Berliner MhA Sozial-Politisches Wochenblatt. politische Noti?e«.— Soziales au» den vereinigten Staaten-— Die Sozialdemokratie«nd die Annerion von Msaß-Lothringen.— Kein Uothstand!— Ltterari I che». Gedicht.— UoveUe.— Zola«nd der Krieg.- Die mirthschaftliche Lage der Arbeiter in der Schweiz.— Der- schieden»». PoMische Notizen. —§ 180 des Strafgesetzbuches lautet;„Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise ver- schiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu 600 M. oder mit Gefängniß bis zu 2 Jahren bestraft." Wer die Sozialdemokratie auch nur ganz oberflächlich kennt, muß einsehen, daß man logischer Weiß diesen Paragraphen gegen die sozialdemokratische Agitation niemals anwenden kann. Gewaltthätigkeiten halten wir für ein ungeeignetes Propagandamittel, da wir durch die selben bloß erreichen würden, daß man uns nieder knüppelte. Sozialdemokraten haben deshalb auch noch nie zu Gewaltthätigkeiten angereizt; nur Anarchisten, die eben keine Sozialdemokraten sind, und in diesen Fragen der Taktik mit uns bekanntlich nichts gemein haben; und Lockspitzel, welche von den Leuten bezahlt wurden, die ein Interesse daran haben, daß die Arbeiter Gewalt- thätigkeiten begehen, nämlich von denjenigen Persönlich leiten, welche uns gern durch Niederknüppeln aus der Welt schaffen möchten. Nichtsdestoweniger sind auf diesen Paragraphen hier schon verschiedene unserer Genossen verurtheilt. Man kann daraus schließen, daß dieser Paragraph also wohl einer Deutung fähig sein muß, welche von der Deutung des schlichten Menschenverstandes, der die Jurisprudenz tin de siöcle nicht studirt hat. abweicht. Leider ist es dem Menschen aber nicht gegeben, sich bei ihm unerklärlichen Dingen so leicht mit dem Bewußt sein des beschränkten Unterthanenverstandes zu beruhigen; und so quält auch mich folgendes Problem, das ich hiermit den Lesern zum Lösen übergebe; Wie kann man auf Grund des§ 130 einen Menschen anklagen, der die Leute vor Gewalt- thätigkeiten mit den nach seiner Auffassung triftigsten Gründen warnt? Das ist mir aber buchstäblich passirt. Diejenigen Leser, welche sich das Blatt aufheben, bitte ich den Artikel „Hungerzölle" in der Nummer vom 6. Juni nach zulesen. In diesem Artikel war ausgeführt, daß die Hungers- noch eventuell das Volk zu Unruhen treiben könne, und daß manchen Leuten diese Unruhen sehr erwünscht sein würden. Daß aber das Volk ruhig ausharren müsse und seinem Groll nicht nachgeben dürfe, denn sonst werde durch die nothwendig erfolgenden Repressalien die Sache noch schlimmer. Es war dann die allgemeine Politik dieser„manchen Leute" gekennzeichnet und behauptet, daß dieselbe eine furchtbare ökonomische Katastrophe über Deutschland heraufbeschwören werde. Auf Grund dieses Artikels erfolgte eine An- klage wec/.n„Aufreizung verschiedener Klassen her Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander!" — Von ExbiSUtarck liegen wieder zwei interessante Aeußerungen vor. Ueber Bonaparte hat er sich s. Z. nach seiner Rückkehr von einer Zwiesprache mit ihm in Biarritz folgendermaßen geäußert; „Der Kaiser will mich nicht begreifen- Und doch hätte man sich so gut verstehen können! Wir beide zusammen hätten Wide«, oder, wenn er mir antwortete, redete er nur vage Worte von Ruhm, Menschlichkeit, Völkerverbrüderung und was weis; ich noch für Albernheiten," Natürlich hat dieser Hallunke von Bonaparte„Ruhm, Menschlichkeit und Volkerverbrüderung" auch nur als „Albernheiten" betrachtet und hat. diese sentimentalen Phrasen gemacht, um damit die Dummen einzusangen- Aber die cynische Frechheit hat doch wohl vor Bismarck Niemand gehabt, die Menschlichkeit öffentlich als„Albern- heit" zu bezeichnen. Wenn ein Verbrecher auf der Anklagebank erklärte; ich halte die Menschlichkeit für eine Albernheit, so würde sich ein Schrei des Entsetzens er- heben über eine solche Verthierung, Und dann das:„Wir beide hätten Europa auf- gezehrt!" Dafür giebt es einfach keine Kritik. Was würde man sagen, wenn ein Mörder sich kaltblütig mit einem andern Mörder darüber unterhielte, wie man eine Reihe anderer Personen ermorden und ausrauben könnte, und dann, wenn der zweite Bedenken hatte wegen der „Menschlichkeit" des Verfahrens, kaltblütig sagte;„Schade, daß du nicht willst, wir beide hätten die Leute alle zu- sammen todtschlagen können." Und das handelt sich bloß um ein paar Menschen, die dabei eventuell von diesem Gesindel ermordet werden sollten. Aber bei Bismarc handelte es sich um ganze Völker, um ganz Europa das er seinem Kumpan Bonaparte vorschlug„auszu zehren". — Kürzlich hat:r einem Engländer, gegenüber der ihn besucht hat, folgende Aeußerung gethan; Bismarck zeigte aus zwei stattliche Fichten vor uns und sagte;„da oben, frei in der Luft, zwischen diesen Bäumen möchte ich ruhen, wo frische Luft und Sonnenschein noch zu Einem können; der Gedanke, in einer Schachtel eingegraben zu werden. hat seine Schrecken." Die Maoris, die Wilden auf Neu-Seeland, hissen, wie er gehört hat, ihre tobten Häuptlinge zwischen den Kronen von zwei zusammengebundenen hohen Tannen im ein- samen Walde und überlassen sie dort dem Spiel von Wind und Sjöetter." ' Wirklich, wenn wir nichts an Bismarck bewundern dieses Taktgefühl dafür, wo er hingehört, be vuidern wir. — Dümmer, wie jich's gehört, sind unsere Agrarier Was die Herren für Vortheile von den Rentengütern laben, haben wir bereits auseinandergesetzt, und wenn es �ich um das eigene Interesse handelt, so pflegt man ja olche Dinge leicht einzusehen, selbst wenn man sonst nicht mit großen geistigen Kräften begabt ist. Aber auch das können unsere Agrarier noch nicht einmal, die Profite, welche ihnen von ihren inlelligenteren Kollegen in die Tasche geschoben werden, weisen sie aus Unverstand von Ich. Wir finden folgende Notiz in einem Blatt: Das Gesetz vom 7. Juli er. betr. Erleichterung der Er- richtung von Rentengütern hat in dem landwirthschaftliche Ver- eine R. seitens des Reichsgrafen A. und des Geh. Regierungs- raths B. scharfen Tadel erfahren. Regierungsrath E, welcher einen Vorttag über daS Gesetz hielt, hatte|cinc Zweifel ausgesprochen, ob die Absicht des Gesetzgebers, die ländlichen Ar- better seßhaft zu machen, durch das'Gesetz erreicht werde. Der Mann werde, wenn für seine Familie durch Grund und Boden gesorgt sei, erst recht zur Arbeit fortwandern. Jndeß werde das Gesetz zweifellos die Wirkung haben, die bäuerlichen Ansiediungen U vermehren. Geh. Rath B. erklärte, das Gesetz sei für die Verhältnisse der Gegend durchaus ungeeignet, denn die Pacht- preise seien dort so hoch, daß niemand an die Bildung von Rentengütern denken werde. Uebrigens sei der Hauptfehler des Gesetzes, daß es nicht ein Abhängigkeitsgesetz herstelle, denn alles Glück hänge von der Abhängigkeit ab. Der Mensch müsse ab- händig sein, um glücklich zu sein. Der Retchsgraf A., der Bor- 7' Europa aufgezehrt, während jetzt einer von uns aufgezehrt wird. Wer dies sein wird? Ich denke, nicht ich oder vielmehr nicht das Land, das ich repräsenttre. Ich habe dem Kaiser Alles gesagt, um ihn dazu zu bringen, daß er unser Verbündett werde, aber er hat nichts hören wollen.... Er hat mir nichts er- itzende des Vereins, führte aus, daß der Erfolg des Gesetzes den Ruin des Großgrundbesitzes bedeute. Der Arbeiter, der eßhaft wird, werde selbstständig und beanspruche für sich wieder Arbeitskräfte, so daß die Arbeiternoth noch gesteigert werde. — Die Finauzpolitik des Herrn Miquel hat bei uns niemals solche warme Bewunderung gefunden, wie anderweitig. Als vorigen Herbst die dreiprozentige An- eihe 43 oder 34 mal— wir wissen nicht recht genau, es kommt da aber wirklich auf eine Hand voll Noten nicht an— überzeichnet war, wiesen wir nach, während )ie gesinnungstüchtigen Blätter im höchsten Entzücken chwärmten, daß die ganze Ueberzeichnung einfach Humbug war, weil sie nicht von wirklichen Käufern, sondern nur von Spekulanten herrührte, und daß die Manöver, durch welche sie herbeigeführt wurde, weit entfernt, eine be- sonders originelle That zu sein, schon sehr altväterischer Natur sind und gewöhnlich von Staaten mit etwas zweifelhaftem Kredit angewendet werden. Der Erfolg hat uns Recht gegeben, indem die drei- prozentigen Konsols furchtbar gefallen sind. Jetzt wird ein neues Mittel gesucht— bei uns gleichfalls noch„originell", aber bei Staaten, deren Kreditverhältnissen wir uns jetzt mit Riesenschritten nähern, bereits seit lange gebräuchlich: eine freundliche Aufforderung an die Sparkassen, doch dreiprozentige preußische Konsols zu erwerben. Natürlich ist es zunächst wieder Herr Schweinburg in seinen„Berl. Pol. Nachr.", dem die Aufgabe zu- gewiesen wird, die Sache so darzustellen, als sei die Ministerialverfügung nicht im Interesse des Staatskredits erlassen, sondern vorwiegend im Interesse des Sparkassenwesens selber. nämlich behufs Verhütung von Kalamitäten, die etwa in kritischen Zeitläuften durch plötzliche umfangreiche Zurückziehung von Sparkassen- geldern entstehen könnten. Angeblich soll, wie die offiziöse Versicherung lautet, durch ausgedehntere Anlage von Sparkassengeldern in den dreiprozentigen Konsols dem vorgebeugt werden, daß in Folge von Massenkündigungen einerseits die Sparkassen selber in Verlegenheit gerathen, andererseits über die Sparkassen-Schuldner, insbesondere über die Hypothekenschuldner, eine Katastrophe hereinbreche. Damit aber Niemand in Zweifel darüber bleibt, daß diese Erklärung des Herrn Schweinburg eben eine Erklärung des Herrn Schweinburg ist, heißt es in der Verfügung selber; „Der sich in dieser auffallenden Erscheinung aussprechenden Zurückhaltung der Kapital suchenden Sireise gegen die preußischen Staatspapiere entgegenzutreten und letztere aufnahmefähiger zu machen, erscheint im Interesse des Staatskredits dringend ge- boten." Mit anderen Worten;„Sparkassen, kauft unsere Dreiprozentigen, denn es ist ein Skandal, daß sie so tief stehen und die traurigen Kreditverhältnisse unseres mäch- tigen Landes enthüllen; kauft und treibt dadurch die Kurse wieder in die Höhe!" Wir wissen nicht, was die Sparkassen thun werden. Eins aber wissen wir: Wieder ein neues Zeichen des Zersetzungsprozesses des deutschen Reiches. — Da mit dem einfachen Deklariren, daß kein Nothstand sei, der Nothstand merkwürdiger Weise immer noch nicht schwinden will, so sinnt man jetzt verschiedent- lich auf Surrogate für Rogge«. Wir finde.'! folgende Notiz: „Herr Charles I. Murphy ist vom landwirthschaftlichen Departement in Washington im Auftrage seiner Regierung nach Berlin gekommen, um dem Mais als einem Ersatz für andere Brotstoffe hier Eingang zu verschaffen. Eine besondere Mission hielt das landwirthschaftliche Ministerium zu Washington für nöthig, weil die Einführung eines neuen, wenn auch bereits für Jeden zugänglichen Nahrungsmittels in ein fremdes Land nur erfolgreich zu sein versprickit, wenn weite und einflußreiche Streife dafür interefsitt werden und wenn in diesem Sinne gewirkt wird. Murphy läßt es an den dazu erforderlichen Bemühungen nicht 'ehlen. Er hat hier in der Schützenstraße eine Bäckerei mit der Herstellung feiner Brode nach genauer Vorschrift beaufttagt. Gestern empfing ihn der Minister Herr v. Heyden, der sich in Gegenwart des Geh. Rath Dr. Thiel Borttag halten ließ und eine eingehende Prüfung versprach. Der vortragende Rath in der Proviantabtheilung des Kriegsministertums, Herr Geh. Rath Engelhard, hat nach den ihm vorgelegten Brotproben gebeten, ihm einige Säcke Maismehl zu eigener Prüfung zur Verfügung zu stellen, die von Liverpool aus bereits unterwegs sind. In >iesen Tagen wird Herr Murphy auch eine Unterredung mit dem Minister des Innern haben. Das Brot wird aus einer Mischung, die zur Hälfte je aus Roggen und Mais und Weizen und Mais besteht, hergestellt. In dieser Mischung soll sowohl das Roggenbrot, als das Weisbrot den uns gewohnten Ge- chmack behalten. Herr Murphy theilt mit, daß ein Brot aus 1 Pfund Roggen- mehl und einem Pfund Maismehl durch Absorbirung von Wasser ein Gewicht von 4'/, Pfund habe und daß der Preis eines olchen BroteS sich unter Zugrundelegung der jetzigen Roggen- und Maispreise auf 20 Pfennig stellen würde. Ob sich diese Berechnung bewahrheiten wird, muß erst durch längere Beob- achtung festgestellt werden. Jedenfalls erklärt Herr Murphy, nicht von Berlin fortgehen zu wollen, bis er etwas erreicht hat nicht bewilligt wird, steht die Gründung einer] von werden, welche jedoch das Problem aber nicht lösen werden. " National- Reichthum" in den Als sich in England ergab, daß das steuerbare Landesgewachsen war, bemerkte Gladstone im Parlament:„ Dieser beEngland hatte uach einer Schätzung von Robert Giffen im Brot ebenso schwackhaft und nahrhaft und billiger sei, als das hielt eine Rede in einer Massenversammlung zu Leeds, find weit zurück. Pro Kopf der Bevölkerung ist allerdings d. h. bis er die Berliner überzeugt hat, daß das gemischte unabhängigen Arbeiterpartei bevor. Ben Tillett Jahre 1882 einen Reichthum von 50 185 Millionen Dollars, Frankreich nach Vacher 46 000 Millionen. Alle anderen Länder Roggenbrot." Maisbrot ist frümelig und hat keinen guten Ge- in welcher er erklärte, 20 Millionen Arbeiter in England Frankreich und England reicher als die Vereinigten Staaten; schmack. Wir würden es für viel richtiger halten, die hätten nur 9 Vertreter im Parlament. Ehe dasselbe ein dagegen ist das Wachsthum des Vermögens in diesem Lande Rezepte, welche Rud. Meyer angegeben hat, und die wir gesunder Gesetzgebungskörper werden könne, müsse es ein ungeheuer weit größeres. Vor zehn Jahren betrug der Vereinigten Staaten 19 902 vor einigen Wochen hier reproduzirten, zu befolgen. Demokratisch gemacht werden. Eine ähnliche Aenderung millionen, somit eine Zunahme von 7347 Millionen Dollars. Dabei müßte man dann auch freilich den Fleisch- und müsse in den Gemeinde- und County- Vertretungen statt Im Jahre 1850 belief sich der Werth des gesammten zu verSpeckzoll von 20 Mt. pro Doppelzentner und den Mais- finden. Die brennende Arbeiterfrage hat die irische Home- steuernden Eigenthums im Lande auf ungefähr dieselbe Summe, Rule gänzlich in den Hintergrund gedrängt. Die alten um welche er allein in den letzten zehn Jahren zunahm. zoll von 2 Mt. aufheben. Bor 400 Jahren ist Amerika entdeckt worden. Von 1492 Einen Beitrag zur Wahlpolitik, wie sie in Parteien wetteifern mit ihren Versprechungen. an bis zum Jahre 1850, also beinahe 360 Jahre lang, hat die Westpreußen auf dem Lande beliebt wird, giebt eine in Während Gladstone für die Liberalen den Vorschlag Bevölkerung dieses Landes gebraucht, um ungefähr 7000 Millionen einem Danziger Beleidigungsprozeß mitgetheilte Verfügung macht, allen Arbeitern das Stimmrecht zu verleihen, zusammenzuarbeiten und aufzuspeichern, im Zeitalter der Mades Landrathes v. Grammazki an den Gemeindevorsteher will Sir Michael Hicks Beach ein Gesez vorschlagen, schinen aber und des Großkapitals genügten zehn Jahre, um den gleichen Betrag aufzusparen. Mit anderen Worten, im Peters in Neuenburg vom 16. Juni 1890, in welcher burch welches mit Staatshilfe eine Kleinbauern- Klasse ge Jahre 1850, also 360 Jahre nach der Entdeckung und Besiedlung schaffen werden soll. Es ist dies eine Aufwärmung der des Landes, betrug das sogenannte Nationalvermögen etwas es wörtlich heißt: " Da Sie indeß bisher ein guter und wie ich bei den Jesse Collings'schen„ Drei- Acker und eine Kuh"-Idee. Die über 7000 Millionen, in den zehn Jahren von 1880 bis 1890 letzten Wahlen gesehen habe auch ein durchaus staatstreuer Ackerbau- Arbeiter sollen durch Staatshilfe zu Eigen- nahm es jedenfalls um 7000 Millionen zu. Es liegt uns im Augenblicke keine amerikanische Statistik Beamter gewesen sind, und überdies die in Frage stehende An- thümern kleiner Farmen gemacht werden, gerade groß der Dampfmaschinen zur Hand. Ta aber die Einführung und gelegenheit erledigt ist, so erlasse ich Ihnen auch diejenigen Strafen, die ich vorher unserm 18. und 19. März cr. im Ge- genug, daß sie sich mit dem Ertrage ernähren können. Berbreitung derselben in allen Kulturländern nahezu in gleicher sammtbetrage von 125 Mark gegen Sie festgesetzt habe." Henry Chaplin, Präsident des Ackerbauraths, wird diese Weise und in gleicher Zeit erfolgte, so wollen wir hier anführen, daß es in Preußen im Jahre 1837 blos 423 Dampfmaschinen Bernhard Becker ist gestorben. Becker wurde Bill im Parlament einbringen. mit 7514 Pferdekräften gab, daß ihre Zahl in 1849 erst auf Die Lage kennzeichnet ein Interview von Sir John 1969 Maschinen mit 67 150 Pferdekräften, in 1878 aber bereits von F. Lassalle kurz vor seinem Tode als Präsident des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins bestimmt und Gorst, den politischen Sekretär im Departement für auf 37 320 mit 2 891 867 Pferdekräften gestiegen war. Also erst wurde dann auch gewählt. Nach kurzer Zeit überwarf Indien, der als Nachfolger des verstorbenen General furz vor 1850 kamen die Dampfmaschinen zu allgemeiner Verwendung. Ja, die Maschinen erzeugen riesige Reichthümer, er sich jedoch mit der Gräfin Hazfeld, welche nach postmeisters Raifes ausersehen war: „ Etwas muß und wird gethan werden müssen," sagte Sir oder helfen vielmehr in deren Erzeugung. Aber hier ein ander Bild! Im Jahre 1850 gab es in Lassalles Tooe eine einflußreiche Stellung im Verein einnahm. Auch sonst stellten sich Unzuträglichkeiten John Gorst, wenn man eine Revolution vermeiden will. J Amerifa 123 051 industrielle Etablissements, welche zusammen meine damit keine blutige Revolution, sondern will sagen, daß heraus und so trat er 1865 zurück, und an seiner Stelle das Volk sich in den Besitz des Landes setzen und daraus leben ein Kapital von rund 533 Millionen besaßen, rund 731 Tausend Männer beschäftigten und Waaren im Werth von rund Tausend wurde Tölfe gewählt. Später ging er dann zur wird. Es hat jetzt die Macht in Händen und es wird versuchen, Millionen produzirten. In 1880 gab es 253 852 Etablissements, Eisenacher Partei über und redigirte mit Bonhorst, sich in den Besitz des Landes zu setzen, weil es mit seiner gegen welche ein Stapital von rund 2800 Millionen befäßen, zwei Vahlteich und Kokosky den Bracke'schen„ Braunschweiger wärtigen Lage unzufrieden ist. Zugeständnisse mögen gemacht Millionen Männer beschäftigten und für 5400 Millionen Waaren Volksfreund". Buleẞt zog er sich vom Parteileben Die Konservativen sollten dem Bauer das Land geben, dann produzirten. Also, die Zahl der Etablissements hat sich blos verdoppelt, zurück. Seine hauptsächlichsten Schriften sind: Die würden sie die Auswanderung hemmen und das Ansammeln der die Bahl der beschäftigten Männer hat sich verdreifacht, das Reaktion in Deutschland"," Die Arbeiteragitation Ferd. Bevölkerung in großen Städten vermeiden. Dem Bauer und Produkt aber verfünffacht. Arbeiter einen Antheil am Land zu geben, ist reiner KonservatisIn derselben Zeitperiode stieg der Gesammtbetrag der Löhne Lassalle's"," Enthüllungen über das Lebensende Ferd. mus. Ich stelle gegenwärtig eine Untersuchung an über die von 237 Millionen auf 948 Millionen. Demnach theilte sich Lassalle's", die er neu bearbeitet hat, und welche wahr- köhne der ländlichen Arbeiter und der kleineren Bauern. Ich die doppelte Anzahl von Unternehmern in das fünffach größere scheinlich jetzt erscheinen werden," Der Mißbrauch der werde dadurch in den Stand gesetzt, ein Urtheil über die Lösung Produkt, die dreifach größere Zahl der Arbeiter aber in den nur Nationalitätenlehre",„ Geschichte der revolutionären der Landfrage zn bilden." Parnell, der langjährige Führer der Irländer, vierfach größeren Betrag des Lohnes. Pariser Kommune von 1798" und Geschichte der Laffen wir die verhältnißmäßige Zunahme der unbeschäftigten Pariser Kommune von 1871", welche von der Partei ist gestorben wahrscheinlich von eigener Hand. Parnell Arbeiter außer Acht und ebenso den Unterschied in der Staufverstand es immer sehr gut, da zu ernten, wo andere kraft des Geldes, welche bei dem Arbeiter schwerer ins Gewicht desavouirt werden mußte. Leute gesät hatten; in dem berühmten Prozeß gegen die fällt, als bei dem Unternehmer, so hat sich zwar die Lage des Arbeiters von 1850 auf 1880 positiv gebessert, und zwar um Am 22. September wurde zu Hull der Kongreß Times" hat sich die ganze Schäbigkeit seines Charakters 1%, die des Unternehmers aber um 2, mit anderen Worten, der Delegirten der englischen Dockarbeiter, deren An-" zahl sich auf 120 000 beziffert, unter dem Vorsize von enthüllt, als er mit so bewundernswürdigem Geschick die der Theil des Unternehmers am Produkt iſt doppelt so rajc irischen Terroristen von sich abzuschütteln wußte. Prat- gestiegen, als der des Arbeiters. Tom Man auf fünf Tage eröffnet. Die Arbeiter der meiſten Häfen waren vertreten, und aus dem Rechen- tische Erfolge hat er für seine Landsleute schwerlich einkommen in den acht Jahren von 1853 bis 1861 um 20 pGt. schaftsberichte, sowie aus der Präsidentenrede ging im errungen. Gestürzt hat ihn dann bezeichnend für einkommen in den acht Jahren von 1853 bis 1861 um 20 pGt. Allgemeinen hervor, daß man sich bemüht, auch die den englischen cant das Bekanntwerden eines Liebes- rauschende Zuwachs von Reichthum und Macht ist ganz und Feldarbeiter, welche den Dockarbeitern große Kon- verhältnisses mit der Frau eines Andern. Bei andern gar auf die besitzenden Stlassen beschränkt." Ganz so wäre für die Vereinigten Staaten dies allerdings Leuten passirt natürlich so Etwas nicht! furrenz machen, in Trades Unions zu organisiren, um Der Finanzminister Wyschnegradski hat einen nicht wahr, denn in den letzten zehn Jahren sind wohl Tausende freilich nur in Folge außerordentlicher Sparsamkeit eine Erhöhung der Löhne sowie eine Verminderung der Bericht über die Lage im Innern Rußlands erstattet. von Arbeitshäuschen gebaut worden, welche zusammen wohl Arbeitszeit derselben zu erzielen. Viele Dockarbeiter müssen noch immer 90 bis 100 Stunden per Woche In diesem Bericht wird nicht nur in scharfem Gegensatz eine erkleckliche Summe ausmachen, wohl aber darf man analog thätig sein, während viele ihrer Kameraden nichts thun zu den Berichten Durnowo's, des Ministers des Innern, au obigem Satze sagen: Der berauschende Zuwachs von Reichund nichts verdienen können. Die Angestellten bei den ausgeführt, daß die Noth im Lande weit größer sei, als thum und Macht, welcher in der Zunahme des Nationalwohl Eisenbahnen werden häufig 20-45 Stunden ununter zugestanden werde, ſondern geradezu darauf hingewiesen, auf die besitzenden Stlassen beschränkt. Die vorstehenden Zahlen brochen in Anspruch genommen, wodurch ihre Gesundheit daß Tausende im Laufe des Winters dem beweiſen es. Die Es sind nun fünf Jahre her, daß die Arbeiterbewegung sicheren Hungertode entgegensehen. und der Betrieb leide, in den chemischen Fabriken haben Administrativbeamten seien in ihrer ungeheuren Mehrzahl schwung nahm, und zwar in einer Weise, daß selbst peſſimiſtiſch in den Vereinigten Staaten einen vielversprechenden Aufdie Leute sieben Schichten von je 12 Stunden wöchentlich Dienste zu leisten, und häufig unter den schlechtesten so unzuverlässig, daß die durch ihre Hände gehenden angelegte Naturen, deren Hoffnung, schon oft getäuscht worden sanitären Umständen, in der Textilbranche übersteigt in Spenden zum Besten der Nothleidenden nur zum geringsten war, neuen Wuth schöpften. Um so gründlicher war die neue vielen Fällen bei erwachsenen Arbeitern der Wochenlohn vielen Fällen bei erwachsenen Arbeitern der Wochenlohn Theil in die Dörfer der armen Opfer der Mißernte und Enttäuschung, ale nach dem Mißglüden einer Reihe Streits nicht 16 sh., was sie zwingt, sich und ihre Familien mit der langjährigen Mißwirthschaft gelangen würden. Da und nach den Ereignissen in Chicago die ganze Bewegung sozunun der Oberprokureur des heiligen Synods, Pobe- fagen wie eine Seifenblase plazzte. Seitdem ist fast nur Stagnation zu vermelden gewesen, nur Nahrungsmitteln schlechter Qualität zu begnügen. Einige dieser Uebelstände könnten dadurch beseitigt werden, daß bonoszew, seine Stimme in gleichem Sinne erhoben hat, hie und da unterbrochen durch vereinzelte Lebensäußerungen dieser Uebelstände könnten dadurch beseitigt werden, daß ist der Eindruck nur noch verstärkt worden. Hierzu diverser Organisationen, worunter besonders der allgemeine die Trades Unions mit jenen Arbeiterfonsumvereinen tommt noch, daß die immer nur gewaltsam zurückgehaltene schreiner und Zimmerleute, sowie derjenigen der jüdischen KleiderStampf für die acht, resp. neunstündige Arbeitszeit der Bau( Cooperative Societies) in engere Beziehungen treten, revolutionäre Propaganda sich lebhafter arbeiter in New- York zu verzeichnen sind. Größere Wogen welche nur solche Kleider, Möbel und andere Artikel er als je regt und an der Unzufriedenheit schlugen aber auch diese Kämpfe nicht, und man kann wohl stehen, die von Arbeitern, deren Lohn und Arbeitszeit und Verzweiflung der darbenden Bauern sagen, daß die große Masse der organisirten- Arbeiter dengleich jenen von der Trades Union bestimmten ist, erzeugt die Hebel findet, an denen sie anseßt. Der felben gleichgültig und mit verschränkten Armen zuſchaute. Der wurden, dann könnten sich die Arbeiter auch Lebensstöpfe und Herzen der amerikanischen Arbeiter zu halten schien, mittel besserer Gattung anschaffen. Tom Man befürTom Man befür- Beitpunkt scheint sich zu nähern, der die unheilvollen Geist der Solidarität, der im Jahre 1886 seinen Einzug in die wortet warm die Errichtung von Regierungswerkstätten Folgen der russischen Finanzwirthschaft, die im letzten war verflogen wie der Rauch eines Strohseuers. Grunde doch nur durch geschickte Spekulationen den Schein Die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenfür Arbeiter, die zu gewissen Jahreszeiten keinen Erwerb der Prosperität erschlich, zu Tage bringen wird. An den Arbeiter, von denen in jenem Jahre ſelbſt Diejenigen wieder haben; die Regierung sollte für sie durch Errichtung von die von der Adelsagrarbank veranlaßten Zwangsverkäufe in die Reihen traten, welche sich Jahre lang mißmuthig zurückWerkstätten und Anschaffung von Rohmaterial und Werkzeugen Sorge tragen. Was die Verhandlungen des verschuldeter Güter ſchließen sich jetzt in erschreckender verständlich in Mitleidenschaft gezogen, und so ist auch nach Kongresses betrifft, so wurden dieselben bei geschlossenen Zahl gleiche Maßregeln in den Gouvernementsbanken und dieser Seite nichts Günstiges während der vergangenen fünf Thüren und mit Ausschluß der Presse geführt und bloß in den Bauernagrarbanken, und ein Ende läßt sich gar Jahre zu vermelden gewesen. Dazu kam noch das Berwürfniß folgende Resolutionen öffentlich gefaßt: Subfontrakte für nicht absehen, zumal schon jetzt ein sehr fühlbarer Mangel vorhanden ist, obwohl im Grunde weder prinzipielle noch wesentan Viehfutter eingetreten ist, und die Bauern ihren Be- liche taktische Differenzen vorlagen und es sich lediglich um perLadung und Löschung der Schiffe sind zu verurtheilen, dieselben stand an Vieh und Pferden zu unerhörten Schleuder- sönliche Angelegenheiten handelte. Ständen die Dinge heute ſo, sollen als gesezwidrig betrachtet und die Operationen an preisen veräußern. Nun behauptet zwar wyschnegradski, daß die sozialistische Propaganda Aussicht auf einen günstigen Bord eines Schiffes periodisch von Regierungsorganen er habe die 30 Millionen Rubel, die zur Bestellung der Fortgang hätte, so wäre die Wiedervereinigung der beiden Gruppen keine Frage; so aber herrscht auch in dieser Beziehung inspizirt werden. Weiters: in feinem Industriezweige soll, wenn die Majorität der Arbeiter es verlangt, länger als Felder und zur Ernährung der Nothleidenden beſtimmt dieselbe Gleichgültigkeit, wie sie andererseits, mit geringen Auswenn die Majorität der Arbeiter es verlangt, länger als find, den Ueberschüssen des realisirten Reichsbudgets pro nahmen, in der gewerkschaftlichen Organisation zu verzeichnen ist. 48 Stunden wöchentlich gearbeitet werden; die Regierung Große Hoffnung wurde von Denen, di. unentwegt in den soll Werkstätten für erwerbslose Arbeiter aufstellen, die finden. Aber selbst angenommen, daß diese Angabe richtig fest, burch den die Anregung neuen Lebens erwartet wurde. 1890 entnommen; viel Glauben dürfte er damit schwerlich Reihen ausharrten, auf den Achtſtundenkampf der Bergleute geAufnahmegebühr in die Union ist von 5 sh. 6 d auf und nicht nur darauf berechnet ist, die Augen der Re- Der klägliche Ausgang dieses Kampfes, der schon zusammendurch den die Anregung neuen Lebens erwartet wurde. 2 sh. 9 d herabzusehen, und es soll in Erwägung zogen werden, ob es nicht angezeigt wäre, bei jedem Ar- flektanten auf die französische Anleihe zu blenden, was gebrochen war, ehe er anfing, zerstörte auch diese Hoffnung, was wollen 30 Millionen Rubel sagen, wenn es sich darum selbstverständ ich die Depression noch verstärkte. beiter, der sechs Monate Mitglied der Trades Union gehandelt, 30 Millionen Nothleidender so hoch berechnet lag, herrscht heute noch keine volle Klarheit. Es tauchte aber Ueber die eigentliche Ursache, welche der Affaire zu Grunde wesen ist, im Todesfall seinen Erben 4 Pfd. Sterl. zu sich die Bevölkerung der vom Mißstande betroffenen schon damals der Verdacht auf, der durch spätere Borkommnisse verabolgen. den Herbst nur verstärkt wurde, daß abgesehen davon, daß die Führer In englischen Arbeiterkreisen gährt es gewaltig Gouvernements nach russischer Angabe der ,, Federation of Labor", speziell deren Präsident Gompers, der Situation nicht gewachsen waren Machinationen der und das Verlangen nach selbständigem politischem Vor- und Winter hindurch durchzubringen? Führer der Knights eine Rolle spielten. Wie erst später begehen greift in den Gewerkschaften immer weiter um sich. fannt wurde, gehörten neun Zehntel der im Kokegebiet PennsylDer Kongreß zu Newcastle hat die Frage nunmehr auf Soziales aus den Vereinigten Staaten. vaniens befindlichen Arbeiter dem Orden an, und es ist kein die Spize getrieben. Die alten Parteien sind in Unruhe Zweifel darüber zu hegen, daß der Streik derselben, durch den und Bestürzung. Sie überbieten sich, die Arbeiter durch Die Vereinigten Staaten sind ein noch junges Staats- auch ein Theil der zur Minenarbeiter- Organisation gehörenden Versprechungen zu ködern. Es finden seitens der Führer wesen, aber sie bilden bereits das reichste Land der Welt. Bergleute betroffen wurde, von den Führern der Knights abder alten Parteien bereits Konferenzen mit Repräsentanten Triumphirend verkündigen es die Zeitungen. Nach dem soeben sichtlich herbeigeführt oder provozirt wurde, um den Achtstundender Arbeiter statt. Letztere verlangen Annahme des auf publizirten Zensus- Bulletin betrug das abgeschätzte Vermögen tag der Bergleute zu vereiteln und damit auch der„, Federation dem Kongreß zu Newcastle beschlossenen Achtstunden- 24 249 685 806 Dollar. Die Abschätzung ist aber viel zu niedrig of Labor" einen schweren Schlag zu versetzen. nach einer feststehenden Kalkulationsmethode wird das Klar ist: wären die Kokearbeiter Mitglieder einer zur Federation gehörenden Organisation gewesen, so hätte der Streik. gesezes und 40 Vertreter im Parlament. Falls dies Nationalvermögen auf 62 610 000 000 Dollar veranschlagt. ( Nach Zeitungen.) standes um 7000 Millionen liegt, ist zum weitaus größten Theil gezogen hatten, wurden durch den allgemeinen Rückschlag selbst " bereitet hat. nicht stattgefunden, sondern man hätte bis zum Tage des abgeordneten Bebel und Liebknecht in Sachen der allgemeinen Stampfes gewartet. Was die Exekutiv- Behörde der 120 Millionen Kriegsanleihe bei Ausbruch des Krieges: der Internationalen ein Manifest, in dem sich folgende Und am 9. September veröffentlichte der Generalrath Minenarbeiter noch außerdem veranlaßt haben mag, den Kampf nicht zu eröffnen, war wohl der Umstand, daß die Bauschreiner Der gegenwärtige Strieg ist ein dynastischer Krieg, unter- Stellen finden: und Zimmerleute, soweit dieselben im vorigen Jahre ihre nommen im Interesse der Dynastie Bonaparte, wie der Krieg Der Vertheidigungskrieg hatte thatsächlich seinen AbForderung auf achtstündige Arbeitszeit nicht durchführen konnten, bon 1866 im Interesse der Dynastie Hohenzollern. sondern sich mit neun Stunden begnügen mußten, an 176 Orten Geldmittel können wir nicht bewilligen, weil dies ein Ver- zu Paris. Aber lange vor den Ereignissen, vom selbem AugenDie zur Führung des Krieges dem Reichstag abverlangten Kapitulation von Sedan und der Proklamirung der Republik schluß erreicht mit Louis Bonapartes Selbstauslieferung, der wiederum in den Kampf eintraten, obwohl sämmtliche zur trauensvotum für die preußische Regierung wäre, die durch ihr blick, als die unglaubliche Fäulniß der imperialistischen Waffen Federation gehörende Organisationen hinter den Bergarbeitern Vorgehen im Jahre 1866 den gegenwärtigen Krieg vor- entdeckt war, entschied die preußische Militärkamarilla für Erstehen sollten. Die von der„ Federation of Labor" inszenirte AchtEbensowenig können wir die geforderten Geldmittel ver- die Proklamation des Königs Wilhelm, seine Thronrede an den stundenbewegung ist durch jene Affaire gründlich in's Waffer weigern; denn es könnte dies als Billigung der frevel- norddeutschen Reichstag, sein Manifest an die französische Nation oberung. Jedoch stand ein widriges Hinderniß im Wege gefallen und das Thema vorläufig in Versammlungen und Bresse von der Tagesordnung verschwunden. The es wieder haften und verbrecherischen Politik Bonaparte's aufgefaßt vom 11. Auguſt. Der König hatte feierlich vor aller Welt den werden. auf dieselbe gelangt, müssen sich die Dinge ganz bedeutend Als prinzipielle Gegner jedes dynastischen Krieges, als nicht gegen das französische Bolt zu führen, sondern nur gegen Defensivcharakter des Krieges verbürgt. Er hatte angelobt, ihn ändern. Sozial Republikaner und Mitglieder Die beiden gewerkschaftlichen Zentralorganisationen haben Arbeiter- Assoziation, die ohne Unterschied der Nationalität alle Sönig vom gegebenen Wort entbinden! Durch die Stimme der Internationalen den französischen Kaiser und seine Armeen. Wie den frommen zwar nach den Angaben ihrer Beamten in den letzten Jahren Unterdrücker bekämpft, alle Unterdrückten zu einem großen des deutschen Volkes. Volksstimme, Gottesstimme. Zu diesem bedeutend zugenommen; so wurden kürzlich für die Federation 600 000 Mitglieder angegeben. Aber so sicher es ist, daß die noch indirekt für den gegenwärtigen Krieg erklären und enthalten Mittelklasse mit ihren Professoren, Geschäftsleuten,-Bürgerwunderbung zu vereinigen sucht, können wir uns weder direkt Behuf genügte ein Wink der Kamarilla in die liberale deutſche amerikanischen Arbeiterführer mit den Zahlen sehr verschwenderisch uns daher der Abstimmung, indem wir die zuversichtliche Hoffmeistern und Zeitungsschreibern. Diese Mittelkasse, die in ihren umgehen, so sicher ist es, daß die gesammte Arbeiterbewegung und mehr darniederliegt, wie je zuvor. Ich habe nun auf einen nung aussprechen, daß die Völker Europas, durch die jetzigen Kämpfen für bürgerliche Freiheit seit 1848 der Welt ein beispielbesonderen Umstand aufmerksam zu machen, dessen Nichtkenntniß unheilvollen Ereignisse belehrt, alles aufbieten werden, um jich loses Schauspiel von Entschlußlosigkeit, Kopflosigkeit und Feigoder Uebersehen veranlaßt, daß die europäischen Arbeiter kein Selbstbestimmungsrecht zu erobern und die heutige Säbel- heit gegeben hatte, war natürlich hochentzückt, die europäische rechtes Verständniß für die Vorkommnisse in der hiesigen Ar- und Klaffenherrschaft, als die Ursache aller ſtaatlichen und ge- Szene als brüllender Löwe des deutschen Patriotismus ſche beiterbewegung haben. Man muß nämlich stets im Auge be- sellschaftlichen Uebel, zu beseitigen." = schreiten zu dürfen. Sie bewies endlich auch einmal männlichen halten, daß die hiesigen Arbeiterführer( selbstverständlich die auf Diese Erklärung führte damals zu einer Meinungs- Unabhängigkeitssinn indem sie den preußischen Hof durch öffentsozialistischem Boden stehenden ausgenommen) insgesammt Hand- verschiedenheit innerhalb der Partei. Der damalige Aus- liche Sturmdemonstrationen zur Ausführung seiner eigenen Gelanger der politischen Parteien sind. Ausnahmen sind so felten, schuß vertrat die Meinung, daß durch den Sturz des heimpläne zwang daß sie gar nicht in Betracht kommen; und wenn auch Mancher Glauben die teutonischen Patrioten ernsthaft, dem Anscheine nach von der allgemeinen Regel abweicht, so stellt Kaiserreichs die französische Demokratie freieren Spielraum die Unabhängigkeit, die Freiheit und den Frieden sich doch am Ende heraus, daß auch er seine Position benützt bekommen werde, und daß bei dem ungeheuren Auf- Deutschlands dadurch zu„ garantiren", daß sie Frankhat, um von der einen oder anderen der großen" Parteien schwung des nationalen Gedankens vielleicht eine reich in Rußlands Arme werfen? Wenn das Glück der thre Rednergabe oder sonstige Umstände gelungen ist, eine her- und unter dem Einfluß der sozialdemokratischen Arbeiter stehen Deutschland nur noch zwei Wege offen. Es muß auf einen Vortheil zu erlangen. Die Leute also, denen es durch Einigung Deutschlands unter Mitwirkung des Volkes deutschen Waffen, die Arroganz des Erfolgs und dynaſtiſche Intrigue zu einer Territorialberaubung Frankreichs treiben, dann vorragende Rolle in den lokalen, staatlichen oder nationalen Organisationen zu spielen, betrachten diese Stellung lediglich als zu Stande kommen könne; in diesem Sinne erließ er alle Gefahr hin sich zum bewußten, Werkzeug russischer Verein Mittel, um unter Geltendmachung des Einflusses, den sie auch einen Aufruf. größerungspläne machen, eine Politik, die der Tradition der auf eine mehr oder weniger große Anzahl Wähler haben, poli- Die spätere Entwickelung zeigte dann, daß die An- Hohenzollern entspricht oder nach kurzer Frist für einen neuen Vertheidigungskrieg" bereit sein, nicht einem Wenn man die Anzahl der im Laufe eines Jahrzehnts auf hauung Liebknecht's und Bebel's die richtige gewejen jener neumodischen lokalisirten" Kriege, sondern diese Weise in solche Aemter gelangten Arbeiterführer registrirte, war; als nach der Gefangennahme Napoleon's und der einen Rassentrieg, einen Krieg mit den verbündeten so würde eine ganz stattliche Zahl herauskommen! Und dazu Proklamirung der Republik der Krieg nicht beendet und Slaven und Nomanen. Das ist die Friedensperspektive, kommt, daß die Arbeiter selbst, die ja auch einer der beiden die Annexion von Elsaß- Lothringen verlangt wurde, sahen welche die hirnkranken Patrioten der Mittelklasse Parteien angehören, dies ganz in der Ordnung finden und so die Anderen ihren Irrthum ein und die Differenz war Deutschland garantiren." gar stolz darauf sind, wenn einer ihrer Führer einen ansehnlichen Posten erhält! Ein weiterer Grund ist aber auch der, verschwunden. daß jeder dieser Arbeiter auf die Protektion solcher Streber reflektirt, um ebenfalls ein Böstchen zu erlangen, und wenn es auch nur das eines Straßenfegers ist! tische Aemter oder baares Geld zu erhaten. Schon am 23. Juli war ein Manifest der Internationalen( von Mary verfaßt) erschienen, in welchem es hieß: Ich erinnere bezüglich des Obigen an den früheren Prästdenten der„, Amalgmated Iron and Steel Workers", Garrett, wärtige Strieg seinen streng defensiveu Charakter verliert und in Wenn die deutschen Arbeiter es erlauben, daß der gegender für seine bei den vorvorigen Wahlen der republikanischen einen Krieg gegen das französische Bolk ausartet, wird Sieg Partei als schutzzöllnerischer Agitator geleisteten Dienste den oder Niederlage sich gleich verhängnißvoll erweisen. Alles Elend, Bosten eines Konsuls in Birmingham erhielt und dessen Ver- welches Deutschland nach den Unabhängigkeitskriegen erlitt, wendung bei den letzten Wahlen nur deshalb unmöglich wurde, würde mit verdoppelter Heftigkeit wiederkehren." weil er in seiner lezten Versammlung von einem alten Bergmann als derselbe Garrett" erkannt wurde, der vor dem Bürgerkrieg nach England ausrückte, um nicht Soldat werden " Die deutschen Arbeiter hatten freilich nichts zu er lauben, sie waren zu schwach, um einen genügenden Einfluß ausüben zu können, und so ging das Verhängniß denn seinen Gang. Sollen wir noch weiter zitiren, die Resolutionen der deutschen Arbeiter, der französischen Arbeiter, die Reden unserer Abgeordneten? Ueberall wird man dasselbe finden: die wörtliche Prophezeihung der Katastrophe, vor der wir jetzt stehen. Und um diese Katastrophe noch furchtbarer zu ge ſtalten, als sie damals geahnt werden konnte, hat Bismarck noch jene Handelspolitik begonnen, welche zum Zweck der Bereicherung einiger Latifundienbesitzer Deutschland in jeiner Nahrung vom Ausland abhängig gemacht hat, welche selbst dabei nicht stehen geblieben ist, sondern diese Nahrung auch noch durch Zölle vertheuert hat und denn glücklich so weit gekommen ist, daß man uns im Krieg in ein paar Wochen aushungern kann, so daß wir wehrlos Rußland in die Hände fallen. Brot Kartoffeln Kein Nothstand! |||| - 11 zu müssen. Durch vorhin angegebenen Umstand nun ist es erklärlich, daß seitens der Arbeiterführer besonders vor den Wahlen die Am 5. September sagte der Ausschuß, der nunmehr riefigsten Anstrengungen im Organisiren" gemacht werden. Gegenwärtig kann man dies besonders bezüglich der Senights wieder ganz in Uebereinstimmung mit den übrigen Gekonstatiren, welche dabei keinerlei Rücksichten auf schon bestehende nossen handelte, in einem Manifest: Arbeiterorganisationen nehmen, sie im Gegentheil zu ruiniren Aber dieser Frieden muß für diese Regierung mög suchen, wo sie nur können. Als recht charakteristisches Beispiel lich sein, denn es muß ihr ein ehrenvoller Frieden gestattet sei nur angeführt, daß sie in Brooklyn die Sweaters" der Be- werden... Im Interesse Deutschlands liegt ein ehrenvoller In dem verdienstlichen Schriftchen v. Rechenbergs„ Die Erkleidungsindustrie( welche sich seit den Siegen der jüdischen Ar- Frieden mit Frankreich, denn ein schimpflicher Frieden nährung der Handwerker in der Amtshauptmannschaft Zwickau" beiter in Newyork in großer Zahl in der Nachbarstadt angesiedelt würde nichts sein, als ein Waffenstillstand, ge- finden wir folgendes typisches Haushaltungsbudget eines dieses haben) als besondere Assembly organisirten", um durch sie schlossen bis dahin, wo Frankreich sich wieder stark Aermsten der Armen: deren Arbeiter, welche schon offenen Unions angehören zu genug fühlt, den Schimpf von sich abzuwälzen. Alter des Mannes 56 Jahre; Alter der Frau 71 Jahre; zwingen, ebenfalls dem Orden beizutreten. .. Aber man sagt uns, es sei zum mindesten nöthig, kinderlos. Die Ausgaben für Lebensunterhalt betragen pro Als typisch für die Arbeiterbewegung kann man die daß Frankreich Elsaß und Lothringen genommen wird. Woche: Verhältnisse in Pennsylvanien betrachten; wie es hier hergeht, Die Militär- Kamarilla, Professorschaft, Bürgerschaft und so ist es überall in den Vereinigten Staaten. Das Philadelphia Wirthshauspolitik so schreibt uns einer unserer ältesten und verdientesten Genossen in Loudon( Mary) Tageblatt" schreibt darüber: giebt vor, dies sei Eine aktive Arbeiterpartei giebt es zur Zeit in diesem in- das Mittel, Deutschland auf ewig vor Krieg mit Frankreich zu dustriellsten aller Staaten der Union nicht. Alle Barteien, schützen. Es ist umgekehrt das probateſte Mittel, Weizenmeht welche diesen Namen tragen, haben sich rasch abgewirthschaftet. Die diesen Krieg in eine europäische Institution zu ver„ Greenback Labor Party" trat im Jahre 1878 mit 80 000 Stimmen wandeln. Es ist in der That das sicherste Mittel, den Roggenmehl und einem meistens kleinbürgerlichen Programm auf; Thomas Militärdespotismus in dem berjüngten Deutschland Armstrong, von einer Arbeiter- Konvention in Philadelphia in- zu verewigen, als eine Nothwendigkeit zur Behauptung eines dossirt, brachte es im Jahre 1882 nur noch auf 23 000 Stimmen. westlichen Polens, des Elsasses und Lothringens. Es ist das Dann kam die Partei rapide herab, um der„ Union Labor unfehlbarste Mittel, den kommenden Frieden in einen bloßen Barty" Platz zu machen, welche es auf nie mehr als 10 000 Waffenstillstand zu verwandeln, bis Frankreich so weit erholt ist, Stimmen brachte und letztes Jahr völlig zu Grunde ging. Sie um das verlorene Terrain heraus zu verlangen. Es ist das starb namentlich an der" Fusion" mit den Republikanern in unfehlbarste Mittel, Deutschland und Frankreich durch wechselSchuylkill und anderen Counties. In Philadelphia brachten es seitige Selbstzerfleischung zu ruiniren. im Jahre 1882 die Kongreß- Kandidaten der Arbeitsritter, „ Wer nicht ganz vom Geschrei des Augen- Eter worunter Stevens, der Gründer des Ordens derselben, nur auf blickes übertäubt ist, oder ein Interesse hat, das Butter einige Hundert Stimmen, um von da ab nicht mehr selbstständig deutsche Volk zu übertäuben, muß einsehen, daß der Fett politisch aufzutreten. Im Jahre 1887 erschien in Philadelphia Krieg von 1870 ganz so nothwendig einen Strieg United Arbeiter- Partei" mit einem ausgesprochen sozialisti zwischen Deutschland und Rußland im Schooße trägt, Speck schen Programm. Von den Führern der Arbeitsritter angefeindet, wie der Krieg von 1866 den von 1870. Fleisch gab sie 1500 Stimmen ab, ging aber daran zu Grunde, daß" Ich sage, nothwendig, unvermeidlich, außer im unHäringe bas englische Element von der George'schen„ Single Tar" Manie wahrscheinlichen Fall eines vorherigen Ausbruchs einer Re- Salz. ergriffen wurde und mit dem„ Propheten" ins demokratische volution in Rußland. Lager abschwenkte, wobei ihnen die Arbeitsriter Gesellschaft" Tritt dieser unwahrscheinliche Fall nicht ein, so muß der Seife leisteten. Bei der Konvention der Volkspartei in Cincinnati Krieg zwischen Deutschland und Rußland schon jetzt als un fait Stärke waren einige Theilnehmer aus Pennsylvanien erschienen, aber accompli behandelt werden. Ps ist uns nicht bekannt, daß sie Jemand hinter sich hätten oder daß mit der Organisation der Partei ernstlich vorgegangen worden wäre. Das ist die Geschichte der selbstständigen politischen Arbeiterbewegung in Pennsylvanien." die Die Sozialdemokratie und die Annexion von Elsaß- Lothringen. Die Sozialdemokratie hat es seinerzeit phrophezeit, daß die Annerion von Elsaß- Lothringen Frankreich zu Rußland treiben werde, daß das den Krieg in Europa permanent mache, und daß Deutschland in der Folge vor schweren Kämpfen stehen werde. Gemüse( Erbsen, Bohnen, Kaffee Linsen, Reis) Bichorie. Zucker Semmel Milch Quart Pfeffer • Soda „ Es hängt ganz vom jetzigen Verhalten der deutschen Talglichte Petroleum Sieger ab, ob dieser Strieg nützlich oder schädlich. Nehmen sie Elsaß und Lothringen, so wird Frankreich mit Rußland Deutschland bekriegen. Es ist überflüssig, die unheilvollen Folgen anzudeuten. „ Schließen sie einen ehrenvollen Frieden mit Frankreich, so wird 1/2 Liter Kilo Stüd Mr. Pfg. 7 1 1/2 35 18 1. 28 8 35 1/2 13 5 11 12 6 10 6 1/4 30 8 14 5 2 10 1/2 3 12 3 mal 52 Wochen Summa 4 57 237 Mt. 64 Pf. Die jährlichen Ausgaben betragen: Wohnungsmiethe( das Haus ist Eigenthum; die etwaigen Kleidung Kohlen und Holz Kochgeschirr 2c. Staatssteuern. Gemeindeſteuern 1555 00 manier, Stries Europa von der moskowitischen Diktatur Berbesserungen find in ihrem Koſtenbetrag nicht angeführt.) emanzipiren, Preußen in Deutschland aufgehen machen, dem westlichen Kontinent friedliche Entwicklung erlauben, endlich der russischen sozialen Revolution, deren Elemente nur eines solchen Stoßes von außen zur Entwicklung bedürfen, zum Durchbruch helfen, also auch dem russischen Volfe zu Gute kommen. „ Aber ich fürchte, die Schurken und Narren werden thr tolles Spiel ungehindert treiben, wenn die deutsche Arbeiterklasse nicht in Masse ihre Stimmen erhebt." Diese Vertreter der Annexion werden ihr Spiel nicht unDamals wurden wir ausgelacht und die betreffende bemokratischen Arbeiterpartei erheben wir hiermit gehindert treiben, und Namens der deutschen sozialRede Bebel's im Reichstag als„ Bierbankpolitik" be gegen die Annexion von Elsaß und Lothringen zeichnet. Die Verhältnisse haben der Sozialdemokratie Protest. leider nur zu sehr Recht gegeben; die Katastrophe, welche damals prophezeit wurde, steht jetzt dicht bor uns. Da ist es wohl nicht uninteressant, einige Aftenstücke aus der damaligen Zeit auszugraben, und an ihnen zu zeigen, wie buchstäblich alles in Erfüllung geht. Beiträge für Versicherung, Vereine 2c. Ausgaben für Vergnügungen, Bier, Tabak 2c. 10 Mr. Pf. 25 60 " 11 50 " " " 1 " " " " " " " " " Summa: 46 Mt. 10 Pf. 237 64 283 Mt. 74 Pf. Die Gesammteinnahme pro Jahr 286 Ueberschuß: 2 Mt. 26 Pf. Der jetzige Krieg so schreibt unser Genosse er= Wie wird auf eine solche Familie der Nothstand land bewiesen hat, daß es selbst mit Ausschluß von Deutschöffnet dadurch eine neue weltgeschichtliche Epoche, daß Deutsch- wirken? Man sieht, daß nicht die geringste überflüssige Ausgabe geOesterreich fertig ist, unabhängig vom Ausland seine eigenen Wege macht wird, nicht einmal für Bier und Tabak, auf die man zu gehen. Daß es zunächst eine Einheit in der preußischen etwa verzichten könnte. Rechenberg erzählt ferner, daß in diesen staserne findet, ist eine Strafe, die es reichlich verdient Familien alles aufgezehrt wird, und das nicht die geringsten hat. Dieser Krieg hat den Schwerpunkt der Reste bleiben, so daß also auch nicht durch eine größere Sekonomie fontinentalen Arbeiterbewegung von Frankreich nach etwas erübrigt werden kann. Die Leute efsen auch nicht zu viel, so daß sie etwa, unbeschadet der Gesundheit, ihren Konsum ein Zunächst das motivirte Votum der Reichstags- Deutschland verlegt." Kein Nothstand, Herr v. Caprivi! Das Frauenstimmrecht in Nord- Amerika. Von Hans Müller. Feuer- oder Erdbestattung? Von Dr. J. Rosztowski. Freidenkerei und Realismus. Von Hermann Teistler. Entstehung des Papstthums. Von Heinrich Tannenberg. Dann folgen die Rubriken„ Aus der Zeit“,„ Literarisches" Welches Heilverfahren macht uns gesund? Von Dr. H. Lahmann. und Kleine Mittheilungen". schränken könnten. Rechenberg schreibt vielmehr( S. 39 in ge- von 1654 und 1416 Cal. bedeutet aber ein langfames Ver-| Säuberlich. sperrtem Druck):„ Es wird zu wenig gegessen," d. H. die Leute hungern. hungern schon bei normalen Preisen. Und endlich find keine Aussichten vorhanden, den Verdienst der Theuerung entsprechend zu erhöhen, da gerade die Textilindustrie am härtesten von der Strife getroffen ist, und die Leute also froh sein können, wenn fie überhaupt nur so viel verdienen, wie in früheren Jahren. Womit können diese Leute also das Manko hereinbringen, welches durch die Theuerung entsteht? Sie müssen jungern! Kein Rothstand, Herr v. Caprivi! Der Wir erhalten soeben Heft 9-12 des Lieferungswerkes: Mensch und seine Raſſen von Dr. B. Langkavel. ( Stuttgart, J. H. W. Tietz' Verlag.) Dieses in allgemein verständlicher Weise verfaßte Werk zerfällt in drei Abschnitte: I. Bau und Leben des menschlichen Die Angaben Rechenbergs wird wohl Niemand in Zweifel ziehen; sein Buch, gedruckt„ mit Unterstützung der Königl. Sächs. Gesellschaft der Wissenschaften" 1890 legt deutlich Zeugniß davon ab, wie unangenehm es ihm ist, daß er diese traurigen Mittheilungen machen muß, und daß er den Dingen sogar, wo es geht, ein Mäntelchen umzuhängen sucht. Das ist sogar in der damaligen Kritik der Tübinger Vierteljahrsschrift für National Dekonomie" gesagt, gleichfalls ein gewiß nicht für die Arbeiter einge nommener Zeuge. Das zitirte Budget, an dem wir exemplifizirt Das Werk ist in überaus reicher Weise illustrirt und mit 4 Es ist leicht, den Grad des Hungerns zu bemessen; haben, ist durchaus nicht als das ungünstigte von uns aus- Körpers; II. Der vorgeschichtliche Mensch; III. Völkerkunde. man braucht nur die gegenwärtigen Lebensmittelpreise dagegen gesucht, es war das einzige, das R. vollständig giebt. Ob die in Farbendruck ausgeführten prächtigen Bildern versehen. Es zu halten und dann einfach zu fubtrahiren. Leider stehen uns feine Angaben über die gegenwärtigen Angaben über die Erhöhung der Lebensmittelpreise richtig sind, wird in 20 Lieferungen komplet vorliegen. Alle 14 Tage erDetailpreise aus jener Gegend zur Verfügung. Wir setzen die kann Jeder selbst kontrolliren. kostet 20 Pfennig. Detailpreise aus einer Gegend ein, die mit der dortigen manche das traffeste Beispiel. Man kann aber fagen: Diese Lausitzer Weber bieten gerade scheint ein Heft. Jede Lieferung enthält 2 Bogen Großoktav und Aehnlichkeit hat. Die Differenz kann, wenn sie überhaupt Nun, wir verweisen auf die Haushaltungsbudgets, die wir existirt, nur minimal sein. im Laufe dieses Jahres in unserem Blatt veröffentlicht haben: In Nr. 5 das Budget eines verheiratheten Maurers in Dresden mit zwei Kindern: Jahresverdienst 800 Mt. In derselben Nummer das Budget eines verheiratheten Maurers in Mannheim mit 5 Kindern mit 3,71 Mt. pro Woche für den Lebensunterhalt. Literarisches. -In der Reclam'schen Universalbibliothek erschienen: 2861-65. Arthur Schopenhauer's sämmtliche Werke. HerausBorträt, biographisch= bibliographischem Anhang, Namen- und gegeben von Ed. Grisebach. VI. Band. Farbenlehre. Mit Sachregister. 2866. Halévy, Der Blitz. Opernbuch. 2867/68. Rorolenko, Sibirische Novellen. Uebersetzung aus dem Ruſſiſchen von Julius Grünberg. 2869.. Adler, Das Buch Hiob. Schauspiel in einem Aufzug. Nur drei Worte. Lustspiel in 1 Aufzug. 2870. Studentenliederbuch. Des Kl. Kommersbuchs zweiter Theil. Briefkasten. In dem Budget ist das Kilo Brot mit 20 Bf. angenommen; jetzt fostet es 32 Pf., 7 Stilo statt 1,35 Mt. also 2,24 Mt. Weizen mehl tostet einhalb Kilo statt 18 Pf. jetzt 20 Pf.; Roggenmehl das Kilo statt 28, 40 Pf; Kartoffeln statt 4 Bf. das Liter 8 Pf. sodaß 8 Liter 64 Pf. tosten würden. Auch das Gemüse ist theuerer geworden, hier kann aber keine sichere Zahl angegeben In Nummer 15 das Budget eines Eisenbahnarbeiters in werden, lassen wir es daher außer Berechnung. Semmeln Dresden mit 8,45 Mt. wöchentlicher Ausgabe für Lebensmittel. werden in demselben Verhältniß theuerer sein, wie Brot, also ftatt 12 Pf. 19 Pf.; Fleisch statt 30 Pf. 35 Pf. Rechnen wir das zusammen, so ergiebt das, wenn die Lebensmittel gleich bleiben, eine wöchentliche Mehrausgabe von 1,44 Met; statt 4,59 Mr. müßten diese Leute also 6,03 Mt. bezahlen! In Pro- ,, Lichtstrahlen", Blätter für volksverständliche Wissenschaft Lefeverein ,, Wahrheit". Ueber„ Esperanto" fann ich zenten eine Steigerung der Ausgaben um 31 pCt., beinahe und atheistische Weltanschauung. Zugleich Unterhaltungsblatt Ihnen leider keine Auskunft geben; meines Wissens ist aber ein Drittel, nnd da sich dieses Drittel nicht anders erbringen und literarischer Wegweiser für das Bolt. Erscheint vierzehntägig Bolapük" das bekanntere Weltsprachensystem. Uebrigens würde läßt, so müssen die Leute um ein Drittel weniger effen! in Heften zum Preise von 25 Pf. Berlin SW. 13, Verlag von ich Ihnen von der Arbeit, die Sprache zu lernen, abrathen, da Kein Nothstand, Herr v. Caprivi! D. Harnisch. Der soeben beginnende zweite Jahrgang dieser die Sache eine praktische Bedeutung in absehbarer Zeit nicht beliebten Zeitschrift erscheint in etwas veränderter Form. Behufs haben wird. Wenn Sie sich schon mit etwas Aehnlichem beAusfüllung der Lücke, welche sich in Bezug auf gute Unterhaltungs- faffen wollen, so wäre m. E. das Studium der englischen literatur für das Volk geltend macht, haben die" Lichtstrahlen" Sprache als praktischer und eventuell auch eher zu verwerthend fich jetzt familienblattähnlicher gestaltet. Es dienen 16 Seiten vorzuziehen. der Unterhaltung. Was da geboten wird, besteht durchweg aus F. St. Königsberg. Betrag empfangen am 2. 9. 91. Rechenberg berechnet den Gesammtumsatz des Mannes auf den besten Erzeugnissen volksthümlicher realistischer Schriftsteller. Gewerkschaft der Bäcker Niederösterreichs. Wir ersuchen 2397 Calorien, den der Frau auf 2047 Cal. Bei 31 pt. Jedes Heft bringt ein Kopfgedicht, einen fortlaufenden Roman, um Einsendung des Abonnementsbetrages vom 1. April 1891, weniger Nahrungszufuhr kamen also auf den Mann 743 Cal., eine kleinere Erzählung oder Skizze und in einer Rubrik" Un- ab, Betrag bis Ende 1891 5,40 Mt. auf die Frau 635 Cal. weniger; bleiben für den Mann 1654, feren Hausfrauen" Beiträge aus der Gesundheitspflege, Haus- Gleichzeitig ersuchen wir sämmtliche Kreuzband- Abonnenten, für die Frau 1416 Cal. wirthschaft, Humoristika usw. Das soeben ausgegebene erste die fälligen Abonnementsgelder einzusenden. Wer von unseren Lesern in der Lage ist, uns den AufentDer nothwendige Verbrauch bei der Arbeit, welche die Weber Heft eröffnet seinen unterhaltenden Theil mit dem berühmten Der halt des Schloffers G. Stock, zuletzt in Stettin, angeben zu leisten, ist aber nach Rubner, Caliometrische Untersuchungen, Roman:„ Die Bestie im Menschen" von Emile Zola. 2867 Cal. Wie schon gesagt, hungern die Webern somit bei wissenschaftliche Theil wird durch die Veränderung feineswegs fönnen, ersuchen wir, Mittheilungen an unsere Expedition genormalen Verhältnissen, und dem entspricht auch ihre elende verkürzt; er umfaßt nach wie vor 32 Seiten. Das erste Heft langen zu lassen. Mit Gruß Konstitution. Eine Zufuhr von Nahrungsmitteln im Werthe enthält 6 größere Abhandlungen: Die Bibel. Von Balduin Nach einigem Suchen werden die Leute schon herausfinden, bei welchem Posten fie am besten sparen können, sodaß der wirkliche Mangel an Nahrungszufuhr die 31 Prozent nicht übersteigt. Die Expedition. Achtung Kommunalwähler! Maler, Anstreicher und Berufsgen. Mittwoch, den 21. Oktober, Abends 8 Uhr, finden zwei öffentliche Versammlungen Am Sonntag. den 18. Oktober, Abends 7 Uhr findet in Norbert's Salon, Beuthstrasse 18-21 eine öffentliche Versammlung statt. Zu dieser Versammlung haben auch Frauen Zutritt. für die Wähler des 12. Bezicks im Dereinshaus Süd- Ost", Beisammensein mit Tanį. Waldemarstr. 75, für die Wähler des 14. Bezirks in Schröder's Lokal( früher Wohlhaupt), Manteuffelstr. 9, statt. Tages Ordnung: 1. Dortrag: Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Einberufer. Berliner Arbeiterbibliothek. Sammlung sozialpolitischer Flugschriften. Herausgegeben von Max Schippel. III. Serie. Heft 1: Ist der Sozialismus mit der menschlichen Natur vereinbar? Don Paul Kampffmeyer. 28 Seiten. Preis 10 Pfg. Heft 2: Technisch- wirthschaftliche Revolutionen der Gegenwart. Von Max Schippel. 32 Seiten. Preis 15 Pfg. 1. Serie komplet( 12 Hefte) Preis 1, Mark. II. Serie komplet( 14 Hefte) Preis 1,65 Mark. Alle Bestellungen, Geldsendungen und eingeschriebenen Briefe adressire man: Herrn G. Link, Expedition der Berliner ArbeiterBibliothek, Berlin SO. 26, Elisabeth- Ufer 55. Wiederverkäufer hohen Rabatt. Bei der überall beginnenden Einrichtung der Gewerbegerichte seitens der Gemeinden empfehlen wir den Genossen: II. Serie, Heft 4: Max Schippel,„ Die deutschen Arbeiter und das Gewerbegerichtsgesetz," 36 Seiten. Preis 15 Pfg. Zu beziehen durch alle Kolporteure, sowie die Expedition. Kolporteure hohen Rabatt. DI Die Kunststickerei, Bilderhandlung und Bildereinrahmung Don Fröhlich& Richter 65, Grüner Weg Berlin O., Grüner Weg 65, empfiehlt sich den Genossen und Vereinen zur Lieferung von Saaldekorationen, Kolossalbüften( 63 cm) 8 Mt., Bilder in sozialdemokratischen Genres zu Verloosungen 2c. Spezialität: Sozialdemokratische Sinnsprüche in bester Ausführung( eigenes Fabrikat). Anfertigung von Bannern, Fahnen etc. Adolph Kehr. Genossen empfehle mein Hutgeschäft. Arbeite nur mit Fabrikanten, welche sich der Kontrolmarken deutscher Hutmacher angenommen haben. Köpenickerstraße 126. Der Vertrauensmann. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. Nach der Diskussion gemüthliches Um zahlreiches Erscheinen, Männer sowie Frauen, ersucht Montag, den 19. Oktober 1891, Vormittags präzise 9 Uhr, in Joel's Salon, Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins n. Umgegend. Tages- Orduung: 1. Bericht der Kommission über die Erhebung betr. der Fensterfrage. 2. In welcher Weise bringen wir unsere Forderungen zum Durchbruch? NB. Die Kollegen werden hierdurch nochmals auf den Beschluß der letzten Versammlung aufmerksam gemacht, von jedem Bau einen Delegirten am Sonnabend, den 17. d. M., Abends von 6 Uhr ab, nach Rosenstraße 30, bei Wernau, zu senden, um die gewünschten Angaben J. A.: Carl Thieme. zu machen. Verein d. Sattler u. Fachgenossen. Zentral- Kranken- u. Begräbnißkaſſe der Versammlung am Sonnabend, den 17. Oktober 1891, abends 8½ Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. | Sattler u. Berufsgenossen Deutschlands " Hoffnung"( Eingeschr. Hilfskasse Nr. 64.) Versammlung am Montag, der 19. Oktober, Abends Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstraße 83. Tages- Ordnung: Tages- Ordnung: 1. Vortrag über„ Ron- 8 ventionelle Lügen". Referent: Herr Binn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu regem Besuch ladet ein Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 25. Oktober: Gemüthliches Beisammensein im Vereinslokal, „ Dresdener Garten." Shlipse, Seidentücher, Vereins- und Fest- Abzeichen Cravatten, Nadeln, Manschettenknöpfe, Brochen, empfiehlt und versendet die Cravatten- Fabrik bon Carl Wesch in Crefeld. An Orte, wo sich keine Verkaufsstelle meiner Waare befindet, liefere ich auch an Private. tauscht. Man verlange Mustersendungen von 3, 5 und 10 Mark. Dieselben werden, wenn nicht convenirend, zurückgenommen oder umges Versandt nur franko gegen NachNB. Ersuche die Besteller ihre Adresse genau und deutlich anzugeben. nahme. pass sie Empfehle den Parteigenossen meine Medaillons, auch mit den Bildnissen hervorragender 1. Kassenbericht pro 3. Quartal 1891. 2. Wahl eines Kaffen- Revisors. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich ein Kottbuser Damm 2-3 Weiß- und Bairischbier- Lokal eröffnet habe. Zimmer mit Piano steht zur Verfügung. Richard Niemetschek. Achtung! Genossen, welche gewillt sind, dem Leseund Diskutir- Klub Gerechtigkeit" beizutreten, fönnen sich jeden Donnerstag Abend beim Genossen Hoffmann, Waldemarstraße 61 ( Restaurant) melden. Jede Uhr zu repariren und reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 Mk. 50 Pfg., außer Bruch, kleine Reparaturen billiger. Neue Feder einsetzen 1 Mt. Empfehle filb. 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So schlaf' in Ruh', Mein Söhnlein du! Dein Vater ist ein Biedermann— Heil jedem, wer so denken kann! Heil dir, wenn du dereinst auch bist, Was dein gefang'ner Vater ist. So schlaf' in Ruh', Mein Söhnlein du! Verschlaf' des Baterlandes Nacht, Den Knechtsmn, die Despotenmacht: Verschlaf', waS uns noch drückt und plagt, Schlaf, bis der bess're Morgen tagt! Hoffmann von Fallersleben. Was sollen Wir also thuu! Bon Graf Leo Tolstoi. Deuts tü von August Scholz. XIV. Ich gelangte zu denselben Schlüssen noch von einer ganz entgegengesetzten Seite her. Indem ich mir alle meine Beziehungen zu den städtischen Armen während jener ganzen Zeit ins Gedächtniß zurückrief, erkannte ich, daß eine der Ursachen, weshalb ich jenen nicht helfen konnte, die war, daß jene Armen gegen mich nicht wahr und aufrichtig waren. Sie betrachteten mich alle nicht als einen Menschen, sondern als ein Mittel zum Zweck, Ich vermochte mich ihnen seelisch nicht zu nähern, und ich dachte damals, es läge dies an meinem persönlichen Ungeschick im Verkehr mit ihnen. Unmöglich aber konnte ich ihnen helfen, wenn sie mir nicht die Wahrheit sagten, nicht ihre Lage ganz und offen enthüllten. Ich machte ihnen anfangs Vorwürfe deshalb— es ist ja so natür- lich, die Schuld dem Andern zuzuschieben. Die Aeußerung eines bemerkenswerten Mannes jedoch— Sjutajews*), der damals bei mir zu Gaste war— klärte mich über die Sache auf und belehrte mich darüber, worin eigentlich der Grund meines Mißerfolges lag. Ich erinnere mich. daß jene Aeußerung Sjutajews einen tiefen Eindruck auf mich machte; in ihrer ganzen Bedeutung jedoch habe ich dieselbe erst später begriffen. Es war zu jener Zeit, als meine Selbsttäuschung gerade ihren höchsten Punkt erreicht hatte. Ich war bei meiner Schwester zu Besuch, bei welcher sich zufällig auch Sjutajew befand. Meine Schwester fragte mich nach dem Fortgang meines Unternehmens, und ich erzählte ihr, wie das immer so ist, wenn man an seine Sache nicht glaubt, mit großer Wärme und wortreicher Be- geisterung von alledem, was ich bereits in der Ange- legenheit gethan hätte, und was noch alles aus der Sache werden würde. Ich erzählte ihr, wie wir alle Roth in Moskau erforschen, wie wir für die Waisen und die hilflosen Greise sorgen, wie wir die verarmten Bauern in ihre Heimath zurückbefördern, den Gesunkenen und im Laster Verkommenden den Weg zur Besserung weisen würden und wie, wenn nur die Sache erst in Gang gebracht sein würde, nicht ein einziger Mensch in Moskau sein würde, der keine Hilfe bei uns fände. Meine Schwester zeigte große Theilnahme für die Sache, und wir sprachen noch mancherlei über dieselbe. Während der Unterhaltung blickte ich mehrmals zu Sjutajew hinüber. Ich kannte sein christliches Leben und die Bedeutung, welche er der Barmherzigkeit zuer- kannte, und so erwarte ich, daß meine Worte bei ihm Zustimmung finden würden und drückte mich absichtlich so aus, daß er alles verstand. Ich wandte mich scheinbar an meine Schwester, richtete jedoch meine Ausführungen eigentlich mehr an ihn. Unbeweglich saß er in seinem lohfarbenen kurzen Schafpelz da, den er, wie alle Bauern, überall und zu jeder Zeit trug, und schien so in seine eigenen Gedanken versunken, daß er uns überhaupt nicht hörte. Seine kleinen Aeuglein schienen vollkommen nach innen gerichtet. Nachdem wir eine ganze Weile geredet hatten, wandte ich mich an ihn mit der Frage, was er eigentlich von der Sache denke. „Alles unnütz," sagte er. „Weshalb?" „Euer ganzer Verein und die ganze Sache ist unnütz, und es wird nichts gutes dabei herauskommen," versicherte er im Tone der festen Ueberzeugung. „Wieso denn nicht? Weshalb sollte es unnütz sein. wenn wir doch Tausenden oder wenigstens Hunderten von Unglücklichen Helsen? Ist es denn ein böses Werk, *) Russischer Bolkspbilosopb. nacki den Worten des Evangeliums den Nackten zu be- kleiden und den Hungrigen zu speisen?" „Ich weiß, ich weiß, aber nicht das ist's, was ihr thut. Soll man denn so helfen? Du gehst des Wegs, und es bittet Dich ein Mensch um zwanzig Kopeken. Du giebst sie ihm. Ist denn das ein wahres Almosen? Gieb ihm ein geistiges Almosen, belehre ihn! Was aber hast Du ihm gegeben? Nur loswerden wolltest Du ihn." „Nein, so betreiben wir unsere Sache durchaus nicht. Wir wollen die Roth kennen lernen und dann helfen, mit Geld und mit der That. Auch Arbeit wollen wir für sie suchen." „Nicht im geringsten werdet ihr diesen Leuten helfen." „Wie denn? So sollen sie vor Hunger und Kälte sterben?" „Weshalb sterben? Wieviel giebt es denn ihrer hier?" „Wieviel es ihrer hier giebt?" versetzte ich, indem ich dabei dachte, daß er nur deshalb die Sache so leicht nehme, weil er nicht wisse, wie ungeheuer groß die ?lnzahl dieser Leute sei.„Weißt Du denn auch," fuhr ich fort,«daß es allein in Moskau zwanzigtausend dieser Hungernden und Frierenden giebt? Und in Petersburg und den übrigen Städten?" Er hörte mich lächelnd an. „Zwanzig Tausend!" begann er alsdann.„Und wieviel Höfe giebt es wohl bei uns in Rußland? Eine Million vielleicht? Nun, und was weiter?" „Was weiter?" versetzte er mit lebhaft funkelnden Augen.„Nun, dann vertheilt sie doch auf diese Höfe! Ich bin nicht reich, aber ich will sogleich zwei zu mir nehmen. Da hast Du den Jungen, den Sereschka, zu Dir in die Küche genommen; ich habe ihn zu mir eingeladen, und er ist darauf nicht eingegangen. Noch zehnmal so viel mögen ihrer sein, wir wollen sie alle unter uns vertheilen. Du nimmst welche, und ich nehm' welche. Auch zur Arbeit werden wir sie mitnehmen— sie werden zusehen, wie wir arbeiten, und werden es erlernen; und beim Thee werden sie nzit uns am Tisch sitzen und ein Wort hören, von mir und von Dir. Das nenne ich ein Almosen, Euer Verein aber ist ein unnützes Ding." Dieses schlichte Wort übte eine tiefe Wirkung auf mich. Ich mußte seine Richtigkeit zugeben, doch glaubte ich damals noch, daß auch das, was ich vorhatte, nicht ohne Nutzen sein würde. Je länger ich jedoch mein Werk fortführte, je mehr ich mit den Armen in Berührung kam, desto häufiger fielen mir diese Worte Sjutajews ein, und desto tiefere Bedeutung gewannen sie für mich Und in der That: ich komme zu diesen Leuten in einem kostbaren Pelze und im eigenen Wagen, oder sie sehen meine Wohnung, für die ich 2000 Rubel Miethe zahle, während sie selbst Geld zu Stiefeln nöthig haben; sie sehen, daß ich ohne Weiteres fünf Rubel hingebe, einzig aus dem Grunde, weil es gerade mir so paßt, sie zu geben; sie wissen, daß, wenn ich die Rubel so leicht aus der Hand gebe, ich jedenfalls so viele davon haben müsse, daß eine große Menge dieser Rubel für mich persönlich überflüssig ist. Was sonst können diese Leute in mir sehen, als einen jener Menschen, die das in Besitz genommen haben, was eigentlich ihnen selbst zugehören müßte? Und welches andere Gefühl können sie für mich hegen, als den Wunsch, mir so viel als möglich von jenen Rubeln, die ihnen selbst und Anderen abgenommen worden sind, wieder abzujagen? Ich will mich ihnen nähern und beklage mich darüber, daß sie nicht aufrichtig gegen mich sind, und dabei fürchte ich mich, mich neben sie aufs Bett zu setzen, damit ich nicht Ungeziefer bekomme oder mich anstecke, und ich fürchte mich, sie zu mir ins Zimmer zu lassen und glaubte schon ein Uebriges zu thun, wenn ich diese Hungerleider im Vorzimmer und nicht im Hausflur draußen warten lasse. Und dann behaupte ich, daß sie daran schuld sind, wenn ich ihnen nicht näher zu treten vermag— daß sie„unaufrichtig" sind. Mag ein Mensch noch so grausam sein, so wird er es doch kaum über sich gewinnen, vor den Augen von Leuten, die sich selbst entweder gar nicht oder nur an Schwarzbrot satt gegessen haben, eine Mahlzeit von fünf Gängen zu sich zu nehmen. Niemand wird den Muth haben, sich an ein reichliches, erlesenes Mahl setzen, wenn rings um ihn hungrige Menschen sich belecken. Wollen wir also mitten unter Menschen, die sich selbst nicht satt essen, unseres leckeres Mahl genießen, so ist es die erste nothwendige Bedingung, daß wir uns vor jenen verstecken, damit sie nicht sehen, wie wir essen. Und das ist es denn auch in erster Linie, was wir thun. Und ich blickte schärfer hinein in unser Leben und sah, daß es kein Zufall ist, wenn wir so schwer mit den Armen in nähere Beziehungen treten, sondern daß wir mit Absicht unser Leben so einrichten, damit eine An- Näherung möglichst erschwert werde. Je klarer ich unser Leben— das Leben der Reichen — durchschaute, desto deutlicher erkannte ich, daß alle diejenigen Dinge, die wir als besondere Reize und Vor- zöge dieses Lebens betrachten, darauf hinauslaufen oder wenigstens dazu dienen sollen, uns möglichst weit von den Armen zu trennen. Alle Bestrebungen unseres auf den Reichthum gegründeten Lebens, von unserer Nahrung. unserer Kleidung, unserer Wohnung angefangen bis zu unserer peinlichen Sauberkeit und unserer Bildung, haben vor allem den Zweck, uns abzusondern von der großen Menge der Armen. Und auf diese Absonderung, diese Errichtung von unüberschreitbaren Wänden verbrauchen wir niedrig gerechnet, neun Zehntel unseres Reichthums. Das erste, was ein reich gewordener Mensch thut, ist, daß er aufhört, mit den Andern aus einer Schüssel zu essen, daß er sich seine Tafel besonders decken läßt und sich von Küche und Dienerschaft trennt. Er füttert auch seine Dienerschaft reichlich, damit nicht ihr Speichel auf seine süßen Speisen niederfließe, und speist allein; da es ihm jedoch langweilig ist, allein zu speisen, so ersinnt er alle möglichen Kunststücke, um die Speisen zu verbessern, ihnen ein appetitliches Aussehen zu geben und die Tafel auszuschmücken. Schon die Art und Weise, wie er seine Speisen zu sich nimmt, das Arrangement, wird für ihn zu einer Sache des Ehrgeizes und des Stolzes und zugleich zu einem Mittel, sich von den Armen abzusondern. Ein reicher Mann kann nicht mehr daran denken, einen Armen zu Tische zu laden. Man muß es verstehen, eine Dame zu Tisch zu führen, sich zu verbeugen, schicklich dazusitzen, Messer und Gabel zu führen, den Mund auszuspülen— alles Dinge, welche nur die Reichen verstehen. Dasselbe ist mit der Kleidung der Fall. Wenn der reiche Mann gewöhnliche Kleidung tragen würde, die nur den Zweck hat. seinen Körper vor Kälte zu schützen— einen Pelz oder Halbpelz, Filz- oder Lederstiefel, Weste, Hose und Hemd— dann würde er nur sehr wenig brauchen, und er könnte sehr wohl, wenn er zwei Pelze besitzt, demjenigen einen abgeben, der keinen besitzt. Nun läßt sich aber der reiche Mann nur solche Kleidung anfertigen, die aus lauter besonderen Theilen besteht und nur zu besonderen Gelegenheiten getragen wird, für einen Armen also keinen Zweck hat. Er trägt Frack, Westen, Jackets, Lackstiefel, Schuhe mit ftanzösischen Absätzen, Jagdanzüge, Reiseanzüge u. f. w. Alle diese Kleidungsstücke können nur in jener von derArmuth abgeson- derten Sphäre der Reichen gebraucht werden, so daß also auch die Kleidung ein Mittel zur Absonderung der Reichen von den Armen bildet, eine Absonderung, die durch die stetig wechselnden Moden nur noch verstärkt wird. Noch deutlicher ist die Sache bei der Wohnung. Wer allein in zehn Zimmer leben will, muß sich so ein- richten, daß diejenigen es nicht sehen, die zu zehn in einem Zimmer wohnen. Je reicher ein Mensch ist, desto schwerer ist an ihn hinanzukommen, desto zahlreicher sind die Schweizer und Lakaien zwischen ihm und den Armen. desto unthunlicher ist es, einen armen Menschen über seine Teppiche zu führen und auf seine atlasbezogenen Sessel zu setzen. Aehnlich ist es mit den Reisemitteln. Ein Bauer, der auf seine Telega oder seinem Schlitten auf der Landstraße fährt, muß sehr hartherzig sein, wenn er einem Fußgänger, den er einholt, nicht einen Platz neben sich einräumt. Je vornehmer jedoch das Fuhrwerk ist, desto mehr schwindet die Möglichkeit, daß der Darauf- sitzende einen Andern einzusteigen bittet. Führt ja auch die elegante einsitzige Droschke bei uns den bezeichnenden Namen„Egoistin." Dasselbe ist der Fall mit all jenen Vorrichtungen unseres Lebens, die wir mit" dem Namen„Sauberkeit" umfassen. Die Sauberkeit! Wer kennt nicht Leute, insbesondere Frauen, welche sich diese Sauberkeit als eine hohe Tugend anrechnen, und wer kennt nicht alle die Einfälle und Erfindungen dieser Sauberkeitssieunde, die gar keine Grenzen kennen, wenn sie diese Sauberkeit durch fremde Arbeit erreichen können! Wer von denjenigen, die zum Reichthum gelangt sind, hat es nicht an sich selbst erfahren, mit welchem Aufwand von Mühe und Sorgfalt er sich enen Sauberkeit aneignen mußte, die nur das Sprichwort llustrirt, daß„weiße Händchen fremde Arbeit lieben?" Heute besteht die Sauberkeit darin, daß man jeden Tag sein Hemd wechsele, morgen darin, daß man es zweimal täglich wechsele. Heute hält man es für noth- wendig. Hals und Hände zu waschen, morgen nimmt man noch die Füße dazu, und übermorgen gilt es als unerläßlich, daß man sich täglich am ganzen Körper wasche und noch dazu besondere Abreibungen vornehme. Heute reicht ein Handtuch auf zwei Tage, morgen nur auf einen oder gar einen halben Tag. Heute genügt es. !)aß der Diener seine Hände sauber wäscht, morgen muß er saubere Handschuhe anziehen und die Briefe auf auberem Präsentierteller bringen. Und so hat hat sie eine Grenzen, diese überflüssige und unnütze Sauberkeit, und ihr Zweck besteht einzig darin, sich von den Andern abzusondern und den Verkehr mit ihnen unmöglich zu machen, alles natürlich nur vermittelst fremder Arbeit. Aber auch das, was man gemeinhin die Bildung nennt, erschien mir bei tieferem Eindringen in den Gegenstand in dem gleichen Lichte. Die Sprache lügt nicht. Sie benennt das, was die Leute unter einem Worte verstehen, wirklich mit diesem Worte. Unter Bildung versteht das Volk: modische Kleidung, gewandte Unterhaltung, reine Hände und jene oben gekennzeichnete Sauberkeit. Von einem Menschen, der diese Dinge besitzt, agt man zum Unterschied von andern Menschen, er sei ein gebildeter Mensch. In der nächst höheren gesellschaftlichen in der Schweiz. D. Z. Dem internationalen Arbeiterkongreß in Schicht versteht man unter Bildung ganz dasselbe, nur schichte nachweisen will, der Krieg sei eine Existenz- Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter daß zu den Bedingungen der Bildung noch das Klavier- bedingung, ein Agens des Fortschritts, eine äußerst nüßspiel, die Kenntniß des Französischen, eine fehlerlose liche Sache. In Wahrheit zeigt uns die flüchtigste BeOrthographie und eine noch höhere äußere Sauberkeit trachtung der historischen Entwicklung, daß der Krieg hinzutritt. In noch höheren Kreisen versteht unter Bildung das Gegentheil von dem ist, für das Zola ihn hält, näm- Brüssel sind von den schweizerischen Genossen Wullschleger alle die bereits genannten Dinge unter Hinzufügung des lich der Feind alles Gewerbefleißes, aller künstlerischen und Merk recht interessante und orientirende Berichte Englischen, eines Zeugnisses aus einer höheren Lehranstalt und wissenschaftlichen Bestrebungen. Weiß denn Zola über die wirthschaftliche Lage und die gewerkschaftliche und einer noch größeren Sauberkeit. Alle drei Arten nicht, was jeder Schüler weiß, daß der Krieg das Organisation der Arbeiter in der Schweiz übergeben der Bildung jedoch sind ihrem Wesen und zweck nach Mittel ist, durch welches niedere Völkerschaften höher worden. Sehr zutreffend kennzeichnet Genosse Wullschleger gleich: sie bestehen in jenen Formen und Kenntnissen, entwickelte vernichten, daß die glorreichsten Kulturperioden in den einleitenden Sägen seines Berichtes die Stellung die den Menschen von der großen Masse der Andern durch den Ehrgeiz eines barbarischen Heerführers, durch der Kapitalisten und der Gegner überhaupt gegenüber der unterscheiden sollen. Die Aufgabe der Bildung ist dieselbe die Plünderungslust seiner Horden ein jähes Ende ge- sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Er führt aus, wie die Aufgabe der Sauberkeit: sie soll uns absondern funden haben? Wollen Sie geschichtliche Daten, Herr daß es von jeher zu den beliebtesten Mittelchen der von den Armen, damit die Hungernden und Frierenden Zola? Der Peleponnesische Krieg war die Veranlassung Gegner jeder selbstständigen Regung der Arbeiterklasse nicht sehen, wie wir müßig gehen. Aber es ist nicht des Niederganges griechischer Zivilisation, der Krieg war gehörte, die Lage derselben im denkbar günstigsten Lichte möglich sich zu verbergen, sie sehen es dennoch. das Machtmittel Philipps von Macedonien, dem darzustellen und unsere freiheitlichen politischen InstiUnd so habe ich mich denr davon überzeugt, daß nationalen Leben, ohne welches diese Zivilisation nicht tutionen zu preisen, welche das Massenelend und die großen die Ursache, weshalb wir, die Reichen, den städtischen bestehen konnte, den Lebensnerv abzuschneiden, der Krieg Klaffengegensäge von unserm durch die Natur schon geseg= Armen nicht helfen können, darin liegt, daß wir uns war es wieder, durch welchen die halbbarbarischen Römer neten Ländchen angeblich fernhielten. Man vergaß einige ihnen nicht nähern könnnen, und daß eine Annäherung den griechischen Republiken vollends den Garaus machten Krokodilsthränen über die politische Bedrückung der deutschen an sie von uns selbst durch unser ganzes Leben und und dadurch einer Kunstperiode den Todesstoß versetzten, Arbeiter durch das Sozialistengesetz und das Elend der belden ganzen Gebrauch, den wir von unserm Reichthum deren Schöpfungen uns heute noch mit Bewunderung er- gischen Grubenarbeiter, indem man sogar ihre Aufstände zu füllen. entschuldigen und die Hartherzigkeit der Grubenbesitzer leise zu machen, unmöglich gemacht wird. Was die Behauptung Zolas wegen der Römer be- tadeln begann. Aber wehe dem, der es wagte, unerbittlich an Ich habe mich davon überzeugt, daß zwischen uns, den trifft, so ist es noch eine offene Frage, ob der Triumph den Arbeiterverhältnissen im eigenen Lande das Messer Reichen, und jenen, den Armen, die Scheidewand der der römischen Waffen die Entwickelung des Staatwesens der Kritik anzusetzen; er wurde in allen Tonarten verSauberkeit und Bildung steht, die wir vermöge unseres befördert hat, oder ob nicht umgekehrt der erstere die lästert und zeitweilig fand man, in der Theorie wenigstens, Reichthums errichtet haben, und daß, wenn wir im stande Folge des letzteren gewesen ist. Diese lettere Unter- fast feine Strafe für ihn hart genug. Bei uns stand es sein sollen, den Armen zu helfen, wir vor allem jene stellung scheint mir die richtigere. Die besser entwickelten, ja, mit Bezug auf die Arbeiterverhältnisse wenigstens, Scheidewand zerstören müssen, damit wir in der Lage den Nachbarn staatlich überlegenen Römer besiegten jene" vortrefflich", und wo etwa noch Härten und Mängel wären, den Gedanken Sjutajews auszuführen und die dank ihrer höheren Zivilisation. Nicht die Siege haben vortamen, bemühten sich alle„ Gutgesinnten", vorab die Armen in unsere Häuser aufzunehmen. Und so war ich die römische Kultur geschaffen, sondern die Kultur zeigte Regierung, nach Kräften Besserung zu schaffen; nur Unauch von dieser zweiten Seite zu demselben Schlusse den Weg zu den Siegen. Aber wie es auch sei, Zola verstand und Böswilligkeit konnte das in Abrede stellen. gelangt, zu dem mich bereits die Betrachtung der Ursachen hat mit dem Beispiel der Römer doch keine glückliche Hand. Das war das Dogma, welches Regierung wie herrschende des städtischen Elends geführt hatte, und dieser Schluß Denn was machte ihrer Zivilisation ein Ende? Wiederum Klassen dem Volke einzupaufen nicht müde wurden. unser der Krieg. Kraft dieses Rechts traten die Führer der lautete dahin, daß die Ursache jenes Elends unser der Krieg. Diese systematisch geübte Irreführung der Arbeiter Reichthum ist. barbarischen deutschen Stämme, die Odoaker und Theo- hatte nachhaltigen Erfolg bis zum heutigen Tage. Obdosius, das abendländische Reich in den Staub und gleich die Ausländer sich meist im Hintergrunde halten stürzten Italien und die Nachbarländer in die Macht der und es verhüten, den herrschenden Klassen Anlaß zu Barbarei. geben, bei den Arbeitern den Völker trennenden ChauviEr spricht vom Zeitalter Ludwigs XIV., aber nismus immer wieder auf's Neue zu schüren, so mußten welches ist der Zusammenhang zwischen der geistigen doch bis in die jüngste Zeit hinein die Heine'schen Entwicklung dieser Periode und den beständigen Kriegen Strophen: Aber Zola beschränkt sich nicht darauf, zu behaupten, des großen" Königs? Die großen Literaten und daß die Neigung zum Kriege eine dem menschlichen Geist Künstler dieser Zeit haben sich nicht während der Kriege innewohnende Triebfeder sei, er will uns auch weiß gebildet. Sie sind fast alle zu Anfang des 17. Jahrmachen, daß derselbe ein soziales Prinzip, ein Gesetz der hunderts geboren, und der erste Krieg, der flandrische, Gesellschaft ist. Ich behaupte, daß der Krieg nothing erst 1667 an. Kein Wunder, denn es grenzt an als Wau- Wau dienen, um das Volk irre zu leiten wendig und nüßlich ist, weil er eine Bedingung unseres Narrheit, sich einzubilden, der Krieg begünstige die und es gegen die fremden Wühler und Heßzer" aufzuSeins bildet." Also nicht nur eine fatale Nothwendig Literatur. Man fragt sich, was für Kunstwerke denn reizen. Man fragt sich, was für Kunstwerke denn reizen. Heute stehen an der Spitze der schweizerischen keit sind nach Zola die Kriege, nein sie sind nüßlich im Donner der Schlacht, im blutigen Gemegel empfangen Arbeiterbewegung, der politischen wie der gewerkschaftsind Existenzbedingungen der menschlichen Gesellschaft! werden können( ausgenommen, wenn ein allgemeines lichen, durchweg einheimische Genossen, die die SozialMan muß sich wirklich fragen, ob der große Schrift- nationales Erwachen einen Krieg begleitet wie 1813). demokratie und die Interessen der Arbeiter im Allgemeinen, Um sich von der Unfruchtbarkeit der Kriege in mit ebenso viel Geschick und Energie zu wahren verBola und der Krieg. Bon Mac Arte. ( Schluß.) steller beim Niederschreiben dieser Worte sich nicht in " „ Ausländer, Fremde sind es meist, Die unter uns gesät den Geist Der Rebellion. Dergleichen Sünder Gottlob! sind selten Landeskinder." einem jener Halluzinationszustände befunden hat, die zeitweilig auch den klarsten Geist verdunkeln können. Wenn fünstlerischer Beziehung ein Bild zu machen, werfe man stehen, wie die Genossen in irgend einem andern Lande. der Krieg eine Voraussetzung unseres gesellschaftlichen einen Blick auf die kriegerischste Zeit Frankreichs, das Nun kommt es aber vielfach vor, daß selbst schweizerische Lebens wäre, so müßte er bei der steigenden Entwicklung erste Empire. Vollständige Dede auf dem Gebiete der Genossen als„ Ausländer" vorgeführt werden, nur um desselben auch mehr und mehr ausgeübt werden, denn ein Literatur und der Kunst, einige Schöpfungen eines so heßen zu können. Entblödete sich doch 1889 die„ Neue Etwas, das die Grundlage unseres Seins bildet, wie verderbten Geschmacks ausgenommen, daß es lange Zeit Züricher Ztg." nicht, den als Delegierten zum Pariser internationalen Sozialistenkongreß entsandten Genossen z. B. die Arbeit, erfährt natürlich eine immer intensivere eine Redensart der französischen Künstler, um etwas Pflege, je höher sich die Gesellschaft differenzirt. Aber außergewöhnlich Schlechtes zu bezeichnen:„ C'est empire." Brandt, der jüngst wieder in Brüssel war und der in Der ganzen Schweiz bekannt ist, als einen„ Ausländer" Und der Grund dieser Erscheinung liegt so nahe. beim Krieg tritt das Umgekehrte in die Erscheinung. Im barbarischen Urzustand des Völkerlebens ist der Krieg Wer denkt an Kunst und Künstler, an Industrie und zu denunziren, der es wagte, in Paris die Schweiz eine geachtete, allgemein sanktionirte Beschäftigung, dort gewerbliches Leben, wenn der furchtbare Lärm der zu vertreten! Auch gegenüber Merk und Wullschleger und ist er Normalzustand. Mit steigender Kultur jedoch Schlachten das öffentliche Leben durchtost und alles er- Anderen ist dieses niedere Manöver schon praktizirt worden; tritt er mehr und mehr zurück, auch die Betrachtungs- stickt? Was lockt den Künstler, den Mann der Wissen- da diese groben Tendenzlügen recht furze Beine haben, weise der Menschen über ihn wird eine andere. Heute schaft zur geistigen Produktion, wenn niemand ihn achtet so ziehen sich dann die Verleumder mit der kapitalistischen besteht er nur noch, weil die Gesellschaft den Gipfel ihrer und hört, wenn Aller Ohren vom Kanonendonner wider Abgebrühtheit zurück, daß die Ausländer doch die Hände hallen? In Friedenszeiten ist es der lockende Ruhm, die im Spiele haben. wissermaßen ein Stück Unkultur, ein Rudiment eines öffentliche Aufmerksamkeit, Nation anspornt, während des Krieges aber sieht sich die Kunstgriffe allmählig die erwartete Wirkung auf die niederen Lebenszustandes, wie wir deren noch manche vorfinden. Heute führt man keine Kriege mehr um ihrer friedliche Arbeit unbelohnt, nur ein Ruhm findet Anklang, Arbeiter. Obschon deren große Zahl noch immer der selbst willen, aus Lust und Liebe am Plündern wie der militärische, nur ein Stand sieht sich beachtet, der Arbeiterbewegung ferne steht, so ist es in den letzten ehedem, man spricht nur noch von einer grausamen Noth- Soldat. Daher die geistige Armuth damals in Frank Jahren mit der Ausbreitung der gewerkschaftlichen und wendigkeit. Jede Regierung glaubt sich verpflichtet, bei reich während der Kriege der ersten Republik und des politischen Arbeiterorganisationen doch besser geworden; Kaiserreichs, darum dieselbe Erscheinung im allgemeinen dies erhellt auch aus dem Berichte, den Genosse Mert allen Gelegenheiten ihre tiefempfundene Abneigung gegen für den Gewerkschaftsbund dem Brüsseler Kongreß überzu Kriegszeiten. den Krieg, ihre grenzenlose Friedensliebe aussprechen zu Wo bleiben also die Thatsachen, die für Zola reden sandte. Darnach zählte der schweizerische Gewerkschaftsmüssen, jede behauptet nur zu rüsten, um den Frieden zu erhalten. Die Kriege gehören heute zu den Seltenheiten, sollen? Nicht nur, daß der Krieg keineswegs die geistige bund 1887 erst 54 Sektionen, 1890 deren 104 und ja, in einigen Staaten sind sie zur Unmöglichkeit ge- und wirthschaftliche Entwicklung der Völker anspornt, gegenwärtig zählt er 193 Sektionen mit 7000 Mitgliedern. worden, z. B. in den nordamerikanischen Staatenbund. nein, er hindert, erstickt sie. Ein trauriges Zeichen aber Der Grütliverein als eine ausschließlich schweizerische Wo bleibt denn nur die famose Existenzbedingung, ist es, daß man über derartige Fakta noch diskutiren politische Organisation zählte 1888 faum mehr als 13 000, muß, und noch dazu mit einem Geist, der als einer der heute zählt er ca. 17 000 Mitglieder. Mit dieser MitHerr Zola? Man will nirgends etwas von ihr wissen, sucht sie größten unserer Tage gilt. Es giebt manche Erscheinungen, gliederzahl ist er die erste politische Organisation in der überall zu umgehen und hat sie in den höchst zivilisirten welche ihren verderblichen Charakter an der Stirn tragen, Schweiz und vielleicht in ganz Europa! Sein Vereinsder Krieg gehört auch zu ihnen. Der gesunde Sinn der organ, Der Grütlianer", der 1886 8500 Abonnenten Staaten bereits ganz überwunden. Ja, ja, Herr Zola, wenn man so berühmt ist, wie Sie es sind, dann ist die Völker verdammt ihn allerwegen, oft hört man den zählte, hat heute deren 14 000. Diese Fortschritte in der Arbeiterbewegung sind als Lächerlichkeit die allergefährlichste Klippe, an der man Vorwurf, das die Regierungen selber ihre Streitigkeiten ausfechten möchten, statt die Kinder des Volks zum unzweifelhafte Symptome dafür zu betrachten, daß die scheitern farn. Kanonenfutter zu verwenden, und in dieser landläufigen Erkenntniß von der gänzlichen Mangelhaftigkeit des Indessen noch nicht genug der Scherze. Der Krieg Redensart liegt mehr Weisheit als in den klingenden heutigen Gesellschafts- und Wirthschaftssystems und von ist nach Zola auch kulturfördernd und nüßlich." Die Phrasen Bolas. der Nothwendigkeit seiner Beseitigung bei den Arbeitern Geschichte liefert dafür die Beweise. Nie war Kunst und Hätte der große Schriftsteller in dieser Sache seinem immer mehr Plaz greift. Der Aufschwung der ArbeiterIndustrie blühender in Rom, als zur Zeit, so es die Talent einige Körner gesunden Menschenverstand hinzu- bewegung ist wohl zunächst der unermüdlichen AufklärungsWelt durch seine Waffen beherrschte. Die Feldzüge gefügt, so hätte er begreifen müssen, daß der Krieg, der arbeit der sozialdemokratischen Agitatoren und der ohne Ludwig XIV. haben den Fortschritt der Wissenschaften seine Wurzeln in der Barbarei hat, nichts ist, wie ein Ausnahme gut geleiteten sozialistischen Presse zu danken und der Künste nicht aufgehalten, sondern eher begünstigt." barbarisches Ueberbleibsel, das sich bis in unsere Zeit er- Hand in Hand mit der Ausbreitung der Organisationen So Zola. halten hat, daß es eine Ungeheuerlichkeit bedeutet, dies geht die Vermehrung der eindringenden Kenntniß der Entwicklung noch nicht erreicht hat, er repräsentirt geöffentliche Aufmerksamkeit, welche gewisse Elemente der Erfreulicher Weise verfehlen diese demagogischen Bisher standen die Franzosen in dem mehr oder Stück Barbarei vertheidigen und rechtfertigen zu wollen. Arbeiterverhältnisse in allen Berufen. Der letztere Umminder berechtigten Ruf, wenig von der Geographie zu Er hätte verstehen müssen, daß das Vorhandensein der stand, der namentlich auch zur Wahrnehmung der vorkennen, daß sie aber auch in der Geschichte unbewandert Kriege as einer Institution im Staatenleben nur das handenen Klassengegensäße führt, ist vor Allem geeignet, wären, das hat noch niemand behauptet. Indessen scheint eine beweist, nämlich wie weit unsere Zeit, trotz aller die zahlreichen Illusionen zu zerstören und völlig klar Zola dieser Ansicht zu sein, auf jeden Fall muß er von Fortschritte auf anderen Gebieten, noch zurück ist. den historischen Kenntnissen seiner Landsleute eine sehr niedrige Meinung haben, wenn er ihnen aus der Gezu machen, daß der so oft gehörte patriotische Ruf, wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern" zur Zeit noch eine inhaltsleere Phrase ist. Wie in anderen Ländern, so fehlt es gegenwärtig auch noch in der Schweiz so ziemlicy an jedem amtlichen Material zur Beleuchtung der Lage der Arbeiter. Einige den halbamtlichen Charakter tragende Beiträge zur Kenntniß der schweizerischen Arbeiterverhältnisse hat vor einiger Zeit der Fabrikinspektor Dr. Schülerin der Schrift„Untersuchungen über die Gesundheitsverhält- nisse in der Fabrikbevölkerung in der. Schweiz" geliefert. und zwar betreffen dieselben— mit Ausnahme der Uhrenfabrikation— die wichtigsten Industriezweige des Landes. Dieselben stehen durchwegs unter dem Fabrikgesetz, so daß für sie der elfstündige Normal- arbeitstag, die Sonntagsruhe, das Verbot der Nacht- arbeit für Frauen und Kinder und die übrigen schützen- den Bestimmungen gelten. Beginnen wir in Anlehnung an die Reihenfolge in genannter Schrift mit der Baumwollspinnerei. Der mittlere Arbeitstag beträgt da in Folge der reichlich er- theilten Ueberzeitbewilligungen, 11,15— 11,35 Stunden. Die Zahl der Arbeiter sinkt im Verhältniß zur Spindel- zahl, da einerseits die Verbesserungen im Betrieb dies ermöglichen, andererseits die ungünstigen Verhältnisse der letzten Jahre auf die möglichste Ausnutzung der vorhandenen Arbeitskräfte hinweisen. Sie setzte sich im Frühjahr 1882 zusammen aus 48,8 pCt. männlichen und 51.2 pCt. weiblichen Personen; 12,5 pEt. standen im 17. bis 18. Jahr, 11,5 pCt. waren unter 16 Jahren. Ihre Löhne variiren je nach den verschiedenen Gegenden und Etablissements recht bedeutend. Die nachstehenden An- gaben sind einer Menge von Einzelmittheilungen ent- nommen und dürften, für die Oüschweiz wenigstens, ziemlich zuverlässig fem. Nach denselben verdienten täg- lich in Franken: Spinner.... Arbeiter an den Banes a br..... Arbeiter an den Car- den..... Arbeiter an den Lam- moirs.... Arbeiter an den Bat- teur..... Knüpfer und Ansetzer Handlanger 2,30—3.80 im Mittel 3,00 1,45—2,30 1,50—2,70 1,80—2,30 1,90 2,10 2,00 1,60—2,90„„ 2,10 0,90—1,70„„ 1,30 2,50-3,15„„ 2,70 Für 1584 Spinnereiarbeiter jeden Geschlechts und Altere ergab sich im Jahre 1881 ein durchschnittlicher Jahreslohn von 560 Franken. Für die Bewohner der Arbeiterhäuser einiger Spinnereien berechnet, schwankle der Betrag zwischen 650 und 800 Frauken, so daß die erst- genannte Mittelzahl jedenfalls als eine bescheidene an- genommen werden darf. Die Löhne, welche in der Baumwollweberei verdient(richtiger wohl: gezahlt) werden, sind außer- ordentlich verschieden. Zum Spulen werden vielfach Kinder oder Halbinvalide verwendet, welche sich mit klcineii Beträgen begnügen müssen, während die Schlichter ganz ausnahmsweise gut bezahlt werden. Im Jahre 1882 erhielten nach den Angaben aus ver- schiedcnen Kantonen iin Durchschnitt Weißweberinnen 1 50— 2,20 Franken. Zettlerinnen 2,30—2,70 Franken, Spulerinnen 1,20—1,70 Franken, Schlichter 3,50 bis 5 Franken; in Buntwebereien stellte sich der Durch- schnittslohn noch eine Kleinigkeit höher. Der durch schnittliche Jahresverdienst eines Arveiters nach den Zahl- tagslisten großer Webereien berechnet, bezifferte sich ans ca. 600 Franken. e In den 170 Etablissements der Sei Den in du sin waren 1882 18 241 Personen, wovon 3381 männlichen und 14 860 weiblichen Geschlechts beschäftigt.„Der Erwerb ist mäßig", sagt Dr. Schuler, scheint jedoch in den letzten Jahren Tendenz zum Steigen gezeigt zu haben, denn die Vereinsstatistik der Seidenindustriellen berechnete den Durchschnittslohn 1881 1883 für Weber(inkl. Handweber. 1,28 täglich 1,38 „ Zwirner...... 1,06„ 1,31 Durchschnittslohn d. verschiedenen Branchen....... 1,32„ 1,44 Nach den Erhebungen in den Fabriken verdienten 1882 im Durchschnitt Seidenweber per Jahr und Kopf (inkl. Kinder) 354 Franken. Seidenzwirner 460 Franken. Weber resp. Weberinnen 704 Franken. Diese wahrhaft elenden Löhne zeigen, daß die Bourgeosie für die Produktion ihres eigenen Luxus so wenig freigiebig gegenüber dem Arbeiter handelt, als für die Produktion von Guano.„Schlechter Lohn" bleibt ihre Parole in jedem Falle. Das zeigt sich auch wiederum iu der Stickerei- industrie, deren Erzeugnisse ebenfalls Luxusartikel der besitzenden Klassen sind. Dieser Industriezweig umfaßte 1880 12 681 Maschinen und 27 801 Arbeiter.„Der Erwerb der Sticker ist nicht nur nach dem günstigen oder ungünstig n Geschäftsgang sehr verschieden, sondern auch nach deu günstigen oder ungünstigen Mustern und natür- lich vor Allem auch nach der Leistungsfähigkeit des einzelnen Stickers. Denn der Stickerlohn ist durchweg Akkordlohn. Er betrug in den günstigsten Zeiten im Durchschnitt bielleicht 5 Franken per Tag. im Jahre 1879 wurde er noch ans 3,50 Franken berechnet, beute darf er kaum höher als 2,50 Franken geschätzt werden, m einzelnen Gegenden sinkt er auf 2 Franken und noch weniger. Die Fädler erhalten durchschnittlich 2 Franken, in ein- zelnen Gegenden 1,50 Franken per Tag." In den letzte» Jahren ist die schweizerische Stickereiindustrie in beständigem Niedergange begriffen, so daß vielfach Ar- beitslosigkeit oder nur theilweise Beschäftigung der Ar- beitenden vorhanden ist. Ist die Krise wohl auch den großen kaufmännischen Unternehmern nichts weniger als angenehm, so sind sie ihrerseits doch die Glücklichen, die in der guten Zeit sich so viel„Entbehrungslöhne" vom Munde absparten, daß sie ohne materielle Sorgen der Zukunft ruhig entgegensehen können— ganz abgesehen davon, daß sie sich auf jeden Fall entschließen werden, !tatl der nicht absatzfähigen Stickereien einen anderen gangbaren Artikel produziren zu lassen. Aber was soll mit den Tausenden überflüssiger tickereiarbeiter geschehen? Das kümmert das Kapital freilich nichts und kann es— wie die Dinge heute nun einmal liegen— nichts kümmern.j (Schluß folgt.) Verschiedenes. — lieber Arbeiterwohnungsverhättniüe in Mannheim enthält das soeben herausgegebene Werk Wörishoffers„über die soziale Lage der Fabrikarbeiter zu Mannheim" folgende Mit- theilungen:' Wenn man die relativ kleine Zahl von Arbeiterfamilien ausnimmt, welche noch eine kleine Landwirthschaft treiben, so ist das gemeinsame Merkmal der Arbeiterwohnungen im Allgemeinen eine bis auf's Aeußerste getriebene Einengnng des den einzelnen Familien zur Verfügung stehenden Raumes. Die Arbeiter wohnen dazu meist in Hinterhäusern, und es kann ichon aus diesem Grunde angenommen werden, daß die Arbeitcrbevölkerung an den zur Hebung der öffent- lichen Gesundheit getroffenen Einrichtungen weniger Antheil nimmt, als die übrige Bevölkerung. Küchen werden immer seltener, auch in den Wohnungen von Arbeitern, welche 4 M. bis 6 M. durchschnittlich im Tage verdienen, und welche daher zu der Elite der Arbeiterschaft gehören. Ebenso gehören Wohntinaen von mehr als zwei Zimmern auch für diese Arbeiterklasse zu den fast verschwindenden Ausnahmen. Speicher oder sonstige Nebenräume irgend welcher Art stehen fast niemals zur Verfügung. D-e besser bezahlten Arbeiter bewohnen aber meist wenigstens Zimmer mittlerer Größe. Solche Wohnungen von zwei Zimmern ohne weitere kleine Nebenränme kosten, je nachdem eine Küche dazu gehört oder nicht, 210 M. bis 270 M int Jahre. Wo größere und theurerc Wohnungen gemiethet werden, wird fast stets ein Theil in Aftermiethe abgegeben. Arbeiter von mittlerer oder geringer Bezahlung müssen sich natürlich weiter einschränken. Denn selbst ein Mann mit 3 M. Tages-, daher etwa 900 M. Jahresverdienst, kann einen ähnlichen Betrag für Miethe nicht aufbringen, wenn nicht erwachsene Kinder Erhöhung des Einkommens der Familie beitragen. Diese Einschränkung vollzieht sich enNveder dadurch, daß nur ein Zimmer und Küche oder zwei kleine einfenstrige Zimmer gemiethet werden, oder daß man sich mit einer ungünstigen oder düsteren Lage der Wohnung begnügt. Derartige Wohnungen kosten in der Regel 160 M. vis 200 M. im Jahre. Die Wohnungen gewöhnlicher Taglohnarbeiter mit 2 M. bis 3 M. Tagesverdienst sind noch geringer. Wenn es nickst möglich ist, im Raum noch mehr her- unterzugehen, dann muß man sich mit feuchten Parterrewohnllngen in Hinterhäusern, welche mit dem dumpfen Hofe auf gleicher Höhe liegen, oder mit Dachkammern begnügen Selten kosten derartige, jedes geordnete häusliche Leben unmöglich machende Wohniingen weniger als 140 M. bis 160 M. im Jahre. Noch schlimmer ist es aber mit den Wohnungen von Taglöhnern be- stellt, welche keinen regelmäßigen Arbeitsverdienst haben, und in der Regel bei Bauten, im Hafen und auf dem Neckarvorland beschäftigt sind Hier ist die Wohnung meist nur eine kleine Dach- kammer, welche dazu noch häufig alle überhaupt denkbaren Mängel hat. Derartige Wohnungen sind die vcrhältnißmäßig theuersten und kosten etwas unter oder über 100 M. Nirgends tritt der Wohnungswucher nackter in seiner ganzen Häßlichkeit zu Tage als gerade hier. Solche Wohnungs- Verhältnisse müssen noth wendigerweise Einfluß haben aus die Sittlichkeit der von derselben betrofsenen Bevötkerungskretse. Sie werden vielfach noch verschärft durch den Umstand, daß in diesen Wohnungen niemals eine der Zahl der Bewohner ent- prechende Anzahl von Betten vorhanden ist. Wo sich dieser Mangel in bestimmten, von der Zusammensetzung der Familie abhängigen Grenzen hält, läßt sich kaum etwas dagegen einwenden, und er findet wohl bei kleinen Handwerkern und kleinen Angestellten in ähnlicher Weise starr.' In sehr vielen Fällen geht aber dieses Mißverhältniß zwischen der Zahl der Betten und der Bewohner über das an sich und wegen der Zu- ammensetzung der Familie zulässige Maß hinaus. Als untere Grenze kann im Allgemeinen angenommen werden, daß die Zahl der Betten ein Drittel der Zahl der Be- wohner ist? diese Berhältnißzahl geht auch in der Regel bei besonders zahlreichen Familien so weit herab, während sie mir der Abnahme der Zahl der Familienangehörigen günstiger wird. Man trifft z. B. Familien mit neun Personen und nur drei Betten an. Die Unzukömmlichkeiten vermehren sich aber noch, wenn die Arbeiterfamilien männliche Kostgänger oder Schlaf- mädchen aufnehmen. Bei der Beschaffenheit der Arbeiter- Wohnungen kommt es zwar kaum jemals vor, daß beides gleich- zeitig in einer und derselben Familie stattfindet. Allein schon in der Aufnahme nur einer fremden Person liegt in so engen Wohnungen eine große Verschlimmerung der Zustände. Am meisten ist dies bei Schlafmädchen der Fall, welche bei der schlechten Bezahlung der weiblichen Arbeit im Gegensatze zu der- jenigen der Männer meist nicht in der Lage sind, soviel zu be- zahlen, daß ihnen ein besonders Zimmer eingeräumt wird. Sie schlafen dann in der Regel mit einem der Kinder in einem Bette,- was fast mit Nothwendigkeit zu einer frühzeitigen Berderbniß der Kinder solcher Arbeiterfamilten führen muß. Fragt man nun nach den Ursachen dieser ungünstigen Wohnungsverhältnisse, welche mit der Entwicklung der übrigen für die Arbeiterexistenz maßgebenden Faktoren nicht nur nicht gleichen Schritt gehalten haben, sondern eher Rückschritte zeigen, lo ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Ursachen dieser Er- scheinungen in der raschen Entivickelung und Ausdehnung der Mannheimer Industrie während des letzten Jahrzehntes und damit im Zusammenhang in der, ungeachtet der meist gut be- nutzten Arbeiterzüge eingetretenen, starken Zunahme der Arbeiter- bevölkerung in der Stadt zu suchen. Auch wenn diesem Umstand durch die Art der EntWickelung des Bauwesens mehr Rücksicht- getragen worden wärt, als geschehen ist, würde wohl ein gewisses Maß von Mißständen nicht haben vermieden werden können. Bei der ganze» baulichen EntWickelung der Stadt ist aber auf die Bedürfnisse der Arbeiterbevölkerung in einem wichtigen Punkt keine Rücksicht genommen worden, als unterlassen wurde, Stadt- theile zu bilden, welche der unausgesetzten Steigerung der Boden- preise weniger ausgesetzt sind. Bei diesem Mangel war die Bau- thätigkeit auf bestimmte und im Verhältniß zu ihrem großen Umfange kleine Gebiete b. schränkt, wodurch fortdauernd ein An- reiz zu immer weiterer Steigerung der Preise der Bauplätze ge- schaffen wurde. Die nothwendige Folge davon war das Erbauen' hoher Hänser, weitgehende Ausnutzung der Grundfläche und hohe Miethprcise, welche ihrerseits wieder zu Raumbeschränkungen für die Einzelnen führen mußten. Die angegebenen Ursachen verschärfen aber die einmal her- vorgerufenen Mißstände immer weiter. Die Unmöglichkeit, wirklich geeignete Arbeiterwohnungen zu schaffen und die fortwährende Steigerung der Bauplätze begünstigen außerordentlich einen raschen Besttzwechscl in den von den Arbeitern bewohnten Gebäuden, weil ein Wechsel häufig mir einem gewissen Gewinne vorgenommen werden kann. Ein solcher Gewinn reizt die Be- sitzer uni so mehr, zu je geringerem Theile sie wirkliche Eigen- thümer der Häuser sind, je größerer also im Verhältniß zu ihrem rhatsächlichcn Vermögen ist, wobei die Abstoßung der in schlechten Zeiten kritischen Hvpothekenbelastung einen weiteren Antrieb bildet. Ein solcher Besitzwechsel ist aber nicht nur mit einer Ver- lhenerung des Hauses für den künftigen Besitzer wegen des Ge- Winnes des vorhergehenden verbiinden, sondern es findet bei diesem Anlasse noch eine weitere Bertheuerung wegen der zu entrichtenden Kaufakzise statt, welche 2'|, 0|o der Kaufstimme beträgt. — Zur Entwicklung der Stadt KerH« bringt der „Deutsche Oekonomist" folgende Tabelle: Leider ist aus der Statistik gerade das. was man aus ihr ersehen möchte, wie gewöhnlich, nicht zu ersehen. Indessen einige interessante Punkte lassen sich trotzdem herausfinden. Die Einwohnerzahl Berlins ist in dem betr. Zeitraum um 20% gestiegen: die der Grundstücke nur um 10%, die der Wohnungen um 22%. Das heißt: die Wohnungen sind ent- weder kleiner gcbau:, oder die Häuser sind wieder mehr in die Luft gestiegen. Die Wohnungsdichtigkeit pro Quadratmeter Boden ist um 10% gesteigert Dazu kommt, was in der Tabelle fehlt, daß mehr Läden eingerichtet sind, wodurch die Menschen gleichfalls»ichr zusammengedrängt werden. Der durchschnittliche Miethsbetrag pro Wohnung hat sich um 9% gesteigert. Run mögen allerdings gerade die neuesten Häuser mit mehr Aufwand gebaut sein und durch die höhere Miethe, die sie infolge dessen bringen müssen, die Durchschnitts- zahl anschwellen machen. Aber das kann doch nur minimal sein. Der Hauptzuwachs ist einfach Erhöhung der Grundrente, wird| Mark, der Jungen 357,70 Mt., der Mägde 410,80 Mt. Ein hältnißmäßig geringen Werth des wirklichen mobilen Vermögens ohne Entgelt den Miethern abgezwackt. Wenn der Versicherungs- männlicher land- und forstwirthschaftlicher Arbeiter verdiente( die als mobiles Vermögen oft gerechneten Werthpapiere, die werth pro Wohnung angegeben wäre, so könnte man das heraus- 1886 mindestens 260 Mit., höchstens 495 Mt., ein weiblicher nicht nur Eigenthumsdokumente auf Immobilien oder kapitalisirte finden, da im Versicherungswerthe der Boden nicht mit steckt. mindestens 120 mt, höchstens 480 Mt. 1877 verdiente in ganz Tributrechte sind, natürlich nicht inbegriffen) ist die S. 709 bis Interessant ist eine Betrachtung der einzelnen Stadttheile Deutschland das männliche Gesinde auf größeren Gütern 480,33 710 vorgeführte Statistik, wonach der Gesammtviehwerth des mur 786 442 855, der des todten Inventars nur nach ihrer Geschäftslage und Feinheit", wie sich da die Preise Mark, auf kleineren 446,46 Mt., das weibliche 353,88 und Landes und die Wohnungsdichtigkeit ändern. Diese Vergleichung mag 329,16 Mt. Wie ich's dem Freiherrn von Cetto, der dieses 201 388 902 Mark beträgt, also rund zusammen nur eine Milliarde. der in Berlin bekannte Leser selbst anstellen. Kapitel schrieb, wünschen möchte, mal ein Jahr mit solchen Be- Interessant für die Begünstigung der Grundeigenthümer den zügen seiner Genußsucht fröhnen zu müssen! übrigen Steuergflichtigen gegenüber ist die Thatsache, daß 1856157 " 42 Aus der Denkschrift über die Landwirthschaft in Bayern bringt M. Flürscheim in Frei Land" folgende interessante Auf 100 Besizer kommen 96 thätige Familienangehörige, die Grundsteuer 9 pet. zu den gesammten Staatseinnahmen Notizen: 59 Dienstboten, 8 Taglöhner mit und 22 ohne Besitz, also beitrug, nach dem neuesten Budget aber nur 10 pCt., also Es giebt im Königreich Bayern 3923 Betriebe von über 185 Gehilfen oder auf 403 961 Befizer 1086 814 Gehilfen, also nicht die Hälfte wie 33 Jahre vorher. Nach den Berechnungen 50 ha mit zusammen 307 532,11 ha. Hierbei giebt es 146 Fidei- etwa 4 aller in der Landwirthschaft Beschäftigten hätten unter der Königlichen Staatsregierung betrug die Grundsteuer 1880 81 tommiffe, welche 312 Betriebe mit 156 227,19 ha umfassen, also allen Umständen direkten Vortheil von der Verstaatlichung des nur 2,5 pŒt. vom Reinertrag. Hierzu tamen freilich noch hohe über die Hälfte der Gesammtfläche der Großbetriebe. Das Areal Bodens. 1881 wurde von der Königlichen Staatsregierung die Gemeinde-, Bezirks- und Kreisumlagen, die aber die sonstigen der Fideikommisse theilt sich in 87 915,68 ha Holzland und Gesammtsumme des jährlichen Reinertrags der gesammten land- Steuerpflichtigen ebenfalls im Verhältniß treffen. 68 311,51 ha anderweitig nußbare Fläche. Von je 100 Betrieben wirthschaftlichen Produktion auf 484 963 864 Mart berechnet, Stiftungen wurde von 1870-86 über 44 Millionen zuüberhaupt hatten 25,5 weniger als 1 ha, 55,1 1-10 ha, 19,3 10 bis| was zu dem in der Praxis meistentheils angenommenen 20fachen gewandt, derenGesammthöhe übersteigt 400Millionen.( S. 738-39.) 100 ha und 0,1 über 100 ha. Es giebt im Ganzen 681 521 Be- Betrag" einen Gesammtwerth des grundsteuerpflichtigen land- Wichtig find die Berichte über das landwirthschaftliche Getriebe mit einer bewirthschafteten landwirthschaftlichen Gesammt- und forststeuerpflichtigen Areals des Königreichs von 9 699 277 280 nossenschaftswesen. S. 775 wird von Verkaufsgenossenschaften fläche von 4 305 400,58 ha. Hierzu kommen noch zur Gesammt- Mark ergiebt. Bei diesen Schätzungen ist selbstverständlich der berichtet, welche den für die Bodenerzeugnisse erhaltenen Preis fläche des Königreichs 200 762,12 ha Ded- und Ürland, Werth der landwirthschaftlichen Wohn- und Wirthschaftsgebäude in einzelnen Fällen um das Doppelte erhöhten, ohne für den 2 504 732,16 Forsten und Holzungen, 44 279,78 Haus- und Hof- nicht inbegriffen." Käufer eine Bertheuerung herbeizuführen.". 778 wird von räume, 138 702,79 Wegeland, 109 632,49 Gewässer. 1871 trafen Ich glaube, daß, wenn man den städtischen, den industriellen einem durch einen Verein in Obernburg, Unterfranken, mit von 100 Einwohnern Bayerns 84 auf die Landbevölkerung und und den Domänenboden, der nicht inbegriffen ist, hinzurechnet, größeren rheinischen Firmen abgeschlossenen Verkauf von ca. 2000 nur 16 auf die Städte; 1885 war das Verhältniß bereits beinahe der doppelte Betrag, also 20 Milliarden heraustäme. Bentner Mostobst berichtet, bei dem eine Mehreinnahme von 60 80 auf 20. Rechnen wir aber nur 50 pCt. hinzu und sagen wir also bis 70 000 Mark erzielt wurde. Nach der Rubrik Arbeitsverhältnisse( auf dem Lande) wird 15 Milliarden. Da Bayern nicht ganz ein Siebentel von sehr über die zunehmende Genußsucht und vermehrten Ansprüche Deutschland einnimmt, so ergäbe dies 105 Milliarden deutschen der Dienstboten und die Schwierigkeit, solche zu bekommen, ge- Bodenwerth, 5 Milliarden mehr, als ich in meinen Rechnungen klagt. Als Jllustration hierzu mögen die in dem Kapitel ge- stets annahm und 54 Milliarden Reinertrag, welche Summe gebenen Jahreslöhne pro 1879 dieser anspruchsvollen, genuß die von mir angenommene von 3 Milliarden deutscher GrundDa der Redaktionsschluß bereits am Donnerstag süchtigen Menschen folgen, wobei Geldlohn und Naturalien( auch rente rechtfertigen würde, wenn von dem Reinertrag der MelioWohnung) zusammengezogen sind: Der Durchschnittslohn der rationenzins abgerechnet wird. Abend erfolgt, bringen wir den Bericht über den ParteiOberknechte im Königreich ist 657,50 Mart, der Knechte 511,50 Interessant für die Belegung der Thatsache von dem ver- tag in der nächsten Nummer. Schuhmacher! Achtung! Achtung! Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher und ver= wandten Berufsgenossen. Sonnabend, den 24. Oktober. im„ Elysium", Landsberger Allee: 4. Stiftungs- Feſt bestehend in Ball und Gesang, unter Mitwirkung des Gesangvereins Unverzagt II. ( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes). Anfang 8% Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Billets find zu haben bet: P. Büttner, Urbanstr. 25, Eckerlein, Schiffbauerdamm 18, H. rechts 2 Tr., Krause, Dessauerstr. 37, v. Keller, Fuchs, Stallschreiberstr. 20, S. 1 r. rechts, Seidenberg, Bandelstr. 13, H. 3 Tr., Flugmacher, Admiralstr. 4, H. 2 Tr., Felsner, Petristraße 16, v. 2 Tr., Adamzack, Auguſtr. 6a, Koch, Palisadenstr. 7, v. 4 Tr. 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