Nr. 110. 47 Dienstag, 12. August 1884. I. Jabra Berliner Volksblatt. Brgan für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Beitsblat afgeint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jusertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 103. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Zimmerstraße 44. Bur egyptischen Frage. Die Londoner Konferenz, welche die egyptische Angelegenheit regeln sollte, kann als definitiv gescheitert betrachtet werden. Uns gewöhnlichen Sterblichen" ist es nicht vergönnt," in das Getriebe diplomatischer Fäden hinein zublicken, die in diefer Sache zusammenlaufen! Wir müssen die Frage offen lassen, ob England die Konferenz einberufen hat mit dem Erwarten, daß sie scheitern würde, um in Egypten auf diesem Wege wieder freie Hand zu bekommen, oder ob England wirklich eine Lösung der egyptischen Frage durch Zusammenwirkung der gesammten Mächte erftrebt hat. Der erstere Fall scheint uns bei der bekannten Perfibie Albions der wahrscheinlichere zu sein, ohne daß man indessen dafür positive Beweise beizubringen im Stande wäre. Die egyptischen Staatsschulden bewirken, daß das Land nur mit einem Defizit von jährlich 10 Millionen Francs berwaltet werden kann. England beantragte deshalb bei den Mächten, die sich für die Lösung der egyptischen Finanzfrage verbürgt haben, eine Binsen herabsehung; allein namentlich Frankreich wehrte sich dagegen und gab zu verstehen, wenn England sich, wie es scheine, doch nach und nach Egyptens ganz bemächtigen wolle, so möge es auch die volle finanzielle Garantie übernehmen. mit einem nicht so einfach. Wenn England in Egypten sich festsetzen, die zur Ordnung der Zustände nöthige Autorität gewinnen und sich behaupten will, so kann die suda= nesische Frage unmöglich ungelöst bleiben. Oberegypten muß gegen Einfälle gedeckt, Wort: der sudanesische Aufstand muß niedergeworfen werden. Allein es fragt sich denn doch, ob Herr Gladstone mit all feinen seinen Geldsäcken, Kriegsschiffen und Kanonen dazu im Stande sein wird. Wenn dies so leicht wäre, so würden die in den Hafenplägen am rothen Meer doch immerhin in nicht unbeträchtlicher Anzahl befindlichen englischen Truppen längst den Nil hinauf gerückt sein, um den schon egyptisch gewordenen General Gordon aus seiner Zwangslage zu erlösen. Daß Nichts derart geschehen ist, hat seinen guten Grund. Wenn überhaupt von einem ,, Recht" bei diesem Kampfe die Rede sein tann, so ist auf Seite der Sudanesen zwar auch nicht alles, doch immerhin mehr Recht vorhanden, denn auf Seite der Engländer. Der Mahdi mit seinen fanatiauch nicht alles, doch immerhin mehr Recht vorhanden, denn auf Seite der Engländer. Der Mahdi mit seinen fanatisirten und blutdürftigen Massen ist für den Europäer sicherlich keine sympathische Erscheinung; allein seine Horden vertheidigen Haus und Hof und Heerd gegen einen fremden Eindringling. An dieser Thatsache läßt sich nicht rütteln. Die elenden inneren Zustände des Sudans Der Stand der Dinge von heute kann den englischen als einen Grund für das englische Annexionsrecht Englands Aerwelts- Staatsmännern feineswegs ganz angenehm sein. anzuführen, wäre die elendeste aller Sophistereien. Wenn Vielleicht bereuen sie, so schnell sich in das gefährliche Aben- heute die Engländer ein Recht auf den Sudan haben, so teuer eingelassen zu haben. Man würde vielleicht die ka hatten auch die Araber ein Recht auf Frankreich, als sie im nonenschüsse von Alexandrien gerne zurück- 8. Jahrhundert einen Eroberungskrieg dorthin unternahmen. nehmen, wenn man fönnte. Und was würden heute die Engländer von dem Recht" stark genug wäre, um mit einer großen Flotte nach Engirgend einer arabischen Völkerschaft meinen, wenn eine solche land zu segeln und dort John Bull im eigenen Hause anzugreifen? = ten räumen, so würde dies in seinem Rücken den Sturm Zurück fann Herr Gladstone nicht. Wollte er Egypder leidenschaftlichsten Opposition entfesseln und sein Sturz Auch hat John Bull die Kriegskosten noch nicht aus dem eroberten Lande wieder tenn sie es unterließe, die Staatskasse für ihre Auslage boll zu entschädigen! In diesen Fragen ist Niemand so roh materialistisch veranlagt, wie John Bull, erst wenn er auf seine Kosten mit Zinsen gekommen ist, fann er sich auch den Lurus einiger Humanitätsphrafen gestatten. stone müßte sich also entschließen, Egypten zu annektiren. Der gegenwärtige Bustand ist unhaltbar; Herr GladOb sich dazu ein Recht nachweisen ließe oder nicht, kümmert die englischen Staatsmänner bekanntlich sehr wenig; wie sollte auch England zu seinem großen Kolonialbesitz gekomWir wissen wohl, daß hochmögende" Diplomaten über England damit einbrocken wird! Hoffentlich müssen die, welche einbrocken, auch das Ausessen allein besorgen! Politische Uebersicht. Zur Abrüstungsidee. Gegenwärtig tagt in Bern ein Friedenskongreß, an welchem hervorragende Männer aus allen Ländern sich betheiligen und welcher sich mit der Abrüstung, dieser Lebensfrage der wirthschaftlichen Bukunft Europas, be schäftigt. Bei dieser Angelegenheit sei an die Adresse erinnert, welche im Frühjahr 1867( zur Beit der Luremburger Affaire) die Pariser Studenten vorahnungsvoll an die deutschen Studenten richteten. Sie lautet: ,, Deutsche Brüder! Der Horizont zeigt sich düster und drohend. Kriegslärm ertönt auf beiden Seiten des Rheins. Die Nationen schauen unruhig der Zukunft entgegen. Und doch, ist nicht die Zeit des Völkerhaffes vorüber? Fern seien von uns diese Ideen eines anderen Zeitalters; die Völker find groß nicht durch die Ausdehnung des Gebietes, das sie bewohnen, sondern durch die freien Institutionen, unter denen fie leben. Nicht die Ausdehnung ihrer Grenzen, sondern die Ausdehnung ihrer Freiheiten sollen Frankreich und Deutschland erstreben. ,, Kein beherzter Mann hat je den Krieg gefürchtet; jeder Biedermann soll ihn verabscheuen. Hassen wir den Krieg wegen der Trübsale, die er nach fich zieht, wegen des Despotismus, den er erzeugt!"- Geziemt es nicht den Studenten, diese großen Wahrheiten laut auszusprechen?" Wandeln wir nicht zusammen, deutsche Brüder, auf dieser fruchtbringenden Bahn?- Durch Euch, mit Euch führe der Frieden mit seinem Glanze von nun an die Nationen zum Wohlstande, zur Größe, zur Freiheit!" Siebzehn Jahre sind seit jener Beit verflossen, ein blutiger den, wenn sie noch leben. Soll man an der Möglichkeit verKrieg hat Frankreich und Deutschland getrennt, und die jungen Studenten, welche dies damals schrieben, sind Männer gewor zweifeln, daß ähnliche Gedanken wiederum bei Deutschen und Franzosen erwachen und zur besseren Ausführung kommen? Die Verneinung hieße an der Zukunft beider Völker verVölker der eisenstarrenden Rüstung müde werden und ihre wahren, höchsten Interessen erkennen. Ein Revierförster ist in Schlesien zum Lokalschulinspektor ernannt worden. Die Preuß. Lehrerztg." bemerkt hierzu: Wie leicht muß es doch sein, die amtliche Thätigkeit eines Lehrers zu beurtheilen. Hoffentlich macht dieselbe Rediese Anschauungen überlegen lächeln werden. Welche Illu- zweifeln. Einmal wird doch der Augenblick kommen, da die fionen, welche unpraktischen Anschauungen, werden sie denken, und sie werden sich wundern, daß man in dieser Zeit, wo die gebräuchliche Kriegsrüstung förmlich dazu drängt, die Waffengewalt als höchste Instanz anzurufen, eigenfinnig auf den Rechtsfragen beharren will. Allein wir wissen, daß auch andere Leute noch als wir denn doch human genug denken, um das Recht der Kanonen nicht als die oberste Instanz der Weltgeschichte anzuerkennen, so oft es dieses Amt auch schon ufurpirt hat. England hat freilich dagegen protestirt, daß es die fümmert hätte? Das Recht" Englands auf Egypten liegt eines berühmten Diplomaten ist dieser Protest wahrscheinlich doch lengröße" ſeiner Geſchüße. Aber die Sache iſt dennoch negion Egyptens besteht. Wer weiß, welche Suppe ſich Rachbruck verboten.] 201 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Myra wurde um die geringste Kleinigkeit zu Rathe ge zogen, welche die Kinder betraf, fie mußte die Farbe ihrer Kleider und ihren Lehrplan bestimmen, und nach und nach Frau Betigrew in nichts weniger als rosenfarbener Stim mung, im Befiß von nur zwei Pence, und mit einem schweren Jungen auf dem Arme, dessen Vater, Herr Petigrew, fie treulos und heimtüdisch verlassen hatte, glaubte ihren Augen nicht trauen zu dürfen, als sie unvermuthet ihren abtrünnigen Gemahl, ein junges Frauenzimmer am Arm, stolz einherschreiten sah, um seinen verrätherischen Hals eine goldene Kette, vor seiner breiten Brust eine bligende Diamantnadel. Das Herz der armen Frau schwoll vor Wuth und Kränkung. Es wäre eine Genugthuung gewesen, ihm auf der Stelle sein schändder Geliebten, Bibliothefzimmer ein, um den Unterricht unseres Aeltesten" die volle Schale ihres Bornes über den Schurken zu ergießen, zu theilen. Milly, ein allerliebstes fleines Wesen, wurde öfters von der Das jüngste Töchterchen Wrigley's, die kleine Kinderfrau im Barthschen Schloffe vergessen und blieb so fast beständig in der Nähe ihrer Cousine, und der Adoptivsohn aber die Frau Petigrem war flüger. Sie verstand es, sich zu beherrschen und einen richtigeren Weg einzuschlagen, um Tony von seinem Unrecht zu überzeugen. Tony wurde verhaftet und vor den Richter geführt, um der Lady Bide, der kleine Sir Rupert, spielte mit ihr, führte fich zu verantworten, weshalb er Frau und Kind davongelaufen Chocolade mit ihr und schlug fie, wenn er unartig war. Bon all' den Kindern, die sich in dem Barthschen Schloß überwiesen habe. Frau Betigrew war vor dem Gerichtshof in ihrem armseligsten Kleide erschienen und bot einen fläglichen Gegensat zu dem aufgeputzten Gatten. Sie hielt ihr Kind auf dem Arm, das durch sein lautes, jämmerliches Schreien gleichfalls umbertummelten, war Sir Rupert der einzige, welcher zu der Schloßherrin mit unbegrenzter Verehrung emporblickte. Der ernste Charakter Myra's, ihr gerader Sinn und ihr Muth, verbunden mit einer seltenen Milde und Herzensgüte, wider den Vater zeugte. machten einen tiefen Eindruck auf das empfängliche Gemüth des Knaben, dem sie wie eine Heilige erschien, deren Lehren er weit gewissenhafter befolgte, als die seiner Mama. liche Mutter starb und Tony Petigrew entfloh. Rupert war drei Jahr alt gewesen, als seine wirk Sir Bis zu des glänzend bezahlten geheimen Polizeiagenten Myra's, Tony Rupert's fünftem Jabre waren alle Anstrengungen zu entdecken, vergebens gewesen. Es Leben sagte seinen Neigungen am Besten zu. Er schloß sich war Bigeunerblut in dem Schurken. Ein wanderndes einem umherziehenden Menageriebefizer an, der ihm das unter geordnete Amt, die Thiere zu füttern, übertrug, Der Richter blickte den Angeklagten strenge an. Was ist Ihre Beschäftigung?" gierung nach der preußischen Devise: Gleiches Recht für Alle" auch einmal einen Schulmeister zum Oberförster!" Wir ver stehen diesen Spott der Preuß. Lehrerzeitung" durchaus nicht. Die Geistlichen als Schulinspektoren find doch wahrlich vielfach eine Zuchtruthe für die Schullehrer gewesen und wenn nun einmal ein Mann aus etwas niederem Stande", ein schlichter Förster, der am Ende mehr gesunden Menschenverstand befigt, wie zehn Geistliche zusammen, zur Inspektion berufen wird, dann bäumt sich der alberne Schulmeisterstolz auf, als ob ihm Unrecht geschehe. Der Vergleich mit dem Oberförster hinkt Davon müssen Sie Ihrer Frau die Hälfte geben," entschied der Richter. Aber dann kann ich nicht auskommen," wendete Tony bittend ein. Ihre Frau fteht aus, als brauche fte das Geld nöthiger als Sie." Herr Richter," sagte Frau Petigrow boshaft, er meint, es bleibe ihm nicht genug für das Weibsbild, mit dem ich ihn getroffen habe, hübsche Hüte und anderen Puß zu kaufen." Ich willige ein, wieder mit meiner Frau zu leben, wenn Das fie glücklich machen kann," erklärte der liebenswürdige Petrigem. Wollen Sie einen Schein unterzeichnen, in welchem Sie fich verpflichten, für Ihre Frau Sorge zu tragen und sie nicht der öffentlichen Mildthätigkeit zu überantworten?" ,,, ich unterzeichne Alles, was Sie befehlen, Herr Richter," sagte Tony vergnügt, meine Unterschrift ist jederzeit so gut vergnügt ,,, meine wie mein Wort." Tony und seine Frau erhielten die Erlaubniß, sich zu entfernen; aber bei dem Hinausgehen aus dem Gerichtssaale fonnte Frau Betigrew fich nicht versagen, ihren geliebten Gatten zu verhöhnen und auszuschelten und er erlaubte fich, fie dafür auf der Stelle durchzuprügeln. Die britische Gerechtigkeit hätte es nun wohl dulden fönnen, daß Petigrew seiner Frau blaue Flecken schlug, aber nicht, daß er es in den geweihten Räumen des Gesetzes und " Ich habe in einer Biegelei gearbeitet," antwortete Tony des Rechtes selber that. Tony wurde zu zwanzig Schillingen ausweichend, aber sie ist niedergebrannt." " Eine niedergebrannte Ziegelei?" " Ich war immer ein Pechvogel," versicherte Tony.] Warum erhalten Sie Ihre Frau nicht?" " Ich habe eine schlimme Hand," sagte Tony, einen vers bundenen Finger emporhaltend. ,, D der Schuft!" schrie Frau Petigrew, fragen Sie ihn doch, Herr Richter, ob die Hand schon beinahe zwei Jahre schlimm ist. Solange ist es her, seit er mich verließ, fieben Monate, ehe dieses Kind geboren wurde. Krank und elend, wie ich war, hatte ich Niemand, der für mich und den Kleinen Wieviel können Sie die Woche verdienen?" fragte der Richter Tony. Zwei Jahre lang folgte Tonn seinem neuen Herrn durch allerlei Städte und Dörfer, aber unglücklicherweise für ihn ist London der Centralpunkt, der gelegentlich alles Leben der drei sorgte."" Königreiche aufsaugt. Tony freute sich, die Hauptstadt wieder zu sehen und an den Vergnügen theilzunehmen, die fie in reicher Auswahl Jedem bietet. In dem beglückenden Gefühl der wieder gewonnenen Freiheit und Unabhängigkeit bewegte Tony. Lust ein unerwartetes Biel gesetzt wurde. er fich sorglos in dem Gewühl der Straßen umber, als seiner Sieben Schillinge, wenn ich Glück habe," entgegnete Diese Antwort, mit dem Juwelenschmuck des Angeklagten vergleichend, brachen die Umstehenden in Lachen aus. Strafe verurtheilt, und da er das Geld nicht besaß, ins Gefängniß geworfen. Die Morgenblätter berichteten über diesen kleinen Zwischenfall in Betigrews Leben. Dr. Wrigley las die Geschichte und eilte, die Geldstrafe für Tony zu erlegen und den Vagabunden fortzubringen. Myra Barth erkannte den Namen des Mannes, den sie brauchte und begab sich mit Dr. Mellodem nach dem Gerichtshof, wo sie den eben befreiten Tony beschuldigte, etwas über den verschwundenen Sir Rupert zu wissen. James Wrigley bemerkte Myra und ihren Anwalt und versteckte sich in einem Winkel des Saales, um Tony wegen dieser neuen Anklage vorgeführt zu sehen. Obgleich Tony versicherte, ein ehrlicher Mann und ein fleißiger Mann und ein fleißiger Arbeiter und noch verschiede nes Andere zu sein, was nicht zur Sache gehörte, forderte der Gerichtshof doch von ihm die Erlegung von zweihundert Pfund als Bürgschaft, daß er sich stellen werde, sobald er eine Vor sehr. Schulfenntnisse und auch Schulverständniß muß resp. fann jeder gebildete Mann haben, Forstkenntnisse dürften sich überhaupt nur selten im Laienstande auftreiben lassen, ganz ab gesehen davon, daß ein Oberförster durchaus nicht lediglich Auf fichts- oder Inspektionsbehörde ist. Die Schullehrer sollten sich freuen, wenn aus den verschiedensten Ständen die Schulinspectoren ernannt würden, ja wenn die Regierung dazu auch Kaufleute, Handwerker und Arbeiter für quali fizirt erachtete. Das wäre der beste Beweis, daß der deutsche Schullehrerstand seine Pflicht voll und ganz erfüllte und eine gute Erziehungsmethode befolgte. " In einem längeren Die Wahlen nnd die Volksgesittung" überschriebenen Artikel erklärt die Nationallib. Korr.", daß die Nationalliberalen die allergesittetste Partei bildeten und daß in ihren Reihen die größte Vor nehmheit anzutreffen sei. Wenn man angesichts der Neuwahlen solche Albernheiten liest, so muß man sich verwundert umschauen, ob man sich nicht in einem Tollhause befindet. Was das Volk fich wohl aus der Vornehmheit" der National liberalen macht? Und was das für eine Bornehmheit" sein foll? Der Frack und die weiße Halsbinde? Oder die Lackstiefeln? Und die große Gefittung? Aha! Die liegt wohl darin, daß die Nationalliberalen sich bücken und biegen können und dankbar find dafür, daß sie einst an die Wand gequetscht" wurden. Und diese Gefittung soll auch dem Volte gelehrt werden, damit es, wie es in dem Artikel heißt, nicht Schaden an seiner Seele nimmt". Das Volk bedankt sich aber vor solcher Vornehmheit" und solcher ,, Gefittung", und ist noch immer derb genug die Nationalliberalen beim richtigen Namen zu nennen: Schmeichler und Heuchler!" " Herr Rickert, das große Licht der Deutsch- freifinnigen", zu deffen Charakterisirung dieser Tage die Polit. Wochenschrift eine Reihe von Briefen veröffentlicht hat, welche auch wir zum Abdruck gebracht haben, erklärt in einem Telegramm aus Seebad Boppot an die" Fkft. 3tg.":" Daß die Brief Sammlung unter dem Titel ,, Das entlarvte Chamäleon" in allen Hauptsachen eine böswillige Erfindung ist, ist leicht erkennbar." So! Also in allen Hauptsachen"! Was Herr Rickert darunter wohl verstehen mag? Es handelt sich bei der fraglichen Publikation nicht um Angriffe gegen Herrn Rickert, die von irgend einem Fremden, einem Gegner ausgehen, sondern um Briefe, die er geschrieben haben soll. Was soll es da heißen, zu sagen: in allen Hauptsachen Erfindung?! Entweder Herr Rickert erklärt rund und nett: die Briefe sind gefälscht, oder er muß es sich gefallen laffen, daß das Publikum seine Schlußfolgerungen in allen Hauptsachen" nach eigenem Ermessen zieht. Man darf auf die weitere Entwicklung dieses Stücks ,, Geschichte" gespannt sein. Cholera während des Monats Juli ein weit besserer, als in Cholera während des Monats Juli ein weit befferer, als in den vorhergehenden Monaten. Die Einnahmen betrugen 206,225,000 Frcs. und blieben nur um 218,100 Frcs. hinter dem Voranschlag zurüd, überſtiegen dagegen das vorjährige Ergebniß im selben Monat um 4,207,000 Frcs. Die Besserung beruht freilich größtentheils auf der starken Mehreinfuhr deutschen Zuckers, in Voraussicht der beschlossenen Zuckerzollerhöhung. erhöhung. Zieht man die Mehreinnahme für Buderzoll ab, so bleiben die Einnahmen im Juli um 385,000 Frcs. gegen 1883 und um 3,425,000 Frcs. hinter dem Budget zurück. Der Gesammtausfall während der ersten 7 Monate beträgt 40,807,900 Frcs. gegen das Budget und 11,067,500 Frcs. gegen 1883. Im Rathhause von Brüssel fand eine Versammlung der der liberalen Partei angehörenden Bürgermeister und Gemeinderäthe statt, in welcher über die geeignetsten Mittel zur Bekämpfung des neuen Schulgesetes berathen wurde. Der Bürgermeister von Brüssel wies darauf hin, daß die in der Bevöl ferung herrschende Erregung durch die Aufhebung des Ministeriums des öffentlichen Unterrichts hervorgerufen wurde. Man müffe mit allen geseglichen Mitteln das neue Regime bekämpfen, welches man bezüglich des Unterrichts in Anwendung bringen wolle. Der Bürgermeister von Antwerpen verlas eine Resulotion, in welcher es heißt, der Regierungsentwurf bezwecke, den Laienunterricht abzuschaffen. Derselbe stürze die Lehrer ins Elend und schädige die Finanzen der Gemeinden, indem er jede Intervention des Staates in Fragen der Kosten für die Schule beseitige. Die Resolution soll allen Gemeinderäthen Belgiens zur Unterzeichnung zugestellt werden. Die Versamm lung erklärte sich auf die Aufforderung des Bürgermeisters von Brüssel bereit, der Resolution zuzustimmen. Vom Schlachtfeld der Arbeit ist aus Hall ein sehr trauriger Fall zu melden. Am Freitag, den 1. August, sprang in der Fabrik des Fabrikanten Groß ein Stein, wodurch 3 Arbeiter sehr schwer verletzt wurden. Den allgemein beliebten und braven Schleifer Robert Lauth, Vater von 2 Kindern und eines zu erwartenden, hatte ein abgesprungenes Stück durch den Kreuzstock hindurch in den vorbeifließenden MühlTanal geworfen, er wurde jedoch noch lebend herausgezogen, wobei man erst sah, welch' schwere Verlegungen derselbe erhalten hatte. Doch lebte er unter den qualvollsten Schmerzen bei vollem Verstande bis Abends 6 Uhr, fonnte somit noch gerichtlich vernommen werden, wobei sich die Schuldlosigkeit des Fabrikanten Groß erwiesen haben soll. Am Sonntag Abend 4 Uhr wurde Lauth beerdigt, wo ihm ein großes Geleite, namentlich aus der Arbeiterklasse, zu Theil wurde. Er war Mitglied der Zentral- Kranken- und Sterbe- Kaffe der Tischler, des Arbeiter- Vereins, sowie der Feuerwehr. Einige Tage vor dem Unglück war er 26 Jahre alt geworden. Wie man hört, soll der zweite Verunglückte, Namens Bettel, ebenfalls Familienvater, nun auch seinen Verlegungen erlegen sein. Der dritte Schleifer, Schmid, befindet sich noch in Behandlung im städtischen Krankenhause. In Norwegen ist bereits wieder eine Spannung zwischen Regierung und Volksvertretung eingetreten. Der Prinzregent hat der vom legten Storthing beschloffenen Gesesvorlage, be treffend her abse zung der Strafe für Majestätsverbrechen, die Sanktion verweigert. Das Justizdepartement erklärt in dem betreffenden Vortrage, daß die Straffäße des Storthingsbeschlusses wesentlich niedriger als die in anderen europäischen Ländern festgestellten seien, und findet, aus Diesen und anderen Gründen die Sanktion abrathen zu müssen. Was wird Herr Sverdrup thun? Der' arabische Aufstand in Yemen zu Gunsten des Mahdi gewinnt, wie ein Telegramm der ,, Daily News" aus Varna meldet, an Ausdehnung. Der Gouverneur ver langt mehr Truppen zur Niederwerfung desselben. Das Kriegsgericht in Kairo fällte heute sein Urtheil über die türkischen Soldaten, die jüngst in Assiut gemeutert statten. Acht der Gefangenen wurde zum Tode verurtheilt, und zwei der Verurtheilten sind heute Morgen in der Abassieh- Kaserne hierselbst erschossen worden. Das Todesurtheil der übrigen sechs wurde in lebenslängliche Einsperrung umgewandelt. Ein anderer Meuterer wurde zu 14- jähriger Einsperrung verurtheilt. Chatam, eine Garnisonsstadt Englands war jüngst der Schauplaß eines argen Militärframal13. Am Montag Abend war ein Seesoldat von einigen Soldaten des Warwickshire- Regiments insultirt worden. Dies machte böses Blut zwischen den Mannschaften der zwei Regimenter und gestern Abend kam es zu einem ernsten Zusammenstoß, bei welchem auf beiden Seiten Blut floß. Die Civilbevölkerung der Stadt befand sich drei Stunden hindurch in der größten Aufregung. Militärpatrouillen stellten schließlich die Ordnung wieder her und nahmen viele Verhaftungen vor. Der Ertrag der französischen Steuern ist trop der Angebot stellenloser SHandlungs- Kommis find die Kaufleute in der für fie vortheilhaften Lage, ihre Ansprüche an Arbeitskraft und Fähigkeiten der Kommis einerseits zu steigern, andererseits ihre Gehälter möglichst zu reduziren. Die Folge hiervon if daß auch hier das eherne Lohngesez mehr und mehr in Aktion trift, und wenn man einen Durchschnittsgehalt der Kommis ausrechnen könnte, erhielt man sicher eine Summe, welde faum zum auskömmlichen Lebensunterhalte desselben, der stets anständig gekleidet gehen muß, ausreicht, geschweige denn zum Unterhalte einer ganzen Familie! Wird in irgend einem faufmännischen Geschäfte einmal ein Plas valant, so läßt sich unter den zahlreichen Bewerbern leicht der billigste Tüchtige herausfinden. Verheirathete stellen Lose Kommis haben deshalb, tros ihrer gewiß energischen Be mühungen, selten das Glück, eine Stelle zu erlangen; am leichtesten wird dieses jungen Kommis, welche noch bei den Eltern wohnen und von diesen erhalten werden. Die meisten faufmännischen Geschäfte hiesiger Stadt be schränken die Zahl der bei ihnen beschäftigten Kommis möglichst und halten sich lieber ein zahlreiches Heer von Lehrlingen, die die Kommis und Hausdiener theilweise ersetzen müssen, bei einem monatlichen Gehalte von 5 bis zu 10 Thalern. Nach beendeter Lehrzeit werden dieselben meisten entlassen um wieder neuen Lehrlingen Plaz zu machen. Das Heer der stellenlosen Handlungs- Kommis wird von diesen Elementen unaufhörlich vermehrt, weshalb die Eltern von Hand werkern und Arbeitern nicht genug davor gewarnt werden fönnen, ihre Söhne, bei scheinbar hoher Remuneration, Rauf mann lernen zu lassen. Findet die Lehrlingswirthschaft, welche erfahrungsgemäß heutzutage in jedem Gewerbe graffirt, in manchen wenigstens dadurch einigermaßen eine Entschuldigung daß bei den durch die Konkurrenz übermäßig gedrückten Preisen der Waaren der Lohn eines Gehilfen nicht gut gezahlt werden fann, so findet fich für die im Kaufmannsstande obwaltende Lehrlingswirthschaft fein anderer Entschuldigungsgrund, als der übergroßen Gewinnsucht Seitens der Chefs. Ueberdies beginnt auch hier die Frauenarbeit den Männern mehr und mehr Konkurrenz zu machen und die Geschäfte, Lager und Comtoirs, welche Frauen und Mädchen beschäftigen, find in stetem Bunehmen begriffen. Aus dem Annahmeschreiben, mit welchem Blaine die republikanische Präsidentschaftskandidatur übernommen hat, dürfte namentlich der auf die internationalen Ver= hältnisse der Union bezügliche Theil intereffiren. Derfelbe lautet: Unsere auswärtigen Beziehungen find unserer einheimischen Entwickelung günstig. Wir leben in Frieden mit der Welt, einem auf gesunder Basis ruhenden Frieden, ohne ungelöste Fragen von solcher Wichtigkeit, daß dieselben uns Verlegenheiten bereiten oder uns beunruhigen könnten. Durch unsere geographische Lage glücklicherweise der Theilnahme oder des Intereffes an jenen dynastischen oder Grenzfragen, welche so oft den Frieden Europas stören, enthoben, fönnen wir freundschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten pflegen und sind frei von möglicher Berwickelung in die Streitig feiten irgend eines derselben. Die Vereinigten Staaten haben weder Ursache noch Wunsch, mit irgend einer Macht der Erde in Konflikt zu gerathen, und wir fönnen uns der Gewißheit hingeben, daß keine Macht die Vereinigten Staaten anzugreifen wünscht.. wünscht.... Der Name Amerikaner", der uns in unserer nationalen Eigenschaft angehört, muß stets den gerechten patriotischen Stolz entflammen. Das Bürgerrecht der Republif muß die Rüstung und Schuzwehr für Jeden sein, der dasselbe befizt. Der amerikanische Bürger, ob reich oder arm, eingeboren oder naturalifirt, weiß oder farbig, muß überall in seinen per sönlichen und bürgerlichen Rechten gesichert sein. Die Republik sollte nie eine geringere und kann nie eine höhere Pflicht übernehmen, als die Beschügung des geringsten ihrer Bürger: wird, nach jedem Lande, wohin er sich zu gefeßmäßigem Zwecke Schuß zu Hause und Schuß, der ihm in's Ausland folgen begiebt." Schöne Worte, nur bietet Blaine am wenigsten die Aussicht, daß es ihm ernst mit dem ist, was er spricht. ladung erhalte, oder wenn er über diese Summe nicht verfüge, wiederum ins Gefängniß zu wandern. Dr. Wrigley wußte es zu bewerkstelligen, daß einer der Gerichtsdiener, dem er zehn Pfund dafür bezahlte, fich den Anschein gab, aus eigener Tasche und auf eigene Gefahr die geforderte Bürgschaft zu leisten und Tony war auf's Neue frei. " 1 Es giebt keinen anderen Weg, Tony," sagte der Doktor, als er und sein Schüßling fich zu einer mitternächtlichen Unterredung trafen, Du mußt Dich davon machen, und ich muß die zweihundert Pfund der Bürgschaft einbüßen. Wage es aber nicht, Dich eher wieder blicken zu laffen, als bis ich Dich zurückberufe. Du Schlingel haft mich schon viel gekostet." Sch wette, Herr Doktor, daß ein Anderer das Geld für Sie hergeben wird," versezte Tony und er hatte Recht. Noch im Laufe derselben Woche sagte Wrigley zu Myra, daß er Geld verloren, welches er für dringende Bedürfnisse seiner Familie nöthig habe, und Myra ließ sich überreden, ihm die Bweihundert Pfund zu bewilligen, ahnungslos, Tonys Flucht damit bezahlt zu haben. Soziale Streifbilder. Von E. L. " Angesichts dieser trostlosen Verhältnisse herrscht jedoch unter den Kommis leider noch eine furchtbare Indolenz, da die Wenigsten ernstlich über ihre soziale Lage nachdenken. She durch die stete Abhängigkeit geschächte Willenskraft und die Furcht vor der Ungnade des Chefs hält sie davon zurüd, fid Der Freien Vereinigung junger Kaufleute anzuschließen, welche sich die schwere Aufgabe stellt, die Kommis endlich einmal aus ihrer Lethargie herauszureißen und energischen Vertretung ihrer Interessen zu veranlassen. Die Herren Prinzipale sehen es natürlich lieber, wenn sich ihre Kommis statt diesem, dem langjährig bestehenden Verein junger Kaufleute" anschließen und dieser Verein, welcher dem Kommis bei sehr hohen Beiträgen wenig oder gar feinen Nugen gewährt, zählt mehr Prinzipale zu seinen Mitgliedern als Handlungs- Kommis. Er steht unter dem speziellen Scute der Weltesten der Kaufmannschaft und geht dem Vereine daber das Interesse der Prinzipale demjenigen der Kommis immer vor. Lokales. DOR g. Von den 500 bei der bankerotten Lebensversicherung ,, Nationale" Versicherten, welche auf 3 ahlung Nachschußprämien beim hiesigen Amtsgericht 1. verklagt worden sind, ziehen es einige iezt vor, die Nachschußprämien zu zahlen, ohne es auf den Prozeß ankommen zu laffen. Die große Mehrzahl der Versicherten hat zweifellos keine Bo stellung von der juristischen Bedeutung einer Versicherungs Ronkurses der Gesellschaft außer dem Verlust ihrer Boli gesellschaft auf Gegenseitigkeit gehabt, daß sie im Falle eines bezw. des Anspruchs auf die in derselben gegebene Buficherung für Sicherstellung der Zukunft der Hinterbleibenden noch Zahlung von Nachschußprämien behufs Deckung des Defizits herangezogen werden können. Ein Versicherter aus der Broving welcher fich zur freiwilligen Zahlung der Nachschußprämie bereiter flärt, schreibt: In der Angelegenheit der Nationale" wollte zu bezahlen habe, ich werde den Betrag dann zusammen ein senden. Leider ist es ganz anders geworden, als mir der Reisende( Inspektor) versicherte, welcher mich zu dieser Be ficherung mit aller Kraft beredete. Statt daß die Mei von mir gezahlten Brämien etwas zu erwarten haben, sind die Prämien umsonst gezahlt, und ich muß außerdem Berlin, den 10. Auguſt. Der Handlungskommis nimmt unter den Lohnarbeitern, wenn auch der Art feiner Beschäftigung zu Folge den soge nannten befferen Ständen" angehörend, eine wenig beneidens werthe Stelle ein. Er ist auf Gnade oder Ungnade seinem Prinzipale in die hand gegeben, in dessen Belieben es steht, das Einkommen desselben zu erhöhen oder zu reduziren. Mit auch der Kommis durch seine bevorzugtere soziale Stellung und die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft immer noch glücklicher daran, als der Bruder Arbeiter, welcher feine Hoffnung auf eine Verbesserung seiner Lage haben fann, so ist diese Hoffnung doch meist eine trügerische und das kaufmännische Proletariat wächst von Jahr zu Jahr. Durch das Massenfie glühend vor stolzer Genugthuung sagen würde:„ Das war mein Wert." Der fleine Rupert und die kleine Milly waren noch immer die besten Freunde, das Mädchen vergötterte den Knaben, und dieser war bald gut, bald schlecht gegen seine Spielgefährtin, aber er wiederholte ihr immer: " 1 Wenn wir erwachsen sein werden, wollen wir uns heirathen und gar nichts mehr lernen und Chocolade frühstücken werden wir zu Mittag immer haben." nigen einmal für die sellschaft gar keinen Einfluß gehabt. ih 111 fer Da di far Gi tig in De Na bet Sta mi 23 Der ftin St Den Ar fof Let get Den ein Ster ban fen ist doch nicht recht, ich habe ja auf die Verwaltung dieser Ge Das Amtsgericht I hat nunmehr den ersten Verhandlungstermin in Sachen be ,, Nationale" auf den 22. September cr. anberaumt. Dem Aus gang des ersten Prozesses wird in den Kreisen der Verficherten mit größter Spannung entgegengesehen. ,, Dann bleiben mir noch dreißigtausend Pfund zu befferungen." tommen." Ver BREARE& EEO INCREAS AIRTRESSEEEEE EEEATER LES CERERERE FREEZEES beff Be grö Den geg ftra Da Ita und Kuchen efsen, statt Milch zu trinken, ach und Bonbons gnügt die Hände reibend und an unseren Aeltesten" und an Lady Bide und Myra belauschten einst ein solches Ge ,, Was ist das, was ich höre!" rief James Wrigley, auf Frühstück sag. Du hast die Figron'schen Güter gekauft Myra einstürmend, als diese mit ihrer Gesellschafterin beim Ja, ich habe fte für achtundsechzig tausend Pfund be Barth und Figron!" sagte James Wrigley, fich ve sich selbst denfend. Barth und Fipron! Ein fürstlicher Be fis, Schade, daß Du nicht auch Bide den Gütern einverleiber fannst. Deine Haushaltung muß Dir fast gar feine Aus Ich möchte keine Schwiegertochter aus der Wrigley'schen gaben machen, bis auf die für milde Spenden. Ich höre, Du verwendest große Summen für diese. Du solltest darin nic: zu weit gehen, meine Koufine. Es ist besser, Deine Einnah men zusammenzuhalten und Grundbesitz dafür zu erwerben Aber da Du im Stande bist, hunderttausend Pfund in Län dereien anzulegen, sehe ich nicht ein, warum Du mir nicht fteben oder achttausend Pfund für die Wahl geben willft. 36 fann ohne Weiteres einen Sig im Unterhause erlangen, wenn Familie," sagte Lady Bide lachend, darum müssen diese Kinder, nachdem fte erft etwas älter find, getrennt und in die Schule geschickt werden." Um diese Zeit war unser Aeltester" auf Myra's Kosten nach Eton gegangen, während der Hauslehrer ,, unseren Dritten" noch fort unterrichtete und Fräulein Barth das Versprechen abgepreßt worden war, dem Einen ein Offizier patent und dem Anderen die Familienpfründe zu verschaffen. Myra bezahlte auch eine Erzieherin für die Töchter der Frau Wrigley, ich nur das Geld für die Kosten der Wahl erhalte." Aber Deine Stellung als Parlamentsmitglied wird zu Milly, follte ihr Schwiegersohn werden, hatte sie bei sich be- und der Dant, den fte für alle diese Vergünstigungen empfing, fostspielig für Dich sein. Du wirst dann Deine Lebensweise Frau Wrigley hatte indeß auch ihre eigenen kleinen Bläne. Sir Rupert, der beständige Spielgefährte ihres Töchterchens schloffen, ohne ihrem Gatten etwas von ihrer stillen Hoffnung mitzutheilen. 11. Rapitel. Obgleich James Wrigley seine Pläne in Bezug auf das Barth'sche Vermögen schon bedeutend gefördert hatte, war er doch weit entfernt davon, zufrieden zu sein. Der östliche Flügel des Barth'schen Hauses war noch verschlossen und öde. Clematis- Vill war noch immer seine eigene, sehr beschränkte Wohnung, er hatte weder den Baronetstitel noch einen Siz im Parlament erhalten, und es waren schon sieben Jahre ver gangen, feit der fleine Sir Rupert verschwunden war. Die glückliche Entwicklung des Adoptivkindes der Lady Bide bereitete dem Doktor gleichfalls eine schwere Kränkung. Ihm war es nie in den Sinn gekommen, von einer Verbindung seiner Tochter Milly mit dem Erben der Lady Bide zu träumen; das war nur seiner Gattin heimlich genährte Idee. Sie erwähnte derselben niemals, weil sie fürchtete, er werde ihr mit gewohnter Liebenswürdigkeit sagen: Sei feine Närrin, Weib". Nichtsdestoweniger dachte sie mit Entzücken des Tages, an welchem diese Heirath zu Stande kommen und war ein beständiges Seufzen und Aechzen, daß Clematis- Villa viel zu eng und ein viel zu ärmlicher Aufenthalt für ihre nächsten Verwandten sei: der östliche Flügel des Schlosses wäre die angemeffenfte Wohnung für die Wrigley's. Buweilen er wachte in Myra das Verlangen, fich zu verheirathen, nur um zu ändern wünschen." ,, Nun Du fannst mir ja Frißroy als Wohnung weisen." über Sch könnte die Auslagen für eine solche Haushaltung nicht übernehmen. Die Figron'schen Güter müſſen fich bezabl machen. Wenn Fanny's Sohn gefunden wird, gehören aud Aber ihr Herz war zu tief mit Jasper Fizroy begraben, diese Beftzungen ihm. Sein Vermögen ist darin ficherer an um den sie eine viel strengere Wittwentrauer trug, als selbst Lady Bide um ihren Gatten, und die Gewissensbife um ihr Brüderchen hielten sie davon zurück, Kindern das Erbe des Verbrechens zu übertragen. Die Fitzroy'schen Güter kommen demnächst zur Ver steigerung," sagte Dr. Mellodem zu Myra Barth; fte find gelegt als in Papieren." Ich kann die Tollheit nicht begreifen, zu glauben, diese Knabe werde noch einmal vom Tode erstehen," sagte Wrigle Er war in einer sehr düsteren Gemüthsstimmung, als a den Weg entlang eilte, der durch die Barth'schen und die Bide Grundstückes näherte, fuhr ein leichter Wagen an ihm vorübe von Tim Titlow gelenkt, an defen Seite eine alte in einem sehr vernachläffigt und werden billig zu haben fein, ich glaube ichen Ländereien führte. Als er fich dem Thore des Bide'fchen mohl, für höchftens fünfzigtausend Pfund." Ich habe mir das gedacht und möchte sogar bis achtzigtausend Pfund dafür bieten und noch etwa zwanzigtausend fund auf die nothwendigen Verbesserungen verwenden. Möchten Sie die Befißung für mich erstehen? Raufen Sie so billig als es geht." Ich werde ganz sicher nicht über fiebzigtausend Bfund getrieben werden. bäuerischen Mantel gehüllte Frau saß. die jest längst Wärterin im Paddingtonkrankenhaufe, Tim's Begleiterin war feine Andere, als Frau Chittor einen Tag Urlaub erhalten hatte. Sie war gelommen, u Lady Bide und ihr Adoptivkind zu sehen. ( Fortsetzung folgt) but bel un Stin De etn bie 00 be te in Straft rfeits ift Iftion mmis velibe Der weige inmal erbern tellen Be ; am i den ot be ommis Seer Elweise bis zu eiftend Das Diesen Hand werden Kauf welde rt, in igung Breifen verden altende , als berdies t und rund End in 5 unter Da bie Shre and die d, fid eute" Commis and zur 7. Die h ihre Verein er dem teinen gliedern Schupe e daber Commis herung verklagt prämien n. Die ze Vor Derungs le eines Bolize cherung Defizits Proving bereiter wollte noch zur infen id nen ein mir der fer Ver e Meis ahlten nb die außerdem Glen. E efer Be chit I hat hen ber Dem Aus rficherten zu Ver glen, auf rin beim uft?" fund be fich vers und an licher Be verleiber eine Aus höre, Du e Einnah erwerben parin nich in Län mir nicht villit. S gen, wenn wird zu ebensweise ung über aushaltung Tich bezabl hören aud icherer an ben, biele te Wrigle ng als et Die Bide Bide'fchen m vorüber e in einem au Chitton haufe, auf mmen, um a Nette Burschen. Zwei Knaben, der 13 jährige A. und ber 14 jährige Sch., entfernten sich vor 5 Wochen aus den Wohnungen ihrer hierselbst wohnhaften Eltern und in Berlin und in der Umgegend umbervagabondirend führten fie eine Reihe größerer und fleinerer Gelegenheitsdiebstähle aus, und suchten ganz besonders Läden heim, deren Inhaber gewöhnlich, wenn feine Käufer erschienen, in Nebenzimmern fich aufhielten. Hierbei bedienten fie fich folgenden Mannövers: Der eine der Knaben trat in den Laden, forderte eine Waare, welche im Laden gar nicht verkäuflich war, und entfernte fich sodann, die Ladenthür hinter sich nicht zumachend, sondern nur anleh nend, um den an der Thür befindlichen Klingelzug nicht zu be rühren. Hierauf warteten die beiden Jungen vor dem Schaufenster, bis die Verkäuferin aus dem Laden in das Nebenzimmer getreten; es trat dann einer derselben geräuschlos, ohne daß die Thürklingel ertönte, in den Laden, eignete sich die Ladenkaffe an und vergeudete mit seinem Komplizen zusammen die Beute. Gestern wurden die beiden Knaben auf der Straße ergriffen und festgenommen. Bugleich mit ihnen ist der Bru der des Sch., ein 20 jähriger Bursche festgenommen worden, welcher die Knaben zu ihren Diebstählen verleitet hatte. g. Ein ebenso neues als anerkennenswerthes Verfahren der Regierung zu Düsseldorf verdient allgemeinere Beachtung. Bekanntlich erplodirte vor einiger Zeit in der Druckerei und Appretur der Gebr. Schulze und Richter in M.- Gladbach die sogen. Dampfhütte, ein zum Dämpfen von gebrudten Beugen bestimmter Dampfapparat, durch die fortgeschleuderten Stücke wurden zwei Meister getödtet, ein Arbeiter verlegt. Da ein strafrechtliches Einschreiten gegen die englische Firma John Waldemar u. Co. in Manester, von welcher der betreffende Dampfapparat bezogen worden, aussichtslos ist, so hat jegt die gedachte Regierung unter Nennung des Namens der Firma das Ergebnis der amtlichen Untersuchung dem Publikum bekannt gegeben. Das nach haben die schlechte Konstruktion und das ungeeignete Material des Dampfteffels die Explosion größtentheils verschuldet. Der vordere Boden des cylinderförmigen Apparats toar ebenso wie der Verschlußdeckel aus Gußeisen hergestellt. Dieser vordere gußeiserne Boden hatte eine quadratische Deff nung 197 Em. im Lichten für den gußeisernen Verschlußdeckel und die zur Aufnahme der Deckeldichtung bestimmte Platte des vorderen Bodens wie auch ein Charnier des Verschlußdeckels des als neu bezogenen Apparats waren geflidt. g Vier Wechsel im Betrage von 2308 M. 15 Pf., und zwar einer von 2000 M. auf Berlin, einer von 187 M. auf Caffel, einer von 80 M. 45 Pf. auf Bonn und einer von 60 70 Bf. auf Hamburg, find hierselbst verloren gegangen. Dem Finder, für den die Wechsel völlig werthlos find, wird vom dem Ecke einen großen Auflauf. Die Frau eines dort wohnenden Schuhmachers L., die in Folge ihres excentrischen Wesens in lezter Zeit schon wiederholt höchst unerquickliche Famien- Scenen verursacht hatte, war an dem genannten Tage in einem an scheinend sehr erregten Zustande in die Wohnung zurückgekehrt scheinend sehr erregten Zustande in die Wohnung zurückgekehrt ( nachdem sie dieselbe feit längerer Zeit unbegründet verlaffen hatte) und hatte dort sofort ohne irgend eine Veranlassung mit ihrem Manne und ihrer Sjährigen Tochter einen Streit angefangen, in dessen Verlauf fte das Kind in brutalster Weise mißhandelte. Um weiteren Brutalitäten ein Ende zu ſeßen, versuchte der Mann die Frau aus der Wohnung hinauszu bringen, versezte die Frau aber dadurch in einen derartigen Wuthanfall, daß ste mit der Hand in die Glasscheiben der Thüre schlug und sich eine klaffende, heftig blutende Wunde am Puls zuzog. Wit Hülfe von Hausbewohnern wurde die Wüthende zunächst nach einer Sanitätswache geschafft, wo ihr ein Nothverband angelegt wurde, und dann behufs Explorirung ihres Geisteszustandes in die Charité eingeliefert. -g. Von einem bedauerlichen Unglücksfall ist dieser Tage das dreijährige Töchterchen einer Berliner Familie in Alerisbad betroffen worden. Das Kind war mit seiner Großmama von Ballenſtett nach Alerisbad herübergekommen. Beide waren in das dort befindliche Klösterling'sche Hotel gegangen, woselbst im Saale gerade der Kronleuchter angestedt wurde. Hierbei muß der Kellner den Kronleuchter aus dem Schraubengewinde gedreht haben, denn der schwere Kronleuchter fiel herunter und fo unglücklich auf das nach den Flammen schauende kleine Mädchen, daß demselben das Geficht in der Nähe der Schläfe tief aufgeschligt wurde und eine große Klaffende Wunde entstand. Ein sofort herbeigerufener Arzt trennte die herunterbängende Haut vom Gesicht ab und vernähte die Wunde. Das Rind verstarb jedoch bereits am nächsten Tage. Vor seinem Tode hatte es noch wiederholt, auf dem Krankenbett liegend, gesagt: Bitte, bitte, liebe Großmama, laß doch den Kronleuch ter hängen, ich will ja artig sein!" Das arme Wesen hatte in dem Wahne gelebt, die Großmama habe den Kronleuchter herunterfallen lassen, um es zu strafen. r. Sei im Besiße und Du bist im Recht." Eingedenk dieses Dichterwortes, das zugleich eine sehr praktische Rechtsregel enthält, handelte jedenfalls der Schneidermeister F. aus der Briger- Straße, als er am Sonnabend Nachmittag den Tischler B. in der Ritterstraße besuchte, um von diesem den Rest des Arbeitslohnes für einen Rod in Empfang zu nehmen. Ueber die dort gepflogenen Unterhandlungen schwebt geheimnißvolles Dunkel, nur wird von beiden Theilen anerkannt, daß der schuldige Lohn noch nicht bezahlt wurde. Thatsache ist weiter, daß B. hinter F. auf der Straße hereilte und dessen Siftirung zur Wache verlangte, weil dieser den bewußten Rock in der Kochstraße 54a, 2 Tr. wohnenden Verlierer eine Beloh- widerrechtlich mit sich genommen. Auf der Polizeiwache aber hung von 15 M. zugesichert markt eine Frau auf folgende seltsame Weise: Dieselbe wollte von einer Gemüsehändlerin eine Meerrettigwurzel faufen und als die Frau auf ihre Anfrage die Antwort erhielt, daß die Wurzel 10 Bf. fofte, erwiderte die Frau, nachdem fte die Wurzel durchbrochen: Ach, die ist ja schlecht, für die werde ich Ihnen 5 Pf. geben! Raum hatte die Frau diese Worte gesprochen, da sprang die Gemüsehändlerin auf und applizirte der Frau eine fräftige Ohrfeige. Ein auf den Vorfall auf und so wird sich die schlagfertige" Obsthändlerin noch vor dem merksam gewordener Schußmann nahm den Sachverhalt auf Strafrichter zu verantworten haben. Zu einer derben Ohrfeige tam am vorlegten Wochenstellte F. die Sache unter großer Zungenfertigkeit so dar, B. habe ihn aufgefordert, eine Naht an dem Rock zuzunähen, was ihm nachträgleich leid geworden zu sein scheine. In der That war in dem Futter des Rockes eine der Näthe offen; der Polizei- Lieutenant fonnte deshalb in der heifligen Sache nichts thun und verwies beide Theile auf den bekannten ,, Klageweg". Sehr richtig," meinte der Schneider zu diesem Bescheide, das heißt, ich flage nicht, ich behalte ruhig so lange den Rock, bis er mich verklagt oder bezahlt hat," sprach's und ging mit dem Rock nach Hause. Hoffentlich bezahlt B. recht bald seine Schuld, spart die Gerichtskosten und läßt fünftig in gepumpten Röcken feine Näthe nachnähen. g. Der Zeitungsverkauf vor dem Hotel Kaiserhof, ist nunmehr, nachdem der bisherige Inhaber desselben, Plath, aus Berlin flüchtig geworden, in den Besitz des Herrn FreiB.N. Eine seltene Naturerscheinung bietet sich den Pas janten der Straße Unter den Linden zwischen der Charlotten und Universitätsstraße vor dem Kgl. Akademiegebäude dar. Ein ziemlich alter Kastanienbaum, dessen Blätter schon in vo- burg übergegangen, welcher bekanntlich auch den Zeitungsvertiger Woche die herbstlich- gelbe Farbe angenommen, steht jetzt kauf in den Trinthallen betreibt. Zu denjenigen, welche in diefem Jahre zum zweiten Male in vollster Frühlingspracht. durch die Flucht P.'s in Mitleidenschaft gezogen worden sind, Den Baffanten der Linden ist es anzuempfehlen, fich dieses gehört auch der Zeitungsspediteur August Lehmann aus der Naturwunder anzusehen. betrübender Unglücksfall, der den sofortigen Tod eines Men- dem P. gelungen war, in furzer Zeit ohne jede Deckung einen idhen im Gefolge hatte, trug sich vorgestern Abend in später Stunde in Schöneberg zu. Der jüngste Sohn des Fuhrherrn Jerusalemerstraße, welcher von P. für gelieferte Beitungen gegen 250 M. zu fordern hat. Auffällig muß es erscheinen, daß es Karl K., Koppenstraße 2 wohnhaft, tam von einer Landparthie Anzahl von Personen ist. P. soll bei dem Geldborgen stets mit seinem Kremser zurück und ist auf bis jetzt unaufgeklärte Betrag von ca. 3000 M. aufzuborgen, eine Thatsache, die wiederum beweist, wie vertrauensvoll immer noch eine große auf ein Vermögen angespielt haben, welches seine Frau in zweiter Ehe noch zu erwarten hat, und das in furzer Zeit zur erit 19 Jahre alte Mann herabgefallen oder beim Herabsteigen Auszahlung gelangen sollte. Wie fich herausgestellt, beruhten berunglückt ist, fonnte von den Insassen des Wagens mit Beftimmtheit nicht festgestellt werden. Der Tod war auf der Stelle eingetreten und konnten drei hinzugerufene Aerzte nur denselben fonstatiren. Der ältere Bruder, welcher um zwei Kremser voraus war, bekam erst, als das herrenlose Fuhrwerk an ihm vorüberfauste, Kunde von dem Unglück. Er sprang und brachte die Pferde zum Stehen. Die fofort om Bock diese Angaben P.'s nur auf Schwindel, dazu berechnet, die Darleiher zu täuschen. r. Gegen Epilepsie wird gegenwärtig von vielen Aerzten ein neues Heilmittel angewendet. Während bisher das Bromfali als einziges Spezififum gegen diese furchtbare Krankheit zur Anwendung fam und mit diesem Medikament meist nur Linderung und nur in seltensten Fällen und nach langwierigen dem neuen Heilmittel, Osmium- Säure, in zahlreichen Leiche ist nach der Halle des Schöneberger Kirchhofs gebracht Kuren gänzliche Heilung der Krankheit erzielt wurde, wird von gebracht worden, von wo aus dieselbe heute Nachmittag von den Angehörigen in Empfang genommen wurde. reicht und ist Heilung und bedeutende Milderung des Uebels B. Ohne Sang und Klang ist abermals ein Fachorgan behauptet. Dies neue Medikament wird in schwachen Gaben eingegangen, von dessen Eristenz allerdings nur Wenige theils allein, theils neben dem Brom- Kalium den Kranken_ge Senntniß gehabt haben mögen. Es ist die Zeitung des Verbandes deutscher Fuhrunternehmer", welches von dem Drosch selbst noch in Fällen beobachtet worden, wo die Krankheit belen- Berein auf der Fischerbrüde herausgegegeben, wegen Mangel an Abonnenten jedoch, wieder eingehen mußte. Statt deffen wird in nächster Zeit ein Organ erscheinen, welches die Intereffen der Fuhrunternehmer, Kutscher und einschlagender Berufsgenoffen zu vertreten gedenkt und auf bei Weitem Brößere Chancen rechnen darf. Diese neue Beitung wird von gegeben werden. reits Anfangssymptome beginnenden Blödsinns bei den Kranfen erkennen ließ. Selbstverständlich fann eine solche Kur nur unter Leitung eines gebildeten Mediziners vorgenommen wer den, und die unglücklichen Patienten, die in ihrem hoffnungslosen Zustande nur zu gern geneigt find, fich an Wunderdoktoren und Kurpfuscher zu wenden, mögen bei dieser Geräubern gewarnt sein. Dem Borstand des Vereins Berliner Droschtenfutscher heraus- legenheit ganz besonders vor diesen beuteluftigen KrankenDas bie Stieftochter des Schneidermeisters Liftowski, Muskauer frage 40, IV., mohnhaft, Gertrud Reimmann, verschwunden. Verschwundenes Kind! Seit Dienstag voriger Woche Gerichts- Zeitung. Hart entwickelt. Das Mädchen war bekleidet mit einem hell- gelangte heute zum zweiten Mal zur Beurtheilung der ersten Kind ist 11 Jahre alt, für sein Alter ziemlich groß und tollenen Kleid mit braunem Besat, schwarzgarnirtem Strohbut, hellgestreifter Küchenschürze, niedrigen Schuhen und weißen Strümpfen. Nachforschungen blieben bisher erfolglos, und da auch polizeiliche Recherchen zu feinem Resultat führten, erscheint ein Unglücksfall beinahe ausgeschlossen. Vielleicht lann einer unserer Leser Auskunft über den Verbleib des Mindes geben. Ein schwerer Unglücksfall an der Schießbude auf Tivoli Straffammer hiefiaen Landgerichts I. Der Sohn des Schießbudenbefizers der Tischlergeselle Wilhelm Valerius Carl Kern vertrat im Laufe des vorigen Sommer zu öfteren Malen seinen erkrankten Vater. So auch am 2. Juni cr., an welchem Tage der mit den Hülfleistungen betraute Knabe Georg Publ mann, als er nach dem Herausziehen der Bolzen aus den Scheiben sich hinter seine Blende zurückzuziehen im Begriff war, einen Schuß in das rechte Auge erhielt. Infolge desselben war Der arme Junge ohnmächtig zusammengebrochen und hatte der unglückliche Schüße die Zeit zum Verschwinden benust, in nach welcher Kern nach der Blende ging, um sich dem Geschehenen zu erkundigen. Der Betroffene in mußte ein Krankenhaus gebracht werden, aus dem er nach mehreren Wochen mit dem Verlust des Sehvermögens auf dem verlegten Auge entlassen wurde. Troßdem von dem Vater des Knaben ein Strafantrag nicht gestellt wurde, erhob die Staatsanwaltschaft gegen Karl Kern Anflage wegen fahrlässiger Körperverlegung mit Uebertretung der Berufspflicht, und der Gerichtshof verurtheilte am 5.b, M. im Thiergarten, nahe dem Brandenburger Thore. a. Ueber einen Raubanfall, der in der Nacht vom 4. zum Derübt worden ist, geht uns folgende nähere Mittheilung zu. Der Kaufmann E. aus Hannover fam am 4. d. M. nach Ber und Loyirte fich hierselbst in einem Hotel der Krausenstraße ein. In der darauf folgenden Nacht kehrte E. von einem AusBug durch den Thiergarten nach der Stadt zurück und etwa um Uhr begegnete ihm in der Nähe des Löwendenkmals ein anger Mann in guter Aleidung, welcher ihn um Feuer für Dierbei gab der Unbekannte dem nichts Ahnenden plöglich eine Cigarre bat und mit ihm( dem E.) ein Gespräch anknüpfte. einen starten Schlag in das linke Auge, drückte ihn zur Erde bie Bieber und ſette seine Knie auf die Brust des E.. gleichzeitig 26. Februar cr. den Angefagten zu 14 Tagen Gefängniß. Auf hierbei die Remontoiruhr nebst Panzerkette und das PorteTaschen desselben durchsuchend. Der Räuber eignete fich monnaie mit 260 M. aus den Taschen des E an, erhob die von dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Thelen, eingelegte Revision hob das Reichsgericht in seiner Sigung vom 9. Mai cr. das Urtheil auf, weil in der Vertretung feines Vaters nicht die Ausübung des Gewerbebetriebes des SchießDon der Erde erhoben hatte, war der Räuber bereits verschroun- budenhaltens gefunden werden kann, und wies die Sache zur Den. Nach der Beschreibung des E. war derselbe 26-28 Juhre Schurrbart, schmalen Geficht. Er war bekleidet mit braunem 171-173 Ctm. groß, mit dunklen Haaren, fleinem dunklen Baquet- Anzug und fleinem schwarzen Filzhut. In der geraub len Uhr befinden sich eingravirt die Nr. 1165 und die Zeichen: A. E. 30. 4. 84. Der Thäter ist bisher nicht ermittelt. erneuten Verhandlung in die erste Instanz zurück. In dieser wurde hauptsächlich die Frage erörtert, ob der Angeklagte den Gewerbebetrieb nicht selbstständig ausgeübt habe. Der Staatsanwalt erachtete dies für dargethan und beantragte deshalb 14 Tage Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aber auf Freis sprechung des Angeklagten resp. Einstellung des VerN. Eine Tobsüchtige verursachte am gestrigen Tage in fahrens, da er die vom Reichsgericht verlangte Feststellung nicht Eine nicht uninteressante Auflage wegen Bestechung gelangte heute gegen den Handlungsreisenden August Heinrich Grund vor der ersten Ferienstraftammer hiesigen Landgegerichts 1. zur Verhandlung. Am Abend des 23. April d. J. wollte der Angeklagte auf dem Lehrter Bahnhof einen 35 Stilogramm wiegenden Koffer in einen Waggon der vierten Klasse hineinbringen, während der Schaffner Müller XV wegen der Größe des Koffers und mit Rücksicht darauf, das Grund noch anderes Handgepäck bei sich führte, die Mitnahme untersagte. Der Angeklagte erwiderte, daß der Beamte ihn den Koffer nur mit hinein nehmen lassen solle, da er sich durch ein gutes Trinkgeld abfinden werde. Während nun der Schaffner ftch_anderweitig zu thun machte, schaffte der Angeklagte seinen Koffer dennoch in den Waggon, worauf der diensthabende Stationsbeamte herzutrat und die Wiederentfernung verlangte. Dadurch, daß sich der Angeklagte über das unvorschriftsmäßige, barsche Verhalten ihm gegenüber beschwerte, erfuhr die Bahnbehörde seinen Namen und veranlaßte die Erhebung der Anklage gegen denselben wegen obigen Vergehens. Der Angeklagte bestritt die ihm zur Last gelegte That und behauptete, das er dem Schaffner das übliche Trinkgeld nur für die Einräumung eines guten Plages angeboten habe. Der Staatsanwalt beantragte das Schuldig und 14 Tage Ge fängniß, während der Gerichtshof den Angeklagten frei sprach. Da nach§ 29 des Eisenbahn- Betriebs- Reglements für die Mitnahme eines Gepäckstücks in die vierte Wagenklasse die Entscheidung des diensthabenden Stationsbeamtem maggebend sei, diese Entscheidung aber zur Zeit des Anbietens des Geschenkes noch nicht getroffen, so konnte das Bewußtsein des Angeklagten, daß das Geschenk für eine pflichtwidrige Handlung bestimmt sei, auch nicht festgestellt werden. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. am Die Gärtner Berlins und Umgegend waren Donnerstag, den 7. August, zu einer Versammlung behufs Gründung von Verwaltungsstellen der in Hamburg domicili renden Krankenkasse für deutsche Gärtner( E. H. Nr. 83) in Nieft's Salon, Kommandantenstraße 71/72, in der Stärke von 300 Personen versammelt. Nachdem das Bureau aus den Herren Obergärtner Mielenz als 1., Gärtnergehilfe Abromeit als 2. Vorfizenden, Obergärtner Hoffmann als Schriftführer fonstituirt war, ertheilte der Vorsißende Herrn Obergärtner Sellenthien das Wort zum Referat über die Verhältnisse der Krankenkasse für deutsche Gärtner 2c. Referent erledigte fich seiner Aufgabe in durchaus sachlicher und von großer Sachtenntniß zeugender Weise, indem er die Vorzüge der mit gutem Erfolg schon bestehenden Zentralkaffe gegenüber einer noch zu gründenden Lokaltasse zu Berlin, deren Wirksamkeit und Nugen stets nur ein einseitig beschränkter wäre, nach allen Seiten hin beleuchtete. In der nachfolgenden Diskussion, in welcher Gegnern zuerst das Wort gestattet wurde, sprachen die Herren Garteninspektor Wredow und Hofgärtner Hoffmann für eine lokale Kaffe und gegen die Zentralfaffe, doch wurden die betreffenden Herren Gegner von Anhängern der Zentralfasse dem Vorsitzenden Herrn Mielenz und den Herren Sellenthien, Abromeit, Gustet, Hoffmann u. a. m. glänzend in allen Punkten widerlegt und die Vorzüge einer Zentralfasse, besonders für Gärtner, in's rechte Licht gestellt. Sodann wurde zur Gründung von Verwaltungsstellen geschritten und wurden deren drei gegründet im Osten, Süden und Westen, gegen 150 Personen zeichneten fich gleich als Mitglieder dieser Verwaltungsstellen ein. Mit einem Hoch auf den Vorsitzenden und auf das Wohl der Bentralkasse wurde die Versammlung, welche in der größten Ordnung verlief, um 11 Uhr geschloffen und gingen die Theilnehmer derselben mit dem Bewußtsein auseinander, zur Verwirklichung der Solidarität ihrer Interessen einen großen Schritt vorwärts gethan zu haben. Die Lohnkommission der Berliner Schlosser erlägt folgenden Aufruf: Kollegen! Zur Ehre unseres Gewerks sei es gesagt, daß endlich die Schloffergesellen Berlins anfangen einzusehen, daß auch wir berechtigt sind, eine Verbesserung unferer Lage zu erzielen. Seht hin auf alle anderen Gewerke Berlins. Sie haben schon lange durch ihr einmüthiges und kräftiges Auftreten erreicht, wofür wir jetzt den Kampf begonnen haben. Kollegen! Was sollen die anderen Arbeiter, was sollen unsere Mitbürger von uns halten, sollten wir nicht ebenfalls im Stande sein, für Berbesserung unserer Lage eintreten zu können. In feinem anderen Gewerke, in feiner anderen Branche eristirt mehr die 11- stündige Arbeitszeit. Nur allein die Schloffergesellen Berlins stehen hierin allen anderen Arbeitern nach. Von Morgens 6 bis Abends 7 Uhr fortwährend arbeitend, ist es ihnen nicht gegönnt, gleich ihren anderen Genossen sich einige Stunden des Tages dem Familienleben widmen zu fönnen. Kollegen! Fühlt Ihr nicht das Schmachvolle und Drückende eines solchen Zustandes. Nun wohlan denn, so seid bereit und unterstüßt eine Bewegung, die doch nur darauf hinzielt, Euch ein besseres und würdigeres Dasein zu schaffen. Schon ist bereits in den früheren Versammlungen eine Lohntommission gewählt worden, auch haben bereits einzelne Wertstellen ihre Delegirten ernannt. Eine heilige Pflicht ist es für Euch, wo das noch nicht geschehen ist, sofort zusammenzutreten und Euere Delegirten zu wählen und die Wahl derselben schnellstens der Lohnkommission mitzutheilen. Auch sind die Sammlungen in den einzelnen Werkstätten schleunigst zu beginnen und hat der Delegirte die Pflicht, jeden Sonnabend Sie gesammelten Beiträge an den Kassirer der Lohnkommission abzugeben. Nun wohlan denn, Kollegen, treten wir muthig in die Bewegung, bleiben wir unserer gerechten Sache treu und der Sieg wird unser sein. Die nächste Generalversamm lung der Schloffergesellen Berlins findet am Dienstag, den 12. August, Abends 8% Uhr,( Referent: Herr Stadtverordneter Friz Görcki) in den beiden großen Sälen der Gratweilschen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79 statt. Es ist Pflicht eines jeden einzelnen Kollegen, am Plaße zu sein. Erscheint in Schaaren! Mit kollegialischem Gruß Die Lohnkommission. A: Lochmann, Dresdenerflraße 116, Vorsitzender, Schröder, Urbanſtr. 80, Raffirer. t. Der Deligirtentag zur Gründung einer freien eingeschriebenen Hilfskasse der Architekten, Ingenieure und Techniker Deutschlands trat am Sonntag in Keirs Bierhallen, Passage, Behrenstraße, zusammen. Nachdem die seinerzeit nach dieser Richtung hin zwischen dem Berliner Technifer- Verband und den Vereinen Der Bau"," Bauhütte" und ,, Deutscher Ingenieur- Verein" gepflogenen Berathungen nicht nur resultatslos verlaufen waren, sondern auch eine Spaltung zwischen dem Berliner Techniker- Verband und den anderen Vereinen, da Ersterer reaktionäre Tendenzen verfolgt, hervor gerufen hatten, welche unheilbar wurde durch die rücksichtslose Behandlung der Deligirten der 3 letteren Vereine auf dem Delegirtentage zu Leipzig am 3. und 4. August, woselbst ohne Deren Betheiligung ein Deutscher Technifer- Verband mit obligater Strantentafe gegründet wurde, entschloffen sich die Vereine„ Der Bau" ,,, Bauhütte" und ,, Deutscher Ingenieur Verein" gemeinsam eine zentralisirte freie eingeschriebene Hilfskaffe zu gründen und beriefen zu diesem Zweck den Delegirtentag, welcher am Sonntag hier zusammentrat und bewies, daß das Projekt einer zentralisirten freien Hilfskaffe fich allgemeiner Sympathie zu erfreuen hat. Vertreten waren die Vereine Der Bau", Baubütte 1867" und Deutscher Ingenieur- Ver ein", die Städte Charlottenburg, Breslau, Thorn, Dessau, Augsburg, Wilhelmshaven, ferner 19 Einzelmitglieder und eingelaufen über 100 Bustimmungsadressen aus allen Gegen den Deutschlands. Zum Vorfißenden wurde Herr Göbel ( Bauhütte), zum Referenten v. Hinge( Deutscher IngenieurVerein) ernannt. Es erfolgte die Berathung der Statuten, 11 Konftituirung der Kaffe und Wahl eines geschäftsführenden Vorftandes. Die Hilfskaffe führt den Namen: Eingeschriebene Hilfskaffe der Architekten, Ingenieure und Technifer Deutschlands." Bur Mitgliedschaft werden zugelassen a lle in Deutschland lebende Architekten, Ingenieure und Techniker jeder Fa fultät, entgegen der Krankenkaffe des Deutschen TechnikerVerband" welche nur nicht für den Staatsdienst geprüfte" Architekten 2c. zuläßt. Das Eintrittsgeld beträgt 3 M. Der Beitrag pro Monat für I. KI. 3 Mt., II. RI. 1,50 M. Die Raffe gewährt ein Krankengeld bis zu 4,50 Mt. refp. 2,25 Mt. pro Tag und ein Begräbnißgeld von 150 M. resp. 75 Mf. Eine vom Deutschen Technifer Verbande" den Delegirten unterbreitete Aufforderung, fich der Verbandskasse" anzuschließen, wurde mit Entschiedenheit abgelehnt. " 1 : h. Eine Generalversammlung der Puker, welche von ca. 600 bis 700 Theilnehmern besucht war, fand am Sonntag Vormittag unter dem Vorfiße des Herrn Buchwald, in der Berliner Flora", Gr. Friedrichstraße 218, statt. In derselben sprach der genannte Vorfigende unter großen Beifall als Referent über das Thema: st es möglich resp. vortheilhaft, die Pusarbeit im Tagelohn auszuführen und welche Gründe sprechen dagegen?" Der Referent beantwortete die aufgeworfene Frage des Themas im verneinenden Sinne und führte dabei im Wesentlichen aus, daß die Einführung der Taglohnarbeit an Stelle der Affordlohnarbeit im Pußfache nur ein Sinten des Lohnes, sowie eine Vergrößerung der Arbeitslosigkeit und eine Verschlechterung der Arbeit zur Folge haben müßte. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die heutige in der Berliner Flora tagend Versammlung der Pußer Berlins und Umgegend erklärte fich mit den Ausführungen des Referenten in Betreff der Akkordarbeit im Putfach einverstanden und verspricht im Sinne der Bestrebungen des Fachvereins der Pußer auch ferner zu wirken und das bereits Errungene festzuhalten. In der Versammlung des Fachvereins der Schlosser, die am Sonnabend Kommandantenstraße 77-79 stattfand, fiel der Vortrag des Baumeisters, Herrn Keßler, aus, da Herr K. am Erscheinen verhindert war. Die sehr zahlreiche Versammlung trat in die Diskussion der Frage der Herstellung eines Arbeitsnachweises ein. Da die Ansichten, die ausgesprochen wurden, sehr weit von einander abwichen, so wurde eine Kom misston von sieben Mitgliedern gewählt, mit dem Auftrage, bei Vereinen, welche schon Arbeitsnachweis haben, fich zu informiren. Der Louisenstädtische Bezirksverein ,, Vorwärts" vers anstaltete am Sonntag einen Ausflug nach dem botanischen Garten. Die Betheiligung von Seiten der Mitglieder, wie auch von Freunden des Vereins war eine sehr rege. Die Direktion bhatte auf vorherige Anfrage in entgegenkommender Weise die Erlaubniß zum Besuch ertheilt und stellte dem Verein auch einen Führer, deffen Erklärungen die Versammelten mit großem Intereffe folgten. Nach der Besichtigung vereinte fich noch ein großer Theil der Anwesenden zu einem gemüthlichen Beisammensein im Schwarzen Adler" in Schöneberg. 11 * In Sachen des Beitritts zur neuen( Hamburger) Zentralfrankenkasse der Tapeziergehilfen Deutschlands und des Austrittes aus der alten( ortsstatuarischen) Berliner Gewerkstasse der Tapeziergehilfen ist an Stelle der am 5. d. M, projektirt gewesenen Versammlung, die nicht stattfinden durfte, auf Mittwoch den 13. d. M., Abends 8% Uhr eine Versammlung in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandanten 77-79, anberaumt, bezüglich deren fein Säulenanschlag mehr stattfindet. Der Besuch dieser Versammlung ist jedem Tapezierer ohne Legitimation gestattet. Da jedoch der Eintritt in die neue Staffe für berechtigte Mitglieder der alten Kaffe von ärztlicher Untersuchung und vom Eintrittsgeld befreit so bittet die einberufeude Rommission die Herren Theilnehmer an der Versammlung, ihr Quittungsbuch mitzubringen. Sämmt liche Tapezieren und verwandten Berufsgenossen vom 16. bis 45. Lebensjahre ist der Eintritt in die neue, über ganz DeutschProvisorische Stellen zur land ausgebreitete Kaffe gestattet. Aufnahme in die Kaffe find vom 12. d. Ms. an: Restaurant Seidel, Neue Grün- und Seydelstraßenecke, Winkelmann, LiBowerstraße 81, P. Müller, Louisenstraße 66, Henjes, Adalbertstraße 10 part., Möllenhof, Gneisenaustraße 101, Tiemann, Wallstraße 3-4 Hof r., Lewin, Lottumstraße 17 und R. Sanber, Schlegelstraße 23. Sprechstunden nur Abends von 7 bis 9 Uhr. Mit der Bitte um Veröffentlichung geht uns folgende Buschrift zu: Da nach Inkrafttretung des neuen Krankenkaffen- Schaden gereiche. Eine allseitige, gediegene Ausbildung sei geseges es nicht unwahrscheinlich ist, daß die sogenannten Orts faffen- Aerzte, welche sich jetzt schon die bloße Ausstellung eines Krankenscheines von Mitgliedern Eingeschriebener Hilfskaffen theuer bezahlen laffen, in Bukunft vielleicht noch mehr, fordern" werden, so wird es nöthig sein, daß die Vorstände solcher Eingeschriebener Hilfstaffen, baldmöglichst gegenseitig auf Mittel und Wege finnen, welche diese Uebelstände für die Zukunft abstellen. Um dieses durch eine mündliche Besprechung möglich zu machen, werden sämmtliche Vorstände eingeschriebener Hilfstaffen ersucht, wenn möglich noch im Laufe dieser Woche ihre Adresse an Herrn Otto Schulz, Bevollmächtigter der ( Hamburger) Eingeschriebenen Kaffe der Metallarbeiter, Filiale Berlin, Bergmannstr. 96 of Quergebäude parterre gelangen zu laffen. h. Die jüngste Generalversammlung der Berliner Zimmerleute am Sonntag Vormittag im Konzerthaus ,, Sanssouci" unter dem Vorftige des Herrn Schönstein war abermals verhältnißmäßig nur schwach, von ca. 400 Theilnehmern, besucht und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Vierteljahrsabrechnung über den Generalunterſtügungsfonds für das 2. Quartal, in welchem die Einnahmen 683 M., die Ausgaben( für Strifes uno andere Unterstügungen hier und an anderen Orten) 1506 M. betrugen. Der Baarbestand der Raffe beläuft sich am Schlusse desselben auf 315 M. Zum Schluß wurde ein von Herrn Kliem gestellter Antrag angenommen, 200 M. zu Agitationszweden für den Verband Die Frage der Errichtung von Staatslehrwerkstätten beschäftigte vorgestern eingehend den Arbeiter- Bezirksverein der Friedrichstadt, dessen Mitglieder zahlreich im Lokal Mauerstraße 86 versammelt waren. Das Referat hatte der Drechsler Julius Müller übernommen, wie denn überhaupt im Drechs lergewerk zuerst der Gedanke der Staatslehrwerkstätten angeregt worden war. Verschiedene Gefichtspunkte waren es, die Den Referenten zum Vorschlag der Errichtung von Staatslehrwerkstätten geführt hatten. Einmal sei es eine anerkannte Thatsache, daß der augenblickliche Stand des Lehrlingswesens den Lehrlingen nicht zum Vortheil, ja vielfach sogar zum bei der jegigen Dezentralisation der Arbeit nur selten möglich, in den weitaus meisten Fällen werde der Lehrling mehr oder weniger als ein Objekt betrachtet, das man als billige Arbeitskraft zum Schaden der freien Arbeiter nach Möglichkeit ausnußen könne. Die heutige Produktionsweise zwinge den Handwerker, fich räumlich thunlichst zu beschränken, und der Lehrling sei es da wieder, der bei dieser Beschränkung am schlechtesten wegkomme. Mangelhafte fachliche Ausbildung und förperliches Stechthum, Schwindsucht u. dergl. seien die Folgen dieser Thatsachen. Da nun aber der Staat die Pflicht und auch das lebhafteste Interesse daran habe, nur tüchtige Staatsbürger erhalten, denen auch die Möglichkeit der Griſtenz nicht unterbunden sei, jo liege der Gepanten, nahe, so daß der Staat, wie er es bei den höheren Berufsklassen ja schon thue, auch für das Handwerk die Fachausbildung übernehme. Er verkenne nicht, daß der Gedanke der Verstaat lichung des Lehrlingswesens für Manchen etwas Ungeheuerliches haben werde, man werde fich aber mit dieser Einrichtung, wie mit so vielen, wie mit der Verstaatlichung des Schulwesens und dergleichen allmählich schon vertraut machen. Thatsache sei doch entschieden, daß der Staat für tüchtigere Lehrkräfte und auch für Einrichtungen forgen fönne, welche die förperliche Entwickelung der Lehrlinge beffer gewähr leiften wie jest. Die Kosten der Einrichtung würden allerdings an fich nicht gering sein, gegenüber den Vortheilen aber an Bedeutung verlieren Wenn der Staat/ von den seiner folgende drei Punkte auf der Tagesordnung: 1. Berufsstatistil, 2. Berichterstattung des Festkomitees, 3. Berschiedenes. Bum ersten Punkt wurde eine Kommission gewählt und beauftragt Bogen auszuarbeiten und in sämmtlichen Werkstätten Altona zu vertheilen, wonach festgestellt werden soll, 1) wie viel Klempner in Altona arbeiten, 2) wieviel davon dem Fachverein ange hören, 3) wie hoch durchschnittlich der wöchentliche Arbeitslohn ist, um danach Stellung zu nehmen. Zum dritten Punkt stat teten die Herren Bähr und Lilienthal über die Thätigkeit des Festkomitees Bericht. Bum zweiten Punkt wurde über Strike gelder debattirt. Im Monat Mai wurde eine Sammlung veranstaltet zur Unterstüßung der strikenden Klempner in Berlin welche die Summe von M. 8,25 erzielte. Da nun die Samm lung vier Wochen in Anspruch nahm, weil die Bogen nicht eher eingingen, und während dieser Zeit der Strike endete, fa fich der Vorstand veranlaßt, das Geld nicht mehr abzusenden Die Versammlung beschloß nun heute, das Geld aufzubewahren und bei wieder vorkommenden Arbeitseinstellungen 2c. in An wendung zu bringen. Ferner wurden die Mitglieder aufge fordert, auf die Metallarbeiter- Zeitung" zu abonniren, weil dieselbe die Interessen der Gewerkschaften vertritt. Zum Zimmererftrife bei Blohm u. Voß in Hamburg Am Sonnabend Morgen haben tros der getroffenen Ueberein funft, nicht auf der oben benannten Werft zu arbeiten, mehrere Schiffszimmerer angefangen, um im Verein mit den Tischlern die Zimmererarbeit dort zu verfertigen; es sind dies dieselben welche vergangene Woche das Deck des Segelschiffes Europa fertig falfatert haben. Sollte dieses Beispiel Nachahmung finden, so dürfte die Niederlage der Zimmerer beftegelt sein. Die Zimmerleute, welche bisher in dem Dock beschäftigt ware und nun dort augenblicklich nichts zu thun haben, haben abgelehnt, dort auf dem Plaz zu arbeiten und sind dieserhall ausgeschieden. h. Der Verband deutscher Zimmerleute, Lokalverband Berlin, versammelt sich am Mittwoch den 13. d. M., Abend 8% Uhr, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des H Dr. Canig über ein Thema aus der Gesundheitspflege un Naturheilkunde. 2. Innere Angelegenheiten. 3. Verschiedenes 4. Fragekasten. Im Gauverein ,, Berliner Bildhauer", Annenstr. 16 hält heut Abend 9 Uhr Herr M. Klein einen Vortrag übe Den Vegetarismus in seiner Bedeutung für das Wohl de Ginzelnen und der Gesammtheit." Um zahlreichen Besuch witt gebeten. Eine große öffentliche Versammlung aller Fabri arbeiter findet Mittwoch den 13. d. M., Abends 81%, Uhr Lotal Sanssouci, Kottbuserstr. 4a statt. Z.- D.: Vortrag im Stadtv. Herrn Friz Gördi. Die Mitglieder sowie der Vor hier eingeladen. N Eine Delegirten- Versammlung der Tischler findel ordnung, welche aus dem Inserat in der heutigen Nummer heute Abend 8%, Uhr, Alte Jakobstraße 37, statt. Die Tage ersehen ist, läßt darauf schließen, daß der Lohnkampf der Tischle in Berlin in nächster Zeit wieder scharf entbrennen wird, so fammlung fich als nothwendig erweisen dürfte. Schönhauser Borstadt hält heute, Dienstag Abend, 8% seine regelmäßige Versammlung ab. Vortrag des Hern Naturheilkunde am lebend großen Modell bei Meister, hauser Allee 161. Gäste willkommen. Literarisches. Be Па ber Schön Dies, ist soeben das achte Heft des 2. Jahrgangs erschienen Von der Neuen Zeit", Stuttgart, Verlag von 3.5. Inhalt: Abhandlungen: Das Kapital" von Robbertu Von Karl Kautsky. Das neue französische Voltsidu Die Landfrage in Eng land. Von J. Sketchley.- Die Musikinstrumenten Inb deutscher Zimmerleute auszuseßen, wovon 80 M. dem Generals Ausgaben, die er für Militärzwecke verwende, den Lehrlings- strie des sächsischen Voigtlandes. Von Dr. Mar Duard fonds entnommen und 120 M. geliehen werden sollen. Die Mitglieder der freien Hülfskaffen machen wir auf den§ 80 des Krankenversicherungsgefeßes aufmerksam: Den Arbeitgebern ist untersagt, die Anwen dung der Bestimmungen dieses Gesezes zum Nachtheile der Versicherten durch Verträge( mittelst Reglements oder besonde rer Uebereinkunft) auszuschließen oder zu beschränken, Vertragsbestimmungen, welche diesem Verbote zuwiderlaufen, haben keine rechtliche Wirkung." Eine Uebertretung dieier Vorschrift wird, sofern nicht nach anderen gesetzlichen Bestimmungen eine härtere Strafe eintritt, mit Geldstrafe bis zu 300 Mt. bestraft. Wer also Arbeiter verpflichtet, einer gefeßlichen freien Hülfstaffe nicht anzugehören, ist strafbar. Wenn Jemand einen Arbeiter entläßt, weil derselbe tros seiner gegebenen Unterschrift, mit welcher er fich hierzu bei Androhung sofortiger Entlaffung verpflichtet, so hat diese Verpflichtung keine Giltigkeit und der Arbeiter fann den Lohn für die Dauer der Kündi gungsfrist verlangen. Mit polizeilicher Auflösung endigte die außerordentliche Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgegend, welche am Sonntag den 10. d. in der Norddeutschen Braue rei tagte. Der erste Punkt der Tagesordnung war die Berichterstattung der Kommission über die Verhandlungen mit Herrn Stadtfyndikus Eberty. Die Kommission war mit besonderer Freundlichkeit und Zuvorkommenheit von Herrn Eberty auf genommen worden, zu einem eigentlichen Resultat scheint es jedoch nicht gekommen zu sein. Es hatte sich um das erekuti vische Vorgehen des Vorstandes der alten Krankenkasse gehandelt. Verschiedene Redner sprachen sich mißbilligend über dieses Vorgehen aus. Zum Schluß ergriff Herr Conrad das wurde. werkstätten zuwende, werde fich finanziell die Sache sehr wohl durchführen lassen. Bei der Verwerthung der in den Werk wald Köhler. - Die vierte Dimension der Gespenstergläubigen. Von D Politische Rundschau. Von W. B.; stätten gefertigten Produkte müßte allerdings darauf geachtet Literarische Rundschau: Stimmungsbilder. Von der Verfafferit werden, daß nicht, wie durch die Buchthausarbeit ein Drud auf die Preise der freien Arbeit ausgeübt werde. Jedenfalls und damit schloß der Referent müsse etwas geschehen, um dem jeßigen Lehrlingswesen ein Ende zu machen. In der sehr animirten Debatte, die dem Vortrage folgte, fand der ange regte Gedanke manchen Anklag, rief aber auch vielfache Be denken hervor. Einerseits hegte man Bedenken, dem Staat, der bisher noch so wenig ernstes Verständniß für die Forderungen Der Arbeiter gezeigt, eine so wichtige Sache wie die Lehrlingsausbildung allein zu überlassen, andererseits waren es sachliche Gründe, die man gegen den Vorschlag ins Feld führte Es werde vor Allem dem Staate schwer werden immer die nöthige Arbeit herbeizuschaffen. Der Lehrling fönne zuerst doch keine selbstständigen Arbeiten machen, eben so wenig fönne der Memoiren einer Jdealistin". Notizen: Sternphotogr Ber phien. Die Bahl der Klöster in Desterreich. und Metallindustrie. 1 Die breitung der Tuberkulose. Der Stand der deutschen Koblen Einfluß der Kultur auf das Gefchlechte Iverhältniß der Geburten. Die Freiheit des Arbeitsvertrags Redaktions- Korrespondenz ze. Briefkaften der Redaktion. Gärtner Berlins. Dr. Bracht, Hallescher Thorplas& H. Schw. Maler. Artikel aus Mappe" wird gelegen lich verwandt werden, wenngleich die 2. Brgstg reaktionäres Blatt ist.. " 1 ein Gelt Das betr. Buch haben wir nicht ge lefen, erlauben uns aber trotzdem Ihnen zu rathen, Shr C man feine Sachen, in deren Anfertigung der Lehrling doch auch dafür zu sparen: über den Ausspruch, den jenes Buch zum ausgebildet werden müffe, diesem allein überlassen. Der Lehrling sei eben ein Glied in der Kette: Meister, Geselle, Lehrling, und könne schwer aus dieser Kette herausgeriffen werden. Diesem Bedenken wurde entgegengehalten, daß es ja das Be streben der Arbeiter sei, die ganzen Produktionsverhältnisse umzugestalten und daß die Errichtung von Staatslehrwerkstätten eine Etappe zur Erreichung dieses Schrittes sei, deren wahrer Werth sich erst zeigen werde, wenn man das Ganze erlangt. Jedenfalls stehe fest, daß das jezige Lehrlingswesen ein Unwesen sei, daß einer Aenderung bedürfe. In einer Reſolution sprach schließlich die Versammlung ihr Einverständniß mit dem Referenten aus. Der Fachverein der Klempner und verwandten Beam Montag, 4. August, stattgefundenen Mitgliederversammlung und zur Stimmung für die Wahlen machen foll, ift bereit ein Wust von Literatur entstanden, der größtentheils nid einen Schuß Pulver werth ist. mindestens vier Wochen vor dem 1. Dktober friftliga Franz Busch. Ihr Vormund muß dem Lebtbent zeigen, daß Sie zu einem andern Berufe übertreten werden Das Lehrverhältniß gilt dann nach Ablauf der 4 Wochen fe Abgabe der Erklärung als aufgelöst und Sie find in der Lag Versteigerung zu erfolgen. Der Ueberschuß des Erlöfes ift der Drisarmenkaffe zu hinterlegen und verfällt derfelben, fofe in die Unteroffizierschule einzutreten. Wort, bei deffen Rede die Versammlung polizeilich aufgelöst rufsgenossen von Altona und Umgegend hatte in seiner der Berechtigte ihn nicht binnen Jahresfrift in Anfo Theater. Dienstag, den 12. August. le Königl. Theater sind der Ferien wegen geschlossen. Deutsches Theater: Geschloffen. sued Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Der Bettelstudent. allner Theater: Hotel Blancmignon. Lend- Theater: Der Sonnwendhof. Bhalla Operetten- Theater: Nanon. feustädtisches Theater: 101. Opern Vorstellung. Undine. Romantische Bauber- Dper in 4 Aften von Albert Lorging. Ein Arbeiter in der Konfektions, sowie auch Buchbinderbranche bewandert sucht Stellung. Adressen wolle man in der [ 550 Exped. d. Berl. Voltsbl. unter Nr. 103 abgeben Große [ 538 Volks- Versammlung Am Dienstag, den 12. August, Abends 8%, Uhr, in der Urania, Wrangelstraße 9/10. Tagesordnung: Die Einwirkungen der wirthschaftlichen Verhältnisse auf die Wohnungsfrage. Referent: Herr Liefländer. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Einberufer. Die Nr. 7 der humoristischen Blätter, Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Exped. d.„ Berl. Volfsbl." zu haben. Donnerstag, den 14. August cr., Abds. 8 Uhr: Große Volks- Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kammandantenstr. 77/79. TagesOrdnung: 1. Das Verhalten der Arbeiter und Handwerker gegenüber der deutsch- freifinnigen Partei. Referent: Stadtv. Friz Gördi. 2. Die Presse, wie sie ist und wie sie sein foll. Referent: Herr Jul. Müller. Die Bürger aller Parteien find freundlichst eingeladen. 558] Der Einberufer. Mittwoch, den 13. Auguft cr., Abends 8 Uhr: Große Schneider- Versammlung im Deutschen Vereinshause, Wilhelmstr. 118. Tages- Ordnung: 1. Die Lohnverhältnisse der Firma Hugo Werner und der Goldenen hundertzehn. 2. Das Unwesen der Lombard Ausverkäufe und der WaarenAbzahlungsgeschäfte. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Lohnkommission der Berl. Schneider. Heute( Dienstag) Abend 8%, Uhr, Alte Jakobstraße 37: 559] Delegirten- Versammlung der Tischler. Tages- Ordnung: 1. Welche Forderungen suchen wir jetzt zur Durchführung zu bringen. 2. Bestätigungswahl Der Kommission. N. S. Die neuen Delegirten- Karten werden ausgegeben. Abrechnungen find ebenfalls noch zu haben. Die scheinen ersucht. nimmt. Die Buchdruckerei von MAX BADING Beuthstrasse 2 empfiehlt sich zur Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten, in geschmackvoller Ausführung zu soliden Preisen Herren Delegirten werden um pünktliches und zahlreiches Er feste ein donnerndes Hoch, daß der ganze Unserm Freunde Krumreich zu seinem heutigen [ 557] Gustav Roedel. Toadelt. Verantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von May Bading i Berlin SW, Beuthfirage 2 2Bingen FTTC 1000 DY REFFRY # 14RTOS 5