Nr. 98. Angel Sihrlic em eine erdrid erführt Der wegen in Unf Agen net di bftabl ührung en alle fen er te wil habe fie abe Die um Swiffe Den Re bestre Breis me fi aus ewiefen und htiger gten Febr habe Drath Ofen alt ftel Lasna onate Dienstag, 29. Juli 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblaff. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin rei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Rummern 5 Pf. Postabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jnsertionsgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inferate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Zimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat August eröffnen wir ein neues Aboneine ment auf das und ber Berliner Volksblatt weben von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der Frei ins Haus fostet dasselbe 1 Mark, Bestellungen tdete edition, Zimmerstraße 44, angenommen. liebend in den n, in Für Außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements Er bet die Monate Auguft und September gegen Zahlung Don Mark entgegen. n ehrfu Vincoln d e Plas! er?" fro daß ei ich? ängte f Perron römische Söfifchen om Rai geldenmil ne Kreu gefragt, censverha undert the des abge aler reuz, Dem S toet en ihm zehn Tag ben Gi en Ng tädchen mn." Der a an die d rend bet nüdend t." 3. Sint Sie ben u wünf Folgfam nen N rt einen mir und ert fich S ürfe u en ber Schlechte elogen! vinziale leben! u ihm rob wie ihn um itüdel uchen! Sch for rfagen L Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des fesselnden und interessanten Romans Das Kind des Proletariers" der Feder von U. Rosen- soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnements quittung in der Expebition Bimmerftraße 44 gratis verabfolgt. unb Ferien. und am Ambos, aber nicht minder auch für die in geduckter Stellung, für die Schneider und Schuhmacher, und für die zahllosen Mätherinnen. Aufathmen aber würden auch die " Künstler", die Holzbildhauer und Steinmeyer von lang jährigem Staube und die Buchdrucker und Seger von blei dunftiger Atmosphäre in der freien Natur! Ja sie alle, alle sehnen sich nach den Ferien, wie die Bevorzugtesten, welche fie jetzt schon haben und sie nach Herzenslust benutzen können. Vorläufig allerdings haben wir hier nur Wünsche ausgesprochen. Aber es giebt in der That schon einige humane Arbeitgeber, die einem Theil ihrer Arbeiter eine Ferienzeit bewilligen und nicht allein während der Zeit den Lohn weiter, sondern auch ein fleines Reisegeld zahlen. Jedoch, das sind so vereinzelte Vorkommnisse, daß man nicht mit ihnen rechnen kann. Sollte sich aber nicht auf eine gefeßliche Ferienzeit eine gefunde Sozial- Reform ausdehnen können? Wenn man auf Aufhebung der Sonntags- und Rinder arbeit, auf Beschränkung der Frauenarbeit, Regelung der Gefängnißarbeit hinwirkt, wenn Krankenunterstüßungs- Unfallversicherungsgesetze erlassen, wenn ein Alterversorgungsgesetz vorbereitet und das Recht auf Arbeit" verkündigt werden, wenn von anderer Seite auf einen Maximalarbeitstag, auf einen Minimallohngesetz hingearbeitet wird, dann ist das Ver langen nach einer vierzehntägigen Ferienzeit in jedem Jahre gewiß auch keine unmäßige Forderung. geben, wenn er den Staub der Städte abschütteln, die dumpte e cht zu haben vermeinen, so hat der Arbeiterstand gewiß Gewiß ist es eine Wonne, wenn Jemand in die Ferien Unterrichtsstube oder das Romtoir für eine Zeitlang meiden bagegen frische Waldesluft eintauschen kann! bebeutet, wie es in der Jugendzeit einen fast zauberischen Slang hatte und wie der Genuß der Schulferien noch erhöht wurde, wenn man eine leine Reise auch nur zu Verwandten m Nachbarorte machen durfte. Ja, jeder von uns weiß es, was das Wort„ Ferien" allein der Gedanke, für einige Wochen von der Schulstube Trotz des allerbescheidensten Ferienamüsements bewirkte entfernt bleiben und sich im Freien oder nach Belieben, an leine Reit gebunden, auf der Straße umhertummeln zu können, Bunder der Zufriedenheit und des Glückes. felben Wenn alle anderen Stände auf Sommerferien ein auch ein solches Recht. Eines„ Vagabunden" Ende. Ich wußte mir nicht anders mehr zu helfen; trop vielseitigen Umfragens fand ich keine Arbeit, aller Mittel bin ich entblößt, seit drei Tagen habe ich nichts mehr gegeffen und des Bettels schäme ich mich." Entweder befindet sich jetzt schon die besser fituirte Mensch schriller Pfiff, das Nothsignal. Der Bremser dreht mit aller beit in den Ferien oder sie ist auf dem Sprunge, sich in dies u begeben. der Bundesrath ist auseinandergegangen. Die mit GlücksDie Bolitik feiert. Die Parlamente tagen nicht, auch Vorwärts fliegt der Bahnzug nach Großhefselohe und die Räder raffeln, die Maschine feucht. Sonnenschein, fröhlich lachende Fluren, ein heiterer Himmel. Plöglich ertönt ein Anspannung der Muskeln die Kurbel, daß der Bug zwei Wagenlängen fast zurückgeht. Die Passagiere find erschroden über das plögliche Hemmniß aufgefprungen. Was ist geschehen? Die Böschung ist zum Schaffot geworden, auf dem soeben ein Wiesenblumen liegt ein glatt vom Rumpf getrennter Kopf. beiters, der da glaubt, durch das Almosen zum berufsmäßigen Bettler fich gestempelt zu sehen. Mag sein, daß das ein falscher Stolz ist; mag sein, daß der, welcher so viele Güter erzeugt Bruchtheil davon beanspruchen kann. Aber er muß eben betteln. durch seiner Hände Kraft, von den Besißenden einen Kleinsten Und das ist nicht so leicht, man muß erst lernen, ein Dorf abzullopfen". Mag sein, daß aus weicherem Stoff der Mann geformt war, welcher seinem Unglüd unter den Rädern des Dampfwagens ein Biel fegte. Nur der Muth der Verzweiflung, die den KümmernißBecher bis zur Neige geleert, vermag solche That zu erzeugen. Mit Bedacht, mit sorgfältigster Berechnung läßt der ,, Vagabund" die graufige Hinrichtung. Wird da nicht des weltfeindlichen die todtbringende Lokomotive herankommen und vollzieht an fich Leben sagt ihr, sei kein Verbrechen! Und es ist doch TodesSchopenhauer's schauerlicher Wiz zur Wahrheit: Was, das ftrafe darauf gefest!" Ein geistreicher Denter hat einmal gesagt:„ Die Welt ist feine schöne, teine wohlgeordnete, in der auch nur Ein Mensch Hunger leidet." Und er hat wahr gesprochen. Ist dies das ungefeffelte Spiel der Kräfte, wenn die Puffer und Hebel der Maschine dem Unglücklichen die Knochen zermalmen? Dann fort mit solchem grausamen Spiel! Ist dies der freie Wettbetrieb, der den Menschen mit der Verzweiflung, dem langsamen Qungertod um die Wette rennen läßt? Dann fort damit! Die Bügellosigkeit unseres wirthschaftlichen Lebens hat wieder ein Opfer verschlungen; den Beweis erbringt das Tefta ment des Selbstmörders. Diese wenigen Beilen sollten mit flammenden Buchstaben an die Eingangspforten unserer Barlamente geschrieben werden, diese Worte sollen ein steter Mahnruf sein für alle die, denen es ernst ist mit gründlichen so zialen Reformen. Denn nur durch eine umfassende, ehrliche Reform fann Einhalt gethan werden den verheerenden Wirfungen der fapitalistischen Produktionsweise. Geschieht dies, dann wird die Maffenarmuth von der Welt verschwinden, und wir hören ferner nicht von Eines Vagabunden" Ende. ( Bayerischer Landbote.) Politische Uebersicht. Auf die Schanzen! Herr Dr. Mar Hirsch hat es dem Dr. v. Fordenbed nachgemacht. Bekanntlich hielt vor einigen Jahren der leztgenannte der beiden Herren eine Rede, in der er die Liberalen aufforderte, auf die Schanzen zu steigen. Wenn man im Kampfe auf die Schanzen steigt, so geschieht dies entweder nach einem verunglückten Ausfall auf der Flucht, um sich nochmals festzuseßen, oder aber man steigt auf dieselben, um dem anstürmenden Feinde zu vers wehren, in die Festung einzudringen. Auf alle Fälle aber be findet man sich in der Vertheidigung. Die pure Ver gütern gefegneten Abgeordneten oder die eine einträgliche Unglücklicher sich selbst hingerichtet hat. Im Gras zwischen theidigung aber ist schon ein halbverlorenes Spiel. Und ebenBeamtenftelle belleiden, die Bundesrathsmitglieder, die Minister Noch zuckt der Kiefer, noch bewegt fich das Auge, und schon und Rathe und selbst die hohe Generalität befinden sich in Den Babern, auf ihren Landsißen oder auf anderen Billegiaturen. Die unteren Verwaltungsbeamten, soweit die Reihe an Sen Thüringer Wald, auch einzelne Schullehrer machen kleine Sanberungen in eine sogenannte schöne Gegend." Die moblbabenden Schullinder begleiten ihre Eltern, die ärmeren fieht man die gelbliche Bläffe des Todes. Unter den Wagen aber, zwischen den Schienen liegt ein blutiger, zerquetschter Rumpf, in Fegen daneben die Kleider. Der Lokomotivführer sowenig wie die Liberalen mit Erfolg ihre Schanzen gegen die Reaktion vertheidigt haben, ebensowenig Glück wird mit seinem Ruf: Auf die Schanzen! auch das biedere Märchen haben, das in der neuesten Nummer des Gewerkverein" mit dieser Ueberschrift eine Ansprache an seine Arbeiter hält. Mar Hirsch ruft die Arbeiter auf, gegen den Versuch, sie in lästige Ab ihnen ist, machen bescheidene Touren in den Harz oder in Sprung sich nicht etwa quer über die Schienen warf, sondern hängigkeit zu zwängen", ihnen das köstlichste MenschenRolonien Balb niederknieend blos das Haupt auf die Schienen legte, der so fich selbst guillotinirte. Mann schafft den Leichnam bei Seite, man telegraphirt nach München und man holt, wie wir vernehmen, in einer Droschke den Todten in die Stadt. Weiter genießen, wenigstens zu einem kleinen Theile in den ,, Ferien- gebraust ist der Bug feinem Biele zu; von den Stirnen der beamten auch ben großen Vortheil frischer Luft und guter Pflege. Reisenden weicht der beängstigende Druck, den solch ein Moment nahen die Gerichtsferien, in denen die Justiz- auf die Seele selbst des Leichtfertigsten legt. Und so hörten Erholung suchen und mit diesen zusammen fallen wir denn auch nachher das Wort: Es war ein Vagabund." bie Univeritätsferien, welche von den Professoren viel beausgenus werden. noch, als von den vielgeplagten Herren Studenten ben fich die Herren des Handels und der Industrie schon Ja, ein Vagabund! Man hat bei dem Selbstmörder ein Notizbuch gefunden, in welchem er die Gründe seiner That angiebt. Als Motto stehen sie an der Spiße unseres Artikels: Unteroffizier gewesen und hatte das friegerische Handwerk wieder mit des Friedens Künsten vertauscht. ,, Troß vielseitigen gut, freies Denten und eigene Selbstbestimmung" zu rauben, fich mannhaft zu vertheidigen. Wir haben bis jest immer geglaubt, die Arbeiter befänden fich in läftiger Abhängigkeit", fie hätten feine eigene Selbstbe stimmung" und müßten fest zusammenhalten, die erstere abzuschütteln und die zweite zu erringen. Aber das brave Mär chen weiß es beffer: die Arbeiter befinden sich nicht in ,, lästiger Abhängigkeit", fie haben freie Selbstbestimmung" und brauchen ihre Stellung nur zu vertheidigen. Diese glück lichen Arbeiter! Dieses tapfere Märchen! Auch die Komtoire leeren sich. Selbstverständlich befins Sch wußte mir nicht anders mehr zu helfen." Er war früher deutsche Ländchen zu werden. Unvergessen ist die famose Langit auf ihren Gütern oder im Bade. Aber auch den Un Umfragens fand ich keine Arbeit." Nun, ihr Pharifäer, ihr noch toller. Da fritt ein gewiffer Rechtsanwalt Niebour, bergebenen wird vielfach ein Urlaub und eine kleine Vergü- Helden der satten Tugend, ihr Heiligen der zahlungsfähigen hung gewährt, so daß sie ein nahes billiges Bad auf vierLaub, und das Gehalt wird während der Zeit voll ausbeUnd selbst die Unterbeamten erhalten ab und zu UrMoral, wagt ihr zu behaupten, daß der, welcher so schrieb, die Unwahrheit gesagt? Wen die Schatten des Todes anwehen, wer einen Schritt steht von der Schwelle, die in das Nichts führt, der lügt nicht. Ja, er hat keine Arbeit gefunden. Sein ehrlicher Wille war, fich durch ehrliche Arbeit auf des Lebens bl. Wohl gehen diese Beamten dann selten in die ,, Ferien", Fluthen zu halten; er haschte nach einem rettenden Ballen, er en Tage lang erholen und der Familie widmen. Ochsenmarseillaise, welche im vorigen Jahre dort einen furcht baren Aufstand heraufbeschwor. In diesem Jahre wird es ein Mann aus guter Familie, eines Hofraths leiblicher Sohn, als Kandidat der deutsch- freifinnigen Partei auf und erklärt vor versammelter Wählerschaft, daß die Republik die beste Staatsform sei. Schauderhaft! Wer muß nicht mit der Nordd. Allg. Stg." ausrufen: Daffelbe( das republikanische Be fenntniß) bezeichnet eine neue Station auf der abschüssigen Bahn des Fortschrittes. Man erinnert sich, wie die Herren vom Fortschritt entrüstet waren, als von amtlicher Stelle aus " Roch nicht völlig verschlungen sind, können sich Ferien gön- Minuten noch ein lebendes, empfindendes Wesen, die euer Mit Gleichfalls die Handwerker, welche vom Großkapital Geht hin und blickt die blutige Maffe an, die vor wenig vorgehalten wurden. Es wurde in den Blättern ihrer Farbe e und später wieder manches Verfäumte nachholen. Na nen, fie fönnen eine Zeit wählen, wo das Geschäft" nicht mensch war. Nein, unsere an chronischen Produktionskrisen und geschrieen und einzelne Kundgebungen von Byzantinismus lich find davon ausgeschlossen die sogenannten Handwerks- Pflaster und auf die Landstraße, reiht fie ein, in die Schaaren leidende Zeit schleudert Tausende, Sommer und Winter auf's Sie beiter, die feine Ferien haben. es ebenso, wie der ungeheuren Masse der Lohn= b, bas er die für größere Geschäfte arbeiten. Ihnen Dorf zu Dorf ziehen fie, heischen Arbeit und werden zurüd republikanischen Blößen nicht ganz bedeckte. Aber wer noch in Sips ebm, fic fo Aften geld ift fo ein To madt ju gefeffen der Reservearmee des Elends. Von Stadt zu Stadt, von gewiesen. Ihr treuer Begleiter ist die Noth. Immer tiefer finten fie. Das Gewand wird zerlumpt; wenn fie um Be Stromer. und Loyalität auspofaunt. Kein Verständiger konnte sich schon damals täuschen lassen: es mußte jedem Einsichtigen flar sein, daß das byzantinische Mäntelchen des Forschrittsringes die im Zweifel fein follte, der wird durch Herrn Niebour gänzlich aufgeklärt. Herr Niebour schwärmt für die Republik, er preist Allen anderen Ständen, mehr oder weniger sind Ferien, schäftigung ansprechen, jagt man sie davon, die schäbigen fie mit den glänzendsten Farben fortschrittlicher Rhetorik.. ben Arbeitern nicht, denen, welche die längste Arbeitshaben, denen, welche die mühevollste Arbeit verrichten. D, und wie würde es ihnen wohlthuen, das Tummeln Tagen habe ich nichts mehr gegessen. freier Luft, den Arbeitern und Arbeiterinnen in den pjen Webfälen, in denen das Raffeln der Spindeln die Nerven ericredt und die schwere Stickluft die Augen röthet; erfrischend wären vierzehn Tage Nichtsthun für die Arfater 11 " 1 Und ein immer dichterer Schleier umflort das Gemüth des Elenden. Er hat nur das Recht zu verhungern. Seit drei Wer an des Lebens reichgedeckter Tafel fist, wer nie sein Brod mit Thränen aß, wer nie entbehrt hat, der weiß nicht, was das heißt, Nachts den Himmel zur Dede, den Stein zum Riffen zu haben, nüchtern zu erwachen, hungernd im Staub der Landstraße und im Wenn vielleicht die gegenwärtige fortschrittliche Generation die Republik nicht herbeiführen kann, so arbeitet sie doch jedenfalls schon der nächsten vor. Das ist gewiß deutlich. Das Biel der Fortschrittspartei ist die Republit; damit wenigstens Die nächste Generation dasselbe erreicht, wird von der lebenden Alles vorbereitet." Welche Phantasie muß doch der zuverläs fige" Regierungsrath besigen, der diese Beilen in der Nordd. Allg. 3tg." geschrieben hat! Das regt an. Wer sieht nicht an den glühenden Essen, für die an der Hobelbank mich." Aus diesem Worte spricht der Stolz des ehrlichen Ar- heranziehen, wie Ludwig Löwe die Fahne des Aufruhrs schwingt, geschmückt mit der goldenen Amtskette, die er nicht zu Hause gelaffen hat, wie Träger, der deutsche Tyrtäus, in in die Saiten seiner Lyra greift, wie Mar Hirsch, der Apostel, Die bekannte große Baute schlägt, Held Bamberger aber, wie einst bei Kirchheimbolanden, den Rückzug deckt! Deutsches Volt, das könnte gefährlich werden, Du bist gewarnt. Unerlaubte Auswanderung wegen der langen Militärdienstzeit. Nach dem dem Reichstag erstatteten Bericht find im Jahre 1883 nicht weniger als 15877 Verurtheilungen wegen unerlaubter Auswanderung erfolgt. Im Jahre 1882 betrug die Zahl dieser Verurtheilungen nur 15 412, im Jahre 1881 nur 12 226. Die unerlaubte Auswanderung zur Vermeidung des Militärdienstes ist also in erheblicher Steigerung begriffen, besonders gilt das von Bayern. In Bayern wurden 1883 1752 Mann wegen unerlaubter Auswanderung verurtheilt, im Jahre 1882 dagegen nur 616. Am Schluffe des Jahres 1883 schwebten in Deutschland wegen unerlaubter Auswande rung 14 820 Untersuchungen. In Frankreich ist die Verfassungsrevisionsfrage nach einer Rede des Minister präsidenten Ferry um ein gutes Stüd vorwärts gebracht worden. vorwärts gebracht worden. Die auf die Drganisation des Senats bezüglichen Bestimmungen, welche die verbiffenen Senats bezüglichen Bestimmungen, welche die verbissenen Reaktionäre des Senats ausmerzen wollten, worin sie der einstige Demokrat Jules Simon mit dem Aufwand größter Beredtsamkeit zu bestärken suchte, wurden nach dem Vorschlage der Regierung angenommen und damit ist die ganze Angelegenheit in ein ruhiges, den friedlichen Ausgang verbürgendes Geleise gebracht worden. Ferry sagte dem Senat ungenirt heraus, er möge nicht wie Shylot auf seinem Schein bestehen, Da dies nur einen weit schärferen Konflikt als die bisherigen zur Folge haben werde. Und der Senat gab nach; er wird fich fünftig in Budgetangelegenheiten mit der Stellung begnügen, die auch das Oberhaus in England in solchen Fragen hat. Ferry hat wieder einmal sein Schifflein glücklich gesteuert. iften, S was die Erfolge der sozialistischen Propaganda betrifft, Rub hüren ge land weit voraus. So der Gewährsmann der„ Times". Der ruffische Nihilift Hartmann, bekannt durch seibung mißlungenes Attentat auf den Hofzug, in welchem fich de lonnte, D Bar befand, soll sich in New- York entleibt haben.(?) Die Orleaner und Paris- Lyon- Mittelmeer- Eisenbahn- Gesellschaften haben vor einigen Tagen eine eigenthüm liche Verordnung erlaffen. Sie haben ihren Beamten, Angestellten und Arbeitern verboten, Wahlämter anzunehmen und diejenigen, welche gegenwärtig solche haben, aufgefordert, diefelben aufzugeben oder der Gesellschaft ihre Entlassung einzus reichen. Die Zahl dieser Eisenbahnbeamten, welche Gemeinderäthe find, beträgt mehrere Hundert, da die Gemeinden, welche in der Nähe der großen Eisenbahnwerkstätten liegen, die Eisenbahnangestellten in großer Anzahl gewählt haben. Viele dieser Gemeinderäthe beſtehen zur Hälfte aus denselben. Diese Maß regel hat die Eisenbahngesellschaften noch verhaßter gemacht, als fie es bereits find. Lokales. folgen, Sprigen ift vorläu fand fich N. D Feuer dmann linter felbft ebene * Ueber die Verkehrsverhältnisse in Berlin find arthie. wir in dem kürzlich erschienenen Jahresbericht der Aelteft der Kaufmannschaft von Berlin interessante Biffern. In den Blumenst selben wird auf Grund der bisherigen Ergebnisse die Bahl auf den drei Berliner Pferdebahngesellschaften beförder annimmt, daß in Berlin gegenwärtig rund 1,300,090 Meni Personen per Jahr auf 80 Millionen angegeben. Wenn liner Bevölkerung durchschnittlich mehr als 60 gelöster Pfeifters B eristiren, so besagt obige Biffer, daß auf jeden Kopf der bahnbillete und auf jede Familie ca. 300 per Jahr entfall mirte Die Gesammteinnahme der drei Berliner Pferdebahngebenräum schaften wird im Jahre 1884 voraussichtlich die Summe em Bode 9,600,000 Mart erreichen. Die Berliner verfahren somit na heinlich fe 10 Millionen bloß auf der Pferdebahn. Außerdem ist Boden Lag noch der Verkehr auf der Stadtbahn, in den Omnibusw noch unau Droschten sc. zu berücksichtigen. Auf der Stadtbahn wu Die reichlich im ersten Jahre ihres Bestehens( dieselbe wurde am 6. Feb 1882 eröffnet) rund 8,400,000 Personen befördert. Inzw hat sich der Verkehr auf derselben selbstverständlich nicht wesentlich gehoben. Auf den Geleisen der Stadtbahn vertetten ber täglich regelmäßig nicht weniger als 310 Büge, davon 90 den Extern- Geleisen, 220 auf den Lokalgeleisen und von difen zu legteren wieder find 74 Ringbahnzüge. Dazu fomme Sommer an Wochentagen 12-30, an Sonntagen 12 Ertrazüge. Diese Biffern gewähren in der That ein großallungen Aus Witten a. d. N. geht dem Deutsch. Tgbl." eine Mittheilung zu, die, obwohl fie von glaubwürdigster Seite ihm in positivster Form gemacht wird, doch so befremdlich flingt, daß es nicht umhin kann, sie nur unter allem Vorbehalt wie wiederzugeben. Danach ist einem Arbeiter der dortigen, unter Leitung des Königl. Maschineninspektors Schmidt stehenden Zentralwerkstätte gekündigt worden, welcher den Vortrag des Herrn von Liebermann über die Judenfrage be sucht hatte. Der angegebene Grund, Mangel an Arbeit, ist als ein stichhaltiger Grund nicht anzuerkennen, da thatsächlich Ueberfluß an Arbeit herrscht. Da ferner dem Entlassenen, welcher sei 4 Jahren in der Werkstätte beschäftigt und nie bestraft war, das dentbar beste Beugniß ausgestellt wird, so ist als wirkliches Motiv der Kündigung nur der Befuch fener Versammlung, von dem seitens des Königl. Maschinen- Bariser Preffe ist einig in dem unverhohlenen Tadel inspektors in der mitgetheilten Weise abgerathen" war, anzu sehen. Da ferner sowohl die beregte Versammlung ohne jede Ausschreitung oder Störung verlaufen ist, wie fich auch der betreffende Arbeiter darin lediglich als ruhiger Zuhörer verhalten hat, so wäre deffen Kündigung aus solchen Beweggrün ben ganz unzweifelhaft ein Att schlimmster politischer Vergewaltigung. Wir halten uns für verpflichtet, diese Mittheilung zu veröffentlichen, und würden uns freuen, wenn dieselbe nachweislich auf irrthümlichen Voraussetzungen beruhte. Einer Aufklärung bedarf der Vorfall aber unter allen Umstän ben." Wir können uns hierin dem„ Deutsch. Tagebl." nur voll und ganz anschließen. Die waderen Gemeindebeamten von Arles haben aus Furcht vor der Cholera die Stadt verlassen und fast die ganze Bevölkerung ist ihnen gefolgt. Die gesammte über die Feigheit der südländischen Bevölkerung. Auch in Marseille machen sich die Folgen der Flucht über Hals und Kopf schon bemerkbar; die Stadt ist den Dieben förmlich ausgeliefert und diese lassen die Gelegenheit nicht unbenutt. Gestern wurde im Justizpalast das Kabinet des Staatsanwalts erbrochen und Alles darin durchstöbert und sämmtliche Werthgegenstände gestohlen. Aus Pirmasens wird berichtet, daß alle dortigen Fabrifanten, welche ein in der Fabrit beschäftigtes Personal von mindestens 50 Personen haben, bereit find, Betriebskrankenlaffen zu errichten. Es ist außer allem Zweifel, daß die betr. Fabritherren für die Folge auch nur solche Arbeiter in thre Etablissements aufnehmen, welche bei ihnen verfichert find, bezw. sich daselbst versichern lassen(!). Auf diese Weise zeigen fich schon jetzt die segensreichen" Wirkungen des Krankentafengefeßes. Der Arbeiter wird in seiner freien Ent schließung auf's Aeußerste beschränkt und soll sich selbst in Angelegenheiten, die lediglich sein eigenes Wohl und Wehe betreffen, der Willkür der Herren Fabrikanten unterordnen. Bei der Aufhebung des belgischen Unterrichtsministeriums hatten die Klerikalen große Ersparnisse in Ausficht gestellt. Nach der gestern von dem Finanzminister der Deputirtenkammer überreichten Zusammenstellung des Gesammt Budgets erreichen dieselben die Höhe von 219 Francs! Der soeben in Brüssel neugewählte liberale Senator Piron Vendreton ist gestorben; es muß abermals eine Neuwahl stattfinden. Karlstadt in Kroatien hat seinen ganzen Gemeinderath und Magistrat verloren. Die österreichische Regierung hat beide Körperschaften wegen regierungsfeindlicher Umtriebe suspendirt und mit der Leitung der Magistratsgeschäfte den Regierungssekretair als Kommiffar betraut. Behn Theil nehmer an der Studentenversammlung vom 13. d. Mts. find bekannt geworden: das ist das große Resultat der Untersuchung in der Agra mer Studentenaffaire. Ein Theil der vernommenen Studenten erklärte dem Regierungs- Kommissär, deffen Funktion für ungefeßlich zu halten und ihm keine Antwort geben zu wollen, Andere verweigerten überhaupt, Rede zu stehen, ein Student, von dem bei der Untersuchung gegen wärtigen Prorektor ersucht, ihm zu antworten, sagte, auf den Regierungs- Kommissär weisend: In Gegenwart dieses Mens schen nicht." M Bild des Berliner Lokalverkehrs. 1 Daffelb waren auc Dinde getr es galt, greifen achter, al Selmte, fer -Lager dbrucki ten Ele Schade a. Firwith. g. Ein Stüd Chauffee besitzt Berlin noch innerwehr feiner Mauern, das anscheinend sehr sorgfältig gepflegt Es ist dies der Theil des Belle Alliance pla welcher sich von der Friedrichstraße bis zur Wilhelmftra zieht. Wenngleich es seitens der städtischen Behörden ein wahren, so müßte doch wohl darauf Rücksicht genommen großer Pietät ist, ein Andenken an das alte Berlin den, daß es bei Regenwetter unmöglich ist, an jener den Straßendamm zu überschreiten, ohne fich Schuhwe Kleider stark zu beschmugen. Augenblicklich ist dieser The Belle- Allianceplates an schadhaften Stellen wieder ausg Einige Offiziere der Garnison in Barcelona haben ihr Regiment und die Stadt verlassen; man spricht von einem demnächstigen republikanischen Aufstand. Die mit jedem Tag zunehmende Abneigung des Landes gegen die augenblickliche ultramontan tonservative Regierung begünstigt die Aussichten der Liberalen. In Andalusien ist wieder eine sehr be deutende geheime fozialistische Gesellschaft entdeckt worden. Die Erutearbeiten sind zwar bisher ohne Störung verlaufen, aber es erhellt deutlich aus vielen Anzeichen, daß die sozialistische Bewegung sehr große Dimensionen annimmt. Das vom norwegischen Storthing angenommene Budget für Juli 1884 bis dahin 1885 schließt mit 41 290 000 Kr. Ausgaben und 42 330 000 Kr. Einnahme, so daß ein Ueberschuß von 1 040 000 Rr. bleibt. Das von der vorigen Regierung vorgelegte Budget schloß in Einnahme und Ausgabe mit 42 945 000 Kr. Das gute Resultat ist nicht wunderbar, denn vernünftiger Weise hat man bedeutende Abstriche an den Etats der Marine und der Armee gemacht, betragend 466,730 und 421 720 Kr. Nachbruck verboten.] Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Die worden. Beschlagnahme von Nahrungsmitteln. Auf 188 Berliner Wochenmärkten, Untersuchungsstationen, Bahn u. so. w. find in der Zeit vom 1. April bis ult. Juni 106 Fällen 1471,6 Kilo Fleisch, 101 Kilo Wildpret un flügel, sowie 94 Kilo Fische von den hiesigen Veterinairbe mit Beschlag belegt worden. x. Jubiläum. Am 26. d. feierte der Schriftsetzer Fe Luther in der Buchdruckerei von E. S. Mittler und sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum und seinen 65. G tag. Von Seiten des Geschäfts sowohl wie auch von der Kollegenschaft wurde dieser Tag in ungemein Weise begangen und war von letterer Seite umſomeh die Veranlaffung, als der Jubilar von jeher stets für be tereffe der Gesammtheit eingetreten und manchen harten ihren M verrichten, orgenomme zu diese geben, wo Dentmals je Diebes erwa jofort 3 Bingen war balo und zwei D ichlafen fich fo wieder zurüc Der burch Seite und v ziehen. Diebe eine D im zu Hülfe Bache des 4 Lang festge Uhr, die er Bache Diefelbe wou eftgeftellt we Lommen ist. a. Eine g. Mehr ein Verkehrshinderniß, als der eigent Iaber, welche sich vor dem Portal des Hauses de schäfts in d Bestimmung dienend, bilden zwei große eiserne a Temerstraße 19-20, dicht am Straßendamm be Bewohner der Nachbarschaft behaupten, daß die beiden g Laternen seit einer Reihe von Jahren gar fein Licht ge Ueber das jüngst in Warschau geplante Attentat listischen Flüchtlingen in Paris" zu Grunde liegen sollen. welcher Mittheilungen des bestunterrichteten unter den nihi- und um so freudiger ging man denn auch heran, diefe Interessant ist, was der Gewährsmann über die neue pol als ein dem Jubilar würdiges zu begehen. nische Revolutionspartei mitzutheilen weiß. Dieselbe hat, ihm zufolge, ihren Ursprung in einer Arbeiter bewegung 1879 oder 1880 genommen, hat sich rasch entwickelt und verfügt heute über drei vielgelesene Beitungen. populärste derselben ist der in Genf erscheinende ,, Klaffenkampf", das Blatt ist über ganz Polen verbreitet; das zweite Organ, die Aurora", erscheint ebenfalls in Genf; das dritte, Der Proletarier", wird heimlich in Polen gedruckt. Die polnische Revolutionspartei ist im Unterschied von der russischen durchaus sozialistisch, und zwar ist die sozialistische Lehre nicht etwa von Deutschland, sondern direkt aus Rußland nach Polen importirt worden; in Rußland haben viele Polen nihilistische Bekanntschaften angeknüpft und die Lehren von Karl Marx und der Kollektivisten sich angeeignet. In ihre Heimath zurück Ja, da ist Myra! Aber wenn Jasper Figron etwas zustoßen sollte, dann wird sie niemals heirathen und mir die Verwaltung ihres Vermögens und ihrer Güter übertragen. Eine alleinstehende Frau ist leicht zu lenken, Fanny's Knabe aber würde nichts für uns übrig haben. Zuerst würde Dr. Brice sein Berather sein, dann würde er heirathen und ein halbes Dugend Kinder bekommen, die in Lurus und Wohlleben schwelgen würden, während ich fortfahren lönnte, Billen und Tränke zu verschreiben, und unsere Kinder in Armuth verfinken müßten." haben, daß aber Baffanten, weil die Ständer fehr um find und ein nicht unbedeutendes Stüd Trottoir ei sehr häufig mit ihnen in unliebsame Berührung g ben Zwed, den Baffanten auf das Verkehrshindernis sam zu machen. 5 Uhr aus dem verschlossenen Cigarrengeschäft von N. Dichte Rauchwolken, die gestern Nachmittag Wallstraße 88 a, drangen, veranlaßten Baffanten u find. Würden die Laternen brennen, so hätten sie wen Bau um tine unbefann Baronin von in ber Neustä Frau D. Der en Anftand, mit Stidereie Der Bebingun geben werden bisher nicht Frau D. ermi girte. Die bi gegebene Beit zu einer Alarmirung der Feuerwehr. 2 herbeigeeilten Mannschaften fanden, nachdem sie die bereiteten Boden, namentlich unter den in der gedrücktesten größter Schnelligkeit von der Feuerwehr am Spitt Lage befindlichen polnischen Fabritarbeitern; Bolen ist heute, Ja, das Berschwinden des fleinen Rupert brächte uns viele Vortheile, aber sie sind durch den Kummer Anderer etwas theuer erlauft. Lady Barth soll den ganzen Tag in Krämpfen gelegen haben und auch Myra nimmt sich den Verlust des Kindes sehr zu Herzen. Die Furcht, Sam Porter tönnte doch eines Tages sein Geheimniß verrathen, quälte den Doktor. Das Kind würde alsdann sofort an seinem Muttermale erkannt werden. Dieses Mal mußte also vertilgt werden. Er ging deshalb eines Ich fann nicht glauben, daß Myra eine so vollendete Närrin ist," versezte Wrigley. 5. Rapitel. Der verlorene Geliebte. ,, Einstige Freunde werden die schlimmsten Feinde Fanny. Ich will Myra nicht sehen. Sie haßte mein Kind, fie soll mir nicht zu nahe tommen." Myra verbrachte Stunden und Stunden, um Antheil hatte. Abends, als er Sam und seine Frau auf einem Spaziergange den, ob sie wirklich an dem Verschwinden ihres B wußte, nach deren Wohnung und sagte Frau Chitton, er habe beschloffen, das fleine Mal an dem Knöchel des Kindes zu 2 entfernen, damit es sich nicht weiter entwickeln und dem Knaben In ihrer frühen Jugend erwiesen sich derartige Triu als Schlafwandel und was fie nur geträumt Die alte Frau wagte nicht zu widersprechen und entblößte glaubte, das hatte sie in diesem frankhaften Buftande später vielleicht Schmerzen bereite. Dr. Wrigley erwartete täglich die Nachricht von dem Tode des Kindes in Sam Porter's Hause zu hören, aber der Kleine verlorene Baronet zeigte eine wunderbare Fähigkeit allen Un fällen Troz zu bieten und nach Verlauf von zwei Wochen war er hübscher und munterer als je. rasch des Kindes Bein. Dr. Wrigley schnitt das Mal hastig aus. In seiner Eile verlegte er die Haut des runden vollen gethan. Da war ferner Timm Titlow's Traum, der fo Beinchens und ließ das Mal, das er entfernt hatte, eine herz- lich mit dem ihrigen zusammen traf. Sie hatte de Um diese Zeit fam Sam Porfer wieder zu Dr. Wrigley um ihm seine Gewissensnoth zu flagen. 11 förmige Narbe zurüd. Da Wriglen nicht sehr sorgfältig zu Werke gegangen war, blutete die Wunde sehr heftig. Die alte Frau wandte ein bes liebtes Hausmittel an, indem sie Ruß auf die blutende Stelle streute. Das Mal des kleinen Sir Rupert war nun vollständig Ach Herr Doftor, das Kind entwidelt fich prächtig," begann er, und Hanna ist ganz vernarrt in das Kleine, und ahnt nicht, daß es ein fremdes ist, aber ich habe gehört, daß aus einem Schloß hier in der Nachbarschaft ein Kind gestohlen worden ist, und es wäre nur recht, wenn ich hinginge um anzufragen, ob das nicht unser fleiner Findling ist." darüber in den Beitungen gelesen. Da war endlich das Durchsuchen jenes Waffe Wenn das Kind aber hineingeworfen worden wat, es doch darin aufgefunden werden müssen. Tend der von beintleider mit g. Ein Bejuch weilen Teiner Staffette toblen. Der einen Meniche Leptere Da war aber wiederum das seltsame Bench Das Thier zerrte fie am Aleide und winselte und k verändert, es hatte in furzer Zeit die Gestalt eines kohlschwarzen Hundes ihres Vaters, das Myra beängstigte und Herzens angenommen. Während dieser zwei Wochen hatte Lady Barth ein ge fährliches Gehirnfieber überstanden und ihre Gesundheit be gann fich ein wenig zu beffern. oft es fte fah. ent feft war. Agen Bofamer den Dieb in lirten ihn fü Bolizeima Webre und ic Bunden blut folder wurde griff und au marti fiftict. Ten feitgehalte Ein geibaft von 5. Nachm Dagen, wel im Werthe D Die Aufforder bolen, entfern und find bis in Bermabru Elsa sagte, der Hund set auf dem Wege toll man müsse ihn tödten. Die andern Diener und Di schüttelten ihre Köpfe und meinten, das Thun und Hundes sei eine böse Vorbedeutung, es fündige frühen Tod des Fräuleins an, oder irgend ein ande Garten und Park umhergehen zu können, aber sie wird langs Thier gesehen habe, wie fte das Rind forttrug und Sie ist eine Ruine, eine bloße Ruine, sagte Dr. Brice zu Myra; ich zweifle sogar, daß das Wiederfinden ihres Kindes jezt noch dazu beitragen fönnte, ihr Leben zu verlängern. Sie wird sich vielleicht so weit erholen, um im Hause und im Unsinn," sagte der Doktor. Wenn Du erft anfängst Darüber zu sprechen, so erfährt Hanna Alles, und ich stehe dann nicht einen Augenblick für ihr Leben, da sie ein Herzleiden hat. Ueberdies wäre dein Geschwäß ganz nuglos, denn es würde sich eben nur herausstellen, daß Euer Knabe nicht der aus dem vornehmen Hause geraubte ist. Der Eurige ist von irgend einem armen Weibe ausgefest und es ist eine Gnade des Himmels für ihn, daß er in so gute Hände gefallen." fam hinstechen, bis der Tod fie von ihrem Kummer befreit." Sie find also der Meinung, daß ich besser thue auch fernerhin zu schweigen, Herr Dottor?" Mitleid und Selbstvorwürfe verbanden sich, um Myra's Herz umzustimmen, nicht sowohl gegen die Stiefmutter, als gegen die Freundin ihrer Jugend, die jetzt verwittwet nnd finderlos hinwelfte, Sie sehnte fich danach, mit Fanny zu Unter allen Umständen. Das Kind aus dem Schloß ist von Bigeunern gestohlen, um eine Belohnung zu erlangen und nicht in den Wasserbehälter geworfen worden." Weise an dem Verlust des Kindes betheiligt sei und auch nach In Myra's Herzen feste fich der Gedanke wo die Leiche des armen Kleinen lag. En Diese Ueberzeugung wurde immer lebendiger fte beschloß auf jede Gefahr hin, dem Hunde zu folg Ursache seiner Aufregung herauszufinden. gelebrt Wat worben. Wegen gaufe BelleThen Bolts Dopte verh Correctionsan feltoem fubfift Dorbehaltlose Rochmaschine, babne ftehlen. geftiegen, inde Finger ber Fanny jedoch hatte die festgewurzelte Vorstellung in ihre Ausübung ihrer häuslichen Pflichten ihre alten Ge Fieberphantaften hinüber genommen, daß Myra in irgend einer behielt, während fie in ihrem Innern Todesqualen a ihrer Krankheit blieb sie derselben Ueberzeugung. Sie weigerte zeigte, fleidete file fich wie zu einem Spaziergange a Eines Morgens, als der Hund fich wieder befonde die Zeit der tiefsten Trauer um ihren Vater vorübe Tag sehr heiß war, wählte fie dazu einen leichteren Sie sah nicht aus wie eine Frau, die von den fich Myra zu empfangen. Sie hat durch das Verschwinden meines armen Kindes Vortheile gewonnen, fie ist Schuld daran, daß ich es verloren bie habe und ich weiß bestimmt, daß sie in irgend einer Beziehung sten Befürchtungen gefoltert, die Spuren ihres eigen Fanny, das ist der reine Wahnsinn," sagte Dr. Brice, nißvollen Verbrechens aufzusuchen ging, fondern w Ines junges Mädchen in schwarzer eleganter Promena zu meinem Unglüid steht." Wyra hat ſich über des Kindes Verschwinden ebenso wenig getröftet, wie Du. Ich habe noch nie ein junges Mädchen in zwei Wochen so verwandelt gesehen." " Die Folge von Gewissensbiffen oder von Furcht," be harrte Fanny mit dem Eigenfinn kränklicher Personen. Deine Beschuldigung ist ungeheuerlich und grausam und Niemand wird Deine Ansicht theilen. Myra ist eine Waise, einen Umbang von weißer brüffeler Spize um edoch von ein beirief, der m Den D. feftn Belangte Sangenftraße Selbstm beirathet und Das andere bl uch das verti gung gefet Berbrechen in lebte, aber mer Beit tie plant war. in dem zu fei N. Selbi einen, mit schwarzem Kranz garnirten Bafthut auf in der Hand, welches sich mit schwebender Anmut lachenden grünen Fluren bewegte. Der Hund fpran Inurrend voraus. Das Thier führte fte den Pfad a fie im Traum gewandelt war. Sie zitterte wie fie hat keine anderen Verwandten als diese Wrigley's. Ihr trop der heißen Sommerluft, aber fie schritt unbein Beide solltet zusammen halten und treue Freundinnen sein, wie Ihr einst waret." das Schicksal selbst. ( Fortsetzung folgt.) nach dem Db fidh am Sonn brüde ab. Menich troch mes". fft, Rub büren gewaltsam gesprengt, den Inhalt des Ladens, Cigarren iften, Regale 2c. glimmend resp. brennend vor. Die AbDurch fe chung des für die Hausbewohner recht gefahrvollen Brandes fich de lonnte, Dant der rechtzeitigen Entdeckung, noch durch Ausgießen folgen, ohne daß man die mitgebrachten Dampf- und anderen Sprigen in Thätigkeit fette. Wie das Feuer ausgekommen, vorläufig noch unaufgeklärt. Der Befizer des Ladens be fand sich seit dem Morgen mit seiner Familie auf einer Landlin find arthie. Aeltefte N. Die Meldung Großfener, vom Feuermelder in der In den Blumenstraße ausgehend, rief gestern Nachmittag gegen 2 Uhr e Bahl Feuerwehr nach der Markusstraße 35. Beim Eintreffen der beförderschmannschaften erwies fich dasselbe nur als Mittelfeuer. Wenn daselbst war auf dem bezeichneten Grundstück der Dachstuhl O Meni linten Quergebäudes in Brand gerathen. Um die anof der ebene Beit bemerkte der 18 jährige Sohn des Schloffer ter Pfeifters B. Rauchwolten aus dem Dach hervorbringen und r entfal armirte sofort die Feuerwehr, welche bei ihrem Eintreffen die Bobenräumlichkeiten in vollständigem Brand vorfand. Auf ebahnge m Bodenraum des Buchbinders Alledahn ist aller Wahr Summe omit na beinlichkeit nach der Heerd des Feuers zu suchen. Auf diesem em ift den lagerten Papierstreifen und Abschnitte, die auf bisher ibuswa unaufgeklärter Weise in Brand gerathen waren. Durch ahn wu reichliche Nahrung, welche die Flammen fanden, verbreitete 6. Febdaffelbe mit rapider Geschwindigkeit und in furzer Zeit ten auch die nebenan liegenden, nur durch dünne Holz Inzwi ch nicht Binde getrennten Böden in Mitleidenschaft gezogen. An ein Retten der dort lagernden Gegenstände war nicht zu denken, bn verle es galt, hauptsächlich das Feuer an einem weiteren Umficho von difen zu hindern. Diese Vorsichtsmaßregel war um so ange tommen gen 12 von 901 groß ch inn epflegt ceplat Imftrag en ein Berlin tommen jener fer The hubwed I ausge Auf Babnb Juni 189 pret und rinairbe Ber Fer ler und achter, als sich auf dem Grundstück das Fourage- Geschäft von elmte, ferner das Fuhrgeschäft von Vogler befinden, in dessen Stallungen ca. 50 Pferde und die erforderlichen Stroh- und -Lager untergebracht sind. Dem energischen Vorgehen der euerwehr war es vergönnt, mit einer Dampf- und mehreren abbrudsprigen nach zweistündiger Thätigkeit Herr des entdten Elements zu werden. Ueber die Höhe des entstande Schadens ist Näheres noch nicht befannt. Bingen balb nidt und wieder durch das Gitter der Brücke und stürzte sich, ehe ihn Jemand zu halten vermochte, topfüber in das Waffer. Einer der Augenzeugen, ein Arbeiter Fischer begab sich schleunigst auf einen der dort vor Anter liegenden Kähne und löste den kleinen der dort vor Anter liegenden Kähne und löste den kleinen Handkahn und versuchte nun mit Hülfe des Schiffers den mit dem Tode kämpfenden aus dem Waffer zu ziehen. Nach vieler Mühe, da der Lebensmüde ihm selbst energischen Widerstand leistete, gelang es schließlich vor dem Hause Friedrichsgracht 19 das Rettungswerk zu vollenden und den Lebensüberdrüssigen an das Land zu schaffen, wo ein Schußmann ihn in Empfang nahm und nach dem nächsten Polizei- Büreau schaffte. Das Nationale desselben war zunächst noch nicht zu ermitteln, da er noch längere Zeit unvernehmungsfähig blieb. -g. Doppelselbstmord. Die Leichen eines Mannes und eines jungen Mädchens, beide an einandergebunden, find am Sonnabend im Tegeler See auf gefischt worden. Wir erfahren über diesen Doppelselbstmord folgende nähere Einzelheiten. Der Verstorbene ist der Arbeiter folgende nähere Einzelheiten. Der Verstorbene ist der Arbeiter Albert Winter, das Mädchen, eine 18 Jahre alte Arbeiterin, mit der W. in einer hiesigen Gummifabrik zusammen beschäftigt gewesen ist und mit welcher W., obgleich verheirathet und Vater von drei Kindern, ein Liebesverhältniß unterhielt. Dies war der Frau des W. hinterbracht worden und als sie sich von der Wahrheit der ihr gemachten Angaben überzeugt hatte, stellte sie ihren Mann wegen seines Verhaltens energisch zur Rede. Die ihm von seiner Frau gewordenen Kränkungen nahm W. fich derartig zu Herzen, daß er den Entschluß faßte, fich das Leben zu nehmen. Er fündigte daher am Sonnabend feine Stellung, fuhr mit seiner ihm anscheinend sehr ergebenen Geliebten nach Saatwinkel, miethete dort ein Boot und stürzte in Gemeinschaft mit dem Mädchen ins Waffer, woselbst ste auch beide ihren Tod fanden. W. war in der Fabrik allgemein beliebt und wegen seines Fleißes auch von dem Chef geachtet, der den Verlust des W. in seiner Fabrik sehr bedauert. Die Leichen der beiden Verstorbenen find bereits nach Berlin be fördert worden. B. Das Drachenfteigenlassen durch Kinder in den Straßen hat heute wieder einen Unglücksfall im Gefolge gehabt. Zwei Knaben im Alter von 7 resp. 8 Jahren ließen in Neu- Kölln am Waffer ihre Papierdrachen gerade in dem Augenblick in die Höhe steigen, als von der Inselbrücke her ein herrschaftliches Fuhrwert antam. Die Pferde desselben scheuten vor dem fliegenden Spielzeug und gingen durch. Der Kutscher wurde vom Bock geschleudert, konnte sich aber schnell wieder erheben und den Pferden nacheilen. An der Roßbrüde wurden das Fuhrwert, welches keine Insassen hatte, festgehalten und die muthigen Thiere zum Stehen gebracht. Glücklicherweise erlitt der Kutscher nur leichte Abschürfungen der Haut. a. Was Deines Amtes nicht ist, da laß Deinen Firwith. 3wei Arbeiter, R. und G., von dem Eifer beseelt, ihren Mußestunden freiwillig friminalpolizeiliche Dienste zu Derrichten, hatten fich in der Nacht vom 26. zum 27. d. Mts. orgenommen, einen„ Leichenfledderer" abzufassen und hatten zu diesem Zwed nach dem Park des Mariannenplages begeben, wo R. fich auf eine Bank in der Nähe des WilmsSentmals segte und anscheinend schlafend die Ankunft eines Liebes erwartete, während G. in der Nähe auf und ab ging, fofort zur Hand zu sein, sobald ein Dieb in die Falle ge war. Nach Verlauf einer halben Stunde tamen auch zwei Männer, von denen einer dem R. zurief, daß er Schlafen sollte, da ihm die Uhr gestohlen werden könnte, fich sodann entfernte. Bald darauf fam der Burufer zurück, stellte sich dem anscheinend festschlafenden R., Seite und versuchte leise die Uhr aus der Westentasche des R. durch den warnenden Buruf nicht erweckt worden, zur iehen. In diesem Augenblic sprang R. auf, versetzte dem eine derbe Ohrfeige und hielt ihn so lange fest, bis G. Bache des 49. Polizei- Reviers, wo in demselben der Kürschner zu Hülfe fam. R. und G. brachten hierauf den Dieb zur Lang festgestellt wurde. Während der Sistirung des Lang Uhr, die er lose in der Westentasche trug, abhanden gekommen. eines ähnlichen Falles Bache ist dem einen freiwilligen Kriminalisten G. seine Dieselbe wurde bei Lang nicht gefunden, auch konnte nicht strenge Ordre an das Bugpersonal ergehen ließ, daß Coupiren feitgestellt werden, in welcher Weise fie dem G. abhanden ge er eigen lommen ist. L. ist gestern zur Haft gebracht worden. 65. ch von mein f amſomeb für ba barten bgefämp n, diefe rne Ra es Ser amm be beiden g Licht ge hr umf oir ei ung ge fie wen Dernis achmittag von Bau en um wehr. D m Spit fie die Feinde ßte mein um ju Tres Br bbafte te Triu Buftande umt er fo c atte ben Waffe wat, Bend e und und toll und Di unb 2 ige ent in anden te feft g und j Diger in au folge tärle M Dung ten" Ge qualen befonde gange a I vorüber eichteren von ben Ces eigend bern wit Bromena um bie Frau ber Diebe im 2. Eine nette Kundin. Zu der Inhaberin eines Wäsche D. der Geschäftsinhaberin bekannt war, nahm diese keiDie Klagen der Presse über die Unsicherheit im äußeren Südosten der Stadt find nach der Berl. Ztg." nicht ohne Erfolg geblieben. Seit Freitag reiten in furzen Intervallen Doppelpatrouillen durch die Reichenbergerstraße bis zum Görs liger Ufer und durch die dort kreuzenden Querstraßen. Bahlreiche weitere Schumannsposten zerstreuen die Ansammlungen junger Burschen, die auf den dortigen Trottoirs sur Unfitte geworden waren. Aus Potsdam wird dem B. T." telegraphisch mitgetheilt, daß in der verwichenen Nacht wiederum ein Schaffner, Namens Böhm, vom Trittbrett eines auf der Fahrt zwischen hier und Potsdam befindlichen Buges gefallen ist und fich lebensgefährlich verlegt hat. Wir haben fürzlich- anläßlich gemeldet, daß die Betriebs- Direktion der Billets auf den Stationen und nicht während der Fahrt zu besorgen. Der Verunglückte hat also aller Wahrscheinlich keit nach dieser Anordnung zuwidergehandelt. * eine unbekannte Dame, welche zwei Probehemden für eine Frau Berlin find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche Bonin von Bär verlangte, die nach Berlin gekommen sei und in der Neustädtischen Kirchstraße bei einer Frau D. logire. Da Den Anftand, die verlangten zwei eleganten Damenhemden mit Stidereien im Werthe von 40 Mart zu verabfolgen, mit Bedingung, daß die Hemden an demselben Tage zurüdge geben werden müßten. Die Burücklieferung der Hemden hat girte. Die bisher nicht ermittelte Schwindlerin hat auch wäh tend der von ihr gemachten Bestellung ein paar weiße Damenbeintleider mit Stickerei vom Ladentisch gestohlen. vom 13. Juli bis intl. 19. Juli zur Anmeldung gekommen: 220 Eheschließungen, 870 Lebendgeborene, 32 Todtgeborene und 1042 Sterbefälle. Gerichts- Zeitung. R. Wegen Hausfriedensbruch und Bedrohung standen Johann Friedrich Karl Schulz. Nachdem im Dezember v. J. dieses gespannte Verhältniß in einer zwischen Beiden ausgebrochenen Schlägerei einen Ausbruch gefunden, durch den Schulz vor den Strafrichter gebracht wurde, trafen die feindlichen Kutscher am 3. Januar cr. am Spätnachmittage vor dem Halteplaz in der Viktoriastraße wiederum zusammen. Durch eine geschickte Manipulation war es dem Schulz ge lungen, mit dem von ihm geführten Coupée als zweites Gefährt hinter die Doppeltalesche des Kurze zu kommen. beendetem Laternenanzünden nahm der Lettere Nach beendetem Laternenanzünden wahr, wie sein Hintermann in höchst verdächtiger Weise zwischen deffen Pferd und seinem Wagen hervortrat und fich auf das Trottoir begab. In der Befürchtung, daß ihm ein Schabernad gespielt fein könnte, sprang er vom Bock und entdeckte zu seinem Schreck, daß in das Hinterverdeckt seiner Salesche 3 tiefe Einschnitte gemacht worden waren. Selbst verständlich konnte sich der Verdacht der Thäterschaft nur auf Schulz lenken, da ganz furze Zeit zuvor Kurze den noch un beschädigten Wagen erst hochgeschlagen hatte. Auf gemachten Vorhalt gab Schulz in der Meinung, daß ihm nichts geschehen tönne, weil ihn Niemand bei der That gesehen, eine drastische Antwort. Dem Schöffengericht genügten aber die vorhandenen schweren Verdachtsmomente, um die Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten zu gewinnen, und der Berufungs gerichtshof trat dieser Auffassung bei und verurtheilte den An geflagten wegen dieses in hohem Maße verwerflichen Coups zu drei Wochen Gefängniß. Unter der Anklage der versuchten Nöthigung stand gestern der Seidenhändler Theodor Wüstmann vor der vierten Ferienstrafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war mit dem Fabrikanten Friedländer in Geschäftsdifferenzen gerathen und hatte der Leptere wegen einer angeblichen Forderung von 400 Mart Klage erhoben. Als Friedländer am Mittage des 1. Mai seine Wohnung verließ, trat ihm der Angetlagte in höchst aufgeregtem Zustande entgegen und stieß die Drohung aus: Wenn Sie die Klage nicht zurücknehmen, schlage ich Sie todt! Der so Bedrohte zog sich schleunigst wieder hinter die schüßenden Mauern feines Hauses zus rüd und als er bemerkte, daß sein Widersacher ihn, vor dem Hause auf- und abgehend erwartete, verfiel er auf die praktische Idee fich vermittelst Des Telephons Succurs herbeizuschaffen; er theilte seinem Bruder die Mißlichkeit seiner Lage mit und dieser erschien denn auch bald mit einem Schußmann auf der Bildfläche. Der erlöfte Herr Friedländer fannte nun in Begleitung seines Bruders zu Tische gehen, der Angeklagte aber mußte mit dem Schußmann den Gang zur Wache antreten. Das Nachspiel vor dem Strafrichter endete mit der Verurtheilung des Angeklagten zu einer Geldstrafe von dreißig Mart deshalb so gelinde, weil der Ge richtshof annahm, daß es dem Angeklagten mit der Bedrohung wohl nicht ernst gewesen. Eine ganze Blumenlese der verschiedensten Strafthaten wurden dem Kutscher Paul Gustav Küster zur Laft gelegt, der gestern vor den Schranken der zweiten Straflammer des Landgerichts I stand. Der Angeklagte hat im März cr. zum britten Male eine Gefängnißstrafe wegen Eigenthumsvergehen verbüßt und wenige Wochen darauf wurde er wieder bei einem Diebstahl ertappt. Eingedent der, ihm bei seiner legten Ver urtheilung ertheilten Verwarnung, daß er im Rückfalle unbe dingt in's Zuchthaus spazieren würde, gab der Verhaftete auf der Wache das Nationale eines unbescholtenen Bekannten als das seine an und merkwürdigerweise gelang die Täuschung, am 2. Mai wurde er unter dem Namen eines Kutschers Pietsch vom Schöffengericht zu acht Tage Gefängniß verurtheilt. Kaum hatte er die Strafe verbüßt und das Glück gehabt, wieder einen Dienst zu erlangen, als fich auch die Diebsnatur in ihm wieder Bahn brach, sobald ihm Gelegenheit dazu geboten wurde. Er brannte seiner Herrschaft mit 68 Mart durch. Am 17. Mai wurde er darauf in flagranti ertappt, als er im Hause 104 der Frankfurter Allee einen Gelegenheitsdiebstahls aus führte. Natürlich versuchte er wieder, die Strafthaten auf das weniger belastete Konto ſeines Freundes Pietsch zu setzen, Diesmal brang er aber mit dem Inkognito nicht durch, auch die vorher durchgeführte Täuschung wurde entdeckt und Küster außer wegen Diebstahls und Unterschlagung, auch wegen Frau D. ermittelt, daß eine Baronin von Bär bei ihr nicht lo- gerichts. Dieselben haben ihrer Angabe nach eine Geldforde fälschung unter Anklage gestellt. Nunmehr konnte er dem ftoblem. Ein Befuch weilenden Herrn wurde am Sonnabend Nachmittag aus feiner Staffette eine größere Summe Geldes( ca. 500 M.) ge frecher Dieb. Einem aus Amerika hier zum Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich sofort auf rung an eine Herrschaft" Namens Herrmann, und begaben fich behufs Eintasfirung des Geldes in die Herrmann'sche Wohnung. Hier ging die Sache indeß nicht so glatt, das verlangte Geld wurde verweigert und an die Kistner'schen Cheverlust und zwei Wochen Haft zu. leute die Aufforderung gerichtet, die Wohnung zu verlassen. Nach Aussage der als Beugin vernommenen Frau Herrmann und deren Dienstmädchen, find die Angeklagten dieser Auffor hat die Frau Herrmann mit Schlägen bedroht. Da die Frau Buchthause nicht länger entgehen, der Gerichtshof diktirte ihm eine Buchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, 2 Jahren Ehr einen Menschen, der Nachmittag bei dem Fremden gewesen derung nicht gleich nachgekommen, sondern die Frau Kistner war. Lepterer machte sich nun mit seinem Freunde, dem hiefigen Bosamentier K., auf die Suche und fanden den vermuth- Kistner gelegentlich ihrer ersten Vernehmung fich damit ent Lichen Dieb im Adler- Keller. Sie gingen direkt auf ihn zu, erfoldber schuldigt, daß fte taub sei und deshalb die Aufforderung der Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. When ihn für den Dieb und wollten ihn festnehmen, um ihn Frau Herrmann nicht gehört habe, so war als Sachverständiger Metallarbeiter, welche am Sonntag, wohl 600 Röpfe start, wurde er denn als festgestellt loszulaffen, worauf er die Flucht ein Profeffor der Medizin vorgeladen, welcher tonstatirte, daß er die Frau Kistner untersucht und gefunden habe, daß fie auf dem rechten Ohre taub sei, durch das linte Dhr jedoch eine laute Sprache hören tönne; ob fie die von der Frau Herrmann a. Die Versammlung der Maschinenbauer und Bolizeiwache zu bringen. Hierbei segte sich derselbe zur ere und schlug auf R. derartig ein, daß K. aus mehreren Bunden blutete und gezwungen war, den Dieb. if und auf die Straße lief. Er wurde jedoch von Passan gesprochenen Worte vernommen habe, tönne er nicht bestimmen Abstimmungen über die ersten Vorschläge zur Zusammensetung geidbart bolen, Ein Paar nette Pflänzchen. In das Spielwaarenbon Angraß in der Chauffeestraße 8 traten am 23. beantragte gegen die Frau Kistner 3 Wochen, gegen Kistner 14 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof betrachtete als straf mildernd, daß die Angeklagten eine Geldforderung an die Herrmann gehabt und verurtheilte Frau Kistner zu 14 Tagen, Mahen, welche eine Kleine Korallentette mit goldenem Schloß, Kistner zu einer Woche Gefängniß. im Werthe von 7 M. für 2 M. zum Verkauf anboten. Auf entfernten fich die Kinder unter Zurücklaffung der Kette Wahrscheinlich ist die bei dem Kriminal- Kommiffariat R. Wegen Hausfriedensbruch mußte die Frau Schuhmacher Rästner auf der Anklagebant vor dem Schöffengericht im Louisenstädtischen Theater tagte, hatte bei ihrem Beginne einen sehr stürmischen Charakter. Es standen zwei ziemlich gleich starke Parteien einander gegenüber; eine jede wollte schon des Bureaus mußten öfter wiederholt werden, da ste kein all gemein anerkanntes Resultat ergaben. Erst als Herr Klein, der im Einverständniß mit dem Vorstande des Vereins der Maschinenbauer und Metallarbeiter" die Versammlung einberufen hatte, die Leitung der Wahl freiwillig an Herrn Regband abgegeben hatte, fand der Vermittelungsvorschlag, Herrn Gutheit( Maschinenbauer) als ersten und Herrn Neßband( Metallarbeiter) als zweiten Vorfigenden zu wählen, auf Die Verand beiden Seiten allgemeine Zustimmung. welche vier Stunden ausfüllten, verliefen anerkennenswerther parlamentarischer Ordnung. Herr Stadtv. Gördi referirte über das Thema: Noth unb find bisher zur Abholung der Kette nicht wieder zurück- daß der Schankwirth Bobewiß geäußert habe: Die Rästner lungen, in Berwahrung befindliche Rette in unredlicher Weise er framt mit ihrem Schlafburschen", und deshalb ging fie in das Lotal des Bobewiß, um denselben in gerade nicht liebens würdiger Weise zur Rede zu stellen. Der Wirth wollte nun Cause Belle Alliancestraße 104 im Keller belegenen 13. Städti Wegen versuchten Einbruchs in die Räume der in dem jedoch nichts hören, sondern forderte die Angeklagte auf, ſein nisation sämmtlicher Metallarbeiter." Nachdem hen Bollstüche ist heute der mehrfach vorbestrafte Seiler fluß entfesselt und ließ fich durch die Aufforderung durchaus Menschenrechte und ihrer berechtigten Interessen Vereinigungen Dopte verhaftet worden. D. war am 26. d. M. aus der Correctionsanstalt zu Straußberg entlassen worden, hatte sich fernt wurde. Vor dem Schöffengericht machte die Angeklagte Mittelalter, daß aber Innungen mit Privilegien, die im Dorbehaltlos einräumte, in der Volksküche die daselbst an der nicht stören, bis sie schließlich mit Gewalt aus dem Lokale ent brauche, fte sei darüber so aufgebracht gewesen, daß sie nicht Rochmaschine, an der Wasserleitung sc. angebrachten Meffing- gleich gehen fonnte. Der Staatsanwalt beantragte 1 Woche ihre berechtigten Forderungen, wie z. B. die eines Normalarbabne stehlen. Er war zu diesem Zwecke durch das Fenster Gefängniß; der Gerichtshof faßte die Sache milder auf und gelangte. ectannte auf 3 Mart oder 1 Tag Haft, weil die Angeflagte aufgeregt gewesen sei; indeß habe diesetbe nicht das Recht ge da zu bleiben; wenn fie von Seiten des Bobewig beleidigt worden sei, so hätte sie denselben verklagen können, mithin habe auf Schuldig erkannt werden müssen.jedoch von einem Baffanten gesehen, welcher den Wächter her habt, nach der Aufforderung zum Verlassen des Lokals noch beirief, der mit Hülfe noch einiger hinzugekommener Personen Den D. festnahm, ehe er zur Ausführung des Diebstahls Langenstraße Nr. 97 wohnt der Tischler H. Derselbe ist vers Selbstmord in einem Anfall von Tieffinn. In der beirathet und hat zwei Kinder, von denen das eine verkrüppelt, Das andere blind ist. H. machte vor längerer Zeit den Ver uch bas verfrüppelte Kind zu erhängen, wurde aber außer Ver Berbrechen in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit ge gung gefegt, da Richter und Aerzte annahmen, daß das plant war. H., welcher früher in gut fituirten Verhältnissen lebte, aber durch schlechte Konjunkturen zurüdtam, war feit mer Beit tieffinnig und erhängte sich in der verflossenen Nacht in dem zu seiner Wohnung gehörigen Abort. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause gebracht. N. Selbstmordversuch. Eine aufregende Scene spielte am Sonntag Nachmittag gegen 4 Uhr an der Roßstraßens thut auf Anmuth Terten Go b fpran Pfad te wie unbeint R. Wegen Diebstahls erscheint vor dem Schöffengericht ber 14 Jahre alte Arbeitsbursche R.; derselbe ist geständig am 1. Juni Vormittags aus einem Trödlergeschäft einen Damenpaletot entwendet zu haben. Präsident: Was hast Du mit dem Paletot gemacht?" Angeklagter weinend: Ich habe denselben versett für 1 Mart 60 Pfg." Präfident: Was haft Du mit dem Gelde gemacht?"" Sch habe eine Mart davon genommen um meinen Anzug, der versezt war auszulösen." Der Vater des Burschen bittet den Gerichtshof um eine milde Strafe. Der Staatsanwalt beantragt 1 Woche Gefängniß, der Gerichtshof betont, daß der Fall sich als ein recht frecher darstelle und erkennt auf 1 Woche Gefängniß. brüde ab. Ein ca. 18 bis 20 jähriger, total verkrüppelter strenge Ahndung. Aus der Beit des Droschtenkutscher- Strikes Ein nichtsnukiger gemeiner Racheaft fand heute vor der Ferien- Berufungskammer hiesigen Landgerichts I. feine datirte fich die Feindschaft der Droschkentutscher Kurze und zu gründen, in unsrer Zeit nicht weniger Grund haben, als im Mittelalter gut waren, heutzutage nicht mehr gut, auch nicht mehr lebensfähig sind, wies er darauf hin, daß die Arbeiter beitstages, um so eher durchseßen werden, fe größer thre freien zeitgemäß organisirten Vereinigungen find, und plaidirte er schließlich dafür, daß, eine sämmtliche Metallarbeiter umfassende Vereinigung unter einem Vorftande her gestellt werde. Bevor in die Diskussion eingetreten wurde, wurde der Antrag, zu Gunsten der Kaffe der Lohntommission der Metallarbeiter eine Kollekte zu Der anstalten, auf Wunsch des jeßigen Vorsitzenden dieser Kommission, des Herrn Nezband, zurückgezogen. In der Distuffion traten die Herren Ullrich, Möring, Nezband, Egert u. A. für den Fortbestand der speziellen Metallarbeiter- Fachvereine und für die am Freitag beschloffene Gründung eines Fachvereins der Metallarbeiter( ohne die Maschinenbauer, Die Schloffer und die Metallarbeiter, die bereits organifirt find, ein, während die Herren Gutheit, Nicolaus, Berlin u. A. dafür plaidirten, daß sämmtliche Metallarbeiter fich unter das Statut des Vereins der Maschinenbauer, nossen" stellen möchten. Metallarbeiter und verwandten Berufsge= Es wurden am Schlusse der Diskussion zwei Anträge, 1. die Abstimmung zu vertagen, 2. eine Kommiffion einzuseßen und eine Resolution, in welcher die Versammlung die Gründung des Vereins der Metall arbeiter" gutheißen sollte, eingebracht. Nach kurzen Des loltcn wurden beide Anträge und die Resolution zurückgezogen. Herr Görcki sprach in seinem Schlußworte die Zuverstcht aus, daß die beiden Vereine, die zu einem Vereine zu machen heute noch nicht gelungen sei, als Freunde sich einander unter- stützen werden. Im Fachverein der Schlosser sprach am Sonnabend Abend im Königstädtischen Kasino Stadtverordneter Ewald über die gewerkschaftliche Bewegung. Nach Beendigung des Vortrags brachte ein Herr Mithe den Antrag ein, den Kollegen Maschinendauer Fritz Görcki wegen seiner Verdienste um den Verein als Ehrenmitglied desselben aufzunehmen. Herr Görcki bat den Antragsteller dringend, seinen Antrag zurückzunehmen und forderte die Versammlung auf, denselben nicht zu akzeptiren. Die Annahme könnte für ihn Görcki, dereinst bittere Folgen haben. Viele, die Gleiches, wie er geleistet, würden sich zurück- gesetzt fühlen und so nur Mißtrauen und Zwiespalt gesäet werden. Trotzdem sich ein Redner in ähnlichem Sinne aus- sprach, zog weder Herr Mithe seinen Antrag zurück, noch lehnte ihn vie Versammlung ab, vielmehr wurde derselbe ein- stimmig angenommen. Die Hutmacher und verwandten Berufsgenossen hielten am Sonntag Vormittag eine allgemeine Versammlung im Palmensaal m der Neuen Schönhauserstr. 20 ab, zu der sich gegen 100 Theilnehmer eingefunden hatten. Zweck derselben war, das Statut für die zu vildendc Krankenkasse endglltig zu berathen und einige von der Behörde gewünschte Aenderungen vorzunehmen. Nachdem beschloffen worden, eine sechswöchent- liche Karenzzeit für die Mitglieder der Kasse einzuführen, wurde nach Verlesung und Durchberathung der einzelnen Para- oraphen folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die heutige Versammlung der Hutmacher und verwandten Berufs- genossen erklärt sich mit dem vorliegenden Statut einverstan- Den, und ermächtigt die Kommission, alle weiteren Schritte selbstständig zu thun." Außerdem wurde beschlossen, in den einzelnen Fabriken Geldsammlungen unter den Gesellen zu veranstalten zur Deckung der aus dem Statutendruck entstehen- den Unkosten. Die Maurer hielten eine Versammlung im Konzerthause ..Sanssouci" ab, an der sich etwa 1500 Personen betheiligten. Nach der Abrechnung über den Generalfonds betrug der vor- jährige Bestand 327)25 Mark, wozu 6328 Marl Einnahme Hammen. Die Ausgabe betrug 6174,50 Mark, so daß 480,75 Mark Bestand verbleibt. Unterstützt wurden aus dem Fonds die Leipziger mit 3754 Mark, die Sinkenden von Frister und Roßmann mit 500 Mark, die Tischler mit 300 Mark und die Rlavierarbeiter mit 100 Mark. 536 Mark wurden für Druck- fachen ausgegeben, die übrigen Posten vertheilen sich auf Ver- waltung und Unterstützung hiesiger gcmaßregelter Maurer. Leider mußte mitgethellt werden, daß emer der Sammler für den Generalfonds sammt Listen und Beiträgen spurlos ver- schwunden ist. Eine längere Debatte rief die von der alten Gewerkskaffe betriebene zwangsweise Eintreibung von Beiträgen von solchen Mitgliedern, welche bereits zur Zentralkasse über- getreten find und dies der alten Kasse angezeigt haben, hervor. Der Vorstand der alten Gewerkskaffe soll ver Anficht sein, daß, so lange ein hier arbeitender Maurer nicht unterstützunas- berechtigtes Mitglied einer anderen Kasse sei, er zur Gewerts- lasse zahlen müsse und da die Zcntralkasse der Maurer zu Hamburg(E. H. K.) eine zweimonatliche Karenzzeit hat, be- anspruchr er während dieser Zeit für die alte Kasse die Beiträge. In dieser Angelegenheit soll am Mittwoch Abend eine General- Versammlung stattfinden, um eine Petition an dm Oberpräst- denten der Provinz Brandenburg zu beschließen. Den Schluß der Versammlung machtm mehrere Unterstützungsbewilligungen. Es erhielten drei Gemaßregelte jeder 15 Mark uno emer 30 Mark. Gotha. Ein Kongreß der Fachvereine der Schneider Deutschlands tagte vom 20. bis 22. d. M. in Gotha. Vertteten waren 25 Vereine durch 22 Delegirte. Einstimmig wurde beschloffm, einen Zentral-Verband auf Grund Karrellverträge zu gründen. Als Sitz des Zentralvorstandes wurde Hamburg, als der des Ausschusses Frankfurt a. M- bestimmt. Inden Vorstand wurden folgende Herren gewählt: Meinecke als erster, jkutschbach als zweiter Vorsitzender und Magnus als Kasfirer. Am Montag, den 21. d. M. fand eine öffentliche Schneiderversammlung statt, in welcher der Delegirte Pfeiffer aus Berlin über den Strike der Stettiner Kollegen referirtc. Redner schil- derte die Lage der dortigen Schneider als eine sehr traurige, daher beschlossen wurde, sie nach Krättm zu unterstützen. Fer- ner fand eine lebhaste Debatte über den Werth der Innungen und der Fachvereine statt; daß die Innungen dabei scharf ver- urtheilt wurden, ist wohl selbstverständlich. Alsdann wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„In Anbettacht der heutigen Produktionsverhältnisse erklären die heute in Gotha versammelten Schneider, daß nur mittelst kräftiger Fachorgani- sation den bestehenden Uebelständen im Schnerdergewerbe ab- geholfen werden kann." In Cannstadt wurde vor einigen Tagen eine außeror- dentlrch gut besuchte Arbeiter- Versammlung abgehalten, in welcher der Reichstagsabgeordnete B- Geiser über„das Recht auf Arbett" einen Vortrag hielt. Nachdem der Refermt ein- leitend nicht umhin konnte, dem Hineinwerfen dieses sozial-re- volutionären Gedankens durch den Reichskanzler unter die er« schreckten Reichstagsmitglieder Bedeutung beizumessen, suchte er den Nachweis zu liesern, daß das Auftauchen dieser sozialen Forderungen eben eine unumstößliche Folge unserer ganzen sozialen Verhältnisse sei. Daß es nun gerade unser sonst so gerne mit Ausnahmegesetzen regierender Reichskanzler wäre, welcher die' sogenannte Sozialreform sogar in die Regiemngs- volittl aufgenommen, dürfte diesem trotzdem nicht allzuhoch angerechnet werden, denn er wäre eben auch nur durch die- immermehr sich zuspitzenden gesellschafllichen Verhält- pisse dazu gezwungen worden. Aber trotzdem würde er sich, sofern er seine Eozialreform— dem Gesunden Arbett, dem Kranken Unterstützung und dem Alter einen ruhigen Lebensabend— ehrlich durchführte, ein nicht geringes Verdienst erwerben und mtthelfen, die Schwelle zu überschreit ten, um wahrhast gute gesellschaftliche Zustände herbeizuführen. Im wetteren Verlaufe die Gegner der Sozialreform kritifirend, in erster Linie die Worthelden Eugen Richter und Konsorten, glaubte der Herr Referent nicht unterlassen zu können, die Cann- stadter Arbeiter zu warnen, daß sie sich nicht von den Frei- heitsphrasen dieser Herren ködern lassen möchten, das Wort „Freihett" wäre durch die liberalen Besitzer des mobilen Kapi- tals zu sehr in Mißkredit gekommen,!als daß es für den Ar- beiter in diesen Verhältnissen von irgend einem Werth sein könnte. Diese Herren verständen unter Freiheit nur, daß der Staat, oder besser die Gesellschaft, eS einzelnen Wenigen unbe- nommen gestatten soll, der übrigen Gesellschaft, besonders dem finanziell schwächer Gestellten so recht nach Herzenslust den Kopf zu scheercn, damit sie ganz unaenirt die Freiheit ausbeuten könnten, Millionen einzuheimsen und die andern dann die Freiheit hätten, barfuß zu laufen. Die Herren wollten von dem Recht auf Arbeit nichts wissen, weil sie fürchten, die ihnen so angenehme Reservearmee der Arbeitslosen zu verlieren, welche der Selbsterhaltungsbetrieb zwänge, sich um jeden Preis dem Kapttal anzubieten und da- durch die Löhne selbst herabzudrücken. Den gewöhnlichen Ein- wurf, daß unsere Industrie dadurch nothleiden würde, wies der Vortragende entschieden zurück, indem er nachwies, daß zur Förderung der Industrie gegenüber anderen Staaten noch ganz Unbedeutendes in Deutschland geleistet worden. Auch wäre es kein Schaden, wenn solche Industriezweige, die nicht lebensfähig, ganz ruhig dem Auslande überlassen würden. Zu regeln wäre die Sache ganz gut, wmn sich ein ehrlicher, energischer Wille als vorhanden erweise. Es bleibe dem Arbeitcrstand deshalb vorerst nichts übrig, als mit klarem Kopfe auf der Wacht zu stehen, und von den Gegnem zu lernen, das eigene Interesse wahrzunehmen, was vor allen Dingen bei den Wah- len geschehen müsse.— Zu gestern Abend war in Stuttgart eine öffentliche Versammlung einberufen, in welcher der Reichs- tagsabgeordnete W. Bios über die fünfte Legislaturperiode des deutschen Reichstages referirte. Auf dem starkbesuchte« und wohlgelungenen Zentral- fest deS GrütlivereinS in Schaffhaufen hat die Delegirten- Versammlung, unter dem Vorsitz von Redakteur Vogelsanger, die Revision der Zentralstatuten mit 149 gegen 56 Stimmen abgelehnt. Ein Anttag bettessend Vergrößerung des Vereinsorgans„Grütlianer" wurde verworfen. Als künftigen Zentral- vorort bestimmte die Versammlung St. Gallen. Des Fernern wurden Anträge betreffend Regelung des Untecstützungswesens behandelt und gewünscht, daß der Bundesrath neue Schritte für Anbahnung einer internationationalm Fabrikgesetzgebung tbue. Die Delcgirtenversammlung der Krankenkasse hielt kurze Äerathung, wählte Nieder-Rohrdorf wieder als Vorort und lehnte die Revision der Zentralstatuten ebenfalls ab. Am Fest- zug nahmen Sonntags circa 1100 Mann Theil. Chemnitz, 25. Juli. DaS„Chemn. Tagebl." berichtet: Am Donnerstag Abend fand hier in einem größeren Restaura- tionslokal eine geheime, von ca. 100 Personen besuchte Versammlung der Anhänger der Sozialdemokratie statt, zu der auch Wilhelm Liebknecht eingefunden hatte. Die hiesige zei bemerkte dies jedoch noch rechtzettig und sprengte durch Eintritt mehrerer Beamten in das Lokal die Versamm Liebknecht ist noch in derselben Nacht in Polizeigewahrsam nommen worden.—(Einem Berichte vom 26. entnehmen daß Liebknecht aus der Haft entlassen wurde und am 26. Chemnitz verlassen hat.) — b. Die von der letzten Generalversammlung schlossene Neuwahl der Tischler-Lohnkommisfion und RsvifM kommission findet heute Dienstag, den 29. d. M., Abends: Uhr, in der Delegirten-Versammlung im Louisenstädtischen zerthaus. Alte Jakobstraße 37, statt, zu welcher unbedinat Werkstätten-Delegirten sich einfinden sollten. Also:„Alle auf Deck." Die Versammlung des Verbandes deutscher'ZW leute(Lokal-Verband Berlin" findet am Mittwoch, den 36. 1884, Abends 8'/, Uhr, Jnsclstraße Nr. 10, n., statt. T ordnung: 1) Kassenbericht, 2) Verbands-Angelegenheit, 3) schiedenes, 4) Fragekasten. Eine Mitglieder-Versammlung der Gewerkschaft Maschinenbau-, Metallarbeiter und verw. Verufsge findet am Dienstag, den 29. Juli, Abends 8 Uhr, in der deutschen Blauerer, statt. Tagesordnung: Vortrag des Ingenieurs Herrn Ullrich März über„Die verschi Metalle". 2) Geschäftliches, 3) Fragekasten. Gäste sind kommen. Zm Anschluß an den in Nr. 85 und 91 des„~ Volksblattes" von Hamburg aus erlassenen Aufruf' Vorstandes derCentral-Kranlen- undSte! kasfe der T ab aka r b eiter D eut f ch l a nd s(». ssndet am nächsten Mittwoch, Abends 8 Uhr, im U' Brunnenstraße 29, eine große öffentliche Versammlung licher Cigarren- und Tadakarbeiter Berlins statt, in über obige Centralkasse eingehend diskutirt werden soll. eine Auseinandersetzung in jeder Weise herbeizuführes die Mitglieder der hierorts bestehenden Alten und Krankenkasse zu dieser Versammlung besonders eingeladen ist im Interesse der Sache ein zahlrercher Besuch wü werth._ Wermiscktes. Je nachdem. Wirthin(zu einigen Gymnasiast» gekneipt haben):„Adje, Ihr Herre! Kumme Sie au en an-r wieder!" Nachher am Büffet;„Marie, hend die zahlt?" Ein Zuchthäusler beschwert sich darüber, daß nf wegen Unredlichkeit in das Gefängniß geschickt, dos damit beschäftigt habe, Pappsohlen zu schneiden, die zwischen lederne Sohlen geschoben wurden. ,Fst das redlich?" fragt er.— Der Mann hat nicht so unrecht. 4. Klasse 170. Königl. Preuß. Lotterie. Zithung vom 28. Juli 1884. ffat We G« Winne über 21 0 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. »Ohne Gewähr.) 95 49 68 sSOOf 165 67 267 302 18 19[300] 51 537 606 46 51 773 83 501 968 86 1 006 35 201 322 29 37 4.3 405 46 83 502 6[3001 17[300] _j 617 31 708 41 90[300] 913 22 58 2100 41 63 94[1500] 204 52 95 316 32 95 401 84[300] 533 52 64 625(3001 748 815 48[300 901 18 82 8134 62 228 39 331 40 60 65 94 452 583 92 97 621[30001 82 753 4010 69 89 113 23 220 311 60[3001 58 69 434 54[1500) 541[300] 42 60 94 676 787 811[300] 21(1500) 47 944 51 66[15000) 76 6009[30001 143[5601 285 345 62[1500] 65(550) 77 414 55 504[3000] 74 645(300) 39 709 35 805 19 914«002 29[15001 123 32 219 85[3001 401 72 62142 83%[6000) 653 718 56 78 80.-08 72 903 73 7022[550)68 73 94 110 33 I300J 42 88 216 34[3001 39 389 414 19 82 514 38 90 657 59 709 16 801 6 67 943 72 1300) 8035 86[1500] 128 42[550] 336 61 433 502 3 15 635 38 72 727 54 84 810 927 50 73[300] 78»061 103 20 31 38 42 44 201 2 325 408 513 22 45 621 86 762 63 68 71 89 912 83 10036 76 114 50[30001 66 68 84 213 58 73 82 86 448 98 512 18 62 66 655 761 813 63 963 11046 188 246 91 359 85 400 33%[1500] 506 81 89 631 723 38 39[550) 87 821 64 919 24 45 12042 50 78[550] 91 1650) 106 43 45[550] 249 69 332[3000] 42 69 78 408 65 57[300] 99 510 12 17 31 55 66 608 12 709[300] 21 68 69[1500] 76 811 18 29 46 910 41 13019 28 139 66 88 240 44[300)324 30 415 31 45 626 30 37 671(30001 95 940 85 92 14009 11[550] 45 74 150 70 216 44 372 1300) 78 79 42o 28[5501 97 609 618 28 728[5501 73 863 98 951 53 15001 31 37 76 88[550] 108 219 29 64 72 321 62 433 36 502 3 1t 59[15001 646 711 52 92 892 94(30001 922 28 1 6051 116 77 99 266 99 473 66[300] 591 626 37 57 718 39 811 23 36 68(30001 912 78[3001 89 17066 84 86[300] 96 125 64 204 25 36 40 65 75 366 422 36 70 786 822 937 1 8048 67. 122[3001 43 50(300) 115 98 324 52 401 6 17[550] 568 616[3000] 56[300] 99 820 53 80 951 77[300] 19014 114 27 28 309 33 41 69 5X) 29 648 53(3001 82 98 7tl 78 821 943 56 95 „„»0016 42 99[1500] 138 206[3001 28 90 302[3001 23[15001 58 95 458[30001 605 39 1300) 62[300] 611 92 95 700 811[300) 20 28 55[550] 979[5501«102 1 76 104 8 59 67 75 322 57 74 75 414 502 672 735 46 864 84 962««073 124 69 77 246 88 345 70(550J 74 93 427 82 506 24 770 833[300) 72[15001 94 962«3110 65 234 327 502 59(300o| 664 [550 704 27 98 664 923«4075 159 305 447 60 88 95 676 671 81 700 72 856 914 35 84 _ 25005 33 118 28 81 97 200 40 73 362 67 475 88 90 99 523 48 6087 8 ,%%%: 41 67 68 70[3000) 662 89 617 22 28 71 817 40 921 28 34 74(3001«88149 »vravaw s n «1029[300] 83 162 63�72,216 38 73 321 26 449 64[300�513 fÄssawimwae'rÄ's&i?[ 407 1550) 20 76 511[550] 81 632 731 84 ) 4 61 63 73 103 6 63 74 215 64 318 2 51 Eawmss### 542 61 91 670[30001 734 78 8 6 60 922 46 44023 29 42[3001% 142 47 54 211 35 58 87 387[3001 422 27 36 511 91 613 770 866 WBjJ 45052 77 134 54 81 87 90 94 202 24 52 383(3001 609*)" 62 771 46 55 960 91 46020 35 61 63 73 85 101 200 15 42.88 56[300] 94 665 736' 306 581[3000] 629 42 59 155 65[3001____________________■ 59 853 55 61 68 921 4»058 130 358 467 97 599 621 54 63 15601 79[300] 87 829 33 92 920[5601 56 57...., 5»042 75 101 4[300] 210(6501 38 52 53 506 84(15001 637'V 30 86 99 812 26(550187 979 95 6 1017 66 221 25 97 545«UZss 43 55 57(3001 712 36115001 822 34(6001 39 73[550] 6«0%R, 130 58 83 92 239 41 77[300) 95 393 590 662 75 938 53115 51� 207 81 322 99 420 74 564[650] 806 971 54035 367 76 50t 47 94[300] 716 62 822„ 55015 115 210 26 336[15001 474 504 862 64 1550] 918./' 15 35 52 65[300] 114 566[3001 71 72 637 7.■ MWWWWMWIM 622 79 85(550) 615 44 780 804 7 900 58)007 59 80 109 282[30013--,; 518 77 601 24 730 37[3001 79 96 802 19 901 5 1 1 29 5W07582 MM 255 99 327 44 448 49(16001 548 99 611(15001 24 88 794 M � 50 73 85[300] t.jA «»020 115 218 21 84 65 91 367 75 625 49[300] Gl 651 ÄL 704[3001 73[300] 821 47[300] 55[3001 70 921«1033 72 74/ ff [5501 239 71 302 52 84 514 730 69 80 805 25 37 39 922 78 285 356 406 90 503 33 6:40 44 49(1500) 777 836 913 20 92. 5,' 113[30001 222 35 351 67 480 507 8 59 695 731 63 87 864� 04137 65 211 414 26 49 61 56 85 593 7:46 1.4001 48 64 837 4ZAS «3044 16t 48 207 IG 51 57.312 409[550] 15 57 1:400) 86%/ 46 47 788 815 64 70[3000) 75 79[5501 98 928 68«8023 66V°F> 201 10 76 375 422 23 65 502 18 51 57 606 64 706 82 92 81« A J 77«7041 1300) 146 267 326 50 70 92[300) 425 65 665[M- 5, 626(15001 62 747 60 81|300| 815«H01G 29 73 74 86 322 147 75 561 605 54 725 809 64 903 49 78«»01997183224«% 539 45 61 69 89 681(5501 91 92(300) 801[300] 29 71 905 24 � 70013 36 143 305 63 443 94 504 71 648 719 824 91a 40 197 1300) 349 55 466 81 91 547 64 98 64s 55 97 772 9* 85* v- 13000) 961[300! 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Dienstag, den 29. Juli. Die Königl. Theater find der Ferien wegen geschlossm. ����rsich! Wilhelms Theater: Fatinitza. «elle-Allianee-Theater: Die Watte aus Lowood. «tolhalla- Operetten- Theater: Nanon. xotseuftadtisches Theater: 89. Opern- Vorstellung: Jndra. Große Oper in 3 Atten. Musik von Flotow. Jndra: Frl. Blank. Belleallianee-Theater: Die Wilden.___ Arbettsumckt. 472. Mamsells a. l. Regenmäntel Kl. Gerttaudenstr. 1, n. 474. Eine tücht. Stepperin und Mamsells auf glatte Damen- Paletots werden verlangt bei_ Geisler, Oranienfir. 172. 475. Mamsells auf Dollmanns und Paletots werden verl. _______ Kreutz, Waldemarstr. 13, n. 477. Mamsells a. gl. Damen-Paletots w. v. Oranimstr. 172. 483. Ein Biigler auf Damenmäntel, der auch geübt im Schneiden sein muß verl. Welsch. Oberwafferstr. 13. Verantwortlicher Redacteur Öffentliche Schneider-Versammlung. mmmm Mitglieder-Versammlung des Vereins zur Wah- rung der Interessen der Klavier-Arbeiter. wmm. ---- Der Vorstand. m*mmm JTn«n> Si.%«rino tv, Frau Rosentreter, Gr. Frankfurts 476. Kanarienhähne s. b. z. verk. b. Krause�� Soeben eroebieuev:$ Cigarren-IrnporL F. W. JaedW* NW., Inralidenstrasse 9*2 NW- empfiehlt gute Waare bei reellerB��� Restaurant u. Garten G. �. mMM