Durd um 8000 2 in übl n verp ten, G das Sebes bann Pu D terlof r Del Ent 29 aufe Stuffton Refer Mobr nigen eft: elcher and b ufbeff für en h erden rodukti Berlin ufbeff ten fid ifation I aller ng fan mod gemei nn's ſtern 6 Kong wefend Erfurt, nd vert en, sig, Beis mer fol Der Fa Den Stet and beze mpfieh Stettiner ließen ren in ten So on geleg an, un Gefell endarme genom ergnügen ca. 80 mundete Donne verfamm ollen w obl nod ndfigu er verfto Simfon fein ge mer und f und m igreichen gender beidh Aben uen, 1 Uhr LET ege nad Mariei ben im daffelbe fich n, die raße 44 Bunfen " ware befinde Bimme ittgart Bimmer Nr. 95. Freitag, 25. Juli 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 r. Bei größeren Aufträgen hoher Nabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 ühe Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat August eröffnen wir ein neues Abonnement auf das Berliner Volksblatt ihnen von denen, deren Bundesgenoffen sie sein wollen, vorgeschrieben wird und im Uebrigen haben sie zu schwei= gen. Zu dieser traurigen Rolle würde sich Niemand AnMan tonnte dere finden, als der Nationalliberalismus. voraussehen, daß seine Rolle eine derartige sein würde, denn wer sich um jeden Preis anbietet, der wird demgemäß behandelt. Deffenungeachtet gaufelten sich die Herren auf ihren Zusammenfünften so viel von dem neuen und großartigen Aufschwung" der nationalliberalen Frei ins Hans fostet dasselbe 1 Mark, Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der Partei vor. pebition, Zimmerstraße 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements fibie Monate August und September gegen Zahlung Don 2 Mark entgegen. werden Den neuen Abonnenten wird der tei der wäschienene heiterbevöll en Eir jet Theil des fesselnden und interessanten Romu ,, Das Kind des Proletariate us der Feder von U. Rosen soweit der as Verth reicht gegen Vorzeigung der Abonnements quittem Vorher Expefrischer Zimmerstraße 44 gratis verabfolgt beio, bition ,, Norddeutsches Allgemei Irbeiter Wenn die Nationalliberalen b. her vielleicht noch nicht genau gewußt haben, wie sie daran sind, seitdem fie fich in Berlin, Heidelberg und Neustadt als reuige SünMit diesem Verhältniß zu den Konservativen und der hinter diesen stehenden Reichsregierung ist denn auch das Schicksal der nationalliberalen Partei besiegelt. Sie wird eine tonservative Partei sein müssen und schon um der großen Lüge willen, die dann in ihrem Namen enthal ten ist, der Lächerlichkeit verfallen. Da mögen fich die Her ren felbst auf Gegenseitigkeit loben, soviel sie wollen, die Thatsache bleibt bestehen, daß ihnen die Parole zu den großen sozialpolitischen Fragen von der ,, Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" diktirt wird. Möchten die Herren sich doch lieber gleich konfervativ nennen, dann wäre die ganze abgeschmackte Hänselei mit dem Worte ,, liberal" überflüssig! Der Fluch der Armuth. Hic Rhodus, hic salta! Die Cholera wird sich über ganz Europa verbreiten; die Luft ist mit Bacillen gefüllt und von der Luftströmung hängt der bekannt und sich an die hintersten Glieder der Gefolger des Cholera- Bacillus, Dr. Koch ausgesprochen es ab, welchen Weg fie nehmen wird." So ungefähr foll fich Mangel durch die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gründ- bote", in mehr oder minder zwecklofe Untersuchungen darüber lift abgeholfen worden. Das Organ des Kanzlers das ift jenes Blatt einmal Adam" bedeutet den mit dem neuen Bekleideten kurz und bündig, daß alle ,, liberalen" einlaffen, ob der gelehrte Doftor recht hat oder nicht, das mögen die Fachleute unter sich ausmachen. Eine andere Betrachtung ist's, die sich uns aufdrängt. miffe, daß auch die Nationalliberalen gleich den Deutsch- parteiisch vor, fie vermeiden in der Regel die Wohnungen der Rückfälle zu unterbleiben haben, widrigenfalls man annehmen Freifinnigen ,, revolutionären und anarchistischen Bestrebungen" Sienten und daß man sie dann, trog aller Betheuerungen ihrer Bahmheit, eben nicht als Bundesgenossen anerkennen werbe. für ein qut nationalliberales Gemüth geben fann! Das ist allerdings die schrecklichste Drohung, die es Loje Und wie ist das Alles gekommen? Die Karlsruher Zeitung", das Organ der nationalDie Epidemieen, gleichviel welchen Namens, gehen sehr Reichen und nehmen Quartier in den Hütten der Armen. Warum das? Sind diese furchtbaren Feinde der Menschen be stochen von dem Gelde der Befißenden? Oder meinen sie, daß die große Zahl der Befitlosen Verluste eher ertragen könne, als das kleine Häuflein der Begüterten? Nein, nichts von alledem. Die Epidemieen find, was vor Jahrzehnten noch religiöses Vorurtheil als„ Heimsuchungen der Menschheit" bezeichnete, nämlich Wirkungen und nicht Ursachen. Wie alle Naturerscheinungen tennen sie nicht die Unters da erweist sich denn manche glänzende Versprechung als simple werthlose Fälschung. Die wirksamen Mittel zur Anbahnung einer Lösung der sozialen Fragen find: Verkürzung der Arbeitszeit, um einer allzugroßen Schwächung der Generation vorzubeugen; Erhöhung der Löhne, um fräftigere, widerstandsfähigere Menschen zu be figen, um zu verhüten, daß diejenigen, welche im Dienste und zum Nußen Anderer arbeiten, ihre Mühen nur durch Hunger und eine Schaar strophulöser Kinder belohnt sehen; Freiheit der Preffe, des Vereins- und Versammlungswesens, damit an Stelle gefnechteter, von der Last der Vorurtheile fast erdrückter ein Maffen ein denkendes, sich selbst schüßendes Volk trete, Volt, das Recht und Unrecht nicht nur zu unterscheiden weiß, sondern auch darnach zu handeln vermag! Das ist die nach unserer Ansicht allein richtige Prophylaxis, das die einzig zum Ziele führenden Mittel, den Epidemieen vorzubeugen. Es wird auch dann noch nicht Alles behoben sein, was ungut ist, aber der Weg ist geebnet zur Errichtung der völkerbeglückenden Gemeinschaft. Und nun vergleiche man mit diesen genannten Mitteln die Wirklichkeit! Wie die Gevattern Schneider und Handschuhmacher sich heute zum Gaudium aller denkenden Menschen und zu ihrem eigenen Schaden darüber unterhalten, wer einen Lehrjungen balten soll oder nicht und mit der Lösung dieser Frage" die Welt zu erretten glauben, so stolzirt anderseits die hochweise medizinische Wissenschaft mit der Räucherpfanne einher, betritt muthig und todesverachtend" die Wohnungen der Armen, die Höhlen, darinnen die Seuche wohnet" und verläßt sie dann eben so muthig", ohne etwas gebeffert zu haben. Das eine ist die zünstlerische, das andere die wissenschaftliche Reaktion. Und doch wäre hier der richtige Bacillus zu entdecken, wäre hier vor Allem ein so überaus reiches Feld humaner Thätigkeit recht unangenehme Folgen für die Betreffenden Thätigkeit zu erwarten; im Gegentheil, bisher hat derartige gehabt. Dennoch muß diesem abgeholfen werden, im Interesse des Gemeinwesens; dennoch muß die grausame Thatsache der Fluch der Armuth- beseitigt werden, daß die Bestplofen einerfeits zu Mangel und Entbehrung genöthigt find, anderseits eben deshalb die bevorzugten Opfer der Seuchen werden. Hier, Ihr Freunde des armen Mannes, ist Euer Rhodus, nun zeigt, daß Ihr springen könnt! Politische Uebersicht. Auf dem Verwaltungswege scheint die deutsche Regierung die Truntsucht heilen zu wollen. Darauf sind die Weisungen einzelner Landräthe zurückzuführen, welche die Wirthe bei der Verabreichung von Branntwein liberalen badischen Regierung, hatte sich bei dem in diesen schiede, welche die Menschen sich durch ihre Kultur" gebildet auf Kredit mit Konzessionsentziehung bedrohen. Was die heißen Tagen begreiflichen Stoffmangel das durchaus harm- haben. Mit eiserner Konsequenz gehen fie ihren vorgezeichneten eigentliche Veranlassung zur Trunfsucht ist, haben wir bereits Bergnügen gemacht, gegen die Vorrechte der adligen Großgrundbesizer los zu ziehen. Wenn alle wirf bas, was bie ,, Karlsruher Beitung" sagte, schon vor dreißig Weg und der führt sie in die Stätten der Armen. Denn da, wo die überfüllten Wohnungen find, wo schlechte und ungenügende Nahrung die Menschen schwächen, wo Mangel einzu verschiedenen Malen nachzuweisen versucht. In einem Leitartikel ,,, Der Schnaps," sagten wir zum Schluß: Eine radikale Heilung von der Branntweinpest aber wird nur erfolgen, wenn lich vorwärts strebenden Elemente in Deutschland sich auch fehrt und die verdammte Bedürfnißlosigkeit" die Willenskraft die sogenannte untere Klaffe" der Bevölkerung oder, ge Angriff Jahren an den Schuhfohlen abgelaufen haben, so war dieser Den gegen den großgrundbesitzenden Adel doch hinreichend, ganzen Zorn der„ Norddeutschen Allgemeinen" zu entlähmt, da stehen die Meilensteine für die fodtbringenden Wanderer und da finden sie ihre Opfer. Das ist nichts Neues. Das wiffen alle Gebildeten und das erfahren alle Ungebildeten. Und dennoch keine Hülfe! ,, verfeinert" hat. Nur dann, wenn ein so schrecklicher Gast eingekehrt ist, dann eilen Alle herbei, die helfen zu können glauben; dann untergefährliche Blige auf das Haupt des badischen Regierungs- sucht man die Wohnungen der Armen, giebt ihnen Betten, blattes. Man traf natürlich auch die badische Regierung, versucht die Luft zu reinigen und schafft ihnen genügend Brot! indem man ihr publizistisches Organ traf. Der badische Wohl kann solches Thun die Gefahr mildern, wohl kann es Nationalliberalismus wurde beschuldigt, ein Nachkomme jenes Rotted' fchen Liberalismus" zu sein, der die Bewe dem Einzelnen zum Retter werden, aber es entfernt nicht die Ursachen, es hindert nicht, daß die alten traurigen Zustände gungen von 1848 und 1849 in Baden vorbereitet und her- wiederkehren, daß auf's Neue die gleiche Gefahr für die Mensch beigeführt habe, und als die Karlsruher Zeitung" eine heit entsteht. In der guten alten Zeit" da hausten die Epidemien brauchen wir den Modeausdruck, wenn der arme Mann" zu Bildung und Wohlstand gelangt ist und in Folge dessen seinen Geschmack und seine Bedürfnisse aus natürlichem Antriebe ,, verfeinert" hat. Armuth und Elend find die Quelle Des übermäßigen Schnapsgenusses; verstopfe man diese Quelle sorgfältig, und der Schnaps wird nicht mehr strömen. Hiernach ist zu beurtheilen, was für eine Wirkung man von den Polizeimaßnahmen der Regierung zu erwarten hat. Die Nationalliberalen werden von dem Fürsten Bismard in seinem Organ wieder zu Gunsten aufgenommen. Das Blatt wünscht die Unterstüßung der Gemäßigt Liberalen persteigt es sich soweit, daß es die konservativen, christlichmatte Abwehr versuchte, da schlug man sie mit der Beschul- fürchterlicher als heute, weil ihnen die dumpfen, enggebauten sozialen Heißsporne, wie den schwarzen Cremer und den Städte mehr Nahrung boten. Heute aber, da theilen fich diese Städte in ,, reiche" und" arme" Viertel, und sie scheiden sich Der Arbeiter muß seines Lebens willen und wegen der Erhaltung der Seinen auf seinem Posten ausharren, denn was nügt es ihm z. B. der Cholera zu entfliehen, dafür aber dem Hunger Typus in die Arme zu fallen? Die Reichen muß sagen, daß sich auf Seite der Norddeutschen Allge- darnach in gesunde" und gefährdete". meinen" mehr Logit findet, als auf Seite des badischen Regierungsblattes. Wenn die Nationalliberalen sich den Ronfervativen anschließen wollen, um ,, das große Werk der Sozialreform" zu fördern, dann ist allerdings nichts M krebsrothen Stöder desavouirt, da es weiß, daß diese Herren bei den Blaßliberalen keine Gnade finden. Ob die DeutschKonservativen sich dies gefallen lassen, ist noch nicht bestimmt, eins ist aber sicher, daß Fürst Bismard genau weiß, daß alle mit Hülfe der Konservativen in den Reichstag gewählten Nationalliberalen" tonservativ im vollen Sinne des Wortes find. Er braucht sie nach ihrer Heidelberger Erklärung weniger angebracht, als wenn sie die Vorrechte ihrer flüchten, troßdem fie in ihren besser beschaffenen Wohnungen nicht mehr an die Wand drücken zu laffen. Die Zeit solcher greifen. Die etR der neuen Verbündeten, Bar geleugnet, daß für den grundbesitzenden Adel überhaupt Borrechte beständen. Diese Vorrechte find freilich auf folder hat wenig Vorrechte mehr. geringes Maß zusammengeschmolzen; der Adel als her hat viele Vorrechte durch seinen Besit, aber er hat sie immer, mag er nun fonservativ und von Adel, oder liberal unb bürgerlich sein. Von seinen neuen Bundesgenossen, den grundbesitzenden Junker anNorddeutsche Allgemeine Beitung" hat rat fetel ft 25% D, ift iglich inber Der Großgrundbeohnehin nicht der Gefahr so sehr ausgesetzt sind, als die Armen. Ihrer 20 000 find aus Toulon geflohen, aber die Arbeiter sind geblieben, mußten bleiben, denn sonst hätte ste König Hunger erwürgt. Dr. Libbery, ein Frankfurter Arzt und Begleiter Dr. Koch's, theilt diese Thatsache( der Flucht die Reichen) mit und fügt hinzu:„ Das geschäftige Wesen der Stadt entwickelt sich im Hafen und auch in den Straßen in einer Weise, welche den Fremden eine Störung des Verkehrs nicht er tennen läßt." Also die arbeitende Bevölkerung fennt keine Angst, Rationalliberalen, die sich dazu noch aufgedrängt haben, ihre Mittel erlauben ihr solchen Lurus nicht. Und doch weiß wird das preußische Junkerthum aber am allerwenigften fie, wissen wir Alle, daß gerade fie eine unheilvolle Bevors einen Angriff auf die Trümmer jener Vorrechte ertragen zugung erfährt. nnen und deshalb ist es nicht zu verwundern, wenn die Was aber thun, um diesem Uebelstande abzuhelfen? Vor allen Dingen darf man sich nicht einbilden, daß diese so schnell sie auch zu beantworten ist rasch zu Den Nationalliberalen aber ist damit in unmißverständlicher Frage lieblichen Spiele ist nunmehr vorüber. Die österreichische Regierung soll, wie einige Blätter melden, die Absicht haben, die Ausnahmeverordnun gen, welche anläßlich der anarchistischen Attentate erlassen worden sind, nunmehr zurückzuziehen, weil sie der Ansicht ist, den ganzen Zusammenhang der Verschwörung fennen gelernt zu haben und nach Verurtheilung von Stellmacher und Kammerer vor weiteren Gewaltthaten sicher zu sein. So sehr wir von der Richtigkeit der angeführten Gründe überzeugt find und so wünschenswerth wir die Aufhebung jedes Ausnahmegefeges halten, glauben wir doch nicht an die Richtigkeit jener Meldung. So leicht wird die österreichische Regierung eine Machtfülle nicht aus der Hand legen, die sich nicht gegen Anarchisten allein anwenden läßt. Die Agramer Universität, welche bekanntlich der Heerd der großkroatischen Agitation ist, steht in ernster Gefahr, und Deutlichkeit gezeigt, welche Rolle sie zu spielen haben werden, lösen sei; man darf nicht glauben, daß einige während der Schließung konnte, da das Semester ja ohnehin zu Ende ist, wenn fie von der konservativen Gefolgschaft des Kanzlers abzuhelfen. Nein! Die Epidemieen sind ein Stück der sozialen was für die studirende kroatische Jugend so ziemlich auf eines Lurus einer eigenen Parteianschauung müssen sie vollals Bundesgenossen betrachtet werden wollen. Auf den Epidemie hingeworfene Brosamen geeignet seien, dem Elend Frage, welche gegenwärtig die Welt bewegt. Sie find aber zugleich auch der Prüfstein, auf welchem man deutlich den and ig verzichten; sie haben einfach zu thun, was Goldgehalt gewiffer Arbeiterfreundlichkeiten erkennen kann, und nicht erfolgen, dagegen werden teine Prüfungen abgehalten, herauskommt. Bischof Stroßmayr soll verzweifelte Anstrengungen machen, um seine Lieblingsschöpfung zu retten, doch bis jetzt umsonst. Der Heilsarmee find infolge der letzten öffentlichenwalt nahm sofort auf dem Stadthause mit den Verhafteten Standale vorläufig alle Versammlungen von der schweizer Bundesregierung untersagt worden. Eine in Biel abgehaltene große Volksversammlung hat beschlossen, den Bundesrath um bas Verbot der Heilsarmeeversammlungen und um die Aus weisung ausländischer, heilsarmee Offiziere" zu ersuchen. = ein erstes Verhör vor, worauf dieselben in das Gefängniß Trotz der großen Strenge, mit welcher abgeführt wurden.- Troß der großen Strenge, mit welcher hier vorgegangen worden ist, wird der Vorgang nicht der einzige seiner Art bleiben; er ist symptomatisch dafür, daß die Marseiller Arbeiter nicht verstehen, weßhalb fie, die in der feuchenverpesteten von den Fabritherren längst verlassenen Stadt haben zurückbleiben müssen, auch noch hungern sollen, weil Handel und Wandel ruht. Ueber den Termin für die Reichstagswahlen ist zwa der Krante noch keine Bestimmung getroffen, doch hört die Kreuzztg kaffe in ei daß die zweite Hälfte des Oktobermonats dafür in Aussi Antwort de genommen sei. Auch heißt es, daß der Reichstag bald nad krankenkaffe fämmtliches Den Neuwahlen einberufen werden solle. Die belgische Deputirtenkammer wählte in der gestrigen Sigung Thibaut von der Rechten zum Präsidenten und Tack und de Lantscheere von der Rechten zu Vizepräsidenten. Hierauf wurde vom Minister des Unterrichts ein organisches Geset über den öffentlichen Unterricht der Rammer vorgelegt, welches auf vollster Freiheit der Kommunen und beschränktester Staatsaufficht beruht. Der Minister des Auswärtigen brachte unter dem Beifalle der Rechten und unter Protesten der Linken eine Vorlage ein, in welcher die Bewilligung des zur Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen mit der päpstlichen Kurie erforderlichen Kredits nachgesucht wird. Außerdem wird ein die Steuern auf Spirituosen um fünf Millionen erhöhendes Steuergesetz zur Vorlage gebracht werden. Die Tories haben ihrem Merger über die großartige Vollsdemonstration gegen das Oberhaus sofort im Unterhause Ausbruck gegeben: Chalpin beschwerte sich darüber, daß die Zugänge zum Hause der Gemeinen durch die Reformdemonstration versperrt worden, und richtete an den Minister des Innern die Frage, ob mit seiner Zustimmung die Seffionsverordnung ver legt worden sei, fraft welcher die Polizei dafür Sorge tragen solle, daß die Zugänge vom Hause stets fret seien. Sir W. Ha rcourt entgegnete, diese Verordnung sei nicht verlegt worden; Die Polizei habe, wie er fich persönlich überzeugt, die Bugänge zum Hause so frei als möglich gehalten und die Menschen massen in den Straßen hätten sich ordentlich und friedlich aufgeführt. Lowther fragt, ob nicht eine Route für den Zug hätte gewählt werden können, die dem Publikum weniger Unbequemlichkeit verursacht hätte. Der Minister des Innern antwortete, er sei für die Wahl der Route nicht verantwortlich; ihm habe nur die Pflicht obgelegen, die zur Aufrechthaltung der Ordnung nöthigen Schritte zu thun. Lowther fündigt hierauf an, er würde demnächst die Aufmerksamkeit des Hauses auf die ernste Unbequemlichkeit lenken, welche durch die auf Anstiften der Regierung organifirte Parteikundgebung ver ursacht worden sei und eine Kürzung des Kredits für die hauptstädtische Polizei beantragen. Sir W. Harcourt: Wenn man mich beschuldigt, Verwirrung verursacht zu haben, so möchte ich daran erinnern, daß der Minister des Innern im Jahre 1866 eine weit schlimmere Verwirrung anrichtete. Dies ist ein Hinweis auf das Niederreißen der HydeparkGitter, welche der Minister hatte errichten lassen, während der Reformlundgebung gegen die Torieregierung im Jahre 1866. = u anna M. 90 9 Wer die eigentlichen Macher der Zunftbewegung zugeführt sind, das erhellt am besten aus der Abstimmungsliste übe unterstellter den Antrag Ackermann. Diese Liste ist so lehrreich und sprechen u für die wahre Natur der Zunftbewegung so charakteristisch, bichtige Fo wir nach der Frkf. 3tg." Einiges daraus mittheilen wollen schließlich Der Antrag wurde bekanntlich mit 154 gegen 150 Stimme to recht for Auch angenommen. Wie sezt sich nun diese Majorität, die also d " Handwerker Partei" vorstellt, zusammen? An der Spwurde di marschirt ein Herzog, es folgen 2 Fürsten, 2 Prinzen, 27 Grafe geschenkt. 26 Barone und 33 gewöhnliche Adelige; von den 154 Marbeitslöb der Handwerker- Partei gehören also 91 dem hohen men Arb niederen Adel nur 63 dem Bürgerstande an. Von die ihrer 63 ist einer Minister, einer Geh. Hofrath, einer päpstli Geheimschreiber, 4 Domkapitulare, einer geistlicher Radient, auf 10 sonstige katholische Geistliche und einer Hofprediger, übrigen find meist Rittergutsbefizer und Juristen. So Handwerker Partei" im Reichstage aus. Unter b 150 Abgeordneten, die gegen den Antrag stimmten, find 14 Adelige, sonst aber überwiegend Männer des prattijd Lebens", die der Herr Reichskanzler so sehr liebt. Auch Handwerker, die im Reichstage figen, gehören zu dieser i Arbeitern rität, und es find ,, wirkliche und ganz richtige Handwerker Reichstage", aber seltsamer Weise alle auf der Linken. Soßen. Drechslermeister Bebel, der Sattlergeselle Kräcker, der Schlo Grillenberger, der Tischlermeister Nichter, der Gerber a clever, der Gärtner Stolle, der Seifensteder Köhl, der Müh bauer Hirschberger, der Färber Schwarz. Diese Thats tönnen nicht oft genug hervorgehoben werden, um wahren Charakter der reaktionären Bunftbewegung zu zeichnen. Die portugiesische Regierung wird Verstärkungen nach Guinea senden, um die Eingeborenen zu züchtigen, welche jüngst die portugiesischen Truppen unweit Cocanda in Senegambien in einen Hinterhalt lockten, wobei auf portugiesischer Seite drei Mann getödtet und 13 verwundet wurden. die Einzelheiten über die Verhaftungen in Warschau werden jegt bekannt: Die Zahl der Verhafteten wird auf 100 angegeben. Es find größtentheils Ruffen, dann Serben und Bulgaren. Gestern wurden 20 Studenten russischer Nationalität verhaftet. Bwei Offiziere des hier garnisonirenden Regiments ,, Kaiser Wilhelm" haben sich erschossen, und zwar nimmt man an, weil sie in das nihilistische Komplott verwickelt waren. Der eine Offizier war erst acht Tage verheirathet. Der verhaftete Friedensrichter Bardowski wurde in seiner Amtsstube, die unter seiner Wohnung liegt, aber nicht während öffentlicher Gerichtsfizung von zwei Gendarmerieoffizieren verhaftet. Der andere verhaftete Friedensrichter, Fürst Metscherski, ist wieder freigelaffen. Bardowski, bei dem man Dynamit fand, wohnt an der Straße, die Kaiser Alexander passirt haben würde, wäre er nach Warschau gekommen. Die Verhaftungen find durch die Gendarmerie, nicht durch die Polizei vollzogen; deshalb ist es sehr schwer, die Thatsachen vollständig festzudeshalb ist es sehr schwer, die Thatsachen vollständig festzu stellen. Warschau wimmelt von Soldaten. In der letzten Situng des Pariser Munizipalraths spielte sich eine fleine Scene ab, die mitgetheilt zu werden verdient. Der Rath hatte für die Nothleidenden in Toulon und Marseille Beiträge bewilligt, worauf der Maire von Toulon eine Dankdepesche sandte. Vom Marseiller Maire ist eine ähn liche Kundgebung noch nicht eingetroffen. Dies veranlaßte Herrn Dreyfuß zu rufen: Der Herr Maire von Marseille hatte ohne Zweifel die Hände voll zu thun, um Sr. fönigl. Hoheit dem Herzog von Chartres eine zweite Empfangsbestätis gung auszustellen. Marius Martin( Bonapartist): Mittler weile war der Herr Präsident der Republik, der meines Wissens gar nichts geschenkt hat, damit beschäftigt, die Sous in seiner Kaffe zu zählen! Delabrousse: Herr Vorfißender, ver schaffen Sie dem Präsidenten der Republik Achtung! Pichon: Sagen Sie doch Ihrem Herrn Jérome Napoleon, er soll für die Sammlung einen Theil der Summen hergeben, die er der Freigebigkeit Frankreichs verdankt! Dreyfus: Herrn Marius Martins Aeußerung ist seltsam. Gerade heute fonnte er in einem Blatte, das ihm theuer sein muß, lesen, daß der Herr Präsident der Republik seinen Beitrag( 15000 rs.) nach Marseille und Toulon gefandt hat, troßdem er 1871 dem Unglücke des Landes nicht 40 Millionen abgezapft hat. Georges Berry ( Orleanist): Die Prinzen von Orleans haben nur einen fleinen Theil deffen zurückerhalten, was man ihnen geraubt hat. Dreyfus: Ich benuße die Gelegenheit, um nochmals mein Bedauern darüber auszusprechen, daß der Herr Maire von Marseille kein Wort des Dantes für das Volt von Paris und seine Vertreter gefunden hat. Marius Martin: Ich freue mich ausnehmend, zu erfahren, daß der Herr Präsident der Republik endlich etwas hergegeben hat. " Die Thätigkeit der StadtverordnetenVersammlung. VI. inzuweisen langen. 2 fogenannter bewegung doch in d folchen An und die au telen, auße Mitgli em Antra on 1.90 S 1,909 the den Ar ichte, b Arbeitern piter, wer fein Biel e Das ist nen, nach richten, eri Delte, einig ei noch Arbeiterpa wurde un welche geg Denn die wiefen, ba wohl zu best, im beitenden ime gebiet niit ftat Eine andere ebenso passende Gelegenheit, Jedermann wissermaßen ad oculos zu demonstriren, daß es nichts liebt bei d licheres giebt, als behaupten zu wollen, Arbeiter und Bi partei hätten irgend welche Berührungspunkte, brachte Antrag der Arbeiterpartei mit fich, die Stadtvertretung beim Reichstag petitioniren, daß die Reichstagswahlkreise sprechend dem Anwachsen der Bevölkerung vermehrt möchten. Es ist nicht nöthig, über den Antrag selbst Worte zu verlieren, derselbe hat in der Preffe bereits eine gehende Erörterung gefunden. Bekanntlich bildete die Ung heit der Kommunalwahlbezirke die Ursache für die Aufl Der Stepero netenversammlung. Die Arbeiterpartei be und b noch in der Ueberzeugung, daß das, was Der Ramadan, dieses hohe muhamed anische Fest, ist am Sonnabend zu Ende gegangen, und man erwartet in Kairo und London bald vom Wiederbeginn der Operationen des Mahdi zu hören. Inzwischen ist es den Engländern bekanntlich gelungen, sich mit dem König Johannes von Abyssinien zu einigen, welcher, gegen Entgelt natürlich, sich bereit erklärt hat, Raffala, Galahat, Gedari, und Girah im südöstlichen Sudan zu entfeßen. Laut einer Kairenser Kor respondenz der N. Fr. Pr." sollen 40 000(?) Mann unter dem Oberbefehl des Königs auf dem Marsche nach Kaffala sein. In einer in Newyork stattgehabten Konferenz der Unabhängigen wurden mehrere Resolutionen angenommen, welche fich gegen die Bildung einer neuen Partei zur Unterstüßung der Präsidentschafts- Kandidatur Clevelands aussprechen. Da die hervorragendsten Organe der Unabhängigen" wie Newyork Herald" fich mit aller Entschiedenheit zu Gunsten Cleveland's äußern, kann die erwähnte Mittheilung nur die Bedeutung haben, daß die„ Unabhängigen" zwar für den demokratischen Kandidaten zu stimmen freistellen, jedoch zu diesem Zwecke keine besondere geschlossene Partei bilden wollen. Die Cholera hat in Marseille eine Arbeitslosigkeit hervorgerufen, die gefährlicher werden kann, als die Krankheit selber. Den Arbeitern der offizielle Bericht nennt sie revo lutionäre Sozialisten war eine Versammlung verboten wor den, welche fich mit der Noth beschäftigen wollte die in der Stadt herrscht. Um hiergegen zu protestiren, drangen fie auf den Platz vor der Mairie, welcher mit Polizeibeamten besett war. Der Chef der Polizei richtete an den Führer der Manifestanten die Frage, was er wünsche, worauf dieser erwiderte: Wir sind Bürger und wollen zum Voltsver treter sprechen." Der Kommissär bedeutete ihm, daß dies unmöglich sei, und forderte ihn auf, fich zurückzuziehen. Die Manifestanten wollten dennoch vorwärts und nach den brei vorschriftsmäßigen Aufforderungen entstand ein Getümmel, in welchem acht von ihnen verhaftet wurden. Der Staatsan Feuilleton. Das Kind des Proletariers.*) Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Parlamentarisches. zu N aufs Neue walt der Man nimm folchen Th Derfammlu bis zum le Das hoffn lommunale famen Leb energisch n die Ster Bereing recht war, für den Reichstag billig und buta wird im Stande sein, die Unrichtigkeit Annah chzuweisen. Die Behandlung jenes Gegenfi nun Allgemeinen viel, sehr viel zu wünschen ließ el ant bedeutend energischer hätte betrieben we müfenbeinute Herr Dr. Jrmer zu einem wüthenden fall geerein Stadtverordnetenversammlung und ihre legi Rechte. obliegerfuchte der Stadtverordnetenversammlung durch vollaufaffung verbürgte und verbriefte Petition estan Rebl Er brachte alle möglichen und unmögl Citate zufen, um schließlich wahrnehmen zu müſſen, ein Augenblidsstudium zu sehr erheiternden Konseque führen kann. wurde ihm nämlich nachgewi daß alle Rechtslehren. die er in einem feierli Ton zu Gunsten seiner Auffassung zitirte, ganz und gar seine Ansichten vertreten. Man merkte es aus seiner Red fort heraus, daß die Anfichten, die er in derselben vertrat bei ihm entstanden waren, fie fonnten erst ganz fürzlich tirt" worden sein. Der Vertreter der Arbeiterpartei wurde dieser Rede, die einen reichlichen und köstlichen Anlaß bot etwas näher mit der Bürgerpartei zu befaffen nicht zum Wort gelassen. Der Abgeordnete Dr. Majunte hat, wie die Germa nia" meldet, seine Mandate für den Reichstag( Trier) und für den Landtag( Kempen- Geldern) niedergelegt, da er vom Herrn Fürstbischof von Breslau zu seelsorglicher Thätigkeit zurückbe rufen worden ist. Derselbe wird vom 1. Oktober ab seinen neuen Posten in Hochkirch bei Glogau in Schlesien einnehmen. Auf ähnliche Weise ist aus der Centrumsfraktion schon manches Mitglied entfernt worden, das anfing unbequem zu werden. Herr Dr. Majunke, dem man demokratische Neigungen nachsagt, war seit der veränderten Haltung des Centrums der Regierung gegenüber Herrn Windthorst zuweilen nicht so angenehm wie früher. Es tamen viele Stunden, in welchen fich Fanny sehr überflüssig erschien und sich bescheiden zurückzog. Was für föstliche Spaziergänge in dem Buchenwäldchen! Der junge Traum der Liebe hielt Myra und Jasper noch umfangen, als sie durch plögliche Veränderungen in ihrer Fas milie wie durch einen Blisstrahl aufgescheucht wurden. Der Liebesfrühling seiner Tochter und ihres Bräutigams, mochten in Sir Gilberts Herz die eigene Jugend erneut haben. Es überkam ihn wie das Aufdämmern des hellen Tages daß die Spielgefährtin seiner Tochter eine sehr liebliche Frauenerscheinung geworden war. Fanny war milde, zärtlich und fügsam. Alle die frühere Zärtlichkeit war zu Ende, die einstigen Freundinnen standen fich in bitterer Feindschaft gegenüber. Fanny und Myra sprachen kaum mehr mit einander. Trop Myra's Born, der Einwendungen Dr. Brice's und den höhnischen Bemerkungen Wrigley's wurde Fanny Sir Gilbert Barth's Frau. Der westliche Flügel des Schlosses wurde das Hauptquartier Myra's und Elsa's und ihrer Partei, in dem östlichen Flügel waren Sir Gilbert und Fanny Barth heimisch. Sir Gilbert forderte sie auf, sein Weib zu werden und fie heirathete ihn. Ob seine Werbung ihr unerwartet, ob sie ohne ihre Absicht und ihr Darzuthun gekommen und von ihr angenommen worden war, wie alles Uebrige, oder ob sie mit der Arglift und der Beharrlichkeit ruhiger Naturen ihre längst ge hegten Pläne zu diesem Ausgang geleitet hatte, vermochte Niemand zu sagen. Dr. Brice neigte sich zu der ersten Anficht. Myra und James Wrigley waren überzeugt von dem Legteren. Aber es gab teinen offenen Krieg, nichts Geräuschvolles, Gemeines, bot Anlaß zur öffentlichen Verurtheilung. Es Eine ganz besondere Aufmerksamkeit schenkte die A partei allen gewerblichen Angelegenheiten. So fühlte fich unter anderem veranlaßt, eine Interpellation über die formung der alten Krantentassen nach den Bestimmunge Reichstrantenlaffengefeges an den Magistrat zu richten Magistrat weigerte und weigert sich noch die erübrigten Fanny hatte Myra wirklich geliebt und beklagte diese Entfremdung aufrichtig, Dr. Brice und Andere sagten, Myra werde sehr bald Jasper Fizroy heirathen und ihm in das Schloß Ein Element mischte sich in diese Angelegenheit, welches Niemand beachtete. Fanny liebte ihren ältlichen Gatten wirt lich. Sie stand allein in der Welt und auch Myra hatte fte mehr und mehr vernachlässigt, um sich ihrem Geliebten zuzuwenden. neten ihren und Gedei cr. 9 Da die B Rug befize Aleiche. T Fall, wie Des Pferde Arbe und die ei Auge eines wird das auf irgend Thor und Der Wage Den einzige beimath h Wer Aber wie lange find drei Jahre für Diejenige warten! Sir Gilbert, ein gütiger und freigebiger Vater, Tonnt begreifen, daß seine Tochter nicht glüdlich war. Sie wa sehr jung, Jasper war sogar noch zu jung für einen Man zu heirathen und die Sorgen eines Familienoberhauptes nehmen. Sir Gilbert sah nicht ein, weshalb Fanny und nicht ebenjogut mit einander auskommen sollten, wie Und da ihr Vater nichts von dem tiefgehenden Bwiefpa seinem Hause ahnte und Fanny fich getränkt und scheu zog, blieb Myra, wie sie die nächtliche Rückschau Leben belehrte, gar bald vereinsamt und auf fich allein wiesen. Die Gesellschaft huldigte und schmeichelte ihr seiner Ahnen folgen, das durch den Tod schon lange seiner hatte Niemand, der mit ihr sympathifirte. Sie fan Herrin beraubt war. Myra selbst rechnete auf eine solche Lösung, aber während thr bisher so sonniges Leben herein. Der Vater von James fie fich mit dieser Hoffnung tröstete, brach neues Unheil über Fizroy ftarb nach furzer Krankheit. Vater und Sohn hatten fich Herz, an das fie fich vertrauend anschließen konnte. Die die fie umgab, war heiter und schimmernd, für fie un Traurigkeit doch so öde und leer, wie eine schillernbe blase. gekommen war, als sie es durchlebte, und das ihr jest Es war erst ein Jahr vergangen, seitdem die Di innig geliebt. Auf seinem Sterbebette vertraute der ältere Fizron standen, ein Jahr heimlich vergossener Thränen, geti feinem Sohne an, daß ihn plößlich eine Leidenschaft für ge- Hoffnungen, ein Jahr, welches ihr so freudlos und bitter wagte Spefulationen ergriffen. deren Ausgang so unglücklich gewesen, daß alle seine Befizungen, sogar das alte ehrwürdige Ahnenschloß mit Hypotheken schwer belastet worden waren. Es war eine neue beglückende Erfahrung für Fanny, in der Zuneigung eines Menschen den ersten Plas einzunehmen. Sie freute fich, von irgend einem Wesen geliebkost und Andern vorgezogen zu werden und aus der Dankbarkeit dafür erwuchs die Liebe. Mehr als die größte Sünde bedrückte der Gedanke des sterbenden Mannes Seele, daß Fibronpark in die Hände irgend eines reichen Handelströsus übergehen könne. In der Stunde des Todes schien er die flare Geschäftseinsicht wieder gewonnen zu haben, welche Jahrelang durch seine Spekulationswuth ge trübt worden war. Er fette Jasper auseinander, wie das Stammgut auf eine kurze Zeit vortheilhaft verpachtet werden fönnte und wie er durch die Annahme einer Staatsanstellung in Indien nach wenigen Jahren im Stande sein würde, alle seine Verbindung zu erfüllen. Dennoch war der Entschluß Sir Gilbert, mit sechszig Jahren ein so junges Mädchen ohne Mitgift oder hohe Geburt zu wählen, so überraschend, daß selbst Dr. Brice, obwohl er die Vortheile nicht verkannte, die seinem Mündel durch diese Verbindung zu Theil wurden, Einspruch gegen die Heirath erhob. Myra war leidenschaftlicher in ihren Einwendungen. Ihr Widerspruch entsprang nicht der Vermögensfrage, die dabei in's Spiel fam, sondern sie betrachtete die unpassende Verbindung als schmachvoll. Sie behauptete, ihr Vater sei durch Schmeicheleien und falsches Liebesgetändel betrogen worden, und ihre ehemalige Freundin verkaufe sich, um Rang und Reichthum zu gewinnen. *) Nachdruck verboten. Was blieb Jasper übrig, als das Gemüth des sterbenden Vaters durch das Versprechen zu beruhigen, sich der Wiedergewinnung der Familiengüter widmen zu wollen, so daß diejelben dereinst unverkürzt auf seine Nachkommenschaft übergehen könnten. aus der einsamen Höhe ihres Kummers darauf zur wie ein Paradies erschien. D welche seligen Tage waren das, als fie noch au hoffen durfte und sie sich selbst noch nicht haffenswerth Alles das war in einem Jahr zu Ende gewesen. Dieses feierliche Versprechen bedingte die Verzögerung seiner Heirath und eine lange Trennung von Myra. Aber im günstigsten Falle hatte er Sir Gilbert nur einen mabren, m Eines Morgens entdeckte man, daß Sir Gilbert bi nicht in seinem Bette zugebracht hatte. Man fuchte m und fand ihn entseelt vor seinem Schreibtisch im Bi zimmer figend, vor im die brennende Lampe und ein Schlagenes Buch. Dieser plögliche Tod war ein tiefer Schmerz ein noch größerer für Fanny. filr Rach Danzig hre ausge Derwalten. baren Ber laffenheit, Bleib da Dich in Web und Geimfehr b machen Was war es, was die Wittwe in dieser Stunde ,, So ift," meinte Wrigley, Myra doch die einzige Das bescheidene Wittwengehalt, das fie auszuzahlen erhielt? wird, ist leicht zu verschmerzen." bin bi en Ste fout in al nöthige und biff m Eigenthum Stammgut und in bas ieben. Berubigun So wird i gegen Fan Diefen Brie Am T beftattet ro Nachb Das Teftam Myra bie Myra fühlte fich auch als einzige Erbin. Inmitte Trauer gab ihr dieses Bewußtsein Trost, denn es eröffn die Möglichkeit des Glückes. Der Reichthum machte fie sehr wenig empfehlenswerthen Bericht über seine Vermögens- großmüthig zu sein und zu vergessen, was sie vordem selben Athemzuge um Myra's Hand und um eine Geldsumme doch es zu thun, und sagte ihr, das Barth'sche Haus bitten, welche ausreichte, die verpfändeten Fizron'schen Be- stets ihre Heimat bleiben und fie solle uneingeschränkt lage zu geben. Jasper konnte nicht zu ihm gehen und in demfizungen auszulösen. Er und Myra waren jung. Die Jugend ist hoffwalten. Fanny schwieg. Rock „ Da," welches er Monate al Da Sir G fich To fällt Ryra Bar unumschrän eugt, daß geben tonn Dr. D Myra Das geschah in der Woche zwischen Sir Gilber und seinem Begräbniß, als während der düsteren Anordnungen buchstäblich aus, sechs Monate nach Sir Gilbert aufgebahrt stand und die Vorbereitung zu feiner Bel Als Jasper feinen Vater begraben hatte, führte er dessen tage die Leiche des Schloßherrn in dem großen B nungsvoll. Barth's Verheirathung war er nach Indien abgereist, mit der Versicherung, in drei Jahren zurück zu sein. Sen Hingeschiedenen empfand Myra das Bedürfniß, getroffen wurden. Nach den ersten Tagen der Tra Die Wittro Am n „ Das ев Alles gehö jemals. Sto Bater gege Den es ge Laffe mich ist zwar der Krankenkassen heraus zu geben, falls sich eine derartige reuzztg. Raffe in eine eingeschriebene Hilfskaffe umwandeln sollte. Die Ausfi Antwort des Magistrats betonte hauptsächlich, daß die Zwangsald nad krantenkaffen ganz besonders gepflegt werden müßten, und daß sämmtliches vorhandenes Vermögen diesen Zwangskrankenkaffen wegung zugeführt werden würde, natürlich nur bei den dem Magistrat iste übe unterstellten Kassen. Erst im Reichstag gegen das Gesetz Erst im Reichstag gegen das Gefes reich und sprechen und stimmen, die freien Hilfskaffen als die einzig tisch, de tichtige Form der Arbeiterkrankenversicherung preisen, und dann wollen schließlich die Zwangskaffen in jeder Art unterſtüßen- das ist Stimme recht fonsequent, so richtig deutsch- freifinnig!" e also d Diger, So fi Inter b find praktis Auch d er i werfer 7. Go Schlof Ser Safe Chatfa u Auch den Arbeitslöhnen der städtischen Arbeiter er Spi murde die nothwendige und größte Aufmerksamkeit 7 Grafe geschenkt. Es war wohl das erste Mal, daß über zu geringe 54 Marbeitslöhne in diesem Saale geklagt wurde. Hatten doch die when men Arbeiter bisher nicht einen einzigen Vertreter, der sich on die hrer annahm, und für einen höheren Lohnsatz eintrat als päpstli M. 90 Pf. Der Stadto. Herold erwarb sich das Verer Radienst, dienst, auf das durchaus Ungenügende eines solchen Lohnsates inzuweisen und eine beffere Bezahlung dieser Arbeiter zu verlangen. Wer sich da noch erinnert, was alles von Seiten der ogenannten Bürgerpartei den Arbeitern während der Wahl bewegung versprochen und vorgeschwefelt wurde, der mußte fich doch in dem Glauben befinden, es brauchte eben nur einer folchen Anregung, um dieselbe sofort zu veranlaffen, ihr den Arbeitern wohl dugendmal gegebenes Versprechen zu erfüllen und die auf Erhöhung der Löhne abzielenden Anträge zu untergen. Und nun? Die Bürgerpartei gleich den anderen Bar- will fich die Residenz ansehen. Ach, bitte," hebt der Herr en, außer den Arbeiterstadtverordneten und einem dissentirenDen Mitglied der Bürgerpartei, verhielten sich streng ablehnend Antrage Herold gegenüber. Sie bezeichneten den Lohnsat on 1,90 M. für völlig genügend and dachten nicht mehr an den Arbeitern verpfändetes Wort. Es ist eine alte Gehichte, doch bleibt sie ewig neu," erst bei den Wahlen den beitern alles mögliche und Unmögliche versprechen, und iter, wenn man lediglich durch das Vertrauen der Arbeiter tin Biel erreicht hat, dann jener Armen nicht mehr gedenken. Das ist edel! Arbeiter! An ihren Früchten sollt ihr fte erkenen, nach ihren Thaten, nicht nach ihren Worten sollt ihr Euch fichten, erinnert Euch stets dieses Vorfalls, wo es fich darum han- Passagiere. Eine junge Dame steigt ein, tadellose Sommerdelte, einige unter Euch nur etwas besser zu stellen und dann, dann bts labt bei den nächsten Wahlen die richtige Antwort darauf. Es noch erwähnt, das unter hervorragender Mitwirkung der ad Bür rachte um Bu f etenermann Fung freije Ort me felbft S eine e Ungl Auflo tei be , was billig igfeit i egenfta chen en we enden S re legiti mlung etitions nmögl nüffen, onfeque achgewi feierli ab gar er Reb ertrat lichi wurde la bot nicht Die Arbe lte di ber die munge ichten igten fenigen fonnt Sie war n Man ptes yuno wie c Briefp fcheu Dau au allein ihr, a ie fan . Die fie und Frnde G ie Di get bitter jest Burdd chau verth Dert bie hte n Bibl bein Tafilr tunde einzige sablen nmitten eröffn te fie 11 Namen anderer Leute in betrügerischer Absicht auf einen Wechsel zu setzen. So wurde gestern der Schuhwaarenhändler Sch. unter dem Verdachte, eine Reihe von Wechselfälschungen begangen zu haben, verhaftet. Sch. hatte eine Anzahl von ihm ausgestellter Wechsel, deren Bezogene und Acceptanten, seine Geschäftsfreunde waren, bei Fabrikanten und Lieferanten in Zahlung gegeben. Die auf den Wechseln befindlichen Accepte waren aber gefälscht und die angeblich als Acceptanten auf den Wechseln figurirenden Personen hatten von ihren umlaufenden Accepten feine Ahnung. Eine Zeit lang hat Sch. die Katastrophe dadurch verzögert, daß er selbst mehrere Wechsel vor dem Verfalltage einlöfte. Fälle von Brechdurchfall gehören jest zur Tagesord nung, was beweist, wie wenig Rücksicht auf den Genuß jungen Gemüses, besonders aber von Obst genommen wird. In der I. Sanitätswache in der Brüderstraße allein find innerhalb der lezten zehn Tage 15 Fälle von Brechdurchfall, die Frauen und Kinder betrafen, zur Behandlung gelangt. Bei der großen Gefahr, welche gerade im gegenwärtigen Zeitpunkte die Außer achtlaffung jeder Vorsicht bei dem Genuß von Nahrungsmitteln involvirt, fann zur möglichsten Einschränkung bei der Konsumtion von Feld und Gartenfrüchten nicht genug gewarnt werden. Auch in den übrigen Berliner Sanitätswa chen wird eine starte Zunahme von Brechdurchfällen konstatirt. noch einen Platz zu finden. Kein Wort wird gewechselt, stumm verhalten sich die Passagiere. Uns gegenüber fist ein schmuckes Dienstmädchen mit blendend weißer Schürze, prallen Armen und duftigem Tüllhäubchen. Sie hält auf ihrem Schooß den großen Marktkorb, fie muß bei einer gut fituirten Herrschaft dienen, denn fie fährt eintaufen". Jest muß fte aussteigen, fte zwängt sich durch die schmale Mittelreihe der Baffagiere und stößt dabei einen alten Herrn, der in der Ecke fist und die Inserate seiner Zeitung studirt, mit ihrem Korbe an die Knie. Brummend fährt dieser auf, wirft einen mürrischen Blick auf die Dame der Küche und vertieft fich weiter in seine interessante Lektüre. Sie verläßt den Wagen, zwei junge Herren steigen ein, der eine in Uniform, der andere in Civil, man sieht aber auch diesem den zukünftigen Feldmarschall an die beiden jungen Herren entstammen einer in der Nähe belegenen Fähnrichspreffe. Sie lächeln beide stumm vor sich hin, die legte Unterrichtsstunde pardon, Vorlesung wollten wir sagen muß wohl etwas amüsant gewesen sein, denn die beiden Leutchen können trop der vorzeitigen Blafirtheit, mit der sie tokettiren, eine gewiffe allerdings sehr reservirte Fröhlichkeit nicht unterdrücken. Wohin mögen fie fahren? Einfach zu Landvogt„ Frühstücken", die Goldkronen ihrer Herren Eltern" müssen an den Mann ge bracht werden, und das Frühstück" ist dem„ Breffier" ebenso unentbehrlich, wie dem Studenten der Früschoppen. Potsdamer Plaz! Ein Ehepaar steigt ein, der Berliner steht sofort, daß es Außerhalbiche" find, das Pärchen ist aus der Proving und Gemahl an, nachdem sie beide Blaz genommen haben, ich möchte gern bis zum Goethe- Denkmal mitfahren!" Der Kon dufteur reißt zwei Billets von seinem Block ab, die junge Frau betrachtet mit verwunderten Blicken die Prozedur. Die Fahrt dauert nur wenige Minueen- ,, Goethe- Denkmal!" ruft der Kondukteur in den Wagen hinein, die Provinzialen erheben fich ein klein wenig indignirt, jedenfalls glaubten fie für ihren Nickel( viel weiter fahren zu fönnen. Der Kondukteur lächelt ohne Zweifel spöttisch, als er den Wagen halten läßt, er wünscht den Aussteigenden mit einem besonderen Nachdruck einen guten Morgen" und freut sich über das satirische Mundspiten der übrigen toilette, Mufitmappe, fie hat ein Stückchen Tüll vor das Geficht gebunden, weil sie sich einbildet, daß das hübsch mache, fte hat in ihrer elegant behandschuhten Rechten ein Buch, das ziemlich schmugig aussieht, es entstammt entschieden einer Leihbibliothek, das Fräulein hat gewiß auf einer Bank im Thiergarten gefeffen und ein Wenig geschmöckert", und der Inhalt ihres Buches scheint so fesselnd zu sein, daß sie die Lektüre desselben sofort wieder aufnimmt, fie überreicht dem Kondukteur ihren Nickel ohne aufzusehen, die Störung ist entschieden lästig. Nur einmal blidt fie auf, als Säbelgeflirr ertönt, aber geringschäßig blickt sie wieder in ihr Buch, es ist ein ganz alter Generalstabsoffizier, der soeben eingestiegen ist. Brandenburger Thor! Die Szene wird etwas belebter, Leute aus dem Volfe steigen ein, es find Grünframhändlerinnen, die nach Hause, nach dem Landsberger Thor wollen. Man immer rin, Mutter," jagte eine stämmige junge Frau zu einer älteren, immer drängle Dir man durch, unser Jeld ist ooch keen Blei!" Bustend setten sie sich, die vornehmen Damen rüden zur Seite, das scheint indessen nicht zu geniren. Mit elastischem Schwunge springt ein Mann in der blauen Blouse auf, der Hinter- und Vorderperron ist besett, er sett sich bescheiden in eine Ede. Jm Punkte der Cigarre find bekanntlich alle Män ner etwas empfindlich, der Arbeiter hat einen ausgegangenen Bigarrenstummel" in der Hand, den er, um seinen Nickel hervorzusuchen, in den Mund nimmt. Die ihm gegenüberfigende Dame rumpft die Nase. Jd rooche ja man blos falt," so beruhigt er die empfindlichen Geruchsnerven der Dame und nimmt die Bigarre aus dem Mund. Je mehr fich der Wagen den Vierteln der Arbeiter nähert, desto mehr schwinden die charakteristischen Typen, d. h., fie find schwerer zu erkennen. Wenn es unsere Leser interesfirt, so fahren wir nächstens noch einmal ein Stückchen in der Pferdebahn, man wird dann ebenfalls sehen, daß man den nivellirenden" Einfluß dieser Einrichtung doch überschäßt, daß trop des gemeinsamen Wagens, trop des gemeinsamen Preises die einzelnen Stände fich scharf Arbeiterpartei die endliche Lösung der Asylfrage durchgeführt wurde und daß es auch hier wieder nur die Bürgerpartei war, welche gegen diese humanitären Bestrebungen opponirte. So hat Denn die Arbeiterpartei während der kurzen Zeit ihres Daseins bewiefen, daß fie auf allen Gebieten der kommunalen Thätigkeit wohl zu Hause ist, daß fie ebenso den Willen wie die Kraft efigt, im Intereffe der Allgemeinheit zu wirken und so der beitenden Bevölkerung jene Erleichterungen zu schaffen, die egebieterische Forderung unseres Zeitalters sind. Die dem näst stattfindenden Steuerreformdebatten werden es wieder aufs Neue beweisen, daß die Arbeiterpartei der wärmste Analt der Berliner Handwerker- und Arbeiterbevölkerung ist. Tan nimmt auch jetzt schon den wohlthuenden Einfluß einer bersammlung, die früher stets verwaist waren, sind jetzt meistens sum legten Plaz beseßt. Ueberall wächst das Vertrauen und bas hoffnungslose Gleichgültigbleiben unserem Vorgehen auf lommunalem Gebiet gegenüber, mußte einem frischen, aufmerk famen Leben Platz machen. So ruhig und besonnen, aber energisch weiter fortarbeitend werden, die Arbeiterstadtverord neten ihren schönsten Lohn darin finden, stets für das Wohl und Gedeihen unserer Gemeinde gewirkt zu haben. Lokales. Friz Gördi. af die Pferdebahn einen außerordentlich nivellirenden Einfu befize, daß fie die Standesunterschiede am besten aus Aleiche. Troß alledem ist das doch nicht in dem Maße der fall, wie man wohl im Allgemeinen glaubt; auch im Innern Cr. Auf der Pferdebahn. Mit Recht behauptet man, und Thor Die einzelnen Stände der Gesellschaft scheiden sich für das Auge eines geübten Beobachters scharf von einander ab. Man wird das am Besten verstehen, wenn man selbst eine Strede uf irgend einer Linie mitfährt. Wir stehen am Halleschen und wollen ein Stückchen mit der Ringbahn fahren. Wagen ist schon ziemlich besezt, so daß wir Mühe haben, Der Den einzigen Menschen auszusprechen, in deffen Herz sie eine timath hatte. mabren, wenn nicht Jasper? Ber sollte fte trösten oder beschüßen, oder ihre Intereffen Nach Verlauf von sechs Monaten würde sie ein und Danzig Jahr alt sein; dennoch mochte sie nicht daran denken, tre ausgedehnten Befizungen, ihr großes Vermögen allein zu Dewalten. Sie schrieb Jasper und meldete ihm ihren furcht baren Berlust, fie erzählte ihm von ihrer Einsamkeit und Ver laffenheit, von ihrer Silflosigkeit und ihrem Schmerz. Bleibe nicht länger fort," bat fie ihn. Ich habe Niemand von einander scheiden. 11 a. Die hiesigen Sanitätsbehörden dringen in Folge der drohenden Choleragefahr auf einen befchleu nigten Anschluß derjenigen Grundstücke an die städtische Kanalisation, welche an den während der legten Monate tanalifirten Straßentheilen liegen, und der Magistrat hat auch demzufolge während der legten Wochen sehr zahlreiche Aufforderungen an die betheiligten Grundstüdsbefizer, ihre An schlüffe an die Kanalisation möglichst schleunigst innerhalb sechs Wochen zu bewerkstelligen, gerichtet. Die Anschluß röhren von den Hauptröhren bis zu den Grundstücken, welche von städtischen Unternehmern für Rechnung der Haus eigenthümer gelegt werden, find zum größten Theil bereits gelegt. In denjenigen Straßen, welche an die städtische Kanaliſation noch nicht angeſchloſſen find, beabsichtigt der Magistrat, reichliche Rinnstein Spülungen vornehmen zu laffen. a. Der erneuerte Versuch des Magiftrats, die Zustim mung des hiesigen Polizeipräsidiums zu der Errichtung einer ds Dich in der Welt und mein Herz würde brechen in seinem Markthalle auf dem Magdeburger Plage und zu der dazu Beb und seiner Betrübniß, wenn ich nicht auf Deine baldige nothwendigen Veränderung der Baufluchtlinie dieses Plates Geimtehr hoffte. Neue schwere Pflichten, zu schwer für die machen Schultern eines Mädchens, find mir jetzt zugefallen. en Stelle anordnen, herrschen, sorgen, während mir noch bin die einzige Erbin meines Vaters uud muß nun an nöthigen Kenntnisse und Erfahrungen dazu fehlen. Du in allen diesen Dingen meine Stüße sein. Komm also un bilf mir. Ich bin jest reich genug um Dein verpfändetes Stammautes um ist, kannst Du es selbst wieder übernehmen und in das Schloß Deiner Väter als Herr und Gebieter ein ieben. Mein Vater liebte Dich stets und es war ihm eine Beruhigung, Dich als meinen fünftigen Beschüßer zu denken. So wird sein Wunsch noch im Tode erfüllt. Wir beide wollen gegen Fanny allezeit sehr liebevoll sein." Sum wieder einzulösen und wenn die Pachtzeit Deines Diesen Brief der Post. bestattet Am Tage vor den Beiseßungsfeierlichkeiten übergab fie Nachdem Sit Gilbert in der Familiengruft zur ewigen Ruhe war, las Dr. Mellodem, der versammelten Familie zu erlangen, ist dem Vernehmen nach gescheitert. Das Polizeipräsidium hat in einem Schreiben an den Magistrat seine Zustimmung versagt, weil es in sanitärem Intereffe die Erhal tung dieses Plages in seinem gegenwärtigen räumlichen Ums fange für den öffentlichen Verkehr für nothwendig erachtet. Der Magistrat, welcher diesen Grund in Hinsicht auf die Nähe des Lügowplazes und auf die nicht wesentliche Verkleinerung des Magdeburger Plages durch die Errichtung einer Markt halle nicht für zureichend erachtet, wird voraussichtlich behufs Verwirklichung des Projektes den gefeßlich vorgeschriebenen Instanzenweg beschreiten. Der Magistrat wird hoffentlich auf dem Instanzenwege" auch nichts befferes erleben als ein gründliches Fiasko, welches die ganze Markthallenfrage im Großen und Ganzen verdient. Wozu auch diese theueren Bauten und die Verkümmerung der öffentlichen Pläße in Berlin? Wohnen wir vielleicht noch nicht eng genug bei ein ander, und braucht man außer Licht und Luft nicht auch noch Raum zum Leben? Die Errichtung der Markthallen be indirette Steuer für die konsumirenden Massen. Es wäre Das Teftament des Großvaters vor, nach dessen Bestimmungen deutet im Grunde genommen doch weiter nichts, als eine neue Myra die einzige Erbin war. welches er vor zwanzig Jahren, als Myra noch ein wenige legte, statt die bereits bestehenden zu beschneiden. Da," sagte Dr. Mellodew, das Schriftstück niederlegend, beffer, wenn man, wo es irgend angeht, noch neue Pläge an Monate altes Rind war, in demselben Zimmer vorgelesen hatte, da Sir Gilbert Barth teine anderen Erben hinterlassen hat, fo fällt das ganze Vermögen ihres Großvaters Fräulein Myra Barth zu. In einigen Monaten wird sie mündig und unumschränkte Herrin desselben sein und wir Alle find übereugt, daß Sir Gilbert's Befit in keine besseren Hände über gültig an Gunsten Friedenaus entschieden, indem er das Kon Dr. Mellodem verbeugte fich ringsum. Die Wittwe blidte schweigend zu Boden. dem To bemi Saus chränk Gilbert en Row B. Der Magiftrat von Berlin hatte, wie uns geschrieben wird, die Abficht, in dem benachtbarten Villenort Friede nau eine für Berlin in Betrieb zu fegende Gasanstalt zu er richten. Hiergegen legten die Bewohner Friedenaus energischen Protest ein und hat nunmehr der Herr Handelsminister endzeffionsgesuch ablehnte. In dem Erkenntniß ist hervorgehoben, daß die Entstehung und Entwicklung Friedenaus als eines die Bebauung einer Gasanstalt werde der Charakter des Ortes vollständig verschoben und daher den Bewohnern desselben eine erhebliche Schädigung zugefügt. Myra erröthete und Thränen entströmten ihren Augen. Villen- Vorortes von Berlin berücksichtigt werden müsse. Durch Am nächsten Morgen schrieb Myra abermals an Jasper. Alles gehört mir. Ich fühle mich einsamer und verlassener als Das Testament meines Großvaters ist verlesen worden. Bater gegeben haft, soll eingelöst werden. Was thut es, durch ten es geschieht? Gehört uns jetzt doch Alles gemeinsam. Laffe mich nicht länger allein, ich fühle mich so unglücklich." Ben Br ner Be Trau ig, fid ( Fortseßung folgt.) a. Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht. Die Möglichkeit, auf Accepte baares Geld erhalten zu können, scheint in vielen Fällen so verlockend zu werden, daß manche Leute deshalb ihre Ehre, ihren guten Ruf und auch ihre ganze Existenz auf das Spiel sepen. Ein Federstrich ist leicht gemacht, und wer sich erst einmal daran gemöhnt hat, leichtsinnig Wechsel auszustellen, dem kommt es, wenn er sich vielleicht in Geldverlegenheit befindet, schließlich auch nicht darauf an, die Er x. Eine saubere Wirthschaft scheint in einem Gartenlokale in der Badstraße auf dem Gesundbrunnen zu herrschen. In dieses Lokal tam am 22. Juli Abends der Arbeiter Hering, um daselbst ein Glas Bier zu trinken. Er war ein wenig angeheitert und in Folge dessen wurde ihm von dem dortigen Oberteliner die Eröffnung gemacht, daß er hier kein Bier mehr bekomme. In Folge dessen entspann sich ein Wortwechsel zwischen dem Arbeiter und dem Kellner und als ersterer fich bereits anschickte, das Lokal zu verlassen, wurde er von dem Kellner von hinten gepackt und so brutal auf das Trottoir geworfen, daß er längere Zeit befinnungslos liegen blieb. trug nicht unerhebliche Verlegungen davon. Da bei dem Vorfall mehrere Beugen zugegen waren, welche die Schuldlosigkeit des Arbeiters befunden werden, dürfte der rohe Bursche wohl noch seinen gerechten Lohn vom Strafrichter erhalten. ng. Einen Einbruchsversuch machten in der Nacht vom Sonntag zum Montag Diebe in der in der Wienerstraße belegenen Wohnung der Wittwe H. Frau H. hatte am Sonns tag Nachmittag mit ihrer 18- jährigen Tochter einen Spazier gang nach der Hafenhaide unternommen und kehrte frühzeitig zurück, worauf sie sich schlafen legten. Bald darauf vernahm die Tochter ein verdächtiges Geräusch an der Korridorthüre ihrer im zweiten Stod belegenen Wohnung, weshalb fie die Mutter weckte. Auf den Hülferuf der beiden Frauen eilfen mehrere Hausbewohner herbei, die vor der Wohnung die Spu ren eines beabsichtigten gewaltsamen Einbruchs und mehrere Brechwerkzeuge vorfanden. Die Einbrecher hatten sich rechtzei tig geflüchtet. Dagegen gelang es in einem zweiten Falle die Einbrecher festzunehmen und ihnen die gestohlene Beute abzu jagen. Schon vor ca. 14 Jahren(?) wurde auf dem Boden des Hauses Köpnickerstraße 8a ein Einbruch verübt, ohne daß das mals die Thäter ermittelt werden konnten. In der vorlegten Nacht wurde nun wieder der Boden des gedachten Hauses erbrochen und dabei die einer Frau Dahms gehörige Wäsche gestohlen. Die Einbrecher sowohl als auch das gestohlene Gut wurden ermittelt und erstere zur Haft gebracht. Dieselben räum ten auch den ersten Einbruch ein. B. Zur Verhütung von Unglücksfällen dürfte es zur Beit sehr am Blaze sein darauf hinzuweisen, daß die zu Desinfektionszwecken geeigneten und empfohlenen metallischen Salze resp. Säuren fast ohne Ausnahme sehr gefährliche Gifte find; die zu ihrer Aufbewahrung dienenden Flaschen und Behälter sollten daher überall mit einer entsprechenden Giftbes zeichnung versehen und so aufbewahrt werden, daß Kinder resp. Üneingeweihte nicht an dieselben gelangen können. N. Ein jäher Tod machte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr dem Leben des seit Jahren auf dem hiesigen Stettiner Bahnhof angestellten Portier Poenisch ein unerwartetes Ende. Der ca. 53jährige Mann befand sich gerade in seiner Borfierloge, als er plößlich von einem Blutsturz befallen wurde und che noch ärztliche Hilfe herbeizuschaffen war, verstarb. Auf Anordnung der Bahnbehörde ist die Leiche des P., der eine zahlreiche Familie hinterläßt, mittelst Tragekorb nach der in der Bernauerstraße belegenen Wohnung geschafft worden, von wo aus die Beerdigung stattfinden wird. a. Wasserdichtes Schuhwerk ist bei der augenblicklichen naffen Witterung unbedingt nothwendig und ein paar tüchtige Stiefel find überhaupt im Leben nicht zu unterschäßen. Das dachte jedenfalls auch fürzlich eine Frau, die unter dem Vorgeben, Schuhe kaufen zu wollen, den Laden eines Schuhmachers in der Alexanderstraße betrat. Nur ist ihre Art Einfäufe zu machen, eine derartige, daß es die Kriminalpolizei jedenfalls interesfiren würde, die nähere Bekanntschaft dieser Dame machen zu können. Die allein im Laden befindliche Frau des Schuh machers bediente geben, un wohl gewuferin, und als diese unter dem Vorsein, um ein Glas Waffer bat, holte die Verkäuferin aus dem Nebenzimmer das Waffer, wäh tend welcher Beit die Fremde ein paar Stiefel im Werthe von 9 Mart an fich nahm und unter ihren Kleidern verbarg. Nach der Rückkehr der Frau W. entfernte fich die Diebin unter dem Vorgeben, wieder tommen zu wollen. Die bisher noch nicht ermittelte Diebin ift 35-40 Jahre alt. von Kleiner, etwas forpulenter Figur, fie hat dunkle Haare und dunkle Augen und spricht im schlesischen Dialekt. g. Auf entsegliche Weise verunglückte gestern Vormittag in der Schraubenfabrik von Hülle u. Weiß in der Müllerstraße der daselbst langjährig beschäftigte Arbeiter Düring. D. hielt eine zur Verarbeitung bestimmte große Eisenstange in der Hand, welche, als er aus Versehen einer Maschine zu nahe fam, von dieser erfaßt und mitgerissen wurde. Dieselbe fiel furz darauf dem D. mit solcher Wucht auf den Kopf und dem übrigen Körper, daß D. eine circa 15 Centimeter lange Wunde am linten Scheitelbein, eine am linken Arm und mehrere Wuns den am rechten Arm erhielt. Der Schwerverlegte wurde fofort nach seiner Wohnung gebracht, wo man ihm die erhaltenen Wunden zunähte und Verbände anlegte. D. dürfte auf eine längere Zeit arbeitsunfähig sein. N. Ein raffinirt geplanter Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch durch das Das zwischenkommen eines Privatwächters vereitelt. In der Unterwafferstraße Nr. 8 befindet sich eine Teppichfabrik von. im Parterre. Eigenthümlicher Weise waren in der bezeichneten Nacht die nach der Straße zu belegenen Fenster geöffnet ge blieben und drei Strolche, welche, wie später festgestellt, fich obdachlos umhertrieben, benußten diese günstige Gelegenheit zum Einsteigen. Der Wächter von Nr. 2 an der Schleuse hatte die Manipulation beobachtet und den Revierwächter davon in Kenntniß gefeßt, welcher sofort sich der Einbrecher zu versichern suchte. Leider gelang es nur einen der Thäter, einen Klempner aus Schleften, zu verhaften, welcher bis jetzt seine Komplizen noch nicht genannt hat. Entwendungen an Geld oder Gegen ständen sind nicht vorgekommen. N. Hauseinsturz in Reinickendorf. Ein donnerähn licher Krach schreckte in der Nacht vom Mittwoch zum Dons nerſtag gegen 2 Uhr die Bewohner unseres Nachbardorfes Reinidendorf aus dem Schlafe. Die herbeieilenden Bewohner fanden die Giebelmauer eines in der Hausotterstraße von einem Berliner Grundbefizer mit Namen Mädler aufgeführten noch im Rohbau befindlichen Gebäudes, von den Rehlbalken Der Dachetage bis zur Plinte zum großen Theil in sich zuſammengestürzt. sammengestürzt. Das Wohnhaus, deffen Erbauung einem Polier übertragen war, war bereits bis zur Dachkonstruktion vollendet, und sollte die Rohbauabnahme demnächst stattfinden. Der sofort am Thatort erschienene Amtsvorsteher konstatirte den Thatbestand, wie oben angegeben und verfügte, daß alle Arbeiten einzustellen find, bis die eingeleitete Untersuchung beendet und bis der stehen gebliebene Theil von einem Königlichen Bau Inspektor mit Bezug auf die Bauart untersucht worden wäre. Soweit fich bis jetzt beurtheilen läßt, scheint die Verwendung von schlechtem Baumaterial die Katastrophe, die sehr leicht die verhängnißvollsten Folgen hätte haben können, herbeigeführt zu haben. V Gerichts- Zeitung. nahme dieser Berichtigung unter Lokales" wurde der Angetlagte durch amtsrichterlichen Befehl in eine Strafe von 100 M. ev. 10 Tage haft genommen. Hiergegen erhob er Widerspruch, und bestritt im Termin sein Vertreter Rechtsanwalt Mich a eIis die Paffirlegitimation seines Mandanten, weil es fich gar nicht um eine in dessen Reffort fallende Angelegenheit handelt. Er beantragte daher Freisprechung und Auferlegung der nothwendigen Auslagen auf die Staatskasse, da der Angeklagte im Bade ist und im Termin vertreten sein mußte. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten aus den vom Vertheidiger_geltend gemachten thatsächlichen Gründen frei, lehnte aber dessen Anfrag auf Erstattung der Kosten ab, da durch die Stelle des ursprünglichen Artikels der der Anklagebehörde zur Last fallende Irrthum zu entschuldigen sei. terſtügung der strikenden Stettiner Kollegen so lange, bis be Strife fiegreich geendet sein werde, mindestens 25 Pf. wöchen lich an den Kassirer der Lohnkommission, Herrn Marod Mauerstr. 86, zu entrichten habe, mit großer Majorität ang nommen. Eine Resolution, in welcher die Versammelten flären, daß der Strife in Stettin berechtigt und jeder Schne der, Arbeitgeber sowohl als Arbeitnehmer verpflichtet sei, strifenden Konfektionsschneider in Stettin zu unterstüßen, fan einstimmige Annahme. Nr. 9. De In de beije in gri Angebot be andererseits on Person T. Der Arbeiter- Bezirksverein im Often hielt Dienstag in Königsbank," Große Frankfurterstraße 117, ein Versammlung ab, in welcher als Stellvertreter des 1. fizenden Herr Weise die Versammlung leitete. Nachde derselbe der Thätigkeit des bisherigen ersten Vorfizenden Hen Grothe gedacht und daran den Wunsch angeknüpft, daß Genoffen, in nicht zu ferner Zeit vergönnt sein möge, in ihr alten Wirkungskreis und zu ihren Familien wieder zurüd fehren, erhält das Wort zum Vortrag über Allopat Homöopathie und Naturheilkunde" Herr Dr. Zaded. Refer schildert das Wesen der Allöopathie im Gegensatz zur Hom pathie und Naturheilkunde und sucht an einigen Beispielen beweisen, daß Allöopathie die einzige durch die Wiffens begründete Heilkunde sei. An der Diskussion betheiligten ganze Reihe die Herren Voigt, Sprotter und der Naturarzt Canig. Legter welche fich ur Aufgabe versucht die Ausführungen des Vortragenden zu wiederlege indem er in längerer Rede den Standpunkt vertritt, daß du mittlungs die Naturheilkunde die Allöopathie und Homöopathie falsweise m den und di überflüssig sei. Nachdem Herr Dr. Zadeck zum Schluß Vorredner entgegengetreten, macht Herr Meyer auf den Peite fich a nächsten Sonntag stattfindenden Ausflug nach Grünau engeren nhaber vo merksam und ersucht um rege Betheiligung. Billets à 75 find bei den Herren: Baate, Küstriner Platz 8; Meyer, F Vorliebe Unternehmen furterstraße 61 und Langer, Langestraße 79, zu haben. Vorfigende macht die Versammlung auf die am 5. Auguf aft erschein demselben Lokal stattfindende Mitglieder- Versammlung mit Regel m Tagesordnung 1) Wahl eines ersten Vorsitzenden, 2) Bo Wenn n des Herrn Dr. Heimann über ,, Reform der Schule" aufmermittlungs Rothwen und ersucht um recht zahlreiche Betheiligung. überwieg De fr. In einer Wechselstempeldefraudationssache eigener Natur fand heute vor der 96. Abtheilung des hiesigen Schöffen- Herrn Grothe, sowie den von demselben Schicksal betroffen gerichts gegen den Fabrikanten Carl Mellin der siebente Termin statt. Aus dem Protokolle des Gerichtsvollziehers Neumann vom Jahre 1880 ermittelte die Steuerbehörde, daß die Stempelmarke auf einem über 900 Mark lautenden Wechsel nicht ordnungsmäßig faffirt gewesen ist. Inhaber des Wechsels war der Kaufmann J. F. Kunze jun., Ausstellerin eine Frau Kiewart, Akzeptant der Ehemann derselben. Ersterer hatte nach der Fälligkeit den Wechsel protestiren und gegen die Verpflichteten austlagen laffen. Aus der mit der Klageschrift über reichten beglaubigten Abschrift des Wechsels ging ein Quittungsvermerk über den Empfang der Wechselsumme seitens des Angeklagten hervor, der demzufolge nebst den anderen Verpflich teten in die Stempelsteuerstrafe von 25 Mt. genommen wurde. Da derselbe aber erklärte, daß er zu dem qu. Wechsel nicht im Mindesten in Beziehung stand und demzufolge richterliche Entscheidung beantragte, fand in den bisher stattgehabten sieben Terminen eine Beweisaufnahme nach allen Richtungen hin statt. Keiner der Wechselbetheiligten vermochte aber auch den entferntesten Anhalt dafür zu geben, auf welche Weise der Name des Angeklagten auf den Wechsel gekommen ist. Dieser überreichte vielmehr ein ordnungsmäßig geführtes Wechselbuch, in welchem über diesen Wechsel eine Eintragung nicht ent halten ist. Nichtsdestoweniger beantragte der Amtsanwalt die Stempelstrafe von 25 Mart festzusetzen, da die beglaubigte Abschrift beweiskräftig ist, während der Angeklagte Freisprechung und Erstattung seiner Auslagen verlangte. Der Gerichtshof sprach ihn frei, da eine Betheiligung des Angeklagten nicht nur nicht erwiesen, sondern sogar unwahrscheinlich sei, lehnte aber den Antrag auf Erstattung der Kosten ab, weil dem Angeklagten als Fabrikanten durch die häufigen Termine fein Nachtheil erwachsen sei. R. Eine arme Wittwe, die Frau Helene Zimmermann, stand gestern vor dem Schöffengericht unter der Anklage des Diebstahls. Jm April d. J. hatte die Frau Rentier Schubert auf dem Boden des Hauses, in welchem die Wittwe Zimmermann wohnte, Wäsche aufgehangen, von welcher verschiedene Stücke abbanden gekommen waren. Nach ungefähr 3 Wochen erfuhr Frau Schubert, daß die 3. die fehlenden Gegenstände in Gebrauch habe; fie stellte die 3. zur Rede und erhielt von Dieser ihre sämmtlichen Sachen wieder bis auf ein Hemde, welches die Wittwe 3. für ihre Kinder in Gebrauch genommen hatte, daß fie aber der Frau Schubert mit 1 Mart 50 Pf. bezahlte. Dennoch gelangte die Sache zur Anzeige. Auf die Fragen des Präsidenten antwortete die Angeklagte Folgendes: Ich bin schon seit Ostern frant und so nervenschwach, daß ich oft gar nicht weiß was ich thue; die Noth, welche ich habe, mit meinen beiden Kindern durchzukommen, läßt in mir oft den Gedanken aufkommen, mir selbst das Leben zu nehmen. Ich brauchte die Sachen, um eine Schlafstelle vermiethen zu können, habe aber der Frau Schubert Alles zurück gegeben. Frau Rentier Schubert betritt als Beugin den Saal; bevor dieselbe vereidigt wird, ersucht der Staatsanwalt den Schleier aufzuheben. Welch einen Kontrast bietet das Auftreten der jungen, modern gekleideten, 21 Jahr alten Rentiersfrau zu der auf der Anklagebank befindlichen armen, franken aber reinlich gekleibeten Wittwe, welche ihr Leben lang fich gequält, um das und in ihrer Noth der wohl wenige, farge, tägliche Brot und in ihrer Noth der wohls habenden Hentierfrau einige Wäschestücke entwendet, um Brot zu haben für fich und ihre Kinder! Frau Schubert bestätigt Frau Schubert bestätigt im Wesentlichen das bereits Gesagte: den Trockenboden habe die Frau 8. auch öfters benugt, einen Schaden habe sie nicht erlitten. Präfid. zur Angell.: Wie war es möglich, daß Sie die Wäsche nehmen konnten, der Boden war doch mittelst eines Borhängeschloffes geschlossen?" Angell.: Ich ging zu meiner Nachbarin, welche den Nebenboden hat und bat diese, durch ihren Boden gehen zu dürfen, weil meine Kinder zu meinem Boden den Schlüffel mitgenommen hätten. Die Nachbarin ließ mich auf ihren Boden, welcher an meinem lag, und da einige Latten lose waren, so konnte ich leicht hineinkommen." Präs. Sie benutten also in der Regel auch den Boden, welchen Frau Schubert an diesem Tage benutte?" Angefl.:,,Ja, ich trocknete meine Wäsche immer auf demselben Boden, doch an diesem Tage hatte Frau Schubert den Boden auch mit ihrem Schloß verschloffen. Präfid.: Waren die Latten leicht zu beseitigen oder mußten sie erst daran brechen? Angell.: Sie waren unten ganz lose und durften nur zur Seite geschoben werden. Staatsanw.: Der Diebstahl ist als ein sehr schwerer aufzufassen, da er nahezu einem Einsteigen" gleich fommt, wäre letteres der Fall, so würden 3 Monate das niedrigste Strafmaß sein. Ich will jedoch zu Gunsten der Angeklagten annehmen, daß fie leicht burch die Deffnung eintreten fonnte und nicht an den. Latten biegen brauchte; deshalb und weil die Angeklagte aus Roth gehandelt, beantrage ich einen Monat Gefängniß. Präsid.: Angeklagte haben Sie noch etwas anzuführen Angeklagte schluchzend: Was soll aus meinen Kindern werden?! Der Gerichtshof beschloß nach längerer Berathung, einen neuen Termin anzuberaumen und zu diesem den Armenarzt Dr. Barsch darüber zu vernehmen, ob die Angeklagte zeitweise geistes gestört sei. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Det Lide bie Thätigt außerorde Sanipulation ein weites Fe Billen die B us den ärme üzen, oder Dit weiter un Sotien von uns hier aus Reife. In len, burd haustnech begeben fich n efenden Ste würdigkeit em baut und je Ueber den Stand des Strikes der Zimmerer in find wir in der Lage, aus einem uns freundlichst zur Ver gung gestellten Privatbriefe folgende Mittheilungen machen tönnen:... Ich theile Euch hierdurch mit, daß unser S bereits beendet ist; wir haben nicht erhalten, was wir eig wollten, trotzdem ist es doch immerhin etwas, was wir e gen haben. Wir haben doch wenigstens die zehnstündige beitszeit bewilligt erhalten. Die Zeit ist uns ja vorläufig Dieses Jahr auch gleich, und kommt Zeit, tommt Rath, geschoben ist nicht aufgehoben. Es ist uns die Arbeitszeit gendermaßen bewilligt worden: Von Morgens 6 1hr Abends 7 Uhr, eine halbe Stunde Frühstück, 2 Stunden tag, eine halbe Stunde Vesper, mithin haben wir eine stündige Arbeitszeit erreicht. Unsere Forderung wird woh tannt sein. Leider sind die Verhältnisse hierorts nicht so strifen. Ein Hauptfehler bei unserem Strife war fernet, es gewünscht werden könnte. Viele arbeiten, und An wir die Zeit nicht richtig gewählt hatten, da bekanntlich rere Städte in Deutschland im Strife liegen und wir au viel wie nur irgend möglich Kosten sparen wollten.-off folge bringen. In der zahlreich besuchten General- Versammlung der Schlosser Berlins sprach am Montag, den 21. Juli, im Königstädtischen Kafino Herr Görcki über: Die schlechte Lage der Schloffer Berlins und Vorschläge zur Aufbefferung der selben." Redner warf einen furzen geschichtlichen Rückblid in das Mittelalter, um die damalige wie heutige Zunftbewegung als einen Kampf um Vorrechte hinzustellen, während die Arbeiter in den Fachvereinen auf dem Boden des gemeinsamen Rechts ständen. Dieser diametrale Gegensas müßte jedem Arbeiter zeigen, wo sein Plag ist, auch wenn er noch so sehr für die Bünfte schwärme. Redner will in erster die R. Wegen Betruges erscheint auf der Anklagebank der Arbeiter Ifidor Wolfram. Derselbe wird beschuldigt, dem Kommerzienrath Mannheimer in den Jahren 1883 und 84, 45 M. 50 Pf. durch Vorspiegelung falscher Thatsachen abgenommen zu haben. Der Angeklagte erhielt eines Tages den Auftrag, bas Familienbegräbniß des Herrn Mannheimer zu reinigen; wie nun die Anklage behauptet, hat derselbe 6 mal im Laufe der beiden lezten Jahre, unter dem Vorgeben das Erbbegräb niß gereinigt zu haben, Geldbeträge von dem Vertreter des Herrn Mannheimer einkaffirt, ohne irgend eine Reinigung an C Bunchen, fü ugung erklär Giner Stellung lich wird das nächste Jahr den Zimmerern Riels beffere offnungsstern Der bei den t vielleicht mona meist ohne Su Kleidungsstüde friften. Nachdem Hannover. 23. Juli. Heute Abend wurde hier, wie Vof 3tg." berichtet wird, eine Arbeiterversammlung au löft, in welcher Baumeister Reßler aus Berlin über die spo lage der Bauhandwerker und über die Abhilfe derfelben" f resp. sprechen wollte. Der Rebner begann damit auseinand zusetzen, daß nicht nur die Frage, was ein Meister geben wo sondern auch diejenige, was er geben könne, den Lohn stimme. Das Maaß des Könnens werde nicht unwesent beeinflußt durch das Submissionswesen, gegen welches nun wandte. Eben wollte er den Standpunkt der Regie und einiger Mitglieder der Aristokratie zu dieser Frage leuchten, da erklärte der beaufsichtigende Polizeikomm auf Grund des Sozialistengesezes die Versammlung für gelöst. Grringung eines 10 stündigen Normalarbeitstages burchgefest wissen, denn der schwer arbeitende Staatsbürger habe ein Recht, Beit für die Erziehung seiner Kinder, Zeit für eigene geistige wie törperliche Erholung zu verlangen; er habe aber auch die Pflicht, für einen Normalarbeitstag zu kämpfen, weil die überflüssigen Arbeitskräfte den Lohn schwer drücken und einen großen Bruchtheil jener Leute stellen, welche schließlich ohne eigenes Verschulden dem sogenannten Vagabondenthum in die Hände fallen. Man spreche so viel von dem Fortschritt des Schul wesens, er erkenne denselben an, sei aber gleichzeitig der Ueberzeugung, daß die beste Schulbildung illusorisch gemacht werde, wenn nicht die Erziehung in der Familie mit ihr Hand in hand gehe. Und wie könne man von einem gefitteten Fa milienleben sprechen, wenn der Vater über seine Kräfte hinaus an die Werkstatt gefeffelt werde, wenn er müde und abgespannt zu Hause komme, während die Mutter in die Fabrik gepfercht jeden Einfluß, den liebende Eltern ausüben, aufwachsen müssen, " 1 Biegelungen a fährig gem Eine außerordentliche Generalversammlung fam licher Metallarbeiter Berlins findet Freitag, den 25. Abends 8 Uhr im Lokale Sanssouci", Rottbuserstr. 4a T.- D.: 1. Bericht über den Stand des Strikes. 2. Borleg arbeiter. 3. Verschiedenes. dem Begräbniß vorgenommen zu haben. Der Angeklagte giebt den Tag über darüber nachdenken könne, wie ihre Kinder ohne des Statuts zur Gründung des Vereins der Berliner Me zu, zweimal das Geld einkaffirt zu haben, ohne das Begräbniß dafür zu reinigen, indeß viermal habe er das Geld redlich verdient. Im Januar d. J. habe er einen Todesfall in der Familie gehabt und aus Noth den Herrn Mannheimer getäuscht. Die Gitter habe er sogar einmal frisch gestrichen, wobei ihm der Arbeiter Schubert geholfen. Der Gerichtshof, beschloß Vertagung, Ladung der Herren Schubert, Mannheimer und Kirchhofs Inspektor Behden. f. Der jugendliche Durchgänger, Forstpraktikant Hugo Adolph Fischer, der vor ca. 3 Wochen das elterliche Haus unter Mitnahme von 450 Gulden und des Jagdgewehrs seines Waters, der im Mährischen eine Privatförsterftelle inne hat, verlaffen, und bei dem Versuch, nach Hamburg abzufahren, auf dem hiesigen Hamburger Bahnhof festgenommen worden ist, stand heute vor der 88. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts, um fich wegen unbefugten Waffentragens zu verantworten. Außer dem Gewehr feines Vaters hatte sich der 17jährige Bursche auch noch in Berlin bei Hypolit Mehles ein doppels läufiges Gewehr gekauft. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu drei Tagen Haft, welche durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Nach seiner Entlaffung wird der junge Mensch über die Grenze transpor tirt, um wieder seinem Vater zugeführt zu werden. an die Versammlung, nicht den andern Gewerken nachzustehen, anstaltet am Sonntag, den 27. Juli eine Familien- Landpa sondern durch energische Betheiligung an der Bewegung zu zeigen, daß auch die Schloffer begriffen hätten, daß durch Bereinigung Alles, ohne dieselbe Nichts zu erreichen wäre. Die Versammlung, welche dem Redner stürmischen Beifall spendete, nahm hierauf eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution an und wählte eine aus 9 Mitgliedern bestehende Lohntommission. Damit find also auch die Schloffer Berlins in die Lohnbewegung getreten. er denen er gung einer rlich als g erste Forde em Betreffen abeln zu laff Berit gefordert Berthe Stellenf nach Lichterfelde. Abfahrt Nachmittags 2 Uhr präzi Anhalter Bahnhof. Der Sammelplag ist auf dem Berron Bahnhofs. Rendezvous für Nachzügler Restaurant Senje, selbst allgemeines Staffeekochen stattfindet. Die Mitglieder den ersucht recht zahlreich zu erscheinen und Freunde des eins mitzubringen. Eine Versammlung des Fachvereins der G und Berufsgenossen findet am Sonnabend, den 26. im Königstädtischen Kasino, Holzmarktstraße 72 statt. treiben, deffen Cofnung alles Elege nach wieder g au bas letzte zur Ant Nimmerwie Freight der Eh Berjonalien bes ferner muß er 24 1. Vortrag des Stadtverordneten Ewald über die g schaftliche Bewegung und welche Vortheile bringt die 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Diskussion. 4. Beri hr. In der Versammlung der Schneider Berlins, welche etwa 400 Theilnehmer zählend, am Mittwoch, Alte Jakobstr. 37 tagte, um Stellung zu dem Strife der KonfektionsSchneider in Stettin zu nehmen, verlas der Vorsitzende Herr Pfeiffer zunächst einen Brief aus Stettin, in welchem mitgetheilt wird, daß ungefahr 400 Konfektions- Schneider ihren Arbeitgebern erklärt haben, für die ihnen gezahlten Preise( diefelben werden im Einzelnen angegeben, z. B. 1,50 bis 2 Mart für einen Herrenrod) nicht weiter arbeiten zu können, und dann den Lohntarif, welchen die Stettiner Kollegen aufgestellt. Refe rent fonstatirte, daß der Strike durchaus berechtigt und auch zu rechter Zeit in Scene gesezt sei und daß die Forderungen, wenn dieselben auch zum Theil einen Aufschlag vou 50 pCt. enthalten, doch immer noch sehr bescheiden find. Er schloß mit der Erklärung, daß es Pflicht sei, den Stettiner Kollegen zum Siege Sieg in Stettin die Garantie dafür geben werde, zu verhelfen, da ein daß bald auch in Berlin, zuerst in der Konfettionsbranche, der Kampf um die Löhne, wie sie der Arbeiter zu einer menschenwürdigen Familieneristenz nöthig hat, fr. Eine eigenthümliche Anklage wegen Nichtaufnahme einer Berichtigung gelangte heute gegen den Lokalredakteur des Berl. Tagebl." Siegismund Perl vor dem hiesigen Schöffengericht zur Verhandlung. In Nr. 154 des genannten Blattes( es war dies eine Abendnummer) befand sich hinter den Lokalnachrichten unter der besonderen Ueberschrift Wieder eine Versammlung aufgelöſt" ein Bericht über eine in NeuWeißensee stattgehabte Versammlung. Der Bürgermeister a. D. Häussert fand zur Einsendung einer Berichtigung Veranlaffung, die auch in der am Tage darauf erschienenen Mor gen- Nummer Aufnahme gefunden hatte, und zwar unter den " Vermischten Nachrichten aus dem Reiche". Wegen NichtaufTheater. Freitag, den 25. Juli. Deutsches Theater: Geschloffen. Renes Friedrich- Wilhelmst. Theater: Fatiniga. allner Theater: Hotel Blancmignon. Okend- Theater: Das Stieftind des Proletariers. Belle- Alliance- Theater: Die Waise aus Lowood. Walhalla Operetten- Theater: Nanon. D Baisenftädtisches Theater: 85. Opern Vorstellung: Der Troubadour." Arbeitsmarkt. Depflichtet, ben De Rein", fu geno, mit Barbe der Glüd ges Mort In New- York haben 5000 Maurer einen Strife bege, wie ich i nes und Fragekaften. um eine Reduktion der täglichen Arbeitszeit auf 9 S durchzuseßen. 10 Eine Versammlung aller Hutarbeiter und wandter Berufsgenossen findet Sonntag Vormittag zahlreiches Erscheinen wird gebeten. im Palmensaal( Beierlein), Neue Schönhauserstr. 20 ftatt Briefkaften der Redaction. ore doch w Dir fpricht, Auge, de batte, fi be Beine en Elamment großer und abuen. BL ganze Babel in Bebemen Bimmergymnaft H. H. Nach unserer Ansicht ist es für Sie unnöthi ein größeres Werk anzuschaffen; Shre Orthographie ist ja tadellos. Aufmerksames Lesen von Büchern und A auf sich selber beim Schreiben, helfen so fleinen Mänge die find, über welche fie flagen, beffer ab, als theure a trosdem auf Ihrem Vorhaben beharren wollen, noch ein fiegreicher sein wird. Nach einer langen, sehr lebhafs lehrte Werke. Daniel Sander's Sprachbriefe find, wen ten Disfuffion, in der wohl mehr als 10 Redner fich im Sinne des Referenten aussprachen, wurde ein von Herrn Kleinicke eingebrachter Antrag dahin gehend, daß jeder Kollege zur UnGeübte Mohair Häflerin werden verlangt Admiralstraße 16 v. 2 Tr. r. [ 455 Stepperin a. Lederstepperei f. Täschner verl. G. Bertrand, [ 437 Bukowerstraße 14. Verantwortlicher Redacteur N. 1 2 das Brauchbarste. Freund. Nein. Preuß. Loose: Hauptziehg. 25. Juli- 9. Auguft. Orig., 360 Mart, 154 Mart, 172 Mart. Antheile 1, 30 M., 16 15 M., Borchardt Gebrüder, 2. Geſch. Stonigir. 1, Ede Burgfir. Teleph. 1048. 1 8 Außerordentliche öffentliche General- Versammlung 7,50 M., 1 1] 4 M. 1 32 64 1. Geschäft Friedrichstr. 61, Telephon 480. Belter Belafenb ein, was ich be Ricb mir nur ei Jun, fo lie it auch in feine orige nachdent Degaupten will, Honen nach De humperhafte if Un lieben ift th, ich möchte Das ist ausve ihr einfach. Da ich Muth nderer Meinun nie- Chef, ich | Der Arb.- Bez.- Ver. d. Friedrich fämmtl. Metallarbeiter Berlins. veranstaltet am anzöfliches Arn de Alice mari urch die Hölle, en Glutaugen ng mich fragte Dann nichts ft, ebenso ge ben, wenn ich Sonntag, den 27. Juli 1884 Bahnhof Nachm. 3 Uhr präz. Rendevous für Nad Restaurant Sense, daselbst. Um zahlreiche Bethel bittet das Vergnügungs- Comité ten fchredliche big fein au Schreib it viel vom mal eine ung meinte being gu etroffen, schließ Bei Bei mir ist das Berliner Volksblatt" täglich u Levy, Restaurateur, Swinemünderf Freitag, den 25. Juli, Abends 8 Uhr im Lokale Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand des Strikes; 2. Vorlegung des Status zur Gründung des Vereins der Berliner Metallarbeiter; 3. Verschiedenes. Die Kommission: J. A. A. Netbandt. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 453 436] Hierzu eine Burecht machen bis be vöchent Narod t ange Iten Schne fei, d n, fan Fielt a 17, ein 1. Vo Nachbe n Hen daf troffen in ihr zurüd öopat Refer Nr. 95. Beilage zum Berliner Volksblatt. Der Stellenvermittlungsschwindel. In dem Zeitraum des lepten Jahrzehnts find vorzugsbeije in größeren Städten, hervorgerufen durch das vermehrte Hom Angebot der Arbeitsgelegenheit und der Nachfrage einestheils, pielen andererseits durch das Bestreben der Arbeitgeber, beim Engagiren Jon Personal möglichst viel Zeit und Mühe zu sparen, eine Effenfd igten anze Reihe von Instituten wie Pilze aus der Erde geschossen, Letzte belche fich die Besetzung von Vacanzen in allen Branchen derlege Aufgabe stellen. Gewöhnlich theilen fich derartige StellenDaß du mittlungsbureaus in zwei Klaffen, indem sich die eine vor hie falsweise mit der Besegung offener Stellen in der kaufmänniluß den und dieser verwandten Branchen beschäftigt, während die Den tite fich andererseits mit der Placirung des Dienstpersonals engeren Sinne des Wortes zu befaffen pflegt. Indem die haber von Instituten erster Kategorie als Geschäftsfirma Vorliebe eine Bezeichnung zu wählen pflegen, die ihre Unternehmen als offizielle Engagementsbureaus der Kaufmanneft erscheinen läßt, begnügen fich die Gefindevermiether in Regel mit weniger prätenfiösen Aushängeschildern. Wenn nun auch eine ganze Reihe von derartigen Stellen mittlungsbureaus, welche durch die modernen Verhältnisse Nothwendigkeit geworden sind, und wir wollen annehmen, überwiegende Theil, auf eine längere oder kürzere erfprießThätigkeit zurücbliden tönnen, so belehren andererseits außerordentlich häufig vorkommenden Fälle von unredlichen nau à 75 en. er, F Augu g mit Bor ufmer in sur Ve machen nfer vir eig vir e indige rläufig th, eitszeit 6 Uhr nden eine 9 wohl ht fo fo and Ant Terner, ntlich vir aud Soffe beffere er, wie ung auf Die No ben" fpr Dec Lidhe Die Manipulationen, daß gerade in dieser Branche dem Schwindel weites Feld geöffnet ist, und zwar, ohne daß in den meisten Fällen die Behörde die Geschädigten, die sich fast ausschließlich den ärmeren Theilen der arbeitenden Klassen rekrutiren, zu digen, oder gegen die Betrüger einzuschreiten vermag, wie it weiter unten sehen werden. Beide oben erwähnte StateSorien von unreellen Vermittlungsinstituten, mit denen wir Weise. In den verbreiteten Tagesblättern werden Annoncen hier ausschließlich beschäftigen wollen, operiren in derselben elen durch welche offene Stellen für Kaufleute aller Bunchen, für landwirthschaftliches und technisches Personal, fir baustnechte 2c. offerirt werden. Die betreffenden Bewerber begeben sich nun unter Mitnahme ihrer Zeugnisse zu dem be= treffenden Stellenvermittler, der fte mit außerordentlicher LiebensFreitag, den 25. Juli 1884. durch ihn einen gewissen Prozentsatz seines ersten jährlichen Gehaltes zu zahlen- und die Thätigkeit des unreellen Stellenvermittlers für seinen Schüßling ist in der Regel mit dieser Thätigkeit beendet. Vielleicht schickt er ihn zu einem befreun deten Kaufmann, der mit ihm unter einer Decke spielt, und der den bedauernswerthen jungen Mann mit der kurzen Bemerkung abfertigt, daß die niemals vorhanden gewesene Vakanz in seinem Geschäft bereits besegt sei, oder der Vermitt ler verspricht seinem Opfer mitzutheilen, sobald fich etwas Paffendes für ihn finde. Lepterer Fall tritt faßt nie ein, da dem be treffenden Engagementsvermittler nur selten Aufträge zugehen, indem Auftraggeber dieselben natürlich ausschließlich als solide bekannten Instituten zugehen lassen und ihm andererseits auch wenig daran liegt, fich mit der rellen Engagementsvermittlung zu befaffen, denn das bloße Einkaffiren des Schreibgeldes und die Eintragung in das Vakanzenbuch" ist ja viel einfacher und lohnender. Das persönliche Nachfragen des inzwischen ungeduldig gewordenen jungen Mannes nüßt diesem eben so wenig; noch immer ist keine paffende Stellung frei. Er erhält mit leidiges Achselzucken und leere Vertröstungen so lange zur Antwort, bis er einfieht, daß er einem Schwindler zum Opfer geVielleicht fallen und Geld und Beit nuglos geopfert hat. gelingt es ihm, durch eigene Kraft irgend eine Stellung oder sonstige Beschäftigung zu erhalten, vielleicht geht er unter in Sonstige Beschäftigung zu erhalten, vielleicht geht er unter in dem Getriebe der Großstadt. Wen kümmerts? Eine Anzeige der von einem derartigen Vermittler Ge prellten bei der Polizeibehörde nügt in den wenigsten Fällen etwas, da die Schwindler gerieben genug find, fich zu decken. Sie sorgen dafür, daß fie federzeit im Stande find, nachzuwei ein, daß ab und zu eine Person durch ihre Vermittlung in der That placirt wurde. In dem Falle ist die Behörde machtlos, da den Ehrenmännern eben ein direkter Betrug nicht nachzus weisen ist, und sie muß, trop der ihr wohlbekannten Thatsachen, ruhig warten, bis ihr eine Reihe nachweisbarer Betrugsfälle Gelegenheit giebt, den betreffenden Echwindler zur Bestrafung heranzuziehen und ihn so unschädlich zu machen. 1. Jahrgang. vor Schaden zu hüten. Nur dadurch, daß den schwindelhaften Unternehmern durch das Versiegen der Geldquelle der Boden unter den Füßen entzogen wird, ist es möglich, dem bevor stehend angedeuteten, weit verbreiteten Engagementsschwindel wirksam zu steuern. Lokales. -a. Ein gefährlicher Hoteldieb. Der 21 Jahre alte Handlungsreisende R. ist heute zur Haft gebracht worden. Am 17. d. M. logirte sich R. in einem Hotel der Taubenstraße ein, und er wählte sich unter mehreren leeren Zimmern ein solches aus, welches durch eine Verbindungsthür mit dem benachbarten Gastzimmer zusammenhing. Während in seinem Bimmer aber die Thür mit einem Riegel versehen war, war die Thür in dem benachbarten Zimmer nicht verschlossen, sondern nur durch ein Sopha abgesperrt. In der Nacht vom 17. zum 18. d. M. drang N. durch die beschriebene Thür in das benachbarte Zim mer, welches von dem Reserve- Lieutenant K. bewohnt war, ohne daß dieser aus seinem Schlaf erwachte, und R. eignete fich aus den Kleidertaschen des K. dessen Uhr und Rette nebst Portemonnaie mit Geld, zusammen im Werthe von 180 D. an, womit R. ebenso unbemerkt den Rückweg antrat und die Verbindungsthür hinter sich verriegelte. Am folgenden Morgen entfernte er sich, ehe K. aus dem Schlaf erwacht war, aus dem Hotel und verpraßte die gestohlenen Gegenstände binnen der vier folgenden Tage, so daß er am 22. d. M. wieder gänzlich mittellos da stand. R. begab sich nun nach einem Hotel in der Krausenstraße, wo er sich wiederum ein Bimmer mit einer Ver bindungsthür zu dem Nachbarzimmer nahm. Am Abend des selben Tages drang R. in das Nachbarzimmer, deffen Inhaber nicht da war, und versteckte sich unter dem Bett, die Rückkehr und den Schlaf des Gastes erwartend. Dieser fam auch bald, legte fich zu Bett und die gleichmäßigen Athemzüge ließen vermuthen, daß er eingeschlafen sei. R. Tam jezt aus seinem Versteck hervor; als er aber sich neben dem Bett erhob, erwachte der Gast aus seinem Halbschlummer. Dieser sprang fofort auf R. zu und faßte ihn am Halse. laut nach dem Hotelpersonal und um Hülfe rufend. Der Wirth und der Kellner eilten hinzu, und von diesen wurde R., nachdem er für die von ihm geEine noch schlimmere Sorte von Ausbeutern befindet sich unter den Stellenvermittlern, die Stellensuchende hauptsächlich nach dem Ausland engagiren. In den meisten Fällen beruhen die gemachten glänzenden Versprechungen betreffs guter Stel Täuschung und die ab und zu in die Deffentlichkeit dringenden Klagen der betrogenen Opfer legen beredtes Zeugniß dafür ab. Lettere rekrutiren sich vorzugsweise aus dem Stande des landInspektoren, Forstbeamte u. 1. w. werden häufig unter allerlei falschen Vorspiegelungen von gewissenlosen Agenten nach unwirthlichen Gegenden Rußlands, Polens, Ungarns u. s. w. daß fie schmählich hintergangen worden find, indem ihnen statt Nachdem der betreffende Ehrenmann sein Opfer durch Vor- der zugefagten glänzenden Stellungen Entbehrungen härtester biegelungen aller Art gründlich bearbeitet und seinem Zwecke Art bei färglichem Lohne zugemuthet werden und fie froh sein fährig gemacht, entwickelte er zunächst seine Bedingungen, müssen, nach Aufzehrung ihres Geldes überhaupt noch etwas Unter denen er bereit ist, dem betreffenden Bewerber zur Er zu verdienen. Langung einer Stelle behilflich zu fein, wobei er den Erfolg rlich als gar nicht zweifelhaft hinstellt. Fast durchweg ist trfte Forderung die Erlegung eines Einschreibegeldes". Dem Betreffenden kommt es auch nicht darauf an, mit sich würdigkeit empfängt, prüfenden Blickes ihre Zeugnisse durch- lung und hohen Verdienstes im fremden Lande auf grober machte Bechschuld seinen Rock und Cigarrentasche hatte zurück ichaut und jeden Einzelnen dann im Tone vollster UeberJeugung erklärt, daß es gar nicht schwer fallen werde, ihn in Soffnungsstern leuchtet in der Brust des Unglücklichen auf, wirthschaftlichen und pädagogischen Personals. Gutsverwalter, Ju friften. meist ohne Subfistenzmittel find, fich des Entbehrlichsten an Kleidungsstücken 2c. hat veräußern müssen, um nur sein Leben engagirt, um nach Zurücklegung der weiten Reise einzusehen, auseinand geben wol unwefent en Lohn Juerit Iches er Regic Frage izeitommi ng für ng fam en 25. ftr. 4a 2. Vorleg liner Me heftadt Land präzije Perron t Senje itglieder nde des Schlof en 26 tatt. 24 alles Erst kürzlich wieder berichtete ein als Guts- Inspektor von Magdeburg aus nach Polen engagirter Landwirth in den Blättern von seinen traurigen Erlebnissen und denen seiner Familie in einer Stellung, welche er einem gewissenlosen Stellenvermittler zu verdanken hatte. Bekannt ist ferner, und auch hiervon ist von vielen Seiten namentlich deutsche Erzieherinnen, Bonnen u. s. w. durch vor laffen müffen, aus dem Hotel geworfen. In dieser Weise von allen Mitteln und sogar von der nothwendigen Kleidung entblößt, begab sich R. nach dem nächstgelegenen Polizeirevier bureau, seine Verhaftung wegen der von ihm verübten Vers gehen beantragend. R. wurde nach dem Kriminalkommissariat gebracht. a. Wegen Fälschung von Speisemarken ist gestern der ehemalige Bäckergeselle D. verhaftet worden. D. war als Wasserträger auf einem Neubau der Taubenstraße beschäftigt und leistete auch bei den Maurergesellen die Dienste eines so genannten„ dienenden Bruders", indem er ihnen Speisen und Getränke von einem in der Nähe wohnenden Schankwirth holte. Zwischen dem Schankwirth und den Gesellen bestand nun das Abkommen, daß er gegen Blechmarken( die er vorher den Gesellen in einer bestimmten Menge verabfolgt hatte) Getränke und Speisen lieferte, und daß am Ende der Woche von den Wochenlöhnen das Saldo beglichen und die Blech marken wieder eingelöst wurden. Mit der Vertheilung der Blechmarken und der Auszahlung an den Schantwirth war Werthe Stellensuchende schwankt; wie soll er baares Geld auf zu wiederholten Malen eindringlich gewarnt worden, daß D. beauftragt, welcher sich falsche Blechmarken, die den echten treiben, deffen er selbst bereits so lange entbehrte; doch die Cofnung, nach Erlangung der in Aussicht stehenden Stellung geblich glänzende Engagements ins Ausland gelockt werden. Bege wieder zur gut machen zu fönnen, läßt ihn über Mittel und Anschaffung des geforderten Betrages nachfinnen; auch das letzte Stück, welches er sein nannte, wandert, vielleicht auf Nimmerwiedersehen, ins Pfandhaus Art der Ehrenmann das Blutgeld ein. Nun werden die Hier angekommen sehen sie ein, daß anstatt der versprochenen guten Stellung Noth und Elend ihrer harren. Gelingt es ihnen nicht, fich bald eine Stellung zu erwerben, so fallen fie häufig dem phyfischen und moralischen Elend zum Opfer Auch in diesen Fällen ist den intellektuellen Urhebern ferner muß er einen Schein ausfüllen, durch welchen er sich welche in die Lage kommen, die Hilfe derartiger Institute in ganz ähnlich waren, anfertigen ließ, dieselben an die Gesellen vertheilte, welche von dem ahnungslosen Schankwirth Speisen und Getränke darauf verabfolgt erhielten, während er von D. nur für die echten Marken Zahlung erhalten hatte. Nachdem D. in dieser Weise den Schankwirth um 23 M. geschädigt hatte, wurde von diesem die Fälschung entdeckt und D. wurde festgenommen. B. N. Ein Geisteskranker versette in der vergangenen Nacht die Adjazenten der Dragonerstraße in große Aufregung. Deflichtet, dem Vermittler nach Erlangung einer Stellung Anspruch nehmen zu müssen, ist das einzige Mittel, um fich Derselbe war in einer Droschte II. Klasse vor ein Haus vorge Des Fähnrichs erste Liebe. Von R. C. ( Schluß.) Verliebte, als ich noch Primaner in meiner Vaterstadt war, da lernte ich eine junge Dame von der höheren Töchterschule kennen. Ich hafte stets ein ungemessenes Quan tum von Hochachtung und Verehrung für sie, und das artete Rein", fuhr er fort, diese Augen, dieses Spiel, hins schreiben, und legte ihr ein von mir verfaßtes Liebesgedicht bei, gend, mit einem Wort, ich liebe die junge Dame, ich Werbe der Gludseligste aller Sterblichen sein, wenn ich nur ein Die ge agt bief 4. Veri rite bege if 9 Stu und mittag 10 20 ftatt 1. unnöthis ie ift ja Act Mänge heure td, wen noch richt 4 Abf. ür Nad Betheil glich inderfi eine Brill aber worin ich ihr den Zustand meines Herzens als einen schreden erregenden schilderte. Nach einiger Zeit ließ fie mir sagen, der nes Wort mit ihr wechseln fönnte, wenn ich ihr nur sagen Brief sei albern, und fie glaube das Gedicht schon irgendwo Mie, wie ich fie liebe, wie ich fte verehre, ja anbete te doch wenigstens zu, wenn ein vernünftiger Mensch bir fpricht," unterbrach er fich unwillig, als sein ver es Auge, das mit schwärmerischem Ausdruck die Decke beet hatte, fich auf seinen Freund richtete. Dieser hatte be Beine emporgehoben, dieselben an den Knien ums abuen. Blöglich ließ er die Beine los, wodurch diese mit Elamm großer tund suchte so die Fußspißen auf seine Nase her- eingehend nach dem kleinen Schnurrbart untersuchte, den die Bebemenz auf die Sophalehne zurückprallten und das Bimmergomnaftit," gedruckt gelesen zu haben. Sie fände überhaupt unseres Nachbars Friß viel interessanter als mich, denn der trüge heimlich ein Pince- nez und habe schon einen fleinen Schnurrbart. Ich war natürlich gefnidt wie eine Lilie, und der verteufelte Brief war nur daran schuld, daß ich bei paffender Gelegenheit Friz' Pincenez auf deffen Nase zerbrach und sein Gesicht sehr treulose Geliebte darin entdeckt haben wollte. Seitdem, es ist bas beinahe ein Jahr her, schreibe ich keine Liebesbriefe mehr, Du hast hast sagte Heinz, indem er ein geistreiches Geficht zog, ich fönnte dir andere Erfolge hättest anonym schreiben, deine Person in ein räthselhaftes Dunkel hüllen sollen, das macht dich bei den Damen inters effant, fie vermuthen hinter dem Anonymus immer einen Baron oder Grafen, und find schließlich auch mit unser einem zuganze Robel in feinen Fugen zu frachen anfing. Das ist halte es überhaupt für ein gewagtes Unternehmen." fagte er als routinirter Turner mit erfündie Sache nur nicht richtig angefangen, mas ich bei der ganzen Geschichte thun foll?" Heinz, erzählen, die ich in Folge meiner Liebesbriefe gehabt habe; du felter Belaffenheit, aber ich habe alles gehört, sehe nur nicht gib mir nur einen Rath, ich liebe das Mädchen doch so sehr," Sun, jo liebe fie, lieben ist bekanntlich kein Verbrechen, es auch in feinem Rriegsartikel verboten," sagte der lange Eins Wige nachdenklich ,,, obgleich ich das nicht so ohne Weiteres behaupten will, da meine Kenntniß der militärischen Instruk- frieden, wenn fie flug genug find, ihre Enttäuschung zu vers Komen nach dem Ausspruch unseres Lieutenants nur eine hamperhafte ift tich, ich möchte aber gar zu gern auch wieder geliebt sein." fügte er schmerzlich hinzu. Ja, lieben Sihr einfach. " bergen." Wenn du meinst, daß ein anonymer Brief von Wirkung sein würde, so könnten wir es ja einmal damit pronicht wissen, von wem der Brief ist," fügte der angehende Don lieben ist ein Unterschied," bemerkte weise der Fähn biren, es ist außerdem auch ungefährlicher, aber sie würde ja dann Das ist ausverschämt, fubr der Lange auf, dann sage Juan flugerweise hinzu, fie würde vielleicht denken, daß er be ich Muth habe, ich habe die Courage, im Stillen oft sehr lange und freundlich gesprochen hat." ,,,, Dafür laß mich anderer Meinung zu sein, selbst als unjer gestrenge: Kom Sagen? Ich ihr? Heinz, du weißt, von dem Lieutenant v. R. tommt, mit dem sie gestern schon nur forgen, warf fich jest Heinz in die Brust, in solchen agnie Chef, ich will mit einer halben Korporalschaft ein ganzes Sachen bin ich Meister." che Alice marfchirte ich im langsamen Schritt barfuß mitten Durch die Hölle, aber sie anreden? Heinz, wenn fie mich mit Sung mich fragte, was ich von ihr wünsche ,. und ich könnte Es wurde nun nach langem Kopfzerbrechen und Aufwand von verschiedenen Briefbogen von beiden Freunden ein Schriftstück hergestellt, in welchem ein Ungenannter die bestimmte AbJenseits vertauschen zu wollen, wenn die bezaubernde Schöne, wenn sie des Abends mit dem Tuch gewebelt hat, giebst du mir des Morgens beim Antreten durch Kopfnicken ein Beichen." Die beiden Jünger des Mars stießen an auf ein glückliches Gelingen ihres Planes, und erst spät trennten fte sich. Der Fähnrich machte des Nachts noch eine Fensterpromenade bei feiner Schönen, und das Herz von seligen Empfindungen voll fonnte er lange die Ruhe nicht finden. wenn er Nach einigen Tagen ging ein sonderbares Murmeln durch die Kompagnie, die biederen Musketiere wunderten fich gar sehr über das veränderte Benehmen ihres Fähn richs. Jeden Morgen, seine Korporalschaft musterte, bei welcher auch der Einjährige Heinz stand, blieb er vor diesem stehen, sah ihn lange und durchdringend an und schüttelte dann vorwurfsvoll den Kopf. Der Fähnrich rügte sonst doch alles, manchmal sogar vieles, wo nichts zu rügen war, was mochte der Freiwillige nur an fich haben, wofür der angehende Feldmarschall nicht einmal Worte fand? Die Glücklichen ahnten nichts von dem Seelenschmerz ihres jugendlichen Vorgesezten, welche bange Zweifel sein Innerstes ver zehrten. Es sollte ihm schreckliche Gewißheit werden. Die Offizierstafel war aufgehoben, unser Fähnrich hatte sich vors schriftsmäßig gesättigt und war eben im Begriffe, vor dem Nachmittagsdienste seinen Freund Heinz zu besuchen, um diesem noch einiges von seinem gebrochenen Herzen vorzuklagen. Blößlich fühlte er sich von hinten auf die Schulter geklopft, und vor ihm stand der Lieutenant v. K. Fähnrich," redete ihn dieser leutselig an, Sie haben ja wohl vor einigen Tagen an die Schauspielerin Fräulein Alice geschrieben?" mch, Herr Lieutenant, ich weiß nicht Schon gut," meinte der Lieutenant lächelnd, welche Thatsache später von dem Inquirirten als malitiöses Grinsen wiedergegeben wurde, -schon gut, wiffen Sie, was mich die junge Dame fürzlich gefragt hat?" Ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr der wohl wollende Borgefegte fort: Sie hat mich gefragt, was das eigentlich für ein Unteroffizier wäre, mit dem dummen Ge ficht, der immer ziemlich anständig angezogen ginge und der ihr unaufhörlich Fensterparaden mache." Dem Fähnrich wurde es schwarz vor den Augen, treue Liebe so zu lohnen, oh wäre er jezt noch Brimaner und der Lieutenant Nachbars Frig mit Dem vorzeitigen Schnurrbart. Der Offizier drehte sich noch einmal um: Sagen Sie, Fähnrich, find Sie nicht aus Berlin?" Aus der Nähe wenigstens, fnirschte dieser fast ohne Besinnung. Sie müssen sich die Provinzialismen in Ihren Schreiben 1111 en Glutaugen anblidte, wenn sie mit ihrer föniglichen Hal- ficht aussprach, dies irdische Jammerthal mit dem unbekannten ft, ebenso gern wollte ich zum Major zum Befehlsempfang des Ungenannten angeboten wurde, nicht die Gnade habe, postDann nichts antworten, nein, dieser Gedanke ist schauders der zugleich eine Stelle als Alleinherrscherin in dem Herzen en, wenn ich mein Notizbuch vergessen habe." Vor dieser lagernd unter bestimmter Chiffre ihre Zustimmung zu einem abgewöhnen, in dem bewußten Brief fehlt zweimal bei dem ten schredlichen Eventualität schwieg auch der Freiwillige Rendezvous zu geben, oder zum Zeichen des Einverständnisses mit den Gefühlen des Ungenannten in den nächsten acht Tagen an einem Abend mit einem weißen Taschentuch in der linken Hand müthig fein Haupt, schreiben ist eine mißliche Sache. Ich halte auf der Bühne erschiene. So," sagte Heinz, als der Brief Ammal eine unglückliche Geschichte pasfirt." ,,, Erzähle sie nur," Mit viel vom Liebesbriefschreiben. Mir ist damit schon Burecht machen." der Post übermittelt war, entweder will fie oder file will nicht. Wir wollen uns übrigens die Arbeit theilen, ich schicke jeden Abend in's Theater, da ich lieber Bunsch trinke, und meinte being gutmüthig ,,,,, ich werde inzwischen noch ein Glas jeden Tag meinen Buzkameraden auf die Post, und du läufft " Siehst du," so begann der unglückliche Wörtchen nicht" das, t" am Schluß. Mahlzeit." Hatte der Himmel feinen Blig, that sich die Erde nicht auf, um den tief Getränkten aufzunehmen? Krampfhaft ballte er die Rechte und hob fie zum Himmel, er murmelte einen Fluch auf alles, was fich in Unterröcke kleidet. Nie wieder," preßte er hervor ,,, nie mehr einem Weibe vertrauen, fie hat mich schnöde betrogen, fte soll die letzte sein." fahren und hatte dort durch beständiges Klopfen die Hausbes wohner gewedt und zum Deffnen der Thür veranlaßt. Beim Deffnen erklärte er den ihm entgegentretenden Bewohnern, daß er Eigenthümer des Hauses sei, da es der Kaiser ihm geschenkt habe. Bald genug erkannte man, daß man es mit einem Geisteskranken zu thun habe und schaffte man ihn daher zur Wache des 15. Polizeireviers. Hier wurde der Unglückliche als ein 36 jähriger Schlächter Carl Groth aus Woltersdorf in Pommern refognoszirt und sodann, nachdem seine Geistesgestörtheit ärztlicherseits festgestellt, seine Ueberführung in die Königl. Charite angeordnet. Gerichts- Zeitung. zu überführen. Es werden deshalb die Angehörigen von jungen| Leuten aufmerksam darauf gemacht, Leztere dringend zu warnen, den Verlockungen Folge zu geben, da ihnen im Falle der Anwerbung bekanntermaßen das traurigste Loos bevorsteht und fte hier außerdem noch wegen Entziehung der Militär- resp. Wehrpflicht gerichtlich belangt werden." Fasten und Beten neun Tage und neun Nächte im Walde zugebracht. Man fand bei ihm ein polnisches Gebetbuch und eine biblische Geschichte alten und neuen Testaments in ruff scher Sprache. Aus seinen sonstigen Mittheilungen ist zu entnehmen, daß G. augenscheinlich ein sehr religiöser, aber überspannter Mensch ist, der die sonderbare Bügungs prozedur aus religiösem Wahn ausgeführt hat. Alles dieses wurde naturlich ein offizielles Protokoll aufge Dresden, 20. Juli. Ein verhafteter Soldat, welcher nach dem Militärlazareth gebracht werden sollte, machte gestern kurz vor dem Lazareth den Versuch, seinem Transporteur zu entspringen. Da der Flüchtige auf Anrufen nicht stand, so gab der Transporteur Feuer, worauf der Entsprungene zusammenbrach und anscheinend todt liegen blieb. Als er aufgehoben wurde, zeigte es sich, daß ihm der Schuß durch die Hüfte gegangen war. Da er noch athmete, wurde der Aermste in das Lazareth gebracht, wo er am Abend feinen Geist aufgab. Ist es hier Bufall oder System? nommen. Ueber Nr. Die Werkzeuge der Pyramidenerbauer. Wenn aud die wunderbaren Steinarbeiten der alten Egypter bis auf unsere Zeit erhalten blieben, so war doch von den Hilfsmitteln welche angewendet wurden, um das harte Material in so voll tommener Weise zu bearbeiten, wie dies der Fall ist, jeglid Kunde verloren gegangen. Einem tüchtigen Forscher, Herr Flinders Petrie, ist es jedoch gelungen, an halbfertigen un mißlungenen, zur Seite geworfenen Arbeitsstücken nachzuweisen daß die Egypter die harten Gesteine sowohl mit geraden un freisförmigen Sägen, als auch mit soliden und röhrenförmigen Bohrern, deren Bahnspißen und Schneiden aus Edelsteine bestanden, bearbeitet haben. Ebenfalls find die Hieroglyph mit Werkzeugen eingravirt, deren Spigen härter als das Ge stein sein mußten. Probeversuche ergaben, daß hierzu nur d Diamant tauglich ist. Die Anwendung der Diamantsa wurde an einem Granitsarge der großen Pyramide zu Gi Ein harmloser König. Zur Zeit der Julirevolution befand sich König Friedrich Wilhelm III. von Preußen zufällig zum Besuch beim König Anton in Dresden. Während der Mahlzeit wird Ersterem eine Depesche eingehändigt. Friedrich Wilhelm III. lieft fie und steckt fie, ohne ein Wort zu sagen, in die Tasche. Bald darauf langt eine zweite an dieselbe Prozedur. Als aber noch eine dritte dem König übergeben wird, und dieser wiederum feine Bemerkung darüber macht, vermag der König von Sachsen seine Neugier nicht länger zu bezähmen. Was giebt's denn Neies, Majestät?" fragt er seinen Gast. In Frankreich haben sie wieder einmal einen König fortgejagt." Derfen se denn des?" ruft König Anton verwundert aus. Das war in der That ein Loser Fürst. Würzburg, 22. Juli. Bum Kapitel Entschädigungspflicht des Staates gegen unschuldig Berhaftete dürfte nachstehender Fall einen bemerkenswerthen Beitrag liefern: Der Bauer und Flurschüß Christoph Fleckenstein aus Schöllfrippen stand gestern vor den hiesigen Geschworenen wegen Meineids. Derselbe hatte im Mai d. J. dem Stationstommandanten mitgetheilt, er habe in der Nähe Schöllkrippens ein Liebespärchen beobachtet, wie es in einem hohlwege zärtlich gethan habe. Auf erfolgte Anzeige wurde Untersuchung eingeleitet und Fleckenstein bestritt bei der eidlichen Vernehmung den in der Anzeige gebrauchten Ausdruck( die Anzeige lautete etwas drastischer, als zärtlichthun") gethan zu haben, vielmehr habe er sich einer landläufigen Bezeichnung bedient und könne nicht behaupten, daß das Pärchen in sträflicher Situation gewesen sei. Die Details entziehen fich der Deffentlichkeit, es handelt sich zunächst darum, ob Fl. falsch ausgesagt oder misverstanden worden sei. Als Zeuge erscheint auch der königl. Oberamtsrichter, welcher gleich eingangs seiner Depofition sagt: Der Angeklagte ist unschuldig; ich habe es an der nöthigen Umficht fehlen, das Protokoll nicht genau, sondern nur im Allgemeinen aufnehmen lassen. Ich muß dies ausdrücklich bemerken, denn mein Gewissen läßt mir teine Ruhe mehr." Die Aufregung, welche dieses Bekenntniß hervorrief, war eine geradezu erorbitante. Der Präfident fo= wohl als der erste Staatsanwalt hielten mit ihrer Entrüstung über eine solche Justizpflege nicht zurück und die Geschworenen sprachen nach furzer Berathung frei. Der Bürgermeister von Schölllrippen wollte f. 3t. 36,000 M. Raution für Fleckenstein entrichten, die jedoch nicht angenommen wurde. Nun hat Fleckenstein 3 Monate Untersuchungshaft verbüßt, wer ents schädigt denselben? Etwa der in Penfion gehende Oberamtsrichter?( Jedenfalls war der Oberamtsrichter noch immer ein Mann, der noch Gefühl genug besaß, sein Unrecht einzugestehen; ob alle Richter, wenn ihnen das passirte, auch so handeln würden? Wir wissen es nicht. D. R.) Vermischtes. harmin's Ha erkannt, an welchem ersichtlich ist, daß die Säge zweimal fat tägli Sommern 5 Abo einschnitt. Sehr schöne Proben der altegyptischen Stein drechselkunst befinden sich ferner im Britischen Museu worunter eine Vase besonders auffällt, deren Wanddicke Halse nur 4 Millimeter beträgt, obgleich dieselbe aus hartem Gestein hergestellt wurde. In der neuesten Beit man Gesteins- Bohrmaschinen tonstruirt, deren Stempel schwarzen Diamanten besetzt sind und dieselben bei den gro Tunnelbauten benüßt. Allgemein wurde angenommen, a diese Verwendung der Diamanten eine durchaus neue sei, schon zu Zeiten der ältesten Könige von Egypten bohrte, f und gravirte man das Gestein mit Diamantwerkzeugen, w die Namen Semafern und Khufu, welche der frühesten Peri angehören, in hieroglyphischer Schrift, welche die Diami ben 1 bearbeitung unzweifelhaft erkennen läßt, Beugniß ablegen. London und sein Wasserbrauch. Es dürften folgen Angaben Robert Birk's in der Wiener Deutschen Zeitu von Intereffe sein: London zählt heute- innerhalb C Grenzen des hauptstädtischen Polizeibezirkes 4,944,533 wohner, welche 668,532 Häuser bewohnen. Erscheint es f an und für fich als eine bedeutende Aufgabe, eine solche Der Pilz des Gelben Fiebers. Der Ruhm, der von Deutschland seiner Zeit nach Aegypten und Ostindien entfandten, unter Führung des Dr. Roch stehenden Cholera- Kommisfion hat die französischen Aerzte nicht schlafen lassen und etliche derselben veranlaßt, auch dem Gelben Fieber und dessen Ursache zu Leibe zu gehen. Die im Dienste der Gesellschaft des Panama- Kanals stehenden beiden Aerzte, der Chirurg Gi rard und der Mediciner Didier, berichten jest nach Europa, ihre Untersuchungen hätten das unumstößliche Resultat ergeben, ihre Untersuchungen hätten das unumſtößliche Reſultat ergeben, daß auch das Gelbe Fieber, welches unter den am Panama Kanale beschäftigten Arbeitern in so schredenerregender Weise wüthe, eine Infektionskrankheit sei, deren Fortpflanzung und Uebertragung auf einen Pilz zurückgeführt werden müsse, von welchem Reinkulturen herzustellen ihnen nach vielen Mühen gelungen sei. Recht gefühlvoll! Ueber einen in R. zugleich mit dem Pferde, das er in die Schwemme ritt, ertrunkenen Knecht, berichtet ein fapitalistisches Blatt wie folgt:" Von mehreren Personen war B. auf die gefährliche Stelle aufmerksam gemacht worden und büßte für diese Nichtachtung der Warnung nicht bloß sein eigenes Leben ein, sondern richtete durch seinen unverantwortlichen Leichtsinn seinem Dienstherrn noch einen Schaden von etwa 700 Franken an!" Nicht blos das Leben, sondern 700 Franken... und nicht ersteres, sondern letteres burch ,, unverantwortlichen Leichtfinn"... Wie doch die Gefinnung den Stil beeinflußt! טון auf bas Ber Frei in s peition, Sim reiche Bevölkerung mit Trinkwasser in entsprechender a von fän Bir Außer Kopf im Durchschnitt täglich 135% Liter Wasser zu förbie Monate on 2 Mart e Den neuen eil des feffeln Das Der Feber v zu versorgen, so wird uns die volle Größe derselben erf wenn wir uns vor Augen halten, daß man in London dem Wasser nicht besonders haushälterisch verfährt und find. Es müssen also mehr denn 668,000 Rubikmeter täglich aus den Tiefen der Kaltfelfen gehoben oder der Th und ihren Zuflüssen in der Nähe Londons entnommen auf Höhen bis nahezu 100 Meter gepumpt werden. In 43 Bumpstationen der acht ,, Wassergesellschaften", welche o mit Wasser versehen, stehen 145 Dampfmaschinen, pra Eremplare, welche, in volle Thätigkeit gefegt, eine Arbeit 16,612 Pferdefräften zu leisten vermögen. Das Waffer, we aus der Themse, dem New River oder dem Leafluffe gewon wird, muß selbstverständlich in großen Filterbetten gereinb werden; diese Filter find entweder offene oder überbedte legteren Falle find kleine, reizende Gärten auf ihnen angel Das Trinkwasser ist im Allgemeinen frisch, klar, ohne geschmack; seine Temperatur beträgt 8 bis 10 Grab Cel feine Härte etwa 20 Grad. Londons Wasserversorgung zweifellos zu den großartigsten Anlagen dieser Art. Als Kuriosum berichtet die Röthner Beitung", daß ein Amtsvorsteher des Kreises Köthen den Gastwirth seines Dorfes, als derselbe bei dem Amtsvorsteber um die Erlaubniß, eine Tanzmusik in seinem Lokale abhalten zu dürfen, nachsuchte, mit der Begründung abschlägig beschieden hat, daß die Tanzbelustigung nicht stattfinden dürfe wegen der großen Hiße und der in Egypten und Frankreich herrschenden Cholera. Ueber die Redefreiheit auf Londoner Bühnen wird geschrieben: Wenn Du einen Hund hättest, wie würdest Du ihn nennen. Vielleicht Beaconsfield?" " No." Warum nicht?" " Ich will das Andenken des großen Mannes nicht verunzieren." " 1 ,, Nun dann vielleicht Gladstone?" ,, No." ,, Und warum nicht?" " Ich will den Hund nicht verunzieren." ge Segen Borzeig on Bimmerf Kurz vor Eröffnung der Hamburger Walfischstellung dürfte folgende Erzählung intereffiren, welche W. 3. einem früheren Seemanne verdankt, der fie Tagebuche entnommen hat: Wir waren am 20. Auguft Die Krogbem es mbthorit tande zu bri Algemeinen bie Herren nur Sadfolger fo mit der englischen Bart ,, Queen of the South" von Valp gerufen hab weggegangen und befanden uns am 21. August Vormie 9 etwa hundert Seemeilen nordwestlich von Balparaiso steuerten ungefähr NNW. und der Wind war SW wir also mit Backbordshalsen segelten. Die Luvseite Der Mann wurde indessen nicht eingestedt und hat auch tein Strafantrags- Formular wegen Gladstone- Beleidigung über fich ergehen lassen, sondern man spielte ruhig weiter und überließ es dem Bublikum, zischend oder beifallklatschend seine Meinung kundzugeben. Ueber die Auffindung der Ueberlebenden der Greelyschen Nordpolerpedition meldet die Allg. Korr." ferner: Commodore Schley, der Führer der Greely Aufsuchungsexpebition, tam mit den Dampfern Thetis" und" Bear" am 17. Juli in St. John, Neufundland, mit den sechs Ueberlebenden der Greely- Expedition an. Sie wurden am 22. Juni un weit Rap Sabine, an der Mündung von Smith Sund, darunter Lieutenant Greely selber, vier Sergeanten, ein Krankenwärter und ein Gemeiner, gerettet. Einer derfelben, Sergeant Ellison, dem Hände und Füße erfroren waren, starb am 6. Juli, drei Tage nach der nothwendig gewordenen Amputation der Gliedmaßen. Dies find die einzigen Ueberlebenden der Erpedition, welche ursprünglich 25 Personen zählte, von denen 17 an dem Punkte, wo die Ueberlebenden gefunden wurden, vor Hunger und Kälte umkamen. Ein Anderer ertrant beim Robbenfang. Commodore Schley berichtet ferner, daß Lieutenant Greely seine Station im Fort Conger im August v. J. vers ließ und am 29. September Baird Inlet erreichte. Er abanbonirte alle seine Boote und trieb 30 Tage auf einem Eisberg in Smith Sund umher. Dann errichtete er am 21. Oktober an dem Punkte, wo er gefunden wurde, ein permanentes Lager. 9 Monate lebte die Expedition von den spärlichen Mundvorräthen, welche fie von Fort Conger gebracht hatten, zusammen mit mit denen, die Sir George Nares in 1875 in Bayer Harbour und Cape fabella verscharrt hatte, den von Beebe am Cape Sabine in 1872 verscharrten und einer fleinen Quantität, die von dem Wrack des Proteus" in 1883 gerettet und an dem Gestade, wo Lieutenant Greely kampirte, gelandet worden war. Als diese Lebensmittel aufgezehrt waren, fristete die Mann schaft ihr Leben mit gefochten Robbenfellen, Streifen ihrer Kleidungsstücke, Moos und Seegarneelen, die sie fing, wenn fte start genug war, Expeditionen vorzunehmen. Lieutenant Greely's Tagebücher und alle seine von Fort Conger mitgebrachten Instrumente sind geborgen. Die Ueberlebenden bes fanden sich in einer kritischen Lage, als sie aufgefunden wurden. Die Hülfe tam zur rechten Zeit, denn 48 Stunden später wären auch sie dem Hunger und der Kälte erlegen. Die Er. pedition ist bis zu dem nördlichsten Punkte, der je erreicht worden, vorgedrungen. Mit Bezug auf seine Forschungen bes richtet Lieutenant Greely, daß Lieutenant Lockwood und Sergeant Brainerd die im 83° 24' nördl. Br. und 44° 5' westl. 2. gelegene Insel Lockwood erreichten. Von einer Anhöhe von 2000 Fuß erblickten sie kein Land im Norden oder Nordwesten, aber im Nordosten war Grönland und Kap Robert Lincoln im 83° 35' n. B. und 38° w. L. fichtbar. Er berichtet auch über verschiedene Forschungsreisen im März d. J. von der Nordwestseite des Berges Carey in der Richtung von Hayes Sund. Drei Vorgebirge wurden gesehen westlich von dem weitesten, welches Sir George Nares in 1876 fah." fo Herren Devife ber ngen" laute eten benten ni an Backbord. Wir hatten in der Entfernung schon zabl Wale gesehen; da kam Vormittags gegen 10 Uhr eine Revoluti Finnback( eine Walfischart ohne Rückenfloffe) längsfei Backbord und legte fich mit dem Bauche gegen das Kupfe Smas bet Ein Pfandobjekt. Wie ein Wiener Blatt erzählt, sollte Schiffes, wo er ohne merkliche Bewegung feines Sam erin Maschine. Benn man ben im Reichs 3 Mittelalter 3 n vereint bie Com dieser Tage eine junge Näherin gepfändet werden. Der Ge- und seiner Flossen liegen blieb, trogdem aber doch d richtsvollzieher schritt zur Pfändung der Einrichtungsstücke, da gang des Schiffes wir liefen sechs Knoten erklärt ihm die Wirthin, die Möbel seien wegen rüdständiger mitmachte, als wäre das Thier festgebunden. Miethe von ihr retinirt. Nun, der Fall war gewöhnlich, und Zwischenräumen von einigen Minuten drehte fich mit gleichgiltiger Amtsmiene wendet sich der Mann des Ge- mit dem Rücken noch oben, jedoch immer fest gegen setzes den Schubladen zu. Kommoden und Schränke find in- Kupfer liegend öffnete dicht unter unseren Augen deß völlig leer. Kein einziger pfändbarer Gegenstand ist sicht Spriglöcher, und blies in die Höhe. Wir standen alle bar und schon will der Erekutor sich entfernen, da fällt sein Verschanzung, und hatten Stüde Steinkohlen aus der falsche Böpfe, welche die Ere- geholt, und sobald der Fisch blies, warfen wir fie nad Blick Paar Spriglöchern, ohne daß sich das Thier auch nur im min Banz baffelb blungen Lefen abmarter Sie find zufo glands. bie große groen und Bentrums unb 1 Tolgen tief einer gamit uns!" alten golfiguren teme innungen barum gefümmert hätte. Die Queen of the South" m fleine Bart von faum 200 Laft. Der Kopf des Thie eben hinter dem Focwant und sein Schwanz ragte ein fi Stüd hinten am Besahnswant über dem Waffer berau bekannt, liegt bei den Walfischarten der Schwanz bori auf der Seite lag da nun das Thier mit dem Bauche gegen das Schiff so stand der mächtige Schwanz Ich stieg außenbords in die Besahnsiüsten, und fa Walfischschwanz mehrere Male an, ohne daß fich das den Kapitän, ob wir nicht hinten am Heck durch ein rüsten dem Fisch einen Pahlsteg über den Schwanz, eine starke Troffe nehmen dürften, um dann in den wir hätten es sehr leicht bewerkstelligen können. quedentin auf dem Kopfe trägt. Schnell entschloffen schritt der Gerichtsvollzieher vor und mit den Worten: Diese Böpfe find entbehrlich, bei Strafe untersage ich die Entfernung des Sie gels," flebt er ſein Amtssiegel auf die schönen blonden Haare. Aber auch dieser legte Versuch, die böswillige Schuldnerin zur Bahlung zu bewegen, bleibt vorläufig erfolglos, denn vergnügt und heiter nimmt die Dame" von ihrem Busen eine frische Rose, steckt sie auf den Bopf und des entschlossenen Exekutors Roſe, ſtedt fie auf den Bopf und des entschloffenen Exekutors Amtssiegel ist einstweilen verdeckt. Die anderen Städten zeitgemäß sein könnte, hat in Paris buchstäb- darum fümmerte. Die ganze Wache, die auf Ded w lich um sein Leben zu kämpfen. Es ist das Wochenblatt ,, Antipourboire"( Antitrinkgeld), deffen erste Nummer vorige Woche ausgegeben wurde. Die Beitungsverläufer riefen dasselbe Freitag Abend aus voller Kehle auf den Boulevards aus, wie dies hier mit allen neuen Blättern der Fall ist. Mehrere derselben tamen jedoch schlecht an, wurden von den Kellnern der Kaffeehäuser angefallen und vertrieben. Einem der armen Burschen wurde noch übler mitgespielt. Die Kellner eines Kaffeehauses riffen ihm das Blatt aus der Hand, zerriffen es und bläuten ihn selbst dabei gehörig durch. Selbstverständlich darf das„, Antipourboire" nicht darauf hoffen, in Kaffee- und Speisehäusern aufgelegt zu werden. Eine entfeßliche Eigenschaft haben die Italiener neben vielen liebenswürdigen das unaufhörliche Spucken. Der Beamte im Bureau, der Reisende im Coupé, der Priester in der Kirche, der Kellner im Eksaal u. f. w. u. f. w.- alles spuckt und spuckt und spuckt. Man muß zugeben, daß mit großer Virtuofität und Treffsicherheit gespuckt wird, sogar der Raucher spuckt an der Cigarre entlang und vorbei, die er passend im Munde hält, und ohne sie zu berühren. Aber appetitlicher wird die Unfitte dadurch nicht. Gewiß hundert Mal schon habe ich, unter Italienern fipend, meinen Fuß fort gezogen, den ich nun ficher von einem Projektil getroffen glaubte. Aber stets war er intakt. Dagegen verwandelte der Autochthone den Fußboden, Teppich oder was er sonst grade vor fich hat, sehr bald in einen See und auch ungetroffen sieht der Nordländer mit Schaudern und Grauen diese Profusion von Speichel an. Es muß bei den Staliern eine ganz andere Art des Stoffwechsels stattfinden, als bei uns. Auch in Deutschland greift leider diese zuchtlose Sitte um fich; aber die Di menfionen des Südens hat fie doch glücklicherweise noch entfernt nicht angenommen. Hier wäre Reaktion" äußerst ers wünscht. Rapiti fatu Der Antrag di treffenb, nur e Der Bunich ausg Herbite zuftim Hemen und Elle hätten wir dann um den großen Mast festgemacht und so jedenfalls den Fisch geschleppt und ersäuft, fobald der Seite des Schiffes weggegangen wäre. weigerte sich jedoch entschieden, seine Einwilligung und Den Menen Die Innung gelehrt wir Betriebstapitals" minidlung bes Walt schlagen. Der Mann war leider zu ängstlich der Fisch könnte in seiner Wuth vielleicht alles fu wir um diesen Sport. Der Fisch blieb eine gute halbe längsseit, worauf er geräuschlos abschwamm, ebenso b ,, Bwei Einwohner des Kirchdorfes Korneschti, tommen. Wir alle konnten uns das Treiben biefe Ein wunderlicher Heiliger. Dem Dd. L." wird ge schrieben: S. Sfufflow und A. Kordonez, fanden am 19. Juni im Walde von Mertscheschti einen unbekannten Menschen, der an einen welcher sich alsbald mit mehreren Leuten in den Wald auf der in einem Buche las und alle an ihn gerichteten Fragen unbeantwortet ließ. Die Kette war dicht über der Wurzel rund e feien, den em Lehrling Ie toren jogar, m Sangsinnung Aber Den! Der S auch bi ber Sohn eines Bag wird bas ge in beftin aufgehoben. bie Freizügi Spill Einige Wochen später war ein Rudel mächtiger Baum gefettet war. Sie meldeten die Sache dem Ssotski, Gegend von Callao, nicht weit vom Schiff und spielte machte, wo er in der That den angeketteten Menschen auffand, gerade am Ruder, und konnte dem Spielen mit schauen. Zuweilen fliegen diese Kolofse senkrecht Waffer. so daß fie momentan auf dem Schwanze ftan um den Baum gezogen und durch zwei Schlösser geschloffen. ließen sich dann auf's Wasser fallen, daß es fnallte Da die Schlüffeln zu diesen Schlössern fehlten, blieb nichts Waffer hoch aufsprigte. Dann wieder schnellten fic tigen Thiere vollständig hoch aus dem Wasser empor fach und praktisch konstruirt und hat sich bis jest gut bewährt. willig alle verlangte Auskunft gab. Er heißt Stanislaus schweben sah. Oft hört man es in dieser Gegen man für Augenblice den riefigen Körper frei in Nächten laut knallen und platschen im Atlantischen Ocean in der Nähe der Linie bei Setmaschine. Die Westfälische Post" giebt ihren Lesern bekannt, daß seit 3 Wochen ein großer Theil des Sages dieser Beitung durch eine Segmaschine hergestellt wird. Es ist dies eine Erfindung des Herrn C. W. Bradelsberg in Hagen, der darauf Patente hat. Die Maschine ist recht einwas vom mit gebunder eitliche Gene inge bürfen Grin Der barbarische Gebrauch der Wittwenverb Wale herrührt. Don ber entfernen. gemeine F Biterinneru ngen derfelb erin, ber Ge renb ber Leb übrig, als die Kette zu sprengen, um den Unbekannten frei zu machen, der sich übrigens ruhig abführen ließ und später auch G- fsch, ist ein verabschiedeter Soldat aus dem Dorfe Jantschinzy, Kreis Letitschew, Gouv. Podolien gebürtig, gehört dem Stande der Einhöfer an( taffirter ehemaliger Kleinadel), ist 40 Jahre alt und römisch- katholischer Konfeffion. Wie G- tsch weiter aussagte, hat er sich selbst an den Baum ist in Indien noch immer nicht ganz ausgerottet. gefettet, um fich wegen der ihn verfolgenden Sünden einer Buße zu unterziehen. Kette und Schlösser habe er in dem Flecken Jedingy gekauft. Auf dem Wege von Rarafuschani nach Iman die Wittwe eines Thakur in dem Duni- Di licher Fall wird aus den Rajputana Staaten gem Mertscheschti habe er sich in dem Walde die Fessel angelegt, diejenigen, welche fich daran betheiligten, mit Gefän die Kette um den Baum gezogen und die Schlüffel weit von fich in den Wald geschleudert. Auf diese Weise habe er unter Berantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Naz Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Das Arbeiten an der Maschine erlernt sich rasch und ist nicht Biele Fachleute haben schon lobende Artikel anstrengend. über diese Maschine gebracht. Die Atademie Nationale in Baris hat dem Erfinder darauf die filberne Medaille zuerfannt. Holländische Werber. Das Landrathsamt zu Aachen er läßt folgende Bekanntmachung: In den legten Tagen find hierselbst junge Leute im Alter von 16 bis 18 Jahren, ohne Borwiffen ihrer Eltern, von auswärtigen Agenten angeworben resp. verlockt und nach Lüttich gebracht worden, um dieselben aller Wahrscheinlichkeit nach der holländischen Kolonial- Armee 3 bis 7 Jahren bestraft. ufit zu wie