hve mi mtarbei Bu bild Centro und ffe aud iedsbi en, um onnen Schon Tisch betaffe Listen 20.8 in M eneral ffenbe 8, F macht Verja Der S 20. c. intag alter Späte Nr. 93. Mittwoch, 23. Juli 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen Das Berliner Boltsblatt erſtüssein täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtages. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Nummern 5 Bf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Rach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) aft B Refta e der Thr N Boltes regelm b. Frage enachr am 22 erfud ne Ge arten Dier ein terbode igung ter, einen Der nd wie ie fcho nement der Arbeiter. Jusertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bf. Arbeitsmarkt 10. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 e Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonces Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Zimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat August eröffnen wir ein neues Abonauf das Berliner Volksblatt werben von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der Frei ins Haus foftet dasselbe 1 Mark, Bestellungen Expedition, Zimmerstraße 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements für die Monate Auguft und September gegen Zahlung Don 3 Mark entgegen. Theil des fesselnden und interessanten Romans Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Das Kind des Proletariers" Beding aus der Feder von U. Rosen. en, er on für arang erhöhen er Bitte = pro Be überge ohnregu te ich bent bition at soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnements quittung in der ExpeBimmerftraße 44 gratis verabfolgt. leitenden Staatsmann proklamirten Grundsaße vom Recht| auf Arbeit", das der Staat gewähren soll. Die Verhältnisse auf den Werften sind schon mehrmals Gegenstand von Debatten im Reichstage gewesen, zuletzt in der Sigung vom 23. Januar 1883. Damals brachte der Abgeordnete Blos eine Reihe von Beschwerden gegen die Zustände auf der kaiserlichen Werft zu Wilhelmshaven vor, besonders auch die Thatsache, daß die Werftverwaltung Arbeiter von mehr als 40 Jahren nur ausnahms= verwaltung Arbeiter von mehr als 40 Jahren nur ausnahmsweise aufnehme. Darauf erwiderte der damalige Chef der weise aufnehme. Darauf erwiderte der damalige Chef der Admiralität, Herr von Stosch, bas geschehe, um einen nothwendig sei. festen Arbeiterstand" zu begründen, was in Wilhelmshaven Damit war die Maßregel des Ausschlusses älterer Arbeiter von der Beschäftigung im Staatsbetrieb sicherlich nicht beiter von der Beschäftigung im Staatsbetrieb sicherlich nicht hinreichend begründet; allein man halte diese Aeußerung des ehemaligen Marineministers zusammen mit den jüngst in regeln. Wird vielleicht dadurch ein fester Arbeiterstand" Gaarden auf der kaiserlichen Werft durchgeführten Maßregeln. Wird vielleicht dadurch ein fester Arbeiterstand" geschaffen, daß man eine Anzahl älterer Arbeiter, noch dazu zum größten Theil Familienväter, entläßt? Dabei wird noch von anderer Seite betont, daß Beschäftigung genug vorhanben sei und daß man nicht ohne Weiteres behaupten könne, den sei und daß man nicht ohne Weiteres behaupten könne, man sei durch Mangel an Beschäftigung zu den Entlassungen genöthigt gewefen. Das Berliner Voltsblatt" blickt trotz seines furzen Bestehens auf befriedigende Erfolge zurück. der überaus großen Anzahl von Zeitungen der verschiedensten Tendenzen, die in Berlin existiren, und trotzdem überall ganz bedeutend mit Arbeiterfreundlichkeit" geprahlt wird, bisher kein Drgan für die eigentlichen Interessen des werkthätigen Volkes bestanden. Daher ist es Pflicht eines jeben Arbeiters, ein Organ, das stets und nur allein bes trebt ist, die Interessen des Arbeiters zu wahren und zu sprechen braucht. perfechten, nach Kräften zu unterstüßen. Die Arbeiter sollen folibarifch für einander einstehen, dasselbe Verhältniß muß : Di fie aber auch mit ihrer Presse verbinden. Alle für Einen m zu Mag M. en Steig pet nid resp. eiten, Das hei derer beblid beiter, treu fundhe fte eb 2,75 , von Betrieb Bei der wurb Der Sta arde bi ntt be Wärt ernehm Tages indlicht als ald fand on. mit B nicht Werten omment Felben Dan Osten 8 thr Tage möopathi 3) F äfte, Borita 6 8%, g Vill ider Ronf Fettions liner& hawei Ct. bei 2 ab Der Staatsbetrieb verfällt hier in den Hauptfehler des Privatbetriebs und so lange dies der Fall, so lange ist auch der Unterschied zwischen Privat- und Staatsbetrieb für den Arbeiter so herzlich unbedeutend, daß man kaum davon zu Der Privatunternehmer wird stets darauf bedacht sein, einen möglichst großen Profit zu erzielen; darum wird er zu möglichst niedrigen Löhnen möglichst lange arbeiten lassen Einer für Alle", das muß unser Wahlspruch sein; es darf und wird gelegentlich, wenn es ihm paßt, auch Arbeiter bas aber nicht nur eine leere Phrase bleiben, sondern Jeder muß an seinem Theile thätig sein, Jeder muß wirklich dazu ber fällt der Ertrag beitragen, daß die Zeitung, welche dem Gesammtinteresse werken 2c. in die Staatskasse und die Regierungen refp. weiten werde. Wenn jeder bisherige Abonnent nur einen erwirbt, aber auch wirklich dafür sorgt, daß der= felbe abonnirt, so hat er seine Pflicht gethan. Wir ftrebt sein, die Zeitung immer reichhaltiger zu gestalten, so daß sie selbst den höchsten Anforderungen genügen wird. Das Recht auf Arbeit" und die Staatsunsererseits werden nach besten Kräften dafür bereform" werkstätten. Nachdem die Reichsregierung das Banner der Sozialaufgepflanzt hat, sollte man glauben, daß die Anhauungen von der Besserstellung der Arbeiter, die so ost am Regierungstisch ausgesprochen worden, in den Staatswerkstätten auch sogleich praktisch durchgeführt würden. Dem würde ja in der That auch Niets im Wege stehen. Wenn bie Minister flagen, was ja sch se dagewesen, daß die Arden gestalten, wozu sie häufig, ja gewöhnlich dieselben Mittel anwenden, wie die Privatunternehmer. Bei den Unternehmungen wie die Werften, welche mit Staatsmitteln betrieben werden, sucht man mit diesen Mitteln möglichst Da diese Anordnungen mit den von Deutschland vorgesehenen Maßregeln übereinstimmen, wird der Verkehr zwischen den beiden Staaten wohl keine Beeinträchtigung erfahren. Die Affaire Antoine( Landesverrathsprozeß), welche seiner Zeit so viel Staub aufwirbelte, hat nunmehr ihre endliche Erledigung gefunden, demzufolge eine Anklage gegen den Reichstagsabgeordneten für Meß nicht erhoben worden ist. Herr Antoine hat durch die lange Untersuchung, durch die erlittene Haft und durch die heftigen Angriffe, die er erdulden mußte, für seine etwas turbulente Agitationsweise über Gebühr gebüßt. Ein Nachspiel dürfte die Angelegenheit voraussichtlich im nächsten Reichstag erhalten, in welchem ohne Zweifel wegen der in durchaus ungefeßlicher Weise erfolgten Veröffentlichung der Privatkorrespondenz Antoine's in der offiziösen ,, Norddeutschen Allgemeinen" ein Antrag oder eine Interpellation eingebracht werden wird. Es hätte dies mit Fug und Recht schon in der letzten Reichstagssession geschehen können. Das Neueste im Auswanderungswesen ist der Export deutscher Adeliger. Man lache nicht. Die N. 3tg." erfährt, daß der deutsche Adelsverein" Nobilitas" fich mit der chilenischen Regierung in Verbindung gesezt hat, um für eine Anzahl von jungen Adeligen eine gesicherte Position zu begründen. Etwa 10 bis 12 Herren befördert derselbe auf eigene Kosten bis Liverpool, von wo aus die chilenische Regierung den Transport bis Südamerika übernimmt. Dieselbe meist nun den Kolonisten erhebliche Stücke Landes an und gewährt ihnen ein Jahr hindurch baare Mittel zum Lebensunterhalt. Im Laufe dieses Jahres nun sollen die angewiesenen Grundstücke bes arbeitet, eingezäunt und mit Gebäuden versehen werden. Ist Dies geschehen, so erhält der Befiger das freie Eigenthum des angewiesenen Landes, wogegen selbstverständlich die baare Unterstügung aufhört. Hoffentlich sind sich die jungen adligen Herren ebenso, wie der Exportverein für junge Adelige, flar, daß sie nach obigen Bedingungen in Chile fich ganz ersichtlich durch ihrer Hände Arbeit als Landbauer ernähren müssen, was, wenn sie es thun, ihnen jedenfalls nur zur Ehre gereichen kann. sparsam zu ſein, möglichst wenig Buſchülfe zu gewähren Wurfgeſchoſſe ſein. An der Spiße tragen fe einen Glasdaher niedrige Löhne und zeitweilige Entlassungen von Arbeitern. Man könnte billiger Weise von den Staatsbetrieben für die Arbeiter aufstellten, um dadurch einen materiellen verlangen, daß sie gerade die günſtigſten Arbeitsbedingungen und moralischen Druck auf die Privatunternehmer auszuüben. Allein von solchen Bestrebungen seitens der staatlichen Betriebsverwaltungen ist bis jetzt auch nicht die geringste Spur sichtbar geworden; im Gegentheil findet man bei den Arbeitern der Post- und Eisenbahnen genau dieselben Klagen und Beschwerden wie bei dem Werftbetrieb. Das ist ein sonderbarer Zustand; im Parlament die beiter fo niedrige Löhne erhalten, daß sie ihren Verpflich- Theorien von der Sozialreform, vom Anspruch des armen fungen gegen den Staat nicht ne ofommen fönnen, warum werben bann in den staatlichen Betrieben keine höheren Werft Mannes, vom praktischen Christenthum" und beim Staatsbetrieb die oben angeführte und mit Beispielen belegte Löhne gezahlt? Können die Verwaltungen der Eisenbahnen, Praxis. Was soll da die Masse der Arbeiter von einer der Hüttenwerke und der Schiffswerften nicht veranlaßt Sozialreform" halten! werden, aus den Worten der Minister Thaten zu machen? Allein der Gewerkverein" bringt von der Kaiserlichen zu Gaarden bei Riel ganz andere Mittheilungen stattgefunden. So ist, wie das genannte Blatt meldet, im Laufe der vergangenen Woche 72, nach anderen AnPolitische Uebersicht. Ferien hat auch die Politik selbst gemacht, ebensogut Sensationelle Mittheilungen find bekanntlich immer dem Berl. Tgbl." zu entnehmen. So die folgende, bei deren Lektüre fich keiner eines gelinden Gruselns wird erwehren tönnen: tönnen: Der österreichischen Polizei ist aus London eine Information zugegangen, nach welcher die Anarchisten neuartige Waffen anzuwenden im Begriffe stehen. Sie verfertigen nämlich Schleudermaschinen ganz eigenartiger Konstruktion, welche das direkte Anlegen von Minen oder die direkte Einführung von Bomben überflüssig machen. Es sollen nach Art der Höllenmaschinen konstruirte Cylinder mit einem Zündapparat, der durch pikrinsaures Kali, welches als Explosivstoff dient, eine in der Schleudermaschine befindliche Dynamitbombe zum Explodiren bringen soll. Die Londoner Polizei selbst ist sich noch nicht im Klaren darüber, ob die Schleudermaschinen in England oder in Amerika ver fertigt werden. Die Wiener Polizei verdoppelt jest ihre Aufmerffamkeit. Schon vor einiger Zeit hat sie an dem Polizeigebäude selbst alle erdenklichen Vorkehrungen anbringen lassen, o z. B. wurden die auf die Straße mündenden Kellerfenster derart dicht vergittert, daß nichts von außen in den Keller geworfen werden kann. Jetzt ist auch allen nicht zum Hause Gehörigen verboten, eine andere als die Haupttreppe im Polizeigebäude zu betreten. Außerdem aber hat die Polizei in den legten Tagen die gesammte Umgebung des Direktionsgebäudes auf das Genaueste untersuchen lassen und angeordnet, daß über neue Miether unverweilt Meldung erstattet werde. Diese Vorhat, die Anarchisten wollten ihre Schleudermaschinen zu allerficht wird geübt, weil es in der erwähnten Information geheißen erst an dem Wiener Polizei- Direktions- Gebäude erproben. Wer weiß, ob's wahr ist! gen. Dort haben in jüngster Zeit größere Arbeiterentlassun wie die Minister und Schulmeister. Die Wahlvorbereitungen festen Maffen verlief die im Hydepark in London stattge find ebenfalls im Allgemeinen noch nicht so weit gediehen, daß man sie an der Oberfläche spüren fönnte. Alles ist noch ruhig gaben fogar 94 Tischlern gekündigt worden. Die meisten und still; nur zuweilen wird die Stille durch national find Familienväter, und zwar solche, die der kaiserlichen liberales Kriegsgeheu I unterbrochen. Merkwürdig Berft 5, 10, ja 15 und noch mehr Jahre treu gedient die philiströseste Partei im deutschen Reiche ist gegenwärtig haben. Ferner wurde 54 Malern gekündigt, hier sind es die unruhigste und lauteste. Früher trat fie in den Wahltampf immer erst ein, wenn die Wahlen ausgeschrieben waren, Durch Ablehnung der Wahlreform bill hat das englische Oberhaus einen Sturm gegen sich heraufbeschworen, der die hocheblen Lords allesammt hinwegfegen kann. Wahrhaft großartig durch die ungewöhnliche Zahl der dabei in Bewegung gefundene Reformdemonstration. Die Theilnehmer, etwa 150,000, versammelten sich am Themsequai, von wo sich der unabsehbare Bug nach dem Ziele mit Fahnen und Musik inmitten eines dichten Menschenspaliers in Bewegung fette. Im Buge schritten über hundert radikal- liberale Arbeiter, Mäßigkeitsund andere politische und nichtpolitische Vereine, Brovinzial deputationen, 5000 nichtstimmberechtigte Landarbeiter, Hopfenallerdings meistens junge Leute, welche das Loos getroffen jetzt aber steht fie schon und fast allein auf dem Kampfplatz. stangen tragend, fast sämmtliche Londoner Gewerke 2c. hat. Aber auch dieses wirft kein schönes Licht auf den Staat als Arbeitgeber, denn während die kaiserl. Werft im vergangenen Frühjahr nicht wußte, wo sie ihren Bedarf an Malern decken sollte( Ursache: zu niedriger Lohn, nämWie ist das zu erklären? Jst neues Leben, neues Blut in die Adern des fast verwesenden Leichnams getreten? Ist es der Muth, der in der Bruft die Spannfraft übt? Ueberall kommen die national- liberalen Führer" zusammen und stoßen in die lid 2,50-2,70 M. pro Tag) wirft sie jetzt, wo im Augen- Kriegstrompete. Die anderen Parteien rühren sich dabei nicht. und blick die Arbeit nicht sehr eilig ist, ein halbes Hundert auf die Straße, um vielleicht im nächsten Frühjahre wieder vor berfelben Kalamität wie in diesem zu stehen. Mit den Schiffsbauern steht es nicht beffer; so ist in der Schloffer- und wenig Wolle", wie die Wahlen zeigen werden. Schmiedewerkstatt 5 Schmieden und 26 Schlossern geBerit fich 10 Jahre ehrlich abgemüht und gearbeitet hat, Es muß also doch mit den National- Liberalen nicht so gefähr lich sein. Auch wir glauben, daß das national- liberale Geschrei nur ein Beichen der Schwäche ist doch in der allgemeinen politische Stille wird es weithin gehört aber ,, viel Geschrei Die deutsche Reichsregierung hat, den Berl. Pol. Nachr." zufolge, durch ihre Gesandtschaft in Bern dem schweiIm ydepark, gegenüber dem historischen Reformersbaume, wurden auf sieben Tribünen unter dem Vorsitz radikaler Deputirten furze, zwedentsprechende Reden gehalten und eine gleichlautende Resolution beantragt und einstimmig angenommen, welche gegen die Verwerfung der Wahlreformbill durch ein unverantwort liches Oberhaus trop deren Annahme seitens des Volkes und der Volksvertreter lebhaft protestirt, Gladstone's Vorgehen in Bezug auf Einberufung einer Herbstsession billigt und die Meinung ausdrückt, daß die Fortdauer der ungezügelten Macht des Oberhauses, das dem Voltswillen zuwiderhandele, weder der Volkswohlfahrt, noch dem Frieden und Gedeihen des Landes dienlich sei. Leider fiel ein furzer, aber wollenbruchartiger f aus Nachfolgendem ein kleines Bild machen. Einem zerischen Departement des Innern die Mittheilung zukommen Regen, welcher die Prozession arg mitnahm, allein sowohl die mar 58 Jahre alten Zimmerer ist, nachdem er für die kaiserliche lassen, daß fie Maßnahmen gegen die Einschleppung der Cholera benfalls mit vielen anderen älteren Leuten gefündigt worden; Grenzländer, die Niederlande, Luxemburg und die Schweiz, legt, nachdem derselbe seine letzten Kräfte verbraucht und für den Staat geopfert hat, wird derselbe einfach entlassen. Wir müssen natürlich dem genannten Blatte überlassen, richtig find, wie stimmen dann diese Angaben mit dem vom von Frankreich her treffe und gewärtige, daß auch die anderen Andernfalls müßte sie solche Anordnungen erlassen würden. die betreffenden Staaten als choleraverdächtige behandeln. Das schweizerische Departement des Innern beantwortete dem Vernehmen nach diese Mittheilung damit, der Bundesrath habe erlaffen und eigene Organe zu deren Ausführung aufgestellt. bie Richtigkeit jener Angaben zu beweisen. Aber wenn fie bezügliche Verfügungen an die Bahngesellschaften und Kantone schirenden wie auch die zuschauenden Maffen verblieben in bestem Humor. In ihren Bericht über das Meeting heben konservative englische Blätter mit einer Entrüstung, die sehr fomisch wirkt, hervor, daß die Volksmaffen nicht ein einziges Hoch auf den Brinzen von Wales ausbrachten, obgleich derselbe wie gewöhn lich(!!) huldvoll(!) lächelte und mehrere Stunden der Prozeffion zusah. Bier Inspektoren der Pariser Gemeinde Polizei, welche amtliche Bapiere veruntreuten, wurden entdeckt. Einige Blätter behaupten mit Unrecht, dies stände im Busammenhang mit einem royalistischen Komplot. Nach Telegraphe" hat Ferry die Hoffnung nicht aufgegeben, den Senat zu veranlassen, für die Revision der finanziellen Rechte des Senats zu stimmen, trop der entgegengesezten Ansicht der Kommission. Bierfeldel Die einzeln Schilderu richtig zu stellen, daß ich die Aussprüche und Anfichten in einigen Säßen wiedergebe, die Zuverlässigkeit für fidigung wi Anspruch nehmen dürfen. Die Ausbreitung der Cholera geschieht durch den m lichen Verkehr, nicht durch Waaren und sonstige Gegen mit Ausnahme feuchter infizirter Wäsche. Gelegentlich der lerakongreffe in Konstantinopel und Wien konnte kein Be angeführt werden, welches die Richtigkeit dieses Sages ha Frage stellen können. in der Wohnung der Nihilisten und der Auftrag zu ihrer Verhaftung. Inzwischen aber hatte das Revolutions Comité von dem Tode des Studenten und von der Hinterlassung der zwei Briefe desselben Kenntniß erhalten und es gab der Nihilistin einen Wint, Petersburg zu verlaffen. Sie that es in solcher Eile, daß fie teine Zeit fand, sämmtliche Briefschaften, die sie hatte, mit sich zu nehmen. Als nun bald darauf auf Befehl des russischen Würdenträgers in ihrer Wohnung eine Revision vorgenommen wurde, fand man unter vielen revolutionären Schriften auch eine Liste der Mitglieder des geheimen nihilistischen Bundes in Petersburg, worunter sich auch die Namen des dieser Tage in Warschau arretirten Friedensrichters Bardowski und noch mehrere Komplicen desselben befanden. Von diefer ganzen Begebenheit durften die Petersburger Zeitungen nichts mittheilen. Dagegen hat die dortige Sicherheitsbehörde davon unverzüglich die Behörde in Warschau verständigt, in Folge deffen die Verhaftung des Friedensrichters und der bei ihm angetroffenen jungen intelligenten Ruffin stattgefunden hat, welche, wie vermuthet wird, eben die aus Petersburg nach Warschau geflüchtete Jugendfreundin des aus Liebe in den Tod gegangenen Universitätshörers sein soll. Die Geschichte flingt sehr romanhaft. In Toulon steht es arg aus; dort find im Ganzen nur noch 10 000 Einwohner in der Stadt geblieben. Der Administrationsrath der Marineverwaltung beschloß in seiner gestrigen Sigung, alle Arsenalarbeiter zu entlassen, das gesammte Personel bekommt einen zweimonatlichen Gehalt ausbezahlt. Der Marinepräfekt wehrte fich gegen die Arbeitseinstellung, weil er weiß, was das im Gefolge haben kann, aber er wurde überstimmt. Vermuthlich glaubt der Admi nistrationsrath, das Elend durch Arbeitslosigkeit zu mildern. In Toulon sterben zumeist Wäscherinnen und Matrosen, hier find es hauptsächlich die Armenhäuser und eine Art Klosterasyl, welches die größte Anzahl der Opfer liefert. In vielen Fällen entschließen fich die Leute auch zu spät, ärztliche Hilfe anzurufen und so tam es bisher in 38 Fällen vor, daß man bereits Personen in Agonie oder todt in das Pharospital brachte. Im Ganzen starben an 700 Personen an der Cholera. Jn Toulon haben 18 Damen in Trauerkleidung dem Bürgermeister Stellvertreter Toupan die von 10 000 fatholischen Frauen unterschriebene Petition um Abhaltung einer öffentlichen Straßenprozesfion zur Abwendung der Epidemie übergeben. Die Behörde ist jedoch so vernünftig gewesen, Diefen mittelalterlichen Unfug, der in den Seuchen wahr scheinlich die Strafe Gottes für die sündige Menschheit sehen will, zu verbieten, zumal die Ansammlung von Menschenmaffen die Verbreitung der Cholera nur begünstigt. Aus Arles, in sanitärer Beziehung einem noch ärgeren Nest wie Toulon, werden sechs Cholerafälle gemeldet. nur impon verhältniß Spezialitä ten darübe Gegner H fondern es derartige Tagebl nichts vorn ben phanto Solägerei bevor eine erfien wachsen wo dort, also gerade nur Lgbl." un wohnern v Der Ansteckungsstoff ist in den Ausleerungen enth nicht im Urin und nicht in der Athmungsluft. Er bleibt in feuchtem Bustande wirksam, stirbt troden in fürzester 3 ist also auch nicht durch die Luft übertragbar. Das Bert ist dadurch erklärt, daß die Cholerabacillen feinen Daueru haben wie beispielsweise die Bocken- und Milzbrandbacillen. tere bilden bekanntlich Sporen, eine Fruchtform von Widerstandsfähigkeit. Solche Sporen können lange Beit hin austrocknen und feucht werden, Kälte und Hize überdauern trocknes Erhißen über 150° C. stundenlang oder auch Einwirkung feuchter Dämpfe von 100 E. tödtet fte. sagt befizen die Cholerabacillen die Eigenschaft, solche D formen zu bilden, nicht und sterben durch Eintrocknen erfahr gemäß bereits nach drei Stunden ab, leben auch nicht wie Basteur seltsamer Weise wähnt, dann wieder auf, fte nach dem Eintrocknen der Feuchtigkeit ausgefest wit. Bund Wenn von Koch sechs Tage als Termin bezeichnet w nach welchem ohne Gefahr infizirte und dann getrocknete G stände dem Gebrauche wieder übergeben werden können, schah dies, um für die Praris einen bestimmten Anb geben, mit gleicher Berechtigung hätte man Einen L Frist bezeichnen können. Pasteur's jüngste Kritik ist gegenstandslos. Die Cholera ist ein Krankheitsprozeß, b auf den Verdauungstraktus beschränkt; in feinem an Organ der Kranken find die Cholerabacillen aufgefunden fann nur durch Eindringen des feuchten Infektionsstoffs Berdauungswege entstehen. Die Berührung des Kran gefahrlos, vorausgesetzt, daß nicht Verunreinigungen stattf Die Eskadre des Admirals Courbet hat vor dem Ar senal von Fou- Tcheou Anker geworfen, dessen sie sich bemächtigen soll, falls die augenblicklich mit China eingeleiteten Unterhandlungen behufs Bahlung einer Kriegsentschädigung zu feinem befriedigenden Resultate gelangten. Der Admiral Courbet hat unter seinem Befehl fünfzehn Kriegsschiffe und zwei Torpedofahrzeuge mit 114 Kanonen großen Kalibers und 3076 Mann. Die 1. Division unter den direkten Befehlen des Vize- Admirals besteht aus den Panzerschiffen ,, Bayard" und" Atalante", dem Kreuzer, Château- Renaud", dem Avisodampfer, Parseval", dem Eclaireurschiffe ,, Hamelin", den Kanonenbooten ,, Lynr", Vipére" und Aspic" und endlich aus den zwei Torpedoschiffen Nr. 45 und 46. Die 2. Division, befehligt von dem Contreadmiral Lespès, besteht aus den Panzerschiffen La Galissonnière" und Triumphante", den Kreuzern Duguay- Troin"," Billars" und " D'Estaing", dem Eclaireurschiffe Bolta" und dem Kanonenboote Lutin". Fou- Tcheou ist der militärische Hafen Chinas und wurde von Li- Hong- Tichang angelegt. Das Arsenal wurde von zwei Franzosen, den Linienschiffs- Lieutenants Prosper Gicquel und d'Aiguebelle, erbaut und eingerichtet. Bauernrevolten sind in Südrußland neuerdings an verschiedenen Drten vorgekommen. Am ernſteſten waren die Tumulte im Städtchen Sch pola, Gouvernement Riew, wo die Bauern ihrem Gutsbefizer, dem gewesenen russischen Finanzminister Abasa, den Verkauf seines Grundes gewaltsam verweigerten, ferner in den Dörfern Pogrebn, Dryzy, Sgocomla, Dubowyje Gaj und Win des Bezirkes Priluki im Gouvernement Boltawa und endlich in einigen Dörfern des Gouvernements Tschernigow, wo die Bauern ihren Gutsbefizern den Grund und Boden nahmen und sie wegjagten. Unerträge liche Bedrückungen müssen es gewesen sein, welche die agrarische Bewegung der lethargischen russischen Bauern veranlaßten. " 1 Der Straße blutigen J mit that uns nicht welche M To So gehobe haupt nich Darauf hi geben, fo I rubige Bür und Sicherh Den Mange irren in geradezu maschinenfal 1 welche eine Infektion durch Aufnahme in die Verda icht beflage Aus den Städten Stiſchinew, Charlow, Kiew, Boltawa, Das Wesen der Cholera und der Schutz Dlviopol und Odessa werden Entdeckungen nihilistischer Verschwörungen und zahlreiche Verhaftungen von Studenten, Studentinnen und Offizieren wegen nihilistischer Propaganda gemeldet. Es soll dabei sogar zu Blutvergießen gekommen sein. -Alle diese Vorgänge find Symptome bafür, auf wie schwa chen Füßen das Regierungs- System unseres Nachbarreiches steht. gegen sie. I. Unter diefer Ueberschrift veröffentlicht die Frankf. Big." heute den nachfolgenden ersten Artikel, der von Herrn Dr. med. Libbers in Frankfurt, welcher den Geheimrath Koch auf seiner Reise nach Südfrankreich begleitete und mit diesem soeben zurückkehrte, zur Verfügung gestellt wurde: Organe zu verursachen geeignet waren. Veranlaffung der Infektion fönnen werden: In Trinkwasser, infizirtes Gebrauchswaffer, infizirte feuchte flüssige Nahrungsmittel. Unter diesen muß besonders die be B. Bur hervorgehoben werden und vor Allem auf die Infektion die Nachrich feit aufmerksam gemacht werden, welche beschmuste Wäschichterei- Geb Für eine Reihe ansteckender Krankheiten, der sogenannten Infektionskrankheiten, hat die Wissenschaft den unanfechtbaren Beweis geliefert, daß dieselben durch ein Gift verursacht und übertragen werden, welches förperlicher Natur ist und nach Wachsthum und Vermehrung in das Pflanzenreich verwiesen werden muß. das davon herrührende Waschwaffer bestgen. Das sind die wichtigsten Grundsäge über Wesen und breitung der Cholera; ein anderes Mal über die Gru ihrer Bekämpfung. Vivifeltions Betödtet wir mür mitgetheilt: über das Un Orten, an m welche von D Innerhalb bre erfolgt, ohne einem Gefuc laffen, waren Dorftellig gen B. Der radenlazareth Niemand kann mit absoluter Sicherheit vorhersagen die Cholera eine Wanderung durch Europa machen Indessen, auch wenn sie sich uns nähern sollte, so möge die Einwohner unserer Stadt beruhigen. Die Chole hier noch nie festen Fuß faffen können, sie wird es weniger jetzt, wo die vortrefflichen fanitären Einrichtung epidemisches Auftreten als undenkbar erscheinen laffen Lokales. Dr. Libber Der mie uns feit mitgetheilt m Bege der B gigen Tages N. Das cr. Der Ruf nach Polizei bei jeder Gelegenheit zu Tage auch eigentlich ein Beichen der Zeit. Es wi Jeder ohne Weiteres zugeben, daß wir nicht so leicht in betlegte 16- i felben einstimmen. Solange man indessen glaubt, in den sellschaft heilen fann, find wir Alle mehr oder wenig bebus gericht man durch disciplinarische Maßnahmen die Schäden Die Zahl dieser Krankheiten ist in jüngster Zeit durch die Entdeckung Koch's um die Cholera vermehrt worden. Die Annahme, daß es ein faßbarer Stoff sein müsse, welcher als Träger dieser Krankheit diene, und nicht etwa, wie Mancher wohl noch jest glauben mag, eine gasförmige unbestimmbare Materie, diese Annahme war, nachdem die Aetiologie ähnliche infettiöse Krankheitsprozesse feststellen fonnte, in der wissenschaftlichen Welt eine allgemeine. Aber erst Koch gelang es, diesen Krankheitsstoff in Gestalt von Bacillen mit sehr charat teristischen Eigenschaften durch seine befannten in Egypten und Indien ausgeführten Untersuchungen nicht nur aufzufinden, sondern mit Hilfe seiner genialen Methode auch vom mensch lichen Körper zu isoliren und durch viele Generationen rein fortzuzüchten. Zur Entdeckung des in Warschau geplanten Attentats wird der N. Fr. Preffe" unterm 18. aus Krakau nach den Mittheilungen eines an dem genannten Tage aus War schau angekommenen Gewährsmannes geschrieben: Unter den Nihilisten in Petersburg befand sich ein junger Hörer der Universität, der einer angesehenen Familie angehört und die besten Häuser der russischen Residenz zu besuchen pflegte. Der selbe hatte ein Verhältniß mit der Tochter eines hochgestellten russischen Würdenträgers, der eine Geißel der Nihilisten ist. Eines Tages erhielt der Student vom Revolutionskomité den Auftrag, gelegentlich seiner Anwesenheit im elterlichen Hause seiner Geliebten, den von den Nihilisten gehaßten Vater derselben mittelst Gift zu tödten. Als nun der oben bezeichnete Universitätshörer mit der Vollziehung des Todesurtheils zögerte, erhielt er vom Revolutionskomité die strenge Weisung, entweder ungesäumt der ihm gewordenen Mission zu entsprechen oder sich selbst zu vergiften. In diesem Kampfe zwischen Gehorsam und Liebe beschloß er, sich selbst zu tödten. Vorher aber schrieb er zwei Briefe. Der eine war an seine Geliebte gerichtet, der er den ganzen Sachverhalt mittheilte, indem er fte gleichzeitig bat, ihr Wohlwollen einer Jugendfreundin von ihm zu widmen, die, im Befige hoher Bildung, dem Nihilis mus völlig ergeben ist. Er bat seine Geliebte, fie möge im Geheimen zu seiner Jugendfreudin sich begeben, ihr den zweiten beigeschlossenen Brief einhändigen und ihr den Wunsch des sterbenden Freundes ausdrücken daß sie dem Bunde mit den Nihilisten entsage. Diese Briefe gelangten aber nach dem Tode des Studenten nicht in die Hand seiner Geliebten; fie wurden ihrem Vater übergeben. Deffen erster Schritt war die Veranstaltung einer Haussuchung Feuilleton. Das Kind des Proletariers.") Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) elegen. Auf worben Brinzipal ift Wegen 16 Sabren in Barbinengefch einigen Tagen Reibe Don Ja das Eingreifen der Polizei angewiesen. Vielleicht erinnern manche unserer Leser noch, daß vor nicht allzulanger Zeit größte Mehrzahl der Berliner Blätter eine sogenannte chronit" brachte; diese Zeitungen relapitulirten mit eine verkennbaren Behagen die Anzahl blutiger Ausschrei interesfirt die Eifersüchtelei, die schon seit Zeit zwischen Berlin und Wien besteht, und di mehr oder weniger geistreichen Feuilletonisten in verstandenem Lokalpatriotismus mit besonderer die an einem einzigen Sonntage in Wien paffirten leines Bringi Ich muß mich zur Einleitung auf diese Säge beschränken, fann insbesondere an dieser Stelle nicht die Beweisgründe da für ausführen, daß der Cholerabacillus als alleinige Ursache dieser Krankheit mit aller Sicherheit aufgefaßt werden muß. Vielmehr habe ich mir jetzt die Aufgabe gestellt, die zahlreichen irrthümlichen Auffassungen, welche gelegentlich der in Südfrankreich herrschenden Seuche über deren Wesen, Verbreitung und über die Schußmaßregeln zur Sicherheit des Einzelnen wie der Bevölkerung in der Presse Aufnahme fanden, dadurch Petigrew führte das Programm James Wrigley's buchstäblich aus bis zur Besprengung mit Chloroform und dem Bordringen bis zur Wiege. Weiter konnte er den empfangenen Befehlen nicht gehorchen, denn die von der schlafenden Amme behütete Wiege war leer. Und Dr. Wrigley dachte: Fort! das ist unmöglich, aber wenn es wäre, um so beffer. Ich bin dann unschuldig." O! unschuldig in der That; aber zu welchem Zweck schickte er Toni in das Barthsche Schloß. Tony that noch mehr um seiner Pflicht zu genügen. Er schlich sich nach dem östlichen Flügel, erflomm den Balkon vor Lady Barth's Zimmer und durchspähte dasselbe, bis er die Gewißheit hatte, das Kind sei auch dort nicht. Nicht ohne heimliche Befriedigung kehrte er zu dem Doktor zurück, um ihm Bericht zu erstatten. Ga fellt ist, eine Dem Geschäfts gepflegt wird, herzlich wenig, aber das müffen wir do und war von In dieser Nacht war ein Verbrechen beabsichtigt und Unheil gestiftet worden, doch wo waren die Schuldigen? Dr. Wrigley fand heimkehrend seine Frau noch wach und beschäftigt, ihr unruhiges Jüngstes einzuschläfern. ,, Sie dürfen überzeugt sein, Herr Doktor, das Kind war nicht mehr da," sagte Tony, ein Anderer ist uns zuvor ge tommen und hat es vor uns bei Seite geschafft." ftehen, daß wir hinsichtlich der Megeleien, von denen legten Tagen so überaus zahlreich berichtet wird, den Welcher Krante hat Dich heute Nacht so lange aufgehalten?" fragte die Frau gelegentlich. Fabrikanten u Rorrespondenz Wienern durchaus nichts nachgeben, ja ihnen vielleid blendung mi über" find. Man wird zugeben müffen, daß augen pfing auch 1 Porters Kind wird wahrscheinlich sterben," antwortete der Gatte ausweichend, Es ist immer so," fuhr er laut dentend fort, das Kind, das sterben soll, bleibt leben. Der Barthsche Knabe ist zäh' wie ein junger Bär." ,, Narr! Die Wärterin wird es gehabt haben." " Nein, Herr, das glaube ich nicht, die Wiege war noch warm und das Kind schien eben heraus genommen worden zu sein." ,, Bist Du Jemand auf dem Hin oder Rückwege begegnet?" angellagt, veri Bloglid fpran fingsthier ihre Bimmer, padte einem aller fein in Berlin genug Blut fließt und daß das Meffer solchem Zustande sagt, noch weniger sollten Sie ihr Weise erwidern, wie Sie es gethan haben. Wer Myra Barth fennt, weiß, daß lein Zadel fie treffen Die arme Lady Barth ist halb von Sinnen vor Schm Gram." ,, Aber James!" sagte Frau Wrigley in verweisendem ,, Nun, ich betrachte diesen Barth'schen Knaben als einen Eindringling, als den Räuber des rechtmäßigen Erbes meiner Kinder.' Tone. Obwohl Toni Petigrew auf seinem Rückwege derselben hohen, aufrechtschreitenden, achtlosen Wanderin begegnet war, die er schon zuvor getroffen hatte, entgegnete er doch: ,, Nein, Herr, ich sah keine lebende Seele." Wenn Du mich belügst, Toni, und das Kind morgen früh in seinem Vaterhause ist, so" Befehls und S Ja, aber fie behauptet, mein Fräulein set Schuld infelte und I " Unglüd, fte sei die einzige, die davon Vortheil ziehe Unsinn! Das Kind wird gefunden werden, Doktor, faßte Elsa beim Arm und schob fte zur Thür Frage entgegentrat: Hier stolperte fte fast über Dr. Wrigley, der ihr So sehen wir das Kind des Baronets von seinem ersten Augenblick an von Feinden umgeben. In einem Anfall von Raserei, in den die unglückliche Mutter bei der Nachricht von dem Verschwinden ihres Kindes verfiel, beschuldigte sie die Schwester desselben der Frevelthat. So werden Sie mich in der nächsten Nacht wieder dorthin schicken und ich werde gehen," unterbrach ihn Toni. Barths Knabe ist verschrunden?" Was bedeutet das, was ich soeben gehört habe Wo ist Myra?" schrie fie Elsa entgegen. Wo ist Shre junge Gebieterin? Sie weiß es, wo mein Kind ist! Sie ist die Einzige, die aus dessen Verschwinden Vortheil zieht! Mein Kind, mein füßer Kleiner, fie haben Dich gestohlen, ermordet! Sie, fte hat mein Kind aus dem Wege geräumt. ,, Es wäre nicht rathsam für Dich, mich auf's Neue_zu täuschen," fuhr James Wrigley fort. Was ich sagen wollte, war: Ich würde Dich in solchem Falle noch vor Ablauf einer Stunde den Gerichten überliefern." " Berzweiflung Schnitt in ihr u einem neue führte. Nach batte, fragte Tagen, bas Stin Sie woll nur gestohlen, zurüidbringen, Straffofigfeit t noch in diesem DElia, in den Armen bisher nicht, w Elfa verhi weinen.ch Ja, Herr Doktor, rief Elsa, welche glaubte, besten den Stier bei de Hörnern zu paden. Und Mutter ist darüber fa' wahnsinnig geworden und be nun mein armes Frölein, die Hand im Spiele gehabt ben. Ebenso gut fonnten auch Sie als der näch Erbe beschuldigt werden?" Beruhigen Sie sich, Elsa, das Kind wird schon zum Vorschein kommen. Wenn man es gestohlen hat fchah es um einer Belohnung willen und eine Belohnu für den Wiederbringer ausgesetzt werden. Hatte da irgend ein Mal, ein Beichen? Rufen Sie mir die Am Darüber lann ich Ihnen ebenso gut Bescheid g die Ämme," sagte die Elsa. Das Kind hatte nur ein dem Knöchel, einen kleinen schwarzen Bunkt wie ein Apfellern." Da ist der Rechtsanwalt, Herr Peter Mellodem. Sie ihn hierher. Aber Elsa geberdete fich wie eine angegriffene Löwin. Wie dürfen Sie wagen," rief fie wüthend ,,, eine so schnöde Beschuldigung gegen die Tochter Jhres Gatten, gegen das Kind meiner theuren verstorbenen Herrin zu erheben? Ich bedaure es, daß der Kleine verschwunden ist, aber das ist kein Grund, mein armes Fräulein zu mißhandeln. War es nicht genug, daß Sie ihm den Vater gestohlen, und den alten Mann seines Reichthums wegen geheirathet haben? war es nicht genug. daß Sie ihm einen Knaben geboren und fie damit ihres ,, D, ich weiß das," erwiderte Toni trübe. Sie denken, Niemand würde den Aussagen Glauben schenken, die ich gegen Sie vorzubringen im Stande wäre. Doch wozu diese Ausein andersetzung. Ich vermag Ihnen nüßlich zu sein und mir ist es nicht unangenehm zu wissen, von wem ich meinen Lebensbedarf beziehen kann." Toni." Gut also. Morgen Nacht triffst Du mich hier wieder, Ganz sicher, Herr," sagte Toni und als er seines Weges weiter ging, murmelte er vor sich hin: Gut, daß der Kleine fort ist und ohne mein Zuthun." charfem Lon lein, um Alles Elfa 30g 1 Mal an der Seite des rechten Beins, etwa einen 3ht weinen d Dr. James Wrigley segte ihm kurz auseinander von Elsa erfahren hatte. Hette Myra's in eine Bandta fidh bort ein u an denselben p geplättet vor ih Allein gel hre Schuhe Ausflugs baran Wrig „ Die Nachforschungen sollten schnell und in allere gestellt werden. Der Kleine befindet sich wahrscheinlich n von hier. Das Versprechen einer guten Belohnung Kind seiner Mutter bald wieder verschaffen," sagte, 11 no begann na Bilder in thre Als fie an atte fte burch leinen in fein Erbes beraubt haben, wollen Sie jest auch noch ihren guten finnigen Schmerz Fräulein Myra zu verdächtigen fucht Ruf vernichten, indem Sie so höllische Anklagen gegen die Waise schleudern?" Ach was, ebenso gut fönnte fie mich beschuldige Bittere Gefühle Während dieser Rede war der Doktor eingetreten und Elsa flog auf ihn zu. Ach Herr, das Kind ist fort und Niemand weiß, wie das geschehen ist. Wir sind Alle voll Trauer und das Herz der armen Mutter bricht, aber ich werde nicht leiden, daß fie mein Fräulein beschuldigt, den Kleinen aus dem Wege geräumt zu haben!" Ohne die Worte der Alten zu beachten, trat er an das Bett der Kranken. Mit eigener Hand flößte er ihr Tropfen ein, welche ihre aufgeregten Nerven beruhigen sollten, denn die Unglückliche schien am Rande eines Gehirnfiebers. Jegt erst blickte er auf Elsa, die mit feuchender Brust und blizenden Angen dastand. Sie sollten nicht auf das achten, was eine Kranke in brach ihn Elsa. der Rechtsanwalt ungeduldig. Dr. Brice, Lady Barth's ärztlicher Beistand, frithe he war fehr e Antunft diefes mund und gegenwärtiger Vertrauensmann, gefellte fartete Rind w den beiden anderen Herren. wird die Aermste Niemand mehr belästigen. " baben dre. Statt D ditrahlenden Bebe Stur uen Stummer, emals mit de eirath ihres Sch sagte Ihnen schon Elsa," beruhigte der Domt haben, Alte, daß diese Worte der Lady Barth nur im Fieber ausgestoßen wurden. Wenn sie ihr Kind nicht wieder Elsa würde trotzdem noch nicht geschwiegen nicht jetzt ein Schrei des Entsegens aus ihres Fräuleins Myra saß ganz verstört da. Sie hatte die Thür und lauschte mit gespannter Aufmerksamkeit auf das, was vorging. Unheimliche Vorstellungen ängstigten fie Sie zu ihr gedrungen. ate the fel richten fie, a *) Nachdruck verboten. it fid men enfta ber batt enthal Sleibt terju bin ern. ch Sygi he D Bierfeldel als Schuss und Trugwaffe zu seiner alten Berech| igung wieder emporgeblüht ift. Wir wollen hier nicht auf bie einzelnen Fälle eingeben, fie intereffiren weniger durch die Schilderung der Rohheiten in ihren Einzelheiten, fie wirken eben nur imponirend durch ihre Massenhaftigkeit. Es ist in der That von verhältnismäßig großer Wichtigkeit, wenn einzelne Blätter, deren Be Spezialität, Militärfrömmigkeit" ist, fich des Langen und Brei ten darüber auslaffen, wie ein tapferer Train- Unteroffizier seine Gegner halbdugendweise aus freier Faust" zu Boden warf, fondern es tommt viel mehr darauf an, zu untersuchen, wie Derartige Erzeffe vermieden werden können. Das Deutsche Tagebl.", dem man doch, was Servilität anbetrifft," durchaus Bert nichts vorwerfen kann, gesteht ebenso wie die Nat,-8tg.", die ben phantaftereichen Bericht des ersteren Blattes über die llen Shlägerei an der Dranien- und Adalbertstraße nachbetet, daß bevor einer der wenigen dort postirten Beamten erschien, die Zahl der Strolche wohl auf Hundert anges wachsen war." Nun darf man doch wohl fragen, weßhalb find dort, also an solchen Stellen, wo Exzesse häufiger vorkommen, gerade nur so wenig Beamte postirt, daß es selbst dem Dtsch. gbl." und der Nat- 8tg." auffällt? Es ist unter den Befahr wohnern von der Dranienbrüde bis an das Rottbuser Thor on feit langer Beit kein Geheimniß mehr, daß das Basfiren auf, der Straßen jener Gegenden zur Nachtzeit geradezu gefährlich Wunderbar ist es allerdings, daß es erst immer eines two blutigen Intermezzos bedarf, um die Aufmerksamkeit der Be ete Görben auf solche Schäden zu lerken. Wir können hier nur mit thatsächlichen Verhältnissen rechnen, wir wollen uns nicht darauf einlaffen, zu untersuchen, durch welche Mittel und Wege die allgemeine Sittlichkeit To gehoben wird, daß blutige Ausschreitungen überhaupt nicht mehr vorkommen, bevor man aber nicht Darauf hindringt, dem Uebel auf auf dem Grund zu geben, so lange wird man wohl verlangen dürfen, daß der ruhige Bürger und auch selbst der Beamte, der für die Nube Rranlund Sicherheit der Bürger wachen soll, geschügt werde. lleber Stattfa Den Mangel an Beamten fann man sich in Berlin wahrhaftig erdau night beklagen, denn bei gewissen Gelegenheiten haben wir fle in geradezu verblüffender Menge bewundert, wenn wir nicht ten bei dem Strile der Frister u. Roßmann'schen Nähmaschinenfabrit, tompagnieweise zu drei Gliedern rangirt. zicht st w mu en, fo Anba Tag ift B, du n an anden offs In euchte s bie Itions irren " 1 B. Zur Beruhigung des Publikums, das kürzlich durch die Nachricht alarmirt wurde, daß die besseren von den Scharf Wäfiterei- Gehülfen in den Straßen eingefangenen Hunde zu Bivisektions- Sweden verwendet und nur die schlechteren sofort en und Grun rfagen achen möge Shole es chtung fen ber nbeiti Es wird icht in d glaubt ben be wenige erinnern nger Beit cannte mit eine ffirten eit getödtet würden, wird uns von kompetenter Seite das Folgende mitgetheilt: Nach dem§ 63 des Straßen- Bolizei- Reglements Drten, an welchen Menschen verkehren, müssen alle Hunde, Nr. 32, sein. Dieser Boden, ein altes Kreuzgewölbe, wurde nach vorhandenen Urkunden im Jahre 1687 auf Befehl des Großen Kurfürsten erbaut. Im Jahre 1691 wurde hier cin Tuchgeschäft begründet, welches fich von Geschlecht zu Geschlecht vererbte. 1819 übernahm der Vater des jezigen Inhabers W. F. das Geschäft, welches er bei seinem Lode 1851 feinem Sohne Otto vererbte. Historisch von größtem Intereffe dürften vier große, alte Vorhänge- Schlösser sein. Dieselben sind älter als der Laden und stammen aus der Blüthezeit des deutschen Schloffergewerbes im Mittelalter. Diese Schlösser von verschiedenem System haben theils dreieckige, theils runde und theils geschweifte Form. Ihre Größe im Durchmesser beträgt 15-20 Centimeter. Seit Bestehen des Geschäfts 1691 haben Diese Schlöffer den verschiedenen Bestzern des Ladens zum Verschließen desselben gedient. Nach dem demnächst bevorstehenden Abbruch des Ladengewölbes dürften diese Schlöffer dem märkischen Museum übergeben werden. den Empfang der Geldsendungen bescheinigten. Von den abzusendenden Summen eignete sich nun H. einen Theil- in einzelnen Fällen auch die ganze Summean, gab aber in den Begleitbriefen die ganze ihm übergebene Summe, an und überreichte sodann die richtig abgefaßten Begleitbriefe dem Chef zur Unterschrift. Nachdem dieser unterschrieben, topirte 8. im Ropierbuch das richtige Begleitschreiben und vernichtete es sodann. Hierauf fertigte. ein neues Begleitschreiben mit Angabe der von ihm zur Absendung gelangenden geringeren Summe an und unterschrieb es selbst unbefugt mit dem Namen der Firma. Hierauf sandte er den Geldbrief ab und fälschte sodann in dem Saldobuch die abgesandten Beträge, so daß das Saldobuch und das Postwerthbuch über die abgesandten Beträge nicht übereinstimmten. Da der Prinzipal diesen Theil des Geschäfts dem H. allein seit Jahren vollständig anvertraute und Revisionen nicht vornahm, so fonnten die fortgesetten Unterschlagungen und Fälschungen so lange verheimlicht werden, bis ein Bufall zu einer Entdeckung führte. Denn die Lieferanten der sehr geachteten und in der Geschäftswelt ein großes Vertrauen genießenden Firma haben niemals wegen der gerin geren Geldsendungen resp. wegen der zeitweiligen unterlaffung von Geldsendungen monirt, und die ihnen an die Firma gerichteten Empfangsbestätigungen, in welchen allerdings die von ihnen wirklich empfangenen Beträge angegeben waren, gelangten ausschließlich in die Hände des H., welcher dafür Sorge trug, daß diese Briefe von Niemandem weiter geprüft wurden. Fand H., daß in Folge seiner Unterschlagungen einer oder mehrere Lieferanten der Firma allzu ungebührlich lange auf ihre Gelder warten mußten, so benutte er auch die ihm für andere Sendungen übergebenen Gelder, um fte den länger wartenden Lieferanten zuzusenden. Dieses Manöver hätte h. noch viele Jahre fortsegen fönnen, wenn nicht durch ein von einem der Lieferanten an den Chef ge richtetes Schreiben, in welchem neben anderen Sachen auch der Betrag einer Geldforderung erwähnt war, die verbrecherische Thätigkeit des H. zu Tage getreten wäre. H. wurde gestern festgenommen. Er räumte die von ihm begangenen Unterschlagungen und Fälschungen ein und gab als Grund.an, daß er vor ca. 10 Jahren Schulden von mehreren tausend Mark gehabt habe und dadurch zu den Unterschlagungen veranlaßt worden sei. H. ist unverheirathet und bezog ein so hohes Salair, daß er damit sehr gut auskommen konnte. -g. Mit guten Zeugnissen versehene Krankenwärter und Krankenwärterinnen finden sofort Beschäftigung im stå de tischen Krantenhause, Moabit, Thurmstraße 35/36. Diese mit dem Stadtwappen Berlins versehenen Plakate an den Anschlagsäulen gaben heute dem Publikum zu der beunruhigen den Vermuthung Veranlassung, daß es fich ernstlich um die Choleragefahr handle, da bekanntlich das Barackenrichtet worden ist. Wie wir erfahren, handelt es sich im vorgedachten Falle lediglich um Komplettirung des Kranwärterpersonals, der keineswegs eine Aufnahme zahlreicher an der Cholera erkrankten Personen zu Grunde liegt. aber das Umherlaufen herrenloser und maulforbloser Hunde an welche von den Scharfrichterei- Gehülfen eingefangen werden, Innerhalb dreier Tage, wenn in dieser Beit keine Reklamation lazareth in Moabit zur Aufnahme von Cholerakranten eingeerfolgt, ohne irgend welche Ausnahme getödtet werden. Mit einem Gesuche, ihnen Hunde zu Vivisektionszweden zu über laffen, waren Thierärzte schon wiederholt an zuständiger Stelle vorstellig geworden, jedesmal aber abgewiesen worden. Der an der Cholerine ertranfte und in das Baradenlazareth Moabit eingelieferte Arbeiter Offig befindet sich, welcher anscheinend das Messer wieder eine Rolle gespielt hat, mitgetheilt wird, Dank der vortrefflichen Pflege soweit auf dem Bege der Befferung, daß voraussichtlich im Laufe des mor gigen Tages seine Entlassung erfolgen tann. -g. Eine Schlägerei mit blutigem Ausgange, bei Destillation in der Klosterstraße ab. Bei der Schlägerei erhielt einer der Betheiligten eine stark blutende Wunde am Halse. Sowohl der Verlegte, als auch der Thäter wurden von einem herbeigeeilten Schußmann zur nächsten Polizeiwache N. Das durch eine Schußwunde in Reinickendorf schwer verlegte 16- jährige junge Mädchen ist, wie uns geschrieben fistirt. wird, in dem Augusta Hospital den erhaltenen Verlegungen erlegen. Auf Anordnung des 8. Polizei- Reviers ist die Leiche bebufs gerichtlicher Obduktion in das Obduktionshaus geschafft worben feines Brinzipal ist heut der Buchhalter Haudrich, welcher seit Stinzipal bedeutender Unterschlagungen gegen seinen herausgefischt, sich als eine filberne Kaffeekanne erwies. Bei Bahren in einem hiesigen sehr renomirten Teppich und Bichre Sardinengeschäft angestellt ist und seit Jahren das Vertrauen п in ter G ir bod benen ben vielleid augenb und N. Silberfund. Einen Silberfund machten Ende vergangener Woche mehrere junge Leute, welche in der segenannten Blanken Halle" bei Tempelhof badeten. Einer derselben stieß im Waffer auf einen harten Gegenstand, welcher, nachdem er einer sofort vorgenommenen weiteren Absuchung des Waffers fand man mehrere derartige Kannen, sowie filberne Gabeln, hof Berlin" trugen. Der sofort benachrichtigte und" herbeibenen noch mehr Silberfachen gefunden wurden. Sie Sachen sollen von einem vor längerer Zeit im Kaiserhof verübten Diebstahl herrühren, doch gelang es bisher nicht, den Thäter oder die Thäter zu ermitteln. Don " I a. Feine Damen" schwindeln auch. Eine gut gekleidete junge Dame verübt seit einiger Zeit hierselbst dadurch Schwindeleien, daß fie auf den Namen hiesiger be tannter Herrschaften entweder Geld zu borgen oder Waaren in Geschäften zu erschwindeln oder in hotels durch fingirte Be stellung von Logis und Diners Provifionen zu erhalten vers sucht. Die bisher noch nicht ermittelte Schwindlerin hat dunkle Haare und trägt ein geblümtes( hin und wieder auch ein graues oder rothbedrucktes) Kattuntleid und einen braunen Strohhut mit Federn. N. Die Sonntags- Extrazüge, die auf der Strecke BerlinFreienwalde verkehren, werden, wie uns von kompetenter Stelle mitgetheilt wird, demnächst auch bei dem sogenannten Wafferfall in der Nähe des Bahnhofs Eberswalde halten, um dem Publikum den Besuch der nahe gelegenen prachtoollen Waldungen zu erleichtern. Der Bau zu einer besonderen BerronAnlage ist zu diesem Zweck bereits in Angriff genommen. B. Ein planmäßiges Messerattentat, dem leider durch einen Frrthum ein Unschuldiger zum Opfer gefallen, wird uns von gestern Abend aus der Köpnickerstraße gemeldet. Als der in der Velvetfabrik in der Köpniderstraße 18/20 beschäftigte Arbeiter Gustav Holz gestern Abend 9 Uhr das Fabrikgebäude verlaffen und wenige Schritte gegangen war, wurde er plöplich von drei Männern überfallen und derart mit Messerstichen und Fauftschlägen traktirt, daß der Ueberfallene laut um Hülfe rufend zu Boden stürzte, worauf die Angreifer entflohen. Troz der Geschwindigkeit des ganzen Vorgangs und trop der Dun felheit fonnte. doch die drei Messerhelden als drei ebenfalls in derselben Fabrit beschäftigten Arbeiter Arnoes, Linke und Aurid erkennen. Andere Arbeiter schafften den auf der Erde Liegenden nach der nächsten Sanitätswache, wo neben verschiedenen von Schlägen herrührenden blutunterlaufenen Stellen 3 Mefferstiche am Kopf fonstatirt wurden. Der zu Protokoll genommene Arbeiter H. bezeichnete der Polizeibehörde die oben Genannten als die Angreifer und wurden alle drei daher heute früh 6 Uhr, als sie zur Arbeit gingen, von der Fabrik aus abgeholt und nach dem nächsten Polizei- Revier fistirt. Wie schon einleitend gefagt, ist H. das Opfer einer Verwechselung geworden. Die Veranlaffung zu dem Attentat soll ein auf Eifersucht zurückzuführender Racheakt sein, der einem anderen Arbeiter galt. Gerichts- Zeitung. no di Reihe von Jahren verübt worden und soweit bis jest festge- fein Eigenthum und ließ weitere Nachforschungen anstellen, bei einigen Tagen wurden diese Unterschlagungen, die seit einer geeilte Direktor des Kaiserhofes rekognoszirte die Sachen als demnach 14 Centimenter zu weit herabhing. Herr Belling er fellt ist, eine Höhe von mindestens 45 000 Mt. erreichen von Dem Geschäftsinhaber entdeckt. Haudrich hatte Kollektivprofura war von seinem Brinzipal mit den Geldsendungen an die gabrilanten und Lieferanten der Firma und der dazu gehörigen Rorrespondenz betraut. Er erhielt also die Summen, behufs Absendung mit den dazu gehörigen Begleitbriefen, und er empfing auch die Briefe der Geldempfänger in welchen diese effer un e ibr treffen Schm Bloglid fprang ein riesiger schwarzer Neufundländer, ein LiebEinet, packte Myra's Kleid mit den Zähnen und begann mit B. N. Der älteste Boden Berlins, der sich in seiner ursprünglichen Beschaffenheit bis auf den heutigen Tag er halten, dürfte der des Tuchhändlers Farthöfer, Mühlendamm Wiege leer wäre! stüße angellagt, verurtheilt, sogar die Todesstrafe über fich verhängt. glänzend würde sich ihr eigener Horizont erhellen, wenn diese feine Unterschrift und da selbst in bürgerlichen Angelegen Wer gibier ihres Vaters mit einem jämmerlichen Geheul in's Schuld tebe. en, Thür r thr t babe? bte, e Und b ind be gebab nadpfal R. Hat eine ohne Unterschrift erlaffene Polizei- Verordnung Gültigkeit? Ueber diese Frage hatte gestern das Schöffengericht zu entscheiden. Der Kaufmann Belling aus der Leipzigerstraße hat vor seinem Schaufenster eine Marquise an gebracht, welche nach Anficht des Polizei- Lieutenants von Hartmann zu tief auf den Bürgersteig herabhing. Es wurde des halb der Wachtmeister des Reviers abgeschickt um nachzumeffen, ob die Marquise fich in der gefeßlich vorgeschriebenen Höhe vom Bürgersteige befinde. Der Wachtmeister fand, daß die Marquise 2 Meter 6 Centimeter über dem Bürgersteig, hielt in Folge deffen ein Strafmandat wogegen er jedoch Be rufung einlegte und so gelangte die Sache vor dem Schöffengericht. Der Angeklagte hatte die Sache einem Rechtsanwalt übergeben, der in geschickter Weise die Vertheidigung führte. Der Strafbefehl so führte der Vertheidiger aus fich auf die Polizeiverordnung vom 19. März 1883; in dieser Verordnung sei aber feine Strafandrohung enthalten, man fönne doch nicht auf Grund einer Verordnung die keine Strafe androhe, eine Strafe verhängen! Uebrigens müsse er die Rechtsgültigkeit genannter Verordnung bestreiten; dieselbe trage heiten ein Schriftstück ohne Unterschrift ungültig sei, so müsse in Kriminalfachen dies erst recht der Fall sein. Bur Sache speziell müsse er noch darauf hinweisen, daß Sachver ständige eine Messung an der Marquise vorgenommen und ein ganz anderes Resultat fich ergeben hätte; der Wachtmeister habe mit einer Schnur gemeffen, mit einer Schnur fönne man ein falsches Resultat erzielen. Würde der Gerichtshof zu einem Schuldig kommen, so werde er in der Berufungsinstanz die Angelegenheit weiter führen. Der Gerichtshof erkannte nach einhalbstündiger Berathung auf Schuldig und verurtheilte ben Angeklagten zu 3 Mark oder 1 Tag Haft. Der Präfident begründete das Urtheil folgendermaßen: Die Polizei- Verordnung vom 19. März 1883 sei anstatt des früher maßgebenden § 86 des Straßenpolizei- Reglements erlaffen worden; der§ 86 drohe Strafen an; wenn daher der neuere Erlaß auch keine Strafe event. androhe, so müsse doch angenommen werden, daß die Behörde die Strafen auf den neuen Erlaß habe über tragen wollen und deshalb rechtfertige es fich, die Strafe aus § 86 anzuwenden. Auch sei die Verordnung trop fehlender Unterschrift( aus ähnlichen Gründen) als rechtsgiltig anzu sehen. Das Messen mit der Schnur sei zwar ungenau, doch dürfte die Meffung eher zu Gunsten als Ungunsten des Angeflagten ausgefallen sein. Niedergedrückt von diesen Empfindungen und Erwägungen, welche nicht weiter gingen und weder Böses wünschten noch planten, fam fie in ihrem Zimmer an. Eine Stunde später war sie eingeschlafen und quälende Träume umgaukelten sie. Sie glaubte ihr Brüderchen zu haffen und den Entschluß gefaßt zu haben, es zu tödten. einem aller feiner Kraft ste nach dem Vorsaal zu zerren. Worte des Befehls und Schläge auf seinen Kopf waren wirkungslos, er infelte und ließ doch von dem Mädchen nicht ab. In ihrer Berzweiflung erfaßte Myra eine Scheere und befreite sich mit Schnitt in ihr Kleid von dem Hunde. Das Thier bereitete fich einem neuen Angriff vor, als Myra's Geschrei Elsa herbeifahrte. Nachdem die Alte den Hund entfernt und eingesperrt Haß umgewandelt zu haben; in ihrem Traum fleidete fie fich batte, fragte Myra: Und was gedenken fie jest drüben zu Die Räuber hätten es In ihrem Traum schien ihre Natur fich völlig verändert und ihre weibliche Zärtlichkeit und Milde fich in Wuth und an, ging nach der Kinderstube, nahm das Kind, schritt am hellen Tage nach dem Willesden- Wafferbehälter und schleuderte den Knaben hinein. Sie träumte weiter, daß fie dann nach Hause zurückkehrte und fich wieder zu Bett begab. Im Schlafe stieg ihr Verbrechen vor ihrer Seele auf. Sie fühlte sich von einer Sie wollen in aller Stille Nachforschungen anstellen, Sie fagen, das Sind könne nicht weit sein. nur gestohlen, um eine Belohnung zu erhalten und würden es zurüdbringen, wenn man ihnen eine solche und gleichzeitig Blutschuld bedrückt, hörte des Kindes Wehflagen und der ver Strafloftgleit zuficherte, und das soll geschehen, mein Liebling." noch in diesem Augenblick sterben, wenn ich das Kind wieder in den Armen feiner Mutter sähe, wie gestern. Ach ich wußte bisher nicht, welch' ein gesegneter Anblick das war!" weinen. Ich möchte, Du verließest mich," sagte Myra in Elfa verhüllte ihr Geficht mit der Schürze und begann zu Die Amarfem Lon zu der Schluchzenden. Ich wünsche allein zu Elsa, Elsa!" rief Myra aus ,,, ich würde mit Freuden nur ein inen wie ein ellodew. inander lein, um Alles zu überdenken." geplättet vor ihr lag. Elfa zog sich zurüd. Wenn fie mit ihrem Pflegling auch nicht weinen durfte, so fonnte sie doch für ihn arbeiten. Sie fledte Myra's Kleidungsstücke, die fie am Morgen entfernt hatte, fi dort ein und ruhte nicht eher, bis die verrätherischen Zeichen eine Handtasche und begab fich damit ins Waschhaus, schloß an denselben vertilgt waren und Alles sauber gewaschen und hre Schuhe. Sie fand keine Spur eines mitternächtlichen Allein gelaffen, sprang Myra auf und prüfte aufmerksam lusflugs daran. Aufgeregt warf sie sich wieder auf ihr Bett mung begann nachzudenken, um die unbestimmten schattenhaften n aller einlich ni gte Wri in ihrem en fucht chuldigen td, früher fellte fich Fieberma ht wieder Als fie am Abend zuvor ihrem Zimmer zugeschritten war, atte fte durch die offenstehende Thür des Kinderzimmers den leinen in feiner Wiege und die Amme neben derselben erblickt. Bittere Gefühle waren dabei in ihrem Gemüth aufgestiegen. war fehr erfchredt gewesen, als fie erfuhr, daß man der unft diefes Kindes entgegen sehe; sie hatte gehofft, das ers partete Rind würde ein Mädchen sein und sie würde sich nicht Dare. Statt beffen wurde ein schöner fräftiger Knabe von der distrahlenden Mutter begrüßt. Bebe Stunde seit dem Dasein dieses Kindes hatte ihr emals mit der in so spätem Lebensalter geschlossenen zweiten en Summer, neue Beängstigungen gezeitigt. Sie hatte fich eirath ihres Vaters versöhnt, und der Sohn dieser Che hte ihr sehr bittere Früchte mit. richten fie, als fie die Wiege des Kindes betrachtete. Wie zweifelten Mutter Jammergeſchrei und eilte wieder an das Waffer, um das Kind aus seinem nassen Grabe zu retten, aber sie kam zu spät, es hatte sich bereits in dem feuchten Element aufgelöst und war mit diesem eins geworden. Beim Erwachen war ihr erstes Gefühl Entsegen. Dann empfand sie mit inniger Genugthuung die Erlösung von dem Bewußtsein, ein Verbrechen begangen zu haben und etwas wie Zuneigung für den Knaben. Dieses Gewirr von Gefühlen und Gedanken wurde plößlich durch die Nachricht von dem Verschwinden des Kindes unterbrochen! Das Kind verschwunden, ohne Spur verschwunden? War also ihr Traum Wahrheit gewesen? Hatte sie den Knaben getödtet? Wenn das wirklich der Fall war, dann blieb sie nicht nur mit dem fürchterlichen Bewußtsein der That mit dem brennenden Mitleid für den grausamen Schmerz der Mutter auf immer belastet, auch die Entdeckung drohte ihr; Der Tod des Kindes mußte an der Verbrecherin deffelben blutig gerächt werden. Wer würde an die Geschichte des Schlafwandelns glauben? Wer würde glauben, daß fte, die so viel durch den Tod des Kindes zu gewinnen hatte, nicht absichtlich deffen Tod herbeigeführt? Wenn sie wirklich das Kind nach dem Willesden- Reser voir getragen hatte, dann mußte fie gesehen und das Kind aufgefunden, erkannt und fie als Thäterin bezeichnet wor den sein. Der Domt haben, wenn es gleich nach seiner Geburt gestorben Wrigley's, der eine ähnliche That auszuführen beabsichtigt Ben baben Fräuleins ie Thür bas, was n fte. Sie Solche Gedanken be Während diejenigen, die in unbewußtem Zustande den Barthfchen Erben aus dem Wege geräumt, sich mit solchen Vorstellungen marterte, waren die Empfindungen James hatte, ganz anderer Art. Das Barth'sche Kind ist gestohlen oder umgebracht worden;" rief er seiner Frau in fast jubelndem Ton zu. „ D, wie ist das geschehen, wer hat das gethan?" fragte Frau Wrigley ihren Gatten besorgt. ( Fortsegung folgt.) Ein in Folge des Tischlerftrife begangener Erze beschäftigte heute die 92. Abtheilung des hiesigen Schöffenge richts. Auf der Anklagebant befanden sich die Tischlergesellen Alexander Franz Julius Schilling, Ferdinand Klose, Wilhelm Bauer, Rudolf Fangberg, Friedrich Nico leit, Naujack, Reschke und Ruthe. Außerdem ist die auf wiederholten Hausfriedensbruch, sowie gegen Schilling auch noch wegen Sachbeschädigung erhobene Antlage gegen den Tischlergesellen Schu st gerichtet, dem in deß die Vorladung zum Termin nicht hat zugestellt werden fönnen, weil er inzwischen flüchtig geworden ist. Schilling wurde zu vier Monaten, einer Woche, Klose, Langberg und Bauer zu je vierzehn Tagen und Nicoleit zu einem Monat Gefängniß verurtheilt, während die übrigen Angeklagten freigesprochen wurden. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. " 1 Auch die Berliner Steinmegen beginnen nunmehr endlich etwas energischer in die Lohnbewegung einzutreten, wie der Verlauf der jüngsten, sehr zahlreich 200 Personen besuchten Versammlung des Fachvereins der von mehr als Berliner Steinmeßen" am legten Sonntag Vormittag in Ahlgrimm's Saal bewies. Nach eingehender Berathung wurde in Dieser Versammlung der Wortlaut eines an sämmtliche Meister zu richtenden Schriftstücks festgestellt, durch welches die Meister ersucht werden sollen, zu dem seitens der Steinmegen ihnen porgelegten neuen Tarif für Affordarbeiten endlich definitive unter der Devise: Schuß der nationalen Arbeit" nach vor nur den Schuß des nationalen Kapitalismus verstehe Die Arbeiter selbst haben nämlich noch keinen Deut Nu bis jezt von den nationalen Schußphrasen gehabt, die in legten Jahren so billig( wie Brombeeren geworden find den Arbeitern förmlich auf die Köpfe regnen. 110 Krimmitschau, 19. Juli. Heute früh 8 Uhr stellte einer hiesigen Vigogne- Spinnerei die Mehrzahl fogenannten großen Andreher die Arbeit ein, da von ihnen verlangte Erhöhung des bisherigen Arbeitslo nicht zugestanden wurde. Infolge des Strifes wurde feite des Besizers der Betrieb in dem ganzen Etablissement gestellt. In einer anderen Vigogne- Spinnerei soll dem nehmen nach dem Verlangen der Arbeiter, die Arbeitszeit eine Stunde zu verkürzen, stattgegeben worden sein. als Referent Herr Rodmann, welcher es unternahm, den Bes weis zu führen, daß die Forderungen der Pußer Berlins ges rechte find; den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend. In längerem Vortrage führte derselbe aus, daß das Leben des Arbeiters ein steter Rampf mit dem Kapital sei. Jeder Ar beiter müsse darnach streben, den vollen Betrag seiner Thätigfeit vom moralischen und gesetzlichen Standpunkte aus zu ers langen. Nach 22 jähriger Statistit, von ihm aufgestellt, wies derselbe nach, daß pro Tag nicht mehr als 2 Mt. zur Beſtrei tung sämmtlicher Lebensbedürfnisse entfallen. Die Lohnsäße hätten mit der Steigerung der Lebensmittelpreise nicht gleichen Schritt gehalten. Am meisten sei die Ueberproduktion schuld, durch welche eine Regulirung der traurigen Lohnverhältnisse versucht werde. Herr Dietrich wies an der Hand einer zehnjährigen Lohnstatistik nach, daß dem Puzer pro Tag nur Mt. 1,50 verblei ben. Wären die Forderungen der Buzer nicht gerechte, so würden fie nicht als solche von den Meistern, und von der öffentlichen Meinung anerkannt worden sein. Nur eine Verkürzung resp. gefeßliche Regelung der Arbeitszeit vermöge dem beständigen Sinken der Löhne und der Ueberproduktion Halt zu gebieten. Zur Hebung der materiellen Verhältnisse sei vor Allem eine feste Organisation der Gesellen den Meistern gegenüber nothwendig, wenigstens dem Schwanken der Löhne einen Damm entgegenzusetzen. Eine Aufbesserung der Löhne sei zu er reichen und müsse erreicht werden. Der von den Gesellen aufgestellte, von den Meistern anerkannte Lohntarif müsse voll und ganz zur Durchführung gelangen. Wo die im Tarif vor gesehenen Lohnfäße von den Meistern nicht gezahlt würden, da liege die Schuld an den Pußern selbst. In der weiteren Diskussion wurde die Nothwendigkeit einer Berkürzung der Arbeitszeit anerkannt, von einem dahingehenden Beschluffe aber abgesehen. Wie fonstatirt wurde, erhielten von den An wesenden kaum die Hälfte die geforderten 6 M. per Tag und Stellung zu nehmen. Daß in den letzten Jahren neben der I allgemeinen fallenden Tendenz der Durchschnittslöhne, von welcher die im Steinmeggewerbe Arbeitenden ebenso hart be troffen worden find wie das gesammte Handwert überhaupt, speziell das Mißverhältniß der für Affordarbeiten gezahlten Lohnfäße zum Durchschnittswochenlohn fast bis zur Unerträglichkeit gesteigert worden ist, haben u. A. auch die Verhandlun gen der ersten Delegirtenversammlung der Steinmeßen Deutschlands, welche vom 6. bis 8. Juli d. J. in palle tagte, ergeben, und wird dies auch von einem Theile der Berliner Meister unumwunden zugestanden. Gleichwohl hat die Meisterschaft, der die von den Steinmezen ausgearbeitete neue Stala schon vor Jahresfrist unterbreitet worden, bis jetzt noch nicht Veranlassung genommen, sich über ihre Stellung zu derselben zu äußern, und To wählte die Versammlung zur thunlichsten Beschleunigung der Angelegenheit eine besondere Kommission von fünf Mitgliedern, welche während der nächsten 14 Tage über den aufgestellten neuen Tarif( einzelne Abweichungen resp. Buschläge für Marmorarbeiten u. dergl. vorbehalten) mit den Meistern direkt in Berathung treten soll. Wird in diesem Zeitraum ein annehmbares Resultat durch die Verhandlungen nicht erzielt, so soll über die ferner zu unternehmenden Schritte resp. über die eventuelle Proklamirung des Streits in einer weiteren Versammlung entschieden werden. Die Kommission besteht aus ben Herren Gabler, Rohn, Mettel, Glogner und Böhme; ihr tritt mit berathender Stimme der Vorsitzende des Fachvereins, Herr Handschuh, hinzu; als überwachende" Kommission wird fie mit einem Mandat von einjähriger Dauer ausgestattet. Der fchon früher gefaßte Beschluß, daß von den sogenannten Einstandsgeldern ein Betrag von 1,50 Mart an die Vereinskaffe zu deren Kräftigung für die eventuell bevorstehende Kampagne abzuführen ist, wurde mit an Einstimmigkeit grenzender Majos rität wiederholt und erst nach mehr als breistündigen Verhandlungen ging die Versammlung auseinander. um Elberfeld, 18. Juli. In der gestrigen Versamm tr. 93 Di S. K. S des hiesigen Fachvereins der Metallarbeiter wurde Gejege, welch der Ergänzungswahl des Vorstandes Herr A. Neum einheitlichem zum ersten Vorsitzenden, Herr R. Holtekamp zum Sweden Nam Weiter waren zur Versammlung le nach dem a. auf Herabseßung des welchem fie v führer gewählt. rere Anträge gestellt, u. schreibegeldes und der Beiträge. Angesichts der b gemeinen Un genswerthen Thatsache, daß unser Verein noch sehr schwa afe, oder o Mitgliederzahl ist, wurde einstimmig beschloffen, das Einsch hat. Wenn " 饮 10 Pf. auf monatlich 30 Pf. zu reduziren. Hoffentlich ordnung" in diese Erleichterung dazu bei, uns eine Schaar neuer Mitg daß der eine zuzuführen. Alsdann wurde beschloffen, eine Reiseunterftet Gefängniß können, daß er mindestens 8 Wochen einem Metallarbeite prattich besch von 1 M. zu gewähren, jedoch muß der Reisende nach fängnißwefen vorschwebt, einen Schritt näher gekommen, indem wir uns Wir haben d mühen, unfere nothleidenden Genoffen zu unterstüßen. Daud an uns verein angehört. Wir sind dadurch dem Ziele, das uns doch alle Genoffen für das Gemeinsame, das uns leitet, macht start.( Deutsche Metallarb.- Btg.) Studiren. 2 fogar Magna nicht wurde daraufhin folgende Resolution gefaßt: Die heutige eintreten, denn ein Einzelner vermag nichts, nur Ein im Braunschn Generalversammlung der Pußer beschließt, die Beschlüsse, die in den vorhergehenden Generalversammlungen gefaßt wurden, aufrecht zu erhalten und zwar 1) nur nach dem Lohntarif neue Arbeit zu affordiren und 2) einen Vorschuß von 6 M. pro Tag fich zahlen zu laffen." Am 16. August findet in der Tag fich zahlen zu laffen." Berliner Flora das dritte Stiftungsfest des Fachvereins der Buger statt. Nur Mitglieder haben Butritt, doch können von diesen Gäfte eingeführt werden. h. Die Fachschule für Stuhlarbeiter( Weber), welche feit 9 Jahren hier besteht und gegenwärtig ca. 200 Schüler aufzuweisen hat, erfreut sich nicht zum geringsten Theile durch die unermüdliche Fürsorge und Munifizenz seines Kuratoriums- fortgefest feder nur möglichen Förderung der theoretischen, praktischen, fittlichen und körperlichen Ausbildung ihrer Böglinge, wo immer sich hierzu Gelegenheit bietet. So besuchte am vorlegten Sonntag die obere Klaffe dieser Schule unter Führung ihres Dirigenten, Herrn Obermeisters Schmidt, und der übrigen Lehrer das deutsche Kunstgewerbemuseum und die dort zur Zeit ausgestellten alten orientalischen Teppiche und Handgewebe, unter Anhörung darauf bezüglicher belehrender Vorträge des Lehrpersonals. Am legtvorgenannten Sonntag hinwieder unternahm die Mehrzahl der Schüler gemeinsam mit dem Dirigenten und der gesammten Lehrerschaft einschließlich des alten, in allen Berliner Turnerkreisen ebenso bekannten als beliebten Turnwarts Wunschel einen lehr- und lustreichen Ausflug nach Ertner, der Woltersdorfer Schleuse und den Rüdersdorfer Kallbergen. Hierzu hatte das Kuratorium der Fachschule wieder wie im Vorjahre nicht unerhebliche Beträge bewilligt, um Kaffee und andere Erfrischungen an die Schüler gratis verabreichen zu können. Eine Versammlung des Fachvereins der Berliner Kürschner und Berufsgenossen fand am Sonntag, den 20. Juli, in Seefeld's Saal, unter dem Vorfiße des Herrn Schmidtmann statt, in der der Stadtverordnete Herr Gördi einen interessanten Vortrag über Produktiv- Genossenschaften Glaishammer, 20. Juli. Die gestern Abend im Bu The des Herrn Maul stattgehabte allgemeine Versammlung, in on Gefangen cher Herr Grillenberger einen Vortrag über das Unfall diefem genehm ficherungsgesetz hielt, war sehr gut besucht und verlief Cinheitlichkeit zeichnet. Nach dem Vortrag wurden aus der Versam driftsteller, mehrere Anfragen über einzelne Punkte des neuen Gefe orden, daß den Referenten gestellt, die derselbe zur Zufriedenheit tor eingeholt Interpellanten erledigte. Ueberwacht war die Versamm orespondenz durch zwei Herren vom f. Bezirksamt und den Herrn meis auf d meister, die Gensdarmerie promenirte im Gaftzimmer unelte fich hier dem Hause. t. Die Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Ma wurde damit beitsentziehung fibre, über un hielt. Der Bericht der Centralisirungs- Kommission fiel sehr und Steinhauer Deutschlands( Grundstein zur entscheide. 23 glänzend aus; Herr Stoye stattete Bericht darüber ab, und wies nach, daß die Betheiligung zur Anbahnung einer Centralisation namentlich in Leipzig und Markranstädt den besten Anklang gefunden hat, in Schleudig, Weißenfels und Rhöda war die Betheiligung ebenfalls befriedigend zu nennen. t. Auch die Schuhmacher in Offenbach baben, dem Beispiel der Gothaer folgend, beschlossen, jedem durchreifenden unterſtügungsberechtigten Mitgliede des Unterstüßungsvereins ein Mittagbrod im Betrag von 80 Pf. zu verabfolgen und ein und wurde Hr. Dietrich wiedergewählt. Behufs Fort der Vorstandswahl findet Montag, den 28. d., Abends 8ei Wochen S im Salon zum deutschen Kaiser, Lothringerstr. 37 eine ge durchzufä Die Bahl der Dajtitrafe ab u ordentliche Mitgliederversammlung statt. beträgt bereits 2800. Im Arbeiter- Bezirks- Verein des Südwestens gestern Abend Herr Stadtverordneter Franz Tupauer Leben. Wir g noch zu jenen uriofen Leuten Communales. In später Abendstunde wird uns berei durch die Die prattifch je werden die Kollegen ersucht, sich an Herrn Jolob Kirchner, daß der Saal in den Gratweil'schen Bierhallen, woselb dann, wen Kaiserstr. 65, zu wenden. Aus der Provinz Sachsen.( Priv.- Mitth. d. Volks- 8tg.). Selbst aus amtlichen Berichten erfahren wir, daß das Heranziehen fremder Arbeiter in unsere Provinz, namentlich aus Schleften, Posen, Polen und Italien der Bevölkerung hier selbst nicht zum Vortheile gereicht. Bekannt ist es ja, daß alle Arbeiter, welche aus Gegenden kommen, in denen die Lebenshaltung eine tiefere ist, die Löhne herabdrücken, da ihre Bedürfnisse geringer find, als diejenigen der einheimischen Arbeiter. Dies gilt besonders bei den Stalienern und Polen, welche es sogar verschmähen, sich in den Dörfern Quartiere zu Der Fachverein der Schuhmacher beschäftigte sich am Montag mit der Gründung einer Unterstüßungskasse für Arbeitslose resp. Anschluß an den Allgemeinen Unterstügungsverein deutscher Schuhmacher. Der Vorsitzende Herr Papke beleuchtete die traurige Lage der Schuhmacher, die hauptsäch lich bei Arbeitslosigkeit hervortrete; es sei deshalb eine Nothwendigkeit, daß in dieser Sache etwas gethan werde, daß dem bisherigen Mangel an einer Organisation abgeholfen werde, damit der Schuhmacher durch die erdrückende Konkurrenz der Arbeitslosen, nicht noch weiter widerstandslos der Willkür der Arbeitgeber bei Festsetzung der Lohnfäße anheimfällt. Die meisten Redner betonten, daß eine Lokaltaffe hier nichts nüße, nur der Anschluß an eine zentrale Organisation sei zu empfehlen, im allg. deutschen Unterstüßungsverein sei diese geboten, und es sei Pflicht aller, nur diesem beizutreten. Die Gründung einer lofalen Unterstügungskaffe wurde deshalb fallen gelassen. Da der Anschluß eines Vereins an eine solche Organisation, gewiffe Schwierigkeiten hat, so wurde eine Resolution, angenommen, dahingehend: Die Versammlung erklärt sich mit den verschiedenen Rednern einverstanden und ersucht den Vorstand zum energischen Vorgehen in dieser Sache.. Am Schluß wurde für die strikenden Gießener Kollegen gesammelt. -t. Eine Generalversammlung der Puzer Berlins und Umgegend fand am Montag im Palmensaal", Neue Schönhauserstraße 20, unter fehr zahlreicher Betheiligung statt. Als Bureau fungirte der Vorstand des Fachvereins der Puter, Theater. Mittwoch, den 23. Juli. Deutsches Theater: Geschlossen. Reues Friedrich- Wilhelmst. Theater: Fatiniga. Ballner Theater: Hotel Blancmignon. Dkend- Theater: Das Stiefkind des Proletariers. Belle- Alliance- Theater: Die Waise aus Lowood. Balhalla Operetten-Theater: Nanon. Versammlung tagte, bis auf den legten Blas gefüllt wat Arbeiter lassen sich also durch die Hige, wie verschiedene 3 Es ist eine Braris machen elbit empfunde gen behaupteten, durchaus nicht vom Besuch ihrer Vereen die po lungen abschrecken. Den ausführlichen Bericht behalte afgefe mad Wahrung der materiellen Interessen der Fabritate in gewiff Berlins tagte am Montag, den 21. Juli, im Saale des Strafgefete uns für morgen vor. Die Mitglieder- Versammlung des Verein Wohlhaupt, Manteuffelstraße. Herr Tischlermeister F hielt einen Vortrag über den Zweck der Fachvereine. mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß fi Der befannte olitische und anguiganstalten politif ewöhnlicher 2 suchen, sondern in schnellgefertigten Erdhöhlen in der Nähe sehr lebhafte Diskussion, an welcher sich hauptsächlich die as fehr erklär neue Mitglieder in den Verein aufnehmen. Versammlung des Arbeiter- Bezirks- Verein is nicht au egeln wird met Barbarei felbft ufen. Friedrichstadt, am Donnerstag, den 24. d. M., in allem schw Salon, Mauerstr. 86. Tages- Ordnung: 1. Vortrag den Verbrechen lermeisters Herrn Mita n. 2. Verschiedenes und Frage erbliden uni Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. und Sterbekasse der Tischler und verwandten ordene Empfi genossen findet heute( Mittwoch), den 23. Juli, eiten auf das der Arbeitspläge nächtigen. Daran, daß die einheimischen Arbeiter unter der Konkurrenz der Ausländer viel zu leiden haben, denken die Behörden allerdings nicht, da ja die Großgrundbefizer und die Buckerfabriken eben durch diese Konfurrenz großen Nußen erzielen. Jedoch ist es ein anderes Moment, was die Behörden stugig macht. Beamte und Aerzte bezeugen nämlich, daß in den von auswärtigen Arbeitern hauptsächlich berührten Kreisen, ferner in Sangerhausen und Bitterfeld der Schnapsgenuß, die Rohheit, ekelhafte Krankheiten, Vergnügungssucht und der Mangel an Häuslichkeit heiten, Vergnügungssucht und der Mangel an Häuslichkeit in erschreckender Weise" zugenommen haben. ,, in erschreckender Weise" zugenommen haben. Ob die Großgrundbestßer und Buderfabrikanten auf derartige Erscheinungen auch wohl ihr Auge werfen und Abhilfe schaffen oder ob sie Buisenstädtisches Theater: 83. Opern- Vorstellung: Indra. Große Oper in 3 Atten von Flotow. Unentbehrlich für Behörden, Krankentassenvorstände, Verwalter, Fabrikbesitzer 1. A. Das Krankenversicherungsgesetz nebst Anhang: Das Bilfskaffengefetz Funter Berücksichtigung der Abänderungen des Gesetzes vom 4. Juni 1884. Preis für beide Gefeße zusammen 25 Pf., lepteres apart 15 Pf. Nach den Beschlüssen des Bundesraths: Statuten- Entwurf 1. einer Ortskaffe, 2. einer Fabrik- Kaffe. ( Reichsgesetz vom 15. Juni 1883.) Preis 75 Pf. Das Unfallversicherungsgesetz nebst Ausführungs- Verordnung nud Anmeldungs- Formular. Preis 25 Pf. Die Gewerbe- Ordnung für das deutsche Reich. Preis 30 Pf. Bu beziehen durch die Expedition des Berliner Volksblatt" Zimmerstr. 44. 11 2 Eine Mitglieder- Versammlung der Central- K 8 Uhr, Aderstraße 44, im Vorstädtischen Kasino, 81, L.- D.: 1. Wahlen. 2. Einrichtung einer Bahlstelle und schiedenes. 154 Mark, 1472 14 72 Mark. 64 Preuß. Loose: Hauptziehg. 25. Juli- 9. Auguft. Orig. 360 Mark, Antheile 1, 30 M., 16 15 M., 132 7,50 M., 14 4 M. Borchardt Gebrüder, 2. Gefch. Königftr. 1, Ede Burgfir. Teleph. 1048. 8 450 Einen tüchtigen Bügler und Stepper, junger Mann, für Damenmäntel verlangt Welsch, Oberwasserstr. 13. 449 10 geübte Stuhlflechterinnen werden verlangt auf Dauer Naunynstr. 88, Hof III. General- Versammlung des 1. Geschäft Friedrichstr. 61, Telephon 480. Arbeiter- Bezirksvereins v. 15, u, 20. Communal- Wahlbezirk in Wohlhaupt's Salon, Manteuffelstr. 9, heute Mittwoch, Abend 8%, Uhr. T.- D.: 1) Kassenbericht. 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. 3) Verschiedenes. Fragetasten. Gäste fönnen zu dieser Versammlung nur durch Mitglieder eingeführt werden. 447 Eine Versammlung des Arbeiter- Bezirks- Vereins der Friedrichstadt findet am Donnerstag, den 24. d. Mts., in Pieper's Salon, Mauerstraße 86, statt. T.- D.: 1) Vortrag des Tischlermstr. Herrn Mitan: Die gegenwärtige Situation. 2) Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Der Vorstand. 451 Im Verlage von J. H. W. Diet in Stuttgart erschien und ist in der Expedition des, Berliner Boltsblatt", Bimmerftr. 44 zu haben: Die Sozialdemokratie vor dem Deutschen Reichstage. Erste Lesung des Sozialistengesetes nach dem amtlichen Stenogramm. Heft 1. Sigung am 20. März} à Heft 25 Pf. II. 11 21. Wahrer Jakob Nr. 6.- 10 Bf. Wir m minutiofe Ausle Liebe Deutsche ich bei jedem S Des Sorten verfuchte being, ich fanterie- Regimen Ginjährig Freiwi eichter verfucht Dienftlichen Ste rieb mit große Vorräthig in der Expedition: Zimmerstraße Su diesem Bw 442 chiebenartigften tentheils mit Dr tellt, jo daß fet micht ganz unäht Ben Drähten fan Soeben ist erschienen und durch alle Buchhandofort dicht bei D lungen zu beziehen: Der illustrirte eue Welt- Kalender für das Jahr 1885. Preis 50 Pf. Der Kalender enthält u. v. a.: uf überflüffigen erein verzichtete errain zu fenne Des Spinnengem ann fo fchließli efand und auf iedergefchlagent Bort gesprochen egungen feines abe ejer faß, brach erlofchen w Gedicht. Uebersicht der wirtschaftlichen uns ieder in Brand nen Auge die ebte Blide auf Bitronen, die on verkündete, gewiß ein tü iterien der u parf. Hier stani Die kleinen Wohlthäter. Farbenbild mit faatlichen Verhältnisse des deutschen Reichs. Von Freiwald Thüringer. Staatliche Verhält nisse der bedeutendsten Länder der Erde. Gesetz und Recht. Erzählung von Rob. Schweichel. Weiterpropheten u. Witterungskunde. Bon Bruno Geiser. St. Elmsfeuer. Eine Seegeschichte. Der Deutschen nationaler Urtrank. Von Dr. Colonius. Eine Verlorene. Ein Sittenbild aus unserer Zeit. Von A. Titus. Erde und Mond in ihrer Entwicklung. Von P. Köhler. Die Meisterstochter. Novelle von May Regel. Unser Zauberfalon. Sumoristisches Feuille ton( mit vielen Jllustrationen). Wandkalender. Stuttgart. 3. S. W. Diet. Kopar en feines Freu atifchen Brobler langften trigo her Menich da ineswegs mit meicheltes Sch Gan die eigene rartige Fertigk ieboh, wenn Vorräthig in der Expedition: Zimmerftraf Ein freundl. möbel. Zimmer für ein auch zwei hung nur abnen I Ber ihm noch i nicht eine eugung diefes beiden faßen Naunynstr. 34, 2 Tr. bei e Verantwortlicher Hedacteur N. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine nach Derftehen ut Nus Die in find ftellte hrzahl , da beitslob 1. Da Nr. 93. de feite ement Dem eitszeit rfamm Beilage zum Berliner Volksblatt. Die Festungshaft in Preußen. Ein Beitrag zur Gefängnißfunde. S. K. Noch immer fehlt es im deutschen Reiche an einem Durde beige, welches die Strafvollstreckung regelt, so daß zwar nach Neum einheitlichem Geseze die Strafe erkannt wird, lettere selbst aber, m Gwelchen Namen fie auch führen mag, thatsächlich verschieden ist, lung Des Der b welchem fie vollstreckt wird. Vielfach giebt es kaum einen allschwa rafe, oder ob der lettere eine bloße Haftstrafe zu verbüßen gemeinen Unterschied, ob Jemand Zuchthaus- oder GefängnißEinsch at Wenn das Gesez die Strafe der Haft in einfacher Freiwöche beitsentziehung bestehen läßt, so legt andererseits die Hausntlich und Mittwoch, den 23. Juli 1884. die winzigste Lücke, bei der man zu paden ist, bleibt. Bir haben ein andermal Gelegenheit, diese Frage zu erörtern. Wir wollen uns nur mit dem Strafvollstreckungsverfahren befassen. Wie bereits gefagt, ist dasselbe bis heute noch nicht gesetzlich geregelt, obwohl schon bei Berathung des Strafgesegbuches eine Resolution im Reichstage angenommen wurde, welche die Regierung an einer entsprechenden Vorlage aufforderte. Bei der Berathung des Strafgesetzbuches fühlte die Mehrheit des Reichstages, in der noch alte liberale Erinnerungen fortwirkten, daß sich politische Verbrecher nicht mit dem Maßstabe für gemeine Verbrecher beurtheilen laffen, daß besonders in erregter Beit es leicht vorkommt, daß eine Partei über die andere zu Gerichte fist und daß auch, fubjektive Gerechtigkeit vorausgesetzt, die objektive Gerechtigkeit fehlen könne. Neben den erwähnten Freiheitsstrafen fennt nun das Strafgeset buch noch eine andere, die Festungshaft, die für eine 1. Jahrgang. = Personen der Zutritt versagt werden, von denen ein Mißbrauchs des Besuchs zu besorgen ist. Die Privattorrespondenz der Festungsstuben Gefange nen ist im Allgemeinen frei. Einschränkungen können eintreten, wenn aus derselben Nachtheile befürchtet werden müssen. Es ist dem Gefangenen die Haltung eines eigenen Aufwärters gestatte. Die Disziplinarmaßregeln bestehen in tageweiser, statt monatlicher Zahlung der Verpflegungsgelder und Sistirung der Bewegung in freier Luft auf 14 Tage und Beschränkung dieser Bewegung auch über diese Frist bis auf eine Stunde täglich. Was die Verpflegungsgelder betrifft, so erhält der unbemittelte Gefangene außer Licht und Heizung 75 Pfennig pro Tag. Ebenso erhält er die Rückreiselosten nach seinem Wohnort. Sofern diese von der Zivil- Justizbehörde nicht festgesetzt worden sind, hat der Gouverneur oder Kommandant unter Berücksichtigung des Standes der Gefan genen zu bestimmen, ob die Kosten nach den für Offiziere, oder für Unteroffiziere und Gemeine festgestellten Säßen zu zahlen find.( Wir erhielten sie seiner Beit nach dem ersten Saße, Fahrkosten zweiter Eisenbahnklasse und für 3 Reisetage je 1 Thaler Verpflegungsgelder.) Für die Ausstattung der Gefangenenstuben find außer einer Bettstelle mit Zubehör an Wäsche und Decke vorgesehen braun gebeizte und polirte Mö ebenfalls braun gebeizte und polirte Rohrstühle von Birkenholz, Fensterrouleaur, ia sogar ein Spiegel zum Werth von etwa 3 Thlr." Auch Bestimmung für die Erneuerung der Kleidung bei längerem Aufenthalt auf der Festung sind getroffen. oronung" in vielen Gefängnissen derartige Beschränkungen auf, Mitg daß der eine Haft Verbüßende kaum besser daran ist, als wenn nter Gefängniß erleiden müßte. Wir haben uns mit dem Ge nach fängnißwefen nicht bloß theoretisch, sondern auch in einer Weise arbeiter praktisch beschäftigt, wie von den Gefängnißdirektoren und den zeigt fich aber auch hier, wie man in der Sucht etwas Oberbehörden derselben wohl nicht behauptet werden kann. en. auch an uns selbst probirt, und bekanntlich geht Probiren über vir undir haben das Gefängnißwesen nicht blos studirt, sondern Studiren. Als der Verfasser dieses vor 10 Jahren eine Haft ur Ein im Braunschweigischen Kloster" zu verbüßen hatte, sah er sich fogar Maßnahmen ausgefeßt, wie sie den Gefängnißsträflingen Gesez die Wahl zwischen Zuchthaus und Festungshaft gestattet, bel, Tisch, Kommode, Schrank, Waschtisch von Kienholz, zwei eitet, o im ing, in nicht Unfall diefem rlief edenheit tor eingeholt werden müsse. Ebenso galt es bezüglich der zu Stande zu bringen, wie der damalige Modeausdruck der Nationalliberalen war, mit der Logit und der Konsequenz umsprang. Die Festungsstrafe ist als ausschließliche Strafe für das Duell festgefeßt. In anderen Fällen wird auf dieselbe ab wechselnd mit Buchthaus oder Gefängniß erkannt. Wo das darf auf Zuchthaus nur dann erkannt werden, wenn fest= gestellt wird, daß die strafbar befundene Handlung aus einer ehrlofen Gesinnung entsprun gen ist. Wo dieses nicht festgestellt wird, ist bei Hochverrath und in den meisten Fällen des Landesverraths nur auf feine ehrlose Gesinnung festgestellt ist, wird mit Festungshaft, Aufforderung zum Ungehorsam gegen irgend eine kleine PolizeiWenn nun auch dem Gouverneur und Kommandanten ein ziemlicher Raum willkürlichen Ermessens gelassen ist, so wird doch dieses schon dadurch allein eingeschränkt u Theil wurden. Während im Allgemeinen Besuche Gefangenen beim Anstaltsinspektor angemeldet und von Einheitlichkeit des Stils wegen braucht der Verfasser das vornehme genehmigt werden müssen, war, was uns betrifft( der Serfam Stiftiteller, Wir", auch wo er von seiner Person spricht), verfügt Gefe worden, daß ein besonderer Erlaubnißschein vom Polizeidiret Festungshaft zu erkennen. Aufforderung zum Hochverrath, wenn Errn Binweis auf die Gesetzbestimmung bezüglich der Haft,( es han verordnung mit Gefängniß bestraft. Wenn auch letteres Ver- werden, daß auf die Civilgefangenen dieselben Bestimmungen Bersama Roneipondenz. Ein Schreiben an den Polizeidirektor mit dem ner und belte fich hier um andere Beschränkungen, Lichtbrennen 2c.) gehen in mildernden Fällen mit Geldbuße bestraft werden wurde damit beantwortet, daß das Gefeß die einfache Frei- kann, so tritt doch im Unvermögen Gefängniß ein. Die größten daß, falls die Festungshaft für Civilpersonen gefeßlich geregelt zur entscheide. Wir haben uns, was wir erklären, damit man nicht die fleinsten Vergehen Gefängniß. Bei Majestätsbeleidigungen haft Verurtheilten die Vorzüge der militärischen Festungshaft eine 2c., ist die Wahl zwischen Festungshaft und Gefängniß gelassen; für gewöhnliche Beleidigungen freten dagegen Gefängniß- und worden wäre, auch nur zum geringsten Theile den zur Festungszu Theil geworden sein würden. Wo im gewöhnlichen Leben das Bewußtsein bürgerlicher Freiheit und Ehre so viele Einorstand annehme, daß das Gefühl persönlichen Aergers unsere Feder 3 Forlibre, über unsern Klosteraufenthalt nicht zu beklagen; da die ends 8 rei Wochen haft doch nicht ausgereicht hätten, um die Rechts- Haftstrafen ein. Nun, das Gefängnißwesen mit allen seinen buße gelitten hat, wie soll man da erwarten, daß sie besonders ahl der daftstrafe ab und führten ein möglichst angenehm- idyllisches Kerkergitter, der Verschluß, der appetitliche Nachtkübel, die frage durchzukämpfen, so fanden wir uns praktisch mit der demüthigenden Bestimmungen ist wohl allgemein bekannt. Die hoch gehalten werden soll gegenüber einem Gefangenen, einem Leben. Wir gehörten und gehören vielleicht theilweise auch jetzt Spähluken an den Thüren( espions, Spione heißen sie in noch zu jenen heute leider als Sonderlingsnaturen betrachteten eftens Cubauer uriofen Leuten, die, wenn sie ein Recht vermeinen zu haben, ns bei durch die Thüre gehen zu dürfen, dieses Recht vertreten, woselbuch dann, wenn eine breite Mauerbresche neben der Thüre ist, Die praktisch jeden 3wanges entbindet. It war edene B Es ist eine vielfach aufgestellte Doktrin, daß nach unseren rer Verlegen die politischen Verbrecher" teine Abart bilden. Das behalte afgefets macht allerdings keine Unterschiede. Aber in der Berein Brazis elbit machen dieselben sich doch geltend. Es wird dieses empfunden von solchen Gefängnißdirektoren, die ob ihrer Belgien), die fortwährende Bewachung, die Beschränkungen aller Art brauchen wir nicht besonders zu schildern. In welchem Gegensate steht hierzu die Festungshaft! Die Festungshaft wird in Preußen geregelt durch das Militär- Straf Vollstreckungs- Reglement vom 2. Juli 1873. Die Bestimmungen find bezüglich der Zivilpersonen, welche die Strafe in den Festungen verbüßen, diefelben wie für MilitärPersonen, also vorzugsweise Offiziere. Die Räume, in welchen die Festungshaft vollstreckt wird, führen die Bezeichnung: Festungsstuben Gefangen- Anstalten", die darin aufgenommenen Strafe der Festungshaft besteht in Freiheits- Entziehung mit fangenen. Die Beschäftigung derselben ist auf eine ihren Fähigkeiten und Verhältnissen entsprechende Weise zu fördern; ein 3wang hierbei darf jedoch nicht ausgeübt werden. Ein Verschluß der Stuben der Festungsstuben- Gefangenen abritar parte in gewiffem Rufe stehen und beständig für Verschärfung Gefangenen werden Festungsstuben- Gefangene" genannt. Die ale des ter F Verbrecher gegenüber bestehenden Gesegesvorschriften! Wie es heute mehr als je Gewohnheit geworden ist, der höchsten bürgerlichen Ehrenstellung noch eine Erhöhung zu verleihen, daß man ihr das Prädikat einer militärischen Charge( ReserveLieutenant, Landwehr- Major u. f. w.) hinzugefügt, so fann selbst der politische oder Preßverbrecher sich sagen, daß er eine bevorzugte Stellung einnimmt, wenn er offiziergleich eine Strafhaft unter militärischem Kommando verbüßt. Eine Ausficht, unser Strafsystem zu bessern, ist gegenwärtig wohl laum vorhanden. Es läge sonst doch wirklich nahe, einen Ausgleich in den Strafarten zu bewirken, vor allen Dingen die Straf vollstreckung gefeßlich zu regeln. In unseren bürgerlichen Kreisen ist Dank der liberalen Versumpfung die Werthschäzung Der belannte Strosser äußerste selbst den Wunsch, daß Beaufsichtigung der Beschäftigung und Lebensweise der Ge- derselben nicht mehr eine hinreichend empfindliche Strafe sehen, ine. olitische und Breßverbrecher nicht in den allgemeinen Gefangenen. bloß fongaiganstalten untergebracht werden möchten. Es ist lich die sehr erklärlich. Mag man sich noch so sehr vorreden, Ben fi ein politischer Verbrecher nichts anders ist, wie ein Verein is nicht aufrecht halten. ewöhnlicher Verbrecher, es läßt sich diese Fiktion in der findet nicht statt; eine Revision nur in längeren Zwischent., in trag be ral- Kra Juli, Rafino Es wird dem Gefängnißdirektor räumen. Die Gefangenen tönnen sich täglich nach der näheren Bestimmung des Gouverneurs oder Kommandanten bis zu 5 Stunden in freier Luft innerhalb des die Festungsstuben o allem schwer halten, in dem Preßverbrecher einen wirk en Verbrecher oder auch nur irgendwie gesunkenen Menschen Frage erblicken und die Anwendung der harten Gefängnißmaß- Gefangen- Anstalt speziell umschließenden Festungswerkes betegeln wird mehr oder weniger gegen ihn den Vorwurf der rafen selbst unter den Gegnern des Gefangenen hervor ten en. Wir wollen heute nicht über die gang und gäbe geEmpfindlichkeit, mit der in öffentlichen Angelegenauf das Strafgesetz refurrirt wird, rechten, nicht über die minutiofe Auslegung der Paragraphen, durch welche unsere liebe deutsche Sprache am meisten zu leiden hat, in der man elle und traße and er mit 2nd iche. jältErde. richel. Von sichte. Dorbene beiten wegen. Eine besondere Beaufsichtigung hierbei ist nur anzuorden, wenn die Umstände dies erfordern. Zur Abstattung von Besuchen in der von Festungswerken umschlossenen Festungsstadt haben die Gefangenen die Genehmigung des Gouverneurs oder Kommandanten einzuholen. Während Beit der zur Bewegung in freier Luft bestimmten fönnen Festungsstuben- Gefangene sowohl innerhalb, wie V wenn diese nicht noch mit besonderen Härten und Demüthi gungen verknüpft ist. Lokales. Der Bericht des Preisrichter- Kollegiums über die Preisbewerbung für Ausstattung einer fleinen Wohnung mit Möbeln ist nunmehr erschienen. Derselbe bespricht die beachtenswertheren ausgestellten Wohnungs- Ausstattungen, welche durch die Berichte der Beitung zur Zeit der Ausstellung ihre Würdigung gefunden haben. Am Schlusse des Berichtes heißt es dann: heißt es dann:„ Die übrigen bisher nicht besprochenen Ausstattungen zerfallen in zwei Kategorien. Die erste derselben bleibt hinter den Anforderungen des Programms zurück. Diese Mobilien zeigen, wie derartige Ausstattungen bisher waren und wie sie nicht mehr gewünscht werden. Die Leistungen der ich bei jedem Satze zu verpalliſadiren hat, daß nur ja nicht außerhalb der Anstalt Besuche empfangen. Es kann jedoch zweiten Art gehen über das Programm hinaus, fie halten Des Fähnrichs erste Liebe. Von R. C. mit diesen Sorten verfuchte ein neu ernannter Fähnrich vom xten Inbeing, ich bin namenlos unglücklich!" Janterie- Regiment in das Zimmer feines besten Freundes, des Einjährig Freiwilligen Heinz, einzubringen.. Voienftlichen Stellung ein Studiosus der Bergbaukunde und leichter Es war das versucht als gethan. Heinz war in seiner außer rieb mit großer Vorliebe allerlei physikalische Experimente. Bu diesem Zweck hatte er in seinem Zimmer die ver tentheils mit Drähten unter einander verbunden waren, aufge chiebenartigften Instrumente und Maschinen die größ tellt, jo da fein Zimmer einem ungeheuren Spinnengewebe nicht ganz unähnlich sah, und Besucher, die sich nicht gerne in lofort dicht bei der Thür auf dem Erdboden niederließen, und uf überflüffigen Gebrauch von Armen und Beinen von vorn rein verzichteten. Der Freund des Einjährigen schien das Den Drähten fangen wollten, am besten thaten, wenn sie sich fern in der Hand, die er sorgfältig über der Maschine wärmte, der andere mit dem geknickten Herzen in der Brust, dessen wilden Schmerz er nicht zu bändigen vermochte. Endlich war der heiße Trant bereitet und die Mischung fand Gnade vor der prüfenden Zunge des Einjährigen. Heinz, ich bin namenlos unglücklich" so begann der Fähnrich wieder, indem er einen schmerzlichen Seufzer ausstieß und melancholisch sein Glas anstarrte. Der Angeredete musterte seinen Freund mit allen Zeichen eines wirklichen aufrichtigen Bedauerns, ließ aber dann sofort mit beruhigendem Ausdruck seine gutmüthigen wafferblauen Augen über die Rumflasche und Kaffeemaschine gleiten, als wollte er andeuten, daß es außer dem Bereiche seines Verständnisses läge, wie fich Jemand im Bestige einer angemessenen Quantität heißen Waffers und den dazu gehörigen Ingres denzien an einem dienstfreien Rachmittage, namenlos unglüdlich" fühlen tönne. Heinz, kennst Du die himmlische Alice?" so fragte der Fähnrich schüchtern, indem er seine Verlegenheit in einem furchtbaren Schluck Punsch zu ertränken versuchte. in zu tennen, gewandt übersprang er einige der Fäden himmlisch? Bin in der Gegend nicht bekannt, würde aber Des Spinnengewebes, schlüpfte unter andere hindurch, und ge Dann jo fchließlich einen Stuhl, auf dem sich zufällig nichts efand und auf den er sich mit allen Zeichen der tiefsten Bort gesprochen, mit ängstlichem Blick hatte er alle Be Degungen feines Kameraden verfolgt, jest, wo er sah, daß Nejer faß, brachte er seine ungeheure Studentenpfeife, die beis abe erlofchen war, durch einige wahrhaft übermenschliche Züge Dieber in Brand und paffte ruhig weiter, indem er mit dem nen Auge die Rauchwollen beobachtete, mit dem anderen ver ebte Blide auf die auf dem Tische stehenden Gegenstände arf. Spier stand neben der wohlgefüllten Rumflasche, Bucker O Bitronen, die blantgeputte Raffeemaschine, und der zischende par gewiß ein tüchtiger Martscheider, er war in die tiefsten on verkündete, daß das Waffer im Sieden begriffen sei. Heinz gferien der unterirdischen Baukunde eingeweiht, zum Enten feines Freundes berechnete er die komplizirtesten mathelängsten trigonometrischen Formeln herbeten wie ein gewöhn Probleme mit affenartiger Geschwindigkeit, er fonnte Menich das Vaterunser, das alles erfüllte ihn jedoch netwegs mit Stola, obwohl er ein wohlgefälliges ge meicheltes Schmunzeln nicht unterbrüden fonnte, wenn Fertigkeiten offen eingestand. Massiv grob wurde 1 Dr. aus lond Die Infer ider. Fitraße atifchen erartige Hung an die eigene Unfähigkeit und Verständnißlosigkeit für Der nur ahnen ließ, daß er auf dem Gebiete der Punschbe jedoch, wenn man einen leisen Zweifel daran aufkommen Aber ihm noch jemand anders im deutschen Vaterlande in der awei ung dieses Trantes irgend welche Beachtung verdiene. nicht beiben b bei Lale a eine eine vollkommene Autorität wäre, daß überhaupt faßen einander gegenüber, der eine mit den Glä ganz gern erfahren, ob beregtes überirdisches Wesen ein Jagdhund, Pferd oder Frauenzimmer ist," brummte Heinz freund lich und mischte sich ein neues Glas mit gewohnter Sorgfalt. Wüthend sprang der Fähnrich bei diesen Worten auf, tam jedoch einer der aufgestellten galvanischen Batterien zu nahe, wodurch alle Drähte und Fäden in bedenkliche Schwingungen geriethen und er refignirt seinen Plas wieder einnehmen mußte. Wenn ich nicht tiefes Mitleid mit deiner unverzeihlichen Roh heit hätte," schrie er mit schlecht verhehltem Ingrimm, wenn ich mir nicht neben meinen anderen dienstlichen Obliegenheiten die Aufgabe gestellt hätte, dich einem ziviliftrten Menschen wenigstens annähernd ähnlich zu machen, so wäre das mein Tester Besuch bei dir gewesen, die Buschmänner und Hotten totten in Afrika find ja die reinen Bieraffen gegen dich, überhaupt hat der Zustand, in welchem du in letzter Zeit infolge des übermäßigen Punschgenuffes verkehrst, mit totaler Verrücktheit die unverkennbarste Aehnlichkeit," schloß er giftig und stieß sein Glas mit plöglicher Entrüstung von sich. Auf Heinz war dieser Erguß nicht ohne Wirkung geblieben, er hatte fich von seinem Stuhl erhoben und sich der Länge nach auf sein Sopha ausgestreckt, kreuzte seine langen Beine auf der einen Lehne und blinzelte aus der anderen Ede seinen Freund gutmüthig und beistimmend an, nickte einige Male mit dem Kopfe, schob dann endlich mit seiner Pfeifenspiße dem bösen Freunde das Glas wieder hin und sagte melodisch: Trint man." # 1 Was sollte der Getränkte weiter thun, er dachte an die schweren Lektionen, die er mit diesem unverbefferlichen Phleg matiker überstanden hatte, als bärtige Unteroffiziere ihnen auf dem Kasernenhofe nachgewiesen hatten, daß unser Herrgott dem Menschen die Kniegelenke nicht etwa deshalb gegeben habe, daß man ste der größeren Bequemlichkeit halber beim Gehen auch gebrauchen dürfe, sondern daß sie nur dazu da wären, damit man die Beine beim langsamen Schritt oder Parademarsche recht schön gestreckt halten könne, und er dachte an jene geheimnißvollen Unterrichtsstunden, wo bei Lampenlicht ein alter Sergeant ihnen beiden mit haarscharfer Dialektik und treff licher Logit bewies, daß die Soldaten nur deshalb mit Köpfen ausgerüstet wären, damit ihnen die Halsbinde nicht über die Ohren rutsche und was dergleichen Resultate tiefen militärischen Nachdenkens mehr sind. An das alles dachte er trant und fie waren wieder verföhnt. Die Gläser wurden von Neuem gefüßt und geleert, und die Freunde suchten einander zu über zeugen, daß es von beiden Seiten nicht so böse gemeint wat. Der Fähnrich hatte unbedingt etwas auf dem Herzen, es schien ihn etwas zu bedrücken, er hätte gern bei seinem Freunde Rath geholt. Anscheinend harmlos fragte er diesen: Heinz, weißt bu vielleicht was Liebe ist?" Damit hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen, denn die Liebe war eins der Hauptfächer des Einjährigen. Wenn er nämlich nicht dienstlich beschäftigt war, oder teine physikalischen Experimente anstellte, oder feinen Punsch trant, so war er verliebt. Seine Liebe äußerte fich allerdings immer in etwas eigenartiger Weise, der Gegen stand seiner Buneigung wußte oder erfuhr es fast nie, welche Verheerungen er in dem kriegerischen Herzen des Freiwilligen anrichtete. Kaum hatte er daher die Frage seines Freun des vernommen, als er sich wie elektrifirt auf dem Sopha umdrehte und urplöglich mit foloffaler Stimme das Lied zu brüllen anfing: Und fragst du mich, was Liebe ist, Ja, Liebe das ist Glüd" " Um Gottes willen, theuerster bester Heinz," schrie der Fähnrich entsegt dazwischen, hör auf, das merkt ja jeder, daß Deine musikalische Ausbildung nur darin bestanden haben kann, daß man dich in deiner Jugend nach Noten durchgeprügelt hat." Na, wer nicht hören will, muß fühlen," bemerkte Heinz philosophisch, trank sein Glas aus und verfiel wieder in fein altes Phlegma. Aber erzähle nur rubig; wenn du in die Neße einer Sirene gefallen bist und ich kann dir helfen, ftehe ich mit allen Kräften zu deiner Verfügung."" Warst Du im Theater, Heinz?" fing nun der Fähnrich mit einem Seufzer der Erleichterung an. Im Theater? Ist denn in diesem Loch überhaupt Theater?" fragte Heinz, der aus einem Städtchen war, das fünfhundert Einwohner mehr hatte, als seine Garnison, und lettere daher verächtlicherweise nur als Loch" titulirte. Ja, seit gestern Abend. Die neue Truppe ist angekommen, doch du Barbar weißt nichts davon. Hättest du die Alice als Louise in Schillers Kabale und Liebe gestern bewundert, Heinz, du wärest hin, hin so wie das ganze Dffizierskorps und ich auch. ( Schluß folgt.) weder in der Wahl und Behandlung des Materials, noch in der Gestaltung der ganzen Einrichtung die Grenze ein, welche die Ausstattung einer fleinen- man möchte wohl sagen, der fleinsten bürgerlichen Wohnung vorschreibt, und überschreiten, nach der Ansicht der Fachmänner im Preisrichter Kollegium, unbekümmert um die deutlichen, besonders be tonten Vorschriften des Programms, auch die gegebene Preisgrenze. Schneller Tod. Ueber den plöglichen Tod eines Einjährig Freiwilligen B. der 1. Kompagnie des Kaiser FranzGarde Grenadier- Regiments Nr. 2 geht der Berl. 3tg." folgende Mittheilung zu: Der Verstorbene, der Sohn eines Rittergutsbefizers aus der Provinz, machte am 14. Juli mit feiner Kompagnie einen Feldmarsch. Um 5 Uhr früh wurde ausgerückt, 2 Uhr Mittags langte die Kompagnie wieder in der Kaserne an. Die große Hize machte während des Marsches ihren Einfluß geltend, die Mannschaften ermüdeten früher wie sonst. Das ergrimmte den Herrn Hauptmann v. T. und er eröffnete den Soldaten, daß jeden der schlapp werde, eine Arreststrafe von 3 Tagen treffen würde". Die Mann schaften strengten sich, um nicht etwa wegen ,, Schlappheit" noch bestraft zu werden, auf's Aeußerste an und auch der EinjährigFreiwillige leistete mehr, als ihm zuträglich war. Kurz vor dem Einrücken in die Kaserne wurde er trotz der nachdrücklichen Ermahnung des Herrn Hauptmanns schlapp" und zwar so, daß er in Krämpfe verfiel. Abends 8 Uhr war der junge, zu den schönsten Hoffnungen berechtigende Mann eine Leiche Borigen Donnerstag wurde der Verstorbene beerdigt. Wir wollen nicht näher erörtern, ob das Defret des Herrn Hauptmanns eine Ueberanstrengung bewirkt hat, die mit dem plößlichen Tode im Zusammenhange steht. Haft verurtheilt. Der Gerichtshof nahm an, daß der Buffetier als Gewerbsgehülfe anzusehen und somit der Wirth für den felben verantwortlich sei. Vewiesen sei, daß Ersterer das Bier dem Vorrath des Angeklagten entnommen habe und es müsse angenommen werden, daß er dem Angeklagten, Herrn Könele, den entsprechenden Betrag abgeliefert habe. verschiedenen Länge und Dicke mit einer gewissen Tage Jeder Chinese pflegt ihn auf's Sorgfältigste zu erhalten dem Gegner, der diesen antasten, oder wohl gar a wollte, dies würde blutige Rache nach sich ziehen. Wen 2 Chinesen an einander gerathen, so wickeln sie vor Dingen ihre Penzes um den Kopf. Die Augenblide dabei vergehen, find häufig genügend, um die erfte beiden abzufühlen, so daß, Dank den Penzes, manche durch diesen Aufenthalt vermieden wird. Ob man praktische Mode nicht auch bei uns in gewiffen, besonde lustigen Distrikten einführen sollte?- fragt mit amerikanisches Blatt. fr. Dem Nachtwächter Wolff waren vor einigen Monaten vom hiesigen Schöffengericht, welches auf die von ihm erstattete Anzeige eine Anklage gegen den Schankwirth Bab uhl wegen Beleidigung desselben verhandelt und den Angeflagten freigesprochen hatte, wegen leichtfertig angebrachter Anzeige die Kosten des Verfahrens auferlegt worden. Hiergegen legte Wolff nicht nur die Beschwerde ein, sondern er trat auch dem Verfahren als Nebentläger bei und legte gegen das den Babkuhl betreffende Urtheil die Berufung ein. Auf diese hin verhandelte nun die fünfte Straffammer hiesigen Landgerichts I. Der Angeklagte räumte, wie in der ersten Instanz ein, in der Nacht vom 12. zum 13. November pr. dem Nachtwächter Wolff den Vorwurf gemacht zu haben, daß er der Kuppelei Vorschub leiste. Der Angeklagte, der in jener Nacht vor dem Hotel Stadt Düsseldorf" in der Charlottenstraße stand, wurde auf das Verlangen der unverehelichten Sophie Heßmann von dem Nachtwächter Wolff zum Fortgehen aufgefordert, worauf er Der erste demselben den besagten Vorwurf gemacht hat. Richter erachtete die behauptete Thatsache für festgestellt, der Berufungsrichter lehnte den dafür angebotenen Beweis als unerheblich ab, weil aus den Umständen und der Form die beleidigende Absicht zu schließen sei. Der als Zeuge vernommene Nachtwächter Wolff bestritt, dem Hotelbefizer Meininger, von dem er für besondere Dienstleistungen ein monatliches Salair bezog, Gäste zweifelhafter Natur zugeführt zu haben. Da die übrigen Zeugen belundeten, daß der Angeklagte die inkriminirte Aeußerung in so lautem Tone ausgestoßen habe, daß sie alle Paffanten haben hören müssen, hob der BerufungsGerichtshof das erste Urtheil nebst dem den Wolff betreffenden Beschluß auf und verurtheilte den Angeklagten zu 50 Mart event. 5 Tagen Gefängniß, legte ihm auch die Kosten beider Instanzen auf. Leichtfertiges Spiel mit Schußwaffen hat am Sonntag wiederum zu fraurigen Folgen geführt. Bei einem Müllermeister in Reinickend rf war Nachmittags Besuch aus Berlin eingefehrt, darunter ein junger Mann von 18 Jahren und eine Verwandte im Alter von 16 Jahren, Lettere mit ihren Eltern. Aus unverantwortlichem Leichtsinn nahm der junge Mann, als er sich mit dem Mädchen allein in dem Zimmer befand, ein scharf geladenes Gewehr von der Wand und richtete an das junge Mädchen die Frage:„ Soll ich Dich einmal todtschießen?" Lachend erwiderte daffelbe: Immerzu." Im Augenblick frachte der Schuß und tödtlich getroffen sant das unglückliche Mädchen zusammen; die Kugel war ihr in den Mund gegangen und hatte die Richtung nach der linken Seite des Hinterkopfes genommen, wo fie im Schädelknochen stecken blieb. Ein sofort herbeigerufener Arzt legte der Schwerverwundeten den ersten Verband an, worauf sie zu Wagen nach dem Augusta Hospital in der Scharnhorststraße geschafft wurde. Der Zustand des jungen Mädchens wird, wie das ,, Berl. Tagbl." berichtet, als hoffnungslos bezeichnet. Breslau. Wie selbst die ernstesten Ereignisse vo haften Vorfällen begleitet sind, zeigt folgende kleine, der 3tg." als wahr verbürgte Episode aus dem Schmiento Unglücksfall, der einen so unverhofft glücklichen Ausgan Als die Katastrophe eintrat, wußte man nicht genau, Bergleute verschütttet seien. Die Frau eines Bergman sonst in denselben Schacht einfuhr, betrauerte nun Schicksalsgenossinnen ihren vermeintlich todten Man derselbe am Abend ganz gemüthlich" auf seine Wo schritt. Die Frau, im höchsten Grade abergläubisch, fich und glaubte den Geist ihres Mannes vor fich Derselbe rief ihr aber schon aus der Ferne zu: wirklich und leibhaftig, er hätte sich bei Schweißer( ein lokal nicht weit von dem Ort der Katastrophe) einen angetrunken, und sei, anstatt einzufahren, bis jetzt blieben und so dem sicheren Tode entronnen." Und Du hoffentlich," so schloß er seine Rede, nicht meh wenn ich wieder einmal eins über den Durst nehme wirst eingesehen haben, wie gut dies mitunter sein Der Herr Baron ist ,, baden". err: I Baron zu Hause? Bedienter: Nein, gnädig baden. Herr: Hat er nichts über seine Rüdle Bedienter: Hat gnädiger Herr gesagt, wird lange bleiben. Herr( feßt sich auf ein Faute werde auf ihn warten. Nach zwei Stunden Das dauert ja aber verteufelt lange. Wohin wollte Baron denn baden gehen?- Bedienter: Nach Baron denn baden gehen? In fünfunddreißig Sekunden! In den gro hänsern von Cansas City, wo täglich 2000 bis 4000 geschlachtet und hergerichtet werden, ist das hierbe wendung kommende Verfahren so vereinfacht und p es geradezu wunderbar erscheint, mit welcher Schnel Genauigkeit die ganze Prozedur fich vollzieht. Ein Blatt schildert die Wanderung, die ein Schwein in artigen Etablissement durchzumachen hat. Das fraglid befindet sich mit vielen anderen Schicksalsgenossen Raume des großen Gebäudes, wohin man die Thie Ställen aus getrieben hat, und drängt sich unruhig vergnügt zwischen seinen Leidensgefährten umher, b tich am Hinterbein erfaßt und an einem fleinen R hängt wird. Der Krahn schwingt es durch eine der noch kein Schwein lebend zurückgekehrt ist, dieser verhängnißvollen Pforte empfängt es von gen, gewandten Manne den Todesstoß. Das Thie einem Trog entlang, durch eine andere Pforte, und topfüber, mit lautem Platsch in einen großen, mit Waffer gefüllten Behälter. Unsichtbare Maschineri bis an das andere Ende der schrecklichen Badewann Wafferrad es aufhebt und auf einen langen schiefen dert. Dort wird es von einer Maschinerie erfaßt, einer Umdrehung von allen Borsten befreit, gleite f. Unter der seltenen Anklage des muthwilligen Querulierens hatte sich heute der Handelsmann Carl Sper Ting vor der dritten Ferienstraffammer hiesigen Landgericht I. zu verantworten. Im Januar d. J. ist die 26 Jahre alte und unter Sittentontrolle stehende Tochter des Angeklagten von dem Amtsrichter Lehmann I wegen Sittenpolizei- Kontravention zu vier Wochen Haft und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde verurtheilt worden, gegen welches Urtheil der Angeklagte die Berufung eingelegt hatte. Durch ein Versehen war der Lettere zu dem im Februar cr. anberaumten Termine nicht geladen und die eingelegte Berufung, nachdem die Angeflagte in der Hauptsache ein Geständniß abgelegt und nur um den Fortfall der Ueberweisung an die Landespolizeibehörde gebeten hatte, in Rücksicht auf ihre mehrfachen Vordestrafungen verworfen worden. Der Angeklagte, der seine Tochter für ein fittenreines Mädchen hält, war über seine Nichtvorladung zum Termine, in welchem er sein Kind hatte vertheiligen wollen, im höchsten Maße indignirt. Zunächst machte er von seinem Rechte als Vater Gebrauch, legte Revision gegen das seine Tochter verurtheilende Berufungserkenntniß ein und betraute einen hiesigen Rechtsanwalt mit der Rechtfertigung der Revision, bezahlte auch ein nicht unerhebliches Honorar. Als aber der Anwalt aus der ihm später zugestellten Urtheilsausfertigung ersah, daß die Angeklagte ein Geständniß abgelegt hatte und daß sich deshalb die Revision unmöglich rechtfertigen lassen, gab er das Mandat in die Hände des Angeklagten zurück, der entlang, verliert unterwegs, wo es an einem bei a. Kleine Geldgeschäfte in großen Umfange werden häufig in Berlin von zahlreichen Kellnern in großen Restaurants und Hotels mit den leichtlebigen oft in Geldverlegenheit" befindlichen Gästen gemacht, wobei die Kellner zwar beträchtliche Gewinne erzielen. Dieser Umstand ist neuerdings von einem Schwindler ausgebeutet worden, welcher sich in einem Restaurant Unter den Linden von einem Kellner 35 Mark gegen Verpfändung eines Pfandscheins über einen von ihm bei einem Pfandleiher versetten Pfandschein lich, mit dem VerDa sprechen, am nächsten Tage das Darlehn zurückzugeben. Da der Pfandschein über 90 M. lautete und darauf der Werth des Ringes für die Versicherung gegen Feuersgefahr mit 210 M. angegeben war, so belieh der Kellner unbedenklich den Pfandschein. Der Darleiher zahlte aber nicht und ignorirte die von dem Kellner an ihn gerichteten Mahnbriefe. Der Kellner be gab sich mehrere Wochen später zu dem Pfandleiher, um den Brillantring einzulösen. Hierbei stellte sich aber heraus, daß der Werth des Ringes die darauf von dem Pfandleiher ge liehene Summe von 90 M. nicht überstieg, und daß die Feuerversicherungssumme auf den ausdrücklichen Wunsch des Verpfänders, welcher angeblich dem Ringe einen großen Werth beimaß, so hoch gestellt worden. Ob der mittellose Verpfänder die hohe Normirung der Versicherungssumme in der be trügerischen Abficht auf den Pfandschein noch ein weiteres Darlehn aufzunehmen veranlaßt hat, das wird sich wohl schwer nachweisen lassen. Eine interessante Operation ist gestern in der Königl. Klinik in der Ziegelstraße von Herrn Geh. Rath v. Bergmann an einem Arbeiter Paul Sch. ausgeführt worden. Das Berl. Tagebl." berichtet darüber: Vor einigen Tagen, während der großen Hige, war S. bei einem Umzuge beschäftigt, schwere Möbelstücke zu tragen. Plöglich empfand derselbe einen hefs tigen Stich in der rechten Schläfe, ohne weiter darauf zu achten. Jedoch nach einigen Tagen stellte sich eine immer größer werdende Geschwulst ein, die den S. nöthigte, ärztliche Hilfe in der Königlichen Klinik nachzusuchen. Hier stellte sich heraus, daß S. einen Stirnaderbruch erlitten und man schritt fofort zur Operation. Die etwa wallnußgroße Geschwulst wurde von Herrn Geh. Rath v. Bergmann unterbunden und nach vorheriger Entfernung des verdicten Blutgerinnsels erstirpiert. Die Operation ging so schnell und glatt von statten, daß S. trop des enormen Blutverlustes sich leidlich wohl befindet. nunmehr in ununterbrochener Reihenfolge die Staatsanwaltschaft, den Oberstaatsanwalt, den Kaiser, den Justizminister und die verschiedenen Gerichte mit Schreiben überhäufte in denen er nicht nur in der mitgetheilten Sache, sondern auch noch in Manne vorbeikommt, den Kopf und hängt im näch Griff, und ein Arbeiter hat es seiner Eingeweide blick schon wieder an den Hinterbeinen. Ein ab frei in's feint Thumme Für nement au B Frei werden vo Expedition, Für S für die M von 2 M Den Theil des aus der Fe gegen 2 Das bition Bim furzen Bef Der überaus Tendenzen, gang bebeut bat bisher wertthätigen eben Arbeit ebt iff, b Berfechten, n Tolibarisch f fie aber aud Giner für A bas aber nic muß an fein beitragen, b ber wertthät werbe. während ein anderer den Körper mit Waffer amten vorbei, wo es durch eine mechanische Vor eigenes Gewicht anfündigt, und fliegt hierauf u und in das Eishaus. Ein langer Schnitt durchfa Körper, zwei Beilhiebe entfernen das Rückgrat, und Moment hängt es in zwei hälften da. Die ga war so fabelhaft rasch vor sich gegangen, daß fie diese Schnelligkeit ihrer Schreden beraubt wurde noch das Schwein, weil man es am Hinterbein und schon fünfunddreißig Sekunden später hing steif, gereinigt und kraftlos, in zwei Hälften im sich später noch in Schinken, Speckseiten und Ri Fi einer andern, in der er sich mit einem Meuchelmord bedroht passtrt die stählerne Stange entlang an dem Stand fieht, um Abhilfe bat. Die qu. Schreiben, die fich trot mehrfacher Verwarnung vor der Strafe des Querulierens, in den fürzesten facher Verwarnung vor der Strafe des Querulierens, in den fürzesten Zwischenräumen folgen, enthielten die abenteuerlichsten Angaben und unglaublichsten Beschuldigungen gegen die verschiedensten Beamten. Im Termin bemerkte der Angeklagte auf die Be schuldigung des Querulirens, daß man doch nicht bestraft wer den könne, wenn man sein Recht nachsucht. Er verlangte, daß das Gericht Zeugen über die feine Tochter betreffenden Be hauptungen vernehme. Der Staatsanwalt beantragte eine Exploation des Angeklagten nach seinen geistigen Fähigkeiten, eventuell beantrage er, ihn auf Grund des noch in Kraft verbliebenen Art. 30 der Allg. Ger.- Ordnung mit 2 Monaten Gefängniß zu bestrafen. Der Gerichtshof erkannte aber auf Freis sprechung des Angeklagten, da sich derselbe der Rechtswidrigkeit seiner nicht zur Sache gehörenden Forderungen nicht bewußt sei. Der Präsident entließ den Angeklagten mit der Aufforderung, doch nunmehr das ganz nußlose und ihm die größte Gefahr einer Bestrafung einbringende Schreiben einzu stellen, worauf derselbe entgegnete: Sch verlange aber, daß meine Zeugen vernommen werden." Als der Präsident dies für unzulässig erklärte, meinte der Angeklagte:„ Na, da hilft es nicht, da muß ich zu meinem Rechte kommen!" Vermischtes. Amerikanisches. Unter den Badeanzügen für Damen, welche die Modiftinnen für die eben beginnende Saison in Long Branch, Naragansett und Newport vorbereitet haben, befindet sich eine Sorte, bei welcher das Zeug so knapp be messen ist, daß ihr die eigene Erfinderin den scherzhaften Namen des Feigenblattes" gegeben hat. Als dieselbe neulich einer ihrer vornehmen Kundinnen ein solches Meisterwerk von Eleganz und Dezenz zur Probe zuzusenden hatte, legte fte es in ein Brieffouvert und schloß für den Fall der Rücksendung eine Postmarke bei. Bwei Tage darauf erhielt fie eine briefliche Antwort der Dame, in welcher sich diese ganz entzückt fr. Als Ueberführungsstück eines Diebes ist beim Untersuchungsrichter, Landgerichtsrath Hollmann, eine nur mittelst besonderer Vorkehrungen zu öffnende Dose aus Britanniametall eingeliefert worden. In einem hiesigen größeren Detailgeschäft waren in den letzten Wochen häufig Diebstähle an Geldſtücken und Banknoten begangen worden, und lenkte fich der Verdacht auf den Hausdiener des Geschäftes, welcher denn auch daraufhin gefänglich eingezogen worden ist. Kaum war derselbe abgeführt, fand man in dem Lokale des betreffenden Geschäftes die oben bezeichnete Dose, deren Deffnung erst nach mehrstündigen Versuchen gelang und in der man den größten Theil der entwendeten Goldstücke, sowie den ebenfalls entwendeten Hundertmarkschein vorfand. Auf der oberen Seite to der Dose find drei verstellbare Scheiben in Form 12- ediger Urne mit 12 Nummern angebracht und darunter befindet sich ein Knopf. Nur durch das Stellen der Scheiben zwischen zwei Pfeilspigen resp. auch bestimmte Nummern giebt der Knopf bem Drucke nach und läßt sich die Dose öffnen. In derselben befand sich auch eine gedruckte Gebrauchsanweisung. Da dieses neue Industrieerzeugniß erst ganz kurze Zeit im Verkehr sein fann, wünscht der Untersuchungsrichter, daß fich Diejenigen, welche eine solche Doſe in der letteren Beit verkauft haben, im Interesse des Untersuchungszweckes bei ihm melden. Gerichts- Zeitung. verwandeln. " 1 Zweckmäßige Trauerfahne. Sa," fagte einer Zeitung gefühlvoll, Braun war ein tüch es wird schwer sein, ihn zu ersetzen."„ Wir m der Redakteur, eine Beitlang etwas als ein B Trauer an die Thür hängen. Ich weiß auch, sehr gut eignet." Nun, was denn?" aus der Segerstube." 11 Eins Ein reich gewordener Bauer nimmt Roupé zweiter Klasse, in dem bereits eine junge figt, zieht seine Pfeife heraus und stopft fie Sie den Tabaksrauch vertragen?" wendet e Reisegefährtin. D nein, gar nicht!" lautet ,, Na, da steigen's aus," erwidert der höfliche geht's los." Ernte- Aussichten. bic ba Bro über das neue Modemunder aussprach und der wie folgt Köslin, Stralsund, Potsdam, eine durchschnittli 23 meiten ermi felbe abonnin Wir un rebt fein, b bag fie felbft Das t Saft unb eine Reform benber nicht Aber die Schu fonbers im biefelbe: nadh ruhige Reform dhon fast voll wenig mehr u Kehrter bafür fchaft in Tübin Es liegen nunmehr die Nachrichten über fichten aus allen Regierungsbezirken Dieselben lassen sich dahin zusammenfassen, Getreides eine recht gute Ernte zu erwarten deburg, Erfurt, Posen, Breslau, Wiesbaden eine gute Ernte in Merseburg, SchleswigMünster, Minden, Arnsberg, Aachen, Koblen maringen, eine gute Mittelernte in Danzig, in Oppeln und Kassel, eine ziemlich gute Ernte eine den mittleren Durchschnitt bei Weitem übe in Gumbinnen, eine Ernte nicht über den Dun nigsberg, nicht überall gute Mittelernte in in wird geklagt bei Weizen und f bei anderen Körnerarten in Bromberg, Oppeln verklopft hatte, Wagen und Pferde eingestellt und sich einen dam, Frankfurt, Köslin, Hannover, Hildesh angefäuselt". Als den biederen Kohlenbauer der Kopf zu schwer Stade, Aurich, Kassel, Minden, Trier, Koblen wurde, legte er sich unter der Säulenvorhalle der evangelischen Die Dbsternte wird überall gering nahme von Stettin. Kirche schlafen und executirte ein Schnarchkonzert. Alsbald erschien aber ein Polizeidiener, medte den Bauer und fragte ihn, R Wegen Uebertretung der Polizeistunde hatte sich der Restaurateur Könete zu verantworten. Im Lokal des Herrn Könele wollte der Deutsche Kellnerbund eine Versammlung abhalten und hatte der Einberufer die Versammlung vorschriftsmäßig angemeldet, auch die polizeiliche Bescheinigung erhalten. Herr Könele hatte aber keine Nachtto nzession und richtete deshalb ein Gesuch an die Polizei, ihn für den betreffenden Abend von der Polizeistunde zu entbinden. Doch 2 Stunden vor Beginn der Versammlung traf ein ablehnender Bescheid ein. Nunmehr erklärte Herr Köneke dem Einberufer, daß er die Versammlung nicht bewirthen könne, indeß wolle er das Lokal dem Einberufer für die Dauer der Versammlung vermiethen. Die Versammelten lauften nun von dem Buffetier des Herrn Könete, der zugleich Vorstandsmitglied des Kellnerbundes ist, ein Fäßchen Bier, welches gemeinschaftlich ausge trunken wurde. Herr Köneke hatte sich inzwischen niedergelegt. Er wurde jedoch wegen Uebertretung der Polizeistunde schloß:„ Nur über Eines bin ich im Zweifel und bitte Sie, mir fofort darüber Bescheid zu senden. Welches ist eigentlich der Badeanzug: die Probe blauen Flanells oder die Postmarte? Ein merkwürdiger Cholerafall ereignete fich vor einigen Tagen in Karlsruhe. Es hatte nämlich ein Bäuerlein aus dem zur ver und Osnabrüd, kaum eine Mittelernte Roft Die Futterernte fast überall sehr niger in Oppeln, Botsdam, Wiesbaden und Die Rüben stehen gut, desgleichen haben lettere in Königsberg, Bromberg Oppeln gelitten. aus reid bie Nur hin berben g fulweien Allerdings Reform. Er nung der Schu bollständige B Goule. Bon einer wohl nichts and Aber ist m man für bebi Deren Rinder al Surftige Eltern, tights bebürftige freuen fich eine Dinficht. Und langere Beit ogenannte religi Wir fragte unb wer er sei, woher u. s. w. und bedeutete ihm, daß man da nahme von Stettin, namentlich steht der Klee nicht schlafen dürfe. Das Bäuerlein rieb sich die Augen und sagte, ärgerlich über die Störung: Ich bin us'm Murgthal und han Kohle ra( herunter) Weiter fam er nicht; schleunigst holte der Polizist eine Droschte und transportirte den vermeintlichen Cholerakranten in's Allgemeine Krankenhaus, allwo fich dessen Krankheit" alsbald herausstellte. Selbstmord durch Verhungern. In White Cloud, Kansas, starb vor einigen Tagen eine Frau Lizzie Brasley den Hungertod. Die Frau hatte fich 53 Tage lang in selbstmörderischer Abficht jeder Nahrung enthalten und während dieser Zeit kein Wort gesprochen. Rurz bevor sie ihre Hunger- Periode begann, war die Verstorbene fieben Wochen frant gewesen. fach bis anf bas Aberhaupt abge Teine öffentl Der Wein steht ziemlich gut, obwohl die Hoffnungen etwas herabgestimmt hat Hoffen wir, daß die im Ganzen recht gün fichten nicht durch das Wetter zu Schanden w Der Zopf als Förderer der Kultur in China. Be fanntlich scheeren sich die Chinesen mit Ausnahme eines fleinen dünnen Büschels, alle Kopfhaare ab. Dieses Böpfchen wird I die Briefkasten der Redacti Berlin. 1. Es liegt keine strafbare Sandl die Anlegung der Dampflefsel mit Genehmigu II. Nothwendig ist es, daß die Erbesleg verstorbenen Bater geführt wird und das denunzirt und troßdem er an die Versammelten nichts verkauft Benze genannt und bildet in den chinesischen Steuertabellen löschungsfähige Quittung über die hypothelem hatte, zu einer geringen Strafe, 3 Mart oder 1 Tag eine sehr wichtige Rubrik. Die Penzes sind nämlich nach ihrer Verantwortlicher Redacteur N. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Naz Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. vollem Recht, Datsache erfla genüber hat fid Beigt. Die Schu bern auch Don welche wünschen, geben zu laffen, Trotzdem a Ausführung der Biebung herrscht,