Nr. 245. 1 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich $ 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- undFesttagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Umfahffeuer Sonntag, den 18. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. 100. die würde als eine nach§ 7 Nr. 6 der Reichs- Gewerbe- Drdnung| der Gewerbe Ordnung thatsächlich die reichsgesetzlich zulässige Gewerbesteuer kaum noch angesehen werden garantirte freie Ronkurrenz aufhebt daß ferner eine und die preußische Regierung. können". So der Kommissionsbericht unter Gänsefüßchen, Sondersteuer für bestimmte Geschäftsarten oder Betriebs Das Sturmlaufen unserer Kleinbürger gegen die un- also wohl nach der schriftlichen Firirung durch den größen nicht unter den Begriff der Gewerbesteuer" falle, die der Einzelstaat oder die Kommune zu erheben berechtigt bequemen Großbetriebe im Detailhandel ist bekanntlich Regierungsvertreter selber. nicht auf Sachsen beschränkt geblieben. Weiter richtete Herr Burghart seine Kritik gegen sei. Nun mag man ja darüber streiten, So hat im vorigen Winter die bayerische bas partikulare Vorgehen seitens der Einzel- Strangulirung anfängt. Aber die Motivirung der sächsi= Rammer fich für den Erlaß gesetzlicher Bestimmungen aus- staaten: Was könne es mußen, in Preußen eine derartige fchen Maßregeln spricht offen die Erdrosselungsgelüfte gegen Auch ein auderes Reichsgesprochen, welche eine so hohe Besteuerung der sogenannten Steuer einzuführen, wenn die anderen deutschen Bundes- die Konsumvereine aus. gesprochen, welche eine so hohe Besteuerung der sogenannten staaten nicht in gleicher Weise einschritten? Insbesondere gefeß, das Gesetz über die Wirthschafts- GenossenWaareuhäuser, Versandgeschäfte, Zentralgeschäfte, Filialgeschäfte, Bazare und anderer Großunternehmungen in die Versandgeschäfte könnten ihre Waaren ebensogut und schaften, läuft hier Gefahr, für ein großes Gebiet Handel und Gewerbe möglich machen, daß der durch diese mit derselben Wirkung für die preußischen Detaillisten von ganz hinfällig gemacht zu werden. Daß es EinzelUnternehmungen drohende Ruin der mittleren und kleinen einem Geschäftsfiz außerhalb wie von einen solchen inner- staaten nicht zusteht, sich über Reichsrecht hinwegzusetzen, Betriebe in Handel und Gewerbe verhindert werden kann." halb Preußens abseßen. Das Gleiche gilt natürlich in darüber kann ein Zweifel auf keiner Seite aufkommen. Es Die Forderungen und Verhandlungen in der letzten verstärktem Maße für ein Vorgehen gegen die Konsum- ist jedoch gut, daß auch ein Vertreter der größten deutschen preußischen Landtags- Session werden unseren Lesern vereine seitens der einzelnen Gemeinden, während die Bundesregierung scharf die Grenzen zwischen der Reichs noch in der Erinnerung sein. Der Antrag v. Brockhausen Nachbargemeinden vielleicht ruhig bei der alten schonenden und Einzelstaats Kompetenz im allgemeinen gezogen hat, wenn er auch bei der Stellungnahme zu dem vorliegenden wandte sich allerdings auch hier in erster Linie gegen Steuerpraxis bleiben. Waarenhäuser, Bazare, Versandgeschäfte und ähnliche In den Plenarverhandlungen ging Herr Burghart Spezialfall wieder die üblichen, aber darum auch ganz Unternehmungen". Aber ob eine Genossenschaft, eine dann sogar soweit, die Kompetenz der Einzelstaaten in nichtssagenden Vorbehalte machte. Aktiengesellschaft oder ein Privatmann an der Spitze eines Frage zu stellen. Wir geben hier seine Worte vollständig berartigen Geschäftes steht, ob der Detailhandel sich auf wieder: Lebensmittel oder andere Waaren bezieht, das ändert an der Beurtheilung der rechtlichen Zulässigkeit der geplanten neuen Steuer gar nichts. Es ist nun, schon im Hinblick auf die wahrscheinlichen Erörterungen im Reichstage, wichtig und lehrreich, die Stellung der preußischen Regierung zu der Forderung einer Umsatzsteuer nochmals genauer festzustellen. Diese Stellungnahme ist allerdings nicht offiziell seitens des gesammiten Staatsministeriums erfolgt; die Aeußerungen des Generaldirektors Burghart in der Kommission und im Plenum lauten jedoch immerhin Derart bestimmt, daß kein preußischer Regierungsvertreter später so leicht über ihren wesentlichen Inhalt hinwegtommen wird. Politische Uebersicht. Meine Herren! Sie verlangen Schuh- Schutz der Kleinen gegen die Großen; und das können Sie nur erreichen Berlin, 17. Oftober. durch eine Steuer, die das Gewerbe selbst Der Alte vom Sachfenwalde ist sehr schwach gereguliren will. Das ist das Entscheidende. Sie worden, sonst würde er nicht jetzt nach 14 Tagen noch den müssen, wenn Sie das erreichen wollen, die Steuer so ton- schon halb vergessenen nationalliberalen Parteitag troß der struiren, daß Sie in die Gestaltung und die freie Entwickelung reaktionären Haltung und Beschlüsse desselben in seinem Organ dieses Klein- und Großbetriebes, des fapitalfräftigen und des minder fapitalfräftigen hineingreift und sagt: so soll es hier anrempeln lassen. Ein besonderer Leitartikel befaßt sich sein; die Großen sollen nicht größer werden; die Kleinen sollen mit folgender Resolution des Parteitages: Raum und Licht haben.... Aber ob wir das durch eine Steuer machen tönnen, und namentlich, ob wir es durch eine andes steuer machen können, das ist doch eine eminent zweifelhafte und schwierige Frage. Das kann niemals Sache der Landessteuer, das kann nur Sache des Reiches sein. Das Reich hat die souveräne Regelung der Gewerbe- Ordnung, und wohin follte das führen, wenn jeder einzelne deutsche Staat seine SteuerEinrichtungen so treffen wollte, daß er ihm mißliebige oder ihm gefährlich scheinende Entwickelungen auf dem Gebiete des Gewerbebetriebes durch strangulirende Steuern einschränkte und zum Untergang verurtheilte oder sie so weit einschränkte, daß sie nicht mehr ihre Egstenz mit Gedeihen fristen tönnen. Die nationalliberale Partei tritt für eine durchgreifende Reform der Arbeiter- Versicherungsgeseye, namentlich im Simme der Vereinfachung derselben, sowie für eine maßvolle, den prak tischen Verhältnissen des Wirthschaftslebens und der aus-, ländischen Konkurrenz genügend Rechnung tragende Weiter führung der sozialen Gesetzgebung, insbesondere auch auf dem Gebiete der Hausindustrie ein. Die nationalliberale Partei strebt nach wie vor ein Reichs Vereinsgesetz auf liberaler Grundlage an. Sie ist damit eine verstanden, daß zunächst durch partikulare Gesetzgebung wenigstens das Verbot beseitigt wird, welches die politischen Vereine an der Verbindung mit einander hindert. Jedem Versuch einer reaktionären Gestaltung der Vereinsgefeßgebung, wie einer Einschränkung des Koalitionsrechts wird sie entgegenBunächst räumte der Generaldirektor der direkten Steuern feineswegs ein, daß der§ 7 Nr. 6 der ReichsGewerbe Ordnung eine Umsatzbelastung der gewünschten Art überhaupt zulasse. Die Gewerbe- Ordnung verbietet bekanntlich alle Abgaben für den Betrieb eines Gewerbes" außer den an den Staat und an die Gemeinden zu entrichtenden Gewerbesteueru". Nach Herrn Burghart ist jedoch unter den zugelassenen Gewerbesteuern nur Darüber kann kein Zweifel sein: das Reich hat alle das gemeint, was man im allgemeinen unter einer Ge Kompetenzen, die sich auf die Gewerbe- Ordnung beziehen. Der erste Theil des ersten Absages findet den uns werbesteuer verstehe, das heißt eine analog wie von Diese Darlegungen des preußischen Regierungsvertreters bedingten Beifall des Bismarckblattes, bedenklicher aber andern Ertragsquellen von dem Gewerbebetrieb erhobene betonen somit offen: daß eine strangulirende" Umsatz- erscheint ihm schon der zweite Theil. Die Hervorkebung Ertrags- oder Realsteuer; eine start progressive, prohibitiv besteuerung durch Gemeinden oder Einzelstaaten unzulässig der Fortführung der Sozialreform" hält es für eine wirkende Sonder steuer von gewissen Groß betrieben ist, weil sie-wenn auch bei formeller Aufrechterhaltung gewöhnliche Bauernfangsphrase, der sich eine„ real97] " Rienzi. noch benutzen wollt, ntanches hübsche Gesicht und manche reizende Gestalt empfehlen." Drittes Kapitel. treten." Ritter mit ernster Aufmerksamkeit betrachteten. Er blieb stehen, als eine der Damen zu ihm sagte:„ Schöner Herr, Jhr seid sehr kühn, denn Ihr tragt teine Maske und riecht auch nicht an Blumen. " Ich trage keine Maste," erwiderte er, weil ich erkannt werden möchte; ich bin an diesen traurigen Ort ges kommen, um Eine zu suchen, deren Verlust mein Tod sein würde." " Es ist wahr." Jung und schön? Mit schwarzen Haaren und Augen? Ich will Euch zu ihr führen!" " Signora!" Folgt uns!" " Wißt Ihr, wer ich bin und wen ich suche?" Der letzte der römischen Volkstribunen. " Fort! Elender!" erwiderte Adrian zornig, ich war Roman von Edward Lytton Bulwer. ein Thor, meine Zeit mit solchen Menschen zu verlieren." " Ihr seid muntere Gesellen," sagte Adrian, aber hört, Das Gelächter des Becchino folgte seinen Schritten. tönnt ihr die Lebendigen eben so gut auffinden, als die Diesen ganzen Tag wanderte Adrian in der Stadt umTodten fortbringen? Ich suche jemand in dieser Stadt, her, aber seine Nachforschungen und Fragen waren erfolglos'; und wenn Ihr ihn entdeckt, sollt Ihr so viel haben, als alle, denen er begegnete, und von denen er Erkundigungen Euch ein ganzes Jahr Euere jezige Beschäftigung ein- einziehen wollte, schienen ihn als einen Wahnsinnigen Eine der Damen flüsterte jegt der anderen zu:„ Er ist bringt." zu betrachten. Lärmende Gesellschaften von Lüderlichen jung, hübsch, offenbar edeln Standes und die Best hat ihn Nein, nein, damit können wir uns nicht befassen. und Trunkenbolden, Prozessionen von Mönchen, oder verschout, er wird ganz unserer Abficht entsprechen." Man könnte eben so gut ein Sandkorn am Ufer wieder hier und da einzelne Personen, die schnell einherschritten Das sind meine eigenen Gedanken," erwiderte ihre finden, als ein lebendiges Wesen in den verschlossenen und jede Annäherung oder jedes Gespräch vermieden, Gefährtin, die sich mit den Worten an Adrian wendete: Häusern oder eine Leiche in den offenen Grüften. Wenn waren die einzigen lebenden Wesen, die man in den Straßen Ihr sucht gewiß Eine, mit der Ihr nicht vermählt seid, Jhr aber die armen Becchini's vorausbezahlen wollt, so erblickte, bis die Sonne, mit trübem Dunst umgeben, hinter da Ihr so eifrig sucht?" sollt Ihr die erste Stelle in einem neuen Leichenhause den Hügeln versant und die Finsterniß das stille aber rasthaben, es wird gerade fertig sein, sobald Jhr dazu reif seid." lose Werk der Pest verhüllte. Da!" sagte Adrian, indem er ihm einige Goldstücke hinwarf.„ Da! und wollt Ihr mir wirklich einen Dienst Die Blume unter den Gräbern. erzeigen, so perlaßt mich wenigstens, so lange ich noch am Leben bin," und hiermit ging er aus dem Zimmer. Adrian überzeugte sich, daß der Bechino den Hunger Der Becchino, der mit ihm gesprochen hatte, folgte ihm. verhindert hatte, der Pest vorzuarbeiten. Das Mahl der Ihr seid freigebig, Herr, bleibt, Ihr werdet frischerer Todten war entfernt und frische Speisen und Weine aller Könnt Ihr mir wirklich etwas über Frenen sagen?" Nahrungsmittel bedürfen, als diese verdorbene Ueberbleibsel Art denn es herrschte jest Ueberfluß in Florenz, „ Gewiß folgt uns!" find. Ich will Euch mit dem besten versehen, so lange bedeckten den Tisch. Er genoß von den Speisen, jedoch Bu ihr?" so lange Ihr es bedürft. Und hört, wann soll ich wieder nur mäßig, und indem er die Ruhe in einem Bette nicht Ja, ja folgt uns!" tommen?" suchen wollte, neben dessen kostbaren Vorhängen der Tod Die Damen gingen voran und Adrian folgte ihnen, wie Adrian blieb stehen und nannte den Namen Jrenen's noch vor kurzem so geschäftig gewesen sein mochte, ver- in einem Traume, erstaunt und noch zweifelud. Ihr Anund theilte alles mit, was dazu dienen konnte, fie auf schloß er sorgfältig die Thüren und Fenster und wählte zug, ihr Benehmen und der reine toskanische Dialekt zufinden. Mit schwerem Herzen beschrieb er die Gesichtszüge, seinen Ruheplay auf einigen Kissen in dem Zimmer, in der einen, die ihn angeredet hatte, deuteten an, daß sie aus die Haare, die Gestalt jenes liebenswürdigen Wesens, das dem er gespeist hatte. Seine Müdigkeit ließ ihn in einen edlem Stande seien, aber alles andere war für ihn ein unden Dichter begeistern konnte und jetzt durch den Leichen- unruhigen Schlummer versinken, aus dem er plöglich durch auflösbares Räthsel. träger aufgesucht werden mußte. das Raffelu einer Karre und das Geklingel einiger GlöckDer Becchino schüttelte mit dem Kopfe, als Adrian chen erweckt wurde. Er horchte, wie die Karre langsam von seine Beschreibung beendigt hatte. Mehr als fünfhundert Haus zu Haus fuhr und endlich der Ton in der Ent solcher Beschreibungen," sagte er, hörte ich in den ersten fernung verhallte. In dieser Nacht konnte er nicht mehr Tagen der Pest, als es noch Liebeode und Geliebte gab; schlafen. aber es ist eine hübsche Beschreibung, Herr, und es würde Die Sonne war noch nicht lange aufgegangen, als er einem armen Becchino Ehre machen, wenn er so viele Reize seine Nachforschungen fortsetzte, und es war noch früh, als, auffinden oder selbst begraben könnte. Ich will mein da er bei einer Kirche vorbeitam, zwei reich gekleidete Damen bestes thun, übrigens kann ich Euch, wenn Ihr Eure Zeit aus ihr heraustraten und durch ihre Masken den jungen " " Ja!" Sie famen an einer der Brücken an, wo eine Sänfte und ein Diener zu Pferde, der ein anderes am Zügel hielt, sie erwarteten. Die Damen traten in die Sänfte, und dies jenige, welche vorhin mit Adrian gesprochen hatte, ersuchte ihn, auf dem Pferde ihnen zu folgen. „ Aber sagt mir" begann. Reine Fragen, Ritter," erwiderte sie ungeduldig," folgt den Lebenden schweigend, oder bleibt bei den Todten, wenn Ihr es vorzieht.". politische" Partei, wie die nationalliberale, hätte enthalten| furt a. M. verbunden wurde, ist wohl nicht gut anzunehmen, sollen, doch läßt das Bismarckblatt dies noch hingehen, da hieße das doch, das Pferd beim Schwanze aufzäumen. Hat also die Einschränkung, daß die Fortsetzung der Sozialreform der betreffende Hughes- Apparat nicht in Betrieb gesetzt werden maßvoll, den praktischen Verhältnissen des Wirthschafts- tönnen, dann nun so schlimmer für die Berwaltung. lebens und der ausländischen Konkurrenz Rechnung tragend, den praktischen Werth dieses Theiles der Resolution„ sehr zweifelhaft" mache. B Deutsches Reich. An Herrn C, Beck zu Lüneburg, Auf dem Meere 22. Damit wird also die Ungefeßlichkeit der polizeilichen Maß nahme vom Oberpräsidenten endlich zugegeben und wird nun wohl auch in Lüneburg den Frauen das Recht, an öffentlichen Versammlungen theilzunehmen, gesichert sein. Es ist ja im Seemanns Ordnung. Wie der Nordd. Allgem. übrigen erklärlich, wenn Herr v. Bennigsen bestrebt ist, die Ginge so der erste Abschnitt der Resolution noch an, Beitung" bestätigt wird, ist ein Gesetzentwurf in Vorbereitung, Lüneburger Polizeidirektion und den Regierungspräsidenten in so ruft der zweite den vollen Unwillen und Zorn des durch welchen eine Neugestaltung der Seemanns- Ordnung beab. dem Schlußsage feines Schreibens in Schuß zu nehmen, aber Bismarckorgans hervor, besonders die Schlußstelle, in sichtigt wird. Doch sollen die Seeberufsgenossenschaft und der Ger- er hätte dann auch die mancherlei Gründe" angeben sollen, welcher erklärt wird, daß die nationalliberale Partei„ jedent manifche Lloyd in einer vielleicht noch in diesem, jedenfalls aber welche der Polizeidirektion bei ihrem Vorgehen angeblich Versuche einer Einschränkung des Roalitionsrechtes" ent- tu nächsten Monat abzuhaltenden Konferenz über die Ab zur Seite standen. Uns sind derartige Gründe durchaus gegentreten werde. Gerade hierin hat Bismarck am änderungsvorschläge, weldje namentlich auch die Seetüchtigkeit unbekannt und die Polizeidirektion hat über solche Gründe meisten auf die nationalliberale Partei gerechnet, die der Seeschiffe und deren Bemannung betreffent, gutachtlich gehört ebenso wenig etwas verlauten lassen, wie der Regierungspräsident. Letzterer war der Meinung, daß eine vom Vertrauens Sollen nur die kapitalistisch interessirten Kreise und nicht mann der sozialdemokratischen Partei einberufene öffentliche Vers zuverlässigste Sammelplatz derer gegolten, die sich den ehrauch die weit mehr interesserte Schiffsmannschaft gutachtlich be- fammlung nothwendig eine solche des„ Sozialdemokratischen lichen() Rampf gegen die Sozialdemokratie weder durch fragt werden?? Wahlvereins" sein müsse, weil dieser die Partei Organisation Anwandlungen von Schwäche oder Furcht, noch durch Spekudarstelle, eine völlig haltlose Annahme, die bei Betrachtung der lationen auf das Wohlwollen der revolutionären Partei beeinbes fozialdemokratischen Partei- Organisation in sich selbst zusammen. trächtigen ließen. Es wäre unfagbar traurig, wenn man in fält und die auch mit dem preußischen Vereinsgesetz unvereinbar der wunderlichen Koalitionsrechts- Resolution das Anzeichen ist, wonach eine sich auf politische Vereine füßende Parteieiner beginnenden Wandlung dieser klaren und tapferen Haltung möglichkeit ist. Wo find denn also die„ mancherlei Gründe", Organisation über ganz Deutschland einfach ein Ding der Uns Herr v. Bennigsen? als der erblicken müßte." Wegen des unfagbar traurigen" möge sich Bismarck nur beruhigen; er femt ja seine Pappenheimer und weiß, daß nationalliberale Beschlüsse nichts weniger als zuverlässig sind und am wenigsten wenn dieselben sich gegen die Reaktion wenden. Nach wie vor und trotz aller Resolutionen wird im Reichstag jede fich gegen die Arbeiter richtende Maßregel der Zustimmung der Nationalliberalen sicher sein! werden. Der Nachfolger des Direttors Kolonialamts, Dr. Kayser, scheint schon ernannt zu sein. Wenigstens schreibt die Nordd. Aug. Rtg.": reiber. Richthofen, bisher Mitglied der egyptischen Sicherem Vernehmen nach ist Geheimer Begationsrath 3. D. v. Schuldenkommission, als Nachfolger des Direktors der Kolonial abtheilung, Wirt. Geb. Legationsraths Dr. Kayfer, in Aus abtheilung, Wirtl. Geb. Legationsraths Dr. Kayser, in Aus genommen." 01 Der Druck des Armee Verordnungsblatt", das bisher in der Hofbuchdruckerei von 6. S. Mittler ut. Sohn hergestellt wurde, ist, der" Poft" zufolge, nuamehr der Reichsworden. druckerei übertragen worden. Gotha.( Eig. Sig. Ber.) Bon den errungenen acht Wahlkreisen haben wir einen wieder verloren. Bei der Wahl eines Abgeordneten für den 10. Kreis erhielt der freisinnige Kandidat Winter 22, während auf den unfrigen nur 20 Stimmen fielen. Es muß dies überraschend erscheinen, wenn man bedenkt, daß auf unseren Listen 24 Wahlanänner durchgekommen find, Fürnehmer Geist." Unter diesem Titel wird der während die Gegner nur 18 durchbrachten. Das Räthsel löft frühere bayerische Premierlieutenant Rudolf Krafft, der Verfasser sich einfach dadurch, daß 4 unserer Wahlmanner um von„ Glänzendes Glend" und„ Kasernen- Elenad", demnächst eine gefallen Ganz unerwartet kommt uns als un" und Aus dem Reiche des Herrn v. Stephan. Mit bezug auf unsere Notiz in der Nummer vom 16. Oktober wird uns von Broschüre erscheinen lassen, welche die Offiziers- Ehrengerichte an baten gestimmt har den gegnerischen Kandi unferem Berichterstatter aus Gotha geschrieben: An den gerügten der Hand von attenmäßig belegten Bildern aus der das Resultat nicht. Zwei der Wahlmänner waren es den Gegnern vom Parteitage trägt zweifellos die hiesige Poftdirektion keine an den Ausspruch des Wachtmeisters in Wallenstein's Lager" gelingen würde, vier derselben zu gewinnen, vermutheten wir nicht. Schuld. Jufolge einer irrthümlichen Mittheilung seitens des an den Rekruten an:" Mit dem Helm und Wehrgehäng Diefer Vorgang zeigt wieder einmal das Unsichere des WahlLokalkomitees fonnte die Postdirektion keine genügenden Vor- Schließt Er sich an eine würdige Meng', Muß ein für männersystems im allgemeinen; im besonderen aber zeigt er die fehrungen zur Beförderung der ungewöhnlich zahlreichen Depeschen nehmer Geist jetzt in Ihn fahren." Die Gelegenheit, sich Schwierigkeiten dieses Systems für die Arbeiterpartei. treffen. Erst am Sonnabend vor Beginn des Parteitages über diesen besonderen Geist ein Urtheil zu bilden, will Herr Erst hat man alle Mühe, die Wahlmänner zusammen zu be= wurde die Direktion in Kenntniß davon gefeßt, daß für den Krafft dem Zivilpublikum geben. kommen, und dann ist man immer wieder der Gefahr ausgesett, Vorwärts" ein beständiger Depeschendienst eingerichtet werden sily big in daß es dem ökonomischen Druck rücksichtsloser Gegner gelingt, müffe. Sie ließ eigens zu diesem Zweck von Erfurt einen Hughes- Lüneburg.( Hamburger Echo".) Die Ausweisung dieselben zu Verräthern an ihrer eigenen Klasse zu machen. Apparat fommen; auch mußte eine große Anzahl von Beamten von Frauen aus öffentlichen Versammlungen Gerade die ungemeine Schwierigkeit, Leute zu finden, die sich als ihren Urlaub unterbrechen. Presse und Parteitag hatten fich wurde seit dem vorigen Jahre, wo der erste derartige Fall bei öffentliche Wahlmänner für die sozialdemokratische Liste hergeben, überhaupt in keiner Weise über mangelndes Entgegenkommen der Wahlkreis- Konferenz eintrat, von der hiesigen Polizei mit veranlaßt manchmal, auf Menschen zurückzugreifen, deren Wie man sieht, feitens der Postbehörde zu beklagen, im Gegentheil, während die Eifer betrieben. Auch am 20. Juli d. J. und im September Charakter nicht ganz zweifelsohne ist. Post in Siebleben gewöhnlich nur zweimal im Tag befördert wird, bei der diesjährigen Wahlkreis- Konferenz beliebte die Polizei die ist dies ein Fehler. Lieber weniger Wahlmänner aufs richtete die Poftdirektion während der Dauer des Parteitages gleiche ungefeßliche Maßnahme, obgleich das preußische Vereins- ftellen, die aber absolut sicher sind, als die Listen mit zweifeleinen ununterbrochenen Dienst durch Radfahrer ein, so daß alle und Versammlungsgesetz klar und deutlich erkennen läßt, daß die haften Elementen voll machen. Man weiß dann wenigstens, wie ankommenden und abgehenden Briefe und Depeschen auf das Ausweisung von Frauen aus öffentlichen Versammlungen un man zu rechnen hat. Die Gegner freuen sich natürlich über den promptefte befördert wurden. gefeßlich ist. Eine wegen der am 20. Juli erfolgten Ausweisung Streich, den sie uns gespielt. Ehrenwerth ist er ja gerade nicht. der Frauen an den Regierungspräsidenten zu Lüneburg ge- Aber was fragen die Herren darnach. Im geheimen geben fie richtete Beschwerde wurde von diesem als unbegründet zurück- fich der Hoffnung hin, uns noch einen oder den anderen Kreis gewiesen. Auf eine an den Oberpräsidenten in Hannover ge- auf dieselbe Weife abzujagen. Darin werden fie fich aber richtete Beschwerde ist folgende Antwort eingegangen. gründlich täuschen. Die uns gehörigen fieben Kreise, in denen unsere Wahlmänner die Mehrheit haben, sind durchaus ficher.- 49th Durch die vorstehenden Ausführungen unseres Bericht erstatters wird, so schreibt uns der Verfasser der Notiz, die in unferem Artikel fonstatirte Thatsache, daß Depeschen von Gotha nach hier bis 44 Stunden allein unterwegs waren, in feiner Weise aus der Welt geschafft. Wenn auch das Gothaer Lokaltomitee die dortige Postleitung von dem zu erwartenden Andrang bedauerlicherweise etwas spät in Kenntniß gesetzt hat ein Umstand, der uns nicht bekannt sein founte so meinen wir doch, ist es Aufgabe der Verwaltung, als Verkehr 3- Juſtitut, in diesem Falle ber Ober Postdirektion in Erfurt, Handel und Verkehr zu verfolgen und im Bedarfsfalle für richtige und rechtzeitige Abhilfe zu sorgen. Das ist aber in diesem Falle nicht geschehen. Wenn wirklich ein Hughes- Apparat von Erfurt befchafft sein sollte und zur Ausstattung Gotha's mit zwei oder drei Hughes- Apparaten war auch noch am Sonnabend Zeit so steht doch soviel fest, daß er nicht in Betrieb gefeht worden ist. Denn fämmtliche Telegramme, die von Gotha direkt nach Berlin gegeben worden sind, sind, wie die Aukunftsformulare ausweisen, auf Morse zur Abtelegraphirung gelangt. Und daß der qu. Hughes- Apparat mit Halle, Erfurt oder FrankDie Sänfte wurde jegt fortgetragen und Adrian bestieg verwundert das Pferd und folgte. Als sie über die Brücke Der Ober- Präsident der Provinz Hannover. Hannover, den 11. Oftober 1896. Auf die Eingaben vom 4. August und 17. September d. J. Roburg, 16. Oktober.( Boff. 3tg.") Im dritten Wahlkreise, eröffne ich Ihnen nach Prüfung der Verhältnisse, daß ich die der bisher im unbestrittenen Befiß der Nationalliberalen war, erhobene Beschwerde wegen der polizeilicherseits bewirkten fiegte heute die Wahlmännerliste für den Redakteur des freiEntfernung der Frauen aus der von Ihnen in Ihrer Eigenschaft sinnigen Rob. Tagebl.", Dr. Menfinger, mit 198 Stimmen gegen als Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei einberufenen 165 nationalliberale und 45 sozialistische. öffentlichen Parteiversammlung als begründet anerkenne. Die Republit Bremen, welche in ber Ausweisung Die Polizeidirekton in Lüneburg wird wegen ihres zukünftigen Verhaltens mit entsprechender Anweisung versehen werden. englischer Gewertschaftsführer fo Großes leistete, indem sie Leute Der Polizeidirektion kann übrigens, wie ich noch ausdrücklich auswies, die noch nicht einmal den Fuß auf bremisches Gebiet bemerke, ein Vorwurf aus ihrem Vorgehen nicht gemacht wer- gesetzt hatten, ruht nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern macht den, da ihr für ihre Annahme, daß in der Einberufung der weiter im Kampfe gegen das rothe Gespenst". Wie die Versammlung eine Handlung des Sozialdemokratischen Wahl- Deutsche Bäcker Zeitung" mittheilt, wurde der Bäckergeselle vereins bezw. von bezw. von dessen Vorstand zu erblicken war, Schneider, der eben eine 4monatliche Freiheitsstrafe hier abgebüßt mancherlei Gründe zur Seite ftanden. hatte, weil er, nach dem Urtheil des Gerichts, einen Bäckermeister R. v. Bennigsen. wegen Uebertretung der gesetzlichen Sonntagsruhe wiffentlich Das Aufkommen = waren, erftiegen fie eine kleine Anhöhe, und hier gelangten der Leibeigenschaft in Böhmen.") vorstand darein und nahm das freigewordene Land für sich in H 916 Starb nach der Auftheilung eine Familiengruppe aus, so hätte ihr Antheil den übrig gebliebenen früheren Genossen zufallen müssen. Aber auch hier mischte sich bald der frühere Haus sie bald aus den kahlen Mauern und öden Straßen Anspruch. Und er besetzte es entweder mit Knechten oder mit unter die Bäume und Blumen des Feldes. Nachdem sie Bei der Auflösung einer Hauskommunion wurde das vor Bauern, die von allem Anfang an zu ihm in einem Unterthänigungefähr eine halbe Stunde einen Weg durch Gärten handene Land an die Sondergruppen aufgetheilt. Der bis teitsverhältniß sich befanden. So entstand das Heimfallsrecht. In verfolgt hatten, erblickte Adrian plötzlich eine schöne und herige Hausvorstand machte vor allem auf denjenigen Grund großem Maßstabe übte es besonders der Gauvorstand aus, der stattliche Villa. Hier stiegen die Damen aus ihrer Sänfte und Boden Anspruch, den er durch Knechte bis dahin hatte es auch auf den Sonderbesitz der Hausvorstände anwandte. Aus bebauen laffen. Es liegt in der Natur der Sache, daß dies einem von gleichberechtigten Genossen gewählten Beamten und der junge Ritter, der vergebens von seinem Begleiter meistens der nahegelegene und beffere war. Auch nach der Auf- wurde ein Fürst. Der Gaufürst ist im Besitz der ehemaligen Aufklärungen über dieses Abenteuer verlangt hatte, stieg theilung blieb ein gewisses Verhältniß zwischen den ehemaligen Gauburgen. Sie find fein Sondereigenthum. Er hat Knechte ebenfalls ab und folgte ihnen über einen großen Hof, der Genossen und dem Vorstande bestehen. Das Friedensbedürfniß unterhalb seiner Burg angesiedelt, die für ihn als Handwerker zu beiden Seiten mit Blumentöpfen und Orangenbäumen blieb vorhanden. Und der Vorstand zeigte fich geneigt, den thätig sind. Er hat Knechte, die seinen Boden bebauen und ihm den besetzt war, und als er durch eine geräumige Halle an der Frieden zu schüßen. Natürlich nicht umsonst. So begannen die Ertrag abliefern. Das Geleit- und Wegegeld fällt ihm zu und die andern Seite des Vierecks getreten war, befand er sich an Abgaben und Leistungen der noch freien Bauern an die auf Gerichtssporteln. Er bestimmt die öffentlichen Lasten und vers einem der lieblichsten Orte, den das Auge je erblickte oder strebenden Herren. Nur in einem Falle erfuhr diese Entwickelung mehrt sie immer mehr und mehr. Die Ausübung der Jagd und eine Veränderung. Hatte die Hauskommunion sich schon zu Fischerei im Markwalde sind sein ausschließliches Recht. Und wie den der Dichter je besang. Es war eine Gartenanlage, in einer Beit aufgelöst, in der das Sondereigenthum des Haus- er auf seinen Sonderländereien wirthschaftet, so möchte er es ain welcher Rasenpläge von dem lebhaftesten und herrlichsten vorstandes noch klein war, dann tonnte diefer zu liebsten auch im ganzen Gau thun. Und so seht sich bei ihm der GeGrün mit Lorbeer- und Myrthen- Bosqueten abwechselten, teiner überragenden Macht gelangen, die Bauern blieben frei. danke feft: der ganze Gauboden gehöre eigentlich ihm, dem Fürsten, und die zu beiden Seiten von Arkaden, mit Rosen und In größerem Maßstabe geschah dieses in Ostböhmen, in den denen, die noch als Bauern auf den Ländereien fäßen, stebe nur der anderen Blumen umranft, eingeschlossen wurden. Ueberall Gegenden, in denen später die Laboriten auftraten. Nußgenuß zu. Es fonnte nicht ausbleiben, daß diese Gaufürften, sah man Statuen und Springbrunnen vertheilt. Nächst Schon während der Hauskommunion hatten sich einzelne dieser in dem Bestreben ihren Besiß zu mehren und zu häufen, gegen dem Gebäude standen lange Reihen von Gefäßen auf Vereinigungen in Phratrien zusammengeschloffen, und die Stämme feitig aneinander geriethen. Die Folge waren unzählige Kriege marmornen Fußgestellen mit Blumen und Gewächsen hatten in den Gauen ihre territoriale Gliederung erhalten. Das und Raubzüge. Mit ihnen wuchsen die Leistungen der Bauern. aller Art, und breite Treppen führten von Terrasse gab verschiedenen Hausvorständen Gelegenheit, sich emporzuheben. Und im eigenen Gau plünderten die Kriegsleute des Fürsten wie Die Vorstände der Phratien und Gaue wurden anfangs ge im Feindesland. Erst spät unter den Königen wurde verordnet, zu Terrasse, jede mit Statuen und Springbrunnen geziert, wählt, später wurden auch diese Aemter erblich. Am schnellsten daß jeder aufgebotene Mann erst zwei Meilen von seinem Wohneinen hohen, aber sanft sich neigenden grünen Hügel hinab. bereichern konnten sich die Gauvorstände. Ihr Wohnsitz fiel gewöhn- size Lebensmittel fordern konnte. Jenseits erblickte man in der reichen Landschaft die Wein- lich mit einer öffentlichen Markt- oder einer bekannten Kultstätte zuBum Schlusse behielt der Gaufürst von Brag die Oberhand gärten und Olivenhaine, die Villen und Dörfer des Arno- sammen. Das Schiedsrichteramt war ebenfalls bei ihnen. Sie waren über alle seine Mitstrebenden. Er wurde Landesfürst. Das erste, thals, durch das der in den Strahlen der Sonne er- im Besitz der Gauburgen und schrieben den Gaugenoffen vor, was sie was ihm zufiel, war die allgemeine Landesmart, der ausgedehnte glänzende Fluß sich wand, und die Stadt in aller ihrer zur Herstellung und Erhaltung von Straßen, Wegen, Brücken zc. Wald, der Böhmen umschloß. Die Geschlechter der Gaufürsten wurden Ruhe, aber ohne ihre Schrecknisse mit den stattlichen Domen zu leisten hatten. Diese Leistungen waren ungemeffen, ungleich. ausgerottet, ihr Sondereigenthum fiel dem Fürsten zu, der in die eheund Thürmen. Vögel von allen Farben und Gesangs- Das ein Jahr größer, das andere Jahr kleiner. Aus ihnen und maligen Gauburgen Beamte sette, die Gangrafen. Der Landesfürft weisen, einige frei, andere in Netzwerk von Golddraht nach ihrem Vorbilde entwickelten sich später die ungemessenen besitzt jetzt an Sondereigenthum: das Land, das er als Gaufürst von Brag eignete, das Sondereigenthum aller anderen früheren flatterten umher, und mitten auf einem Rasenplay ruhten Jeder Gau war von einem Martwald umgeben. Auf Gaufürsten und die allgemeine Landesmart. In diesem Gebiete vier unmaskirte und reich gekleidete Damen, von denen die diesen machten die Gauvorstände schon sehr bald einen Anspruch. tonnte er frei schalten und walten. Und seine Macht vermehrt älteste kaum zwanzig Jahre alt sein mochte, und fünf Erst mag ihnen der Nußgenuß von den Gaugenoffen als Enter beständig durch eine strenge Anwendung des Heimfallrechtes. junge und schöne Nitter, deren reich gestickte Mäntel und gelt für den Friedensschuß überlassen worden sein, bald aber auch die Justiz läßt er durch Beamte ausüben. Und ein neuer Faktor tritt jetzt mitbestimmend in der goldene Ketten ihren Rang verkündeten. Vor ihnen stand nahmen sie den Wald als Sondereigenthum in Besis, feßte fozialen Gliederung auf, die Kirche. Das Christenthum ist ein niedriger Tisch mit Weinen und Früchten, und musika- Knechte an und ließ fie für fich arbeiten. Die in der Hauskommunion vereinigten Genoffen hatten Landesreligion geworden. Und die Landesfürsten, die vor lische Instrumente, Schach- und andere Spiele lagen um auch nach der Auftheilung nicht jeden Zusammenhang mit dem keinem Mord teiner Gräuelthat zurückschrecken, wenn es her. Eine so schöne Gruppe und eine so liebliche Szene ehemaligen Gemein- jezigen Herrenhaus verloren. Das Gemein- ihren Vortheil gilt geben sich als treue Diener der fah Adrian nur einmal, und zwar mitten unter den Ber- haus war früher die einzige Stelle gewesen, an der Brot ge- Rirche. Sie sind um ihr fünftiges Seelenheil besorgt, gründen störungen der schrecklichsten Best, die Italien heimsuchte, backen, Bier gebraut, Fleisch ausgeschrotet wurde. Auch dem und stiften Kirchen und Klöster. Die Stiftungen werden aus eine solche Gruppe und eine solche Szene tönnen wir uns Herrenhaus verblieben diese Einrichtungen. Nur hatten die dem Sondereigenthum bestritten, und das Land den Mönchen noch jetzt nach der vortrefflichen Beschreibung Boccacio's einstigen Genossen kein Besitzrecht mehr an ihnen, und bald mit oder ohne Knechte übergeben. Die Mönche sind gute iging die Entwickelung in der Richtung, daß die Herrschaft die Wirthschafter, sie wollen ihre Arbeitsbienen möglichst ertragsvergegenwärtigen. Als die Gesellschaft Adrian und seine Begleiterinnen Bauern zwang, Brot, Mehl, Fleisch u. f. w. von ihr zu faufen, fähig erhalten. Und so erbitten sie sich bald alle möglichen sich nähern sah, erhob sie sich, und eine der Damen, die auf und alles, was sie verkaufen oder vertauschen wollten, erft ihr Privilegien. Die Unterthanen der geistlichen Stifte werden von den allgemeinen Leistungen entbunden, was noch zu leisten bleibt, dem Haupt einen Kranz von Lorbeerblättern trug und vor übernimmt das Stift. Im zwölften Jahrhundert hat der den andern ging, fagte: Das ist recht, meine Marianna, Siehe: Julius Lippert, Sozialgeschichte Böhmens liegende Besitz der Kirchen und Klöfter eine ungeheure Auswillkommen, meine schönen Unterthanen, und auch Ihr, in vorhuffitischer Zeit. I. Band. Wien. F. Tempsly, und verdehnung gewonnen, die Landeslaften vertheilen sich auf immer Herr, seid uns hier willkommen!" gleiche den Artikel: Die Hauskommunion bei den Czechen" in weniger Schultern, werden drückender. Da zieht es mancher freie Bauer vor, sich und seinen Besit in den Schutz der Kirche zu stellen Nr. 289 unseres Blattes. ( Fortsetzung folgt.) Frohnen. anzubieten. s'Usch'deuunzirt" haben svllle, vor die hiesige Polizeibehörde tjcliibeii, wo ihm sei» Ausweisung-dekret vorgelesen wurde. Der ubereifnge Polizeibeamte fügte diesem noch hinzu:..Solche Lcule können wir in Bremen nicht gebrauchen!" Schneider muhte Bremen verlassen, und Herr Müller. Vorsitzender des Unter- Verbandes Nordwest, bekannt durch seine.Einwirkung" auf die Harburger Bäckermeister, kann nun wieder znsriedeu schlafen. Jedenfalls ist er auch bei dieser Ausweisung unschuldig! Hat man nun auch in Bremen einen„Hetzer" weniger, so hat man chn anderenorts mehr, denn wie Schneider versprochen hat, wird er nun erst recht beitragen zur Verbreitung der Ideen und zur Vergröperung des Bäcker-Verbandes. -7 Der diesjährige mecklenburgische Land- rag ist auf den 18. November nach Malchin einberufen. Außer den üblichen Steuer- und Etatsvorlagen werden diesem neuen �uukerparlamente noch der Erlaß einer Verordnung, betreffend das Wegerecht und Entwürfe von Verordnungen, betreffend die Regelung des Dienstcinkommens der seminaristisch gebildeten Lehrer, betreffeud die Pensionirung der an ritter- und laudschaft- I>chen Landschulen angestellten Schullehrer und betreffend die tommissio» für die ritter- und landschaftliche» Landschulen und nr die städtischen Volks- nnd Bürgerschulen(Schul-Kommission). oivie eine Vorlage, betreffend Bewilligung einer Prinzessinsteuer ur eme demnächst zu vermählend» mecklenburgische Prinzessin vorgelegt werden.— �Zweierlei Recht. Der Dresdener„Evangelische Arbeiter-Verein" nimmt, wie wir der„Sächs. Arbeiter- Zeitung" entnehmen. Minderjährige auf und unterhält Z w e i g v e r» i n e. aber er läßt sich nicht abhalten, politische E r ort e r u n g e n in seinen Versammlungen vorzunehnien. Erst in dieser Woche wurde in einer, allerdings muthig hinter ver- schlösse»«» Thüren abgehaltenen Versammlung besprochen, wie das sächsische Laudtagswahlrecht am besten ausgenutzt werden tan». Wir sind überzeugt, daß gegen den Evangelischen Arbeiter-Verein nicht eingeschritten werden wird, daß er nicht aufgelöst nnd die Vorsteher nicht bestraft werden. Aber ein Arbeiter-Gesailgverein kann, weil er im Lokal eines Sozial- dcmokraten seine Gesangsstunden abhält, morgen als politisch aufgelöst werden. Naiv der, der nicht meint, daß auch das Wasser aus unsere Mühle ist.— Mainz, 16. Oktober,(ffiig. 58er.) Die Landtags- iv a h( e 11 im G r 0 ß h 0 rz 0 g t h um Hessen sind nunmehr beendet. Das Ergebüiß derselben bildet eine schwere Nieder- läge der Nationalliberalen, deren Herrschaft in der Zweiten Kammer nuumehr endlich gebrochen ist. Um so mehr ist diese Thatsache hervor zu heben, weil wohl in keinem Par- lanieute eine Majoritätspartei ihre Herrschaft so rigoros aus- geübt hat, wie die nationalliberale Partei in der Zweite» Kammer zu Darmstadt, indem sie keinem Mitglied« der oppo- sitiouellen Parteien die Mitarbeit in den Kommissionen gestaltete. Zusammengesetzt war die seitherige Zweite Kammer aus 31 Nationalliberalen, 7 Deulschfreisiuuige». 5 Ultramontane», 4 Sozialdemokraten und 3 Antisemiten. Nachdem nun gestern in Offenbach-Stadt unser Genosse Ullrich gewählt worden ist, liegt das Wnhlbild klar vor Augen. Die Nationalliberalen hatten nach dem BetaNulwerden der Wahlmännerwahlen schon hell ans- gejnbelt, daß für dieses Mal ihre Herrschast noch einmal gerettet sei. doch hatten sie die Rechnung— ohne die Wahlmänner gemacht. Ihr Verlust beträgt rund sechs Mandate. Verloren gingen für sie die Stadt Offenbach an die Sozialdemokraten. Dieburg-Großumstadl. Butzbach, Lampertheim, Nidda-Schotten und der 1». Oberhessische Wahlkreis an die Antisemiten und Bauern- bündlcr. Außerdem verloren die Freisinnigen den 9. rhein- Hessischen Wahlkreis an die Ultramontanen. Die Zahl der Abgeordnelen der Zweiten Kammer beträgt 50. Es verbleiben demnach den Nationalliberalen 25 Mandate, denen 25 der sog. Oppositionsparteien gegenüberstehen. Stimmen diese Parteien (elbstverständlich nicht in allen Fragen überein, in der Haupt- rage, die nationalliberale Paschawirthschaft zu stürzen, sind sie einer Meinung. Die Kammer besteht nunmehr für die nächsten drei Jahre aus 25 Nationalliberalen, 7 Antisemiten, 6 Deutsch- freisinnigen, 6 Ultramontanen, 5 Sozialdenwkraten und I Bauern« bündler. So hat nun auch in Hessen, wie im Deutschen Reiche allerwärts die Nationalliberalen ihr Schicksal erreicht sind sie sind mit ihrem Latein zu Ende, so sicher sie isire Herrschaft noch gefestigt glaubten. Um so schwerer trifft sie der Schlag. Mainz, 15. Oktober.(Eig. Ber.) Laut amtlicher Bekannt- machung des Wahliommissarins findet die Ersatzwahl im nnd Unterthanen zu werden. Viele auch lassen Haus und Hof im Stiche, bald die einzige Freiheit, von der sie noch. Gebrauch machen können. Ihre Lage hat sich ver- schlimmert, ihre Zahl ist gesunken. Das Heimfallsrecht hat immer mehr Unterthanen zwischen sie geschoben. Die niedere Gerichtsbarkeit steht jetzt dem Gutsherrn zu. Vor den Fürstengerichten erhalten die Bauern kein Gehör. Bald kann der Gutsherr mit ihnen machen waS er will. Aber die Gutsherren wechseln häufig. Wirren und Parteiungen nehmen im Lande kein Ende. Der Hochverrath liegt in der Luft. Die Unter- legen«» büßen mit Kopf und Besitz. Und jeder Wechsel im Besitz der Gutsherrschaft bringt Nachtheile auch für die ur- sprünglich freien Bauern. In Schenkungsurkunden werden sie einfach übergangen, mit einem Federstrich zu Unterthanen gemacht. Da sie kein Recht finden können, müssen sie es bleiben. Unter den Premysliden ist nur mehr die Rede von Adeligen, Guts- herreu und PaupereS. Freibauern finden sich nur noch ver- einzelt im Taborer Kreise. Aber die Fürstengewalt ist auf der Höhe ihrer Entwickelung angelangt. Der Landessürst betrachtet sich als den Herrn des ganzen Landes. Seine Hauptstütze findet er an seinen Beamten. Haben sie ihm eine zeillang treu gedient, dann weist er ihnen Landstriche im Markwalde zu, giebt an sie Guter hinaus, die.heimgefallen". Darum ist der Zudrang zu den obersten Hofstellen ein sehr starker. Sie versprechen reichen Besitz, und der Besitz berechtigt wieder zu den Hofstelle». Noch «in Umstand vermehrte die Verschiebungen im Güterbesitz. Nach .dem kanonischen Äecht war Zinsnehmen verboten. Um das immer mehr anschwellende flüssige Kapital unterzubringen, warf man sich auf den Güterhandel. Man tauschte und vertauschte ganze Güter, wie einzelne Leistungen und Zinsungen. Um den Preis in die Höhe zu treiben, erhöhte man dann wieder die Leislnngen und Abgaben der Unterthanen. Von der Seite dieser reichen Grundbesitzer ging dann das Streben aus, die Fürstengewalt zu mindern. Sehr zu statten kam es ihnen, als unter dem ersten Luxemburger das Fürftengut zum größten Theil verkauft und verpfändet wurde. Mit der Zeit errangen sie sogar das Geldbewilligungsrecht. Höher aber stand ihnen und werthvoller deuchte ihnen das Recht, mit ihren Unterthanen frei schalten und walten zu können. Um das zu erreichen, schoben sie sich zwischen Fürst nnd Bauer. Sie bewilligten und bestritten die Landesumlagen und hoben sie dann in doppeller nnd dreifacher Höhe von den Bauern ein. Ter Bauer war vollständig rechtlos. Wer von ihnen auch nur einen Hasen sing, verlor beide Hände. Nur eines blieb ihnen noch übrig: sie entwichen schaarenweise in die aufblühenden Städte. Die Hussitenkriege bilden dann den letzten Versuch der Bauern, das Knechtschaftsjoch abzuschütteln. Mit der Austheilung des Kirchenlandes war für die Herren und Ritter, die sich der Bewegung angeschlossen, diese zu Ende. Die Taboriten. die Ver- treter des Freiheitsgedankens, mußten vernichtet werden. Und so geschah eS. Und die erste Vereinbarung der Herren mit dem einziehenden Fürsten handelte über den Bauer; er wurde an die Scholle gefesselt, eine Sache, die Leibeigenschast war verbrieft und gesiegelt._ Reichstags-Wahlkreis Mainz-Oppenheim am 5. November d. I. statt. Die sozialdemokratische Partei hat den Genosse» Redakteur Dr. Eduard David in Mainz aufgestellt. Kandidat der Ultramontanen ist Land- tags-Abgeord»eter Rechtsanwalt Dr. Schmitt in Mainz, Kandidat der Nationalliberalen nnd der Agrarier Ober-Finanzrarh Ernst Braun in Darmstadt nnd Kandidat der vereinigten Demokraten und Deutschfreisinnigen Stadtverordneter und Mühlenbesitzer Fritz Schäfer in Mainz. Die Zeit für die Agitation ist knapp be- messen, thun jedoch die Genossen nur einigermaßen ihr« Pflicht, dann wird sich der Sieg an unsere Fahnen heften und der im Jahre 1890 im heißen Kampf eroberte nnd 1893 be- hauptete Wahlkreis wird im Besitz der sozialdemokratischen Partei bleiben. — Die Erregung in Mannheim über die Uuthat des Offiziers v. Brüsewitz-Siepmann ist in ganz Baden so groß, daß dem Karlsruher Offizierskorps, wie wir der„Bad. Landes- Zeitung" entnehmen, der Besuch der dortigen Wirthschaften auf zwei Wochen untersagt wurde. Die Militärbehörde hat bisher »och keine Gelegenheit genommen, etwas zur Entschuldigung der Mordthat zu publiziren.— — Aus Württemberg. Einen praktisch-sozialen Kursus hielten die Ultramontanen in der„ersten" katholische» Stadt des Landes, in Schwäb. Gmünd ab. Der erste Redner. Reichstags- Abgeordneter Gröber, sprach über das Bürgerliche Gesetzbuch und konstalirte hierbei, daß es einen Fortschritt bedeute, für de» man Gott danken müsse, gleichzeitig dabei betonend, daß es auch seine Fehler habe, verschwieg aber wohlweislich, daß die Fehler in erster Linie dem Zentrum selbst zu verdanken sind. Als weiterer Redner trat Dr. Pieper aus M.-Gladbach auf, welcher über die„päpstliche Enzyklika und die Arbeiter- frage" referirte. Redner führte aus, daß der Papst betone, daß bei Aushebung deS Privateigenthums jeder Sporn zum Erwerb fehle, jedes Streben qushöre; überall wo gesellschaftlicher Besitz sei, stünden die Mensche» auf niederer Kulturstufe, je höher die Kulturstufe eines Volkes, desto mehr sei der Privat- besitz ausgebildet. Die allgemeine Gleichheit sei ein Traum, ein vergeblicher Kampf gegen die Naturordnung. Prof. Dr. Hitze sprach hierauf über die„Arbeiterfrage",. ohne nenneuswerthes zu Tage zu fördern; ihm folgte als Referent Dr. P i ch l e r aus Passau, welcher die.„Agrarfrage" behandelte. Redner wendete sich gegen den Antrag Kanitz und verspricht sich zur Hebung des Bauernstandes viel von einem besonderen Agrarrecht; er empfiehlt Regelung der Verschulduugsfrage durch Verschuldungsstatistik, Einführung einer Verschuldungsarenze, allmälige Schuldentilgung und Rentengüter. Ein Gut soll nach Redners Ansicht nicht zu oft den Besitzer wechseln, ivas sich in der Theorie wohl sehr schön ausnimmt und unseren Junkern am angenehmsten sein wird. Den Schluß der schwarzen Weisheit machte der württenibergische Landtags- Abgeordnete E ck a r d, welcher sich„die neuen Aufgaben der Arbeitervereine" als Thema wählte. Redner meint, daß die Religion die Grundlage bilden müsse und daß Generalkoinmuniouen, Exerzitien und apologetische Vorträge von Vortheil seien. Zur Förderung des materiellen Wohles der Arbeiter seien Krauken-Zuschußkassen zu empfehlen, auch mögen die jungen Leute darauf aufmerksam gemacht werden, wie unrecht es ist, zu heiralhen, ohne sich vorher etwas erspart zu haben; das Sparen sei eine Ehre. (Eine größere Ehre wäre es wohl, dem Arbeiter anständig zu zahlen.) Uni nun auf allen Seiten gerecht zu werden, räth der Redner von Konsumvereineu ab, da dadurch der kaufmännische Mittelstand geschädigt würde, empfiehlt aber den Arbeitern ge- meinsamen Bezug von Holz und Kohlen. Nachdem sich noch Landesrath Brandes von Düsseldorf mit de» Fabrikmädchen be- schäftigt hatte, gingen die hochlvohlweisen Herren innerlich be- friedigt von dünnen.— Jammerschade für all' die Liebesmühe, daß der kluge Arbeiter de» Lockrufen des Zentrums doch nicht folgt.— — Ueber Tumulte reichsländischer Rekruten, verübt auf dem Transport nach norddeutsche» Garnisonen, be- richtet man der„Franks. Kleinen Presse" aus Heidelberg:„Bei dem in der vorletzten Nacht von den Reichslanden nach Darmstadt abgelassenen Miliiär-Sonderziig kam es durch dieRekrnten zu ernsten Ausschreitungen. Viele von ihnen waren betrunken. Der Tumult brach schon vor Rastatt los; in der dortigen Station und dem Wartesaal wurde alles demolirt, und es kostete die Transporteure viel Mühe, die Mannschastm wieder in die Eisenbahnwage» zu bringen. Auch in Karlsruhe und Heidelberg kamen ähnliche Aus- schreitungcn vor. Der Zug wurde von ihnen zwischen Karlsruhe und Heidelberg durch das Nothsignal aestellt. In dem ganzen Zug zertrümmerten sie die Glasscheiben, rissen die Schilder herunter und schnitten die Riemen ab. Von Karlsruhe aus wurde telegraphifch auf die Station Heidelberg militärische Hilfe verlangt; die jedoch zu spät eingetroffene Meldung mußte nach Darmstadt weiter- gegeben werden. Hier war eine Batterie Artillerie bereitgestellt. die jedoch keinen Anlaß mehr zum Einschreilen hatte, da in- zwischen die Leute sich ausgetobt hatten und die Ruhe wieder hergestellt war. In Heidelberg wurde wegtn der gefährlichen Haltung der Mannschaslen, die mit Gläsern nnd Flaschen umher- warfen, das Zugpersonal mit Revolvern ausgerüstet. Wie es heißt, soll auch der Ruf:„Vivo In I'runee!" wiederholt aus- gestoßen worden sein. Frankreich. Paris, 17. Oktober.(„Voss. Ztg.") Di- Kosten des Zarenbesnchz betragen sieben Millionen, davon dreieinhalb für die Truppenbewegungen. Die Blätter erzählen die Geschichte mehrerer Polen, darunter auch solcher, die nur polnische Namen tragen, jedoch seit zwei bis drei Geschlechtern von sranzösi- scheu Staatsbürgern abstammen, und die von der Polizei über die Dauer des Zaren des uchs ohne ein Wort der Erklärung oder Entschuldi- gung eingesperrt wurden, damit sie nickt etwa aus der Straße Hochrufe auf Polen ausbrächten. Eins dieser Opfer, ein Baumeister Parewicz, Franzose, beklagt sich nicht so sehr über die Einsperrung, als darüber, daß er ohne Äoth auch mißhandelt wurde. Es lebe die Kosaken- Republik! England. Labouchere über Rosebery's Abdankung. Die soeben erschienene Nummer vom„Truth" ist mit einiger Neugierde erwartet worden. Der Vorkämpfer der entschiedenen Radikalen schreibt nun:„Wenn die parlamentarischen Liberalen morgen versammelt würden, so hätte Lord Roscbery keine Aussicht, zum Führer der Liberalen erwählt zu werden. Bei uns Radikalen, die wir immer gegen feine Führerschaft protestirt haben, ist es keine Frage der persönlichen Abneigung. Wir wünschen Lord Rosebery alles Gedeihen und Glück, aber wir glauben noch immer, wie wir stets geglaubt haben, daß die Demokratie sich in gewaltsamster Haft eingezwängt findet, so lange sie einen großen Adligen als Haupt besitzt, der nur geringe parlamentarische Er- 'ahrung, keine allzu bestimmten Anschauungen, namentlich auch nicht die grimmige Entschlossenheit hat, alles mit Füßen zu treten, das im Wege des demokratischen Fortschrittes liegt."— Dänemark. — Herr Eugen Petersen, dessen willkürliche Leitung der Kopenhagener Polizei eine steigende Erbitterung in der gesammlen Bevölkerung hervorruft und der, wie in den letzten Tagen verlautete, nun endlich seines Postens enthoben werden soll, hat in diesen Tagen einen in mehrfacher Beziehung interessanten Jahresbericht an das Ministerium des Innern eingeliefert. Interessant ist z.B. an diesem Bericht, daß nur der„Tod" der Polizei-Jusvektoren Carsten Petersen und Korn mitgetheilt wird, ohne jedoch zu erwähnen, daß der letztere wegen der entdeckten großen Unterschleise sich das Leben nahm. Kein Wort findet sich serner in dem Bericht, daß entdeckt wurde, daß Herr Oberkommissar Meyer von der Sittlichkeits» polizei in merkwürdig intimer Beziehung zu einer bekannten Bordellwirthin stand nnd von dieser„für geleistete D i e n st e" eine Hypothek aus eines ihrer Häuser erhalte» hatte. Auch von all' den Korruptionsverhältnissen, die nament- lich in der Kopenhagener Sittlichkeits- Polizei enthüllt sind uud seil Jahr und Tag ganz Kopenhagen in Bewegung ver- setzen, gegen die so und so viele Protesl-Volksversannnlunge» stattgefunden haben, bei denen sich Personen aller Stände in lautester Empörung äußerten— über all' das enthält der Be- richt kein Wort. Aber auch das, was er bringt, ist interessant. So haben im letzten Jahr in Kopenhagen 2096. Verhaftungen stattgefunden, von denen 920 unnöthig waren, die von diesen betroffenen sind als unschuldig entlassen worden. Angesichts dieser Zahlen begreift man die wachsende Erbitterung der gesanimlen Bevölkerung über das geradezu frivole Borgehen bei Verhaftungen; es ist w i e d e r- holt vorgekommen, daß ganz unschuldige Personen nur infolge einer Namensverwechslung verhaftet wurden und dann wieder entlassen wurden, ohne daß man sich auch nur entschuldigte! Die Zahl der Verbrechen ist seit dem Vorjahre von 6512 auf 6719 gestiegeu. Hiervon waren 5390 Verbrechen gegen das Eigenthum. Von den 4930 Diebstählen beziehen sich 3719 auf Gegenstände im Werth« unter 10 Kronen, also offenbar ist es die Noth, welche die meisten Verbrechen verursacht. Die Zahl der Sittlichkeilsverbrechen ist von 413 aus 446 gestiegen, die der Verbrechen gegen Personen von 224 auf 179 herab- gegangen. Wegen Trunkenheil find aus der Straße 6758 fest- genommen, die Zahl der Selbstmorde beträgt 203(134 Männer 69 Frauen). Die Zahl der Prostituirten stieg von 567 auf 600. Es wurden im Lause des Jahres 1538264 Gegenstände im Werth« von 4 451232 Kronen(statt 4 436 006 Kronen im Vorjahre) versetztl Alle Zahlen künden zunehmendes Elend, finkende Sittlichkeit, vermehrtes Verbrechen. Wahrlich, eine Gesellschaft, die des Zu- sammenbruchs reis ist.— Spanien. — Die Situation der Spanier auf den Philippinen. Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Madrid gemeldet: Die letzten Meldungen aus Manila erzeugen eine unsagbare Aufregung. Die Regierung hat die Lage auf den Philippinen so optimistisch ausgemalt, daß die Unterwerfung des Aufstandes allgemein für ein Kinderspiel gehalten wird. Man behauptet, die Insurgenten seien schlecht bewaffnete Halbwilde und werden beim ersten Zusammenstoß mit den Truppen Reißaus nehmen. Generalgouverneur Blaueo meldet je- doch, die spanischen Kolonnen, die in den Provinzen Batangasch und Cavite eindringen wollten, seien mit nickt unbedeutenden Verlusten zurückgeschlagen worden. General Blanco leitete in Person die Operation und kehrte schleunigst nach Manila zurück, wo die Lage sehr gefährlich erscheint. Die Insurgenten haben die Stadt Jalisay, welche strategisch wichtig ist. eingenommen. Blanco verfügt nur über 3000 Urspauier: Verstärkungen sind dringend nothwendig. Fast die gesammte Presse erachtet die Lage für ebenso kritisch als auf Kuba und verlangt unbedingt die Ad- berusung Vlanco's, der bis zum letzte» Augenblick nichts von der sich vorbereitenden Insurrektion wahrgenommen und bei der ersten militärischen Operation eine Schlappe erlitte» habe. Barcelona, 16. Oktober. Zwei Bataillone find zur Ver- flärkung der Truppen nach den Philippinen abgegangen.— Asien. Bombay, 17. Oktober. Die Angehörigen des Marri- Stammes setzen ihre Gewallthätigkeiten an der Strecke der Eisen- bahn nach Quetta fort. Eine Abtheilung Arbeiter wurde während der Arbeit überfallen und getödtet; die Telegraphen-Verbindung wurde zerstört. Ein Detachement Infanterie aus Bonibay, welches sich Nuttels Eisenbahn nach dein Schauplatze begab, wurde mit Schüssen empfangen. Die Truppen besetzen die Stationen und patrouilliren die Strecke ab. Amerika. — Eine Freudenbotschaft für die deutschen Brotvertheuerer. Ein« Depesche aus Chikago besagt, daß alle Frachtsätze der Eisenbahnen westlich von Chikago und östlich vom Missouri-Flusse vorn 2. November ab eine wesentliche Erhöhung erfahre» werden, und zwar würde hauptsächlich das Gelreibe durch die Erhöhung betroffen werden.— Zwei Drittel der 33 Anklagen, die allein in diesem Jahre gegen die B r e s l a u e r„B 0 l k s w a ch t" angestrengt worden sind, wurden wegen„groben Unfugs" erhoben. Diese That- fache zeigt wohl genügend, unter welch außerordentlich schwierigen Verhältnissen unsere Breslauer Genossen zu wirken haben. Z» Ehren der ParteitagS-Delcgirten hatten am Donners- tag die Gothaer Genoffen einen Kommers veranstaltet, der vortrefflich verlief. Frau Eichhorn auS Dresden hielt die Festrede. In Hemelingen, einem industriellen Dorfe Hannovers' wurde Genosse Wilh. K lenken s mit 199 Stimmen in den Geineinde-Ausschuß gewählt. Sein Gegner erhielt nur 33 Stimmen. Die Parteigenosse» in Liegnitz beschlossen, sich an den bevorstehenden Stadtverordneten-Wahien nicht zu betheiligen, weil infolge der Steuerherabsetzung die Zahl der Wahl- berechtigten beträchtlich verringert und deswegen auf einen erfolg- reichen Wahlkampf nicht zu rechnen sei. Aus Mainz. Die Storchenbrauerei in Speyer hat dem von ihr abhängigen Wirlh des„Weißen Rößchens" in Mainz die Weisung ertheilt, den Saal dieses Lokals nicht mehr zu politische» Versammlungen herzugeben. Da das„Weiße Rößchen" das einzige Lokal mit einem größeren Saal ist, wo die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschasten ihre Ver- sammlungen abhalten können, so sind unsere Mainzer Genossen jetzt obdachlos. Polizeiliches, Gerichtliches«. — Genosse Gro th, Redakteur der„Mecklenburgischen Volksztg." in Rostock, und der Tischler Roß als Gewährs- manu sollten durch eine Notiz«ine Krankenpflegerin beleidigt haben, von der mitgetheilt war, daß die Ausdrücke, die sie sich gegen eine Kranke erlaubt hatte, ein Unteroffizier seinen Rekruten gegenüber anzuwenden sich schämen würde. Das Landgericht erkannte jedoch auf Freisprechung der Angeklagten, da nachgewiesen würde, daß die Krankenpflegerin sich unziemliche Reden gegen eine Kranke thatsächlich hat zu schulden kommen lassen. Gegen dieses Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Revision ei» und stützte diese hauptsächlich auf die Ansicht, daß die festgestellten Aeußerungen keine derartigen seien, daß ein Unteroffizier sich schänien würde, sie seinen Rekruten gegenüber anzuwenden. Das Reichsgericht verwarf jedoch gemäß dem Antrage des Reichsanwaltes die Revision als unbegründet, da die Erweislichkeit der ehren- rührigen Rathssachen vorn Landgerichte angenommen worden sei und demgemäß eine Bestrafung nicht erfolgen könne. — Genosse S t e n z e l vom„Hamburger Echo" ist wegen Beleidigung der preußischen Unteroffiziere durch Urtheil des Hamburger Landgericht? zu 2 Monaten Gefängniß ver- urtheilt. Das Reichsgericht hat jetzt dies Urtheil bestätigt. — Die„Thüringer Tribüne" hatte im Monat August Ue Anarchistin Frau Agnes Reinhold in Berlin als Märtyrerin bezeichnet und zum Schluß der Quittung fiber die für Frau Reinholb eingegangenen Gelder gesagt: So Tauer des Streits nur ein Streifbrecher gefunden Die bekanntesten Restaurants swingt alle Kellner, fich Gehilfen zu ehrt das arbeitende Volt in der Zuchthäuslerin" die Tapferfeit Stimmung ist äußerst schwungvoll. Einige Fabrikanten halten und überdies das Lokal auf ihre Roften reinigen zu laffen. und den persönlichen Muth einer Frau, die fich für ihre Neber haben infolge des Streits bereits aus Baden und Berlin Ein anderes Unternehmen hält jeden Kellner dazu an, morgens zeugung geopfert hat, mag diese Ueberzeugung an sich auch mit Fabritate beziehen müssen. Ein von der Streiffommission vorige bei Betreten der Räume fünf Schillinge abzuliefern. Die Mehr recht von der übergroßen Mehrheit der Gabenspender bekämpft Woche unternommener Versuch zur Einigung mit den Fabrikanten zahl der Kellner in Speisewirthschaften erhält überhaupt keinen und für verkehrt gehalten werden." Aus diesen Schlußworten scheiterte an einigen Punkten. Zwei Firmen: Goldmann u. Kaspar Lohn, sondern muß vielmehr mittelbar oder unmittelbar für die ergiebt sich, daß die Thüringer Tribüne" lediglich dem Charakter und Ziefing u. Krause, erklärten sich zwar für die Bewilligung Erlaubniß bezahlen, die Stellen behalten zu dürfen. der Frau Reinhold ihre Anerkennung zollte. Deffenungeachtet der Forderungen, traten hiervon aber im Laufe der Verhandlung " Gleichzeitig machten die Fabrikanten bekannt, daß sie in den nächsten Tagen kleinerer Brotbäckereien seht aber seine Thätigkeit fort und hat fein Brot liefern könnten. Die in einer Art Ring vereinigten Roggenbrot- Fabriken beschäftigen ca. 150 Arbeiter. Ein Theil die Forderungen der Arbeiter angenommen. Es muß nochmals betont werden, daß die verlangten Löhne noch immer unter denen stehen, die die sozialdemokratische GenossenschaftsBäckerei zahlt. Die Mehrzahl der Kopenhagener Bäckermeister hat nun in einer Versammlung eine Resolution gefaßt, worin sie dem Schritt, den die Brotfabrikanten unternommen haben, zustimmen und ihnen ihre Unterstügung zusagen in der Weise, daß keine Bäckerei, die bisher nicht das Backen von Roggenbrot betrieben hat, es während des Streits beginnen wird und daß die Roggenbrot- Bäckereien in dieser Zeit ihren Betrieb nicht erweitern werden. Es scheint danach, als wenn ein längerer Kampf bevorstehen sollte. wurde der verantwortliche Redakteur Coors vor Gericht ge- wieder zurück. Gin angeblich von einem Arbeiter" verfaßter Sämmtliche große Roggenbrot- Fabriken Kopenhagens zogen, weil er durch den Ausdruck Märtyrerin groben. Un- und im Fabrikantenorgan" Deutsche" Tabaks- Zeitung" veröffent- haben, wie schon gemeldet, den Betrieb eingestellt, weil die Arfug begangen habe. Das Schöffengericht in Erfurt verurtheilte lichter Artikel wurde in der Volksversammlung in gebührender beiter auf ihre Forderungen nicht verzichteten. ihn zu 50 M. Geldstrafe. Weise gekennzeichnet. Der anwesende Vertreter einer Firma hatte in Köln, Redakteur an der„ Rheinischen Zeitung", vom stimmig angenommenen Resolution wurden die Ausständigen auf Wegen Münterbeleidigung war Genosse Hofrichter nicht den Muth, die Fabrifanten zu vertheidigen. In einer ein dortigen Landgericht zu 50 m." Geldstrafe verurtheilt. Das gefordert auszuharren und ihnen gleichzeitig jede Unterstützung Reichsgericht hat jezt feine Revision verworfen. feitens der übrigen Arbeiter zugesagt. Wegen Verächtlichmachung der protestantischen Kirche Die Buchbinder Königsbergs i. Pr. beschlossen, den war in Dessau Genosse Gehre, Redakteur vom Volksblatt Unternehmern folgende Forderungen zu unterbreiten: 1. Der für Anhalt", zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden, Minimallohn beträgt für jeden Buchbindergehilfen 16 Mark; weil in einem Artikel über eine Beerdigung in Staßfurt gesagt war, die Kirche habe zwei Gefichter: eines für die Neichen und eines 2. diejenigen, welche 16 M. und darüber erhalten haben, erhalten 20 pet. Zulage; 3. die Arbeitszeit beträgt 912 Stunden ein für die Armen. Die gegen dieses Urtheil eingelegte Reviſion ist schließlich der Frühstücks- und Besperpause; 4. Bezahlung der vom Reichsgericht verworfen worden. -Der Vorsitzende des Arbeiterbundes für Preetz und Um- gefeßlichen Feiertage; 5. für Ueberstunden hat eine Lohnerhöhung von 333 pet. einzutreten; 6. das Attenbesten bei den Behörden gegend, Genosse Uslar, war vom Preezer Schöffengericht zu 20 M. Geldstrafe oder 2 Tage Haft veruntheilt, weil er auf soll in Zukunft nicht mehr von Mädchen, sondern von Gehilfen Ueber die Antwort der wiederholte Aufforderung der Preezer Polizeibehörde nicht die resp. Lehrlingen ausgeführt werden. Statuten und das Mitgliederverzeichniß eingereicht hatte. Die Unternehmer soll heute, Sonntag, Beschluß gefaßt werden. gegen dies Urtheil eingelegte Berujung stand am 15. d. M. vor Von der Lohnbewegung der Maurer Stettins berichtet der Kieler Straffammer zur Verhandlung. Genosse Uslar war der Voltsbote", daß auf 4 Bauten zirka 80 Mann die Arbeit der Meinung, daß der Arbeiterbund als Vergnügungsverein, der eingestellt haben. Gefordert wird ein Mindest- Stundenlohn von fich die Pflege der Geselligkeit zur Aufgabe macht, teine Ein. 42 Pf. wirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecke, da jedoch die Gesangsabtheilung des Vereins bei der Maifeier sozialdemotratische Lieder( Arbeiter- Marseillaise, Sozialistenmarsch u. f. w.) gesungen hatte, so schloß sich die Strafkammer dem Schöffengerichts- Urtheil au. Gewerkschaftliches. Achtung Lichtdrucker! Wegen wiederholt vorgekommener Maßregelung haben in der Lichtdruckerei von Dienst ba ch in Berlin, Matthieuftr. 6, am Sonnabend sämmtliche Kollegen die Arbeit niedergelegt. Buzug ist streng fernzuhalten. Wessen man sich dort zu gewärtigen hat, ist daraus zu ersehen, daß Herr Dienstbach zu dem Vertrauensmann sagte, wenn sich noch einmal ein Kommissionsmitglied unterstehe, zu ihm zu kommen, so werde er daffelbe wegen Hausfriedensbruchs verklagen. Also nochmals: Zuzug ist fernzuhalten. J. A.: Der Vertrauensmann Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Lithographen und Steindrucker Berlins haben folgende Forderungen aufgestellt: 1. Arbeitszeit: Für Lithographen Boziales. Gewerbegericht in einem Bericht an den Polizeipräsidenten Neber den Bauschwindel äußert sich das Berliner auf grund dreijähriger Erfahrung unter anderem wie folgt: Es besteht noch immer unverändert fort. Die Werftdirektion hat hervor, daß völlig zahlungsunfähige Personen alles Bauherren And Flensburg. Der Aus stand der Werftarbeiter tritt bei den Verhandlungen des Gewerbegerichts sehr häufig fich zu Unterhandlungen mit den Vertretern der Arbeiter herbei vorgeschoben sind und als solche vertlagt werden. Die Baustelle gelassen. Die Verhandlungen sind jedoch von den Arbeiter ist an dieselben aufgelassen meist gegen ganz geringe Anzahlung, vertretern abgebrochen worden, weil ihm die Zuzuweilen ohne daß sie auch nur im stande sind, den Stempel geständnisse der Direktion nicht genügten. Die zugereisten zu bezahlen. Es fommt fogar vor, daß sie noch baares Geld Arbeiter sind wieder abgereift. Es muß aber aber alles dazu erhalten, damit sie ihren ehrlichen Namen hergeben. Für aufgeboten werden, den Zuzug fernzuhalten. Die Fleus die Baustellenverkäufer sowie Baugeldgeber erscheint es vielfach burger Werftarbeiter sind sich bewußt, daß der Verband der am vortheilhaftesten, solche Personen als Bauherren zu gewinnen, Eisen- Industriellen, der hier hauptsächlich in Frage kommt, beim weil ihnen beliebig, scharfe, Bedingungen gestellt werden können, ersten Anlauf, den er gegen die Arbeiter nahm, endgiltig ge- wie sie ein zahlungsfähiger Käufer nie eingehen, würde. Die schlagen werden muß, da sonst bald ähnliche Vorfälle auf anderen Sintermänner finden dann leicht Gelegenheit, zu einer für fie Werften folgen würden. Die Haltung der Streikenden ist nach wie passenden Zeit die Subhastation herbeizuführen, und die Arbeiter vor mustergiltig. Der erneute Versuch, im Inlande Arbeiter sowie Handwerfer kommten um ihr Geld. Das Gewerbegericht anzuwerben, scheint der Werft bisher völlig mißglückt zu sein. hat in vielen Fällen den auf Lohn Klagenden dadurch zu helfen Wir erwarten, daß die Arbeiter allerorts auf dem Posten sein gesucht, daß es aus der Sachlage heraus die Haftung der Bauwerden, wenn sich Agenten einfinden, um Streitbrecher an geldgeber herauszutonftruiren suchte. Daß ein zahlungszuwerben. Bei der großen Bedeutung, die unsere Bewegung für fähiger Privatmann sein Grundstück durch einen Maurermeister alle Arbeiter hat, werden hoffentlich unsere Arbeitsbrüder wie bebauen läßt, ev. unter Zuhilfenahme des Hypothekenkredits, bisher so auch fünftig für genügende Munition sorgen, da solches scheint die Ausnahme. Auch daß ein leistungsfähiger Bauelbstverständlich noth thut. Das Streiffomitee. unternehmer auf Spekulation baut mit der Absicht, bald weiter zu vers In Lübeck ist an dem Streit auf dem Emaillirwert taufen, erscheint nicht als Regel. Die eigentliche treibende Kraft 8 Stunden, für Steindrucker und alle übrigen Arbeiter und Är- von Karl Thiel u. Söhne jest bis auf 20 Mann das ganze, bei Errichtung des Bauwerks scheinen bei der Mehrzahl der Fälle beiterinnen 9 Stunden pro Tag exkl. Pausen, ohne Kürzung des zirka 350 Mann starte Personal betheiligt. Der gleichfalls dort die Baugeldgeber zu sein, die aber nur als Hypothefar- Gläubiger schäft angeordneten Feiertage. Bei Attordarbeit nach dem Durchfchen Gewerkverein 3 bat sich mit seinen Klaffengenoffen zu sein. bisherigen Lohnes. 2. Bezahlung der gesetzlichen und vom Ge- beschäftigte Vorsigende der Zahlstelle des Hirsch Duncker auftreten. Der eigentliche Unternehmer vermeidet es, Arbeitgeber schnittsverdienst. 3. Abschaffung der Ueberzeitarbeit, eventuell natürlich nicht solidarisch erklärt. Die Ausständigen verlangen, Mehr oder weniger werden diefelben Verhältnisse, die hier mindestens 25 pet. Zuschlag für Lohn- und Akkordarbeit. Ab- daß der Kamerad, dessen Entlassung die Ursache des Streits ist, das Gewerbegericht in verdienstlicher Weise schildert, in allen lohn: Lithographen: Das erste Vierteljahr nach beendeter Lehr- nachweis der Metallindustriellen zu benußen, durch den diese die viele Stüßen unserer herrlichen Gesellschaftsordnung unter dem zeit 21,60 W., später 24 M. Steindrucker: Für Handpresse, das Gewerkschaften Lübeds unterdrücken wollen. Die Arbeiterschaft unschuldigen Namen des Hypothekengläubigers an dem Bauerste Vierteljahr 21,60 M., später 24 M. Steindrucker: Für Lübecks hat sich am Freitag in einer Versammlung mit den schwindel theilnehmen. Maschine( Merkantil)] das erste Vierteljahr nach beendeter Lehr Ausständigen folidarisch erklärt und ersucht die deutschen zeit 25 M., später 27 M. Steindrucker: Für Chromodruck metallarbeiter aller Brauchen, den Zuzug an der Maschine, das erste Vierteljahr 27 M., später 30 M. Schleifer: Mindestens 21. Präger: 21 m. Prägerinnen 15 M., Anlegerinnen 12 M. 5. Abschaffung der Aktordarbeit. Ausnahmsweise ist der Preis so zu stellen, daß zum wenigsten innner der Mindestlohn erreicht wird. unterbreitet. Diese Forderungen wurden am Montag den Unternehmern Bis gestern Sonnabend haben bewilligt die Firmen Feller, Liebig, Selmar Bayer, Gesevius, Dölkner, Gebr. Roppe, Gebr. Riesau, Engel, Kühn u. Söhne, Orth u. Reinick, P. Hagelberg. Buzug ist fernanhalten von den Firmen: Lion, Charlotteustr. 32a, und Prager u. 2oida, Friedrichstr. 236. Weitere Mittheilung in der Dienstag- Nummer. Die Lohntommission. treng fernzuhalten. richtet, daß diese Einrichtung auch seitens der Unternehmer und leber das städtische Arbeitsamt in München wird bee Dienstherrschaften von Monat zu Monat mehr benutzt wird, sich also, wie man zu fagen pflegt, bereits eingebürgert hat. Jin Wionat September betrug die Zahl der Gesuche um Zuweisung von Arbeitskräften 8877, während die Zahl der Arbeitsgesuche 4571, also nur etwas über ein Tausend mehr betrug. Bon den Gesuchen der Unternehmer fonnten 89,3 pct., von denen der Arbeiter 66 pt. befriedigt werden. Die Gewerkschaften Bremens beschlossen auf Anregung des Genossen Dr. Diederich die Errichtung einer Lese balle, die jedem politisch oder gewerkschaftlich organisirten Arbeiter unentgeltlich, den übrigen gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung stehen soll. Vor einigen Wochen wurde durch den fozialdemokratischen Verein aus dem Nachlaß des verstorbenen Genossen und Bäckermeisters Job. Meier dessen große Bibliothek Der Magistrat von Schweinfurt hat auf das Gesuch täuflich erworben. Die Büchersammlung ist überaus reich an einer Volksversammlung, ein Gewerbegericht zu schaffen, Büchern, die sich auf Bremen beziehen, welche zum die Antwort ertheilt, daß er das Bedürfniß hierzu speziell für Theil prächtiges Material zum Kampfe gegen das bremische Schweinfurt wie früher so auch jest nicht anzuerkennen vermöge. Großkapital und und seine Stüßen liefern, umfaßt Sollten jedoch die benachbarten industriellen Orte, wie Oberndaneben Werke aus allen Kategorien der Wissenschaft. Einen dorf, Niederwerrn und Schonungen sich mit Schweinfurt zur großen Raum nehmen die sozialistischen Parteischriften ein. Es Schaffung eines Gewerbegerichts vereinigen wollen, so würde Achtung, Zimmerer Berlins und Umgegend! Nachdem galt, die erworbenen Schäße den bremischen Arbeitern zum der Magistrat dem nicht entgegenstehen, da ein Gewerbegericht ez den Unternehmern nicht mehr möglich ist, die neunstündige Studium verfügbar zu machen. Das Ausleihen empfahl sich bei für diese Orte mindestens wünschenswerth sei. Arbeitszeit abzuschaffen, versuchen es jetzt einige, dafür den einer Reihe von Werken nicht, und so tam man auf den VorMinimallohn zu türzen. Wir machen unsere Kameraden deshalb schlag, in Berbindung mit dieser Bibliothek eine Lesehalle zu auf den Beschluß der Versammlung vom 14. d. M. aufmerksam gründen, wo allabendlich die gewünschten Werke und außerdem Depeschen und lehte Nachrichten. und ersuchen, streng nach demselben zu handeln, denn die An- eine Reihe wichtiger zeitgenössischer Zeitschriften und Zeitungen schläge der Unternehmer könnten uns sonst leicht die Errungen- aller Richtungen aufgelegt werden. schaften dieses Jahres illusorisch machen. Wo also derartige " Köln, 17. Ottober.( W. T. B.) Die Köln. Boltszeitung" meldet: Die Mosel und besonders die Saar steigen start. Weite Länderstriche sind bereits überschwemmt. Frankfurt a. M., 17. Oftober.( H. B.) Aus Mannheim 790 Ansinnen an die Kameraden gestellt werden, ist am Montag Die Bäcker Hamburgs sind mit ihren Forderungen: Absofort die Arbeit niederzulegen, vor allen Dingen aber der Lohn- schaffung von Kost und Logis beim Meister, Festsetzung eines tommission Mittheilung zu machen. Des weiteren ersuchen wir Mindestlohnes 2c., sowohl von der Grobbäcker wie von der die in Arbeit stehenden Kameraden sowie die Playdeputirten, die Weißbäcker- Innung abgewiesen worden. Weiter ist eine neue geht der" Franks. Zeitung" die Nachricht zu, daß in Heidelberg Kontrolle der Arbeitskarten strenger als bisher durchzuführen, Haus- und Backstuben- Ordnung erlassen worden, sämmtliche Gehilfen der größeren Druckereien wegen Nichtdenn nur so ist es uns möglich, eine genaue Kontrolle über wonach es dem Verbande der Bäckerei- Arbeiter untersagt ist, die einführung des neuen Tarifs gekündigt haben. Lohn- und Arbeitszeit zu haben. Die Lohnkommission. Backbetriebe oder die Logis der Gesellen durch einen Boten be= Elbing, 17. Oktober.( W. Z. B.) Die Altpreußische 3tg." treten und die Beiträge der Mitglieder einkafsiren zu lassen. meldet: Die Untersuchung gegen den früheren Stadtkämmerer An die Maler Berlins! Der Sommer ist bereits zu Man sieht, wie schwer es den Bäckerei- Urbeitern gemacht ist, Andrée aus Deutsch- Eylau erreichte heute ihr Ende. Das SchwurEnde, aber immer noch haben eine große Zahl Kollegen es nicht durch eigene Kraft ihre erbarmungswürdige Lage zu verbessern, gericht verurtheilte den Angeklagten nach viertägiger Verhandlung ür nöthig gefunden, ihr Konto zu begleichen. Es werden nun und daß es eine ganz unverantwortliche Handlung wäre, wenn wegen Verbrechens im Amte zu drei Jahren Zuchthaus, unter die Kollegen dringend ersucht, soweit sie noch Material oder von der Staat das wenige, was er bisher für die Bäckerei- Arbeiter Anrechnung von einem Jahr auf die dreijährige Untersuchungsder Lohnkommission das Geld dafür in Händen haben, daffelbe gethan hat, den Bäckermeistern zu liebe noch beschränken wollte. haft sowie zu 150 Mark Geldstrafe und 4 Jahren Ehrverlust. an den Unterzeichneten umgehend abzuliefern, widrigenfalls sich Gegen das Urtheil, das vom Altonaer Landgericht in Balfer'ichen Fabrit ein 86jähriger Mann deutscher Herkunft, Dünkirchen, 17. Ott.( B. H.) Gestern Abend wurde in der die betreffenden die Folgen selbst zuzuschreiben haben. Der Vertrauensmann der Maler und BerufsSachen des Boytotts der Mohr'schen Margarine Walker'schen Fabrik ein 36jähriger Mann deutscher Herkunft, namens Julius Zaunen, in dem Augenblick verhaftet, als er in genossen Berlins gegen die Genoffen Heine, Gerz und Stabbert gefällt der Wohnung des Direktors der Fabrik im Begriff war, den wurde, ist Revision angemeldet. Geldschrank auszurauben. # 2. Jatobeit, Hussitenstraße 59, III. In Kattowitz in Schlesien streiken sämmtliche Achtung, Metallarbeiter aller Brauchen! Der Ausstand Schlosser und München, 17. Oftober.( B. S.) Der am Mittwoch wegen viele Häuer der Karlssegen dreifachen Raubmordes zum Tode verurtheilte Maurer Berchtold der Gürtler, Drücker und Berufsgenossen bei der Firma Baul Grube. Sie verlangen Lohnerhöhung und Feuerungsdeputat. hat in der vergangenen Nacht einen Ausbruch aus dem Gefäng Stabernack in Berlin, Lindenstr. 70, sowie bei der Firma niß versucht. Er versuchte den Ofen wegzureißen und durch Siegfried Warschauer Nachfolger, Ritterstr. 41, Die Leipziger Kellner nahmen dieser Tage in einer von den Kamin in das Freie zu gelangen. Sein Vorhaben scheiterte dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten! Die etwa 150 Personen besuchten Versammlung Stellung zur BeSperre über die Firma Schwinger u. Gräf, Sebaftiau schäftigung der Gastwirths- Angestellten auf der fächsisch- thüringi- jedoch an der ihm unbekannten Bauart des Ojens. Ueber sein straße 18, ist aufgehoben! Der Vorstand des Verbandes schen Gewerbe- Ausstellung, die im nächsten Jahre in Leipzig ab- Beginnen gefragt, gab Berchtold an, die Verzweiflung über sein aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und gehalten werden soll. Die Kellner verlangen die unentgeltlichkeit unverdientes Schicksal habe ihn dazu veranlaßt. Er habe aus. Umgegend. der Arbeitsvermittelung, Beseitigung des Agentenwesens und die brechen wollen, um sich in der Ifar das Leben zu nehmen. Unterstützung des Ausstellungskomitees in dieser Frage. Paris, 17. Oftober.( W. T. B.) Heute Nachmittag fand in der in dem Stadttheil Montmartre gelegenen Acetylinfabrik des Chemiters Pictet eine Explosion statt; zwei Arbeiter wurden ge tödtet, ein dritter schwer verwundet. In den benachbarten Häusern wurden sämmtliche Fensterscheiben zertrümmert. In dem Stadttheile herrscht große Erregung. Achtung, Liniirer! Die Kollegen in Hamburg haben sich in einigen Geschäften der Lohnbewegung der Buchbinder an geschlossen und sind in den Streit eingetreten. Zuzug ist un bedingt fern zu halten, der Sieg ist dann bestimmt unser. Alle Anfragen find zu richten an Paul Benther, Liniirer, Hamburg, Bartholomäusstr. 23, oder an die Lohnkommission der Buch binder( Hamburg, Restaurant zur Carlsburg, Fischmarkt). Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. In Mannheim ist der Streit der graphischen Arbeiter der Geschäfte von Bartsch und Seiz infolge Bewilligung fämmtlicher Forderungen beendet. zweimonatiger Dauer mit dem Siege der Arbeiter geendet. Der Der Formerstreik in Randers in Dänemark hat nach Stundenlohn wurde um 2 Dere erhöht und die Abschaffung des Strafgeldersystems ist durchgesetzt. London, 17. Oktober.( B. H.) Aus Kairo wird dem„ Daily Telegraph" gemeldet, daß die Ausgaben für die Dongola. Expedition 650 000 Pfund Sterling betragen. Athen, 17. Oktober.( W. T. B.) Acht Offiziere, welche Militärgericht mit vier Stimmen gegen eine unter dem lebhaften wegen Desertion nach Kreta angeklagt waren, wurden heute vom Beifall des Auditoriums freigesprochen. Der Streik der Tabakarbeiter in Fürstenwalde an der Aus dem Hennegan wird mitgetheilt, daß ein Theil der Spree dauert fort. Man schreibt uns darüber: Daß auch die streitenden Berg leute die von der Grubendirektion zu übrigen Arbeiter für die Streifenden reges Interesse bekunden, gestandene 10 prozentige Lohnerhöhung angenommen hat. Im bewies der starke Besuch der Volksversammlung am Freitag, Streit stehen noch 1300 Berglente. wo Genoffe Jahn aus Berlin über das Thema:" Der Wohl= Gibraltar, 17. Oftober.( Meldung des Reuter' schen stand der Reichen ist der Fluch der Armen" unter lebhaftem Aus London wird mitgetheilt, daß es möglicherweise zu Bureaus). Der Führer der hier eingetroffenen nach Oran be= Beifall der Anwesenden referirte. In der Diskussion wurden einem Streit der Kellner fommt, wobei es sich um die stimmten englischen Felucke Joven Enrique" berichtet, er sei zum die Ausführungen des Redners von den Genossen Scharlibbe Abschaffung des schändlichen Brauchs handelt, daß die Kellner, Einlaufen in Gibraltar gezwungen, nachdem sein Schiff am und Start in Beziehung auf den Ausstand der Tabatarbeiter anstatt Gehalt zu bekommen, auf die Trintgelder verwiesen 12. d. beim Kap Negro von Riffpiraten angefallen worden sei, treffend ergänzt. Es sind immer noch gegen 80 Ausständige werden. Sie fordern die Abschaffung dieses Systems schon seit welche die aus altem Metall bestehende Ladung und 1000 Dollars vorhanden, während ca. 15 Unverheirathete den Ort verlangem. Wie schlimm die Ausbeutung der Kellner auch in der Baargeld raubten. Die Mannschaft sei, da sie feinen Widerstand ließen. Bis jetzt hat sich während der achtwöchigen englischent Hauptstadt ist, zeigen folgende Beispiele. Eines der leistete, nicht mißhandelt worden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Juseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 245. Sonntag, den 18. Oktober 1896. Wegen Majeffäftsbeleidigung 1 " = 13. Jahrg. Stunden in seinem Lotal gefeſſen. die Brille zu holen. Am 2. September d. J. habe Lerche etwa 8/2 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße 15, eine Versammlung stattfindet, in welcher Genosse wurde gestern gegen den Tischler Emil Hinz und den In- Ein dritter Zeuge beeidete, daß er an dem fraglichen 2. Sept. Dupont die verflossene Gewerbe- Ausstellung kritisch beleuchten ftrumentenmacher Paul Lerche vor der IV. Strastammer des in dem Bachgänger'schen Lokal an demselben Tisch mit Lerche wird. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufLandgerichts I verhandelt. demselben gegenüber gesessen habe. Lerche habe das Flugblatt, genommen.( Siehe auch Inserat in heutiger Nummer.) Der Kriminalschuhmann Wichnisch behauptete, daß er am nachdem er sich längere Zeit mit ihm über ganz gleichAbend des 2. September d. J. bemerkte, wie Hinz in einen giltige Dinge unterhalten, ganz offen aus der Seiten- Die Parteigenoffinnen werden hiermit auf die am Dienstag Briefkasten in dem Hauſe Beſſelſtr. 4 und in zwei Briefkästen tasche gezogen und ihm über den Tisch herübergereicht. Dabei den 20. Oktober, abends 8 Uhr, in der Bock- Brauerei, Tempelin dem Haufe Markgrafenstr. 5 je ein Flugblatt hineinwarf. habe er gar keine Heimlichkeit angewandt. Die Beugen wurden hofer Berg, stattfindende Volksversammlung besonders aufNachdem sich Hinz entfernt hatte, ließ er sich die Kästen auf- von dem Vorsitzenden gefragt, ob sie Sozialdemokraten seien. Frau Rohrlack. und Frau Braun sprechen werden, lautet: Einmerksam gemacht. Die Tagesordnung, über die Frau Ihrer, schließen und fand in denselben je ein Flugblatt mit der Ueber: Der Staatsanwalt meinte, daß, wie Hinz zugegeben, daß er Schrift Bolt! Ermanne Dich!" und dem Schluß O Bolt! den Inhalt des Flugblattes gekannt, bevor er dasselbe verbreitete, lichen Gesetzbuches, die dem Reichstag eingereicht werden soll. bringung einer Protestresolution gegen die Fassung des Bürgerwahre Deine heiligsten Güter!" so sei auch Lerche von dieser Kenntniß überführt durch die Dieser überaus wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht Am selben Abend beobachtete der Kriminalschuhmann Rettig Heimlichkeit, mit der er das Flugblatt verbreitete. Im übrigen aller Genossinnen, zahlreich zu erscheinen. Die Einberuferin. in dem Schanklokal von Bachgänger, Swinemünderstr. 120, wo seien die Angeklagten Sozialdemokraten in Vertrauensstellungen er sich im Arbeiteranzug aufhielt, daß Lerche ein Flugblatt seinem und es sei nicht anzunehmen, daß dieselben ein Parteiflugblatt Ein neues Straßenbahn Projekt. Auf grund der Nachbar unter dem Tisch zuschob, später ein zweites einem ihm verbreiteten, ohne vorher Kenntniß von demselben zu nehmen. neuerdings städtischerseits mit der Firma Siemens 1. gegenübersißenden Arbeiter über den Tisch hinüberreichte und ein Eventuell müsse Lerche wegen fahrlässiger Verbreitung des Flug Halste wieder aufgenommenen Verhandlungen hat die drittes einer Person, die am Büffet stand, übergab. Als Lerche blattes verurtheilt werden. Gegen jeden der Angeklagten bean- Firma dem Magistrat einen neuen Vertrags Entwurf das Lokal verließ, folgte er ihm, legte ihm die Hand auf die trage er ein Jahr Gefängniß. bezüglich der von derselben schon ausgeführten und noch Schulter, erklärte ihn für verhaftet und verlangte die Herausgabe Rechtsanwalt Freudenthal für Hinz beantragte deffen geplanten Straßenbahnen zur Genehmigung unterbreitet. Die der Flugblätter, die er bei sich habe. Lerche erklärte zunächst, Freisprechung, weil die Majestätsbeleidigung nicht zur Vollendung in dem Vertrage aufgeführten Straßenbahnen umfassen einer habe keine, als aber Rettig erwiderte, er habe sie gesehen, gekommen. Der Schuhmann habe die Flugblätter aus den Brief schließlich der bereits ausgeführten bezw. der Firma grundsätzlich nahm sie Lerche aus seiner Tasche mit den Worten Hier sind fasten genommen, bevor sie jemand gelesen. Der Inhalt der genehmigten Linien ein Netz auf städtischen Straßen von rund fie" und machte dann mit der Hand, in der er sie hielt, felben fei also durch Hing' Thätigkeit zu niemandes Kenntniß 80 Kilometer Bahulänge. Das Bahnnetz fällt nur an wenigen eine Bewegung nach dem Rücken zu. Rettig nahm sie darauf gekommen. Punkten mit Geleisen der Großen Berliner Pferdebahnan fich. Es waren zwei Exemplare desselben Flugblatts, das Rechtsanwalt Herzfeld für Lerche führte mit Wärme in gesellschaft zusammen, ist aber an feiner dieser Stellen auf MitWichnisch in den Briefkästen gefunden gefunden hatte. Diefer längerem Plädoyer aus, daß Lerche freigesprochen werden müsse, benutzung der gedachten Geleise über 400 Meter angewiesen. beeidigte auch, auch, daß Kriminalkommissar Schöne seinen wenn die in der Verhandlung erwiesenen Thatsachen zur Grund- Die Firma erbietet sich aber, das geplante Netz noch weiter Untergebenen schon vorher mittheilte, das Fluglage des Urtheils gemacht werden und nicht die Deduktionen des durch Herstellung wichtiger Verkehrsverbindungen auszugestalten, blatt folle am 2. September d. J. verbreitet Staatsanwalts, derselbe müsse das Flugblatt vor der Ver- wenn die Geleise der Pferdebahn- Gesellschaft an einzelnen Stellen werden, fie von dem Inhalt und der Ueberbreitung gelesen haben, weil er Sozialdemokrat sei, in der Be- auch auf etwas längere Strecken mitbenutzt werden dürfen; auch schrift desselben in Kenntniß seyte und Aufwegung stehe und deshalb kein Parteiflugblatt, ohne seinen Inhalt erklärt sich die Firma zu jedweder gewünschten Aenderung oder trag gab, auf die Verbreiter zu fahnden. zu fennen, verbreite. Ergänzung der geplanten Linienführung bereit. Das Flugblatt ist ein Abdruck eines Artikels der„ Berner Erwiesen sei, daß Lerche um 63/4 Uhr am 2. September d. J. Nach dem Vertragsentwurfe sollen die im Innern der Stadt Tagwacht" und enthält eine Reihe schwerer Majestäts- aus der Werkstatt gegangen und vor 7 Uhr bei Bachgänger an- und in besonders hervorragenden Straßentheilen liegenden beleidigungen. Der Angeklagte Hinz gab die Richtigkeit der gekommen sei. Erwiesen sei, daß, er in der Werkstatt das Flugblatt Strecken mit unterirdischer Stromzuleitung oder mit Aussagen des Wichnisch zu und auch, daß er das Flugblatt noch nicht hatte, denn sonst hätte er die drei Exemplare sicherlich Akkumulatoren betrieben werden. Was den Ausbau an= vor der Verbreitung flüchtig gelesen habe. Auf Befragen des dort seinen ihm bekannten Arbeitskollegen gegeben, statt fie in betrifft, so verpflichtet sich die Firma Siemens u. Halske, bis Vorsitzenden, Landgerichtsdirektor Denso, gab er auch zu, im öffentlicher Wirthschaft, die, wie jeder Sozialdemokrat wiffe, zu dreißig Kilometer des geplanten Netzes binnen JahresVorstand eines der geschlossenen sozialdemokratischen Wahlvereine namentlich am 2. September von Angestellten der politischen frist, den Rest fünfzig Kilometer binnen zwei gewesen zu sein. Polizei in der Maste von Arbeitern besucht würden, unbekannten Jahren nach Ertheilung der behördlichen Genehmigung Der Angeklagte Lerche, welcher auf Befragen ebenfalls zugab, Personen zu geben. Eriviesen sei, daß er an dem Abend feine fertig zu stellen und in Betrleb zu nehmen; die Bu Mitglied eines sozialdemokratischen Wahlvereins zu sein, bestritt Brille nicht bei sich hatte und deshalb das Flugblatt gar nicht ftimmung für das geplante Straßenbahnneß wird bis zum entschieden, das Flugblatt vor der Verbreitung gelesen zu haben. lesen konnte. Uebrigens habe ja auch niemand bekundet, daß er 31. Dezember 1919 beantragt. An Abgaben ist die Firma bereit, Es sei ihm auf dem Wege von seiner Arbeitsstelle nach dem gelesen habe. Erwiesen sei, daß er die Flugblätter in dem Lokal nicht nur von der Brutto Einnahme, wie die Große Berliner nahe derselben liegenden Lokal von Bachgänger von einem Be- nicht heimlich, sondern offen über den Tisch gereicht bezw. einer Pferdebahn Gesellschaft, bis zu 10 pet. ansteigende Beträge zu tannten zur Verbreitung gegeben worden. Er habe es zu sich am Büffet stehenden Person übergeben habe. Belastend bleibe zahlen, sondern außerdem vom Reingewinn über 6 pet. des An gesteckt in der Meinung, es sei ein gewerkschaftliches oder Partei- also nur, daß er, als der Beamte ihm auf der Straße plöglich lage Kapitals ein Biertel, über 8 pet. ein Drittel und über flugblatt, wie deren viele verbreitet würden, habe aber alles die Hand auf die Schultur legte, ihn für verhaftet erklärte und 10 pCt. die Hälfte. Bezüglich der Beförderungspreise bestimmt andere geglaubt, als daß dasselbe Majestätsbeleidigungen ent- die Flugblätter verlangte, in der ersten Bestürzung erklärte, er der Vertragsentwurf, daß für jede durchgehende Wagenverbindung hielte. Nachdem er längere Zeit bei Bachgänger Zeit bei Bachgänger ge- habe teine Flugblätter. Daraus zu schließen, er habe den Vor- des geplanten Neges innerhalb der Stadt und nach den angrenzenden feffen, sei ihm dasselbe wieder eingefallen und er fall gekannt, und darauf die Verurtheilung zu gründen, sei nicht Vororten sofort der Zehnpfennig Tarif einzuführen habe drei Exemplare, nicht heimlich, sondern ganz möglich. Der Vertheidiger wandte sich schließlich scharf gegen ist; ferner sollen Umsteigekarten zum Preise von offen weitergegeben. Es sei ihm ihin übrigens gar nicht die Behauptung des Staatsanwalts, das Flugblatt sei ein sozial- 15 Pf. verausgabt werden, welche dem Inhaber gestatten, von möglich gewesen, es vorher zu lesen, da er seine Brille in demokratisches Parteiflugblatt. Er führte aus, daß dasselbe jedem Punkte des geplanten Neyes, einschließlich der Vororte, der Werkstatt gelassen und er ohne Brille nicht lesen könne. eminent bürgerlich demokratisch aber nicht sozial- demokra- nach jedem anderen zu gelangen. Daneben sollen auch Schülertisch sei. farten und Abonnementskarten zu ermäßigten Preisen Der Gerichtshof fand beide Angeklagte schuldig und ver- zwar durch Vermittelung der Schaffner in den Wagen-verurtheilte sie zu je zwei Jahren Gefängniß. Beide nähmen ausgabt werden. Ferner ist ein Paragraph eingeschaltet worden, einflußreiche Stellungen in der sozialdemokratischen Partei ein wonach sich die Firma verpflichtet, auf Wunsch des Magistrats und daraus schon habe das Gericht die Ueberzeugung geschöpft, im Winter eine angemessene Heizung der Wagen daß sie das Flugblatt vor der Verbreitung gelesen. Außerdem einzuführen. In betreff der Sicherheitsleistung wird ein Betrag ergebe sich dies aus der Heinilichkeit bei der Verbreitung. Bei von hunderttausend Mark in Vorschlag gebracht, welcher aber auf der Gröblichkeit der in dem Flugblatt enthaltenen Majestäts- Wunsch des Magistrats beliebig erhöht werden kann. Im übrigen beleidigungen sei die erkannte Strafe angemessen. Die Vertheidiger beantragten hierauf vorläufige Hastentlassung der Angeklagten. Das Gericht ordnete dieselbe an gegen eine Kaution von je 5000 m. und Ein Zeuge bekundete, daß Lerche am 2. September d. J. gegen 63/4 Uhr abends die Werkstatt verlassen, daß er neben ihm gearbeitet, Lerche aber weder ihm noch sonst jemandem in der Werkstatt ein Flugblatt gegeben habe und überhaupt in der Werkstatt von dem Flugblatt nichts bekannt geworden sei. Als Lerche die nächsten Tage nicht zur Arbeit tam, habe man geglaubt, ihm sei ein Unglück zugestoßen. Darauf fei er zu dessen Frau gegangen, um sich zu erkundigen, und habe dort von seiner Verhaftung gehört. Lerche sei kurzsichtig und arbeite mit der Brille. entspricht der Vertragsentwurf von Siemens u. Halske, auch bezügAn dem Abend des 2. September b. J. habe er seine Brille in lich der Bestimmungen über die Pflasterfosten, Unterhaltung u. f. w. der Werkstatt gelaffen. Er habe dieselbe später seiner Frau gebracht dem Wortlaute der Normativbestimmungen bezw. demjenigen des Bachgänger befundet: Lerche sei amt 2. September vor 7 Uhr von der städtischen Verkehrs- Deputation schon genehmigten Verdirekt von der Arbeit in sein Lokal gekommen. Derselbe könne trags- Entwurfs mit der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft. ohne Brille nicht lesen. Das wisse er daher, daß Lerche häufig In einem Anschreiben erklärt sich die Antragstellerin auch zu bei ihm die Zeitung lefe und dabei regelmäßig die Brille aufeventuellen Aenderungen und Ergänzungen ihres Angebotes setze. Mehrmals sei es vorgekommen, daß Lerche, wenn er zu Achtung! Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts" bereit und spricht die Hoffnung aus, daß der überreichte thm gekommen war, um die Zeitung zu lesen, und fand, daß er Berlin. Die Mitglieder werden auch an dieser Stelle darauf Vertrags Entwurf die Billigung der städtischen Behörden die Brille nicht bei sich habe, erst nach Hause gehen mußte, um aufmerksam gemacht, daß am Dienstag, den 20. Oktober, abends finden werde. Das Straßenbahn Netz der Firma Siemens Principes Socialistes. Von Gabriel Deville. Lokales. = speziell das Studium sozial- tbeoretischer Fragen durch die Arbeiter- neuerdings unternommene Agitation zu gunsten der kostenlosen tlasje, in ihren fortgeschrittensten und geschultesten Elementen Brotabgabe, bekannt unter dem Namen der ,, Propagande wenigstens, durch die politische Rückständigkeit des Gemeinwesens pour le pain gratuit". selbst gefördert. Von praktischer Mitwirkung in öffentlichen An- Die Stellung Devilles zur Idee des Generalstreiks ist nothDer vorliegende bei Giard u. Briere in Paris erschienene gelegenheiten, dank seiner politischen Rechtlosigkeit, fast aus- wendiger und selbstverständlicherweise eine ablehnende. Es ist Band ist dem Andenken von Wearg und Engels und den beiden geschlossen, sucht der intelligentere deutsche Arbeiter für nicht schwer, die Absurdität einer allgemeinen Arbeitseinstellung int Geist dieser Begründer des wissenschaftlichen Sozia die so verhinderte natürliche Absorbirung seiner Kräfte und bei der Schwachheit der proletarischen Berufsorganisationen nachlismus wirkenden Agitatoren Jules Guesde und Paul Fähigkeiten Ersatz im Studium schwierigerer, wirthschafts- zuweisen. Ein lokal beschränkter Streit, welcher die Mehrheit Lafargue gewidmet. Dieser Umstand deutet schon auf die politischer und allenfalls naturwissenschaftlicher Fragen: unter der vorhandenen industriellen Arbeiter umfaßt, kann unter ge= Intentionen des Verfassers und den wesentlichen Inhalt des dam Druck der Verhältnisse wird der im Proletariat vorhandene wissen Voraussetzungen eine Behörde, einen Unternehmerring oder Buches hin: Es bringt eine Vertheidigung der Mary'schen Lehre Thatendrang zum Wissensdrang. Daher das Togische, eine Regierung zu Konzessionen zwingen; niemals kann er aus einem und zwar sowohl in ihrer geschichts- philofophischen wie technisch manchmal überraschende Verständniß zielbewußter Arbeiter partiellen Streit zu einem Generalstreit werden, ohne daß sich mit wirthschaftlichen Bedeutung. In streng wissenschaftlicher Weise für die vorwiegend theoretische Schulung erheischende seiner Ausdehnung die Chancen feines Gelingens vermindern. sucht es Antwort zu geben auf die verschiedensten Fragen, Behandlung fernliegender und manchmal sehr abstrakter Dinge. Und wenn er über soviel Streiter und materielle Mittel verfügte, um welche sich heute die sozialpolitische Diskussion dreht. In Frankreich existirt aber diese politische Rückständigkeit bei daß er seinen Zweck erfüllen könnte, würde er überflüssig werden, Der Natur der Sache nach mußten dabei auch Fragen weitem nicht in dem Maße wie in Deutschland. Die polizeiliche weil dann die Arbeiterklasse im Vollbesitz ihrer Macht andere der Taktik zur Erörterung gelangen und daß dies geschehen, Bevormundung der Arbeiterklasse fehlt und mit ihr fehlt daher Dinge vollbringen könnte und sich anderer Mittel zu bedienen wüßte, verleiht dem Buche, angesichts der besonderen Lage der Dinge jene, die politische Energie auf das Studium theoretischer Fragen als jenes, das darin besteht, im entscheidenden Momente die Arme in Frankreich und den schriftstellerischen Vorzügen des Verfaffers, beschränkende Fessel. über die Brust zu kreuzen. Das ist in der sozialistischen Presse den nächsten unmittelbar praktischen Werth. Bei der verhältnißmäßig demokratischen Verfassung des zur genüge ausgeführt worden; indem Deville diesen Gedanken Denn die Darstellungsweise Deville's ist immer einfach und Landes war es den französischen Genossen nicht allzu schwer ge- eingehend entwickelt, wird er wohl dazu beitragen, die Meinungen dabei lichtvoll; sie weist hervorragende Aehnlichkeit mit der macht, in den letzten Jahren außerordentliche Wahlerfolge zu er- auch in Frankreich zu klären. Darstellungsweise Friedrich Engels' auf. Sie hat das mit dieser zielen. Die große Bewegungsfreiheit einerseits und die raftlose Die Agitation der Herren Barrucand und Genossen zut legteren gemein, daß sie sich nie in bombastische oder fentimentale, Agitation andererseits mußten fruchtbare Resultate zeitigen. Dabei gunsten ihrer Brotfrage giebt dem Verfasser zu geschichts. vom Gefühl diftirte Redewendungen verliert. Wenn der Styl mußte die Politik der französischen Genossen vorwiegend reformerisch theoretischen Erörterungen Anlaß. Nicht daß er mit wissender Mensch ist, dann muß Deville eine nüchterne, den Gefühls- sein, eine Thatsache, durch die das revolutionäre Prinzip nicht schaftlichen Gründen die Verkehrtheit dieser Forderung darzus wallungen abholde und doch energische Natur sein. Und eine nothwendigerweise in den Hintergrund gedrängt zu werden braucht legen suchte. Denn worin besteht diese? Darin, daß allen EinDarstellungskunst wie die feinige, welche, auf gründlichem Verständ- und die auch nichts gegen die oben geäußerte Anschauung von wohnern einer Gemeinde aus Gemeindemitteln das erste niß der einschlägigen Fragen beruhend, fich an den im Vordergrund der der Ueberholung der theoretischen durch die praktischen Fort- und unentbehrlichste Lebensmittel, das Brot, Brot, unentgelt sozialen Diskussion befindlichen Problemen erfolgreich versucht, schritte in der sozialistischen Bewegung beweist. Was aber mußte lich geliefert werde. So praktisch und human diese sollte hoch im Preise stehen in einem Lande, in welchem in den geschehen, um die errungenen Vortheile in rationeller Weise Idee erscheint, ebenso naiv ist die Anschauung, die sie geboren. legten Jahren der sozialistischen Partei praktische Erfolge von auszunuzen, um namentlich auf dem Gebiet der Kommunal. Es geht mit ihr, wie mit der Idee des Generalstreiks, so bedeutender Tragweite geworden sind, daß mit ihnen die verwaltung dem Verlangen nach sofortigen Reformen nach Maß nur ist sie tindischer als diese. Auf lokalbegrenzten Gebieten, in theoretische Durchbildung der nicht gleichen Schritt gabe der vorhandenen Mittel gerecht zu werden und doch nicht Gemeinden mit sozialistischen Stadträthen ließe sie sich unter zu halten vermocht hat. abzuweichen vom geraden Wege des sozialistischen Prinzips? Umständen durchführen; wollte man sie national durchgeführt Die Thatsache, daß in der französischen Arbeiterbewegung Das auf dem Kongreß zu Lyon im Jahre 1891 angenommene wissen, so würden dazu die organisirten Kräfte der Arbeiter die theoretischen durch die praktischen Fortschritte überholt wurden, Minimumprogramm beweist, daß die Genossen sich in ihrem schaft nicht ausreichen. Wäre aber eine partielle Realisirung ist unschwer durch Dokumente zu illustriren; aber sie ist auch neuen Milieu verhältnißmäßig gut zurechtgefunden haben. Die des Einsatzes, d. h. der erforderlichen Anstrengungen werth? leicht begreiflich. Das Volk der Franzosen ist das Volk des in diesem Programm aufgestellten und zum theil schon realisirten Nicht einmal wünschenswerth könnte sie sein, weil jene Ge Temperaments, der Leidenschaft, und folglich der Aktion. Es ist Forderungen dokumentiren die tüchtige Schulung der sozialistischen meinden mit unentgeltlicher Brotlieferung an alle Einwohner start nicht in der Strategie, sondern im Angriff. Das gilt Vertreter in fommunaler Verwaltungspolitik und ihre wachsende eine viel zu große Zugkraft für arbeitsuchende Arbeiter haben nicht nur vom. Volf im allgemeinen, sondern vom sozialistisch Einsicht in die sozialen Zusammenhänge. Das schließt aber nicht würden, als daß nicht vermittels des vermehrten Arbeitsfühlenden Proletariat im besonderen. aus, daß nebenher taktische Anschauungen weiter vegetiren oder angebots eine allgemeine Lohnreduktion eintreten würde und Das frische bewegliche Temperament, das bekanntlich eine plöglich neu zu tage treten, die im Interesse der guten Sache dadurch der errungene Vortheil durchaus illusorisch werden müßte. Eigenthümlichkeit der romanischen Rasse ist, neigt leicht zu opti- bekämpft werden müssen. Und eine genauere Prüfung dieser Idee in ihren Konsequenzen mistischer Anschauungsweise und ist theoretischen Erwägungen Wir brauchen zur Dokumentirung dieser Thatsache nur an hinsichtlich der Lohn- und Preisbildung überhaupt, müßte nicht im selben Maße zugänglich, wie das germanische. Und das zwei Beispiele zu erinnern: an den Umstand zunächst, daß die sie, auch wenn man fie auf größerer Stufenleiter politische Milieu, in welchem die französische Arbeiterklasse ihre Idee des Generalstreits noch immer ihre Wertheidigung findet zu verwirklichen trachtete, bald als das erfennen lassen, was sie Rämpfe zu führen hat, thut diefer besonderen Charaktereigen- und zwar ist es bekanntlich die Fraktion der Allemanisten, ist: Eine etwas phantastische aber nichtsdestoweniger kleinbürgerthümlichkeit nicht Abbruch, sondern begünstigt sie eher. in welcher diese Generalstreiksidee ihre lautesten Wortführer liche Schrulle. ( Schluß folgt.) In Deutschland um einen Vergleich anzustellen wird zählt und an die von Barrucand, Clovis Hugues und anderen und am Oberschenkel leicht verletzt. 790 19 11. Halste, welches dem neuen Verkehrs- Entwurf beigefügt ist, führt versuchte auf einem Bein zu landen, um das tranke zu hochaufflammende Feuersäule und zerstörte den am Maste bes im ganzen 26 Linien auf. Wir geben nachstehend die wichtigsten schonen, und im Rennen war es ebenso. Bei der schnellen Fahrt findlichen Blizableiter, ohne weiteren Schaden anzurichten. Der Linien des Projektes wieder: Dönhoffplay- Boologischer Garten; war ihm der Versuch aber nicht gelungen; er mußte mit beiden Betrieb wurde dadurch nicht gestört. Dönhoffplay- Nollendorffplay; Dönhoffplay- Bahnhof Groß- Beinen landen, wobei das krante nachgab. Das Resultat war Krankheit und Arbeitslosigkeit haben am Sonnabend görschenstraße; Behrenstraße- Hermannplay; Behrenstraße der zweite Sturz, der dem Reiter das Genick hätte kosten können, Görlizer Bahnhof- Treptow( durch die Mauer, Markgrafen- während der Hengst schwer niedergebrochen weggeführt morgen um 7/4 Uhr den 26 Jahre alten Schreiber Adolf Koehrt aus der Borsigftr. 19 in den Tod getrieben. Der Mann litt an und Wasserthorstraße über den Wasserthorplay und an der wurde. Krampfanfällen und war erst am Dienstag aus der Charitee entKottbuferbrücke vorbei); Schloßplay- Hasenhaide( Kaiser Friedrich- In einem weiteren Rennen gaben die beiden vorher schwer lassen worden, in der er seit dem 19. September gelegen hatte. Platz); Börse- Kreuzberg( Victoria- Bart); Schloßplay- Görlizer gestürzten Reiter, Lieutenant Suermondt und Lieutenant Bahnhof; Börse- Biehhof( durch die Neue Friedrich- und Kleine Banse, einen Beweis von dem Reitergeiste" in der deutschen Beute morgen wollte er mit einem anderen Schlafburschen, mit dem er im Quergebäude des genannten Grundstücks bei der Alexanderstraße über den Büschingplatz durch die Pallisaden-, Frieden- Kavallerie; denn beide erschienen zum Erstaunen des und Weidenstraße über den Baltenplay und durch die Thaer- Publikums wieder im Sattel, auf Donna Diana" Lieutenant Familie Schütt ein Zimmer bewohnte, ausgehen, um Arbeit zu straße): Schloßplatz- Stralau; Unter den Linden- Geſund- Suermodt mit Watte an der Wunde des gewiß heftig brennenden suchen. Als nun der Schlafgenosse auf einen Augenblick das brunnen( bezw. Pankow); Alexanderplatz- Bahnhof Gesund- Kopfes und auf„ Radau" Lieutenant Panse mit einem fauftdick Bimmer verlassen hatte, hörte die Wirthin, die noch im Bette lag, plöglich einen dumpfen Fall. Sie eilte hinzu und fah brunnen; Büschingplatz- Hummelsburg; Zoologischer Garten- geschwollenen linken Auge. Hermannplatz( von der Lichtenstein- Brücke durch die Rauch, Gegen diese Pferdequälereien scheint der Thierschutz- Verein, Roehrt in feinem Blute schwimmend am Boden liegen. Neben Raiserin Augusta- und Königin Augustastraße bis Augusta- Brücke, ber möglichst jede Rohheit zur Anzeige bringt, bie ein über ihm lag ein Rafirmesser, mit dem er sich den Hals bis auf die Wirbelsäule durchgeschnitten hatte. am Schöneberger und Tempelhofer Ufer entlang); Kreuzberg arbeiteter Kutscher an seinem Gaul verübt, völlig ohnmächtig zu ( event. Bahnhof Schöneberg)-Görliger Bahnhof; Stralau- sein. Oder steht er nicht die Landungen" franker Rennpferde? Wegen grober Ausschreitungen sind auf den Herbst Büschingplay; Warschauer Brücke- Gartenplay; Lehrter Bahn- Das Mitleid des Kulturmenschen kann sich natürlich nur auf die und Tiede'fchen Trainirbahnen in Karlshorst mehrere Jockeys hof- Büschingplat; Bahnhof Thiergarten- Schulstraße; Görliger armen Thiere erstrecken; für die Reiter dürfte sich in diesem und Stallbedienstete verhaftet worden. Sie hatten sich an dei Bahnhof Schönhauser Allee; Hermannplatz- Büschingplay. Falle niemand finden, der für dieselben ein Bedauern übrig hätte. Gendarm Blant vergriffen, der bei einem Tanzfeste im Naumanns schen Lokal einen ihn belästigenden Burschen feststellen wollte. Die Bennhungsordnung für die städtische Lesehalle Durch Polizeiverordnung vom 7. b. M. ist nunmehr auch Der Gendarm wurde durch Siebe auf den Kopf schwer ver und Volksbibliothek Mohrenstraße 41, deren Eröffnung auf die Benutzung der Ded pläge auf den Omnibussen wundet. Auf dem Karlshorster Bahnhofe haben die Ruheftörer Montag, 19. b. W., abends 6 Uhr, festgesetzt ist, bestimmt, daß durch weibliche Personen freigegeben worden, sofern zum ebenfalls Beamte angegriffen und verlegt, außerdem aber Fenster. die Halle täglich geöffnet ist; an den Wochentagen abends von Verdeck eine mit Trittstufen, Setzstufen und Geländer versehene 6-9 Uhr, an den Sonntagen mittags von 11-2 Uhr. Nur Treppe führt.- Also wird durch Wolff's Telegraphenbureau fcheiben zc. zertrümmert. doctor an folgenden Tagen sind sie geschlossen: am Neujahrstage, am verkündet. Auf dem Neubau des Landgerichts, Neue Friedrichstraße Charfreitage, an den beiden ersten Festtagen zu Ostern und Sie lassen nicht nach. Die Stadtverordneten Rosenow und Nr. 14-17, löfte sich gestern vormittags ein großes, anscheinend Pfingsten, am Bußtage und vom 24. bis zum 26. Dezember. Genossen haben den Antrag bei der Stadtverordneten- Berfamm- nicht genügend abgeſteiftes Stück alten Mauerwerkes aus dem Der Zutritt zur Lefehalle steht unentgeltlich jeder Berfon frei, lung eingebracht, den Magiftrat um eine eventuelle Vorlage Verbande, stürzte in die Fundamentgrube und erschlug den dort die mindestens vierzehn Jahre alt ist. In der Lesehalle stehen wegen Erhaltung eines Theiles des Industriegebäudes, sowie des beschäftigten Arbeiter Johann Riedel, der ebenfalls in der Grube für die Benutzung an Ort und Stelle zur Verfügung: die Restaurationsgebäudes au Neuen See im Treptower Part zu befindliche Arbeiter Gustav Sommerfeld wurde nur an der Hand Bibliothek der Nachschlagewerke, die laufenden Zeitschriften, eine ersuchen. Auswahl von Unterhaltungsschriften, die Bücher der VolksDie Markthalle XII. auf dem Gesundbrunnen, an der Arbeiterrifiko. Mit einer hohen Leiter zusammengebrochen bibliothet, soweit sie nicht nach Hause verliehen sind. Gedruckte Verzeichnisse der Nachschlagewerke und der Zeitschriften werden Bad- und Grünthaler Straße, steht bereits mehrere Jahre leer. ist am Freitag Nachmittag der 38 Jahre alte verheirathete unentgeltlich vertheilt; auch gewährt über sie und die Auswahl Um den Verkehr nach der Markthalle zu ziehen und eine Ver- Arbeiter Hermann Tesch aus der Rheinsbergerstr. 36. Tesch von Unterhaltungsschriften ein in der Lefehalle zu allgemeiner miethung der Stände zu ermöglichen, wird versuchsweise vom bestieg auf dem Grundstück Breitestr. 29, wo er zu thun hatte, Benutzung aufgestellter alphabetischer Zetteltatalog eine Uebersicht. 1. November d. J. bis Ende März n. I. ein neuer Tarif ein- eine Leiter, die sehr morsch war. Als er bis zur Höhe des Gedruckte Bücherverzeichnisse der Voltsbibliothek liegen in der geführt. Danach kostet vom 1. n. M. ab ein Stand für Fleisch, dritten Stockes gekommen war, brach die Leiter zusammen und Lesehalle aus. Die Bücher der Voltsbibliothek werden unentgelt: Wild und Geflügel monatlich 3 M.( gegenüber 50 M. in anderen der Mann sauste mit den Trümmern herab. Aus Mund, Nase lich nach Hause an jeden verliehen, der dem Bibliotheks- Ver- Hallen), ein Stand für alle anderen Marktwaaren nur 1/2 M. und Ohren blutend blieb er unten liegen. Ein Schuhmann des walter als zuverlässig bekannt ist oder sich durch einen Em- monatlich. Bei tageweiser Vermiethung kostet ein Stand für 37. Reviers, der zufällig des Weges tam, brachte den Ver pfehlungsschein ausweist. Zu dessen Ausstellung sind berechtigt: Fleisch, Wild und Geflügel 20 Pf., für alle anderen Markt- unglückten, der schwere innere Verlegungen erlitten hatte, in ein Krankenhaus. alle Beamten, die ein Dienstsiegel führen; die Hauswirthe für waaren nur 10 Pf. ihre Miether; alle Personen, die dem Bibliothetsverwalter als Die neuesten Eingänge des Berliner Aquarium Aufsehen erregt das spurlose Verschwinden des Inhabers verläßlich bekannt find. Die gedruckten Bücherverzeichnisse der brachten vornehmlich Bereicherungen aus der Thierwelt der der Berliner Verkehrsanstalt von Kucztowski. Derfelbe wird seit Voltsbibliothek werden zum Selbstkostenpreise von 30 Pf., die nördlichen und der südeuropäischen Meerestheile. Die unter etwa 14 Tagen vermißt. Die Bemühungen der Gesellschaft, Quittungsformulare für die nach Hause entliehenen Bücher zu Leitung des Professor Heincke stehende Biologische Anstalt auf seinen Aufenthalt zu erfahren, waren vergeblich. Aus diesem 5 Pf. das Duhend verkauft. Helgoland schickte eine Anzahl Blumenthiere aus der Nordsee, Grunde ist seitens des föniglichen Amtsgerichts für das Jus Aus den Kreisen der in der Hauptwerkstätte der Nieder- Dorzugsweise eine große rothe, durch kurze und dicke weißliche stitut heute ein Pfleger bestellt worden. Arme auffallende Seerose und die prächtige, auf rothbraunem der kleine Otto Wolff, der in der Nacht zum Freitag schlesisch Märkischen Eisenbahn am Markgrafent amm be: Grunde grün getüpfelte Erdbeerrose. Von der Adriaftation des schäftigten Arbeiter erhalten wir Mittheilungen, welche die Berliner Aquarium in Rovigno lief eine Sendung Meerfische aus einem Fenster der elterlichen Wohnung auf den Hof hinab. Sozialpolitik im Reiche des Herrn Thielen abermals in der ein, welche mehrere Bertreter der Stachelfloffer, deren Rücken, stürzte und mit einem Schädelbruch in ein Krankenhaus gebracht gewohnten lieblichen Beleuchtung erscheinen laffen. Charakteristisch Bauch- und Afterflossen im vorderen Theil aus ungegliederten wurde, ist noch am Leben. Sein Zustand hat sich aber noch ist zunächst, daß den Arbeitern für den St. Sedanstag, an Stacheln gebildet wird, mit umfaßt. So einen stattlichen grau- nicht gebeſſert. welchem sie feiern mußten, ein halber Tagelohn abgezogen grünen, am Bauch filberweißen, die Länge von 1 Meter erworden ist. Dasselbe gilt Erhängt hat sich in der Nacht zu Sonnabend der 27 Jahre auch, wenn der Kaiser reichenden Raubfisch, den unserem Flußbarsch nahe verwandten alte Bäckermeister Reinhold Wurft aus der Stephan seinen Geburtstag hat; auch dann befiehlt man den Seewolf oder Seebarsch, dessen delikates Fleisch schon bei den straße Nr. 55. Beschäftigten Arbeitsruhe an. Bezahlt wird aber auch alten Römern sehr hoch geschäßt wurde, und aus der Familie dieser ohne Schuld der Arbeiter verloren gegangene Tag der Großzahnbarsche die schöne, hellblau gezeichnete ZebraSelbstmord verübte der Verwalter des am Bahnhof nicht, obgleich Lohnarbeiter nach der Gewerbe- Ordnung entZoologischer Garten belegenen Depots der Berlin- Charlotten sprechende Entschädigung für derart versäumte Zeit zu verlangen haben. Man mag vielleicht fragen, warum der Arbeiterausschuß, In der Urania in der Taubenstraße wird am Sonntag, burger Straßenbahn- Gesellschaft, Hartwig. Als Motiv zu der der doch vorhanden sein muß, Fragen dieser Art nicht zur Donnerstag und Freitag„ Ein Ausflug nach dem Monde" gegeben, traurigen That wird plöglich eingetretene Geistesstörung an Sprache bringt. Ja, vom Wirten des Arbeiterausschusses wissen an allen übrigen Tagen der Woche beherrscht das wissenschaftdie Arbeiter überhaupt kaum etwas. Seit Monat März ist teine liche Ausstattungsstück„ Durch den Gotthard" das Repertoir. Die Jufelbrücke wird wegen Erneuerung des Belages bis Sigung mehr gewesen, und wenn der Arbeiterausschuß bislang Die Urania in der Invalidenstraße veranstaltet in kommender auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. getagt hat, so war von Vertretung der Arbeiterinteressen kaum Woche folgende Vorträge: Sonntag Herr G. Witt:„ Die Sonne", Ju der letzten Zeit wurden besonders häufig BuchBeschwerden und Anträge Montag Herr Professor Dr. Müller:" Das Hühnchen im Gi", händler und Buchdrucker von Einbrechern heimgesucht. der Arbeiter vorlagen. Der Einzelne fürchtet, den unzufriedenen Dienstag Herr Dr. Spies:„ Neuere Versuche mit unsichtbaren& ist nun gelungen, die Thäter in dem Schloffer Allert, dem Elementen zugezählt und entlaffen zu werden, wenn er für Ver- Strahlen", Mittwoch und Freitag:" Japan" von Hrn. Dr. Bayard, Barbier Schulz, dem Hausdiener Knaack, dem Zigarrenmacher befferung der gegenwärtigen Zustände eintritt. Immer mehr Donnerstag Herr Dr. Schwahn:" Erscheinungen der Gletscher Reinecke, dem Schlosser Schlöffel, dem Arbeiter Damast und dem zeigt sich, wie nothwendig es ist, daß eine tüchtige Gewerkschafts- welt", Sonnabend Herr G. Witt: Himmelsphotographie". Hausdiener Gottschalt zu ermitteln und hinter Schloß und Riegel organisation die Vertretung der Interessen der Eisenbahnarbeiter Der Kongreß der zahnärztlichen Gesellschaft ist Somt zu bringen. in die Hand nimmt. abend Vormittag um 10 Uhr in einem Saale der tgl. Klinik Ein Zusammenstoß eines Buges der Dampf- Straßen In der städtischen Waisenpflege befanden sich am eröffnet worden. Medizinalminister Dr. Bosse und Geheimrath bahn mit einem Arbeitswagen fand gestern Abend gegen 6 Uhr 1. Oftober cr. 4914 Kinder. Aufgenommen wurden im Vierteljahr Althoff, die man erwartete, erschienen nicht, dagegen wohnte in Halensee statt. Dortselbst kreuzte der mit etwa achtzig Zentner Juli- September cr. 564 Kinder, dagegen schieden aus 345, so daß Geheimer Obermedizinalrath Dr. Skrzeczka als Vertreter des Steinen beladene Arbeitswagen den Kurfürstendanım und befand sich die Kinderzahl vermehrt hat um 219 Kinder. In 3 wang 3: Ministeriums der Sizung bei und hielt eine Ansprache. sich gerade auf dem Geleife, als ein vollbesetter Bug ber erziehung befanden sich am 1. Oktober cr. 460 Kinder, aufDie Aerztekammer für Berlin und die Provinz Branden- Straßenbahn herangesaust tam. Derfelbe fuhr mit starker Ges genommen wurden während des Vierteljahres Juli- September cr. burg nahm in ihrer Sizung vom Freitag nach einer wesentlich walt auf den Laftwagen auf und in das Achsenwerk desselben 22, dagegen schieden aus 13, so daß sich die Kinderzahl vermehrt vom Geheimrath Mendel und Dr. Mugdan geführten Diskussion hinein, daß es längerer Zeit und Mühe bedurfte, die beiden Ges hat um 9 Kinder. Entlaufen waren von den Zwangserziehungs- folgende hauptsächlichen Grundsäße an: Einführung des praktischen fährte auseinander zu bringen. Die Baffagiere der Dampfbahn Kindern 39( 36 Knaben, 3 Mädchen) und im Gefängniß Jahres vor der zweiten Prüfung, Aufnahme der Psychiatrie, wurden zwar von ihren Sigen geschleudert, tamen aber in Kinder, Hals-, Nasen-, Ohren, Hautkrankheiten in die Prüfungs übrigen mit dem Schreden davon. Der Rutscher des angefahrenen Das Polizei- Präsidium hat der Direktion der Großen gegenstände, Studienzeit von 12 Semestern einschließlich zwei Fuhrwerkes erlitt unerhebliche Kontusionen. Berliner Pferde Eisenbahn Gesellschaft mit Zustimmung der Semestern praktischer Uebung, Abschaffung der Praktikantenscheine fönigl. Eisenbahn- Direktion und in der Voraussetzung des Ein- oder Unterbringung der Prattikanten innerhalb drei Monaten in verständnisses der städtischen Behörden die Genehmigung zur den Krankenhäusern, Verwerfung der 3 Männer- Kommission zur. Greiner betreffend, erklärt uns derselbe, daß die Nachricht Errichtung der Pferdebahn Haltestelle auf der Nordseite des Ertheilung der Approbation, Ertheilung des Doktortitels mit der über sein Verschwinden und die demselben begleitenden Umstände Plazes am Schlesischen Thore für den elektrischen Hochleitungs- Approbation, Verwerfung einer Approbation für Spezialärzte, vollständig unrichtig sind. Herr Greiner hatte nach seiner betrieb und zur Anlegung einer Haltestelle im Lohmühlenweg Nutzbarmachung der großen Krankenhäuser für klinische Studien. uns gegebenen Erklärung absolut keinen Grund Deutschland zu Ein Verein für Verbesserung der Franenkleidung hat verlassen, am allerwenigsten aber Veranlassung, spurlos zu verdie Rede, weil eben keine 9 Knaben, ertheilt. Menola. genommen. 110 silsid Berichtigung. Zu unserer Notiz in der Nummer 240 des Vorwärts" vom 13. Oftober, den Naturheilkundigen Herrn Standesgemäße Thierquälerei. Ein Karlshorster Renn sich aus den Kreisen der in der bürgerlichen Frauenbewegung schwinden. bericht, den die„ Post" bringt, enthält folgende Mittheilungen: stehenden Damen gebildet, und zwar infolge der auf dem inter- Wir geben dieser Berichtigung um so mehr Raum, als es Die Rennen waren sehr anregend, brachten starte Felder, nationalen Frauentongreß über diesen Punkt gepflogenen Er- nicht zu unseren Gewohnheiten gehört, wissentlich Personen, an interessante Entscheidungen und allerle: Zwischenfälle, die örterungen. Das Streben nach Beseitigung gewisser Mode- benen fein Matel, in unserem Blatte herunterzureißen. Die be weniger für die Betroffenen als für die Rufer nach Circenses thorheiten in der weiblichen Kleidung, die sowohl vom hygienischen treffende Notiz, die uns von einem Reporter zuging, der sonst anregend und amusant() waren. Der früher in der als auch vom ästhetischen Standpunkt bisher vergebens bekämpft glaubhaft ist, hat uns bedauerlicher Weise getäuscht. deutschen Armee angestellte, jetzt der türkischen Botschaft an- wurden, ist gewiß anzuerkennen, jedoch kann man wohl mit recht gehörende Enver Bey fam mit Epheu" an der Doppelhürde befürchten, daß die kühnen Bekleidungsreformatorinnen im Kampfe zu Fall, ohne sich aber zu verlegen, während der gegen die Auswüchse der Mode bei ihren Geschlechtsgenossinnen Sturz des Lieutenants Suermondt mit" Manitou" weit einen ebenso heftigen Widerstand finden, wie ihre männlichen schlimmer erschien. Der hessische Dragoner lag im Vorder- Klaffengenoffen ihnen auf dem Gebiet der Gleichberechtigung " B Gewerbe- Ausfellung 1896. Ausstellung foll als Sportplatz weiter bestehen. Der Vergnügungspark der verflossenen Berliner Gewerbetreffen, als die Stute in schneller Fahrt sich am kleinen beider Geschlechter entgegensetzen. Entsprechend Bach übersprang und kopfüber ging, während das ganze Feld dem Antrag eines Unternehmers wird die Grundeigenthums über dem Gestürzten landete. Nach längerer Bewußtlosig Vom Kampf gegen die Straßenhändler. Gegen Straßen- Deputation für die betreffenden Ländereien einen dreijährigen teit erholte sich aber Lieutenant Suermondt wieder vollständig; händler, die in der Nähe der Markthallen betroffen wurden, find Bachtvertrag gegen einen jährlichen Bachtzins von 4500 m. be er hatte nur eine blutige Schmarre über dem linken Ohre davon im ganzen schon 1073 Strafbefehle ergangen. Die Befizer von wirken. getragen. Von den übrigen hatte Lieutenant Panse mit dem Läden in der Nähe der Hallen, sowie die Stand- Juhaber in den Die in der Couveuse am Schluß der Ausstellung noch in ermüdeten„ Vermandois" am letzten Sprung einen fchlimm letteren haben sich von neuem an das Polizeipräsidium um Pflege gewesenen Kinder, ein Knabe und zwei Mädchen, die sich aussehenden Stura erlitten, der jedoch ohne böse Folgen Beschränkung des Straßenhandels gewandt. sämmtlich gut entwickelt hatten, sind gestern von ihren Müttern blieb. Jm letzten Herrenreiten des Tages, dem Ober- Hürden- Die Zunahme der Unfälle bei Ausschachtungen, Ranali- abgeholt worden. Die fünf Apparate hat der Unternehmer Rennen, hatte dann der englische Herrenreiter Mr. Hampton fationsarbeiten u. dergl. wir haben erst gestern über einen Herr Lion dem Professor Gusserow als Geschent überwiesen in selbst die Unannehmlichteit(!) eines Sturzes auszuhalten. Derartigen schweren Fall berichtet hat die Tiefbau Berufs- der Absicht, die Gründung einer Anstalt am hiesigen Orte zu er Er kam vor dem Rennen beim Auftantern mit Junggesell" an genossenschaft veranlaßt, eine Kommission einzusetzen, die neue leichtern. der Hürde zu Fall und mußte, da ihm das Pferd auf den Leib Vorschläge zur Unfallverhütung, sowie zur Verschärfung der Vor- Die Besichtigung des Riefenfernrohrs, dessen Weiter gefallen war, von dem Ritt absehen. Die anderen waren in- fchriften bei solchen Bauten ausarbeiten soll. Auch die ein- bestehen unter Borbehalt jederzeitigen Widerrufs vom Magistrat zwischen schon zum Start gegangen, als Graf Königsmard, kurz schlägigen Strafbestimmungen sollen angeblich in Zukunft strenger befanntlich genehmigt worden ist, ist jetzt in der Zeit von 10 Uhr entschloffen, Mantel und Säbel abgab und, wie er war, im langen gehandhabt werden. früh bis 5 Uhr nachmittags gestattet. Der Zugang zu demselben ist Interimsrock und langen Beinkleidern, den reiterlosen Junggesell" Das Gewitter, welches am Freitag Abend über Berlin während der Abbruchsarbeiten auf dem Gelände durch Portal VIII, bestieg und zum Start ritt. Lebhafter Beifall begleitete das Vorgehen des Königs- Ulanen, der aber seiner That nicht froh werden herniederging, hier jedoch nur verhältnismäßig schwach auftrat, vis- à- vis vom Zenner'schen Restaurant, unweit dem Endpunkt der follte; denn schon an der zweiten Hürde, derselben an der er beim bat östlich von Berlin mit großer Heftigkeit gewüthet. Die Siemens'schen elektrischen Bahn. follte; denn schon an der zweiten Hürde, derselben an der er beim Naturerscheinung trat hier jo start auf wie im Hochsommer und Nicht ohne Unfälle gehen die Abbruchsarbeiten auf dem Muflantern gefallen war, überschlug sich der Hengst aber hat vielfach Schaden angerichtet. Bei Schwanbeck traf ein Blitz Ausstellungsgelände von statten. An den zwei rüdliegenden mals, ohne daß jedoch auch Graf Königsmarck eine Berlegung ftrahl eine Stallung und tödtete drei in derselben stehende Tagen, Freitag und Sonnabend, wurden von der Sanitäts. erlitt. Der letzte Zwischenfall wird durch folgende Notiz weiter Pferde. Durch den herniederströmenden Regen wurden in der illustrirt: Es ist eine Pflicht für uns, darauf hinzuweisen, daß Gegend von Woltersdorf die auf den Feldern stehenden Erd- ache 12 Personen behandelt, darunter drei, die sich recht ers wir das Starten eines Pferdes, wie" Junggesell", für eine bent hebliche Verlegungen zugezogen hatten. Einem bei dem Fuhr. große Gewissenloftgleit von Seiten des" betreffenden Trainers früchte freigelegt und vielfach vernichtet; auch der den Gewitter herrn Schatzeck, Schlegelftr. 31, bediensteten Kutscher wurde halten, gewiffenlos gegen Besitzer und Reiter. Der Hengst war namentlich in der Gegend von Erkuer viel Windbruch veranlaßt, eines Ranbelabers 30g fich ein in der Maschinenhalle beschäftigter vorausgehende Sturm hat großen Schaden verursacht und beim Berladen ein Finger abge quetscht. Durch Umstürzen zweifellos auf den Beinen, resp. am linten Borderbein, beim Berladen ein Finger abge quetscht. Durch Umstürzen zog angetnadst", wie man zu sagen pflegt. Schon beim Bei dem Gewitter am Freitag Abend schlug der Blizz in Arbeiter eine Fuß quetschung zu und mußte per Droschke Auffantern fürchtete er fich vor dem Springen Ein Angestellter von und die Leitung der Straßenbahn in der Staligerstraße, erzeugte eine nach seiner Wohnung befördert werden. Adlon u. Dreffet wurde Sonnabend Mittag von einem großen Bund angefallen und im Gesicht durch Bißwunden arg zerfleischt. 126 Die Eintritts Einnahmen betrugen vom 1. bis zum 15. Oktober an den Kaffen der Ausstellung, der Eisenbahn und der Dampfer rund 300 000 M. Kunst und Wissenschaft. = bes Soziale Rechtspflege. daß die Angeklagten fich, als sie auswanderten, bet ben Eltern befanden und unter väterlicher Gewalt stande n. Eine wichtige Entscheidung, die besonders für die An- um den Verlust der Staatsangehörigkeit festzustellen, nicht, daß der Vater vor mehr als gehörigen der Seeleute große Bedeutung hat, fällte türzlich genüge es nicht, der sogenannte See Senat Reichs Ver 10 Jahren ausgewandert ist. Nach der Entscheidung des Senats sicherungsamtes. Der Maschinenschmierer Wennje ist vom 4. Februar 1895 genüge es zwar, daß die Minderjährigen am 28. Mai 1895 gegen Mitternacht von dem Schiff, auf welchem selbst mehr als 10 Jahre von Deutschland entfernt find, aber es er thätig war, ins Meer gesprungen und ertrunken. Seine scheine ihm doch, daß dies nicht genüge. Der Reichskanzler lege Hinterbliebenen forderten dann von der See- Berufsgenossenschaft auf die Entscheidung dieser Sache einen großen Werth, weil Das Leffing Theater hat ein Drama feines früheren eine Unfallrente, wurden aber mit der Begründung abgewiesen, gerade das Urtheil vom 4. Februar 1895 einschneidende Aenderungen Das Leffing Theater hat ein Drama feines früheren Regisseurs Hans Meery, die freie Bearbeitung eines englischen baß nach dem Gesez ein vorfäßlich herbeigeführter Unfall einen in der fraglichen Angelegenheit nöthig gemacht habe. Die RegieRentenanspruch nicht begründe. Das Schiedsgericht, bei dem rung habe bereits den Gedanken erwogen, den gesetzgebenden Stoffes, zur Aufführung angenommen. die Wittwe Berufung eingelegt hatte, veranstaltete eine umfang- Fattoren eine Aenderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen Jubiläum der Narkoje. Vor 50 Jahren, am 17. Oftober reiche Beweiserhebung und erkannte dann im selben Sinne wie vorzuschlagen, es aber zunächst vorgezogen, abzuwarten, ob nicht 1846, führte der Babe, Bor 50 Jahren, 1846, führte der Bahnarzt Morton in Boston die erste Narkose der Genossenschafts- Vorstand. Positiv festgestellt worden das Reichsgericht eventuell durch Plenarbeschluß seinen Morton in der mittels Nethers in dem dortigen Hospitale aus. Bis dahin hat war nur, daß Bennie thatsächlich über Bord gesprungen Standpunkt verlassen werde. Die Staatsanwaltschaften feien man nur ein Betäubungsmittel gekannt. Die Sehnsucht der ist, nachdem er einen Brief gelesen hatte. Nach der wenigftens angewiesen worden, in allen ähnlichen Fällen Aerzte nach einem Mittel, den Schmerz bei Operationen zu Aussage eines anderen Schmierers hat Wennje einige Revision einzulegen. Seit dem 4. Februar 1895 habe sich übrigens lindern, war groß, aber bis dahin unerfüllt. Ja, der Berliner Stunden vorher über Kopfschmerzen geflagt. Frau Wenuje legte auch das Material, welches zur Beurtheilung der hier in Frage Chirurg Dieffenbach zweifelte Chirurg Dieffenbach zweifelte sogar daran, daß die Wissenschaft dieses gegen das schiedsgerichtliche Urtheil Refurs ein. Ihr Vertreter tommenden Verhältnisse diene, vermehrt, und der Senat fönne die bos Refing in the Bertreter 13 hätter ſeither& gesprochenen Auficht angehen. Problem jemals würde lösen tönnen. Der Erfolg des Aethers tam hob hervor, daß sich das Schiff zur Zeit des Unfalles in der sehr wohl von seiner früher ausgesprochenen Ansicht abgehen. deshalb den Aerzten sehr überraschend. Ju wenigen Wochen heißen Bone befunden habe, und führte aus, es sei eine alte Er. Der Senat fand indessen feinen Anlaß hierzu und erkannte auf war ganz Nordamerika von dem Rufe dieses Mittels erfüllt, fahrung, daß die Einwirkung großer Sige temporären Wahnsinn Verwerfung der staatsanwaltlichen Revision. Ende Dezember 1846 wurde auf europäischem Boden in einem hervorrufen könne. Höchst wahrscheinlich hätte die Gluth im lutathing to im Berein b mit großartigem Erfolge. In Deutschland soll die erste Be heißen Zone auch auf den Erblasser der Klägerin einen derartig an ad Sei der aber in einer täubung mittels Aethers durch Prof. Heyfelder ausgeführt worden unheilvollen Einfluß ausgeübt. Eine zahlreich besuchte Versammlung des Fachvereins sein. In Berlin machte sie als erster der Orthopäd Dr. Behrend Wahnsinnsanwandlung ins Wasser gegangen, dann falle der Tapezirer tagte am 6. Ottober er. bei Basch, Alte Jakob bei Gelegenheit einer Klumpfuß- Operation. Moment der Vorfäßlichkeit weg und die Witwe straße 88. Statt des nicht erschienenen Schriftstellers Landauer épo Amerikanische Schenkungen an Bibliotheken. Die großen und Kinder müßten in den Genuß der Rente geſetzt werden. referirte der Anarchist Weisheit. Im allgemeinen wäre neues amerikanischen Gauner haben vor den deutschen Kapitalisten bas Das Reichs- Versicherungsamt hob jedoch die Vorentscheidung auf über derartige Vorträge nicht zu berichten, felbft die Diskussion, eine voraus, daß sie mit einem Theil ihres erworbenen" Ber- und verurtheilte die See- Berufsgenossenschaft zur Renten- welche sich bis nach Mitternacht ausdehnte, förderte auch teine mögens wieder in Gestalt von Schenkungen zu meiſt wissenschaft- gewährung. Aus den Gründen, die Geh. Regierungsrath Dr. Mittel und Wege zu tage, wodurch die Lage der arbeitenden lichen Zwecken herausrücken. Selbstverständlich geschieht solches Sarrazin verkündete, ist folgendes bemerkenswerth: Das Urtheil Klaffe verbessert werden könnte. weniger der Wissenschaft zu Liebe als der Eitelkeit willen. Die bing von der Entscheidung der Frage ab, ob der Bermißte be- Klasse verbessert werden könnte. Londoner Hospital die erste Netherbetäubung gemacht, auch hier hinenraum mit der hohen Lufttemperatur ber das Aftor, welche die Bibliothet gründete, zusammen die Summe von Sprungen sei mit der Absicht, sich ums Leben zu bringen. und # # % Gerichts- Beifung. zum Da Um waren Versammlungen. Berichtigung. Im Bericht über die Baudeputirten- Sigung der Maurer( siehe Sonnabend- Nummer des Vorwärts") ist ein Irrthum unterlaufen. Bei der Stelle, wo von der Maßregelung des Kollegen Hoffmann die Rede ist, darf es nicht heißen: Der Maurer Baul Hahn aus Weißenfee war hier der Denunziant", sondern die Entlassung ist auf den Bauherrn zurückzuführen. In dem Bericht über die öffentliche Zimmererversammlung vom Mittwoch muß es in der dort abgedruckten Resolution unter 2. im dritten Absatz heißen: Jedoch fällt die Arbeitslofen- Unterstügung mit dem 17. Ottober d. 3. fort", statt: diese Unterstüßung. Vermischtes. Witterungsübersicht vom 17. Oktober 1896. Barometer stand in mm, | និ ៩ ថ្មី ៩ ឌី ឌី| reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) Wetter Temperatur 44690796 nach Celfius ( 50. 4° R.) wolfig 10 heiter heiter bedeckt wolkig 8 New- Yorker Free Library erhielt von Mitgliedern der Familie wußterweise und bei flarem Seifte ins Meer getunft" hielt am 11. d. Mts. feine Generalversammlung ab. 1 650 000 Doll.( 6 600 000 M.). Ferner erhielt dasselbe Institut Dies hätte die Berufsgenossenschaft flar beweisen müssen, und Genoffe Saffenbach hielt einen interessanten Vortrag, in dem von James Lennox außer bedeutenden Zuwendungen an Grund- der Beweis ist ihr mißlungen. In jedem einzelnen ähn er auf die Gefahren hinwies, die uns durch die Konkurrenz i gabe der Berufsgeletſenſchaft, ben zu Chinas, Japans und Indiens auf dem Weltmarkte entſtehen. stücken und Büchern eine Summe fast 3000 000 m. lichen aus einem weiteren Fonds nochmals 8000.000 2. nannten Beweis zu erbringen, denn die Bestimmung, daß der Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. In der so daß die Bibliothet aus diesen drei Schenkungen allein über Mentenanspruch ausgeschlossen sein soll, wenn der Unfall vor Diskussion sprach Genoffe 3eibler im Sinne des Referenten. 171/2 Millionen Mart verfügen konnte. Die John Crera Library ählich herbeigeführt werde, ist eine ganz eminente Au 3. Außerdem beschloß die Versammlung, nicht wie bisher die in Chikago erhielt von ihrem Gründer fast 11 Millionen Mart, nahme Bestimmung. Es geht dies aus den Verhandlungen Monatsversammlungen am Sonntag vor, fordern am Sonntag die Newberry- Bibliothek in Pittsburg( Pennsylvanien) wurde von bei Schaffung des ersten Unfallversicherungs- Gesetzes hervor. Was nach dem 15. eines jeden Monats stattfinden zu lassen. Dies ihrem Begründer mit etwa 8 Millionen Mark ausgestattet. Den verhandelten Fall angeht, so liegen über die Ursachen des den Genossen zur Kenntniß. 82 Mit etwas fleineren, aber immerhin noch recht stattlichen Verhaltens Wennje's nur möglich feits Annahmen vor, in Summen wurden bedacht: die Enoch Pratt Free Library in die die Anwendung jener Bestimmung nicht rechtfertigten Baltimore 4 800 000 m. von ihrem Gründer, die Library in Philadelphia von ihrem Stifter Dr. Rush 4 250 000 M., die m 1 Columbia- Bibliothek in New- York von dem Präsidenten Low die Summe von 4 Millionen Mart. 490 Das Schwurgericht des Landgerichts I verhandelte gestern Theater Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, gegen den früheren Ober- Postassistenten Leo Topolewsti 18. Oftober: Zweite Sinfonie der tönigl. Rapelle. Anfang wegen Unterschlagung im Amte. Der Angeklagte war bei der 7 Uhr. 12 Uhr: Deffentliche Konzertprobe. Montag: 19.: Badetannahme des Bostants 42 angestellt. Bei denjenigen Post Die Hochzeit des Figaro. Dienstag, 20.: Oberon. Mittwoch, packeten, welche ins Ausland gehen, wird der Boll erst au ber 21. Das Heimchen am Herd. Donnerstag, 22.: Tannhäuser. Grenzstation erhoben und deshalb von dem Absender nachträge Anfang 7 Uhr. Freitag, 28.: Die lustigen Weiber von Windsor. lich eingezogen. Dies macht eine etwas verwickelte Buchführung Frau Fluth: Frau Marcella Sembrich, tgl. Rammerfängerin, als nothwendig. Gelegentlich einer unvermutheten Revision der Gaft. Sonnabend, 24.: Cavalleria rusticana. Hänsel und Gretel. von dem Angeklagten verwalteten Rasse wurde festgestellt, Posten Sonntag, 25. Die Hochzeit des Figaro. Montag, 26.: Die daß vier von über Gesammtbetrage Jufolge von Wasserschäden ist der Gesammtverkehr auf Meistersinger von Nürnberg. Stolzing: Herr Ernst Kraus, vom vierzig Mart eingegangen, aber von Sem Angeklagten der Strecke der Staatsbahn Deblarn Gröbming eingestellt. 6% Hof- und Nat.- Theater in Mannheim, als Gaſt. Anfang 6 Uhr nicht gebucht waren. ein Ueberschuß nicht vor Weitere Nachrichten von Ueberschwemmungen liegen noch aus Dienstag, 27.: Die Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Königin: Frau handen war, blieb nur die Annahme übrig, daß der Angeklagte Triest vor; jedoch lauten die letzten Meldungen aus dem UeberMarcella Sembrich als Gaft. Schauspielhaus. Sonntag, den Betrag in seine eigene Tasche hatte fließen lassen. Während schwemmungsgebiete im österreichischen Friaul, wo die Trauben18. Oftober: Geschlossen. Montag, 19.: Das Käthchen von er seiner Behörde gegenüber geständig war, behauptete er im ernte auf das schwerste geschädigt ist, günstiger. Heilbronn. Dienstag, 20. Ein Königsidyll. Mittwoch, 21.: Verhandlungstermine, daß er von einem Vergeben nichts Eisenbahnunglück in Rußland. Auf der Strecke WladiEin Sommernachtstraum. Donnerstag, 22.: 1812. Freitag, 23.: wisse, er sei turz vor der in Rede tommenden tawtas Betrowsk find gestern zwei Personenzüge zusammenGoldfische. Sonnabend, 24.: Zum ersten Male: Der Graf von Seit sowie auch nach derselben wegen hochgradiger gestoßen. Fünf Wagen wurden zertrümmert, zehn Personen sind Caftanar. Sonntag, 25.: Der Graf von Caftanar. Nervosität in ärztlicher Behandlung gewesen. den toot, viele verletzt:, darunter alle Zugbeamte. Falsche WeichenMontag, 26. Ein Königsidyll. Neues tönigliches Geisteszustand des Angeklagten zu begutachten, stellung war die Veranlassung des Unglücksfalls. Operntheater( Kroll). Sonnabend, 24. Oktober: Wohl- mehrere Aerzte, darunter Professor Dr. Mendel geladen. Der thätigkeits Vorstellung. Sonntag, 25. Oktober: Narciß. felbe verkannte nicht, daß der Angeklagte an Nervosität gelitten Der Spielplan des Deutschen Theaters seht sich auch hatte, glaubte aber nicht, daß derselbe sich dadurch in einem in dieser Woche hauptsächlich aus Sudermann's drei Einaftern Zustande von Geistesstörung befunden hatte, der seine freie Morituri zusammen. Die Stücke werden außer am Sonntag Willensbestimmung ausschloß. Die Geschworenen bejahten die Abend noch am Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, sowie Schuldfragen unter Zubilligung von mildernden Umständen, nächsten Sonntag Abend und Montag gegeben. Dienstag kommt worauf der Staatsanwalt gegen den Angeklagten eine Ge Stationen. Hannele's Himmelfahrt in Verbindung mit Ohne Liebe, Sonn- fängnißstrafe von einem Jahr neun Monaten beantragte. abend Julius Cäsar mit Herrn Rainz Mark als Anton zur Auf- Das Urtheil lautete auf ein Jahr drei Monate Ge führung. Als Nachmittags Vorstellung zu ermäßigten Preisen fängniß, wovon drei Monate durch die erlittene Unterbringt der heutige Sonntag Hannele's Himmelfahrt und Ohne suchungshaft in Abrechnung gebracht wurden. Liebe, der nächstfolgende Sonntag den Talisman. Im LessingDie„ Schenkung" des Grafen Oppersdorff. Ein Vertrag, Hamburg Theater wird Adolf L'Aronge's neues Lustspiel Anna's Traum mit Herrn Engels als Gaft Sonntag, Dienstag, Donnerstag, Inhalts deffen der Graf v. Oppersdorff aus Wien der Stadt Berlin München Sonnabend und am nächsten Sonntag wiederholt. Eine Wieder- gemeinde Berlin einen großen Theil seiner in der Seestraße hier Wiesbaden. holung von Kollege Crampton mit Herrn Engels in der Titel felbft belegenen Terrains unentgeltlich überlassen wollte, war, wie wir seinerzeit berichtet haben, durch Urtheil des Kammer: Wien. rolle ist für Mittwoch angefeßt. Frl. Groß wird Montag Madame Sans Gêne und Freitag Comteß Guckerl spielen. Als gerichts für nicht rechtswirksam erklärt worden, weil nämlich bei Haparanda Nachmittagsvorstellung gelangt fowohl morgen wie nächsten Sonntag der Afzeption der Offerte feitens der Stadt die Unterschrift Petersburg Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel zur Aufführung, eines zweiten Magistratsmitgliedes gefehlt hatte. Wie wir nun- Cort Der Spielplan des Neuen Theaters wird für die nächste mehr erfahren, hat die Stadt die hiergegen von ihr bei dem Aberdeen. Woche durch den Schwant Bocksprünge ausgefüllt. Als Nach Reichsgericht eingelegte Revision zurückgezogen. Der Werth des Paris.. mittagsvorstellung findet Sonntag eine Wiederholung des Hütten betreffenden Objekts belief sich auf etwa 400 000 m. befizers statt. Im Schiller Theater fommt heute Nach Ein unerfüllt gebliebener Wunsch des Reichskanzlers. mittag das Wichert'sche Luftspiel Ein Schritt vom Wege zur Eine interessante Verhandlung fand am 12. d. Mts. vor dem Aufführung, abends wird Viel Lärm um nichts mit Frl. Gündel 3. Straffenat des Reichsgerichts statt. Es handelte sich um von Stadt Theater in Frankfurt a. M. als Beatrice gegeben. Im Wehrpflichtverletzung und der Ober Reichsanwalt machte unter Bürgerfaal des Rathhauses ist Beethoven- Abend; die Leitung hat Hinweis auf die unerwünschten Folgen der von diesem Senate Briefkasten der Redaktion. Herr Martin Plüddemann, den einleitenden Vortrag hält Dr. Carl in einer ähnlichen Sache am 4. Februar 1895 gefällten EntStrebs. Montag und Dienstag finden Wiederholungen von Münch scheidung und auf einen Wunsch des Reichskanzlers den Ver. Silberschmidt, Berlin. Traf für die Sonntagnummer zu hausen und Der Zerrissene statt, Mittwoch und Freitag geht such, den Senat von seiner bisherigen Ansicht abzubringen. spät ein. Emilia Galotti, Donnerstag Ein Schritt vom Wege in Szene. Das Landgericht Osnabrück hat am 25. April d. J. 26 An- Justerbg. 16. Heinemann, Bureau Friedrichstr. 203. Sonnabend ist die erfte Aufführung von Ehrenwort, Schau- geflagte wegen Verlegung der Wehrpflicht verurtheilt, Ch. 5. 100. Adresse leider nicht festzustellen. verbunden. K. S. 33. Sie find zur Zahlung spiel in 4 Aften von Otto Erich Hartleben. Im Theater 13 andere( Maymann und Genossen) dagegen freigesprochen. A. B., ift für die beginnende Woche folgender Spiel- Um diese letzteren handelt es sich allein in der vorliegenden Siebers. Der Gerichtsvollzieher ist im Recht. 13 plan festgefeßt: Sonntag, Montag, Dienstag und Freitag werden Sache. Das Landgericht hat festgestellt, daß diese 18 in minder Ackerstr. 113. Der Lohn steht Ihnen zu.-F. M. 15. 1. u. Echiller's Räuber wiederholt. Mittwoch geht zum ersten Male jährigem Alter zusammen mit ihren sie rechtlich vertretenden 3. Wenn Sie der Erbschaft nicht entsagen, so find Sie zur Treue von Baron v. Roberts in Szene. Der Donnerstag Bätern vor mehr als zehn Jahren nach Amerika ausgewandert Zahlung verpflichtet. 2. Das Retentionsrecht steht dem VerWiederholung dieses Schauspiels. Sonnabend und find. Demnach ist anzunehmen, so heißt es im Urtheil, daß ihre miether zu. 21 Lankwig. 1. War der Miethsvertrag schriftnächsten Sonntag sind die ersten Aufführungen von Lessing's Bäter die deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben. Dieser lich gefchloffen: nein; war er mündlich gefchloffen: ja, falls Minna von Barnhelm. Im Theater Unter den Verlust erstreckt sich auch auf die Angeklagten, da diese sämmt der Miethspreis mehr als 150. beträgt. 2. Nein.-G. R. 48. Linden nimmt heute Fräulein Cornelli, die durch Heiser- lich erst nach Ablauf der zehnjährigen Frist volljährig Da schriftliche Abmachung fehlt: nein. M. R., Brik. Ja. feit seit vier Tagen am Auftreten verhindert war, ihre geworden sind. G. K. Die dieser Auffassung entgegenstehende An- 6. S. 102. Von der Anschaffung des bürgerlichen Gesetz Thätigkeit in der Titelrolle des Kleinen Herzogs" wieder ficht der Staatsanwaltschaft, es sei zu vermuthen, daß buche in Lieferungen können wir Ihnen nur abrathen. Die auf. Am nächsten Mittwoch kommt zum ersten Male die Wäter der Angeklagten die zur Erhaltung der Staats Textausgabe des erst am 1. Januar 1900 in traft tretenden haben, Der Pumpmajor nach Gogols Revisor von Horst und Stein, angehörigkeit erforderlichen Schritte gethan steht Gesetzbuchs sowie die bislang erschienenen sogenannten Kommen Musit von Alexander Neumann, zur Aufführung. Im im Widerspruch mit den Verhältnissen. Wenn die Väter tare sind für den Arbeiter völlig wertblos. Ein den Inhalt Friedrich Wilhelmstädtischen Theater wird ausgewandert" sind, so haben sie es jedenfalls gethan, um in des Gesetzbuchs in allgemeinverständlicher Weise wiedergebendes P. S. 100. 1. Sie können auf ErTilli, Lustspiel in 4 Sitten von Francis Saber geben dem fremden Cande bauernd mit ihren Angehörigen zu bleiben. Buch wird vorbereitet. gegeben. Das Stüd wird den Spielplan in dieser Woche aus- Die Bermuthung spricht im Gegentheil dafür, daß sie nichts füllung des Vertrages bestehen, eventuell auf Schadenersatz flagen. schließlich beherrschen. Heute Nachmittag geht der Mohr von gethan haben, um sich und ihren Kindern die deutsche Staats- 2. Das hängt von dem Wortlaut und Zweck der Abmachungen Venedig von Shakespeare in Szene. Im Thaliatheater( vorangehörigkeit zu wahren. Jedenfalls liegt der Anklage, nicht den ab. Langer. Hat die Generalversammlung so beschlossen, so – mals Adolf Ernst- Theater) findet heute die letzte Sonntags- Angeklagten, ob, das Vorhandensem der Umstände nachzu steht Ihrer Frau nur das von dem Vorstande behauptete Recht Sonntags- Angeklagten, Aufführung von Gebildete Menschen statt. Das Stück wird weisen, welche für die Fortdauer der Staatsangehörigteit au.- 13. B. B. 1. Geburtsschein des Bräutigams und die 2. Ja, bis zum vollendeten dann noch bis einschließlich Freitag nächster Woche gegeben. sprechen. Das Landgericht glaubte umsomehr in der an- Sterbeurkunden der Eltern. Für Sonnabend, 24. b. ist G. 9. 12. Am 31. Dezember dieses Jahres. Baudevilles Prima Ballerina( Maison Tamponin)( 3. Straffenat) am 4. Februar 1895 ausgesprochen bat, daß J. G. Die Bescheinigung der ausländischen Heimathsbehörde, festgesetzt. Der Text dieses Baudevilles ist nach dem Französischen Minderjährige, auch wenn sie ohne den Bater fich zehn daß Hindernisse der Heirath nicht entgegenstehen, ist nicht er der Herren Blum und Toché von Hugo Wittmann bearbeitet, die Jahre hindurch ununterbrochen im Auslande aufgehalten forderlich. B., Potsdam. Die Verjährungsfrist beträgt drei C. m. 450. 1. Mein. Gegen die Frei Jahre in Ihrem Fall. 2. Ja. Musit ist von Karl Weinberger. Jm Belle Alliance. haben, die Staatszugehörigkeit verlieren. Theater wird heute, Sonntag, Nachmittag Jbsen's Komödie sprechung der 13 Angeklagten machte der Staatsanwalt in feiner A. 2. 35. Das Kind kann mit Genehmigung des Polizeider Liebe durch das Berliner Voltsbühnen Ensemble zum ersten Revision geltend, es sei zwar festgestellt, daß die Angeklagten vor präsidiums zwecks besseren Fortkommens auf der Mutter und Mal aufgeführt. Im Ostend Theater gelangt heute als mehr als 10 Jahren Deutschland verlassen haben, nicht aber, daß Ihren Antrag Ihren Namen erhalten. Die polizeiliche Genehmi Nachmittags- Borstellung zum letzten Male Dorf und Stadt zur fie fich auch während der gauzen Zeit ununterbrochen im Auslande gung ist erst nach dem 1. 1.1900( Einführung des Bürgerlichen Aufführung. Abends wird der Deutsche Michel zum 44. Male aufgehalten haben.- Herr Ober- Reichsanwalt Hansen erklärte Gesetzbuchs) überflüssig. Alter Abonnent 100. 1.- 8. Ja. bie Revision für begründet. Es sei nichts davon festgestellt, 4. Nein. Ch. D. 68. 1. und 2. Ja... Allerdings. gegeben. $ • 00 Swinemünde 758 SSW • 759 SW 760 SW 757 758 DSD 762 Still 762 WSW 765 M 760 • 758 SW WNW 81234002413 halb bedeckt bedeckt bedeckt 1 moltig Regen Wetter- Prognose für Sonntag, den 18. Oktober 1896. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vielfach woltig mit leichten Regenfällen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Prima Ballerie erste Aufführung des gegeben Weise entscheiden zu sollen, als das Reichsgericht 24. Lebensjahr.. B Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 18. Ottober. Opernhaus. II. Symphonieabend. Montag: Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Geschlossen. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeestr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachm. 3 Uhr: Klassiter Vorstellung: Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Abends 8 Uhr: Tilli. Lustspiel in 4 Atten von Francis Stahl. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 00000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Sonntag, den 18. Oktober: Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Senthstraße 2. Wir empfehlen den Genossen Biſſenſchaftl. Theater sur Große Extra- Vorstellung. Liebknecht's hr. Luftfpiel in 4 Atten von Francis Stabl. täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Montag, Dienstag, Mittwoch: Tilli. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Riesen- Programm. Neue Spezialitäten. Montag: Das Käthchen von Heil- Volks- Theater Deutsches Theater. Nachmittags 3 Uhr: Hannele's Himmelfahrt. Vorher: Ohne Liebe. Abends 71/2 Uhr: Morituri. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Nachmittags 21/2 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 71/2 Uhr: König Heinrich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Abends 712 Uhr: Anna's Traum. Montag: Madame Sans- Gêne. Theater des Westens. Nachmittags 3 Uhr: Tausend und eine Nacht. Abends 72 Uhr: Die Räuber. Nenes Theater. Nachmittags 3 Uhr: Bocksprünge. Der Hüttenbefizer. Abends 71/2 Uhr: Borher: Opus I. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Vorher: Erlauben Sie, Madame! Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Nachm. 3 Uhr: Ein Schritt vom Wege. -O Abends 8 Uhr: Viel Lärm um Nichts. Der Montag: Münchhausen. Zerrissene. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance- Theater. Nachm. 3 Uhr: Komödie der Liebe. Abends 8 Uhr: Mamsell Vielliebchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Volks Theater. Ein vorsichtiger Manu. Hierauf: Variété fremder Künstler. Zum Schluß: Pladdera dauz. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Nachmittags 3 Uhr: Der Bettelstudent. Abends: Der kleine Herzog. Hierauf: Die Bajadere. Montag: Diefelbe Vorstellung. Ostend Theater. Der deutsche Michel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Nachmittags: Othello, der Mohr von Venedig. Abends: Tilli. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplah- Theater. Nachm.: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Abends: Ohne sittlichen Salt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Raufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Abends 8 Uhr: Viel Lärm um nichts. Montag, abbs. 8 Uhr: Münchhausen. Der Berriene. Alexanderplatz- Theater. Nachmittags 4 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Baubermärchen in 8 Bildern von Georg Zimmermann. Abends 8 Uhr: Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Pikante Novität. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Wilh. Friedhold. Montag und die folgenden Tage: Ohne fittlichen Halt. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonntag, den 18. Oktober: Emil Thomas a. G. Zum 29. Male: Volks Reichenbergerstr. 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Ein vorsichtiger Mann! Repertoire Poffe des Volks- Theaters. Größter Tacherfolg der Saison! Jeden Abend 91/2 Uhr: Beginn des gemischten Künstler- Theils. 1. Gebr. Godart, erste Reckkomiter. Lehrt. Stadtbahnhof Eintritt 50 f. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr Anfang 6 Uhr. abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstrasse.- Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis TEE 50 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von 2. Hella Collier, drastische Chansonette. Land- und Seethieren, wie Affen, 3. Louise Bouwmeester, Hollands Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. schönste u. geübteste Pistolenvirtuofin. Tintenfische Quallen etc. 4. Gebr. Kulper, Elite- Gymnastiker u. Instrumentalisten. Zum Schlusse des Abends: Pladderadautz. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Entree 50 Pf. bis 3 m. Familienbillets Entree 10 Std.3 M. Parquet 10 Std. 6 M. Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekanntmachungen des Volks Theaters nur durch die Beitungen erfolgen, nicht durch Säulenanschläge. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weik. Der deutsche Michel. deutsche Michel. deutsche Michel. Anfang 7 Uhr. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Dorf und Stadt. Der beate Miel KAIRO Nur von der Köpnicker Landstrasse zugänglich. Gr. Volkstag. Entree 50 Pfg., Kinder die Hälfte. Heute, Sonntag, d. 18. Arena: Schaustellungen der Beduinen 1/25, 7 Uhr. Ermässigtes Entree. CONCERT. Kaufmann's Variété Halbe Menschen und 20 EliteNummern SensationsProgram m. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonntag, 18. Oktober 1896: Eine wilde Sadje. 2 grosse Vorstellungen 2 Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 18 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Letzte Sonntags- Aufführang. Gebildete Menschen. Morgen: Dieselbe Borstellung. In Vorbereitung: Prima Ballerina( Maison TamNachmittags 4 Uhr: ( ein Kind unter 10 Jahren frei.) Außerordentl. reichh. Programm. 100 Klowns, männliche und weibliche. Bär und Schildwache, höchst tomische Episode. Auftreten d. Gigerl Afrobaten Mr. Alf. Daniels. Die best. Freiheitsdressuren des Dir. Busch. Auftreten der vorzügl. Neitfünstler und Reitkünstlerinnen. Abends 71/2 Uhr: 3um vorlegten Male: Millennium, Bilder a. Ungarn. Die 4 berühmten arab. Schimmelhengste und 3 ruff. Fuchshengite als Thurmspringer, dress. u. vorgef. vom Dir. Busch. Auftr. des Schulreiters Herrn Victor. Miss Bliss mit dem fenfat. Aufschwung zur Decke an den Vorzügl. Klowns. Passage- Panopticum. Letzte Woche! 42 wilde Entree 30 Pfennig. ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Signor Bernardi ,, JI Camaleonte". Mile. Fougère die Unübertreffliche. Ducreux und Giraldic. Robert Steidl. 7 Troubadours u. s. w., 1. s. w., u. s. w. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 712 Uhr. Vogler's Casino fr. Weltrestaurant, Dresdenerstr. 97 Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Weiber Sm ersten Theaterſaat die unübertrefft. aus Dahomey. Castan's Hamburger Sänger. Jim zweiten Theatersaal:: Variété aritu. Spezialitäten- Theater. Auftreten v. Kunstkräften I. Ranges. Aufführung v. Possen u. Singspielen. Anf. Wochentags 7 Uhr. Sonut. 6 Uhr. Billards. 4 nene Kegelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert. gute Küche. Panopticum W.Noack's Theater Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! RAVERED Ur- Australier ( Kannibalen). Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabend): Konzert, Theater- Vorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künler 1. Ranges. Neu! Neu! Neu! Die Weber Aktien- Brauerei Original- Burleske mit Gesang u. Tanz Schriften. Leipziger Hochverrathaprojek 20 Hefte à 20 3f. Lbd. 5,00, Halbfranz 5,50. Bis jetzt das beste Quellenwert über die Geschichte der deutschen Sozialdemo tratie. Prozeß Liebknecht in Breslau. M. 0,10. Für den Septemberturs wie für die deutsche Justiz charakteristisch. Hochverrath und Revolution. M. 0,30. Eine ungehaltene Bertheidigungsrede zur Belehrung des Staatsanwalts und der Partetgenoffen Wissen ist Madjt. M. 0,30. Eine glänzende Rede gegen den Klaffenstaat und für den politischen Kampf der Arbeiterklaffe. Zu Schuh und Truk. M. 0,25. Eine Bertheidigungsrede für die sozialistische Weltanschauung. Politische Stellung der Sozialdemokratie. MR. 0,15. Für die Entwickelungsgeschichte der Partei und ihre Tattit ein werthvolles Dokument, das alle Vorzüge der Liebtrecht'schen Darstellung zeigt. Die Emser Depesche. M. 0,30. Robert Blum und seine Zeit. M.2,-. 3um 18. März und Verwandtes. M. 0,20. M. 0,30. Robert Owen. Kölner Parteitag und Gewerkschaftsbewegung M. 0,25. 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Niete, Reichenbergerstr. 89. V Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Für die hießigen Lefer liegt der heutigen Nummer unseres Blattes die Gewinnliste der preußischen Lotterie vom gestrigen Tage bei Max Vadina in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 245. Staatssozialismus und bürgerliche Demokratie. Die Frankfurter Zeitung" knüpft auch an unseren letzten Artikel über„ Staatssozialismus" Bemerkungen, die wir nicht mit Stillschweigen übergehen können. Zunächst lehnt das Haupt organ der bürgerlichen Demokratie es ab, unseren Saß, daß das Wesen des Sozialismus sich gegen das tapitalistisch e Ausbeutungssystem richte, zu diskutiren. Es macht einen Unterschied zwischen der Wahrheit, daß die sozialistische Partei ihre Hauptaufgabe darin erblickt, dem Arbeiter bessere Lebensbedingungen zu erwirken" und zwischen der„ Marxistischen Mehrwerthstheorie, die sich aber nicht im Rahmen eines furzen Beitungsartikels behandeln lasse. Nun, wenn es ein kurzer Zeitungsartikel nicht thut, warum denn nicht ein I anger? Doch auch Schweigen ist eine Antwort. Und in dieser Ablehnung einer Diskussion liegt das Geständniß, daß das Prinzip des tapitalistischen Ausbeutungssystems für die bürgerliche Demokratie ein Blümlen Rühr mich nicht au" ist. Hier ist der Punkt, der Sozialdemokratie und bürgerliche Demokratie trennt, und der durch Sozialreformen" oder andere Maßregeln weder überbrückt noch aus dem Wege geräumt werden kann. Verschwindet die Ausbeutung mit dem Kapitalismus, so ist auch die bürgerliche Demokratie verschwunden, die auf dem Boden des Kapitalismus steht und nur dessen sogenannte„ Auswüchse" zu beseitigen strebt. Dieses Streben ist Utopismus. Die sogenannten Auswüchse sind nothwendige Konsequenzen des fapitalistischen Ausbeutungssystems, welches der moderne Klassenstaat, eben weil er kapitalistisch ist, nicht abschaffen tann, ohne sich selbst abzuschaffen, was ihm ficher nicht einfallen wird. " Sonntag, den 18. Oktober 1896. So die Frankfurter Zeitung"/ 13. Jahrg. Gerichts- Beifung. privilegirten Rasten gehören, nur in sehr beschränktem Maße, weshalb es die nächste Aufgabe der demokratischen Parteien aller Schattirungen sein muß, diesen Zustand zu be- Ein Rechtsstreit ganz seltener Art ist jetzt vor dem feitigen. Die Gelegenheit war niemals günstiger, weil die Land- III. Senat des Ober: Verwaltungsgerichts erledigt junter, die angeblich heute noch das Rückgrat des Staates bilden, worden. Die Gewandschneider-( Tuchhändler-) Gilde in Stargard, wirthschaftlich herabgekommen sind, somit ihr politischer Einfluß deren Grundverfassung aus dem Jahre 1583 stammt, hat sich im der nothwendigen Grundlage entbehrt und in der Luft schwebt. Laufe der Zeit zu einer Vereinigung entwickelt, die weder in Da man jedoch mit dem Imponderabile des Herkommens ihrer äußeren Erscheinung, noch in ihrer Wirksamkeit an die rechnen muß, das einer durchgreifenden Aenderung der politi- mittelalterlichen Gilden erinnert. Seit dem Beginn unseres schen Verhältnisse stets hemmend entgegentritt, wird der Kampf Jahrhunders ist kein einziger Tuchhändler mehr Mitglied der fein leichter sein und nur dann den gewünschten Ausgang Gilde und in letzter Zeit gehörten zu ihren Mitgliedern sogar haben, wenn alle Freunde des demokratischen Regimes eifrig Offiziere und Landgerichtsräthe. Ihre Thätigkeit zusammenwirken. Wie ist aber eine gemeinsame Arbeit zwischen beschränkte sich in diesem Jahrhundert auf allerlei Veranstal bürgerlichen und sozialistischen Demokraten möglich, wenn tungen und Einrichtungen zu gunsten der Mitglieder und ihrer diese alle diejenigen, die nicht auf den Marxismus schwören, Angehörigen. Das ganz nette Vermögen der Gilde hat nun in einen Topf werfen und als einzige reaktionäre Masse" schon lange auf die Bäter der guten Stadt Stargard und auf ansprechen. Der Vorwärts" hat diesen Ausdruck in seinem ihren Magistrat einen großen Reiz ausgeübt, und schon vor ersten Artikel allerdings nicht gebraucht, und wir haben das einigen Jahren war man im Verwaltungssireitverfahren gegen auch nicht behauptet, obschon der Vorwärts" infolge eines die Vereinigung vorgegangen, allerdings erfolglos. Neuerdings Mißverständnisses das Gegentheil annimmt. Aber der Geift hat dann der Regierungspräsident die Gilde aufgefordert, ein seines Artikels war derselbe, der in diesem von der sozia Statut vorzulegen, das den Anforderungen entspricht, die die Sie tam dem listischen Partei so häufig angewandten Schlagworte zum Aus- Gewerbe- Ordnung an Innungen stellt. druck kommt. Und das halten wir im Interesse der Allgemeinheit nicht nach, worauf der Minister für Handel und Gewerbe ihre für sehr bedauerlich. Denn ein solches Vorgehen verbindet Schließung anordnete. Der Minister erklärte die Gilde nicht, sondern trennt, dadurch werden aber die Aussichten auf für eine Innung im Sinne der Gewerbe Ordnung, eine baldige Aenderung des gegenwärtigen unerfreulichen Zu- die das Verlangen des Regierungspräsidenten bei Ber standes vermindert. Und die Beseitigung der Junterherrschaft meidung der Schließung hätte erfüllen müssen. Darauf erschien mit allen sich daran knüpfenden Folgen wünschen wir ins- denn auch schleunigst die Stadtgemeinde, vertreten durch ihren besondere auch deshalb, weil wir glauben, daß die Arbeiter Magistrat, auf dem Plane, um gemäß§ 94 der Gewerbe- Ordnung am neuen Hause Gefallen finden und auf ihre Träume ver- die Nachlassenschaft der Gilde zu ordnen und als Ervin sich den zichten werden. Rest des Vermögens anzueignen. Da sich die Gilde weigerte, Die bürgerliche Demokratie leugnet das. Sie ergeht sich in wurde beim Bezirksausschuß gegen sie geklagt. Die Stadt Illusionen über die Natur des Klassenstaats und ihre eigene Wenn der Verfasser, bevor er dies schrieb, das Programm gemeinde siegte. Die Berufung der Gilde an das Ober- VerKraft. Sie glaubt nicht, daß der Kapitalismus auch in der unserer Partei gelesen hätte, so würde er das nicht geschrieben waltungsgericht wurde von ihrem Vertreter damit begründet, daß Gestalt des Staats fapitalismus ausbeuterisch ist und sein haben. Er hätte dann gesehen, daß die deutsche Sozialdemo- die Gilde teine Immung sei und daß daran auch der ministe muß und sie glaubt, daß es der Demokratie möglich sei, fratie alle wirklich demokratischen Forderungen des Bürger- rielle Grlaß nichts geändert hätte. Schon im Jahre 1828 habe den Staat zu einem Gegner der kapitalistischen Ausbeutung zu thums ihrem Programm einverleibt hat. Und hätte er der damalige Minister des Innern in einem Resfript festgestellt, machen. Umschau gehalten auf dem politischen Kampffelde Deutschlands, daß die Gilde ihren Charakter verändert habe und als berech Daß der moderne Staat gewissen Ausschreitungen des so würde er entdeckt haben, daß die Sozialdemokratie es tigter Privatverein anzusehen sei. Im Termin vor dem OberRapitalismus entgegentreten kann, ist richtig und wird am besten ist, welche in Deutschland thatsächlich den Vorkampf Verwaltungsgericht vertrat den Minister der Geheime Ober durch die Arbeiterschutz- Gesetzgebung bewiesen. Allein er handelt für die bürgerlich demokratischen Freiheiten Regierungsrath Siefart, der Vater der neuesten Innungsvorlage, dabei einzig in seinem eigenen Interesse, theils um seine Existenz führt. Er wies zunächst darauf hin, daß die Gilde noch gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ihre Ertlufivrechte gegen zwei jüdische Tuchhändler ausgeübt habe und daß ihre Grundverfassung nie geändert worden sei. Ausführlich erörterte er dann die ältere und neuere Gesetzgebung, soweit sie das Innungswesen betrifft, um den Nachweis zu erbringen, daß die Gilde bis zum letzten Moment troß ihrer Wandlung im Wirken und im Mitgliederfie ist eine politische Attions: bestande eine Zunft geblieben sei. Unter anderem bemerfte er, d. h. im Interesse des Kapitalismus und des durch ihn ver- und Kampspartei, die bei jedem Schritt und Tritt den es wäre etwas ganz gewöhnliches, wenn schon im vorigen Jahr tretenen Ausbeutungsprinzips" handelt, oder ob auch andere humanitäre Beweggründe obwalten können, darüber wollen Militärstaat in ihrem Wege findet. eiſengepanzerten, bis an die Zähne bewaffneten Junker- und hundert der Gilde auch andere Leute als Handeltreibende an gehörten. So seien die Vorfahren des Fürsten Bismarck Jahre wir mit der„ Frankfurter Zeitung" nicht rechten. Wir haben ja zugegeben, daß auch in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft Militärstaat bekämpft, hat sie unsere Sympathie, und wenn Dber Berwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung des So weit die bürgerliche Demokratie diesen Junker- und hunderte hindurch als sogenannte Schußbefohlene" Mitglieder der Stendaler Gewandschneider Gilde gewefen. ein Staat denkbar ist, in welchem das kapitalistische Ausbeutungs- auch nicht unsere Bundesgenossenschaft, doch unsere Unterstüßung, Bezirksausschusses, wonach der Minister und die Stadtgemeinde ſyſtem durch demokratische Einrichtungen eingedämmt wird; wir fagten aber auch, daß wir außer der Schweiz keinen derartigen den nämlichen Feind bekämpfen. Aber wie ist es denn mit insoweit wir in der nämlichen Richtung vorwärts drängen und mit ihrem Vorgehen im Recht sind. Unfere Worte im letzten Artikel: wir wissen, daß die dieser bürgerlichen Demokratie bestellt? Was ist ihre M. Schröder in Mainz war kurze Zeit auf das Polizei- Amt bürgerliche Demokratie, da wo sie sich der absoluten Herrschaft macht? Ist sie überhaupt eine Macht? des Kapitalismus entziehen tann, sehr viel Gutes, auch auf Betrachten wir uns nur die Zahlen. Die süddeutsche Voltswirthschaftlichem Gebiete, zu leisten vermag", haben nun die partei, die sich speziell für demokratisch ausgiebt, hat nicht ein Frankfurter Beitung" zu Schlußfolgerungen veranlaßt, gegen die wir uns verwahren müssen. Sie schreibt: Hier wird also bereits zugegeben, daß die Ausbeutung" in einem bürgerlich demokratischen Staate nicht so schrecklich arg ist, daß dieser demnach immerhin etwas relativ Erstrebens werthes sei. Wir sind überzeugt, daß der Sozialismus zu weiteren Zugeständnissen bereit sein wird, wenn wir nur erst in Deutschland beim demokratischen Regime anlangen werden, vorerst bietet aber auch das Wenige eine Basis, auf der eine Verständigung möglich ist. Der Vorwärts" wird zugeben, daß bis zum Eintreffen des großen„ Kladderadatsch" noch ge raume Zeit verfließen wird, weshalb es denn doch angezeigt ist, fich innerhalb der bestehenden Gesellschaftsordnung wohnlich einzurichten. Der Junter- und Militärstaat" gestattet dies denjenigen, die nicht zu den thatsächlich- wenn auch nicht rechtlich " zu erhalten, die durch die schrankenlose Ausbeutung der Arbeiter Das angebliche Zugeständniß", über welches die Frank bedroht wird, theils zur Vermehrung seiner Macht furter Zeitung" sich freut, ist also ein Stück des sozialdemobefugnisse! Aber an dem Klassencharakter des modernen fratischen Programms und so alt wie die Sozialdemokratie. Staates wird hierdurch nichts nichts geändert. Und wenn Auf den großen Kladderadatsch" wartet die deutsche Sozialein solcher Staat Unternehmer wird, wird er auch Au 3- demokratie nicht, ebenso wenig wie sie sich mit den ihr von beuter. Ob der Staatskapitalismus, das heißt der kapitalistische Herrn Eugen Richter untergeschobenen Narretheien des Zukunfts. Staatsbetrieb, einzig im Interesse der herrschenden Klassen, staates" beschäftigt Staat tennen. " " Sonntagsplandevei. Behntel der Wählerschaft, welche wir Sozialdemokraten haben; und die freisinnige Volkspartei des Herrn Eugen Richter ist so reißend in der Abnahme begriffen, daß sie als Machtfaktor kaum in Rechnung gestellt werden kann. Also Versuche, in Nord- und Mitteldeutschland eine demokratische Partei zu bilden, sind gescheitert und werden scheitern, und in Süddeutschland gewinnt die Sozialdemokratie der bürgerlichen Demokratie Tag für Tag Land ab. Das Bürgerthum ist in Deutschland nicht mehr fähig, die bürgerliche Freiheit zu erobern. Diese Aufgabe ist der Sozial dem o fratie zugefallen. Die Sozialdemokratie hat die Hauptschlachten zu schlagen; sie stellt für den Kampf um die bürgerlichen Freiheiten eine bei weitem stärkere Armee als das demokratische Bürgerthum sie wird nicht für dieses ihre Schlachten schlagen und ihre Siege erfechten. Das Beleidigung der Polizei." Die Ehefrau des Arbeiters fistirt worden. Sie hörte dort, wie im Nebenzimmer ein Arrestant geprügelt wurde. Schröder machte dem Stadtverordneten Jöst hiervon Mittheilung, der in der Stadtverordneten- Bersammlung barüber interpellirte und behauptete, besonders auf dem ersten Polizeibezirk seien häufige Mißhandlungen von Arrestanten vor gekommen. Die angestellten Recherchen der Bürgermeisterei er gaben nichts Belastendes, worauf gegen Schröder und seine Fran Anklage wegen Beleidigung der Polizei erfolgte. Das Schöffen gericht verurtheilte beide zu je vier Wochen Gefängniß. In der Verhandlung vor der Straftammer, die infolge Einspruchs der Angeklagten erfolgte, von Bolizeibeamten aufgeboten. Es wurden verschiedene Fälle von Mißhandlungen zugegeben. In einem Protokoll gab Polizeirath Travens zu, daß Mißhandlungen vorgekommen und diese zu bedauern seien. Besonders mißtrauisch müsse man die Aussagen der Schußlente bei solchen Gelegenheiten auffaffen. Der Staatsanwalt plädirte für Aufrechterhaltung des erstinstanzlichen Urtheils, die Vertheidigung auf Freisprechung. Das Urtheil wird in acht Tagen verkündet. Die Merkmal des traurigen Vorganges zu Karlsruhe; und kindisch Wenn unser einer über die Generalpächter der Kunstpflege hingegen erscheint das Vorgehen füddeutscher Partikulariften, die lachen wollte, zur Zeit in Bourgeoiskreisen sich sich damit trösten, daß der Name des betheiligten Offiziers fo großspurig geberden, er täme aus dem grellsten wenigstens nicht auf süddeutsche Abstammung deute. Als ob es Gelächter nicht heraus. Als nach epigonenhafter Ereinen Fall Zech niemals gegeben hatte. starrung neue, lebendige Bahn Kunstanschauungen fich brachen, als internationale Jdeen befruchtend auf deutschen Boden gefallen waren, da gab es teinen Hohn, fein Scheltwort, feine Erbärmlichkeit, die das Philifterium der Wohlfituirten nicht gegen jene schleuderte, die ihrer subjektiven Empfindung Ausdruck gaben: Hier bereitet sich ein Neues vor. " = Wäre das Ereigniß nicht so blutig betrübend, so könnte man auflachen über die grotest- fatirischen Nebenerscheinungen, die auf die That des Lieutenants v. Brüsewih in Karlsruhe folgten. Da ist doch das Gebahren eines Theiles der gutgesinnten Als seinerzeit Herr v. Wildenbruch, der uckermärkische Shakespeare, Presse" klarer. Man weiß, woran man sich bei diesem nach seiner Weise, wie ein teutscher Michel, den Kampf wider Preßgeschrei zu halten hat. Der getödtete Siepmann soll mögfinstere Umsturzgewalten und insbesondere wider die revoltirende lichst belastet werden. Mit pharifäischem Augenverdrehen moderne Kunst begann, da schrieb er sein Bühnenmärchen wird erzählt, welch unfittliches Subjekt besagter Siepmann vom heiligen, befreienden Lachen. Das heilige Lachen sollte gewesen. Mit zwei Frauenzimmern" grausam ist es zum Schmutzfink", das war noch so der lieblichste Rosename, der unsere Bürgerschaft neu beseelen; mit dem heiligen, er- Ausdenken soll der Frechdachs in ein Lokal getreten den Neuerern und Bilderstürmern" vorgehalten wurde. Fremds lösenden Lachen sollte man wider Neidlinge und nörgelnde sein, in dem sogar Offiziere in Uniform verkehren dürfen. lings Anbeter mnd Verräther der vaterländischen Ideale, Räsonneure und wider die Heter, die unsere herrliche Ordnung Wenn diesem höchst unwürdigen Menschen nun ein Denkzettel jeder Mensch mit einem Spatzenhirn durfte es aussprechen und verkennen, zu Felde ziehen. verabreicht wurde, kann man sich da verwundern? Eine ver- er war lärmenden Beifalls sicher. Dann, als der tobende Lärm Wenn Herr v. Wildenbruch heute aus seinen Dichterträumen diente Büchtigung ist eben unglücklich ausgefallen, so beschwich sich gelegt hatte und man nicht mehr schrie:" Kreuziget fie", erwachte, wenn er das Volk anfähe, dem er ein heiliges Lachen tigen die Gutgesinnten und suchen über die Erscheinungen hinweg begann das zweite Stadium; und man lächelte überlegen über zugetraut hatte: was er dann wohl denken möchte? Das heil zutäuschen, die wieder einmal grell beleuchtene, welche Gewalt die modernen Don Quixote; man fab sie mitleidsvoll an und lose Beben, nicht das heilige Lachen ist ihnen zu eigen. Nicht die militaristischer Begriffe bei uns mit heillosem Beben geduldet wird. deutete mit dem Mittelfinger auf die Stirne. Nachträglich den Person des Herrn v. Brüsewiß soll uns hier bekümmern. Der Auf der einen Seite beugt man sich in offener Demüthig Neunmalweisen zu spielen, das ist fürwahr fein Meisterstück. Lieutenant selber handelte im maßlosen Respekt vor einem über- feit vor den herrschenden Mächten. Vor den Kräften, die auf- In Berlin muß man das alles mitgemacht haben, um die spannten militaristischen Ehrbegriff, als er den bürgerlichen wärts streben, sucht der wackere Mann sein innerliches Beben unfagbar cynische Frechheit derer zu verstehen, die sich die KunstSiepmann niederstach, trotzdem Siepmann in seiner Todesangst mitunter zu verkleiden, indem er Uebermuth Heuchelt. So hält priester dünten, weil sie die gesellschaftliche Lächerlichkeit mitmachen, flehentlich um Verzeihung für eine wirklich oder vermeintlich man es gerne gegenüber den Kongreffen und Parteitagen der in alle Theaterpremièren zu laufen. Wer die Berlinische begangene Ungezogenheit bat. Aber der Offizier tehrt nach seiner Sozialdemokratie. Zu Gotha wird ein Klang angestimmt, der Qual nicht tennt, jahraus, jahrein von Kunstsaal zu Kunstsaal That in das Lotal zurück, indem der Wortstreit seinen Anfang auf politischen Parteitagen sonst befremdlich wirken würde. Es zu wandern und den vorgefaßten Hohn vor jeder ungewohnten genommen. Blitzschnell verbreitete sich im Gasthaus die Mit- wird von Kunstinteressen gesprochen, ein schwierig- ideelles Thema Erscheinung anhören zu müssen, der mit unleidlichem Selbst. theilung von dem grauenvollen Vorkommniß. Der Offizier selber also berührt. Flugs wird der Uebermuth der Neunmalweisen bewußtsein wikig" vorgetragen wird, der weiß nicht, was ruft mit Genugthuung, als wäre ein drückender Alp von ihm rege und hochfahrend spotten fie: was wollt ihr armen Teufel? geistige Qual in vollem Maße heißt. Man kann sich die Ohren genommen: Nun ist meine Ehre wieder heil und scheu und Nun haben sie ein Gebiet, auf dem man nicht in heillofem Beben nicht zuhalten und man möchte die Kerle alle zusammens geduckt horchen die Zivilisten. Ein Menschenleben ist um eines niederzukauern braucht; auf dem man leicht sich groß dünkt, wenn schmeißen, die einen Sport daraus machen, dem neuen künst fetisch- artigen Ehrbegriffes willen zu Tode gekommen; die Zeugen man mit bequemen Schlagworten um sich haut. Und wie wohlfeilen lerischen Gebilde mit Schadenfreude gegenüberzutreten, wenn fizen da und wagen nicht aufzuathmen. Keine Erregung, fein Ausfluß Hohn fann man über jene ausgießen, die der heutigen Kunst- es sich nicht von vornherein mit der Lehrmeinung eines natürlichen Affettes löst sich los aus ihrer Seele. Scheu entwickelung nicht folgen fonnten, weil sie durch harte, heiße verträgt, die einem eingetrichtert worden. Und nirgends sonst ist und gedeckt verharren sie. Das heillose Beben hat ihre Willens- Kämpfe andauernd in Anspruch genommen waren. Es hat in man in fünstlerischen Dingen so furchtbar gelehrt und so wenig traft gelähmt. Was sie eben erlebt haben, das war mächtiger, Gotha, das ist die Ueberzeugung des Schreibers dieser Beilen, naiv empfänglich als in der guten Gesellschaft von Berlin." als sie selber sind. Und das ist das satirische Nachspiel, daß manch einer der Redner die Kunst unfrei betrachtet; fei es, weil Dieselben armseligen Leute aber spreizen sich und blähen sich auf man hinterher wimmert und seufzt und stöhnt: Oh, oh, was ist er durch einen Stich ins philisterhaft- wohlhonorige bei Kunst- und machen sich lustig über die armen Teufel", die Kunsts da wiederum geschehen, welche Macht hat die militaristische fragen befangen war, fei es, weil seine Jugenderinnerungen, seine debatten führen. Wenn es auf sie antäme, da wäre rasch jedes Sagung über uns gewonnen! Sie haben geduldet und schüchtern Jugendideale ihm so verklärt vorschweben, daß er ungerecht grau Talent, das seines eigenen Weges sich vermißt, niederfich verkrochen. Sie haben den Militarismus gehätschelt und und nüchtern sieht, worum sich die besten Kunstbildner von heute geknüttelt, um Liebknecht's Ausdruck zu gebrauchen; und zärtlich gepflegt, und wenn aus seinem Geifte einmal eine ehrlich bemühen. die sentimentalischen Schönlügner, die ethischen Verderber unfelige That geboren wird, dann stehen sie bestürzt da Daß man aber ernsthaft für und wider abzuwägen ver- und die seichten oder pikanten Spaßmacher allein ständen in und schlottrig in ihren Aengsten; und wenn sie endlich zu sprechen fuchte, daß eine Kunstdebatte überhaupt angeregt werden konnte, Ansehen und Ehren. Wo eine künstlerische Wahrheit auftaucht, sich erdreisten, so bleiben sie weinerlich. Vor den Wehklagen der das ist das Merkwürdige und Moderne zugleich auf dem Gothaer wo irgend ein Kunstwerk von der Sehnsucht unserer Tage beseelt Weinerlichen hat aber eine rauhe Macht niemals Halt gemacht. Parteitag gewesen. Man hat in der Kunst ein nothwendiges ist, da sind sie die ersten gewesen, die verdummen. So war es In heillofem Beben hat man's gelitten, daß der unglückliche Bedürfniß, nicht ein Bierrathgebilbe allein erkannt; und gegen in den letzten Jahren immer; und nur leichtere KompromißSiepmann niedergemacht wurde, als müßte das Verhängniß diefe allgemeine Erkenntniß gehalten, ist es ja so gleichgiltig, ob Naturen hatten es bei ihrem ersten Auftreten beffer. Das macht feinen Gang nehmen. Wer auch hätte sich erhoben, um dies Wer ein oder das andere rückständige Schlagwort im einzelnen ver- das heillose Beben dieser„ guten Gesellschaft." hängniß aufhalten zu wollen? Das bleibt das charakteristische Inommen wurde. Alpha. Zither- Musik. Kataloge mit 3000 Nummern gratis. 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Oktober, abends 8 Uhr, in Gründel's Festfälen, Deutscher Holzarbeiter- Berband Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Verbandskollege Carl Hoppe am 15. 3. Mts. an der Proletarierfrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Um rege Betheiligung bittet allen 78/8 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unfer Vater, der Gastwirth Carl Ulrich am Donnerstag, d. 15. b. M., nach) langem Leiden fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofs( Brit) aus statt. Beeligbof( Wannsee). Clara Ulrich, geb. Morik, nebst Kindern. Am Donnerstag, den 15. d. M. ents schlief nach schweren Leiden mein lieber Mann, der Maurer Wilh. Lindeke 8786 im 39. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Brunnenstraße Nr. 188. Versammlung. 48/2 Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Kollegen Erb über: Gewerkschaftsorganisation. 3. Vereinsangelegenheiten. eng Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Vereinigung der Maler, Lackirer, Auftreicher und Berufsgenossen. Dienstag, 20. Oktober, abends 8 Uhr, im Engl. Garten, Alevanderstr. 27c: Kombinirte Mitglieder- Bersammlung der Filialen Berlins. 12413 Tages Ordnung: 1. Wahl eines Schriftführers zum Hauptvorstand. 2. Statutenberathung. Der Einberufer: M. Märtens. Achtung, Stuckateure! Montag, den 19. Oktober, bei Buske, Grenadierstr. 33: Fachvereins- Versammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Der Vorstand. Charlottenburg. find Große öffentliche Versammlung d. Bau- Arbeitsleute Charlottenburgs u. Umgegend am Dienstag, den 20. Oktober, abens 8 Uhr, " im Lokal Bismarckshöhe", Wilmersdorfer- Straße Nr. 39. Tages DOrdnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Aufgabe für die Zukunft. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Referent: Genosse Silberschmidt. Es ist Pflicht eines jeden Bauarbeiters, zu erscheinen. Der Einberufer. Halle des Wilmersdorfer Kirchhofes Delegirten zum Gewerkschaftskartell. 4. Verschiedenes. aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Am 16. Oktober, früh 1/26 Uhr, starb unser lieber Kollege, der Schriftsetzer Paul Theuerkorn nach kurzem Krankenlager. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Union- Druckerei. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. Oktober, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Dreifaltigkeits- Kirchhofes ( Bergmannstr.) aus statt. D 870b Ausschank der Berliner Bock- Brauerei im Treptower Part rechts an der Chaussee, vor der Verbindungsbahn, Haltestelle Treptow. Detonomie: Max Kreutz, Vorzüglicher Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch zu billigen Preisen.: Mittagstisch von 12-3 hr à Couvert 75 Pfc. Kräftige bürgerliche Mittagskost auch zu 50 Pfg. 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Stimmbegabte Herren und Damen, welche gewillt find, einen Gesangverein zu gründen, können sich melden am Mittwoch, 21. Oftober, abends 81/2 Uhr, im Lokal Wilte, Wallstr. 68. Diesner's Festsäle Nr. 37, Landsbergerstr. 37. Empf. meine Festfäle bis 300 Perf. fassend Vereinen und Gesellschaften. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Jeden Sonntag: Ball. Ein gangbares Grünkram Geschäft ist wegen Krankheit der Frau billig zu verkaufen Ruppinerfir. 38, 898b Arbeiter- Bildungsschule. Sentral- ranken- Sterbekaſſe Achtung: * der Tischler ut. Zu Ehren der 100. Wiederkehr des Geburtstages des Dichters Platen veranstaltet die Arbeiter- Bildungsschule am Sonntag, den 18. Oktober, abends 62 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, einen Vortrag des Schriftstellers Heinrich Schulz über: Platen's Bedeutung für die deutsche Literatur, sowie Deklamationen Platen'scher Gedichte. 4/5 Nach dem Vortrag findet geselliges Beisammensein mit Tanz statt, zu dem nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt haben. Eintritt 10 PI. Oertliche Verwaltung Berlin H. Achtung! Genossinnen und Genossen! Am Dienstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr; Mitglieder Versammlung. in der Bockbrauerei, Tempelhoferberg, und am Mittwoch, am Montag, den 19. Oktober, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, in der Norddeutschen im Lokale des Herrn Tolksdorf, Brauerei, Chausseeſtr. 58: abends 81/2 Uhr, Görligerstr. 58. Tages- Ordnung: Um zahlreichen Besuch seitens der Mitglieder und Freunde der fchiedenes. Schule bittet Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht" Sonntag, 18. Oktober, abends 712 Uhr, Alexanderstr. 27c Derlammlung. 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1896. 2. Die Volksheilstätte am Grabower See bei Oranienburg. 3. Diskussion. 4. VerMitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 184/1 Die Ortsverwaltung. G. Seifert, Bevollmächtigter, Grünauerstr. 6, Seitenfl. 1 Tr. Verband der in der Korbmacherei Volksversammlungen. Tagesordnung: 1. Ginbringung einer Protestresolution gegen die Fassung des Bürgerlichen Gesetzbuches, die dem Reichstag eingereicht werden soll. 2. Diskussion. Referentinnen: Frau Emma Threr. Frau Martha Rohrlack. Frau Lily Braun. Um zahlreichen Besuch dieser Versammlungen bittet Die Einberuferin: Frau Gerndt. 2. Wahlkreis. 1/4 beschäft. Arbeiter Berlins n. Umg. Sonntag, den 18. Oktober, abends 6% Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Oranienstraße 51: 98/6 Bortrag: Sind unfere vier Evangelien eine Geschichtsquelle?" Referent Herr Montag, 19. Oftober, abends 81/2 Uhr, Dr Völkel Braunschweig. Freie Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 28. Zentralverein der Bildhauer. 55/6 Versammlung. Oeffentliche Versammlung. Arbeiter- Bildungs- Verein Friedrichsberg. Dienstag, den 20. Oktober, abends 1/29 Uhr, Annenstr. 16: Dienstag, den 20. Oftober 1896, General- Versammlung. Tages- Ordnung: 20/2 Verwaltungs- und Kassenberichte. Wahl des ersten Vorsitzenden und mehrerer Vorstandsmitglieder, sowie von zwei Steinbildhauern in die WerkDer Vorstand. Stattdelegirten- Kommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen West und Südwest: 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106. am Montag, den 19. Oktober, abends Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rein über: Nationalökonomie. 2. Diskussion. 8. Werkstatt- Angelegenheiten. Folgende Werkstellen sind besonders eingeladen: Stavenow, BülowStraße 57; Siewert, Grunewaldstr. 116; Gossow, Teltowerstr. 53; Schirmer, Stegligerstraße; Werth, Gleditschstr. 26; Gens u. Komp., Jalousiefabrit, Belzigerstraße. Südost: am Montag, den 19. Oktober d. J., abends 8 Uhr, 02 bei Rautenberg, Oranienstraße 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn W. Moser, Lichtenberg, Dorfstr. 2: General- Versammlung. Tages Ordung: 1. Vortrag des Genossen Kakler Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Hansen, Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Bf. Um regen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. 210/3 Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" Berlin. e ndaj ten Dienstag, den 20. Oktober 1896, abends 81%, Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstr 15: 310 über:„ Der Arbeiter als einzelner in Mitglieder- Versammlung im Kampf ums Dafein." 2. Diskussion. 3. Bericht des Kassirers. 4. Diskussion. 14/1 Der Vorstand. Täglich: Warmes Frühstück ON zur Auswahl. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz 3506 Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Anderer Unternehmungen halber ist Zu dieser Versammlung find folgende Werkstätten eingeladen: Drechsler eine Destillation preiswerth zu vert. von Riesling, Waldemarstr. 59; Schmidt, Reichenbergerstr. 154. Braschwiß, Seydelstr. 25; Fort, Oranienſtr. 154; Weißmann, B. Nieft's Festsäle, Tischler von Kretschmer, Mustauerstr. 2ä; Staff, Reichenbergerstr. 135; Näh. Lychenerstr. 1 im Big.- Laden. Dieffenbachstr. 36; DIm, Köpnickerstr. 127; Nachbar, Naunynstr. 56. Diejenigen Kollegen, welche noch im 3ur Beachtung! Befis von Billets vom Stiftungsfest find, werden ersucht, mit Kollegen Markmann abzurechnen. Gleichzeitig werden die Beitragsammler darauf aufmerksam gemacht, daß die Markenausgabe durch Kollegen Kunze, Forsterstr. 36, Seitenflügel, 2. Aufg., 3 Tr., 17, Weberstrasse 17. Zur bevorstehenden Saison 1896/97 sind noch mehrere Sonnabende frei, auch zu Versammlungen täglich. [* nur Freitags stattfindet. Finden Freitags Vorstandssitzungen statt, dann Krieger's Ball- Salon werden die Marken in der Borstandsfizung ausgegeben. Die Ortsverwaltung. Verein deutsch. Schuhmacher. Versammlungen Montag, den 19. Oktober 1896, abends 8 Uhr: Sahlstelle I bei Feind, Weinstr. 10. Bortrag des Genoffen B. Mude Gi P. Mück ( Schüler der Arb.- Bild.- Schule) über: Der Kampf ums Dasein bei Pflanzen und Thieren. oyal Bahlstelle 11 bei Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag vom Genossen Wagner über: Volksbildung und Klassenbewußtsein. Bahlstelle III bet Cohn, Beuthstr. 20. Vortrag. Bahlstelle IV bei Rautenberg, Dranienstr. 180. Vortrag. Sonntag, den 18. d. M., abends 6 Uhr, bri Cohn, Beuthstr. 20:22: Gemüthliches Beisammensein. Um zahlreiche Betheiligung bitten 16916 Die Bevollmächtigten, Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzpläßenbeschäftigten Arbeiter Deutschlands( Filiale Berlin II Nord). Versammlung am Dienstag, den 20. Oktober 1896, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Jenrich, Bergstr. 12. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen der Filiale II zum Anschluß an den Holzarbeiter Verband? 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Verbands- Angelegenheit. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Fabriken von Reichelt, Bölsch und Hefert besonders eingeladen. Freie Vereinigung der Civil- Berufs- Musiker Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung 88/1 Dienstag, den 20. Oftober 1896, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Schuhmacher, Staligerstr. 126. Wafferthorstr. 68. Jeden Sonntag, Dienstag, Donnerstag u. Sonnabend Ball. Stelle meinen Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten zur Verfügung. Allen meinen alten Kunden, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Restaurant und Garten Bur Drachenburg Vor dem Schlesischen Thor No. 1. u. 2 heute übernommen habe. Hermann Otto, früher ,, Karpfenteich", Treptow. Tages- Ordnung: 1. Die Berliner Gewerbe- Ausstellung ein kapitalistisches Unternehmen. Ref.: Stadtv. Genosse P. Dupont. 2. Diskussion. 274 2 8. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste( Männer) haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Moabit! Frauen- Vortrag am Montag, den 19. Oktober, abends 82 Uhr, im Restaurant Fischer( Moabiter Klubhaus), Beuffelstr. 9 Frl. Minna Kube, prakt. Naturheilkundige, über. 8696 Können nicht die meisten blutigen Operationen bei Franenleiden vermieden werden? Mur für Damen. Entree 15 Pf. Zum zahlreichen Besuch ladet ergebenſt ein Der Vorstand des Heilverein Kube", Charlottenburg. Geschäftsstelle: Berlinerstr. 125. Maler- Fachschule der Filialen Berlins. XIV. Semester. Der Unterricht in unserer Fachschule beginnt für das Winter- Semester 1896/97 am 18. Oktober, vorm. 9 Uhr, in der Aula der 193.- 195. GemeindeSchule, Manteuffelstraße 7. Schnellste Ausbildung nach bewährter praktischer Lehrmethode. Anmeldungen werden entgegengenommen in der Fachschule: Sonntag von 8-12, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7-9 Uhr abends. 124/2 Zu zahlreichem Besuch. ladet ein. Die Fachschul- Kommission. J. A.: Th. Greetz, Ritterftr. 118. Rautenberg's Festsäle, Allgem. Arbeiter- n. Arbeiterinnen- Verein Oranienstraße 180. Sonnabend, den 28. Nov. u. Sonnabend, den 5. Dez. noch frei. Cösliner Hof, Cöslinersir. 8. 875b Jeden Mittwoch und Sonntag: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree frei. Anfang Mittwoch 8 Uhr, Sonntag 5 Uhr. Saal( 1000 an Vereine Berlins und Umgegend. Montag, den 19. Oktober, abends 81/2 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexander- Strasse 27c: General- Versammlung. 10 Tages Ordnung: 18/1 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Abrechnung vom dritten Duartal. 4. Vereinssachen. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Der Vorstand. Beftlichkeiten zu vergeb. 2 beizb. Regelb. Fachverein der Holz- u. Bretterträger Rohtabak en gros. 5002* en detail. im Zeun& Ellrich Rheinsbergerstr. 67( nahe Brunnenstr.) Rohtabak Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 22. Oktober, abends 81/2 Uhr, Lokale von Scheps, Hochplatz- Casua", Gericht- Straße 10: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1896. 2. Vereinsangelegenheiten. Grösste Auswahl! Billigste Preise 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Sebastian Gröbel, Zahlreichen Besuch erwartet No. 11, Brunnen- Strasse No. 11. Roh- Tabak Tages- Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Raffenbericht( sehr preisw. Sumatra's) 50/1 Rud. Völcker& Sohn, des Rendanten. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Antrag Hamann. 5. Vereins- Angelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Köpnickerstr. 45.[ 49682* Das diesjährige Herbſt- Vergnügen Rohtabak. bes Unterstützungsvereins aller in der Hutbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen( Filiale findet Berlin) am Sonnabend, 24. Oktober, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13, statt. Unter gütiger Mitwirkung der Gefangvereine Einigkeit, Gleichheit und Raiser' scher Männerchor( Mitgl. des Arb.- Sängerb.) Humoristische Vorträge. Große Fest- Polonaise ut. f. W. Anfang 8 Uhr. Eintritt: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. inkl. Zanz. Freunde und Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Billets sind im Vereinsbureau Weinstr. 12 bei C. Kempe, sowie bei den Mitgliedern zu haben. [ 86/1] Das Fest- Komitee. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Roh- Tabak. 1242* Größte Auswahl. Billigste Preise. ff. Udermärker 64-78 Pf. verst. P. E. Platt& Söhne, 84/1 Der Vorstand. Graveure, 3iseleure Berlins und Umgegend. Dienstag, den 20. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Bereinslokal Oranienhallen", Oranienste. 51, am Moriųplay: " Derlammlung. Tages- Ordnung: 72/4 1. Geschäftliches. 2. Veröffentlichung der Berufsstatistit. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Kollegen um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht. Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer bei Berlins und Umgegend. Dienstag, den 20. Oktober cr., abends 8 Uhr, Kink u. Comp., Alte Jakobstr. 83( Garten- Saal); General- Versammlung. Tages Ordnung: % 1. Vierteljahresbericht und Jahresbericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Gesammt Vorstandes. 3. Neuwahl der Werkstatt Kontroll Kommission. 1798 Um zahlreiches Erscheinen bittet Brunnenstr. 197( a. Rosenth. Th.). 4. Berschiedenes und Fragetasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Stengel werden zurückgekauft. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Aufmerksam lesen! Income Fru state Schuhwaaren hervorragendster Fabritate zu billigsten Preisen unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit, durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für answärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Ich bitte meine geehrte Kundschaft, von dem Aufpruch auf für unangemessene Saltbar- rüdüchtslos den ausgiebigsten Entschädigung feit meiner Schuhwaaren Gebrauchen, da ich alle meine Lieferanten fertiger Waaren, sowie bei Versand von Schuhwaaren, * Die friedenheit des Käufers mit größter Liebenswürdigkeit und Zuvorkommenheit erledigt. hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage Artikel find als solche auch die reellſten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle meinen eigenen Fabrikaten, Lieferanten gegerbter Säute, für die reelle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht. Saltbarkeit haftbar mache. Bei etwaiger Reclamation ist weiter kein Wort zu verlieren Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spaneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das nöthig, nur Vorlegung des Reclamationsscheines, oder, falls der Käufer verhindert ist, Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern selbst zu erscheinen, die schriftliche Angabe der auf dem Reclamationsschein befindlichen Nummer auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder.- Auf die Haltbarkeit übt die Einlage des Datums wie Buchstaben und Preis. Jede Reclamation wird zur vollständigen Zu-| feinen Einfluß aus. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller. Von 15 Mt. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer fich auf diese Zeitung bezicht. Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand zurückzusenden und empfängt der Besteller alsdann sofort fein Geld zurück; jedoch tritt letzterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nuyen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spann hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme feine Garantie. Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Glacé- Ein-| Satin- Kalbleder- Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmei fat, aufgesetter, durchlochter Querkappe, tadellose Hand- diges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder Mk. 7,25. arbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. Lederpantoffeln mit Absatzfleck, durchgenähter Ledersohle Mk. 2,40. 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Auch dem Nichtkäufer steht mein Etablissement, welches zu den größten Sehenswürdigkeiten am Platz gehört, zu jeder Zeit zur Ansicht offen. Brücke Nr. 2. Jacques Raphaeli, Berlin, jetzt spandauer Brücke bee Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Wochentags bis 10 1hr Abends u. Sonntags während der polizeilich erseits erlaubten Stunden geöffnet. Auf mein Inserat, Cigarren betreffend, Seite 2, 3. Beiblatt mache den geehrten Refer aufmerksam. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 245. nennt. Sonntag, den 18. Oktober 1896. " 13. Jahrg. gesetzten Anficht. Maaß nimmt darauf seine Ausführungen mit Frau Cauer hat sich wohl im Augenblicke, als sie dies sagte, Inbebautes Land in Italien. der Motivirung zurück, daß er, wie wohl auch viele andere, aus als ein viel tausendfacher Herkules gefühlt. Die Gründe der starken Auswanderung aus Italien nach den Schilderungen Penact's nicht ganz flug geworden wäre, jetzt Weißensee. Im Lokale des Herrn Müller, Königüberseeischen Ländern sind in erster Linie in den drückenden Ar- jedoch zu einer anderen Meinung gelangt sei. Von Millarg Chauffee, fand am Sonntag, den 11. Oktober, eine gut besuchte beitsbedingungen zu suchen, unter denen die ländliche Arbeiter- und anderen wird das Verhalten der freisinnigen Stadtväter öffentliche Volksversammlung statt, in welcher Genosse GerstenSchuhmacher Weber theilt sodann berger einen Vortrag über die Heilige Alliance" hielt. Redner in anderen Ländern aus diesem Grunde sich den Industriestädten den Ausgang des Ballschuhmacher- Streits mit; auch führte den Anwesenden die Nothwendigkeit einer starken polizuwenden, find in Italien, welchem eine entwickelte Industrie diefer sei zu gunsten der Ausständigen verlaufen. Seien auch tischen Organisation gegenüber den Unternehmer- Ringen und fast überall fehlt, zur Auswanderung über das Meer ge- nicht alle Forderungen bewilligt worden, wie die betreffs der sonstigen Bündnissen vor Augen und forderte die Anwesenden nöthigt. Ein zweiter Grund der Auswanderung liegt in Betriebs- Werkstätten, so tönne man mit dem Resultat zum Anschluß an den Weißenseer Arbeiterverein" der sehr starken Vermehrung der Bevölkerung in Italien, welches zufrieden sein, da man eine 7-15 prozentige Lohnerhöhung, einen auf. In der Diskussion sprach unter anderen Genosse Koop= bei der langsamen Bevölkerungszunahme in Frankreich binnen Minimaltarif und die neunstündige Arbeitszeit in den Betriebs- mann in längeren Ausführungen im Sinne des Referenten. wenigen Jahren unter den romanischen Nationen die stärkste Bewerkstätten, welche für ungefähr 100 Arbeiter vorhanden sind, unter Verschiedenem wurden die Anwesenden noch auf das völkerungszahl aufzuweisen haben wird. Infolge dieser starken während 400 zu Hause arbeiten, erreicht habe. Unter Ber: Lokal von Staben, Langhansstr. 153, aufmerksam gemacht, Bevölkerungsvermehrung reicht das Land nicht aus, um alle schiedenem ersucht Korkowski, endlich mit den Listen von den wo Arbeiter, die anständigerweise nach dem" Vorwärts" fragten, Landarbeiter zu beschäftigen; und auf die Härte der Arbeits- Fensterpußern abrechnen zu wollen. Es fehlten die Vertreter von dem Wirth mit Lumpenpack betitelt wurden, die sich lieber ,, sattbedingungen ist zum theil dieses übergroße Angebot von Arbeits- der Bauanschläger, Barbiere, Bäcker, Buchdrucker, Firmenschilder: fressen" sollten. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung träften zurückzuführen. branche, Klempner, Rorbmacher, Lacirer, Formenstecher, Musifer, mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Das mannigfache Mißgeschick, welches seit einer Reihe von Schriftgießer, Stucateure, Portefeuiller und die Arbeiter der In Hohen- Schönhausen fand am 13. d. M. eine öffent Jahren den italienischen Auswanderern jenseits des Meeres Wäschefabritation. liche Boltsversammlung statt, in der Genosse Adolf Hoffmann begegnet ist, hat die Frage aufwerfen lassen, ob Eine Bezirksversammlung des Deutschen Holzarbeiter über Gesinde und Gesindel" sprach. Leider mußte um 10 Uhr nicht wenigstens jener zweite Grund der italienischen Verbandes für die Rosenthaler und die Schön Genosse Hoffmann seinen Vortrag abbrechen, da wir ja nicht Auswanderung, also das Mißverhältniß zwischen der Be- hauser Vorstadt fand Montag den 12. Oktober bei länger hier tagen dürfen. Die Anwesenden wurden durch Gevölkerungsziffer und dem verfügbaren Lande, bis zu einem Mörschel, Schönhauser Allee 28, statt. Kollege Kunze hielt noffen Hoffmann aufgefordert, sich recht rege an der politischen gewiffen Grade beseitigt werden könne. Es ist in der letzten einen Vortrag über die Aufgaben der Gewerkschaften. Unter wie an der Gewerkschaftsbewegung zu betheiligen. Verschiedene Zeit ein Gemeinplak geworden, zu sagen, daß in Italien noch Werkstattangelegenheiten wurde vorgebracht, daß die bei Ulich, neue Mitglieder wurden aufgenommen. Die Lokalkommission ergenug unbebauten Bodens vorhanden sei, um die Auswanderung Kastanien- Allee 94, arbeitenden Kollegen Ueberstunden machen. stattete Bericht. Bei ihrer Neuwahl wurden die Genossen überflüssig zu machen oder doch einzuschränken. Einer von den Kollegen namens Mantei, welcher auch noch In Hamberger, Krause und Lück gewählt. Die Ursachen, aus denen es in Italien unbebautes Land haber eines Milchgeschäfts im Hause des Meisters ist, erging giebt, sind verschiedener Art und nur theilweise geeignet, Hoff sich in folch' gemeinen Ausdrücken, daß sie hier nicht wieder zu im Lotale Bismarckshöhe eine sehr gut besuchte öffentliche VolksCharlottenburg. Am Mittwoch den 18. Oktober fand hier nungen für das zu erwecken, was man jetzt innere Kolonifation" geben sind. Er erklärte, daß der Tischler, welcher, wenn es der versammlung statt, welche gewiffermaßen als Fortsetzung Meister verlange, feine Ueberstunden mache, überhaupt fein versammlung statt, welche In der die Stadt Rom umgebenden Ebene liegen weite Tischlergeselle sei. Die Versammlung war der Ansicht, man einer seinerzeit mit demselben Thema bereits stattgefundenen Strecken von Ländereien deshalb unbebaut, weil die großen müsse dafür sorgen, daß er in seinem Zaden so viel Arbeit Bersammlung zu betrachten war. Genosse Wagner- Berlin Eigenthümer dadurch, daß sie ihre Ländereien als Viehweide bekäme, indem jeder bei ihm kaust, daß er es nicht mehr nöthig Thema:" Unsere Boltsschulen, wie sie sind und sein sollten." Die hatte wiederum das Referat übernommen und sprach über das, verpachten, ohne die geringste Mühe eine sichere, wenn auch hätte zu tischlern. mäßige Einnahme von ihnen beziehen, während ihnen die Herren Prediger und Lehrer waren auch zu dieser Versammlung Bäcker. Die hiesige Mitgliedschaft des Verbandes der eingeladen und von letteren auch einige erschienen. Genosse Wagner Leitung eines feldwirthschaftlichen Betriebes Arbeit und Risiko Bäcker hielt am 12. Oftober ihre regelmäßige Monatsversamm ging zunächst auf die Kinderarbeit in Berlin und Umgegend ein, verursachen würde. Auf der Insel Sardinien dagegen liegt viel Grund und lung ab. Nachdem der Kassirer den Kassenbericht vom Monat geißelte sodann das Verfahren der Agrarier in betreff der Boden unbebaut, weil die kleinen Besitzer dort alljährlich in September verlesen hatte, wurde ihm auf Antrag der Revisoren Kinderarbeit auf dem Lande, verurtheilte mit beißender Fronie großer Zahl wegen ihrer Steuerrückstände von ihrem Besitz ver- einstimmig Decharge ertheilt. Zum zweiten Punkt der Tages sowohl die ganze Kinderarbeit, vor allem aber die Einrichtung trieben werden und sich niemand findet, welcher die vom Staate ordnung wurde beschlossen, vom Monat November ab 5 Pf. der sogenannten Hüteschulen und kommt speziell auf die Schiffer tonfiszirten Grundstücke anfaufen möchte. Extrasteuer zur Deckung der Unkosten zur Generalversammlung zu sprechen, deren Kinder im ganzen Jahre nur drei Monate Ferner liegen in verschiedenen Theilen Italiens Strecken 3 erheben. Im weiteren bemängelte Kollege Schlappeit, daß die Schule besuchen können. Die Wirkungen unserer heutigen auf den Fragebogen zu den statistischen Erhebungen nicht auch Schulen lassen sich wohl am besten aus folgenden ReLandes unbebaut, weil die auf ihnen herrschenden Malariafieber die Frage gestellt worden sei, wieviel die Kollegen im letzten fultaten ersehen: während wir in Preußen Deutſchland die Bebauung verhindern oder erschweren. Neuerdings hat man durch Austrocknung größerer Land Jahre an die Stellenvermittelung gezahlt haben. Von seiten des nur 1 pCt. sogenannte Gebildete und 2 pt. mit sogenannter feen Boden zu gewinnen versucht. Der See von Fucino in den Vorsitzenden wurde die Lauheit der Kollegen bemängelt, weil die mittlerer Bildung haben, wären 861/2 pet. mit Elementarbildung Abruzzen ist bereits in Ackerland verwandelt worden, mit dem ausgegebenen Fragebogen nicht in der erwarteten Zahl eingingen. und immer noch 10/2 pet. Analphabeten. Die Schulgelder Lago Trasimeno, der einen größeren Umfang besitzt, Zum stellvertretenden Schriftführer wurde Kollege Höpfner zuschüsse, welche der Staat aufzubringen hat, betragen für 1 Kind armer Eltern jährlich 164-188 M., aber für 1 Kind der Reichen Eanirungsarbeiten in den Pontinischen Sümpfen sind schon von Die Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen inkl. der Universitätsstudien 6000-8000 M., und diese Zuschüsse älterem Datum und zum theil schon durchgeführt; neuerdings nahmen am Freitag, den 16. b. M., im Schweizergarten den zahlten nicht etwa nun auch die Reichen, sondern ebenfalls die follen auf die den Sümpfen vorgelagerte Dünenstrede bei Terra- Bericht der Lohnkommiffion über die eingelaufenen Antworten ärmeren Bevölkerungsklassen, da bekanntlich 80 pt. an cina Arbeiterkolonien zur Bebauung entfandt werden. In der der Prinzipale auf die gestellten Forderungen entgegen. Trotz indirekten und nur 20 pCt. an direkten Steuern aufzubringen bisher zu Weidezwecken verwendeten Campagna von Rom, deren strömenden Regens war der Saal Kopf an Kopf gefüllt. wären. Es könnten hiermit sehr viele Kulturaufgaben erfüllt Bebauung bisher weder die Päpste noch die italienische Re- Schöpfe theilte mit, daß an sämmtliche Prinzipale Birkulare werden, wenn nicht der Militarismus das meiste Geld verschlingen gierung haben durchfeßen können, machen jetzt Landwirthe aus mit den aufgestellten Forderungen am Montag versandt worden würde. Reicher anhaltender Beifall belohnt den Redner für seinen Mailand Bebauungsversuche mit Hilfe von Bewässerungsarbeiten, sind. Nur ein Theil derfelben hat es aber für nöthig gefunden, herrlichen Vortrag. Zur Diskussion meldete sich trok wiederwie sie in der reichbebauten Umgebung Mailands gebräuchlich das Zirkular zu beantworten. Diese Antworten waren im holter Aufforderung des Vorsitzenden weder einer der anwesenden find. Im großen und ganzen aber werden die Versuche, in wesentlichen befriedigend, wenn auch in ihnen nicht zu allen Lehrer noch sonstige Gegner. Genosse Goer de ermahnt sodann die Italien selbst mehr Boden zur Bebauung zu bringen, die Punkten Stellung genommen wurde, die uns vollkommen be- Eltern, anschließend an den Vortrag des Referenten, ihre Kinder Auswanderung, die fich auf etwa 200 000 Personen jährlich befriedigen konnte. Gerade die größten Firmen fehlen und hoffen in den sozialdemokratischen Gedanken zu erziehen, und warnt der demnächstigen Grundsteinlegung der läuft, nicht wesentlich einschränken können. Zum theil ist die durch eine abwartende Stellung am besten ihre Interessen zu gleichzeitig, bei Auswanderung, wegen des großen Anwachsens der Bevölkerung wahren. Sie werden aber wohl oder übel die von den Arbeitern Kirche auf Platz A. hier, den wir zu einem anderen und des Mangels an Industrie, überhaupt nothwendig; andern aufgestellten Forderungen bewilligen müffen. Ein großer Zwecke haben wollen, die Kinder als Staffage gebrauchen theils bedürfte es, um sie einzuschränken, nicht blos neuen Theil Kollegen aus Betrieben, die Forde zu lassen. Genosse Wagner nimmt noch einmal speziell Bodens, fondern noch weit mehr neuer Arbeits: rungen bewilligt find, trat mit großer Begeisterung auf die Schiffer bezug und weist nach, daß gerade sie bedingungen. dafür ein, überall dort, wo die Forderungen bis Sonnabend berechtigt sind, mit den bestehenden Schulverhältnissen unzufrieden nicht bewilligt seien, am Sonnabend die Arbeit niederzulegen. zu sein. Zu Punkt 3, Wahl von Revisoren für die VertrauensAlb. Schultz stellte den Antrag, noch einige Tage den leute, werden die Genossen Baumann, Leder und Wernicke Zu Verschiedenem bemängelt Genosse Prinzipalen Bedenfzeit zu lassen, um mit ihnen zu ver- einstimmig gewählt. Die Berliner Gewerkschaftskommission hielt am Freitag handeln, damit sie sich über unser brüskes Auftreten nicht be- König, daß die Stadtverwaltung Charlottenburgs bei einem flagen tönnen. Dieser Antrag wurde fast einstimmig abgelehnt. Ueberschuß der hiesigen Gasanstalt von zirka einer halben Million eine Versammlung ab, in der zunächst Buchbinder Bergmann Nachdem noch 30-40 Redner für die Arbeitsniederlegung ge- Mark nicht an ihre Arbeiter gedacht hätte, und ihnen eine über den Streit in seinem Gewerbe berichtete. Derselbe sei zu sprochen hatten, wurde folgende Resolution mit allen gegen drei fürzere Arbeitszeit und höhere Löhne nicht zugebilligt worden gunsten der Arbeiter nach ungefähr dreiwöchentlicher Dauer verwären, worauf Genosse Baer mittheilt, daß die hiesigen laufen, da fast von allen Firmen die aufgestellten Forderungen: Die heutige öffentliche Versammlung der Lithograpben, Gasarbeiter alle 14 Tage Sonntags 24 Stunden arbeiten neunstündige Arbeitszeit, 21 M. Minimallohn für Gehilsen, Steindrucker und Berufsgenossen erklärt sich ausdrücklich mit den müßten, aber auch die Absicht besteht, die achtstündige Arbeitszeit 13,50 M. für Arbeiterinnen, 9,- M. für Anfängerinnen und Bezahlung der gefeßlichen Feiertage bewilligt von der Lohnkommission aufgestellten Forderungen einverstanden in drei Schichten einzuführen, jedoch mit einem dreistündigen worden wären. Schon am zweiten Tage des und verpflichtet sich, überall, wo diese Forderungen nicht bis Lobuabzug. Genosse Wagner fühlt sich veranlaßt, diese Absicht Ausstandes hätten 75 Geschäfte nachgegeben und betrug Sonnabend, den 17. d. M., abends, bewilligt werden, die Arbeit gehörig festzunageln und bespricht sodann noch das Verhalten betrug Ende der des Amtsvorstehers von Steglig betreffs des mehrfachen Verbots dritten Woche die Zahl der Streifenden nur noch 42. am Montag früh nicht mehr aufzunehmen." Die Annahme dieser Resolution wurde mit allgemeinem der Theilnahme von Frauen an einfachen Arbeiterfesten, und Auch sei die Organisation der Arbeiter durch die Lohnbewegung Beifall aufgenommen. Nachdem noch festgesetzt wurde, daß die fordert in feurigen Worten die Anwesenden auf, sich sowohl bedeutend gewachsen. Glaser Scheiper theilt dann den Aus- Kontrolle, welche im Arbeitsnachweis stattfinden soll, morgens politisch als gewerkschaftlich zu organisiren. gang des Glaserstreits mit; auch dieser sei im großen und ganzen von 10-12 Uhr und nachmittags von 4-6 Uhr vorgenommen Genosse Menge die anwesenden Metallarbeiter zum regen Besuch zu gunsten der Ausständigen verlaufen und ist über die Werk- werden soll und die Höhe der Unterstützung bestimmt wurde, ftätten, welche die Forderungen nicht bewilligt haben, die Sperre schloß die Bersammlung mit einem begeisternden Hoch auf unsere verhängt worden. Bilderrahmenmacher Brandes kommit Bewegung. dann auf den Lohnkampf in seinem Berufe zu sprechen. 31 Werk' werden jetzt die Austrocknungsarbeiten begonnen. Die gewählt. Versammlungen. Stimmen angenommen: in denen = Nachdem noch der Versammlungen ermahnt hat, schließt der Vorsitzende die imposante Bersammlung gegen 12 Uhr mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr ab wechselnb Fortschrittsturfus in Nationalotonomie und Redeübung im Lokale der Nordichule, Brunnenstr. 25. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Beit schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen straße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, find au richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. stätten hätten sich an demselben betheiligt; in 22 derselben Im Verein Frauenwohl wurde am Freitag die Frage seien die die Forderungen gänzlich bewilligt worden, in erörtert: Was hat der internationale Frauenfongreß gewollt und 3 zum theil und über 6 habe man die Sperre verhängt. was hat er erreicht? Frau Jeanette Schwerin meinte, Brandes rügte dann noch das Verhalten der Vergolder und man habe sich nach dem Kongreß mit verdugten Gesichtern an Tischler in einigen Geschäften, welche die Bewegung nicht unter- gesehen und sei von dem Ausgang desselben nicht befriedigt stüyt hätten; auch theilt er noch mit, daß der frühere Vorsitzende gewesen, ähnlich wie nach der Premiere eines modern des Fachvereins und Mitglied der Gewerkschafts- Kommission, naturalistischen Stückes, wo das Publikum, nachdem der an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. denn das Stück schon Gost, den kämpfenden Kollegen in den Rücken gefallen wäre. Vorhang gefallen, sich frage, Stahmann( Vergolder) und Millarg( Tischler) meinen, zu Ende sei. Der Kongreß wollte nicht durch Beschlüsse im Vereinskalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterdaß die Bilderrahmenmacher verpflichtet gewesen wären, und Annahme von Resolutionen Stellung zu den schwebenden ihre Organisationen von dem geplanten Vorgehen vor- Fragen nehmen, er sollte vielmehr nur ein Bild geben von dem, her zu unterrichten, dann wären die geschehenen Vor- was Frauen bis jetzt geleistet haben. Diese Aufgabe habe der Privat- Theatergesellschaft„ Erika". Morgen, abends 9 Uhr, Mans tommnisse gewiß zu verhindern gewesen. Der Streit Kongreß vollständig erfüllt. Durch das bunte Gewirr der Reden wird für berechtigt anerkannt. Drechsler Herrmann sei ein einheitlicher Bau nicht zu erkennen gewesen. Wenn es teuffelstr. 9. Sizung. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, theilt sodann die Resultate der Drechslerbewegung zu einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen den Frauen des den 19. Ottober, abends 8% Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20: Bortrag mit. Dieselbe habe gleichfalls nach 3 wöchentlicher Dauer mit Vereins, die als bürgerliche Frauen bezeichnet werden, die sich des Herrn Dr. Friedeberg über: Bau- und Lebensthätigkeit des menschlichen einem Siege für die Arbeiter geendet, da der Minimallohn von selber aber nicht so nennen, und den proletarischen Frauen ge Vergnügungsverein„ Luftige Seelen". Heute, abends 6 Uhr, Kotte 21 M. und die 52 stündige Arbeitszeit per Woche durchgängig kommen sei, so hätten die ersteren das mit Freuden begrüßt. Die buferstr. 4a: Gesellschaftsabend. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbaner bewilligt worden ist. An der Bewegung hätten sich 700 Arbeiter Vertreterinnen des Proletariats hätten mit Trompetentönen in 32 Betrieben betheiligt, 400 Drechsler hätten diese Forde- verkündet, was die Damen vom Verein Frauenwohl ihren Ge-( Berlin, Bezirk D). Am Mittwoch, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, Langestr. 65 ( fr. Tempel): Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro rungen schon im Frühjahr durch den Tischlerstreit be- sinnungsgenoffinnen schon seit langem in fanfter Kammermusik 3. Quartal 1896. 2. Verschiedenes. willigt erhalten. Ferner wären einige Stellmacher zu vorgetragen haben. Der gute Wille der bürgerlichen Frauen Umgegend. Beute, nachmittags& uhr, in der rantenstr. 51: BersammStreitbrechern geworden und darunter eine Person, werde nicht wie eine proletarische Führerin auf den ongelung. Bortrag des Herrn Dr. med. Friedeberg über: Die erſte Hilfe bet die früher in der Stellmacher Bewegung eine bedeutende fagte- an dem Klaffengegensatz scheitern. Dieser sei kein unglücksfällen. Rolle gespielt hätte. Benac berichtet darauf über die Hinderniß des gemeinsamen Zusammenarbeitens. Frau Cauer Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 19. d. M., abends Aussperrung der städtischen Gasarbeiter und über die schloß sich diesen Ausführungen an. Sie pries den Erfolg des 8 Uhr: Bahlstelle I bet Feind, Weinstr. 11; Bahlstelle II bei Gründel, Brunnenstr. 188; 8ahlstelle III bet Cohn, Beuthsir. 20-21, ebendaselbst heute Berhandlungen vor dem Einigungsamt und bemerkt, daß es den Kongresses, der selbst von Gegnern als ein kulturhistorisches Abend gemüthliches Betsammens ein; Bahlstelle IV bei stautenberg, OranienNamentlich worden sei. Anschein habe, durch eine Reihe von Vorkommnissen, welche im Ereigniß anerkannt hätten die straße 180. = Körpers. der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Briefkasten der Redaktion. Vorwärts" schon besprochen sind, als wenn die Verwaltung der Ausländerinnen eine günstige Meinung von den deutschen Gaswerke den abgeschlossenen Vertrag nicht einhalten wolle. Frauen bekommen, von denen sie annahmen, daß sie nur am Kaufmann Maaß ist der Ansicht, daß die Gewerkschafts- Rochherd und über dem Strickstrumpf säßen. Die Engländerinnen S. B. 37. Der betreffende Umstand bildet keineswegs ein Kommission ihre Hand von den Gasarbeitern zurück ziehen bedauerten im Privatgespräch, daß in Deutschland ein so solle, da dieselben sich kläglich verhalten hätten. Hierauf scharfer Klaffengegenfah bestehe. In ihrem Heimathlande fei Ghehinderniß. P. K. 50. Nein; das Dienstmädchen muß Wochen entspinnt sich eine längere Diskussion. Börsch schildert es ihnen gelungen, denselben auszugleichen.(!! Redaktion.) Das das Vierteljahr aushalten und spätestens sechs Lindner. 1. Nein. 2. Der meint die Rednerin auch in Deutschland noch vor dessen Ablauf tündigen. in ganzen Vorgänge den städtischen Gaswerken, werdeund kommt zu einer den Ausführungen von Maaß entgegen möglich sein. Bruder ist auf Verlangen zur Zahlung verpflichtet.- B. Nein. die told Küchenhandtuch- Stoffe #sini GSE grau, Meter 20u.30 Pf., Gerstenkorn, Meter 281 Damast- Tischtücher gebleicht 2,352,90 M. Regenschirme für Damen u. 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Nach der Aussage einer mir gegnerisch gesonnenen Gesellschaft aus der Cigarreubranche verkaufe ich schon 100 refp. 1000 Cigarren billiger, wie man hier Arbeitslohn bezahlt. Aus diesem Grunde sollte es mir versagt werden, in einer der gelesensten Zeitungen Deutschlands zu inferiren, weil angeblich der Schweiß des Arbeiters daran haftet. Daß dem nicht so ist, habe ich nachgewiesen und beweise jeder Zeit, daß ca. nur das schwere Geld des Großkapitalisten daran verloren geht. Jch offerire heute einen Bosten: u. 1 Million Cigarren, gut spotlig,„ ohne Preisunterschied, . Marke Merkado, ca. 10 cm Ig., 5 cm Umfg. Bockfaçon, eine Salon- Cigarre von großartig. Aroma, 100 Std. Mt. 3, Marke Piccolo, 8 cm Ig., ca. 4 cm Umfg. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Genusse einer edlen Mischung rein überfeeischer Tabake hingeben will, empfehle ich diese Cigarre aufs beste. Originalliste, 200 Std. enth. ME. 4,50. 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Bergarbeiter: Bericht vom 3., 4., 5., 6., 7. internationalen Rongreß. 3entralverein der Gärtner: Sonntag, den 18. Oktober 1896. Bäcker Desterreichs: So leben die Bäckerarbeiter. 1898. : Protokolle vom 1. und 2. österreichisch ungarischen Bäckertag. 1890 und 1893. Protokoll der Arbeiter in den Lebensmittelbranchen. 1896. über- Desterreichische Buchdrucker: Die heutige Bersplitterung im gärtnerischen Vereinswesen. 191896. Weitere Erörterungen in Sachen des Gärtnertages. 1896. Statutenentwurf. Aufruf. Ein Mahnwort. Hilfsarbeiter im Handelsgewerbe: 1. Kongreß 1894, Beitungsbericht. Protokoll vom 2, Rongreß da 1896. niko Sächsische Lagerhalter: Protokoll vom 4. Sächs. Lagerhalter- Stag 1896. Saudi chuhmacher: 11 verschiedene Schriften und Protokolle. Lokalorganisirte Maurer: SE Bericht über die Maurerkonferenz in Magdeburg. 1896. ( Bauhandwerker.) allarbeiter Braunschweig3: Die Verhältnisse der in der Metalli abustrie beschäftigten Arbeiter. Braunschweig, Günther. 1896. Unterstüßungs Verein arbeiter: Deutscher Generalversammlung Stuttgart 189.6. Arbeiter Turnerbund: Zabat. Statistische Erhebungen für 1894/95 und 1895/96. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur: Erklärung betr. den Essener Me ineidsprozeß. Thätigkeitsbericht 1894/96. Niederösterreich: Bericht für 1895. Desterreichische Eisenbahner: Verhandlungen des 1. Kongresses. Wien 1896. Ueberweisungen durch die Verleger und Ber faffer: .608 Louisenstädtisches Konzerthaus. .net& Alte Jakobstr. 37. Desterr. Arbeiter und Arbeiternotiz- Ralender pro 1897, " Hamburger Echo" 1896. 1. Halbjahr. Leipziger Volkszeitung" 1896. 2. Quartal. Der Arbeiterschutz." Wien. 1896. Nr. 1-18, Justice, London. Die laufende Nummer. L'avenir social, Bruxelles. Nr. 3-5. Avanti, Neapel. 18. März- Nummer. Der sozialistische Akademiker". ut Bulletin officiel du Parti Soc. Polonais. Juli 1896. Bericht der polnischen Delegation an den Londoner Rongreß. Rapport du parti socialiste italien. Milan 1896. Bericht über Fabianische Politik und Resolutionen. Deutsch und englisch. London 1896. 1 must Drucksachen der Fabian Society. A. Gasch, Die neue Tarifgemeinschaft der Buchdrucker. Leipzig 1896. 2. Gasch, Geschichte des Königl. Preuß. Gewerkvereins der Buchdrucker und seiner Leitung. Leipzig 1896. Josef Hannich, Banern, merkt auf. Steinschönau 1896. Zipinsti, Das Vlecht und die Stechtshilfe des Handlungs. gehilfen. 1895. Parvus, Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie. Dresden 1896. Filippo Turati, date la libertà alla Sicilia. Milano 1896. Heinrich Freese, Empfindsame Sozialpolitik. Preuß. Jahrb. 1896. Am Sonntag, den 18. Oktober dieses Jahres: Zur Feier des 19. Stiftungs- Festes des Gesangvereins Männerchor St. Urban"( Mital. d. 2.- 5.- 8.) Grosses Vok al- und Instrumental- Konzert verbunden mit Festvorße' dung, sowie Auftreten des beliebten Komikers Herrn Destreich mit seinem neuesten Repertoire. Unter anderem gelangt zur Aufführung: 6513 Eine Teterprobe in Polemuckel. 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Wichs, the insignificance of the trades union vote. Ninet. Cent. April 1894. An anarchist manifesto. London 1895. Karl Blind, rise and development of anarchism. Sont. Rev. Januar 1894, W. S. Lilly, christianity and communism. New Rev. Oftober 1894. Pearson, socialism and natural selection. Fortn. Rev. Juli 1894. Mallock, Fabian Economics. Fortn. Rev., Febr März 1894. Bernard Shaw, Mr. Mallock's proposed trumpelt performance. Fortn. Rev. April 1894. Mallock, a socialist in a corner. Mai 1894. Le Devenir Social. Saufende Nummern. Fortn. Rev. Verschiedene Zeitungsartikel der letzten Wochen über Demmler, Joh. Jacoby, Herwegh, Lassalle, Ruge. Sechs preußische Arbeiter und Gesindeverfügungen aus den Jahren 1770-1796. Alle Ueberweisungen bitten wir zu adressiren: Archiv Schippel, Berlin SW., Raybachstr. 9. Berlin, den 30. September 1896. 1 gun May Schippel. J. 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