Berliner Volks- Tribüne Sozial- Politisches Wochenblatt. Die Berliner Dolks Tribüne" erscheint jeden Sonnabend früh. bonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando( frei in's Haus). Einzelne Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition: SO.( 26), Elifabeth- Ufer 55. Ausgabe für Spediteure: Durch jede Post- Anstalt Deutschlands zu beziehen.( Preis viertelj. 1 mr. 50 Pf.) Boltsblatt", Beuthstr. 3. № 37. " Inserate werden die 4spaltige Petitzeile oder deren Raum mit 20 Pf. berechnet. Arbeitsmarkt: 10 Pf. Vereins- Anzeigen: 15 Pf. Inseraten- Annahme in der Expedition: Elisabeth- Ufer 55 Die Berl. Dolfs- Tribüne" ist unter Nr. 893 der Zeitungs- Preisliste eingetragen. " Sonnabend, den 12. September 1891. V. Jahrgang. Die Extra- Billion, gleich und gleich getheilt, ergiebt etwa 75 Dollars auf die Familie. Politische Notizen. Der Krieg und die Sozial- lage auf der anderen Seite möglichst viel Profit zu schlagen so viel herausschlagen, als sie selbst zu ihr als Konsumenten versuchen werde. Aber das Gesindel wird rein toll und in beitragen müssen, werden sie sofort und energisch zugreifen demokratie.- Kulis und Kulithum in Deutschland. seiner Tollh eitschreit es:„ Eine Billion, eine volle Billion müssen müssen. Produktion und Technik. wir dieses Jahr für die Ernte mehr bekommen als das Gedicht.- Novelle. Der Kampf eines Konser- lette!" Man überschätzt die eigene Ernte und vergrößert den Nothstand in Europa, um sich berauschen zu können an dem vativen gegen die Getreidezölle. I. Die Kornzölle und immensen Profit, der in Aussicht stehen soll. Verschiedenes. der Militarismus. Erklärungen. Desterreich Politische Notizen. 108 Weizen Roggen Gerste 93 83 109 Ungarn 100 71 116 111 Breußen 92 76 100 Sachsen 103 93 110 Bayern, Franken 100 92 103 103 Ober- und Nieder78 80 135 130 " Rheinpfalz 75 80 95 Hessische Pfalz und Wetterau 49 75 100 Baden 60 65 105 Württem- Winterweizen 84 85 101 berg Sommerweizen 98 Mecklenburg 93 85 98 Dänemark. 100 Norwegen und Schweden 110 100 90 Italien 86 Schweiz 100 100 Holland 77 73 105 . Belgien 26 45 110 Frankreich. 64 90 100 Großbritannien und Irland. 95 100 Rußland: Podolien 100 60 80 Beẞarabien 70 50 90 Bolen 82 87 90 Mittel 55 65 95 Cherson u. Jekaterinoslaw 90 60 100 Kurland und Lithauen 95 75 100 Nördliches 45 45 65 Rumänien 90 60 60 Serbien Egypten 100 95 95 98 105 28818421 888888! Das Rudolph Meyer schlägt im neunten Heft der,.Histor. polit. Blätter" Maßregeln gegen den Nothstand vor, mit benen wir uns nur einverstanden erfären können: Man veranschlagt jetzt den Ertrag der hauptsächlichsten Ernten in den Ver. Staaten: Korn 2000 Millionen Bushel, Weizen 500 Millionen, Hafer 622 Millionen Bushel. Die Agrarier sind heute die ausschlaggebende Partet in wäre nahezu um 29 pet. mehr als im Vorjahr und um über Deutschland. Ich glaube nicht, daß dies nützlich für das Reich 14 pt. mehr als im Durchschnitt in den letzten elf Jahren. ist, aber mit den Thatsachen, so wote ich sie erkannt habe, hat Weizen zu 1,00 Dollar, Korn zu 50, Hafer zu 40 Cents per Bushel gerechnet, ergäbe eine Einnahme von 1750 Millionen oder 450 mehr als im Vorjahre. Vieh ist um ein Drittel theurer als letztes Jahr und andere landwirthschaftliche Produkte sind ebenfalls gestiegen. So käme die Billon heraus. Die Kalkulation ist wahrscheinlich ziemlich richtig. Die -In Sachen des Nothstandes ist insofern eine mich mein Lehrer, der erste Redakteur der Kreuzzeitung," H. Wagener, rechnen gelehrt, wenn ich darin auch für meine Person geringe Aenderung eingetreten, als die Einfuhr der Reserven mache und nicht den Grundsatz adoptire, den Herr amerikanischen Schweine jetzt gestattet ist. Man wird Lothar Bucher, als er schon Geheimrath geworden war, an Starl Marx, allerdings vergebens, zur Nachahmung mittheilte:" Man dieses außerordentliche Entgegenkommen wohl dadurch zu muß sich um die Macht ralliiren, wenn man in dieser Welt noch erklären haben, daß die Regierung durch dieses Opfer wirken will." Wenn ich den Parteien, welchen die Noth der die Kornzölle zu retten hofft. Immerhin, einem ge- Europäer werden tüchtig bezahlen müssen, wenn sie können und Armen Sorge macht, gewissermaßen ein Kompromiß mit der wenn nicht, so werden sie hungern müssen. Nachdem die rus- mächtigen Agrarierpartei, deren ausschlaggebender Theil nicht schenkten Gaul sieht man nicht ins Maul, und da an fische Konkurrenz weggefallen, bleibt als großes Erportland blos aus den alten und verschwindenden Rittergutsbesitzern, sondern ein Nachgeben in der Kornzollfrage wohl nicht zu denken die Union übrig und sie ist jetzt in der Lage des Sylock, der aus den Latifundienbesitzern besteht, vorschlage, so geschteht dies ist, so nehmen wir das Wenige einstweilen an- frei- sein Pfund Fleisch aber nicht blos fordern, sondern auch ein- nur für den Verlauf eines angefangenen Nothjahres. Ist das treiben kann. Dagegen etwas zu sagen, würde als lächerliche mit Gottes Hilfe leidlich verlebt, sollte der Kampf gegen den lich ohne Danf. Sentimentalität befunden werden. Es ist so ganz in der christ- übermächtigen Einfluß der Latifundienbesitzer auf die GesetzUnterdessen hat die österreichische Saatenmarkt- lichen und kapitalistischen Ordnung. Im theuersten Markte zu tommission die folgende Welternte im Jahre 1891 verkaufen"- das ist das Ariom der bürgerlichen Oekonomie und gebung um so lebhafter wieder beginnen. Wenn die Regierung bald Getreide kauft und es erst verpublizirt( die Zahl hundert als Mittelernte angenommen): es steht nichts davon in ihr, daß die Ausnutzung des Noth- tauft, nachdem die Agrarier nicht mehr zu verkaufen und also standes im Großen Wucher sei. Was sie als verwerflich erllärt den Vortheil aus den übermäßigen Preisen genossen haben, so Hafer bei einem einzelnen Individium, das ist rechtmäßig im System. werden diese den nöthigen Kredit bewilligen, die anderen Parteien Da die weiteren Ausführungen des Blattes über auch, diese, um doch wenigstens das Bolt vor Noth zu bewahren. 105 die Sache sehr interessant sind, so wollen wir sie gleich- Es wird wohl nicht nötbig sein, den ganzen diesjährigen Fehl112 falls hier abdrucken, obgleich sie eigentlich zu diesem betrag schon jetzt zu kaufen, vielleicht genügt es, daß die Regierung 8-9 Mill. Mtc., also den Minimalbedarf früherer Thema nicht mit gehören: Jahre ankauft, denn etwas wird der Handel doch auch später, Man könnte ja den 140 Sehen wir nun aber, wie wir dabei stehen. Der amerika- Frieden vorausgesetzt, schaffen können. 100 nische Farmer kämpft gegenwärtig mit den Spekulanten um Welfenfonds, wenn er noch liquide sein sollte, den Invaliden130 den Scop," der an dem europäischen und an dem inländischen fonds und Kassenbestände für solche Verwendung, die ja nur Konsumenten gemacht werden soll. Wenn schon, dann wäre Monate dauert, in Anspruch nehmen. Immerhin würde eine 106 den Bauern der Löwenantheil zu gönnen. Der Händler aber nicht unbedeutende schwebende Schuld aufgenommen werden 105 steht in dem Vortheil des Mannes, welcher Baargeld hat, sich müssen; aber es würde doch eine weise Maßregel sein, den beffer informiren und leichter Kombinationen eingehen kann.„ blutigen Wolf," den Hunger, von den Thüren der Armen fern 80 Ueber die organisirte Bewegung, welche die Farmer eingeleitet zu halten. Ich werde aber sogleich noch eine Reihe von Maßhaben, um den Markt auszunüßen, hat man nicht viel Anhalts- regeln vorschlagen, durch welche der Getreidebedarf bis zur 110 punkte. Zum Theil aber muß sie bestehen, denn es wird ge- nächsten Ernte so bedeutend reduzirt werden kann, daß in der 115 meldet, daß im Westen das Getreide vielfach in Erwartung That jede Besorgniß vor großer Noth verschwindet und die ohne ihre Einführung nöthige Summe für Getreideeinfuhr fast um 125 höherer Preise zurückgehalten werden wird. wieviel die Hälfte reduzirt werden dürfte: 115 Angenommen nun, daß die Billion sich realisirt, Zunächst müßte die Branntwein und Stärkeproduktion aus 90 davon werden die Lohnarbeiter bekommen? Zunächst werden sie selbstverständlich zu bezahlen haben. Ihre wichtigsten Lebens- anderen Materialien als aus importirtem Mais verboten werden. Die Kauffraft ihrer Die einflußreichen Agrarier, deren Führer auch große Brenne125 bedürfnisse sind um ein Drittel theurer. 80 Löhne ist geringer als in den letzten Jahren und wird es noch reien und Dampfstärkefabriken haben, würden hierauf um so Der Stand der Industrie hat Lohnerhöhungen lieber eingehen, wenn der Importzoll auf Mais aufgehoben 90 lange bleiben. 110 derhindert und das Gesammt- Einkommen der Arbeiter- Klasse hat würde, da ohnehin bet so hohen Kartoffel- und Kornpreisen, als fich ohne Zweifel in Folge der vielfachen Beschäftigungslosigkeit wir sie im nächsten Jahre haben werden, trotz der sogenannten 105 bedeutend reduzirt. Die Löhne steigen nicht von selbst; Theue- Liebesgabe oder Exportprämie für Spiritus im Betrage von 65 rungszulagen für die Arbeiter giebt es nicht. Wenn sie min- etwa 40 Mill. Mark im Jahre, ein Reinertrag jener Unterneh= destens bei all' dem Segen nicht schlechter gestellt sein sollen, mungen faum in Aussicht steht. Um ihren Konsens zu erhalten, 95 als in mittleren Jahren, dann müssen sie den Lohn wenigstens könnte man den Tarif für Kartoffeltransport im Auslande auf im Verhältniß seiner gesunkenen Kauffraft zu heben suchen. Bei- ein Minimum, eine Art Einschreibegebühr, p. t. herabsetzen, so läufig bemerkt, es zeigt sich auch hier wieder, daß die Interessen daß man Kartoffeln aus Pommern nach Baden per Bahn transEs ist also so, wie es vorauszusehen war. der industriellen Lohnarbeiter und der Farmer feineswegs iden- portiren könnte und den Pommerschen Kartoffelbrennern ein höherer Ertrag gesichert wäre, als wenn sie die Kartoffeln in Wir hatten vor wenigen Wochen behauptet, daß der tisch sind. Was man uns in Aussicht stellt, ist dieses: Falls die Billion Branntwein verwandeln und dann diesen verkaufen. Uebrigens eventuelle Export aus Amerika uns auch nicht aus der Mehreinnahme sich verwirklicht, so werden die Bauern ungeheure wurde auch 1847 das Brennen verboten oder doch eingeschränkt Noth reißen würde, weil die Amerikaner bei der Ge- Geldmassen zum Einkauf von Industrie- Erzeugnissen ausgeben; und in Rußland soll ähnliches jetzt beabsichtigt sein. Will man legenheit schon ein Geschäft machen werden. Unsere die Preise derselben werden steigen dabei kommt der Händler hinter dem angeblich dunkeln Absolutismus und den„ Russen" geistreiche deutsche Presse kennt aber Geschäfte und und Fabrikant ins Spiel; die Lager werden sich leeren, die Pro- zurückbleiben? Für den ausfallenden Branntwein könnte man Menschen besser, und so hat man uns denn verschiedent- duktion wird gesteigert werden und die Arbeiter werden mehr den armen Leuten billigen Kaffee zugänglich machen. Der Zoll lich entgegengehalten, so schlecht würden die Amerikaner Beschäftigung und hohe Löhne erhalten. Die Frage ist nur, beträgt in Deutschland 40 Mart, in Oestereich 40 fl. Gold, also ob das alles so richtig sein wird. Das Sprichwort: Hat der gerade doppelt so viel für 100 Kilo Kaffee jeder Art, ohne Rüddoch nicht sein, daß sie sich die Noth ihres Nächsten in Bauer Geld, so hat die ganze Welt," ist nur noch sehr bedingungs- ficht auf die Qualität. Man schaffe den Zoll auf billigen braftderartiger Weise zu nuze machen würden. Aber ein Ge- weis richtig. Die Landbevölkerung spielt als Konsument frember lianischen Kaffee, der loco Hamburg 1,60 per kilo und mit Boll schäftsmann ist eben kein Landjunker, und deshalb ver- Erzeugnisse lange nicht mehr die Rolle wie früher. Eine Stadt 2 Mark tostet, ab und lege auf alle feinen, leicht erkennbaren wie Philadelphia verbraucht an Industrie- Artikeln zehnmal mehr Sorten, Java, Ceylon, Mocca 2c. den österreichischen Zoll on fangen da derartige Redensarten nicht. Wir leſen jetzt als eine gleichgroße ländliche Bevölkerung. Aber angenommen, 80 Mart, dann wird dieser Luxuskaffee dort wie in Desterr ich die Bestätigung unserer damaligen Behauptung die der Mehreinkauf der Bauern falle wirklich beträchtlich für die 4 Mark pro Kilo kosten, und die Arbeiter und Kleinbürger übrigens Jeder aufstellen konnte, der nicht nach Art Produktion in Betracht, so folgt daraus noch nicht, daß die Ar- werden einen durchaus trinkbaren und gesunden Kaffee zu ca. deutscher Journalisten direkt auf den Kopf gefallen war beiter höhere Löhne bekommen werden. Diese müssen erkämpft 1,80 Mark in Detailhandel erhalten, aus Genossenschaftsmagazinen noch billiger, die Reichskaffe aber nur einen sehr geringen in einem amerikanischen Arbeiterblatt: Die Eisenbahnarbeiter hätten jetzt schon Gelegenheit, den Einnahmeausfall, wenn überhaupt einen erleiden. Im Jahre 1888/90 find 2,8 mill. Mtcr. Kartoffeln zu Alkohol Wie verrückt haben die Getreidespekulanten in den letzten günstigen Moment wahrzunehmen. In den letzten Jahren, als Wird die Brennerei in diesem Jahre verTagen die Preise an den Börsen hinaufgetrieben. Weizen stieg wenig zu transportiren war, wurden sie massenhaft abgelegt. verbrannt worden. binnen einer Woche in Chikago um fast zehn Cents per Bushel Aber im Juli sind die Brutto- Einnahmen der Eisenbahn- Kom- boten, so reduzirt sich der Getreidebedarf Deutschlands so sehr, und Korn entsprechend. Jetzt ist allerdings der Rückschlag schon pagnien bereits um 9 Prozent größer gewesen, als im selben daß die Situation fast hell wird und die Regierung auch nicht da. Weizen ging wieder auf 1,03 Dollar herunter. Wahr- Monat des Vorjahres und zu dieser Zeit begann der Erport ein so bedeutendes Quantum Korn anzukaufen braucht, als ich Es erleideu aber auch die Kartoffelproduscheinlich aber kommt auf die Nachricht hin, daß die deutsche Re- erst. Für die Industrie Arbeiter müßte die Gelegenheit im in Aussicht nahm. zenten keinen Nachtheil, denn, wie gesagt, ich begreife nicht, wie gierung Weizenbrot beim Militär einführen werde, ein weiterer Herbst und nächsten Frühjahr erst kommen. Aufschlag. Beiläufig bemerkt, das Militärbudget der deutschen Wenn schon, dann schon: Die armen Europäer können uns fie aus Branntwein eine solche Rente erzielen könnten, als bei Regierung wird sehr bedeutend zu erhöhen sein, wenn die leid thun, aber wenn wir ihnen schon nicht helfen können, so Kartoffelverkauf, wenn sie nur nominelle Frachttarife zu zahlen Soldaten nicht mit kleineren Laiben gespeist werden sollen. müssen wir versuchen, nicht die ganze Billion( tausend Millionen haben würden." Zur Kartoffel als Nahrung gehört, es ist nicht viel, noch Der amerikanische Moneymaker" sieht jetzt den Himmel Dollars) Extraprofit in den Händen der Bauern, Händler, Spevoller Geigen. Es war ja bei den jetzigen sozialen Verhältnissen kulanten und Fabrikanten zu lassen. Das ist den Arbeitern delikat oder nahrhaft, aber nothwendig, also mindestens Salz nicht anderes zu erwarten, als daß man diesseits aus der Noth- klar zu machen. Wenn sie aber von dieser Billion nur wenigstens und Hering. Das giebt selbst der pommerische Agrarier zu. werden. = " Beide Artikel haben im Jahre 1889 rund 6 Millionen Mark in einem Ofen gelbbraun und gaar gebacken. Für Leute, welche| Leichtigkeit nicht nur alle mehr oder weniger brennenden Boll eingetragen. Suspendirt die Regierung den Zoll bis Ende daran noch nicht gewöhnt sind, kann man Mehl aus Roggen Fragen der Gegenwart löst, sondern auch noch Raum Die runden Kuchen haben 2, 30 nächster Ernte, so verliert sie eben nur jenen Betrag, der doch oder Weizen zusehen. auf andere Weise, etwa durch einen Zuschlag zur Einkommen Durchmesser und Zoll Höhe und sehen, gut gebacken, äußerst findet, Herz und Nieren der Sozialdemokratie zu prüfen. steuer, mit Leichtigkeit einzubringen ist. Die Agrarier werden appetitlich aus. Diese Kuchen werden, mit Butter bestrichen, Dem Manne ist ei en nichts verborgen, alles weiß er und gern zustimmen, da sie selbst Salz und namentlich Heringe in warm zu Thee oder Kaffee gegessen oder, wo Butter fehlt, mit durchschaut er. Er schreibt: Massen verbrauchen. Das Souper der auf dem Großgrundbesitz ausgelassenen, braungebratenen Speckscheiben gespeist. Auch setzt Und daß auch die deutsche Sozialdemokratie im Kriegsbeschäftigten und beköstigten Arbeiter pflegt im Osten Preußens man oft dem Teig schon warmes Schweineschmalz zu und knetet falle ihre Pflicht thun wird, darf man nicht bezweifeln. Interaus Kartoffeln und Heringen, zuweilen auch entsahnter saurer ihn damit durch. Diese Fettfuchen speist man ohne alles Andere nationale Schwärmereien sind, wie eben Brüssel bewiesen hat, Milch dazu, zu bestehen und das Faß Hering trägt 3 Mt. Boll, oder man nimmt mageres, gekochtes Böckelrindfleisch dazu. Eine nicht einmal in Friedenszeiten recht durchzuführen; in den Tagen das ist 10 pct. vom Werth, da ein Faß gewöhnlicher Heringe Variation dieser Speisen bildet Jahr ein Jahr aus die Haupt- aber, da dem Vaterlande Gefahr droht, wird der Sinn Vollmars, nicht über 30 Met., wohl weniger kostet. Sollte man nicht die nahrung der Farmer aller vornehmlich Mais produzirenden des ehemaligen Soldaten, die Alten wie die Jungen der Sozial4 Mt. Reiszoll pro 100 Stilogr. für ein Jahr abschaffen können, Staaten. Sie ist jener Nahrung unserer Ostprovinzbevölkerung, demokratie ergreifen. Manchmal klingt es ja so, als ob ultrada ja auch die Agrarier, sofern sie Stärkefabrikanten sind, ihn dessen Grundstock die Kartoffel ist, durchaus vorzuziehen, und montane Bartikularisten und revolutionäre Sozialisten des deutin diesem Jahre vielleicht gern frei einführen würden, denn er wird sehr billig sein, wenn man Mais, Pöckel- und Rauchfleisch schen Reiches schon müde geworden wären. Aber das sind altwäre am Ende für diese Fabrikanten billiger als Kartoffeln? Er zollfrei einführen läßt. Sehr reichlicher Fleischkonsum ist zu dieser gewohnte Deutschthümeleten, die der Freude am Vaterland könnte, obschon fein sehr gutes Nahrungsmittel, zwar besser als stickstoffarmen Maisnahrung unerläßlich. Aber verbunden weichen müssen. So klug sind wir doch endlich geworden, daß Kartoffeln, doch etwas von dem fehlenden Getreide ersetzen. damit werden die Konsumenten weit leistungsfähiger als die wir erkennen, wie gut es ist, in sicheren Grenzen zu wohnen Ich will noch auf ein vorzügliches Nahrungsmittel aufmerk- irischen Kartoffelbäuche," von denen man in Amerika nicht und den Feinden Respekt einzuflößen. Der ewige Friede wäre sam machen, das entschieden den gemahlenen Queckenwurzeln gut spricht. ja viel besser, als die ewigen Rüstungen. Aber wenn nun einWer auch nur eine Reise in Nordamerika gemacht hat, wird mal auf der alten Erde Krieg und Kriegsgeschrei nicht aufhören vorzuziehen ist, die 1847 wirklich in Pommern genossen wurden, und die auch jetzt wieder eine Zeitung als Volksnahrung in der Hütte, wie beim Millionär, im Boarding- House, wie im werden, so ist es besser, daß die anderen uns fürchten, als wir empfohlen hat. Es ist Mais, der mit 2 Wit. Zoll belastet ist, in Ballace- Hotel zu San Franzisko, jeden Morgen in Wasser und sie. Das kann aber nur geschehen, wenn wir von der See bis Wien jetzt ca. 11 Mt. kostet und von New- York auch noch jetzt Salz gaargekochte, dicke Hafergrüße gesehen haben, von der fast an die Alpen einig sind." mit ca. 12 Mt. pro 100 kilogr. nach Deutschland geliefert werden Jedermann ißt. Sie wird heiß genossen. Der Eine gießt Milch Wir sind ja gewohnt, die Nachfolger Jesu nicht kann. Durch Transport und Zoll steigt sein Preis in Berlin drüber, wer's haben kann, Milch mit Sahne, oder Milch und auf ca. 15 Met. Ich schlage um so lieber vor, diesen Zoll von streut Bucker drüber, oder er gießt Syrup drüber, oder er thut nach den Worten ihres Meisters zu messen, besonders 2 Mt. aufzuheben, als bisher wenig eingeführt wurde, der Aus- Butter darauf, die schmilzt und mit der Grütze gemischt wird, nicht Herrn Stöcker und seine Villa in der Königgrägerfall an Zoll für die Reichskasse also unbedeutend ist. oder er legt Schweineschmalz darauf, wenn er feine Butter hat. straße, in der er wohl mehr Stellen hat, wo er sein Auch hierDeshalb für würden die Agrarier leicht zu gewinnen sein, und darum Mittags und Abends erscheint ein Pudding aus derselben Grüße, Haupt hinlegen kann, wie Jesus Christus. hoffe ich auf Annahme dieses praktischen Vorschlages, denn ich die vom Frühstück übrig blieb, kalt und wird mit Milch, Milch sehe gar nicht ein, wie sie ihr Vieh in diesem Jahre mästen und Sahne, Milch und Zucker oder mit gezuckertem Fruchtsaft gehen wir auch nicht mit ihm darüber ins Gericht, ob wollen. Es sind ca. 6 Kilogr. Mais, Roggen oder Gerste er- gespeist. Auf meiner kanadischen Farm habe ich mit meinen die Kriegsheßerei wohl christlich ist. Allein eins wollen forderlich, um 1 kilogr. Fleisch einem ausgewachsenen, magern Arbeitern 4 Jahre hindurch diese Grüße, außer Sonntags, wir ihm doch sagen: die Sozialdemokratie ist interzur Wait aufgestellten Thiere zuzusetzen, Startoffeln viel mehr, täglich, mit jenen Buthaten gespeist. Hafer scheint dieses Jahr national, das heißt sie ist antinational. Ein Sozialfie sind in diesem Jahre entschieden zu theuer, um zur Mast nicht knapp zu sein und sein Preis ist verhältnißmäßig demokrat ist kein Deutscher oder Franzose, sondern er ist verwendet zu werden. Schlempe wird man keine oder wenig nicht hoch. Es würde sich empfehlen, wenn der Militärfiskus mit diesen ein Sozialdemokrat. Und daß die Ansicht von Nieuwenhaben, denn wer wird Branntwein aus Kartoffeln, die 4 bis 6 Mark, und aus Roggen, der 25 Mt. pro 100 Kilogr. fosten, Gerichten, die sich für allgemeinen Konsum eignen und im Großen huis in Brüssel nicht durchgedrungen ist, hat seinen fabriziren wollen? Auf Slete hat Rußland ein Ausfuhrverbot hergestellt werden können, regelmäßige Bersuche anstellte, das Grund darin, daß sein Vorschlag nicht praktisch ausgelegt. Sie hat geringen Mastwerth und wird auch übertheuer könnten auch Volksküchen thun. Ich glaube, diese Mais- und führbar ist. für diesen Zweck sein. Gerste ist noch am billigsten, für etwa Haferspeisen werden sich nicht nur in diesem Nothjahre bewähren, Die Nationalökonomie, welche unsere biedere 18 Mt. per Meterztr. zu haben, dürfte aber steigen; 6 Kilogr. fondern könnten auch später in Etwas die ärmliche, Muskeln Gerste kosten schon 1,08 Mt. Wie hoch käme da 1 Kilogr. Fleisch, erschlaffende Kartoffeltoft ersetzen. Die vorher besprochenen Speisen Bourgeoisie nicht gelernt hat, wird ihr jetzt von den wenn es aus solcher Gerste erzeugt werden müßte? Mais hat eignen sich für die Beköstigung von Massen ebenso wie für den Verhältnissen eingebläut. Die Folgen der Kornzölle Das nun Folgende nur für letzteren. Die annähernd denselben Mastwerth und kann, wenn der Zoll weg- Familientisch. fällt, um 12 Mit. noch gekauft werden, 6 Kilogr. Aequivalent Amerikaner lieben Suchen sehr. Sie mahlen Buchweizen, der ja für die Industrie machen sich jetzt fühlbar. Der Bervon 1 Kilogr. Fleisch, würden also nur 72 Pfg. kosten. auf dem leichten Boden Pommerns wächst, zu feinem Mehl, iner Konfektionär" schreibt: machen mit Milch oder Wasser, Salz und Backpulver Teig und„ Die Klagen über die Vertheuerung der Lebensmittelpreise Wenn man nun den Agrariern den zollfreien Import von daraus flache Suchen von ½ Ctm. Dicke und 5 Zoll Durch werden jetzt auch in solchen Streisen verlautbar, die bisher von Ferkeln, Kälbern, Jung- und Magervieh gestattete( Stälber zahlen messer, die in ganz wenig Fett oder Butter in der Pfanne gelb- denselben weniger berührt worden sind. Es wird eine Wechseljetzt pro Stück 3 Met., Jungvieh 6 Mt., Stiere 9 Mt., Ferkel braun gebacken werden, wie Ommelette. Sie werden heiß zu wirkung zwischen der Gestaltung unserer Börsen und zwischen 1 Mr. Zoll), so würden sie nicht nur den zollfreien Import von Thee oder Kassee servirt und beim Genusse mit Syrup über dem Verkehr in Handel und Gewerbe bemerkbar, die jetzt erſt Mais, von dem sie selbst den größten Vortheil haben, sondern gossen. Ich kann sie als Delikatesse bezeichnen; sie sind nahrhaft, tieferen Eindruck hervorzubringen scheint. Es herrscht in invielleicht sogar den zollfreien Import von amerikanischem ge- die Ingredienzien billig. Die Agrarier, die Zuckerfabrikanten duſtriellen Kreisen eine Mißstimmung, die jeder bemerken kann, falzenen Fleisch und geräuchertem Speck und Schinken zulassen. namentlich, sollten mir dankbar sein, daß ich dem Syrup einen der sie erforschen will. Die Nachrichten über die BeschränIch würde denjenigen Parteien im Parlament, denen es mehr am Herzen liegt, die voraussichtliche Noth der ärmeren Volks- müßte er gereinigt, hell- goldgelb sein, wie es der amerikanische in Sachsen, Thüringen, Schlesien ist in vielen Fabrikstädten die am Herzen liegt, die voraussichtliche Noth der ärmeren Volks- größeren Platz in der Volksnahrung schaffen will. Allerdings fung der Arbeitszeit mehren sich in auffälliger Weise. Am Rhein, klassen zu lindern, als das Einkommen der größeren und großen ist. Zum Gebrauch beim Genuß der Buchweizengrüße, dort tägliche Arbeitszeit um zwei bis drei Stunden herabgeſetzt Grundbesitzer zu vermehren, vorschlagen, sich auf kein Kompromis Porrige genannt, und der Buckweettakes steht stets eine Kanne worden. Der verminderte Verdienst der Arbeiter in Verbindung mit diesen einzulassen, wenn nicht von den Agrariern auch die mit Syrup, Molasses genannt, auf jedem Tisch, in Hotels und mit der Vertheuerung der Lebensmittel werden mit Recht als Aufhebung des Verbotes von amerikanischen Fleischsorten aller in der Farmerwohnung. Die deutsche Kost ist noch viel zu eine Schwächung der Kaufkraft eines sehr großen Theiles unserer Art und sogar ihr zollfreier Import, wenigstens für 1 Jahr, zu einseitig. Bevölkerung angesehen, die über kurz oder lang zum Ausdruck gestanden wird, und eines solchen Kompromisses bedürfen sie, um Wenn man alle diese Maßregeln treffen sollte, welche ich kommen wird. Die Versorgung eines großen Theiles des Kleinzollfreie Einfuhr von Mais und Magervieh zu erlangen. Nur wenn die Armen billiges Pockelrind- und Schweinefleisch, Speck hier vorschlage und deren Zusammenstellung doch mehr Lebens- handels für den bevorstehenden Herbst müßte jetzt stattfinden. und Schinken aus Amerika beziehen können, würde ich der Aus- erfahrung, Beobachtung und Nachdenken erforderte, deren Von allen Seiten hört man Klagen, daß die gemachten AnEmpfehlung in dieser Revue und in dieser Nothstands zeit auch schaffungen viel kleiner als sonst ausgefallen sind." dehnung des Kartoffelkonsums das Wort reden; denn wenn zu ein wärmeres Mitgefühl für meine ärmeren Menschen- Brüder Die schlimmsten Folgen hat ja freilich immer das Kartoffeln nur Heringe, Satz und entsahnte Milch genossen werden, bringen sie die Kräfte der Konsumenten herunter, und zur Grundlage hat, als die geheimnißvolle Hindeutung der Proletariat zu tragen. Aber auch die Bourgeoisie wird ich bin nicht bisher in dieser Beziehung wenigstens mit Ehren Landwirthschaft", die technisch wie nach ihrer intellektuellen Zei- doch schwer geschädigt. Sie hat die Schutzölle an das alt geworden, um eine so schändliche Maßregel, ſelbſt im Wege tung, nebenbei gesagt, hinter der mehrerer Länder zurück ist, so Junkerthum gewissermaßen als Sold bezahlt, um einen des Kompromisses, zu empfehlen. Wollen die Agrarier jetzt wird sich die Nothwendigkeit des Weizenimports schließlich auf Schutz vor dem Proletariat zu haben. Allmälig dürfte dieses nothwendige Bugeständniß nicht machen, so mögen sie und ein geringes Quantum reduziren, doch nicht soweit, daß es der es ihr aber doch klar werden, daß ihr die Kriegsknechte die Regierung selbst in ihrer Weise der Noth vorbeugen oder etwas sehr theuer zu stehen fommen. ihre Folgen verantworten. Dadurch würden sie überdies höchstens heruntergebrachte Handel allein befriedigen könnte. einen vorübergehenden Einnahmeausfall erleiden, denn, wer's Wir zweifeln bei diesen Vorschlägen nur an eines: kann," zieht frisches oder deutsches geräuchertes und gepöckeltes an der Intelligenz, welche dazu gehört, um sie zu be Fleisch vor und zahlt willig mehr dafür als für amerikanisches. folgen. Das Einkommen der Armen ist aber doch wohl durch die Kornzölle, welche die Regierung aufrecht erhält, genügend besteuert! Leider, leider, mehr als das! " T Wie gefährlich die Sache jetzt aber schon ist, sieht sogar Herr Delbrück ein, der sonst so manches nicht einDaß diese amerikanischen Produkte der Schweine- und sieht. Er schreibt in seinen Preuß. Jahrb.": Rindviehschlachthäuser unsauberer hergestellt würden als in den„ Wir werden bei den nächsten Wahlen einen Reichstag ermeisten deutschen Schlächtereien, ist unwahr, daß sie gargekocht halten, auf dem die Rechte zu einem kleinen Haufen zusammenschädlich wären, auch, denn ich selbst habe 6 Jahre lang sehr geschmolzen ist, das Zentrum eine freihändlerische Gruppe zeigt, viel davon genossen und Monate lang ausschließlich solches Deutschfreisinnige und Sozialdemokraten in nie geFleisch gespeist und bin nie davon erkrankt, auch ist in meiner sehener Stärke paradiren." Gegend nie ein Trichinenfall vorgekommen. Den Import von in Amerika präparirtem Schmalz würde ich dagegen nicht Das glauben wir auch, und wir sind gespannt, wie empfehlen, da ich konstatirt habe, daß ein großes Exporthaus dann die Sache weiter gehen wird. von Weltruf ausgeschmalztes Fett von krepirten Thieren bis zu 20 pCt. dem Schmalz geschlachteter Schweine zusetzte, und das im Jahre 1881. Meine Zeugen bei dieser interessanten Konstatirungen waren zwei Grafen Szechenyt und der Schweinehändler Kern in Steinbruch bei Pest. Aber selbst dieser Bileamsche Esel überzeugt die Agrarier nicht. Sie haben die Macht in Händen und nützen sie aus. Die ganze Gesinnung dieser Leute prägt sich in folgendem Satz der„ Kreuzztg." aus: Indessen, so lange es geht, hält sie sich dafür an den Arbeitern schadlos. Die schlechte Geschäftszeit giebt ja die beste Gelegenheit, die Arbeiter zu kuebeln. als ein Aftenstück, das verdient, aufbewahrt zu werden, führen wir hierfür folgende Bedingungen an, welchen gemaßreg Ite Bergleute auf der Zeche„ Centrum" Wattenscheid sich haben fügen müssen: in 1. Sollten sie eine Erklärung abgeben, daß sie nicht Mitglieder des Verbandes deutscher Bergleute sind und sofern das der Fall ist, müssen sie sich verpflichten, aus demselben auszutreten. 2. Dürfen sie nicht Mitglieder des Konsumvereins rheinischwestfälischer Bergleute sein. 3. Haben sie allmonatlich einen Betrag von 10 Mt. zu hinterlegen, bis die Summe von 200 Mt. erreicht ist. " 1 4. Dieser so hinterlegte Betrag verfällt und ist Eigenthum der Zechenverwaltung, wenn es sich herausstellt, daß das unter 1 und 2 Versprochene sich nicht bewahrheitet. Mais nun ist ein gesundes Nahrungsmittel, viel besser als„ Die Getreidezollfrage bildet noch immer das tägliche Menu 5. Falls die zur Arbeit zugelassenen Bergarbeiter sich an Kartoffel und Reis, fast so gut wie Weizen, von angenehmem unserer freisinnigen wie eines Theiles der nationalliberalen Presse. einem Streit betheiligen, verfällt die Kaution ebenfalls! Geschmack, an den man sich bald gewöhnt. Ich habe Monate Nur die Tonart ist verschieden; die melancholisch angehauchten Noth kennt kein Gebot, und die Arbeiter haben lang in den Maisstaaten der Union, oft auf dem Lande, gelebt Naturen klagen, als ob der Weltuntergang bevorstehe, während zähneknirschend nachgeben müssen. Saat auf Zukunft! und dort Wochen lang gar kein Brot, nur Mais in verschiedenen die Choleriker ihrem Zorne in der lärmendsten und unfeinsten Zubereitungsformen, dazu selten frisches, meist gesalzenes, ge- Art Luft machen. Komische Vorschläge werden in der Ohnmacht,-In der Baareschen Skandalfache ist bis jetzt pöckeltes Schweinefleisch, als Delikatessen zuweilen Rindfleisch mit den" Protesten" durchzudringen, zu Tage gefördert, so ruft immer noch nichts weiteres geschehen. Während Fusangel präparate, Corned beef oder Böckelrindfleisch genossen und mich ein Blatt:„ Abgeordnete heraus!" und verlangt, daß die frei in Duisburg seine Strafe verbüßt, soll, wie die„ Rhein.. gut dabei befunden. Das Volk lebt in den Süd- und Südwest- sinnigen, volksparteilichen und sozialdemokratischen Abgeordneten Westf. Btg." wissen will, nach Abschluß des ErmittelungsStaaten hauptsächlich von Mais und Schweinefleisch. Da man zu einem freien Parlament" zusammentreten, um gegen die dies in Deutschland wenig kennt und die sozialdemokratischen Kornzölle" zu protestiren. Natürlich werden diese Abgeordneten verfahrens eine kleinere" Anzahl von Meistern und Blätter, wenn eine neue Volfsnahrung vorgeschlagen wird, wohlweislich unterlassen, sich in der angedeuteten Art zu bla- Arbeitern des Bochumer Vereins eine mehrmalige Vorhierin den Versuch finden, den Standard of life der Arbeiter miren; aber selbst der Vorschlag ist kein origineller Gedanke, ladung vor den Richter im Untersuchungsverfahren erherabzusetzen, so will ich, obschon sie mir wohl kaum eine solche sondern ein Plagiat an- Mirabeau, Sieyes und Bailly, die halten haben. Dazu sagt das„ Echo der Gegenwart": Tendenz zutrauen, ausführen, wie mais dort genossen wird. im Juni 1789 erklärten, der„ dritte Stand" der National Vielleicht empfehlen sie dann selbst dessen aushelfenden Ge- versammlung werde allein tagen. Die Herren vergessen, daß Diejenigen Herren dagegen( Baare und Genossen), gegen brguch! Meiner Ansicht nach wäre es sogar sehr nützlich, wenn inzwischen die Welt, wie sie sagen, fortgeschritten" ist; was da welche sich die Anzeige des Herrn Fusangel richtet, sollen v ich dauernd einbürgerte und in etwas den im Osten Deutsch- mals heroisch erschien, würde heute mit Lächeln aufgenommen eine solche Vorladung„ bislang" nicht erhalten haben. lande übermäßigen Konsum der doch viel viel schlechteren Kar- werden. Niemand würde ja die Abgeordneten der Linken hin- Jene mehrmalige Vorladung trägt nur, wie wir aus toffel ersetzte. dern, in einem Wirthshause zusammenzukommen; hätten sie aber ,, Strafsache gegen Vom Genusse grüner Kolben, der drüben kurz vor der Ernte einen Beschluß gefaßt, so gingen sie wieder nach Hause und dann Bochum erfahren, den Vermerk: allgemein ist, wie auch in Ungarn, kann keine Rede in Deutschland wäre alles noch so wie vorher. Eine Minorität kann solche Rosendahl und Genossen". Das ist gewiß eine Uebersein, wohin man nur reife Störner importirt. Diese werden in Sachen nicht machen. Amerika in Milch weich gekocht allgemein, auch in Hotels ersten Hoffentlich hält die„ Kreuzztg." die Sozialdemokratie Rosendahl, ein früherer Meister des Bochumer Vereins, raschung" für alle Welt, eine um so größere, als Ranges, gegessen. Die Speise schmeckt angenehm süß; ich falzte nicht im Ernst für so lächerlich, daß sie sich derartige wie man uns weiter schreibt, seit drei Jahren auf dem sie ein wenig. Auch werden Körner in der Pfanne bräunlich geröstet, darnach mit Salz gemengt, nicht zu viel Salz jedoch: Hoffnungen macht. Wir wissen ganz genau, woran von Herrn Baare dem„ Bochumer Verein" angegliederten Sie müssen plagen, bräunlich, aber beileibe nicht angebrannt wir sind. Und wir können die Kreuzztg.", wenn sie erke Tardy und Benech in Savona( Italien) sich besein. Sie werden warm mit gekochtem Schweine- oder Rinder- unsere Gedanken wissen will, nur auf die Zeit vertrösten, findet, sonach jenseits der Berge in Sicherheit ist. pöckelfleisch oder ausgelassenen etwas trocken- bröcklichgebratenen wo wir so sprechen können. Speckscheiben gegeffen. Reichliches und fettes Fleisch ist zu guter Hm, ja, wir haben es ja immer betont, Herr Baare Ernährung daneben unerläßlich. Endlich wird Mais grob- In diesen Zeiten findet es auch die humoristische ist unschuldig, ganz und gar unschuldig. Wo wird denn ein gemahlen, ie Hülsen werden entfernt, dem Mehl wird auf ein Persönlichkeit des Herrn Stöcker opportun, wieder ein- Mann wie Baare so Etwas machen! Nun, der schlechte Pfund ein Theelöffel voll amerikanisches Backpulver und etwas Salz zugesetzt, dann wird es mit Wasser oder noch besser mit mal hervorzutreten. Zur Sedanfeier hat er einen Brief Rosendahl ist es gewesen, der ist das Karnickel. Ha, Milch, sogar mit Buttermilch, eingerührt und sofort auf Blech geschrieben, in welchem er mit der ihm eigenen spielenden Rosendahl, wie wird es dir gehen, wenn du der deutschen " Justiz in die Hände fällst! Unrettbar bist du verloren, denn gegen solche schlechten Kerle, solche Massenmörder, geht man energisch vor in Deutschland, denn m Deutschland herrscht Recht und Gerechtigkeit! Zwar du bist weit vom Schuß, und darüber ist die deutsche Justiz auch traurig, und das ist der einzige Jammer bei der Sache.... Herr Baare ist unterdessen in ein sogenanntes ausländisches Bad gereist. — Ein eigenthümliches Unglück ist Herrn von Leipziger, dem Staatsminister von Sachsen-Altenburg passirt. Seit mehreren Jahren gingen in der Stadt Altenburg Gerüchte, daß es mit der Sittlichkeit und Moral des bereits KOjährigen Staatsminister sehr schlecht bestellt sei, doch wurden diese Gerüchte immer wieder unterdrückt. Vor kurzem nun brachte unser Bruderorgan, „Der Wähler", Ausgabe für das Herzogthum Altenburg, eine Notiz, nach welcher ein älterer Herr zwei Mädchen, eins von 8, das andere von 10 Jahren, in das Wolfen- holz gelockt, mit Bier, Brot und Wurst traktirt und dann mit denselben unsittliche Handlungen vorgenommen habe. Die Eltern der Kinder brachten die Sache bei der Polizei zur Anzeige, es geschah jedoch während vier Wochen nichts, trotzdem die Eltern der Polizei als den Thäter den Staatsminister v. Leipziger bezeichneten. Die Angelegenheit kam jedoch durch die Veröffentlichung im „Wähler" in ein anderes Fahrwasser. Die Staatsan- waltschaft mußte sich der Sache nunmehr annehmen;' indessen kam sie zu dem Ergebniß, die Sache sei— unwahrscheinlich. Zwei Tage darauf wurde der Herr Ztaatsminister entlassen. Unsere Genossen— die Sozial- demokraten sind nun einmal Feinde von Ehe, Familie und Sittlichkeit— werden die Sache jedoch im Landtag weiter verfolgen. Kinderschändungen sind schon früher vorgekommen. Wir wollen es auch nicht weiter ausbeuten, daß eine so hochgestellte Persönlichkeit von der Anklage betroffen ist. Nur das ist charakteristisch, daß allein die Sozialdemokraten den Muth und das Sittlichkeitsgefühl gehabt haben, die Sache ans Licht zu bringen. Ein Zeichen für die Ent- Wicklung unserer Bourgeoisie! — Die französisch-russische Verbrüderung hat schon Folgen. In Ostasien haben die Kerzenrussen die Franzosen chbers Ohr gehauen, indem sie einen„Vertrag" mit Korea abschlössen, der ihnen eine günstige Position im Kampf um China sichert. Außerdem hat Nußland einen Vorstoß in der Dardanellenangelegenhcck ge- macht.— Ob Rußland schon jetzt den Krieg gegen uns be- ginnen kann, hängt von seinen inneren Verhältnissen ab. Es scheint, daß man den Einfluß, den die Hungersnoth da übt, überschätzt. Immerhin ist es ja möglich, daß die Explosion dieses Jahr noch nicht kommt; desto sicherer ist sie dann für nächstes Jahr. Der Krieg«nd die Sozialdemokratie. y. Die„Tribüne" hat in ihren Kongreßberichten die Nieuwenhuissche Rede, welche sicher ein ganz besonderes Interesse beansprucht, ausführlich wiedergegeben. Die Frage, wie sich die Sozialdemokratie im Kriegsfall zu herhatten haben werde, war die einzige, die in Brüssel iu erregterem Zwiste führte, wie sie vor einigen Wochen de» Anstoß zu sehr lebhaften Diskussionen in Partei- kreisen gelegentlich der bekannten Vvlmarschen Reden gab. Es ist das naturgemäß. Wie ein schwerer Alp lastet die Kriegsfurcht auf dem Herzen der Völker. Von Tag zu Tage kann der erste Kanonenschuß fallen, der das Zeichen zu einem Morden giebt, so furchtbar und so völkervernichtend„ wie es die Welt weder im„heidnischen" Alterthume noch im„finsteren" Mittelalter jemals schau- dernd erlebt hat. Was muß das Proletariat, von Einern solchen Kriege erwarten? Hat es in seiner Erprobten Organisation ein Mittel, um das drohende Verhäygniß siegreich abzuwenden? �iese Fragen drängen sich jedem, der das Auge weiter �is auf die kleinen Scharmützel des politischen Tages- kampfes richtet, unabweislich auf. Eben so nothwendig das Aufstellen der Frage, eben so nothwendig ist es, daß die Antwort dem individuellen Gedanken- und An- schauungskreise entsprechend ganz verschieden ausfällt. Denn es handelt sich hier nicht darum, aus einem allge- seinen Prinzip mit folgerichtiger Logik einen zwingenden Schluß zu ziehen, es handelt sich darum, die unendlich Kersch inngenen Verhältnisse und Kräfte unseres modernen fwsellschaftslebens zu taxireu und demnach ein Urtheil über das Wahrscheinliche zu fällen. Je nachdem der �nzelne auf Grund seiner Erfahrungen und gewohnten �bensanschauungen die Macht dieses oder jenes Faktors T> B. des sozialistischen Proletariats oder des Mili- — höher oder niedriger anschlägt, werden seine '»ermuthungen von einander abweichen. Für's erste schon, was hat das Proletariat von �Mem Kriege zu erwarten? Auf dem Brüsseler Kongreß wurde nur der Standpunkt vertreten, daß der Krieg die ■Jesammte Kultur und damit auch das für uns Werth- Uollste Resultat dieser Kultur, die moderne Arbeiter- eweguug, mit gewaltiger Kraft zurückschleudern würde. Äber auch das Gegentheil wäre möglich. In den aben- kuerlichen Wechselfällen des Krieges werden alle altehr- würdigen, durch Tradition und Bajonette eingehegten �erhültnisse von Grund aus erschüttert. Der Krieg, der "imatserhaltend" sein soll, kann in der Gegenwart, wo Ucht mehr gemiethete Söldner, wo ganze Völker, von der Erinnerung an die politisch- sozialen Kämpfe der Friedenszeit durchtränkt, einander gegenüberstehen, ebenso gut auch staatsumstürzend werden. Wenn im vorigen Jahr- hundert der Krieg die französische Republik untergraben und einem Napoleon den Weg geebnet, so hat der Krieg von 1870 die Karrikatur dieses Napoleon vom Thron gerissen, die Republik proklamirt und die Sturmglocken der Pariser Kommune geläutet. In seiner jetzt heraus- gegebenen Kriegsgeschichte des 70 er Feldzuges spricht Moltke mit der größten Bewunderung von den irregu- lären durch Gambetta und Freycinet ins Feld geworfenen Truppen, die nach der Niederlage der französischen Armee mit Heldenmuth den vaterländischen Boden vertheidigten. Die organisirte Macht des alten Staatswesens war ge- fallen, aber das Volk wagte es, weiter zu handeln ans eigener Initiative. Und gewaltige Opfer hat es gekostet, diesen Widerstand zu brechen. Das ist das Schlimme in dieser Zeit der allgemeinen Volksbewaffnung, daß eine Mobilisirung der Armeen so leicht zu einer Mobilisirung der Völker werden kann, deren Lauf und Ziel Niemand vorherzubestimmen vermag. Dieses— die Ungewißheit darüber, wie die Lawine rollen und was sie begraben wird, ist in dem heutigen Europa die stärkste Schutzwehr gegen diplomatische und chauvinistische Kriegsgelüste. Wenn es unbestreitbar wäre, was die Militärresolution des Brüsseler Kongresses ausspricht, daß die Arbeiter- klasse in erster Linie die unabsehbar verhäng- nißvollen Folgen eines Weltkrieges zu tragen hätte, dann wäre es um die Friedenshoffnungen der Völker noch viel schlechter bestellt, als es thatsächlich der Fall ist. Nicht weil wir es wünschen und in feierlichen Resolutionen aussprechen, daß der Krieg im Interesse der Arbeiterklaffe unterbleiben soll, sondern darum, weil möglicher Weise dieser Krieg den endlichen Triumph der Arbeiterklasse beschleunigt, darum— nicht in unserem, sondern im Interesse der herrschenden Klassen— wird man ihn so lange als möglich hinausschieben. Selbstverständlich theilen wir darum die Ansicht des Kongresses, daß die Arbeiterschaft, soweit sie überhaupt durch Proteste zu wirken vermag, mit aller Entschieden- heit für den Frieden und gegen den Krieg auftrete, durch- aus und in jeder Beziehung. Der Friede— das bedeutet die sichere, die unaufhaltsam fortschreitende, die ruhige und vernünftige Revolutionirung der Geister, die früher oder später eine Revolutionirung, eine radikale Umgestaltung der äußeren Verhältnisse in unserem Sinne hervorbringen muß, der Krieg— das ist das Ungewisse, das gräßliche, schauderhafte Hazardspiel um die ganze Existenz. Sicher ist nur, daß Zehntausende unserer wackeren Brüder die Schlachtfelder mit ihrem Blute düngen werden. Alles andere, ob mit diesem Blut aucl der Genius der Freiheit verbluten oder ob er mit ver- hundertfachter Kraft sich gestärkt aus ihm erheben wird, ist ungewiß. Verbrechen und Wahnsinn wäre es, ein solches Hazardspiel auch nur zu wünschen. Auf sie— auf die Herrschenden allein fällt die furchtbare Verant- wortung. Aber wir, die wir Hunderttausende, die Armee des werkthätigen, alle Wcrthe erzeugenden Volkes hinter uns haben, besitzen wir in unserer Organisation nicht vielleicht doch ein Mittel, das Berhängniß, welches über der gesummten Gesellschaft schwebt, zu bannen? Müssen wir uns allein auf Reden und Resolutionen beschränken? Die Idee des holländischen Arbeitervertreters, der nationalen Kriegs- erklärung der Herrschenden mit der internationalen Kriegserklärung des Proletariats, mit dem Weltstreik, zu antworten, hat eine heroische Größe, die viele bestechen wird. Man denke sich, daß diese Drohung überall in den zivilisirten Ländern von den Tribünen der Arbeiter- Versammlungen verkündet werde, müßte das nicht auf der ganzen Linie unserer Gegner starres Entsetzen und blinde Angst erzeugen, so daß sie Alles, was irgend zum Kriege führt, ängstlich zu meiden snchen? Die Frage stellen heißt sie beantworten. Daß die Presse und die hinter ihr stehenden Phi- listermassen ein Gruseln— und kein gelindes— be- schleichen würde, das ist nach den Erfahrungen, die man mit dem 1. Mai gemacht hat, zweifellos. Aber an den Leuten, welche wirklich regieren, welche hinter dem Nebel- rauch der Worte die thatsächliche Gestalt der Dinge mit nüchternem Auge sehen, bei denen die Entscheidung über Krieg und Frieden wesentlich liegt, wird eine solche Proklamation unwirksam abprallen. Wir werden durch Worte, durch Resolutionen um keinen Deut stärker, als wir ohne dieselben sind. Warum die Herrschenden den Krieg, eben mit Rücksicht auf unsere Bewegung, zu fürchten haben, wie ich oben andeutete, das werden sie vermuthlich selbst am besten wissen, aber diese Furcht, welche vom Kriege zurückschreckt, wird durch solche schön klingenden, jedoch im Grunde doktrinären Resolutionen nicht verstärkt. Wie es mit den Vorsätzen im Privatleben. geht es mit den Vorsätzen in der Politik. Sind sie der Natur und der Kombination der jeweiligen Verhältnisse entsprechend, darf man annehmen, sie werden gehalten— sonst nicht. Welch ein Kinderspiel ist die internationale Arbeits- einstellung am 1. Mai verglichen mit dem Weltstreik im Kriegsfalle? Und doch, hat man diesen Vorsatz, wie die Verhältnisse lagen, auszuführen vermocht? Nur die Maifeier, nicht die Arbeitseinstellung, wurde in Deutsch- land, trotzdem die Machtstellung der Sozialdemokratie hier am bedeutendsten, durchgeführt. Die Verhältnisse lagen eben nicht günstig. Und da will man den binden- den Vorsatz eines Weltstreiks im Kriegsfall fassen? Im Kriegsfall,— während heute noch Niemand irgend etwas über die Verhältnisse und Umstände des nächsten Krieges zu sagen vermag! Und wie dann, wenn Rußland, welches noch kein organi- sirtes Proletariat besitzt, sich unseren Weltstreik zu Nutze macht, um uns in die Tasche zu stecken? Sollen wir vielleicht dem„Prinzip" zuliebe uns unter die zarische Knute bringen lassen? Eben so gut wie den Weltstreik für den Kriegsfall könnte man die Revolution für ein bestimmtes Datum beschließen. Nein, wie der vernünftige Mensch seine Freiheit möglichst wenig durch Vorsätze einschränkt, über deren Gebrechlichkeit ihn die Erfahrung belehrt, so auch die vernünftige, auf der„wohlgegründeten dauernden Erde" fest einherschreitende Arbeiterpartei. Sie hat den utopistischen Träumersinn abgelegt, sie weiß es, daß kein Mensch seiner Größe eine Elle zusetzen kann, daß die großartigsten Vorsätze am leichtesten gebrochen werden. Aus den Verhältnissen ist sie erwachsen, in ihnen, mit ihnen arbeitet sie. Sie weiß es, daß sie die- selben nicht kommandiren kann— und darum wartet sie. Sie wartet, aber sie ist nicht unthätig, sie rüstet sich. Die gewaltigen Ereignisse der Weltgeschichte werden durch keine Resolutionen disziplinirt. Was in den Dingen begründet ist, bricht unvorhergesehen, urwüchsig- eigenthümlich zur richtigen Stunde siegreich hervor. Ist es den Parisern etwa eingefallen, unter dem dritten Kaiserreich die Kommune von 1871 in Versammlungen zu„beschließen"? Was wir thun können, die Kriegsgefahr zu be- schwören, sind keine Resolutionen, das ist die unermüd- liche Agitation im Volke. Je größer die Schaaren, die hinter uns in gefestigter Organisation stehen, um so größer muß den Herrschenden das Risiko eines Krieges erscheinen, und um so schwerer werden sie sich zu dem entscheidenden Schritte, dessen Folgen so halsbrecherisch sein können, entschließen. Das ist es, worauf unsere Friedenshoffnung ruht. Kulis und Kulithum in Deutschland. Bekanntlich ist es schon lange ein Lieblingswunsch unserer Bourgeoisie und unseres Junkerthums, billige Arbeitskräfte vom Ausland her zu beziehen. Deutschland nicht für die Deutschen, meinen sie, sondern für die Bourgeois. Wo die Deutschen bleiben, das ist egal. Was haben denn die für Rechte auf das Land? So importiren die patriotischen Junker im Osten polnische Landarbeiter, weil die noch billiger sind, als die deutschen, und jagen die deutschen Arbeiter aus dem Lande. Das ist der vorurtheilslose Internationalismus des Ausbeuterthums. Zwar, wenn es profitlich ist, so spricht man von„Ausbreitung des Deutschthums" und „Rückdrängen der Slaven" und bewilligt sich zu diesem Zweck einige Millionen. Aber das sind nur so Scherze, ernst meint man das nicht, ernst meint man nur den Profit.— Gleichfalls importirt sind schon oft italienische Arbeiter, ein ebenfalls so in Elend verkommenes Geschlecht, daß sie billiger arbeiten, wie die deutschen. Auch Neger hat man schon verwandt, nicht nur auf Schiffen, wie der humane Woermann, der es nicht mit ansehen kann, wenn seine LandsleMe so vor dem Ofen schwitzen, sondern auch in Eisenwerken, z. B. in Magdeburg. Gewiß würde man gern auch irgend welche anderen Nationen heranziehen, aber das fatale ist, daß die deutschen Ar- beiler schon auf eine so elende Lebenshaltung heruntergedrückt sind, daß blos noch die am niedrigsten stehenden Nationen noch elender leben. Nur ein einziges Volk fehlt uns da noch: die Chinesen. Die Chinesen sind ausgezeichnete Leute. Sie leben schlechter, wie das Vieh, wohnen zusammengepfercht, nähren sich von den billigsten Speisen, haben gar keine Bedürfnisse, arbeiten dabei wie die Pferde und werden nicht Sozialdemokraten. Solche Leute fehlen uns, die müssen wir haben! Und so ist man denn lange mit dem Gedanken umgegangen, sie herbeizuholen, und hat nur noch gewisse Bedenklichkeiten gehabt— aber jetzt hat man die überwunden, und wir finden in den Zeitungen die Notiz, daß die ersten Chinesen bereits da sind, auf dem herrschaftlichen Gute Canin bei Stralsund. � Wir sind nicht so optimistisch, wie der größte Theil unserer Genossen, welche unverrückt glauben, daß früher oder später der Sieg unserer Sache unbedingt sicher ist. Die Macht der herrschenden Gesellschaft ist erdrückend; und dabei droht uns in Rußland ein Gegner, dem wir unterliegen müssen, wenn er nicht durch eine innere Re- volution vernichtet wird. So ist denn die sehr große Gefahr vorhanden, daß unter dem beständig zunehmenden Druck, den die soziale Entwickelung gegenwärtig mit sich bringt, das Proletariat zum Kulithum herabdrückt, und, wenn dann seine Zeit gekommen wäre, zu ohnmächtig ist. die Macht zu ergreifen. Ein Zeichen davon ist die Ein- führung der Kulis. Wir sind auf dem Punkt angekommen, wo die soziale Entwickelung wieder bergab geht; der Höhepunkt ist überschritten; und das hat seine verhängnißvolle Folgen auch für die Arbeiterbewegung. So lange blos die Krisen waren, welche der kapita- listischen Produktionsweise das rnernento rnori zuriefen, so lange konnten wir uns noch beruhigen; wir wußten, daß die furchtbaren Leiden des Proletariats zur Zeit der Krisen nur vorübergehend waren, daß bald wieder ein Aufschwung folgen werde, und daß es nicht möglich sei, daß das Niveau des Volkes dauernd gedrückt werde. Das ist jetzt anders. Die Krise ist jetzt in Permanenz erklärt, der Aufschwung wird immer kürzer und seltener. 1 und damit sinkt die Lebenshaltung des Volkes sicher und| Lohndrücker ausgespielt haben; die Arbeit der arischen Die Zahl der Kohlenarbeiter in den Ver. Staaten beträgt ohne Unterbrechung immer tiefer und tiefer. Es tritt Proletarierinnen kommt jetzt noch billiger, wie die der nach Ausweis des Zensus 296 974, zeigt also, daß, wenn man das ein, was anderweitig schon oft eingetreten ist. Die Mongolen, und wie die Chinesen vorher durch ihre 200 000 Personen an der Kohlenindustrie direkt interessirt sind. nur 4 Angehörige auf einen Kohlenarbeiter rechnet, etwa Absazmärkte gehen verloren, die Waaren können nicht niedrige Lebenshaltung die arischen Arbeiter verdrängt Die Zensusberichte über die Minenindustrie, denen wir die mehr verkauft werden, die Produktion wird eingestellt, haben, so werden sie jetzt wieder durch die noch niedrigere Bahlen eutnehmen, zeigen übrigens auch, in welch' rapider Weise das Volk verkommt und verlumpt im Elend und die Lebenshaltung der arischen Arbeiterinnen verdrängt. der Westen sich entwickelt. Während z. B. im Jahre 1880 im Kapitalisten wenden sich entweder anderen Gegenden zu, Wenn aber das Ziel erreicht ist, so hat es mit unserer gegraben wurde, zeigte das genannte Territorium 1883 schon Indianer- Territorium und in Neu- Meriko noch garkeine Kohle oder theilen das allgemeine Loos des Volkes. Um das Kultur ein Ende; der Sozialismus ist nicht blos der eine Produktion von 752 832 und Neu- Mexiko eine solche von bekannteste Beispiel zu nehmen: es ergeht Europa, wie Befreier aller Elenden und Unterdrückten, er ist auch 486 983 Tonnen. Mehr noch wird die rasche Entwickelung des es Italien und Deutschland nach den großen Entdeckungen der Retter unserer Kultur. Südens durch die Bulletins des Zensus- Bureaus demonstrirt: erging. Das Proletariat kann da nichts machen. Das Alabama, das 1880 eine Kohlenproduktion von nur 323 972 Alles kommt also darauf an, die Verelendung des Tonnen aufwies, zeigte 1889 eine solche von 3 378 484 Tonnen. einzige, aber radikale Mittel ist die Umwandlung der Volkes zu verhüten, um es aktionsfähig zu erhalten und West- Virginien stieg von 1829 844 auf 6 231 880 Tonnen im Waarenproduktion in die sozialistische, welche ja vom es nicht im Kulithum untergehen zu lassen. selben Zeitraum, und Tennessee von 195 131 auf 1925 689 Tonnen. Markt unabhängig ist. Die Frage ist aber eben, ob das Ein nothwendiges Postulat ist da zunächst die Aufdie politischen Umstände gestatten, oder ob nicht die hebung der Kornzölle, welche, wenn auch nur wenig, die Die Eisenbahnen der Erde. Am 31. Dezember 1889 treibenden Gewalten zu übermächtig sind, um diese Lebenshaltung erhöht, und vor allen Dingen unsere hatten nach einer Zusammenstellung des Archivs für Eisenbahnwesen" die gesammten Eisenbahnen der Erde eine Ausdehnung Rettung zu verhindern. Industrie konkurrenzfähiger macht. Einen gewissen Nußen von 595 767 Sm. erreicht, eine Ausdehnung, welche nahezu dem Die Ursachen, welche uns die Märkte abschneiden, hat auch ein Arbeiterschußgesez, obgleich man sich da Fünfzehnfachen des Erdumfanges am Aquator gleichkommt und sind ja bekannt und in diesem Blatt oft berührt worden. nicht zu viel versprechen soll. Sehr wichtig ist die volle die mittlere Entfernung des Mondes von der Erde um mehr Der Kapitalismus breitet sich überall aus, wohin er Koalitionsfreiheit, obgleich man auch hier leicht in Ueber- als 200 000 Sem. übertrifft. Am Schlusse des achten Jahrzehnts, am 31. Dezember 1879, betrug die Länge der im Betrieb befommt. Um seiner Expansion zu genügen, um das täglich schäzung verfällt. Wenn die Induſtrie keinen Absah hat findlichen, in den ersten vier Jahrzehnten des Eisenbahnzeitalters anschwellende Mehr von Waaren abzusehen, das er hervor- und Hunderttausende arbeitslos sind, so nüßt die beste fertig gestellten Eisenbahnen 350 000 km., die Zunahme an bringt, wendet er sich an immer neue Länder und Völker. Koalitionsfreiheit nichts. Vor allen Dingen aber heißt Länge hat in einem einzigen, dem neunten Jahrzehnt unseres Aber die Waaren, welche diese Neuen entnehmen, müssen es, so viel es möglich ist, an der Errichtung unseres Jahrhunderts also 245 731 stm. betrage irgendwie mit andern Waaren bezahlt werden. In den letzten Zieles, des sozialen Staates, zu arbeiten. früheren Zeiten des Kapitalismus geschah das durch Lebensmittel und Rohmaterialien. Die europäischen Länder waren gewissermaßen die Fabrik der Welt, wo die Stoffe bearbeitet wurden, die von allen Seiten herbeiDie Entwickelung des britischen Handels. Wir flossen, um dann in verarbeitetem Zustand wieder abzu- entnehmen einer jüngst erschienenen statistischen Darstellung des fließen. Aber diese neuen Länder dachten bald daran, englischen Handels seit 36 Jahren nachstehende interessante diese Bearbeitung selbst zu unternehmen; einheimische Durchschnittsziffern betreffend die Entfaltung von Handel und Unternehmer entstanden, welche die Waaren im Lande Industrie in Großbritannien. produzirten; oder Kapitalisten aus den alten Ländern kamen selbst oder schickten ihr Kapital, um dasselbe zu thun, weil ihnen Extraprofite aus dem Fortfall von Frachten, aus billigen Löhnen, gefügigerem Arbeiter material erwuchsen. So wurden diese neuen Länder immer selbständiger und kommen zuletzt sogar dahin, nun ihrerseits Waaren zu exportiren. Nicht nur, daß Europa seine Absatzmärkte verliert, es wird sogar von ihnen bedroht. Diese neuen Länder produziren billiger. Das alte Europa hat auf seiner Produktion die Lebensmittelzölle und die Kriegsausgaben lasten die neuen Länder produziren frei. Ein außerordentlicher Vorsprung. Produktion und Technik. Von den verschiedenen Erdtheilen hat zu den 108 000 m. Eisenbahnen, welche in der Zeit von Ende 1885 bis Ende 1889 auf der Erde entstanden sind, Amerika den größten Theil 68 679 m. beigetragen. Besonders sind es hier die Ver. Staaten, deren Eisenbahnnetz fortgesetzt eine starke Entwickelung zeigt, es hat um 52 179 Km. oder 25,1 pct. zugenommen. Außer ben Ber. Staaten weisen besonders noch Kanada und Meriko ſtarken Zuwachs auf. Bon den verschiedenen Ländern Europas hat Deutschland den Auf Amerika folgt Europa mit 24 604 m. oder 12,6 pt. größten Zuwachs an Eisenbahnlänge- 422 stm. oder 12 pt. Im letzten Dezennium belief sich die Einfuhr Großbritanniens aufzuweisen. Hiernach kommen Oesterreich- Ungarn, Frank auf ca. 8 Sterl. 12 Sh. per Stopf der Bevölkerung, das sind reich, Rußland und Italien mit beträchtlicher Vermehrung, 10-20 Sh. weniger als in den Siebzigerjahren und ca. 3 Sterl. während in England die Zunahme nur eine verhältnißmäßig geringe ist. 10 Sh. mehr als in den Fünfzigerjahren. In Asien ist es Britisch- Indien, dessen Eisenbahnnetz den etwas mehr als 6 Sterl. per Kopf, gegen 6-7 Sterl. in den In dem großen volkreichen China ist man immer noch nicht Die Ausfuhr Großbritanniens betrug in den letzten Jahren beträchtlichen Zuwachs 6180 Km. oder 12 pCt. aufweiſt. Siebziger- und 3-4 Sterl. in den Fünfzigerjahren. Die Preisüber einige kleine Versuchslinien hinausgekommen, doch dürfte dem großen volkreichen China ist man immer noch nicht veränderungen sind natürlich nach beiden Richtungen hin zu be- über einige kleine Versuchslinien hinausgekommen, doch dürfte beder von der russischen Regierung nunmehr in Angriff genommene rücksichtigen. Bau der sibirischen Bahn demnächst vielleicht auch einen neuen Anstoß zu größeren Eisenbahnbauten in China geben. kommende Entwickelung des Eisenbahnbaues stattgefunden. Ein In Afrika hat nur in Algier und Tunis eine in Betracht stärkerer Zuwachs an Eisenbahnlänge wird dort erst wieder zu erwarten sein, wenn die Verhältnisse in den neuen deutschen und englischen Kolonien, sowie im Kongostaat ſich weiter entwickelt und befestigt haben werden. und befestigt haben werden. den letzten Jahren ein- und ausgelaufenen Schiffe weiter Fahrt per Der Tonnengehalt der in den Häfen Großbritanniens in Kopf der Bevölkerung ist ungefähr dreimal so groß als in den Fünfzigerjahren; die Verhältnißziffer betreffend die Küstenschiff fahrt ist beiläufig um 50 pCt. höher. Die Produktion von Kohle belief sich in letzter Zeit auf durchschnittlich 4,45 Tonnen per Kopf der Bevölkerung, gegen 3,90 in den Siebziger und 2,34 in den Fünfzigerjahren. Die Die Eisenbahnnetze in den verschiedenen Kolonien Australiens Roheiſenproduktion stieg von 0,11 Tonnen per Stopf, in 1854 auf find im Verhältniß zur Bevölkerungszahl schon sehr beträchtlicher durchschnittlich 0,23 Oninquennium 1879-1884 und sank in den darauf folgenden 6 Jahren auf 0,21 Tonnen per Stopf. Ein Ausdehnung und im fortgeſetzten starken Wachsthum begriffen. ähnliches Stocken des fortschreitenden Konsums ist bei roher den Kolonien Süd- Australiens und Queensland. Das noch Am stärksten in dies Wachsthum theilen sich die rasch entwickeln Baumwolle zu konstatiren; der Berbrauch betrug 1854 27,9 Pf. febr dünn bevölkerte West- Australien hat von allen Staaten der per Stopf, stieg für 1880-1884 auf 41 und sant hierauf wieder sehr dünn bevölkerte West- Australien hat von allen Staaten der Erde im Verhältniß zu Einwohnerzahl die größte Eisenbahn auf etwas unter 40 Pfd. per Jahr und Kopf der Bevölkerung. länge, es kommen hier 181,8 km. Eisenbahn auf je 10.000 EinBeit, von 10 Bfd. im Jahre 1866 auf 11 Bfb. per Stopf im wohner, während beispielsweise in Deutschland auf dieselbe EinDerselbe soll eingeholt werden; Europa muß billiger produziren. Und das geschieht, wenn die Arbeiter zu Kulis herabgedrückt werden. Die Möglichkeit ist ja vor handen. Die schlechte Geschäftslage, welche so viele Fabriken hat schließen machen, hat eine ungeheure Reservearmee geschaffen. Es scheint fast, als ob sich der ZuDagegen stieg der Konsum von Schafwolle auch in der letzten stand wiederholen soll, als die Bauern und Landarbeiter von ihrer Scholle verjagt wurden und ein geeignetes Durchschnitt der letzten Jahre. ., Material" für den sich entwickelnden Kapitalismus boten. Auch heute wieder wird eine künstliche Uebervölkerung geschaffen. Das ist der Hebel, vermittels dessen auf die Lebenshaltung des Volkes gedrückt wird. Noch ist es nicht so weit. Noch hat man nöthig, Kulis einzuführen, um durch ein künstliches Mittel jenen Druck zu erreichen. Aber wie lange wird es dauern, dann hat man das nicht mehr nöthig, so wie schon jetzt z. B. in San Franzisko die Chinesen ihre Rolle als wohnerzahl 8,6 Km. Eisenbahn kommen. Der Gesammtbetrag des auf die Eisenbahnen der Erde am Während die Gesammtproduktion der Steinkohle Schlusse des Jahres 1889 verwendeten Anlagekapitals beläuft in den Ver. Staaten sich im Jahre 1880 auf 71 336 582 fich auf rund 128%, Milliarden Mark. Für den Schluß des Tonnen belief, zeigte das Jahr 1889 eine solche von Jahres 1888 war dieses Kapital auf 121 Milliarden Mark 140 747 591 Tonnen. Die Produktion der Kohle hat sich also berechnet, und hat sich also in 1889 um 7 Milliarden vergrößert. nahezu verdoppelt, während sich die Bevölkerung nur um etwa In Deutschland belief sich Ende 1889 das Anlagekapital auf 24 pet. vermehrt hat. Da ein nennenswerther Export 10 259 015 000 Mt., in England auf 17 531 903 000 m., amerikanischer Kohle nicht stattfindet, so zeigen die Ziffern, welch' in Frankreich auf 11 189 610 000 m., in Rußland auf enormen Fortschritt die Großindustrie in den letzten zehn Jahren 7095 600 000 Mt., in ganz Europ: zusammen auf 59 948 269 000 mit Dampfbetrieben ist nämlich die koloffale Steigerung der Progemacht hat. Nur durch die Vermehrung industrieller Anlagen Mark. buktion und des Verbrauchs der Kohle zu erklären. Sozialdemokratische Volks- Versammlung am Sonntag, den 13. September, Vormittags 10 Uhr, im ,, Feen- Palast", Burg- u. St. Wolfgangstraßen- Ede. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Berliner Delegirten vom Internationalen Arbeiter- Kongreh. 2. Diskussion. J. A. der Vertrauensleute. Achtung! Metallarbeiter. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 14. September 1891, Abends 8 Uhr, in der Attienbrauerei ,, Friedrichshain", früher Lips. Tages- Ordnung: Ter Streit der Metallarbeiter in Mailand." Achtung! Achtung! 2. Stiftungs- Fest des Sozialdemokratischen Lese- u. Diskutirvereins ,, Herwegh" am Sonnabend, den 12. September, in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39. Grosser Ball. Feftrede, gehalten vom Genossen Dr. Lütgenau. Humoristische Vorträge. Fachverein der Tapezierer Berlins u. Umgegend. Anfang 8%, Uhr. Große Versammlung am Montag, den 14. September 1891, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über englische und deutsche Arbeiterbewegung. Referent: Kollege Carl Wildberger. 2. Diskussion. 3. Aufnahme von neuen Mitgliedern. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Unterstützungs- Bund der Hausdiener Berlins. 5. Stiftungs- Fest am Sonnabend, den 12. September 1891, Abends 9 Uhr, in der Aktienbrauerei„ Friedrichshain", früher Lips. Unter gefälliger Mitwirkung des Männer- Gesangvereins Nord"( Mitgl. d. Arb.- Säng.- Bund.) Prolog, Feftrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. 2 Orchester. Ball. Blumen- Polonaise. Billets à 50 Bfg. sind an den bekannten Stellen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Verantwortlicher Redakteur: Paul Ernst, Berlin. Der Vorstand. Zu zahlreichem Besuch ladet ein „ Lichtstrahlen", Blätter für volksverständliche Wissenschaft und atheistische Weltanschauung. Zugleich ein literarischer Wegweiser für das Volk. Erscheint halbmonatlich in Heften à 20 Pf. Soeben erschien Heft 23. Zu beziehen durch die Verlags- Buchhandlung O. Harnisch, Berlin SW., Nenenburgerstraße 30. Soeben erschien: Arbeiter- Notiskalender Während der Pausen: Entree incl. Tany 30 Vfe. Der Vorstand. Hut- Fabrik Blücherstraße 11, vis- à- vis der Kreuz- Kirche. Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrolmarken. Gr. Lager in Regenschirmen. Reelle Bedienung. für das Jahr 1892, sowie Seft 1 und 2: Kranzbinderei n. Blumenhandlg. Der Jozia demokratische Staat von Osw. Köhler. Zu beziehen durch den Verlag von Wörlein u. Co., Nürnberg. Bestellungen und Abonnements auf die ,, Berliner Volks- Tribüne" für Paris nimmt entgegen R. Marks, kommunistischer Arbeiter-Leseklub rue grenata 58. von J. Meyer Berlin SO., Wienerstraße 1, ( in der Ede bei der Manteuffelstraße). Bekannte Preise. Auch Versandt. Pünktlich und gut. Fernsprecher, Amt IX, 9482. Verleger und Drucker: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55.