Sen Nr. 88. sei. hts rfe ner ing ath tent. art fol res der tem ge= An Fen igte gen aus iber eiſe Den biet nen ¡ ist ver eine mie [ ben nem Dom men erer inde eine inde itän onſt Id'st acha in der ches und ibel jeißt n 1. von be= Janz ver auf Be Mr., zur bie Mr. ( bei gens vom allen über Be egen der nder man aften end Seite. Fine doo was mü igen recht und ben er in urig ernd 30 men iffen Dein aren Luft der nzu iden Trufe fo llen ngen nette Herr e in ehlte Frau hen, men Illes cund D. wie eigte eis zu brer lide hen, bes Donnerstag, 17. Jult 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Bolksblatt" fcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Nummern 5 Pf. Bostabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jusertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 f. Arbeitsmarkt 10 3. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Whe Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Die Parteien in Oesterreich. Die Landtagswahlen in Desterreich, soweit sie bis jetzt ftattgefunden haben, find vollständig zu Gunsten des föderatio gesinnten Ministeriums Taaffe ausgefallen. Wenn auch die einzelnen Landtage nicht mehr die Bedeutung haben, wie früher, so find doch die Landtagswahlen deshalb bedeutungsvoll, weil man sie mit einer Generalprobe für die Neuwahlen zum Reichsrathe ver= gleichen kann. Ueberall haben bei den Landtagswahlen die freisinnigen deutschen Elemente, die zugleich auch die unitarischen bilden, eine große Niederlage erlitten. Die Slaven, die Klerikalen, die Bauernpartei und die Deutsch- Nationalen haben sich in die Beute getheilt. In Mähren, wo früher immer einige Size für die deutschen freisinnigen Elemente abfielen, haben die Slaven einen vollständigen Sieg errungen. Die Kleritalen, vereint mit der Bauernpartei, denen Rom und die heimische Scholle lieber ist, als bas Vaterland, haben gleichfalls Fortschritte gemacht. Der Aleritalismus ist selbstverständlich föderativ, da in einem zersplitterten Reich die unitarische Macht des Papstthums leichter herrschen kann, als in einem Einheitsftaate. Dann ist noch die deutsch- nationale Partei, die man bislang weniger beachtet hat, siegreich aus dem Kampfe hervorgegangen. Diese Partei ist ein wunderliches Gemisch von reaktionärem Antisemitismus und wirthschaftlichem Radikalismus, dem sich übrigens doch auch im Gegenfatz zu dem deutschen Antisemitismus Stöcker'scher Richtung ein gut Stüd politischen Freiheitsgefühls hinzugesellt. Beförderung der Korrespondenz und des Verkehrs und unseres Exports eine Beförderung der Auswanderung fein würde, so würde dies ein Grund dagegen sein, aber ich habe gerade das Wort Export gebraucht der Export ist ein Mittel, die Auswan derung zu hindern. Es ist eine auffällige That sache, daß gerade die bevölkerten Landstriche Deutschlands, die wir die industriellen nennen dürfen, von der Auswanderung so gut wie frei sind, und daß diejenigen Landstriche, in denen feine Industrie ist, die baltischen Provinzen, und die, welche in ähnlichem Kulturstande sind, Posen und Mecklenburg, das Hauptkontingent der Auswanderer liefern. Geben Sie denen Industrie, geben Sie denen Export, geben Sie denen Schutzölle und die Leute werden nicht mehr auswandern. Gerade die Förderung der Verbindung hindert die Auswanderung." Also Fürst Bismarck ist kein Freund der Auswanderung? Das freut uns sehr, und in diesem Punkte stimmen wir mit dem Herrn Reichskanzler vollständig überein. Unser Deutschland fann bei halbwegs gefunden staatlichen und wirthschaftlichen Verhältnissen seine Bevölkerung mit sammt derem jährlichem Zuwachs bis auf Weiteres noch sehr wohl ernähren. Und wenn dies jest nicht der Fall ist, so verhält es sich deshalb so, weil unsere Verhältnisse eben leider keineswegs gesunde find. Ein Staatsmann, welcher der Auswanderung steuern will, muß, wie( der ältere) Graf Eulenburg, damals Minister des Innern, 1874 sehr richtig bemerkte, das Vaterland sei nen Bewohnern anziehend machen, d. h. alle diejenigen Ursachen beseitigen, die heutzutage a 6 stoßend wirken und zur Auswanderung treiben. Fürst Bismard will auch die Ursachen beseitigen, und zwar indem er den Export befördert. Werden aber durch eine Beförderung des Exports allein die Ursachen der Auswanderung beseitigt? Gewiß nicht! Es fommt eben darauf an, in welcher Lage fich die Arbeiter befinUnmöglich ist es deshalb nicht, daß diese Partei sich nach und nach von den Schlacken reinigt und doch noch im politischen Leben Desterreichs eine größere Rolle spielen den, welche die zu exportirende Waarenmenge erzeugen. Und fonnte, wie man jezt von ihr voraussetzt. Der Hauptgegensatz der deutsch- nationalen Partei aber zu der bei diesen Wahlen so schwer unterlegenen Ver einigten Linken" liegt auf wirthschaftlichem Man fann nämlich die Deutsch- Nationalen Gebiete. nicht für unbedingte Gegner des Zentralismus, der bie Macht des Deutschthums", halten, Berwirklichung des österreichischen Reichsgedankens durch zwar nicht nur, in welcher materiellen Lage. Leute, die kein Kuliblut in den Adern haben, werden sich auch durch Altersversorgung und Invalidenpension nicht angezogen" füh len, wenn ihnen dabei ein selbstständiges Eintreten für ihre Interessen unmöglich gemacht wird. In den heftigsten Widerspruch mit seinen sonstigen Anschauungen fommt übrigens Fürst Bismarck durch die Betonung der Thatsache, daß gerade aus den dichtest bevölkerten Theilen Deutschlands, welche durchweg einen industriellen Charakter haben, die Auswanderung am Geringsten ist, und daß sie am Stärksten ist aus den dünn bevölkerten Fürst Bismarck nennt diese Thatsache auch schon aus taktischen Gründen besonders in den Ländern mit gemischter Bevölkerung nicht so begeistert, wie die ,, Vereinigte Linke" für denselben eintreten. Jedoch erstreben die erfteren soziale Reformen, während die Vereinigte Ackerbaudistrikten. Linke" noch ganz auf dem Boden des weiland liberalen auffällig". Für ihn ist sie es unzweifelhaft, denn er steht Ministeriums( Gisfra und Genossen) steht und den St. Manchester als ihren einzigen Schutzpatron ansieht. Erscheinungen haben wir also in Desterreich, wesentlich auf dem agrarischen Standpunkte, und huldigt, gleich den übrigen Agrariern, der Anficht, daß der Ackerbau die Hauptquelle, ja die einzige legitime Quelle des Nationalreichthums sei. Diese Ansicht wird allerdings wie in Deutschland. Die Stöckers und Bambergers find durch jene ,, auffällige", leider nicht aus der Welt zu schaffende Mehnliche hüben, wie drüben; nur daß die Stöckers in Desterreich Thatsache widerlegt. boch etwas besser und die Bambergers dort wohl um ein Gran noch schlimmer find. Daß übrigens die deutsch- zentralistische Bewegung keine Zukunft in Desterreich mehr hat, dies kann man als sicher annehmen, da ja unter dem gegenwärtigen Ministerium Taaffe den nichtdeutschen Nationalitäten Cisleithaniens viele und weitgehende Zugeständnisse gemacht worden sind, die eine große Anzahl legislatorischer und administrativer Ver änderungen im Gefolge hatten, die nicht so leicht beseitigt werden können. Dann aber hält Transleithanien( Ungarn u. f. w.) durch seine Machtsteigerung in den letzten Jahren DeutschDesterreich vollständig in Schach und wirkt, wenn auch nur indirekt, so boch äußerst bemerkbar auf die Gestaltung Cisleithaniens im föderativen Sinn ein. das Und bedenkt Fürst Bismarck nicht, daß, wenn er den länd lichen Kreisen, aus denen die Auswanderung am stärksten ist, und in welchen ihrer primitiven Zustände wegen Bismarckische System seine festeste Stüße hat, ,, Export" giebt, d. h. einen industriellen Charakter auforüdi -daß damit auch diejenigen 8ustände aufhören, welche dem Systeme des Fürsten Bismard zur Stüße dienen? Politische Uebersicht. Minister Bötticher hat zur Belohnung für seine Thätigs feit bei dem Unfallversicherungsgeseß die einträgliche Sine cure eines Domherrn des Magdeburger Stiftes erhalten. So viel wir wissen, bezieht ein solcher Domherr aus den reichen Einkünften des Stiftes jährlich 12000 M.; vergeblich ist mehrmals die Verwendung jener Einkünfte für Schul- und Wohlthätigkeitszwecke beantragt worden. Seit dem Frühjahr bereist eine Gesandtschaft japanischer Offiziere den Kontinent, um die Heereseinrichtungen, Die Ausbildung der Mannschaft, die Kasernenausrüstungen und das Verpflegungswesen fennen zu lernen. Sie hielt sich mehrere Wochen in Rom auf, reiste dann nach Paris uud London und ist jest in Berlin zu längerem Aufenthalt eingetroffen. An der Spise der aus fünfzehn Offizieren bestehenden Gesandtschaft befindet sich der Kriegsminister Dyama. In den nächsten wartet, welche die Polizei- Einrichtungen der Hauptstadt zu studiren beabsichtigen. Glückliches Japan! Das österreichische Reich hat keine Zukunft mehr! Die Zentralisation unter der Herrschaft des Deutschthums war die einzige Macht, welche das Reich zusammenhalten fonnte. Nachdem diese Macht vollständig gebrochen ist, mögen fich die verschiedenen Völkerschaften vielleicht wohler fühlen, soweit nämlich das Nationalgefühl Wohlbefinden erweckt, aber das Band, welches die einzelnen Nationalitäten mit dem Reiche verbindet, wird durch die föderativen Bestrebungen Tagen werden auch einige höhere japanische Polizeibeamte er immer mehr gelockert, bis endlich, vielleicht der Welt zu Ruße, die völlige Auflösung des östers reichischen Reiches erfolgt. Bur Kolonialpolitik. Die Mißwirthschaft in der Londoner Stadtverwaltung wird noch ein Jahr konservirt werden. Durch den Schluß der Session des Unterhauses ist der Gesezentwurf zur Reform mission des Reichstages machte Fürst Bismarck bekanntlich fol- großes Fest in altehrwürdiger Form zur Feier des frohen ErIn der Debatte über Kolonialpolitik in der Budgettom- lich große Freude unter den Stadtvätern Londons und ein gende Bemerkung, die, als er fie Tags darauf in der Beitung eignisses. Der Champagner floß, Schildkrötensuppen wurden las, ihm gewiß zu denken gegeben haben wird. Ich bin fein Freund der Auswanderung im Allgemeinen, und namentlich nicht der krankhaften Beför derung der Auswanderung, die wir in den ersten gegen die Beförderung der Auswanderung; ein Deutscher, der sein Vaterland abstreift, wie einen alten Rod, ist für mich fein Deutscher mehr; ich habe kein lands mannschaftliches Interesse mehr für ihn, und wenn die vertilgt, selbstverständlich alles auf Kosten der Londoner Kommunalsteuerzahler und Reden wurden gehalten, aus denen ein Wort des Lord Mayors aufbewahrt zu werden verdient. Er pries nämlich die Bundesgenossen der City- Korporation, die Londoner Kirchspiele, ob ihrer Weisheit und ihres Patriotismus". Diefer Patriotismus" besteht in dem Sträu ben der Mitglieder einer Kirchspielsverwaltung gegen die Einverleibung in ein größeres Gemeinwesen. Wenn man sich einmal näher anfteht, was sich alles Patriot nennt, so findet man es begreiflich, daß der englische Aesthetiker Ruskin mit Vers achtung spricht von jener erbärmlichen Eitelkeit verbunden mit noch erbärmlicherer Habgier, die heutzutage als Patriotismus gilt." Das englische Unterhaus wird für den Fall, daß das Oberhaus die Wahlreformbill abermals ablehnt, aufgelöst und die Neuwahlen noch vor Weihnachten ausgeschrieben werden. Zu diesem Zwecke ist die Herbstsesston für ein so frühes Datum als den 20. Oktober anberaumt worden. Wahrscheinlich wird das englische Oberhaus nicht wagen, noch länger Widerstand gegen Sie zeitgemäße Erweiterung des Wahlrechts zu leisten, weil es damit seine eigene Existenz aufs Spiel feßen würde. Im Hydepart in London fand eine Massenkund gebung zu Gunsten der Reform der Londoner Stadtverwaltung statt. Im Laufe der stirmischen Verhandlungen wurden Rufe Nieder mit dem Oberhause" laut, und jeder Hinweis der Redner auf die Ablehnung der Wahlreformbill durch das Oberhaus wurde mit Zischen begrüßt. Ein großer Banner trug folgende Inschrift: Wer födtete die Bill zur Reform der Londoner Verwaltung? die Pairs. Dann mögen die Pairs sterben, um der Bill neues Leben zu geben." 17 Ueber das französische Nationalfest liegen bis jetzt folgende Nachrichten vor: Seit 8 Uhr wogt eine ungeheure Menschenmenge um das Stadthaus, wo die offizielle Welt auf der dort errichteten Schaubühne Plas genommen hat, um den Vorbeimarsch der Schulbataillone zuzusehen. Die Regierung ist durch den Unterrichtsminister vertreten. Die beiden Vizepräsidenten der Deputirtenkammer und viele Mitglieder derselben, zwei Präfekten und sämmtliche Maires von Baris find zugegen. Um 94 Uhr begann der Aufmarsch unter Führung des Generals Jeanningros. Die Bataillone famen von der Rivolistraße, zogen an der Schaubühne vorbei, schwenkten dann nach dem Quai ab und überschritten dann die Arcolebrüde, wo ein prachtvoller Triumphbogen steht. Vor dem Stadthause wurden die Trommeln gerührt, die Pfeifer ließen verschiedene Märsche ertönen. Die Bataillone marschirten sehr gut, doch ließ das Abschwenken zu wünschen übrig. Als die Fahne an der Schaubühne vorbeilam, entblößten Alle die Häupter. Das Publikum brach wiederholt in stürmischen Beifall aus. Jedes Bataillon wurde von einem Offizier der Territorialarmee geführt. Vor und nach dem Marsche erhielten die jungen Leute Kaffee mit Rum. Es war nicht so heiß, wie gestern, das Thermometer zeigte nur 30 Gr. E. im Schatten. Als der Vorbeimarsch beendet war, erschien ein Haufe von 40 Leuten mit einer rothen Fahne mit der Aufschrift ,, Amnestie". Die Parade eines Theiles der Garnison von Paris fand auf den Elyseischen Feldern statt. Der Gouverneur von Paris, Saussier, nahm sie ab. Die Staatsregierung war dabei nicht vertreten; auch fein Militär- Attachée der fremden Botschaften hatte sich eingefunden. Sauffter war nur von fünf Generälen begleitet. Der Aufmarsch der Truppen begann um 914 Uhr. Es waren republikanische Garde- Bataillone, ein Bataillon Sappeurs, ein Bataillon der Jäger von Vincennes, 12 Bataillone Infanterie, 8 Schwadronen Kavallerie und 2 Batterien Artillerie. Die Pompiers, die Jäger und die Kürafftere wurden am meisten vom Publikum bejubelt. Artillerie und Kavallerie marschirten sehr gut; die Infanterie zeigte sich weniger gut. Die Bewohner des Faubourg St. Antoine waren in großer Bahl erschienen und zoliten den Truppen, die an der Barriere du Trone vorüberzogen, stürmischen Beifall. Um 10 Uhr war die Parade zu Ende. Kein Unfall ist da bei vorgekommen. Die Menschenmassen wälzten sich nun nach dem Straßburgdenkmal auf dem Eintrachtplate, wo teine Sergeanten, sondern Turner zur Aufrechthaltung der Ordnung aufgestellt waren. Um 1% Uhr traf der erste Schüßen verein des 8. Arrondissements ein. Alsdann famen die Depu tationen der polytechnischen, der Normalschule, der Lyceen und anderer Schulen. Alle trugen Kränze mit Trauerflor und Widmungen für Elsaß und Lothringen. Es folgte die Liga der Batrioten, voran der Deputirte Laforge als Ehrenpräsident und Deroulede. Alle Mitglieder der Liga trugen dreifarbige Sträuße in der Hand, einer trug vier ungeheure Kränze. Die Liga wurde vom Volte mit träftigen Hochrufen begrüßt, was De roulede mit dem Rufe:„ Es lebe Frankreich!" erwiderte, und dieser Ruf wurde von dem Volfe mehrere Male wiederholt. Es folgten noch viele Vereine mit Kränzen, alle unter flingendem Spiel vor der Bildsäule vorübergehend, nur die Fahnen träger reihten sich um dieselbe. Die Statue verschwand ganz unter den 75 Kränzen. Von Meß und Straßburg wurden zwei Kränze lebender Blumen gesandt, die von zwei kleinen Mädchen niedergelegt wurden. Gegen 12 Uhr war die Feier beendet. In den verschiedenen Stadtvierteln begannen die Festlich feiter schon 10 Uhr Morgens mit Tanzmusit, Theater, Vorstellungen und öffentlichen Lustbarkeiten. Nach der Kundgebung an der Statue Straßburg zogen die Schaaren durch die Rue Rivoli Als Jemand rief: Nieder mit Frankreich!" erhob sich wüthen des Geschrei: Ins Waffer mit dem Prussien!" Derjenige welcher diesen Ruf erhoben, rettete fich durch das Marinemini sterium, das zwei Ausgänge hat. Darauf ließ sich der Volts haufe vor dem Hotel Kontinental, das mit Fahnen aller Nationer geschmückt war, durch die zwei preußischen Fahnen zu findischer Buth verlocken; man verlangte mit Beschrei, daß die Fahner herabgenommen werden sollten; Gaffenbuben eilten hinzu unt riffen die Fahnen herunter, wobei sie mehrere Fensterscheiber des Hauses zerbrachen. Eine der Fahnen wurde ihnen von de Bolizei wieder abgenommen, während die andere in den Händer der Manifestanten blieb. Der Polizeipräfekt verfügte fich un verzüglich in das Hotel Kontinental. In den anderen Theiler von Paris, wo dieser Vorfall noch nicht bekannt wurde, bliek alles rubig. 65,000 Personen haben Marseille verlassen, wie de Präfett den dort eingetroffenen Ministern des Innern, de öffentlichen Arbeiten und des Handels mittheilte. Burüdge D blieben sind nur die Armen und die Elenden, die ganze Klasse der arbeitenden Bevölkerung. Zu der Gefahr, welche die Cholera bringt, fommt noch die Noth der Arbeitslosigkeit. Handel und Verkehr stocken; die reichen Fabrikherren sind auf das Land geflohen; ihre Arbeiter aber hungern an den stillstehenden Viaschinen. Wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird und man ficht nicht auf welchem Wege, fann die Kolonialpolitik Ferry's, deren greifbarer Erfolg allein die Cholera in Südfrankreich ist, dem Urheber Aufstand im eigenen Lande bringen. Die sogenannten Liberalen in Belgien- fte ent sprechen etwa den Deutsch- Freifinnigen hier haben einen kleinen Erfolg bei den Nachwahlen zum Senat in Brüssel errungen. Sie fiegten mit 600 Stimmen Majorität und gewannen acht Senatsfige. Großer Jubel. In Nivelles ist ein Liberaler, in Tournai ein Clericaler mit 4 Stimmen Majorität gewählt worden. Die katholische Partei hat demnach jezt im Senate eine Majorität von 17 Stimmen. Hoffentlich hilft den Liberalen die Freude über dieses Resultat etwas über die furchtbare Niederlage hinweg, welche sie bei den letzten Wahlen überhaupt erlitten haben. Aber der Sieg des Klerikalismus in Belgien hat wenigstens den Beweis geliefert, daß ein derartiger manchesterlicher Liberalismus nicht einmal im Stande ist, der freiheit und aufklärungsfeindlichsten Reaktion die Spige zu bieten. Nächster Tage findet in Amsterdam ein Meeting statt, welches über folgenden Gegenstand verhandeln wird: ,, Es sei eine entsprechende Agitation einzuleiten, damit in das Grundgeses baldigst ein Artikel aufgenommen werde, der deutlich ausspricht, daß bei eventuellem Aussterben der Nachkömmlinge rechter Linie des regierenden Königs das niederländische Volk allein das Recht habe, zu beschließen, welche Regierungsform es wünsche." Nachdem die spanische Regierung beschloffen hat, eine Quarantäne für alle englischen Provenienzen anzuordnen, hat das englische Kabinet, wie es heißt, in bekannter Liebenswürdigkeit befohlen, daß alle spanischen Arbeiter Gibraltar zu verlassen haben. Die Zahl dieser Arbeiter beläuft sich auf 4000. Mit vollem Recht sieht man in Spanien diese Austreibung für eine Verlegung des Völkerrechts an. Dem Vernehmen nach findet ein Notenaustausch über diese Angelegenheit zwischen den Kabineten von Madrid und London statt. an einen hervorragenden nationalliberalen Parteigenossen. Und dieses hervorragende nationalliberale Waschweib giebt gegen den Willen des Herrn von Bennigsen diese seine Absicht schon jetzt durch theilweise Veröffentlichung des betreffenden Briefes fund. Daß Herr von Bennigsen, wie er schreibt, die Parlamentsprivilegien nicht hintanseßen" will, fann uns gar nicht imponiren, da er dieselben bekanntlich oft genug ,, hintangefeßt" hat. Das feit fünf Jahren organisirte Fürstenthum Bulgarien ist glücklich bei seinem zehnten Ministerium angelangt. Der Führer der Radifalen, Karamelow, hat nach mehrtägigen Bemühungen ein halbfertiges Kabinet zu Stande gebracht, in dem der greise Literat und Er- Minister Slawejkow das Portefeuille des Innern, der ehemalige diplomatische Agent in Konftantinopel, Banow, das Ministerium des Aeußern, die Radi talen Radoslawow und Karolem die Portefeuilles der Justiz und des Unterrichts übernommen haben. Aus dem Sprechregister des Reichstags. Wir forrigiren hiermit unsere aus der Frankf. Zeitung" entnommene irrthümliche Mittheilung nach dem amtlichen Bericht. In der legten Session des Reichstages nahmen über zwanzigmal das Wort: Vom Bundesrathstische der Reichskanzler( 21), sein Stellvertreter von Bötticher( 44), Geh. R. Lohmann( 28), der Kriegsminister( 26). Von den Reichstagssbgeordneten: Eugen Richter( 112), Windthorst( 87), Frhr. v. Malzahn- Gülz( 38), Frhr. von Herling( Referent für die Unfallvorlage, 32), von Köller, Frhr. von Minnigerode und Dr. Hirsch( je 26), Kayfer ( 23) und Dr. Buhl( 20 Mal). Die Verwickelungen betreffs der Grenzberich tigung der persisch russischen Grenze mehren fich. Gerüchtweise verlautet, daß die Ruffen darauf bestehen, Kolat Nadir, Moschir und Dowleh zu erlangen. Eine Sondermission aus St. Petersburg wird, wie es heißt, die Grenzfrage regeln. Lokales. x. Ausweisung. Gestern früh um 8 Uhr wurde der Tischler Grothe, Vorsitzender für den Arbeiter- Bezirksverein des Osten Berlins, aus der Werkstatt durch Polizeibeamte abgeholt und nach dem Moltenmarkt geführt, woselbst ihm eröffnet wurde, daß er eine Person sei, durch deren agitatorische Thätigkeit die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung gefährdet erscheine. Er habe in Folge deſſen Berlin bis Freitag, den 18. d. M., Nachmittags 2 Uhr zu verlassen. Der Ausgewiesene läßt in Berlin vier Kinder und eine kranke Frau zurück, die erst seit Freitag, den 10. d. aus dem Krankenhause entlassen worden ist. Im Zululande ist wieder ein Krieg unter den wilden Eingeborenen und Engländern ausgebrochen. Aus Durban, der Hauptstadt Natals, wird telegraphirt, daß eine Kolonne von 400 Mann mit Unterstützung von 2000 Unterthanen des englischen Buluhäuptlings John Dunn gegen den aufständischen Zulustamm der Usutus aufgebrochen sei, die sich in der Gegend des im ersten Bulukriege zu so sehr verhängnißvoller Berühmtheit gelangten Ortes Rorfes Drist festgesetzt haben. Während die Zulus sich untereinander zerfleischen, gewinnt die an der Nordgrenze ihres Gebietes neugegründete Boerenrepublik stetig an Ausdehnung und englischerseits wird es sehr beklagt, daß den Zulus durch die Boeren der Fortzug nach Norden gänzlich abgeschnitten sei. Demnach scheinen die Leyteren be reits das ganze Gebiet bis zum Swast- Lande in Besitz genom men zu haben. Auch der Oranje- Freistaat hat einmal wieder das Kriegsbeil ausgraben müssen, um unter seinem Präsidenten Brand 500 Mann gegen den Betschuanenstamm der Baralong auszuschicken. Parlamentarisches. einzige, die von einem solchen Verbot betroffen worden i M. d Dieselbe hat sich 10 Jahre hindurch nur dadurch erhalten, da hinab fünf Festtage ihr in diesem Zeitraum ein zajlreiches Publikun dürft und dadurch größere Einnahmen zugeführt haben; sie kann fi dem mit den stets gleich bleibenden unumgänglich nothwendige Ausgaben noch einige Jahre durch die Ueberschüsse der früh Selb ren Jahre, welche zu idealen 3weden zurückgelegt worde Am waren, erhalten, wird aber dann dem Gebote des Polizeipräs fann diums vom 26. April 1883, falls solches nicht zurückgenomme 30ger wird, zum Opfer fallen müssen. B. Eine zweite Verfügung die allem Anscheine nach mit der drohenden Choleragefahr in Verbindung zu bringen ist, ist am gestrigen Tage von dem Reichspostamt erlaffen worden. Nach derselben ist der Austausch von Postpacketen mit Algerien, Tripolis und Tunis bis auf Weiteres eingestellt. Alle Postanstalten find angewiesen, Postpackete nach diesen Ländern nicht mehr anzunehmen. Die den deutschen Grenz- Ausgangs- Postanstalten inzwischen etwa noch zu gehenden Packete nach den bezeichneten Ländern werden nach den Aufgabeorten zurückgeleitet werden. Herr von Bennigsen will also wirklich wieder in die parlamentarische Armee eintreten. Doch will er mit seiner Absicht, sich in den Reichstag wieder wählen zu lassen, er st kurz vor den Wahlen hervortreten, so schreibt er Feuilleton. Durchgerungen. Von N. v. K. ( Fortsetzung.) mörd heute B Erwa Der Stellenvermittlungsschwindel florirt trotz alle Warnungen dee Presse noch immer. Die Provinzler, weld schwe auf Annoncen, in denen auskömmliche und gute Stellunge ein g ausgeboten werden, hineinfallen, werden nicht alle. Die junge gellä Kaufleute, welche die vorläufigen ,, Bemühungen" der Stellen Feuer vermittler mit schwerem Gelde bezahlen und troßdem fein permo Stellung erhalten, find jest etwas feltener geworden. Gdrucks liegt dies wohl daran, daß die meisten de stellenlosen jungen Leute nicht soviel Gell besigen, um den Forderungen des Vermit Trepp Iungsagenten gerecht werden zu können. Di Meni ser Nothstand unter den Kommis ist den Vermittlern au legene nicht entgangen, fie werfen deshalb ihre Nege hauptsächli war is nach Guts- Inspektoren, Rittergutsverwaltern u. s. w. aus. der Regel wird die Pränumerando- Bahlung von 10 M. un noch mehr für die einleitenden" Schritte gefordert. Hat da arme Opfer die 10 M. eingesandt, dann läßt der Herr Ve Briefe bleiben unbeantwortet. So annoncirte dieser schreite mittler nichts mehr von sich hören und alle an ihn gerichtet wieder ein Herr Amtmann" in Berlin, er suche einen verbe pert u ratheten Gutsinspektor. The er aber Weiteres mittheilte, solli fich ei ihm 10 M. angezahlt werden. Verschiedene stellenlose Insp ärztlic toren haben das Eeld auch abgesandt; der Herr Amtmam mußte hat es eingestrichen, antwortet aber auf alle weiteren Bridgenant fein Sterbenswörtlein mehr. Wir wollen unsere Leser in d Provinz vor der Praxis des genannten Herrn Amtman dafteb Schlo * Konfistationen. Im Laufe des vorigen Monats wur den in den städtischen Fleischschau- Aemtern auf dem ZentralViehhof, beziehungsweise im Fleischschau- Amt Friedrichsberg 136 finnige und 18 trichinöse Schweine entdeckt und als zur menschlichen Nahrung ungeeignet mit Beschlag belegt. Auf den öffentlichen Märkten und Bahnhöfen wurden von der Markt und Veterinärpolizei konfiszirt und der Abdeckerei überwiesen: 152 Pfd. Fleisch, 1 Hirsch, 2 Rehe, einige Zentner Krebse, 140 Lungen, 163 Pfd. Leber, 200 Hühner, 160 Pfd. Fische und 1 Wildschwein. Ferner wurden der Abdeckerei übergeben: ein in der Liebenwalderstraße gefundenes todtes Biegenlamm und aus dem Zoologischen Garten ein Krokodil. Von den vorgekommenen 11 Beschlagnahmen entfallen auf den Dönhoffsplay 4, auf den Gendarmenmarkt 2, auf den Dranienplay, das Oranienburger Thor, den Potsdamer Play, Halleschen Thorplay und den Anhalter Bahnhof je 1. Als es dunkel wurde, kam ein Wagen auf den Hof gefahren. Haben wir heute Besuch?" fragte ich kleinlaut die Tante Marie, die mich dabei angestellt hatte, die Geschenke für die Dorffinder in große Körbe packen zu helfen. ,, Weiß nicht, Kind, mach' nur schnell vorwärts, senst find wir nicht fertig, wenn geflingelt wird!" zu warnen. " 1 nicht i N Hagel die Ri N Bilafte Restau stalteter Rückbli nämlic finden, Umpfla Doraus a. Ein Eigenthümer zu einem Brillantkreuz im Wer tausend von 3000 Mart wird gesucht. Der Kutscher Lausch arbeite Abfuhr- Gesellschaft von Daube fand vor mehreren Wod Die beim Abladen einer Fuhre Unrath am Wiesenufer in demselbe reign ein völlig beschmustes Kreuz mit 15 weißen Steinen, weld landen er als werthlos in die Tasche steckte. Nachdem er daffe etwa 14 Tage mit sich herumgetragen, fam er in den Lad eines Kaufmanns in Rirdorf, wo er zufällig das Kreuz ein Kommis zeigte, der daffelbe wieder zurückgab, aber erst ein der Steine daraus entfernte. Wiederum waren etwa 14 T vergangen, als Lausch Dung aus dem Hause eines biefi Goldarbeiters holte. Der Bufall führte ihn hier mit Eigenthümer desselben zusammen, dem er nun das Kreuz z und der ihm erklärte, er würde sofort dafür 3000 Mart zahl Nunmehr machte Lausch bei der Polizei in Rirdorf Ang von dem Funde und theilte derselben mit, wo der fehlen taucht Stein geblieben sei. Ein Gensdarm hielt Nachfrage bei das Kommis und holte dieser auch den sauber in Papier gemide fchriebe ten Stein herbei, so daß die 15 Brillanten vollzählig in Wirthe Das Kreuz, zu dem sich ein Eigenthümer bisher nicht gefund nennen hat und welches von mehreren Sachverständigen auf minden großen, 3000 Mart geschäßt worden ist, muß nach den Angaben feines felben Sachverständigen mehrere Jahre im Roth gelegen habe Matel Hoffentlich wird dem in sehr ärmlichen Verhältnissen leben Stand ehrlichen Finder wenigstens ein reichlicher Finderlohn lich, d vorenthalten werden. Licht m ligung, die bekanntlich jest ein beliebtes Agitationsthema bilWie man mit den Bestrebungen für Sonntagsheiden, über das Ziel hinausschieüen kann, darüber fingt der Be richt des Ausstellungskomitees der 13. Maftviehausstellung ein ganz interessantes Klagelied. Die Thatsache, daß die Ausstellung diesmal den Ausstellern nicht die erhofften Resultate gebracht hat, schiebt der Bericht in erster Reihe auf das im vergangenen Jahre erlassene Verbot, die Ausstellung je wieder an einem Sonn- oder Festtag abzuhalten. Das Komitee schreibt in dieser Beziehung: Die Reihe der Jahre hat uns das Publikum kennen gelehrt, welches am zweiten Tage die Ausstellung zu besuchen pflegt. Daffelbe kommt aber nur an einem Feiertage, auch wenn es regnet; es sind die Bewohner Berlins, welche, auf dem Lande groß geworden, nur an folchen Tagen Gelegenheit finden, sich einmal wieder des Anblicks dieser Produkte der Landwirthschaft zu erfreuen. Und dem Publikum wie dem Komitee find diese Tage jest verschlossen worden. Jegliche Ausstellung, Pferderennen und alle denkbaren Volksbelustigungen, oft der rohesten Art, find an Sonnund Feiertagen gestattet, die Mastvich- Ausstellung ist die Endlich war die letzte Stunde der Erwartung verflossen und der helle Ton der Glocke rief uns Alle in den großen Saal, in welchem jedes Jahr auch für die Hausleute, die Bescheerung aufgebaut wurde. Mama führte mich meinem Plate an der langen mit Geschenken bedeckten Tafel, an deren beiden Enden zwei mächtige Weihnachtsbäume schimmerten und glänzten. Alle meine geheimsten Wünsche waren errathen und erfüllt, ganz stumm vor Entzücken stand ich vor all' den reizenden Dingen. „ Herzchen, nun will ich Dir mein Geschenk geben," sagte mitten in meine Freude hinein Schwester Ella und führte mich gerade vor die Portière, die den Saal von dem Wohnzimmer daneben trennte. ,, Da sich einmal, das ist" Weiter kam sie nicht, denn die Portiére wurde plötzlich zurückgeschlagen: ein hoher, schlank gebauter Offizier in fleidfamer, eleganter Husaren Uniform trat schnell in das Zimmer. Ella war in seine Arme geflogen und er füßte fie sanft auf das blonde Haar. Dann wandte er sich glücklich zu mir: Sichst Du, Schwägerin Ottilie, ich bin Ella's Geschenk für Dich; willst Du mich annehmen?" Er sah mich mit seinen lugen freundlichen Augen einen Moment lang forschend an, dann ergriff er meine Hand und sagte: ,, Gelt, wollen wir Freunde werden?" Am Neujahrstage bekam ich allerlei Glückwünsche für das tommende Jahr, auch einen langen Brief von Mathilde und eine Karte mit einem Vergißmeinnicht- Sträußchen und einem fünstlich verschlungenen Mar" in der Ecke; mein treuer Ritter hatte mich nicht vergessen. Mir war während dieser ganzen Zeit, als ob ich träume, bei dieser direkten Frage lam das Erwachen; ich stürzte Ella um den Hals und weinte bitterlich. Warum, wußte ich wohl felber nicht: vielleicht war es der Schreck über die so plöglich aufgetauchte Erscheinung des Offiziers oder war es eine Ahnung kommenden Herzeleids? " Wenige Tage noch und ich fehrte in die Pension zurück. Ruhig und gleichmäßig verfloffen die Wochen in dem gewohnten Kreise; ehe wir uns deffen verfahen, war der Tag unserer Ein segnung gekommen und vergangen, und als wiederum ein Jahr verstrichen war, da sagten Mathilde und ich den liebgewordenen Räumen des Hornemann'schen Penfionats Lebe wohl und kehrten zurück zu den Lieben daheim. Mittlerweile drängten Alle herzu, um dem Brautpaare zu gratuliren; außer den Eltern und Tante Marie hatte ja Niemand darum gewußt. Die Geschichte hatte erst seit dem Spätsommer gespielt. Kurt von Rohr stand in der nächsten Stadt in Garnison, die Sache hatte sich wie von selbst gemacht, und Papa hatte den Sohn eines alten Freundes gern als Freier seiner Tochter angenommen. Besuche und Feste drängten nun einander in bunter Reihe, Alles schien erfüllt von Lust und Fröhlichkeit. Als Kinder hatten wir das Elternhaus verlassen, als Er wachsene kehrten wir in dasselbe zurück. Hinter uns lag die Jugend die Welt mit ihrem lockenden Glanz und Schein. heitere, forglose Kinderzeit, vor uns im rofigen Lichte der Da Beschäft verächtli idagigte Arbeitge Gefellich uns nich bezabit Bublifu Gefchäft Steuer -a. Versuchter Einbruch oder Bosheit? Der D fateßwaarenhändler S. in der Charlottenstraße läßt gleidh ganzen eine Reihe anderer Ladeninhaber in der Nacht die Jalouf nicht vor den Schaufenstern herab, und als er vor einig Tagen, Morgens, nach seinem Laden tam, fand er Schaufenster vollständig zertrümmert. In dem Laden ein fremdes Handbeil, welches von einem Erzedent wahrscheinlich durch die Schaufensterscheibe in das Gefch lofal geworfen worden war. Da aus dem Laden nichts stohlen worden, so hat vermuthlich ein Böswilliger nur Bosheit die Scheibe zertrümmert, ohne einen Einbruch such zu beabsichtigen. Bisher ist der Beschädiger nicht mittelt. N. Sturz von der Treppe. Ein in der Wilsna strnße 25 wohnender Schneidermeister Andreas Marqua hatte gestern Abend in dem Hause Mauerstr. 20 das Ung Die Treppe herabzufallen und sich dabei eine so erheb Kopfverlegung zuzuziehen, daß er in ein Krankenhaus führt werden mußte. Bei seinem späteren Vernehmen Drei Jahre waren verflossen, seit ich nach Schloß Bankow zurückgekehrt war und in den lieben Räumen als Haustochter gelebt und gewirkt hatte. Es waren drei an Friede und Freude nach innen und außen reiche Jahre gewesen, die mir in ihrem Kreislaufe viele frohe Stunden gebracht hatten. Meines lieben Papa's treue Begleiterin auf seinen Gängen oder Ritten durch Feld und Wald, Mama's wirthliche Tochter", wie sie mich mit ihrem sanften Lächeln zu nennen pflegte, Ella's Bericht erstatterin über alle heimathlichen Verhältnisse und Mathilden's beständige Freundin, das war ich während dieser Zeit ge wesen. Dazu kam ein lebhafter Verkehr mit den Nachbarn, gelegentliche Reisen oder Besuche bei meiner Freundin, an die ich mich immer inniger anschloß und in deren Familienkreis ich stets das alte, herzliche Entgegenkommen fand. Mein Ritter Mag war mittlerweile Student geworden; gesehen hatten wir uns lange nicht mehr, aber nie fehlte es an einen Gruß oder an einer launigen oder scherzhaften Bestellung für mich in den Briefen, die er an Mathilden schickte, und ich bewahrte noch immer treulich die kleinen Blumen und die Neujahrstarte als Reliquien meiner ersten Liebe! ein gut wirthen begnüge Der Gn Seit ihrer Ueberfiedelung in die Residenz hatte ich nicht gefehen und sehnte mich von Herzen nach einem länge Busammensein mit der geliebten Schwester, und als mit bruch des Winters eine Einladung von ihr anlangte, fie einige Zeit zu besuchen, da nahm ich diese Aufforderung, großem Vergnügen an. Ich fand Ella bei meiner An erschreckend blaß und förmlich alt geworden, seit ich sie gesehen hatte. Auch in ihrem Wesen waren große Verhübsche rungen eingetreten, fie trug eine Seiterkeit und Lebhaft Klub zur Schau, die etwas schmerzlich Gefünfteltes hatten und mit Wehmuth erfüllen mußten. Kurt, den ich feit c Jahre oder länger nicht gesehen, begrüßte mich mit der lieb mir nic würdigsten Freundlichkeit und zeigte sich als einen so angene lebten, Gesellschafter, einen so rücksichtsvollen Gatten, daß ich man reube geheime Vorurtheil in mir gegen ihn schwinden fühlte. An und ich und geistreich, wußte er jedem Thema die beste Seite ab winnen, und Ella hörte dem Angebeteten mit leuchtenden zu. Buweilen fühlte ich, daß Kurt seine dunklen Feuer einen Moment lang auf mir ruhen ließ, daß sein Aug meine mit einem Ausdruck suchte, der mich seinen Blid bereit," meiden ließ und unter dem ich erschauerte, wie im Fiebe maß Aber im nächsten Augenblicke wieder glaubte ich mich get daß ich zu haben und hielt das Ganze für ein Trugbild meiner dem Be tafie. Ich bat dem schönen Manne im Stillen demüthig schwarzen Verrath ab, dessen ich ihn für fähig gehalten wollten fab es ja selbst, mit welcher Güte er Ella begegnete, sein Benehmen denn auch von aller Leidenschaft frei war denz wohnte, wohin Kurt verfest worden war, war ein häufiElla, die seit einem Jahre mit ihrem Manne in der Reftger und gern gesehener Gast daheim. Kurt hatte sie auf diesen Dienst vor, der ihn daran verhindere. Sei es, daß dieser ihn Besuchen nur das erste Mal begleitet, später schütte er den wirklich so ganz beanspruchte, sei es, daß das Landleben keine Reize für ihn hatte, ihren Gatten dann stets auf das Liebenswürdigste zu entschuldigen, hob es hervor, wie es so selbstlos von ihm sei, sich ohne sie zu behelfen, und sprach überhaupt mit der rührendsten Liebe L gingen, standen Ella und ich einen Moment mit verschlung Als wir um sechs Uhr zum Diner in das Speisezi Armen nebeneinander. Knospe und Blume," sagte Kurt ,,, man steht kaum, Ihr Schwestern seid!" ,, Nicht wahr, fie ist sehr bezaubernd geworden?" entge aber ich Ella sanft und füßte mich. Ein schmerzlicher Bug hufchte ihr schmales, mageres Gefichtchen, aber er verschwand und sie scherzte wieder übermüthig wie ein Kind. begle Als Ella mich spät am Abend in mein Zimmer zeigten ihre Wangen jene eigenthümliche Rothe, mit be Tod so oft die Menschen als seiner Sichel verfallen fennzei aber fie wies alle meine besorgten Fragen lachend erklärte fich für ein Muster von Gesundheit. Juriid Stothre Dorzuftel Raum 1 niebrige Aber sage Otti, ist Kurt nicht ein glänzender Kava So liebenswürdig und beredt, so flug und so vollkomm S jeder Beziehung. Schade nur, daß er uns oft am Abend genug, Ella fam allein. Sie pflegte laffen wird, denn den Besuch seines Klubs wird er wohl um Deinetwillen nicht unterbrechen wollen und Du wi " Desto beffer", erwiderte ich lachend ,,, es könnte mir oft mit mir begnügen müssen!" von ihrem Manne. Das hatte sie während der drei Jahre Befferes begegnen, denn dann habe ich mein Schwefterd ihrer Ehe stets gethan und dennoch wollte es mir zuweilen fcheinen, als ob das Glück dieser beiden Menschen fein ungetrübtes, schattenloses sei, aber ich schalt mich wegen solcher Gedanken eine thörichte Schwarzseherin und hoffte, daß ich in einem gründlichen Frrthum befangen sein möchte. so recht für mich allein!" Sie füßte mich stumm. Ihre Augen blidten träum in das Licht der Kerze, die sie in der Hand trug und fragte fie: Glaubst Du, Herz, daß Kurt glücklich mache, daß er glücklich ist?" dai Damme Die Möl hin und Orden i M. an, daß er von dem Vizewirth des Hauses die Treppe ten, da hinabgeworfen sei. Wenn sich seine Angaben bewahrheiten, so Bublikum dürfte die Angelegenheit voraussichtlich noch ein Nachspiel vor fann fi dem Strafrichter finden. wendige N. Selbstmord durch Ertränken. Die Chronil der Der frühe Selbstmorde ist abermals um einen Fall vermehrt worden. wordem gestrigen Tage wurde in Moabit die Leiche eines unbelizeiprä fannten Mannes von ca. 35-40 Jahren aus der Spree geenomme zogen. Behufs Refognoszirung wurde die Leiche des Selbstmörders nach dem Obduktionshause geschafft. roß alle B. Der Eggert'sche Holzplatz am Tempelhofer Ufer , weld schwebte gestern Abend in Feuersgefahr. Auf demselben war tellunge ein großer Haufen Prestohlen auf bisher noch völlig unaufDie junge geklärte Weise in Brand gerathen. Die durch den öffentlichen Stellen Feuermelder in der Großbeerenstraße herbeigerufene Feuerwehr em fein vermochte nach dreiviertelstündiger Thätigkeit mit einer HandDen. drudspriße des Feuers Herr zu werden. en de nt. B. Ein an Straßenraub grenzendes Verbrechen wurde I Gel heute Vormittag in der Schmidstraße vollführt. Auf dem er mit Treppenvorsprung des Hauses Nr. 25 hatte sich ein junger Die Mensch, der Laufbursche F. einer in der Holzmarktstraße belern au legenen Färberei, mit einem Ballen Wolle niedergesetzt und uptsächli war in Folge der drückenden Hige eingeschlafen. Bei seinem aus. Erwachen war die Waare verschwunden und leider gelang es nicht den Thäter zu ermitteln. u Hat da N. In bewußtlofem Zustande wurde gestern Abend ein Derr V Hagelsbergerstraße 29 wohnender Dienstmann Karl Kubasch in gerichtet die Königliche Charité eingeliefert. Derselbe war beim Ueberen verb pert und derart mit dem Kopf auf die Steine gefallen, daß er Ite, foll ich eine Hauptblutader am Kopf verlegte. Da trot sofortiger se Insp ärztlicher Hilfe die Blutung nicht gestillt werden konnte, so Imtmam mußte R. nach Anlegung eines Nothverbandes in das obenen Bri genannte Krankenhaus gebracht werden. fer in b Imtman N. Auch ein Jubiläum. Einem einzig in seiner Art dastehenden Fest hatten heut Nachmittag Passanten auf dem Schloßplag beizuwohnen Gelegenheit. Es galt dem Fest der En Wert tausendsten Fuhre Kopf- Pflastersteine, die zu den UmpflasterungsBausch arbeiten des Schloßplages bis heute herbeigeschafft waren. " 1 mit einem nicht zu unterschäßenden Antheil an jenen Nickelmit einem nicht zu unterschäßenden Antheil an jenen Nickelstücken, die der gutmüthige Gast, der sich sllavisch der herrschenden Mode fügt, über seine Zeche hinaus bezahlt. Sie laffen einfach den Zahlkellner, wenn nicht das ganze, so doch einen Theil des Beitungs- Abonnements mitbezahlen, und das Publikum ist ohnmächtig einer solchen untoulanten Behandlung gegenüber. Man wage doch einmal einem Wiener Bahlfellner" in seiner tadellosen Gesellschaftstoilette das übliche Trinkgeld zu verweigern! Wenn man in seinem Leben noch nie mit wegwerfender Nachlässigkeit behandelt worden ist, so kann es Einem dann paffiren. Das sind Mißstände, die abzuschaffen ganz allein an dem Publikum liegt. Weshalb soll man nicht einem Kellner, der uns mit Aufmerksamkeit und Freundlichkeit bedient, durch eine Erkenntlichkeit eine kleine Freude bereiten es sei ferne von uns dagegen plaidiren zu wollen, aber, daß uns das Trinkgeld als eine Steuer aufgebürdet wird, die unbarmherziger eingezogen wird, als irgend eine andere Abgabe, dafür müßte fich doch das Publikum höchst energisch bedanken. Vor Allem tönnen wir die Keckheit nicht begreifen, wie man uns zutrauen fann, einem Manne, wie einem Wiener Zahlfellner, der mit unserer Bedienung nichts zu thun hai, der nicht das Geringste für unsere Bequemlichkeit thut, Geldgeschenke zu machen. Wahrhaftig, es wäre für uns Berliner tausendmal beffer gewesen, wenn diese Herrschaften von der schönen blauen Donau" lieber daheim geblieben wären. geblieben wären. Ein besonders spekulativer Wirth verfällt allerdings auf ein ganz neues Mittel, um sein Personal zu bezahlen, er läßt einfach für dasselbe ein großes Konzert, Spezialitäten Vorstellung und Ball arrangiren, nur damit er selbst nichts mit der Bezahlung seiner Angestellten zu thun hat. Auch in diesem Falle bezahlt das Publikum den Gehalt der Keller. Es wäre wirklich an der Zeit, daß Jedermann in unzweideutiger Weise Front macht gegen diese Ausbeutung, daß die Wirthe phyfisch gezwungen werden, ihren Kellnern einen angemessenen Lohn zu zahlen, ein moralischer 3wang, wie beispielsweise ein Appell an das Anstandsgefühl der Restaurateure, scheint nach den vielfachen Auseinanderfegungen über diefes Thema, vollständig wirkungslos. Die = n Wod zur Abschaffung des entwürdiEreignisses Gespann und Kutscher reich mit Blumen und Guir- genden Trinkgeldes?!. erst ein n, weld landen bekränzt, während die Arbeitgeber, nachdem das er daff afterungsmaterial abgeladen, in einer der benachbarten den Lad Restaurationen eine Privatfestlichkeit für die Arbeiter veran reuz ein ftalteten. Interessant dürfte bei dieser Gelegenheit ein statistischer Rüdblid des bisher verwandten Steinmaterials sein. a14 T nämlich auf jeder Fuhre fich im Durchschnitt 450 Steine be Les hiefig finden, find bis heute nicht weniger als 450,000 Steine zur Umpflasterung des Schloßplages verwendet worden, während noch weitere 225,000 Steine bis zur gänzlichen Vollendung Cart zahl voraussichtlich nöthig sein werden. mit d reuz z Orf Anz Da er fehlen taucht alle Tage in einer neuen Form auf, und wieviel über Die Trinkgeldfrage, jenes oft ventilirte Thema, ge bei d das Verwerfliche, ja Entehrende des Trinkgeldes bereits geählig fin Gerichts- Zeitung. Er gewid fchrieben und gesprochen worden ist, wird von Seiten gewiffer hof und ließ verschiedene Sachen verftegeln. In der Wohnung it gleid and er " ein besonders schönes Licht wirft, wenn sie gestatten, daß Angestellte ihrer Jahres eine Beit lang beim Schuhmacher Schmidt gearbeitet. Die Werkstätte befand sich in der Küche. Am 9. Mai Abends hatte Frau Schmidt ihren Siegelring vom Finger gezogen und auf den Küchentisch gelegt; nach längerer Zeit wollte sie den Ring wieder an sich nehmen, derselbe war jedoch verschwunden. Sonderbarer Weise erschien am 12. Juni ein kleiner, unbefannter Knabe und überbrachte der Frau Schmidt ihren lang vermißten Ring. Aus dem Umstande, daß der Angeklagte zur Zeit des Verschwindens in der Küche gearbeitet hatte, refultirte der Verdacht gegen denselben. Präsident: Sie legten also den Ring am 9. Mai auf den Tisch?" Frau Schmidt:" Ja". Präsident: Stand oder lag noch sonst Etwas auf dem Tische?" Beugin:„ Es hat vielleicht eine Taffe oder sonst Etwas darauf gestanden." Präsident: ,, Und wann erinnerten Sie sich an den Ring?" Beugin: Nach ungefähr 3 Wochen." Amtsanwalt: Waren in der ganzen Zeit feine Personen in der Küche?" Beugin zögernd: Ja." Amtsanwalt:„ Ich beantrage Freisprechung. Der Gerichtshof erkannte sofort auf Freisprechung. " R. Wegen Diebstahls war der Silberarbeiter B. ange flagt. Derselbe soll seinem Prinzipal Herrn Wolfheim Silberabfälle im Werthe von 40 Mart entwendet haben. Der Angetlagte hatte Silberabfälle an einen Herrn Goldberg verkauft, gerieth mit diesem in Streit und wurde schließlich der Polizei denunzirt. Der Angeklagte behauptet, zum Nehmen der Abfälle berechtigt zu sein; wenn er Herrn Wolfheim hätte bestehlen wollen, so hätte er bessere Gelegenheiten gehabt; die Abfälle habe er als sein Eigenthum betrachtet. Der als Zeuge geladene Herr Wolfheim ist frankheitshalber nicht erschienen und da außerdem der Angeklagte noch bei Herrn Wolfheim arbeitet, so beschloß der Gerichtshof, einen neuen Termin an zuberaumen, um den Zeugen Wolfheim zu hören. fr. Einen tief erschütternden Eindruck rief gestern im Gerichtssaal der ersten Ferienstraffammer hiesigen Landgerichts I. das Erscheinen zweier beim Fabritbetriebe verunglüdter jugendlicher Arbeiter hervor. Es sind bies der 16zährige Arbeiter Hoffmann, dem beide Beine abgenommen worden sind und der sich nur an zwei Krücken fortzubewegen im Stonde ist, und der 18jährige Arbeiter Eisenberg, welcher ebenfalls schwere Verlegungen erlitten hat, die feine Arbeitsfähigkeit bedeutend beeinträchtigen. Dieselben standen im Dezember v.3. bei dem Metallwaarenfabrikanten Theod. Oskar Grauert, der furze Zeit zuvor auf dem Grundstück Manteuffelstraße 116 zum Betriebe seinis unbedeutenden Geschäftes eine fleine Werkstatt nebst Dampfkraft gemiethet hatte, in Arbeit. Die Riemenscheiben auf der oben befindlichen Transmissionswelle waren Eigenthum des Grauert. Derselbe hatte seinen Arbeitern beim Auflegen der Riemen auf die Scheibe die größte Vorficht anempfohlen. Am 10. Dezember v. J. sprang der Riemen vou der Scheibe mehrmals ab, und Eisenberg legte denselben, ohne daß die Dampfmaschine zum Stillstand gebracht werden konnte, wieder auf. Beim dritten Versuche gerieth er in den Riemen und wurde mittelst desselben in die Höhe geschleudert. selben in die Höhe geschleudert. Hierbei wurde sein rechter Arm zweimal gebrochen, mehrere Fleischstücke aus der Hüfte und Seite herausgeriffen und der Kopf durch Abschürfungen verlegt. Der Aermste wurde nach Bethanien geschafft, aus welchem er nach dreimonatlicher Behandlung so ziemlich geheilt entlassen wurde. Nur den rechten Arm vermag er nicht, wie früher, zu gebrauchen. Drei Tage nach diesem Unglücksfall wurde der Treibriemen wiederum von der Trans missionswelle abgeworfen. Nachdem der Arbeiter Hoffmann den Versuch gemacht, den Riemen wieder aufzulegen, was ihm aber nicht glücken wollte, rief er seinen Arbeitgeber Grauert herzu, welcher ihm zur Sicherung des Riemauflegens den Auftrag ertheilte, den Riemen in die Höhe zu drängen, damit er nicht mit dem eisernen Nasenteile in Berührung komme. Auf nicht aufgeklärte Weise wickelte sich der festgehaltene Riemen plöglich um den Finger des Hoffmann, und im nächsten Augenblick schon wurde der Aermste mehrmals um die Welle geschleudert, bis es der schleunigen Intervention des Grauert gelang die Maschine zum Stillstand zu bringen. Für diese Unglückfälle macht nun die Anklage den Grauert verantworlich, weil er die Anbringung einer Ausdrückerverrichtung nnterlassen hat. Hoffmann erlift hierbei mehrere Beinbrüche, mehrere Rippenbrüche und eine fotale Berquetschung des rechten Armes. In Bethanien, wohin er gebracht wurde und wo er bis vor einigen Tagen verblieb, find ihm beide Beine amputirt worden. Die gerichtlichen Sachverständigen Ingenieur Pütsch und Gewerberath v. Stülpnagel erachten übereinstimmend das Fehlen einer Ausrüdervorrichtung, für welches der Angeklagte verantwortlich ist, als Hauptursache der beiden Unglücksfälle. Außerdem bezeichnen fie jedes Manipuliren mit dem Riemen während des R. Körperverlegung. Zwei ehemalige Freunde erschienen vor den Schranken des Schöffengerichts, der Eine als Angeklagter, der Andere als Zeuge gegen ihn. Der Ingenieur Böse und der Holzhändler Grosinsky hatten gemeinschaftlich ein Projekt ausführen wollen, den alten Viehhof zu einem Pferdemarti umzugestalten. Doch hatten sich die Beiden bald entzweit und Grofinsky hatte gegen Böse einen Prozeß angestrengt, welcher zu Gunsten Grofinsky's endete. Da Böse nicht gutwillig zahlte, so ging Grofinsky mit einem Gerichtsvollzieher nach der Wohnung des Böse auf dem alten Viehwar nur ein Angestellter des Böse anwesend; Grofinsky begab fich deshalb auf den Viehhof, um Böse aufzusuchen. Nach Angabe Grofinsky's hat nun Böse nachdem er Grofinsky gewahrte sofort mit einer dicken Latte mehrfach auf ihn eingebauen, so daß er schwere Verlegungen davon trug. Böse hingegen stellt die Sache so dar, als ob er von Grosinsky zuerst beleidigt sei und behauptet, daß dieser ihn zuerst am Bart geriffen und sodann nach ihm gespuckt habe. Ein Beuge Birkenstein sagt aus, daß er gesehen habe, wie Böse mit einer Latte auf den Grofinsky losschlug; auch hatte Beuge gehört, daß Grofinsky rief: Das( Böse) ist ein gemeingefährlicher Mensch, der hat mich bestohlen." Der Präsident verliest ein ärztliches Attest, woraus hervorgeht, daß die Verlegungen des Grofinsky in der That recht schwer waren und Grofinsky befundet auf Befragen, daß er 14 Tage arbeitsunfähig gewesen sei. Der Amtsanwalt beantragt auf Der Amtsanwalt beantragt auf Grund des§223 a, wegen Körperverlegung mit einem gefähr lichen Werkzeug 2 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof zog fich zur Berathung zurück und erkannte dann auf Schuldig, jedoch unter mildernden Umständen und deshalb auf 14 Tage Gefängniß, bemerkend, daß die rohe handlungsweise des Angeklagten eine Geldstrafe ausschließe, derselbe müffe vielmehr die Schärfe des Gesezes kennen lernen. Birthe oder Prinzipale", wie sich viele dieser Herren lieber St gefund nennen hören, auch nicht das Geringste gethan, um einen minde großen, ehrenwerthen Stand, der sein Brod ebenso im Schweiße gaben eines Angesichts verdienen muß, wie jeder Andere, von dem gen hab Matel des Almosenempfangens zu reinigen. Glaubt der rlohn nlich, daß es auf sie selbst n leben Stand der Gastwirthe oder Restaurateurs oder Hoteliers wirk Der D Geschäfte von Jedem, der die Gnade Gnade hat, einen ganzen oder halben Nickel als Douceur zu spenden, e Salou verächtlich oder doch wenigstens mit einer gewissen Gering, vor einigkeit behandelt werden? Was berechtigt diese Art von Arbeitgebern dazu, ihre Arbeitnehmer als Parias aller übrigen Erzeden uns nicht wie alle übrigen thätigen Mitglieder der Gesellschaft Laden Gesellschaftsklassen hinzustellen? Weßhalb werden Kellner bei bezahlt? Wie kommen die großen Restaurateure dazu, dem Bublifum zuzumuthen, einen nicht unerheblichen Theil ihrer Geschäftsuntoften durch eine drückende und überaus lästige Steuer mitbezahlen zu helfen, auf die gepocht wird, wie auf ein gutes Recht? Und die Aristokraten unter den Schant wirthen, die Bestzer von sogenannten Wiener- Cafés, begnügen fich nicht einmal damit, daß ihre Bedientesten von der Gnade des sogenannten Bahlfellners abhängen, der überhaupt nichts anderes zu thun hat, als mit herablaffender Miene und vornehmer Gelassenheit von dem lumpigen Gaft das Trinkgeld einzuftreichen. Der glänzendsten Etablissements der Reichshauptstadt partizipiren Gefch nichts! jer nur Einbruch er nicht Wilsnad Marqu Das Ung so erhebl nhang t nehmen atte ich Nein, ste selbst, diese Befizer Es lag so viel Angst und Erwartung in dem Ton ihrer Stimme, daß ich fie nur innig umarmen und sagen konnte, Tem länge ärrchen, was find das für Grillen! Kurt sollte mit solcher als mit gte, fte orderung, ich fie su Berle, wie Du bist, nicht glücklich sein? Das ist ja ganz unmöglich! Aber so viel Dich allein lassen, das sollte er nicht, da tommen alle diese thörichten Gedanken, und Du iner An bift unverständig genug, ihnen Andienz zu geben. Ich will Kurt eine Moralpredigt halten und ihm sagen, wie viel oße Vera hübscher er den Abend daheim verbringen kann, als in seinem ten und feit ei tenden A " 1 R. Wie leicht Jemand auf die Anflagebant kommen fann, bewies eine Verhandlung, die sich gestern vor dem Schöffengericht abspielte. Des Diebsstahls angeklagt war der Schuhmacher Däumig, derselbe hatte im Frühjahr dieses Paris am Vorabende des Nationalfestes 1884. ( Original- Korrespondenz des Berliner Volksblatt.") Paris, den 13. Juli. Die hier herrschende tropische Hiße und die Cholera; das: find die Begrüßungsformeln der sich hier Begegnenden. Wäh rend unter dem Einfluß der Ersteren der Körper erschlafft, wächst die Gefahr für Lettere, und die damit hervorgerufene Furcht läßt die aufgeregten Geifter nicht zur Ruhe kommen. Man sollte nun meinen, durch größere Reinlichkeit, namentlich der bevölkertsten Stadttheile, fuche man dem Eindringen des unheimlichen Gastes soviel Schwierigkeiten wie möglich zu beAber ich fand gar feine Gelegenheit dazu, meine Ermah tder lieb wir nicht zusammen im Theater oder in einer Gesellschaft vernungen anzubringen. Kurt widmete uns an jedem Abend, den lebten, feine Gesellschaft und rief dadurch ein Lächeln der Bich ma reude auf Ella's Geficht hervor. Zuweilen auch gingen Kurt Seite ab leit und bestand doch darauf, mich jedes Vergnügen kosten zu blte. An und ich allein aus, denn Ella fühlte leicht eine gewiffe Mattig- reiten. Statt dessen bemerkt man, daß dem alten Schlendrian ist zu dem einen Schrecken der zweite, weit größere, ge laffen, das ein Winter in der Großstadt bietet. n Feuera m Fiebe mich get demüthig Ich weiß Dich ja so sicher unter Kurt's Schuße," pflegte Ella mit ihrem süßen Lächeln zu sagen und Kurt war stets en Blid bereit, mich zu begleiten. Er war nach jenem ersten Abend so maß und tattvoll in seinem ganzen Benehmen gegen mich, daß ich allen Argwohn hatte fahren laffen und mich willig meiner dem Bauber feiner persönlichen Liebenswürdigkeit überließ. So waren bereits Wochen vergangen und noch immer wollten meine freundlichen Wirthe mich nicht von meiner Abreise reden hören. Bleibe noch, Otti," bat Ella, Deine Ge genwart thut mir so wohl. Und Kurt ist ein ganz anderer, feit Du hier bift," fügte sie hinzu; er hält sehr viel von Dir er bewundert Dich unendlich. Ja, wärest Du nicht meine gehalten frei war Speifesi gegnete, verfchlung ht faum ?" entge gbuschte hwand im mer begl und Schwester, ich könnte eifersüchtig werden, und denke Dir, nur wenig nachgeholfen wird. Es ist wohl wahr, daß die engen Straßen und Höfe mit verdünnter Karbolsäure besprengt werden; aber nicht minder wahr ist es, daß der pestausdünstende Schmut damit noch nicht beseitigt ist. Die reichen Besucher der Stadt Paris, welche nur die großen Quartiere und eleganten Boulevards frequentiren, sehen allerdings nichts von der Vers nachlässigung derjenigen Stadttheile, welche von der wert thätigen Bevölkerung bewohnt werden. Es giebt eben zwei ganz verschiedene Städte Paris: Das großartig glänzende, das den Besucher blendet, bestrickt, und das arbei tende Paris, welches gerade nicht sehr einladend ist, den Fremden eher abstößt, als anziehend wirkt. Auf das großartige Paris, ich möchte fast sagen, auf das offizielle Paris, welches die Fremden kennen lernen, und für das wirkliche Paris halten, wird von den einschlägigen VerDorige Nacht rief er ganz laut im Traum: Ottilie!" so daß waltungsbehörden allerdings ungemein viel Sorgfalt verwendet ich erschroden in die Höhe fuhr und ihn fragte, mas er wünſche; aber ich bekam teine Antwort!" Mir war bei diesem sorglosen Geplauder meiner Schwester heiß und talt geworden, und wieder erwachte die bange Be forgniß in mir, daß ich durch meinen Besuch den Grund zu einer unheilvollen Leidenschaft für mich in Kurt's Herz gelegt und damit das Glück Ella's zerstört haben könne. Mir schien en fennze alleinige Rettung, der einzige Ausweg aus diesem Dilemna mit be end Juriid vollkomme am Abend Du wi er wohl Ennte mir 1 und jeder Stein des Anstoßes zeitig entfernt. Hier giebt sich allerdings die vornehme, geldbefizende Welt Rendezvous, hier fühlt sie sich bei sich zu Hause". Hier verzehrt" der englische Landlord feine Grundrente" und treibt den irischen Landbebauer zur Verzweiflung, macht ihn zum Verschwörer und Dynamiteur. Ihm gesellen sich würdig die modernen Ritter der Neuzeit"( Fabrikanten und Großindustrielle geheißen) zur Seite, gleichviel ob aus der alten oder der neuen Welt, ob Rußland oder Deutschland mit Desterreich- Ungarn im Gefolge, ob Standinaviens wenig entwickelte Industrie oder Italiens heiße Sonne es ihnen erlaubt, im füßen Nichtsthun, was sage zu verbringen. Doch wenn die lettere Thätigkeit den letzten Rest von Kraft verzehrt hat, wenn Körper und Geist den Dienst versagen, dann hat das moderne Babel schuld, dann find es die fittenlosen Pariser, die ihn so weit ge= bracht". in meiner schleunigen Abreise zu bestehen, und von diesem Ge Danten ganz erfüllt, begab ich mich in das Boudoir Ella's, um ihr fofort durch allerlei Scheingründe freilich nur die Nothwendigkeit meiner endlichen Rückkehr nach Schloß Pankow ich, in Geist und Körper aufreibenden Strapazen ihr Leben Dorzustellen. Ich fand das Zimmer leer, aber der lauschige Raum lub zum Bleiben ein, und ich sette mich in einen der Es war am Spätnachmittag; die ersten Schatten der Dämmerung legten sich, wie böse Geister, in die Nischen, an Schwefterde Möbel, fie frochen an der Dede entlang, an den Wänden bin und hüllten Alles in ihren Mantel. ten träum trug und - daß ich! ( Fortsetzung folgt.) In Wahrheit aber bevölkern nicht die Pariser die großen Boulevards, die ,, Brasseries des nuits etc. Nur manchmal, wenn der Born ihn übermannt, wenn der Hunger ihn peitscht, dann rückt er heran aus den Vorstädten, aus den bevölkerten Straßen tritt er heraus, und die Elite der Nationen", " 1 welche kurz zuvor die Freudentänze des Lebens aufführten, find weggefegt nach allen Richtungen der Windrose. Doch davon wollte ich gar nicht sprechen, ich war bei der Cholera und wollte nur sagen, daß es sich gar nicht verlohnt, darüber zu schreiben, indem stündlich die Preffe telegraphisch besser unterrichtet wird, als mir es zu thun möglich ist. Apropos! fpiegelt fich in diesen prompten Drahtnachrichten nicht eben falls ein Stückchen Furcht ab? Und Furcht haben sie, auch allen Grund dazu. Denn wenn erst einmal in die enggebauten alten Stadttheile von Paris die Cholera ihren Einzug gehalten hat( und kommen wird sie ja wohl), dann ist freilich viel zu befürchten. Viele Fabrikanten haben schon erklärt, daß in einem solchen Falle die Ateliers geschlossen werden, und die schon seit Jahr und Tag herrschende Arbeitsnoth würde koloffale Dimensionen annehmen. Und dann? Nun wohl, dann kommen. Einige gute Freunde von mir find der Meinung, daß es bei den verschiedenen Revolutionen, welche die guten Bariser schon hinter fich haben, für die gesundheitliche Entwick lung der Stadt weit besser gewesen wäre, die alten, winkligen Theile der Stadt zu vernichten, als monumentale Bauten. Doch darüber wollen wir noch nicht rechten. Morgen ist aber Nationalfeft. Obgleich die Furcht vor der Cholera daffelbe bald hätte zu Waffer werden laffen, wird es nun doch abgehalten, Die Staatsregierung mit obligaten militärischen Pomp, ohne welchen es unsere Republikaner nun einmal nicht machen, und die weisen Väter der Stadt, indem sie die Jugend der Stadt, auf dem früheren Greve- Play, iepigen Place de L'Hotel de ville, in militärischen Schritt und Zuschnitt Revue pasfiren laffen. Abends verschiedentlich großartiges Feuerwerk und Tanz in allen Gaffen. Es ist nur gut, daß das Nationalfest abgehalten wird, denn sonst hätten die großen, reichen Eisenbahntompagnien, doch immerhin eine Einbuße erlitten, indem die aus allen Gegenden Frankreichs arrangirten Extrazüge vielleicht nicht frequentirt worden wären, während jeßt mehr denn eine Mil lion Gäste aus allen Eden und Enden herbeigeströmt sind. Natürlich nur des Vergnügens halber! Denn betrachten wir doch einmal den Zweck und die Ver anlaffung des Festes. Es soll verherrlichen den Bastillensturm, die Mündigkeits- Erklärung des Volkes, die Niederwerfung der Bwingburgen für Bevormundung und Unfreiheit und geistiger Knechtschaft. Nun wohl, gegenwärtig beherbergen eine ganze Anzahl von Gefängnissen in Frankreich politische Gefangene. Regierung und die Mehrheit der Kammer verweigern aber die Amnestie, welche von einem großen Theil der Bevölkerung dringend gefordert wird und die Gefängnisse bleiben geschloffen, Beugen der Unduldsamkeit, Intoleranz und politischen Ver als folgungswuth, jetzt nach 95 Jahren des Bastillensturmes!! Sinkt da das Nationalfest nicht zur Farce herab? Das ist es auch, welches Vielen die Theilnahme am Feste zur Unmöglichfeit macht. L. Ganges der Dampfmaschine als in hohem Grade gefährlich Stranken- und Sterbekasse der Tapezierer es nicht mit feiner Durch die Thätigkeit beim Treten und beim Arrangi Nr. 89 und namentlich das Halten des Riemens über der Riemscheibe wegen seiner großen Gefährlichkeit als absolut unzulässig. Der letztere Sachverständige fügte noch hinzu, daß die Berichte der staatlichen Aufsichtsbeamten über Unglücksfälle gleicher Art geradezu herzzerreißende De tails enthalten. Der Staatsanwalt erachtet eine Geldstrafe für ausreichend, da der Angeklagte das Gewerbe erst kurze Zeit betreibt und sich deshalb der hohen Gefährlichkeit der Manipulationen nicht voll bewußt dewesen sei. Er beantragte 300 und 500, zusammen 800 M. eventuell 80 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte für den ersten Fall auf 300 M. event. 30 Tage Gefängniß, für den zweiten aber, wegen seiner besonderen Schwere unter Ausschließung der Geldstrafe auf einen Monat Gefängniß. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Pflicht vereinbaren könnte, in die vom Verein nach Kräften unterstüßte Agitation für die freie Hilfskaffe einzutreten, sondern es seinerseits als richtig erachte, da das Mandat als Rendant das ältere wäre, für die Ortskaffe einzutreten.( Nette Motivirung! d. Red.) In der hierauf folgenden sehr animirten Diskussion wurde namentlich hervorgehoben, daß es jezt die Aufgabe des Vereines wäre, einen Mann zu wählen, dessen Ansichten auch mit denen der Majorität der Mitglieder übereinstimmen, der keine Rücksichten fennt, sondern in der Vertretung der Interessen des Vereines seine ganze Aufgabe fteht. Es wurde der Kollege Winkelmann, da die anderen Kandidaten zu seinem Gunsten zurücktraten, einstimmig gewählt. Sodann wurde der Vorstand beauftragt, für ein größeres Lokal Sorge zu tragen, da das bisherige bereits zu flein geworden und die Mitglieder sich in sehr erfreulicher Weise vermehrt hätten. Zum Schluß wurde noch zu recht reger Betheiligung an dem am Dienstag, den 22. Juli, stattfindenden Sommerfest der Berliner Tapezierer- Gehilfenschaft in Kellers Hofjäger eingeladen. = Die Allgemeine Kranken- und Sterbe- Unterstüßungs( jogen. Neue) Kaffe der Bigarrenarbeiter, Sortirer und Tabakspinner zu Berlin feiert am fünftigen Sonnabend im Neuen Walhalla- Theater, Schönhauser allee 156, ihr Stiftungsfest. Dasselbe besteht in Konzert, Theater Vorstellung, Auffeft. Daffelbe besteht in Konzert, Theater- Vorstellung, Auftreten sämmtlicher Spezialitäten und Ball. Da der Ueberschuß genannter Kaffe zufließen soll, so verfehlen wir nicht, die Betheiligten auf obiges Fest aufmerksam zu machen und bemerken noch, daß Billets à 25 Pf. bei sämmtlichen Vorstandsund Komitee- Mitgliedern zu haben find. 11 B Halten der Arbeit haben wir eine Thätigkeit, die, w dazu in guter, reiner Luft vorgenommen wird, einer gymna Uebung gleich kommt. Deshalb heißt es in Eulenburg's buch auch: Arbeiterinnen, welche viele Jahre an de maschine beschäftigt waren, bewahren eine aufrechte und es geht die Arbeit mit den Füßen meist ohne irgend Beschwerden von Statten." Bu achten ist dabei nur, Siz der Arbeiterinnen auch ein diesen wechselnden Bewe angemessener sei, indem für alle vorzunehmenden Bewe stets die Füße den Stüßpunkt abgeben. Dem entsprechen der Siz breit und von einer gewissen Elasticität mit abge ter Kante nach vorn gestaltet sein; am besten eignet breiter, fester Rohrstuhl mit bequemer Lehne, damit die! muskulatur fich in den Pausen, in denen das Rangiren Arbeit vorgenommen wird, ausruhen kann. Selbstver ist darauf zu achten, daß alle Nähmaschinenarbeiterinne beengenden Kleidungsstücken befreit find." Welch' wohl Einfluß dabei die Nähmaschine auf die Unterleibsorgan übt, geht aus einer Stelle bei Eulenbung in dem oben und allgemein als vortrefflich anerkannten Werke hervor Luft und bequeme Kleidung vorausgesetzt, scheint b maschine auf die Unterleibs- und Respirationsorgane n thätig einzuwirken. Unter den vielen Hunderten von terinnen, welche Ohausen bei leichtem Maschinennä obachtete, konnte er bei keiner Disposition zur Schscheint täglich schwister an der Schwindsucht gestorben waren, velummern 5 B Haus mir, daß sie nach 10- bis 12 jähriger unausgesetter an der Maschine sich wohl befänden und von allen schwerden frei geblieben waren. Der genannte Art daraus den Schluß ziehen zu dürfen, daß diese wohl nicht ermüdenden Bewegungen selbst Leidenden mit Zirkulation, Blutmangel, Athembeschwerden, bei den gebenen Vorsichtsmaßregeln nur Gutes thun fönnen. Gera, den 14. Juli. Eine vorigen Freitag im Kaisersaale stattgefundene Volksversammlung wurde angeblich des= halb aufgelöst, weil der Bildhauer Herr Hugo Rödiger die fürstlich reussische Polizei allzuscharf angegriffen habe. | " 1 E Ueber Strifes, die augenblicklich in England schweben enthält die Boff. 3tg." folgende zusammenfassende Darstellung: Der Telegraph als Mittel gegen Rheuma Die Arbeitseinstellungen gewinnen infolge erheblicher LohnEin Sperling begegnete einer Schwalbe, die bereits t herabſegungen im ganzen Lande an Ausdehnung. Im Südihm ein Lebe wohl" zurief.- Nun, Du willst un Wenn die G wieder verlassen, liebe Schwester?" fragte der Spet Spaß auf un Staffordshire und Ost- Worcestershire Kohlendistrikt haben 13 bis 14 000 Grubenarbeiter wegen einer Lohnherabseßung von 4 D. pro Tag die Arbeit eingestellt, und in der Dowlais St hat, daß ich mir einen beftigen Rheumatismus zuzog. Ich hen pflegt. W " Ja," antwortete jene, es war heuer ein abscheuliches orüber man for grube haben ſämmtliche Arbeiter, mehrere Tauſend an der Bar, früher auch schon öfter daran, da ſezte ich mich auf ß es mit ber wegen verweigerter Lohnerhöhung ebenfalls die Arbeit niedergelegt. Im nördlichen England find die Löhne der Eisen- graphendraht, wartete bis die Koursberichte telegraphit und meine Schmerzen wichen alsdann in Folge der El doch eine arbeiter herabgefeßt worden, worüber unter den Arbeitern solch augenblicklich." Warum thuſt Du denn dies nicht wie aubt, große Unzufriedenheit herrscht, daß ein Strike wahrscheinlich ist. ,, Das ist es ebe Wir haben gegnete wehmüthig die Schwalbe ,,, was mich aus Eurenenden und u In Burnley wollten die Baumwollfabrikanten ihren Arbeitern den etwas höheren Blackburner Lohntarif nicht bewilligen, in vertreibt. Es wird nur selten mehr telegraphirt, weil chrift, wo nnd phoniren jest Mode geworden ist, welches aber e Wichtigkeit be Folge deffen über 8000 Arbeiter die Arbeit einstellten; in Rheumatismus nichts nüßt, sondern ganz infamid's wird bis in's Breston haben etwa 500 Weber in der Baumwollspinnerei der Herren Hawkins wegen einer Lohnherabsetzung von 5 pet. die Arbeit eingestellt; in Dundee find die Löhne der Jutespinner um 5 pCt. herabgesetzt worden. Die Schiffszimmerleute in Newcastle- on- Tyne haben gegen die seitens der Schiffsbaumeister beabsichtigte Lohnherabsetzung von 2 Sh. pro Woche eine Eingabe an die Meister gemacht, die bis jetzt noch nicht Taschenspielern. Endlich hier in Gampolla hatten Schäden be beantwortet wurde. In Dundee liegt das Ingenieur- und Eisengewerbe gänzlich darnieder und täglich finden zahlreiche Entlassungen von Arbeitern statt; die Castle Hill Eisenfabrik in Carlafe wird gänzlich geschlossen werden und ist sämmtlichen Arbeitern gekündigt worden. An der Clyde stehen zahlth. Eine sozialistische Versammlung aufzulösen, ist der Polizei wieder einmal gelungen. Von der Bäder Innung Concordia" ist zu Donnerstag, den 17. d. M., eine Ver Sammlung solcher Bäckergesellen berufen, welche wie wir bereits erwähnt hatten, eine Bescheinigung eines Germania- Meisters vorzeigen fönnen, in welcher beglaubigt wird, daß der Inhaber mindestens 4 Wochen bei dem betr. Innungsmeister in Arbeit steht, damit der, im Innungsstatut vorgesehene Gesellenausschuß gewählt werde. Dieser Ausschuß besteht aus einem Altgesellen, dessen Stellvertreter und 9 anderen Mitgliedern. Unter derselben Rubrik in§ 43 wird gesagt, daß der zu wählende Altgeselle der Bestätigung der Innung bedarf. Versagt der Vorstand die Zustimmung bezüglich dreier, aufeinander folgender Wahlen, so ist die Aufsichtsbehörde berechtigt, bis zur nächsten statutenmäßigen Wahl, aus der Zahl der wählbaren Gesellen einen Altgesellen bezw. Stellvertreter zu ernennen. In Folge dessen fand am 15. d. auf dem Universum in der Brunnenstraße eine große Versammlung aller um zu berathen, innungsfeindlichen Bäckergesellen statt, welche Stellung fie in der von dem Innungsvorstande einberufenen Wahlversammlung einzunehmen haben? Die zum Ausdruck gelangende Meinung ging dahin, daß es seitens der Meister auf eine Ueberrumpelung der Gesellen abgesehen sei, da Erftere gerade die Wahlversammlung an dem Tage einberufen hätten, wo die Legteren ihr Sommerfest abhalten. Viel böses Blut machte es auch und wurde als eine schreiende Ungerechtigkeit bezeichnet, daß Gesellen, welche schon 20-30 Jahre der Kaffe angehören, augenblicklich aber außer Stellung find, ihres Wahlrechtes verlustig gingen. Es wurde daher allseitig empfohlen, gar nicht erst in die Wahl einzutreten, sondern dieselbe überhaupt zu verweigern und in corpore zur freien, eingeschriebenen Hilfskaffe überzutreten, deren Gründung auf dem Dresdener Kongreß beschlossen worden ist und demnächst in's Leben treten wird. Unter Anderem rief auch Herr Mittendorf den Anwesenden zu, fie sollten sich von der Innung keinen Vorstand aufzwingen lassen, wie es seinerzeit mit den Arbeitsbüchern geschehen sei, welche eine Schande für die Gefellen wären. Bei diesen Worten erhob sich der überwachende Polizeibeamte und erklärte die Versammlung auf Grund des§ 9 des Sozialistengesetes für aufgelöst. Von dem Vorsitzenden Herrn Jordan interpellirt, erklärte derselbe, Redner hätte die Regierung beleidigt. Thatsächlich war jedoch nur von der Innung und den von dieser eingeführten Arbeitsbüchern die Rede. Sollten die Innungen schon zur Regierung gelangt sein und eine Be leidigung derselben die Anwendung des Sozialistengesetes rechtfertigen? Den Bäckergesellen war augenscheinlich hiervon Nichts bekannt, denn in großer Aufregung räumten sie den Saal, segten sich im Garten fest, schlossen trot Auflösung ein Schuß- und Truzbündniß und tranken ein vivat Concordia, Concordia pereat!" " Eine große öffentliche Versammlung der Albumarbeiter tagt heute Abend 8% Uhr im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Auf der Tagesordnung steht der Bericht der Lohnkommission über die Strifebewegung der Albumarbeiter, und der Standpunkt der Albumfabrikanten zu derselben. Wie verlautet, haben mehrere große Fabrikanten ihr Erscheinen bestimmt zugesagt. Zugleich wird hier besonders der schon gestern von uns erwähnte Strife in der Albumfabrik von Löwenberg beregt werden. Größere Arbeitseinstellungen stehen, wie die Lohnkommission versichert, in Aussicht. Beine figelt. bensweise, un Indische Gaukler. In einer Reiseerinnerung antbereien unseren wird in dem„ Neuen Wiener Tagblatt" erzählt: Wangen Anweisu schon viel gehört von den berühmten indischen Jonglundheitsmäßig Liber legenheit, uns von der Wahrheit ihres Rufes zu Nach dem Effen, welches aus sehr guten Fischen vorbeifließenden Mahavila Ganga, dem landesübliche und vorzüglich gebratenen jungen, wilden Pfauen waren wir in der angenehmsten Stimmung und Zauberer beizuwohnen. Der Zauberkünstler in nft. Vor allen befferen Pfle Gefundheitsbe rden angefporn reiche Schiffswerften leer und find augenblicklich nur 80 Schiffe Schaukelstühle gelehnt, der Vorstellung der einem Inter mit zufammen 140 000 Tonnengehalt dort im Bau begriffen, gegen 150 Schiffe mit zusammen 300 000 Tonnengehalt zur felben Beit im Vorjahr. In Greenock und Port Glasgow ist nur die Firma John Elder u. Co. ziemlich vollauf beschäftigt. Der Fachverein der Gas-, Wasser- nnd Heizungsrohrleger hält alle vierzehn Tage am Sonntag Vormittag seine Versammlungen bei Wolff u. Krüger, Staligerstr. 126, ab. Der Verein ist noch neu, er hat erst 4 Sigungen gehabt, zählt aber bereits 136 Mitglieder und die Zahl derselben ist in gutem Wachsen. Der Verein hat ein Arbeitsnachweisebüreau gegründet, das vom Kameraden Beier, Marienstraße 9, verwaltet wird. Auch dieser Fachverein hat die Erkämpfung eines 10ftündigen Normalarbeitstages als seine Aufgabe bezeichnet und einen Minimallohn von durchschnittlich mindestens 24 M. pro Woche für Berlin als nothwendig erkannt. Der Verein hat ferner beschlossen, auch die Arbeiter der Rohrleger aufzu nehmen und zwar gegen eine ermäßigte Einschreibegebühr von Nun ist es seinem Weibe auf dem tennenartig geftampften erall, auch zu und wir befanden uns in seiner unmittelbaren 5 Er nahm den Kern einer Mango, eine ganz föstliche Stlaven i in 16 mir mit der In den Hepburn ist so eben ein Strik unter der Bedingung Frucht in der Größe einer frischen Feige, von weldheitspflege beendigt, daß den Arbeitern die gemachten Lohnabzüge ver gütet werden sollen. In Stockton find die Löhne der Schiffsbauer um 7%, die der Nieter um 5 pCt., die der auf Wochen John Arbeitenden um 1 Sh. pro Woche reduzirt worden. In Yorrow haben die Schiffsbauer auf der Schiffswerfte der Braffay in ihrem reizenden Werfchen A voyage beam" sagt, man müsse diese Frucht mit aufgestreiften Stand ist ei essen, dabei sich von Niemanden beobachtet wissen, un und gar dem unvergleichlichen Genusse dieser füßen, Terpentin schmeckenden herrlichen Frucht hinzugeben. ud, daß uns uß. Dagegen i D Herren Palmer auf Grund noch schwebender Verhandlungen ler schabte mit einem alten Tischmesser eine fleine lege im Augen mit dem Generaldirektor vorläufig die Arbeit wieder aufgenommen. In Sunderlang haben die Maschinenbauer wegen Lohnherabseßung schon vor mehr als einem Jahre die Arbeit eingestellt und bis jetzt ist noch keine Aussicht auf einen Ausgleich vorhanden. Vermischtes. selben mit der aufgefragten Erde zu, darüber wurde alte Sack gelegt und unter fortwährendem Murmeln Mann mit seinem Ramezan über den Sad her. Nach einer Weile nahm er den Sack we unserem Erstaunen sahen wir ein kleines frisches ie Bevölkerung nnoch vermag zurichten, wie efpiel bekannt, thet hat, wie mit zwei Blättern aus dem häufchen gewandert. Unfere bedeckte diese junge Pflanze wieder mit dem Sad mehr abgeh Ift die Arbeit an der Nähmaschine gesundheits- Murmeln und Streichen, nach taum einer Minute empfigen und f schädlich? Diese Frage beantwortet in dem„ Neuen Handbuch der öffentlichen Gesundheitspflege" vom Geheimrath Eulenburg, vortragendem Rath im preußischen Kultusministewieder den bedeckenden Sack und siehe da, die kleine hatte sich zu einem vier Boll hohen Stämmchen Abermaliges Budecken und gleiches Gebahren, nach engen, dumpf In öffentliche G Gb Reinlichteit ein frisches, vollkommen grünes, junges Mangobauman, wie eine rium, bei dem Artikel Nähmaschinen" Herr Dr. Blaschfo in Verlauf von zwei Minuten wieder Aufheben des Sand einer Weise, daß man fast glauben möchte, die an die Nähmaschinen gefetteten jungen Mädchen schafften sich die Schwindsucht nur aus reiner Niederträchtigkeit an. ort langfam ver 30 Zentimeter Höhe, bot sich unseren Bliden. Das ele alle Abfäll fich drei bis viermal, und schließlich kam unter dem fleiner Baum mit ausgebildeten Nesten und Laub ist der Wohlthäter der leidenden Menschheit in jeder Bezie den Sack, der jest schon einen ziemlichen Hügel bi Serfehr festgetret drittel Meter Höhe zum Vorschein. Dies wiederhol poche die Stra bung. Man höre: Die seit den legten zwei Jahrzehnten überall verbreitete Anwendung der Nähmaschinen ist zum Segen der Menschheit reift chreiten waren, Dazu tomm legtes Mal und an dem Baume hing eine frische, und in dem Augenblicke verschwand der Mangoba Auch in der Hygienes unseren sehenden Augen. Kein europäischer Taschen arbeitszeit und des Minimallohnes nöthig werden sollte, fie Ausstellungs- Zeitung nimmt sich neuerdings ein Arzt, Dr. bisher im Stande, dieses reizende Kunststück nachzuae 30 Pf.( gegen 50) und einen monatlichen Beitrag von 25 Pf. geworden. Es läßt sich mit Wahrscheinlichkeit voraussehen, welche wir abzupflücken eingeladen wurden. Wir rägern über die eine theilweise Arbeitseinstellung zum Erkämpfen der Normaldurch ihre Hilfsarbeiter geschädigt werden könnten, im Falle diese nicht zu ihnen stehen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Tape zierer Berlins hielt am Montag seine statutenmäßige GeneralVersammlung ab. Nachdem der Kaffenbericht des verflossenen Quartals, sowie der Bericht über die Thätigkeit des Arbeit nachweisebureaus vorgelegt und angenommen war, wurde zur Neuwahl des ersten Vorfizenden geschritten. Der erste Vorfigende, Herr Staudinger, theilte der Versammlung mit, daß er sein Amt niederlege. Derselbe motivirte seinen Rücktritt damit, daß er in seiner Eigenschaft als Rendant der hiesigen Theater. Donnerstag, den 17. Juli. Die Königl. Theater find der Ferien wegen geschloffen. Deutsches Theater: Geschlossen. maschinen sich herausstellen werden. Chausen, der hygienisch vielverkannten Nähmaschine an. Das, was vor Allem bei der Beschäftigung mit der Nadel auf die Gesundheit schädlich einwirken muß, das unausgesezte Stillfigen in derselben vorübergebeugten Haltung, fällt bei der Maschinenarbeit vollständig weg. Eine vornübergebeugte Haltung nehmen nur Anfängerinnen an, später gewöhnen fie fich an eine gute Haltung. Die Bewegung mit den Füßen ist von geradezu wohlthätigem Einfluß auf den OrgaNeueste Nachrichten. ehr zurück war war gelehrt, ba Berständniß fted inter der heutig heils in den Sa Marseille, 16. Huli. Die Bahl der seit gefchäfer, alte W bis heute Vormittag 10 Uhr an der Cholera Geftauben durchfe trägt 20. Toulon, 16. Juli. Von gestern Abend bis Das Alles Wallein wir trante nismus. Die Blutstodungen, an denen so viele leiden, welche mittag 10 Uhr starben 22 Personen an der Cholet er Vorfahren. Reues Friedrich- Wilhelmft. Theater: Boccaccio. Ballner Theater: Hotel Blancmignon. Oftend- Theater: Das Stieffind des Proletariers. Belle- Alliance- Theater: Die Wilden. Walhalla Operetten Theater: Nanon. Baifenstädtisches Theater: 77. Overn- Vorstellung: Benefiz für Frl. Dora Blant. Mit hoher Genehmigung. Zum britten Male: Indra." Große Oper in drei Aften. Mufit von F. v. Flotow. Indra: Frl. Dora Blank. Bons haben Gültigkeit. Große öffentliche Versammlung 417] der Albumarbeiter am Donnerstag, den 17. d. M., Abends 82 Uhr im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: Die Strifebewegung der Albumarbeiter und die Stellung der Fabrikanten zu derselben. Mehrere hervorragende Albumfabrikanten haben ihr Er scheinen bestimmt zugesagt. Das Erscheinen jedes Albumarbeiters ist Bedingung. Die Lohntommiffion. die Füße nicht bewegen fönnen und still halten müssen bei ihrer Beschäftigung, werden durch die Nähmaschinen beseitigt. Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. General Versamml Sonntag, den 27. Jufi d. J.: Grosser Ausflug( per Bahn) nach Grünau. th mußige und Dahre Heerden ur an die Ga wohnungen und gritte des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Klavimuß man Sonnabend, den 19. Juli, Abends 8% Baupolizei mit v Kommandantenstr. 77-79, Gratweilschen gemacht tellern bermaßen über Leichenverbrennung( Feuerbestattung). 2. Vi. Ein fold Tagesordnung. Vortrag deß Redakteurs, Hern Abrechnung. 3. Unterſtügungsfrage. 4. Verschiedene De Dabfucht der Ha Eigenschaften ihr Familien an dieser Parthie zu betheiligen. Für große Ueber dringend ersucht, dieselben sobald als möglich abzuartig. Die Mitglieder werden ersucht sich recht zahlreich mit ihren tasten. Inhaber von Billets des letzten Sommerfe raschungen und Belustigungen wird bestens gesorgt sein. Die Stunde der Abfahrt wird in der nächsten Annonce bekannt gemacht werden. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find will tommen. 421 Billets à 75 f. find zu haben bei den Herren: Meier, Gr. Frankfurterstr. 61; Zaate, Rüstrinerplay 8 und Langer, Langestr. 79. [ 416] Um zahlreichen Besuch bittet [ 422] ber Schließlich an der Bethätig Im Verlage von J. H. W. Diet in Stuttga und ist in der Expedition des ,, Berliner Volksblatt" Bi zu haben: Das Bergnügungs Comité. Cigarren- Import F. W. Jaedicke [ 423] NW., Invalidenstrasse 92 NW. empfiehlt gute Waare bei reeller Bedienung. Harmonitaspieler zu Privatfestlichkeiten billigst F. Winkel, Lothringerstr. 10, Quergeb. I. vor dem ert, ein großes nien. Aber da Sie ganze fozic nent ruben Laffe eschäftigen, der Bie viele e Die Sozialdemokr Erste Lesung des Sozialistenge gutes Waffe Deutschen Reichstage. nach dem amtlichen Stenogramin. Heft 1. Sigung am 20. März II. " 21. 11 " 1 " } ind gutem Befahren einer ind à eft a - Pf. Wahrer Jakob Nr. 6.- 10 f Verantwortlicher Redacteur N. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. An alle bie alltäglich über Dafenftädten bes mblich entschließ