ein Bär, n anntlich je Nr. 92. zweiflung ein Pfer vieder in ■ Kindern Die sorgfam blichkeit spi erblichkeits ſchließliche lichkeit in d Statistil Cechdurchfäll Juni 34 p r Geftorben im Juni 6 pCt. Dan rals der ße Menge Delche in erf en find: S lichen Tob der im er us den bis aten laffen Dienstag, 22. Juli 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt ſteht aber feint täglich Morgens außer nach Sonn- und Feftagen. Abonnementspreis für Berlin r gestorberei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne hrend Mu Tammern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreislifte unter Nr. 719a.) gereicht wu Rindern we eil an der , als bei und gemi Beschaffen alleinige läßt fich ten, wohl tein deut Sommermo Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inserate werden bis 4 Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Ein Rückblick. Während der sogenannten Ronfliftszeit herrschte in Deutschland die liberale Partei, die sich Fortschrittsat den artei nannte; in den Jahren 1861, 62 und 63 entwelche einrannte im preußischen Landtage der Kampf um die Militärnderen organisation, der eine Zeit lang von der Fortschrittspartei iffern wa durch prinzipielle Verweigerung der Regierungsvorlagen mit e Berlin. Erfolg geführt wurde. n Inne stand damals hinter der Fortschrittspartei. Die große Majorität des Volkes hlung wa m Verdau kam mit ihren chten Na Forderungen immer wieder. Da wankte es plötzlich in den fortschrittlichen Reihen eintritt. J. wurde cacht, da ge 1820 g der kleinere Theil unter Wal= ihnen nicht mehr trauen, da sie es so oft schon verrathen haben; mögen die Linksliberalen, die sich den hübschen Namen Deutsch Freisinnige" beigelegt haben, noch so sehr an ihre Brust flopfen und ihre Unschuld betheuern, es ist eitel Komödie, die sie vor dem Volte ausspielen. Sie sind die Mitschuldigen! Ein großer Theil diefer Partei hat dem Septennat, ein großer Theil derselben hat den Ausnahmegesehen zugestimmt und zuletzt noch der Verlängerung bes Sozialistengesetes. Dafür ist die deutsch- freifinnige Partei selbst verbed's Führung blieb stolz und fest auf dem Rechtsboden antwortlich; mitverantwortlich ist sie somit auch für den er und stimmte für eine Resolution, welche diefem Standpunkte Audbrud verlieh; der größere Theil unter Fordenbed aber fing an, die Vorlagen zu amendiren, und es erfüllte fich bald schon das Sprüchwort vom kleinen Finger und der n fei. auf den ganzen Hand. wer bezei te in be rung befa Die Führer dieser Partei, die Herren Eugen Richter, Virchow, Rlog, Ludwig Löwe, Träger und Mundel tragen, frogbem fie persönlich gegen das Geſet gestimmt haben, die Berantwortung für ihre Parteigenossen, heftigen Debatten im preußischen Abgeordnetenhause, die sich te, folum die Walded'sche Resolution und das Fordenbed'sche Ginige Leser erinnern sich vielleicht noch der betreffenden welche für das Gesetz votirten und es durchbrachten.„, Wit gefangen, mitgehangen" ist ein altes Sprichwort und ein noch besseres ist: brigen Weggang " 1 Amendement brehten, in welche auch eine Rede des Dr. sage ich Dir, wer Du bist!" Johann Jacoby scharf und schneidig wie eine Damascener llinge"( damaliger Ausspruch der„ Elberfelder Zeitung") Sage mir, mit wem Du umgehst, so üht, den hineinfuhr. wie Boff " 1 ng mach rtrauen den h nnt ware Die Kriege von 1864 und 1866 stellten die Militärder Sieg der Politische Uebersicht. organisation de facto fest, die Indemnität, welche das Ab- teressen von Handel und Gewerbe wird seinen Siz hier in geordnetenhaus der Regierung nach dem Kriege von 1866 ehr bedtheilte, that dies auch de jare Preußischen Regierung über den Liberalis: Generalversammlung gewählt werden soll. An der Spize des Bwife a war ein vollständiger. B Auswe Diese örigen rt und egend na gefeht werden. Der Verein zur Wahrung der wirthschaftlichen InBerlin haben und durch einen ständigen Ausschuß vertreten werden, welcher aus 15 Mitgliedern bestehen und von der ersten Ausschusses sollen zwei Geschäftsführer stehen, die ihres Amtes nicht als eines Ehrenamtes walten werden, wie die Mitglieder des Ausschusses, sondern besoldete Stellen einnehmen werden, bende Thätigkeit in Aussicht nimmt. Im Uebrigen wird der Verein Präsidenten und Vizepräsidenten haben, über deren Persönlichkeit zur Zeit noch keine Gewißheit obwaltet; der Termin genau bestimmt. Obwohl also dieser Verein zur Wahrung deinteressender Geld welt" fich noch nicht konstituirt hat, scheint er doch bereits in Aftion getreten zu sein. Denn wir begegnen heute einigen auffallend günstigen Artikeln über tungen. Wie wird das erst werden, wenn die Herren Sefre Graf Bismard aber plante schon Weiteres. Der nords deutsche Bund genügte natürlich nicht, das Deutsche Reich da man für diese Geschäftsführer eine große und aufreis mußte gegründet werden. Und eine solche Gründung konnte ohne den vielverwendbaren Liberalismus nicht wohl in Scene Aber wie konnte der Schwerbeleidigte wieder versöhnt für die erste Generalversammlung, ist gleichfalls noch nicht werden? Der Militarismus war unter Dach und Fach, genau bestimmt. Außere Gefahren drohten nicht, so fonnte man an den pinneren Ausbau" des norddeutschen Bundes gehen. Dabei habt. Tüdten achte. haben Breiteftra Berlib dem Bo Beami in feiner er Maj ts burd tte beg gerufen ereign Dafel r. 43 auf bo ich aus n San fchentel t, bak arden ann 2 dem üfung zeigte fie benn auch. Surfte die Regierung liberale" Gesinnungen zeigen und sie diesen Verein in den hiesigen und auswärtigen liberalen Zei Die Gewerbefreiheit, das neue Straf- taire, ihre aufreibende" Thätigkeit entfalten! Im Uebrigen gefegbuch, später Freizügigkeit, Aufhebung glauben wir. daß diefer Klub der Millionäre" die Beichen der ber Buchergeseze u. f. w. machten den Liberalismus Beit sehr schlecht versteht, wo soziale Reformen" das Schlag 1870-71 bie politische Freiheit und die parla- ihrem Bunde zur Vertheidigung des angeblich bedrohten Kas mentarischen Rechte auf dem Altar der wirth schaftlichen Freiheit, die in der Hauptsache dem von den Liberalen vertretenen Rapitalismus zu Gute tam. wort des Tages geworden sind. Je mehr diese Herren mit pitals in die Schlachtlienie rücken, desto sicherer werden fte ge troffen werden. Die in Fabriten beschäftigten schulpflichtigen Kinder, deren Schulbesuch so liegt, daß sie Vormittags Unterricht er Bug um Bug, so ging es für die Gewerbefreiheit halten, dürfen am frühen Morgen vor Beginn dieses Vor Sabemnität und 8ustimmung zum Militaris mittags- Unterrichts zur Arbeit in den Fabriten nicht heranmus; für die Freizügigkeit das Septennat( fieben- gezogen werden. Wo dies gegenwärtig der Fall sein sollte, jährige Verzichtleistung des Reichstags, in Militärsachen ein ernstes Wort mitsprechen zu dürfen); für die neue Justiz abzustellen und darauf zu halten, daß Arbeitgeber jene Anhaben die Polizeibehörden einen derartigen Mißbrauch sofort Volkswirth" wissen, der die oben mitgetheilte offiziöse Notiz verfaßt hat. Der Antrag Ackermann wird im September sicherlich feine wohlverdiente Ruhestätte im Schooße des Bundesraths finden. Die Berl. Pol. Nachr.", ein wohlinformirtes, hochoffiziöses Blatt, schreibt nämlich:" Der Antrag Ackermann entbehrt der Strafbestimmung; in Preußen und in einigen anderen Bundesstaaten wird er darum nicht völlig unausführbar werden, inwieweit aber das Gleiche überall der Fall ist, scheint mindegefeggeberische Aufgabe nicht unter dem Gefichtspuntte politischer ftens zweifelhaft. Die verbündeten Regierungen, welche ihre Demonstration aufzufassen pflegen, wären daher schon dieser formellen Mangelhaftigkeit wegen außer Stande gewesen, über den Beschluß des Reichstages fich alsbald zu entscheiden. Es tommt hinzu, das dem Antrag Ackermann und zwar hauptsäch lich in der Preffe von der Richtung der Kreuz- Beitung" und der ,, Germania" eine ganz andere Bedeutung beigelegt worden ist, als sie dem entsprechenden Saße der Innungsvorlage von 1881 beiwohnte. Dort bildete die Berechtigung zum ausschließlichen Halten von Lehrlingen den Schlußstein einer auf dem Boden der Freiwilligkeit stehenden Organisation des Mehrheit dem Antrag Adermann auch nur in Aleingewerbes. Ohne 3weifel hat ein Theil der diesem Sinne beigestimmt. Von den in den be zeichneten Blättern vertretenen Richtungen dagegen wird der Antrag Ackermann mit Vorliebe als erster Schritt auf dem Wege zur Zwangsinnung bezeichnet. Ganz abgesehen davon, daß hinter dieser Auffassung teinens falls die Mehrheit des Reichstages steht, leuchtet es ein, daß diese Deutung des Antrags zu besonderer Vorsicht mahnt, damit nicht Bestrebungen Vorschub geleistet wird, welche von der Auffassung der verbünde ten Regierungen prinzipiell abweichen." Das ist ein Absagebrief in bester Form, den die verbündeten Regierungen dem Antrag Ackermann geben laffen. Arme Bünftler! Armer, bei elektrischem Lichte befackelzugter Ackermann! Görgeh, der General der ungarischen Revolutions Armee, soll durch eine Erklärung der 1848-49er HonwedOffiziere von der Anklage des Verrathes befreit werden, die auf ihm ruht. In einer fürzlich stattgehabten Konferenz, an welcher sich u. A. auch Georg Klapfa betheiligte, erklärte die Versammlung, daß sie die Frage nicht so sehr für eine persönliche, als vielmehr für eine eminent nationale ers achte; denn es wäre eine Schmach für die ungarische Nation, wenn die Geschichte verzeichnen würde, daß in einem großen historischen Moment der Oberbefehlshaber das Land verrathen habe, während diese Anklage eine Unwahrheit ist. Zur Beleuchtung der Zustände im Kaukasus wird aus Tiflis der Münchener Allgem. 3tg." geschrieben, daß der Czar dem laukasischen Adel gegen drei Millionen Schulden an den Staat erließ. Die taukasischen Fürsten und Edlen haben neben manchen andern Eigenschaften den nicht allein bort verbreiteten Fehler, daß sie sehr faul sind und in den Tag hineinleben. So ist es kein Wunder, daß die meisten Güter verschuldet und versezt sind. Ob die reiche Schenkung dem alten Schlendrian ein Ende machen und gute Früchte bringen wird, muß erst die Zukunft zeigen. Fast alles Hab und Gut fällt in die Hände der Armenier, welche den Gruftern an Schlauheit und Thätigkeit weit überlegen find. Bronung die Kirchengeseze und das Sozialistens gekommen, daß die Herren Arbeitgeber noch schulpflichtige sermögens, über die Messen und deren Bezahlung, sowie die ordnung nicht außer Acht lassen. Es ist also thatsächlich vorKinder zunächst am frühen Morgen in der Fabrik beschäftigten, vativen allzu bedenklich geworden. Die Gewerbefreiheit und besonders die Freizügigkeit, welche den Schüßlingen des Liberalismus, ber Industrie und dem Handel, besonders zu Gute tamen, schädigten die Interessen des Grundbesiges, des Schüßlings der Konservativen. In Folge der liberalen Gesetzgebung brach denn auch bald offene Empörung im Inzwischen war eine solche Gesetzgebung den Konser sie dann für die gesetzmäßige Beit von drei Stunden in die Ang t, be nten aaten nd be in be dappa gte en ambe geg ften beiter Rad Betlo Schule gehen ließen, um fie nach Beendigung des Unterrichts sogleich wieder in die Arbeit zu spannen. Was kann ein Kind bei solcher Ueberanstrengung lernen? Ungerechte Konkurrenz. Durch die sächsischen Blätter geht folgende offiziöse Notiz: ,, Gutem Vernehmen nach wird Die Stellung resp. Kommandirung von attiven Militär personen zu Erntearbeiten im Interesse der find die Truppentheile deshalb autorifirt, soweit es sich mit den fonfervativen Lager aus, die sich selbst gegen den Fürsten allgemeinen Landeskultur und Volkswirth Bismard wandte, der bekanntlich deshalb die ,, Kreuz- Zeitung" schaft auch in diesem Jahre höheren Drts gewünscht und es in die Acht erklärte. Und da der Liberalismus auch den Löwenantheil an dem sogenannten wirthschaftlichen Auf- dienſtlichen Verhältnissen vereinbaren läßt, nach Möglichkeit den ichwunge traurigen Angedenkens zu Anfang der siebziger Gesuchen um Abgaben von Erntearbeitern zu entsprechen. Die Jahre erhielt, so wurden die Konservativen immer neidischer Gesuche dieser Art find rechtzeitig, d. h. also schon jetzt an die Da nunmehr die Liberalen keine Opfer in politischen gabe der Bahl der gewünschten Arbeiter und der Beitdauer zu Dingen mehr bringen Ionnten, weil sie alle politischen arbeit soll im Interesse der allgemeinen Landeskultur und Freiheiten geopfert hatten, so konnte auch der liberale Bollswirthschaft dienen! Der Schreiber der obigen Notiz muß Mohr gehen, ber vollauf seine Arbeit gethan hatte, und Fürst Bismard durfte nunmehr zu seiner alten Liebe, dem Ronservatismus, zurückkehren. P. be bren bak bit Filbo Amis bigh v efen H Dies that er auch im Jahre 1879; er fing an, vom refp. Regimentskommandos mündlich oder schriftlich unter Anrichten." Dazu bemerkt die Volfs- 8tg.": Also die Soldaten wahrlich ein netter Voltswirth sein, wenn er wirklich glaubt, was er da geschrieben hat. Sehen wir uns die Konkurren ten der freien" Arbeiter zunächst näher an, so finden wir, daß bie Soldaten meist unverheirathet find, daß fie fich mit gerin gerem Lohn begnügen und daß fie besser genährt find, als die verheiratheten Tagelöhner und somit auch mehr leisten können. gen, die er für die Preisgabe der politischen Volksrechte Aber diese größere Leistungsfähigkeit haben fie auf Kosten der eingetauscht hatte. Seine neuen alten Rampfgenossen", gesammten Steuerzahler erhalten, also auch auf Kosten des bie Ronservativen, triumphirten. armen Mannes" und derjenigen Tagelöhner, denen sie durch ihre Arbeit Konkurrenz machen und deren Lebensunterhalt fie Der Gefangenen, wie auch der der Soldaten Arbeitslosig Belgien läßt seine Frömmigkeit sich Geld kosten. Der Justisminister Woeste hat durch Zirkular vom 17. d. Mts. alle von seinem Amtsvorgänger für die Verwaltung des Kirchenfirchlichen Stiftungen getroffenen Anordnungen aufgehoben. Das Vermögen der, todten Hand" ist in Belgien ein ganz be deutendes. Die gestürzte liberale Regierung hatte begonnen, diese Summen dem Interesse der Gesammtheit dienstbar zu machen. Das hört nun auf. In England ist schon vor der Ablehnung der Re solution Wemyss viefach die Frage aufgeworfen worden, was geschehen dürfte, wenn das Oberhaus die Wahlreform- Bill zum zweiten Male verwirft.„ Daily News" meinen, das Kas binet habe sich mit dieser Frage noch nicht beschäftigt, allein es sei feineswegs gewiß, daß einer solchen Eventualität eine Auflösung des Parlaments auf dem Fuße folgen würde. Es ist, schreibt das offiziöse Blatt, in hohen Kreisen eine starke Abneigung vorhanden, dem Wunsche der Lords, eine Beitfrist für die Auflösung zu diktiren, nachzukommen. Höchstwahrschein lich dürfte die Bill in der nächstjährigen Session zum dritten Male eingebracht werden. Die franzöfifche Deputirtenkammer nahm das Ehescheidungsgeset mit den von dem Senate beschloffenen Modifikationen ohne erhebliche Debatte an. Der Senat septe die Berathung der Vorlage über den für Madagastar beantragten Kredit auf Montag fest. Die Zahl der Cholera- Todesfälle betrug von Sonn abend früh bis Sonntag früh in Toulon 52, in Marseille 46; von Sonntag früh bis Sonntag Abend in Toulon 15, in Marseille 25. In der Provinz tommen beständig an einzelnen Orten, wohin die Krankheit von den beiden heimgesuchten Städten aus verschleppt werden, Cholera- Todesfälle vor, so in Arles, Pierrefeu, Hyeres ac. In Perfien und der asiatischen Türkei, namentlich im dieselbe hat sich in Folge des Mangels aller behördlichen Gegen Liberalismus bie politische Freiheit eingefangen hatte, ist sie schmälern. Es entsteht sowohl durch die Konkurrenz der Arbeit Distritte von Bagdad, graffirt gegenwärtig die Beulenpeft; bie Bügel anzulegen. Seit der preisgegebenen politischen teit, die man gegenwärtig überall bekämpfen will. Durch maßregeln, welche dem muhamedanischen Fatalismus ja ohnehin nunmehr auch bemüht, der wirthschaftlichen Freiheit wieder Freiheit ist der Liberalismus selbstverständlich immer schwächer unb unhaltbarer geworden, so daß er feinen energischen Widerstand mehr leisten kann. Bollewohl und Bollsrechten reben, das Volk kann und wird Mögen die Liberalen auch jetzt noch so sehr von die Soldatenarbeit wird geradezu die Vagabundage gefördert, es wird die herrschende Arbeitslosigkeit vermehrt.- Wie fich solches Vorgehen der Militärverwaltung mit den sozial re formatorischen Versprechungen und Plänen, die fortwährend aus den fog. besseren Kreisen in das Volk getragen werden, verträgt, das kann allein der biedere, sächsische zuwider find, auch nach Rußland, und zwar nach Baku am Kaspifchen Meere, verpflanzt. Die Verheerungen der Seuche in Perfien find sehr bedeutend. In Bedra allein, wo die Epidemie zuerst auftrat, find derfelben von Anfang März bis Ende Mai 800 Personen zum Opfer gefallen, aber die that sächliche Anzahl der Todesfälle wird von den Behörden ver V heimlicht. Fürst Dondukow Korsakow hat demzufolge den Transkautastern, welche nach den heiligen Plägen pilgern wollen, verboten, Perfien und die Türkei zu betreten. 200 türkische Soldaten der egyptischen Armee unter dem Befehle des Obersten Grant meuterten in Assint. Sie lehnten es ab, fich nach Assuan einzuschiffen und bedrohten die Offiziere Engländer mit ihren Waffen. Die englische Regierung verheimlicht noch die schlimmsten Einzelnheiten, doch ist schon genug bekannt geworden, um daraus zu erkennen, daß die egyptischen sowie die türkischen Soldaten in der Armee des Khedive nicht mehr unter englischen Offizieren dienen wollen. Außer den türkischen Soldaten drohen übrigens auch die Polizisten, zu meutern, so daß die Situation in Egypten immer gefährlicher wird. Lokales. zurüd, verzehrte bei demselben ein Abendbrod und lief ohne die Zeche zu zahlen, von D. noch weitere 3 Mart D. erfuhr einige Zeit darauf, daß er einem Schwindlei Hände gefallen war, und bei einer gefälligen Begegnun gestrigen Tage veranlaßte er die Festnahme des Bet eines Kellners B., welcher heute zur Haft gebracht wurd B Der Segelsport hätte am letzten Sonntag a Oberfpree wieder beinahe drei Opfer gefordert. Zwei und eine Dame beluftigten sich in einem kleinen Book Segeln, als das Boot plöglich vor dem Jachmannsch staurant Neues Eierhaus wahrscheinlich durch falsche stellung fenterte und alle drei Insaffen in das Waffer Glücklicherweise waren genug andere Boote zur Stelle, drei Verunglückte vor dem Ertrinken zu erretten. b. Eisenbahnunfall. Als am Sonntag der au hiesigen Anhalter Bahnhofe um 11 Uhr 50 Mittags erwartete Schnellzug aus Röderau in den einlief, gab der Lokomotivführer noch einmal das Sign Bremsen, mußte aber vom Dienstpersonal nicht richt standen worden sein, denn die Lokomotive fuhr noch viel Kraft gegen den am Ende des Geleises sich befin Prellbock, daß derselbe vollständig zertrümmert wurde beiden ersten Räder der Lokomotive gingen bis zu dem wo die Gepäckstücke der Reisenden expedirt werden. U fälle find glücklicher Weise nicht vorgekommen. Eine nach dem Auffahren des Buges wurde die Lokomotive auf das Geleise gebracht. wenn sein Opfer ihm nur einen Schimmer von Hoffnung überläßt, wenn ihm nicht gleich von vornherein mit vorzüglich ausgesuchter Grobheit die Thür gewiesen wird, mit einer Grobheit, wie man fich dieselbe nur durch jahrelange Attacken der Reiseonlels" aneignen kann, so darf das für den Jünger Merkurs durchaus kein Abschreckungsmittel sein, furchtlos und unverzagt muß er seinen Angriff wiederholen, er darf nicht ruhen, bis er endlich, sei es durch unaufhörliches Erzählen der bekanntesten Anekdoten, sei es durch wahrhafte Verhimmelung der durch ihn angebotenen Waaren, oder durch stolzes, selbstbewußtes, im anderen Falle wieder durch demüthiges, unterthäniges Wesen, endlich Bresche ge legt hat in die starre Bugeknöpftheit seines Opfers, bis dieses fich endlich mit süßsauerer Miene entschließt, um den lästigen Drängeleien zu entgehen, etwas zu kaufen. Leicht ist heutzutage diese Art, sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen, gewiß nicht, und namentlich der Anfänger tanzt durchaus nicht auf Rosen. Indeffen des Lebens Noth schafft auch auf diesem Gebiet tagtäglich Neuerungen, wir sehen jezt nicht nur Wein, Cigarren, Manufakturwaaren u. s. w. durch Reisende vertrieben werden, nein, es giebt jezt sogar weibliche Geschäftsreisende", und es ist sehr traurig, daß man das Gebahren dieser ,, Geschäftsfrauen" durchaus nicht als ein lobenswerthes bezeichnen fann. Es handelt sich hierbei um nichts Geringeres, als um die Herbeischaffung möglichst gesunder und tüchtiger Ammen. Die Berliner Miethsfrauen ( Stellenvermittlerinnen) find jetzt auch dahinter gekommen, daß nur ein wohlafsortirtes" Lager im Stande ist, allen Ansprüchen der Kunden gerecht werden zu können, und daß man in Folge deffen sehr darauf bedacht sein ſein muß, stets einige Pracht Eremplare vorräthig" zu haben. Die spekulativen Miethsfrauen unternehmen daher in bestimmV ten Zeiträumen Reisen oft bis nach Pommern und treten hier mit den dort ansässigen Hebeammen in Verbindung. Was sie bei ihnen nicht erfahren, hören sie bei Umfragen in den kleinen Orten und legen fich eine förmliche Liste an, welche genaue Daten über die einschlägigen Verhältnisse enthalten. Mit Vorliebe wird von ihnen der Spreewald und die Umgebung von Jüterbog besucht, weil hier die gesundesten Ammen zu finden find. So haben am legten Sonnabend auf diese Weite wieder zwei Berliner Miethsfrauen die Gegend von Jüterbog unsicher ge macht. Sie offerirten bei gutem Logis und Roſt ein Monatsge statt von 45 M. Die Gefahr, die durch dieses geschäftliche" Reisen, namentlich in ärmeren Gegenden heraufbeschworen wird, liegt darin, daß durch das verlockende Angebot, durch die Ausficht, nach Berlin zu kommen und hier ein sorgenfreies Leben führen zu können, manches unbescholtene und unerfahrene Mädchen dazu verführt wird, in ben Stand der Ammen" überzutreten. Viele der jungen Bauernmädchen, die als Ammen nach Berlin gekommen sind, haben hier als ganz etwas Anderes geendet. cr. Die Invaliden der Arbeit. Welcher Glückliche der Oberen Behntausend" weiß wohl, wie ungefund der fortwährende Aufenthalt in einem, mit allen möglichen Düften ge schwängerten Arbeitssaal ist? Wer ahnt es, wie sehr die dumpfe Luft der Fabriken, die mit Rauch und allen möglichen anorga nischen Stoffen gefüllte Atmosphäre an dem besten Lebensmart des Arbeiters zehrt. Wer giebt fich Rechenschaft über die gebeugten Gestalten jugendlicher Greise, die allabendlich die Stätte ihres Schaffens verlassen, um des Morgens früh wieder pünktlich an der Arbeit zu sein? So geht es Tag für Tag, eine endlose Kette der Anstrengung, bis der Körper endlich zusammenbricht unter der Last des Siechthums und der Krankheit, und der ermüdete Kämpfer um das tägliche Brot erschlafft und ermattet die Arme sinten läßt sie wollen und fie fönnen eben nicht mehr. Kann man sagen, daß das Uebertreibung ist? Wir kennen Leute, die am Schraubstock, an der Hobelbank, am Amboß ergraut sind, die ihr Leben lang nichts anderes gefannt haben, als aufreibende Arbeit, die immer und immer thätig gewesen sind zum Besten, zur materiellen Bereicherung ihrer Arbeitgeber, und was ist ihr Lohn? Bwanzig Jahre ununterbrochener Thätigkeit bei den verschiedenen Fabrikherren, die Hingabe geistigen und körperlichen Wohlseins- sie wird gelohnt mit Verlassenheit und Elend, und das schließliche Loos bes regen, fleißigen Arbeiters ist im besten Falle der Bettel wenn er überhaupt noch dazu fähig ist, sich von Thür zu Thür schleppen zu können. Im anderen Falle liegt er stumm in seiner Klause, und hungernde Kinder und eine abgebärmte Frau Vielleicht wird erschweren ihm sein Dasein. man in gewiffen Kreisen sagen, das find romanhafte Schilderungen, ausgesonnen von einer frankhaften Phantasie und das Leben ist in Wirklichkeit ein ganz anderes! Haben jene Leute vielleicht einmal die Stätte der Armuth, der nackten, entfeßlichen Armuth besucht? Schwerlich, sie würden sonst nicht leichtfertig darüber urtheilen, auch sie würden ergriffen sein wie wir, wenn sie sehen würden, wie der Veteran vom Schlachtfelde der Arbeit, deffen Körper deutlich und eindringlich von mitgemachten Schlachten der Thätigkeit spricht, verkümmert und verkommt, wenn sie sehen, wie er wider seinen Willen degradirt wird zum almosenempfangenden Proletarier. Das ist der Segen der Arbeit, die nach diesen Erfahrungen nur den Zweck zu haben scheint, zur Bereicherung Weniger zu dienen, während die überwiegende Mehrzahl aller derjenigen, die zur Anhäufung dieses Reichthums beigetragen, schließlich nichts hat, womit des Lebens nothwendigsten Bedürfnisse befriedigt werden fönnen. So wohnt in der Forsterstraße 50 ein Schraubendreher Besch, dem es mit seiner Frau und feinen fünf Kindeen, die sich im Alter von 12 bis 3 Jahren befinden, in der ge= schilderten Weise geht. Wir wissen, daß es in Berlin vielleicht noch viele Hunderte solcher Kinder des Elends geben mag, es ist aber gut, wenn bisweilen auf einzelne, thatsächliche Fälle hingewiesen wird, damit man sich immer daran erinnere, wieviel bei uns noch zu thun ist, damit nur einigermaßen aufgebeffert werde das Loos der Invaliden der Arbeit. a. Ein Raubanfall auf öffentlicher Straße ereign am 19. b. Mts., Nachmittags gegen 1 Uhr, an der Kloster und der Parochialstraße. Die Frau Buchhänd ging in dieser Zeit die Kloſterstraße entlang, ihr Portem Fall von Cholerine in Berlin. Der in dem Hause Linienstr. 200 wohnende Arbeiter Karl Offig, 48 Jahre alt, Neuem mi Don B. in ein unbetar Sechszehnte zu allen vie er der Kass traße 67 fe lauften Loo reben wurd nicht einlan Dier Klaffen zahlen, wo bändigte, b Als fich F Rolletteur erfuhr fie, fie einem fannte ist e Schnurrbar N. S vollständig Unfalle vo der in der Leben durch früh den zu ihren Chem Dermuthete, erhängt vor nach der ei mord bereit Leiche des 2 dem Dbdukt N. Me Sonnabend rake wiede Straße wo mittelbarer einen Streit Berlauf er Sinterlopfe Wa in ihrer rechten Hand tragend, und sie bemerkte, daß einem Manne verfolgt wurde. An der Ecke der Paroch trat plöglich der Mann an die Dame heran, trat fte a rechten Fuß und versuchte ihr gleichzeitig das Porter aus der Hand zu reißen. Die Dame hielt aber das monnaie krampfhaft fest und rief laut nach Hilfe. Ein gehender penfionirter Beamter eilte sofort herbei, um bi aus den Händen des Räubers zu befreien. Dieser wan nun gegen den Beamten und versette ihm mehrere hi den Kopf. Der Thäter wurde hierauf von mehreren in hinzugekommenen Bersonen festgenommen und zur bracht. Er entpuppte sich hier als ein Arbeiter" S freche Patron wurde natürlich zur Haft gebracht. a. Abgejagte Beute. In der Nacht vom 20. d. M. gegen halb 1 Uhr bemerkte der Schneider er an dem Schillerdenkmal vorbeiging, daß ein junger einen großen Gegenstand in das daselbst befindliche geschoben hatte und sodann eilig in der Richtung Taubenstraße davon lief. Sp. fuchte im Gebüsch n fand in demselben ein etwa 1 Meter langes und 60 breites Delbruckbild mit breitem Goldrahmen, ein darstellend. Der junge Mann, welcher anscheinend das Schnurrbart, dunklen Anzug und schwarzen Filzhut. 19 11 während de verbandes n gefchafft wer B. 3w Schlägerei, zum Sonnta frage 47. S einer Kleinig Aurzem zu harmlos am aus nicht in wüthenden mit einem B blutend zufa Haffenden F fam, wie die Volts Ztg." berichtet, am Sonnabend aus Span gestohlen hat, ist 21 bis 22 Jahre alt, hat einen Anfl belegenen S " dau, wo er in Arbeit stand, nach Hause und legte sich frank in Bett. Die ganze Nacht litt derselbe an dem heftigsten Brechdurchfall und mußte am Sonntag Vormittag, bereits sehr entfräftet, in ärztliche Behandlung gegeben werden. Seine Frau brachte ihn nach dem Lazarus- Krankenhause, wo derselbe untersucht und nach Konstatirung eines heftigen Cholera- Anfalls zurückgewiesen werden mußte. Von hier aus wurde Offig nach dem Baracken- Lazareth in Moabit geschafft, wo er sofort in ärztliche Behandlung genommen wurde. Seine Frau und seine vier kleinen Kinder wurden auf polizeiliche Anordnung aus der Wohnung entfernt und die Wohnung, speziell das Bett und die Kleider des Erkrankten desinfizirt. Ebenso wurden sämmtliche Aborte des Hauses einer gründlichen Reinigung und Desinfektion unterworfen. Vorläufig erscheint danach jede Ansteckungsgefahr beseitigt. Die Frau und Kinder sind bereits in die Wohnung zurückgebracht. Der Erkrankte befindet sich auf dem Wege der Besserung. cr. Geschäftsreisen." Der Reiseonkel" commis ist eine stehende voyageur nennen ihn jebildete" Leute, Figur in Humoresken und Lustspielen. Wenn man ihn auch noch nicht aus persönlicher Anschauung fennt, so weiß man doch, daß denselben ein Gemisch von satirischer Lebensverachtung und zudringlicher Dreistigkeit charakterisirt. Diese beiden Eigenschaften find aber auch bei der heutigen fich überſtürzenden Konkurrenz durchaus nothwendig, wenn der Reiseonkel" die Spesen, die ihm sein Haus zahlt, wirklich verdienen und dabei noch etwas an Provision für sich herausschlagen will. Vorne herausgeworfen, muß er hinten wieder hineinkommen, und Feuilleton. Das Kind des Proletariers.*) Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) a. Ein Pseudo- Geheimer." Zu dem Restaurateur D. in der Neuen Jakobstraße tam im Februar und März cr. wiederholt ein Herr, welcher sich nach dem Treiben von lieder lichen Frauenspersonen in einem Grundstück der genannten Straße erkundigte und sich als Kriminal- Beamter ausgab. Am 21. Juni cr. fam derselbe Mann wieder zu D., gab sich wiederum als Geheimer" aus und erzählte, daß er am Abend im Belle- Alliance- Theater observiren müßte. Bugleich erwähnte er, daß er sein Geld vergessen hätte und bat um ein Darlehn von 3 Mart. Nach Schluß des Theaters kam er wieder zu D. Mein armes Lamm!" sagte Elsa, traurig auf das Mädchen niedersehend, das sich stöhnend und unruhig im Bette hinund herwarf. Sie wandelte wieder im Schlaf. Seit ihrem fünfzehnten Jahre zum ersten Male wieder. Ihr Herz hat auch in lezter Beit zuviel gelitten. Aber sie soll nicht erfahren, daß sie eine Nachtwandlerin ist. Sie könnte sich darüber ängstigen und dadurch das Uebel noch verschlimmern." Elsa bürstete den Regenmantel aus und hing ihn in den Schrant. Die anderen Sachen trug fie auf ihr Stübchen und schloß fie ein, um sie zu gelegentlicher Stunde zu reinigen. 11 -g. Der Zufall ist und bleibt doch immer det linken Auges Kriminalist. Er spielt oft wunderbar im menschlichen und hat auch jüngst wieder einen Bigarrenhändler Die Sehtraft fährliche Bat Geldstrafe von 150 m. verholfen, wie die folgende Gist, wie wir öfi lor auf der Straße ihr Portemonnaie mit 24 M. In beweist. Eine fich hier aufhaltende junge Franz Verlust Anzeige zu erstatten. Als sie befragt wurde, begab fich fofort zum nächsten Polizeibureau, um üb was außer den 24 M. in dem Portemonnaie enthalten sei, gab sie an, daß sich in demselben noch ein sächl Lotterieloos befände. Der Beamte machte sie nun aufmerksam, daß fie fich durch den Ankauf des Loofes Vergehens schuldig gemacht habe und sehr wahrschein Konsequenzen tragen werde. Es dauerte auch nicht la erhielt fie eine Vorladung zur Vernehmung nach dem markt. Nachdem sie dort den Namen des Verkäufe Lotterielooses angegeben, wurden bei demfelben Recherd gestellt, welche ergaben, daß der Cigarrenhändler einen mit sächsischen Lotterielofen betrieben hatte. Nunmehr dieser in die angeführte Strafe genommen, welche era zahlte, da er von einer richterlichen Entscheidung derung erhoffte. Von einer Bestrafung der jungen Dam geben, begann fie in aller Gemüthsruhe ihren Morgenanzug zu ordnen. Etwas später am Morgen erwachte Lady Barth, die Wittwe Sir Gilberts, und lag eine Weile still und gedankenvoll und wie geängstigt im Bimmer umherblickend. Durch die offen stehende Thür konnte sie in das Vorzimmer sehen, wo ihre Wärterin schlafend in einem Seffel lehnte. Wiederum war einige Zeit verstrichen, als eilige Schritte im Vorzimmer gehört wurden und die Wärterin zornglühend Frau Braun, Frau Braun!" rief fie, aber ihre Stimme war zu schwach, um die Wärterin zu erweden, fte zog deshalb ungestüm an dem Glockenzug über ihrem Bette. Frau Braun erwachte von dem schrillen Ton, der dicht an ihrem Ohr er flang. Frau Braun, ich möchte das Kind haben," bat die Krante. eintrat. Warum bringen Sie denn das Kind nicht, Amme? Seine Mutter verlangt es mit Ungestüm. Ich habe noch niemals eine Frau gesehen, die so vernarrt in ihr Kind ist, wie diese. Bringen Sie ihr den Jungen sofort." Sie war im Begriff ärgerlich die Thür zu schließen, als die Amme auffreischte: Das Kind ist nicht hier. Sie haben es selbst fortgenommen." Sch! das Kind genommen? Sind Sie verrückt!" Sie ging zur Wiege und fand sie leer. Die Beiden sahen einander bestürzt an. Die Wärterin war eine viel zu vornehme Person, um das Kleine selbst herbeizuholen, fie flingelte nach einem Diestmädchen und Lady Barth hatte Muße genug über die Unschätzbarkeit des einzigen Wesens nachzudenken, das ihr in der weiten Welt wirklich gehörte und auf dieses liebe kleine Wesen zu warten, während die Magd gemächlich herbeikam und den Befehl empfing, das Kind zu holen! die Behörde Abstand genommen. Revier gefcha R. Gro zu haben, Bräger und Tacht vom 4 Lieber gefung Drei Angellag der Wächter genau aufgep Die Angellag heim: Wen fungen haben wir gefunger Shnen das ch weiß ni aber es war ieben Angella R. Grob tein Schwindel mit dem Verkauf von falschen Antheilf a. Immer der alte Schwindel. Der häufig wied preußischer Lotterieloose wird noch imm ,, Wo ist das Kind hin!" schrie die Wärterin. Ich weiß es nicht," entgegnete die Amme. Ich habe die ganze Nacht in meinem Sessel an der Wiege gesessen und bin wahrscheinlich gegen Morgen ein wenig eingeschlummert, und als die Magd nach mir rief, war das Kind fort und ich dachte, Wie befinden Sie sich heute Morgen, Theure!" Oier schloß angftvoll. " Biemlich gut," erwiederte Myra gleichgültig hatte eine schreckliche Nacht. Ich bin so müde, als gar nicht geschlafen, und ich wurde von so entseßlichen gequält!" ,, Beruhigen Sie sich, mein Liebling, das wird fid nicht wiederholen," sagte Elsa besänftigend. " 1 Mein Kopf wirbelt, mein Herz ist schwer." Ihnen etwas Pfeffermünzthee holen." " Sie haben sich erkältet, Kind," sagte Elsa. J Auf dem Wege zur Rüche traf Elsa ein Haus das sie in höchster Aufregung fragte: f aus. Dann brem Schran bollen Seufze Roffers. Alle Sorgfalt teini " Elsa, Elsa, haben Sie das Kind nicht gesehen?" " Das Kind? Was geht mich das Kind an? Sch b nach meinem Fräulein zu sehen," inurrte Elfa, wel Kleinen als Eindringling und Feind betrachtete. ,, Aber Elsa, das Kind ist verschwunden." " ,, Verschwunden? Was habt Ihr denn mit ihm ge nirgends aufzufinden. Wir haben schon das ganze " Gemacht? Es ist aus der Wiege verschwunden, Sau Sie wären dagewesen und hätten das Kleine mitgenommen, sucht, und wenn die Mutter eine Ahnung davon erhäl um mich zu ängstigen." st mir nicht eingefallen. Vielleicht hat eine der Mägde Ihnen diesen Streich gespielt, einen sehr dummen, muß ich Mein ar bist Du so m Doch so oder Beugen." Eine Ta Schuhe in ber zurüd. Mura lag Elfa," fa Denten Der vergangen Engel," entge Schube unbem Dennoch b es ihr Tod sein. D, ich scherze nicht, Elsa es ift Alle Die alte Frau mochte ihre eigenen Anfichten von schicklichkeit der Ankunft des Knäbleins in der Welt überzeugt hatte, daß das Mädchen im Ernst sprad, mit demselben nach der Kinderstube. sagen, denn das Kind kann sich zu Tode erkälten. Sie thäten haben, aber sie war fein böses Geschöpf und fo bald am besten, es schnell herbei zu schaffen, sonst bekommt seine Mutter das Fieber und ich habe die Plage mit ihr. Suchen Sie und fommen Sie bald. Ich werde ihr sagen, daß das Kind jest trinkt. Aber machen Sie rasch!" Die Amme ging um das Kind zu suchen. Sie sah sich im ganzen Hause nach dem verschwundenen Kleinen um. fie fragte alle Dienstboten und lehrte endlich betrübt zu der Wärterin zurüd um ihr zu sagen, das Kind sei nirgends zu finden. Um diese Zeit war Jedermann bereits wach, auch Myra, Gemächer gedrungen war. licher und weiblicher Dienstboten die leere Wiege. Die kurze Geschichte von dem Verschwinden wurde Elsa erzählt. Dort umstanden Amme, Wärterin und eine Anga bel ,, Und Sie wissen, daß Thür und Thor geschloffen Sind vielleicht Bigeuner Gegend gesehen worden? Das Gesindel liebt es, ein zu stehlen. Laßt den Garten und den Part durchfu das Kind wieder da ist. Das arme, junge Weib wil Die Magd ging langsam, wie Alles im Barth'schen Her obgleich die Aufregung und der Lärm noch nicht bis in ihre forgt vor allen Dingen, daß die Baronin nichts erfa renhause geschah, nach dem Kinderzimmer, das in der Mitte des Gebäudes lag und zu dem von beiden Flügeln Vorsäle führten. Sie klopfte an die Thür, öffnete sie dann ungeduldig und steckte ihren Kopf durch die Spalte und rief einer jungen fräftigen Frauensperson, die in einem Lehnstuhl vor der Wiege saß, fast schreiend zu: Lady Barth verlangt das Kind." Die Amme, welche fest geschlaffen hatte, rieb ihre Augen, richtete sich auf, blickte umber und wendete sich zur Wiege. Die Wiege war leer! 11 " Bah!" sagte die Amme ,,, die Wärterin hat mich schlafend gefunden und das Kind weggetragen, um mich zu neden. Du lieber Himmel, wer kann denn ewig wach sein?" Statt fich also in das Zimmer ihrer Gebieterin zu be * Nachdruck verboten. Myra war mit einem wilden Aufschrei erwacht; fie setzte fish auf, schüttelte ihr haar zurück; blickte verstört umher, als Schrecken sterben!" ob ihr der helle Sonnenschein zuwider wäre und vergrub ihr Ich selbst habe die Riegel gestern Abend wie gewöhnli Geficht in die Kissen. lnb woh Das wei gemefen, fonde Bei diesen Fräulein jepte ,, Das Haus war sorgfältig verschlossen," sagte der sucht und sie erst heute Morgen, als der Lärm entfla ,, Durchforscht die ganze Umgebung, Garten Ba Wiesen," beharrte Elsa. ße auf den Wie fpät Es ist A it es fr Schlimm as! Do Nach me Schlimm Run, es Den. Berschwu Wo haft nur den Bipfel Mädchen zorni richt fo unvorb Sie legten hände zu reibe feuchten. an dem Daume Während fandtheile, von Bereinigt hatte. Die alte T mein a fromten thre t Das Fräu In all' dem Wirrwarr vergaß Elsa ihres eigenen D, o!" ächzte fie, wie in tiefer Seelenpein. Blöglich erhob sie sich und fah forschend nach dem Stuhl und dem Sopha, von welchem Elsa ihre Sachen ent: fernt hatte. Als sie auf diesen Sigen von Kleidungsstücken nichts bemerkte, schweifte ihr Auge beruhigt im Bimmer umber, lings nicht und nachdem sie ihren Nath ertheilt, fie sank wieder auf das Kissen, ihren Kopf auf die Arme wieder nach der Küche. Durch eine ihr selbst nicht stüßend. O schrecklich! schrecklich!" seufzte fte. Was für ein seltsames Wesen ist in mir? Was kann das nur sein? Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Das ist eine armselige Natur die im Unglück so zusammenbricht, wie die meinige!" Elsa trat ein. halb unbewußte Gedankenverbindung stellte fie bie Halbbrüderchen. nad Erben Sir Gilbert Barths zusammen, Myra Barth Die alte Freu blieb plöglich wie angewurzelt ftebe Geficht verzog sich krampfhaft. Ihre Hände flogen rampshaft laut pochenden Herzen. Sie stieß einen Da ich diesen mermädchen. aber wird aus einziges Rind v t. fief er Turing Betri Book fchen he Ter auf W gn chtig fin rde em Un e E be cign er änd tem ag Офіс au artem as in t bit vand Sich in 19 ger be g n no 60 ein ba ichen Neuem mit Erfolg ausgeführt. In das Restaurationslokal Don B. in der Ritterstraße fam am 17. d. M., Nachmittags, ein unbekannter Mann, welcher der anwesenden Frau B. ein Sechszehntel Antheil an einem Loose der preußischen Lotterie zu allen vier Klaffen zum Kauf anbot, wobei er vorgab, daß er der Kafftrer der Lotterie- Kollektur Lehmann in der Leipzigerftraße 67 sei und bei dem Einkasstren der Gelder für die verlauften Loose viel zu thun habe. Durch vieles hin- und her reben wurde die Frau B., welche Anfangs fich auf den Handel nicht einlassen wollte, verleitet, dem Verkäufer für sämmtliche vier Klaffen eines ein Sechszehntel- Looses 11 M. 20 Pf. zu zahlen, wofür ihr dieser einen geschriebenen Antheilschein einbändigte, der mit dem Namen Lehmann" unterschrieben war. Als sich Frau B. am folgenden Tage nach dem LotterieRolletteur Lehmann in dem Hause Leipzigerstraße 67 erkundigte, erfuhr fte, daß dieser daselbst gänzlich unbekannt war, und daß fie einem Schwindler in die Hände gefallen war. Der Unbe fannte ist etwa 26 Jahre alt und trägt einen dunkelblonden Schnurrbart. An dem einen Ohrzipfel hat er ein Gewächs. N. Selbstmord durch Erhängen. Aus bisher noch bollständig unaufgeklärter Veranlassung, anscheinend in einem Unfalle von Schwermuth, machte in der vergangenen Nacht der in der Prinzenstraße wohnende Schankwirth B. feinem Leben durch Erhängen ein Ende. Als die Frau des B. heute früh den zum Restaurant gehörigen Bierkellers betrat, fand sie ihren Ehemann, den sie außerhalb auf einem Geschäftsgange bermuthete, mittelst eines Schürzenbandes an der Thürzarge ethängt vor. Ein fofort hinzugerufener Arzt konstatirte, daß nach der eingetretenen Todtenstarre zu urtheilen, der Selbstmorb bereits vor einigen Stunden verübt sein mußte. Die Leiche des B. wurde auf Anordnung der Polizei- Behörde nach Dem Obduktionshouse geschafft. N. Mefferaffaire. Das Meffer spielte in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag bei einer Schlägerei in der AdalbertStraße wohnender Schriftseter Benno Arndt war in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung mit anderen Passanten in einen Streit resp. eine Schlägerei verwickelt worden, in deren Berlauf er von einem seiner Gegner zwei Messerstiche am interlopfe erhielt. Der Attentäter ist leider entkommen, während der Verwundete sofort zur Anlegung eines Noth berbandes nach der Sanitätswache in der Branienstr. Nr. 30 geschafft werden mußte. Schlägerei, die sich ebenfalls in der Nacht vom Sonnabend B. Zweite Schlägerei. Der Schauplatz einer zweiten zum Sonntag abspielte, war ein Bierlokal in der Muskauertraße 47. Bier Dort im Lokale befindliche Gäste waren um einer Kleinigkeit willen in einen Streit gerathen, der binnen Kurzem zu Handgreiflichkeiten überging. Hierbei erhielt ein blutend gangen haben, und zwar dadurch, daß er in der Nacht vor dem Hause Sorauerstr. 26,, Wächter, Wächter!" rief und sobald der Wächter herbeikam, davonlief. Kulicke bestreitet dieses, der Gerichtshof gelangt jedoch auf Grund der Zeugenausfagen zu der Annahme, daß der Angeklagte schuldig ist und verurtheilt denselben zu 3 Mark oder 1 Tag Haft. R. Straßenkontravention soll der Droschkenkutscher Hohn dadurch begangen haben, daß er eine abgesperrte Straße be fahren hat. Hohn demonstrirt dem Gerichtshof, daß er nur einige Schritte auf der gesperrten Straße gefahren sei und der Fahrgast dieses verlangt habe. Präfident:„ Sie dürfen auch nicht einen Schritt in eine gesperrte Straße hineinfahren, übrigens find Sie schon wegen ähnlicher Sachen 25 Mal mit immer bezahlt!" Diesmal tostet es dem Roffelenter 3 Mart Geldstrafen bestraft." Angeklagter:" Ich habe ja auch noch oder einen Tag Haft. fr. Gegen den Eisenbahnbaumeister a. D. Ernst Conrad Wolff gelangte gestern wiederum die bekannte Anklage wegen verleumderischer Beleidigung des Präsidenten der General Direktion der elsaß- lothringischen Eisenbahn, Geh. OberRegierungsrath Funke in Straßburg, zur Verhandlung, und zwar vor der dritten Ferienstraflammer hiesigen Landgerichts I. Der Angeklagte war eine Reihe von Jahren als AbtheilungsBaumeister der Reichseisenbahnen beschäftigt und trat wegen Jahre 1879 aus dem Reichsdienst aus. verschiedener Differenzen mit seinem ersten Vorgesetzten im Sein Unmuth V war ein derartig heftiger, daß er trop der Bitte des Geh. Rath N., sein Lieblingswerk, die Eisenbahnbrüde bei Alt Breisach, zu beendigen, aufgab. Seiner Ver stimmung gab er bereits im Jahre 1880 dadurch Ausdruck, daß er zwei geharnischte Beschwerden über die gesammte Geschäftsführung seines früheren Chefs an den Minister Dr. Maybach und an den Reichstanzler richtete. Es wurde ihm aber damals bedeutet, daß nach eingehender Untersuchung sich die aufgestellten Behauptungen als unzutreffend und unrichtig erwiesen haben und daß nur mit Rücksicht auf seine große Erregung von der Stellung eines Strafantrags wegen Beleidigung Abstand genommen worden sei. In den ersten Beschwerdeschriften war hervorgehoben, daß von der Einreichung berselben an den Unterstaatssekretär Herzog wegen des verwandtschaftlichen Verhältnisses mit Funke Abstand genommen werden mußte. Im September vorigen Jahres reichte der Angeklagte noch eine Dentschrift beim Minister Dr. Maybach ein, in welcher er theils aus persönlichen Gründen, theils um damit dem Reich einen Dienst zu erweisen, eine große Anzahl von Drdnungswidrigkeiten des Funke zur Sprache brachte, aus denen dessen Unfähigkeit und verschiedene Pflicht widrigkeiten nachgewiesen werden sollten. Am Eingange der harmlos am Ladentisch stehender Hausdiener Probst, der durch sehr umfangreichen Schrift wird auf das erhaltene neue Material aus nicht in die Angelegenheit verwickelt war, von einem der wüthenden Raufbolde ohne alle Veranlassung einen Schlag mit einem Bierseidel ins Gesicht, daß der Getroffene heftig zusammenbrach. P. mußte sofort nach der in der Nähe Infl belegenen Sanitätswache geschafft werden, wo neben einer laffenden Fleischwunde auch eine so erhebliche Verlegung des de linten Auges konstatirt wurde, daß der Verlegte wohl dauernd die Sehkraft auf dem Auge verlieren dürfte. Der gemeingefährliche Patron, der den P., wie oben beschrieben, verlegte, ist, wie wir hören, glücklich ergriffen und nach dem 49. PolizeiRevier geschafft worden. e G öfi Inba liber de, ten ch fil nun Cooles cheinl em lar taufe cherd inen mehr er a tein Dam wied If the immer fro Lieber Gerichts- Zeitung. verwiesen und die Behauptung aufgestellt, daß die auf die ersten Beschwerden vernommenen Beugen zu unrichtigen Aussagen verleitet worden seien. Alsdann wird dem Geheimen Ober- Regierungs- Rath Funte vorgeworfen, daß er Vorarbeiten zu einem Bahnprojekt Muzig- Schirmet habe anfertigen lassen, obgleich sich die Unbrauchbarkeit des Projekts jedem Laien auf den ersten Blid habe aufdrängen hofen die Theilnehmer einer Mädchenschule kostenfrei zum müffen, daß er geduldet habe, daß ein Arbeiterzug von DiedenNachtheil der Reichskaffe beförderte; daß er beim Bau der Strecke Steinhofen- Buschweiler die Dämme gegen die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst habe errichten laffen, so daß dieselben alsdann zerfloffen find. Ferner erhob der Angeklagte gegen Funke den Vorwurf, daß er seinen Günftlingen alle möglichen Unregelmäßigkeiten nachgesehen habe, so z. B., daß er zwei Bureaudiener, die gegen die Unternehmer von Bauarbeiten Erpressungsversuche er zugemuthet, nicht geleistete Arbeiten zur Vermeidung von Weitläufigkeiten mit den Unternehmern auf die Rechnung zu zu haben, waren angeklagt der Kutscher Bliese, der Arbeiter R. Groben Unfug und ruhestörenden Lärm verübt Gräger und der Tischler Borrheim. Alle drei sollen in der gemacht, nicht abgesezt habe; dem Baumeister Franke habe Tacht vom 4. bis 5. Juni in der Bernauerstraße unsittliche gesungen und ungebührlichen Lärm erregt haben. Die Müller bekundet, daß er der Wächter Müller vernommen. genau Drei Angeklagten bestreiten dieses und wird in Folge dessen setzen. Auch ist in der qu. Schrift behauptet, daß Funke wir aufgepaßt und nachdem er sich genau überzeugt habe, bie Angeklagten zur Wache sistirt hätte. Angeklagter Borr heim: Wenn der Zeuge so genau gehört hat, daß wir ge fungen haben, so möchte ich ihn ersuchen, doch anzugeben, was Beuge Müller: Shnen das Lied wohl hier vorsingen?". Bureauräume zu seiner Wohnung hinzugezogen und auf Kosten des Reiches Privaträume gemiethet habe. Der Angeklagte batte in dem am 4. November stattgehabten Termin verschie dene Beweise offerirt, die durch kommissarische Vernehmung der Zeugen zum Theil erhoben worden find. Das Resultat war aber im großen Ganzen ein negatives, mehrere der Gewährsmänner des Angeklagten haben die ch weiß nicht mehr, was die Angeklagten gesungen haben, demselben gemachten Mittheilungen erheblich eingeschränkt. aber es war etwas unfittliches." Der Gerichtshof verurtheilte jeden Angeklagten zu 6 M. oder 2 Tagen Haft. R. Groben Unfug soll auch der Hausdiener Rulide be1" ter schloß sie sich ein, holte Myras Kleidungsstücke aus aus. Dann rannte fie, tief aufstöhnend, in ihr Zimmer. en Z bfid ausm n?" Ich bal weld n ge en, Baul erbal Alle Don Welt bald cb nzabl Der Staatsanwalt zweifelt nicht an dem gutem Glauben des Angeklagten; er kann demselben aber nicht den Schuß des § 193 des Strafgesetzbuchs einräumen, da das berechtigte Ins tbrem Schranke, prüfte sie noch einmal mit manchem angst fragte Myra, sobald ihre Stimme zurückgekehrt war. vollen Seufzer und verbarg fie dann auf dem Grunde ihres Roffers. Alles, bis auf die Schuhe, die sie mit peinlicher Sorgfalt reinigte. Mein armes, armes Kind," jammerte fie in ihrer Seele, Beugen." 11 Still! Sie kommt wieder zu fich," flüsterte Elfa. " Sagtest Du mir nicht, der Kleine sei verschwunden?" Dann geh und hilf ihn suchen. Ich werde mich allein ankleiden." Ja geh", sagte Elsa, erschreckt durch den wilden Blick in in den Augen ihrer jungen Gebieterin. bist Du so weit gegangen; ach, ich kann es nicht glauben. unterſtüßt, fich anzukleiden. Doch so oder nicht so, diese Dinge sollen niemals wider Dich zurüid. Myra nahm alle Kraft zusammen und begann, von Elsa Eine Taffe Thee in der Hand und die gesäuberten tobtenblaß und zitterte am ganzen Körper. Schuhe in der Schürze verborgen, kehrte Elsa zu ihrem Abgott Der Myra lag noch im Bett. Dergangenen Elfa," sagte fie ,,, ich träumte ich träumte, ich sei in Engel," Schube Nacht im Schlaf gewandelt." Denten Sie gar nicht an diesen närrischen Traum, mein e unbemerkt unter das Bett zu schieben. entgegnete Elfa und benugte die Gelegenheit, die Dennoch bestegte die Angst die Vorsicht. no wohin gingen Sie in ihrem Traume, mein Täubchen?" " Das weiß ich nicht. Mir ist, als wäre es fein Traum gewesen, sondern Wirklichkeit. Ich bin heut furchtbar nervös." Bei diesen Worten trat Myras Kammermädchen ein. Das Fräulein jepte fich auf den Rand ihres Bettes und stellte die üße auf den Boden. bel Fen aner Heine chfud erfab win Der bnlid Entitan Ballac Bad enen bit th Wie spät Du tommst, Jane!" sagte Myra verdrießlich. ft es trant?" unterbrach Myra das Mädchen. Elsa bemerkte, daß Myra in furzen Zwischenräumen von irgend einem entseglichen Gedanken überwältigt schien, sie wurde ,, Geh, geh, Elsa! und bringe mir Nachricht!" rief fie ungestüm. Sie ging und kam wieder. ,, Sie haben den Doktor für Lady Barth holen lassen und auch nach Wrigley und dem Rechtsanwalt geschickt, berichtete ste." 2. Kapitel. Der Unschuldige und der Schuldige. Es ist Alles in solcher Aufregung um das Kind, Fräulein". billigen Nachahmungen wirklicher Herrschaftsbestye, die sich gern Schlimmer als das." Bas! doch nicht todt!" stammelte Myra. Nach meiner Ansicht schlimmer als dies, Fräulein-" Schlimmer, Mädchen! was lann denn schlimmer sein?" den un, es ist verschwunden, es ist fort und nicht aufzufin nur den Bipfel ihres Riffens und fiel schwer zu Boden. Berschwunden!" Myra griff nach einer Stüße, erfaßte Wo hast Du Deinen Verstand, Jane?" fuhr Else das richt so unvorbereitet mitzutheilen." Bu der nämlichen Stunde, in welcher Tim Titlow seine nächtliche Runde am Willesden- Reservoir begann, richtete ein übel beleumdeter Vetter von ihm, Ton Petigrew, seine Schritte nach einer Villa, die sehr bescheiden hinter den prächtigen Landgütern und Palästen der Barths, Figrons und Bides zurüdtrat. Dieses Landhaus ,,, Clematisvilla", war eine jener vor den Thoren der Stadt breit machen und wurde von Dr. James Wrigley, einem entfernten Vetter des verstorbenen Sir Gilbert Barth bewohnt, der nach dem Aussterben der direkten Nachkommenschaft des Baronets erbberechtigt war. Daß Sir Gilberts Tochter Myra, schön blühend und kräftig zwischen ihm und der Erbschaft stand, hatte Wrigley als eine Grausamkeit des Schicksals betrachtet, zumal er sechs Kinder und nur ein sehr kleines Einkommen besaß. Mädchen zornig an. Dem armen Kinde die Schreckensnach- Existenz war er gezwungen zu ertragen, aber diesen Knaben feuchten. Sie legten Myra auf das Bett zurüd und begannen ihre Als Lady Barth einen Sohn gebar, glaubte James Wrigley die Schale seines Mißgeschicks bis zum Ueberlaufen voll. Myras Tonnte er nicht dulden. hände zu reiben und ihr Gesicht mit Kölnischem Waffer zu be- durch ein Hinterpförtchen ein und verbarg sich hinter einem Toni Petigrew, nach Clematis Villa berufen, schlich sich Gebüsch von Lebensbäumen. an dem Daumen und dem Beigefinger dieselben erdigen Be Während Elfa die rechte Hand Myras rieb, bemerkte ste Blandtheile, von welchen fie soeben die Schuhe der jungen Dame Tony. Bereinigt hatte. Die alte Frau brach in Schluchzen aus. Daß ich diesen Tag erleben mußte!" Dicke Thränen überfromten ihre runzeligen Wangen. Dmein armer Liebling! mein armer Liebling!" flagte fie. mermäbchen. täulein Myra wird fich bald erholen, was Das Fräulein ist ja nur ohnmächtig," tröstete das Kamaber wird aus Lady Barth werden, wenn sie erfährt, daß ihr fteben tad inen einziges Kind verschwunden ist?" James Wrigley ließ ihn nicht lange auf sich warten. ,, Bist Du bereit und kannst Du es thun?" fragte er ,, Es ist ein gefährliches Wagniß, Herr Doktor. Es ist Kinderraub, und wenn der Kleine innerhalb sechs Monaten stirbt, werden fie einen Mord daraus machen und eine Kriminalflage hat teinen Reiz für Tony Petigrew." Unfinn!" sagte Wrigley. Du willst nur versuchen, den Preis in die Höhe zu schrauben. Es ist das einfachste Ding von der Welt. Du erklimmst das Gitter, das ist für Dich keine Kunst. Das Zimmer, in das Du eindringen sollst, ist die ganze Nacht hindurch erleuchtet. Durch das mittlere Fenster tereffe nicht ersichtlich, andererseits aber auch die Form beleidi gend ist. Er beantrage 1000 Mt. ev. 100 Tage Gefängniß. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Sello plaidirte mit Wärme für ein niedriges Strafmaß, da der Angeklagte in loyalster Weise verfahren und nur in ganz geringen Fällen in der Form über das erlaubte Maß hinansgegangen sei. Der Gerichtshof adoptirte diese Auffassung und verurtheilte das her den Angeklagten zu 300 Mt. ev. 20 Tagen Haft. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Der Louisenstädtische Arbeiter- Bezirksverein ,, Bor wärts" hielt am 16. Juli ſeine 3. Generalversammlung ab, in welcher Herr Stado. Gördi einen Vortrag über Arbeiterbewegungen und Innungen hielt. Nach dem sehr beifällig aufgenommenen Vortrag wählte die Versammlung zur Ers gänzung des Vorstandes folgende Herren: Tischler Krause, 1. Borfigender, Bildhauer F. Voß, 1. Schriftführer, als Ersaßmänner die Herren F. Stein, F. Kirchner und Herrn Stre low als Revisor. Es wurde alsdann darauf aufmerksam gemacht, daß am Dienstag, den 29. Juli in Baumbach's Saal in ber Prinzenstraße eine Volksversammlung stattfindet, in welcher Herr Stadtv. Gördi einen Vortrag über„ Die Stellung der Arbeiter der deutschfreifinnigen Partei gegenüber" halten wird. hr. In der Versammlung der Sattler und Berufsgenossen, welche, etwa 250 Theilnehmer zählend, am Sonn abend Alte Jakobstr. 37 unter dem Vorsize des Herrn Bethle stattfand, berichtete zunächst Herr Giese über die Thätigkeit der behufs Gründung einer zentralisirten freien Hilfskaffe der Sattler u. 1. w. eingefeßten Kommission. Am 28. Mai hat die Kommission bei den Behörden das Statut eingereicht; bis iegt aber ist, obwohl die gefeßliche Frist von sechs Wochen abgelaufen ist, die Genehmigung nicht eingegangen. Ein an die Kollegen von ganz Deutschland versandter gedruckter Aufruf hat den gewünschten Erfolg gehabt: aus fast allen größeren Städten find zustimmende Erklärungen eingelaufen, auch aus solchen Städten, wo Innungs- Gesellen- Krankenkaffen bestehen, auch die in Potsdam seit drei Jahren mit bestem Erfolge be stehende freie Hilfskaffe und die Zentral- Wagenbauer- Kaffe in München hat den Anschluß an die zu gründende zentralisirte freie Hilfskaffe in Aussicht gestellt. Das Statut hat die Kommission provisorisch in 50 Exemplaren abdrucken lassen, um dem Verlangen danach Genüge leisten zu können. Siebzig meist ausführliche Briefe hat die Kommission in den legten sechs Wochen abgeschickt. Die auf den Bericht folgenden Dis fuffionen bezogen sich auf die Aufgaben des am 2. und 3. August in Berlin stattfindenden Delegirtentages und auf einen von Herrn Berg gestellten Antrag, dahingehend, daß es allen Mitgliedern der Berliner Innungs- Krankentasse gestattet sein möge, auf dem Delegirtentage fich an den Verhandlungen zu betheiligen. Der Antrag wurde abgelehnt. Aus der dann vollzogenen Wahl gingen die Herren Giese, Rotter, Lies, Kabel, Bethke, Abraham, Lorenz, Richter, Angermeier als Des legirte für Berlin hervor. Schließlich wurden Kandidaten für den auf dem Delegirtentage zu wählenden Vorstand und Ausschuß der neuen Bentral- Hilfskaffe der Sattler u. s. w. nominit. . In der General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavier- Arbeiter, welche am Sonnabend den 19. Juli, Abends, in den Gratweil'schen Bierhallen stattfand, hielt der Redakteur Stein einen sehr in tereffanten Vortrag über Leichenverbrennung( Feuerbestattung), für welche mit allen Kräften einzutreten er angelegentlichst empfahl. 2. Punkt der Tagesordnung war der Vierteljahrsbericht des Kassirers, dessen Richtigkeit die Revisoren bestä tigten; dem Kafftrer wurde Decharge ertheilt. Einnahmen: An laufenden Beiträgen 314 M., Einschreibegeld für 127 neu aufgenommene Mitglieder a 30 Pf. 38,10 M., an Restbeiträgen 19,40 M., freiwillige Beiträge 2,20 M., durch Tellersammlungen bei General- Versammlungen 118,30 M. Summa 492 M. Bestand vom 1. Quartal 1884 994,45 M. Summa1486,45 M. Die Ausgaben vom II. Quartal 1884 betrugen 945,50 M., bleibt Bestand 540,95 M. Hiervon sind auf der Bant beponirt 400 M., in Händen des Kassirers 140,95 M. Kran fen Unterstüßungsfonds vom I. Quartal 1884 169 M. Hier von erhalten 2 franke Mitglieder a 20 M.; bleibt 129 M. Das ganze Vereins- Vermögen beträgt mit dem Unterstüßungsfonds 669,95 M. steigst Du ein. Die Ammme fist neben der Wiege des Kindes, aber sie schläft wie ein Murmelthier. Die Fensterladen sind geschloffen, aber leicht zu öffnen und die Fenster nur ange lehnt. Bei Deinem Eintritt in das Zimmer läsfest Du aus diesem Fläschchen einen Strahl Chloroform auf die Amme und das Kind ausströmen. Ein oder zwei Minuten später schlüpfst Du an die Wiege, nimmst das Kind und machst Dich fort das mit, nachdem Du Fenster und Fensterladen wieder geschlossen haft. Dann bringst Du das Kind zu mir, ich werde seine zierliche Umhüllung mit einem bunten Flanellröckchen vers tauschen, und Du hast danach Nichts weiter zu thun, als es in die Stadt zu tragen und dort unter irgend einen Thorweg niederzulegen. Das Würmchen kommt einige Stunden darauf in's Armenhaus und Alles ist in schönster Ordnung." D! das klingt so einfach und leicht, es bleibt aber doch ein Verbrechen, Herr Doktor." ,, Seit wann hast Du ein so zartes Gewissen?" fragte Wrigley. Du thust gerade, als verlangte ich, Du solltest das Kind ermorden?" Ja, aber die Mutter des Kindes ist eine Wittwe, und man sagt, daß fte das Kind abgöttisch liebe. Es könnte leicht thr Tod sein." Ach was, diese Frau ist von Glanz und Lurus umgeben. Sie heirathet nur, um Geld und Pracht ihr eigen zu nennen und wird nicht untröstlich sein, wenn sie das Kind verliert." Mag sein. Aber können Sie keinen Andern finden, der das Kind wegnimmt, Herr Doktor? Ich weiß, ich werde es fallen lassen und ,, Es ist nicht von Glas und eine solche kleine Erschütterung wird ihm nichts schaden. Du bist oft genug gefallen, Tony, und Du hast doch Deine heilen Glieder behalten. Ich fann feinem Andern diese Aufgabe übertragen, also weigere Dich nicht länger. Du allein bist mir ficher genug, denn die Gefängniß thür steht offen für Dich, sobald ich meine Hand von Dir abe ziche." Tony blinzelte mit den Augen. Er hatte sich einmal vergangen, indem er einen Wechsel auf James Wrigley gestohlen und den ursprünglichen Betrag desselben um das Behniache erhöhte. Seit jener Zeit war die Frucht der bösen That gereift, er batte fich einen Herrn gegeben und zwar einen sehr harten, unerbittlichen. In dieser Nacht machte fich Tony an das ihm von James Wrigley aufgetragene Werk. Der Weg von Clematis- Villa nach der Barth'schen Besitzung kreuzte den Pfad, welcher nach dem Willesden- Wafferbehälter führte. An dem Kreuzungs punkte begegnete Tony einer in einen Mantel gehüllten Frauens gestalt, die in steifer Haltung an ihm vorüberschritt, ſich nicht ein einziges Mal nach ihm umwendete und wie ein dunkler Schatten entschwand. Er wünschte nicht bemerkt zu werden und drückte fich dicht an die Mauer. ( Fortsegung folgt.) = Ausgabe: Für Vorträge find ausgegeben worden 30,60 M., für Annoncen und Säulen Anschlag 142,45 M., für Schreib- Utenfilien, Porto und sonstige Unkosten 11,70 M., für Rechtsschutz 10,75 M., für Unterstützung arbeitsloser Kol legen des Vereins 27 M., für Unterstüßung von 4 VereinsMitgliedern aus der Rösener'schen Fabrit 333 M., für Unterstügung sämmtlicher Kollegen aus der Rösener'schen Fabrik 400 D. Summa 945,50 M. Einzelne Vereins- Angelegen heiten wurden noch erledigt und dann die Versammlung 11 Úhr 40 Min. geschlossen. wo fie der Lohnherabseßung entgegentreten wollen, ihre m lichste Unterstüßung zusichert. Es ist eine Gesammtarbe einstellung in's Wert zu setzen und ein Ausschuß zu bild welcher die Regulirung des Strikes übernimmt. h. Die hiesige Filiale der( Hamburger) Centr Kranken- und Sterbetasse der deutschen Tischler und rufsgenossen bringt den aus der Tischler- Gewerkskaffe au schiedenen Mitgliedern in Erinnerung, ihre Mitgliedsbi baldigst und spätestens bis 15. August cr. abzuholen, um mehr, als die Beitragspflicht mit dem 1. Juli cr. begonnen dem Vorstand also das Recht der Ausschließung schon 15. August zusteht. Zum weiteren Uebertritt aus der Tis Gewerkskaffe in die Centralisirte Kranken- und Sterbefaffe Tischler und verwandten Berufsgenossen liegen die Listen bis zum 1. Auguſt cr. aus. der folgenden Debatte wurden alle angeführten Mißstände voll ständig zugegeben, die Hoffnungen des Referenten in Bezug auf die Gewinnung der Werkstubenarbeiter für den Verein jedoch nicht getheilt. Mit bitteren Worten erinnerten einige Redner daran, daß die Werkstubenarbeiter immer indifferent, und den Wünschen und Anerbietungen der Meister jederzeit geneigt gewesen seien. Statt dem Verein fich anzuschließen, gingen fie mit der Innung durch Dick und Dünn. Und doch wäre die von dem Verein gegründete Kaffe für Wandernde, sowie die Bentraltrantentaffe gerade geeignet, den Werkstubenarbeitern in erster Linie zu nüßen. Von einem Beschlusse in dieser Beziehung wurde Abstand genommen. Eine sehr lebhafte, zum Theil er regte Debatte entstand über das folgende Thema: Wie be ſeitigen wir die unberufenen Elemente aus unserm Gewerbe?" Durch die Anlernung von nicht gehörig ausgebildeten Personen zur Ausübung des Zöpfergewerbes werde einestheils der Lohn gedrückt und anderntheils der Pfuscharbeit Vorschub geleistet. Die Innung brüste fich damit, das Handwerk heben zu wollen, aber gerade von den Innungsmeistern würden ungenügend Ausgebildete mit Vorliebe verwendet. Gewünscht wurde, man möge bei nächster Gelegenheit den Meistern besagten Uebelstand vorhalten, andererseits wurde jedoch wieder gerathen, diesen Schritt nicht zu unternehmen, da von dieser Seite doch keine Abhülfe zu erwarten sei. Die zu ergreifenden Maßregeln be halte der Verein sich vor, und werde man dieselben bei geeig neter Zeit anwenden. Von dem Ausschluß eines Mitgliedes vom Verein wurde abgesehen, da der Betreffende erklärt, zufünftig den ihm zur Last gelegten Verstoß gegen das Statut zu unterlassen. Nachdem der Vorfißende dann noch auf das am Sonntag, den 20. Juli, in Klein Jüthorn stattfindende Feft aufmerksam gemacht hat, wird die Versammlung geschloffen. In der Versammlung der Tischlergesellen des Westens Berlins, welche am Sonntag Vormittag in Altermann's Salon, Dennewigstraße 13, tagte, referirte zunächst Herr Stellmann über die beabsichtigte Organisation der Berliner Tischlermeister resp. ganz Deutschlands, und wie sich die Tischlergesellen zu verhalten hätten, um einer derartigen Organisation gerüstet gegenüber zu stehen. Referent führte aus, daß es durchaus nothwendig sei, die jetzt durchgeführte Lohnbewegung der Tischler Berlins auch zu dem 3wed noch ferner hoch zu halten, um eine feste und geschlossene Organisation daraus entstehen zu lassen. Alle an der Lohnbewegung Betheiligten müßten fich eirer bestehenden Organisation anschließen, denn nur dann tönnten sie der beabsichtigten Koalition der Arbeitgeber wirksam entgegen treten. Daß lettere nur dazu geschaffen sei, um auf die Gesellen einen noch größeren Druck auszuüben, sei wohl auch dem blödesten Auge flar geworden. Deßhalb sei es Pflicht jedes einzelnen Gesellen, mit allen gefeßlichen Mitteln gegen diesen Druck anzukämpfen. In der Diskussion sprachen fich die Herren Böhm und Backschat ebenfalls im Sinne des Referenten aus, lepterer ging in seinen Ausführungen speziell auf die Verhältnisse der Tischlergesellen des Westens ein und betonte, daß es keineswegs so glänzend bestellt sei, als wie fich die Arbeiter selbst den Anschein gäben. Zur Begründung dieser Behauptung führte der Redner auch einzelne Werkstätten an und wies darauf hin, daß gerade die Tischler des Westens alle Ursache hätten, fich besser wie bisher der Dr ganisation anzuschließen, sie sollten daraufhin wirken, daß ein Starter Fach verein entstände, denn sonst würden sie noch den Kollegen des Nordens und Dstens nachstehen. Es wurde nun von der Versammlung folgende Resolution einstimmig an genommen: Die heute in Altermann's Salon, Dennewigstr. 13, tagende Versammlung der Tischler im Westen Berlins spricht die Erwartung aus, daß die demnächstige Kommission der Tischler ein derartiges Programm aufstellt und zur Durchfüh rung bringt, die Tischlergesellen Berlins fest zu organisiren und dem Verband deutscher Tischler- und Schreiner- Vereine anzuschließen, um es so möglich zu machen, Schritt für Schritt die Lage der Tischlergesellen Berlins und ganz Deutschlands zu verbessern. = Der Arbeiter- Bizirksverein vom 15. u. und 20. munal- Wahlbezirk hält am Mittwoch, den 23. d. in M haupt's Salon, Manteufelstr. 9 seine ordentliche General fammlung ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Kaffenbe 2. Ergänzungswahl des Vorstandes, 3. Verschiedenes, F fasten. Jedes Mitglied sei darauf aufmerksam gemacht Statutenbuch mitzubringen. Gäste können zu dieser Versa lung nur durch Mitglieder eingeführt werden. Der Verein zur Wahrung der Interessen der macher Berlins und Umgegend beschloß in der am 20. c.d haltenen Versammlung die Gründung einer Reiseunterſtüs kaffe. Des Weiteren wurde beschlossen, am Sonntag 10. August, Nachmittags einen Ausflug mit der Anhalter nach Lichterfelde zu unternehmen. Das Nähere wire fpä diesem Blatte bekannt gemacht werden. Deutscher Senefelder- Bund, Mitgliedschaft Alexanderstr. 9, Dienstag, den 22. Abds. 8 Uhr( Refta Schmidt). Geschäftliche Mittheilungen. Aufnahme der glieder zur Krankenkaffe. Berl. Klaviermacherverein. Abends 8%, Uhr rant Otto, Adalbertstr. 21. Mitgliederversammlung. Der Bezirksverein des werkthätigen Volkes Schönhauser Vorstadt hält heute Abend seine regelm Sigung bei Meister, Schönhauser Allee 161, ab. 1. Vortrag des Herrn Leffer. 2. Verschiedenes. 3. Frage Um recht zahlreiches Erscheinen wird recht dringend erjud Der Fachverein der Tischler hielt am 19. d. M. seine ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung ab 1. Vierteljahrsbericht des Kassirers, des Bibliothekars und der Arbeitsvermittler. 2. Wahl eines zweiten Schriftführers und eines Kontroleurs. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Bunächst wurde dem Kassirer Herrn Merkel I nach Prüfung feiner Abrechnung durch die Kontroleure Decharge ertheilt. Aus dem Kaffenbericht ist hervorzuheben, daß die Gesammt- Einnah men M. 491,35, der Bestand vom vorigen Quartal M. 1104.75, Summa M. 1596,10 beträgt, gegenüber einer Gesammt- Ausgabe von M. 539,47, fodaß ein Bestand von M. 1056,63 am 1. Juli 1884 in der Kaffe verblieb. Davon find zinstragend M. 805,06 angelegt, so daß sich baar in der Kaffe M. 251,57 befinden. Nach dem Bericht des Bibliothekars besteht die Bibliothek aus 99 Werken mit 118 Bänden im Gesammtwerthe von 360 M. Das Arbeitsnachweisebureau vermittelte 120 be schäftigungslosen Mitgliedern und Nichtmitgliedern Arbeit. Bum zweiten Schriftführer wurde Herr Krug, zum Kontroleur Herr Ramet gewählt. Nachdem noch die Ersaßwahl der Arbeitsvermittler vollzogen, wurden verschiedene Anträge und Vereinsangelegenheiten geregelt, unter Anderem dem Mitglied Schäfer der Rechtsschutz bewilligt. Derselbe klagt auf die Summe von 100 M. gegen die Möbelfabrik von Pfaff. Die Zentral- Kranken- und Begräbniskasse der Buchbinder E. H. Verwaltungsstelle Berlin, berichtigt nachstehend folgende in Nr. 91 unseres Blattes enthaltene Angaben über die Kaffe: Die Einnahme pro 2. Quartal betrug 1376 M. 30 Pf. Bestand vom 1. Quartal 337 M. 76. Pf. Summa 1714 06 Pf. Davon die Ausgabe pro 2. Quartal incl. 200 M. welche als Ueberschuß an die Haupt tasse nach Leiprig gesandt sind 1381 M. 04 Pf. Demnach Bestand 333 M. 02 Pf. Ferner wurde Herr Kitfert( statt Rickert) zum Vorstandsmitglied gewählt. Der Arbeiter Bezirksverein Glückauf" benach seine Mitglieder, daß die Versammlung deffelben am 22 laut Beschluß ausfällt, dagegen am 5. August eine G Versammlung stattfindet, zu welcher durch Postkarten laden wird. Eingesandt. Der seis frei in Tamun Für nement a Fre werben v Gxpedition Für für die Don 2 W Den Theil des Wie der Staat seine Arbeiter bezahlt, dafür hier ein spiel. Im Frühjahr 1881 erhielt ich auf dem Güterbod Potsdamer Bahnhofes hier als Arbeiter Beschäftigung Bahn war damals noch Privatbahn. Jeder Arbeiter, an zu arbeiten fing, erhielt das erste halbe Jahr einen lohn von 2 M., das zweite halbe Jahr 2,25 M. und wie nach einem halben Jahr 2,50 M.; unter diesen Beding aus der wurde auch ich engagirt! Diejenigen Arbeiter, die scho Reihe von Jahren im Dienste der Bahn waren, e 2,75 M. pro Tag. gegen bition Bi Das furgen Be der übera Tendenzen Länger als ein halbes Jahr hatte ich nun schon für Tagelohn von 2 M. gearbeitet, ohne daß man Daran hätte, wie es vereinbart war, meinen Lohn au erhöhen doch nun endlich die versprochenen 25 Bf. Bulage pro wandte mich daher an den Worsteher B. mit der Bitte gewähren: erhielt aber von diesem die Antwort: Beanz bebe Sie sich nur noch, die Bahn ist an den Staat überge und es soll in nächster Beit eine allgemeine Lohnregul eintreten." Schon jetzt nichts Gutes ahnend, wollte ich beleben Arbe diefe, Regulirung" abwarten. Und richtig, sie kam Gestalt einer Lohnreduzirung. Durch Verfügung des Königl. Betriebsamts zu ab Mag hat bisher wertthätige rebt ist, Defechten, Jolibarifch wurde uns Arbeitern Folgendes bekannt gemacht: Die fie aber au Zum Korsettweberstrike in Dethlingen. Am 5. ds. bes gab sich eine Kommission von Korsettwebern verschiedener Webeorte der Firma Walfer u. Co. nach Göppingen, um, wenn irgend möglich auf gütlichem Wege einen Ausgleich der bestehenden Lohndifferenzen bezw. Abhilfe der Mängel herbeizuführen. Vertreten waren die Orte Dethlingen, Nürtingen, Fridenhausen und Pfeffingen, welche zugleich als Bevollmäch figte der Arbeiter der weiteren Webeorte obiger Firma aufge: stellt waren. Der Wichtigkeit der Sache wegen hatte der Verbandsvorstand in der Person des Herrn Krauß einen Vertreter entsendet, welchem jedoch der Zutritt zum Komptoir untersagt entsendet, welchem jedoch der Zutritt zum Stomptoir untersagt wurde, weil derselbe nicht bei der Firma in Arbeit stehe. Die Rommiffion stellte folgende Forderungen auf, 1) für Sorten von 20-30 Pf. Weblohn einen Aufschlag von 2 Pf., für Sorten von 31 bis 45 Pf. Weblohn einen Aufschlag von 3 Pf. und für Sorten von über 45 Bf. Weblohn einen Aufschlag von 5 Pf. pro Stüd; 2) Aufstellung eines einheitlichen Tarifs für alle Sorten und für alle Webeorte; 3) Für Vorrichtarbeiten bis zu einer Stunde Beitdauer nichts; für jede weitere Stunde eine Entschädigung von 20 Pf. Der Vertreter der Firma, Herr Einstein, erklärte bestimmt, auf diese Forderun gen nicht eingehen zu fönnen, mit Ausnahme von Buntt 2 ( Lohntarif). Erst auf energische Reklamation der Deputation erklärte derselbe sich bereit, einen Aufschlag von 1 Pf. pro Stück zu zahlen, indem er darauf hinwies, daß erst für die schlechstbezahlten Sorten 2 Pf. aufgebeffert wurden und somit leine Differenz zwischen seinen Breisen und denen der Firma Ottenheimer und Söhne mehr vorhanden sein könnte, ja sogar einzelne Sorten bei seiner Firma besser gezahlt seien, als bei anderen. Letzteres bestätigt sich leider in Bezug einige von der Firma Ottenheimer ausgegebenen neueren Sorten. Es ist wirklich unglaublich, welche enorme Befferstellung in materieller Beziehung die Firma hier ihren Arbeitern bietet. Die höchste Durchschnittsleistung beträgt bei den geringeren Sorten 30 Stüd per 14 Tage und geht herunter bei den befferen Sorten bis auf 12-15 Stüd, es repräsentirt also der Aufschlag von 1 Pf. pro Stück von 12 resp. 15 bis 60 Pf. pro 14 Lage. Nach Borstehendem dürfte denn eine allgemeine Arbeitseinstellung der Waller'schen Korsettweber unvermeidlich sein. -t. Eine Generalversammlung der Mitglieder der Glasergesellen- Kranken- und Sterbekasse Berlins fand am Sonnabend Abend in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 statt. Die Tagesordnung lautete: 1) Die Nichtbestätigung unferes dreimal gewählten Altgesellen Herrn Dennier und welche Maßnahmen find dem gegenüber erforderlich? und 2) Wie vers hält sich die Gesellenschaft gegenüber der Bestätigung des zweiten Altgesellen Herrn Witthuhn? Hierüber verbreiteten fich hauptsächlich die Herren Hennig und Witthuhn und wurde von biefen als Grund der Nichtbestätigung besonders hervorgehoben, daß die Jnnungsmeister Herrn Dennier als größten SozialDemokraten bezeichnet und behauptet hätten, Herr Dennier habe sich bei der ersten zum Gesellenausschuß stattgefundenen Wahl gegen die Bestrebungen der Innungen ausgesprochen. Herr Dennier verwahrte sich entschieden gegen derartige Behauptungen, Das politische Glaubensbekenntniß habe mit der Krankenkasse durchaus nichts zu schaffen, auch stehe er auf dem Standpunkte der Innungen, soweit fie das Interesse der Gesellen wahren und nur im entgegengesetten Falle sei er ein Gegner derselben, die Gesellen fchaft folle moralisch gezwungen werden, den von der Innung zum Altgesellen defignirten Herrn Leopold zu wählen. Sollte von der Behörde oder Regierung ein Altgeselle ernannt werden, so erwarte er, daß der Betreffende dieses Amt nicht annehmen werde. Auch rieth er, die Innungs- Krankenkasse gänzlich fallen zu lassen, und in corpore zu einer freien, eingeschriebenen HilfsLaffe überzutreten und zwar zu der der Maler und Berufsgenoffen. Ein Vorschlag, an Stelle des Herrn Dennier einen Anderen zum Altgesellen zu wählen, wurde rundweg abgeschlagen und folgende Resolution mit allen gegen 3 Stimmen angenommen: Die heutige Versammlung der Glasergesellen spricht dem dreimal gewählten Altgesellen, Herrn Dennier, ihr Vertrauen aus, fordert den zweiten Altgesellen, Hrn. Witthuhn, auf, sein Amt niederzulegen und spricht auch ihm Dank für fein Verhalten aus." Herr Witthuhn wird dieser Aufforderung unverzüglich entsprechen. Am Sonntag, den 27. d. Mts., findet die Kremser- Landparthie des Interessen- Vereins der Glasergesellen nach Saatwinkel statt. Billets à 2 Mt. find im Vereinslokal, Oberwasserstr. 13, bei Herrn Sommer und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Eine Versammlung des Fachvereins der Töpfer Hamburgs fand am Montag Abend im Lokale des Herrn Rindt unter Vorsitz Przytulskys statt. Ueber den ersten Bunft der Tagesordnung: Die Lage der Werkstubenarbeiter referirte Wolff. Es sei die Pflicht des Vereins, für die Interessen der Wertstubenarbeiter einzutreten. Die Einrichtungen der Wert feien erbärmlich, ebenso wie auch kein einheitlicher Lohntarif eristire, sondern die Festsetzung der Löhne dem Ermessen des Meisters anheimgestellt sei. Es müsse deshalb agitatorisch vorgegangen werden, um auch die Werkstubenarbeiter für den Fachverein zu gewinnen, bei einer etwaigen Krists werde es sich zeigen, daß gemeinsames Handeln gemeinsamer Vortheil sei. In Theater. Dienstag, den 22. Juli. Deutsches Theater: Geschlossen. 2 Giner für bas aber n muß an fe beitragen, werbe. Arbeiter, welche bisher einen Tagelohn von 2,75 M. bekommen jegt einen solchen von 2,50 M. Gin Steig ohnes, wie es bei der Privatbahn üblich, findet ni statt. Diejenigen Arbeiter, deren Tagelohn 2 M. reip. beträgt, haben so lange für diesen Say zu arbeiten, Arbeiter aus der höheren Lohnklasse ausscheidet, das bei der Arbeit tritt oder stirbt, dann kommt ein Anderer niedrigeren Lohnklasse in dessen Stelle. Das Erheblic in dieser Verfügung war, daß die ältesten Arbeiter, Dienst der Bahn ergraut, deren Kräfte und Gesundheit Die lange Reihe von Jahren, die sie der Bahn freu mehr soviel leisten können, von jest ab statt 2,75 pro Tag erhalten sollten. Erst eine Bittschrift, pon hatten, aufgerieben waren, laut Verfügung, weil fie eb lichen Arbeitern unterzeichnet, an das Königl. Betrieb Magdeburg änderte die lezte Bestimmung und wu ältesten Arbeitern 2,50 W. pro Tag gewährt. Bei der bahn betrug der höchste Lohnsas 2,75 M., bei der Sta nur 2,50 M. forge lebhaft besprochen. Fragen, wie: Dentt be ber werkth In den Frühstücs- und Vesperpausen wurde bid durch Lohnabzüge unsere Lage zu verbessern?" Watt Pflicht des Staates, allen anderen Privatunternehm 2 weiten er felbe abon Wir frebt fein, baß fie fell Das 11 Nachb reform" a hauungen am Regier werlitätten wurde ja i bie Minift beiter fo n Aufruf der Strife- Kommiffion in Dethlingen. Ar gutem Beispiel voranzugehen?" waren an der Tage beiter! Wir treten vor Euch mit der dringenden Bitte, uns in Ich selbst, der ich mich für solche Arbeiterfreundli unferem Streit, der nun bereits 6 Wochen dauert, nach Mögs lichkeit zu unterstüßen. Im Prinzip ist unsere Sache ja auch erwärmen fann, hatte nichts Eiligeres zu thun, als die Eure, außerdem wäre unsere Niederlage gleichbedeutend mit einer anderen Arbeit umzusehen, die ich auch bald fam einer Niederlage der gesammten Korsettweber Württembergs. Wir wenden uns deshalb an sämmtliche Arbeiter Deutschlands mit dem Ersuchen uns nach Kräften pekuniär beizustehen. Geldsendungen und Briefe find zu richten an Jakob Barner, Vorstand des Fachvereins der Korsettweber in Dethlingen D.-A. Kirchheim u. T. entgegen. Briefkaften der Redaktion. tungen geg werden ba Der Hütter 20bne gezo werben, a Allein Werft zu Ben stattge im Laufe gaben foga find Fami Serft 5, F. K. i. W. Wir sehen der Einsendung mit B flar gestellt. Es kann in der von Ihnen geschilderten Vogel. Die Sachlage ist von Ihnen nicht Bergleute von allen Rohlengrubendistrikten lung eine Ueberschreitung des den Eltern zulommen des Vereinigten Königreichs abgehalten, um Beschlüsse wegen tigungsrechts liegen und dann machen fich diefelben Renes Friedrich- Wilhelmst. Theater: Boccaccio. Ballner Theater: Hotel Blancmignon. Oftend- Theater: Das Stiefkind des Proletariers. Belle- Alliance- Theater: Die Wilden. Balhalla Operetten- Theater: Nanon. Euisenstädtisches Theater: 82. Dpern Vorstellung: Gast spiel der Frau Barnay- Kreuzer. Lucrezia Borgia. Große Oper in 3 Aften. Mufit von Donizetti. In Manchester wurde eine Konferenz von Vertretern der der beabsichtigten Lohnherabsetzung um 10 pet. zu faffen. Es wurde eine Resolution angenommen, dahingehend, daß die Konferenz allen Bergleuten von Lancashire und überall da, Allen Verwandten und Freunden die traurige Anzeige, daß unser geliebter Mann und Vater, der Fraiser Jacob Walber, am 19. d. M., Nachmittags 3 Uhr fanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten 444 Arb.- Bez- Verein f. d. Often Berlins. die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. b. M., Nachmittags 6 Uhr, von Bethanien aus nach dem neuen JacobiKirchhof statt. Die Nr. 6 der humoristischen Blätter, Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Expedition des„ Berliner Volksblatt" zu haben. perverlegung schuldig. Schönebergerstr. 33. II. I. D. G. 24. 1) Der Sis der Kasse ist Dan Versammlung des Arbeiter- Bezirks- Vereins für den Oster Dienstag, den 22. Juli, Abends 8 Uhr im Lokal ,, Königsbant", Gr. Frankfurterstr. 117. Tage 1) Vortrag des Herrn Dr. Baded über, Homöopathi pathie und Naturheilkunde". 2) Diskussion. 3) Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Gäfte, glieder eingeführt, find willkommen. Sonntag, den 27. Juli d. J.: Grosser Ausflug( per Bahn) rtrag des nach Grünau. Die Mitglieder werden ersucht sich recht zahlreich mit ihren Familien an dieser Parthie zu betheiligen. Für große Ueber raschungen und Beluftigungen wird bestens gesorgt sein. Die 441] Der Vorft Mittwoch, den 23. Juli c., Abends 8% Stunde der Abfahrt wird in der nächsten Annonce befannt ge im Louisenstädtischen Konzerthaus, früher Bill 421 macht werden. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find will tommen. Billets à 75 f. find zu haben bei den Herren: Meier, Gr. Frankfurterstr. 61; Zaate, Küstrinerplay 8 und Langer, Langeftr. 79. Das Vergnügungs- Comité. Arbeiter- Bezirksverein Glückauf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Mitglieder- Versammlung am 22. Juli laut Beschluß ausfällt, dagegen am 5. Auguft eine Generalversammlung stattfindet, zu welcher durch Postkarten eingeladen wird. Der Vorstand. 445 Alte Jatobftr. Nr. 37. General- Versammlung gen. Dor haben. F allerdings hat. Aber Staat als vergangene an Malern lid 2,50blidt bie A bie Straße berfelben Schiffsbau und Schm Hinbigt, u Fid aus 58 Jahre Berit fich sämmtlicher Schneider Tagesordnung: Der Strike der Stettiner Konf Pflicht aller Schneider, speziell der Konfektion Schneider. es, zahlreich am Plage zu sein. 462 Die Lohnkommission der Berliner Ein freundl. möbel. Simmer für ein auch wei Naunynftr. 34, 2 Tr. bei Berantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2 benfalls r let, nachb für den S Mir bie Richtig richtig find