ten det no hr90 Berliner Volks- Tribüne Social- Politisches Wochenblatt. щен ein Den rc ch= Inche Die Berliner Bolts Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. 3x Sen gen Der Den ind tex Dew me en tel Der 8t ch. 40 Ir= cht a= C& 8. t t= m (" ett he ent Ce B.) et On rt, ce It e 3 ta er T. 1. 8. t " Abonnements- Preis für Berlin monatlich 50 fg. pränumerando( frei ins paus) ingene Nummer 15 wfg. Durch jede Post- Anstalt des Deutschen Reiches zu beziehen.( Preis viertel jährlich 1 Mt. 50 Bfg.; eingetragen unter Nr. 893 der Zeitungspreis ifte für das Jahr 1890) Redaktion und Expedition: 8.0.( 26). Oranien- Straße 23. №. 8. Inserate werden die 4 spaltige Petit- Zeile oder deren Raum mit 20 Bfg. berechnet.- Bereins- Anzeigen: 15 Bfg. Arbeitsmarkt: 10 Pfg. Inseraten- Annahme in der Expedition: Oranien- Straße 23. Sonnabend, den 22. Februar 1890. Regierung und Arbeiterschutzgesetze. Die freie und friedliche Ausdrud ihrer Wünsche und Interessen ermög Kaiserlichen Erlasse, Kartell und Sozialdemo- licht und den staatlichen Behörden Gelegenheit geboten wird, durch tratie. Wie Kartellblätter in der Arbeiter- Anhörung der unmittelbar Betheiligten fortlaufend über die Verschuhfrage bereits bremsen. Die französische hältnisse der Arbeiter zuverlässig unterrichtet zu werden und mit Presse und die kaiserlichen Erlasse. Regie: den letteren die wünschenswerthe Fühlung zu behalten. rung und Presse in Deutschland. II.- Was Auch die weitere Entwickelung der staatlichen Betriebe zu ist Geld? Arbeiterinnen- Bewegung. Gedicht. Denkschrift über die Ausstände der Berglente. Ist der Tisch für alle gedeckt? Die Arbeitszeit in Frankreich.- Das Zeit alter des Aluminium. Lehrermangel. muftergiltigen Vorbildern einer wirklichen Arbeiterfürsorge bedarf der eingehensten fachkundigen Erwägung. raths bei den Arbeiten, die ihm jetzt bevorstehen. Ich verkenne Ich vertraue auf die bewährte, treue Hingebung des Staatsnicht, daß gerade auf diesem Gebiete nicht alle wünschenswerthen Verbesserungen allein durch staatliche Maßnahmen zu erreichen find. Der freien Liebesthätigkeit, der Kirche und Schule verbleibt daneben ein weites Feld segensreicher Entfaltung, durch welche die An die sozialdemokratischen Wahlkomitees. gefeglichen Anordnungen unterstützt und befruchtet werden müssen, um zu voller Wirksamkeit zu gelangen. Aber wenn es mit Gottes Diejenigen Wahlkreise, deren Kandidaten in die Stich- Hilfe gelingt, die berechtigten Interessen des arbeitenden Volkes auf grund der von ihnen zu machenden Vorschläge zu befriedigen, wahl kommen, und die auf materielle Hilfe rechnen, werden so wird ihre Arbeit meines föniglichen Dankes und der Anerkennung gebeten, ihre Gesuche sofort an den Unterzeichneten einzu- der Nation gewiß sein dürfen. Senden. Dresden- Plauen, den 17. Februar 1890. Für das Zentral- Wahlkomitee. A. Bebel. Die Regierung und die Arbeiterschutzgesetze. Der preußische Staatsrath ist zur Begutachtung der Arbeiterschutzgeseßfrage zusammenberufen und vom Kaiser Freitag, den 14. d. Mis. mit folgender Ansprache er öffnet worden: Ausgabe für Spediteure: Voltsblatt" Zimmer- Straße 44. IV. Jahrgang Nach der feierlichen Eröffnung ist der Staatsrath wieder bis zum 26. Februar, also um 12 Tage vertagt worden. Es ist biernach nicht recht einzusehen, warum noch vor den Wahlen das Plenum des Staatsraths überhaupt nach Berlin berufen worden ist, denn die Herren sind doch nur nach Berlin gekommen, um der Eröffnungsfeierlichkeit durch Anhören der Nede beizuwohnen und dann wieder abzureisen. Die Ernennung der Referenten hätte auch ohne diese Feierlichkeit erfolgen können. Die kaiserlichen Erlasse, das Kartell und die Sozialdemokratie.*) Ueber den Einfluß der kaiserlichen Erlasse auf den Wahlkampf sprach sich May Schippel vor den Chemnizer Wählern etwa folgendermaßen aus: 1 marum Man fah in den letzten Wochen allgemein einer hervorragenden Die Ihrer Berathung zu unterstellenden Vorlagen werden Rundgebung der Regierung für die Wahlen entgegen und Ihnen unverweilt zugehen. Ich bestimme zur Theilnahme an der sollten wir das verhehlen gerade wir Anhänger der SozialBerathung die beiden A theilungen für Handel, Gewerbe, öffentliche demokratie hatten uns auf das Schlimmste gefaßt gemacht. Um Bauten, Eisenbahnen und Bergbau und für Angelegenheiten der o angenehmer war unsere Ueberraschung, als unter dem 4. Feinneren Verwaltung, denen ich eine Anzahl sachkundiger Personen bruar die beiden kaiserlichen Erlasse erschienen, die eine geradezu zuweisen werde. Die Mitglieder dieser Abtheilungen ersuche ich, verblüffende Umwandlung der Regierungspolitit in der Arbeiter fich am 26. d. M., 11 Uhr, in den ihnen zu bezeichnenden Räum- schutzfrage offenbar aus eigenem Antriebe des Kaisers und lichkeiten zu versammeln. gegen den Willen des Fürsten Bismarck Zum Referenten bestimme ich den Ober- Bürgermeister Erlaffe miquél, und zum Storeferenten den Geheimen Finanz- Rath Jencke. Ich behalte mir vor, nach Abschluß der Abtheilungsbe und wünsche ihnen zu ihrer Arbeit den Segen von oben, ohne rathungen den Wiederzusammentritt des Staatsraths zu bestimmen, welchen menschliches Thun niemals gedeihen kann." " 1 * * * verkündeten. Diese bezeichneten die bisher getroffenen sozialreformatorischen Maßnahmen als ihre Aufgabe nicht erfüllend, sie stellten es als weitere Pflicht der Staatsgewalt hin, die Zeit, die Dauer und die Art der Arbeit zu regeln." fie forderten Arbeiterausschüsse zur Verhandlung mit den Arbeitgebern und mit den Organen der Regierung, sie sprachen sich endlich für eine internationale Regelung des Arbeiterschutzes aus. Dieses Regierungsprogramm denn so muß man es trob ,, Meine Herren Mitglieder des Staatsraths! Die Freis. 8tg." bemerkt hierzu: Wenn man die Durch meinen Erlaß vom 4. d. Mts. find Sie davon unter- Ansprache des Kaisers an den Staatsrath vergleicht mit richtet worden, daß es mein Wille ist, das Gutachten des Staats- den beiden faiserlichen Erlassen vom 4. Februar, so trift oder gerade wegen der fehlenden Gegenzeichnung irgend eines raths über diejenigen Maßnahmen zu hören, welche zur besseren eine gewisse Einschränkung des damals fundge- Ministers nennen- tam so unerwartet und war so ungewöhnlich, Regelung der Verhältnisse. des Arbeiterstandes erforderlich find. Es entspricht der Bedeutung, welche der Staatsrath in der Monarchie gebenen Programms hervor. Vielleicht ist dieselbe auf daß im ersten Augenblicke in bürgerlichen Streisen die Meinungen einnimmt, daß die wichtigen, auf diesem Gebiete eirer gedeihlichen eine Einwirkung des Reichskanzlers zurückzuführen. Für weit auseinander gingen, wem die Erlasse hauptsächlich als WahlLösung harrenden Fragen von Ihnen einer gründlichen Erwägung die Ansprache im Staatsrath hat der Reichskanzler durch vorspann nüßen würden. Heute sind wohl alle Kundigen einunterzogen werden, bevor die auszustellenden Gesezentwürfe an die feine Anwesenheit ausdrücklich die Verantwortlichkeit über- müthig wenn freilich auch oft nur im Stillen der Ueberparlamentarischen Körperschaften gelangen, denen die endgiltige Bezeugung, daß nur die Wahlaussichten und das Machtschlußfassung darüber verfassungsmäßig zusteht. nommen, während bekanntlich jene Erlasse einer ministeri- bewußtsein der Sozialdemokratic dadurch steigen können, Ich lege Werth darauf, daß der aus den verschiedensten ellen Gegenzeichnung überhaupt entbehrten. und daß diese ganze kaiserliche Rundgebung wenn sie auch anders Berufskreisen zusammengefeßte Staatsrath auf grund der In dem Erlaß vom 4. Februar wird es als Auf- gemeint war zu einem schweren Schlage gegen die Kartellin ihm vertretenen praktischen Erfahrungen die von mir in Aussicht gabe der Staatsgewalt bezeichnet, die Zeit, die Dauer parteien werden mußte und ichon geworden ist. genommenen Vorschläge auf ihre Zweckmäßigkeit, Ausführbarkeit Auch andere Parteien suchen jezt freilich die veränderte Sach und Tragweite einer gewissenhaften und vorurtheilsfreien Prüfung und die Art der Arbeit so zu regeln, daß die Erhaltung lage für sich auszubeuten, aber fragen Sie doch einfach die Leute, unterzieht. der Gesundheit, die Gebote der Sittlichkeit, die wirthschaft die aus den kaiserlichen Kundgeburgen jezt Leimruthen für den Ernst und verantwortungsvoll ist die Frage, zu deren Lösung lichen Bedürfnisse der Arbeiter und ihr Anspruch auf ge- fartellbrüderlichen Gimpelfang machen möchten: Wer hat denn ich Sie hierher entboten habe. Der den Arbeitern zu gewährende jegliche Gleichberechtigung gewahrt bleiben." Man hat in hoben, wer hat sie zuerst verfochten, als sie noch nicht populär berartige Forderungen zuerst mit vollem Ernste erSchutz gegen eine willkürliche und schrankenlose Ausbeu- diesem Programm vielfach auch eine Anerkennung eines waren wie heute; wer hat die Arbeitermaffen für diese Bestrebungen tung der Arbeitskraft, der Umfang der mit Rücksicht auf die Marimalarbeitstages für Erwachsene erblicken wollen. organisirt und in dieser Angelegenheit das politische Gewissen der Gebote der Menschlichkeit und der natürlichen Entwickelungsgesetze Im Gegensatz hierzu wird in der Ansprache an Nation überhaupt erst aufgerüttelt? Wem verdanken wir es, daß einzuschränkenden Kinderarbeit, die Berücksichtigung der für den Staatsrath nur die Einschränkung der Kinder- heute kein Staat und kein Staatsmann mehr um die Frage des Arbeiterschußes herum tann? Der Sozialdemokratie und das Familienleben in fittlicher und wirthschaftlicher Hinsicht wichti- arbeit und der Frauenarbeit betout, während im immer wieder: der Sozialdemokratie. Sie war es, die gen Stellung der Frauen im Haushalte der Arbeiter und an- übrigen nur ganz im allgemeinen von einem Schuß gegen durch ihre großen Gelehrten zuerst theoretisch die Bedeutung des dere damit zusammenhängende Verhältnisse des Arbeiterstandes fird eine willkürliche und schrankenlose Ausbeutung der Arbeits- gesetzlichen Arbeiterschutzes erwies; sie war es, die von Anbeginn einer verbesserten Regelung fähig. kraft die Rede ist. Der damals betonte Anspruch auf gezählte; die Sozialdemokratie war es, die lange vor allen Rean den Arbeiterschuß zum eisernen Bestand ihres Programms Dabei wird mit sachkundiger Besonnenheit erwogen werden seßliche Gleichberechtigung der Arbeiter wird in der Angierungskonferenzen internationale Arbeiterkongresse zu Stande müssen, bis zu welcher Grenze unsere Industrie eine durch strengere sprache des Kaisers nicht weiter erwähnt. In der Erwäh brachte, denen jetzt die Regierungen nachhinken und auf die Vorschriften zu Gunsten der Arbeiter erhöhte Belastung der Pro- nung der Schranken, welche die internationale Kon- sich jetzt der Erlaß des deutschen Kaisers beruft. duktionskosten ertragen fann, ohne durch den Wettbewerb auf dem turrenz der Arbeiterschußgefeßgebung zieht, wird das Be- den verbissensten Widerstand geleistet? Wer hat stets die Wer aber hat jeder Ausbildung des Arbeiterschutzes stets Weltmarkte die lohnende Beschäftigung der Arbeiter beeinträchtigt dürfniß eines ho hen Maßes weiser Besonnenheit" ganze deutsche Industrie und das gesammte deutsche Vaterland zu sehen. Dadurch würde statt der von mir erstrebten Förderung noch ganz besonders hervorgehoben und die Wechselwirkung als bedroht hingestellt, wenn auch nur die zahmsten Voreine Schädigung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiter herbeige- zwischen der internationalen Verständigung und der deutschen schläge zur Abänderung der Gewerbeordnung Gesetz würden? Wer hat vollends die große Idee eines internationalen führt werden. Um diese Gefahr zu beseitigen, bedarf es eines Arbeiterschußgesetzgebung scharf betont. Vorgehens der die Köln. 3tg." heute mit einem Male hohen Maßes weiser Besonnenheit. Denn die glückliche Neu ist der Gedanke, daß die Vertretungen der einen„ blendenden Zauber" zuerkennt wer hat diese stets mit Lösung dieser unsere Zeit beherrschenden Fragen ist um so wich- Arbeiter mit den staatlichen Berg- und Aufsichtsbeamten giftigem Spott und beleidigendem Hohn übergossen? Wer tiger, als dieselbe mit der von mir angeregten internationalen in Verbindung gesetzt werden sollen. Es scheint also bei- hat vollends den Arbeiterkongreß zu Paris- die„ internatioVerständigung über dieselben in ersichtlicher Wechselwirkung steht. nahe, als ob man die Fabrikinspektoren zu Vorsitzenden die sich jetzt der kaiserliche Erlaß beruft noch bis vor nalen Verhandlungen zwischen den Arbeitern aller Länder", auf Nicht minder wichtig für die Sicherung eines friedlichen Ver- der Arbeitervertretungen bestellen wollte. Es scheint über wenigen Tagen in blinder Wuth verdächtigt und denunzirt? Wer hältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind die For- haupt an Arbeitervertretungen gedacht zu sein mehr im hat sein Möglichstes gethan, jeden Arbeiterschutz zu vereiteln men, in welchen den Arbeitern die Gewähr dafür zu bieten ist, Interesse der Information der Behörden als der Verstän- Das Kartell, das Kartell und immer wieder das Kartell, das ganze hierin vereinigte Fabrikanten- und Aus= daß sie durch Vertreter, die ihr Vertrauen besigen, an der digung zwischen Arbeitnehmer" und„ Arbeitgeber". beuterthum mit seinen Anhängseln von Interessenvertretungen, Werk Regelung ihrer gemeinsamen Thätigkeit betheiligt und zur Wahr- Nach alledem können wir unseren Eindruck aus der zeugen und Schleppenträgern. nehmung ihrer Interessen in Verhandlung mit den Ar- Ansprache nur dahin zusammenfassen, daß man bereits beitgebern befähigt werden. Es wird zu erstreben sein, die Ver- ziemlich viel Wasser in den Wein der ersten kaiser= tretungen der Arbeiter mit den staatlichen Berg- und Auf- lichen Erlasse gemischt hat, wie dies nach der Haltung sichtsbeamten in Verbindung zu setzen und auf diese Weise der offiziösen Presse gegenüber jenen Erlassen nicht anders Formen und Ordnungen zu schaffen, durch welche den Arbeitern der zu erwarten war. *) Der Verfasser dieses Artikels vermochte die vorige Nummer nicht vollständig zu redigiren, da er sich auf einer Agitationsreise sammensetzen seiner Abschnitte entstellt. Wir sehen uns daher ge befand. Infolge dessen wurde der Artikel durch falsches Zubrungen, hier den Artikel in seiner richtigen Verfassung mitzutheilen. " Will das Kartell das jetzt nicht zugestehen, nun, so find wir| Alter an, die billige Beiberarbeit ohne Rücksicht auf Gesundheit und internationale Verständigung" ein wirklicher Arbeiterschutz: in der Lage, seinem beispiellos furzen Gedächtniß etwas aus unserer Sittlichkeit, die Mannestraft auf unbeschränkte Zeit ausbeuten zu möglich set. Die Zeitschrift Stahl und Eisen", das Organ eigenen Erinnerung zu Hilfe kommen zu können. können. Jede Einschränkung der alten Freiheit des Kapitals be- der deutschen Hütten- und Eisenkönige, nahm die Einladung der Im Anfange des Jahres 1885 brachte bekanntlich die deutet eine Schmälerung des alleinseligmachenden Profits also Schweiz mit vollstem Hohne auf, der hoffentlich nun auch dem gefozialdemokratische Fraktion des Reichstages nachdem fort mit jedem Arbeiterschutz! planten deutschen Vorgehen gegenüber Stand halten wird. Damals fie feit 1867 schon zu wiederholten Malen die Frage In einem( durch die Reichstags- Kommissionsbeschlüsse an- schrieb das Blatt und die„ Nordd. Allg. Ztg." druckte es unterangeregt hatte einen Gesezertwurf ein zur Weiterentwickelung geregten) Nachtrag zu seiner Denkschrist wiederholt der Zentral- thänigst nach: ber erbärmlich rückständigen deutschen Gewerbeordnung. Sofort verband seine feindseligen Rundgebungen gegen die Arbeiterwünsche, traten die Unternehmer- Verbände und Vertretungen auf der womöglich in noch schärferer Form. Es heißt da z. B.: ganzen Linie in Aftion gegen den Arbeiterschutz. Die Han= belskammern suchten sofort allen etwaigen Sympathieen für einen gefeßlichen Arbeiterschutz durch Resolutionen und Petitionen einen Dämpfer aufzusetzen. Der Zentralverband deutscher In= dustrieller tomischer Weise nennt er sich gar noch Zentralberband zur Förderung und Wahrung nationaler Arbeit!" wandte sich mit der ganzen Entrüstung, in die das Kapital durch die Gefährdung seines Geldbeutels versetzt werden kann, gegen biese Bestrebungen, welche den Interessen der Arbeitgeber und Arbeiter gleichmäßig zum Schaden gereichen." Die National= liberalen hatten sich von vornherein mit einer ganz nichtsfagenden Resolution, die zu gar nichts verpflichtete, begnügt; die Herital- konservative Mehrheit ließ es nicht einmal zur EntScheidung über die Sonntagsfrage fommen, mit welcher allein die Rommission fertig geworden war. Die Stellung des Reichs. kanzlers bei dieser Debatte ist bekannt. Den Normalarbeitstag " Der Beginn der Kinderarbeit in Fabriken in möglichst frühem Alter entspricht in der Hauptsache dem Bedürfnisse der Arbeiter(!) selbst, welche ihre Kinder zum Verdienste mit heranziehen wollen... Wir erachten die bestehende Gesetzgebung für ausreichend und halten eine weitere Einschränkung der Kinderarbeit, als einen empfind= lichen Eingriff in das Erwerbsleben der Arbeiter( 1) für bedenklich. Der Zentralverband ist einverstanden( wie gnädig von so hohen Herren) damit, daß Wöchnerinnen während 4 Wochen nach der Niederkunst nicht beschäftigt werden dürfen. Für die Fabriken ist diese Bestimmung ohne prat: tische Tragweite; dem Wunsche der Arbeiter dürfte sie nicht entsprechen(!) Wenn international festgestellt werden soll, daß intera nationale Abmachungen über Arbeiterschutz praktisch unausführbar sind, daß diese Unausführbarkeit an jedem Ende der Frage hervorleuchtet, dann ist jedenfalls erwünscht, bei dieser Feststellung betheiligt zu sein; wäre es auch nur, um bei erneuten Verhandlungen über Erweiterung der deutschen Arbeiterschußbestimmungen sich darauf berufen zu können, daß der bei solchen Gelegenheiten stets im Hintergrunde auftauchende Vorschlag internationaler Vereinbarung ein Schlagwort ist. Also Beschickung des Kongresses in der Hoffnung, er werdescheitern, um die erwiesene Unmöglichkeit" internationaler Verständigung alsdann weiter zu benutzen, jede Ausdehnung der deutschen Arbeiterschutzgesetze abzuweisen! Das bildete damals die Parole dieser Edelsten der Nation, soweit sie nicht überhaupt nichts mit der Schweiz zu thun haben wollten. Die Bestimmung, daß Arbeiterinnen, welche ein Und diese selben Leute und diese selben Blätter wollen es. Hauswesen zu besorgen haben", in Fabriken nicht länger ießt wagen, die Wähler damit zu fangen, daß sie sich ihrer Arbeiterals 10 Stunden täglich beschäftigt werden dürfen, ist un- schußbestrebungen rühmen? Sie sollten im Stande sein, dem als sie noch annehmbar.... Hierin( weil Arbeiterinnen ohne Haus- Volfe die Erfüllung dessen zu bringen, was sie wesen nach der Reichstagskommission ungeschüßt bleiben frei von der Leber weg reden durften in schmählichster Weise sollten) ist eine Förderung des unerlaubten Zusammen- verunglimpft und mit Füßen getreten haben? Die schlimmsten lebens, also der Unsittlichkeit zu erblicken. Böcke von gestern sollten mit einem Male die besten Gärtner von die gefeßliche Regelung der Arbeitsdauer, die jetzt der Kaiser befürwortet berwarf er, weil er den Lohn verringern würde. Den Ausfall beim Verbot der Sonntagsarbeit tönne die Induſtrie" nicht tragen und schließlich auch nicht der Arbeiter. Die geschädigte Industrie stelle vielleicht den Betrieb ein, und eine Menge Leute müsse sieben Sonntage in der Woche machen." Wenn die Arbeiter Noch erbärmlicher fast wenn das möglich ist war die heute geworden sein? Nein, m. H., glauben Sie doch das nicht! den Sonntag ihren Vergnügungen gewidmet haben, dann wird der Haltung der Lüdenscheider Handelskammer. Die Reichstags- Beurtheilen Sie diese Kartellbrüder einfach nach ihrer VergangenMontag blau und am Dienstag ist die Arbeitskraft noch ge- fommission hatte für Arbeiterinnen und Kinder die spottgeringe beit, beurtheilen Sie die kämpfende und ringende Sozialdemokratie ringer. Gar teine Arbeit zu haben, erschüttert zu sein in der Aenderung vorgeschlagen, daß dieselben an Sonnabenden und Vor- nach ihrer Vergangenheit und dann, m. H., dann entscheiden Sie; Unterlage der Eriſtenz, dem Hunger möglicher Weise gegenüber abenden von Festtagen Nachmittags nach 6 Uhr nicht mehr be- für das Kartell oder für die Sozialdemokratie! gestellt zu werden, um ein Sonntagsvergnügen zu erreichen, dazu, schäftigt werden dürfen. In widerwärtigster sittlicher Heuchelei Und wenn Ihnen die Vergangenheit der deutschen Großmeine Herren, werden die verbündeten Regierungen wenig wendet sich die Handelskammer selbst gegen diese Bestimmung. Für bourgeoisie noch nicht genügt, nun, dann beobachten Sie die ſtille stens nicht die Hand bieten, che sie nicht besser als jetzt in- die Frauen sei ein so frühes Entlassen wohl gerechtfertigt, die Minirarbeit, die heute schon trotz aller unterthänigsten formirt find." Kinder und die übrigen Arbeiterinnen würden schwerlich nach Hause Begeisterungshenchelei im Kartelllager gegen die Forde Sie sehen also, m. H., die später im Kartell gehen, sondern sich auf den Straßen zum Schaden ihrer rungen des Kaisers begonnen hat. Hätten wir heute noch vereinigten Parteien, ihr Abgott und die hinter moral herumtreiben. Diese Sorge um die Moral wird in einen sterbenskranken Monarchen an der Spitze, so wären zweifellos ihnen stehenden Besitzschichten, haben von An- ein flareres Licht gestellt durch die zugleich ausgesprochene Ansicht, in Deutschland schon die Entrüstungsstürme angebrochen, wie iu fang an alles gethau die sozialdemokratischen daß die Industrie dann gezwungen sein würde, auch eine große der Battenberg- Bismarc- Affäre; so muß man sich wohl oder übel Forderungen, betreffs des Arbeiterschuhe 8 Bahl männlicher Arbeiter schon um 6 Uhr zu entlassen. Aber mit stillerem Widerstande behelfen. Aber dieser Widerstand nicht zur Erfüllung gelangen zu laffen. auch diese Befürchtung wird nicht im Interesse des Geldsacks geltend ist dawie könnten die Leute denn auch auf einmal ihren bisund dieser Genau so feindlich war 1886 ihr Verhalten, als zum gemacht, bewahre! nur deshalb, weil dann der„ Gang ins herigen Standpunkt und ihre Intereffen verleugnen! ersten Male im deutschen Reichstage- und zwar wiederum Wirthshaus das Gewöhnliche fein würde!" Also auch nichts, stille Widerstand wird sich zweifellos wie ein Bleigewicht an die feitens der giftig verfolgten Sozialdemokraten eine aar nichts für den Arbeiterschutz! Und dabei diese erbärmliche faiserlichen Bestrebungen hängen und alle wirklichen Erfolge des Resolution zu gunsten einer internationalen Verständigung Heuchelei, welche die Sorge für den Arbeiter und seine Moral neuen Programms zu verhindern suchen, wenn man zum Schein beantragt wurde. Diese Resolution flang auch wie eine Art immer wie eine spanische Wand vorschiebt, um die eigene nackte auch ein gewisses Entgegenkommen zeigen wird. Begrüßte doch die Berliner Börse die kaiserlichen Erlasse mit einer Erlaß an den Reichskanzler, der von der Volksvertretung Geldgier dahinter zu verbergen. Baiffe. ersucht werden sollte, möglichst bald eine Einladung zu einer Konferenz an alle, hauptsächlich als Produzenten von Industrieerzeu nissen in Betracht kommenden Staaten ergehen zu lassen, um sich über die Grundzüge einer auf gleichen Grundfäßen bafirten Arbeiterschutzgesetzgebung zu verständigen, welche für alle betheiligten Staaten ala Norm festsetzt, daß: 10 Stunden beträgt; 1 1. die tägliche Arbeitszeit in allen Betrieben höchstens 2. die Nachtarbeit für alle Betriebe mit Ausnahme solcher. wo dura die Natur des Betriebes dieselbe unumgänglich ist, aufgehoben wird; 3. die erwerbsmäßige Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren versagt wird. Alles schwieg damals im Reichstage diesen Vorschlag todt, aber proteftirte wie die konservativen Abg. Lohren und Dr. Kropatschek gegen die Möglichkeit irgend welcher internationalen Vereinbarung. Und heute sollen die Wähler die über Nacht entstandene Begeisterung derselben Leute für den internationalen Arbeiterschuß für waschecht halten? Wie heißt das doch die Urtheilsfähigkeit selbst des blindesten Hödurs unterschäßen, daß er mit einem Male die alten Freunde und Vorfämpfer des Arbeiterschutes schmählich verlassen und verrathen und fich als Werkzeug der alten Feinde dieser nothwendigen Sozialreform gebrauchen und mißtrauchen lassen soll! Nein, wo die Vergangenheit so klar für die Sozialdemokraten und gegen ihre Widersacher spricht, da kann die Wirkung der kaiserlichen Erlasse auch nur eine Berstärkung der Sozialdemokratie sein. Aber laffen wir einmal die Thätigkeit des älteren Reichs: tages ganz beiseite, halten wir uns nur an die Zeit, während welcher das Kartell, diese Krömung der politischen Versimpelung Deutschlands, unumschränkt herrschte wer hat auch da mit der ganzen Wuth der gefährdeten Ausbeutungsfreiheit einen wirklichen and wirksamen Arbeiterschuß bekämpit? Als im Jahre 1887 die Arbeiterschußanträge wiederum im Reichstage auftraten, erschien sofort der Zentralverband deutscher Industrieller wieder auf dem Plan, die mächtigste Interessenvertretung des industriellen Großkapitals in Deutschland, vor der die Kartellmajorität des Reichstages in Demuth erstirbt, dieser Zentralverband wandte sich damals in einer unterdeß berüchtigt ge wordenen Denkschrift gegen alle Reformbestrebungen, die jetzt selbst vom Kaiser als nöthig erklärt werden. Wir heben aus diesem Monument für unserer Zeiten Schande" nur folgende jest doppelt interessante Stellen hervor: Wir verweisen darauf, daß bisher noch nicht der Versuch gemacht worden ist, den Nachweis zu führen, daß die gegenwärtige Gesetzgebung in der vorliegenden Sache unzureichend sei, oder gar schädlich wirke. Heute schon find die Kartellblätter eifrigst an der Arbeit, die Wirkung der kaiserlichen Rundgebungen abzuschwächen. Die nationalliberale„ Kölln. 3tg." variirt mit etwas mehr Schwung dasselbe Jammerlied des Kapitals. Sie schreibt: Aber gehen wir weiter! Genau so wie der vom Bourgeoisgrößenwahn befallene Centralverband argumentirte die Nordd. Allg. 3tg.", das Kanzlerblatt. Sie machte sich die hohlen, Die freifonservative" Post" fieht in den Arbeiterausschüssen manchesterlichen Einwände des Fürsten Bismard ganz zu eigen eine ernste Gefahr", da fie leicht zu einer„ Organisation der und bezeichnete selbst die Regelung der Sonntags arbeit im Sinne Sozialdemokratie" werden könnten, durch Arbeiterschutzgesetze könne der Kommiſſionsvorschläge als„ praktisch undurchführbar", höchstens unabsichtlich selbst Schaden verursacht werden." Am 8. Februar die Verwaltungspraris der Lokalbehörden fönne die Sonntags: tritt dieselbe freikonservative" Post" die großen Schwierigkeiten ruhe gegenüber der Sonntags arbeit erweitern, falls das Beispiel und Gefahren breit, die auf dem empfohlenen Wege lauern, und der guten Sitte(!) sich nicht zu diesem Zweck genügend wirksam erfie kann nicht umhin, dem hohen Schwung der Seele, der Vorweisen sollte."( Jan. 1888). In einer an leitender Stelle urtheilslosigkeit und Humanität, von denen jener Aft Zeugniß ( 18. Mai 1887) wiedergegebenen langen Zuschrift meinte fie fogar, ablegt", ihren„ tiefen Ernst" entgegenzusetzen. die Durchführung der Kommissionsbeschlüsse werde statt des be= absichtigten Schutzes ganz außerordentliche Noth, ganz außer ordentliches Elend im Gefolge haben." Man müsse„ dem Arbeiterstand dasjenige Quantum von Arbeit erhalten", das in dem nationalen Wirthschaftsgebiet für ihn vorhanden ist. Nun, m. H., mit oder ohne dieses Quantum Arbeit" bleibt so oder so Arbeiterschutz erhalten; aber unter dem Arbeiterschutz braucht man zu seiner Verrichtung mehr Arbeitskräfte infolge der Einschränkung der zulässigen Arbeitszeit für jeden Ginzelnen theurere Arbeitskräfte infolge des Verbots der Kinderarbeit; der Rapitalist muß also für das gleiche Quantum Arbeit mehr zahlen; nicht das" Quantum Arbeit" für die Arbeiterklasse geht zurüd, sondern das Quantum Profit für das Kapital und das genügt dem Rapital und seinen Wortführern allerdings, ein erbitterter Feind jedes Arbeiterschutzes zu sein. " Doch hören wir noch weitere Preßstimmen, und zwar aus neuerer Zeit und allesammt aus dem tartellbrüderlichen Lager. In den Berl. Polit. Nachr." einer offiziösen Rorrespondenz, aus welcher die ganze Provinzpreffe des Startells ihre höheren Offenbarungen bezieht, schrieb Herr Schweinburg noch im Dezember 1888 folgendes gegen das fortgefeßte Drängen nach erweitertem Arbeiterschutz" mit welchen Gefühlen wird er es heute lesen, wo man auch von höchster Seite fortgesezt drängt:" " Die giftigen Wurzeln dieses Strebens werden freilich verdeckt durch die Fülle angeblich humanitärer Zwecke. Diese praktische Beurtheilung aber muß zu der Ueberzeugung führen, daß die hochgesteckten humanitären Ziele, von denen heute die nach so wesentlich erweitertem Arbeiterschutz strebenden Elemente des Reichstages geblendet werden andere Motive wollen wir diesem Streben zunächst nicht unterlegen- am wenigsten erreicht werden können durch Beschränkung und Einengung des Erwerbes der Arbeiter." Giftige Wurzeln dieses Strebens angebliche humanitäre Zwecke- eitel Blendwerf man sieht, Herr Schweinburg konnte noch vor Jahresfrist die Worte kaum start genug wählen, um den Es erscheint doch vernünftiger, die Kinder angemessene Arbeiterschutz in Grund und Boden hinein zu verurtheilen. Arbeiten verrichten und verdienen zu lassen, als sie dem Und die biedere ,, Köln. 3tg.", das nationalliberale WeltMüßiggan gund der Verwilder una preiszugeben.( Welche blatt, gerieth noch vor wenigen Monaten außer sich über die Nörgler Fürsorge für das Wohl der Arbeiterkinder!) Wir wollen und Reichsfeinde, die es nicht Wort haben wollten, daß die Zunicht Vermuthungen darüber aussprechen, was sich wohl der stände bei uns nicht nur besser sind als irgendwo, sondern Sozialdemokrat Harm gedacht haben mag, als er im daß sie in der Hauptsache überhaupt gut sind." Man müsse die Reichstag verlangte, daß Kinder, richtiger wohl junge Leute, Fabrifinspektorenberichte entstellen, wenn man sie zu einer Handbis zum 15. Lebensjahre nicht beschäfti, t werden sollten... babe für die Aenderung der Grundsäße unserer bestehenden Ge= Eines der hauptsächlichsten Bedenken gegen weitere Ein- werbegefeßgebung brauchbar machen will." Mit welchem Schmerze schränkung der Kinderarbeit ist von jeher und auch jetzt die muß heute die Kölnische Wetterfahne lesen, daß troß aller SozialRücksichtnahme auf die Eltern!!.... Ein Gesetz, reform die Zustände noch nicht gut seien und daß man nun doch welches die Arbeit der Kinder im schulpflichtigen an den verhaßten Arbeiterschutz herantreten müsse. Wie hat gerade Alter ganz verbietet, würde Sorge und Noth vieler die Köln. 3tg" die Arbeiterausschüsse bekämpft, deren EinArbeiterfamilien verlängern und die Lebenshaltung verführung jetzt in den kaiserlichen Erlassen befürwortet wird. Eine schlechtern. Unter diesen Verhältnissen würden auch die ge- berartige Institution unter grabe die Autorität" der Unternehmer. schüßten Kinder leiden, in ihrer förperlichen Entwickelung Sie bedeutet etwas völlig Neues, in den letzten Zielen die Eindurch ungenügende Nahrung mehr, als durch die Fabiit führung einer fonftitutionellen Verfassung in die Fabriken und Gearbeit. Der Einwand, daß in Folge des Ausschlusses der werbe. Deshalb muß ein solcher Anspruch zurückgewiesen Kinderarbeit der Lohn der Erwachsenen entsprechend steigen werden." werde, ist nicht stichhaltig.... Aus allen diesen Gründen find wir zu der festen Ansicht gelangt, daß die gegenwärtige Gesetzgebung auch in Bezug auf die Arbeit der Kinder in Fabriken, allen berechtigten Anforderungen der Humanität genügt und in Bezug auf die Intereffen der Industrie und auf die Wohlfahrt der Arbeiterbevölkerung die Grenze bildet, welche nicht überschritten werden darf. Aus allen diesen Gründen erklärt sich der Zentrals verband gegen jede gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit erwachsener Männer. Also nichts, gar nichts für die Arbeiter! Nichts, gar nichts für den Arbeiterschutz! Das Kapital muß unbedingt weiter unein geschränkt das Recht behalten, die billige Kinderarbeit von frühestem " Welche vergifteten Pfeile hat ferner nicht das ganze Kartell: gesinde gegen die Forderung eines internationalen Vorgehens gerichtet, als seinerzeit der Pariser Kongreß die Einmüthigkeit der Arbeiter aller Länder in dieser Frage bekundete! Wer hat hauptsächlich das Zustandekommen der von der Schweiz schon im Vorjahre geplanten internationalen Konferenz vereitelt die Deutsche Regierung. Der warmblütige Jdealist und der schwärmerisch angelegte Menschenfreund wird sich willig dem blendenden Zauber eines großen reformatorischen Gedankens gefangen geben.. Vor dem geistigen Auge des nüchternen Praktikers aber werden fich daneben auch die tausendfachen Schwierigkeiten emporthürmen.... Die deutsche Industrie ist schon jetzt mit einem recht gewichtigen sozialpolitischen Gepäck belastet, und jeder, der nicht die Gewohnheit hat, auf Kosten anderer den Hochherzigen zu spielen, wird sehr vorsichtig und bedächtig an die Erwägung der Frage herantreten, wie eine weitere Verbesserung des Loses der Arbeiter zu erzielen sei. Wir wissen nicht, ob die Köln. 3tg." auch den deutschen Raiser zu denjenigen rechnet, welche auf Kosten anderer den Hochherzigen spielen" möchten, aber jedenfalls bricht hier schon ganz offen die Absicht durch, zu bremsen und zu hemmen. Schreibt das Blatt doch auch ganz offen an anderer Stelle: Die Schwierigkeiten der Angelegenheit bürgen der deutschen Industrie, welche bereits so viele Opfer ge bracht, so schwere Lasten auf ihre Schultern genommen hat, dafür, daß die Sozialpolitik aus ihrem bedächtigen und sichern Gange nicht zum Sturmschritt übergehen wird. Wir betonen nachdrücklich, daß nicht im Freudenrausch, sondern nur durch bedächtige Arbeit etwas Brauchbares und Dauerndes geschaffen werden kann, weil wir die Erregung unerfüllbarer Hoffnungen für bedenklich halten; wir halten diese nüchterne Stellungnahme gerade gegenüber den über schwenglichen Jubelhymnen einzelner Blätter für geboten. Wenn man schon vor den Wahlen derartig abwinkt, was wird erst nach den Wahlen noch von diesen Leuten als erfüllbar und für die Industrie erträglich bezeichnet werden. Spricht doch die Köln. 3tg." iezt schon von hochfliegenden Hoffnungen, denen Enttäuschungen folgen müssen." Gewiß, Enttäuschungen bitterster Art für die Arbeiter, wenn die Kartellabgeordneten erst in den Reichstag eingezogen sind. Die ,, Hamburger Börsenhalle" winkt jezt schon mit dem Baumpfahl nach oben, daß man nur ja nicht die Interessen der Arbeitgeber zu ignoriren sich unterstehe: " Bu einem Jubel, als ob nun eine bessere Zeit hereinbrechen müsse, ist noch feine Veranlassung. Den Intereffen der Arbeiter stehen die der Arbeitgeber, ja der ganzen bürgerlichen Gesellschaft gegenüber." Das meinen wir auch und da sollten die Arbeiter gar noch die Hand bieten zur Wahl der ihren Interessen gegenüberstehenden" Unternehmervertreter! Es ist fein schönes, aber doch ein wahres Wort: Nur die allergrößten Kälber, wählen ihre Megger selber Und darum, wenn das deutsche Volk schon von vornherein das Kartell als seinen Todfeind betrachtete der Umstand, daß nunmehr der gesetzliche Arbeiterschutz praktisch in Angriff ge nommen werden soll, der macht es doppelt und dreifach zur Pflicht, nicht eine Stimme für die Todfeinde eines wirklichen Arbeiter schnges, nicht eine Stimme für irgendwelchen. Kartellbruder abzugeben, sondern Mann für Mann zu stimmen für die Partei, welche allein etwas Ganzes auf diesem Gebiete erstrebt, welche allein die Intereffen der Arbeit vertritt und zur Geltung bringen fann: für die Sozialdemokratie. finnigen gegenüber auf, fich an die bisherigen Handlungen ber Die Nationalzeitung" forderte neulich die Arbeiter den Freis Parteien zu halten, um nicht irregeführt zu werden. Nun, wir haben die Handlungen der Kartellparteien auf dem Gebiete des Wer hat dieses Verhalten beschönigt und gebilligt? Die Arbeiterschußes geschildert und die Handlungen der Sozialdemokratie Kartellpreffe und die großkapitalistischen Intereffentliquen. Die find Ihnen bekarnt. Wählen Sie jest darnach und wenn früher freikonservative Post" führte noch am 17. Juli 1889 ausdrücklich der Sieg der Sozialdemokratie in diesem Kreise unsicher gegen die internationale Regelung aus, daß die Arbeiterschusfrage schien, fo muß er sich nach den kaiserlichen Erlaffen unbedingt aufi böllig auf dem Gebiete der inneren Staatsgefeggebung liegebie Seite der Sozialdemokratie senten. Heute lesen wir in der kaiserlichen Kundgebung, daß„ nur durch 3 B. t t: t t B E t at: r 8. e T fi * * * * politikers fehlen. Regierung und Presse in Deutschland. Ein geschichtlicher Rückblick. II. Wie Kartellblätter in der Arbeiterschutz-| Boft" knüpft hieran gleichzeitig die Besorgniß, daß Mehr oder Weniger von der Verwirklichung des gezeich namentlich die Landwirthschaft schweren Schäden ausgefeßt neten Programms von dem Nachdrucke abhänge, den die frage bereits bremsen. sein kann, wenn unter den ländlichen Arbeitern der Zug Arbeiterbewegung, unter anderem auch gerade durch die Die Opposition gegen die Ausführung des Arbeiter- nach den Städten und Industrie- Mittelpunkten durch den Zahl der auf die sozialistischen Kandidaten entfallenen schutzes versucht die nationalliberale„ Kölnische Zeitung"| Glauben noch mehr gefördert wird, daß für die Industrie- Stimmen, auf die Bewegung ausübt. Die gesammte in der Weise zu organisiren, daß fie die internationalen arbeiter mehr und freigebiger durch den Staat gesorgt deutsche Arbeiterschaft habe also mehr als je ein nächftKonferenzen als ein Mittel hinstellt, die Sache in die Länge werden solle, als für fie." Es könnte leicht die B. fürch liegendes Intereffe, für die Sozialdemokratie zu stimmen. zu ziehen und abzuschwächen. So schreibt das national- tung zur Wahrheit werden, daß statt der von Sr. Maj. Was die angeregte Frage einer internationalen liberale Blatt:„ Es ist der Grundgedanke der kaiserlichen dem Kaiser erstrebten Förderung eine Schädigung der Arbeiterschutzgesetzgebung anbetrifft, so gibt dieselbe natürlich Erlasse, daß man den Arbeitern einen schlimmen Dienst wirthschaftlichen Lage der Arbeiter herbeigeführt den kapitalistischen Blättern Gelegenheit, den ganzen erweisen würde, wenn man die Lebensfähigkeit der deutschen wird." Man kann an diesen Aeußerungen des frei manchesterlichen Quark breitzutreten, von der Freiheit der Industrie, ihre Stellung im internationalen Rampf ums fonservativen Blattes ungefähr ermessen, welche Ergebnisse Arbeit und der Unmöglichkeit, die Arbeitsbedingungen in Dasein durch eine einseitige sozialpolitische Ueberlastung die Berathungen des Staatsrathes haben werden. Anbetracht der verschiedenen Klimate, Lebensgewohnheiten, schwächen wollte. Eben deshalb soll der Versuch gemacht Entwickelungsstufen 2c. international zu regeln. werden, der nationalen Arbeit durch internationale AbDas ganze Mißbehagen der konservativen Grund- Natürlich läßt man es auch hier und da nicht an machungen eine Deckung zu geben und so die Bahn für herren über die kaiserlichen Erlasse kommt in der von dem den üblichen Beweihräucherungen des gekrönten Sozialden Arbeiterschutz freizumachen. Während die Regierung Abg. v. Helldorff, Mitglied des Staatsrathes ge diesen langen und mühsamen Weg beschreitet, werden leiteten Konservativen Korrespondenz" zum Ausdie berufenen Vertreter der Industrie hinlänglich druck. Es heißt in diesem Artikel, daß das ganze Ver Gelegenheit haben, ihre Stimme zu erheben, in Presse und halten der Arbeiterbewegung gegenüber Züge von Barlament ihre Anschauungen und Erfahrungen geltend einer nicht unbedenklichen Einseitigkeit an sich zu machen, ihre Besorgnisse auszusprechen." trägt... Millionen von Arbeitern, die sich in ihren heutigen Verhältnissen durchaus zufrieden fühlen, erfahren Die ,, Köln. Ztg." stellt den Berathungen des Staats- erst aus unseren feierlichen Versprechungen und öffent: Breffe, welche den neuen„ aufrührerischen" bürgerlichen v.-n. Die gebührliche ernste Strafe" gegen die rathes folgende Aufgabe:" Vor allem hat die deutsche In lichen Rundgebungen, daß sie Grund haben, unzu Zeitgeist vertrat, sollte in ihrer Formulirung nicht lange dustrie( d. h. der Kapitalist), deren Lebensintereffen, deren frieden zu sein und so wird die weitere Entwickelung auf sich warten laffen. Fähigkeit zum erfolgreichen Wettbewerb auf dem Weltmarkt vielfach laufenden Parteien, die sich bei ihnen als die hier auf dem Spiele stehen, das Recht, durch den Mund berufenen Rathgeber für eine solche Lage einführen, ihr„ Römischen Kayserlichen Majestät reformirte und gebesserte Zehn Jahre später, im Jahre 1577 erschien der ihrer berufenen Vertreter ihre Anschauungen, ihre Besorg- Ohr zu leihen. Diese Dinge werden in Betracht gezogen Polizeiordnung". Natürlich konnte sie nicht an dem niffe auszusprechen. Was würde dem deutschen Arbeiter werden müssen; sie werden die gebotenen Reformen nicht Schmerzenskinde der Zeit, der Flugschriftenliteratur, die herrlichste Sozialreform nüßen, wenn die deutsche In- verhindern, aber auf Tempo und Charakter der acht und lieblos vorübergehen. Sie verkündigte:„ Es dustrie unter ihrer Last zusammenbräche und die deutsche weiteren Schritte einen bestimmenden Einfluß ausüben, und sollen nicht nur Verkäufer und Theilhaber, sondern auch Arbeiterwelt unter ihren Trümmern begrübe?" auf diesem wie auch auf anderen Gebieten wird, wie wir Käufer und andere, bei denen solche Bücher, hoffen, bald die Erkenntniß unter allen Preßorganen der Schmähschriften, Gemälde oder Pasquille, fie Die ,, Köln. Ztg." schreibt unter dem 15. Februar: pofitiven Parteien Gemeingut sein daß die Arbeiterfrage seien geschrieben, gemalt oder gedruckt, gefunden Bielfach verleiht man der Empfindung Ausdruck, daß eine Aufgaben stellt, die eine umsichtige, besonnene Be- werden, gefänglich einzogen oder, wo es nothgewisse Einschränkung des Arbeitsprogramms, auch die handlung verlangen, bei denen aber nicht mit einigen wendig erscheint, peinlich befragt werden, von Wahl der Referenten Miquel und Jende jenen Bedenken Schlagwörtern unter Hurrah eine Position nach der wo ihnen solche Bücher, Gemälde oder Schriften und Besorgnissen Rechnung trage, welche in der Preffe anderen im Sturmlauf genommen werden kann." herkommen. Es soll auch der Autor oder ein anderer, mit bürgerlichem Freimuth(!) geäußert worden sind... von dem der Gefangene solche Schriften, Gemälde oder Wir befürchten, daß unsere Arbeiter an jene Erlasse zu Die Arbeitgeber aller Erwerbszweige, so polemifirt Bücher bekommen, falls er unter derselben Obrigkeit lebt, weitgehende Hoffnungen knüpfen, die wieder Quellen die Konservative Korrespondenz" weiter, werden gefänglich eingezogen werden. Ist er aber unter einer neuer Unzufriedenheit werden dürften, wenn sie nicht in jest, wo ihnen das tua res agitur( es handelt sich um anderen Herrschaft wohnhaft, dann soll derselbe durch die Erfüllung gehen.... Ueberspannte Hoffnungen, deine Angelegenheiten) eindringlich zum Bewußtsein gebracht Obrigkeit, welche den ersten Theil- oder Inhaber solcher die schon heute gerade in Arbeiterkreisen häufig gehegt tit, ohne Zweifel die ihrem Einfluß unterstehende Schriften betroffen, angezeigt und so lange demgemäß werden, die nicht eigentlich zur Sozialdemokratie gehören, Presse nöthigen, die Arbeiterfragen nicht mehr als ein nachgefragt und nachgegangen werden, bis der rechte Autor sollten daher früh genug berichtigt werden." Gebiet zu betrachten, auf dem besinnungslos jede be: gefunden, der alsdann samt denjenigen, welche es umherliebige volltönende Phrase losgebrannt werden kann. und namentlich ruhige sachliche Einwendungen nicht als einen Frevel an einem großen Prinzip oder als einen ge: eigneten Anknüpfungspunkt, wo sich etwas für die Parteipolemik herausschlagen läßt, zu behandeln. * # * * * * * * getragen, feilgehabt oder sonst vertheilt haben, nach Recht und je nach Gelegenheit und Gestalt der Sachen, um anderen, zum abscheulichen Exempel zu dienen, mit besonderem Ernst bestraft werden soll." In den Wein der kaiserlichen Erlasse bemüht sich eine hochoffiziöse Korrespondenz aus Berlin in den nationalliberal- offiziösen ,, Hamburger Nachrichten" wiederum Wasser zu gießen. Die Korrespondenz wird in dem Blatt Wir sehen, in Sachen der Driginalität find unsere als„ von besonderer Seite fommend" eingeführt. Aus den modernen Regierungen nicht sehr schöpferischer Natur. Sie Ausführungen ersehen wir, daß die internationale Ver Gegen die Arbeiterausschüsse spricht sich die ,, Kon- topiren das Alte, machen eine neue Paragrapheneintheilung, einbarung Vorbedingung für die Jnangriffnahme der fervative Korrespondenz", das Parieiorgan der Kon- nehmen einige Ausdrücke aus dem modernen Sprachschaß Arbeiterschußgefeßgebung sein soll. Es heißt in dem Artikel: fervativen, bei den Erörterungen über die kaiserlichen Er hinzu, und das Ausnahmegesetz gegen die Presse, welche Entweder wird der mit der Konferenz verfolgte 3wed er laffe aus, indem sie es für ungerechtfertigt erklärt, den die Emanzipationsbestrebungen der Arbeiter vertritt, ist reicht und dann wird die Arbeitergefeßgebung im Sinne Gedanken des Arbeiterausschuss 8, und was sonst zunächst fertig. Dieselben Maßregelungen, dieselben Unterdrückungen, des Kaisers ohne Schädigung der Induſtrie möglich fein, nur als Efizze dafteht, als einen fertigen, in seinem In: derselbe Kampf gegen die Schriftsteller, dieselbe Art und oder die Konferenz scheitert, dann wird die Aktion halt und seinen Grenzen klar dastehenden Begriff zu be- Weise in dem Vorgehen gegen die mißliebige Sprache überhaupt unterbleiben. Ein Echec der kaiserlichen handeln." Die„ Konservative Rorrespondenz" fügt hinzu der Preffe in den Zeiten, in welchen das Bürgerthum Politik wäre im leßteren Falle überall nicht vorhanden, das normale Verhältniß zwischen Arbeitgeber und nach Gleichberechtigung ftrebte, wie in denen, in welchen weil der Erlaß an die preußischen Miniſter, welcher von Arbeiter sei das patriarchalische mit ungebrochener die Arbeiterklasse nach Emanzipation ringt! Die den diesseits zu ergreifenden staatlichen Maßregeln sprach, Autorität des ersteren. ausdrücklich hervorhob, daß die Feststellung gleichmäßiger internationa'er Grenzen für die Anforderungen, die an " die Arbeiter gestellt werden dürften, die Hauptschwierigkeit Die französische Presse und die kaiserlichen bilde, die sich der Ordnung der Arbeiterverhältnisse in dem vom Kaiser beabsichtigten Sinne entgegenstellten, und daß Erlaffe. Reaktion führt zu allen Zeiten dieselbe Sprache, ist von demselben Geiste beseelt und kämpft mit denselben Kniffen, ob im sechszehnten oder neunzehnten Jahrhundert. Höchst interessant ist es, daß das Urtheil des Reichsgerichtes, wonach auch der Käufer einer verbotenen Schrift strafbar ist, in der Römischen Kayserlichen Majestät" 1577 sein erhabenes Vorbild hat. er deshalb die Konferenz berufen lassen wolle. Gelingt Die fränzösische Presse kommentirt mit großem Inter- reformirten und verbesserten Polizeiordnung" vom Jahre die Behebung der Schwierigkeiten durch die Konferenz effe die neuesten taiserlichen Erlasse. nicht, so ist eben eine Hauptbedingung der preußischen In der Hauptsache stimmen die Organe der ver= Attion nicht erfüllt und letztere kann je nach Lage der schiedensten Richtung darin überein, daß diese Erlasse ein Dinge vertagt, aufgegeben oder beschränkt werden." bedeutender moralischer Sieg der deutschen SozialDer Artikel schließt, wie folgt:„ Man fann nicht per demokratie sind, und daß sie lediglich von der Furcht langen, daß die Arbeitgeber mit ditt yrambischer Begeiste- vor deren Erfolgen inspirirt worden rung eine Gefeßgebung begrüßen sollen, deren Laften sie in erster Linie zu tragen haben werden.. Jm Uebrigen weiß Niemand besser als die Industrie selbst, wie weit die Regierung davon entfernt ist, ihr Lasten aufzu erlegen, welche sie dem Auslande gegenüber ernstlich schädigen könnten. Das wird niemals geschehen." * * * Das fiebzehnte Jahrhundert bildet eine große Lücke in der Preßgescßgebung des deutschen Reiches. Aber der Grund hierfür lag nicht etwa in einer plöglich eingetretenen Liberalität der Neaierungen, sondern in den Wirren, welche der dreißigjährige Krieg in Deutschland erzeugt Allerdings gelten die Erlasse vor der Hand noch als batte Das Bolt befand sich durch die mißlichen sozialen bloßes Wahlmanöver, aber daß die Regierung gerade zu Verhältnisse, welche durch den Verfall der feudalen Geeinem solchen unter dieser und keiner anderen Form ihre sellschaftsordnung eingetreten waren, und durch die steten Zuflucht genommen, daß sie es für nöthig findet, die Kriege in einem solchen sozialen Niedergange, daß es weder Soz aldemokratie mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen, Berständniß noch Gehör hatte für geistige Interessen. Die wird als hochcharakteristisch hervorgehoben und als ein kaiserliche Majestät konnte also ruhig die Streitart bei verschämtes Eingeständniß der Macht der sozialistischen Seite legen; die Sorge um die„ gutherzigen Leut" brauchte Arbeiterbewegung aufgefaßt. hr nicht den Schlaf zu rauben, der gemeine Mann" nagte am Hungertuche und degenerirte körpeilich und geistig. Da konnte Simpliziffimus seinem, gegen das Pfaffenthum gerichteten Weltschmerz eine beredte Sprache leihen, konnte Philander von Sittenwald, bochverrätherische" Gesichte von einem künftigen deutschen Reiche haben, sie wurden auf die Gestaltung der von ihm eingeleiteten Aktion einen Uebrigens bezweifeln die meisten franzöfifchen Blätter nicht zu den falschen üppigen Dichtern" von den Obrigstärkeren Einfluß gewähren werde, als den nüchternen sehr start, ob das Wahlmanöver den erwarteten Erfolg teiten des Römischen Reiches teutscher Nation" gerechnet, fachlichen Erwägungen, welche bei der Verwirklichung haben werde. Der Temps" meint z. B., die west denn ihre Worte verklangen, ohne ein Echo im niedergroßer und schöner Projekte sich stets zu ergeben pflegen." fälischen Kohlengräber" verständen recht gut, daß ohne die gedrückten Volke zu finden. Dazwischenkunft der räudigen Edhafe" der Eozialdemo Aber nachdem die bürgerliche Gestaltung der Kirche Der Berliner Börsen- Courier" äußert: Was traite nicht so viel Butter auf das schwarze Brot gestrichen mit einem endgültigen Siege abgeschlossen, die neuen sozialen in der Ansprache des Kaisers an den Staatsrath auf das würde, wie es jetzt in den Erlaffen geschehe. Kurz die Ordnungen sich eingelebt und einige Blüthen zu entfalten Wohlthuendste berührt, ist namentlich der Hinweis auf Arbeiter feien fich klar darüber, daß eine Aenderung in begonnen hatten, erwachte ein neuer Geist allerdings nur die Nothwendigkeit weisen Maßhaltens." den bezüglichen Verhältnissen nur dem Auftreten der in dem sozial gehobenen Theile des Bürgerthums. Dieses Sozialdemokratie zu verdanken sei, und würden deßhalb hatte aus der neuen Gesellschaftsordnung soziale Kraft Die freifonservative Post" meint, der Schuß der etlicher Konzessionen halber dieser nicht fahner flüchtig gesogen und suchte durch den Hebel der politischen Gewalt landwirthschaftlichen Arbeiter werde den Staatsrath werden. Die kaiserlichen Erlasse müßten im Gegentheil alle Hindernisse für die völlig freie Entwicklung der bürgernicht beschäftigen. Es erhelle dies schon daraus, daß die die Sozialdemokratie ermuthigen und die Zahl lichen Produktion aus dem Wege zu räumen. landwirthschaftliche Abtheilung des Staatsrathes nicht zur der für ihre Kandidaten abgegebenen Stimmen Temgemäß beginnt im achtzehnten Jahrhundert der Theilnahme an den Berathungen bestimmt ist; auch von pergrößern. Auch die der sozialistischen Bewegung bis Kampf zwischen Regierung und Presse in eine neue Phase dem Handwerke scheine keine Rede zu sein. Die jetzt fernstehenden Arbeiter müßten sich sagen, daß das zu treten. Nicht mehr um die Gestaltung der Kirche oder Daß die Rede des Kaisers im Staatsrathe eine Ein schränkung des ursprünglich in den kaiserlichen Erlassen Tie gesammte bis jetzt von der Regierung in Sachen enthaltenen Programms bedeutet, wird von den ,, Ham- des Arbeiterfäußes und der Arbeiterbewegung gegenüber burger Nachrichten" zugestanden. Das Blatt meint, beobachtete Haltung, welche sich im schroffsten Widerspruche mit der Rede des Kaisers sei die„ Befürchtung" widerlegt, mit den Erlassen befindet, dient als Beweis für die Be„ daß der Monarch den Impulsen seiner Hoch herzigkeit weggründe, unter denen diese entstanden. * 1 "" er meint um die soziale Lage des„ gemeinen Mannes" handelt es| lesen, gegen welche sie damals gerichtet waren und welche Lebens sei, dessen wir zur Erleichterung des Umtausches, fich in diesem Kampf, sondern um politische Emanzi- fich heute nationalliberal nennt. Hier tauchen zum ersten zur Ermöglichung des Sparens, sowie als Werthmesser und pation des Bürgerthums. Die wohlhabenden Städte Male die Phrasen auf von„ Herabwürdigung der Autorität", Zahlungsmittel unumgänglich benöthigen" waren das Bollwerk in dem Kampf gegen das derzeitige von dem ,, alle Grundsäge erschütternden, alle Wahrheit in damit den Charakter des Geldes als allgemeines Acquipolitische System, und die Professoren die Verkünder der Zweifel und Wahn auflösenden Kampfe der Meinungen"; valent. Diese Erkenntniß hat er aus der„ Wissenschaft" neuen liberalen Staatswissenschaft. hier, hören wir den bekannten Appell an, den gutgesinnten der bürgerlichen Nationalökonomie geschöpft. Nun war es die Sorge um das geistige Wohl der und wahrhaft aufgeklärten Theil der deutschen Nation." Auch die Frage, was Geld sei, wird alsdann ihre Universitäten, insbesondere der Professoren, welche die Die Karlsbader Konferenzen fanden ihr Echo in der Lösung finden, und es wird sich herausstellen, daß das kaiserliche Majestät veranlaßte, ihre liebevolle Aufmerksam Bundesversammlung. Diese genehmigte ohne jede Dis: Geld durchaus nicht jenes unschuldige Mittel der Werthkeit diesen die Gesellschaft untergrabenden Instituten zu fusion das neue Preßgefez, nach welchem alle Druck messung, der Verkehrserleichterung und der Sparmöglichkeit schenken. Im Jahre 1715 wurde dem Reichstag zu schriften unter zwanzig Bogen einer Genehmhaltung" der ist, als welches die Wissenschaft es gegenwärtig darstellt, Regensburg ein kaiserliches Kommissionsdekret vorgelegt, Landesbehörden unterworfen und die Redakteure einer ver- sondern daß es das erste und vorzüglichste Mittel der in dem Majestät bittere Klage führt, sowohl ob den botenen Zeitschrift für fünf Jahre von jeder journalistischen Unterjochung des Menschen durch den Menschen ist, mit er meint Bredigern und Schriftgelehrten als auch den Profefforibus Beschäftigung auszuschließen seien. Wir sehen, ein aus einem Worte, daß es ist: geronnene Gewalt" und Rechtsgelehrten auf Universitäten und Akademien" und gebildetes Preßgeses ist erst die Frucht der hohen Zivili- damit, daß das Geld Kapitalfunktionen ausübt. verkündet, daß sie aus reichsväterlicher Obsorge das in sation des neunzehnten Jahrhunderts. Er weiß auch, daß das Geld nicht schuld" ist am Originali hierbei sub. Lit. A gehende geschärfte offene Nun beginnt ein regelrechter Kampf zwischen der dieser Sache, daß die Ursache der„ Unterjochung" die TrenEdikt und Gebot mit gutem Bedacht, zeitigem Muth und hohen Zensur und dem Zeitgeist, welcher in der Presse nung des Arbeiters vom Produktionsmittel ist. rechtem Wissen aus kaiserlicher Machtvollkommenheit ge- troß alledem zum Wort gelangte. Hier die Macht des" Die Unterjochung der Menschen durch den Menschen fertigt, damit sowohl die der Katholischen als auch der Zensors, dort die geistige Ueberlegenheit des Schriftstellers, rührt nicht vom Gelde her, sondern von dem Umstand, Augsburgischen Konfession zugethanen Kurfürsten, Fürsten hier Verbot von Zeitschriften, dort das Emportauchen neuer daß der Arbeiter nicht den vollen Ertrag seiner Arbeit erund Städte, dann dero fürtreffliche Räthe, Botschafter und Zeitungen! In diesem Kampfe hat sich mancher geistreiche hält... wer Geld besist, hat diejenigen, die keins beGesandte, ingleichen andere, ersehen mögen, wie Ihre Schriftsteller aufgerieben, mancher fiel, zu Tode getroffen, sigen, im Sack. Kaiserl. Majestät allergnädigst und ernstlich gewillt fei, aber die Jdeen der in den Produktionsverhältnissen be-„ Die Wissenschaft sagt: an der Hervorbringung jegvon kaiserlichen Amts wegen die Uebel zu verhüten, weiche gründeten bürgerlichen Gesellschaftsform blieben. Gerade lichen Produktes sind drei Faktoren betheiligt: der Boden, aus den ungebührlichen Unternehmungen besonders un- in dieser Zeit wirkte der an Charakter und Geist be- die Produktionsmittel und die Arbeitskraft. Darum nun, ruhiger, eigensinniger und freventlicher Leute, nicht minder deutendste Journalist, den Deutschland je besessen daß der Inhaber der Arbeitskraft nicht zugleich Inhaber aus den auf Universitäten und Akademieen von Ludwig Börne, welcher den Chikanen der Zensurbehörde der beiden anderen Faktoren ist, entsteht jenes äußert einigen Professoribus Juris Civilis et Publici in feinen„ Denkwürdigkeiten der Frankfurter Sensur" ein verwickelte Verhältniß, welches die Abhängigkeit der Menschen herausgegebenen neuerlichen auf Zerstörung und würdiges Denkmal gesezt hat. vom Menschen, die Unterjochung der Menschen durch den Es wird behauptet, daß diese Zerrüttung des Hauptes und deren Glieder im Allmählich streckte die Zensurbehörde ihre Fangarme Menschen bedingt Reich und dieser unter sich selbst hinausgehenden nach der belletristischen Litteratur aus. Die Bundesver- drei Faktoren an jedem Produkt ihren Antheil haben, und Sehrstücken über Staats- und Regierungsfachen ent: sammlung nahm sich in echt chriftlichem Patriotismus im daß füglich das erzeugte Gut oder der Werth, der Erlös sich billiger Weise unter alle drei ftehen können." Jahre 1835 der unter der Bezeichnung: das junge derselben, das Geld Die Universitäten und Professoren die Pflanzstätten Deutschland, oder: die junge Literatur bekannten litera- veriheile, und zwar als Rente für den Grundbesitzer, als des revolutionären, die bestehende Gesellschaftsordnung unter- rischen Schule, zu welcher namentlich Heinrich Heine, Karl Kapitalgewinn für den Besizer der Produktionsmittel, und grabenden Geistes!- wie schwer ist es heute im Zeitalter Guzkow, Heinrich Laube, Rudolf Wienbarg und Theodor als Arbeitslohn für den Arbeiter." des = christlich germanischen" Bierstudententhums, des Mund gehören" an, deren Bemühungen unverhohlen Tolstoi führt dann aus, daß nicht nur die drei ge gamaschenbegeisterten Treitschke, des Alles beweisenden und dahin gehen, in belletristischen, für alle Klassen von nannten Faktoren zur Produktion erforderlich seien, sondern bejahenden Gneist und des für gemeinrechtliche Unterdrückung Lesern zugänglichen Schriften die christliche Religion eine Menge andere: Sonne, Luft und so fort. Auf diese der Sozialdemokratie schwärmenden Hänel, sich in jene auf die frechste Weise einzugreifen, die bestehenden sozialen nimmt die Wissenschaft deshalb keine Rücksicht, weil sie bei freiheitsbegeisterte Professoren und Studentenschaar hinein- Berhältnisse herabzuwürdigen und alle Zucht und Sittlich zudenken! Im achtzehnten Jahrhundert werden Reichsgefeße immer seltener, der Verfall des mitteleuropäischen Reiches schreitet immer mehr vor, die Einzelstaaten okkupiren en Rechtsgebiet nach dem anderen, und so begegnen wir auch bis zur Auflösung des alten Reiches keiner neuen Reichspreßbestimmung. der Vertheilung des Produktionswerthes nicht in Frage fommen, weil auf jene andern Dinge, die Strahlen der Sonne, Waffer, Luft, selten Jemand Anspruch erhebt, während das Streben nach Grundbesitz und Kapitalbesit in unserer Gesellschaft allgemein ist." Also nur weil Leute auf den Besitz des Bodens und der Produktionsmittel Anspruch erheben, schließt Tolstoi, bekommt der Arbeiter nicht den vollen Ertrag, sondern muß mit jenen theilen. Wie widernatürlich" ist das! " Der Arbeiter soll des Grund und Bodens und der Arbeitsmittel beraubt ſein wenn wir uns nur ein klein " wenig in den Sinn dieser These versenken, dann erkennen wir den inneren Widerspruch, den sie enthält. Der Be griff des Arbeiters schließt auch den Grund und Boden, Der feit zu zerstören." In Erwägung, daß es dringend nothwendig ist, diesen verderblichen, die Grundpfeiler aller ge feßlichen Ordnung untergrabenden Bestrebungen durch zu sammenwirken aller Bundesregierungen sofort Einhalt zu thun" wurde verfügt, daß die Verfasser, Verleger, Drucker und Verbreiter der Schriften dieser Schule nach den Para: graphen der Straf- und Polizeigefeße zu verfolgen seien. An Stelle der Reichsgeseze treten jetzt die bureau- Aber Goliath richtete gegen David nichts aus, im kratischen Bestimmungen der zahlreichen Landesväter Jahre 1848 fant er, zu Tode getroffen, in den Sand. und doch kann man getrost behaupten, daß die Presse und Die Presse hatte wiederum die Regierungen besiegt, die Litteratur im allgemeinen sich bis in die Gegenwart hinein neue Gesellschaft über die alte triumphirt. nie einer solchen Freiheit erfreute, wie in der zweiten Hälfte Und die Enkel dieser Verfolgten? Sie verfolgen mit des vorigen Jahrhunderts. Durch das Königl. dänische denselben Phrasen, mit denselben Mitteln, mit denen sie die Erdoberfläche ein, auf welcher er lebt, sowie die GeEdikt von 1770 wurde den deutschen, unter dänischer selbst verfolgt wurden, diejenige Presse, welche heute für räthe, deren er sich bei seiner Arbeit bedient. Oberhoheit stehenden Landestheilen volle Preßfreiheit ge- das ewige Recht der Völker auf Entwickelung und Ver- Nationalökonom gleicht jenem Zoologen, der eine Anzahl währt. In Hessen existirte überhaupt kein Preßgefeß. Die jüngung eintritt. beiden Mecklenburge, das Eldorado der Junker, entbehrten von Zeisigen mit beschnittenen Flügeln in Käfigen mit ebenfalls jeder Bestimmung über die Befugnisse der resse Wassernäpfchen gesehen hat, und daraus den Schluß zieht, und verwiesen jedes Preßvergehen, soweit es in die Sphäre Was ist Geld? daß die beschnittenen Flügel, die Käfige und Wassernäpfe des gemeinen Rechtes fiel, an den ordentlichen Richter. Baiern, Württemberg, Nassau, Weimar erfreuten fich einer freie Bühne für modernes Leben" befindet sich ein Artikel getrennt sind, rührt daher, daß sie ihnen von Andern P. E. In dem ersten Heft der neuen Zeitschrift die drei natürlichen Lebensbedingungen dieser Vögel seien." Daß die Arbeiter thatsächlich vom Produktionsmittel sehr liberalen Gestaltung der Preßgesetzgebung. von Leo Tolstoi Was ist Geld." Leo Tolstoi ist der „ geraubt" find- aber das beweißt nur, daß die Aber bald änderte sich dieser erfreuliche Zustand der russische Dichter, welcher alle Vorrechte seiner aristokratischen" natürliche Ordnung der Dinge" gestört ist. Die Dinge. Nachdem die Bourgeoisie Frankreichs am Ende Geburt, seines Genies, und seines Vermögens von sich ab:" Auffassung des gesunden Menschenverstandes" ist des vorigen Jahrhunderts die Zügel der politischen Gewalt warf und als einfacher Bauer sein Brot verdient, weil er Die, daß zu dem Arbeiter sein Werkzeug gehört. mit Begeisterung und Energie ergriffen und den Samen es für unmoralisch hält, von der Arbeit Anderer zu leben die, daß zu dem Arbeiter sein Werkzeug gehört. Man vergleiche mit diesen Ausführungen einmal die der neuen bürgerlichen Staatsauffassung in alle zivilisirten eine Persönlichkeit von einer gewaltigen sittlichen Kraft, Theorien der Moralisten, Philosophen und übrigen JdeoLänder hineingetragen hatte, erwachte wiederum das um wie sie kaum in Jahrhunderten einmal aufsteht. von neuem. " logen, welche der Emanzipation der Bourgeoisie vorausgingen. Bei diesen ist der freie Arbeitsvertrag" die natürliche Ordnung der Dinge", entspricht der„ Auffassung des gesunden Menschenverstandes." Arbeiterinnen- Bewegung. den beschränkten Unterthanenverstand" besorgte Gemüth Neben dem allgemeinen Interesse, das ein solcher der Landesväter, besonders derer von Preußen und Defter Mann Jebem einflößen muß, hat er auch noch ein bereich, und der Kampf zwischen Goliath und David begann sonderes Interesse für die Sozialdemokratie. Er stellt eins der vielen Symptome dar, welche den Uebergang aus dem Das beweist erstens, daß alle Moralisten und moraliEinen offiziellen Reptil- Apparat, wie ihn das heutige fapitalistischen Zeitalter in das gesellschaftliche begleiten. firenden Bolitiker Unrecht haben, welche an eine absolute Geschlecht kennen zu lernen das beneidenswerthe Glück hat, Seine Ansichten stehen in einem grundsäßlichen Widerspruch natürliche Ordnung" oder an einen absoluten gefunden gab es in jenen Zeiten noch nicht, die Presse stand zu unseren Ansichten; trotz der häufigen Berührungspunkte Menschenverstand" glauben; das zeigt, daß die Inhalte fast ausnahmslos auf dem Boden der revolutionären in der Entwickelung der Gedanken besteht doch der eine des Joealismus ftets die Produkte der jedesmaligen Verneuen bürgerlichen Anschauung und schlug in jener Zeit fundamentale Unterschied, daß die sozialdemokratische Behältnisse sind. Aber zweitens beweist das, daß wir nicht Herrliche Geistesschlachten. Der Feudalismus, die Religion, trachtung materialistisch von der historischen Veränderung mehr allzufern dem sozialen Staat stehen; denn dergleichen die Polizeigesetzgebung, die Bundesversammlung, kurz der Produktionsverhältnisse ausgeht, während Tolstoi idea Idealisten, wie Tolstoi find die sichersten Borboten der be alles, was die hohen Regierungen damals für sehr ehr listisch an eine plögliche sittliche Umgestaltung der Menschen stehenden Umwälzung. Tolstoi ist allerdings nur utopistischer würdig und unantastbar, zu den Grundlagen der bestehen- anknüpfen will. den Staats- und Gesellschaftsordnung gehörig betrachteten, Der Berehrer der moralischen Persönlichkeit mag sich Revolution vorausuing, so ist ein Tolstoi der Sturmvogel Sozialist; aber ähnlich wie ein Rousseau der bügerlichen wurde mit den Waffen der Kritik und Satyre mit Be an dem moralischen Jdealismus erheben; dieser Idealismus der proletarischen Revolution. geisterung und Rücksichtslosigkeit bekämpft. Das Bürger- ist aber nur ein formales Moment seinen Inhalt be= thum befand sich damals in seinen idealen Jugendjahren fommt er erst durch die bestehenden Verhältnisse, unter und verfuhr mit den abgelebten Ehrwürdigkeiten nicht denen Tolstoi lebt. Und dieses zweite, dieser Inhalt, ist anders, wie heute die Sozialdemokratie. es, was uns interessirt; denn der Inhalt deckt sich fast Hauptsächlich durch die Agitation der Frau GuillaumeGegen diese revolutionären Ahnen unserer heutigen vollständig mit unseren Erwartungen, soweit es eben die Schack gelang es, vor einigen Jahren in mehreren Städten Nationalliberalen richteten sich die Beschlüsse der berüchteten rein idealistische Grundlage gestattet. Die Philosophie der Schweiz so m Zürich, Bern, St. Gallen, BaselKarlsbader Konferenzen. Am 25. Juli 1819 theilte Tolstois liefert uns wieder den Beweis, daß unsere Er Vereine von Arbeiterinnen ins Leben zu rufen, obgleich Metternich, der Hausmeier der Habsburger und gewisserwartungen die logische Folge der gegenwärtigen Verhält langsam fich entwickelt und als lebensfähig sich erwiesen haben maßen Kanzler des imaginären deutschen Reiches, Gent nisse sind; denn dieser Jdealist, der sich ein Zukunftsideal Um der Organisation unter den weiblichen Arbeitern, seine großen Pläne in Betreff der deutschen Angelegen erträumt, muß sich sein Zukunftsideal so gestalten, wie wir. die des Zusammenhaltens mindestens ebenso sicher bedürfen heiten mit" und am 1. September konnten die Konferenzen Die idealistischen Schwärmer sind aber stets die wahrsten wie die männlichen, einen neuen Impuls zu geben, hat unter„ heiterer und zufriedener Stimmung von allen Seiten", und sichersten Propheten der Zukunft; ihr Unrecht besteht man Frau Clara Zetkin in Paris, eine geborene wie Gentz in seinem Tagebuch sich ausdrückt, geschloffen immer nur darin, daß sie sich über den Weg zu dieser Deutsche, bewogen, in nächster Zeit in verschiedenen werden. Ich habe, so jubelt Genz am Tage des Ab- Zukunft täuschen. Schweizerstädten soviel uns bis jeẞt bekannt, Basel, schlusses, meinen Theil an einem der größten und würdigsten Betrachten wir also von diesem Standpunkt den Artikel. Bern, Biel, Chur, Winterthur und Zürich auf die ArResultate der Verhandlungen unserer Zeit gehabt. Ein Richtig hat Tolstoi zwei Funktionen des Geldes aus- beiterinnenbewegung bezügliche Vorträge zu halten. Wir Tag, wichtiger als der bei Leipzig." einander gehalten: hoffen, daß von den Einberufern an jedem Drte nach Das würdige" jener Verhandlungen dokumentirt sich Die Wissenschaft sagt, daß der Begriff des Geldes Kräften auf recht zahlreichen Besuch der Vorträge namentin Schlagworten, welche unserem Ohre sehr wohlbekannt durchaus nichts Ungerechtes oder Schädliches in fich schließe, lich seitens der Arbeiterinnen hingewirkt werde. tlingen, die wir täglich in der Presse derjenigen Partei daß das Geld die natürliche Grundlage unseres sozialen Berantwortlicher Redakteur: Max Schippel, Berlin.- Drud und Verlag: F. Posekel, Berlin 8. O., Dranienstraße 28. Beiblatt zur Berliner Volks- Tribüne. № 8. Feld der Ehre. [ Nachbruc verboten.] Halbbämmer graut im dürft'gen Raum, Es tickt die Uhr, es rückt der Weiser, Und aus dem Winkel keucht es heiser; Ein Kranker schrickt aus schwerem Traum. Er stüßt sich auf im harten Bette, Strählt seufzend das ergraute Haar, Es deckt der Stirn erhitzte Stätte Sich trüb mit finstrer Furchen Schaar. Am staub'gen Fenster stirbt der Tag, In leisem Noth die Scheibe zittert, Des Kranken Auge folgt verbittert Dem Zug des letzten Strahles nach. Schon weben Schattennachtgespenster Ein graues Tuch, es kommt ein Wind, Wie mahnend rüttelt er am Fenster: ,, Auf! geh, wo die Genossen sind!" Von schnellen Schritten trägt empor Der Wind den Schall aus dunkler Gasse, Da zieht entlang in dichter Masse Von Männern jung und alt ein Chor. Der Kranke fühlt sein Herz erbeben, Er weiß es ja, die Menge geht, Auf starken Schild den Mann zu heben, Den besten Sehnens Geist durchweht. Den Mann, der oft für grimme Noth Sich reisig stellte zum Gefechte: Wir sind wie ihr, gebt eure Rechte Und unsrer Armuth spendet Brot! Seht ihr nicht, wie wir jammernd darben? Gebt einen Funken eures Lichts! Wir schneiden euch des Glückes Garben, Doch davon weiß die Habsucht nichts. Die Luft wird schwül, gewitterheiß, Wie Brandung dröhnt fernher ein Nollen, Zu wilder Hochfluth find geschwollen Die unbezahlten Tropfen Schweiß. Es stöhnt von Klagen und Entsagen Verzweiflungsbanger Stimmen Ton, Die Zeit ist reif zum Früchtetragen. Auf denn aus schwerer Arbett Frohn! Des Alten Brust tocht fieberheiß, Er sieht in jagenden Gedanken Aus wirren Zukunftsbildern ranken Ein leuchtend grünes Freiheitsreis. Da raunt sein welter Mund mit Zittern: ,, Und denken sollte man, ich war, Als man das Unrecht schlug in Splittern, Nicht in der Kämpfer Siegesschaar? ,, Als man zum Balsam grauser Noth Der Scherflein Bestes rief zu geben, Da hielt ihn fern die Angst um's Leben, Ist das die Tren bis in den Tod? Nein, lieber soll gebietend sprechen Zum letzten Gang der Knochenmann! Der ist ein Schuft und übt Verbrechen, Wer heut' die Pflicht versäumen kann." Da ruft vom Thurm ein Glockenschlag. Auf springt der Greis, zu Rock und Stocke Schnell faßt er ,, Schlag nicht weiter, Glocke!" Zu fliegt die Thür mit hast'gem Krach. Hin eilt er an den Häusermauern, ' S ist höchste Zeit, dort liegt der Saal! Blaß reicht er unter Fieberschauern Der heil'gen Urne seine Wahl. Er schiebt sich durch der Menschenreih'n Vieltausendstimmiges Gebrause, Die Augen flirren, schnell nach Hauset Erschöpft wankt er zur Thür herein. Er sinkt auf's Bett, die Finger klammern Sich schmerzvoll um des Lagers Saum, In seinen Schläfen tobt ein Hammern, Ein wimmernd Stöhnen weckt den Raum. Es tickt die Uhr, das Pendel fliegt, Da stürmt's herauf der Treppe Stufen, Die Thür springt auf und Stimmen rufen: ,, Triumph! Triumph! Sie sind besiegt!" Licht flammt durch's Zimmer um den Alten, Der kraftlos auf dem Rissen liegt. Er starrt empor, die Hände falten Wie betend fich: ,, Und wir gefiegt?" Ja, wir! Doch war's ein hartes Stud. Sie wehrten sich mit starrem Grimme, Bis denn zuletzt durch eine Stimme Der feste Sieg uns ließ sein Glück." Da reckt sich mit Gewalt im Kissen Der Greis empor: Durch eine, wie?" Die Augen blizen aufgerissen, In lichter Luft erlodern sie. Sonnabend, den 22. Februar 1890. Hoch fährt die Hand, wild schwenkt er sie, Im Raum zwei Schreie wiederhallen: ,, Triumph! Triumph!" Ein jähes Lallen Schloß seines Jubels Melodie Die Sense Klang- Bringt Sarg und Tragen! Hut ab, ihr Männer! Tretet her! Ein Heldenherz hat ausgeschlagen Jm Rampf, auf schönstem Feld der Ehr'. Franz Diedrich. Die Denkschrift über die Ausstände der Berglente. " IV. Jahrgang. ich nicht sagen. Fr. Haben Sie je einen Bericht gemacht Sie sind der Sekretär oder Schaßmeister? A Ja. - Fr. Haben Sie dem Board jemals einen Bericht geliefert? A. Nein. Fr. Sie sagten doch, Sie hätten Berichte erstattet? A. nicht dem Board. Fr. Hat irgend ein Mitglied der Unternehmung, deren Sekretär Sie find, jemals den Bericht erstattet? A. Meines Wissen nicht. Fr. Senator Coggeshall( ein Mitglied der Enquete- Kommission) sagt, Sie hätten ausgesagt, daß Sie einen Bericht gemacht haben. Haben Sie das gethan? A. Dem Board berichtete ich nicht.- Fr. Wem? Seinem Präsidenten? A. Nein.-Fr. Dem Sekretär? A. Ja. Fr. Sie haben Herrn Searls( dem Sekretär Ueber den Werth der Denkschrift im Allgemeinen des Board) Bericht erstattet? A. Ja. Fr. Gut das A. Ja. haben wir uns schon geäußert. Die Untersuchungen, welche geschah schriftlich? Fr. Wann geschah das, der Denkschrift zu Grunde liegen, wurden für die einzelnen wann ward der erste Bericht erstattet?- A. Nun, er Gruben von dem Landrath des Kreises und dem zuständigen er bezieht sich auf unsere Zuckerverkäufe. Ich bin VerBergrevierbeamten geführt. Diese Kommission stellte zuerst fäufer des Hauses, und ich berichtete ihm über die Anzahl die thatsächlichen Verhältnisse der einzelnen Gruben fest, der Barrels Zucker, die ich verkauft hatte. Fr. Wann las sich dann eine Anzahl Bergleute aus, die vernommen" war das? A. Vor einiger Zeit. Fr. Wie lange ist wurden und hörte dann den Vertreter der Bergwerksbe- es her? A. Wahrscheinlich eine Woche.- Fr. Sagen fie fizer und erforderlichen Falls einige der Betriebsbeamten. uns, wann es war. Ist es drei Wochen her? A. Fr. Um wie viel später? Es wurden die zu vernehmenden Bergarbeiter so aus Nein, es war später. gewählt: 1) ein oder zwei Bergleute, die während des A. Ich denke, es war legten Donnerstag. Fr. Nun, Streits als Delegirte thätig waren, nach Auswahl der damals war Herr Searles bereits abgereift?- A. Ueber Untersuchungskommission, 2) ein Knappschaftsältester( d. H. die Reisen des Herrn Searles ist mir nichts bekannt. ein Vorstandsmitglied der sogenannten Knappschaftskassen), Fr. Wann wurde Ihre Mittheilung übergeben?- A. Ich wenn ein solcher auf der Grube arbeitet, 3) solche Berg- adressirte sie an Herrn Searles. Fr. Sie schickten sie leute, deren Vernehmung der Revierbeamte oder der Ver- durch die Post?-A. Ich sandte sie nach seinem Bureau. waltungsbeamte als wünschenswerth bezeichnete. -Fr. Durch einen Boten? A. Durch einen Boten. Später, als die Untersuchung vielfach schon abge= Fr. Und diese Mittheilung bezog sich auf den Verkauf schlossen war, wurde bestimmt, daß jeder Bergarbeiter, einer Anzahl Barrels Zucker oder auf die von Ihnen der es wünscht, vernommen werden sollte. Es haben sich verkaufte Zuckermenge? ― A. Ja. Fr. Und auch den Verkaufspreis?— A. Ja. selbstredend nur wenige dazu gemeldet. Fr. Und an wen der Zucker Die Aussagen, wenn sie sich widersprachen, wurden verkauft wurde? A. Nein.-Fr. Wollen Sie gütigst nicht durch Gegenüberstellen der betreffenden Personen mittheilen, wie viele Barrels waren? A. Ich kann richtig gestellt, sondern die Wahrheit wurde in der Schwebe mich nicht erinnern.- Fr. Waren es tausend? A. gelassen. Nein. Fr. Oder zehntausend?- A. Ich kann Ihnen Wie dabei verfahren wurde, giebt eine Probe" an, überhaupt nichts darüber sagen.-Fr. Der Bericht bezog die in den Anlagen zur Denkschrift mitgetheilt ist. sich also auf die von Ihnen gemachten Zuckerverkäufe. Von der Zeche Zollern wurden zwei Delegirte, ein Gab er den Zeitraum an, innerhalb dessen dieselben erdort arbeitender Knappschafts- Aeltester, der Bergmann folgten?- A. Nein.-Fr. Oder war es ein Bericht Siegel und noch zwei andere Bergleute vernommen. Die für einen besonderen Zeitpunkt? A. Nein, es war beiden Lettgenannten, sowie der Aelteste, haben sich an ich machte diesen Bericht. Fr. Ja, und Sie stellten dem Ausstande nicht betheiligt, die Kommission hat also darin fest, daß so und viele Barrels Zucker während eines von den wenigen Leuten, die nicht gestreift hatten, gerade gewissen Zeitabschnitts verkauft worden sind?- A. Ja so viel vernommen, wie von der großen Mehrzahl, die Fr. Wie groß war diese Periode, wann begann, wann sich dem Ausstande angeschlossen hatten. Bei seiner Ver endete sie? A. Ich weiß nicht, wann ich den letzten -. nehmung sagte Siegel aus, es wäre auf Zeche Zollern Bericht erstattete.- Fr. Wann sandten Sie den vorlegten wiederholt vorgefommen, daß denjenigen Leuten, welche ein? A. Wahrscheinlich einige Tage vorher. Fr. die von der Verwaltung angefeßte Ueberschicht nicht ver- Einige Tage. Wie lange, nicht wahr, einige Tage vor fahren wollten, die Seilfahrt nicht zur Verfügung gestellt Donnerstag? A. Ja. Fr. Wie viel Tage? Ich wurde. Mir selbst ist es im vorigen Jahre passirt, daß bestehe nicht auf einer ganz genauen Angabe, nur auf ich nicht in der Lage war, Ueberschicht zu verfahren, nach eine solche in Bausch und Bogen. A. Zwei oder drei Ende meiner eigentlichen Schicht die Seilfahrt aber nicht Tage vorher. Fr. Und wie viele Tage vorher erstatteten in Betrieb gesetzt wurde." An welchem Tag dies ge Sie den vorhergehenden Bericht? A. Das ist schwer schehen, konnte Siegel nicht genau angeben. Der Delegirte zu sagen. Fr. Alles was wir wünschen, ist eine allgeRisse sagt aus:„ Auf Zeche Zollern wurde nur denjenigen meine, der Eraktheit sich möglichst nähernde Angabe. Arbeitern, welche die Ueberschicht nicht anfahren wollten, A. Nun, wir erstatten über unsere Produktion Bericht. Seilfahrt gestattet, sofern sie die schriftliche Erlaubniß des Jch meine, diese Auskunft genügt. Fr. Und das thun Steigers hierzu hatten. Diese Erlaubniß wurde jedoch erst Sie regelmäßig? A. Ja. Fr. Sie pflegen also nach mannigfacher Rückfrage, weßhalb man denn die über einen Zeitabschnitt von je drei oder vier Tagen Ueberschicht nicht anfahren wolle, ertheilt. Wir fühlten wöchentlich Bericht zu erstatten. Sie pflegen zu bestimmten immer, daß auf uns ein gewisser Zwang zum Verfahren Perioden ihre Produktionsziffer für diese Perioden mitA. Ja. der angesetzten Ueberschichten ausgeübt werden sollte. Es zutheilen? find hierüber vielfach Klagen laut geworden." Die vier So hellt man dort jedes Dunkel auf, hier ließ man übrigen Bergleute, welche gemeinsam vernommen wurden, die fich theilweise widersprechenden Angaben neben einander haben laut Protokoll erklärt: Es mag wohl vorgestehen, und schenkte zuleßt denjenigen mehr Glauben, die kommen sein, daß ein Druck zum Verfahren von Ueber den Grubenbesißern günstig waren. schichten seitens der Zechenbeamten ausgeübt worden ist. Bei einer anderen Grube kam die Frage der„ ge= Uns persönlich ist dies nicht widerfahren. Dem mit Auszeichneten Abkehrscheine" zur Sprache.„ Vorschriftsmäßig fahrtschein versehenen Bergmanne ist nach der eigentlichen entlassen", dann konnte der Bergmann wieder Arbeit er= Schicht stets die Seilfahrt zur Verfügung gestellt worden." halten. Lautete die Abkehr anders, erhielt er keine Arbeit. Die beiden Direktoren erklären: Wenn wirklich vor dem Die für die Untersuchung vorgeschriebenen Fragen Streik in irgend welcher Beziehung ein Druck ausgeübt sein sollte, so ist es ohne Vorwissen im Gegensaße zu der Absicht der Direktion gewesen." Alle diese Aussagen faßt die Untersuchungs Kommission, bestehend aus dem Bergmeister Scharf und dem Landrathe v. Nynsch, in ihrem Gutachten" dahin zusammen:„ Die Aussagen der übrigen Vernommenen widerlegen die Angaben Siegel's, daß bei angefeßten Ueberschichten die Seilfahrt nach der eigentlichen Schicht nicht zur Verfügung gestanden habe." " " Daß in dieser Art die Wahrheit nicht zu ermitteln ist, ist klar. lauteten: " , Sind die Klagen dagegen gerichtet, daß Seitens der Betriebsführer durch gewisse Schreibweise oder durch nur oen Betriebsführern selbst bekannte besondere Zeichen eine Bensur ausgeübt wird? In letterem Falle müßte thunlichst ermittelt werden, worin diese geheime Verständigung der Betriebsführer erfolgt?" Befragt wurden auf der Zeche Zollern der Bergmann Siegel. Er sagt aus: " Dem abfchrenden Bergmann wurde auf dem Scheine In welcher Art man in England bei solchen Unter- entweder bescheinigt, auf Wunsch entlassen" oder„ vorschriftsfuchungen die Wahrheit herausdrückt, selbst wenn der mäßig gekündigt." Diejenigen Arbeiter, welche ersteren Zusat Vernommene offenbar die Wahrheit nicht sagen will, oder überhaupt keinen Zusatz in der Abkehr hatten fanden möge folgendes Beispiel lehren. feine Arbeit. Diese Eincichtung der Abkehrscheine ist zurück Es handelte sich in England um Feststellung der zuführen auf einen Beschluß des Vereins für technische Thätigkeit eines Zucker- Ringes( einer Vereinigung von Grubenbeamte." Die vier anderen Arbeiter, darunter die Zuckerfabrikanten zum Hochtreiben der Preise). Ein Mr orei, welche nicht gestreift hatten, erklärten:„ Auch auf Sierts soll aussagen, wie oft er an die Leiter des Ringes den Abkehrscheinen der Zeche Zollern sollen geheime Zeichen berichtet hat. Er will nicht. Er wird vereidet und nun existiren; wir wünschen, daß dieser Mißstand beseitigt wird. beginnt das Verhör: Im besondern bezieht sich dies auf die Bemerkung, auf Frage. Wie oft machen Sie dem Board Mit- Wunsch entlassen" und" Führung Gut", d. h. gut mit theilungen, oder dieser Ihnen? Antwort. Das kann einem großen& und nicht mit einem kleinen g geschrieben." " 1 Ist der Tisch für Alle gedeckt? Von H. Schlüter. Es war im Jahre 1798, als in England ein Buch erschien, deſſen Inhalt von entscheidende Einflusse auf die Geschichte Englands und besonders auch auf die Geschichte der arbeitenden Klassen des Inselreichs gewesen ist. Dieses Buch ist Malthus Essay on the principle Da war Der Kampf gegen das neue Armengesch begann, und er leitete jene erste große Arbeiterbewegung Englands ein, die als Chartistenbewegung bekannt geworden ist und die bisher weder in England selbst, noch in anderen Ländern in bezug auf ihre Massenhaftigkeit ihres gleichen gefunden hat. Diese Bewegung war die Antwort des Proletariats auf die Kriegserklärung der Bourgeoisie, die in dem Malthus'schen Buche„ wissenschaftlich" begründet war. Die Malthus'sche Theorie brauchte eigentlich nicht widerlegt zu werden; durch ihre Existenz widerlegt sie sich selbst. Wäre sie richtig, ihr Urheber hätte wahrscheinlich nie das Licht der Welt erblickt, denn lange vor seiner Geburt wäre die Erde bereits so übervölkert" gewesen, daß er den Tisch für sich nicht mehr gedeckt vorgefunden, und er sich hätte„ packen" können. Sie erschütterten Das blieb dem Sozialismus vorbehalten, dem. Der Bergwerksdirektor nebst dem Betriebsführer der Akkorde( Gedinge) zugeht, darüber belehrt uns folgende| Stunden lang des Tages, abzuradern und abzuschinden, werden vernommen, sie sagen: Stelle der Denkschrift: nur, um dasselbe bischen Brot zu erhalten, was ihm im ,, Ueber geheime Zeichen, die in Abkehrscheinen auf- ,, Das Gedinge wird an der Arbeitsstelle zwischen Nothfall durch seine Gemeinde garantirt war. genommen würden, ist uns nichts bekannt, namentlich einem Beamten, meist dem Steiger, und den Arbeitern die Malthus'sche Theorie vortrefflich geeignet, zu beweisen, nicht, daß ein bezüglicher Beschluß des Vereins für tech- vereinbart, bezw. von ersterem festgestellt; es gilt also für daß dieser Zustand aufhören müsse. Sie wurde die Religion nische Grubenbeamte vorliegt. Sutreffend ist nur, daß einen Monat abgeschlossen, wenn nicht besondere Ab- jedes echten englischen Bourgeois. Das alte Armengeset derjenige Bergmann, welcher auf dem Abkehrschein nicht machungen getroffen werden. Im Laufe des Monats wurde in die Rumpelkammer geworfen. Ein neues Armenund die Bourgeoisie erreichte, was sie die Bemerkung hat ordnungsmäßig gekündigt", nur ungern befährt der Betriebsführer die einzelnen Arbeitsstellen, gefeß hergestellt angelegt wird. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung halten prüft die Gedingestellung und betrachtet es als sein Recht, wollte: billige Hände für ihre Fabriken. Das neue englische Armengefeß vom Jahre 1834 wir es für unbedingt erforderlich, daß die Kündigungs- das Gedinge, welches ihm als zu hoch erscheint, herabzufriften genau innegehalten werden, und es ist wohl keinem seßen. In solchen durchaus nicht selten vorkommenden bafirte auf dem Malthus'schen: Für Euch ist der Tisch Betriebsbeamten zu verdenken, daß hierauf besonderer Fällen kann es sich ereignen, daß die Arbeiter bis weit nicht gedeckt. Hatte das bisherige Gesez die Unterstüßung Werth gelegt wird." Und dann schrieb die Kommission in die zweite Hälfte des Monats hinein im Vertrauen der Armen im Auge gehabt, so hatte das neue Gesetz die in ihr Gutachten betreffend die Zeche Zollern:„ Die Be- auf die vom Steiger festgesette Gedingefäße gearbeitet Bertilgung derselben zum Zwecke. Die Armen wurden ins merkung in den Abkehrscheinen„ auf Wunsch entlassen" haben, um dann plößlich zu erfahren, daß ihnen der er- Workhouse( Arbeitshaus) gesteckt, und die Einrichtungen in ist kein geheimes Zeichen. Es bedeutet dies nur, daß der hoffte gute Verdienst nachträglich durch einen Machtspruch demselben waren so getroffen, daß den Insassen der Aufbetreffende Mann und nicht die Verwaltung gekündigt hat. des Betriebsführers gekürzt werden soll. Es kommt sogar enthalt im höchsten Grade verleitet werden, sie abgeschreckt Thatsächlich werden Leute mit diesem Vermerke im Abkehr- nicht selten vor, daß das Gedinge nachträglich herabgesezt, werden sollten, dieses Haus zu betreten. Die englischen Arbeiter, zusammengedrängt und mit schein weniger gern angelegt. Aehnliche Angaben sollten abgerissen" wird, wenn sich die Beamten überzeugen, daß überhaupt nicht in den Abkehrschein aufgenommen werden." bei Aufrechterhaltung desselben, also bei Aufrechterhaltung der rasend raschen Entwickelung der Industrie zur Klasse Das Ergebniß der Verhandlung faßt die Kommission dahin des abgeschlossenen Arbeitsvertrages, der Hauer zu viel zusammengeballt, waren aber nicht der Meinung, daß der zusammen, daß die Betriebs- und Arbeiterverhältnisse auf verdienen würde! Daß die Beschwerden der Bergleute Tisch nicht für sie gedeckt sei, und sie hatten nicht Luft, Zeche Zollern gut geordnet waren und keinerlei begründete über ein derartiges Verfahren berechtigt oder wenigstens fich zu paden." Sie waren der Meinung, daß nicht sie Veranlassung zum Streit vorgelegen hat" „ nicht übertrieben" sind, erkennt selbst die Denkschrift an. die überflüssige Bevölkerung" in der Gesellschaft repräsen= Aus dem Protokoll über die Vernehmung der beiden Sie meint, was allerdings ais ganz selbstverständlich er- tirten, sondern daß es vielmehr die Kapitalisten seien, die Direktoren des westfälischen Grubenvereins und des Be- scheinen sollte, auch, daß daß Gedinge von vornherein recht überflüssig erschienen, und die wohl daran thun würden, triebsführers Niepmann der Seche Germania heben wir( von besonderen Ausnahmen abgesehen) endgiltig festzu das auf sich anzuwenden. noch zwei Punkte hervor. Wie es scheint, haben sich stellen sei, daß der Arbeiter vom Anfang bis zum Ende Arbeiter der Zeche Germania darüber beschwert, daß auf des Monats genau übersehen können müsse, was, er verdem einen Schachte derselben dreierlei, auf dem anderen biene, und daß ein„ Abbrechen" des Gedinges bei günstiger zweierlei Kohlenwagen in Gebrauch waren. Die in Gestaltung der Arbeit auszuschließen sei. Gegenwart des Revierbeamten vorgenommenen Messungen Aber trotz alledem und alledem haben die Berg ergaben, daß die Wagen auf Schacht I 103/4, 12 und arbeiter keinen Grund zum Ausstande. Sie können ja 13 Zentner Kohle, die auf Schacht II 10%/ 4 und 12 Zentner fortgehen, wenn es ihnen nicht paßt, freilich mit einem Kohle enthielten. Die Beamten erklärten, daß der kleine Abkehrschein, der„ nicht heimlich" gezeichnet ist. Das ist Wagen des Schachtes I mit 10 Str., die beidex größeren Alles. mit 11 3tr., auf Schacht II aber beide Wagen mit 11/2 3tr. angerechnet würden. Das heißt zu deutsch, daß auf Schacht I die Bergleute 3/4, 1/2 bezw. 1½½ 3tr. pro Wagen mehr förderten, als ihnen angerechnet wurden. Zur Erklärung gaben die Herren Direktoren nebst dem Betriebsführer Niepmann Folgendes zum besten:„ Wir Als die englischen Arbeiter den Kampf gegen das bemerken hier ausdrücklich, daß wir bis vor der erfolgten neue Armengefeß aufnahmen, thaten sie es mehr aus amtlichen Feststellung in dem Glauben gewesen sind, auf Klasseninstinkt, als aus klarem Erkennen. Zwar hatten Schacht I ständen nur zwei Sorten, auf Schacht II nur icon verschiedene humane Idealisten versucht, die unrichtigeine Sorte Förderwagen in Gebrauch. Vorläufig muß es keit der Lehren von Malthus nachzuweisen, aber den Kernbei dem jezigen Zustande bleiben; wir versichern jedoch, of population.( Versuch über das Bevölkerungsgefeß.) Der Verfasser dieses Buches, ein englischer Pfaffe, punkt hatten sie noch nicht getroffen. Sie bewiesen zwar, daß wir bemüht sein werden, die Gedinge so zu regeln, daß den Leuten aus den verschiedenen Sorten Wagen fein entwickelte in demselben seine unter dem Namen die daß Malthus nicht im Rechte war, als er seine Theorie Nachtheil erwächst." Dabei muß man wissen, daß schon Malthus'sche Bevölkerungstheorie" bekannt gewordene Lehre, aufstellte, aber sie widerlegten sie nicht. von mehreren Zechen vor der Strafkammer in Dortmund nach welcher die Bevölkerung der Erde bei vollkommener den Einfluß seiner Lehre, aber den Sturz dieser Lehre vereine Anklage wegen Landfriedensbruches gegen eine Anzahl freier Entwickelung sich jedesmal in 25 Jahren verdopple, mochten sie nicht herbeizuführen. Bergleute der Zeche Germania verhandelt wurde, wobei sich also in geometrischer Proportion vermehre, während der Verwaltung der Zeche nachgewiesen wurde, daß fie die Subſiſtenzmittel unter den günstigsten Umständen nur Sozialismus, der die wissenschaftliche Formulirung der durch die Einstellung von größeren Förderwagen die in arithmetischer Proportion gesteigert werden könnten. Forderungen der modernen Arbeiterklasse in sich schließt. Arbeiter um einen Theil ihres Verdienstes gebracht hatte. Während also die Zahl der Menschen zunehmen wie: 1, Die Wissenschaft der Bourgeoisie wurde besiegt durch die Allerdings war damals der Westfälische Grubenverein noch 2, 4, 8, 16, würden die Subſiſtenzmittel ſich vermehren Wissenschaft der Arbeiter klasse. mie: 1, 2, 3, 4, 5. In 200 Jahren, meinte Malthus, nicht Eigenthümer der Zeche Germania, wohl aber war Es war Friedrich Engels, der in seinem„ Umrisse der oben genannte Betriebsführer Niepmann schon Be- werde sich die Bevölkerung zu den Subsistenzmitteln verzu einer Kritif der Nationalötonomie" im Jahre 1844 in 300 Jahren wie 4096 zu amter der Zeche, sein Name wurde während der gericht 13 und in ein oder zwei Jahrtausenden werde eine kaum den Malthus'schen Schwindel aufdeckte und nachwies, daß lichen Verhandlungen sehr häufig genannt. Die Ausrede allerdings der Tisch für alle Menschen gedeckt ist. Er wies des Direktors und des Betriebsführers, daß sie von dem faßbare Differenz fich ergeben. Malthus zog kühn die Konsequenzen aus seiner Lebre. Darauf hin, daß die sogenanute überzählige Bevölkerung Vorhandensein der verschiedenartigen Wagen nicht genau Da die Erde seiner Anschauung nach stets übervölkert ist, stets mit überzähligem Reichthum, überzähligem Rapital unterrichtet gewesen wären, ist demnach höchst befremdlich. Leider erfahren wir nicht, was die Untersuchungs- Kom so muß es auch fortwährend Noth, Elend und Armuth und überzähligem Grundbesitz verknüpft ist. Er führte die in der menschlichen Gesellschaft geben. Es sei die ewige Thatsache an, daß jeder Arbeiter weit mehr erzeugen könne, mission dazu gesagt hat. Bestimmung der Menschheit, in verschiedenen Klassen zu als er brauche und er hob den Widerspruch hervor, der in Wie man sich gerne mit allgemeinen Rebensarten eristiren, von denen die eine reich und mit allem Wissen der Annahme der Malthus'schen Theorie im Vergleich zu befriedigt erklärt, wenn diese den Grubenverwaltungen ausgestattet, die andere aber arm, elend, unwissend und der Thatsache liege, daß eine Nation vor eitel Reichthum. einigermaßen günstig sind, zeigt folgende Stelle der Denk- unterdrückt sein müsse. Jeden Versuch, das Elend der und Ueberfluß verhungen muß. Das schlagendste Argument aber, welches Engels gegen An vielen Stellen des Ruhrbezirks wird von den fährlich, weil dies die Ausbreitung des ärmeren Theils Malthus anwendet, und das dessen Theorie zu Boden ge Arbeitern zu niedriger Lohn und die Schichtdauer bezw. der Bevölkerung fördere. Die Heirath erlaubt er auch nur schlagen, ist folgendes: zu zahlreiche Ueberschichten als Grund des Ausstandes den vom Schicksal Begünstigten und führt aus: Ein Mensch, Malthus zog bei Aufstellung sciner Lehre nur zwei bezeichnet. Demgegenüber ist aber darauf hinzuweisen, der in einer Welt geboren wird, die schon besetzt ist, hat, Faktoren in Betracht: die Bevölkerung und die Subſiſtenzdaß auf einer größeren Anzahl von Gruben( es werden falls ihn seine Familie nicht ernähren kann, und die Gemittel. Aber er hatte eins vergessen, und das ist der Fort23 namhaft gemacht) die Kommiffarien von einzelnen sellschaft seiner Arbeit nicht bedarf, nicht das geringste Necht schritt des menschlichen Erkennens, der Fortschritt der Arbeitern durchaus abweichende Auskunft über die Ursachen auf irgend einen Theil von Nahrung; er ist zu viel auf Wissenschaft. der Bewegung erhalten haben. Vielfach lautet die Aus der Erde. Er kommt zum Tisch der Natur und findet lich ist. Welchen Fortschritt ruft er aus, verdankt die Engels weist nach, daß dieses dritte Element unendſage: weil anderwärts gestreift wurde", selbständig denselben nicht für sich gedeckt, und die Natur gebietet ihm lich ist. Welchen Fortschritt ruft er aus, verdankt die wäre es nicht dazu gekommen, die Anregung kam von sich zu packen, benn er hat ja vor seiner Geburt die Ge- Agrikultur dieses Jahrhunderts allein der Chemie, ja allein außen"," weil es die Nachbarnzechen thaten"," durchsellschaft nicht erst gefragt, ob sie ihn haben wolle." zwei Männern- Sir Humphrey Davy und Justus Liebig?! fremde Arbeiter aufgewiegelt", bezw. gezwungen." In Elend, Seuchen, Armuth und Laster sind für Malthus Es sei lächerlich, jest von Uebervölkerung zu reden. Die einem Falle ist zu Protokoll gegeben, daß die Veranlassung deshalb auch ganz vortreffliche Sachen. Tragen sie doch Wissenschaft vermehre ſich mindestens so rasch wie die zum Streifen in den erhöhten Kohlenpreisen und den dazu bei, den ärmeren Theil der Bevölkerung von der Menschheit-und, was ist der Wissenschaft unmöglich?! hohen Kursen lag." Erde verschwinden zu lassen. Er ist daher auch froh über Eine Feststellung der Wahrheit der Angaben ist aus die Uebelstände, die die Großproduktion für den Proletarier So Friedrich Engels vor fünf und vierzig Jahren. der Denkschrift nicht ersichtlich. im Gefolge hat, und er sagt wörtlich:" Die stille, aber Und wie steht die Wissenschaft beute zu der Frage von der Die„ Höhe und Feststellung des Lohnes" erfolgt in sichere Untergrabung des Lebens in großen Städten und Ernährung der Bevölkerung? Betrachten wir uns zu dem. berselben Art, und die Denkschrift kommt zu dem Schluß Manufakturen, die engen Wohnungen und die unzureichende Zwecke die Verhandlungen der letzten Versammlung deutscher betreffend das Saar Revier:„ Daß vor dem Ausstande Nahrung vieler Armer lassen die Bevölkerung die Summe Naturforscher in Heidelberg im September vorigen Jahres. der Lohn im Allgemeinen unzureichend gewesen ist, muß der Subsistenzmittel nicht überschreiten und, wenn ich einen In dieser Versammlung hielt der bekannte Chemiker, nach dem Ergebnisse der Untersuchung bezweifelt werden. Ausspruch wagen darf, der gewiß anfangs sonderbar er- Viktor Meyer, einen Vortrag über„ Chemische Probleme Während im Durchschnitt der auf sämmtlichen Werken scheinen wird, überheben uns der Nothwendigkeit großer oer Gegenwart", und er schließt diesen Vortrag mit folgendes Direktionsbezirks im ersten Quartal 1889 verdiente verheerender Seuchen um das Ueberflüssige zu zerstören." den Worten: Nettolohn sich auf 3,21 Mt. ftellt, betrug der ortsübliche Das Malthus'sche Buch war die Kriegserklärung der Welcher Segen für die Landwirthschaft, wenn wir den von der höheren Verwaltungsbehörde festgestellte Tagelohn Bourgeoisie an das Proletariat. Die Armen in England Phosphor der Eisenerze, der diese bisher entwerth te, nungewöhnlicher Tagearbeiter für die Kreise Ottweiler, Saar- hatten bisher rechtlichen Anspruch auf die Unterſtüßung mehr in Gestalt der Thomas Schlacke dem Ackerbau nußbrücken und Saarlouis je 1,80 mt., für den Kreis ihrer Gemeinden gehabt. Das war, wenn das Malthus'sche: bar zu machen gelernt! Das ist in Wahrheit die GeSt. Wendel 2 Mr. Also weil ein Bergarbeiter etwas Der Tisch ist nicht für Alle gedeckt", Geltung hatte, ja winnung von Brot aus Stein, gleich der seit lange mehr verdiente, als der für die Krankenversicherung fest ein Verbrechen an der Menschheit. Die sich entwickelnde betriebenen Berarbeitung der mineralischen Phosphorite auf gestellte Lohn eines gewöhnlichen Arbeiters, muß bezweifelt Bourgeoisie brauchte Hände" für ihre neuen Fabriken. nußbringende lösliche Düngestoffe. Freilich, das Zeitalter werden, daß der Lohn des Bergarbeiters nicht auskömmlich Je mehr Hände" auf dem Markt waren, je billiger konnte der Glückseligkeit ist noch nicht angebrochen, welches unser ist. Weil ein Anderer noch schlechter bezahlt ist, muß der sie der Fabrikant kaufen. So lange aber der Arme wenig llustrer Kollege Ferdinand Cohn vor drei Jahren auf der Bergarbeiter zufrieden sein. stens sein Leben durch die Gemeinde garantirt erhielt, ging Berliner Naturforscherversammlung voraussagte. Die Be Wie es außerdem mit der willkürlichen Herabsetzung er nur mit Widerstreben in die Fabrit, um sich dort, 18 feitigung der Brotfrage, aller Nahrungssorgen, des Kampfes schrift, die von den Ursachen der Streiks" handelt: " Armen durch Almosen zu erleichtern, erklärte er für ge" * * 2 fo L 10 € Ii 10 S P D h in 6 Бе fo D g ม L € fe 6 10 นา 3 S de bi Do ift bd F 新 fif D ni bi ta no கு W zei fer me 6 wi tä bet da ge pa H la be fin ru ge hö fla in ha the mi ni fie Ar ftif die mi 5 n₂ m ar m, on 28 n= te 34 ch 18 te 18 in f= dt it Te er ft, ic n= bie It nd n, bie rn en t8 al ht ich ich er en, en, as us ten. g= ar, rie ten er= em ber Bt. die fe 44 aß ies ng tal die ne, in zu um gen ge vet nz= ortDer nd= die Cein ?! Die die b?! ren. der Dem. cher res. fer, eme gen den un uß Se Enge auf Iter nfer der Be pfes ums Dasein unter den Menschen erachtet er für erreicht, des Tages die Arbeiterfache im Allgemeinen wie auch das täten gefunden, aber der Thon, aus welchem das wenn einst die Chemie gelernt haben wird, aus Kohlen- persönliche Interesse jedes einzelnen Arbeiters nur Aluminium hergestellt wird, ist in unerschöpflichen säure und Wasser Stärkemehl zu erzeugen. Allein diese fördern. Nüßte jedoch diese Beschränkung der Arbeitszeit Massen auf der ganzen Erde verbreitet. chemische Industrie treibt seit undenklichen Zeiten der Feld- allein der Sache der Arbeiter, wäre es thöricht, sie von Die Schwierigkeit bezüglich dieses Metalles liegt bis bebauer, und kaum möchte es ein so großer Fortschritt sein, unsern heutigen Gewalthabern zu erwarten; man kann jezt noch in dessen Kosten; es ist zu theuer, weil die wenn man den Acker durch eine chemische Fabrik ersetzte. vielmehr blos dann hoffen, fie denselben abzunöthigen, Herstellungsweise kostspielig ist. Der Preis ist gegen früher Wohl aber ist die Lösung von der Wissenschaft zu erhoffen: wenn die ganze Gesellschaft aus dieser Reform Nuzen zieht. zwar sehr heruntergegangen, ist aber für allgemeine Die Holzfaser muß eine Quelle menschlicher Nah- Während in Folge der Entlastung von einem Theil praktische Verwendung noch viel zu hoch. rung werden. In der That, bedenkt man, wie gering seines bisherigen Tagewerkes der Arbeiter mehr Mensch Der Thon besteht aus kieselsaurer Thonerde. Die bas Quantum brotgebenden Stärkemehls ist, welches uns würde, besser leben und richtiger denken lernte, würde die Kiefelsäure ist zwar sehr leicht von der Thonerde( Alumidie Aehre liefert, und erwägt man weiter, daß die Holz gesammte Bevölkerung in doppelter Hinsicht, in physischer nium Dryd) zu trennen; aber desto schwieriger ist die faser genau dieselbe chemische Zusammensetzung befißt wie wie moralischer, gewinnen. Gleichzeitig mit der mensch Trennung des Sauerstoffs von dem Aluminium. Es ist die Stärke, so bietet sich die Möglichkeit einer ins Unlichen würde sich nämlich dadurch die mechanische Arbeits: aber kein Zweifel, daß, vielleicht ziemlich bald, ein billiges endliche gesteigerten Nahrungsproduktion in der kraft und die Technik vervollkommnen, wie die in England Verfahren zur Herstellung des reinen Aluminium endeckt Lösung der Aufgabe: Cellulose in Stärkemehl zu ver- als Folge der Fabrikgesetzgebung und hauptsächlich der werden wird. wandeln. Das Holz der Wälder, das Gras, selbst Verkürzung der Arbeitszeit zu beobachten war. Und da Stroh und Spreu sie würden eine unerschöpf die Gesellschaft aus allen diesen Veränderungen nur Nußen liche Quelle menschlichen Nahrungsstoffes bilden, * * ziehen könnte, würden auch die Kapitalisten nichts dadurch Der Lehrermangel wird in Preußen immer wäre dies Problem gelöst. Hat man doch neuerdings einbüßen, wie die Ueberlegenheit der englischen Industrie fühlbarer. gelernt, die früher bestrittene Umwandlung des atmos mit ihren wöchentlich fünfzig Arbeitsstunden zur Genüge phärischen Stickstoffes zu Eiweiß in gewissen Pflanzen zu beweist. So waren in den preußischen Seminaren im Jahre verfolgen und durch passende Behandlung zu begünstigen Jedoch trotz dieser unbestreitbaren Vortheile des acht 1887/88 im ersten Halbjahr 496, im zweiten 434 3öge wie dies die schönen Arbeiten von Hellriegel erwiesen stündigen Arbeitstages hat man in Frankreich nach dieser linge weniger vorhanden als die etatsmäßige Zahl. Im haben. Planmäßige Vermehrung des Pflanzeneiweiß aber, Richtung hin nichts erreichen können seit dem Erlaß des Regierungsbezirk Arnsberg fehlen augenblicklich 102 Lehrer in Gemeinschaft mit der Erzeugung von Stärkemehl aus Gesetzes vom 9. September 1848, wodurch die Arbeitszeit und der Regierung stehen nur 50 Schulam: skandidaten Cellulose, würde in Wahrheit die Lösung der Brotfrage für die erwachsenen Arbeiter in Hüttenwerken und Fabriken zur Verfügung. In vielen anderen Bezirken walten ähnbedeuten. Möchte es der Chemie vergönnt sein, durch auf 12 Stunden täglich beschränkt wurde. Allerdings hat liche Verhältnisse ob. solchen Fund dereinst ein goldenes Zeitalter für die Menschen unterm 31. Juli 1886 der Gemeinderath von Paris den Die zahlreichen Neugründungen von Präparandenvorzubereiten!" neunstündigen Arbeitstag für alle städtischen Arbeiten ein- anstalten haben also ihren Zweck, den Seminaren die zuführen beschlossen; in der Praxis aber scheitert diefe Vor- nöthige Zahl von Zöglingen zuzuführen, nicht erfüllt. AnDer Fortschritt der Wissenschaft hat Engels Recht schrift vielfach am bösen Willen der oberen Behörden. statt für die Errichtung solcher Anstalten Prämien auszugegeben: sie hat sich rascher vermehrt als die Bevölkerung. Troßdem in 40 Jahren die Gerichtsannalen keinen einzigen segen und die jungen Leute durch Unterstützungen ins LehrAber auch die Subsistenzmittel sind rascher angewachsen als Fall von Zuwiderhandlung gegen das Gefeß von 1848 amt zu locken, sollte man die Lehrgehälter aufbessern Lettere. Im Jahre 1814 betrug die Bevölkerung von zu verzeichnen haben, wäre es falsch hieraus zu schließen, und die Zahl der Bewerber würde sich hier ebenso verEngland etwa 11 Millionen Seelen und der sogenannte daß dasselbe gewissenhaft beobachtet wurde und wird; in mehren wie es in allen anderen normal besoldeten BerufsNationalreichthum" von Großbrittannien belief sich im Frankreich sind dann und wann, freilich selten genug, zweigen geschieht. felben Jahre auf 2200 Millionen Pfd. Sterl. Heute zählt Gefeße zu Gunsten der Arbeiter erlassen worden, aber fie In einzelnen Bezirken muß wieder wie ehedem eine die Einwohnerschaft Englands 27 Millionen und der werden nicht gehandhabt; man betrachtet sie, wie im Senat Anzahl von Lehrerstellen mit Präparanden, d. h. Nationalreichthum" des gesammten Inselreichs betruz, wie ein Anhänger dieses Systems sich ausdrückte, als„ plato faum dem Knabenalter entwachsenen jungen Leuten, die Giffen triumphirend verkündet, schon im Jahre 1885 nische Genugthuung"(, satisfactions platoniques"). Es für die Aufnahme ins Seminar noch nicht reif sind, besetzt 10 000 Millionen Pfd. Sterl. ist zu wünschen, daß dies nicht mehr der Fall sei, wenn werden. einmal- was allerdings noch wenig wahrscheinlich Die Bevölkerung hat sich also vermehrt wie 1 zu 212 und der Reichthum nahm zu im Verhältniß von 1 zu 412. Subsistenzmittel sind also genügend vorhanden, aber der, Nationalreichthum" bedeutet Reichthum der oberen Zehntausend der Nation. Während eine kleine Klasse der Menschheit im Ueberflusse schwelgt, darbt der größte Theil An eine Theilung der überfüllten Schulklassen, die Agitation der Arbeiter es zum Erlaß eines Achtstunden- die seit Jahrzehnten als ein unabweisbares Bedürfniß be= geseges gebracht haben wird. Gabriel Deville. zeichnet worden sind, kann unter solchen Umständen natürlich nicht gedacht werden, obgleich die Schulen, in denen einem einzigen Lehrer 150-200 Kinder anvertraut sind, noch einen erheblichen Prozentsaz bilden. Beträgt doch die Das Zeitalter des Aluminium. der Bevölkerung unter Entbehrung und Noth. Während Wir hatten ein steinernes und ein Bronze- Zeitalter durchschnittliche Zahl der Schüler, die im ganzen preudie Erde eine Fülle von Getreide bietet, klagen Millionen und befinden uns nun im eisernen. Nach diesem wird bischen Staate auf eine Lehrkraft kommt, nicht weniger als von Arbeitern über Mangel an Nahrung. Die Viehzucht allem Anscheine nach das des Aluminium kommen, und fünfundsiebzig. In vielen Fällen steigt die durchschnittliche ist bis zu einer früher ungeahnten Höhe entwickelt, und dann wird das glänzende, schöne Aluminium das schwarze, Frequenz der Schulklassen auf 110-130 Kinder, was bei doch ist der Verbrauch des Fleisches gesunken. Die eisernen häßliche Eifen in fast allem ersetzen, wozu dasselbe jetzt den vielen kleinen Schulen im Einzelfalle viel höhere Zahlen Finger der Spinnmaschine zerzupfen Millionen Pfunde von verwendet wird. ergiebt. Baumwolle, deren Produkte der mechanische Webstuhl zu Man dente fich Häuser aus Aluminium gebaut statt Von den ca. 42 Millionen Volksschülern Stoffen verarbeitet, und doch ist ein großer Theil der aus Eisen. Aluminium wiegt nur den dritten Theil wurden 1882 nur 1800 000 Rinder in" normal" Menschen nicht im Stande, seine Blöße zu decken. so viel wie Eisen und ist eben so leicht, eher leichter besetzten Klassen unterrichtet, d. h. in Klassen, die Der Uebelstand liegt also nicht im Mangel von Sub zu bearbeiten, als dieses. Es können aus Aluminium nicht über 70( in mehrklassigen) und 80 Schüler( in einfistenzmitteln. Das Schillersche Raum für Alle hat die viel größere Balken und Platten gegossen werden und flassigen Schulen) zählten! Erde" hat jeßt und immerfort Geltung. Das Malthus'sche werden viel leichter zu handhaben sein, als diejenigen aus Wort von dem nicht gedeckten Tisch ist eine unwahrheit. Eisen, die beim Häuserbau verwendet werden. Es kann Der Tisch der Natur ist für Alle gedeckt. vielleicht die ganze Front eines mittelmäßigen Hauses aus einem einzigen Stücke gegossen werden. Wessen Schuld aber ist es, daß nicht Jedermann Theil nimmt an der Mahlzeit? Aufruf an sämmtliche Drechsler und alle im Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands! Arbeiter! Kollegen! liches Verzeichniß der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in Händen zu Deutschlands erstrecken soll. Aluminium ist so feuersicher wie Eisen. Je größer derartige Metallplatten find, aus denen die Front eines Die Arbeitszeit in Frankreich.') Hauses besteht, desto weniger sind sie bei großer Hiße der In Anbetracht der traurigen niedergedrückten Lage, in der sich Gefahr unterworfen, sich zu biegen und zu werfen. Ein die Arbeiter der gesammten Drechslerbranche Deutschlands befinden, Indem der internationale sozialistische Arbeiterkongreß Gebäude mit Aluminium- Wänden würde der größten ist es wohl von größter Wichtigkeit, endlich einmal ein übersicht die Arbeiterschutzgesetzgebung überall da, wo die kapi Feuersbrunst widerstehen, in welcher ein eisernes nach haben, auf Grund dessen bewiesen werden kann, daß die Zustände talistische Produktionsweise herrscht, als unumgänglich jeßiger Konstruktion zusammenstürzen würde. Da Alumi zum größten Theil doch recht traurige find. Ein solches Verzeichniß nothwendig erklärte und als Grundlage einer solchen nium nicht rostet, so würde ein aus demselben errichtetes aufzustellen, ist die Aufgabe der zentralen ſtatiſtiſchen Kommission Gesetzgebung die Beschränkung der Arbeitszeit für die Er Haus stets eine filberige, glänzende Oberfläche behalten. der Vereinigung der Drechsler Deutschlands, die gegenwärtig im wachsenen auf höchstens acht Stunden im Tag aufstellte,& s bedürfte keines anderen Reinigens, als das des Ab- allein auf Mitglieder der Vereinigung, sondern auch auf sämmtliche Begriff steht, eine allgemeine Statistik aufzustellen, die sich nicht zeigte sich der Kongreß auf der Höhe der sozialen Er- waschens von anhängendem Rauch und Staub, was leicht Drechsler und alle im Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter kenntniß. In der That ist für Alle, welche nicht blos in einer mit einem Schwamme und Wasser geschehen kann. Je ausgedehnter diese Statistik wird, je mehr Ortschaften und Sobald das Aluminium billig genug hergestellt ie mehr Rollegen dabei betheiligt sind, desto eingehender und werthmehr oder minder fernen Zukunft, sondern schon in der werden kann, um es zum Häuserbau zu verwenden, kann voller wird das Ergebniß derselben werden, was aber nur dadurch Gegenwart dem bestehenden Arbeiterelend abzuhelfen es auch zum Schiffsbau benutzt werden, und dies wird erreicht werden kann, wenn wir die größtmöglichste Unterstützung wünschen, die Beschränkung der Arbeitszeit auf acht Stunden eine Revolution im Dzean- Handel hervorrufen. Schiffs- und Förderung unserer Arbeiten seitens der Stollegen finden, täglich die Hauptfrage; sie ist die wichtigste der Reformen, rumpfe aus Aluminium wiegen blos den dritten fommen und im Besitz von Adressen unserer Kollegen sind die Wir richten daher an Alle, die diesen Aufruf zu lesen be= beren Verwirklichung wir anzuftreben haben, so lange nicht Theil so viel als eiserne bei gleichem Tonnen- gesonnen wären, die Sache für ihren Ort in die Hand zu nehmen", das Proletariat im Besize der politischen Macht und dem gehalt, sind ebenso stark und sicher gegen Beschädigung die dringende Bitte, uns solche möglichst bald mitzutheilen; jede gemäß stark genug sein wird, zu seiner gänzlichen Emanzi burch Kollision wie es jetzt eiserne Schiffe find, und ihre Adresse hauptsächlich auch solche von Kollegen, die einzig oder nur pation zu schreiten. Bleibt auch die Eroberung der politischen Macht unsere größere Schwimmkraft erhöht ihre Sicherheit. Aus Aluminium hergestellte Wagen( einschließlich der Hauptaufgabe, die wir keinen Augenblick aus den Augen Räder) für Passagiere auf Eisenbahnen würden leicht und lassen dürfen, so kann und soll man doch alle die Ver: anmuthig in der Form sein, würden nicht mehr wiegen, besserungen zu erzielen suchen, die jetzt schon durchführbar als die jetzigen hölzernen, sie würden unverbrennlich sein, find, man soll dies um so mehr, als alle diese Verbeffe und bei Kollisionen nicht so leicht zertrümmert werden. rungen und namentlich die Reduktion der Arbeitszeit nur Die Gefahr des Reisens auf Eisenbahnen wird im Alumi- einsgefeße nicht mit uns in Verbindung treten fönnen, empfehlen Organisationen und Vereine, die auf grund bestehender Vergeeignet sind, die Kampffähigkeit des Proletariats zu ernium- Zeitalter viel geringer sein, als jeẞt. wir, die ganze Angelegenheit in öffentlicher Versammlung zu be= höhen. Die Hauptsache ist vorläufig, die Maffen aufzu flären, fie zu zielbewußtem Handeln zu befähigen und so wird es zum besten Material für Brückenbau machen. Die Dehnbarkeit( Schmiedbarkeit) des Aluminium werkstelliger, da einen Vertrauensmann zu wä., len, dem dann alles weitere übergeben wird. in den Stand zu setzen, im gegebenen Moment die Ver- Da das Gewicht der Drahttaue, sowie überhaupt das der formular wird von uns geliefert und eingesandt. Das nöthige Material, Fragebogen und Zusammenstellungshältnisse für sich auszubeuten; ist es denn nicht weit vor ganzen Brücke nur ein Drittel so viel betragen wird, wie Es ist die bevorstehende Statiuit die erste unseres Gewerkes, theilhafter für die sozialistische Propaganda, wenn sie es bei einer eisernen, so können die Ingenieure dann Bauten die in solchem Umfange über ganz Deutschland aufgenommen wird, mit Arbeitern zu thun hat, welche durch ihre Arbeit noch ausführen, welche jeßt gänzlich unmöglich find. und zum Gelingen derselben mit seinen Sträften dazu beizutragen, nicht ganz ermattet sind, statt mit solchen, die, nachdem Zeitalter des Aluminium wird auch das der Brücken lassen. Das das müßte sich jeder Kollege als Ehrensache recht angelegen sein Sie ihr Lagewerk verrichtet, ermüdet von der langen werden. Arbeitszeit einzig nach Ruhe sich sehnen? vereinzelt am Orte vertreten sind, nehmen wir dankbar entgegen. Um die Arbeiten schneller zu fördern und einheitlicher zu ges ftalten, empfiehlt es sich, daß die Kollegen aus ihrer Mitte für ihren Ort eine lokale statistische Kommission wählen, die dann die Fragebogen austheilen, die Ergebnisse der wieder zurückerstatteten zusammenstellen, die in ein besonderes Formular eingetragen werden müssen. Halle, im Februar 1890. Dred sler Deutschlands. Selbst die Luftschifffahrt wird dann der praktischen Die zentrale statistische Kommission der Vereinigung der Weit davon entfernt, mehr Schaden als Nußeu zu Ausführung näher kommen, da das Gewicht einer aus stiften, wie unsere Anarchisten behaupten, würde demnach Aluminium konstruirten, zur Fortbewegung des Ballons die gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit auf acht Stunden bestimmten Maschine so viel geringer ist, als das einer fitzenden der Kommission, Kollege P. Holzhausen, Halle eifernen. 1) Aus dem„ Achtstündigen Arbeitstag", den wir hierAlle Anfragen und Sendungen find an den Vormit unseren Lesern abermals auf das Beste empfehlen. Jährlich Der Vorrath an diesem Metall ist unerschöpflich. d. S., Hirtengasse 15, 1. Etage, zu richten. 5 Mark Abonnementspreis. Expedition: Basel, Spalenvorstadt 3. Eisen, Kupfer, Silber, Gold, werden in nur kleinen Lokali Politisches, Gewerkschaftliches. Nowawes. Am 16. d. M. referirte Dr. Bruno Wille Arbeiterinnen. Montag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, in Rehers Lokal, Alte Jakobiir. 83. Bortrag des Frl. Bader über Berliner Arbeiterbibliothek. Zur Beachtung! die Stellung der Frau in industrieller und rechtlicher Richtung. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthalerstr. 38. Sonntag, in einer öffentlichen Wählerversammlung über das Thema: Erstrebt den 23. Februar, Vormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. die Sozialdemokratie den Umsturz? Diese Wählerversammlung Conrad Schmidt über:„ Spinoza". Abends 7 Uhr, Neue Friedrichwurde aber aufgelöst, als Genosse Sumpf zu einer Resolution, Wir gedenken, während der Wahlbewegung, die unsere welche verlangt, daß der 1. Mai, zu Gunsten des achtstündigen straße 35, in den Feſtsälen v n Draesel Stiftungsfest- Feier. FestArbeitstages, als Feiertag betrachtet werden soll, das Wort ergriff vortrag von Herrn E. Vogtherr( Später Tanz und Unterhaltung.) und unserer Mitarbeiter Kräfte voll in Anspruch nimmt, kein Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Berund sagte:„ Es darf am 1. Mai kein Mensch arbeiten um der Relin IV( Norden). Versammlung. Montag, 24. Februar, Abends weiteres Heft erscheinen zu lassen, dann aber rasch die erſte gierung zu zeigen, daß wir nur 8 Stunden arbeiten wollen, damit nicht die Arbeiter, an der Schwindsucht, fernerhin infolge lleber- 8 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands. anstrengung zu Grunde gehen. Es ist natürlich Beschwerde da: Ortsverwaltung Berlin III. Sonntag, den 23. Februar, Vorgegen eingereicht. mittags 11 Uhr, Andreasstr. 26, Versammlung. ** An die Drechsler Deutschlands. Am 15. Februar legten die Drechsler von Bunzlau in der Fabrik von Martin u. Bartsch die Arbeit wegen Lohndiffererz nieder. Genannte Herren erklärten, die Drechsler, die in der Vereinigung der Drechsler Deutschlands wären, fönnten fie nicht gebrauchen. Der Zuzug nach Bunzlau ist deshalb streng fern zu halten, um die erst errichtete Mitgliedschaft nicht wieder zu zerstören - Kranken- u. Begräbnißkasse für die im Berliner Gürtler- und Bronzeurgewerbe beschäftigten Personen. ( Eingeschriebene Hiliskasse Nr. 60.) Am Sonntag, den 23. Februar Bormittags 10/2 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Oranienstraße 180. Ordentliche Generalversammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( Eingeschriebene Hülfskasse Nr. 29.) Hamburg. Filiale Berlin 8, sowie die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Nr. 89„ Vulkan". Versammlung am Sonntag, den 28. Februar, Vormittags 102 Uhr bei P. Gottschalk, Badstr. 22. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher Berufszweige Berlins und Umgegend. Versammlung am Dienstag, den 25. Februar Abends 8/2 Uhr, in Scheffers Salon, Inselstraße 10. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über die Frauen- Emanzipation. Der Arbeits- Nachweis des Fachvereins der Schlosser befindet sich für den Süden Dresdenerstr. 116 bei Gründel, für den Norden Anklamerstr. 49 bei Nürnberg. Verein der Klempner Berlins. Arbeitsnachweis bei Stramm, Ritterstraße 123. -Der unentgeltliche Arbeitsnachweis für Klavier. arbeiter befindet sich vom 20. Oftober ab Naunynstr. 78 bei Winzer. Die Adressenausgabe findet jeden Abend von 8-92 Uhr und Sonntags Vormittags von 10-11% Uhr, sowohl an Mit glieder wie an Nichtmitglieder unentgeltlich statt. Sanitätsverein der Arbeiter beiderl. Geschlechts. Beiträge werden täglich entgengenommen, sowie Bons ausgefertigt und neue Mitglieder aufgenommen bei Herrn Otto Rasche, Mariannenstraße 34, Hof 3 Tr. Sozialdemokratischer Leseklub Lessing". Jeden Montag im Lokale d. Herrn Spiekermann, Markusstr. Vereins- Versammlung. Vorlesung und Diskussion. Gäste willkommen. Literarisches. Volksbibliothek des menschlichen Wissens, herausges geben und verlegt von Bruno Geiser, Breslau, Lüzowstr. 16. Verein der in der Schäftefabriation beschäftigten Soeben gelangte zur Ausgabe Heit 115 und 116. Fachverein d. in Buchbindereien u. verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 24. Februar, Abends 9 Uhr, Annenftraße Nr. 16. Große außerordentliche GeneralBerliner Arbeiterbibliothek. Herausgegeben von Max Schippel- Berlin. Serie( heft 1-12) zum Abschluß zu bringen. Die zweite Serie hoffen wir mit einer größeren Arbeit von Max Schippel eröffnen zu können: Der Sozialismus und der Staatssozialismus der Gegenwart. Zur Kritik unserer inneren Entwicklung, sowie des sozialdemokratischen Programms. Wir bitten, die günstige Zeit der Wahlbewegung zu eifriger Agitation für die„ Berliner Arbeiterbibliothek" auszumuzen. Die nothwendige Aufklärung der Massen bedingt auch eine Maffenverbreitung aller Flugschriften und Broschüren unserer Partei. Die Maffenverbreitung ist auch die Voraussetzung dafür, daß literarisch immer Besseres und Reichhaltigeres geboten werden kann. Wir dürfen bei den deutschen Genossen wohl um so eher regste Unterſtüßung erwarten, als jede Mehreinnahme der„ Berliner Arbeiterbibliothek" lediglich zur Verbesserung bez. Verbilligung unserer Broschüren dienen soll und der Kontrolle angesehener Parteigenossen unterliegt. Für alles Nähere verweisen wir auf die umstehende Annonce. Der Verlag der ,, Berliner Volks- Tribüne". Eine Sammlung allgemein verständlicher Agitationsschriften in bester Ausstattung und zu niedrigftem Preise, die wir allen Lesern der„ Bolts- Tribüne", sowie allen Mitgliedern von Arbeitervereinen aller Art bestens empfehlen. Versammlung. Tagesordnung: Heft 1. 1. Wie verhalten wir uns zu unserer bisherigen Neunstunden- Bewegung? Heft 2. 2. Verschiedenes und Fragetaften. Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Der NB. Die Bibliothek ist wieder geöffnet. Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich nach wie vor„ Dresdenerstr. 116" und steht auch Nichtmitgliedern zur Verfügung. Heft 3. Ein sozialistischer Roman. Nach dem Amerikanischen. Von Edward Bellamy. 32 Seiten. Preis 15 Pfg. Die Gewerkschaften, ihr Nußen und ihre Bedeutung für die Arbeiterbe wegung. Von Max Schippel Berlin. 32 Seiten. Preis 15 Pfg. Die Arbeiterinnen und Frauenfrage der Gegenwart. Von Clara ZetkinParis. 40 Seiten. Preis 20 Pfg. 3ettin- Paris.+ 48 20 Pfg. Heft 5. Charakterköpfe aus der französischen Arbeiterbewegung. Von Ossip ZetkinParis t. 48 Seiten. Preis 20 Pig. Heft 6. Die Haus: Industrie in Deutschland. Von Paul Kampffmeyer- Genf. 32 Seiten. Preis 15 Pfg. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins. Sonntag, den 23. Februar cr., Vorm. 10½ 1hr, im Königstadt- Stafino, Holzmarktstr. 72. Große Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: = 1. Das Alters- und Invaliden- VersicherungsGesetz und die wichtigsten Bestimmungen für die Arbeiter. 2. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Parteigenossen empfehle mein Restaurations- Lokal, bestehend aus vier Zimmern. = Als Wahl Bureau oder zu sonstigen Vorbesprechungen bestens zu empfehlen. Restauration zum„ Onkel Reder", 86. Naunynſtr. 86, part. Allen Freunden und Genossen empfehle meine Restauration. J. Kaddatz. Wienerstraße 50. Heft 4. Die franzöſiſche Arbeiterbewegung seit der Pariſer kommune. Von Oſſip Meinen werthen Freunden und Genoſſen Seft 7. seft 8. empfehle mein Weißbier- Lokal. Gleichzeitig sind Junker und Bauer. Von Paul Kampffmeyer- Genf. 32 Seiten. Preis 15 Pfg. Die wirthschaftlichen Umwälzungen unserer Zeit und die Entwicklung der zu vergeben. Sozialdemokratie. Von Mag Schippel- Berlin. 32 Seiten. Preis 15 Pig. Heft 9. Die Marg'sche Werththeorie. Zur Einführung in das Studium von Marg. Paul Fischer- London. 52 Seiten. Preis 20 Pfg. Heft 10. Die Sozialdemokratie und der Deutsche Reichstag. Materialien zum Gebrauch für sozialdemokratische Reichstagswähler. 36 Seiten. Preis 15 Pfg. Zu beziehen durch die bekannten Kolporteure und die Expedition der ,, Berliner Volks- Tribüne," Berlin S.0., Oranienstraße 23. Jedes Heft ist einzeln käuflich. Wiederverkäufer, sowie Arbeitervereine erhalten hohen Rabatt. Vereins- Zimmer Otto Linke, Forsterstraße Nr. 45. A. Hoffmann, Kaiserstraße 4, empfiehlt sein Bokal zu Vereinssizungen und ein Zimmer gut geheizt zu Bahlstellen. Franz Beyer, Prinzessinnenstrasse 15( am Moritzplatz) empfiehlt: Punsch und Rum, Originalflaschen 1.50. Kollegen werden ersucht die Fragebogen Die Buchhandlung und Buchbinderci v. R. Kohlhardt, Roth und Ungarwein ½ Fl. 1.50. abzuliefern. Der Vorstand. Berliner Arbeiter- BildungsVerein. Montag, den 24. Februar, Abends 8½ Uhr, in Lehmann's Salon, Schwedterstraße 24. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Antrag der letzten Generalversammlung auf Ausschluß eines Mitgliedes. 4. Allgemeines und Fragefasten. Der Vorstand Freie Vereinigung der im Vergolder Gewerbe beschäftigten Arbeiterinnen Berlins. Montag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, in Scheffers Lokal, Inselstraße 10. Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille, über Frauen- Emanzipation". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste, Damen und Herren find willkommen. Wir machen speziell die Arbeiterinnen aller Branchen auf die Tagesordnung aufmerksam und bitten Der Vorstand. um rege Betheiligung. Der Arbeitsnachweis der Klavierarbeiter befindet sich jetzt Naunynstr. 78, im Restaurant Winger. Die Adressenausgabe findei jeden 34, Mariannen- Strasse 34, empfiehlt allen Bekannten ihre Schriften und Bilder. Clara verw. Wilhelm Hasenclever. 1. Geschäft Chauffeeftr. 49/50.- 2. Geschäft Brunnenstr. 122( Ecke Anklamerstr.) Empfehlenswerthe 5 Pf.- Cigarren: Nr. 54 Wanda, mittel und Nr. 56 Merito, fräftig. Den Parteigenossen bei Bedarf bestens empfohlen. Die seit 1877 bestehende, weitbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157. Invaliden- Strasse 157, neben der Markthalle, verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabge. setzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. 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