Berliner Volks- Tribüne. " T Sozial- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Dolks Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. bonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando( frei in's Haus). Einzelne Nummer 15 Of. Durch jede Post- Anstalt Deutschlands zu beziehen.( Preis viertelj. 1 mr. 50 pf.) Na 30. Kultur- und Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts. IV. Sozialistische Programme. Nothstand." Verschiedenes. Politische Notizen. Redaktion und Expedition: SO.( 26), Elifabeth- ufer 55. Ausgabe für Spediteure: ,, Volksblatt", Beuthstr. 3. Inserate werden die 4 spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 20 Pf. berechne:. Dereins- Anzeigen: 15 pf. Arbeitsmarkt: 10 pf. Inseraten- Annahme in der Expedition: Elisabeth- Ufer 55. Die ,, Berl. Volks- Tribüne" ist unter Nr. 893 der Zeitungs- Preisliste eingetragen. Sonnabend, den 25. Juli 1891. " V. Jahrgang. " Politische Notizen.- Soziales aus den Vereinigten fönnen; denn die Streifs in Zeiten sinkender Konjunktur Man glaubt dann, durch Börsenspekulationen das Versäumte nachholen zu können, übersieht jedoch ganz, daß eine PreisStaaten. Die Hypothekarverschuldung. Ein Bei- fallen regelmäßig zu Ungunsten der Arbeiter aus. steigerung sich stets nur auf Grund mangelnder Vorräthe in Es giebt noch Manche unter den Arbeitern, welche das erster Hand vollziehen kann. Man schlage nur die Bücher der trag zur Sozialstatistik.- Produktion und Technik. Gedicht. Novelle. Beiträge zur deutschen letzte Ziel, den sozialen Staat, erst in weiter Ferne erwarten. Berliner Getreidekommissionäre nach, und man wird finden, daß Beiträge zur deutschen Die Beobachtung der immer geringer werdenden Absatz- die Landwirthe die wildesten Spekulanten find. Das Wort Hinc illae lacrimae! Unsere guten Junker haben „ Es herrscht kein gebiete, des Niederganges, zeigt uns, daß der Kapitalismus Börse" muß eben für Alle herhalten. schon jetzt abgewirthschaftet hat, und, je länger er besteht, das Volk desto elender macht, daß der soziale Staat nicht von dem„ Giftbaum" gekostet, denn sie glaubten, daß nur mehr eine Forderung der zunächst betheiligten Klasse von dem Baum gut zu essen wäre, und lieblich anzuist, sondern kulturnothwendig wird. Ganz das Gleiche sehen, daß es ein lustiger Baum wäre"( 1. Mos. 3, 6); Ueber den Handelsvertrag der Ver. Staaten mit Ueber den Handelsvertrag der Ver. Staaten mit gilt von dem neuen russischen Zolltarif. Dieselbe Ten- aber dieses Wandeln auf den biblischen Pfaden der Kindem spanischen Westindien haben wir schon furz berichtet. Denz: die ausländische Industrie einfach abzusperren und der Israel ist ihnen schlecht bekommen, und nachdem sie nur zu exportiren ohne zu importiren, herrscht auch in reingefallen" sind, haben sie Gutes und Böses erkannt, Im" Export" finden wir noch einige interessante Bemer- Rußland, und dank der rücksichtslosen Politik, mit welcher und haben erkannt, daß der lustige Baum ein Giftbaum fungen zu der Sache: sich diese Tendenz durchsetzt, macht auch die russische ist ja, Schaden macht flug! In einem ganz anderen Lichte muß die Abmachung Industrie jene fabelhaften Fortschritte, die wir gleichfalls erinnern wir unsere Leser an den Schluß des Artikels Da wir eben bei unseren braven Agrariern sind, sandten die Fabrikdistrikte Spaniens eine Menge Industrieerzeug- Handelsblättern soll nach den neu eingeführten Zoller- darauf hinwies, daß wahrscheinlich Rußland bald einen landes erscheinen; denn geschützt durch hohe Differenztatzölle ver- gelegentlich durch Zahlen illustrirt haben. Nach den erinnern wir unsere Leser an den Schluß des Artikels Boller- über Getreidezölle von Rud. Meyer, wo der Verfasser nisse nach Westindien. Nach dem Ausspruche der tonangebenden höhungen der Verdienst der russischen Industriellen auf Vertreter des ſpaniſchen Handelsstandes ist das Interesse der 80-100 Prozent gestiegen sein! Gewiß ein sehr starkes Grportzoll auf Korn legen werde, welcher dann die deutsche Regierung zwinge, die Kornzölle aufzuheben, so alten Heimath einfach dem der Kolonien geopfert. Es wird behauptet, daß der jährliche Ausfall an der Ausfuhr sich auf minde- Motiv zur Beförderung des„ Gewerbefleißes". stens 20 Millionen Mark belaufen würde, und daß einzelne GeDer Prozeß gegen die wegen sozialistisch- revo- daß die ganze Differenz, welche jetzt dem Deutschen werbszweige, welche bisher für den Berkauf ihrer Waaren einzig lutionärer Propaganda angeklagten Studenten in Krakau Reich und den Agrariern zufällt, von den Russen einund allein auf die Antillen angewiesen waren, total zu Grunde ist beendigt. Sämmtliche zehn Angeklagten wurden frei- gestrichen wird. Damals schlug die„ Kreuzztg." eine gerichtet würden. Aus allen Berichten und Beschlüssen, welche fich mit der nordamerikanischen Konvention beschäftigen, sieht man gesprochen, da der Gerichtshof die Theilnahme an der große Lache auf und erklärte das einfach für Unsinn. deutlich die unverhohlene Bestürzung und Muthlosigkeit, in welche Geheimbündelei nicht als erwiesen annahm. Also wieder Nun, der Zeitpunkt ist jest gekommen; jene Prophezeiung dieser Schlag den Handelsstand von Cadiz, Barcelona und San- eine neue Blamage für die wachsame„ Ordnung". Am ist kaum ein Viertel Jahr alt, und schon wird der tander versetzt hat. Die Politik, welche die Vereinigten 25. Juni sagte der Abgeordnete Pernerstorfer im Parla- russische Exportzoll ernsthaft in Erwägung gezogen. Damit wird die Hungersnoth in Deutschland in folgen, ist als solche, wenn auch demokratisch brutal, so doch un- mente angesichts der unerhörten und grausamen Verfolgung Permanenz erklärt, die habgierige Agrarierfippschaft ist jedoch den Fabrikanten und Kaufleuten des europäischen MutterStaaten ihren schwächeren Nachbarn im Süden gegenüber verGanz in der Stille hat in Köln a. Rh. eine Sigung des Arbeiterkomitees stattgefunden, welches die Gründung eines internationalen Bergarbeiterverbandes vorbereiten soll. antastbar. Es wird den exportirenden Kulturstaaten nicht leicht dieser Studenten Folgendes: werden, das nordamerikanische Uebergewicht und den Einfluß Die jungen Leute wurden nämlich in dreifacher Weise be- um ihre Beute geprellt und muß trotzdem den allgedieser Republik im spanischen Amerika zu verhindern, und sie straft. Der akademische Senat hat sie zunächst relegirt; dann meinen Haß des Volkes tragen, das sie, und mit werden bei der jetzigen Gestaltung der Dinge und bei den in aber hat er in echt humaner und väterlicher Weise die Akten an Recht, für die Noth verantwortlich macht. ausschlaggebenden Streisen herrschenden Ansichten ruhig die Arme die Staatsanwaltschaft abgefreten( Lebhafte Heiterkeit), dann treuzen müssen, wenn ein wichtiger Erwerbszweig nach dem wurden dte Studenten vom Gerichte belangt und Diejenigen, anderen lahm gelegt und ihre Ausfuhr nach jenen Gegenden von denen das Gericht nichts anthun konnte, wurden noch von der Jahr zu Jahr vermindert wird. Polizei, die wir nun einmal haben, und die in Galizien gewiß nicht beffer ist, als bei uns, polizeimäßig behandelt. Man bedenkt aber dabei nicht, daß dadurch junge Eristenzen für ihr ganzes Leben vernichtet werden. So hat sich ein Student Namens Stomar, als er nach Rußland ausgeliefert werden sollte, vor der Grenze unter die Räder eines Eisenbahnzuges gelegt und sich auf diese Weise das Leben genommen." Das Blatt sieht die Sache natürlich nur vom Standpunkt des Kaufmanns an und macht sich keine weiteren Gedanken über die Sache. Allein wir haben schon in unserer damaligen Notiz darauf hingewiesen, daß dieser Handelsvertrag nur ein Glied in der Kette ist, mit Achtzehn Tage lang suchte man den Geheimbund, welcher die Ver. Staaten das gesammte Amerika an sich schließen werden. In nicht allzu langer Zeit wird der man untersuchte, man verhörte, um am Ende diese ver europäischen Exportindustrie so ziemlich ihr letztes Absatz- nichteten Existenzen" freizusprechen und ihrem Schicksale gebiet von Bedeutung verschlossen sein, und vor Süd- zu überlassen. Wenn diese jungen Männer noch keine amerika werden sich dieselben Mac Kinley'schen Mauern Sozialrevolutionäre waren, jetzt hat man in Polen aus ihnen gewiß welche gemacht. erheben, wie vor Nordamerika. Nos bons campagnards! Bekanntlich ist die Lebensbedürfniß der kapitalistischen Produktionsweise ist die Möglichkeit der Expansion. Durch die Noth- Börse der allgemeine Prügeljunge uns rer Brotvertheurer. Man kann sich diesen Haß theilweise erklären aus dem wendigkeit geheßt, den Ueberfluß an Waaren abzuseßen. Neid der Grundbesitzer darüber, daß die Börſianer mit hat der europäische Bourgeois die ganze Erde durchjagt; jedes neu erschlossene Absatzgebiet gab ihm eine walgen- dem Getreide auch Geschäfte machen, und nicht sie allein. frist, verschob den Zusammenbruch eines Gebäudes, deffen Eine ganz besondere Beleuchtung aber gewinnt der biedere Balfen sich unter der Last der überproduzirten Waaren agrarische Haß auf die Börse durch folgende Notiz, die biegen. Aber überall, wo er den Fuß hinsetzte, schuf er wir in der Freisinnigen Zeitung" finden: Seit einiger Zeit begegnet man öfter in der Presse dem auch dieselben Bedingungen für die fapitalistische Pro- Hinweis, daß selbst den Agrariern resp. den Landwirthen der duftionsweise, die bei ihm zu Hause existirten; wir haben jetzige hohe Stand der Getreidepreise unbequem sei. Dieſem das in den letzten Nummern an einigen zahlen aus unerquicklichen Gefühle liegt nicht etwa die Fürsorge für eine Japan illustrirt; und damit half er schließlich das Uebel billigere Volfsernährung zu Grunde, sondern ganz andere In nur vergrößern, an dem er leidet. Jetzt steht der Abschluß des gesammten Amerifa in wenigen Jahren bevor; und wenn erst die südamerikanischen Republiken unter den Folgen der wirthschaftlichen Zusammengehörigkeit auch politisch mit den Ver. Staaten zusammengeschmolzen sind, so werden sich diese Länder zu exportirenden entwickeln, um jetzt ihm sogar Konkurrenz Ueber die vorherige Entwicklung entnehmen wir der Franff. 3tg." folgende Notizen: Die Versuche zu einer internationalen Verbindung der Bergleute müssen bis heute noch mangelhaft ausfallen, weil die erste Borbedingung, die feste nationale Organisation in den Hauptsächlichsten Produktionsländern, fast ganz fehlt. Nur England kann eigentlich von einer namhaften Bereinsbildung unter den Bergleuten sprechen und doch gehören von 441 666 Bergleuten von England und Wales erst rund 256 000 den neuen oder alten Gewerksvereinen an. Weiter dahinter zurück steht schon die Organisation der Bergleute in Deutschland. Sie ist erstens in Provinzialverbände mit sehr losem Zusammenhang zersplittert und umfaßt im günstigsten Falle den vierten Theil der vorhandenen Arbeiter. Im fleinen Belgien muß ebenfalls die Energie der Führer oft die Unterstützung der Maſſen ersetzen, und in Frankreich und Oesterreich fann eigentlich erst von Anfängen der Bergarbeiterorganisation die Rede sein. Bezeichnend ist auch, daß die amerikanischen Kollegen von den kontinentalen bei den Vorbereitungen zur internationalen Verständigung immer von vornherein aus dem Spiel gelassen worden sind; in der That hat man wohl von einzelnen Streikes amerikanischer Stohlengräber, jedoch nie von einer umfassenden Organisation derselben gehört. Auf iese Weise mußten die auf eine internationale Verbindung der Bergleute gerichteten Bestrebungen von vornherein mit sehr mangelhaften Unterlagen rechnen. Auf den allgemeinen Arbeiterkongreffen von 1883 und 1886 zu Paris und von 1888 teressen sind dabei im Spiel. Immer mehr stellt es sich nämlich in London gelangte man auch seitens der übrigens nur lückenheraus, daß seit einigen Monaten die Landwirthe große haft vertretenen Bergleute über allgemeine Wünsche nicht hinaus. Mengen Getreide in blanco an der Berliner Börse Erst, als der internationale Parifer Arbeiterkongreß von 1889 gefirt haben. Die vom Regierungstische abgegebene Erklärung durch die englischen Bergarbeiter mit ihren intelligentesten der Besserung der Ernteaussichten, wie den angeblich großen Führern, mit Burt und Fenwick, beschickt wurde, kam es zu be Borräthen in Rußland, hat in erster Linie den Anlaß zu Tief- ſtimmteren Abmachungen. An den allgemeinen Kongreß schloß spekulationen gegeben. Abnehmer waren dagegen die inländischen sich zum ersten Mal formell eine besondere Besprechung der Müller, welche den Mangel an Getreide sehr gut zu würdigen wenigen Bergarbeiterdelegirten, welche anwesend waren. Man in der üblen Lage, keine waare liefern zu können, während die eigentlich der erste ordentliche überhaupt war, nach Jolimont in wußten. Jetzt find die Firer aus landwirthschaftlichen Streifen einigte sich auf die Einberufung eines Spezialfongresses, der Hauffiers, welche die Höhe der Tiefengagements sehr genau Belgien und hielt denselben unter ziemlich zahlreicher BetheiltAuf das europäische Proletariat wird das eine di fennen, die Situation nach Sträften für sich ausnutzen. Die zu gung der Hauptländer Ende Mai 1890 dort ab. Die Entwick refte Wirkung ausüben: die immer stärker werdende wirth- zahlenden Differenzen find ganz enorm, und in der Proving lung der internationalen Verbandssache kennzeichnete sich dadurch, mehren sich von Tag zu Tag die Opfer der Reingefallenen. daß die früher so zurückhaltenden englischen Bergarbeiterführer schaftliche Depression, die Folge des mangelnden Absages, Man kann ohne jede uebertreibung sagen, daß gerade die immer intensiver an den Berbrüderungsbestrebungen theilnahmen; verschlechtert nothwendig auch die Lage der Arbeiter. Ge- gewaltigen Tieffpekulationen der Landwirthe an der dieses Hervortreten der Engländer drückt der ganzen Bewegung schäfte werden geschlossen, Kapitalien wandern übers Meer, Börse die Steigerung der Getreidepreise zum großen das Siegel auf, und es war natürlich, daß Verdächtigungen und die früher beschäftigten Arbeiter werden auf die Straße Theil verschuldet haben, denn nur auf Grund dieser En- dieser Haltung nicht ausblieben. Das Organ der rheinisch- westgeworfen; Lohnherabsetzungen werden eingeführt, ohne gagements bildete sich erst eine Hauffepartei. Gewöhnlich sind fälischen Grubenbefizer ist seiner Beit groß in der Ausbeutung bie Landwirthe ärgerlich darüber, daß eine Preissteigerung erst des Borwurfes gewesen, daß die englischen Bergarbeiterführer daß die Arbeiter etwas durch Streiks dagegen ausrichten dann eintritt, wenn die erste Hand nichts mehr abzugeben hat. Die kontinentalen Bergleute nur benutzen wollten, um durch ihre zu machen. Vertretung. Abstimmung. einstimmig von allen Nationen angenommen. Borgelesen, genehmigt, unterschrieben. Köln a. Rh., den 2. Juli 1891. gez. B. Picard, M. P. Thomas Burt, M. P. Arthur Lamendin. Gustave Defnet. 2. Schröder. A. Strung. Carrot. Erregung sich selbst günstige Arbeitsbedingungen zu bewahren.| bedingt. Der General- Sekretär beruft dann nach Rücksprache| Riesenbuchstaben bedruckte Platate, in denen gleichfalls zur In Wahrheit nöthigte der bekannte„ neue Unionismus", der mit dem Präsidenten, wenn das Komitee ihn dazu berechtigt, Gründung des genannten Vereins aufgefordert wurde. In zündender Sprache wurde darin an den Lokalpatriotismus der auch unter den Bergleuten Englands jetzt die Uebermacht ge- bald thunlichst einen Kongreß ein. sehr ehrenwerthen Bürger" dieser Ward appellirt, der sich in wonnen hat, mit seinem mehr sozialistischen Anstrich die Führer Jede Nation kann so viele Delegirte, wie es ihr beliebt, zu Zukunft um so mehr zu bethätigen habe, als man in nicht allzu zur internationalen Fühlung. Burt wies deshalb in seiner ferner Zeit der Bürgermeisterwahl entgegengehe. Als Sprecher außerordentlich gemäßigten Eröffnungsrede zum Kongreß in dem Kongreß entsenden. war zunächst ein berühmter Stumpredner" angekündigt. An Jolimont jenen Vorwurf unter dem lauten Beifall der VerAbgestimmt wird in den Komitee- Sizungen nach Nationen, dem für die erste Versammlung festgesetzten Abend hatten sich in sammlung energisch zurück. Der Antrag auf eine Resolution zu Gunsten der gesetzlichen 8stündigen Schicht wurde von den im Kongresse hingegen nach Zählung. Alle Beamte und Per- einem Restaurant etwa hundert Personen, wohl meiſtentheils Deutschen, Franzosen und Belgiern einhellig, von den sonen im Dienste des Kongresses sollen von der Verbindung, der Neugierige, eingefunden. Dieselben waren sehr überrascht, als der Einberufer der Versammlung ihnen zunächst ein wohlEngländern mit 21 gegen 10 Stimmen gutgeheißen. Sodann sie angehören, honorirt werden. Der Präsident und der General- Sekretär haben das Recht, zubereitetes Abendessen nebst Bier bezw. Wein 2c. vorsetzen ließ. schritt man zum ersten Male die verhängnißvolle Frage eines Weltstreikes" für den 1. Mai 1891 an, mit dem die Verkürzung wenn es ihnen nöthig erscheint, eine Komitee- Sitzung anzu- Bugleich wurde den Ankömmlingen mitgetheilt, daß alle die, welche sich sofort in die Mitgliederliste eintragen lassen würden, der Arbeitszeit nöthigenfalls erzwungen werden sollte. Nicht beraumen.. Die Kosten des Kongresses und Komitees, Mieths- damit zugleich die Berechtigung erwürben, in den nächsten bloß Belgier und Franzosen, auch neue Unionisten" aus EngTagen mit Frau und Kindern an einem prachtvollen campland stellten diefen Antrag. Die Mehrzahl der Delegirten konnte räume u. s. w. find den Kongreßmitgliedern zu berichtigen. Delegirter Schröder: meeting( Waldfest) theilzunehmen, dessen Kosten ebenfalls der sich jedoch gegen die Bedenklichkeiten eines solchen Vorschlages Ich trage darauf an, daß das, was heute durchberathen Gründer des neuen Vereins aus seiner Tasche tragen werde. nicht verschließen. Man beschloß, die Frage des internationalen Bergarbeiterstreites auf dem nächsten, in Paris abzuhaltenden und die Beschlüsse, die gefaßt sind, die Grundlage für den Natürlich zeichneten sich Alle ein, soweit sie für würdig befunden Kongreß zu entscheiden. Es ist noch in frischer Erinnerung, daß ins Leben zu rufenden internationalen Bergarbeiter- Verband wurden, und somit war der Verein gebildet. Mitgliederbeiträge wurden nicht erhoben, und obwohl nur stimmberechtigte Mitglieder der zweite internationale Bergarbeiterkongreß Anfang April d. J. sein sollen, des siebenten Stadtbezirks aufgenommen werden konnten, wies in der französischen Hauptstadt stattfand. Neben den Engländern die Mitgliederliste doch bald 400 Namen auf. Politische und spielten auf demselben die deutschen Delegirten die größte Rolle; wissenschaftliche Vorträge, musikalische und theatralische Aufdie Sache der Organisation in Deutschland war durch den Hallenser Vergarbeitertag vom September 1890 inzwischen führungen von Taschenspielern u. f. w. folgten in bunter Abwechselung an den Vereinsabenden, ohne daß den Mitgliedern wenigstens etwas vorgerückt. Der Vorschlag eines Generalstreikes wurde für endgiltig abgelehnt; Agitation und Organiirgend welche Kosten erwachsen wären. Jetzt konnte auch der Schöpfer aller dieser Festivitäten und Gründer des Vereins sation, Licht in den Köpfen und Gluth in den Herzen, das sei mit seinen eigentlichen Absichten vor die Oeffentlichkeit treten. vorläufig die Hauptsache", so tommentirte damals das Organ Er lenkte in einer längeren Ansprache eines Abends die Aufder deutschen Sozialdemokratie den besonnenen Beschluß. Dafür Spätestens bis Ende März 1892 müssen alle Anträge u. j. w. merksamkeit seiner Zuhörer auf die bevorstehende Bürgermeisterverpflichtete man sich zur energischen Unterstützung des großen wahl hin, ebenso auf die damit zusammenhängenden sogenannten Streikes, den die Belgier zur Erzwingung des allgemeinen an den General- Sekretär B. Pickard eingesandt sein. Wahlrechts alsbald unternehmen wollten; aber auch diese Ver- Sollte vor dieser Zeit sich etwas außergewöhntiches zutragen, Stadthauswahlen( die Wahlen zum Newyorker Stadtrath) und pflichtung internationaler Solidarität konnte, wie man weiß, bei was das Einberufen eines außergewöhnlichen Kongresses noth- schlug einen Kandidaten zur letzteren Körperschaft vor, für den sich die Versammlung einstimmig erklärte. Daß die 400 Mitdem inzwischen äußerlich mißlungenen, aber moralisch erfolg- wendig macht, so wird derselbe in Brüssel zusammentreten. retchen belgischen Streike trotz dem besten Willen der außer Die neuen Bestimmungen über den Schutz der glieder, von wenigen Ausnahmen abgesehen, einen anderen belgischen Bergleute nicht erfüllt werden; die absteigende Kon- Frauen- und Kinderarbeit in Frankreich sind im Wesent- Kandidaten wählen würden, war nicht denkbar. Von noch größerer Wichtigkeit mußte aber der Umstand sein, daß ela jeder junktur in der Industrie überhaupt schnitt die Möglichkeit jeder lichen folgende: Außer den offen auf Erwerb und Gewinn ber 400 mindestens noch drei oder vier Freunde für den beUnterstützung von außen ab. Ebenso wenig haben die ausländischen Bergleute unter denselben Verhältnissen für den Theil- abzielenden privatindustriellen Anstalten jeder Art werden treffenden Standidaten gewann; denn dann verfügte der Verein ausstand ihrer rheinisch- westfälischen Kollegen von diesem Früh auch die privaten und öffentlichen Fachschul- und Wohl- über insgesammt 1200-1600 Stimmen, die bei der Wahl jahr eintreten können, es sei denn durch kleine Geldunterstützungen. thätigkeitsanstalten, welche Frauen, jugendliche Personen schwer ins Gewicht fielen. Dazu waren jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt, und der betreffende Vereinskandidat ging wirklich Der letzte Beschluß des Pariser Bergarbeiterkongresses vom April und Kinder beschäftigen, fünftig der Fabrikaufsicht unter- als Steger aus der Wahlurne hervor. Bald darauf verschwand dieses Jahres ging dahin, gemäß dem Antrag der englischen Delegirten das seit 1890 in Jolimont ernannte Organisations- stellt sein. Dadurch werden viele verkappte Umgehungen auch der Verein ganz von selbst, der seinem Gründer 5000 bis Komitee mit der Vollmacht zu beauftragen, den Entwurf zu den des Gesetzes verhindert, vermöge deren jezt die sogen. 6000 Dollar Unkosten verursacht haben mußte. Trotzdem hatten Statuten eines internationalen Bergarbeiterverbandes auszu- Näh- und Industrieschulen, klösterlichen Arbeitsasyle", die Unternehmer ein glänzendes Geschäft erzielt; denn ihr standidat jaß ja nun oben im Rathhause mit einem auskömmarbeiten und den verschiedenen Nationalitäten zur Prüfung zuzusenden. Dieser Entwurf sollte auf dem nächsten Stongreß be- Rettungshäuser" und ähnliche Anstalten der Aufsichtlichen Gehalte, zahlreichen hohen Nebenverdiensten, und seine rathen werden, dessen Einberufung dem Komitee überlassen entzogen sind und daher die steuerzahlende, an die Vor- erste Thätigkeit bestand natürlich darin, daß er allen Denen, die schriften des Gesezes gebundene Privatindustrie durch für ihn agitirt, insbesondere den vormaligen Vereinsgrößen, zu wurde. " 1 Als Ort des nächsten Kongresses wurde einstimmig London bestimmt und zwar soll derselbe im Juli 1892 stattfinden. Tag und Zeit bleibt dem General- Sekretär und Präsidenten überlassen. 11 die noch fetteren Nebeneinnahmen auch nicht zu fehlen pflegten. Man sieht, wie fich die Kölner Delegirten- Konferenz, billigeren Verkauf überbieten können. Ein anderer Fort- guten Boſten verhalf, welch' letzteren, wie wir schon hervorhoben, welche vor einigen Tagen stattfand, an diese Borgeschichte der schritt besteht darin, daß die Beschäftigung von Kindern während aber für die Wähler in Amerika die Wahlen viel Abinternationalen Verbrüderungs- Bestrebungen der Bergleute angliedert. Das Komitee hat die ihm in Paris aufgetragene Arbeit unter 13 Jahren im Fabrik- und Bergwerksbetriebe grund- wechselung bringen, und man bei den Komödien der Wahlauspünktlich besorgt und veröffentlicht nun einen, aus seinen Kölner säglich untersagt ist. Das Gesetz von 1874 gestattete, schüsse manchmal an das altrömische Wort„ Brod und Spiele" Endberathungen hervorgegangenen Organisationsentwurf, über sogar Kinder unter 12 Jahren auf„ Halbzeit“, d. H. erinnert wird, ist für die Wahlkandidaten und ihre engere Umgebung, welche die Kandidatur aufstellen und vertreten, die den im Juli 1892 durch den dritten, in London abzuhaltenden täglich 6 Stunden, und solche von 12 Jahren an gar Sache oft unangenehm und kritisch. In einer etwa 30 000 Eininternationalen Bergarbeiter- Kongreß zu entscheiden sein wird. Wie es bezeichnend ist und bleibt, daß der internationale Berg- täglich 12 Stunden abzuarbeiten! Ferner soll fünftig wohner zählenden Stadt war der Bosten eines Oberrichters, arbeiter- Kongreß zum dritten Male nicht in Deutschland statt die Beschäftigung aller Kinder unter 16 Jahren nur welche Beamten damals noch nicht vom Präsidenten ernannt finden soll, so plant man auch die Organisation des Verbandes auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses körperlicher Be- wurden, wieder zu besetzen, und die Bevölkerung bereitete sich gerade zu den Wahlen vor, als ich dort zu einem mehrwöchigen so locker als möglich, um keine nationale Organisation mit den Bereinsgesetzen ihres Landes in Widerspruch zu bringen. Der fähigung gestattet sein. Die Arbeitszeit für jugendliche Besuch eintraf. Einer der drei Kandidaten war nahezu ohne erste positive Vorschlag, der nun vorliegt, lautet dahin, daß Arbeiter unter 18 Jahren und für Mädchen unter finanzielle Hilfsmittel, und seine Frau und seine Tochter hatten lediglich ein ständiges internationales Organisations Romitee 21 Jahren wird auf 10 Stunden beschränkt, die Nacht nicht nur schon ihre kostbare Garderobe und alle Schmuckgegengebildet werden soll, welches aus mindestens zwei Vertretern arbeit für beide und für Frauen grundsätzlich untersagt, stände in das Leihhaus tragen müssen, sondern auch die Wohnungseinrichtung und das Silberzeug verpfändet, damit die von jeder betheiligten Nationalität besteht. Dieses Komitee besorgt die gesammte Verbandsarbeit und Verwaltung und gliedert wobei jedoch leider dem Grundsaze" sehr elastische Aus- Wahlkosten bestritten werden konnten. Obendrein hatte er von sich in einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, einen Schatz nahmen angehängt sind. Auch die Sonntagsruhe, die einem Wucherer 1000 Dollar auf Wechsel geliehen. Aber er meister und einen Generalsekretär, die Beamte" des Verbandes das jezige Gesez nur den Kindern sichert, soll den jungen mußte Geld haben, denn seine beiden Mitbewerber gaben fast genannt, aber vom Kongreß gewählt werden. Jede Nation hat Leuten von 16-18 Jahren und den Frauen jeden Alters jeden Abend der Bevölkerung Freikonzerte, um für sich Stimmung zu machen. Da erſchien ihm ein Retter in Gestalt eines das Recht, zwei Kandidaten für jedes Amt vorzuschlagen. Abgestimmt wird in den Komiteesitzungen nach Nationen, im Kon- gleichfalls verbürgt werden. Die Fabrikaufsicht, die jetzt Spekulanten. Lezterer hatte gerade 20 000 Dollar daliegen" gresse nach Köpfen. Man hat also einen Stompromiß geschlossen theils vom Staate, theils von den Generalräthen der und fann nach, ob er dafür Eisenbahnattien oder Drahtzäune und jede der beiden so viel umstrittenen Abstimmungsmethoden Departements abhängt, soll einheitlich reorganisirt werden. zur Ausfuhr nach Teras und Mexiko kaufen sollte, da in diesen verwerthet. Da im Kongreß nach Köpfen gestimmt wird, so Für die Anstellung der Fabrikinspektoren wird eine Staaten gerade wieder große Ackergrundstücke und Weideländereien„ eingefenzt" wurden, oder ob er schließlich die dürften die Engländer, namentlich wenn die nächste Versamm lung in London stattfindet, fortdauernd das Uebergewicht im Ronkursprüfung geschaffen. Die Strafen für die Ueber Richterkandidatur zu einer finanziellen Spekulation machen Verband behalten, der übrigens nach allen diesen Angaben ledig- tretung des Gesezes, oft lächerlich gering in Anbetracht sollte. Er wählte das Lettere, und nunmehr konnte der schon lich aus der Fühlung besteht, welche die verschiedenen Nationali- des Vortheils, den die Uebertretung gewährt, werden an- nahezu verzweifelte Kandidat durch die Presse, durch die Versammlungen und allerhand öffentliche Demonstrationen eine täten im Komitee mit einander haben. gemessen verschärft. Das Gesetz von 1874 und ein auf solche Reklame für sich entfalten, daß er wirklich auf zehn Jahre Zeitung Grund dessen erlassenes Dekret verboten den Gewerbe- gewählt wurde. Die Stellung war zwar nur mit 8000 Mt. oder Haudeltreibenden, welche Lehrlinge oder jugendliche Botirt; aber schon das vierte Jahr hatte der Unternehmer sein Arbeiter beschäftigen, dieselben schwerere Lasten auf Kopf Kapital nicht nur zurückerhalten, sondern es waren ihm regeloder Rücken tragen oder in Fuhrwerken ziehen zu lassen, mäßig jährlich 14 pt. Zinsen gezahlt worden. Die industrielle Entwickelung der Südstaaten als für ihr Alter verträglich ist. Zur Durchführung geht mit Riesenschritten vor sich. Seit Beseitigung der Sklaverei dieses leider feineswegs überflüssigen Verbots erstatteten wächst sich auch dort die moderne kapitalistische Produktionsweise aus. Die biederen humanen Leute, welche sich für die Sklavenfür einen feinen Profit die Ausbeuter durch die Umwälzung emanzipation begeisterten, haben wohl schwerlich geahnt, was machen würden. Der Wortlaut des Entwurfs ist nach der der deutschen Bergleute" folgender: " Der Verband soll aus Bergarbeitern jeglicher Nation, welche sich demselben anzuschließen wünschen, bestehen. zwed. 1. Das Zusammenwirken aller Bergleute der Welt. 2. Die Beschränkung der Arbeitszeit auf acht Stunden inkl. Ein- und Ausfahrt. 3. Das Erlangen wirksamer Beaufsichtigung und Inspection häufig Schußleute, wenn sie auf den Straßen von Paris der Bergwerke, durch Hinzufügung zu den bereits in der und anderen Städten derartig überlastete Wesen sich einBergwerksindustrie bestehenden Inspektoren und Be- herschleppen sahen, pflichtgemäß Anzeige, allein häufig aufsichtigenden von Arbeiter- Delegirten, welche von den mußte Freisprechung erfolgen, weil nicht der Arbeitgeber, Grubenarbeitern frei gewählt und vom Staat bezahlt sondern sein Kunde das Kind überbürdet hatte. Der werden sollen. Artikel 33 des neuen Gesezes bedroht nunmehr überhaupt 5. Organisation der Bergleute und Wahrung aller be- Jeden, der sich eine so rohe Handlung zu Schulden rechtigten Interessen. fommen läßt, mit 16-300 Frts. Strafe. 4. Internationales Handeln bei nöthigen Gelegenheiten. 6. Anwendung aller gesetzlichen Rechte behufs Erlangung einer gerechten Durchführung aller Arbeitskontrakte, sowie zur Wahrung aller sonstigen Rechte und Herbeiführung humaner Behandlung der Kohlenindustrie- Arbeiter. Organisation. Es soll ein Organisations- Komitee gebildet werden, welches aus mindestens zwei Repräsentanten von jeder der vertretenen Nationalitäten zu bestehen hat, und wird es Aufgabe desselben sein, alle den Verband betreffenden Angelegenheiten in Erwägung zu ziehen und dem internationalen Kongreß Bericht zu erstatten und Borschläge zu unterbreiten. Beamte. Die Beamten des Verbandes sollen zu gleicher Zeit Mitglieder des Organisations- Komitees sein. Sie setzen sich aus dem Präsidenten, dem Vize- Präsidenten, Schatzmeister und General Sekretär zusammen. Soziales aus den Ver. Staaten. Aus den Berichten, welche vom Zenfusamte ausgegeben find, ergiebt sich, daß jetzt in den Südstaaten mehr Kohlen und Eisenerz gewonnen und Roheisen hergestellt wird, als vor zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten überhaupt. Der Werth der Ackerbauproduktion überſtieg im Jahre 1889 den vor einem Jahrzehnt um 250 Millionen, die Eisenbahnen ver doppelten die Meilenzahl ihrer Betriebe von 20 auf 40 Tausend Meilen und der eingeschätzte Eigenthumswerth hat gleichfalls um das Doppelte zugenommen. Ebenso haben sowohl in der Produktion wie besonders auch in der Verarbeitung der Baumwolle erstaunliche Fortschritte stattgefunden. Mit diesem wirthDen Wahlhumbug in der Republik schildert die„ Köln. schaftlichen Aufschwung hält gleichen Schritt das Wachsthum der Volkszeitung" folgendermaßen: Städte und Industrieplätze. Birmingham, im Jahre 1870 mit Wenn in den Bereinigten Staaten politische und Ge- 3000 Einwohnern fast unbekannt, ist jetzt eine blühende Stadt meindewahlen ausnahmslos alle Schichten der Bevölkerung in mit 30 000 Einwohnern. In 10 Jahren ist die Einwohnerzahl eine so gewaltige Erregung versetzen, so liegt es daran, daß der von Chattanooga von 12 000 auf 99 000 gestiegen, die von Amerikaner nicht nur sein Staatsoberhaupt, sondern auch seine Little Rebon von 13 000 auf 25 000, norville von 9000 auf Gouverneure, Bezirkshauptleute, Bürgermeister, Richter, theil- 40 000, Atlanta von 37 000 auf 65 000. Roanoke, das nördliche weise sogar auch seine Staatsanwälte und Polizeikapitäne wählt, und daß die hauptsächlichsten Vertreter zahlreicher anderer Be amtenklassen ebenfalls aus gleichen und direkten Wahlen hervor gehen. Sehr große materielle Interessen kommen dabei für zahlreiche Gesellschaftsklassen in Frage, und in dieser Hinsicht kennt der Amerikaner häufig nicht die geringsten sittlichen Rücksichten, Wahl des Organisations- Komitees. Dieses wird von den Delegirten aller Nationen erwählt und um sein Ziel zu erreichen. Die Posten, welche amerikanische vom Kongreß bestätigt. Wahl der Beamten. Eingangsthor des südwestlichen Virginien, ist jetzt eines der bedeutendsten Kohlen- und Eisengebiete in den Vereinigten Staaten, war 1880 taum vorhanden; jetzt zählt die Stadt 16 000 Einwohner. Die Hypothekarverschuldung. H. M. Die Klagen der Ackerbau treibenden BevölBeamte bekleiden, sind durchschnittlich nicht sehr hoch besoldet, aber es finden sich dabei stets zahlreiche Gelegenheiten zu ungeDie Wahl wird vom Kongreß unternommen. Jede Nation mein lohnenden Nebenverdiensten. Ernennt doch beispielsweise besitzt das Recht, zwei Kandidaten für jedes Amt vorzuschlagen der Vorsteher irgend einer Abtheilung, nachdem seine Wahl voll- ferung über die zunehmende Verschuldung des Grund und und hat mindestens vier Wochen vor dem Kongreß dieselben dem zogen, sehr häufig sämmtliche Unterbeamte ganz nach seinem Bodens, verdienen, soweit sie von den kleinen Bauern General- Sekretär namhaft zu machen. Gutdünken, so daß hierbei schon Gelegenheit zu einem gewinnJährlicher Kongreß. bringenden Stellenverkauf geboten ist. Vor mehreren Jahren ausgehen, die Beachtung der Sozialdemokratie. Ohne Uebertreibung kann gesagt werden, daß die Alljährlich soll ein solcher in einem von dem Komitee be- hatte die siebente Ward( Stadtbezirk von Newyork) einen Alderstimmten Blaze und zu einer von demselben festgesetzten Zeit man( Stadtrath) zu wählen. Ich selbst wohnte damals in dem Hypothekenschulden das chronische Uebel der bäuerlichen stattfinden. genannten Stadtviertel und empfing eines Morgens durch die Landwirthschaft ist. Es liegen eine große Menge von Zahlen Post eine gedruckte Einladung, damit ich mich an der beabsichtigten Gründung eines Vereins für den beregten Stadtbezirk vor, welche die rapid zunehmende Verschuldung beweisen. In betheiligen sollte. Als ich auf die Straße trat, gewahrte ich mit vielen Theilen Deutschlands ist ein Theil der Güter nachweis Außerordentlicher Kongreß. Kein außerordentlicher Kongres darf stattfinden, wenn nicht das Interesse einer ganzen Nation dies in Folge ernster Ereignisse lich bis zum vollen Werth verschuldet. Unzweifelhaft| segliche Katastrophe nicht mehr fern sein. Der Unterschied indeß wieder andere deren 3 bis 4 und mehr beschäftigen. werden auch die übrigen bald dahin kommen, zumal, wenn zwischen den nominellen Landpreisen und dem reellen Die überwiegend große Zahl der Glasermeister arbeitet man bedenkt, daß in einem Zeitraum von nicht 10 Jahren Werth ist größer, denn je. Nicht blos die ganze Grund- jedoch allein oder bloß mit einem Lehrling, indeß haben die Verschuldung vielerorts um 30 bis 40 pCt. zuge- rente, sondern auch noch einen Theil des Arbeitslohnes wir uns hier mit den Einzelbetrieben nicht zu beschäftigen. nommen hat. Der vampyrartige Charakter des Kapitals muß der Bauer in die Stadt tragen. Man wird viel- Eine sozialökonomisch recht wichtige Thatsache sind wird schon dafür sorgen, daß der Bauer sich nicht eher leicht fragen: wenn die Preise so hoch sind, warum ver- die 420 verheiratheten Gehilfen. Sie beweisen, daß selbst den Klauen der Banken und Wucherer entwindet, als bis kauft denn der Bauer nicht? Man frage ihn doch selbst, im hauptsächlich noch handwerksmäßig betriebenen Geer gänzlich ausgesogen ist. ob er keine Neigung dazu hat, und man wird in der werbe die Zeit entschwunden ist, wo jeder Gehilfe ziemDie Hauptgründe der Verschuldung des bäuer- Regel die Antwort erhalten: wie gern, wenn sich nur ein lich sichere Aussicht hatte, dermaleinst nach einer Reihe lichen Grundbesizes sind: Kaufschulden, Erbtheilung, Liebhaber fände! Aber der findet sich selten, eben weil verlebter Gesellenjahre ebenfalls Meister zu werden. Für Meliorationen und Unglücksfälle. die heutigen Landpreise Liebhaber preise sind. Hat der solche Thatsachen sind jedoch unsere Gewerbetreibenden Die beiden letzteren Momente fallen in sozialer verschuldete Bauer Gelegenheit, zu verkaufen, so wird er blind, und so bemühen sich auch die Glasermeister, ihre Beziehung nicht besonders ins Gewicht. Meliorationen es in der Regel thun, wenn ihm nach Bezahlung der Gehilfen vom Anschluß an die sozialdemokratische Ardes Bodens durch Drainirungen 2c. wird der Bauer ge- Schulden ein paar Tausend Mark übrig bleiben, mit beiterbewegung mit dem Hinweis abzuhalten, daß sie ja wöhnlich nur dann vornehmen, wenn er sie mit eigenem denen er sich und den Seinen in Amerika ein besseres über kurz oder lang ihrerseits auch Meister würden und Kapital ausführen kann, um so mehr, als es doch immer- Heim gründen kann. darum keine Ursache hätten, mit den„ Arbeitern", mit hin sehr fraglich ist, ob sich damit ein dermaßen höherer Gelingt das nicht, so wirthschaftet er eben fort, so dem sozialdemokratischen Proletariat, zu paktiren. GlückErtrag erzielen läßt, um damit das aufgewandte Kapital lange es geht. Und wenn ihn vor der Vergantung die licher Weise mindert sich auch die Zahl der Glasergehilfen verzinsen zu können. Kein vernünftiger Landwirth wird Verzweiflung über seine Lage, der Kummer über das immer mehr, die auf die gute Lehre ihrer wohlmeinenden deshalb auch zu diesem Zwecke sein Gut mit Hypotheken Schicksal seiner Familie zur Flasche greifen läßt, dann Meister hereinfallen. belasten.*) registrirt der gewissenhafte Statistiker den Fall unter Was das Alter der 1003 Glasergehilfen betrifft, der Hauptabtheilung: eigene Schuld, Spezialrubrik: so sind 16 über 50 Jahre, darunter 1 über 70 Jahre, lüderliche Wirthschaft, Spiel, Trunk sucht u. s. w. also berechtigt, die Altersrente zu beziehen, 67 von 40 bis 50, 166 von 30-40, 570 von 20-30 und 184 unter 20 Jahren alt. Was die Unglücksfälle anbetrifft: Hagelschäden, schlechte Ernte, Ueberschwemmungen u. dgl., so werden ste, wenn sonst die Lage des Landwirthes eine gesunde ist, leicht überwunden. Ist das jedoch nicht der Fall und das Gut schon zu einem beträchtlichen Theil verschuldet, so werden auch die Unglücksfälle bewirken, daß der Bauer immer tiefer und tiefer in die kapitalistische Schuldknechtschaft versinkt. Ein Beitrag zur Sozialstatistik. Die Sonntagsarbeit ist an 10 Orten gar nicht Im Lehrlingswesen macht sich auch beim Glaserhandwerk der neuzeitliche Geist geltend. Es erhalten D. Z. In immer weiteren Kreisen der Arbeiter- nämlich 111 Lehrlinge von ihren Lehrmeistern eine geschaft macht sich als eine Folge des in der praktischen ringere oder größere Baarentschädigung statt der empfundenen Mangels Von sozialer Bedeutung dagegen sind die beiden Agitation unangenehm an Naturalverpflegung; die anderen 278 erhalten vom statistischen Material das erstgenannten Momente: die Kaufschulden und die Erb- brauchbarem Bedürfniß Meister ganz oder theilweise Kost und Logis. Hier sei theilung. Schon bei der Uebernahme oder dem Kauf geltend, die Arbeitsverhältnisse zu erforschen und eine auch gleich das Verhältniß zu den Innungen berührt. eines Gutes fällt der Bauer in der Regel Banken und genaue, eindringende Kenntniß derselben zu erlangen. Von den 481 Geschäftsinhabern gehören 314 den InWucherern in die spände. In vielen Fällen muß er, wenn Recht erfreulich ist hierbei, daß die sozialstatistischen nungen und 5 einem Gewerbeverein an. Von 38 Indas Gut auch schuldenfrei vom Vater hinterlassen ist, es untersuchungen sich nicht allein auf die Zweige der nungsmeistern, die 75 Gehilfen beschäftigen, ist die Zahl mit Hypotheken belasten, um seine Geschwister abzufinden. Großindustrie beschränken, sondern auch das Gewerbe der Lehrlinge nicht angegeben. Ziehen wir also lettere Oft wird auch das Gut unter die Erbenden vertheilt und in seiner noch handwerksmäßig betriebenen Form in Zahl auch noch ab, so verbleiben 276 Innungsmeister, ihren Bereich ziehen. Von derartigen Enqueten seien welche 487 Gehilfen und 227 Lehrlinge beschäftigen. Die dadurch vollkommen betriebsunfähig. hier nur erwähnt die der Maler, Schuhmacher, Tisch: 167 Nicht- Innungsmeister dagegen beschäftigen 441 GeIn Frankreich ist letteres die allgemeine Regel. ler und in jüngster Zeit der Glaser. Die Glaserei hilfen und nur 162 Lehrlinge. Bei den ersteren erscheint Durch Gesetz hat Napoleon I. die gleiche Theilung unter gehört zu denjenigen Gewerben, über deren Verhält somit das Verhältniß der Lehrlinge zu den Gehilfen wie allen Kindern zur Pflicht gemacht. Wohl selten hat ein nisse im Allgemeinen wenig bekannt ist, und es dürfte 1: 2, bei den Nicht- Innungsmeistern hingegen wie 1: 3. allen Kindern zur Pflicht gemacht. Wohl selten hat ein Staat durch eine wirthschaftliche Maßregel so gegen das daher kaum einen Soziologen geben, der über die Muß auch das Verhältniß der Lehrlinge zu den Gehilfen eigene Fleisch gewüthet. Die entsetzliche Zersplitterung Lage der Glasergehilfen ein Urtheil besigt. bei den Innungsmeistern immerhin noch als ein günstides Grundbesizes, die vollständige Proletarisirung des Mit um so größerer Anerkennung ist es deshalb ges, ramentlich gegenüber der in manchen anderen GeBauernstandes, seine körperliche und geistige Degeneration, die Zola in seinem Roman" Die Mutter Erde" uns so zu begrüßen, daß der deutsche Glajergehilfenverband werben oft in bedenklichstem Maße betriebenen Lehrlingsanschaulich geschildert hat, war die nächste Folge. Schließ- in seiner im April des vorigen Jahres in Halle a. S. züchterei, bezeichnet werden, so beweist es aber dennoch, lich sah der bedrängte Bauer kein anderes Mittel den abgehaltenen Generalversammlung den Beschluß faßte, daß auch im Glasergewerbe die der Innung angehörigen die Arbeitsverhältnisse im Meister mehr Neigung zur Lehrlingsausbildung resp. zusammengeschmolzenen, nicht mehr theilbaren Besitz der eine Untersuchung über Glasergewerbe vorzunehmen und mit dieser Aufgabe Züchterei befizen, als die der Innung fernstehenden Familie zu erhalten, als die Einführung des Zweieine besondere Kommission betraute. Nach dem in Meister. Die Dauer der Lehrzeit beträgt im Allfinder systems. " Daher kommt es, meint ein neuerer Schriftsteller, der Generalversammlung erstatteten Berichte zählte gemeinen 3 Jahre; an einem Orte beträgt sie nach den Georg Hansen,**) daß in Frankreich, trotz des numerisch der Verband 36 Zahlstellen mit 1914 Mitgliedern. vorliegenden Angaben 2 bis 3 und 4 Jahre, an 5 Orten verhältnißmäßig so starken Bauernstandes, der Mittel- Dieſe anscheinend kleine Mitgliederzahl gewinnt an 3 bis 4 und an 2 Orten 4 Jahre. Die tägliche Arbeitszeit für Gehilfen beträgt stand nur einen quantitativ und mehr noch qualitativ Bedeutung, wenn man sie ins Verhältniß zu den im Nach der 10 bis 12, im Durchschnitt 11 Stunden; für die Lehrdürftigen Ersatz erhält. Eine allgemeine Stagnation und Glasergewerbe beschäftigten Gehilfen seßt. ein beinahe vollständiger Stillstand in der Volkszunahme Berufszählung vom 5. Juni 1882 gab es im Deutlinge beträgt sie 10 bis 13, im Durchschnitt über 11 ist die Folge. Denn allein dadurch kann in alten Staaten schen Reiche 14 778 Hauptbetriebe mit 18 417 be- Stunden. die Bevölkerung wachsen, daß neue Einnahmequellen er- schäftigten Personen. Subtrahiren wir die Zahl der öffnet werden. Das geschieht aber nur durch einen geistig Betriebsinhaber hiervon, so verbleiben 3639 Gehilfen, üblich, an 3 Orten kommt sie ausnahmsweise vor und hochstehenden Mittelstand, dem aus einer gesunden und von denen fast 56 pCt. dem Verbande angehören; gegen- an 18 Orten arbeitet des Sonntags mehrere Stunden kräftigen Bauernbevölkerung fortwährend frisches Blut wärtig zählt derselbe 50 Zahlstellen und vermuthlich lang entweder nur ein Theil derselben oder die ganze auch eine dieser Zunahme entsprechende größere Mit Gehilfenschaft. Theilweise wird für Sonntagsarbeit zugeführt wird." Eine ebenso sozial bedeutsame Ursache der Hypothekar- gliederzahl. Neben den Verbandszahlstellen bestehen viel- etwas mehr bezahlt. Der Arbeitslohn ist, einige Ausnahmen abgerechverschuldung bildet die Höhe der Preise für Grund und fach noch Fachvereine, deren Mitglieder nur zum Theil net, für Stundenzahlung angegeben. Der Stundenlohn Boden. Seit Ende der sechziger Jahre sind die Güter- gleichzeitig auch dem Verbande angehören. preise im Verlaufe einiger Jahrzehnte nahezu um das Die von der eingesezten Kommission versandten für Affordarbeiter beträgt im Minimum 26, im Maximum Doppelte gestiegen. Durch die Einfuhr ausländischen Fragebogen enthalten 35 Haupt- und eine weitere Anzahl 42 und im Durchschnitt 32 Pf.; für Arbeiter im TageGetreides aber, das unter günstigeren Bedingungen und Nebenfragen. Für jeden Ort lag außerdem ein Haupt- resp. Wochenlohn im Minimum 25, im Maximum 38 mit einem geringeren Quantum gesellschaftlich- nothwendiger fragebogen bei, der mit den summarischen örtlichen Er- und im Durchschnitt 29% Pfg., für Arbeiter, welche Arbeit produzirt wird, fallen die Kornpreise bedeutend. gebnissen der statistischen Aufnahme auszufüllen war. beim Meister Kost und Logis haben, sind mehrfach Löhne Auch die Landpreise sinken, aber lange nicht in demselben Der Hauptfragebogen enthält ferner ein Schema zur von 4 Mt. angegeben; rechnet man für Kost und Logis Verhältniß, wie die Getreidepreise. So bleibt die frühere Aufstellung des Haushaltungsbudgets verheiratheter Ge- 9 Mt., so ergiebt sich ein wöchentlicher Gesammtverdienst von 13 Mt., gewiß fein großer Betrag. Indeß sei hinDifferenz zwischen reellem Werth und Verkaufswerth be- hilfen. Die Angaben gelten für das Jahr 1890. st.hen, ja sie vergrößert sich noch. Die großen Geld- Ausgefüllte Fragebogen liefen aus 31 Städten ein. zugefügt, daß wohl nur jüngere und weniger leistungsinstitute und wucherischen Bankiers, die„ das Land Wie bei solchen statistischen Erhebungen der Arbeiter fähige Arbeiter in diesem Arbeitsverhältniß stehen. Von den 1003 Gehilfen arbeiten 518 im Afford, mit Kapital befruchteten," haben jetzt ein großes meistens der Fall, sind auch bei den Glasern manche Interesse daran, als Gläubiger die Preije möglichst Rubriken gar nicht oder nur mangelhaft ausgefüllt 437 im Zeitlohn und 48 als Wochenarbeiter, die beim hoch zu halten. worden. So enthalten z. B. bloß 21 Fragebogen An- Meister Kost und Logis und fixen Lohn haben. Beim Hansen führt ein Beispiel an, das zeigt, wie über gaben über die Haushaltungskosten eines verheiratheten Meister in Kost und Logis sind nach den Angaben nur die Maßen hoch der Verkaufswerth des Landes über dem Gla ergehilfen, 10 Bogen geben darüber keinerlei Aus- 93 Arbeiter, was eine sehr günstige Ziffer, denn sie sagt wirklichen Werth steht. Im cisleithanischen Desterreich funft. uns, daß der die Arbeiter sozial, moralisch degradirende betrug während der zwei Jahre 1878 und 1879 der Im Uebrigen betreffen die 31 Fragebogen 481 Ge- und sie außer der Arbeit noch vielfach ausbeutende Erlös aus den zwangsweise verkauften großen, mittleren schäfte mit 1003 Gehilfen*) und 389 Lehrlingen. Nur Patriarchalismus im Glasergewerbe, Dank der Drund kleineren Besigungen 44 570 384 Gulden. Die auf 52 Geschäfte werden als mechanische Betriebe be- ganisation, fast völlig beseitigt ist. Wo der Patriar diese Besizungen eingetragenen Schulden beliefen sich auf zeichnet, d. h. rund 11 pt. der Glasergeschäfte weisen chalismus noch vorkommt, da betragen die täglichen Ver86 102 565 Gulden. Die Gläubiger fielen also aus mit mechanischen, 89 pet. dagegen handwerksmäßigen Betrieb pflegungskosten zwischen 1 Mt.( Grimma i. S.) und 41 532 181 Gulden oder beinahe mit der Hälfte ihrer auf. Die 52 mechanischen Betriebe arbeiten nach den 1,50 Mt.( in Pforzheim). Die Lohnzahlung erfolgt in 22 Orten alle 8, in Forderungen." Wie man sieht, treibt der Schwindel nicht Angaben mit 330 Pferdekräften, was durchschnittlich 3 Orten alle 14 Tage, und in 6 Orten ist die Ausblos in industriellen Aktienunternehmen sein gemeingefähr auf jeden Betrieb 6 Pferdekräfte trifft. liches Wesen. Von den 1003 Gehilfen sind 583 ledig und 420 zahlung in dem einen Geschäft eine 8- im andern eine Mit Recht fragt Hansen: wie wird das enden? verheirathet; lettere besigen 664 Kinder.**) Wenn 14- tägige. Die 8- tägige Lohnzahlung ist indeß die überWenn der Verzweiflungskampf in der bisherigen Weise man die Zahl der Geschäfte in die der Arbeiter dividirt, wiegende. Unfälle ereigneten sich 22, die Arbeitsunfähigkeit fortgeführt wird, antwortet Hansen, und daß er es so entfallen im Durchschnitt auf jedes einzelne Geschäft wird, unterliegt feinem Zweifel,- dann dürfte eine ent- 2 Arbeiter. Eine Anzahl der hier in Betracht kommen- bis zu sechswöchentlicher Dauer und einen tödtlichen Ausden Geschäfte arbeitet jedoch nur mit einem Gehilfen, gang hatten. Die Frage betreffend Ventilation der Arbeitslokale, von Maßregelungen der Arbeiter seitens *) Wir halten diese Anschauung nicht für richtig und wir glauben, daß ihr die Thatsachen widersprechen. Uebrigens kann*) In den größeren, namentlich den mechanischen Betrieben der Geschäftsinhaber, Schußvorrichtungen an ArBiese Art von Verschuldung niemals die schädlichen Folgen der werden vielfach nicht ausschließlich Glaser, sondern auch noch beitsmaschinen 2c. sind nur mangelhaft beantwortet, so beiden ersten haben, da, natürlich immer richtige Rechnung vor- Tischler 2. beschäftigt. So ist auf einem Stuttgarter Frage- daß wir sie hier füglich übergehen können. Von den ausgesetzt, das für Meliorationen ausgegebene Geld blos vor bogen, der sich auf einen mechanischen Betrieb bezieht, wo mit geschoffenes fires Kapital ist, das im Laufe der Zeit wieder 40 Pferdekräften gearbeitet wird und der 150 Arbeiter zählt, die 1003 Arbeitern, welche sich an den statistischen Erhebuneinkommt, und etwa dieselbe Bedeutung hat, wie das Geld, das Bemerkung, daß darunter nur 7 Glaser, die anderen dagegen gen betheiligt, gehören nur 5 pCt. dem Glaserverbande, der Unternehmer in neue Maschinen steckt. Tischler, Bildhauer 2c. find. **) Die drei Bevölkerungsstufen. Ein Versuch die Ursachen**) Die 664 Kinder vertheilen sich eigentlich nur auf 403 ob die übrigen 42 pCt. den Fachvereinen angehören, ist für das Blühen und Altern der Völker nachzuweisen. Mün- Familien; betreffs der anderen 17 wird auf dem Fragebogen aus den Angaben nicht mit Sicherheit zu entnehmen, jedoch läßt sich das als wahrscheinlich annehmen. angegeben, daß sie Kinder bis zu 4 haben. chen 1889. 515,20 642,72 613,60 260, Kleidung und Wäsche 200, 180, Ernährung Wohnung 192, 200, 100, 85, Beleuchtung und Heizung 106, 62,40 65, Seife, Soda 2c. 15,60 18,20 15,60 Erneuerung des Hausraths 38, 22, 33, Steuern 5, ― 8,75 3, Vereine, Krankenkassen 39, 13, 26, Schulgeld, Utensilien, Papier, Lektüre 22, 50, 18, 15, 35, 10, Krankheiten 2c. Produktion und Technik. mindestens 569 Millionen Hektoliter! Rußland exportirte Von bedeutendem Interesse sind die 21 Haushal aufzubringen. Das wird auf den Fragebogen auch von einem Elektromotor von 600 bis 700 Pferdeſtärken bestehende tun sbudgets verheiratheter Glasergehilfen. Wir führen einem Glaser besonders bemerkt. Und so erscheinen denn Züge. Dieselben folgen sich auf der 1600 Km. langen Strecke nachstehend deren 4 an, für deren Auswahl nur der auch in dieser Richtung die Glasergehilfen mit der an- lich des Stationsaufenthalts in höchstens 8 Stunden. Für die in Abständen von etwa 40 km. und machen die Reise einschließUmstand bestimmend war, genaue und gewissenhaft ge- deren Arbeiterschaft gleichgestellt, sie haben ihr durchaus Sicherheit sorgen außer der Führungsschiene, welche dem Entmachte Angaben zu erhalten, als welche uns auch die nichts Besseres voraus. gleisen bei den Krümmungen vorbeugt, elektrische Bremsen, nachfolgenden Zahlen erscheinen. Wie lange wird es noch dauern, bis das heute noch welche auf jede Achse einen Druck von 2500 kg. ausüben und Freiburg Konstanz Wiesbaden Dresden größtentheils handwerksmäßig betriebene Glasergewerbe benzug auf 2300 Meter in 100 Sekunden zum Stillstand bringen. 5 Personen 4 Personen 4 Personen 3 Person. von größeren, mit allen möglichen Maschinen eingerich- So der Zukunftszug, welchen das heranwachsende Geschlecht 830,96 teten Baugeschäften verdrängt und der gutfituirte Glaser- vielleicht erlebt. Woher kommt es, frägt aber vielleicht der Leser, 78,70 meister zur Seltenheit geworden? Vollzieht sich hier an- daß der Elektromotor im Stande sein soll, eine viel höhere Geschwindigkeit zu entwickeln, als die an sich so vollkommene Dampf39, scheinend der Aufreibungsprozeß etwas langsamer, so lokomotive? Weil bei dieser, wie bei der Dampfmaschine über21,84 schreitet er dennoch vorwärts und das Ende wird auch haupt, die geradlinige Bewegung der Kolbenstange in eine 29, hier sein: Fabrikanten und Arbeiter, und eine Anzahl drehende verwandelt werden muß, was ein rasches Hin- und 26, Hergehen schwerer Eisentheile und die Ueberwindung zweier 45,80 armer Kleinmeister! todten Punkte bei jeder Umdrehung bedingt. Die daraus sich ergebenden heftigen Erschütterungen aber fallen bei dem Elektromotor mit seiner lediglich drehenden, gleichmäßigen Bewegung 40, fort. Die beste Anschauung von dem Unterschiede zwischen Jahresausgabe Mt. 1240,80 1109,07 1094,20 1276,30 Dampf- und Elektromotor in dieser Hinsicht gewinnt man bei Die Entwicklung des Kornhandels der Erde zeigen einer Fahrt auf einem elektrischen Boote und alsdann auf einem Zu dem Dresdner Haushaltungsbudget ist aus folgende Zahlen, die Juraschek in seinen Uebersichten" mittheilt: Dampfschraubenboote. Obwohl die Maschine und die Schraube drücklich bemerkt, daß der betreffende Arbeiter genau Buch Bor einem Jahrhundert schätzte Turgot den internationalen des Letzteren sich höchstens 100 Mal in der Minute drehen, sind führt und daher seine gemachten Angaben auf Thatsäch- Kornhandel auf 10-11 Millionen Hektoliter; 1887 betrug er die Erschütterungen viel größer, als bei einem elektrischen Fahrlichkeit beruhen. In dem Ausgabeposten„ Ernährung" 1800-1813 jährlich 3,5 Millionen Hektoliter, 1844 53 jährlich zeuge, deffen Motor und Schrauben es auf 800 bis 1000 Um sind auch 104 Mt." Taschengeld" für Mann und Fa- 11,5 Millionen, 1881-89 dagegen 84,7 Millionen Hektoliter Gerehungen bringen. Ja es ist bei einem elektrischen Boote milie inbegriffen; bei Wiesbaden enthält der bezügliche treide und Mehl. Die Vereinigten Staaten wacen 1840 eigentlich keinerlei Erschütterung zu verspüren. Also eine dreimal so große Geschwindigkeit wie die unserer Posten hierfür 104 Mt. Aehnliche Beträge, zum Theil bis 1850 für den Getreidehandel noch kaum beachtet, ihr ge- Blitzüge liegt bereits im Bereich der Möglichkeiten! höher, zum Theil auch etwas geringer, figuriren als fammter Export betrug durchschnittlich nur 5 Millionen Hektoliter im Werth von 20 Millionen Dollar; dagegen führten fie-In Herkner's jüngst erschienenem Buche ,, Die soziale Frage Taschengeld" in den meisten der 21 Budgets. Große 1879-81 durchschnittlich 102 Millionen Hektoliter im Werth von als Gebot des wirthschaftlichen Fortschritts" finden sich folgende Differenzen weisen die Miethspreise auf, die überall 279 Millionen Dollar aus und behaupten trotz des starken Rück- Angaben über die Zunahme der Produktivität der Arbeit: Im deutschen Bergwerksbetriebe entfiel auf den Kopf für die gleiche Wohnung von 2 Zimmern gelten sollen. ganges, welcher ſeither den internationalen Getreide handel ge- in der Periode 1871 bis 1875 eine Arbeitsleistung von 183 Tonnen Eine solche Wohnung kostet pro Jahr in: Weimar 104, Ausfuhr von 63,1 Millionen Hektoliter im Werth von 157,4 Bergwerksprodukte, während sich für das Jahr 1888 eine Leiſtung troffen hat, im Durchschnitt das Jahr 80/ 81-88/ 89 noch eine Meißen 120, Zwickau, Limbach i. S., Gera 130, Millionen Dollar. Ebenso hat Britisch Ostindien seinen bon 273 Tonnen ergab, obgleich die Bergwerksarbeit mit dem Plauen 140, Altenburg und Halle 150, Straßburg 152, Weizen- Export von 260 000 Hektoliter in 1872/73 auf 14,8 Mill. Tiefergraben immer beschwerlicher wird. Die Zunahme entBernburg und Würzburg 160, Nürnberg, Ludwigshafen Hektoliter in 1886/87 erhöht. Umgekehrt hat England von spricht fast 50 pCt. der Leistung in der ersten Periode. 1800-1810 jährlich nur ungefähr 1,6 Millionen Hektoliter Weizen Noch stärker stieg die Produktivität der Arbeit in der deutund Dresden 180, Konstanz 192, Wiesbaden und eingeführt, 1881-87: 37,7 Millionen Hektoliter Weizen, 19,0 schen Hüttenindustrie. Während in der Periode 1871/75 Pirmasens 200, Freiburg i. B. 260 und Pforzheim Millionen Hektoliter Mais und 15,8 Millionen englische Zentner auf den Maun eine Arbeitsleistung von 57 Tonnen entfiel, hatte sie fich bis zum Jahre 1888 fast verdoppelt, denn sie war auf eine Eine anscheinend große Differenz ergiebt sich beim Einem Artikel des„ Export" über die mögliche Fahr- Leistung von 111 Tonnen pro Kopf gestiegen! Eine ganz besondere Steigerung der Produktivität weist der Vergleich der Ausgaben für„ Ernährung" im Freiburger geschwindigkeit der Eisenbahnen entnehmen wir folgende Roheisenbetrieb auf, nämlich von 77 auf 188 Tonnen. und Dresdner Budget. Die 830,96 Mf. im letzteren Mit 81 kilometer in der Stunde ist wohl bei dem jetzigen 23 046 Köpfe gesunken ist, stieg das produzirte Quantum von Während die Arbeiterschaft in diesen Betrieben von 24 906 auf fönnten auf den ersten Blick fast unglaublich" erscheinen. Bahn- Unterbau und so lange die Dampflokomotive die un- 1945 700 auf 4 337 100 Tonnen. Allein, wenn wir die Summe gleichmäßig auf das ganze bestrittene Herrschaft führt, die äußerste Grenze erreicht. Will die In der Fabrik der deutschen Gesellschaft für Hufbeschag Jahr vertheilen, so entfällt für den Tag durchschnittlich Menschheit durchaus noch schneller zum Ziele gelangen, so dürfte in Eberswalde liefern 850 Arbeiter mit 400 Hufnagelmaschinen der Betrag von 2,27 Mark für 3 Personen. Ist das tung unserer Eisenbahnen zum Ziele führen. In letzter Zeit preußischen Nähnabelfabrik, welche mit 60 Pferdekräften und nur der Uebergang zur elektrischen Zugkraft und eine Umgestal täglich 25-30 000 kilogramm Hufnägel. In einer rheinso ungeheuer viel? Die bedeutend geringere Ausgabe beschäftigten sich die amerikanischen Fachblätter viel mit dieser 500 Arbeitern arbeitet, werden jährlich 350 Millionen Nähnadeln für Ernährung beim Freiburger Arbeiter läßt die An- Frage, sowie mit der Beschleunigung des Verkehrs innerhalb aller Sorten produzirt; auf einen Arbeiter entfallen also nahme zu, daß die 5 Personen starke Familie sich schlecht der Großstädte. Die hierzu gemachten Vorschläge klingen aller- 700 000 Stück im Jahre. Während früher ein geschickter Ardings stark utopisch; wir dürfen aber nicht vergessen, daß Steund ungenügend nährt. Im übrigen zeigen die Budgets phenson seiner Zeit für hirnverbrannt erklärt wurde, als er vor beiter in der Stunde kaum mehr als 1000 Stecknadelköpfe aufkeinerlei Verschwendung, sie führen die uns schon einer erreichbaren Geschwindigkeit von 30 englischen Meilen zusetzen vermochte, liefert er jetzt mit der Maschine täglich 7000 bekannten einfachen Arbeiter- Haushaltungen in Natur-( 48 Km.) in der Stunde sprach. Auch dürfen wir nicht außer " 300 Mark. treue vor. Ein interessantes Bild bietet die Bilanz. Ausgabe: Einnahme: Defizit: Mk. Freiburg 1240,80 1155, 85,80 Konstanz Wiesbaden 1109,07 1089, 10,07 1094,20 960, 134,20 Mehl. bis 9000 Köpfe. - Die Steinkohlenförderung in Oberschlesien betrug: Tonnen Werth in Mark 1885 Die Einfuhr von Petroleum in Deutschland betrug: 12 733 531 47 250 230 1886 12 864 882 47 426 666 1887 13 088 946 46 495 982 1888 14 445 276 51 322 670 1889 15 745 292 58 789 305 1890 16 862 878 80 971 688 Tonnen Tonnen 1880 266 587 1886 438 395 1881 364 879 1887 509 399 1882 342 510 1888 564 172 1883 370 305 1889 625 668 1884 462 545 1890 . 646 803 1885 482 198 Acht lassen, daß die Amerikaner Weems und Boynton, die augenblicklichen Hauptförderer der Umgestaltung der Eisenbahnen, bereits durch kleine Versuchsbahnen ihre Behauptung erhärtet Dresden haben. Beide nehmen die Ersetzung des Dampfes durch die 1276,30 Elektrizität in Aussicht, sowie die Anlagen von Bahnen mit 1200,- einer oberen Führungsschiene, welche dem Entgleisen vorbeugen 76,30 soll. Sie weichen in der Hauptsache nur in einem Punkte von Wir sehen in allen 4 Fällen das Ergebniß eines und einer Leitschiene bauen, auf welcher vorne spitz zulaufende einander ab. Weems will eigene Bahnen mit zwei Laufschienen Defizits. Immerhin erscheint dasselbe noch mäßig; wir dem Winde möglichst wenig Widerstand bietende Züge mit einer fanden in den übrigen Budgets Defizits von 633,20 Geschwindigkeit von mindestens 200 m. in der Stunde ver( Nürnberg, Ausgaben: 1653,20. Einnahmen: 1020,-), kehren sollen; Boynton's Ideal bilden dagegen einschienige Bahnen, bei welchen die Leitungsschiene natürlich eine noch wichtigere von 696,40( Weimar, Ausgaben: 1587,40, Ginnahmen: Rolle spielt, da sie das Ümfallen des Zuges verhütet. Es laſſen 891,) u. 1. w. In einem Falle finden wir einen sich, diesem kühnen Mann zufolge, durch sein System eingeleifige leberschuß von 13 Mt.( Ludwigshafen, Ausgaben: Bahnen in zweigeleisige und Letztere in viergeleifige verwandeln. Sie hat sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt! Am frap1142 ,, Einnahmen 1155,-). Nach der Bilanz wäre da die Wagen nur halb so breit sind als die jetzigen und, wie anzunehmen, daß der größere Theil der Arbeiterschaft gesagt, nur die eine Schiene beanspruchen. Sonst bedingt das pantesten aber ist die Zahlenreihe, welche die Preise des Rohöls anzunehmen, daß der größere Theil der Arbeiterschaft System an dem Bahnkörper keine weitere Veränderung als den an der Quelle gegenüberstellt( per Gallon in Cents): tief verschuldet sei. Ohne Zweifel kommen thatsächlich allerdings sehr kostspieligen Oberbau für die Führungsschiene. Hunderttausende, ja vielleicht Millionen Arbeiter ihr Was das Weem'sche System anbelangt, so hat neuerdings ganzes Leben lang nicht aus den Schulden heraus. In Grosby in einem ausführlichen Vortrage dargelegt, wie er fich 3. B. die Zukunftsbahn New- York- Chicago denkt. Auf einem der Regel muß jedoch die Frau verdienen, sie muß Geleise von der jetzigen Breite laufen mit einer Geschwindigkeit und mit Schwankungen auf: trachten, durch ihren Verdienst den fehlenden Betrag von etwa 240 km. auf freier Strecke aus drei Stahlwagen und Achtung! Für die Mitglieder des Wahlvereins des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Unsere Mitglieder und Genossen, sowie deren Frauen werden hierdurch aufmerksam gemacht, daß F Morgen Sonntag, den 26. Juli, ein Familien- Ausflug stattfindet und zwar nach Adlershof, Wollstein's Luttgarten, Inhaber: Wiedemann& Manofski. Wir ersuchen nun alle Genossen, sowie deren Frauen und Gönner des Vereins, sich an dieser Partie recht zahlreich zu betheiligen. Gesangvereine, welche gewillt find, an der Partie theilzunehmen, find hierdurch freundlichst eingeladen. Für Unterhaltung und Kinder- Beluftigung ist bestens gesorgt. Die Abfahrt beginnt vom Schlesischen Bahnhof früh 631 und 721, vom Görlizer Bahnhof 635 und 7%, und kostet mit diesen Zügen die Fahrt hin und zurück 20 Pf. Für die Theilnehmer an der Partie werden rothe Schleifen mit Inschrift zum Preise von 20 Pf. ausgegeben zur Bestreitung der Unkosten. Wir ersuchen nochmals um recht starke Betheiligung. Das Konzert wird von den Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Dienstag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, in Mohrmann's Salon, Frankfurterstraße 117. Tages- Ordnung: 1. Der Programm- Entwurf. Referent: Genosse Richard Fischer, vom Parteivorstand. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. 1871. 10,52 1872 9,43 1873 4,12 1874 2,81 1887 1,59 Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Amgegend. Großes Sommer- Fest am Sonnabend, den 25. Juli, in der Neuen Welt, Hasenhaide. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. In den Sälen grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Billets vorher 25 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen und in den Zahlstellen zu haben. An der Kasse 30 Pf. Das Comité. Hierzu ladet freundlichst ein Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik von MAX BUSSE 157. Invaliden- Strasse 157, neben der Markthalle, verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Spezialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. Allen Freunden und Parteigenossen empfehle mein reichhaltiges Spezialität: Amerikanische, Cigarren- u. Tabak- Geschäft rufßsche u. türkische Cigaretten. Ernst Arndt, Stalizzerstr. 107, Ecke d. Manteuffelstr. Bei Bedarf von Glaser- Arbeiten, sowie Bilder- Einrahmungen empfehle ich mich den Genossen. Nach Auswärts brieflich gegen Nachnahme. Karl Scholz, Wrangelstr. 32, part. Verantwortlicher Redakteur: Paul Ernst, Berlin. Verleger und Drucker: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55. Keibkatt zur Nr. 30. Der Esel und sei« Sah». «Eine Fabel.) Ein aller Esel lag im Sterben, Drei Söhne standen um ihn her, Und jeder wollte jetzt beweisen, Daß er der wahre Erbe wär. Der erste sprach:„Mein lieber Barer, Ich Hab' mich viel und schwer geplagt Und niemals über Schlag' und Hunger Mich im Geringsten nur beklagt!" Der zweite sprach:„Und ich, mein Vater, Hab' in der Demuth nie gewankt; Ich Hab' mich jederzeit für Schläge Und Hunger höflich noch bedankt!" Der dritte sprach:„Man gab mir Prügel, Ganz pünktlich fünfzig Stück die Woch; Einst zählte ich nur neunundvierzig— Da bat ich um den letzten noch!" Da sprach vergnügt der alte Esel: „Genug! Daraus erseh' ich schon: Du bist von Drei'n der allerdümmste— Du bist mein wahrer, achter Sohn!" F- I. Stritt. Mas sollen wir also than! Bon Graf Leo Tolstoi. Deutsch von August Scholz. IL Als ich mit Einwohnern der Stadt über dieses städtische Elend sprach, sagte man mir immer:„O, das ist noch gar nichts, was Sie da gesehen haben. Sie sollten nur einmal die Asyle am Chitrow-Markte besuchen, dort würden Sie erst die eigentliche.goldene Rotte' finden." Ein Witzbold sagte mir, es sei gar keine Rotte*) mehr, sondern ein ganzes„goldenes Regiment", so sehr hätten sie sich vermehrt. Er hatte Recht, dieser Witzbold, und er hätte noch mehr Recht gehabt, wenn er gesagt haben würde, daß nicht eine Rotte oder ein Regiment dieser Unglücklichen in Moskau vorhanden sei, sondern eine ganze Armee, nach meiner Schützung gegen fünfzig- tausend Mann. Wenn ich solch einen eingebornen Moskauer nach diesen Dingen fragte, gab er mir immer mit einer ge- wissen Genugthuung Bescheid, als ob er auf seine Sach- kenntniß stolz wäre und mit derselben vor mir prahlen wollte. Ich erinnere mich, daß ich dieselbe Beobachtung auch an geborenen Londonern gemacht habe, als ich bei Gelegenheit eines Besuches in London mich nach dem Armenwesen dieser Stadt erkundigte. Ganz dasselbe wie bei uns in Moskau. Ich beschloß, dieses ganze Elend, von dem man mir sagte, mit eigenen Augen kennen zu lernen. Mehrmals schlug ich den Weg nach dem Chitrow'schen Markte ein, doch hatte ich jedesmal ein peinliches Gefühl dabei, eine Art Gewissensbisse. „Weshalb gehe ich eigentlich hin? Um die Leiden von Menschen zu sehen, denen ich nicht helfen kann?" So sprach die eine Stimme in meinem Innern. Eine zweite Stimme aber sagte:„Nein, wenn du einmal hier bist und all die Herrlichkeiten des Stadtlebens kennen lernen willst, dann mußt du auch das sehen." Und so begab ich mich denn eines Tages im De- zcmber, im dritten Jahre meines Moskauer Aufenthalts, nach diesem Mittelpunkte des Moskauer Elends, dem Chitrow'schen Markte. Es war an einem Wochentage, gegen vier Uhr Nachmittags, bei frostigem, stürmischem Wetter. Schon als ich über die Soljanka schritt, be- merkte ich mehr und mehr Leute in alten, seltsamen Klei- dern und noch seltsamerem Schuhwerk, Leute mit eigen- thümlich, ungesunder Gesichtsfarbe und, was mir nament- lich auffiel, mit einer ihnen allen eigenen Gleichgültigkeit gegen ihre Umgebung. In ihrer seltsamen, unansehnlichen Kleidung bewegten sich diese Menschen vollkommen frei und zwanglos, als ob sie überhaupt nicht daran dächten, wie sie wohl andern Leuten erschienen. Alle diese Men- fchen gingen nach derselben Richtung. Ohne nach dem mir unbekannten Wege zu fragen, folgte ich ihnen und kam nach dem Chitrow'schen Markt. Auf dem Markte sah ich ebensolche Weiber in zerrissenen Kapotten, wattirten Röcken, Miedern, Stiefeln und Ga- loschen, die sich ebenso frei bewegten und sich ihrer häß- Kchen Kleider durchaus nicht schämten. Es waren junge und alte darunter, die einen saßen da und handelten mit ktwas, die andern gingen umher und schimpften. Der eigentliche Marktplatz war ziemlich leer, offenbar waren die Geschäftsstunden vorüber. Die Mehrzahl der Leute, denen ich gefolgt war, ichritt über den Marktplatz hinweg, alle nach einem Ziele �n. Ich ging ihnen nach, und je weiter ich ging, desto mehr wurden dieser Leute. Nachdem ich den Platz über- schritten hatte, holte ich zwei Frauenzimmer ein, das eine alt, das andere jung. Sie waren beide in graue Lumpen gehüllt und sprachen während des Gehens sehr angele- gentlich über irgend eine Sache. *) Rotte— Kompagnie. Kerliner H Sonnabend, den 25. Juli 1891. Nach jedem nothwendigen Worte folgten in ihrer Unterhaltung mehrere überflüssige, bisweilen höchst unan- ständige und anstößige Worte. Sie waren nicht betrun- ken, und der Gegenstand, um welchen sich ihr Gespräch drehte, schien sie sehr ernsthaft in Anspruch zu nehmen. Ihre sonderbare Unterhaltung und ihre eigenthümlichen Redewendungen, die mir so sonderbar schienen, erregten bei den vor und hinter ihnen herschreitenden Männern nicht die geringste Aufmerksamkeit. Offenbar sprachen hier alle diese mir so sonderbar scheinende Sprache. Auf der linken Seite der Straße, in die wir ein- gelenkt waren, befanden sich einige Privatherbergen, und etliche von den Leuten kehrten in dieselben ein. während die übrigen weiter schritten. Die Straße führte bergauf; als wir auf der höchsten Stelle angelangt waren, kamen wir an ein großes Eckhaus. Die meisten der Leute, welche mit mir gingen, machten vor diesem Hause Halt. Das ganze Trottoir vor demselben war mit Menschen angefüllt, die einen standen, die andern saßen; selbst auf dem hoch mit Schnee bedeckten Fahrdamme saßen Leute. Rechts von der Eingangsthür standen die Weiber, links die Männer. Es mochten ihrer einige Hunderte sein. Ich schritt durch die Gasse, welche sich zwischen den Männern und den Weibern befand, nach der Eingangsthür zu. Das Haus, vor welchem diese Menschen war- teten, war das Lapin'sche Asyl für Obdachlose, in welchem umsonst Nachtlager zu haben waren. Alle diese Menschen suchten hier Unterkunst für die Nacht und erwarteten Einlaß. Um fünf Uhr des Abends wird das Asyl ge- öffnet und der Eintritt gestattet. Ich blieb vor der Reihe der Männer stehen. Die mir zunächst Stehenden sahen mich an und übten durch ihre Blicke auch auf meinen Blick eine Anziehung aus. Die Reste von Kleidern, welche diese Leiber bedeckten, waren höchst mannigfaltig in Form und Farbe. Der Ausdruck aller dieser Augen jedoch, die auf mich gerichtet waren, war durchaus der gleiche. In allen diesen Blicken lag die Frage:„Weshalb bist du, Mensch aus einer andern Welt, hier vor uns stehen geblieben? Wer bist du? Bist du ein selbstzufriedener Reicher, der sich an unserer Roth belustigen will, der sich hier die lang Weile vertreiben und uns durch seine musternden Blicke peinigen will? Oder bist du— was jedoch nicht sein kann und nicht ist— bist du ein Mensch, der mit uns Mit- leid hat?" In allen Gesichtern las ich diese Frage. Sie sahen mich an, begegneten meinem Blick und wandten den ihrigen ab. Ich hätte mit dem einen oder anderen von ihnen ein Gespräch begonnen, doch konnte ich mich lange nicht dazu entschließen. Während wir jedoch so schweigend einander gegenüber standen, hatten unsere Blicke bereits eine Bekanntschaft zwischen uns vermittelt. So sehr das Leben uns auch trennte— nach zwei oder drei Begeg- nungen unserer Blicke fühlten wir, daß wir einer wie der andere Menschen waren, und wir hörten auf, einander zu fürchten Mir zunächst stand ein Mann mit rothem Barte und geschwollenem Gesichte, in einem zerrissenen Kaftan und heruntergetretenen Galoschen auf den bloßen Füßen. Und dabei waren acht Grad Kälte. Zum dritten oder vierten Male begegneten meine Augen den seinigen, und ich fühlte mich ihm so nahe, daß ich es nun als ganz natürlich empfand, mit ihm ein Gespräch zu beginnen. Ich fragte ihn, woher er wäre. Er antwortete bereit- willig auf meine Frage und fuhr fort zu sprechen; die andern traten sogleich näher. Er war aus Smolensk gekommen, um in Moskau Arbeit zu suchen, damit er Brot kaufen und seine Steuern bezahlen könnte. „Es giebt keine Arbeit," sprach er,„alle Arbeit haben die Soldaten uns weggenommen. So treib' ich mich denn jetzt umher— seit zwei Tagen Hab' ich, bei Gott, nichts gegessen." Er sagte das in schüchternem Tone, mit einem eigenthümlichen, schmerzlichen Lächeln. Ein alter Soldat, der Sbiten*) verkaufte, stand neben uns. Ich rief ihn heran und bestellte für den Rothbärtigen ein Glas von dem warmen Getränke. Der Mann nahm das heiße Glas und hielt es, bevor er trank, mit beiden Händen fest, um nur ja kein Atom der Wärme ungenützt entfliehen zu lassen. Dabei erzählte er mir seine Erlebnisse. Die- selben waren ziemlich einfacher Art und mir in ihrer Weise nicht mehr neu; er hatte Arbeit gehabt, hatte sie dann verloren, und hier im Asyl hatte man ihm seinen Geldbeutel gestohlen, so daß er aus Moskau nicht heraus konnte. Er erzählte, daß er sich am Tage in den Schänken wärme, daß er von den Stücken Brot lebe, die man ihm hier und da in den Schänken gebe, und daß er dann, wenn man ihn hinausgejagt, für die Nacht in das Asyl da gehe. Er warte nur bis zur polizeilichen Re� vision des Asyls, dann würde man ihn, da er keinen Paß hätte, ins Gefängniß abführen und nach seinem Heimathsort eskortiren. „Es heißt, am Donnerstag wird Revision sein," sagte er,„dann werden sie mich arretiren. Wenn ich mich nur bis zum Donnerstag durchschlage!" *) Ein aus Wasser, Honig und Salbei bereitetes Getränk. »Tribüne. V. Jahrgang. Das Gefängniß und die Eskortirung erschienen diesem Menschen wie ein verheißenes Land. Während er mir sein Schicksal erzählte, bestätigten drei oder vier aus der Menge seine Worte und sagten, daß sie sich in ganz gleicher Lage befänden. Ein ab- gemagerter junger Mensch mit blassem Gesichte und langer Nase, dessen Oberkörper nur mit einem, noch dazu an den Schultern zerrissenen Hemde, und dessen Kopf mit einer Mütze ohne Schild bedeckt war, drängte sich durch die Menge zu mir heran. Er zitterte am ganzen Leibe vor Kälte, bemühte sich jedoch, eine überlegene Miene anzunehmen, und lächelte verächtlich über die Erzählungen der anderen, wobei er mich beständig ansah und sichtlich bemüht war, mir zu Gefallen zu sein. Ich ließ ihm gleichfalls ein Glas Sbiten geben; ebenso wie der andere nahm er das Glas zwischen seine Hände, um diese zu erwärmen, und eben wollte er anfangen irgend etwas zu erzählen, als ein Dritter, ein großer, schwarzhaariger Mensch mit einer Habichtsnase in einem leichten Zitzhemd und einer Weste, ohne Mütze, ihn zur Seite drängte. Auch er bat um ein Glas Sbiten. Dann kam ein an- getrunkener Greis, eine baumlange Gestalt, mit einem keilförmigen Barte, in einem Paletot, der durch einen Strick zusammengehalten wurde, und mit Bastschuhen an den Füßen. Ihm folgte ein kleiner Mensch mit ge- schwollenem Gesichte und thränenden Augen, in einem braunen Nankingjacket und dünnen Sommerhosen,, aus denen durch große Löcher die vor Kälte aneinander schlotternden Kniee hervorsahen. Er war nicht im Stande, das Glas mit seinen Händen festzuhalten, und goß sich das heiße Getränk auf den Leib. Die andern schalten ihn wegen seiner Ungeschicklichkeit, aber er lächelte nur mit einem ganz kläglichen, unglücklichen Ausdruck. Weiter- hin kam ein schiefgewachsener, in Lumpen gehüllter Krüppel mit Schuhen ohne Sohlen an den bloßen Füßen, serner ein Stück verabschiedeten.Offiziers und irgend ein Jemand aus geistlichem Stande und ein sonderbares Etwas ohne Nase— alles hungrig und erfroren, alles sich drängend und stoßend, um ein Glas Sbiten von mir zu erlangen. Der Vorrath des alten Soldaten war bald zu Ende. Einer aus der Menge bat mich um Geld, und ich gab ihm welches. Ein Zweiter und Dritter folgte seinem Beispiel, und alsbald befand ich mich inmitten einer sich drängenden und stoßenden und würgenden Menge. Der Hausknecht des Nachbarhauses begann laut zu schelten, man solle das Trottoir freimachen, und demüthig er- füllte die Menge seinen Befehl. Es tauchten Ordner in derselben auf, die mich unter ihren Schutz nahmen und mich aus dem Gedränge hinausbringen wollten, aber die ganze Schaar, die vorher weithin über das Trottoir ver- theilt gewesen war, hatte sich von allen Seiten so eng an mich herangedrängt, daß das Bemühen jener Ordner vergeblich blieb. Alle blickten mich an und baten, und baten, und ein Gesicht war immer mitleiderregender und elender als das andere. Ich vertheilte alles Geld, das ich bei mir hatte. Es war nicht viel, zwanzig Rubel vielleicht oder etwas darüber. Ich begab mich zugleich mit der Menge in das Asyl. Es ist ein großes, aus vier Abtheilungen be- stehendes Gebäude. In den oberen Stockwerken befinden sich die Schlafräume für die Männer, in den unteren diejenigen für die Weiber. Ich begab mich zuerst in die weibliche?lbtheilung. Der große Saal war ganz in kleinen Kojen eingetheilt, die den Kojen in den Eisen- bahn-Waggons der dritten Klasse glichen. Jede Koje war wiederum in eine obere und eine untere Abtheilung eingetheilt. Ein Strom von seltsamen weiblichen Gestalten in abgerissenen Kleidern und Tüchern ergoß sich in den Saal und vertheilte sich auf die oberen und unteren Abtheilungen der Kojen. Einige, zumal von den Alten, bekreuzten sich und gedachten mit dankbaren Worten des- jenigen, der dieses Asyl begründet hatte, andere lachten und schimpften. Ich begab mich in die oberen Etagen. Hier hatten sich inzwischen die Männer in die Kojen vertheilt. Ich erkannte einen von denjenigen, welchen ich Geld gegeben hatte, wieder. Als ich ihn erblickte, fühlte ich plötzlich ein tiefes Schamgefühl, und ich beeilte mich, aus seiner Nähe zu kommen. Und mit dem Gefühl eines be- gangenen Verbrechens verließ ich das Gebäude und begab mich nach Hause. Hier gelangte ich auf der mit Teppichen belegten Treppe in das Vorzimmer meiner Wohnung, dessen Fuß- boden mit Tuch ausgeschlagen war, und nachdem ich meinen Pelz abgelegt hatte, setzte ich mich zu einem aus fünf Gängen bestehenden Diner nieder, bei welchem mich zwei Lakaien im Frack, mit weißen Kravatten und in weißen Handschuhen bedienten. Vor dreißig Jahren war ich in Paris Zeuge, wie in Gegenwart Tausender von Zuschauern ein Mensch guillvtinirt wurde. Ich wußte, daß dieser Mensch ein schrecklicher Bösewicht war, ich kannte alle jene Gründe und Darlegungen, welche seit Jahrhunderten vorgebracht sind, um die Todesstrafe zu rechtfertigen, ich wußte, daß jene Hinrichtung mit Absicht und klarem Bewußtsein und Sozialistische Programme. Zur Vergleichung mit dem Programmentwurf des Parteivorstandes bringen wir im Folgenden eine Reihe von Programmen der Partei in anderen Ländern. Das französische Minimumprogramm von Mary „ daß die Produzenten nicht frei sein können, wenn sie nicht im Besitz der Produktionsmittel sind; daß es zwei Formen giebt, unter denen die Produktionsmittel ihnen gehören können: ,, 1. die Form des individuellen Besitzes, die niemals eine allgemeine Thatsache gewesen ist und die durch die industrielle Entwicklung immer mehr und mehr beseitigt wird; 2. Die Form des Gemeinbesitzes, deren materielle und intellektuelle Elemente durch die Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft selbst gebildet werden. " In Erwägung, „ daß dieser Uebergang der Produktionsmittel in den Gekeit der als selbstständige politische Partei organisirten produkmeinbesitz nur hervorgehen kann aus der revolutionären Thätigtiven Klasse, des Proletariats; vorgenommen wurde, und dennoch stöhnte ich in dem theilen, zu entsetzen, zu verbannen oder sonst Moment, als der Kopf des Verbrechers vom Rumpfe zu strafen. getrennt wurde und in den zu seiner Aufnahme be„ Ohne den Willen des Volkes darf keine Regierung auch stimmten Kasten fiel, unwillkürlich auf und begriff in nur einen Kreuzer verausgaben und ohne den Willen des Volkes jenem Augenblicke nicht mit dem Verstande, nicht mit teinen Kreuzer an Steuern einziehen." Ueber die Steuern selbst läßt er sich folgenderdem Herzen, sondern mit meinem ganzen Wesen daß maßen aus: alle jene Gründe und Darlegungen, welche ich bezüglich Es giebt nur eine vernünftige und zu billigende Steuer, und Engels im Verein mit Guesde und Lafargue ent der Todesstrafe gehört hatte, ein niederträchtiger Unsinn das ist die Steuer vom reinen Ertrage oder Einkommen. Die worfen und auf dem Kongreß von Havre angesind, und daß, so viele Menschen auch immer sich ver- schändlichste oder unsittlichste Steuer ist die Kopf- oder Personal- nommen: sammeln mögen, um einen Mord zu begehen, und wie ſteuer. Zölle sollen kein Mittel zur Befriedigung der Staats-" In Erwägung, sie auch immer sich nennen mögen, der Mord jedenfalls dürfnisse nicht das Ausland entbehren können, löschen mittelst menschlichen Wesen ohne Unterschied des Geschlechts oder der bedürfnisse sein. Staaten, welche zur Befriedigung ihrer Bedaß die Emanzipation der produktiven Klasse die aller ein Mord bleibt, die größte Sünde in der Welt, und der Zölle ihren Durst mit ihrem eigenen Blut." Raffe ist; daß diese Sünde soeben vor meinen Augen begangen Geradezu das Feldgeschrei der Bourgeoisie aber stößt worden war. Ich war durch meine Anwesenheit und er aus, wenn er ruft: dadurch, daß ich bei Begehung jener Sünde nit hindernd ,, Wollt ihr eine raisonnable Freiheit an die Spitze bringen, dazwischentrat, zum Theilnehmer dieser Sünde geworden. so werdet reich; reich aber wird keine Nation, welche nicht den So begriff ich auch jezt, beim Anblick dieser hungernden, Handel und die Induſtrie von allen Fesseln befreit." In demselben Sinne verspottet er auch den Zunftfrierenden, tief erniedrigten tausend Menschen zwar gleichfalls nicht mit dem Verstande, nicht mit dem geiſt in allen Formen, ein Giftkraut, wie er ihn nennt. Es wächst in der Mitte jeder Zunft, fie nennen sich Herzen, sondern mit meinem ganzen Wesen daß Fakultät, Ballei, Armee, Akademie oder Tischlergilde. Der Aufseher Zehntausende solcher Menschen in Moskau existiren, beschmiert heimlich die Stühle damit, sowie nun der Sitz warm während ich nebst noch einigen Tausend Anderen Filet wird, löst sich das Gift auf und steigt dem Zunftmann in den und Stör zu Mittag speise und Pferde und Fußböden immer eine Zunft besteht, da haben Gewohnheiten und Miß Kopf. Von dem Augenblick an rappelt es bei ihm. Wo mit Tuchen und Teppichen bedecke, und was auch immer bräuche ihren geschworenen Schutz. Alles Neue ist ohne Wahl alle Gelehrten der Welt mir an Gründen vorbringen verworfen. Wehe dem, der eine Erfindung macht, eine Wahrmögen, um zu beweisen, daß es so und nicht anders sein heit in Gang bringen will: Jagd auf ihn! Einer steht für des Anderen Fehler und Unsinn. Das Feldgeschret ist: Haltet zukönne, so bleibe ich doch dabei, daß dies ein Verbrechen sammen! und die Parole: Dente der Meisterschaft." ist, welches nicht einmal, sondern beständig begangen Vollständig dem Geiste unserer modernen Forderungen wird, und daß ich mit meinem luxuriösen Leben dieses ist schließlich das, was Wekhrlin über Verbrechen und Verbrechen nicht nur geschehen lasse, sondern unmittelbar Strafe sagt: an demselben theilnehme. Der Unterschied zwischen den Nichts hingegen ist gewisser, als daß die Gesellschaft die scher Beziehung die Rückkehr aller Produktionsmittel in den Bebeiden Eindrücken war für mich nur der, daß, wenn ich öffentlichen Strafen völlig entbehren kann, um zu bestehen. Das siz der Gesammtheit setzen, in die Wahlbewegungen als Mittel auch den Mördern dieses Bösewichts das Scheußliche Striminalsystem widerspricht der Menschlichkeit, der Natur, der der Organisation und des Kampfes einzutreten, mit folgendem Minimum- Programm: ihres Beginnens vorgehalten hätte, sie sich dennoch durch liche Welt gleich der physischen unter dem Gesetz der gefunden Vernunft selbst, welche uns überzeugt, daß die sittmich in der Ausführung ihres Vorhabens nicht hätten absoluten Nothwendigkeit steht Reißt eure Galgen ,, 1. Abschaffung aller Gesetze über Streiks, Versammlungen hindern lassen, während ich hier in der Lage war, nicht nieder, jage ich euch. Verwandelt eure Gefängnisse in Beise- und Vereine und namentlich des Gesetzes gegen die Internatio nale Arbeiterassoziation. Beseitigung des Arbeitsbuchs, das nur die paar Gläser Sbiten und die unbedeutende Geld- rungsschulen. Wie lange soll man euch vergebens zurufen: die Arbeiterklasse mit den Prostituirten auf eine Stufe ſetzt, und summe, die ich bei mir hatte, hinzugeben, sondern auch der Grundsatz der Polizei liegt auf dem lichten, offenen Wege aller Bestimmungen des bürgerlichen Geſetzbuches, die eine Unterder Natur." noch meinen Paletot und alles dasjenige, was ich in Unter der Ueberschrift:„ Wie verringert man meinem Hause hatte. Und ich hatte das nicht gethan, Prozesse? Ein politisches Hausmittel" verund darum fühlte ich und fühle es noch und werde nicht spottet er die langwierige Rechtspflege seiner Zeit: aufhören, es zu fühlen, daß ich so lange ein Theilnehmer jenes stets und unaufhörlich vollbrachten Verbrechens sein werde, als ich noch ein überflüssiges Stück Brot haben werde und ein anderer überhaupt fein Brot haben wird, als ich zwei Kleider besize und ein anderer nicht einmal eins besigen wird. ,, daß eine solche Organisation mit allen dem Proletariat zu Gebote stehenden Mitteln angestrebt werden muß, inbegriffen bas allgemeine Stimmrecht, das so aus einem Mittel der Prellerei, das es bisher gewesen, zu einem Mittel der Emanzipation wird; ,, haben sich die sozialistischen Arbeiter Frankreichs entschlossen, indem sie sich als Ziel ihrer Bestrebungen in ökonomi,, A. Politischer Theil: Frau gegenüber dem Manne festsetzen; ordnung des Arbeiters gegenüber dem Unternehmer oder der 2. Unterdrückung des Kultusbudgets und Rückgabe des beweglichen und unbeweglichen Eigenthums der sogenannten todten Hand, das im Besitz von religiösen Körperschaften ist( Dekret der Sommune vom 2. April 1871), inbegriffen deren industrielle und fommerzielle Unternehmungen an die Nation; 3. Unterdrückung der Staatsschuld; 4. Abschaffung der stehenden Heere und allgemeine Bewaffdes Voltes; 5. die Gemeinde Herrin ihrer Verwaltung und Polizei. ,, B. Detonomischer Theil: Wir nehmen ein Volt an, das 24 000 Feuerstellen enthält. Ists nun an dem, wie die Moralischen behaupten, daß immer die eine Hälfte der Menschheit mit der anderen Hälfte in Streit liegt, so muß es jährlich 12 000 Prozesse geben. Dazu sind 100 Justiz-, Apellations, Hof- und andere Räthe, 50 Sekretäre, Taratoren, Grefutoren und andere Toren, 150 Kanzlisten, Thür nung steher, Heizer, Boten und dergleichen erforderlich des Unterrichtes nicht zu gedenken. Gesezt nun, es bestünde eine Einrichtung in diesem Lande, daß jeder Pfarrer, Küster, Gast- ,, 1. Ein Ruhetag jede Woche oder gesetzliches Verbot für wirth, Bader, Büttel oder Söldner, dem die Beilegung eines die Unternehmer, ihre Arbeiter mehr als sechs Tage von sieben Beiträge zur deutschen Kultur- u. Literatur- Streites gelänge, ehe er vor das Gerichtsamt fäme, eine arbeiten zu lassen. Gesetzliche Berkürzung der täglichen Arbeitslaſſen. Verbot der Arbeit der geschichte des 18. Jahrhunderts Prämie von 1-25 Thaler genöffe, so würde vermuthlich zeit auf acht Stunden für Erwachsene. die Hälfte der Prozesse unterdrückt werden. Die Regierung Rinder vor dem 14. Jahr in den Privatwerkstätten und Verkürwürde also 50 Räthe, 25 Sekretäre, 75 Automaten er zung der täglichen Arbeitszeit junger Personen vom 14. bis 18. Jahr auf 6 Stunden; sparen. bon J. H. W. IV. ( Nachdruck verboten.) Sehen wir nun, wie die Bilanz ausfiele. Staatstaffe. Credet. Ganz im modernen Sinne sieht Wekhrlin den Werth des öffentlichen Lebens für Staat und Volk ein und schlägt die Schaffung eines Volksrednerthums, wie 50 Präsidenten und Rathsbees die Alten hatten, vor. Er glaubt noch daran, daß eine bürgerliche Regierung das Interesse des gesammten 25 Volkes mit ihrem eigenen identifizire und steht darum nicht an, die politischen Redner von ihr besolden zu lassen. „ Was hindert uns denn, neben jede irche, jede Kapelle eine Boltskanzel zu stellen? Warum besolden die Regierungen nicht politische Redner, wie sie geistliche besolden? Sollte der mündliche Vortrag eines geschickten Volksredners nicht mehr Wirkung erzeugen, als die schönsten geistlichen Sermone? Stellen wir uns einen Augenblick zwischen diese beiden Kanzeln. Der Jünger St. Paul's deklamirt, wie gewöhnlich, über einen langweiligen Sermon, so interessant als: " Thara zeugte Abraham, Abraham zeugte saat, faat zeugte Jakob, Jakob zeugte Benjamin, Benjamin zeugte David, In diesem liegt der Same aller Welt." Sein Gegenüber, der Schüler Cicero's deklamirt: „ Die Banken erzeugen den Geldwucher, Der Geldwucher erzeugt den Kredit, Der Kredit erzeugt den Lurus, Der Lurus erzeugt den Verfall der Familie, Der Verfall der Familie erzeugt den Abwerth des Landes, soldungen à 800 Thlr. Sekretärbe soldungen, à 500 Thlr. 150 Automatenbesoldungen, à 150 Thlr. Schreibmaterial. Bensionen für Jubilare, 40 000 Thlr. 12 500 22 500 5.000 Wittwen 2c. 10 000 " Summa 90 000 Thlr. Hierzu kommen: Debet. 6000 Prämien im Durchschnitt, à 10 Thlr. 60 000 Thlr. Reiner Gewinn 30 000 " ,, 2. Schüßende Ueberwachung der Lehrlinge durch die Arbetterorganisationen. ,, 3. Ein Minimallohn, der jedes Jahr nach dem lokalen Getreidepreis durch eine Kommission für Arbeiterstatistik festgesetzt wird. ,, 4. Gesetzliches Verbot für die Unternehmer, ausländische Arbeiter zu Löhnen zu beschäftigen, die niedriger find, als die der französischen Arbeiter. ,, 5. Gleichheit der Löhne bei gleicher Arbeitsleistung für die Arbeiter beider Geschlechter. ,, 6. Wissenschaftlicher und gewerblicher Unterricht für alle Kinder, deren Unterhalt der durch den Staat und die Gemeinde vertretenen Gesellschaft obliegt. ,, 7. Erhaltung der Greise und der Invaliden der Arbeit durch die Gesellschaft. ,, 8. Unterdrückung jeder Einmischung der Unternehmer in die Verwaltung der Arbeiterunterstützungskassen und ähnlicher Institute, über die den Arbeitern die völlig freie Verfügung geSumma 90 000 Thlr. währt werden soll. So und soviel ersparte Seufzer; Soviel unterdrückte Flüche auf die Gerechtigkeit; Soviel vermiedene falsche Eide; Soviel dem Bürger gewonnene Stunden; Soviel abgeschaffte Advokaten- Stänkereien; Soviel unterdrückte Bestechungen; Soviel der Regierung ersparte Sottisen; Soviel aus dem Gerichtsleben verjagte Schlafmützen. Heilige Themis: Lehre die Deinigen rechnen! Ein Noth- und Wuthschrei des Bürgerthums nach Freiheit ist folgende Apostrophe: 9. Haftpflicht der Unternehmer für die Folgen von Unglücksfällen, garantirt durch eine Raution, die der Unternehmer bei einer Arbeiterunterstützungstaffe zu deponiren hat, und deren Höhe durch die Zahl seiner Arbeiter und die Gefahren seines Betriebes bestimmt wird. 10. Heranziehung der Arbeiter bei Festsetzung von Fabriksoder Werkstättenordnungen; Unterdrückung des Rechts, das die Unternehmer sich angemaßt haben, ihre Arbeiter mit irgend einer Strafe unter der Form einer Geldbuße oder eines Lohnabzugs zu belegen( Dekret der Kommune vom 27. April 1871). 11. Annullirung aller Verträge, durch die öffentliches Eigenthum( Banken, Eisenbahnen, Bergwerke zc.) veräußert worden, und Uebergabe des Betriebes der Staatswerkstätten an die in ihnen beschäftigten Arbeiter. Der Abwerth des Landes erzeugt die Entvölkerung, Mensch oder Teufel!! Wer ihr seid! waget ihr es die Angriffe auf meine Unabhängigkeit durch das Recht des Stärkeren ,, 12. Abschaffung aller indirekten Steuern und VerwandEntvölkerung ist die Quelle des Staatsunterganges." Die Art und Weise, wie hier die echt bürgerliche zu rechtfertigen? Wie, der mich zum Sklaven machen will, ist lung aller direkten Steuern in eine progressive Steuer auf alle nicht strafbar? Er bedient sich nur seiner Rechte? Wer diesen Einkommen über 3000 Franken. Unterdrückung aller Vererbungen Institution der Banken zum Urquell alles Schlechten ge- einen so heiligen Charakter gegeben, um die meinigen verſchwinan Seitenverwandte, sowie alle Bererbungen in direkter Linie, die 20,000 Frcs. übersteigen. macht wird, ist äußerst interessant, und zeigt uns, wie den zu machen? Ich erhielt von der Natur das Recht der Selbyeine Umwälzung gesellschaftlicher Faktoren, mögen sie an bertheidigung. Also kann sie dir das Recht, mich anzufallen sich auch ein Fortschritt sein, von den Zeitgenossen für nicht gegeben haben. Hälst du dich indessen für autoristit, mich Arbeiterpartei Desterreichs, angenommen auf dem ein Uebel gehalten werden kann. zu unterdrücken, weil du stärker und verschmitter bist als ich, so Parteitage zu Hainfeld, 30., 31. Dezember 1888, beklage dich nicht, wenn mein nerviger Arm deinen Busen zerreißt, um dein Herz aufzusuchen. Beklage dich nicht, wenn du 1. Januar 1889: Wenn Wekhrlin auch den Streit über die Regierungsform lächerlich findet beste man gebe uns unser Recht, Dent- und Redefreiheit, Preßfreiheit und Glaubensfreiheit, mit diesen vier Freiheiten ist jede Regierung gut," so hegt er doch in Bezug auf das Wesen des König- büßen." thums äußerst demokratische Ansichten, er sieht in ihm So sprach ein bürgerlicher Schriftsteller des vorigen nur die ausführende Gewalt im Staat. Jahrhunderts. Prinzipien- Erklärung der sozialdemokratischen in deinem zerfleischten Eingeweide den Tod fühlen wirst, den ich Die sozialdemokratische Arbeiterpartei in Desterreich erstrebt mit deiner Nahrung dir einflößen werde. Ich bin stärker und für das gesammte Volk ohne Unterschied der Nation, der Rasse listiger als du: die Reihe kommt an dich, Schlachtopfer zu sein und des Geschlechts die Befreiung aus den Fesseln der ökonound die Verbrechen der Unterdrückung mit dem Leben zu mischen Abhängigkeit, die Beseitigung der politischen Rechtlosigfeit und die Erhebung aus der geistigen Berkümmerung. Die Ursache dieſes unwürdigen Zustandes ist nicht in einzelnen politischen Einrichtungen zu suchen, sondern in der das Wesen des ganzen Gesellschaftszustandes bedingenden und beherrschenden Thatsache, daß die Arbeitsmittel in den Händen einzelner Befibender monopolifirt sind. Der Besitzer der Arbeitskraft, die Arbeiterklaffe, wird dadurch zum Sklaven der Befizer der Arbeitsmittel, der Kapitalistenklasse, deren politische und ökonomische Herrschaft im heutigen Staate Ausdrud findet. Der Einzelbesitz an Produktionsmitteln, wie er also politisch den Klassenstaat bedeutet, bedeutet ökonomisch steigende Massenarmuth und wachsende Berelendung immer breiterer Boltsschichten. Die Origo Majestatis a Deo, oder das Von Gottes Wir müssen uns auf das hier aus Wekhrlin's Gnaden sei eine erschwindelte und unduldbare Marime, Schriften zitirte beschränken, so schwer auch bei ihm die " damit den Fürsten die Krallen nicht abgestumpft wür Auswahl wird. Man weiß nicht, wo man aufhören soll. den". Alle Majestät ruhe beim Volk und sei dem ReDie Bourgeoisie lohnt ihre Denker schlecht. Der genten nur übertragen. Er ist der Oberste Richter des Mann, der einst der bedeutendste Publizist seiner Zeit Staates, und die Nation sei sein Richter. Er fann feinem war, über dessen Schriften sich Kabinette und Amtsstuben Einz Inen verantwortlich sein, muß sich aber auf Ver- mit derselben Gier stürzten, wie heute nur über eine solangen vor der Gesammtheit rechtfertigen. Niemand hat zialistische Zeitung, dem seine Zeit eine ganze Reihe von das Recht für sich selber einen Tyrannen zu beseitigen, Einrichtungen und Verbesserungen dankt, ist heute veroder ihm den Gehorsam zu verweigern, aber die geffen und verschollen. Nation ist befugt, ihn zu richten, zu verurDurch die technische Entwickelung, das kolossale Anwachsen der Produktivkräfte, erweist sich diese Form des Befißes nicht nur als überflüffig, sondern es wird auch thatsächlich diese Form für die überwiegende Mehrheit des Volkes beseitigt, während gleichzeitig für die Form des gemeinen Besitzes die nothwendigen geistigen und materiellen Vorbedingungen geschaffen werden. Der Uebergang der Arbeitsmittel in den gemeinschaftlichen Besitz der Gesammtheit des arbeitenden Volkes bedeutet also nicht nur die Befreiung der Arbeiterklasse, sondern auch die Erfüllung einer geschichtlich nothwendigen Entwickelung. Der Träger dieser Entwidelung fann nur das klassenbewußte und als politische Partei organisirte Proletariat sein. Das Proletariat politisch zu organisiren, es mit dem Bewußtsein seiner Lage und seiner Aufgabe zu erfüllen, es geistig und physisch kampffähig zu machen und zu erhalten, ist daher das eigentliche Programm der sozialdemotratischen Arbeiterpartei in Desterreich, zu dessen Durchführung fie sich aller zweddienlichen und dem natürlichen Rechtsbewußtsein des Volkes entsprechenden Mitteln bedienen wird. Uebrigens wird und muß sich die Partei in ihrer Taktik auch jeweilig nach den Verhältnissen, insbesonders nach dem Verhalten der Gegner zu richten haben. Es werden jedoch folgende allgemeine Grundsätze aufgestellt: 1. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei in Desterreich ist eine internationale Partei, sie verurtheilt die Vorrechte der Nationen ebenso wie die der Geburt, des Besitzes und der Abstammung und erklärt, daß der Kampf gegen die Ausbeutung international sein muß, wie die Ausbeutung selbst. . 2. Zur Verbreitung der sozialistischen Ideen wird sie alle Mittel der Oeffentlichkeit, Presse, Vereine, Bersammlungen, voll ausnützen und für die Beseitigung aller Fesseln der freien Meinungsäußerung( Ausnahmsgesetze, Preß-, Vereins- und Verfammlungsgesetze) eintreten. 3. Ohne sich über den Werth des Parlamentarismus, einer Form der modernen Klassenherrschaft, irgendwie zu täuschen, wird sie das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht für alle Vertretungskörper mit Diätenbezug anstreben, als eines der wichtigsten Mittel der Agitation und Organisation. 4. Soll noch innerhalb des Rahmens der heutigen Wirthschaftsordnung das Sinken der Lebenshaltung der Arbeiterklasse, ihre wachsende Verelendung einigermaßen gehemmt werden, so muß eine lückenlose und ehrliche Arbeiterschutzgesetzgebung ( weitestgehende Beschränkung der Arbeitszeit, Aufhebung der Kinderarbeit u. s. f.), deren Durchführung unter der Mitkontrole der Arbeiterschaft, sowie die unbehinderte Organisation der Arbeiter in Fachvereinen, somit volle Koalitionsfreiheit angestrebt werden. 5. Im Interesse der Zukunft der Arbeiterklasse ist der obligatorische, unentgeltliche und konfessionelle Unterricht in den Volks- und Fortbildungsschulen, sowie unentgeltliche Zugänglichkeit sämmtlicher Höherer Lehranstalten unbedingt erforderlich; die nothwendige Vorbedingung dazu ist die Trennung der Kirche vom Staate und die Erklärung der Religion als Privatfache. 6. Die Ursache der beständigen Kriegsgefahr ist das stehende Heer, dessen stets wachsende Last das Bolt seinen Kulturauf gaben entfremdet. Es ist daher für den Ersatz des stehenden Heeres durch die allgemeine Voltsbewaffnung einzutreten. 7. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei wird gegenüber allen wichtigen politischen und ökonomischen Fragen Stellung nehmen, das Klasseninteresse des Proletariats jeder Zeit vertreten und aller Verdunkelung und Verhüllung der Klaffengegensätze, sowie der Ausnüzung der Arbeiter zu Gunsten der herrschenden Parteien energisch entgegenwirken." National- Platform der sozialistischen Arbeiterpartei der Vereinigten Staaten. I. Ein gerechtes System der Sozial- Dekonomie bildet die Grundlage der höchsten Form der Civilisation und des menschlichen Fortschrittes. II. Das zum gegenseitigen Schutze und zur Fortbildung organisirte Volk konstituirt den Staat oder die SozialRepublik. III. Es ist gerecht, daß jedes Individuum gemäß seiner Fähigkeit zum Allgemeinwohl beitrage und der Staat jedem Individuum nicht allein den Genuß seines rechtmäßigen Antheiles an der Volkswohlfahrt sichere, sondern auch die Fähigkeit und die Gelegenheit jedes Individuums erhöhe, zu dem Gemeinwohl beitragen zu können. Der wahre Staat setzt die Souveränität des Volkes voraus, deffen Wille in dem Gesetz ausgedrückt ist, welches eine heilige Vereinbarung ist, unter welches jedes Individuum gleiche Rechte und gleiche Pflichten besitzt. Die Hauptverpflichtung des Staates, seinen Mitgliedern Arbeit und die Gelegenheit zu derselben zu geben, wird beständig und nothwendigerweise durch die Beschaffenheit unseres gegen wärtigen Industrie- Systems verlegt, indem dieses System zur Folge hat: 1. Die Planlosigkeit der Gesammtproduktion. 2. Die Vergeudung der Natur- und Menschenkräfte. 3. Die Krisen der Produktion und des Handels. 4. Die beständige Ungewißheit der materiellen Eristenz der Lohnarbeiter. 5. Das Elend der Proletariermassen und 6. Die ungeheure Reichthumsansammlung in den Händen Einzelner. Diese Zustände find den Grundprinzipien des wahren Volksstaates deshalb schädlich, weil sie die Unterjochung der übergroßen Majorität der Bürger als Lohnarbeiter unter die Kapitalbefizer mit sich führen und deren politische Abhängigkeit von der Klasse der Kapitalisten verursachen. Um diese erniedrigenden Zustände abzuschaffen, fordern wir: Die Nationalisirung des Kapitals sowohl als des Grund und Bodens und der Arbeitsinstrumente, in der Reihenfolge des Grades, wie sich die Konzentration des Kapitals als der Gesammtheit schädlich erwiesen. Die Organisirung und Leitung der Industrie seitens des Staates, in derselben Reihenfolge, um die Beschäftigung aller arbeitsfähigen Bürger in solchen Berufen, welche ihren Fähigteiten entsprechen, zu ermöglichen. Allgemeine und gleiche öffentliche Erziehung durch den Staat. Allgemeines, gleiches direktes Wahlrecht mit der Verpflichtung der Stimmenabgabe in allen Staats- und Town- Wahlen für alle Bürger jeden Geschlechts, welche ihre Majorennität erreicht haben. Direkte Gesetzgebung durch das Volk; alle Gesetze durch Boltsabstimmung( Referendum); das Recht des Gesetzvorschlages durch das Bolt( Initiative). Rückberufbarkeit der Mitglieder aller gesetzgebenden Körper seitens der betreffenden Konstituenten. Allgemeine Bolfswehr gegen Angriffe fremder Staaten. tratie: Programm der Schweizerischen SozialdemoPolitisches Programm. 1. Ausbau der Demokratie. 2. Ausbau des Einheitsstaates. 3. Unentgeltliche, dem Stande der modernen Wissenschaft entsprechende Bolksbildung und Voltsaufklärung im weitesten Maße; Verweisung aller kirchlichen Bestrebungen in das Privatleben aller Bürger. Wirthschaftliches Programm. 1. Successive Verstaatlichung von Handel, Verkehrswesen, Industrie, Landwirthschaft und Gewerbe( Monopole und Staats-[ Gemeinde-] Betriebe) unter Befolgung Ses Grundsazzes, daß der Ertrag nach Abzug der Betriebskosten und eines die Steuern ersetzenden Betrages für öffentliche Zwecke( Schule, Rechtswesen, Verwaltung, Pflege der Kranken, Alten, Invaliden, Militär 2c.) allen Mitwirkenden in möglich gleichem Maße zukommen soll. Hierfür zunächſt: Einsetzung einer ständigen Kommission für wirthschaftliche Gesetzgebung", welche alle einschlagenden Fragen zu prüfen, die besten Mittel und Wege zur Ausführung der einzelnen Verstaatlichungen zu suchen und der Bundesversammlung bezügliche Borlagen zu machen hat. Die Mitglieder dieser Kommission find vom Volke zu wählen. Sie werden vom Bunde besoldet und sollen ihre ganze Thätigkeit ausschließlich ihrer Aufgabe widmen. 2. Das Recht aller Bürger auf Arbeit ist in die Verfassung aufzunehmen und ihm von den Behörden in der Weise Nachachtung zu verschaffen, daß Jedem auf sein Verlangen eine möglichst seinen Sträften entsprechende, ausreichend gelohnte Beschäftigung im Dienste des Staates, der Gemeinde oder williger Privater zugewiesen wird. Nächstes Arbeitsprogramm. 1. Energische Propaganda für die Partei und ihre grundsätzlichen Ziele. 2. Obligatorisches Referendum und Initiative. Wahl des Bundesrathes durch das Volk. Vermehrung der Garantien der persönlichen Rechte und Freiheiten der Bürger durch die Verfassung. 3. Einheitliches Strafrecht. 4. Abschaffung der politischen Polizei. Benutzung die vervollkommneten Verkehrsmittel gestatten, der hoch entwickelten Arbeitstheilung und der Menge der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte), daß Güter genug und übergenug für einen allgemeinen Wohlstand erzeugt werden könnten, sobald das Interesse Aller und nicht mehr das Interesse Einzelner die Gütererzeugung und Gütervermittlung beherrschte und nach einheitlichem Plane ordnete und sobald die vorhandenen Arbeitsmittel der Gesammtheit zur Verfügung, im Interesse Aller stünden. 13. Der sich stets verschärfende wirthschaftliche Kampf Aller gegen Alle, bei dem Jeder genöthigt ist, in immer stärkerem Maße auf seinen persönlichen Vortheil zu sehen und diesem seine beste Kraft zu widmen, entspricht den heutigen moralischen Begriffen nicht mehr und erscheint als das größte Hinderniß weiterer sittlicher Entwicklung der Menschheit. „ Es herrscht kein Nothstand." kleinen Mann seien die Nothstandsklagen durch die leidige Ge Die Koburger( amtliche) Zeitung" schreibt, bei dem wohnheit verursacht, auf alle Fälle seine Kartoffeln essen zu wollen, seien sie nun billig oder theuer. den Markthallen schleichen blaffe Kinder von Stand zu Stand, Berliner Zeitungen entnehmen wir folgende Notiz: In um eine einzige Kartoffel" bettelnd. Wenn kurz vor Schluß der Markthallen Kehraus gemacht wird, wenn die Waarenreste zusammengeschüttet, Körbe und Kiepen umgestürzt werden, dann beginnt eine förmliche Jagd nach jeder einzelnen Kartoffel, die zu Boden fällt. Kinder und Erwachsene stoßen und schlagen fich faſt darum. Das Kehricht wird sorgfältig durchsucht, jede angefaulte Mohrrübe, jede halbvertrocknete Bohnenschote Dinge, die sonst zu derselben Jahreszeit nicht mit dem Fuß fortgestoßen wurden wird aufgehoben und gesammelt, selbst Knochen, die von den Ständen der Schlächter fallen, werden aufgelesen und mitgenommen. In der Markthalle in der Andreasstraße, der Halle des Oftens, wurde ein kleines Mädchen erwischt, das dret kleine Kartoffeln gestohlen hatte. Die bestohlene Händlerin frug: Hast wohl Hunger?"" Ja!" erwiderte zitternd die Kleine, -Was wir haben seit gestern keinen Bissen Brot zu Hause!" Was macht denn ist denn Dein Vater?" Deine Mutter?" Die dreht Franzen an Tücher!" Hast mal Deine Schürze auf, hier hast Du ein Gericht Kartoffeln!" Du viel Geschwister?"" Ja, noch viere!" Na, da halte und damit schüttete die Verkäuferin soviel Kartoffeln in die 5. Einführung der proportionalen Vertretung. 6. Obligatorischer, unentgeltlicher und konfessionsloser Volksschulunterricht bis zum zurückgelegten 15. Lebensjahre mit Unterstützung für Unbemittelte. Einführung obligatorischer Fortbildungsschulen. Unentgeltlichkeit der Lehrmittel. Stipendien und Freipläße für fähige Unbemittelte, welche mittlere und höhere Lehranstalten besuchen wollen. Erlaß eines Bundesgesetzes nach Art. 27 der B. V. 7. Unterstützung aller gesetzgeberischen Arbeiten für Arbeiter schutz und Arbeiterfürsorge, sowie aller Bestrebungen auf dem Bodem der heutigen Gesellschaftsordnung, welche dem Bolte in ökonomischer Beziehung Erleichterung schaffen, immerhin unter steter Betonung des Charakters derselben als bloß vorläufiger und vorübergehender Milderungsmaßregeln der heutigen in ihren Grundlagen unhaltbar gewordenen Zustände; so z. B. ein eidgen. Gewerbegesetz, allgemeine obligatorische Stranken- und Unfallversicherung, Steuerreform, unentgeltliche Krankenpflege u. s. w., Lohnminimum bei öffentlichen Arbeiten, Achtstundenarbeit, auch Schürze des Kindes, als eben hineingingen. für Frauen, Regelung der Gefängnißarbeit 2c. Bei einer Münchener Gerichtsverhandlung vom 15. Juli Land. Weber!" " 8. Eisenbahnrückkauf, Banknoten- und Bankmonopol, staat- find folgende Thatsachen an den Tag gekommen: Im verlicher Getreidehandel, Zündhölzchenmonopol, unter Vergangenen Winter sind dortselbst viele zum Theil werthvolle wendung der Erträgnisse zur Entlastung und Hebung Hunde abhanden gekommen, bis man endlich entdeckte, daß die der bedürftigen Schichten des Volkes in Stadt und abgefangenen Thiere an Pferdemetzger verkauft und von diesen geschlachtet worden. Manche Pferdemetzger betreiben nämlich einen lebhaften Detailverkauf von Hundefleisch, das Pfund zu Von der theoretischen Begründung der Programm- 10 Pf. In einer gewissen Vorstadt Münchens giebt es forderungen mag folgendes hier Plaz finden: namentlich viele Hundefleischesser, denen selbst das Pferdefleisch 1. Die sozialdemokratische Partei der Schweiz hat ihr politi Landgericht durchgeführten Verhandlung gegen einen Pferde20 Pf. per Pfund noch zu kostspielig ist. In der vor dem sches Wirken in unserm schweizerischen Staatsleben ausschließlich auf die Verwirklichung der Ziele der Sozial- metzger, der einen gestohlenen reinraffigen englischen Hühnerhund demokratie zu richten, zu deren Grundsätzen sie sich voll im Werthe von 360 M. um 2 M. 50 Pf. von einem Jungen und ganz bekennt, wobei immerhin die Unterstützung gekauft und ausgeschlachtet hatte, wurde konstatirt, daß Leute, anderweitiger, das Wohl des unter der heutigen Gesell- welche ihre Hunde wegthun wollen, weil sie die Steuer nicht schaftsordnung zunächst und am meisten leidenden Arbeiter und Kleinbauernstandes fördernder Bestrebungen, soweit fie nicht den grundsätzlichen Parteibestrebungen sich hinderlich erweisen, nicht ausgeschlossen sein soll. 2. Die politischen Bedingungen einer sozialdemokratischen Organisation unseres Gemeinwesens sind: a) die rein demokratische Staatsform, b) die Beseitigung des kantonalen Bartikularismus, resp. die Bollendung des schweizerischen Einheitsstaates unter demokratischen Garantien; e) eine den modernen Anschauungen und den Resultaten der heutigen Wissenschaft entsprechende Volksbildung, sowie die definitive Verweisung aller religiösen Stulte in das Gebiet des Privatlebens. mehr zu entrichten gewillt sind, oder weil das Thier bissig wird decker, sondern zum Pferdemetzger führen lassen. Was dieser oder krank geworden 2c., die Hunde nicht zum entlegenen Abnicht im Kleinverkauf an Hundefleisch absetzt, kommt wahrscheinverbrauch ist, geht daraus hervor, daß der angeklagte Pferde lich unter die Pferdefleischwürste. Wie groß der Hundefleischmetzger in der Sitzung erklärte, zeitweise würden 4 bis 5 Hunde per Tag zu ihm gebracht. Und das betrifft nur allein ihn. Zur Beit, als er den ihm fatal gewordenen Hund geschlachtet, hatte er vier abgezogene Hunde im Fleischraum hängen und das Fell der Besizer aussagte. Der angeklagte Metzger, dem nur dieser des Thieres fand sich unter einem Haufen von Fellen", wie eine Fall von Ankauf eines gestohlenen Hundes nachgewiesen worden, wurde wegen Hehlerei zu zwei Monaten Gefängniß und 3. In wirthschaftlicher Beziehung ist die den heutigen Ver- Stellung unter Polizeiaufsicht verurtheilt. Gegen einen anderen hältnissen am Besten anzupassende Form der Verwirt- Metzger, gegen den gleichzeitig wegen Ankaufs von 30 gestohlenen lichung des sozialistischen Zieles, die Organisation aller Hunden verhandelt werden sollte, wurde das Verfahren ausUebrigens wurde uns wirthschaftlichen Thätigkeit durch das Bolt, die Verstaat- gesetzt, da er zur Zeit schwer krank iſt. lichung. schon im verflossenen Winter in Berlin von Hundemezgern erzählt, welche für sehr große Hunde( Bernhardiner) bis 20 Mart geben sollen. 4. Der monopolistische Staats-( resp. Gemeinde-) Betrieb, der den Uebergang aller Arbeitsmittel in den Gemeinbesig von selber mit sich bringt, muß aber nicht zu Gunsten einzelner herrschender Klassen, sondern zu gleichem Bortheil aller Bürger organisirt und ausgeführt werden. Verschiedenes. 5. Die Verstaatlichung der wirthschaftlichen Thätigkeit unseres Die Lage der Dockarbeiter in London. Der„ Morn. Landes kann nur successive und nach eingehendem Studium Advertiser" schreibt:" Das Arbeitsparlament( die Arbeits- Komaller bezüglichen Berhältnisse und Ausarbeitung eines mission) ist einige Tage zusammengewesen und schon hat das wohl durchdachten Ausführungsplanes vorgenommen von ihm aufgenommene Beweismaterial die Ernennung der werden. Kommission vollständig gerechtfertigt. Die verschiedenen Zeugen, 6. Das allgemeine Recht auf Arbeit muß als Grundlage welche bisher von Lord Derby und seinen Kollegen vernommen einer menschenwürdigen Eristenz aller Bürger anerkannt wurden, haben bereits sehr werthvolle Aufschlüsse über die Lage Die werden, wenn eine richtige sozialistische Gesammtorganisation der in den Londoner Docks thätigen Arbeiter ertheilt. der nationalen Arbeit stattfinden soll, von der Keiner aus- Aussagen M'Carthy's und der anderen Zeugen sind besonders geschlossen werden kann. interessant. Stellt man ihr Zeugniß zusammen, so ergiebt sich, 8. Die heutige Gesellschafts- und Wirthschaftsordnung bedingt die Unfreiheit der großen Masse des Volkes und deren Verbleiben in ungenügenden, keine volle Lebensentwicklung gestattenden Verhältnissen. 7. Die sozialdemokratischen Bestrebungen gelten nicht irgend- daß die Durchschnittslöhne in den Londoner Docks in der Woche welchen Vorrechten eines Standes oder einer Klaffe, son- 12-13 Sh. für einen Dockarbeiter und 24 Sh. für einen Vordern vielmehr der Abschaffung der heutigen Standes- mann oder Kommis betragen. Von seinem dürftigen Einkommen privilegien und der Klassenherrschaft durch Einführung muß der Dockarbeiter etwa 4 Sh. 6 P. allwöchentlich für Miethe einer auf dem Grundsaße der allgemeinen Solidarität ausgeben, so daß es ihm absolut unmöglich ist, etwas für das aller Gesellschaftsglieder ruhenden Gesellschaft. Alter oder einen Regentag zurückzulegen. Seine Nahrung ist hauptsächlich Brod, sein Getränk Thee mit oder ohne Milch, und ein gelegentlich auf einer Auktion gekauftes Stück Fleisch ist ihm ein Leckerbissen. Der wundeste Punkt in dem Leben des Dockarbeiters, unter welchem er am meisten leidet, ist jedoch nicht so sehr sein geringer Verdienst als vielmehr die Ungewißheit seiner Beschäftigung. Im Jahr hat er durchschnittlich 7 Monate hindurch Arbeit, und in dem Rest der Zeit stehen sie, wie Herr M'Carthy ingrimmig bemerkte, an den Eingängen vor den Docks und hungern. Die Aussagen der Zeugen stimmen darin 10. Das heute herrschende System der Lohnarbeit läßt Den- überein, daß sie als Hauptursache des Nothstandes den ständigen jenigen, welche durch thre Arbeit hauptsächlich alle Werthe Andrang landwirthschaftlicher Arbeiter nach London und die schaffen, dennoch nur den kleinsten Theil dieser Werthe Einwanderung mittelloser Ausländer ansehen. Nach ihren Antzukommen und macht zudem, daß jeder Fortschritt der morten zu schließen, ist das letztere das bei weitem kleinere Uebel. Produktionsfähigkeit durch die Erfindungen, Verbesserung Die schlimmsten Feinde, d. H. in anderen Worten die gefährder Maschinen u. s. w., statt dem arbeitenden Volke zum lichsten Konkurrenten des Dockarbeiters sind seine eigenen LandsSegen zu gereichen, zur Berringerung der Löhne und zu- leute, welche nach London in dem Glauben kommen, daß die nächst wenigstens auch zu einer Verminderung der Arbeits- Straßen mit Gold gepflastert sind und die Stellungen nur auf gelegenheit führt, mithin ihm zum Unheil wird. sie warten. Eine sehr bittere Enttäuschung harrt ihrer jedoch 9. Das heute herrschende System der Lohnarbeit ist die Grundursache der Unfreiheit und der ungenügenden Lebenslage der Volksmasse und kann nur durch die Einführung der freien gesellschaftlichen Arbeit aller Bürger beseitigt werden. 11. Die vorhandenen Arbeitsmittel können schon heute lange von ihren Hoffnungen geht auch nicht eine einzige in Erfüllung. nicht voll mehr ausgenützt werden, sondern das Privat- Mit dem radikalen Abgeordneten Jesse Collings sind die meisten interesse der Besitzer derselben verlangt stetsfort, bald mehr Zeugen der Ansicht, daß es nothwendig ist, ehe an eine Beffer und bald weniger eine künstliche Hemmung der Güter- ung der Lage der städtischeu Arbeiter zu denken ist, die der erzeugung, während doch noch die große Maffe des Volkes Landarbeiter zu heben, um sie abzuhalten, nach den Städten zu Entbehrungen aller Art erdulden muß. kommen. Man muß dem landwirthschaftlichen Arbeiter die nackte 12. Die heutige Produktionsfähigkeit ist aber in einer Weise Wahrheit vor Augen führen und ihn durch einen Vergleich des gestiegen und steigt noch immer( infolge der Einführung Vortheile des Lebens auf dem Lande mit den Nachtheilen eines und stets weiter schreitenden Verbesserung und Vermehrung solchen in den Docks zu bewegen suchen, dort zu bleiben, wo er der Maschinen, der vollständigeren und umfassenderen Be- geboren und erzogen wurde. Mit anderen Worten, um die herrschung und Dienstbarmachung der Naturkräfte, des Noth unter den Dockarbeitern abzustellen, stelle man auch die Erstließens riesiger neuer natürlicher Hilfsquellen, deren Mißstände des landwirthschaftlichen Arbeiters ab." Arbeiter- Ausbeutung. Wie nothwendig wir in Deutsch-| 10 Jahren bringt das Handelsmuseum" eine intereffante Notiz.| lernte Arbeiter nur aus Europa tommen. Die so niedrige land einer gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit für erwachsene Bekanntlich eristirt in Oesterreich noch der Zeitungsstempel, Biffer der Deutschen würde beweisen, daß die deutschen EinwanArbeiter bedürfen, wird Herr von Berlepsch vielleicht einsehen, welcher eine genaue Kontrolle des Fortschritts möglich macht. derer meistens ungelernte Arbeiter find. wenn er von folgendem uns im Original vorgelegenen Arbeits- Seit 1881 hat sich die Einnahme aus dem Zeitungsstempel um Briefkasten der Expedition. vertrage Kenntniß nimmt. Derselbe hat folgenden Wortlaut: nahezu 48 pCt. gehoben. In den Ertragsziffern des ZeitungsAngenommen als Ziegeleiarbeiter bis Anfang oder Mitte Of stempels von 1038 000 fl. im Jahre 1881 und 1534 000 fl. im Kaffrer des Bundes geselliger Arbeitervereine. tober 1891 für freie Schlafstelle und 18 Mr. Wochenlohn, zwei Jahre 1890 läßt sich der große Aufschwung erkennen, welchen Wir ersuchen Sie höflichst sich nach unserer Expedition, Elisabethmal Kaffee, Mittag- und Abendessen für 25-30 Pf. täglich. Die Presse trotz dieser schweren Belastung im letzten Jahrzehnt Ufer 55, bemühen zu wollen. Arbeitszeit von Morgens 34 Uhr bis Abends 9 Uhr, eine halbe genommen. Die Zahl der abgestempelten gebührenpflichtigen Kassirer des 1. Wahlvereins. Wir bitten um Angabe Stunde Frühstücks-, eine halbe Stunde Vesper- und 14 Stunde Zeitungen hat sich genau in der gleichen Weise gehoben wie der Ihrer Adresse. Mittagspause. Auf den Lohn giebt es Abschlagszahlungen und Ertrag des Stempels, und zwar von 102 375 664 auf 151 415 799 P. Baumgart, Hyltrop bei Herne, zuletzt in Rieke bei den Rest am Schluß der Kampagne. Das vom Meister aus- Eremplare, nämlich um rund 48 pCt. Die allmähliche Ent- Bochum No. 105, wird hierdurch aufgefordert, uns seinen jetzigen gelegte Fahrgeld hat Jeder zu erstatten. Dieser Vertrag wurde wicklung wird aus der folgenden Darstellung ersichtlich: Aufenthaltsort anzugeben resp. bitten wir alle diejenigen, welche im Auftrage der Ziegelei des Herrn von Borstel in Drochtersen Ertrag des Zeitungs- Abgestempelte Eremplare uns den jetzigen Aufenthaltsort des P. Baumgart angeben an der Elbe von Riefenstahl's Stellennachweis, Berlin N., Gr. stempels in Tausenden( gebührenpflichtig) in können, uns baldigst davon in Kenntniß sezen zu wollen. Hamburgerstr. 16, abgeschlossen. Es handelt sich hier um eine Millionen Quittung. Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen uns fast 18stündige Arbeitszeit, von welcher nur 24 Stunden auf vom Fachverein der Sattler und Berufsgenossen 16,75 Mt. zu. Pausen entfallen, bei unerhört schlechten Bedingungen. Und da wagt man zu behaupten, daß ein Normalarbeitstag in DeutschDie Berliner Volks- Tribüne land kein Bedürfniß ist!!! - Die Wirkung der Vieh- und Fleischzölle in Belgien. Einer Publikation der französischen Handelskammer in Brüssel zufolge hat seit Einführung dieser Eingangszölle in Belgien der Import von Fleisch aus Amerika und Australien ganz aufgehört. Das Holländische Vieh, durch welches früher speziell Antwerpen versorgt wurde, wird nunmehr nach London transportirt; die Fracht ist nicht theuer, und beträgt die Abgabe in London für einen Ochsen bloß 12,50 Francs, während der belgische Einfuhrzoll 30 Frs. beträgt. Der erste Effekt der erhöhten Einfuhrzölle in Belgien war eine Berringerung des Konsums; während früher der Konsum von Fleisch in Belgien im gleichen Verhältniß mit der wachsenden Bevölkerung stieg, existirt diese Proportion der amt lichen Statistik zufolge nicht mehr. Die kontinuirlichen Preissteigerungen sowohl von lebendem Vieh als von Fleisch ist aus den Durchschnittspreisen in Antwerpen wahrnehmbar; von 1887 bis 1890 find die Fleischpreise um beiläufig 30 Prozent gestiegen, was einzig und allein den erhöhten Zöllen zugeschrieben werden kann. Während auf allen Märkten eine Verringerung der Qualität des 1881 von Gulden 1038 102.4 1882 1119 81 110.3 1883. 1138 +19 112.1 +7.9 +1.8 1884. 1199 61 112.1 +6.1 1885. 1224 25 120.6 +2.4 1886. 1272 48 125.4 +4.8 1887. 1318 +46 130.0 1888. 1392 +74 1889 1486 4.6 137.5 +7.5 146.6+9.1 151.4+4.8 1890. +94 1534+48 ist durch nachnannte Personen zu beziehen: . Kleinhauk, Frankfurt a. M., Kl. Gallusstr. 17. A. Pökelmann, Straußberg, Wriezenerstr. W. Pister, Ludwigshafen a. Rhein, Ludwigstr. 15. A. Puttfarken, Hamburg- Eimsbüttel, Eimsbütteler ChausseeTerrasse 45, Hinterhaus 3. 6. Polte, Holzhausen b. Pyrmont. B. Schnabel, Dresden, Zwinoherstr. 8. E. Starke, Bunzlau, Zollstr. 20. Die Verbreitung der Zeitungen macht hiernach konstante Fortschritte, und dürfte es kaum nur auf Zufall berühen, daß die größten Zunahmen mit den besten Ernten zusammenfallen R. Schröder, JBehoe, Ritterstr. oder diesen unmittelbar folgen. Die ungeheure Mehrzahl der C. Schloffer, Bogtsberg i. Vogtl., Frankensteinerstr. ländlichen Bevölkerung, welche auch heute noch nicht zu den G. Schwien, Hamburg- Eimsbüttel, Osterstr. 71, Hinterh. 3. ständigen Zeitungslesern gerechnet werden kann, mag wohl einen B. Siebel, Oldenburg, Kuweifstr. 7. Bruchtheil enthalten, der sich nach einer reichen Ernte aufrafft, C. Schulhe, Königsberg i. Pr., Münchenhof 7. auch ein paar Monate hindurch eine Zeitung zu halten. In A. Schönecker, Delmenhorst, Hasbergerstr. 117. dieser Richtung sieht es in Oesterreich noch traurig genug aus. Emil Schaade, Stendal, Boststr. 10. Die Entwicklung der Presse ist der beste Gradmesser für die Ent- Stock, Schloffer, Stettin, Klosterhof 5, II. Etage. wicklung des Kulturlebens. G. Voigt, Cigarrengeschäft, Stettin, Frauenstr. 12. Der Werth ausländischer und einheimischer Ar- R. Schenk, Zeulenroda, Bfaarwinkel. beitskraft in den Vereinigten Staaten. Aus einem ar B. Schöder, Bernau, Brüderstr. 144. belgischen Schlacht= Viehes beitsstatistischen Berichte geht hervor, daß sich die Durchschnittskonstatirt wird, sind die Preise bedeutend gestiegen. So find löhne eines in die Untersuchung einbezogenen Arbeitspersonals daher als Wirkungen der im Jahre 1887 eingeführten Zölle auf von ungefähr 9000 Arbeitern in 201 Geschäften und Fabriken Bieh und Fleisch hervorzuheben: Erhöhung der Fleisch- in 25 Orten Michigans den Nationalitäten nach folgendermaßen preise ohne Nuzen für die Landwirthschaft, merkliche gestalten: Schotten. 115 Lstrl. 7 Sh. 3 P. Verringerung des Konsums, Bertheuerung des imEngländer 113 portirten Viehes, Verringerung der Qualität und Irländer 103 ungenügender Import in Bezug auf Zuchtzwede. Kanadier Holländer Amerikaner. 91 Deutsche. Nuzen haben aus den Zöllen bloß die Großgrundbesizer gezogen, unter deren Einfluß auch das Gesetz zu Stande tam; die große Masse der Bevölkerung ißt eben weniger Fleisch wie vor 1887, und auch die Mittelklasse wird in Mitleidenschaft gezogen; man konsumirt weniger und zahlt es dafür theurer. 848 1 17 17 6 " " 1 11 100 4 " 11 " 92 8 8 " 1 7 6 31 11 " 87 18 3 " 1 " " " 1 11 99 E. Todt, Hamburg, St. Georg, Langereihe 54, Hinterh. 3. E. Töperik, Finsterwalde, Kl. Ringstr. 6. Volksstimme", Magdeburg, Heiligegeiſtstr. 29. G. Vetterlein, Gera, Kurzestr. 16. Volksblatt", Halle a. S., Geiststr. 24. W. Willmann, Suhl in Thüringen. Nicolaus Wehrle, Biebrich, Untergasse 3. Th. Weindel, München, Reichenbachstr. 20. W. Wittig, Hamburg, Rosenstr. 19 b, II. Et. V. Waller, Düsseldorf, Flingerstr. 39. H. Winner, Iserlohn, Ohl Nr. 19. Die sonderbare Erscheinung, daß die Amerikaner die zweit-. Voigt, Wilmersdorf b. Berlin, Gasteinerstr. 14. nächste Stelle einnehmen, soll sich daraus erklären, daß in den E. Berche, Mittweida i. Sachsen, Weststr. 169. Ver. Staaten kein förmliches Lehrwesen besteht, und also ge- Zeitungsagentur Teplit in Böhmen, Graupnergasse. Ueber die Entwicklung der Presse in den letzten Verein d. Sattler u. Fachgenossen.| Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben Versammlung Heute Sonnabend, den 25. Juli, Abends 8% Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dres denerstraße 45. Tages- Ordnung: 1. Borlesung über„ Das tommunistische Manifest." 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Zu regem Besuch ladet ein Der Vorstand. Deutsches beschäftigten Arbeiter. Der Arbeits- Nachweis δεξ Fachvereins der MusikAußerordentliche General- Versammlung Instrumenten- Arbeiter am Montag, den 27. Juli, Abends präzise 9 Uhr, bei Feuerstein( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Ersatzwahl für den zweiten Borsitzenden und den zweiten Saffirer. 2. Vortrag des Herrn W. Wa ch über: Die Entwickelung des Sozialismus." 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Mitglieder werden ersucht, mit den Sommerfest- Billets abzurechnen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. befindet sich Naunynstraße 78 im Restaurant Rohr. Die Adressen- Ausgabe findet jeden Abend von 8-9%, Uhr und Sonntags Vormittags von 10-11 Uhr, sowohl an Mitglieder, wie auch an Nichtmitglieder unentgeltlich statt. Die Bibliothek ist geöffnet jeden Mittwoch Abend von 8-9%, Uhr und Sonntags Vormittags von 9-11 Uhr. Volks- Bier- Haus, Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Wer Geld sparen will, Berlin S., Annenstr. 14, Parterre. Allen Freunden und Genossen empfehle Berlins und Umgegend. Ordentliche General- Versammlung Ueber am Dienstag, den 28. Juli 1891, Abends 6 Uhr, in ,, Gratweil's mein Parterre- Lokal. Kleiner Saal zu Versammlungen ist noch einige Tage frei. Baffend für Arbeitsnachweis und Zahlstellen. Ueber 30 Arbeiterblätter liegen aus, eventuell steht Telephon zur Verfügung. L. Ehrenberg, 14, Annenstraße 14, Parterre. Wendt's Salon Röslinerstraße 17, früher Brandenburgstr. 33. Empfehle allen Freunden und Genossen meinen Ball- Salon. Rudolph Wendt. Cigarren eigener Fabrik bon Heinr. Bräuer, Reichenbergerstr. 143. Freunden und Genossen bestens empfohlen. Bringe den Genossen mein Bierhallen", Kommandantenkraße 77-79. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht pro zweites Quartal 1891. 2. Bericht der Rechtsschutz- Kommission und Ersatzwahl für dieselbe. 3. Verschiedene Vereins- Angelegenheiten. Quittungsbuch legitimirt. H Der Vorstand. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Portraits bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Marr u. A.), in Cigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manchettenknöpfen, Stöcken und Brochen. en gros. en detail. B. Günzel, Brunnenstraße 157, am Rosenthaler Thor. Restaurant zum 92 Zukunftsstaat" Adolph Scholtz, Kaftanien- Allee Nr. 35. ( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur inkl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Genossen empfehle mein Hutgeschäft. Arbeite nur mit Fabrikanten, welche sich der. Weiß- und Bairischbier- Lokal Bontrolmarken deutscher Hutmacher angenommen haben. Bitte zu beachten: Köpeniderin Erinnerung. Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. Zahlstelle der Metallarbeiter- Krankenkane, des Metallarbeiter- Verbandes und der Töpfer. Otto Dietze, Reinickendorferstraße 54. Cigarren- Geschäft F. Wiese Kottbuser Plak, Ecke Skalikerstraße 15 wird Qualitätsrauchern in empfehlende Erinnerung gebracht. Die Kolportage- Buchhandlung von H. Winner, Iserlohn, Ohl 19, liefert auf Verlangen alle literarischen Werke, welche von Max Schippel- Berlin( Berliner Arbeiter- Bibliothek), J. H. W. Dietz- Stuttgart und vom Verlag des Vorwärts" herausgegeben werden. Empfehle den Genossen gleichzeitig die Bilder: Triumph der Arbeit" und Karl Marr", sowie in kleinerem Format: " 1 straße 126, nahe der Adalbertstraße. Adolph Kehr. Rohtabak H. Herholz, Brunnenstr. 145. Bringe meinen Freunden u. Genossen meine Rind- u. Schweineschlächterei in freundliche Erinnerung. lasse sich Proben kommen aus dem TuchrefteLager, in nur feinen Sachen von S. Hanauer, Euskirchen bei Aachen. TEMPI THORNE R.HECH Stempel aus Kautschuk und Metall liefert schnell und billig die Fabrik von Robert Hecht BERLIN S. 55. Oranien- Str. 55. Wiederverkäufern hohen Rabatt. BERLIN Empfehle den Parteigenossen meine Cigarren eigener Fabrik aus rein amerik. Tabak, 25 Cigarr. 1 Mr. Tabak und Cigaretten. Julius Ulbrich, Sklalikerstraße 41, nahe Laufizerpl. Gera. Gera. Wer von den Parteigenossen den Vertrieb der„ Berliner Volks- Tribüne" übernehmen will, möge sich an UnterEmpfehle Freunden und Genossen mein reich zeichnete wenden. Die Expedition. haltiges Lager von Cigarren u. Tabake. Daselbst Zahlstelle des Metallarbeiter- Vereins und der Gürtler- Hilfskaffe. Haupt- Agentur der Berliner Feuer- Versicherung. Otto Klein Kottbuser Damm 14, früher Ritterstr. 15. Kranzbinderei u. Blumenhandlg. von J. Meyer Berlin SO., Wienerstraße 1, ( in der Ecke bei der Manteuffelstraße). Billiger und doch guter Käſe. Holft. Holländer Safe à Centner..... M. 26.Bolft. Limburger Kafe à Centner.. M 25.Bolft. Edamer Stäfe à Centner........ M. 32. ab hier gegen Nachnahme empfiehlt Julius Werner, Neumünster i.. 10 Pfund- Probepoftcolli M 3.60 und 3.50 und M. 4.20. Halberstadt. Wer von den Genossen die Verbreitung der Berliner Volks- Tribüne" übernehmen Ferd. Lassalle, Geib, Brade, Sträder, Reinders, Zentr.- Markthall. Stand 148. Bekannte Preise. Auch Versandt. will, möge sich an Unterzeichnete wenden. Kaiser, Hasenclever u. A. Carl Aurin. Pünktlich und gut. Fernsprecher, Amt IX, 9482. Die Erpedition. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstr. 18, Ecke der Stettinerstrasse. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau anf Firma zu achten. I Verantwortlicher Redakteur: Pani Ernst, Berlin. Verleger und Drucder: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55.