cfe in e vier Effen etwa glieder welche Die rwehr hlich irzlich durch durch t wir aß ein ädchen eutsch r klar ahren luffat Bahlen eisen. welche uktion en die wird Echtern ragen, er da , und de im Ge rd der ögliche nöthig dann Holz dling, nents Sonne o It. er aurant jeden ittags Nicht ion. 1 tr. 33. meinen dt. ofal aße. ren. Führer, glips n und etail. Thor. tolg. 1, J. andt. al Berliner Volks- Tribüne. Sozial- Politisches Wochenblatt. Die„ Berliner Volks Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. bonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando( frei in's Haus). Einzelne Nummer 15 Pf. Durch jede Post- Anstalt Deutschlands zu beziehen.( Preis viertelj. 1 mr. 50 pf.) № 24. Aus der Woche. Soziales aus England. In dem Staate Dänemark.- Verschiedenes. Redaktion und Expedition: SO.( 26), Elifabeth- Ufer 55. Ausgabe für Spediteure: ,, Volksblatt", Beuthstr. 3. Inserate werden die 4 spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 20 Pf. berechnet. Dereins- Anzeigen: 15 Pf. Arbeitsmarkt: 10 Pf. Inseraten- Annahme in der Expedition: Elisabeth- Ufer 55. Die ,, Berl. Volfs- Tribüne" ist unter Nr. 893 der Zeitungs- Preislifte eingetragen. Sonnabend, den 13. Juni 1891. Gleichzeitig werden vom Staat die Pfaffen dafür bezahlt, daß sie predigen: Liebet eure Feinde, thut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen... Das Ganze nennt man aber einen Gedicht. Novelle.- Die Schlesische Weberfrage. Das Bodenmonopol als Band des Kapitalmonopols. Niedrige Löhne sind kulturmidrig und unwirthschaft-, christlichen Kulturstaat". lich. Produktion und Technik. Literarisches. Aus der Woche. Wie Bismarck.gearbeitet" hat. Dem Staatsminister Stichling in Weimar hat er nach der eben er schienenen Biographie des legteren erzählt:„ Mit Kurhessen wäre zu kommen gewesen! da gab es einen modus Wie's gemacht wird. Einer derjenigen Getreide vivendi, nämlich das Geld. Ich hatte das während der händler und Spekulanten, welche in erster Reihe von Bundestagszeit verschiedentlich mit Erfolg praktizirt. Der Herrn v. Caprivi zur Begutachtung herangezogen wurde, Weg war ganz einfach: Das Geld ging an einen Bankier tam am vorigen Sonnabend, als er sich durch seine Be- und durch diesen an eine Dame, die sich Prinzessin nannte. rührung mit Regierungskreisen überzeugt hatte, die Re-( Wahrscheinlich die furfürstliche Oberhure). Es hat mir gierung werde jede Zollermäßigung ablehnen, hastig und in feinem einzelnen Falle mehr als hunderttausend Thaler aufgeregt an die Produktenbörse und kaufte soviel gefoitet." Getreide wie möglich auf. Solches geschah Also auch hinter den Unterrock hat sich der große 46 Stunden, bevor Herr v. Caprivi seine Rede Mann" gesteckt! im Abgeordneten hause hielt. Die Kreuzzeitung" schreibt: So wohl wie seit lange nicht mehr fühlen sich gegenwärtig in Berlin die Arbeiter. Ueber den Werth, welchen die Arbeiterwohnungen im Falle eines Ausstandes für die Unternehmer haben, bringt folgende Zeitungsnotiz einen neuen Beitrag: V. Jahrgang. Dann ich zusammenfant. Da kam die Polizei und sagte lachend:„ Was haben Ste da gemacht" und gingen lachend weiter. schlugen die Bergleute einen Mann und traten ihn mit Füßen, die Polizei sah es und ging ruhig weiter. Jetzt begann der Kampf heftiger, dazwischen hörte ich Schüsse und ein Geheul und Geschrei. Da fam зи mir und wir gingen in den Garten. Hierauf wurde mit der Polizei alles abgesucht, welche alles gewalsam öffnen ließ mit den Worten: Hier sind noch welche"; es wurde aber niemand gefunden. Dann hörten wir ,, Hurrah" und ,, Hoch" rufen, und Heil dir im Siegerkranz" singen. Die besonderen Redensarten, die da gefallen sind, können Sie sich denken. Hierauf verließen wir den blutigen Ort. Diejenigen, welche sich retten wollten, wurden unter den Augen der Polizei niedergeschlagen und auf's Brutalste gemißhandelt. Ja, man hat polizeilicherfeits, in Begleitung der Knüppelhelden, alle Zimmer durchsucht und jeden, der im Lokal anges troffen, wurde den draußen, auf ihr Opfer Wartenden überliefert mit den Worten: ,, Dies ist auch so einer." Als Schreiber dieses am Ende der Katastrophe auf dem Hofe stand, kam noch zuletzt ein Trupp dieser Knüppelhelden in Begleitung der Polizei und schrie, auf ein Zimmer zeigend, dessen Fenster durch Läden verschlossen waren: ,, Hier sind noch solche Hunde drinn!" Was hier find noch welche drinn!" schrie ein Polizist, stürmte( die Knüppelhelden hinterdrein) in's Lotal. Ein Polizeisergeant warf den Kellner mit den Worten: ,, Schlagt den Hund todt!" unter das wüthende Gesindel. Um sich seines Lebens zu wehren, hat ein Genosse seinen Revolver gebraucht und zwei von den Angreifern verwundet. Von den Genoffen liegen mehrere schwer, theilweise hoffnungslos darnieder. „ Aus dem Schlafhause zu Altenwalde( bei Saarbrücken) ausgewiesene Streifende hatten sich Freitag Abend doch wieder Sämmtliche Formulare der Gerichte und Staats- in demselben eingefunden und die Betten dort aufgesucht. Nachts anwaltschaften werden seit 10 Jahren von dem Verlag um 2 Uhr fand durch die Grubenbeamten und die Gendarmerie der„ Kölnischen Zeitung" bezogen, obgleich andere Ge- noch eine Revision statt, bei welcher alle, die tagsüber ausständig waren, die Betten und das Haus sofort verlassen mußten." schäfte viei besseres Papier liefern würden. Vergleiche Ueber den Brotbedarf von Arbeiterfamilien Was heißt dies anders, als daß man durch das haben in Jena durch Professor Abbe Ermittelungen stattauch die schöne Geschichte mit dem„ Hannoverschen Courier" Aufdrängen von Arbeiterwohnungen die Arbeiter des gefunden bei den 146 verheiratheten Geschäftsangehörigen Und die Leute, die so vom Staat gespeist werden, sind legten Restes der Koalitionsfreiheit zu berauben sucht? einer optischen Werkstätte. Es hat sich daraus ergeben, noch so frech, Opposition zu machen. Da muß denn doch mancher bedenklich sein, wenn sie das wagen können. Ueber die Blutthaten in Eisleben haben wir daß bei einem Familienstand von insgesammt 583 Köpfen in voriger Nummer nichts berichtet, weil uns die vor dieser Geschäftsangehörigen der wöchentliche Brotverbrauch Neue Konkurrenten. Wie der Magdeburger handenen Zeitungsberichte zu unglaublich erschienen und ca. 5 Pfund pro Kopf beträgt und daß bei einer HausBoltsstimme" mitgetheilt wird, sind in der Stahlgießerei wir erst weitere Informationen erwarten wollten. Unterhaltung von fünf Personen sich somit eine Belastung des Grusonwerks neuerdings zwei Neger eingestellt, das bessen hat es sich herausgestellt, daß es eher noch schlimmer burch den Kornzoll um wöchentlich 75 Pf. ergiebt. heißt zwei richtige Arbeitsneger, nicht etwa Offiziere, welche gewesen ist, wie besser. Unter dem Namen Grobbrot wird nach dem PP er dies nicht, so wird er erst mit der Knute bearbeitet, dann aber Anweisung erhalten, wir sollen nur geschlossen vorgehen". die Waffenlieferung für irgend ein exotisches Staaten- Die Bergleute in Eisleben sind schon seit lange gegen Berliner Tageblatt" in einer größeren Anzahl Berliner wesen in ihrer exakten Ausführung beaufsichtigen. Was die Sozialdemokratie systematisch verheyt. Nach dem einen Bäckereien eine Waare hergestellt, für welche eine Mischung man mit diesen Negern eigentlich im Schilde führt, ist Bericht soll der Vorsitzende des reichstreuen Berg- und von groben Mehlen, Weizenmehl Nr. 2 und Roggenmehl noch nicht recht klar; die Mehrzahl der Arbeiter neigen Hüttenvereins, Schmilgun, seine Mitarbeiter in der Grube Nr. 1 verwendet wird. Diese Mehlsorten werden sonst zu der Ansicht, daß es sich hierbei nur um einen Versuch aufgefordert haben, die Versammlung der Sozialdemokraten vielfach zu Futterzwecken gebraucht. Das daraus herhandele, bei dem man sich vergewissern wolle, ob in den schwarzen Brüdern Afrikas das Zeug zu brauchbaren finden, worauf ihm geantwortet wurde:" Wir haben ja werth, als das gewöhnliche Roggenbrot und ist als am Sonntag zu besuchen d. h. sich recht zahlreich einzu- gestellte Brot hat selbstverständlich einen geringeren NährLohndrückern steckt. Ein Pendant zu der Importirung feinen Zutritt". Die Genossen hatten in Voraussicht der Surrogat zu bezeichnen. Frisch aus dem Ofen genommen, italienischer Arbeiter, die wir in voriger Nummer meldeten. Auftritte den Bergleuten den Eintritt verboten. Hierauf wiegt ein solches Mischbrot ca. 4 Pfund, während reines Zur russischen Judenhezze schreibt Stepniak: soll Schmilgun erwidert haben:„ Ich habe mit dem Roggenbrot zu 50 Pfennigen in Bäckereien des Nordens " Der russische Bauer hat 45 bis 50 Prozent feines Ein- Bürgermeister und dem Bergrath gesprochen und die unserer Stadt 3 Pfund 6 Loth wiegt. tommens an die Regierung als Steuer zu bezahlen, und thut Schlau, schläuer. am schläuften! In Nr. 23 wird ihm sein Eigenthum über dem Kopfe verkauft. Um diesen Trotzdem hatten die Eisleber Bergleute es abgelehnt, habe ich einen Artikel von Morre abgedruckt, als sehr Berpflichtungen nachzukommen, geht der Bauer, wenn er Nichts sich an einem solchen offenen Landfriedensbruch zu be- instruktiv für die Vernichtung des Bauernstandes durch feltensten Fällen ein Jude. Die Juden dürfen sich ja in dem theiligen. Deshalb suchte man die verrohesten Elemente die kleinen Nücken und Tücken der gegenwärtigen Proeine Vernichtung, gegen die weitaus größten Theile des russischen Reiches gar nicht aufhalten, zusammen, und nachdem man diese an ihrem Treffpunkt duktionsbedingungen" und da, wo sie ausgeschlossen sind, werden die Bauern gerade durch Schnaps und Freibier in die nöthige Stimmung wir bekanntlich nichts einzuwenden haben, weil die so herzlos von den christlichen Wucherern ausgesogen, wie in den gebracht und jedem eine Todtschlägerprämie von 4 Mart Kapitalfonzentration die Vorbedingung zur sozialistischen tommt aber noch, daß 90 Prozent sämmtlicher Juden im russischen| ausbezahlt hatte( von wem wird hoffentlich die Unter- Produktion ist. Ich schrieb:„ Der Versaffer hat keine suchung ergeben; nach anderen Berichten einen Schichtlohn) Sympathie für das städtische Proletariat und bewegt sich Stande find, also auch kein Geld zum Ausleihen auf Wucher- gings im Laufschritt zum Versammlungslokal. Schon ganz in klein bürgerlichen Anschauungen", ist also zinsen haben, und von den Uebrigen kaum 1 Prozent Wucher- am Vormittag war dem Wirth mitgetheilt worden, daß ein Gegner, der zitirt wird. Die schlaue„ Kons. Korr." geschäfte betreiben. Warum aber diese grausame Berfolgung der ihm die Raufbolde alles kurz und klein schlagen wollten; aber bildet sich ein, daß das unsere Anschauung ist und Juden durch the russische Regierung? Erstens um dem Volke einen auswärtigen Genossen drohte ein Steiger, als sie an- findet es sehr frivol von uns, daß wir uns so widerund zweitens, weil es unter den Juden die meisten und gefähr famen, auf offener Straße mit den Worten:„ Na wart sprechen. Nein, wir wissen ganz genau, was wir lichsten Gegner des Absolutismus und der Tyrannei giebt. Das man, Nachmittag sprechen wir uns", andern gegenüber wollen, verehrte„ Kons. Korrespondenz"! find die wahren Gründe für jene furchtbare Menschenjagd, die gegenwärtig im heiligen russischen Reiche abspielt." fich Zum Lebelgewehr bringt die ,, France militaire" einzelne Ergebnisse über Versuche gegen menschliche Leichen, nach denen die neue Mordwaffe ganz furchtbare Wirkungen haben muß. B lann hatte man geäußert:„ Den Halunken schlagen wir die Gedärme aus dem 11 schlossenen Reihen, welchen gemäß der Ankündigung, der Bis gegen 1/23 Uhr erschienen 200 Kerle in geEintritt verwehrt wurde; darauf hin schlugen sie los, zertrümmerten den Gartenzaun, der aus dicken Bohlen Soziales aus England. ( Nach Zeitungen und Zeitschriften.) Unter den vielen Arbeitsstreitigkeiten der letzten Monate bedeutendste. ohne in demselben stecken zu bleiben. Auf 1500 Mir. wird die die Versammlung und drangen schließlich in das Lokal. Die Ein Lebel- Geschoß durchdrang den Körper auf 2000 mtr., bestand, schlugen die Thüren ein, warfen Bierfäffer in war wohl der Ausstand der schottischen Eisenbahnbediensteten der Geschoßgeschwindigkeit noch zu 200 Mtr. angegeben und man Schon lange hatten sich die schottischen Eisenbahnbediensteten Gegner jedesmal durchbohrt wird und kein Geschoß im Körper annehmen, daß innerhalb der wirksamen Schußweiten der folgenden Szenen schildert ein Augenzeuge folgendermaßen: über allzulange Arbeitszeit, mithin über übermäßige Ausbeutung und Fenster, fie sahen sich um und sagten:„ Es waren doch viel den Klagen der Bediensteten nur allzusehr Recht. Denn wie aus einander durchbringen, selbst wenn es auf die stärksten Stnochen mehr, wo ist der Bergolder?( der Referent, Hoffmann) nun einem Blaubuche hervorgeht, waren 70 Prezent der Bediensteten tifft. Selbſt auf 1200 WMetr. tann es noch 3 Mann hinter vorwärts!" Dann schlugen sie Alles was darin war mit Stöden, in dem letzten Halbjahr über 12 Stunden im Dienſte und oft einander außer Gefecht setzen. Dies Alles wird als durch Ver- Catten, Ochsenziemern und dergleichen Waffen. Ich wurde mit gab es nur 3 Stunden der Ruhe nach 16stündigem Dienste, fuche dargelegt erklärt. Latten und Ochsenziemern geschlagen bis auf die Straße, daß auf welche kurze Unterbrechung wieder 16 Stunden Dienst folgten. Es ist kaum nothwendig, auf die durch eine solche überDieser Kontraktbruch" gab den Direktionen den erwünschten rechtlichen und moralischen Vorwand, um sich den Forderungen der Arbeiter und dem Drängen der öffentlichen Meinung gegenüber schroff ablehnend zu verhalten. einen Die Shipping Federation richtet sich gegen die mit dem nehmungen, die mehr von lokaler Bedeutung waren, sowie bei mäßige Arbeitszeit herbeigeführten Unfälle hinzuweisen. Bereits Seegewerbe zusammenhängenden unionistischen Bestrebungen der Hansard Union" und der Gesellschaft„ Les Grands Magazins ein volles Jahr vor Ausbruch des Streikes hatten die Gewerks- überhaupt, speziell gegen die von J. H. Wilson geleitete Seamen Boulevards". Letztere iſt auch bereits vom Schauplatze ververeinsvorstände von den Direktionen der Bahnen eine Besserung and Firemen's Union, von den Kapitalisten auch genannt die schwunden und die in Paris aufzufinden gewesenen Gründer erdieser Zustände verlangt, und schon damals waren sie entschlossen, Wilson Union. Die Organisation der Seeleute ist in den letzten freuen sich freier Kost und Verpflegung in öffentlichen Gebäuden zu dem letzten Mittel, dem Ausstande, zu greifen. Die Direktionen Jahren eine sehr kompakte geworden, häufig gelang es den See- der französischen Republik. Die Hansard Union", welche ebenversprachen jedoch, die Sache zu ordnen und so beruhigten sich leuten, ihren Willen gegenüber dem Willen der Schiffseigenthümer falls bankerott geworden ist, erscheint indeß von größerem Interesse, die Bediensteten wieder. Die Direktionen machten aber trotz durchzusetzen. In neuester Zeit hat der Gewerkverein der See- weil sie einen ganzen Rattenkönig von anderen Gesellschaften wiederholter Urgirung und trotz der sichtbaren Gährung unter leute und Heizer den Grundsatz aufgestellt: sämmtliche Bemannun- ins Leben rief, die natürlich auch den Weg alles Fleisches geder Arbeiterschaft keine Miene, ihr Wort einzulösen. Schließlich gen müßten unionistisch sein, es dürfe kein Nichtunionist begangen sind und von denen für deutsche Leser die Anglo Austrian präzisirten die Bediensteten ihre Forderungen; an deren Spize schäftigt werden. Die Mitglieder des Gewerkvereins weigerten Printing Co."( Wiener Tageblatt" 2c.) am wichtigsten ist. Das stand der Zehnstundentag. Die Direktionen zeigten jedoch nicht fich, mit Nichtmitgliedern zusammen zu arbeiten. Da die Schiffs Wort Schwindel dürfte wohl für die ganze Angelegenheit, die die geringste Geneigtheit, den Forderungen ihrer Angestellten eigenthümer dieser Forderung nicht nachkommen wollten, kam es übrigens auch zu einer Interpellation im englischen Parlament nachzukommen, ja sie verweigerten prinzipiell, mit den gewählten auch thatsächlich häufig zu Ausständen und Verkehrsstörungen. führte, ein milder Ausdruck sein, doch würde eine Geschichte der Vertretern der Bediensteten, den Gewerkvereinsvorständen, in Die hartnäckigeren unter den Kapitalisten beschlossen nun, das Entstehung dieser wunderbaren Gründung an dieser Stelle zu Unterhandlungen zu treten. Nach altgewohntem Beispiele er- gesammte Interesse zu organisiren, Einer für Alle, Alle für weit führen, es genügt wohl, einige Worte des Konkursrichters klärten sie, nur mit ihren eigenen Bediensteten verhandeln zu Einen einzustehen, den Kampf methodisch zu führen und Be- darüber wiederzugeben. Derselbe sagte: Wie ist es möglich, wollen, nicht aber mit dritten außerhalb thres Personals stehen- schädigten aus dem eigenen Lager Ersatz zu leisten, also dem daß eine Gesellschaft wie diese, die kein Geschäft kaufte, übernahm den Personen zu verkehren. Mithin erweiterte sich die Streitigkeit, Verbande der Arbeiter einen Verband der Arbeitgeber gegenüber oder betrieb, die zwar 88 500 Pfd. Sterl. an die Gründer zahlte, die ursprünglich ein bloßer konkreter Lohnstreit war, zu einem zu stellen. ohne irgend etwas dafür zu erhalten, jedoch selbst nur ein Ver Prinzipientampfe um die Anerkennung oder Nichtanerkennung Seit August v. J. hielt man einen Zusammenstoß der beiden mögen von 26 Pfd. Sterl. besaß, 8 pCt. Dividende auf die des Gewerkvereinswesens. Auf dies hin wurde der sofortige Gegner für unvermeidlich. Jedoch sowohl Schiffsbesitzer als Aktien und sogar 15 pCt. auf die Stammprioritäten vertheilen Ausstand beschlossen und verließen auch die Bediensteten der Seeleute hielten sich zurück, und es kam blos zu Ausständen in konnte!" Trotz alledem wird eine weitere Verfolgung dieser North British, der Caledonian und der Glasgow and South- Cardiff und London. Der Streit gewann bald in dem erst Sache nicht stattfinden, denn Sir Henry Isaacs ist selbst Richter western Railway ohne vorhergehende Kündigung den Dienst genannten Hafen eine große Ausdehnung. Der Grund war der in der City und Lord Rothschild ist in London allmächtig. Es selbe, immer der alte: die Shipping Federation versuchte es, wurden Versuche gemacht, ein Entrüstungsmeeting der betrogenen einige ihrer Schiffe mit eigener Mannschaft, mit sogenannten Aktionäre einzuberufen, jedoch gelang es nicht, einen Saal als freien Arbeitern zu versehen, während die Seamen and Firemen's Versammlungsort zu finden, denn überall wurde die Bedingung Union in Zusammenwirkung mit den verschiedenen Gewerks- gestellt, Sir Henry Isaacs nicht anzugreifen. Diese zarte Schonung vereinen der Dockers jene Schiffe blockirte. In Cardiff versuchten der schuldigen Persönlichkeiten hat sich sogar auf Deutschland Der Streik brach aus in der zweiten Hälfte Dezember v. I es die Kapitalisten obendrein, eine Art von Versicherung einzu- übertragen, denn ich finde in einem Berliner Blatte eine Bealso zu einer Zeit, wo anläßlich der Weihnachtsfeiertage auf sämmtlichen Bahnen sich namentlich im Personenverkehr ein be- führen, deren eigentlicher Zweck jedoch war, die Arbeiter an das sprechung der„ Hansard Union", die von den dabei kompromittirten sonders lebhafter Verkehr entwickelte. Die Bediensteten der drei Unternehmen zu binden, mithin die Union zu schwächen. Im Männern nur einen nennt, Horiatio Bottomley, welchen man in genannten Bahnen gedachten dadurch die Direktionen in eine Mittelpunkte des Kampfes standen die Docks des Lord Bute Deutschland gar nicht kennt und der deshalb auch nicht interessiren und deren Direktor, sodann der Leiter des Cardiffer Zweiges kann; von Lord Rothschild oder Sir Henry Isaacs sagt man Zwangslage zu versetzen, aus der es keinen anderen Ausgang der Federation, Sir William E. Lewis. Der Verkehr im Hafen, dort aber nichts. als den der Gewährung ihrer Forderungen gäbe. Und thatsächlich Und nun noch der Baccaratskandal, in welchem der Prince gelang es ihnen auch, für einige Wochen den gesammten Verkehr ja selbst in der ganzen Grafschaft wurde in hohem Grade dis organisirt. Der Streik wurde zuerst von lokalen Führern, of Wales eine Rolle spielt! auf den schottischen Bahnen zu paralyfiren. Der Güterverkehr später von J. H. Wilson selbst geleitet; Ben Tillet und Tom Der englische Thronfolger ist überhaupt ein in der Geistesstockte vollkommen, der Personenverkehr war ein höchst un- Mann kamen, um die Ausständischen durch Rath und That zu geschichte Europas berühmter Mann. Ihm z. B. verdankt man haupt drängte die Direktionen, ein Kompromiß mit den Arbeitern unterstützen. Das Picketing wurde in einem ausgedehnten Maße die Entdeckung, daß Herren Armbänder tragen, und verschiedene zu schließen. Es bildeten sich zu Edinburgh, zu Glasgow Komitee's betrieben und war von manchem Erfolge begleitet. So gelang andere schöne Moden hat er aufgebracht. Da er mit Vorliebe von den angesehenſten Bürgern, die es sich zur Aufgabe stellten, es z. B. Wilson, unter die von Seiten der Federation von Tyne Schulden macht, die er nicht bezahlen kann, soll es oft zu Aufin den großen Streit vermittelnd einzugreifen. Der Lord- Prevost geholten Federationsseeleute einige Unionisten einzuschwärzen, tritten zwischen ihm und der Königin, seiner Mutter, kommen, von Edinburgh, Lord Aberdeen, stellte sich an die Spitze dieser welche einen Theil der Freiarbeiter" der Federation abwendig welche für den Herrn Sohn bezahlen muß; so haben sich die Bewegung. Man schlug den Ausgangsweg eines Schiedsgerichtes, machten. Auch hatte das Aufgebot der bewaffneten Gewalt Beiden kürzlich öffentlich gezantt. durchaus nicht die bezweckte Wirkung. Andererseits entfaltete In diesem Fall hatte er an einem kleinen Tempelvergnügen der Arbitration, vor; die Führer der Bediensteten waren geneigt, jedoch auch Sir Lewis die größte Thätigkeit. Er beſtellte sich Theil genommen. Bei uns find bekanntlich die Hazardspiele ver sich einem Schiedsspruche zu fügen. Die Direktionen jedoch blieben ſtarr; unterstützt von einem Theile der Presse, wiesen sie eine Scheinunion, deren Führer, ein J. W. Kelley, sich General boten; in England hoffentlich nicht. Ein vertrauter Freund des That- Kronprinzen und Mitglied des hocharistokratischen Zirkels, inner jeden Ausgleichsversuch entschieden zurück und waren nur darauf sekretär des London United Workmen's Komitee schreibt. bedacht, die durch den Streik entstandenen klaffenden Lücken sächlich gelang es auch Sir Lewis, allerdings mit ungeheuren halb deffen man seine Zeit und sein Geld auf so anmuthige und Kosten, sich freie" Bemannung zu sichern und so den eigent- nützliche Weise verbringt, mogelte beim Spiel und wurde er thunlichst zu füllen. Es wurden vazirende Bedienstete angezogen, lichen Zweck des Ausstandes zu vereiteln. Der Streik endete wischt. Um den Standal zu verhüten, machte man unter sich geeignete und nichtgeeignete, die letzteren in Mehrzahl. So mancher Unfall wurde durch Unfähigkeit der freien Arbeiter ver- demnach mit einem Kompromisse, der den statut quo restaurirte, ab, nicht von der Sache weiter zu erzählen und ließ den be die eigentliche Streiffrage jedoch nicht löste und mithin einem treffenden, Edelsten der Nation" und Busenfreund des zukünftigen ursacht, den Geſellſchaften dadurch bedeutende Verluste zugefügt. fünftigen, wahrscheinlich nicht allzufernen Streik vorbehielt. Es Königs- Könige haben, ach, so selten wahre Freunde! Die Direktionen wankten jedoch nicht. Sie brachten es zu ist Pflicht der Seeleute und der übrigen mit dem Seegewerbe Bettel unterschreiben, daß er nie wieder tempeln werde. Inso dennoch vor sich gehen konnte und daß auch der Güterverkehr zusammenhängenden Gewerksvereine, unterdessen ihre Kräfte zu dessen, da auch die holde Weiblichkeit von der Sache erfahren nicht ganz stoďte. Zu diesem Zwecke scheuten sie teine Mühe jammeln und zu stärken, den Spielraum nichtunionistischen hatte, blieb sie doch nicht verschwiegen, und nun ist die Königliche Arbeitsangebotes womöglich einzuschränken. Ein Nachspiel dieses Hoheit in der fatalen Lage, vor Gericht zu erscheinen und über und feine Kosten; Bedienstete wurden von allen Seiten ange- Streifes bildete die Verurtheilung des Mr. Wilson zu sechs- besagtes Hazardspiel, Betrug und Freundschaft, Auskunft zu geben, zogen, zugleich„ treuen" alten Bediensteten allerhand Vortheile eingeräumt. Und es rächte sich da an den schottischen Bediensteten wöchentlicher Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Drohungen und um das monarchische Bewußtsein zu stärken. Der Bericht der ,, Köln. Ztg." schreibt wie boshaft selbst die„ Köln. Ztg." doch eine schwere Schuld an der Arbeitssache, die sie einige Jahre Störung der öffentlichen Ordnung. Eine hervorragende Rolle in den gegenwärtigen Streitig sein kann! folgendermaßen: vorher begangen hatten. Als nämlich der letzte Streik zu Mid- keiten im Seegewerbe spielt das sogenannte Federation Ticket. Die Damen machten fleißig Gebrauch von ihren Stiel land ausgebrochen war, kamen die Schotten und vereitelten den Den auf Federationsfahrzeugen Beschäftigten wird nämlich eine brillen und Operngläsern, zumal als kurz nach 12 Uhr der Brinz Streit, indem sie sich als Blacklegs verwenden ließen. Seitdem starte eingehändigt, welche deren Beschäftigung bestätigt und auf von Wales eintrat und auf der linken Seite des Lord Oberhaßten die Midland- Bediensteten die Schotten, und es war ihnen der Rückseite die ausdrückliche Bemerkung enthält, daß Inhaber richters Platz nahm. Der Prinz sah unbekümmert aus, hat er eine Genugthuung, ihnen gegenwärtig mit gleicher Münze heim- beffen einen Borzugsanspruch auf Beschäftigung hat. Dieses sich doch an den auf ihm seit mehr als dreißig Jahren haftenden zuzahlen. So wenigstens erklärt die Sache ein Korrespondent Ticket bedeutet nichts anderes, als daß erstens die Seeleute auf- Blick der Oeffentlichkeit gewöhnt; indessen wollen genauere deſſen der Ball Mall Gazette"( vom 31. Januar). gefordert werden, der Federation, das heißt zu einer Kombination Renner seiner Gesichtszüge doch eine Wolke des Verdrusses darauf Zudem trugen die Streifenden noch durch theilweise un- ihrer Gegner, der Kapitalisten, beizutreten, und zweitens, daß bemerkt haben. Angenehm tann es ihm jetzt ebensowenig sein, forrettes Handeln zur Verminderung der öffentlichen Sympathie alle, die es verweigern, von der Beschäftigung ausgeschloffen auf der Zeugenbank zu erscheinen, wie damals im Prozeſſe bei, indem sie die Blacklegs terrorisirten, sie sogar angriffen und werden sollen, so weit als es geht.( Pall Mall Gazette" vom Mordaunt; vielleicht viel weniger, denn damals war er noch ein den Verkehr durch Mittel zu stören suchten, die geeignet waren, 19. Februar.) Es bedeutet mit einem Worte den Versuch der Sausemind mit unabsehbarer Besserungszeit; jetzt aber trennen große Unfälle zu verursachen. Die Warnungen und Ermahnungen kapitalistischen Kombination, die Organisation der Arbeiter zu ihn nur wenige Jahre vielleicht vom Throne, und da muß es ber Führer, welche wohl wissen, daß Gewaltthätigkeiten der beste vernichten. Dagegen anzufämpfen und im Kampfe auszudauern, ihn doch grämen, daß er, der zukünftige Landesvater, als Bank Weg sind, einen sonst noch so gerechten und aussichtsvollen Streit erschien den Arbeitern heilige Pflicht. So verhielt sich die Sache Halter auftritt, und zwar gerade bei einem Spiele, bei welchem zu verlieren, haben eben nicht immer die erwünschte Wirkung. in Cardiff, so war es auch in London. sein persönlicher Freund, Sir W. Gordon- Cumming, als Be Die Unterstützungen von verwandten Unions und von den GeEin moralisch und taktisch sehr bedenkliches Kampfmittel auf trüger entdeckt ward, ohne daß es ihm selbst gelungen wäre, ihn werkvereinen überhaupt floſſen zwar reichlich ein und das London Seiten der Kapitaliſten ist ohne Zweifel die außerordentlich hohe zu schützen. Es heißt, daß die Krankheitsanwandlungen Bigilance Komitee, dem Mr. Dawitt vorstand, entfaltete die eifrigste Thätigkeit. Doch trotzdem, und wiewohl die Leitung des Prämie, durch welche sie freie" Arbeiter anzuziehen suchen, um jüngsten Zeit, die den Namen Grippe und Aderngeschwulst Ausstandes in den besten Händen war mit deren Hilfe die Gewerksvereine niederzuwerfen. So zahlte trugen, in Wirklichkeit Prozeßverdruß waren." - in denjenigen Mr. Die biederen Methodisten in Süd- Wales aber haben folgende Taits, Generalsekretärs des Gewerkvereines schottischer Eisen- die Shipping Federation in den Londoner Docks ihren free men bahnbediensteten, und Mr. Harfords, Obmannes der Amalgamated 30 Sh. die Woche, sammt freiem Logis, Kost und Bier, so viel Adresse an ihren künftigen Landesvater gerichtet: Wir ersehen mit Bedauern aus den Gerichtsverhandlungen, Society of Railway Servants zog er sich in die Länge, fie wollten. Auf diese Weise stellten sich die Kosten für die Verund das ist bei einem ähnlichen Streit beinahe gleichbedeutend ladung der Tonne Kohle auf 3 Sh. 6 P. bis 4 Sh., während daß der Prinz von Wales in Tranby Croft am 8. September mit einem Zusammenbruche. Und so endete nun nach sechs die Unioniſten dieselbe Arbeit viel besser um 1 Sh. 6 P. ver- letzten Jahres bei einem Bakkaratspiel zugegen war und durch wöchentlichem erbittertem Kampfe der Streit in der Weise, daß richtet hätten. In ähnlicher Weise wurden in Cardiff Nicht seine Theilnahme an dem Spiel in einer seiner verruchtesten und eine Deputation der Caledonian Railway- Bediensteten bei dem unionisten aufgenommen, die in einer Stunde durchschnittlich verderblichsten Formen dieses Laster unter dem Volfe ermuthigte. Generaldirektor Mr. Thompson vorsprach, welcher erklärte, daß 20 Tonnen bewältigten, also in acht Stunden 160 Tonnen, wir gestatten uns, Sr. Königl. Hoheit vorzustellen, daß ein er so viel von den alten Bediensteten zurücknehmen werde als während gelernte Arbeiter in derselben Zeit eine Leiſtung von solches Verhalten den religiösen Sinn des Volkes verletzt, das nur möglich und daß bei Freiwerden der Posten auf die früher 900 bis 1600 Tonnen zu Stande brachten. Und trotzdem erklärten Königliche Haus von der hohen Stellung herabzieht, welche es die Dockbeamten kühn: Die Arbeit geht wie gewohnt vor!" so lange eingenommen, und außerdem die Liebe und Zuneigung Beschäftigten Rücksicht genommen werden solle; die Klagen wegen Schadenersatzes, welche gegen einzelne Arbeiter eingebracht wurden, Dieses Prämiiren der Blacklegs ist entschieden ein unfittliches zu dem Throne mindert, welche als Stütze der Religion bisher sollten zurückgezogen werden. Die Deputation erklärte sich damit Kampfmittel und kann sich auch nicht auf die Dauer halten; immer von uns verehrt worden ist und verehrt werden wird." Pietätlosigkeit ist eben das Charakteriſtikum der Neuzeit. einverstanden und der Ausstand war beendet. Kurz vorher denn selbst der verblendetste Kapitalist muß einsehen, daß er um endete auch der Streit auf der North British und der South- einen viel geringeren Preis, als um den er den Arbeitskampf Nicht einmal Kronprinzen sind ihr zu erhaben. nur noch mehr schürt und permanent macht, sich den Frieden Western. mit der organisirten Arbeiterschaft und das ungestörte Gedeihen. Der Ausgang des schottischen Streikes brachte wiederum der Industrie erkaufen kann. die Frage der Ersprießlichkeit, resp. der Wirkungslosigkeit der Ausstände in den Vordergrund der Diskussion. Die Anhänger muthige Skandalgeschichten aus der höhern und höchsten Ge- ist das neueste große Ereigniß der Fall Baare. der zwangsweisen Nationalisation von Grund und Boden er sellschaft, die man gleichfalls kennen muß, um sich das soziale klären die Streits wirkungslos, wenigstens für so lange, als Bild zu vervollständigen. Auf der einen Seite die Begeisterung, Herrn Baare, Mitglied des Staatsraths, Intimus nicht die Landfrage gelöst worden. Es ist auch Thatsache, daß der Ernst, die Hingebung der Arbeiter an ihre heilige Sache, von Bismarc par nobile fratrum! vom flachen Lande ein fortwährender Zuzug von Arbeitsträften auf der andern Seite standalöse Jobbergeschichten und Spieler einen großen sozialpolitischen Einfluß ausgeübt hat, mit stattfindet, die willig genug sind, den Hungerlohn anzugreifen vorgänge à la Riccaut, in denen der Kronprinz des Landes selbst Stumm und Jencke der bedeutendste Schlotbaron des mit dem sich der bisherige Arbeiter nicht mehr begnügen will" mit verwickelt ist. Die Führer des neuen Unionismus hatten recht, dieser Frage Man wird sich wohl noch erinnern, daß, bevor der letzte Staates, und nicht nur mit Geldsäcken, sondern auch mit die größte Aufmerksamkeit zu schenken und eine Organisation der Lord- Mayor von London, Sir Henry Isaacs, seinen Bosten an- Ehren und Würden reich beladen Herrn Baare ist ländlichen Arbeiterschaft anzustreben. John Burns betont die trat, sich das Gerücht verbreitete, Lord Rothschild hätte demselben etwas unangenehmes passirt. Nothwendigkeit eines solchen Unternehmens bei jeder Gelegenheit zur Bestreitung der großen Kosten dieses Ehrenamtes 20 000 Pfd. und Tom Mann hat sich bereits ans Werk gemacht. Er hat in Sterl. zur Verfügung gestellt. Sir Henry war eben nicht in der fanntlich seit einiger Zeit in seinem Blatt behauptet, daß Der ultramontane Redakteur Fusangel hatte be Lincolnshire eine Reihe von Unions gegründet und glaubt, daß Lage, die bedeutenden mit seiner Würde verbundenen Auslagen es in einem halben Jahre dortſelbſt 10 000 Unionisten geben aus seiner Tasche bestreiten zu können, weshalb er einer der Herr Baare und noch verschiedene andere Ehrenmänner wird. Allerdings ist die Organisation der ländlichen Arbeiter artigen Unterstützung bedurfte. Thatsächlich ist die erwähnte es waren an achtzig schaft mit besonderen Schwierigkeiten verbunden und erheischt Summe indeß nur zu einem kleinen Betrage gezahlt worden, in die Steuern eingeschäßt hätten, wodurch der Staat sich gegenseitig zu niedrig eine bei weitem ausgiebigere Unterstützung als bisher. Das den größten Theil verſchaffte sich Sir Henry, indem er dem Rathe um Millionen betrogen sei; nur gegenüber den Arbeitern ist eine Lebensfrage für den neuen Unionismus; der seines reichen und erfahrenen Freundes Rothschild folgte und qualifizirte Arbeiter jedoch hat von dem ländlichen Taglöhner unter die Gründer ging. Der Lord- Mayor von London als jei bei den Herren ein sehr anerkennenswerthes Rechtlich Präsident des Aufsichtsrathes ist eine außerordentliche Empfehlung feitsgefühl hervorgetreten, indem dieselben niemals zu Man wird sich aus den Zeitungen wohl erinnern, daß sich für eine neue Aktiengesellschaft, um so mehr, als eine solche Aus niedrig taxirt seien. In Bezug auf Herrn Baare speziell in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres eine äußerst drohende beutung des höchſten Ehrenpoſtens in der City bis dahin noch Wolte auf dem sozialen Horizonte Englands zusammenballte. niemals versucht worden war; ja es wurde sogar ein Alderman, hatte Fusangel dann noch einige mysteriöse Andeutungen Sämmtliche mit dem Schiffsgewerbe zusammenhängenden kapita- der an der Reihe war, Lord- Mayor zu werden, vor ca. fünf gemacht, daß dieses Mitglied des Staatsraths, Geheimer listischen Interessen begannen sich zu organisiren und die bereits Jahren lediglich deshalb nicht gewählt, weil er bei einer etwas Stomuuerzienrath und Ehrenbürger von Bochum, Seelens beſtehenden Berbände schloffen sich einem Zentralverbande an, zweifelhaften Gesellschaft bethetligt gewesen war, ein Uebergehen, freund von Bismarck, Stüße von Staat und Gesellschaft, der in sämmtlichen Häfen seine Zweige etablirte. Diese all welches damals das größte Aufsehen erregte. Sir Henry hatte gemeine kapitalistische Organisation gab sich den Namen Shipping es nun sehr eilig, Geld in seinen Beutel zu thun, er betheiligte nicht recht zwischen Mein und Dein unterscheiden könne; fich bei mehreren inzwischen bereits verkrachten Bergwerks- Unter- welches freilich für einen so überzeugten Vertreter des " 1 weniger zu fürchten. Federation. Neben diesen Kämpfen der Arbeiter laufen allerhand anIn dem Staate Dänemark auf den er ei r= r= en e, en e= an 18 te nt er zu rs ch, m te, er Ste en er ter F8 cen als ng ng nd Be Cen in cen an ice es= zan ene ebe uf en, die gen per Des ter and er= fich be gen nen Jn= ren iche ber Den, der och Ciel ring ber ter den tere cauf ein, effe ein nen 8 es ant hem Be thn der pulft ende gen, nber urch und tgte. ein das e es gung sher ird." zeit. mus er mit des mit iſt be daß mer brig Staat tern lich zu ziell ngen mer elen haft, nne; без kürzlich vom Papst kanonisirten Eigenthums etwas denklich ist. Herr Baare fühlte sich nicht ganz wohl bei der Sache und hielt es für das Beste, diese Anklagen mit stillschweigender Verachtung zu beantworten. Was will denn schließlich so ein lausiger Journalist bedeuten! Das Eigenthum ist heilig, wenn es auch Diebstahl ist, und zwar nach dem Strafgesetzbuche Diebstahl; und von seiner reinen Höhe herab singt er: Und weiter: be- seiner Behauptungen anführt, und dafür, daß es sich um offiziell| 12 Jahren an dem Cours der Aktien von 290 pt. bis betriebene und anerkannte Hantirungen gehandelt habe, weist er 115 pet.= 175 pGt. verloren und dann werden diesich Generationen von Arbeitern, da ja das Arbeiterheer beständig ſelben Aktionäre jetzt das ſtrupellose Verfahren des auf die lange Dauer der Fälschungen hin wechselt, an diesen Geschichten betheiligt haben. Herrn Baare zum zweiten Male an ihrem eigenen Leibe Fusangel selbst schreibt: erfahren. Denn, es steht wohl ziemlich fest, daß die Die Stempel werden gewerbsmäßig angefertigt. Bom Jahre Aktionäre für die Materialfälschungen der Leiter auf 1875 bis 1891 iſt fortwährend ein Graveur angestellt, der im Jahr und Tag hinaus nicht nur eine Dividende nicht Bedarfsfalle falsche Stempel verfertigt, nach Abdrücken, welche ihm von seinen Vorgesetzten zu diesem Zwecke übermittelt werden. erhalten werden, sondern daß nunmehr in Folge der Diese Aufträge werden, wie ein in meinem Besitze befindliches famosen und spaßhaften Anwendung der doppelten Buch, Odi profanum vulgus et arceo. Favete linguis." Lohnbuch aus dem Jahre 1879 beweist, mit Kommissionsnummern führung des Herrn Baare der" Reservefonds" heranbersehen eingetragen; von dem Werkstättenschreiber wird dies ( Deutsch:" Zum Geier mit dem Back, haltes Maul!") 3ohnbuch auf seine Richtigkeit geprüft, und die für die Anfertigung gezogen werden wird. Ja, noch mehr. Herr Baare hat Was rührte Herrn Baare ein Fußangel! falscher Stempel geforderten Entlohnungen werden anstandslos sich auf diesen stolzen und widersinnig hineingeschmuggelten Aber die Aktionäre waren weniger erhaben. Der bewilligt, ein Beweis dafür, daß es sich keineswegs um heimliche Reservefonds von 7 Millionen nicht wenig eingebildet, Skandal erschien ihnen zu arg, und sie zwangen Herrn Machenschaften einzelner Arbeiter oder Meister, sondern um er hat bereits den älteren Reservefonds von 3 Millionen den wirklichen echten Reserveschah, weil aus dem VeBaare, Fusangel zu verklagen, um sich von den Be- offiziell betriebene und anerkannte Hantirungen handelt. trieb erspart schuldigungen zu reinigen. für sein leichtfertiges Filialengagement Was wollen aber die widerrechtlichen Vermögensvortheile bedeuten gegenüber den Fährlichkeiten, welchen eine über alle in Savona verausgabt, das bekanntlich Verluste in dieser Schranken rücksichtslos hinwegseßende Profitwuth das reisende Höhe erbracht hat. Herr Baare hat es demnach fertigBublikum aussetzt! Wie viele Eisenbahnunfälle im In- und gebracht, eines unserer blühendsten Industrie- Unternehmen Auslande, deren Ursachen niemals aufgedeckt werden konnten, zu vernichten. Und, wie nachgewiesen, zum großen Theil müssen vielleicht auf die Leichtfertigkeit zurückgeführt werden, welcher die Leitung des Bochumer Vereins minderwerthige durch seine logisch falsche, gesetzlich leider gestattete, Schienen und Achsen den Eisenbahnverwaltungen aufgehängt hat. Buchung. Wenn der Staat jetzt den Verein regreßWenn ein Kerl auf der Landstraße einen Menschen pflichtig macht, so geht der neue 7 Millionen Reservetodtschlägt, um ihm sein Geld zu nehmen, so nennt man das fonds in alle Winde, der alte von 3 Millionen ist schon einen Raubmord, und der betreffende arme Teufel wird hin- gleich dem Stern des Doria in die Unterwelt ins gerichtet. Was will man mit einer Bestie machen, welche Ausland gewandert und das Bergwerk Hasenwinkel faltblütig vielleicht Tausende von Menschenleben geopfert steht nun mit einer wahnsinnigen Summe zu Buche. hat des Profits wegen? Natürlich wird ja die Unter- Man braucht von einem Generaldirektor und dessen suchung ergeben, daß es Herr Baare„ nicht gewesen ist", Unterdirektoren schließlich nicht zu verlangen, daß sie sondern irgend eine untergeordnete Persönlichkeit. Herrn doppelte Buchführung verstehen, aber man darf doch Baare meinen wir also auch nicht mit der„ Bestie"; wir verlangen, daß sie dann einen Buchhalter für 1200 Mt. Gehalt anstellen, der sie auf das Verwerfliche ihrer meinen nur die betreffende Persönlichkeit. Zunächst wurde nun sofort festgestellt, daß Herr Baare höchstens ein Drittel seines Eintommens versteuert hat. Die anderen zwei Drittel hat er skrupellos in die Tasche gesteckt. Geld ist eine 11 schöne Sache" meint er, und„ es stinkt nicht." Andere Leute thun zwar im Grunde dasselbe, und lassen andere Leute für sich bezahlen. Aber die machen das mit Hilfe der bekannten Klinke der Gesetzgebung. In diesem Fall ist aber die Klinke nicht in Thätigkeit gefeßt. Uebrigens ist diese Praxis natürlich allgemein bei unseren bürgerlichen Ehrenmännern, bloß daß nicht Jeder dabei hineinfällt. Bum zweiten ist festgestellt worden, daß ein Jahr lang in dem Bochumer Gußstahlverein absichtlich zur Irreführung der Steuereinschäßung doppelte Listen über die Gehälter der einzelnen Beamten geführt worden sind. In einer dieser Listen war das Gehalt mit 2/3, in der anderen mit 1/3 angegeben. Auf deutsch nennt man das _? " Verschiedenes. 1 Daß die sogenannten bürgerlichen Klassen in allen Kulturzum Auf der Hörder Hütte und den Stahlwerken zu Os- Buchhaltungsleitung aufmerksam machen könnte. Oder nabrück sind bekanntlich vor einigen Jahren ähnliche Vorgänge sollte Herr Baare doch Kenntniß von seiner Handlungszur öffentlichen Kenntniß gelangt. Einige untergeordnete weise gehabt haben und gerade deshalb mehrere Millionen Drittens aber ist eine Betrügerei zu Tage ge- Persönlichkeiten wurden damals streng bestraft, während die Mark seiner Bochumer Attien wohlweislich an der Börse kommen, wie sie ruchloser gar nicht gedacht werden kann. Leiter der Werke frei ausgingen. Die Gerichte hatten es gefirt( d. h. vorverkauft um sie in dem spätereu TohuDenn hier handelt es sich nicht nur blos darum, daß damals nur mit einzelnen Fällen zu thun, und man wabohu für ein Butterbrod zurückzuerstehen) haben??? andern Leuten das Geld aus der Tasche gestohlen ist, fonnte ja sagen, daß einige Arbeiter und Meister, um Der Konner zwischen der Wirthschaftspolitik des Fürsten resp. ihnen das nicht gegeben ist, was sie zu beanspruchen die Nachtheile nachlässiger Arbeit zu beseitigen, eine Bismarck( Fideikommißstempel, Welfenfonds 2c.) und der hatten, sondern hier ist auch mit dem Leben von Menschen Anzahl minderwerthiger Schienen oder fragwürdiger unverfrorenen Gebahrung des Ehrenbürgers von Bochum in der frevelhaftesten und verbrecherischsten Weise gespielt. Lokomotivachsen mit falschen Stempeln versehen unter liegt ziemlich klar. Und solche Leute sind die Der Rechtsanwalt Fusangels erklärte: den besseren Fabrikaten verschwinden ließen. Beim Träger von Kultur und Moral im schönen Deutschland! „ Ich stelle hiermit unter Beweis, daß auf Bochumer Verein zieht diese Ausrede nicht mehr. dem Bochumer Verein seit 16 Jahren Stempel Die Erklärung des Herrn Baare ist klassich: Das fälschungen allerschlimmster Art zu Gunsten des machen sie Alle, und außerdem sei er oft vier Bochumer Vereins und zu Ungunsten in- und Wochen lang nicht in das Etablissement gegangen ausländischer Eisenbahnverwaltungen betrieben und könne daher nicht verantwortlich gemacht werden für ländern heutzutage die Macht in Händen haben, daß die worden und zwar in der Weise, daß systematisch die betrügerischen Vorgänge des Bochumer Vereins. Wir Kapitalmacht in ihrem Interesse Kriege anzetteln und (!!) die Staatsstempel des Revisors nachgemacht wollen ihm das glauben, obwohl es uns sehr schwer in die Länge ziehen kann, dafür ist der Bürgerkrieg in Chili und nach der Schienenabnahme die untauglich wird angesichts der Thatsache, daß Herr Geh. Kommer- ein Beweis. befundenen Schienen des Bochumer Vereins zienrath Baare seit einiger Zeit ein Baiffeengagement Gegenfäße, die sich zwischen dem Präsidenten Joſe Maniel Den äußeren Anlaß der Unruhen bildeten die persönlichen mit dem inzwischen angefertigten falschen von mehreren Millionen Mark an der Berliner Börse Balmaceda und der Majorität des Kongresses ausgebildet hatten. Stempel abgestempelt wurden. Und dies ist, unterhält, allein bei einem Privatbankier in der Oranien- Der wirkliche Anlaß aber war das Bestreben von wie ich behaupte, mit Wissen Baares geschehen. burgerstraße*) von ca. 4 Millionen Mark. Mit solchen Kapitalisten, sich die Herrschaft über die chilenischen Wir geben die genauere Schilderung nach dem Bericht Summen auf den Rückgang der Aktien seines eigenen Salpeterlager anzueignen. Chilifalpeter bildet den be deutendsten Ausfuhrartikel Chili's, und die ganze Welt ist mit des„ Berl. Tagebl.": Instituts zu spekuliren, dazu muß man doch mindestens ihrem Bedarf an demselben auf die Produktion jenes Landes Der Bochumer Verein, eines der größten deutschen Stahl- einige Kenntniß von den Vorgängen innerhalb der Ge- angewiesen. Englische Kapitalisten, besonders der sogenannte werke, fertigt namentlich Schienen, Lokomotivachsen, Herzstücke, sellschaft haben.( Wird Herr Baare übrigens den nach Salpeter- König" Colonel North, versuchten, die SalpeterRäder, Bandagen an, die von inländischen und ausländischen Eisenbahnen bezogen werden. Selbstverüändlich muß die Eisen- Hunderttausenden zählenden Gewinn bei dieser Operation produktion Chilis unter ihre Kontrolle zu bringen, um so durch die bekannten kapitalistischen Mittel Einschränkung der Produktion u. s. m. bahnbehörde sich über die gute und vorschriftsmäßige Qualität auch der Steuer entziehen?) die Preise des Salpeters künstlich in die der Lieferungen derartig vergewisseru, daß sie die Garantie für Eine sehr interessante Geschichte, die bis jetzt noch Höhe zu treiben und Millionen aus ihrem Monopol herausdie Güte der Schienen besitzt, um so mehr, als ja von diesem gesetzte Interessen und Balmaceda bestrebte sich, den Vortheil guten Material die Sicherheit des Eisenbahnbetriebes mit ab- nicht in dem Prozeß vorgekommen ist, können wir dem zuschlagen. Die chilenische Regierung hatte natürlich entgegenhängt; bekanntlich kann eine einzige schlechte Schiene Ver- Rechtsanwalt Kohn noch für eventuelle Verwerthung aus der Salpeterproduktion in die Tasche der chilenischen Reanlaffung zu Eisenbahnunfällen und namenlosem Unglüd mittheilen: die sonderbare Buchung des Aktien- gierung resp. in die eigenen Taschen zu leiten. Englisches geben. Die Abnahme der Schienen c. geschieht nun unter be- Kapitals. Im Buchen ist Herr Baare ja ohnehin start. Stapital schürte die Opposition in der Stammer, bis es m Die Abnahme der Schienen c. geschieht nun unter besonderen Bedingungen durch einen Revisor. Dieser sieht jede Wir drücken uns absichtlich so mild aus, denn, da das Bürgerkrieg tam. Englisches Kapital unterstützte die Aufeinzelne Schiene auf ihre gute Qualität an, weist die fehlerhaften Gesez solche Manipulationen gestattet, dürfen wir eine ständischen, wie daraus ersichtlich ist, daß die Führer der Schiffe der chilenischen Insurgenten ihre Zahlungen in Wechseln machen, ( geflicten und genieteten) zurück und versieht die brauchbaren richtige Kritik an den Buchungen des Herrn Baare nicht die auf englischen Banken, zum Theil fogar auf Banten ausmit einem besonderen Stempel, welcher letztere sich von einem üben. Das ändert aber nichts an dem Thatbestand, aus gestellt sind, die unter der Kontrolle des vorerwähnten Salpeterfrüher zu gleichem Zwecke benutzten unterscheidet. Dieses Sicherheitsverfahren soll nun der Bochumer Verein dem die volle Leichtfertigkeit hervorgeht, mit der Herr Königs North stehen. Präsident Balmaceda's Amtstermin läuft nach fünfjährigem mit Wissen und Willen Baares durch Manipulationen illusorisch Baare mit fremdem Eigenthum umgeht. Das Aftien Regiment im September dieses Jahres ab, und da nach der gemacht haben, die strafrechtlich mit Zuchthaus geahndet kapital des Bochumer Gußstahlvereins beträgt 21 000 000 Berfassung seine Wiederwahl nicht zulässig ist, so wird mit jener Die Sache soll ungefähr folgenden Hergang gehabt haben. Mark. Davon sind 15 Millionen älteres Kapital und Beit der Präsidentensitz frei. Da sich der Aufstand angeblich nur Der Revisor wurde ins Schienenlager geführt, die Schienen 6 Millionen Mark erst neuerdings, vor ca. Jahresfrist gegen Balmaceda's Person richtet, so würde damit auch das wurden von ihm besichtigt und die brauchbaren an der Kopfseite zum Zwecke des Erwerbs der Zeche Hasenwinkel und der Weiterführen des Kampfes hinfällig. Aber der Krieg zerstört mit dem Stempel versehen. Während ein Arbeiter in Gegen Aktien der Stahlindustrie ausgegeben. Da damals die und erzeugt in seinem Verlaufe Waarenabsatz, welcher einen nicht blos Menschenleben, er zerstört noch viel mehr Eigenthum wart des Revisors die Abstempelung besorgte, wurde, immer nach Konjunktur für Bergwerke noch auf dem Höhepunkt stand, schönen Dollar Profit in die kapitalistischen Taschen leitet. Fusangel, die Aufmerksamkeit des Beamten für kurze Zeit abgelenkt, die aber genügend war, um den Stempel in ein besonders so konnte Herr Baare diese 6 Millionen Aftien mit There is money in it" und New- Yorker Kapitalisten werden borräthig gehaltenes Stück Blei zu drücken. Dieser Abdruck einem Agio von 120 pCt., gleich 7 200 000 Mark, den ganz offen beschuldigt, daß sie auf künstliche Weise die chilenischen Stämpfe verlängern, um ihre Lieferungen an die beiden feindwanderte in eine besondere Gravirungsanstalt auf dem Bochumer armen Aftionären anschmieren. Damit hätte man sich lichen Parteien fortsetzen und den daraus refultirenden Profit, Verein und wurde dort innerhalb weniger Stunden genau nach nun begnügen sollen. Allein, das schien den Herren der sich natürlich auf Millionen beläuft, einstecken zu können, geahmt. Wenn der Revisor fort war, wurden die schlechten Schienen mit dem nachgeahmten Stempel versehen und als gute noch nicht genug. Sie legten dieses Agio von 7 200 000 und daß die chilenische Revolution längst beendigt wäre, hätten weggeschickt. Dagegen wurde von den vom Revisor gestempelten Mark in den Reservefonds. Der Reservefonds hat nun nicht die New- Yorker Handelsfirmen W. R. Grace u. Co., Hanover Square und Charles R. Flint u. Co., Pearlstraße, Schienen der Stempel abgefeilt und diese guten Schienen aber den Zweck, den Gesellschaften in schlechten Zeiten ihre Hände im Spiel. Die eine dieser Firmen steht auf Seite wurden in den nächsten Tagen dem Revisor wieder vorgelegt, einen Rückhalt zu bieten und etwaige Betriebsverluste der Insurgenten und versteht diese mit allem möglichen Striegsder dieselben in gutem Glauben wieder abstempelte. So konnte es kommen, daß allerdings der Revisor so und so viele Male daraus zu decken. Daher ist es einfach eine unverant- bedarf, die andere auf Seite Balmaceda's und leistet diesem immer dieselben Schienen abnahm. In ähnlicher Weise soll auch wortliche Buchung gewesen, wenn man diese 7 200 000 biefelben Dienste. Als Sicherheit für ihre Lieferungen soll einer mit Herzstücken, Bandagen, Achsen verfahren sein. Außerdem Mark in den Reservefonds that und nicht zu den Aftivis. der Firmen die Ausbeutung eines bedeutenden Salpeterwerkes in Chili zugesichert sein. aber will Fusangel nachweisen, daß auch bezüglich der seitens Wenn Jemand zur Zeit einer überschraubten Konjunktur Die betreffenden Firmeninhaber leugnen natürlich, aber es der Eisenbahnverwaltungen getroffenen Vorsichtsmaßregeln, um nicht blos fehlerfreies, sondern auch widerstandsfähiges Fabrikat ein Werthobjekt zu einem Preise kauft, der heller Wahn ist Thatsache, daß erst vor wenigen Tagen wieder der United zu erhalten, bei dem Zerreißverfahren ähnliche Wachenschaften sinn ist und der nur gezahlt werden kann, wenn alle States und Brazil Mail Line 350 Kisten mit Gewehre und vorgekommen seien. Für die Berreißung sollen besondere vor Welt sich in einem Rausch befindet und alles doppelt so 75 000 Badete mit Patronen von Flint u. Co. nach Süd- Amerika zügliche Blöcke vorräthig gehalten und benutzt worden sein, die hoch bewerthet als in normaler Zeit, so darf es doch verschickt worden sind. Es wird sogar gemunkelt, daß man die Jtata" habe entnatürlich die Probe bestanden, worauf dann eine ähnliche Stempelschmuggelet stattgefunden habe. Für die behaupteten Thatsachen nicht willkürlich den kleineren Theil des Ankaufspreises wischen lassen, weil der Sekretär der„ Ber. St.", Blaine, führt Fusangel eine ganze Reihe von Zeugen an. Noch mehr, nur als Aftivum buchen und den größeren als„ Reserve". mit der Firma, welche die Waffen liefere, welche auf er behauptet, daß in einzelnen Fällen eine Entdeckung seitens Herr Baare zahlte s. 3t. 11 Million Mark für ge- jenem Dampfer verladen wurden, befreundet ist. Der des Revisors stattgefunden habe, daß dann aber die Schuld auf nannte Zeche Hasenwinkel resp. die Aktien der Stahl- Dampfer" Charleston", welcher angeblich zur Verfolgung der Den Arbeiter geschoben worden sei, den man auch vom„ Bochumer tata" abgeschickt wurde, ist in dem mexikanischen Hafen Verein" entlassen, sehr bald aber wieder aufgenommen habe, wie Induſtrie, einen Preis, den nie Jemand dafür wieder Acapulco angekommen. Die„ Itata" hat er natürlich nicht geder Vertheidiger sich ausgedrückt, er sei zu einem Hüttenthor zahlen wird, und bucht gleichwohl nur ca. 53/4 Millionen funden. Jetzt hat er auch keine oder nur sehr wenig Kohlen hinaus-, zum andern wieder hineingegangen. Mark von dieser Summe als Attienkapital, die anderen mehr und wird sich wahrscheinlich nicht sehr beeilen, sie zu beDaß diese Machination zur Kenntniß Baares gekommen sein ca. 7,2 Millionen als Reserve. Die Aktionäre sind da- tommen. Inzwischen segelt die" Itata" mit der Ladung von müssen, resp. daß dieselben mit seinem Wissen und Willen ge durch doppelt geschädigt. Einmal haben sie innerhalb Gewehren und Munition, welche Grace u. Co. in New- York gewerden. schungen, daraus, daß die Stempel gewerbsmäßig angefertigt wurden. Außer vielen Einzelheiten, die er zur Unterstützung *) Paul Merling. 99 rechts ist Genüge geschehen und Grace und Co. werden wahrscheinlich ein gutes Geschäft machen. - Wie die amtliche Statistische Monatsschrift" mittheilt, werden allgemein mit Entlassung bestraft, und da die Arbeiter| nach Greifswald, als Erlös nahm er 7 Mark heim. Es ist vorwurden in den vier Jahren 1886 1889 in Desterreich bei ihrer gedrückten Lage nicht fort können, müssen sie aus- gekommen, daß das Wall Heringe mit einundeinhalb Pfennig 42 756 Realitäten zwangsweise versteigert. Bei 23,8 pCt. harren, weil Entlassung soviel wie Existenzlosigkeit für sie bedeutet. bezahlt ist, fünf bis zehn Pfennig ist nun seit Wochen Durchüberstieg der exekutive Kaufschillig nicht den Betrag von- Passende Stellung für einen Lehrer. In dem schnittspreis. Und selbst zu diesen Preisen ist die Waare kaum 200 Gulden, bei 41 pet. stieg er bis 1000 Gulden, bet 32,2 pCt. Sereisblatt für den Kreis Anklam( Preußen) findet sich wörtlich noch abzusetzen. Vor einigen Tagen wurden zwei große Fuhren bis 10 000 Gulden, nur bei 3 pt. stieg er über 10 000 Gulden, folgende Bekanntmachung:„ Als Feldhüter für den Feldschutz Heringe aufs Feld als Dünger gefahren, weil sie überhaupt nicht bei 0,1 pct. über 100 000 Gulden. Mit 97 pCt. ist also der des Gutsbezirks Stolpe und Neuhof ist der emeritirte Lehrer zu verwerthen waren." Bu gleicher Zeit, wo man schrieb, daß die Heringe nicht zu ( ländliche und städtische) kleine mittlere Grundbesitz Otto Bartel von mir bestätigt worden. Anklam, den 27. Juni verwerthen find, leiden ungezählte Tausende in Deutschland an diesen Zwangsverkäufen betheiligt. 1890. Der Landrath: v. Somniz." Bur Lage der Landarbeiter. Der konservative Ab- Unsere Väter und Großväter lehrten uns noch: Kind, thatsächlich Hunger. Die Fischer lösen kaum so viel für die eingeordnete Graf Holstein besitzt zwei Güter; das Gut Water- wenn du ein Stück Brod wegwirfft, begehst du eine Sünde. gefangenen Heringe, um die Kosten für die Abnützung des Geneverstorf umfaßt einen Flächeninhalt von 4500 Morgen, hier- Der Grundgedanke dieses tiefsittlichen Lehrsages ist kein anderer schirres decken zu können. Für die Fischer ist der reiche Heringsvon fallen auf den unter seiner engeren Verwaltung stehenden als der, daß sich mit dem weggeworfenen Stück Brod möglicher fang ein Fluch und auch die konsumirende Bevölkerung darf an Haupthof 2000 Morgen, auf einen verpachteten Hof 1000 Morgen, Weise ein Zweiter seinen Hunger stillen könnte. Sind Heringe diesem Segen der Natur nicht partizipiren. Und damit die armen auf 11 Bauern à 120 gleich 1320 Morgen, auf 60-70 Arbeiter etwa feine Nahrungsmittel, kein Brod für die Menschen? In Fischer an den Gestaden der Ostsee ja daran glauben, daß wir à% Morgen Garten- und 1½ Morgen Wiesenland gleich dem Küchenzettel der Bevölkerung von Norddeutschland spielt trotz alledem in der„ besten der Welten" leben und daß eine 121 Morgen. Der Haupthof beschäftigt im Sommer ca. 50, der Hering eine große Rolle. Und doch verwendet man dieses andere Wirthschaftsordnung, als die gegenwärtige, überhaupt nicht im Winter ca. 30 Arbeiter, der Pächterhof 30 und 18 Arbeiter, Nahrungsmittel als Düngmittel, damit nur die reichen Fisch möglich ist, wird ihnen ad oculos bewiesen, daß sie gar keine die übrigen finden im Forstwesen und Flickhandwerk ihre Be- händler ihre alten Preise und damit ihre großen Profite auf- Nahrungsmittel, sondern nur Dünger mit ihren Netzen aus den schäftigung. Die Arbeitszeit ist im Sommer von 6-6 Uhr, mit rechterhalten können. Nach altväterischer Auffassung ist dieses Fluthen des Meeres heraufgezogen haben. Die Proletarisirung der gebildeten Klassen. Wie ½ Stunde Frühstück und 1 Stunde Mittagspause, im Winter eine große wirthschaftliche Sünde, doch die Gegenwart ist in von Tag zu Tag. Der Tagelohn beträgt von März bis Ok- moralischer Beziehung nicht mehr so feinfühlig; sie findet im bei denjenigen Arbeitern, die nur körperlich angestrengt werden, tober 90 Bf., vom Oktober bis März 75 Pf.; im Sommerhalb- Gegentheil die Sache ganz in der Ordnung, wenn Nahrungs- ein Ueberangebot von Kräften sich geltend macht, trotzdem jahr wird während 6 Wochen( Erntezeit) 1,20 Mt. bezahlt; in mittel im Interesse des dreimalheiligen Profites in Düngmittel Millionen Menschen noch mit Waaren, also mit Arbeitsprodieser Zeit wird den Arbeitern die Miethe von 27,90 Mt. ab- umgewandelt werden. Nachstehende Notiz wird von vielen dukten versorgt werden müßten, so ist auch auf dem Gebiete der gezogen, und zwar in der Weise, daß der Mann 12 Tage Blättern des Aus- und Inlandes ohne jedwede Bemerkung gebracht: geistigen Produktion ein Ueberangebot vorhanden, obwohl die Beà 1,20 m. und die Frau 15 Tage à 90 Pf. zur befohlenen Zeit Heringe im Ueberfluß. So zahlreich wie in diesem Früh- dürfnisse noch gesteigert werden könnten. Augenblicklich wird von umsonst arbeiten müssen. Kleinere Vergehen, wie Kümmel- jahr sind die Heringe seit Jahren nicht mehr an die Ostsee- der Deutschen Bauzeitung" ein Warnungsruf veröffentlicht, der trinken, Zuspätkommen zur Arbeit und dergleichen bestraft der füfte gekommen. Bis in die kleinsten Buchten der dänischen die Proletarisirung der Regierungs- Baumeister antündet. Denn Graf mit Wohnungswechsel, indem er dem Arbeiter einen Wied sind sie vorgedrungen und in solchen Mengen, daß, nach was bedeutet es anders als Proletaristrung, wenn nach einer weiteren Weg zur Arbeit schafft. Als Schiedsrichter fungirt der Greifswalder Blättern, Wiecker- Fischer kürzlich in der Nähe der Berechnung der Deutschen Bauzeitung" sich für die jüngsten Bächter. Die zwei gleichen Schulen, welche der Graf erhält, Wiecker Bade- Anstalt mit einem Zuge mit dem großen Garn un- Anwärter unter den Technikern eine theoretische Wartezeit bis haben à 70 Kinder( nur Bauern- und Arbeiterkinder). Beide gefähr 800 Wall, also rund 6400 Heringe fangen konnten. zum Bau- Inspektor bei der Eisenbahnverwaltung von 15, beim Lehrer find nahe an 70 Jahre alt und wünschen ihre Ent- Ueberhaupt ist der Fang schon seit vielen Wochen ein außer Hochbau von 14 und beim Wasserbau von 23 Jahren ergiebt? lassung. Von dem ermächtigten Abzug der Beisteuer zur In- ordentlich reicher, für die Fischer ein zu reicher, weil die Preise in der Zwischenzeit können die armen Teufel von Anwärtern" validitäts- und Altersversicherung macht der Graf pünktlich Ge- in Folge des massenhaften Angebots so niedrig geworden sind, hungern! Vielleicht lernt dann doch der Eine oder der Andere brauch; wöchentlich sind es 10 Pf. Alle umliegenden Güter daß die Fischer kaum die Abnügungskosten des Geschirres aus begreifen, daß die geistig wie körperlich arbeitenden Proletarier haben freiwillig den Tagelohn um 20 Pf. erhöht, wozu der dem Erlös für den Fang decken können. Ein Mönch, guter das gemeinsame Bestreben haben müssen, eine WirthschaftsordGraf fich nicht veranlaßt fühlt. Alle sozialistischen Umtriebe Fischer, kam vor einigen Tagen mit einem Fange von 800 Wall nung herzustellen, in der das Recht auf Arbeit gesichert ist. Fachverein der Tischler. Ensdad( s Am Montag, den 15. Junt, findet das XI. Stiftungs- Fest des Vereins in der Neuen Welt", Hasenhaide, statt. Konzert, Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. Auftreten des gesammten Künstler- Personals. Sommernachts- Ball im Bal champêtre. Großes Brillant- Feuerwerk. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Jedes Kind erhält am Eingang eine Stocklaterne gratis. Abends Fackelzug. Programms gratis an der Kontrole. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Billets à 30 Bfg. sind auf allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren zu haben: Apelt, Sebastianstr. 27128; Gloce, Lauftgerstr. 52, 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 78( Arbeitsnachweis der Tischler); Mende, Wienerstr. 37, v. 2 Tr.; Monien, Kreuzbergstr. 9, Quergeb. 3 Tr.; Schulz, Brizerstr. 42, v. 4 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9, v. 4 Tr.; Haberland, Reichenbergerstr. 161, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambow, Dieffenbachstr. 70, b. 2 Tr., bei Mehnke; Potengowski, Zossenerstr. 40, Hof part.; Witte, Invalidenstr. 21, v. 2 Tr.; Lenz, Dieffenbachstr. 67, v. 1 Tr. bet Walther; Rede, Frobenstr. 18, Hof 3 Tr. bet Schirmer; Boian, Wienerstraße 30, v. 4 Tr.; Brose, Rirdorf, Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 Tr.; Häusler, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstr. 89, 3 Tr.; Hein( Neu- Weißensee), Charlottenstr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof 1. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerstr. 40; Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18; Klawitter, Oppelnerstr. 16, 3 Tr.; J. Conrad, Bärwaldstr. 58, Quergeb. 2 Tr.; Hinz, Bärwaldstr. 8, H. l. 4 Tr.; R. Kuhn, Admiralstr. 37, v. 4 Tr. bei Sieg; D. Klein, Kottbufer Damm 14; Wilschke, Junkerstr. 1; Rertau, Jahnstr. 8; G. Schulz, Admiralstr. 40; Mews, Mariannenstr. 13, v. 4 Tr.; Georgi, Simonstr. 22, v. 4 Tr.; Zeige, Sorauerstr. 4, v. 1 Tr. Der Vorstand. " Verein der Sattler und Fachgenossen. TESOTHE Versammlung am Sonnabend, den 13. Juni 1891, Abends 8, Uhr, im Lokale Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. Tages- Ordnung: 1. Das Arbeiterschutzgesetz vor dem deutschen Reichstag, und welchen Werth hat dasselbe für den Arbeiter? Referent: Genosse Link. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Billets zum Wasser- Corso. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Hierzu ladet ein Sonnabend, den 18. Juli: Großer italienischer Wasser- Corso im Müggel- See verbunden mit Sommernachts Ball in der Borussia- Brauerei in Nieder- Schönweide. Fahrscheine für Herren 1 Mt. inkl. Tanz, Damen 75 Pfg. find in der Versammlung, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Allen Freunden und Parteigeno en empfehle mein Herren- Garderobe- Geschäft verbunden mit großem Lager von in- und ausländischen Stoffen Franz Trunz, Belle- Alliance- Platz 6a. zu soliden Preisen. Allen Freunden und Genossen empfehle mein reichhaltiges Lager von Die Kolportage- Buchhandlung von H. Winner, Iserlohn, Ohl 19, Cigarren, eigenes Fabrikat liefert auf Berlangen alle literarischen Werke, Tabak und Cigaretten. welche von Mar Schippel- Berlin( Berliner Arbeiter- Bibliothek), J. H. W. Diez- Stutt gart und vom Verlag des Vorwärts" herausgegeben werden. Empfehle den Genossen Skalikerstr. 41, nahe d. Laufizer Platz. gleichzeitig die Bilder:" Triumph der Arbeit" J. Ulbrich, und Karl Mary", sowie in kleinerem Format: Cigarren eigener Fabrik Ferd. Caffalle, Geib, Brade, Kräder, Reinders, von Heinr. Bräuer, Reichenbergerstr. 143. Freunden und Genossen bestens empfohlen. Die Administration der Familien- Bibliothek für das arbeitende Volt, illustrirtes sozialdem. Journal, sucht Kolporteure für Deutschland. Brobehefte gratis und franto. Bedeutender Rabatt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den sechsten Berliner Administration der Familienbibliothek. Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Dienstag, den 16. Juni 1891, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Knebel, Badstraße 58. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Wilhelm Werner über:„ Ferdinand Laffalle." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Maler, Austreicher u. Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, im„ Moabiter Schützenhaus"( Illges), Wilsnackerstraße 63. Tages- Ordnung: 1. Lohnstatistit.( Referent: Kollege J. Hohlwegler.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Junkerstrasse 1. I E. M. Wilschke, Katzbachstr.( Ede der Yorkſtr.) Cigarren u. Tabacke, Pfeifen u. Cigarrenspitzen, alle Sorten Eigarretten. VII Kaiserstraße Wien Nr. 117. Allen Parteigenossen empfehle blane Jacken, Blousen und Arbeitshofen zu enorm billigen Preisen Gustav Weihrauch For i. L., Karlstraße 3. Cigarren u. Cigaretten Hamburger Shag u. swaten Krusen. W. Schweitzer, Rixdorf, Hermannstr. 153. Empfehle mein Weiß- und Bairischbier- Lokal 0. Witzke, Stalizzerstr. 61. Allen Parteigenden empfehle meine Destillation nebst Bier- Lokal O. Zabel Frankfurter Allee 90, Ecke Möglinerstraße. Meerschaum-, u. Bernstein- u. Elfenbeinwaaren. Spezialität: Portraits bewährter sozialistischer Führer, Cigarrenspihen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manchettenknöpfen, Stöcken und Brochen. en detail. en gros. B. Günzel Zahlstelle der„ Volksbühne", der Bildungsschule und des Wahlvereins. Brunnenstraße 157, am Rosenthaler Thor. Kaiser, Hasenclever u. A. HECH PENCI R.HECHT BERLIN Stempel aus Kautschuk und Metall liefert schnell und billig die Fabrik von Robert Hecht BERLIN S. 65. Oranien- Str. 55. Wiederverkäufern hohen Rabatt. 99 Bestellungen auf die Berliner VolksTribüne" nimmt für Jierlohn und Umgegend entgegen H. Winner, Iserlohn, Ohl 19. Den Parteigenossen empfehle beim Besuch von Friedrichsfelde mein Sigarren- und Tabakgeschäft. W.Baum, Friedrichsfelde, Brinzen- Allee 15. Kranzbinderei n. Blumenhandlg. von J. Meyer Berlin S0., Wienerstraße 1, ( in der Ecke bei der Manteuffelstraße). Bekannte Preise. Auch Versandt. Pünktlich und gut. Fernsprecher, Amt IX, 9482. Wendt's Salon Köslinerstraße 17, früher Brandenburgstr. 33. Empfehle allen Freunden und Genossen meinen Ball- Salon. Rudolph Wendt. Cigarren- Geschäft F. Wiese Kottbuser Platz, Ecke Saaliherstraße 15 wird Qualitätsrangern in empfehlende Er innerung gebracht. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstr. 18, Ecke der Stettinerstrasse. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Verantwortlicher Redakteur: Paul Ernst, Berlin. Verleger und Drucker: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. $ 17 Uciblatt zur Nr. 24. H e i m a t h. Ihr klanimert Euch in kleinlichen Gedanken An jenes Land, wo Zufall Euch gebar, Und fühlt Euch wohl in seinen engen Schranken. Ob menschlich jemals solche Liebe war? Heil Euch!— so mögt ihr dorr Euch auch begraben, Genugsam und zufrieden, klein und klug! Doch jene, welche Blut im Herzen haben, Sie fühlen solche Grenzen nur als Fluch I Sie liebee auch die Heimath, doch ste breiten Nach außen kräftig ihre Arme aus, Und wenn sie heimwärts dann die Schritte leiten Wird ihnen zum Gefängniß nicht ihr Haus I John�Henry Mackay�(aus�„Sturm"L Gewissensqual(ÄS von August Strindberg. (Deutsch von Gustav Lichtenstein.) 4. Fortsetzung. Herr von Bleichrooen ließ seine Blicke durch den schönen Raum schweifen, um die Schreckbilder zu ver- jagen, die er hervorgerufen hatte. Sein Auge irrte und irrte umher, bis es auf der, der Apsis gegenüberliegenden Wand haften blieb. Dort hing ein kolossaler Kranz, in welchem mit Buchstaben, die aus Tannenreis zusammen- gesetzt waren, ein Wort geschrieben stand. Er buch- stabirte das französische Wort Noöl und wiederholte leise: Weihnacht. Welch ein Dichter hatte dieses Zimmer ge- dichtet? Welcher Menschenkenner, welch tiefer Geist hatte so verstanden, das schönste und reinste aller Andenken zu wecken? Muß nicht das umnachtete Gehirn jene brennende Sehnsucht nach Licht und Klarheit empfinden, wenn es sich erinnert der Feier des Lichtes, da die düsteren Tage am Schlüsse des Jahres ein Ende nehmen oder doch we- nigstens verheißen es zu thun! Muß nicht der Gedanke an die Kindheit, da kein Streit des Bekenntnisses, kein politischer Haß, kein ehrsüchtiger, eitler Traum das Rechtsgefühl eines reinen Gemüthes verdunkelt, niuß nicht dies einen Ton in der Seele anschlagen, der das Heulen der wilden Thiere überstimmt, das man später draußen im Leben vernimmt, im Kampfe nach Brot, häufiger nach Ehre! Er dachte und fragte sich: wie kann der M-nsch, der als Kind fromm ist, so schlecht werden, wenn er älter wird? Ist es die Erziehung, die Schule, jene gepriesene Blume der Kultur, die uns lehrt, schlecht zu werden? Vielleicht! Was lehren uns die ersten Lehrbücher? dachte er. Sie lehren uns, daß Gott ein Rächer ist, der die Sünden der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Geschlecht; sie lehren uns, daß diejenigen Helden sind, die Völker gegen einander reizen, die Länder und Reiche rauben; große Männer diejenigen, welchen es ge- glückt ist, Ehren zu erreichen, deren Nichtigkeit zwar alle einsehen, aber alle erstreben; Staatsmänner die, welche mit List große Ziele erreichen, nicht hohe, wo das ganze Verdienst höchstens im Mangel an Gewissen bestehen kann, das allerdings immer siegen wird im Kampfe gegen die- jenigen, welche ein Gewissen besitzen! Und damit unsere Kinder alles dies lernen sollen, legen sich die Eltern Opfer auf, entbehren, leiden Qual durch die Trennung von den Kindern! Wenn die Welt nicht ein Irrenhaus ist, dann ist auch dieser Ort nicht der vernünftigste, an dem er jemals gewesen war! Er betrachtete jetzt wiederum das einzige geschriebene Wort in der ganzen Kirche, und er buchstabirte es von Neuem; da begann in den verborgensten Winkeln seines Gedächtnisses ein Bild emporzusteigen, wie wenn der Photograph das Eisenvitriol über die graue Negativplatte spülen läßt, wenn sie der Kamera entnommen wird. Er glaubte den letzten Weihnachtsabend in Szene gesetzt zu sehen. Den letzten? Nein, da war er in Frankfurt. Also den vorletzten. Es war der erste Abend, den er im Hause seiner Braut zugebracht, denn am Tage vorher hatte er sich verlobt. Jetzt sieht er das Haus des alten Pastors, seines Schwiegervaters; er sieht den niedrigen Saal mit dem weißen Schranke, das Klavier, die Zeisige im Bauer, die Balsaminen am Fenster, das Spind mit der Silberkanne und den Tabakspfeifen, von denen einige aus Meerschaum, andere aus rothem Thon waren; und in dem Hause wirkt und schafft die Tochter und hängt Nüsse und Aepsel in die Tannenzweige. Die Tochter des Hauses! Wie ein Blitz schlägt es ein in das Dunkel seiner Seele, aber wie ein schönes, ungefährliches Wetter- leuchten im Spätsommer, das man betrachtet, ohne ein Donnern zu fürchten. Er ist verlobt, er ist verheirathet, er hat ein Weib, sein Weib, das ihn wieder an das Leben fesselt, das er früher gehaßt und verachtet. Aber wo ist sie? Er muß sie sehen, sprechen, sogleich! Er muß zu ihr fliegen, denn sonst würde er vor Ungeduld vergehen. Er eilte aus der Kirche und stieß sofort auf den Arzt, der ihn erwartet hatte, um die Wirkung des Kirchen- besuches zu beobachten. Herr von Bleichroden ergriff den Arzt bei den Schultern, sah ihm gerade in die Augen und fragte, indem ihm der Athem stockte: Merkiner II Sonnabend, den 13. Juni 1891, „Wo ist meine Frau? Führen Sie mich sogleich zu ihr! Sogleich! Wo ist sie?" „Ihre Frau und Ihre Tochter", sprach der Arzt ruhig,„erwarten Sie unten in der nie de Bourg." „Meine Tochter? Ich habe eine Tochter!" rief der Patient aus und fing zu weinen an. „Sie sind gefühlvoll, Herr von Bleichroden", meinte der Arzt lächelnd. „Jawohl, Doktor, hier muß man es werden!" „So kommen Sie denn und kleiden Sie sich zum Ausgehen an", sprach der Arzt und ergriff seinen Arm, „in einer halben Stunde sind Sie bei den Ihrigen, und da sind Sie wieder bei sich selbst!" Und sie verschwanden in den großen Flur. ** Herr von Bleichroden war ein völlig moderner Typus. Urenkel der französischen Revolution, Enkel der heiligen Allianz, ein Sohn des Jahres 1830. Zerschellt wie ein zwischen den Klippen der Revolution und Re- aktion Verunglückter. Als er mit zwanzig Jahren zu einem bewußten Leben erwachte und ihm die Schuppen von den Augen fielen, so daß er sah, in welches Lügen- netz er eingewebt war, da dünkte ihn, als ob er nun erst erwacht oder als einzig Vernünftiger, in einem Irren- hause eingesperrt gewesen wäre. Und da er nicht ein einziges Loch in der Mauer entdecken konnte, durch welches er ins Freie hätte gelangen können, ohne einem vorgestreckten Bajonett oder der Mündung eines Gewehres zu begegnen, da erfaßte ihn Verzweiflung. Er hörte auf, zu glauben, selbst an die Rettung, und warf sich in die Opiumkneipe des Pessimismus, um wenigstens den Schmerz zu betäuben, da es keine Heilung gab. Schopenhauer wurde sein Freund, und später fand er in v. Hartmann den brutalsten Verkündiger der Wahrheit, den die Welt gesehen. Aber die Gesellschaft rief ihn und verlangte, ihn irgendwo einverleibt zu sehen. Herr von Bleichroden warf sich auf die Wissenschaften und erwählte davon eine, welche die möglich geringste Berührung mit der Gegen- wart hatte: die Geologie, oder besser einen Zweig der- selben, der das Thier- und Pflanzenleben einer vergangenen Welt behandelte, die Paläontologie. Als er sich fragte: zu welchem Nutzen für die Menschheit? konnte er nur antworten: zum Nutzen für mich! Zu einem Betäubungs- mittel! Er konnte keine Zeitung lesen, ohne den Fanatis- mus wie einen dämmernden Wahnsinn emporsteigen zu fühlen, und deshalb hielt er alles, was ihn an Mitwelt und Gegenwart erinnern konnte, von sich fern; er hoffte in einer theuer erworbenen, erkämpften Stupidität seine Tage in Ruhe und unter Beibehaltung seiner Vernunft zu verbringen. Er heirathete; er vermochte den unum- stößlichen Gesetzen der Natur nicht zu entgehen. In der Gattin hatte er all das Innerliche, das er glücklich von sich gearbeitet hatte, wiederzufinden gesucht, sie wurde sein altes gefühlvolles Ich, über das er sich in stiller Ruhe freute, ohne aus seinen Forschungen herauszugehen. In ihr fand er sein Komplement, er begann sich zu sammeln, aber er fühlte auch, daß sein ganzes kommendes Leben auf zwei Eckpfeilern aufgebaut war; der eine war seine Frau; fiel dieser, dann mußte auch er und sein ganzes Gebäude zusammenstürzen. Als er nun nach kurzer Ehe von ihrer Seite gerissen wurde, war er sich nicht mehr gleich. Er glaubte ein Auge, eine Lunge, einen Arm zu entbehren, und deshalb konnte er gern zu Grunde gehen, als ihn der Schlag traf. Beim Anblick der Tochter schien etwas Neues in ihm aufzusteigen, was Herr von Bleichroden seine Natur- seele nannte, zum Unterschiede von der Gesellschastsseele, die durch Erziehung produzirt wird. Er fühlte, daß er nun an das Geschlecht gebunden war, daß er nicht sterben würde, wenn er einst die Augen schloß, sondern daß seine Seele in dem Kinde fortleben würde; mit einem Worte er begriff nun, daß seine Seele wirklich unsterblich ist, wenn auch der Körper im Kampfe chemischer Kräfte unterlag. Er fühlte sich plötzlich verpflichtet zu leben und zu hoffen. Obwohl er zeitweise noch von der Ver- zweiflung ergriffen wurde, namentlich wenn er hörte, wie seine Landsleute in dem sehr natürlichen Rausche des Sieges den glücklichen Ausgang des Krieges einzelnen Individuen zuschrieben, die von ihren Wagen aus mit Ferngläsern das Schlachtfeld betrachtet hatten, so erschien ihm sein Pessimismus doch tadelnswerth, als ein Hindernih für die Entwicklung des Neuen, und er wurde Optimist aus Pflichtgefühl. Aber er wagte nicht, in seine Heimath zurückzukehren, aus Furcht, wiederum in Muthlosigkeit zu verfallen; darum begehrte er seinen Abschied, erhob sein kleines Vermögen und ließ sich in der Schweiz nieder. ** * Es war an einem schönen, lauen Herbstabend in Vevey im Jahre 1872. Die Mittagsglocke hatte mit dem Schlage sieben in der kleinen Pension Le Cödre zum Diner geschellt, und um die lange Tafel hatten sich die Pensionäre versammelt, die sämmtlich erst mit einander bekannt geworden waren und nun auf intimem Fuße lebten, wie die Menschen zu thun pflegen, wenn sie sich auf neutralem Gebiete befinden. Herr von Bleichroden und seine Frau hatten zu Tischnachbarn jenen traurigen «Tribüne. V. Jahrgang. Franzosen, den wir von der Hospitalkirche her kennen, einen Engländer, zwei Russen, einen Deutschen mit seiner Frau, eine spanische Familie und zwei Tyrolerinnen. Das Gespräch drehte sich wie gewöhnlich ruhig, friedlich, fast gefühlvoll, bisweilen scherzend um die brennendsten Fragen, ohne jemals Feuer zu fangen. „Daß die Erde so unnatürlich schön sein könne, wie hier, hätte ich nimmer geglaubt", sagte Herr von Bleich- roden und berauschte sich mit einem Blicke, den er durch die geöffneten Verandathüren ins Freie warf. „Die Natur ist auch sonst schön genug", meinte der Deutsche,„nur glaube ich, daß unsere Augen krank ge- Wesen sind!" „Wahr", fiel der Engländer ein,„aber hier ist es doch schöner als anderwärts! Haben Sie, nicht gehört, meine Herrschaften, wie es den Barbaren erging, es waren die Alemannen oder Ungarn, glaube ich, als sie den Dent Jaman erreichten und den Lac Löman erblickten? Sie glaubten, der Himmel sei auf die Erde hinabgefallen, und wurden so erschreckt, daß sie wieder umkehrten. Aber das ist sicher auch im„Führer" zu finden!" „Ich meine", sagte der eine der Russen,„das ist die reine, lügenfreie Luft, die man hier athmet, welche be- wirkt, daß wir alles so schön finden, obwohl ich nicht leugnen will, daß dieselbe schöne Natur eine Rückwirkung auf die Sinne ausübt und diese hindert, sich in alle unsere Vorurtheile zu verstricken. Aber warten Sie nur, wenn die Erben der heiligen Allianz gestorben sein werden, wenn man den höchsten Bäumen wird die Spitze abgehauen haben, dann werden auch unsere Pflanzen wieder in vollem Sonnenschein grünen." (Fortsetzung folgt). Die schle fische Meberfrage. Ein Artikel des„Export" über die schlesische Weber- frage giebt zu weitergehenden Betrachtungen Veranlassung. Der in Frage stehende Theil des Artikels lautet folgender- maßen: Im sechszehnten Jahrhundert haben holländische Kaufleute, welche für die überseeischen Märkte billiger, leichter Leinengewebe bedurften, die massenweise Herstellung solcher im schlesischen Gebirge ins Leben gerufen. Häufiges Vorkommen guten Flachses, billige Lebensmittel und zahl- reiche Bauernfamilien, welche gern durch Weben und Spinnen in der Winterzeit trotz niedrigen Lohnes etwas verdienten, machten das schlesische Gebirge für den Zweck der Holländer besonders geeignet. Natürlich waren diese Leute im Allgemeinen nur zur Herstellung ganz gewöhn- licher grober Leinen im Stande, und nur an einer Stelle, im Hirschberger Thale, gelang es, die Weberei feinerer gazeartiger Stoffe, der sogenannten Schleier, ins Leben zu rufen. Aber für die Bekleidung der Neger in den Tropen, wozu die Leinwand in der Hauptsache verwendet wurde, war sie sehr geeignet. Eine geschickte Appretur verlieh ihr überdies ein gefälliges und über ihren inneren Werth täuschendes Gepräge. Lange Jahre hatten die Holländer den Handel in den Händen. Dann kamen, besonders während des dreißigjährigen Krieges, immer mehr Händler in Schlesien selbst auf, welche auch über die Leipziger Messe, die Hansestädte und England ihre Waaren versandten und in Spanien direkte Beziehungen anknüpften. Als Friedrich der Große Schlesien eroberte, war die Leinenindustrie das werthvollste Gut der Provinz und galt schon damals als eine der bedeutendsten Export- industrien Europas. Aber der Monarch war von der Ansicht beseelt, daß sie noch lange nicht ihre volle Ent- Wickelungsfähigkeit gezeigt habe und begann nun mit einer wahrhaft überraschenden Energie für den Fortschritt der Weberei zu sorgen. Zunächst zwang er die gesammte bäuerliche Bevölkerung, Weben und Spinnen zu lernen, und bemühte sich, sie zur Annahme besserer Werkzeuge selbst init Strafen zu bringen. Die Knechte und Mägde durften nicht heirathen, ohne den Nachweis geführt zu haben, daß sie der Weberei kundig seien. Dann zog er Hunderte von Weberfamilien aus anderen Staaten in die Provinz und bemühte sich, die lohnendere Damastweberei einzuführen. Um den Leuten die nöthige Arbeitsgelegenheit zu geben, unterstützte er die Leinenkaufleute mit erheblichen Darlehen und Privilegien aller Art, sichert.' ihren Waaren den Markt in allen preußischen Landestheilen und scheute keine Mühe und Geldaufwendungen, um durch Abschluß von Handelsverträgen und Gründung von Exportgesell- schaften die Ausfuhr zu fördern. Seine politische Kor- respondenz ist voll von Erlassen in solchen Angelegen- Helten, und bis in sein höchstes Alter hinauf lag ihm die Ausdehnung der Absatzmärkte für seine Lieblingsindustrie jeder Zeit in erster Reihe am Herzen. Im Falle von Handelskrisen oder unglücklichen Ereignissen stand er daher auch nicht an, mit den Mitteln seiner Kassen den schlesischen Webern beizuspringen, um ihnen über arbeits- lose Zeiten hinwegzuhelfen. Gleiche Sorgfalt widmete er der Verbesserung des Bleich- und Appreturverfahrens. Derartige zielbewußte und angestrengte Bemühungen konnten nicht ohne Erfolg bleiben. Die schlesische Leinen- industrie schwang sich unter Friedrich dem Großen zum ersten Exportgewerbe der Welt auf, welches allenthalben Bewunderung und Neid erregte Mit Stolz sprach man aus, daß kein Schiff das Weltmeer befahre, ohne schlesische Gewebe an Bord zu tragen. In ganz Afrika und Süd- amerika wurden diese Leinen allen anderen vorgezogen, in allen großen Hafenplätzen Europas befanden sich Lager derselben. Der jährliche Export über die schlesischen Zoll ämter allein stieg gegen Ende der Regierung des großen Königs auf mehr als 6 Millionen Thaler, eine ungeheure Summe für jene Zeiten!! Aber dieser glänzende Erfolg stachelte alle anderen Staaten zur Nacheiferung an und veranlaßt? sie zu An- ftrengungen, welche Schlesien verhängnißvoll werden mußten. Oesterreich und England besaßen ebenfalls Leinenindustrie. Aber trotz großer natürlicher Vorzüge hatte dieselbe bis dahin gegen die schlesische nicht aufzu- kommen vermocht. Beide Staaten gingen nun daran, die Ursachen dieser Erscheinung zu erforschen und zu be- seitigen. Die Folge war, daß Oesterreich die Ausfuhr seiner billigen Garne nach Schlesien, wo sie bis dahin masienweise verbraucht worden waren, hinderte und sich gegen den Import schlesischer Leinen absperrte, daß ferner England den Versand derselben über seine Häfen nach Kräften unterband, gegen den seiner eigenen Waaren be- nachtheiligte, und versuchte, die auswärtigen Märkte den Schlesiern abzuschneiden. Frankreich'„-..terstützte beide Staaten in diesen Bemühungen. Aber trotz aller An- strengungen gelang es diesen Konkurrenten im vorigen Jahrhundert nicht, ihren Zweck zu erreichen. Die irische Industrie kam auf keinen grünen Zweig, und die Oester- reicher versandten ihre Gewebe meist durch Vermittelung der schlesischen Händler, welche der Nachfrage kaum ge- nügen konnten. Da traten Ereignisse ein, welche mit einem Schlage darthaten, wie unsicher die Grundlagen waren, auf welchen die große schlesische Exportindustrie begründet war, und wie wenig ein kleiner und schwacher Staat geeignet ist, einen solchen Gewerbszweig aufrecht zu erhalten. Die französischen Revolutionskriege brachen aus. Preußen wurde in den Kampf verwickelt und verlor damit auf einmal seinen Ausfuhrhandel. Feindliche Kaper nahmen die mit seinen Leinen beladenen Schiffe weg. Zweck- und nutzlos waren seine großen Lager in den Hafenstädten. Die Hunderttausende der schlesischen Weber verloren urplötzlich alle Beschäftigung und sielen der Roth anheim. Nach wenigen Jahren begannen auch die Kauf- leute, bankerott zu werden, oder zogen sich von dem Geschäft zurück, um nicht das Erworbene zuzusetzen. England aber benützte mit eiserner Energie die Konjunktur. Auf der Stelle sperrte es seine Häsen dem Durchgang schlesischer Leinen vollständig ab, förderte die irische In- dustrie durch Prämien, bemächtigte sich mit kühner Hand der neuen Erfindung der Spinnmaschinen, führte sie in großem Maßstabe ein und schloß mit Spanien und Portugal Handelsverträge, welche ihm dort wie in den südamerikanischenKolonien unschätzbarePrivilegien sicherten. Das Mittelmeer sperrte es für andere Völker durch Förderung der Seeräubereien der Barbaresken. Kurz, als Napoleon besiegt und der Friede hergestellt war, zeigte es sich, daß die alten Märkte, deren Versorgung Schlesien seine Blüthe verdankte, ausnahmslos durch England und Irland erobert und Schlesien verschlossen waren! An den Gewinn neuer war nicht zu denken. Alle europäischen Staaten sperrten damals durch hohe Zolltarife ihre Grenzen, an der Spitze Rußland. Die Vereinigten Staaten verfolgten allerdings noch eine etwas liberalere Politik; aber dem dortigen Geschmack sagten die schlesischen Leinen nicht zu, und es fehlte den preußischen Kaufleuten auch an Kapital, um dort direkte Verbindungen anzu- knüpfen. Im Jnlande fanden die leichten, ausschließlich für den Export berechneten Leinen trotz ihrer Billigkeit ebenfalls wenig Anklang. So begann der langsame schreckliche Todeskampf der einst so großen Industrie. Die Beamtenwelt war sehr ungehalten über die plötzlich entstehende Aufgabe, der sie rathlos gegenüberstand; das Publikum wunderte sich, wie denn ein so großer Industrie- zweig plötzlich so in Roth gerathen könne. Die national- ökonomische Theorie erklärte sich wider jedes Eingreifen des Staates und verlangte, daß man die Leute sich selbst überlasse, die Verhältnisse würden sich dann schon von selbst regeln. Daß es sich hier eben um einen ganz ausnahmsweisen Fall, um die Frage, wie den brotlos werdenden Arbeitern einer unhaltbaren, vom Staat groß- gezogenen Industrie zu helfen sei, handele, scheint Niemand begriffen zu haben. Das einzige radikale Heilmittel, Verschaffung neuer Absatzmärkte, stand ja allerdings nicht zu Gebote; aber man konnte sehr viel zu thun, wenn man durch möglichste kräftige Förderung der mechanischen Leinenspinnerei der Industrie die Möglichkeit gab, mit der Zeit wieder auf dem Weltmärkte zu konkurriren. Das ist nun versäumt worden, und es ist das die schwerste Schuld, welche die damalige Verwaltung auf sich geladen hat. Vorzeitig hat man die Flinte ins Korn geworfen, die Weberei als unhaltbar betrachtet und sich begnügt, mit Armenunterstützungen den am ärgsten in Roth ge- rathenen unter die Arme zu gieifen. Die Weber und Spinner erhielten auf alle Klagen den Rath, zu anderen Beschäftigungen überzugehen. Ob aber solche vorhanden waren und ob sie mehr als die Leinenindu rie lohnten, darum kümmerte man sich nicht. Beinahe hundert Jahre schleppt sich nun dieser traurige Zustand fort. So viele Weber auch vei kommen, ausgewandert, in die Fabriken gegangen sind, immer be- schäftigen sich noch mehrere Zehntausende mit der Haus- Weberei. Wenn die Kartoffelernte schlecht ausfällt, wenn der Winter hart ist, verfallen sie. da sie nie einen Thaler zu erübrigen vermögen, in die tiefste Roth. Nur ihre durch das lange Elend großgezogene Energielosigkeit und Schwäche, sowie ihre angeborene Gutmüthigkeit hält sie von der Begehung von Verbrechen ab. Die Regierung vertheilt dann äußersten Falls Brot und Suppen und beschäftigt die Leute bei Wegebauten oder sonstigen öffent- lichen Arbeiten. Irgend etwas Durchgreifendes ist nie geschehen. Man hat weder für bessere Erschließung der Gebirgsdistrikte durch Bahnen gesorgt, noch hat man durch Anlage technischer Schulen, welche den Weberkindern umsonst zugänglich sein müßten, ihnen Gelegenheit ge- geben, irgend etwas zu lernen und sich für eine lohnendere Beschäftigung vorzubereiten. Weder besondere Aufsichts- beamte schützen diese Aermsten vor der Ausbeutung durch die Garnausgeber, noch hat die soziale Gesetzgebung irgendwie auf sie Rücksicht genommen. Man bemüht sich, so wenig als möglich von der ganzen Sache zu sprechen, und die Welt zu dem Glauben zu bringen, daß der Webernothstand nicht mehr existirt. Die wenigen Philantropen, welche sich der Nothleidenden erbarmen, finden bei den maßgebenden Stellen nicht nur keine Unter- stützung, sondern Anfeindungen aller Art. Kurz: überall stößt man in dieser Frage auf eine nahezu unerklärliche Vogel Straußpolitik, man glaubt die Dinge zu beseitigen, indem man sie absichtlich nicht sieht.— Die Befürchtung liegt nahe, daß ein solches Vorgehen der Sozialdemokratie, welche schon lange um den Gewinn der Weberbevölkerung sich bemüht, geradezu in die Hände arbeitet. Die Männer, welche dafür verantwortlich sind, lüden dann der ganzen Nation gegenüber eine schwere Schuld auf sich. Aber noch eine andere Besorgniß drängt sich Angesichts dieser Verhältnisse unabweisbar dem Beobachter auf: Wenn die deutsche Bureaukratie so unfähig sich erweist, die Spuren einer Absatzkrisis, welche vor hundert Jahren eingetreten ist, zu beseitigen, was soll dann werden, wenn heut ver- möge der übertriebenen Schutzzollpolitik der überseeischen Staaten die eine oder andere moderne Großindustrie ihre Märkte verliert und ihre sozialdemokratischen Arbeiterheere aufs Pflaster geworfen werden? An Versorgung derselben in anderen Gewerbszweigen ist heut so wenig zu denken, wie einstmals in Schlesien. Eine so rücksichtslose und energische Handelspolitik, wie sie England traditionell betreibt, ist unfern Staatsmännern unverständlich und unmöglich. Noch weniger ist Aussicht, solche Massen im Landbau zu beschäftigen. Nur mit Furcht und Zagen vermag man daher diese Perspektive sich auszumalen. Wir empfehlen den Staatsmännern, welche heut zu Tage den Verlust des gesammten amerikanischen Marktes als ein ganz naturgemäßes Ereigniß auffassen und thatenlos dulden zu wollen scheinen, besonders die Anstellung der obigen Erwägung. Ein solches Ereigniß würde vielleicht den Ruin Deutschlands zur Folge haben! England ver- dankt seine Größe und seinen sozialen Frieden, um welchen wir es beneiden, seiner Handelspolitik. In Deutschland hat dieselbe immer nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Selten haben ihr die leitenden Staatsmänner überhaupt Beachtung geschenkt oder Verständniß dafür besessen. Rücksichten der sogenannten hohen Politik, dynastische Erwägungen und dergleichen haben bei uns leider von jeher eine viel zu große Rolle gespielt und uns große Verluste gebracht. Die schlesische Webernoth ist eine Art Mene Tekel gegenüber dem bisherigen System. Möchte demselben die nöthige Beachtung zu Theil werden.— So weit das Handelsblatt. Natürlich muß man von der Meinung absehen, als könne durch eine energische Handelspolitik etwas Dauerndes erreicht werden; das Uebel kann dadurch immer nur hinausgeschoben werden, und das Schicksal der schlesischen Leinweber wird trotz aller Anstrengungen, die man machen könnte, immer eine Prophezeiung des Schick- sals sein, welches die gesammten Arbeiter erwartet— wenn nicht das kapitalistische System in der Zeit zerschlagen wird. Wir sehen in der Geschichte der schlesischen Leinen- industrie, wie sie uns in dem Artikel entwickelt wird, die ganze Geschichte der modernen Produktion vor uns. Zu Anfang: Zertrümmern der alten Lebensbedingungen des Bauern, welcher Alles, was er braucht, auf seiner Scholle selbst produzirt und von der Außenwelt unabhängig ist; in unserem Fall geschieht es, indem man ihn zur Haus- industrie hinüberfüyrt und dadurch allmählig eine größere Bevölkerung erzeugt, als der bloße Boden ernähren kann; hilft man dann auch noch durch Einwanderung nach, so hat man einen Arbeiterstamm, welcher darauf angewiesen ist, seine Arbeitskraft zu verkaufen, weil er keinen oder nicht genug Boden besitzt. Zugleich wird ein Unter- nehmerstand durch Staatssubventionen großgezogen und werden fremde Märkte geöffnet. Die Produktion erhebt sich rascher auf immer größerer Stufenleiter. Der Markt dehnt sich so aus, daß man ihn nicht einmal ganz be- friedigen kann. Es werden große Profite gemacht und wahrscheinlich, wenn die Arbeiter energisch genug sind, sie zu erkämpfen, anständige Löyne gezahlt. Aber der arkt hat seine Grenzen. In unserm Fall durch eine von den Umständen begünstigte Konkurrenz sehr frühzeitig. Die Waare kann nicht mehr verkauft werden. Die Unternehmer, welche ihr Kapital in den unverkäuflichen Ballen stecken haben, machen bankerott. Die Produktion wird immer mehr eingeschränkt; die Arbeiter, aus der Arbeit entlassen, bieten ihre Arbeits- kraft um jeden Preis an. und sinken allmählig immer tiefer und tiefer; sie verkommen körperlich und moralisch; und zuletzt wird von der Bevölkerung, welche die Industrie hier geschaffen hat, nicht so viel übrig bleiben, wie vor- her da war; denn die so ausgemergelten, degenerirten Menschen werden auch nicht mehr im Stande sein, die Felder so zu bebauen, daß sie existiren können. Das Dodenmoaopol als Kaad des Kapttal- Monopols. 18 In Sachen des durch den Artikel„Wie Mutter Erde ausgebeutet wird" erregten Streits geht mir eine Arbeit von B. Friedländer zu, welche ich abdrucke, obgleich ich mich nicht mit den darin vertretenen Anschauungen ein- verstanden erklären kann. Ich werde meine abweichenden Ansichten in Fußnoten bemerken. „Es ist eine nicht eben seltene Erscheinung, daß zwei Bestrebungen, die einander innerlich sehr nahe stehen, sich trotzdem, oder auch gerade deswegen auf das heftigste bekämpfen, während bei einer gerechten Würdigung des Gegners oder des vermeintlichen Gegners beide Parteien nur gewinnen würden. Das trifft nun nach meiner lieber- zeugung in hervorragendem Grade für die Bestrebungen der Sozialdemokratie und der Bodenbesitzreformer zu. Der äußere Sachverhalt ist der. daß letztere als einzige Forderung die Verstaatlichung des Bodens verlangen; die Sozialdemokratie fordert dasselbe und außerdem die Vergesellschaftung auch der(übrigen) Produktions- mittel; außer dem speziell politischen Programms) Doch scheint es mir, daß die Ansichten der Genossen über die verhältnißmäßige Wichtigkeit der Bodenbesitz- Verhältnisse und namentlich des gleichsam verkappten Boden- besitzes getheilt sind. Ein freimüthiges Wort in dieser An- gelegenheit kann, wie ich glaube, unserer Sache nur nützen. Betrachten wir die Angelegenheit rein theoretisch, d. h. sehen wir von den Fragen ab, welche politische Macht den guten Willen und die Kraft habe, überhaupt einmal eine gründliche Aenderung der Zustände herbeizuführen. Es ist nicht das erste Mal, daß die Grund- und Bodenfrage von Seiten der Sozialdemokratie besprochen wird. In der Entgegnung der„Volks-Tribüne" vom 30. Mai d. I. auf einen Artikel in„Frei Land" lesen wir: „Diese Argumentation(nämlich diejenige Flürscheims, welcher zufolge nach Verstaatlichung des Bodens der Zins verschwinden würde), ist auch nach anderer Hinsicht fragwürdig. Aber nehmen wir sie als richtig an. Was ist damit erklärt? Weshalb der Besitzer wtrthschaftlicher Güter die Macht hat Zinsen zu erlangen. Das scheint mir aber wenig zu sein. Der Witz liegt offen- bar nicht darin, wie der Zins nehm er dazu kommt, den Zins einzustreichen, sondern wie derZtnsgeber dazu kommt, ihn bezah len zu können. Nun ist es ja zweifellos richtig, daß der Schuldner, wenn er sich mit dem geborgten Gelde als Unternehmer etablirt, Mehrwerth verdient, einen Theil desselben als Zinsen an den Gelddarleiher abgiebt, einen andern Theil aber in seine eigene Tasche fließen läßt; es ist also voll- kommen richtig, den Zins als Absplitterung des Mehr- werthes zu betrachten. Es entsteht aber die andere Frage, und gerade diese wird trotz ihrer Wichtigkeit häufig ver- nachlässigt, was denn eigentlich die Ursache davon ist. daß die Arbeiter selbst in Ländern mit demokratischer Verfassung und größter Freiheit der Koalition immer und immer gezwungen sind, besagten Mehrwerth aus sich herauspressen lassen zu müssen. Auf die Dauer hilft dagegen keine Vereinigung und kein Streik. In den meisten Fällen liegt die Sache sogar so, daß die Arbeiter mehr als einmal genug Zeit haben, zu verhungern, ehe der Unternehmer anfängt, wirklich Roth zu l«iden. Letz- teres trifft in noch höherem Grade für die Zinsnehmer zu. Im äußersten Falle würde der Unternehmer bankerott werden und seine Habe dem Zinsleiher zufallen, was auch oft geschieht. Jedenfalls ist der Letztere in der weit günstigeren Lage. Schließlich müssen aber auf jeden Fall die besitzlosen Arbeiter, um nicht zu verhungern, von Neuem ihre Arbeitskraft verkaufen und Werth und Mehrwerth, im besten Falle zu etwas weniger ungünstigen Bedingungen schaffen. Was ist die Ursache davon? Bekanntlich 1) das Vorhandensein einer in- dustriellen Reservearmee, 2) der Umstand, daß die Arbeits- mittel Monopol der Kapitalisten sind.— Unter den Begriff der Arbeitsmittel fällt nun auch der Grund und Boden. Aber er nimmt unter den Arbeitsmitteln eine ganz besonde re Stellung ein. 1) Er ist nicht das Produkt menschlicher Arbeit. 2) Er kann nicht vermehrt werden, das Angebot ist ein beschränk- tes. 3) Er ist unzerstörbar. 4) Der Besitz von Grund und Boden sichert dem Eigenthümer eine sichere Rente.�) Punkt 1— 3 gilt offenbar nur für den Grund und Boden, und nicht für irgend welche andere Arbeits- mittel.(Es sind Wasserkräfte, Bergwerke u. s. w. natür- lich als Bodenwerthe zu betrachten!) Punkt 4 bedarf einer besonderen Erläuterung. Ein zum Theil aus Henry Georgs„Fortschritt und Armuth" entnommenes Beispiel, welches den wirklichen Sachverhalt klarzustellen geeignet ist, ist etwa folgendes: Wenn ich den Grund und Boden einer Insel zu meinem absoluten Privateigenthum zu erklären die Macht habe, so kommt das ganz darauf hinaus, als wenn ich ihre Bewohner zu meinen Sklaven machte. In beiden Fällen kann ich sie zwingen. für mich zu arbeiten, mir den ganzen Ertrag ihrer Arbeit abzuliefern bis auf einen zum nothdürftigen Leben gerade ausreichenden Rest; widrigenfalls ich ihnen als „Eigent ümer" das bloße Verweilen auf„meiner" Insel untersagen, sie ins Meer jagen und ertränken lassen kann, natürlich nur dann, wenn eine Anzahl der Inselbewohner aus Achtung vor meinem(vielleicht ererbten und ver- brieften) Rechte, mir den schuldigen Gehorsam erweist. und die Exekution an ihren Landsleuten mit bewaffneter Hand vornimmt.�) Ich habe ein ganz arbeitsloses, sicheres und reich- liches Einkommen, die anderen müssen sich plagen. Nun machen meine Inselbewohner oder vielmehr die t t } e I t 1. t I t n : er n n er 1. n == I, r 8 il L2, t, er er ch It Ent er ge 3= tt 1, re en Su б er he 3= e= id Te 78 ht Is n te id 8= rf 15 es en nd m ur en 1, cer en ls Sel tit, ter er= ijt, ter ch= die Bewohner meiner" Insel allerhand schöne technische| titativ wie qualitativ auf die Dauer absolut unmöglich kranken, auf die Dauer nur noch verschlimmern. Die Menschheit Erfindungen. Diese erhöhen die Produktivität und er- die des gutbezahlten gutgenärhten und höher gebildeten schafft zu viel und ist von Reichthümern umgeben, die nicht ihren sparen einen großen Theil der Arbeit. Den Inselbewohnern erreichen kann. tommt das aber nicht zu gute- denn flugs erhöhe ich Der englische Beefeater" schlägt mit Leichtigkeit den die Steuer und lasse nach wie vor den Leuten nur das schlesischen Kartoffelesser aus dem Felde. Die englische nöthigste. Bald erhalte ich viel mehr Werthe, als ich bei Regierung weiß recht wohl, warum sie die Zufuhr guter größtem Luxus konsumiren kann. Gerade dieser Umstand Lebensmittel aus überseeischen Ländern möglichst erleichtert erlaubt mir aber, den geplagten Menschen ein weiteres und fördert. Darauf beruht hauptsächlich das Uebergewicht, Ungemach anzuthun. Ich kann den ihnen bisher gelassenen das die englische Industrie gegenüber der Festländischen hat Theil ihrer Produkte weiter schmälern; denn die Hälfte und um so sicherer behaupten wird, wenn die europäischen der Menschen ist überreichlich genug, um mich zu unter- Regierungen fortfahren, die arbeitenden Klassen zum Besten halten. Natürlich bin ich nicht so dumm, ihnen zu sagen, der Großgrundbesizer auf schlechte Ernährung zu setzen. Als in den Ver. Staaten" die Zollfrage erörtert daß sie es sind, die mich unterhalten; ich verkünde ihnen und lasse ihnen predigen, daß ich es bin, der die große wurde, ward für verschiedene Industrieen unwiderleglich Güte hat, ihnen die Benuzung meiner Insel zu gestatten; bewiesen, daß die Produktionskosten verhältnißmäßig um lettere nenne ich mein Kapital und sage, daß sie von so niedriger, als die Löhne hoch waren. Die absteigende meinem Kapital lebten. Die Hälfte der Menschen reicht Linie ging von den Ver. Staaten über England, Frankaus, sage ich, um mich zu ernähren. Die andere Hälfte reich, die Schweiz, Deutschland bis Rußland, genau der ist überzählig" geworden, und ich wende mich an Herrn Lohnhöhe die Kauftraft des Lohnes in Betracht geMalthus, der es übernimmt, eine„ Uebervölkerung" nach- zogen, entsprechend. Einen neuen Beweis in dieser Richzuweisen, so schlagend, daß viele der Inselbewohner darauf tung liefert das in Mexiko erscheinende Blatt„ Siglo". hineinfallen.4) Dort verdient ein Handlanger 37 Cents, ein MaurerDer Unternehmer sucht nun natürlich möglichst viel geselle 62 Cents und ein Maurermeister einen Peso( 4 Mt.) aus seinen Landsleuten auszupressen. Das wird ihm bei täglich. Der gewöhnliche Tagelöhner muß sich sogar mit der bestehenden Uebervölkerung" nur allzu leicht. Er 25 Cents begnügen und ist dabei gezwungen, seine Lebensspeichert Güter auf, von denen er leben kann, wenn seine bedürfnisse zu hohem Preise und von schlechter Qualität Arbeiter einmal streifen sollten. Er kann dann jedenfalls einzukaufen. Um ein Pfund Schinken, nach mexikanischen länger warten, als jene. Das Verhältniß zwischen Unter- Preisen zu kaufen, muß er ein paar Tage arbeiten, während nehmer und Arbeiter wird immer gespannter und feind- der amerikanische Arbeiter nur einen geringen Theil seiner seliger. Wer darunter am meisten leidet, sind die Arbeiter, Tagesarbeit dafür herzugeben braucht. So kommt es, daß am wenigsten aber ich; mich kennen die Arbeiter kaum, sich die Leistung des mexikanischen Arbeiters zu der des ich bin vor ihrer gerechten Erbitterung doch so ziemlich amerikanischen wie etwa 1 zu 5 verhält. Ein Amerikaner sicher. oder Deutscher wird in einem Tage soviel vor sich bringen, wie ein Mexikaner in fünf Tagen. " 1 1) Die Sozialdemokratie verlangt alle Produktionsmittel als Aus diesem Grunde kommt der Bau eines Hauses, Eigenthum der produzirenden Gesellschaft, nicht des Staates. Das ist aber ein sehr großer Unterschied; denn das der in den Grenzstädten der Ver. Staaten etwa 4000 Doll. eine würde zur schließlichen Folge die Bernichtung des Staates, betragen würde, auf das dreifache zu stehen, und dies das andere seine große Stärkung haben. trotz der niedrigen Löhne. Die Baumaterialen sind enorm 3) Alle vier Behauptungen sind unrichtig. ad 1) Der Boden hoch im Preise; so kosten z. B. 1000 Backsteine 16 bis tst das Produkt der menschlichen Arbeit. Deshalb bekommt man thn auch geschenkt, wenn er noch nicht bearbeitet gewesen ist 20 Doll., während in Larevo( Texas) dieselbe Quantität und nicht durch die Arbeit, welche in ihm geſtedt ist, einen mit 6 bis 7 Doll. bezahlt wird. Dieses Mißverhältniß Werth erlangt hat. Farmer, welche nicht genügend Kapital hat aber seinen Grund nicht allein in der geringeren haben, das sie in den Boden stecken können, machen auf jung- Leistungsfähigkeit des mexikanischen Arbeiters, sondern auch fräulichem Boden regelmäßig Bankerott; und man kann sehen, daß sich erst der dritte oder vierte Besizer halten kann. Was in in der Art und Weise, wie die Arbeiten vor sich gebracht den Boden hineingesteckt werden muß, ist übrigens leicht zu be- werden. Während der Mexikaner hinsichtlich des Transrechnen: Zwei Jahre lang muß der Farmer arbeiten, und härter ports der Baumaterialien noch der alten Routine folgt, arbeiten als ein freier Arbeiter, ehe der Boden etwas trägt. wendet man auswärts, besonders in den Ver. Staaten, Dann träat er, aber nicht so viel, wie der Lohn eines freien alle Vortheile an, welche die moderne Technik in dieser Arbeiters ausmachen würde( und der ist in diesen Ländern ein sehr hoher), und dabei leistet der Mann immer noch Hinsicht bietet. Verbraucher finden können und deshalb über die Meere reisen müssen, bis sie endlich ihren Verzehrer finden; aber dann rufen sie dort dieselbe Gier nach Produktion hervor, und die neuen Völker werfen sich nun gleichfalls auf die Arbeit und schaffen Reichthümer, für die es keinen Abnehmer giebt. Sehr lehrreich ist dafür die Gegenüberstellung des indischen Imports und Exports. Der Import nach Indien betrug: 1885/86 1886/87 1887/88 1888/89 518 587 624 666 Der Export von Indien: 838 884 905 970 1889/90 666 1034 Die Zahlen verstehen sich für Millionen Rupien. Der Export, der schon 1885/86 den Import überſtieg, hat sich also bedeutend stärker vermehrt, als der Import; das heißt: die Indier produziren mehr für die Europäer, als die Europäer für fie produziren. die Indier produziren mehr für die Europäer, als die Europäer So nimmt denn auch der Import von edlen Metallen zu, mit dem die Waaren bezahlt werden. 1885/86 1886/87 1887/88 1888/89 1889/90 144 94 123 121 156 Mill. Und man muß nicht denken, daß es sich bei der indischen Konkurrenz etwa um Waaren handelt, deren Erzeugung durch die Naturbedingungen Indiens erleichtert ist. In den weitaus meisten Fällen handelt es sich um Industrieprodukte. So fällt ein großer Theil des Plus beim Import auf Maschinen- mit deren Hilfe man nunmehr wieder mehr produziren wird. Ein starkes Minus des Imports fällt auf Kohle. Die eigenen Gruben werden mehr ausgebeutet. Beim Export fällt allerdings ein großer Theil des Plus auf Reis und Baumwolle; aber ein sehr großer auch auf Zucker, Baumwollengarn und Gewebe. Ueber die japanische Konkurrenz entnehmen wir einem Artikel eines Handelsblatts folgende Trauerhymnen: " Japans Handelsbeziehungen zu Europa datiren rund fünfzig Jahre zurück und hatten bislang eine jährliche bedeutende Zunahme zu verzeichnen. Neben den vielen Erzeugnissen des eigenen Landes importirt Japan eine große Anzahl europäischer Fabrikate und Bodenprodukte im engeren Sinne, besonders deutsche und englische. Mit der Zeit aber, greifen wir zehn bis fünfzehn Jahre zurück, wo die Söhne des fernen Osten sich soweit zu emanzipiren wußten, die Reise über den Ozean gegen Europa zu wagen, deſſen Kultur und Industrie augenscheinlich kennen zu lernen, deutsche Hoch- und Handelsschulen zu besuchen, hat fich Vieles im Handelsverkehr Japans mit Europa und leider nicht zu Gunsten des letzteren geändert. Der Japaner sieht, hört und lernt vermöge feines regen Geistes und seiner start ausgeprägten leichten Auffassungsgabe, gepaart mit angeborener Intelligenz und regem Interesse, während seines Aufenthaltes in Europa ungeheuer Vieles, zum größten Theile ihm ganz Neues und besitzt die beneidenswerthe Eigenschaft, derartig gesammelten Stoff auch möglichst praktisch für sich und feine Landsleute verwerthen zu können. Wenn nun schon in obigen Umständen eine, wenn auch zunächst indirekte Gefahr für die europäische Induſtrie liegt, so wird die Art und Weise, wie man in Curopa die Japaner aule nimmt, hoftert und in die tiefsten Geheimnisse der Industrie ohne irgendwelchen Argwohn einweiht, zum wahren Damoklesmehr Arbeit, wie der freie Arbeiter leistet. Erst nach Hinsichtlich der geringen Leistungsfähigkeit des meri- schwert für die gesammte europäische Industrie. Ohne nennensmehreren Jahren rentirt sich die Arbeit; der Werth seiner Arbeit tanischen Arbeiters äußert sich der" Siglo" in folgender werthe Hindernisse öffnen sich den Söhnen des Ostens alle Wege ist in den Boden gegangen; außerdem kommt noch ein Zuwachs Weise:„ In der Republik ist die Arbeit des Tagelöhners und Thore, welche in die innersten Geheimnisse europäischer an Werth durch die Arbeit der Nachbarn, Kommunikationsmittel Industrie führen. Man gestattet dem Japaner gern Einblick und u. j. w. Alſo, wenn der Mann das Land, das er für 10 Dollar sehr gering und zwar aus verschiedenen Gründen: Erstens, Kenntnißnahme derjenigen Industriezweige, für welche er besonEinschreibegebühr gekauft hat, nach 10 Jahren für 5000 Dollar wegen schlechter Ernährung; der Arbeiter wird sehr bald deres Interesse hegt, und nimmt keinen Anstand, diese als Leute, wieder verkauft, so steckt in dem nunmehrigen Werth des Stückes: bis zur Erschöpfung müde, wenn man ihn zum Arbeiten welche für Alles reges Intereſſe und Auffassungsgabe zeigen" a. eine äquivalentlose Arbeit von 2 Jahren; b. ein mehrere Jahre hindurch gelieferter Theil seiner Arbeit, für die er kein zwingt; daher geringe mechanische Nuzarbeit. Zweitens: monatelang als stille, anscheinend harmlose Beobachter, theils brauchbare und willige Arbeitskräfte, in Fabriken aufzunehmen equivalent erhalten hat; c. der Werth der Waschinen, welche unsere Tagelöhner sind der Sklavenarbeit unterworfen, und zu beschäftigen. er abgenutzt hat. Wenn jungfräulicher Boden einen Werth daher sie die Arbeit verabscheuen. Drittens: es fehlt die Wir selbst hatten Gelegenheit, das eine Mal japanische hätte, so würde man ihn schon bezahlen müssen! ad 2) Der Erziehung, welche neue Bedürfnisse zur Folge hat. Unsere Gentlemen in einer deutschen Braueret, das andere Mal in einer Boden kann für die nächsten Jahrhunderte beliebig vermehrt Arbeiter haben nur thierische Bedürfnisse. Viertens: ihre sächsischen Weberet, ein drittes Mal in einer böhmischen Knopfwerden: Sibirien, Australien, Südamerika 2c. warten nur darauf, fabrik persönlich begrüßen zu können. Ohne auch nur den leisesten daß wir mehr Getreide kaufen können, um uns zu überschütten. Unwissenheit ist derart, daß sie nicht die einfachsten wirth- Argwohn zu hegen, läßt es der deutsche Fabrikant ruhig geWas nach Jahrhunderten geschehen wird, wenn das alles bebaut schaftlichen Grundsäge zu begreifen im Stande sind, um schehen, daß der Japaner ihm seine werthvollsten Fabrikationsist, geht uns aber natürlich nichts an. Daß der Boden nicht ihre Interessen vertheidigen zu können. Es giebt Ort geheimnisse absteht und ablauscht, ja er ist ihm dabei nach jeder beliebig vermehrt werden kann, ist für die Verhältnisse richtig, schaften in Dayaka, wo der Indianer mit seiner Familie Richtung hin behilflich und beſitzt oft nicht den Scharf- und unter denen die klassischen Oekonomen schrieben, weil damals zu erkennen. Unter verbindlichsten, gewinnenden Dankesbezeudie Transportmittel noch nicht genügend entwickelt waren; aber für die ganze Nacht hindurch nur einige wenige Varas Manta Fernblick, den schlauen Japaner in seinem Thun und Treiben die Gegewart ist diese Behauptung entschieden unrichtig. ad 3) Boden webt, und in dieser häuslichen Arbeit keine menschlichen gungen für empfangene Liebenswürdigkeiten und Belehrungen ist wohl zerstörbar. Er tann zerstört werden: durch Striege, welche Sträfte, welche Geld werth sind, auszunüßen glaubt, son- empfiehlt sich dann der Japaner und mit neu erworbenen Kennt bie Bevölkerung verrichten( Lüneburger Haide); durch Latifundien- dern im Gegentheil versichert, daß seine Arme dem schönsten nissen und reichlichem Material schwer beladen, wobei nicht die bildung, welche die Bauern wegrafft( Campagna); durch Ausnaturgemäß dazu kommenden persönlichen Anknüpfungen mit saugen, schlechte Bewirthschaftung, Raubbau 2c.( der verlassene Webstuhl von Manchester vorzuziehen sind.„ Es ist Berliner, Hamburger und Londoner Kommissionshäusern zu verTabatsboden in Virginia); ad 4) fann dann der Besitz von traurig aber wahr", bemerkt der" Siglo" dazu, unsere geffen sind, kehrt er in sein Land zurück, um dort sofort seine Grund und Boden natürlich auch keine sichere Rente garantiren; niedrigen Schichten der Gesellschaft befinden sich noch im europäischen Erfahrungen für sich und seine Brüder praktisch zu letzteres auch aus dem Grunde nicht, weil der Preis des Bodens eine kapitalisirte Rente ist; diese steigt und fällt aber; mit ihr unzivilisirten Zustande." der Preis; und da der Boden stets mit Hypotheken belastet ist, Der Nachweis der Kulturwidrigkeit und Unwirth so kann bei einem plötzlichen Sturz der Rente sehr leicht nicht schaftlichkeit der niedrigen Löhne in den bevorstehenden nur die ganze übrigbleibende Rente zum Teufel gehen, sondern Ausführungen ist schlagend. Aber er wäre jedenfalls verauch ein großer Theil der Hypothet. Das werden wir z. B. Loren für unsere herrschende Klaffe- in ihrer Gier fümmert erleben, wenn die Kornzölle aufgehoben werden. " Das gilt natürlich auch für jeden anderen Besitzer von sie sich nicht darum, welche Folgen sich herausstellen, falls Produktionsmitteln. Jene Inselbewohner können doch nicht im es ihr gelänge, die Lebenshaltung der Arbeiterbevölkerung Adamskostüm herumlaufen, sondern müssen auch Kleider haben. durch den Import von Chinesen und anderen tiefstehenden Außer dem Grundbesitzer lebt nun noch ein Fabrikbefizer auf der Insel, der kann dann den Leuten ganz dasselbe sagen. Durch Leuten herunterzudrücken. Desto eindringlicher predigen die Robinsonade wird die Sache blos unflar, indem es so aus diese Thatsachen für die Arbeiter: der Kampf um die Er fieht, als ob das„ Verweilen" auf irgend einem Platz und das höhung des Lohnes ist ein wirklicher Kulturkampf. Essen und Trinken wichtiger sei, als die Kleidung. Wir leben Wir können diese, dem„ Phil. Tageblatt" entnommenen aber z. B. in Berlin, und da ist gerade umgekehrt die Kleidung nothwendiger, als der Raum; denn man kann, wenn man keine Ansichten ruhig unterschreiben. Ja, der niedrige Lohn ist Schlafstelle hat, immer noch im Friedrichshain ein Unterkommen noch in anderer Hinsicht schädlich, indem er den Markt finden, oder im Asyl für Obdachlose; wenn man sich aber nackt auf der Straße zeigen will, so geht es Einem schlecht. *) Das gilt offenbar eben so von der zunehmenden Produk tivität in der Industrie. Niedrige Löhne sind kulturwidrig und unwirthschaftlich. für die Produkte beschränkt und so die Katastrophe beunverkäuflichen Reichthümern ersticken muß. schleunigt, wo die Gesellschaft in ihren anfgehäuf.en, Aber was hilft das alles? Unsere Herrschenden Klassen haben eben nicht die Einsicht; und der Widerstand der Arbeiter gegen ihr Bestreben, sie zu Kulis herabzudrücken, kann niemals einen nennenswerthen Erfolg haben. Und da bleibt immer nur das Eine übrig als letzter Ausweg: die soziale Revolution. verwerthen. So haben wir bislang erlebt, daß der Japaner Bierbrauereien angelegt und Biere für japanischen wie chinesischen Konsum braut. Er hat es verstanden, die Fabrikation schwedischer Zündhölzchen nach Japan zu verlegen, die damit zum guten Theil Bedeutung und Mannigfaltigkeit erreicht hat. Damit nicht genug, haben sich die Japaner ganz neuerdings nun auch an die Fabrikation zweier Artikel durchaus deutschen Ursprungs gewagt, welche bislang in sehr bedeutenden Quantitäten regelmäßig von Deutschland in erster Linie nach China, dann auch Metallknöpfe, unter dem Namen„ Chinesen" im Handel, nach Japan exportirt wurden. Es sind dies die bekannten flachen fowie Lampenbrenner für Petroleumlampen, welche in größerem Umfange besonders in Berlin, dann auch in Westfalen fabrizirt werden. Wie oben bereits angedeutet, ist es besonders China, welches diese beide Fabrikate seit langen Jahren in bedeutenden Quantitäten von Deutschland importirt, und bekunden die Japaner, indem sie sich auf die Fabrikation wirklicher chinesischer Großkonsumartikel verlegen, entschieden einen hohen Grad von Geschäftsroutine und kaufmännischen Anlagen. Wenn nun auch die japanischen Fabrikate letztgenannter Artikel für den Augenblick hinsichtlich Ausführung und Qualität den Anforderungen der Käufer noch lange nicht genügen und nicht annähernd einen Vergleich mit den entsprechenden deutschen Fabrikaten aushalten, so haben die Japaner damit dennoch bereits erreicht, eine bedeutende Stockung im deutschen Export dieser Artikel zu bewirken, eine gewisse Unsicherheit der Intereffenten, was da noch werden und kommen wird, herbeizuführen, und sind wir unsererseits fest davon überzeugt, daß es nur eine „ Billig und schlecht"- das ist ein altes und wahres Frage der Zeit sein kann, wo auch diese beiden Artikel deutscher Sprüchwort, das seine volle Berechtigung auch in seiner Intelligenz und Industrie für den Erport nach China und Japan Anwendung auf den Arbeiter hat. Der wohlfeile Arbeiter" vollkommen verloren sein werden. So werden die Japaner ohne ist das Ideal der Ausbeuter; sie jagen den ganzen ErdZweifel mit der ihnen eigenen Energie und Ausdauer nachball ab, um ihn zu finden und durch ihn die Lebenshaltung Die wirthschaftliche Entwickelung Indiens. Ein Land einander noch eine ganze Anzahl deutscher Artikel hervorziehen anderer Arbeiter herabzudrücken. Ja, wenn es anginge, nach dem andern wird in den Strudel der tapitalistischen Pro- und zu fabriziren verstehen, und wird Japan von Jahr zu aus dem„ billigen Arbeiter" soviel herauszuschinden, wie duktionsweise gerissen, mag es nun wollen, oder nicht. Vor Jahr immer mehr als gefährlichster Rivale euroeinigen Wochen gaben wir einige Zahlen, welche die Entwicklung päischer, besonders aber deutscher Industrie, sich aus dem kostspieligen, dann wäre den Herren geholfen. in Japan illustrirten; heute entnehmen wir einem Artikel des fühlbar machen. Ihr Profit würde unermeßlich, vorausgesezt, daß sie auch Handelsmuseums" einige Angaben über Indien. Die schon- Ueber die geplante birische Eisenbahn schreibt das die Möglichkeit hätten, ihre Waaren an den Mann zu damals hervorgehobene Erscheinung ist auch hier zn bemerken. Südd. Bank- u. Handelsbl.": Daß sich diese länder, die man sich ursprünglich als bloße Export- Die neue Eisenbahn wird im äußersten Osten Europas bringen. Aber die Thatsache ist unumstößlich, daß länder gedacht hat, allmählig zu konkurrenten der europäischen Anschluß an das russische Eisenbahnnetz finden( Perm- Tjumen die Leistung eines schlechtbezahlten Arbeiters quan Produktion entwickeln, und so das sonderbare Uebel, an dem wir im Norden und Samara- Ufa im Süden), um sodann die Her" Produktion und Technik. vorragend fruchtbare, in Europa fast gänzlich unbekannte sogen. der Lena werden nicht ausgebeutet, die kolossalen Steinkohlen-| fällt in drei Abschnitte: I. Bau und Leben des menschlichen Barabin'sche Steppe zu durchqueren; sie berührt dann Omsk, felder Mittel- Sibiriens und Sachalins liegen jungfräulich unbe- Körpers; II. Der vorgeschichtliche Mensch; III. Völkerkunde. Der Wunsch des Verfassers beim Niederschreiben des Buches das Domizil des westsibirischen Steppengouvernements, geht von rührt da; die Eisenerze des Baikalbassins, die Kupferminen um da nach Tomst, der mächtig emporstrebenden Universitätsstadt, Tomst, die über ganz Sibirien verbreiteten Salzlager und Salz- war, den breiten Schichten des Bolkes in einem mäßig starken von wo aus sie über Atschinst, Krasnojarsk und Nischny- Udinst seen, ferner Platin-, Blei-, Zink-, Silber- und Golderze alles Bande das zu bieten, was bis jetzt einfichtsvolle Forscher er nach der Centrale Ostsibiriens, Irkutst, gelangt. Den großen wird entweder gar nicht oder in nur minimaler Weise exploitirt. kundeten über Bau und Leben des menschlicheu Körpers; zum Baikalsee umgeht die Bahn in südlicher Richtung, wendet sich Die hundertjährigen Laubholz- und Zedernwälder haben nie eine andern, wie weit heutigen Tages unsere Kenntnisse des bordann etwas nördlich nach Tschita und Nertschinst, zwei Buntte Art gesehen, die weltberühmten Belzthiere Sibiriens werden geschichtlichen Menschen reichen, und drittens, in welcher Art und weil irrationell aus- Weise die vornehmlichsten Völkerstämme der Erde den Kampf berühmt durch ihren Montanreichthum und berüchtigt durch ihre barbarisch und dennoch ungenügend Verbannten- Kolonien, verfolgt ferner den zukunftsreichen Fluß gebeutet. Kurzum, überall wo man hinblickt, erklingt das märchen- ums Dasein bestehen oder in ihm erliegen. Das Werk ist in überaus reicher Weise illustrirt und mit 4 Amur in seinem Lauf und indem sie etwa unter 135 d. L. fich hafte Pflücke mich!"" Charakteristisch für die bürgerliche Blindheit ist der Jubel, in Farbendruck ausgeführten prächtigen Bildern versehen. Es südwärts wendet, erreicht sie endlich die befestigte Hafenstadt Wladiwostok an den Ufern des Stillen Ozeans, nachdem sie im den das Blatt anstimmt. Denn was wird die Folge sein, wenn wird in ca. 22 Lieferungen komplet vorliegen. Alle 14 Tage Ganzen nicht weniger als 8000 Kilometer asiatischen Bodens nach drei Jahren, wie geplant, die Bahn fertig gestellt ist? Der erscheint ein Heft. Jede Lieferung enthält 2 Bogen Großoktav europäischen Produktion wird ein neuer, furchtbarer Konkurrent und kostet 20 Pfennig. durchquert hat. W. Liebknecht, Die Emser Depesche oder wie Kriege erstehen, welcher sein Theil mithelfen wird, die europäische Arbeit immer überproduktiver zu machen. Freilich, unserem Großkapital gemacht werde...( 3 Bogen Oft. 20 Pf.) Die Broschüre be ist das einerlei. Das findet dann eine neue schöne Anlage und handelt eingehend die durch die kürzlich veröffentlichten Aufzeich wird sich schon die sibirische Arbeit dienstbar machen, etwa wie nungen des Grafen von Roon wieder in den Vordergrund des Rothschild die Petroleumproduktion von Baku ausbeutet. Aber öffentlichen Interesses getretene Emser Affaire, die den äußeren der Ruin des kleinen Kapitals, das sich auf derartige Unternehmen Anstoß zu dem deutsch- französischen Kriege 1870 gegeben hat. - Die wahre Geschichte des Josua Davidsohn. Ein nicht einlaffen kann, wird dadurch nur noch beschleunigt, und die Lage des Arbeiters in Europa wird immer elender, ohne daß sozialistischer Roman. Aus dem englischen übersetzt von W. Neue Ausgabe.( 7% Bogen Oft. Preis nur seine Aussichten auf endgültige Befreiung durch die Revolutionirung Liebknecht. 30 Pfennig.) der Produktionsweise besser werden. ., Lichtstrahlen". Erscheint halbmonatlich in Heften à 20 Pf. Dresden, Verlag von D. Harnisch. 17. Heft. Kirche und Sozialismus. Ehe, Staat und Kirche.- Färbung und Die Beichnung der Thiere. Von C. H. Herrmann( Schluß). Ernährung der Säuglinge. Von Dr. V. Vraune. Zeit. Literarisches.- Kleine Mittheilungen.- Verschiedenes. Albertine. Von Krohg. Sibirien ist ein ungehobener Schatz, der nur eines geschickten, fühnen Finders harrt, um Gemeingut der ganzen Welt zu werden: mit dem Tage, an dem die sibirischen Naturreichthümer durch bequeme Transportmittel absatzfähig gemacht werden, wird eine nicht unwesentliche Umwälzung auf dem gesammten Weltmarkte vor sich gehen. Schon vor Jahren hatte der nachmalige Direktor der Uralischen Eisenbahn, Ostrowsky, in einer sehr lesenswerthen Broschüre auf Grund authentischer statistischer Daten die Schätze Sibiriens einzeln vor die Augen der Interessenten geführt; er hat vor allem die geradezu imponirenden agrikulturen und mineralischen Reichthümer des ungeheuren Landes geschildert und darauf aufmerksam gemacht, daß eine richtig trazirte Eisenbahn diese zwei Gebiete in ungeahnter Weise utilisiren könne: müssen doch häufig die Bodenfrüchte Westsibiriens in Mengen wegen Unmöglichkeit eines bequemen, lohnenden Absatzes den Hausthieren vorgeworfen, wenn nicht gar den Flammen preisgegeben werden! Die unermeßlichen Fischreichthümer des Ob, des Jenissei, Achtung! Schuhmacher. Literarisches. - Wir erhalten soeben Heft 1-4 des Lieferungswerkes: Der Mensch und seine Rassen von Dr. B. Langkavel. ( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Verlag.) Dieses in allgemein verständlicher Weise verfaßte Werk zerMontag, den 15. Juni 1891: Großes Achtung! Sommer- Fest in Kliem's Volksgarten, Hasenhaide 1415, Jahnstraße 17/18 veranstaltet vom Verein zur Wahrung d. Interessen d. Schuhmacher. Konzert und Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Bei eintretender Dunkelheit: Feuerwerk, Kinder- Fackelpolonaise, Bonbonregen. Entree 25 Pf. Anfang 4 Uhr. Billets find zu haben bei: F. Büttner, Kottbuserdamm 33, Eckelein, Schiffbauerdamm 14, H. II., Aumer, Kronenstr. 51, Dugb. 4 Tr., Koch, Pallisadenstr. 7, v. 3 Tr., Scharf, Niederwallstr. 13, Qugbd. 3 Tr., Krause, Weinstr. 27, Hof 2 Tr., Schönebeck, Inselstr. 1, pt., Adamczak, Auguststr. 6a. Achtung! Den Vorständen der politischen Vereine, Gewerkschaften 2c. theile ich hierdurch mit, daß am Mittwoch, den 24. Juni, im ,, FeenPalatt", Burgstraße, eine große öffentliche Volks- Versammlung stattfindet mit der Tagesordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen.( Referenten: Genossen Stadthagen und Dogtherr). 2. Diskussion. 3. Wahl eines Zentral- Wahl- Komitees. An diesem Tage darf keine öffentliche Versammlung stattfinden. 3. 2.: Otto Klein, Kottbuser Damm 14. Sozialdemokratischer Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Mittwoch, den 17. Juni 1891, Abends 8 Uhr, in„ Habels Brauerei", Bergmannstraße 5-7. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Stadthagen:„ Haben die Arbeiter Ansprüche auf Liebesgaben seitens des Staates?" 2. Diskussion. 3. Rechnungslegung des Kassirers und Abrechnung von der Matinee. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 5. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen befinden sich bei: Otto Klein, Zigarrengeschäft, Kottbuserdamm 14; Scheuer, Restaurant, Gneisenaustr. 35( Ecke Schleiermacherstr.); Haugt, Restaurant, Boekhstr. 12; Schmid, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschke, Bigarrengeschäft, Razzbachstr. 1 und Junkerstr. 1; Schröder, Zigarrengeschäft, Kreuzbergstraße 15; Grube, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Kiesel, Restaurant, Schützenstr. 58; Böhland, Restaurant, Der Vorstand. Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Genossen empfehle mein Hutgeschäft. Arbeite nur mit Fabrikanten, welche sich der Kontrolmarken deutscher Hutmacher angenommen haben. Bitte zu beachten: Köpenickerstraße 126, nahe der Adalbertstraße. der Adolph Kehr. Der Arbeits- Nachweis Klavier Arbeiter befindet sich jetzt Naunynstr. 78, im Restaurant Winker. Die Adreffen- Ausgabe findet jeden Abend von 8-9% Uhr u. Sonntags Vormittags von 10-11 Uhr an Mitglieder wie an Nichtmitglieder unentgeltlich statt. nachweisl. gutgehend, Barbier- Geschäft mit bedeut. Etgarrenverk. u. schöner Einrichtung, ohne Konkurrenz, ist frankheitsh. zu sehr günstig. Beding. zu verk. Genosse, der nicht Barbier, wird angelernt. Part.Laden m. Schauf. u. Wohn., Miethe 500 M., mehrjähr. Kontrakt. Näh. durch Genossen Schankwirth Söldner, Berlin O., Frankfurter Allee 96. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, Die Arbeitsvermittlungs- Kommiffion. daß ich das Schönfeld'sche Allen Parteigenossen empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Potsdamer Bier. August Insinger Krautstr. 48. Weiß- und Bairischbier- Lokal mit Vereinszimmer käuflich übernommen habe. Um freundlichen Besuch bittet Wilhelm Grube, Mariendorferstr. 10. Beiträge zum Wahlverein und zur Arbeiterbildungsschule werden entgegengenommen, auch Eintrittskarten zur Bildungsschule sind zu haben. Fr. Kuhlmey's Restaurant Empfehle Freunden und Genossen mein reich Berlin C., Rosenstr. 30( Ecke Neue Friedrichstr.) haltiges Lager von Cigarren u. Tabake. ( J. V.: Julius Wernau). Empfehle allen Kollegen und Genossen mein Aus der Berliner Arbeiter- Bibliothek. 2. Serie. Sammlung Sozialpolitischer Flugschriften. Soeben erschien Heft 13: Die Arbeiterbewegung im Lichte der materialistischen Geschichts- Auffassung. Von Gerhard Krause. 40 Seiten. Preis 20 Pfennig. Erschienen sind bis jeht von der I. Serie: Heft 1: Ein sozialistischer Roman. Bellamy. Preis 15 Pfennig. Heft 2: Die Gewerkschaften, ihr Nutzen und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Von Mar Schippel. Preis 15 Pf. 316 Dr 31 MA g d er D Ein Rückblick. 2000-1887. Edward h 161 Heft 3: Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart. Von Clara Zetkin- Paris. Preis 20 Pf. Seft 4: Der Sozialismus in Frankreich seit der Pariser Kommune. Von Ossip Zettin- Paris. Preis 20 f. Heft 5: Charakterköpfe aus der französischen Arbeiterbewegung. Von Ossip Bettin- Paris. † Preis 20 Pf. Heft 6: Die Hausindustrie in Deutschland. Von Paul Kampffmeyer- Genf. Preis 15 Pf. Heft 7: Junker und Bauer. Von Paul Kampffmeyer- Genf. Preis 15 Pf. Heft 8: Die wirthschaftlichen Umwälzungen unserer Zeit und die Entwicklung der Sozialdemokratie, Bon Mar Schippel. Preis 15 Pf. Heft 9: Die Marr'sche Werththeorie. Von Paul Fischer. Preis 20 Pf. Heft 10: Die Sozialdemokratie und der deutsche Reichstag. Preis 15 Pf. Heft 11: Die soziale Frage auf dem Lande. I. Die Lage der ländlichen Lohnarbeiter in Preußen. Von Paul Kampffmeyer- Genf. II. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebes durch die landwirthschaftliche Großproduktion. Von***. Preis 20 Pf. Heft 12: Internationale Arbeiterschutz- Gesetzgebung. Von Paul Ernst- Berlin. Preis 15 Pf. Von der II.Serie: Heft 1: Der Mythus von der Gründung des deutschen Reiches. Ven[ Hans Müller- Rostock. Preis 15 Pf. Heft 2: Zur Naturgeschichte der antisemitischen Bewegung in Deutschland. Von Gerhard Krause. Preis 15 Pf. Heft 3: Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Von Dr. Conrad Schmidt. Preis 15 Pf. Seft 4: Die deutschen Arbeiter und das Gewerbegerichts- Gesetz. Von Mar Schippel. Preis 15 Pf. Seft 5 u. 6: Zur Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in Deutschland. Von Paul Kampffmeyer. Preis 25 Pf. Hest 7: Preußische Volksschulzustände. Von Hans Müller. Preis 20 Pf. Heft 8: Fort mit dem Dreiflaffen- Wahlsystem in Preußen. Von Mar Schippel. Preis 20 Pf. Seft 9: Die unentgeltlichkeit der Lehrmittel. Von Hans Müller- Zürich. Preis 15 Pf. Heft 10 u. 11: Das Ostende von London. Ein soziales Nachtbild. Paul Fischer- Berlin. Preis à Heft 15 Pf. Heft 12: Die Entwicklung der Geschichtsauffaffung bis auf Karl Marr. Von Gerhard Krause. Preis 20 Pf K ge it 1 di 60 g h m h It 2 δ te δ Von m e h Jedes Heft der Berliner Arbeiter- Bibliothek" ist einzeln zu beziehen. Die Preise sind niedriger gestellt wie bei allen anderen Unternehmungen. Bestellungen richte man an die bekannten Kolporteure oder an die h Expedition der ,, Berliner Arbeiter- Bibliothek" Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. Kolporteure gesucht und gebeten, sich an die Expedition zu wenden. Hoher Rabatt. Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik von MAX BUSSE 157. Invaliden- Strasse 157, neben der Markthalle, verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von zu fabelhaft billigen Preisen. Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren Spezialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. Daſelbſt Bahlstelle des Metallarbeiter- Bereins Weiß- und Bairischbier- Lokal und Bairischbier- Lokal Restaurant und der Gürtler- Hilfskasse. Haupt- Agentur der Berliner Feuer- Versicherung. Otto Klein Kottbuser Damm 14, früher Ritterstr. 15. Verantwortlicher Redakteur: Verkehrslokal der Maurer. Arbeits- Nachweis der Steindrucker und Lithographen und der Filzschuh- Arbeiter. Zahlstelle der Arbeiter- Bildungsschule. zum„ Zukunftsstaat" Adolph Scholtz, Kaftanien- Allee Nr. 35. ( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur inkl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Paul Graft, Berlin. Verleger und Druder: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. 9 f 11 11 e δ