eizer ben ende der ang t die Tieht rieß higt, tür neu rger, acht, uns man - zu= Be be ange Biges aus= rant Die Beit weiter tein nügt, mit dem sehr t es and An Dunft 10 ' An Vers ahlte hten, Seffer an Daß fann rlich, mittel, eſteht oder elben u be e, in mehr daß iden, geht, 1 ges aire" ätter, gegen toote, Bade fam lfefte erzog Die fenn Adel nung Ent mit et be opfert über is es Jüng Kom rf im efolgt Ent aus: glüd atter Ver hl er gern Dem röthe I wie Hückt? ! eine ben chin river aus näm Herr reibt felbft t der Juli t und Sum Dic licher und dem it ein eil er legen! erung it den N. eirath eftern wor Da i foll und ichon en A und Ich bie edeten it da nmen Infan erften Ritt ot bat Nr. 108. Sonnabend, 9. August 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt's eint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin rei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Rummern 5 f. Bostabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreislifte unter Nr. 719a.) Jusertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Schuh wider Epidemien. Es scheint, als ob die Lehre, welche die Cholera Diesmal ertheilt hat, doch beherzigt werden sollte und zwar in einem weit höheren Maße, als es bisher der Fall war. Mogen es die inzwischen erlassenen Spermaßregeln oder mige fübfranzösische Städte bis jest wenigstens beschränkt hat, die Panik, welche ganze Landestheile er Fiffen hat, muß uns den Beweis liefern, daß wir im AllDer Bankerott des Liberalismus. Aber ist der Liberalismus denn wirklich bankerott? tönnte man beim Anblick der Ueberschrift wohl fragen. Um Zweideutigkeiten zu vermeiden, und zu Klarheit zu gelangen, muß man vor allen Dingen den Begriff des Liberalismus feststellen. Liberalismus heißt auf Deutsch: Freifinnig feit, und bedeutet dann eine Eigenschaft, einen Geisteszustand; in diesem Sinne nehmen wir das Wort natürlich nicht, wenn wir von einem Bankerott des Liberalismus reden. Denn wenn die Freifinnigkeit auch etwas in Miskredit gekommen ist, gemeinen in Bezug auf solche Eventualitäten, wie plößlich so läßt sich dasselbe von so ziemlich jedem anderen Worte ausbrechende Epidemien, leichtsinnig gewesen sind. sagen, das freiheitliche Bestrebungen irgend welcher Art ausEs haben auch die wenigsten Menschen Vertrauen zu den drückt. Welcher Mißbrauch ist z. B. nicht mit den Worten: Mittel und Verhältnisse es erlauben, zu flüchten, der flüchtet den Vereinigten Staaten, durch Anwendung auf die Sklavenben und zwar möglichst weit weg. Die Hauptschwäche der bisherigen Widerstandsmaßregeln halterpartei, so ziemlich in ihr Gegentheil verkehrt worden find. Außer dieser hat das Wort Liberalismus aber noch eine andere Bedeutung, welche sich durch ein deutsches Wort gar gegen das Umfichgreifen von Epidemien lag darin, daß jebe nicht wiedergeben läßt: nämlich die Summe bestimmter ParteiEinzelne Regierung nach Gutdünken verfuhr, ohne auf die anschauungen und Parteibestrebungen, welche in allen modernen Rachbarländer Rücksicht zu nehmen, das hat schon manchen Kulturländern zu Tage getreten sind und dem Jdeen- und irgerlichen Streit hervorgerufen, wie erst kürzlich zwischen Interessenkreis eines bestimmten, sich gern als Gesammt Der Schweiz und Italien. Die getroffenen Maßregeln durch- heit des Volks aufspielenden Theiles des Bürgerthums entkreuzen fich, schwächen sich gegenseitig ab oder machen sich sprechen. gar völlig unwirksam, weil teine Einheitlichkeit, fein Plan Stich- und Schlagwörter der großen" französischen Revolu Der europäische Liberalismus, welcher das Arsenal seiner tion entnommen hat, will überall die wirthschaftliche und staat Volksmoral zerstört das war das Werk des belgischen Liberalismus. Und sein Werk ist ihm verderblich geworden, mußte ihm verderblich werden. Der Tag der legten Wahlen war der Tag des Gerichts. Der Liberalismus wurde verurtheilt, vom Throne gestoßen. Er hat aufgehört zu existiren. Es ist in Belgien gegangen wie in Deutschland: Der Liberalismus ist am elsen der sozialen Frage gescheitert, und an diesem Felsen wird und muß der Liberalismus überall da scheitern, wo es ihm nicht gelingen sollte, sein Narrenschiff auf kurze Momenté flott zu machen. Politische Uebersicht. Disziplinarbestrafungen in deutschen Zuchthäusern. Die neueste Gefängnißstatistil zählt die Disziplinar- Bestrafungen" auf, mit denen Verstöße gegen die Hausordnung geahndet werden. Vier verschiedene Strafarten werden dort angeführt, welche in den Zuchthäusern zur Anwendung tommen: 1) Entziehung von Kost, oder der Disposition über den Arbeitsverdienstantheil, oder des Bettlagers, oder der Bewegung im Freien, 2) einsame Einsperrung in eine Arrestzelle mit und ohne Entziehung von Kost und Bettlager, 3) Lattenarreft, 4) förperliche Büchtigung. Der tägliche Durchschnittsbestand an Buchthausgefangenen betrug 21 755 Köpfe, Straffälle tamen aber 32 621 vor und belegt mit den genannten Strafen wurden 12 694 Personen. Auf den Kopf der Durch schnittszahl dieser Gefangen fam an Straffällen 1,44 bei den nur bei den Männern anwendbar, tam in 128 Fällen vor, was 0,47 pбt. der gegen Gefangene dieser Kategorie überhaupt verhängten Strafen ausmacht. Am häufigsten wurde bies Strafmittel in den Zuchthäusern zu Sonnenburg, Kronthal, Lichtenburg und Striegau angewandt. Jedermann daß Strafbestimmungen, grabe so aus wie bei einer geschlagenen Armee, wo es heißt: liche Herrschaft desjenigen Theiles des Bürgerthums, aus deffem Männern und 1,90 bei den Weibern. Körperliche Büchtigung, Stette fich, wer fann!" und wo dann auch Jeder seine Schooße er hervorgegangen ist. Und von dem Bankerott werthe Haut zu falviren sucht, gleichviel ob es auf Kosten dieses Liberalismus sprechen wir. Anderer geschieht, oder nicht. Wenn es dem gegenüber wahr ist, daß die deutsche Reichsregierung sich mit dem Plan trägt, eine interna In Deutschland gelangte der Liberalismus im Jahre 1866, wenn auch nicht zur politischen, doch zur ökonomischen Herrschaft. Fürst damals Graf Bismard fonnte sein tionale Gefundheitskonferenz einzuberufen, junkerliches Jdeal der Vergrößerung Preußens und der Ver so wäre dies mit der größten Freude zu begrüßen. welche nach obiger Statitit oft genug in Anwendung kommen, jamer Abwehr fünftig eintretender Epidemien zu veranlassen, Bollsmassen gab er das allgemeine Stimmrecht, dem Bürger- dusel" angetränkelt find. Unterstüßung der Voltsmassen und des Bürgerthums. Den thum carte blanche auf wirthschaftlichem Gebiete. Wir glauben auch, daß die europäischen Regierungen A beeilen werden, einer solchen Einladung Deutschlands zu thun u entsprechen, da der Gedante internationaler Edug und Vorbeugungsmaßregeln gegen Epidemien doch Grundlage des deutschen Reiches gewordeno vernünftig ist, daß er Jedermann sofort einleuchten muß. Nur von einer Seite ist Widerstand zu befürchten und zwar Don ber Seite des stolzen" England, welches zwar stets Mit dem allgemeinen Stimmrecht haben wir es hier nicht zu thunes hat sich festgewurzelt und ist, aus einem Werk zeug diplomatischer Staatskunst, zur unerschütterlichen einer Grundlage, start genug, einst auch das in Freiheit geeinte Ganzdeutschland zu tragen. Die carte blanche aber, welche dem Bürgerthum auf wirthschaftlichem Gebiete vom Reichskanzler ausgesteйt ward, Sumanitätsphrasen und Bibelsprüche auf den Lippen hat, ist zu einem Uriasbriefe geworden, welcher dem bürgerlichen bas aber feinen Egoismus in solchen Dingen nur schwer Liberalismus den Tod gebracht hat, oder wenigstens den Derleugnen fann. England wird scheel zusehen, wenn die rage des egyptischen Sanitätswesens auch dem Gutachten bie fie Bankerott. Lediglich darauf bedacht, dem Bürgerthum, oder richtiger immtlicher Mächte unterbreitet werden sollte. Im egyptischen dem in Frage kommenden Theile des Bürgerthums, bie Sanitätswesen follen nämlich Zustände bestehen, von denen ökonomische Herrschaft zu erringen, und alle materiellen Vortheile der ökonomischen Herrschaft zu sichern, versäumte der Liberalismus Alles, was ihn politisch hätte befestigen Herren Engländer alle Ursache haben zu wünschen, daß nicht an die große Glocke gehängt werden. Hoffen wir, daß es einer energischen Initiative gelingt, fönnett, opfette mit aſſenartiger Geſchwindigkeit und freudigem Herzen das gesammte politische Programm des Bürgerthums. So entstand der tolle Tanz um das goldene Kalb, die Der Liberalismus hatte gute Tage und Jahre; allein den Bereinigung zusammenzubringen, welche die Abwehrungs- Aera der schrankenlosen Ausbeutung und anarchischen Konmaßregeln gegen Epidemien in ein System bringt, so daß kurrenz. bei fünftigen Ausbrüchen man ebenso von unnüßen Place teen verschont bleibt, wie andererseits rasche und umfassende 7 fetten Jahren folgten die 7 mageren; Fürst Bismard bes Raßregeln getroffen werden können. Die Wirkungen eines lolden Abkommens fönnen nur fegensreich sein und die schönen Morgens drückte er ihn unbarmherzig an die Wand. Sade liegt fo llar, daß wir weiter nichts hinzuzufügen Der Liberalismus quietschte", allein es half ihm nichts- ,, er Aber wir erwarten von dem Zustandekommen einer Politisch hatte er sich nicht befestigt, ökonomisch hatte er fich lolden Bereinigung auch noch eine andere Wirkung und ar die, daß dadurch der Gedante des internationalen Zufammenwirtens felbst gekräftigt und auf andere Gebiete überdurfte des bürgerlichen Liberalismus nicht mehr, und eines mußt es eben leiden," wie das Röslein roth" des Volksliedes. verbaßt, ja unmöglich gemacht, und so war denn der schmachvolle Bankerott unvermeidlich. Vielleicht meint nun der Eine oder Andere, der Bankerott des Liberalismus in Deutschland sei lokalen Ursachen, und Der Der Grund tragen werde. Man fann ja internationale Abkommen nicht den persönlichen Eigenschaften des Fürsten Bismard ges mur gegen periodisch widerkehrende, sondern auch noch beffer schuldet. Das wäre eine sehr irrige Auffassung. gegen bauernde Mißstände abschließen. Wenn man die Bolter vor den Gefahren der Seuche bewahren will, warum ist in dem innersten Wesen des Liberalismus zu suchen, einzig ihm selber geschuldet. Am deutlichsten wird dies durch das follte man sie nicht auch vor den Verwüstungen bewahren Beispiel Belgiens bewiesen, wo der Liberalismus unter den Dollen, welche die Industrie unter ihnen anrichtet? Ist denkbar günstigsten Bedingungen Jahrzehnte lang die ökono bie Fabritgesetzgebung nicht auch eine Reihe von Sanitätsmaßregeln? Wer tönnte und wollte denn die Ne Serungen hindern, sich ebenso wie über gemeinsame Abweh- Bankerott gemacht hat, wie in Deutschland. Die letzten Wahtungsmaßregeln gegen die Cholera, auch über eine gemein jame, international organisirte Fabrikgesetzgebung zum Schuße Der Arbeiter gegen übermäßige Ausnußung ihrer Kräfte zu Unternehmer wollen. mische und politische Herrschaft ausübte, mit feinem Bismard zu lämpfen hatte, und troßdem soeben noch einen ellas tanteren, wenn auch nicht gründlicheren und nicht skandalöseren len haben den belgischen Liberalismus mit Elementargewalt weggefegt, weggeblasen. Afflavit furor populi et dissipati sunt! Der Vollszorn blies fie an und sie waren weggefegt, die belSer Belgische Liberalismus war von jeher der Musterliberalismus, das große Vorbild insbesondere der deutschen Liberalen. " 1 Der Innungsparagraph des Abgeordneten Ackermann ist bekanntlich vom Bundesrath noch nicht sanktionirt, und das macht den Konservativen und Bünftlern einige Besorgniß. Die Herren möchten der Welt zu gern weiß machen, daß gesellschaftliche Zustände durch Dekrete geschaffen werden, während doch grade umgekehrt die Geseze der Ausfluß der jeweiligen Gesellschaftszustände sind; daher entfalten die genannten Herren eine Agitation zu Gunsten der Ackermannschen Antrages, sammeln Unterschriften und petitioniren beim Reichskanzler. Eine solche Petition ist fürzlich eingegangen und die Nordd. 3tg." beeilt sich, dieselbe ungekürzt abzudrucken. Der ,, Macher" dieser Petition scheint der Generallieutenant 3. D. v. Loebell den." So zu sein und es ist erheiternd wahrzunehmen, welche Kenntnisse in Bezug auf den Handwerkerstand im Allgemeinen und auf die Ausbildung der Lehrlinge im Besonderem derselbe ver räth. Man ist versucht anzunehmen, daß der Herr General sehr häufig in Handwerkerkreisen verkehrt hat, was doch sonst gewöhnlich nicht Sache der Herren vom Militär sein dürfte; denn die Säße athmen eine Sicherheit des Urtheils, die nichts zu wünschen übrig läßt. Wir greifen folgenden Baffus heraus: Und nicht allein die Ausbildung der Handwerkerlehr linge wird dadurch sicher gestellt werden, daß dieselbe wieder in die Hände der Innungsmeister gelegt wird, sondern der Eintritt in die Innungen selbst wird dadurch auch erstrebenswerther gemacht, der Boden wird für dieselben gefestigt wer wir gern auch bereit sind, eine von der unsrigen abweichende Meinung in Bezug auf sozialpolitische Dinge gelten zu lassen, so müssen wir hierzu doch bemerken, daß die Lehrlinge der Innungsmeister um kein Jota beffer baran sein werden, als die der Nicht- Innungsmeister. Es ist schon wiederholt und von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen worden, daß die handwerksmäßige Produktion längst verdrängt worden ist von der Großproduktion, von der Produktion für den Weltmarkt. Diese hat Schäden, große Schäden im Gefolge, das ist wahr. Aber eine Zwergproduktion fann diese Schäden nicht beseitigen, das fann nur eine noch größere, eine genossenschaftliche Produktion, und in dieser wird der Lehrling gewiß eine entsprechende Ausbildung erlangen schon deshalb, weil der genossenschaftliche Betrieb auf einen Nußen durch den Lehrling nicht rechnet, nicht rechnen kann. Daß das aber die Herren Handwerksmeister inklusive ihrer Patrone nicht zugeben wollen, nicht zugeben können, liegt auf der Hand. Sie werden aber trotzdem an dem natürlichen Gange der Dinge nichts ändern. Ihre Bestrebungen haben nur die Wirkung eines Steines, welcher in die Spur eines Wagenrades fällt; fte verursachen einen kaum fühlbaren Stoß, der zwar momentan Unmuth verursacht, bald aber wieder ver= Verständigen? Das könnten höchstens einige hartherzige gischen Herren Liberalen. Und zwar Muster liberale, denn geffen ist. Die Patrlich auf die billige, die Familie zerstörende und die Ronfumtionskraft der Massen schwächende Frauen und Kinenglischen Eisenbarone werden Gleich dem deutschen Liberalismus ist der belgische an seinen Ernteaussichten. Das statistische Bureau veröffentlicht soeben die Ergebnisse der von den landwirthschaftlichen Vereinen im Juli 1884 freisweise bewirkten Schäßung der Ernteaussichten, welche für das Land, der Post" zufolge das erberarbeit ebensowenig verzichten wollen, wie etwa unfere ökonomischen Exzessen zu Grunde gegangen. Im freuliche Ergebniß einer Mittelernte in allen Hauptfruchtarten: Broßen Weberei und Spinnereibesizer. An den Regierun Befis absoluter Macht fonnte der belgische Liberalismus ſein dem Ben und der Gesetzgebung wird es liegen, diesen Herren den Brunbfat einzutränken, daß die Gesammtinteressen denn schaftliches lod über dem Spezialintereffe einiger Wenigen stehen. Wir hoffen nicht, daß irgend Jemand, die erwähnten Unternehmer vielleicht ausgenommen, über diese Ronfequen bir wiffen, daß Tausende und Hunderttausende glücklich wie in feinem anderen Lande der Welt. internationaler Sanitätsmaßregeln erschrecken wird, und Waren, wenn Regierungen und Boltsvertretungen die KonTequenzen ziehen und praktisch verwirklichen wollten. wirth gesammten Liberalismus gemeinsames der schrankenlosen Programm Ausbeutung und anarchischen Konkurrenz bis in die äußersten Konse quenzen verwirklichen. Im Namen der indivi= duellen Freiheit wurde das System der Kin ders und Frauenarbeit, die Arbeitszeit unerhört ausgedehnt und auf die Spise getrieben, Kinder vom zartesten Alter in die Fabriken, in die Bergwerke geschickt; die Frauen zu den härtesten Arbeiten angeGenerationen verkrüppelt, die Volksgesundheit und balten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Raps, Klee- und Wiesenbeu, feststellen. Da unter einer Mittelernte nach dem bisherigen Sprachgebrauch eine gute, ja besonDers reiche Ernte zu verstehen ist, so dürfen wir, abgesehen von den kleineren Landstrichen, welche durch Ueberschwemmungen und Hagelschlag gelitten haben, das Jahr als ein reich gesegnetes bezeichnen. Das Wetter ist mit seinen häufigen Regenschauern zwar der Ernte nicht günstig, fie wird vielfach verzögert, auch die Qualität der Früchte leidet hin und wiederindeß bleibt in der Hauptsache doch ein gutes End- Resultat zu erwarten. Für den preußischen Staat stellt sich( eine Mittelernte 100 gerechnet) der Durchschnitt für Weizen auf 98. für Roggen auf 99, für Gerfte auf 98, für Hafer auf 96, für Hülsenfrüchte auf 97, für Kartoffeln auf 98, für Raps auf 98, für Kleeheu auf 102 und für Wiesenheu auf 106. Das Krankenversicherungsgeseh zeigt sich durchaus nicht günstig genüber den freien Hilfskaffen. Das Gesez hat aber so viele sonstige Mängel und ist geeignet, so viel Verwirrung und Belästigung für die Unternehmer wie für die Behörden herbeizuführen, daß dieselben, zumal in den größeren Städten, vielfach selbst wünschen müssen, daß die Arbeiter fich den freien Hilfskaffen zuwenden. So äußerte sich auf dem jüngst in Baugen abgehaltenen sächsischen Gemeindetage der Oberbürgermeister von Chemnis Dr. André über das Reantenlaffengeset und die freien Kaffen folgendermaßen: Man müffe dem Geseze, welchem er mit großer Reserve entgegentrete, eine gute Seite abgewinnen, um es so einzurichten, daß es fungiren kann. Wenn den Arbeitern freie Hand gelassen werde, da werde es vielleicht beffer gehen. Er bilde fich nicht ein, die in Chemnit vorhandenen 30 000 versicherungspflichtigen Personen bevor munden zu können, er werde den Leuten, eher, soviel es angeht, freien Willen laffen, als 3wang anlegen. Redner ist für die Förderung der freien Kaffen. Ihm sei es ganz lieb, wenn recht viele Leute denselben beitreten. Nur wenn es gar nicht gehe, werde zu Anderem gegriffen werden müssen. Große Vorzüge befäßen die freien Kaffen. Sie hätten zuerst nicht die Schwierigkeiten mit den Aerzten, wie die gefeßlichen Kaffen. Letteren werde die Aerztebestimmung sehr viel zu schaffen machen. Wenn die freien Kaffen auch keine Arbeitgeberbeiträge bekommen, so werden sie doch beffer dastehen, da sie besser verwaltet werden. Sie werden nicht blos die Humanität gelten laffen, sondern mit großer Schärfe über das Wohl der Kaffe wachen und darum auch billiger arbeiten u. s. m. Das Projekt, die gewaltigen Wasserkräfte des Rheins der Industrie und dem Kleingewerbe dienstbar zu machen, wie das in Schaffhausen geschehen ist, scheint der Verwirklichung entgegenzugeben. Der schweizerischen Regierung ist bereits von einer Gesellschaft ein Konzessionsgesuch eingereicht worden. Es handelt sich um Gewinnung einer Wasserkraft von 3-4000 Pferdekräften mittelst eines Kanals, welcher am Rhein in der Hardwaldung beginnend bei Birsfelden wieder in den Rhein ausmünden soll. Mit Hilfe elektrischer Leitungen würde die erzielte Kraft in beliebigen Quantitäten auf größere Entfernungen, namentlich auch nach Basel abgegeben werden. Die eidgenössische Waffenfabrik, schreibt die Bür. Bost", ist dasjenige Etablissement, welches, wenn es auch im Laufe der Zeit gewisse Lohnreduktionen vorgenommen hat, doch seine Arbeiter immer noch besser als andere Fabriken bezahlt, und im Allgemeinen muß man dem Direktor Milde und Humanität nachrühmen. Um so auffallender ist seine Stellung gegenüber den Arbeitervereinen. Er steht es nicht gern, wenn feine Angestellten denselben beitreten und soll legthin geäußert haben: Wem die Arbeit lieber sei als der Verein, der möge aus dem Verein austreten.' Sämmtliche verstanden und befolgten den Wink. So werden den Arbeitervereinen gerade die besseren und rubigeren Kräfte entzogen.- Derartige Vergewaltigungen sind nicht allein in der Schweiz vorge tommen. In Nottingham in Irland wurde am Sonntag der Versuch gemacht, das dortige Postamt in die Luft zu sprengen. In einem Briefkasten wurden drei Packete im Gewicht von 12 Unzen, die Nitroglycerin enthielten, vorgefunden. Die Umhüllung bildeten Blätter der revolutionären Zei tung Frishman", und jedes Packet enthielt einen Zünder nebst Zündhütchen. Das Nitroglycerin sollte wahrscheinlich beim Abstempeln der Packete explodiren. Die Quantität reichte hin, um Eigenthumsschaden oder Verlust an Menschenleben zu ver Geheimpolizisten aus London untersuchen die Anursachen. gelegenheit. Die irischen Unterhausmitglieder Serton und W. K. Redmond haben sich nach Newyork begeben, fand sie eine solche von Lärmmachern. Der Tumult war ihr Wert und zugleich ihre Strafe." In der legten Sizung des Rongreffes erklärte Chesnelong jede Revision für unwirksam. Madier de Montiau wünscht die Beseitigung des Senats. Andrieur erkennt die Machtvollkommenheit der Nationalversammlung hinsichtlich der Erekutivgewalt an, doch dürfe man der Nationalversammlung keinen Revisionsentwurf vorlegen. Die Verhandlungen zwischen Frankreich und China, welche in Shanghai stattfinden, sollen wieder einmal von Batenotre, dem französischen Gesandten, abgebrochen sein und die Franzosen fich einiger Punkte auf der Insel Formosa als Pfand für ihre Forderungen bemächtigt haben. Bwölf chinesische Kanonenboote find in Pofition. Die Franzosen haben fünf große Kriegsschiffe hier unter Admiral Courbet und drei in Relung, dem Hafen von Formosa. Ueber Unruhen, die in Yemen ausgebrochen sind, bringt die offizielle Zeitung von Sana folgende Details: Auf die Nachricht, daß die Festung Bafir einen geheimen Bund mit dem Banditen Cheref- Eddin abgeschlossen habe und daß breihundert seiner Zeute in diesen festen Plas eingedrungen seien, eilte sogleich der Militärkommandant der Bezirke von Hadjour und Houdje an der Spige von zwei Bataillonen an Ort und Stelle und belagerte den Ort. Nach den uns zugehenden Berichten haben die Briganten, in Voraussicht des fte erwartenden traurigen Schicksals, die Festung zu verlassen versucht, aber sie wurde von den Belagerern daran verhindert, welche sich ihrer Personen und ihrer Waffen bemächtigen wollen. Die von diesem Banditenführer verursachten Unruhen haben daher keine Bedeutung und alle in den Cafés und Bazars darüber in Umlauf gefeßten Gerüchte entbehren der Begründung. Lokales. cr. Gestrenge Herren regieren nicht lange, das ist ein altes Sprüchwort, und es wäre gut, wenn es immer seine Richtigkeit behaupten möchte. Mit einem ganz unglaublichen Feuereifer stürzen sich viele Leute in eine neue Stellung, sie möchten zuerst Bäume ausreißen, Alles soll sich ihren unumschränkten Willen fügen, und namentlich wenn solche Herren eine Stellung erobern, in welcher sie viele Untergebene haben. Dann fahrt wohl Vergünstigungen, kleine Ruhepausen, dann wird gearbeitet ohne Unterbrechung pon des Morgens früh bis zum finkenden Abend, fortwährend, ohne Unterlag. Und ob der Arbeiter murrt, ob er sich nur schweigend und in ver biffenem Troß der unliebsamen Herrschaft fügt, das ist gleichgültig, die Hauptsache für den neuernannten Befehlshaber ist nur die, daß er sich in den Augen seiner Arbeitgeber in ein möglichst günstiges Licht stellt. Ob er anderen Leuten etwas zumuthet, was diese in der That nicht leisten können, intereſfirt ihn nicht, nur möglichst viel Arbeit fertigstellen, das ist das Einzige, was ihm Freude macht. Unter einem solchen Drude seufzen augenblicklich die Arbeiter in der Fabrik von W. Sondermann in der Wassergasse 21. Daselbst Noth und Elend zu lindern, der gewöhnliche Mann, der beiter, den man unter dieser Bezeichnung hauptsächlich verfic soll geschüßt werden gegen alle möglichen Anfechtungen Leibe und der Seele, und wirklich kann man sich eines ordentliche Behagens manchmal nicht erwehren, wenn man diejenige Institutionen, die alle zum Wohle der leidenden Menschhei bestehen und in Zukunft vielleicht noch errichtet werden sollen betrachtet, und namentlich steigert sich dieses Gefühl des Be hagens zur höchsten Potenz, wenn man von denselben in wiffen Organen liest. Leider steht die Wirklichkeit fe häufig in traffem Gegensatz zu diesen Lobhudeleien, wir unte breiten unseren Lesern nur den folgenden Fall zur ſelb ständigen Kritik. In der Nacht zum Dienstag verstarb einem Hause der Prinzessinnenstraße der Gürtler St hatte, da er im legten Stadium der Schwindsucht sich befand und seit Monaten erwerbsunfähig war, seinem Leber ein Ende So gemacht. freiwillig traurig dieje Fall an fich ist, so wenig selten ist er leider in unferer 3e Nun befindet sich aber die Leiche des Unglücklichen noch heute Freitag gegen Abend, also schon den 4. Lag, in der einziger Stube, die er mit Frau und Kind bewohnte, ohne daß stalten zu seiner Fortführung zu bemerken wären. Auf de selben Korridor, der zu dieser Wohnung" führt, münden na die Wohnungen zweier anderer Miethsparteien, ein 2 fenftri Vorderzimmer mit Küche, in denen 2 junge Männer und ein alte Wittwe wohnen, und eine schmale Stammer, welche Wohnung" einer andern Wittwe mit ihrer Tochter bile Bei so außerordentlich beschränkten Wohnungsräumen soll doch wohl um so eher für die Entfernung der Leiche gefor werden, da bei der großen Hige deren übermäßig lange " 1 Be bleiben in dem Zimmer für die Mitbewohner außer anden Unannehmlichkeiten auch eine nicht geringe Gefahr für die sundheit mit sich bringt. In der That, das sind nette stände in der Hauptstadt der Intelligenz"! Wozu hab wir Sanitätsbeamte, Obduktionshaus und Leichenhallen? Ein gemeinschädlicher und gesundheitsgefährliche Zustand wird dadurch hervorgerufen, daß in Folge der j an der Schleuſe nicht eben zeitgemäß vorgenommenen Bau beiten seit dem 1. d. Mts. sämmtliche Schiffsfahrzeuge, Kurs nach Berlin geht, bei Blößensee festgehalten werden liegen daselbst zur Beit nicht weniger als 300 Schiffe Zahl sich noch bedeutend vermehren dürfte, weil die Spem noch bis zum 11. d. Mts. dauern wird. Diesen Schiffem beren Deren Febilt es nun an jeglichem Trinkwasser, denn auf der beinabe eine Meile weiten Strecke von Plößensee bis Haselhorst befindet fi fein einziger Brunnen; die Schiffer find deshalb, wie da B. T." schreibt, darauf angewiesen, ihr Waffer sowohl zu Trinken als auch zum Kochen aus dem Plößensee zu entneh men, ans demselben Waffer, in welches andererseits auf alle Unrath aus den zahlreichen Fahrzeugen entleert wird. derartige Zustände in der gegenwärtigen Beit außerordent Daf bedenklich sind, bedarf keiner weiteren Ausführung. Es faller fich denn auch unter den Schiffern daselbst bereits mehri Fälle von erheblichen Erkrankungen gezeigt haben, welde trat am 4. d. M. ein neuer Werkführer ein, und dieser Herr Besorgniß einer Epidemie aufkommen lassen. Sache der führte nun nach dem Grundsay Neue Besen fehren gut" ein ftändigen Behörden wäre es sicher, schleunigst dafür zu for ganz sonderbares Regiment ein. Die Arbeitszeit ist in jener daß durch ausreichende Vertheilung der Fahrzeuge und dere Maßregeln ein gefährlicher Seuchenheerd heseitigt wird Als heute Vormittag 11 Uhr Mannschaften des Kaifer -g. Bedauerliche Verkehrsstörung durch Militärma der- Regiments in der Alexanderstraße, von Erzerzitien zu fehrend, mit Regimentsmufit die Königstraße entlang mari Fabrik von der Morgens 6 bis Abends 6 Uhr. Während Dieser Zeit giebt der neuernannte Werkführer nun feine be ftimmte Zeit für Frühstück und Vesper mehr. Es kommt noch hin zu, daß der Aufenthalt in einer Färberei, wie die von W. Sondermann ist, als ein höchst ungesunder bezeichnet werden muß, daß die Arbeiter sich in den Farbestoffen und Wafferdämpfen faum gegenseitig erkennen tönnen. Und in dieser Atmosphäre, während der doch bekanntlich schmuzigen Arbeit ein Mahl einnehmen zu sollen, eine solche Zumuthung ist mindestens als eine harte zu bezeichnen. Möglich, daß man von wurden die Pferde eines nach der Spandauerstraße zu Fabrer den Omnibus durch das Aufschlagen auf die Baute sche gingen an der Ecke der Klosterstraße durch. Obgleid Kutscher mit aller Gewalt die Leine zog und den Omnibus F bremsen versuchte, karambolirte derselbe doch so stark mit ein Schlächterwagen, daß eine auf dem Bod figende Frau auf beladen um in Amerika Gelder zur Unterstützung der irischen Partei manche Arbeiter in genannter Fabrik bei einem Lohnjaz Straße stürzte und fich im Gesicht stark verlegte; sodann fuhr während ihres Wahlfeldzuges zu sammeln. Für die Auftritte in der Sigung der französischen Nationalversammlung machen radikale Pariser Blätter die Regierung verantwortlich. U. A. sagt ,, La Breffe":" Was die Regierung anlangt, so fällt ihr die ganze Verantwortung für diesen bedauernswerthen Tag, nur durch ihren, der Voraussicht völlig ermangelnden parlamentarischen Tatt anheim. Sie wollte die parlamentarische Stärke, welche das Resultat der normalen und freien Diskussion ist, durch den fattiösen Einfluß der Koterieen, welcher das Resultat des Favoritenthums ist, erseßen. Statt ernster Debatten war es ihr um strategische Manöver zu thun. Statt einer aufmerksamen Versammlung Nachbruck verboten.] 18 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) von Mark 13,50 doch nicht viel zu frühstücken oder zu vespern übrig bleibt, es Omnibus gegen einen mit gefüllten Weinflaschen lieber gesehen würde, Handwagen, aus welchem mehrere Flaschen Wein berauig daß die Arbeiter das Geld hierfür sparen möchten. Mit einer solchen Neuerung fann man sich aber doch wohl nicht so ohne Weiteres einverstanden erklären, denn wer arbeitet, soll auch effen, und wer seinem Körper nicht die gehörige Nahrung zuführt, erschlafft eben und wird vor der Beit arbeitsunfähig. Mit Lust und Liebe kann bei einer solchen Behandlung Niemand arbeiten, und wenn ohne Liebe und Hingebung gearschleudert und zerschellt wurden und schließlich fand ein befti Busammenstoß mit einer Droschte erster Klase statt, die liche Beschädigungen erlitt. Erst am Rathhause gelang die Pferde des Omnibus zum Stehen zu bringen. giere deffelben kamen glücklicher Weise mit dem bloßen Die Befo Schre davon. Ist es denn auch durchaus nöthig, daß die Militi Kapellen gerade in den belebtesten Straßen der Stadt sowohl durch die Musik als durch die endlosen Militärtolonne beitet wird, dann fahren sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer Weisen ertönen lassen? Es sind bereits soviel Unglide schlecht. he. Mit erstaunlicher Fürsorge ist man überall bestrebt, selbst in den Straßen der Stadt herbeigeführt worden, Ich fann Dir etwas Besseres vorschlagen," sagte Wrigley vertraulich. Du solltest hier nicht allein wohnen, das ist ganz un schicklich. Der östliche Flügel des Schloffes steht leer. Laz uns unsere beiden Haushaltungen vereinigen, Coufine. Cle matis Villa ist keine passende Wohnung für Deinen nächsten Verwandten. Ich könnte die Verwaltung der Güter beauffichtigen, wie Du es nicht vermagst. Weshalb sollte meine Familie nicht in's Schloß übersiedeln und in den östlichen Lady Bide bedauerte es faft, daß das Geld nicht der fleinen mitgiftlosen Fanny Wrigley zufiel, aber die legtwil- Flügel einziehen?" ligen Bestimmungen der Freundin mußten aufrecht erhalten bleiben. Kaum war Lady Barth todt, als James Wrigley begann, Myra mit seinen Ansprüchen täglich mehr zu beläftigen. Ich denke jetzt, da mein Aeltefter, der voraussichtlich Erbe hier sein wird, es auch an der Zeit ist, daß Du ihn hier auf dem Gute unter den Dienern und den Pächtern der Familie erziehst. Laß ihn immerhin seinen rechtmäßigen Plaz schon einnehmen, Coufine." ,, Und wenn er nun nicht der Erbe wird? Was könnte es in diesem Falle Nachtheiligeres für ihn geben, als im Hinblick auf solche Aussichten erzogen zu werden?" Aber selbst wenn Du Dich verheirathest, ist es doch nicht ausgemacht, daß Du Kinder bekommst," entgegnete der Doctor scharf. Ich deutete nicht auf meine eigenen Kinder hin. Ich werde mich nicht verheirathen, aber Fanny's legte Worte sagten, ihr Knabe lebe noch, und ich habe mir gelobt, ihn aufs zufinden." Das sind phantastische Grillen. Das Kind ist todt. Denk doch an jenen Brief." Den halte ich nur für einen Schelmenstreich, für eine böswillige Fäschung". ,, Um der erbärmlichen Laune einer närrischen Frau willen," schrie der Doktor, soll mein Kind nicht standesgemäß, nicht feinem Vermögen entsprechend erzogen werden!" Wenn mein Bruder wieder gefunden wird, bin ich geseglich verantwortlich für die Einkünfte seines Vermögens; ich habe kein Recht, nach Belieben damit zu schalten, aber aus meinem Privateinkommen will ich Deinen Sohn erziehen laffen und ihn, sobald er alt genug dazu ist, nach Eton schicken." Wrigley betrachtete dieses Zugeständniß als einen Keil, durch welchen er nach und nach Bedeutenderes von den Barthschen Einkünften absplittern würde." Und Du willst ihn während der Ferien bei Dir auf nehmen und ihn allwöchentlich einen Tag hier zubringen laffen, bis er nach Eton geht? Ich sprach zu ungestüm, Coufine, aber Du wirst den Gefühlen eines Vaters etwas zu Gute halten." Ich freue mich, Deine Kinder zu sehen, so oft ste mich besuchen, ein einziges von den übrigen auszusondern, scheint mir nicht rathsam," entgegnete Myra. ,, das thut mir sehr leid," sagte der Mann, mit Nein, ich bin Fräulein Barth. Lady Barth ift tobt" Hand über seine glisernden Bigeuneraugen fahrend. If einen Brief, Fräulein." " " Was, den Brief über das Kind?" Sa, gnädiges Fräulein." Und ist das wahr, was Sie darin erzählten? das Kind wirklich todt und find Sie es, der es gefto ,, Es wird mir schwer, mein Unrecht zu gestehen, Fil hat?" Aber ich habe es recht sehr bereut." Und wo nahmen Sie das Kind fort?" " Fordere von mir nicht, meine Lebensweise oder meinen Haushalt zu ändern," sagte Myra, entsegt vor dem Gedanken zurückbebend, in so nahe Berührung mit den Wrigley's zu tommen. Die Kinder waren lärmend und ungezogen, die Um den Erfolg seiner Sendung zu sichern, gestattete Mutter zwar gutmüthig, aber gewöhnlich und beschränkt und Wrigley selbst war ihr verhaßt. Würdest Du ebenso denken, wenn Du von dem Tode Deines Bruders überzeugt wärest?" hängiger in der Verfügung über die Barth'schen Einkünfte beGewiß, auch dann, aber ich würde mich freier und unabwegen können." ,, Und ich würde den Titel erhalten und Du müßtest die Kosten für meine Wahl ins Parlament bezahlen, Myra, und da ist Deine Kleine Namensschwester, jetzt ein Jahr alt, die solltest Du adoptiren." Ich bin an Kinder nicht gewöhnt," sagte die arme Myra, zur Verzweiflung getrieben. James Wrigley ging nach Hause und befahl seiner Frau, ihr jüngstes Töchterchen an jedem regenfreien Tage zu Myra zu schicken, fie selbst solle mit den anderen sechs Kindern wöchent lich einmal Besuch im Barth'schen Schloffe machen, und ihr Aeltefter" in Begleitung eines Bruders ab und zu für einen ganzen Tag dort vorsprechen. Sie muß fich an uns gewöhnen," sagte der Doktor ,,, nichts geht über die Gewohnheit." 11 Bis fie unserer überdrüssig wird, ehe fie fich an uns gewöhnt," meinte Frau Wrigley, unwillig darüber, daß sie sich ihrer vornehmen Verwandten in dieser Weise aufdrängen sollte." von den Anweisungen des Doktors abzuweichen. Ich fand es draußen auf dem Felde, an ber Barks hecke. Damals wußte ich noch nicht, daß es das Kind Herrn Barons war. Ich nahm es aus Barmherzigkeit auf hielt es sehr gut." " augi Dette ,, Und wie erfuhren Sie, weffen Kind es war?" Aus den Beschreibungen und durch das Mutterma er am Beinchen hatte, und das wie ein Apfeltern sagte Tony, fich jest wieder an die Vorschriften haltend. ,, Und das Kind ist todt?" des Ihnen nicht die Wahrheit sage. Es starb an den ,, Sie schrieben, an den Masern!" Da, gnädiges Fräulein, bei dem Worte eines ch Mannes. Ich will gleich in die Erde verfinten, men Boden Mensch, gnädiges Fräulein." it das nicht Alles Eins? Ich bin ein unwi graben ist?" ben wit man fü Häuser Regime Truppe theilung ein gro Militär haber bemühe fann er widmen g. wird fe ausgefü zudecken Unbill halb de unter gegen e nothwen im vori arbeiten ein Ton woselbit auf zwo arbeiten a. Cheleut in den nats na tigen D chaft v heit nic Deten Wohnu leiftete in der loffen lichen E aus der Toilette die Auf wohnen und dar junge Saufe Bodenl Besuche gegen G Das Tre des abm Der Wo Alingeln war mit und ich In der Anblic Inhalt Unrath einem 3 hätten.. thren S die Wol tüdberu ( Eingem Weinvo geplünd Können Sie mir wenigstens sagen, wo das Rind ,, Nein, gnädiges Fräulein. Arme Leute wie graben ihre Todten in Pottersfeld. Wir haben auch auf dem Towerhamlets- Friedhof in Bottersfeld beg aber wo sein Grab ist, weiß ich nicht. Küfters dort, ein sehr braver, rechtschaffner Mensch Aber der Gebie Das ganze Barth'sche Vermögen wird einst uns gehören, Tony Petigrew, der wird es wahrscheinlich wiffen." und ich sehe nicht ein, weshalb wir nicht jest schon ein wenig davon in Befit nehmen dürfen," wendete ihr Gatte ein. Dr. Wrigley's nächste und wichtigste Aufgabe bestand darin, Myra, wie andere Leute von dem Glauben abzubringen, daß Sir Rupert Barth noch lebe. Betigrew zu Hilfe. Brict „ Die Gewißheit über dieses Kindes Tod ist von dem Wichtigkeit. Würden Sie Ihre Angaben dem Rechtsanwalt Mellodem wiederholen?" Dr. D, ich werde mich hüten, meinen Kopf freiwillig Wiederum rief er Tony solche Schlinge zu steden. Denken Sie denn, ich bab von diesen gefühllosen Gerichtshöfen zu lebenslin Zwangsarbeit verurtheilt zu werden? Nein, nein, Myra faß eines Tages allein in dem Wäldchen, das zu dem Barth'schen Grundbesig gehörte und an das Schloß grenzte, als ein Rascheln ihre Aufmerksamkeit von dem Buch, in dem fie las, ablenkte. Ein Mann in dem Aufzuge eines wandernden Kesselflickers stand vor ihr. Myra sprang beunruhigt auf. D bleiben Sie noch ein Weilchen, Euer Gnaden," bat Der Mann mit sanfter Stimme. Ich möchte nur ein Wort mit Ihnen sprechen. Sind Sie Lady Barth?" fragte Tony Petigrew mit abfichtlicher Unkenntniß. schönstens." ,, Und weshalb kamen Sie denn zu mir?" 11 müth zu beruhigen. Ich bin nur ein armer umber Nun, um mein Gewissen zu erleichtern, und S Heffelflicker und was noch mehr ist, ich beab Vaterland auf immer zu verlassen und als Sie werden mich niemals feben, gnädiges Fräulein." der Fremde zu fterben. Diese pathetische Erklärung rührte Myra nicht lichen Laten 3 ift nicht bei ihrer Schmuc Liebhabe Lage di Der nach gebracht. andere S genomm N. fährliche Deren zu R ein Trin Un andere b gnädiges und mi denter.." Und Slid m Felde ge begraben und die Ea Abenteu wie er i eigenen Im My niedergel Ль trug ihn durch in Die Bu roiffer Das daß and warfen. geneigt, ihren Br lich gera Dasein v D hr gege Beugniß Das gegen fich haffen m liber den blic und Am erzählte f Hider thr Lower- d Zobtengra Es m Barth we anftellen An d Ga ift n Wrigley die Nähe zu haben Der perfiebt Leibe entlichen ejeniger enidbe follen Des Be in ge eit feb ir unter felb tarb in St. G befand Leben Dieje rer Belt heute einsiger af An uf dem Den no enftrige ind ein Iche di Bilb en foll geforg ges Be die Ge nette 3 baben n? hrliger ber ja Baua ge, dere den. Te, deren Sperrung man füglich sowohl auf die kriegerischen Klänge zwischen unseren Häusern, als auf den militärischen Bomp eines dahinziehenden Regiments verzichten könnte. Weshalb theilen fich die großen Truppenkörper nicht vor der Stadt und rüden in fleineren Abtheilungen in ihre Kasernen ein? Wir sind überzeugt, daß ein großer Theil unserer Mitbürger auf den Anblick größerer Militärmas en durchaus nicht sehr erpicht ist, und wer ein Liebhaber soldatischer Schauspiele ist, der kann sich ja hinausbemühen auf die Ererzierterrains, wenn er da geduldet wird, lann er fich ganz nach Belieben dem Vergnügen des Zuschauens widmen. der Grundstück Sebastianstr. 16, auf dem augenblicklich der Aufbau eines Quergebäudes in Angriff genommen ist, zu. Die Front mauer des Gebäudes ist bereits bis zur Parterre- Etage aufgeführt. Während nun mehrere der Arbeiter im Souterrain noch mit Fundamentirungsarbeiten beschäftigt waren, versuchte ein mit Steinen beladener Arbeitswagen auf das Grundstück hinaufzufahren. Hierbei stieß der Wagen derart gegen einen be reits stehenden Mauerpfeiler, daß derselbe umgestoßen und in den Keller gestürzt wurde, dabei zwei der dort unten arbeitenden Maurer verschüttend. Während der eine der Arbeiter anscheinend nur unerhebliche Quetschungen erlitt, wurde dem anderen die Schädeldecke von den Steinmassen vollständig zertrümmert, so daß der Verunglückte in bewußtlosem und anscheinend hoffnungslosem Zustande ver Droschke in das Krankenhaus Bethanien geschafft werden mußte. Ob die Schuld an dem Unglücksfall den Kutscher oder den beaufsichtigenden Polier trifft, dürfte erst durch die eingeleitete Untersuchung festzustellen jein. g. Unglücksfall. Ein Puzer von Schaufensterscheiben, der Arbeiter L., war gestern Nachmittag damit beschäftigt, die Schaufensterscheibe eines Garderobengeschäfts in der Friedrichſtraße zu poliren. Hierbei glitt die Leiter plöglich aus und L. stürzte sammt der Leiter zur Erde. Nachdem fer fich wieder aufgerichtet, fonnte er vor Schmerzen den rechten Arm nicht aufgerichtet, fonnte er vor Schmerzen den rechten Arm nicht bewegen, so daß er sich zu einem Arzt begeben mußte, welcher einen doppelten Armbruch fonstatirte. Der Bedauernswerthe ist hierdurch gezwungen, seine Thätigkeit wochenlang ruhen zu laffen. Bu bewundern ist es übrigens, daß derartige Unfälle nicht öfter fich ereignen, weil diese Arbeiter bei Ausführung ihrer Thätigkeit mit den Leitern sehr leichtfertig hantiren. g. Eine ebenso langwierige als gefahrvolle Arbeit wird seit einiger Beit auf dem Potsdamer Bahnhof ausgeführt. Um das Dach der Glashalle des Bahnhofes umzudecken, welches bedenkliche Fugen zeigte, die Unbill der schlechten Witterung Einlaß gewährten, find unterhalb der gewaltigen eisernen Bogen Hängegerüste hergestellt, unter denen fich wiederum große Leinwandpläne zum Schuß gegen etwa herabfallende Handwerksgeräthe 2c. befinden. Wie nothwendig diese Vorsichtsmaßregel ist, erhellt aus einem Fall im vorigen Jahre, in welchem bei Ausführung von Malerarbeiten an den Eisenbogen von einem derartigen Hängegerüste ein Topf mit Delfarben herunter und auf einen Wagen fiel, woselbst der Topf zertrümmerte und den Inhalt zum Theil auf zwei Personen ergoß. Die vorerwähnten Umdachungsarbeiten werden noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. a. Riete" hat sich auch mal amüfirt! Die Dr. P.'schen Cheleute, welche eine herrschaftliche Wohnung von 5 Zimmern in den Belten bewohnen, begaben fich Anfangs vorigen Monats nach der Schweiz, ihre Wohnung der Obhut ihres 18jähtigen Dienstmädchens Sch. überlassend. Troßdem die Herr schaft vor der Reise der Sch. befohlen, während ihrer Abwesen heit nicht in der Wohnung, sondern bei einer der Sch. befreundeten Familie zu schlafen und nur täglich einmal nach der Bohnung zu fommen und diese zu lüften und abzustäuben, so leistete die Sch. diesem Befehl keine Folge, sondern sie blieb in der Wohnung der Herrschaft, erbrach gewaltsam ein ver fchloffenes Wandschränkchen. in welchem die Schlüssel zu sämmt lichen Behältern der Wohnung sich befanden, und stellte sich aus der zurückgebliebenen Garderobe ihrer Herrin eine elegante Toilette zusammen, in welcher fie Spaziergänge machte und die Aufmerksamkeit eines in der Nachbarschaft bei seinem Vater wohnenden Primaners auf fich zog. Diefen lud fte ein, sie zu besuchen und damit der Portier des Hauses nichts bemerkte, ging der junge Mann nächtlich über die Hausdächer nach dem Sause, wo sein Liebchen wohnte und gelangte durch eine Bodenlufe in das Haus und sodann in die Wohnung. Diese Besuche über das Dach wurden mehrfach wiederholt und erst gegen Ende des vorigen Monats bemerkte der Hausportier Das Treiben der Sch. Er machte sofort dem Schwiegervater Des abwesenden Dr. P. davon Mittheilung, welcher sich nach Der Wohnung seines Schwiegersohnes begab und nach langem Klingeln die Wohnung von der Sch. geöffnet erhielt. Dieselbe war mit einem sehr werthvollen Kleide seiner Tochter bekleidet und schien fichtlich betroffen durch den unerwarteten Besuch. In der Wohnung bot sich dem alten Herrn ein schrecklicher Anblid bar. Sämmtliche Behälter standen offen da und ihr Inhalt lag zerstreut auf dem Fußboden umher, vermischt mit Unrath und Speiseresten, kurz die Wohnung befand sich in einem Zustande, als wenn Einbrecher in derselben gehauft hätten.. Der Schwiegervater befahl der Sch., sich sofort mit thren Sachen aus der Wohnung zu entfernen, und er schloß die Wohnung hinter ihr zu. Die sofort von ihrer Reise zu tüdberufene Herrschaft fand ihre Wohnung in einem jämmer lichen Zustande vor. Fern febl rabe eine indet fid wie bai bobl ju entneh ud aller rd. Daf orbentli foller Delche di mebriate e der u forge und t with ärmu Per Meran en gun aridicte LL fahren fchen un gleid be mnibus F mit ein u auf fubr belabent beraudge in beftig Die erbe elang e Die Baff en Sare Militi Stabt th glüdsta irtolonne ben, b tobt" mit Bich fchi ten? geftable angele e er Bart Rind tauf mal augi Del Boden nwilent wit Bega ebalk Don Brict babe Sharp tige bann ( Eingemachtes und Delikatessen), der ganze, nicht unbeträchtliche Weinvorrath, sowie die Rauchfammer, waren vollständig aus geplündert. Die Betten befanden sich in einem höchst deso Laten Zustande und der größte Theil der Garderobe der Frau ist nicht mehr zu benußen. Außerdem hat sich auch die Sch. bei ihrer Entfernung eine Anzahl Garderobe-, Wäschestücke und Schmudfachen mitgenommen und darin, in Begleitung ihres Liebhabers, Theater und sonstige Lokale während der ersten Lage dieses Monats besucht. Gestern wurde sie endlich von der nach ihr forschenden Kriminalpolizei ermittelt und zur Haft gebracht. Außer dem genannten Liebhaber hatte die Sch. noch andere Bersonen in der Wohnung ihrer Herrschaft gaftlich auf erschütternder Unglücksfall, der die lebensgegenommen. N. Ein fährliche Verlegung eines Menschen und die leichtere eines anderen zur Folge hatte, trug sich heute Vormittag auf dem ein Trinkgeld geholt habe?" Möchten Sie einen Augenblick hier warten, bis ich Ihnen denter.." Grundstüd Rolonieſtr. 94 durch ihre eigene Naschhaftigkeit verN. Die gerichtliche Obduktion der beiden auf dem gifteten Kinder der unverehelichten S. fand am gestrigen Tage im Obduktionshause durch die gerichtlichen Phyfici statt. Die Obduktion ergab in beiden Fällen Vergiftung durch Mausegift. Die Beerdigung der beiden kleinen Leichen hat am heutigen Tage vom Obduktionshause aus stattgefunden. Der mitvergiftete und in die Charitee gelieferte Knabe befindet sich auf dem Wege zur Befferung. blatt eine Annonnce veröffentlichte, nach welcher er seine Vert lobung mit derselben für aufgehoben erklärte. Unterzeichne war diese Annonce: H. Schröder, Hausknecht" Herr B. er ließ zunächst im Berliner Tagblatt" eine Gegenerklärung, daß ihm von einer Verlobung seiner Tochter nichts bekannt ge wesen und beantragte sodann die Bestrafung des Schröder wegen Beleidigung. Das Schöffengericht fand diese in dem Umstande, daß der Angeklagte in der betreffenden Annonce das fettgedruckte Prädikat Hausfnecht" beigefügt hatte und verurtheilte denselben zu 3 Mark. Die dagegen eingelegte Berufung hatte keinen Erfolg, da die zweite Instanz zwar die Kriterien der Beleidigung nicht in der angefochtenen Standesbezeichnung, sondern in dem Umstande fand, daß der Angeflagte überhaupt eine Entlobungsanzeige erlassen hatte. Ein gefährliches Kleeblatt, zu deffen Ueberwachung noch besonders zwei Schußleute fommandirt waren, wurde heute vor die 4. Ferienstrafkammer des Landgerichts I. vorgeführt, um sich wegen eines schweren Diebstahls zu verant worten. Es waren dies der Kellner Oscar Ottomar Otto Schreyer, der Arbeiter" Karl Franz Ferdinand Krässchmer und der Kellner Johann Daniel Fischer. Der erste verbüßte wegen schweren Diebstahls zu wiederholten Malen Zuchthausstrafen, zulegt eine solche von 6 Jahren, der zweite wurde im Jahre 1858 wegen Mordes zum Tode verurtheilt, diese Strafe aber auf dem Gnadenwege in lebenslängliche Buchthausstrafe umgewandelt. Nachdem eine solche von 25 Jahren verbüßt war, wurde ihm völlige Begnadigung zu Theil und er im Oktober 1883 wieder in Freiheit gesezt. Der dritte Angeklagte verbüßte zuleßt wegen Raubes eine zehnjährige Zuchthausstrafe. In der Nacht zum 21. April c. wurde bei der Wittwe May, welche in der Auguststraße 11 eine Restauration befizt ein Einbruchsdiebstahl begangen, der den Dieben reiche Beute einbrachte. Die Privatwohnung der Ww. May, welche fich derzeit außerhalb befand, ist in dem genannten Hause in der ersten Etage belegen. Die Diebe hatten in der Zeit zwis schen 10 und 11 Uhr Abends, als die Tochter der Frau May noch im Restaurant beschäftigt war, eine Füllung aus der Rorridorthür herausgeschnitten und nachdem auf diese Weise der Zugang zur Wohnung bewerkstelligt worden, hatten die Diebe sämmtliche darin befindlichen Schränke und Kommoden gewaltsam erbrochen, aber aus deren Inhalt sich nur ein seidenes Kleid angeeignet. Unter dem Bette hatte sich aber ein ziemlich großer Blechkasten und in diesem ca. 6000 M. in baarem Gelde und verschiedenen Werthpapieren, sowie eine goldene Uhr befunden und mit dieser werthvollen Kaffette hatten die Diebe fich begnügt. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte fich zunächst auf den Angeklagten Fischer, der sich troß seiner Arbeitslosigkeit durch außerordentliche Ausgaben bemerkbar machte. Derselbe wohnte bei der Mutter des ersten Angeklagten, Zionsfirchstraße 3, und als der Krimminalkommissar Damm hier Recherchen anstellte, hatten dieselben ein überraschendes Resultat. Der Beamte fand daselbst nämlich auch den zweiten Angeflagten Kräßschmar, der sich unangemeldet bei der Ww. Schreyer aufhielt und außerdem so viele Indicien vor, welche für die Thäterschaft der genannten Personen mit Evidenz sprachen. Außer einer Menge Diebs- Werkzeug beschlagnahmte der Beamte einen Schlapphut, dessen Futter theilweise verbrannt N. Zwei Selbstmordversuche werden uns vom gestrigen Tage gemeldet. Ein 22 jähriger junger Mensch, der später als ein Maurer Hermann Röhr aus Rottlau refognoszirt wurde, wurde gestern früh in einem auf dem Grundstück Greifswalderstraße 33 belegenen Garten an einem Baume erhängt gefunden. Hinzukommende Hausbewohner schnitten den Lebensüberdrüfftgen ab und stellten Wiederbelebungsversuche an, die auch in fofern von Erfolg gekrönt waren, daß der Mann bald wieder Lebenszeichen von sich gab und in ein Krantenhaus überführt Lebenszeichen von sich gab und in ein Krankenhaus überführt werden konnte. Der Unglückliche scheint die That in einem Anfalle von Geistesgestörtheit verübt zu haben, Eine er greifendere Scene spielte fich Mittags zwischen 2 und 3 Uhr an der Moltkebrüde ab. Bassanten hatten dort eine Arm wahrgenommen, die sich in auffälliger Weise an dem Geca. 30 jährige Frau mit einem ca. 5jährigen Knaben auf dem länder der Brücke zu schaffen machte. Plöglich segte die sehr ärmlich gekleidete Frau den heftig weinenden Knaben auf die Erde und stürzte fich fopfüber über das Geländer hinweg in die Spree. Einigen mit Rähnen zur Rettung herbeieilenden Schiffern gelang es die aus dem Waffer emportauchende Selbstmörderin zu erfassen und lebend ans Land zu schaffen. Auf Veranlassung eines hinzugerufenen Schußmannes wurde Mutter und Kind nach der Charité geschafft. Nahrungssorgen sollen die unglückliche Frau zu der verzweifelten That getrieben haben. a. Brandstifter. Seit dem 31. bd. Mts. fanden fast unausgesetzt im ften der Stadt, in der Nähe des Schleftschen Bahnhofes Brände statt, welche nach den zurückgelaffen Spuren vorsäglich angelegt zu sein schienen. Am 31. Juli früh fand ein fleines Feuer in der Langenstraße 68 statt, welches aber, ehe es weiter um fich griff, bald gelöscht wurde. Am 1. Auguſt früh 7 Uhr wurde im Entresol des Hauses Langestraße 41 ein zusammengerolltes, mit Petroleum getränktes Stüd Papier gefunden, welches entzündet worden und nur theilweise verbrannt war. Am folgenden Tage früh wurden im unverschlossenen Vorteller des Hauses Langestr. 33 Lumpen und alte Säcke angeschwelt vorgefunden. An dem selben Tage Nachmittags war ein Mittelfeuer in der Langenstraße 72. Am 3. August fanden Brände in den Häusern Langestraße Nr. 81 und Nr. 36 statt und an demselben Tage wurden auf dem Boden des Hauses Koppenstraße Nr. 4 bren nende Wachslichter vorgefunden, welche an einer mit einer mit Petroleum getränkten Thür lagen. In diesem legten In diesem legten wurde der Fall Brand burch die sofortige Ent fernung ber Lichter inhibirt. Am 4. August fand ein Feuer in dem Hause Langestr. 50 statt. Da diese häufigen unter gleichen Umständen entstandenen Brände zu der AnUnd gleichzeitig einen Stallfnecht, einen Gärtner und andere hartherzige Schurken, die mich ergreifen sollen? Nein, nahme führten, daß dieselben von einer Person veranlaßt wor gnädiges Fräulein, ich bin nicht von heute und von gestern, und mir werden Sie nicht so leicht beikommen, wie Sie Glüd wünschend. Aber mit der Angabe, er habe das Kind im Und eiligst entschlüpfte Tony, sich zu seiner Schlauheit Felde gefunden und es sei auf dem Tower Hamlets Friedhofe begraben, hatte der verschlagene Bursche Wrigleys Weisungen und die Grenzen der Sicherheit überschritten. 10. Rapitel. Es war eines der merkwürdigsten Dinge in Sir Rupert's wie er in den Befiz des Kindes gelangt sei, zufällig mit ihrer den seien, so wurden von der Polizei Nachforschungen und Beobachtungen in den genannten Straßen angestellt, und gestern wurde in der Koppenstraße ein junger Mann, welcher eine Flasche mit Petroleum bei fich führte, ergriffen und zur Wache gebracht. Dort wurde bei ihm noch ein Paquet mit Wachslichtern, die den in dem Hause Koppenstr. 4 gefundenen Lichtern vollständig glichen, gefunden. Der Festgenommene, Der bisher unbescholtene Hausdiener V., welcher seit mehreren Jahren in einer Stellung fich befindet und zu Klagen seinem Dienstherrn feinen Anlaß gegeben hat, hat eingeräumt, die oben erwähnten Feuer, mit Ausnahme zweier, vorsäglich angeſtedt zu haben. Irgend welches Interesse habe ihn zu den Abenteuern, daß Tony Betigrew's Antwort auf Myra's Frage, Brandstiftungen nicht veranlaßt, vielmehr habe ihn eine Ber Im Felde wollte er das Kind gefunden haben? Myra schloß daraus, daß sie den Knaben am Feldrain niedergelegt habe, statt ihn ins Waffer zu schleudern. trug ihn aus seiner sicheren Heimath fort und brachte ihn da Aber dennoch ist die Schuld mein," ſagte fie fich ,,, ich durch in die Gewalt dieses Menschen." warfen. In ihrem zu wiffen, wie und weshalb fie ihr Unrecht begingen. Die meisten Verbrecher haben wenigstens die Genugthuung, daß andere Bersonen beständig neues Licht auf ihre That Das Unglüd Myra's wurde dadurch noch unerträglicher, geneigt, fich jeder möglichen Sünde anzuklagen. Sie hatte ihren Bruder beneidet, ihm sein Leben mißgönnt, ihn endlich geraubt und ermordet, ihren Vater entehrt, Fanny's Dasein vernichtet und Jasper Figron in den Tod getrieben. hr gegenwärtiges Schweigen brandmarkte fie als falsches Beugniß frankhaften Gemüthszustande war fle Das arme Mädchen, das so schmähliche Beschuldigungen gegen fich selbst erhob, wat dennoch so liebenswerth und rechtüber den ihre frante Einbildung brütete, von seltenftem Scharf haffen wie wenige Menschen, und bis auf den einen Bunkt, blick und flarstem Verstande. erzählte fie Dr. Brice die ganze Geschichte, welche der KeffelAm Tage nach ihrer Unterredung mit Tony Betigrew flider ihr mitgetheilt und bat ihn, fich mit ihr nach dem Lobtengräber Lonn Befigrew aufzusuchen. Lower Hamlet- Friedhof zu begeben, um den wahrheitsliebenden anftellen würde. Es war Tony nicht in den Sinn gelommen, daß Fräulein Barth weitere Nachforschungen nach dem Grabe ihres Bruders Es ist noch zu erwähnen, daß Tony reglmäßig von Dr. An dem Tage war er gerade auf dem Friedhofe beschäftigt. Wrigley die vier Schillinge empfing und ausgab und dennoch die Nähe der Gattin erduldete, welche sein Gönner penfionirt Bu haben glaubte. ( Fortjepung folgt.) störungslaune erfaßt und zu den verübten Verbrechen getrieben. V. ist heut zur Haft gebracht worden. N. Ein an Straßenraub grenzender Taschendiebstahl ist gestern Mittag gegen 2 Uhr in der Bassage vor dem Friseurgeschäft von Scherig und Meyer verübt worden. Während eine anständig gekleidete Dame vor dem Schaufenster der ge nannten Firma stand und sich die ausgestellten Gegenstände besah, trat plöglich ein junger Mensch an ste heran und ver suchte, nachdem er ihr Uhr und Rette gewaltsam entrissen, die Flucht zu ergreifen. Auf den gellenden Hülferuf der Beraubten eilten Ladeninhaber und Beamte der Paffage herbei, die den frechen Dieb ergriffen und ihn nach der nächsten Polizeiwache fiftirten. = war und Stearinfleden zeigte, ein Stüd solchen angebrannten Hutfutters war auch am Thatorte des Diebstahls gefunden worden. Sowohl Kräßschmer als Fischer wurden in Haft genommen und da man die gegründete Vermuthung hegte, daß auch der Sohn der Wwe. Schreier, der sich derzeit stets bei seiner in der Brunnenstraße wohnenden Braut befand, bei dem Einbruch betheiligt gewesen, so wurde auch dieser dingfest ge macht. Im Termine erklärte sich nur der Angeklagte Sträzichmer schuldig, der den Diebstahl ganz und gar auf sein Conto nahm. Er will außer dem baaren Gelde und der Uhr nur noch eine Eisenbahn Obligation von dem Inhalte der Kasette an fich genommen, und diese dann mit den übrigen Obligationen hinter einen Bauzaun am Weinbergsweg geworfen haben. Von der Kassette hat sich übrigens feine Spur entdecken laffen. Die erwähnte EisenbahnObligation habe er dem Mitangeklagten Fischer gegeben unter der Vorspiegelung, er habe sie gefunden, Fischer habe das Papier für 580 m. verfilbert und von diesem Betrage 180. erhalten. Dieser bestätigt die Angaben des Krätschmer, will aber, ebensowenig wie der Angeklagte Schreyer von dem Diebstahl etwas wissen. Durch die Beweisaufnahme wurde zwar festgestellt, daß der Einbruch von mehreren Personen ausgeführt sein mußte, doch gelang es nur, den mitangeklagten Fischer der Mittheilnahme zu überführen, während es dem Vertheidiger des Angeklagten Schreyer, Dr. jur. Welsch aus Hamburg, mit Hilfe eines angetretenen Alibibeweises gelang, diesen aus der Schlinge zu ziehen. Schreyer wurde wegen mangelnder Bes weise freigesprochen, Kräßschmer und Fischer dagegen wurden zu je 6 Jahren Zuchthaus und den entsprechenden Nebenstrafen verurtheilt. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. t. Der Arbeiterbezirks- Verein im Osten Berlins hielt am 5. August in Mohrmanns Salon eine Mitglieder- Versamm lung ab. Nach Eröffnung der Versammlung theilt Herr Weise mit, daß Herr Dr. Heimann verhindert sei, zu sprechen, und würde an dessen Stelle Herr Tischlermeister Mitan einen Vortrag über Die wirthschaftliche Lage" halten. Hierauf ergreift Herr Mitan das Wort und führt in einer von reichem Beifall unterbrochenen Rede die Bestrebungen der angeblichen Sozialreformer vor. Redner verweilt längere Zeit bei der Gewerbegesetzgebung und wirft einen Rückblick auf die Bestrebungen der Innungen und kommt zu dem Schluß, daß der Arbeitsnachweis nur allein in den Händen der Arbeitnehmer von Nußen ist. In weiterer Fortführung seiner Rede läßt sich der Vortragende über einige Paragraphen des Innungsstatuts der Tischler und Stuhlmacher aus und meint bei dem Paragra phen, der von Gründungen von Rohstoff- und Vorschußkassen handelt, daß es allerdigs jedem fleinen Meister leichter ums erz wäre, wenn er wüßte, wo er am Bahltage eine Vorschußtaffe fände, und es kann nur der Eigendünkel sein, der manche Leute noch abhält, auf der Seite der Arbeiter zu stehen. Referent schließt mit warmen Apell an die Versammlung, nur so einen Mann bei der bevorstehen den Reichstagswahl ihre Stimmen zu geben, der voll und ganz für die Interessen der Gesammtheit eintritt. Bei Punkt 2 der Tagesordnung, Wahl eines ersten Borfizenden", erhält Herr Blum das Wort und bemerkt, daß es für den Verein von Nußen wäre, den in diesem Bezirke gewählten Stadtv. August Herold zu wählen, da der Verein rein kommunalen Bweden dient. Bei der hierauf folgenden Wahl wird Herr August Herold mit 314 von 321 abgegebenen Stimmen ge wählt. Bei Punkt 3 der Tagesordnung, Wahl von 4 Konfroleuren", werden die Herren Stiele, Quilis, Dathe und Wasemiz gewählt. Hierauf macht der Vorsitzende bekannt, das die nächste Versammlung am 19. August in demselben gofale stattfindet und schließt die zahlreich besuchte Versammlung um g. Bei der Straftammer des hiesigen Landgerichts I schweben augenblicklich soviel Strafsachen, daß die Verhandlungen nicht selten erst gegen Abend zu Ende geführt werden. Am legten Sonnabend fand der Schluß der Verhandlungen erst um 94 Uhr und am Mittwoch um 734 Uhr Abends statt. Gestern tamen Strafsachen, für welche ein Termin um 9% Uhr Vormittags anberaumt war, erft um 12 Uhr Mittags zur Verhandlung. Die Vernehmung von 18 Beugen erforderte allein 1% Stunden. Gerichts- Zeitung. Eine eigenartige Beleidigungsflage gelangte gestern vor der fünften Berufungsstraftammer des Landerichts 1. zur Verhandlung. Der Hausdiener Schröder hatte mit der Tochter eines Barbiers ein Verhältniß angeknüpft, welches indeffen nicht bis zu einer offiziellen Verlobung gedieh, da der Vater des jungen Mädchens sich an der gesellschaftlichen Stellung des ihm zugedachten Eidams stieß. Dieser Abneigung machte derfelbe seiner Tochter gegenüber in der Aeußerung Luft: Ach was, zu der Ehre, einen Hausknecht zu heirathen, fannst Du noch mit dem dreißigsten Jahre kommen." Diese Aeußerung tam dem Schröder zu Ohren und dieser fühlte fich dadurch dermaßen verlegt, daß er nicht nur jede Verbindung mit Fraulein B. abbrach, sondern auch im Berliner Tage11% Uhr. " 1 einem Der Arbeiterbezirksverein vom 15. und 20. Kommunal- Wahlbezirk hielt am Mittwoch seine ordentliche Verfammlung ab, in welcher Herr Dr. Baded in 1% stündigem hochinteresanten Vortrage die Abstammung des Menschen be handelte. Er bewies, daß die Welt schon Millionen von Jahren eristirt habe, ehe fie biblisch erschaffen wurde. Er suchte ferner durch verschiedene Vergleiche zwischen Menschen und Thieren zu beweisen, daß der Mensch von Ursprung nicht so war, wie er heute ist. Darwin war der erste, der hierauf verwies. Erst dieser Forscher hat es unternommen, das Gejes antwortilcher Weise ausgebeutet und ihre jungen Gehülfen mit Löhnen von 15-12 M. und darunter abgespeist. Üm mit Löhnen von 15-12 M. und darunter abgespeist. Um diesem Treiben einigermaßen einen Damm entgegenzuseßen, beschloß der Vorstand vor einigen Monaten, nur diejenigen in den Verein aufzunehmen, welche nachweisen, daß fie mindestens 18 M. verdienen. Herr Coffier hielt diesen Satz für zu niedrig und stellte obigen Antrag. Der Vorstand sowohl als alle anderen Redner sprachen sich dahin aus, daß man mit allen Kräften dahin streben müsse, eine Revision des Tarifs herbeizuführen, um u. A. auch jenen Baffus, der die Neuausgelernten betrifft, zu streichen. Ueber den Antrag Coffier gingen jedoch die Meinungen auseinander, da man die Prinzipale nicht zwingen könne, den betreffenden Gehilfen 20 Mart zu zahlen. Nachdem zum Schluß Herr Coffier seinen Antrag nochmals empfohlen, wird derselbe an= genommen, während ein zweiter aus der Debatte hervor gegangene Antrag, anstatt der 20 M. das tarifmäßige Minimum ( 23 M. 40 Pf.) zu seßen, abgelehnt wurde. Nachdem dem Rendanten, Herrn Stolle, für das abgelaufene Vierteljahr auf Antrag der Revisoren Decharge ertheilt und einige Fragen be antwortet worden waren, schloß der Vorfizende die gut besuchte Versammlung. von der Unabänderlichkeit der Natur umzustoßen. Die Gegner| der Darwin'schen Lehre sind auch nicht unter den naturwissenschnftlich gebildeten Menschen zu suchen, sondern unter den Theologen u. bgl. Die Veränderung resp. Veredelung der verschiedenen Geschöpfe ging hervor durch den Kampf um's Dasein und die Zuchtwahl. Redner bewies dies durch BeiSpiele aus dem Thier- und Pflanzenreich. Wenn die Theologen behaupten, so wie die Welt heute ist, hat fte Gott erschaffen, so suchen ste ein Räthsel mit dem anderen zu lösen. Wie hätte der Gott der Theologen auch dem Menschen so unzweckmäßige Organe schaffen fönnen, wie 3. B. das Steißbein, von welchem der Mensch nicht weiß, wozu es gut ist und welches unzweifelhaft der verkrimmerte Schwanz des Thieres ist, fernen einen Ansaß zum dritten Augenlide, wie solches die Vögel haben und endlich einen Darmfortsat, welcher sogar die Ursache des Todes des Menschen werden kann, in seiner vollen Ausbildung bei Thieren aber sehr gute Dienste leistet. Daß alle Geschöpfe etwas mit einander gemein haben, das beweist der Stoff, woraus fte alle beftehen die Belle- ob ein Thier aus einer solchen Belle oder aus Millionen besteht, der Stoff bleibt derselbe. Die Gleichheit der Geschöpfe sieht man auch an den einige Wochen alten Embryonen, es ist das Junge eines Menschen von dem eines Hundes nicht zu unterscheiden u. s. w. Auch auf ande ren Gebieten zeigt sich die Gleichheit zwischen Mensch und Thier. An Beispielen weist Redner nach, daß Thiere ein ebenso ausgebildetes Solidaritätsgefühl haben als der Mensch. Der Spruch„ Einer für Alle Alle für Einen" ist auch bei den Thieren entwickelt. Es find eben nur Eigerungen in der Ueberlegung und dem Ehrgeiz, welche den Menschen vom Thiere unterscheiden. Wir sehen in der Thierwelt eine große Anzahl von sozialen Trieben entwickelt. Nachdem Redner die Entwickelungsstadien der Menschheit vom Urmenschen bis heute durchgegangen ist, spricht er zum Schluß den Saß aus: Nicht der Darwinist ist der Anhänger des Spruches Alle gegen Alle nicht er will Kriege u. s. w., sondern die dies wollen, find gerade seine Gegner. Im Louisenstädtischen Arbeiterbezirksverein Vor wärts" hielt am Mittwoch Herr Schriftsteller Schwennhagen einen mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Wiedergeburt Preußens in den Jahren 1807 bis 1813. Nach dem Redner einen geschichtlichen Ueberblick über die Entstehung Preußens gegeben, wies er die Ursache nach, wie es möglich gewesen ist, daß das preußische Volk an einem einzigen Tage zu Fall tam, und daß dies nur in der bureaukratischen und absolutistischen Regierungsweise, die das Volk von der Regierung ausschloß, zu suchen sei. Während der Adel und der Beamtenstand alle Rechte und Privilegien für sich in Anspruch nahm, der Bürgerstand eifiig über seine Innungsintereffen wachte, war es zum größten Theil der Bauernstand, der alle Lasten tragen mußte. Aus diesem tiefen Fall, welchen Preußen bei Jena erlebte, ist es nur durch die Einsicht von Männern wie Stein und Hardenberg gerettet, welche durch Einführung der Selbstverwaltung und anderer Reformen im Volle einen lebendigeren Gemein finn erweckten. Das Versprechen einer Verfassung wurde nach der Niederwerfung Napoleons nicht gehalten, und alle freiheit lichen Bestrebungen durch eine traffe Reaktion unterdrückt. So ist leider nach dem begeisterten Aufschwung, welchen das deutsche Volf im legten französischen Kriege gezeigt, bald genug eine eben so traurige Reaktion über uns herein gebrochen, welche das deutsche Volk nur dann abschütteln kann, wenn es zum Reichstage energische Männer wählt, welche der Regierung und dem jezigen System auf's Entschiedenste entgegen treten. Nachdem sich hieran eine lebhafte Diskussion geknüpft hatte, beschloß der Verein, am Sonntag, den 10. b. Mts., den botanischen Garten zu besuchen, wozu alle Freunde des Ver eins mit ihren Familien eingeladen find. Der Sammelort ist Bärwaldsbrüde Nachmittags 2% Uhr. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H.) Hamburg, Filiale Berlin. Bevollmächtigter Otto Schulz, Bergmannstr. 96, Hof, Quergb. part. Sprech stunde Mittags 12-1 Uhr, Sonntags 11-1 Uhr. Die Bahlstellen, an welchen jeden Sonnabend Abend nach 8 Uhr Beiträge und Aufnahmen entgegen genommen werden, find: 1. Brinzen und Morig- Play- Ecke bei Ballwig( Destillation), 2. Wendenstr. 5 bei Nikolei( Destillation), 3. Teltowerstr. 11 bei Lukas( Destillation), 4. Fruchtstr. 63 bei Lock( Destillation), 5. Neue Schönhauserstr. 17 bei Brir( Restaurant), 6. Bankstr. 42 bei Heinemann( Restaurant), 7. Bergstr. 36 bei Galle( Reſtaurant), 8. Moabit, Kirchstr. 17 bei Kretschmer( Restaurant), 9. Tempelhof, Dorfstr. 29 bei Richnow( Restaurant), 10. Rir dorf, Berlinerstr. 136 bei Dreier( Restaurant), 11. Charlottenburg, Rosinenstr 1 bei Müller( Restaurant). Zum Strife der Schiffszimmerer bei Blohm u. Voß. Wie uns mitgetheilt wird, hat sich ein Abgesandter der Firma Blohm u. Voß in jüngster Beit nach Vegesack begeben, um dort Zimmerleute anzuwerben, jedoch ohne jeglichen Erfolg. Die Tischler, welche augenblicklich die Zimmerarbeiten verfertigen, dürfen, nach uns zugegangenen Nachrichten, nicht mehr Schürze und Pantoffeln tragen, sondern müssen wie Zimmerleute gekleidet gehen.(?) In Budapest striken die Spengler. Die Uebertrittsbücher aus der Gewerkskasse nach der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und ver wandten Berufsgenossen( E. H.), jedoch nur für diejenigen, die 4. Klaffe 170. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 8. Auguft 1884. Nur bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) zum Halleschen Thor- Bezirk gehören, werden heute Abend von 8 Uhr ab Belle- Alliance- Play Nr. 6 bei Hilscher ausgegeben. Gewerkskaffen- Buch und die Quittung legitimiren. Eine öffentliche Versammlung der Maler Berlins findet Sonntag, den 10. August, Vormittags 10 Uhr, bei Mundt, Köpenickerstr. 100, statt. Tagesordnung: 1. Die schlechte Lage der Malergehilfen und Vorschläge zur Aufbesserung derselben. Referent, Herr Regierungsbaumeister Keßler. 2. Bericht der Kommission. 3. Verschiedenes. Eine Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Maschinenbau- Metallarbeiter und verwandten Berufsgenossen findet am Sonntag, den 10. August, Vormittags 10 Uhr, in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Baded ,, Ueber Darwinismus." 2. Geschäftliches. 3. Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen, Gäste find gern gesehen. Tischler Verein. Kommandantenstraße 77-79. 9. Aug Abends 8 Uhr, Vortrag des Hrn. Baumeister Scharrath über Rettungshäuser bei Epidemien und gesundheitliche Bau funft. Fachberein der Schlosser und Berufsgenossen, Sonn abend den 9. August, Abends 8 Uhr: Vortrag des Herrn Regierungsbaumeister Kegler. Aufnahme der neu Angemeldeten Berschiedenes und Fragekasten. Lokal Kommandantenstraße 77-79. Gratweilsche Bierhallen. i Um Irrthümer zu vermeiden, theilen wir hierdurch mit, daß die große öffentliche Versammlung der Mitglieder der Sattler, Riemer- und Täschner- Gehülfen- Kranken- und Sterbe Kaffe Berlins am Sonnabend, den 9. August, Abends 8%, Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause stattfindet. Die Mittheilung einer hiesigen Beitung, daß die Versammlung nicht stattfinden könne, weil der neue Wirth noch keine Konzession habe, beruht auf einem Jrrthum. Berichtigung. In dem Bericht über die Zentral- Kranten und Sterbekaffe der Tabakarbeiter Deutschlands in der gestrigen Nummer ist ein Frrthum unterlaufen, es muß heißen: 2. Klaffe M. 2,40-35 Pf.( statt 40 Pf.). Berichtigung. In Nr. 98 brachten wir eine Abrechnung der Kommission der Maurer und da in derselben einige Fehler vorgekommen find, so berichtigen wir dieselbe wie folgt: Der Bestand vom vor. Jahre beträgt 3327 M. 25 Pf., die Einnahme bis 27. Juli 6346,45. Die Ausgabe betrug 6362,70, so daß ein Be stand von 3311 verbleibt. In der Ausgabe figurirt an Unters stügungsposten: Klempner Berlins 200 M., Arbeiter bei Frifter u. Roßmann 500 M., Klavier- Arbeiter bei Rösner 100, Strife Commission der Tischler 100 und Maurer in Leigzig 3500 M. 992[ 300] 97 46108 9 31 99 226 36 63 324 400[ 300] 598 692 93 77885 844 67 47011 18 259 315 37 416 524 59 80 620 42 57 767 839 49 953 48000 58 150 81 220 27 36 65 73[ 300] 86[ 300] 370 408 530 74 1550 628 46[ 300] 53 68 710 14 801 9 26 59 65 915 70 49016 72 142 215 63 92 363 404 32 38 52 90[ 1500] 503 53[ 3000] 66 616[ 300] 858[ 300] 923 32 33 87 32 40 44 710 13 21[ 300] 818 50 72 914 68 82 51022 23[ 300] 70 80 99 50019 22 34 41 60[ 1500] 171 298 301 413 31[ 550] 36 503 39 93 604 155 210 12 87 374 97[ 3000] 413 48 56 66[ 300] 84 507 42 54 82 691 79 840[ 1500] 74 81 916 49 51 75 96[ 1500] 52017 117 79[ 550] 240 47( 550 71 97 308 82 99 410 25 38 62 65 86 531 38[ 300] 64 94 651 72 848( 300) 97 99 941[ 3000] 87 53007 16[ 3000] 30 42 78 101 6 13001 68 223!! 301 61 95 451 507 42 54 664 91[ 300] 713 67 78 815 48[ 1500] 79 85 93 912[ 5501 81 54046 86 272 98 379 81 96( 3000) 404 12 29 73 538 65 678 718 1550] 39 49 63 78 853 55 62 97 934 55054 73 113 16 50 1550] 52 260 439 49 60 583[ 550] 761 98 802 1 63 72[ 300] 88 56028 58 316 47 82 484 86 1300) 582 95 97 628 45 81 709 37( 3000) 57102 54 77 92 274 268 71 416 39 509 18 48( 1500) 6 [ 1500] 93 611 45 51 799( 300) 840 65 88 58018 22 49 166 80 308 48 50 300] 92 459 63 65[ 300] 90 542 658 702 98 866 7559045 68 208[ 550 23 56 310 430 39 626 1550] 67 757 802 33 62( 300) 93 905 60054[ 300] 90 257 95 344( 550) 430 52( 550) 64( 300) 71 90 647( 3000) 718 83 815 69 95[ 1500] 946 73 61108 32 100014237 99 336 73 436, 79 551 53[ 300] 58 82 93 612 810 12 22 88 900 33 40 51 92 62036 10 [ 3000] 70 83 303[ 300] 99 440[ 300] 41 523 31 669 705 892 961 63003 47 166[ 300] 99 273 91 339 77[ 1500) 415 538[ 300] 68 670 709 15[ 300] 51 823 58 60 63 74 923 41 97 64075 196 229 31[ 300] 42 49 321 29 41 405 59 84 90 540 63 651 64 84 703 888 929 68141 77 25 562 30 718( 550] 21 82 817 47 52 94 902[ 300] 1104 19 58 83 210 36 22 23 52 75 119[ 550] 27 38[ 1500] 212 46 308 38 42 48[ 300] 81 410 58 81 491 503 8 605 8 35 740 96 869 86 914 37 90 2051 147 57 59 238 70 88[ 300] 379[ 5501 88 91 438 52 649 72 92 701 8 903 60[ 300] 3010 65[ 550] 105 14 35 69 80 92 252[ 1500] 350 470 589 629 45 708 14 22 42 B0001 71 815 922 54 4176[ 300] 244 48( 30001 348 453 57 508 24 63 754 69 83( 550] 97 99 872[ 1500] 83 96[ 3000) 940[ 550] 99 5034[ 800] 56 99 114 19 24 94 298 365 420 68 521 81 604 20 24 40 69( 5501 731 61[ 1500] 63 84 801 3 35[ 1500] 908 43 6007[ 300] 48 56 77 153 279 84[ 1500] 349 62 452[ 550] 69 512[ 550] 18 648 728 58 74 7043 53 78 90 130 86 388 452 76 518[ 300] 44 57 78 98 635 740 76 300] 83 814 45 922 39 67 8001 60 87 91 100 12 75 200 89 319 72 421 32 527 9015 85[ 300] 106 66 30 33 59 81 681 740 72 95[ 300] 894 997[ 1500] 331( 300) 81 83 87[ 1500] 425 51[ 5501 634 35[ 300] 36 49 65 671 76 [ 1500] 719 25 815 909 20 56 58 90 10043 52[ 3000] 135 47 72 202 16 46 76 308 510 98 768 82 815 50 932 52[ 300] 11035 88 89[ 6000] 90 158 76 94 244 318 442 600 759 65 [ 3000) 813 28 53 65 77 921 40 74[ 650] 68 73 86 12032 59 63 195 407 138 90 534 74 616 30 65 74 75 88[ 300] 96 836 918 20 71 86 13005 24 98 132 279 301 67 426 555[ 300] 95[ 550] 604 48 58 61 741 62[ 300] 91[ 1500] 815 57 98 935 45 90 93 14070 106 20 22[ 3000] 62 251 68 340 130001 48 81 96 411 89 93 624 86 705 38 821 [ 3000] 810 45 54 56 67( 300) 81 902 12 86 16005 8 44 166[ 300] 98 215 15016 68 81 110 241 94 379 432 514[ 550] 60 80 643 710 12 87 97 21 349 456 645 709 95[ 300] 886 906 818 17138 88 269 72 430 72 586 13001 639 61 70 733 76 96 37 1 18001 47 89 108 49 216 35 88 331 40 80( 550) 535 66 614 28 707 98 852 904 8[ 550] 36 19032[ 300] 35 49 113 76 88 413 677 809 62 73 948 20034 52[ 650] 121 51[ 3000] 220 63 64[ 1500] 97 354[ 300] 447 511 52 91 647 48 51 71 821 37 42 49 99621003 39 106 20 52[ 300] 78 266 309 17[ 550] 21 29 49 52 76[ 550] 462 568 97 687 791 873[ 300] 986 ( 6000) 97 22036 205 30 406 21 56 88 503 56 69 600 6 713 976( 1500) 33025 26 31 40 82[ 300] 128 39 210 67 85 301 32 41[ 300] 58 416 40 81 99 568 85 87 680 85 725 41 60 66 825 940 64[ 300] 73 24070 94[ 550] 150 80 94( 300) 245 80[ 3000] 321 22 71 85 423 39 510 80 632 917 25083 96[ 300] 100 329 53 72 82[ 300] 428 80 527 46 611 17 21( 550) 44[ 3000] 727 31 39 89 823 55 76 88 89 26021 72 165 77 85 215( 300) 44 59 317 46 416 38 91 500[ 300] 24[ 3000] 39 40 773 805 27002 10 70 75062 115 24[ 300] 27 86 204 20[ 550] 62 343 44 466 70 528 140[ 300] 87 301 20 57[ 1500] 96 97 409 50( 300) 72( 300) 89 509 39 612 [ 300] 27 83 802 39( 550] 72 90 96 952 28086 87 202[ 1500] 27 90 342 ( 550) 451 514 54 79 80 88 622 71 731 53 942 62 70[ 300] 29003 96 214 26 341 69[ 300] 72 424 72 79 613 59[ 1500] 712[ 300] 913 39 58 30014 34 13001 67 92 114 29 55 85 278 406 521( 3000) 30 87 623 707 12 13[ 300] 835 43 94 920 71 31009 136 55 84[ 1500] 221 96[ 300] 99 309 57 71 75 418 31 71[ 300] 508 18 55[ 1500] 72 90 711 55 97 816 78 1300) 907 12 53( 300) 32012 70 213 335 36 427 41 77 520 98 611 47 61 715 34 43 44 77 85 812 76 955 65 79 33013 62 103[ 300] 12 23 34 67 63 225( 1500) 376 408( 300) 40 512 24 50 643 67 706 13 881 33 65 87 89 92 611 804 10 951 173( 550] 211[ 550] 80[ 300] 87 437[ 550] 93 567 73 91 Im Arbeiter Bezirks- Verein des Laufizer Plates hielt am Mittwoch Abend Herr Stadtv. Görti einen Vortrag über Kolonisation, welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde. Referent führt aus, daß dieser Punkt von außer ordentlicher Wichtigkeit ist; Redner spricht dann von der Auswanderung und meint, daß selten Jemand fortgehen würde, wenn ihm nicht die Noth dazu treibt. An der großen Auswanderungsluft sei aber nicht, wie verschiedene Leute behaupteten, die Ueberproduktion, sondern die wirthschaftlichen Verhält niffe Schuld. Auf die große Arbeitslosigkeit übergehend, meint Redner, daß es verwerflich wäre, den beschäftigungslosen Arbeiter direkt zum Vagabonden zu stempeln, auch mit den Arbeiterkolonien sei hier nicht geholfen. Nur eine wirkliche Sozialreform fönne Nemedur, nur das gleiche und direkte Wahlrecht könne andere Bustände schaffen. Nach einer lebhaften Diskussion wird folgende Resolution einstimmig angenom men:„ Der Arbeiter- Bezirks- Verein des Laufiger Plages bestehend aus dem 12. und 14. Kommunal- Wahlbezirk erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einver standen und verspricht bei der nächsten Reichstagswahl nur für den Kandidaten der Arbeiterpartei, Herrn Paul Singer eintreten zu wollen. Nach nochmaliger Einladung zur Landparthie wird die Versammlung geschlossen. -m- Der Verein Berliner Buchdrucker und Schrift gießer hatte in seiner om vorigen Mittwoch stattgefundenen Bersammlung in 19 53 57 960 99 35032 104 48 223 36 376 477 563 753 923 30 36015[ 300] 70[ 6000] 90 94 132 68 241[ 300] 94 359 91[ 1500] 95[ 300] 446 587 623 707 60 861 65029 51 149 237 90 92 314 29 32 35 479 519 49[ 550] 59 73 654 [ 300] 91 721 52 92 827[ 1500] 28 38 60 91 962 70 76 66026 58 224 3 ( 300) 89[ 300] 420 72[ 300] 92 505 625 81 84 716 97 810 12[ 300], 8091 929 44 67020 44 62 73 118 47[ 300] 86 202 41[ 300] 78 338( 550) 85 429 507 13 29 60 628 68 96 720 23 83 822 43[ 550] 49 949 79 94 200 60[ 1500] 312 31 492 575 76 98 627 76 799 822 69030 76 19 227[ 300] 48 64[ 6000) 76 89[ 300] 392[ 3000] 493[ 300] 564 655 707 12 12[ 300] 72 73 80 88 822 25 54 1550] 923 75( 300) 70016 38 58[ 300] 78 87 243 69 309 19 64 65 73 455 80 508 1044 619 25 30 35 734 92 97 812 43 903 70( 300) 71001 77 89[ 1500] 172( 500 200 7 14 28 50 54 99[ 300] 483 92( 1500) 98( 550] 521 91 99 668 8090 943 52 90 72085 145 64 79[ 300] 94[ 3000] 200 358 74 84 92 475[ 1600 507[ 1500] 81 802 87( 550) 73007 99 104 34 37[ 300] 39 65 231 413 88 376 439 60 92 516 20 643[ 550] 83 727 71 79 85 96 806 916[ 300] 74089 139 240 71 72 94 336 409 66 88 549 65 619 61 97( 300) 745 90 888 94 904 5 73 80 25 etn der DO je lid du fel gun be Sa ber her ઈંડા Biel bie heit Sp Lidh Da ift on ift heit bem 87 91 668 77 723 59 80 815 51 907 76058 63 72 301 26[ 300] 5440 69 526 31 58 73 682[ 3000) 726 94 97 859 95 933[ 300] 7247 69 13000 82 90 1550] 307( 300) 35 443 541 75 615 726 56 76 839( 6000] 47 53 60 77 950 78046 186 372 77 404 39 47 536 46[ 550] 612 32 97 791 811 40 81 911 92 80051[ 3000] 60 93 217 533 73 74 80 702 34 47 63 86 931 38 81095 82039 80 91 108 36 1550] 93 248 68 366 412 29 57( 1500) 537 73,013 779 84 85 95( 1500) 811 900 14 60 82[ 1500] 98 2300) 83053 102 40700 [ 300] 502[ 300] 15( 300) 700 52( 1500) 59 74 996 3000 98053 42 74 300 84018 79 120 83[ 550] 300 30 427 525 50[ 300] 819 24 83[ 300] 85 85004 25 123 301 93 404 31[ 300] 54 64 87 619 22 66 77[ 3000) 818 117 958[ 300] 73 3 auf seiner Tagesordnung, welcher schon verschiedene Sigungen 471 87 527 69 671 710 836 979[ 1500] 38017[ 300] 52 78 120 34 52[ 550] 78 658 64 88 859 947 82 87088 164 206 12 22 418 30 1550) 57( 300) [ 550] 751 89 826 Dann in den Unterſtügungsverein Deutscher Buchdrucker und 39001 26 49 64 67 70 183 90 268 99 413[ 1500] 518 25 38[ 3001 41 92 3000] 6 32 1550] 42 493 529 649 67 74 749( 1500) 805 7 54 62 91,9 Schriftgießer aufgenommen werden sollen, wenn sie den Nachweis führen, daß fie mindestens 20 M. Wochenlohn erhalten." Der unter den schlechten wirthschaftlichen Verhältnissen im Fabre 1878 zwischen Prinzipalen und Gehilfen vereinbarte Tarif, gestattet den ersteren mit den jungen Leuten, welche nur 4 Jahre gelernt, den Lohn zu vereinbaren. Diesen Baffus hatten nun eine große Anzahl von Prinzipalen in ganz unver Theater. Sonnabend, den 9. August. Die Königl. Theater find der Ferien wegen geschlossen. Deutsches Theater: Geschloffen. Henes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Der Bettel student. Wallner Theater: Hotel Blancmignon. Ottend- Theater: Der Sonnwendhof. Walhalla Operetten Theater: Nanon. Balfenftädtisches Theater: 100. Opern- Vorstellung. Benefiz für Herrn A. Kasten. Gastspiel des Frl. Emmy Dähne. Die Nachtwandlerin. Oper in 3 Alten von Bellini. 530 Frauen und Mädchen können das Mäntelnähen erlernen. Rachher dauernde Beschäftigung. Harmsen, Langestr. 22, Hof 1 Tr. Cigarren- Fabrit 627 43 72 703 828 56 57 60 61 66 73 963 40049[ 1500] 53 82 106[ 300] 73 95[ 300] 242 64 317[ 300] 19 40[ 1500 453[ 300] 78 89 503 49[ 300] 53 98 621[ 1500] 708 10 807 45 58 982 83 57[ 1500] 89010 54 195[ 300] 242 52 325 51 428 71 529 44 98 605 43 41095 140 340[ 550] 68[ 300] 82 454 85 623 76 77 87 94 735 68 825 66[ 1500] 86 504 71 617 18 724 36 841 48 50 69 76 77 910 17 26 60 91002 90001( 550] 12 30[ 3000] 111 23 32 41 227 44 369 90[ 550] 412 62 77 960 72 76 42177 228 589 616[ 300] 27 28 94 722 79[ 300] 83 925 81 125 227 42[ 300] 356 58 88 470 519 644 82 709 11( 300) 42 937 76( 300) 73 558 649 73 93[ 300] 702 23[ 1500] 844 60 94 470 71 513[ 3000] 28 50 72 600 5 22 75 82[ 550] 732 72 75 821 56[ 550] 916 95 94005 50 73 76 88 148 68 208 65 317 82 457 538 88 603 44072 152 80 91 321[ 3000] 45 91 801 901 59 81 93236 78 85 366 551[ 300] 58 63 760 67 7 61[ 550] 88 903[ 300] 27 46 45021 200 55 318 424 65 570 90 608 31 747 50 824 29 56 62 75 81 Der Vorstand des Laufizer- Platz- Bezirksvereins macht bekannt, das die Abfahrt zur Landparthie erst um 9 Uhr stattfindet. 539 Versammlung des Fach- Vereins der Gürtler und Berufsgenossen. [ 536 Montag, den 11. Auguft bei Otto, Adalbertstraße 21. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht; 2. Vortrag; 3. Ver fchiedenes; 4. Fragelasten. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gäste willkommen. Der Vorstand. 14 80 87 723 52 812[ 300] 30 40 90 920 26 28 88 89 Ti run Bu thei beit Bur Bef Ria frie lich Sta im beib bef Stan liche boch Rab Außerordentliche Generalversammlung des Vereins der Fraiser und Berufsgenohen am Montag, d. 11. d. M., Abends 8 Uhr im Lofal des Herrn Vereins resp. Aenderung der Statuten. Das Buch legitimitt Wuthle, Röpniderstr. 150-51. Tagesordnung: Auflösung des 546 Der Borstand Arbeiterbezirksverein der Oranienburger Vorstadt und des Wedding. Sonntag, den 10. August, früh 7%, Uhr, Landparthie Der Sammelplag ist Müller- und Seestraßen- Ede, Lokal Bille nicht Müllerstr. 7. Nachzügler werden in Saatwinkel erwartet Gäste von Mitgliedern eingeführt, können daran Theil nehmen Um rege Betheiligung wird ersucht. [ 545 19 Spälf ihr h mit riefig ihn. einm Hauf oder und er ist aber Zonn Steffel nicht, Stim berber Grabe itellte Jones gut 3 flider überh merbe bettet. Der Vorftand Louisenstädt. Bez.- Ver. Vorwärts. Gewerkschaft der Maschinenbau- Metall Am u. Ausflug nach dem Botanischen Garten statt. Rendezvous: Bärwald- Brücke, präzise Nachmittag 2 Uhr. Die Mitglieder werden ersucht sich mit ihren Familien recht zahlreich zu betheiligen und können Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, daran Theil nehmen. von E. A. Tieh, Invalidenstr. 124 vis- à- vis Stettiner Bahnhof, empfiehlt fein Fabrikat renommirter Cigarren, wie Kauund Schnupftabate en gros et en détail, [ 328 Der Fachverein der Rohrleger tagt am Sonntag, den 10. bei Wolf u. Krüger Stalizerstr. 126. [ 542 Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung: Vierteljährlicher Rechenschaftsbericht; Aufnahme neuer Mitglieder; Freie Distuffton. 540 Der Vorstand. Fachverein der Posamentiere und Seidenknopfmacher. Montag, den 11. d. M., Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Nöhden. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 541 der Vorstand. 543 Sonntag, den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr Mitglieder Dr. Badeck ueber Darwinismus." Alle Mann am Blaz Versammlung in Gratweils Bierhallen. Vortrag des Herm Die statistischen Wahltafeln find soeben erschienen und in der Expedition des Berliner Boltsblatt", Zimmerstr. 44, zu haben. Die Nr. 7 der humoristischen Blätter ,, Der wahre Jacob" ist erschienen und in der Erped. d.„ Berl. Boltsbl." zu haben Verantwortlicher Rebacteur R. Gronheim in Berlir. Drud und Verlag von Bar Babing in Berlin SW, Beuthstraße 2 et, mie waren fortzuf Den A winte aufgefo dachtig