Schnei egen di nowerl freilid Meifta werden Arbeit erade ba öher di Meister n ist, di ndwer ter übe tönnen Bloh gangene inen ba Bloh Schif m Sonn rer eine fen nicht wurden auf ba nbare Be n die je I werden betreffen om dafü erauf ent auf nicht Dene Ver iefes Ver an be feft bis th ihnen an n wollen Morges angetr geheim Chemn war webe Gefeße nur um Nr. 101. Freitag, 1. Auguft 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die die Das Berliner Bollsblatt Interessen der Arbeiter. geini täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Saus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Thammern 5 Bf. Postabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jasertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. nicht den Unteroffizier zitiren, wir wollen auch den Gefängnißbeamten ruhen lassen; indeß wollen wir doch einige BeiFür den Monat August eröffnen wir ein neues Abon- fpiele anführen. ment auf das Berliner Volksblatt Es ist eine allbekannte Thatsache, daß in den meisten Fabriken oder Etablissements, die Behandlung von Seiten der Vorgesetzten nicht nur grob, sondern roh zu nennen ist. Man führt gegen den Arbeiter mitunter Rebensarten, die von einer großen sittlichen Verkommenheit Zeugniß ablegen. und wehe Demjenigen, der Sittlichkeitsgefühl genug besitzt, gefeht. Doch nicht nur die Behandlung, auch schon die Thatsache zeugt von großer Herzlosigkeit, daß man bei jeder passenden Gelegenheit dem Untergebenen fühlen läßt: Du bist leicht zu ersehen, wenn Dir die Behandlung nicht gefällt, kannst Frei ins Haus fostet dasselbe 1 Mark, Bestellungen Frei ins Haus tostet dasselbe in person weben von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der sich aufzubäumen, er wird ohne Umstände auf's Pflaster Expedition, Zimmerstraße 44, angenommen. wo nich emnig be fowie be Inten fid izei. Da Bewußt efes unter ns batten fich nicht und zwei wie Staats chland im necht 29[ 300] 339 44001 41 518 607 7 6 73 95 23 826 911 [ 550] 62 4 18006 50 8 94 288 331 01 4 76[ 300 0 831[ 1500 42( 550) 735 49( 1500) 7 ( 550) 609 13 29 481( 550 [ 300] 61 68 524 58( 300) 887 90 974 843[ 300] 50 1500] 85 415 514 31 68 90 $ 1 67 425 66 2029 95 276 $ 2 67 93 90 535 63 64 33( 550) 34 95( 300) 80 01 43 80 577 5 76 6499 253 411 5501 94[ 300 97( 300) 63 [ 300] 429 3691 7178 20 864[ 300 88 482 50 118 48( 30 3 910 35 38 311 12 e 06 503 112 268 80[ 3000 770394 $ 32 52[ 150 Für Außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements für die Monate Auguft und September gegen Zahlung von 2 Mark entgegen. Theil des fesselnden und interessanten Romans Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Das Kind des Proletariers" 3 der Feder von U. Rosen- soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnementsquittung in der Expebition Zimmerstraße 44 gratis verabfolgt. $ 77 607( 550 501 86[ 1500 [ 300] 908 51 3000 21 80 Die angebliche Rohheit der Volksmassen. zur and nimmt, so findet man mehr oder weniger verWenn man die konservativen oder liberalen Zeitungen auch unverhüllt, das Geschrei über die Verrohung tedt, oft Du gehen; wir wissen, daß Du gezwungen bist zu arbeiten, denn sonst hast Du kein Brod!- Es wird jeder Denkende zugeben, daß ein Mensch eine derartige Beleidigung resp. Erniedrigung schmerzlicher fühlt, als wie ein Thier eine Tracht Prügel. Und da wundert man sich noch, daß im Volfe viel Rohheit vorhanden ist, daß eine rohe Sprache zum Theil vorherrscht?! Hat denn unter solchen Verhältnissen die Masse Schuld, daß sie verroht? Wo sollen die Massen sich die nöthige Bildung aneignen? In der Schule? Gewiß, die Schule soll zunächst die heranwachsende Jugend bilden, die Schule kann dies aber nur, wenn das Kind außerhalb der Schule unter Aufsicht der Eltern oder sonstiger Erwachsenen steht. Unter den heutigen Verhältnissen, wo die Frauenarbeit in Blüthe steht, wo tausende von Kindern völlig ohne Aufsicht, ohne jede Anleitung außerhalb den Kindern die durchaus nöthige Bildung beizubringen. Politische Uebersicht. Liberale Gerechtigkeit. In Alzey hat am Sonntag welcher Herr von Schauß, der dort gegen Bamberger eine große nationalliberale Versammlung stattgefunden, in fandidirt, seine Programmrede hielt. Die Freifinnigen" hatten die ,, löbliche Abficht, die Versammlung für sich zu offupiren und forderten alle ihre Mannen auf, in derselben zu erscheinen. Da ließen die Heidelberger" im legten Moment Platate anschlagen, in denen sie dem Fortschritt, der da dreschen wollte, den Mund verbanden", d. h. Die Diskussion ausschlossen. Darob nun großer Spektakel in den Blättern des Freisinns"! Als ob die Herren es anders machten, wenn fie den Gegner besonders zu fürchten haben! Das Berl. Tgbl." schreibt ganz entrüftet: Wie muß das Butrauen in die eigene Sache( ſchönes Deutſch aussehen, wenn man nicht einmal den Muth hat, eine fachliche Debatte zuzulassen!" Ganz unsre Meinung. Und wir fügen dem nur noch bei: Wie muß das Butrauen zur eigenen Sache bei dem Fortschritt in Berlin aussehen, der in seinen Versammlungen jeden Gegner durch feig- brutale Mittel am Reden verhindert! Zu einer durchgreifenden Reform des Submissionswesens hätten, wie man meinen sollten, die Behörden, vor allem die Eisenbahnbehörden, den ersten und wichtigsten Schritt Submittenten einen Riegel vorſchieben. Es fehlt aber nicht an häufigen Beispielen einer entgegengefesten Praris. So find auf einer Bahnstation im Hannoverschen Schlofferarbeiten zu vergeben gewesen. Dieselben waren auf etwa 1100 Mart veranschlagt, wurden aber schließlich zu 530 Mt., also unter der Hälfte des Kostenanschlags, vergeben. Die Uebernahme der Arbeiten zu solchem Preise ist nur bei einer furchtbaren Drückung der Arbeitslöhne möglich; auch hier könnte die Regierung ihre Arbeiterfreundlichkeit" dadurch beweisen, daß billigste Lieferung zu ermöglichen trachten, der Buschlag nicht ertheilt wird. zu thun, indem fie dem oft geradezu finnlosen Unterbieten der ber Massen, worunter speziell die Arbeiter gemeint find. der Schule sind, ist der Einfluß der Schule nicht hinreichend, Unternehmern, welche durch Zahlung von Hungerlöhnen die Man geht vielen dieser Blätter sogar soweit, daß man eine ftrengere Gesetzgebung und sogar die Prügelstrafe als Hierzu kommt leider noch, daß die Art der Erziehung in ein tabitales Heilmittel gegen alle Rohheiten der Massen manchen Schulen viel, fehr viel zu wünschen übrig läßt. ampreift. Es wird den Kindern viel erzählt von Schlachten, Hauen, Schießen, Stechen und ähnlichen Dingen; das jugendliche Gemüth ist empfänglich und es darf daher nicht Wunder liebe Schuljugend sich auf Straßen Werfen: Sind die Volks- resp. Arbeitermassen wirklich so Sunächst dürfen wir wohl mit Recht die Frage aufjen; das ist aber noch lange kein Beweis für die Richtig- und Plätzen herumbalgt. leit dieser Behauptung. Thatsache ist, daß die Gerichte alle hände voll zu thun haben, um stattgehabte Rohheiten zu Warum also das große Geschrei über die rohen Massen, wenn die vorhandenen Zustände dazu angethan sind, die bestrafen: Thatsache ist ferner, daß die Massen zum Theil Maffen zu verrohen?! Und nun gar die Mittel, welche von eine Sprache führen, die einem Gebildeten roh und unfläthig den Herren konservativen und liberalen Volksfreunden in eint: Thatsache ist auch, daß die Mehrzahl der wegen Vorschlag gebracht werden, um die„ Nohheit der Massen" zu Gericht Erscheinenden zu den Arbeitern zu Hohheiten redmen find. vor bekämpfen?! Strengere Strafen müssen verhängt werden, die Prügelstrafe muß wieder eingeführt werden" das ist ,, Dem Volte mehr Redie Schnaps Doch was beweist dieses, bilden nicht die Arbeiter die die Parole dieser Boltsbeglücker". große Mehrheit der Staatsbürger, und ist es nicht schon ligion, der Schnapsgenuß muß eingeschränkt werden" so aus diesem Grunde erklärlich, daß sie auch somit verhältniß- rufen augenverdrehend die Mucker und mig das größere Kontingent der zu Bestrafenden stellen? brenner. Seltsam, sollten die Herren Schnapsbrenner vielGiger ift - und den Gebildeten längst bekannt daß im Berhältniß zu ihrer Zahl die sogenannten Gebildeten mehr die Gerichts- und Gefängnißstätten bevölkern, als die leicht die Absicht haben, ihren Schnaps selbst zu trinken?! Nun wir haben gewiß nichts dagegen. Doch so lange fie den Schnaps für die ,, rohen Massen" brennen, so lange Mangel an deutschfreisinnigen Reichstagskandidaten. Die Liberale Korrespondenz" schreibt: In den Kreisen der libe ralen Wähler wird, wie uns von den verschiedensten Seiten mitgetheilt wird, lebhafte Klage darüber geführt, daß bei den Borberathungen über die bevorstehende Reichstagswahl an vielen porten ein sehr empfindlicher Wrangel an geeigneten Kan didaten sich geltend macht. Sehr oft weigern fich gerade diejenigen Männer, welche in ihren Wahlkreisen eine besondere Vertrauensstellung haben, eine Kandidatur anzunehmen, und verringern dadurch die Chancen einer liberalen Wahl. Leider haben auch einige der bisherigen Abgeordneten bestimmt erflärt, ein Mandat nicht wieder annehmen zu wollen. Denten diese Herren: Unfre Beit ist noch nicht gekommen;" oder in richtigerer Selbsterkenntniß: Unsere Zeit ist schon vorüber"? In Oberschlesien find in lezter Beit an mehreren Orten sogenannte Konsumvereine entstanden, deren Hauptzwed die Anregung zum Branntweintonfum ist. Dem Anscheine nach werden, nach Mittheilung der Schles. 3tg.", die zuständigen Behörden jest gegen derartige Konsumvereine energisch vorgehen. Ein Verein( im Kreise Kosel) ist bereits zur Einstellung seiner Thätigkeit veranlaßt worden, einem anderen steht, nach einer Mittheilung des Oberschl. Anz.", ein fogenannten rohen Volksmassen. Nun tommt noch in Be- müssen wir annehmen, daß es ihnen nur eitel Heuchelei mit gleiches Schicksal bevor. tradt, baß im Kreise der sogenannten Gebildeten das oft ihren Vorschlägen ist. Und daß die Religion die Rohheiten als Ehrenfache" gilt, was im Volfe als Rohheit betrachtet bis jetzt nirgends vermindert hat, beweisen die Zustände der wirb. enn bei vorkommenden Prügeleien die Arbeiter sich Länder, wo die Religion in dickster Dickheit vorhanden ist. mit Fauften bearbeiten, wenn es sogar besonders rohe Infolche Vorfälle sehr zu beklagen bioibuen giebt, welche vom Messer Gebrauch machen, so sind - sie zeigen, daß in der Merkwürdiger Weise sind es dieselben Herren, welche bei jeder Gelegenheit für Thierschuh, Vogelschutz und ähn liche humanen Dinge eintreten; aber gerade diese Herren Die Agitation für die Landtagswahlen in Kärnten, Steiermart, Oberösterreich und Salzburg, welche in den Monaten August und September stattfinden, ist bereits im vollen Zuge. Bezeichnend für die Schwäche der sogenannten liberalen Bartei ist es, daß fie ihre Thätigkeit blos auf die Stadtwahlbezirke zu beschränken gedenkt, auf die Wahlen in den Landgemeinden jedoch insofern feinen Einfluß nehmen That die wirkliche Bildung des Herzens noch weit zurück regaliren auf ihren Gütern, resp. in ihren Fabriken, ihre will, als man sich der Erwartung hingeben kann, daß der . Wenn aber die sogenannten Gebildeten nicht nur die Arbeiter mit Peitschenhieben und Ohrfeigen und verweisen Bauernstand vermöge der durch den Bauernverein geschaffenen äufte, nicht nur die Messer, sondern Pistolen, Dolche, bei vorkommenden Unglücksfällen den verunglückten Arbeiter Organisation selbst ständig für die Wahrung seiner Inter Degen und andere Mordwaffen zu ihren Prügeleien ge bie an die Gerichte, wo er erst durch jahrelangen Prozeß zu brauchen, fo zeigen sie damit, daß sie noch roher find als seinem Rechte kommt. viel verschrieenen ungebildeten Volksmassen. Freilich 54( 550) 59 720 80 805 24 80 635 9 [ 300] 50 441 600 735 9 28 43 66 83 74 11500) 83 43 52( 3000 61 63 66 87 51[ 3000) 90 917( 3000 91109 59 8 5 64 491 526 929 92006 5001 38( 300 51 65( 1500 39 86 95 74 45 599 13000 ble ich be [ 462 id ge, daß inrahmun er Poft ge fermeister ich im Duell event. zu Tode prügeln, meistens mit FestungsNicht durch strengere Strafen, nicht durch die PrügelNiveau gehoben; durch Anwendung derartiger Mittel würde effen Sorge tragen werde". Dieser Verzicht auf die Thäfigkeit der Partei in den Landgemeinden und die Ueberlassung derselben an den unter der Patronanz des Herrn v. Schönerer stehenden oberösterreichischen Bauernverein zeugt von feinem egen wir an unserer Gesetzgebung, daß Diejenigen, welche ftrafe wird die sog.„, rohe Masse" auf ein höheres Bildungs- besonderen Kraftgefühle der liberalen Partei in Oberösterreich. Der Fauft oder gar mit dem Messer lange Gefängnißstrafe Die Anwendung roherer, brutalerer Gewaltmittel, würde Abgeordnetenhaus Beschlusses betreffs elfftündiger Arbeitszeit. inbringt. einen Kulturrückschritt herbeiführen; sie würden absolut nichts schloß, eine Petition an das Herrenhaus um Verwerfung des Die czechischen Arbeiter fordern einen zehnstündigen ArbeitsFälle und ein Arbeiter- Vertrauensmänner- Kollegium. Und nun die Sprache; wie oft hören wir, daß gewisse nügen, wohl aber das Element der Rohheit und Unfitt- tag, Abschaffung der Sonntagsarbeit mit Ausnahme besonderer anftändige, gebildete" Leute sich über die pflegelhaften lichkeit um ein Bedeutendes verstärken. Einschränkung der und gewiß mit Bedt. Rohheit bleibt aber Rohheit, gleichviel ob sie von Frauenarbeit, Herabsehung der Arbeitszeit, kurz Verbesserung der Lage der Vollsmassen, das sind die einzigen Mittel wer es ernst meint mit der Besserung, der muß hier den Den Herren aber, welche die Rohheit durch Rohheit Enem Arbeiter, einem Fabrikanten oder einem Beamten zur endlichen Beseitigung von Rohheit und Unkultur, und uber rohefte Mensch bleibt immer ein Mensch, hat also Hebel anfeßen. lagen auch der roheste Mensch; leider müssen wir konstatiren, vertreiben wollen, tönnen wir mit Recht zurufen: Ueber die demonstrirenden Studenten der Agramer Universität ist das Urtheil inzwischen gefällt worden und ist brafonisch ausgefallen. Neun Juristen wurden von der Agramer Universität relegirt. Unter den Relegirten befindet sich auch der Sohn eines Rathes an der Banattafel; die übrigen Relegirten sind meist vollkommen unbemittelte junge Leute. Ein Theil derselben beabsichtigt fich nach Rußland zu wenden. Regierung behält sich weitere Maßregeln zur Aufrechten. Die der Ordnung an der Universität vor. Ferner verbot die Landesder kroatischen Unabhängigkeitspartei). bie Behandlung, welche viele Tausende unserer Mit- Rohheiten ungebildeter Massen sind zum Theil zu entschuldis regierung den Einzelverkauf des Journals ,, Sloboda",( Organ menschen Jahr aus, Jahr ein zu erdulden haben, erdulden Boltsblattes erftr. 57 bettern gen, fie wurzeln in den heutigen Zuständen; indeß die " zu entschuldigen. Eine von einem Gebildeten verübte RohMit den Parteiverhältnissen Dänemarks beschäftigt sich ein Korrespondent der Nordd. Allg. 3tg." Nachdem er zunächst behauptet hat, die bei den legten Wahlen siegreiche Linte löse fich in ihre Elemente auf, fährt er fort: Deutlich ausgesondert. In ihrem Blatte erklären fie gegen Morgen" 1 genannten Gebildeten ihren Untergebenen, resp. ihren Ar- heit, ist eine doppelte, und so müssen wir annehmen, daß die Boltsmaffen eine rohe Sprache zuzuschreiben. Wer tagtäg- Charaktere sind, daß man ihnen wünschen könnte, daß e bladet", daß fie sich einem Hofbestberregimente nicht unterordnen gegenüber angewandt wird, ist oft eine so rohe, fso Herren, welche strengere Bestrafung, ja sogar Prügelstrafe lebigenbe, daß man wirklich fein Recht hat, nur den herbeisehnen, entschieden selbst rohe Menschen und derartige und entschieden haben sich aber bereits die Sozialdemokraten Umgang mit solch rohen Menschen hat, dessen Geist selbst einmal ihren werthen Rüden der Knute des Polizeis werden. Morgenbladet" hatte dreist genug die Berechtigung Sinn wird gegen Rohheiten schließlich abgeftumpft und Meisters darbieten müßten. Folge ift - er wird oft selbst roh. Wir wollen heute R. der Bauern, jezt zur Macht zu gelangen, nachdem sie Bests und Bildnng erlangt hätten, den größeren Gutsbefizern gegen über bebaupteü„Sozialdemokraten" führt gegen dieses Groß- dauern-Regiment die Landarbeiter� die kleinen Häusler und Tagelöhner, die enterbte Masse des platten Landes, hervor. „Bisher", sagt das Blatt,„ist die große Masse der Landar- beiter mit den Hofbesitzern gegangen, weil diese mit dem pol- nischen Bock, dem Symbole der Leibeigenschaft, und dem Um- stürze des Grundgesetzes(als von den großen Gutsherren be- absichtigt) bange machten. Nun, da die Hofbesitzer zur Macht gelangen wollen, weil der Bauemstand eine wohlhabende Klasse geworden sei, entsteht für uns die Frage: Welches Interesse haben wir, der Partei der Hofbesitzer zu folgen und bei ihr die Gemeinen zu spielen? Wir haben kein Interesse, die Klasse der Großbauem zu stützen. Die Landardeiter finden vielmehr, daß es jetzt Zeit sei, die Forderungen in Erwägung zu ziehen, welche sie an das Gemeinwesen zu stellen berechtigt Schweden sind die hochkirchlichen Psaffen eifrig bestrebt, ihre religiösen Gegner aus der Staatskirchc zu vertrei- ben, während sie den Freidenkern verbietet, aus der Staatskirche auszutreten. Diese haben nun zu dem Auswege gegriffen, sich als Anhänger eines anderen Glaubensbekcnnt- nisses zu erklärm, um nur aus der Staatskirche austreten zu können. Die Baptisten und die anderen Sekten verweigern aber gewöhnlich demjenigen die Aufnahme, welcher sich als A t h e i st erklärt, und dann steht der Freigeist, welcher a l s solcher aus der Staatskirche nicht austreten kann, frei, wie er es gewollt. Man sollte danach glauben, daß die Staats- kirche eher geneigt sein würde, die nöthige Austrittsfreiheit zu gewähren, und zwar um so mehr, als das schwedische Grund- icsetz schon längst konstatirt hat, daß der König, d.h. der Staat, 'einen Gewissenszwang ausüben darf._ Die Royalisten in Frankreich regen sich, vorlaufig aber nur um mit einander darüber zu streiten, ob die A n j o u s oder die Orleans den Zukunftsthron dieses schönen Landes besteigen sollen. Sie erzielen damit wenigstens den Erfolg. unfreiwillig den Monarchismus lächerlich zu machen, wozu allein schon die Namen, die sie sich gegenseitig gegeben haben, genügen würden. Die Anhänger der Anjous werden von ihren Gegner scherzhast die„Blancs d'Espagne" genannt, wörtlich die „spanischen Weißen", mit dem Wortspiel, daß„blanc d'Es- pagne" auch Bleiweiß bedeutet. Die„Bleiweiß" zahlen den billigen Witz heim, indem die Anhänger der Prinzen von Orleans die„blanc d'Eu" nennen, wörtlich„die Weißen von Eu"(so heißt eins der Schlösser der Familie Orleans), und zugleich wegen des Gleichklangs mit„blanc d'oeufs"„Eiweiß" bedeutend.' Also die Partei der„Bleiweiß" gegen die Partei der„Eiweiß". Ein bemerkenswertlies Aktenstück, das Glückwunsch- schreiben, welches die Freimaurerloge zu Bar-le-Duc an Na- q u e t wegen seines Eintretens für die Ehescheidung ge- richtet hat, veröffentlicht der„Voltaire". Es heißt im Aus- zuge:„Der Senat bat das Prinzip der Ehescheidung ancr- kannt. Gegm dieses Prinzip kämpfte die katholische Kirche mit- hin hat diese eine schwere Niederlage erlitten. Die göttlichen Gesetze haben den menschlichen den Platz geräumt. Der kleri- kale Geist triumphirte in der monarchischen Kammer am 16. Mai 1816(an diesem Tage wurde in Frankreich die Eheschei- dung abgeschafft), er wurde besiegt in dem republikanischen Senat vom 30. Mai 1884. Der Sieg der Vernunft über das religiöse Trugbild ist augenfällig. Die Frage ist nicht bloß eine gesellschaftliche und eine einfache Frage des Civilstandcs, sondern eine politische Frage. Es ist eine Rache des Staates an der Kirche. Die Freimaurerlogen bilden einen Theil der öffentlichen Meinung und deshalb ist es ihre Pflicht, ihre Mei- nung über diese oder jene gesellschaftliche oder allgemein poli- tische Frage zum Ausdruck zu bringen. Der bezügliche Be- schluß wurde von der Loge einstimmig gefaßt. Das Nachlassen der Cholera rn Frankreich spricht sich in der Zahl der Todesfälle immer entschiedener aus. Toulon Marseille und Ast haben seit den letzten Tagen bedeutend weniger Choleratodesfälle als vorher. Allerdings wird aus A v i g n o n ein erster Todesfall an der Seuche gemeldet und der Bericht der Delegation von der äußersten Linken enthält über die Marseiller Verhältniffe mcrkwüdige Einzelheiten, welche den Schmutz, das Elend nnd die geistige Zurückgeblieben- heit der dortigen Bevölkerung grell beleuchten. Lokales. <*. Eine schöne Sache ist es um die Mildthätigkeit. namentlich wenn diese in den Zeitungen recht breit getreten R-chdr-ck»trt.ten.] �tCUliTCtOU. Das Kind des Proletariers. 11] Sensationsroman von II. Rosen. (Fortsetzung) „O, Sam würde sich niemals in dieser Weise von uns trennen," sagte die Alte unwillig. Aber Sam sollte nicht verschwinden, ohne noch ein Lebenszeichen von sich gegeben zu haben. Einer der Männer, welcher sich an seiner Gefangennahme betheiligt hatte, empfand Mitleid mit ihm und brachte ihm am nächsten Abend etwas zu essen und ertheilte ihm den guten Rath, flch in sein unvermeidliches Schicksal gutwillig zu fügen. Wenn er ruhig seine neuen Pflichten übernehme, werde er ihm auch einen Brief an seine etwaigen Freunde oder Verwandte besorgen. So schrieb Sam denn folgende Zeilen auf ein Stück groben Papiers: „Geliebte Hanna, gute Mutter Chilton: Ich bin über- fallen, geraubt und auf ein Schiff geschleppt worden, das in wenigen Stunden in See geht, und da ich keine Hoffnung habe zu entrinnen, muß ich meine Pflicht thun, bis der Tag meiner Befreiung erscheint. Theure Hanna, ich fürchte, ich weide Dich niemals wiedersehen, ich fürchte, Ihr werdet Alle zu Grunde gehen, ohne Jemand der für Euch sorgt. Mein Herz ist gebrochen. Wir werden Alle an dem Unglück sterben, das über mich hereingebrochen ist und unser Blut wird über Denjenigen kommen, der die Schuld daran trägt. Sam." Frau Chitton trug diesen Brief bitterlich weinend zu Dr. Wrigley. W»W> senfang... und Essen und Kleidung bekommen." „Aber Hanna ist ganz verstört durch das Unglück. Sie weint und ächzt und stöhnl den lieben, langen Tag und wenn nicht das Kind noch wäre— ach, ich fürchte, wir werden jetzt bestraft dafür, daß wir uns das fremde Gut so ohne Weiteres angeeignet. Was soll jetzt aus uns werden, Du lieber Gott!" „Nun, Sie müssen sich eben mit Hanna durchzuschlagen versuchen. Miethen Sic sich ein kleines Zimmerchen, anstatt ein ganzes Hau« allein zu bewohnen." Trotz dieses Rattzes, der gegeben worden war, damit der kleine Rupert in einer der ungesunden Höhlen des Londoner Armcnviertels verschwinde, blieb der enterbte Baronet in der gefährlichen Nachbarschaft seines Vaterhauses. Frau Chitton fand ein kleines Zimmer bei einer Freundin in der Nähe und durch Hanna's Handarbeiten und ihre eigenen kleinen Verdienste versuchte sie, den Hunger und die Kälte von den Ihrigen fern zu halten. Es war ein harter Winter, aber Rupert, beschützt durch die zärtliche Liebe seiner Mutter, hatte immer einen warmen Winkel und durfte niemals Noth leiden. Im Februar war Hanna's Kampf um's Dasein zu Ende. wird. Wie hüpft dgs kommerzienräthliche Herz vor Freuden, wenn bei irgend welcher �Gelegenheit der Name des Millionen- behafteten Nabobs veröffentlicht wird, wie eifrig find alle alteJungfern und die es werden wollen, die sich im Besitz des nöthigen Kleingeldes befinden und sonst nichts besseres zu thun wissen, bei der Hand, wenn es gilt, sich durch irgend welche reklamchafte Mildthätigkeit in der„Gesellschaft" einen Namen zu erwerben. Wohlgenährtc Hof- und andere Prediger veranstalten Kollekten— durchaus nicht unter Ausschluß der L cffentlichkeit, sondern, wenn es irgend wie angeht, vor den Augen eines möglichst zahlreichen Publikums. Sollten sie wirklich nicht wiffen, daß es heißt,„wenn Du giebst, so soll Deine rechte Hand nicht wissen, was die linke thut?" Es ist traurig, aber es ist so. Spaltenlang findet man bisweilen in gewissen Blättern die Namen mildherziger Geber verzeichnet— als ob es etwas Besonderes wäre, wenn der, welcher im Ueberflusse schwelgt, seinem Nebenmenschen ein Scherflein zu- kommen läßt, und mit der größten Aufmerksamkeit, mit fieberhafter Begierde wird dann nachgesehen, od man auch wirklich unter der Zahl derjenigen steht, die flch einen Bemf daraus machen, mit ihrem„guten Herzen" zu prahlen, und wenn dann der Name und die Summe gerade an einer besonders auffälligen Stelle steht, so überzieht ein selbstgefälliges Lächeln das Gesicht des„frommen Mannes". Wieviel Eitelkeit, welche Summe von protzenhafter Selbstüber- Hebung präsentirt sich nicht dem Auge des Kundigen bei solchen Kollekten, und dieselben wirken geradezu widerwärtig, wenn sie einen kirchlichen Anflug haben, und hinter dieser geistlichen Schminke die gemeine, krasse, egoistische Interessen- verttetung hervorguckt. Da gicbt es hier in Berlin beispiels- weise eine Kommission zur Bekleidung armer Konfirmanden. Uns find die Mitglieder dieser Kom- Mission sehr unbekannt, wir vermuthen aber aus dem Namen schon, daß dieselbe aus sehr frommen Herren bestehen wird. Die meisten Zeitungen Berlins können die Backen garnicht genug aufblasen, um in die Lobposaune für diese Kommission zu stoßen, sie wissen zu er- zählen, daß dieselbe in dem Geschäftslokal der Armen-Direktion, im Deutschen Dom am' Gensdarmenmark», wieder zusammen- treten und die Anträge auf Bewilligung von Kleidungsstücken behufs Einsegnung prüfen und erledigen wird. Man weiß ferner ganz genau anzugeben, was Alles bei Gelegenheit der Konsirmalion geliefert wird. Nun kommt aber der Kern der ganzen Sache, der uns wenigstens zu beweisen scheint. daß es sich hierbei viel weniger um die wirkliche Bedürfniß- frage, als um andere jedenfalls nebensächlichere Dinge handelt. ES heißt in jener Notiz nämlich weiter: In Fällen, wo der regelmäßige Schulbesuch nicht nachgewiesen werden kann, oder wo die betreffenden Kinder vom Schulbesuch Vis- pensirt sind, um in Fabriken zu arbeiten oder als Laufburschen ihr Brod sich zu erwerben, oder sich schon gar im dienenden Verhältniß befinden, werden Gesuche um Einsegnungskleidung nicht berücksichtigt, da vorausgesetzt werde, daß Eltern solcher Kinder, bei orventlicher Einrichtung, die zur Bekleidung erforder- lichen Mittel aus dem Verdienste der Kinder ersparen und die Bekleidung ohne Hilfe der Armen-Direktion beschaffen können." Also so ist es gemeint! Nach unserem Dafürhalten fallen also bei dieser Wohlthätigkeits-Kommission gerade die- jenigen Kandidaten aus, die einen neuen Rock am Aller- besten gebrauchen könnten. Oder glaubt diese gefühlvolle Kom- Mission wirklich, daß Eltern ihre unerwachscnen Kinder nur deßhalb nicht die Schule besuchen lassen, sie nur dcßhalbin die Fabriken schicken, oder sie nur deßhalb als Laufburschen über das Berliner Pstaster traben lassen, um die wenigen Groschen, welche die Kinder vervimen, zu sparen? Kann es hier in Berlin wirklich noch einen denkenden Menschen geben, der sich mit einer solchen Illusion trägt? Nur die bitterste Noth, das Fehlen der äußersten, der unentbehrlichsten Lebens- bedürfnissc zwingt Eltern dazu, ihre Kinder schon in einem Alter, wo sie sich füglich noch den übermüthigen Spielen der Jugend hingeben sollten, zur Arbeit zu vermiethen. Wir haben kürzlich eine sehr einfache Geschichte veröffentlicht, die ihrer packenden, entsetzlichen Wahrheit wegen heute noch die Runde durch fast sämmtliche Zeitungen macht, und da glauben wir hinlänglich gezeigt zu haben, welche lieber- schüffe durch Kinder- Arbeit erzielt werden können. Die wenigen Groschen, welche unmündige Kinder durch ihre vorzeitige Erwerbsthätigleit dem Leben abringen müssen, die weiden gebraucht in den Arbeiterfamilien, sie spielen trotz ihrer Geringfügigkeit eine bedeutende Rolle in dem Etat des Arbeiterhaushaltes. Wie man also in den Kreisen jener Frau Chilton fand eines Morgens beim Erwachen ihre Tochter todt im Bette liegen, das rosige Kind, das sie für ihr eigenes hielt, fest an das Herz gedrückt. Seit dem Verlust ihrer Tochter war auch der Muth und die Kraft der alten Frau gebrochen. Sie wurde krank und Dr. Wrigley sorgte für ihre Aufnahme im Annenhause, auch den Knaben erklärte er unterbringen zu wollen und die Leute be- wunderten den Edelsinn, mit welchem er sich der verlassenen Familie seines ehemaligen Dieners annahm. Bewundernde Blicke folgten ihm, als er den kleinen Kna- ben zu sich in den Wagen hob und mit ihm London zu fort- rollte. Dr. Wrigley nahm sich noch größere Mühe mit dem Klei- nen. Zunächst gab er ihn eine Woche in Pflege, während er selbst gleichfalls m London blieb. Dann ließ er folgende Anzeige in die Zeitungen ein- rucken: „Eine Person wird gesucht, die geneigt wäre, einen kleinen Knaben zu adoptiren. Eine Belohnung von 20 Lstrl. wird zugesichert. Zu erfragen Rapierstr. 6." Hierbei wäre James Wrigley beinahe in eine Falle ge- rathen. Die erste Person, welche sich meldete, um sich wegen des zu adopttrcnden Kindes zu erkundigen, war Lady Bide. Sie sitzen zu sehen. „Guter Gott! Doktor! Was bedeutet das?" rw verehrte Lady Bide. das ist kein SÜ Kücn Y#&%%% 1SÄSW» Ä aber Sie hier- schwerlich haben Sie Ter Doktor lachte. M» ##### „Ich möchte ein K,nd adoptiren. gnädiger Herr, mein frommen und gelehrten Herren von einem Ersparen und Anhäufen dieser wenigen Nickelstücke sprechen kann, das ist un» geradezu unerfindlich. Man sollte, wenn es überhaupt siitlud ist, bei einer solchen Gelegenheit zu prüfen oder zu wählen, den Spieß gerade umkehren, man sollte die armen Jungen un! Mädchen, welche in Folge der Armuth ihrer Eltern in di- rauhe und gefühllose Schule des Lebens genommen werden gerade ganz besonders berücksichtigen,— hat man noch niernaW daran gedacht, daß ein Kinderherz eine Zurücksetzung nie!, bitterer empfindet als ein Erwachsener, und daß dieses Geinb sich bis zum glühenden Schmerz steigern kann, wenn ein ßW fühlt, daß man ihm Unrecht thut, Unrecht nur deshalb, irr- 1 seine Eltern blutarm find, und weil es selbst arbeiten muß?, be. Beim Seelenverkäufer. Es ist ein trübes Kella- lokal, das wir betreten, eins jener zweifelhaften Restaurais mit Bedienung von zarter Hand, im Norden der Residenz,* stets auf dem Qui vive-Fuße mit der Sittenpolizei stehen. W hat der Seelenverkäufer, wie der Volksmund treffend t? Stellenvermittler für Kellnerinnen bezeichnet, sein Bureau as geschlagen, hier hält er in den Vormittagsstunden seine„So"� stunden" ab und empfängt die Kundinnen, die fast ausschgM lich aus Priesterinnen der venus vulgivaga bestehen. selten verirrt sich eine noch vom Laster nicht erfaßte i#l Menschenblüthe hierher in die verpestete Atmosphäre und das I ist es eine„Neue"; eines jener armen bethörten, durch gen der lustbarsten Art verführtes Wesen, das den ersten St? I auf die Bahn des Lasters thut: schüchtern und zaghast noch von einem beklemmenden Etwas befangen. Aber ha! nur erst den Fuß in jenes Kellerlokal gesetzt, dann die Schüchternheit und Schamhaftigleit bald? wunden, die„Dirne" ist fertig. Sehen wir uns einmal/ Stündchen an, wie der„Herr Agent"— so läßt sich der€ Verkäufer mit Vorliebe nennen— seine Geschäfte macht. find es„alte" Kundinnen, die sich des Agenten bedienen. 1 diesen steht er auf sehr vertrautem Fuße: er dutzt ficb I ihnen, erlaubt sich allerhand Jntimitälen gegen sie, trinkt*�1 und Wein, das sie bezahlen, und im Uebrigen erledigt er rein„Geschäftliche" in sehr nonchalanter Weise. Seit mit den Eigenschaften seiner Klientinnen bekannt, weiß er l wohin sie passen, er schickt sie nach dem Lokale, das er I geeignet hält und belastet sie in seinem Schuldbuche mit 6! es ist dies das Honorar für seine Bemühungen, das legentlich einzieht, wenn das betr. Mädchen die Stellung?! gifteten hat. Wenn man bedenkt, daß die Kellnerinnen nur einige Tage, höchstens ein bis zwei Wochen in e«?! Lokale konditioniren und daß der Agent an einem Tage'I mehr als ein Duyend Vermtttelungen hat, wird man die VJ des Honorars als eine ganz exorbitante bezeichnen müssen s thatsächlich arbeiten die Kellnerinnen auch nur für' Agenten.— Schwieriger gestaltet sich das Geschäft nnl? neuen Kundinnen, welche sich bisher anderer Agenten be» oder überhaupt erst in dieses„Geschäft"(als Kellnerinnen* lich) gehen. Diese müssen sich die schamlosesten Besichtig"' und Untersuchungen des Agenten gefallen lassen und,( Untersuchung vorüber, eine Einschreibegebühr bezahlen, je nach Vermögen auf 3 bis 10 Mark stellt. Unter UA den, und namentlich bei solchen Mädchen, die nock nio»' „Geschäft" waren und sich besonderer körperlicher Vo. freuen, macht der Agent auch wohl einmal eine Ausna diesem Falle läßt er sich einen Revers ausstellen— d gens rechtlich gar keine Giltigkcit hat, da die Mädchen unmündig sind— wonach sich die armen, unerfahrenen* ihm mit Leib und Seele verkaufen. Der Agent daß er für solch'„frische Waare" stets willige« mer findet, die ihm oft ganz unerhörte Sündenlöhne � zahlen. Er verkauft gegen unverschämte Presse Die glücklichen an reiche, gewissenlose Roue's und er?r, er sie in solcher Weise gehörig ausgenützt, gicbt er sir Geschäft." weist ihnen Stellung als Kellnerin an. I denn die Polizei solch' schändlichem Treiben nicht auf I und macht den Herren Seelenverkäufern denverdienten! Das ist es eben. Die Polizei schenkt dem verwerflichen� ben der Agenten für Kellnerinnen lange nicht genug samkeit, sonst müßte sie längst ein Handhabe gefunden gegen dieselben vorzugehen, so schlau die gemeina�'� Patrone auch gesetzliche Bestimmungen zu umgehen Freilich würde es dabei nicht zu vermeiden sein, 5 manche Persönlichkeit aus hohen Kreisen kompromittiri doch darf das nicht abhalten, einem Gewerbe ein, � machen, das man als Schmach und Schande für die Hauptstadt bezeichnen muß. Mann und ich, wir haben so viel Unglück mit unseren, J Kindern. Ein Knabe, sagen Sie, und zwanzig � I ziehungsgeld?" „Und wie alt ist der Kleine?" „Zwanzig Monate." „Ich hätte gewünscht, er wäre jünger. Ich b'T Kinder lieber und das Erziehungsgeld ist sehr knavv- „Groß genug, daß mich schon eine ganze Sb Leuten deswegen überlaufen hat. Wenn Ihnen an schalt gelegen ist, so geben Sie mir Ihre richtige uno r�b werde sie morgen aufsuchen. Wie lange Ihre Wohnung?" „Einen Monat, Herr.",> „Und wie lange hatten Sie Ihre letzte inn< Wochen, nicht wahr?" „Ja, Herr." „Und die vorletzte?" «Ungefähr drei Monate." „Wohnlen Sie irgendwo sechs] Monate?" „Ja. einmal." „Gut, lassen Sie mir ihre Adresse hier. Wenn& f fern werde, bringe ich Ihnen den Knaben morgen-" das Kind doch gut behandeln?" "Nalürlich, gnädiger Herr." "Tsie viel Kinder haben Sie verloren?" ,"Dr« oder noch mehr. Regen Sie die sckw fühle einer Mutter nicht erst auf." r Dr. Wrigley entnahm aus dieser Unterredung� brer mit einer jener berufsmäßigen Kinderpflegennw'- habe, welcher die meisten der ihr übergebenen und sie so viel derselben verlor, daß sie nicht � lange rn«ner Gegend zu bleiben._ c„r ... Em Besuch»n der Wohnung der Kinderpackst�.-i. diefm Eindruck. Die Nachbarn erzählten, daß sss «mder hielte, die sie, ihr Mann und ein vierzehn» chen versorgten.•• %%% straße erschienen war. den kleinen Sir Rupert'''G» � ncchendcn Loch zurück, in welchem das edle »..ÄÄÄÄ'Äm'ÄS Rupert w,e eine volle prächtige Gattenrose w kränklicher Kellerpflanzen. ,. i v Dr. Wrigley hatte sich nickt damit befaßt. krnder der Engelmacherin einer Prüfung zu wünschte den Weg abwärts. den er verfolgte." uß i te 5?°nat f I dL und Ruvett in der äußersten Noth zweifellos tzÄ werden würde. Die Kinderpflegerin bewohnte ein Zinn«« � kammerchen. In dem Zimmer wurde gekocht, fl* jhl nasse Wasche getrocknet, und hier schliefen außtt ." Ed "de dl nkijch und An Sist uns pt fittli hlen, den ngen und in bie t werden h niemals Bung viel es Gefühl ein Kind alb, weil muß? Des Keller estaurant fidenz, di hen. Si effend bi ureau auf e ,, Spred ausfclit hen. Nu aßte jung und dan ch Locum ten Schrit ghaft e Dann Id ber hat e über einmal ei Der Seele acht. Me enen. st fich m trinkt Bi igt er b Seit Jahr ß er gen er für mit 6 M Das er tellung Ennen ni in ein Tage müſſen n die h für ft mit b en bebi rinnen fichtigun nd, ift len, bie Cer Um h nicht Vorzüge usnahme cenen der dchen Igent ige Ab enlöhne e die erft, fie in 7. Ja auf di nten Pro flichen ug Auf anden ngefäh gehen ein, def ein En ittirt Die feren e 8 Littl babe app." Scha an dem e Abr e baben inn an ich n. Sie merzli ng, buk rinnen andlinge wagen Sterin te pick njabri ber in der G in be ib bau Inden starben inmitte , die interme night wat neyAnftall Dorthin und maid r ibr Das Polizeipräsidium erläßt folgende auffällige Be-| fanntmachung: In einer Ermittelungssache betreffs Aufdedung anarchistischer Umtriebe ist es für das Polizeipräsidium von besonderer Wichtigkeit, über die Herkunft und den legten rechtmäßigen Befizer folgender Werthpapiere nebst Talons und Coupons, nämlich sechs Obligationen der Prämienanleihe des ottomanischen Kaiserreiches von 792,000,000 Franken im Nominalwerthe von je 400 Franken mit den Nummern 0,070,559, 0,085,185 mit Coupons vom 1. April 1877 ab, 0,148,017, 0,237,396 mit Coupons vom 1. April 1876 ab, 0,239,317 mit Coupons vom 1. April 1876 ab, 0,661,323 mit Coupons vom 1. April 1876 ab, genau unterrichtet zu sein. Es wird daher Seder, der Näheres in dieser Beziehung anzugeben vermag, hierdurch ersucht, der unterzeichneten Behörde schleunige Mittheilung zu machen. Königliches Polizei- Präsidium. J. V.: Friedheim." N. Inbetreff eines entsetzlichen Selbstmordfalles auf dem Grundstück Köpnickerstr. 100, werden uns folgende erschütternde Details mitgetheilt: Der in dem genannten Hause wohnende, am Opernhaus angestellte Theater Arbeiter Uhlig, ein unverheiratheter Mann von 36 Jahren batte sich erst vor einiger Zeit in der Neuen Charité behufs Explorirung seines Geisteszustandes befunden, war aber von dort, da man nichts Auffälliges an ihm wahrnahm, wieder entlassen worden. In der vergangenen Nacht gegen 11 Uhr öffnete nun U. anscheinend in einem neuen Anfalle von Geistesgestörtheit, das Fenster in einer in der 4. Etage belegenen Wohnung und stürzte sich topfüber auf den gepflasterten Hof. Mit mehrfach gebrochenen funden. Der Tod war sofort eingetreten. Auf Anordnung Gliedmaßen wurde der Unglückliche von Hausbewohnern aufgeder Behörde wurde die Leiche sofort nach dem Obduktionshause geschafft. a. zugefügt wurden. Die Verlegte wurde unter Beistand eines Schußmanns per Droschte nach ihrer in der Koblantstraße 16 b belegenen Wohnung gebracht. Zeugen haben sich gemeldet, welche befunden werden, daß dem betreffenden Kutscher feine Schuld an dem Unglücksfall trifft. 11 a. Wird die Pante endlich einmal verschwinden? Diese unsere Nasen in der empfindlichsten Weise beschäftigende Frage scheint noch lange nicht von der Tagesordnung zu verschwinden. In Bezug hierauf bemerkt nämlich der Hauptverwaltungsbericht des hiesigen Magistrats pro 1882/83, daß die Verhandlungen darüber noch nicht zu einem endgültigen Beschlusse geführt haben. Ein Erfolg und eine wirkliche Beffe rung der noch gegenwärtig vorhandenen Zustände kann auch erst erwartet werden, wenn alle Grundstücke, welche noch nach der Banke entwässern, an die Kanalisation angeschloffen sein werden; ob dann aber überhaupt noch eine Zuschüttung des südlichen Pantearmes nothwendig oder auch nur rathsam sein wird, wird noch einer eingehenden Erwägung bedürfen. Mit anderen Worten, die Anwohner der Pante werden sich also noch recht lange der lieblichen Gerüche erfreuen dürfen, also noch recht lange der lieblichen Gerüche erfreuen dürfen, welche dieser Strom" ausduftet. Wenn der Magistrat die Matulatur, die schon wegen dieses ,, anrüchigen" Gegen standes geschrieben worden ist, herausgeben würde, könnte man die Panke sehr gut mit dem Papier ausfüllen. g. Auf dem Stadtbahnhof Börse spielte fich gestern Abend ein Standal ab, dem ein schon vielfach empfundener Mißstand zu Grunde lag. 3wei junge Mädchen, welche mit der Stadtbahn von der Station Friedrichstraße gekommen und auf der Station Börse abgestiegen waren, wollten tungen betreten. Hieran wurden sie jedoch von der mit der Beaufsichtigung dieser Gelegenheiten betrauten Frau gehindert, welche erst Bezahlung oder Vorzeigung der Billets verlangte. Ersteres wollten die Mädchen nicht, legteres konnten fie nicht mehr, denn sie hatten die Billets schon auf dem Berron dem Schaffner abgeliefert. Infolge der Streiterei legte sich ein zahlreiches Publikum für die jungen Mädchen ein, bis nach langem Standaliren der Bahnhofsvorsteher herbeigerufen wurde, der den beiden Mädchen Recht gab und die unentgelt liche Benuzung der Einrichtungen Seitens der beiden ener Zugereiste Fremde bauernfängern auch. Dem Raffenboten B. begegnete gestern Abend in der Oranienstraße ein Mann in scheinbar recht animirter Stimmung, welcher mit 3. ein Gespräch anknüpfte und sich als der Goldarbeiter Liborius vorstellte. Liborius lud den V. ein, mit ihm in eine Defillation zu treten, und nachdem sie dort mehrere Schnäpfe getrunken hatten, folgte V. der Aufforderung des L. mit diefem gemeinschaftlich eine Droschkenfahrt nach Schöneberg zu machen. Während der Fahrt schlief V. ein, und an der Ecke der Pots: gischen Mädchen anordnete. damer und Kurfürstenstraße wurde er durch den lauten Zuruf des aus der fahrenden Droschte gesprungen wäre und davonliefe. B. vermigte sogleich seine Uhr und Kette und die Droschke fuhr nun dem fliehenden L. nach, um ihn zu erreichen. In der Nähe der Zwölf Apostelkirche warf L., als er sah, daß ein Entrinnen nicht mehr möglich war, Uhr und Rette über einen Baun auf einen Kohlenplag und bald darauf wurde er fest= genommen und zur Wache gebracht. Der Dieb, welcher in der That Liborius heißt und erst vor wenigen Tagen aus der Broving hierher gekommen ist, ist verhaftet worden. Die Uhr dem Bestohlenen wieder zugestellt. und Kette wurden auf dem Kohlenplay bald gefunden und Gerichts- Zeitung. R. Eine interessante] Verhandlung, die tros des geringfügigen Objektes wohl eine Stunde in Anspruch nahm, spielte fich gestern vor der Abtheilung 89 hiesigen Schöffengerichts ab. Es handelte sich um eine Anklage wegen versuchten Betruges und Unterschlagung gegen den Tischlermeister M. Derselbe hatte vom Vizewirth des Hauses Adalbert- Straße 18, Herrn Rotschki, den Auftrag erhalten, dem in demselben Hause wohnenden Schugmann Heidecke eine sogenannte Doppelthür an zufertigen, zu welcher die Bretter von Rotschki geliefert wurden. Nachdem die Thür fertig gestellt war, stellte sich heraus, daß der Angeklagte nicht die ihm von Rotschki übergebenen zwei Bretter, sondern ältere, schlechtere, mit Löcher behaftete dazu ge nommen hatte. Angeblich in Folge dessen verweigerte Rotschki die Zahlung der geforderten 3 M. und denunzirte den M. wegen Betrugs, resp. Unterschlagung. Der Angeklagte bestreitet die Richtigkeit der Anklage; er will die ihm angewiesenen Bretter zu der Thür genommen haben. Beuge Rotschki deponirt, daß die zwei Bretter von dem Schußmann Heidecke auf[ einem Bretterplag gekauft und von einem Arbeiter zu ihm gebracht worden seien. Die Thür sei nicht von diesen Brettern, welche er dem Angeklagten angewiesen, angefertigt worden, denn soviel Ast resp. Nagellöcher, wie jezt die Thür zeige, hätten die Bretter nicht gehabt. Beuge Schußmann Heidecke hat die Bretter bestellt und sich überzeugt, daß dieselben sehr sauber waren und feine Ast resp. Nagellöcher hatten. Die für der Sicherheitsbehörden eifrig gefahndet. Der hiesige Student Auf einen Eisenbahnräuber wird gegenwärtig seitens Salzbrunn benußte am 23. v. M. den von Breslau nach Berlin fahrenden Schnellzug. Als der Zug um 6 Uhr 44 M. Rachmittags in die Station Guben einlief, verließ S. auf ganz kurze Zeit das von ihm innegehabte Coupe der dritten Bagentlaffe. Bei seiner Rückkehr vermißte er einen MitBassagier und mit ihm seinen dunklen Ueberzieher mit feinen, weißen Bünktchen, und mit schwarzem Cloth gefüttert; ferner Zwei Bände Schoppenhauer, zwei Bände von einer vierbändigen Schillerausgabe und ein Turner- Liederbuch. Des Diebstahls Derdächtig ist ein Mann in den vierziger Jahren, etwa 1,70 groß, mit schwarzen, kurz geschnittenen Saaren, dunklen einen Meter Augenbrauen, niedriger Stirne, dunkelbraunen Augen, bartlos, rundem Kinn, breiter und voller Gefichtsbildung, gebräunter ihn gemachte Thür habe eine Menge Ast- und Nagellöcher, Kleidung bestand in einem dunklen Sommerüberzieher, schwarzer hose, schwarzem mittelhohem Filzhut und einem Olivenstod. Die Kleidung fah abgetragen aus. So Infolge des Daherbrausens eines Stadtbahnzuges wurde heute Mittag 12 Uhr am Alexanderplaß das Pferd einer Droichte II. Klasse scheu und ging mit dem Gefährt durch. Das Pferd stieß hierbei eine der am Alexanderplaß stehenden Obsthändlerinnen um und sie wurde von der Droschke gingen und ihr schwere Verlegungen an Arme und Schulter unglücklich überfahren, daß ihr die Räder über den Körper Manne noch ein Knabe von sechs Jahren, den am Leben zu er " 1 Ein sauberes Früchtchen ist der neunzehnjährige Handlungslehrling Heinrich Gompers, welcher gestern unter der Anflage der schweren Urkundenfälschung in 25 Fällen und des schweren Diebstahls und der Unterschlagung in je einem Falle vor der zweiten Ferienstrafkammer des Landgerichts I stand. Als Sohn wohlbabender, in Amsterdam lebender Eltern wurde derselbe in das hiesige Konfektionsgeschäft von Guillaume in der Beuthstraße in die Lehre gethan. Er gerieth in schlechte Gesellschaft und verlor, von einem bodenlosen Leichtsinn unter stüßt, bald jeden moralischen Halt, so daß er sich die Mittel zur Befriedigung seiner kostspieligen Passionen auf die unredlichste Weise verschaffte. Auf Grund von ihm gefälschter Bestellzettel setzte er sich in den Besitz von bedeutenden Posten Waaren, hauptsächlich Seidenzeugen, die er dann sofort für ein Billiges an die Trödler losschlug. Die betreffenden Rechnungen, die er sich bei Entnahme der Waaren gleich ausstellen ließ, vernichtete er einfach. Da sein Chef sich eines guten Kredits erfreut, so gelangten die Betrügereien erst nach Verlauf von 6 Monaten, als die Mahnbriefe einliefen, ans Tageslicht. Bei einer Durchsuchung seiner Sachen fand man in einem Koffer ein Stück Seidenzeug im Werthe von ca. 70 Mark vor, welches er geständlich aus dem Laden gestohlen, um es zu verfilbern. Der Gerichtshof diktirte dem reuigen Sünder ein Jahr Gefängniß zu. Eine eigenmächtige Handlungsweise, welche Seitens der Staatsanwaltschaft als Urkundenfälschung angesehen wurde, führte gestern den Mehlhändler Berthold Bellof vor die zweite Ferienstrafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte ist Hausbefizer und hatte als solcher mit einem seiner Miether einen Kontrakt dahin abgeschlossen, daß derselbe den Miethszins für die am 1. Oktober v. J. zu be ziehende Wohnung in monatlichen Raten pränumerando zu zahlen hatte. Als Kündigungsfrist waren drei Monate stipulirt worden. Der Miether zog ein, fam aber seinen Verpflichtun gen in Betreff der Miethszahlung nicht nach. Auf seine Bitten gestattete ihm der Angeklagte, die monatlichen Raten postnumerando zu zahlen und ließ sich den Kontrakt wieder aushändigen, um darin die diesbezügliche Umänderung vorzunehmen. zunehmen. Außer dieser Umänderung nahm der An geflagte aber aber noch eine zweite Dor und zwar wie der Miether behauptete, ohne deffen Wissen er änderte nämlich die Kündigungsfrist derart, daß er aus drei Monaten deren einen machte. Hierin erblickt die Anklage eine Urkundenfälschung. Im Termine behauptete der Angeklagte, resp. wies er nach, daß der Miethskontrakt schon durch die Umänderung in dem ersten Punkte als ein völlig neuer zu betrachten sei und daß er ferner von der zweiten Umänderung keinen Gebrauch gemacht habe, da der betreffende Miether noch nach wie vor bei ihm wohne. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten dennoch für schuldig und beantragte eine Strafe von drei Tagen Gefängniß, der Gerichtshof war aber nicht der Ueberzeugung, daß dem Angeklagten bei seiner Handlungsweise ein dolus innegewohnt und sprach ihn frei. Unter der Anklage des Betruges stand gestern der Kaufmann Joseph Rosenbaum vor der 91. Abthlg. des Schöffengerichts. Am 25. Novbr. v. J. hatte er sich im Erhardt'schen Hotel in der Stralauerstraße vor Anker gelegt und dem Portier gegenüber das Fehlen jeglichen Gepäcks durch lügenhafte Angaben erklärt. Acht Tage lang wohnte der Gast im Hotel, fonnte aber sein Bimmer nicht verlassen, da er sich angeblich den Fuß verstaucht hatte. Aus diesem Grunde konnte denn auch sein Gepäck nicht herbeigeschafft werden, denn er mußte unbedingt den Transport desselben überwachen. Zum Glück übte der verstauchte Fuß auf seine sonstige Leibeskonstitution feinerlei nachtbeiligen Einfluß aus, er that der Hotelküche alle Ehre an, so daß nach einigen Tagen seine Rechnung auf 54 Mark angeschwollen war. Als man auf Begleichung dieser Nota brang, da erklärte denn Herr Rosenbaum, daß er augenblicklich nicht bei Kasse sei. Dem Wirth kam der Fremde nunmehr verdächtig vor, er drohte mit der Polizei, worauf dann der Gast den Vorschlag machte, man möchte ihm unter Begleitung des Hausdieners einen Gang nach der Börse gestatten, ein Bruder von ihm sei täglicher Besucher derselben und würde den kleinen Betrag gerne für ihn entrichten. Hierauf ging der Wirth ein und in der Mittagsstunde machten sich der Dubiöse und der Hausdiener auf den Weg. Am Nachmittag traf der Lettere allein im Hotel wieder ein ohne Geld. Zwei Stunden lang hatte er mit dem Rosenbaum erfolglos vor dem Gebäude geharrt, dann hatte der Lettere seinen Bruder im Innern des Giftbaumes" aufsuchen wollen, wohl war ihm der Hausknecht auf dem Fuße gefolgt, doch hatte das am Eingange der Börse befindliche Gitterkreuz welches nur das Basfiren einer Person gestattet, es dennoch ermöglicht, daß ihm sein Begleiter aus den Augen gerathen und verduften konnte. Der Zufall führte ihm aber den Zechpreller nach Monaten wieder in den Weg und nun wurde ihm wegen Betruges der Prozeß gemacht. Der Gerichtshof ahndete den Schwindel mit 14 Tagen Gefängniß. auch sei ersichtlich, daß das Holz nicht zu einander paffe. Zeuge Tischlergeselle Schneider wird gerufen. Präsident: Sind Sie der Tischlergeselle Schneider?" Beuge: Ja, eigentlich aber auch Tischlermeister da-" Präsident unterbrechend: Entschuldigen Sie, also Tischlermeister Schneider, was wiffen Sie von der Sache?" Schneider wirft erst einen vielsagenden Blick auf den Angekl., dann erklärt er: Ich habe beim Angell. gearbeitet, aber für mich". Ich weiß zwar, daß die Thür bestellt worden, habe aber nicht gesehen, daß der Angell. fte fertig gemacht hat." Präfident:„ Haben Sie später nichts mehr von der Thür erfahren?" Beuge Schneider: Ja, der Angels. fagte später einmal zu mir: Ich habe für die Thür kein Geld bekommen, weil ich anderes Holz dazu genommen habe. mer nebenan ihre vierzehnjährige Nichte, ein halb blödsinniges gemeinschaftlich wieder zu holen, da sagte ich: Nee, det Gefchöpf und vier fleine Kinder, alle auf fast vermodertem, am Boden ausgebreiteten Stroh gebettet. Die Luft in dieser Höhle war dunstig und wie von einem Befihauch durchzogen. Wenn an dem einen Fenster nicht zwei Scheiben gefehlt und der Thürpfosten nicht große Lücken gezeigt bätte, wäre die ganze Familie zum Erstickungstode verurtheilt gewefen. Die Kinder schliefen in ihren Kleidern, die sie über baupt fast nie ablegten, und durften, wenn fie fich unbehaglich fühlten, so lange weinen und schreien, bis sie erschöpft waren, oder bis sie die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregt hatten, in welchem Falle fie einige beruhigende Tropfen" erhielten, deren größter Bestandtheil Opium bildete. fte Die Rinderwärterin schlug oder mißhandelte ihre Schut befohlenen nicht, wie andere ihrer Klaffe zu thun pflegen, da zu jeder Zeit darauf gefaßt sein mußte, der Polizei Rede zu stehen und eine gerichtliche Untersuchung und die Aussage bes Leichenbeschauers leicht sehr gefährlich werden konnte, wenn äußere Berlegungen vorhanden waren. Gegen neun Uhr Morgens befamen die Kinder einen Trank von Milch und Wasser mit etwas braunem Zucker und Mehl vermischt, Mittags trocken Brod, das der kleine Knabe zusam mengebettelt hatte und am Abend einige falte Kartoffeln, die fingiten etwas Milch. Die fieben Adoptivlinder wechselten im Alter von einem Monat bis zu zwei Jahren. An dem Abend, an welchem Sir the ärmlichstes Kleid an und nahm ein elendes, drei Monate altes Stelett in ihre mütterliche Arme, und trug es in das darf ich doch nich, det is ja Diebstahl."-Sachverständiger Tischler Obermeister Brandes hat die Thür untersucht und eirca 24 Aftlöcher darin gefunden, was beweise, daß es höchst wahrscheinlich Bopfholz sei; doch tönne auch die äußerste Länge vom Stammholz viele Aftlöcher haben. Nagellöcher habe mitunter auch das bessere Holz; ste rühren daher, daß das Holz Schwemm- oder Floßholz gewesen ist. Doch sei er der Meinung, daß die Löcher schon an den Brettern sichtbar gewesen sein müßten. Die Beugen Heinicke und Rotschki bekunden nochmals, daß die Bretter feine Nagellöcher gehabt hätten. Der Zeuge Heidecke fügt hinzu, daß der Holzhändler, von welchem er die Bretter gekauft, nach Besichtigung der Thür zu ihm gesagt habe, solch schlechtes Holz sei auf seinem Plage gar nicht zu finden. Der Sachverständige, Herr Brandes, be merkt dazu, daß jeder Holzhändler so spreche, darauf sei nicht viel zu geben. Angell.: Herr Präfident, der Herr Rotschki hat vorhin gesagt, daß sein Sohn mir die Bretter gegeben hat. Das ist ganz falsch, er muß doch wissen, daß ich dieselben vom Hühnerstall herunter geholt habe. Präs.:„ Warum wollten Sie denn die Thür wieder wegnehmen?" Angell.: Ja, Herr Präfident, das ist es ja eben, ich arbeite schon das dritte Mal für das Haus und habe noch nicht ein einziges Mal Geld betommen. Daß in der Thür Astlöcher find, bestreite ich gar nicht; wenn erst das Holz hohle Aeste hat, dann ist es für Jeden möglich, gleich die Löcher in den Brettern zu finden." Beuge Schneider wiederholt auf Befragen, Rupert bei der Kinderpflegerin angekommen war, legte diefelbe feine obige Aussage. Angell.:,,Dem Schneider habe ich auf sein 3 wäre, zu pflegen und da sie noch andere Kinder zu versorgen hätte, bitte fte um Aufnahme für ihren Liebling, damit sein theures Leben gerettet werde. fagte der Arzt des Krankenhauſes. Da Das Kind ficht aus, als ob es halb verhungert wäre," tig zu Bett schiden muß Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. In der öffentlichen Versammlung der Schneider, welche, etwa 200 Theilnehmer zählend, am Mittwoch Johannisstraße 20 stattfand, wurde ein Bericht aus Stettin mitgetheilt, welchem zufolge der Strike der Schneider noch in dieser Woche beendet sein werde, da von den 400, welche die Arbeit niedergelegt hatten, nur 30 mit ihrem Arbeitgeber sich noch nicht geeinigt haben. Infolge des Nichtvorhandenseins einer Drgani sation der Arbeiter, seien nicht alle Forderungen durchgesezt worden. An Stelle einer Lohnerhöhung bis zu 50 Prozent habe man eine solche bis höchstens 33%, Prozent erreicht. Nach lebhafter Diskussion wurde einstimmig eine Resolution ange nommen, in welcher die Versammlung erklärt, daß das Vorgehen der Stettiner Schneider und der in kurzer Zeit wenn auch nur schwach errungene Sieg die Kollegen in Berlin daran mahnt das Recht der Koalition voll und ganz zu gebrauchen und fich dem Fachverein der Schneider anzuschließen. Bum zweiten Gegenstande der Tagesordnung: Lohntarif der Firma S. Adam, Leipzigerstraße 103" nahm zunächst Herr Pfeiffer das Wort, um zu konstatiren, daß die Preise, die hier bei Arbeit für Erellenzen und Barone den Arbeitern bezahlt werden, wie z. B. 13-14 M. für einen Frad, 11,50 für einen Kammgarnrod, 9 für einen Stoffpaletot, 3-3,25 für Sofen, und die Preise für Lagerartikel, wie z. B. 90 Pf. für Hosen und Westen nicht ausreichen zu einer einigermaßen menschenwürdigen Fa milieneristenz der Arbeiter. Das Elend in den für S. Adam arbeitenden Familien und in den Miethskasernen auf dem Wedding, welche Herr Adam für seine Arbeiter hat bauen laffen, wurde von mehreren Rednern in drastischer Weise ge= schildert. Was die zwei als Vertreter der Firma S. Adam anwesenden Herren Bludra und Jotkowski, die beide nicht als Schneider arbeiten, vorbrachten, um ihren Brodherren zu ver theidigen, wurde gründlich widerlegt. Es wurde schließlich die folgende Resolution einstimmig angenommen: Die c. Versammlung erklärt und wünscht, daß die Arbeitslöhne der einzelnen Branchen bei S. Adam veröffentlicht werden und dem Publi fum flar gelegt werde, was wöchentlich die Arbeiter bezahlt Bitten und Beten das Arbeiten bei mir gestattet und nun Staatsanwalt: Mir erscheint die Sache geringfügig und deshalb beantrage ich 15 Mark oder 3 Tage Haft." Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Berathung auf Schuldig und verurtheilte den Angeklagten wegen Unterschlagung und versuchten Betruges zu 10 Mart oder 2 Tagen Haft, weil es sich um ein geringfügiges Objekt handle.-( Das wird troydem eine theure Thür werden. D. R.) ,, Ach. Herr Dottor, ich lebe in der bittersten Armuth und geschieht es freilich oft, daß ich meine armen Kleinen hung terschlagung wird aus der Haft dem Schöffengericht vorge an, für dessen Adoptirung die Ziehmutter eine beträchtliche Der Staat nahm fich dienstbereit dieses Kindes der Schande Summe erhalten hatte. 7. Rapitel. R. Wegen mehrfacher fleinerer Diebstähle und Un11 führt der Arbeiter" Vogt. Der Angeklagte ist geständig und da er wegen ähnlicher Angelegenheiten noch 6 Tage abzufigen hat, so belegt das Schöffengericht ihn mit einer Bufasstrafe von 10 Tagen Gefängniß. Ihm folgt wegen Fundunter schlagung angeklagt, der Kutscher E. Derselbe ist ebenfalls geftändig verschiedene Gegenstände, darunter einen schwarzseibenen Schirm, 1 Stock, 1 Strohtasche u. f. w. auf der Spanbauer Chauffee gefunden und nicht abgeliefert zu haben. Das Der Staatsanwalt hatte 5 Tage Gefängniß beantragt. Als britter folgt der Zimmermann L. Derselbe soll seinem Kame raden einen Stechbeutel entwendet haben. Der Angeklagte will In solche ruchlose Hände war Sir Rupert gefallen, aber Bähe wie eine Distel flammerte er fich an das Dasein. Er toar an liebevolle Berzärtelung, an Heinlichkeit und Licht Schöffengericht verurtheilte ihn zu 10 Mart oder 2 Tagen Haft. und Luft gewöhnt gewesen; in den Schmus, in ein düsteres, feuchtes Loch verwiesen, dem Hunger überantwortet, schrie er unermüdlich und die Kraft seiner Lungen schien unerschöpflich. schen Schloffes ausgefüllt haben und schien die schwanken Wände des erbärmlichen Dachftübchens in der Eastfieldstraße bedenklich zu erschüttern. erhalten." Sein Gebrüll würde die weiten, hohen Räume des Barth- jedoch den Stechbeutel von einem Unbekannten geborgt erhal burg erlassenen Aufruf zum Beitritt am Mittwoch Abend in ( Fortsetzung folgt.) ten haben. Der Gerichtshof glaubt nicht an den schon etwas abgenugten unbekannten und verurtheilt den 2. zu der gesetzlich geringsten Strafe von 1 Tag Gefängniß. -t. Die öffentliche Versammlung der Cigarren- nnd Tabatarbeiter Berlins, welche behufs Stellungnahme zu dem von dem Vorstande der Zentral- Kranten- und Sterbekaffe der Cigarren und Tabakarbeiter Deutschlands( E. H.) in Ham zahlreichen Besuches. Herr Laske hielt ein kurzes Referat, die Vortheile einer zentralisirten Hilfslaffe von jeder anderen Dieselbe findet im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte JakobStraße 37, statt. Als im vorigen Jahre bei den hiesigen und Apoldaer Wirkergesellen ein Strike ausgebrochen war, und die selben einen Lohnzuschlag von 33%, pet. forderten, wurde ihnen von Seiten der Fabrikanten und Meister der Vorwurf gemacht, nicht forrekt gehandelt zu haben; sie sollten erst einen Lohn festseßen und denselben zur Musterzeit zur Geltung bringen. Infolgedessen wurde von den hiesigen Gesellen ein Lohntarif ausgearbeitet und den Fabrikanten wie Meistern mit der Bitte zugestellt, die gerechten Forderungen zu berücksichtigen. Was ist das Resultat? Nachdem die Wirkerei 5 Monate gänz lich darnieder gelegen hat, wird den Betreffenden ein Lohn geboten, schlechter als im vorigen Jahre. Manche Meister geboten, schlechter als im vorigen Jahre. Manche Meister zahlen für Deckmaschine 70 Pf. à Pfd., für Raschel 10 Pf. à Pfd., da muß der Arbeiter ein wahrer Zauberer sein, wenn derselbe auf Raschel 10 Mt. pro Woche verdienen will. flar veranschaulichend, woran sich eine lebhafte Diskussion schloß, I da sowohl Vertreter der örtlichen alten Krankenkaffe, als auch der neugebildeten, freien eingeschriebenen Hilfskaffe erschienen waren und seiner Kasse jeder das Wort redete. Herr Laste hatte einen harten Stand, um alle Gegner aus dem Sattel zu heben. Seiner kraftvollen Energie, namentlich von Herrn Bönner unterstügt, gelang es aber, alle vorgebrachten Bedenken in glänzender Weise zu wider Legen. Namentlich zerstreute er alle geäußerten und im Stillen gehegten Zweifel durch den Hinweis auf die Thatsache, daß bie Hamburger Kaffe bei ihrer Gründung bereits über 100 000 Mark verfügte, daß die Kaffe 3. 3. schon 100 Filialen in Deutschland hat und die Leistungsfähigkeit einer Kaffe eben durch den größtmöglichsten Beitritt bedingt werde. Durch brungen von der Ueberzeugung, daß das Heil für die Arbeiter allein in einer zentralisirten freien Hilfskaffe beruhe, faßte die Bersammlung folgende Resolution: Die heute im Universum tagende, sehr zahlreich besuchte Versammlung der Zigarrenund Tabak Arbeiter Berlins erachtet es für sehr nothwendig, daß hier am Drte eine Filiale der Bentral- Kranken- und Sterbekaffe in Hamburg errichtet wird und beschließt, der Kommission die Geschäfte zu übertragen, bis sich eine Mitgliedschaft gegründet hat."- Innerhalb vier Wo hen soll Dieser Beschluß ausgeführt werden. Im Anschluß an obigen Bericht theilen wir noch die Namen der Kommissions- Mitglieder mit, welche bereit sind, Einzeichnungen zur ZentralKranken und Sterbekaffe Beutscher Tabatarbeiter( E. H.), Sis in Hamburg, entgegen zu nehmen: Butoy, We afterstr. 7. III., Dechand, Elsasserstr. 95, Laske, Grenadierstr. 13, und Seikel, Frankfurter Allee 177( Friedrichsberg). V = merksam, daß die außerordentliche Generalversammlung 24. August hier in Berlin stattfinden wird. Es wird d später noch bekannt gemacht werden. Für die Mitglieder der( Hamburger) Allgemein Kranten- und Sterbetasse der Metallarbeiter findet Sonnabend, den 2. August cr., Abends 8 Uhr, Lothring straße 37, im ,, Deutschen Kaiser" die Monats- Versammlung f L.- D.: Kaffenbericht und verschiedene Angelegenheiten. De Mitgliedsbuch legitimirt. Nächsten Montag, Abends 8 Uhr, findet Landwehrstr. 11 eine Versammlung der Mitglieder des hiefigen Wirker Gesellen Verbandes statt, und fordert der Vorstand die Kollegen auf, zahlreich zu erscheinen, die verschiedenen Löhne anzugeben und zu berathen, wie in allen Werkstelien ein bestimmter Lohnsaz einzuführen ist. h. Im Fachverein der Tischler, Neue Grünstraße hält Herr Regierungs- Baumeister Regler am Sonnaben aen 2. d. M., einen Vortrag über Zwed und Nußen der werkschaftlichen Organisation. Eine zweite Vereinsveriams lung findet am Dienstag, den 5. d. M. im oberen Saale b Restaurant von Wolf u. Krüger, Staligerstr. 126, statt. Bille zum Sommerfest des Vereins am 11. D. M. in Keller's jäger, Hasenhaide, Bergmannstr. 51 find in den Versammlung und bei den befannnten Mitgliedern den Herren Böhm, K Friese, Meißner und Gerlach zu haben. Arbeiter- Bezirks- Verein der Oranienburger Borst und des Wedding. Montag den 4. August, Abends 8 im Lofal des Hrn. Bohl, Müllerstr. 7, Versammlung. T. 1. Vortrag des Herrn Herold. 2. Wahl eines Kaffi 3. Verschiedenes u. Fragekasten.- 3ur Beachtung: Anbetracht der Versammlung kann die Landparthie nicht f finden. Jm Bezirksverein des werkthätigen Volfes im 29., 30 und 31. Kommunalwahlbezirk, der am Mittwoch, Grenadierstr. 39, bei arendt tagte, erstattete de. Rendant Herr Frante den Rechenschaftsbericht. Zweiter Punkt der Tagesordnung war Vorstandswahl. Neu- resp. wiedergewählt wurden: Reul zum 1., Ph. Schmitt zum 2. Vorsitzenden; E. Tübbede zum 1., B. Rüde zum 2. Schriftführer; E. Franke zum 1., Leuschner zum 2. Kaffirer; Rasch zum Beifizer. Durch Uebertritt in den Vorstand Seitens eines Revisors wurde für denselben Herr Scheftel gewählt. Fernerhin wurde eine Landpartie angeregt und demzufolge be schlossen, dieselbe auf die nächste Tagesordnung zu seßen. Betreffs der Versammlungseinladungen beschließt die Versammlung auf Antrag des Herrn Tübbecke, von Einladung durch Karten, abzusehen und in Butunft nur durch Inserat im Berliner Voltsblatt" die felben anzuzeigen. Nächste Sigung: Mittwoch, 13. August. Tages- Ordnung: 1) Vortrag; 2) Besprechung über eine Landparthie. Eingesandt. Nr. 1 Ein Im F behandelt ju seinem niffe deffell legung in 1) W Geltung de balten, daß Der Große und die 3a find. Das mung, und Folgende Zuschrift geht uns zur Veröffentlichung Daß Leben und Gesundheit eines Arbeiters einmal 2 M. werth find, ist recht bezeichnend für unsere b tigen Verhältnisse. In einem der größten hiesigen Speditions geschäfte verunglückte vor nicht langer Zeit beim Entla eines Wagens ein Arbeiter und zog sich eine ganz bedeuten Quetschung eines Beines zu. Die Mitarbeiter des Verungl ten unterbrachen ihre Arbeit und beeilten fich, ihren ung lichen Kollegen nach dem nächsten Krankenhause zu schaf In demselben Augenblicke tritt der Inspektor des Geschäft mit den Worten dazwischen: Was machen Sie da, la Sie erst den Wagen aus, der kostet sonst 2 M. Standgel Natürlich ließen die Arbeiter sich dadurch nicht abbalten brachten ihren Stameraden erst in Sicherheit. Angesichts fold Thatsachen, die mehr als empörende Gefühlsloftgkeit ein verunglückten Arbeiter gegenüber verrathen, ist es wirklich bewundern, wie man da noch von Harmonie zwischen Arbe und Arbeitgeber sprechen kann. Die erste außerordentliche Hauptversammlung der Central- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder Deutschlands findet am Sonnabend, den 2. August, statt. Der Vorstand ersucht alle Mitglieder, hauptsächlich diejenigen, welche das 21. Lebensjahr überschritten haben, sich recht zahlreich zu betheiligen, da nach dem Hilfskaffengeset nur diese wahlberechtigt find. Bugleich macht der Vorstand darauf auf4. Klasse 170. Rönigl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 31. Juli 1884. hung des jedoch in S ehelichen der mü nach§ 661 lichen Nach Das gleiche Derfelben. muß fie nä Der Bater Die Mutter o tritt der ligen V bas, daß es one Tefta be nehme Gedhitel un 75 300 72 78[ 3000] 553 76 77 634[ 300] 51 96 703 51 95 884[ 300] 911 45022 34 47 53 63 80 94 112 17[ 1500] 18 222 51 85 305 31 43 [ 550] 479 535 94 754 76 78 863 72 46036 78[ 300] 175 234 303( 15 407 94 554 667 702 86 967 83 47015 92 108 23 231 52 349[ 3000 92 500 10 43 46 70[ 300] 601 2 14 78 707 76 97 830 38 934 44 45 26 56 1[ 300] 70 99[ 300] 102 44 69[ 300] 291 321 61 401 10 87 1300 5501 23 612 17 85 92 736 51 952 59 49281 97 311[ 300] 21 784 3000] 93 692 711 33[ 300] 852 925 70 Zn dem Verbande deutscher Zimmerleute, LokalVerband Berlin, wurden am Mittwoch Abend in einer gut besuchten Versammlung den Mitgliedern die wichtigsten Punkte des Unfallversicherungsgeseßes erklärt. In der darauf folgen den Diskussion führten einzelne Redner aus, daß die große Mehrzahl der Unfalls- Entschädigungen den Gesellen resp. den Krankenkassen zugeschoben werden würde. Auch wurde die Befürchtung ausgesprochen, daß sich voraussichtlich wohl die Meister oder Unternehmer für die in die Berufsgenossenschaften zu zahlenden Beiträge an dem Arbeitslohn der Gesellen schadlos halten würden; die Zukunft wird ja lehren, wie das Gesetz in der Praxis angewendet werden wird. Es wurde noch besonders betont, daß wenigstens durch dieses Geset, mögen die Beiträge erhoben werden, wie sie wollen, diejenigen Bimmerleute, die in Ausübung ihres Berufes ihre gefunden Glieder einbüßen, nicht mehr als bettelnde Vagabunden in Korrektionsanstalten gesteckt werden, wie das z. B. den Zimmergesellen Brau aus Lochwiß, Laye aus Behoe u. A. m. paffirt ist. Besonders wurde auf die General- Versammlung hingewiesen, die am Sonntag, den 3. dieses Monats, in Sanssouci" stattfinden wird. Hier zu erscheinen ist die Pflicht eines jeden Bimmergesellen in Berlin, wer es unter den augenblicklichen Verhältnissen versäumt, der schädigt sich selbst am Meisten. Denn durch die Indifferenz eines großen Theils der hier arbeitenden Zimmerleute wird es mit jedem Tag schwerer, den 2 16 32 70 121[ 300] 92 258 435 58 96 677[ 300] 705[ 550] 6 44 853 im vorigen Jahre unter großen Opfern errungenen Lohnsas 65 975 1074 88 120 26[ 300] 250 330[ 300] 407 31 47 53[ 300] 555 68 von 40 Pf. pro Stunde aufrecht zu erhalten, sogar die gut 237 29 69 313 479 88( 3000) 513 24 28 53 704 17[ 1500] 37 869 3005 35 gesinnten Meister, welche die Berechtigung dieser Forderung 47 50 58 59[ 300] 88 186 226 42 322[ 300] 400 24 1300] 79 99[ 550] 536 anerkennen und diesen Lohnsay allen ihren Gesellen zahlen, 49 50 72 651 92 709 36[ 300] 86 831( 550] 63 920 23 33 40 4057( 1500) können auf die Daner der Konkurrenz nicht widerstehen und 116 18 33 34 35 45 229 33 36 40 65 90 356 86 476[ 120000] 88 537 46 die Folge wird sein, daß eine allgemeine Lohnreduktion in den 3000] 52[ 1500] 689 90 728 44 80[ 300] 90 820[ 300] 26 45[ 1500] 932 Wintermonaten eintreten wird. Aber gerade wo die Zimmer- 5018 46 113 57 219 79 301 432 44 43 542 71 614[ 1500] 59( 550] 749 leute bei der kurzen Arbeitszeit und um den Unbilden der 92 810[ 300] 23 31 53 80 923 71[ 3000] 6015 177( 550) 82 234 64 67 333 42( 3000) 429 502 678 83 714 35[ 1500] 43 60 61 1550] 818 52 53 947 90 Witterung Troß zu bieten, am allernothwendigsten einen Lohn 7001 79 154 61 91 275 387 95 446 51 505 29 86 606 729 53 58 77 864 von 40 Pf. per Stunde gebrauchen, da scheut sich ein Theil 83 971 92 93 8206 14 48 62 79( 1500] 331 70 406 514 66 85 608 721 der Arbeitgeber nicht, daß übergroße Angebot der Zimmerleute, 813 79 87 933 72 76 9012 48 105 18 211 30 344 77[ 6000] 94 410 79 ( welche durch Noth getrieben um jeden Preis arbeiten) zu ihren felbstfüchtigen Zwecken auszubeuten. Ist aber der Lohn erst allgemein reduzirt, so wird es schwer halten denselben wieder auf 40 Bf. pro Stunde zu bringen. Die Lohnkommiſſion, die von der Wichtigkeit der Sache durchdrungen ist, hat deshalb ein mahnendes Wort" in Gestalt eines Birkulärs an die Berliner Bimmerleute ertheilen lassen. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 634 45 91 700 46[ 300] 50 848 60 82 94 966 2007 22 38 57 113 27 51 [ 550] 83 A AUS [ 1500] 93 562 97 625[ 300] 766 802 45[ 1500] 70 901 54 10033 69 76 78 110 96 292 97 313 400 62 81 504 46 60 88 601 47 55 88 666 95 713 98 818 19 910 23 74 56 72 78 742 827 28 75 99 947 55 57 80 97[ 3000) 99 11106 253 96 99337 5149120 130001 505 19 603( 1500) 48 755 840 68 987 12022 69 118 26 31 232 55 83 93 320 441 1550)( 550) 89 45 ( 6000) 80 705 14 17 43 48 49 60 816 55 61 900 30 33 34 13025 111 47 218 27( 3000) 28 63 332 405[ 800] 63 76 553 83 90 615 40 739 42 848 913 50 14007 93 101 21 40[ 300] 83 90[ 300] 213 36 47 64 65 97 387 ( 97 Sinh. unehelichen licher Urfur bringen tan verurtheilt noch nicht Wir n biel zu wer beit verfcha mertiam ma Edhiedsman lolls gilt al Des Laters Cintragung Nach d 98, sinh wähnte Ha wahrt, we Hechte med enntniß ge auptsächlic Beburt Des Der Mutter Rothwendig De Berstor ebung des tionspflicht lo tann fe 50076 132 35 203 65 320 21 35 1550] 479 537 605 63 64 77 8 1550) 97 827 803 94 910( 300) 29 74 51031 167 265[ 550] 86 308 41 498 547( 3000) 78 676 79 726 27 37 77 93 964 52007 16 107[ 331 254 317 20 28 57 487 92 1550] 602 7 52 66[ 30000] 80 88 736 38 57 [ 3000] 70 925[ 1500] 97[ 300] 53018 109 274 416 21 61 515 44 60 665 80 829 73( 550) 932 86 54051[ 1500] 64[ 300] 116 81 371 875 55049 130 290( 550) 92 98[ 300] 328 455 78[ 1500] 585[ 300] 684 758 73 82 838 55 921 93 99 56030 45 57[ 6000) 69 290 370( 3000 97 402[ 1500] 3 28( 550) 88 90 562[ 300] 606[ 300] 732 40 49 87 824 949 96( 550) 57005 13 16 42 101 57[ 550] 61 210[ 300] 341 72( 300 14 37 59 95[ 300] 567 83 97 698 1550] 720( 300) 44( 1500) 808 979 55 67 94 179 200 3 25 62 430 31 39 69 547 53 600 42 47 70 777 3000 23 68 965 97( 1500) 59033 36 62 114 69[ 550] 85 93 305 466 520 74[ 300] 98[ 1500] 660[ 300] 832[ 300] 999 60029 38 82 253 543[ 300] 680 734 84 826 938[ 300] 61097 177 [ 300] 19 314[ 1500] 25 55 406 98[ 550] 525 60 79 677 728 87 803 972 62011 238 838[ 300] 490 535 721 130001 47 78 820 66 85 30001 85 94 63014 16 1550] 27 68 93 15501 34 214( 1500) 36 246 391 469 575 604 708 845 911 17 32 93 04041 30 100 19 2161. [ 300] 303 9[ 300] 30 50 62 454 516[ 300] 28 46[ 3000] 652 79 735 96156 913 37 96 35008 11 19 26 91[ 550] 92 278 341 48 55 80[ 300] 94 430 47 523( 550] 610 30 76 715 90 887 931 77 66056 128 96 202 60 63 793 [ 1500] 71 74[ 300] 403 18[ 300] 21 705 66 954 64 67047 80 93 183 43 311 23 60 473 99 683 741 80 806 78 920 24 36 44 53 59 13009 68047 49 50[ 550] 212 20 23[ 3000] 37 80[ 300] 84 430 44[ 550] 534 67 87 661 63 84[ 1500] 704 49 73 919( 550] 52 69067 160 63 64 75 262 75 344 97 411 15[ 550] 77 594 600[ 1500] 17[ 1500] 64 727 29 30 815 22 48[ 300] 92 21048 154 58 245 60 62 90 514[ 300] 30 42 76 601 70061 62 65[ 550] 128 44 99[ 300] 272 320 443 684 703 35 64 300] 16[ 300] 31[ 300] 39 60 712 38 833[ 1500] 48 76 22019 123 38 85 7[ 300] 49 75 71022 25 27( 1500) 83 134 89 335 61 550[ 3000] 85 270( 1500) 302( 550) 57 86 443 71 567 73 13001 80 630( 300) 41 72[ 300] 61( 300) 79 717 44 45 336 44 58 900 67 84 86 72003 80( 300) 107 715 18 71 91 831 45 62 63 13001 75 79( 30000] 918 29 53 23074 88 102 20 39[ 300] 42 44 51 86 227 34 380[ 3000] 520 53 60 630 48[ 300] 206 30 83( 300) 433( 550) 517 41( 300) 70( 3000) 99 611 37 90 13001 368 73034 59( 300) 83 136 290 387( 300) 413 21 27 72 634 11500) 66 801 4 28( 3000) 36 24017 132 209( 300) 19 1300) 28( 550] 58[ 300] 95 319 34 56 904( 300) 15 22 32 99 74119 45 48 201 86 435 36 96 560 92 25002 23 29 45 77 144 56 210 29 302[ 550] 17 56 439 582 610[ 550] 75027 40 122 66 251 312 451 73[ 300] 92 95[ 3000] 571[ 300] 94 64 94( 3000) 762 810 11 51 77 37 900 20 48 51( 300) 67 26012 39 57 72 79 718( 300) 48 813 24 38 47 56 934 42 76003 159 250 84 40 207 45 13000] 302[ 550) 411 97[ 300] 513[ 550] 619 27 71 725 48 94 873 91 97 617 59 731[ 550] 55 820 61 91 910 37 75[ 1500] 77030 72 7350 447 91 527 37 612[ 3000] 68 98 769 805 16 39 81 955 65[ 3000] 15017 33 53 103 28 280 355[ 300] 88 455 531[ 300] 614 65 88 775 8058[[ 300] 83 915 16151 214 25 82 311 19 28 406 45( 550) 57 530 74 77( 150000] 628[ 1500] 60 74 735 43 47 828 67 97 938 59( 550) 17041 54 1027 52 235 73 307 44 1300) 80 634 48 52 764 810 20 65 907( 300) 86 18116 29 32 46 255[ 300] 93 367 404 93 590 631 67 760 64 78( 300) 892 989 19006 53 86 109 23 67[ 550] 340 484 97[ 3000] 548 67 645 718 20206 72 392 402 45 63 68 98 530[ 550] 45 49 55 57 67 86 754 63 844 90 95 98 828 68[ 3000] 86 99 922[ 300] Am Mittwoch fand die Quartalversammlung der Tapezier- Gehülfen- Krantentaffe statt. Nachdem die beiden ersten Punkte der Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Revisoren erledigt, wurde zum 3. Punkt Bericht über die Umwandlung der jeßigen Kaffe in eine Ortsfaffe" geschritten. Der Rendant Herr Staudinger, schilderte die Verhältnisse der zu gründenden Kaffe in den schönsten Farben, erwähnte die Bentralfaffe und das wurde allseitig fonstatirt mit feinem Wort, vermied es aber auch die Schattenseiten der zu fünftigen Ortskaffe irgendwie zu berühren. In der sehr stürmischen Diskussion auf die Schattenseiten aufmerksam gemacht, konnte Herr St. nicht umhin, dieselben zu seinem Leidwesen anzuerkennen, es aber B. der Mit64 1550) 88 465 82 87 525 49 50 613 57 859[ 300] 97 903 98 819[ 300] 22 615 19 53 703 27 78 558 68 87[ 550] 927[ 3000] 89 feblenden laes for de Sind die el Tugung 3 aus, o mo Die eheliche lichen. Le und in F nicht ermer Intereffe Schwanger währen. 2) 33 Eltern 34 42( 300) 283 86 304 37 73 445 54 82 574 602 80 96 720 806 903 30050 57 79 97 182 84 222[ 1500] 30[ 1500] 50 92 328 55[ 300] 506 31 53 99 616 35 709 15 45 827( 3000) 906 36 81 83 88 31011 30001 26 26 222 35 330 34 431 515 62 96 626 33 52 839 63 79 902 46 56 80085 109 242 48 348 531 70 611 54 73 707 828 973[ 550] 811 78 86( 300) 132( 300) 35 70 88[ 1500] 327 31 423 39 51 561 613 77 702 66 88[ 1500] 82002 21[ 300] 27[ 1500] 111 32 69 31 210 16 150 3 804( 550) 984 94, 32047 146 84 85 353 410[ 1500] 22 61 75 518 24 88[ 300] 315 22 53 61 414 28 68( 300) 508 98 674 737 60 819 28( 550) 843 756 59 817 991 33007 12 23 37 47 56 105( 300) 55 58 87 93( 550)( 300) 929( 300) 45( 300) 47 83018 156 70 334 424 28 54 817 193 201 34 80 89 323 478 616 48 93 846[ 300] 47 50 912[ 300] 22 31 36[ 300] 34097 220[ 300] 25 70 363 70 442[ 300] 579 641 44 885 952 740 87 910 34 1500136060 33 177 36 218 34 18001 300 15( 300) 34 86 90 67 579 701[ 15000] 36 847 909( 550) 93 37030[ 300] 38 135 74 236 67 67 88 518 668 89[ 300] 717 42 808 28 32[ 300] 99 960[ 300] 98 87016 61[ 550] 90 422 39 96[ 300] 517[ 1500] 80[ 3000] 625 36[ 300] 725 825 98594 85139 89 223 310 18 25 42 54[ 300] 443 91 536[ 300] 611 65( 150 verwaltung der Meister wegen ,, die Flinte ins Korn zu wer: 654 79 790 864( 3000) 82 28095 166 213 48 89 312 15 408 12 28 50 133 40 60 1550] 83[ 300 000] 89 232 488 535 50 57[ 300] 59 72 81 615 81 fen".( Diese legte Erklärung wurde von der Versammlung 502 19 26 44 57[ 300] 68 86 687[ 300] 726 32 54[ 1500] 912 29002 115 89 701 58 532 34[ 300] 935 79093 106 10 306 13 25 43 150 97 508 entrüftet zurückgewiesen.) Herr Thiemann( Altgehülfe) erwie verte, daß die Tapezierer- Gehülfen selbst Mann genug wären, ihre Angelegenheiten zu verwalten. Hr. Sander legte dem Vorstande Die Frage vor, wie derfelbe sich die Ermittlung und Wahl der mitbestimmenden Arbeitgeber denke, v. Hr. Staudinger erwiderte, daß ja bereits statistische Erhebungen hierüber stattgefunden hätten, um die betreffenden Arbeitgeber zu ermitteln. Herr$ 10& entgegnete hierauf, daß diese Erhebungen wohl nur den Zweck hätten, um zu 15 18 242 58 74 86 34 102[ 1500] 75 79 86 231 83 97 324 72 410[ 550] 95 532 39 620 811 21 54 70 82 329 86 488 130001 546 61 69 628 752 878 902 34 93 90051 142 67 354( 1500) 512 610 35 63 69 81 704 16 39, 713 49 fich aber behufs Wahl der Vertreter aus Arbeitgebertreisen im 78 81 533 63 679 755 71 855 88 89 925[ 300] 57 99 39040 43 54[ 300] 479[ 550] 545[ 300] 616 52 755 887 915 80 94 89105 32 235 43 61( 300 41 72 913 23 28 29 35 76 38009 73 84 129 88 399 406 12[ 1500] 59 64 48 860 933[ 3000] 88032 117 19 41 92 248 64 68 318 19[ 300] 24 62 a. Nach§ zur Berr Don Londo tt mit alle Rerfwürdi Denn bie m Filberzeug fonftige Sto Befchäftes liverlei unvorsichtig igte, ein 40020 29 107 259 73 325 58 74 408 522 646 748 835[ 300] 92 904[ 1500] 806 7 82 931[ 300] 44 46 91017[ 550] 19 89[ 300] 178 98 206 85 den 6. August, eine öffentliche Versammlung stattfinden werde 25 63 603[ 1500] 25 81[ 300] 741[ 1500] 83 844 901 16[ 300] 19 37( 300) 92 97 530 784 825[ 300] 76 913( 550] 24 93029 50 65[ 1500] 80 109( 30 und da er hier durch den bekannten Erlaß des Magistrats ver38 44 94 97 42005 9 69 82 244 303 16 37 49[ 300] 56 76 400 57 504 12 20[ 300] 21 38[ 550] 69 213 322( 300) 51 82 402 4 55 506 24 667 hindert sei, näher auf die eing. Hilfskaffen einzugehen, so lade 94934 11500) 48 63 404 61 951[ 1500] 54[ 3000] 63 43017 30 251[ 1500] 706 71 81 846 917 28 94129 214 56 374 86 618 15501 20 49 71 712 er sämmtliche Gegner besonders zur nächsten Versammlung ein. 46 47 69[ 550] 908 18[ 3000] 44008[ 300] 43 65 95 179[ 300] 208 47 69 Intereffe der richtigen Durchführung an eine Organisation menden müsse. In ähnlichem Sinne äußerten sich mehrere 65 948 Menner. Herr S an der Theater. Freitag, den 1. Auguſt. Die Königl. Theater find der Ferien wegen geschloffen. Deutsches Theater: Geschloffen. Fesses Friedrich- Wilhelmst. Theater: Fatiniga. allner- Theater: Hotel Blancmignon. Bend- Theater: Der Sonnwendhof. lhalla Operetten- Theater: Nanon. Balfeustädtisches Theater: 92. Opern- Vorstellung: Ernani. Bellealliance- Theater: Die Wilden. Arbeitsmarkt. 15 567 76 77 615 1550] 38 722 40 817 29[ 3000 56 79 963 Fachverein der Tischler. Sonnabend den 2. August, Abends 81%, Uhr in Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28. Vortrag des Herrn Heg.- Baumeister Arbeiterbezirks- Verein der Oranienburg Vorstadt und Wedding. Keßler über: 3wed und Nußen der gewerkschaftlichen Organis Herrn Pohl, Müllerstraße 7: Versammlung. TagesMontag, den 4. Auguſt cr., Abends 8 Uhr, im Lotal de 1. Vortrag des Herrn Herold. 2. Wahl eines Staffitera. 3. sation. Diskussion. Fragelasten. Gäste find willkommen. 492 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder und verwandten Geschäftszweige Deutschlands( E. H.) Außerordentliche Hauptversammlung Sonnabend, den 2. August, im Saale des Herrn Sahm, Annenstraße 16,( Louisenstädtisches Klubhaus). T.- D.: Wahl des Wahllomitees. 2. Vorschläge der Abgeordneten zur General versammlung. 3. Anträge zu derselben. 4. Verschiedenes. 498] J. A.: P. Schneider. Mitgliederversammlung des Einen Schneider, der aufgezeichnete Damen- Mäntel exact, sauber und schnell ausschneiden kann, aber darin sehr gewandt sein muß, verlangt Welsch, Oberwafferstr. 13.[ 498 Eine tüchtige Stepperin auf Damen- Mäntel bei hohem Lohn sofort verlangt. Welsch, Oberwafferstr. 13.[ 490 Mamfells auf Dollmans und Paletots werden verlangt bei Kreuz, Waldemarstr. 13, II. 941 ,, Berliner Volksblatt" besorgt pünktlich Jwanzky, Manteuffelstr. 34. [ 497 Ich suche ein Darlehn v. 150 M. a. 6 Mon. gegen Unt.pfand fofort.[ 494] H. Wesenach, Eichlaßenw., Grüner Weg 13. E. Schlafft. 3. verm. b. Kollin, Belleall.- Pl. 8, Hof 4 Tr.[ 493 Berantwortlicher Redacteur N. Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter schiedenes und Fragekasten. Der Borstand Zur Beachtung! In Anbetracht der Versammlu fann die Landparthie nicht stattfinden. Keller's Hofjäger. Hasenhaide Bergmannstr.- Ecke Sonnabend, den 2. Auguft cr.: Grosses Sommerfest, verbunden mit Sommernachts- Ball, veranstaltet vom ließen, Denn, daß nach dener geblich gef jedoch nicht bite nehme Stun nen im Ru etwas Heiner ält nenbes in Don N befannt Deere Bed Dies Beren Soh Heinen Ameritaner bibichen B Innig war Boollet be verein der Nähmaschinen- Arbeiter u. verwandt. Berufsgenoffen Anfang des Konzerts: 4 Uhr. Sonnabend, den 2. August, Abends 8% Uhr, in den Gratmeil lungen und bei Obermaier, Adalbertstraße 5 à 25 f. und a schen Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79,( unterer Saal). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. Canis über Das Wissen der Natur heilkunde und ihren Werth für die Arbeiterbevölkerung. 2. Unterſtügungsfrage. 3. Verschiedenes nnd Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Inhaber von Billets zum letzten Sommer- Bergnügen werden dringend ersucht abzurechnen, die Mitglieder erwarten vom Comité die Abrechnung. Der Borstand. Eingang des Gartens à 30 Pf. zu haben. Phototographien von der Alten Linde" find zu haben bei Jwangki, Manteuffelstr. 34. und batte machen. Herr 2 149 Die Nr. 7 der humoristischen Blätter Der wahre Jac ift erschienen und in der Expedition des Berliner Boltabla 487] zu haben. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 11 über den Dag fie bi Hierzu eine Betial Das lug und gefährl Durch den Bemiffenhaf geit und m baben, bat einen gemi Belt zu übe lung a wird d gemeine findet Bothring lung fta ten. D Straße 2 onnaben In der g Bveriams Saale d tt. Bill Her's mmlung Shm, Kr Borsta ds 8 3. T. Raffic ปี ang: nicht ftat ichung nſere Speditions citers ni Entlab bedeuten Berung nungl ufchaff Geschäf da, lab Standgel Dalten u hts fold feit eins wirklich en Arbe [ 300] 911 305 31 43 34 303( 15 49[ 30004 44 4802 87 1300) 5 01 21 78 48 64 77 87 86 308 41 107( 320) 36 38 57 8 515 44 65 1 371 87 6 [ 300] 684 370 3000 49 87 824 72[ 3001 3979 580 77[ 3000) 66 520 41 1097 177 56 85 909 0 36 900 87 803 29 19 21 51 246 9735 96( 550 94 430 47 6 60 63 79 3 30 93 1822 59[ 3000 [ 550] 534 63 64 75 727 29 30 03 35 64 30001 88 300) 107 [ 1500] 66 [ 300] 7294 Nr. 101. Beilage zum Berliner Volksblatt. Einiges über die Rechtsverhältnisse der unehelichen Kinder. Im Folgenden soll nicht die schon vielfach besprochene Frage behandelt werden: Wie verhilft man dem unehelichen Kinde u feinem Rechte?" sondern es sollen mehr die Rechtsverhält niffe desselben während der Zeit seiner Erziehung und Verlegung in Betracht gezogen werden. 1) Wer hat die Alimente zu zahlen? a. Seit Geltung des Alimentengesetes vom 24. April 1854 ist festzuhalten, daß nur der uneheliche Vater, nicht aber dessen Eltern Der Großeltern für die Entschädigung an die uneheliche Mutter nd die Zahlung der Erziehungskosten des Kindes verbindlich nd. Das Allgemeine Landrecht enthielt zwar diese Bestim ung, und deshalb mag sie wohl noch so häufig sich in der Meiung des Volkes erhalten haben. Das oben zitirte Gesetz hat doch in§ 20 diese Pflicht auf die Eltern oder Großeltern der mehelichen Mutter abgewälzt. Ein Erbrecht in den Nachder mütterlichen Großeltern haben aber uneheliche Kinder § 661 II 2 A.-L.-R. nicht, während ihnen resp. ihren eheen Nachkommen in den Nachlaß ihrer unehelichen Mutter gleiche gesetzliche Erbrecht zusteht, wie ehelichen Kindern jelben. Besigt die uneheliche Mutter selbst Vermögen, so u fie nächst dem unehelichen Vater das Kind erhalten. Ift Bater nicht zu ermitteln, so fällt die Erhaltungspflicht auf die Mutter und deren Eltern. Sind diese es nicht im Stande, hitt der Armenverband ein. b. Der Tod des unehe ligen Vaters ändert in den Ansprüchen des Kindes nur das, daß es, wenn der Vater ohne eheliche Nachkommen und Das Grbe ne Testament stirbt, den sechsten Theil des Nachlasses als be nehmen kann. Es darf jedoch wählen zwischen diesem Sechstel und der Fortzahlung der ihm gebührenden Alimente. unehelichen Kinde nur dann zu, wenn es entweder ein in öffentlicher Urkunde abgegebenes Anerkenntniß der Vaterschaft beibringen kann oder wenn der Vater hierzu noch bei Lebzeiten verurtheilt worden( das Erkenntniß braucht bei seinem Tode noch nicht rechtskräftig zu sein.) Diel beit Wir wollen bei dieser Gelegenheit dem vom Publikum zu wenig beanspruchten Institute der Schiedsmänner Arverschaffen, indem wir zur Kostenersparniß darauf aufmerksam machen, daß es auch genügt, die Vaterschaft vor dem Echiedemann anzuerkennen. Die Ausfertigung seines Protototts des Raters vor dem Standesbeamten in Verbindung mit der Bilt als öffentliche Urkunde. Auch genügt die Erklärung Cintragung Nach dem durch das Gesetz von 1854 nicht aufgehobenen $ 98, Anhang zum Landrecht, bleibt dem Kinde das oben er= wähnte Wahlrecht( Erbschaft oder Alimente) selbst dann ge wahrt, wenn ihm durch vorzeitigen Tod des Vaters seine Hechte weder durch Anerkenntniß noch durch richterliches Erlenntniß gesichert werden konnten. Diese Vorschrift bezieht sich auptsächlich auf den Fall, wo der uneheliche Vater vor der Beburt des Kindes stirbt, ja, wenn er eher stirbt, als ihm und Der Mutter Die Schwangerschaft bekannt war. Die eventuell Rothwendig werdende Klage richtet sich dann gegen die Erben Des Verstorbenen. ebung des Kindes, aber nach Feststellung seiner Alimenta tionspflicht und mit Hinterlassung von ehelichen Nachkommen, c. Stirbt der Vater vor vollendeter Er" Freitag, den 1. August 1884. gelegtem vierzehnten Lebensjahre. Doch schon bei unehelichen Söhnen erstreckt sich diese Pflicht bis über diese Zeit hinaus, da der Vater, wenn die Söhne ein Handwerk erlernen, auch das Lehr- und Lossprechgeld bezahlen muß.§ 635. Hat der Vater das Kind ein Gewerbe erlernen laffen, durch welches es fich nach dem vierzehnten Lebensjahre den Unterhalt noch nicht selbst verdienen kann, so muß er die Verpflegung so lange fortseßen, bis das Kind mit dem gewählten Gewerbe den Unterhalt selbst fich erwerben kann. Wie unter den heutigen Verhältnissen diese Vorschrift des§ 636 auszuführen sei, namentlich, wie ein Kind mit dem vierzehnten Lebensjahre schon ausgelernt haben soll, um sich selbst ernähren zu fönnen, ist nicht flar. Es ist daher an zunehmen, daß heutzutage im Allgemeinen bie Verpflegungspflicht des unehelichen Vas ters über das vierzehnte Lebensjahr des Kindes hinausgeht. Merkwürdig ist es, wie eigenthümlich unser Landrecht die unehelichen Kinder behandelt. Segt es im§ 626 ib. fest, daß Erziehungsgelder nur in derjenigen Höhe zuzuerkennen find, wie Leuten vom Bauern- oder gemeinen Bürgerſtande die Erziehung eines ehelichen Kindes nebst Schul- und Lehrgeld tosten würde, so kennt dasselbe in§ 633 ff. teine andere Bestimmung der unehelichen Kinder als zu einem Handwerk oder Gewerbe. b) Unter Umständen kann die Pflicht der natürlichen Eltern zur Verpflegung ihres unehelichen Kindes sogar durch das ganze Leben desselben dauern; wie z. B. wenn es durch anhaltende Krankheit, durch fehlerhafte Leibes- oder Gemüthsbeschaffenheit außer Stande ist, sich selbst zu ernähren. Dann darf aber der Vater fich nicht an den durch Erkenntniß festgesetzten Alimentensas halten, sondern er ist verpflichtet, alles was das Kind bedarf, zu gewähren. Diese Ernährungspflicht geht auf die Erben des unehelichen Vaters über. Hat er also z. B. fein geistestrantes Kind in einer Anstalt untergebracht, so auch seine Erben zahlen so lange das Kind lebt. Umgekehrt müssen uneheliche Kinder die nothleidenden Eltern und Großeltern mütterlicher Seits unterstützen, wenn andere dazu verpflichtete Verwandte nicht vorhanden sind. 3) In welcher Beit verjähren die Ansprüche des Kindes? Zunächst muß der Anspruch der Mutter von dem des Kindes streng gesondert werden. Der Anspruch der Mutter verjährt mit Ablauf von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Niederkunft. Die Ansprüche der Mutter bestehen in Niederkunfts- und Taufkosten, Kosten für das Wochenbett nach dem Stande der unehelichen Mutter. Kosten für das Begräbniß der Lesteren, sowie Unterhalt nach Ablauf der Wochenzeit sind aus dem Gejet von 1854 nicht zu fordern.*) *) Obigen Anspruch hat jede geschwängerte Frauensperson, welche nicht bescholten ist. Einen weitergehenden Anz. spruch an das Vermögen des Schwängerers( welches er 3. 3. der Schwängerung befigt), hat das Mädchen nur dann 1) wenn sie mit Gewalt, oder in bewußtlosem Zustande, oder unter Vorspiegelung einer rechtsgiltig vollzogenen Trauung geschwängert worden; hier erhält das Mädchen 14 des Vermögens des Vaters als Abfindung; 1. Jahrgang. Bei den Ansprüchen des Kindes ist zu unterscheiden: a) Stehen die Alimente fest, also z. B. durch richters liches Erkenntniß, so verjähren die einzelnen zugesprochenen Ratenzahlungen nach dem Ablauf von 4 Jahren, gerechnet vom Tage der Fälligkeit. b) Stehen die Alimente aber nicht fest, hat aber das Kind geseßlich einen Anspruch, so verjährt dieser in 30 Jahren. Gefeßlich hat das Kind aber nur unter zwei Bedingungen einen Anspruch: 1) wenn auch der Mutter ein Anspruch zustand; 2) wenn das Kind ein ausdrückliches, in öffent licher Urkunde abgegebenes Anerkenntniß der Vaterschaft besitzt. 4) Wer hat das Kind zu erziehen? Hierin legt das Geseß, was ja sehr natürlich ist, der unehelichen Mutter ein weitergehendes Recht bei, als dem Vater. a) Bis zum vollendeten vierten Lebensjahre hat die Mutter in der Regel allein das Recht der Erziehung und Verpflegung des Kindes. b) Nach dem vierten Lebensjahre, sagt der§ 622 Th. II Tit. 2 A.-L.-R., hängt es von der Wahl des Vaters ab, die Verpflegung und Erziehung des Kindes selbst zu besorgen oder fie der Mutter auf seine Kosten ferner zu überlassen. Dieses Wahlrecht ist aber äußerst beschränkt: Durch die Weigerung der Mutter, das Kind herauszugeben, verliert der Vater sein Recht, die Herausgabe desselben zu fordern; man muß aber hier unterscheiden: 1) Weigert fich die Mutter ohne Grund, so wird der Vater von der Alimentationspflicht frei. Das Gesez nimmt an, daß die Mutter durch ihre Weigerung erklärt habe, fie wolle das Kind auf ihre eigenen Kosten behalten. 2) Weigert sich die Mutter mit Grund, so muß der Vater weiter zahlen. Die Prüfung des Grundes, ob er stichhaltig ist, liegt dem Vormundschaftsrichter ob. Als solcher wird nach§ 624 II 2 A.-L.-R. der Einwand der Mutter gelten, daß das Kind beim Vater in fittlicher oder förperlicher Beziehung Schaden leiden werde. Freilich kann der Vater diesen Grund dadurch wieder entkräften, daß er nachweist, er wolle das Kind nicht bei sich selbst, sondern in guter Pflege, einer Anstalt oder dergleichen unterbringen; denn er braucht gefeßlich das Kind nicht selbst, oder bei sich zu erziehen, oder zu verpflegen, sondern er kann es auch durch Andere thun. Ist dieser Einwand stichhaltig, also der Einwand der Mutter widerlegt, so wird dieser nichts übrig bleiben, als das Kind herauszugeben oder es unter Verzicht auf die Alimente weiter zu behalten. Will der Vater das mehr als vier Jahre alte Kind haben, so muß entweder er selbst oder sein Vater( Vormund) oder ein mit bloßer schriftlicher Vollmacht versehener Vertreter es bei der Mutter auf seine Kosten abholen. Hat er das Kind erhalten, so darf er der Mutter den Zutritt zu demselben niemals verwehren. Daß aus erheblichen Gründen der Mutter die Erziehung des Kindes jederzeit, auch vor dem vierten Jahre durch den Vormundschaftsrichter entzogen werden kann; z. B. wegen lüderlichen Lebenswandels, wegen Mißbrauch des Kindes und dergleichen(§ 28 V. D.), wollen wir hier nur beiläufig erwähnen, Bemerkenswerth ist hier' eine Schlußfolgerung aus dem o lann fein uneheliches Kind die Ausseßung" der noch schwängert worden ist; Verlobung ist hier aber im geseßlichen Vorhergehenden. Wenn der Vater eines unehelichen Kindes feblenden Erziehungsgelder aus den Nugungen des Nach les fordern, die aber nicht überſtiegen werden dürfen. Sind die ehelichen Kinder auch noch unerzogen und reicht diese Tugung zur Erziehung und Verpflegung für Alle nicht aus, so wird die Nugung derart unter Alle getheilt, daß Die ehelichen noch einmal so viel erhalten als die unehe liden. Uebrigens ist, wenn die Geschwängerte mittellos ist und in Folge der Schwangerschaft sich den Lebensunterhalt nicht erwerben tann, der Vater auch schon vor der Geburt im ntereffe der Erhaltung der Leibesfrucht verpflichtet, der Schwangeren je nach dem Stande derselben Alimente zu ge 96 560 92 6 ( 300) 94 50 84 420 30 72 73 18 78016 50 97 508 72 81 6158 [ 550] 811 2 46 56( 300 10 16( 550 28[( 550) 34 517 19 25 5001 306 38 725 825 986 611 65( 150 75 317 6044 01.98 87016 06 16 89713 19[ 300 24.62 35 43 61( 300 16 39 42 78 98 206 365 80 451 80 109 506 24 667 19 71 772 enburger im Lotal Tages Titera. 3. Borstand Berjammlu Tabren. a. Eltern 2) Wie lange sind die Alimente zu zahlen? Nach§ 633 II 2 A. L.-R. dauert die Verbindlichkeit der zur Verpflegung unehelicher Kinder nur bis nach zurückgeblich bite Ein theures Armband. ( Aus der englischen Zeitschrift„ Truth".) gesucht hatten. Solche mißlichen Geschäfte famen nen im Ruf eines achtbaren Geschäftsmannes. Er war ein 2) wenn eine verlobte Braut von ihrem Verlobten geSinne zu nehmen, d. h. ein Ehegelöbniß liegt nur dann vor, wenn es gerichtlich oder notariell abgeschloffen, oder wenn mit Bewilligung beider Theile bereits das Aufgebot stattgefunden hat; oder wenn die eheliche Verbindung mit Zustimmung der beiderseitigen Eltern( Vormünder) verabredet war; oder wenn, wo solche Zustimmung nicht erforderlich ist, die Verlobung öffentlich bekannt gemacht; oder, wenn die Verlobung in Gegenwart von Verwandten oder Bekannten geschlossen und erklärt ist. Hier erhält das Mädchen% als Abfindung oder angemessene Verpflegung. Bloßes unfeierliches Heirathsversprechen genügt also nicht, um eine Abfindung zu verlangen. Der Anspruch auf Abfindung geht durch die Weigerung, den Schwängerer zu heirathen, oder durch Handlungen, welche eine Ehescheidung begründen würden, verloren. ren Reiz perlich und sie in seinen Augen zu einer sehr geehrten Kundin machte. Einen harten Strauß hatte er mit der Dame wegen eines altmodischen Diamantendiadems zu bestehen, eines Geschenkes von ihres Gatten Großmutter, Gräfin Steering. Frau Woollet sah sich durch mißliche Verhältnisse genöthigt, fich von diesem Schmuck zu trennen, und brachte ihn natürlich zu Herrn Wester, von welchem fie dafür einen Preis verlangte, deffen Höhe des ehrenwerthen Mannes Athem stocken machte. Da er aber sah, daß die Steine von vorzüglicher Reinheit waren, so wünschte er sehr, dieselben an sich zu bringen, und bot daher mehr für fie, als ursprünglich in seiner Abficht gelegen. Sein Gebot er reichte die Forderung der Verkäuferin nicht, die Dame sah den Käufer gestählt gegen alle ihre Ueberredungskunst, und sagte schließlich etwas ärgerlich: Ich sehe wohl, wir können uns über den Preis nicht einigen, ich bitte deshalb, wickeln Sie den Schmuck wieder ein, ich will ihn behalten." " 1 Sie werden nirgends mehr dafür bekommen, gnädige Frau. Das Aeußerste, was ich thun tann, ist, daß ich zu meinem legten Gebot einen modernen Juwelenschmud hinzufüge. Das ist mein Ultimatum." Laffen Sie mich den Schmuck sehen." Herr Wefter besaß in einer Seitenstraße des Westends t mit allerhand antiken Gold- urd Silbersachen handelte. London einen fleinen, unansehnlichen Laden, in welchem Merkwürdigerweise schien er mehr zu kaufen als zu verkaufen, Denn die meisten seiner Kunden famen zu ihm, um Familien Filberzeug zu veräußern, oder gegen hinterlegte Juwelen und fonftige Roftbarkeiten Geld zu leihen. Diesen Theil seines Beschäftes fand der Inhaber so lohnend, daß er sich gelegent lid verleiten ließ, gegen Fremde etwas zu bereitwillig und unvorsichtig zu sein. So oft fich ihm nämlich die Aussicht Bigte, ein gutes Geschäft zu machen, fonnte er sich nicht entDenn, daß Herr Wester oft Gegenstände in Verwahrsam hatte, ließen, unangenehme Fragen zu stellen, und so tam es nach denen die rechtmäßigen Eigenthümer schon lange vers jedoch nicht alle Tage vor, denn Herr Wefter hatte eine vor nehme Stundschaft, besonders in derjenigen feinen Damenwelt, e etwas zur Verschwendung neigt, und er stand im allgemei leiner ältlicher Mann mit fahlem Kopf, hatte etwas Gewin Bendes in seinem Wesen, trug sich durchaus tadellos und be lavon Natur eine Neigung für das schöne Geschlecht, so daß befannt war, eine hübsche Dame fonnte allezeit von ihm Dies zeigte sich in seinen faufmännischen Beziehungen Bur einen Frau Woollet, der Frau eines unbemittelten jünBeren Sohnes von Lord Steering. Frau Woollet war eine Amerikanerin und eine wohlhabende Erbin, als fie mit dem bichen Bob Woollet durchging. Da sie beide gleich leicht Annig waren, so thielt ihr Vermögen nicht lange vor. Frau Boollet bejas prächtige Juwelen und kostbare Hochzeitsgeschenke b batte bald Gelegenheit, mit Herrn Wester Geschäfte zu aber den geschäftlichen Standpunkt festzuhalten, denn außer Herr Wester fand es nicht leicht, Frau Woollet gegen Dag fie hübsch und pikant war, besaß fie in hohem Grade gefährliche Talent der Schmeichelei. Sie war dabei so Durch den Umstand nicht verringert, daß fie nicht übermäßig geeinigt hatten. Bemiffenhaft war. Sie schwindelte mit der reizendsten Frech eit und würde ihn ohne die geringsten Gewissensbisse betrogen -Ecke t vom ufsgenoff Tegten Ban 5f. und 66 149 wahre Jaco er Boltsbla eine Belial machen. Das einen Get zu übertreffen, was ihrem häufigen Berkehr einen besonde gewiffen Stolz darein, die hübsche Frau Woollet an KlugHerr Wester ging in ein Nebengemach und kam bald mit einem halben Dugend kleiner lederner Gehäuse zurück. Frau Woollet besah dieselben, schenkte aber nur dem legten größere Aufmerksamkeit. Es enthielt ein Diamantenarmband von besonderer Schönheit. 11 Dies ist ein hübsches Armband," sagte sie gleichgültig." Hübsch! Es ist wunderschön. Ich hatte übrigens nicht die Absicht, Ihnen dieses anzubieten. Das kann ich nicht." Mit diesen Worten machte er das Gehäuse schnell zu. Ich will es nehmen," sagte Frau Woollet ruhig. Ich möchte die Diamanten lieber Ihnen als einem Freunde verfaufen, um böse Nachrede zu vermeiden, und ich brauche gerade ein neues Armband." Der Andere zögerte einen Augenblick; dann sprach er: Nun meinetwegen, aber diesmal haben Sie mich übervortheilt." 11 Frau Woollet lachte verächtlich und der Käufer ging, um eine Anweisung zu schreiben auf die Summe, über die ste fich geeinigt hatten. Sodann sette er eine förmliche Quittung auf, die von ihnen beide unterzeichnet wurde, des Inhalts, daß er das Diadem für die und die Summe und für ein Diamantenarmband gekauft, das auf so und soviel abgeschäßt war. Auf dieser Förmlichkeit bestand Frau Woollet jedesmal. Sie liebte es, streng geschäftsmäßig zu handeln, und Herr von seinen Verpflichtungen gegen die Mutter und das Kind frei wird, weil die Mutter eine geschlechtlich bescholtene Person ist, so hat er auch nicht das Recht, jemals das Kind von der Mutter zu fordern. Will er aber das Kind, welches er für das feinige anerkennt und doch nicht erlangen kann, aus der schlechten Pflege und Umgebung der Mutter entfernt wissen, so hat er sich an Vormund und Waisenrath zu wenden, welche beim Vormundschaftsrichter die anderweite Unterbringung des Kindes beantragen müssen. 5) Verwandschaftsverhältnisse und Erbre ch f. 3) wenn ein unbescholtenes Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren geschwängert worden ist, erhält fie% des Vermögens des Schwängerers. Wester wußte aus Erfahrung, daß er sich in dieser Beziehung ihr fügen mußte. Er schrieb die Quittung wie gewöhnlich doppelt, händigte die eine der Dame ein und behielt die andere für sich. Nachdem das Geschäft beendet, verließ Frau Woollet den Händler in bester Laune. Beide Theile waren mit dem abgeschlossenen Geschäft sehr zufrieden, nur das eine beunruhigte Herrn Wester, daß er fich nicht darauf befinnen fonnte, wie er zu dem Armband ges tommen war. Seine Bücher gaben darüber keinen Ausweis, was ihn nur noch besorgter machte, da, so oft er einen Kauf unter verdächtigen Umständen abschloß, er es jedesmal abfichtlich unterließ, den Fall in seine Bücher einzutragen. Sollte nicht alles bei dem Erwerb des Armbandes in Richtigkeit gewesen sein, so könnte es seinen Ruf schaden, falls dasselbe von Freunden der Frau Woollet wiedererkannt würde. Dieser Gedanke machte ihm solche Sorge, daß er beinahe geneigt war, der Dame einen Besuch abzustatten und das Armband um jeden Preis zurückzukaufen. Er unterließ dies jedoch, weil er der Anficht war, daß es nicht lange dauern würde, bis die Dame in neuer Verlegenheit den Schmuck bei ihm würde loszuwerden suchen werde. In der That ließ sich auch die Dame bald bei ihm wieder sehen. Sie war gewinnend und reizend wie immer, erkundigte fich nach seiner Gesundheit und sagte schließlich: " D, Herr Wester, was für einen Schreck ich neulich ge= habt habe! Denten Sie nur, mein Mädchen hat mich schamlos bestohlen." Das thut mir ja sehr leid. Werden Sie gerichtlich gegen daffelbe vorgehen?" Ich fürchte, mir bleibt nichts anderes übrig. Die Elende ist übrigens bereits in Haft. Sie versuchte etwas zu verseßen und der Pfandleiher hat sie verhaften laffen. Das Armband, das ich von Ihnen gekauft, soll das ich von Ihnen gekauft, soll doch muß dies natürlich ein Frrthum sein zu dem bei einem Einbruch entwendeten Gut gehören und in der polizeilich aufgestellten Liste beschrie ben sein." " D!" rief Herr Wester. Sie scherzen, gnädige Frau. Ich erinnere mich gar nicht, Ihnen ein Armband verkauft zu haben." Wie kurz Ihr Gedächtniß sein muß! Hier ist ja Jhre eigene Quittung, in welcher das Armband besonders erwähnt ist. Ich habe Sie nur warnen wollen, weil ich doch Ihren Namen werde nennen müssen." Müffen Sie denn das, gnädige Frau?" Wie kann ich anders! Man wird mich natürlich fragen, wie ich zu dem Armband gekommen, und ich werde die Wahr heit sagen müssen. Warum sollte ich sie denn auch verschweigen? Uneheliche Kinder treten weder in die Familie des Vaters noch der Mutter. Die persönlichm Rechte oer Eltern über fie erstrecken sich nicht weiter, als es der Zweck der Erziehung er- fordert. Sie stehm also nicht unter väterlicher Gewalt', Diese wird durch die Oberaufsicht des Vormundschaftsrichters ersetzt. Insbesondere hat der Vater nicht das Recht, Lebensberuf oder Religion des Kindes zu bestimmen. Jenen wird der Vor- mund zu wählen haben: im Glaubensbckenntniß folgt es bis zum vierzehnten Lebensjahre der Mutter, danach entscheidet es selbst. Uneheliche Kinder derselben Mutter, gleichviel ob fie denselben Vater haben oder nicht, find von der Mutter Seite rechtlich nur Halbgeschwister; zwischen ehelichen und unehelichen Kindern derselben Mutter(selbstverständlich von verschiedenen Vätern) besteht gar lein rechtliches Verhättniß, fie find weder Geschwister noch Halbgeschwister, sondern sich ganz fremd. Dies ist für das Erbrecht von Wichtigkeit. Einen Pflichttheil ist der Vater in keinem Falle den un- ehelichen Kindern zu hinterlassen schuldig. Dagegen haben Letztere auf den Nachlaß der Mutter dasselbe gesetzliche Erb- recht wie die ehelichen Kinder. Hat andererseits auch der Vater in dem Nachlaß seiner unehelichen Kinder gar keinen Anspruch, so werden Letztere von der Mutter wie eheliche beerbt. Um noch Einiges über die Legitimation des un- ehelichen Kindes durch Heirath der Eltern an- zuführen, so kann auch der Fall eintteten, daß zur Zcst dieser Heirath das uneheliche Kind bereits gestorben ist, aber eheliche Nachkommen hinterlassen hat. Hier erlangen: Letzteren durch jene Heirath alle Rechte ehelicher Nachkomme,> ihrer nunmehr Heirathenden Großeltern. Dies ist für da- Erbrecht von Belang. Umgekehrt kann der Fall eintreten, daß die Ehe der Eltern wieder getrennt wird, ohne daß der Vater das Kind anerkannt hat. Hier ist auch nach der Trennung noch die Klage auf Anerkennung der Vaterschaft und Verleihung der Rechte eines ehelichen Rindes an das unehelich geborene, aber durch nachfolgende Heirath der Eltern legitimirte Kind zulässtg. Nur darf der Vater nicht mehr den Einwand erheben, die Mutter sei damals eine geschlechllich descholtene Person gewesen (habe z. B. sich bezahlen lassen u. s- w.); dieser Fehler gilt als durck die nachfolgende Heirath für verziehen. W o k» 1 e s. g. Interessante, mit großer Erbitterung ausgeführte Schwanenkämpfe werden jetzt auf den Gewässern zwischen Spandau und Potsdam häufiger beobachtet. Unter diesen herrlichen Thieren giebt es ebenso zanksüchtige, händelsuchende und selbst mordlustige Gesellen, wie leider unter den Menschen. Gerade jetzt, wo die Havel von Schwanenpaaren mit ihren Jungen belebt ist, gehören die Kämpfe unter den Schwänen zur Tagesordnung. Veranlaßt werden dieselben vornehmlich durch famllicnlose Schwäne, welche sich entweder an einen der beiden Ehegatten heranmachen oder deren Junge zu erwürgen suchen. Gelingt es einem solchen Raufbold, ein aufsichtsloses Junges zu attrappiren, so erfaßt er es mit seinem Schnabel am Halse und hält es so lange unter Waffer, bis es getödtet ist. Erst am letzten Sonntag wurde auf der Westseite von Valentinswerder ein lebloses Junges angeschwemmt, welches ebenfalls auf die gedachte Art des Erwürgcns seinen Tod ge- funden hatte. Im vorigen Jahre mußte ein besonders mord- lustiger Schwan erschossen werden. Jene Schwäne nun, welche sich einer Familie erfreuen, find jetzt darauf bedacht, die noch sehr unbeholfenen Jungen vor einem Ueberfall zu schützen. Während die Jungen abseits durch Tauchen nach Tang:c. sich die Zeit vertreiben, halten die beiden Alten ringsum scharfe Wacht. Nähert sich dann ein lediger oder mordlustiger Gesell in verdächtiger Weise der Kinderschaar, dann beginnt die Ver- folgung des Frechen. Wird er von den Alten, die mit be- deutenden Wuthausfällen behaftet sind, erwischt, dann beginnt auf Leben und Tod mit den festen Schnäbeln ein Kampf, der oft selbst auf dem Lande fortgesetzt wird, wenn der Verfolgte sich dahin geflüchtet haben sollte. Sommergäste sahen sich vor Kurzem genöthigt, hinter Spandau zwei Schwäne, welche auf dem Lande kämpften und- sich hierbei vollständig verbissen hatten, durch Dazwischenschlagen mit Bootsnemen zu trennen. N. Die freiwillige Feuerwehr in Weißensee ist erst seit Ostern dieses Jahres ins Leben gerufen worden- Das Korps zählt inkl. des Oberführers. Herrn Lippert, 95 Mann, hat zwei Svrttzen und einen Wasserwagen. Obwohl die Feuer- wehr eine Spritze— die zweite ist die Dorfspritzc— und die Signalhörner geschenkt erhalten hat, haben die Kosten für An- schaffung von Utensilien und Monturstücken bereits eine Summe von 12,300 M. erfordert. Das Korps ist von sieben Berliner Feuerwehrleuten ausgebildet und das Ganze nach dem Muster der Lichtenberger freiwilligen Feuerwehr eingerichtet worden. Früher durften die Mannschaften nicht mit Fackeln durch die Straßen fahren, jetzt ist es ihnen erlaubt. Im Dorfe Weißen- sce befinden sich vier direkte Fcuermeldestellen und außerdem eine große Anzahl sog. Angabestellen. Etwas Unbequemlichkeit wird Ihnen die Sache fteilich machen, das ist unvermeidlich. Die Polizei wird natürlich über Sie Erkundigungen einziehen, Ihre Vergangenheit untersuchen u. s. w. Aber Herr Wester, in der Beziehung haben Sie ja doch nichts zu fürchten." „Natürlich nicht, doch wünschte ich wohl, Sie hätten mit mir gesprochen, che Sie das Armband anerkannten." „Das thue ich ja eben. Wie schwer von Begriffen Sie sind. Ich hätte vielleicht sagen sollen, daß ich nicht zu Hause war, als der Polizeiinsvektor heut morgen zu mir kam, und daß ich nur von meiner Dimerin hörte, weswegen er gekommen war. Die Elende erklärt, sie hätte das Armband gefunden, und wenn ich mich nicht melde, und dasselbe als mein Eigen- thum beanspruche, wird sie wahrscheinlich freigesprochen werben, die Polizei wird das Armband zurückbehalten und die ganze Sache wird vertuscht werden- Wenn Sie irgend welche Gründe haben, zu wünschen, daß ich das Armband nicht als das mci- nige anerkenne „Ich habe allerdings Gründe, dies zu wünschen. Sie wer- den doch dem Mädchen Gelegenheit geben wollen, sich zu bes- fern, ohne daß Sie dasselbe für immer unglücklich machen" „Nach dem Mädchen frage ich gar nichts. Sie verdient Strafe. Kommt fie unbesttaft durch, so geschieht es nur Jhret- wegen. Natürlich muß ich für dm Verlust des Armbandes cnlschädigt werden." „Natürlich. Ich will Ihnen entweder hundert Pfund baar oder ein ähnliches Armband geben." „Hundert Pfund? Wenn Sie Ihren guten Namen und Ruf nicht höher anschlagen, so bin ich umsonst mit dem Wunsch hergekommen, beides unbefleckt zu erhalten. Da Sie aber, wie ich sehe, nichts dagegen haben, als Hehler gestohlenen Gutes bezichtigt zu werden, so werde ich ohne das geringste Bedenken meine Aussage gegen das Mädchen machen. Guten Morgen!" „Bleibm Sie. gnädige Frau! Wollen Sie noch fünfzig Pfunds mehr?" »Fünfzig mehr! Ich verschwende meine Zeit nur bei Ihnen. Wenn ich nicht binnen einer Stunde zweitausend Pfund in Banknotm von Ihnen erhalte, werde ich die Polizei auf Ihre Spur bringen, und Sie werden die verdiente Strafe erhalten. Der Inspektor hat seinen Besuch um zwei Uhr angesagt, habe ich bis dahin von Ihnen nichts weiter gehört, so werde ich das Armband anerkennen und sagen, wo ich es her habe." „Es ist ein furchtbarer Preis für ein Armband." stöhnte Herr Wester. Trotzdem, als der Inspektor bei Frau Woollet sich melden ließ, sagte ihm die Dame hold lächelnd, daß fie nie in ihrem Leben ein Diamantcnarmband besessen habe. be. Allgemeine Theilnahme erweckte am Montag ein anscheinend den besseren Ständen angehöriger in den mittleren Jahren stehender Mann, welcher sich auf einer Bank im Lust- gatten niedergelassen und plötzlich vor Erschöpfung zusammen- brach und hintenüber fiel. Der Aermste hatte, wie er, nachdem man ihn wieder zu fich gebracht, mit vom Schluchzen fast er- stickter Stimme erzählte, seit fünf Tagen kein Bett gesehen und seit acht Tagen nichts gegessen, als höchstens einmal eine ver- trocknete Schrippe. Betteln möge er nicht und Arbeit, er sei bautechnischer Zeichner, habe er nicht finden können, obwohl er zu jedem Dienste bereit sei. Sofort griffen alle Hände in die Taschen und gaben reichlich, so daß die Roth des Aermsten für einige Zeit gelindert ist. Einer der Umstehenden, ein Schlächtermeister aus der Friedrichstadt versprach ihm auch Beschäftigung und nahm ihn sogleich mit fich. § Ueberfahren und erheblich beschädigt wurde am ver- aangcnen Mittwoch in der Mittagsstunde ein 13jähriges Mädchen, welches seinem Vater Essen zutragen wollte, aber einer vorüberfahrenden Droschke an der Stralaucr Brücke(in der Nähe der Pochhammer'schen Badeanstalt) zu nahe kam, daß die Räder über das Mädchen hinweggingen. Die Schwer- verletzte wurde in das jüdische Krankenhaus transportirt, und soll dem Droschkenführer an dem bedauerlichen Unfall, nach der Erklärung verschiedener Augenzeugen leine Schuld beizu- messen sein, weil das Mädchen(zum Schutz gegen den herab- strömenden Regen) den Schirm vor das Geficht gehalten und so den Fahrdamm überschreiten wollte. N. Wieder eine gestohlene Droschke. Vorgestern Abend wurde der Führer der Droschke i>. Klasse Nr. 3085 von einem ihm unbekannten Herrn zu einer Fahrt nach dem Rathskeller, von da nach der„Schloßkneipe" an der Sttalauer Brücke und sodann nach der Rüdersdorfersttaße 7 engagitt. Während der Fahrgast nun den Kutscher in ein in dem letzt- genannten Hause belegenes Restaurant rief, verschwand das Fuhrwerk auf eine rathselhafte Weise von der Straße und fand der Kutscher beim Zurückkommen nur seinen Hut und Mantel im Thorweg liegen. Mit diesem Diebstahl scheint es eine eigene Bewandtniß zu haben. Die Droschke gehört einer Frau G- Königschauffee 25 wohnhaft, und lebt die Befitzerin getrennt von ihrem Manne. Wahrscheinlich hat letzterer mit jenem Paffagier im Einvernehmen gestanden, denn G. hat später auf dem Polizei- Revier am grünen Weg angegeben, fich in den Besitz der Droschke gebracht zu haben. Ueber den Verbleib des Wagens und des Pferdes verweigert G. jede Auskunst. a. Vor Berliner Dieben ist Nichts sicher, und obgleich gewiß schon häufig genug hierauf hingewiesen worden ist, laffen fich einzelne Leute immer wieder dieselbe Fahrlässigkeiten zu Schulden kommen. Namentlich Kutscher und Fuhrwerksbefitzcr denken niemals daran, wie gefährlich es ist, auch nur für kurze Zeit Fuhrwerke unbeaufsichtigt auf der Straße stehen zu lassen. So wurde vorgestern dem in Neu-Weißensec wohnhaften Klempnermeister Kahle sein vor dem Hause Alerandeistraße 41 aufgestelltes und mit einem schwarzen Doppel. Ponny bespanntes Break, auf welchem fich eine Kiste Weißblech befand, in der kurzen Zell gestohlen, während er fich, um einige kleine Ein- käufe zu machen, in das im genannten Hause befindliche Meer- schaum-Cigarrenspitzen-Geschäst begeben hatte. ? Gestohlene Banknoten. Die Eigenthümcr von sieben Reichsbanknoten ä 100 Mark und zwar mit den Nummern 2,000,621 b, 1,885,008 b, 2,047,766 a, 202,701 a, 1,664,780 a, 820,743 b, 2,084,100 b werden von der Staatsanwaltschaft in Magdeburg gesucht. Diese Kassenscheine find dem am 12. d. von der Außenarbeit in Gr. Salze entwichenen und am 14. d. in Aschersleben wieder verhasteten Korrigenden Gustav Hen- niaer abgenommen woiden. H. giebt an, die jedenfalls ge- stohlener. Kassenscheine in einem Packet mit noch drei Hundert- maikscheinen auf dem Wege zwischen Biere und Förderstedt gefunden zu haben. a. Ein empfehlenswerther Uhrmacher. Der Uhrmacher Herwig betrieb bis vor acht Tagen im Hause Blumenstr. 26 ein Uhrmachergeschäft und versetzte die ihm von Kunden zur Reparatur übergebenen Uhren den dafür erlösten Betraa in seinem Nutzen verwendend. Mehrere dadurch geschädigte Per- sonen haben darüber Anzeige bei der Kriminalpolizei gemacht. H. wurde festgenommen, und in seiner Wohnung sofott eine Haussuchung abgehalten. Es wurden bei ihm eine größere Anzahl Pfandscheine über von ihm versetzte Uhren gefunden. Zur Hälfte dieser versetzten Uhren find die Eigenthümcr bisher noch nicht ermittelt. Herwig ist gestern zur Hast gebracht worden. n. Das unvorsichtige Spielen mit Feuerwerkstörpern hatte gestern Mittag wieder einmal einen Unglücksfall im Ge- folge. Gegen 12» 4 Uhr wurden die Bewohner des Hauses Friedrichstraße 243 durch eine heftige Detonation erschreckt und es ergab fich, daß die Lehrlinge des Mechanikers B. im Garten fich mit Feuerwerkskörpern beschäftigt hatten. Bei dieser Ge- lcgenheit explodirte einer dieser Gegenstände und verletzte einen der Lehrlinge so erheblich am rechten Fuß, daß sich der Ver- wundete in ärztliche Behandlung begeben mußte. br. Eine Unsitte, die nicht genug gerügt werden kann, ist das Mitnehmen kleiner Kinder, besonders solcher, die kaum das Licht der Welt erblickt haben, in die öffentlichen Ver- gnügungslokale und zu festlichen Veranstaltungen. Da ficht man oft Hunderte von Vätern und Müttern, die ihres Familien- lebcns ganzen Segen, das sechswöchige Jüngste im Steckkissen, ein Anderes im Kinderwagen, eins auf dem Arm und die Ucbriaen am Rockzipfel, mit fich herumschleppen, fich zur Last und Anderen zur Störung des Vergnügens. Will man sich dem Genüsse eines Konzertes in einem unserer Gattenlokale hingeben, da erheben gewiß hunderte, ja tausende kindlicher Diskantstimmen ihr ohrcnzerreißcndes Geplärr und Gequieke, das Steine erweichen und Menschen rasend machen kann. Nicht genug, daß man daheim vor dem„süßen" Kindergeschrci sich oft kaum zu retten vermag, auch wenn man hinaus wandert vor's Thor, um die dumpfe Studcnluft mit der stischen freien Gottesnatur zu vertauschen und in einem Vergnügungslokale fich von der Werktagsardcit zu erholen, verfolgt es uns. So sahen wir am Montag gelegentlich des Sängerfestes in der „Neuen Welt" wohl über hundert kleiner Geschöpfe in Steck- kisscn und Wickeltuch, die höchstens sechs Wochen alt sein konnten und im Verein mit taufenden etwas älteren Bübchen und Mädchen die gräulichsten Disharmonien in den Gesang der Sängcrschaaren hinein brachten. Es ist nicht nur ungezogen, wenn Ellern so kleine Kinder mit zu öffent- lichcn Vergnügungen bringen, nicht nur eine Rückfichtslofigkeit gegen die Gesellschaft, sondern auch gewissenlos. In so zartem Atter wollen Kinder gar sorgsam behütet sein und darf man fie nickt stundenlang den Launen des Wetters aussetzen. Da wundert man sich manchmal, wenn ein Kind plötzlich krank wird und stirbt, aber man denkt nicht daran, daß die Ver- gnügungssucht der Eltern schuld ist. Kürz und gut: Kinder, die nicht mindestens ein Atter von vier, fünf Jahren erreicht haben, gehören nicht zu Vergnügungen und öffentlichen Ver- anstaltungen und wenn Eltern selbst nicht so verständig find, dies einzusehen, muß man es ihnen rückhaltlos in's Geficht sagen._ Weruuscktes. Ueber das Eängerfest in Ulm schreibt ein Benchter- statter des„Bayrischen Landboten": In meiner Eigenschaft als „Fcstbummler" berichte über das Resultat des schwäbischen Lie- derfrstes in Ulm kmz: 10 060 M. Defizit. In Folge der Hitze vom Sckloge getroffen zwei Mann. Ein Kind überfahren- Diverse Ehefrauen von den nachgereisten Männein ertappt! Fünf Taschendiebe eingespent! Zwanzig dito entwischt! 6060 bis 6060 verwelkte Kränze und Guirlanden, 2060 bis 3660 in schönster Entwicklung abgehauene Fichten und Bu'k- 65 000 Liter Bier erzeugten 3000 heisere Kehlen und verdoite« Magen, dabei 60 Mille Cigarren verdampft. 3000 leere%'v| bcutel. Ucberfluß an Würsten, die jetzt w i r verzehren mrisin Hurrah! Es leben die Feste! 1885 Schlachtfeld in Heilbroiuv Ein ungebetener Gast. Am Sonntag vonger 21� hatten die Besucher des Stockholmer Tivoli, die fich um 2 W Mittags gerade zur Table d'hnte hinsetzen wollten, den Befw eines seltenen Gastes, nämlich des Elephanten Sheriff, der i® gleichen Lokale vorgezeigt wird. Das Thier hatte fich o» seinem Käfig befreit und spazierte gemüthlich in den umher, wobei es auch in den Speisesaal gerieth, in roeliK® es das Büffet, auf dem das Dessert bereits angerichtet einer so gründlichen Revision unterwarf, daß für die(W Nichts mehr übrig blieb. Glücklicher Weise gelang es,** ungebetenen Tischgast wieder einzufangen, ehe derselbe grös®» Unheil anrichten konnte. Ein Börsenspekulant hatte fallirt, was ihn aber«x abhielt, noch während sein Konkurs abgewickelt wurde, tep spazieren zu reiten. Darüber ärgerten sich seine Gläubige:* iürlick furchtbar und eines Tages erschien im gelesensten � der Stadt folgendes Epigramm: An Herrn M-.. in Konkurs. Mein Freund, Du mußt nur recht verstehen, Was des Volkes Stimme spricht: Es kann der Mensch wohl Pleite gehen, Doch Pleite reiten soll er nicht! Am anderen Tage stellte Herr M.... seine Sp! ritte ein. Kassel, den 27. Juli. Ein unerquicklicher Zwist in einem der besuchtesten hiesigen Konzettgärtm, dem park", heute Abend zwischen Civilpeisonen und Ossi Während einer Pause des von einer Musikkapelle des fantcrie- Regiments ausgefühtten Konzerts stellte vlöylii junger Lieutenant einen Unteroffizier zur Rede, weil dies angeblich nicht vorschriftsmäßig gegrüßt hatte. Es geschah� aber in einer Form und mit einem Stimmmittelaufwand« J die in der Nähe fitzenden Civilisten hieran Anstoß nahm« für den Unteroffizier, der wegen einer geringfügigen, zu Abendstunde an einem öffentlichen, zahlreich desuchten gnügungsotte vorgekommenen Formverletzung vor Leuten de' schiedensten Stände abgekanzelt worden war, entschieden/ nahmen. Bald ergingen sich die meisten Insassen des" in lauten Rufen des heftigsten Tadels, und Viele forderten, Offiziere das Lokal verlassen sollten. Selbst die Mn wieder begonnen hatte, wurde Überschneen, so daß in Augenblicken der Tumult arge Dimensionen annah«-� Ofnziere verließen den Garten' nicht, aber es gelang ein besonnenen Männern durch gütliches Zureden die auif Menge zu beruhigen und so größere Skandalscenen zu ver Der Vorgang soll bereits dem Militär-Kommando unti worden sein. Die größte Uhr der Welt. Die Uhr am Tbu Westminsterpalastes in London ist die größte der We vier Zifferblätter der Uhr haben 22 Fuß im Durchnü jede Minute rückt der Zeiger gut 7 Zoll weiter.-. geht 8'/, Tage, schlägt jedoch nur an 7'/, Tagen ups deshalb selbst an, wenn das Aufziehen derselben verna. worden. Das Aufziehen des Schlagwerks dauett zwei 2% Das Pendel ist 15 Fuß lang, die Ränder sind von(PT Die Stundenglocke hat eine Höhe von 8 Fuß und 9 o Durchmesser; fie wiegt fast 15 Tonnen und der Hammes wiegt über 400 Pfund. Die Glocke schlägt die Viertels und die Stenographen im Parlamente reguliren nach" Arbeit, indem bei jedem Schlage ein Stenograph Sindern abgelöst wird; der Abgelöste zieht fich zurück, Notizen zu schreiben, welche er während der 15 MinU" I genommen hat.#1 Gefunden, laut amtlicher Mitihcilung derPalifcr5 1 an's Bier gewöhnt hatte. Ehe fünf Minuten verg'!/ die Tonne leer und mit großen Äugen mußten wohl oder übel die Wette zahlen. Wer von das Meiste trank, hat man nicht erfahren können,™ scheinlich von den„Beeden" der„Eene". Pom 8. deutschen Bundesschütienfestt- kolossalen Zudrang am vergangenen Mittwoch wohl Tausende vom Fcstplatze weggegangen.�, Schluck Bier erobert zu haben! Die Herrenwelt A! schuld daran, daß dem so ist. Bei Henniger cn®., der resoluten bayerischen Kellnerinnen, die durch � vierfachen Ring, welcher fich um die Äicrausgabe vollständig außer Aktivität gesetzt worden war, sehr treffend mit den Motten:„Warum bleiben. I, wenn i komm, nehm 10 Maaß und schmeiß hin- da giebts ka Wechselet! Ihr wollt Jeder. a no Jeder g'wechselt boaben. Jez trag' i tfl zu— nu holt's eich eier Bier selber!" Recht hat P' Bayerin. rf,. Aus der Bierstatistik des deutsche» Re-C> der Brauer- und Hopfenzeitung„Gamdrinus' das Jahr 1883 angestellt ist, geht hervor,%- deutschen Reiche in der letzten Kampagne 2o%n gegenüber 26,493 im � im Betriebe standen. Jahre 1882, somit um im«ciileoe zranoen.— Da aber die BierproD' r erheblich zugenommen hat, so liegt hier vor, daß die Großen die Kleinen im Konlurr, Nichten. Avis für den Handwetterstand.„ Lange bis Mittag. Ein Bauer hatte. seiner Familie auszuwandern. Ter Tag 5/. Amerika war festgesetzt. Da tritt am Vorab-/ des Bauern zweiter Sohn, der Hiesl, vor de® sagt:„Vota, i geh net mit ins Amerika" nel fragt der Bauer erstaunt.—„Ja st®/ ,i gegnete der Bursche mit bedenklichem zählen a'hört, daß, wann bei uns Mittag S 's in Amerika brennten erst Mitternacht-* z'lang auf's Essen matten-" Eines nach dem Andern- Davor'- Sie werden fich doch ohne Zweifel für legenheit Ihres Geschlechts— für die Frauen/,, Junge Dame:„Verzeihen Sie, Herr Pro'/' Augenblick beschäftigt mich noch die Manne» d> Ntz, £ W ein, fafl Ohl Ä sich f; St Be Un! bvi zu an, I gib sei lib des ein Perantworllicher Redact m 9t. Cronyeim in Berlin. Dyuck und Verl»« von Ma? Vadirrg in Berlin 8Vk, Beutdstraße 2.