Nr. 242. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags- Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Gingetragen = in der Post Beitungs Preisliste 601 für 1896 unter Nr. 7277. our ded Vorwärts 13. Jahrg. Inferttons Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest= tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteibeiträge ein: = Donnerstag, den 15. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: | Quittung. Verdienen" sofort das Haupt- und Leitwort, als der erste haben. Die Elite- Tage" gaben ja den Fingerzeig, und Gedanke an eine Ausstellung auftauchte. Was verdienen? eine Ausstellungsleitung, die eine" Sportwoche" einrichtet, Als dann Im Monat September gingen bei dem Unterzeichneten folgende Möglichst viel! Das konnte am besten geschehen, wenn die ist in dieser Beziehung zu allem fähig. Auerbach i. V., Ueberschuß der Mai- Festzeitung 12,-. Ausstellung möglichst groß war. Also eine Weltausstellung! die ersten Defizitschatten sich zeigten, da wollte man Man Altenburg, Wahlkr. 100,-. Berlin, 4. Wahlkreis( Dft) 1600,- Da bewies der Rechenstift, daß die Zeit zu kurz, die vor den so oft bewiesenen Dünfel nicht wahrhaben. ( darunter Zeitungsspedition Juni Juli 359,40, Lefe und handenen Kräfte zu gering, das Risiko zu hoch war. So schrie, an dem ganzen Unglück seien nur die Arbeiter schuld, Diskutirklub Nordosten, Ueberschuß bei der Auflösung 12,40, wollte man sich denn mit einer nationalen Ausstellung zu- die aus reiner Bosheit nicht in die Ausstellung gekommen Amerikanische Auktion von zwei Tauben bei D. Franke 9, frieden geben. Aber auch da konnte es noch gefährlich wären. durch Candale 10,-, Wolter'sche Werkstelle, Büschingstr. 7 6, schief gehen, und so begnügte man sich denn schließlich mit Die Berliner Gewerbe- Ausstellung ist vorüber. Sie war 9 Tischler von Bölling u. Hirsch, Große Frankfurterstraße 20,-) einer Berliner Gewerbe- Ausstellung. Wenn man nur den eine Schöpfung des Kapitalismus zu fapitalistischen Zwecken. Berlin div. Veiträge: Dr. L. A. 20,-. Gruß einer verstorb. Genossin 58,70. Werkstatt Malchin 9,10. 2. und H. B. 5,-. Marten's Lokalpatriotismus fräftig aufschürte, konnte auch da etwas Wenn sie nicht die Früchte brachte, die die Unternehmer erFrauenverfamml. d. Schröder 2,-. Eächs. Genosse in Moabit Juli- abfallen. Wie viel die Profitgier zum Zustandekommen der warteten, so haben das diese ihrer allzu großen Raffgier Sept. 30,-. Rothe Buchbind. Grünftr. 5,-. Rothe Hochzeit Görlitzer Ausstellung beitrug, beweist schlagend der sofort los zu verdanken und der Leitung, die sie sich selber gegeben. straße 3,-. Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei von brechende Streit über den Ausstellungsort. Hie Wiz- Die Berliner Ausstellung war in der Hauptsache eine AusBading 10,- Bierprozente Pianofabrik Eisenbahnstraße durch leben!" und" Hie Treptow!" schrie man, und hervorgekehrt stellung wie jede andere. S. 8,-. Mitgl. b. U.-Dr. 8. Rate 5, Friedrich Engels" 5, und vorgegeben hat man alles mögliche, sogar die armen Aber der eine macht sein Geschäft auf feinere, der Gutenberg 100,-. J. Patz 2,-. S.. 23. 20,-. Mittel- Arbeiter", In Berlin glaubte man die doch nicht so weit laufen könnten. andere auf gröbere Weise. deutsche Arb.- Radfahrer in Deffau 13. Sept. 6, A. E. G., Brunnenstraße 7,20. Sparpfennig der Löwe'schen Gürtler 5,20. In Wirklichkeit handelte es sich um nichts weiter, als mit dem üblichen Kommandoton auszufommen. Man hat Bruch i. W., einige treue Genossen, die am 1. Mai arbeiten um einen Interessengegensatz zwischen den Grundstücks- sich getäuscht. Noch tanzt nicht alle Welt nach der mußten 6, Burgsteinfurt, gef. auf einer filbernen Hochzeit und spekulanten des Westens und den Hausbesizern des Ostens. Duerpfeife. So fißt man statt im Fettuäpfchen im Essigfaß. Der Berliner Arbeiter hat die Ausstellung ruhig auf der Laffallefeier 7,10. Bernburg, 6. und letzte Rate, Rück Die Hausbesizer blieben Gieger, die Ausstellung tam nach zahlung 50, Cotta, 6. fächsischer Wahlkreis 200,-. Cottbus, Treptow. Mit welchen Gewinn- Hoffnungen man sich im tommen und ruhig gehen gesehen. Ihn kann kein Kehraus G. 10,- Göpenick, Ueberschuß vom Vergnügen der Zimmerer 5,- Often trug, zeigt am besten die Thatsache, daß Gastwirthe schrecken. Hätte er etwas davon gehabt, wenn die Herren, Caffel, die wilden Maurer 100,-. Dresden, selbst auf die Arbeitervereine an die Luft setzten, um mehr Raum für die jetzt Jeremiaslieder anstimmen, ihre Taschen gestopft gelöster Verein der Kalt= und Biegelträger 100, die Fremden- Schaar zu haben. hätten? Dabringhausen, b. b. Bertrauensm. 7,-. Döbeln, Romanus II Rehraus, Kehraus! Die Ausstellungsarbeiten werden vergeben. Sofort 18,50. Faltenberg( Oberschl.) 2,-. Flensburg 30,-. Frankfurt a. M. 300,-. Freiburg i. B. 15,-. Güstrow, von Ge- zeigt sich der Raubthier Charakter des Kapitalismus im Die Submissionszahlen schwanken unnoffen 50,- Gera( Reuß) 500,-. Grabow i. M., v. Genossen hellsten Lichte. Nur der tann hoffen, Mindestfordernde 20,-. Greis, Genossen v. Gr. und Umg. 100,-. Goldlauter geheuer. Se damit einen zu erhalten und 10,-. Hamburg, Budiler Uebersch. M. u. G. B. Hochallee den Auftrag 20,-. Hamburg 2. Wahlfr. C. Tm. 10,-. Hamburg, Neubau winn zu machen. Aber nur dann, wenn die Arbeiter Johanneshof 18,70. Samburg, v. d. rothen Garde durch H. B. gedrückt und gezwackt werden. So entstehen die schlechten d. am wenn sie Politische Uebersicht. th Berlin, 14. Oktober. Der Bund der Landwirthe und das Vereinss 2. R. 80, Hamburg, Getränk- Uebersch. Bau Sachsenstraße und unzureichenden Sicherheitsvorrichtungen. Wie viel gesek. Vor einigen Tagen berichteten bürgerliche Blätter, b. Markmann 29,95. Hennigsdorf, amerit. Auktion 3,62. Blut und Thränen fleben an den Ballenzimmerungen und daß die auf Veranlassung. Bebel's eingeleitete UnterHannover 1000,-. Hamburg, weniger Egoismus 20,-. Der suchung gegen den Bund der Landwirthe wegen Ueber Hamburg N. N. 50,- Luckenwalde, rothe Rindtaufe 1,50. Rabitzwänden der Treptower Ausstellungsbauten! §8b Vereinsgesetzes, Sangensalza, v. d. Genossen 30,-. Lägerdorf 30,-. Luxemburg Unternehmer will und muß so billig bauen. Er sucht tretung des§ 8b des preußischen der das Verbot des Inverbindungtretens politischer Vereine 2. 200,- Lüneburg 15,-. München, Waldläufer 5,-. Me die Arbeitskraft, wenn Go billigsten ist. rane, von rothen Turnern 2,35. Nürnberg 400,- Niederschreiten die Bauten nur ganz langsam fort, ein Stillstand enthält, resultatlos verlaufen sei. Wir nahmen von dieser seitens Schönweide, Auktion eines Schirmes, d. Tischler Schulz 3,- nach dem andern tritt ein, am 1. Mai ist die augenscheinlich Netschtau, auf Veranlassung des Bogtl. Anz." 50,-. Nordhausen Berliner Ausstellung trotz aller Prahlerei so durch den Vertrauensmann 10,-. Neuenburg bei Soldin 5,20. fertig, wie nur eine ihrer Vorgängerinnen am Eröffnungs- feitens der Staatsanwaltschaft bisher keinerlei Mits Reichenbach i. V., alte Garde, 8. Quartal 50,-. Rotschau, von tage es gewesen. Und welche Wuth oricht los, als in der einer Kindtaufe 3,30. Schwabach, von Genoffen 25,-tage Schwerin a. W., auf Liften gesamm., 2,90, Stettin, v. Genoffen letzten Zeit die Arbeiter es wagen, ihre Waare Arbeits250,-. Solingen, durch den Kreis- Vertrauensmann 100,- kraft etwas höher anzusetzen? Ja, das war Hochverrath, Striegau 31,70( dar. Bierübersch. Königszelt 1,70). Hochverrath an Sr. Majestät dem Kapitalismus. Hamburg- Eimsbüttel, den 7. Oktober 1896. " Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch. Kehraus! 01 des Bundes der Landwirthe uninspirirten Mittheilung keine Notiz, weil dem Abg. Bebel theilung über den Ausgang der Untersuchung zugegangen war. Wie recht wir hatten, dieser Zeitungsnotiz gegenüber vorsichtig zu sein, geht aus der folgenden Mittheilung der Breslauer Ztg." hervor: Ein intereffantes Schriftstück kommt uns auf den Tisch ges flogen, das sehr lehrreich ist für die Frage, ob die Organisation des Bundes der Landwirthe gegen das Vereinsgesetz verstößt oder nicht. Das Schriftstück lautet: Bund der Landwirthe. Berlin SW. Dessauer Straße Nr. 7. Berlin, den 9. Oftober 1896. Unterdeffen hatte der Charakter der Berliner Ausstellung seine letzte Prägung erhalten. Noch redete man tagaus tagein von dem ungeheueren Bildungswerth der Ausstellung, alles, was Herz und Gemüth, Verstand und Hand veredele und weiter bringe, könnte man da draußen sehen. Wenn man nun hinausging und sich die BeNoch wenige Stunden und das Wunderwerk im scheerung besah, was bekam man zu Gesichte? Eine AusTreptower Part schließt seine Pforten. Es war allmälig stellung allerdings. Und es fann nicht geleugnet werden, auch stiller und stiller geworden in der letzten Zeit von der der Mann der Arbeit konnte in ihr manches sehen, das ihn interGlanzleistung" des deutschen, des Berliner Bürgerthums, effirte, manches, an dem er sich weiterbildete, manches, das ihn die Herren Borsigenden der Provinzial resp. Landes. Abtheilungen der Wahlkreise, Bezirks- und Hauptgruppen. eine Lobespojaune nach der anderen verstummte, der erfreute, bei dessen Anblick er die Sorgen und Mühen des schrillste Jubelfagott stellte seine Bemühungen ein, und was Altages vergaß. Aber diese Ausstellung war mir ein Anheute und morgen aus den bürgerlichen Blättern heraus- hängsel, sie wurde völlig erdrückt von den blanken Vertönen wird, mag tlingen wie dumpfer Trommelton hinter gnügungsstätten, die sie durchsetzten und umdrängten. Daß einem Todten. dem so geworden, liegt in der Sache selbst. = " Die Berliner Gewerbe Ausstellung vom Jahre 1896 Die Leute, die den Sommer über in Treptow wirth hat nicht gehalten, was sich überschäumender Lokal- schafteten, kann man in drei Gruppen eintheilen. Da sind patriotismus, preußisch- deutscher Chauvinismus und das vorerst die Macher„ vons Ganze". Unter ihnen waren die Kapital selbst von ihr versprachen. Am grünen Strand Geschäftigsten gar oft Herren, denen die Ausstellung nichts der Spree wollte man der Arbeit" ein Fest geben, war, wie ein Sport. Ob sie heute einen Blumentorso ein halbes Jahr lang, und alles bisher Dagewesene mitmachen oder morgen einem Leichenbegängniß beiwohnen, sollte es in Schatten stellen; wie im Schutz des ist ihnen gleich. Gesehen wollen sie werden und bewundert, Militarismus, Gewerbe und Künste blühen, wollte man und einen Ton wollen sie mitreden. Die Spezies ist wohl beweisen. Und wenn alles gut ging, einen Schnitt noch voll auf ihre Kosten gekommen. Sie tamen während der machen, daß die Taschen sich bauschten. Mit dem Schnitt ganzen Ausstellung aus dem Festessen und Toasten garnicht war es aber leider nichts. Es sind keine glücklichen Ge- heraus, und nach Schluß der Vorstellung wird es wohl auch fichter, die die Garantiefonds- Zeichner zur Schau tragen, an einer äußerlichen Ehrung nicht fehlen. Die eigentlichen Entweder gleich in feit es ihnen klar geworden, daß sie eine Million werden Aussteller wollten Geschäfte machen. blechen müssen. Die Sache braucht man übrigens nicht zu der Ausstellung selbst oder später, und so hatten sie Waarentragisch zu nehmen. Die Herren haben es, haben es von oder Musterlager gesandt. Ihre Geschäftsspesen, Playihrer Arbeiter Gnaden, und können bezahlen. Aber auch miethen u. s. w. verringerten sich, wenn es gelang, recht viel mit dem Fest der Arbeit" war es nichts, die Arbeit selbst andere herbeizuziehen, die mit zuzahlten. Das tonnte am war am allerwenigsten unter den Bäumen in Treptow zu besten bei denen geschehen, die an den Ausstellungsbesuchern sehen. Und die Fremden aus dem Ausland? Wie verdienen wollten, ohne selbst auszustellen. So wuchs die viele kamen denn zur Ausstellung? Wenn ein Verein von Bahl der Vergnügungsstätten bis ins grauenhafte. Nun 200 Mitgliedern sich zeigte, entstand schon schon ein erschraken doch einige, und so kam die Ausrede, in Berlin Getöse, als sollte eine ganze Völkerwanderung empfangen seien Unternehmen wie eine Ausstellung ohne etwas werden. Die Stimme der Wahrheit aber hat man damit Klimbim eben nicht möglich. doch nicht übertam- tamen fönnen, und die Fremden waren Jedem Aussteller ist ein zahlungsfähiger Besucher es in vielen Fällen selbst, die schwarz auf weiß darlegten, natürlich lieber als ein armer Teufel. Wie oft werden in was sie von den Berliner Veranstaltungen hielten. den Straßen Kinder verscheucht, damit die Herren und Die Berliner Gewerbe- Ansstellung war eine Schöpfung Damen nur recht genau sich die Herrlichkeiten des Schaudes Rapitalismus. Und danach ist sie gerathen und danach fensters betrachten tönnen. Sollte aus dieser Erwägung mußte sie gerathen. Es ist dem Kapitalismus unmöglich, heraus nicht die hohe Eintrittsgebühr entstanden sein? irgend Etwas anders als unter dem Gesichtswinkel des Was kannst du armer Teufel mir denn bieten? Berdienens, des Profits, zu betrachten. Und so war das auch das Sich- Besserdünken mag eine Rolle gespielt Und Streng vertraulich! An Sehr geehrter Herr! Es wird Ihnen durch die Zeitungen schon die Nachricht zugegangen sein, daß der Führer der sozialdemokratischen Partei, Bebel, eine Anzeige gegen den Bund der Landwirthe eingereicht hat, weil seine Organisation gegen das preußische Vereinsgesetz verstoße. vom in Sie werden sich erinnern, daß von der Zentralleitung aus stets das größte Gewicht darauf gelegt worden ist, daß die Provinzial und Landesabtheilungen bezw. Hauptgruppen es vermeiden müßten, irgendwie ein selbständiges Vereinsleben zu entfalten. Wir bringen insbesondere unser Rundschreiben 16. April 1896 dieser Beziehung in Erinnerung. Wir bitten Sie deshalb wiederholt, die größte Sorgfalt nach dieser Richtung hin walten zu laffen, und bei allen Aeußerungen, die Sie in der Oeffentlichkeit vers anlassen, zu betonen, daß unser Verein ein einheitlicher Verein ist, der seinen Siz in Berlin hat, und der selbständige Zweige vereine nicht bilden darf. Wir empfehlen deshalb ganz besonders, bei den in jeßiger Zeit einzuberufenden Versammlungen die Form beobachten zu wollen, daß Sie die Bekannts machungen wie folgt abfaffen: in . Der Bund der Landwirthe zu Berlin hält am;:.: eine Bundesversammlung ab. ( Unterzeichnet): Der Borstand des Bundes der Landwirthe zu Berlin. In Vertretung: ( Der Name des Einberufers.) Wir betonen, daß diese Fassung in etwas von dem früheren. Ihnen gemachten Vorfchlage abweicht, daß wir aber diese für die forrettere und deshalb empfehlenswerthere erachten. Insbesondere ist es auch nöthig, daß bei der Raffen verwaltung die strengfte Zentralisation beobachtet wird in der Weise, daß die vereinnahmten Gelder sofort an die Ihnen be tannte Adresse in Berlin abzusenden sind. Wir verfehlen nicht, Ihnen mitzutheilen, daß die königliche Staatsanwaltschaft, wie dies ihre Pflicht ist, Bernehmungen nach dieser Richtung hin bei dem Bundesvorstande bereits ver anlaßt hat, und daß es deshalb geboten ist, die Frage mitt größtem Grnfte zu behandeln. Wir begrüßen Sie mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung ergebenst Der engere Vorstand: Der II. Vorsitzende: Wir wollen demnächst wieder anfragen, wie sich die Sache weiter entwickelt hat. " " richten: " -O GLO Eugen Richter hat wieder eine neue Broschüre gezücktem Säbel auf Siebmann los. Nur durch das energifche gegen die Sozialdemokratie veröffentlicht, die in der bei ihm ge- Eingreifen des Wirthes und des Kellners wurde ein wohnten marktschreierischen Weise im redaktionellen Theile der Unglück im Lokal verhütet. Als Siebmann bald darauf Freifinnigen 3tg." angepriesen wird. Wir wünschen nur, daß in den Hof ging, sprang v. Brüsewiß auf und rief: die Broschüre Gegen die Sozialdemokratie" dieselben Erfolge Ich bin in meiner Ehre tödtlich verlegt und muß mich Der Direktor: für uns und für die freisinnige Voltspartei zeitigt, wie bie rächen, sonst muß ich den Dienst quittiren."(!) Der Wirth Dr. Roesick e. J. B. Plastuda. Irrlehren und der Zukunftsstaat vom unentwegten" Eugen. vertrat ihm jedoch den Weg und verhinderte ihn, in den Hof zu Damit ist unzweifelhaft von der Bundesleitung das Dann haben im Jahre 1904 die Sozialdemokraten 120 Sige gehen. Hierauf nahm von Brüsewiß seinen Mantel und feine Bugeständniß gemacht, daß der Bund der Landwirthe bis- und die freifinnige Boltspartei teine Mandate zum Reichstag. Müge und entfernte sich durch den Ausgang zu der Karlstraße ber, also auch zur Zeit, als die Untersuchung und die Ver- Gegen die ollen Kamellen unterm neuen Titel zu polemisfiren hin, um gleich darauf von der Seitenstraße her wieder durch das handlung gegen Auer und Genossen geführt wurde, den§ 8b lohnt nicht. Café in den Hof zu gehen. Dort traf er den Siebmann, der des preußischen Vereinsgesetzes übertreten hat. Wenigstens Gegen die Bäckereiverordnung erklärte sich zeihen, sich zu der hinteren Thür des Hofes flüchtete, wo ihm unter dem wiederholten Rufe, v. Brüsewiß möge ihm doch verwürde hier und da ein Staatsanwalt aus einem derartigen der antisemitische Parteitag! Das ist deutsch- soziale Reform. Geheimzirkular der sozialdemokratischen Parteileitung den der Offizier ohne weiteres den Säbel durch den Leib rannte. Beweis hierfür für vollkommen erbracht erachten. Das Duell hat in rückhaltlosester Weise der evan- Der Schwerverletzte wurde darauf in ein Zimmer gebracht, wo gelische Pastor Keller in einer Rede verurtheilt, die er am legten er einige Stunden später seinen Geist aufgab. Dies der That Wir haben freilich alle Ursache in diesem Falle annehmen Freitag im Konzertsaale der Düsseldorfer Tonhalle hielt. Wir bestand. Von einer Ohrfeige, die der Offizier bekommen haben zu müssen, daß dem Bunde der Landwirthe tein Härchen ge- entnehmen seinen Ausführungen die folgenden Säße: soll, wissen die Augenzeugen abfolut nichts. Der Verbrecher ist frümmt werden wird. Denn wenn zwei dasselbe thun, ist Ehre ist die Anerkennung und Hochachtung, die ich von bis jeßt noch nicht verhaftet. es nicht dasselbe. Der historischen Genauigkeit wegen wollen anderen verlangen kann und verlangen muß. Das hat der letzte Wie die N. Bad. Landesztg." hört, beabsichtigt die freifinnige wir aber nicht unterlassen, daran zu erinnern, daß der Fabritarbeiter nöthig. Und wenn diese dann wirklich von Stadtverordnetenfraktion folgende Anfrage an den Stadtrath zu Vertreter der Staatsanwaltschaft im Prozesse Auer und nicht ein viel zu hoher Preis? Und wird durch die Tödtung einem anderen verlegt würde, sind dann zwei Menschenleben Genossen erklärt hat, den berühmten Rechtsgrundsatz des Gegners wirklich die Ehre wieder hergestellt? Nein. Da Was gedenkt der Stadtrath zu thun, um für die Zukunft seines vorgesetzten Ministers zu verhüten, daß in den belebtesten Straßen der Stadt Manns nicht als für ihn durch, daß man Muth bewiesen, hat man doch keine Ehre. heim seitens des Militärs von scharf geladenen maßgebend zu betrachten. Die Frage ist nur, Schiller sagt schon Muth zeigt auch der Mameluck!" und ob der Staatsanwalt, der voller Eifer im Prozesse Auer Difiziere, bie fich briften, einem Dutzend Raufbolden Stand zu den bessischen Landtagswahlen wird Schußwaffen Gebrauch gemacht wird?" und Genossen für die Berurtheilung der Angeklagten ein zu halten, haben event. noch lange teine Ehre, wenn fie, gestützt getreten ist, auch die ehrenvolle Mission erhält, für die auf die brutale Kraft, Ehebruch und sonstige„ beffere" Gepflogen aus Offenbach gemeldet, daß alle Versuche gemacht wurden, um Nebertretungen des§ 8b des preußischen Vereinsgesetzes heiten treiben. Nun sagen die Duellfreunde, man habe doch eine möglichst große Anzahl unserer Wahlmänner- Mandate für durch den Bund der Landwirthe die entsprechende Strafe brengerichte! Ja, warum haben denn nur die besseren Kreise ungiltig zu erklären. Der Versuch ist aber kläglich gescheitert. Ehrengerichte und warum nicht auch alle Stände? Aber das Obgleich man nach anscheinend recht gekünftelter Auslegung 15 zu beantragen. und b paßt der„ noblen" Gesellschaft nicht. Ein Satisfattionsfähiger" unserer Mandate faffirt hat, verfügen wir noch immer reichlich kann mein Weib verführen und hat Ehre, wenn er mich des über die Stimmen, welche bei der gigen Wahl des Abhalb vor die Pistole fordert. Ich habe aber feine Ehre nach geordneten den Sieg unserer Partei sichern. Die Verschuldungen unseres Junkerthums werden von diesen Ehrbegriffen- wenn ich mich nicht vor die Pistole des Ehe Ungarn. Zeit zu Zeit den Reaktionären von seiten unserer Freifinnigen brechers stelle! Und wenn ich dann unschuldig von dem Ver- supplemio führer meiner Frau geschossen werde, wenn ich einem schreck- Budapest, 12. Oktober.( Eig. Ver.) ( Eig. Ber.) Die Sozialvor Augen gehalten und sie mögen wohl daran thun, mit diesen lichen Siechthum verfalle, dann ist's deshalb geschehen, weil demokratie in der Wahlbewegung. Gestern Nach. Borhaltungen ihren Uebermuth etwas zu dämpfen. Aber sie sollten sich zugleich die Frage vorlegen, wie war es möglich, daß mich ein anderer Schurke schwer beleidigt hat! Wer mittag hielten in Budapest im VII. Bezirke die Sozialdemo dieses Junkerthum wieder so hoch fominen konnte, daß es sich die diese Verrücktheit nicht begreift der thut mir leid! Dic traten die erste Wählerversammlung ab. Etwa 3000 Wähler und Führerschaft im Lande, die Vertretung des Bauernstandes und land begreifens allerdings. Ritter mit dem ausgetrockneten Gehirn auch die in Deutsch- Nichtwähler waren anwesend. Genosse Radi referirte über„ Die Abgeordnetenwahlen und die Sozialdemokratie" und befoute die das Privileg auf Patriotismus und Religion anmaßen durfte. Dann sollten die Liberalen an ihre Brust schlagen und rufen: evangelische Pastor Schall im Reichstage deswegen, durch Genossen Dr. Csillag von seiten des Kandidationskomitees Zu unserer Schande müssen wir auch sagen, daß der Gründe, warum wir in den Wahlkampf eintreten. Hierauf wurde Nostra culpa, nostra maxima culpa! Unsere Schwäche, die weil er das Duell vertheidigte, von dem sozial: Genosse Dr. Adolf Soldner zum Abgeordneten kandidirt. Nach. Schwäche und Feigheit der Bourgeoisie veranlaßte die Fahnen bemokratischen Abgeordneten Bebel gehörig dem dieser gesprochen und die Kandidatur angenommen hatte, flucht von den früheren Idealen des Liberalismus; die Furcht abgeführt wurde! Nein! Christenthum und Evangelium ging die Menge auseinander. Auf der großen Ringstraße, die vor dem Bolke, vor den Arbeitern ließ die Bourgeoisie vor bieten fürs Duell gar feinen Anhalt. Nach dem Schall'schen nahe zum Versammlungslokal liegt, begegnete sie dem liberalen Militarismus und Bureaukratie in den Staub kriechen und sich Christenthum heißt's:„ Leben wir, so leben wir dem Herrn, Kandidaten, der schon seit vielen Jahren Abgeordneter des zum Piedestal derselben machen. Der Sedanrummet brachte die sterben wir, so sterben wir dem Herrn". Ich möchte darunter VII. Bezirkes war, und der einer der größten Arbeiterſeinde iſt. setzen: Schießen wir, so schießen wir dem Herrn", denn mit Erregte Besucher unserer Versammlung nahmen seinem GeEinen deutschen Sieg stellt ein Antisemitenblatt als das jenen Sägen vertheidigte ein militärsrommes Blatt einmal Schall folge die Fahnen weg und bewarfen ihn und seine Anhänger Ergebniß der Zarenreise nach Frankreich hin. In der Zarin und das Duell!" mit Koth. Hierauf ergriffen die Liberalen die Flucht. Bei dieser habe man eine deutsche Frau gefeiert und während Paris(?) In der Bibel steht, mer Menschenblut vergießt, soll dem Affaire waren etwa 20 000 Menschen anwesend. ihr zujubelte, habe es der deutschen Weiblichkeit eine Scharfrichter überliefert werden. Ihr sollt nicht eitler Ghre Genosse Bokanyi tritt in Droshasa und O'Beefe als Nandidat Huldigung dargebracht. Die deutsche Weiblichkeit mag sich bei geizig fein ic.!" Dennoch beseitigt man das Duell nicht. Das auf; Genosse Wanto kandidirt in Neusohl, Dr. Goloner noch dem vormaligen Ahlwardt Organ bedanken, das deutsche Duell ist ein nothwendiges Uebel" ruft man. Ein toller Wider im Monower Bezirke; Genosse Ferenzi in Szegedin und in Weiblichkeit darin erblickt, daß ein Weib um den Breis einer spruch! Ein Uebel kann doch nicht nothwendig sein! Noth- Gyula; Genosse Pfeifer in Zenta; Radi in Czepled und Krone oft thut es auch ein geringerer Preis- Vaterland und wendige Uebel sind der Krieg nicht, die Hungerlöhne nicht, die Hodmesövasarhaly u. 1. w. Jusgesammt hat die sozialReligion fortwirft oder wechselt und nun komödienhaft( holder Prostitution nicht! demokratische Partei in 20 Bezirken, wo sie gegen 80 Ber Anmuth der deutschen Zarin heißt es im Antisemiten= Der Redner giebt nun eine Reihe Beispiele, daß auch frühere sammlungen abhalten muß, Randidaten aufgestellt. Donnerstag Deutsch) sich als Deutschseindin ausspielt. Düber das edle Fürsten das Duell mit dem Tode bestraft hätten. Well bas Abend hält Dr. Goldner im VII. Bezirke feine Programmrede Balgen überhand nimmt 2c.", habe einmal ein Preußenfönig ge- und am 18. Ottober in Kleinpejt( Monower Bezirt). Ju Droshasa, wo Genosse Botanyi kandidirt, hat sich ein Der Bar ist auf der Heimreise, der Dynamitardenrufen und schärfste Gefeße gegen das Balgen" erlassen. schwindel ist zu Ende. Nach einer Mittheilung des Rechts. Romitee von 400 Wahlberechtigten gebildet, bas seine ahl durch eifrige Agitation erzwingen will. Gelingt es, die für die beiftandes Tynan's ist, wie aus Poris gemeldet wird, die Aus Wahlbewegung nöthigen Geldmittel aufzubringen, so dürfte seine lieferung deffelben endgiltig verweigert worden. Tynan werde Wahl gesichert sein. fofort in Freiheit gesetzt werden und alsbald nach New- Yort ab reifen. Wie der Matin" meldet, hat sich der Justizminister Darlan im Ministerrath gegen die Auslieferung Tynan's aus gesprochen. Ein endgiltiger Beschluß werde jedoch erst noch gefaßt. Junker von Jena zu Ehren. deutsche" Weib! " * Deutsches Reich. " " Von allen Seiten kommen an die ungarländische Parteis leitung Aufforderungen, sozialistische Kandidaten au empfehlen. " Hannover, 13. Ott.( Volfswille") Neuauzustellende Schuyleute follen fünftig, wie der Bannov. Courier" zu berichten weiß, besonders auch daraufhin geprüft werden, ob sie während ihrer Probedienstzeit sich im Verkehr mit dem Publikum bewährt haben und ob sie zu Ausschreitungen gegen dasselbe neigen. Wir wollen hoffen, daß sich die Mit-( Ungarische Wahlen ohne Wahlausschreitungen sind Aus theilung des Hannov. Courier" bewahrheitet, denn auch wir nahmen, deshalb ist den Vorgängen im VII. Budapester Wahlhallen eine besondere Prüfung der anzustellenden Schuylente in bezirke teine besondere Bedeutung beizumeffen. Hätten freilich dieser Richtung für sehr nothwendig und zweckdienlich. Hannover die ungarischen Genossen statt in jahrzehntelangen inneren ist leider wegen der verschiedensten Borkommnisse im letzten Jahre Streitigkeiten ihre Kraft aufzuzehren, dieselbe auf die Ge zu einer nicht gerade beneidenswerthen Berühmtheit gelangt. Wo winnung und Disziplinirung der Arbeitermassen verwandt, so -Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung man hinkommt, überall scheinen die Polizeimaßregeln mehrerer wären solche Vorgänge nicht möglich. Red. D. Borw.") beschlossen, der Resolution des Reichstags wegen hannoverscher Polizeibehörden auf dem Gebiete des Vereins- und d Einführung eines wirksamen Schutzolls auf Versammlungsrechts und andere Leistungen dieser Behörden mit Schweiz. inlupss fun and Quebrachohola c. teine Folge zu geben. Der Vorlage besonderer Vorliebe erörtert zu werden, wobei die verschiedensten Zürich, 12. Oftober.( Eig. Ber.) Bis heute Mittag waren betreffend die zollfreie Ablaffung von Naphtha- Motoren bei der Vergleiche oft recht lehrreich sind. Mehr wie einmal schon in der Bundeskanzlei in Bern 56 300 Unterschriften für das ReVerwendung zum Schiffsbau wurde die Zustimmung ertheilt. hörten wir auch aus bürgerlichen Kreisen, daß man die jetzt ferendumsbegehren gegen das Bundesbankgeses ab Die Aussichten der Innungsvorlage im vom„ Hannov. Courier" erwähnte Maßregel für weit noth- gegeben, während deren nur 30 000 erforderlich sind und die Bundesrath beschäftigen lebhaft die bürgerliche Presse. Der wendiger erachte, als die fortwährenden Verbote von Festlich Frist für Unterschriftensammlung erst Mittwoch abläuft. Die thatsächliche Stand der Angelegenheit scheint zu sein, daß die feiten organisirter Arbeitervereine, bei denen Ausschreitungen meisten dieser Unterschriften stammen aus der welschen Schweiz, bayerische und badische Regierung, auf deren Ablehnung der nur höchst felten vorkommen, und wenn, dann fast lediglich auf in der, wie auch in der deutschen Schweiz, die Unternehmer Vorlage bestimmt gerechnet wird, bisher zu ihr noch keine Stellung eine gewisse Sorte Rowdies zurückzuführen sind, aber gleichwohl vielfach ihre wirthschaftliche Uebermacht dazu mißbrauchten, die genommen haben. Doch dürfte an der Ablehnung der Vorlage doch sehr schnell beigelegt werden. Arbeiter zur Unterzeichnung der Referendumsbogen zu ver durch die badische Regierung nach einer Erklärung im Landesverband der babifchen Gewerbevereine kaum mehr zu zweifeln gefehbuch Entwurf nahm am 13. Oktober die Leipziger Artikel, welcher dem Bunde das Recht auf das Banknotens Leipzig, 13. Oktober.( Eig. Ber.) 3um Handels- anlassen; dieselben werden hoffentlich in einem Vierteljahr nun erſt recht für das Gefez stimmen. erst recht für das Gesetz stimmen. Der Bundesverfassungs sein. Handelskammer Stellung. Die Stammer hat selbst wenig Wie die bayerisch- offiziöse Allgem. 8tg." feststellt, haben Ausstellungen an dem Entwurf gemacht, sondern sich nur die monopol verleiht und erst das vorliegende Gesetz möglich machte, mit Ausnahme des preußischen die Bundesraths- Bevollmächtigten Ausstellungen anderer Kammern und der Unter- Ausschüsse des ist am 18. Oftober 1891 in der Boltsabstimmung mit 231 578 bisher keine Instruktionen über die Stellungnahme ihrer Regie- Deutschen Handelstages zu eigen gemacht. Bemerkenswert für gegen 158 615 Stimmen angenommen worden. Daraus, fowie rungen zu dem Gefeßentwurf, betreffend die Zwangsorganisation die Gehilfenfreundlichkeit der Handelskammer ist, daß selbst drei auch auf die Annahme des Bankgeseges schließen. Die Genoffen der Annahme des Eisenbahnrechnungs- Gesetzes darf man des Handwerks. Die Erhebungen in den Einzelstaaten dauern Gutachten zum sechsten Titel des Entwurfs( Handlungsgehilfen auch auf die Annahme des Bankgesetzes schließen. Die Genoffen fort. Am 20. b. M. tritt in Weimar der deutsche Gewerbe- und Lehrlinge), seitens Gehilfen Organisationen, die Kammer Nationalraths- Kandidaten aufgestellt.im 2. eidgenössischen Wahlkreise haben Otto Lang als tammertag zufammen, auf dem außer Preußen, Mecklenburg und nicht vermochten, die gemachten Abänderungs- und VerbesserungsOldenburg alle Einzelstaaten vertreten find. Die Vertreter der vorschläge zu befürworten und zu verlangen, daß die im Entwurf Haufastädte und des Königreichs Sachsen werden nach Angabe getroffenen Bestimmungen verschärft werden. Das ganze, was des Münchener Blattes für die Zwangsorganisation fein. fie that, war, daß sie die eingefandten Gutachten demn sächsischen Parlamentsmitglieder verlangen den Zusammentritt des Parla Paris, 14. Oktober. Die Blätter und der größte Theil der Andere Mittheilungen lauten aber dahin, daß von den Ministerium für Ackerbau, Gewerbe und Handel zur Kenntnißments am 27. Oktober. Nach einer Korrespondenz aus Paris Hanfastädten gegen die Zwangsorganisation Einspruch zu ernahme fiberfandte. So werden die Handlungsgehilfen- Interessen dürfte aber das Parlament faum vor dem 8. November zufammen warten sei. gewahrt. " ahmenswerth. treten. Frankreich. od Bom Rolonial Kayser. Wie die Frankfurter- Die partikularistischen AbsonderlichBeitung" aus Berlin zuverlässig erfährt, hat der Kolonial- teiten, von denen die Regierung von Reuß a. 2. von Beit des garen während der Festtage seitens der Beitungen geherrscht, Paris, 14. Oftober. Der Waffenftillstand, welcher zu Ehren direktor Dr. Kayser sein Abschiedsgesuch eingereicht. Das Blatt zu Zeit Kunde giebt, werden mit weniger Müh und vielem Be- ist zu Ende. Die inneren politischen Kämpfe beginnen von neuem. glaubt zu wissen, die Ernennung Dr. Kayser's zu einem anderen hagen in der guten" Presse breitgetreten. Jene Kundgebungen& werden bereits Interpellationen angekündigt über die Zurückhohen Amte im Reichsdienst sei in Aussicht genommen.- sind ziemlich harmloser und mitunter durchaus nicht verwerf- feßung des Parlaments beim Barenempfang, ferner über die - Bon den Gegnern eines Reichsgefeßes zum licher Natur. Wenn die Regierung von Reuß der Stadt Berlin Berstöße des Protokolls, sowie über die Existenzberechtigung dieser Schuße der Bauhandwerker wird barauf hingewiesen, die Bezeichnung„ Reichshauptstadt" versagt, so ist das recht Etikettebehörde. dod did nd shor daß ein solches nicht nothwendig sei, weil nach§ 648 des gleichgiltig, und wenn es den Sedanrummel in Schule und Kirche England.dialous Bürgerlichen Gesetzbuches in wenigen Jahren jeder Unternehmer feine offizielle Stätte anweift, fogar recht löblich und nachverlangen kann, daß ihm eine Sicherheitshypother eingeräumt schlimmerent Partitularismus erlebt, die weit eher geeignet tritt von der Führerschaft der liberalen Da haben wir in Preußen Atte von viel London, 12. Oktober.( Eig. Ber.) Rosebery's Nud. wird. Daß diese jedoch selbst in den Kreisen der Reichsregierung inb, bie nationale Ginheit des Neiches zu erschüttern. Bartei hat natürlich großen Staub aufgewirbelt und eine lebnicht als ausreichend angesehen wird, ergiebt sich schon daraus, daß vor einiger Zeit das Reichsamt des Innern die verbündeten Das schlimmste Beispiel hat Preußen damit gegeben, daß es, hafte Diskussion über die Frage hervorgerufen, ob man ihn zur Regierungen um ein Gutachten über die Bekämpfung des Bau- wozu ebenso jeder andere deutsche Staat berechtigt wäre, nicht zurücknahme der Demission auffordern oder seinen Rivalen schwindels ersucht hat. Dabei hat sich ergeben, daß nach den blos ſeine besondere innere, sondern auch eine vom Reiche un- Harcourt wählen soll. Eine Art Plebiszit, welches die„ Daily Erhebungen des bayerischen Ministeriums des Innern die Be- abhängige Politit verfolgt, wie es beim Abschluß des russisch- News" unter den repräsentativen Mitgliedern der Partei verstimmung des Bürgerlichen Gesetzbuches als in jeder Weife Bismard als Reichskanzler gethan hat. Wollten die anderen Vor allem ift der Norden, das Bollwert des englischen Liberalismus, deutschen Auslieferungsvertrages unter den Auspizien des Fürsten anstaltet, zeigt bisher eine überwiegende Mehrheit für Rosebery. unzureichend bezeichnet wird, denn thatsächlich besteht deutschen Staaten diesem preußischen Bismarc'schen Vorbild für ihn. Er hat den Rest der bei den Liberalen verbliebenen Whigs diese Bestimmung in Bayern schon seit Jahr und Tag, ohne gründlich zu helfen. Die bayerischen Vor- folgen, dann wäre bald auch noch auswärts die deutsche Einheit und die meisten Sozialreformer für sich. Für Harcourt find schläge, bie daher eine um so größere Beachtung gesprengt und wir hätten die ganze Zerrissenheit aus den dagegen die Radikalen alten Schlages und ein Theil von Radikalen verdienen, gehen nun dahin, daß vor allem die faufmännische Bundestags- Beiten wieder. Unsere deutschen Nationalen" ver- fozialistischer Färbung, die persönlich Rosebery den Vorzug geben schlucken Glephanten und seihen Mücken. Buchführung für alle Bauunternehmer obligatorisch gemacht wird, würden, es aber für unmöglich halten, daß die im Haus der daß Unternehmern, die schon einmal Konkurs gemacht haben, die Ueber die Blutthat des Lieutenants von bundenen Peer geführt wird. Lords ohumächtige liberale Partei durch einen an jenes ge Der diesen Elementen genehmste Erlaubniß zu bauen entzogen wird, daß die Sicherstellung der Brüsewig in Karlsruhe, der in der Sonntag Nacht Bertreter wäre Mr. Asquith, dem doch Rosebery in Edinburg Bauhandwerker durch Kautionshinterlegung geschehe und schließ ein Menschenleben zum Opfer fiel, wird jezt allmälig Licht vers die bereinstige Führerschaft der Partei prophezeite. Aber daß lich, daß für Eintragung fingirter Hypotheken schon Strafen vor breitet. Die Bad. Landesztg." meldet: Siebmann tam mit Asquith schon jetzt gewählt wird, ist ausgeschlossen, Rosebery gesehen werden. Wie wir weiter hören, ist bagegen in Bayern zwei Damen in das Lokal und stieß aus Versehen an den Stuhl oder Harcourt ist die Parole, und trotz des Plebiszits wirb Der Vorschlag der Einführung des Befähigungsnachweises, dem des Lieutenants v. Brüfewiß, ohne sich zu entschuldigen. Als man für das Bauhandwerk in Preußen start das Wort redet, Brüßewig verlangte, Siebmann solle ihn um Entschuldigung wahrscheinlich Harcourt ben Platz behaupten. Cipul auf den lebhaftesten Widerstand auch in Handwerkerkreisen ge- bitten, antwortete Siebmann, er folle ihn in Ruhe lassen. In London, 14. Ottober. Sir W. Harcourt erklärt das stoßen.größter Aufregung sprang nun v. Brüsewiß auf und ging mit Gerücht, daß er seine Stellung als liberaler Parteiführer aufzu einer von Au ble Metallarbeiter aller Branchen richtet ber zuhalten. = geben und sich vom politischen Leben zurückzuziehen gedenke, für und nun endlich konnte das gesellige Beisammensein stattfinden, unbegründet. wobei die Polizeibeamten vor den Saalthüren standen. Italien. Selbstverständlich werden alle Schritte gethan werden, um Lübecker Volksbote" das Ersuchen, den Zuzug nach Lübeck, fern. gben Ungesehlichkeiten ein Ende zu machen. Die Szenen auf der Rom, 12. Oktober.( Eig. Ber.) Wie schwierig und ver- Straße, durch die Schuhleute veranlaßt, machten das Aus Stettin wird gemeldet, daß ein Maurerstreit widelt die Aufgabe ist, welche das für Sizilien eingefeßte Landes- größte Aufsehen, und noch an demselben Abend wurde in allen ausgebrochen und deshalb Zuzug fernzuhalten ist. ministerium übernommen hat, und wie alle politischen und Lokalen Breslau's der Vorfall besprochen. Wir sind in Schlesiens fozialen Uebelstände sich auf jener Insel in gesteigertem Maße lieblicher Residenz schon an vieles gewöhnt, der neueste Borfall Ju Hamburg- Altona haben die Buch binder ihre vorfinden, das kann eine kurze Zusammenstellung der Vorgänge fetzt aber allem die Krone auf, und wir sind begierig zu erfahren, Forderungen bis jetzt von 61 Firmen, 75 pet. aller in betracht der letzten Woche in Sizilien zeigen. Seit mehreren Tagen finden was die Regierung zu dem Auftreten der Polizeibeamten tommenden, bewilligt erhalten. 638 Arbeiter und Arbeiterinnen in vielen Gemeinden der Jufel zahlreiche, sich jetzt schon auf fagen wird. arbeiten zu den neuen Bedingungen. Im Streit stehen in mehrere hunderte belaufende Verhaftungen statt, welche eine Hamburg 48 Arbeiter und 30 Arbeiterinnen. Man hofft, daß nicht geringe Aufregung hervorrufen. Die Crispi'schen Zeitungen Besuche der legten Parteiversammlung in Frankfurt Ju einer Besprechung der Ursachen des schlechten die Bewegung in 8-14 Tagen fiegreich zu Ende geführt ist. vermutheten anfangs in dieser Maßnahme politische Gründe. Bei der Ewerf ihrer- Firma F. R. Scharfe haben Indeß hat sich bald herausgestellt, daß die Verhaftungen lediglich einmal gründlich die Frage untersucht werden, woher diese Sie fordern für diejenigen von 15 bis 17 Jahren einen Lohn am Main führt die dortige Voltsstimme" u. a. aus: G3 muß 20 junge Leute im Alter von 15-19 Jahren die Arbeit eingestellt. einer weitverzweigten Verbrecher- und Hehlergesellschaft, der sog. geringe Betheiligung bei allgemeinen Versammlungen, in welchen von 12 M., von 17 bis 19 Jahren 15 M., über 19 Jahre 18 M. Mafia gelten, welche in allen Schichten der Bevölkerung, auch politische Tagesfragen erörtert werden sollen, kommt. Denn bei und dann nach einigen Wochen den üblichen Lohnsatz für Ewerunter den Begüterten, ihre Mitglieder hat und jeder Maßregel festlichen Versammlungen, wie Laffallefeier, September, März führer, 4 M. pro Tag. Bisher erhielten sie nur 6-15 M. zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit durch ihre Wer- und Maifeier genügen meist die vorhandenen Räume nicht, Weiter haben 72 Schiffsreiniger der Hamburgbindungen die Spize abbricht; die Verhafteten sind zum theil fodaß fast immer einer Ueberfüllung durch behördliche Fürsorge Amerika Linie die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen Leute mit Abelstiteln und dergleichen. Gleichzeitig mit diesen vorgebeugt werden muß! Von verschiedenen Seiten wird nun denselben Lohn, der bei anderen Rhedereien bezahlt wird. Verhaftungen, die noch fortdauern, traten neue Anzeichen die Meinung ausgesprochen, daß wir an einem Uebermaß von Derselbe ist bei gewöhnlichen Arbeiten pro Tag 3,50 M., der tiefen Verderbniß der Gemeindeverwaltungen in Sizilien Versammlungen, an einer Ueberfättigung in dieser Hinsicht leiden! für zu Tage. Jn Palermo wies eine behördliche Untersuchung Wir müssen dieser Anschauung vollständig beipflichten! Es ist 4 Mart. Extra Arbeiten, wie Malen oder Bechschrapen, der Stadtkasse einen Kassendefekt Für Sonntagshalben und Nachtarbeit werden Million Frants auf. Der Gemeinderath der kleinen Kreishauptstadt die ja zum theil durch die wirthschaftlichen Verhältnisse bedingt bezahlt. Bei der genannten Gesellschaft dagegen wird gegen leider eine große Zersplitterung der Arbeiterbewegung vorhanden, 4 M. und für Ueberstunden 40 Pf. bei zehnstündiger Arbeitszeit Gallanifetta mußte aufgelöst werden, weil die finanzielle Miß ist, deren Schäden aber doch durch eine planmäßigere Agitation wärtig ein Tagelohn von 3,30 M. bezahlt. Die Ueberstunden wirthschaft die gesammte Berwaltung zum Stillstand gebracht erheblich vermindert werden könnten. hatte; die vorjährige Verwaltung hatte mit einem Defizit von Gewerkschaften und Verbände müssen ja unbedingt ibre alle vorkommenden Arbeiten verrichten und auch auf der UnterDie verschiedenen werden mit 83 Bf. berechnet. Für diesen Lohn müssen die Leute 450 000 Fr. abgefchloffen, die Schuldenlaft war auf 9 Millionen regelmäßigen Versammlungen haben. Franks angewachsen, die mit wucherischen Prozenten verzinst in denselben auf die Grörterung von örtlichen oder allge- ausführen und in den Leichtern der Gesellschaft bei den Gütern Aber man sollte sich Gibe beim Laden oder Löschen der Dampfer Schauermannsarbeiten werden mußten; und dieser Zustand war vorzugsweise dadurch meinen Werkstätten- Angelegenheiten, Lohn- und Arbeiterschutz- arbeiten. herbeigeführt worden, daß die kleine Stadt an Besoldungen für fragen und dergleichen beschränken und öffentliche Branchen Städtische Beamte jährlich 300 000 Fr. ausgab, also eine Menge Versammlungen nur in ganz wichtigen Fällen, bei Lohn Gewerbe mitgetheilt, daß eine Reihe Firmen bewilligt haben. Aus Hannover wird über die Bewegung im graphischen von begünstigten Müßiggängern auf Staditosten ernährte. Die bewegungen, veranstalten. Statt dessen aber werden über Gewerbe mitgetheilt, daß eine Reihe Firmen bewilligt haben. allgemeine Korruption im Lande hat in diesen Tagen in ganz allgemein interessivende Tagesfragen, wie z. B. jetzt Die Buchbinder der Firma Osterwald haben die Arbeit zur Palermo einen Aufruf zur einen Aufruf zur Gründung eines Gründung eines politischen über den preußischen Zwangs. Innungs- Entwurf, den alten Bedingungen wieder aufgenommen. Bei Schäfer Vereins veranlaßt, dessen Hauptzweck die der Geschäftspolitiker, der Aemterjäger und der Wahlbestechung die zu diesen Zweden veranstalteten allgemeinen politischen Steindrucker gekündigt. Bekämpfung Referate in den einzelnen Gewerkschaften verlangt und haben 4 und Klindworth sämmtliche Lithographen und Die bekannte Kontobuch Firma fein soll. Mag dieser Zweck erreicht werden oder nicht, in jedem oder gewerkschaftlichen Arbeiter- Versammlungen müssen wegen 3. C. Rönig u. Ebhardt wollte anfangs gar nichts Falle zeigt der unternommene Versuch, daß man sich in Sizilien über die Hauptschäden des öffentlichen Lebens, welche sich unter geringen Befuchs häufig vertagt oder aufgehoben werden. bewilligen, als dann das Personal kündigte, gab sie, der Regierung Crispi's so beträchtlich verschlimmert habenter Sierzu kommt aber noch ein anderer, wahrer Krebsschaben. Es wie der„ Wolfswille" berichtet, insofern Hein bei, als sie fich zu der Regierung Crispi's so beträchtlich verschlimmert haben, keiner ist das die noch weit größere 3 er splitterung in dem Ver- Verhandlungen herbeiließ und erklärte, die neunstündige ArbeitsTäuschung hingiebt. Mit der Mißverwaltung der bürgerlichen 3er Kreise geht die Nothlage der arbeitenden Klassen Hand in Hand. gnügungs- Vereinswesen der Arbeiter. Es ist ja durchaus zeit bewilligen zu wollen, freilich unter Bedingungen, die von den Das Landesministerium hatte, nachdem der Ausgangszoll auf für die Künste, insbesondere für den Gesang, für Redekunft bezeichnet wurden. So sollen die Steindrucker bei Löhnen über nothwendig für die proletarische Bewegung, daß auch das Interesse Steindruckern und Lithographen als unannehmbar fizilifchen Schwefel aufgehoben worden war, den Besizern der( Deklamation) u. f. w. gepflegt wird. Und hierin könnte etwas 26 M. einen Lohnabzug von 21/2 pCt. und die Lithographen einen Schwefelgruben die Erwartung ausgedrückt, daß der Vortheil sehr tüchtiges geleistet werden, wenn es im großen geschähe! folchen von 5 pGt. erleiden. Den Buchdruckeru will man die von dieser Begünstigung auch den Arbeitern zu gute kommen Etwa zwei, auch drei große Gefangvereine und ein deflamatorisch ihnen im Juli gewährte Entschädigung von 1 M. dafür, daß die werde. Diese auch von den Arbeitern selbst getheilte Erwartung rhetorischer Berein könnten unter gediegener Leitung wirklich neunstündige Arbeitszeit nicht eingeführt wurde, wieder nehmen. ist getäuscht worden, eine Lohnerhöhung wurde verweigert und fachverständiger Lehrer unzweifelhaft etwas Gesundes, Würdiges Rühmend erwähnt wird im Gegensatz hierzu die Firma Molling feit einigen Tagen befinden sich auf einem Theil der Gruben die leisten. Statt dessen haben wir mindestens ein Dußend derartiger u. Komp. Diese hatte den Buchdruckern aus denselben Gründen Arbeiter im Ausstand. Welchen Erfolg dieser auch haben mag. Vereine und Vereinchen, die trotz mancher hübschen Leistung doch eine Entschädigung von 2 M. gewährt, bei der Anerkennung der jedenfalls ist er ein erstes Zeichen des in einer bisher völlig nicht so etwas Kerniges bieten tönnen, wie wir es z. B. von neunstündigen Arbeitszeit aber troydem erlärt, den einmal eingeführten verkommenen Arbeiterbevölkerung erwachsenden Klassenbewußt dem Kölner Arbeiter- Gesangverein hörten. Hier muß unbedingt Lohnfat bestehen lassen zu wollen. Wie wenig die Firma J. C. König Wandel geschehen; und bezüglich der Versammlungsfrage wird u. Ebhardt auf eine friedliche Lösung der Differenzen zu geben sich wohl auch ein Wille und damit ein Weg finden. Hinsichtlich scheint, geht wohl daraus hervor, daß wegen der ge= der Sänger dürfen wir freilich unsere Erwartungen nicht allzu ringen Kleinigkeit von 84,88 mari pro Woche boch spannen; aber wir zweifeln nicht, daß auch sie endlich zur das gesammte Perfonal in Kündigung steht Einsicht kommen im Interesse einer gefunden Partei- Entwickelung. und die Firma auch bereits in dem bekannten„ Klimsch'schen AnDem Gewerkschaftskartell und andererseits dem Sozialdemo- zeiger" nenes Personal fucht. 84,88 m. beträgt nämlich die kratischen Verein dürfte wohl in erster Linie die Aufgabe zu- Summe insgesammt, welche die Firma den etwa 100 Steinfallen, für eine wirksame Regelung des Versammlungswesens druckern und Lithographen durch die 2/2 bezw. 5 pt. abeinzutreten. zwacken will. feins. Bulgarien. Sofia, 18. Oftober. Heute begann vor dem Gerichtshof erfter Instanz die Verhandlung in dem Prozesse gegen die Mörder Stambulow's. Der Klageaft stelt feft, daß zwischen Naum Tufektschieff, Michael Stawreff, genannt Haliu, Boni Gheorgiew, Atanas Bwetanow, genannt Taliu, und dem Azoff ein Einverständniß in betreff des Verbrechens be stand. Die Ermordung Stambulow's sei durch Haliu, Taliu, Boni Gheorgiew mit Hilfe des Rutschers Azoff vollführt worden. Nach Verlesung der Anklagefchrift stellte der Gerichtshof fest, daß von 170 vorgeladenen Zeugen 31 nicht erschienen sind, barunter 18 sehr wichtige. Der Staatsanwalt beantragte infolge deffen Bertagung der Verhandlung. Der Gerichtshof befchloß dengemäß; widerspenstige Beugen follen alsdami eventuell mit Gewalt vorgeführt werden. 119 Am 27. Oftober sollen die Verhandlungen wieder auf genommen werden. G Partei- Nachrichten. Unerhörte Vorgänge haben sich am Sonntag in Breslau abgespielt. Es wird uns darüber von dort berichtet: Ein Landagitations Komitee ist nun auch für den fünften Landtags- Wahlkreis in Reuß j. 2. gewählt. Todtenlifte der Partei. In Strasburg i. U. ist am 7. Ditober der Steinseher Heinrich Stower im 40. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit verstorben. Er war Vor sigender des dortigen Arbeiter- Bildungsvereins und die Partei Im vorigen Jahre widerfuhr ihm das bei seinem Leiden verliert in ihm einen der thätigsten und opferwilligften Genoffen. doppelt schwere Geschic, wegen einer angeb lichen Majestätsbeleidigung vier Monate im Gefängniß aubringen zu müssen. Die zahlreiche Be. theiligung an feinem Begräbniß zeigte, in welch hohem Maße sich Stower die Sympathie der Arbeiterschaft erworben hatte. Sein Andenken wird dauernd in Ehren gehalten werden. Polizeiliches, Gerichtliches ze. A Ju Köln ist der Ausstand der Spinner der Kölner Baumwollspinnerei für beendet erklärt. von 5. Lukas( Verlag des Thüringer Waldboten") durch ArJu Ohrdruf i. Th. haben die Seher der Buchdruckerei beitsniederlegung die schriftliche Anerkennung des neuen Tarifs burchgesetzt. Schon nach drei Stunden gab der Prinzipal nach. Beim Streit des Personals des General- n. seigers" in Würzburg war es mit den zugereisten Streitbrechern zu Thätlichkeiten 2c. gekommen. Ein Steindrucker und ein Schlosser, die sich daran betheiligten, sind jetzt zu 2 und 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Der zu 2 Monaten verurtheilte Steindrucker hat 3 Monate in Untersuchungshaft fizzen müssen. Die sozialdemokratischen Frauen und Mädchen wollten in dem Paul'schen Etablissement auf der Gräbschenerstraße ein Wegen eines Artikels über den Werner'schen Klempner In Prag- Bubua haben die Werkstätten Arbeiter gemüthliches Beisammensein abbalten; da aber früher diese ge- ftreit in Düsseldorf ist bekanntlich gegen den Redakteur ber der Staatseisenbahn- Gesellschaft die Arbeit ebenJeuigen zufammenkünfte als Versammlungen angesehen und die Niederrheinischen Volkstribüne", Genossen Wessel in Düssel- falls wieder aufgenommen. Damit ist der Streik der Werkstättenweiblichen Vertrauenspersonen bestraft worden sind, fie dieselben nicht angemeldet hatten, weil Dorf, ein Verfahren im Gange. Grober Unfug lautet das Ver- Arbeiter dieser Gesellschaft überall zu Ende. Während die so meldeten sie diesmal eine Versammlung an, gehen, dessen man ihn schuldig hält. Da man aus dem Redakteur Wiener Werkstättenleitung die Friedensbedingungen, zu denen was ihnen auch in der nichts herausbekommen fonnte, geht man jetzt gegen den Verdas Versprechen gehörte, daß niemand gemaßregelt werden sollte, fiblichen Weise bescheinigt wurde. Nun waltet in jener Gegend, leger, Genossen Huhn, ebenfalls vor, um zu ermitteln, ob loyal innehält, hat die Werkstättenleitung in Prag- Bubna, die wo sich das genannte Lokal befindet, der Polizeikommissarius dieser über den inkriminirten Artikel nichts weiß. Und überhaupt während des ganzen Streits provokatorisch auftrat, Leder, der als Sozialistenhaffer bekannt ist. Dieser Herr ging alles das wegen eines Streifs, der von den Arbeitern bereits 12 Werkstätten- Arbeiter von Prag nach Bubna versetzt, was von schon ein paar Tage vor dem angekündigten geselligen Bei gewonnen, also beigelegt ist!- Gegen Genossen Weffel ist den Arbeitern als Maßregelung betrachtet wird. fammensein zu dem Wirth des Etablissements und sagte ihm, noch ein nicht minder interessanter Prozeß im Gange. Durch eine Die erwähnten Friedensbedingungen, die in Wien zwischen daß er( Leder) die Versammlung unter keinen abonnements- Einladung der Niederrheinischen Volks dem Vertreter der Staatseisenbahn- Gesellschaft, Hofrath Grim. Umständen leiden würde. Der Wirth müsse tribüne" hat sich der Verleger des Düsseldorfer General- An- burg, und Dr. Sarpner, als Bevollmächtigten der Werkseinen Saal schließen und bie demokraten nicht hinein lassen. mündlich Sozial zeigers" beleidigt gefühlt. Anstatt die Sache mit der Feder ausstätten Arbeiter, festgesetzt wurden, lauten: der Einführung der neuneinhalb das nicht, dann würde er, der Polizei Komber Beit! bue er zumachen, ist der Mann zum Kadi gelaufen. Auch ein Zeichen 1. Das Zugeständniß der Einführung missarius, den Saal selbst abschließen. Als nun stündigen Arbeitszeit bleibt aufrecht; bemerkt wird, daß am Sonntag Nachmittag die Genossen und Genoffinnen in großer gold in 3 wid au ist vom dortigen Landgericht am 6. Juli follte, nach einem geeigneten Uebergangsstadium zu einer weiteren Wegen Beleidigung des Landgerichts- Präsidenten v. Man die Absicht besteht, wenn sich diese Aenderung bewähren Anzahl erschienen, erklärte der Wirth, Herr Paul, er könne der verantwortliche Redakteur des Sächs. Boltsbl.", Genosse Abkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden zu schreiten. 2. Die feinen Saal nicht geben, da er der Gewalt weichen seil, zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Das eventuelle Ueberzeit wird bei Lohnarbeiten anderthalbfach gemiffe. Das ganze Lotal wimmelte von Schuyleuten, auf Vergehen wurde in einer Notiz gefunden, wonach Herr v. Man rechnet; Attorbarbeiter erhalten für jebe Stunde Ueberzeit der Straße hatten sich ebenfalls eine Anzahl postirt, die gold auf 3 Monate vom Amte suspendirt sein sollte. In der eine halbe Stunde ihres Tagelohnes als Bulage. 8. Arbeiter, in der barschesten Weise jeden zum Weitergehen auf nächsten Nummer des Blattes war die Mittheilung dahin richtig die infolge von Krankheitsfällen in thren thren Familien forderten, fo daß selbst das unparteiische Publikum gestellt, daß der genannte Beamte aus Gesundheitsrücksichten beder Werkstätte fernzubleiben gezwungen sind, erhalten darüber in Unwillen gerieth. Herr Leder selbst war nicht an urlaubt worden sei. Die Revision, welche der Angeklagte ein- für jeden Tag der Abwesenheit einen halben Tagelohn. wesend und mußte durch Schuhleute herbeigeholt werden. Daß gelegt hätte, wurde vom Reichsgericht verworfen. 4. Die Regelung der Atforde und und Löhne( sowie die bie Bersammlung angemeldet worden war, mußten die Hüter der öffentlichen Ordnung zugeben, aber diese Versammlung hätte an politischen Bersammlungen theilnehmen. Zu einer Wander- Direktion im Einvernehmen mit dem sofort zu wählenden Fabrik-Bayerische 3. In Bayern dürfen Minderjährige nicht damit zusammenhängende Höhe der Krankengelder) wird von der im Saal stattfinden müssen; die Anwesenden bejänden sich jedoch versammlung, die der Münchener sozialdemokratische Verein in ausschuß in kürzester Frist vorgenommen werden, so daß sie, wie gar nicht im Saal. Auf die Erwiderung, der Saal folle nur Schwabing abhielt, hatte sich auch ein 19 jähriger Metall- schon früher zugestanden wurde, binnen längstens drei Monaten freigegeben werden, dann würde man dieser Aufforderung nach- arbeiter eingefunden, der still in einer Ecke saß und am Schlusse durchgeführt ist. 5. Zur Behebung der Zweifel über die Ertommen, äußerten die Schuyleute, das ginge fie gar nichts an, der Versammlung ruhig den Heimweg antrat. Für den Besuch haltung der Ansprüche der nach Beendigung der Waffenübungen die Versammlung tönne nur in dem bezeichneten Naumme der Versammlung ist nun dem jungen Manne auf dem Mandats- wieder aufgenommenen Arbeiter ist durch den Ausschuß der Krankenstattfinden; bie anderen Schanklokalitäten bazu benutzen, gäbe der Wirth feine Erlaubniß. zuwege eine Strafe von zwei Tagen Gefängniß auferlegt tasse das nöthige veranlaßt und von der Direktion bereits verlautWirth gab feine Erlaubniß. Genosse Kühnel eröffnete die Bersammlung und ertheilte dem Genossen Geiser das Wort. Aber faum hatte Geiser zu sprechen angefangen, als ein Schuhmann aufsprang und die Versammlung für aufgelöst er klärte, ebenso, daß das Lokal in fünf Minuten zu räumen sei. In aller Ruhe verließen die Anwesenden die Stätte polizeilicher Wirksamkeit, um, wie üblich, nachher als Gäfte wieder zukehren. Aber diesmal waren die Eingänge polizeilich besezt und einige hundert Frauen und Männer wurden daran be hindert, das Lokal wieder zu betreten. Die Genossen gingen nun in ein schrägüber gelegenes Etablissement. Die Polizei folgte auf dem Fuße und begann hier dasselbe Spiel. Klavier- gebrochen. Es wird gebeten, den 3uzug aufs strengste die Arbeit eingestellt. Ueber die Ursache berichtet eine bürgerunterhaltung, Gefänge und Deklamationen wurden verboten, fern zu halten. Der Fachverein der Tapezirer liche Korrespondenza: Bisher bezahlten die Fabrikanten die Unfallals aber die Melodien:" Heil Dir im Siegertrang" und" Ich Berlins. bin ein Preuße" 2c. erschalten, schritten die Schutzsversicherung, behielten dafür jedoch ein Prozent des Lohues zurück. leute nicht ein. Sie blieben an der Thür stehen und Die Den deutschen Leberarbeitern zur Kenntniß, daß die Hiermit find die Arbeiter nicht mehr einverstanden. schüttelten nur hin und wieder nachdenklich ihre Häupter, weil Protokolle über die Berhandlungen der ersten internationalen Fabritanten wollten nun auf den Abstrich vom Lohne verzichten, der Text boch merkwürdig anders war, als wie sie ihn sonst zu Lederarbeiter Konferenz und hören gewöhnt sind. Als aber die Arbeiter- Marseillaise ange- 9. Generalversammlung des Verbandes der Lederarbeiter Deutsch anders und verlangten eine Lohnerhöhung von täglich 5 Cis. über die Verhandlungen der verlangten aber, daß die Frühstückspause wegfiele. Beide Theile tamen hierin auch überein, aber plöglich befannen sich die Arbeiter stimmt wurde, erklärten die Beamten, das wäre fein Lied, das lands soeben erschienen sind und vom Verleger H. Beis. Das verweigerten die Fabrikanten. Daraufhin legten 350 Arbeiter fie geftatten dürften. Hierauf gingen alle wieder in das frühere we nger, Berlin, Prinzen- Allee 90, bezogen werden können. die Arbeit nieder. Lofal, das nun freigegeben war, zurück. Die Schuhleute versuchten Die Protokolle find in einer 80 Seiten starken Broschüre verzwar, den Eintritt zu wehren, doch gaben sie dann klein bei, einigt; der Preis beträgt nur 10 Pf. Aber der worden. Gewerkschaftliches. 5) Achtung, Gewerkschaften Berlins! Alle diejenigen, welche noch Sammellisten vom Streit der Privatpoft Angestellten im Besitz haben, werden dringend aufgefordert, felbige mit den gesammelten Beträgen bis spätestens 25. Oktober im Gewerkschaftsbureau, Annenstraße 16, oder an D3wald Schumann, Adalbertstr. 47, Hof part., abzuliefern. Jn Brünn( Mähren) ist ein Zapezirerstreit aus bart worden. 6. Um Beschwerden bezüglich der Ungleichheit der Löhne innerhalb der Partien abzuhelfen, wird eine Regelung in jedem einzelnen Falle zugesagt. 7. Der letzte Absatz der Kundmachung vom 3. Oktober 1896, die Entlassung betreffend, ist gegenstandslos, wenn die Arbeit aufgenommen wird, und wird neuerlich zugefagt, daß Maßregelungen aus Anlaß des Streits nicht vorgenommen werden. Auch betreffs der Erhaltung der Provisionsansprüche der Werkstättenarbeiter wurden beruhigende Aufklärungen gegeben. Die Werkstättenarbeiter haben also durch ihren Streit einen vortheilhaften Vergleich erreicht. Ju Marseille haben die Eifengießer mehrerer Firmen and beti moiSoziales. te old te Nachdem noch beschlossen wurde, den an der Lohnbewegung der Gürtler, Drucker 2c. Betheiligten vom ersten Tage an die übliche gut besuchten Versammlung. Unterstügung zu gewähren, erfolgte um 2 Uhr der Schluß der von dem Werk verführte Angeklagte bereits im April auf ihren Geliebten einen Revolverschuß abgefeuert, der aber nicht traf. Um das deutsche Gefängnißivesen kennen zu lernen, be Einige Wochen später feuerte sie auf ihn zwei Schüsse ab. fichtigt, wie ein Berichterstatter meldet, gegenwärtig der kaiserlich eine in die Schläfe gedrungene Kugel, welche noch nicht gefunden Die japanische Gefängniß- Direttor Ogawa aus ist, hat den Verlust des rechten Auge zur Folge gehabt, außerdem Tokio sämmtliche größeren Strafaustalten des Deutschen ist ihm eine Kugel in den Hinterkopf gedrungen, welche bereits den 11. Oktober, seine dritte Generalversammlung in den ArminDer Verband deutscher Zimmerlente hielt am Sonntag, Reiches. In seiner Begleitung befinden sich die Herren Geheim- entfernt werden konnte. Er hat den Geruchs- und Geschmacksinn ver- hallen ab. Rufert als provisorischer Kassirer verlas die Abrath Krone, Geh. Ober- Justizrath Werner und Geh. Ober- loren und leidet viel an Schwindelanfällen. Baurath Nath, sämmtlich aus Berlin. Hoffentlich erfährt Herr Nach Verübung der That machte die Angeklagte einen 3258,41., die Einnahme der Lofaltaffe 1781,10 m., die Ausrechnung. Die Einnahme und Ausgabe der Hauptkasse betrug Ogawa hierbei auch, wie in Preußen politische Ge- Selbstmordversuch, der aber vereitelt wurde. Der Wahrspruch gabe 1072,78 M.; somit verbleibt ein Bestand von 708,53 m. fangene behandelt werden, zumal wenn sie der der Geschworenen lautete auf Schuldig der versuchten Tödtung Die Einnahme an Streifmarken betrug 1508,80 m., die AusSozialdemokratie angehören. in einem Falle, doch wurden der Angeklagten mildernde Um gabe 1456,50 m., somit verbleibt ein Rest von 52,30 M. Dagegen stände zugebilligt. Der Staatsanwalt beantragte 3 Jahre Ge- die Gesammtabrechnung niemand etwas einzuwenden hatte, wurde fängniß, der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gedem Kassirer Decharge ertheilt. Sodann wurde die Neuwahl des fängniß unter Anrechnung von 3 Monaten auf die Unter- Bahlstellen- Kassirers vorgenommen. Rukert wurde einstimmig gefuchungshaft. Die Angeklagte erklärte, die Strafe sofort an- wählt. Für den Bezirk IV wurde Kamerad Müncho gewählt, für treten zu wollen. den Berzirk V wurde Heymann, für den Bezirk VIKrüger gewählt. Die ist Die Einführung der Lohnauszahlung am Freitag auch im Gewerbegericht zu Rassel von den Arbeiter- Vertretern angeregt worden. " Tokales. Der Wahre Jakob Nr. 267 ist gestern, Mittwoch, erschienen, also einen Tag später als sonst üblich. Der Magistrat und feine Hilfsarbeiter. Aus dem Rathhause wird triumphirend berichtet: Die Stadtgemeinde Berlin hat wiederum in einem Prozesse gegen einen Hilfsarbeiter vor dem Kammergericht ein obfiegendes Erkenntniß erftritten. Der Fall lag diesmal für die Stadt: gemeinde um so ungünstiger, als es sich hier um einen Militäranwärter handelte. Wann wird man hören, daß der Magistrat fich mit seinen Angestellten in ein befriedigendes Einvernehmen feßt, statt in Prozessen Siege über die Hilfsarbeiter zu erfechten? Von allerhand ,, Schloßverschönerungs- Plänen" weiß die Bolts- Zeitung" zu berichten. In erster Linie handelt es sich um die Beseitigung der Schinkel'schen Banakademie. Nach wie vor strebt man darauf hin, dieses Gebäude abzubrechen, um das alsdann freigewordene Gebiet zu einer Verbreiterung des Spreelaufes benutzen zu können. Die Berliner Bevölkerung brauche deshalb kein besonders lebhaftes Interesse an dem Plan zu nehmen, weil ihr aus seiner Durchführung feinerlei Kosten erwachsen sollen; sämmtliche Kosten des Unternehmens würden von der Hoskaffe gedeckt werden. Allerdings müßten mit der Beseitigung des Schinkelplatzes auch die auf diesem Plaze stehenden Denkmäler der drei Bürgerlichen", nämlich Beuth's, Schinkel's, des großen Baumeisters, dessen Namen der Platz trägt, den man durchaus unter Wasser setzen will, und Thaer's, des Begründers der Agrikulturwissenschaft, aus der Umgebung des Schloffes und des Kaiserdenkmals entfernt werden. " " Ein nener ,, Weber- Prozek" wird Donnerstag Vormittag Adresse des ersten Schriftführers ist jetzt Holzmarktstr. 38, Hof vor dem Ober- Verwaltungsgericht in Berlin verhandelt werden. 2 Tr. bei Webers. Hierauf referirte Genoffin Frau Emma Diesmal handelt es sich um ein Verbot, das der Oberpräsident Ihrer über den englischen Gewerkschaftskongreß. Sie schloß der Provinz Hannover, Herr v. Bennigsen, gegenüber dem Stadt- ihren vortrefflichen Vortrag mit einem Appell an die Arbeiter theater zu Hannover erlassen hat. Die beiden früheren Weber- aller Länder zur Organisation, um gemeinschaftlich dem Prozesse", die das„ Deutsche Theater" zu Berlin und das„ Lobe- Kapitalismus scharf entgegenzutreten. Sodann gelangte nach= Theater" zu Breslau geführt haben, haben bekanntlich mit der stehende Resolution einstimmig zur Annahme: Die heutige gutFreigabe des Stückes geendet. Die Vertretung des Klägers hat, besuchte Versammlung des Verbandes deutscher Zimmerleute vers wie in den früheren Prozessen, Rechtsanwalt Dr. Richard pflichtet sich, sich den Beschlüssen des internationalen ArbeiterGrelling in Berlin übernommen. tongresses zu unterordnen und verspricht dafür einzutreten, daß das Band, welches die Arbeiter der ganzen Welt verbrüdert, i. Weftf. berichtet: Sittenvergehen. Der„ Volts- Zeitung" wird aus Münster noch bekräftigt wird. Auch ein Glückwunsch- Telegramm an den Gothaer Parteitag abzusenden, wurde angenommen. Der VorAm 8. d. M. stand der bekannte antisemitische Redakteur sigende Knüpfer erläuterte im weiteren, daß augenblicklich unter Kaiser aus Münster als Angeklagter vor der Strafkammer des den Zimmerern Berlins etwas Schlaffheit eingetreten ist, was Landgerichts zu Münster. Raiser war der Begründer und lang- sehr bedauerlich sei, da bei nicht energischerem Zusammenhalten jährige Redakteur der Westfälischen Reform", eines in Dort- die 9stündige Arbeitszeit im nächsten Jahre verloren gehen. mund herausgegebenen, vor furzem an Abonnentenmangel fanft tönnte. Pflicht eines jeden Verbandsmitgliedes ist es, für die verschiedenen antisemitischen Hezblattes schlimmster Sorte. Er Organisation zu wirken und auch für den öffentlichen Unter hatte dann in Münster ein neues Blatt desselben Charakters be- stüßungsfonds zu sammeln. gründet, die, Deutschen Worte", worin er gegen die unserem Staate und Volke von der jüdischen Sittenverderbniß drohenden Gefahren in wir es vielleicht denken, das beweist folgendes Schriftstück: Daß unsere Meister und Innungshelden nicht ruhen, wie echt arischer Entrüstung losdonnerte. Diesem Rettungsverte Junung: Bund der Bau-, Maurer und Zimmermeister machte jedoch der Staatsanwalt schon ein Ende, ehe Kaiser das Volt mit dem ersten Dutzend Nummern seiner, Deutschen Worte" zu Berlin. Geschäftsamt Kochstr. 3. beglücken konnte. Raiser, der Sittenrichter über die Schlechtig Berlin, den 2. Oktober 1896. teiten der Juden, hatte in einer Reihe von Fällen kleine Geehrter Herr Kollege. Mädchen im Alter von 5-7 Jahren durch Verabreichung von den einzelnen Baustellen vielerlei Unzuträglichkeiten entstanden Nachdem durch die verschieden bemessene Arbeitszeit auf Süßigkeiten an sich gelockt und dann mit ihnen unfittliche Hand- find, dürfte es der lebhafte Wunsch aller Fachgenossen sein, daß lungen vorgenommen, deren Einzelheiten sich der öffentlichen vom nächsten Frühjahr an eine gleichmäßige Arbeitszeit Darstellung entziehen. Er war im großen und ganzen ge- auf allen Bauten bezw. Arbeitsplägen innegehalten wird. ständig und wurde vom Gericht wegen Sittlichkeitsverbrechens in unterzeichnete Kommission glaubt auch nicht in der Annahme sieben Fällen zu einer Gesammt- Gefängnißstrafe von zwei Jahren fehlzugehen, daß es gleichermaßen in dem Wunsch der verurtheilt. Herren Kollegen liegt, wieder die zehnstündige ArbeitsDas Schwurgericht in Güstrow fällte am Mittwoch das zeit int vollem Umfange als Normal Arbeitstag einUrtheil über den Direktor der Mecklenburger Kreditbank zu Parchim, zuführen. Zur Vornahme der geeigneten Schritte nach Ehlers und Genossen, welche des betrügerischen Bankrottes, der dieser Richtung hin ist es vor allen Dingen nöthig, zuverBank und anderer von ihnen geführten Firmen, der Unter- lässige Angaben darüber zu erhalten, welche Arbeitszeit überIm Volkstheater des Herrn Anger ist gestern die Posse schlagung und der Beihilfe zu diesem Verbrechen angeklagt wiegend in dieser Bausaison in den einzelnen Geschäften inneDer vorsichtige Mann" in neuer Besetzung aufgeführt worden. waren. Direktor Ehlers wurde zu 3 Jahren Zuchthaus, gehalten wurde. Wir ersuchen Sie daher ebenso höflich wie Die Titelrolle wurde von Herrn Conrad gegeben; der Künstler Triebsees zu 7 Monat Gefängniß, Ehlers jun. zu 1 Monat Ge- dringend, den angehefteten Fragezettel, gewissenhaft ausgefüllt, hat Herrn Emil Thomas manches abgeguckt und sucht das Erfängniß und der Kolportage- Buchhändler Leetsch aus Berlin binnen drei Tagen dem Geschäftsamt der Innung einzusenden. worbene recht glücklich an der neuen Wirkungsstätte zu verwegen Beihilfe zu 6 Monat Gefängniß verurtheilt. werthen. Weniger vortheilhaft debutirte Herr Ramm; die Rolle des Liebhabers wurde von ihm gar zu sehr nach den auf Liebhaberbühnen gangbaren Prinzipien gespielt. Hecht drollig suchte Herr Ernst Kettner dem ewig tänzelnden Schweppte durch geradezu geniale Sprünge die gebührende Beweglichkeit zu verschaffen. Den Haupttrumpf spielte aber Fräulein Helene Schuhmann als Gufte" aus. Ein in jeder Beziehung resolutes und gewandtes Auftreten bewies, daß die junge Dame das Zeug zu einer tüchtigen Soubrette besitzt. Das Publikum zeigte sich dankbar und fargte nicht mit feinem Beifall. Direktor Meyer von der Urania ist nach Christiania abgereift, um die Mitwirkung Nansen's an den Vorbereitungen zu dem großen wissenschaftlichen Ausstattungsvortrage zu erbitten, der die kühne Fahrt des Norwegers schildern wird. Da auch ein Ueberblick über die früheren Nordpolexpeditionen gegeben werden soll, so wird Herr Dr. Meyer auch Kapitän Koldewey, der bekanntlich die beiden ersten deutschen Expeditionen leitete, und Julius Payer, den bekannten österreichischen Nordpolfahrer und trefflichen Künstler, zu gewinnen suchen. Versammlungen. Hochachtungsvoll 16 Die Kommission zur Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Arens. Bredereck. Döbler. Gottheimer. Hartmann. Pannir. Schlöpke. Vermischtes. liberale Parteitag besprochen, wobei eine herrliche Redewendung Redeblüthe. In einem Dresdener Blatt wird der nationalmit unterlief. Das Blatt fagte nämlich, es wolle nicht nach dem Beispiel mancher konservativen und christlich- sozialen Blätterbem sterbenden Tiger noch ein Tintenfaß an den Kopf werfen". dem sterbenden Tiger noch ein Tintenfaß an den Kopf werfen". Armer Tiger! " Hermanu Manz in Wien, der Mitinhaber der bekannten großen Verlagsfirma Karl Gerold und Sohn, hat sich heute Morgen, wie dem Berliner Tagebl." gemeldet wird, mittels eines Revolverschusses in seinem Bureau entleibt. " Feenpalaft eine gutbesuchte Versammlung des Verbandes aller in Metallarbeiter. Am Sonntag, den 4. Oktober fand im der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und der Um gegend statt. Die Tagesordnung lautete: I. Was lehren uns zufolge zu Posen seit einiger Zeit die" betheiligten Kreise" in Eine Duellangelegenheit hält, der Märt. Bolts- Beitung" Sie diesjährigen Lohnbewegungen und welche Taftit gedenken wir hochgradiger Aufregung. Es handelt sich bei derselben um eine in Butunft einzuschlagen? II. Wie stellen sich die Mitglieder Beleidigung, die ihrer Natur nach ausschließlich nur mit Menschen zur Erhöhung der Beiträge? Zum ersten Punkt wies der Vor- blut" abgewaschen werden konnte, sodaß die Standesehre des Selbstmordverfuch eines Soldaten. Am Sedanufer, in figende des Verbandes, Litfin, auf die große Bedeutung der betreffenden Beleidigten ein Duell auf tödtliche Waffen ge der Nähe der Waterloo- Brücke, versuchte vorgestern ein Garde diesjährigen Lohnbewegung und auf die Erfolge, die erzielt bieterisch forderte. Es wurde auch das Erforderliche in aller Rürassier sich im Landwehrkanal zu ertränken. Er wurde jedoch wurden, hin. Doch meinte der Redner, haben sich Form" vorbereitet. Die duellwüthigen Ehrenmänner warennoch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Kaserne geim Verlauf des Kampfes eine Reihe Dinge heraus- Obersekundaner!- Die verwahrlosten jugendlichen Rowdies bracht. gestellt, die so dringend der Abhilfe bedürfen, daß werden hoffentlich in Zwangserziehung genommen werden. Unfälle im Straßenverkehr. Dienstag früh fiel in der eine Aussprache über dieselben nicht verschoben werden Mauerstraße der obdachlose Arbeiter Adolf Richter in Krämpfen tönne. Ohne alle Leidenschaft müsse die Frage untersucht wer- In Königsberg i. Pr. verurtheilte das Schwurgericht am hin und wurde, da er sich nach längerer Zeit noch nicht erholt den, ob es nicht dringend am Plaze fei, eine Aenderung der Dienstag die 19jährige Dienstmagd Kranke wegen Giftmordes, hatte, nach der Charitee gebracht. Auf dem Leipziger Plate bisherigen Taktik herbeizuführen. Die Organisation muß vor begangen an der 71jährigen Wittwe Glage zu Weidehnen( Kreis fuhr vormittags der Kutscher Adolf Radie mit seinem allen Dingen, um segensreich wirken zu können, den Versuch Fischhausen) zum Tode. Die Angeklagte hatte auch gegen die Schlächterfuhrwerk gegen einen Pferdebahnwagen und wurde unternehmen, ihre Mitglieder dauernd an sich zu fesseln. Das Tochter der Ermordeten, die Besizersfrau Wiemann zu Weidehnen, dabei vom Bock geschleudert. Er erlitt eine anscheinend sei allerdings heute nicht möglich, weil der größte Theil der und deren beide Söhne einen Mordversuch durch Bergiftung be leichte Verlegung im Gesicht. Beim Spielen fiel nach- Berliner Metallarbeiter auf dem Standpunkt ſtehe: ob gangen. mittags der sechsjährige Sohn des Färbers Janke von organisirt oder nicht, unterstüt müssen wir ja im Falle eines der Schillingsbrücke in die Spree, wurde jedoch, anscheinend Streiks doch werden." Um vor allen Dingen in dieser Anohne Schaden genommen zu haben, von einem Vorübergehenden schauung Wandel zu schaffen, hält es der Vorstand an der Zeit, mit einem Handfahne aus dem Wasser gezogen und nach der den Witgliedern die Frage vorzulegen, ob es nicht besser Unfallstation III gebracht. In der Wrangelstraße wurde das sei, daß anstatt der in öffentlichen Versammlungen gewählten Pferd des Milchhändlers August Heinrich scheu und lief mit dem Kommissionen in 13ukunft die Organisation die Leitung aller Wagen gegen ein vom Mariannenplatz kommendes schwerbeladenes Lohnbewegungen in die Hand nehme. Die Thätigkeit der öffentKohlenfuhrwert. Durch den heftigen Zusammenstoß wurde Heinlichen Vertrauensleute soll dadurch in feiner Weise eine Einbuße rich sowie die drei übrigen Infassen des Wagens auf den erleiden. Nur würde schon den Mitgliedern dadurch begreiflicher Damm geschleudert. Hierbei erlitt Heinrich eine erhebliche werden, daß es die Organisation ist, welche ihre Interessen Verletzung an der Stirn, während die Uebrigen unversehrt wahrnimmt, sie würden sich aus diesem Grunde feſter an dieselbe blieben. In der Straße Alt Moabit fand ebenfalls anschließen. Jedoch auch nach außen müsse der Organisation ein von dem Kutscher Wilhelm Berwig durch übermäßig schnelles größere Kraft und Stärke verliehen werden. Die Unter Fahren herbeigeführter Zusammenstoß zwischen zwei Geschäfts- nehmer müffen bei jeder Gelegenheit fühlen, daß wagen statt, wobei per Kutscher Herman Seyforn an den Knieen fie der organisirten Arbeiterschaft gegenüber stehen, dieses sei bedeutend verlegt wurde. Abends wurde der 12 jährige Sohn schon allein ein wesentlicher Grund, in der vorgeschlagenen Weise der Wittwe Kepfer in der Dresdenerstraße von dem Hausdiener vorzugehen. Nachdem der Redner noch eine ganze Reihe von Wilhelm Ullrich mit einem Dreirade überfahren und am Kopfe Beispielen angeführt, die den Vorstand bewogen haben, diese erheblich verlegt. Er erhielt auf der Unfallstation II. einen Vorschläge zu machen, spricht er zum Schluß die Erwartung aus, Verband. daß die heutige Versammlung durch eine rege Diskussion dazu Depelthen und letzte Nachrichten. beitragen möge, daß die Organisation stärker und träftiger ihre München, 14. Ottober.( Privatdepesche des Vorwärts".) Aufgabe erfüllen könne. In der nun folgenden Diskussion spricht Rörsten seine Jn dem Aufsehen erregenden Berchthold Prozesse wurde einzelner Personen wäre, die den Vorstand veranlaßt hätten, der tofer wegen Diebstahls zu drei Jahren Gefängniß und Ueberzeugung dahin aus, daß es wohl nur verlegte Eitelkeit der Hauptangeklagte wegen Raubmordes zum Tode, Emet3= werden mußte. Ein Deserteur ist auf eigenthümliche Weise in dem benach- deshalb die Versammelten, alle nach dieser Richtung gestellten An- dauerndem Ehrverlust verurtheilt. artige Vorschläge zu machen. Die Sache sei undurchführbar. Er bitte barten Rüdersdorf verhaftet worden. Derselbe, 33 Jahre alt, träge abzulehnen. Die Vertrauensleute hätten gut gearbeitet. Darmstadt, 14. Oftober.( W. Z. B.) Bisher stehen hatte 10 Jahre in der französischen Fremdenlegion gedient, wohin Würden die Vorschläge angenommen, so wäre denselben das Feld folgende Ergebnisse der hessischen Landtagswahlen er von Deutschland vor Ableistung seiner Heerespflicht geflüchtet ihrer Thätigkeit genommen. Pezold tritt zunächst der Auffassung fest. Es sind gewählt: 9 Nationalliberale, 3 Antisemiten bezw. war. Sehnsucht hatte ihn vor Jahresfrist in die Heimath ge- Rörften's, daß den Vorstand persönliche Motive geleitet haben, Chriftlich Soziale, 3 Sozialdemokraten, 2 Mitglieder er von Frankreich aus in Metz deutschen energisch entgegen. Der Vorstand habe das beste für die Organi- des Zentrums, 1 Kandidat des Bauernbundes und 1 Freisinniger. Boden betrat, wurde er Sofort von den Militär- fation gewollt. Seien die Mitglieder anderer Meinung, so wäre Wien, 14. Oktober.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. behörden festgenommen und dem 61. Regiment in Thorn als es auch gut; blos zu einer Aussprache sei die Versammlung zu In der fortgesetzten Generaldebatte über das Heimaths= unsicherer Heerespflichtiger überwiesen. Dort desertirte er vor fammenberufen. Näther ist gleichfalls dafür, daß die Vorschläge gesetz betonte der Ministerpräsident Badeni, das Recht der 14 Tagen und begab sich zu Fuß in seinem Zivilanzuge nach abgelehnt werden. Wenn nur eine Organisation am Ort vorhanden Gemeinden, das Heimathsrecht selbständig zu verleihen, bleibe Berlin in der Absicht, dem Kaiser ein Gesuch um Befreiung vom wäre, tönnten dieselben ausgeführt werden, da aber mehrere unverkürzt. Es sei aber Pflicht der Gesetzgebung, dafür Militärdienst zu überreichen. Bis Rüdersdorf, war er glücklich Organisationen bestehen, bedeute die Annahme derselben eine zu sorgen, daß, wie das öffentliche Interesse erheische, gekommen, da gerieth er mit jungen Leuten in Schlägerei und offene Kriegserklärung an alle übrigen Verbände. Redner führt das Heimathsrecht auch gegen den Willen der Gemeinden er wurde verhaftet. Sein Rücktransport nach Thorn ist durch die noch des näheren aus, daß sich schwerlich eine andere Form als Militärbehörden bereits erfolgt. Ein schwerer Unfall ist am Dienstag Abend dem 28jährigen Fensterputzer Karl Birkenfeld aus der Reibelstraße zugestoßen. Er gerieth mit beiden Händen in eine äßende Flüssigkeit und verbrannte sich so schwer, daß er in die königliche Klinit gebracht verbrannte sich so schwer, daß er in die königliche Klinit gebracht trieben. A13 Gerichts- Beifung. Nemitz aus Köln a. Rh. wird vermißt; derfelbe hatte Ende Ans Bregenz meldet man: Der 22 jährige Mediziner September Partien durch den Bregenzer Wald unternommen Aus dem Bodensee wurde die und ist seitdem verschollen. Maschinenwerke sammt seiner Geliebten, welche beiden sich mit Leiche eines verheiratheten Monteurs der Friedrichshafener Stricken zusammengebunden und aus unglücklicher Liebe den Tod gesucht hatten, herausgezogen. " % worben werden könne. Es sei ein traffer Mißstand, daß ein noch so langer Aufenthalt ein heimath 3recht in den Gemeinden nicht begründe. Des weiteren sprach sich der Ministerpräsident gegen die Erhebung von Gemeindegebühren für die Aufnahme in den Heimathsverband aus. bisher finden lasse. Daher sei es das beste, sich den augenblick lichen Verhältnissen anzubequemen und danach unsere Tattit ein zurichten. Nachdem noch eine große Reihe Redner fast fammtlich gegen die Annahme des Vorstandsantrages gesprochen, meint Eine Liebestragödie beschäftigte gestern das Schwurgericht it fin am Schluß: Wenn der Vorstand heute auf diesem hiesigen Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Standpunkt angelangt sei, so entspricht dies der Erfahrung, Sofia, 14. Oktober.( W. T. B.) Wie die Agence BalBoigt. Unter der Anklage des versuchten Mordes welche bei allen Lohnbewegungen gemacht wurde. Ohne jede per- canique" bestätigt, hat die Regierung die Munizipalwahlen in wurde die unverehelichte Mätherin Pauline Helene Seide aus sönliche Spize haben die Vorstandsmitglieder das beste gewollt. Philippopel, wo ich were Berlegungen der Wahlder Untersuchungshaft vorgeführt; sie wird beschuldigt, in Die Aussprache war nothwendig und dienlich, darum möge jeder, freiheit vorgekommen sind, für ungiltig erklärt. Die mörderischer Absicht im April und Mai dieses Jahres zwei wie auch die Abstimmung ausfalle, nach wie vor auf dem Posten nenen Wahlen werden am 25. d. M. stattfinden. Da Philippopel Revolveranschläge auf ihren Geliebten, den Kellner Georg sein, dann wird es auch gelingen, dem Kapital größere Vortheile, das politische Zentrum der Unionisten ist, wird dieser Ber Wert ausgeführt zu haben. Dieser war verheirathet, als es bisher der Fall war, abzuringen. Die Abstimmung ergab fügung der Regierung eine politische Bedeutung beigemessen. unterhielt aber verschiedene Liebschaften und lag mit seiner Ablehnung aller gestellten Anträge. Der zweite Punkt wurde Auch in Stanimata und Kotel wurden die Wahlen für ungiltig Frau im Scheidungsprozeß. Von Eifersucht gepeitscht, hatte diel der vorgerückten Zeit halber von der Tagesordnung abgefeßt. I erklärt. Verantwortlicher Reba eur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 242. Parteitag Donnerstag, den 15. Oktober 1896. der Sozialdemokratischen Partei verdienst von 612 M. als Grundlage für die Rentenberechnung größten Wichtigkeit. Deutschlands. 1119 Dritter Verhandlungstag. : = 0 13. Jahrg. rechnung jährlich gelten. Für Roft und Logis werden monat 25 pet. haben wird. Ich ersuche Sie, einfach den Antrag 69 lich nur 18 Mart berechnet, ein Betrag, der viel als Material der Fraktion für die Berathung der Alters- und zu niedrig gegriffen ist. So wird für die Heizer ein Jahres- Invaliditätsnovelle zu überweisen; es ist das für uns von der angenommen und die Vollrente beträgt demnach nur etwa 400 M. Krüger Königsberg tritt für den Antrag 97 ein. Gerade Bei den Steuermännern liegt es ähnlich. Als monatlicher Durch in Königsberg find im letzten Jahre viele Todesfälle durch Hiz schnittsverdienst ist ein Betrag von 90 M. festgefeßt, während schlag vorgekommen. 87 Personen, meistens Arbeiter, die auf Gotha, 14. Oktober 1896. die Heuer in Wirklichkeit 180-400 M. monatlich) beträgt. So Plägen und Bauten beschäftigt waren, sind der Hige zum Opfer Vormittagssigung. 91/4 Uhr. beträgt die Vollrente für einen Steuermann nur 625 M. jährlich. gefallen. Aehnliches ist in Billau und Memel geschehen. Redner Den Vorsitz führt Bod. Einige Begrüßungsschreiben sind Das sind Mißstände und Ungerechtigkeiten, worauf die öffentliche bittet den Antrag der Fraktion zur Berücksichtigung zu überAufmerksamkeit gelenkt werden und die abzustellen die Fraktion weisen. eingelaufen. sich bemühen muß. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Lehmann Dortmund: Der Antrag 97 ist nicht annehm Verhandelt wird Punkt 3: Bericht über die parlamentarische trag Nr. 69 unserer Genossen in Sangerhausen enthält: Die ist ein Ding der Unmöglichkeit, einen solchen Gesetzentwurf aus. Molkenbuhr( Hamburg): Die Forderung, die der Anbar, besonders nachdem wir die Begründung gehört haben. Es Thätigkeit". Herabfehung der Altersgrenze bei der Altersrente auf 60 Jahre, zuarbeiten. Ein Beispiel aus der Montanindustrie: Die HochMit zur Verhandlung gestellt werden die Anträge: 68. Parteigenossen in Striegau: Die Reichstage. ist freilich ganz populär und auch viel bei der Agitation veröfen tönnen bei Hige nicht ausgeblasen werden. Reichstagswendet worden, thatsächlich aber würden wir damit vielleicht Thiele Halle: Ich möchte die Fraktion auf die großen Fraktion hat einen Antrag einzubringen, der die Herabseßung niemandem einen größeren Gefallen thun als den oftpreußischen Ungerechtigkeiten hinweisen, die bei der Kürzung der Unfallrente der Altersgrenze bei der Alters- und Invaliden- Versicherung Junfern. Es ist ja bei dem Mißverhältniß zwischen Beiträgen vorkommen. Die Kürzung erfolgt rein mechanisch. Leider fehlt bezweckt. Desgleichen einen weiteren Antrag, der verlangt, daß und Leistungen leicht erklärlich, daß man in weiten Kreisen das jede Statistit, aber es wird nur wenige Fälle geben, wo die fämmtliche aus Unfällen entstehende Kosten vom Tage des Unfalls Bestreben hat, die Leistungen der Alters- und Juvaliditäts- ursprüngliche Rente nicht nach Verlauf eines Jahres gekürzt an den Berufsgenossenschaften zur Last fallen. 69. Parteigenossen in Sangerhausen: Die Reichs Versicherung zu erweitern. Das Gesetz ist aufgebaut auf dem wird. Besonders arg sind die Zustände in den Knappschaftstags Fraktion zu beauftragen, bei Berathung der Alters- und System des Kapitaldeckungsverfahrens, so daß, wenn das Gefeß faffen, gegen die ein Vorstoß am Plate wäre. Am meisten Juvaliditätsversicherungs- Novelle zu beantragen, daß die Alters: jetzt aufgehoben würde, die gegenwärtigen Rentner die Rente bis leiden die ländlichen Arbeiter unter dem jeßigen Unfallgrenze bei der Altersrente auf 60 Jahre herabgesetzt werde, sowie an ihr Lebensende beziehen würden. Man hat sich aber insofern versicherungs- Gesetz. Ihre Rente ist minimal und reicht nicht daß der Nachweis der Beschäftigung vor dem Inkrafttreten des verrechnet, als man einen größeren Zugang vorausgesezt und einen aus. Wenn eine Aufforderung an die Parteipreffe ergeht, Gesetzes in Wegfall kommt. Ferner, daß die Juvalidenrentes hat eine Kapitalanfammlung auf Kosten der Arbeiter statt zufammengebracht werden. Die Frattion muß mehr als bisher Ferner, daß die Invalidenrente geringeren Abgang angenommen hat, als thatsächlich der Fall ist. Material hierüber zu sammeln, so könnte sehr reichhaltiger Stoff gezahlt wird, wenn sich die Erwerbsfähigkeit um 25 pet. ver- gefunden. Heute befinden sich die Rentner namentlich in den ihre Aufmerksamkeit auf die Rentenkürzung legen. mindert hat, sowie wenn eine weitere Verminderung der Er- Provinzen, wo viel ländliche Arbeiter sind. So bekam z. B. Oftwerbsfähigkeit eingetreten ist, daß dann die Rente um so viel preußen in Jahre des Bestehens des Gesezes 19 140 Rentner, den Staatssekretär für die Marine bei der Budgetberathung Schwarz- Lübeck richtet die Aufforderung an die Fraktion, Prozente erhöht wird, als sich die Erwerbsfähigkeit vermindert Eat. Die Vollvente soll 75 pet. des bei völliger Erwersfähigkeit hat, nur 2900 Rentner hatte. Im Landkreis Oldenburg fommen sich in höchster Gefahr befinden, das Flaggenlied angeſtimmt und Eat. Die Vollvente soll 75 pet. des bei völliger Erwersfähigkeit während Berlin, das etwa 3/4 so viel Arbeiter wie Ostpreußen zu fragen, ob es gebräuchlich werden soll, daß auf Schiffen, die erzielten Lohnes betragen. 70. Parteigenossen in Krefeld: Die Fraktion hat im auf je 1000 Einwohner 15 Rentner, in Altona nur 1,5. Bei Hochs ausgebracht werden sollen. Da in Deutschland alles nachgeäfft Reichstag zu beantragen: Es besteht keinerlei Kündigung zwischen Verhältniß dasselbe bleiben und es würde doch wieder nur eine schiffen ähnliche Szenen wie beim Untergange des Iltis ereignen. einer Herabsetzung der Altersgrenze auf 60 Jahre würde das wird, soll es mich nicht wundern, wenn sich auch auf RauffahrteiArbeitern und Arbeitgebern, gleichviel welcher Branche. 71. Parteigenossen Besteuerung der gesammten Arbeiter zu gunsten des platten Wir tönnen gewärtig sein, daß ein Kapitän eines Handelsschiffes, des Kreises 3 auch Belzig Landes oder in letzter Linie zu gunsten der Gutsbesitzer eintreten, das in höchster Noth ist, vielleicht mit Rognat geröthetem Gesicht 2udenwalde Jüterbog: Die Reichstagsfraktion soll da man fein Mittel hat, den Arbeitgeber zu verhindern, daß er den Befehl giebt, das Flaggenlied zu singen und das Schiff mit dahin wirken, daß die Bundesraths- Verordnung vom 1. Januar die Renten vom Lohn abzieht.( Sehr richtig!) Die Berechnung Mann und Maus zu grunde gehen läßt.( Sehr richtig.) Als 1894( die verlängerte Arbeitszeit jugendlicher Ärbeiter und Ar- ergiebt, daß bei einer Herabsehung der Altersgrenze die Zahl der ich den Bericht über den Untergang des Iltis las, glaubte ich beiterinnen in den Ziegeleien)§ 189 a der Reichs- Gewerbe- Ordnung Renten rund eine Million betragen würde, während die zuerst, die nationalliberale Presse habe wieder einmal, wie sie es betreffend, nicht erneuert wird. 72. Parteigenossen in Elberfeld: Die sozialdemokratische Beiträge sich auf 900 000 m. belaufen würden. Die ganzen immer thut, die patriotische Saite in Schwingung gefeßt, um das 72. Parteigen offen in Elberfeld: Die sozialdemokratische Gelder würden also für die Altersrenten verausgabt, und es ungeheure Elend zu verstecken.( Sehr gut!) Fraktion des Reichstages wird beauftragt, alljährlich einen An- würde kein Pfennig für die Invalidenrente vorhanden sein. Will die offizielle Bestätigung. Ich kann nur sagen, daß die Nach tag auf Einführung des Achtstundentages und die Beseitigung man wirklich reformiren, so soll man nicht die Altersgrenze als richt in Seemannstreifen Kopfschütteln erregte. Wenn sich der mittelalterlich- reaktionären Gesinde- Ordnungen einzubringen. Maßstab nehmen, sondern den Rückgang der Erwerbsfähigkeit. ein Schiff in höchster Noth befindet, dann heißt es alle Kräfte Außerdem folgende neu gestellten Anträge: Dann wird die Vertheilung der Hente auf industrielle und land- zur Rettung anzuftrengen, dann heißt es für das eigene Leben 96. Unsere Frattion möge im Reichstag beantragen: Gwirthschaftliche Arbeiter eine gleichmäßige sein. zu arbeiten und nicht zu singen.( Sehr gut!) Ich habe zwei foll alljährlich im Januar eine Arbeitslosenstatistik durch die In den Motiven zu dem Gesetze war angenommen, daß am schwere Schiffsbrüche mit durchgemacht, aus denen ich nur mein Reichsregierung aufgenommen werden. Die Genossen im Kreise Schluß des dritten Jahres 191 000 Empfänger von Invaliden- nacktes Leben rettete. Hätten wir gesungen, statt alles daran zu Jena Neustadt. 2. Vogel. Loewenberg. G. Wöllner. Paul renten vorhanden sein werden, während de facto nur 71 700 feßen, um uns zu retten, so stände ich heute nicht hier.( Be Seige. E. Lang. Theodor Schwarz. A. Albrecht. Ad. Thiele. Da waren, also 120 000 weniger als vorausgesetzt war. Die wegung.) Der Kapitän des" Iltis" ist für sein Verhalten gelobt Röhler. Heine. Bruhns. Leutert Apolda. Baudert- Apolda. Erlangung der Invalidenrente ist mit soviel Schwierigkeiten worden, während es Tadel verdient.( Sehr richtig!) Broescher Mühlhausen. Heißner Mühlhausen. H. Mattutat. verknüpft, daß die Leute sie erst dann erhalten, wenn Redner unterstützt die Anregung Eberts- Bremen und ergänzt A. Schleicher. Voigt- Berlin IV. H. Krewinkel. Krumm- Wetzlar. sie längst der Armenpflege zur Last gefallen sind. Den fie. Er weist auf den Mangel an freien Hilfskaffen für Seeleute 97. Der Parteitag wolle beschließen, die Reichstagsfraktion Arbeiter vor der Armenfasse zu schüßen, muß Aufgabe hin und hebt hervor, daß die Krankheiten der Seeleute meist dann zu beauftragen, einen Gesezentwurf einzubringen, nach welchen, des Gesetzes sein, und deshalb muß die Rente beauftreten, wenn sie abgemustert sind. An Bord wird alles mit um Hißschlägen, wie sie in diesem Jahre sich ereigneten, willigt werden, sobald die Krankenunterstüßung aufhört. Es Glauberfalz furirt.( Heiterkeit.) Sein Beruf wirft den Seemann vorzubeugen, die Arbeit einzustellen ist, wenn die muß ferner insofern eine Reform der gesammten Versicherungs- bald hierin, bald dorthin; er hat wenig Gelegenheit, sich Temperatur einen bestimmten Wärmegrad erreicht hat. Aus gefeße angestrebt werden, als alle die Leute, welche auf grund einer Hilfskaffe anzuschließen. Ein viel schwererer Uebelstand gefchloffen hiervon kann die Hausindustrie werden die Hausindustrie werden, weil des Alters- und Invaliditätsgesetzes versicherungspflichtig sind, aber ist der, daß die Angehörigen fremder Nationen, die unter diefe von der Sitze nicht so schwer betroffen werden, als die auch gleichzeitig der Krankenversicherungspflicht unterworfen deutscher Flagge dienen, von jeder Unfallentschädigung aus auf Bauten, Plätzen und in Fabriken beschäftigten Personen. werden. Ferner muß den Krankenkassen zur Pflicht gemacht geschlossen sind. Der Seemannsstand ist international, zwischen Krüger Königsberg. Schulze- Königsberg. Greifenberg. J. Timm. werden, mindestens für 26 Wochen Krankengeld zu zahlen. Dann Vorder- und Hintersteven eines deutschen Schiffes stehen Eng Gurtschke- Berlin IV. Schmidt- Berlin III. Röhn. A. Schuster. muß sofort die Juvalidenrente in einer solchen Höhe eintreten, länder, Amerikaner, Franzosen. Es ist eine Ungerechtigkeit, fie Albrecht Halle. Töberr- Coswig( Anhalt I). Dr. Ditttrich. daß der betreffende davon leben kann. Dann werden die Arbeiter von der Entschädigung auszuschließen, wenn sie die Rente nicht Adler Halberstadt Oschersleben- Wernigerode. Beims- Goslar. wirklich einen Nugen von dem Gesetz haben. Legt man hin in Deutschland verzehren. Es ist ja jetzt von einer kommenden Trautwein Quedlinburg. Erfurth- Lauterberg. Wenzel- stönigs gegen das Hauptgewicht auf die Herabfeßung der Reform der Seemanns- Unfallversicherung die Rede. Viel HoffIutter. Stolpe Danzig. Feldmann- Langenbielau. Appel- Stettin. Altersgrenze, so wird selbstverständlich die Invaliden- nung auf Reichstag und Regierung habe ich nicht. Die Seeleute Fabian- Magdeburg. Jaeckh- Braunschweig. Schwihgöbele- Treuen- rente schwerer bewilligt werden, denn die Berechtigung zum müssen ihre Sache selbst in die Hand nehmen und ich habe die brießen. Ueberzeugung, daß es nicht lange dauern wird, bis die Seeleute in unseren Weihen stehen( Beifall.) Die Dampfschifffahrt mit ihren Reihenfahrten macht die Seeleute ansässig; damit ist die Möglichkeit ihrer Organisation erst gegeben.( Beifall.) M Antrag 29 findet teine genügende Unterstützung. Berichterstatter Mar Schippel verzichtet auf das Referat. Ein ausführlicher Bericht liegt gedruckt vor. Diejenigen Gegenstände, über die sich etwas sagen ließe, sind zu Punkt 4 verwiesen. Der Referent behält sich vor, wenn es nöthig wird, in bie Debatte einzugreifen. Die Diskussion wird eröffnet. Schmidt Magdeburg: Ich muß mich gegen die Auffassung des Hamburger„ Echo" verwahren, daß unser, freilich nicht ge= nügend unterstützter Antrag Nr. 29 ein Mißtrauensvotum gegen die Fraktion bedeutet. Wir wollen damit lediglich die Kosten Derringern. Bezug der Altersrente kann man niemandem bestreiten; man braucht nur seinen Tausschein vorzuzeigen. Ich bitte Sie des deshalb, den Theil des Antrages 69, der eine Herabseßung der Altersgrenze bezweckt, abzulehnen und getrennt über die beiden Theile des Antr ages abzustimmen. Wir müssen verhüten, daß die Versicherungsgesetze Gesetze zur Unterstüßung nothleidender Junker werden!( Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Zum Antrag 96( Arbeitslosen- Statistik) ist ein Amendement Eichhorn eingegangen: " Ferner soll die Reichstags- Fraktion einen motivirten Antrag behuss Veranstaltung einer Reichsenquete über Arbeitszeit und Arbeitslohn einbringen." V Dann aber fam Sachse Zwickau: Ich halte es für nothwendig, daß bei der nächsten Unfallversicherungs- Novelle unsere Fraktion im Reichstage dahin strebt, daß die Invaliditätsrente für jugendliche Arbeiter erhöht wird. Wenn heute ein jugendlicher Arbeiter im Beruf verunglückt, so bekommt er höchstens den ortsüblichen Tage= lohn und ist seinen älteren Kollegen gegenüber im Nachtheil, bie gewiß auch nicht zuviel bekommen. Ein anderer Uebelstand ist die Arztfrage. Es besteht eine direkte Furcht der Aerzte vor den Bebel: Daß der Magdeburger Antrag nur mit finanziellen Berufsgenossenschaften, von denen sie abhängig sind. Der UnfallsGroth Rostock: Ich bin beauftragt, den Berichterstatter Gründen motivirt wird, habe ich vorher zum ersten Male von rentner erhält infolgedessen kein Zeugniß, auf grund dessen er um Auskunft darüber zu ersuchen, warum in der bekannten Impf Schmidt gehört. Es wäre mir intereffant zu wiffen, wo und in eine Erhöhung seiner Rente durchsetzen kann. Vielleicht läßt sich Debatte im Reichstag ein Theil der Fraktion dafür und ein welchen Fragen die bisherige Fraktionsthätigkeit im Parlament in das Gefeß eine Bestimmung aufnehmen, wonach die BezirksTheil dagegen gestimmt hat. Fürchten Sie nicht, daß ich hier sich auf Dinge erstreckt hat, die nicht mit den Interessen des ärzte einen Unfallrentner auf sein Verlangen untersuchen müssen. eine längere Packanrede balte( Heiterkeit), ich soll nur Aufklärung Proletariats in Beziehung sind;- das ist doch der Sinn des Quard: Die Uebelstände rühren zum großen Theil von darüber schaffen, wie sich die Fraktion zu solchen Anträgen ver- Antrags, nicht die Kostenersparniß. der Zersplitterung der Organisation der Versicherung her; hält, die mit unserem Parteiprogramm nichts zu thun haben. Die Antwort auf seine Frage wegen der Stellung der Kranken-, Unfall- und Invaliditätsversicherung sind auf drei Wir wollen wissen, ob da jeder Abgeordnete abstimmen fann wie Fraktion zur Impffrage hat sich Genosse Groth selbst gegeben. verschiedene Karren geladen. Eine Zentralisation der Verer will oder ob vorher die Fraktion sich darüber schlüssig wird, Es muß scharf unterschieden werden zwischen politischen und sicherung würde den Versicherten folossale Vortheile bringen. damit eine zwiespältige Abstimmung unserer Genossen nicht im wirthschaftlichen Fragen, die einen parteiprogrammatischen Dahin muß die Fraktion bei der Berathung der Novelle einen Lande auf Mißverständnisse stößt, wie dies bei der bekannten Charakter haben, und solchen Fragen, die in keiner Weise etwas Borstoß machen. Die Denkschrift zur Vorlage macht die windige Dampfersubventions- Frage vor 10 Jahren der Fall gewesen ist. damit zu thun haben. Die Jumpffrage ist eine solche neutrale Ausflucht, daß die land- und Forstwirthschaftlichen Arbeiter Baudert Apolda spricht für den Antrag 69 der Genossen Frage. Ich bestreite auf das allerentschiedenste, daß das Ver nicht in der Krankenversicherung seien. Die Frattion in Sangerhausen und erweitert ihn dahin: Die Reichstagsfraktion halten der Fraktion in dieser Frage irgend welches Auf- soll darauf damit antworten, daß fie den Antrag zu beauftragen, bei Berathung der Alters- und Invaliditäts- fehen gemacht habe; da müßten unsere Gegner uns gegenüber stellt, die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter in die novelle zu beantragen, daß die der Parteileitung diesbezüglich noch viel dümmer fein, als sie es schon find.( Sehr wahr!) Krankenversicherung aufzunehmen. Wenn die Invaliditäsmitgetheilten Mißstände des Gesetzes in Wegfall kommen." Die Ich freue mich aufrichtig, daß Molkenbuhr, geftüßt auf das versicherung den Krankentassen zugewiesen wird, wo wir die Genossen aus Apolda würden der Reichstagsfraktion das offizielle Beweismaterial, endlich einmal der durchaus falschen Selbstverwaltung in der Hand haben, dann werden wir auch erforderliche Material zustellen. Die gange Textilindustrie ist Tattit entgegengetreten ist, die in bezug auf das Alters und den Hebel an dem Unternehmerkartell der Berufsgenossenschaften daran interessirt. Invaliditätsgesetz in der Agitation von einem Theil unserer Ge- anfeßen können. Dann werden wir viel mehr für die Arbeiter Frohme: Dem Genossen Schmidt gegenüber bestreite ich, noffen, weil sie die Verhältnisse nicht fannten, befolgt worden ausrichten, als wenn wir mit an einzelnen Stellen mit Anträgen daß das Hamburger Echo" den Magdeburger Antrag miß ist. Wir müssen den Hauptnachdruck darauf legen, daß der Bezug zur Aerztefrage u. s. w. an dem Geseze herumnuffeln.( Beifall.) verständlich aufgefaßt hat. Es ist in dem Antrag davon der Invalidenrente bedeutend erleichtert und ihr Betrag bedeutend Von großer Wichtigkeit ist auch eine Vermehrung der Stellen die Rede, daß die Wahl der Abgeordneten ein Proteft gegen erhöht wird.( Sehr richtig!) In der Fraktion ist der zur Unterrichtung der Arbeiter in den Versicherungsangelegen die staatliche und gesellschaftliche Ordnung sei. Demgegenüber Beschluß hinsichtlich der Herabsetzung der Altersgrenze heiten, wie das Nürnberger Sekretariat.( Beifall.) erkläre ich ausdrücklich, daß die Abgeordneten unserer Partei auf 60 Jahre nur mit sehr kleiner Mehrheit gefaßt Pogarell- Dresden befürwortet das Amendement zum ihre Stellung nicht nur als diesen Protest aufzufassen haben, worden. Wir werden immer wieder diese Frage erörtern müssen, Antrag Eichhorn hinsichtlich der Enquete über Arbeitslohn und sondern auch der Nothwendigkeit der positiven Mitwirkung im weil wir bei einer so fundamentalen Aenderung des Gesetzes nicht Arbeitszeit. Boltsinteresse nach Kräften zu genügen haben. Ich bestreite, daß außer acht lassen dürfen, wie die Mehrausgaben aufgebracht Schule Königsberg ersucht um Annahme des Antrages die Fraktion nicht in jeder Beziehung, auch in der Agitation, werden; es dürfte sehr leicht darauf hinauskommen, daß auch die betreffend Einstellung der Arbeit bei großer Sonnenbize. Wenn ihre volle Schuldigkeit gethan habe. Beiträge der Arbeiter erhöht werden. Es ist leicht gesagt: er man sagt, daß in vielen Betrieben trotz großer Hitze gearbeitet bert Bremen: Im Auftrage meiner Mandatgeber habe höhen wir den Reichszuschuß! Er wird ja hauptsächlich auf werden muß, so muß man auch nachweisen, daß die Hize am ich die Fraktion auf einen Punkt der Unfallversicherung hinzu- dem Wege der indirekten Steuern aufgebracht; geben wir uns Glühofen ebenso verheerend wirkt, wie die Sonnenbize. Dieser weisen, auf den sie bei der kommenden Reform der Versicherungs- doch keinen Illusionen hin: gegenüber der jezigen Nachweis ist bisher nicht erbracht. Gegen die außerordentliche gesetzgebung ihr Augenmerk lenken soll. Das bestehende Unfall Reichstags majorität werden wir eine Reichs- Einkommensteuer Siße diefes Sommers in Ostpreußen ist seitens der Behörden versicherungs- Gesetz stellte die Seeleute thatsächlich unter einen nicht durchsetzen. Schon jetzt schwebt das Projekt der Biersteuer und den Unternehmern nichts geschehen. Die Zahl der an HitAusnahmezustand. Während für alle anderen Arbeiter die über dem Reichstag. Daher müssen wir nach allen diesen schlag Erkrankten ist eine überaus große. Wir sollen nicht Grundlage für die Rente berechnet wird nach dem ortsüblichen Richtungen hin die Sache uns ganz genau ansehen, um von der warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, sondern Tagelohn, fetzt der Reichstanzler diefe Grundlage für die See- Veränderung des Gefeßzes möglichst viel Vortheil für die rechtzeitig Maßregeln treffen, um die schlimmen Folgen zu leute durch Verfügung fest. Hierbei kommen die Seeleute nun zu Arbeiter herauszuschlagen. Ich bitte nicht nur den verhüten. furz. So ist der Monatsverdienst für einen Oberheizer auf ersten Theil des Antrags 69, sondern den ganzen Stadthagen: So sehr ich mich darüber freue, daß eins 50 M. monatlich festgesetzt, während er tbatsächlich im Durch Antrag abzulehnen. Ich bin im Augenblick ganz außer zelne fleine Vorschläge zur Verbesserung der Versicherungsgesehe schnitt 70 m. verdient. Nur 9 Monate werden berechnet, während Stande zu übersehen, welchen finanziellen Effekt die Zahlung gemacht werden, so muß ich doch hervorheben, daß man sich in für alle anderen Arbeiter 300 Arbeitstage für die Be- der Invalidenrente bei Verminderung der Erwerbsfähigkeit um einem großen Frrihum befindet, wenn man annimmt, daß die " M den Nachmittag verschoben und zunächst die Punkte 5 und 6 erledigt. Punkt 5 ist die Maifeier. Die Debatte wird eröffnet. = Brand Frankfurt a. M. befürwortet die Frankfurter Resolution 64. Die Zentralorganisation wird nicht in eine Zwangslage gebracht werden, da als die Vorausseßung der Arbeitsruhe die Möglichkeit dazu betont werden soll. Brinkmann Kassel fordert aus den Kasseler Grfahrungen heraus, daß mit aller Energie auf die Arbeitgeber ein Hochdruck seitens der gesammten Arbeiterschaft ausgeübt werden soll, um die Arbeiter, die die Maifeier begehen, gegen Maßregelungen zu schüßen. Ebert Bremen legt den Nachdruck auf die Worte in der Frankfurter und der Wanzbecker Resolution, daß die Arbeitsruhe mehr als bisher" erfolgen soll. Die Resolution des Parteiausschusses enthält diefe Worte nicht. Bei der Abstimmung wird Antrag 64 mit großer Majorität abgelehnt; die Resolution Gerisch dagegen mit großer Mehrheit angenommen. Mit der Annahme dieser Resolution sind alle übrigen Anträge erledigt. Unfallversicherung eine Versicherung des Arbeiters ist. Die heutige Unfallversicherung ist teine Versicherung zu gunsten der Arbeiter, sondern nichts weiter als eine Versicherung der Arbeitgeber gegen das große Rifito. Der Arbeitgeber müßte für jeden Der Berichterstatter Gerisch beantragt folgende Resolution: Unfall, gleichviel ob eine Verschuldung des Arbeiters vorliegt oder" In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der internicht, haften, und wir müßten ferner dahin streben, daß für nationalen Arbeiterkongresse zu Paris 1889, Brüssel 1891, Der nächste Punkt ist die Berichterstattung über den Fall der Nichtmöglichkeit der Haftung des Arbeit- Zürich 1893 und London 1896 feiert die deutsche Sozialdemokratie den internationalen Kongres in London. gebers Genossenschaften oder größere Verbände einzutreten den 1. Mai als das Weltfest der Arbeit, gewidmet den Klassenforde Dazu liegt der Antrag 77 der Parteigenossen des Kreifes haben. Es ist bereits darauf hingewiesen, wie schlecht der jugend- rungen des Proletariats, der Verbrüderung und dem Weltfrieden. Delitzsch- Bitterfeld vor:" Der Kreistag des Delitzsch- Bitterfelber liche Arbeiter daran ist. Gewiß, es besteht eine solche Als würdigste Feier des 1. Mai betrachtet die Partei die allgemeine Wahlkreises, welcher am 13. September in Delitzsch stattfand, Brutalität gegenüber dem jugendlichen Arbeiter, und auch eine Arbeitsruhe. Der Parteitag macht es daher den Arbeitern und stellt hiermit der deutschen Delegation des internationalen Konsolche Bevorzugung des Großbetriebes gegenüber dem Handwert, Arbeiterorganisationen zur Pflicht, neben den anderen Kund- greffes in London ein Vertrauensvotum aus für die von der daß es sonderbar erscheint, daß in der Unfallversicherungs- gebungen, für die allgemeine Arbeitsrube am 1. Mai einzufelben eingebrachten Resolutio, welche die fernere Theilnahme Novelle feine Abänderungen in dieser Beziehung enthalten sind. treten, und überall da, wo die Möglichkeit zur Arbeitsruhe der Anarchisten an sozialistischen Kongressen unmöglich macht." Wenn heute ein jugendlicher Arbeiter verunglückt, so wird die vorhanden ist, die Arbeit am 1. Mai ruhen zu laffen." hterstatter Bebel: Parteigenossen! Ich habe feine Rente während seines ganzen Lebens nach dem Verdienst be- Im vorigen Jahre wiesen wir in unserer Resolution auf die Veranlassung genommen, Ihnen eine Resolution vorzulegen, und rechnet, den er zur Zeit des Unfalls hatte; dies würde im aufsteigende Konjunktur hin und forderten auf, fie für die Mai- ich weiß auch nicht, ob der Antrag 77 zu empfehlen ist. Es günstigsten Falle höchstens 10 bis 20 W. monatlich ausmachen. feier auszunuzen. Das ist auch zweifellos geschehen; die Mai- handelt sich auf diesem Parteitage weit weniger um eine Da das Unfallgesel lediglich vom Standpunkt des Unternehmers feier ist das letzte Mal in viel stärkerem Umfange begangen Stellungnahme zu den Beschlüssen des Londoner Kongresses, als ausgeht, ist die Ungeheuerlichkeit begreiflich, wonach der Arbeit worden. Weiter zu gehen halten wir diesmal nicht für Ihnen nur in allgemeinen Zügen ein Bild zu entwerfen von geber das Recht hat, die Aufnahme des Arbeiters in ein möglich. Wir haben, entsprechend dem Antrage der Wands seiner Bedeutung und der Wirkung, die er auf die zukünftige Krankenhaus zu veranlassen, wonach er dem Arbeiter einen Arzt becker Genossen, unsere Resolution diesmal nur insofern ver- Gestaltung der Arbeiterbewegung haben kann. aufdrängen darf, zu dem dieser kein Vertrauen hat, und der ein schärft, als es den Parteigenossen zur Pflicht gemacht werden 1898 haben wir es in Zürich mit der größten Genugs erhebliches Interesse darau hat, den Kranken gesund zu schreiben. foll, wo es möglich ist, die Maifeier zu begehen. Die Anträge thuung begrüßt, als die Tradees- Unions, die die weitaus Der Arbeitgeber darf ferner den Arbeitnehmer, falls die häus- 66 und 67 decken sich ziemlich mit der Resolution. Der Antrag große Mehrheit der englischen organisirten Arbeitermassen liche Pflege nicht ausreicht, Heilanstalten oder besser gesagt, 65 ist ein alter Bekannter; die Niederbarnimer müssen schlechte umfassen, und in denen der Sozialismus und bie Quälanstalten überweisen. Dadurch, daß sie durch der Sache Erfahrungen mit den Referenten gemacht haben.( Heiterkeit.) auf internationale Verbrüderung gerichteten Bestrebungen gewachsene Leute vertreten sind, haben die Berufsgenossenschaften Lehnen Sie diesen Antrag ab. Man froh sein, bisher vergleichsweise sehr wenig Boden gefunden hatten, ihre einen großen Vortheil erlangt und ich freue mich, daß auch in wenn man am 1. Mai überhaupt genügend Referenten Zurückhaltung aufgaben und erklärten, sich am Kongreß bes Berlin bei den Arbeitern, die ein Schiedsgericht anrufen, allmälig bekommt; es kommt doch auf die Vermögenslage derfelben theiligen zu wollen. Wir freuten uns darüber schon aus dent der Gedante sich Bahn bricht, daß mehr als bisher sachverständiger an. Ich bitte Sie, der Resolution des Parteiausschusses zu Gesichtspunkte, als es für uns von großer Wichtigkeit war, uns Rath den Arbeitern zu theil werden muß. Freilich halte auch zustimmen, und dahin zu wirken, daß auch im kommenden Jahre durch eigenen Augenschein zu überzeugen, wie die Dinge in ich, ebenso wie der Genosse Quarc, eine Einheitlichkeit der Ver- die Maifeier in großartigem Maßstabe begangen wird.( Beifall.) England liegen. Wenn die Vertreter der englischen Trades sicherungs- Gefeße für nothwendig, viel wichtiger aber erscheint Der Antrag 65( Unentgeltlichkeit der Maireferate) findet nicht Unions und vermuthlich auch die Mehrheit der Arbeiter, mir die Betonung unseres Standpunktes, daß wir die Versicherung genügende Unterstüßung. die hinter ihnen stehen, mit dem Verlaufe des Kon zu gunsten der Arbeiter und nicht zu gunsten der Unternehmer gresses nicht zufrieden waren, ja sogar mit einer gewissen verlangen. Ich freue mich, daß dieselben Gedanken, Misstimmung den Kongreß verließen, so die in größerer Breite von unseren Genoffen im Reichstage Verhältnisse schuld, die außerhalb der Macht der Delegirten vorgebracht worden, auch hier ausgesprochen sind, und ich richte lagen. Wenn also der englische Trades- Unionismus heute noch an die Genossen den Appell, jetzt, wo die Novelle vorliegt, in teinen Anschluß an den Sozialismus genommen und noch keine Versammlungen und Vereinen immer uno immer wieder die bestimmte Stellung eingenommen hat, so sind doch andererseits Schäden, die Nachtheile und die Ungerechtigkeit dieses Gefeßes im Laufe der letzten Jahrzehnte in England sozialistische Dr zu betonen und mit Material aufzuwarten. Auch die Presse ganisationen entstanden, die sich allerdings nicht entfernt mit der sollte systematischer und weniger widerspruchsvoll sich die Recht Anhängerzahl der Trades- Unions messen können. Neben den sprechung ansehen. Wer dies Gebiet kennt, der ist manchmal erTrades- Unions, die ihre Stellungnahme immer von Fall zu Fall schrocken, wie selbst in der Presse unserer Partei, von der bemessen, sind im Laufe der Jahre Organisationen auf direkt fapitalistischen gar nicht zu reden, etwas als ganz neue Ent sozialistischem Boden entstanden, die Sozialdemokratische Födes scheidung hingestellt wird, das schon zehn Jahre oder länger be ration und die Sozialistische Liga. Lettere hat dadurch, daß ein steht. Es wird wesentlich auch Sache der Gewerkschaften sein, großer Theil ihrer Mitglieder sich dem Anarchismus zue in dieser Beziehung Material zu sammeln und der Neichstags= wandte, der ja überall da, wo er einen gewissen Eins Fraktion zu unterbreiten. fluß auf Arbeiterorganisationen erlangt, zerseßend wirkt, fehr an Bedeutung verloren, und besteht heute nur noch als Schatten. Es besteht in England ferner die Unabhängige Arbeiterpartei, die aus der Mitte der Trades- Unions hervorgegangen ist, deren gesammte Führer mehr oder weniger eine Rolle in der englischen Trades- Unions- Bewegung spielen und die infolgedessen weit mehr als die Sozialistische Föderation Einfluß auf die Trades- Unions im Sinne des Sozialismus gewinnen wird. Auf dem Kongreß war noch eine dritte Organisation vertreten, die auf sozialistischem Boden steht, aber doch in der grundsätzlichen Auffassung wesentlich von dem Sozialismus der übrigen englischen und auch der amerikanischen und deutschen Sozialisten abweicht, die Fabian Society, eine Organisation, wie sie nur unter den ganz eigenartigen englischen Verhältnissen möglich ist. Diese Gesellschaft, die jetzt vielleicht 900 Mitglieder zählt, rekrutirt sich nahezu ausschließlich aus Augehörigen der höheren Klaffen. Sie leitet ihren Namen her von dem römischen Heerführer Fabius Cunctator und vertritt die Absicht, daß man den richtigen Moment abzuwarten, dann aber mit aller Macht und Energie vorzugehen hat. Den Klassenkampfs- Stands dazu Geld.( Heiterfeit.) Wie verkehrt die Zustände bei uns punkt hält sie für falsch und glaubt, daß nur durch das Zu find, beweist die Thatsache, daß Umzüge mit rothen Fahnen fammenwirken, der verschiedensten Klaffen der Gesellschaft die und Musik, die in vielen Städten erlaubt sind, in Wien verboten Biele des Sozialismus sich verwirklichen lassen. Es ist nicht zu werden. Wir Wiener helfen uns damit, daß wir Bernerstorfer bezweifeln, daß sich die Haltung der englischen Bourgeoisie gegen vorausgehen lassen mit seiner rothen Nase, damit wir wenigstens über den Arbeitern vortheilhaft von der Haltung der deutschen etwas Nothes bei uns haben.( Stürmische Heiterkeit.) Es kann oder der irgend eines anderen Landes auszeichnet. Während wir uns fosten, was es will, der erste Wlai wird bei uns durch allgemeine jahrzehntelang die ausgedehntesten Rämpfe zu bestehen Arbeitsruhe gefeiert. Wenn auch die bedauerlichen Vorgänge im hatten, um Die fleinsten gesetzlichen Reformen Vorjahre, wo es im Prater zu einer förmlichen Schlacht ge durchzusehen, ift die englifche Bourgeoisie in weit fommen ist, die bürgerliche Presse zu dem Jubelruf verleitet höherem Maße geneigt den Wünschen der Arbeiter ent Ju seinem Schlußwort hebt Schippel hervor, daß die haben, daß es mit der Maifeier in Wien vorüber ist, so erkläre gegenzukommen, sobald sie einsieht, daß sie auf die Dauer diesen Bedeutung der Debatte in der Aussprache der Genoffen darüber ich doch hier in Deutschland: Wir werden in Wien an der Wünschen keinen Widerstand mehr leisten kann. Dazu kommt, liegt, welche Punkte sie in der Thätigkeit der Reichstagsfraktion Maifeier nach wie vor festhalten. Allerdings werden wir darauf daß die englischen Arbeiter auf grund der Erfahrungen in ihren eg lich nicht, burch Annahme feft, formulirter Anträge die Be- regelungen schaden uns nicht. Ebenso wie Taaffe- if he besonders berücksichtigt zu sehen wünschen. Dagegen empfiehlt sehen, daß solche Unfälle in Zukunft verhütet werden. Die Maß gewerkschaftlichen und politischen Kämpfen mehr als die Arbeiter es ist dies eines anderen Landes zu der Anschauung neigen, es sei überwegungsfreiheit der Fraktion einzuschränken.( 3ustimmung.) Der vielleicht sein einziges Verdienst dadurch, daß er in einer flüssig, eine spezielle politische Partei zu bilden, es genüge, bei Antrag der Magdeburger Genossen( 29) ist nicht genügend unter einzigen Nacht 300 Genossen ausgewiefen hat, 300 Agitatoren den Wahlen ihr Gewicht dafür in die Wagschale zu werfen, daß stützt und damit erledigt worden. Bebel hat bereits darauf hin- fchuf, ebenso werden auch diejenigen, die infolge der Maifeier bürgerliche Vertreter ins Parlament kommen, die das durchseßen, gewiesen, daß die Partei niemals eine rein protestlerische Auf gemaßregelt werden, um so energischer für die Partei agitiren, was sie für nothwendig halten. Das Verhältniß der verschiedenen faffung der Thätigkeit der Fraktion gehabt hat. Genoffe Schmidt- und wir haben den Vortheil davon. Hoffentlich erleben wir es Klassen in England ist allerdings das Produkt einer Jahrhunderte Magdeburg hat übrigens felber gesagt, daß er den Antrag für noch, daß auch in Deutschland am 1. Mai jede Arbeit ruht! langen Entwickelung, die grundverschieden ist von der auf dem unglücklich formulirt hält. Miller Camenz hat die Erfahrung gemacht, daß in feiner Kontinent. England war durch Jahrhunderte das führende Was den Antrag zur Impffrage betrifft, so wundere ich Provinz das Unternehmerthum der Feier des 1. Mai nichts Land in der Kulturwelt in bezug auf Handel und Verkehr, es mich nur, daß Genosse Groth die Antwort auf die Frage, die er entgegengesetzt hat.( Buruf: Das ist aber eine Seltenheit!) Ja, war bis vor kurzem der größte industrielle Staat der Welt, und heute hier gab, nicht schon auf dem Mecklenburger Parteitage das gebe ich zu, aber wenn mit der Feier des 1. Mai teine die englische Bourgeoisie war infolge dessen in der Lage, mit gegeben hat. Die Jmpffrage ist eine hygienische Frage, feine weiteren Forderungen verbunden werden, so wird das Unter- ganz anderen Vermögen rechnen und ihren Arbeitern viel nobler Frage der Klaffenbewegung des Proletariats.( Sehr richtig.) nehmerihum mehr und mehr sich damit einverstanden erklären. gegenübertreten zu tönnen, als irgend eine andere Bourgeoisie Ein vorgeschrittener Arbeiter tann ein Impfgegner, ein zurück- Wir müssen die Forderung des Achtstundentages mehr in den des Kontinents. Das hat wesentlich dazu beigetragen, der Ges gebliebener Ronservativer ein Jinpffreund sein und umgefehrt. Vordergrund stellen und für eine vollständige Durchführung der werkschaftsbewegung in England diesen eigenthümlichen Geist zu Mit der Frage der Dampferfubvention lassen sich die verschiedenen Arbeitsruhe eintreten, wenu es auch harte Stämpfe erfordert. geben, der fie veranlaßt hat, ihren Kampf auders zu Meinungen, die in der Impffrage in der Fraktion herrschen, Ohne Kampf kein Sieg! nicht vergleichen. In der Impffrage tönnen wir dem einzelnen vollständige Freiheit lassen.( Zustimmung.) Ibert( Frankfurt a./m.) hält für die Hauptsache die ausdrückliche Verpflichtung für die Arbeiter zur Maifeier, wo es möglich ist und empfiehlt demnach die Resolution Gerisch. Meiner( Hamburg) stimmt dem Vorredner zu. Die AufFolgen hervorrufen, die wir durch unsere Beschlüsse auf den früheren tongreffen haben verhüten wollen. In Berlin glaubte eine gut organisirte Gewerkschaft auch durch Kampf die Maifeier erzwingen zu können, und was war die Folge? Noch heute befindet sie sich zum größten Theile im Ausstand; und diejenigen, die es nicht mehr sind, haben bis zu einem gewissen Grade kapituliren müssen. Durch scharfe Beschlüsse durchbrechen Sie den Ring der Unternehmer nicht. Die Genossen, die die scharfe Resolution be antragen, sollen zunächst für eine umfassendere Organisation sorgen.( Lebhafter Beifall.) Bömelburg- Hamburg: Die Frage der ufall versicherung ist jetzt besonders aktuell wegen der im Reichstage in der kommenden Session zu erwartenden Novelle. Dem Un- nahme der Worte mehr als bisher" würde gerade die schlimmen wesen in dem Verhältniß der Unternehmer zur Unfallversicherung muß in Presse und Versammlungen viel ernsthafter zu Beibe gegangen werben, als es bis jetzt gefchieht. Dem Verhalten der Bertrauensärzte der Berufsgenossenschaften muß gesteuert werden. Von 1889 bis 1894 tamen in den gewerkschaftlichen Berufsgenossenschaften nicht weniger als 188 428 entschädigungspflichtige Unfälle vor. Darauf entfielen im Jahre 1889 Unfälle mit dauernder und völliger Erwerbsunfähigkeit 2337. Während nun vom Jahre 1889 an die Zahl der Unfälle überhaupt außer ordentlich gestiegen ist, ist die Zahl der Unfälle mit dauernder und völliger Erwerbsunfähigkeit ganz ungeheuerlich zurück- Schumeier Wien: Den Genossen in Desterreich wird gegangen, bis zum Jahre 1894 auf 855!( Hört! hört!) Bald derjenige Beschluß am besten gefallen, der da fordert, daß die wird die Zeit kommen, wo die Vertrauensärzte überhaupt feinen Maifeier durch allgemeine Arbeitsruhe begangen wird. Bei uns Fall von dauernder und völliger Erwerbsunfähigkeit mehr liegen die Verhältnisse anders als in Deutschland, wo die Partei werden gelten lassen. So tonstatirt man bei einem Krüppel, ihre Stärke bei den Wahlen zeigen kann. Wir werden ja im dem ein Bein amputirt werden mußte, nach 6 Monaten theil- nächsten Jahre auch den Versuch machen, natürlich brauchen wir weise Erwerbsfähigkeit. Es ist wirklich schon bald so, daß nur der für völlig erwerbsunfähig erklärt wird, dem beide Beine, beide Arme abgeschnitten sind und aud) der Kopf.( Heiterfeit.) Hier und ebenso in der Frage der Unfallverhütung muß in Bresse, Bersammlungen und im Parlament viel schärfer auf Beseitigung des Unwesens gedrungen werden. Den Königsberger Antrag bitte ich abzulehnen. Wir sollen doch nicht die Fraktion mit solchen Anträgen beladen, die noch viele Jahre keine Aussicht auf Erfüllung haben.( Beifall.) Damit schließt die Diskussion. Was den Antrag 69 betrifft, so ist sein erster Theil seitens der Fraktion selbst zu einem Gefeßentwurf formulirt worden. Molkenbuhr hat sehr gute Gründe gegen die Herabsehung der Altersgrenze angeführt, wenn ich auch nicht zugebe, daß seine Zahlen so viel beweisen, wie er glaubt. Den ersten Theil des Antrages 69 bitte ich also abzulehnen; der zweite Theil tann, wie das Amendement Bebels will, der Fraktion zur Berücksich tigung überwiesen werden, wenn ich auch nicht glaube, daß viel dabei herauskommt. Berührt hat die Debatte noch die Wer ficherung der Zertilarbeiter und der Seeleute. Bestimmte Anträge liegen hier nicht vor, die Anregungen wird die Fraktion zweifellos beachten. e3 Weltführen, wie der auf dem europäischen Kontinent Bömelburg Hamburg: E3 fommt wenig darauf an, Fall ist. Im letzten Jahrzehnt haben sich die Verhältnisse welche von den beiden Resolutionen angenommen wird. Biel geändert, England sind mächtige Konkurrenten auf allen Gebieten wichtiger ist die Frage, wer sich an der Feier des 1. Mai durch des Weltmarktes erivachsen, und namentlich hat die Entwicklung Ruhenlaffen der Arbeit betheiligt. In der Hauptsache sind es der nordamerikanischen und der deutschen Industrie dazu beis kleine Geschäftsleute und Handwerker. Die Organisationen der getragen, daß die Vorrechtsstellung Englands auf verschiedenen Arbeiter sind noch nicht start genug, um einen Einfluß auf die Gebieten des Weltmarktes zurückgedrängt ist. Die bedeutendsten Verkürzung der Arbeitszeit durch Arbeitseinstellung am 1. Mai Staatsmänner und die einflußreichsten Industriellen bemühen sich. auszuüben. Verstärkung der Organisation, das ist die Losung, geeignete Borschläge zu machen, um die Vorherrschaft Englands die überall am 1. Mai erhoben werden muß. Agitatoren werden aufrecht zu erhalten und die unbequeme Konkurrenz Amerika's durch Maßregelungen, soweit sie Familienväter betreffen, nicht und Deutschlands wieder auf das alte Niveau zurückzudrängen. geschaffen, im Gegentheil, gemaßregelte Familienväter geben für Das ist allerdings unmöglich, denn auch der Die Agitation verloren.( Sehr richtig! Den Arbeiterorgani markt hat seine Begrenzung, nnd wenn im Laufe fationen muß selber die Entscheidung darüber überlassen bleiben, der nächsten Jahre die europäischen Industrieprodukte ob fie start genug sind, die Arbeitsruhe durchzuführen.( Sehr Aussicht haben, in viel höherem Maße auf dem asiatischen Markte Den Antrag 96 bitte ich abzulehnen. Gewiß wäre eine richtig.) Wer verlangt, daß die Arbeitsruhe grundsäßlich am in China zur Geltung zu kommen, so darf man nicht vergessen, Arbeitslosen Statistit im Januar sehr interessant, aber 1. Wiai durchgeführt wird, legt der Partei damit die Ver- daß, wenn dies folossale Absatzgebiet eröffnet wird, eine solche viel fönnen wir damit nicht anfangen. Die Gegner werden sagen, pflichtung auf, für die Opfer der Arbeitseinstellung zu sorgen. Raun Konturrenz seitens Rußlands erwächst, daß die erwarteten Wir daß die Saifongewerbe im Januar immer stillstehen und das Bild die Partei eine solche Verpflichtung übernehmen? Unsere paar tungen ausbleiben müssen. Auch China droht mit seiner geder Arbeitslosigkeit deshalb nicht zutreffend ist. Im Auge werden Kröten würden bald zu Ende sein.( Beifall.) schickten, bedürfnißlofen Bevölkerung, seinem tolossalen Bodenwir die Anregung behalten, aber bestimmte Direktiven sind besser Ein Schlußantrag wird, nachdem Hildebrandt- reichthum ein gefährlicher Konkurrent für die europäische und zu vermeiden. Stuttgart dafür, Boigt- Berlin dagegen gesprochen, an- amerikanische Industrie zu werden. Europäisches Kapital selber Antrag 97 ist abzulehnen. Der§ 120 a der Gewerbe genommen. wird die Entwickelung des China des Industrialismus in Ordnung verbietet schon jetzt, was der Antrag treffen will, soweit In seinem Schlußwort wendet sich Gerisch gegen die fördern. Ju fleinerem Umfange sehen wir diese Ent fich die Dinge überhaupt voraussehen lassen. Ein allgemeines Ausführungen Schumeier's, wenn sich auch nicht verkennen wicklung sich in Japan bereits vollziehen. Die englische Juduſtrie Gesetz läßt sich überhaupt nicht formuliren, wonach bei gewisser laffe, daß jeht größeres Verständniß unter den öster- und der englische Handel haben also teine Aussicht, ihre Position Temperatur die Arbeit eingestellt werden muß. Hätten wir zum reichischen Genossen über die Stellung der deutschen Partei zur auf dem Weltmarkte wesentlich zu verbessern; im Gegentheil, fie Beispiel ein solches Gefeß, so hätte der Parteitag zum Beispiel Maifeier verbreitet ist. Es liegt auch im Interesse der öster ist aufs äußerste bedroht auch durch die Konkurrenz Indiens. geitern Nachmittag die Arbeit einstellen müssen.( Heiterkeit und reichischen Genossen, uns unseren Weg in dieser Frage gehen zu Der internationale Konkurrenzkampf wird trok aller Erweiterungen Beifall.) laffen. Bömelburg hat ganz Recht: wenn wir die Arbeitsruhe des Weltmarktes immer schwieriger. Die Zeit läßt sich also ab. am 1. Mai durchführen, dann haftet die Partei auch ökonomisch sehen, wo die englische Industrie und mit ihr auch der englische für alle Folgen. Nun tlang die heutige u die gestrige Nede Arbeiter aus der bevorrechtigten sozialen Position gedrängt Schumeier's immer in einen Refrain aus, der auch lebhaft an werden, die sie jetzt dem Festlande gegenüber einnehmen. Dieser die Schreiben des Kandidaten Jobstes an seine lieben Eltern er Einsicht verschließen sich auch die englischen Arbeiter nicht. innerte: Bergeßt nur die zwölf Dutaten nicht!"( Große Heiterfeit.) Wenn aber unsere Parteikaffe leer wird durch die Folgen der Maifeier, dann haben wir auch diefe zwölf Dukaten nicht. ( Heiterkeit und Beifall.). Bei der Abstimmung wird der Antrag 69 abgelehnt, dagegen das Amendement Bebel's angenommen. Auch der Antrag 96 wird abgelehnt, aber dem Amendement Eichhorn zugestimmt. Autrag 97 wird gegen wenige Stimmen abgelehnt. Damit ist Punkt 3 der Tagesordnung erledigt. Puntt 4, Arbeiterschus" wird auf Wunsch des Referenten Burm, der die Nacht hindurch gefahren und ermüdet ist, auf Wenn sich also jetzt auch noch fein Anschluß der englischen Trades- Unionisten an den Sozialismus vollzieht, so ist jedenfalls bereits die Erkenntniß von der Nothwendigkeit vorhanden, mit den Arbeitern der ganzen Kulturwelt gemeinsame Sache gegen Tho den Kapitalismus zu madjen. Dieses Bestreben ist bereits so verloren gegangen; und nur durch die ruhigen und fachlichen für gefährlich gehalten, wenn die Anarchisten zum Kongres zugelassen start geworden, daß die englische Bergarbeiter Gewerkschaft es Verhandlungen in den Sektionen, wo wir ohne Anarchisten worden wären. Bindende Beschlüsse tann ein internationaler Rongreß ja doch nicht fassen. Wir debattiren ja im Reichstag burchgesetzt hat, einen internationalen Kongreß der Bergarbeiter arbeiteten, wurde es möglich, die Beschlüsse zu fassen.d Freilich ist die eine oder andere Resolution derart aus auch mit Gegnern. Die drei Tage, die über die Frage ihrer Zulassung alle Jahre stattfinden zu lassen, was sogar nach der Ansicht unferer deutschen Bergarbeiter des guten ein bischen zu viel ist. gefallen, daß wir Deutsche nicht für sie stimmen konnten ich er debattirt worden ist, hätten besser dazu verwendet werden sollen, innere an die Erziehungsresolution, wo man sich viel zu sehr von ihnen die richtige Meinung vom Sozialismus beizubringen.( Lachen.) ( Sehr richtig!) Redner erklärt, daß er sich der Abstimmung in dieser Sache ent Kurz, die Exklusivität und souveräne Geringschäzung der radikalen Phrasen beherrschen ließ. Das ist in der Hauptsache das Bild, das ich Ihnen von halten werde. Die Majorität der Leipziger Genossen sei mit Trades- Unions gegen die tontinentalen Arbeiter ist mehr und mehr geschwunden. Damit ist der erste Schritt gethan, um in dem Londoner Kongreß zu geben habe. Ich erinnere nur noch dem Ausschluß der Anarchisten einverstanden gewesen. Er sei daß beschlossen ist, den nächsten internationalen anderer Meinung und Schoenlant habe in der Leipziger Parteiletzter Potenz der kapitalistischen Gesellschaft die Art an die daran, daß beschlossen ist, den nächsten Wurzel zu legen( Lebhafte Zustimmung). Das wird der Gang Arbeiter und Gewerkschaftskongreß 1899 in einer deutschen versammlung sogar die Frage aufgeworfen, ob ein Mann mit einer der Entwicklung sein, wenn auch niemand im staude ist, zu sagen, Stadt stattfinden zu lassen. Wir haben uns alle Schwierigkeiten, folchen Ansicht einen Vertrauensposten in der Partei erhalten in welcher eit sie sich in England vollziehen wird. die der Abhaltung eines internationalen Kongresses in dem tönne. Trogdem fei er von den Leipzigern delegirt worden. Schoenlant: Weder ich noch irgend einer von Ihnen Diese Jdeenentwickelung nach Möglichkeit zu fördern, war polizeilich regierten Deutschland entgegenstanden, nach allen auf unferer Hauptaufgaben zu Seiten gründlich überlegt. Es tommt ja hingut, daß von den wird dem Genossen Grenz das Recht bestreiten, eine eigene Kongresse London. Leider muß ich das allerdings allerdings aussprechen, Männern, die für internationale Kongreffe nun einmal un- Meinung zu äußern. Aber der Parteitag ist nicht der Ort, sich daß wir bei denen, auf die wir bei der Ausführung dieser Pläne entbehrlich sind, eine Anzahl sich befinden, die, besonders aus über die Privatansichten des Vorredners zu unterhalten, nachdem in England am meisten rechnen mußten, am wenigsten Unter- Preußen, ausgewiesen sind. Und auch die geographischen Schwierig die allein kompetente Stelle, eine Leipziger Volksversammlung stüßung gefunden haben. Was geschah? Zunächst entstand eine feiten der Reise nach dem Kongreßorte innerhalb Deutschlands vom 27. August mit erdrückender Mehrheit in einer Resolution gewiffe Rivalität zwischen der Judependent Labour Party und mußten berücksichtigt werden.( Heiterkeit.) Und es ist uns wirklich die Beschlüsse des Kongresses gebilligt und das Verhalten der ber Socialdemocratic Federation und zwischen diesen winzigen möglich gewefen, nicht nur einen, sondern mehrere deutsche Anarchisten getadelt hat. Damit ist für uns die Sache erOrganisationen einerseits und den Trades- Unions andererseits. Ländchen zu finden, in die hineinzukommen für jene Kongreß- ledigt und ich überlasse es Ihnen, sich selbst ein Urtheil zu Ihrer Winzigkeit gegenüber den Trades- Unions suchten erstere theilnehmer möglich ist. Selbstverständlich ist die Voraussetzung, bilden. eine dem = Es nou bis die durch eine so große Bahl von Delegirten auszugleichen, daß sie sie daß 1899 nicht ein ganz besonderer östlicher Wind weht und von Hildebrand. Stuttgart: Wenn ich auch nur einen Augenüberstimmen fonnten, und sie gingen dann in der rücksichtsloseßten gewiffer Seite nicht ein Druck auf die betreffenden Staaten und blick die Absicht hatte, die Ausführungen des Genoffen Grenz zu Weise vor, majorifirten sie, schlossen sie aus den Komitees aus Städteverwaltungen ausgeübt wird, daß man uns die Sache unterstützen, so hat mich eine Voltsversammlung in Stuttgart, in Ich glaube glaube aber, man wird fich der der Ober- Anarchist Landauer sprach, gründlich davon turirt. und erzeugten dadurch eine Mißstimmung, die die unheilvollsten unmöglich macht. Wirkungen auf den Verlauf des Kongresses ausüben mußte. Ja, doch gegenüber der gesammten internationalen Welt ein Landauer erklärte: daß es sich für ihn nicht darum handelt, sich ( Rufe: Na! Na! Na! Heiterkeit.) Sie auf internationalen Kongreffen mit den Sozialdemokraten aus die Sozialdemokratische Föderation stellte sogar einen Antrag, dessen wenig schämen. Annahme den Ausschluß der englischen Trade Unions von den sehen, daß ich trots aller bösen Erfahrungen ein unverbefferlicher einanderzusetzen, sondern Agitation für den Anarchismus zu fünftigen internationalen Rongressen zur Folge gehabt haben Optimist bin. Ich persönlich bin ja insofern besonders intereffirt, betreiben. Da wir aber ernstere Dinge zu thun haben, so würde. Wenn man in den Kreisen der Genossen nicht besser als es mir, vie Sie wissen, nicht möglich sein würde, an einem ist es nur zu billigen, daß der Kongreß die Anarchisten auseinsieht, wie man den Trades- Unions gegenüber sich zu verhalten Kongreß in Frankreich theilzunehmen.( Heiterkeit.) Aber das gefchloffen hat. si bu Bliegen Holland: Da wo das allgemeine Wahlrecht bes hat, dann werden wir allerdings noch länger darauf warten können, find Nebensachen. Ob der einzelne dabei sein kann oder nicht, daß diefe von sozialistischem Geiste erfüllt werden. Daß dieser spielt teine Rolle. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, daß alle steht, werden die Arbeiter von selbst vom Anarchismus zurückGeist trotzdem zunimmt, fann niemand leugnen. Ich erinnere Genossen freudig bereit sein werden, auch unter Aufwendung gehalten. Aus diesem Grunde tonnte z. B. die niederländische an die Resolution, die der Kongreß in Norwich annahm und großer materieller Opfer, die die deutsche Partei ja leichter wie Arbeiterbewegung nicht den Charakter annehmen wie der eine Verwandlung der gesammten Produktionsmittel, des jede andere bringen fann, dem nächsten Kongreß eine würdige belgische, und nur dadurch haben bei uns die Anarchisten Grund und Bodens, der Bergwerke u. f. w. in Gemeineigenthum Stätte zu bereiten und alles zu thun, daß seine Verhandlungen größeren Einfluß erlangt. Unzufriedenheit treibt, wenn man verlangte. In Edinburg verhinderte man durch allerlei Mittel einen Verlauf nehmen, mit dem wir zufrieden sein können.( Leb- fein Mittel zur Abhilfe kennt, die Leute dem Anarchismus in die Arme. So hat die mißlungene Landarbeiterbewegung bei eine nochmalige Abstimmung über diese Resolution, um eine hafter Beifall und Händeklatschen.) Die Mittagpause tritt ein. uns auch zum Stärkerwerden des Anarchismus beigetragen. Spaltung, die möglicherweise eingetreten wäre, au verhüten. G3 ist richtig, daß der industrielle Aufschwung der siebziger Die Logit der Thatsachen selber wird im Laufe der nächsten Nachmittag3 Sigung. dog modt Jahre in Deutschland die Arbeiterbewegung gefördert hat, und Jahre die Trades- Unions mit sozialistischem Geiste durchdringen. ( Privatdepeschen des Vorwärts") daß da, wo dieser Aufschwung fehlt, die Arbeiterbewegung zurückDagegen glaube ich nicht, daß die Trades- Unions eines Tages zu einer rein fozialistischen Organisation werden wird, was sie, Um 21/2 Uhr eröffnet Bock die Sigung mit der Mittheilung bleibt, daher war auch die Entwickelung der Bewegung in Eng soweit die politische Bewegungsfreiheit in Frage kommt, in feinem eines Telegramms aus Großsteinheim, wonach wir bei der land eine so langsame. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß Lande so leicht tönnen, wie gerade in England. Noch einmal Wahlmänner Abstimmung im Offenbacher Landkreise auch bei uns der Anarchismus bald verschwindet und daß man will ich es hier aussprechen: Die gewerkschaftliche Organisation mit 28 gegen 19 Stimmen gefiegt haben. Nachdem der leb- in drei Jahren nichts mehr davon weiß. Was den Vergleich ift eine absolute Nothwendigkeit für die Arbeiterbewegung! hafte Beifall sich gelegt hat, wird die Debatte über Punkt 6 mit der Bourgeoisie betrifft, mit der wir in den Parlamenten verhandeln, so darf man nicht vergessen, daß wir dort mit ihnen Ueber das Maaß der Aufgaben, die der Gewerkschaftsbewegung( Internationaler Kongreß) eröffnet. zufallen, mag man streiten, es fann teinem Zweifel unterliegen, Liebknecht: Nur einigen Mißverständnissen, die die Rede nicht pattiren, sondern sie bekämpfen. Im übrigen stehen uns daß wir die Gewerkschaften mit allen Mitteln auszubauen haben, des Referenten hervorrufen könnte, möchte ich vorbeugen. Es ist die Anarchisten so fern wie die Bourgeoisie. Fragen Sie einen Stumin daß jeder Arbeiter die bestimmte Verpflichtung hat, einer nicht ganz richtig, daß die Independent Labour Party engere Be- oder einen anderen von diesen altmodischen Steaktionären über den Drganisation beizutreten.( Beifall.) Niemals aber wird es einer ziehungen zu den Gewerkschaften hat, als die sozialdemo- Arbeiterschutz und sie werden diefelbe Antwort bekommen wie von den edorg smislu dait sim rein gewerkschaftlichen Organisation möglich sein, die politischen Auf- fratische Föderation. Gerade die lettere verpflichtet ihre Mitglieder, Anarchisten. Schöpflin: Die Anarchisten bei uns in der Laufis haben gaben zu erfüllen, die für die Arbeitertlasse zu erfüllen sind. Die in den Gewerkschaften sich zu bethätigen. Prinzipielle Differenz Tagestämpfe nehmen die Gewerkschaften so in Anspruch, die punkte zwischen den beiden Richtungen giebt es überhaupt nicht. offen erflärt, nach London zu gehen, um dort für sich Propaganda gewerkschaftlichen Führer sind mit Arbeiten so überlasiet, daß sie Mur alte Traditionen und persönliche Dinge verhindern vor- au machen. Wir haben mit diesen Burschen nur eine große ihre Kraft gar nicht im nothwendigen Umfange den allgemeinen läufig noch die Einigung. Auch der Behauptung, daß den Portion Scherereien. Wenn wir uns auch mit ihnen einlassen Aufgaben zuwenden können. Die politische Thätigkeit der Sozial Trades Unions bei der Vertretung in den Stommiffionen wollten, so ist es ja garnicht möglich, mit ihnen wirklich zudemokratie ist weiter auch eine fortgefeßte Aufklärungsarbeit. Unrecht geschehen sei, tann ich nicht beipflichten. Ich habe mich fammen zu arbeiten, fehlt ihnen doch etwas im Oberstübchen. Zur Erfüllung auch dieser Aufgabe reicht die Gewerkschaftspresse auf das genaueste danach erkundigt und habe ja selbst ben letzten Durch alle mögliche Lektüre sind sie verdreht geworden, bis nicht hin. Die Grenzlinie zwischen der Thätigkeit der Partei Sitzungen des vorbereitenden Somitees beigewohnt. Dort wurde schließlich die allgemeine Explosion in ihrem Ropfe fam. und der der Gewerkschaften ergiebt sich also von selber. beschlossen, daß ein Trades- Unionist den Kongreß eröffnen sollte.( Heiterkeit.) Ich glaube nicht, daß die englischen Gewerkschaften sich als Ebenso war ihnen der richtige Prozentsatz der Vertretung in den Liebknecht: Der Delegirte aus Leipzig hat den Grundsatz politische Partei tonftituiren werden, wohl aber meine ich, daß Kommissionen gegeben. Nichtig ist, daß unter einzelnen Gewert aufgestellt, man müsse mit den Anarchisten diskutiren, wie im fie bald so von fozialistischem Geifte durchtränkt sein werden, schaftsführern Weißstimmung über den Kongreß entstanden ist. Reichstag mit den anderen Parteien. Die internationalen Rondaß fie auf eine politische Organisation der Arbeiter: Es war ausgemacht worden, daß die Frage der Zulassung des greffe sind aber dazu da, die Grundlagen für die Verwirklichung flaffe hinarbeiten und so eine Macht gewinnen werden, die sich Anarchismus gleich in der ersten Sigung abgemacht werden sollte; der Forderungen des Proletariats aufzubauen, fie sollen keine in keinem Lande so leicht von der Arbeiterklasse erobern es wäre auch alles nach Wunsch gegangen, wenn nicht der Vor- Schwahkränzchen fein, in denen über Fragen, die für uns längst läßt, wie gerade in England. Den heftigen Auslaffungen einiger fißende sich durch das Dazwischenschreien einiger Stratehler auf abgethan find, leeres Stroh gebroschen wird. In einer so ernsten englischer Gewerkschaftler auf dem legten Trades- Unions- Kongreß den Tribünen hätte irritiren laffen; am nächsten Tage erhielt Arbeit lassen wir uns durch eine handvoll Schreier nicht stören. über den internationalen Rongreß lege ich deshalb teine große der Streit frische Nahrung durch eigene Schuld unserer englischen Wo über Arbeiterinteressen, Arbeiterschutz und dergl. wirklich zut Bedeutung bei. Genossen, die nicht für genügende Bertretung in den Sektionen reden Gelegenheit war, haben sie geschwiegen. Sie haben den Bedauerlich ist es, daß John Burns, den ich meinen Freund gesorgt hatten und sich haben überstiminen lassen. Was Bebel Kongreß nur benutzen wollen als Piedestal, von dem nannte, für die englische Arbeiterbewegung verloren ist. Seine in bezug auf John Burns auf John Burns gesagt hat, ist leider aus sie gesehen werden wollten, da man sie wegen ihrer KleinStellung ist ganz unmöglich geworden. Selbst sein Erscheinen richtig. ist unter den dortigen Genossen tein heit sonst nicht sieht. In die Gewerkschaften drängen sie sich ein auf dem internationalen Rongreß war eine Unmöglichkeit. 3weifel, daß er sich vollständig an die bürger- überall mit ihren Proteus*)- Gestalten, die sie haben. Dem muß Seinen Gegensatz zum englischen Sozialismus und seinen Führern lichen Parteien angeschloffen und für uns uns verloren ist. man einen Riegel vorschieben, denn sind erst einige dieser Burschen hat er dann auch dadurch zum Ausdruck gebracht, daß er, als Der Artikel, den er an das verkommenste der französischen drin, dann ist es schwer, sie wieder herauszubekommen.( Schr der Rongreß gefchloffen, in der ungezogensten Weise, wie ich Bourgeoisblätter geschrieben hat, hat je zu seiner vorlänjigen wahr.) Wir müssen das Recht der freien Meinung respettiren, fagen muß, über seine Beschlüsse hergezogen ist. Große moralischen Ausstoßung aus der sozialistischen Organisation den fagt Grenz. Gewiß! Wer verhindert sie denn, ihre eigene Son Hoffnungen waren auf Burns gesetzt. Er ist ein glänzender Anstoß gegeben. Mir gegenüber hat einer der Führer unferer gresse abzuhalten.( Sehr richtig!) Das können sie aber nicht, Redner, ein geborener Organisator und im Besize toloffaler Genossen der Hoffnung Ausdruck gegeben, es werde möglich sein, weil sie nichts anderes machen fönnen, als Standal.( Beifall.) Leutert Apolda weist die Ansichten von Grenz zurück. Energie. Mehr wie jeder andere schien er der berufene Führer eine Verständigung der sozialdemokratischen Föderation mit einer fozialistischen Partei Englands zu sein. Das ist nun vorbei. der Independent Labour Party anzubahnen und später Der Anarchismus ist die verförperte Selbsthilfe Schulze- Delißsch's, Er hat freilich immer noch den Glauben, daß erst alle anderen eine vollkommene Verschmelzung. Bebel hat vollkommen die ins Faustrecht ausgeartet ist. Ein Vertrauensvotum für den Sozialistischen Führer abwirthschaften müssen und daß er dann recht, die Trades- Unions, die größte Arbeiterorganisation internationalen Kongreß hält Redner aber für überflüssig. Daß ihr Erbe antreten wird. Ich glaube, er wird sich gewaltig der Welt, sind auf dem Wege in das sozialistische Lager. Die Anarchisten ausgeschlossen bleiben, hält er dagegen für selbsttäuschen, feine Stunde wird nicht mehr kommen. Während des Kongresses und nachher hat die bürgerliche Presse verständlich. Ein weiteres Moment war der dreitägige Bank mit den versucht, die Trades Unionisten gegen den Kongreß aufzuheben, Vier Schlußanträge liegen vor. Anarchisten. Selbstverständlich konnte man nichts gegen die An- aber es ist ihnen nicht gelungen. Der Kongreß wirkte vielleicht Timm für den Schluß: Die Anarchisten sind nicht soviel wesenheit solcher Männer von anarchistischer Anschauung ein auf einige Führer verstiminend, auf die Masse der Trades- Unionisten werth, daß wir uns mit diesen Stänkerfrigen lange aufhalten. wenden, die fich das Vertrauen ihrer Kollegen und Arbeits- wirkte die Sachlichkeit der Debatten durchaus günstig. ( Seiterkeit) genossen erworben hatten und als deren Vertreter erschienen. Noch ein Wort über den Anarchismus. Bebel hat ja Der Schluß wird angenommen. Darüber waren wir alle einig. Daneben aber erschienen auf dem schon darauf hingewiefen, daß die Anarchisten, die so außerordent Beyer Leipzig stellt fest, daß die Leipziger Genoffen ge Kongreß Bertreter rein anarchistischer Organisationen, namentlich lich radikal thun, in den politischen Maßnahmen so rückständig fchloffen den Ausschluß der Anarchisten billigen. 5 Deutsche, unter ihnen der bekannte Landauer, der sich, ent- find. So ift in Frankreich Brousse, dem wir niemals weit genug gingen, Das Schlußwort hat Bebel: Liebknecht hat mich zum theil Sprechend der durchans friedlichen und ungefährlichen Wendung, auf die Gewerkschaften gekommen und in Deutschland sind die misverstanden. Ich habe nicht gefagt, daß die Independent die der Anarchismus neuerdings bei uns genommen hat, fogar Anarchisten jetzt zu den Schulze- Delitzsch'schen Genossenschaften Labour Party den Gewerkschaften näher stehe, als die sozial. zum Vertreter einer Konsum Genossenschaft aufgeschwungen heruntergestiegen. Ein Beweis dafür, daß der Anarchismus demokratische Föderation, sondern daß der größte Theil hatte.( Heiterkeit.) Wir machten Den Herren in unserer feinen Ursprung in der bürgerlichen Gesellschaft hat, denn das ihrer Anhänger aus den Gewerkschaften selbst hervorgegangen ist. Settion bald flar, baß wir Vertreter von Konsum Programm des heutigen Anarchismus ist das, was vor 30 Jahren Ich bin noch jetzt der Meinung, daß wenn man von seiten des Genossenschaften nicht annehmen könnten und daß nach von Schulze- Delitzsch aufgestellt wurde. Im ganzen können wir Bureaus in London richtig vorgegangen wäre, es unmöglich gedem bekannten Beschluß von Zürich Anarchisten als Ver mit dem Verlauf des Kongreffes zufrieden sein. Es besteht kein wesen wäre, der Anarchisten wegen drei Tage zuzubringen. Nur treter rein anarchistischer Gruppent ein für alle Mal aus Zweifel, daß die beiden fozialistischen Parteien in England fich der Büricher Beschluß fonnte maßgebend sein, sonst würde der gefchloffen fein follten. Es ist unbegreiflich, wie der Kongreß vereinigen werden und daß die Trades- Unionisten mehr als bis nächste Rongreß wieder das Recht haben, entgegen dem Londoner drei Tage seiner foftbaren Zeit mit diesen Debatten verbringen her in das Lager der Sozialdemokraten getrieben werden. Beschluß die Anarchisten zuzulassen.( Sehr richtig.) Daß Grenz tonnte, nachdem in Zürich nach zweitägiger Debatte die von Grenz- Leipzig: Ich bin von einigen Genossen hier ironisch kein Anarchist ist, davon bin ich überzeugt. Er hat aber eine Adler, Bernstein und mir eingebrachte Resolution mit toloffaler als Anarchist begrüßt worden, ohne jeden Grund. Anarchistische ganz schiefe Anschauung von den Anarchisten. Für uns ist die Mehrheit angenommen war, und die deutschen Anarchisten Anwandlungen habe ich durchaus nicht, wie ich im vorhinein Verbesserung der materiellen Lage des Proletariats auf dem Boden Landauer, Werner und Genossen den Stongreß infolge deffen verversichern will. Das Recht der freien Meinungsäußerung ist der jetzigen Gesellschaft nur dazu da, um unseren Kampfboden fo laisen hatten. Es gehörte schon ein großes Maß von Unverfrorens gestern hier wiederholt proklamirt, und zum Beispiel von günstig wie möglich zu schaffen.( Beifall.) Die Anarchisten heit dazu, dennoch nach London zu tommen und Schmidt- Magdeburg und Fischer in bezug auf einen Genossen, der können gar feinen Rongreß abhalten, es giebt ja nicht zwei alle Mittel zu verfuchen, um Butritt lt erhalten. feit fünfzig Jahren für die Partei fämpft, in der Weise von demselben Anarchisten auf der ganzen Welt, die dieselbe Grundanschauung Freilich, wer den Anarchismus tennt, wundert sich Gebrauch gemacht worden, die vor einigen Jahren, als biefe baben.( Heiterkeit und Beifall.) Daß Grenz sich der Abs nicht darüber. In allen Ländern ist er nur noch eine fümmer Genossen noch nicht solche Stellungen in der Partei bekleideten, ftimmung enthalten will, ist sehr flug von ihm, er wäre sonst liche Sette, mit der sich eine Debatte nicht mehr verlohnt. Denn unmöglich gewesen wäre und von der ich mich nur wundere der einzige, der gegen gestimmt hätte, und man blamirt fich wenn ich mit jemand gemeinsam berathen will, so muß ich mich daß fie nubeanstandet geblieben ist.( luf: Sehr richtig! Von nicht gern.( Heiterfeit.) auf einen gemeinsamen Boden stellen können und die Gewißheit diesem Recht der freien Meinungsäußerung will ich nun auch GeDie Resolution der Parteigenoffen des Kreises Delisch. haben, daß ich ihn überzeugen kann. Das kann man aber bei branch machen. Ich bin nicht damit einverstanden, daß man die Bitterfeld: ben Anarchisten nicht voraussehen. Nachdem sie in Deutschland Anarchisten von dem Internationalen Kongreffe ausgeschlossen hat. Der Kreistag des Delißsch Bitterfelder Wahlkreises, die blödsinnige Agitation für die Propaganda der That auf( Unruhe). Bebel hat die Anarchisten als eine Handvoll Kratehler welcher am 18. September in Deligsch stattfand, stellt hiermit gegeben haben, find sie in vielen Puntten allmälig auf den bezeichnet. Wenn das der Fall, hätte ich auch nichts dagegen, der deutschen Delegation des internationalen Kongresses in Egiby herabgekommen( Heiterkeit), ein Beweis, was für Ron wenn sie ausgeschlossen wurden. Aber der Genoffe aus Holland London ein Vertrauensvotum aus für die von derfelben einfusionarit die Herren sind. Es wäre schmählichste Beitvergendung hat uns gefagt, daß es einigen Führern gelungen ist, einen gebrachte Resolution, welche die fernere Theilnahme der gewesen, wenn wir uns mit den Anarchisten in Debatten eingelaffen großen Theil der organisirten Arbeiter Hollands ins anarchistische Anarchisten an sozialistischen Kongressen unmöglich macht." bätten, die schließlich doch nur in Standal ausgeartet wären. Lager zu führen. Es ist also nicht blos eine Sandvoll wird einstimmig angenommen. Damit ist Punkt 6 erledigt. Ju Berlaufe der dreitägigen Debatte verließen sogar die Eng. Stratehler. Nicht auf die sogenannten Führer tommt es mir an, Puntt 4( Arbeiterfchus) und 7( Frauen agitation) länder ihren sogenannten Gerechtigkeitsstandpunkt und bei der sondern auf ihren Anhang. Und da ist doch wohl ein gemein- werden auf Wunsch der Referenten vertagt und zu Punkt 8 Formulirung der Geschäftsordnung des nächsten Stongresses wurde famer Boden vorhanden. Das Proletariat theile ich in( Organisation) geschritten. unter Zustimmung des gesammten Rongresses mit Ausnahme zwei Theile( Lachen). Der eine will die bestehenden Ver- Zu diesem Punkte liegt folgende Resolution vor: eines fleinen Theils der Franzosen der Ausschluß der Anarchisten hältnisse reformiren, der andere ihre Grundlage sofort beseitigen. " Nachdem durch polizeiliche Maßnahmen des Berliner beschlossen. Der Anbang der Anarchisten das sind Arbeiter, die da meinen, Polizeipräsidiums, welche durch richterliche Entscheidung in = Allerdings war durch diese Verhandlungen, verbunden mit es müßte ein bischen schärfer gehen, es geht zu langsam. Mit ben Efandalszenen, die aus ihnen refultirten, toftbare Zeit diefen haben wir doch den gemeinsamen Boden, daß wir für die Erledigung der eigentlichen Tagesordnung des Kongresses gegen die kapitalistische Gesellschaft tämpfen. Ich hätte es nicht alle 2710 * Meergreis der griechischen Sage, der die Fähigkeit hatte, möglichen Gestalten anzunehmen. " Nun zum andern Theil meiner Aufgabe. Bock macht darauf aufmerksam, daß die in Aussicht genommene Sigungszeit abgelaufen ist und läßt darüber abstimmen, ob diese Punkte der Tagesordnung heute noch erledigt werden sollen. erfter Instanz bestätigt worden sind, die im Organisationsuns aus Süddeutschland war eine durchaus einseitige.( Sehr richtig.) statut der sozialdemokratischen Partei vorgesehene Parteileitung Parteigenossen! Sie wissen aus dem Parteibericht bereits, Wenn er objektiv gewesen wäre, hätte er Stichproben auch aus ( Vorstand und Kontrolleure) als ein politischer Verein erklärt daß uns die Auflösung nicht unvorbereitet getroffen hat, wenn Nord- und Mitteldeutschland machen müssen; auch da giebt es worden ist, welcher angeblich gegen die Bestimmungen des§ 8 uns auch feine Mittheilung auf unterirdischem Wege gekommen verschiedene Qualitäten in der Leistung der Beiträge.( Sehr wahr.) des preußischen Vereinsgefeges verstoßen habe und die Schließung ist. Wir kannten unsern Köller, wir fannten den Einfluß Ich muß den Vorwurf des Partitularismus, den er uns machte, dieses Vereins ausgesprochen worden ist, protestirt der Partei Stumm's und deshalb rechneten wir auf einen Schlag gegen unsere entschieden zurückweisen.( Beifall.) Sie wissen doch, daß wir 1894 in tag gegen die durch diese Maßnahme bekundete Ausnahme- Organisation nach Schluß der Session. Ich kann offen erklären: München den Anfang einer selbständigen Organisation in Bayern behandlung unserer Partei. Der Parteitag fonstatirt, wir waren auf ganz andere Schläge gefaßt, auf tragisches, nicht gemacht haben und daß wir dafür Geld selbst brauchen. Wenn daß sämmtliche bürgerliche Parteien in bezug auf ihre Organi- aber auf etwas, das zwar nicht Komik ist, aber doch auch nichts das Solidaritätsgefühl mit der ganzen Partei bei uns nicht ein fation und speziell ihre Parteileitung Einrichtungen haben, welche, Ernstes. Tragisch in der ganzen Geschichte war nur der Sturz so starkes wäre, dann hätten die Angriffe Auer's gegen uns auf wenn sie nach dem Maßstabe gemessen würden, welcher gegen Köller's.( Heiterkeit.) Die Schritte, die wir thaten, sind ihnen bekannt. dem Frankfurter Parteitage sehr leicht bewirken können, daß unsere Parteiorganisation anzulegen beliebt wurde, in viel Die politische Leitung der Partei wurde, wie es in der Praxis schon wir in Zukunft überhaupt kein Geld mehr schicken.( Unruhe.) weitgehender Weise gegen die bestehenden Geseze verstoßen, als immer war, der Fraktion übertragen, die geschäftliche Führung dem Wir in Nürnberg haben immer regelmäßig unfere Beiträge ab dies bei unserer Organisation der Fall ist. In Erwägung des Ausschuß. Das war ein Provisorium. Wir wollten nicht erst geführt. Die 400 M. im September sind nur zu spät abgeschickt Umstandes, daß die erstrichterliche Entscheidung gegen unsere einen außerordentlichen Parteitag einberufen, weil er unter den worden, sie waren noch für das Rechnungsjahr 1895/96 bestimmt: Parteiorganisation noch beim Reichsgericht als letter Instanz gegebenen Verhältnissen doch nichts thun fonnte. Die polizeiliche ich erfäre das ausdrücklich.( Beifall.) anhängig ist, beschließt der Parteitag, bis auf weiteres von Schließung war noch nicht gerichtlich bestätigt und wir müssen Martitte bestreitet Könen das Recht, zu den schleswigs einer Aenderung der Parteiorganisation abzusehen. Der als vorsichtige Leute ja selbst jetzt noch auf das Wunder rechnen, holsteiner Angelegenheiten Stellung zu nehmen. Das Organi Parteitag billigt die durch die Fraktion aus Anlaß der poli- daß das Reichsgericht einen guten Tag hat und das Berliner Urtheil fationsstatut unserer Provinz verbietet uns, Gelder abzuführen, zeilichen vorläufigen Schließung des Vereins Partei- umstößt.( Heiterteit.) Wir wollten auch Herrn v. Köller nicht die solange wir selbst noch welche brauchen.( Zuruf: Das ist richtig!) vorstand" getroffenen provisorischen Maßnahmen, die Ein- Freude bereiten, eine Maßnahme zu treffen, die er dahin aus Jawohl, so ist es. Den Ausführungen Auer's in bezug auf die setzung eines geschäftsführenden Ausschusses mit dem legen konnte, als sei ihm ein träftiger Schlag gegen uns ge- Dezentralisation stimme ich bei, es müssen Vorschläge gemacht Size in Hamburg und die Leitung der politischen An- lungen. Die Einberufung eines außerordentlichen Parteitages werden, wie diesem Uebelstande abgeholfen werden kann. So gelegenheiten der Partei durch die Reichstags- Frattion, und wurde überdies von keiner Seite in der Partei verlangt. Jetzt lange das aber nicht der Fall ist, müssen wir uns nach unserem beschließt, dieses uns aufgezwungene Provisorium bis zur end- tritt die Frage an uns heran, was nun zu thun? Organisationsstatut richten. Könen hat schon wiederholt darüber Lärm giltigen richterlichen Entscheidung resp. bis zu dem nächsten Unfere provisorischen Einrichtungen haben nach jeder geschlagen. Wir haben seinem Drängen nachgegeben und werden Parteitag aufrecht zu erhalten. Zur Ausführung der Kontrolle Hinsicht ihren Zweck voll erfüllt. Wir sind deshalb versuchen, in anderer Weise das Gefühl der Zusammengehörigüber die Handhabung der Parteigeschäfte und als eventuelle nicht in der Situation, etwas thun zu müssen, wo wir das keit zu fördern und unser Organisationsstatut zu ändern. BielBeschwerde- Justanz sezt der Parteitag eine Kontrollkommission Feld nicht übersehen fönnen. Das Reichsgericht hat noch nicht leicht empfiehlt es sich, daß auch andere Orte so vorgehen und ein, welche aus fieben Personen bestehen soll und ebenso wie gesprochen, deshalb ist es auch noch nicht angebracht, wesentliche nur ihre Gelder an die Parteileitung abführen. die Mitglieder des geschäftsführenden Ausschusses auf dem und einschneidende Aenderungen in der Organisation vorzunehmen Parteitag zu wählen ist." und eine definitive Entscheidung zu treffen. Die Bestimmung, daß Berichterstatter Auer: Durch die bekannten polizeilichen politische Vereine nicht miteinander in Berbindung treten dürfen, ift Maßnahmen sind wir gezwungen worden, die Organisations- von allen Parteien preisgegeben und auch die Regierungen konnten sich frage auf die Tagesordnung zu setzen. Wir waren mit der des Eindruckes nicht verschließen. Hohenlohe hat felber im Organisation, die wir uns in Halle gegeben haben, vollständig Reichstag erklärt, daß jämmtliche Regierungen sich verpflichtet zufrieden und hatten durchaus keine Ursache, Aenderungen in unserem haben, bei der ersten Gelegenheit diese Bestimmung aufzuheben. Organisationsstatut vorzunehmen, wenn wir nicht durch die be- Sie wollen aber dabei ein politisches Geschäft machen, sie wollen tannten Vorgänge dazu genöthigt wären. Wir müssen freilich die reaktionären Bestimmungen ihres Vereinsrechtes beibehalten, darauf Rücksicht nehmen, daß die erstrichterliche Entscheidung, ja womöglich noch verschärfen. Wir werden vielleicht einen hohen wonach die gesammte Parteileitung aufgelöst ist, noch beim Preis dafür bezahlen müssen( sehr richtig). Wir wissen nicht, welche Reichsgericht als letzter Instanz anhängig ist und daß wir noch neuen Hindernisse man uns in den Weg legen wird. Da wäre es ja Lesche Altona: Ich habe hier zu erklären, daß die von nicht wissen, wie die endgiltige Entscheidung ausfallen wird. thöricht von uns, das Provisorium, das sich bewährt hat, jezt Martitke Hamburg aufgestellte Behauptung: In der Provinz In bezug auf die Organisation hat sich im Laufe der Jahre schon aufzugeben. Ich ersuche Sie, der Resolution, die wir Schleswig- Holstein müsse jeder Wahlkreis sein Geld an den Borort innerhalb unserer Partei eine mächtige Wandlung vollzogen; die Ihnen vorschlagen, zuzustimmen. Ich glaube, daß wir dadurch Neumünster schicken", nicht in dem Organiſalionsplan enthalten ursprüngliche Organisation beruhte auf dem Gedanken eines im Interesse der Partei handeln. ist. Die selbstverständliche Thatsache der Beitragsleistung an einzigen großen Vereins mit einer über ganz Deutschland ver- Was die Anträge zur Organisation anlangt, so Neumünster ergiebt sich aus der Organisation von selbst, schließt breiteten Mitgliedschaft. Deshalb war z. B. der Zutritt zu den ersuche ich Sie, den Antrag 24, den die Niederbarnimer wieder aber feinesfalls aus, daß neben diesen Leistungen auch Geld nach Generalversammlungen des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins gesielt haben, den Parteitag zwischen Weihnachten und Berlin gefchickt werden kann. abhängig von der Beitragsleistung der Vereinskasse des betreffenden Neujahr abzuhalten, abzulehnen. Denken Sie nur, wenn Bock: Das ist nicht persönlich.( Heiterkeit.) Ortes. Wollten wir auch heute noch so verfahren und Delegirte wir in diesem Jahre den Parteitag zwischen Weihnachten zur Geschäftsordnung beschwert sich Poffelt Niederaus Orten, die der Parteikasse gegenüber ihre Pflicht nicht erfüllt und Neujahr abgehalten und in dieser Jahreszeit diesen barnim darüber, daß Auer in seinem Bericht die Anträge, die haben, nicht zulassen, so würde ich manchen hier sehen, Weg hier heraus hätten machen müssen, ich sage nichts mehr. noch nicht die genügende Unterstützung gefunden hätten, kritisirt der nicht da ist.( Heiterfeit und Zustimmung.) ( Heiterkeit und Zustimmung.) Natür-( Seiterkeit.) Diefer Antrag entspringt dem Wunsche vieler und so dazu beigetragen habe, daß sie jetzt ohne weiteres in die lich können wir heute nicht zu der alten Organisation Arbeiter, die sich als Delegirte wählen lassen und deshalb eine Versenkung verschwänden.( Heiterfeit.) zurückgreifen, wir sind heute eine große Partei geworden, die Beit haben möchten, in der sie nicht in die Fabrik müssen. Aber zwar noch bestimmte Bentralaufgaben, ein Zentralorgan, eine darauf tönnen wir nicht Rücksicht nehmen. Es ist auch nicht Bentralfaffe hat, die aber doch über den Rahmen eines Vereins richtig, jedes Jahr neue Delegirte zu wählen. Wir brauchen weit hinaus gewachsen ist. Eine Reihe von Aufgaben, die früher von Genossen, die bereits Erfahrung mitbringen, das Relaissystem der Zentralftelle aus besorgt wurden, sind jeßt auf die Provinzial- bei der Delegirtenwahl fann unsere Arbeiten nicht fördern. Parteileitungen übergegangen, die infolge dessen auch einen Theil Auch den Antrag aus Berlin und Hamburg bitte ich abder Beitragsleistungen bekommen. Ein gewisses Maß von zulehnen, der die Kontrolleure an demselben Ort haben will wie Dezentralisation ist ja nothwendig, aber wir sollen darüber nicht die Parteileitung. Die Kontrolleure sind die Instanz des beleidigten vergessen, daß wir auch gemeinsame Aufgaben haben, zu denen Parteigewissens. Daher dürfen keine stetigen persönlichen Begemeinsame Mittel nothwendig find. Es handelt sich viel weniger ziehungen zwischen Kontrolleuren und Parteileitung bestehen. darum, daß diese Mittel aufgebracht werden, sondern daß bei Burufe: Sollen ja auch nicht am selben Orte sein!) Das steht ihrer Ausbringung ein möglichst großer Kreis von Parteigenoffen aber im Antrage. Das ist ja immer das Uebel, daß die Aninteressirt ist. träge nicht so niedergeschrieben werden, wie sie gemeint find. ( Heiterkeit.) Auch die anderen Anträge lehnen Sie ab; wir wollen doch jezt an der Organisation nichts ändern.( Beifall.) Die Diskussion wird eröffnet. " Die Versammlung entscheidet sich dafür, noch weiter zu tagen. Weinheber Hamburg wendet sich gegen die Behauptung Martitke's, daß nach dem Organisationsstatut SchleswigHolsteins alle überschüssigen Gelder nach Neumünster geschickt werden müssen. Das steht gar nicht darin. 0 Ein Schlußantrag, den Hoffmann Bielefeld begründet, Fischer bekämpft, wird mit großer Mehrheit angenommen. Es folgen persönliche Bemerkungen. Im Schlußwort bemerkt Auer: Ich habe niemals die Forderung gestellt, teine neuen Delegirten mehr auf den Parteitag zu entfenden. Gegen derartige Ünterstellungen muß ich mich verwahren. Ebenso habe ich niemandem einen Vorwurf wegen mangelnder Opferwilligkeit gemacht. Im Gegentheil, die Opferwillige feit steigert sich progressiv. Ich habe nur von der Organisation und dem Gefühl der Zusammengehörigkeit gesprochen und den Gedanken der Beutralisation zum Ausdruck gebracht. Man sollte doch nicht offenkundige Thatsachen ins Gegentheil verkehren, um auf einen Gegner loszuschlagen, den man sich nur supponirt. Für einen Gegner, den man sich selbst zurecht macht, tann ich keine Ver antwortung übernehmen.( Sehr wahr!) Es ist auch nicht richtig, daß die Beiträge jest weniger reichlich fließen müssen als früher, weil jetzt die Gewerkschaftsbewegung Geld erfordere. Eine Gewerkschaftsbewegung hat es vor dem Sozialistengesetz im Ver hältniß gegeben wie jetzt.( Zustimmung.) der That; ich will nur konstatiren, daß 18 Orte der Proving im abgelaufenen Jahre 5166,80 m. an die Parteikasse abgesandt haben, damit will ich schließen und Sie nur bitten, meine Resolution anzunehmen.( Beifall.) Im legten Jahre haben nur 251 Orte Deutschlands Beiträge an die Zentralfaffe geleistet, während vor Erlaß des Sozialistengefezes viel mehr Orte an der Ausbringung von Geldern intereffirt waren. Und doch wird niemand bestreiten können, Mit zur Debatte steht nur die Resolution Auer, da die An- Dann noch ein Wort an den Genossen Scherm! Daß ich nur daß heute die Partei eine viel größere Ausbreitung gewonnen träge 26, 27 und 28 nicht genügend unterstützt werden und An- einige Beispiele aus Süddeutschland angeführt habe, und nicht hat! Aber das Interesse, an den allgemeinen Partei- Unkosten trag 90 zurückgezogen wird. auch aus Norddeutschland wie es meine Absicht war- lag durch einen Beitrag betheiligt zu sein, ist im Rückgang begriffen. Schmidt München: Die Aeußerung des Berichterstatters daran, daß ich heute plöglich ganz unvorbereitet das Referat über ( Sehr richtig!) Nicht darauf kommt es an, eine möglichst hohe über die Beiträge der Münchener kann den Eindruck erwecken, nehmen mußte und die Aufstellungen nicht hier hatte. Ich gebe ausSumme aus den einzelnen Orten herauszuschlagen, obgleich ich als wenn wir auf der Bärenhaut liegen und hinter dem Maßdrücklich zu, daß ganz dieselben Verhältnisse wie in Süddenen, die diese hohen Summen eingesandt haben, gewiß feinen frug fizen.( Heiterkeit.) Das ist nicht der Fall, wir konnten in deutschland auch für ganze Provinzen und Länder NordVorwurf machen will.( Heiterkeit.) Im Gegentheil, ich bitte diesem Jahre nicht mehr zahlen, weil wir und Nürnberg die deutschlands zutreffen. Es ist also ganz falsch, von Spitzen Sie, den alten guten Gewohnheiten auch ferner treu zu bleiben. Kosten der Agitation für ganz Oberbayern zu bestreiten haben und zu reden. Ich weiß ja, daß das zu seinem Verhältniß mir Ich weiß sehr wohl, daß einzelne Orte, 3. B. in Schleswig- gezwungen waren, aus eigenen Mitteln die Münchener Post" gegenüber gehört. Ich will es ihm auch nicht aus dem Holstein, eine Provinzial- Organisation haben, die die Bei zu vergrößern. Auch die beiden großen Ausstände in diesem Herzen reißen, es würde ihm sonst ein Stück fehlen.( Heiterkeit.) träge gemeinsam einschickt. Wir wollen diese Organisationen Jahre erforderten große Kosten, wir haben das Geld, das an Ich liebe Euch gerade so wie Ihr seid.( Große Heiterkeit.) Daß mein nicht auflösen, wohl aber müffen wir auf die Nothwendigkeit die Parteikasse abgeführt werden sollte, hierfür verwenden Appell auf dem Frankfurter Parteitag nicht die Ursache gewesen hinweisen, neben den Leistungen für die Provinzialzwecke auch müssen. Das alles wußte Genosse Auer, er hatte es also nicht ist, daß die Bayern mehr gezahlt haben, da habe ich mich eben Leistungen für die allgemeinen Parteizwecke aufzubringen. nöthig, die Münchener hier vor dem Parteitag anzuzapfen. geirrt. Ich begnüge mich mit der Thatsache, daß mehr Schleicher Met verweist auf die verschiedenen Wahl- Geld geschickt ist, ich stehe auf dem bekannten Standpunkt: sich erinnern, daß es auch noch eine über ganz Deutschland ver- fämpfe und Ausstände in Elsaß- Lothringen, die es verhindert Wenn es nur kommt; wo es herkommt und wie, das ist mir breitete sozialdemokratische Partei giebt. In früheren Jahren hätten, Beiträge an die Zentraltasse abzuführen. Dafür sei die gleich.( Große Heiterfeit.) Ich habe die Empfindung, daß wäre mir erwidert worden: Aber lieber Auer, spare Deine Parteibewegung, zum theil ohne Unterstützung der Parteitaffe, es sehr angemessen war, gegen den Provinzialismus ins Worte, das wissen wir ja alles selbst. Heute hingegen ist es in Elsaß- Lothringen ordentlich vorwärts gekommen, trotz der Feld zu ziehen, der die Partei zu überwuchern droht. nöthig, darauf hinzuweisen. Ich habe verglichen, was früher schwierigen Verhältnisse unterm Diktaturparagraphen und den( Sehr gut!) Mein Parteigewissen zwang mich, so au und was jetzt aus den einzelnen Orten eingegangen ist. Ausnahmegesehen. Den Köller brauchen die Elsaß- Lothringer reden, wie ich geredet habe, ohne daß ich Sotisen Die Heimath liegt einem ja immer am nächsten( Heiterkeit), nicht.( Heiterfeit.) Die erleben dort mehr als Köller. Die und Bosheiten gegen gegen irgend jemanden bringen bringen sollte, ich spreche deshalb zunächst von Bayern. In Frankfurt ist sozialdemokratischen Stimmen dort kommen von der französischen Martitke irrt sich in bezug auf das Organisationsstatut in es feinerzeit zwischen uns und einzelnen bayerischen Genossen zu Bevölkerung. Scharfen Auseinandersehungen gekommen, es wurde darauf Trautwein: Der Kassenbericht und das Referat Auer's hingewiesen, daß sich ein gewiffer Partitularismus geltend ftellen es so bar, als ob die Opferwilligkeit der Partei im Niedermacht, der die Partei schädigt. Im letzten Jahre haben gang begriffen fei. Die gegnerische Presse fällt da natürlich über 15 bayerische Orte Beiträge geleistet, und das ist sehr viel für uns her: Ich bin aber der entgegengesezten Meinung: Nicht Die Resolution wird einstimmig angenommen. ein Land, wo der agrarische Charatter so start ausgeprägt ist erlahmt ist die Opferwilligkeit der Genossen im Lande, sondern Bock theilt unter lebhaftem Beifall ein Telegramm mit, und die großen Industriezentren fehlen, besonders wenn man die sie hat zugenommen. Nur wird jetzt das Geld zum theil für die wonach die Genossen Dr. David und Ha as mit 118 Stimmen rigorose Anwendung des bayerischen Vereinsgefeges berücksichtigt. Gewerkschaftsbewegung gezahlt. Vor der Opferwilligkeit der in den hessischen Landtag gewählt sind. Es kommt bei allen diesen Dingen viel weniger darauf an, ob Berliner und Hamburger alle Achtung!. Aber die sind auch Da morgen Abend ein Fesikommers zu Ehren der Delegirten es hoch oder niedrig ist, als darauf, daß die Genossen reicher. Dort find Referenten am Ort, dort sind die Versamm- stattfindet, wird von 9 bis 3 Uhr mit einer halbstündigen Pause in den einzelnen Orten sich überhaupt erinnern, daß sie lungen groß und die Unkosten geringer. Bei uns wird viel Geld in getagt werden. diese Pflicht haben. Es hat das Gefühl davon nachgelassen, daß der Landagitation verpulvert. Ein wunder Punkt sind die persönlichen Begrüßungstelegramme find eingegangen von dem Deutschen wir eine Organisation find, die auf Leistung und Gegenleistung Differenzen an manchen Orten, die können allerdings die Opfer- Lesetlub in Paris, von französischen Genossen aus Lille und von beruht. Das zeigt auch die Unregelmäßigkeit der Beitrags- willigkeit der Genossen lähmen. der Ungarländischen sozialdemokratischen Partei. leistungen. Von 251 Orten haben nur neun mehr als sechsmal Könen Hamburg: Genosse Martice hat gestern gesagt, im Jahr Beiträge geleistet; und München ist darunter ohne seine daß es den Genossen in Schleswig- Holstein nach ihrem OrganiSchuld nur dadurch, daß dort ein stiller Genosse zufällig wohnt, der mit fationsstatut verboten sei, Gelder an die Zentralfaffe abzuführen, erfreulicher Pünktlichkeit fünf Mark monatlich einsendet.( Heiterkeit.) iso lange die Partei in der Provinz noch Geld braucht. Darin Ich appellire an die alten Lassalleaner, die mustergiltig in liegt ein Vorwurf gegen Altona und Dttensen, die beide Gelder der Organisation waren, ob es nicht an der Zeit ist, auf die alten an die Parteitaffe gezahlt, alfo das Organisations Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Traditionen wieder zurückzukommen.( Sehr richtig.) Württem- statut übertreten haben. Schmitt entschuldigt München, Dienstag, Freitag und Sonnabend von 7/ 2-82 Uhr berg hat ja feine eigene Organisation und macht Ansprüche an das nur Deshalb feine Gelder geschickt hat, weil abends statt. die Beutralkasse nur in äußerst seltenen Fällen; aber das kann dort die Verhältnisse schlecht sind und ein harter Rampf Versammlungsberichte können mit Rücht auf die aus es nicht von der Pflicht entbinden, sich auch der Zentralkaffe zu mit den Gegnern geführt werden muß. Aber wo haben wir führliche Berichterstattung vom Parteitage r ganz kurz ge erinnern. Der Ueberschuß, den die Württemberger an uns ab- denn nicht mit Gegnern zu thun? Bei uns in Hamburg ist es bracht werden und Verzögerungen bei ihrer Veröffentlichung führen, ist zu gering. Er betrug im Vorjahre nur 310 M. Wir doch auch nicht besser, und doch bringen wir große Summen lassen sich nicht vermeiden. müssen neben den Zuschuß- Provinzen auch Ueberschuß- Provinzen auf. Von den Elsaß Lothringern erwarten wir allerdings Eule. Vollständige Sonntagsruhe herrscht auf den amerikani haben. Die badischen Genossen haben uns 4004. geschickt noch keine Gelder. Wir sind froh, wenn fie uns nichts schen Bahnen nicht. ja auch nicht viel aber sie haben versprochen, ihre tosten, und wir wären dem Genossen Schleicher AI. 50 Pf. erhalten. Wenden Sie sich an die Buchhandlung Sache in Zukunft besser zu machen, wenn wir ihnen vorerst dankbar, wenn er dies bewirken könnte. Ich stelle an die Vorwärts. einen größeren Pump geben.( Heiterkeit.) Am schlimmsten ist Opferwilligkeit der Genossen noch größere Ansprüche als Auer. A. 7. Die Reise wird vergütet, die Tagegelder werden von es mit Hessen, das doch eine außerordentlich starke sozialdemo- Ich bin nicht einmal mit der Opferwilligkeit der Hamburger zu den verschiedenen Wahlkreisen bestimmt und sind daher ver fratische Bewegung hat. Die Industriebevölkerung des platten frieden. Die süddeutschen Genossen, die nach Hamburg kamen, schieden. Landes hat uns eben heute Zeugniß abgelegt durch die Sieges haben sich dort oft zurückgezogen und lieber eine Bierprobe ge 2. Würzburg. Jetzt würde die Klage aussichtslos fein.Depesche ich glaube, es liegt noch eine zweite vor macht, anstatt die Partei zu unterstützen. Wenn ferner Genosse Forchheim. Dafür besteht keine Frist. Sultan. An den aus Mainz. Aus ganz Heffen sind im ganzen 50 Mart Trautwein darauf hinweist, daß man jezt für alles mögliche an- Vertrag sind Sie gebunden und haben kein Schadenersatzrecht. an die Zentralkaffe abgeführt worden, das ist entschieden zu wenig. dere zu zahlen habe und daher nicht für die Partei soviel übrig Legten Sie Werth auf eine längere Miethszeit, so hätten Sie Diese Beispiele genügen; also ich ersuche Sie dringend, meinen habe, so ist das eine Konzession an den Indifferentismus. auf eine andere Bestimmung über die Miethsdauer im Vertrag Appell zu beherzigen. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird, nachdem Hülle- dringen müssen.$. 12. Mit Genehmigung der Militär Wenn wir das bleiben wollen, was wir sind, die große sozial- Erfurt dafür, Voigt Berlin dagegen gesprochen haben, ab- behörde: ja. Unvorsicht. Sprechen Sie in nächster Woche demokratische Partei, die Vertretung der Arbeiterschaft Deutsch gelehnt. mit den aus der früheren Klage vielleicht noch vorhandenen lands, dann dürfen wir in bezug auf die zentralistische Gesinnung Scherm Nürnberg: Die Darstellung des Genossen Auer bezüg- Papieren in der juristischen Sprechstunde vor. E. M. nicht mehr weiter zurückgehen. lich der Beitragsleistung an die Parteitasse mit seinen Spigen gegen Hohenstein. E. Leider ist der Vermiether im Recht. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. = Schluß gegen 1/27 Uhr. Briefkasten der Redaktion. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 242. Die Ehre bei den Edelfen und Beffen. Donnerstag, den 15. Oktober 1896. mildernde Umstände zugebilligt, weil, wenn sie ihre Häuser nicht zu Zwecken strafbarer Unfittlichkeit vermiethet hätten, in wirthschaftlichen Nothstand gerathen wären. Tokales. Die städtische Lesehalle Mohreuftr. 41 wird Montag den 19. Oktober, abends 6 Uhr, eröffnet. = 13. Jahrg. gestaltung und Verwirklichung entgegen. Die endgiltige Fest stellung des Entwurfs für den elektrischen Betrieb hat allerdings noch nicht erfolgen fönnen; zunächst ist, wie wir erfahren, in Aussicht genommen, täglich nur 15 Wagenzüge zwischen Berlin und Zehlendorf und zurück elektrisch zu befördern. Die Einführung dieser Betriebsart dürfte voraussichtlich in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erfolgen. Einen höchst interessanten Beitrag, wie man selbst in den Kreisen amtirender Richter über das Duell denkt, dürfte nachstehende Gerichtsverhandlung bieten, die sich am Dienstag vor der Kieler Straftammer unter dem Vorsiz des Landgerichtsrath Noth abEine Telephonverbindung zwischen Nauen und Berlin spielte. Der Verhandlung lag folgender Thatbestand zu grunde: wird seitens der Nauener Bürgerschaft angestrebt. Die dortige In dem von Offizieren und Studenten stark frequentirten von der Stadtverordneten- Versammlung gefaßten Beschluffe, den unterbreitet, die geeigneten Schritte in dieser Angelegenheit zu Der Magistrat hat dem bei Gelegenheit der Etatsberathung Stadtverordnetenversammlung hat dem Magistrat das Ersuchen Holsteiner Hotel" zu Kiel hatten sich Anfang März einige Lohn der Hilfsarbeiter bei der Straßenreinigung von 2 M. auf thun. Nauen ist der einzige Berliner Vorort, der eine Fern Juristen zusammengefunden, um zu mitternächtlicher Stunde sich Lohn der Hilfsarbeiter bei der Straßenreinigung von 2 M. auf thun. standesgemäß mit Hazardspiel zu unterhalten. Die alt 2 m. 25 Pf. zu erhöhen, nunmehr seine Zustimmung ertheilt. sprechverbindung noch nicht besitzt. hergebrachte Spielfitte soll nun von einem Mitspieler, einem Nach dem jetzt vorliegenden Jahresabschluß der Haupt. Vornehme" Rowdies. Uns wird berichtet: Am Dienstag, Herrn v. Mallinckrodt, dadurch schimpflich verletzt sein, daß kaffe der städtischen Werke für 1. April 1895/96 gestalteten nachmittags um 3 Uhr 40 Minuten, stieg ein Beamter auf er das zum Spiel umgefeßte Geld nicht offen auf dem Tisch sich die Resultate der Verwaltung der Kanalisations dem Etettiner Bahnhofe in ein Wagenabtheil 3. Klasse für liegen ließ, sondern etwas verfentte, d. h. in den werke und der Rieselfelder insofern günstiger, als gegen Nichtraucher ein, um nach Pantom zu fahren. In dem Abtheil Taschen verschwinden ließ, um so den Gewinn zu verdecken. über dem im Etat eingesetzten Zuschuß von 1727 526. ein saßen bereits 8 Herren, die nach ihrer Kleidung und ihrem Graf Reventlow, ein Bruder des bekannten früheren Verbrauch von nur 1501 081,97 M. stattgefunden hat, der zu sonstigen Aeußern den besser gestellten Ständen angehören müssen. Rechtsanwalts, theilte seine Wahrnehmungen am 4. März dem schuß also um 226 444,03. geringer als angenommen war. Vier der Herren rauchten schon, während der Zug auf dem stud. jur. Heidelberg mit in der Absicht, den v. Mallinckrodt Dagegen hatte die Verwaltung der Rieselgüter eine Minder- Bahnhof stand, und als er sich in Bewegung gesezt hatte, steckten in flagranti beim Senten abzufassen. Wieder war Mitternacht Einnahme von 170 529,32 m., welche indessen dadurch auf- noch mehr ihre Zigarren an. In dem Nebenabtheil saßen vorüber, als Graf Reventlow den v. Mallinckrodt aufforderte, gewogen wird, daß dieselbe auch mit einer Minderausgabe an mehrere Damen, u. a. die Gattin eines Geheimen Rechnungsdie Bank zu übernehmen. v. Mallnickrodt weigerte sich dazu, Bewirthschaftskosten zc. in fast gleicher Höhe abschließt. rathes mit ihrem Manne, die durch den Qualm, da man sich erklärte auch, daß er nicht mehr weiter zu spielen gedenke, worauf Graf Reventlow sämmtliche Mitspieler aufforderte, anzugeben, in einem Durchgangswagen befand, start belästigt wurden. Stadtverordnetenwahl. Bei der Ersatzwahl der zweiten Die Herren gingen aber noch weiter. Sie führten wie viel sie gewonnen oder verloren hätten. Dem Wunsch will- Abtheilung Gemeindewahlbezirk 8 wurde bei 402 eingeschriebenen unfläthige Reden so laut, daß man ihre Absicht fahrten sämmtliche Spieler und v. Mallnickrodt erklärte, nur 60 Wählern mit 133 Stimmen der liberale Bezirksvorsteher- Stellmerkte, die Damen zu beleidigen und einen Streit bis 80 M. gewonnen zu haben. Graf Reventlow hatte vertreter Rentner Paul Ulrich gewählt; 4 Stimmen zersplitterten. mit den anderen Männern hervorzurufen. Während aber nach der Beugenaussage des Grafen Blohme Die Handarbeits Lehrerinnen der Berliner Volksschulen der Fahrt zwischen Berlin und Pankow tam ein Schaffner in schon bei der Erklärung des v. Mallnickrodt, daß er sind dem Konf." zufolge von den städtischen Schulbehörden auf den Wagen. Dieser wurde ersucht, den Herren das Rauchen zu nicht mehr weiter spielen wolle, gesagt:" Du hast wohl genug gefordert worden, einen Lehrgang in der hiesigen städtischen untersagen und ihre Namen zur Belangung wegen Beleidigung gewonnen?" und ihn nunmehr aufgefordert, sein Geld zu zeigen, Webeschule durchzumachen. Dieser Lehrgang besteht aus Vor- der Damen festzustellen. Die beiden Beamten, die das Ersuchen da er mindestens 400 M. haben müsse. v. M. warf sein trägen mit praktischen Anweisungen über die Technik der Weberei. an den Schaffner stellten, wurden nun mit den gröbsten Schimpf geschlossenes Portemonnaie dem Grafen Reventlow auf den worten überschüttet. Der Schaffner aber that gar nichts. In Tisch, der es jedoch zurückgab. Als später das Geld gezählt Im Kampf um die Konsistorialordnung von 1573. Der Pantow angekommen, wandte sich der Geheime Rechnungsrath wurde, ergab sich, daß v. M. 390 M. bei sich trug, was den Gemeindekirchenrath von St. Markus hat sich wiederholt an die sofort an den durch eine rothe Müze gekennzeichneten dienstGrafen Reventlow zu den Worten veranlaßte:" Deine Aussagen städtischen Behörden mit dem Ersuchen gewandt, ihm einen thuenden Stationsbeamten. Da aber der letztere auch nicht sofort verstoßen schwer gegen die Wahrheit." v. M. suchte dagegen hinter dem Pfarrhause belegenen Theil des Kirchplates als Spiel einschritt, konnten die Herren unbehelligt weiterfahren. Die Benachzuweisen, daß er von seinem Gelde höchstens 90 M. ge- platz für die Zwecke des Oberlin- Vereins zu überlassen. Die schwerdeführer mußten sich, als der Zug sich wieder in Bewegung wonnen hätte. Seine Ehre war demnach befleckt und sein in städtische Parkdeputation hat diesen Antrag in ihrer gestrigen gesetzt hatte, auch noch von ihnen verhöhnen lassen. Sie haben seinen Adern rollendes blaues Blut konnte nur durch Blut Sitzung abgelehnt. Ebenso wurde ein Antrag der Heilands- dann das Vorkommniß in das Beschwerdebuch geschrieben. beruhigt werden. Aber was für ein Mißgeschick sollte Kirchengemeinde abgelehnt, welche verlangte, daß die Stadt- Wie der Obdachlose endet. Im Schlafe wurde am ihn treffen! A13 er am anderen Lage, nüchtern gemeinde die Unterhaltung des Rasens innerhalb der EinfriediAbend um 7 Uhr der 42jährige aus Rottbus ein Kapuziner, Kartellträger suchte, wurde er gung der Kirche im kleinen Thiergarten auf ihre Rosten über- stammende wohnungslose Arbeiter Martin Buscha auf dem zweimal abgewiesen. Seine Ehre konnte aber nur durch ver- nehmen solle. Sehr verständig. Anhalter Außenbahnhofe an der verlängerten Trebbinerstraße goffenes Blut gefühnt werden, weshalb v. Mallinckrodt folgendes Das eigenthümliche Stück Prügelpädagogik im tatho- todtgefahren. In der Gegend liegt ein Schienenstrang, Mittel anwandte. Am 6. März ging er wieder nach dem" Hol- lischen Waisenhause, Thurmstraße 44, über welches wir vorgestern der von der Druckenmüller'schen Wagen- und Wellblech fabrik steiner Hotel", wo er den Grafen Reventlow an einem Tisch figen berichteten, wird von der frommen„ Germania" auf höchst un- zum Transport der Erzeugnisse nach der Bahn benutzt wird. ins Gesicht. Damit hatte er, wenn auch auf unritterlicher Art, auch nicht gut anders möglich, die Richtigkeit unserer Meldung angetrunkenem Zustande in jener Gegend gesehen hatte, unins Gesicht. Damit hatte er, wenn auch auf unritterlicher Art, glückliche Weise zu rechtfertigen gesucht. Das Blatt giebt, was ja Auf diesem Strang hatte sich Buscha, den man nachmittags in feinen Zweck erreicht, denn nunmehr schickte ihm Graf Reventlow zu. Nach dem Blatte ist„ Bruder Paulinus", der die Aufsicht bemerkt zum Schlafen niedergelegt. Als nun in der Dunkelheit einen Kartellträger ins Haus, um am 8. März auf dem„ Felde über einen der Schlaffäle hat und in einem neben dem Schlaf- fechs Arbeiter von Druckenmüller eine beladene Lowry über das der Ehre" zu erscheinen. Die Duellanten fanden sich denn auch faal gelegenen Zimmer schläft, in der Nacht zum Sonntag durch Geleise schoben, wurde der Schlafende überfahren und auf der pünktlich in Wulfshagen bei Gettorf, der Besitzung des früheren einen Lärm im Schlafsaale geweckt worden. Da die rigorosefte Stelle getödtet. Rechtsanwalts Grafen Reventlow ein, um bei dreimaligem Rugel- Ordnung auf einem solchen Saale aus leicht begreiflichen päda wechsel bei 80 Schritt Barriere, wobei nach dem ersten Rugel- gogischen Gründen herrschen muß, stand Bruder Paulinus auf und Mittag gegen 1 Uhr auf dem Kaiser Franz Grenadier- Plaz 3n einem ausgedehnten Straßen- Eyzek tam es Dienstag gang avancirt wurde, die standesgemäße Ehre wieder herzustellen. stellte fest, daß mehrere 3öglinge Unfug trieben. Zwei von gelegentlich der jetzt stattfindenden Rekruten- Einziehungen. Auf Beim dritten Kugelwechsel wählte eine gräfliche Kugel ihren Weg ihnen sah er bei der Beleuchtung der Nachtlampe noch dem genannten Blake findet sich tagtäglich eine größere Menge burch das hochwohlgeborene Gefäß des Herrn v. Mallinckrodt im Bette fitzen. Natürlich verschwanden die und die treuen Seelen hätten allen Kummer vergessen, wenn nicht bei Knaben radauluftiger halbwüchsiger Burschen ein, welche die eingezogenen der Intervention des Aufsehers sofort unter der Staatsanwalt Wind bekommen hätte. In der dazu an- Decken, was aber den Bruder nicht abhielt, den Delinquenten(!) refp. abziehenden Transport mit lautem Johlen begrüßen. Hierbei den Rekruten anzuulfen" pflegen und einen jeden ankommenden gefeßten Verhandlung glaubte Staatsanwalt Stechow, daß der alsbald eine derbe Büchtigung zu verabreichen." Weiter sucht das entstand zwischen Rekruten und dem Gesindel ein Streit, der in Gerichtshof infolge des inkorrekten Verfahrens jede Milde gegen Blatt die That des„ Bruder Paulinus" noch wie folgt zu ent- Schlägerei ausartete und das Eingreifen von Polizei erforderlich v. M. fallen laffen müsse und beantragte ein Jahr drei schuldigen: Ueber das Maß und die Art der Büchtigung gehen machte. Die Rowdies setzten jedoch den wenigen anwesenden Monate Feftungshaft. Der Vertheidiger hielt den Schlag bekanntlich in solchen Fällen die Ansichten des aktiven und Beamten Widerstand entgegen, so daß von der nahen Wache ins Gesicht des Grafen Reventlow auch für inforrekt, glaubte jedoch den Umstand, daß v. M. keine Kartelträger bekommen passiven Theils stark auseinander. Striemen sind, wie aus den Hilfe herbeibeordert werden mußte. Die Schußleute zogen blant fonnte, als Milderungsgrund anführen zu müssen. Graf Reventlow Gerichtsentscheidungen wegen Ueberschreitung des Büchtigungs- und gingen gegen die Excedenten vor, welche durch die Dresdenerhat als Reserve Offizier dem Kriegsgericht unterstanden rechts der Lehrer hervorgeht, bei nachdrücklichen Strafen nicht straße nach der Prinzenstraße zurückgetrieben wurden. vermeiden. Wenn der Knabe die Striemen am Arm und größere Anzahl der Hauptschreier ist festgenommen und nach und ist mit einer milden Strafe davon gekommen, nicht anderswo trägt, so mag das wohl an der Art seiner dem Präsidium eingeliefert. Der Plaz blieb längere Zeit unter wie der Staatsanwalt beiläufig erwähnte. Das hielt den eingeschlagenen Weg des Angeklagten für voll- altung liegen." Mit solcher Argumentation läßt sich stärkerer polizeilicher Kontrolle. natürlich jede Mißhandlung rechtfertigen. Ob Bruder Paulinus" ftändig unkorrekt, denn er hätte so lange nach einem sonderlich erbaut ist von dem Freundschaftsdienst, den die Kartellträger suchen müssen, bis er endlich einen Germania" ihm hier geleistet hat, mag dahinstehen. wie 96] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Zweites Kapitel. Der Suchende. " Eine diener Max Metzkow ist von der Kriminalpolizei ergriffen und Der nach Unterschlagung von 10 000 m. flüchtige Haus gefunden hätte. Die Strafe sei deshalb auf 5 Monate" der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. In seinem Besitz Festungshaft festgesetzt. Damit hat Herr Landgerichtsrath Roth Elektrischer Betrieb auf der Wannseebahn. Offiziös wurden nur 700 M. baar vorgefunden, und zwar ein sächsischer als Vorsitzender einer Straffammer zugegeben, daß gewissen meldet die N. Allgem. 3tg.": Das interessante Projekt, auf der 500- Markschein und zwei bayerische 100- Markscheine, deren UmStänden das Duell, das durch das Reichsgesetz verboten ist, eine Wannseebahn probeweise ben elektrischen Betrieb einzuführen, wechselung ihm wohl zu gefährlich erschien. 800 m. will er in unumstößliche Nothwendigkeit sei. Bekanntlich hat derselbe Land- reift, trotz der Schwierigkeiten, die einem derartigen ersten Ver- Schanklokalen ausgegeben haben, über den Verbleib der fehlenden gerichtsrath türzlich den angeklagten Bordellwirthen deshalb such im Großen naturgemäß gegenüberstehen, allmälig seiner Aus- 9000 M. macht er völlig unglaubwürdige Angaben. tommen mußte. Dicht vor dem Thore hielt ein Karren an, lichen Aufenthalt des besten und liebenswürdigsten Adels und ein Mann mit einer Maske vor dem Gesicht warf von Italien. Der Fremde befand sich jetzt allein auf dessen Inhalt in eine grüne, schlammige Pfütze am Wege. diesem Plaze, und der Husschlag seines edlen Rosses ertönte Dieses waren Kleidungsstücke aller Art und von verschie ihm unheimlich in dieser öden Einsamkeit unter den Wohdenem Werth, der mit Gold gestickte Mantel des Reichen, nungen der Menschen. Als er jetzt in eine Straße bog, der Schleier des jungen Mädchens und die Lumpen des sah er ein Weib mit einem Kinde in den Armen heranEs war ein warmer, schwüler Morgen, als man einen Bettlers. Während der Reiter zusah, rannte eine Heerde schleichen, während ein anderes kleines Kind sich an ihrem einzelnen Reiter jenen herrlichen Weg hinabreiten sah, von Schweine, abgefallen und halb verhungert, um Nahrung Rocke festhielt. Sie hielt einen großen Blumenstrauß, so dessen Höhe der Wanderer zwischen Feigenbäumen, Wein- zu suchen herbei, und der Reisende schauderte, wenn er baran wie man glaubte, das beste Mittel gegen die Ansteckung, gärten und Olivenhainen nach und nach das bezaubernde dachte, welche Nahrung sie gesucht haben möchten. Bevor er vor die Nase und flüsterte ihren hungernden Kindern zu: Thal des Arno und die Thürme und Kuppeln von Florenz jedoch das Thor erreichte, fielen diejenigen von den Thieren, Ja, ja, Ihr sollt etwas zu essen haben!" Sie sah sich erblickt. Aber jener einsame Reiter theilte dieses Mal nicht die am lebhaftesten in dem Haufen gewühlt hatten, todt ängstlich nach allen Seiten um, ob nicht vielleicht ein Kranker die Bewunderung und das Entzücken, mit denen dieser unter den andern nieder. in der Nähe wäre. Adrian hielt sein Pferd an. Anblick die meisten Wanderer erfüllt, und jener Sommertag" Ho! Ho!" sagte der maskirte Mann, und seine hohle„ Könnt Ihr mir nicht sagen," fragte er, wie ich nach beleuchtete nicht das gewöhnliche muntere Treiben des Stimme ertönte noch hohler durch die Maske, kamst Du dem Kloster-" toskanischen Lebens. Alles war still und öde und selbst hierher, um zu sterben, Fremdling? Sieh, Dein kostbarer das Licht der Sonne schien etwas unheimliches zu haben. Mantel wird Dich vor der Pestbeule nicht schützen. Reite Von den Hütten an der Straße waren einige verschlossen, nur zu, reite zu! Heute magst Du noch ein Leckerbissen sein andere standen offen, schienen aber durch ihre Bewohner für die Lippen eines Mädchens, morgen aber für Ratten verlassen zu sein. Der Pflug stand still, kein häusliches und Würmer!" " Fort! fort!" schrie die Frau. " Ach!" sagte Adrian mit trübem Lächeln, könnt Ihr nicht sehen, daß meine Nähe noch nicht gefährlich ist?" Aber die Frau achtete nicht auf seine Worte und eilte schnell fort, doch schon nach einigen Schritten wurde sie durch das Kind aufgehalten, das sich an ihr festhielt. Mutter, Mutter," schrie es, ich bin trant, ich kann Geschäft wurde betrieben, Pferde und Menschen hatten Adrian, denn er war es, erwiderte nichts auf diesen Ruhe, aber welche Ruhe? Es lag ein schrecklicherer Fluch häßlichen Willkommen und setzte seinen Weg fort. Das auf dem Lande, als der Fluch Kains. Dann und wann Thor stand weit offen; dieses war das abschreckendste Zeichen nicht weiter!" sah man eine einzelne Gestalt, gewöhnlich im Mönchskleide, von allen, denn anfangs waren alle Fremde mit der größten Die Frau blieb stehen, schob den Aermel von dem Kleide die den erstaunten Blick auf den Wanderer warf und in Vorsicht ausgeschlossen worden, jetzt aber war alle Wach- des Kindes zurück, sah die schreckliche Beule unter dem Arm irgend einer Hütte verschwand, aus der ein schwaches famteit, alle Sorgfalt vergebens, und dreimal waren neue und eilte mit einem lauten Schrei über den Platz. Der Sterbegewinsel hervordrang, welches ohne die Todesstille Wächter auf diesem einen Posten gestorben, und die Schrei ertönte lange in Adrian's Dhren, obgleich er die umher kaum vernehmbar gewesen wäre. Als der Reiter Beamten, die ihre Nachfolger zu ernennen hatten, waren unnatürliche Ursache desselben nicht kannte die Mutter sich der Stadt näherte, wurde die Szene weniger einsam, ebenfalls todt. Gesez und Polizei, die Gesundheits- Rom- fürchtete nicht für ihr Kind, sondern für sich selbst. Auf aber noch unheimlicher. Man sah dichtverhüllte und be- missionen und die Sicherheitstribunale, alles hatte der Tod die Stimme der Natur wurde in jener Leichenstadt nicht hangene Karren und Sänften, in denen sich Personen hinweggeräumt, und die Pest tödtete selbst die Kunst, die mehr geachtet, als im Grabe selbst! Adrian ritt in befanden, die in der Flucht Rettung suchten, indem sie ver- gesellschaftliche Verbindung und den Mechanismus der schnellerem Schritt weiter und kam endlich vor eine stattgaßen, daß überall die Best sei. Die Fuhrwerke wurden Bivilisation, als wären sie von Fleisch und Bein ge- liche Kirche. Die Thüren waren weit geöffnet und er sah durch magere, abgefallene Pferde gezogen, die sich selbst wesen." in deren Innern mehrere Mönche( die Kirche wurde durch nur mühsam einberschleppten. Bisweilen unterbrach ein So stumm und einsam suchte der Liebende seine Ge- keine anderen Andächtigen mehr besucht, und die Mönche heftiger Schrei das Stillschweigen, und das Pferd des liebte, entschlossen, sie zu retten trotz aller Schrecknisse durch waren mastirt) um den Altar versammelt, welche das Reiters sprang erschrocken zur Seite, wenn irgend ein Un die heilige Hoffnung jener seltsamen Leidenschaft aufrecht Miserere domine fangen. Sie waren die einzigen, welche in glücklicher, den die Seuche ergriffen hatte, aus diesem Trauer- erhalten, welche, wenn edel, die edelste, und wenn gemein, einer Stadt, deren Bevölkerung bisher für die andächtigste wagen geworfen und durch seine unmenschlichen Gefährten die gemeinste von allen Leidenschaften ist! Er tam auf in Italien galt, ohne eine fromme Versammlung den Gottesverlassen wurde, so daß er auf dem Wege hilflos um einen großen Plaz mit Palästen umgeben, dem gewöhne dienst verrichteten. ( Fortsetzung folgt.) Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Beit schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Lese- u. Diskutirklubo. Donnerstag. Diepgen, abends 8 Uhr bei Schröder, Wiefenstr. 39. Neue Zeit, Boyenstr. 40 bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Tollsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede.- klub der Freunde bei nadt, Buttbuſerſtr. 32, Die Angelegenheit in der Unfallstation X, über die wir Thatbestand zu grunde: Gine Arbeiterabtheilung hit folgenterafo by, Blumenftr. 52 bei steinau( jeben Donnerſtag nach dem 1. u. 16.). " Siebenwalderfir. 43 bet R. Wilke( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.) indenstraße 106 bei Bubett. -W Durch Mefferstiche wurde am Dienstag Abend um 10 Uhr dieser Tage folgendes Märchen zu lesen:" Heute sendet die der Dr. med. Heinrich Eckert aus der Kl. Hamburgerstraße an Firma Siemens u. Halste ihre Arbeiter in der Stärke von der Ecke der Oranienburger- und der Krausnickstraße lebens: 7000 Personen auf die Ausstellung. Die sämmtlichen Roften gefährlich verlegt. Dr. Eckert wurde von Mädchen angeredet für das Entree trägt die Firma, die ihren Leuten außer Sozialistischer Lefe= und plößlich von Zuhältern überfallen und mit dem Messer ent- dem noch einen Beitrag zu ihren Verpflegungskosten und Distutirtlub, Reichenbergerstr. 157. August Geib, im Res feblich zugerichtet. Der Arzt mußte ins Krankenhaus gebracht bewilligt." ftaurant Streit, Naunynftr. 87.- Reimer, Gerichtsstr. 19 bet Eeidel. Leopold werden. Die Thäter sind noch nicht ermittelt. erbaulichen Engels, Pestalozzi, 8eughofstr. 8 bet Behlendorf. Oft, Weidenweg 81 bet Morgenroth. gestern nach den Mittheilungen eines Reporters berichteten, wird burger Wert hatte angefragt, ob die Betriebsleitung nicht einen Schillinger( teben Donnerstag nach dem 1. und 15.). von dem Kuratorium der Unfallstationen wie folgt dargestellt: halben Tag zum Besuch der Gewerbe Ausstellung gewähren Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. NeuAm 12. d. Mis., vormittags 10 Uhr 5 Minuten, hatte der wolle? Daraufhin ließ die Firma durch den Arbeiterausschuß mann, Pajewaltersir. 3. Alle Renderuneen im Vereinskalender sind zu richten dirigirende Arzt der Unfallstation X, Herr Dr. Sarfert, bekannt geben, daß am Montag Nachmittag die Aussteüung be- an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis St. Urban, 11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahine neuer Mitglieder. gerade die ärztliche Versorgung eines auf der Station sucht werden könne. Sie hätte mit der Ausstellungsleitung RückFreundschaft, Brunnen fir. 143 bei befindlichen Batienten beendet, als durch die Thür sprache genommen und erreicht, daß den Arbeitern das für diesen Fischer. Kummer'scher Gesangverein, Langenraße 65 bet Owzarec. bet Buchholz. wor= zur Unfallstation hineingerufen wurde: E3 hat sich Tag auf 1 M. festgesetzte Entree auf 50 Pf. ermäßigt werde. Freiheitsglocken, Wörtherstraße 39 wärts 11.( Beutner'scher Männerchor) Schönhauser Allee 28 bet Stelle. ein Mann die Pulsadern zerschnitten." Unverzüglich eilte Die Fabrit bleibe am Montag Nachmittag geschlossen. Süb Oft, Görligerstraße 52 bet Bogel. Frühlingsluft, Herr Dr. Sarfert und das Hilfspersonal nach der Thür, vor Auf diese Mittheilung hin betheiligten sich einige hundert Bülowstraße 69 bei Werner. Brezelschluß, Oranienftraße 61 Morgenroth I, Rummelsburg, Türr welcher der Verunglückte bereits in Begleitung eines Schußmanns Arbeiter des Charlottenburger Werks am Besuch der Ausstellung;( Dranten- hallen) bei Seifer. 8aget nicht, Steglit, Schüßenftr. 40.aus einer Drofchte gehoben wurde, Ohne den mindesten Beit- die übrigen Arbeiter mußten natürlich mitfeiern. Das Stadt- fchmidtstr. 33 bei Schröder. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Sängerlust, Werder a. H., verluft und ganz selbstverständlich, ohne daß auch nur die ge- geschäft aber wußte von der ganzen Veranstaltung überhaupt Rugelweg. Steinfeger Gängerchor, Rustanien- Allee 28 b. Fiebiger. ringste Weiterung wegen irgend einer Formalität gemacht nichts. Von einer Vergütung des den Arbeitern entgangenen Flöter fcher Gefangverein Roppenstraße 47 bet Lorenz. worden wäre, wurde der Verlegte in die Station hinein- Lohnes, vom Bezahlen des Eintrittsgeldes oder gar von einem Gefangverein der Berliner Kürschner, Weinstr. 11 bet Feindt. getragen und ihm unverzüglich die erforderliche Hilfe geleistet Buschuß zu den Verzehrungskosten ist bis heute über- Charlottenburg, Wallstr. 102 bei Majchesti, Gefangverein der Bergolber Har refp. fofort durch Unterbindung der zerschnittenen Armschlagader haupt noch nicht bie Rede gewefen. Aber immerhin die Lebensgefahr beseitigt. Nachdem ihm in dieser Weise das mögen die offiziellen Ausstellungsnachrichten über die Absichten der Leben gerettet und die weitere ärztliche Versorgung zu theil ge- Firma besser unterrichtet sein, als die Arbeiter, und diese leben worden war, wurde er mittels Krankenwagens nach dem Kranten. Daher in der frohen Hoffnung, bald die Mittheilung über die Generosität von Siemens u. Halste bestätigen zu können. haufe übergeführt. Die Verwaltung des Niesenfernrohrs hat sich jetzt ebenfalls an den Magistrat mit der Bitte gewandt, ihr zu gestatten, daß das Institut über die Dauer der Gewerbe- Ausstellung hinaus erhalten bleibe. Der Arbeitsausschuß der Gewerbe- Ausstellung hat dies Gesuch mit Rücksicht auf den wissenschaftlichen Zweck der Anlage unterstützt. Der Magistrat ist, wie wir hören, nicht ab geneigt, diesem Gesuche stattzugeben; indeß, sollen zunächst Er hebungen darüber angestellt werden, ob und inwieweit der Grund und Boden, worauf die Baulichkeiten des Riefenfernrohrs liegen, städtisches Eigenthum ist. Es scheint nämlich ein Stück von einer Privatwiese mit hinzugezogen worden zu sein. Der betreffende Schußmann, namens Lampe, sowie eine Anzahl anderer einwandfreier Personen waren Augenzeuge des ganzen Borfalls. Verhält sich die Sache in der That so, dann muß die Art, wie das betreffende Korrespondenzbureau den Vorfall darstellte, als überaus frivol bezeichnet werden. Neuerdings sucht ein Schwindler seine Opfer unter Darlehnsuchenden Damen, auf deren Anzeigen in den Beitungen er sich als Beamter, z. B. als Postsekretär oder Jugenieur, bezeichnet und feine Bereitwilligkeit ausdrückt, das Darlehn unter Diskretion" zu gewähren. Bei persönlicher Rücksprache weiß er bann gefchickt unter irgend einem Vorwand die Zahlung des Darlehns von der Hergabe einer Summe von 20 bis 30 Mart abhängig zu machen und verschwindet auf Nimmerwiedersehen, wenn er das Gelb erhalten hat. Die Weinstraße von der Barnimstraße bis zur Höchftestraße wird wegen Umpflasterung, die Bülowstraße( nördlicher Damm) von der Frobenstraße bis zur östlichen Bauflucht der Bietenstraße wegen Neupflasterung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Aus den Nachbarorten. 9 eich terfelbe, der Spree Schloßtelleret. Grunwald. 1 Lyrall, Menderungen Korea Neuer Ginigtett III, Großmonie IV, Röpniderftr. 68 bet Schöning. Anhalter Play. 2tebestuft 1, Fürstenwalde an Drantenburger Borstadt, soch ftraße 82 a bei Otto Schmidt. Adlershof in Adlershof, Oppenftr. 1 bet Echubert. Gefangverein der Oft- und Westpreußen, Blumens ftraße 32 bet Reich. Morgenroth IV, Röpenid, Schönerliuberstr. 9 bet Schulz. Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferftr. 89.- Feld: blume, Staligerstr. 117 bei Breitenfeld. Arion II, Danzigerstr. 78 bet wießmann. Gefangverein der Glasarbeiter zu Köpenick, Nofen8utunft III, Belten i. d. M., Wilhelmstr. 19 ftraße 101 bet Troppens. Morgengrauen( Bäder), 3-5 Uhr nachm., im Hotel W. Grunow. Neue Friedrichfir. 44 bet Röllig. Fröhlich, Rummelsburg, Rant- und Mozartstraßen Ecke bei Bartels. Vineta, Rafianien Allee 11 bei Gleichheit, Kremmen, Berlinerstraße 289 be: St. Urad Augustin. Alpenröslein, Bergstraße 60 bei Hilgenfeld. ( Stadt Berlin). Oberon, Drantenftr. 121 bei Wohllebe. Alpenrose, Forsterstr. 22 bei kunze. Freiheitstlänge I, Luckenwalde, Haag Nr. 3, bet Gerhardt. Matengruß Ill, Sangestuft I, Buttbuferstr. 80 bei Ferb. Reimann. Rütli, Friedenau, Sandjern und Deutsche Eiche II, Branden Friedrichshagen, Friedrichstraße 184.Rönnebergerstraßen- Ecke bei Weinert. burg a. 6, Sauptstraße, Winkel's Salon. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Das Poftamt Gewerbe- Ausstellung wird vom 16. d. M. Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. ab nur in den Stunden von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr abends geöffnet bleiben. Die turze Dienstzeit ist bebingt durch den im Bereinskalender sind zu richten an ft. Stiller, sel. Frankfurterfte 7, 1. Donnerstag: Rollegia, bet Böcker, Naunynstr. 78. Mangel an Licht, da auf der Poft keine Beleuchtung stattfinden königsbergerstr. 13 bei krutenberg. Mehr& tcht, Weißenfee, Elsaßstr. 16 darf. Die Briefkasten auf dem Ausstellungs- Terrain werden am bei Straßburger. Wahrer Fatob, Simeonftr. 23 bet Flick. Glühlicht, Weißensee, Göbler 16. d. M. beseitigt und Aufgabe der Briefe tann alsdann nurain, Langenbeckfir. bet Zechtmeier. traße 50 bei Irgang. Weiße Asche, Görligerstr. 69 bet Schulze. Pfeifenbedel, noch bei den Schalter Brieftasten erfolgen. Ferner wird ge- Brüderlich teit, Büdlerstr. 49 bei Schuhmacher. Savannah, Rigdorf, Juliustr. 59. schrieben: Bei genanntem Postamt sind in den letzten Tagen Langeftr. 64 bei Jeratsch. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf. zahlreiche Briefe aus der Provinz sowohl als auch aus dem Auslande eingegangen, in welchen die Schreiber Postkarten und her manner chor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungs Stunde bei Brüning, Rosenthalerfir. 12.- Gesangverein Jugendfreuden, Aus Rigdorf. Auf dem hiesigen Neuen Jakobi- Kirchhof in geschlossene Kouverts einsenden mit der Bitte, diefelben an be. Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rofenthalerstraße 67, der Hermanniraße haben ruchlose Hände in vorletzter Nacht stimmte Adressen weiter zu befördern, in der Absicht, auf diese fropfenverein Wedding, abends 8% Uhr Sigung beim Restaurateur Weise eine Abstempelung von Brieffendungen mit dem Stempel off, Gerichtstr. 44.- Bergnügungsverein Ipengrün, Beuffelftr. 19 bet Geselliger Verein Frohsinn bei Geite, Swinemünderstr. 20, 25 Grabsteine zertrümmert und die einzelnen Stücke auf den Gewerbe- Ausstellung zu erlangen. Alle diese Gesuche müssen abends 9 Uhr. Sizung mit Damen.- Tambourverein Froh- Fret, lebungsumgrenzenden Aeckern zerstreut. Wahrscheinlich dieselben Vanda listen haben dann in der Kaiser Friedrichstraße zahlreiche Firmenverwaltung läßt sich auf derartige Sachen im Prinzip nicht ein, Dilettanten Orchefterverein Allegro, Uebungsstunde Donnerstags 8% be Die hiesige Poft ftunde Montags und Donnerstags 9 Uhr bet Rausch, Hussitenstraße 9. unbeantwortet und unberücksichtigt bleiben.. Geselliger Verein Hertha, abends 9 Uhr Sigung Adalbertstraße 51. schilder heruntergeriffen und verschleppt, sowie viele Schaukästen da unter Umständen eine solche Abstempelung als Unterstützung bet Rautenberg, Drantenstraße 180. Theatergesellschaft Evelina, abends scheiben zerschlagen. Bisher war es leider nicht möglich, die von Verbrechen zu betrachten ist. Es ist thatsächlich im Aus- Uhr bet Gonell, Falckenheimſtraße 5, Glung mit Damen. Bergnügungs Thäter zu ermitteln. Der in der Wißmannstraße wohnhafte verein Summerstr. 99 bei Krause. Bitherklub Alp engrüße Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Rutscher Siebert, welcher fürzlich im Delirium den Versuch machte, lande bereits vorgekommen, daß Verbrecher sich in dieser Weise Bithertlub Heimathstlänge 1895. Lindomer feine Geliebte zu erschießen, ist vor einigen Tagen aus dem ein fälschliches Alibi zu verschaffen vermochten. Nu, man Lothringerstraße 105. straße 26. Gefelliger Arbeiterverein offnung bei Gittler, Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8 Uhr. Bergnügungs- und Krankenhaus entlassen worden. Gestern versuchte S. sich durch nich ängstlich! Gift zu tödten. Ein hinzugerufener Arzt wendete sofort Gegen- Seimlich gerückt aus der Ausstellung ist die Quelle Touristentlub Freie Brüder, abends 9 Uhr bet Roll, Adalbertftr. 21. mittel an und ließ den Lebensmüden nach dem Krankenhaus Am Fürstenbrunn. Die Gesellschaft hatte am rechten Wandelgang Ruderverein vorwärts, abends 9 Uhr im Restaurant Neues Klubhaus, Stattlub Sanfter Heinrich bet S. Brandt, Stattlub Süb, abends 8% Uhr, Böchstr. 21 bet einen eigenen Pavillon, in welchem sie die Wässer ihrer Quelle Reichenbergerstr. 122. Urban bringen, wo er in bedenklichem Zustande darniederliegt. zur Ausstellung und zum Ausschant brachte. Vorgestern Morgen Krebs. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bet Schwimmklubech t", abends 9 Uhr, wurde nun entdeckt, daß der gesammte Inhalt des Pavillons G. Stein, Christburgerstraße 46, im Restaurant Richter, Mariannenftr. 41. Stattlub Tourné, abends Gewerbe- Ausstellung 1896. ausgeräumt und verschwunden war. Die Beseitigung der Aus- uhr bei Rebrens, Wrangelstr. 84. Stattlub Fortuna, abends 8% Uhr, Gefangp. der Berl. Metallweber, Andreass Die Garantiefonds- Zeichner, denen das Defizit der Ausstellungsgegenstände kann nur in der Nacht und zwar durch Buttenfir. 1 bei Strapat. ftellung schwer im Magen liegt, machen den angestrengtesten Ver- Transport auf der Spree erfolgt sein. Die eingeleitete forgfältige raße 34 bei Weinberg. Sitherverein Tyrol, Brangelfir. 91 bei Sudwig. Berliner Manbolinen- klub. Jeden Donnerstag Abend% 9-10 such, dasselbe durch Verlängerung oder Fortsetzung der Aus- Untersuchung hat ergeben, daß eine Möglichkeit, Ausstellungs- uhr. Meldungen bet Graft, Kommandantenftr. 70.- Berl. Wandolinen stellung zu decken. Am Montag wurde in einer schwach besuchten gegenstände in der Nacht durch die Thore hinaus zu entfernen, und Guitarrentlub abends 8% Uhr, Wallstr. 91. Versammlung ein provisorisches Romitee gewählt, um vor- ausgeschlossen ist. Nun sollen Maßnahmen getroffen werden, um bereitende Schritte in dieser Angelegenheit zu unternehmen. anderen Ausstellern derartige Fluchtgelüfte unmöglich zu machen Der Vorsitzende des Komitees, ein Herr Hühn, hatte am Dienstag und speziell findet jetzt auch nachts eine fortgesette Kontrolle der eine Verfammlung der Interessenten einberufen, die von etwa Spree- Ufer statt. hundert Personen besucht war. Er empfahl der Versammlung, Die Spezialausstellung ,, Kairo" bleibt vorläufig geöffnet. da der Magistrat bekanntlich einer Erhaltung des Ausstellungs- Von Freitag an beträgt das Entree von 10 Uhr vormittags ab gebäudes seine Zustimmung versagt hat, bei demselben dahin vor- mur 50 Pf., Kinder unter 12 Jahren zahlen die Hälfte; dieses stellig zu werden, daß die Baulichkeiten auf dem Ausstellungsgelände gilt auch für den Sonntag. noch stehen bleiben können. In den Kreisen der Aussteller bestehe der Plan, im nächsten Jahre eine deutsch nationale Ausstellung zu veranstalten, um dadurch das Defizit der gegenwärtigen Ausftellung, welches etwa eine Million Mart betragen werde, zu decken. Der Magistrat so hofft der Redner werde wohl zu bewegen sein, der Erhaltung des in Treptow geschaffenen angenehmen Erholungsortes der Berliner Bevölkerung", der " Bildungsstätte ersten Ranges" seine Zustimmung zu geben, In der am Sonnabend im Schiller- Theater zum ersten anftatt den simplen Part" wieder herzustellen. Auch Mal zur Aufführung kommenden Nestroy'schen Posse Der fönnte ja das Ausstellungs Terrain mitsammt den Berrissene" ist das Komiter- Trifolium Schmasow, Eyben, bänden für spätere Ausstellungen dauernd erhalten bleiben. Steinecke in erster Linie beschäftigt. An diesem Abend wird auch Stationen. Der Redner empfahl ferner, wegen Verlängerung der das einaftige Lustspiel Münchhausen" von Manuel Ausstellungsdauer bis zum 1. November vorstellig zu werden; es Schnißer und Martin Fließ mit den Damen Heinsdorff und könnte dann, wenn die Eisenbahn- Verwaltung für billige Extra Werner und den Herren Winterstein, Boigt und Dahle zum züge forge, das Defizit noch gedeckt werden. Dieser Vorschlag ersten Male gegeben. Im Bürgerfaale des Rathhauses ist Swinemünde fand jedoch keinen Anklang bei den Versammelten. Dagegen Sonntag, den 18. Oktober, der zweite diesjährige Komponisten: Hamburg wurde beschlossen, den Magiftrat und bie Stadtverordneten Versammlung in einer Petition Auf Beethoven- Abend". Der Aftronom Dr. Julius Theodor Wolff ift, 70 Jahre Wiesbaden hebung des Beschlusses bezüglich Abriß zu bitten, ba Aussicht vorhanden sei, die Ausstellung im fom alt, am 11. Oktober in Bonn gestorben. Ges um Gebäude Kunst und Wissenschaft. Die Erstaufführung des Schauspiels von Henrik Ibsen's omödie der Liebe" findet am Sonntag, den 18. d. M., nachmittags 3 Uhr, im Belle- Alliancetheater unter Regie von Julius Türk statt. Versammlungen. " Kommandantenfir. 72. -U Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louifenufer 52 Rauchklub Kernipige, Abends s uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer traße 8. Rauchklub Felfenfest, Wrangelfir. 80 bet R. Schmidt. Rauchtlub Ohne 8wang, abends 9 Uhr, Weinstraße 28 bet Späth. Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unters richt und Uebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. trends'fcher Stenographen Berein Apollobund", Becker's Bier hallen, Kommandantenstr. 62, abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der Band vereinfachten Arends' fchen Stenographie. Le Cercle de Conversation Fançaise se arrassemble tout les jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest. ,, Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Deutscher Arbeiterverein Vorwärts", Kopenhagen, K., Compagnie Strade Nr. 48, Café Bolangé. Volksbildungs- Verein für Brik und Umgegend. Jeden Montag vor dem 1. und 15. eines jeden Monats: Bersammlung beim Genoffen Karl Dorn, Briz, Bürgerstr. 4, abends 8 Uhr. Berlin Witterungsübersicht vom 14. Oftober 1896. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 66 Windrichtung Windstärke TRIAL( Stala 1-12) Better 770 OND 7. Regen 770 MO bedeckt 767 NO bedeckt 765N bedeckt München Wien Haparanda. Betersburg 764 A bedeckt 765 Still 781 Still heiter 774 NNO 8 halb bebedt 778 2 767 N 1 woltig Nebel menden Jahre in irgend einer Form weiterzuführen. Auch der Arbeitsausschuß soll von diesem Beschluß in Kenntniß gesezt und eine lebhafte Propaganda für den Plan der deutsch Brit. In der am vergangenen Montag stattgefundenen Cork nationalen Ausstellung entfaltet werden. Als nunmehr eine Geldsammlung zur Deckung der Agitationskosten veranstaltet Bersammlung des Voltsbildungs- Vereins für Brit Aberdeen. werden sollte, erhob sich ein Theil der Versammlungsbesucher und und Umgegend" hielt Genoffe St. Wille eine intereffante Paris. ftrebte eilig dem Ausgange zu. Ein Herr machte den Drücke: Vorlesung mit Erläuterungen über„ Die Entwicklung von Landbergern begreiflich, daß es jetzt nicht angebracht fei, fortzugehen, gemeinden". Hieran schloß sich eine längere Diskussion. Des ferneren feien die Parteigenossen hiesigen Orts noch darauf auf ohne daß man für die gemeinsame Sache feinen Obolus geopfert merksam gemacht, daß die Bersammlungen jetzt an jedem Montag habe. Von der Thür her wurde ihm zugerufen: Sie haben jedenfalls noch nichts verloren; wir aber haben in der Aus- vor dem 1. und 15. eines Monats stattfinden. ftellung schon genug Geld zugefeßt. wollig Temperatur nach Gelfius ( 50.4° R.) Wetter- Prognose für Donnerstag, den 15. Oktober 1896. Ziemlich warm, zeitweise aufklärend, vorwiegend trübe mit etwas Regen und frischen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd: oft fchule, Waldemarftr. 14: Mede- Uebung( Die wichtigsten technischen Briefkasten der Redaktion. Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Rebens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages). Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Brunnenstraße 25: Gefchichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Werein tagt, tönnen wir Ihrem Wunsche nicht Rechnung tragen. Graef, Stephaustraße. Ohne nähere Angabe, wo der Dichtung und Wahrheit. Aus den Kreisen der bei Simens u. Halste beschäftigten Arbeiter wird uns geschrieben: In den Offiziellen Ausstellungs- Nachrichten" war Bötter. Griechen und Römer). Herr Dr. G. Binn. Zu kaufen gesucht zu guten Preisen: ältere sozialistische Bücher und Broschüren( von Weitling, Lassalle, Marx, Engels u. a.) sowie Zeitschriften( Neue Zeit, Nordstern, Volksstaat, Vorbote, Sozialdemokrat, Zukunft u. a.) Auch einzelne Hefte u. Nummern. S. Calvary& Co., Berlin NW., Luisenstr. 31. 5551L Klavier, Biolinunt. bill. Boffenerstr.41 III Alterer gut geschulter Gesangverein fucht Mitglieder( II. Bässe erwünscht). Bu melden alle Donnerstage bei Bubeil, Lindenstr. 106, Restauration. Halt! Wo gehen wir heute Abend hin? Zu Gustav Schulz nach der WasserKünstl. Zähne. thorstraße 55. Da ist großes Gäuſe Ansipielen auf dem Billard und früh F. Steffens, Rosenthalerftr. 61, 2 Tr. von 6 Uhr ab frische Blut- u. Leberwurst. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. all, Theils Muschelmöbel, pottbid. verkäuflich, Rofenthalerstraße 4, wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahu B. Tr. 1. Bildhauer. ziehen, Bahnreinigen, Nervtödlen bei Bestellung umsonst. 9396 Gesucht in Nigdorf: 1 einfach möbl. Hackescher Markt 4 J. Brünn ( Ecke Neue Promenade) Am Stadtbahnhof Börse. Feltere zurückgefehte Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! gelangen nunmehr zu ganz außergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf. Winter- Kegelbahn Montag, Mitt woch und Sonnabend zu vergeben. Frölich, Schönhauser Allee 161. Glickel, Baufigerplay 2, Elfafferstr. 12 Bimmer für 1 Herrn m. 2 Mädchen. Möbel, Rosenthalerstr. 18. Gudkel, 2, 12 Stegligerstr. 71, I. G. Z., Bofiamt Junkerstr. 18., Strickwoll- Rester, Zephyr, Rockwolle Zwei Vereinszimmer zu vergeben zu Partiepreis. Holzmarktstr. 60, S. 1. 12r. Frölich, Schönhauser Allee 161. 927b Cuvryftraße 2. Borderwohnungen 400 M., freundl. Hofwohnungen von 198 M. an. Wegen Todesf. vert. sämmtl. Maurer Handwerkzeug. Frau schäpe, Alte Jakobstr. 67, Hof r. 926b Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 15, Ottober. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro Schauspielhaus. Ein Königsidyll. Nenes Opern- Theater.( Krolf.) Zopf und Schwert. Dentiches Theater. Morituri, I. Teja. II. Frißchen. III. Das EwigMännliche. Berliner Theater. Die offaelle Frau. Leffing Theater. Das Einmaleins. Theater des Weftens. Jung gefreit Nenes Theater. Bocksprünge. Vorher: Opus I. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Residenz- Cheater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie, Madame! Theater Unter den Linden. Der fleine Herzog. Hierauf: Die Bajadere. Schiller- Theater. Ein Schritt vom Wege. Belle Alliance Theater. Mamsell Vielliebchen. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Ostend Theater. Der deutsche Michel. Volks Theater. Ein vorsichtiger Mann. Hierauf: Variété fremder Künstler. Zum Schluß: Pladdera dauz. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Tilly. Alevanderplay- Theater. Ohne sitt lichen Halt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Apollo Theater. Spezialitäten- Boxftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Freitag, abends 8 Uhr: Der Bureaukrat. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. 298um ersten Male: Tilli. Lustspiel in 4 Atten von Francis Stahl. Regie: Der Verfasser. Anfang 8 Uhr. Freitag: Tilli. Sonntag Nachmittag 8 Uhr: Klassiker 18 Borstellung: Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Atten von William Shakespeare. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Oyne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aufzügen von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Uhr. asd motorul ( Bons haben Giltigkeit.) Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Baubermärchen in 8 Bildern von Georg Bimmermann. A Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weik. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater shr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 pr. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und oßen Lichtbilbern ausgestattet, Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Zeit. 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Panopticum Nen! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier dot Kaufmann's ( Kannibalen). Halbe Variété Menschen und 20 EliteSensationsNummern Programm. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) 3 Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, tönigl. preuß. Kommissionsrath. Gebildete Menschen. Wiener Volksstück in 3 Akten von Viktor Léon. Morgen: Dieselbe Borstellung. Mehr Licht! Ins2200 ban Weniger Petroleum and dood.png Fast kein Zerspringen! me 366015 196 Keine Explosion! dodo.0 mableisoe gustodiaqu 61502 lmmun Patentkugelcylinder X- Strahl ENTO LOU od 2 STRAHlin D.R.P. Ne76356. 9,892 aid 14 dni og mi Abare( D. R.-P. Nr. 76 356.) Preisgekrönt Dresden 1896. Ueberall erhältlich. 635i 29 I Did sida siGrützner& Winter, Central- Theater. Alte Jakobstr. 30, Direktion: Richard Schultz. Donnerstag, den 15. Oktober: Emil Thomas a. G.sia0 Eduard Steinberger a. G. Bum 25. Male: Glashüttenwerke, DEUBEN Bez. Dresden 73. Volks- Theater s- Theater Costiner Hof, Reichenbergerstr. 34. Jeden Abend 8 Uhr. Ein vorsichtiger Mann! Posse mit Gesang in 3 Bildern. Cöslinersir. 8. S Jeden Mittwoch und Sonntag: Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree fret. Anfang Mittwoch 8 Uhr, Sonntag 5 Uhr. Saal( 1000 Pers.) an Vereine u. zu Eine wilde Sache. Um 9 Uhr: Gr.Variété. Befilichkeiten zu vergeb. 2 heizb. Regelb. Große burleste Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und F. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Vogler's Casino fr. Weltrestaurant, Dresdenerstr. 97 Jm vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Im ersten Theaterfaal die unübertreffl. Hamburger Sänger. Im zweiten Theatersaal: Variété u. Spezialitäten- Theater. Auftreten v. Kunstkräften I. Ranges. Aufführung v. Possen u. Singspielen. Anf. Wochentags 7 Uhr. Sonnt, 6 Uhr. Billards. 4 neue Regelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert, gute Rüche. Feen- Palast Burgstrasse 22.1 Direktion: Winkler& Fröbel. Großer Jubel herrscht über das Neue riesengroße Brothers Godart, Gebr. Kulper, Louise Bouwmeester, bie tleine bol ländische Bistolenvirtuofin, und Hella Collier, Chansonette comique, Allererste Kunstkräfte. Sämmtlich nen für Berlin. Um 10 Uhr: Pladderadautz. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Entree 50 Bf. bis M. Sonntag Anfang abends Frische Wurst. rühmte Grützwurst, ff. Leber- u.Pressw. Heute Donnerstag achm. 4 Uhr bebei G. Tempel, Gr. Frankfurterstr. 16. Möbel unter Garantie guter Arbeit. Theil. 8786* sahlung gestattet. Frz. Müller, Alte Jakobstr. 65. Ein grosser Posten Stonzerthaus Causfouci. Steppdecken oln Rottbuferstraße 4 a: Heute, sowie jeden Donnerstag und Sonntag: echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck.7,50 M. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Stettiner Stormal- Schlafdecken Sänger altedrik du( Meysel, Pietro, linda tout milze Britton, Steidl, Krone, ins Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Oktober- Programm. Borverkauf 40 Pf.( tehe Blatate) Nur noch bis 16. Oftober: Die urkomischen Milardos! Die hochdrastische Schattenpantomime! excentrischen Miltons! Anfang 71/2 Ubr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt 50 Pf. Sonnabend, den 17. Oktober: Wegen Brivatfeſtlichkeit gefchloffen. Alcazar. Der deutsche Michel. Circus Busch. Varieté und SpezialitätenAnfang 7 Uhr. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr nachmitt. ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet zugänglich. Schaustellungen der Beduinen 5 und 71/2 Uhr. Konzert v. 5 Kapellen. Kinder Entrée 50 Pf. d. Hälfte. salime ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, 15. Oktober 1896, abends 71/2 Uhr: Grande Soirée equestre. Nur noch kurze Zeit: Millennium, Bilder a. Ungarn. Außerdem: Dir. Busch mit f. bestdress. Freiheitspferden. Auftreten der Pariser Schulreiterin Müle. Lorey. Wellington, ruff. Hengst, ger. v. Herrn Salamonski. Herr Foottit- Burghardt, Deutschlands bester Schulreiter. AltWien, Neu- Wien, gr. Divertissement. Miß Bliss; fenfationell d. Aufschwung zur Decke an den Zähnen. Clifton Bros, Salon- Atrob. Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Millennium. Theater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 5253. City- Passage hing Das Riesen- Oktoberprogramm enthaltend 14 Sensationsnummern. Li- Hung- Chang! Das Neueste vom Neuen! Margarethe Nasarowska. Josephine von der Heilsarmee. Miss Ara. The two Gomez. Lotte Sieger. 3 Bollini. Adelaide und Erich u. f. w. Wochentags 8 Uhr. Anjang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Schluss der Saison am 31. d. M. 2 Vorstellungen täglich Nur noch 17 Tage Nachm.- Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's Orient" 901136 miste Apollo- Olympia Theater. Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 1000 Mitwirkende. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Uebertrifft alles bisher dagew.! Von Publikum u. Presse einstimm. anerkannt. Signor Bernardi JI Camaleonte". of Mile. Fougère die Unübertreffliche. Ducreux und Giraldic. Robert Steidl. 7 Troubadours u. s. w., u. f. w., u. s. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Kinetograph. ( Lebende Photographieen. Auch in Naturfarb.) Juter effanteste Bilder historischen Charakters u. des Ge sellschaftsleb. in vollkommenster Naturwahrheit. Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Bor träge. Phonographische Bür alle Befucher zugleich deutlich hörbar ohne Schläuche. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pt. Militärs und Kinder 25 Pf. Borstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. T Neu! Neu! Hinzpieper's Lanz- Juftitut. Freitag: Viktoria- Brauerei. W.Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, TheaterVorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Rünler 1. Ranges. Karlchens Tante. Schwant in 1 Att von Schmasow. Neu! Neu! Neu! Berliner Konfektionensen. Burleste mit Gesang und Tanz in 1 Att von Gericke. Musit v. Schmidt. Jeden Sonntag, Dienstag 1. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. 4,50 M. Per Stüd Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafbecken gratis und franto. Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Möbel- Verkauf bes Möbelspeichers Rosenthaler Strasse 13. Wegen beabsichtigter Bergrößerung meiner Räumlichkeiten verkaufe ich mein Waarenlager zu noch nie bagewesenen Breifen. 8um um= auge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, fo= wie einzelne Stücke gediegen und billigft einzukaufen. Man laffe sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige fich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche biefelben mit meinen mur gebiegenen Möbeln und anerkannt billigften Preisen. Bertaufe ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke händler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewefener Möbel zu wahrhaften Spottpreifen: Kleiderspind 15 Mart, Nußbaum Kleiderspind 30, Muschel- Kleiderfpind 36 federmatraße und teiltiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaug mit Stufe 60, gang bebeutend billiger als jeder andere MöbelKommode 9, Sopha 10, Bettſtelle mitt Sprung fchgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 106 Mart. Sochfeine Nußbaum- und Mahagoni Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Thellzahlung. Rein Abzahlungsgefchäft. Eigene Tapesterwerfstätten, Der große Möbelspetcher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspeichern Durch eigene Gespanne sauber transportirt und 8 Monate stehen bleiben und werden bann aufgeftelt, auch nach außerhalb, Auf 14 Tage Probezeit Vereinszimmer zu vergeben jeden verf. ich per Nachnahme von 6,50 M. Donnerstag und Freitag, außerdem mit Porto u. Verpackung 1 hochfeines alle 14 Lage Sonntags. 1492 Harzer Kanarien- Roller Wilh. Marten's Vereinshaus, Bei Abnahme von 8 Stück 16 M. Ackerstr. 123. 6 Stück 30 M. Gute Zuchtweibchen 1 M. Was nicht gefällt, nehme ich binnen 14 Anfrag. m. Retourmarte erb. auf Theilzahlung. Möbel J. Kellermann, an L. G. Muller, Rogelzüchterei, Nene Jakobitr. 26. Nordhausen am Harz Fruchtsäfte! Himbeersaft Kirschsaft 191 Johannisbeerfaft à Literflasche 1,80 m. anerkannt vorzüglich. Eugen Neumann& Co. 5883L Belle Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29. Potsdam Bäckerstr. 7. Charlottenburg Kaiser Friedrichstr. 48. Prima frische Zander tristall te pro Pfund 30 Pfg. Donnerlag, Freitag und Sonnabend dieser Woche. 16 Dragonerstraße 16. 935 Otto Grundmann. nima Achtung! Burg- und Atung Feen- Palast, Wolfgang- Strassen- Eoke. Genossinnen und Genossen! Am Donnerstag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58, und Dienstag, 20. Oktober, abends 8 Uhr, in der Bockbrauerei, Tempelhoferberg: Sonnabend, den 17. Oktober 1896: Grosses Volksversammlungen. Sozialdemokratisches Volks- Fest Tagesordnung: 1. Einbringung einer Protestresolution gegen die Fassung bes bürgerlichen Gesetzbuches, die dem Reichstag eingereicht werden soll. 2. Diskussion. insta Referentinnen: Frau Emma Jhrer. Frau Martha Rohrlack. S Um zahlreichen Besuch dieser Versammlungen bittet Die Einberuferin: Frau Gerndt. Oeffentliche Versammlung 1/2 Heute, Donnerstag, abends 81, Uhr, in der Berl. Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: 22816 arrangirt von den Genoffinnen Berlins und Umgegend bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung der gemischten Chöre Philomele und Freya I( Mitgl. d. A.-S.-B.), Dirigent F. Rokicki. Theater Aufführung: Lebende Bilder Henrik Ibsen und die Komödie der Liebe. Töchter der Arbeit Von Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung laden höflichst ein Achtung! Paul Dupont. Franz Mehring. Achtung! Metallarbeiter. Sonnabend, den 17., Sonntag, den 18. und Montag, ( den 19. Oktober 1896: 3 große öffentliche T Metallarbeiter- Versammlungen. Referent in allen Versammlungen ist der frühere langjährige Vertrauensmann der Metallarbeiter Deutschlands, Landtags- Abgeordneter Martin Segik. Berlin- Zentrum, Süden und Often am Sonnabend, 17. Oftober, abends 81/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Die Organisation der Unternehmer und was lehrt uns dieselbe?" 2. Diskussion. Berlin- Nord 113/9 am Sonntag, den 18. Oftober, vormittags 10 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag über. Die Entwickelung der deutschen Metallindustrie und die Lage der Metallarbeiterschaft." 2. Diskussion. Berlin- Moabit und Charlottenburg am Montag, den 19. Oftober, abends 81/2 Uhr, in der Kronenbrauerei ( großer Saal), Alt- Moabit 48-49. Tagesordnung: 1. Bortrag über Unternehmer- und Arbeiterverbände". 2. Diskussion. " IF Pflicht aller in der Metallindustrie Berlins beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ist es, in diesen Versammlungen zahlreich zu erscheinen. Die Agitationskommission des deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Lithographen, Steindruder, Lichtdrucker, Schleifer, Präger u. Prägerinnen, Anlegerinnen, Formtecher, Tapetendrucker und verwandte Berufsgenossen, Arbeiter und Arbeiterinnen des graphischen Gewerbes Berlins! Freitag, 16. Oktober, abends 8 Uhr, im Schweizer Garten, Am Friedrichshain: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über die eingegangenen Antworten ber Prinzipale. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 96/ 5* NB. Zellersammlung findet nicht statt. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, diesen Zettel an ihre Mitarbeiter weiter zu geben, überall dafür zu agitiren, daß die Kollegen und Kolleginnen sämmtlicher Anstalten in unserem Gewerbe vollzählig erscheinen, denn diese Versammlung ist eine der wichtigsten, welche über vieles zu entscheiden hat. Es fage niemand, daß es auf ihn nicht ankomme, sondern jeder muß seine Pflicht thun! Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: H. Friedewald. Achtung! Maurer. Maurer. Achtung! Donnerstag, den 15. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lotal Buske, Grenadierstraße Nr. 33: darstellend: Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. in 1 Aufzuge von E. Preczang. Gr. Tanz. V Die Musik von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker". Dirigent: G. Schonert. Osten Anfang 7 hr. Entree 25 pr. -Billets find zu haben: Ottilie Baader, Straußbergerstr. 28 v. IV.| Norden Frau Klotsch, Koppenſtr. 81 H. Qu. IV. " Frau Krause, Schliemannftr. 45, IV. I. Frau Seeger, Gerichtsstr. 46 im Keller. Frau Rosentreter, Kastanien Allee 27, 1. Quergeb. III. $ Frau Frohmann, Frankfurter Allee 110, Hof rechts IV. Süd- Osten Frau Sprung, Mariannen- Ufer 7, H. r. III. Nord- Westen Frau Miuna Fiedler, Putligstr. 3, H IV. Süden Frau Fahrenwald, Kamphaufenstr. 5 III. Süd- Westen Frau Emma Scholtz, Mittenwalderstr. 6, Quergebäude IV." Nord- Osten und in den Zahlstellen der Arbeiter- Bildungsschule sowie den mit 1/5 Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, der Pußer Friedr. Kleinitzke " Frau Anna Bauschke, Rathenowers straße 97 III. Frau Mesch, Lychenerstr. 3 IV. Plakaten belegten Handlungen. Das Komitee. Freireligiöse Gemeinde. Herbst- Vergnügen Dienstag früh nach langem, schwerem Sonnabend, den 17. Oktober in Rieft's Festsälen, Weberfte. 17. Leiden fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes statt. 9306 Frau Kleinigke u. Kinder. Danklagung. Für die rege Theilnahme und reichen lieben Mannes, sage ich allen Freunden Kranzspenden bei der Beerdigung meines und Bekannten, insbesondere dem Rauchklub Glühlicht, dem Arbeiter- Raucherbund, dem Holzarbeiterverband Weißensee und seinem Meister Wolf meinen herzlichsten Dank. 941b Die trauernde Wittwe Ger chow. Arbeitsmarkt. Achtung! Vokal- und Instrumental- Konzert, Theater- Vorstellung. Billets sind zu haben à 25 Pf. bei den Komiteemitgliedern Herrn Auer. ba ch, NW. Waldstr. 50; Budow, Münchebergerstr. 10; G. Bohne, Brunnenstr. 141; Christen3, Mühlenstr. 59a; ähnite, Krautstr. 55; Rottlow, Rytestr. 17, außerdem an allen bekannten Billetstellen. 9236* Das Komitee. Exp.- Vorträge ( populär- wissenschaftl.) für Vereine u. Gesellsch. bei mäßigen Preisen veranstaltet Clausen, Röntgen- Laboratorium, Naunynftr.[ 940b Verband der Möbelpolirer. Sonnabend, den 17. Oktober, in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29: XI. Stiftungsfest. Das Konzert wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Auftreten der Gesellschaft Strzelewik. Zur Aufführung gelangt: Ein Bimmer zu verMetallarbeiter aller Brauchen! miethen oder: Für immer kurirt.- Prolog, gesprochen von Fräulein Der Ausstand bei der Firma Paul Stabernack, Lindenstraße 70, Siegfr. Warschauer Nachf., Ritterstr. 41, Hof part., bauert unverändert fort. 110/12 938b Zuzug ist fern zu halten! Vergolder. Farbigmacher verl. Wolff, Mathieuftr. 14. Kartonarbeiterinnen, geübte, verl. Hahn, Wallstr. 17. 9376 Zwickerin verl. Filzschuh. Fabrit A. Bade, Ackerstr. 133, 4. Hof, 1 Tr. ege G Held. Festrede, gehalten von Kollege G. Renter. Zum Schluß: Das lebende Bild„ Der Sieg der Freiheit", ausgeführt von Mitgliedern des Ber bandes unter gütiger Mitwirkung des Karthaus'schen Gesangvereins. Während der Vorstellung im Speisesaal, nach der Vorstellung in beiden Sälen Tanz. Aufang 82 Uhr. Billets, Damen 30 Pf., Herren 50 Pf., find in den Zahlstellen nnd bei Kirsten, Koppenstr. 28, zu haben. Mitglieder( siehe§ 8 des Statuts) haben gegen Vorzeigung des Mits [ 145/7] gliedsbuches freien Eintritt. Der Vorstand. da Louisenstädtisches Konzerthaus. Alte Jakobstr. 37. Am Sonntag, den 18. Oktober dieses Jahres: Zur Feier des 19. Stiftungs- Festes E Jung. Mann wünſcht Möbelpolirer des Gesangvereins Männerchor„, St. Urban" zu erlernen. Wienerstr. 12, H. 8 Tr. Zaborski. Schirm- Fabrik. 931b Eine erste Expedientin, die längere Jahre in größerer Schirm- Fabrik thätig 934b Zahlungsfähige Oeffentl. Bau- Deputirten- Sitzung, bar, wir bei fehr hohem Gehalt und dauernder angenehmer Stellung per Kollegen! Es ist dringend nothwendig, daß in bald oder später zu engagiren gesucht. Persönliche oder schriftliche Meldungen dieser Sitzung jeder Bau vertreten ist! Die Mißstände, bei 3eo 2301ff, Rieberwallity. Wolff, 35. die auf den Bauten herrschen, können nur dann erfolgreich Celler Schirm- Fabrik, vorm. Gebr. Hugo. bekämpft werden, wenn selbige aufgedeckt und der Öffentlichfeit übergeben werden; auch sind wichtige Punkte zu verHaufirer handeln, die das Beisein jedes einzelnen Deputirten erfordern. fucht für einen leicht verkäuflichen Fabri tationsartitel. Wilhelm Hafel Die Lohukommission der Berliner Maurer. bauer, Adorf i. S., Vgl. Geübte Kartenarbeiterinnen finden lohnende u. dauernde Beschäft. Stein, Neue Königftr. 30." Achtung! Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend Sonntag, den 18. Oktober, vormittags punkt 10 Uhr, Alexanderstr. 27e, im ,, Englischen Garten". Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 172/2 1. Abrechnung vom Sommervergnügen. 2. Abrechnung des General fonds. 3. Unterstützungsgesuche. 4. Wahl des Vertrauensmannes, zweier Revisoren, zweier Zentral- Ausschußmitglieder und eines Generalstatistikers. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Färberei Damen- Garderobe empf. allen Bekannten W. Neumann, 9336 1 tücht. Schleifer und Polierer auf Perl- Schirmgriffe findet dauernde Beschäftigung Bernauerstr. 101, im Lotal. Arbeiterinnen auf bessere DamenJacken und Beinkleider verlangt M. Löwinsohn, Grüner Weg 32. Meldungen gegen Vorzeigung von Probearbeit nur Vormittags zwischen 9-11 Uhr. 9466 2.- 5.- 8.) 6513 Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert verbunden mit Festvorstellung, sowie Auftreten des beliebten Komikers Herrn Oestreich mit seinem neuesten Repertoire. Unter anderem gelangt zur Aufführung: Eine Thaeferprobe in Polemuskel. Posse in 1. Att. Aufgeführt von Mitgliedern des Vereins. Direktion: Herr Raabe. Nach dem Konzert: Raffenöffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Programmbillets à 30 Pf. find vorher zu haben bei O. Rasche, Zigarrengeschäft, Reichenbergerstr. 160; Gottfr. Schulz, Zigarrengeschäft, Rottbuser Platz; Felgentreff, Restaurant, Rottbuser Play; Post", Restaur., Rottbuser Blaz; Greiner, Restaurant, Alte Jakob- u. Oranienftr.- Ecke, und in allen bekannten Restaurants und Bigarrengeschäften, sowie abends an der Kaffe ohne Preisaufschlag. Allen Anwesenden einen gemüthlichen Abend versprechend, ladet zu regem Das Komitee. Konzert. Musik v. d. Fr. Vereinig. d. Zivilberufsmusiker. Tanz. Besuch ein Naturärztliche Vorträge, für Männer und Frauen sehr wichtig, verständlich erklärt am tänstl., lebensgroßen, auseinandernehmbaren Menschen, von O. Grundmann, pratt. Naturheilkundiger, Chars lottenburg. Heute, Donnerstag, 15. Ott., abends 81/2 Uhr, bei Schöning, Röpniderstr. 68, über: Magen- und Verdauungsleiden. Entstehung und Heilung. Entree 10 Pf. Jeder Vereinsvorstand sollte diese Vorträge veranstalten. Von einer fleinen Façonschrauben- Empfehle allen Freunden und Be fabrit in Westfalen wird zur Herrichtung tannten mein Weiß, Bairisch Bier H. Ebert's Festfäle, von Werkzeugen für Schraubenbänke und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. ein tüchtiger Werkzeugschloffer oder Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier Mechaniker gegen hohen Lohn auf fo- 50 Pf. fowie Abendtisch à la carte fort gesucht. von 80 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit Gefl. Angebote durch die Exp. d. 3tg. Klavier für 20-50 Personen. 5832L unter Nr. 220 erbeten. 945b H.Stramm, Restaurat., Ritterstr. 128. 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine Säle zu Festlichfeiten und Versammlungen 2c. Habe noch einige Sonnabende im Oftober und November fret. Jeden Sonntag: Ball. und chemische Waschanstalt für Herren und NO., Gollnowstr. 25 u. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 132. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin, Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlaa von Max Bading in Berlin.