el it 248 te ju ch te m und ne ch en en en lle Bes im Luc en ge ten te Den 10 Sie cer. utch Den ang en 11, 1, ! Nr. 173. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das # Dienstag, den 28. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. baß die Politiche Uebersicht. aus den Berichten an den Minister hervor Arbeiter nicht gerne in jenen Häusern wohnen, die man abseits und eng zusammenbaut, so daß dadurch besondere " offenbar um Bollbetrügereien gehandelt habe. Nun hat Herr Fusangel die Anklage in der„ Westfälischen VolksBeitung" genau präzisirt. Nach einer Einleitung, in der speziell auf die Thätigkeit hingewiesen wird, die Herr Baare an dem Zustandekommen der Eisenzölle zum Schuße der einheimischen Industrie genommen hat, heißt es: Heim des Arbeiters. Berlin, 27. Juli. Herr Baare, die klassische Inkarnation des modernen Herr Miquel hat bekanntlich auch sein Steden- arbeiterviertel", im engsten Sinne genommen, pferdchen; er möchte für die kleinen Beamten und für entstehen. Das wußten wir schon lange, es widerstrebt Sapitalismus, hält sich in dem Vordergrund des öffent den Arbeitern, sich gewissermaßen wie Paria's aus der lichen Interesses. Die Steuerdefraudationen, Stempeldie Arbeiter die immer heikler werdende Wohnung übrigen Gesellschaft ausgestoßen und in besondern Vierteln fälschungen und Schienenflickereien genügten diesem Musterfrage lösen. Was er in dieser Sache bisher zu Tage zusammengedrängt zu sehen. Auch ein praktischer Grund Bourgeois und würdigen Mitarbeiter Bismarc's nicht gefördert hat, unterscheidet sich wenig oder gar nicht von kommt hier in's Spiel. Die verehrlichen Gemeinde- ihm jetzt zur Last gelegt. Ueberrascht sind wir durch die auch Bolldefraudationen im großen Stil werden den bekannten Projekten, die von philantropischen Bour- behörden wenden ihre Fürsorge mehr den bürgerlichen" neue Anklage nicht. Schon als wir den Krach der ita geois ausgeheckt worden sind, und die in manchen Fällen Bierteln zu. Dort werden die Straßen schön gepflastert Iienischen Schwindelfiliale besprachen, deuteten wir an, dem Arbeiter zum direkten Schaden gereichen können, wie und gut gehalten; in den Arbeitervierteln nimmt man daß es sich bei Begründung dieses Schein- Zweiggeschäfts 3. B. der Erwerb kleiner Grundstücke und Häuser an dies nicht so genau, obschon die Arbeiter auch ihre Plägen, wo Gefahr ist, daß die Arbeitsgelegenheit ver- Kommunalsteuern bezahlen müssen. loren geht und der Arbeiter in einer anderen Gegend sich Arbeit suchen muß. Unter solchen Umständen kann das Jm Ganzen geht aus den Berichten, soweit der In,, eigene Heim" zur Last werden. halt derselben der Oeffentlichkeit verrathen worden ist, nur Herr Miquel hat sich indessen auch Berichte erstatten abermals mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit hervor, lafsen darüber, wo und wie sich die bekannten Bestre- daß es unter dem Druck des Kapitalismus nicht möglich bungen, den Arbeitern billige Wohnungen zu verschaffen, ist, die Wohnungsfrage in nur einigermaßen befriedigender bewährt haben. Leider hat er, wie es bei den Staats. Weise zu lösen. Die philantropischen Projekte können so männern so bräuchlich, die Hauptbetheiligten, nämlich die ziemlich als in's Wasser gefallen betrachtet werden. Kleine Arbeiter selbst, bei seiner Umfrage übergangen und hat und billige Wohnungen kann man nur auf billigem sich nur an städtische Behörden und Baugenossenschaften Grund und Boden bauen und bis man solchen findet, gewendet. Aber auch da hat er Dinge erfahren, der auch in geeigneter Gegend liegt, kann man gewöhndie fast durchgängig das bestätigen, was sonst die lich lange suchen. Sowie eine Gegend sich industriell sozialistische Presse bezüglich der Wohnungsfrage ge- entwickelt, steigt auch der Bodenpreis und die Kapitalisten, die Häuser zum Vermiethen bauen lassen, werden immer sagt hat. bestrebt sein, den Boden möglichst auszunußen und mögIn Bezug auf die Schädlichkeit der Massen lichst hohe Häuser, Miethskasernen, zu bauen. Je quartiere sind sich die Berichte so ziemlich einig. 3 her die Miethskasernen, desto höher Man müßte in der That auch völlig mit Blindheit ge- bie Bodenrente. Bekanntlich ist dieser arbeitsschlagen sein, wollte man sich dem Unheil verschließen, lose Erwerb einer der rücksichtslosesten und es werden das durch die engen und ungefunden Massenquartiere am ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bewohner immer Boltskörper angerichtet wird. Aber daraus darf man auch nicht den Schluß ziehen, daß die Erfahrungen mit wieder Massenquartiere hergestellt, deren Preis dann noch durch den Häuser wucher gesteigert wird. Das Subden Einfamilienhäusern besonders befriedigend find. So berichtet z. B. die Barmer Baugenossenschaft, bäude aus schlechtem Material und auch sonst mangelhaft missionswesen bringt es obendrein mit sich, daß die Gedaß sie zwar 242 Arbeiterhäuser fertig gestellt, aber nur 56 an die Arbeiter verkauft habe. Darüber werden sich hergestellt werden. philanthropische Bourgeois nicht wenig wundern, namentWenn man auf diesem Gebiete bessere Zustände lich da Barmen ein so industrieller Bezirk ist. Wir schaffen will, dann muß man fest zugreifen. Mit der wundern uns darüber gar nicht, sondern finden es sehr Baupolizei allein ist nichts zu machen; da würde es schon begreiflich, daß in einem Bezirk, wo so elende Löhne ge- heißen, dem Kapital, d. h. der Spekulation, die„ Freie zahlt werden, die Arbeiter keine Häuser kaufen, wenn Bewegung" abzuschneiden und den arbeitslosen Er diese auch noch so billig und die Abzahlungsbedingungen werb zum mindesten tüchtig einzuschränken. Ein Achnoch so günstig sind. Wer sparen kann, der legt sich und Wehgeschrei des Kapitalistenthums würde sich allerfein Geld doch lieber bei einer Sparkasse an, als in orten erheben. einem Hause, das für ihn eventuell zum todten Wird das ein preußischer Minister thun? Rapital werden kann, so daß er für die Katze" gespart hat. Endlich ist man auch darauf gekommen so geht Feuilleton. Nachdrud verboten.) Kapitän Lobe. Von John Law. 17 Wir glauben das nicht, selbst wenn Herr Miquel seine sozialistische Vergangenheit noch nicht ganz und gar abgestreift haben sollte! Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß die Zollgesetzgebung die Errichtung sogenannter zollfreier Eisenlager auf deutschen Stahlwerken gestattet. Diese Einrichtung hat den Zweck, eingeführtes englisches Roheisen, aus welchem zur Ausfuhr bestimmtes Eisenmaterial hergestellt werden soll, unter Zollverschluß zu halten, bis dasselbe unter Aufsicht von Zollbeamten in Stahl umgewandelt und zu Eisenbahnmaterial für das Ausland verarbeitet wird. Für dieses Eisenbahnmaterial wird nach der Ausfuhr der entrichtete Eisenzoll im Betrage von 15. M. für die Tonne zurückvergütet. Eine Zonne Eisen ist nicht viel, dieselbe reicht gerade zur Anfertigung von 3 Schienen aus, so daß also für jede aus englischem Roheisen angefertigte Schiene, welche in das Ausland geht, 5 M. Eisenzoll rückvergütet werden. Nun ist aber das englische Roheisen nicht allein zur Anfertigung von Schienen und sonstigem Eisenbahnmaterial verwendbar, dasselbe eignet sich vielmehr auch zu manchen anderen Dingen und wird insbesondere zur Anfertigung von Werkzeugstahl den meisten Eisensorten deutschen Ursprunges entschieden vorgezogen. Es steht nichts im Wege, natürlich gegen Entrichtung des Eisenzolles, englisches Roheifen in beliebiger Menge zur Anfertigung von Werkzeugstahl einzuführen; allein im Machtbereiche des Herrn Baare sagte man sich, in diesem Falle sei der Eisenzoll fein Segen, sondern ein Fluch, dem man sich zu entziehen suchen müsse. Man operirte nun in der Weise, daß man statt der von den Zollbeamten herausgegebenen Eisenblöcke englischen Ursprungs deutsches Eisen zur Anfertigung des für das Ausland bestimmten Eisenbahn Materials verwandte, sich hierfür den Eisenzoll zurückvergüten ließ, während man das englische Roheisen zu Werkzeug- Stahl verarbeitete. So hat man es im Machtbereiche des Herrn Baare getrieben und diese Machenschaften sind Herrn Baare nicht unbekannt geblieben. Der zur Zeit auf einer Erholungsreise anwesende Chefredakteur Fusangel bevollmächtigt uns zu der öffentlichen Erklärung, er wolle beweisen, daß 1. die Werksbeamten des Herrn Baare die oben geschilderten Eisenzoll- Hinterziehungen in großem Maßstabe geschildert haben, und daß 2. diese Machenschaften Herrn Baare nicht unbekannt geblieben sind. sellschaft untergräbt. Nur wer sie aufsucht, wer sie genauer wenn das Militär sagen wird:„ Wir mögen auf diese beobachtet, kennt ihren Haß gegen die obere Klasse", die Menschen nicht schießen, denn es sind unsere Brüder." bitteren Gefühle, die sie unterdrücken, wenn Damen und Jede Generation steinigt ihre Propheten, aber um der Herren in Equipagen an ihnen vorüberrollen. Die fatten Kinder willen sagen wir:" Laßt Euch warnen!" Leute wollen die warnende Stimme, die immer und immer Mächtige Tonnen Bier füllten das niedrige Zimmer, wieder erhoben wird von denen, die mit den hungewiden in dem die Höhlenmädchen standen, und hinter einem Faß Männern und Frauen verkehren, nicht beachten; sie weigern faß eine alte Frau, die Ruth's Aufmerksamkeit fesselte. sich, die Wahrheit zu hören, weil sie unangenehm klingt. Die Frau streckte ihre Hand nach einer Zeitung aus und Und doch geht die Wahrheit laut an die Thür und sagte: spricht, daß wenn auch der Hunger die Energie der Unbe" Es hat keinen Zweck, zu mir zu sprechen. Ich bin schäftigten auffangt und ihre Gesundheit untergräbt, es doch stocktaub, meine Liebe. Nun bin ich zweiundsiebzig Jahre ,, Können Sie sich da noch wundern, daß wir Gott Dant gefährlich ist, Tausende von Männern und Frauen in er alt, und schon seit zehn Jahren kann ich nichts hören. sagen, wenn er solch ein Kind wegnimmt," flüsterte eines zwungener Faulheit verharren zu lassen. Diese Leute denken: Gieb mir eine Beitung; es ist so langweilig, hier zu sitzen, der Mädchen Ruth zu. Was kann aus einem Kinde" Wir haben Soldaten und Polizisten, uns zu schützen, doch und mein Bier ist auch zu Ende." Ruth reichte ihr einen werden, das im Wirthshaus die Taufe empfängt? Wenn sie wissen nicht, daß bereits in finsterer Nacht Polizisten zu„ Kriegsruf", und als sie sich der alten Frau näherte, hörte ich Geld hätte, würde ich all' diese Höhlenkinder kaufen." einem bekannten Sozialisten gekommen sind und ihn gebeten sie Jemand sagen: Autorisirte Uebersezung aus dem Englischen von Regina Bernstein. " " Hat sie nicht reizendes Haar?" Ruth schaute von einer Person zur anderen, es tam haben, sich an ihrer Demonstration zu betheiligen.*) Sie ihr vor, als sei dies eine noch elendere Gesellschaft von vergessen, daß die Soldaten zu fragen beginnen:„ Was soll Ein halb Dutzend Männer waren den Verschlag heraufMännern und Frauen, als sie selbst in den Distrikten des aus uns werden, wenn unser kurzer Dienst zu Ende ist und geklettert, um zu sehen, was los sei, und der Wirth machte East- End zu sehen gewohnt war. Es waren Arme der wir die Armee verlassen? Geht zu den Dockthoren; sie auf Ruth's Haar aufmerksam. schlimmsten Art, Menschen, die alle Hoffnung auf regelmäßige beobachtet die dort allmorgendlich sich abspielenden Szenen. Wenn Sie eine der Unseren werden, werden Sie sich Beschäftigung aufgegeben hatten. Seht diese Tausende von Männern um Arbeit kämpfen, die das Haar färben müssen," sagten die Mädchen zu Ruth Solch' Leute treiben sich auf dem Covent- Garden Markt sich wie wilde Thiere um die Billets der Arbeitausgeber„ Es lenkt die Aufmerksamkeit zu sehr auf sich." herum, und wer ihre Gesichter beobachtet, sieht, wie sie schlagen. Sie besuchten zwölf Wirthshäuser, und überall fanden täglich mehr verkommen. Allmälig sinken sie zur Hefe Erinnert Euch, daß im Vereinigten Rönigreich eine fie Männer und Frauen Karten spielend, schwatzend und Londons herab, und werden Bettler, Buchthausvögel und Million Menschen außer Arbeit sind, dann trinkend. Kirchenglocken läuteten durch die offenen Fenster Bagabunden. Es ist ein entsetzliches Ding, sie herabkommen denket daran, welches Guer Schicksal sein wird, wenn sich und ihre Töne vermischten sich mit denen obscöner Lieder, sind, und " zu sehen. Erst werden sie leichtsinnig, dann hoffnungslos, die Polizei auf Seiten der Beschäftigungslosen schlägt, die aus dem Munde junger Mädchen und Kinder ertönten. zuletzt ergeben sie sich dem Trunt. Der Hunger hindert sie Die Luft war dick von Tabaksqualm und von Branntwein zur Beit, Unheil anzuftiften, aber sie treten der siedenden*) 1887 geschrieben. Der Polizeistreik 1890 hat gezeigt, das duft durchdrungen. Masse von Unzufriedenheit bei, die schon jetzt die ganze Ge- John Law hier nicht übertrieben hat. Nach Hause gehen? Wohin soll ich gehen?" fragte Seit einiger Zeit allerdings befindet sich im Macht- bereicke des Herrn Baare kein zollfreies Eisenlager mehr. Die Gründe. welche zur Abschaffung dieser Einrichtung führten, sind uns nicht bekannt geworden.—- Die Welt pflegt nun im Allgemeinen sehr milde über Zoll- Hinterziehungen u. dcrgl. zu urtheilen. Herr Baare kann «ber für sich mildernde Umstände in dieser Angelegenheit durch- aus nicht geltend machen. Er hat seinen ganzen, gewiß nicht geringen Einfluß eingesetzt, um den Eisenzoll schaffen zu helfen. Er hat daher in erster Linie die Verpflichtung, denselben auch dann zu tragen, wenn er ihn als eine schwere Last empfindet. Im Ucbrigen erklärt die Aufdeckung der oben geschilderte» Machenschaften, wie es möglich ist, daß das Ausland deutsches Eisenbahnmaterial viel billiger bezieht als das Inland.— Ab- gesehen von der weiteren Einbuße an Ansehen, welche sich für Herrn Baare und seine Gcschäftsmoral aus dieser neuen Ent- hüllung ergiebt, wird dieselbe für das von ihm geleitete Unter- nehmen auch in anderer Beziehung sehr verhängnißvoll werden. Es entzieht sich naturgemäß jeder Schätzung, um wie große Summen die Staatskasse durch die im Machtbereich des Herrn Baare vorgekommenen Eiscnzollhinterziehungen geschädigt worden ist. Ein Theil derselben ist ja auch schon verjährt; der noch nicht verjährte Rest aber, welcher der Staatskasse erstattet werden nluß, dürfte mit deni zehnfachen Betrage als Strafe dem von Herrn Baare geleiteten Unternehmen einen weiteren schweren Stoß versetzen. Die bösen Früchte der Baare'schen Geschäftsmoral beginnen zu reifen und es ist, soll das durch die Gunst der Umstände, nicht durch Herrn Baare, zu hoher Blüthe gelangte Werk nicht zu Grunde gehen, die höchste Zeit, demselben eine andere Leitung zu geben. Dieser Artikel brachte auf der Berliner Börse eine große Aufregung hervor. Und ein Geschäftsfreund des Herrn Baare telcgrciphirte an diesen um Auskunft, worauf folgendes Antworttelegranim einlief: Die hiesige„Westfälische Volkszeitung" fügte in ihrer Nummer 167 den gegen mich bisher verbreiteten Ver- leumdungen die weitere hinzu, daß ich bei Roheisen- Verzollungen Defraudation begangen hätte. Ich beschränke mich demgegenüber auf die Erklärung, daß auch diese Ver- leumdung im Strafverfahren Widerlegung und Ahndung finden wird. „Auch diese!" Das„Auch" ist köstlich. Wenn „auch diese" Anklage sich ebenso begründet erweist, wie die übrigen von Fusangel erhobenen Anklagen, dann wird Herr Baare außer wegen der Steuerhinterziehung, Stempelfälschung und Schienenflickerei„auch" wegen»Zoll- defraudation ins Gefängniß oder Zuchthaus zu spazieren haben. Die Presse des Herrn Baare jammert inzwischen wieder mit verdoppeltem Eifer über das„unpatriotische" Beginnen, in der Person eines solchen Biedermanns wie des Herrn Baare die ganze deutsche Großindustrie zu dis- kreditiren. Ja, das hätte Herr Baare bedenken sollen— e r und seine Kumpane haben die Diskreditirung besorgt. Der Kredit, das heißt der g u t e R u f der deutschen Industrie kann nur dadurch wieder hergestellt werden, daß sie sich die Baare und Kumpane von den Rockschößen schüttelt. Freilich, was dann übrig bliebe— das wissen wir nicht. Wie dem sei— kann überhaupt etwas helfen, dann nur die rückhaltloseste Wahrheit und rücksichtsloseste Ahndung. Solche Krebsschäden müssen ausgebrannt werden. Durch Vertuschen wird der Krankheitsstoff nur verbreitet. Reu- l e a u x' hartes und unbarmherzigesWort:billigundschlecht! war die größte Wohlthat für die deutsche Industrie, die zur Selbsterkenntniß gebracht und zu den lobenswerthesten Anstrengungen getrieben ward. Die Bismarck'sche Wirth- schaftspolitik bereitete allerdings diesem Aufschwung ein Ende, indem sie die nackteste Ausbeutung und die zynischste Korruption auf den Thron erhob. Ob ein neuer Auf- schwung noch möglich ist? Jedenfalls bedarf es kräftigster Mittel und unerbittlicher Kritik, soll dieser Augiasstall aus- gefegt werden.— Die Geheimnisse des ZukunftSstaats sind der „Vossischen Zeitung" doch nicht erschlossen worden, wie wir neulich vorschnell vermutheten. Sie schreibt im Leitartikel ihrer gestrigen Nummer über„Die Gesellschaftsordnung": „Die bestehende Wirthschastsordnung von heute ist eine völlig andere als diejenige, welche im Mittel- alter bestanden hat; und die Wirthschastsordnung des Mittel- alters war wiederum eine andere, als diejenige, welche in der Blüthezeit des Alterthums bestanden hat. Der Geschichts- Philosoph kann daraus den Schluß ziehen, daß aller Wahr- fcheinlichkeit nach ein Zeitalter kommen wird, in welchem eine Wirthschasts-Ordnung be- ein Weib, dessen Kleid aus Fetzen bestand und dessen Füße in alte Taschentücher gewickelt waren.„Ich habe kein Heim, wohin ich gehen sollte. Das hier ist mein Heim, und eine Thürstuse rst meine Schlafstelle. Kümmert Euch um Eure eigenen Angelegenheiten." „Drück' Dich anständig auS, wenn Du mit den Mäd- chen sprichst," rief ihr ein Mann zu,„sie sind die Einzigen, die noch zu uns kommen. Sie waren gut zu meiner Frau." „Ihr ähnelt meiner Tochter," sagte eine Frau zu Ruth. Sie ist todt, und das hier ist ihr kleines Kind." „O Mutter," bat Eines der Höhlenmädchen.„Kommt hier heraus. Kommt mit uns. Hört die Kirchenglocken. Erinnern sie Euch nicht an die Tochter, die Ihr verloren? Ihr wollt sie doch einst wiedersehen: kommt weg von diesem schrecklichen Ort." Die Frau schüttelte den Kopf. „Meine Liebe," sagte sie,„ich theile ein Zimmer mit einer anderen Frau. Sie ist jetzt drin, und bis Abends habe ich kein Recht draus. Hier ist es besser als auf der Straße. Die Gastwirthe und Schankniädchen waren die einzig anständig gekleideten Menschen in diesen Spelunken. Wärme und Licht lockten Gäste hinein, und der Anblick von in Sammet und Seide gekleideten Frauen oder von Männern mit Diamantringen an den Fingern belebte die Szene. Bunte Gläser standen auf den Büssetsimsen; rothe, blaue und gelbe Flaschen verdoppelten sich in den Spiegeln. Glattrasirte Männer in feinem Tuch gekleidet nahmen an den Schenktischen die Pennies in Empfang, und wohl- genährte Frauen verabreichten über den Zahltisch hinweg Schnaps und Bier. „Sie können hier bleiben, so lange Sie wollen", riefen sie den Höhlenmädchen zu.„Wir haben nichts dagegen. Wenn Sie uns aber die Leute hinweglocken, so müssen Sie 'raus. Das merken Sie sich, und halten Sie die Thür ge- schlössen." Es war neun Uhr geworden, als sie die Wirthshäuser verließen und den Heimgang antraten. Doch sie waren noch nicht weit gegangen, als sie von einem Mädchen, das ihnen»achgelausen, angehalten wurden. steht, die sich von der unsrrgen ebenso sehr unterscheidet, wie die uns r ige von derjenige» des Mä tt e l a l t e r s und des A l t e r t h u in s.„Weiter können wir nicht gehen, ohne in das Gebiet der Träume zu gerathen. Der Wissensch oft fehlt jedes Mittel, festzustellen,>vie es in unserer irdischen Zukunft aussehen wird, gleichwie ihr jedes Mittel fehlt, fest zw st eilen, wie es in unserer überirdischen Zukunft aus- sehen wird. Die Zukunft ist das verschleierte Bild vonSais. Die Versuche eines Bella my und Anderer, uns die Zukunft auszumalen, sind die Spielereien sehr kleiner Kinder. Wir wissen nur, daß das Menschengeschlecht, soweit wir seine Vergangenheit zurückverfolgen können, m steter Entwickelung ge- wesen ist, und wir sind berechtigt, daraus den Schluß zu ziehen, daß es in steter Entwicklung bleiben wird." Also„die Versuche-- die Zukunft auszumalen, sind die Spielereien sehr kleiner Kinder." Sehr kleiner Kinder! Wie das den Gelehrten der„Freisinnigen Zeitung" und der„Germania" gefallen wird! Uebrigens hat die„Vossische Zeitung" mit ihrem Nr- theile blos insoweit Recht, als es sich auf angeblich p r a k- tische und wissenschaftliche Versuche bezieht— das Buch Bellamy's ist durchaus nicht das Werk eines sehr kleinen Kindes". Er hat nicht gesagt: so wird es sein, sondern so kann es- sein; und wenn der„Zukunftsstaat" sich über Nacht herbeihexen ließe, könnte er so oder ähn- lich aussehen. Die Welt ändert sich aber fortwährend— die Verhältnisse und die Menschen, welche doch die Elemente des„Zukunftsstaats" bilden müssen, sind in be- ständigem Entwicklungsprozeß und Fortschreiten be- griffen, und wenn Herr Bellamy sein Buch, statt im Jahre 1887— im Jahr 1891 geschrieben hätte, würde es in vielen Punkten sicherlich anders sein, als es ist. Der Artikel der„Vossischen Zeitung" enthält übrigens so merkwürdige Zugeständnisse, daß wir uns gelegentlich noch einmal mit ihm beschästigen werden.— Zur Voykotlfrage. Ans dem sächsischen Gast- w i r t h s t a g wurde bekanntlich einstimmig der Beschluß g e- f a ß t, an die Regierung das Ersuchen zu richten,„daß, wenn Vereinen zur Abhaltung von Versammlungen die behördliche Genehmigung ertheilt wird, man den Gastwirth, in dessen Lokal die Versammlung stattfindet, nicht für den Charakter derselben verantwortlich machen und geschäftlich schwer schädigen, oft sogar den ganzen Fortbestand des Geschäfts in Frage stellen möge." Die„Vossische Zeitung" bemerkt hierzu: „Form und Ausdrucksweise dieses Bittgesuchs bieten der Kritik zwar Blößen, sein Grundgedanke aber und der von den Wirthen verfolgte politische Zweck sind unanfechtbar. Es ist Thatsache, daß wie in Sachsen, so auch anderwärts das Gast- wirthsgewerbe von der Regierung dazu benutzt wird, miß- liebigen Parteien das Leben zu erschweren und ihnen Hinder- nisse zu bereiten, zu denen das Gesetz keine Befugniß giebt. Wenn die Polizei keinen Paragraphen findet, um eine oppo- sitionelle Parteiversammlung zu verbieten, so stellt sie sich hinter die Gastwirthe, um diese zur Verweigerung des erforderlichen Versammlungslokals zu bewegen. Nur selten besitzt ein Wirth den Muth, gegen solchen polizeilichen Druck anzukämpfen und sich die Freiheit der Entschließung zu bewahren. Die meisten unterliegen der Einschüchterung, und wo wirklich einmal eine Ausnahme stattfindet, da folgt ihr in der Regel der amtliche „Boykott" aus dem Fuße. So hat man von verschiedenen größeren Garnisonstädten gehört, in denen ganze Listen offent- licher Lokale aufgestellt worden sind, die zu besuchen den Sol- baten verboten ist. Daß dadurch Wirthe wie Publikum in gleicher Weise geschädigt werden, liegt auf der Hand. Ob es den betreffenden Regimentskommandos mehr darum zu thun war, den Soldaten vor gefährlichen Einwirkungen zu schützen, oder die Wirthe, welche auch Angehörige von Oppofitionsparteien in ihren Räumen dulden, zu bestrajen, ist gleichgiltig. Der eine Grund ist so wenig stichhaltig wie der andere. Denn der Sozialdemokratie wird auf solche Weise die Gelegenheit, ans die Soldaten ein- zuwirken, nicht genommen, sondern im Gegentheil nur vergrößert, und den Wirthen gegenüber ist es geradezu ein Ge- waltakt, wenn man sie straffällig für die Duldung einer Aer- sammlung macht, welche die Behörde selber genehmigt hat. Wie weit die Wirkungen eines solchen Gewaltaktes reichen, haben in Berlin namentlich die Brauereien gespürt. Die hiesigen(Berliner) Sozialdemokraten thaten in Fällen, wo der Pächter eines Brauereiausschanks die Hergabe seines Saales unter polizeilichem Drucke versagte, die betreffende Brauerei mit allen übrigen Ausschanklokalen in Verruf und wußten in den meisten Fällen schließlich dadurch die Ueberlassung des „In unserem Hause sind Leute, die Euch sprechen möchten. Sie batten den ganzen Tag nichts zu essen, und ihre Kinder sind so hungrig. Die Frau ist in letzter Nacht krank geworden, und ich glaube, sie wird nicht mehr lange leben. Sie liegt im Finster», ohne das geringste Feuer im Ofen und ohne Decke." Die Höhlenmädchen forderten das Mädchen auf, ihnen den Weg zu zeigen, und folgten ihm in eine enge Gasse, die aus zwei Reihen schwarzausschauender Häuser besteht. — Selten stattet ihr der Briefbote einen Besuch ab. Kommt er doch einmal, so feiern Knaben und Mädchen seine Ankunft, und die Person, der er einen Brief bringt, wird heruntergeholt. Selten sieht man dort Polizisten. Sie ziehen es vor, fern zu bleiben, wenn ein Streit ausgefochten wird, denn die Menschen dort sind roh, und mehr als einmal haben betrunkene Weiber kochen- des Wasser auf die Polizisten gegossen. Das Mädchen trat in ein Haus ein und lief eineßdunkle Treppe hinauf. Acht Familien wohnten in diesem Haus.*) Sie zahlten für das Zimmer je drei, vier und fünf Shillinge wöchentlich; unmöblirte Räume mit zerbrochenen Fenstern und rauchenden Kaminen. Der Hauswirth schlägt ein recht hübsches Vermögen heraus; er kann ruhig schlafen, auch wenn er weiß, daß die Taschen seiner Miether teer sind. Er schickt einen Agenten, die Miethen einzusammeln und salvirt sein Gewissen mit einem Beitrag zu einer mil- den Stiftung, wenn er hört, daß So und So exmittirt wor- den. Seine Gattin bittet ihn, nicht von diesen bedaucrns- würdigen Menschen zu sprechen, deren hartes Loos ihr Ge- müth zu sehr erschüttert, und beschwört ihn, doch ja nicht dorthin zu gehen, aus Furcht, er könne die Pocken nach Haus bringen. Der Geistliche liest in der Kirche Gebete für die ab- wesenden Kirchspielbewohner, und die Polizisten sagen: „Ein solches Quartier ist nur für ein Höhlenmädchen ge- heuer." Das Mädchen öffnete eine Thür im höchsten Stockwerk *) Die Häuser sind in der Regel sehr schmal, jedes Stockwerk enthält blos ein Zimmer und eine Kammer. Versanimkungslokals zu erzwingen. Die Gastwirthe sind schon aus geschäftlichen Gründen zum weitaus größte» Theile regle- rungssrenndlich, und die sächsischen genießen diesen Ruf in ganz besonderem Grade. Um so mehr Beachtung verdient dl« erwähnte Petition des sächsischen Gastwirthstages, die unter solchen Umständen nur der Ausdruck schwer geschädigter Jntcr« essen sein kann. Ter sächsische Regierungsvertreter legte zivar Verwahrung gegen den Vorwurf amtlicher Venachtheiligung solcher Wirthe ein, die regierungsfeindlichen Bersammlungen ihre Räume öffnen, die Wirthe aber nahmen trotz aller Regie- rungssreundlichkeit den Antrag auf Abfindung der Eingabe dennoch an, und auch außerhalb Sachsens wird man auf Grund der gemachten Erfahrungen nicht im Zweifel über die volle thatsächliche Begründung ihres Beschlusses sein."— Nicht zutreffend ist es, daß die sächsischen Wirthe regierungsfreundlicher seien, als die anderer' deutscher Staaten. Mit sehr geringen Ausnahmen sind die Gastwirthe— der Natur ihres Gewerbes entsprechend— po- litisch neutral und indifferent. Aber sie sind abhängig von den Behörden. Und so lange diese Abhängigkeit dauert, und die Behörden selbst Partei sind und den Interessen bestimmter Parteien dienen, andere Parteien als„staats- feindlich" bekämpfen, wird auch der Unfug fortbestehen, gegen welchen die Eingabe der sächsischen Gastwirthe sich richtet. Durch planvolles disziplinirtes Vorgehen der Arbeiter läßt es sich zum Glück ermöglichen, daß die Behörden eine andere Haltung einnehmen und von Bc- einflussung der Wirthe abstehen. Die private Beeinflussung der Wirthe ist völlig belanglos, wenn die Behörden nicht dahinter stehen. Item— der Boykott ist eine vortreffliche Waffe.— Die„Krcnzzeitnng" meldete neulich, bei den vor- jährigen Landwehr-Uebungen hätten sächsische Regimenter, die sich aus vorwiegend sozialdemokratischen Gegenden reknitirten, auf ihre Offiziere geschossen. Die Lüge war so plump und der Zweck so handgreiflich, daß wir es gar nicht der Blühe werth hielten, ihrer zu erwähnen; und das sächsische Kriegsministerinm hätte es kaum nöthig gehabt, sie formell als Lüge zu brandmarken. Sozialdemo- kraten und Revolutionäre sind keine Meuchelmörder.— Mit der ihn auszeichnenden Wahrheitsliebe läßt der Ex-Kanzler jetzt verbreiten, sein Sturz sei daraus zurückzuführen, daß er dem Kaiser nicht russen freundlich genug gewesen sei. Und das sagt der Mann, von dem der russische Kanzler auf dem Berliner Kongreß vor 13 Jahren sagte:„Sie sind russischer als ich!"— Immer, wenn ER Roth sieht, oder an„Rothes" und„Rothe" denkt, bekommt ER den Koller gleich den bc- kannten anderen Lebewesen, und— schreibt Zeug, wie das folgende: „Damit dem Besuch(der französischen Flotte in Krön- stadt) das Satyrspiel nicht fehle, hat der s o z i a l d e m o- k r a t i s ch e Pariser Gcmeinderath eine Tagesordnung au- genommen, in welcher er dem Petersburger Gcuieinderath anläßlich(sie!) des dem französischen Geschwaders bereiteten Empfangs die herzlichsten Sympathien ausspricht." Der Pariser Gemeinderath ist nicht„sozialdemokratisch" und ER ist natürlich Eugen Richjter.— D i e Ergebnisse des letzten französischen Zensus liegen jetzt vor. Am 31. Mai 1386 betrug die Bevötkerung Frankreichs 37 886 566 Einwohner oder 565 380 mehr als bei der Zählung von 1881. Am 12. April dieses Jahres war die Bevölkerung um 208 584 Einwohner gegen 1886 gestiegen und betrug 38 095 150. Die Z u n a h ni.e betrifft fast ausschließlich die Städte. Paris vermehrte sich um 107 000 Einwohner, Lyon um 29 000, Marseille um 31 000, Bordeaux um 13 000, Cannes um 7000, Nizza um 20 000, Nancy um 7000 u. s. w. Von den Pariser Vororten nahmen z. B. St. Quen um 6000 Einwohner, Asnieres und Clichy um je 4000 zu. Der Bevölkerungs- zuwachs betrifft 28 Departements, während die Einwohner- zahl von 58 abnahm. Diese Ergebnisse umfassen die am 12. April d. I. thatsächlich ortsanwesende Bevölkerung, so daß auch die Fremden und die in Frankreich anwesenden Soldaten mitgezählt sind. Dagegen sind die in Algerien und den anderen Kolonien befindlichen Soldaten und Ma- trosen nicht mitgerechnet. Die Geringfügigkeit der Bevölkerungs- zunähme ist auch jetzt das charakteristische Moment. des Hauses und trat in ein Zimmer, in dem völlige Nacht herrschte. „Wer ist da?" fragte eine schwache Stimme.„Wer ist gekommen?" „Es sind die Schwestern," antwortete das Mädchen. „Ihr batet mich, sie zu Euch zu führen, wenn sie heut Abend vorbei kämen." „Ich wünschte, ich konnte ihre Gesichter sehen," fuhr die Stcmme fort.„Auf dem Heerd steht eine Schachtel Wachszündhölzer. Zünde eins an, Polly, und nimm Dich in Acht, daß Du nicht über das Kind stolperst. Es schläft jetzt, denke ich, es hat wenigstens aufgehört zu schreien." Alsbald sahen die Höhlenmädchen bei einem flackernden Licht die Frau, die sie zu besuchen gekommen waren. Sie lag auf dem nackten Fußboden und war mit einigen alten Säcken zugedeckt. Das Zimmer enthielt nicht ein Stückchen Möbel. Bier Wände uno der Fußboden— und sonst nichts als die menschlichen Wesen, die„so hungrig" waren. Das Antlitz der Frau zeigte den Ausdruck, den alle, die das Nahen des Todes beobachtet haben, zu deuten wissen. Sie lag nicht im Sterben, aber Zoll für Zoll rückten die Wasser die Auflösung näher heran und schon hatten sie den Rand des Flusses beleckt. Ihre dünnen weißen Hände lagen auf einem Sack, den sie bald fest anklammern sollten. Ihre bleichen eingesunkenen Wangen zeigten unter den Augen rothe Flecken, und ihre vertrockneten Lippen waren braun vor Durst. Dicker Schweiß lag aus ihrer Stirn. „Schwester," sagte sie mit hohler Stimme,„ich möchte, daß Ihr mein Kind nehmt.„Ich kann es nicht ohne Mutter hier lassen.' Hier hob sie einen Zipfel des Sackes auf, nm die Höhlenmädchen, ein Kind sehen zu lassen, das die Faust in den Mund gesteckt hatte und seine Füßchen unter den zer" setzten Unterröckchen zusammen gekauert hielt. Zwei andere Kinder saßen dicht dabei mit weitoffenen Augen und hungri" gen Gesichtern. Und am Fenster stand ein Mann'N Lumpen mit einem verzweifelten Blick im Gesicht und d»e Hände in den Taschen haltend. Ueber die Ursachen haben wir uns schon des öfteren ausgesprochen; sie sind rein sozialer Natur: Frankreich geht an dem Privateigenthum zu Grunde. Die Zu nahme der städtischen Bevölkerung auf Kosten der ländlichen ist allen modernen Industrieländern gemeinsam. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Inoffen Lorenz- Samburg einstimmig an und wählte den Reichs tags- Abgeordneten Mollenbuhr als Vertreter für Lauenburg und Umgegend zum internationalen Kongreß. Der Bürgermeister, welcher die Versammlung überwachte, verbot bei Androhung der Potsdam, 26. Juli. In einer am 23. Juli abgehaltenen schloß einen Protest gegen dieses verwunderliche Vorgehen des Auflösung die Anwesenheit von Damen, die Versammlung bea Voltsversammlung bildete Die Lage der ausgesperrten Arbeiter Gemeinde- Oberhaupts und am andern Tage hat denn, wie das Auf den französischen Minister Constan3, und Arbeiterinnen der Fabrik J. P. Denker" den ersten Punkt Echo" berichtet, derselbe Bürgermeister erklärt, daß er im Frroder eigentlich auf dessen Frau, soll ein ehemaliger Marine- der Tagesordnung. Nachdem von einigen Seiten die Lage der thum gewesen sei und so etwas nicht wieder passiren würde, arzt vermittelst einer Sardellenbüchse, die statt der Sardellen Arbeiter der genannten Fabrik seit Jahresfrist klargelegt war, benn ben Damen sei der Zutritt in öffentliche Versammlungen irgend ein geheimnißvolles Pulver enthielt und der das Aussehen wurde ein Bescheid des Herrn Denker bekannt gegeben, wonach nicht zu verbieten! eines Gebetbuchs gegeben war, ein Attentat versucht haben. wenn sich dieselben bedingungslos den Wünschen des Herrn bleibt dem Wolfe gar fein Mittel, um sich vor solchen Irrthümern Die Arbeiter am 27. d. M. die Arbeit wieder aufnehmen könnten, So gemüthliche Zustände herrschen in Deutschland, und es Dffenbar ist der Absender des sonderbaren Mordinftruments geisteskrank, und es ist wirklich nicht zu verfügen würden. stehen, wie der Telegraph eine solche Lappalie zum Gegen stand Dugender von Telegrammen machen konnte. so lange zu warten, bis der Herr Denker selbst kommen Dagegen wurde der Beschluß gefaßt:„ Wenn irgend möglich der Beamten rechtzeitig zu schützen. würde." Ebenso wurde nachstehende Resolution einstimmig an genommen: Die nächste Weltausstellung wird von allen zivilisirten Völkern der Erde beschickt, und von allen erklärt: die hiesigen bei J. P. Denker ausgesperrten Arbeiter " Die heute, am 23. Juli 1891, tagende Voltsversammlung zivilifirten Staaten der Erde anerkannt werden. Die und Arbeiterinnen moralisch und finanziell zu unterstützen, sowie jämmerlichen Intriguen, welche zu dem neulich von uns er ferner den Bedarf an Zigarren nur aus den Geschäften zu be wähnten Gerücht führten, das Zustandekommen der Ausziehen, welche ihren Arbeitern den Minimallohn von 5,25 m. stellung sei in Frage gestellt, tönnen das Gelingen des Nach Erledigung des Verschiedenen wurde die gut besuchte großen internationalen Unternehmens ebenso wenig gefährden Bersammlung geschlossen. oder verhindern, wie das Heupferd der Fabel die Fortbewe gung des Wagens. = bezahlen." Sonneberg. Einem bestimmt auftretenden Gerücht zufolge soll es Genossen Schwendemann, welcher neun Monate GeAus Amerika wird über New York telegraphirt: fängniß zu verbüßen hatte und gegen den noch verschiedene An" Das zu Balmaceda's Flotte gehörige Kriegsschiff flagen wegen Beleidigung schweben, gelungen sein, aus der hie Almirante Condell" attatirte das amerikanische figen Frohnveste, wo er inhaftirt war, zu entkommen. Boot„ Pensacola", welches auf der Fahrt nach Arica be- Schwendemann ist herz- und lungenleidend und hätte eine lange griffen war. Der„ Almirante Condell" feuerte auf die Gefängnißhaft schwerlich überstanden. Pensacola" fünf Torpedos ab, wobei von deren Bemannung 5 Mann( Amerikaner) getödtet wurden." Sollte diese Nachricht sich bestätigen, so würde Balmaceda das Handwerk sehr bald gelegt werden. Sam" spaßt mit solchen Patronen nicht. " Herrn Uncle Der neue Programm- Entwurf hat auch in der gesammten sozialistischen Presse des Auslandes die günstigste Beurtheilung gefunden. Sehr unzufrieden mit ihm sind dagegen die Bourgeoisorgane aller Echattirungen, namentlich die der demokratelnden französischen Bourgeoisie, welche sich in der Rolle gefiel, die braven patriotischen, praktischen und gemäßigten deutschen Sozialdemokraten unseren französischen Genossen als Muster hinzustellen. Die Mitglieder des deutschen Arbeiter Halle a. S. Das„ Voltsblatt" erscheint jest in wesentvereins und sozialistischen Leseklubs in Paris lich vergrößertem Format. bitten uns, zu erwähnen, daß ihre Stimmen sich unter denen des Auslandes" befanden, welche die Parteileitung " um über folgende Punkte zu verhandeln: fand im Gartensaal des„ Viktoriasaales" eine Voltsversammlung Mocker, Thorn und Umgegend, Ende Juni. Am 14. Juni Reichstanzler bestimmte Petition beschlossen wurden, in der die statt, in welcher nach einem Referat des Arbeiters Julius Schmidt die Protestresolution des Parteivorstandes und eine für den Aufhebung der Kornzölle gefordert wird. Diese Petition wurde schon in der Versammlung von 350 Personen unterzeichnet und in den folgenden Tagen erhöhte sich diese Zahl auf 720. Sogar der Referent der freisinnigen Thorner Ostdeutschen Zeitung" hatte sich anheischig gemacht, eine Liste zur Sammlung von Unterschriften entgegenzunehmen. Die Petition führt zunächst den Protest auf, wie er vom Parteivorstand verfaßt worden und sagt dann dem Reichskanzler das folgende: " äußerten Se. Exzellenz der Herr Reichskanzler von Caprivi sich " In der Sitzung im Abgeordnetenhause am 1. Juni 1891 dahin, es wäre in unserem Reiche keine Nothlage und auch keine Aussicht hierzu vorhanden. Diese Aeußerung bestreiten wir vollständig als nicht stichhaltig dahin, daß wir nicht einmal unmittelbar vor, sondern mitten in dieser Nothlage uns befinden. Forst, 26. Juli. Am 24. Juli fand hier eine Versammlung statt, in welcher Liebknecht über das Thema:" Programm und deutschen Volkes bezw. der am meisten bedrückten arbeitenden Wir gewärtigen daher, daß Ew. Exzellenz im Interesse des Taktik der Sozialdemokratie", unter nicht enden wollendem Bei- Klasse dahin zu wirken suchen, daß vorstehende Resolution der fall referirte. Die Versammlung war von ca. 2500 Personen, Arbeiter und Bürger von Modern, Thorn und Umgegend im darunter 3-400 Franen, besucht und erklärte sich mit den von Liebknecht vertretenen Anschauungen über Programm und Taktik Abgeordnetenhause und im Bundesrath zur Berathung gelangt. unserer Partei einstimmig einverstanden. Unter Absingung der damit, daß wenn Ew. Exzellenz in der Sitzung vom 1. Juni Wir motiviren unsere Ew. Exzellenz zugehende Buschrift Arbeitermarseillaise ging man auseinander. ferner die Aeußerung zu thun geruhten, es wäre die NothBreslan. Die Freitagnummer der„ Volkswacht" wurde lage keine derartige, daß eine Erlassung der Getreidezölle am Platze sei, wir dagegen anführen, daß Ew. Exzellenz unver fonfiszirt. Der zweite Redakteur, Genosse Erich Wendlandt, fam heirathet und nicht Familienvater von 5 bis 6 Kindern sind, in Haft. Un dessen Stelle ist Genosse Karl bisher in Berlin, getreten. Nach den fortwährenden Berichten fiber on welches bei uns aber in den meisten Familien der Fall ist. Was fistationen, Anklagen 2c. tann Schlesien wohl bald das Hohelied unsere Lage stellen müßten als Arbeiter 1. Klasse mit einem EinKon- würden Ew. Exzellenz nun sagen, wenn Ew. Exzellenz sich in vom„ neuen Kurs" singen. Mürbe machen wird der neue Kurs tommen von 1,80 m. bis 2,00 m. bei einer Arbeitsdauer von die Schlester aber keinesfalls. Morgens 5 bis Abends 7 Uhr, also rund 14 Stunden einschließGr. Exzellenz alles in Erwägung zu ziehen und dann zu begutlich der Frühstücks-, Mittags- und Vesperpause; dieses bitten wir achten, ob sich die Aeußerung Ew. Exzellenz bewahrheitet oder Leipzig. Eine Konferens sächsischer Gemeinde- ob Ew. Exzellenz falsch berichtet worden sind seitens einiger Geldmänner. zu der bekannten Aeußerung über die Vollmar'sche Rede vertreter berufen unsere Genoffen Georg Horn( Löbtau), Es kostet bei uns beispielsweise ein Brot im Gewicht von veranlaßten. Wir erfüllen den Wunsch der Pariser Ge- G. Schulze( Coffebaude), E. Höppner( Cotta), H. Zabel( Gorbit), 2/2 Pfund bis zu 30 Gramm darüber 0,50 M. und bei einer nossen mit dem Hinzufügen, daß es überhaupt a u 3. Reichelt( Löbtau), sämmtlich Orte in Dresdens umgegend, ein, Familie von 7 bis 8 Köpfen reichen zwei Brote täglich nicht zu; schließlich Genossen, und zwar fast ausschließlich 1. die Nothwendigkeit der Abänderung der sächsischen revi- ferner fosten bei uns die Kartoffein feit dem Frühjahr ununterdeutsche, im Auslande lebende Genossen waren, die, dirten Landgemeinde- Ordnung, insbesondere aber in Bezug en brochen der Zentner 3 bis 4 M., dieses aber sind die Produkte, weil nicht vollständig informirt über unsere Bewegung, Erhebung der Gemeinde- Abgaben nach einheitlicheren und gerech welche gerade unsere Hauptnahrung bilden. Nun kommen noch Steuern und Abgaben, Krankengeld, Aufklärungen gewünscht hatten. Für die Genossen in teren Grundsätzen( Abänderung der Bestimmungen der§§ 16 bis Invalidenbeiträge 2c. hinzu. Deutschland bedurfte es keiner solchen. 2. die Nothwendigkeit einer gerechteren, dem Verhältniß an schon jetzt unsererseits anderer Ansicht, da infolge des hier vom Was ferner die guten Ernte- Aussichten anbetrifft, so sind wir Die ausländische Bourgeoispreffe hat von den der Tragung der Gemeindelaften entsprechenderen Vertretung in 5. bis 6. d. M. gefallenen starken Reifes bei uns Frühsaat und Gönnern des jüngsten Flugblatts der angeblichen Opposition den Gemeindekörperschaften( Abänderungen der Bestimmungen Feldfrüchte für erfroren gelten. die überschwenglichsten Reklame- Depeschen erhalten. in§§ 29 bis 37 der rev. 2.-G.-O.); Ein Theil der Partei hat in einem ,, massenhaft verbreiteten" Manifest" die Fraktion nicht blos in Anklagestand versezt, sondern sich auch bereits formell von ihr losgefagt. Die„ Spaltung" ist also eine vollendete Thatsache in der Bourgeoispresse des Auslands- wie des Inlands. In unserer Notiz vom vorigen Sonnabend er Die Petition ist bereits im Monat Juni an ihre Adresse abMärten wir das Verfahren der Freisinnigen Beitung",| Als erster Schritt hierzu dürfte namentlich die Abänderung gegangen, und befindet sich jetzt vielleicht schon in der Papiermelche die falsche Beschuldigung gegen die Hutmacher der rev. Landgemeinde- Ordnung, die ihrem wesentlichen Inhalte Genossenschaft nicht widerrufen habe, für verleum- nach heute nicht mehr als zeitgemäß zu betrachten ist, zu be- Die Getreidezölle aber bestehen nach wie vor, und zwar derisch, Aus der Freisinnigen Zeitung" vom gestrigen zeichnen sein. wahrscheinlich so lange, bis der letzte Großgrundbesitzer sein Heu Tage ersehen wir, daß sie in ihrer Nummer vom 18. Juli herein hat". das Dementi t'hatsächlich gebracht hat. Uns war es entgangen, und wir bedauern der Freisinnigen Beitung" in dieser Sache Unrecht gethan zu haben. Im Uebrigen hat dieselbe uns in feinem Punkte widerlegt, sich in teinem zu reinigen vermocht. " Das Wachs- Streichholz ging aus, und das Zimmer war wiederum in Dunkel gehüllt. " Hole ein Licht," flüsterte das ältere Höhlenmädchen dem anderen zu, und bringe ein Brot mit. Diese Leute berhungern. Es wurde nur wenig gesprochen, während das Mädchen weg war, indeß das sterbende Weib versuchte zu erklären, warum sie Alle so hungrig seien. 28 der rev. 2.-G.-O.); 3. die Regelung des Armen, Schul- und Wegebau- Wesens. Ausspruchs Ew. Exzellenz in der Sitzung vom 1. Juni 1891 be Wir glauben hiermit wohl zur Genüge das Gegentheil des teit innerhalb ihres Wirkungskreises zu sichern. 4. die Nothwendigkeit, den Gemeinden größere Selbständig gründet und hiermit einen sachgemäßeren Rath ertheilt zu haben Bur Konferenz find alle diejenigen Gemeindevertreter ein- als die Herren, welche Ew. Exzellenz als Sachverständige zu Zur Konferenz find alle diejenigen Gemeindevertreter eingeladen, welche in der Art der Weſteuerung, Vertretung und in Rathe gezogen hatten und welche die wahre Sachlage der arbeitenden Bevölkerung unseres Reiches nicht kennen und nicht den Gesammtverhältnissen ihrer resp. Gemeinde eine den Zeit- fennen lernen wollen." und Kulturverhältnissen entsprechendere Verbesserung dieser Berhältnisse wünschen. nüßlicher positiver Thätigkeit auch wieder etwas auszusetzen Natürlich werden die Gegner an dieser vortrefflichen Probe haben, trotzdem sie sonst nicht laut genug darüber lamentiren können, daß die Sozialdemokratie nichts Positives schaffen wolle. Gegen die Kornzölle. In Lauenburg nahm am vorigen Sonntag eine Voltsver sammlung die Protestversammlung nach einem Referate des Gedie Trunkenheit und die Hoffnungslosigkeit. Als sie in den Saal trat, tam Kapitän Lobe zu ihr heran und fragte sie: Haben Sie noch den Wunsch, Höhlenretterin zu werden?" Sie schaute auf die Männer und Frauen die eben die Versammlung verließen, um heim zu gehen, auf Esther, die sie erwartet hatte, und sagte:" Ja." 7. Rapitel. Was ein Agnostiker sein bedeutet. Nach einem in den elendesten Distrikten des East- Ends " mühle. abtreiberei 2c.) ist es uns gelungen eine Versammlung und zwar Kahla. Trotz aller Bemühungen der Gegner( Saalunter freiem Himmel abzuhalten, in welcher Redakteur HülleErfurt in überzeugender Weise über die Haltung der Regierung zu den Kornzöllen sprach. Trog der schlechten Witterung( es regnete bis 4 Uhr war die Versammlung gut besucht. Die Protestresolution fand einstimmige Annahme. Gleichzeitig wurde eine Resolution gefaßt, welche den Vertreter des Herzogthums Altenburg im Reichstage, Herrn Oberst z. D. Joan Baumbach, auffordert, hier in öffentlicher Voltsversammlung über seine Reichstags- Thätigkeit Bericht zu erstatten. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde diese erste, hier unter freiem Himmel stattgefundene Versammlung geschlossen. Der Besuch derselben betrug 120-150 Mann. " Es sprachen außerdem Eschwege. Am 12. Juli fand im Garten des Gastwirths Herrn Bartholomäus hier eine von ca. 200 Personen besuchte Boltsversammlung statt. Der schwache Besuch der Versammlung erklärte fich daraus, daß am selben Tage verschiedene Vereine ihre Sommervergnügen veranstaltet hatten. Die Tagesordnung lautete: Die Kornzölle und die Reichsregierung." Jns Bureau Den Tag zuvor sei sie, nachdem sie auf dem Markt Das Referat Blumen ausgeboten hatten, unwohl geworden und hatte nach wurden die Genossen Schöpflin und Koch gewählt. Haus verbrachten Tag kehrte Kapitän Lobe den nächsten Abend führte Genosse Körner, welcher in einstündiger Rede sich seiner Monaten ohne Arbeit, und in dieser Zeit waren sie allmälig müde und gedrückt heim. Sein Sonntagswerk erschöpfte ihn Schöpflin und Koch und nachdem Genosse Körner das Schlußwort tiefer und tiefer herabgekommen. Ein Ding nach dem so sehr, daß es immer zwei bis drei Tage bedurfte, bis er gesprochen, wurde die vom Parteivorstand ausgegebene Resolution andern war zum Trödler gewandert, bis zuletzt nichts mehr feine Kräfte völlig wieder erlangt, und Montags war er einstimmig angenommen. geblieben - nicht einmal eine Dede. gewöhnlich einem Anfall tiefer Verstimmung unterworfen. Auerbach bei Thum. Die auf Sonntag den 12. Juli im Ihr solltet ins Arbeitshaus gehen", sagte das Höhlen- Er öffnete das Fenster und schaute in die Straße hinab. mädchen zu dem Mann.„ Es ist grausam, dies so lange Unmittelbar darauf hörte er eine Stimme hinter sich Guten Gasthof zur Linde einberufene Voltsversammlung war trotz des mitanzusehen. Ihr habt kein Recht, so zu handeln. Abend" sagen. Als er sich umwendete, sah er eine Dame schlechten Wetters überaus zahlreich besucht. Der Referent Ge" Das ist nur meine Schuld", sagte die sterbende Frau an der Thür seines Wohnzimmers stehen." Darf ich hinein- nosse Albert aus Chemnitz, welcher über die Kornzölle und die Reichsregierung Sprach, entledigte sich seiner Aufgabe in einem Leise. ch fonnte es nicht ertragen, mich von ihm und den kommen?" fragte sie. 11/4 stündigen Vortrag zur Zufriedenheit der Versammlung, was Kindern zu trennen. Seid nicht hart mit ihm. Er wäre Kapitän Lobe trat an sie heran und schüttelte ihr die der am Schlusse des Vortrages anhaltende Beifall bekundete. längst gegangen, wenn ich ihn gelassen hätte. Es ist nicht Hand mit einem Gesichtsausdruck, der deutlich genug fagte, Die bekannte protestresolution mit dem Zusak, dieselbe der ich mit ihm zusammen bleiben wollte." ſeine Schuld, nur meine. Ich fühlte mich so schwach, daß wie er sich freue ihren Besuch zu empfangen. sächsischen Staatsregierung zu überweisen, wurde einstimmig anNein, ich will mich nicht setzen," fuhr die Dame fort, genommen. Der überwachende Polizeibeamte wollte die anwesenSie fonnten nicht mehr viel für sie thun. Sie den Stuhl, den er ihr bot, ablehnend. Ich ziehe es vor, den Frauen aus der Versammlung entfernen, was nur durch etwas Milch, anzu- aus Ihrem Fenster zu schauen. Ich finde, daß Sie einen den energischen Widerspruch des Vorsitzenden verhindert wurde. um ihre Lippen feuchten, und versprachen, nach dem Säugling zu schöneren Blick über Whitechapel- divad haben, als irgend Die Miniſterialverfügung, nach welcher den Frauen die Betheisehen, wenn sie hinüber gegangen sein sollte, zur sonst Jemand.- Woran dachten Gie, als ich eintrat großen Armee." Sie fütterten die Kinder und gaben dem Es macht einen frank, all das Elend zu sehen," sagte Kapitän Lobe, fie anblickend. Ich sollte das eigentlich verschlucken zu können. Sie lag auf dem bloßen Boden, nicht sagen, doch Sie wissen, was ich meine, und manchmal ben Tod erwartend, und als die Mädchen gingen, hauchte gewährt es eine Erleichterung, unsere Empfindungen mitzusie mit erlöschender Stimme Gott segne Euch." holten theilen." " Rommt mit uns, und wir wollen Euch ein Kissen" Ich stimme geben," sagten die Höhlenmädchen zu dem Manne, und er schauerlich." folgte ihnen schweigend, mit einem finstern Ausdruck im Ruth fuhr in einem Omnibus, der sie vor der Thür der Heilsarmee absetzte, nach Whitechapel zurück. Sie dachte an all das, was sie gesehen, an die Armuth, die Sünde, Ihnen zu," erwiderte sie, es ist ( Fortsetzung folgt.) ligung an politischen Vereinen und Versammlungen gestattet ist, scheint also noch nicht bis ins Erzgebirge gedrungen zu sein. Es ist überhaupt auffallend, welche Gesezestenntniß bei den niederen Bolizei- und Verwaltungsorganen noch herrscht. Dier thäte Abhilfe sehr noth.( Sächsische Arbeiter- Beitung.) Neucham, 24. Juli. Am 18. Juli fand im Saale des Herrn Preuße eine öffentliche Versammlung statt. Das Referat hatte Genosse Gerisch- Berlin übernommen. Derselbe beleuchtete des Längeren das Unhaltbare der heutigen Wirthschaftsordnung, ging dann zu den Getreide- und Lebensmittelzöllen über und legte den Anwesenden klar, wem die Zölle eigentlich zu gute kommen. Die Resolution des Parteivorstandes wurde einstimmig an genommen. Anwesend waren zirka 250 bis 300 Personen, darunter viele Frauen. Theater. Dienstag, den 28. Juli. Lesing- Thenter. Lessing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Bellealliance Theater. Das elfte Gebot. Ostend Theater. Berlin Wasser. Berlin unter Theater. Bei meiner unvermuthet schnellen Abreise nach Breslau allen bekannten und befreundeten Genossen auf diesem Wege ein herzliches Lebewohl! Hoch die Sozialdemokratie! Carl Thiel. Unserem Freunde u. Genossen Rich. Halfter zu feinem Geburtstage ein donnerndes Hoch!( Haste verstanden? Na eben! Ohmfeller.) 743b Die rothe III 1. Berlin. J. A.: H. Jahns. Die Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß mein lieber Mann Jul. Kaufmann's Variété. Große Spe Mitschke am 25. Juli früh 2/2 Uhr zialitäten- Borstellung. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Juli, Nachm. Adolph Ernst Wettschwimmerinnen. Achtung, Dreher! " .999,84 Abrechnung d.Liquidations- Kommission des ehemaligen Vereins der Eisen- und Metalldreher". M. Das gesammte Vereinsvermögen betrug nach uns übergebenen Be lägen und einschließlich der einfassirten Außenstände Davon erhielten: Auf Beschluß der Generalversammlung der Parteivorstand zu Gunsten der ausgesperrten Bergleute Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter. 200, Für den Unterstützungs- und Agitationsfonds d. Metallarbeit. zusammen an Marken. . 500, 110,40 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, bei Mohrmann, Frankfurterstr. 117. Große Versammlung. Tages Ordnung. 1. Der Programm- Entwurf. Referent: Genosse Richard Fischer, vom Parteivorstand. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. 339/17 Achtung. Deffentliche Versammlung Etablissement Buggenhagen 5/4 Uhr von der Charitee nach dem unterſtüßung an einen Kollegen 30 selbständ. Barbiere, Friseure u. Perrückenmacher am Moritzplatz, Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Charitee- Kirchhof statt. Die trauernde Wittwe E. Mitschke nebst Kindern. Blumen und Kränzen. . Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Robert Meyer, bationen der Kommission... Spezial- Ausschant von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 PassagePanopticum und 46,99 40,70 Berlins und Umgegend am Dienstag, den 28. Juli, Abds. 9½ Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakobstraße Nr. 48 a. Tages- Ordnung: 1. Die Jnnungen und das Kleinhandwerk. Referent: Reichstags- Abg. 3,30 J. Auer. 2. Vorlesung und Berathung des Statuts, sowie Ronstituirung einer " Freien Vereinigung". Der Einberufer: Carl Helbig, Putbuserstr. 89. 5,60 7,30 Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer, Wienerstr. 1, in keiner geschäftlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung stehe. Manko des Kassirers Für nachträglich eingelaufene [ 751G Rechnungen Empfehle mein Geschäft in friscaen Liquidation ehemal. Vorstands. 533 L mitglieder Unkosten( Porto) und Liqui Für Inserat.. In Summa 944,29 Diese Summe v. obig. 999,84 M. abgezogen ergiebt einen Rest von der nebst dem Material bis auf Weiteres in den Händen der Rommission verbleibt. Den Parteigenossen empfehle mich zur Anfertigung eleganter HerrenGarderobe. 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Im Verfolg der Beschlüsse des Halle'schen Parteitages, die Organisation der Landagitation betreffend, erschien soeben unter dem Titel: Bur Landagitation " in unserem Verlage eine Broschüre, die in gedrängter Kürze aunächst bestimmt ist, die Parteigenossen über die Verhältnisse des ländlichen Proletariats aufzuklären und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Agitation zu schaffen. Die Darstellung zerfällt in folgende Abschnitte:" Die sozialen Gegensätze auf dem Lande."„ Die Klagen der Großgrund= besizer". Wie die Herren Rittergutsbesitzer leben". Wie der Landarbeiter leben muß". Die Rechtlosigkeit des Landarbeiters". andarbeit und Gesinde Ordnung". lückliche Alter des Landarbeiter3". betrachtungen". Daran schließen sich Vorschläge zur Landagitation, die allseitig die Zustimmung der Genossen finden dürften. " " " 1 " „ Das „ Schluß Der Einzelpreis der Broschüre ist 10 Pf. In Parthien liefern wir wie folgt: 25 Exempl. für 1,20., 50 Exempl. für 2 M., 100 Exempl. für 3 M. Im Interesse der Sache bitten wir die Parteigenossen um ausgedehnteste Verbreitung des Schristchens. zu bieten. 271/16 7 Die Vertrauenslente. 16 Günstigste Gelegenheit E zurückgesetzte Teppiches in allen Grössen, fabelhaft billig. 261M Möbelstoffe, Portièren, Läuferstoffe, Tischdecken, Gardienen, Stores, Chaiselongue-, Reise- und Steppdecken, ganz erheblich billiger wie überall. J. Adler Söhne, Teppich- Fabrik- Lager, Nr. 30. Spandauer- Strasse Nr. 30, gegenüber dem Rathhause. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Platinabfälle, vebr. Glühlampen, f ftets( auch wenn nicht annonzirt) zu den höchsten Preisen nur Robert Linke, 636b Reinickendorferstraße 23. far Se de 20 m Bi m 6 lin Te au n: D n g Königl fe be 31 de no de h Fabrik. Emil Heyn, Rechts- Bureau bestil Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Hofen, Knabenanzüge, Arbeitsfachen Wilh. Pahr, Elisabethkirchstr. 16. Kinderwagen. Größtes Lager Berlins Andreasstr.23, H.p. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Verlage erschien soeben: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869, in der Fassung des Reichsgesetzes vom 1. Juli 1888 und unter Berücksichtigung der durch die Gesetze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und die Novelle von 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. 1614 Bogen Taschenformat. Preis elegant kartonnirt 1 Mark. Welche Bedeutung die„ Gewerbe- Ordnung" für alle Zweige des Erwerbslebens besitzt, ist bekannt. Aus ihr ergiebt sich die Nothwendigkeit der Anschaffung für Jeden, der, sei er selbständiger Gewerbetreibender oder Arbeiter, in die Lage kommt, sich über die geseglichen Vorschristen desselben informiren zu müssen. Eine erhöhte Bedeutung hat dieselbe erlangt durch die Novelle von 1891, das sogenannte ,, Arbeiterschutz- Gesetz", dessen Kenntniß unentbehrlich ist. Wir brauchen dabei nur auf die Bestimmungen über die Sonntagsruhe" und den„ Kontrakt bruch" hinzuweisen, die in Zukunft von einschneidender Wirkung sein werden. Unsere Ausgabe der„ Gewerbe- Ordnung" ist dem Bedürfniß der Arbeiter angepaßt; sie zeichnet sich sowohl durch sorgfältige Bearbeitung, gemeinverständliche Erläuterungen und ein erschöpfendes Sachregister, als auch durch geschmackvolle Ausstattung und billigen Preis vor anderen Ausgaben derselben vortheilhaft aus. Vereinen und Wiederverkäufern gewähren wir beim Parthiebezug entsprechenden Rabatt. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag ron Mag Bars in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstr. 102. Gewissenhafter Rath, Hilfe in allen Ans gelegenh. Unbemittelten unentgeltlich. 657b Sonntags bis 4 Uhr. Pfandleihe G. Meyer, Staligerstr. Nr. 25. Pro Mt. u. Monat 2 Pf. Ver taufe Uhren, Kleidungsstücke billig.[ 694b Bigarrengeschäft 781b zu verkaufen Adalbertstraße 24. 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Herr Kommerzienrath angekündigte Boltsversammlung, welche unter freiem Himmel stattfand, erfreute sich eines überaus zahlreichen ungen", die Wohnung im reinlichen Zustande zu erhalten, sehn ältesten Arbeitern seines Etablissements zu Weihnachten Besuches. Wohl über 1000 Männer und Frauen hatten sich ein- nicht, da er es immer that; von einer Verwahrlosung der Gratifikationen zu machen. Der Herr Geh. Kommerzienrath thut gefunden, welche den Ausführungen der Herren Meist und Wohnungen, soweit sie durch unreinliche Miether bedingt ist, kann sich nicht sehr wehe damit. Als er sein Etablissement an die Echumacher mit großem Interesse folgten. Eine Resolution im Allgemeinen nicht die Rede sein; eher von einer solchen, an Attiengesellschaft vor vier Jahren verkaufte, erhielt er dafür gegen die Getreidezölle, in der auch der Gemeinderath der Stadt welcher der Unternehmer die Schuld trägt, weil nichts für Re- neun Millionen Mark. Er gab aber nur vier Millionen Aktien Belbert aufgefordert wird, für Abschaffung der Zölle auf die novirung der Bauten ausgegeben werden soll. Man müßte zum Verkauf und behielt sich die restlichen fünf Millionen Mark allernothwendigsten Lebensmittel sein Gewicht in die Waagschale meinen, daß ein Verein zur Verbesserung Kleiner Wohnungen" noch zurück, weil er wußte, daß die Wogen der Konjunktur und zu werfen, fand begeisterte und einstimmige Annahme. Nach alles daran sehen müßte, den Wünschen der Miether nach irgend des Börsenschwindels sehr hoch gingen. Er hatte wohl vorauseinem Vortrage Echumachers über den bevorstehenden inter- welchen erforderlichen Ausbesserungen wenigstens schnellstens ge- gesehen, was sich ereignen würde. Die Aktien wurden von der nationalen Kongres in Brüssel wurde Herr Karl Meist ein- recht zu werden. Nichts davon! Man wünscht wohl, von ihnen Agiotageflique nämlich sofort auf 300 pet. geschwindelt. Der stimmig als Delegirter des Kreises Lennep- Mettmann für den auf irgend welche Uebelſtände aufmerksam gemacht zu werden, Herr Kommerzienrath hat also an dem Coup soviel verdient, genannten Kongreß gewählt. aber mit der Abhilfe läßt man ebenso lange auf sich warten, wie er als Privatbesizer nie und nimmer aus der Fabrik hätte wie jeder andere Miethszinsnehmer. Das Es geht wohl noch herausschlagen können. Und der Verzicht auf die Dividende der Bolfenhain. Am 20. Juli fand hier im Saale des Herrn ein Bischen" ist auch hier im Schwange. Richtig ist, daß 50 Aktien zu Gunsten seiner ältesten Arbeiter, die das Renommee Heinze eine öffentliche Voltsversammlung statt, in welcher Ge- Miether, sofern sie solche wollen, Lack und Delfarbe un- der Kanonenfabrit doch haben mitbegründen helfen, wird nun nosse Zahn aus Breslau über: Die Kornzölle und die Reichs- entgeltlich bekommen, man versteigt sich auch zur Hergabe mehr als große Heldenthat von der Soz. Korr." gefeiert. regierung" referirte. Die Versammlung war trotz der ungünstig von Tapeten, aber die Arbeiten wälzt man sich auch hier Außerdem muß man wissen, daß die Dividende der Grusonten Witterung von ca. 200 Personen beiderlei Geschlechts be- vom Halse. Eine Erleichterung für die Miether ist dadurch Aktien an der Schwindsucht leidet und daß der Verzicht darauf sucht. Der Referent entledigte sich seiner Aufgabe zur vollsten geschaffen, daß dieselben, wenn der 1. des Monats inmitten der also auch nicht einmal eine nennenswerthe materielle Einbuße für Zufriedenheit der Mehrheit der Anwesenden, wobei er auch nicht Woche fällt, die Miethe erst am nächsten Montag zu bezahlen den Herren Geh. Kommerzienrath bedeutet. verfehlte, das Gebahren der deutschfreisinnigen Partei zu fenn brauchen. Doch diese Bestimmung ist ohne Belang, da diese Art zeichnen. Nach Beendigung des Vortrags rief ein anwesender der Bezahlung des Miethszinses beim Arbeiter und nur solche Maurer, ein Polier Namens Ulrich, aus, daß es unter den bilden in diesem Falle die Einwohner zur gewohnheitsmäßigen Sozialdemokraten auch Leute gäbe, welche sich von den Arbeiter geworden ist. Bei diesem Punkt sei noch erwähnt, daß der VerDas Gesetz, betreffend die Alters- und Invaliditätsgroschen mästeten; dabei wies er auf den Vorstandstisch hin und ein vor einigen Monaten an seine Miether ein Zirkular ergehen Versicherung der Arbeiter wurde bislang nach allgemeiner fügte hinzu, daß an demselben solche Leute säßen. Als ihn der ließ, auf dem sie unterschreiben sollten, ob sie damit einverstanden Auffassung dahin ausgelegt, daß durch dasselbe arbeitsunfähigen Borsigende aber aufforderte, Namen zu nennen, war es mit seien oder nicht, daß die Miethe hinfort 14 tägig entrichtet werden und daher verdienstlosen Arbeitern eine„ Rente" zum Lebensseiner Weisheit zu Ende. Der Vorsitzende bedeutete den Polier folle und die Ründigung alle 14 Tage stattfinden könne. Der unterhalte gesichert werden solle. Diese Rente wurde indessen nunmehr, daß er denselben gerichtlich belangen würde. Ob größte Theil der Miether antwortete verneinend und diese Sache als für viel zu gering erachtet, um einem Menschen zu gestatten, Ulrich im Auftrage feiner Partei oder aus eigener Initiative ge- schlief dann wieder ein, nachdem man nochmals versucht, die davon zu leben, und wurde deshalb das ganze Gesetz mit seinen handelt hat, lassen wir dahingestellt. Bum Schluß gelangte die Bewohner für eine sechswöchentliche Kündigung zu bestimmen. geringen Vortheilen und großen Nachtheilen für die Arbeiter von vom Parteivorstande vorgeschlagene Protestresolution einstimmig Dies Vorgehen wurde damit motivirt, daß man den„ armen diesen einfach verworfen. Der„ D. Gastw. 3tg." war es nun zur Annahme. Mit einem Hoch auf die völkerbefreiende inter Arbeitern" Gelegenheit geben wollte, bei einer Veränderung in vorbehalten, diesem Gesetze eine ganz neue Seite abzugewinnen nationale Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. Der Arbeit sich auch wohnlich schnell verändern zu können, weil und damit der staunenden Welt zu zeigen, daß sie bisher eine Mühlau( Sachsen). Die am 21. Juni in öffentlicher Ver- sonst möglicherweise der Weg zur Wohnung ganz falsche Auffassung von dem Grundgedanken des Gesetzes geVon unseren Gewährsleuten wird an habt hat. Wir wollen nicht zögern, auch unsere Leser mit dieser sammlung einstimmig gefaßte Resolution, in welcher der hiesige zu weit wäre." genommen, daß man nur ein Mittel für schnellste Be- neuesten epochemachenden Entdeckung bekannt zu machen. Die Gemeinderath ersucht wurde, sich der Forderung nach Aufhebung seitigung schlechter Bezahler hierdurch in die Hand bekommen" D. Gaſtw.- 3tg." schreibt also: der Kornzölle anzuschließen, ist vom Gemeinderath angenommen wollte. Denn man fann doch nicht gut annehmen, daß Hat die Durchführung desselben( obigen Gesetzes) man auf jener Seite nicht gewußt hätte, was für Umstände und schon mit der weitverbreiteten Ansicht zu kämpfen, daß es eine und Noth im Alter ja 3wei start besuchte Boltsversammlungen in Holzheim und Unkosten ein Umzug Arbeitern bereite. Und der Gedanke, daß, wirkliche Sicherheit gegen Glend Jebenhausen( Württemberg), in welcher Genoffe A. Agster aus wo heute der Arbeiter in immer geringeren Zeiträumen die Ar- doch nicht bringe, der invalide Arbeiter von den„ paar Mark", Stuttgart über die Kornzölle referirte, erklärten ihr Einverständniß beitsstelle wechselt; bald an dem, bald an jenem Ende der Stadt die es ihm aussehe, nicht leben könne, so möchten wir dem entmit der Aufhebung der Getreidezölle. beschäftigt sein kann, er jedesmal verziehen könne, ist doch wohl gegensetzen, daß diese Säge ein recht trauriges Zeichen der Ununsinnig. Und nun zum Schluß noch eins. Wie verlautet, soll dankbarkeit gegen den Gesetzgeber darstellen, dem es nicht einfich der Verein zur Verbesserung fleiner Woh: gefallen ist, mit dem in Rede stehenden Gesetz die betreffenden nungen" vor zirka 2 Jahren gebildet haben aus einem Kon- Kreise nun aller Sorgen für ihr Alter zu entbinden; durchaus fortium von Geldleuten, die auf Befragen bei einem Fachmanne, nicht, nach wie vor soll Jeder die Verpflichtung fühlen, einen weil das Bauen heute so menig Erfolg versprechend sei, man Nothgroschen für etwaige Zeiten der Trübsal zurückzulegen, sich aber beim Ankauf von Häusern das angelegte Kapital gut ver- nicht nur auf Gott und den Staat, noch schlimmer auf die öffent Bürgerliche Humanität. In unserer Zeit wird, wie zinse," den letzteren Weg für das Arbeitenlassen" der Kapitalien liche Armenpflege zu verlassen, sondern schon dann, wenn noch männiglich bekannt, vielfach von Angehörigen des besitzenden gewählt haben. Wenn diese Mittheilung richtig ist, dann ver- frisch und kräftig das Blut in seinen Adern pulsirt, sich darauf Bürgerthums, von Bourgeois versucht, mit allerlei Palliativ- fliegt auch der letzte Dunst, der den gemeinnützigen"" Verein vorbereiten, daß es mit zunehmenden Jahren anders wird, daß mittelchen an üblen Erscheinungen der kapitalistischen Gesellschaft zur Verbesserung fleiner Wohnungen"" umhüllte und zeigt ihn Hand und Fuß nicht mehr so fönnen, wie der strebsame Geist reformirend" zu wirken, um möglichst den Klassencharakter dieser uns als das, was er ist: ein fapitalistisches Unternehmen, im vielleicht möchte; auch er soll nicht erst bei wirklich eingetretener Arbeitsunfähigkeit, sondern schon früher kennen lernen, wie schön Gesellschaft zu verhüllen und den Klassenkampf zurückzudämmen. Sinne der notorischen Profitwirthschaft. es ist, Geld einstreichen zu können, für die eine körperliche Arbeit Dieses Vorgehen zu glorifiziren hat neben vielen anderen Ordnicht hat geleistet werden müssen, d. h. er soll mit der Kouponmungsblättern auch der allem öden Parteistreit" abholde Berliner Lokal- Anzeiger" sich zur Aufgabe gemacht. In einer feiner scheere umgehen lernen, mit einem Wort sparen. letten Sonntagsnummern wird unter Berliner Beobachter" u. A. auch die Wirksamkeit des Vereins zur Verbesserung Kleiner Woh nungen" besprochen und gelobt. Es ist dort zu lesen: worden. Lokales. " " " " Die geistliche Engherzigkeit dokumentirt sich wieder einmal recht deutlich in folgender, vom" Evang. Kirchl. Anz." geDas aber ist ja gar nicht so schwer, wie Viele sich brachten Mittheilung: " Bei den Anträgen der Ortsgeistlichen auf Verleihung denken; ein wenig Einschränkung und Enthaltsamkeit, anfangs der Ehejubiläums Medaillen anläßlich der goldenen vielleicht Entbehrung, trägt goldene Früchte, und ist das erste Hochzeitsfeier ist ausdrücklich zu bescheinigen, daß das be- Tausend erst da, so wird das Sparen eine Lust, denn nun Der besagte Verein hat vor einigen Monaten nach dem treffende Ehepaar sich stets durch einen sittlich reinen und arbeitet ja nicht nur einer mehr an dem zu erreichenden Ziel, Muster der Miß Ottavio Hill in London den Versuch unterfriedlich frommen Lebenswandel ausgezeichnet und fonach sondern neben ihm seine blanken Märker" in den Händen nommen, seine Thätigkeit dahin zu erweitern, daß seine Mitin einer über das gewöhnliche Maß hinausgehenden Weise Anderer, Zins legt sich auf Zins und mit ihm Beruhigung in glieder mit den Inhabern der Wohnnngen in persönlichen Verdurch ihr eheliches wie auch durch einen häuslichen, wirth die Seele des Menschen, der allen etwaigen Schicksalsschlägen fehr treten, um die Leute durch freundliche Ueberredung zur schaftlichen Sinn sich vor anderen hervorgethan hat. Da- weit leichter die Stirn bieten kann, als derjenige, welcher ſeine besseren Instandhaltung ihrer Quartiere zu ermahnen. Und gegen genügt bei Anträgen auf Bewilligung des üblichen Einnahmen nur aus der Hände Arbeit schöpft, mit dem Verfall zwar hat es ein Damenkomitee, welches in der Generalversammlung Gnadengeschenks von 30 Mart die Bescheinigung eines der Kräfte aber hilflos dasteht; dieser Fall kann leider viel des Vereins gewählt wurde, in die Hand genommen, um ganz ordentlichen Lebenswandel des Jubelpaares." früher eintreten, als es nach den Gesetzen der Natur zu genach dem Beispiel der englischen Menschenfreundin das Zutrauen Da diese„ Gnaden" augenscheinlich nur auf Antrag" event. fchehen pflegt, giebt es ja doch genug noch junge Invaliden der der Miether zu gewinnen und durch liebenswürdigen, goldener Ghejubilare gewährt werden, so werden die Orts: Arbeit. herzlichen Zuspruch oder nöthigenfalls mit ernster Ermahnung die Säuberung der Wohnung und geistlichen mit derartigen Anträgen wohl nicht allzusehr behelligt ihre Pflege zu veranlassen. Der Verein besitzt sechs große Häuser werden. Und zum Schlusse des Artikels heißt es: " Sorgen wir Alle, jeder in seinem Kreise, daß die wohlwollenden Bestrebungen der Reichsregierung, wie sie in diesem Gesetz zum Ausdruck gekommen sind, voll und ganz zur praktischen Befolgung kommen." Um in unseren Kreisen zu wirken, glaubten wir vorerst nichts Besseres thun zu können, als das Vorstehende zu veröffentlichen. Daher ist es zum Sparen nie zu früh und der Gelegenheiten dazu selbst geringster Beträge giebt es so viele, in der Nähe des Görlizer Bahnhofes, die alle mehr oder minder Zum Kapitel der Arbeiterfürsorge hat die Goz. Rorr." daß wirklich nur ein ganz wenig Selbstüberwindung nöthig verwahrlost waren, als die Damen guten Muthes ihr Wageſtück neuerdings, wie früher schon, Material zusammengetragen, wahr ist, um, wenn es nicht schon geschehen, noch heute damit zu in denselben begannen. Wir hatten, ehrlich gestanden, anfangs fcheinlich, um damit zu beweisen, daß es doch noch Unternehmer beginnen. Nun ist ja allgemein bekannt, daß der Arbeiter viel nicht wenig Zutrauen zu diesem Experiment, denn wer gewohnt ist, giebt, welche sich die Fürsorge der Arbeiter angelegen sein lassen. sparen kann, daß selbst bei bestem Willen dazu Zeiten eintreten das Bolt von Berlin auf seine Eigenthümlichkeiten hin zu studiren, Im Ganzen sind es 5,- in Worten fünf- Fälle, welche die fönnen, in denen er auf das ersparte Rapital zurückgreifen, dass der wird bei demselben eine gründliche Abneigung gegen jede Korr." anzuführen vermag. Bevormundung zugeben müssen, mag diefelbe immerhin in mil- Wenn man bedenkt, daß dies Unternehmerblatt die Arbeiter- selbe sich also wieder verringern muß, der Sparer somit im Alter bester Form auftreten. Allein unser Register hatte ein Loch, wir fürsorge- Statistit systematisch betreibt und daß die letzte Ver- nicht so viel erübrigt hat, um allein von den Zinsen sich nähren hatten die angeborene Begabung der Damen für öffentlichung viele Monate zurückliegt, so kommt man zu dem zu können, und so ist das Invaliditätsgesetz gedacht: die von das politische Fach vergessen. Denn die Damen, 18 an Echluß, daß sich die„ Goz. Korr." mit ihrer Statistit blamirt und ihm ausgeworfene Summe soll eine Zubuße fein; wird sie in Der Bahl, welche zu dem Liebeswerke gewählt worden waren, daß sie besser thäte," die Welt nicht erst darauf aufmerksam zu diesem Sinne aufgefaßt, dann ist sie sicher höchst werthvoll und haben, wie wir mit Freuden fonstatiren, einen so schönen Erfolg machen, wie jämmerlich es mit der freiwilligen Arbeiterfürsorge der dafür aufgewendete kleine Beitrag die Woche eine leicht zu errungen, daß der Verein demnächst seine Thätigkeit erweitern der Unternehmer bestellt ist. Diese fünf Fälle, auf einen langen tragende Last. und von gemeinnützigen Bau- Gesellschaften, welche dem Zeitraum und auf zwei Länder mit mehr als 70 Millionen Einalso mit vielen Millionen von Unterhumanen Werte das größte Interesse entgegenbringen, auf- wohnern vertheilt, gefordert werden wird, die Administration ihrer Grundstücke nehmern beweisen das Gegentheil von dem, was die" Soz. nach diesen Grundsägen zu leiten. Mit großer Genug Korr." im Sinne hat. Sie sind die Ausnahmen, welche die Regel thuung wurde inzwischen seitens des Vereins festgestellt, daß bestätigen. die Wohnungen der Miether auf seinem Territorium einen Im Uebrigen sind aber auch die angezogenen fünf Fälle von wesentlich besseren Eindruck machen, als früher, daß die privater Arbeiterfürsorge sehr interessant. Zwei davon wollen fonst allezeit schmutzigen Treppenflure jet wir ausscheiden, und zwar die Stiftung von 200 000 m. einer nett und sauber gehalten sind, daß das Innere der Wohnungen Gerberfirma für ihre Arbeiter und die testamentarische Schenkung einen lichten, freundlichen Eindruck macht und daß die Miether eines Weinkellers seitens eines österreichischen Weinhändlers an nun ein großes Gefallen an ihren sauberen Quartieren finden." seinen Oberknecht. In einem dritten Beispiel handelt es sich um die hochherzige So der Berichterstatter des Lokal- Anzeiger". Derselbe rühmt dann das politische Geschick, mit welchem es die dazu ausersehenen Stiftung eines Zwickauer Kommerzienraths von ganzen 10 000 M. Damen fertiggebracht, den wenig gefügigen Mietherinnen eine für einen Arbeiteraltersfonds. praktische Vorlesung über Wohnungshygiene zu halten". Sie Im vierten Vorgang wird eine Stiftung von 100 000 m. hätten sich erst das Vertrauen der Kinder erworben, die die Be- seitens der Deutschen Bank für ein Klubhaus als große Wohltanntschaft mit den Eltern vermittelten. Zimmermeister Schaaf gilt bei Gericht noch immer nicht Bald seien die fahrtseinrichtung sehr gerühmt. In diesem Klubhaus erhalten Mietherinnen Ermahnungen zugänglich gewesen und dies durch die Beamten der Bank gutes und billiges Essen und sollen als fodt. In dem Konkurse über das Vermögen des„ in unbeden Erfolg bestätigt worden. Gewissermaßen als Prämie seien bereits 460 Mitglieder dem Klub beigetreten sein. Es ist fannter Abwesenheit" lebenden Zimmermeisters Schaaf steht dann den sauberen, braven Mietherinnen Pflanzen uns nicht bekannt, ob die Bank etwaige Ueberschüsse des Termin zur Prüfung von Nachforderungen am 19. August an. schlagen und Blumenstöcke zuerkannt worden, und auch im Bedarfsfalle Restaurationsbetriebes zur Rente der Aktionäre Lack- und Delfarbe verschenkt worden, damit die Frauen, will oder ob sie damit neue Wohlfahrtseinrichtungen Eine aus zwölf Personen bestehende große Einwischen denen bald eine konkurrenz um diese plant. Aber über den Ursprung der 100 000 m. ist uns ganz brecherbande ist durch die Kriminalpolizei verhaftet worden, Auszeichnung begann," sich die Wohnung besser in genau bekannt, daß er nicht aus einem freiwilligen Verzicht der und diese Massenverhaftung dürfte zu einem großen Prozeß BerStand setzen tönnten. Herren Direktoren auf einen Theil ihres Tantièmenantheils von anlassung geben. Seit etwa zwei Jahren wurden in den StadtAus fremder Leute Leder Riemen vierteln zwischen Königs- und Oranienburger Thor, sowie in den Ganz oder theilweise im Gegensatz zu diesen Auslassungen 1490 857 M. herrührt. des„ Lofal- Anzeiger" stehen die Mittheilungen, welche dem Schreiber schneiden, ist keine schwere Kunst. Und der Zweck der gerühmten nördlichen Vorstädten eine große Anzahl schwerer Ginbrüche verDieses über das„ segensreiche Wirken" des Damenkomitees von Wohlfahrtseinrichtung? Nun, der ist klar. Nach berühmtem übt, ohne daß es der Polizei gelang, der Thäter habhaft zu wer Bewohnern jener Häuser gemacht sind. In vier der betreffenden Muster ist hier aus nicht eigenen Mitteln eine Kantinenorgani- den. Endlich, wohl vor Monatsfrist, wurden bei einem Ginbruch überhaupt nichts betan mat corum auch nichts von ihrem Erfolge Beamtenpersonals vor Augen zu demonstriren, wie billig man in eingeleitete Untersuchung hatte das Ergebniß, daß noch weitere Individuen als Mitglieder einer großen Diebesben geſchildertem Ginne. In einem der Häuſer hat das Benehmen Berlin leben kann und um durch diese Drganisation bas Ab- neun derjenigen Damen, welche Summatlich Die Wiethe holten und hängigkeitsgefühl des Personals von der Direktion zu stärken. bande verhaftet wurden, deren Anführer der 35 jährige„ Maurer“ den Erfolg gehabt, daß der Verwalter jetzt die Miethe entgegen: Verfolgung praktischer Ziele. sich dabei„ theilnahmsvoll" nach diesem und Jenem erkundigten, Das alte Lied. Unter der Maste kultureller Segnungen die Krankenberg, war. Bei einer in der Mob 25jährige Maurer" Fehrbellinerstraße abgehaltenen polizeilichen Haussuchung wurde Im Schlaf in das Wasser zu stürzen, begegnete vorgestern Abend um 9½ Uhr einem etwa 40 Jahre alten Manne. Derselbe hatte sich auf das Geländer des Luisenstädtischen Kanals niedergelassen, um sich auszuruhen und war dabei rücklings in die Spree gefallen. Obgleich der Vorgang gleich bemerkt worden war, und Schiffer sich gleich an das Rettungswerk machten, so war der bisher unbekannt Gebliebene doch alsbald versunken und fonnte nur als Leiche wieder herausgeholt werden. ein großer Borrath aller möglichen Waaren, Material, Kolonial, Briefe höchst unangenehmen Inhalte, die Absender beschwerten| Arbeit eingestellt. Der Streit greift nun, nach dem Neuen Destillations- und Schnittwaaren, Weine, Wäsche, Garderoben, sich, daß Posten aufgeführt wären, die sie bereits an den Ver- Görlitzer Anzeiger" weiter und scheint ein wohlorganirsirter zu lebende Tauben, Hühner, Kaninchen, sowie eine große Menge treter der Firma bezahlt hatten. Es stellte sich nach und nach ein sein, da infolge von Arbeitsanhäufung und neuer Bestellungen Pfandscheine über versetzte Gegenstände, und schließlich ein Fehlbetrag von über 2200 Mark heraus. Der Angeklagte, welcher Arbeitskräfte gesucht sind, der Moment für eine Streitbewegung großes Sortiment Diebeshandwerkszeug vorgefunden. Die Ein- einräumte, diese Beträge für sich verbraucht zu haben, gab als demnach günstig wäre. brecher veräußerten die gestohlenen Waaren unter der Hand an Entschuldigung Krankheit und sonstiges Unglück in seiner Familie Privatpersonen, und enthielten sich jeder Gemeinschaft mit an. Der Gerichtshof konnte eine besonders milde Auffassung von Graz.( Kölnische Zeitung.") Am Sonnabend begann in Hehlern, um sich der Gefahr einer Entdeckung auszusehen. Bis der Handlungsweise des Angeklagten nicht gewinnen, sondern dem der Trifailer Kohlengewerkschaft gehörigen Bergjetzt sind den Verbrechern einige dreißig schwere Einbrüche verurtheilte ihn zu einem Jahre Gefängniß. werke Bresno bei Tüffer ein Ausstand; 240 Arbeiter nachgewiesen worden. So haben die Diebe nach eigenem Einfeiern; der Bezirkskommissar erschien mit zahlreicher Gendarmerie; geständniß zum Beispiel ein ganzes Rolonialwaaren- Geschäft in Ein Schwindlerpaar wurde gestern der dritten Ferien- man hat Borkehrungen getroffen, um einer weiteren Ausbreitung Der Oderberger Straße ausgeräumt, in der Schönhauser Allee Straffammer des Landgerichts I in den Personen des Litho- des Ausstandes entgegenzutreten. eine Destillation gänzlich leer geplündert, Keller- und Laden- graphen Julius Nagel und seiner Braut, der unverehelichten Einbrüche in der Choriner, Lothringer, Glsaffer, Fehrbelliner- Marie Kremtau vorgeführt. Diefelben waren verschiedener chinesische Raiser für seine Mutter hat aufführen lassen, China. Ueber einen Streit im Sehopalaft, welchen der und Brunnenstraße in dieser in sechs Fällen ausgeführt. Urkundenfälschungen und Betrügereien beschuldigt. Einem Garderobenhändler in der Gerichtsstraße wurden für geklagte Nagel ist der Sohn eines Kaufmanns. Um sich die berichten„ Daily News" folgendes: Auf Wunsch der Kaiserin einige Tausend Mart Waaren gestohlen. Die Untersuchung kann Mittel zu verschaffen, mit der Kremtau einen flotten Lebens- Mutter wurden in diesem Jahre ausgedehnte Verbesserungen an noch nicht abgeschlossen werden, da stets bei den Verhören wandel zu führen, hat er geständlich drei Wechsel auf den Namen dem Palast vorgenommen und zu diesem Zwecke nicht weniger weitere durch die Bande begangene Einbrüche zu Tage kommen, feines Vaters gefälscht. Ferner bediente er sich des Fernsprechers, als 10 000 Arbeiter angestellt. Unter diesen befanden sich 3000 welche zum großen Theil nicht einmal der Polizei angemeldet um Betrügereien auszuführen. Er wandte sich an Firmen, von oder noch mehr Holzschniger, welche, als die Arbeit sich worden sind. denen er wußte, daß sie mit seinem Vater in Verbindung standen, ihrem Ende näherte, zusammen mit den Zimmerleuten gab sich für Nagel sen. aus und fragte an, ob er nicht zwei höhere Löhne verlangten, und um ihrer Forderung Nachdruck zu Eine Liebestragödie fand in der Nacht zum Sonntag einen bis dreihundert Mark baares Geld befominen fönne, er würde verleihen, einen Streif inszenirten. Sie hatten bis dahin jeder blutigen Abschluß. In dem Hause Kanonierstraße 9 unterhalten dann nach einigen Stunden seine Tochter hinschicken, um es zu drei Mahlzeiten am Tage und außerdem 2000 Peking" Casch" die Geschwister Koeßling ein Restaurant mit Damenbedienung, holen. Die Bitte wurde ohne Weiteres gewährt und bald dar-( 10 Casch= 5 Pf.) empfangen; jetzt verlangten fie jedoch und es zählte der Sohn eines hiesigen bekannten Großindustriellen auf erschien sodann die Kremkau in dem betreffenden 7500 Casch" per Tag, also das 33/ 4fache. Da ihre Arbeitgeber H. zu den dortigen täglichen Gästen. Zwischen diesem und der Geschäft, gab für Fräulein Marie Nagel aus von dieser Lohnerhöhung nichts wissen wollten, so nahmen die 24 Jahre alten Anna Roeßling hatte sich ein intimes Liebes- und Unterzeichnete auch den Empfangsschein mit diesem Ausständischen eine sehr drohende Haltung an. Die Polizei war verhältniß entsponnen; doch mußte das junge Mädchen bald be- Namen. Als dieser Betrug in drei Fällen geglückt war, begab der Menge der Arbeiter gegenüber ohnmächtig und rief chinemerken, daß es eine Nebenbuhlerin habe. Am legten Freitag sich das Paar auf Reisen, wobei die Kremkau sich in den Frem- fisches Militär, Schüßen, Garde und Kavallerie herbei, gegen ging nun die K. in die Wohnung ihres Liebhabers und es kam denbüchern der Gasthöfe als eine Gräfin von M. einzeichnete. welche die Streifer nichts zu unternehmen vermochten. Es kam hier zu sehr drastischen Szenen, bei welchen H. mittelst eines In München war das Geld des Paares zu Ende und als sie schließlich zu einem Kompromiß, in welchem den Leuten täglich Beiles vor Wuth die Thür einschlug. Merkwürdig bleibt es, daß versuchten, den Portier des Hotels, in welchem sie abgestiegen 4000 Gasch" oder genau das Doppelte ihres früheren Lohnes H., welcher die Erregbarkeit seiner Geliebten fannte, ihr einen waren, anzuborgen, erregten sie Verdacht. Es wurden Grkundi- zugestanden wurde. geladenen Revolver mit auf den Weg gab. Von dieser Waffe gungen in Berlin eingezogen und da inzwischen die hier begange- Es ist noch wenig bekannt, daß die Berufsorganisation in hat die K. in der Nacht Gebrauch gemacht. Sie schoß sich im nen Urkundenfälschungen und Betrügereien entdeckt worden waren, China sehr start verbreitet ist, folglich Streits durchaus keine Restaurant in selbstmörderischer Absicht eine Kugel in die rechte so wurde das Paar verhaftet. Im Verhandlungstermin legten Seltenheit sind, was sich die deutschen chinesenfreundlichen AusBruft. Die Schwerverletzte wurde gleich nach der That um die Angeklagten ein offenes und anscheinend reuiges Geständniß beuter merken mögen. 3 Uhr Nachts nach der Charitee geschafft, wo man an ihrem Auf- ab. Sie erzielten dadurch, daß ihnen mildernde Umstände bekommen zweifelt. willigt wurden; Nagel wurde zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt, während die Kremkau, von der angenommen wurde, daß sie unter dem Einflusse ihres Bräutigams gestanden, mit vier Monaten Gefängniß davonfam. Soziale Uebersicht. In der Wuhlhaide umherirrend wurde vorgestern ein etwa neunzehnjähriges Mädchen von auffallender Schönheit, mit besonders üppigem, bis zum Knie reichenden schwarzen Haupthaar, in völlig verwildertem und verwahrlostem Zustande ange troffen. Da die Person bei Annäherung von Menschen stets scheu flüchtete, mußte förmlich Jagd auf sie gemacht werden. Als man sie endlich ergriffen hatte, wurde sie nach dem Amtshause in Stralau abgeführt. Alle Fragen, die an das Mädchen gestellt wurden, beantwortete dasselbe nur mit Lachen und lachend erzählte sie auch, daß sie in der Haide sich schon mehrere Tage 30. b. Mts., findet im Feenpalast eine Boltsversammlung statt, An die Arbeiterinnen Berlins! Am Donnerstag, den und Nächte mit lüderlichem Gesindel umhergetrieben habe. Man erkannte bald, daß die Bedauernswerthe geistesfrank sei, doch in welcher die Frauen Stellung nehmen sollen zum Parteivermochte sie die Wohnung ihrer Eltern in Berlin, der Vater programm. ist Handelsmann, anzugeben. Man ließ nun Letteren kommen Die Tagesordnung lautet: und der unglückliche Mann war ganz gebrochen, als er sein Kind, das seit einer Woche aus dem elterlichen Hause fehlte, in diesem Zustande wiederfand. Unter irrem Lachen erzählte sie dem Vater, den sie nicht wieder erkannt hatte, daß sie sich einen Bräutigam angeschafft habe, der auf sie in der Haide warte. Wie sich herausstellt," ist das Mädchen aus noch unaufgeklärter Ursache plöglich wahnsinnig geworden und in diesem Zustande der Geistesgestörtheit aus dem Elternhause entlaufen. Gestern Morgen wurde die Unglückliche von ihrem Vater und einem Transporteur nach Dalldorf gebracht. 1. Das neue Parteiprogramm und die Frauen. Referentin: Frau Emma Jhrer( Velten). 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zur Agitationskommission der Frauen. Das zahlreiche Erscheinen der Arbeiterinnen Berlins Die Agitationskommission wartet Hamburg. In einer öffentlichen Versammlung der Gewerk schaftsdelegirten kam folgender interessante Fall zur Sprache. Der Vertreter der Schiffszimmerer, W. Müller, beschwerte sich über das Eingreifen der Stellmacher in die Arbeit der Schiffszimmerer. Dieselben hätten sich seit dem Tischlerstreik 1888 auf den Werften als Streitbrecher eingedrängt. Die Schiffs zimmerer hätten unter dieser Konkurrenz schwer zu leiden, da die Stellmacher zu bedeutend billigeren Löhnen arbeiteten. Für Nachfeierabendarbeit erhalten die Schiffszimmerer 70 Pf. per Stunde, die Stellmacher dagegen nur 40 Pf. Es ergebe sich im Jahre auf diese Weise zirka 26 000 Mart. Redner wünscht, hieraus, daß die Werftbesizer den Stellmacher vorzögen. Nach einer Berechnung erspare die Firma Blohm u. Boß daß diese Lohndrückerei in den Versammlungen zur Sprache tomme. Eggers, Stellmacher, erklärt, daß die Schiffszimmerer den Glauben hegten, die Werften seien nur für sie da. Sie bätten erflärt, die Schisse seien keine Wagen und infolge dessen hätten die Stellmacher auf den Werften nichts zu suchen. Wenn es so gemeint sei, hätten die Stellmacher ebenfalls Ursache, sich eru beschweren, da in den Wagenfabriken auch viele Tischler be schäftigt würden. Ein anderer Delegirter, H. Meyer, erklärte, die Klage der Schiffszimmerer sei berechtigt, man müsse verlangen, daß die Gewerkschaften dafür ein treten, daß die gegenseitigen für die sozialdemokratische Frauenbewegung in Berlin. Löhne geachtet würden. Es dürften nicht die Angehörigen der An die in Berlin lebenden Ost- und Westpreuken einen Branche der anderen gegenüber als Lohndrücker auftreten. Wenn das nicht geschehe, so tönne man die Organisationen aufder sozialdemokratischen Partei! Selbstmordverfuch im Café Kec. Am vorgestrigen Genossen! Am 13. Juli wurde in einer zahlreich besuchten geben und den Unternehmern das Feld überlassen. J. Schwarz: Sonntag Nachmittag gegen 6 Uhr betrat ein gut gekleideter Herr Versammlung die Gründung eines Vereins der Ost- und West- Die heute zur Debatte stehende Frage sei aus dem Großbetriebe das Café Keck in der Leipzigerstraße, wo er sich an Bier, Kaffee preußen beschlossen. Es bedarf wohl keiner weiteren Berührung herausgewachsen. Man solle diesem Rechnung tragen und die und Aufschnitt gütlich that und auch einige Zigarren vom der Frage, welche Zwecke und Biele derselbe verfolgen wird. gemischten Organisationen, wie die der Werftarbeiter, zu stärken Kellner verlangte. Dem Bahlfellner war der Gast jedoch ver- Sämmtliche Genossen, welche an der Debatte theilnahmen, waren suchen. Dadurch, daß die Arbeiter solcher Betriebe sich einheitlich dächtig und er beobachtete ihn sehr scharf. Wie gerechtfertigt der Ueberzeugung, daß der Verein ein mächtiger Faktor sein kann, organisiren, sei es möglich, Löhne zu erringen, die sich auf einfeine Bermuthung, es mit einem Bechpreller zu thun zu haben, um unseren in der Heimath lebenden Landsleuten über das heitlichem Niveau befinden. Hierauf wurde folgender von H. ſeine Bermuthung, es mit einem Zechpreller zu thun zu haben, war, sollte er bald erfahren, denn der Fremde suchte einen un- Wesen des Sozialismus Aufschluß zu geben; und sodann kann Meyer gestellter Antrag mit großer Majorität angenommen: bewachten Augenblick zu benutzen, um ohne die ca. 2,30 m. be- der Verein den dortigen Genossen in vielen Theilen die möglichste Die einzelnen Organisationen haben die M. tragende Zechschuld beglichen zu haben, zu verschwinden. Unterstützung zukommen lassen. Soll nnn das Wert den gegenseitigen Lohnsäße zu refpettiren. Mitwurde jedoch vom Oberkellner und vom Portier zurückgeholt und Wünschen und Hoffnungen des Vereins entsprechend gedeihen, so glieder der einen Gewerkschaft dürfen nicht von ersterem die Aufforderung an ihn gerichtet, die Beche zu be- ist es die Pflicht eines jeden in Berlin lebenden Genossen, dem in die Arbeit anderer für billigeren ohn zahlen. Der Gast versprach dies, verlangte jedoch vorher die selben beizutreten, um einen Antheil an dieser propagandistischen eintreten." Toilette besuchen zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. In Thätigkeit für die gute Sache in der Heimath! Die nächste VerDer Beschluß verdient die Beachtung auch aller anderen Bewegung zu nehmen. Darum, Genossen, auf zur rastlosen dem Raume angelangt, verriegelte er die Thür und gab aus einem Revolver, den er bei sich geführt hatte, mehrere Schüsse sammlung findet am Donnerstag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, ab. Durch die Detonation aufmertfam gemacht, stürzten mehrere in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, statt. Der Vorstand. J. A.: Fr. Riesep. Selbstmordkandidat blutete aus der linken Hand, die Spiegel in Für Töpfer! Bezugnehmend auf die Resolution der öffentder Toilette waren sämmtlich zertrümmert. Der Kochmann lichen Hafner-( Töpfer) Versammlung in München am 2. Juli b. 3. von 848 442 M., beim Braunkohlen- Bergbau 110 265 Tonnen im Stange entriß dem Fremden die Waffe und übergab ihn einem sei folgendes bemerkt: In München hat sich vor kurzer Zeit eine Werthe von 187 425 M. und beim Erz- Bergbau 61 658 Tonnen rasch herbeigerufenen Schuhmann, welcher die Ueberführung des Kleine Anzahl von Kollegen bemüßigt gesehen, einen Berein unter im Werthe von 855 902 M. Bedienstete nach der Toilette und erbrachen die Thür. Er Der " an Berufe. Im Oberbergamtsbezirk Bonn sind im Jahre 1890 bei der Ausübung ihrer Berufsarbeit 161 Bergleute tödtlich verunglückt. Es entfallen auf einen zu Tode gekommenen Bergmann beim Steinkohlen- Bergbau 85 168 Tonnen im Werthe leicht Verletzten nach dem Polizeirevier Kronenstraße verfügte. dem Namen„ Hafnerbörse" zu errichten und hat hierin einen Frankfurt a. M. Das Gericht hat die von der Polizet Dort gab der Zechpreller an, daß er der flüchtige Lieutenant Arbeitsnachweis geschaffen, den man den Unternehmern in dortigen verfügte Auflösung des Verbandes deutscher Schneider vom österreichischen Husarenregiment Nr. 5 Namens Julius Mil- Blättern angelegentlichst zur Inanspruchnahme empfiehlt. Da und Schneiderinnen aufgehoben, mit der Mahnung an bed sei. Es stellte sich auch heraus, daß derselbe vollständig aber in München eine Organisation der Hafner, der Fachverein," die betreffenden Vereinsfunktionäre, fünftig das Vereinsgesetz mittellos sei. der streng auf dem Boden der Arbeiterbewegung steht, schon seit entsprechend zu beachten. Dieselben haben für das bezügliche Berichtigung. In dem Artikel zum Programm- Entwurf" langem vorhanden, so ist kein Grund ersichtlich, weshalb man Bergehen je 15 M. Geldstrafe zu bezahlen. befindet sich ein Druckfehler. die sogenannte„ Hafnerbörse" gründete; ein Bedürfniß liegt auf Im drittletzten Absatz muß es keinen Fall vor, denn derjenige, der sich mit seinen Kollegen 15 108 im Jahre 1889 auf 15 058 Mann im Jahre 1890 zurückBergrevier Stolberg Eisleben. Die Belegschaft ist von 7 000 000 anstatt 700 000 heißen. in nutzbringender Weise zur Wahrung seiner Interessen verPolizeibericht. Am 25. d. M., Nachmittags, wurde ein einigen will, findet im Fachverein willkommene Aufnahme. Be- gegangen, dagegen die Zahl der jugendlichen Arbeiter Mann in seiner Wohnung in der Straße An der Apostellirche züglich der Arbeitsvermittelung thut auch der Fachverein seine von 659 in 1889 auf 760 im Jahre 1890 gestiegen. Die jugenderhängt vorgefunden. In der Nacht zum 26. d. M. brachte Pflicht genügend, indem er schon zu Anbeginn einen Arbeitsnach- lichen Arbeiter waren sämmtlich nicht mehr schulpflichtig. 697 Es scheint also diese derselben, also ca. 9/10 arbeiteten unter Lage, 63 über Tage. Sie ein Mädchen in einer Schantwirthschaft in der Kanonierstraße weis, der heute noch besteht, einführte. sich mittelst Revolvers einen Schuß in die Brust bei. In der Machenschaft nur bestellte und bezahlte Arbeit zu sein und die werden zum Ziehen der Förderhunde verwendet, welches wegen der engen und niedrigen Beschaffenheit der Räume nur von selben Nacht fiel der Arbeiter Glauder gegenüber dem Grundstück Bersplitterung der vereinten Kräfte bewerkstelligen zu sollen, wesGörlizer Ufer 38-40 in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch halb wir alle Kollegen, die Münchener wie auswärtigen, wenn Jungen vorgenommen werden kann." So der amtliche Bericht. Natürlich, denn sonst müßte man ja die Gänge höher graben, noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee ge- fie nach dort kommen, ersuchen, nur den Arbeitsnachweis des bracht. Ebenfalls in der Nacht fand vor dem Hause Wiesen- Fachvereins in Anspruch zu nehmen. Dieser befindet sich im und das kostet viel Geld, während die lebendige jugendliche Arstraße 35 eine Schlägerei statt, wobei der Arbeiter" Otto Bill den Gasthaus zum Fischerwirth, Westenriederstr. 6; daselbst wird auch beitskraft so spottbillig zu haben ist. Arbeiter" Karl Briewe durch einen Messerstich in den Rücken so die Wanderunterstügung, die für organisirte Kollegen 1 M., für schwer verletzte, daß die Ueberführung desselben nach der Charitee folche die nachweisen, daß sie noch keine Gelegenheit hatten, einer erforderlich wurde. Der Thäter ist verhaftet.- Am 26. b. M., Organisation beizutreten, 50 Pfg. beträgt, verabreicht. d. Nachmittags, wurde der 4 jährige Knabe Herbert Güldenstein an Halle a. S., im Juli 1891. der Ecke der Gitschiner- und Brandenburgstraße von Droschte überfahren und am Hinterkopfe und am Arme anscheinend bedeutend verletzt. Abends stürzte sich ein unbekannter, etwa 30jähriger Mann gegenüber dem Hause Engel- Gesellschaft für Pianofortebau in Weimar wird durch VermitteAchtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! In der Aktien Ufer 18 in den Louisenstädtischen Kanal und ertrant. lung des Werkjührers Bartholomäus ein Ausarbeiter und Stimmer bei 30 M. Lohn gesucht. Dies ist jedoch falsch, da schon in der zweiten Woche Afford eintritt( pro Kasten 1 M.). Bei 27 Arbeitern sind jetzt schon 2 Stimmer. Ein Abzug von 15 pet. fand im April d. J. statt und wird des schlechten Geschäftsganges wegen ein neuer Abzug geplant, nach Aussage des Geschäftsführers werden also nur der Konkurrenz wegen neue Arbeiter eingestellt, dann erfolgt Abzug. Also Vorsicht! Die Agitations- Kommission der Musikinstrumenten- Arbeiter. J. A.: Ernst Sparfeld, Berlin, Sorauerstr. 27. Witkowit( Mähren), 27. Juli. Etwa 200 Reffelschmiede des hiesigen Eisenwerks stellten infolge von Lohndifferenzen die Arbeit ein. Die Kesselfabritation ruht daher vollständig. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. Gerichts- Beitung. Wegen Majestätsbeleidigung verurtheilte die III. FerienStraffammer des Landgerichts I gestern den Tischler Paul Liebelt zu einer Gefängnißstrafe von drei Monaten. Gelegentlich eines Gesprächs, das der Angeklagte mit dem Kaufmann M. darüber führte, was im Falle eines Konflikts zwischen der Sozialdemokratie und der Regierung zu erwarten sei, hatte er sich zu der Aeußerung verstiegen, die seine Verurtheilung herbeiführte. Der General- Ausschuß der Töpfer F. Kaulich. Witten, 24. Juli. Ueber das Wittener Walzwerk wurde heute Ronkurs eröffnet. 242 Arbeiter haben dadurch ihr Brot verloren; sie wurden gestern Mittag ausgelohnt und entlassen. Ursache des Konturses soll sein, daß der Hallesche Bankverein nicht weiter hat kreditiren wollen. Die Frants. 3tg." meint dazu: Wahrscheinlich wird das Werk nach Ausscheidung der fleineren Aktionäre in den Besitz des Hauptaktionärs Wieder ein neuer, augenfälliger Beleg für die fortschreitende Aufübergehen. Die Schulden belaufen sich auf 5 bis 600 000 m." faugung des kleinen und mittleren Kapitals durch das große. Kreuznach. Auf ein von den hiesigen 2ehrern an den Minister um Gehaltsaufbesserung eingereichtes Gesuch erhielten dieselben, der„ D. Reichs Beitung" zufolge, von der Regierung zu Koblenz einen Bescheid, in welchem folgende Stelle vorkommt: " Im Uebrigen bemerken wir, daß die Begründung Ihres Gefuches als zutreffend nicht zu erachten ist. Ungerecht fertigt erscheint es zunächst, wenn die Lehrer ihre Gehaltsansprüche denjenigen der Polizeidiener gleich stellen, welche einen angestrengteren und aufreibenderen Dienst jahraus jahrein ununterbrochen zu verrichten haben." Es ist in einem Militärstaate ohnehin natürlich, daß die Lehrer unter der Kanone bezahlt werden. Mögen sie nur bald die einzig richtige Nuzanwendung daraus ziehen, indem sie die Sozialdemokratie auf jede ihnen mögliche Weise unterstützen. Das geht schon- troß der scharfen Aufsicht, unter der sie ihr fummervolles Dasein verbringen müssen. In 33 Fällen hatte sich der Kaufmann Hehmann Reichenberg i. B. In den Ortschaften Gränzendorf, Lewinsohn, welcher gestern der ersten Ferienftrafkammer des Feiedrichswald und Johannesberg stellten in den letzten Tagen Landgerichts I vorgeführt wurde, der Unterschlagung schuldig zahlreiche Glasarbeiter die Arbeit unter der Forderung gemacht. Lewinsohn hatte für ein hiesiges Fabritationsgeschäft einer Lohnerhöhung und Einführung der achtstündigen ArbeitsDie Königsberger Hartung'sche Zeitung" erhält eine Schilde die Provinz zu bereisen und erhielt außer den üblichen Spesen seit ein, nahmen diesetbe aber wieder auf, weil ihnen die Regeein Gehalt von 3000 Mart. In diesem Frühjahre erhielt sein lung ihrer Ansprüche in fürzester Zeit zugesagt wurde. In- rung des Nothstandes in Ostpreußen. Von Interesse dürfte Chef von vielen Kunden, denen er Rechnungen geschickt hatte, zwischen haben die Glasdrucker in Grünwald bei Gablons die nachfolgende Aufstellung eines Budgets für einen Instmann pf di 2 be 1909 91 de 20 hi G A 32 DE ar a al ge be gl A fta 8. δε 80 ri t ge e 6 m до B 30 2 nu jum 2 b to b tr K ſe fe a 6 di 2 Wohnung im Werthe von. Brennholz . • . • • · Freie Weide für eine Kuh im Sommer und Futter im Winter. Ertrag von der Ruh. . 9 Lohn für die Zeit vom 1./4. bis 1./10. Naturalien für die Sommerzeit: 8 Scheffel Roggen, 20,-" 03 bei einem Gutsbesitzer sein. Der Justmann ist ver-| Tagesordnung:„ Der Programmentwurf", das Wort der Referent,| Anzahl von Kollegen ist arbeitslos. Erfreulicher Weise mus pflichtet, zwei Scharwerker, die er selbst beköstigen muß, zu stellen. Gen. Lütgenau. Derselbe führte aus: Aus der Kritik der Gegner an fonstatirt werden, daß die Berliner Kollegenschaft ihre Lage selber Seine Einnahmen find nach dem Gewährsmanne des Blattes dem Programmentwurf hoffte ich zu lernen, wie man überhaupt errannt und geeignete Schritte gethan hat, um nicht zu viele die folgenden: aus der Diskussion mit dein Gegner lernen muß; denn wie Messer Kollegen auf die Straße fliegen zu lassen. Die Kollegen und wurden bei den sich an Messer weßt, so schärft sich ein Gedanke an dem anderen. thaten sich zusammen 30,-. Aber die gegnerische Kritik war überaus arm an Gedanken. Die Prinzipalen dahin vorstellig, daß geeignete Gegner find verwundert über den nichtsozialistischen Charakter Maßregeln zur Steuerung der Arbeitslosig= der Forderungen an den heutigen Staat. Darin besteht doch teit ergriffen würden; sie erboten sich sogar gerade die Scheidung, daß der erste Theil die ihrem Wesen nach selber, eine Beit lang zu pausiren, nur damit sozialistischen Biele angiebt, der zweite dagegen folche Forderungen für jeden Kollegen Arbeit da sei und damit Durch stellt, die sich fachlich verwirklichen lassen anders ist es natür- teiner entlassen zu werden brauche. lich mit dem persönlichen guten Willen der herrschenden Klassen derartige Maßregeln ist es gelungen, fast ohne Aenderung der bestehenden Produktions- und Staats- überall das Personal vollständig zu ers Sea ordnung. Einzelne Prinzipale sind der Das Proportional- Wahlsystem hat der Nationallib. halten. Korr." deshalb gefallen, weil darnach auch die Nationalliberalen hilfenschaft fogar in der Weise entgegen ge= ein paar Mandate mehr haben würden. Die Nationalliberalen tom men, daß sie ihrem Personal abwechselnd haben aber darum zu wenig Mandate, weil sie so dumm und einen Urlaub auch zum Zwecke der Erholungcharakterlos waren, die Mandate im Kartell den Konservativen gewährt und während dieser Zeit den vollen und Agrariern zu überlassen. Wenn man das unvollkommene Lohn gezahlt haben.*) Um den Kollegen ein Bild von Wahlsystem gar für die Folgen der Dummheit der Nationalliberalen der herrschenden Arbeitslosigkeit zu geben, werden folgende Anverantwortlich macht, so geht das zu weit. Schließlich war die„ Ntl. gaben geeignet sein. Es reiften von Berlin wegen Arbeitslosig Rorr." aber nicht für das Proportional- Wahlsystem, sondern nur teit ab . 60, . 80, 30,-" Lohn für die beiden Scharwerker, einer à 40, einer à 20 Pf., pro 300 Tage. 2 Sch. Erbsen, 2 Sch. Hafer, 2 Sch. Gerste. 60, Antheil am Erdrusch im Winter " 150,-" 180, " . · 80, 10, " " Ertrag aus einem Morgen Ackerland 80 Scheffel Kartoffeln Ertrag aus etwas Gartenland Davon gehen ab: . Summe der Einnahmen 700 M. . " Lohn für die beiden Scharwerter à 60 m... 120, Effen zu 40 Pf. pro Person gerechnet . 292, Summa 412, M. • . Es bleiben mithin für die Familie 288,- m. Trotz diesen erstaunlich dürftigen Löhnen wundern sich die Agrarier, daß die Landarbeiter durchaus teine Neigung zeigen, bei ihnen zu bleiben. 01 im Mai Juni Juli 40 Rollegen 65 59 " für Fortfall der Stichwahlen, so daß die relative Mehrheit entfchiede, was ein durchaus schlechtes Vertretungssystem wäre, obwohl es die Gegner zu einer Koalition gegen uns schon in der ersten Wahl treiben würde. Unsere sämmtlichen verehrten Gegner erklärten sich gegen das Frauen- Wahlrecht, weil die Frau in die zufammen 164 Kollegen.. 164 Kollegen Familie gehöre. Aber keiner von unseren sämmtlichen verehrten Als Konditionslos sind im Arbeitsnachweis eingetragen. Gegnern zieht die Folgerung, daß die Frau aus der Industrie wieder in die Familie zurüdgeführt werden solle. Haben nun Arbeitslose Kollegen, welche nicht dem Unterstützungsverein angehören ca. die Gegner die Diskussion nicht gefördert, so müssen wir selbst um so mehr mitarbeiten in sachlicher Kritik. In dem allgemeinen Krank Theile ist nur von der Gesellschaft, nicht vom Staate die Rede. e . 3 . 3 204 " " Das sind Karlsruhe. Für vollständigen Geschäftsschluß an 200 Sonntagen haben sich hier 387 aufmännische Firmen 180 erklärt, für theilweisen Schluß 65. Einzelne größere Geschäfte haben sich gar nicht geäußert. Man meint, daß der Schluß um Im Ganzen 748 Kollegen 1 oder 2 Uhr noch die meiste Aussicht auf Annahme hat. In der sozialistischen Gesellschaft giebt es keinen Staat, aber der Da die kranken Rollegen ebenfalls außer Kondition sind, müssen sie heutige Staat mußte gekennzeichnet und kritisirt werden. Indem auch zu den kondionslosen gerechnet werden, sodaß sich obige AnBrackwede, 24. Juli. Vor furzer Zeit mußte ein Lehrer das nicht geschehen ist, fehlt auch die Brücke zwischen unserer zahl angiebt, welche seit dem 1. Mai bis zum 25. Juli arbeitslos in Brackwede einen Schüler Morgens wegen übermäßiger fozialen Aufgabe und der Betheiligung an der gegenwärtigen wurden. Müdigkeit aus dem Unterricht entlassen und nach Hause schicken, Arbeit. Es war zu sagen: Das Monopol an den Arbeitsmitteln gereisten ab, so ergiebt sich, daß augenblicklich 584 Rol Rechnet man diesen Arbeitslosen die 164 Abdamit das Kind erst ausschlafe. Woher kam diese Müdigkeit? erzeugt ökonomisch die Ausbeutung und steigende Verelendung, legen allein in Berlin arbeitslos sind. Auf Befragen des Lehrers gab der Knabe zur Antwort, daß er politisch aber den Klassenstaat; da aber der Klassenstaat doch für sich felber sprechen. Eingetragen von Nachmittags 4 Uhr Tags zuvor bis nachts nicht umhin gekonnt hat, auch dem Proletariat bereits werth- Bahlen, die 2 Uhr, also volle 10 Stunden, habe in der Glas- volle politische Rechte zu verleihen, so müssen diese be- find in den Arbeitsnachweis 204 Kollegen; ehe dieselben aber alle Glasvolle wieder untergebracht werden, wird es wohl Spätherbst sein. hütte arbeiten müssen. nugt werden, um die politische Macht zu bekommen Aehnlich wie in Berlin liegen die Verhältnisse in Leipzig, Breslau, Augsburg, 24. Juli. Der Stadtmagistrat hat an die und diese als Hebel zur ökonomischen Befreiung zu gebrauchen. Hamburg und in vielen anderen Städten. Angesichts solcher hiesigen Arbeiter Fragebogen über die Noth- Die Befreiung der Arbeiterklasse( so heißt es jetzt richtiger ftatt Thatsachen ist es eigentlich kaum begreiflich, wie die Prinzipale wendigkeit der des früheren: Der Arbeit) kann nur das Wert der Arbeiterklasse Errichtung von Gewerbenoch immer an der Behauptung festhalten können, eine BerGerichten versandt. Gestern nun sand, nach der„ Frankfurter selbst sein. Nicht der ausbeutenden Klasse, auch nicht einer kleinen fürzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden würde die Neueinstellung Beitung", in dieser Sache eine Arbeiterversammlung statt, die zu Berliner Gruppe, wie das Flugblatt des Herrn Ernst Müller von so vielen Gehilfen erforderlich machen, daß die augenblickdem Ergebniß kam, die Hauptfrage, ob ein Gewerbegericht ein meint. Die Bedeutung der Sozialdemokratie mißt sich an ihrem lich Arbeitslosen wohl kaum zur Hälfte genügten. Immer mehr Bedürfniß sei, zu bejahen, dagegen die Nebenfrage, ob zugleich Einfluß auf die produktive klasse. Abtheilungen oder Kammern errichtet werden sollen, Charakter der Partei muß ausgesprochen und definirt werden. sieht die Gehilfenschaft ein, daß sie nur durch sich selbst etwas erzu verneinen. In der Versammlung waren 19 Berufsarten Wenn das nicht geschieht, wird ein Anlaß zu fortwährendem tennen die meisten Firmen den Tarif an; eine von jenen Firmen, ringen kann und auch schon vieles errungen hat. In Berlin era Letterer Entscheid ist nicht ohne Wichtigkeit, und 3wiespalt in der Partei geschaffen. Einen anderen Anlaß zu awar begreifen wir ihn. Ein einheitliches Gewerbegericht für unfruchtbarer Debatte beseitigt der Entwurf glücklich: Der die sich bis jetzt noch nicht mit uns geeinigt haben, ist auch die Firma Nauck und Hartmann, die vom Magistrat die Besorgung alle Berufe fördert den Zusammenhalt der Arbeiter sicherlich mehr, theoretische Satz Erklärung der Religion zur Privatsache" fällt, des öffentlichen Anschlagwesens übernommen hat. Auf eine teleals Spezialgerichte dies tönnen. es werden nur die daraus folgenden praktischen Forderungen phonische Anfrage erklärte der Direktor der Firma, Major a. D. genannt. Das Hamburger Echo" will im Gegensatz an dem v. Schlemmer. er habe gar keine Veranlassung, sich mit der GeNürnberg. Die Folgen der amerikanischen Entwurf Deckung der kirchlichen Bedürfnisse durch den Staat hilfenschaft einzulassen; zudem erlaube ihm das auch seine Zeit Bollpolitit machen sich für unsere heimische Industrie in und auch später noch durch die sozialistische Gesellschaft; nicht; selbst brieflich könne er keine Antwort ertheilen. Hiervon geradezu erschreckendender Weise fühlbar. Der Export aus dem Kon- weil es Privateigenthum an den Gebäuden nicht mehr muß die Arbeiterschaft Berlins Notiz nehmen; nur in den sulatsbezirke Nürnberg nach den Vereinigten Staaten von Amerika gebe, müßten die Gebäude von der Verwaltung den kirch- seltensten Fällen sei eine Bekanntmachung an den Säulen noth bezifferte sich im 2. Quartal d. J. auf nur 369 965 Doll., gegen die lichen Vereinigungen unentgeltlich zur Verfügung gestellt wendig; würde der Firma Nauck und Hartmann diese Arbeit gleiche Zeit des Vorjahres eine Minderung von 979 957 Doll. werden.( Bewegung, Heiterkeit und Widerspruch.) Das soll an entzogen, so müßte sie sich schon bequemen, mit der Arbeiterschaft An dieser verminderten Ausfuhr partizipirt die hiesige Industrie scheinend eine nationalökonomische Beweisführung sein, aber es in Verbindung zu treten. Das feien in kurzen Zügen die Verd. B. der Ausfall bei Bronzefarben und Blattmetall in den letzten Hergabe unentgeltlich geschehen muß. Kommen auf dem Partei- hältnisse der Berliner Gehilfen, und ohne Zweifel wird ein drei Monaten 100 000 Dollar, bei Spiegel- und Fensterglas tag derartige Borschläge von Hamburg oder anderwärts, so hat jeder ein flares Bild gewonnen haben, sodaß er in der Tarif80 000 Dollar, bei Spielwaaren 70 000 Dollar u. s. w. Die Berlin die Aufgabe, solche Rückschritte zu verhindern. Auch die frage ein richtiges Urtheil abzugeben in der Lage sein wird. vertreten. " Aber der revolutionäre stärker als die von Nürnberg und anderen Orten. So betrug wird das nicht bewiesen, worauf es gerade ankommt, daß die Schuld wird natürlich der Mac Kinley Bill zugemessen, was auch mit Recht beseitigten Beschränkungen der Frauenarbeit werden( Lebhafter Beifall.) Nach einer kurzen Diskussion über die Verhältnisse bei Nauck Die stehendes aus: richtig ist, nur vergißt man dabei, daß dieses Gesez in Amerita vielleicht von anderer Seite wieder vorgebracht werden und uns und Hartmann, durch die trotz erfolgter Gegenbehauptung der nicht möglich gewesen wäre, wenn Deutschland durch seine Ge- einigen Kampf kosten. Warum ist betreffs der Unentgeltlichkeit Beweis geliefert wurde, daß bei der betreffenden Firma that treidezölle, das Verbot der Einfuhr von Schweine der Rechtspflege und des Unterrichts die Kritik von Mary nicht sächlich nicht tarifmäßig bezahlt wird, ergreift Kollege Besteck das fleisch und lebendem Wieh zc. die Amerikaner nicht berücksichtigt? Statt„ Sicherung des Koalitionsrechts" sollten Woet und führt zum zweiten Punkte der Tagesordnung: Be= geradezu herausgefordert hätte, kann ein vernünftiger Mensch Strafbestimmungen gegen Unternehmer gefordert werden; gesetz- sprechung über die von den Prinzipalen bean= es den Amerikanern verdenken, wenn sie Gleiches mit liche Feststellung, d. h. Begrenzung des Koalitionsrechts würde Gleichem vergelten? Nicht die Amerikaner, sondern Bis- dem freien Vereinsrecht widersprechen. Die Antheilnahme des ragte Auflösung der Zarif Rommission Nachmarts Raub politit ist in erster Linie Schuld an Volkes an der Gesetzgebung ist nicht so deutlich definirt, Von Seiten der Prinzipale ist der Wunsch ausgesprochen dieser traurigen Erscheinung.( Fränt. Tagespost.) daß ein Rückschritt ausgeschlossen ist. Im Ganzen ist Im Ganzen ist worden, der Unterstützungs- Verein möge dahin wirken, daß die wollfabrikanten richten an den Handelsminister eine Ein- radikale Kritik ist unberechtigt, der gestern gemachte radikale wolle einen Tarif schaffen, mit dem alle Theile zufrieden sein Prag, 24. Juli.( Frankf. 3tg.) Die Königinhofer Baum- selbstverständlich ein großer Fortschritt unverkennbar. Gehilfen von der 9 Stunden- Bewegung Abstand nähmen; man gabe, dahingehend, daß der rumänische Bolltarif für Gegenvorschlag:" Statt des Wählens zum Reichstage und der würden, und dieser Zarif solle auch durchgeführt werden. Auf Barchente, Kalmuds und Gewebe aus Abfällen von 200 auf parlamentarischen Thätigkeit Vorbereitung des Universalstreikes" Derartiges tönnten sich die Gehilfen aber nie und nimmer einBarchente, Kalmucks und Gewebe aus Abfällen von 200 auf 30 Frank's herabgesetzt werde, sonst müßte der Grport, der durchaus falsch. Da müßten Alle à la Schulze- Delitzsch erst lassen, da sie einsehen gelernt haben, daß in ihrer Hand allein jährlich 2 Millionen repräsentirte, gänzlich aufhören. Der sparen, ein Rath, so bürgerlich wie möglich. Und dann soll auf die Möglichkeit der Verbesserung ihrer Lage liegt. Budem glaube Gaz von 200 Frants involvire einen Fauftschlag speziell gegen jede politische Aktion so lange verzichtet werden, bis alle Arbeiter die Gehilfenschaft auch den Versprechungen der Prinzipale nicht; die österreichische Industrie. denselben Willen zum Streifen haben, während bisher erst ein Viertel organisirt ist; das ist so ideologisch wie möglich. Wenn einzelne derselben mögen ja ziemlich wohlwollend sein, die große Mehrzahl ist es nicht. So hat die Prinzipalität neuerdings den Paris. Die Adressenschreiber Bandisten) haben das Unmögliche aber möglich wäre und der Generalstreit aus- Antrag gestellt, daß die Tarif- Kommission aufgelöst werden soll und nun auch eine Berufsvereinigung gegründet. Ihre Arbeit, die im bräche, was wäre die Folge? Die Preise werden unerschwinglich, daß die 12 Verbandskreise zu 9 zusammengezogen werden sollen. Die Adressenschreiben für Streifbänder zc. besteht, wird in Paris wohl die Besitzenden halten es länger aus, als die Arbeiter. Der Tarif- Kommission darf sich aber unter feinen Umständen auflösen, mit am schlechtesten bezahlt. Sie bekommen pro 1000 Adressen- Generalstreik dauert keine drei Tage. Kein Vorschlag ist so das wäre gegen den Tarif und deshalb illegal. Auch sei gar aufschriften für Streifbänder 1,25-1,80 Frks., für Aufschriften utopisch wie dieser.( Beifall.) Das neue Programm ist nicht für feine Nothwendigkeit vorhanden, die bestehende Organisation umder Briefumschläge 2 Frks. immer, es soll als begeisterndes Banner vorangetragen werden zugestalten. Vorläufig ist die Ansicht vorherrschend, daß die den heutigen Kämpfern für die Erlösung der darbenden Mensch- Kreise nicht vergrößert, sondern sogar behufs befferer Agitation heit.( Beifall.) In der Diskussion sprach Genosse Börn er verkleinert werden müssen. Auf jeden Fall muß aber dafür gegegen Arbeiterschutz- Anträge im Parlament, und gegen Erwähnung solcher im Programm, da sie doch nicht beachtet würden. sorgt werden, daß die aufgestellten Satzungen unter allen UmEr bebauere, daß der freie Staat", d. h. die Republik, aus dem ständen gehalten werden. Die Gehilfen meinen es ehrlich; sie Entwurfe verschwunden sei. Alle Forderungen im zweiten Theile ſtellen nur Forderungen, die ihnen durch die Verhältnisse aufbrächten uns der sozialistischen Gesellschaft nicht näher. Unter gezwungen werden. Haben die Gehilfen eine Verpflichtung übergroßer Unruhe erklärte Redner sich mit dem jüngst verbreiteten nommen, so halten sie dieselbe auch. Bei den Prinzipalen ist das aber nicht der Fall, wie aus der Thatsache hervorgeht, daß in Flugblatt einverstanden. Genosse Millarg vertheidigte das dem„ Verein deutscher Buchdrucker" Prinzipale ein Amt bekleiden, parlamentarische Mitarbeiten und bezeichnete es als falsch, wenn welche nicht tarifmäßig bezahlen. Deshalb muß sich die Gehilfenman verächtlich von der Landbevölkerung, von„ 500 Stimmen in Mecklenburg" spreche.( Beifall.) Da eine Fortsetzung der schaft selber helfen und vorgehen; Zeit und Umstände drängen Paris, 26. Juli. Das Komitee zum Schuße der natio- Distusfion wegen der fortgerückten Zeit und der Temperatur im dazu, 1. Verkürzung der Arbeitszeit und 2. einen höheren Lohn Balen Ernährung veranstaltete eine Versammlung unter Saale nicht gewünscht wurde, nahm der Referent das Schluß- 8u fordern.( Stürmischer Beifall.) In der Diskussion vertrat zunächst der Buchdrucker Herr dem Vorsitz des Deputirten Lockroy, um gegen die von der wort; er hob hervor, daß, wenn man sich der Mehrheit nicht Mäther die Interessen der Prinzipalität und rieth sowohl zur Deputirtenkammer beschlossenen 3011tarife zu protestiren mehr unterordnen will, eine Parteiarbeit überhaupt nicht möglich Auflösung der Tariftommission wie auch zur Verminderung der Mehrere Deputirte und hervorragende Persönlichkeiten aus Handels- fei; ferner, daß der Ausdruck freier Staat gefallen fei, Verbandsfreise von 12 auf 9. Sollte sich aber, wie es den Antreifen wohnten der Versammlung bei. weil er falsch ist, und folgt den Ausführungen Börner's Punkt schein habe, die Kommission nicht freiwillig auflösen, so werde Washington, 24. Juli. Das Schahzamt hat beschlossen, für Buntt. Letterer erklärte, das Ende der Diskussion zu der Antrag der Prinzipale von selbst hinfällig. G3 seien bei den Das Schabamt hat beschlossen, bedauern. Unter„ Verschiedenem" wurde eine Angelegenheit er- Berathungen drei Fattoren maßgebend, der Verein deutscher Es daß tüchtige Arbeiter für die 3innindustrie unter Rontratt in Amerifa eingeführt werden dürfen, da die örtert, welche an gewiffe Wirtungen des Sozialistengefeßes er- Buchdrucker, der Unterstützungsverein und die Tarifgemeinschaft. innerte. Zur Aufnahme hatte sich eine Person gemeldet, welche Redner warnt die Gehilfen davor, einen Beschluß zu fassen. selbe noch neu im Lande sei. Sobald deren Zahl hinreichend vor zwei Jahren für der Spigelei verdächtig erklärt wurde. Der fei, müsse die Zulassung derselben aufhören unter Androhung Betreffende, der Schankwirth Gaede, Fennstr. 17, war anwesend Zudem könnten auch nicht alle Prinzipale zur Anerkennung des der durch das Arbeitervertrags- Gesetz bestimmten Strafen. und behauptete seine Unschuld. Den Anwesenden war nicht be- Koll. Dolinski vertritt die Meinung, daß eine Verminderung fannt, von wem die Warnung ausgegangen ist. Von zwei der Kreise den Prinzipalen aus dem Grunde erwünscht wäre, einander dirett entgegengesetzten Anträgen Den Betreffenden weil sie die Gehilfen dann besser überwachen könnten. nicht aufzunehmen, bis seine Unschuld erwiesen sei" und:„ Den Betreffenden aufzunehmen und ihn event., wenn belastende Beug- Der Vorsitzende des Unterstützungsvereins, Döblin, betonte, nisse seitens des Parteivorstandes gegen ihn abgelegt würden, wieder auszuschließen", wurde nach längerer Erörterung der legtere mit nicht sehr erheblicher Majorität angenommen. Um aber ein Tausend im Zage fertig zu stellen, muß man jung, verhältnißmäßig fräftig und sehr fleißig sein, namentlich da Bfufcharbeit nicht geduldet, vielmehr eine leserliche, hübsche Handschrift gefordert wird. Ein älterer Mann, dessen Hand schon ein wenig zittert, muß langsam schreiben, wenn seine Schrift noch deutlich bleiben soll, und er tann höchstens 1 Frts. bis 1,20 Frts. täglich verdienen. Ein Bandist, der es auf 2 Fris. im Tage bringt, wird als ein Wunder angestaunt. Paris, 25. Juli. Der Gemeinderath beschloß die Bewilligung von 20 000 gris. zur Unterstühung der Opfer des Eisenbahnstreita. Den Versammlungen. n Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten sammlung am Freitag, den 24. ds. Mts., im Weddingpart" ab. Reichstags- Wahlkreis hielt seine legte, fehr gut besuchte Ver Eine von annäherud 2000 Gehilfen besuchte öffent liche Buchdruckerversammlung fand am 25. Juli statt. Zum ablegung über das zweite Vierteljahr dieses Jahres. Die Gesammt ersten Punkt der Tagesordnung: Bericht über die einnahme belief sich auf 1081 W. 76 Pfg., die Ausgabe betrug momentane Lage der Berliner Buchdrucker" 612 m. 85 Pfg., Demnach bleibt ein Bestand von 888 M. 91 Pfg. führte der Vorsitzende Philipp Schmitt folgendes aus: Dem Kassirer wurde auf Antrag der Revisoren Decharge ertheilt. Um die Vorschläge der Verkürzung der Arbeitszeit bei steigendem Lohne einer gewissenhaften Erwägung unterziehen zu Bahl der Mitglieder beträgt etwas über 1500. Von einer Seite tönnen, ist es nothwendig, daß den Kollegen das Material vor burde der Ausschluß eines Bereinsmitgliedes gewünscht, das gegen gelegt wird, welches die Unabweisbarkeit dieser Forderung flar die Interessen der Partei verstoßen habe; da der Betreffende erweisen soll. Wenn auch im Winter infolge der Reichs- und Bersammlung beschlossen. Hierauf erhielt zum zweiten Punkt der augenblicklich die Situation vollständig geändert, und eine große Tarifs gezwungen werden. daß, den gemachten Erfahrungen gemäß, eher eine Verkleinerung als eine Vergrößerung der Verbandskreise am Plaze sei. Im Uebrigen tomme es aber auf die Form der Organisation nicht an. Da die Gehilfen aber nicht wüßten, ob ihnen die Prinzipale entgegenkommen wollten, hielten sie an der gegenwärtigen Form der Organisation fest. Kollege Silberberg: Die Prinzipale sagen immer, die Ge hilfen sollten nur warten, man werde sie schon zufrieden stellen. Bis heute hat sich aber noch nichts gezeigt. Nachdem noch die Kollegen Giesecke, Rohlmann und einige andere gesprochen hatten, rieth ein Vertreter der Prinzipale, den Vorschlag des Vereins deutscher Buchdrucker nicht zurückzuweiſen. Hierauf wurde gegen die Stimme des Herrn Näther folgende Resolution angenommen: Die heute im Feenpalast tagende öffentliche Versammlung der Buchdrucker Berlins weist, nach Anhörung eines Referates| des Gehilfenvertreters Herrn Besteck die Zumuthung des Vereins deutscher Buchdrucker in Bezug auf Auflösung der gegenwärtigen Tarif- Kommission entschieden zurück, erklärt vielmehr, min destens bei den alten Verhältnissen bleiben zu wollen, und wünscht, wenn möglich, die Kreise behufs besserer Agitation noch zu verkleinern. vertreter, in diesem Sinne zu wirken. Sprechlaal. Inhalt desselben identifiziert zu werden. fie erkannten, daß sie die Maschinen nicht mehr anhalten konnten auf die Verbindungsbrücke zwischen Lokomotive und Tender ge Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Naum dafür abzu- worfen. Die vorläufige Untersuchung über die Ursachen des Ungeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen glücks scheint zu ergeben, daß die Schuld dem Lokomotivführer Interesses zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem des Ergänzungszuges zur Last zu legen ist. Derselbe ließ seinen Die Versammlung beauftragt den Gehilfen Bügler und Stepper habe ich zu erwidern, daß ich nicht hervor. liegenden Station mit voller Geschwindigkeit fahren und erAuf den Bericht über die Versammlung der Mäntelnäherinnen, Bug troß der Warnungen des Vorstehers der vor Saint- Mandé nahme der Berliner Gehilfen zu den Anträgen ich dem Verband angehöre, den Beitrag bezahlt, und auch noch wirksamkeit gesetzt worden sei und daß er deshalb den Zug Beim dritten Punkt der Tagesordnung: Stellung gehoben habe, daß eine Arbeiterin nicht so viel verdiene, um den mäßigte die letztere auch auf die gegebenen Halteſignale nicht. Der angeschuldigte Lokomotivführer hält dem entgegen, daß die Verbandsbeitrag zu bezahlen, denn ich selbst habe ja doch, ſeit Bremsvorrichtung seines Buges von böswilliger Hand außer zur Tarifrevision führte Kollege Besteck aus, daß eine mals die Erklärung abgegeben, daß eine Arbeiterin, die für die ganze Reihe von Abänderungsanträgen eingelaufen set. Der Bewegung ist, ben Beitrag gern bezahlt. Der Herr Referent be- nicht habe zum Stehen bringen können. Grundgedanke derselben sei im wesentlichen folgender: London, 27. Juli. Wie aus Kairo gemeldet wird, sind in 1. Die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit auf 9 Stunden. tonte gleich anfangs seiner Rede, daß er Berliner Verhältnisse In dem Zeitungswesen ließen sich selbstverständlich Ueberstunden nicht kenne, und sagte unter Anderem, daß eine Arbeiterin häufig Mekka in der letzten Woche über 2000 Cholera- Todesfälle absolut nicht vermeiden; deshalb müsse dort die Anordnung ge- nur 3-5 m. verdiene, auch daß es Geschäfte gebe, die, um auf registrirt worden. Die Gesammtzahl der Todesfälle beträgt bis troffen werden, daß die Zeitungssetzer nicht mehr als jede Art und Weise zu sparen, nicht einmal Lagerräume hätten, jet 4200. 6 X 9 54 Stunden wöchentlich zu arbeiten hätten. sondern die Arbeit von den Schneidern direkt nach der Bahn 2. Erhöhung der Grundposition( Preis für einen Satz von befördern ließen. Den ersten Punkt gebe ich zu, den zweiten da gegen bezweifle ich ganz entschieden, weil die Geschäfte unmöglich den Schneidern die Arbeit ohne jede Kontrolle abnehmen. Bertha Redlich, Staligerstr. 181. 1000 Buchstaben) um 10 pet. 3. Erhöhung des Lokalzuschlages von 25 pet. auf 331/3 pCt. 4. Erhöhung der Vergütung für Ueberstunden um 5 Pf. mit Ausnahme der ersten Stunde: Außerdem Erhöhung des Lohnes für Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Ferner ist auf Abschaffung der Berechnung zu bringen, da der Arbeiter gerade dadurch gewaltig benachtheiligt wird. Alle diese Anträge sollten den Gehilfen an den einzelnen Orten zur Urabstimmung vorgelegt werden und zwar aus Gründen der Vorsicht. nieder. Vermischtes. Dover, 27. Juli. Nach einer hier eingegangenen Depesche stieß der nach Ostend gehende Post dampfer mit einem unbekannten Schiffe zusammen. Der Umfang des Schadens ist noch nicht bekannt, doch soll der Zusammenstoß ein nicht uner heblicher gewesen sein. Budapest. Russische Juben haben von der Esseger Spartasse elftausend Joch Grund und Boden angekauft. Es besteht die Absicht, auf dem Cepiner Territorium achtzig bis hundert Familien anzusiedeln. W Djeddah, 26. Juli. Die Cholera ist hier im Abnehmen. Nachdem in der Diskussion die Kollegen Giesecke und daß bei Roheisenverzollungen feine interBochum, 27. Juli. Gegenüber der Erklärung Baare's, Bisher sind der Epidemie 4200 Personen erlegen. Teheran, 27. Juli. Die faiserlich persische Tabak Massini und Herr Näther gesprochen hatten, wurden die Anträge ziehungen vorgekommen, hält Fusangel feine Be- Kompagnie hatte türzlich eine auf ihre Geschäftsgebahrung einzeln angenommen. hauptung aufrecht. Baare habe um die Hinterziehung gewußt bezügliche Bekanntmachung an die Mauern von Tabriz anschlagen Unter Verschiedenem" legte Kollege Silberberg sein und für ihre Geheimhaltung einer bestimmten Person Geld ge- laffen. Die meisten dieser Plakate wurden heruntergerissen. 13 Amt als Delegirter zur Berliner Streit- Kontrollkommission geben. Antwort auf dieses Plakat fanden sich in der Nacht vom 12. d. Die Kollegen Schmitt und Giesecke riethen von einer Neuwahl ab, während Kollege Dolinski die Bremen, 27. Juli. Die vom Kommerzienrath Stanglin Plakate revolutionären Inhaltes angeschlagen, in denen die Ansicht vertrat, daß die Kommission unter allen Umständen be-( Stuttgart) ausgerüstete Expedition nach Spitzbergen Priester aufgefordert werden, der Bevölkerung zu helfen und alle schickt werden müsse. Man beschloß hierauf, die Angelegenheit ist heute Vormittag an Bord des neu erbauten Fischereidampfers diejenigen mit dem Tode bedroht werden, welche sich auf die in einer demnächst abzuhaltenden Versammlung zum Austrag zu Amely" in Begleitung des Kapitän Bade nach Wismar in See Seite der Tabat Kompagnie stellen würden. Es haben infolge bringen. gegangen. An derselben betheiligen sich Dr. May Graf Zeppelin dessen zahlreiche Verhaftungen stattgefunden. Nunmehr berührte Kollege Schmitt die Lokalfrage und be- und Professor Baur( beide aus Stuttgart), Bergreferendar Cincinnati, 26. Juli. Gestern Abend erfolgte bei Middle tonte, daß für die Versammlungen der Buchdrucker kein anderes Cremer( Berlin) und Dr. Faber( Stuttgart) als Schiffsarzt. town, einer Station der Cincinnati- Hamilton- Dayton- Eisenbahn, Lokal geeignet sei als die Philharmonie. Das Lokal sei zwar Außerdem hat sich Fürst Karl v. Urach, Graf v. Württemberg, ein 3usammenstoß zwischen einem Güterzuge und einem gesperrt, doch hätten es die Buchdrucker zur Besprechung ihrer als Passagier angeschlossen. Die auf 6 bis 7 Wochen berechnete Vergnügungszuge, in dem sich meist junge Leute aus Lage unbedingt nothwendig.( Beifall und heftiger Widerspruch.) Reise hat das genauere Studium der Geologie Spißbergens Dayton befanden. Drei Wagen des letzteren wurden umgestürzt Der Verein habe sich bereits dahin entschieden, die Philharmonie sowie die nähere Untersuchung der Fischereiverhältnisse der und hierbei 3 Personen getödtet und gegen 40, davon mehrere als Versammlungslokal wieder zu benutzen.( Großer Lärm.) nordischen Gewässer zur Aufgabe. Die bekannte Rheder und tödtlich, verlegt. Kollege Tübbecke wies sehr richtig darauf hin, daß die Hochseefischerei- Firma Droste, Gehrels u. Ko. hat den Dampfer Buchdrucker, wenn sie auf dem Boden der modernen Arbeiter- für die speziellen Zwecke der Expedition mit besonderer Sorgfalt bewegung ständen, ohne Widerrede sich den Anordnungen der eingerichtet. Lokalfommission zu fügen haben. Auf der einen Seite verlangten Braunschweig. Auf der Kaiser Wilhelmstraße ist durch die die Buchdrucker Unterstützung von Seiten der Arbeiter( Nauck Geistesgegenwart eines Arbeiters ein großes Unglück und Hartmann) und auf der anderen Seite arbeiteten sie deren verhütet worden. Der Arbeiter war mit Ausgraben eines Bestrebungen direkt entgegen. Die Buchdrucker könnten ohne die Baumes beschäftigt, der ins Fallen fam, bevor es erwartet ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Philharmonie ganz gut bestehen; oder glaube man etwa, die wurde; gerade an der Stelle, wohin der Baum stürzen mußte, Raffel, 27. Juli. Reichstags- Stichwahl. In der hiesigen ganze Bewegung der Buchdrucker ginge zu Grunde, wenn die befanden sich die zwei Kinder eines hiesigen Ingenieurs, das eine Stadt wurden für Endemann( natl.) 5357 Stimmen, für PfannPhilharmonie unter Umständen einmal abbrenne?( Beifall. Nufe zweijährige in einem Kinderwagen, das andere fiebenjährige hinter fuch( S03.) 4635 Stimmen abgegeben. Das Resultat aus den Sehr richtig!) demselben. Sobald der Arbeiter das Stürzen des Baumes be- übrigen zum Wahlkreise gehörigen Bezirken liegt noch nicht vor. Es sprachen zu dieser Angelegenheit noch die Kollegen merkte, sprang er aus der um die Wurzeln gegrubenen Grube Giesecke, Massini und Döblin, deren Ausführungen aber wegen heraus, riß die beiden Kinder unter dem gleich hinterher auf den für Schlick( tons.) 705, Scheu( dfr.) 1152) und für Lorenz( 03.) allzu großen Lärms unserem Berichterstatter unverständlich Kinderwagen stürzenden Baum weg, und rettete sie mit eigener 1478 Stimmen gezählt. Lebensgefahr. Der Wagen wurde auf einer Seite gänzlich zerHierauf wurde die Versammlung geschlossen. trümmert. Ehre dem tapferen Mann! blieben. Berichtigung. In dem Bericht über die Versammlung der Freien Vereinigung aller in der chirugischen Branche beschäftigten Berufsgenossen muß es heißen: Die Einnahme betrug pro 2. Quartal inkl. Kassenbestand vom 1. Quartal 670,65 M., Ausgabe 156,80 M., Bestand am 1. Juli 513,85 M. Posen, 26. Juli. Im ganzen Neissethal hat das Ho ch= wasser ungeheuren Schaden angerichtet. Eine große Anzahl von Dämmen sind durchbrochen, Mühlen demolirt und die Erntefrüchte vernichtet. Aus dem Neisseflusse wurden nachträglich noch mehrere Leichen aufgefischt. Depescheit. ( Depeschen des Bureau Herold.) Kaffel, 27. Juli( 9 Uhr Abends). Soweit bis jetzt bekannt wurden für Endmann 7091, für Pfannkuch 7007 Stimmen abe gegeben. Gauverein Berliner Bildhauer. Heute Dienstag, Abends 9 Uhr Wien, 27. Juli. Bei der Czernowiter FinanzBriefkaffen der Redaktion. Bersammlung bei Reßner, Annenstr. 16. Vortrag des Herrn Julius Türt. behörde Neuwahl der Bibliothets- Kommission. Ergänzungswahl zum Vergnügungs- b über eien entdeckt. Die Untersuchung wurde bisher geheim wurden vor Kurzem großartige Spiz Komitee. Geschäftliches. Verschiedenes. Die Sprechstunden der Redaktion] sind ausschließlich Mitgliederversammlung der Freien Vereinigung der Maurer geführt und tritt nun mit Resultaten vor die Deffentlichkeit, die Berlins and Amgegend, Donnerstag, den 30. Jult, Abends 8 Uhr, bei ein erschreckendes Bild der Korruption darbieten. Die leitenden von 12-1 Uhr Mittags und von 7-8 Uhr Abends. Orschel, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Sommernachts: Beamten wurden theils pensionirt, theils suspendirt. Der Außer dieser Zeit ist die Redaktion ausnahmslos für Wall. 2. Vereinsangelegenbetten, 3. Vortag über Moral. Referent Dr. Lütgenau. 4. Distussion. 5. Fragetasten. J. A.: Der Vorstand. 3ollamtsleiter in Bassausce entzog sich der Verhaftung Niemand zu sprechen. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Serwegh", Abends 8% Uhr, im durch Selbstmord. Der Vorstand des Czernowitzer HauptLokale von Otto Linte, Forsterstr 45. Gäste willkommen.--Proletarier", F. G., Verden. Gut gemeint, aber nicht druckbar. ( Pantow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28. Safenclever", Abends 30 IIa mts, Robierski, wurde gestern verhaftet, desgleichen eine Dahme bei Jüterbogk. Wir sind leider außer Stande, 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. Anzahl von Kaufleuten in verschiedenen Städten des Landes. Ihnen Auskunft ertheilen zu können. Agitationsverein" assalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. Es handelt sich zumeist um 3olldefraudationen bei ,, Spinoza", Abends 8% Uhr, bei Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäste haben J. B., Köpnickerstraße 124. Ohne thatsächliche Kenntniß Zutritt.- Lese- und Distutir- klub für Männer und Frauen, Johannes Vieh- und Getreidetransporten aus Rumänien, ferner um des Sachverhalts können wir Ihnen endgiltigen Bescheid, ob wir Wedde", Abends 9 Uhr, im Lotale von E. Lange, Manteuffelstraße 60. Branntweinsteuer- Unterschlagungen und Stellenverkauf. Ihrer Sache näher treten wollen, nicht geben. Männer und Frauen als Gäste willkommen. „ Steineiche", Lichtenbergerstr. 21 bei Heise. monia", Flottwellfir. 5 bei Bartels. " Gesangverein Freund= Gesangverein Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Wien, 26. Juli. Lemberger Blätter berichten, sämmtliche Fragesteller. Die Adresse Heinrich Radow's in London ist: 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein der Böttcher Gemeindebehörden in russisch Polen wurden angewiesen, alle fich 33 Harrington St., Hampstead R. R. N. W. M. B., Nuppinerstraße 6. Ohne Weiteres scheiden die fchaft", bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Gesangverein ar dort aufhaltenden ausländischen Juden, die nicht be= Das Treiben mit der Adalbertfir. 8 bet Schneider. Männerchor, Süd- Ost" 1, Kopnicerftr. 191 über die Grenze zu expediren. Arbeiter- Gefangverein Olympia", ſondere Erlaubnißscheine des Ministeriums besitzen, unverzüglich Kinder nicht aus der Kirche aus. " Autonomie" ist uns längst bekannt. Der klägliche Inhalt des ber Foge. Gesangverein Waldtapelle", Friedrichshagen, bei Blant. Blättchens schützt die Parteigenossen am Besten vor Irreleitungen. Gesangverein ,, Wiederhal I", Wrangelfir. 141 b. Schmidt. Gesangverein Konstanz. Die Antisemiten haben mit ihren Agita,, Schildhorn", usedoinstraße Nr. 33 bet Miete. Georg Jahn. Gut gemeint- aber lassen wir lieber das " Fidelitas", Ackerstraße 13 bet Summer. Gesangverein, Allegro", toren entschieden Pech, dem wahrheitsliebenden Stöcker, dem Dichten. Wariannenstr. 31-32, Industriehallen. Gesangverein ,, Myrthenblätter", teuschen Böckel, dem Ehrenschein einlösenden Liebermann von Belforterstraße 15 bei Schneider. Gesangverein Bruderherz", Strauß- Sonnenberg, dem Wucherverabscheuenden Pickenbach hat sich jetzt ertheilen. Höhr. In solchen Dingen fönnen wir Ihnen feinen Rath bergerstr. 3 bei Birt. Ihn'scher Gesangverein, umor", StraußbergerStraße 3 b. Birk. Gefangverein, verzagt 2", Moabit, Bilsnackerstr. 63 eine neue Roryphäe antisemitischer Tugendhaftigkeit zugesellt. J. W., Hamburg. Uujeres Wissens wird die Bolts Gefangverein, Hoffnung 2", Wilmersdorf, bei Gräß. Vor einiger Zeit berichtete ein Mannheimer Blatt, daß gegen den bibliothet des gesammten Wissens noch fortgesetzt, fie erscheint Gesangverein ,, Waldtapelle 2", Berliner Bockbrauerei. Gefangverein Antisemitenhäuptling Professor Dr. Sevin, früher in jekt in Breslau im Verlage der„ Schlesischen Volkswacht" und verein Vorwärts 3" Friedrichsfelde, bei Momber. Gesangverein Ladenburg, jezt in Ueberlingen am Bodensee, gerichtliche Unter- ist von dort zu beziehen. Fretes Lied 2", Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee u. Dorfstraßen- Ecke suchung wegen qualifizirten Wuchers eingeleitet ſei. bet Flges. ,, Arbeiter Matbund", Nowames, bei Gärtner, Wallstraße. GesangGesangverein Sänger Freiheit", Naunynstr. 43 b. Fröhlich. Gefang bei Winter. Gesangverein, Gyboly", Urbanstr. 88, bei Bollandt. b. Reufch.- Gefangverein„ tothe elfe", Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Die Korrespondenz ging auch in andere Blätter über und Dr. glaubigung des Bevollmächtigten der dortigen Filiale der Tabak E. Beese, Potsdam. Senden Sie eine abgestempelte Be verein Sänger hain", Admiralstr. 38. Gefangverein„ Sängertette, Sevin, welcher damals zum Reichstag kandidirte, hat sich in arbeiter- Organisation, des Inhalts, daß er den Bericht gelesen Gräfestr. 34 b. Fiebig. Musik- und Gesangverein Firmitas", Adalbert einer öffentlichen Erklärung reinzu waschen gesucht. Dies ist ihm hat. Der Bericht ist übrigens zu lang. straße 8 bei Schneider. Gesangverein, reußberg", Lichterfelderstr. 7-8 nicht gelungen, vielmehr dargethan worden, daß er nicht nur der Den Einsendern des Flugblatts unsern Dant, mit der Sund der gefelligen ärbeitervereine Berlins und Umgegend. Staatsanwaltschaft und dem Untersuchungsrichter, sondern auch Bitte, uns in Zukunft Drucksachen solcher Art stets Dienstag: Geselliger Verein ,, Glimbim", bei George, Gr. Görschenstr. 16.- einem Richterkollegium hinreichend verdächtig" erscheint. Es sofort zuftellen zu wollen. Theaterverein Eichentranz", Waldemarstraße 17. Tambourverein wurde nämlich gegen den Angeschuldigten mittlerweile das Deutsche Eich e", Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. R. Wendt. Das Markthallen Ruratorium veröffentlicht " Fidelio 1" erbittet zuschriften an Emil Gläser, Cuvryftr. 53, zu senden. Hauptverfahren eröffnet und zwar findet die Ver- seine Bekanntmachungen im„ Vorwärts" nicht. Möglicher Weise im Intelligenz- Blatt". Vergnügungsverein Vergnügungsverein Fidelio 2", Reichsgarten, Oranienstr. 108. Theater verein" Stern", bet Lehmann, Alexandrinenstr. 32. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein ,, Edelweiß" 9 Uhr im Restaurant Müller, Marianneustraße 46. Gäste willkommen. Gesangverein Anatreon", Abends von 9-11 Uhr, bei steßner, Annen" Gesangverein& udwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, straße 16. im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. bet Stumfe, Ackerstraße 128. Quartett- Berein, Wedding Männer Gesangverein Olympia" handlung am 30. d. M. statt. Wenn das so fortgeht, dann dürfte in kurzer Zeit die ganze antisemitische Partei rettungslos„ verjudet" sein. Freilich hätte sie von vornherein dem Christusworte vom Balken und Splitter mehr praktische Folge geben sollen. F., Liegnigerstr. 42. Sie haben wahrscheinlich die Ant wort übersehen. Wiederholen Sie Ihre Anfrage. E. D. Wenn Sie rechtzeitig gekündigt haben, ist Ihr Rontraft natürlich am Schluß des laufenden Miethsjahres abs bet Gerth, Prinzenstraße 106. Berliner Turngenossenschaft, Paris, 27. Juli. Wieder ein furchtbares Eisen gelaufen. 9. Männer Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr Blumenbahn- Unglück! Auf der Bahnlinie Vincennes- Paris fuhr Der Vertrauensmann bes zweiten Wahlkreises wird straße 630. Theater und Vergnügungsverein Vulcania", Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. in in der vergangenen Nacht ein von Joinville kommender Er- gebeten, sich auf der Redaktion einzufinden. Gäfte, Danten und Herren, willtommen. Theatertlub e Imerping", Abends 9 Uhr, in Sanf's gänzungszug mit vollem Dampf gegen den auf der Station Saint G. F., Fachverein der Tapezirer. Wir werden ver Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraße. Privat Mandé haltenden dicht gefüllten Vergnügungszug( Hauptzug). suchen, die Angelegenheit zu ordnen. Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße Die Lokomotive des ersteren Zuges thürmte sich auf die letzten P. V., Schwedterstr. Reichen Sie beim Magistrat zu Abends 9 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Bergnügungs- Wagen des Vortrains auf, von denen zwei die zweite Wagen- Händen des Stadtfyndikus Eberty eine Klage gegen die Orts Verein„ Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei S. Sperling, Görligerstr. 37. klasse und einer die erste Klasse führte. Die Dampskesselfeuerung tasse ein. Nr. 162. Gäste willkommen. " Neue Mitglieder werden aufgenommen. Geselliger Verein Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. Dilettantenverein ,, Nord", Uebungsstunde Dienstag sind verkohlt. Die Verwundeten erlitten meist Beinbrüche oder zahlen. sonstige schwere Verwundungen. Holzmarktstraße 72. Ecte. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub humoristische Gäste willtommen. eingeführt, willkommen. Rauchtlub ,, Borsig", Borsigstr. 27 bei Jentsch. Warten Steen Bescheid des Landwehr Brit here, Abends 9 Uhr bef Berndt, Berlebergerſity. 17. Gäfte wiltommen. Bagen, welche alsbalo in Brand geriethen. 49 Versoren wurden Bezirkskommandos ab. In der Antwort dieser Behörde ist bes Verein ehmaliger 37 er, Abends 9 Uhr, un stönigfladt- kafino, getödtet und 100 verwundet. Die meisten der getödteten Reisenden weitere Instanzenweg angegeben. Die Steuern müssen Sie bes biditet, abends 8½ uur, bet Zeovoipt, Port- und Mannſteinſtraßen: Init Dem Beben baton rouge. Quite abbose spielten sich amerikanischen Auktion bei einer Landpartie des Personal Arbeiter- Bildungsschule. 5,86 m. als Ueberschuß einer brüder", Abends 8 Uhr, kleine Markusstraße 10. Gäſte, durch weitglieder herzzerreißende Szenen ab. Ganze, Familien, sind ums Leben Berliner Blech- Emballage- Fabrik D. F. 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Leider können wir Ihnen das Gewünschte nicht Eine weitere Meldung besagt: Die Mehrzahl der Todten liefern, da unvollständig. ging durch Feuer und Wasser zu Grunde: es vergingen wohl 40 Minuten, bevor es gelang, Wasser zu beschaffen, und als man endlich die Hydrauten in Thätigkeit setzte, wurden solche Unmassen Wasser auf die brennenden Wagen geworfen, daß manche der Opfer, welche vielleicht nur verwundet waren, ihren Tod Briefkaffen der Expedition. G. 2., stud. jur., Elfafferstraße. Senden Sie Ihren durch die Wassermassen fanden. Der Maschinenführer und der Beitrag an den Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Gumpel, Heizer sind wunderbarer Weise gerettet; dieselben hatten sich, als Barnimstr. 42. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. bi ih ti D he 806 DE et et be li SF 8 b