Ur. 237. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Am Siechenbekke Freitag, den 9. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. zu sehen. Entrüstet wirft er den Rickertianern vor, daß sie aufprechen; aber wir brauchen in den bevorstehenden Kämpfen schon einmal als Sprengpatrone in der nationalliberalen entschiedene Freunde, nicht laue Halbfreunde, die mit einigen des Nationalliberalismus. Partei gedient haben, wie späterhin als Sprengpatrone in unverbindlichen Redensarten sich lostaufen möchten. Erfreulich der freisinnigen. Sollte das nicht alle ausgestandene it's ja immerhin und ein sprechendes Zeugniß für die Macht unserer Bewegung, daß man sich vor einer entschiedenen Marasmus senilis, unheilbarer greisenhafter Berfall, eugenliche Unbill in den Herzen der Unterschlupf bedürftigen Stellungnahme gegen uns gefürchtet hat. Wir das ist die ärztliche Diagnose, die sich jedem Beschauer der Nationalliberalen vergessen machen und sie zu der Ansicht nehmen von der Thatsache dieser Furcht geziemend Kenntniß, nationalliberalen Partei auf ihrem Paradebette aufdrängt. bringen, daß sie bei Nichter doch noch besser aufgehoben laffen uns aber dadurch nicht täuschen und nicht beruhigen. Gegen die nationalliberale Partei als solche vorzugehen, liegt Es ist aus mit ihr. Sie hat aufgehört, ein selbständiger, sein werden als bei Rickert? Politische Uebersicht. selbstwirkender Faktor im öffentlichen Leben Deutschlands In anderer Weise sucht die Vossische Zeitung" der kein Grund vor. Es gilt vielmehr, den Osann'schen zu sein. Was sich da noch unter dem Namen der national nationalliberalen Erbschaft beizukommen. Sie stimmt& lügel zu stärken und den anderen zu schwächen. So ist Liberalen Partei zusammenfindet, ist ein Haufen von Leuten, wieder einmal das alte Lied von der einen großen liberalen uns unsere Taktik flar vorgezeichnet. Die lauen Halbmänner, die am liebsten gar keine Meinung haben, dürfen keinerlei die nur noch durch gemeinsame Ueberlieferungen, nicht Partei an. Alle Unterschiede sollen vergessen werden von Unterſtüßung finden, Männer wie Graf Oriola, Frhr. v. Heyl mehr durch gemeinsame Bestrebungen mit einander ver- den liberalen Mannen; nur der gemeinsamen liberalen und andere können wie bisher und noch mehr als bisher bunden sind. Grundsäße eingedenk sollen sie sich schaaren um das Banner auf uns zählen; ihren Einfluß in der Partei zu stärken, Brauchte es noch eines auffälligen Beweises dafür, so des selbständigen Bürgerthums zu Schutz und Truß gegen wird unser Ziel sein." hätte ihn das Verhalten der Leute geliefert, die auf die die Feinde von rechts und links, und was dergleichen ver- Nicht also wie eine Sprengpatrone, sondern wie das Erbschaft der nationalliberalen Partei spekuliren. Erben blaßte Mahnworte mehr sind. Um ja nicht aus der unter- Mausenest im Käse sollen die Agrarier innerhalb der haben immer eine feine Witterung für den Gesundheits- thänigen Art des liberalen Bürgerthums herauszuschlagen, nationalliberalen Partei operiren. Sie sollen sich eifrig zustand eines verehrten Erblassers. So lange der National- eröffnete sie dem Liberalismus für den Fall seiner Einigung vermehren und den ganzen Käse von innen aufzehren, bis liberalismus noch eine halbwegs eigene Politik befolgen die glänzende Aussicht: nur noch die leere Rinde übrig ist. Das ist auch eine tonnte, wurde er nicht nur von den ausgesprochenen Stellen der Nothwendigkeit nicht verschließen können, die Dann wird man sich auch an maßgebenden Erbschleicher- Spekulation, die sich hören läßt. Gegnern, sondern auch von seinen Konkurrenten von rechts inte für ebenso regierungsfähig zu halten wie und links um das Siechenbett der nationalliberalen Partei Dem Treiben aller dieser Erben, die sich von rechts und links entschieden befehdet. Jetzt auf seinem Siechen- die Rechte." bette angesichts des offenkundigen Verfalls seiner Kräfte tragen sie ihm ein mitleidiges Wohlwollen zur Schau. Sie liberales Mannesherz in seinen tiefsten Grundvesten er liberalen Partei nach den nächsten Reichstagswahlen eine Muß diese glänzende Hoffnung nicht ein national- brängen, steht die Sozialdemokratie fühl gegenüber. Wir werden dafür zu sorgen haben, daß von der national. richten sich auf seine Erbschaft ein. schüttern? Wenn die wackere Tante darauf spekulirt, dann viel zu winzige Hinterlassenschaft übrig bleibt, als daß Da find zunächst die Verwandten von der Linken, die hat es auch weiter teine Gefahr mit dem dem„ entFreifinnigen von der männlichen und der weiblichen Linie, fchiedenen Liberalismus", von dem in dem nämlichen unsere anderen Gegner fich daran bereichern könnten. die die Finger nach der nationalliberalen Erbschaft aus Artifel einiges Aufheben gemacht wird. Liberale Grundstrecken und dabei nach der Manier gieriger Erben unter fäge, deren Bethätigung an maßgebender Stelle" die Auseinander das Banten kriegen. Unter der Hand hatte sichten einer Partei auf Regierungsfähigkeit nicht beein namens der Freifinnigen Vereinigung, als nächstberechtigte trächtigt, kann auch der sanftefte Nationalliberale unterBerlin, 8. Oktober. Erbin, Herr Pachnide in einem Zirkular Personen aller schreiben. Schade nur, daß das Experiment der großen Die Konverfion der Reichs- und preußischen liberaler Schattirungen zum Anschluß an den allgemeinen liberalen Partei mit den Aussichten auf Regierungsfähig- Staatsanleihen. Die von uns gestern unter den leyten Wahlverein seiner Gruppe aufgefordert. Es schade ja teit schon einmal gemacht wurde und kläglich mißglückte. Nachrichten wiedergegebene Meldung, daß dem Reichstage fie nebenbei noch anderen liberalen Auch der Beitritt der Herren v. Bennigsen und Hammacher und dem preußischen Landtage Vorlagen betreffs der KonRorporationen angehören, meinte er freundlich. Und in würde den neuen Versuch nicht aussichtsreicher machen. Aber vertirung der 4 proz. Anleihen in 3/2 prozentige zugehen werden, der That, die Pachnickerei hätte ihnen den UeberHerr v. Bennigsen denkt auch garnicht daran. Er ist ja wird heute von der Nordd. Allg. 3tg." hochoffiziös begang erleichtert. Wäre eines schönen Nachts völlig befriedigt über den erfreulichen Verlauf des Partei- stätigt mit der Bemerfung, daß bei der Durchführung nationalliberale. Partei verblichen ſo deren Morgens der ci- devant Nationalliberale tages mit seinen Vertuschungsbemühungen und nichts- dieses durch die Verhältnisse unabweisbar gewordenen Besagenden Beschlüssen. schlusses mit aller möglichen Milde und Schonung der Rickertianer aufgewacht und, sofern er nur freihändleriBleibt den freifinnigen Erbschaftsexpetenten also nur vielfach empfindlich berührten Interessen verfahren werden schen Grundsätzen anhängt, hätte er auch einen Unterschied die Hoffnung, daß auch ohne die Führer einige Haufen wird". gegen früher faum empfunden, denn die Begeisterung für Nationalliberaler mit und ohne Mandate sich bei ihnen Man sieht hieraus, daß die Fürsorge für die Rentenden Freihandel ist das einzige Merkmal, das die Freisinnige einstellen werden. empfänger nicht die letzte Sorge unserer staatlichen SozialVereinigung wirklich unterscheidet von der auch in Zoll- Während so die Freisiunigen ihre Fallen stellen, suchen politit ist. Uns, denen andere Sorgen näher liegen, drängt fragen den Neigungen seiner Mitglieder freien Spielraum die Agrarier sich in ganz anderer Weise der Erbschaft zu sich die Frage auf, ob die Konvertirung nicht schon früher laffenden nationalliberalen Partei. wodurch viele Millionen an Ihr Organ, die Deutsche Tageszeitung", möglich gewesen wäre, Diese nicht unübel ersonnene Pachnickerei wurde aber quittirt folgendermaßen für die Neutralitäts- Erklärung der Zinsen und an Stenerlast erspart worden wären und sofort von Herrn Eugen Richter als unlauterer Wett- nationalliberalen Partei gegenüber den agrarischen Be- ob die Konvertirung nicht auf einem niedrigeren Binsfuß bewerb" empfunden und gebrandmarkt. Es muthet eigen strebungen: als auf den von 3/2 pet. durchführbar wäre. artig an, den grimmen Eugen die greise nationalliberale Die Mehrheit der Delegirten hat zwar Bedenken getragen, Die 4proz. Reichsanleihe wurde heute auf der Börse Partei gegen die Freifinnige Vereinigung in Schutz nehmen sich gegen unsere( des Bundes der Landwirthe) Forderungen aus mit 104,50 notirt. Ende 1887 stand aber 4proz. Reichsnichts, wenn 91] Rienzi. die wäre an als Der lehte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Bört!" sagte er stammelnd, der Legat des Papstes ist in Rom angekommen und schickte nach dem Tribunen, der ihn eben verlassen hat." bemächtigen. ich in der Porphyrvase ein Bad nahm, welche Konstantin als er noch ein Heide war, benutzt haben soll." " Ist es möglich? Was erwidertest Du?" " Ich lachte. Kardinal, sagte ich, was nicht zu gut war für einen Heiden, ist auch nicht zu gut für einen tatholischen Christen. Und wahrlich, der mürrische Franzose machte dabei ein Gesicht, als ob er die Milzsucht hätte." " Bolte kann ich sie zurückgeben. Meinen Geist aber vermag das Wort eines Menschen nicht zu erschüttern. Du, stolzer Priester, Du selbst bist der Verfluchte, wenn Du als das Werkzeug niedriger Rabalen und verbannter Tyrannen im Namen des Herrn für die Sache des Unterdrückers und gegen die Rechte des Unterdrückten auch nur ein Wort sprichst. Damit verließ ich ihn und jetzt--" " Nun, was wird jetzt geschehen? Exkommunikation! und noch dazu in der Hauptstadt der Kirche. Der Aberglaube des Volkes! O Cola!" Wenn," sagte Rienzi, mein Gewissen mir ein einziges Bevor noch die Zuhörer von ibrem Erstaunen zu sich Als er fertig war, fragte ich ihn dagegen: Wird es gekommen waren, hörten sie Trompeten ertönen. Sie eilten mir zum Vorwurf gemacht, daß ich in meinem Gerichtshinaus und fahen Rienzi mit seiner gewöhnlichen glänzen- hofe auch nur ein einziges ungerechtes Urtheil gefällt habe? den Begleitung langsam vorbeireiten, indem Fackelträger Er schwieg. Beschuldigt man mich, irgend ein Gesez des neben dem Zuge gingen. In dem Antlitz des Tribunen Staates verlegt zu haben? Er schwieg. Behauptet man Verbrechen vorwürfe, wenn ich meine Hände mit dem herrschte tiefe Ruhe, aber es war nicht die Ruhe der vielleicht, daß Handel und Wandel sich nicht frei bewegen Blut eines einzigen Gerechten befleckt, wenn ich ein Gesetz Zufriedenheit. Er zog vorbei, und in der Straße wurde kann, daß Leben und Eigenthum nicht gesichert sind? Daß verlegt hätte, das ich selbst gab, wenn ich dem Armen es wieder still. Rienzi erreichte schweigend das Kapitol und der römische Name im In- und Auslande nicht mehr ge- unrecht gethan, den Waisen oder die Wittwe nicht beschützt, begab sich in die Zimmer des Palastes, wo Nina bleich und ehrt wird, als unter irgend einer früheren Regierung? Er wenn ich die Gerechtigkeit und die Volkswohlfahrt verkauft hätte, athemlos feine Rückkehr erwartete. schwieg. Dann, sagte ich, würdiger Kardinal, mußt Du mir dann, dann doch nein! Herr, Du wirst mich nicht verlassen!" ,, Gut, gut, Du lachst! Nein, es ist jenes schreckliche danken, nicht mich tadeln. Seine Eminenz schnitt Gefichter Aber die Menschen," dachte Nina, als sie bemerkte, daß Lächeln, schlimmer, als wenn Du finster blickest. Sprich, und zuckte die Achseln, und dann sagte er: Ich habe von Rienzi einer jener Anfälle fanatischer und mystischer TräuGeliebter, sprich. Was sagte der Kardinal?" seiten des Papstes nur einen Auftrag zu erfüllen, lege Deinen merei bevorstand, Anfälle, in denen er nicht duldete, daß, Weniges, das Du gern hören wirst. Er sprach zuerst Posten als Tribun nieder, oder Dich trifft der feierliche in hohem und feierlichem Tone über das Verbrechen, die Fluch der Kirche!" Römer für frei erklärt zu haben, dann über den Berrath in der Behauptung, daß die Wahl des römischen Königs den Römern zustehe." " Gut, Deine Antwort " Sie war, wie sie sich für den Tribunen Roms geziemt. Ich behauptete mein Recht und bewies es. Der Kardinal ging auf andere Anklagen über." Wie?" " " Wie? wie?" sagte Nina, indem sie todtenbleich wurde, was erwartet Dich?" „ Die Erkommunikation." Dieses schreckliche Wort, durch welches so oft schon die geistliche Macht ihre gefährlichsten Feinde daniedergeschmettert hatte, erklang in Nina's Ohr wie ein Donner schlag. Sie bedeckte ihr Gesicht mit den Händen. Rienzi ging mit großen Schritten im Zimmer umher. Der Fluch," murmelte er, der Fluch der Kirche, für mich, für mich!" " wenn sie am heftigsten waren, irgend ein menschliches Auge, selbst das Nina's nicht, sie beobachtete. Er verließ auch, nachdem er kurze Zeit etwas zwischen den Zähnen gemurmelt, wodurch seine Gesichtszüge so in Bewegung ges riethen, daß die Adern an seinen Schläfen fürchterlich anschwollen, schnell das Zimmer und begab sich nach der kleinen Kapelle in seiner Wohnung. Wir wollen einen Schleier über die Gemüthsbewegungen ziehen, die dort sein Inneres erschütterten. Wer vermöchte jene feierlichen und geheimnißvollen Augenblicke zu beschreiben, wenn ein Mann in der Einsamkeit von Gedanken gequält wird! Lange nach dieser Zusammenkunft mit Nina, als die mitternächtliche Glocke schon erklungen war, stand Rienzi Das Blut der Barone bei St. Lorenzo, Blut, das nur in unserer eigenen Bertheidigung gegen Meineidige vergossen wurde; dies ist eigentlich das Hauptverbrechen. Der" D, Cola, versuchtest Du nicht eine Versöhnung?" Bapst schenkt den Colonna's geneigtes Gehör. Ferner die" Versöhnung! Tod und Schande! Versöhnung! allein auf einem der Balkone des Palastes, um in der Entweihung, ja die Entweihung( komm, lache, Nina, lache), Kardinal, sagte ich, und ich sah ihn erbeben vor meinem freien Luft die Gluth zu fühlen, welche fieberhaft seine die ich mir soll haben zu schulden kommen lassen, indem Blicke, meine Macht erhielt ich vom Volte nur dem Adern erfüllte. und Das auleihe schon mit 107,20 im Berliner Roursblatte, Ende 1888 1 zu stellen, ziemt es am wenigsten, sich über französi hochzuhalten, log er seinem Prinzipal, einem im Hammer sogar mit 108,25, so daß man ruhig schon vor neun Jahren schen Chauvinismus aufzuhalten, es sei denn, sie wolle brook wohnenden Barbier, vor, er hätte es auf 70 Points die starke Zinslaft des deutschen Volkes hätte verringern die Lafter der Bourgeoisie aller Länder noch überbieten, gebracht, wurde aber des Flunkerns durch einen Seemann, tönnen. Wir verzinsen aber schon seit Ende 1885 durch die maßloseste Heuchelei! welcher zufällig in die Barbierstube tam, überführt. 450 Millionen deutscher Reichsanleihen zu 4 pCt. und zum war natürlich dem Prahler recht peinlich, und als späterhin das Der Zarenrummel in Frankreich hat zwar gleichen Binsfuße ca. 3592 Milliouen preußische Konsols. jedem derartigen Rummel viel des Un- und Blöd- Amerika das Strafgesetzbuch feinen Majestätsbeleidigungs. gleich Gespräch auf die bekannte Thatsache kam, daß in England und Wir haben somit seit fast einem Jahrzehnt über vier finnigen zu tage gefördert, aber doch auch etwas Gutes paragraphen enthält, und der Seemann fich in angeblich antiMilliarden Reichs- und Staatsanleihen zu einem viel zu nämlich das Friedensbedürfniß der Massen. Kein thetischer Form dahin äußerte, daß gewiffe in jenen Ländern erhohen Zinssuße verzinst. laubte Aeußerungen in Deutschland die Anwartschaft auf schwere Wir sind auch der Meinung, daß die Reduktion des Ruf nach Rache! Und selbst in chauvinistischen Blättern Freiheitsstrafen eröffnen, hatte der wackere Breisschüße nichts Biusfußes auf 3 pCt. sehr leicht möglich sei. Heute notirt wie dem" Figaro" nur Jubel darüber, daß der Friede eiligeres zu thun, als den Entdecker seiner Aufschneidereien wegen deutsche 3prozentige Reichsanleihe mit 98,80 und 3prozentige gesichert ſei. Majestätsbeleidigungen zu denunziren und verhaften zu lassen. preußische Konsols sogar mit 99,40. Man sieht, die Sorge was wir schon hundertmal ausgeführt haben, was aber von der Seemann den deutschen Kaiser direkt in gröblichster Weiſe Um diese Stimmung begreifen zu können, muß man- Später ist er eidlich vernommen worden und hat ausgesagt, daß. für die„ armen Wittwen und Waisen", die ihr Geld in Kon- unserer nationalen" Presse stets hartnäckig geleugnet wird beschimpft habe. Zwei andere Zeugen bestätigten jedoch, daß die fols angelegt haben, liegt unseren Staatsmännern sehr am muß man bedenken, daß die Franzosen durch die gewalt- fraglichen Bemerkungen so gefallen feien, wie der Angeklagte fie Herzen.Das Gericht schenkt den Bethätige und verlogene Politik des Fälschers der Emser gemacht zu haben vorgiebt. Das Ergebnis der beffischen Landtagswahlen, Depesche in den festen Glauben versetzt worden sind, das hauptungen des Denunzianten keinen Glauben und erkennt ent das uns jetzt vollständig vorliegt, läßt den Sieg noch be- Deutsche Reich lauere nur auf eine Gelegenheit, um Staatsanwalts auf fostenlose Freisprechung. gegen dem auf 3 Monate Gefängniß lautenden Antrage des deutender erscheinen, als wir am ersten Tage annahmen. in Frankreich einzubrechen. Das Revanchegeschrei war Wegen Beleidigung des jest 14 Jahre alten In allen Wahlkreisen haben wir einen großen Stimmen im Grunde nur die heroische Maske für die Angst Kronprinzen ist in Waldenburg ein Arbeiter aus Fellzuwachs zu verzeichnen und in der Stadt Offenbach, die von vor einem Einfall der„ Prussiens". Schreiber dieses war hammer zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. uns so glänzend erobert ward gegen die goldene Juter- in Frankreich und zwar in einer Garnisonstadt, als die nationale des nationalliberalen Geldsacks und gegen die mit Nachricht vom Schnäbele- Fall kam. Nie haben wir eine Deutsches Reich. ihr verbundene schwarze Internationale der Bentrums folche Banit gesehen. Alles glaubte, jetzt werden sofort die Der Bundesrath hat in feiner heutigen Sigung Kutte hat sich die Zahl unserer Stimmen nahezu deutschen Armeen ins Land stürmen. Offiziere und Soldaten den Ausschußanträgen über die Resolutionen des Reichstages verdoppelt. Das sind Erfolge, auf die unsere hessischen machten sich zum sofortigen Ausmarsch bereit und die Bürger zum Entwurf eines Börsengesetzes und über den Entwurf von Genoffen stolz sein können. Sie haben sich um die Partei fahen die Ulanen schon vor den Thoren. Bestimmungen betreffend die Führung der Börsenregister die Bu wohl verdient gemacht. Nach der Beseitigung Bismarck's beruhigte sich die Stimmung ertheilt. öffentliche Meinung etwas. Man gewann Vertrauen. Als Bei Gelegenheit ber Erhöhung der Dem franzöfifchen Chauvinismus stellt die" Boss dann aber Caprivi über Nacht in der bekannten Weise Beamtengehälter soll, wie die Nordd. Allgem. 8tg." Zeitung" die Friedensliebe der Deutschen gegenüber, denen es meldet, auch die Verbesserung der Lage der Wittwen und widerstrebe, einen Angriffskrieg zu führen. Thöricht sei es entfernt wurde, um dem Zickzackkurs Platz zu machen, Waisen der Beamten und Militärpersonen in Erwägung gedaher im höchsten Grade, wenn die Furcht, von Deutsch den inneren und äußeren Feinden beschäftigte, und nament als der Zickzackkurs fich gar auffällig mit nommen werden. hic mis land angegriffen zu werden, die französische Republik so be- lich als er im vorigen Jahr die alten Kriegswunden gierig nach dem Bündniß mit Rußland habe greifen lassen. aufriß und monatelang die Siege über Frankreich feierte, Was die Friedensliebe der Deutschen betrifft, so hindert diese da mußte das Mißtrauen, wiederkehren. nicht, daß in vielen tausenden von Kriegervereinen alljährlich so und so viel Male der Chauvinismus sich zu den wahn sinnigsten Kundgebungen versteigt; überdies haben die Millionen Deutscher überhaupt nicht zu entscheiden, ob sie der Rummel habe nicht viel zu bedeuten, Rußland werde Der Chefredakteur der Hamburger Nachrichten" meint, Krieg wollen oder nicht; selbst bei den Melinit- Wahlen seine Politik darum nicht ändern. von 1887 waren die Oppositions stimmen in der Mehrheit; daß im Deutschen Reiche der Militarismus alle anderen Bestrebungen in den Hintergrund treten läßt und immer größere Opfer, für die kein Ende zu sehen ist, verlangt, zeugt von nichts weniger als von Friedensliebe. Die Fabel von einem deutschen Boltsheer, das nur der Bertheidigung und der Erhaltung des Friedens zu dienen habe, sollte man doch endlich fallen lassen gegenüber der Thatsache, daß in diesem Boltsheer" die Offiziere einen tastenmäßig vom übrigen Volte geschiedenen Berufsstand bilden, dessen Ehr begriff" im Widerspruch mit den allgemeinen Bolts anschauungen steht und der sogar die Gebote des Gesetzes und der Moral in seinen Duellgewohnheiten ignorirt. Wenn die Vossische Zeitung" nun gar die Befürchtungen der Frau zosen vor einem Angriff Deutschlands beruhigen will mit dem Hinweis, daß dem deutschen Volfe ein stärkerer Sinn für Gerechtigkeit innewohne", so muß dieser Hinweis gegenüber der Thatsache, daß ein Bismarck länger als ein Bierteljahrhundert der allmächtige Lenker der deutschen Politik war, der sich als Meister in der Kriegsheße bewies, und, talte Wasserstrahlen" oder„ Melenitbomben" als gewöhn Frankreich hat den Vorzug vor anderen Ländern, daß es liches Handwerkszeug für seine politischen Zwecke gebrauchte, unsterbliche besitzt, und zwar vierzig: die Mitglieder ja fogar ein ganzes Reptilienkorps zur Vertretung seiner der Afademie, die sich selber diesen Titel ertheilt haben. Von Ideen von Gerechtigkeit" befoldete, geradezu den bittersten dem Publikum aber werden sie mit weniger respektvollen Titeln Spott hervorrufen. Wir finden das Treiben der fran- bedacht, und schon vor 200 Jahren ließ ein wißiger Dichter, zösischen Bourgeois Regierung gegenüber Rußland gewiß Biron, auf seinen Grabstein schreiben: nicht schön, aber der deutschen Bourgeoisie, die der BismarckPolitik zugejauchzt hat, und die jeder Zeit bereit ist, die große Mehrheit des eigenen Voltes unter Ausnahmegesehe natürliche und nothwendige Folge. Und der jetzige Barenrummel in Frankreich war die Nun, das meinen wir auch, und daß solcher Rummel nichts zu bedeuten hat, weiß niemand besser als der Ertanzler, der ein Sachverständiger ist, wie kein zweiter. - Der Nord.Ditfeetanal foll bekanntlich in erster beiden Meeren befindlichen deutschen Kriegsschiffe ermöglichen. fol bekanntlich in erster inie Kriegszwecken dienen nämlich die Bereinigung der in schon ausgeführt. Vor einigen Wochen nun ereignete es sich, Daß der Kanal sehr mangelhaft gebaut ist, das haben wir früher daß ein dänisches Schiff, das den Kanal passirte, anstieß und hat drei Wochen gedauert, ehe das Schiff vollständig ent versant. Damit war der Kanal verfperrt. Und es fernt und die Schifffahrt wieder frei war. Wie leicht ist es nun vor einem Krieg und während eines Kriegs auf ähnliche Weise den Ranal zu sperren und unbrauchbar zu machen? Und wie läßt sich dem vorbeugen? Das ist die Frage, die sich jezt aufdrängt und deren Beant Der Zar hat Pech auch in Paris. Wenn das wortung noch nicht gelungen ist auch nicht gelingen wird, Unglück eine Eigenschaft ist, wie der erste Napoleon sagte, so lange der Kanal seine gegenwärtigen Dimensionen behält. dann muß der junge Nitolaus sehr unglückliche Eigen- Dugende von Millionen kosten und doch nur eine zweifelhafte Eine Erweiterung um das Doppelte der Breite würde aber schaften haben. Das Krönungsfest in Moskau wurde ihm Garantie bieten. Also was thun? Das Eine ist sicher: der durch die furchtbare Ratastrophe auf dem Chodyinstifeld Militarismus hat wieder einen Vorwand zu großen Gelb gestört; auf der Reise von Wien, vor wenigen Wochen, starb ihm forderungen. Und Michel tann sich auf einen neuen Aberlaß sein vornehmster Vertrauter und Berather Fürst Lobanoff in den gefaßt machen. THE 9903 90391 tol Armen. Und jetzt in Paris fand eine Wiederholung- aller- h dings kleineren Maßstabes der Moskauer Ratastrophe offigiösen Versuchen, die Handhabung des Begnadigungsrechts Zum Begnadigungsrecht. Gegenüber den statt: Als der Zar das Stadthaus, in dem er wohl das jeder parlamentarischen Kritik zu entziehen und es als ein rein Archiv der Kommune studirt haben wird, verließ, entstand persönliches Majestätsrecht hinzustellen, für dessen Ausübung der ein solches Gedränge, daß etliche hundert amtlich spricht gegenzeichnende Minister nur eine Art Beglaubigungsverantwort man von 140 Menschen leblos auf dem Platz blieben. lichteit übernehme, erinnert die Freis. 3tg." daran, daß während der Sie folleu sich aber allesammt wieder erholt haben, was Regierungszeit des Kaiſers Friedrich Fürst Bismard gerade umgekehrt indeß bezweifelt wird. Jedenfalls haben die Pariser ein in ber schärfften Weise die Verantwortlichkeit der Minifter für Haar in den Kaiserfesten gefunden. die Ausübung des Begnadigungsrechts zur Geltung gebracht hat. Raiser Friedrich wollte nach seiner Thronbesteigung eine Begnadigung in größtem Umfange, Fürst Bismard widersprach. Es wurde hin und her verhandelt, so daß der Justizminifter Friedberg zu dem Gewährsmann des Blattes äußerte, noch nie mals habe er in betreff der Formulirung eines Gnadenatis fo viel Schwierigkeiten kennen gelernt wie in diesem Falle. Die Absicht des Kaisers Friedrich, den 78jährigen Beughausstürmer von 1848, Lieutenant Techow, der nach 36jähriger Abwesenheit driaus Australien nach Deutschland zurückkehren wollte, au be gnabigen, mußte unterbleiben, weil der Kriegsminister aus der Entscheidung eine Kabinetsfrage machte. Hiergegen haben das mals dieselben Kreise nichts zu erinnern gehabt, die heute jeben Versuch einer Kritit als einen Einbruch in die Rechte des Monarchen hinzustellen belieben. Ci git Biron, qui ne fut rien Pas même Academicien " Sprouladenes so -Hier liegt Biron, der nichts war, Nicht einmal Mitglied der Akademie. Bu diesen Unsterblichen", die auf 100 Meilen die Lange Es war eine heitere und klare, wenn auch etwas kalte weile um sich verbreiten, wurde der arme Bar geschleppt und Dezembernacht. Er heftete seine Blicke auf jene funkelnden von einem der Perrückenträger als„ Sohn Alexanders des Gerechten Sternenbilder, in denen die menschliche Leichtgläubigkeit die Lügen gewöhnt ist, so überstand er auch die Verse des" Unsterb- Dem Bundesrathe wird demnächst der Entwurf einer Aus angesungen. Da der Zar an das Anhören von Zur Einschränkung des Detailhandels. Weiffagungen der menschlichen Schicksale zu lesen vermeint. lichen". Und die Unsterblichen" haben sich wieder einmal führungsvorschrift auf grund des§ 44 Absatz 8 ber Gewerbe Die eitele Wissenschaft!" dachte der Tribun, und die unsterblich" bla mirt. düstere Phantasie haben den Menschen glauben gemacht, Ordnung zugehen. Die B. P. N." bemerken hierzu: Herr Gladstone hat mit seiner Rückkehr in die poli- Nach der Fassung, die Absatz 8 in der vom Reichstage in daß sein Geschick unwiderruflich seit dem Augenblick seiner tische Agitation zwar weder dem Sultan noch dem Lord der diesmaligen Tagung angenommenen Novelle erhalten hat. Geburt vorherbestimmt set. Und doch, wäre es feine Salisbury Verlegenheiten bereitet, wohl aber seiner eigenen nehmigung nur bei Kaufleuten oder bei solchen Berfonen ihre dürfen die Detailreisenden ohne vorgängige ausdrückliche Ge Träumerei, so möchte ich wohl wissen, welcher von jenen Partei. Sein Lieblingsschüler und Nachfolger Lord Rosebery, Waaren abzusehen suchen, in deren Geschäftsbetriebe diese Waaren Sternen mit meinem Lebenslauf in Beziehung steht." Als ber keine Frau Nawitoff zur Egeria hat, will von der Verwendung finden. Jedoch sind hiervon im Gesetze bereits dieser Gedanke ihn erfüllte, erblickte er jenen Kometen, der russisch- pfäffischen Kreuzzugs Haß gegen die Türkei nichts Druckschriften, andere Schriften und Bildwerke ausgenommen. im Winter des Jahres 1347 den Aberglauben derer nicht wissen und hat die parlamentarische Führerschaft der Auch ist dem Bundesrath die Befugniß beigelegt, noch für enttäuschte, die in dem Wanderer des Himmels die Vor- liberalen Partei formell niedergelegt. Sein Brief, in dem andere Waaren oder Gegenden oder Gruppen von Gewerbe bedeutungen von Unglück und Jammer sahen. Er enter dies dem Einpeitscher" der Liberalen, Mr. Ellis, mit- treibenden Ausnahmen zuzulassen. Die preußische Regierung setzte sich bei diesem Anblick und murmelte:„ Sollte theilt, lautet wie folgt: hatte, um authentische Unterlagen für ihr Vorgehen auf diesem dieses in der That meinem Geschick gelten? oder wenn diese seltsamen Meteore den Untergang von Nationen und barem Gegensage zur großen Masse der liberalen Partei und in hebung vor einiger Zeit eingeleitet. Infolge beffen ist bei der Ich befinde mich in der Stellung zur Orientfrage in offen Gebiete beim Bundesrathe zu haben, eine ausführliche ErRegenten verkünden, sollte es auch mir eine Warnung einer gewissen Meinungsverschiedenheit mit Gladstone, der doch zuständigen Zentralstelle ein weitschichtiges Material eingegangen, sein? Ich will nicht mehr daran denken." Als er seinen unbedingt ben maßgebenden Einfluß in der Partei immer be beffen Sichtung, Zusammenstellung und Prüfung bereits soweit Blick niederschlug, verweilte derselbe auf dem folossalen halten muß. Andererseits erhalte ich kaum von irgend einer Seite vorgeschritten ist, daß die entscheidenden Schritte für die betreffenden Löwen von Basalt auf dem Plaze unten, den das Licht eine sichere Unterstüßung. Diese Frage geht aber über persön- Vorbereitungen zur Herbeiführung eines Bundesraths- Beschlusses der Sterne beleuchtete, und jetzt bemerkte er zwei schwarz liche Rücksichten hinaus. Wenn ich in dieser Woche sprechen in nicht allzu langer Zeit unternommen werden können. Dem gekleidete Männer, die an dem Biedestal in einer Be foll, so muß ich frei heraus sprechen tönnen, und da ist es für Wortlaute der dem Bundesrathe mit der erwähnten Gewerbefchäftigung begriffen zu sein schienen, welche er nicht näher Bartei, sondern als freier Mann spreche. Ich theile Ihnen da- die Prüfung in drei Richtungen bewegt, die Ausnahmen stub sobie Partei und für mich das beste, daß ich nicht als Führer der Ordnungs- Bestimmung übertragenen, Bollmacht gemäß hat fich zu unterscheiden vermochte. Ein Schauder ergriff ihr, her mit, daß die Führerstelle der Partei vakant ist, und daß ich wohl für ganze Waarengruppen als auch Gegenden und Unter benn er hatte nie der dunklen Ahnung sich erwehren meine Attionsfreiheit wieder aufnehme. nehmergruppen in Frage gefommen. Zwar werden nicht alle mit tönnen, daß eine bestimmte Verbindung zwischen seinem Die Liberalen find natürlich von der Resignation Rosebery's Ausnahmebewilligungswünschen an die Behörden herangetretenen Geschick und jenem unheimlichen Monument obwalte. nicht sehr erbaut. War er auch kein großes Licht, so hatte werden die Zweige, die man schon bei der Abfaffung der be Interessentenkreise auf Berücksichtigung rechnen können, dagegen Er hörte jetzt die Schildwache die Mänuer anrufen, und er doch Einfluß und hielt die zerfallenden Refte der Partei treffenden Gesegesvorschrift im Auge hatte und bezüglich deren als sie näher tamen, bemerkte er, daß sie Mönchskleidung zusammen. Jetzt wird die Auflösung deffen, was man die angestellte Erhebung die Ueberzeugung von der Nothwendigs trugen. einst die liberale Partei" nannte, sich mit reißender feit einer Ausnahmestellung noch verstärkt hat, sicher sein dürfen, Störe uns nicht, Gohn! sagte einer von ihnen, Schnelligkeit vollziehen. So hat der alte Gladstone daß in den Ausnahmevorschriften für die Wahrung ihrer Inters wir heften nur nach dem Befehl des päpstlichen Legaten wenigstens noch ein gutes Wert verrichtet. Db wider essen gesorgt werden wird. Die Arbeiten auf diesem Gebiete an dieses öffentliche Denkmal der Gerechtigkeit und der Willen? werden beschleunigt werden, damit die Ausnahmevorschrift mög Strafe die Erkommunikationsbulle gegen einen Rezer und Die Freilassung der Melville'schen Dynamitverschwörer der Gewerbe- Ordnungs- Novelle, erlassen werden kann und somit lichst früh vor dem 1. Januar, dem Zeitpunkte der Inkraftsetzung Rebellen. Wehe dem von der Kirche Verfluchten!" erfüllt unsere polizeilichen und sonstigen Staatsreiter mit die Geschäftszweige, für welche die Beschränkung des Detailreifens schmerzlicher Wehmuth. Wer aber glauben wollte, fie gäben zu, nicht möglich oder höchst unzweckmäßig wäre, vor Schädigungen daß die Polizei sich mit den steifleinenen Dynamithelden geirrt bewahrt werden. 4. JUD habe, der wäre auf dem Holzwege. Die Polizei tann nicht irven. Schuld an dem Fiasko ist das Asylrecht, mit dem polizeiwidrigen Schuß, welchen es den Umstürzlern gewährt. Also weg mit dem Asylrecht! ( Fortsetzung folgt.) Literarisches. Und hiermit haben die schönen Polizei Seelen das Geheimniß des Melville'schen Attentat- Spettafels ausgeplaudert. großen Dynamit- Komplott" elend verkracht.Nun vorläufig ist ihr staatsretterischer Plan mit dem Eine Reklamesache. Es geht uns ein, auf einer Schreibmaschine hergestelltes Birkular der Deutschen MilitärMusiker- Zeitung" E. Prager zu, welches vom 19. März d. J. datirt und an sämmtliche deutsche Militärmusit- Dirigenten ver sandt worden ist, worin ganz offen erklärt wird, daß die Beitung auf Veranlassung des töniglichen Kriegs ministeriums eine Zusammenstellung der Beiträge der einzelnen Musikkorps zu dem Unterstügungsfonds für deutsche Militärmufiter anzufertigen habe und fordert lettere auf, fich zu erklären, ob und in welcher Weise sie sich von jetzt ab daran betheiligen wollen. Vogelzucht- Buch von Dr. Karl Ruß. Ein Handbuch für alle Züchter, vornehmlich für Anfänger. Mit 13 Tafeln in Schwarzdruck und 80 Tertabbildungen. Preis 1,50 M., geb. 2. M. Magdeburg. Creuß'sche Verlagsbuchhandlung. Der bekannte Verfasser giebt in knapper Fassung eine Dar stellung der bei uns zuchtfähigen Zimmervögel, besonders der in neuerer Zeit so beliebten ausländischen Finkenarten, erörtert die bei der Züchtung und Ernährung vor allem in betracht kom- Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. menden Regeln und belehrt insbesondere Anfänger über die Ein- Aus Hamburg wird der Schlesw.- Holst. Boltsztg." geschrieben: richtung der Heckkäftige und Behandlung der Vögel, fodaß wie Majestätsbeleidigungs- Prozesse entstehen. Der jetzt in Trier namentlich solchen das Buch gute Dienste leisten wird. Freilich fonditionirende Barbiergehilfe Mathias Jakob Mohl hatte bei Spricht schon die Faffung des letzten Sazes für ein vor. lernt man alle diese Dinge nur in der Praxis zum Schaden dem Preisschießen eines Klubs das Malheur gehabt, nur handenes Sonderinteresse, so ist es ohnedies hinlänglich bekannt, der armen Vögel. -r. 60 Points au zu erreichen. Um sein Schüßenrenommee daß die Deutsche Militär- Musiker Zeitung" den erwähnten # UnttrstützungZfoiidZ«18 ihre einzige Reklame gebraucht, UNI sich der Inserate und AbonnemeutS der Militärmufiker zu versichern und mit der an und für sich iverthlosen Zusammenstellung— das Machwerk eines Lohnschreibers— lediglich ein lukratives buchhändlerisches Geschäft, wie mit Herausgabe des Almanachs und Notiz- und Taschenbuchs für die Militärmusiker bezweckt. Ist also die qu. Zusammenstellung auf Veranlassung des königl. Kriegsministeriums angefertigt worden, dann ist es doch erwiese», daß dasselbe seine Mitwirkung z» Reklamezwecken nicht immer versagt und bei den be- fangenen Lesern der.Deutschen Militär- Musiker- Zeitung" der Glaube erweckt werden muß, als stände dieselbe thalsächlich unter der Protektion des königl. Kriegsministeriums, zu ivelcher Annahme auch wir fast hinneige» möchten, da Herr E. Prager nach einem uns ebenfalls vorliegenden Schriftstück anläßlich eines beabsichtigten Verkaufs seines Geschäfts sogar die Bedingung daran geknüpft hat,„daß die Militärbehörde gegen den Käufer nichts einzuwenden habe". Eine Verbindung in den höchsten Kreisen mit einer Zeitung u Reklamezwicken ist demnach nicht so ausgeschlossen, wie man olches»ach der Erklärung in der Reichstags- Sitzung vom 13. März dieses Jahres annehmen sollte. Welche Nothwendigkeit aber vorliegt, die Beiträge zum Unterstützungs- fonds der Militärmusiker durch eine Zeitschrift im Auftrage des kgl. Kriegsniinisteriums öffentlich sammeln zu lassen, ist uns un- erfindlich, da die Behörden, insonderheit die Militärbehörden. doch in Geldsachen sonst überaus peinlich sind. Sollte die große General-Militärkasse dazu nicht mehr aus- reichend sein? Jedenfalls dürfte man eine einzelne Zeitung, die dies zu Reklamezwecke» benutzt, nicht damit betrauen. — Noch ein Korb für Herrn Stöcker. Am Dienstag fand nach der„Neuen Wests. Volksztg." in H e r f o r d eine Versammlung der Führer der konservativen Partei in Minden-Navcnsbnrg unter Theilnahme des Hof- Predigers a. D. Stöcker statt. Herr Stöcker regte die Umwand- lnng der christlich-konservativen in eine christlich-soziale Partei an. In der Erörterung über diesen Gedanken kam jedoch fast einstimmig die Ueberzeugung zum Ausdruck, daß die Partei bleiben müsse, was sie ist, und den Anschluß an die Stücker'schen Christlich- Sozialen ablehne.— — Der Arbeiter-Turnverein in Kottbus be- absichtigte bei der Feier seines S t i f t u n g s f e st e s am 16. August von der städtischen Turnhalle aus mit Musik durch die Stadt nach dem Fe»lokal„Bellevue" zu marschiren. In früheren Jahren hat die Polizeivertvaltung dem gleichen Umzüge nichts in den Weg gelegt, diesmal versagte der Oberbürgermeister Werner die Genehmigung. Die Mitglieder des Turnvereins wollten nun wisse», warum der Umzug diesmal verboten wurde. Sie fragten deshalb beim Magistrat nach dem Grunde des Verbots an, wobei sie anführten, daß nichts geschehen sei, was dem Verein Schande gemacht hätte. Die Polizeivertvaltung, beziehentlich der Oberbürgermeister Werner war anständig genug, die Gründe des Verbots anzugebe», obgleich dazu keine gesetzliche Verpflichtung vorliegt, aber damit ist unser Lob zu Ende, denn die Grüilde selbst athmen ganz den Geist der Unduldsamkeit gegen die sozialdemokratischen Arbeiter, dessen Belhätigung das hervorstechendste Zeichen der Aera des neuesten Kurses ist. Die Begründung des Verbotes lautet wörtlich:„Der Arbeiler-Turnverein gehört einer sozialdemokra- tischen Organisation— dem Arbeiter-Turnerbund— an und besteht hauptsächlich aus sozialdemokratisch gesinnten Personen. Auch im Vorstande befinden sich bekannte sozialdemokratische Agitatoren, darunter solche, welche bereits wegen Ver- gehen gegen die öffentliche Ordnung bestraft sind. Unter diesen Umständen bestand die behördliche Besorgniß. daß der geplante Aufzug öffentliche Demonstrationen und Ruhe- störungen, namentlich Belästigungen anders gesinnter Einwohner zur Folge haben könnte. Schließlich bemerken wir noch, daß auch der Magistrat die Veranstaltung eines sozialdemokratischen Aufzuges von einem städtischen Gelände auS nicht zugelassen haben würde." In dürren Worten wird hier vom Magistrat einer Stadt d e S Landes, deffen Verfassung im ersten Artikel die Vor- schrift giebt:„Jeder Preuße ist vor dem Gesetze gleich", einem Arbeiterverein dieselbe Vergünstigung verweigert, die jedem anderen Verein ohne weiteres bewilligt zu»verden pflegt. Beiläufig bemerkt, hat der Kottbnser Arbeiler-Turnverein in seinem Statut die Bestimniuug. daß im Verein politische und religiöse Dinge nicht erörtert werden dürfen, und dre Mit- glieder handeln auch gewissenhaft danach, schon aus dem einleuchtenden Grunde, damit der Verein nicht gefährdet wird. Weiter bestehen die Vergehen, wodurch Vorstandsmitglieder gegen die„öffentliche" Ordnung verstoßen haben sollen, in Be- leidigungen und datiren aus der Zeil des groben Textilarbeiter- Streiks, wo ganz Kottbus in zwei Lager getheilt war und am allerwenigsten die Fabrikanten die Worte aus die Goldwaage gelegt haben. Wollte die Kottbnser Polizei bei anderen Ver- einen danach fragen, ob Vorstandsmitglieder schon wegen Be- leldigung bestraft sind oder nicht, wie viel Vereine» müßte sie wohl die Erlaubniß zu festlichen Umzügen verweigern? — Ueber die Belästigungen von Arbeitern B e u t h e n s in Schlesien durch die Polizei, worüber wir schon berichteten, bringt das„Correspondeuzblatt" der G. d. G. D. eben- falls Material. Es schreibt: Der Polizist Eurrowitz hat wieder seinen höchst überflüssigen Posten vor dem Gewerkschaftsbureau inne behalten. Am 12. September wurden dem Vertrauensmann TuSker(Tischler) Bilder zum Verglasen gebracht. Die Ueberbringer wurde» von Surrowitz beim Verlassen der Wohnung angehalten nnd trotz ihres Protestes notirt. Ebenso wurde»in Tischler, der das Bureau verließ, angehalten und visitirt. Ebenso ging es dem Vertrauensmann nnd drei anderen Personen. Einer derselben wurden die Taschen durchsucht, eine andere mußte ein Packet mit alten Zeitungen öffnen. Als dem Beamten das Un- gesetzlich« seiner Handlungen vorgeworfen wurde, drohte er mit Verhaftung, vier anderen Arbeitern widerfuhr daffelbe nnd >«»rde einem derselben das Fachbkatt,,DerGrundstein" abgenommen. Zwei andere, die sich weigerten, die in ihrem Besitz befindlichen Zeitungen herzugeben und gegen die Fortnahme protestirten, wurden verhaftet und auf das Polizeibureau geführt. Dort wurden d«„, einen 2 Exemplar«„Der Grundstein", dem anderen 11 Exemplare„Der Töpfer", abgenommen. Als der Vertrauens- mann in Begleitung mehrerer Genoffen eine Wirthschaft betrat, wurde ihnen die Verabfolgung von Getränken verweigert. Bei dem Heraustritt aus der Wirthschaft wurden sie von einem Gendarmen und einem Polizisten erwartet und dann auf Schritt und Tritt begleitet. Um den Hütern der Ordnung die Mühe der Begleitung zu ersparen, trennten sich die Genossen. Di« Behörde scheint ab«r befürchtet zuhaben, daß ihnen. so allein ein Unglück zustoßen könnte und wurde dann jeder Einzelne begleitet, wozu ein Auf» gebot von fünf Polizisten erforderlich war. Die Leute müssen viel Zeit haben, da sie einzelnen Personen sich so widmen können. Am 14. September wurde in Abwesenheit des Ver- trauensmannes der Keller des Hauses, in dem er wohnt, von drei Polizeibeamten durchsucht. Das alles geschieht im Lande der guten Sitten nnd der„Ordnung". Gegen diese Handlungen der Behörde ist Beschwerde geführt, und wird das gleiche in allen anderen Fällen geschehen. Ob die bürgerliche Presse wohl den Mnth finde» wird, gegen die Maßnahmen der Polizei zu oppo- niren? Schwerlich, denn ihre Feigheit hat ja dahin geführt, daß solche Zustände überhaupt vorhanden sein können. Aber der Behörde scheint allmäliä selbst die Erkenntniß zu kommen, daß ihre Hand- lungen gegen Recht und Gesetz verstoßen. Am 16. September kam der schon genannte Surrowitz und brachte dein Vertrauens- mann alle bisher beschlagnahmten Blätter zurück. Der Mann «ar so höflich, sich damit zu«utslhuttigen, daß er aus Befehl gehandelt habe. Auch die polizeiliche Ueberwachuiig des Ge- werkschaftsbureaus wurde an dem Tage unterlassen. Ob die Be- Hörde so schnell sich davon überzeugt hat, daß ihr Bemühen ver- geblich ist, wird sich ergeben. Jedenfalls wird die Fortsetzung der bisher beliebten Praxis uns nicht hindern, mit der Agitation fortzufahren. Je größer der Druck von oben, umsomehr Energie wird angewandt werden, um vorwärts zu kommen und dem Elend, der Knechtung und Unwissenheit der oberschlesischen Ar- beilcrbevölkerung zu steuern.— Frankfurt a. M., 8. Oktober. Der„Frankfurter Zeitung" zufolge hat der hiesige Magistrat in seiner letzten Sitzung be- schloffen, der Stadtverordneten-Versammlung den Antrag vorzu- legen, de» jetzt bestehenden Trambahnvertrag am 1. Januar 1897 zum 1. Januar 189S zu kündigen und ein öffentliches Aus- schreiben zu erlassen, wonach geeignete Firmen aufgefordert werde», Angebote betreffs Umwandlung in den elektrischen Be- trieb zu machen. — Ein bemerkenswerthes Erkenntniß hat die Beschlußkammer des Stettiner Landgerichts in einer Beleidigungssache gegen den verantwortlichen Redakteur unseres dortigen Parteiorgan?, deS„Vollkboten" gefällt. Derselbe berichtet darüber: In Nr. 12» unseres Blattes brachten wir«ine Lokaluotiz, in welcher der Tod eines Schulmädchens, das bisher nicht krank gewesen war, verzeichnet wurde; das Mädchen war in der Schule am Tage vor dem Tode in erheblicher Weise ge» schlage» worden. Ob der Tod deS Kindes infolge der Züchtigung eingetreten oder die Folge anderer Ursachen ist, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. In jenem Artikel war ferner bemerkt worden, baß die Kinder der Neu- Torneyer Mädchenschule mit Angst und Schrecken zur Schule gehen nnd daß eine amtliche Untersuchung über den Rektor Wackhaus angebracht sei. Es eisolgte daranf, wie das immer zu geschehen pflegt, sofort eine Anklage wegen Beleidigung. Straf- antrag war von der vorgesetzten Behörde de» Rektors, von der königlichen Negierungs-Abtheilung für Kirchen- und Schulwesen, gestellt worden. Dieses Strafverfahren ist jetzt eingestellt worden nnd wir drucken nachstehend das bezügliche Erkenntniß ab: „Beschluß in der Strafsache gegen Henning. Der'Antrag der kgl. Staatsanwaltschaft auf Eröffnung des Hauptverfahxens gegen den Redakteur Henning zu Stettin wegen Beleidigung durch die Presse wird zurück- gewiesen, da Angeschuldigter des ihm zur Last gelegten Ver- gehens nicht hinreichend verdächtig erscheint. Dem Angeschuldigten als Redakteur muß das Recht zugesprochen werden, Mißstände der Schul-Verwaltungen seines Wohnortes zur Sprache zu bringen. Sehr häusig ist die? bei der Aengstlichkeit des Publikums, direkt mit Beschwerden den Verwaltungsbehörden gegen- über zu trete», der einzige Weg, um wünschenS- werthe Abhilfe zu schaffen. Demgemäß steht dem Angeschuldigten der§ 193 Str.-G.-B. zur Seite und aus der Form oder aus den Umständen läßt sich auf eine Absicht der Beleidigung um so weniger schließe», als in der That die Angaben mehrerer Schülerinnen dafür sprechen, daß der Rektor Wackhaus in seinen Züchtigungen da? gehörige Maß(z. B. Aufreißen der Mundwinkel, Stöße in den Rücke») überschritten hat. Steltin, den LI. September 1896. Königliches Landgericht, Strafkammer II. gez. Ludewig. Forell. Berndt." Es ist erfreulich, daß in den Kreisen der deutschen Richter die Brause wetterei der besseren Erkenntniß zu weichen scheint. Hoffentlich kommt auch bald die Zeit, wo die Richter die Schönstedt' sche Maxime von der doppelten Buchführung im Jus über Bord werfen und dafür die einzig der Justiz angemessene praktiziren: Gleiches Recht für alle! Colditz(Sachsen). Klassenwahl abgelehnt. Der Stadtrath lehnt» einen Antrag, die Steuern nach der Progression zu erheben, ab, will aber mit sich reden lassen, wenn man oen Höchst- besteuerten Garantie für allgemeine Vertretung in der Verwaltung der Stadt bietet und zwar durch Einführung der Klassenwahl. Die Stadt- verordneten haben in einer scharfen Resolution dem Stadtrath erklärt, daß sie ein- für allemal zu einer Aenderung des Wahl- rechts nicht zu haben seien, und gleichzeitig erneut das Ersuchen ausgesprochen, ein nms Steuerregulativ auszuarbeite».— — Der württen, bergtsche Zentrums- Abgeordnete Rektor Dr. Klaus, der Vertreter des Oberamts Gmünd hat seine Mandatsniederlegung wegen Beförderung im Amte dem ständischen Ausschüsse angezeigt. Bei der letzte» Landtagswahl erhielt KlauS 23d4 Stimmen, sein einziger Gegen- kandtdat ReichstagS-Abgeordneter Genosse Bios 933 Stimmen. Oesterreich. Wie», 7. Oktober. Das Abgeordnetenhaus hat nach längerer Debatte die Dringlichkeit des Antrages Lewakowski betreffend das Vorgehen der galizischen Behörden bei dem Verbot von Wählerversammlungen abgelehnt. Etwas Charakteristischeres für den Niedergang des österreichischen Parlamentarismus als diesen Beschluß läßt sich vor Schluß des Parlamentes den Wählern wohl nicht biete».— Aus Brüx brachte die„Voss. Ztg." eine„eigene Mit- theilung", worin der n ordw e st bö h m isch« Bergarbeiter- streik als eine— sozialdemokratische Generalprobe für die Reichstags» Wahl bezeichnet wird, während die öfter- reichischen Arbeiterblätter nicht nur, sondern so ziemlich die gesammte bürgerlich« Presse Oesterreichs, ein- schließlich der offiziösen, de» vollständig planlosen und darum gescheiterten Streik als das Werk der„Unabhängigen" beziehentlich der Anarchisten erklärte. Nach dieser Glanzleistung unwahrer Berichterstattung scheint der Gewährsmann der„Voss.Ztg." zu der Sorte deutscher„Liberaler" in Böhmen zu gehören, die bei den bevorstehenden Wahlen zur neugeschaffenen fünften Kurie de? Reichsraths allerdings alle Aussicht haben, mit ihren Kandidaten an die Wand gequetscht zu werden, ein Schicksal, dai diese Aus- beuterbande, die die czechische Bevölkerung lediglich vom Stand- punkte des Profit? behandelt, schon längst verdient hätte. Die sozialdemokralische Partei Oesterreichs hat, im Gegensatz ins- besondere zu den„Liberalen", nicht nöthig, bei der Agitation für die Reichsrathswahl sich unlauterer Mittel zu bedienen. Frankreich. * Paris, 8. Oktober. Gestern wurde ein zum Zarenfest hier eingetroffener russischer Journalist, namens Feodoroiv, im Bett verhaftet.-Di« Motive hierzu sind unbekannt. Paris, 8. Okt. In der verflossenen Nacht gegen 1 Uhr ging das Gerücht, auf dem Koukordienplatze habe eine Bomben« xvlosion stattgefunden. Es handelte sich indeß nur um eine Petarde, die ein Individuum zur Explosion ge- bracht habe, um einen schlechten Scherz zu machen. Die Explosion geschah um ILVa Uhr, als das Zarenpaar bereits in die Botschaft zurückgekehrt war und die strengen polizeilichen Maßregeln«ingestellt worden waren. Der Konkordienplatz war fast menschenleer. Gegen 2 Uhr nachts wurden mehrere Anarchisten verhaftet, auch meldet das Blatt„Journal", daß in der Straße Florestan später nochmals«ine Explosion stattgefunden hat. Ueber die Explosion liegen noch folgende Meldungen vor: Einige Blätter geben ein Gerücht wieder, demzufolge heute Nacht aus dem Konkordienplatz« eine Explosion stattgefunden habe. Nach Erkundigungen auf der Präsektur handelt es sich bei dieser Nachricht um eine arge Uebertreibnng des«infachen Thatbestandes, daß ein Unbekannter an einer von der Verkehrsstraße weit ent- fernten Statue des Konkordienplatzes einen Feuerwerkskörper niedergelegt hatte, deffe» Explosion keinerlei Schade» anrichtete, sondern lediglich die Aufmerksamkeit einiger nächtlicher Passant«» erregte, ivelche in de« ganzen Vorgang nur einen schlechten Scherz erblickten. Der„Matin" spricht der Explosion auf dem Konkordien- platze jede Bedeutung ab, gesieht allerdings zu. daß ein gewisser Lerois am Auge verwundet wurde. Das Blatt sagt aus, es ivürde von dem Zwischenfalle nicht gesprochen haben, wenn er nicht den Freunden des Dreibundes Stoff zu böswilligen Kom- mentaren gäbe.—„Eclaire" meldet: Die Explosion habe in der Nähe der Statue der Stadt Lyon stattgesunden. Ein Zeuge sagt ans, daß infolge der Explosion eine Gaslaterne zertrümmert und in tausend Stücke zerschellt worden sei. Man fand ein Stück Metall mit einer Röhre, während aus dem Trottoir die Spuren eines weichlichen Stoffes sichtbar wurden; vorher hat man einen Mann mit einem Korbe am Arme an der betreffenden Stelle gesehen.— Aus Roubaix wird gemeldet, daß anarchistische Plakate mit rothen Buchstaben auf schwarzem Papier angehestet wurden mit der Inschrift:„Tod dem Zar! Es lebe die Anarchie!" DaS Blatt„Gil Blas" bringt die unglaublich klingende Meldung, daß nach der Grundsteinlegung der Alexanderbrücke der Galawagen mit dem Zar und dem Präsidenten Faure den Weg a» der Statue der Stadt Straßburg vorbeigenommen habe, wobei der Wagen infolge der kolossalen Menschenmenge im Schritt fahren mußte. Als der Zar den Trauerschmuck der Statue sah, habe er den Präsidenten Faure gefragt, aus welchem Anlast dies geschehen sei und sich über die erhaltene Auskunst sehr lnteressirt gezeigt. Beim Passtren der Statue habe der Zar mttitärisch gegrüßt, während Faure den Hut gezogen habe.— Vor der Ankunft des Kaisers und der Kaiserin in dem Hotel de vill« entstand ein furchtbares Gedränge, in welchem mehrere Personen verwundet wurden, darunter zwei Polizei- Agenten; zahlreiche Personen er» litten leichtere Verletzungen.-- Belgien. — Der Generalrath der belgischen Arbeiter- partei»ahm in einer Gesanuiitsitzuna eine Tagesordnung an, in der er dem Leiter der Genter sozialistischen Genossenschast, Anseele, sein volles Vertrauen ausspricht und die gegen ihn er- hoben«» Verdächtigungen tadelt. Die Spitze der belgischen Sozial- demolratie hat damit ihre völlige Uebereinstimmung mit dem in Gent angeblich gepflogenen Ausbeutesystem und der schmählichen Behandlung der Arbeiter des Vooruit erklärt.~- Rnftland. — Der Professor der Hygiene an der Universität Moskau, Dr. Erismann, der sich die größten Verdienste um die sanitäre» Eiilrichtlnigen der Stadt Moskau und um die Untersuchung der körperlichen Entwickelung der Jndnstrie-Arbeiter Groß-Rußlands erworben hat, sah sich gezwungen, wegen seine? Protestes gegen das Borgehen der Behörden gegen die Sludentenschast von seiner Professur zurück- zutreten und hat bereits Rußland verlassen. Erismann, der von Geburt Schweizer ist, ist in Deutschland durch seine aus- gezeichnete, populäre Gesundheitslehre, durch seine sozialpolitisch bemerkensiverthe Haltung auf dem tiiternatronalen Kongresse für Hygiene und Demographie und durch sein« Arbeit„Unter- suchungen über die körperlich« Entwickelung der Bevölkerung in Zentral- Rußland" auch weiteren Kreise» bekannt geworden.— Griechenland. Athen, 8. Oktober. Der erste der Offiziere, welcher vom Kriegsgericht wegen Theilnahme am Aufstande in Kreta zu zwei Jahre» Festung verurtheilt worden war, wurde gester» tu zweiter Instanz freigesprochen, was großen Jubel hervorrief. Man kann als sicher annehme», daß auch die übrigen Osfiziere freigesprochen werden. Äemerkenswerth ist, daß sowohl der Vorsitzende des Kriegsgerichts auch auch einer der Richter ebenfalls früher an den Aufständen in Kreta theil- genommen haben. Den Türken dürfte die Zusammensetzung de? Gerichtshofes kaum besonder? impouiren.— De« Delegirte» zum Gothaer Parteitage hiermit zur Kenntniß, daß die zu ihrem Empfange auf dem Bahnhof in Gotha an- wesenden Mitglieder des Lokalkomitees an r o t h e» Rosetten kenntlich sind. DaS erste italienische sozialdemokratische Partei- Organ Oesterreichs erscheint seit I.Oktober in Rovereto in Südtirol. Es führt den Titel L'Avvenire del Lavoratore"(Die Zukunft des Arbeiters) und wird monat- lich viermal von Dr. Antonio P i s c e l herausgegeben. AuS der Schweiz wird uns geschrieben: So sehr im Juteresse des Baseler„Vorwärts" der Abgang Wullschläger's von der Redaktion zu bedauern ist, so muß man sich doch im Interesse der allgemeinen Parteibewegung freuen, daß Wullschläger durch seine Berufung in oas Sekretariat des Grütlivereins einen größeren Wirkungskreis gefunden hat. als der bisher von ihm bekleidete ist. Möge der Erfolg auch fernerhin seinen An- streiiguiigen im Dienst der Arbeitersache entsprechen! Polizeiliches. Gerichtliches«. — Auch der Verleger der„Fränkischen TageSpost", Genoffe Oertel in Nürnberg, sieht wegen der in der „Neuen Welt" veröffentlicht gewesenen Erzählung„Der Nazarener" einem Gorteslästerungs-Prozeß entgegen. Genoffe Oertel hatte am Montag ein Verhör vorm Untersuchungsrichter. — Wegen Beleidigung des Magistrat? von Kottbus wurde Genosse S ch ö p f l t n, als verantwortlicher Redakteur der „Märkischen Volksstimme". vom Landgericht i» Frank- furt a. O. zu 20 M. Geldstrafe oder 4 Tagen Gesängniß und zu de» üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Er hatte ein« Notiz ans Kottbus veröffentlicht, worin glosstrt war, daß man vergessen hatte, für die verstorbene Tochter unseres Genoffen Burke «in Grab zu machen, wodurch die Beerdigung verzögert worden war. Das Schöffengericht hatte seinerzeit auf Freisprechung erkannt. Das Landgericht hob dies Urtheil auf, weil die Absicht der Beleidigung aus der höhnischen Form der Notiz hervorgehe, indem in derselben gesagt sei, daß sogar die Polizei eine Deputation zu dem Begrädniß entsandt habe und trotzdem das Grab vergessen worden sei. Da es nun nicht Sache des Magistrats resp. der FriedhosLverwaltung, sondern der Hinterbliebenen sei, rechtzeitig das Grab zu bestellen, so treffe den Magistrat leine Schuld. Gvwevkschsfklirhes. Von der Firma M. Fiirstenheim«. Co. in Berlin ging uns solgeude Mittheilung mit der Bitte um Verösseut- lichung zu: „Der Streik der Ball schuh-Arbeiter, welcher nun bald vier Wochen dauert, veranlaßt« die Fabrikanten, von neuem zu beschließen, die Arbeiter nur dann wieder einzustellen, wenn dieselbe» ihre ungerechtfertigten Forderungen fallen lassen, da allseitig anerkannt wurde, daß der Streik vollständig unbegründet sei. Fast alle Firmen der Ballschuhbranch« sind dem von den Vereinigten Berliner Schuh-Fabrikanten be- gründeten Kartell zum Schutze gegen miberechtigte Streiks bei- getreten." Zur Charakterisirung dieser Mittheilung genügt«S voll- ständig, darauf zu verweise», daß sie von einer Firma ausgeht. die aller Nasen lang mit den Arbeitern in Differenzen geräth; gerade sie ist deshalb sicherlich am wenigsten befugt, über die Berechtigung oder Nichtberechtigung von Streiks»in Urtheil abzugeben. Di» bürgerlich« Press« F Berlins wird das natürlich nicht hindern, wie die früheren so den Berichten ersehen läßt, sind in den meisten übrigen straße, in welchem sich die Arbeitsräune des Damenkonfektions auch diese Publikation der Firma Fürstenheim u. Co. ohne ein graphischen Betrieben die Forderungen bewilligt worden. Zuzug Schneidermeisters Emil Bernhard befanden. Vor dem Hauſe Wort der Kritit abzudrucken. nach Mannheim ist vorläufig streng zu vermeiden. fammelte fich bald eine ungeheure, neugierige Menschenmenge. An die Bäckergesellen Berlins erläßt der Vorstand des Aus Wien wird telegraphirt, daß die Werkstättenarbeiter Als einige der Beherztesten den Hilferufen nachgingen, fanden Deutschen Bäderverbandes( Siz Berlin) einen Aufruf, der Staats Eisenbahngesellschaft am Mittwoch die Fortsetzung fie in den bezeichneten Räumen die unverehelichte Margarethe Wiese worin es heißt:" Von der Meisterschaft sind in letzter Zeit des Streits beschlossen. weinend und in größter Aufregung. Die Wiese, welche bei Bern wiederholt Behauptungen über unsere materielle Lage aufgestellt Der italienische Eisenbahn- Verband( Lega Ferroviere hard als Näherin thätig war, erklärte den Herren, Bernhard worden, die mit der Wahrheit in direktem Gegensatz stehen. Der Italiani) bat den streitenden österreichischen Kameraden finanzielle habe sich geweigert, ihr ihren Lohn auszuzahlen, er habe sie dann Verband der Bäcker hier am Orte hält die gegenwärtige Unterstüßung zugesichert. Die erste Rate, 240 Lire, ist bereits geschlagen, zu Boden geworfen und sogar mit Füßen nach ihr Zeit für geeignet, eine statistische Erhebung zu überwiesen. getreten. Das Mädchen war ganz schwach, sehr aufgeregt, weinte. veranstalten, die sich erstreden soll auf die June Ueber den Bergarbeiter- Ausstand in Nordwest- Böhmen fortwährend und mußte mittels Droschte nach Hause und später haltung und Uebertretung des Maximal- Arbeitstages, bringt die Wiener Arbeiter Zeitung" einen vom 5. Oftober in ein Krankenhaus gebracht werden. Gegen Bernhard wurde das Gesetz der Sonntagsruhe, auf das Kosts und datirten Bericht aus Brür, worin es heißt: Antlage wegen Körperverlegung erhoben; das Schöffengericht Logiswesen, sowie auf die Lohnverhältnisse und obwohl der Staatsanwalt vier sprach ihn feinerzeit Der Streit kann als been det betrachtet werden, wenn frei, weil er das Arbeitslosigkeit. Wir sind uns der mannigfachen Um- auch aus einzelnen Schächten der kleinere Theil der Beleg- Monate Gefängniß beantragt hatte stände, die sich unserem Unternehmen entgegenstellen, wohl be- schaften ausständig ist. Die Werkleitungen der Nordböhmischen Zeugniß der augenscheinlich krankhaften Wiese nicht für wußt; wir wissen, mit welchen Schwierigkeiten wir bei dieser Wontangesellschaft haben den noch Ausständigen eine Frist ausreichend hielt, um zu einer Berurtheilung zu gelangen. bedeutsamen Arbeit zu kämpfen haben werden. Aber wir werden bis Mittwoch früh gegeben; wer bis dahin die Arbeit Gegen das freisprechende Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Vor der 6. Straskammer des Landgerichts I troy alledem mit Eifer ,. Lust und Liebe auch diese Arbeit zu be- nicht aufnimmt, wird als entlassen angesehen. Die Bezirkshaupt- Berufung ein. wältigen suchen. Das Resultat dieser Erhebung soll ein Grund- mannschaft erließ eine Kundmachung, in der den Streifbrechern wiederholte die Wiese ihre Angaben, während der Angeklagte ihre stein ſein für unsere nächsten Forderungen an die Arbeitgeber der vollste Schuß zugesichert wird. Der Brürer Revier- Bergamis- Angaben für erdichtet erklärte; sie sei hysterisch veranlagt, habe schaft; es soll feststellen, in wie weit die Arbeitgeberschaft der bezirt gleicht einem großen Feldlager. In allen Ortschaften liegt bereits einmal eine ähnliche Szene ihm vorspielen wollen und fich Verordnung des Bundesrathes betreffs des Maximal- Arbeits- Militär und Gendarmerie, auf allen Straßen und Wegen sieht man auch an jenem Tage abji.htlich so betragen. Die durch das ärzttages und der Sonntagsruthe Genüge gethan hat. Diese Infanterie-, Kavallerie- und Gendarmeriepatrouillen; berittene liche Attest tonitatirten Verlegungen habe sie sich selbst bei Erhebung foll aber auch weiter und das ist Ordonnanzen jagen hin und her. Es sind mehr als 2500 gebracht. Die Straffammer erkannte jedoch unter Aufhebung des von besonderer Bedeutung für un feststellen und Soldaten im Streifgebiet konzentrirt. Im Kreisgerichts- Gebäude erstinstanzlichen Urtheils auf 75 M. Geldstrafe. den Konsumenten, ber ganzen Einwohnerschaft Berlins befinden sich bereits an vierzig Personen, die während des Eine für den Obst- Großhandel in der Markthalle wichtige ein flares Bild und den zahlenmäßigen Beweis liefern, Streits verhaftet wurden. Der Streit wurde im wahren Frage beschäftigte gestern das hiesige Schöffengericht. Die Obstunter welchen Verhältnissen eine ganze Kategori von Menschen Sinne des Wortes mit Gewalt erstickt. Einige an und händler, die aus Werder das Obst in Maffen hier auf den Markt jahraus jahrein ihr Leben friften muß. Wir wer Veranlassung für sich unbedeutende Ruheſtörungen bei Ausbruch des bringen, pflegen die Waare, die sie Montags früh in der hiesigen nehmen, soweit uns die Tagesp effe zu Wort fommen läßt, das Streits, die von der Kapitalistenpresse und von den Offiziösen Bentral Markthalle feilbieten wollen, Sonntags abends Resultat dieser Erhebungen wahrheitsgetreu und ungeschminkt in unverschämter Weise aufgebauscht wurden, und die Verbreitung in die Halle zu bringen; die Eisenbahn Verwaltung hat der Deffentlichkeit zu übergeben, um damit jenen Schönfärbern in von allerdings toufus abgefaßten Flugblättern, in denen ein sogar für diefen Zweck einen besonderen Bug eingerichtet, unferem Gewerbe einen Spiegel vorzuhalten. Indem wir nun an findiger Staatsanwalt, Hochverrath" und andere schwere Verbrechen der in kürzer Frist die für den Marktverkehr bestimmten Euch, Kollegen, appelliren im Jutereffe unser Aller, den Euch entdeckte, für deren Inhalt jedoch die Gesammtheit der Streikenden Obsttonnen ve Rrder bis zu Zentral- Markthalle führt. Da vorliegenden Fragebogen wahrheits getreu auszufüllen, bitten nicht verantwortlich gemacht werden kann, gaben der für das Unter der Verkauf schon wontags frü 5 Uyr stattfindet, so ergiebt sich wir Euch dringend, uns denselben im verfchloffenen Rouvert nehmerthum stets hilfsbereiten Regierung die erwünschte Handhabe für die Händler die Nothwensieit, noch Sonntags in den per Post oder auch persönlich abzuliefern in unserem Verkehrs- zu einer in der österreichischen Streitgeschichte noch nicht da- Abendstunden die Waare aus dem Zuge in die Markthalle zu Total, Klosterstr. 101 bei Moll. Auch können in allen statt geivefenen militärischen Machtentfaltung. Hätten die Streiken schaffen. Die Polizei erblickt hierin aber einen Verstoß gegen findenden Versammlungen beim Bureau die Fragebogen abgeben der Regierung und dem Ausbeuterthum nicht selbit§ 145a der Gewerbe- Ordnung, betr. die Sonntagsruhe im Handelsliefert werden. Versäume niemand den Bogen auszufüllen und Waffen gegen sich in die Hände geliefert, und hätten sie gewerbe und sucht mit Polizeistrajen gegen die betreffenden voran unsere Adresse gelangen zu lassen! Helft alle mit, sich vorerst der Solidarität der gesammten organisirten zugehen. Die Bemühungen der Polizei, thatsächliche Feststellungen bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen!" Arbeiterschaft versichert, dann wäre das Resultat des Streits ein nach dieser Richtung hin zu treffen, scheitern häufig genug, da Im Anschluß an diesen Aufruf der Bäckerorganisation er anderes gewesen. Jedenfalls wird der Streit eine gute Lehre die Markthalle am Sonntag gefchloffen ist und die sonntägliche fuchen wir die gesammte Arbeiterschaft Berlins, mit dafür zu für die Bergarbeiter des Dur- Brüger Kohlenbeckens sein, sie Thätigkeit der Angestellten der Obsthändler von außen fauin wirken, daß möglichst alle Bäderei Arbeiter sich an werden einsehen, daß sie nur auf dem Wege der Organisation wahrnehmbar ist. Ein Fall, bei welchem jene Feststellung der statistischen Erhebung betheiligen, beziehentlich von der und Angliederung an das übrige kämpfende Proletariat zum gelungen ist, unterlag gestern der Prüfung des Schöffengerichts, Wichtigkeit derselben in Kenntniß gesezt werden. Ziele gelangen. welches den Angeklagten aber freisprach, da es mit dem Achtung, Flaschner! In der Backformenfabrik vou Aus Montreal wird dem„ Wolff'schen Bureau" gemeldet, Rechtsanwalt Pincus I der Ansicht war, daß Obst zu der leicht Friedrich u. Cie. in Feuerbach- Stuttgart sind daß der Ausstand der Beamten der Kanadischen der Gefahr des Verderbens ausgefeßten Waare gehört, für welche Differenzen ausgebrochen, weshalb um Vermeidung des Zuzugs Pazificbahn auf Grundlage der von der Bahngesellschaft im§ 145c eine Ausnahme in den Bestimmungen über die gebeten wird. gestellten Einigungsbedingungen beendet worden sei. Sonntagsruhe zugelassen ist. " einem Arbeiter, den Soziales. Der Verband deutscher Buchdrucker hat bei der jüngsten Die Auflagen wegen Gefährdung eines Eisen Tarifbewegung gewiß außerordentliches gethan, um mit der bahn Transports sind jetzt im Kriminalgerichtsgebäude Prinzipals organisation auf guten Fuß zu kommen. an der Tagesordnung. Es ist dies eine Folge der weiteren AusDas ist ihm aber nicht gelungen, denn trotz des Friedensschlusses unfer Barteiorgan in Wilhelmshaven, das Norddeutsche Bolts Straßen. Militärische Sozialreformer. Ueber dies Kapitel weiß dehnung des elektrischen Eisenbahn- Betriebes in den Berliner befleißigt sich die Prinzipal organisation, der Deutsche Buch- blatt", folgendes zu berichten: Vor einiger Zeit theilten wir mit, mit Chikanen der Kutscher sehr zu kämpfen haben und in Die Lenker der elektrischen Wagen sollen vielfach drucker Verein, nach wie vor, den Verband schwächen. Diesem Zwecke dient die Unterstützungs: daß auf der Torpedowerft eine viertelstündige Frühstücks- erster Reihe werden die Berliner Droschkentutscher beschuldigt, tasse des Deutschen Buchdrucker- Vereins. Beweis folgendes, pause eingeführt sei, und wurde dieser sozialreformerische daß sie bei Straßentreuzungen unmittelbar vor dem heranbrausenden in der Schwäbischen Tagwacht" veröffentlichte Zirkular, das Fortschritt zwar nicht für genügend erklärt, jedoch als ein Buge vorüber zu fahren pflegen. Fälle des Zusammenstoßes mit ant die deutschen Buchdruckereibesitzer versandt wurde: Anfang zur Einrichtung einer genügend langen Frühstücks- elektrischen Wagen kommen jetzt tagtäglich zur Kenntniß des Strafs Unterstüßungskaffe des Deutschen Buchdruckervereins. Leipzig, paufe begrüßt. Leider muß berichtet werden, daß der Werft richters. Die Hoffelenker denken nicht daran, deß sie bei ein im September 1896. Geehrter Herr Kollege! Beifolgend über- befehl über die Frühstückspause das Papier nicht werth ist, auf tretendem Unfall sich der fahrlässigen Gefährdung eines Eisenfenden wir Ihnen die zur Beitragsleistung für die Unterstützungs- dem er den Arbeitern bekannt gegeben wurde. Derfelbe hat nachträg: bahntransports schuldig machen, der nach§ 316 St.-G.-B. mit tasse des Deutschen Buchdruckervereins benöthigten Unterlagen, lich eine Korrektur erfahren, wodurch die Einrichtung vollständig Gefängniß bis zu einem Jahre und, wenn der Tod eines Menschen und zwar: 1. ein Kassenstatut, 2. eine Anzahl Formulare, für die Arbeiter werthlos wird. Die Pause soll nämlich nur eingetreten ist, mit Gefängniß von 1 Monat bis zu 3 Jahren und darf dabei die Arbeit nicht bestraft werden kann. In den meisten der bis jetzt vor den Beitragsausweis" zur Ablieferung der Beiträge, 3. Formulare zehn Minuten dauern zur Anmeldung der im letzten Lehrjahre stehenden Lehrlinge, denn von einer Pause überhaupt keine Rede mehr fein, schuldig befunden worden, durch Unachtsamkeit oder Muthwillen ruben, was ausdrücklich strenge untersagt ist. Da tann Straftammern verhandelten Fälle sind die Droschkentutscher 4. Formulare zur Anmeldung für die Gehilfen. Ihre Firma haben wir bei 80 im Jahresdurchschnitt beschäf- obschon es praktisch unmöglich ist, mit der einen Hand folche nicht ungefährlichen Zusammenstöße verursacht zu haben. tigten Gehilfen und 3 im letzten Lehrjahre stehenden Lehr- zu arbeiten und mit der anderen Hand zu essen. Wenn wir Die vierte Straftammer verurtheilte gestern wiederum einen lingen mit einem Betrage von 8 Mart 60 Pf. wöchentlich ein recht berichtet sind, hat zwar der Direktor der Torpedowerft Kutscher, der in der Schlesischen Straße mit einem elektrischen geschätzt. Die Beiträge er sein Frühstücksbrod verzehrend Bahnzug zusammen gerathen war, zu zwei Wochen Ges find vom 1. Juli ab monat. Beffer wäre es fängniß. lich an die unterzeichnete Verwaltungsstelle einzusenden. antraf, gesagt, das gebe ganz gut. Da war Jm Interesseber Kasse würden wir Ihnen febr fchon gewesen, er hätte es ihm vorgemacht. Ju Köslin fand am 6. Oktober vor der Straftammer Ber dankbar fein, wenn Sie oder Ihr Herr Vertreter mit oder Ihr Herr Vertreter mit es vor der Einführung der Vesperpausen schon beffer, handlung gegen das 15 Jahre alte Dienstmädchen Augufte den bei Ihnen beschäftigten Gehilfen wegen des Beitritts da hat man stillschweigend das Frühstücken der Arbeiter ge- Elifabeth Raaz aus Streißig statt, welche ai 14. März von zur Kaffe gelegentlich in geeigneter Weise Rücksprache nehmen duldet, dulden müssen, sintemal die Vorgesetzten auch deutsche der Neustettiner Strafkammer wegen Mordes zu 10 Jahren Geund auch Anordnung dahin treffen wollten, daß bei Einstellung Magen haben, die aus Frühstücken gewöhnt sind, und man fängniß verurtheilt worden war. Infolge der gegen das Urtheil jeden Arbeiter einen Vorgesetzten oder von Gehilfen unsere Mitglieder möglich it in erster Linie nicht hinter berücksichtigt werden. Die Verwaltungsstellen der Kaffen, welche auch einen Wachtposten stellen kann. Die Bestimmung über die eingelegten Revision hatte das Reichsgericht das Urtheil aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das hiesige nur allgemeine Heiterkeit er gleichzeitig den Arbeitsnachweis führen, find angewiesen, ihnen Frühstückspause aber kann angemeldete Vakanzen fofort zu besetzen, oder, sofern geeignete regen. Wenn man an das sozialpolitische Verständniß der maß- Landgericht verwiesen. Die K. stand bei den Buchhalter AhrenKräfte nicht vorhanden sind, der Zentralstelle in Leipzig davon gebenden Beamtenkreise Anforderungen stellen will, würden wir berg'schen Eheleuten in Dienst. Dem ihrer Obyut anvertrauten 1 Jahr 7 Monate alten Kinde war am Abend des 21. Januar Mittheilung zu machen. Indem wir Sie um regelmäßige Ein- fagen: Gebt den Arbeitern auch den ununterbrochenen Acht in Abwesenheit der Eltern Schwefelsäure eingeflößt worden. sendung der Beiträge bitten, zeichnen wir Hochachtungsvoll Die sie damit einverstanden sein. Das ist aber nicht der Fall, wes: Unthat begangen zu haben, fiel auf das Dienstmädchen, das stundentag, wie ihn die Verwaltungsbeamten haben, so werden noch in derselben Nacht starb das Kind. Der Verdacht, die Hauptverwaltung. Ioh3. Baensch Drugulin, stellvertr. Borsitzender. Franz Kohler, Geschäftsführer." halb sich die Arbeiter nicht der Illusion hinzugeben brauchen, daß unter Anklage gestellt wurde. Wie bei ihren früheren Verman in den Staatswerkstätten die Arbeitszeitverkürzung aus eigenem Antriebe einleiten wird. nehmungen, so betheuerte auch gestern wieder die Angeklagte ihre Unschuld und behauptete, daß die 5 Jahre alte Frieda Ahrenberg Aus Kottbus berichtet die Märkische Volksstimme":" Seit das Gift genommen und zum Spielen an der Kochmaschine ver Im Streik der Stuhlarbeiter Lauterbergs und Umgegend, der nun 17 Wochen währt, ist feine Veränderung ein- 1 Oktober ist für die Unterbeamten des hiesigen töniglichen wendet habe. Hierbei werde das kleine Kind wohl zum Genuß Gefängnisses an stelle der 18 stündigen die 10 st ünder tödtlichen Säure gekommen sein. Der Staatsanwalt hält die getreten. Die Ausständigen gegen 600 ftehen nach wie vor fest; andererseits wollen die Fabrikanten noch immer nichtige Dienstzeit zur Einführung gelangt. Somit ist der Klage aufrecht und beantragt wiederum eine Strafe von zehn nachgeben. Die Streitkommission fagt in einem Aufruf: Wir Dienst zur größten Freude der Beamten bedeutend erleichtert Jahren Gefängniß. Der Gerichtshof gab jedoch nach langer Bewenden uns zum Schluffe an alle Kollegen und Genoffen mit worden; drei Kolonnen löfen sich nunmehr gegenseitig auf je rathung der Ueberzeugung Ausdruck, daß möglicherweise doch das der Bitte um Unterstübung auf jede Art. Den Kampf Kind durch die Schwester zu dem Gift gekommen sei, und erWir wollen wünschen, daß am 1. Oktober die gehuftündige tannte auf Freisprechung der Angeklagten. Das freigesprochene um das Koalitionsrecht, den wir führen, tämpfen wir nicht nur für uns, sondern für Euch alle. Genossen allerorts! An Dienstzeit in allen preußischen Gefängnisfen eingeführt worden ist. Mädchen wurde auf dem Bahnhofe von einer beträchtlichen uns wollen die Fabrikanten ihre Kraft versuchen. Beigen Die bayerischen Fabrik und Gewerbe Juspektoren Menschen menge erwartet und beglückwünscht. wir ihnen mit Eurer Unterstügung, daß wir die Feuerprobe be- treten, auf Beranlassung des Ministeriums des Innern, am stehen, damit den Fabrikanten die Lust vergeht, uns je wieder 9. November in München zu einer Konferenz zusammen. unsere heiligsten Rechte anzutaften. Gebt Acht, Kollegen DeutschDer Werftarbeiterstreit in Flensburg dauert unver ändert fort. 5 Stunden ab. Gerichts- Beitung. Weltanschauung Von der Strafkammer in Ulm wurde der 44jährige Volksschullehrer Fr. Heußler von Altenstieg wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit zu 10 Monaten Gefängniß und 2 Jahren Ebrverlust verurtheilt. " lands, soweit Ihr in Stuhlfabriken arbeitet, ob für Lauterberger Fabrikanten rohe Stühle angefertigt werden. Wenn die GeCrispi- Prozeß. Wie die„ Giustizia" in Rom meldet, wird fammtheit der Kollegen und jeder für sich uns in unserem ge: Ter Fall, daß das berühmte preußische Vereinsgefeh der Prozeß wegen des Juwelendiebstahls bei der Gräfin Cellere rechten Kampfe zur Seite stehen, dann hoffen wir, bald mitgegen einen auf bürgerlicher nächster Tage wieder aufgenommen werden. Man erwartet daher theilen zu können: unfere Organisation ist anerkannt! stehenden Berein zur Anwendung kommt, muß immerhin als ganz neue Enthüllungen über die Beziehungen der Gräfin zu Dr. In Düffeldorf dauert der Streit der Klempner der besonders erwähnenswerth bezeichnet werden. Wegen Vergebens Ludwig Crispi. Firma Max Werner fort. In auswärtigen bürgerlichen gegen den§ 8a des Vereinsgesetzes war der Vorsitzende des in Beitungen werden von verschiedenen Kleinmeistern Klempner ge: Sagan bestehenden Handwerker und Arbeitervereins, einer sucht. Man vermuthet nun, daß hinter diesen Inseraten zumeist Organisation, die politisch auf dem Boden der frei Depelthen und lehte Nachrichten. Herr Werner steht. Bei Annahme von Arbeitsangeboten aus sinnigen Boltspartei steht, angeklagt worden. Man machte ihm Düsseldorf ist deshalb die größte Vorsicht zu beobachten, damit zum Vorwurf, einen achtzehnjährigen Lehrling in den Das hiesige Gewerbegericht hat die Forderung der streikenden Solingen, 8. Septbr.( Privattelegramm des„ Vorwärts".) den Streifenden der Kampf nicht erschwert wird. politischen Verein aufgenommen zu haben. Schöffengericht und das hiesige Gewerbegericht hat die Forderung der streikenden In der Heil'schen Schuhfabrik in Groitsch i. S. hat Landgericht sprachen den Vorsitzenden jedoch frei, weil sie für Seßer der Bergischen Arbeiterstimme" auf 14 tägige Lohnam Sonnabend das gesammte Personal, einschließlich der Arbeite- festgestellt erachteten, daß er die Lehrlingsstellung des entschädigung abgelehnt. rinnen, die Arbeit eingestellt. jimgen Mannes nicht gefannt habe. Die Staatsanwalt Mannheim, 8. Oftober.( Privattelegramm des Vorwärts".) Die Holzdrechsler Leipzige haben den Beschluß gefaßt, schaft ergriff demnächst das Rechtsmittel der Revision an Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl erhielt der sozialdempan ihren Forderungen festzuhalten und dort, wo diese bis das Kammergericht und machte geltend, das landgerichtliche tratische Kandidat 3788, der Freifinnige 489, Mischmaschkandidat 11. Oktober nicht bewilligt sind, die Arbeit niederzulegen. Sie Urtheil habe§ 8a des Vereinsgesetzes und auch§ 59 des Straf 1919 Stimmen. verlangen 56 stündige Arbeitszeit, 36 Pf. Mindestlohn, 331/3 pt. gesetzbuches verletzt; ferner sei gegen§ 263 der StrafprozeßFrankfurt a. M., 8. Ottober.( B. S.) Die" Frankfurter Zuschlag für die ersten beiden Ueberstunden und 50 pct. für die Ordnung verstoßen worden. Auch die fahrlässige Ueber Beitung" erhält folgende Meldung aus Karlsruhe:" Sämmtliche übrigen, sowie für Feiertags- Arbeit, Beibehaltung des bisherigen tretung des§ 8a des Vereinsgefeßes sei strafbar. Der Straf Gauverbände des Gewerbevereins haben sich mit großer MehrLohnes bei Lohnarbeiten und 10 pet. Zuschlag bei Afford- senat des Kammergerichts war derfelben Meinung; er hob die beit gegen den preußischen Vorschlag der Zwangsinnungen ausarbeiten; Sicherung des Lohnes bei Attordarbeiten nach dem Borentscheidungen auf und überwies die Sache dem Landgericht gesprochen und die Errichtung obligatorischer Gewerbekammern Durchschnittsverdienst des letzten Jahres und volle Lohn- in Glogau zur nochmaligen Entscheidung. Das Gericht soll auszahlung am Freitag. Es wird angenommen, daß es nicht nachprüfen, ob der Vorsißende Hoppe bei der Aufnahme des Budapest, 8. Oft.( B.$.) Die aus dem Dokumenten zum Streit tommen wird, sondern daß die Unternehmer gut Kammergericht deutete in der Urtheilsbegründung an, daß der ist der Dokumentenfälschung für schuldig erkannt und zu Lehrlings in den Verein fahrlässig vorgegangen ist. Das Fälscherprozeß( Erzherzog Eugen) bekannte Frau Etelka Szeles willig nachgeben werden. In Mannheim streiken die Lithographen, Stein Vorsitzende eines politischen Vereins ſich bei der Aufnahme einem Jahr sechs Monaten Kerker verurtheilt worden. drucker und sämmtliche Arbeiterinnen der lithographischen An- ingendlicher Personen ausdrücklich danach zu erkundigen habe, zwei weiteren Anklagen wurde Frau Szelles freigesprochen. ftalt von Ch. Seit wegen Verweigerung des Neunstunden- ob sie nicht etwa Schüler oder Lehrlinge feien. Nimes, 8. Oktober.( W. T. B.) Der Ausstand im Grand tages und der übrigen Forderungen. Ebenso hat bei der Firma Ein netter Arbeitgeber! Gellende Hilferufe ertönten am Combe- Schachte ist allgemein; 4000 Arbeiter haben die Arbeit Bartsch das Personal die Arbeit eingestellt. So viel fich aus 27. April d. Js. aus den Fenstern eines Hauses in der Zimmer- niedergelegt. Berantwortlicher Redakteur: Auguſt Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2.Beilagen. befürwortet. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Hr. 237. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 8. Oktober, Nachmittag 5 Uhr. Punkt auf der Tagesordnung. ertheilt. " Freitag, den 9. Oktober 1896. 13. Jahrg. unseren Bemühungen bei dem Polizeipräsidium Glück, Man vergleiche mit dieser Sorgfalt die Behandlung, die so wird den Arbeitern außer der 15stündigen Sonntags man dem historischen Alten Reichstagsgebäude angedeihen schicht auch jede Woche ein freier Tag von 24 Stunden läßt. Sollte sich übrigens am Portal des Vorhofes nicht das erwachsen.( Beifall.) Im Sommer werden wir durchweg bei der Kameelrelief wieder anbringen lassen? zwölffstündigen Schicht verbleiben. An dem Maximum der Ruhe von 6 Stunden für die Defen müssen wir festhalten, das läßt Vereinen nach Ausstellungen, hat sich der preußische Verein zur Gegen die ,, Festreisen", die gemeinsamen Fahrten von fich technisch nicht ändern. selbst anführt, eine 24stündige Sonntagsschicht; außerdem hat zugleich beschlossen, eine Anregung zum gemeinsamen Besuch Paris hat, wie Herr Singer Beförderung des Gewerbefleißes energisch ausgesprochen und er find doch die Geldwerthe in Paris und London nicht der Bester Ausstellung abzulehnen, obgleich dem Verein ein die gleichen wie bei uns. Jedenfalls können wir als einzelne offizieller Empfang, Begrüßung durch Minister u. dal. in AugBerwaltung nicht plötzlich und einseitig mit einer Lohnerhöhung sicht gestellt waren. Woher tommt mit einem Male dieser vorgehen. Auch der Antrag Goldschmidt ist überflüssig. Der Kazenjammer? Im Grunde haben doch derartige Festreifen" Magistrat bedarf feines weiteren Stimulus in der Angelegenheit; von jeher selten zu etwas anderem als zum öden Amüsement gehen Sie über die Anträge zur Tagesordnung über! gebracht. gedient. Die Fortsetzung der Debatte über den Antrag Singer betr. die Beseitigung der in den städtischen Gasanstalten üblichen 18 stündigen Sonntagsschicht steht als erster Der Verlauf der Angelegenheit ist bekannt; der Magistrat Der Verlauf der Angelegenheit ist bekannt; der Magistrat hat dem vor dem Berliner Gewerbegericht als Einigungsamt zu ftande gekommenen Bergleich am Mittwoch seine Zustimmung Vom Stadtv. Goldschmidt wird hierzu beantragt, dem Antrag Singer folgende erweiterte Fassung zu geben: Den Magistrat zu ersuchen, gemäß dem Beschlusse des Einigungsamts ungefäumt Schritte zu thun, um die in den städtischen Gasanstalten alle 14 Tage übliche achtzehnstündige Sonntagsschicht zu befeitigen. Stadtv. Singer: Ich hatte geglaubt, daß zunächst die magistrats offiziöse Preßnotiz, daß der Magistrat dem Vergleich zustimme, hier offiziell wiederholt worden wäre; vielleicht ge schieht das noch. Der Antrag Goldschmidt, der meine volle Zustimmung hat, erscheint immerhin neben dem unsrigen überflüssig. Nun bedauere ich aber von meinem Standpunkte aus, daß die Ver- unsere Anträge sind nicht gestellt, um uns über Mißerfolge unserer Die Reichspoft, welche mit dem zwischen dem Postamt treter der Arbeiter in einer nach meiner Auffassung durchaus un- Partei hinwegzusehen. Will er unsere Siege in Gotha, in Hessen, Gewerbe- Ausstellung und Postamt 33 eingeführten Fahrraddienst nüßen Nachgiebigkeit sich mit der 13 stündigen Sonntagsschicht bei den Berliner Gewerbegerichts- Wahlen als Mißerfolge au- gute Erfahrungen gemacht hat, soll, wie berichtet wird, gegens einverstanden erklärt haben. Zuvor hätte ihnen doch der ſehen, ich habe nichts dagegen, ich wünsche mir nur immer wärtig erwägen, ob das Einsammeln der Briefe mit Hilfe des Nachweis der technischen Unmöglichkeit einer fürzeren dergleichen Mißerfolge. Ich spreche gegen den Uebergang Fahrrades zweckmäßig sei. Das Postamt Gewerbe- Ausstellung Sonntagsschicht erbracht werden müssen. Das ist nicht ge- zur Tagesordnung, um festzunageln, daß der Magistrat be wird bis zum 20. Oktober funktioniren. schehen. Ich bleibe dabei, daß die bescheidene Forderung absichtigt, von jetzt ab jeden Sommer die mehr als 12stündige Schicht fortfallen zu lassen und jedem Arbeiter neben der Ein neuer Kursus in der Färberei nebst Chemie und der 12stündigen Schicht lediglich eine Geldfrage ist. Die Zu 15stündigen Sonntagsschicht einen Ruhetag von 24 Stunden in Phyfit beginnt am Sonntag, den 11. Oktober, in der städtischen muthung, daß uns, speziell mir, obläge, die Mittel und Wege der betreffenden Woche zu gewähren.( Stadtrath Namslau: Wir höheren Webeschule. Der Unterricht soll in erster Reihe prat zur Verwirklichung meiner Wünsche anzugeben, lehne ich strikte ab. tönnen ja garnicht anders!) Das ist in dem bekannt gegebenen tischen Färbern und ferner auch anderen in der Färberei und Dafür haben wir eben eine Verwaltung; die muß sachverständig Extrakt des Vergleichs nicht angeführt. Niemand wird sich verwandten Branchen thätigen Personen, die für die Ausübung genug sein, diese Aufgabe zu erfüllen. Uebrigens bin ich, darüber mehr freuen als ich. wenn auch die Beweislast nicht verschoben werden foll, Hoffentlich ist mit dieser Er- ihres Berufes wichtigen theoretischen Kenntnisse der Färberei und leichterung feine Lohnverkürzung verbunden.( Stadtrath Nam 3 der elementaren Chemie und Physit gewähren. Sonntags vorIau: Natürlich ja! Heiterkeit.) Wenn es so ist, werden sich die mittags von 9-11 Uhr finden praktische Uebungen im Labora Arbeiter dafür bedanken; sie brauchen ihren Lohn( Buruf: torium und Dienstags und Freitags abends von 8-10 Uhr VorUm ihre Beiträge an die Partei zu bezahlen! Unruhe und träge statt. Das Schulgeld beträgt für das Halbjahr 15 M. Schlußrufe). Diese Absicht der Lohnverkürzung ist in der ganzen Auch in der Tagesabtheilung werden Färbereischüler unterrichtet. bisherigen Diskussion mit feinem Worte zum Ausdruck gekommen, Weitere Auskunft wird in den Tagesstunden in der Schule er. deshalb muß die Sache weiter erörtert werden, um volle Klarheit theilt, woselbst auch Anmeldungen entgegengenommen werden. zu schaffen. Es wird ein Antrag auf Uebergang zur Lagesordnung einDas Haus Ecke König: und Heiligegeist: Straße wird Stadtv. Spinola( für den Uebergang zur Tagesordnung): jeßt abgebrochen. Am 18. März 1848 war der Major v. Preuß Die Sache ist nach den so überaus maßvollen und entgegen Befizer des Hauses. Das Woll behauptete, er habe Soldaten wenn ich den Kollegen Singer nicht so genau tennte, wenn ich Man stürmte das Haus und warf alle Möbel auf die Straße. fommenden Erklärungen des Stadtraths Namslau völlig erledigt. hineingebracht, welche die Barrikadenkämpfer beschossen hätten. nicht wüßte, welch ein prächtiger Kerl er ist( Heiterkeit), so würde Major v. Preuß vermachte später sein Besitzthum einer Invaliden ich fait vermuthen, er wolle sich mit diesen Anträgen für die Stiftung. Ein Schild an demselben besagte:„ Dieses Haus steht Zum treuen Preußen wird's genannt." jüngsten Mißerfolge seiner Partei in London und anderswo ent- in Gottes Hand schädigen. Der treue Preuße weicht jetzt einem modern kapitalistischen Stadtv. Singer: Herr Spinola kann sich beruhigen; Neubau. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wird hierauf angenommen. 01 Die unentgeltlichen Kurse für Chemie an der 8. Forts bildungsschule unter Leitung des Herrn Trinkaus beginnen Donnerstag, 15., und Montag, 19. Ottober( 7-9 Uhr). Montag: der Metalloide. Donnerstag: Die einfachsten Borgänge der or Einführung in die einfachsten chemischen Vorgänge und Chemie ganischen Chemie. Außerdem findet wieder der Besuch industrieller Etablissements, wie Gasanstalt, Glashütte, Brauerei Anmeldungen für jeden Kursus, auch schriftliche, nimmt täglich und dergleichen statt. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nöthig. Herr Rettor Drehmann, hinter der Garnisonkirche, ent gegen. Stadtv. Per 13 will die Forderung ablehnen, um auch bei Die Gerften und Hopfen- Ausstellung, die unter Mite dieser Gelegenheit gegen die Geltendmachung der obsoleten Konsistorial- und Visitations- Ordnung von 1578 zu protestiren. wirkung der Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft und des Stadtrath Meubrint nimmt sich der Vorlage an und Deutschen Hopfenbauvereins vom Verein Versuchs- und Lehrschildert beweglich die Folgenschwere des preußischen Sieges von anstalt für Brauerei" in den Räumen der Brauerei„ Friedrichs Großbeeren. Wenn unsere Bäter damals besiegt und gefallen bain" veranstaltet ist, wird für das Publikum am Donnerstag wären, dürften heute auch viele von uns nicht unter den Lebenden eröffnet werden. weilen.( Heiterfeit.) " überzeugt, daß es sehr leicht möglich wäre, die 18 stündige und auch die 15 stündige Sonntagsschicht zu beseitigen; wenn man den achtstündigen Arbeitstag für die Gasanstalts- Arbeiter einführte, würde sich blos alle 3 Wochen eine höchstens 12 stündige Schicht als nothwendig herausstellen. Kann man die Retorten Sonntags von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags ftill stehen lassen, so wird auch möglich es fein, fie auch von Mitternacht bis Montag früh 6 Uhr stehen zu lassen, und damit ist die zwölfstündige Schicht gegeben. Bliebe auf diese Weise einer Reihe von Arbeitern verwehrt, an dem betreffenden Sonntag mit ihrer Familie noch zu Mittag gemeinsam valentinirt zu sein, da er gerade auf Singer's Angriffe gegen Stadtv. Goldschmidt bedauert lebhaft, auf diese Weise zu essen, so wäre das für sie das kleinere Uebel. Mit einer solchen die freisinnige Berliner Stadtverwaltung gern mit Beispielen von Regelung des Betriebes wäre also wirklich das Ei des Columbus gefunden. So unorientirt find wir hiernach nicht, wir haben uns sozialistischen Verwaltungen geantwortet hätte.( Heiterfeit.) mit den Dingen beschäftigt; sind unsere Vorschläge technisch un- einem Antrage des Magistrats zum Zwede würdiger AusAn die Kirchengemeinde Großbeeren soll nach ausführbar, so möge die Verwaltung bessere bringen. Der Betrieb in den Gasanstalten fordert dringend die Einführung schmückung der der daselbst ein daselbst befindlichen Denkmalskirche des Achtstundentages. Nicht, daß ich damit sagen wollte, es Patronatsgeschent von 600 M. gewährt werden. folle nur 4 Stunden gearbeitet werden. Man kann die 8 Stunden so einrichten, daß auf 12 Arbeitsstunden eine Stunde Pause tommt, so daß dasselbe Arbeitsquantum innerhalb der 6 Stunden geleistet wird, wie bei der 12stündigen Schicht. In den privat tapitalistisch betriebenen Werken von Paris und London ist es so eingerichtet, weshalb sollen nicht auch in Berlin innerhalb vierundzwanzig Stunden drei Arbeitsschichten möglich sein? Mit Ehrfurcht und Genugthuung hat die Versammlung Der kugelfichere Panzer, der wohl an die zwei Jahre die Mittheilung des Stadtraths Namslau angehört, daß die ruhig in der Kommode gelegen hat, ist wieder auf der Bildfläche Leute am Sonntag 81/2 m. verdienen. Nun, wenn die Arbeiter erschienen. Auch heute ist das gute Ding sich selber treu ges lieber auf die 2/2 m. verzichten wollen für die Verkürzung der blieben. Während allerlei Mordgeschoffe, die zum Schaden der Arbeitszeit, so beweist das doch nur, wie anstrengend die Arbeit Menschheit erfunden worden sind, bei allen Armeen der sein muß. Aber wie steht es denn mit der Löhnung in Paris europäischen Kulturwelt eifrig auf ihre todtbringende Wirkung und London? In Paris, wo allerdings 24stündige Sonntagsschicht hin geprüft wurden, hat die schüßende Hülle des feligen ift( Hört hört), bekommt der Arbeiter 16 M., also verhältnißSchneidermeisters Dowe bisher noch nirgendwo Gelegens mäßig mehr. Auch sonst bestehen in diesen Städten Verhältnisse, heit gefunden, sich segenbringend zu verallgemeinern. Als welche den Gasanstalts Arbeitern dort das Leben sehr viel ander Panzermann plöglich gestorben war, erbte seine Wittwe den genehmer machen.( Redner bezieht sich im folgenden auf ein Schild und das Geheimniß, das er in sich schließt. Ein guter von ihm über die Details aus London beschafftes Tableau, welches Geist war jahrelang geschäftig, die Dame im Stillen als Kunster der Versammlung vorweift.) In London und im übrigen England schüßin auszubilden, und die Resultate diefer ungeahnten ist 8 stündige Arbeitszeit, nur zum Theil wird Sonntags gearbeitet und Achtung, Parteigenoffen! Am Sonntag, den 18. Oktober, Uebung zeigten sich, als Frau Dowe gestern im Feen palast bann bei doppeltem Lohn; der Durchschnitts- Wochenlohn beträgt vormittags 10 Uhr, findet im Lofal von Fr. Zubeil, Linden in einer schmucken Hosenrolle debütirte. Zuerst gab sie mit 36-42 Echillinge. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Paris: straße 106 die Regelung der Lokalfrage für die Orte in der Pistolen und kleineren Büchsen einige respektable Proben ihres 10 stündige Schicht, Nachtarbeit wird doppelt bezahlt, Lohn täglich umgegend Berlins statt. Nach der auf der Brandenburger Könnens zum besten, um dann mit dem ererbten Geheimniß auf 8 M., bei Sonntagsschicht 16 M., alle 14 Tage ein freier Tag, jedes Parteikonferenz gefaßten Resolution ist diese Regelung den die Bühne zu treten. Ein Militär lub eines der berühmten Jahr zehn Tage Ferien bei voller Bezahlung, Gewinnantheil, 25 Hetto- Beestow, Charlottenburg und den sechs Berliner Wahlkreisen Banzer an, den ihr Partner, ein Herr Hermann Schmidt, sich Kreisen Nieder- und Oberbarnim, Osthavelland, Teltow, Storkow, Achtmillimetergewehre, und bald legte Frau Dowe auf den liter Rotes frei. Entsprechende noch größere Vergünstigungen übertragen. Wir bitten die betreffenden Kreise, daß erforderliche vor die Brust gebunden hatte. Das Resultat war das alte, das bestehen in London. Hiernach tönnen die berechtigten Forde Stadtv. Vogtherr kann zwar nicht umbin, lettere Deduktion als richtig anzuerkennen( Heiterkeit), lebut aber aus prinzipiellen Gründen die Vorlage gleichfalls ab. Für dieselbe war nur Stadtv. Wallach eingetreten. 27 Stimmen in der Minderheit. Bei der Abstimmung bleibt der Magistratsantrag mit Die übrigen Verhandlungsgegenstände sind ohne allgemeineres Intereffe. Schluß gegen 8 Uhr. Tokales. Durchmesser mit Leichtigkeit durchbrungen hatte, war im Panzer stecken geblieben. Es muß sich zeigen, ob der Kugelsichere auch heute noch diefelbe Anziehungskraft auf das Publikum ausübt, wie ehedem im Wintergarten. nach mehrmonatiger Vorurtersuchung die Sache soweit als ab In Sachen Koschemann soll einem hiesigen Blatte zufolge gefchloffen gelten, daß demnächst die Erhebung der Anklage wegen Mordversuchs refp. Beihilfe dazu erfolgen wird. Vergleich nur für den Augenblick als erledigt angesehen werden. Im Auftrage der Lokalkommission: Karl Scholz, WrangelDie Verwaltung ist ja emjig bemüht, die sogenannten Aufhezzer straße 32. und Aufwiegler von ihren Betrieben fernzuhalten( Sehr richtig!); Jm 2. Wahlkreise beginnen mit nächstem Sonntag wieder in Paris und London hält es die Verwaltung für die Sonntags- Versammlungen und weisen wir die Genoffen und ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, zu forgen, daß die Organisation Genoffiunen auf die abwechselungsreichen Vorträge hin. Des ihrer Arbeiter gestärkt wird. Und wenn die städtischen Gas: näheren verweisen wir auf das Inserat in heutiger Nummer. arbeiter aus den letzten Vorgängen eine Lehre ziehen, dann muß Die Vertrauensperson1. es die sein, daß sie sich in einen Verein zusammenschließen, um vermöge ihrer Organisation als Macht von der Stadtverwaltung Der zur Vorprüfung der Magistrats- Borlage wegen des geachtet zu werden; und diese Lehre sollten nicht nur sie allein, Umbaues einer Volts- Badeanstalt und eines Miethswohnhauses Normalzeit. Im Staats- Anzeiger" berichtet der Direktor sondern alle städtischen Arbeiter ziehen, dann wird die Verwal- auf dem Grundstücke Dennewigstraße 24a von der Stadt der Königlichen Sternwarte, Professor W. Förster, in betreff der tung nicht mehr die sogenannte Aufwiegler zu beseitigen im stande verordneten Versammlung eingesetzte Ausschuß hat am Dienstag Weiterentwickelung der Veranstaltungen für genaue Zeitangaben sein. An der„ Einigung" gefällt mir das Zugeständniß des im Einverständniß mit dem Stadtbaurath beschlossen, das Projekt folgendes:" Die einheitliche Regelung öffentlicher und privater Magistrats, eine Kündigung mit den Arbeitern zu vereinbaren und die Kostenanschläge dem Magistrat zur nochmaligen Be- Beitangaben in Berlin, im Anschlusse an die von der Sternwarte und einen Arbeiterous schuß einzurichten; das sind immerhin werth- arbeitung durch die Baudeputation zurückzugeben. richtig gehaltene Zentraluhr der Gesellschaft Normalzeit", hat Personen. " ant volle Fortschritte. Hoffentlich wird die Einführung der Kündigung Im städtischen Obdach befanden sich am 1. September er. Fortschritte gemacht. Die Anzahl derartiger, von legterer Gesellbei den übrigen Verwaltungen Nachfolge finden; wir werden ja 16 Familien mit 57 Personen, darunter 8 Säuglinge und 37 schaft hergestellter und betriebener Uhreneinrichtungen beläuft sich in der Lage sein, von Zeit zu Zeit kräftig nachzuhelfen. Unsern Ginzelpersonen. Am 1. Oktober war der Bestand 24 Familien iegt bereits auf mehr als 2000 mit einem von dem Reichs- PostAntrag fann ich 3. 3. hiernach nicht mehr aufrecht erhalten. Ich mit 79 Personen, darunter 8 Säuglinge und 31 Einzelpersonen. amt für diesen besonderen Zweck ausgeführten und der Gesell bitte nur noch, die Bemühungen bei der oberen Verwaltungs- Das Asyl für nächtliche Obdachlose benutzten im Laufe des Sep: bereits 270 Kilometern Länge, welches bekanntlich bei dem System schaft gegen Pachtgebühren überwiesenen Leitungsneze von behörde nicht auf die 15 stündige, sondern auf die 12 stündige tember 11 808 Personen und zwar 10 999 Männer, 809 Frauen. Dieser Gesellschaft nicht blos zur Richtighaltung der einzelnen Sonntagsschicht zu richten; unzweifelhaft wird sowohl diese Be Bon diesen Personen wurden 9 dem Krankenhaus Friedrichshain, hörde als auch der Bundesrath Veranlassung nehmen, sich mit 36 dem Krankenhause Moabit, 8 der Charitee überwiesen, 290 Uhren, sondern zugleich zu elektrischen Signalen dient, mittels der Frage zu beschäftigen und erst, wenn dieser Erfolg erreicht( 282 Männer, 8 Frauen) der Polizei vorgeführt. Der Kranken- deren jebe Uhr in mehrſtündigen Zeitintervallen auch die ist, wird sich von einer Erfüllung der Wünsche der Gasarbeiter station im Obdach wurden zugeführt 19 Personen, der Anstalt Kontrolle ihrer Richtighaltung an der Zentralstelle selbstthätig reden lassen. Ich glaube dargethan zu haben, daß auch bezüglich Wuhlgarten 4, der Anstalt Herzberge 1( von nächtlichen Obdach- ermöglicht. der augenblicklichen Lage der Gasarbeiter, Berlin von anderen losen.) Gebadet haben während des Monats September 7644 Einen sonderbaren Selbstmordversuch machte Verwaltungen längst überholt ist. Donnerstag Morgen der 28 Jahre alte Eisenbahnbeamte Georg B. Stadtrath Namslau: Wenn Herr Singer jetzt selbst den Antrag zurückzieht, so muß er doch wohl gegenstandslos geworden Die Beleuchtung des am 3. d. M. zur Abnahme ge- aus der Bergstraße 40. Der Mann ist als Lademeister auf sein. Ich habe kein Verständniß dafür, daß er in einem langten Fußgängertunnels zwischen Schwarzkopffstraße und dem Lehrter Bahnhose angestellt, hatte aber seit einigen Tagen Moment, wo wir mit unsern Arbeitern Frieden zu schließen 21 fünfundzwanzigkerzigen Glühlampen bis auf weiteres während Deute früh gegen 4 Uhr zeigte er in seiner Wohnung ein so Gartenstraße wird durch die Berliner Elektrizitätswerke mittels wegen eines Fußleidens Schonung und that keinen Dienst. imm Begriffe sind, sich wieder zwischen uns und sie stellt, des Tages und der Nacht auf Kosten der Stadt bewirkt. auffallendes Wesen, daß Angehörige, die ihm den Haus um bei ihnen neuerdings Unzufriedenheit zu erregen. halt führen, es im Interesse ihrer Sicherheit für geboten Der Magiftrat hat dem Vergleich zugestimmt, und seine Kon- Um die Stileinheit der berühmten Kirche am Zoologischen hielten, einen Schuhmann zu rufen. B. war augenscheinlich zessionen sind als sehr bedeutend auch von den Arbeitervertretern Garten nicht zu stören, soll die Firma Simens u. Halste beim geistestrant geworden. Der Beamte tam auch und sollte den anerkannt worden. Die 15 stündige Schicht wird auch von ihnen als Bau der elektrischen Hochbahn in genannter Gegend statt der Mann in eine Anstalt bringen. Wie das kam, daß das nicht das äußerste technisch Erreichbare bezeichnet. Mit dem 8ftündigen jüngst in Aussicht genommenen Eisentonstruktion eine Stein geschehen ist, obwohl B. mit dem Schuhmann die Treppe hinunterArbeitstag ist hier absolut nichts anzufangen. Die 15 stündige konstruktion möglichst im Stil des Kirchengebäudes wählen, so ging, wissen die Angehörigen nicht. Später fand man den Schicht ist in Wirklichkeit nur eine von 14 Stunden, von denen daß diese Steinkonstruktion sich dem am Kurfürstendamm stehenden Kranken schwerverletzt in der Swinemünderstraße wieder. Hier 7 gearbeitet und 7 gefeiert iverden. Wir stehen unter dem Beschauer gleichsam als Portal eines Vorhofes zur Kaiser war er an einem Hause, um sich zu tödten, unaufhörlich mit Drud ber gefeßlichen Vorschriften; haben wir mit Wilhelm- Gedächtnißkirche darbiete."(!) Großartiger Gedanke. Idem Kopfe gegen die Wand gerannt und hatte sich gewürgt, bis = er umfiel. Durch die Kopfverlegungen und das Bürgen hat er loyaler Staatsbürger sei. Etwas besser als die grausen Bilder Inicht Folge geleistet, sondern dem Schöffengericht einfach att so schwer gelitten, daß er in der Charitee, wohin man ihn mit der geleckten Baldursprünglichkeit gelangen der erfte und der gezeigt, daß ihre Berufspflichten sie hinderten, vor Gericht zu einem Krantenwagen brachte, noch nicht wieder zum Bewußtsein Schlußakt, die beide den selbstsüchtigen Sinn der biederen Bürger erscheinen. Der Vorsitzende des Gerichtshofes schüttelte bedentlich gekommen ist. Maffalias schildern sollen. Aber auch hier trat namentlich bei das Haupt und meinte, daß bei aller Hochachtung vor der Schon wieder ist der Kriminalpolizei Anzeige über die Bretter. Bolles Lob verdient Fräulein Pauly als Darstellerin in der Lage sei, eine derartige Nonchalance gelten zu lassen, und den Darstellern der Nebenrollen viel verschrobene Rünstelei auf Berufspflicht der Bühnenfünstler ein preußischer Gerichtshof nicht einen Einbruch erstattet worden, den der angeblich Bestohlene der Grimhantochter Parthenia; in wohldurchdachtem Spiel so wurde denn Frl. Lindner die einzig Leidtragende bei erdichtet hat. Der Buchbinder S. zeigte am 2. d. M. dem 35. Polizeirevier an, daß ihm am Nachmittage des 30. September erhob sie sich weit über ihren wolfsfellbehangenen Partner. diesem Streitfall: die Parteien einigten sich, sie aber wurde aus einem verfchloffenen Roffer 3400 M. und eine goldene Uhr ge Im Bürgersaale des Rathhauses wird Sonntag, abends wegen unentschuldigten Ausbleibens vor Gericht in eine Ordnungs stohlen worden sei. Die verschlossene Korridorthür war anscheinend 7/2 Uhr, ein Rückert- Abend veranstaltet. Im Schiller strafe in Höhe von 30 M. genommen. Hoffentlich wird sie mit mittels einer Feile, deren Spitze noch im Schlosse steckte, erbrochen Theater tommit Sonntag, nachmittags 3 Uhr, das Shake- Johanna sagen können:" Ein Tag wird kommen, der mich worden. Die Besichtigung durch die Kriminalpolizei ergab indeß, speare'sche Lustspiel Was Ihr wollt" zur Aufführung. Heute reinigt; und die mich jetzt verworfen und verdammt, sie werden daß auf diese Weise das Schloß nicht geöffnet worden sein findet eine Wiederholung von Halms dramatischem Gedicht Der ihres Wahnes inne werden und Thränen werden meinem fonnte. S. hat, wie er zugiebt, den Einbruch deshalb in Szene Sohn der Wildniß" statt. Schicksal fließen!" un gefeßt, weil er, obwohl ganz vermögenslos, seiner Braut vor- Das Leffing Theater bereitet als nächste Novität das Ein Schlafftellendieb, der mit einem ganz besonderen Fleiß gespiegelt hatte, daß er Geld befize, und sich schämte, seine Ar dreiattige Lustspiel Anna's Traum" von Adolph L'Arronge vor. feinem gemeingefährlichen Gewerbe oblag, wurde gestern in der muth zu bekennen. Da durch solche Erdichtungen die Haus- Die tragikomische" Rolle des Stückes, den Schneidermeister Person des Arbeiters Gustav Kauffmann der 4. Straffammer bewohner beunruhigt werden, wird die strafrechtliche Verfolgung Wisotti, wird Georg Engels als Gast zur Darstellung bringen. des Landgerichts I vorgeführt. Der Angeklagte war im Juli wegen groben Unfugs beantragt werden. Die erste Aufführung findet am Sonnabend, den 17. b. M. statt. taum aus dem Zuchthause herausgekommen, als Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater wird das seine strafbare Thätigkeit wieder aufnahm. Er miethete sich Lustspiel Tilli" von Francis Stahl vorbereitet, das bisher dem Vermietherinnen, daß er für die erste Woche vorausbezahlte. Es eine Schlafstelle und erweckte dadurch Vertrauen bei den Repertoire des föniglichen Schauspielhauses angehört hat. gel wurde sodann die erste fich bietende Gelegenheit benutzt, mit Am kommenden Sonntag findet im Ostend Theater Gegenständen von Werth, die seinen Wirthsleuten oder anderen die erste Sonntag Nachmittags- Vorstellung zu ermäßigten Preisen Schlafburschen gehörten, zu verschwinden. In vierzig Tagen hat statt. Zur Aufführung gelangt:" Dorf und Stadt". Be der Angeklagte nicht weniger als 24 derartige Diebstähle aus ginn der Vorstellung 3 Ühr. geführt. Er erbeutete dabei 163 Mart baares Geld und Fräulein Martha Reinecken, die junge Bossensoubrette soviel Kleidungsstücke, daß zu deren Fortschaffung mit des Bolts- Theaters, ist infolge ihres Erfolges, den sie als Juste" einem ein Fuhrwert nöthig; gewesen wäre. Die Vorsichtigen Mann" errungen hat, von der Direktion auf Bestohlenen schätzen den Werth derselben auf über 700 Mart. weitere zwei Jahre verpflichtet worden. Die Sachen wurden versetzt und die Pfandscheine verkauft. Der Grabbe's Don Juan und Fauft wird nach dem Vor- Gerichtshof berechnete den Erlös dafür auf etwa 200 Mark, so Gestern Nacht sprang der zur Verbüßung einer kurzen Haftstrafe in das Filialgefängniß in der Perlebergerstraße gebrachte 85 Jahre alte Arbeiter Franz Fritsch aus dem Fenster feiner im 2. Stock belegenen Zelle auf den Hof hinab und zog fich außer einer Verlegung an der Stirn einen Bruch des linken Oberschenkels zu. im 〃 = Male er Die nene Torfstraßenbrücke nordwestlich vom Nordhafen ist nunmehr dem Verkehr übergeben worden. Straßensperrung. Die Reinickendorferstraße von der Gericht bis zur Plantagenstraße wird wegen Umpflasterung vom 12. d. Mis. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso die Artilleriestraße von der Ziegelstraße bis zur gange Meiningens nun auch in Berlin auf der Bühne erscheinen daß der Angeklagte sich in den 40 Tagen 363 Mart zusammen Ebertsbrücke wegen vom Während eines Konzerts im Saale der Gesellschaft der Freunde, Potsdamerstr. 9, wurde abends die 53 Jahre alte Wittwe Jenny Gaspary, geb. Speyer, vom Schlage getroffen; sie wurde nach der Charitee gebracht. Vergiftet hat sich der 20 jährige Droguist Emil H., der aus einer hiesigen Beamtenfamilie stammt. Aus den Nachbarorten. zwar Aufführung des interessanten Werkes erwerben. Von derselben natürlich keine Rede sein, das Urtheil lautete auf fünf Jahre Bühne wurde soeben Fräulein Marie Gündel, bisher am Stadt Buchthaus, Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Theater zu Frankfurt a. M., noch für diese Saison verpflichtet. Arthur Schuitler's nenes Schauspiel Frei Wild" behd handelt die Duellfrage und wird noch vor Weihnachten am Deutschen Theater in Szene gehen. Die tausendste Aufführung von Dumas' Kamelien dame fand dieser Tage fand dieser Tage im Pariser Renaissance Theater statt. Einen besonderen Reiz erhielt die Vorstellung dadurch, daß die Mitwirkenden, unter ihnen Sarah Bernhard, in den Kostümen der Epoche, in welcher das Stück spielt- 1845 auftraten. Die Kostümirung fand aber feinen Beifall. Versammlungen. " wo Eine Parteiversammlung für den zweiten Berliner In der Untersuchungssache gegen den Zahntechniker Reichstags- Wahlkreis tagte am Mittwoch Abend, um den Rudolf Dannenberg wird berichtet, daß D. bereits 16 Diebstähle Bericht über die Parteikonferenz der Provinz Brandenburg entzugestanden hat. D., der übrigens nicht selbständig war, soudern gegenzunehmen. Da die beiden anderen Delegirten am Erbei hiesigen Zahnärzten arbeitete und bei Ankauf von Zähnen scheinen verhindert waren, erstattete Jatob3 über die einzelnen für seine Chefs die Gelegenheit zu Diebstählen wahrnahm, hat Punkte Bericht. Redner verweist auf die schwierige Agitation die gestohlenen Zähne zu einem Preise von 17-17,50 m. per Hundert verkauft und zwar größtentheils an feste Abnehmer, die in den entlegenen ländlichen Kreisen, die faft nur durch die in In London ist gestern der Verfasser des bekannten Romans Berlin arbeitenden Bauarbeiter betrieben werden kann, weshalb er in den verschiedenen Stadtgegenden besaß. Der Firma Esch Trilby", George du Maurier, der lange Jahre hindurch einer man diese in jeder Weise unterstützen möge. Die Lokalfrage sei u. Sohn, bei welcher die Diebstähle vorwiegend vorgekommen, der fünstlerischen Hauptmitarbeiter des Wigblattes Punch" war, wohl wie geschehen, am besten geregelt worden, weil leider unter find in verhältnißmäßig turzer Zeit nicht weniger als 7000 3ähne gestorben. den Berliner Arbeitern noch zu viel Indifferente sind, um den gestohlen worden, von denen jedoch bis jetzt nur ein geringer Gegen die alten Sprachen. Jeder Unterricht im Lateini Boykott zu halten. Antrid ist in einigen Punkten entgegenTheil ermittelt worden ist. Lateini- Bontott schen und Griechischen wird in Zukunft aus den schwedischen gefeßter Meinung und als Mitglied der Agitations Ein Sittenbild. Eine widerliche Szene spielte fich Mitt Gymnasien verbannt sein. Eine Kommiffion, die 1890 zur fommission überhaupt nicht recht zufrieden mit den Verhandlungen woch Abend gegen 9 Uhr in dem Hause Pappel- Alee Nr. 41/42 Reform des höheren Unterrichts eingesetzt wurde, sprach sich für und Beschlüssen der Konferenz. Redner bedauert, daß gerade ab. Dort wohnt die 35 jährige Malerwittwe Konstanze Eichert Abschaffung aus und arbeitete einen Gefeßentwurf aus, der 1894 die Berliner Delegirten wegen der angeblich zu hohen Kosten geb. König mit dem Topfflechter Paul Gnade zusammen. Seit dem Kultusministerium unterbreitet wurde. Von hier aus ging gegen die vierwöchentliche Herausgabe der Agitationsnummer dem Tode ihres Mannes, der vor drei Jahren erfolgte, hilft Frau jüngst dem Storthing ein Gesetz zur Beschlußfassung zu. Der geftimmt haben. Den Punkt Presse" auf die Tagesordnung des Eichert dem Gnade den Tag über beim Aufsuchen der Kund- Minister Sverdrup selbst, ein ehemaliger Geistlicher, stellte sich Parteitags zu sehen, habe man alle Ursache, namentlich in bezug schaft und Abends handelt sie dann noch mit Apfelsinen. Aber den alten Sprachen sehr fühl gegenüber, wollte aber doch eine auf den Vorwärts", da er das nicht bietet, was er als Zentral auch so leistete sie dem Topfflechter noch nicht genug, diefer ver- Uebergangszeit befürworten. Die gänzliche Abschaffung aber organ leisten sollte, besonders aber was Nachrichten anbelangt, langte, daß sie auf eine schimpfliche Weise noch mehr verdiene. erfolgte mit sämmtlichen Stimmen der Radikalen und einigen der immer hinter anderen Blättern nachhinkt.) So werde die aus Als die Frau sich gestern Abend, nachdem sie um 9 Uhr nach Rechten. wärtige Politit nicht immer im sozialistischen**) Sinne Hause gekommen war, dessen weigerte, gab es einen Streit, in mit Autographen Versteigerung. Bei der Autographen- Ver- Nachrichten aus einzelnen Ländern bearbeitet. Man müsse endlich aufhören, die Leser dessem Verlauf Gnade Frau Eichert durch Würgen und Schlagen steigerung in der hiesigen Stargardt'schen Buchhandlung wurde dann zu unterhalten, die so schwer verletzte, daß man sie in ein Krankenhaus bringen der höchste Preis von 425 M. für den Brief des Feldhauptmanus wie in Frankreich, durch die Thatsachen ganz anders erscheinen, mußte. Franz v. Sickingen, datirt Dienstag nach Marcy 1516", gezahlt. ften Berichte über die Fortschritte der sozialistischen Be aus immer die günstigs Die Sammelliste Nr. 18 zum Gothaer Parteitag, ist auf Der Brief, auf anderthalb Foliofeiten geschrieben, ist mit Adresse wegung einlaufen, bis wir erfuhren, daß der so radital- fozia dem Wege von der Pant- und Wiesenstraßen- Ecke, durch den und Siegel versehen und an Philipp Beyß v. Feuerbach ge- listische Stadtrath von Paris Gelder für den Empfang des Humboldthain nach der Putbuserstraße verloren gegangen. Bei richtet; er erwähnt Kaifer Maximilian, Hutten u. a. und enthält 3aren bewilligte. In andern Ländern,***) wo der Vorwärts" feine etwaiger Auffindung wolle man dieselbe an W. Brinkmann, ausschließlich Kriegspläne und Anordnungen. Ein Brief des Korrespondenten unterhalten kann, sei das eher zu entschuldigen, Restaurateur, Prinzen- Allee 21, abgeben. schwedischen Reichskanzlers Ayel Drenstierna, datirt Stockholm, es müsse aber dafür gesorgt werden, bezahlte Korrespondenten zu den 6. Juni 1626, in lateinischer Sprache geschrieben, tam auf erlangen, um genaue Situationsberichte zu erhalten. Bezüglich der mit interlinearer Uebersetzung, mehr als 200 Beilen wichtige eine andere Taktik eingeschlagen und für die Zukunft, 225 M. zu stehen. Derfelbe enthält, zum theil in Geheimschrift& okalfrage hätte Redner gewünscht, daß man auch darin Geheimschriftotal historische Mittheilungen. mit anstatt, wie es Werner beim ersten Bierboykott im Hamburg kommen werde, ist dem Hamb. Korr." zufolge ver- etwa zwei herausgegriffen und alle nacheinander gezwungen Die Nachricht, daß Naufen in den nächsten Tagen nach Jahre 1890 verlangte, sämmtliche Lotale zu boykottiren, nur früht. Nansen ist bis Weihnachten mit der Abfassung seines hätte, ihre Säle herzugeben, aber nur in Ortschaften, wo es Nordpolwertes vollauf beschäftigt und beabsichtigt, erst im Früh auch möglich ist, Versammlungen abzuhalten. 3ubeil ist nur jahre nach Hamburg zu kommen. in bezug der Agitationsnummer mit Antrick einverstanden, denn auch Die Durchleuchtung des menschlichen Körpers mit die Vororte Berlins haben eine schwierige Agitation. Würde die Röntgen- Strahlen, um auch die Weichtheile sichtbar zu machen, Lokalfrage im Sinne Antrick's nur gelöst werden, dann wäre sie ohne erzielt, wie„ Prometheus" angiebt, fortfchreitend größere Erfolge. allen Erfolg. Redner verweist in seinen Ausführungen auf die Gesellschaft berichtete, ist es inzwischen möglich geworden, ein voll- Bubeil vertretenen Wahlkreifen. Dann haben wir auch mit dem Wie Dr. Lewy schon vor einiger Zeit der Berliner physiologischen Schwierigkeit der Agitation in den beiden von Stadthagen und ständiges Gemälde der inneren Organe, ihrer Lage, Gestalt und Be Sammelwesen, das zumeist von den in Berlin arbeitenden Der Reichs- Anzeiger" erklärt die in der„ Spandauer wegung auf den fluoreszirenden Schirm zu werfen. Dr. Du Bois- und außerhalb wohnenden Genossen betrieben wird, zu rechnen. Mit Beitung" vom 30. September d. J. über eine Neuorganisation Reymond und Professor Grunmach, welche diese Versuche erweiterten, demselben Recht, wie die Berliner auf die Unterstützung der aus der Gewehrfabrik gebrachten Nachrichten für durchweg unzu berichteten ferner, daß es ihnen gelungen sei, die Organe des wärtigen Genoffen beim Bierboykott rechneten, haben auch die treffend. In Wirklichkeit findet vom 1. Oktober 1896 ab nur ein Schlundes, Kehltopfes, der Zunge und des Magens zu sehen. Berliner die Pflicht, die auswärtigen Genossen zu unters Versuch zu dem Zweck statt, in den Einrichtungen der genannten Professor Grunmach studirte erfolgreich pathologische Verände- stüßen. Knüpfer ist ist ebenfalls gegen Antrick der Fabrit die erwünschte Gleichmäßigkeit mit denen der artillerifti- rungen der inneren Organe. Er untersuchte einen Mann, der Meinung, daß die Frage über die Presse nicht auf dem schen Institute herbeizuführen. früher an Schwindsucht und Zungenblutungen gelitten hatte, Parteitag gelöst werden kann, weil geeignete Rorrespon Halb erstarrt und völlig erschöpft wurde in der Jungfern- und bemerkte, daß in dem Körpertheile, wo die Lungen liegendenten fehlen. Dr. Arons hält einige Ausführungen den mittleren Jahren angetroffen, der bewegungslos auf der stärkere Schatten zu werfen eine Anzahl von dunklen Flecken dennoch nicht vermocht, Antrick zu widerlegen. Es sei jedenfalls in für Erde lag. Der Hilflose wurde nach Spandau geschafft, wo er erschienen, die durch Vertaltungen früher ertranfter Lungen- erfreulich, daß nach dem Parteitag eine Konferenz ftattfinden nach einiger Zeit wieder zu sich fam. Er legitimirte sich als theile entstanden waren. In einem anderen Falle sah er kleine wird, um die Frage über die Presse eingehend zu prüfen. Mit ein Schloffermeister aus der Urbanstraße in Berlin; der etwas schwarze Linien im Herzen eines Patienten gerade dort, wo die diesem Vorschlag ist Antrick wohl einverstanden, meint geistesgestörte Mann, der goldene Uhr und Rette, sowie baares Hauptarterien liegen. Diese bewiesen, daß die durch kein anderes aber, daß der Inhalt der Provingblätter, die vieles dem VorGeld bei sich führte, war drei Tage lang umbergeirrt und hatte Mittel entdeckbare Verknöcherung des Herzens begonnen hatte. wärts" entlehnen, nicht besser werde, wenn das Zentralblatt in der Zeit weber Speise noch grant zu sich genommen. Am Die Genauigkeit dieser Beobachtung, ließ sich bo dann durch die bleibe wie bisher. Seine Vorschläge über die Neue Welt" nächsten Tage wurde er von seiner telegraphisch in Kenntniß Härte des Pulses am Handgelenk beim Berühren bestätigen und feien auch anfangs faum beachtet, jetzt aber verwirklicht gesetzten Frau abgeholt. es wurden auch Verknöcherungen am Ellenbogen und Vorderarm worden. Bezüglich der Lokalfrage Lokalfrage habe Zubeil auch festgestellt. Oleine Vorschläge für eine befriedigende Lösung gemacht. Die Erhaltung der trigonometrischen Marksteine und Holzgerüste wird durch neuerliche Verfügung der Landraths- Beobachtung gemacht worden, daß die amerikanischen Kapitalisten, 18. Oftober werde man diese Frage noch einmal gründlich erSchenkungen an die Licksternwarte. Schon oft ist die u beil erwidert, daß von den 23 Wahlkreisen etwa 11 ausscheiden, die besonders mit der Lokalfrage zu thun haben. Am ämter den Orts- und Polizei- Verwaltungen in Erinnerung ge- ungleich den deutschen, von ihren errafften Reichthümern einen örtern und dann auch dafür sorgen, daß die Kreise Niederbarnim bracht. Bei etwa vorkommenden Beschädigungen oder Verrückungen sollen sofort amtliche Ermittelungen nach den Urheber Theil öffentlichen Instituten zu gute tommen laffen. Ein Beis örtern und dann auch dafür sorgen, daß die Kreise Niederbarnim angestellt und über das Ergebniß an das zuständige Landraths. Spiel für die amerikanische Freigebigkeit ist das berühmte, mit und Teltow Beeskow Charlottenburg auch in der Agitationsamt berichtet werden. Ebenso ist in denjenigen Fällen Anzeige Obfervatorium in Kalifornien. einem unerhörten Reichthum von Instrumenten ausgestattete Zid tommission vertreten sein werden. Als Mitglied für die Agitationszu wo immer neuen fommission wurde hierauf Antric gewählt. Betreffsider Revis Diese Sternwarte wird mit foren erklärt Werner auf eine diesbezügliche Anfrage der Frau als trigonometrische Fixpunkte bezeichnet worden sind. bisher kontrolliren sollen. Hierauf werden die Genoffen Binte, Berger und Hensel als Revisoren für die Vertrauenspersonen Barteifeftlichkeit zu veranstalten, wurde nach kurzer Diskussion gewählt. Der Vorschlag Riging: am Todtensonntag eine mit geringer Mehrheit abgelehnt und hierauf die gut besuchte Versammlung geschlossen. Den Parteigenossen von Friedenau und Steglitz zur Nachricht, daß am Montag, den 12. b. Mts., abends 8/2 Uhr, eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen zu gunsten des Arbeiter- Bildungsvereins zu Friedenau im Kasino, Rheinfiraße 10, stattfinden soll, in welcher Genosse Wagner( Berlin) über das Bürgerliche Gesetzbuch sprechen wird; auch wird das Thema„ Die Arbeiterfeste und die Behörden von Steglig" zur Sprache tommen. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters und jeder Arbeiterin, zu dieser Bersammlung recht pünktlich zu erscheinen. Der Vorsitzende des Arbeiter Bildungsvereins: Ernst Sudrow, Stegliß, Dünther straße 4. haide vom Haselhorster Gendarmen ein gut gekleideter Mann stärkere Schatten Röntgen Strahlen zu durchsichtig, um Bubeil's zwar inbezug auf die Preffe für richtig, aber derfelbe habe " anderen hervorragenden Baulichkeiten vorgenommen werden, die welche sich schon durch viele großartige Aufwendungen für wiffenuh, daß dieselben auch die weibliche Vertrauensperson wie dnschaftliche Zwecke einen angenehmen Ruf in der wissenschaftlichen Welt verschafft hat, der genannten Sternwarte die nöthige Summe Rigdorf. Am 5. b. M. tagte die regelmäßige Bersammlung Kunft und Willenschaft. zur Anschaffung eines mächtigen Rometenfuchers und außerdem Das Schiller- Theater hat mit dem Sohn der Bild eine weitere zur Beschaffung von Photometern für das große niß am Mittwoch einen recht unglücklichen Griff gemacht. Aequatorialinstrument der Sternwarte überwiesen. Ferner hat Die füßliche Lyrit, die der Freiherr v. Münch- Bellinghausen 1842 ein Mr. Walter Lawin Scarboro in Hudson dem Direktor Holden unter dem Namen Friedrich Halm zu einem dramatischen Gedicht lichung des Mondatlas eingesandt, welcher nach den Mond- des Verbandes der Möbelpolirer. Da die Bersammlung nur am Lick- Observatorium eine beträchtliche Summe zur Veröffentzusammenreimte, muß trop der Dosis Komit, die man der Schmackhaftigteir halber neuerdings in das halbverfchollene Wert Photographien hergestellt werden soll, die mit den Riefeninstruhineingemengt hat, dem modernen Empfinden überaus unnatürlich menten diefer Sternwarte aufgenommen wurden. vorkommen. Man will doch heutigen Tages etwas mehr aus Der Phyfiologe Morin Schiff ist am 6. Oktober in Genfy? R. d. 2. einem ernft zu nehmenden Theater heimbringen, als bie Er- gestorben. innerung an Bilder fader Biererei, gegen welche die Schäfereien aus der Rofotozeit noch als wahre Labsale Gerichts- Beitung. *) Das ist nicht richtig. N. d. B. *** Daß der Pariser Stadtrath fozialistisch fei, ist im„ Borwärts" nie gefagt worden. Er enthält mehr Radikale( Fort fchrittler), aber weniger Sozialisten als das Berliner Stadtverordneten- Kolleg. Das Wachsthum und die Stärke der sozialistischen Partei in Frankreich, die schon mehrere Regierungen gestürzt hat, läßt sich doch wahrhaftig nicht ableugnen. Wenu ursprünglicher Natürlichkeit gelten können. Die Darstellung ent- drogot sprach zumeist dem Werth des Stückes. Der eble Wilde Jugobar Kümmert mich das Loos der Schlachten, mich der Schillerte in der Maste, die Herr Patry ihm gegeben hatte, be- 3wist der Könige?" so mochte die jugendliche Heroine unserer denklich in die Rolle des frisirten Budels hinüber; ihm ging es Hofbühne, Frl. Amanda Lindner mit der Jungfrau von die Entwickelung der Dinge in Frankreich eine andere ist, als unglücklicher noch als Snog dem Tischler in der Löwenhaut, Orleans denken, als sie die Vorladung erhielt, gestern in Deutschland, so ist das doch kein Grund, von den französis bem boch wenigftens Gelegenheit gegeben war, bem Bublifum an Gerichtsstelle zu erscheinen, um in einer Privattlages fchen Sozialisten geringer zu denken. Die deutsche Schablone past laut zu verkünden, daß er wirklich kein reißendes Thier, sondern ein fache Beugniß abzulegen. Sie hatte dieser Aufforderung nicht für andere Länder. S. d.. schwach besucht war, wurde von dem Vortrag des Genoffen besetzten Logen Teeren sich nach jeder Nummer mehr, und die Massatsch Abstand genommen. Die Mitglieder wurden auf Mienen des Publikums werden immer verdrießlicher magazin enthielt 735 Kisten Dynamit und 88 Riften Spreng Nur ein die am Sonnabend, den 10. d. M., stattfindende Generalversamm ganz allein in einer Loge figender Herr lacht fast ununterbrochen gelatine. Wahrscheinlich ist die Explosion durch die Unvorsichtig Iung hingewiesen. Ferner wurde bekannt gegeben, daß am und scheint sich königlich zu amüfiren. Kellner", ruft ein feit eines Soldaten entstanden, welcher sich in der Nähe im Sonnabend, den 17. Oktober, das diesjährige Stiftungsfest, und gelangweilter Besucher, fennen Sie vielleicht diesen unbegreif- Schießen übte. Eine seiner Kugeln ist wahrscheinlich in den am Sonntag, den 8. November, die Vorstellung in der Urania lichen Mann, der immer lacht?" Dja", erwiderte der Kellner, fleinen Schuppen gedrungen, wo die Detonatoren aufbewahrt stattfindet. 18( 9 eines „ der Herr hat auch Ursache, luftig zu sein, er ist der Direktor werden. Zuerst explodirten diese. Darauf brachte die Erschütterung eines Ronkurrenz- Etablissments!" 015 auch das eigentliche Sprengstoffmagazin zur Explosion. Letzteres Vermischtes. mode ein in von Biebestande In Sablon, in nächster Nähe von Metz ist dieser Tage war massiv aus Steinen aufgeführt. Biele von den Umgekommenen große Verwüstungen angerichtet hatte. ter b der Nähe des Magazins ein 60 Fuß breites und 15 Fuß tiefes od O, Wildenbruch! In dem Prologe, den Ernst v. Wildenbruch zur Eröffnung des neuen Bromberger Stadt- Theaters ge heißt es: bichtet hat, he Die ſchöne Schale iſt gegeben, Into Die ihren Kern unschließen foll Nun steige, Saft, und förd're Leben, Schent einen Kern uns, reich und voll. Jufolge des Ausbruches der Pest in der Proving Afir ift über sämmtliche Häfen des Rothen Meeres zwischen Lith und Lohija eine zehntägige Quarantäne verhängt worden. ( Auf daß vereinigt Rern und Schale di Ort des Kreiſes Kattowitz vergnügten sich des Abends einige Die eble Frucht uns zeitige(?), Die aufgetischt beim Weihemahle In Luft die Menschen einige(?). -jstv Und am Schlusse fordert der Dichter auf, zu dienen: " Dem Geiste, den auf Lebens Wegen Uns Deutschland gab als Lebens- Brot, Und den wir hüten woll'n und hegen, Der Mutter tren, bis in den Tod." " waren bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Die Exploſion hat in Loch in die Erde geriffen. och in bic Sub Witterungsübersicht vom 8. Oftober 1896. Das Harmonikaspiel verdirbt die Sitten. In einem Grubenarbeiter in einem Gasthause bei den Klängen einer Harmonika. Dies störte den zuständigen Amtsvorsteher, und er Stationen. untersagte das Spielen der Harmonika in dem betreffenden Lokal. Als der Gastwirth dagegen den Einwand erhob, daß in anderen Lokalen derartige Beluftigungen auch stattfänden, verbot bert Amtsvorsteher allen Gastwirthen seines Amtsbezirks das Dulden des Harmonikaspiels, weil dieses der Völlerei Vorschub leiste. Swinemünde So meldet das neuen Beitrag bersageblatt", das damit einen Hamburg " neuen Beitrag zur Charakteristit des preußischen Polizeiregiments Berlin liefert. Barometers stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter heiter halb bedeckt woltenlos 763 8 760 DSD 3 763 2 Wiesbaden.. München 763 Still woltenlos 765 GD 2 wolkenlos 767 10 Still Nebel 747 NO 2 bedeckt 787 758 GGD 7 wollig mit dem 1. Oktober die Erlaubniß zum Ausschant von Spirituosen In Schweden ist den Spezialitäten Theatern Wien in den Theaterräumen entzogen worden. Das Publikum dieser Haparanda. In Halle erſchøft geſtern der 17jährige fteffenloſe Schreiber Theater feierte am 30. September ben Abschied vom Altor durch deter Dazu bemerkt die Pofener Zeitung": Das hätte unsere be- rühmte Lokaldichterin Malwine Warschauer auch gekonnt. Wir haben keinen allzu großen Respekt vor Wildenbruch's Hohen zollerndichtung, aber die Posener Leistung sieht beinahe nach Mystifitation aus. Hugo Sachse seine gleichalttige Geliebte Klara Lindenbahn und machte dann einen Selbstmordversuch. Schwerverwundet wurde er in die Klinik gebracht, wo man ihn am Leben erhalten zu tönnen hofft. Den Beweggrund zu der That des Sachse soll das Verbot der Eltern, fein Liebesverhältniß mit dem Mädchen fortzusetzen, gegeben haben. parent mit but allerhand Radauszenen. Itobol butd Petersburg 13 14 12 Temperatur 22119096 nach Celfius ( 50. 4° R.) 18 Aberdeen. Von einer furchtbaren Fenersbrunft ist die Stadt Paris. 660 2 balb bebeckt Guayaquil in Ecuador zur Hälfte zerstört. Die Telegraphenverbindung ist unterbrochen. Der Schaden beträgt 6 Millionen Pfund Sterling, eine halbe Million war davon versichert. Das Wetter- Prognose für Freitag, den 9. Oktober 1896. Bollgebäude ist mit seinen Lagervorräthen zerstört. Tausende von Warm, theils heiter, theils wolkig bei ziemlich frischen füdPersonen sind obdachlos geworden. Man glaubt, daß das Feuerlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Die schwach auf Brandstiftung zurückzuführen fei. Einer, der sich amüfirt. In dem großen Saale eines Bariété- Theaters herrscht gähnende Langeweile. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publifum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 9. Dtober. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Ein Königsidyll. Deutsches Theater. Morituri. I. Teja. II. Fritchen. III. Das EwigMännliche. Berliner Theater. Joachim von Brandenburg. Leffing- Theater. Die Kinder der Excellenz. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater hr. 5103 Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Eintritt 50 f. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Theater des Westens. Laufen Passage- Panopticum. und eine Nacht. Die Familie Nur noch kurze Zeit. Neues Theater. Die Familie Boutbiquet. th 3 Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Rehdeny- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Ninette im Schnee. Theater Unter den Linden. Der fleine Herzog. Hierauf: Die Bajadere. Schiller- Theater. Wildniß. Der Sohn der Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Ostend- Theater. Michel. Der deutsche Belle Alliance- Theater. Mamsell Vielliebchen. Volks Theater. Gin vorsichtiger Maun. Hierauf: Variété fremder Künstler. Zum Schluß: Pladdera baut. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. von Seilbronn, Das Käthchen oder: Das heimliche Gericht. Alevanderplah- Theater. Ohne fitt lichen Halt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Apollo- Theater. Spezialitäten- Borstellung. Schiller- Theater. Freitag, abends 8 Uhr: De Sohn ( Wallner- Theater.) der Wildnik. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Sohn der Wildnis. campout 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerfir. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Gebildete Menschen. Chauffeestr. 25/26. Dir. Max Samst. Das Käthchen von Heilbronn oder: Das heimliche Gericht. Romantisches Ritterschauspiel in 5 Atten von H. v. Kleift. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Das Räthchen von Heilbronn. Sonntag, den 11. Ottober, nachm. 3 Uhr, Klaffiter- Vorstellung: Othello, der Mohr von Venedig. Erauerspiel von Shakespeare. ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Signor Bernardi Wiener Volksstück in 3 Atten von Viktor Léon. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30, Direttion: Richard Schultz. Freitag, den 20. Oktober: Emil Thomas a. G. Eduard Steinberger a. G. Bum 20. Male: leg Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von M. Mannstädt und J. Freund. is Anfang 1,8 Uhr. said Musit von J. Einödshofer. Morgen: Eine wilde Sache, f Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 5 Aufzügen von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Uhr. ad( Bons haben Giltigkeit.) Morgen: Ohne kittlichen Halt. Sonntag, 11. Ottober, nachin. 4 Uhr: Tischlein deck' dich, Esel streck dich, Anippel aus dem Sack. Zaubermärchen mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Eugen Prudens. Offend- Theater. rtist Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Anfang 7 Uhr. Sonntag Nachmittag: Dorf und Stadt. Spezial- Ausstellung KAIRO Heute, Freitag, den 9. Oktober: Schaustellungen in der Arena: 4, 6, 71/2 Uhr. Konzert v. 5 Kapellen. Kaufmann's Halbe dad wallshid Berliner Wetterbureau. 00000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Großer Jubel herrscht über das Neue riesengroße Oktober- Programm Nur noch bis 16. Ottober: Die urkomischen Milardos! Die excentrischen Miltons! Die hochdrastische Schattenpantomime! Anfang 71/2 Ubr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Hefervirt 50 Pf. Sonnabend, den 17. Oktober: Wegen Privatfestlichkeit gefchloffen. now Vogler's Casino af alfr. Weltreftaurant, Dresdenerstr. 97 Variété Menschen und 20 EliteNummern Sensations1013 ( 0-887 S Programm. 92 Volks- Theater W. Noack Theater Jeden Abend 8 Uhr. Ein vorsichtiger Mann! Posse mit Gefang in 3 Bildern. Um 9, Uhr: Gr. Variété. Brothers Godart, Gebr. Kueper, Louise Bouwmeester, die kleine hol ländische Pistolenvirtuofin, und Hella Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Rünler 1. Ranges. Karlchens Cante. Schwant in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Im ersten Theatersaal die unübertreffl. Hamburger Sänger. Im zweiten Theatersaal: Variété n. Spezialitäten- Theater. Auftreten v. Kunstträften I. Ranges. Aufführung v. Poffen u. Singspielen. Anf. Wochentags 7 Uhr. Sonnt. 6 Uhr. Billards. 4 neue Regelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert. gute Küche. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. 1. Dresdenerstrasse No. 52/53. City- Passage Das Riesen- Oktoberprogramm enthaltend 14 Sensationsnummern Li- Hung- Chang! Das Neueste vom Neuen! Margarethe Nasarowska. Josephine von der Heilsarmee. Miss Ara. The two Gomez. If Lotte Sieger. 3 Bollini. Adelaide und Erich u. f. w. Wochentags 8 Uhr. 6 Collier, Chansonette comique, Aller Berliner Konfektionensen. Anfang: Sonntags& Uhr. erste Kunstkräfte. Sämmtlichen für Berlin. 1m 10 Uhr: T Pladderadautz. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Entree 50 Pf. bis 3 M. Letztes diesjähriges Rennen- Halensee Zuilasts 112 113 付出 1501901 Sonntag, den 11. Oktober. Anfang 3 Uhr. in a si Nur noch 6 Tage 2 Well Abends 8-11 Uhr. ,, JI Camaleonte".00 1190,616 Mile. Fougère die Unübertreffliche. Ducreux und Giraldic. Robert Steidl. 7 Troubadours Vorstellungen täglich Nachm. 5-7; Bolossy Kiralfy's ,, Oriental Olympia grid dist u. f. w., u. f. w., u. f. iv. Riesentheater. And e Raffeueröffnung 7 Uhr. Anfang 8 1hr Uebertrifft alles bisher dagew.! Von Publikum u. Presse einstimm. anerkannt. I missbai Ibilizate Burleske mit Gesang und Tanz in 1 Att von Gericke. Musik v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach b. Vorstellung Tanzkränzchen. Viktoria- Brauerei 64qoz Lützowstrasse 111/112 Heute, sowie jeden Freitag W inno? und Montag: Stettiner Sänger antonsgido ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Bf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Platate.) Brillantes Programm! Unter anderent, neu: Sinzpieper's Lanz- Institut. Sonntag: Soirée im haus Sanssouci. Concert itados p Entree 30 Pf. R. Winkler. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Freitag, 9. Oktober 1896, Abends 71/2 Uhr: Große humoristische Vorstellung. Ein Abend zum Lachen. Zum 1. Male: Mr. Daniels als Schnellphotograph. Zum ersten Male: Die Klowns in der Rifte. Bär und Schildwache, höchst tom. Episode. Die Klowns Mr. Leopold& Cartini. Der August Mr. Busby. 100 Klowns, männliche und weibliche. Zanzibar, ruff. Hengst, ger. v. Herrn Salamonski. Bator, ungar. Vollbluthengst, ger. von Herrn Foottit- Burghardt. 4 arabische Schimmelhengste, abger. u. vorgef. vom Dir. Busch. Miß Bliss, der sensationelle Aufschwung zur Decke an ben Zähnen. Zum Schluß: Millennium, Bilder a. Ungarn. Morgen: Millennium. On Sonntag: 2 Borstell. Machm. 4 Uhr ( ein Kind unter 10 Jahren frei) und 10 abends 7/2 Uhr. tung! Versammlung gtung! Kranken- u. Begräbnißlaſe der des Fachvereins der Appreteure, Defateure, Färber, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend am Sonntag, den 11. d. Mts., nadhur. 2 Uhr, im Lotal des Herrn Schulz, Köpenick, Schönerlinderstr. 4. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Lohnkämpfe der letzten Zeit und das Koalitionsrecht. 2. Diskussion. 3. Bericht des Kassirers und der Revisoren. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. 11/1 Der Vorstand. Stellmacher. Buchbinder 1. verw. Berufsgeno. zu Berlin ( E. H. Nr. 24). Sonnabend, den 17. Oktober er., abends 81/2 Uhr, im Englischen Hof, Neue Roßstraße 3: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht pro 3. Quartal 1896. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Vortrag des Herrn Dr. med. Paul Bernstein 2. Wahlkreis, Sonntag, den 11. Oktober, abends 6 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Oeffentliche Verlammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein über 210/2 " Der Hypnotismus". Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Um regen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! über Rathschläge für gesunde u. trante Am Freitag, den 9. Oktober, abends 8 1hr, im Lokale Tage. 4. Raffenangelegenheiten. Das Erscheinen aller Mitglieder er23/4 Sonntag, den 11. Oktober, vormittags 9½ 1hr, in den wünscht. Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung 0 F. Freudenreich, Vorf., Wißmannstr. 18. Br. Gröblehner, Kass., Wasserthorstr. 14. Bekanntmachung. Marienbad, Badstr. 35( Gesundbrunnen): Partei- Versammlung. : Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Berichterstattung der Delegirten von der Brandens burger Parteifonferenz. 3. Diskussion. 4. Bericht und Neuwahl des Mitschiedenes. 219/1 uch und die Arbeiterorganisationen". 2. Distuffton, 3. Nörening Orts- Krankenkaffe gitationskommiſſion für die Provinz Brandenburg. 5. BerGesetzbuch Diskussion. Abrechnung und Neuwahl der Agitationstommiffion. 4. Gewerkschaftliches. 5. Vers schiedenes. Recht zahlreichen Besuch erwartet 159/11 für das Die Agitationskommission. Goldschmiede- Gewerbe. Freie Bereinigungd. Maurer Berlins. Versammlung Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 11. Oktober, nachm. 4 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 31/1 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Entree 10 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. J. A. Frizz Krüger. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. fämmtl. großjähriger Raffenmitglieder, fowie sämmtlicher Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kasse leisten. Sonnabend, den 10. Oktober cr., abends 82 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: Aufstellung der Delegirtenliste zur Generalversammlung und Verschiedenes. Sonnabend, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, findet in demselben Lokal die 71/1 Ordentl. Generalversammlung Der Vertrauensmann. Holzarbeiter! Große öffentliche Versammlung Sonntag, 11. Oktober, vormittags pünktlich 10 Uhr, im„ Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstraßen Ecke. Der Saal faßt 5000 Personen. Tagesordnung: 1. Die Regierungsvorlage, die Organisation des Sonnabend, den 10. Oktober 1896, in den renovirten Festfälen für sämmtliche Arbeitgeber, die aus Handwerks betreffend, unter besonderer Berücksichtigung eigenen Mitteln Beiträge zur Kaffe der Verhältnisse der Holzindustrie. Referent Theodor Der Berliner Resource, Kommandantenstraße 57: 8. Stiftungs- Fest, bestehend in Konzert und Ball. Unter Mitwirkung eines bewährten Gesangvereins; ferner des Gesangs- und Tanz- Komiters E. Gröcel; der Gesangs und Kostüm- Duettisten Clara und Hans Sarnow; sowie des chinesischen Kraftkünstlers Mr. Keido auf dem gespannten Telephondraht; Zillerthaler u. s. w. Anfang 8 Uhr. Herren- Billet incl. Tanz 50 Pf. 179/2 Der Vorstand. Belle- Alliance- Theater. Sonntag, den 11. Oktober 1896, nachmittags 2, Uhr: Volksvorstellung uuter Regie von Julius Türk. Bum letzten Male: leiften, und um 81/2 Ubr für sämmtliche großjährigen Mitglieder der Orts Glocke. 2. Diskussion. Krantentasse f. d. Goldschmiede- Gewerbe statt.(§§ 50 u. 53 d. Statuts II. Anh.) Tagesordnung: Für die Arbeitgeber: Wahl von 50 Delegirten. Für die Kaffenmitglieder: 1. Wahl von 100 Delegirten. 2. Verschiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Meister sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Tischler- Drechsler- und Bürsten- und PinselmacherDie wichtige Tagesordnung macht es jedem Kollegen zur Pflicht, diese Bersammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Berband J. M.: Ernst Davidshäuser, Borf. Heute, Freitag Abend bei Schöning, Köpnickerstr. 68: Danksagung. 860b Hiermit sage ich allen Freunden und Bekannten, welche sich an der Beerdi. gung meines lieben Mannes betheiligt Rabale und Liebe. Bürgerliches Trauerspiel haben, meinen herzlichſten Dank. von Fr. Schiller. Präfident: Alfred Frey a. G.; Ferdinand: Robert Hartberg a. G.; Louise: Olga Lorenzo a. G.; Miller, Wilh. Ruff, v. Kalb: Rich. Jürgas a. G.; Rammerdiener: Julius Türk. Einlaßkarten à 60 Pf. find in den Zahlstellen zu haben. Sonntag, den 18. Oktober, zum ersten Male: Komödie der Liebe: 228/4 Arbeiter- Bildungsschule. Vorstellungen im Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) ( Wallner- Theaterstrasse.) Zur Aufführung gelangen: Sonntag, den II. Oktober, nachmittags 3 Uhr Was Jhr wollt. Lustspiel in 5 Akten von Shakespeare. Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhri Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Sonntag, den 8. November, nachmittags 3 Uhr: Der Sohn der Wildniss. in 头 Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Friedr. Hahn. Preis des Platzes 60 Pf. Garderobe frei. Eine Verloosung der Plätze findet nicht statt, da die Plätze im I. Parquet und I. Rang- Balkon gleichwerthig sind. Kassen- Eröffnung 2 Uhr. Beginn der Vorstellung 3 Uhr. Einlasskarten zu diesen Vorstellungen sind bis Sonntag früh in folgenden Zahlstellen und Geschäften zu haben: Die tieftrauernde Wittwe Marie Mrosko nebst Kindern. H. Ebert's Festsäle, Sigung der Ortsverwaltung. Achtung! 10% Achtung! Lithographen, Steindrucker, Lichtdrucker, Schleifer, Präger u. Prägerinnen, Formtecher, Tapetendrucker und verw. Berufsgenossen. Arbeiter und Arbeiterinnen des graph. Gewerbes. Sonnabend, den 10. Oktober, abends 8 Uhr, im Schweizergarten, Am Friedrichshain: 72. Kommandantenstr. 72. Große öffentl. Versammlung. I Empfehle meine Säle zu Festlichfeiten und Bersammlungen 2c. Habe noch einige Sonnabende im Oktober und November frei. Jeden Sonntag: Ball. Tages Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Stellungnahme zur Lohnbewegung. Referent Kollege Sillier. 3. Diskussion. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 96/4 NB. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, diese Annonce ihren Mitarbeitern bekannt zu geben, überall dafür zu agitiren, daß die Kollegen und Kolleginnen sämmtlicher Anstalten in unserem Gewerbe vollzählig erscheinen, denn diese Versammlung ist eine der wichtigsten, welche über vieles zu ent scheiden hat. Es sage niemand, daß es auf ihn nicht ankomme, sondern jeder muß seine Pflicht thun. Restaurant u. Festsälen ble lite en in an von J. Wernau Schwedter Strasse 23/24. Den Vereinen, Klubs, Gesellschaften 2c. empfehle ich meine auf das elegantefte eingerichteten großen u. Kleinen Säle u. Vereinszimmer von 80, 100, 200 bis 500 Personen fassend, zu Versamm Dochzeiten und Festlichkeiten jeder Art. lungen, Sigungen, Arbeitsnachweisen, 59158 2 verdeckte Kegelbahnen. J. Wernau. Täglich: Warmes Frühstück ON zur Ko Auswahl. Zur alten Linde 5 Echt Admiralstr. 40a am Platz Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: H. Friedewald. Verband deutscher Zimmerlente. Bahlstelle Berlin. General- Versammlung am Sonntag, den 11. Oktober, vorm. 10% Uhr, in den., Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal und über die Streifmarken. 2. Neuwahl des Zahlstellen- Kassirers und von drei Bezirks- Kassirern. 3. Der inter nationale Arbeiter- und Gewerkschafts- Kongreß in London und seine Beschlüsse in bezug auf die Gewerkschaftsbewegung. Referentin: Frau Emma Jhrer. Die wichtige Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 254/1 Der Vorstand. J. A.: Hermann Knüpfer. Münchener Achtung! Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. S. Hans Baake, Buchhandlung, City- Passage; Gottfried Schulz, Admiralstr. 40 a; W. Börner, Ritterstr. 15; SO.: Südost- Schule, Waldemarstr. 14 ( Hof 1 Treppe); Streit, Naunynstr. 86; Scholz, Wrangelstr. 32; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpenickerstr. 68; 0.1 Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Koppenstrasse 90; NO.: Reul, Barnimstr. 42; C. Babiel, Rosenthalerstr. 57; N.: Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Brunnenstr. 25( 1. Hof links, 3 Treppen bei Riedel); Drescher, Veteranenstr. 28; Gnadt, Putbuserstr. 32; Klavier, Violinunt. bill. Zoffenerstr.41 III NW.: Löffler, Stephanstr. 29( Eingang Salzwedelerstrasse); W.: Werner, Bülowstr. 59; SW.: Grube, Mariendorferstr. 5; Windhorst, Junkerstr. 1; Ochs, Lindenstr. 59. Bei Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20, sind Billets bis zum Sonntag Nachm. 23/4 Uhr zu haben. Wir bitten, sich zeitig mit Billets zu versehen und keine Kinder mitzubringen. Der grosse Theatergarten ist den Besuchern der obigen Vorstellung von 2 Uhr nachmittags an geöffnet. Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. I. A.: Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. 4/2 Kinematograph. ffanterie Bilder hiftorischen Charakters und des GePhonographische Für alle Besucher zugleich deutlich Rothenburger Vereins- Sterbekasse. Bahlstelle: Staligerstr. 11, I. Annahme von Beiträgen, Aufnahme neuer Mitglieder, Auszahlung von fäll. Sterbegeldern, sowie Annahme von Agenten.( 9-3 Uhr.) Maurer. Achtung! Am Sonntag, den 11. Oktober, vormittags 10% hr, in der Alexanderstr. 27c bei Hoffmann: General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quartal 1896 und Bericht der Revisoren. 2. Bericht des Vorstandes über seine halbjährige Thätigkeit und Neuwahl des gesammten Vorstandes sowie eines Revisors. 3. Bericht des Ausschusses und Ersatzwahl desselben. 4. Wichtige Vereins- Angelegenheiten. Die Mitglieder sind verpflichtet, alle zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Versammlung wird um 1012 Uhr eröffnet, also pünktlich zur Stelle. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: Carl Knöpchen, Tilsiterstr. 16. Milchgeschäft, alt, sich. Existenz, umft. bill. zu verk. Näh. Schwedterstraße 241, Barbiergeschäft. 867b 129/1 Weiße Mäuse, ausgewachsene, fauft größere Poften Thamm, Boffenerstr. 55, eine Holz- und Kohlenarbeiter! Am Sonnabend, den 10. Oktober, abends 9 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27e: ( Lebende Photographieen. Auch in Naturfarben.) Inter ſellſchaftslebens in vollkommenfter Naturwahrheit. Mühlenstr. Nr. 8, Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Vor: nahe Oberbaum, find vom 1. Oktober Wohnung von 2 Stuben u. Küche hörbar ohne Schläuche. und eine Wohnung von 1 Stube und Rüche billig zu vermiethen.[ 5829L* Der Verwalter. 1. Vortrag des Genossen Bruno Pörsch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Möbl. Schlafft., 6 M., Meyer, Reichen Der Vertrauensmann. bergerstraße 115. 864b Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pf. Militärs und Kinder 25 Pf. Borstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. Große öffentliche Versammlung 42/7 Lages Ordnung: Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 237. Sozialistische Preffe Deutschlands. 4. Quartal 1896, 3eutral- Organ. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2. S.W. 19. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Lebens Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Bamberg Bamberger Volkszeitung" Fabrifftr. 26. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavenerstr. 38, Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Brandenburg Volksblatt für Ost- und Westhavelland". ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 83. Braunschweig Braunschw. Boltsfreund" Kannengießerstr. 13, Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankensir. 21/22. Breslau Volkswacht" Neue Graupenstr. 5/6. " Caffel Volksblatt für Heffen" Hohentorstr. 2. い Dortmund Rheinisch- Westfälische Arbeiter Zeitung", Westenhellweg 120. Dresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Ammonstr. 61. Düffeldorf„ Niederrheinische Boltstribüne" Karlsplatz 8. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Kleine Klotzbahn 10. Erfurt Thüringer Tribüne" Futterstr. 7 p. " " Frankfurt a. M. Volksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. " Geeftemünde Norddeutsche Volksstimme" Georgstr. 18. Gera Reußische Tribüne" Zschochern 54. Halle a. S. ,, Volksblatt für Halle" Geiftstr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Harburg Boltsblatt" Deichstr. 4. " Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Sof " Oberfränkische Volkszeitung" Bismarckstr. 6. Kiel Schleswig- Holstein'sche Volts- Zeitung" Bergstr. 11. " 5000119 e Freitag, den 9. Oktober 1896. Gotha Gothaisches Boltsblatt" Mohrenberg 7. Greiz Reußische Volks- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Offenburg i. B. Volksfreund" Kesselstraße. " Rostock Mecklenburgische Boltszeitung" Hopfenmarkt 19. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Kaiserstr. 29. Zwickau i. S." Sächsisches Volksblatt" Nichardstr. 15. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Boltsblatt" Büchel 46. Altenburg. Der Wähler" Hillgasse 7. Breslau Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Delmenhorst Delmenhorster Boltsblatt" Bahnhofstr. 23. Langenbielau Der Proletarier aus dem Gulengebirge", OberLangenbielau, 2. Bezirk. München- Gladbach Arbeiterstimme", Solingen, Raiser. Saalfeld Thüringer Volksfreund"( Thür. Waldpost) Nosmaringaffe 15. Straße 29. " Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Volksfreund) Rosmaringasse 15. Neustädter Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Baut Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Berlin Gazeta Robotnicza" Andreasstr. 78a. Braunschweig" Der Landbote" Kannengießerstr. 18. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" Wilhelmstr. 1. Halberstadt Sonntags- Zeitung" Bakenstr. 37. Königsberg i. Pr. Bolts- Tribüne" Knochenstraße 82 p. Zeit Glück auf!" Neumarkt 34. " " Wikblätter( Erscheinen alle 14 Tage.) München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. " 1 " Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 8.( Auch erscheint eine Hamburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. gian Wochen- Ausgabe.) Leipzig Leipziger Volkszeitung", Mittelstr. 6/7. Ludwigshafen Pfälzische Post", Oggersheimerstr. 10. " Lübeck Lübecker Boltsbote" Große Altefähre 35/37. " Lüneburg Lüneburger Volksblatt", Lambertikirche 11. Magdeburg Volksstimme" mit Beilage:„ Der Landbote", Schmiedehofstr. 5/6. Mainz Mainzer Volkszeitung"( Hessische Volksstimme) Margare hengasse 13. Mannheim Voltsstimme" T. 3, 4. b. le " " Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse Deutschlands. 4. Quartal 1896. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Renduit Correspondent für Deutschlands legiilid fewn Buchdrucker und Schriftgießer", Seeburgstr. 3/5. München Münchener Post" und Augsburger Volkszeitung" Senefelderstr. 4, I. Nordhausen Nordhäuser Voltsblatt" Gumpertstr. 3. Nürnberg Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt", Große Marktstr. 25. ma Saalfeld Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Stettin Bolts- Bote" Friedrich Karlstr. 28. " " " Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachsir. 12. Würzburg Unterfränkische Bolfstribüne" Fabrifftr. 26. 31 Wächentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut und Filzwaaren= Filzwaaren Industrie", Wilhelmstr. 2, part Berlin Die Ameise", Organ des " Porzellan arbeiter Verbandes, Charlottenburg, Englische Straße 27, II. 190 13. Jahrg. Der Grundstein"( für Maurer) St. Georg, Neue Brennerstr. 19 II. " Holzarbeiter Zeitung", Eimsbüttel, Bismardfir. 10. Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, 53. 8 H. Fachzeitung für Schneider", 2. Durchschnitt 10. " " Der Zimmerer", Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. Leipzig Der Tabatarbeiter"( f. Cigarrenarbeiter) Mittelstr. 7. Leipzig- Reuduit. Buchdrucker Wacht", Oststraße 41. Leipzig- Schkendis Graphische Presse", Schtendit. " " " F Linden Hannover Brauer Zeitung", Falkenstr. 29 II. Löbtan- Dresden„ Der Fachgenoffe"( für Glas, Porzellan, und Thonwaaren- Arbeiter) Reisewigerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metallarbeiter Beitung", Weizenftr. 12. Offenbach a. M. Die Glaser Zeitung". Stuttgart Buchbinder- Beitung", Heusteigstr. 80. Der Handschuhmacher", Böblingerstr. 44. 3wickau Glück auf!"( für Bergarbeiter) Aeußere Schnee bergerstraße 60. 90 " " Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg„ Einigkeit", Publikationsorgan für die deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer- und Lebküchler- Verbände, Mauergasse 4b. Berlin Barbier und Frifeur Beitung", Prinzen Allee 17. W „ Der Handels- Angestellt e", N., Schönhauser Allee 151. " Der Handels- Hilfsarbeiter", C., Rommandantens straße 25 I, Organ für alle im Handels- und Transport gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands. „ Sattler u. Tapezirer Zeitung", N., Invalidenstr.145. Allg. Steinfeger- Beitung", NW., Waldenserstr. 18. " Solidarität", Drgan aller im graphischen Berufe bes schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Chausseestr. 52. Vereins- Anzeiger für Maler", O., Fruchtstr. 51. " Vereinsblatt der Lederarbeiter Deutschlands", N., Sol dinerstr. 21. " Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", Buchgasse 10. 357 Hamburg Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) " Eilbeck, Konventstr. 5. ostads mal ,, Deutsche Bäder Beitung", Organ des Bäckerverbandes, Jdastr. 15/17. 300 90 „ Der Goldarbeiter", Bartelsstr. 96 I. " Der Schiffs3zimmerer", Eilbeck, Ronventstr. 5. " Korrespondenzblatt" des Zentralvereins der Gärtner, Marktstr. 10, H. 1 p. „ Der Kupferschmied", Gilbeck, Rantstr. 24, III. " Zapezirer Beitung", Rostockerstr. 1, III. lank eh Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrite 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen) Burgstr. 1. " 1 Stuttgart Die Gleichheit". Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Furthbachstr. 12. adenote ISI Leipzig Alle drei Wochen erscheinend, dim Zeitschrift für Graveure und Biseleure", IV. Der Bauhandwerker", Berlin SO., Manteuffelstr. 14.& Paul Balting genannt Schäfer, Hainftr. 19, 1, Bildhauer Zeitung", Neanderstr. 3. ob " Allg. Fahr Zeitung", Schüßenstr. 58. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Berlin Volksblatt", Organ für die arbeitende Bevölkerung, Beuthstr. 3, SW. 19. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. " Der Töpfer", Rosenthalerstr. 57. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter: 3eitung". " M = Bremen Deutsche Böttcher Zeitung", Langestr. 100 I. Burgstädt„ Der Textilarbeiter", Marienstr. 285. Gotha Schuhmacher Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Correspondenzblatt der Generalfommission Gewerkschaften Deutschlands", BollvereinsNiederlage, Wilhelmstr. 8. I. Burgstädt Die Voltsstimme" Augustusstraße, Chemnitz Der Beobachter" Gartenstr. 29. Crefeld Niederrheinische Wolfstribüne" Am Osiwall. Dessau Boltsblatt für Anhalt" Landstr. 38. Dortmund" Westfälische Volkstribüne" Hagen, Gelbecker Gotha Sagen, Selbecker straße 3. Lüdenscheid, Louisenstr. 7. Unna, Klosterwall 18. Dresden Der Volksfreund" Gerbergasse 1. Falkenstein„ Vogtländische Volkszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. Frankfurt a. D. Märkische Volksstimme" Tuchmacherstr. 73. Versammlungen. der ,, Glück auf!"( für Former) Hamburg- Eilbeck, Konventstraße 5. Berlin Monatlich einmal erscheinend. Correspondenz- Blait des Verbandes der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Ar beiterinnen Deutschlands", Oppelnerstr. 43, v. IV.le „ Der Bureau Angestellte", SW., Alexandrinens straße 116a, Hof II. 00, V * A Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerkung mit theilen zu wollen. Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4. Der geschäftsführende Ausschuß. effirt hätten, hauptsächlich aber, weil die Behörden diesem Plane Deutscher Metallarbeiter- Verband. Am 8. Ottober sprach Widerstand entgegengesett hätten. Dr. Wurm in einem recht interessanten Vortrag über das Ein Vertreter der freien Hilfskasse der Tischler brachte Thema: Wie hält man sich das Auge gesund und leistungsIm Arbeitervertreter- Verein stand am Dienstag die Be- folgendes zur Sprache: Wenn die Unfall- Berufsgenossenschaften fähig?"" Die hierauf aus der Versammlung an den Referenten sprechung des neuen Entwurfs des Invaliditäts- und Alters- die Behandlung eines Verletzten übernehmen, welcher in einer gestellten Fragen beantwortete derselbe sehr eingehend. Sodann versicherungsgesetzes auf der Tagesordnung. Der Referent Warnst Orts- und in einer freien Hilfskaffe versichert ist, so ziehen sie gelangten einige Verbandsangelegenheiten zur Erledigung und beleuchtete die Bestimmungen desselben, soweit sie eine Aenderung von jeder der beiden Kassen die Hälfte der Koften ein. Der wurde das Mitglied Graßner, der bei Mix u. Geneft eingetreten, gegenüber dem geltenden Gesetz darstellen, und formulirte zum Vorstand der Tischlerfasse ist der Meinung, daß in solchem obwohl dort Streit war, aus dem Verband ausgeschlossen. Schluß die Anforderungen, welche im Interesse der Versicherten Falle nur die Orts- Krankenkasse zur Zahlung verpflichtet Ferner wurden die Mitglieder darauf aufmerksam gemacht, daß an das Gesetz zu stellen sind, in folgenden Säßen: ift und hat eine dahingehende Anfrage an das bei Hoffmann, Sedanstr. 10, eine Zahlstelle errichtet ist. Reichsamt des Jnnern gerichtet. Die Antwort enthält jedoch keine Entscheidung, sondern verweist die intereffirte Staffe auf den klageweg.- Der vorgerückten Zeit wegen wurde die Erörterung dieser Augelegenheit bis zur nächsten Versammlung vertagt. 1. Ausdehnung der Versicherungspflicht auf Betriebsunter nehmer und Gewerbetreibende, wenn deren Arbeitsverdienst nicht den eines Arbeiters übersteigt, sowie auf die in Strafanstalten und Arbeitshäusern gewerblich beschäftigten Personen. 2. Herabsetzung der Altersgrenze auf 60 Jahre. 3. Invalidenrente ist zu gewähren, wenn der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, die Hälfte seines durchschnittlichen Arbeitslohnes zu verdienen. der Parketbodenleger. Eine gut besuchte Branchenversammlung der Bodenleger fand am Montag Abend bei Schöning, Köpnicker Straße 68, statt. terre gab zum ersten Punkt der Tagesordnung den Bericht der Kommission. Danach fanden im Laufe dieses Jahres 12 Branchenversammlungen und 6 öffentliche Versamm Der Verein der Gold- und Silberarbeiter verhandelte lungen statt. Sitzungen der Werkstatt- Kontrollkommission und am 28. September über die Werkstattverhältnisse in der Silber Vertrauensmänner wurden 14 abgehalten. Gingeladen zu diesen 4. Bei Uebernahme des Heilverfahrens durch die Versicherungs- waarenfabrik von Meyerheim. Von den Arbeitern ist mehrfach Sigungen waren die Kollegen der Firma Mittag 2 mal; Leibe Anstalt bleibt dem Versicherten der Anspruch auf Stranken- Unter- versucht worden, auf gütlichem Wege eine Nenderung der allfeitig u. Co., Ende und Badmeyer je 1 mal; außerdem blieben der stüßung bei den Krankenkassen gewahrt. empfundenen Mißstände herbeizuführen. Leider ohne Erfolg, da Kommission eine Anzahl Recherchen, in welchen kleinere Mißstände 5. Erhöhung der Renten durch Festsehung eines höheren Be- von der Firma alle Vorstellungen schroff zurückgewiesen wurden zu beseitigen waren, zu erledigen. Die Bezahlung des neu eintrages seitens der Anstalten nach Lohntlassen zu 90, 120, 150, und schließlich zwei Arbeiter, die als Wortführer auftraten, ihre geführten Tarifs, führte Redner weiter aus, fönne im allgemeinen 180 und 210 M. oder Belassung des festen Betrages und Zuschlag Entlassung bekamen. Dem gegenüber saben sich die übrigen als zufriedenstellend bezeichnet werden; von den beiden Firmen des doppelten Werthes der verwendeten Beitragsmarken. Arbeiter veranlaßt, eine sehr entschiedene Stellung einzunehmen Rosenfeld u. Cie. und Ende, welche sich noch nicht dazu auf 6. Zurückerstattung der Beiträge an die Versicherten, welche und stellten sämmtliche dort Beschäftigten die Arbeit ein. Schwingen konnten, behufs Einführung des für beide Theile zufriedeninnerhalb der festgesetzten Karrenzzeit Jnvalide werden. Ein Antrag Brückner, sämmtliche Kollegen als gemaßregelt zu stellenden Lohntariss eine feste Basis für Bezahlung von Leger7. Besetzung des Schiedsgerichts durch mindestens fünf betrachten, wurde hierauf angenommen und die Agitations arbeiten zu schaffen, habe sogar die Firma Ende für einzelne Perfonen. tommission beauftragt, diese Angelegenheit zu regeln. Sodann Positionen eine höhere Bezahlung gewährt, als der Tarij fordere; 8. Das Reichs- Versicherungsamt soll nicht nur Revisions. erhält das Wort der Referent Dr. Joel zu seinem Vortrage: wahrscheinlich nur um die Bezahlung eines einheitlichen Tarifes zu sondern auch Retursinstanz sein. " Die Groberung des Nordpols". Seine interessanten Schilde vereiteln. Bei der mun folgenden Wahl zur Werkstatt- Kontroll9. Die im§ 151 des gegenwärtigen Gesetzes festgesetzten rungen fanden in der Versammlung ein lebhaftes Interesse. fommission wurden Bled, Bieste, Ehrenforth, Ritter Strafbestimmungen sind in das neue Gesetz aufzunehmen. Hierauf berichtet Henning über den Arbeitsnachweis vom ver- und Walther gewählt. Unter Verschiedenem wurde das Verhalten Ju der hierauf folgenden Diskussion bezeichneten mehrere floffenen Quartal. Seinen Angaben zufolge florirt derselbe vor der Kollegen von der deutschen Fußbodenfabrik lobend erwähnt, Redner die Bestimmung des Entwurfs, welche den Krankenkassen trefflich. Der Vorsitzende machte die Anwesenden auf die Matinee welche dafür Gorge getragen hatten, daß der in letzter Zeit viel die Einziehung der Beiträge zur Alters- und Invaliden- Ver- am 25. Oktober aufmerksam und gab bekannt, daß die nächste genannte Vater aus Steglitz mit seinen Geschäftspraktiken, Leger ficherung überträgt, als umannehmbar, weil es nicht selten vor- Bersammlung am 26. Oktober stattfindet. arbeiten für die genannte Firma auszuführen, keine Gelegenheit tommen würde, daß Unternehmer zwar den Arbeitern die be- NB. Die obigen Mißstände betreffend, ist zu bemerken, daß finden fonnte. Zum Schluß wurde noch zur regen Betheiligung treffenden Beiträge abziehen, dieselben aber nicht an die durch Vermittelung der Ortsverwaltung ein gütlicher Ausgleich au der am 10. Oktober stattfindenden Feier aufgefordert. Kaffen abliefern, wie Die den beiden Arbeitern zugesandte es gegenwärtig schon mit den herbeigeführt wurde. G3 würde in Kündigung wurde zurückgenommen und gilt somit die Angelegen- Die Dekateure( Filiale II) hielten am 6, d. Mis. eine gut Krankenkassen Beiträgen der Fall sei. men und gilt fomit besuchte Versammlung ab, in der Genosse Wilfe über die solchem Falle deur versicherten Arbeiter sein Anspruch heit als geregelt. auf Rente verloren gehen. Genosse Pfund meint dem- Die Filiale des Allgemeinen deutschen Tapezirer: Nüblichkeit der Arbeiterorganisationen sprach. Bei Besprechung der Werkstattangelegenheiten wurde beschlossen, die Sperre über gegenüber, feiner Auffassung nach würden die zahlungsunfähigen Vereins hörte in ihrer Mitgliederversammlung vom 30. Sep. Die Firma Behmack u. Weißbarth fortbestehen zu lassen. Außer Unternehmer wohl die Kaffe, aber nicht die Rechte der Wertember einen sehr interessanten Vortrag des Genossen Wü de dem beſtimmite die Versammlung, daß vom 12. Oktober ab die sicherten schädigen. Empfehlenswerth sei es aber, daß die Kaffen über„ Der Kampf ums Dasein" an. In der Diskussion sprach stellegen mit ihren Wagen um 7 Uhr zu Hause sein sollen und die Beiträge von den Arbeitgebern im voraus einziehen könnten, Be chert im Sinne des Referenten. und nicht- wie es der Entwurf wolle den letzteren bis zum heiten kamen die Verhältnisse bei der Firma Eberhard u. Co. ihre Arbeitszeit beenden, mithin feine Waare mehr aus Kons Ablauf des Kalenderjahres Zeit zur nachträglichen Zahlung zulaffen. zur Sprache und wurde an derselben eine herbe Stritit geübt. fettions refp. Stoffgeschäften nach 7 Uhr abholen. Hierauf berichtete Büschel über die Arbeiten der vor mehr als von mehreren Seiten wurde darauf hingewiesen, daß die Kollegen Stralan- Rummelsburg. Hier tagte am 2. Oftober eine zwei Jahren eingesetzten Kommission für Zentralisirung der Orts- selbst schuld sind, da sie bisher gemeint haben, ohne Organisation leider nur mäßig besuchte Versammlung, in der Genosse Hoff Krantenfaffen. Die dahingehenden Bestrebungen seien vorläufig fertig zu werden. Sodann wies Genosse Schacht auf die mann einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Am als gescheitert zu betrachten. Einestheils weil sich die in Frage Arbeiter- Bildungsschule hin und ersuchte die Kollegen, sich am Schluß der Versammlung machte Deltint auf das am tommenden Kaffen nicht durchweg für die Zentralisation inter- Unterricht zu betheiligen. and dann 17. Ottober stattfindende Vergnügen aufmerksam. = " Arthur Stadthagen. Genosse Stadthagen irrt sich. Für alles, was er fachlich und prinzipiell vorzubringen hat, steht ihm der„ Vorwärts" zur Verfügung, wie jedem anderen Parteigenossen. In einer nur mäßig besuchten öffentlichen Verfamm- I veröffentlichten habe ich meine Zustimmung nicht ertheilt und Tung der Schuhmacher, die am Montag in Rigdorf tagte, be- weil ich Grund zu der Annahme habe, daß der Vorwärts" eine richtete König über den Schuhmacher- Kongreß in Kassel. Der Darlegung meinerseits über die Achtuhr- Ladenschluß- Frage aufRedner, der das Resultat des Kongresses im allgemeinen als ein zunehmen ablehnen würde. befriedigendes bezeichnete, trotzdem wegen Mangel an Zeit Stuttgart, Anfang Ottober 1896. einzelne Fragen nicht genügend diskutirt werden konnten, bedauerte unter anderem, daß das Obligatorium des Fachblattes nicht beschlossen wurde. In seinen weiteren Ausführungen bemängelte der Redner die Theilnahmlosigkeit der Presse an dem Kongreß und kritisirte insbesondere die ungenügende Bericht- Was die Streichung einiger Bemerkungen in der Er erstattung des Vorwärts", der nach seiner Meinung die Gewerk widerung des Genossen Stadthagen betrifft, so handelte es sich schaften hintansett. In der Diskussion stellt Weber zunächst um einige gegen die Redaktion gerichtete Bemerkungen, die mit richtig, daß sich König insofern im Irrthum befindet, als nicht dem sachlichen Theil des Streites in keinem Zusammenhange über den Generalstreit abgestimmt wurde, der standen. Wir waren der Meinung, daß Genosse Stadthagen, Antrag Nebergang zur Tagesordnung über diesen Punkt der in denselben Räumen nur einige Schritte entfernt von der zur Annahme gelangte und mithin der bemängelte Be- Redaktion sigt, seine Beschwerden uns auf einem einfacheren richt nicht unrichtig sei. Der Redner ist der Meinung, Wege, nämlich persönlich, hätte übermitteln können. daß der Kongreß einen Fortschritt für die Schuhmacherbewegung bedeutet und die gefaßten Beschlüsse den Verhältnissen angepast sind. Nachdem noch ein Redner in ähnlicher Weise wie König gegen den Vorwärts" polemifirt hatte, wendete sich Nauer gegen die gemachten Ausführungen in bezug auf den Vorwärts" und verwies auf das in nächster Zeit im Fachblatt erscheinende Protokoll, in welchem die Verhandlungen ausführlich wiedergegeben werden. Nachdem Winkler noch entgegen den gemachten Ausführungen betont hatte, daß die Abrechnung seitens der Rigdorfer Kollegen fast immer pünktlich erfolgt ist, wurde die Versammlung wegen der in Rigdorf üblichen Polizeistunde um 10 Uhr geschlossen.. . Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Menderungen Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. im Bereinsfalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterftraße Nr. 7, 1 Tr. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zufchriften, den Bund betreffend, sind zu richtent an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Arbeiter- Bildungsschule. Südost- Schule, Waldemarstraße 14: Geschlossen. Wiedereröffnung Mitte Ottober. Nord Schule, Wüllerstr. 179 a: gefchloffen. Wiedereröffnung: Anfang Oftober Brunnenstraße 25, erster Hof lints, 1 Tr. Bei allen interrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Beit aufgenommen. Arends'scher Stenographen- Verein Apollobund. Heute, abends 9 Uhr, Lühowstr. 89: Unentgeltlicher Unterricht und Uebung in der ganz bereinfachten Arends'schen Stenographie. Sprechlaal. Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. ( Auf die Auslassungen des Genossen Hoffmann, die in allen Punkten ebenso unerheblich wie unrichtig sind, lehne ich ab einzugehen, da der Vorwärts" eine wörtliche Aufnahme meiner Entgegnung unterlassen hat zu der unter meinem Namen Spezial- Bericht der Musik- Instrum.- Fabrik The Lowendall Star Works. L. Löwenthal. 121, Reichenbergerstrasse$ 0. Elektrische Bahn, Pferdebahn, Omnibus pasfiren meine Fabrik. Musik- Instrumente. Einzel- Verkauf zit regulären Fabrik- Preisen. von M. 2,25 Violinen Violinkasten Violinbogen Violoncelles Contra- Bässe, 4sait. 99 " 99 2,25 0,45 " 15,00 34,00 Alle Arten der besten Saiten enorm billig. Zither- Saiten auf Seide. Prim, Concert, Elegie, 8 Pf. 9 Pf. 10 Pf. Zithern( Prim) ( Concert) Harfen- Concert m. Neu Iber- Mech. 36sait.. Arion Concert m. Neufilber- Mech. 36fait.. Mandolinen m. Mech.. Guittarren m. Mech. Mundharmonikas " M. 7,00 19 8,50 " 28,50 99 19 99 32, 6,75 5,00 unermessl. 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Die Wiener Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 40( 7. Jahr gang) vom 1. Oftober 1896 folgende Auffäße: R. U.: Frauenstudium in Desterreich. S. G. Hilder: Soziale Reformen auf genossenschaftlichem Wege. J. Mayerhofer: A. J. Balfour als Philosoph.- J. Pap: Bur Aesthetit der modernen Malerei. Theater R. Slejhar: Der Obdachlose. und Literatur. Miniaturbilder aus der Zeit. Le devenir Social, Revue internationale d'économie, d'histoire et de philosophie. Paraît tout les mois en un fasc. de 96 pages gr. in- 8° Abonnement annuel: France, 18 fr.; Etranger, 20 fr. 16, rue Soufflot, Paris. Sommaire Nos. 8-9( Aout- Sept.) Les sentiments sociaux, X.- Le retour au passé. Adolfo Zerboglio. La grande industrie. Ed. Fortin. 1 La force et l'économie dans le développement social( suite). Frédéric Engels. Revue critique, Antonio Labriola: Del materialismo storico Dilucidazione preliminare( Sorel). Annales de l'Institut International de Sociologie ( Sorel). Notes bibliographiques. Mazel. Léon Say. Baillet, Maria Deraismes. Pareto. René Worms. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend von 72-82 Uhr abends statt. H. G., Köfit. 1. Nein. 2. Nein. W. 2. J. T. 75. Toussaint- Langenscheidt's Unterrichtsbriefe, die Sie in jeder Buchhandlung erhalten, sind die einzigen, welche zum Zweck des Selbstunterrichts in der englischen Sprache. empfohlen werden können. Von der Gleichhrit, Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Die y' Verlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 6. Jahrgangs angegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Be Die gewerkschaftlich organisirten Arbeiterinnen in Deutschland. dingungen für die Anfiellung weiblicher Fabrifinspektoren in England und antreich. Aus der Bewegung. Lungenheilstätten für Arbeiterinnen. Von einem Berliner Arzt. Warum ist die Errichtung von Schultantinen eine Nothwendigkeit?( Aus dem Bericht des Dr. Debierre, Mitglied des Gemeinderaths zu Lille.) Feuilleton: Voltsfeft. Kleine Nachrichten. Die, Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf. durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Von der euen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Berlag) ist soeben das 1. Heft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: H. B. 17. 1. und 2. Nein. Der Empfang von Schulbüchern Arbeiter und Gewerbe- Ausstellung. Ein Brief von Karl Marr an J B. Die zieht in Berlin den Verlust des Wahlrechts nicht nach sich. von Echweiger über Lassalleanismus und Gewerkschaftstampf. Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten. Bon F. A. Sorge. Das H. K. 100. Nein. Ein uneheliches Kind hat in Preußen nur demokratische Prinzip und seine Anwendung. Zum Gothaer Parteitag. dann einen Erbanspruch in den Nachlaß seines Erzeugers, wenn Notizen: Ueber die Erhebung des Berliner Gewerbegerichts in der Berliner dieser zur Anerkennung der Vaterschaft verurtheilt ist( oder freiKonfettion. Die schweizerische Brauerei- Industrie. Rückgang des landwirthschaftlichen Kleinbetriebs und die Zunahme des landwirthschaftlichen willig in öffentlicher Urkunde seine Baterschaft anerkannt hat) Proletariats in Italien. Feuilleton: Die Anfänge der Romantit. und wenn der Vater weder ein Testament, noch eheliche Kinder Kritische Studie über das Zeitalter der großen Revolution. Bon Paul hinterlassen hat. A. 3. 95. 1. und 2. Ja. 3. Nein. M. 19. Die gesetzlichen Ehehindernisse sind für ganz Deutsch" Soziale Praxis, Bentralblatt für Sozialpolitik".( Berlin, Carl Heymann's Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 1 folgenden leitenden Auf land einheitlich( durch das Personenstandsgesetz von 1875) ge= satz: Der Frauentag. Von Anna Jasti ow. Aus dem Notizentheil heben regelt. Die besonderen Bestimmungen des code, des kanonischen wir hervor: Die deutsche Berufszählung. Von Dr. E. Hirschberg. Sozialpolitische Konfular- Berichterstattung in Deutschland und England. Kom Rechts u. s. w. gelten nicht mehr. 5. R. 37. Es würden munale Fürsorge für die Fleischversorgung Wiens. Fretbänke für die nur zwischen 1 und 10 M. Geldstrafe verfügt werden. Landgemeinden im Kreise Mainz. Städtische Radfahrer- lebungsbahn und Lawn- tennis- Pläße in Hannover. Kommunales Programm für. B. 13. Ihr Bruder fann auf Schadenersah im Zivilwege Verbands flagen, auch bei der Staatsanwaltschaft Anzeige weet evangelische Arbeitervereine.. 5. westpreußischer Städtetag. tag der fatholischen Arbeitervereine Süddeutschlands. Tag der Bau- Betruges erstatten. Die Gütergemeinschaft besteht dort nicht. arbeiter Schlesiens, Galiziens und der Bukowina. Schuß für MühlenG. 199. Ja. Fabrit arbeiter in Deutschland.- Unter- Bemannung englischer Schiffe. Urtheil. 1. Ja, bis zum Jahre 1919. inspektion und Frauenvereine in Baden. Verband der Orts- Krantentassen 2. Ja. Scehase. Der Betreffende muß auf Anerkennung im Deutschen Reich. Die Armenverwaltung in Elsaß Lothringen. seiner Mitgliedschaft zunächst bei der Aufsichtsbehörde und, falls Armenpflegertag in Straßburg. von den Gesammelten worträgen und Auffäßen" des Profeffor feinem Antrage nicht stattgegeben wird, bei dem ordentlichen Dr. A. Dodel in Zürich, welche unter dem Gesammttitel Aus Leben und Gericht flagen. 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