ten re Laft Цел 928 So Ler er fte gd Be 泰 Nr. 102. Sonnabend, 2. August 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Volksblatt" scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Tammern 5 Pf. Poftabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gefpaltene Petitzeile oder dezen Naum 40 Bf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Annonces Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung fe blikaner den wirthschaftlichen Fragen gegenüber ganz rathlos dastehen. Wenn einmal ein Strife, ein Arbeitertumult ausFür den Monat August eröffnen wir ein nhas Abon- bricht, so wissen die Herren gewöhnlich nichts Besseres zu nement auf das Berliner Volksblatt Frei ins Haus foftet dasselbe 1 Mark, Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der Expedition, Zimmerstraße 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements für die Monate August und September gegen Bahlung von 2 Mark entgegen. Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des fesselnden und interessanten Romans ,, Das Kind des Proletariers" aus der Feder von U. Rosen soweit der Vorrath reicht soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnements quittung in der Expebition Zimmerstraße 44 gratis verabfolgt. Eine deutsch- französische Allianz. Sollte eine solche eine Unmöglichkeit sein? Wir glauben es nicht. Wenn von beiden Seiten der ernste Wille vorhanden wäre, was sollte dann im Wege tehen? Wir haben uns schon einmal dahin ausgesprochen, daß eine solche Allianz nach unserer unmaßgeblichen Meinung für Deutschland vortheilhafter sei, als eine Allianz mit Rußland, und daß sie das beste Mittel sei, für MittelEuropa einen dauernden Frieden herbeizuführen, was auch endlich eine Abrüstung ermöglichen würde, sobald Frank reich und Deutschland fich nicht mehr feindlich und in Kriegsbereitschaft gegenüberstehen. fönnen. fagen, als daß die Bonapartisten oder die Orleanisten ihn angestiftet haben, und auf diese geistvolle Weise gehen sie der Diskussion über wirthschaftliche Fragen aus dem Weg. So behauptet denn die Republique française" frischweg, ein deutsch- französisches Bündniß könne nur den Zweck haben, in Frankreich die Monarchie wieder herzustellen. Dann sagt das Blatt weiter, daß ein Anarchist in einer Versammlung zu Paris gefagt habe, die Proletarier hätten kein Vaterland und schließt daraus geistreichelnd auf eine Allianz zwischen den Orleanisten und Anarchisten zum Sturze der Republik: Fahne sind geschaffen, sich zu verstehen. Die Weißen von Eu und die Anhänger der schwarzen Aber was hat dies mit einem deutsch- französischen Bündniß zu thun? Ein solches Bündniß könnte doch nur geschlossen werden zur Abwehr jeden Angriffs von Westen oder Osten und zwar zur gemeinschaftlichen Abwehr; die Staatsform bliebe dadurch vollständig unberührt und ein solches Bündniß könnte für Frankreich ebensowenig die Monarchie zur Folge haben, wie für Deutschland die Republick. Die französischen Republikaner, namentlich die Gambettisten, haben früher in ihren chauvinistischen Anwandlungen so häufig die Nothwendigkeit eines Bündnisses mit Rußland betont und die Republique française" hat dem damals nie befürchtet, daß ein Bündniß mit absolutistischen Rußland in Frankreich die Monarchie wiederherstellen würde. Der Vorschlag des Figaro" ist freilich an und für sich ohne weitere Bedeutung. Die Sache hat nur dadurch eine fehr interessante Beleuchtung erfahren, daß die Republique française" sich gerade in dieser Weise geäußert hat. Wir glauben allerdings auch nicht daran, daß so bald ein deutsch- französisches Bündniß zu Stande kommen wird. Man sieht aber, daß die Abneigung der französischen Bourgeoisie gegen ein solches Bündniß ebenso groß ist, wie die unserer deutschen Chauvinisten. Beide kennen eben nicht die Interessen ihres Vaterlandes, sondern nur ihre eigenen. Politische Uebersicht. Wir wissen nicht, wie man in unseren Regierungsfreifen über diese Angelegenheit denkt, indessen glauben wir, daß die dreizehn Jahre, die seit dem deutsch- französi hen Kriege verflossen sind, den Beweis erbracht haben, daß die Regierung des deutschen Reiches und diejenige der fran- Ludwig Löwe, der Mann mit der goldenen Amtskette, sofischen Republik sich ganz gut mit einander vertragen wird, wie es heißt, in Berlin von der deutsch- freifinnigen Die chauvinistischen Hezereien von hüben und Partei nicht mehr als Reichstagskandidat aufgestellt, sondern drüben sind im Allgemeinen ohne Wirkung geblieben. Ja, einem Wahlkreise in der Provinz zugetheilt werden. Es war offiziösen Blätter in Berlin haben ganz ohne Rückhalt auch zu fürchten, daß die lebenden Maschinen", wie der Herr die deutschen Arbeiter geschmackvoll im Reichstage genannt hat, französischen Republit ganz erwünscht, weil die Republik den Frieden mit Frankreich besser garantire, als ein ruhmdie bedürftiger" Bonaparte oder Orleans. nicht benöthigt; gleichwohl haben Mehrere Solda ten erbeten und auch erhalten. Also trop des großen Angebots von guten Arbeitskräften werden SolDaten abkommandirt. Läßt sich denn ein schreienderes Mißvers hältniß denken? Wenn Mangel an Arbeitern herrschte, wäre ein solcher Umstand begreiflich und verzeihlich; denn die Ernte arbeiten müssen eben rasch vorgenommen werden. Aber in den Fällen, daß Arbeiter, und zwar gute Arbeiter, wie ertra be tont wird, genug vorhanden sind, dürfen aktive Militärpersonen dem freien Arbeiter keine Konkurrenz machen; das ist politisch wie ökonomisch durchaus unzulässig. Wir fordern Abs geordnete aller Parteien, welche sich in Beseitigung von Uebels ständen berufen fühlen mitzuwirken, auf, die Angelegenheit im Reichstage zur Sprache zu bringen und auf Beseitigung der in Rede stehenden Mißstände zu dringen. Auch die Cholera ist glücklich bei uns Amtsgeheimniß geworden, wahrscheinlich weil der beschränkte Unterthan die Forschungen des Geheimraths Professor Dr. Koch nicht zu faffen vermag. Es wird nämlich gemeldet: Der Geheimrath Dr. Koch hat nun doch einen Vortrag über seine Erfahrungen und Ansichten betreffs der Cholera in Südfrankreich gehalten und zwar am vergangenen Sonnabend im Reichsgesundheitsamte. Das Auditorium war der, Bost" zufolge nur ein fleines, forgfältig ausgewähltes; die ganze Sache ist so geheim ges handhabt worden, daß selbst die medizinischen Kreise, mit Ausnahme einiger wenigen geladenen Kapazitäten, feine Ahnung von diesem Vortrage gehabt haben. Am Dienstag Abend fand ebenfalls im Reichsgesundheitsamte eine Diskussion der durch jenen Vortrag angeregten Punkte statt; an derselben nehmen nur die Mitglieder jenes erfterwähnten Auditoriums Theil." In Barnley in England fand die jährliche Demonstra tion der Mitglieder des Verbandes der Kohlengrubenarbeiter von Yorkshire unter Betheiligung von über 15,000 Personen statt. Die gefaßten Beschlüsse befürworteten eine Reform der Gefeße mit Bezug auf die Inspektion von Bergwerken und die Entschädigung für persönliche Verlegungen Durch Grubenunfälle, und erklärten sich zu Gunsten einer dis retten Vertretung der Koblengrubenarbeiter das Meeting eine Resolution an, welche die Haltung des Oberim Parlament. Mit Bezug auf die Wahlreform nahm hauses streng mißbilligt und eine Einschränkung der Machtvollkommenheiten dieser Körperschaft für geboten hält. Die französische Deputirtentammer nahm nach uner heblicher Debatte die Vorlage über die Reviston der Ver faffung mit 294 gegen 191 Stimmen nach den Beschlüssen des Senates an. Diejenigen Deputirten, welche Amendements zu der Revisionsvorlage gestellt hatten, zogen dieselben zurück unter dem Vorbehalte, fie im Kongresse wieder einzubringen. Die Cholera- Delegirten der äußersten Linken be richten aus Marseille, daß die Umgegend von Arles wie ein Lazareth aussteht. Auf fleinen Meierhöfen erkranken und sterben Leute, ohne daß ihnen Pflege und Beachtung zu Theil wird, von Desinfizirung ist nicht die Rede und man erstickt im Schmuß. Man erzählt u. A. von einem Bauernhause, wo zehn Krante auf drei Betten vertheilt waren. In Marseille ralräthe, Gemeinderäthe und viele Bürger, welche ihnen den herzlichsten Willkomm boten und sie auf die Mairie einluden. Clémenceau besuchte dann mit seinen Kollegen das Hospital Pharo, wo noch 112 Cholerafranke, die meisten in der Gene sung begriffen, darniederliegen, und äußerte sich als Arzt über jeden einzelnen Fall. Die Enquête soll über zwei Hauptpunkte, den allgemeinen Gesundheitsstand und die ökonomische Lage von Marseille, geführt werden. nicht so ganz geneigt gewesen wären, dem Manne ihre Stimme zu geben. Man fann gespannt sein, was die wackeren Provinzler zu diesem Abhub" der Residenz meinen werden. Die Ausweisung russischer Unterthanen aus Berharrten der Delegirten die sechs adjunkten des Maires, GeneNun kommt ein französisches Blatt und befürwortet eine Iin wird in allen Blättern lebhaft besprochen. Einem LeitAllianz der französischen Republik mit dem Deutschen Reich, artikel der Volks- 3tg." über diese Maßregel entnehmen wir folgende Säße: In Berlin befindet sich eine starke russische Kolonie, welche auf 15 000 Köpfe geschäzt wird; fast will es den Anschein gewinnen, als ob man dieselbe mit Mann und Maus, mit Kind und Kegel aus der Hauptstadt des neu geAnzahl dieser Russen, Familienväter, welche seit Jahren friedlich unter uns leben, Studenten mit einwandsfreien Päffen, Männer, die hiesige Mädchen geheirathet haben und sich der neuen Heimath freuen, Frauen, die in Berlin geboren, aber an Ruffen verheirathet sind, hoch und niedrig, jung und alt, den Befehl, Berlin zu verlassen. Die einen erhalten die AusDer Vorschlag hat viel Aufsehen gemacht. Es ist zwar nur der Figaro", von dem der Vorschlag ausgeht, ein durchaus reaktionäres und häufig verlogenes Blatt. Allein dies Blatt, von dem täglich 80,000 Exemplare abgefeßt werden, gründeten Reiches vertreiben wollte. Tagtäglich erhält eine repräsentirt denn doch auch einen Theil der öffentlichen Meinung Frankreichs und es ist doch auch möglich, daß in diesem Blatte einmal ein vernünftiger Mann einen ver nünftigen Vorschlag macht. Man sollte nun glauben, die„ friedliebende Demokratie", wie Herr Ferry die gegenwärtig in pflegt, obschon sie seit dem Bürgerkriege mit der Kommune schon im südlichen Algier, in Tunis, in China und in Mabagaskar Krieg geführt hat und theilweise noch führt.Diese friedliebende Demokratie sollte eigentlich den Gedanken eines deutsch- französischen Bündnisses mit Vergnügen er faſſen. Aber da irrt man sich ganz bedenklich. Wir glauben ohnehin auch nicht, daß die in Frankreich herrschenden Elemente ohne Weiteres den Namen„ Demokratie" verbienen. Unter denen, die sich Republikaner nennen, befinden sich viele, die sich immer der herrschenden Form anbe quemen, die unter der Monarchie Monarchisten, unter der Republik Republikaner sein wollen; es befindet sich darunter bie ganze liberale Bourgeoisie, die nun der Staat und seine Gewalten für sich reflamirt und als ihre Beute betrachtet. Diese Elemente wollen friegerischen Ruhm und Eroberungen, genau so wie die Bonapartes und Bourbons früher gewollt haben; da in Europa Beides nicht mehr zu holen ist, so werden in anderen Welttheilen Kriege angezettelt. Es ist erklärlich, daß solchen Leuten der Vorschlag einer deutsch- französischen Allianz ungelegen kommt. Allein es lassen sich kaum triftige Gründe gegen diesen Vorschlag finden, und da der liberalen Bourgeoisie diese Gründe gänzlich fehlen, so sucht man den Vorschlag in geistreich sein sollender Weise lächerlich zu machen. Ein Organ der liberalen Bourgeoisie, die einst von Gambetta gegrünbete ,, Republique francaise" übernimmt es, den Vorschlag einer deutsch- französischen Allianz zu verspotten. Man weiß, wie diese französischen Bourgeois- RepuDie italienische Judustrie macht bedeutende Fortschritte. Das Marineministerium hatten eine Preisbewerbung für eine große Maschine von 6000 Pferdekraft ausgeschrieben. Sechs italienische Etablissements hatte ihre Entwürfe eingereicht und das Comite für die Schiffszeichnungen hat einen der Entwürfe weisung ins Haus geschickt, die andern werden zwangsweise im gewählt und für die Ausführung genommen. grünen Wagen nach dem Moltenmarkt geholt; den einen wird eine Frist von einem Jahre gefeßt, den andern eine kürzere bis herunter zu vierzehn Tagen. Niemand aber erfährt den Grund, Niemand weiß, weshalb es ihm untersagt wird, in Deutschland sein Brod zu suchen, wie zahllose Deutsche in Rußland ihr Brod suchen; Niemandem wird eine Anklage unterbreitet, gegen welche er sich vertheidigen, Niemandem ein Verdacht mitgetheilt, den er entkräften kann. Wie vielen Per sonen bisher schon die Ausweisungsordre zugegangen ist, entzieht sich unserer Die belgischen Klerifalen arbeiten schnell! Die Kom mission für das Schulgesetz hat dasselbe mit allen gegen eine ( die liberale) Stimme angenommen. Die Steuer- Kommission hat das Altohol- Besteuerungsgeseß verworfen. Nachdem die Deputirtenkammer heute die legte streitige Wahl von Ost ende trop der nachgewiesenen groben Bestechungen der Kle rikalen die Gerichte haben bereits die Betreffenden in AnHlagezustand verseßt nach langer Debatte mit 76 gegen 26 Stimmen für giltig erklärt, hat sie beschloffen, fich bis zum hune Meinung Deutſchlands wendet ihre Sympa Lages den Kredit für die Gesandtschaft beim Papſte und thien wie den ausgewiesenen Sozialdemokraten so den ausge wiesenen Ausländern zu, wofern sie nicht durch Gründe überzeugt wird, daß in jedem einzelnen Fall diese härtefte aller Bolizeimaßregeln gerechtfertigt und geboten war. Die öffentliche Meinung Deutſchlands wird sich daher nicht bei ven ohne Angabe von Gründen, ganz nach dem Muster der ruffitschen Utase erlaffenen Verfügungen beruhigen, sondern sie wird morgen wird es, wenn diese erste Mahnung keinen Erfolg Aufklärungen verlangen. Heute thut sie das durch die Presse. hat, im Parlamente geschehen. Unberechtigte Konkurrenz. Die Frf. 3tg." schreibt unter dem 28. Juli aus Frankfurt: Gestern zogen in hellen Haufen die Erntearbeiter aus dem Fuldaischen in unsere Stadt, um auf dem Dallesplage zur Arbeit gedingt zu werden. Die Polizei fonnte dieselben an der verlängerten Beil nicht dulden und mußte sie nach dem Wollgraben schicken, wo sich sogenannte Vorarbeiter und Landwirthe einstellten und mit den Leuten ihre Verträge abschlossen. Nach dem benachbarten Griesheim tamen allein über 40 Mann. Wegen des großen Angebots von guten Arbeitskräften find die Landwirthe der Umgegend der Unterſtügung durch Militär das neue Schulgeset zu stellen. Landraub in den Bereinigten Staaten. Jüngst ist im Rongreß zu Washington fonstatirt worden, daß die großen Viehzüchter des Westens 15 Millionen Acker Bundesland ohne das mindeste Recht eingezäunt haben, also das Volt darum zu berauben suchen, einstweilen aber jede Ansiedlung kleiner Ackers wirthe, sei es unter dem Heimstättengeset, sei es durch Antauf, auf diesem ungeheuren Gebiete unmöglich gemacht haben. Ein einziger schottischer Lord hat die Theilerei" so weit getrieben, daß er in Wyoming( Kansas) 400 000 Acer einzäunte, von benen auch noch nicht ein Fuß breit sein Eigenthum ist. Dem Kongreſſe iſt dieſer unverschämte Raub längst bekannt gewesen; es waren aber noble" Schurken, um die es sich dabei hanbelte, und deshalb ließ der Kongreß fie gewähren. Erst nach dem die Arbeiterpresse Ameritas darüber Lärm geschlagen, fand Der Kongreß es für gut, die Sache zu behandeln." Wie, wird die Zeit lehren." Ueber die gegenwärtige Arbeiterlage in den Ver einigten Staaten schreibt die„ Soc. Corr.":„ Die Geschäftslage ist im Allgemeinen sehr flau und die Hochfluth der Einwanderung drückt die Arbeitspreise in manchen Branchen. Starte Gewerkschaftsvereine halten zwar die Löhne auf ihrem| früheren Niveau, haben aber eine große Zahl Arbeitsloser zu unterstüßen und versuchte Lohnreduktionen durch kostspielige Strifes zu vereiteln. In fast allen Kohlenminen von Dhio und Pennsylvanien gehen Lohnreduktionen vor. Strikes find mehr oder weniger aussichtslos, denn das Geschäft ist flau und die vorhandene Arbeitskraft für den schwachen Bedarf zu viel. In Albens, Ohio, find 5000 Kohlenarbeiter im Strife. Da dieselben seit Monaten nur halbe Zeit arbeiteten, sind sie aller Mittel entblößt; an Unterstügungsfonds fehlt es gänzlich und man befürchtet darum Krawalle. Mehrere nordamerikanische Eisenbahnen find mit den Löhnen an ihre Arbeiter im Rückstande; die Lokomotivführer und Arbeiter der Jersey Central Bahn striken, an anderen Bahnen hat es Krawalle abgefeßt. Solche Gesellschaften, welche für die Löhne ihrer Arbeiter nicht in erster Linie aufzukommen trachten, sollten von Seiten der Gerichte rücksichtslos zur Verantwortung gezogen werden. Für die hohen Saläre der Direktion 2c. ist immer Geld genug in den Kassen. Von dem in Newyork angeblich erfolgten Tode des Nihilisten Leo Hartmann hatten wir mit einem Fragezeichen Notiz genommen. Es handelt sich, wie wir vermutheten, auch wirklich um eine Zeitungsente. Ein amerikanisches Arbeiterblatt brachte die Nachricht, daß ein aus Deutschland eingewanderter Arbeiter Frant Hartmann durch die Noth zum Selbstmord getrieben worden sei. Also kein russischer Nihilist, sondern ein deutscher Arbeiter! Das Spaßhafteste und Erfreulichste aber ist, daß dieselbe Zeitung den nächsten Tag mittheilte, Frank Hartmann sei nicht todt, er sei von Freunden überrascht und gerettet worden. Also auch kein Todter ist auf dem papierenen Schlachtfeld unserer blutdürftigen Blätter geblieben. Lokales. führt der Richter aus, charakterisirt sich nicht als Diebstahl führt der Richter aus, charakterifirt sich nicht als Diebstahl oder Untreue im Sinne des Art. 64 des Handelsgesetzbuchs ( hiernach kann die Aufhebung des Dienstverhältnisses gegen den Handlungsgehülfen ausgesprochen werden, wenn derselbe im Dienste untreu ist oder das Vertrauen mißbraucht), sondern als eine Ungehörigkeit, welche in die Kategorie des Naschens fällt, und als solche mit einer Rüge, im strengen Falle auch mit Kündigung, niemals aber mit sofortiger Entlassung zu be strafen war. Lestere erscheint deshalb ungerechtfertigt und verpflichtet den Beklagten zu der geforderten Entschädigung." h. Der langjährige Altgeselle der SchuhmacherGewertstasse, Rudolph Jordan, ist am Dienstag seinen langen Leiden im Krankenhause Bethanien erlegen. Die feier liche Beerdigung deffelben unter Betheiligung von Seiten des Gewerks findet am Sonntag, Vormittag 11 Uhr, von der Leichenhalle Bethaniens aus, auf dem alten Louisenstädtischen Kirchhofe in der Bergmannstraße statt. Die Gewerksgenossen find gebeten, durch ihre Theilnahme am Leichenbegängniß dem Verstorbenen, der sich der Achtung und Liebe aller, die ihn kannten, zu erfreuen hatte, die lepte Ehre zu erweisen.( Alles Nähere enthalten die betreffenden Inserate.) a. Die Gesammtbücherzahl der in Berlin Anfangs v. J. bestehenden 23 Volksbibliotheken( es ist inzwischen noch eine Wolfsbibliothek hinzugekommen) betrug am 1. April 1883 96010 Bände, welche in der Zeit vom 1. Januar 1882 bis 31. März 1883 von 17 957 Lefern benugt wurden. Die Zahl der entliehenen Bücher beziffert fich auf 402 070 Bände, von benen fich 281 738 Bände auf die deutsche Nationalliteratur, 59 812 Bände auf ausländische Literatur, 13 167 Bände auf Geschichte, 12 758 Bände auf Geographie und Reisen, 9372 Bände auf Naturwissenschaften, 5 611 auf biographische Schriften, 5542 auf encyklopädische Werke, 3270 auf Technologie, 2375 auf alttlaffische Literatur, 1892 auf Kunstgeschichte, 1607 auf Philologie und Pädagogie, 1046 auf Staatswissenschaft, 1036 auf Philosophie bezogen und der Rest der gelesenen Bücher fich auf die Fächer: Mathematit, Sprachkunde und Theologie vertheilte. Von den Lesern gehörten 6 147 dem Gewerbe- und Handwerkerstande an, 3 925 waren Frauen aller Stände, 3 820 Studenten, Gymnaftasten und Schüler, 1647 Arbeitsleute, 1455 Beamte, 896 Lehrer und 67 Soldaten. N. Ein fonzessionirter Spielflub gehört gewiß zu den Seltenheiten. In der Franzstraße 6, bei dem Restaurateur Rudolph hat sich seit Kurzem ein Statklub konstituirt, der sich ,, Stat Club Einigkeit 1884" nennt und hat derselbe seine Stafuten bei dem Königlichen Polizei- Präsidium unter Anführung seines Spielmodus eingereicht Die Genehmigung zur Abhal tung der Spielabende hat der Klub erhalten. y. Da fann ja ein alter Zaun wackeln. An dem, den Grundstein des zukünftigen Reichstagsgebäudes umgeben den Baun hat ein Unbekannter mit Kreide folgenden frei nach Göthe improvifirten Vers geschrieben: g. Zu späte Hilfe. Zu dem in der Klosterstraße wohnenden Armen- Kommissionsmitgliede W. fann gestern früh eine auf dem Jüdenhof wohnende Frau mit einem etwa 6 Monate alten, franken Rinde und bat Hrn. W. um die Ausstellung eines Krankenscheins. Noch während Hr. W. mit der Anfertigung deffelben beschäftigt war, fing die Frau plötzlich laut an zu jammern, das Kind in ihren Armen war todt. Es blieb Hrn. W, nun nichts weiter übrig, als die tieferschütterte Mutter zu dem an der Stralauerbrücke wohnenden zuständigen Armenarzt Dr. P. zu schicken, um sich von diesen einen Todtenschein ausstellen zu lassen. Ueber dem Grundstein ist Ruh', Hinter dem Baune spürest du Kaum einen Hauch. Still ruhen die geschäftigen Hände, Doch endlich findest ein Ende, Du auch! in Gemeinschaft mit zwei anderen Knaben das Der Alexanderstraße auffichtslos gestandene Fuhm bestiegen und darin am Tage der That Ausflüge n Tegel, Weißensee und anderen Vororten Berlins gema zu haben. Der jugendliche Dieb, welcher erst zwölf Jahre ist, behauptet, daß weder er noch seine Kameraden beabsicht haben, das Fuhrwerk sich anzueignen, vielmehr wollten fie n die günstige Gelegenheit, unentgeldliche Spazierfahrten machen, benutzen. Nachdem sie bis spät in die Nacht hin in dem Wagen herumgefahren waren, brachten sie das Fu wert nach einer abgelegenen Stelle am Friedrichshain, und folgenden Morgen fehrten die Knaben zum Fuhrwert wiede zurück und veranstalteten auf dem Doppel- Bonny Reitübung wobei der Hauptacteur, der 12jährige Müller von dem stohlenen überrascht wurde. y. Schlagfertig. Der Besitzer eines hiesigen Wiener Rafés nahm seinen Töchtern eine französische Gouvernante. Sein erwachsener Sohn, der mitunter auch zur Aushülfe die Dienste eines Kellners oder Marqueurs versah, ließ nicht lange damit warten, der jungen und hübschen Erzieherin seine Huldamit warten, der jungen und hübschen Erzieherin seine Huldigung darzubringen. Sie begegnete derselben jedoch sehr geringschäßig mit der Aeußerung ringschäßig mit der Aeußerung: Ich möchte wohl eine Marquise sein, aber deshalb noch immer nicht die Frau eines Marqueurs." Schlagfertig erwiderte der junge Mann:„ Ich möchte wohl eine Gouvernante sein, aber deshalb noch immer nicht der Mann einer Gouvernante." g. Diebstahl oder Näscherei? Einem in der FriedrichEinem in der Friedrichstraße wohnenden Kaufmann hatte einer seiner Kommis aus einer im Komptoir freist henden Cigarrentiste eine Cigarre entwendet. Hierin erblickte der Kaufmann genügenden Anlaß, um das Engagementsverhältnis sofort zu lösen. Der Kommis bestritt ihm aber das Recht hierzu und flagte sein Gehalt bis zum Ablauf der Kontraktszeit beim hiesigen fgl. Amtsgericht I ein. Er erzielte in der That ein obfiegendes Erkenntniß. Die Entnahme der einen Cigarre," Nachbruc verboten.] 12] Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) " 1 Da Bein Die Mordaffaire in der Rügenerstraße betref entnehmen wir dem„ B. B. C." Folgendes: Die Zeugen d schaurigen That waren zu Donnerstag Mittag 1 Uhr auf ordnung des Untersuchungsrichters Herrn Landgericht Hollmann nach der Morgue in der Louisenstraße geladen Mörder Louis Mießner, am 7. März 1852 zu Berlin gebo wurde gefesselt zur Leiche der von ihm ermordeten unve lichten Pezoldt geführt, um dieselbe zu rekognosziren. Anblick der Leiche wurde Mießner freidebleich und bat Landesgerichtsrath Hollmann, ihm den weiteren Aufenthalt dem Zimmer zu ersparen. Er wurde abgeführt. Nachdem Leiche, welche im Sezirsaale 3b zur Schau gestellt, als die pp. Pezoldt refognoszirt worden, begannen die Gerichts ihre Arbeit. Die Aerzte, Geh. Rath Profeffor Liman f eigenhändig, fonstatirten 22 Verlegungen an der Leiche hat nach deren Gutachten ein Stich von 7 Bentimeter 4 Bentimeter Tiefe, den Tod sofort herbeigeführt. Mi hatte bis zum April 1882 in dem Hause Bernauerstraße Hof 2 Treppen, Wohnung. Schon damals hatte M. ein hältniß mit der Bezoldt und dies hatte die Frau des Erfahrung gebracht. Um etwas Schlimmerem zu entgehen og die Frau von M. weg. Am selben Abend brachte M. unordete Bepoldt in seine Wohnung. Die Frau M. hat gebihren Ehegatten bisher nicht gefümmert, fie war bis Sim in einer renommirten Wäschefabrik thätig und wird das iste Leumundszeugniß ertheilt. n n. Ein hier seit Jahren ansässiger Ruffe, da jest ventiner Ausweisungsordre verschont geblieben ist, fortwähon in der Erwartung einer solchen schwebt, hat die Ungen.ßheit über das ihm bevorstehende Schicksal Herzen genommen, daß er seit einigen Tagen Spuren Geistesgestörtheit zeigt. Seine unglückliche Familie hat selben vorerst in die Privatbehandlung gegeben. * Um Mißverständnissen in Bezug auf die Ehrlich feit unserer Droschtenkutscher vorzubeugen, werden wir um Aufnahme der folgenden Zeilen ersucht: Am Sonntag, den 13. Juli cr., in den Nachmittagsstunden benusten ein Herr und eine Dame eine Droschke 1. Klaffe von dem Halteplay an der Dresdenerstraßen- Ecke nach den Zelten( Thier garten), Charlottenburg und wollten schließlich in Schildhorn" aussteigen. Der Droschfenführer fuhr den Sandweg im Grune wald leer, wogegen die Fahrgäste einen näheren Waldweg einschlugen. Ersterer konnte aber schließlich in Folge des furcht baren Unwetters nicht weiter, erbat fich Abends gegen 10 Uhr nom Pichelsdorfer Förster ein entgegenkommender Weise gestelltes Vorspann Pferd und kam mit dessen Hilfe schließlich 1034 Uhr Abends in Schildhorn an, wo indeffen die Fahr gäste in der Annahme, der Rutscher fomme überhaupt nichtmit anderweiter Fahrgelegenheit zurückgefahren waren. In der Droschke blieb nun ein werthvoller seidener Regenschirm und da der Droschkenkutscher ohne Bezahlung geblieben, andererfeits aber nach dem Schirm wiederholt erfolglose Recherchen, stattgefunden, die Fahrgäste sonst auch bisher nicht zu ermitteln waren, so sei mitgetheilt, daß das Droschtenvereinsbureau, Fischerbrücke 14, im Interesse beider Theile die Angelegenheit erledigen möchte. Dem Herrn Förster zum Amt- Bichelsdorf Dem Herrn Förster zum Amt- Pichelsdorf sei für sein menschenfreundliches Entgegenkommen aber der wärmste Dank ausgesprochen. ,, Mag die kleine Bestie heulen, bis sie genug hat," brummte die Ziehmutter, während sie ein Glas heißen Grog trant und ihre Nichte und der sechsjährige Knabe sich um die Ueberreste aus der Bettlertasche balgten. Aber der adelige Sprößling war im Stande, seine neuen Adoptiveltern zu ermüden, ehe ihm selbst der Athem ausge gangen war. Die halb betrunkene Frau erhob sich wüthend und versezte ihm einen Schlag auf den Kopf, der ihn niederstreckte. Es war die erste unwürdige Behandlung, die der kleine Baronet erfuhr. Statt sich, wie die übrigen Pfleglinge der Engelmacherin, in den Schlaf zu schluchzen, verdoppelte er sein Geschrei zu einer Höhe, daß die Nachbarn herbeieilten, um sich nach der Ursache des wüsten Lärms zu erkundigen. Die jungen Berliner find wirklich allerliebst. Dem Klempnermeister Kahle aus Neu- Weißensee ist vor einigen Lagen, wie wir berichteten, ein Break mit einer Rifte Weißblech nebst Doppel: Ponny in der Alexanderstraße, wäh rend einer kurzen Entfernung vom Fuhrwert, gestohlen worden. Kahle begab sich bald darauf nach verschiedenen Stadttheilen auf Nachforschung nach seinem Fuhrwerk und seßte am folgenden Morgen seine Nachforschungen fort, wobei er nach der Landsberger Allee kam. Da fand er in der Nähe des Friedrichshain seinen Wagen nebst der Kiste mit Weißblech, und als er damit beschäftigt war, den auffichtslos dastehenden Wagen fort schaffen zu laffen, sah er einen Knaben, der auf seinem DoppelBonny an ihn herangeritten fam. Kahle veranlaßte die Siftirung des Knaben zur Wache, woselbst derselbe angab, Die Besuche der Umwohnenden waren unerwünscht, wo zwei oder drei Kinder halb vor Hunger, halb durch Opiumtropfen betäubt, in schlaffüchtiger Erstarrung dalagen, und ein anderer über eine Wunde am Kopf stöhnte und ächzte, um welche fich Niemand kümmerte. " Er schreit nach seiner Mama," erklärte die Ziehmutter, ,, und es giebt fein anderes Mittel ihn zu beruhigen, als ihn schreien zu lassen, bis er nicht mehr fann. Seine Mama ist todt und das ist nicht meine Schuld." Aber", sagte eine der Nachbarinnen, sich umschauend, Ihre Kinder sehen entseglich elend aus." N. Traurige Folgen einer unsinnigen Wette. D Liter Rolle Steinträger pflegen auf Neubauten gewöhnlich 20 bis 30 G auf einmal auf den Bau zu tragen. Gestern Nachmittag m der Steinträger Wilhelm H., welcher an der Ecke der Schönhauser- und Linienstraße beschäftigt ist, mit seinen Raum hatte er auf der zweiten Leiter die fünfte Sprofe reicht, als er nicht mehr weiter fonnte, zu Fall fam und das rechte Bein brach. H. mußte nach der Charité gebr werden. Die Nichte erhielt ihren spärlichen Unterhalt für ihre Dienst leistungen als Rindermagd. Der Knabe mußte in den Straßen betteln und das Mädchen jede Woche einmal Almosen bei den barmherzigen Schwestern erbitten. Oft blieben die zärtlichen Adoptiveltern Tag und Nacht ihrer Wohnung ferne, um wüsten Berstreuungen nachzujagen, während zu Hause die unglücklichen Kinder hinfiechten oder hinstarben, ohne daß fich irgend Je mand darum fümmerte, auch wurden Ausflüge in die Umgebung von London gemacht, wo Kinder zum Adoptiren gegen eine einmalige Geldentschädigung ausgeboten waren. Das sind meine Zwillinge," meinte die Ziehmutter, auf zwei Findelfinder von verschiedenen Müttern, aber ziemlich dem gleichen Alter deutend. Sie leiden an Bahnkrämpfen, doch hoffe ich fie troßdem durchzubringen und das ist das Kind meiner verstorbenen Schwester. So arm ich auch selber bin, muß ich doch für den Jungen sorgen." Nachdem die lästigen Gäste fich entfernt hatten, hielt es das Weib an der Zeit, Sir Ruperts Aeußerungen der Abneigung gegen seine Umgebung Einhalt zu thun und flößte ihm zu diesem Zweck einen Löffel voll Opium ein. Der gesunde Magen des Kindes warf diese zerstörende Gabe aus und die getränkte Biehmutter nannte ihn deswegen die teuflichste Range, die ihr jemals vorgekommen sei. gen die Wette, 40 Steine bis zur dritten Etage zu trag * Zur Vorsicht bei Landparthien mahnt folgender gang: Ein hiesiger junger Kaufmann hatte vorgeste mehreren Freunden eine Landparthie nach Saatwinkel u nommen und sich nach dem Frühstück zum Schlafen auf Wiese gelegt. Er wurde durch einen heftigen Schmen rechten Augenlid geweckt. Die Ursache war der Stich ei Biene, wodurch das Auge sofort stark anschwoll. Der i Mann mußte fich sofort nach Berlin begeben und hier liche Hilfe in Anspruch nehmen. Der Gebrauch des Auge ihm heute noch nicht möglich. " Ich nehme das Kind nur aus reiner Liebe," erklärte die Engelmacherin gewöhnlich ,,, um mich für den Verlust meines eigenen fleinen Büppchens zu trösten, das mir gerade in demselben Alter starb. Das Erziehungsgeld wird für das Kind an gelegt, wir mögen nichts davon behalten. Mein Mann und ich, wir sind bescheidene, hart arbeitende Leute. Wir verdienen schon, was wir brauchen." Das Halten von Ziehfindern brachte den verbrecherischen Eheleuten eine hübsche Einnahme, die sie aber in Trinfstuben und bei Saufgelagen in Kellerreftaurationen verpraßten. bef Au unt St Sche 250 thm grö g. Ueberliftet. In hiesigen merkantilen Kreisen, wel legter Beit vielfach von englischen, speziell von Londoner Sch delfirmen arg geschädigt worden sind, erzählt man fich folgen gelungene Uebertrumpfung einer derartigen Gaunergeeldho Li fo Ein großer Gerbermeister in Prenzlau erhielt vor einige von einer Firma in London den Auftrag zur sofortigen rung von 300 Stück Lederjoppen verschiedener Mufier, die gedachte Zahl nicht auf Lager sein, so sollte der Ger lichst bald schicken. Der Gerbermeister sandte auch thatjá meister nur 50 Stück sogleich und die übrigen 250 Stüd th 90 Stück Joppen nach London. Dies erfuhr sein Schw der ihm anrieth, erst über die Firma nähere Erkundigun einzuziehen, bevor er die größere Sendung folgen laffe einander das abgezehrte, halb bewußtlose, schmuzige Rind Eine Woche später traf er das Mädchen wieder an Straßenece, auf ihrem Schoße ein Kind schaukelnd. Geht es dem Kinde noch nicht beffer?" fragte bleibend. So bemerkte der Polizeibeamte zwei oder drei Tage bin er lief schi behi obn halt fich Der nigi erre nos Ruf Ber We Dorg alte elter Das tief roth ,, Ach das ist ja nicht daffelbe, das Andere hatte Haar, das rothhaarige hat die Tante in's Krankenhaus Doftor getragen." 11 Sind es denn Zwillinge?" Ja, Herr, es sind Zwillinge." ,, Da nimm diesen Zwieback für Dich und für das faufe dem armen Kleinen drüben in dem Keller etwas Wild Dem Beispiel ihrer Verwandten folgend, gab Anna erhaltene Geld für sich aus. Kaum hatte sich der Polizeibeamte an das kahlköpfige Rin elen den Zwillingsbruder des rothhaarigen gewöhnt, als aud Und die Geldentschädigung wurde bei Spiel und Tanz verschwand, und sein jugendlicher Schüßling mit einem br Kinde in ungefähr dem gleichen Alter und demselben e pergeudet und es dauerte nicht lange, so bezeichnete wieder ein leines Grab das neue Opfer der Pflegeeltern. Der sechsjährige Knabe, den sie zur Pflege hatten, sollte in seinem sechszehnten Jahre in den Besig von fünfhundert Pfund gelangen. Im Hinblick darauf war sein Leben gefchont und er mit einer gewiffen grimmigen Rücksicht behandelt worden, damit ihm dieses Geld abgelockt werden könnte, sobald ihm die Verfügung darüber zufiele. In dieser Atmosphäre des Verbrechens und des Elends wurden Ruperts rosige Wangen bald bleich, seine Augen verloren ihr Feuer und die braunen Loden, welche Hanna Porter so sehr geliebt hatte, waren jetzt nur ein filziges Gewebe, und die Kraft seiner Lungen erschreckte seine Ziehmutter nicht mehr. Andere Kinder starben, oder fanden ihren Weg in's Krankenhaus, um dort zu sterben, oder wurden in Thorwegen ausgesetzt und andere wurden wiederum nach der Eastfieldstraße gebracht, sauber und wohlgenährt, wenn sie kamen, mager und schwach nach furzem Aufenthalt daselbst. Während Rupert Barth mit aller Kraft einer starken Konstitution um sein Leben kämpfte, war der Frühling vergangen und die Hiße des Sommers an seine Stelle getreten. Die geplagte Nichte der Engelmacherin empfand in der Schwüle ihrer dunstigen Höhle den Wunsch nach etwas frischer Luft, und da ihre Tante von Morgens bis Abends fortblieb, nahm die unglückliche kleine Wärterin dasjenige der Kinder, welches sich am übelsten befand, mit sich auf die Straße und Zustande erschien. 11 lezte Woche hattest, Mädchen?" Was! Wieder ein anderes Kind? Wo ist das, wal Es ist gestorben. Ach möchten Sie mir nicht einen schenken? Ich bin so hungrig." ,, Gestorben? Und woher fommt dieses Kind? G nicht auch ein Zwilling?" löste ibre Zunge und fie antwortete: Das Mädchen ließ den Kopf finten, aber ein Bel ,, Es ist ein Adoptivfind." Frevel." gezo zu f Anj liche wird burd zwei geftr Dase heira chen woh diese fie f das Erbr Ein Kind berei Stu fofor Die ebeni Bim bung Genr fünft und Schlick reprä führu gelun van Barit licher fest. ( Ten Die Leiftu tönnt Lante als e Den G dürfte mentl Sorg ,, Ein Adoptiofind? Dahinter verbirgt fich irgend Dieses dritte Kind war, wie schon manches vor ihm Stepney- Krankenhause zum Sterben übergeben worden Anna erschien in der Straße mit Sir Rupert Barth auf Arme. Rupert fonnte nicht mehr allein gehen. Der Polizeibeamte, welcher schon auf seine hungrige Freundin wartete, überreichte ihr ein paar Semmeln während sie dieselben verzehrte, betrachtete er prüfend das setzte sich auf irgend eine Thürschwelle und beobachtete neugierig auf ihrem Schooß. Der Knabe, dessen Geficht trop der die Vorübergehenden. Dieses hohlwangige Mädchen mit den glanzlofen, müden Augen und dem todesfranken Rinde auf dem Arm erweckte die Aufmerksamkeit eines Polizeibeamten, der seit Kurzem feinen Posten in der Nähe hatte. Armselige Mädchen mit dürftigen Rindern waren fein ungewöhnliches Schauspiel in dieser Stadtgegend, aber der Mann war selbst Familienvater und die Liebe zu den Seinigen machte ihn auch theilnehmend für Andere und er schenfte dem hungrig aussehenden Geschöpf awei Kuchen. Diese Freigebigkeit entfleidete den Mann des Schreckens, den er sonst dem armen Ding eingeflößt hätte. Anna betrachtete ihn vielmehr jest in dem Licht eines Freun des, und statt ihm aus dem Wege zu gehen, wie ihre scharffichtige Tante ihr gerathen haben würde, ging fie ihm ge flissentlich entgegen. verrieth, und dessen dunkle Augen mit einem schmerzlichen erschreckenden Bathos auf ihn gerichtet waren, erinnerte seinen eigenen herzigen Kleinen daheim. Das eine Bein Kindes zeigte ein schwarzes herzförmiges Mal und Woher ist dieses Kind?" fragte der Polizist. Es gehört meiner Tante," die Zwillinge sind nicht von einer Mutter. ,, Rede mir nicht solchen Unsinn vor, Anna, dieses 14 " So ist es vielleicht eins von den adoptirten Kinber Möchtest Du mir nicht zeigen, wo ihr wohnt, Anna Das Mädchen begann zu weinen. neb verboten, jemals ein Kind mit aus dem Hause zu Ich darf nicht. Sie würde mich tödten. Sie bat Und wenn sie erst einen Polizeibeamten fieht, wird fie in eri werde liebt Schlag Dor D 11 11 Sie aber nach Bobr Burüd 11 uns ich m eilen, Milch Milch befan magig Finde ichrice Mor 11 amte, zu br 2 gefett Deckt ten u Leiche folgte, Bimm hatte, follte, haften Bierte alten Die un teinige ganz 11 Loo D ich for zu ver taufen ten" wärts Q as a Fubro ge no gemad abre a bfichtig fie mu rten t bine Ful und a wiede bunge Dem treffent gen be auf itsrath en. Da geboren nom bat Bein thalt bem bie chtsi at fei che Lang Mief rafe ein SM. atgeber bat bis wird ber ift, bat at fo Ten bat b te. O Strin g mach Liter r nt Rolle tragen coffe Fund gebra der tern el unt auf d mer Sein Der ju hier o ugd welde Sch folgen fellicho ger 3 en Li er, fo Berb lick th atfa chmap Digana affe e bin ind an d ex freb te rot and D ich bi bri elen road 册 goldble end ERE Dett auf b befolgte auch diesen Rath und erhielt nach etwa 10 Tagen die Auskunft, daß seine Auftraggeber- Chambregarnisten seien Chambregarnisten seien und im vierten Stock eines Hauses in einer der minder guten Straßen wohnten. Nun schrieb der Gerbermeister den inzwischen ungeduldig drängenden Engländern, daß die fraglichen 250 Stück Lederjoppen bereits verpackt ständen, es aber bei thm Usus sei, das erste Geschäft per Kaffe zu machen, und die größere Sendung erst nach Eingang des Betrages für die gelieferten 50 Joppen abgehen würden. Die Herren Engländer schickten auch thatsächlich den Betrag und der Gerbermeister der Gerbermeister behielt seine übrigen 250 Lederjoppen. be. Eine große Anzahl russischer Juden, die theils ohne Weiteres von hier ausgewiesen, theils mit einer Aufenthaltstarte von längerer Dauer bedacht worden sind, begeben fich in diesen Tagen mit ihren Familien nach Amerika; andere der Ausgewiesenen richten ihr Reiseziel nach Paris, die we nigsten aber nach ihrer alten Heimath. Große Bestürzung erregt übrigens, wie wir einem Privatbriefe eines in Infaterinoslav lebenden Deutschen entnehmen, unter den Deutschen in Rußland wegen der Ausweisung russischer Unterthanen aus Berlin. Man befürchtet, daß die russische Regierung in gleicher Weise mit den Deutschen verfahren wird. x. Ein recht betrübender Unglücksfall ereignete fich vorgestern Abend in der Badstraße. Das ungefähr 6 Jahre alte Töchterchen des Arbeiters Riel spielte in der Nähe ihrer elterlichen Wohnung auf dem Trottoir mit einem Stöckchen. Das Kind fiel zur Erde und stieß sich hierbei den Stock so tief in das linke Auge, daß derselbe erst von Passanten herausgezogen werden mußte. Man brachte das schwer verlegte Kind zu seinen Eltern, welche sofort die nöthige ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen. Es steht kaum zu hoffen, daß dem unglücklichen Mädchen die Sehkraft auf dem Auge erhalten bleiben wird. mann in dem Liede ,, Lieblich röthen fich die Wangen" Ausge-| zeichnetes leisteten. Auch Herr Raula als van Bett" hatte seinen guten Abend, nur möchte uns gestattet sein, zu bemerken, feinen guten Abend, nur möchte uns gestattet sein, zu bemerken, daß auch die heiterste Komit ihre Grenzen hat, und daß ein Zuviel in dieser Hinsicht sehr leicht auf den guten Geschmack des Publikums in nicht besonders fördernder Weise einwirkt. Kunst und Publikum leiden gleichmäßig darunter, wenn man allzusehr auf die Lachmuskeln gewiffer Zuhörerkreise spekulirt. Also niemals ins Poffenhafte verfallen. Wie schon oben gefagt, war der Gesammteindruck ein völlig befriedigender. Jedem, der in dieser Weise Belehrung und Erheiterung schöpfen will, fönnen wir die Opernaufführungen im Louisenstädtischen The ater nur angelegentlichst empfehlen. Gerichts- Zeitung. Angeklagte: Ich habe das ganz werthlose Korset hier und erlaube mir, es dem Herrn Staatsanwalt zu überreichen."( Die Angeflagte widelt aus einem Stüd Beitungspapier ein mit braunem Zeug überzogenes, schmuziges Stahlgerippe, welches fie dem Staatsanwalt zeigt und dann wieder einwidelt.) Der Staatsanwalt hält indeß die Angeklagte in allen Punkten für schuldig und beantragt, da der erforderliche Strafantrag von Seiten des Herrn Cohn vorliegt, 1 Woche Gefängniß. Der Gerichtshof beschließt nach längerer Berathung, die Verhandlung zu vertagen und Fräulein Bonde, den Kriminalschußmann Klemm und die Frau Cohn zu dem neu anzuberaumenden Termin als Zeugen zu laden. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Aufruf! Metallarbeiter Berlins! Große öffentliche Generalversammlung sämmtlicher Metallarbeiter Berlins, wie Klempner, Gürtler, Drücker, Schnittarbeiter, Preffer, Former, Galvaniseure, Blechlackirer 2c. Sonntag, den 3. August, Vormittags 10 Uhr, im Lokale Königsbant, Große FrankfurterR. Mit welchen Lappalien sich mitunter die Gerichte befassen müssen, das zeigte wiederum eine gestrige Verhandlung vor der 93. Abth. hiesigen Schöffengerichts. Des Diebstahls angeklagt erschien auf der Anklagebant das Dienstmädchen Helene Schulz; dieselbe soll ihrem früheren Dienstherren, dem Hotelier Cohn Burgstraße 20, einige Stummel Stearinferzen, 1 Korsett, 1 Tollscheere, 1 Kopffiffenbezug und 1 Handstraße 117, früher Mohrmann. Tagesordnung: 1) Die Nothtuch entwendet haben. Herr Cohn hatte Strafantrag gestellt und so unterlag die Sache der Entscheidung des Gerichts. Die Angeklagte giebt zu, einige Stummel Stearinkerzen für fich gebraucht zu haben; in ihrem Zimmer welches auch das zweite Dienstmädchen mitbewohnte, hätte sie kein Licht gehabt und da fie Abends öfter ihre Sachen ausbeffere, so habe sie die Lichtstumpfen zur Beleuchtung verwandt. Das Korsett und die Tollscheere habe fte von einer Nichte der Frau Cohn, Fräulein Bondi, welche aus Böhmen zum Besuch hier war, geschenkt erhalten; das Handtuch und den Kopfkissen- Ueberzug habe sie von dem zweiten Dienstmädchen, welches die beiden Gegenstände unvorsichtiger Weise verbrannt habe, erhalten um fie zu verstecken, damit die Frau Cohn es nicht erfahre. Da ste dieselben nicht zu lassen wußte, so brachte sie die beiden angebrannten Gegenstände zu einer Bekannten in Charlottenburg, welche später die Sachen wieder der Frau Cohn zuſtellte. Außerdem habe ihr Herr Cohn den Werth der Gegenstände noch vom Lohn abgezogen. Herr Cohn hätte mich wohl nicht angezeigt so fährt die Angeklagte fort - wenn ich mich gewissen Wünschen, die er an mich stellte, gefügiger gezeigt hätte er hat mir 10 Mart geboten, da ich es aber nicht gethan habe, so bat er mir ein schlechtes Beug niß ins Buch geschrieben und mich geschlagen. Beuge Hotelier Cohn, ein starker, unterſeßter Mann mit einem gewaltigen Schnurrbart, weiß von der ganzen Sache nur durch seine Frau. Da Frau Cohn im Zuschauerraum anwesend ist, so stellt der Staatsanwalt den Antrag, die Frau Cohn sofort zu vernehmen. Der Gerichtshof ist damit einverstanden. Frau Cohn, eine sehr forpulente, fleine Frau betritt den Zeugenraum und deponirt, nachdem fie vereidigt worden, Folgendes: Die N. Drei Kinder vergiftet. Ein entseglicher Unglücksfall durch Vergiftung, der bereits ein Menschenleben gefordert und zwei andere im höchsten Grade gefährdet hat, wird uns vom geftrigen Tage von dem Grundstück Koloniestr. 94 gemeldet. Daselbst waren die beiden Kinder der dort wohnenden unverheiratheten Schiller, ein Knabe von 10 Jahren und ein Mädchen von 4 Jahren, sowie der 10 jährige Sohn eines dort wohnenden Arbeiters mit Lumpenfortiren beschäftigt. Bei dieser Arbeit fanden die Kinder eine Düte, deren Inhalt fie für Zucker hielten und davon naschten. Kaum hatten fie das weichliche Beug genossen, als sich bald bei allen Dreien Erbrechen und andere Symptome einer Vergiftung zeigten. Ein fofort hinggerufener Arzt ordnete die Ueberführung der Kinder nach der Rönigl. Charité an, wo der 10 jährige Schiller bereits sterbend eingeliefert wurde, und nach einer halben Stunde verstarb. Die beiden andern Kinder schweben trop fofort angewandten Gegengiftes noch in größter Lebensgefahr. Die Düte soll Mauſegift enthalten haben. " i. Im Louisenstädtischen Theater wurde gestern das ebenso gern gegebene wie gefehene Repertoirstück Czaar und Bimmermann" aufgeführt. Man darf wohl ohne Uebertreibung dieses Lorging'sche Werk als eines der besten in dem Genre der komischen Oper bezeichnen. Die Musik ist weniger fünstlerisch als dem wahren, finnigen Volksgesange abgelauscht und bildet so mit dem Tert, der auch nur den einfachen, schlichten aber edlen Volksgeist und den sprudelnden Volkswiz repräsentirt, ein vollkommenes, harmonisches Ganze. Die Auf führung selbst muß im Großen und Ganzen als eine höchst gelungene bezeichnet werden. Namentlich waren die Rollen Dan Bett( Kaula, Baß), Peter Michaelow( Reiche als Gast, Bariton) und Marie( Frl Deutschmann, Sopran) in gefang licher wie in schauspielerischer Hinsicht gleich ausgezeichnet be legt. Dagegen ließ Herr Krüger als Marquis v. Chateauneuf ( Tenor) manches zu wünschen übrig. In den höheren Lagen, die doch gerade bei einem Tenor den Glanzpunkt feiner Leistungen bildet, versagt er vollständig und auch im Spiel Lönnte etwas mehr Sorgfalt nicht schaden. In eine so noncha lante Haltung, wie sie Herr Krüger gestern im Spiel beliebte, als er als Gesandter Frankreichs( gegen den Schluß des 1. Atts) Den Czaar bittet Wollen die Gnad' gewähren, Mich huldreich anzuhören?" dürfte wohl schwerlich jemals ein Gesandter verfallen sein, namentlich zu jener Beit, in der man bekanntlich die größte Sorgfalt auf die Etiquette legte. Bei den Soloparthien muß in erster Linie Herr Reiche und Frl. Deutschmann erwähnt werden, die beide in den Liedern, der erstere in dem so beliebt gewordenen ,, Einst spielt ich mit Szepter", Frl. Deutschschlagen, bis mir das Blut kommt. Sie hat schreckliche Angst Dor Der Bolizei." st sie jetzt zu Hause?" Nein, fie ist ausgegangen. D, die hat sehr gute Zeiten. Sie geht ins Theater und ins Wirthshaus und zum Tanz, aber ich und Richard, wir müssen bei den Kindern bleiben und nach ihnen sehen. Dann fannst Du mich ja ganz unbesorgt nach Eurer Wohnung führen. Ich werde längst fort sein, ehe Deine Tante zurück ist. Sieh, ich gebe Dir auch diesen Schilling." uns ein großes Stück Cervelatwurst und Brod faufen. Gut, ich will Sie führen, nur bleiben Sie nicht lange." D, das viele Geld. Dafür tönnen wir, Richard und ich, Sie nahm Rupert wieder auf den Arm und wollte davon eilen, aber der Polizeibeamte hielt fie auf und ließ fie in einen Milchladen eintreten und dem verhungerten Kinde eine Taffe Milch geben. Nachdem sie bis unter das Dach hinaufgeklettert waren, mäßigen Biehmutter. befand fich der Polizist in der verpesteten Höhle einer berufs Auf dem Stroh in einem Winkel lag das größte der Findelfinder, welches, wie Anna erzählte, die ganze Nacht ge schrieen hatte, jest aber schlief. Das Kind war in Folge einer zu reichlichen Gabe von Morphium gestorben. " Schmug, amte, Rotizen in sein Taschenbuch schreibend. Mangel, Ausschweifung," sagte der Polizeibe zu bringen?" In welches Krankenhand welches Rrantenhaus pflegt Deine Tante die Kinder ,, Dort hinüber in das Stepney- Krankenhaus." gefesten Bericht über die gräuliche Verbrecherhöhle, die er ent Am Nachmittage erstattete der wadere Polizist seinen Vorbedt hatte, über die fieben vor Schmut starrenden, verhunger ten und mit Schlafmitteln betäubten Rinder und die kleine Leiche auf dem Stroh. Ein Besuch im Stepney Krankenhause folgte, und als am Abend die gewissenhafte Biehmutter in ihr Bimmer getaumelt war und sich auf ihr Bett niedergelassen batte, um zu überlegen, was sie mit dem Kinde anfangen follte, erschienen zwei Polizeibeamte bei ihr, um sie zu ver haften; ein Dritter ging ihren Mann aufzusuchen und ein Bierter brachte die ganze Adoptivfamilie zu zwei anständigen alten Frauen, die von dem Bolizei- Inspektor beauftragt waren, Die unglücklichen Kleinen nach Anordnungen eines Arztes zu as R Ed ben ein etn bat neb reinigen und zu füttern. taufen wollte. ,, D, mir meine Lieblinge zu entreißen!" heulte die plöglich ganz nüchtern gewordene Ziehmutter. ,, Mein Herz bricht über den Tod des Kindes meiner armen Schwester, das mir starb, während ich fort war, um mir durch Waschen und Scheuern etwas Geld zu verdienen, wofür ich dem süßen Jungen ein Paar Apfelfinen ten", fagten die Polizeidiener, fie ohne alle Förmlichkeiten vors Sie müffen uns nach dem Stepney- Krankenhause beglei wärts schiebend. Ich werde nicht einen Schritt gehen!" Da sie nicht gutwillig gehorchte, schleppten fie die Polizisten bei der Angeklagten vorgefunbenen wordearen noch ziemlich 11 lang und hätten noch in der Wirthschaft gebraucht werden tönnen: daß die Bondi das Korsett und die Tollscheere ge schenkt hat, glaube ich nicht, übrigens ist mir für tausend Mark Wäsche von den Mädchen verdorben worden und für 500 Mt. ist mit mindestens abbanden gekommen."( beiterleit bei den Buschauern) Die lleine Frau ist ganz echauffirt und erzählt weiter: In Charlottenburg, wo die Angeklagte eine Bekannte wohnen hat, ist gehaussucht worden, doch hat die Polizei nichts gefunden. Aber fo fährt Frau Cohn mit gehobener Stimme fortes foll in Charlottenburg in der beregten Wohnung noch ein Koffer gewesen sein, den die Polizei nicht geöffnet hat, weil er einem Schlafburschen gehört haben soll, ist es da nicht möglich, daß meine ganze Wäsche in diesem Stoffer gesteckt hat?( Seiterkeit der Zuschauer). Und nun erlaubt sich die Angeklagte hier Redensarten gegen meinen Mann Herr Präsident, mein Mann wendigkeit einer lokalen Fachorganisation der Berliner Metall arbeiter. Referent: Herr Stadtv. Ferd. Ewald. 2) Verschiedenes. Bewerkskollegen aller Branchen! Den Wünschen unserer in den verschiedensten Stadtvierteln domizilirenden Gewerks genoffen Rechnung tragend, haben wir es nun unternommen, mit unsern längit geplanten Wanderversammlungen zu be ginnen, und ist die oben angekündigte die erste von diesen. Niemand jedoch von Euch Kollegen der Louisenstadt und aller übrigen Stadtviertel darf sich träumen laffen, daß er in dieser Versammlung nicht zu erscheinen nothwendig habe, Alle, Mann für Mann, find wir verpflichtet, allüberall, wo es sich um unsere Interessen handelt, wo die wichtigste Frage, unfere Eristenz und Magenfrage, das materielle wie das geistige Wohl unserer Familie berathen und diskutirt wird, ist es unbedingte Pflicht zu erscheinen und darum auf zur Versammlung am Sonntag, wo unser alter Kämpfer in der Gewerkschaftsbewegung wiederum unsere Interessen in Wort und That vertreten wird, zeigen wir, daß uns fein Weg zu weit wird, an den gemeinfamen Berathungen zur Aufbesserung unserer so traurigen Lohnverhältnisse theilzunehmen, um stets wohl organisirt der so rapid um fich greifenden Schundproduktion und der damit eng verbrüderten Lohnreduktion energisch den Weg vertreten zu können. Die Kommission. J. V.: A. Negband. NB, Mit dem 1. Auguft haben wir Ritterstraße 123, im Restaurant Sodke, ein unentgeltliches Arbeitsnachweise- Bureau errichtet und wird selbiges sämmtlichen Kollegen Morgens und Abends von 8-9 Uhr geöffnet sein. Die Zahlstellen befinden sich ebendafelbst wie auch an jedem Sonntage bei Funke, Prinzen- und Annenstraßen- Ede. Die Maurer tagten Mittwoch, den 30. d. M. im Saale ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 dem Gebahren der Krankenkasse gegenüber Stellung zu nehmen, welches darauf hinausläuft, Die rückständigen Beiträge exekutorisch einzutreiben. Als erster Redner nahm Herr Konrad das Wort, und entwickelte der selbe in sachlicher Weise die Gründe, welche den größten Theil der hiesigen Maurer veranlaßt hätten aus der alten Gewerks frantentaffe aus und der freien eingeschriebenen Hilfskaffe Grundstein zur Einigkeit" beizutreten. Er zeigte an einzelnen drastischen Fällen, wie in der alten Kaffe die freie Selbstbestimmung überhaupt nicht existiren könne, und betonte hauptfächlich, daß jeder dafür Sorge tragen müße, nur einer Kaffe anzugehören, die auf freie Selbstverwaltung bafire. Von einer folchen fönne aber in der alten Gewerkskrankenkasse keine Rede sein, und wer irgend wie noch den geringsten Zweifel darüber gehabt hätte, den dürften wohl nament lich die letzten 2 Jahre eines Besseren belehrt haben. Der Vorstand habe stets nach eigenem Gutdünken gehandelt und achte nicht einmal die statuarischen Bestimmungen, wie dies deutlich aus den erekutorischen Eintreiben der rückständigen Beiträge hervorgehe. Das Statut befage, daß alle Diejenigen, die 4 Beiträge schulden, als zu der Kaffe zugehörig nicht mehr zu betrachten seien. Dem aus diesem ganz ungehörigen Vorgehen des Vorstandes erstandenen Prozeß sehe man sehr ruhig entgegen und wäre derselbe sicher schon zu Gunsten der Mitglieder entschieden, wenn nicht durch ein unvorhergesehenes Ereigniß( Fehlen des Richters) diese Angelegen heit hätte vertagt werden müssen. Zum Schluß ermahnt Redner sämmtliche Kollegen, fest zusammen zu halten und alle vorgefommenen Unregelmäßigkeiten zur Kenntniß des Vorstandes der hiefigen Filiale der Krankenkaffe Grundstein zur Einigkeit" zu bringen. Im weiteren Verlaufe der Debatte ergriffen noch die Herren Scheel, Heinze, Erdmann und Peter das Wort, um theils die Ausführungen des Herrn Conrad zu unterstüßen, theils dieselben zu ergänzen. Der legte Redner, Herr Peter, wies speziell darauf hin, wie das Kranken- und Unfallversicherungs- Gesetz feineswegs den Erwartungen der Arbeiter entspreche und daher auch niemals den erzielten Zweck erreichen werde. Nach einstimmiger Anist ein anständiger Mann Präfident ins Wort fallend: Beruhigen Sie sich doch, die Angeklagte fann das zu ihrer Entlastung anführen! Erzählen Sie uns jegt, wodurch Sie den Diebstahl erfahren haben!" Beugin: Die Mädchen haben sich unter einander gezankt und sich gegenseitigt beschuldigt, deshalb habe ich auch nicht anders benten können, als daß fie auch die andere fehlende Wäsche haben. Ich vermuthe das" Präsident unterbrechend: Es handelt sich für heute nur um die angegebenen Gegentände!" Angeklagte, haben Sie noch etwas anzuführen?" " mit Gewalt weiter, und erst nachdem sie von den Beiden an den Armen gezogen, in figender Stellung über einige Stufen der Treppe gestoßen worden war, fand fie es bequemer, fich auf ihren Füßen fortzubewegen. et sa o to Be In dem Stepney- Krankenhause wurde sie zunächst in die Leichenkammer geführt. Dort lag eine kleine Leiche mit allen Spuren des Hungertodes. Wer ist dies?" fragte der Polizeidiener. " Das ist Emma," erwiderte fie; dann genauer hinsehend, fügte sie hinzu: Nein, das ist Alice," und sie war im Begriff, nahme folgender Resolution wurde die Versammlung, die einen fich auf das todte Kind niederzubeugen und es zu tüffen, aber einer der Männer, von Etel erfaßt, schleuderte sie weg. Sie wurde in das Krankenzimmer geführt. Eine Wärterin faß mit einem anderen verkümmerten und abgezehrten Kinde auf dem Schooß. Es war im Krankenhause gereinigt worden und man hatte alles aufgeboten, der Kleinen Leben zu retten. Werden Sie es durchbekommen?" fragte der Polizeidiener mit Thränen des Mitleids im Auge. Here Das läßt sich noch nicht sagen. Ist das die mörderische Mörderisch?" leuchte die Biehmutter. Sie werden höchstwahrscheinlich wegen Todtschlag vor Gericht kommen, Weib." For Das ist Emma. Mich kann fein Tadel treffen. Ich habe mein Bestes für die Kinder gethan und sie nie unsanft berührt." Eins der armen Kleinen wurde mit einem gebrochenen Arm hierher gebracht," sagte die Wärterin. Ja, das war aus dem Bett gefalien." Vor dem Krankenhause hielt der Gefängnißwagen und die treue Ziehmutter wurde in's Gefängniß überführt, wo ihr Gatte gleichfalls einige Stunden später Obdach fand. Am nächsten Morgen waren alle Beitungen voll von den Gräueln der Kinderpächterin. Ganz London hallte davon wieder. Die entsegliche Wohnung unter dem Dache, wo die Adop finder einem schnellen und doch qualvollen Tode entgegen flechten, wurden genau beschrieben und die Fälle, welche im Stepney Krankenhause zur Behandlung gekommen waren, ermangelte man nicht, einzeln aufzuzählen. Gräuel unerhörter Art tamen plöglich zu Tage und wurden in allen Kreisen der Gesellschaft besprochen. Der kleine fechsjährige Straßenaraber, der Erbe von fünfhundert Pfund, dem schon in diesem zarten Alter die Neigung zum Verbrechen in's Herz gepflanzt worden war, figurirte in den Spalten der Blätter, ebenso die Nichte, welche ahnungslos das Werkzeug der Entdeckung all dieser Scheußlichkeiten geworden war. Alle Berichte aber vermeilten mit besonderer Vorliebe bei einem sehr schönen Kinde, einem Knaben von etwas über zwei Jahren mit dunklen Augen und braunem Haar und offenbar sehr kräftiger Konstitution, mit dem die Ziehmutter zwanzig Pfund bekommen bätte, und der die üble Behandlung überleben zu wollen schien, da er sich jetzt in sorgfältiger Pflege befand. ( Fortsetzung folgt.) sehr ruhigen Verlauf genommen hatte, geschlossen. Die heute in Sanssouci tagende Versammlung protestirt auf das Entschiedenste gegen die Maßregeln des Vorstandes der alten Gewerkstaffe. Die Versammlung erklärt sich ferner damit einverstanden, eine Deputation von 3 Mitgliedern zu wählen, die bei der zuständigen Behörde darüber vorstellig werden soll, daß man erst die Mitglieder ihrer Rechte entbindet und dann noch die restirenden Beiträge erefutorisch eintreiben läßt." Der Arbeiterbezirks- Verein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt bielt am Mittwoch Abend in Meister's Lokal, Schönhauser- Allee 161, eine außerordentliche Versammlung ab. Daselbst hielt der Stadto. Herr Goerdi einen Vortrag über Arbeiter- Kolonie und Kolonisation." Re ferent verwies zu Anfang seines Vortrages auf die Ueberpro duktion, die so viele deutsche Arbeiter aus ihrer Arbeit ver dränge, welche in der Hoffnung, jenseits des Oceans in etwas befferen Verhältnissen ihr Leben fristen zu lönnen auswandern. Aber die Meisten sehen sich getäuscht! Denn in Amerika suche der Kapitalistsoen Arbeiter auch nach Möglichkeit auszubeuten. Ned ner führte weiter an, es stehe doch thatsächlich fest, daß doch nur diejenigen solche Reise unternehmen können, die etwas be mittelt find, dagegen die Unbemittelten für ihren Lebensunterhalt hier durchzufämpfen hätten. Diesen stehe nun noch die Konkurrenz( der Buchthausarbeit) gegenüber, mit welcher der freie Arbeiter nicht tonfurriren fann. Es kommen nun hierzu noch die Arbeiterkolonien, die dem freien Arbeiter auch noch die Arbeit entreißen, und so den Arbeiter zwingen, als Vaga bund auf die Landstraße zu ziehen, um in einer solchen Anstalt Aufnahme zu suchen. Schließlich würden die Anstalten überfüllt, es müßten neue Kolonien geschafft werden. Bum Schluß betont Redner fich zu vereinigen und zu organisiren, und Män ner zu wählen, die für Sozialreform eintreten, wie NormalArbeitstag, Aufhebung der Buchthausarbeit. Als hierauf der Borsigende Herr Schulz seinen Dant erstattet, für den gehaltenen sehr intereffanten Vortrag, erhoben sich die Versammelten von ihren Sigen, um ihre vollste Anerkennung fund zu geben. t. Der Kampf der Bäckergesellenschaft gegen den Meister Innungs- Verband Germania" wird immer heftiger. Nachdem am 17. d. durch das feste Busammenhalten der Ge sellen der Versuch des Innungs- Vorstandes, einen GesellenAusschuß wählen zu laſſen, gescheitert ist, hat jetzt besagter Innungs- Vorstand folgende Bekanntmachung" den Gesellen übermitteln lassen:„ Mit dem 1. Dezember 1884 müſſen fämmtliche Krankenkassen dem Gesez entsprechend umgeändert sein. Für die Bädergesellen- Krankenkasse würden sonach in Bezug auf den monatlichen Beitrag, sowie auf die Höhe der = Unterstüßung in Krankheitsfällen folgende Bestimmungen in Kraft treten; 1) Die monatliche Auflage beträgt 1 Mt. 20 Pf. Hierzu hat der Meister den dritten Theil beizutragen. 2) Die Höhe des zu gewährenden Hauskrankengeldes beträgt wöchentlich 8 Mt. 40 Pf. der Versammlung schon am Montag Morgen entlassen sei und der Referent fich desgleichen zu gewärtigen habe; dessen Entlaffungsschein liege auch schon fertig zum Abholen da. Einer der Anwesenden bemerkte, hierbei sehe man wieder die Harmonie zwischen Arbeitgeber und Nehmer. Hierauf wurde noch ein Antrag einstimmig angenommen, die Gemaßregelten nach besten Kräften zu unterstützen. Von der Wahl einer Strifekommission wurde Abstand genommen, weil man die Mitglieder derselben sonst auch ohne weitere Umstände entlassen würde. Hierauf erfolgte Schluß der von ca. 600 Personen besuchten und muster haft geleiteten Versammlung. Im Fachverein der Tischler, Neue Grünstr. 28, wird Herr Reg.- Baumeister Regler heute( Sonnabend) Abend 81%, Uhr einen Vortrag halten über: 3wed und Nußen der gewerkWenn fich bei dieser Umwandlung den Mitgliedern der Kaffe bedeutende Vortheile bieten, so ist jedenfalls noch hervorzuheben, daß durch die Beitragszahlung der Meister die Kaffe vollständig ficher gestellt ist. Alle diejenigen Gesellen resp. Kaffenmitglieder, welche auch ferner Mitglieder Der Kasse bleiben wollen, werden hiermit aufgefordert, ihre Namen in die Listen einzutragen, welche ihnen in nächster Zeit von unferen Innungsbeamten Dor gelegt werden wird. Gleichzeitig wird den Einzeich- schaftlichen Organisation". Eine zweite Versammlung hält der nern eine Einladungskarte zur Statutenberathung eingehändigt werden. Gesellen, welche zur Zeit außer Arbeit sind, fönnen ihren Namen in eine beim Obermeister, dem Ladenmeister und deffen Stellvertreter ausliegende Liste gegen Vorzeigung des Auflagebuchs eingetragen." In Folge dieser Kundgebung seitens des Innungsvorstandes fand am Donnerstag wiederum im Universum" eine Ge neralversammlung der Mitglieder der Bäckergesellen- Krankentaffe unter Vorstz der beiden Altgesellen Bolte und Gustav statt, um Stellung hierzu zu nehmen; die Quinteffenz der langen und erregten Debatten bilden folgende gefaßte Resolutionen: 1. Die heute Donnerstag, den 31. Juli im Universum tagende Versammlung der Berliner Bädergesellen spricht den Delegirten von Dresden den noch schuldigen Dank aus. In dem Vorgehen des Vorstandes der Berliner Bäcker- Jnnung Germania" erblickt die Versammlung eine höchst ungerechte Handlung. Die Versammlung fordert auf Grund des§ 14 unferes Statuts ein gleiches Recht für alle Kaffenmitglieder, gleichviel, ob fie bei Germania- oder bei Concordia- Meister arbeiten. Daher ist es Pflicht eines jeden Kollegen, sich der Unterschrift zum Beitritt zur Innungstaffe zu enthalten. Vielmehr beauftragt die heutige Versammlung den gesammten Vorstand, sowie den Gesellen- Ausschuß der Berliner BäckergesellenKrantentaffe, in Verbindung mit der Siebener- Kommission auf Grund des§22 unseres Kaffenstatuts mit ganzer Kraft und allen gefeßlichen Mitteln die Umwandlung derselben nach den Be schlüssen des Dresdener Kongresses in eine freie, eingeschriebene Hilfstaffe anzuftreben und fordert alle Bäckergesellen Berlins auf, fich derselben anzuschließen. Ferner erblickt die Versammlung in der freien Hilfskaffe eine Hebung des Gewerkes und richtet gleichzeitig an alle rechtdenkenden deutschen Meister die Bitte, für unsere gerechte Forderung einzutreten." 2) Die heute am 31. Juli im Universum tagende Ver sammlung protestirt gegen jeden Beschluß über die Zukunft unserer Krankenkasse, welcher nicht von unserem Gesellenvorstand ausgeht und die Bestätigung der Mitglieder gefunden hat und beauftregt die Altgesellen und den Vorstand, alle geseglichen Mittel zu gebrauchen, damit die eingeschriebene Hilfskaffe ins Leben tritt und auch das Vermögen der bisherigen Kaffe mit übergeht. Am Donnerstag, den 14. August, findet in der Königs bant", Gr. Frankfurterstr. 117, das große Gartenfest des Bäckergewerkes statt. Verein am Dienstag den 5. August im Restaurant Wolf und Krüger, Stalizerstr. 126, ab. Billets zu dem vom Verein arrangirten Sommerfest am 11. August in Keller's Hofjäger, Hasenhaide, Bergmannstr. 51, find in den Vereinsversamm lungen, sowie bei den Mitgliedern Böhm, Johanniterstr. 10, Hof III, Krug, Gr. Frankfurterstr. 59 IV., Friese, Waldemarftraße 38 III., Meißner, Streligerstr. 50 III. und Gerlach, Genthinerstr. 42 zu haben. Der Verein der Parquettbodenleger Berlins hält Montag, den 4. August 1884, Abends 8 Ühr, im Lokal des Herrn Koths, Wilhelmstraße 105, eine Mitglieder- Versammlung ab. T.- D.: 1. Innere Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen der Mitglieder ist dringend nothwendig. h. Der Verein der Bauanschläger Berlins und Um gegend hält am Sonntag, den 3. d. M., Vormittags 10 Uhr bei Preuß, Oranienstraße 51 eine Generalversammlung ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Vertagte Beschlußfaffung über Anschluß an den Zentral- Verband der deutschen Tischler Fachvereine. Referent: Kollege Krause. 2. Revistonsbericht. 3. Wahl eines Vorfizenden. 4. Verschiedenes. = Mitglieder- Bersammlung der Zentral- Reise- Unterstüßungskasse Deutscher Tabatarbeiter findet am Montag den 4. August, Abends 8 Uhr, Grenadierstr. 39, statt. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die hiesigen Mitglieder obiger Kaffe ersucht, in der Versammlung recht zahlreich zu ers scheinen. Eine große öffentliche Versammlung der Zimmerleute Berlins und Umgegend findet Sonntag, den 3. Aug. cr., Vormittags 9 Uhr, in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a statt. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist dringend nothwendig. In der freien Vereinigung der Graveure und Ciseleure 2c. findet am Montag, Abends 8%, Uhr, Annenstr. 16, Restaurant Sahm, Vortrag und Diskussion statt über ,, die gewerbl. Statistit." 4. Klaffe 170. Rönigl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 1. August 1884. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 80 623 26[ 300] 72[ 300] 715[ 300] 27 53 833 54 996 716 46 60 70 826 917 19 50 70 Fachverein der Schuhmacher. Montag, den 4. Auguft Abends 8%, Uhr, Versammlung, Neue Grünstr. 32 bei Teichert. Tagesordnung: Besprechung einer zu gründenden Bibliothek. Vereinsangelegenheiten. Fragelasten. Gäste willkommen. Der Arbeiter- Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt hält am Montag den 4. August, Abends 8 Uhr, eine große Versammlung am Weinbergsweg 10( Germania- Theater) ab. T.-D. 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Schwennhagen über „ das Zeitalter der freien Konkurrenz. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten.- Sonntag, den 3. Auguſt: Ausflug nach O dorf. Abfahrt vom Anhalter Bahnhof, Morgens 8 Uhr. Briefkasten der Redaction. A. B. 42. Sie können über die Kleidungsstücke nicht verfügen und auch Entschädigung für die Aufbewahrung nu erlangen, wenn hierüber etwas ausgemacht ist oder nachde Sie den Deponenten aufgefordert haben, die Sachen wiede zurückzunehmen. Sie müssen die Entschädigung für die Auf bewahrung einklagen( durch einen Rechtsanwalt) und können nach erstrittenem Urtheil in die bei Ihnen deponirten Gegens stände vollstrecken lassen. D. T. B. 10. Sie können Ihren Prinzipal wegen Be leidigung verklagen, müssen aber erst bei dem für den Prin zipal zuständigen Schiedsmann einen Sühnetermin beantragen und in demselben erscheinen. Alter Abonnement, Dennewißstraße. Der Arzt i nicht verpflichtet zu kommen. J. W. 30. Zu unserem Bedauern können wir Ihnen erst Rath nach Einsicht der Police geben. Wahrscheinlich die Gesellschaft nach dem von Ihnen unterschriebenen Ver ficherungsantrag berechtigt, eine zweijährige Prämie für be Fall des Rücktrittes zu beanspruchen, es sei denn, daß der Agent Sie durch falsche Vorspiegelungen zu dem Anschluß des Ver ficherungsantrages veranlaßt hat. weil H. M, Altw. b. H. Näheres aus Breslau. Jacoby. Centralisiren heißt: um einen Mittelpunkt v einigen einigen concentriren: zusammenziehen, zusammendrängen. R. B. Parzelle 7 Nr. 0. ad 1. Der Lehrmeister ift gu Zurückhaltung des Arbeitsbuchs nicht berechtigt. Sie könne beim Gewerbegericht auf Herausgabe desselben flagen. ad 2 Eine Schadenerseßung wird sich schwer begründen lassen, dem Lehrling selbst die Schuld trifft; denn nach§ 131 der Ge werbeordnung mußten der Vater oder Vormund, resp. Der Lehrling selbst, wenn er großjährig ist, dem Lehrherrn bi schriftliche Erklärung abgeben, daß der lettere zu einem andere Gewerbe oder Berufe übergehen werde. 12 Jahren. Det ad 3. Vor cir 45046 69 269 301[ 550] 3 90 507 643 759 805 66 903 84 4601251 82 92 251 57 75 84 300 27 41 46[ 300] 416 93[ 1500] 584 638 43 796 88 969[ 300] 47062[ 550] 165 320[ 3000] 65 509 35 608 24[ 3000] 59 86 871 909 54[ 300] 48019[ 3000] 65 134 37 94 228[ 550] 80 350( 300 73 428 510 22 43 613 18 746 49[ 1500] 846 882 916 24 26 58 69 490 900 8[ 550] 17[ 550] 86 61 81 24 36 101 69 72[ 300] 87 213 65 301 25 97 409 75 666 703[ 3000] 48 77 79 880 93[ 1500] 910( 550] 35 59 64 85 1017 221 55 220 54 55[ 3000] 61 78 305[ 3000] 79 444( 1500) 80 519 35 84 604 90 764 35 1550) 816 37 907 94 2008[ 1500] 106[ 300] 28 208[ 15000] 28 32 46 54 61 90 377 421 85 224 64 90 390( 550) 428 64 523[ 300] 33 66 614 29 83 729 38 80 95 50012 69 129 87 236 308 74[ 1500] 95 415 80 97 504 5 17 85 65 520 13001 62 96 603 87 711 43 59 96 802 70 910 32 52[ 1500] 91 97 3025 68 52122 28 60 200( 550] 72 80 90 92 98 347 448 60 90 519 80 56 36 1500) 100 11 217 30( 1500] 38 60 347 69 96 434( 300) 37 42 44 46 868 78 928 5: 3058( 6000) 108 18 43 52 230 43 130001 72 86 313( 300) 30 546 94 704 24( 550) 25 967 4008 39 280 82 374[ 1500] 400 2[ 1500] 410 41 588 99 625 50 52 95( 550) 753 30 897 338 54060 69 79 92 5229 62 78 315 467 74[ 1500) 82 555 65 69 667 75[ 300] 719 833 86[ 550] 24 97 864[ 3000] 69 76 87 91 900 65 76[ 550] 40 57[ 300] 58[ 300] 202 3 56 73 77 497[ 1500] 549 621 39 65 81 70 16 29 92[ 300] 645 64 77 905 46 61 7034 65 89 116 221 85 396 416 56 90 809[ 300] 29[ 300] 66 952 56010( 300) 47 81 193 231 300 13008 938 70 75 6037 93[ 550] 125[ 3000] 83 89 97 379 93 425 45 91 501[ 300] 56087 127 294 329 32 406( 3000) 9 43 541 3000] 63 82 705 36 72 332 623 80 863 99 982 8118 232 35 1300) 60( 550) 97 305 49 65[ 1500] 19[ 1500] 531 614 54( 1500) 62 726 816 15501 69 927 88 89 57051 77 83 85 614 700 41[ 3000] 77 823 81 86 92 962 65( 1500) 98 9017 22( 550] 262 69 79 89 313 74[ 1500] 501 8 704 5 34 63( 300) 92 818 35 148 63 78 79[ 300] 217 86 97 302 426[ 300] 99 543( 550] 650 56[ 300] 83 36 58140 91 396 410 37 85 507( 550) 631 43 60 841 924 59011 [ 1500] 91 105 13 463 68 513 675 96 703 98 895 915[ 1500] 40 10005 11 47 109 17[ 650] 89 205[ 300] 12 52 379[ 6000] 425 538 681 60005 21 44 1650) 55 87 85 99 144( 300) 214 19( 15001 20 36 4 771 809 24 96 950 11012 16 259 73 324 32 68 424 80 547 80 601 49 325 416 95 530 52 57 643( 300) 767( 550) 90 816 56 15501 980 61046 65 426 509 36( 300) 47 72 620( 300) 38 712 303 32 94 924 18128 46 52 98 802 14 61 56 60 349 38( 300) 90 82199 220 62 337 75 79220 64 71 347 88 97 972 97( 550) 12112 78 213 18 13001 73 79 317( 300) 19 134 59( 3000) 79( 3000) 252 311 41 403( 800) 57 550 00( 550) 615 75 201 91 30001 314 65 423 89 527( 550) 31 43 64 614( 800) 24 722 66 942 580 601 72 78 709 48 57 94 895 910, 63130 44( 550) 67 77 86 13 50 83 11004 123 45 58 226[ 3000] 361 437 72 74 90 602 703 36 98 893 332 98 412 66 502 5 48( 300) 52 53 60 1550) 663 95-03 66( 800) 26 507 945 84 96 15100[ 300] 215 18 76 304[ 300] 54 64 419 41 61 62 87 517[ 300] 41 43 88 645 713 20 72 852 62 81 902 10 16 28 67 676 709 827 42[ 300] 49 53 931 16071 106 13 28 55 249 76 92 352 66 12 50 956 891 64001 28 36 73 114[ 300] 55 67[ 300] 210 73 382 432 537 550 94 454[ 3000] 92 521 59 68 75 90 636 48 71 752 84 830 13001 55 826 65052 242 97 337[ 300] 408[ 300] 73 97 541 56 86 604 59 710 60 9 ( 300) 71 1550] 74 95 942[ 300] 69 86 17013 33 197 238 15501 305 67 426 3001 350 627 61 80 93 732( 300) 822 906 63 65 67000 3( 550) 83 814 91 94 715 32 836 61 81[ 300], 902( 15001 22 36 18 18035 36 88 88 92[ 1500] 263[ 300] 310 12 12 1001 3963 41679 38 517 13001 125 231 74 89 90 381 88 412 21( 300) 46 637 52 658( 300) 83 722 38 48 933 1550) 60( 550) 61 99 68072 186 38 74 30 238 337 477 55 59 91 828 32 44 59 66 972 19043 48 137 59 72 73 308 24 59 72 445 71 591 602 10 58 62 66 766 813 51 914( 300) 43 39015 25 64 186 594 604 24[ 3000] 76 86 734[ 300] 43 76[ 300] 99 835 37 401 588 604 46 59 745[ 300] 99[ 300] 906 34 43 20029 43 50 208 316 31[ 300] 86 89[ 1500] 97 405 42 70[ 300] 509 Eine imponirende Kundgebung der Arbeiter von Blohm u. Vos in Sachen des Zimmerer- Strike und des Verhaltens der bei der Firma beschäftigten Tischler fand am Montag Abend in Tütges Etablissement statt. Von den Arbeitern der Firma, welche nahezu alle am Plage waren, wurden die Herren Schleicher, Engel, Meister, Müller und Kutscher in das Bureau gewählt. Der Referent entledigte sich seiner Aufgabe in ruhiger, fachlicher Weise. Schonungslos, von lebhaftem Beifall der Anwesenden begleitet, kritisirte Redner das Verhalten der Tischler, welche, jedem Solidaritätsgefühl Hohn sprechend, den strikenden Schiffszimmerern eine Schmutztonfurrenz bereiteten, in Folge deren der Strike, wenn dieser Konkurrenz nicht Einhalt gethan wird, mit einer vollständigen Niederlage der Schiffszimmerer endigen würde. Zum Schluß bittet Redner die Anwesenden, zu der Frage: Wie verhalten wir uns hierzu? Stellung zu nehmen. Circa 30 Redner sekundirten dem Referenten, während nur 3 gegen, resp. für das Berhalten der Tischler sprachen. Einen unangenehmen Ginbruck machte es, als ein Tischler die Mittheilung machte, daß Personen im Saale seien, welche nicht auf der Werft arbeiteten. Rufe: Denunziant, Pfui!) Nachdem fich die Grundlosigkeit 24[ 300] 78 13001 603 68 85 89 93 749 83 847 924( 550) 84 86 21002 45 70060[ 300] 163 65 84 239 67 75 481[ 300] 552 56[ 550] 70 610 dieser Behauptung herausgestellt, wurde in der Tagesordnung 144 57 72 98 222 85 327 433 73 584 629 91 734 73 823 58 927 29 89 48 70 573 608 65( 650) 81 823 73 958 72070( 550) 82 98 191 0 fortgefahren. Ein Antrag, sämmtliche Arbeiter Hamburgs und 322 32 13003 936523020 67 1550] 136( 30001 63 202 17 87 313 66 78 30 29 3000 73076 120 25 59 3000) 39 374 84 34 321, 37 453 64 p 32000 300 93 98 203 314 94 13001 402 7 26 616 736 79 96 370 1300 77 400 19 1500) 594 696( 800) 792( 3000) 809 69 97 50 6 Umgegend sollten mit allen gesetzlichen Mitteln die strikenden 92 472 503 8 60 626 31 48 892 928 38 46[ 550] 51 60 86 24019 53 157 44( 550] 89 729 800 54 59 65 67 87 906 68 74022 117 277 348 300 Schiffszimmerer unterſtügen, wurde einstimmig angenommen.[ 1500] 58 76 211 12[ 300] 27 75 300 15 35 485 523 89 609 16 770[ 300] 522 38 85 639 724 25 26 27 28 37( 3000) 42 881 829[ 300] 75 25018 36 62 67 86 133 87 95[ 550] 219 30[ 300] 59 346 48 85 96 431 708 53 75 804 22 44 82 943[ 300] 46[ 300] 68 76014 55 93( 300) 50 75012 20 109 261 423( 3000] 36 59( 550) 71( 550] 82 517 661 wägung, daß diejenigen Tischler der Schiffswerft von 52 530 36 37 631 718 909( 560) 38 43 79 26112, 246 56 58 130001 303 69 88 339 80 91 586 601 38 752( 300) 67 71 802 76( 1500) 52 970 Blohm und Voß, welche Schiffszimmererarbeit verfertigen und[ 300] 58 407 534 41 77 734 1550] 36 41 68[ 300] 818 36 38 991 27036 948 67 77009[ 300] 20 131 79[ 6000] 287 321 405 7 14 514 640 700 in fernerer Erwägung, daß die Tischler, dem Beschluſſe ihrer 363 839 60 65 78 952 29030 72 100 9 274 82 96 316[ 1500] 80 452 63 903 73 82 85 79041( 1500) 74 90 124 243 64 73 334 83 36 481 615 67 179 211 14 34 87[ 320] 445 92 504 25 70 603[ 300] 13 99 774[ 300] 15 21 46 824 63 919 44 52 80 78005 43[ 3000] 141 211 13 60 61 63 30069[ 550] 72 137 97 321[ 300] 49 465[ 300] 90 672 733 803[ 300] 921 40 60 63[ 300] 701[ 300] 40 60 818 35 91[ 550] 306 FER ment werb Gype Für Don Theil aus ge bition vertri habt Englo niens an de ein. ber war tomm errött zivili bis it bestel ben ben mittel Rege gefel nicht Legen gegen Giger Sad 5 924 Vorschub geleistet haben, erklärt die heutige Versammlung der 38 86 905 27 33 37 77 31027 111[ 300] 25 62[ 300] 76 92 211 29 308[ 300] 900 65 81028 45 112 27 36 216 46 81 308 37( 550) 48 51 150 80032[ 3000) 88 117 36 202 350 79 412 510 600 16 67 700 803 dem Verhalten der Tischler und verpflichten sich die Theil- 92 13001 311 nehmer dieser Versammlung, da in Folge der 91 752 830 46 52 901 56 33086 96 108 33 44 64 207 52 305 36 65 400 555 68 606 49 98 767 817 58[ 300] 925 83023 96 192 215( 1500) 2 Handlungsweise der Tischler eine große Anzahl verheiratheter,[ 1500] 49 420 36 61 72[ 300] 81 515 608 39 737 38 951 5 510 21 31 633 38[ 300] 709 46 34123 63 204[ 1500] 65 90 97 300 10 365 458 505[ 300] 34 628 32 45 96[ 550] 780 878 88 903 84020 196 chrenwerther Arbeiter broflos find, die dortigen, oben bezeich: 1550) 36020 124 51 66 1300) 71 245 375( 300) 422 77 88 89 500 98 600 [ 300] 335 46[ 1500] 70 86 440[ 300] 70[ 550] 585 96 661 99 7229 neten Tischler der Firma Blohm und Voß nicht mehr als 3001 84 709 56( 550) 58 65 88 99 811 12 39 926 37098 110 38 213 59[ 300] 44 70 96 438 66 72 98 647( 550) 52 90 724( 1500) 46 802 85112 84 229[ 300] 55[ 550] 60 77 92 308 11 28 453 519 24 6123 Aus dieser Ne- 316 37 54 434 43 540 683 96[ 1500] 785 813[ 300] 78[ 300] 86 956 38021 solution mußten auf Veranlassung des überwachenden Polizei- 82 108 37 47 72 206( 3000) 320 78 92( 30001 402 66 529 606( 550) 739 64 811 66 917 68[ 3000] 39042 53 62 63 65 80[ 300] 100 1 39 280[ 550] beamten( nicht weniger als 6 Beamte waren erschienen) einige 87 1550] 301 18 406 15 81 577 618 63( 300) 71 84( 300) 768 83 812[ 300] 933 610 15 60 77 786 813( 3000) 946 Worte, die wir durch Striche ersetzt haben, gestrichen werden. 40007 14[ 300] 90 326 432[ 3000) 45 551[ 300] 683[ 300] 733 862 84 Alsdann wurde dieselbe einstimmig angenommen. Ein Antrag, die Namen der Tischler, welche nach dieser Kundgebung noch verfertigen, der " 1 64 89 87039 117 32 66 97 473[ 550] 96 527 28 36( 550] 682 50 85 71 77 877 13000] 89026 28[ 550] 44 85 88 92 219 354 422 541 925 90070 104 269 374 83 98 487[ 300] 542[ 300] 608[ 550) 725931 184 38 88 831 32 39 32, 1550) 83 949 35 115001 35 12014( 300) 149 249 706 46 92 854 905 92101( 300) 17 34 207( 30) 30 43 78 425 523 902[ 300] 58 41078 105 26 39( 300) 57 213 54 300( 3000) 52 56 580 666 810 62) 59 78 309 74 392 408[ 550] 509 60 1550] 68 644 83 706 40 87 833 928 57[ 300] 61 604 703 80( 300) 826( 300) 40 66 903 1500) 51 60 66 wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Lebhafte 88[ 550] 506[ 300] 11 19 97 624 713 43 810 16 984 44019 20 236 301 90 97 838 70 911 21 55 94037 56 80 143 241 55 316 23 40 40134 Entrüstung rief die Mittheilung hervor, daß der Einberufer Theater. Sonnabend, den 2. August. Die Königl. Theater find der Ferien wegen geschlossen. Deutsches Theater: Geschlossen. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Der lustige Krieg. Wallner Theater: Hotel Blancmignon. B Oftend- Theater: Der Sonnwendhof. Balhalla Operetten- Theater: Nanon. D Butsenftädtisches Theater: 93. Opern- Vorstellung. Großes Gartenfest. Fra Diavolo oder: Das Gasthaus zu Terracina. Komische Oper in 3 Atten, Musit von Auber. Bellealliance- Theater: Buchholzen's! Arbeitsmarkt. Eine Zeitungsfrau verlangt sofort Brizerstr. 47. 01 10 26 85[ 3000] 88 462 72 77 502 32 652 735 44 63 839 41( 3000] 716( 550) 78 864 967 95 57 95 943 Große öffentliche Versammlung der Zimmerlente Berlins und Umgegend. Sonntag, den 3. Auguſt cr., Vormittags 9 Uhr, in Sanssouci, Rottbuserstr 4a. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. 505 J. A.: H. Siegwaldt, Friedrichsberg, Friedrich- Karl- Straße 14. Arbeiter Bezirks- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Große öffentliche Generalversammlung Galvaniseure, Blechladierer u. s. w. Catal Mohrman fämmtl. Metallarbeiter Berlins ivie Klempner, Gürtler, Drücker, Schnittarbeiter, Breffer, Form Sonntag, den 3. August, Vorm. 10 Uhr, im L.- D.: 1. Die Nothwendigkeit einer lokalen Fachorgani der Berl. Metallarbeiter. Referent Herr Ferdinand Ewa 2. Verschiedenes. Unentgeltliches Arbeitsnachmeid B stelle befindet sich am Sonntag nur in der Versammlung Königebant, Gr. Frankfurterstraße 117( früher Montag, den 4. August 1884, Abends 8 Uhr: Große Ritterstr. 123, Morgens u. Abends von 8-9 Uhr. Die Versammlung, Weinbergsweg 10( Germania- Theater). 11 TD.: 1. Vortrag des Schriftstellers Hrn. Schwennhagen: Das Zeitalter der freien Konkurrenz", 2. Verschiedenes. 3. Frage taften. Sonntag, 3. August: Ausflug nach Dsdorf. Abfahrt vom Anhalter Bahnhof, Morgens 8 Uhr. [ 504 Für die Mitglieder des Fachvereins der Tischler findet 499 De Die Kommiffion. J. V.: A. Netband en Mitgliedern der Bentral- Kranten- und Sterb der Tischler und verwandten Berufsgenoffen Schönhauserthor- Bezirks zur Nachricht, daß vom Sonna den 2. Auguft eine dritte Zahlstelle im Lotale des werden. [ 502 Montag, den 4. August, im Lokale des Herrn Müller, Dahle, Invalidenstr. 131 errichtet worden ist und Beiträge Eine Frau und einen Jungen zum Zeitungaustragen ver langt die Zeitungsspedition von 503] W. Meyer, Bernauerstr. 31. Das unentgeltliche Arbeits- Nachweis- Bureau für Klavier- Arbeiter befindet sich Staligerstr. 18 bei Stramm. Ackerstraße 144( Vorstädtisches Kasino) eine gesellige Zusammenkunft mit ihren Damen, verbunden mit Tanz- Kränzchen, statt. Anfang Abends 8 Uhr und ladet zu zahlreichen Besuch ein. [ 105 509] Die Nr. 7 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" ist erschienen und in der Expedition des Berliner Boltsblatt" u haben. J. A. d. Vorstands: Der Bevollmächtigte für den Norden. Abg. v. Kammg., Tibet, Tricot, Tuch u. Wolle lauft und holt ab F. Quedeno, Wienerstr. Nr. 40. [ 291 Sonnabends von 8 Uhr in Empfang genommen 508] J. A.: Für die örtliche Bahlstelle F. Meißner. Cigarren- Fabrit F. warn unb n Lan Mitm in m mali einen geleg bie& Der gefun Stla Freil bieter art a redt Den das Blid ift, n er ift taats Allein bauer nicht Brole Arbei er bie bangi Lohnt junttu Stlar Prole wie von E. A. Tich, Invalidenstr. 124 vis- à- vis Stettiner hof, empfiehlt sein Fabrikat renommirter Cigarren, und Schnupftabate en gros et en détail. Scholz, Pücklerstr. 51,§. II. Feine Wäsche wird sauber auf neu geplättet bei Verantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. bermo