gt. Auf 1) über teine welchem 1. Stufe 16 M erhalten u zahlen , in der Ritglieder jugend für die Stufen Der find er Bunti Central = hervor Bertel mmtlichen ende mil Ds 6 Uhr war, erirte da enwesen Infitte im en 4 Vor Polize ba ingt, wo gedrängt Stellung Um nun Laffen, all ege er fein ich biet su wollen, nd wenn S Kollegen gnügung 114 Stolle polizeilid 17040 44 823 65 54 66 96 08 19 350 62 68 909 5 85 510 773 828 981 [ 550] 7628 13 80 986 [ 3000] 27 606 62 228( 55 3 57050 300] 63( 1500 31 91 129 91 92 582 6 59002 47 14 38 49 809 536[ 300] 207( 550 24 33 54 19 436 55 063305 9 365 80 41 765[ 3000 36 71 336 67 78 347 3 21 7 79 8 16 66 718 63 639 7458 40[ 550) 61% 01 40( 300 5001 222 516 8 66( 3000 705 68 91 8 92( 300) 98 4 74011 17 001 92 447 521 730 61 84 300 81 417 5041 64 77026 76 668 7284 ( 1500) 78 200 057 92 98 8 76 91 407 58 61 684 705 57 70 164550 0921 32 43 70 88 92 408 72 491 92 51 383 235 1 73 916 38 779 631 716 6 319 22 6392 252( 550) 88 839 66 9 7533 70 78 7 90 307( 300) 49 314 29 45 510 394 878 955 64 7 61300 752 300 296 305 15 130 21110 68 87 9 01 957( 1500 44 13001 62 996 Wickel in die Gent Deutschlands Unteridi Der Komm olgafterfit Seitel, Sr. Frant tr. 42, III 50$. file Dechand pler. erfammlun Bordnung ifation, Di äfte willtow r Pla ty Grind hr früh f. find u ge, Rope de und G men. Borsten beit Mr. 107. Freitag, 8. Auguft 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das ,, Berliner Bollablatt eint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin ein's Saus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Summera 5 Bf. Bostabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Rachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebähr beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Deutsch- freifinnige Behandlung ernster sozialer Probleme. rechts gewährt wäre, dann wäre es zunächst doch die Pflicht der Leiter dieser ,, Institution", daß sie den einzelnen Arbeitslosen je nach Körperkonstitution, früherer Beschäftigung 2c. geeignete Arbeit anwiese. Diejenigen Arbeiter nun, Die ,, Voffische Zeitung" beschwert sich in Nr. 361 in einem längeren Leitartikel mit der Ueberschrift: Offi- welche geeignet zur Landarbeit wären, müßten diese libfe Behandlung ernster sozialer Erschei- leisten, wenn sie nicht für eine gewisse Zeit oder auch gen" über die Leichtfertigteit, mit welcher dauernd des„ Rechts auf Arbeit" verlustig gehen wollten. Diejenigen Arbeiter, denen leichtere Arbeit zuertheilt Dec die Norddeutsche Allg. 3tg." derartige Erscheinungen beSpreche. Wir haben kein Interesse daran, uns in den be- wäre, hätten diese unter denselben Voraussetzungen zu treffenden Streit zu mischen, doch müssen wir gestehen, daß leisten. wir uns wunderten, als wir in derselben Nummer Boffisch. 8tg." folgende Notiz lasen: Aber auch ein zeitlicher und örtlicher Wechsel wäre doch nicht ausgeschlossen, so daß bei gleicher Körpertonſtitution, bei gleichen sonstigen Verhältnissen die Arbeiter sich in leichter und schwerer Arbeit abzuwechseln hätten. Daß eine solche oder ähnliche Organisation des Rechts auf Arbeit in den australischen Kolonien bis jetzt nicht existirt noch existiren kann, daß dieselbe aber in einem Kultur- Staate, der die Idee des Rechts auf Arbeit" ernst nehmen will, eingeführt werden müßte das ist wohl selbstverständlich und daran nicht zu denken, das zu verschweigen, zeigt eben die Leichtfertigkeit der„ Vossischen 8tg." in dieser Hinsicht. Natürlich würden bei derartiger Organisation, die Arbeitsscheuen, die Bagabunden", die dann den Namen mit größerem Rechte, wie jetzt tragen würden, schnell ermittelt und könnten dann auch einer angemessenen Behandlung unterzogen werden.-| freuen, daß fie doch noch zu den Ordnungsparteien gerechnet werden und ihnen unter Umständen sogar die Nationalliberalen die Hand bieten wollen! Recht geistreich wird in dem Artikel die Sozialdemokratie wiederum mit dem Anarchismus verwechselt, da es von ihr heißt: wenn eine Partei sich selbst außerhalb der Gefeße stellt, wenn eine Partei selbst den Staat negirt und feine(?) Machtmittel nur zu dessen Zerstörung anzuwenden gedenkt, wie dies von Seiten der Sozialdemokraten geschieht, so halten wir eben eine solche Partei nicht nur für ungesetzlich, sondern gar nicht für eristenzberechtigt." Man fann allerdings nicht mit den Nationalliberalen darüber streiten, was sie für existenzberechtigt halten, es tommt ja lediglich darauf an, was eristenzberechtigt ist. Und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so werden ja bei den nächsten Reichstagswahlen die Sozialdemokraten ihre Eristenzberechtigung wiederum beweisen. Daß übrigens ein derartiger Programmartikel der Sozialdemokratie vorwirft, daß dieselbe den Staat negirte, zeigt doch von bodenloser Unwissenheit oder aber von bodenloser ungerechtigkeit. Man mag sonst über die Sozialdemokratie denken wie man will, das Eine aber steht fest, daß dieselbe den Staat nicht schwächen, sondern stärken will das weise. liegt in ihrem Programme und in ihrer ganzen AnschauungsDie Times" brachte vor einigen Tagen von einem Korrespondenten aus Melbourne einen Bericht, der interessant für die Freunde des Rechts auf Arbeit ist. In dem Berichte wird darüber gellagt, daß es in der Kolonie Victoria eine nicht geringe Menge unbeschäftigter Arbeiter gebe, obwohl Arbeit die Hülle und Fülle vorhanden sei. Außer auf die schutzöllnerische Politik, welche die auftralifchen Kolonien gegen einander verfolgen, und welche verschiedene Erwerbszweige sehr schädigt, wird dies darauf geschoben, daß die australi= beit anerkannten, und thatsächlich be= schäftigungslosen Arbeitern Arbeit gewähren. Eine Folge davon sei, daß viele Arbeiter, benen die Landarbeit zn unbequem ist, in Die rührende Fürforge der Boffischen Zeitung" für den Städten bleiben und dort auf Zuweisung die ländlichen Befizer ist geradezu komisch. Nicht leichterer Arbeit von Seiten der Regierung das ,, Recht auf Arbeit mit der von uns angedeuteten Dr warteten. So tomme es, daß in den Städten Arganisation würde zur Folge haben, dem Ackerbau die Arbeitskräfte in Menge seien, während sie auf dem Lande beitskräfte vorzuenthalten, sondern gerade umgekehrt, demDer Korrespondent beschreibt dann weiter, selben würden mehr denn jetzt zugeführt, da sich gerade bies in weiterer Folge dazu geführt habe, daß unter den Arbeitslosen viel mehr unqualifizirte Arbeiter befich ein Bagabundenthum entwidelt habe, welches ge finden, als qualifizirte, so daß für die ländlichen Besitzer denklich sei. Die Landstreicher zögen in Gruppen würde, als für die Städte und Industriegegenden. suchen, dächten aber nicht daran, irgendwie dauernd deshalb etwas an und für sich Gutes verurtheilen, wenn zu fein muß. Ohne energische Beihülfe der Regierung hat eine feblten. weigert werden könne, weil sonst das Schlimmste erein größerer Prozentsatz an Tagelöhnern u. s. w. abfallen Aber wenn dem auch nicht so wäre. Sollte man benn würde? Dann müßte die ,, Vossische Zeitung auch gegen die Freizügigkeit sich erklären, da diese Einrichtung zur Folge hatte ,,, dem Ackerbau die Arbeitskräfte vorzuent Und nun thut die ,, Bossische Zeitung" mit einer Leicht halten und immer mehr industrielle Arbeiter den öffentlichen fertigkeit fonder Gleichen das Problem des Rechts Unternehmungen zuzuführen." auf Arbeit" ab, indem sie an die Mittheilungen aus der Und dennoch ist die Freizügigkeit etwas Gutes, trotzdem fie einigen wenigen Mitbürgern geschadet hat! Wenn die Vossische Zeitung" nicht mit der Behandfrieden ist, so mag sie darin vielfach recht haben Also selbst in einem Lande, das wie die Kolonie Bittoria Gelegenheit genug zu nugbringender Arbeit lung ernster sozialer Erscheinungen seitens der Offiziöfen zu liefert, zeigen fich die üblen Folgen, wenn die Arbeiter die den gesorgt werden müsse; fie suchen dann nicht die dasselbe aber thun die Deutsch- Freifinnigen, fie vertre Arbeit, sondern warten, bis diese zu ihnen fommt, und, da sie immer einen Rückhalt zu haben glauben, vermeiden sie so viel wie möglic wie bedenklich gerade für die ländlichen Bes figer das Recht auf Arbeit sein würde. Es würde zur Folge haben, dem Ackerbau die Arbeitskräfte vorten den Besit gegenüber der besiklofen Arbeit. Kommen solche Fragen in Betracht, so können wir uns wiederum nicht mit der deutsch- freisinnigen Behandlung Ueber die ultramontane Partei bricht der Artikel kurzweg den Stab, indem er erklärt, daß diese Partei ein Unglück für das deutsche Reich sei, ebenso gefährlich wie die Sozialdemokratie. Diesen beiden Parteien gegenüber werden alle anderen Barteien als Kampf- und Bundesgenoffen von den Nationalliberalen willkommen geheißen; aber wo die genannten beiden Barteien nicht in Betracht kommen, da ſoll den Freifinnigen oder Fortschrittlern, den Demokraten und den Hochkonservativen mit aller Kraft entgegen getreten werden das heißt mit anden stammverwandten Freikonservativen, deren Worten: alle anderen Barteien werden bekämpft außer Die Freikonservativen werden mit dem Schmeichelnamen National Konservative belegt und es als selbstverständlich erklärt, daß die National liberalen mit denselben durch Did und Dünn zu gehen beabsichtigen. Das ist dann die vielgerühmte Mittelpartei, die übrigens, wenn fie nur irgendwie Anspruch auf irgend welchen Erfolg erheben will, lediglich eine Partei Bismard sans phrase folche Partei gar keine Aussicht. Denn was bringen diese Herren denn eigentlich als Be= si mit in die Vereinigung? Die Nationalliberalen 49 Reichstagsfize und die Freikonservativen 27! Dazu kommen vielleicht 4 Wilde- Summa Summarium= 80 Sige von 397! Wie wird Fürst Bismarck über ein solches Angebot lachen!? Beträgt doch die Summe der Reichstagsfige, welche die ,, Reichsfeinde" erster Klasse, Sozial- Demokraten und Sentrum, zu denen ja auch wohl noch Polen, Welfen, Protestler und Dänen zu rechnen sind, nicht weniger als 155! Freifinnigen, die Bollspartei und die demokratischen Wilden ftellen 112 Mann, während die Reichsfeinde" dritter Klasse, die Hoch- Konservativen, 50 zählen. schwere Arbeit. Dies Beispiel zeigt aber auch, derselben einverstanden erklären, da dieselbe dann auch keine zudrücken, welche sich einbildet, allein auf den Namen ernste, sondern nur eine höchst leichtfertige sein kann, wie wir dies an der sonst leidlich gewissenhaften Bossischen zuenthalten und immer mehr industrielle Arbeiter den Beitung" gezeigt haben. öffentlichen Unternehmungen zuzuführen und in die großen Städte zu treiben, wo sie am leichtesten ihr Recht auf Arbeit geltend machen können." Wahitaktik. " 1 Arme, durch Zahlen erdrückte Mittelpartei", welche sich in der That einbildet, die Zukunft für sich zu haben, welche sich einbildet, dem deutschen Reiche den Stempel aufnational Anspruch machen zu können! gebildeten Leute dich schüßen und heben sollen, wenn sie Armes deutsches Reich! Wenn die paar einallein deine Kultur fördern müßten, armes deutsches Reich! Unsere Leser wissen, was wir unter" Recht auf Ar- liberalen Organe einen in der bekannten Berliner Ge- Interessen von Handel und Gewerbe hat es für der Produktionsweise Arbeitsgelegenheit für alle fichtspunkte enthält. Arbeiter in den einzelnen Branchen schaffen wollen, fie biffen also auch, daß das Recht auf Arbeit," wie es beimelsweise nach dem preußischen Landrecht von verschiedenen Berfonen aufgefaßt wird, unserer Anschauung nicht entricht. Aber selbst in diesem engeren Sinne aufgefaßt, Birbe das Recht auf Arbeit" bei unseren jeßigen regel lofen Produktionszuständen noch genügenden Segen bewirken, Denn die Idee ernst und vorurtheilsfrei aufgefaßt würde. Daß die ,, Boffische Zeitung", die noch vollständig in ben Durchaus richtig ist es allerdings, wenn der betreffende Artikel auf die kurze Frist hinweist, welche uns von den Wahlen trennt, und damit sämmtliche Parteien ermahnt, in den Wahlkampf einzutreten. Es ist die höchste Zeit" wird den zaudernden Parteigenoffen zugerufen. " so Es ist die höchste Beit!- dem Rufe möchten auch wir uns anschließen auf die Parteien der Demokratie. Der Artikel weist dann auf die Einmüthigkeit hin, mit welcher die nationalliberale Partei im Norden wie im Süden des Vaterlandes manifestirt habe. Auch das muß man bei der diesjährigen Wahlbewegung Politische Uebersicht. Centralblatt für die Interessen der Volkswirthschaft" fich des längeren über seine angeblichen Bwede und Biele auszulaffen. Wie schon der Ort der Veröffentlichung beweist, handelt es fich um einen Apell an die Agraries, diese jüngste Gründung nicht etwa als einen Feind ihrer eigenen Bestrebungen zu be trachten. Das geht auch aus folgendem Paffus hervor:„ Es ist ganz und gar unrichtig, wenn behauptet wird, der Verein solle den landwirthschaftlichen Korporationen gegenübergestellt werden oder den legitimen Bestrebungen irgend einer Inter effengruppe gegenübertreten. Der Verein birgt keinerlei aggreffive Tendenzen in seinem Schooß. Er will den Interessen der Landwirthschaft wohl, nach dem Grundsas„ Leben und manchesterlichen Schuhen steckt, die in der regellosen den Nationalliberalen lassen, daß sie mit Eifer und auch früh leben lassen", und nur diejenigen werden sich über seine GegRampfe Aller gegen Alle das Jdeal der sozialen Zustände der Welt mittheilen. blidt, ein solches Problem nicht vorurtheilsfrei besprechen laan, liegt auf der Hand, aber sie sollte es doch auch Reaktionären und den Radikalen an, daß find nach " nerschaft zu beklagen haben, welche das Kapital" und unter Nun aber zu ihrer Taktit, die sie in dem beregten Artikel diesem Schlagwort die vitalſten Intereffen von Handel und Gewerbe grundsäßlich und in Voreingenommenheit" befeinden." Das konservative ,, Deutsche Tageblatt" begrüßt diesen Entschiedenen Kampf drohen die Nationalliberalen den Aufruf mit Freuden, Warum soll man ihm sein Vergnügen nicht laffen? Es besteht thatsächlich ein festes Band zwischen ihrer Meinung die Deutsch Freifinnigen, die Volks Landjunkern und Baumwollenbaronen. Diese Herren werden partei und die Hoch- oder Deutsch Konservativen. einander nicht bedrücken, sie werden leben und sich leben Nur wenn Sozialdemokraten oder Ultramontane bei den Wahlen mit in Betracht kommen, dann lassen. Wie sie aber ihre Arbeiter, ob sie nun Fabrilarbeiter oder Tagelöhner heißen, leben Laffen, wie fie fich zu den vitalsten Interessen" jener zahlreichften Klaffe stellen das steht auf einem anderen Blatte, davon zu sprechen wäre nur Vor eingenommenheit. Hebertragung auftralischer Verhältnisse auf die unseren; fie Diese Leichtfertigteit zeigt sich in erster Linie in der Dollern eingeschlossenen Staat, mit Kolonien auf eine Stufe Schulter mit den Deutsch- Freifinnigen oder mit den HochBellt, die im Werden begriffen sind und in denen von einer Staatsgewalt in unserem Sinne teine Rede sein kann. Wenn in Deutschland das Recht auf Arbeit" mals, um feinen Irrthum auffommen zu lassen, nicht also wollen sich die Nationalliberalen herbeilaffen, Schulter an tämpfen. Konservativen gegen jene Reichsfeinde" zu Hier handele es sich um die Solidarität der Ordnungsparteien. unferem Sinne, sondern im Sinne des preußischen Land- berger, sowie Stöcker, Liebermann von Sonnenberg u. s. w. Wie werden fich die Herren Eugen Richter und BamDie Nachricht, daß die Wahlen zum deutschen Reichstage auf den 13. Oktober anberaumt werden würden, wie ein Münchener Blatt es meldete, beruht lediglich auf Vermuthung. Die endgültige Feststellung des Termins ist no nicht erfolgt| und wird auch wohl noch einige Wochen auf fich warten lassen. Daß aber die erste Hälfte des Oktober in ziemlich sichere Ausficht genommen, ist bereits wiederholt erwähnt worden, und es fönnte daher möglicherweise jene Vermuthung mit der Wahrheit einigermaßen zusammenfallen. Herr Professor Schweninger, der Entfetter. Der Köln. 3tg." wird von Berlin anscheinend offiziös geschrieben: Die Ernennung des Profeffors Schweninger, des Leibarztes des Fürsten Bismarck, zum außerordentlichen Professor an der hiefigen Friedrich Wilhelms- Universität, wird heute amtlich veröffentlicht. Eine vorherige Befragung der medizinischen Fatul tät scheint nicht erfolgt zu sein. Eine solche findet zwar in der Hegel, aber nicht ausnahmslos statt, und in diesem Falle scheint der Minister von seinem Rechte Gebrauch gemacht zu haben, einen außerordentlichen Profeffor auch ohne vorherige Verständigung mit der Fakultät zu ernennen. Wie man hört, wird Herr Schweninger über Hautkrankheiten lesen. Löhnen stattfanden oder stattfinden werden, mit denen die Arbeitnehmer unzufrieden find. Beide Anträge wurden von der Versammlung( 800 Personen) angenommen. sein können; nun hebt aber die Opposition hervor, daß di Herren Karawelow und Slameikow nach Ertheilung der Voll machten von Sistowo an den Fürsten das Land verlassen, oft rumelische Dienste angenommen, sich somit erpatriirt haben Die Opposition der Bankowisten gegen das Kabinet i nicht zu unterschäßen. nicht zu unterschäßen. Thatsächlich bilden die Konservativen das Bünglein an der Wage. Wohin fie fich schlagen, dort is die Majorität. Sollte das Kabinet Karamelom Unterstügung von auswärts suchen, was bei der großen Zahl seiner inneren Gegner wahrscheinlich ist, dann dürfte dies für die Konserva tiven das Signal sein, sich in der ordentlichen Session der Sabranje, welche im Oktober eröffnet werden wird, den Zan towisten anzuschließen. Die französische Nationalversammlung in Versailles zeigte in ihrer legten Sigung eine ruhigere Physiognomie als in der vorhergehenden. Die Versammlung wurde um 1 Uhr eröffnet und begann nach verschiedenen Wortgefechten gegen halb 3 Uhr mit der Abstimmung über die Wahl des Ausschuffes, wobei die Wahlurnen zwei Stunden lang zur Einlegung der Abstimmungszettel stehen blieben. Während der Abgabe der Stimmzettel ersegte der Vicepräsident des Senats, Humbert, Herrn Leroy. Um 6 Uhr wurde die Sigung wieder aufgenommen und das Ergebnis der Wahl verkündet. Die Bahl der Stimmenden betrug 466, gültige Stimmen wurden 434 abgegeben, absolute Mehrheit 218. Alle auf der ministeriellen Liste vorgeschlagenen Mitglieder des Kongresses find gewählt worden. Am meisten Stimmen erhielt Journault ( 429), während die anderen 32 Ausschußmitglieder mit 308 bis 401 Stimmen gewählt wurden. Der Präsident verlas hierauf eine Anzahl ihm eingereichter Anträge, die sämmtlich dem Ausschuß überwiesen wurden, und hob dann die Sigung auf. Die Kommission der Nationalversammlung zur Vorberathung der Revistonsvorlage nahm heute das vom Deputirten Andrieur beantragte Amendement an, nach welchem die Mitglieder ehe maliger französischer Herrscherfamilien nicht zu Präsidenten der Republik gewählt werden dürfen. Die in Wien geplante slavische Demonstration anläßlich des Agramer Theaterzuges, welcher auf seiner Fahrt nach dem goldenen Brag" heute in Wien eintraf, wurde durch einen Bufall vereitelt. Als das hiesige slavische Fest tomité auf dem Südbahnhof erschien, war derselbe öde und leer, die erwarteten illustren Gäste befanden sich aber längst in den Mauern Wiens. Die Croaten circa 300, darunter die Agramer Gesangvereine Lyra" und Kolo"-hatten einen unrichtigen Zug benußt und mußten so sang- und Klanglos in Wien einziehen. Wie schade! Seit der letzten Sigung des Kongresses für internationale Schiedsgerichte in Bern find noch folgende Berathungsgegenstände auf die Tagesordnung gebracht worden: 1. Reform des internationalen Seerechts. 2. Ueber die Erweiterung der Befugnisse des Weltpoftvereins.- 3. Neutralisation von El3. Neutralisation von El faß- Lothringen( von deutscher Seite wird die Absetzung dieses Gegenstandes beantragt werden). 4. Internationaler Ehegerichtshof. 5. Die Madagaskar- Frage. dem L wirllid D Daß nic ten Dingt legten S laturper hatte, m todet, m 1881). führte, tige Ru Am weife und wu ernannte Der fiebenzehnjährige Kaiser von Anam ist plöglic gestorben; wie man vermuthet, ist er ermordet worden. Der verstorbene Kaiser, Kienphuoc, war im Dezember v. J. feinem wegen Unterzeichnung des Harmond'schen Vertrags von Que ermordeten Onkel Hiephoa auf dem Throne gefolgt. Kürli hat Kienphuoc einen ihm von dem französischen Gesandten Ba tenôtre vorgelegten neuen Vertrag unterzeichnet und das alte Reichsfiegel ausgeliefert, und die Vermuthung liegt nahe, daß auch er dem Haß der anamitischen Mandarinen gegen die Fran zosen zum Opfer gefallen ist. Thatsächlich waren bereits pot einiger Zeit in Hue Revolten ausgebrochen, die gegen Franzosen gerichtet waren, und der erste Minister des Königs hat stets als ein Feind der Lezteren gegolten. Wie ein Tele gramm des französischen Residenten in Anam gemeldet hat, i fest ein jüngerer Bruder Kienphuoc's zum Kaiser getrönt worden. Ein Aufruf macht in Belgien ungeheure Sensation, den der Bürgermeister Brüssels, Buls, gemeinsam mit dem Bürgermeister Antwerpens, Wael, an sämmtliche liberalen Kommunalräthe des Landes erlassen hat. Dieselben werden darin zum 9. August nach dem Brüsseler Rathhaus berufen, um ein Kompromiß der Kommunen" behufs gemeinsamen Vorgehens gegen die Berstörung des öffentlichen Unterrichts zu bilden. Das 16. Jahrhundert," so heißt es in dem Aufruf, hatte sein Kompromiß der Edelleute, die Gewissensfreiheit beanspruchten, warum soll das 19. Jahrhundert nicht ein Rompromiß der Kommunen haben, um gegen das klerikale Regiment zu protestiren?" Die Absicht der Sozialdemokraten Dänemarks, schreibt der Hamb. Korr.", fich von der Linken vollständig zu emanizipiren, und sich auf eigene Füße zu stellen, findet, wie begreiflich, Nichts weniger als den Beifall der letteren, und scheint dieselbe etwas verschnupft zu haben. Ein radikales jütländisches Organ meint u. A. den Sozialdemokraten den Rath geben zu müssen, fich vorzusehen und begleitet die Mittheilung von der Erweiterung des sozialistischen Organs in Aarhus mit folgenden Worten:„ Es fragt sich jedoch, ob der Stein nicht vielleicht zu schwer ist, als daß er sich aufheben ließe, und würde es in diesem Falle doch entschieden am besten sein, ihn liegen zu lassen, anstatt sich an demselben zu überheben." Dieser Rathschlag wird indeß bei den Sozialisten nicht viel verschlagen, da dieselben von jeher gewohnt gewesen find, den Worten ihrer bisherigen Freunde mit Mißtrauen zu begegnen. Die Verantwortung für die Richtigkeit obiger Meldung bleibt dem Hamburger konservativen Blatte überlaffen, das sich eingestandenermaßen nur deshalb so lebhaft mil jener Trennung, von deren Nothwendigkeit man immerhin überzeugt sein kann, beschäftigt, weil es daraus ein Wachsthum der fonservativen Partei in Dänemark erhofft. Hoffen und harren, Die Die Verfassungsrevision in Frankreich. ( Original- Korrespondenz des ,, Berl. Volfsbl.") fich nich lage por rung, be Die Stam Stimmer Die San End jammeng Mitglied und Bro Berjamm düren. S Des Sena ganda ge Ses Bra Berfafun Dorgenom Die Paris, am 6. August 1884. Hier herrscht Revisionsluft. Aber es ist keine reine Luft, die da weht. Die Verfassung soll revidirt werden, und man wi Niemand wehe thun. Es ist wahr, die französische Republi ist eine Republik nur dem Namen nach, eine Republit mi einer monarchischen Verfassung. Deßhalb auch augenblidi das Auftauchen von sogenannten monarchistischen Verschwöru gen und die fortwährende Furcht vor den Umtrieben der quas Kronprätendenten, sowie deren zahlreicher Anhängerschaft in de Armee sowohl, wie in den verschiedenen Verwaltungszweige Ebensowenig fonnte fich die Republik bisher versagen, auf d pompösen militärischen Schauspiele zu verzichten, welche recht noch den Stempel des korrumpirten Kaiserreich an der Stirn tragen. Dazu kommt das Haschen nach Effe und Augenblicks- Erfolgen, das Diplomatifiren der Minis welches den Vertretern einer Republik wahrlich schlecht gen ansteht. Außerdem hat die Mißwirthschaft, welche herri schon seit Jahren allgemeines Unbehagen hervorgerufen. Obwohl die halbamtlichen italienischen Blätter fich die größte Mühe geben, die Nachrichten über das Umsichgreifen der Cholera zu dementiren so trägt dies doch nicht dazu bei, die ängstlichen Gemüther zu beruhigen, weil die Wahrheit immer mehr an den Tag kommt, daß die Seuche nicht nur an der Grenze ausgebrochen ist. In einigen Orten hat sich panischer Schrecken verbreitet, als die ersten Fälle bekannt wurden. Auf ein unwahres Gerücht hin, daß in Montecatini eine Person an der Seuche erkrankt sei, haben sämmtliche Badegäste den Ort verlassen. Neuerdings hat dieselbe zwei Bewohner des Dorfes Seborga bei San Remo dahingerafft, welches nun auch durch Militär abgesperrt ist. In Costelnuovo di Gar fagnono, Provinz Lucca, find vier Personen daran gestorben und in Lavignano, Provinz Massa Carrara, von sechs erkrankten Personen deren vier. Von 27 Cholerafranken in Pancalieri bei Pinerolo haben acht nicht gerettet werden können. In die neben diesem Orte gelegenen Dörfer Osafio, Lombriasco, Casalgrasso und Carignano ist die Seuche ebenfalls verbreitet. Björnstjerne Björnson ist mit der Wendung, welche die Dinge in Norwegen genommen haben, durchaus nicht einverstanden. Ein Herr Vallum hatte in den Spalten des radikalen Dagbl." das abgeschlossene Kompromiß vertheidigt. In einer scharfen Erwiderung sucht nun Björnson nachzuweisen, daß die Bildung des Kabinets Sverdrup ein Nachgeben dem monarchischen Prinzip gegenüber bedeute. Er traut auch den Herren, die nun einmal Minister geworden wären, nicht viel Charakterfestigkeit zu und sieht einen Beweis dafür in der ohne Widerspruch erfolgten Erhöhung der Apanage des Kronprinzen. Das neue Kabinet solle fich nicht einfallen lassen, fich gegen die gerechten nnd langjährigen Forderungen des Volkes unbotmäßig zu erweisen. لله. الله fich, wenn Die Revisi Bewegun politischen Der Dinge Arbeiter Buftande, welche Fra und demg als Bermi wie es in fheben wa Ich weise nur auf das Gebahren des Herrn Gambetta, er Kammer- Präfident war, hin, wie er sich immer mehr Diktator aufzuspielen beliebte und von Niemand daran gehin bert werden konnte. Die abenteuerliche Kolonialpolitik, welche Frankreich befolgt, legt dem Lande Lasten an Gut und Blu gestellt, daß Frankreich für andere die Kastanien aus dem Feue holt. So haben beispielsweise die lezthin gepflogenen Kammer verhandlungen, über die Zuckerfabrikation, Import und Erport, als französischer Bucker im Handel ist, und in Tontin ift Ueber die moralischen Zustände in der russischen auf, ohne nennenswerthe Erfolge. Ja, es hat sich sogar heraus Armee giebt eine im Mil. Wochenbl." mitgetheilte Uebersicht über das russische Militärgerichtswesen Aufschluß. Danach ist im Jahre 1882 durch die Militärgerichte von je 52( 1881 54,1) Die in Chriftiania in der Segeltuchfabrik und Aker's mechanischer Werkstatt ausgebrochenen Strikes( siehe Arbeiterbewegung) scheinen nur die Vorläufer für andere allgemeine Arbeitseinstellungen in Norwegen sein zu sollen. Seitens Jon Hol's, der die Führerschaft über die gesammten Arbeiter der norwegischen Hauptstadt inne hat, find in einer fürzlich abgehaltenen Arbeiterversammlung Anträge eingebracht, nach denen man erſtens einen allgemeinen Arbeiterverein gründen will, der industriellen Etablissements hinarbeitet, wo Herabsetzungen von Personen der Gesammteffektivstärke der Armee eine abgeurtheilt; Evidenz bewiesen, daß in Tunis und sogar in Algier mehr deutica die Zahl der abgeurtheilten Offiziere verhielt sich zu ihrer Gesammtzahl wie 1: 175,8( im Vorjahre 1: 226,8). Die Zahl der wegen Bergehen gegen Leben, Gesundheit, Freiheit oder Ehre von Privatpersonen vor Gericht gezogenen Offiziere ist von 15 auf 24 gestiegen, die der wegen Beleidigung und Widerfeglichkeit gegen Wachen und im Dienst befindliche Militärpersonen angeklagten Offiziere von 10 auf 20. Von den Unteroffizieren und Mannschaften wurden abgeurtheilt 5127( 1881 5250) wegen Diebstahls, 2214( 2284) wegen Fahnenflucht, 1826( 1824) megen Verlegung der Disziplin, 1580( 1424) wegen Verlegung der militärischen Ordnung 2c. Unter den wegen Verlegung der Disziplin Angeklagten wurden 97 ( 1881 67) zur Verbannung, darunter 71( 40) mit 3wangsarbeit verurtheilt. das ganze Land umfassen soll, und zweitens auf Strifes in allen Rachbruck verboten.] 17] Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Elsa Wallace hielt sich verborgen, als Tony denn Wrigley schlich dicht am Heckenrande hin- inmitten des Kreuzweges jene hohe schwarze, langsam und sicher vorüberhuschende Gestalt bemerkte und wie sein Vetter, Tim Titlow, einen Geist in ihr zu erblicken glaubte. Er wich entsetzt zurück und seine Zähne flapperten vor Angst. Still, Herr! Um des T. nicht beffer. Es fann sehr gleichgiltig sein, ob der Zucker oder sonstige Produkte, welche hier oder da verbraucht werden, deutschen französischen oder chinesischen Ursprungs find. Die Hauptfade ist und bleibt doch immer nur, daß vorhandenen Bedürfniffen nach Produkten Genüge geschehe. Es thut aber dar, f der Vorwand der französischen Regierung, welcher die oth wendigkeit der Kolonialpolitik darthun foll, eben nur ein Bo wand ist, hinter dem sich andere Gelüste verstecken. ber Die Korruption, welche in der inneren Verwaltung Elme auf Korsika! Als diese Angelegenheit in der Kammer Republik wuchert, hat sich so recht deutlich gezeigt bei dem Fall Karamelom hat bereits einiges Material aufgetrieben, um daraus Angriffswaffen gegen dasselbe zu schmieden. Ihre Anflage lautet auf Verlegung der Verfassung von Tirnowo und Die Opposition gegen das neue bulgarische Kabinet rühmen, daß in der Republit das schwarze Kabinet florire und Willen, fragen Sie mich nichts mehr! St! Still, Herr! Ich habe es wieder gesehen!" " Was hast Du wieder gesehen?" er wurde nicht einmal von der Kammer mit Schimpf un Schande davon gejagt. Revifionsli Kurz, die Unzufriedenheit und der Wunsch nach Mende Der wurde aber nifterpräfto Beift, dafü gezeigt hat Rammermit lann) imme ftande der bei ihrer at Hecht hatte Schwacher welde Anhaltspunkte find immerhin vorhanden. Diese Verfassung rung der Dinge war schon lange allgemein. Dem foll nu Den Geist, Herr, den Geist, der oben an uns vorüberschwebte!" Unfinn! Du hast nichts gesehen! Thor!" schreibt vor, daß nur bulgarische Staatsbürger Abgeordnete Schritte nach dem Wasserbehälter gerichtet, und als ich wieder zu Ihnen wollte, sette es seinen Weg nach dem Barth schen Schloffe fort." ,, Aber Du sagtest mir fin jener Nacht, Du märest Niemanden begegnet!" ,, Das war ich auch nicht. Das ist ja tein menschliches Wesen. Das ist ein Geist. Als ich ihn heute wieder mit feierlichen Schritten vorübergleiten sah, fror mir das Mark in den Knochen. Das sollte eine Warnung für uns sein, Herr, alle Gemeinschaft mit einander aufzugeben." " D doch, Herr Doctor;" und Tony, den Weg entlang spähend, sah den Gegenstand seines Schreckens weiter und weiter gleiten. Sie fönnen fich mit eigenen Augen überzeugen, Herr. So bewegt sich fein sterbliches Wesen. Und hier, hier auf demselben Fleck schwebte es an mir vorüber, wie der Engel des jüngsten Gerichts." war Dr. Wrigley, besorgt, daß seine Unterredung belauscht worden war, trat rasch an Tony heran. an Tony heran. Die Wahrheit bligte in ihm auf. Der Gang, die Haltung des Kopfes, die Gestalt waren die seiner Cousine Myra. Er mußte fich Gewißheit verschaffen. ,, Bleibe hier und warte auf mich", flüsterte er Tony zu. Und Du kannst beschwören, daß es dieselbe Erscheinung jest entsprochen werden, durch eine Verfassungsrevision, lagen die schmusigen Schube, die thaufeuchten Kleider, lange Mantel vor Myra's Augen. bet batte, und jagter Liga, ipaltete fich ichen Grupp Jept m bieg es: Ni 8 der Be batten bish Borlage foll puntt bes werde. Der fich die We glaubte man tapfer 1 und die S welches fich Derfchwand Regierungst Ginen ,, Nun ja, mein Lämmchen, Sie sind draußen gewefen ,, Elsa, ich träumte, ich wäre nach dem Wafferreferooit ge gangen. Sprich, bin ich wirklich dort gewesen?" tiber 1 wähnen. N Bebete, Bro Seelsorger f Mit Ar Der Aufforde Würde Lobes wiede Aber F waren. Aber haben Sie nicht das Recht, spazieren zu geben ,, Elsa, Elsa," rief Myra aufspringend und die Hände ü ihrem Kopfe zusammenschlagend ,,, bin ich schon einmal Slad dort gewesen?" " 1 Wie kann ich das wissen, mein süßes Lamm? Do Ja Herr! Das Haar steht mir zu Berge und das Blut nein, vor heute habe ich Sie noch niemals Nachts fortgeb gerinnt mir, wenn ich an das Gespennst denke." ,, Und diese, diese Gestalt, was oder wer auch immer fie sein mag, ging und fam in der von Dir bezeichneten Weise?" Er folgte der Erscheinung und überzeugte fich, daß es Myra war, und daß sie schlief. Er beugte fich über die Hecke, durch ein leichtes Geräusch dazu veranlaßt, und dort entdeckte er Elsa Wallace, die emfig weiter lief. Er lehrte zu seinem harrenden Diener zurüc. Bu meinem Leidwesen, ja?" ächzte Toni. " Gut. Du fannst nach Hause gehen. Heute läßt fich doch kein vernünftiges Wort mehr mit Dir zu sprechen.' Tony, wann sahest Du jene Erscheinung schon zuvor?" " Niem" begann der Lügner. Aber Wrigley erstickte ihm das Wort in der Kehle. Du sagtest vorhin, Du hättest sie schon früher gesehen, Wann also, Bursche?" So hatte Dr. Wrigley unerwartet aus Tony herausge bracht, daß in derselben Nacht, in welcher Rupert durchnäßt vor Sam Porter's Thür niedergelegt worden, Myra an dem Wafferbehälter gewesen und von dort wieder zurückgekehrt war. Sie also hatte ihren Stiefbruder ins Waffer geworfen. Die Kenntniß dieser Thatsache dürfte mir eines Tages von großem Rugen sein, mein stolzes Fräulein," sagte Wrigley mit vergnügtem Lächeln zu sich selbst. Myra erreichte wohlbehalten Das Schloß, während Elsa ihr auf den Sehen folgte, zitterno vor Angst, daß ihre Herrin ficher in ihr Bimmer zurüdgelange. Schon war Myra durch den großen Vorsaal geschritten, als ein verirrtes Räßchen unter dem Fuß der Schläferin, die ihm auf den Schwanz getreten hatte, mit einem jämmerlichen Ge heul vorsprang. Ich sah das Gespenst zum ersten Male in jener Nacht Herr, in welcher Sie mich in das Barth'sche Schloß schickten, um das Kind zu holen." ,, Sahst Du es gehen oder kommen?" Beides Herr!" " Sprich die Wahrheit oder ich erwürge Dich!" " Ja doch, Herr Doktor. Ich war damals auf dem Wege, Ihren Auftrag mit allem Eifer zu erfüllen, so sündhaft mir auch die That däuchte, und gerade, als ich an dieser Stelle anfam, huschte es an mir vorüber, ich wich in den Schatten zurück und lief dann weiter, und als ich wieder zurückfehrte, war es auch wieder da. Als ich kam, hatte es seine Der Lärm erweckte Miyra. sehen." ,, Auch nicht wiederkommen?" ,, Nein, nein, ich habe Sie noch nicht wiederkommen fe meine Taube." ,, Elsa, sage mir die Wahrheit," bat Myra in filler Fried Der Ewigkeit hielt ihre S Theur Myra Einst, Erben, das Bater beirat Du hatteft Gilbert wirt Ja," ſc fam, mich zu mich in Eur ,, Und id Dich hart ti tugit ihm fe Du Derantwortlic et nicht toot ihm ein Ja, Fe In diefe schmerzlichen Aufregung die arme Dienerin beftig an Schultern schüttelnd. Denke nach, Elsa, befinne Did ich nicht fort in der Nacht, in der Fannys Kind verfchwun ist? Glaubst Du nicht, daß ich aus damals fchlafwandel ausgegangen bin? Hast Du feine Zeichen davon an mei O warum fragen Sie nach Dingen, die so lange Sag' es mir, Elsa, sag' es mir, wiederbolte Myra Sie sah fich verwundert um. Die düster brennende Vorzimmerlampe, die offene Thür ihrer Schlafftube, ihr eigner seltfamer Anzug, Elsa's verstörtes Aussehen, Alles das belehrte fie plößlich über ihren nächtlichen Spaziergang. Schuhen, an meinen Kleidungsstüden entdeckt?" find So beschworen, erwiderte Elsa zitternd: Niemand weiß etwas davon." falls gefchickt Heinen, jett friich vor Ve trablte. „ Wir ft blidend, die Ja, mein Kleinod, ich sah damals Lehm an Ihren Schu und einen feuchten Rand an Ihrem Kleid und Ihrem Un rod, aber ich fand die Sachen, ehe irgend ein Anderer davon merken fonnte, und reinigte sie schnell und beim Myra stöhnte bitterlich. Ach, Elsa, in jener Nacht ba Alte, Träume find Dinge, für die Niemand verantwo ,, Erzählen Sie ihn mir nicht, Kind," sagte die vorfid ist. Wenn Sie von Bösen träumen, so ist es das des Feindes außer Ihnen, der zu Ihrer Seele fprit selbst wenn Sie im Traume Böses thun, trifft Sie teine G ich einen fürchterlichen Traum." " Armen umich Den gan nicht auf eine Sonne entich Der gebroche So hatte belliehender In dem liteit verlief Ich wei Dann, der alten, treuen Dienerin bewußtlos in die Arme. Elsa trug Myra aus dem Vorzimmer in ihr Bett und verschloß die Thür hinter sich. Sie stieß einen wilden herzzereißenden Schrei aus und fant begehen Sie feine Sünden, sondern Sie sind das Opfer a Unglüd." Bedienter in den Vorsaal gestürzt, um sich nach der Ursache des Geschreis zu erkundigen. Fast in demselben Augenblid tamen der Bortier und ein festen Anhalt in uns gegeben haben, während wir wadh Elsa öffnete die Thür von Myra's Zimmer ein wenig und stedte den Kopf hinaus. Es ist nichts, Ihr Leute. Das gnädige Fräulein hatte einen bösen Traum und erwachte mit heftigen Zahnschmerzen," rief fie ihnen zu. " Elsa, Elsa," soluchzte die arme Myra ,,, fage mir, bin ich wieder im Schlaf draußen gewesen?" Elsa würde alles entschieden geleugnet haben, aber da ch, Elsa, ich fürchte, wir sind für unsere Träume antwortlicher, als Du glaubst. Wir müffen dem Böfen unseres Thuns bewußt waren, oder wir fönnten es nicht Schlaf ausführen. Mein Herz bricht, wenn ich an jenen denke! Und jetzt weiß ich bestimmt, daß jener Brief Fälschung ist und fein Feind meines Vaters Fannus Rind stohlen hat. fie nem Vater A Als Lad James Wrig einer häufig Ramensfchme nicht Fanny Lady Bide D Es berü BY Aus dem späten und unruhigen Schlaf, in den dem Abenteuer dieser Nacht verfant, wurde Muro burd Kammermädchen Lady Barths erwedt Shre Herrin sei sehr frant und verlange nad Fräulein. Das ihm als Der Mutter a ) af di Voll m, oft haben net ift vativen Dort ift tügung inneren nferva on der n Ban plöglich 7. Det feinem on Que Kürzlich ten Ba as alte he, daß ie Fran eits vot gen die Könige in Tele bat, if gefront eich. 1884 Luft, die man will Republi ablit mi enblidli chwöru Der quasi waft in de Szweiges auf die welche f afferreid ach Effel Ministe cht gen cn. herri mbetta, all mehr all Tan gebin if, weld und Blu gar heraus Dem Feue n Kammer Erport, u hr deutiche fin ift d Der fontige Deutschen Bedürfniffen Hauptfade dar, baf Die Noth rein Bor paltung be ei dem Fall Rammer ju Cochery florire un chimpf und tach Nende m foll nu fion, weld Kleider, d gewefen." refervoir ge e anderw en zu geben Bände übe minal Rad mm? Dod ta fortgeh ommen ra, in ftig an te Dich feben perfchwund lafwandel an mein fo Lange Myra bren Schube brem Unte Inderer et und beim er Nacht ba Die vorfid verantwor Das Flan fprid e teine G Opfer e Träume Böfen wir wad z es nicht it jenen ter Brief mngs Rind I den fle yra burd ge nach dem Lande Ruhe vor den abenteuerlichen Kronprätendenten und wirklich republikanische Institutionen bringen soll. Die Nothwendigkeit dieser Reform erhellt schon daraus, daß nicht weniger als 330 gegenwärtige Deputirte in ihren legten Wahlprogrammen die Revision der Verfassung als unbedingt nothwendig aufgenommen hatten. Unmittelbar nach den lepten Wahlen( im Sommer 1881, hier giebt es 5jährige Legislaturperioden) als Gambetta sein großes Ministerium gebildet hatte, wurde er von dem Mitgliede der äußersten Linken, Ba todet, wegen der vollständigen Revision interpellirt( November 1881). Gambetta wollte nichts davon wissen, indem er ausführte, das Land bedürfe der Ruhe und vertrage eine so heftige Kur nicht. Er wurde von der Kammer unterstüßt. Am 14. Februar 1882 präsentirte Gambetta seine theilweise Verfassungs- Aenderung. Es herrschte damals viel Leben und wurde viel agitirt. Gambetta erklärte, der zur Vorprüfung nannten sogenannten 33. Kommission: Wenn die Kammer fith nicht damit begnügt, die Revision in dem Sinne der VorLage vorzunehmen, dann provocirt man das Recht der Regierung, den Geist der Insurrection zu ersticken". " Die Antwort darauf erfolgte einige Tage später, indem bie Slammer das Gambetta'sche Machwert mit 305 gegen 119 Stimmen ablehnte. Gambetta zählte zu den gewesenen Ministern. Ende 1882 gründete sich die sogenannte Revisionsliga, zu jammengesett aus einem Theil Senatoren, einer großen Anzahl Mitglieder der Kammer, Munizipal- Räthe, Redakteure hiesiger nd Provinzial- Blätter 2c. Diese Liga agitirte viel, hielt überall Bersammlungen ab, ertheilte Aufrufe, Flugschriften und Brohüren. In dem Programm dieser Liga, wurde die Abschaffung des Senates gefordert und für das Einkammersystem Propaganda gemacht, ebenso stellte man die Abschaffung der Würde es Präsidenten der Republik in Aussicht. Auch sollte die borgenommen werden. Berfañungsrevifion durch eine vom Volte ernannte Constituante f, wenn auch gerade nicht feindlich, so doch gleichgültig dieser Die verschiedenen Gruppen der Arbeiterpartei verhielten Bewegung gegenüber, sie sagten, der gegenwärtige Kampf um die Revision, sei nur ein Kampf innerhalb der verschiedenen politischen Gruppen, durch welchen an dem wesentlichen Stand Der Dinge wenig geändert werden dürfte. Die Wortführer der Arbeiter verlangten gründliche Anderung der wirthschaftlichen Bustände, hinweisend auf die verschiedenen großartigen Strifes, welche Frankreich damals nach allen Richtungen durchzuckten und demgegenüber die Regierung nichts besseres zu thun wußte, als Vermittelung des Militärs zu Gunsten der Arbeitgeber, wie es in Roanne, Alais, Benegre und Grand Combes gefchehen war. Da diese Forderungen nicht in den Kram der Der parlamentarische Kampf um die Revision begann, wurde aber verschiedene Male vertagt, bis jest endlich der Mis nisterpräsident Ferry,( welcher nichts weniger als ein großer Beift, dafür aalglatt, wie bei verschiedenen Gelegenheiten fich gezeigt hatte, so recht der Ausdrud einer großen Anzahl von Hammermitgliedern ist und auf eine gewiffe Majorität rechnen lann) immer mehr in die Enge getrieben, diese Frage zum Gegenfande der Kammerverhandlungen machte. Wie sehr die Arbeiter bei ihrer abwartenden Stellung, gegenüber der Revisionsliga Recht hatten, zeigte sich jetzt. Die Vorlage war nur ein schwacher Schein von dem, was die Revistonsliga gefordert batte, und doch stimmte der größte Theil der Mitglieder be jagter Liga, dem Ferry'schen Machwert zu. Die äußerste Linke paltete fich, Clemenceau mit der größeren Hälfte dieser politi schen Gruppe stimmte dafür. dings die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Die fatholischen y Geistlichen erringen eine fürzere Arbeitszeit, ohne einen Strife organisirt zu haben, und sind nicht einmal zufrieden. Es war gar keine Rede davon, ihnen Gehaltsabzüge zu machen; es wäre auch zu grausam gewesen. Und doch sind diese Leute ganz aus dem Häuschen. Ihr Wortführer im Senat sprang ganz wüthend auf die Tribüne, um in seinem und seiner Freunde Namen gegen die Aufhebung der öffentlichen Gebete zu protestiren. Wenn der Staat," sagte er, den Herrgott hinausjagt aus der Verfaffung, aus den Gesezen, aus der Schule, so ist dies ein Verrath an den übernommenen Pflichten. Sie wollen der atheistischen Lehre Vorschub leisten und zurückstoßen die Ehrerbietung vor Gott. Nehmen Sie sich in Acht!" " 1 Und die hartgesottenen Sünder auf den Senatsbänken mit ihren Glaslöpfen und schläfrigen Mienen gingen in fich, nahmen fich in Acht und stimmten für Abschaffung der öffentlichen Gebete. Jest tritt der Kongres in Versailles zusammen. Derselbe ist zusammengesezt aus der Kammer( 567 Mitglieder) und dem Senat( 300 Mitglieder, zusammen also 867 Gesetzgeber.) Da wird doch wohl etwas herauskommen, zumal Präfident Grevy es für wichtig genug hielt, seinen alljährlichen Sommeraufent halt dieses Mal zu unterbrechen, um dem Schauplatz der ge seggebenden Thätigkeit näher zu sein. L. X. Lokales. cr. Mehr Licht, das ist ein Ruf, der heute immer mehr an Berechtigung und an Verbreitung gewinnt. Duſterkeit", wie der Berliner sagt, herrscht überall, wohin wir auch bliden mögen, am meisten ist dieselbe aber trog aller Warnungen und trop aller vorgekommenen Unglücksfälle Abends auf den Hausfluren der Berliner Miethstasernen vertreten. Was helfen alle Klagen, alle Hinweise des Publikums und der Breffe der Bugeknöpftheit der Berliner Hauspafchas gegenüber! Wenn diese Herren nur ihre Miethe pünktlich und vor allen Dingen pränumerando erhalten, fo mögen sich die Miether getrost Hals und Beine brechen, das ist Nebensache, das Gas fostet Geld und bei uns find die Miethen so niedrig, daß die Flurbeleuchtung während der Sommermonate aus denselben durchaus nicht herausgeschlagen werden kann. Die Geduld die manchem Miether gerade in dieser Beziehung zugemuthet wird, übersteigt in der That alle Grenzen, er muß, wenn er in eine neue Wohnung einzieht, den Wirth vorher für eine Leistung bezahlen, von der er noch garnicht wissen kann, ob fie überhaupt einge halten werden wird oder kann. Man tann wirtfich neugierig neugierig sein einmal zu erfahren, woher die Berliner Hauswirthe den Anspruch auf vorherige Bezah lung eigentlich ableiten. Jm gewöhnlichen Leben gilt doch der Grundsatz: Erst Waare und dann Geld," man bezahlt doch Alles erst, nachdem man es erhalten hat, mit welchem Recht können daher die Hauswirthe den Anspruch erheben, sich vorher bezahlen zu lassen? Es hat sich diese Unfitte einmal bei uns eingebürgert, und der Berliner Miethskontrakt mit feinen rigorofen Bestimmungen denn forgt auch vortrefflich dafür, daß von diesem Ufus" nicht abgewichen werden darf. In diesen Auslieferungsverträgen, denn solche sind es in der That nur, ist dem Hausbesiger die unumschränkteste Vollmacht sowohl über das Beftgthum wie über die Person des Miethers zugesprochen, der Wirth hat alle möglichen Rechte und der Miether alle möglichen Pflichten. Wie die Miethskontrakte gehandhabt werden, ist wohl hinlänglich bekannt, wir geben gerne zu, daß es einzelne Hausbefizer giebt, die ihre Pflichten, die sie ihren Miethern gegenüber doch auch haben, in loyaler Weise nachkommen, in der größten Mehrzahl gehen die Vermiether den Kontrakts Bestimmungen in buchstäblicher Weise nach, und hiernach haben sie eigentlich weiter nichts zu beträge„ pränumerando" einzulasfiren. Daß es außer den in dem Kontrakte ausgesprochenen Verpflichtungen auch noch hu mane, moralische giebt, das scheint die Herren nicht zu interesfiren, denn sonst würden sie wohl wiffen, daß es nothwendig ist, ihre Miether und auch solche Zeute, die Abends in fremden Häusern zu thun haben, vor drohenden Lebens- und Gesundheitsgefahren zu schüßen. Das kostet allerdings Geld, und wenn es auch nicht viel loftet, so ist es immer etwas, und auch die wenigen Groschen fönnen gespart werden. Wann endlich wird die Zeit kommen, wo auch der Berliner Hauswirth so human denkt, daß er berechtigten Wünschen seiner Miether nachgiebt, daß er die Ueberzeugung gewinnt, daß die Miether nicht nur seinetwegen, sondern daß er auch ein flein Wenig der Miether wegen da ist. Jept mußte diese Vorlage den Senat paffiren und da bieg es: Nimmt der Senat an oder nimmt er nicht an? Der $ 8 der Verfaffung handelt von dem Geldbewilligsrecht und batten bisher beide Körperschaften gleiches Recht. Nach der Borlage sollte diefer§ geändert werden, dahin, daß der Schwer tapfer und beugte sein Haupt vor dem allmeisen Senat, punkt des Geldbewilligungsrechtes in die Kammer verlegt thun, als monatlich oder vierteljährlich die fälligen Miethsfich die Welt, und lehnte diesen Paragraphen ab. werde. Der Senat aber sagte fich: Geld, Geld, um dich dreht glaubte man an einen Konflikt, doch das Ministerium blieb und die Slammer stimmte dem auch zu. Das Alpdrüden, welches fich einen Augenblick der Gemüther bemächtigt hatte, verschwand und Freude herrschte in Israel, wollte sagen in Regierungsfreifen. Einen drolligen Zwischenfall muß ich noch nachträglich ers wähnen. Nach der projektirten Revision sollen die öffentlichen Bebete, Brozeffionen 2c. verboten sein; furz, die Thätigkeit der Seelsorger sollte in etwas beschränkt werden. Man hatte allerDer Aufforderung. Lobes wiederholen? Mit Angst und Bittern gehorchte das unglückliche Mädchen Würde Fanny ihre Beschuldigung auch in der Stunde des Aber Fanny's Geficht war heiter. Eine sanfte Ruhe, ein filler Friede war dem lauten Jammer gefolgt und das Licht der Ewigkeit glänzte in den dunkelbeschatteten Augen. Sie hielt ihre Hand der Eintretenden entgegen. Theure Myra, wir waren einst Freundinnen." Myra Iniete vor ihrem Bette nieder. Einst," sagte Fanny, warst Du das einzige Wesen auf Erden, das ich liebte! Sei mir nicht mehr böse, daß ich Deinen Du hattest einen theuren Freund gefunden und ich liebte Sir Bater heirathete, ich fühlte mich so einsam und verlassen, Myra, Bilbert wirklich." jam, mich zu beklagen, zwischen Dein oder sein Recht zu treten, Ja," schluchzte Myra ,,, arme, theure Fanny, ich war graumich in Eure Angelegenheit einmischen zu wollen." Dich hart traf, und Deine Hoffnungen vernichtete; aber Du Und ich weiß, Myra, daß die Geburt meines Knaben tugit ihm feinen Haß nach. Ich habe Dich für seinen Verlust Derantwortlich gemacht, aber das war Wahnsinn, und wenn falls " da, Fanny, das schwöre ich Dir." N. Die Kanibalen im ethnologischen Museum Auf Wunsch des Herrn Professors Bastian statteten einige der im Panoptikum befindlichen, verschiedenen Stämmen Nord- Queensland angehörigen Australier und zwar Drininken und Tinendal in lepterer Zeit der ethnologischen Abtheilung des Königlichen Museums wiederholte Besuche ab. Es handelte fich, wie schon früher mitgetheilt, darum einige dort befindliche, dem Namen und der Bestimmung nach noch nicht bekannte Gegenstände durch die erotischen Gäfte refognosziren zu laffen. Zwei hervor ragende Antropologen, die Herren Dr. Grünmedel und Grube waren seitens des Eingangs genannten Gelehrten beauftragt worden, diese interessante Arbeit vorzunehmen. Nachdem sich die beiden genannten Herren durch Fragen nach einigen dem Namen nach schon bekannten Körpergliedern und Geftirnen erkundigt und sich von der Echtheit der auch dabei konstatirt hatten, beiden Gäfte überzeugt, daß beide, obwohl verschiedenen Stämmen angehörig, über ein fast gleiches Sprachidiom verfügen, führte man dieselben an einen mit australischen Gegenständen gefüllten Sammlungsschrank heran. Mit fichtlicher Freude nahmen die beiden Wilden ihre heimathlichen Waffen, wie den Bomerang, die Kriegskeule tt nicht tobt ist, wenn er jemals wiedergefunden wird, wirst Nullah- Nullah, verschiedene Schmucksachen in Augenschein. Ein In diesem Augenblick trat Lady Bide ein, nach der gleichleinen, jest drei Jahre alten Rupert trug, der rofig und geschickt worden war, mit ihr die Kinderfrau, welche den rahlte. frisch vor Vergnügen über seinen zeitigen Morgenspaziergang Spera Wir find wieder Freunde," seufzte Fanny, auf Myra blidend, die vor ihrem Bette saß. nicht auf eine Minute fortgehen lassen. Den ganzen Tag hielt fie Myra fest und wollte sie auch Sonne entschwebte ihr Leben; das Kind um dessenwillen ihr So hatten zwei sterbende Mütter den Knaben mit ihren gebrochen war, hielt fte fest an den Busen gedrückt. Armen umschloffen. Mit der finkenden In dem Augenblick des Scheidens schien Fanny's Geist belliehender geworden zu sein, denn gerade als fie diese Beitlichleit verließ, fagte sie mit flarer, deutlicher Stimme: ch weiß, daß mein Rnabe noch lebt!" Dann," antwortete Myra, soll er Alles erben, was sei11 Als Lady Barth's Testament vorgelesen wurde, erfuhr Bames Wrigley eine recht unangenehme Enttäuschung. Trop ner bäufigen Besuche mit seiner fleinen Fanny bei deren Ramensschwester hatte Lady Barth ihre zehntausend Pfund it Fanny Wrigley, sondern Rupert, dem Adoptivsohn der Es berührte ihn wie der Geisterfinger des Schicksals, Baby Bide vermacht. Der Mutter auf ihr Kind überging. aus Blättern und Baumrinden hergestelltes Gefäß refognoszirten fie als einen Honigbehälter in ihrer Heimathssprache, Rolobei" genannt. Hervorragendes Interesse schien ein aus zwei Holzstäben bestehendes Feuerzeug zu erregen, das in ihrer Heimath durch fortwährendes Aneinanderreiben so heiß wird, um trockenes Gras 2c. zu entzünden. Eine Keule, an deren be= Ende fich ein mächtiges Stück Bergkrystall befand, zeichneten fie als ein Instrument, welches nur zum Bertrümmern eines feindlichen Schädels bestimmt sei. Einen ihnen vorgelegten Stab aus Bambusholz, auf dem die verschiedensten Figuren und Kerben eingeschnitten waren, erklärten fie als ein Message Stick( Botschafts- Stab), den sie in ihrer Heimath zur gegenseitigen Verständigung gebrauchen und von benen fie einen auch zu lesen vermochten. Geradezu versteinert erschienen die Wilden, als man ihnen eine australische Mumie zeigte. Es war dies der Körper eines Erwachsenen, der zwischen Baft und Borle, auf ein Minimum von 2% Fuß Länge und 1 Fuß Durchmesser zusammengepreßt und seiner Zeit an einem Baume hängend gefunden worden war. Ueber die weiteren Refognoszirungen, welche hochintereffantes Material liefern, werden wir demnächst berichten. M g. Im Eisenbahnbetriebe wird jegt eine Neuerung beobachtet, die gewiß anerkannt zu werden verdient. Bei Vergnügungstouren mit der Eisenbahn von Vereinen oder größeren Gesellschaften, zu welchen feine Extrazüge genommen werden, war es bisher den Theilhabern an einem derartigen Ausfluge überlaffen, fich einen Blat in der Wagenreihe zu er obern. Diesen Verhältnissen ist nun dadurch Abhilfe verschafft b ihm als Warnung zeigte, wie unbeirrt das Eigenthum worden, daß auf vorherige Anmeldung Koupés in einem fahr ( Fortsetzung folgt.) planmäßigen Buge refervirt werden, an deren Fenstern fich Bettel mit dem Worte„ Bestellt" befinden. Hierdurch wird es den Theilhabern an einer Reisegesellschaft möglich, nicht nur unter allen Umständen einen Plaz zu erhalten, sondern auch mit den übrigen Genoffen in einem Koupé bezw. in einem Waggon zusammenzustßen. N. Beim Staten verunglückt. Ein bedauerlicher Unglücksfall erignete fich am gestrigen Tage auf dem Stating Ring in der Hasenhaide. Ein sich mit Staten belustigender Mufiler Max Papra aus Wittenberg hatte beim Laufen das Unglück zu stürzen und so unglücklich zur Erde zu fallen, daß er sich einen Bruch des rechten Unterarms zuzog. Der Verunglückte mußte nach der Sanitätswache in der Oranienstraße geschafft werden, wo ihm ein Gypsverband angelegt wurde. g. Die Passage des Alexanderplates und der umlie genden Straßen während der Nachtzeit bezw. von 11 Uhr ab ist durch die dort nach Hunderten anzutreffenden Frauenspersonen mit ihren 3uhältern geradezu lebensge fährlich. Macht ein Passant etwa den Versuch, sich eines jener aufdringlichen Frauenspersonen mit lauten Worten vom Leibe zu halten, so tauchen plößlich mehrere Buhälter auf, die zu jeder Unthat bereit sind und dies durch Hervorholen eines zu geklappten Meffers aus der Tasche sofort bekunden. Es hat den Anschein, daß erst durch Belebung der Gegend am Alexanderplatz durch die zahlreichen Lokale, welche bis spät in die Nacht geöffnet sind, jene Menschenklasse ihren Verkehr nach dort verlegt, denn früher war eine so starke Vertretung dieser Personen dort nicht beobachtet worden. Ein armes Milchmädchen aus Schöneberg" hatte, wie ein hiesiges Blatt erzählt, vor etwa 14 Tagen das Glück, hier in der Behrenstraße eine Brieftasche zu finden, in welcher fich ein Geldbetrag von mehr als 500 M. befand. Voll Freude über denselben brachte sie ihren Fund nach Hause, ohne bei der Polizeibehörde Anzeige zu machen. Desto unverhohlener sprach fte aber zu allen ihren Bekannten davon. In ihrer Einfalt machte sie sodann ihrem Wirth, ihrer Angabe nach, auf deffen Verlangen ein Geschenk von 200 M. und für 50 M. faufte fie in einem Manufakturgeschäft ein Kleid und Wäsche. Der Himmel hing dem Mädchen voller Geigen, bis plößlich ein Polizeibeamter, der durch ihr Gespräch davon gehört, bei ihr erschien und sich nach dem Fund erfundigte. Sie händigte dem Beamten nun sofort den Rest des Geldes im Betrage etwa 200 M. aus. Durch Vermittelung der hiesigen Polizei wurde der Buchhändler H. als Verlierer ermittelt. Gegen die unglückliche Finderin ist jetzt die Untersuchung wegen Fundunterschlagung und gegen den Wirth derselben, der übrigens bestreitet, von dem Funde gewußt zu haben, wegen Hehleret eingeleitet. Gerichts- Zeitung. R Der Zufall spielt in Kriminalsachen oft eine bedeu tende Rolle, das zeigt wiederum nachstehende Thatsache. Ein Kellner aus dem Hotel de Rome steht in dem Schaufenster eines Rücklaufhändlers mehrere filberne Löffel liegen, welche er bei näherer Betrachtung als aus dem Hotel de Rome stam mend erkennt. Er macht dem Befizer des Hotels hiervon Mittheilung und nach sofort vorgenommener Revision der Uten filien fehlen im Hotel Werthgegenstände im Betrage von uns gefähr 377 Mart. Der Verdacht des Diebstahls lenkte fich gegen eine Frau Brysch, welche von dem Hotelbefizer die Ers laubniß hatte, sich übrig gebliebene Speisen abzuholen. Bei Durchsuchung ihrer Wohnung fanden sich verschiedene Gegenstände im Werthe von ungefähr 27 Mark vor, die aus dem Hotel entwendet waren. Des Diebstahls angeklagt, stand die Brysch gestern vor dem Schöffengericht; fie war geständig die bei ihr vorgefundenen Sachen aus dem Hotel entwendet zu haben, doch will sie von dem Verbleib der übrigen fehlenden Gegenstände nichts wissen. Der Staatsanwalt beantragt, in Erwägung, daß sie das Mitleid des Hotelbefizers arg gemißbraucht habe, 2 Monate Gefängniß; der Gerichtshof schloß fich den Ansichten des Staatsanwalts an und erkannte auf diese Strafe. R. Wegen versuchter und vollendeter Unterschlagung betritt aus der Haft vorgeführt- der Handelsmann Albrecht den Gerichtssaal. Der Angeklagte entnahm auf einen Leihkontrakt von dem Fabrikanten Homuth ein Piano, von welchem er sodann die Fabrikmarke entfernte und versuchte, es für einen billigen Preis an den Mann zu bringen. Eben wollte Albrecht das Piano für 120 Mark wieder verkaufen, der Wagen hielt schon vor der Thür um es abzuholen, da fame der Fabrilant Homuth der Wind bekommen batte hinzu und nahm fein Piano wieder an sich. Präsident: Wozu kauften Sie das Piano?" Angell.: Für meinen Sohn, da er sehr musikalisch ist." Präsident: Sie sollen der unverehelichten Löchel, welche bei Ihnen gewohnt einen Waschkorb mit Gegenständen im Werthe von 100 Mark unterschlagen haben. Wo haben Sie die Sachen gelaffen?" Angeklagter:„ Ich habe die Sachen versegt." Beugin Fräulein Löchel deponirt, daß Sie früher bet dem Angeklagten gewohnt habe; fie sei noch nicht lange in Berlin und jetzt seit Januar im Geschäft des Herrn D. in der Mohrenstraße thätig. Mohrenstraße thätig. Da sich auch noch herausstellte, daß Albrecht die Pfandscheine an den früheren Schankwirth Röthe, als Unterpfand für geliehene 18 Mart gegeben hatte, so beantragte der Staatsanwalt 6 Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf einen Monat Gefängniß. R. Das Marschiren des Militärs in langen Zügen durch die Straßen hat schon oft viele Unannehmlichkeiten im Gefolge gehabt. Der fleißige Bürger, welcher zur rechten Zeit in die Fabrik muß und auch der Fuhrmann, welcher nicht Beit hat, das Ende der militärischen Aufzüge abzuwarten, sie sind keineswegs sonderlich erbaut, wenn ein Trupp von vielen Hunderten von Soldaten den Verkehr auf längere Zeit sperrt. Der Handelsmann Becker fuhr vor einigen Wochen mit einer Fuhre Heu durch die Alexanderstraße, als eine größere Truppe des Alexander- Regiments der Kaserne zu marschirte. Becker behaup tet nun, daß, obgleich er soviel wie möglich aus dem Wege gefahren sei, ein Gefreiter in den Zügeln des Pferdes gefaßt und dasselbe mit einem heftigen Ruck zur Seite geriffen habe. Darauf habe er den Gefreiten in der Erregung über die Unbill, welche dem Thiere wiederfahren, einige Schimpfworte zugerufen. Hierdurch fühlte sich der Gefreite beleidigt, denunzirte Becker und so unterlag die Sache gestern der Entscheidung des Schöffengerichts. Die als Beugen vorgeladenen Soldaten stellen die Sache so dar, als ob Becker ganz gut hätte ausweichen können, auch will der Gefreite das Pferd nicht in der Weise herumgerissen haben, wie Becker behauptet. Infolge dessen verurtheilt der Gerichtshof Becker zu 20 Mark oder 4 Tagen Haft und spricht auch dem beleidigten Gefreiten die Publikations- Befugniß zu. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. h. Die große öffentliche Schneiderversammlung, welche die Lohnkommiffion der Schneider zum Mittwoch Abend einberufen hatte, war von ca. 500 Theilnehmern besucht. Herr Pfeiffer hatte die erfreuliche Thatsache mitzutheilen, daß Herr S. Adam, dessen ungenügende Lohnverhältnisse damals be sprochen wurden, fich inzwischen mit dem Vorsitzenden der Lohntommiſſion, Herrn Pfeiffer. in Verbindung gesetzt habe, um eine von ihm( von Herrn A.) gewünschte Unterredung über die obschwebenden Angelegenheiten und die Schneider- Lohnbewegung überhaupt herbeizuführen. Diese Unterredung habe Mittwoch Vormittags im Arbeitsnachweis der Schneider, Mauerstraße 86 ,, vor Zeugen aus den Kollegenkreisen stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit habe Herr Adam nicht nur die jetzige Lohnbewegung der Schneider als durchaus nothwendig und gerechtfertigt, sondern auch die Lohnkommis 11 zweige( E. H.) halten am Sonnabend, den 9. August, Abends 81 Uhr, ihre außerordentliche Hauptversammlung Annenstraße 16 ab. Wegen der wichtigen Tagesordnung, Wahl straße 16 ab. Wegen der wichtigen Tagesordnung, Wahl der Abgeordneten zur außerordentlichen General- Versammlung und Anträge betreffs Statuten- Aenderung, ersucht der Vorstand um zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder. Die Berliner Mitglieder der Hamburger CentralKranten- und Sterbetasse der Tischler und verw. Berufs= genossen( E. H. K.) versammeln sich am Sonntag, den 10. b. M., Vormittags 10 Uhr im Königstadt- Kafino, Holzmarkstr. 72. Tagesordnung; 1. Rechnungsbericht vom 2. Quartal. 2. Bericht der Delegirten. 3. Verschiedenes. Literarisches. Bon der Donau zur Adria, das heißt von Wien nich Triest und Fiume, so lautet der Titel des mit Nr. 65-67 be= zeichneten Bandes der Europäischen Wanderbilder( Verlag von Orell Füßli u. Co. in Zürich), welcher die 700 Kilometer lange Strede in 120 Seiten schildert. Stift und Feder wetteifern, um dem Leser die Genüsse der Reise recht verführerisch vor Augen zu malen oder schöne Erinnerungen wachzurufen. Die Viadukte und Tunnels des Semmering, die Alpenbilder aus Steyermark und Krain, die hauptsächlichsten Städte der Linie, die wunderbaren Felsgrotten und unterirdischen Gänge des Karstes, das adriatische Küstengebiet mit seinen Buchstaben und scharfen Vorsprüngen, seiner südlichen Vege61 Jllustrationen dieses Bandes vor Augen. Mit der treuen Wiedergabe der Landschaft vereinigt sich meistens eine künstlerische Auffassung und Darstellung. Wir heben besonders hervor die Vollbilder:„ Blick gegen Bolleruswand und Raralp"," Unter den Palmen" und Ausblick auf das Meer bei Abbazzia", und einige reizende Vignetten, wie 3. B. der Adlißgraben im Mondschein", die Ruine Klamm auf hohem Felsen, Rabenstein im schönen Murrthale 2c. Mit der Auffassung der Ansicht Schneealp find wir nicht ganz einverstanden. A. 10. ad 1. Sa. ad 2. Nein. A. S. Wenn Sie in Lohn gearbeitet haben, so erhält derjenige, der einen Tag gefehlt, denselben eben weniger. Im Afford die Stückzahl. Eifrige Leserin. Der von Schiller gebrauchte Name Kamönen" für die 9 Musen ist eine von den römischen Dichtern mehrfach verwendete Uebertragung des Namens det alt- italischen Quellengöttinnen, welche Casmenae oder Camenae hießen, auf die griechischen Musen, welche ursprünglich auch als Quellengöttinnen gedacht waren. R. 2... p. Prinzenstr. Es ist richtiger Burge meister" zu schreiben, als Bürgermeister". Der Name stamm von dem Meister der Burg( der Citadelle der Städte), und nicht von dem Meister der Bürger ab. In allen Sprachen welche dieses Wort aus dem Deutschen entlehnt haben, i immer nur ein Zusammenhang mit Burg und nicht mit Bürger zu finden. Ver. d. Berl. Dachd. Ihre Erw. überschreitet bedeutend den Raum, der zur Verfügung steht. Wenn Sie sich mit einem gedrängten Auszuge begnügen wollen, ersuchen wir um fr. Angabe der Punkte, auf welche Sie Gewicht legen. Ber sönliche Besprechung erwünscht. G. M. 10. 1. Die Stadtverordnetenversammlung. Efte ren auf 12 Jahre, lettere auf 6 Jahre. Der Oberpräsident bestätigt die Wahl. 2. Es ist das nur ein Unterschied im Namen. Der eine ist deutsch, der andere lateinisch. Den Do tortitel führt an und für fich Niemand von ihnen, er muß fid denselben erwerben. Haustnecht. Dagegen kann nur die Polizei einschreiten Auf die Empfehlung einzelner Firmen können wir uns nicht einlassen. flon der Schneider als einzig maßgebenden Faktor für die Regelung der dabei in Betracht kommenden Verhältnisse anerfannt und ihnen thunlichste Förderung seinerseits versprochen. Herr A. ficherte in Hinsicht auf sein Geschäft nicht nur die baldigste Aufbefferung der Löhne seiner in den sogenannten befferen Branchen( d. h. mit Bestellungs-" oder Kunden=" Arbeit) beschäftigten Schneider zu' sondern versprach aus dasselbe hinsichtlich seiner Konfektionsschneider( d. h. für das Magazin) auf Lager resp. für das Engros- und Exportgeschäft arbeitenden Gehilfen) thun zu wollen, indem er Herrn Pfeiffer, als Vorsitzenden der Lohnkommission, vorschlug, in sein( das A.ſche) Geschäft einzutreten, um selbstständig, nach freiem Ermessen und im Einverständniß mit der Lohnkommission diejenigen Minimal Stücklöhne festzusetzen, bei denen ein Schneiderarbeitnehmer auskömmlich und menschenwürdig eristiren könne: er( Herr A.) erkläre sich sogar bereit, ein volles Jahr hindurch diese Löhne seinen Konfektionsschneidern zu zahlen und verspreche überdies auf das Bestimmteste, nach Ablauf dieses Jahres, falls fich bei diesen Löhnen eine Unterbilanz in der Konfektions-( Engrosund Export-) Branche seines Geschäftes ergeben sollte, die betreffende Spezialbranche( das Konfektions- Export- Geschäft) für die Zukunft gänzlich fallen zu lassen, resp. aufzugeben; andernfalls aber daffelbe in derselben Weise fortzuseßen. In der sich hieran anschließenden lebhaften Diskussion sprechen fich alle Redner zustimmend über diese Stellungnahme des Herrn A. aus. Und schon in dieser Diskussion wurde das Verwerfliche in der Methode der antisemitischen Hezer betont, wonach für jede Art fapitalistischer Ausbeutung und Bedrückung der Artation, kurz die schönsten und wechselndsten Bilder führen die beiter die Juden" verantwortlich gemacht wden, während doch, wie das tägliche Leben tausendfach lehre, weder die Konfession noch die Abstammung der Menschen mit ihrem persönlichen und fittlichen Charakter und dem daraus hervorgehenden Verhalten( etwas zu schaffen hat. Noch entschiedener wurde hierauf der Nachdruck gelegt, als es sich später um einen Arbeitgeber christlichen Glaubens und nicht ,, semitischer Raffe" handelte, um Herrn W., den Träger einer der hiefigen ersten Schneider Firmen, deffen Geschäft erst seit Beginn der antisemitischen und christlich- sozialen Agitationen zu blühen angefangen haben soll, und dem die schlimmsten Dinge, wie Bebrüdung und rohe Behandlung seiner Arbeiter, politischer Gesinnungsschacher aus Geschäftsinteresse und Gewinnsucht vorgeworfen und in Betreff deffen Uebergang zur Tagesordnung" beschloffen wurde. Ale übrigen Gegenstände der Tagesordnung wurden wegen zu vorgerückter Beit vertagt. Der Bezirks- Verein der arbeitenden Bevölkerung des Südwestens Berlins hielt am Montag seine ordentliche Versammlung in den Gratweil'schen Bierhallen ab. An Stelle des am Erscheinen verhinderten Herrn Paul Schulz hielt Herr Oskar Krohm ein Vortrag über die politische Situation der Jeztzeit". Der zweite Puntt, Vorftandswahl, fand seine Erledigung durch die Wahl des Herrn Schieffe zum 2. Vorfizenden und des Herrn Fahrenwaldt zum Beifizer. In Betreff des Sommerfestes wurde bekannt gemacht, daß dasselbe am 23. August in Schellenberg's Gartenlokal, Basenhaide 9 a, stattfinden soll, und Billets hierzu von den Herren Schieffe, Schleiermacherstraße 5, Hof I. II., und 6 14[ 300[ 140 261 82 91[ 300] 374 96 414[ 300] 23 59 526 68 680 Hoffmann, Mittenwalderstraße 24, III., zu entnehmen sind. Um[ 300] 730( 3000] 42 84 845 46( 550] 48[ 550] 909 1029[ 550] 30 168 78 95 226[ 300] 32[ 550] 37 44 48 455[ 1500] 57[ 300] 546 70( 300) 77 729 838 49 11 Uhr wurde die Versammlung geschlossen. 73 904 38 49 70 2027[ 550] 50 65 69 168 214 26 73 344 48 59 60 400 82 Aufruf an sämmtliche Bürsten- und Pinselmacher 21 505 55 627 1550] 825 51 941 3011 13 16 30 232 306 58 407 53 516 32 48 639 774 96 846 53( 550) 81 903 32 1550] 42 79 4139( 300) 41 Deutschlands. Kollegen! Da mit dem 1. Dezember 327 45 57 94 511 71 617 84 719 817[ 550] 51 57 71 Dieses Jahres das Reichs Krankenkassen- Gesez in Kraft tritt, 645501 66 720[ 300] 41 72 8778439 3183 40 291 358 424 33 68 1500 627 61 76 727( 3000) 874 925 71( 1500) 56021 46[ 300] 62 224 64 130 41 73 55047 97[ 550] 99 121 28 82 223 76[ 300] 329 64 65 81( 300) 417 wonach jede Person, welche nicht selbstständig ist, einer Kasse 4 99 920 52 630 16501 723 89 1550] 803( 3000) 37 95 1300) 952 7026 108 24 25 65 425 30 566 79 87 612 21 1550] 33 72 769 70( 3001 809 angehören muß, so haben sich in Nürnberg eine Anzahl 254 92[ 6000] 316 79 465 664 99 708 39 45 804 28 89 8045 74 78 82 57191 247 85 91 310 18 35 57 60 444( 300) 62 504 623[ 300] 84 709 Bürsten- und Binselmacher zusammengefunden, um eine zen- 102 31 59[ 300] 69 252 350 610 22 28 724 61 801 8 26 45 62[ 1500] 71 61[ 300] 912 17 21 7158206 28 41 77 325 26 77[ 300] 79 403 20 traliftrte freie Kranken- und Sterbefasse für Deutschland unter 73[ 3000] 937 67 9132 61 64 85 299 376 79 429 88 551[ 550] 92 602 43 300 558 615 63 717 33 94 982 59060 70 79 98 111 203 337 dem Namen„ 3entral Kranten und Sterbetasse [ 1500] 517 36 65[ 300] 609 63 82 84[ 550] 95 99 727 37 56 59 62[ 1500 10046[ 300] 100 28 32[ 550] 64 264 385 403 64 529 94 666 90 705 78[ 300] 840[ 1500] 51 908( 550] 25 57 83 der Bürsten- und Pinselmacher Deutschlands 845 56 77 85[ 550] 94 925[ 550] 30 60 11055 79 100 21 22 49[ 1500] ( beiderlei Geschlechts)" zu gründen. Das unterfertigte provi- 272 646 618 21 25 11500] 36 45 91 742 863 915 60 74 1300) 13014( 3000) 649 82 91 711( 300) 31 81 847 85( 1500) 906 32 13001 62010 56 1660 64 320 561 684 935 88( 300) 12085 88 96 135 73 91 206 84 349 60 93 61071 186[ 300] 216 36 90 312[ 300] 45[ 300] 62 77 78 454 60060 129 57 86[ 3000] 247[ 300] 324 513 641 48 61 769 831 50 93 forische Komité erlaubt sich daher, an sämmtliche Bürsten- und 18 65 118 43 91 97 237 93 447( 300) 507 19 32[ 300] 96 725 31 33 801 110 16 20 87 270 75 376 407 23 26 85 597 604[ 300] 18( 3000] 28 79 Pinselmacher das Ersuchen zu stellen, an allen Orten Deutsch- 75 1800] 900 3[ 300] 14055 84 85 92 214 19 40 79[ 300] 324 422 648 51 714 34 71 932 63019( 1500) 182 221 67 93( 300) 425 51 85 92 577-11 [ 3000] 623 49 74 848 59[ 3000] 87 953 64021 19( 300) 70( 550) 11 68 69 254 88 370[ 300] 440 518 58 617 740[ 300] 50 73[ 300] 92 844 50 lands, wo Kollegen find, Versammlungen einzuberufen und so bald als möglich ihren Beitritt zur Kaffe mittheilen zu wollen. 83 911 20 41 58 Die Ausarbeitung der Statuten wird in kürzester Beit erfol gen, um den Behörden zur Genehmigung vorgelegt zu werden, und find alle Anfragen betreffs der Sache an die Adresse Andreas Sauer, Kleinreutherweg h. d. V. Nr. 84 Nürnberg zu richten. Das provisorische Komité. ―e. Wie wir hören, wird vor Eröffnung der Arlbergbahn ein bezügliches Wanderbild mit 26 Jllustrationen zum Preise von Fr. 1.- M. 1. oder 60 Kr. erscheinen, welches den andern Bergbahnnummern der Wanderbilder würdig zur Seite stehen werde. Briefkasten der Redaction. H. R. 48. Das wissen wir selbst nicht, außerdem ist der Gegenstand viel zu wenig wichtig, um deswegen Recherchen anzustellen. Sie haben wohl eine Wette gemacht? 4. Klasse 170. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 7. Auguft 1884. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) [ 550] 16 34 81769 809[ 300] 25 30 66 98 88 725[ 550] 818 46 90 70 63 F. N. 2. ad 1. Ja. ad 2. Nur im Ganzen für 9 M Herrn Karl K.: Kottbuserstr. Ihre Zuschrift haben wi mit wirklichem Vergnügen gelesen, aber glauben Sie nicht aud daß derartige Albernheiten nicht überall passiren? Wenn die Herren, die es heute noch für gut befinden, sich mit derartige Ungehörigkeiten an unmündige Kinder zu wenden, lieber über ihre eigene Lage nachdenken würden, so find wir fest überzeugt daß fie auf ganz andere Resultate verfallen würden. Wen wir wüßten, daß die Mehrzahl jener Leute ähnlichen Tendenzen huldigt, würden wir uns in Bukunft sehr hüten, für diefelbe noch fernerhin in die Schranken zu treten. In Betreff de zweiten Punktes werden Sie hoffentlich in nächster Zeit au fachkundiger Feder einen recht interessanten Auffat lesen. 45067 85 92 124 312 51[ 300] 55[ 300] 71 414 35 82 88 688 714 88 98 853 60 959 75 94 46025 72 128 43 285 91 343 47 62( 550) 77 524 68 70 639 68[ 550] 98 715 22 40 82[ 1500] 801 98 47020 25 681 76 93 202 45 78 312 25[ 3000] 38 448 501 610 89 92 754 48046 72 18 307 72( 550] 87[ 3000) 416 83 569 87 600 5 10 39 721 79 832 58 64 900 87 49096 114 27( 340] 228 332 56[ 300] 69 579 813 44 922 47 50002 24 94 254 76 331 88 423 25 607 96 733 13001 36 57( 3000) 805 903 12 42 51 51005[ 3000] 26 61 71 162 229 62 1550] 344 46 51[ 1500] 64 451 78[ 550] 597 687 797[ 1500] 889 905 14 27 50 76 5206 124 33 229 349 72 510 628 61 735 63 93 805 10 17 35 34 926 53006 11 32 71[ 3000] 91 94 150 206 32 34 362 77 83 84 423 98 572 610 777 31 803 44 34122 27 249 92 333 93 503 606 09 746 841[ 300] 50 84 15222 53[ 300] 303 35 80 494 512 57[ 300] 67 612[ 300] 30 32 55 81 704[ 1500] 67 98 831 46 908 25 39 58[ 300] 16024 52 92 148[ 3000] 58 10-15501 239-47 364 78 403 512 20 38 600012474 510 19 35 36( 300) 781 92 805 31[ 30000] 51 80[ 550] 98, 18099 134( 3000) 69 71 241 84 357 409 18 43 558[ 300] 703 8( 550) 56 86 846 19039 92 105 90 208 61 89 331 72 430 98 640 47 55 58 711 50 92 938 40 45 89[ 300] 99 20014[ 3000] 101[ 550] 9 18 20 42 70 226[ 300] 37 314 71[ 300] 517 80 662 755 808 12 26[ 300] 85 91[ 1500] 900 88 94[ 550] 21050 79 134 912 53 Nr. Arm 98 tügung auch ü gends ten, wi faum Deutic D Arbeit Hamirt Recht Diesem A folches wärtig so lang worder E Sorge private bort fö nen m Richte Erziehu die S zu Brü le Schweize der Ha Föhr westdeu unferen De beit fich und er in Deu in der rend de häftig linge in den theils, Kinder Kinder die Au fei, erfo gemach Di jenige Kanton geftatte Doch fte einige ordnun tönnen Vertret traftzeit liefert S forgt männlic ftimmte Bögling fiches S Der gut verläßt, bält. A 65030 32[ 300] 34 72[ 3000] 107 81 201[ 300] 346 86 97.400 510 550 524 707( 3000) 14 56 800 19 961 67 93 67190 268 584 89 617 49 700 55 63 871 98 954 67 76 68005 35 119 24 48 211 24 69 48 551 67[ 550] 839 43[ 1500] 900 37 49 60 614 15 48 49[ 300] 750 839 933 53 69070 75 188 300 20( 550 70030 41 52 75[ 550] 118 61 202 62 306[ 300] 99 503 96 686 716 22099 194 223[ 550] 91 310 54[ 1500] 67 419 43 52 687 705 33 37 95 97 363 64 476[ 300] 79 559 630 46 54 76 705 38 811 63 901 26 69 72035 885[ 3000] 96 913[ 3000] 20 45 23081 99 124 47[ 300] 58 96 99 258 94 72[ 1500] 103[ 300] 18 27 50 52 99 201 33[ 550] 448[ 3000] 67[ 3000169 Der Fachverein der Tischler hielt am Dienstag, den 5. 315 20 76 443 84 85 579 632 70 746 48 65 813 16 87 942[ 300] 72[ 300] 591 641 87 707 25 879[ 300] 83[ 1500] 915 57 73042 179 338 527( 3000 Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, diesen Aufruf abzudrucken d. 75[ 550] 601 82 98 747 879 975 79 653 [ 550] 110[ 550] 246 328 63 454 55 79 1500 81 581 912 26 27 57. die den Zweck hatte, dafür zu agitiren, daß in jenem Bezirk ständige Bereinsversammlungen abgehalten würden. Herr Wald- 69 707 10 80 96 342 60 906 24 54 32 26041 3001 79 137 13 249 363 75065 66[ 300] 97 151 270 524 683 742 805 37[ 300] 78 927 49 69 apfel referirte über den 3wed uno Biele des Fachvereins der 306 26 64 82[ 3000] 426 29 502 42[ 300] 48 72 674 75 778 845 55[ 300] 77031 83[ 300] 96[ 30 000] 182 228 65 66 80[ 300] 93 340[ 3000) 76300 Tischler. An der sehr animirten Diskussion betheiligten sich besonders die Herren Klose, Vogt und Mitsch. Alle Redner 89 506 91 640 83 89 722 34 817 46[ 3000] 53 913 23[ 300] 88 99 29017 201 73 87 348 61 490 98 561 608 44 69 825[ 550] 35 93 920 79001 46 79 929 39 58 28039 47 91 229 71 327 60[ 300] 71 83[ 300] 400 63 300 478 512[ 1500] 53 733 36 811[ 300] 19 62 914 70 73 85 88 78021 62 108 sprachen sich für Zentralisation aus, daß der Fachverein feine[ 550] 56 59 63 89 329 441[ 1500] 44[ 1500] 519[ 300] 603 18[ 300] 27 700 52[ 1500] 170 212 315 85 410 74 534 56 65 624 87 711 56 865 919 35 42 30009 71[ 300] 93 107[ 300] 57[ 1500] 232 34 44[ 3000] 49 316 42 60 69[ 1500] 34 47 685 750 52 92 809 35 63 903 24 81 86 81038 43 6013000 80073 95 98 111 12 49[ 550] 66 286[ 550] 315 422 44 1550] 79 512 Anschluß an den Verband gestattet werden müsse. Zum Be- 70 533 607[ 550] 720 76 87[ 550] 828 976 31013 49[ 550] 71[ 1500] 109 47 101 89 92 264 79[ 1500] 386 403 43 61 80 509 41 611 95 707 20 3001955 tokollführer Herr Georgi und zum Beitragsammler Herr Fest[ 1500] 438 512 73 79 80 686 790[ 300] 91 831[ 3000] 56[ 300] 939 33122 95[ 6000] 565 691 94[ 1500] 704 804 24[ 1500] 40 994 84014 53[ 30068 23 49 99 902 9 47 32001 49 60 99[ 1500] 123 211 90[ 300] 326 29 70 827 903[ 550] 57 75[ 550] 38037 62 131 72 266 86 311 37 93 488 30 in Vorschlag gebracht. Ferner wurde beschlossen die nächste 205 23[ 300] 26 315 49 83 427 58 543 57[ 550] 606 57 73[ 300] 75 91 717 113[ 300] 206 34[ 300] 72 317 57 402[ 3000] 29 36 50 54 73 80 561( 550 Versammlung am Donnerstag, den 21. August in demselben Lokale abzuhalten. 76[ 1500] 840 84 929 61 35 69 818 28 98 99 909 32 51 34012 37 112 37 95 214 59[ 550] 359 76 767 800 31 47 910 72 404 32 43 83 92 550[ 300] 78[ 550] 85 742 70 96 98 824 908 25 63[ 300] 35020 33[ 300] 53 108 37[ 3000] 54 202[ 300] 329 417[ 550] 94 554 56 67 94 715 68 861 910 16 28 86015 37 55 78[ 300] 157 60 62 227 31 85020 34 67 85 147 64 268 98 326 73 408 15 85[ 550] 526 66 65 Die Zimmerleute und Schreiner in Bradford, welche 623 91[ 3000] 714 27[ 1500] 88 819[ 300] 39 36036 64 74 154 57 59 333[ 300] 62 64 300 15 24 67[ 1500] 84 477 84 642 710 45 72 91 806 375) 53[ 300] 56 409 29[ 300] 591[ 300] 694 711 53 852 921[ 1500] 37043[ 550] 42[ 300] 78 926 90[ 3000] 87000[ 1500] 64 110[ 550] 45 54 74 91 267 52 96 105 56 62[ 550] 82 217 20 62 312 32[ 300] 428 520 92 774 920 71 319 31 77[ 300] 476 513 80 627 31 77 704 20 27 54( 550] 56 99 892 99 75[ 300] 38004 22 64 93 179[ 1500] 216 31[ 3000] 46 65 425 33[ 3000] 88045 50 92[ 1500] 147 71 334[ 1500] 78 94[ 300] 430 67 685 87 76 507 19 42 90 702[ 550] 93[ 300] 920 38 39019 72 117 44 80 99 206[ 1500] 944 89060 188 93[ 3000] 284 350[ 550] 83 437 513 37 53 53 72 89 62 vor sechs Wochen behufs Erzielung eines Durchschnittslohnes von 7 d per Stunde strickten, haben die Arbeit zu den ihnen von den Meistern angebotenen Lohne von 7 d per Stunde wieder Die Bergleute in dem Kohlengrubendistrikt 86 863 936 59 aufgenommen. von Südwest- Lancashire haben die ihnen angekündigte Lohn erniedrigung von 10 pet. angenommen, wodurch der Strife nach mehrwöchentlicher Dauer ein Ende gefunden hat. 40005 25 179[ 6000] 81 96 289 303 75[ 1500] 534 42[ 300] 69[ 1500] 43 55[ 550] 601 12 717 67 867 913 85 93[ 550] 91003 13 56 77 828 90000 160 294[ 550] 320[ 300] 30 48[ 3000] 94 401 26 49 98 52 90[ 550] 831 46 79 922 41030 110 21 205 10[ 550] 16 22 31 34 60 80 147[ 3000] 68[ 1500] 72 77 218 353 60 83[ 3000] 421 95 553 657 94 408 13 41 533 57 85 92 671 75[ 1500] 78 99 702 34 75 856 85 958 80 766 81 94 898 92153 59 203 6 13 43 71 318 35 419[ 550)] 574( 309 87 42027 91 103 12 200 311[ 300] 58 403[ 300] 556 689 712 61 822 44 602 17 715 806 28 935 54 68 93085 144 47 57 89 219 30 88 301 737 Die Mitglieder der Zentral- Kranken- und Be 92 699 732 65[ 300] 840 77 913 44039 56 104 19 34 222 86 352 76 443 40[ 550] 136 49 54 79 211 364[ 550] 455 75 97[ 550] 506 10 84 649 70 915 38 62[ 3000] 83 43023 76 141 233 40 95 382 403[ 300] 39 562 78 415 51 63 564 69 83 624 775 801[ 550] 925 32 48 62 64 94013 23 24 gräbnißkasse der Buchbinder und verwandten Geschäfts- 75( 550] 557 655 62 15501 722 49[ 30001 849 69 906 15501 10 18 79[ 300] 98[ 1500] 79 722 49 50 815 63 75 91 Theater. Freitag, den 8. August. Die Königl. Theater sind der Ferien wegen geschlossen. Deutsches Theater: Geschloffen. caes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Der Bettelstudent. Wallner Theater: Hotel Blancmignon. Chend- Theater: Der Sonnwendhof. Balhalla Operetten- Theater: Nanon. = Batfenstädtisches Theater: 99. Dvern Vorstellung. Mit Indra." hoher Genehmigung. Zum fiebenten Male: Große Oper in 3 Atten. Musik von Flotow. Frauen und Mädchen können das Mäntelnähen erlernen. 530 Nachher dauernde Beschäftigung. Harmsen, Langestr. 22, Hof 1 Tr. Große öffentl. Versammlung der Mitglieder der Sattler-, Riemerund Täschner- Gehülfen- Kranken- und Sterbe- Kasse Berlins. Sonnabend, den 9. August, Abends 8%, Uhr im Lokal des Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Rendantenwahl und die Stellung der Mitglieder zu derselben; 2. Diskussion; 3. VerJ. A. J. Schnürle, Sattler. schiedenes. Berantwortlicher Redacteur 8. Große öffentliche Versammlung der Buchbinder. Album-, Leder-, Mappen- und Gartonagen- Arbeiter am Freitag, den 8. d., Abends 8 Uhr in den Gratweilschen Bierhallen. [ 532 Tagesordnung: Wie soll die Lohnbewegung aller Branchen gehandhabt wer den und wann soll dieselbe eintreten. Referent Friedr. Michelsen. Erscheinen Aller ist dringlich und Ehrensache. Die Lohn- Kommission. Arb.-Bz.-V. Laufizer Platz. Große Landparthie per Bahn nach Grünau Sonntag, den 10. August, präzise 7% Uhr früh, Görliter Bahn. Billets zum Preise von 75 Pf. find zu haben bel den Herren Göke, Wrangelstr. 125, o'ge, Köpenickerstraße 191, May, Wienerstraße 28. Freunde und Gönner fönnen, durch Mitglieder eingeführt, theilnehmen. 501] Der Vorstand. Versammlung der Maurer Sonntag, den 10. d, M., Vormittags 10 Uhr in der 537] Norddeutschen Brauerei Die Buchdruckerei von MAX BADING Beuthstrasse 2 empfiehlt sich zur Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten, in geschmackvoller Ausführung zu soliden Preisen. nebenbe wodurc Rachbr Bo bebend die gen mit der Baffer Das Spe felbft v Gebirge brauner fchmutzi war, un faufen, orienta Die ben unter d fischen biftorif Stanal find, bürftig und taften Beduin Luft zu lend ti die mit uns her zwiebad fürsten und der äthiopis in die Die Nr. 7 der humoristischen Blätter ,, Der wahre Nacob ist erschienen und in der Erped. d. Berl. Volksbl." zu haben Für Diejenigen, welche es angeht. Sonntag: Kartoffel- Essen; Häring, Meffer und Gab müssen mitgebracht werden. Chausseestr. 58.( Tagesord. wichtig.) Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. [ 533 Hierzu eine Bellag unfern tische S Bo Don un Die wei raftlofer auf den die wie fonnte, wieder perlend buntzuf denen hatte, S Eiland Ebenen t t + Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 107. Armenerziehungsanstalten in der Schweiz. Schweiz. Bekannt ist, daß in der Schweiz in Bezug auf die Unter stügung der Nothleidenden großer Gemeinfinn herrscht, der sich auch überall in hervorragender Weise bethätigt. Man erblickt bei einer Reise durch die Schweiz fast nirgends die erschreckende Armuth und die verwahrlosten Geſtalten, wie bei uns zu Hause; Bettler und Vagabunden giebt es laum und die fechtenden" Handwerksburschen sind meist Handwerksburschen sind meist Deutsche und Desterreicher. " Die Schweiz sorgt eben für ihre Armen! Das Recht auf Arbeit" haben die Schweizer Kantone freilich noch nicht prollamirt, aber in der That besteht dort im weitesten Sinne das Recht auf Unterstügung", während man in Deutschland von diesem Rechte" durchaus nichts wissen will. Auch wir sind selbstverständlich im Prinzip gegen ein folches Recht", jedoch ist dasselbe für die Nothleidenden gegens wärtig in der besten der Welten" doch eine schöne Sache, und so lange, bis die beste der Welten" erst gründlich gebessert worden ist, doch nicht so schlechthin von der Hand zu weisen. Es dürfte sich kaum ein anderes Land finden, wo die Sorge für die Armen, sowohl von staatlicher als auch von privater Seite so entwickelt ist, als in der Schweiz. Es giebt dort förmliche Armenerziehungsanstalten, von de nen wir hier einige der berühmtesten nennen wollen: Die Richter- Liedersche Seidenwirkerei" in Basel, die ,, Web- und Erziehungsanstalt" in Trogen, die ,, Seidenspinnerei" zu Wangen, die Seidenwinderei" zu Tagesschwangen und die„ Schusterei" zu Brütisellen. Ueber das Wesen und die innere Einrichtung dieser chweizerischen Armenerziehungsanstalten wollen wir nun an Der Hand der Wahrnehmungen des Landgerichtsdirektors Dr. Föhring zu Hamburg, die er im 13. Vereinsheft des Nordwestdeutschen Vereins für Gefängnißwesen niedergelegt hat, unseren Lesern einige nähere Mittheilungen machen. Der Umstand, daß die genannten Anstalten durch ihre Arbeit sich selbst erhalten, erleichtert die Aufnahme verwahrloster und erziehungsbedürftiger Kinder ganz wesentlich, während die in Deutschland zumeist mit landwirthschaftlichen Arbeiten behäftigten Rettungs- Anstalten erheblicher Kostgelder für die Zöglinge nicht entbehren können und die Gemeindebehörden nur in den äußersten Fällen, beispielsweise infolge richterlichen Urtheils, sich entschließen können, Erziehungskosten auf verwahrlofte Kinder zu verwenden. Der Verdacht, daß die Erziehung der Kinder in den schweizerischen Anstalten nur ein Vorwand und die Ausbeutung der jugendlichen Arbeitskraft der Hauptzwed fei, erscheint nach den von Dr. Föhring an Ort und Stelle gemachten Wahrnehmungen völlig ausgeschlossen. Die Aufnahme der Böglinge erfolgt erst, wenn diese das jenige Lebensalter erreicht haben, in welchem die betreffenden Kantongefege die Beschäftigung von Kindern in Fabriken gestatten, also im Alter von 12-14 Jahren; der Aufenthalt in der Anstalt erstreckt sich auf die Dauer von 2-4 Jahren, doch steht es nach Ablauf dieser Zeit den 3öglingen frei, noch einige Jahre in der Anstalt zu bleiben. Sie sind zwar während der Dauer ihres Aufenthalts in der Anstalt der Haus ordnung und den Befehlen ihrer Vorgesezten unterworfen, tönnen aber vor dem Ablaufe der zwischen ihren gefeßlichen Bertretern und dem Vorstande der Anstalt abgeschlossenen Ronraftzeit jene wieder freiwillig verlassen. Der Anstaltsleiter liefert Kleidung, Wäsche, Beköstigung, Wohnung, Bett und forgt für den Schulunterricht; er bildet die Böglinge männlichen Geschlechts in den geschäftlichen, die weiblichen nebenbei in häuslichen Arbeiten vollständig aus, wofür der Bögling von dem ihm zugeschriebenen Tagelohn einen betimmten Theil zur Kleider- und Krankenkasse, sowie ein wöchent fiches Koftgeld von 5-6 Frcs. zu entrichten hat. Der Rest der gutgeschriebenen Löhne wird ihm, wenn er die Anstalt verläßt, zu Händen seines geseglichen Vertreters ausbezahlt, wodurch nicht selten ein Bögling 300 Frcs., ja noch mehr erhält. Dazu kommt noch eine recht gute und reichliche AusAus dem ostindischen Soldatenleben. Nachdruck verboten.] Von R, C. die Vor unseren trunkenen Bliden lag der indische Dzean. Er hebend wirkte der Anblick und überwältigend auf unser Gemüth, gewaltige unabsehbare Fläche in der majestätischen Ruhe, mit der dunkelblauen Himmelskuppel darüber, die fich tief im Saffer spiegelte, und dem Meere jene dunkle Farbe gab, die Das Herz so schwermüthig macht, daß man unwillkürlich fich amalbind pillinda dirad Freitag, den 8. August 1884. 200 blo Bla s? dizer quin mitjan muidos. 1. Jahrgang. rüstung an Kleidern und Wäsche. Die Arbeitszeit berüstung an Kleidern und Wäsche. Die Arbeitszeit be-| find diese Arbeiterkolonieen viel zu winzig, fie fönnen nicht die Fabrikarbeit, der andere auf den Schulunterricht entfällt. Die Leitung der Anstalt untersteht nicht einem Fabrikanten, sondern ausschließlich pädagogisch gebildeten Lehrern von Beruf und befähigten Hausmüttern. Die Mahlzeiten werden von dem Anstaltsvorstande und seinen Familienangehörigen, den Lehrern und Aufsehern gemeinschaftlich mit den Böglingen eingenommen, wobei für alle dieselben Speisen bereitet werden. Der leiblichen Pflege wird außerdem durch Turnunterricht, durch Spiele im Freien und in einigen Anstalten auch durch Gartenarbeiten Rechnung getragen. Wie sehr diese schweizerischen Arbeits- und Erziehungsanstalten für die arme, nothleidende Bevölkerung mit Erfolg wirken, geht unter Anderem aus dem Berichte des Armenerziehungs- Vereins im Kanton Basel- Land vom Jahre 1882 her vor, in welchem es bezüglich der Richter- Lieder'schen Seidenwirferei heißt: Der Segen, den diese Anstalt seit dreißig Jahren wohl über sechshundert Töchter unseres Landes gebracht hat, läßt uns der Richter'schen Initiative höchst dankbar gedenken." Dr. Föhring glaubt, daß der Wunsch, ähnliche Armener ziehungs- Anstalten auch in den stark bevölferten, armen Fabrikgegenden Dentschlands einzuführen, um so weniger ein völlig vergeblicher sein dürfte, weil die schweizerische Einrichtung auch in Frankreich und England schon vielfach mit Erfolg nachgeahmt worden ist. wie gen" Daß nun derartige Erziehungsanstalten viel besser wirken, die Arbeitshäuser in Deutschland, in welchen die verwahrloste Jugend meist zu Vagabunden ,, erzowird wer möchte das leugnen? Daß aber solche Institute auch nur in Lande, wie die Schweiz unter den übrigen Landeseinrichtungen fröhlich ge= deihen tönnen, ist ebenso wahr. In Deutschland redet bei solchen Anstalten immer die Polizeibehörde und eine vermuckerte Geistlichkeit das erste Wort. Deshalb werden dann die Jungen zu Heuchlern und zu Duckern erzogen, die der Gesellschaft und ftch selbst später nur Schaden bringen. Dann aber würde bei unseren entwickelten Industriever hältnissen und bei unserer starken Bevölkerung die Arbeit in jenen Anstalten bei so langer Arbeitszeit-11 Stunden! ähnlich wirken, wie die Arbeit in den Gefängnissen und Militäranstalten; sie würde der freien Arbeit eine äußerst gefährliche Konkurrenz machen und Arbeitslose und Vagabunden schaffen helfen ganz gegen ihren Willen. Wir find deshalb doch nicht der Meinung des Dr. Föh ring, daß es so sehr wünschenswerth sei, derartige Armener ziehungsanstalten auch in Deutschland einzuführen. Wenn die Behandlung und Erziehung der Böglinge fich ebenso in Deutschland gestalten würde, wie in der Schweiz, was wir mit gutem Recht bezweifeln, dann hätten allerdings die einzelnen Böglinge einen großen persönlichen Vortheil; aber an den allgemeinen Zuständen würde, wie wir oben angedeutet haben, nichts geändert, ja sie könnten wohl durch die Konkurrenz dieser Anstalten verschlechtert werden. Es wird nämlich durch Errichtung von Arbeitshäusern und dies sind diese Anstalten in gewissem Sinne ja auch und würden es sicherlich in Deutschland werden feine neue Arbeitsgelegenheit geschaffen, sondern sie wird ledig lich von anderen Stellen dahin übertragen, d. h. sogenannten freien" Arbeitern wird die Arbeit genommen, diese werden brotlos gemacht und ihre Arbeit wird den 3wangsarbeitern in den Anstalten gegeben. Da sind uns aber doch die Kolonisationsarbeiten der Arbeiterkolonieen zu Wilhelmsdorf, Seyda, Ricklingen u. s. w. viel lieber, fie machen feine Konkurrenz den freien" Arbeitern, dort wird neue Kulturarbeit geschaffen. eider aber befinden sich auch diese Anstalten in den Händen von orthodoxen Priestern, welche bei den Kolonisten ungemein Schaden anrichten können bei der Erziehung. Dann auch Fieber und der schwarzen Pest, war das nächste Ziel unserer Wünsche. Wer von uns sollte einen Treffer, wer eine Niete in dieser wilden Lotterie ziehen? Das war der Gedanke unter dessen Einfluß fast Alle mehr oder weniger standen, der uns Alle mehr oder weniger bewegte. Nur Einen von uns schien das nicht zu kümmern, er hatte keinen Sinn für die kleinen Leiden und Freuden, die täglich an uns herantraten. Apathisch schweifte sein blaues Auge über die weite Fläche, unbewußt knabenhaften Antlig lag der Ausdruck eines wilden Schmerzes, gepaart mit düsterer verzehrender Schwermuth. So konnte er Stundenlang stehen, der Außenwelt entrückt und Alles um sich her vergeffend. Man wußte nicht viel von ihm: er war ein Belgier und hatte sich bei seinem Eintritt in die Armee als Student der Rechte legitimirt. Für gewöhnlich verkehrte er mit Niemand, sprach felten, nur zeigte er bisweilen einen schrecklich auflodernden Born, der sich bis zum Parorismus steigern konnte. Dies war namentlich der Fall, wenn Dienste von ihm verlangt wurden, die jeder von uns leisten mußte, und die nur ihm entehrend vorkamen. Jede freundschaftliche Annäherung wies er zurück, Gebirge der Straße von Bab- El- Mandeb, wir hatten den braunen Sohn der arabischen Wüste gesehen, der in seinen schmuzigen weißen Gewändern zu uns an Bord gekommen war, um uns seine Früchte, Trauben und Orangen, zu vertaufen, wir hatten im Hafen von Aden das bunte Treiben Die den Hafen beherrschen, lagen die stolzen Kasernen der eng orientalischen Seelebens bewundert, hoch oben auf den Felsen, fischen Garnison, die Rothröcke manövrirten in den Bergen; unter dem Brand der glühenden Wüstensonne hatten wir die historischen Fluthen des rothen Meeres durchdampft; im SuezKanal, deffen Ufer so trostlos und doch anziehend dürftiges und erbärmliches Aussehen uns mit Schreden bischen Bauptman, but angeworben wurden, einem hon und Mitleid erfüllte, wir erbliden fleine vieredige Lehm tasten mit einem Loch als Eingang, in denen fich einzelne Luft zu leben schienen, da man hier nichts anderes fah. HeuBeduinenstämme niedergelassen hatten, die nur von Sand und lend stürzten aus den Löchern halberwachsene nadte Kinder, die mit bittenden Geberden so lange im Wüstensande neben uns hertrabten, bis man eine Kartoffel oder ein Stück Schiffs= mochte sie ihm angeboten werden, von wem es war, gegen Jedermann verhielt er sich gleich ablehnend. So antwortete er Harderwyt, wo wir hollänscheinung aufgefallen war, und der ihn fragte ob er nicht zu avanciren wünsche, es würden fich Mittel und Wege finden laffen, ihn wenigstens zum Unteroffizier zu machen, kurz und Dante, rauh: ,, Merci, mon capitaine, j'aspire pour la mort Herr Hauptmann, ich suche den Tod." So lebte er still und verschloffen für sich, ein tiefes inneres Herzweh mit sich herumschleppend. Von verschiedenen Seiten hatte man bereits Anzwieback ins Waffer warf, worauf fich alle mit wahrer Wuth näherungsversuche an ihn gemacht, mit rauher offener Solftürzten und sich um den Besitz balgten. In Port- Sard hatte datenfreundlichkeit hatte man ihn öfters in den Kreis der äthiopischen Raffe stiegen mit ihren hochheladenen Kohlenkörben unsern Bedarf zu decken, während die streng aussehende, egyptische Hafenpolizei um eine Cigarre bettelte. Von all diesen neuen Eindrücken bewegt, schaute mancher die uns in das Meer. Eine leichte Brise hatte sich erhoben, Die weite Fläche war von majestätischer Ruhe in dieser ewig raftlosen Bewegung. Der Sonnenschein tanzte und funkelte die wie in langen Angriffslinien weithin, soweit das Auge reichen fonnte, gegen das Schiff zogen und sich immer und immer wieder erneuerten, wenn fte am Bugspriet fich zu millionenperlendem Schaum geschlagen. Wir waren Soldaten, eine buntzusammengewürfelte Schaar aus aller Herren Länder, von denen die meisten das Schicksal oder der Leichtfinn getrieben hatte, Dienst in einer fremden Armee zu nehmen, und das grüne Eiland Java mit seinen herrlichen Wäldern, seinen fruchtbaren fich abweisend, für Erleichterungen, die ihm, wie das oft geschieht, von seinen ungebildeteren Landsleuten gewährt wurden, hatte er nie auch nur das fürzeste Wort des Dantes, so daß schließlich das allgemeine Interesse für den jungen Menschen, dessen Schweigfamkeit man als ganz unberechtigten Stolz hinstellte, vollständig erkaltete. Nur mit hatte er einige Male ein Beichen von Sympathie gezeigt, er hatte wenigstens auf die Worte gelauscht, die ich zu ihm gesprochen hatte, und das hatte ich nur immer bei traurigen Gelegenheiten' thun bügt hatte, die er sich wegen eines ihm eigenthümlichen, Bergehens, das der thätlichen Widerſegung gegen seine Vorgesezten, wenn harten abgezugezogen hatte. Dann sprach ein so ängstliches wildes Weh aus seinen blauen Augen, mit unsäglicher Verzweiflung schaute er hinaus auf das unendliche Meer, als sollte das Herz ihm brechen und er vergehen vor namenlosem innerem Schmerz. Dann schien es, als wollte die Eistruste fich loslösen von dem Ebenen und blauen Bergen, aber auch mit seinem schleichenden starren Herzen, als wollte er in Thränen ausbrechen, und weigenug Kolonisten aufnehmen, als daß sie besondere Hilfe schaffen tönnten. Dabei müßte der Staat eintreten, und wahrlich zur heilsamen Erziehung verwahrloster Knaben und Mädchen" vom vierzehnten Lebensjahre an gäbe es gerade in solchen Kolonieen bei der Arbeit in Flur und Wald Gelegenheit übergenug. Sm Uebrigen sei zum Schlusse bemerkt, daß alle ernsten Förderer des wirthschaftlichen Aufschwunges der Armen und Enterbten" dem Herrn Dr. Föhring für seine fleißige und informirende Arbeit nur Dank sagen können. Lokales. g. Zur Ausführung des Unfallversicherungs- Gesekes haben die Minister des Innern, des Handels und Gewerbes und der Finanzen mittelst gemeinschaftlichen Erlasses unterm 30. v. Mts. bestimmt, daß die den höheren Verwaltungsbe hörden in dem Unfallversicherungsgeseß zugewiesenen Verrichfungen von den Regierungs- Präsidenten, für den Stadtkreis Berlin von dem Polizei- Präsidenten wahr genommen werden. Ein Blick in das städtische Vollstreckungsamt, seitdem die zwangsweise Beitreibung von Steuerresten der Abtheilung III. de Steuerdeputation obliegt, im Wesentlichen nur noch eine administrative Bedeutung hat, gewährt einen nicht unin teressanten Beitrag zur Charakteristik unserer sozialen Zustände. Das Vollstreckungsamt hatte im Geschäftsjahre 1882-83 41,554 Aufträge, von denen beinahe die Hälfte 20,317 auf Beiträge zum Gefindebelohnungsfonds entfällt: es folgen 6150 Requifitionen, 5421 Auflagereste, 5003 Schulversäumnißstrafen, 1246 Lohnforderungen, 928 Schulgeldreste für höhere Schulen, 749 Kanalisationsabgaben, 496 Feuerkaffenbeiträge, 416 Stadtausschuß- Angelegenheiten, 239 Schiedsmannsstrafenec. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die Zwangseinzie hungsverfahren nur bei den Schulversäumniß- und Schiedsmannsstrafen vermehrt, erstere haben leider auch eine relative Zunahme erfahren, indem die Zahl der Gemeindeschüler sich in derselben Zeit um 9,98 pCt., die Zahl der gedachten Verfahren um 36,7 pCt. vergrößerte. Die Zahl der Schulversäumnisstrafen ist selbst aber nicht gestiegen, sondern gefallen. Die Vermehrung der Schiedsmannsstrafen mag auf erfolgreicherer Thätigkeit der Schiedsmänner beruhen. -g. Die städtische Zentral- Markthalle in der Neuen Friedrichstraße kommt ihrer Vollendung im Rohbau immer näher und wird auch in diesem baulichen Zustande den Berech nungen der Bauleiter gemäß im Herbst fertiggestellt sein. Die Bentral- Markthalle erhält drei zusammenhängende Hallen, welche gänzlich von Eisen konstruirt find; gegenwärtig ist man mit Der Aufführung der beiden dieser Hallen beschäftigt. Gleichen Schritt mit diesen Arbeiten nehmen die Maurerarbeiten und zwar die Aufführung der Umfassungswände und der für die Anschlußbahn bestimmten Bogen, deren sechs längs des Markthallenbaues errichtet werden. Zeit ist Geld. In Bezug auf einen Uebelstand, der auch hier in Berlin schwer empfunden wird und lebhafte Klagen hervorgerufen hat, nämlich die Praxis der Amtsgerichte, sämmtliche für den Tag in Aussicht genommene Termine auf Vormittags 10 Uhr anzuberaumen, wenn auch mit Sicherheit be urtheilt werden kann, daß einzelne der in Frage stehenden Verhandlungen nicht vor 11 refp. 12 Uhr beginnen fönnen, ist gegenwärtig seitens der Osnabrücker Handelskammer eine Petition an den Justizminister eingereicht, in welcher um Abstellung dieser Praris gebeten und darauf hingewiesen wird, welche bedeutende Schädigung die in nuglosem Warten ver lorene Zeit für den als Zeugen geladenen Geschäftsmann her beiführen kann, für welche die Beugengebühren durchaus kein Ersatz seien. Die Handelskammer fann nicht annehmen, daß für die fragliche Gewohnheit der Behörden Rücksichten höherer Art maßgebend find, wenn sie auch nicht verkennen will, daß nend an treuer Freundesbrust Vergessenheit seines Jammers suchen. Doch dauerte diese Gefühlsregung immer nur einen Augenblick, erschreckt und erzürnt über sich selbst, fuhr er zusammen und betrachtete mißtrauisch und mit Argwohn Jeden, der theilnahmsvoll sich ihm nahte.--Die größte Hiße des Tages hatte nachgelaffen, es nahte die einzige Stunde, in der man die Soldaten, die als Paffagiere behandelt wurden, beschäftigte. Wir mußten die Kartoffeln, die man am folgenden Tage zu unserem Mittagessen brauchte, schälen und waschen. In allen Händen blißten im Nu Taschen meffer, Jeder war froh, daß die Monotonie etwas unterbrochen wurde, mehr oder weniger funstgerecht geschält, flogen die Kartoffeln in die aufgestellten Bober, und lautes Gelächter und muntere Scherzworte ertönten in allen Sprachen, wenn Jemand von dem auffprißenden Seewasser beneßt wurde. Nur einer rührte fich nicht, er ſtand wie angewurzelt auf seinem Plage, und in finsteren Träumen schien er jede einzelne Woge zu verfolgen. Außer dem Sergeanten, der die Arbeit beaufsichtigte, hatte wohl Niemand auf ihn geachtet. Dieser war eine jener Naturen, wie fie nur die niederländisch- ostindische Armee hervorbringt, oder wie man sie höchstens noch unter den Trappern an der Hudsonsbay vorfinden mag. Merkwürdiger Weise wählt man gerade derartige Leute aus, um die jungen Truppen, nach Indien überzuführen. In zwanzigjährigem Kampfe mit den wildesten und unkultivirtesten Stämmen der Welt ergraut, nehmen fie vollständig die Natur derselben an und haben mit Europäern schließlich nur noch die Hautfarbe gemein. Augenscheinlich sind derartige Menschen vollkommen unfähig, Leute, die vielleicht unter dem Einfluße eines tragischen Schicksals stehen, die daffelbe vielleicht schon zu Gemüthskranken gemacht hat, zu behandeln, oder auch nur zu verstehen. Vorwärts, Träumer, aufgewacht und an die Arbeit, Schlingel, oder man wird ihm Beine machen," mit diesen Worten riß der Sergeant den jungen Mann aus seinen Gedanken, indem er ihn unsanft bei der Schulter packte." Burüd, rühr' mich nicht an", preßte dieser mühsam zwischen den Zähnen hervor, indem er den Störenfried mit unwilligen erstaunten Blicken von oben bis unten maß, zurück, oder Du bist verloren." Dem graubärtigen Unteroffster war so etwas in seiner Braxis jeden falls noch nicht vorgekommen. Oho! Bursche," schrie er, das ist ja offener Aufruhr, hierher die Wache, in die Eisen mit dem Lümmel, vorwärts, Jungen, und angepact." De junge Belgier hatte sein Meffer gezogen, hoch bligte in seiner Rechten der Stahl, den Kopf zurüdgeworfen, die Lippen fest gefchloffen, hörte man einen Augenblic ſeine schweren röcheln Den Athemzüge. Wer einen Schritt näher tommt," so leuchte er, der" zu spät, ein großer Schweizer warf sich auf ihn mit gewaltiger Faust umspannte er sein Handgelent, im Augen blick lag er am Boden, zehn dienstwillige Hände griffen nac den Ketten, im Nu fesselten die eisernen Ringe seinen rechter Arm an den linken Knöchel, ebenso schnell war er empor eine wirksame Remedur nicht selten eine sorgfältige Ueberlegung erfordern wird. Sie glaubt aber andererseits, daß das wirthschaftliche Interesse in unserer Zeit, wo der Werth der Minute ein ungleich größerer ist, als solches vor Dezennien der Fall wur, wohl einer ernsten Berücksichtigung werth sein dürfte. Centralfaffe eingehend referirt werden. Im Uebrigen verweisen wir auf das Inserat in der gestrigen Nummer. N. Wasserleiche. An der Oberbaumbrücke wurde gestern Nachmittag von den Wellen der Spree die Leiche eines unbefannten ca. 40jährigen Mannes angeschwemmt und an das Land geschafft. Behufs event. Rekognoszirung durch Angehörige ist die Leiche sofort nach der Morgue geschafft worden. In Chemnitz hat ein Krankenkassen- Kongreß getagt, uuf welchem circa 100 000 Mitglieder vertreten waren. Der daselbst endgiltig beschlossene und in's Leben getretene Landesverband der Kranken- und Begräbnißkaffen Sachsens, welcher ein festeres Zusammenhalten der einzelnen Vereine, die Wahrung der Krankenkassen Inter effen, die Freizügigkeit der Vereinsmitglieder und vieles Andere auf seine Fahne geschrieben hat, hat auch ein Fachorgan „ Korrespondent des Kranken- und Begräbniß- UnterſtüßungsVerbandes für das Königreich Sachsen," welches monatlich zweimal in Leipzig erscheint, in's Leben gerufen. Dasselbe hat die Aufgabe, das Neueste auf dem Krankenkaffengebiete zu be sprechen, alle hierüber erlassenen Geseze und Verordnungen allgemein verständlich klar darzulegen, Erfahrungen im Kran kenkassenwesen, insbesondere statistische Erhebungen mitzutheilen und für die Weiterverbreitung des sächsischen Verbandes buf das ganze deutsche Reich zu wirken. N. Selbstmord durch Erschießen. Auf eine entsegliche Art und Weise, nämlich durch einen Schuß mit Wasser in den Mund, machte am gestrigen Tage ein in der Krautsstr. 51 wohnender Webermeister Heinrich Christian Schmugler seinem Leben ein gewaltsames Ende. Sch. hatte sich zur Ausführung seines selbstmörderischen Vorhabens ein Terzerol beschafft, dasfelbe statt mit einer Rugel, mit Wasser geladen und dann, nachdem er den Lauf in den Mund gesteckt, abgefeuert. Seine auf den Knall herbeieilende Ehefrau, sowie Hausbewohner fanden ihn bis zur Unkenntlichkeit entstellt mit total zerschmetter tem Schädel auf der Erde liegen. Ein Lebenszeichen war nicht mehr an ihm wahrzunehmen. Auf Veranlassung des sofort benachrichtigten Reviervorstandes wurde die Leiche in das Obduktionshaus geschafft. Das Motiv zur That soll angeblich nach Ansicht der Sch. ein unheilbares Magenleiden sein. Vermischtes. frei Ein Brief aus Marseille. Einem von der Schweizer Grenzpost" veröffentlichten Privatbriefe eines in Marseille leben den Baslers über die Cholera entnehmen wir nachstehende Einzelheiten, welche einen interessanten Einblick in die von der unheimlichen Oftastatin heimgesuchte Stadt geben: ,, Das Langweiligste für mich, wie für alle anderen Gewerbetreibenden, ist die Panit, die sich der meisten Leute bemächtigt hat, Alles flieht oder ist doch mindestens nicht zu einem regelmäßigen, ersprieg lichen Arbeiten zu bewegen. Schon zweimal war ich genöthigt, mein ganzes Personal zu erneuern, und bekomme dann natür lich nur Arbeiter, die fast Nichts verstehen und jedesmal neu eingedrillt werden müssen, was mir nicht nur vielen Aerger, sondern auch bedeutende persönliche Anstrengungen verursacht, indem ich selbst den ganzen Tag überall dabei sein und zu Allem sehen muß. Auch in anderer Beziehung bringt uns diese Epidemie viel Unheil, die Geschäfte stocken und man fommt nirgends zu seinem Gelde, die Wechsel werden alle zurückgeschickt mit der ebenso einfachen, als für den davon Be troffenen unangenehmen Erklärung, man werde später be zahlen. Die Beitreibungen werden bei Gericht nicht ange nommen, oder doch nicht durchgeführt, und fein einziges Gericht würde Dir in einem solchen Falle ein Urtheil aus fertigen und vollstrecken lassen. Uebrigens nimmt die Krank heit, dank den Vorsichtsmaßregeln und den großen Opfern, die fich sowohl die Stadt, als deren Bewohner auferlegen, zur Zeit eher etwas ab; hoffen wir, daß diese Richtung à la baisse weiter anhalte. Eine Cholerameldung! In jedem Quartier besteht ein besonderes Hilfskomité für die Cholerakranten. Es genügt, demselben eine Anzeige zu machen, und sofort werden zwei mit den nothwendigsten Mitteln ausgerüstete Leute geschickt, um dem von der Krankheit Befallenen die erste Hülfe und mit ihr sehr oft die Rettung überhaupt zu bringen; denn hier kommt es wesentlich darauf an, sofort mit Gegenmitteln bei der Hand zu sein, in 90 von 100 Fällen fann gleich bei Beginn des Anfalles noch geholfen werden. Ist dieser günstige Zeitpunkt schon vorbei und nüßen ihre Medikamente nichts mehr, so pflegen die Abgesandten wenigstens den Kranken bis zur Ankunft des Arztes, dem es dann obliegt, die weiteren Verfügungen zu treffen. Diese Samariter find nicht etwa bezahlte Leute, die ihr gutes Werk gleichgültig um's Geld verrichten, nein, im Gegentheil, sie gehören größtentheils den besser gestellten Klaffen und selbst ganz hervorragenden Kreisen an und thun Alles freiwillig und aus edlem Opferfinn. Daß man diesen bei einer solchen Beschäftigung haben muß, fann ich Dich versichern; denn dieselbe ist nicht nur gefährlich, sondern höchst unangenehm und schmußig. Das Hauptmittel, das angewandt wird( aber viel zu umständlich ist) besteht darin, den Körper des Erkrankten mit rauben Tüchern oder Flanell zu reiben, um so das gefährliche Erkalten desselben zu verhindern und die Blutzirkulation anzuregen und zu be fördern. Diese Arbeit ist keine leichte und wir haben Fälle, in denen dieselbe ununterbrochen während 6 und noch mehr Stunden mußte fortgesezt werden; es ist daher begreiflich, daß da, wo die erforderlichen Hände fehlen oder zu früh ermüden, der Kranke oft aus Mangel an Hilfe zu Grunde geht, während er in günstigeren Verhältnissen noch hätte können ge rettet werden." Fürth, 5. Auguft. Versammlung. Reichstagsabgeordneter C. Grillenberger hielt gestern Abend in dem überfüllten Saale des Gasthauses zum grünen Baum" einen zweistündigen Vortrag über das demnächst in Kraft tretende Krankenversicherungs- sowie das Unfallversicherungsgeset. Redner beleuchtete durch seine objektive Darlegung sowohl die Licht als Schattenseiten der beiden Geseze und gelangte schließlich zu dem Resumé, daß ein besonderer Vortheil, eine Verbesserung der Lage der Arbeiterklaffe durch dieselben nicht erwachse, wie er auch die Gründe darlegte, weshalb er und seine Freunde sich ablehnend im Reichstag gegen die Gesezes vorlagen verhalten habe. Nach Beendigung des vielfach von Beifall unterbrochenen Vortrags brachte der Einberufer der Versammlung, Herr Drechslermstr. Zick, den Dank der Anwe senden entgegen und unterbreitete zugleich denselben nachstehende Resolution, die einstimmig zur Annahme gelangte:„ Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem Verhalten der Abgeordneten der Arbeiterpartei, insofern solche gegen das Krankenund Unfallversicherungsgeses stimmten, einverstanden, da die beiden Geseze mangelhaft, für den Arbeiter nicht entsprechend sind und die Arbeitervertreter nur die Absicht hatten, Befferes zu schaffen." Mit einem dreifachen Hoch auf Grillenberger schloß die Versammlung. N. Durchgehende Pferde eines Flaschenbierwagens führten gestern Nachmittag einen bedauerlichen Unglücksfall herbei. In demselben Augenblick, als der 25- jährige Schornsteinfegergeselle A. Thyrion aus Nieder- Schönhausen den Straßendamm überschreiten wollte, famen zwei anscheinend scheu gewordene, vor einem Flaschenbierwagen gespannte Pferde in so schnellem Laufe angeraft, daß es dem Th. unmöglich war, auszuweichen. Er wurde von den Pferden zu Boden gestoßen und von dem nachrollenden Wagen so unglücklich überfahren, daß er anscheinend schwere Verlegungen an beiden Füßen davontrug und sofort in ein Krankenhaus geschafft werden mußte. N. Durch Oeffnung der Pulsadern am linken Arm versuchte am gestrigen Tage ein in der Ackerstr. 1b wohnender Koch Moris E. seinem Leben ein gewaltsames Ende zu machen. Hinzukommende Hausbewohner fanden den erst 26- jährigen Mann halbohnmächtig von seinem Blutverlust, aber noch lebend in seinem Zimmer liegen und schafften ihn, nachdem ihm ein Nothverband angelegt war, nach der Charité. Sein Bustand soll ein sehr bedenklicher sein. Von der Veranlassung zu dem Selbstmorde war nichts zu erfahren. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. München, 4. August. Vor Kurzem wurden bekanntlich anläßlich der Anwesenheit des Reichstagsabgeordneten Bebel in einem hiesigen öffentlichen Gastlokale zwei Sozialdemokraten wegen dort verübten groben Unfugs" zu 3 Tagen Haft verurtheilt. Die hiergegen eingelegte Beschwerde hatte den Erfolg, daß des einen Haftstrafe in Geldstrafe umgewandelt wurde, während der andere statt 3 nun 6 Tage erhielt. München, 4. August. Die gestern in den Centralsälen tagende Versammlung der Fach vereine Münchens beschloß, es solle vorläufig wegen der bedeutenden Kosten von der Gründung einer Centralherberge a b gesehen werden und die einzelnen Fachvereine sollen Herbergen für sich gründen, wie dies bereits bei den Buchdruckern c. der Fall ist. München. Beschlagnahme und Haussuchung.) Gegen das am gestrigen Sonntag in 30,000 Eremplaren verbreitete sozialdemokratische Flugblatt, betitelt:„ Versprechen und Halten ist zweierlei! Ein Wort an die Reichstagswähler der Münchener Wahlkreise" ist auf Grund der§§ 11, 12 und 15 des Sozialistengesezes und des§ 130 des R.-St.-G.-B. die Beschlagnahme verfügt worden. Es hat eine resultatlose Haussuchung beim Verleger und Drucker desselben stattgefunden. Der Fachverein der Münchener Metallarbeiter hielt Sonntag Vormittag von 10 Uhr ab im Kleinen Rosengarten eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in welcher als Hauptpunkt die Reiseunterstüßung zur Debatte stand. Der Ausschuß hatte vorgeschlagen, den zureisenden Fachgenossen 1 M. ReiseUnterstügung zu gewähren; die Angelegenheit wird aber vertagt, um das Resultat der Versammlung sämmtlicher Fachvereine, das Herbergswesen betreffend, abzuwarten. Bei der, in der letzten Zeit besonders start hervor tretenden Neigung der Arbeiter, einer zentralisirten Kaffe den Vorzug bei einer Krankenversicherung zu geben, können wir nicht umhin, die Tabakarbeiter hierorts auf die, seit Kurzem ins Leben gerufene Central- Kranken- und Sterbekasse der Tabalarbeiter Deutschlands( E. H.) Sis in Hamburg, hinzuweisen. Trotz des furzen Bestehens hat dieselbe schon jetzt über ein Vermögen von über 100 000 M. zu verfügen, während ca. 100 Filialen in fast allen Theilen Deutschlands die rege Theilnahme erkennen zu lassen, welche dieser Centralfasse von den Aus den, uns vor Tabalarbeitern entgegen gebracht wird. liegenden Statut ersehen wir, daß dasselbe den Mitgliedern ein tägliches Verpflegungsgeld bei entsprechenden wöchentlichen Beitrag, und zwar in der 1. Klasse: 3,50 M.- Beitrag 55 Pf.; II. Klaffe 2,40-40 Pf.; III. Klasse 2 M. 30 Bf. IV. Klaffe 1,33 M.20 Pf. gewährt. In der letteren Klasse können nur jugendliche Arbeiter oder Arbeiterinnen, sowie Lehrlinge, aufgenommen werden, welche nach vollendeter Lehrzeit oder nach zurückgelegtem 16. Lebensjahre stillschweigend in die Rechte und Pflichten eines Mitgliedes der III. Klaffe übertreten. Das Eintrittsgeld beträgt 1 M., an Sterbegeld wird in der I. Klasse 120 M., der II. Klaffe 100 M., Der III. Klasse 90 M. und der IV. Klaffe 65 M. gezahlt. In den Fällen, wo zwar eine Krankheit, aber keine Erwerbsunfähigkeit attestirt ist, tritt keine Geldunterſtügung ein, sondern es wird den Betreffenden, jedoch nicht über 13 Wochen, freie ärztliche Behandlung und die verordneten Heilmittel,( auch Brillen, Bandagen u. 1. w.) gewährt. Wenn wir zu dem Gesagten noch hinzufügen, daß der Beitritt in diefer Central- Krankentafe jest ohne Unterschied des Alters geschehen kann, so glauben wir wohl, mit Recht die Interessenten auf dieselbe aufmerksam machen zu können. Wie wir hören, wird in einer demnächst stattfindenden allgemeinen Versamm lung der Arbeiter in der Tabaksbranche über das Statut der Der Allgemeine Kranten Unterstüßungsverein der Schuhmacher Münchens veranstaltete Sonntags in dem seit neuerer Zeit so beliebt gewordenen Holzapfelfreuth als Nachfeier seines 25jährigen Stiftungsfestes ein Waldfest, das sich sehr zahlreicher Betheiligung erfreute. Der Gesangverein Sängertreue" und der Arbeitergesangsverein" verherrlichten bas schöne Fest durch Liedervorträge und ein Streichquartett wurde den Tanzlustigen gerecht, die auf dem neu errichteten Tanzplaße sich mit vollem Eifer dem schönen Vergnügen hingaben. Der Herr Restaurateur sorgte in bekannter trefflicher Weise für Küche und Keller und mit schwerem Herzen trennten sich die Gäste vom herrlichen Festplate. Siesm in et Rog rgen einig beid Briffe geme ausb Kitt eben gegen inge Stad arger Der Freuge gar Doth gerab Stet Wert Anbe Steid tion um a jame 10 TO To be u e Egu Rur Don Sum Das Derle Auf dem Freiheitsbaume". Der Pariser, Voltaire" erzählt nach dem Vorgange der reaktionären Boulevardblätter, welche es lieben, edle Damen der Aristrokratie ihr Herz gegen einander ausschütten zu lassen, in Briefform folgende Anekdote, welche in der Wirklichkeit fußen soll: In einem fleinen Bade orte hat sich eine Gesellschaft unzufriedener Royalisten zusam mengefunden, welchen die Vorbereitungen zu dem Nationalfefte ein Gräuel find. Am Heftigsten protestirt der ältliche Herzog von H. gegen die Triumphbogen, den Freiheitsbaum, die ,, Marseillaise" und was sonst noch die Nationalfeier fenn zeichnet. Er versammelt die Getreuen, alten und neueren Adel, auch sogar einen Fabrikanten, der in monarchistischer Gesinnung macht, wie zu einer Verschwörung und theilt ihnen seinen Ent schluß mit, selbst den Freiheitsbaum zu erklettern, um ihn mit einer weißen Fahne zu schmücken. Die lichtvolle Sdee findet be geisterten Beifall und Gräfin Louise, die Briefstellerin, opfert fogar ein prachtvolles Ballkleid, weißer Atlas mit Perlen über säet, an dem nun geschnitten, genäht und gestickt wird, bis es in ein Lilienbanner verwandelt ist. Als Schleife hat ein Jüng ling das weiße Band angeboten, welches bei der ersten Kom munion seinen Rockärmel schmückte. Als das ganze Dorf im Schlummer liegt, holt der Herzog die sinnige Gabe ab, gefolgt von seinem alten Diener, der eine Leiter trägt. Aus der Ent fernung begleiten die Freunde den fühnen Recken, der aus zieht, wie zur Eroberung des heiligen Grabes. Er hat glüd lich das Plateau des Baumes erklettert, und die Fahne flatter hinaus in die dunkle Nacht. Da plöglich sehen sich die Ver schwörer von einigen Plebejern umringt, die ihnen Befehl er theilen, fich zu zerstreuen. Sie gehorchen, wenn auch ungern, haben aber noch Zeit, zu bemerken, daß die Leiter von dem Baume weggezogen worden ist. Schon in der Morgenröthe finden sich an seinem Fuße Spötter ein, die den Herzog wie einen Papagei begrüßen und fragen: Hast Du gefrühstückt? Gefällt es Dir auf Deinem Ständer?"" Später wird ihm eine Leiter dargereicht; aber er fann sich über das lächerliche Aben teuer eben so wenig trösten, wie seine Freundinnen. Dem Afrikareisenden Gerhard Rohlfs, der sich in bung des Herrn Lüderis in Angra Pequema sehr günstig aus einem so eben erschienenen fleinen Schriftchen über die Erwer spricht, ist ein arges Mißverständniß unterlaufen. Er hat näm lich die bremischen Dörfer Borgfeld und Kattrepel, wo Henr Jahre waren inzwischen vergangen, die Hoffnung Vieler Lüderiz ein Landgut befißt, nach Afrifa verlegt. Er schreibt war zu Schanden geworden, die meisten Träume von Ehre Herr Lüderis hat unter Leitung des Herrn Vogelsang felbfi ein fleines Gut, die Borg in Kattrepel bei Borgfeld in der Kameraden war dem Klima und den herrschenden Krankheiten Nähe von Bethanien. Nach Briefen, die derselbe am 10. Juli gehoben, noch einen Blick nach Gottes Sonne, und dann hinab in den untersten Schiffsraum. fremden Lande uns Glück und Gesundheit zu. Vergessen waren die Stürme und Gefahren der See, uns Allen winkte der Marschallsstab, daher der Thatendrang, im feindlichen Feuer zu zeigen, wer ihn verdiente. Nur wieder der Eine stand abfeits von den Kameraden, er berührte den angebotenen Wein nicht, mit feuchtem Auge suchte er in der weiten See unseren Dampfer, als wollte er Abschied nehmen von Allem, was ihm theuer war, Abschied auf ewig. Ein schmetterndes Hornsignal rief uns zum Aufbruch, bald befanden wir uns in unserem neuen Bestimmungsorte, einer Art von Militärkolonie in der Nähe von Batavia. Zwei Monate später waren wir nach obermand wußte mehr etwas von dem Andern, nur hin und wieder traf man einen Transportkameraden". und Glück hatten sich nicht verwirklicht, so mancher unserer rage Tamm Sanit bie 52 fie ni S biefe Berein magre bei teten Baßr lolden Sadhe brauch Jolden Bar " und Dic Verkauf nach dem Kapland getrieben. Die Weserstu es werden allein in diesem Monat 1500 Stück Rindvieh zum auf den Schnitzer aufmerksam macht, bemerkt dazu: Glücklicher weise ist Regen in Borgfeld und Kattrepel nicht so selten, und noch besser ist, daß man von dort nicht das Vieh nach dem Behn Tage strengen Arrest im untersten Raum," so lautete am folgenden Morgen der verhältnißmäßig leichte Urtheilsspruch unseres Detachements- Kommandanten, zehn Tage und zehn Nächte in der dumpfen stickigen Luft in einem Verschlage, der nicht hoch genug war, daß man aufrecht darin stehen konnte, in Gesellschaft ekelhafter Schiffsratten, in die schmerzhaften Ketten gezwängt, daß man seiner Glieder nicht mächtig ist, rabenSchwarze Finsterniß ringsherum, und nichts hören als das unheimliche Gurgeln des Wafers, das auf die Schiffswände drückt, und die schweren regelmäßigen Stöße der Maschine, deren Mono- flächlicher Ausbildung nach allen vier Winden zerstreut, Nietonie in solcher Lage wahnsinnig machen kann. Welch' grauenerregender Gedanke, wenn ein Sturm das Schiff in den Untergang triebe, man würde seiner sicher in der wilden Aufregung vergeffen, jeder Andere hatte dann noch die Wollust, mit dem Elemente bis zur Bewußtlosigkeit um das Leben ringen zu fönnen, jeder Andere hätte immer noch einen Schimmer von Hoffnung nur er allein wäre zur Unthätigkeit verdammt, sein Angstruf würde ungehört verhallen, er könnte in wildem Wahnfinn an seinen Ketten zerren, unnüg" würde es ihm aus allen Ecken seines Kerkers zurufen, unnüß" würde er selbst verzweifelt schreien, bis die schwarze Woge mit gewaltigem Krachen das Schiff erfüllte, und es hinabriße in den schäumenden Abgrund. Und hätte sich dann die Bemannung gerettet, dann würde es vielleicht dem Einen oder Andern später einfallen wir haben ja den Arrestanten vergessen man würde sich trösten ,,, er hat ausgelitten". Ja, ausgelitten hat er, aber wie fam er um's Leben. Weshalb, so fragte sich Mancher von uns, setzte sich Dieser junge gebildete Mann solchen graufigen Eventualitäten gefliffentlich aus, weshalb fügte er sich nicht wie alle Andern ber bestehenden Ordnung, weshalb forderte er in verwegener Vermessenheit eine Gewalt heraus, gegen welche ein Widerstand unmöglich war? Kaplande zu treiben braucht. Famme tragen nur ge Ein mordlustiger Schüler. In Schweinfurt ist ein Schüler der zweiten Gymnaftaltlaffe verhaftet worden, weil er beabsichtigt haben soll, den Studienrektor V. zu erschießen Der junge Mensch soll zu einem Mitschüler die Aeußerung gemacht haben, daß er, wenn er entlassen werde, zuerst den Ein Mord in Stuttgart. Nach einer den B. P. N aus Stuttgart zugehenden Meldung ist daselbst der Kanzleirath Firderer, Beamter der Staatsschuldenzahlungskaffe, vorgestern Nachts 10 Uhr, bei der Garnisonsfirche erstochen aufgefunden wor den. Seine Werthfachen sind ihm nicht geraubt worden. Da Rektor und dann sich selbst erschießen werde. zum Opfer gefallen, mancher hatte, von Heimweh und Ver zweiflung getrieben, sich dem Holländischen Nationallaster, dem Schnapstrinken ergeben, mancher ruhte mit durchschoffener Brust auf den blutgetränkten Feldern Sumatras, nur einzelnen wenigen hatte das Glück gelächelt, sie hatten theilweise das gefunden, was sie gesucht hatten. Und dieses Glück war zweifelhaft, denn wohin der Weiße kam mit seinen Hinterladern und gezogenen Kanonen, hatte er Blut und Noth und Elend hinterlassen, er bringt den rohen untultivirten Naturkindern un bekannte Lafter und streut den Samen der Zwietracht und des Hasses unter ihnen aus, nur wenige wilde verwegene Bergvölker Sumatras wiederstehen den Lockungen der Kulfur, und mit unerschütterlicher Bravour seßten sie den europäischen Kugeln ihre nadien Leiber und haarscharf geschliffenen Säbel entgegen. So war man herumgezogen von einer Insel zur Andern, täglich mit anderen Leuten verfehrend, von einem Biwak in das andere, ein Leben ohne eigentliche Freude, aber voll der buntesten Abwechselung führend, heute im Ueberfluß, morgen im größen Mangel. Unter solchen Umständen verliert man leicht das Interesse am Einzelnen, man sorgt für sich selbst und fümmert sich wenig um Andere, das nomadenhafte unstäte Leben macht die meisten Leute gefühllos gegen fich und ihre Mitmenschen. Nur die lofen Bande der Kameradschaft halten die Leute zusammen, man wagte oft für seine Kameraden das Leben, aus dem einfachen Grunde, weil man vielleicht am nächsten Tage denselben Liebesdienst von ihnen forderte.- Die zehn Tage waren vergangen, er durfte wieder das Tageslicht schauen. Die Strafe schien keinen Eindruck auf ihn gemacht zu haben, er betrug nich trogig und verschlossen wie immer, nur war sein anmuthiges Gesicht um einen Ton blasser geworden und tiefer und ernster die drohende Falte zwischen Den blauen Augen. Man mied ihn mehr als je, die Soldaten mit einer Art von stummer Scheu, die Vorgesezten, um ihn nicht noch mehr ins Unglück zu stürzen. Endlich erreichte unsere Fahrt ihr Ende, ein blauer Streifen am Horizont verfündete eines Morgens das Land, und dieses Land war die Insel Java. Lustig und in geschäftlicher Eile wurden die Vorkehrungen zum Debarquiren getroffen, ein Jeber war be gierig, das Land zu sehen, von dem man so viel gehört und geträumt hatte. Des Nachmittags schaufelte unser Dampfer in ben grünen Wogen der Rhede von Batavia, rafselnd suchten die riefigen Anker den Grund, mit dreimaligem fräftigen Qurrah nahmen wir Abschied von dem Koloß und eine Stunde päter tranfen wir uns selbst ein herzliches Willkommen im Messer, mit welchem er erstochen wurde, lag neben ihm. gegen Botter follte wollen bie F Mithülfe. Pfarrer: Liese, den Krarendorfer Pepi foll test Du nicht heirathen, denn das ist ein wüster Bursche und trinft zu viel Schnaps." Liese: Dh, da werd' ich ihm schon Wie willst Du denn das anfangen? helfen." Pfarrer: Liese: Ich trint' mit ihm." Sanita gierun tungsr fame, Der r Deritän Untern naturli Ronjun berarbe Brogen Brunbi boch th gen un 91 Untern Jen int toir waren, Tequeria Pensionopolis wird die Badestadt Wiesbaden häufig und zwar mit Recht genannt. Ein Freund des Rh. C. hat fich die Mühe gegeben, allein die daselbst lebenden verabschiedeten Ich war nach langen Jrrfahrten auf Atschin endlich in Offiziere nach ihrem Rangverhältnisse zu rubriziren und ist da bei zu folgender interessanten Zusammenstellung gekommen hörte zu den Truppen, die, unter dem Schein einer Ehren Augenblidlich wohnen in Wiesbaden: 3 Generäle der Infan wache, zur faktischen Ueberwachung des unabhängigen Fürsten terie, 22 General- Lieutenants, 28 General- Majors, 50 Obersten, 36 Oberst Lieutenants, 53 Majors, 32 Hauptleute und Ritt meister, 15 Premier- und Sefonde- Lieutenants. Die Stadt hat also ihre Bezeichnung Penfionopolis" in Ehren verdient. eine der Friedensgarnisonen nach Süd- Java versezt, und gevon Djokjokarta dienen. ( Fortsetzung folgt.) 11 Verantwortlicher Redacteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2.