" 1 Berliner Volks- Tribune. Social- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Bolts Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh.-Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 Bfg. pränumerando( fret ins Haus). Ginzeine Nummer 15 Bfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis vierteljährlich 1 Mt. 50 Bfg.; eingetragen unter Nr. 893 der Zeitungspreisliste. für das Jahr 1890.) Redaktion und Expedition: 8.0.( 26). Oranien- Straße 23. Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Pfg. berechnet.- Vereins- Anzeigen: 15 Pfg. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. Ausgabe für Spediteure: Volksblatt" Zimmer- Straße 44. №. 7. Sonnabend, deh 15. Februar 1890. IV. Jahrgang. Zur Beachtung! Zur Reichstagswahl- Agitation empfehlen wir diese Nummer der„ Berliner Volkstribüne" allen unseren Freunden und Lesern. Wir berechnen das Exemplar mit 10 Pfg., von 100 Exemplaren ab 8 Pfg. das Stück. Der Verlag der Berliner Volkstribüne". Berlin S. 0., Oranienstr. 23. eine 1. die tägliche Arbeitszeit in allen Betrieben höchstens 10 Stunden beträgt; 2. die Nachtarbeit für alle Betriebe mit Ausnahme solcher, wo dura die Natur des Betriebes dieselbe unumgänglich ist, aufgehoben wird; 3. die erwerbsmäßige Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren versagt wird. Dieses Regierungsprogramm denn so muß man es trob Genau so feindlich war 1886 ihr Verhalten, als zum Die Kaiserl. Erlasse, das Kartell und die Sozialdemokratie.- Die Steigerung der Blut- oder gerade wegen der fehlenden Gegenzeichnung irgend eines ersten Male im deutschen Reichstage und zwar wiederum Ministers nennen tam so unerwartet und war so ungewöhnlich, seitens der giftig verfolgten Sozialdemokraten Steuer. Was hat unser Militär schon ge- daß im ersten Augenblicke in bürgerlichen Kreisen die Meinungen Resolution zu gunsten einer internationalen Verständigung tostet? Die Ordnungs"-Partei. Ländl. weit auseinander gingen, wem die Erlasse hauptsächlich als Wahl- beantragt wurde. Diese Resolution klang auch wie eine Art Wahlbeeinflussung.- Belagerungszustand und vorspann nüßen würden. Heute sind wohl alle Kundigen ein- Erlaß au den Reichskanzler, der von der Volksvertretung müthig wenn freilich auch oft nur im Stillen der Ueber- ersucht werden sollte, Kanonen. Ein Boykott. zeugung, daß nur die Wahlaussichten und das Macht- möglichst bald eine Einladung zu einer Konferenz_an Gedichte. Der Untergang des Klein- bewußtsein der Sozialdemokratie dadurch steigen können, alle, hauptsächlich als Produzenten von Industrieerzeugnissen in Betracht kommenden Staaten ergehen zu lassen, um sich handels und die Sozialdemokratie. Sozialis- und daß diese ganze kaiserliche Stundgebung- wenn sie auch anders über die Grundzüge einer auf gleichen Grundsäßen bafirten mus und Anarchismus. 1000 Jahre Kerker gemeint war zu einem schweren Schlage gegen die Kartellparteien werden mußte und schon geworden ist. Arbeiterschutzgesetzgebung zu verständigen, welche für alle bedurch das Sozialistengeset. Liebängeleien Auch andere Parteien suchen jezt freilich die veränderte Sach- theiligten Staaten als Norm festsetzt, daß: der heutigen Sozialistenhezer mit der Sozial- lage für sich auszubeuten, aber fragen Sie doch einfach die Leute, demokratie.- Die Ungerechtigkeit der Wahl- die aus den kaiserlichen Kundgeburgen jetzt Leimruthen für den fartellbrüderlichen Gimpelfang machen möchten: Wer hat denn freiseintheilung. Zur Wahlbewegung. derartige Forderungen zuerst mit vollem Ernste er= hoben, wer hat sie zuerst verfochten, als sie noch nicht populär waren wie hente; wer hat die Arbeitermassen für diese Bestrebungen organisirt und in dieser Angelegenheit das politische Gewissen der Alles schwieg damals im Reichstage diesen Vorschlag todt, Nation überhaupt erst aufgerüttelt? Wem verdanken wir es, daß heute fein Staat und fein Staatsmann mehr um die Frage des oder protestirte wie die konservativen Abg. Lohren und Arbeiterschußes mehr herum kann? Der Sozialdemokratie und Dr. Kropatschek- gegen die Möglichkeit irgend welcher interimmer wieder: der Sozialdemokratie. Sie war es, die nationalen Vereinbarung. Und heute sollen die Wähler die über durch ihre großen Gelehrten zuerst theoretisch die Bedeutung des Nacht entstandene Begeisternng derselben Leute für den intergesetzlichen Arbeiterschutzes erwies; sie war es, die von Anbeginn nationalen Arbeiterschutz für waschecht halten? Wie heißt das doch an den Arbeiterschutz zum eisernen Bestand ihres Programms die Urtheilsfähigkeit selbst des blindesten Hödurs unterschäßen, daß zählte; die Sozialdemokratie war es, die lange vor allen Re- er mit einem Male die alten Freunde und Vorkämpfer des gierungskonferenzen internationale Arbeiterkongreffe zu Stande Arbeiterschutzes schmählich verlassen und verrathen und sich als brachte, denen jetzt die Regierungen nachhinfen und auf die Werkzeug der alten Feinde dieser nothwendigen Sozialenform gebrauchen und mißbrauchen lassen soll! Nein, wo die Vergangenheit ich jest der Erlaß des deutschen Kaisers beruft. Wer aber hat jeder Ausbildung des Arbeiterschußes stets so flar für die Sozialdemokrater. une gegen ihre Widersacher verbissensten Widerstand geleistet? Wer hat stets die spricht, da kann die Wirkung der kaiserlichen Erlasse auch nur eine ganze deutsche Industrie und das gesammte deutsche Vaterland Verstärkung der Sozialdemokratie sein. Aber lassen wir einmal die Thätigkeit des älteren Reichsals bedroht hingestellt, wenn auch nur die zahmsten Vorschläge zur Abänderung der Gewerbeordnung Gesetz würden? tages ganz beiseite, halten wir uns me an die Zeit, während Wer hat vollends die große Idee eines internationalen welcher das Kartell, diese Krönung der politischen Versimpelung Vorgehens wer hat auch da mit der der die Köln. 3tg." heute mit einem Male Deutschlands, unumschränkt herrschte einen blendenden Zauber" zuerkennt-wer hat diese stets mit ganzen Wuth der gefährdeten Ausbeutungsfreiheit einen wirklichen giftigem Spott und beleidigendem Hohn übergoffen? Wer und wirksamen Arbeiterschutz bekämpft? hat vollends den Arbeiterkongreß zu Paris die„ internatio= Als im Jahre 1887 die Arbeiterschußanträge wiederum im nalen Verhandlungen zwischen den Arbeitern aller Länder", auf Reichstage auftraten, erschien sofort der Zentralverband deutscher die sich jetzt der kaiserliche Erlaß beruft noch bis vor Industrieller wieder auf dem Plan, die mächtigste Interessenwenigen Tagen in blinder Wuth verdächtigt und denunzirt? Wer vertretung des industriellen Großkapitals in Deutschland, vor der hat sein Möglichstes gethan, jeden Arbeiterschutz zu vereiteln? die Kartellmajorität des Reichstages in Demuth erstirbt, dieser Das Kartell, das Kartell und immer wieder das Zentralverband wandte sich damals in einer unterdeß berüchtigt ge= Kartell, das ganze hierin vereinigte Fabrikanten- und Aus- wordenen Denkschrift gegen alle Reformbestrebungen, die beuterthum mit seinen Anhängseln von Interessenvertretungen, Werk- jetzt selbst vom Kaiser als nöthig erklärt werden. Wir zeugen und Schleppenträgern. heben aus diesem Monument für unserer Zeiten Schande" nur folgende jest doppelt interessante Stellen hervor: An die sozialdemokratischen Wahlkamitees! Um ine rasche und genaue Zusammenstellung aller am 20. Februar auf unsere Parteikandidaten abgegebenen Stimmen zu ermöglichen, werden die Wahlkomitees ersucht, nachdem ihnen das genaue Wahlresultat bekannt geworden ist, dasselbe sofort per Brief an den Unterzeichneten einzusenden und zwar auch mit Angabe der auf die gegnerischen Kandidaten gefallenen Stimmen. Diejenigen Wahlkomitees, welche bereits am Wahltag Abend oder spätestens am nächsten Tage wichtige Resultate melden können, werden gebeten, biese telegraphisch einzusenden. Telegramm Adresse: Bebel, Dresden- Plauen. Für das Zentral- Wahlfomitee A. Bebel. Varteigenoffen! Die kaiserlichen Erlasse, das Kartell und die Sozialdemokratie. den " 1 Will das Kartell das jetzt nicht zugestehen, nun, so find wir in der Lage, seinem beispiellos kurzen Gedächtniß etwas aus unserer eigenen Erinnerung zu Hilfe tommen zu fönnen. angeregt hatte Wir verweisen darauf, daß bisher noch nicht der Versuch gemacht worden ist, den Nachweis zu führen, daß die gegenwärtige Gesezgebung in der vorliegenden Sache unzureichend sei, oder gar schädlich wirke. Aber gehen wir weiter! Genau so wie der vom BourgeoisAuf zur Wahl! Thut Eure volle Schuldigkeit! Im Anfange des Jahres 1885 brachte bekanntlich die Laßt in Euren Gemüthern das Bewußtsein glühen, fozialdemokratische Fraktion des Reichstages nachdem daß Ihr am nächsten Donnerstag eine der seltenen Gee ſeit 1867 ſchon zu wiederholten Malen die Frage größenwahn befallene Centralverband argumentirte die„ Nordd. einen Gesezertwurf ein zur Weiterentwickelung Allg. 3tg.", das Kanzlerblatt. Sie machte sich die hohlen, legenheiten habt, den Massentritt der Arbeiter der erbärmlich rückständigen deutschen Gewerbeordnung. Sofort manchesterlichen Einwände des Fürsten Bismard ganz zu eigen bataillone erdröhnen zu lassen, hörbar allen Nationen, traten die Unternehmer- Verbände und-Vertretungen auf der und bezeichnete selbst die Regelung der Sonntagsarbeit im Sinne welche auf diese Wahl wie auf eine Entscheidungs: ganzen Linie in Aftion- gegen den Arbeiterschutz. Die Han- der Kommissionsvorschläge als praktisch undurchführbar", höchstens delskammern suchten sofort allen etwaigen Sympathieen für einen die Verwaltungspraxis der Lokalbehörden könne die Sonntags= schlacht in dem großen Befreiungskriege des Pro- gefeßlichen Arbeiterschutz durch Reſolutionen und Petitionen einen ruhe gegenüber der Sonntags arbeit erweitern, falls das Beispiel letariats mit Spannung schauen. Damit uns der Sieg Dämpfer aufzufezen. Der Zentralverband deutscher In der guten Sitte(!) sich nicht zu diesem Zweck genügend wirksam ernicht durch augenblickliche Lässigkeit verkümmert werde, dustrieller fomischer Weise nennt er sich gar noch Zentral- weisen sollte."( Jan. 1888). In einer an leitender Stelle reißet durch begeisterungsvolle Thatkraft alle Halbgenossen wandte sich mit der ganzen Entrüstung, in die das Kapital durch die Durchführung der Kommissionsbeschlüsse werde„ statt des be= verband zur Förderung und Wahrung nationaler Arbeit!"( 18. Mai 1887) wiedergegebenen langen Zuschrift meinte sie sogar, und schlaffen Elemente mit Euch fort zur Wahlurne! die Gefährdung seines Geldbeutels versetzt werden kann, gegen absichtigten Schutzes ganz außerordentliche Noth, ganz außerdiese Bestrebungen, welche den Interessen der Arbeitgeber und ordentliches Elend im Gefolge haben." Man müsse„ dem ArbeiterArbeiter gleichmäßig zum Schaden gereichen." Die National stand dasjenige Quantum von Arbeit erhalten", das in dem liberalen hatten sich von vornherein mit einer ganz nichts- nationalen Wirthschaftsgebiet für ihn vorhanden ist. Nun, m. H., sagenden Resolution, die zu gar nichts verpflichtete, begnügt; die dieses Quantum Arbeit" bleibt so oder so mit oder ohne flerital- konservative Mehrheit ließ es nicht einmal zur Ent- Arbeiterschutz erhalten; aber unter dem Arbeiterschutz braucht fcheidung über die Sonntagsfrage kommen, mit welcher allein die man zu seiner Verrichtung mehr Arbeitskräfte infolge der EinUeber den Einfluß der kaiserlichen Erlasse auf den sommiffion fertig geworden war. Die Stellung des Reich 8 schränkung der zulässigen Arbeitszeit für jeden Einzelnen Wahlkampf sprach sich Mar Schippel vor den Chemnißer kanzlers bei dieser Debatte ist bekannt. Den Normalarbeitstag theuere Arbeitskräfte infolge des Verbots der Kinderarbeit; der Wählern etwa folgendermaßen aus: die gefeßliche Regelung der Arbeitsdauer, die jetzt der Kaiser Kapitalist muß also für das gleiche Quantum Arbeit mehr zahlen; verwarf er, weil er den Lohn verringern würde. nicht das„ Quantum Arbeit für die Arbeiterklasse geht zurück, Man sah in den letzten Wochen allgemein einer hervorragenden befürwortet Rundgebung der Regierung für die Wahlen entgegen und Den Ausfall beim Verbot der Sonntagsarbeit könne die Industrie" sondern das Quantum Profit für das Kapital und das genügt dem sollten wir das verhehlen gerade wir Anhänger der Sozial- nicht tragen und schließlich auch nicht der Arbeiter. Die geschädigte Sapital und seinen Wortführern allerdings, ein erbitterter Feind demokratie hatten uns auf das Schlimmste gefaßt gemacht. Um Industrie stelle vielleicht den Betrieb ein, und eine Menge Leute jedes Arbeiterschußes zu sein. so angenehmer war unsere Ueberraschung, als unter dem 4. Fe- müsse sieben Sonntage in der Woche machen." Wenn die Arbeiter bruar die beiden kaiserlichen Erlasse erschienen, die eine geradezu den Sonntag ihren Vergnügungen gewidmet haben, dann wird der verblüffende Umwandlung der Regierungspolitik in der Arbeiter- Montag blau und am Dienstag ist die Arbeitskraft noch geSchubfrage offenbar aus eigenem Antriebe des Kaisers und ringer."" Gar keine Arbeit zu haben, erschüttert zu sein in der gegen den Willen des Fürsten Bismard- verkündeten. Diese Unterlage der Eriſtenz, dem Hunger möglicher Weise gegenüber * Erlasse bezeichneten die bisher getroffenen sozialreformatorischen Maßnahmen als ihre Aufgabe nicht erfüllend, sie stellten es als weitere Pflicht der Staatsgewalt hin ,,, die Zeit, die Dauer und die Art der Arbeit zu regeln." warum fie forderten Arbeiterausschüsse zur Verhandlung mit den Arbeitgebern und mit den Organen der Regierung, fie sprachen sich endlich für eine internationale Regelung des Arbeiterschutzes aus. gestellt zu werden, um ein Sonntagsvergnügen zu erreichen, dazu, meine Herren, werden die verbündeten Regierungen wenig stens nicht die Hand bieten, che sie nicht besser als jetzt informirt sind." Sie sehen also, m. H., die später im Kartell vereinigten Parteien, ihr Abgott und die hinter ihnen stehenden Besitzschichten, haben von Anfang an alles gethau die sozialdemokratischen Forderungen, betreffs des Arbeiterschuhes nicht zur Erfüllung gelangen zu lassen. Doch hören wir noch weitere Preßstimmen, und zwar aus neuerer Zeit und allesammt aus dem Kartellbrüderlichen Lager. In den ,, Bert. Polit. Nachr." einer offiziösen Korres spondenz, aus welcher die ganze Provinzpreffe des Kartells ihre höheren Offenbarungen bezieht, schrieb Herr Schweinburg noch im Dezember 1888 folgendes gegen das fortgesette Drängen nach erweitertem Arbeiterschutz" mit welchen Gefühlen wird er es heute lesen, wo man auch von höchster Seite fortgesetzt drängt:" Die giftigen Wurzeln dieses Strebens werden freilich verdeckt durch die Fülle angeblich humanitärer Zwecke.. Diese praktische Beurtheilung aber muß zu der Ueberzeugung führen, daß die hochgesteckten humanitären Biele von denen heute die nach so wesentlich erweitertem Arbeiter= schutz strebenden Elemente des Reichstages geblendet werden andere Motive wollen wir diesem Streben zunächst nicht unterlegen- am wenigften erreicht werden können durch Beschränkung und Einengung des Erwerbes der Arbeiter." Giftige Wurzeln dieses Strebens Zwecke eitel Blendwerk angebliche humanitäre man sieht, Herr Schweinburg konnte noch vor Jahresfrist die Worte kaum starf genug wählen, um den Arbeiterschutz in Grund und Boden hinein zu verurtheilen. Rücksichtnahme auf die Eltern!!.... Ein Gesez,[ Bildung des Bundes 206 000 Mann betragen,) die Frie welches die Arbeit der Kinder im schulpflichtigen denspräsenzstärke der übrigen Kontingente 74 000 Mann. Alter ganz verbietet, würde Sorge und Noth vieler Arbeiterfamilien verlängern und die Lebenshaltung ver- Die Normirung der Friedenspräsenzstärke auf 300 000 Mann schlechtern. Unter diesen Verhältnissen würden auch die ge- schloß somit schon eine Erhöhung um 20 000 Manu schützten Kinder leiden, in ihrer förperlichen Entwickelung ein. Der Verfassungsentwurf der Regierung verlangte durch ungenügende Nahrung mehr, als durch die Fabrikarbeit. Der Einwand, daß in Folge des Ausschlusses der Kinderarbeit der Lohn der Erwachsenen entsprechend steigen die Bewilligung mit dem Zusag, daß bei wachsender werde, ist nicht stichhaltig.... Aus allen diesen Gründen Bevölkerung nach je 10 Jahren ein anderweitiger, sind wir zu der festen Ansicht gelangt, daß die gegenwärtige d. h. niedrigerer Prozentsatz festgestellt werden sollte. Gesetzgebung auch in Bezug auf die Arbeit der Kinder in Selbst die Regierung beabsichtigte damals also nicht mit Fabriken, allen berechtigten Anforderungen der Humanität genügt und in Bezug auf die Interessen der Industrie der wachsenden Bevölkerung den Prozentsaz von einem und auf die Wohlfahrt der Arbeiterbevölkerung die Grenze Prozent festzuhalten, sondern den Prozentsatz anderweitig, bildet, welche nicht überschritten werden darf. d. h. geringer als mit einem Prozent zu normiren. Und die biedere ,, Köln. 3tg.", das nationalliberale Weltblatt, gerieth noch vor wenigen Monaten außer sich über die Nörgler und Reichsfeinde, die es nicht Wort haben wollten,„ daß die Zustände bei uns nicht nur besser sind als irgendwo, sondern daß sie in der Hauptsache überhaupt gut sind." Man müsse die Fabrikinspektorenberichte entstellen, wenn man sie zu einer Handhabe für die Aenderung der Grundsäße unserer bestehenden Gewerbegesebgebung brauchbar machen will." Mit welchem Schmerze muß heute die Kölnische Wetterfahne lesen, daß trog aller SozialAus allen diesen Gründen erklärt sich der Zentralreform die Zustände noch nicht gut seien und daß man nun doch verband gegen jede gesetzliche Beschränkung der Der Norddeutsche Reichstag verstand sich zur Bewillian den verhaßten Arbeiterschutz herantreten müsse. Wie hat gerade Arbeitszeit erwachsener Männer. gung der Friedenspräsenzstärke von 300 000 Mann bis die„ Köln. 3tg." die Arbeiterausschüsse bekämpft, deren Ein- Also nichts, gar nichts für die Arbeiter! Nichts, gar nichts zum Ablauf des Jahres 1872. Gleichzeitig mit dieser führung jetzt in den kaiserlichen Erlassen befürwortet wird. Eine für den Arbeiterschuß! Das Stapital muß unbedingt weiter unein Bewilligung wurde ein Pauschquantum von 225 Thalern berartige Institution untergrabe die Autorität" der Unternehmer. geschränkt das Recht behalten, die billige Kinderarbeit von frühestem Sie„ bedeutet etwas völlig Neues, in den letzten Zielen die Ein- Alter an, die billige Weiberarbeit ohne Rücksicht auf Gesundheit und pro Mann festgesetzt. Dieses Pauschquantum war, wie führung einer konstitutionellen Verfassung in die Fabriken und Ge- Sittlichkeit, die Manneskraft auf unbeschränkte Zeit ausbeuten zu sich erst später herausstellte, gegenüber den steigenden werbe. Deshalb muß ein solcher Anspruch zurückgewiesen können. Jede Einschränkung der alten Freiheit des Kapitals be- Preisen knapp bemessen. Um gleichwohl mit dem Pauschdeutet eine Schmälerung des alleinseligmachenden Profits- also quantum auszukommen, fab fich die Regierung genöthigt, sah Welche vergifteten Pfeile hat ferner nicht das ganze Kartell- fort mit jedem Arbeiterschutz! gesinde gegen die Forderung eines internationalen Vorgehens In einem( durch die Reichstags- Kommissionsbeschlüsse an- thatsächlich Ersparnisse an der Präsenzstärke vorgerichtet, als seinerzeit der Pariser Kongreß die Einmüthigkeit geregten) Nachtrag zu seiner Denkschrist wiederholt der Zentral- zunehmen. Demgemäß betrug beispielsweise die wirkliche der Arbeiter aller Länder in dieser Frage bekundete! Wer hat verband seine feindseligen Kundgebungen gegen die Arbeiterwünsche, Friedenspräsenz am 30. Juni 1868 nur 264 054 Mann, hauptsächlich das Zustandekommen der von der Schweiz schon im womöglich in noch schärferer Form. Es heißt da z. B.: Vorjahre geplanten internationalen Konferenz vereitelt? die deutsche Regierung. werden." Wer hat dieses Verhalten beschönigt und gebilligt? Die Kartellpreffe und die großkapitalistischen Interessentliquen. Die freifonservative Post" führte noch am 17. Juli 1689 ausdrücklich gegen die internationale Regelung aus, daß die Arbeiterschußfrage böllig auf dem Gebiete der inneren Staatsgesetzgebung liege". Heute lesen wir in der kaiserlichen Rundgebung, daß nur durch internationale Verständigung ein wirklicher Arbeiterschutz möglich sei. Die Zeitschrift Stahl und Eisen", das Organ der deutschen Hütten- und Eisenkönige, nahm die Einladung der Schweiz mit vollstem Hohne auf, der hoffentlich nun auch dem ge= planten deutschen Vorgehen gegenüber Stand halten wird. Damals schrieb das Blatt und die„ Nordd. Allg. Ztg." druckte es unterthänigst nach: -M Wenn international festgestellt werden soll, daß internationale Abmachungen über Arbeiterschutz praktisch unausführbar sind, daß diese Unausführbarkeit an jedem Ende der Frage hervorleuchtet, dann ist jedenfalls erwünscht, bei dieser Feststellung betheiligt zu sein; wäre es auch nur, um bei erneuten Verhandlungen über Erweiterung deutschen Arbeiterschußbestimmungen sich darauf berufen zu können, daß der bei solchen Gelegenheiten stets im Hintergrunde auftauchende Vorschlag internationaler Vereinbarung ein Schlagwort ist. Also Beschickung des Kongresses in der Hoffnung, er werde scheitern, um die erwiesene Unmöglichkeit" internationaler Berständigung alsdann weiter zu benußen, jede Ausdehnung der deutschen Arbeiterschutzgesetze abzuweisen! Das bildete damals die Parole dieser Edelsten der Nation, soweit sie nicht überhaupt nichts mit der Schweiz zu thun haben wollten. Und diese selben Leute und diese selben Blätter wollen es jezt wagen, die Wähler damit zu fangen, daß sie sich ihrer Arbeiter schutzbestrebungen rühmen? Sie sollten im Stande sein, dem Bolte die Erfüllung dessen zu bringen, was sie als sie noch frei von der Leber weg reden durften in schmählichster Weise verunglimpft und mit Füßen getreten haben? Die schlimmsten Böcke von gestern sollten mit einem Male die besten Gärtner von heute geworden sein? Nein, m. H., glauben Sie doch das nicht! Beurtheilen Sie diese Kartellbrüder einfach nach ihrer Vergangenheit, beurtheilen Sie die kämpfende und ringende Sozialdemokratie nach ihrer Vergangenheit und dann, m. H., dann entscheiden Sie; für das Kartell oder für die Sozialdemokratie! Heute schon find die Kartellblätter eifrigst an der Arbeit, die Wirkung der faiserlichen Kundgebungen abzuschwächen. Der Beginn der Kinderarbeit in Fabriken in mög- am 30. Juni 1869 nur 253 648 Mann, am 31. De lichst frühem Alter entspricht in der Hauptsache dem Be- 3ember 1868 war die Friedenspräsenzftärke infolge späterer dürfnisse der Arbeiter(!) selbst, welche ihre Kinder zum Einstellung der Rekruten sogar bis auf 202 728 Mann Verdienste mit heranziehen wollen.. Wir erachten die gesunken. Gleichwohl hat diese geringere Präsenzstärke der bestehende Gesetzgebung für ausreichend und halten eine bedenklich. weitere Einschränkung der Kinderarbeit, als einen empfind- Kriegstüchtigkeit des Heeres, wie der 1870 ausbrechende lichen Eingriff in das Erwerbsleben der Arbeiter( 1) für französische Krieg beweist, nicht im mindesten geschadet. Im Jahre 1871 wurde der Norddeutsche Bund zum Der Zentralverband ist einverstanden( wie gnädig von Deutschen Reich erweitert. Im Herbst 1871 bewilligte so hohen Herren) damit, daß Wöchnerinnen während 4 Wochen nach der Niederkunft nicht beschäftigt werden der Deutsche Reichstag auf der Grundlage der früheren dürfen. Für die Fabriken ist diese Bestimmung ohne prat- Beschlüsse des Norddeutschen Reichstags, entsprechend der tische Tragweite; dem Wunsche der Arbeiter dürfte größeren Bevölkerungszahl des Deutschen Reichs, für die fie nicht entsprechen(!) Beit bis zum Ablauf des Jahres 1874 eine Friedenspräsenzstärke von 401 659 Manu und gleichzeitig wiederum ein Pauschquantum von 225 Thlr. pro Mann. Die Bestimmung, daß Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu besorgen haben", in Fabriken nicht länger als 10 Stunden täglich beschäftigt werden dürfen, ist un annehmbar.... Hierin( weil Arbeiterinnen ohne HausDie Ziffer der Friedenspräsenzstärke berechnete fich wesen nach der Reichstagskommission ungeschüßt bleiben sollten) ist eine Förderung des unerlaubten Zusammen- ebenso wie früher im Norddeutschen Bunde mit ein lebens, also der Unfittlichkeit zu erblicken. Prozent von der Bevölkerungsziffer von 1867. ThatNoch erbärmlicher faft wenn das möglich ist war die sächlich schloß aber diese Friedenspräsenzstärke eine ErHaltung der Lüdenscheider Handelskammer. Die Reichstags- höhung der Friedenspräsenz in sich. Denn die süddeutschen fommission hatte für Arbeiterinnen und Kinder die ſpottgeringe Staaten, insbesondere Würtemberg und Baden, hatten bis Aenderung vorgeschlagen, daß dieselben an Sonnabenden und Vorabenden von Festtagen Nachmittags nach 6 Uhr nicht mehr be- dahin eine geringere Präsenzziffer gehabt.2) schäftigt werden dürfen. Ju widerwärtigster sittlicher Heuchelei Auch in den Jahren 1872, 1873 und 1874 blieb die wendet sich die Handelskammer selbst gegen diese Bestimmung. Für thatsächliche Präsenzstärke hinter der gesetzlichen die Frauen sei ein so frühes Entlassen wohl gerechtfertigt, die Stinder und die übrigen Arbeiterinnen würden schwerlich nach Hause Feststellung gleichwie zu Zeiten des Norddeutschen Bundes gehen, sondern sich auf den Straßen zum Schaden ihrer zurück, weil das knapp bemeffene Pauschquantum die Moral herumtreiben. Diese Sorge um die Moral wird in Regierung zu Ersparnissen an der Präsenz nöthigte. So ein flareres Licht gestellt durch die zugleich ausgesprochene Ansicht betrug die thatsächliche Präsenz nach amtlichen Duellen im daß die Industrie dann gezwungen sein würde, auch eine große Bahl männlicher Arbeiter schon um 6 Uhr zu entlassen. Aber Durchschnitt des Jahres: auch diese Befürchtung wird nicht im Interesse des Geldsacks geltend gemacht, bewahre! nur deshalb, weil dann der, Gang ins Wirthshaus das Gewöhnliche sein würde!" Also auch nichts, car nichts für den Arbeiterschutz! Und dabei diese erbärmliche Heuchelei, welche die Sorge für den Arbeiter und seine Moral Um der Ersparnisse an der Präsenz überhoben z immer wie eine spanische Wand vorschiebt, um die eigene nackte sein, verlangte die Regierung im Jahre 1874 vom ReichsGeldgier dahinter zu verbergen. tag nur die Feftfegung einer Friedenspräsenzstärke, während Die Schwierigkeiten der Angelegenheit bürgen der die Geldbewilligung hierfür in der Form der jährlichen deutschen Industrie, welche bereits so viele Opfer gebracht, so schwere Laften auf ihre Schultern genommen Etatsfestseßung erfolgen sollte. Die Friedenspräsenzstärke hat, dafür, daß die Sozialpolitik aus ihrem bedächtigen wurde wie bisher auf 401 659 Mann für die Jahre und fichern Gange nicht zum Sturmschritt übergehen wird. 1875 bis zum 1. April 1881 festgefeßt. Da aber die Wir betonen nachdrücklich, daß nicht im Freudenrausch, Regierung thatsächlich nach erfolgter Erhöhung des Militärsondern nur durch bedächtige Arbeit etwas Brauchbares und 1872: 359 000 Mann 1873: 353 000 1874: 350 000 " 11 Dauerndes geschaffen werden kann, weil wir die Erregung etats gegen das Pauschquantum( für 1875 um nicht weunerfüllbarer Hoffnungen für bedenklich halten; wir halten niger als 52 Millionen Mk.) nicht mehr genöthigt war, diese nüchterne Stellungnahme gerade gegenüber den über- Ersparnisse an der Präsenz vorzunehmen, so erhöhte sich Schwenglichen Jubelhymnen einzelner Blätter für geboten. ThatUnd wenn Ihnen die Vergangenheit der deutschen Großbourgeoisie noch nicht genügt, nun, dann beobachten Sie die stille Minirarbeit, die heute schon trotz aller unterthänigsten Begeisterungsheuchelei im Kartelllager gegen die Forde rungen des Kaisers begonnen hat. Hätten wir heute noch einen sterbensfranken Monarchen an der Spize, so wären zweifellos in Deutschland schon die Entrüstungsstürme angebrochen, wie in der Battenberg- Bismarck- Affäre; so muß man sich wohl oder übel mit stillerem Widerstande behelfen. Aber dieser Widerstand ist da wie könnten die Leute denn auch aus einmal ihren bisherigen Standpunkt und ihre Interessen verleugnen! und dieser Wenn man schon vor den Wahlen derartig abwinft, was die thatsächliche Präsenz für 1875 und die folgenden stille Widerstand wird sich zweifellos wie ein Bleigewicht an die wird erst nach den Wahlen noch von diesen Leuten als erfüllbar Jahre von 350 000 auf 385 000 Mann ³) kaiserlichen Bestrebungen hängen und alle wirklichen Erfolge des und für die Industrie erträglich bezeichnet werden. Spricht doch sächlich erhöhte sich auch die durchschnittliche Dienstzeit neuen Programms zu verhindern suchen, wenn man zum Schein die Stöln. 3tg." jetzt schon von hochfliegenden Hoffnungen, denen der Infanterie von bisher 2 Jahr 21/2 Monat auf etwas auch ein gewisses Entgegenkommen zeigen wird. Begrüßt doch Enttäuschungen folgen müssen." Gewiß, Enttäuschungen bitterster über 22 Jahr. die Berliner Börse die kaiserlichen Erlasse mit einer Art für die Arbeiter, wenn die Kartellabgeordneten erst in den Baissee. Reichstag eingezogen sind. Eine Erhöhung der gesetzlichen Friedenspräsenzstärke Die ,, Hamburger Börsenhalle" winkt jezt schon mit dem hat alsdann stattgefunden, als das Septennat von 1874. Baumpfahl nach oben, daß man nur ja nicht die Interessen der abgelaufen war. Die freifonfervative Bost" fieht in den Arbeiterausschüssen Arbeitgeber zu ignoriren sich unterſtehe: In dem 1880 durch den Reichstag beeine ernste Gefahr", da sie leicht zu einer Organisation der Sozialdemokratie" werden tönnten, durch Arbeiterschußgeseze fönne 3u einem Jubel, als ob nun eine beffere Zeit willigten neuen Septennat 1881 bis 1888 war eine " unabsichtlich selbst Schaden verursacht werden." Am 8. Februar hereinbrechen müsse, ist noch keine Veranlassung. Den Friedenspräsenzstärke von 427 274 Mann gegen bisher tritt dieselbe freifonservative" Post" die großen Schwierigkeiten Intereffen der Arbeiter stehen die der Arbeitgeber, 401 659 Mann zu Grunde gelegt.4) und Gefahren breit, die auf dem empfohlenen Wege lauern, und ja der ganzen bürgerlichen Gesellschaft gegenüber." Die Erhöhung der Friedenspräsenzstärke um circa fie fann nicht umhin,„ dem hohen Schwung der Seele, der Vor- die Hand bieten zur Wahl der ihren Interessen gegenüberstehenden Militärlast, welche von 1881 ab erfolgte. Durch die NoDas meinen wir auch und da sollten die Arbeiter gar noch 26 000 Mann war aber nicht die einzige Steigerung der urtheilslosigkeit und Humanität, von denen jener Att Zeugniß Unternehmervertreter! Es ist fein schönes, aber doch ein wahres ablegt", ihren tiefen Ernst" entgegenzusetzen. Wort: Nur die allergrößten Stälber, wählen ihren Metzger selber! Und darum, wenn das deutsche Volk schon von vornherein 1) Das preußische Kontigent hat die Stärke von 206 000 das Kartell als seinen Todfeind betrachtete der Umstand, Mann aber erst nach der sog. Neorganisation im Jahre 1860 erdaß nunmehr der gesetzliche Arbeiterschutz praktisch in Angriff ge- langt. In den Jahren 1815 bis 1850 betrug die Stärke der prennommen werden soll, der nacht es doppelt und dreifach zur Pflicht, Bischen Friedensarmee zwischen 114 000 und 140 000 Mann, was nicht eine Stimme für die Todfeinde eines wirklichen Arbeiter zuletzt etwa vier Fünftel Prozent der Bevölkerung des Staates schnges, nicht eine Stimme für irgendwelchen ausmachte. Erst nach Wiederherstellung der dreijährigen Dienstzeit Vor dem geistigen Auge des nüchternen Praktikers Kartellbruder abzugeben, sondern Mann für Mann zu im Jahre 1858 erhöhte sich die Friedenspräsenzſtärke auf 150 000 aber werden sich daneben auch die tausendfachen stimmen für die Partei, welche allein etwas Ganzes auf diesem Mann und stieg dann durch die Vermehrung der Truppentheile in= Schwierigkeiten emporthürmen.... Die deutsche Industrie Gebiete erstrebt, welche allein die Interessent der Arbeit vertritt und folge der sogenannten Reorganisation immer allmählich bis auf ist schon jetzt mit einem recht gewichtigen fozialpolitischen zur Geltung bringen fann: für die Sozialdemokratie. 205 000 Mann. Gepäck belastet, und jeder, der nicht die Gewohnheit hat, auf Kosten anderer den Hochherzigen zu spielen, finnigen gegenüber auf, sich an die bisherigen Handlungen der wurden nunmehr zu je einem Armeekorps erweitert. Die Nationalzeitung" forderte neulich die Arbeiter den Frei- 2) Die würtembergische Division und die badische Division wird sehr vorsichtig und bedächtig an die Erwägung Parteien zu halten, um nicht irregeführt zu werden. Nun, wir tretende Kontingent für das Elsaß wurde verwandt zur Erhöhung Das dazu der Frage herantreten, wie eine weitere Verbesserung des haben die Handlungen der Kartellparteien auf dem Gebiete des der Kadresstärke der preußischen Truppentheile. Außerdem wurden Loses der Arbeiter zu erzielen sei. Arbeiterschutzes geschildert und die Handlungen der Sozialdemokratie in der preußischen Armee neu formirt 36 Batterien, 2 Bataillone Wir wissen nicht, ob die Köln. 3tg." auch den deutschen sind Ihnen bekannt. Wählen Sie jetzt darnach und wenn früher Eisenbahntruppen, 1 Pionierbataillon und 1 Trainbataillon. Raiser zu denjenigen rechnet, welche auf Stoſten anderer den Hoch- der Sieg der Sozialdemokratie in diesem Kreise unsicher herzigen spielen" möchten, aber jedenfalls bricht hier schon ganz schien, so muß er sich nach den faiserlichen Erlassen unbedingt auf jächlichen Präsenz und der gesetzlich zulässigen Marimalziffer 3) Der Unterschied von 16 000 Mann zwischen der that offen die Absicht durch zu bremsen und zu hemmen. Schreibt die Seite der Sozialdemokratie senken. das Blatt doch auch ganz offen an anderer Stelle: erklärt sich theils aus den unvermeidlichen Vakanzen, theils aus der Innehaltung einer fünfwöchentlichen Vakanz zwischen der Entlassung. der Reserven und der Einstellung der Refruten. Die thatsächlich dadurch zum Ausdruck, daß die Rekrutenvakanz, welche noch 1874: 31 Monat betragen hatte, bis auf die erwähnten 5 Wochen ver fürzt wurde und außerdem die Zahl der Dispositionsurlauber nach zweijähriger Dienstzeit vermindert wurde. Die nationalliberale Kölln. 3tg." variirt mit etwas mehr Schwung daffelbe Jammerlied des Kapitals. Sie schreibt: Der warmblütige Idealist und der schwärmerisch angelegte Menschenfreund wird sich willig dem blendenden Zauber eines großen reformatorischen Gedankens gefangen geben. Es erscheint doch vernünftiger, die Kinder angemessene Arbeiten verrichten und verdienen zu lassen, als sie dem Müßigang und der Verwilder ung preiszugeben.( Welche Die fortwährende Steigerung der Blutsteuer gegen die früheren Jahre um 35 000 Mann erhöhte Präsenz kam Fürsorge für das Wohl der Arbeiterkinder!) Wir wollen nicht Vermuthungen darüber aussprechen, was sich wohl der Sozialdemokrat Harm gedacht haben mag, als er im im Deutschen Reiche. Reichstag verlangte, baß Rinder, richtiger wohl junge Leute, den Norddeutschen Bund auf ein Prozent der BevölJm Jahre 1867 wurde die Friedenspräsenzstärke für bis zum 15. Lebensjahre nicht beschäftigt werden sollten. Eines der hauptsächlichsten Bedenken gegen weitere Ein- ferung, d. i. 300 000 Mann, festgefeßt. schränkung der Kinderarbeit ist von jeher und auch jetzt die Friedenspräsenzstärke des preußischen Heeres hatte vor 4) Die Erhöhung der Präsenzstärke wurde verwandt, um folgende neue Truppentheile zu formiren: 34 Infanteriebataillone, Bataillon. 40 Batterien Feldartillerie, 2 Bataillone Fußartillerie, 1 Bionier velle zum Militärgefeß von 1880 ist nämlich auch die thurm zu Spandau 2c. zu beschaffen. Für diese Verwenmilitärische Ausbildung der Ersagreserven im Frie- dungen wurden aus den französischen Milliarden: ben eingeführt worden, welche man bisher nicht kannte. 3,85 Milliarden Mark " Zusammenfassung aller nicht- sozialistischen Elemente" lautet nicht blos die von der Regierung ausgegebene Losung zu den bevorstehenden Wahlen, sondern auch das Motto, welches man wahrscheinlich über die Doch lassen wir das ganz bei Seite, was auf Kosten Geschichte des ganzen fürdern bürgerlichen Parteilebens unserer französischen Nachbarn dem Militär geopfert wird schreiben dürfen. Denn der Zusammenschluß aller worden ist. Bleiben wir bei dem, was die deutschen bürgerlichen Elemente ist eine geschichtliche Nothwendigkeit. Bürger haben aufbringen müssen. Da nämlich die sozialistische Bewegung sich gegen ben Diese militärische Ausbildung sollte bestehen aus einer auf Kosten des französischen Krieges verausgabt. zehnwöchigen, einer vierwöchigen Uebung, zwei zweiwöchigen Uebungen für diejenige Zahl von Ersatz reservisten, welche das Etatsgeset jährlich dafür bestimmt. Die Ersaßreservisten werden auf die Friedenspräsenz nicht angerechnet. Aus der Gesammtzahl der Wochen der Präsenz der Ersaßreservisten ergiebt sich aber eine Steigerung der Friedenspräsenzstärke für den Durchschnitt des Jahres, beispielsweise für das Etatsjahr 1886/87, um 5470 Mann. " 1 Nach unseren Angaben würden sich die laufenden Kapitalismus richtet, und jede der bürgerlichen Parteien Ausgaben für Armee, Marine und Pensionen seit 1872 die Interessen irgend einer Form des Kapitals, sei es die von 309 Millionen auf 466 Millionen, also um 157 des Großgrundbesizes, sei es die der Großindustrie, sei es Millionen mehr als 50 pCt. innerhalb dieser 16 Frie- die des großen Handelswesens, vertritt, so muß die ge= densjahre erhöht haben. Der Pensionsetat darunter sammte Bourgeoisie an demjenigen Zeitpunkt, wo all ihre Diefer 1880 neugefchaffene Zustand sollte abermals weist eine Erhöhung von 47 auf 60 Millionen Mt. nach Parteien anfangen, die Sozialdemokratie zu fürchten, sich verändert werden, als 1887 die Regierungen die Vorlage und er steigt jeßt gerade riesig, weil die Pensionirung zusammenschließen zu einer einzigen, allerdings in sich verdes neuen französischen Militärgefeßes im Jahre 1886 niederer und höherer Offiziere, alter und junger, in den schieden gefärbten, Partei, deren dünkelvolle Devise natürzum Vorwand nahmen, um das Septennat, das bis zum letzten Jahren sehr bedeutend zugenommen hat. Tausende lich Ordnung" lautet. 1. April 1888 dauern sollte, schon ein Jahr früher auf von Offizieren- bemerkt Bebel in seiner Schrift über Die Bildung der Ordnungs"-Partei bezeichnet also zuheben und gleichzeitig eine weitere Erhöhung der Präsenz„ Die Thätigkeit des Reichstages" mit Recht werden den Beginn eines neuen Entwickelungsabschnittes der Sozialziffer von 427 274 Mann bis auf 468 409 Mann für invalide" erklärt, die noch im besten Mannesalter demokratie, welchem die Geschichte den Titel geben kann: beantragten. Der Reichstag wurde, wie bekannt, damals stehen, für jeden bürgerlichen Beruf noch tauglich sind und„ Die erstarkte Sozialdemokratie"; denn der Bund unserer aufgelöst, nicht weil er die geforderte Truppenzahl nicht in den meisten Fällen auch einen solchen sich noch suchen, Gegner ist ein Zeichen unserer Stärke. bewilligte, sondern weil die Majorität die Bewilligung weil, wenn sie ohne Vermögen sind, sie von der Pension Obgleich wir demnach Grund haben, uns über die nicht auf 7, sondern auf 3 Jahre beschlossen hatte., standesgemäß" nicht leben können. Ein gut Theil unserer von der Regierung ausgegebene Wahlparole zu freuen, Jezt aber zeigte sich, nachdem ein gefügiger Reichstag ungesunden Agrarier in den Ostprovinzen sind pensionirte so dürfen wir uns doch durch diese Freude nicht zur vorhanden war, daß die Wünsche der Reichsregierung viel Offiziere, die als solche eine Pension beziehen, obgleich kein Siegesgewißheit verleiten lassen, müssen vielmehr bedenken, weiter gingen, als sie früher verlautbart hatte. Jetzt Mensch zu sagen vermag, welche Art von körperliche daß nicht blos unsere Partei stärker geworden ist, sondern handelte es sich nicht mehr blos um die siebenjährige Be- Gebrechen sie als„ invalid" erscheinen lassen. Die bei der auch deren Gegnerschaft, nämlich durch den beginnenden willigung der 468,409 Mann, jeẞt kam man auch mit Pensionirung der Offiziere angewandten Grundsäße stehen Zusammenschluß ihrer Elemente, und daß diese gegnerische einem neuen Militär- Organisationsgesetz, das die in einem wundersamen Gegensatz zu denen, die z. B. bei Stärke die Niederlage unseres Kandidaten in diesem und Grundlagen der Waffenpflicht wieder wesentlich veränderte der Invaliditätserklärung der Arbeiter auf Grund des jenem Wahlkreise zur Folge haben könnte, dessen Eroberung und erweiterte. Auch dieses Geses gelangte rasch zur Invaliditäts- und Altersversorgungsgesetzes in Anwendung vielen von uns jetzt über allen Zweifel erhaben scheint. Lassen Annahme. Danach sind alle Deutschen, welche mit dem fommen werden."- Ferner hat sich der Marineetat mir uns warnen durch das Schauspiel im Königreich Sachsen 20. Lebensjahre in das stehende Heer eintreten, 25 Jahre von 12 auf 36 Millionen Mark erhöht, also verdreifacht. bei den Reichstagswahlen 1887. Dort in der Hochburg der Dienstpflichtig. Die Dienstpflicht wurde also, abgesehen Die laufenden Ausgaben für die Armee haben eine Er Sozialdemokratie brachten es die Bürgerlichen fertig, die von der Neuorganisation der Landwehr zweiten Aufgebots höhung von 250 auf 370 Millionen Mart, also in 15 sozialdemokratische Vertretung von fünf Männern auf einen und der Eintheilung des Landsturms in zwei Aufgebote Friedensjahren um 120 Millionen Mark oder nahezu einzigen zu vermindern. Bei den kommenden Wahlen steht auch noch gegen früher um drei Jahre, vom 42. auf nun zu erwarten, daß sehr viele der deutschen Bürger" das 45. Lebensjahr verlängert. Hiernach verfügt sich ähnlich verhalten werden, wie 1887 die sächsischen. Deutschland im Falle eines Krieges über mehr als 3/2 Milli Wahrscheinlich wird ein beträchtlicher Theil der Freifinnigen onen ausgebildeter Soldaten. fich krampfhaft bemühen, den sozialdemokratischen Kandidaten zu Falle zu bringen. Lassen wir uns nicht täuschen durch die freisinnige Presse. Wenn auch die Journalisten der= selben heute noch vielfach das Kartell als den Hauptfeind bezeichnen wir müssen bedenken, daß in den Journalisten ein Stück Jdeologie zu stecken pflegt, daß aber der Bürger den Ideen feines Leibblattes abtrünnig wird, sobald ihm sein Intereffe dies zu gebieten scheint. Das sind die Opfer an Menschenkraft und Menschenglück, welche der Militarismus verschlingt. Sehen wir nun einmal die Geldsummen an, welche dieses System seit der Gründung des Deutschen Reiches verschlungen hat. 50 pCt., erfahren. Wir fügen noch in einer Tabelle die Summe der laufenden und der einmaligen Ausgaben für Armee, Ma rine und Pensionen an: Was hat uns das Militär in Deutschland 1878/79 alles schon gekostet? 553 Millionen Mark. 482 im Jahre 1872 Laufende Ausgaben. 309 Laufende u. einmalige Ausgaben. 1873 321 " " 1874 323 475 " " 1875 386 584 " " 1876.. 387 487 " " 1877 I. Qatartal 97 123 11 " 1877/78 394 489 " " 392 489 " " 388 462 " " 402 463 " " 420 485 " " 1882/83 416 456 " " 1 412 451 " 17 419 464 " " 423 472 " " 429 497 " 1 " 450 632 " " 456 843 " " 466 569 " " 1 1879/80 1880/81 Es ist hier zu unterscheiden zwischen den laufenden 1881/82 Ausgabeu, d. h. denen, die jährlich wiederkehren, und den 1883/84 ernmaligen Ausgaben für Neuanschaffungen, Neubauten, 1884/85 Neuorganisationen, die freilich auch zu nahezu dauernden 1885/86 Ausgaben werden können, wenn die Neuanschaffuugen gar 1886/87 nicht mehr aufhören, sondern alle Jahre infolge der rapi den Umwälzungen der Kriegstechnik wiederkehren. Betrachten wir zunächst die laufenden Ausgaben. Sie betrugen in Millionen Mark für im Jahre 1872... 1873 1874. 1875. Armee Marine Pensionen 250 12 47 264 14 43 267 12 44 319 18 49 1876.. 319 19 49 1877 I. Quartal 80 5 12 1877/78 324 21 49 1878/79 320 23 49 1879/80 316 49 1880/81 328 1881/82 344 27 49 1882/83 342 26 48 1883/84 337 27 48 1884/85 339 32 48 1885/86 338 37 48 1886/87 342 36 51 1887/88 359 39 52 1888/891) 1889/ 90¹) 36 54 60 367 370 53335 Die einmaligen Ausgaben für Heer und Marine find natürlich gerade in den letzten Jahren, wo fortwährend neue Mordwaffen, neue Bertheidigungs- und Angriffsmittel auftauchen und eingeführt werden, zu unglaublicher Höhe angeschwollen. Sie beliefen sich auf: im Jahre 1872 1873 244 Millionen Mart. 161 " " 1874 152 " " 1875 198 " 1876.. 100 H 1877 I. Quartal 26 群 " 1877/78 95 " 1878/79 97 " PR 1879/80 74 " 1880/81 61 " 1881/82 65 H 1882/83 40 1883/84 39 " 1884/85 45 " 1885/86 49 1886/87 68 " 1887/88 182 " " 1888/891) 387 " " 103 " " 1889/891) 1888/89) 1880/ 90¹) 1887/88 Ländliche Wahlbeeinflussung. " 1 B. W. Damit die bösen Sozialdemokraten im Hinblick auf das außerordentliche Anwachsen ihrer Bewegung nicht gar zu übermüthig werden, machen ihnen die Vertheidiger der gegenwärtigen Gesellschaft oft den Einwurf: ,, Die industriellen Arbeiter könnt ihr mit eurer Agitation umgarnen, nicht aber die ländlichen Arbeiter; die LandEs sind also 9476 Millionen Mark, 9% Milli- bevölkerung ist ein Boden, auf dem das sozialdemokratische arden Mark seit 1872 dem Militär bereits Unkraut nicht gedeiht; der treue Schädel des Bauern ist geopfert worden und diese Ziffern nehmen nicht ab, ein Fels, an welchem das nach Utopien steuernde Sozialistensondern von Jahr zu Jahr in immer rascherem Maße zu, schiff scheitern wird; das Bauerndorf ist ein Wall, ein der letzte Etat( 1890| 91) bringt wieder enorme Steigerungen. Und das wird nicht aufhören, wenn das ganze hier sich offenbarende politische System nicht geändert wird durch Wahl wirklich volksfreundlicher Ver: treter! Die„ Ordnunga"-Partei. Damm. " ." u. f. w. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." Das Gerücht von dem zähen„ Eigenthumsfinn" unserer Landbevölkerung, von ihrem unüberwindlichen Haß gegen die Sozialdemokratie, von ihrer treuen Liebe zu ,, Kaiser und Reich" scheint mir auf einer ganz falschen Deutung der Thatsachen zu beruhen. Thatsache ist allerdings, daß wir unter der ländlichen Bevölkerung bis Dato nur vereinzelte Genossen zählen. Aber aus dieser Thatsache darf man durchaus nicht die Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie auf dent Lande folgern. Vielmehr ist zu Die Wahlanstrengungen von sozialdemokratis er Seite bedeuten bedenken, daß die Ausbeutung der Landbevölkerung durch einen Vorstoß der Sozialdemokratie gegen die Gesammtheit das Kapital empfindlich genug ist, um auch dem Kleinder bürgerlichen Elemente. Die Symptome eines solchen Vor- bauern, gefchweige denn dem ländlichen Lohnarbeiter, die stoßes treten aber nicht nur in unserem Lande, sondern überall sondern nicht minder in der großen allgemeinen Strifebewegung, bei haltbar, die sozialistische Produktion dagegen Ziel und Heil hervor; sie zeigen sich keineswegs allein in den Wahl anstrengungen, Augen darüber zu öffnen, daß die Privatwirthschaft unwelcher die Sozialdemokratie notorisch allerorts ihre Hand im Spiele unserer ökonomischen Entwickelung ist. hat; mag fie für die Strifes im Einzelnen auch nicht stets der Urheber sein, jedenfalls ist sie bemüht, die leitende Stolle zu ergreifen, B. W. Die ,, Nordd. Allg. 2tg.", das Sprachrohr des Reichskanzlers, schrieb kürzlich unter dem Beifall aller Wohlgefinnten": wo immer eine solche Bewegung hervortritt. wonnen haben, läßt sich zur Genüge aus den folgenden Daß wir bisher wenig Genossen auf dem Lande ge= Alle diese Erscheinungen sind, wie gesagt, international. Umständen erklären: Wir waren noch nicht in der Lage, Sie treten bei uns nur deshalb schärfer hervor, weil sie mit den auf dem Lande zu agitiren; denn durch die Handhabung allgemeinen Reichstagswahlen zeitlich zusammentreffen und daher des Sozialistengesetzes und die Abhängigkeit der Landleute bei den Vorbereitungen zu diesen ihren mehr als in anderen Ländern in vie Augen fallenden Ausdruck finden. Man wird gewiß nicht von den hohen Herren werden Versammlungen ländlicher fehlgehen, wenn man diesen internationalen Vorstoß der sozial- Wähler, wo wir uniere Bestrebungen auseinander setzen revolutionären Tendenzen mit den im vorigen Sommer in Baris könnten, fast unmöglich. Und dann die Wahlbeein abgehaltenen Kongreffen, oder richtiger mit demjenigen der Marxistischen Richtung in Verbindung bringt, bei welchem ja die Führer der deutschen Sozialdemokratie ebenso die tonangebende Rolle spielten, wie sie es in der umstürzlerischen sozialistischen Strömung überhaupt thun. flussung! Es ist schon viel über dieses Kapitel im Reichstage gesagt und in den Blättern der Oppofitions Parteien ge= schrieben worden. Mit Entrüstung ist darauf hingewiesen worden, daß die Mehrheit der legten Volksvertretung, der Hat man es aber mit einem allgemeinen Vorstoß der sozial revolutionären gegen die bürgerlichen Elemente zu thun, so liegt es nahe, zur Abwehr deffelben an ein Zusammenfassen aller 10g. Hurrah- Reichstag" in ganz besonderem Maße durch nicht- sozialdemokratischen Elemente bei den Reichstags- Wahlbeeinflussung zu Stande gebracht wurde. Sind bei wahlen zu denken. Allerdings steht solcher Zusammenfassung Aller, dieser Gelegenheit schon genug Fälle von Beeinflussung welche Staat und Gesellschaft zwar reformiren, aber nicht zu dem durch die Presse bekannt geworden, so ist die Menge dessen, angeblichen Zweck über den Haufen werfen wollen, damit aus der hergestellten chaotischen Anarchie eine neue bisher ungekannte Kultur- was man sich auf dem Lande über dieses Thema erzählt, höhe sich entwickeln könne, jener Parteigeist entgegen, welcher dem unerschöpflich groß. Hierbei ist weiter festzustellen, daß Deutschland durch Frattions wohl das allgemeine Wohl unterordnet. Am stärksten Dieser Artikel nun möchte die Aufmerksamkeit auf eine die französischen Milliarden in die Lage tam, nicht ist solcher Parteigeist bei unserer bürgerlichen Demokratie entwickelt, Art der Beeinflussung lenken, welche wahrscheinlich in allen allein die eigentlichen Kriegskosten, sondern auch den Wieder- aber selbst bei dieser beherrscht er mehr die Parteileitungen als ländlichen Wahlbezirken üblich ist. Allerdings haben wir die Wähler selbst. erfaz des gesammten Kriegsmaterials, die Kosten für die Gegen die Sozialdemokratie und gegen ihre Begünstiger! nicht das Recht, aus dem vorliegenden Material den Schluß neue Bewaffnung und die neuen Festungsbauten, das Ka hätte also jene Parole zu lauten, mittelst deren dem internationalen zu ziehen, daß im Wahlkreis Jüterbog- Luckenwalde eine pital für den Invalidenfond, die Summe für den Ankauf Borstoße der Sozialrevolutionäre bei uns zu begegnen wäre. Wahlbeeinflussung versucht wird. Aber jedem Leser wird und die Vervollkommnung der Eisenbahnen in Elsaß- 1) Nach den Voranschlägen, die früheren Zahlen nach den dieses Material doch Grund zum Verdachte geben. Und Lothringen, den Kriegsfond von 120 Millionen im Julius- Jahresrechnungen. sollte hier keine absichtliche Beeinflussung vorliegen, so doch 11 eine fahrlässige. Jedenfalls kann unser Material zeigen, neue System Puttkamer, welches sich durch den Mund sollten natürlich! denn die Rechte des Geldsackes find ,, wie es gemacht wird." seines anerkannten Trägers mit dem Losungswort ange- dem Bürger heilig, die der Arbeiter- schon weniger. Vor uns liegt das„ Jüterbog- Luckenwalder fündigt hat: Großer Belagerungszustand und Uebrigens werden die Wirthe durchaus nicht lediglich Kreisblatt" mit dem Verzeichniß der ländlichen Wahl- Kanonen! von Sozialdemokraten boykottirt. Z. B. die Kommanbezirke, Wahlvorsteher, Stellvertreter und Wahllokale zur Großer Belagerungszustand und Kanonen! Dies dantur von Spandau ist doch nicht sozialdemokratisch! Wahl für den deutschen Reichstag. Unterfertigt ist dieses Losungswort bildete den Höhepunkt des wundervollen Diese Behörde aber hat wie das Berl. Tagebl." meldet, Verzeichniß mit dem Namen des Landraths U. v. Derßen. Programms, das Herr von Puttkamer in seiner Stolper neuerdings einen Gastwirth boycottirt. Und warum? Man sollte erwarten, daß bei Feststellung dieser unentbehr- Rede in allen Farben ausmalte. Nach seiner Ansicht war Vielleicht deswegen, weil der Wirth unduldsam gewesen lichen Organe der Wahlhandlung der Gesichtspunkt vor das bisherige Gesez gegen die Sozialisten nicht ist? nein, aus diesem sittlichen Beweggrunde haben herrschend war, Wahlbeeinflussung dadurch zu verhüten, daß strenge genug", hielt die konservative Partei dasselbe mit bisher nur Arbeiter boycottirt. Der Spandauer Wirth möglichst solche Männer und Lokale gewählt werden, deren Recht für zu milde", und wäre das Gesez ohne die wurde vielmehr in Verruf erklärt, weil er duldsam ge= Charakter nicht zur Beeinflussung geeignet, sondern ganz Ausweisungsklausel zur„ Unkenntlichkeit" entstellt. Ohne wesen ist, weil er nämlich sein Lokal zu einer Sattlerunparteiisch ist. Aber ein Blick auf das Verzeichniß täuscht die Ausweisungsbefugniß sei es ein, Messer ohne Klinge Versammlung hergegeben hat. diese Erwartung ganz und gar. Wir finden nämlich, daß und Griff." Diese Geschichte ist nach der angegebenen Quelle so: von den 118 Wahlbezirken 95 ihr Wahllokal im Herr von Puttkamer handelt oft nach dem eigenthüm- Die Sattler der Artillerie- Werkstatt in Spandan Schulzen Amt, 6 in Gutshäusern und 4 in Amtslichen Grundsak, die größte Offenheit der Sprache kompro- wollten ihre Lage verbessern. Nachdem sie mehrere lokalen haben. Wir finden ferner, das unter den 118 mittire am wenigsten. So rechnet er mit chnischer Deut- Monate hindurch nur etwa 1 bis 2 Mark täglich verdient Wahlvorstehern 87 Schulzen, 15 Gutsvorsteher, 6 Groß- lichkeit auf einen neuen Reichstag, der das Sozialistengeset hatten, versammelten sie sich kürzlich, um die Lohnfrage zu gutsbesizer, 6 Amtsvorsteher, 2 Amtmänner, 1 Fabrik- verwerfen wird. Dann ist seine Stunde gekommen. Die besprechen. Man beschloß, statt des bisherigen Lohnes direktor und 1 Hauptkassirer sich befinden, und daß sich Strömung wird ihn wieder nach oben tragen, und als von 1 Mark 15 Pf. für die Patronentasche 1 Mt. 50 Pf. die Stellvertreter zusammenseßen aus 84 Schöppen, neuer Polizeiminister wird er sein treffliches Programm zu fordern. Die Versammlung wurde auf Grund des 27 Schulzen, 2 Gutsvorstehern, 1 Hüttenmeister und 4 zur Ausführung bringen. Der Ausweisungsparagraph Sozialisten gefeßes aufgelöst. Die drei Sattler, die anderen Menschenkindern. Nun aber läßt sich unzweifel- läßt ihn alsdann kalt. Selbst die Erpatriirung, die Landes- fich an der Diskussion betheiligt hatten, wurden von der haft annehmen, daß die ländlichen Wähler vielfach vor verweisung der sozialdemokratischen Agitatoren", welche er Direktion entlassen. Das Lokal aber, in welchem die den Herren Schulzen und Gutsvorstehern einen derartigen vor nicht zu langer Zeit und nicht ohne eine gewisse Scheu Versammlung stattfand, darf auf Kommandaturbefehl Respekt" haben, daß sie nicht wagen, diesen Respektper- vom Reichstage zu verlangen wagte, ist dann für ihn ein nicht mehr von Soldaten der Garnison besucht fonen und Vorgesetzten, von denen sie sehr abhängig sind, überwundener Standpunkt. An Stelle des kleinen werden. einen andern Wahlzettel, als den kartellbrüderlichen zu wird der große Belagerungszustand und an überreichen. Auch ist ein Amtslokal oder Gutshaus durch Stelle des§ 28 werden die Kanonen eintreten = " die Vorstellungen von Obrigkeit und Herrschaft, welche müffen." So gesprochen vom Minister in spe v. Buttkamer Die Nothwendigkeit des Arbeiterschutzes. mit ihm verknüpft find, ganz geeignet, viele ländliche am 31. Januar 1890. Einen vielsagenden, aus bloßen Thatsachen zusammenWähler so einzuschüchtern, daß sie als gehorsame Diener Hört es, deutsche Arbeiter, was euch hier versprochen gesetzten Kommentar zu den aus den Poschinger'schen keinen andern Kandidaten wählen, als den des Beamten wird, und merkt es euch! Dieser Ausspruch wird von Aftenstücken von neuem bekannt gewordenen Ansichten des oder der Herrschaft. euch ebenso unvergessen bleiben und als geflügeltes Wort Reichskanzlers über den Arbeiterschutz liefert folgende, Probatum est! unter euch ron Mund zu Munde gehen wie der Ausspruch sächsischen Amtsblättern entnommene Notiz: des gegenwärtigen Ministers: Die Sozialdemokraten" Folgen gewerblicher Kinderbeschäftigung. seien Arbeiter, welche nicht arbeiten wollen. Erwähnenswerth ist das Ergebniß der von den Lehrern der Großer Belagerungszustand und Kanonen. Die Armee, die Polizei und„ bas pflichttreue über den förperlichen und geistigen Gesundheitszustand der Kinder. Schule in Pausa( Med.- Bezirk Plauen) angestellten Erörterungen Herr von Buttkamer, der frühere Minister des Innern Beamtenthum"( wörtlich!) bezeichnet Herr v. Puttkamer& befanden sich nämlich unter 754 Schulkindern 197 Kurzrühmlichen Angedenkens, hat in dem hinterpommerschen weiter als die Stüßen der Gesellschaft, in denen den nach fichtige, 6 Schwerhörige, 8 Stotterer, 1 Taubstummer, 6 Gebrechliche, Städtchen Stolp eine Wahlrede über die politische Lage politischer und wirthschaftlicher Freiheit strebenden Arbeitern 10 Stränkliche, 2 Schwachsinnige und 107 Schwachbegabte. und über sein eigenes Zukunftsprogramm vom Stapel ein wirksamer Damm entgegengesetzt werden soll. Der des Bezirksarztes wohl hauptsächlich mit darauf zurückzuführen sein, gelassen. Einige eingeladene Rittergutsbesitzer und Offiziere ganze Machtapparat, über den der heutige Staat verfügt, daß 433 Kinder mit Fädeln und 35 mit Strumpfnähen mit ihren Damen stellten das versammelte Publikum der foll gegen den größten Theil seiner Bürger in Anwendung beschäftigt waren". Wähler vor, wie Hans Zettel, der Kesselflicker, den Löwen kommen. Wir befinden uns im Stande der Nothwehr", Diese Kinder arbeiten meist in der Hausindustrie. behauptet Herr von Buttkamer." ,, Gott sei Dank, noch Jm freien" England geht man wie wir in letter haben wir das Heft in der Hand; daher werden Nummer zeigten jetzt daran, solche mörderlichen Dinge wir das thun, was nöthig ist, um uns gegen die Sozial der Gesetzgebung zu unterstellen. Im Lande der Sozialdemokratie zu wehren. Bis jetzt ist uns die Abwehr reform par excellence dagegen stand bis in die letzten nicht genügend gelungen." gelungen."„ Systematisch und Tage der hierfür maßgebende Minister auf einem Standprinzipiell muß der Sozialdemokratie das Recht punkt, welcher an die Zeiten des trasfesten Manchesterthums der Existenz in jedem geordneten Staatswesen erinnert. abgesprochen werden." im Sommernachtstraum. Nun, daß die Rede sich nicht an dieses Publikum richtete, sondern, wie die sozialdemokratischen Reden im Reichstage, zum Fenster hinausgesprochen wurde und für ein größeres Publikum bestimmt war, ist nur zu klar. In einem pommerschen Wahlkreise wie Stolp, in welchem die ländliche Bevölkerung fast 80 Prozent beträgt und außer dem im der geistigen wie ökonomischen Leibeigenschaft des Junkerthums schmachtet, ist bis jetzt jede Wahlrede Die Arbeiter wissen demnach, was sie von dieser überflüssig. Dort wird der präsentirte Reaktionär ohne Seite zu erwarten haben. Die geringen politischen Rechte, Umstände gewählt". die sie jetzt noch etwa befizen, sollen ihnen unerbittlich treten auf dem kürzlich abgehaltenen Parteitag in Köln offenkundig zu Tage. Die Pläne des Zentrums Herr Windthorst äußerte unter anderem: Wir wollen Zustände, gerade wie vor dem Kulturkampf, wie zur Zeit der Krönung Wilhelm I. Dies wollen wir auch auf dem Schulgebiet. Staat und Kirche müssen die Schule gemeinsam haben, wie auch früher. Wahlparole müsse sein:„ Die Wiedereroberung der chriftlichen Schule!" Aber eine Wahlrede soll die des Herrn Buttkamer genommen werden. Das allgemeine Wahlrecht, als dessen recht auch gar nicht sein. Das geht aus ihr selbst zur Genüge ärgsten Feind sich Herr von Puttkamer mehrfach im hervor. Sie ist vielmehr die hoffnungsvolle Rede Reichstage bekannt hat, soll gehörig beschnitten werden. cines Ministerkandidaten, der seine Zeit für ge: Die einzigen Versammlungen, die ihnen zu gestatten sind, kommen hält und bereits im Vorgefühl des künftigen werden die Bet- lebungen in Kirchen und Kapellen sein. Triumphes schwelgt. Seine Vetterschaft mit dem Fürsten Das bischen Koalitionsfreiheit, welches etwa| Bismarck setzt ihn wohl genügend in den Stand, die gegen- noch existirt, wird völlig vernichtet werden. Wie wärtige Lage der Dinge einigermaßen zu beurtheilen und oft schon hat das Sozialistengesetz als Vorwand dienen zu wissen, ob seine Hoffnungen berechtigt sind. Zur Ergänzung dieser Rede dienen die Vorträge der müssen, um die Lohnkämpfe der Arbeiter unmöglich zu Abgg. Roeckerath und Trimborn. Ersterer forderte die Und berechtigt scheinen diese Hoffnungen in der That. machen! Der Streikerlaß, mit dem Herr v. Puttkamer Rückberufung aller Orden, also auch der Jesuiten, Im Jahre 1878 waren es nach dem authentischen an einem schönen Frühlingssonntage die Arbeiter beglückte, und die„ ungehinderte Entfaltung der gesammten ThätigZeugniß des offiziösen„ Hamburger Korrespondent" die ist noch in guter Erinnerung und würde in Zukunft unter feit der katholischen Kirche." Letzterer meinte, die Sozialtoalirten liberalen Minister, gegen welche das rothe Ge- Herrn von Buttkamer wohl seine Nachfolger finden. Und bemokratie sei im Westen nicht heimisch:" Der Dstwind spenst herhalten mußte, und diesmal sind es die koalirten das alles unter dem Schuße des großen Belagerungs hat uns diese Influenza gebracht." Er verherrlichte Militärs und Staatsmänner in spe, gegen welche jetzt zustandes und der Kanonen; barin bestehen nämlich den Schulantrag Windthorst's, der thatsächlich die Schule allem Anschein nach das rothe Gespenst ausgespielt wer die Argumente, mit denen man euren Forderungen be= zur Magd der Kirche und die Lehrer zu Werkzeugen der den wird. gegnen will, deutsche Arbeiter! Geistlichen machen will, und bekämpfte den Saz, daß die Religion Privatsache des Einzelnen sein dürfe. Fürst Bismarck sichert seine bedrohte Stellung am Wohlan, richtet euch danach! In eurer Hand liegt besten durch den Beweis seiner Unentbehrlichkeit, und diesen es, jener Proklamation der natten Gewalt, mit der euch Beweis gilt es jetzt anzutreten. Die Staatskarre ist ge ein Mann droht, der sich schon wieder als Minister fühlt hörig in den Dreck gefahren und eine Oppositionsmajorität und den ihr zur Genüge kennt, eure gerechte Verachtung bei den Neuwahlen wahrscheinlich. Bestätigt sich diese zu bezeigen, indem ihr mannhaft und geschloffen für die lettere Annahme, dann wird es heißen: Samiel hilf! und Partei der Zukunft eintretet, für die Sozialdemokratie! Auch ein Boycott. Gegen das allgemeine Wahlrecht brachte kürzlich wieder einmal das amtliche Organ der sächsischen Regierung, die ,, Leipziger Zeitung", einen Artikel, in welchem es heißt: " Daß die Stimmen nur gezählt und nicht gewogen werden, bleibt ein Unrecht, unter dem wir aber außerordentlich leiden, weil es unsere sozialen Verhältnisse verbittert und untergräbt. Das für uns im Reichstag Sizenden, das Sozialistengeses mit ſeiner allgemeine Stimmrecht brachte uns schon die Diätenlosigkeit der Härte und Nothwendigkeit, seinen resultatlosen Verhandlungen im Reichstag.... darunter leben und leiben, bis nach schweren Borkommniſſen Bundesrath und Reichstag die Unhaltbarkeit desselben einsehen." Das allgemeine Wahlrecht besteht nun einmal und wir werden Fürst Bismarck wird den Netter aus der Noth spielen. Dies unter möglichst günstigen Bedingungen thun zu können, danach hat er seine Taktik schon vorher eingerichtet. Das Sozialistengeseß ist auf seinen Wink noch unentschieden geblieben, damit er ein plausibles Auflösungs- B. W. Als deutsche Gastwirthe, sei es aus Gehässigkeit dekret für einen Oppofitionsreichstag, der ihm gerade gerufen gegen die Arbeiterbewegung, sei es auf Anstiften sozialisten käme, in der Tasche habe. Das Sozialistengefeß ist feindlicher Gäste, sei es aus Furcht vor der Polizei, fich für den Fürsten Bismarck das Kap der guten Hoffnung, weigerten, den Sozialdemokraten ebenso wie anderen Parteien an dem er den neuen Reichstag mit Würde scheitern lassen ihre Lokale zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen, kann. Aus diesem Schiffbruche eine Regierungsmajorität als diese Leute also die in Deutſchland ohnehin wuchernde zu retten, auf welcher der Kanzler sicher nach dem ersehnten politsche Unduldsamkeit dadurch düngten, daß sie eine Indien seiner Unangreifbarkeit und unerschütterlichkeit steuern parlamentarische Partei boycottirten, wußten die kann, wird die Aufgabe des dann mit Hochdruck arbeiten- deutschen Arbeiter ihr schmales Recht nicht anders zu verden amtlichen Apparates mit seinen gewaltigen Macht- theidigen, als dadurch, daß sie Boycott mit Boycott bemitteln sein unter Zuhilfenahme der wiederum zu antworteten, d. h. beschlossen, die Lokale der unduldsamen einem Schreckgespenst zugespisten sozialistischen Wirthe völlig zu meiden und nur duldsame Wirthe und daß sich der Herr Miquel im Jahre 1886 in seinem AmtsGefahr. Daß hierbei der Reichskanzler wirklich reüssirt, Brauer in Nahrung zu setzen. Beide Parteien kämpften zimmer auf dem Römer in Frankfurt folgendermaßen ist bei der matten Haltung der Opposition mehr als wahr also mit gleicher Waffe, aber die Arbeiter führten ihre äußerte: Bismarck selbst legt auf das Sozialistengeset scheinlich. Erfreulich, wenn's anders käme. Waffe so schneidig, daß die Front der Wirthe bald demo- keinen Werth mehr, wohl aber der greise Kaiser, welcher Im ersteren Falle aber würde der Beweis dafür, daß ralisirt und auseinandergesprengt wurde. Die ordnungs- fich immer noch der Attentate erinnert, die zu dem Gesez der Staat wirklich in Gefahr war und nur durch Meister- liebenden" Bürger und Behörden hatten den Boycott der den Anstoß gaben. Das Sozialistengeset hat keinen Zwed. hand gerettet wurde, in den stärksten und rücksichtslosesten Wirthe lautlos, ja vielfach mit Vergnügen angesehen; Früher oder später muß man zum gemeinen Nechte für Maßregeln gegen die Sozialdemokratie bestehen. Das als aber nun auch die Arbeiter boycottirten und gar den Alle zurückkehren; über den Tod des Kaisers Wilhelm System Buttkamer würde auf dem Plane erscheinen. Nicht Sieg errangen, da brach die Bourgeoisie in ein Geschrei hinaus wird sich das Ausnahmegesez kaum aufrecht er= als ob wir demgegenüber das System Herrfurth höher sittlicher" Entrüstung aus; ihre Presse verlangte, daß die halten lassen." schätzten. Aber was dann kommen würde, wäre das Sozialdemokraten wegen Verrufs- Erklärung bestraft werden Herr Miquel und das Sozialistengeseh. Ein Gewährsmann des„ Franks. Generalanz." bekundet, Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin. Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23. Beiblatt zur Berliner Volks- Tribüne. №o. 7. Beug' dich nicht! So lang' ein Athemzug dein Herz bewegt, So lang' es noch für Recht und Wahrheit schlägt, So lang' das Leben blüht in deinem Blick, Und Liebe noch umleuchtet dein Geschick So lang' beug' nimmer dich der Tyrannet, Nein, brich der Formen Ketten morsch entzwei Und alles, was den Geist in Fesseln zwängt, Was dich zur Unnatur und Lüge drängt, Das greife an mit aller Kraft und Wucht, Und unerschrocken schlag' es in die Flucht: Beug' dich nicht! Und wenn auch mancher harte Schlag dich trifft, Wenn du statt Nektar Wermuth trinkst und Gift, Wenn dich des Lebens wilder Sturm umtoft, Dein Herz umsonst erhofft der Menschen Troft, Beug' nimmer dich den Launen dieser Welt. Nein, mächtig auf dich selber bleib' gestellt; Und fest und hehr in jedem Kampf und Streit Grtroke dir die Achtung deiner Zeit, Denn das halt' ewig deiner Seele vor: 68 sinkt stets der nur, der sich selbst verlørt Beug' dich nicht! Reichsbiedermeier und die Polizei. ( Eine Hymne für Ordnungsparteiler.) Rann auch nicht geleugnet werden, Daß die Welt recht trefflich sei, Bleibt das Höchste doch auf Erden Immerhin die Polizei; Schon in Reimen, weich wie Butter, Bries als„ Ordnungs- Himmelsmutter* Sie die große Dichterhand Schillers, der es doch verstand. Schleicht des Nachts ein Hochverräther, Oder stürzt ein Droschkenpferd, Brüft man durch das Laktometer, Ob die Milchfrau ehrenwerth, Kommt Besuch von fremden Fürsten, Sind Trichinen in den Würsten: Polizei ist überall Gleich bei jedem schweren Fall! Dft verschwindet ein Raffirer, Wo sie dann sofort(??) entdeckt, Daß er dorthin oder hierher Hat das Sündengeld versteckt. Auch den bösen Sozialisten, Der an den Regierungsbrüsten Saugt herum voll Schlangengift, Weist sie aus, wenn sie ihn trifft. Jm Theater übt beim Singen Wie auch Sprechen sie Zensur, Und es kommt den ärgsten Dingen Oft ihr Rothstift auf die Spur; Das Couplet, drin stets die Tücke Bauert, streicht sie, und die Lücke Zeigt, woselbst sich Jedermann Dann das Schlimmste denken kaun. Endlich gar die Zeitungsblätter, Die gewöhnlich zwecklos scharf Da zum Beispiel über's Wetter Man genug doch schreiben darf Nöthig ist's der Ordnung wegen Mit Beschlag sie zu belegen, Oder aber gänzlich todt Sie zu machen durch Verbot! Denn man glaubt nicht, wie gefährlich Die gedruckten Sachen oft, Weil das Publifum fie schwerlich Alle liest, bis unverhofft Blöglich man durch die Behörden Muß daran erinnert werden Und sich sagt: Nein, wie verrucht! Und's dann noch zu kriegen sucht. Sa, so zeigt es zum Erbarmen Sich hier wieder, daß der Mensch An der Hand nur des Gensdarmen Tugendhat und vaterländ'sch! Während der Berufsverfehler" Häufig hat Talent zum Hehler, Und Verbrechen, noch so schwer, Federleicht dem Redakteur! Darum wünscht' ich unmaßgeblich, Laß durch der Regierung Kraft Weil sie schlecht und unerheblich Wird die Presse" abgeschafft; " Denn was soll uns durch die Zeitung Diese hastige Verbreitung? Später durch die Botenfrau Hört man's doch auch noch genau! Sonnabend, den 15. Februar 1890. IV. Jahrgang. Schon seit Jahren führen die französischen, besonders Binsfuß, ausgedrückt durch einen niederen Preis, zu dem die Pariser Kleinhändler einen zähen Feldzug gegen die die Waaren losgeschlagen wurden, verursachte deren großen Magazine, welche binnen furzem den Handel eines schnellen Absaz, also die schnelle und oft wiederholte ganzen Stadtviertels aufsaugen. Zirkulation des Geldes durch die Waare hindurch und Letten Sommer machten ihre Anstrengungen zur Be- damit am Ende höheren Gewinn. kämpfung der Riesenbazars weniger von sich reden. Zum Der Kleinhandel konnte beide Momente nicht ausTheil war die ganze Aufmerksamkeit der politischen Lage nußen, da es ihm an dem nöthigen Kapital fehlte, um zugewendet, zum Theil auch hoffte der Kleinhandel, daß die Waarenvorräthe unaufhörlich in rascher Aufeinanderihm die Ausstellung mit ihrem gesteigerten Verkehr auf folge zu erneuern, dieselben heute mit Verlust loszuschlagen, einen grünen Zweig helfen werde. um morgen dafür dreifachen Gewinn einzuheimsen, und um Die politische Lage hat sich ruhiger gestaltet, die seinen Betrieb auf großem Fuße einzurichten. So blieben Ausstellung ist mit einem ungeahnten Erfolg zu Ende ge- die großen Magazine mit ihren Vortheilen ein Monopol gangen, der Kleinhandel befindet sich aber in der nämlichen des Großkapitals. unsicheren und schlimmen Lage, wie zuvor. Die Großkapitalisten, welche sie in den Händen hatten, Die Ausstellung hat zwar einen gesteigerten Kauf kaufen kraft ihrer Mittel im großen, sie kaufen baar, verkehr, besonders auch einen größeren Waarenabsatz nach sie kaufen beim Großproduzenten ein, profitiren also dem Auslande zur Folge gehabt, aber es sind nur die einen beträchtlichen Rabatt. Viele besigten überhaupt Großbetriebe, die Riesenmagazine gewesen, welche davon selbst Fabriken oder lassen tausende von Proletariern direkt profitirt haben. Mit ihren weitgestreckten Façaden, ihren für ihre Magazine arbeiten. So ist es ihnen möglich, geschmackvollen und reichen Auslagen, ihrer marktschreie- den Preis der Waaren von vorn herein niedriger rischen Reklame, aber auch auf Grund ihrer wirklichen zu stellen, als dies der Kleinhändler thun kann. Vortheile an Güte, Eleganz und Billigkeit der Waare Dazu bedeutet der konzentrirte Betrieb eine be= zogen sie den Strom der fremden Käufer an. Die kleinen deutende Ersparniß an den allgemeinen BetriebsLäden, mit ihrem unscheinbaren Aeußerem, ihrer geringen kosten, die durchaus nicht proportionell dem größeren Auswahl, die nicht immer das Neueste bietet, standen leer. Umsatz wachsen, sondern relativ abnehmen. Ein zehnmal Der Strom des Fremdenverkehrs wälzte sich abseits größeres Lokal kostet nicht zehnmal mehr Miethszins als von ihnen vorüber und staunte sich in den meisten Hallen das zehnmal kleinere, es fordert auch nicht zehnmal mehr des Louvre", Bon Marchée und ähnlicher Riesen- Heizung, Beleuchtung. Der um das zehnfache gegeschäfte an. steigerte Verkehr macht nicht zehnfach vermehrte Bedienung Nicht nur die enttäuschten Hoffnungen lassen die nöthig. So ist eine weitere Herabse ßung der WaarenKleinhändler ihre Lage mit Bitterkeit und Sorge betrachten, preise in den großen Magazinen möglich, welche zu deren sondern dieselbe hat sich gerade infolge der Ausstellung rascheren Absatz zur öfteren Zirkulation des Kapitals und zum Theil thatsächlich verschlechtert. In Erwartung des Summa Summarum zu fetteren Profiten beiträgt. bevorstehenden Mehrumsages waren vielfach Ausgaben für Renovirung und Ausstattung der Lokale, waren Mehreinfäufe gemacht worden, die nun nicht die erwarteten Profite getragen haben. Dazu können die großen Läden stets das Neueste, ost auch zu gleichen Preisen Besseres bieten, als die Kleingeschäfte. Ihr Lager enthält stets, was der neuesten Mode entspricht, da der schnelle Absatz grundsäßlich keine„ Ladenhüter" aufkommen lassen darf. So erhebt sich von neuem und stärker als je der Schrei des von der ökonomischen Entwicklung unwiderruf- Die elegante Ausstattung der Verkaufsräume, eine lich zum Tode verurtheilten Kleinhandels, der noch riesige Reklame, Prämien geschenke, allerhand Bemit rührseliger Wehmuth der Zeit der sieben fetten Rühe quemlichkeitseinrichtungen locken das Publikum an.„ Bon Pharao's gedenkt, wo ihm die großen Magazine nicht die Marché" und" Louvre" haben z. B. ein Buffetzimmer, Kundschaft streitig machten. in welchem jedem Besucher der Magazine gratis Wein, Likör, Bisquits verabreicht werden, sie sind mit Lesekabineten ausgestattet, in denen hunderte von Zeitungen in verschiedenen Sprachen, Zeuschriften 2c. aufliegen, in denen man alle Schreibutensilien, Papier findet u. s. w. Mit dem Sieg der Großproduktion, des Großbetriebes find auch die Existenzbedingungen des Kleinhandels durchaus revolutionirt worden. Früher konnte im allgemeinen der Kleinhändler hinter seinem Ladentisch ein idyllisches Philifter leben führen. Mit seinem Kleinkapitälchen faufte er seinen Dem Kleinhändler fehlt der Athem, d. h. das Waarenvorrath ein, für den er auf langsamen, aber sicheren Kapital, um mit den Einrichtungen der großen Magazine Absaz zu festen Preisen rechnete, auf die er halten fonnte, Schritt halten zu können, Er kann nicht immer an der weil ihm niemand durch Unterbietung die Kundschaft ab besten Dulle, er kann auch nicht im großen und gegen spenstig machte. Die anderen Kleinkaufleute in seiner baar einkaufen. Er erhält also schlechtere Waare zu Nachbarschaft kauften und verkauften unter den gleichen theurerem Preis und giebt schlechtere Waare zu höherem Verhältnissen wie er selbst, wodurch die Konkurrenz in ge Preis. Die fühnen Spekulationen sind ihm von vornwissen Schranken gehalten wurde. Mit dem Großhändler herein durch den Mangel an Rapital verboten. Die Beoder auch direkt den Kleinproduzenten, bei denen er ein- triebskosten seines Liliput'sches Lädchens stellen sich relativ faufte, stand er meist in jahrelangem geschäftlichen Verkehr. hoch heraus und belasten die Preise der Waaren, die oft Wenn der Kleinhändler nicht baar einkaufie, so brauchte lange auf Lager bleiben, dadurch entwerthet und zu altem er doch keine unverhältnißmäßigen Wucherzinsen zu zahlen, Ramsch werden. Es fehlt an der Möglichkeit, Kundschaft denn sein Gläubiger kannte die„, Solidität des Hauses". anzulocken und festzuhalten. Die früheren Käufer gehen Die Waaren konnten lange auf Lager liegen, ohne an nach und nach verloren, sie wenden sich den großen MagaGüte zu verlieren oder durch„ altmodisch werden" am zinen zu, wo sie den Einkauf angenehmer und vortheilWerthe einzubüßen. hafter finden. Der Kleinhändler arbeitete im Geschäft, seine Frau, So führt der Kleinhändler eine sorgenvolle Existenz, seine Kinder waren ihm bei seiner Thätigkeit behülflich, ewig von dem Gespenst der drohenden Bankerotis verwar ein Sohn da, so arbeitete er sich meist von Jugend folgt, der auch in vielen Fällen nicht auf sich warten läßt. an in das Geschäft ein und übernahm dasselbe späterhin. Wenn das Gericht den Kleinkram nicht schließt, so stellt Fremde, entlohnte Arbeitskraft ward nur in geringem oft der Geschäftsinhaber selbst den Betrieb ein und wendet Umfange verwendet in der Gestalt von Lehrlingen, Kommis, sich einem anderen Berufezweig zu oder tritt als welche sich in die Geheimnisse des Messens, Wiegens, An- Kommis, Buchhalter 2c., kurz als Lohnarbeiter preisens, Buchführens 2c. einweihen wollten, um sich später in die großen Magazine ein. selbständig zu machen. Diese im Kleinhandel verwendeten Hilfskräfte wurden meist als zur Familie gehörig betrachtet. Das kaufmännische Proletariat und seine Rettung Ihr Stand als entlohnter Hilfs arbeiter war kein bleibender, sondern in der Regel nur ein Durchgangspunkt, eine Lehr- und Wanderzeit, welche mit der Verselbständigung abschloß. Wenn es dem„ Kommis" nicht gelang, durch Gewinnung der traditionellen Tochter des Prinzipals in das„ Geschäft einzuheirathen", so suchte er sich sonstwo selbständig zu etabliren. II. durch den Sozialismus. Während die großen Handelsbetriebe einerseits den Kleinhandel zu Grunde richten, ihn unbarmherzig vom Markte fegen, schaffen sie andererseits ein zahlreiches kommerzielles( im Handel thätiges) Proletariat. Die Lohnarbeit im kaufmännischen Betrieb ist nicht mehr ein Durchgangspunkt mit Aussicht auf die selbständige So konnte der Kleinhändler ohne Lurus und Müßig- Etablirung. Sie wird zu einem lebenslänglichen Stand, gang eine behagliche Spießbürgereristenz führen. den der Betreffende nicht mehr entgehen kann. Der Mit Gründung der großen Magazine, welche erst taufmännische Lohnarbeiter hat so wenig AusDer Untergang des Kleinhandels und die durch die Großinduftrie ermöglicht ward, ist dies alles sicht wie der industrielle Proletarier, sich je R. S..( UIF"). Sozialdemokratie. ( Korrespondenz aus Frankreich.) I. Wie der Kleinhandel durch erdrückt wird. durchaus anders geworden. Die findigen Großkapitalisten selbständig machen zu können. Ist er fühn genug, welche recht gut wußten, daß jede Zirkulation des Geldes dies mit einem Rapuälchen zu versuchen, so bläst der Großdurch Waare( Geld Waare- Geld) immer mit handel seinem Zwergbetrieb bald genug das Lebenslicht einem Plus an Geld abschließt, erkannten, daß das Geld aus. Zwar bildet sich das Gros der„ Handelsbeslissenen" um so beffer Früchte trage Geld„ hecke" je viel- und Kommis" und wie sie sich sonst nennen, ein, daß die Riesengeschäfte facher es seine Zirkulation durch die Waare vollziehe, je sie etwas mehr und etwas besseres seien, als wie die öfter es also als Mehr- Geld wieder erscheine. Hatte der industriellen Lohnarbeiter. In Wirklichkeit sind sie genau Der französische Kleinhandel hat sein letztes, ähnlich Kleinhändler im Laufe eines Jahres 1000 Mart zu 4 pt. die gleichen Lohnftlaven wie leptere, ja oft noch schlechter wie unser deutscher, soeben eine furchtbare Krisis durch einmal durch Einkauf und Verkauf von Waare zirkuliren gestellte, noch härter ausgebeutete. zumachen. lassen und also 40 Mark Profit gehabt, so mußten 1000 Wie der Ertrinkende nach einem Strohhalm, so greift Das Emporblühen und Gedeihen der großen Maga- Mart, welche der Befizer großer Magazine in einem Jahre der todtwunde Kleinhandel nach allerhand Palliativzine geht mit dem Bankerott und Zusammenbruch von zu nur 2 pet. fünfmal durch Einkauf und Verkauf mittelchen, mittels derer er sich aus seiner Nothlage zu hunderten kleiner Kaufgeschäfte Hand in Hand. zirkuliren ließ, 100 Mark Gewinn bringen. Der niedere ziehen glaubt. Der französische Kleinhandel hat im vorigen Jahre| Gesellschaft wird denen, welche besondere Luft und Neigung| offen als Anarchismus bekennt, so geschieht dies nur aus ein milderes Bankerottgefeß erhalten; die Klein- zu dem Schichten, Ordnen, Vertheilen der Waaren, zu dem praktischer Berechnung, nämlich um die Masse dadurch händler schließen sich zu Genossenschaften zusammen, um Führen der Bücher haben, genug Gelegenheit bieten, ihre nicht abzuschrecken. Weitere Folgerung: Also, deutscher die Einkäufe im Großen zu ermöglichen; sie organisiren Kräfte in den großen Vorrathshäusern zu verwenden. Michel, stehe auf, nimm deinen Stimmzettel, gehe hin und fich in Ligen( Verbünden), welche die Gesetzgebung und Die Kleinhändler haben mit dem Eingehen ihrer stimme für den Kandidaten der Ordnung. die öffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen Kleinbetriebe durchaus nichts zu verlieren. Was fie zur In der That, eine saubere Argumentation. Daß dabei suchen. Sie verlangen in energichster Weise Repressiv- Ausübung ihres Gewerbes, zum verzweifelten Kampf für eine ganz perfide Verdächtigung mit unterläuft, genirt uns ( Unterdrückungs- Maßregeln), welche die Entwickelung der die Forteristenz ihrer Zwerglädchen bestimmte, war zunächst weiter nicht, denn das ist halt so bräuchlich bei den großen Magazine unterbinden sollen. So fordern sie, der Wunsch, sich eine möglichst leichte, sichere, auskömmliche Schüßen der Kreuzzeitung. z. B., daß jeder Magazinbefizer, welcher mehr als 5 und sozial vortheilhafte Existenz zu verschaffen- und diese Dem beschränkten Unterthanenverstande des vermuckerten Handelsbranchen in seinen Lokalitäten vereinige, für je de wo möglich noch für ihre Kinder zu verbürgen. Sobald Junkerthums ist es unbegreiflich, wie ein Mensch im Laufe Branche mehr eine starke Progressiv steuer d. h. eine die Gesellschaft die Garantie übernimmt, daß dies in der seines Lebens noch etwas lernen könne; ihm selbst ist so mit der Größe versteuerten Einkommensvermögens immer neuen Form der wirthschaftlichen Verhältnisse möglich ist, etwas nie passirt. Es hat nichts gelernt, aber auch nichts rascher anwachsende Steuer) entrichten solle. Ferner sei daß jedes Individuum, welches für die Gesellschaft ar vergessen. Nach welcher Seite hin das Mucker- und Junkerdie Miethssteuer, sowie die Steuer auf die Ange- beitet, einer solchen Existenz versichert ist, kann es ihm thum entwickelungsfähig sein sollte, ist allerdings nicht abstellten gleicherweise progressiv zu steigern. Eine andere ganz gleichgültig sein, ob die Arbeitsmittel, mit denen er zusehen. Die einzige Entwickelung, deren solche Mumien Forderung läuft darauf hinaus, alle Magazine, die mehr operiri, sein individueller Besiz sind, oder ob sie der ganzen noch fähig sind, ist ihr Zerfall zu Staub und Plunder. ais 5 Handelsbranchen betreiben, mit einer so hohen Gesellschaft gehören, Hauptsache ist dann, daß Dasjenige, Daß die sozialdemokratische Bewegung verschiedene Steuer zu belegen, daß es materiell unmöglich wäre, was er damit schafft, ihm ohne Tribut an Fremde ver Entwickelungsphasen durchlaufen hat, ist unleugbar und viele Handelsbranchen in ein und derselben gütet wird. ist von uns nie geleugnet worden, und daß fie troß ihres Lokalität zu betreiben. jungen Ursprungs bereits mehrfache Häutungen erlebt hat, ift nur ein Zeichen für ihre hohe Entwickelungsfähigkeit und die geistige Reife, die sie schon erlangt hat. Freilich ist diese Bewegung nicht aus dem Schoße der Zeit herausJm allgemeinen sind alle Forderungen der kleinhändlerischen Ligen darin einig, progressive Steuern auf die Zahl der ausgeübten Handelsbranchen und im Verhältniß zu der Größe des Lokals und der Beschäftigten zu fordern. Sozialismus und Anarchismus. I. pfr. Wir hegen keineswegs die Absicht, im folgenden gesprungen, vollkommen wie die Minerva aus dem Kopfe eine eingehende Klarlegung der zwischen dem Sozialismus des Zeus. Sie hat nicht von vornherein die absoluten Die Kleinhändler seßen Himmel und Erde in Bewe- und Anarchismus bestehenden prinzipiellen wie formellen Prinzipien mitgebracht, nach denen sie die Welt modeln gung, damit ihre Wünsche in Geseze verwandelt werden. Gegenfäße zu geben. Dieselben sind oft genug betont fonnte, und wenn sie dies anfangs vielleicht geglaubt hat, Allein sie werden nie eine Verwirklichung derselben worden, und wir haben keinen Anlaß, fie abermals her- so hat sie sich bald eines besseren belehrt. Die Produktivsehen; die politische Gewalt ist in den Händen vorzuheben. affoziation mit Staatskredit ist dem freien Volksstaat ge= des Großkapitals, und dieses wird sich wohl hüten, Allein die Wahlen zum deutschen Reichstage stehen wichen, und der freie Volksstaat der sozialistischen Gesellsich durch ähnliche Maßregeln in's eigene Fleisch jetzt vor der Thür, und die von den Offiziösen ausge- schaft( nicht der anarchistischen, wie die„ Kreuzzeitung" zu schneiden. gebene Wahlparole gegen die Sozialdemokratie und ihre gerne unterschieben möchte). Andererseits ist eine Beschränkung der großen Magazine Begünstiger" hat bereits angefangen, ihre Früchte zu Wir brauchen uns dieser Wandlungen in den An im Interesse der Konsumenten durchaus nicht zu zeitigen, eine wie fehlerhafte und mithin thörichte Taktik schauungen unserer Partei wahrlich nicht zu schämen, wir wünschen, denn im allgemeinen ist es nicht zu bezweifeln, auch in jener Parole vom Kartellstandpunkt selbst aus können vielmehr stolz darauf sein. Sie zeigen, daß ihre daß das Publikum hier besser und billiger kauft, und daß liegen mag. Es gilt vor allem, dem Philister Angst ein- Entwickelung nie stagnirt hat, sondern stets fröhlich vores nichts dabei gewinnen würde, wenn es auf den Klein- zujagen, und daher müssen die alten Lügen und Märchen wärts gedichen ist. handel angewiesen wäre. Die großen Magazine zeigen über das rothe Gespenst, von neuem herhalten. Als die deutsche Arbeiterbewegung in den sechsziger außerdem alle die Vortheile, welche der Großbetrieb Um diesen edlen Zweck zu erreichen, ist man nun Jahren in Fluß kam, hatte sie noch nichts gelernt; fie mit sich bringt, und die allerdings heute noch nur eifrig bemüht, die Identität von Sozialismus und Anar- hatte erst zu lernen, und daß sie, während sie lernte, etlichen Individuen zu gute kommen, die aber in chismus nachzuweisen. Man will dem Sozialismus die mehrfach ihre Ansichten änderte und modifizirte, ist daher der künftigen Gesellschaft nur zum Nutzen Aller heuchlerische Maske vom Gesicht reißen, um ihn vor den nur zu natürlich. Mit der wachsenden Einsicht in das werden. Augen der deutschen Wähler als verkappten Anarchismus Wesen und den Lebensprozeß der heutigen Gesellschaft Sie illustriren deutlich die ungeheure Ersparniß an zu brandmarken und dieselben dadurch zu veranlassen, daß wuchs auch das Verständniß der eigenen Zukunft. Je Zeit und Kraft und die größere Produktivität der Ar- fie fich Hals über Kopf in die rettenden Arme des allein- mehr die Kenntniß der Umwandlungsbedingungen der beit, die Hand in Hand mit der Konzentration geht. feligmachenden Kartells stürzen und sich von einer neuen fapitalistischen Gesellschaft sich mehrte, klärte und vertiefte, Die großen Magazine sind von Bazars und Vorraths- Angstmajorität fünf Jahre lang das Fell über die Ohren um so klarer, deutlicher, unphantastischer traten die allhäusern der sozialistischen Gesellschaft nur durch eine ziehen lassen. Daß troz aller gegentheiligen Behauptungen gemeinen Umrisse des Baues der zukünftigen Gesellschaft sehr dünne Scheidewand getrennt: durch den Besitzer die sozialistischen und anarchistischen Bestrebungen sich genau hervor; ihre Existenzbedingungen und Grundzüge ließen sich fei es in Gestalt einer Privatperson oder einer Aktien: decken, ist also der Lehrsatz, welcher für die wohlgefinnte, mit Nothwendigkeit aus jenen ableiten. Was mit derartig gesellschaft. Dieser Befizer kann verschwinden, ohne daß vaterlandsfreundliche Presse zu beweisen ist. fortgeschrittenen Ansichten über den Lauf der Dinge nicht die Funktionirung des Betriebs im Geringsten geschädigt In zwar nicht sehr scharfsinniger, aber immerhin mehr übereinstimmte, mußte folgerichtiger Weise von der wird, da dieselbe ausschließlich von bezahlten Lohnarbeitern, origineller Weise suchte die„ Kreuzzeitung" sich dieser Partei abgestoßen werden und wurde abgestoßen. Bebel Kassierern, Buchhaltern, Verkäufern geleitet wird. Aufgabe zu entledigen, indent fie in einem Artikel, die war als blutjunger Mann in die Reihen der ArbeiterDer Entwicklungsprozeß endet vor der Hand allerdings Entwickelung des Sozialdemokratismus zum An- bewegung getreten und hat alle Phasen der Partei mit mit dem Ruin der Kleinhändler und deren zertrüm- archismus" für die Richtigkeit jener Behauptung Beug- durchgemacht. Die früh von ihm verfaßte Schrift„ Unsere merte Existenzen verdienen gewiß alle Sympathie. Aber nisse und Belege aus der sozialistischen Litteratur herbei Biele" ist daher mit Recht ein geschichtliches Dokument zu durch Zurückschrauben auf die alten Verhältnisse, zubringen suchte. nennen, da sie die Entwickelungsstufe, auf der sich der durch die Bekämpfung der großen Magazine Eine vor einigen Jahren geschehene Aeußerung Bebels Sozialismus in Deutschland zu Ende der sechziger Jahre kann ihnen nicht geholfen werden. Mit dem glei- ist es, an die sich das genannte Junkerblatt zunächst bei befand, getreu wiederspiegelt. chen Recht, wie die Kleinhändler Unterdrückungs- feiner Argumentation klammert. Schon im Jahre 1875 Die Erkenntniß, daß die Produktivassoziationen maßregeln gegen die großen Magazine verlangen, war das Ideal der gesammten sozialdemokratischen Litteratur mit Staatskredit noch vollständig auf dem Boden der können auch die Fuhrwerkbesitzer eine Beschränder freie Volksstaat", er war die Hauptsächlichste heutigen Gesellschaft ständen und daß mit ihrer Errichtung tung des Eisenbahnverkehrs fordern, können die Forderung des Eisenacher Programms und des Gothaer folglich am Grundcharakter des bestehenden AusbeutungsBesizer von Segelschiffen den Dampfern einen Kongresses." Und, fährt die Kreuzzeitung" weiterhin fort, systems nichts geändert sei, räumte mit diesem Schlagwort Krieg auf Tod und Leben erklären. Die Forde- nach einem Unsere Ziele" betitelten Auffaze Bebels in gar bald auf. Dasselbe wurde, nebenbei bemerkt, von rungen der Innungsbrüder auf Wiederherstellung dem längst entschlafenen Blatt Volksstaat" zu schließen, Lassalle selbst nur als zweckmäßige Parole ausgegeben, mit der mittelalterlichen Zunft, haben genau den- war auch deffen Ideal einst der freie Bolksstaat. der sich die streitbare Macht des Proletariats zum poliselben Nugen, nämlich keinen. Indessen Ziele und Menschen ändern sich; oft nicht tischen Kampfe gegen die Bourgeoisie unter gemeinsamer zu ihrem Vortheil." Fahne sammeln sollte. Aus Lassalle's später veröffentWas der Bebel von 1870 erstrebte, heut belächelt er es. Er hat seinen Auffas nämlich als 5. Heft der sozial- lichten Briefen an Nodbertus geht dies zur Genüge hervor, demokratischen Bibliothek" noch einmal aufgelegt, aber mit da er sich jenem gegenüber bereit erklärte, seine Parole einer Vorrede des Jnhalts eingeleitet, daß er sich bei seinen fallen zu lassen, sobald ihm eine bessere geboten mit der Entwickelung der Bewegung fortgeschrittenen An- werden sollte. Der Prozeß der Aufsaugung der kleinen Kapitalien durch daß Großkapital geht seinen Gang weiter und bereitet die Ueberführung alles Kapitals in Gesell schaftsbesitz vor. Daß dies geschieht, ist kein Rüdschritt, sondern ein Fortschritt. 11 " schauungen mit dem eigentlich positiven Theile der AusBerechtigt ist dagegen die Forderung, das Schicksal führungen in der Schrift nicht mehr allenthalben einverstanden Nicht viel besser erging es dem freien Volksstaat, der enteigneten Kleinhändler so erträglich als möglich erklären könne." Es sei aber nicht möglich gewesen, etwas der im sozialdemokratischen Programm prangte. Derselbe daran zu ändern, ohne den ganzen Inhalt in Frage zu zeigte in gewissem Sinne noch bürgerlich demokratische zu gestalten. Ihre Expropriation durch das Großkapital stellen, so daß nichts als der Titel übrig geblieben wäre." Allüren und bewies, daß sein Bild von Angehörigen der wirft sie unvermeidlich in die Reihen des Proletariats. Die Schrift erscheine jezt nur als Zeugin einer Phase in Ihre Lage kann also nur verbessert werden der Bewegung", die auch für den Nachwuchs der Partei ihr heutigen bürgerlichen Gesellschaft entworfen worden war. durch Hebung der allgemeinen LebensbedinInteresse befize. Mit einem Worte, Bebel hat dem freien Die tiefere Kenntniß des Ursprungs und der historischen Boltsstaate, dem ehemaligen Ziele der sozialdemokratischen Entwickelung des Staates zertrat auch diese Jllusion. Mit gungen des Proletariats auf Kosten des Kapi- Partei, den Laufpaß gegeben." tals. Unwiderruflich dazu verurtheilt, solange die kapita-" In welcher Richtung", kombinirt oder vielmehr Eintritt des Gemeineigenthums an allen Produkdem Aufhören des Privateigenthums und dem listische Gesellschaft besteht, Lohnarbeiter zu werden und zu denunzirt die Kreuzzeitung, die Bebel'schen Anschauungen tionsmitteln wird nothwendig jeder Klassengegen= bleiben, kann es sich für die ehemaligen Kleinhändler, wie fortgeschritten, tann nur errathen werden, er selbst hüllt saß vernichtet und damit konfequenter Weise auch sonstigen Kleinkapitalisten, nur darum handeln, dies unter sich in Schweigen. Die Vermuthung(!!) spricht für einen der Staat als solcher; denn der Staat war und ist solchen Bedingungen zu sein, die relativ erträglich sind Fortschritt zum Anarchismus. Denn welcher Vorwärts nichts anderes als der politische Ausdruck eines ökonomischen und die ein Aufnehmen und Durchführen des entwickelung wäre der Sozialdemokratismus sonst noch fähig! Klaffengegensages. In einer Gesellschaft, der somit alle Kampfes zur Befreiung der Arbeit vom Kapital Dem widerspricht allerdings die Resolution des St. Gallener Bedingungen des Staates fehlen, ist das Fortbestehen der ermöglichen. Kongresses vom 5. Oktober 1887, welcher die anarchistische Staatsform nicht nur undenkbar, sondern unmöglich. Die Kleinhändler müssen sich in Rücksicht auf Gegen- Gesellschaftstheorie für antisozialistisch erklärt. Den wahren wart und Zukunft all' den Forderungen in Betreff einer Werth dieser offiziellen Parteierklärung wird man indessen schauungen der deutschen Sozialdemokratie sind unseren Diese großen Fortschritte in den theoretischen Ansozialen Hygiene ausschließen, welche das industrielle leicht erkennen, wenn man erwägt, daß das Lebensinteresse Leuten von der„ Kreuzzeitung" entweder nie bekannt oder Proletariat erhebt. Für die Gegenwart bedeutet deren der Sozialdemokratie es heute noch verbietet, dieselbe ein von ihnen nie" begriffen worden. Sie wären nicht die Berwirklichung eine theilweise Hebung der Konsum- gestandenermaßen in das anarchistische Fahrwasser zu steuern. einzigen, denen das historische Verständniß der modernen fähigkeit der Arbeiterklaffe, damit Hebung des Für ein solches Experiment ist der Geschmack der Maſſe ſozialistischen Bewegung verschlossen geblieben ist. Daher Kleinhandels, an den fich der Arbeiter beim Einkaufen meist zur Zeit noch nicht genügend verdorben. Dazu bedarf es blieb auch Bebels Bemerkung über das Vorwärtsschreiten wendet und wenden muß. Für die Zukunft aber kommt noch einer nachhaltigen Agitation seitens der weiter fort- seiner Ansichten in der Vorrede zu der genannten Schrift diese Forderung den zu Arbeitern gewordenen Kleinkapita- geschrittenen Führer." Listen selbst zu gute. den Leuten der Kreuzzeitung dunkel und unverständlich. Aso Behauptung: Bebel ist Anarchist. Beweis: Endgiltig kann natürlich den Kleinhändlern erst ge- Er erklärt selbst, er habe gegen früher seine Ansichten in fich tapfer an Leffings Mahnung: Aber das machte fenen absolut nichts. Sie hielten holfen werden, wenn mit Expropriation der Großkapitalisten betreff der zukünftigen Gestaltung der Gesellschaft theilweise und Ueberführung aller Kapitalien in den Besitz geändert. Da er sich nun über seine neuen Ansichten ausder Gesellschaft der Widerstreit zwischen den verschie- schweigt, so ist zu vermuthen, daß er Anarchist geworden denen Interessengruppen ein Ende nimmt. Die künftige lift. Folgerung: Wenn der Sozialismus sich heute nicht dem Jm Auslegen seid frisch und munter; Legt ihr nicht aus, so legt ihr unter. geheimnißvollen Fortschritt Bebels das verschämte Und mit Taschenspielergeschwindigkeit folgern sie aus Geständniß des Anarchismus, eine Argumentation, die nichts| Staat. An die Stelle der Regierung über Personen tritt vom sozialistischen„ Staat" in der Einbildung unserer weniger als verschämt ist. die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Pro Gegner fortgefeßt hat, so ist das die Schuld ihrer eigenen Die Kreuzzeitung" spreizt fich fast in jeder Zeile duktionsprozessen. Der Staat wird nicht abgeschafft, er Unwissenheit. Finden sie dann bei einem Blick in die ihres Artikels mit der genauen Kenntniß der sozialdemo- stirbt ab. Hieran ist die Phrase vom ,, freien sozialistische Litteratur, daß ihre Vorstellung vom„ soziakratischen Litteratur. Sie macht sich damit ebenso unsäg- Volksstaat" zu messen, also sowohl nach ihrer liftischen Staat" Lügen gestraft wird, so schreien sie über lich lächerlich, wie der Rabe mit den Pfauenfedern. zeitweiligen agitatorischen Berechtigung, wie nach Anarchismus. Wenn diese einfältige Behauptung alles ist, " In welcher Richtung die Bebel'schen Anschauungen ihrer endgültigen wissenschaftlichen Unzuläng- was sie über die vermeintliche Identität von Sozialismus fortgeschritten, sagt sie, kann nur errathen werden, er selbst lichkeit." und Anarchismus vorbringen können, dann können sie sich hüllt sich in Schweigen." Da der Kreuzzeitung" die Nun? Weiter, weiter! wird der Leser ungeduldig sagen. begraben lassen. ganze verbotene sozialistische Litteratur zu Gebote steht, so Ja, das ist alles. Alles, was zum Beweise der Be- Nun, wir denken nicht im Entferntesten daran, Aeuße= müßte sie wissen, daß Bebel sich über seine fortgeschrittenen hauptung, der Sozialismus sei nur ein verkappter An- rungen der Kreuzzeitung für ernst zu nehmen; ernst ist ihr Anschauungen nicht ausgeschwiegen hat. In seiner während archismus, vorgebracht wird. nur das ehrliche Bestreben, jede freie Regung irgend welcher der achtziger Jahre entstandenen Schrift„ Die Frau in Was in dem angeführten Zitat von Engels als das Art im Keime zu ersticken. Wenn wir troßdem dem Junkerder Bergangenheit" u. s. w., legt er vielmehr dieselben ziem- Produkt einer geschichtlichen Entwickelung dargestellt wird, blatt die Ehre anthaten, uns mit ihm zu befaffen, so ge= lich ausführlich dar, und sie sind vom Anarchismus noch eine Gesellschaft mit Gemeineigenthum an allen Produk: schah dies nur, weil der von ihm ausgegebene Waschzettel weiter entfernt als diejenigen der Ultrareaktionären. tionsmitteln, deren Forteristenz unter staatlicher Form von der Kartellpresse, voran von dem Leiborgan des Herrn Wenn übrigens der Artikelschreiber der„ Kreuzzeitnng" zugleich überflüssig ist, kurz was wir Sozialisten unter der Bruno Sparig zu Leipzig, für die kommenden Wahlen zu das nicht weiß, weil er nicht im Befiß der zuletzt ge- sozialistischen Gesellschaft verstehen, das verwandelt sich fruktifiziren gesucht wurde. nannten Bebel'schen Schrift ist, so ist damit aufs neue er unter den Händen der Kreuzzeitung im Umdrehen in die wiesen, wie demoralifirend das Sozialistengeset wirkt, frei- anarchistische freie Gesellschaft." Dieselbe macht nicht im lich in diesem Falle nicht auf die Sozialdemokraten, sondern mindesten Miene, den so pomphaft angekündigten Beweis Mindestens 1000 Jahre Kerker durch das auf deren Gegner. Seine Unkenntniß der sozialistischen für die Behauptung, Sozialismus und Anarchismus seien Litteratur verleitet jenen Skribenten zu Berdächtigungen, identisch, anzutreten. Sie behauptet die Jdentität, damit die sonst unmöglich gemacht wären. basta! Eine schöne Manier der Beweisführung. So lange Sozialistengesek. # In einem Artikel: Die Wahlen und das SozialistenOb wohl die Konservativen in solcher weisen Selbst- der Beweis dafür, unser Ideal sei die„ anarchistische freie gesetz" entwickelt die Fränkische Tagespost" folgende erkenntniß gegen das Sozialistengesetz bei dessen dritter Gesellschaft", einzig und allein in der Versicherung der Besprechung: Lesung gestimmt haben? Kreuzzeitung befteht, so lange werden wir und jeder andere dentfähige Mensch mit uns den Beweis wohl für verunglückt ansehen müssen. Mit einer anderen Prachtleistung der Kreuzzeitung", in der sie die Identität der Lehren von Friedrich Engels und derjenigen eines John Most mit genialer Kühnheit demonstrirt, wollen wir unsere Leser weiter unten befannt machen. II. politischen Prozessen verhängten und erlittenen Freiheits,, Die in den letzten zehn Jahren in Deutschland in strafen erreichen mindestens die Höhe von 1000 Jahren brückung der wohlbekannten Wahrheit von unseren Gegnern lich, aber wir wiederholen, es ist das Minimum! Auch Wir wissen, wie oft absichtliche Fälschung und Unter- sage und schreibe: eintausend Jahren. Es klingt unglaubals Rampfmittel verwandt wird, indessen, ihre grauenhafte dem Ungläubigsten werden die tausend Jahre glaubhaft er= Unkenntniß alles deffen, was Sozialismus heißt, ist das scheinen, wenn wir nur ein paar Städte herausgreifen. Denn was kein Verstand der Verständ'gen sieht, weitaus am meisten angewandte. Welches Simmelsammel- Von 1880 bis Oftober 1888 wurden in Leipzig Das ahnet in Einfalt ein findlich Gemüth. furium von verfehrten Vorstellungen wohl in einem Junker- 163 Jahre 2 Monate 3 Tage Gefängniß- und ZuchthausDieses Sprüchlein bewährte sich also bei der Kreuz- hirn als Sozialismus figuriren mag! Wenn dann so einem strafe verhängt, daneben waren in Untersuchungshaft verzeitung" aufs neue. Wie das unschuldige Gretchen hinter Junker hinterher einmal eine sozialistische Schrift in die bracht 21 Jahre 1 Monat 23 Tage, zusammen also: Mephisto den Bösen ahnt, so die Kreuzzeitung hinter Bebel Hände fällt, dann heißt es bei ihm: Das soll Sozialismus 184 Jahre 3 Monate 26 Lage. den Anarchisten. Indeß, selbst unser ahnungsvoller Engel fein? Das ist ja gar kein Sozialismus; das kann nichts In Berlin vom Oktober 1878 bis Oktober 1888 fann es schließlich nur vermuthen", was in Wahrheit anderes als Anarchismus sein. Strafhaft 56 Jahre 6 Monate 21 Tage und 32 Jahre hinter dem sich in Schweigen hüllenden" Bebel steckt." Der„ freie Volksstaat" ist also, fährt die Kreuz- 7 Monate und 20 Tage Untersuchungshaft, zusammen: Das hilft jedoch diesem sammt der Sozialdemokratie nichts. zeitung fort, nichts weiter als eine schöne Jugenderinnerung 89 Jahre 2 Monate 11 Tage. Bei einer kritischen Durchsuchung der verbotenen sozialistischen der Sozialdemokratie, die noch bei Gelegenheit aufgewärmt Hamburg- Altona hat in derselben Zeit 24 Jahre Bitteratur findet sich jene Bermuthung" vollauf bestätigt: wird, um zu locken, ein Agitationsmittel. Möglich, daß 11 Monate 22 Tage Strafhaft und 28 Jahre 9 Monate der schweigende Bebel wird durch den redenden Engels fie noch dann und wann Herrn Bebel und Genossen eine 7 Tage Untersuchungshaft, zusammen: 52 Jahre 8 Moverrathen. Thräne der Nührung kostet. Ist es doch zuweilen ein nate 29 Tage. Innerlich triumphirend über die gemachte Entdeckung übles Ding, konsequent sein zu müssen, genöthigt zu sein, Spremberg hat 40 Jahre 10 Monate 14 Tage schreibt das eble Junkerblatt: den guten, freien Volksstaat mit der bösen anarchistischen Strafhaft und 9 Jahre 4 Monate Untersuchungshaft, zu= „ Daß der Sozialdemokratismus in der That zum freien Gesellschaft" zu vertauschen." Diese Bemerkung sammen also 50 Jahre 2 Monate aufzuweisen. Anarchismus fortgeschritten ist, lehrt die Entwickelung des sowohl wie das aus der Engel'schen Schrift genommene Auch Bayern nimmt in dieser Beziehung keine ,, NeSozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" von Engels, Bitat laffen deutlich genug die Ursache erkennen, aus fervat" stellung ein. München weist 33 Jahre 8 Monate ein Glaubensbekenntniß von anerkennenswerther Offenheit welcher die Kreuzzeitung die sozialistische Gesellschaft ohne 13 Tage Strafe, 6 Jahre 9 Monate 4 Tage Unterund aus berufenster Feder. Wer hätte ein besseres Recht, weiteres mit der„, anarchistischen freien Gesellschaft" indenti- suchungshaft, zusammen also: 40 Jahre 5 Monate und im Namen der sozialdemokratischen Partei zu sprechen, als fizirt. Es ist ihr nämlich völlig unbegreiflich, wie eine in 17 Tage Freiheitsstrafen auf. Landshut hat einen dieser Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, der irgend einer Weise konstruirte Gesellschaft ohne die poli- Meineidsprozeß mit 3 Jahren 1 Monat 14 Tagen Strafe, treue Gefährte von Karl Marr? Und in der That bietet tische Organisation des Staates eristiren könne, ohne zu- Ludwigshafen- Speyer hat 1 Jahr 6 Monate 5 Tage Engels, was er in seiner Schrift giebt, dem Leser dar als gleich in das Chaos der freien anarchistischen Gesellschaft" Strafhaft und 1 Jahr 4 Monate 8 Tage Untersuchungsden wissenschaftlichen Sozialismus schlechthin, als das aufgelöst zu sein. Der Begriff von„ Ruhe"," Ordnung" haft, zusammen: 2 Jahre 10 Monate 13 Tage. Augstheoretische Glaubensbekenntniß der Sozialdemokratie. Zum und Gefeßmäßigkeit" hat sich in den Anschauungen vieler burg hat 11 Monate 8 Tage Strafe und 1 Monat Ueberfluß hat noch die Redaktion des offiziellen Partei- Menschen so innig mit dem Begriff der staatlichen Macht Untersuchungshaft, zusammen also: 2 Jahr und 8 Tage. organs, des Züricher Sozialdemokrat", Herrn Engels er- und Autorität, das heißt mit dem Begriff der nackten Nur Nürnberg macht eine Ausnahme mit 5 Monaten sucht, die bereits in französischer Sprache erschienene Broschüre Gewalt verschmolzen, daß für dieselben eine Trennung 14 Tage Strafe. " " ihr als Agitationsschrift zu überlassen, da innerhalb der beider unmöglich ist. Um dergleichen begreifen zu können, Erwägt man, daß diese 9 Städte allein eine deutschen sozialdemokratischen Partei allgemein das Ver- dazu gehört etwas mehr Denkfähigkeit und Wissen als Gesammtfreiheitsstrafe von 424 Jahren 4 Molangen nach Herausgabe neuer Propagandaschriften erhoben das, über welches jene Leute verfügen können; ferner voll- naten 12 Tagen innerhalb 10 Jahren aufweisen, so ist worden sei." Nach alledem dürfte es unzweifelhaft sein, tommene Vorurtheilslosigkeit und das ehrliche Bestreben die Gesammtziffer der unter der Aera des Sozialistendaß sich die Anschauungen auch Herrn Bebels und Genossen etwas neues zu lernen, beides Dinge, die jenen fehlen. gefeßes erlittenen Freiheitsstrafen mit 1000 Jahren jedenim wesentlichen mit denen Friedrich Engel's decken, d. h. Um begreifen zu können, daß der Staat in einem falls nicht zu hoch angegeben. aber ebenfalls mit denjenigen- John Most's. Enthält sozialistischen Gemeinwesen zu völliger Bedeutungslosigkeit Und nun vergegenwärtige man sich, was es heißt, doch die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie herabsinken würde, muß man die Rolle verstehen lernen, aus dem Leben eines Proletariers auch nur ein Jahr auszur Wissenschaft" ein energisches, überzeugtes Bekenntniß welche der Staat seit seiner Entstehung in der Geschichte zulöschen. Wir fürchten, auch manche Richter haben die zum Anarchismus." der Vergangenheit und in der Gegenwart gespielt hat. richtige Würdigung dieser Frage nicht erfaßt. Man wird gespannt. Wie sicher die Kreuzzeitung Der Staat ist seit jeher der Staat der Ausbeuter und Von dem Elend, das über die Familie gebracht ist, ihrer Sache sein muß, wenn sie einen solchen Apparat von Unterdrücker gewesen. Ob Republik, ob Monarchie, ob von dem Groll und Haß, der in dem Verurtheilten keimt, Argumenten und Thatsachen in Bewegung setzt, um den Demokratie oder Oligarchie, das sind stets Formfragen ge- fein Wort zu sagen. Herren Bebel und Genossen" jede Möglichkeit zu nehmen, wesen, wenn auch zuweilen bedeutungsvolle, weil aus gedie genannte Schrift von Engels von ihren Rockschößen sellschaftlichen Interessengegensägen entspringend, aber Fragen, abzuschütteln. Sie hätte es aber wohl bequemer haben die das Wesen des Staats als solchen unberührt ließen. Liebängeleien der heutigen Sozialistenheter mögen. Jeder einigermaßen belesene sozialistische Arbeiter, An die Stelle des antiken Sklavenstaats trat der mittelden sich die Kreuzzeitung von der Straße herauf ins Ne- alterliche feudale Leibeigenen- und Hörigenstaat, an dessen mit der Sozialdemokratie. daktionsbureau geholt hätte, würde ihr mit Bergnügen be- Stelle der moderne Lohnarbeiterstaat. Die Form der Aus- Bei den Reichstagswahlen im Herb ft 1884,, erfreuten" kannt haben, daß er in seinen Anschauungen voll und ganz beutung hat sich geändert, die Ausbeutung selbst ist ge- sich die Sozialdemokraten in einer Reihe von Wahlkreisen auf dem Boden der Engel'schen Schrift stehe. blieben. Der Staat hat für dieselbe nur den geseßlichen, bei den Stichwahlen der Unterstützung der Konservativen Und nun zitirt die Kreuzzeitung zum Beweis für ihre autoritativen Rahmen abgegeben; er ist der Ausdruck eines und Nationalliberalen gegen die freisinnige und andere Behauptung die folgenden Stellen aus Engels Schrift: in dem ökonomischen Ausbau der Gesellschaft begründeten Parteien. So in Magdeburg, wo bei der Stichwahl Aber weder die Verwandelung in Aktiengesellschaften, Klassengegensages gewesen. Dieser Klassengegensaß hat auf Geheiß des Polizeipräsidenten in Magdeburg noch die in Staatseigenthum, hebt die Kapitaleigenschaft keineswegs seit jeher eristirt, daher auch war die Gesell- die Kartellparteien den bisherigen freisinnigen Abgeordneten der Produktivkräfte auf. Bei der Aktiengesellschaft liegt schaft nicht seither in die staatliche Form gepreßt. Es hat Büchtemann nicht unterstüßten, sondern den sozialistischen dies auf der Hand.... Der moderne Staat, was auch Gemeinwesen gegeben, in denen der Staat unbekannt war, Kandidaten. Ebenso traten in Hannover bei der Stichseine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, weil es nichts auszubeuten und zu unterdrücken gab. Wer wahl zwischen Sozialisten und Deutsch- Hannoveranern für Staat der Kapitalisten, der idealistische Gesammikapitalist... sich hierüber orientieren will, der lese Engels( nicht ver- den Sozialisten Meister die Konservativen und NationalDas Staatseigenthum an den Produktivkräften botenes) Buch der Ursprung der Familie, des Privat- liberalen ein. Bis dahin hatte der Deutsch- Hannoveraner ist nicht die Lösung des Konflikts...." Vielmehr eigenthums, des Staats." Dort findet sich das geschicht- Dr. Brühl den Wahlkreis vertreten. In gleicher Weise räth der Verfasser, die Gesellschaft( im Gegensatz zum liche Material über die Frage in systematischem Zusammen- fiel 1881 Frankfurt a. M., welches bis dahin durch Staat) möge offen und ohne Umwege" Besiz ergreifen hange vor. den Abgeordneten Sonnemann( Volkspartei) vertreten wurde, ,, von den, jeder anderen Leitung als der ihrigen, ent- Wer hierin klar sieht, der sieht auch den Unverstand, zum ersten Mal in die Hände der Sozialisten, indem bei wachsenen Produktivkräften." Das Proletariat ergreift die der sich in der anarchistischen Forderung offenbart, der der Stichwahl gegen Sonnemann die Konservativen und Staatsgewalt und verwandelt die Produktionsmittel zu- Staat solle von heute auf morgen abgeschafft werden. So Nationalliberalen für den Sozialisten Sabor stimmten. In nächst in Staatseigenthum. Aber damit hebt es sich selbst lange die Institution des Staates in der gesellschaftlichen Gotha halfen die Nationalliberalen und Konservativen bei als Proletarier, damit hebt es alle Klassenunterschiede und Organisation den Grund hat, auf dem sie steht, wird jene der Stichwahl dem Sozialisten gegen den bisherigen freiKlaffengegensäge auf und damit auch den Staat als Forderung ein frommer Wunsch bleiben. Dagegen in einer finnigen Abg. Dr. Barth. Man sieht, die biederen Kar Staat.... Der erste Aft, worin der Staat wirklich Gesellschaft, welche mit allen Klaffengegenfäßen reinen Tisch tellbrüder brauchten sich über die Sozialdemokratie gar als Repräsentant der ganzen Gesellschaft auftritt die gemacht hat, ist eine solche Forderung erst recht finnlos. nicht so sehr zu ereifern. Damals fürchteten fie für ihren Besizergreifung der Produktionsmittel im Namen der Ge- Der Staat eristirt dann nicht mehr, weil seine ökonomische Geldbeutel eine liberal- freihändlerische Mehrheit und da sellschaft ist zugleich sein letter selbstständiger Aft als Unterlage nicht mehr existirt. Wenn sich die Redensar: war ihnen der Sozialist ganz recht. Warum verfallen sie nur heute gleich in Tobsucht, wenn die Sozialdemokratie fich irgendwo regt? Auch Fürst Bismarck hat bekanntlich öfter mit der so viel geschmähten Partei die Friedenspfeife zu rauchen versucht. Als am 26. November 1884 im Reichstage das Anwachsen der Sozialdemokratie zur Sprache kam, äußerte er wörtlich Folgendes: Ich bin über diese Vergrößerung gar nicht unglücklich. Je größer die Zahl der sozialistischen Abgeordneten wird, desto mehr wird ihnen die Ehrenpflicht obliegen, doch bald mit pofitiven Plänen hervorzutreten und zu sagen, wie fich in ihren Köpfen die Zukunft der Welt und die Verfaffung gestaltet. Sie sind jett 25, das zweite Duhend haben sie also; ich will ihnen noch das dritte geben... Denn die Sozialdemokratie ist so, wie sie ist, doch immer ein erhebliches Zeichen, ein Menetekel für die besitzenden Klaffen dafür, daß nicht alles so ist, wie es sein sollte, daß die Hand zum Beffern angelegt werden kann, und insofern ist ja die Opposition, wie der Herr Vorredner fagte, ganz außerordentlich nüßlich. Wenn es keine Sozialdemokraten gäbe und wenn nicht eine Menge sich vor ihr fürchteten, würden Die mäßigen Fortschritte, die wir überhaupt in der Sozialreform bisher gemacht haben, auch noch nicht existiren ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten) und insofern ist Die Furcht vor der Sozialdemokratie in bezug auf denjenigen, der sonst kein Herz für seine armen Mitbürger hat, ein ganz nüzliches Element.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Ja, sehen Sie, in etwas find wir doch einverstanden.( Heiterkeit.)" Die Ungerechtigkeit der Wahlkreiseintheilung in Deutschland. Die deutsche Wahlkreiseintheilung ist bekanntlich in der Hauptsache auf Grund derjenigen Bevölkerungszahl geschehen, welche 1867 bei den Wahlen zum verfassunggebenden norddeutschen Reichstag bestimmend war. * * * werth sein solle als in einem andern, und deßhalb wird Wahlkreis Calan- Luckan. Die Sozialdemokratex ftellten die Gesetzgebung Sorge tragen müssen, daß die thunlichste den Tischler Fris Zubeil- Berlin als Reichstagskandidat auf. Gleichheit wieder hergestellt werde. Wahlkreis Ruppin- Templin. Für diesen Kreis ist der Tischler und Möbelhändler Julius Apelt Berlin als sozialdemo fratischer Reichstagskandidat aufgestellt. Gerade die Sozialdemokratie, die in den rasch fich vermehrenden Großstädten und Induftriedistrikten ihre Hauptquartiere aufgeschlagen hat, wird durch die jetzige Wahlkreiseintheilung um eine große Anzahl von Mandaten betrogen. Zur Wahlbewegung. An die Wähler des 3. Berliner Wahlkreises. Genoffen, die am Tage der Wahl thätig sein wollen, werden ersucht, sich bei folgenden Herren zu melden: C. Dimmick, Sebastianstr. 72( Werner u. Co,) Fehlhauer, Reichenbergerstr. 6, Hof part. Haberland, Reichenbergerstr. 161, vorn 3 Tr. Jakowsky, Simeonstr. 5, 4 Tr. bei Schaar. Meyer, Fürstenstr. 2, 4 Tr. bei Kuhla. Müller, Schmidtstr. 39. * * 6. Berliner Wahlkreis. Folgende Genossen find als Vertrauensmänner für die einzelnen Stadtviertel des 6. Berliner Reichstagswahlkreises am 29. Januar im„ Weddingpark" gewählt worden: hauser Vorstadt). 1. Gustav Peterson, Schankwirth, Veteranenstraße 22( Schön2. August Hinze, Zimmerer, Demminerstraße 8( Rosenthaler Vorstadt). 3. Reinhold Päseler, Zimmerer, Dalldorferstr. 4( Wedding und Oranienburger Vorstadt). 4. Franz Peters, Klempner, Stettinerstr. 46( Gesundbrunnen). 5. Heinrich Langhoff, Tischler, Birkenstraße 56( Moabit). Genoffen, welche gewillt sind, am Tage der Wahl für unseren Kandidaten Wilhelm Liebknecht thätig zu sein, werden ersucht, fich rechtzeitig bei einem dieser Vertrauensmänner in ihrem Stadtvietel zu melden. Außerdem werden Meldungen in jeder Wahlangelegen heit, sowie freiwillige Beiträge entgegengenommen bei: August Jacobey, Hochstraße 33, Hof 2. Etage. R. Kaufmann, Bernauerstr 114b, born 4. Etage. Bei den zuletzt angeführten sind auch Sammellisten zur bevorstehenden Reichstagswahl zu haben. * * * Volksblatt" und der„ Volks- Tribune" sind im 3. Berl. Sammelstellen für gelesene Exemplare des ,, Berl. Wahlkreis bei folgenden Herren eerichtet: Börner, Ritterstraße 108. Kräfer, Wasserthorstraße 20. Klein, Nitterstraße 15. Eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten in Folge der steigenden Bevölkerung soll nach§ 5 des Wahl geseßes durch Gesetz bestimmt werden. Ein derartiges Gesetz ist aber bis heut nicht erlassen, sodaß die meisten Wahlkreise immer weiter über 100 000 Einwohner hinausgewachsen find, aber das in ganz verschiedenem Grade. Besonders das Watrecht der großen Städte, die immer rascher wachsen, während das Land stabil bleibt oder gar zurückgeht, wird dadurch verhältnißmäßig immer mehr Die Lokalkommission von Adlershof macht bekannt, geschmälert.( Bergl. hierüber Heft 10 der Berliner daß die Lokalbefizer Wöllstein und Leopold sich weigern, ihre LoArbeiter bibliothek"). fale zu Arbeiterversammlungen herzugeben. Die Ungleichheit der Wahlkreise springt in die Augen, wenn man nach der Voss. 3tg." einige Ziffern aus der lezten Wahlstatistik zusammenstellt. Es zählten die Eingeschriebene Wähler 1887. 8128 11 587 Wahlkreise. Schaumburg- Lippe Einwohner 1885. 37 204 Lauenburg 49861 Reuß ä. L. 55 904 12 467 Waldeck 56 575 10 854 Coburg 57 383 11 923 Rapportsweiler 61 791 12 422 Löwenberg. 63 243 14557 Dagegen zählten: Hamburg 3 212 768 47 800 München 2 212 904 52 397 Dortmund 214 405 Charlottenbarg 249 081 54 107 Berlin 2 269 923 65 155 Bochum 289 724 63 607 Berlin 4 324 989 Berlin 6 359 704 44556 79 222 86323 Gründel, Dresdenerstr. 116. R. Baginski, Buchhandlung, Tity- Passage. G. Schulz, Kottbuserplaz 40 a. * * * Sozialdemokratische Kandidaturen. Baden. 1. Wahlkreis( Bezirke, Ueberlingen, Ronstanz, Pfullendorf, Meßkirch): Hans Arnold, Kaufmann in Konstanz. 2. Wahlkreis( Bezirke Bonndorf, Triberg, Engen, Villingen, Donaueschingen): Richard Volderauer, Mechanifer in Karlsruhe. 3. Wahlkreis( Bezirke Waldshut, Säckingen, Schopfheim Neustadt): Friedrich Haug, Schuhmacher in Freiber J. 4. Wahlkreis( Bezirke Lörrach, Müllheim, Breisach): Friedrich Haug, Schuhmacher in Freiburg. 5. Wahlkreis( Bezirke Freiburg, Emmendingen, Waldkirch): Adolf Geck, Redakteur in Offenburg. 6. Wahlkreis( Bezirke, Stenzingen, Ettenheim, Lahr, Wolfach): Wilhelm Häusler, Schloffer in Mannheim. 7. Wahlkreis( Bezirke Offenbach, Oberkirch, Kehl): Adolf Ged, Redakteur in Offenburg. 8. Wahlkreis( Bezirke Achern, Bühl, Baden, Rastatt): Adolf Geck, Redakteur in Offenburg. * * = Schleswig- Holstein. 9. Wahlkreis( Segeberg- Oldeslohe): Bigarrenmacher Steinfatt- Flensburg. 10. Wahlkreis( Lauenburg): Bigarrenmacher Moltenbuhr Kellinghusen. An die Zimmerer Deutschlands! Auf zum Kongreß! 3x Halle a. S. hat am Sonntag, den 19. Januar 1890, eine Ronferenz zwischen den beiden jetzt bestehenden Organisationen stattgefunden. Es ist beschlossen worden, daß zu Ostern d. J. ein einheitlicher Kongreß der Zimmerer Deutschlands stattfinden soll. Die von der Konferenz Beauftragten bringen dieses hierdurch zur öffentlichen Kenntniß und laden sämmtliche Zimmerer Deutschlands zur Beschickung des Kongresses ein. Der Kongreß findet in Gotha statt und nimmt seinen Anfang Oftermontag, den 7. April 1890. Als Tagesordnung ist festgestellt: Wie ist eine einheitliche Regelung der Lohnbewegung unter den Zimmerern Deutschlands an erzielen?" Die Delegirten zu diesem Kongreß müssen in öffentlichen nicht stattfinden können, wolle man sich um Auskunft an einen der Bersammlungen gewählt werden. Wo öffentliche Versammlungen einzelnen Orten überlassen. Die Kosten für die Delegirten sind Unterzeichneten wenden. Die Anzahl der Delegirten bleibt den selbstredend von den einzelnen Orten aufzubringen. Es ist noch beschlossen worden und die Unterzeichneten. von beiden jetzt bestehenden machen speziell hierauf aufmerksam Organisationen ist die volle Kraft anzuwenden, und eine wirksame Agitation zu diesem Kongreß zu entfalten. Die bis heute streitigen benutzt werden, sondern alle Thätigkeit soll dahin gehen, daß der Bunkie dürfen dabei unter feinen Umständen als Agitationsmittel Rongreß recht zahlreich beschickt wird und die Delegirten unbeeinflußt ( durch äußere Kräfte) zu der Tagesordnung Stellung nehmen. Die Beauftragten: H. Müllerstein, Hamburg, Holsteinischer Kamp 13, 1. A. Bringmann, Magdeburg- Sudenburg, Michaelisstraße 8. Literarisch e s. Von der Neuen Zeit", Stuttgart, Berlag von S. W. Diez, ist soeben das 2. Heft des 8. Jahrgangs erschienen. Inhalt: Abhandlungen: Die Arbeiterbewegung in Oesterreich. Bon Karl Kautsky. Die Kriminalität in Frankreich von 1840 bis 1885. Untersuchungen über ihre Entwidelung und ihre Ursachen. Von Paul Lafargue( Fortsetzung). Ueber die Haftpflicht der Unternehmer in Ungarn. Von Dr. E. R. J. Krejcfi( Buda pest). Das Frauenstudium in der Schweiz. Von C. Lübeck. Hamlet und Ton Quirote. Von Jwan Turgenjeff. Aus den Russischen übersetzt von Julie Zadek. * " Vom Achtstündigen Arbeitstag"( Organ des auf grund der Beschlüsse des Pariser internationalen Arbeiterkongresses in Zürich niedergefeßten Exekutivkomitees) ist unterm 25. v. Mts. die zweite Nummer erschienen. Dieselbe enthält außer einigen fleineren Notizen einen Artikel über„ Die Arbeitszeit in Frantreich) von G. Deville( Paris), ferner einen Artikel, handelnd vom Achtstundentag unter dem Titel, Nicht 8wed, sondern Mittel" von F. Domela Nieuwenhuis( dem einzigen sozialdemokratischen Abgeordneten in der holländischen Kammer), sowie ausführliche Mittheilungen über die englische Arbeiterbewegung. Von nun au wird das Blatt regelmäßig alle 14 Tage erscheinen. Wir empfehlen den„ Achtstündigen Arbeitstag" wärmstens zum Abonnement.( Ne daktion und Expedition: E. Wullst, legel, Basel, Spalenvorstadt 3.) Briefkasten. Abonnent. Sie haben allerdings bestellt, aber vergessen, 9. Wahlkreis( Bezirke Pforzheim, Gernsdorf, Ettlingen, Dur- Adresse beizufügen. In Berlin bitten wir, Bestellung immer bei lach): Wilhelm Blos, Schriftsteller in Stuttgart. 10. Wahlkreis( Bezirke Karlsruhe, Bruchsal): Adolf Beck, Redakteur in Offenburg. 11. Wahlkreis( Bezirke, Mannheim, Schwetzingen, Weinheim): August Dreesbach, Kaufmann in Mannheim. 12. Wahlkreis( Bezirke Heidelberg, Mosbach, Neckargemünd): Wilhelm Hänsler, Schloffer in Mannheim. 13. Wahlkreis( Bezirke Sinsheim, Eppingen, Bretten, Phi14. Wahlkreis( Bezirke Buchen, Walldürn, Wertheim, Tauberbischofsheim): Friedrich Stöber, Mechaniker in Mannheim. * * * Schlesien. 1. Regierungsbezirk Breslau. 1. Wahlkreis( Guhran- Steinau- Wohlau): Horn. ( Milisch- Trebniß): Heisig. Aus diesen Zahlen ergiebt sich, daß der eine Kreis faft zehnmal so viel Einwohner hat als ein anderer und daß er mehr als doppelt so viel Wähler zählt als der andere überhaupt Einwohner. Die erſt- lippsburg): Ardreas Galnbach, Restaurateur in Karlsruhe. genannten sechs Wahlkreise haben zusammen noch nicht so viel Einwohner wie einer der beiden zuletzt genannten. Diese Gegensäße ließen sich leicht vervielfältigen. Am grellsten treten fie auf, wenn fie dicht nebeneinander liegen, so in Berlin selbst, wo der erste Wahlkreis nur 91 397 Einwohner mit 21 389 Wählern zählt und vor den Thoren Berlins, wo die Wahlkreise Ostpriegniß, Westpriegnig, Oberbarnim beziehungsweise 67 137, 72 349 und 79 981 Einwohner umfassen, oder in Schleswig, wo der zehnte Kreis noch nicht 50 000, der fiebente über 171 000 Einwohner zählt, oder in Coburg- Gotha, wo der eine Wahlkreis eine Bevölkerungsziffer von 57 383, der andere von 141 446 aufweist. Im allgemeinen zeigt die Statistik eine starke Verschiebung der Bevölkerung zu Gunsten der großen Städte und ihrer nächsten Umgebung, während zahlreiche ländliche Kreise einen Rückgang der Einwohnerzahl zu verzeichnen haben. Es ist deßhalb die Behauptung zutreffend, daß durch die heutige Eintheilung der Wahlkreise dem platten Lande ein ungerechtfertigtes Uebergewicht über die Zentralpläße des Gewerbefleißes verLehen wird. Die nämliche Verschiebung macht sich auch für canze Staaten geltend. So giebt es im Königreiche Sachsen feinen Wahlkreis, der unter der Normalziffer von 100 000 Einwohnern bliebe, dagegen sieben Kreise, welche schon 1885 einen Anspruch auf die doppelte Zahl von Mandaten hätten. Im Ganzen würde Sachsen nach dem ursprünglichen Maßstabe nicht mehr 23, sondern 32 Abgeordnete zu stellen haben. Diese Ungleichheiten können nicht auf die Dauer aufrecht erhalten werden, zumal fie sich von Jahr zu Jahr verschärfen. Es muß jedes Rechtsgefühl verlegen, daß in inem Kreise das Wahlrecht dreimal oder zehnmal so vie! 2. " 3. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. " 13. " ( Namslau- Brieg): Schüß. ( Wartenberg- Dels): Selig. ( Ohlau- Nimptsch- Strehlen): Schüß. ( Stadt Breslau, östlicher Theil): Tuzauer. ( Stadt Breslau, westlicher Theil): A. Kahn. ( Breslau- Neumarkt): Heisig. ( Striegniß- Schweidnik): Richter. ( Waldenburg): Kunert. ( Reichenbach- Neurode): Metzner. ( Glaz- Habelschwerdt): Megner. ( Frankenstein- Münster berg): Megner. 2. Regierungsbezirk Oppeln. 1. Wahlkreis( Creuzburg- Rosenberg): Magara. ( Oppeln): Magara. 2. 3. 4. 9. 10. " 11. " 12. " ( Gr.- Strehliz- Kosel): Liebknecht. ( Lubliniz Tost- Gleiwiß): Liebknecht. ( Beuthen- Tarnowig): Liebtnecht. ( Kattowiß- Zabrze): Liebknecht. ( Pleß- Rybnik): Bebel. ( Ratibor): Bebel. ( Leobschütz): Prause. ( Neustadt): Prause. ( Faltenberg- Grottfau): Bebel. ( Neisse): Bebel. 3. Regierungsbezirk Liegnig. 1. Wahlkreis( Grünberg- Freistadt): Haude. ( Sagan- Sprottau): Haude. ( Lüben- Bunzlau): Lorenz. ( Löwenberg): Steller. ( Haynau- Goldberg: Lieguig): A. Kühn. 2. " 3. " ( Glogau): P. Kühn. 4. " 6. 7. 8. 9. " 10. H * * ( Landshut- Jauer- Bolkenhayn): Richter. ( Schönberg- Hirschberg): Kammbach. ( Labau- Görlig): Steller. ( Rothenburg- Heyerswerda): Breil. * Beitungsspediteur zu bewirken, am besten bei demselben, der schon irgend ein tägliches Blatt bringt. Pyrik. Leider nicht bekannt. Hoffmann, Halle. Manuskript vollständig nuleserlich. taugt aber nichts und ist theuer. In Kürze wird eine beffere Aus Oesterreich. Eine deutsche Ausgabe von Bellamy erifiirt, gabe erscheinen. Berlin I: Gottfr. Schulz. II: Janischewsky. III: Wild berger. IV: Singer. V: Auerbach. VI: Liebknecht. J. K. Berlin. 40 Pf. für den Wahlfond erhalten und abgeliefert. Berliner Arbeiterbibliothek. Zur Beachtung! Wir gedenken, während der Wahlbewegung, die unsere und unserer Mitarbeiter Kräfte voll in Anspruch nimmt, kein weiteres Heft erscheinen zu laffen, dann aber rasch die erste Serie( heft 1-12) zum Abschluß zu bringen. Die zweite Serie hoffen wir mit einer größeren Arbeit bon Max Schippel eröffnen zu können: Der Sozialismus und der Staatssozialismus der Gegenwart. Zur Kritik unserer inneren Entwicklung, sowie des sozialdemokratischen Programms. Wir bitten, die günstige Zeit der Wahlbewegung zu eifriger Agitation für die„ Berliner Arbeiterbibliothek" auszunuzen. Die nothwendige Aufklärung der Massen bedingt auch eine Massenverbreitung aller Flugschriften und Broschüren unserer Partei. Die Massenverbreitung ist auch die Voraussetzung dafür, daß lite rarisch immer Besseres und Reichhaltigeres geboten werden kann. Wir dürfen bei den deutschen Genossen wohl um so eher regste Unterſtügung erwarten, als jede Mehreinnahme der„ Berliner Arbeiterbibliothek" lediglich zur Verbesserung bez. Verbilligung unserer Broschüren dienen soll und der Kontrolle angesehener Parteis genossen unterliegt. A 15 2 et L 21 ф 10 2 g น i e t e 490 2 2 31 h t 6 ร 6 Für alles Nähere verweisen wir auf die umstehende Annonce. Der Verlag der Berliner Volks- Tribüne". " Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Druck und Berlag: F. Posekel, Berlin 2. O., Dranienstraße 23.