? Ich friere! Aber Renn- Lena lag unbeweglich. Sie wollte gewiß einmal ordentlich ausschlafen. Die Ochsen waren vorgespannt, und der Großknecht stand breitbeinig in seinem großen Schurzfell am Tisch, die Hand am Sternrad, um es in Bewegung zu setzen. Auf Da fing Per zu jammern und zu schluchzen an. Er Sem Dreschboden war es noch nicht Tag; eine Laterne an froch auf das Kopfkissen, fuhr mit kleinen, kalten Fingern der Decke warf einen schläfrigen Schein auf die Knechte, die über das dünne Haar der Mutter, flopfte ihren Hals und Je näher sie der rasenbedeckten Hütte kam, desto härter das Stroh aufschnitten. Die Mägde banden die Garben los, verbarg seinen Kopf an ihrer Wange. flopfte das Herz unter dem grauen, schweißigen Hemde, und die Ochsen, die wußten, was da kommen sollte, hörten -Mutter, liebe Mutter, mach doch Feuer an! Ich desto schneller schlugen die staubbeschmutzten Füße an den mit dem Wiederkäuen auf. fürchte mich so! zerfetzten Rock. Ach, er konnte ja aus dem Fenster gefallen Fertig? Lauter, immer lauter wurde das Weinen des Kindes. sein, wenn sie auch den Tisch von der Wand fortgerückt Nein, stopp, Renn- Lena ist noch nicht da. dm Zum ersten Male hatte Renn- Lena keinen Troft für ihren hatte! Er konnte ja auf die Kiste gekrochen, herabgefallen- Das verdammte Frauenzimmer, das nicht aufpassen kleinen Per. Kalt und steif lag sie da, sie war für immer sein und sich den Hals gebrochen haben! kann. Man wartete fünf, vielleicht zehn Minuten. Dann eingeschlafen, tief und fest, wie nach schwerem, langem Sie hatte nicht gezittert, als sie zur Versteigerung von wurde eine Andere an den Zylinder zum Harken gestellt, Tagewert. Menschenfleisch gestanden hatte; nicht gezittert, als der und der Großknecht fällte das Urtheil, daß Renn- Lena, die Wild und verzweifelt weinte der kleine Per. Er schlang Schuhmacher, indem er seine Blicke auf ihre zarten Glieder ihre Arbeit versäumt habe, sobald auf dem Hofe keine Be- seine Arme um den Hals der Mutter, er streichelte und gerichtet hielt, siebzehn und einhalb" geboten hatte. schuftigung finden solle. flopfte sie, er rief und bat. Endlich kroch er aus dem Arbeit mehr. Der Tennenstaub und die Dezemberkälte wimmerte:" Deffne, öffne!" Aber es war gleich, denn Renn- Lena brauchte keine Bette, lief an die Thür, schlug mit dem Kopf dagegen und hatten ihr Werk vollendet. Zweimal hatte sie gestern Abend hörten ihn nicht. Da lief er an den Hard, griff nach dem Aber der Köthner und sein Weib schliefen fest und Sie hatte die Stirn gegen eine Birke gelehnt, und rothe und sing zu essen an. Er weinte und aß. Aber die Nachtauf dem Heimwege durch den Hain stehen bleiben müssen. Topf, fragte eine übrig gebliebene Startoffel zusammen Tropfen waren über bleiche Lippen geströmt. Erst sachte, luft machte sich an seinen zarten Gliedern immer fühlbarer, zwei und zwei, wie die Thränen eines Menschen, der für gewöhnlich nicht weint, dann schnell und reichlich, wie der und so lief er schluchzend im Zimmer umher, schlug sich an Strom aus der Wunde eines Kriegers. Renn- Lena war ja dem Tisch und rief: Liebe, liebe Mutter!" auch auf ihrer Wahlstatt gefallen. Sie hatte nicht gezittert, als der Bauer, deffen Sohn ihr Leben vernichtet, sie zur Thür hinausgestoßen und geschrien hatte: Hinaus mit Dir, Du lüderliches Frauen zimmer, Du hast mein ganzes Haus verpestet!" Endlich weinte er sich in den Schlaf auf dem eiskalten Fußboden, in der krampshaft geschlossenen Hand den Holzs schuh der Mutter, das bleiche, blonde Köpfchen auf de Schwelle Aber sie zitterte für ihren kleinen Peter, ihre personi fizirte Schmach und Schande, für das Kind, das ihr die Arbeit um den Lebensunterhalt doppelt schwer machte. Und wenn dann der Kleine gesund und munter unter der zerlumpten Decke hervorkroch und„ Mutter" rief oder weinend an der Thür stand oder auf der Diele eingeschlafen war, die Hand unter die magere, bleiche Wange gelegt, da wurde sie froh, herzensfroh, und das war ihre einzigste Dann wankte sie in die Hütte, gab dem kleinen Per Freude im Leben. Sie füßte ihn selten, sie koste ihn nicht, Brot und Kartoffeln, machte wie gewöhnlich Feuer auf dem aber ihr warmes Herz schlug so warm, so warm, als klopfte Heerd an und setzte sich mit dem Kinde auf dem Schooß vor So fand ihn die Dezembersonne, als sie endlich am es unter dem besten holländischen Leinen. das Feuer. Warme, klare Tropfen fielen auf die Wange Morgen, bleich und kalt, langsam über den Rand des Dann holte sie bisweilen ein bischen Milch hervor, die des Knaben. Waldes emporstieg und das kleine, geflickte Fenster in der man ihr, wo sie arbeitete, geschenkt hatte, oder ein paar Mutter, es tropft wieder durch das Dach, wimmerte Hütte traf. Wurstschalen, die sie bei Seite geschmuggelt, wenn die Knechte der Kleine. So fand auch der Gemeindevorsteher- als er im Laufe Abendbrot aßen, oder einen Häring, den sie im Dorfe ge Da lachte Renn- Lena zum ersten Mal seit langer, des Tages die Thür aufbrechen ließ die Renn- Lena und kauft hatte, machte Feuer an, nahm Per auf den Arm und langer Zeit, und trocknete mit dem nassen Rock die Thränen ihr Kind. h n tu ti e a It n to a 1359 2 in 11 31 dश tz fi a se ba 10 27. 1. 2 D Do 8. fa 01 lic TO ge ge St De 01 ta re U un b it 9 r St S U 16 10 鄉 囵 Der Kassenbericht des Kollegen Schuster ergab folgendes: Einnahme. • 443,72 m. " Dazu früherer Bestand 185,95 Summa 629,67 M. Davon ab die Ausgabe von insgesammt 334,22 M., bleibt Bestand von 295,45 M. ein koppenstr. 35 b. Keller. Straße 3 bei Grischow. Weinstraße 11, bei Feind. " " daß am 4. Juli Kollege Moser nach längerem Kranksein ver- bet Berg. Gesangverein, Hand in Hand", Reichenbergerstraße 27 bei Salzuflent, 22. Jult. Das hiesige Schöffengericht sprach deit storben wäre; leider ist die Nachricht ihm zu spät übermittelt Schröder. Moabiter Lieberta fel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. Pächter Heinrich Uffelmeier zu Unterwüften frei, gegeit den der worden und deshalb konnte sich der Verein nicht in corpore an blüthe", Görligerstr. 58, b. Tolksdorf. Gefangverein Sarmonie", Meyerbeerstr. 9. Gesangverein„ Ton= der Beerdigung betheiligen. Die Versammlung ehrte den VerMännerchor ,, Hand in Hand", Arbeiter Stickdorn zu Solterwisch eine Beleidigungsflage angestrengt Gesangverein yra 2", Charlottenburg, Rosinen hatte, weil er von dem Pächter, schlechter Schurke" und storbenen durch Erheben von den Plätzen. Ferner theilte der Gesangverein) der Kupferschmiede", Blüthe" Prenzlauer Faulwams" gescholten war. Diese Worte wurden nämlich Vorsitzende mit, daß der 1. Schriftführer sein Amt niedergelegt allee 232 bei Riedel.- Gänger chor der Chirurgischen Branche vom Gerichte nicht als eine Beleidigung aufgefaßt, sondern vielhabe. Kollege Mökel, welcher bis dato 2. Schriftführer war, Alte Schönhauserstr. 42 b. Reimann. Norddeutsches Doppel- mehr als in Wahrnehmung berechtigter Interessen von dem Anwurde darauf einstimmig als erster gewählt und Kollege Salomo Quartett" Grüner Weg 20 bei Gold. trat an seine Statt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. geklagten gemachte Vorhaltungen angesehen, welche für diesen als Sonntag: Vergnügungsverein Nord", bei Müller, Pasewalterstr. 3. Dienstherrn gegen den damals in seinem Dienste stehenden PrivatBergnügungsverein ,, Amor", 3 Uhr, Nollendorfer- und Winterfeldtstr.- Ecke. tläger in dem vorliegenden Falle eine Bestrafung ausschlössen. Montag: Theaterverein, Hoffnung", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Theaterverein ,, amilla", bei Schröder, Manteuffelstr. 9. Die darnach auch erfolgte Freisprechung des Angeklagten hatte Vergnügungsverein Alpen veilchen" erbittet Buschriften an F. Hochheim, Grüner Weg 44, zur Folge, daß dem Kläger auch noch sämmtliche Kosten auf zu senden. Rauchflub Deutscher Michel" Koppenstr. 43c. erlegt wurden. Aus dieser Gerichtsverhandlung erhellt wieder Privat Theatergesellschaft und Artistenklub im Reſtaurant Rever, Alte Jakobſtraße 83, Gartenfaal, Nachmittags so recht deutlich, wie nothwendig eine Aenderung der heute noch 2 Uhr, Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Monatsbeiträge. Besprechung überall giltigen Gesinde Ordnungen ist. Der gröblich beleidigte der Kremserpartie. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen Theater- und Vergnügungsverein" Borwärts", Nachm. 2 Uhr, in muß zu der Beschimpfung noch obendrein schweres Geld bezahlen! Knecht erhält nicht nur keine gerichtliche Genugthuung, sondern er Schneider's Nestaurant, Adalbertstr. 8, Sigung mit Damen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Montag nach dem 15. und jeden Montag nach dem 1. bei Abraham, StraßGeselliger Klub Namenlos". Jeden In der That, ein starkes Stück. burgerfir. 5. Genossen als Mitglieder, auch Damen, werden aufgenommen. Bern, 23. Juli. Vom 27. d. M. ab werden die Eins am Montag, Abends" 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Herren und 5. J. angeordnet hat, für die aus Deutschland stammenden Geselliger Verein Edelweiß", Prenzlauer Auee 6 bei Küfter: Sizung fuhr beschränkungen, welche der Bundesrath am 10. März Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein Thiere aufgehoben. von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngenossenschaft" am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Dieppe. Der Rassirer der Stadtkasse erschoß sich 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8%-10% Uhr Pant ftr. 9-10 im wegen Unterschlagung von 300 000 Frts. aus der ihm anverLessing- Gymnasium. -Turnvereinsten"," Lehrlingsabtheilung, Montag trauten Kommunalkaffe. von 8-10 Uhr Abends, Blumenſtr. 63a. Rauchtlub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, Strelitzerstraße Nr. 16, bei Becker.- Rauchtlub„ Deutscher Michel" Philadelphia, 25. Juli. Die Wollenfabrik von Montag Abend von 8%-10% hr bei Schöneburg," Grüner Weg Nr. 9. – Campell und Elliot ist durch eine Feuers brunst Rauchtlub„ Freibe it". jeden Montan un 9 Uhr bei Wuttle. Friedrichsberger- zerstört worden. Der Schaden wird auf 600 000 Dollars ge Bereinanderiast", Sizung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauer- fehäkt und Affez Die Revisoren hatten die Kasse geprüft und Alles für richtig befunden. Unter Vereinsangelegenheiten kam ein Antrag des Kollegen Salomo zur Diskussion, die Versammlungen nicht wie bisher alle 4 Wochen, sondern alle 14 Tage abzuhalten; das wurde aber nach eingehender Erwägung abgelehnt. Damen dazu willkommen. jtraße 4. " straße 14 bei Rach.- Verein der Oberlausiber", Montag, Abend 9 Uhr " Ein Antrag des Kollegen Kaeppe, eine Statistik auszuarbeiten, wurde der Wichtigkeit wegen bis zur nächsten Versammlung vertagt und wird auf die Tagesordnung derselben gesetzt werden. Das geplante Sommerfest verbunden mit Lassallefeier findet am 29. Auguſt im Elysium, Landsberger Allee, statt. Kollege Hasenjäger fordert zu recht zahlreicher Betheiligung auf, da das felbe ein Familienfest im wahren Sinne des Wortes werden solle. Auf Antrag des Kollegen Schuster wurden noch die Kollegen Brennecke, Janisch und Finkentei zum Vergnügungskomitee aewählt, Eine gut besuchte Mitgliederversammlung des Volks. im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45." Friedrichs- Verein", Main, 24. Juli. Gestern Abend ereignete sich ein Bildungsvereins für Britz und Umgegend tagte am 20. Juli erein chen. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Stall des Besitzers Wilhelm Buchholz und tödtete drei Pferde. ehemal. Echüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienstr. 34. schweres Gewitter. Ein Blitzstrahl traf den massiven in Rudolf's Lokal. Unterm ersten Punkt der Tagesordnung Vergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant& erth, Heu und sonstige Vorräthe gingen in Flammen auf. Mit Hilfe wurde die im Verlage der Expedition des„ Vorwärts" erschienene Brinzenstraße 106. → Vergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr Broschüre zur Landagitation" vorgelesen, welche Veranlassung Gäste willkommen. im Restaurant„ Zum Reichsgarten", Oranienstr. 108. Damen und Herren als der aus Vietz herbeigerufenen Feuerwehr wurde das Feuer geBergnügungsklub zu einer lebhaften Diskussion gab, an der sich erfreulicher Weise 8% Uhr bei Wolff, Brunnenſtr. 35a. Mephisto", Montag Abend löscht. Der Schaden ist bedeutend. Vergnügungsverein, Edelweiß 2" mehrere dem Landproletariat angehörende Genossen betheiligten, jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 108. Vergnügungsdie in oftmals drastischer, aber überzeugender Weise Wilhelmsir. 118. Verein Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, ihre Erlebnisse und Erfahrungen der aufmerksam lauschen- verein Annita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bei Roth, den Versammlung mittheilten und nicht nur bestätigten, Naunynfir. 31. Privat Theatergesellschaft offnung", Sonntag, die Ver empfehlende Broschüre über hältnisse der Landarbeiter enthält, sondern auch bewiesen, daß die Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. darin geschilderten Verhältnisse sehr oft noch sich weit schlimmer Bollad- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerfir. 68. Gäfte willwurde beschlossen, das Sommerfest am 16. August in Gebr. mittag 4 ühr bet Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will- Raubmordversuch gemacht. In den Laden des Juweliers Heller Nord" Sonntag Nach dem Wenzelsplate wurde heute 2 Uhr Nachmittags ein frecher Walter's Rosensee- Terrasse abzuhalten und den Vorstand mit dem kommen. Theater- und Pantomimenverein Fideler Geist" bet krebs, trat ein verkrüppelter Bursche und verlangte zwei Uhrſchlüſſel. Arrangement desselben zu befrauen, wobei ihn die Mitglieder, Ohmgaffe 2. welche Zeit haben, unterstützen möchten. Ferner wurde ein AnAls sich der Kommis umdrehte, um das Geforderte zu reichen, trag angenommen, die nächste Versammlung am 10. August stattversetzte ihm der Vagabund mit einem Zimmermannsbeil einen finden zu lassen, um den Tag- und Nachtschicht habenden Genossen wuchtigen Hieb in den Nacken. Der schwerverwundete Kommis, auch Gelegenheit zu geben, sich an derselben betheiligen zu können. Namens Steiner, rief um Hilfe, Die herbeieilenden Passanten Bei Verschiedenem wurden die Genossen aufgefordert, recht rege für nahmen den Mörder fest, der beinahe gelyncht wurde. Steiner, die Verbreitung unseres( Kreis-) Volksblattes zu agitiren, da dasselbe dem der Schädelknochen zertrümmert wurde, dürfte kaum wieder aufkommen. Der Mörder ist 15 Jahre alt; er wollte während des Verhörs sich vergiften und hat gestanden, daß er den Laden habe ausrauben wollen. was die sehr zu Damen und Herren willkommen. = Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. willkommen. Privattheater= Gesellschaft VergnügnngsGäste, Damen und Herren, ,, Augusta Victoria", Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) in der Wirklichkeit offenbarten. Unter Vereinsangelegenheiten Wrangelstr. 141. tommen. Klub Geselligfeit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, Prag, 25. Juli. In der frequentesten Straße Prags, auf Geselliger Vergnügungsverein Vermischtes. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Swinemünde, 24. Juli. Der Dampfer" Cuxhaven", fehr gut redigirt und die geeignetste Lektüre für die Land- welcher ehemals zu Fahrten nach Helgoland benutzt wurde und bevölkerung sei. Infolge einer Anfrage seitens eines Mitgliedes jetzt zu Vergnügungsfahrten zwischen den Ostseebädern dient, ist wurde noch beschlossen, in unserem Nachbarort Butow in nächster heute Nachmittag bei Zinnowitz gestrandet und infolge des durch Beit eine Wanderversammlung abzuhalten, zu deren Vorbereitung ein Leck eingedrungenen Wassers gesunken. Die Passagiere die Mitglieder am Sonntag, den 26. Juli, einen Spaziergang find gerettet, die Wirthin, deren Tochter und der Koch sind erFalmouth, 25. Juli. Der Kapitän des österreichischen nach genanntem Orte machen wollen; Abmarsch pünktlich 8 Uhr trunken. Nach weiteren Meldungen über die Strandung Dampfers Szapary, welcher auf der Fahrt von New- York nach Morgens von Rudolf's Restaurant in Briz. Während der des Dampfers" Cuxhaven" war Sigung ließen sich 8 Genossen in den Verein aufnehmen, so daß aus mit 40 Passagieren auf derselbe von Zinnowih Trient heute hier eintraf, berichtet, daß heute früh in dem derselbe jetzt trotz so kurzen Bestehens schon 62 Mitglieder zählt. und fuhr auf Wunsch 40 Passagieren auf einer Luftfahrt begriffen Kohlenraum des Dampfers zwei Explosionen stattgefunden hätten, Nach einem begeistert aufgenommenen dreimaligen Hoch auf dorf. Außerhalb des Bineta- Riffs stieß der Dampfer auf worden seien. der Passagiere nach Herings- durch welche ein Mann getödtet und mehrere schwer verwundet das Gedeihen des Vereins erfolgte Schluß der Versammlung. einen Stein, welcher den Fischern seit langer Zeit bekannt, jedoch Toulon, 25. Juli. Der chilenische Kreuzer Presidente Pinto" Bildungsklub der Hausdiener. Bersammlung am Montag, den selten sichtbar und auch nicht bezeichnet ist. Trotz des dadurch gerieth bei der Abfahrt nach Genua, wo er Kanonen und Pulver 27. Juli, Abends 8% Uhr, bei Beyer, Neue Grünstr. 14. Tagesordnung: erhaltenen Lecks hielt sich der Dampfer noch über 3/4 Stunden laden wollte, noch auf der Rhede, auf eine Untiefe. Bis jetzt ist 1 Neuwahl des Schriftführers. Vortrag und Discussion. 3. Aufnahme neuer über Wasser. Kapitän Jäger ließ mit vollem Dampf auf das es nicht gelungen, das Schiff wieder flott zu machen. An Bord Mitglieder. 4. Verschiedenes. Gäste herzlich willkommen. Berwaltungsstelle Berlin B.) Diontag, den 27. Juli Abends 8% ühr, im Saale wo der Dampfer bis an die Kommandobrücke versant. Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. f. w.( örtliche Land zuhalten und kam dadurch nahe an den Strand bei Coserow, des Schiffes befand sich kein Franzose." Dresdenerstr. 45: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung Passagiere und die Mannschaft wurden theils durch die Dom 2. Quartal 1891. 2. Bericht der Delegirten über die Generalversammlung. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. in zahlreiches und püuttliches eigenen Boote, theils durch Fischerboote gerettet. Die drei verErscheinen wird ersucht. unglückten Personen sind infolge Kenterns eines Bootes ertrunken. Lehrkursus der Berliner und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Sonntag, den 26. Juli, Nachmittags 5 Uhr, in Feuersteins Fenfäten, Alte Jakobfir.] 75: 1. Medizinischer Vortrag vom praft. Arzt Dr. Bernstein. 2. Abnahme der Sammelbogen. 3. Letzte Aufnahme zur Landpartie( Billetausgabe). 4. Bibliothek- Umtausch. Nach diesem gemüthliches Zu fammensein. Herren und Damen als Gäste sind willkommen. Saale des Herrn Müller, Johannisfir. 20: Generalversammlung. Tages Steinbildhauer- Verein. Montag den 27. Jult, Abends 8% Uhr. im ordnung: Wahl eines Vorsitzenden. Geschäftliches. Verschiedenes. Um vünftliches Erscheinen wird ersucht. Vereinigung der Drechsler Deutschlands,( Ortsverwaltung Berlin.) Dienstag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, in Seefeldts Salon, Grenadterstr. 33: Große Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Robert Echmidt über die gegenwärtige wirthschaftliche Lage. 2. Distuffton. 3. Abrechnung. 4. Ergänzungswahl zum Ausschuß. 5. Berschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht pünktlich und zahlreich wegen der wichtigen Tages: ordnung zu erscheinen. Es wird hiermit noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß laut des neuen Statuts auch Damen der Beitritt zur Vereinigung gestattet ist. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Altona. Peinliches Aufsehen erregt hier wieder die Flucht Antwort wird nicht ertheilt. eines städtischen Oberküster 3. Der Verdacht, daß der EntDie Sprechstunden der Redaktion find ausschließlich flohene die Kirchenfasse angegriffen, bestätigte sich zwar nicht, eines Pastors schmählich getäuscht habe, indem er diesem eine Außer dieser Zeit ist die Redaktion ausnahmslos für dagegen stellte sich alsbald heraus, daß derselbe das Vertrauen von 12-1 Uhr Mittags und von 7-8 Uhr Abends. bedeutende Summe unterschlagen hat. M., seit langen Jahren Niemand zu sprechen. städtischer Beamter, genoß das größte Vertrauen. Der lette Obertüster der Hauptgemeinde, Tietgens, war gleichfalls F. L., Charlottenburg. Wir würden Ihnen rathen, sich flüchtig geworden, und zwar nach Unterschlagung einer an einen Arzt zu wenden, der Ihnen die beste Auskunft ertheilen Summe von 10 000 m. fann. Ein früherer Oberküster der St. Johannisgemeinde wurde wahnsinnig, als seine Frau wegen Sagen. Antwort brieflich. wiederholter Einbrüche zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt K., Neudamm. Der Reichskanzler. Frau Profeffor S. Sie wollen sich an Herrn August Kühn, Schneidermeister in Langenbielau, wenden. wurde. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. Juli, Vormittags 10 Uhr, stofenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über Hemmnisse der Entwickelung. Nachmittags 3 Uhr, Große Frankfurterstr. 117( tönigsbant) Lieutenant Otto Hecht vom 18. Infanterie- Regiment, Würzburg, 23. Juli. Das Militärgericht verurtheilte den Sommerfest, Konzert und Ball. Billets zu 25 Pf. an den bekannten Stellen. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag,( Garnison Landau; sein Detachement lag in Kaiserslautern), der Den 27. Jult: Generalversammlung bei Feuerstein, Alte Jakobsstr. 75. Tages 710 Mark Menage- und Verpflegungsgelder unterschlagen hat, ordnung: Abrechnung, Vorstandswahl, Vortrag. Mitgliedsbuch legitimirt. tag den 26. Jult, Nachmittags 4 Uhr, bet senebel, Badstr. 58, Vortrag, Mefenaten Gefängniß, zum Verlust der Ehrenrechte auf 3 Jahre und Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Sonn- wegen Unterschlagung und Fahnenflucht zu 1 Jahr und 2 Morentin: Frau Ihrer aus Velten), darauf geselliges Beisammensein und Tanz. zur Entfernung aus dem Heere. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. tommen. Freie Gemeinde Riederf und Umgegend. Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, den 26. Jult, Knesebeckstr. 15, in Apoldt's Saal( früher Kastel, 20. Juli. Das Mainzer Gouvernement bleibt hinter Bürschmidt). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Lehrer Henning über unseren französischen Widersachern in der Wachsamkeit Spionen Was ist Religion und wer hat Religion? 2. Discussion. 3. Fragetasten. gegenüber nicht zurück, natürlich passirt es meist jenem wie diesen, Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Vorstand. Lese- und Diskutirklubs. Lese- nnd Distutirklub„ Mar Kayser". daß ganz harmlose Menschen der Manie zum Opfer fallen. VorGonntag Bormittag 11 Uhr, bei Ammer, Bergmannstr. 30: Bortrag des gestern erwischte man auf dem Glacis einen Fremden, den man Genossen S. Guttmann über:„ Das Parteiprogramm." Gäfte find will nach der Wache schaffte, als er Papiere mit sich führte, deren Lese- und Diskutirklub ,, Maiwuchs", Charlotten Straße 23. Damen und Herren tönnen als Gäste eingeführt werden. Barg. Sigung jeden Montag von 8% Uhr" Abends an bei Wenzel, Englische Schriftzeichen keiner der tapferen Wachthabenden enträthseln fonnte. Am selben Abend noch trat eine Rommission zusammen, Lesellub„ Wissenschaft". Jeden Montag bei Schnite, Kirchbachstr. 7. bestehend aus höheren Offizieren und Einjährig- Freiwilligen. Gäste willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Letztere erklärten lächelnden Mundes, daß die mysteriösen Schrift 8 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein ,, Nord zeichen hebräische seien, und zwar wäre ihre Bedeutung sehr harmdeutsche Schleife", Maunynstr. 86 bei gubeil. ralda", koppenstr. 36 bei Steller. Gesangverein me loser Natur. Den armen Schnorrer lieferte man dann der Polizei Gefangverein" Senefelder", Jüdenstraße 55 bei ab, daß er wegen unbefugten Betretens des Glacis kondemuirt 2tebertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Play 7, würde, denn Strafe muß sein. Straße 29 bei Krosche. Trischmann. Nordhäuser Korn.. Rognat, Rum Himbeer- Limonade Einmache- Essig. Ungar- Wein. . • Gesangverein Sieberlust", Fichte à tr. M. 0,55 Hut- Fabrik C. Stark, " " 1, • " " 1,40 a . B " " " " Brauer& Grützmann, Neue Königstr. 73. 0,10 Nur Hüte mit Kontrollmarke. 2, Großes Lager v. Strohhüten, Schirmen u. Mützen. Billige, aber feste Preise. 63, Andreas- Straße Nr. 63. 1036L] Telephon Amt VII. 5366. Prima Weißbier 45 Fl. à 1/2 Ltr. M. 3,-. Zentral- Brauerei en gros 1036L] 63, Andreas- Straße 63. Mein Destillations-, Weissund Bairisch Bierlokal, auch Bazenhofer Bier, empfehle alle meinen Gönnern und Freunden. 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Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen ferner ein:) Gehrisch 9 Kollegen 10,- M. Gesangverein Liedesfreiheit", Rest vom Ueberschuß aus dem Viktoriagarten 1,50 m. Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Beuthstr. 3. A. H., Parquetbodenleger. Das f war undeutlich ge= schrieben und ist für 3 gelesen worden, daher der Fehler. Freunden und Genossen empfehle| meine preiswerthen Cigarren und Tabake, Benno Stabernack, Wrangelstr. 85. 705 Roh- Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von sämmtl. im Handel befindlichen Tabaken Ich empfehle allen Genossen und 1531a Heinr. Frank, Kollegen mein gut fortirtes Lager von Zuschneide- Kurfus beginnend am 1. Juli, Tages- Kiesus, Abend- Kursus im Zivil- u. Uniformschneiden. A. Jürgens, Akademische Lehranstalt, Charlottenstr. 8, I.[ 95 Lexika, fauft A.Hanne Bücher, mann, ochstr. 56, 1. Pfandleihe G. Meyer, Staligerstr. Nr. 25. Pro Mt. u. Monat 2 Pf. VerGaur gut garetten u. Tabaken Brunnenstr. 141-142. 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Unser diesjähriges 8. Stiftungsfest findet am Sonnabend, den 15. August, in Keller's Hofiäger, Hasenhaide, statt. Billets à 30 Pf. der Töpfer Berlins und Umgegend Freie Vereinigung jämmtl, in der Papier- Induſtrie beſgäftigt. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Allen Freunden und Bekannten zur germutter und Großmutter, Wittwe Justine Franke geb. Schultz am 24. d. Mts., Abends 93/4 Uhr, sanft am Montag Nachmittag 5 Uhr auf dem Georgen- Kirchhof in Weißenfee. 710b Im Namen der Hinterbliebenen: Helene Block geb. Franke. Danksagung. am Dienstag, den 28. Juli cr., Abends 6 Uhr, in Gratweil's Montag, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Juselstr. 10. Wirthe, sage ich für die reiche BlumenBierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht pro 2. Quartal 1891. 2. Bericht der RechtsschutzKommission und Ersahwahl für dieselbe. 3. Verschiedene VereinsangelegenQuittungsbuch legitimirt. heiten. 317/16 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung Große Versammlung. Tages- Ordnung: Allen Freunden und Bekannten, fo wie dem Verein Berliner Weißbierspende, wie für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben un vergeßlichen Gatten, des Gastwirths aufrichtigsten Dank. 1. Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau über:„ Die soziale Stellung der Frau". Robert Mathias hiermit meinen 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Mitgliedskarten werden in dieser Versammlung ausgegeben und findet auch Aufnahme neuer Mitglieder statt. 254/1 der Modelleure, Gipsbildhauer Achtung! und Stuckateure am Montag, den 27. Juli d. J.. Abends 81/2 Uhr, im Restaurant des Herrn Deigmüller, Alte Jakobftrahe No. 48a. Tagesordnung: Achtung! Interessen- Verein der Filzschuharbeiter! Der provisorische Vorstand. Kistenmacher. 1035L Die tieftrauernde Wittwe Bertha Mathias geb. Lehmann. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Nur Berlin SO., Wienerstr. 1, von J. Meyer, 532L wie bekannt. Guirlanden Meter von Montag, 27. Juli, Abends 8 Uhr, 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeer von 50 Pf. Montag, den 27. Juli, Abds. 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte an. Gr. Auswahl: Kränze, Bouquets, im Lokale des Hrn. Feindt, Wein- Jakobstr. 75: Blumenarrangements u. Topfpflanzen. Fernsprecher Amt IX. 9482. 1. Die Einladung der Stuckmeister- Innung zur Bildung eines straße 11: Gehilfen- Ausschusses und wie stellen wir uns dazu? 2. Verschiedenes. Große Vereins- Versammlung. Der Vorstand der Innung ist schriftlich eingeladen. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist zahlreicher Besuch erwünscht. Achtung. Der Einberufer. 732b Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning: Die Entstehung unserer Erde( Fortsyg.). Achtung. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom III. Quartal. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Deffentliche Versammlung selbständ. Barbiere, Friseure u. Perrückenmacher in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakobstraße Nr. 48 a. Berlins und Umgegend am Dienstag, den 28. Juli, Abds. 91/2 Uhr, Tages Ordnung: 1. Die Innungen und das Kleinhandwerk. Referent: Reichstags- Abg. J. Auer. 2. Vorlesung und Berathung des Statuts, sowie Konstituirung einer " Freien Vereinigung". Der Einberufer: Carl Helbig, Putbuserstr. 39. Lackirer. 664b Montag, den 27. Juli, Abds. 81/2 Uhr, bei Gratweil, Kommandantenstr. 77-79. Der Vorstand. 1. General- Versammlung. Tagesordnung: Vortrag über: Der Mensch als ein Rohtabat A. Goldschmidt, Produkt seiner Erziehung in der Gesellschaft. 2. Abrechnung vom II. Quartal und der Sammellisten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 190/7 Der Vorstand. 360/13 Ethische Gesellschaft. Berein der Berliner Zigarrenbei Seefeldt, Grenadierstraße 33: Sonntag, den 26. Juli, Abds. 8 uhr, sortirer und Sortirerinnen. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: gewährt Mitgl. Arbeitslosen Geschenk Vers. jed. Dienstag nach dem 1. u. 15. Das Antlitz der Natur."-Nachher und Arbeits- Nachweis durch A. Seifert, gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr will- Friedenstr. 1 b, Hof III. fonimen. Warnung! E M 1040L Verein Berliner Hausdiener. Große öffentliche kombinirte Versammlung. beiter- Organisationen vor dem Möbel- in den Armin- Hallen, KommandantenTages- Ordnung: 203/6 1. Die Arbeitsvermittelung in unserem Gewerbe und wie ist deren einheitliche Regelung möglich. 2. Bericht des Delegirten der Streit- Kontrolltommission. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. Sämmtliche Meister und Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich u. pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Kartell der Berliner- Ban- Arbeiter. straße Ausserordentliche Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Bettfedern, Daunen, Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft fertige Betten. Don L. Beutler, Berlin. 1. Geschäft: Ackerstr. 35. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 148. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Hundert Sorten Bettfedern, Pfund 50 Pf. bis zu den hochfeinsten Qual. Hundert Stand Betten; Stand: Oberbett, Unterbett und 2 Kissen 12 M. bis zu haft billig. Generalversammlung. ben hochfeinsten Brautbetten, fabelWir warnen hiermit sämmtliche Ar- Montag, den 27. Juli, Abds. 9 Uhr, polirer Richard Schwann, Wollinerstr. Mr. 2, v. IV. Derselbe hat noch auf Listen gesammeltes Geld in Besitz, vom Streit der Möbelpolirer herrührend, welches er trotz wiederholter Aufforde 231/8 rung nicht abliefert. Der Vorstand des Verbandes der Möbelpolirer Berlins und Umg. J. A.: Paul Fähse, Memelerstr. 32, v. IV. Rafalle's Reden und Schriften Montag, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, im Feen- Palast, St. Wolgangstraße. liefert frei ins Haus die Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Bau- Arbeiter Berlins. Tages Ordnung: 1. Die Beschickung des internationalen Kongresses in Brüssel. 2. Verschiedenes. 219/1 Um zahlreiches Erscheinen in dieser Versammlung ersucht Der Ausführungs- Ausschuss. J. A.: C. Thieme. Vereinig. d. Drechsler Deutschlands. Dienstag, den 28. Juli, nicht Montag, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. R. Schmidt über„ Die gegenwärtige wirthschaftliche Lage". 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Ergänzungswahl zum Ausschuß. 5. Verschiedenes. 137/19 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Fachverein der in Buchbindereien u. verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 27. Juli cr., Abends Punkt 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75: Außerordentl. Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Erfahwahl für den 2. Vorsitzenden und 2. Kassirer. 2. Vortrag: Die Entwickelung des Sozialismus." Referent Herr W. Wach. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. NB, Die Kollegen werden um Abrechnung der Sommerfest- Billets ersucht. Der Vorstand. 119/1 Bersammlung für Frauen u. Männer der Freien Gemeinde für Rixdorf und Umgegend. 736b Grosse FrankZeitungs- Spedition farterstr. 39. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu dem am 9. Aug. stattfindenden Sommerfest. 3. Abänderung des Statuts. 4. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Sonntag, den 26. Juli, Nachmittags 4 Uhr, Beerdigung Kollegen Strehlow vom Krankenhause am Urban nach dem Thomas- Kirchhof.- Vereins171/4 Abzeichen ist anzulegen. Schlafst., sep., Münchebergerstr. 4, E. m. Schlafft. a. Partei- Genossen 686b Mariannenstraße 28 v. 1 Tr. b. Moschinsky. v. 3 Tr. I. 2 Herren finden freundl. Schlafst. 3. 1. Aug. Prinzenstr. 107, S. I I. 687b Freundl. Schlafst. sofort 3. verm. b. Schmidt, Boyenstr. 14 v. III. 693b Möbl. Schlafft., sep., vorn, f. 2 Hr. b. Papenfuß, Andreasstr. 60, III. 698b Genosse findet freundliche Schlafstelle Blumenstr. 50, v. IV. 707b 2 Herren finden freundl. Schlafstelle sofort oder 1. August Boyenstr. 28, vorn 2 Tr. links. 784b Frdl. Schlafft., sep. Eing., Aussicht 1. Part, Bett m. Federbod., Pr. 7,50, bei Schönert, Lebuferstr. 6, IV, zwisch. Pallisaden- u. Frankfurterstr. 729b Zwei Genossen finden frdl. Schlafft. mit sep. Eing., v. 2 Tr. b. Schmidt, Gypsstr. 11. 706b Zwei frdl. Schlafst. sind an Gen. 3. verm. Oranienstr. 200 b. Wortenberg. Frdl. Schlafft. 3. v. Adalbertstr. 81, $. 4 Cr. I. Schlafft. zu verm., s. E., Corinth, Adalbertstr. 84, 4 Tr. 701b 700b Schlafft., sep., verm. Gen. Sommerfeld, Holzmarktstr. 66, H. r. II. 705b 2 Schlafft. z. verm. bei Sanow, Urbanstr. 35. 253M Schlafft. f. 2 Herren b. Siebert, Fürstenstr. 17, v. 8 Tr. 712b Schlafstelle an Genossen bei Gesch, 723b Adalbertstraße 84. M. Schlafft. f. Gen. Waldemarstr. 73 vorn 2 Treppen r. 722b E. Schlafft. z. v. bei Ww. Stascheit, 721b Admiralstr. 14, H. 3 Tr. M. Schlafft. f. 1-2 Herr. Holzmarktstraße 88 v. 3 Tr. b. Allrich. 720b Halbe Preise! 1018L Baar Geld lacht! Jezt, zum Schluß der Saison: Gr. Massen- Ausverkauf. Alles für die Hälfte des Werthes! 15 000 elegante Jacket- und Rock- Anzüge für Gesellschaft, Promenade, Reise und Bad, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 10000 Sommer- Paletots, eleganter Sitz, jetzt von 8-20 M. 8000 Hofen, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Knabenu. Burschen- Anzüge, alles für die Hälfte des Werthes. Kleider- Pascha 950L genannt: Der billige Mann. 32. Rosenthalerstr. 32. Ecke Sophienstr., Eckladen. Eckladen! Schlafſt. a. Gen. z. v. Schönleinstr. 4 Musik- Instrumente. v. 2 Tr. I.( allein). 727b Lager in Bithern, Violinen, Harmonikas, sowie alle Blasinstrumente Theiln. e. Stube w. gef. Preis 7 M. Reichenberger str. 177 H. I. 2 Tr. r.[ 725b Frdl. Zimm. z. v. f. 2 Herr. Schönleinstraße 35 v. 2 Tr. b. 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Köpenick! 730b] Schlafft.3.vm.Dresdenerstr.99H.p.1. 1038L] E. frbl.m.Schlafst.z.v.b. Frau Lehmann, Alvenslebenerstr.11aQuergeb2Tr. 728b] An 2 Gen. m. Zimmer als Schlaf stelle zu verm. Kulmistr. 11 v. 4 Tr. I. Möbl. Schlafst. f. Herr. b. W. Goleman der Admiralstraße. Frdl. Schlafft. f. Herr. Alexandrinen713b Dienstag, 28. Juli, Abd. 8 Uhr, i. Saale d. Hrn. Wiedemann u. Manofsti, Adlershof. biewski, Kottbuser- Ufer 59, Hof 2 Tr. Deffentliche Volks- Versammlung. = 256M 731b Kleiderspind gut billig z. verk. Barnim 737b straße 3 H. Keller. 702b Arbeitsmarkt. f.Musikvereine. Größte Auswahl in Musik werken u. Spieldosen, alle mit Marseillaise. Reparaturen schnell und billig. August Kessler, Lausigerstraße 51. Theilzahlung gestattet. E Spiegel und Möbel, Polsterwaaren Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Flanell Hemden, gestreift und farirt, Stück 1,25 M. 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I. 719b 電 茶 Staare, Kreuz jung, alleinfreffend, M. 1,25, schnabel 80 Pf., Beifige 80 Pf., Dom pfaffen zum Anlernen M. 2,-, nu 1037L reelle Männchen. Schnelle, Skalikerstr. 132. fozi m. tic ein ziek bet Kri Es tio vie i nu Kö nic we löf da Ar re U Zi V fet Kr fa zie di en al 72 aE h m G de lic de er m D I t d. S 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 172. Zum Programm- Entwurf.") Von Benedict Friedländer. Die Anforderungen, welche man an das Programm der fozialdemokratischen Partei zu stellen berechtigt ist, lassen sich m. E. etwa in Folgendem zusammen fassen: 1. es muß in wissenschaftlich nationalötono. mischer Hinsicht einwandsfrei ſein; 2. es muß möglichst klar und bestimmt sein; 3. das bloße Programm muß bereits agitatorisch wirken; 4. es darf über den revolutionären Charakter der Partei keinerlei Zweifel übrig lassen. Daß der neue Programm Entwurf in wissenschaft: licher Hinsicht dem alten überlegen ist, darüber sind wohl Alle einig. Trotzdem glaube ich, daß derselbe auch in dieser Beziehung noch einiger Verbesserungen bedürftig und fähig ist. Es heißt Absatz 4: Die im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise begrünbete Planlosigkeit erzeugt jene immer länger andauernden Krisen und Arbeitsstockungen " 2C. Die Ursachen der Krisen sind eine viel diskutirte Streitfrage. Es spielt dabei in der Regel der Ausdruck ueberproduktion" eine große Rolle. Ueberproduktion"" heißt doch nur so viel, es seien zu viel Waaren vorhanden. Das ist aber ein Widerspruch: Je mehr Waaren, desto besser, wenn nur die Waaren an diejenigen gelangten, welche ihrer bedürfen. Rönnen nun die zu viel produzirten Waaren vielleicht deswegen nicht abgesetzt werden, weil Niemand ihrer bedarf? Nein, ganz im Gegentheil! " " Sonntag, den 26. Juli 1891. 8. Jahrg. vom Ertrage ihrer Arbeit nur das zum Leben Nothwen- von Hypotheken, Pfandbriefen und Staatss digste übrig. Die ausgesaugten, breiten Massen des Volkes schuldscheinen hört. Und dabei ist es doch völlig klar, daß die ungezählten Millionen arbeitslosen Erwerbs, welche Letztere sind daher nicht im Stande, diejenigen Waaren zu kaufen, alljährlich einheimsen, einen auf den arbeitenden Massen lastenden welche sie kaufen würden, wenn ihre ökonomische Lage Tribut der allerschlimmsten und drückendsten Art darstellen. besser wäre; weil daher die Fabrikanten nicht im Stande Denn wer anders bringt schließlich die ginse find, ihre Waaren zu verkaufen, so sind sie genöthigt, die last auf, als das gesammte Bolt, d. h. so gut Produktion einzuschränken, das heißt die Löhne noch mehr wie ausschließlich die Arbeitertiasse? Um es noch einmal zu wiederholen: Für den volks. herabzusetzen und Arbeitskräfte zu entlassen; ein Theil der wirthschaftlich Gebildeten würde es allerdings Fabrikanten aber wird bankerott. Somit ist der arbeitslose ausreichend sein, einfach die Forderung des Gesellschaftseigenthums Erwerb die Grundursache der allgemeinen Unsicherheit des an Grund und Boden und Produktionsmitteln zu stellen; aber industriellen Lebens und der wirthschaftlichen Krise, welche ich glaube, daß die Annahme meines Vorschlages nicht nur zur wissenschaftlichen Richtigkeit, sondern vor allem auch zur Klarheit dauernd auf dem Volke lastet und sich von Zeit zu Zeit und Gemeinverständlichkeit beitragen und gewisse Verdurch besondere Anlässe noch verschärft. dächtigungen unmöglich machen würde. Diesem Zustande, der von Tag zu Tag unerträglicher wird und sowohl der Gerechtigkeit als auch der Vernunft Hohn spricht, durch Beseitigung seiner Ursachen ein Ende zu machen und die Befreiung der Arbeiterklasse zu erringen, ist das Ziel und die Aufgabe der revolutionären Sozialdemokratie. Die sozialdemokratische Partei Deutschlands erstrebt daher mit allen dem Rechtsbewußtsein des Volkes entsprechenden Mitteln die Abschaffung des arbeitslosen Erwerbes, d. h. des Zinses, der Grundrente und des Unternehmerprofits, was nur durch Umwandlung der Arbeitsmittel Grund und Boden, Bergwerke, Gruben, Maschinen und Werkzeuge, Verkehrsmittel in Gemein eigenthum der Gesellschaft und durch Umwandlung der privatkapitalistischen Produktion in sozialistische Produktion geschehen kann. Die ausdrückliche Hervorhebung der Abschaffung des arbeitslosen Erwerbs und speziell des 3inses würde auch gewissen Gegnern unserer Sache die Möglichkeit nehmen, fich über unsere Bestrebungen zu täuschen oder uns geflissentlich zu verleumden. Zur besseren Würdigung lasse ich hier einen Artikel der Volls- Zeitung" vom 15. Juli d. J. folgen: Es heißt da: " Wir fordern die Abschaffung jeglichen arbeitslosen, d. h. also auf direkter oder indirekter gesetzlicher" Aneignung beruhenden Erwerbs, da dieser die Ursache des modernen Glends ist, und seine radikale Beseitigung, wegen der dann eintretenden unermeßlichen Steigerung der Produktion, zum allgemeinen Wohlstande führen müßte. Tie radikale Beseitigung von Zins, Grundrente und Profit ist aber nur möglich durch Aenderung der Eigenthumsverfassung und zwar durch die Einführung des gesellschaftlichen Rollettiveigenthums an Grund und Boden und allen Produktionsmitteln. Ein wie großer Theil des Nationaleinkommens übrigens auf den arbeitslosen Erwerb fällt( ich theile dies hier nur nebenbei mit, da die gegentheilige Anschauung sehr vielfach irrthümlicher oder verlogener Weise kolportirt wird), geht z. B. aus einer von Dudley Bayter 1868 ausgeführten Zusammenstellung hervor, welche ich aus Eugen Dühring's Cursus der Nationalund Sozialökonomie entnehme. Danach betrug das Gesammteinkommen Englands 800 000 000 Pfd. St., davon fielen auf die Arbeiterklasse 300 000 000 Pfd. St., d. h. 3/8, auf die Besizrente 500 000 000 fb. St., d. h. 5/8! Und der größere Theil, die 5/8, vertheilte sich auf nur 700 000 Köpfe, während der kleinere Theil von 3/8 auf die 23 000 000 Köpfe der Arbeiter tam! Hunderttausende, Millionen sind im allerhöchsten Grade der Waaren aller Art bedürftig; aber sie können dieselben nicht kaufen, weil sie nicht den vollen Werth ihrer Arbeit, sondern Hungerlöhne beziehen, oder gar arbeitslos sind. Wie kommt es nun, daß die Löhne so niedrig sind? Weil der auf Ausbeutung fremder Arbeit beruhende arbeitslose Erwerb, d. h. die Besitz rente, oder mit anderen Worten Grundrente, 3ins und Unternehmerprofit dem Arbeiter nur das Allernothwendigste übrig läßt. Die durch den ausbeuterischen Erwerb der Für uns sind diese Zahlen nur von wenig Belang, als ja Zinsen, der Grundrente, des Unternehmerprofits ausgefogenen Boltsmassen sind nicht im Stande, fich die Waaren, deren sie die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft eine so ungeheure Steigerung der Produktion mit sich bringen würde, daß nicht sehr nöthig bedürften, zu kaufen. Daher die Stockung in dem nur eine gerechte Bertheilung, sondern allgemeiner Reichthum die Waarenabsatz, welche die erste Erscheinung der sogenannten Krise ist. Die Fabrikanten, welche ihre Waaren nicht ver" In Bezug auf den Entwurf des neuen sozialdemokratischen Folge wäre, nach dem erst einmal die unmittelbaren taufen können, werden zum Theil bankerott. Ein Bankerott Programms sagt J. Baring- Eischof in der Deutschen land- Folgen des wirthschaftlichen Zusammenbruchs zieht den andern nach sich. Die Fabrikanten sind gezwungen, wirthschaftlichen Zeitung", daß es im Banne des Kapitalismus überwunden wären und insbesondere die gegendie Produktion einzuschränken, sehen sich veranlaßt, Arbeiter zu stehe, weil es nichts enthalte, was auf Beseitigung oder auch wärtig unzureichende Nahrungsmittel- ProZum Schlusse bemerke ich noch, daß die von Herrn Fischer entlassen, und die nicht Entlassenen schlechter zu bezahlen. Daher nur Abmilderung des furchtbaren, gar nicht nothwendigen, aus- duktion sich gehoben hätte. also Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne für die schließlich im kapitalistischen Interesse ersonnenen und durchgeführten Binsdrucks hinweise." Zum Beweise dessen führt Baring gemachten Einwände mir auf dem Mißverständniß zu beruhen Arbeiterklasse, Banterotte für das Unternehmerthum. scheinen, als ob ich mich ausschließlich gegen den Zins gewandt Der Ausdruck Planlosigkeit" hört sich auch so an, Folgendes aus: Zinsen- hätte Es ist doch sonnentlar: Die ganzen ungeheuerlichen Zinsen hätte ein Mißverständniß, welchem ich in der Feenpalast- Verals ob zukünstig plan mäßig produzirt werden solle. Wer aber soll den Plan" machen? und wie? Ich sehe von der summen müssen den Arbeitserzeugnissen der arbeitenden Bevölke- sammlung mündlich entgegenzutreten wegen Schlusses der VerFrage der Nothwendigkeit einer planmäßigen Produktion rung entnommen werden. Alles Produzirte wird doch nur versammlung feine Gelegenheit mehr fand und welches jetzt, nachhier ganz ab und will nur die Frage der Möglichkeit aus- theilt zwischen Arbeitern und Kapitalisten. Erhalten letztere dem mein Vorschlag gedruckt vorliegt, wohl keiner besonderen einandersehen. Eine planmäßige Produktion wäre offenbar nur durch ein schlaues Verschuldungssystem den Zinsfuß in fünft- Widerlegung bedarf. ziehen dieselben von einer vermehrten möglich auf Grund einer umfassenden und vorzüglichen Konsum- licher Höhe, so ziehen Rapitals unter erhöhtem Zins Statistit, und zwar, was das Wichtigste ist, nicht einer Statistit Masse ausgeliehenen des gegenwärtigen Konsums, sondern desjenigen, unvergleich- fuß eine um so bedeutendere Zinsensumme zum außerlich größeren, der sich einstellen würde, wenn erst einmal ordentlichen Nachtheil aller Arbeiter, ganz gleich, ob ste Nun darf der arbeitslose Erwerb aus der Welt geschafft wäre, d. h. wenn mehr mit dem Kopf oder der Hand thätig sind. müßten also vorerst eine sozialistische Organisation haben, erft( 10 Arbeitsstunden täglich und 300 Arbeitstage jährlich gerechnet) ist Für die im November dieses Jahres stattfindenden Stadtdann könnten wir allenfalls die zur planmäßigen Produktion mindestens mit 1 Million Mark geldherrschaftlicher Zinsenabgabe nothwendige Statistik aufstellen. Aber auch dann hätte sie große behaftet. Mithin fällt durchschnittlich auf jede Familie der verordneten- Ergänzungswahlen biiten wir folgendes genau zu Schwierigkeit, da der Konsum von Jahr zu Jahr sich ändert, 95 pt. der Bevölkerung, welche von Grundbesitz und Arbeit beachten: Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist in die Gemeinde- Wählerliste als stimmberechtigt jeder selbstständige welcher das 24. Lebensjahr erreicht ganz neue Waaren hergestellt werden und die Bedürfnisse der leben, jährlich 300 M. zinsherrschaftlicher Tribut. Wäre nicht jede Arbeitsstunde in Deutschland mit einer der Preuße einzutragen, Gesellschaft in beständigem Wechsel begriffen sind. Doch darüber kann man vielleicht verschiedener Meinung sein. Auch artigen ganz unnöthigen Zinsabgabe belastet, so stände der hat, wenn er feit einem Jahre Einwohner der Stadt ist, leugne ich die Planlosigkeit der gegenwärtigen Produktion Arbeitslohn entschieden höher, größerer Volkswohlstand wäre sich im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, keine leineswegs. Ich will sogar zugeben, daß sie bei den Krisen vorhanden, eine stärkere Nachfrage nach jedweder Arbeit fände Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen und die Wie kommt es, daß dieser ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben gezahlt hat, auch an Klaffeneine mitwirkende Ursache sein mag. Was ich aber ent- in allen Richtungen statt. Ichieden bestreite, ist, daß die sogenannte Planlosig. Kardinalpunkt für Arbeiterwohl- Beseitigung steuer einen Jahresbetrag von 6 M. entrichtet. oder doch zur „ Planlosig- Kardinalpunkt eines demoralisirenden Verschuldungssystems unter 2. Klassensteuerstufe eingeschätzt worden ist. Als selbständig wird keit" die Hauptursache der Krisen sei. Um den logischen Zusammenhang ganz scharf zu formuliren, den gegenwärtigen Forderungen der sozial Jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat, d. h. demokratischen Partei so gänzlich fehlt? welcher über einen Wohnraum oder mehrere Wohnräume selbst so verhält sich die Sache folgendermaßen: Marschirt die Sozialdemokratie etwa im Baune des Kapitalismus, ständig verfügt. Als unterstützt wird auch Derjenige angesehen, geht sie im großkapitalistischen Gängelbande? Selbst unsere welcher für sich oder seine Familienangehörigen Krankenpflege gesetzgebenden Körperschaften haben sich bereits an diesen, aus öffentlichen Mitteln durch Aufnahme in ein Krankenhaus Die Staaten mit Sicherheit zerrüttenden Zustand so empfangen hat und die dadurch entstandenen Kosten nicht bei denselben feinen herben Tadel zurückzahlt. Die Wählerliste ist vom 15. bis 30. diefes Monats gewöhnt, daß es mehr findet, wenn beispielsweise im preußischen Staatshaushalts- im Wahlbureau, Poststraße 16, 2 Treppen, einzusehen; nur während der angegebenen Zeit ist Einspruch gegen Etat pro 1891/92 veranschlagt ist: deren Richtigkeit gestattet. Unten veröffentlichen wir die Adressen, die sich bereit erklärt haben, für diejenigen die Wählerlisten einzusehen, die daran verhindert sind, es selbst zu thun. Hierbei ist noch ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß alle Wähler, welche sich auf Reisen u. s. w. befinden, ohne ihr WohStaatsschulden Verwaltung... nungsrecht in Berlin aufgegeben zu haben, gut thun, sich zu überDarunter für Schuldentilgung... zeugen, ob sie in der Wählerliste verzeichnet stehen, weil sie mög Demnach beträgt im Staate Preußen die licherweise polizeilich von Berlin abgemeldet und aus der Liste 4. Also ist nicht die Planlosigkeit, oder sonst Staatsschulden 3insenmasse nebst Verwal- fortgelassen sind. Was die Agitation selbst betrifft, so wird das unterzeichnete etwas, sondern die vom arbeitslosen Erwerb tung 245 023 004 Mart, daher mehr als die bewirtte Aussaugung und Konsumunfähigkeit gesammten direkten und indiretten Staats- Komitee feine Entschließungen rechtzeitig bekannt geben. Alle der großen Massen die Grundursache der steuern Preußens einbringen!" Anfragen sind an den Vorsitzenden zu richten. Krisen. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Zahlen muß ich Man fann, um die Sache ganz kurz darzustellen, sich der angeführten Quelle überlassen. J. A.: Otto Klein, Vorsitzender, Kottbuser Damm 14. folgendermaßen ausdrücken: Es ist nun ja natürlich lächerlich, der Arbeiterklasse ein ZuFolgende Genossen sind bereit, die Wählerlisten einzusehen: Diekapitalistentlasse entzieht den breiten, fammengehen mit den Groß- Kapitalisten vorzuwerfen. Es ist ja arbeitenden Voltsmassen unter dem Namen auch für jeden volkswirthschaftlich Gebildeten klar, Otto Klein, Zigarrengeschäft, Kottbuser Damm 14. des 3inses, der Grundrente und des Unter- daß ein Kollektiveigenthum an Grund und Boden, sowie den Seidenstücker, Destillation, Kanonier- und JägerstraßenScheuer, Lüdtke, Restaurateur, Bossenerstr. 10. nehmerprofits alles, bis auf die elendest en Produktionsmitteln, nicht nur Grundrente und Unternehmer- Ecke. Grube, Restaurateur, Löhne, die nur einen kleinen Theil des Arbeits- profit, sondern auch den Zins zu Falle bringen würde. Aber Restaurateur, Gneisenaustr. 35. ertrages darstellen, und dann wundert sich eben jene es ist das für die großen Massen nicht so augenschein Mariendorferstr. 10. Laege, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Rapitalistentlasse, wenn die ausgesaugten Voltsmaffen nicht im I ich und selbstverständlich, als daß man nicht gut Böhlandt, Restaurateur, Bülowstr. 52.- Restauration Stande sind, ihnen ihre Waaren abzukaufen und ihre Presse sagt, thäte, es ganz klar und unzweideutig auszusprechen. Die drei zur alten Post, Bülowstr. 33.-W. 2ock, Restaurateur, A. Böhl, Restaurateur, Rüdersdie Gesetzgebung sei außer Stande den Krisen abzuhelfen! Das Ausdrucksweisen: Friedrichsbergersir. 11. ist sie in der hat, wenn die Art nicht an den ardorferstr. 8. D. Heindorf, Restaurateur, Weberstr. 2.beitslosen Erwerb gelegt wird, was aber nur G. Tempel, Restaurateur, Breslauerstr. 27.-F. Söhne, durch Vergesellschaftung des Grund und Bodens 3. Vergesellschaftung von Grund und Boden und allen Pro- Restaurateur, Eldenaerstr. 2. G. Böhl, Restaurateur, Frankund aller Produktionsmittel erreicht werden duktionsmitteln" furter Allee 74. D. 3 abel, Restaurateur, Frankfurter ann. Ich schlage daher etwa folgende Fassung des Ab- kommen fa ch I ich auf dasselbe heraus. Allee 90. Bohne, Bigarrengeschäft, Frankfurter Allee 135.fages 4 vor: Unser Programm soll aber nicht nur richtig, fon Garl Scholz, Glaser, Wrangelstr. 82.- Ostar Witke, Gumpel, Zigarrengeschäft, Barnimstr. 42.dern allgemein verständlich sein. Namentlich Stalizerstr. 61. für die Agitation auf dem Lande würde der Steuer, Restaurateur, Weinstr. 22.- Friz Zubeil, Ullrich, Wrangelstr. 84, Ausdruck, Abschaffung des Zinses" gewiß für Restaurateur, Naunynstr. 86. uns wirten. Auch ist thatsächlich die Volksausbeutung durch v. part. Scheyer, Restaurateur, Reichenbergerstr., Ecke der die großen Leih- Rapitalien eine mindestens so schlimme, wie Lausitzerstr. Aug. Schweizer, Zigarrenhandlung, Dresdiejenige durch die großen Unternehmer. Nun kennt die Arbeiter denerstr. 52/53( City- Passage). Wilh. Börner, BigarrenWilhelm Gründel, RestauKlasse dies Unternehmerthum von Angesicht zu Angesicht und wird handlung, Ritterstr. 108. H. Eimecke, Restaurateur, von ihm unmittelbar ausgebentet. Die Ausbeutung durch rateur, Dresdenerstr. 116. die großen Leihkapitalisten, Besitzer von Staatsschuld.Köpenickerstr. 130. Wuttke, Elsafferstr. 36.- Abraham. fcheinen und Hypotheken ist eine mehr indirette; Straßburgerstr. 5.- Brüdner, Lothringerstr. 67. Johann Peterson, und so kommt es, daß man so viel von Krupp, Stumm, Gnadt, Restaurateur, Brunnenstr. 38. Baare und Unternehmern überhaupt, und vergleichs Restaurateur, Veteranenstr. 22.- Leininger, Boyenstr. 40. weise so wenig von Rothschild, Warschauer, Bleichermerschmidt, Perlebergerstr. 28.- Gdert, Stromröder und anderen Leih- Kapitalisten und Inhabern straße 59.- Holz bächer, Rathenowerstr. 89. Schöpfer, erst einmal jeder den vollen Ertrag seiner Arbeit erhielte. Wir behauptet werden: Jede Arbeitsstunde des deutschen Votes Arbeiter Berlins! Parteigenossen! 1. Der arbeitslose Erwerb oder die sogenannte Besitzrente, d. h. also 3ins, Grundrente und Unternehmerprofit nehmen dem Arbeiter alles, bis auf wahre Hungerlöhne. 2. Deswegen sind die großen Massen in einem andauernden Zustande der Konsumunfähigkeit, in sofern, als sie die Waaren, deren sie sehr nöthig bedürften, nicht taufen können. 3. Infolge dessen tritt eine Stockung des Waaren absages ein, die Produzenten werden zum Theil bankrott, find zu einer Einschränkung der Produktion genöthigt, setzen die Löhne herab und entlassen Arbeiter. Daher also Bankrotte, Arbeitslosigkeit und Glend. Absatz 4.**) Der auf Ausbeutung fremder Arbeit beruhende arbeitslose Erwerb, das heißt der Zins, die Grundrente und der Unternehmerprofit, läßt der Arbeiterklasse Der Programm- Entwurf steht zur Diskussion; und wir erklären ein- für allemal, daß wir durch Abdruck einer Einsendung aus Parteikreisen uns nicht mit dem Juhalt einverstanden erlären. Natürlich werden auch wir vor dem Erfurter Parteitag Gelegenheit nehmen, uns des Näheren auszusprechen. Die Red. d.„ V.". **) Durch eine Aenderung in der Ausdrucksweise gegenüber dem am Mittwoch im Feenpalaft mitgetheilten Wortlaute glaube ich meine Ansicht noch verständlicher auszudrücken. Direkte Steuern Indirekte Steuern = " . • •• • . 171 166 000 Mark 72 532 000 Summa 243 698 000 Mark 263 487 324 Mart 18 464 320 " 1. Jedem der volle Ertrag feiner Arbeit", oder: 2. Abschaffung des arbeitslosen Erwerbs", oder: -O Das Zentral- Wahlkomitee. Thurmstr. 63.— Roggendorf, Restaurateur, Posenerstr. 6. — 58. Staber nnck, Zigarrengeschäft, Wrangelstraße LS.— G. L a d e w i g, Görlitzerstr. 44. Table«« für die bevorstehenden Stadtverordneten-Er- gänzungswahlen. Dieselben finden statt im 3., 8., 10., 12. 14., 19., 21., 2S. 26,, 28., 32., 34., 38. und 40. Kommunalwahlbezirk. 3. Wahlbezirk. Behrenstr. 1—72, Charlottenstr. 29—62, Dorotheenstr. 1—97, Französischestr. 1—68, Fricdrichstr. 63— 104a, 137—190, Georgen- straße 1—17, 19—43, Jägerstr. 1—31, 4S— 76, Kanonierstr. 1—45, Krausenstr. 1—3, 72—77, Kronenstr. 1—13, 60—76, Königgrätzer- straße 121, 126—141, Leipzigerstr. 1—26, 104—137, Unter den Linden 1—78, Markgrafenstr. 37 und 33, 51a— 52, 57 und 58. Mittelstraße 1—66, Mohrenstraße 1—37, 41—66, Mauerstraße 8—79, Schadowstraße 1—14, Sommerstraße 1— 10, Taubenstraße 1—54, Universitätstraße 1—9, Wilhelmstraße 57—81, Bauhofstraße, Kleine Kirchgasse, außer Nr. 4, Am Kupfergraben, Kleine Mauerstraße, Neustädter Kirchstraße, Reichstags-Platz, Reichstags-User vom Reichstags-Platz bis Neu- städtische Kirchstraße, Lindengasse, Platz vor dein Brandenburger Thor, Platz am Opernhause, Hegelplatz, Pariser Platz, Rosmarien- straße, Schlachthausgasse, Stallstraße, Stadtbahn vom westlichen Ufer des Kupsergrabens bis nördlichen Ufer der Spree am Schiff- bauerdamm, Weidendamm, Neue Wilhelmstraße, Gendarmenmarkt, Hedwigsgasse, Schiller- Platz, Kaiserhofstraße, Leipziger- Platz, Ziethen-Platz, Boßstraße, Wilhelms-Platz. 8. Wahlbezirk. Alvenslebenstr. 1—26», Bülowstr. 8—100, Blumenthal- straße 1—19, Dennewitzstr. 9—38, Dennewitz- Platz, Froben- straße 1—41, Göbenstr. 1—30 Göbenstraße von Potsdamer- straße bis Kulmstraße, außer den Eckhäusern, Grunewald- straße 1—11, Kurfürstenstraße 29—46, 139—152, 173 und 173», Potsdamerstraße 49—103», Steinmehstraße 1— 79, Schwerinstraße 1—19, Ziethen straße 17—28, An der Apostelkirche, Großgörschenstrahe, Kirchbachstraße, Straße 11, Abtheilung IV des Bebauungsplans, Winterfeldtstraße, Kulmstraße, Göbenstraße östlich von der Kulmstraße, Eisenbahn 11—17, Mansteinstrahe. 10. Wahlbezirk. Barutherstr. 1—22, Belle-Alliancestr. 107, Blücherplatz 1—4, Blücherstr. 1—27 u. 61—64, Fürbringerstr. 1—36 mit Ausschluß der Häuser 13 und 19, Gneisenaustr. 2—34, 81—115, Mittenwalder- straße 1—22, 41—62, Nostizstr. 1—11, 50—63, Plan-Ufer 1--33, Solmsstr. 1—16, 41-52, Zossenerstr. 1—15, 37—60, Hallischer Kirchhof, Waterloo-Ufer, Johannestisch, Johanniterstr. 1—12 und 15-20, Urbanstr. 135—183. 12. Wahlbezirk. Cuvrystraße, Cuvry-User, Görlitzerstr. 1—72, Görlitzer-Ufer von Görlitzerstraße bis Schlesischestraße und Eckhaus von Wiener- bis Görlitzerstraße, Liegnitzerstr. 1—42, Kottbuser Ufer 9—28, Köpnickerstr. 1—15, 173—195, Oppelnerstr. 1—45, Reichenberger- straße 55—136, Skalitzerstr. 46b— 95, Schlesischestr. 1—46, Wienerstr. 16—50, 60—62, Wrangelstr. 24—26, 30—115, Zenghofstraße' 1—26, Falkensteinstraße von Görlitzerstraße bis Oberbaumbrücke, Grünauerstraße, Görlitzer Bahnhof, Lausitzer. platz(Ostseite), 46./47. Gemeindeschule, Lübbenerstraße, Loh- mühlenweg, Muskauerstraße von Zenghofstraße bis Eisenbahn- straße mit Ausschluß der 4 Eckgrundstücke der Eisenbahnstraße und Muskauerstraße, Platz H, Vor dem Schlesischen Thor, Sorauerstraße, Straße 60(Abtheil. 14 des Bebauungs- Plans), Wendenstraße, Görlitzer-Ufer vom Koltbuser-Ufer bis Wiener- straße, Kottbuser-Uscr vom Görlitzer-Ufer bis Liegnitzerstraße. 14. Wahlbezirk. Eisenbahnstr. 1—43, Köpnickerstr. 16—29, 143—172, Lausitzer- straße 1, Lausitzerplatz 1—4, 16—18, Mariannenplatz 6—28. Manteuffelstr. 1—42, 30—121, Naunynstr. I und 91, Skalitzer- straße 39—46, 96—107, Waldemarstr. 1-22, 62-78, Wrangel- straße 1—30, 116—143, Wienerstr. 69, Mariannenufer, Muekauer- straße, Pücklerstraße. 19. Wahlbezirk. Alerandrinenstr. 44—86, Annenslr. 1—10, 41—53, Branden- burgstr. 37—46, Dresdenerstr. 21—54, 93—113, Luckauer- straße 1—17, Louisenufer 1—36, Neanderstr. 17—13, Oranienstr. 42 bis 69, 137—165, Oranienplatz, ivestl. Theil, Prinzenstr. 30—90, Sebastianstr. 1—24, 63-88, Stallschreiberstr. 1-16, 43-64, Moritzplatz, Kaiser Franz-Grenadierplatz, Prinzessinnenstraße, Buckowerstraße. 21. Wahlkreis. Alexandrinenstr. 39—43, 87—90, Annenstr. 6—45, Beuth- straße 1—22, Dresdenerstr. 52—92, Neue Grünstr. 1—49, Alte Jakobstr. 29-45, 43-116, Neue Jakobstr. 1-22, 24-23, Insel- straße 2—13», Kommandantenstr. 5—79, Kl. Kurstr. 9, Leipziger straße 56—63, Oranienstr. 70—75», 130—136, Oberwasserstr. 16, Neue Roßstr. 1—24, Seidelstr. 1—32, Stallschreiberstr. 17—47, Schmidtstr. 22, Sebastianstr. 25—62, Niederwallstr. 24 und 25, Wallstr. 1—98, Durchgang von Grünstraße nach Alte Jakobstraße, Louisen-Kirchhof, Kürassierstraße, Neu Kölln a. W., Schäferstraße, Spittelmarkt, Splittgerbergasse. 25. Wahlbezirk. Breslauerstr. 15—17, Gubenerstr. 20—50, Fruchtstr. 1—10, 23—38, 50—66, 31—86, Koppenstr. 1—7, 40, 37—94, Memeler- straße 1—34, Riidersdorferstr. 33—70, Boxhagenerslr. von Frank furter Allee bis Weichbildgrenze, Straße 7 von Str. 9 bis Frank- furter Allee, Warschauerstr. von Straße 9 bis Frankfurter Allee, Stralauerplatz 1 bis 23, 29 bis 35, Brombergerstraße, Chaussee nach Stralau b. Weichbildgrenze, Warschauer straße von der Spree bis zur Schlesischen Eisenbahn inkl. am Oberbaum, Königsbergerstraße, Mühlenslraße, Plätze B, H und K, Posenerstraße, Pillauerstraße, Rummelsburger Platz, Terrain der Ost- und Schlesischen Eisenbahn von Warschauer- straße bis zur Weichbildgrenze, An der Schillingsbrücke östl. Seite Straßen Nr. 4. 7b. 13, 17. 13. 20. 21. 22, 23. 24, 25, 39. 40, 42, 43, 44, 45, 46, 47 und 49, Straße 7 von Straße 9 bis Memeler- straße, Straße 10, von Straße 7 bis Weichbildgrenze, Straße 12 von Memelerstraße bis Straße 24, Straße 14 von Straße 12 bis Weichbildgrenze, Straße 19, von Straße 12 bis z. Eisenbahn, Straße 37 von der Chaussee nach Stralau bis z. Weichbildgrenze, Am Schlesischen Bahnhof. 26. Wahlbezirk. Große Frankfurterstr. 1—13, 126, 123—146, Frankfurter Allee 1—150, Liebigstr., Pctersburgerslr. von Straße 44 bis . Frankfurter Allee, Platz Nr. 58, Eckertsbergstraße vom Platz bis Liebigstr., Thaerstr. von Frankfurter Allee bis Eldenaerstr., Weidenweg von Tilsiter- bis Liebigstr., Straße 17, 13, 21, von Straße 27 bis Straße 18. Straße 27, Landsberger Allee von Ringbahn bis Weichbildgrenze, Straße 16 von der Ringbahn bis Straße 15, Thaerstr. von der Ringbahn bis Straße 25(verlorner Weg), von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze, Straße 16 von der Ringbahn bis Slraße 15, Thaerstr. von der Ringbahn bis Straße 25(verlorner Weg), von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze. Fruchtstraße 39—49, Friedrichsbergerstraße 2 bis 26, Friedenstr. 32 bis 96o, Koppenstr. 41 bis 43 und von Pallisadenstr. b, Friedenstraße, Landsberger Allee 1—41, 133 bis 160, Landsberger-Platz 1-4, Plätze B, M, K, Pallisadenstr. 38 bis 65, 88 und 89, Straußbergerstr. 1—9, 35—52, Straßen Nummer 1, 16, 16a, 16b, 21, 21», 25, 26», 23, 28», 30, 81, 32, 42, 43, 44, 44a, 46, 48, 49, 56a, 58a, 59b, 63, 63», 66», 66b, 67, 67a, 69, Straße 58, von Liebigstr. bis Straße 53», Weidew Weg 1—25, 79—106, Cotheniusstraße, Elbingerstraße, Eldenaer straße, Möglinerftraße, Am Friedrichshain, der Friedrichshain, Petersburgerstraße, Proskauerstraße, Thaerstraße von Eldenaer- straße bis Ringbahn, Tilsiterstraße von Frankfurter Allee bis Straße 44. 28. Wahlbezirk. Barnimstr. 35 u. 39», Büschingstr. 17, Elisabethstr. 2—64. Kleine Frankfurterstraße 10 bis 19, Fliederstr. 2 bis 17, Gollnow- straße 1—35, Georgenkirchstr. 10—59, Hirtenstr. 1—2, 20—21, Georgen-Kirchplatz 15, 13, 19 bis 34, Keibelstraße 2—42, Kurze- straße 10 und 20, Katharinen str. 1—12, Neue Königstr. 19—43, 47 bis 76, Landsbergerstr. 17—105, Landwehrstr. 1 und 44, Lietz- mannstr. 1—14», Pallisadenstr. 104—106, Prenzlauerstr. 6—30, 32—56, Alte Schützenstr. 1—13, Wadzeckstr. 1—23, Waßmann- straße 1—6, 9 und 9», Weberstraße 37, Weinstraße 20 und 21, Büschingplatz, Mehnerstraße, Linienstr. 250. 32. Wahlbezirk. Christinenstr. 1 bis 39, Chorinerstr. 2 bis 19, 66 bis 36, Fehr- bellinerstr. 1 bis 24, 53 bis 100, Lothringerstr. 1 bis 27, Lottumstr. 1—29, Kastanien-Allee 36—60, Prenzlauer Allee 2 bis 16, 239—249, Saarbrückerstr. 1—35, Schönhauser Allee 1—11, 173—183, Straßburgerstr. 1—23, 36—60, Schwedterstr. 1—29, 245»— 263, Templinerstr. 1—19, Weinbergsweg llä, Weißen- burgerstr. 1—7, Zionskirchstr. 12—45, Zionskirchplatz 4, Anger- münderstraße, Metzerstraße, Teutoburger Platz. 34. Wahlbezirk. Ackerstr. 27—70, 117—143, sowie Südwestseite von Jnva- lidenstraße bis Bernauerstraße, Anklamerstr. 1—9, 49—60, Berg- straße 31—62, Bernauerstr. 1—24, 84—129 und Südseite von Acker- bis Bergstraße, Brunnenstr. 23—31, 122»— 123b, Feldstr. 1—9, Garlenstr. 26—58, 96—155, Jnvalidenstr. 1—5, 18, 148—163, Rheinsbergerstr. l und 79, Strelitzerstr. 1 bis 36, 39 bis 74, Veleranenstraße 3—15, 17—28, Hussitenstraße von Bernauerstraße bis Stralsunderstraße, Elisabethstraße, Pappelplatz, Elisabeth-Kirchstr. 38. Wahlbezirk. Borsigstr. 1—27 und von der Tieckstraße bis Elsasserstraße westliche Seite, Chausseestr. 1—56, 82—122, Kommunikation am Neuen Thor 13—24, Elsasserstr. 27—40, 60—83, Eichendorff- straße 1—22, Jnvalidenstr. 13—49, 84—132, Kesselstr. 1—43, Scharnhorststr. 1 bis 41, Schlegelstr. 1 bis 33, Tieckstr. 1 bis 41, Pflugstraße, Schwarzkopfstraße, Platz am Neuen Thor, Möhler- straße, Boyenstr. 46, Kielerstr. Moabit. 40. Wahlbezirk. Korrespondenzen und Vnrteumchvichten. Altona. Die Polizei kann sich noch immer nicht an die rotheFahne gewöhnen. Am 16. Juli fand hier in Koppel- manns Salon eine überaus zahlreich besuchte Volksversammlung statt, in welcher Reichstags-Abgeordneter Metzger unter großem Beifall über internationale Arbeiterschutz-Gesetzgebung reserirte. Nach Erledigung dieses Tagesordnungspunktes schritt man zur Diskussion über die Frage, wer Altona auf den Brüsseler Kongreß vertreten solle. Man schloß sich dem schleswig-holsteinschen Parteitag an, welcher Genossen Molkenbuhr zum Delegirten für unsere Provinz ausgestellt hatte. Nunmehr kam der Punkt Ver- mischtes zur Verhandlung. Der Vorsitzende der Versammlung er- hob sich und erklärte, daß unter Berücksichtigung des vom ober st en V erwaltungsgericht erfolgten Entscheids, be- züglich der rothen Fahne, dieselbe nunmehr öffentlich entrollt wer- den könne, was hiermit geschehe. Zwei andere Genossen hatten inzwischen die herbeigeholte Fahne entfaltet und befestigten sie an der Gallerie, so daß sie in den Saal herunterhing. Lang an- haltende Bravos und Hochrufs der Versammelten ließen die Wände der Halle erdröhnen. Tarauf erklärte der überwachende Polizeioffiziant Rani, er verbiete das längere Aushängen der Fahne und verlange, daß dieselbe sofort fortgenommen und aufgerollt werde. Der Vorsitzende machte der Versammlung den Befehl des über- wachenden Beamten bekannt, woraus sich selbstverständlich unter dem noch nicht verhallten Jubel verschiedene mißbilligende Stimmen bemerkbar machten. Jedoch nur einen Moment dauerte dies, als auch schon die Glocke und die Stimme des Vorsitzenden völlige Ruhe herstellten. Er erklärte, man würde sich dem Ver- langen einstweilen fügen müssen, wenn auch unter Protest, und wie in dem Falle am 16. Februar auch in diesem Falle den Rechts- weg betreten. Die Fahne wurde dann, nachdem sie noch einige Male beim Einziehen unter donnerndem Jubel geschwenkt worden, auf- gerollt und bei Seite gestellt. Genosse Renner nahm sodann das Wort und erklärte, daß die Art und Weise, wie die Versammelten das Verbot, die Fahne nunmehr auszuhängen, ausgenommen ihnen alle Ehre mache; Ruhe und Besonnenheit seien das Beste, derartigen Sachen zu begegnen. Manchem in der Stadt würde es vielleicht sehr angenehm sein, wenn man sich zu Aus- schreitungen hinreißen ließe, so sträflich dumm wären die Ar- beiter aber nicht. Die Sozialdemokraten ständen heute nicht mehr außerhalb des Gesetzes und würden daher alle gesetzlichen Mittel ergreifen, um zu ihrem Recht zu gelangen, ohne sich auch nur ein Jota von dem gefleckten Zeel abbringen zu lassen. Anhaltend lauter Beifall erfolgte hierauf. Redner gab sodann in Kürze eine Uebersicht über- die sehr interessanten Erleb- nisse, welche die Fahne hier wie in Amerika durchgemacht, wie er auch der glänzenden Periode, die Altona ui den siebziger Jahren durchgemacht, erwähnte und die Partei genossen ermahnte, beim Anblick der Fahne dessen einge- denk zu sein und den Verhältnissen entsprechend Altona inner- halb der Partei wieder auf den früheren Standpunkt zu erheben. Genosse Thomas, der hieraus sprach, nahm den Bericht des„Echo" über die Verhandlungen des Berliner Ober-Verwaltungsgerichts bezüglich der rothen Fahne zur Hand und erläuterte die einzelnen Hauptsragen, indem er unter anhaltendem Beifall hinzufügte: „Wie will die Polizeibehörde dem gegenüber ihre jetzige Hand- l'ungsweise verantworten?" Als er bei der dritten Frage an gelangt war, die besagt, daß gegenwärtig das Gesetz vom 21. Oktober 1873 außer Kraft und die Sozialdemokraten gleich allen anderen Parteien zu behandeln seien und wörtlich sagte „Wie will sich die hiesige untere Behörde dazu stellen, will sie sich über die Oberbehörde stellen?" stand der überwachende Beamte mit dem Hut auf dem Kopf auf und erklärte die Versammlung für ausgelöst. Der Vorsitzende Heinrich stellte ihm die Frage, auf Grund welches Gefetzesparagraphe» dies geschehe, worauf er die Antwort bekam: Das sei seine, des Beamten Sache. Genosse Heinrich forderte dann noch auf, in möglichster Ruhe den Saal zu verlassen, was auch geschah. In der Sonnabendnuinmcr des„Echo" hat nun Genosse Heinrich öffentliche Anklage zu Händen der königlichen Staatsanivaltschast zu Altona erhoben gegen den Polizeibeamlen Ram und zwar wegen widerrechtlicher Nöthigung b e z w. Amtsmißbrauchs. Hoffentlich ist der Altonaer Staatsanwaltschaft die Sonu abend-Nummer des„Echo" zu Gesicht gekommen. Was aber sagen die Herreu vom preußischen Ober-Ver waltungsgericht zu der Haltung der Altonaer-, der Erfurter-:c. Polizei? Sieht es nicht aus, als hätten in Preußen die Richtcrsprüche nur noch theoretische Bedeutung, wenn sie sich gegen die Bureaukratie richten? «» In Zeitz(Pr. Sachsen) wurden die Uebungen der G es a n g s-A b t h e i l u n g des dortigen Arbeiterbildungs- Vereins von der vereinigten Weisheit der Polizei und des Schöffengerichts als„Versammlungen zur Erörterung öffent- licher Angelegenheiten" erachtet, und der Vereins- Vorsitzende, der Dirigent und der Vorsteher der Gesangsabtheilung zu je 15 M. Strafe verdonnert, weil sie die Uebungen nicht an- gezeigt hatten. Puttkamer wird sich freuen, wenn er das liest. So etivas hat er sogar unter dem Sozialistengesetz nicht oft erlebt. Frankfurt, 22. Juli. Vor' einiger Zeit wurde bekanntlich die hiesige Filiale des Verbandes der Posamentenarbeiter und -Arbeiterinnen sowie verwandter Berufsgenossen in Deutschland aufgelöst, weil in Vereinsversammlungen entgegen dem Verbot des§ 3 des Vereinsgesetzes von 1850 Themata politischer Natur erörtert worden seien. Zu verantworten hatten sich hierfür gestern vor dem Schöffengericht der Posamentirer Franz Kahl als erster Vorsitzender, Fr. Albert Hartmann als zweiter Vorsitzender, Ludwig Debo als Kassirer und Karl Metzger als Schriftführer des Verbandes. Die Beweisaufnahme ergab, daß das Statut die Erörterung von Fragen politischer oder religiöser Natur in den Vereinsversammlungen verbietet. Die Thatsachen, auf welche sich das Vorgehen der Staatsbehörde stützt, sind ein Vortrag vom 12. April mit statistischem Material über die üble Lage der Textilarbeiter, wie sie durch den Dresdener Textil- arbeiter-Kongreß festgestellt war. Ferner eine am 26. April in dem Fragekasten gestellte Frage:„Wie verhalten wir uns zur Maifeier?" Dieselbe wurde mit der Bemerkung abgethan: „Was die Maifeier bedeutet, wissen wir ja" j zu Sammlungen für den Maifonds war aufgefordert worden, nicht aber zur Mai- feier. Als letztes Beweisstück mußte endlich ein Vortrag des Herrn Crämer über die englischen und deutschen Gewerkschaftszustände dienen, in welchem letztere als befriedigendere dargestellt waren. Vertheidigung und Staatsanwaltschaft ziehen hieraus entgegen- gesetzte Schlüfse. Erstere bestreitet, daß hier Verfassungssragen erörtert worden seien, welche doch allein von dem VereuiSgesetz mit Verbot belegt seien, letztere meint, es seien offenbar politische Fragen erörtert worden, ungeachtet der statutarischen Bestimmung, und beantragt, unter Annahme mildernder Umstände, Strafen von 15 M. event. 3 Tage Haft. Das Gericht vertagte den Urtheilsspruch bis zum nächsten Dienstag. Wllrzbnrg, 19. Juli. Eine heute Vormittag im Saale zur „Schönen Maienausstcht" stattgehabte Volksversammlung, in welcher Genosse S e g i tz aus Fürth über„den neuen Entwurf des sozialdemokratischen Partei-Programms" referirte, war zahl- reich besucht. Zu Eingang des zweistündigen Vortrags kam Redner auf die hauptsächlich in letzter Zeit in der gegnerischen Preffe tagtäglich'behauptete„Zersplitterung der sozialdemokra- tischen Partei" und die vermutheten„Zwist, gleiten" zu sprechen, dagegen anführend, daß wenn sich unsere Gegner derartigen Hoffnungen auf eine Zersplitterung der Partei hingeben, sie jedenfalls eine gründliche Enttäuschung erfahren werden; das werde auf jeden Fall der nächste Parteitag in Erfurt zeigen. Genosse Segitz ging dann näher auf die Ge- schichte der Partei ein und erläuterte die früheren Programme Alsdann legte derselbe in ausführlicher Weise unsere heutigen Zu- stände klar und die diesbezüalichen Forderungen des Entwurfs des neuen Programms. Der Referent wurde öfter durch großen Beifall unterbrochen. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Genosse Segitz führte dann den Parteigenossen noch ihre Pflichten und Aufgaben vor Augen, hauptsächlich auch in Bezug auf die Verbreitung der Literatur und forderte zum Schluß die Anwesenden zum Abonnement auf das„Bayerische Äolksblatt" und zuin Beitritt zum Wahlverein auf. Eine inzwischen ein- gelaufene Resolution:„Die heute in der„Maien-Aussicht" statt- sindende Volksversammlung erklärt sich mit dem Programmentwurf der sozialdemokratischen Fraktion einverstanden und verpflichtet sich mit allen Mitteln, die sozialdemokratischen Grundsätze in immer weitere Kreise zu verbreiten", wurde einstimmig ange- nommen. Die Versammlung schloß mit einem Hoch aus die internationale Sozialdemokratie. Nachmittags 2 Uhr tagte im Gasthaus zum„Römischen Kaiser" ein Parteitag für den Wahlkreis Würzburg. Zudem- felben waren über 50 Genossen vom Lande erschienen. An der Konferenz betheiligte sich auch der Kandidat unseres Wahlkreises, Genosfe Segitz. Die Verhandlungen nahmen 4Vs Stunden in Anspruch und hatten ein ziemlich befriedigendes Resultat. Für Be- richtigung der Mittheilung aus Veitshöchheim in einer der letzte» Nummern des„Vorwärts" sei erwähnt, daß die fragliche Ntaschinenfabrik nicht in Veitshöchheim sich befindet, sondern in dem zirka eine halbe Stunde entfernten Ort ell(König u. Bauer, Oberzell) etablirt ist. Es sind allerdings eitshöchheimer dort beschäftigt, die überwiegend große Mehr- zahl arbeitet jedoch in Würzburg.— Noch ein Kuriosum! Der Pfarrer Dr. Fischer in Ober- dürrbach(8/4 Stunden von hier) setzte einen Preis von 1000 M. (selbstverständlich von der Kanzel herab) für denjenigen„hervor- ragenden" Sozialdemokraten aus, der sich als„guter Katholik" legitimiren kann. Natürlich fehlte es dabei nicht an gegen uns gerichteten„Schmeichelworten" und Spezial-Kraftausdrücken. VcvlÄnttttluttgen. Die Maurer Berlins und Umgegend hielten am 21. d. M. bei Joel eine gut besuchte öffentliche General- Versammlung ab. In derselben erstatteten die Berliner Delegirten zu der am 19. d. Bi. hierorts stattgehabten Maurer- Konferenz Bericht. Kollege M e tz k e theilte inir, daß die Konferenz von 13 Ort« schaften durch 17 Delegirte beschickt gewesen sei und daß auf derselben vollste Uebereinstimmung geherrscht habe. Tie Kon- ferenz tagte unter Leitung des Sollegen Riete aus Braunschweig und beschloß einstimmig folgende Resolution: „Die Maurer Deuschlands, welche die freie Zentralisation der Gewerksgenossen, Vertrauensmännersystem, für die praktiseyste und wirksamste halten, verpflichten sich einzutreten für folgende Grundsätze: Ueberall Vereine zu bilden, welche den bestimmten Absichten gemäß(der Befreiung vom politischen und wirthschaftlichen Drucke) als zweckentsprechend eingerichtet sind, sowie für von den Vereinen unabhängige Sammlungen freiwilliger Beiträge ein- zutreten, welche theilweise der Geschäststeitung behufs zweck- entsprechender Verwendung zur gewerkschaftlichen Agitation und Streikunterstützung zu überweisen sind. Um die Organisation zu vollenden, und die Agitation billig und wirksam betreiben zu können, wird in zedem Ort in öffentlicher Versaminlung ein Vertrauensmann gewählt, welcher in der Provinz agitatorische Thätigkeit zu entfalten hat. Diese Vertrauensmänner haben sich behufs zweckenl- sprechender Agitation in dem Falle, daß am Orte selbst die agi- tatorischen Kräfte sowie finanzielle Mittel mangeln, an die Ge- schäjtsleilung zu wenden. � Die Letztere ist verpflichtet, diesen Anforderungen, so viel e» jeweilig möglich, zu entsprechen." Zur Leitung der gewerkschaftlichen Angelegenheiten soll ein« Geschäststeitung gewählt werden. Die Berliner Kollegen verzichteten auf die Leitung und wurden die Hallenser Kollegen einstimmig damit beauftragt, die Wahl in einer öffentlichen Versammlung vorzunehmen. J" Halle a. S. werden ein Vertrauensmann als Geschäftsleiter und 2 Revisoren gewählt. Ferner wurden die Braunschweigef, Wernigeroder und Charlottenburger Kollegen damit beauftragt- je einen Generalrevisor in öffentlicher Versammlung zu wähle"- Die Wahl dieser 5 Personen soll m kürzester Zeit erfolgen u"" im„Bauhandiverker" bekannt gegeben iverden. Diese Poften find Ehrenämter und begnügen sich die Be-| Kröbel, dem Kuratorium unsere Meinung mitzutheilen. Kollege dem Gesammtvorstand Decharge ertheilt. Beim Stellennachweis treffenden mit Erstattung etwaiger Arbeitsversäumniß und Fahr- Uhrbach kommt auf den Fall Baare zu sprechen und stellt die meldeten sich 94 stellenlose Kollegen, Stellen wurden gemeldet geldvergütung. Nothwendige Reisen sowie Agitationsreisen, Frage, ob der Kollege, welcher dort gearbeitet hat, wegen der 146, davon befeßt 82. Der Rendant führte noch an, daß wohl welche von der Geschäftsleitung angeordnet, werden mit orts- Anfertigung falscher Stempel bestraft werden fann. Die An- mehr Stellen besetzt worden wären, aber leider verlangten heute üblichem Tagelohn, bis 4 Mart Behrungsgeld und Fahrgeld sichten darüber gehen auseinander. Einerseits wird darauf hin- die Firmen immer junge Leute, die dann für einen Lohn von 3. Klaffe vergütet. gewiesen, daß, wenn ein Kollege die falschen Stempel wissentlich höchstens 12-14 M. pro Woche arbeiten sollten, und damit könne Betreffs Regelung der Strerks wurde folgende Resolution gravirt hat, er auf alle Fälle bestraft wird. In diesem Prozesse doch ein erwachsener Mann nicht auskommen. Bezüglich der einstimmig angenommen: werde jedoch jedenfalls sehr wenig Verfolgung geübt werden, da Bibliothek wurde bekannt gemacht, daß 105 Bücher gelesen wor" Behuss Vermeidung aussichtsloser Streits beschließt die hier ein viel zu großer politischer und wirthschaftlicher Faktor den sind. Die Angelegenheit der Statutenberathungskommission, Konferenz: mitspiele. Kollege Guttmann ist der Meinung, daß, wenn man wozu Kollege Kuhntte als Berichterstatter das Wort bekam, wurde a) Borhandene oder auszubrechen drohende Streitigkeiten über einen behördlichen Stempel in Arbeit nimmt, man eine offizielle auf Vorschlag des Vorsitzenden bis zur nächsten GeneralversammLohn- und Arbeits- Angelegenheiten sind in erster Linie möglichst Bescheinigung dazu gebraucht; Kollege Kröbel meint dagegen, ein lung wegen vorgerückter Zeit vertagt. Kollege Kuhntke theilte auf gütlichem Wege, wenn thunlich durch Vermittelung der Ge- Gehilfe könne unbesorgt solche Stempel graviren, da der noch mit, daß Sonntag, den 26. Auguft, in Schmiedel's Festschäftsleitung, zu regeln. Prinzipal die Verantwortung tragen müsse. Dem entgegen führt fälen( fr. Orpheum), Alte Jakobstr. 32, ein Familienfest zum c) Sind Arbeitsaussperrungen und Streits unvermeidlich, ersterer noch die Bestrafung des Korrektors einer Beitung an und Besten der Zeitung„ Einigkeit" stattfindet, und ersuchte um recht so find dieselben mit aller Entschiedenheit zu führen und alle dann wird der Vorstand ersucht, bezüglich der in Rede stehenden rege Betheiligung." Nachdem der Fragekasten erledigt war, in dem Generalfonds zur Verfügung stehenden Geldmittel der Ge- Angelegenheit Erkundigungen einzuziehen, da jeder von uns in wurde bekannt gemacht, daß die nächste Versammlung( wahrschäftsleitung zur Unterstützung der kämpfenden Arbeitsbrüder zu dieselbe Lage tommen fann. Bu einer Frage, ob es nicht mög- scheinlich eine außerordentliche Generalversammlung) am 27. Juli überweisen. lich wäre, das vorherige Tariren der Arbeiten aufhören zu lassen, stattfindet. c) Bei Arbeitsaussperrungen sind die Kollegen möglichst sofort da dadurch das Gewerbe Heruntergebracht wird, nehmen die zu unterstützen. Kollegen Back, Besch, Guttmann, Kröbel und Hälbig das Wort: Eine öffentliche Textil- Arbeiter und Arbeiterinnend) zu unternehmende Angriffsstreiks sind der Geschäfts- die Frage verwechsele die Ursache mit der Wirkung, es käme eine Versammlung in Rummelsburg fand am 18. Juli statt. Die leitung 4 Wochen vorher anzuzeigen, welche im Einverständniß Machtfrage in Betracht; wenn wir erst dazu die Macht hätten, Tagesordnung lautete: Die Nothwendigkeit der Zentralisation mit den General- Revisoren oder anderen vertrauenswürdigen wären wir auch am Beginn der sozialen Gesellschaft. In der der deutschen Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen. An Stelle des und erfahrenen Personen über die Zulässigkeit der angemeldeten jetzigen wirthschaftlichen Krisis, wo nicht wir, sondern die Fabri- verhinderten Referenten Gen. Werner- Berlin sprach Gen. HirschStreits zu entscheiden hat. fanten in den weitaus meisten Fällen den Preis bestimmen, Weißenfee. Derselbe legte in längeren Ausführungen den Werth 6) Bei Angriffsstreits ist in den ersten 8 Tagen teine Unter- fönnten keine Schritte dagegen gethan werden. Ueberhaupt fei der Bentralisation für die Textilarbeiter klar und betonte, daß ftüßung von der Geschäftsleitung zu zahlen. Die zu zahlende jener Zustand nur eine Folge der freien Konkurrenz und seine durch eine Lofalorganisation der Textilarbeiter in Rummelsburg Streitunterſtügung darf in der Regel ein Drittel des ortsüblichen Abschaffung bedinge eine Aenderung des gesammten Produktions- nichts erreicht werden könne. Der Redner erntete reichen BeiTagelohnes nicht übersteigen. systems. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wird fall. In der hierauf folgenden Diskussion kamen die verschiedenBezüglich der Fachpresse gelangte folgende Resolution zur die Versammlung geschlossen.- Die Bibliothek ist jeden Montag ften Meinungen zum Ausdruck, jedoch wurde von Niemand beeinstimmigen Annahme: Die heutige Ronferenz erkennt nur den Abend geöffnet. stritten, daß die Textilarbeiter durch eine Bentralorganisation " Bauhandwerker" als allein zu Recht bestehendes Fachorgan etwas erreichen können. der Maurer und verwandten Berufsgenossen an und verDer Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner pflichten sich alle Theilnehmer, für die weiteste Verbreitung Knopfarbeiter hielt feine ordentliche Generalversammlung am desselben einzutreten. 21. Juli ab. Herr A. Krause legte der Versammlung in einem recht verständlichen Vortrage die Fortschritte der Wissenschaft auf dem Gebiete der Chemie klar( besonders schwerverständliche Punkte wurden durch Experimente erläutert) und forderte die Anwesenden auf, sich immer mehr mit der Wissenschaft zu beschäftigen; denn nur Wissen sei Macht. Redner erntete reichen Beifall. In eine Diskussion wurde nicht eingetreten. Unterm 2. Punkt der Tagesordnung verlas der Kassirer den Monats- sowie den Vierteljahres- Abschluß. Ferner spricht die Konferenz den Wunsch aus, daß der Redakteur und Verleger nur dann auf die groben Anzapfungen von Hamburger Seite antworten, wenn sie persönlich angegriffen oder von der Geschäftsleitung dazu beauftragt werden. Bur Annahme gelangte ferner ebenfalls einstimmig folgende Resolution: Die heute hier tagende Ronferenz verpflichtet sich, da der " Bauhandwerker" als offizielles Fach organ von den Delegirten anerkannt ist, auch in jeder Beziehung und wenn erforderlich finanziell für dasselbe einzutreten." Das Resultat und der Zweck der Konferenz soll den Maurern Deutschlands in einem Flugblatt mitgetheilt werden. Danach betrug die Einnahme • ˚ 164,90 m. . " " Ausgabe. 76,55 Ueberschuß 88,35 M. Rollege Mette schloß mit der Aufforderung, so schnell wie Dazu Bestand vom letzten Vierteljahr 211,25 möglich einen Vertrauensmann für Berlin zu wählen. Delegirter Blauroc ergänzte die Darlegungen des Vorredners und Bleibt Gesammtkassenbestand 299,60 m. legte in eingehender Weise die Vortheile der neu beschlossenen Da die Revisoren die Abrechnung für richtig erklärten, wurde Organisation, der freien Zentralisation, dar, konstatirend, daß dem Kassirer Decharge ertheilt. fämmtliche Delegirte freudigst der freien Zentralisatition zu- Unter Verschiedenem verlas der Vorsitzende die Namen der gestimmt haben. Als dritter Delegirter folgte Kollege Bendien neueingetretenen Mitglieder und hieß sie im Namen des Vereins in der Berichterstattung, welcher gleichfalls die Bedeutung der willkommen. Ronferenz Klarstellte. Nachdem noch Kollege Wilke gesprochen, Folgende Resolution fand Annahme: Die heute am 18. Juli in Rummelsburg tagende öffentliche Versammlung der Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver pflichtet sich, dem Zentralverband der Textil- Arbeiter und-Arbeiterinnen beizutreten. Nach Aufnahme mehrerer Mitglieder in den Zentralverband deutscher Textilarbeiter wurde die Versammlung geschlossen. Briefkaffen der Redaktion. A. K. 32. Es hat für Sie keinen Zweck, sich jetzt zu stellen, da Sie voraussichtlich, wenn Sie nicht sogleich genommen werden, zurückgestellt werden. Wenn Sie genommen werden, so läßt sich ein Aufschub nur schwer bewerkstelligen; ein Recht darauf haben Sie jedenfalls nicht. A. F. 3. Nach vergeblicher Reklamation ist noch Rekurs an den Finanzminister zulässig. Die Rekursschrift ist bei derselben Behörde einzureichen wie die frühere Reklamation. Puhlmann. Der Einberufer einer Versammlung hat, wenn Nachdem noch einige Vereins- Angelegenheiten erledigt waren, er den Saal beim Wirth gemiethet hat, für den betreffenden erklärte sich die Generalversammlung einmüthig mit den von der schloß der Vorsitzende die Versammlung. Abend das Hausrecht. Konferenz gefaßten Beschlüssen in einer Resolution einverstanden 2. K., Zehdenickerstr. Mit der Krankenkasse hat ihre und verpflichtete sich, thatkräftig für die Verwirklichung derselben Der Verein Berliner Hausdiener hielt am 13. Juli Tochter als Dienstmädchen gar nichts zu thun. Dagegen muß einzutreten. Zum Vertrauensmanne für Berlin wurde hierauf seine vierte ordentliche Generalversammlung ab. Nachdem die ihr die Herrschaft für die Kurkosten aufkommen, wenn nach ärztKollege Wilfe gewählt. Um die Versammlung abzukürzen, da Tagesordnung bekannt gemacht war, wurde ein Dankschreiben lichem Gutachten die Krankheit eine Folge des Dienstes ist. am folgenden Abende eine wichtige Krankenkassen Versammlung der Wittwe des verstorbenen Kollegen Steffen verlesen, worauf A. Ch. Der Schwiegersohn hat gegenüber dem Schwiegeranberaumt war, wurden alle übrigen Angelegenheiten bis zur der Vorsitzende sein Bedauern darüber aussprach, daß, trotzdem vater kein Erbrecht, auch dann nicht, wenn er vorher seinen nächsten Generalversammlung zurückgestellt und die Versammlung die Beerdigung am Sonntag stattgefunden, sich so wenig Kollegen Sohn beerbt hatte. Der Nachlaß Ihres Ontels fällt, falls er hierauf geschlossen. dabei betheiligt hätten. Das Andenken des Verstorbenen ehrten außer der verstorbenen Tochter keine Kinder hatte, an die Seitendie Kollegen durch Erheben von ihren Plätzen. Hierauf wurden verwandten. Die Freie Vereinigung der Graveure und Zifelenre 22 Kollegen in den Verein als Mitglieder aufgenommen. Dann R. O., Straßburg. Ja, Sie werden aber über einen Monat hielt am 20. Juli ihre Mitgliederversammlung ab. Der Vor- forderte Kollege Paul die Kollegen auf, doch möglichst bald über sich in Preußen aufhalten müssen. figende machte bekannt, daß ihm auf sein Ersuchen um er- das letzte Sommerfest abzurechnen, außerdem recht viele Billets P. V. Als Mitglied einer Drts- Krankenkasse gehören Sie mäßigte Billets zum Besuch der Kunstausstellung der Bescheid zu zum 9. August abzusetzen; die Billets dazu seien in der Ver- ohne Rücksicht auf die thatsächliche Höhe ihres Arbeitsverdienstes Theil geworden, daß wir bei Abnahme von 100 Billets eine Er- sammlung zu haben. in die vierte Alterversicherungs- Klaffe. mäßigung von 10 Pf. pr. Stück bewilligt bekämen, jedoch dürfe Der vom Rendanten erstattete Vierteljahres- Bericht ergab A. W. 100. Das Vorhandensein von Wanzen in der diese großartige Vergünstigung nur den Mitgliedern zu Gute folgende Ziffern: Gesammteinnahme 4858,42 W., Ausgabe Wohnung giebt dem Miether nur dann ein Recht, auszuziehen, tommen. Sämmtliche Redner weisen entrüstet diese Zumuthung 1694,39 M., mithin bleibt ein Vermögen von 8164,03 m. wenn dieser Uebelstand nicht zu beseitigen ist, und nach Auszurück; weiter wird beschlossen, die Angelegenheit nicht ad acta Nachdem der Bericht der Revisoren verlesen, wonach Bücher spruch des Bezirksphysikus das weitere Wohnen gesundheitszu legen und dann beauftragt man die Kollegen Guttmann und und Beläge gleichlautend befunden worden waren, wurde gefährlich ist. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Verlage erschien foeben: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869, in der Fassung des Reichsgesetzes vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Gesetze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und die Novelle von 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. 164 Bogen Taschenformat. Preis elegant kartonnirt 1 Mark. Welche Bedeutung die Gewerbe- Ordnung" für alle Zweige des Erwerbslebens besitzt, ist bekannt. Aus ihr ergiebt sich die Nothwendigkeit der Anschaffung für Jeden, der, sei er selbständiger Gewerbetreibender oder Arbeiter, in die Lage kommt, sich über die gesetzlichen Vorschriften desselben informiren zu müssen. Eine erhöhte Bedeutung hat dieselbe erlangt durch die Novelle von 1891, das sogenannte ,, Arbeiterschutz- Gesetz", dessen Kenntniß unentbehrlich ist. Wir brauchen dabei nur auf die Bestimmungen über die Sonntagsruhe" und den„ Kontrattbruch" hinzuweisen, die in Zukunft von einschneidender Wirkung sein werden. Unsere Ausgabe der„ Gewerbe- Ordnung" ist dem Bedürfniß der Arbeiter angepaẞt; sie zeichnet sich sowohl durch sorgfältige Bearbeitung, gemeinverständliche Erläuterungen und ein erschöpfendes Sachregister, als auch durch geschmackvolle Ausstattung und billigen Preis vor anderen Ausgaben derselben vortheilhaft aus. Vereinen und Wiederverkäufern gewähren wir beim Parthiebezug entsprechenden Rabatt. Hamburger Laden Schwarze Gahemires, ( Spezialität: Arbeits- Anzüge) jest: Linienstr. 225, Ecke der Grenadierstraße, nahe dem Schönhauser Thor( früher Brunnenu. Elsasserstr.- Ecke u. Weinbergsweg 2, am Rosenthaler Thor. 912L] Gelegenheitskauf Mtr. 45, Elle 30 Pf. H. Marcus, 5, Reinickendorfer- Straße 5. Kinderwagen, Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Montag, den 27. Juli, in der Neuen Welt, Hafenhaide: COMMER- FEST, So Ronzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Um 9 Uhr: Großes Festspiel. Zum ersten Male( Novität) von R. Blant unter Mitwirkung bes Arbeiter- Gefangvereins Olympia( M. d. A.-S.-B.), des Tambour- Vereins Deutsche Eiche, des Musik- Dilettanten- Vereins Animo und des MusikVereins Stern( M. d. B. d. g. A.-V. B. u. U.). Während der Zwischenpausen im sogen. griechischen Götter- Saal: Vorträge und für die lieben Kleinen rechts am 2. Orchester: Marionetten- Theater. Jm Bal champêtre grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. An alle Genossen und Freunde richten wir nun die Bitte, bei diesem wirklichen Arbeiterfest uns durch ihr Erscheinen zu unterstützen. 197/3 Billets à 25 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und den bekannten Vorstandsmitgliedern zu haben. Das Komitee. Berliner Unions- Branerei. Hafenhaide 29/31. Montag, 27. Juli: Hasenhaide 29/31. Großes Sommerfest Der Schneider u. Schneiderinnen Berlins bestehend in Grossem Konzert ausgeführt von der 30 Mann farken Hanskapelle nebst Tanzkränzchen. 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