e e e 4 T 3 3 e Nr. 120. Sonnabend, 23. August 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Bolloblatt scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, Rummern 5 Pf. Boftabonnement pro Quartal 3 Mart. trage der Bofzeitungspreislifte unter Abonnementspreis für Berlin wöchentlich 25 Pf. Einzelne ( Eingetragen im VIII. Nach Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 f. Arbeitsmarkt 10 t. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis 4 nhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 8immerstraße 44, sowie von allen Annonces Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat September eröffnen wir ein neues Abonnement auf das Berliner Volksblatt." 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Wenn es derselbe ist, dann begreifen wir auch sein Auftreten in Raffel. im befit haben sich gebessert! Inwiefern haben sie sich gebef= Also die Verhältnisse im städtischen Häuser- und Grundfert und für wen? Wenn wirklich eine Besserung" vorhanden ist, so kann es nur eine solche sein, die den Hausund Grundeigenthümern zu Gute tommt. Diese Haus- und 11 Menschen, gerade wie eine Schnecke mit dem Häuschen auf dem Rücken eine andere Schnecke, die kein Häuschen darauf trägt, nicht für voll nimmt. Also wenn der Hauswirth von einer Befferung" spricht, was geht das den Miether an? " Von Wohnungsnoth in den großen und mittleren Städten spricht man faum mehr, weil dieser Zustand mit Ausnahme von wenigen Pläßen, nunmehr permanent geworden ist und der Mensch sich an Alles gewöhnt, so gewöhnt er sich auch daran. Die Miethen haben eine Höhe erreicht, die manchmal schwindeln macht. Für den Geschäftsmann, der nicht bemittelt ist oder am Jahresschluß eine glänzende Bilanz aufzuweisen hat, ist der hohe Miethspreis geradezu ein Strid um den Hals. Der Handwerker, der Arbeiter, der kleine Beamte, sie sollen sich daran gewöhnen, einen mächtigen Drud zu ertragen, der in Gestalt der Wohnungsfrage auf ihnen lastet. In der Mitte der Städte können sie nicht wohnen, fie sind in die Vorstädte verbannt, von wo Arbei ter und Beamte oft stundenlang bis zu der Stelle, wo sie arbeiten, zu gehen haben, wenn sie nicht per Woche so und soviel für Fahrgeld ausgeben wollen. Und dann haben sie die Wahl, in einem engen, dumpfen, schmutzigen und baufälligen Hinterhause etwas billiger zu wohnen, oder sie nehmen fich eine Wohnung, die auf die Straße geht, die aber zu theuer ist, als daß sie diefelbe bezahlen können. Dann müssen sie sich auf das Vermiethen von Zimmern oder von Schlafstellen verlegen und leben in unaufhörlicher Besorgniß, daß ihnen die Aftermiether abgängig werden oder nicht pünktlich bezahlen könnten. Sie selbst aber müssen sich aufs Aeußerste einschränken; sie wohnen, essen und schlafen, wenn es gut geht, in der Küche, wenn es schlechter geht, auf dem Borplate. Und wie übel sind die kleinen selbstständigen Handwerker der großen Städte daran, die ihrer Kundschaft wegen in Stadttheilen wohnen müssen, in denen die Wohnungen etwas theurer find. Das find bekannte Dinge und den Herren Haus- und Grundbefizern find sie auch nicht verborgen geblieben. Um Grundeigenthümer bilden eine kleine Minderzahl, die unge so frivoler ist es, da ohne Weiteres von einer Besserung" in den Verhältnissen des Grund- und Häuserbefizes zu wird von einer Besserung" in den Häuser- und Grundbesprechen. zverhältnissen der Städte bis jetzt sehr wenig verspürt haben. schon als eine Besserung ihrer Lage ansehen, daß die MiethsDie Herren Haus- und Grundeigenthümer mögen es preise in den Städten so ungeheuerlich gestiegen sind. Es hat sogar die Anscheinung, als wolle diese Besserung" in " 1 Wer heute die Wohnungen des Proletariats besucht, der wird staunen, wie weit die Lebenshaltung der arbeitenben Klaffen gerade durch die Wohnungsverhältnisse hinabgebrückt worden ist. Für ben, ber sich dies Elend noch nicht mit eigenen Augen angesehen, ist es unglaublich, wie sich die Menschen in Bezug auf ihre Wohnung behelfen fteigender Tendenz verharren und als wollten die Mieths- müssen. Und doch wird der Miethsbetrag ebenso unerbittlich eingetrieben, wie der Betrag für des Leibes tägliche Noth durft und Nahrung. preise die Grenzen der Möglichkeit erreichen. zu wollen, wäre der blanke Hohn. Allein der Hauswirth Den Miethern gegenüber von einer Besserung" reden betrachtet den Miether als einen nicht ganz vollkommenen Radbrud verboten.] 30] Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Die gegenwärtigen Wohnungsverhältnisse sind eine brin gende Gefahr für Gesundheit und Sittlichkeit der Bevölwas es heißt, ein Edelmann sein! Du läufft nicht halb so gut wie mein Junge, der kleiner ist wie Du und noch eine Bürde Binngeschirr tragen muß." Ich bin nicht daran gewöhnt," erwiderte Rupert ärgerlich. | kerung. Ist darin auf dem Verbandstag der Herren Häuserund Grundbefizer auch nur eine Silbe gesprochen worden? Nein, da war es vielmehr der Sache angemessen, sich über die Grund- und Gebäudesteuer zu unterhalten, die von den Hausbesitzern ja doch auf die Miether abgewälzt wird. Aber es fann garnicht mehr lange dauern, so wird sich die Gesetzgebung genöthigt sehen, gegen diese Verhältnisse einzuschreiten. Bisher hat man diefe Dinge, wo so schwer Nath zu schaffen ist, absichtlich bei Seite liegen lassen, allein das Unheil ist dadurch nur gewachsen. Während die Induftrie der arbeitenden Bevölkerung Anstrengungen und Entbehrungen zumuthet, die kaum erträglich sind, schädigen die Massenquartiere der großen Städte die Gesundheit der Be völkerung auf's Schwerste und legen ihr dazu noch peku niäre Laften auf, unter denen sie fast zusammenbricht. Dabei wird jede, auch die geringste Gelegenheit benutzt, die Summe des Miethzinses emporzuschrauben, obschon eine steigende Tendenz ohnehin vorhanden ist. Solchen Dingen kann die Gesetzgebung nicht lange mehr ruhig zusehen und man wird zu dem Mittel greifen müssen, eine staatliche Taxation der vorhandenen Wohngebäude und der fünftig zu erbauenden vorzunehmen und die Höhe der Miethzinse durch Gesez festzustellen, damit die Schraube der Steigerung nicht mehr beliebig ge= breht werden kann. Die staatliche Feststellung der Miethpreise ist keine Lösung dieser Frage. Wir wollen darin eine solche bei Leibe nicht suchen. Wir wissen ganz genau, daß man die Höhe der Preise nicht dauernd fünstlich fixiren kann, aber in etwas kann man doch dem herrschenden Unfug im Wohnungssystem steuern und es würden sich auch Mittel finden, die Umgehung eines solchen Miethegesetzes zu verhindern. Wir betonen also nochmals, daß wir in einer solchen Maßregel nicht die Lösung der Frage selbst erblicken. Allein wir sind der Ueberzeugung, daß die Gesetzgebung mit der Beit zu einer solchen Maßregel gedrängt werden wird. Dann wird man sich wenigstens einmal mit der so scheu vermiedenen Wohnungsfrage beschäftigen müssen. Politische Uebersicht. Bis zu den Reichstagswahlen, so schreiben die konser vativen Dresdener Nachrichten", wird man von Arbeiterstreits behufs Verbesserung der wirthschaftlichen Lage nicht viel zu hören bekommen. Die Sozialdemokratie hat an ihre Anhänger die Weisung ertheilt, jest zunächst alle Geldmittel für die bevorstehenden Wahlkämpfe zu sparen und zu sammeln schränkt sich daher auch die Lohnbewegung vorläufig darauf, und sie nicht in Lohnkämpfen zu verausgaben. In Berlin beDie Forderung eines Normalarbeitstages zu begründen und die gegenwärtigen Löhne als die Minimallöhne zu bezeichnen. Die Dresdener Nachrichten" müffen's wissen. nachdem Dr. Mellodem gekommen war, um mit ihm zu Sprechen und er überall vergebens gesucht worden war und man dessen Brief gefunden und dem Anwalt übergeben hatte. Besorgt wegen der Wirkung, welche die Nachricht auf Lady Bide haben könnte, begab fich Dr. Mellodem mit dem Briefchen zu Myra, um ihren Rath zu hören. Die Diener beider Häuser wurden alsbald ausgeschickt, nach dem Flüchtling zu suchen. Myra erschien in Bide- Hall, um ihrer Freundin die be trübende Neuigkeit vorsichtig mitzutheilen und während fie bei Lady Bide weilte, und Dr. Mellodem noch am Eingang des Schloffes zögerte, näherte, sich Sir James Wrigley Die Gesellschaft brach bald auf, fie wollte so schnell als möglich vorwärts tommen. Sie waren Alle in ziemlich guter Laune, da Tony Jedem von ihnen eine Pfundnote gegeben, für sich selbst hatte er zehn Pfund behalten. Dieses Geld war die Belohnung, welche Dr. Wrigley ihm für die Ueberrumpe- Rasen aus, mit trägem Antheil den seltsamen Erzählungen langfam. lung Ruperts geschenkt. Du wirst Dich schon daran gewöhnen," sagte Tony, ,, was einmal im Blute liegt, das kommt doch früher oder später zum Vorschein. Deine Leute, mein Bürschlein, waren so gut zu Fuß, wie wir, und Du wirst es auch noch lernen." Diese Andeutung brachte Rupert's Klagen zum Schweigen. Ueberwältigt von Hunger aß er etwas von der auf getragenen Abendmahlzeit und streckte sich dann auf dem der rauchenden und schwaßenden Gesellschaft um ihn her zuTony legte seine Hand auf des Knaben dichtes Geloc. Sieht dieser Haarschmud nicht gar zu mädchenhaft aus?" fragte er. Die Männer lachten. Dr. Wrigley ihm gesagt. Ich gebe Dir das Geld nur als Du läufft nicht die mindeste Gefahr, Tony," batte hörend. erwachsen und folgt Dir aus eigenem Antrieb wegen der Unbehaglichkeit seiner augenblidlichen Stellung im Hause der Lady Bide." mund rieben. Und wie unvortheilhaft für die Fahrt. Der ganze Staub der Heerstraße wird sich darauf sammeln, mein Junge, denn jest hast Du keinen Kammerdiener zur Verfügung, der Deinen Kopf bürftet und reinigt. Du machst Dich nur unnüß auffällig und lenkst die Aufmerksamkeit auf Dich, bis ein Bolizeispion Dich erkennt, Dich gefangen nimmt und ins Schloß zurückschleppt, zum großen Spaß für die Dienerschaft und zur Beluftigung für Deine ehemaligen vornehmen Schultameraden." Rupert sehr trübfelig. Sein Kopf schmerzte ihn entseßlich, er Der erste Tag der Wanderung war für den armen war matt und schwach von Hunger und dennoch widerstrebte es ihm, an den Mahlzeiten dieser Landstreicher Theil zu neh men. Der grobe Anzug quälte und beengte ihn. Noch mehr peinigten ihn die plumpen schweren Stiefeln, die ihm die Füße Tony und seine Helfershelfer bemerkten den trostlosen Bu schmeicheln und ihn aufzuheitern, damit ihm die Luft beliebt," sagte Rupert entrüftet. nicht anwandle, ihnen zu entrinnen und in die verlassene glänzende Heimath zurück zu fliehen, aber Rupert schämte Alte, wo hast Du Deine Scheere?" fich thörichterweise eines solchen Entschlusses. Er dachte dabei nicht nur an das Hohngelächter seiner gegenwärtigen Gefähr ten, sondern auch an das Schreiben, das er in seinem Bimmer zurückgelaffen hatte, außerdem versette ihn die Erinnerung an Sie können mir das Haar abschneiden, wenn es Ihnen So fomm mein Junge, ich will thun, wie Du wünscheft. Nachdem Frau Betigrew ihrem Gatten eine Barbierscheere überreicht, welche Dr. Wrigley sammt dem groben Anzug und den plumpen Schuhen geliefert hatte, fniete Tony hinter seinem Opfer nieder und schor ihm mit geschickter Hand jene jeine niedrige Geburt und an sein früheres Leben im Hause Maffen dunkler Locken ab, auf die Myra und Lady Bide so der Lady Bide in einen fast wahnsinnigen Schmerz. geeigneten Blag für ihr Lager auf einer öden Wiese. Selbst Spät am Abend fand Tony's müde Wandertruppe einen bie Wärme der untergehenden Junisonne vermochte den düsteren Drt nicht behaglich oder schön erscheinen zu laffen. der und schleuderte seine Schuhe von fich. Mit einem tiefen Seufzer fant Rupert auf das Gras nieDa siehst Du," sagte Tony balb zornig, halb nedisch, stolz gewesen waren. Rupert, dem fein Spiegel zu Gebote stand, ahnte nicht, wie vollständig umgewandelt er erschien. In der groben Kleidung, mit dem durch die weiten schweren Schuhe veränderten Gang und der von der Sonnengluth verbrannten Haut, würde Lady Bide ihren Knaben selbst nach dieser kurzen Zeit kaum wieder erkannt haben. Die Flucht Ruperts aus dem Schloffe ward erst entdeckt, Er war gelommen, um sich als höflicher Nachbar nach dem Befinden der Lady Bide zu erkundigen. Lady Bide", sagte der Anwalt, war gestern leidend und wird fich heute kaum wohler fühlen, denn diesem schönen fleinen Knaben, dem Rupert, hat Jemand etwas in den Kopf gefeßt, er sei ein Findling und dergleichen. Der Teufel hole den, der dem Kinde das beigebracht hat, und in seinem Elend ist er davongelaufen." ,, Du lieber Himmel!" rief Wrigley aus.„ Das kommt daher, wenn man fremde Kinder adoptirt. Das erinnert mich an die Fabel von dem Manne, der eine Schlange an seinem Busen wärmte, bis sie ihn und seine Familie stach." Und mich erinnert es immer," fnurrte Dr. Mellodew, der mit Wrigley beständig auf dem Kriegsfuß lebte ,,, an die verdammte Thorheit jener unſeligen Schwäßer die sich ewig unberufen in anderer Leute Angelegenheiten mischen." Wie hat die gnädige Frau die Nachricht aufgenommen?" wendete der Anwalt sich jetzt an Myra, die zu ihm getreten Sie liebte den Knaben zärtlich und hat erst gestern ihr Testament zu seinen Gunsten gemacht." war. 11 Die erschütternde Kunde hat sie nicht niedergeworfen, wie ich befürchtet habe," erwiderte Myra, fie scheint vielmehr ihre ganze Selbstbeherrschung durch die Nothwendigkeit wieder ge funden zu haben, alle ihre Kraft zusammenzuraffen, um dem armen Kinde auf die Spur zu kommen. Lady Bide wünscht zunächst die Polizei in Anspruch zu nehmen." Ich denke," bemerkte Wrigley mit seiner einschmeichelnden Stimme, daß ich den besten Ort weiß, wo man nach ihm forschen fann. Unten am Hafen." Wie! Sie meinen, er ist zur See gegangen?" " Ja, er ließ in der letzten Zeit wiederholt Andeutungen über Seereisen fallen, und über die Möglichkeit, jenseits bes Die Deutsch- Freifinnigen in Chemnitz haben erklärt, I feinen eigenen Kandidaten zur Reichstagswahl aufzustellen. Das heißt, sie wollen für den Kandidaten der Konservativen und National liberalen, Herrn Landgerichtsdirektor Schieber, stimmen. Darüber großer Jubel in dem national- liberalen Lager, die diesen Entschluß dankbar willkommen" heißen. Wie heißt doch das alte Sprüchwort von dem, welches sich schlägt und verträgt? Zur Affaire Rickert. In einer der ,, Bossischen Zeitung" aus München von der Redaktion der ,, Pol. Blätter" zugegangenen Nachricht heißt es: " des Budgetkonflikts; Gutheißung der im Jahre 1875 von den Monarchisten aufgezwungenen Verfassung durch die Republika ner im Jahre 1884- das ist das Werk des Kongresses von Versailles, eine wahre Herausforderung gegen den Geist der Revolution und die Ueberlieferung der republikanischen Partei. Diese Herausforderung wird von der Demokratie angenommen werden. Diese wird Frankreich nicht in den Händen der oppor tunistischen Politiker und der blinden Majorität laffen, welche ihnen die Schleppe trägt. Fortan muß in allen Senatoren, Abgeordneten, Departemental- und Munizipal- Wahlen das erste Wort der Programme lauten: Revision der Verfassung. Die Liga für die Revision muß ihr Werk fortsegen, da wir feine Revifion gehabt haben. Unser Losungswort, dasjenige aller Republikaner, aller Patrioten, muß heute sein, was es gestern war: eine republikanische Verfassung durch eine Konfti tuante. Bürger! Wir zählen auf Euch und geben der Majo rität des Versailler Kongreffes Stelldichein bei den Wahlen von 1885. Es lebe die Republik!" hierüber die Köln. 3tg." ein faum zu haltender Zustand, daß ein Staat durch bloße Erklärung oder durch Käufe ſehr fraglicher Art ganze Ländereien soll vorweg nehmen und an dere Staaten von ihnen ausschließen können, die dort wesent Dere Staaten von ihnen ausschließen können, die dort wesent liche Intereffen haben. Die Annerion auf dem Papier, wie fie England neuerdings in Afrika und Australien durch seine Kolonien vornehmen lassen will, können für Dritte nicht wirksam sein. Es wird auf der zu erwartenden Kongo- Konferenz unerläßlich sein, diese dringend gewordenen Fragen algemein zu ordnen, wenn man den besonderen Berathungsgegenstand, die internationalen Rechtsverhältnisse der Kongogebiete, befriedigend erledigen will." Der Ton der Köln. 3tg." ist in dieser Notiz offenbar ein sehr chauvinistischer. Die nationale Beweihräucherung, welche an den Franzosen sonst immer so heftig getadelt wurde, wird seit einiger Zeit sehr gern gesehen und man thut so, als wäre die Ehre und der Ruhm Deutschlands um jeden Flaggenststock engagirt, den irgend ein unternehmungsluftiger deutscher Kaufmann in irgend welchem Negerstaate aufgepflanzt hat. Die Frage der inneren Kolonisation verdient mehr Aufmerksamkeit und befist mehr Wichtigkeit für die Nation, als jede aggressive KolonialPolitit. Herr Viereck hatte den ,, Dunkelmann von 48" aufgefordert, der die Pol. Wochenschrift" zur Veröffentlichung der Falfifi fate verleitet hatte, fich offen und ehrlich zu der That zu betennen, widrigenfalls die Redaktion fich von jeder Verpflichtung, ihm gegenüber das Redaktionsgeheimniß zu bewahren, endgiltig entbunden erachte. Die Folge dieses Briefes waren folgende Telegramme: 1) Telegramm 8765.*, 13. August, 9.50 Min. Komme sofort! Einen Tag warten! 2) Telegramm 8770. Berlin, 14. August, 2.15 N. Krant, gebrochen hier angekommen. Weiterreise unmöglich. Rickert vollständig unterrichtet. 3) Telegramm 8728.*, 15. August, 5.52 N. Ridert telegraphirte nach Berlin. Versöhnt. Alles erledigt. Name nirgend zu nennen gebraucht. Brief folgt. " Der Brief, heißt es in der Pol. Wochenschrift" weiter, folgte in der That. Er enthielt, abgesehen von den geradezu steinerweichenden Bitten an die Redaktion, ihn mit Rücksicht auf seine Familie und den Umstand, daß er, eingreiser Achtundvierziger", schon vor 35 Jahren oder noch früher ,, mit Alfred Meißner im Leipziger sozialistischen Klub getagt", zu schonen, noch zweierlei: 1) Die Drohung gegen Herrn Viereck, derselbe werde für den Brief, der ihn zu Tode verwundet", seinem Sohne Rede zu stehen haben. 2) Die Mittheilung, daß Herr Nickert selbst gegen die Namensnennung sei, da gerichtlich viel zur Sprache käme, was die Verzweiflung zu sagen zwingt, so jezt noch still bleibt." 30 militärflüchtige Bosniaken, die seit dem Jahre 1882 in Montenegro verweilten, find von der dortigen Regie: rung den österreichischen Behörden ausgeliefert und bei Kasanzi über die Grenze geschafft worden. Sie werden sogleich in das Heer eingereiht werden und in der Straflompagnie Gelegenheit haben über die Liebe zum Vaterlande Betrachtungen anzustellen. Die allgemeine Wehrflicht, welche in Bosnien seit der Okkupation durch Desterreich eingeführt wurde, ist den Halbaftaten" die unangenehmste der modernen europäischen Errungenschaften. Bu mehrerer Bestätigung des letteren Punktes ging sodann bei der Redaktion der ,, Polit. Wochenschr." noch folgendes Telegramm ein: Ueber die Cholera in Marseille veröffentlicht Henri Fouquier im„ XIX. Siècle" einen Bericht, der recht pessimisti sche Ansichten über den Aberglauben der dortigen Bevölkerung enthält. Er lautet: Sch erhalte heute einige seltsame und wahrhaft ergreifende Details über die Cholera in Marseille. In einem Theile der Bevölkerung war der Glaube verbreitet, Die Kranken würden von den Aerzten vergiftet. Darum wei gerten sich Viele, fich ins Hospital bringen zu lassen oder in ihrer Wohnung Hilfe anzunehmen, und wurden Unglückliche todt in ihren Behausungen gefunden, wo sie sich abgefpent hatten. Im Pharo, wo die Aerzte von Marseille fich fo tapfer gezeigt, entläßt ein Arzt einen Kranken und sagt:" Nicht wahr, mein Junge, Du bist froh, daß Du Dich daraus gezogen haft " 1 Ja wohl, Herr Doktor, um so mehr, als ich nicht dachte, daß ich lebendig davon kommen würde. Wieso?" Weil man sagt, da es zu viele Arbeiter gäbe, müßten die Aerzte die Kranten vergiften. Und Du hast das wirklich geglaubt?" Mein Gott, wenn die Regierung es ihnen befohlen hatte. Der Präfekt stand daneben und hörte dieses Gespräch. geretteten Patienten, daß man Dich vergiften würde?" Hast Du auch geglaubt," fragte er einen anderen, ebenfalls Nach zwei Tagen ist der dänische Reichstag ge= schloffen worden, der am 14. b. zu einer außerordentlichen Seffion einberufen war. Die Einberufung mußte um diese Beit geschehen, um der Bestimmung des Grundgefezes gerecht zu werden, wonach der Reichstag, zwei Monate nach den abgehaltenen Wahlen zur zweiten Sammer zusammentreten soll. Troß dieser kurzen Spanne Beit fand, wie man der ,, Voff. 3." Troß dieser kurzen Spanne Beit fand, wie man der ,, Voff. 3." schreibt, der Konseilpräsident Estrup Gelegenheit, der zweiten Kammer seine Geringschäßung zu befunden, indem er ganz allein und zwar in Civilfleidung in der Kammer erschien, um den Schluß der Seffion anzufündigen. Dieses äußerst unceremoniöse Verfahren hatte zur Folge, daß ein von einem konservativen Mitglied auf den König und das Grundgesetz ausgebrachtes Hoch in der Versammlung nur höchst geringen Antlang fand. Die Hoffnung, daß das Ministerium fich nach der bei den Wahlen im Juni erlittenen ellatanten Niederlage nun endlich zurückziehen werde, hat sich also nicht erfüllt und es wird im Oktober wiederum eine Reichstagssession beginnen, die, womöglich noch unfruchtbarer sein wird, als die vorher gehenden. Telegramm No. 2060. Rulmfee, 17. August, 5:20 N. Rickert's ausführlichen Brief eben empfangen. Will Sache todtschweigen. Alle Polemit begraben, mir allein Erklärung überlassen. Diese schreibe ich. Wir bedauern nur so bemerkt dazu die Pol. Wochenschrift" eine weitere Erklärung von dem sehr ehrenwerthen Absender nicht mehr annehmen zu können. Nachdem derselbe fich hinter unserem Rücken mit dem von ihm in denkbar verächtlichster Weise charakterisirten Herrn Rickert in Verbindung gefeßt und über unsere Köpfe weg eine Versöhnung inszenirt hat, haben wir bei dieser Tragi- Komödie nicht weiter mitzuwirken und überlassen den häuslichen Streit zwischen Herrn Rickert und seinem Landsmann allein den Betheiligten. Strafimpfung. Dem, Kurier Pozn." zufolge mußte der verantwortliche Redakteur desselben, Herr v. Gryczynki während der Verbüßung einer elfmonatlichen Gefängnißstrafe wegen Preßvergehen in einem Alter von nahezu 60 Jahren auch die Zwangs- Impfung im Pösenifer Gefängniß über fich ergehen laffen! std brand baru 1788 lifter batte Aug Die ter g barte Scha in b fem die Nicht zu sehr, aber gesagt habe ich es doch.- Es schmerz mich tief, versichern zu müssen, daß diese Worte ganz authen tisch sind. Sie stellen die menschliche Dummheit in ihrer Blöße und in ihrem vollen Umfange in ihren zwei Hauptformen: be Leichtgläubigkeit und des Maulaffenthums dar. Da giebt es also Leute, welche glauben und wiederholen, ohne nur die Un geheuerlichkeit des Einfalles zu ahnen, daß die Regierung Be horchen. Und was das Kolossalste ist, dieses entsegliche Ding fehl ertheilt, Leute zu vergiften", und daß die Aerzte ge schien denen, die daran glaubten, nicht einmal so außerordentlich So weit sind wir also noch zurüd in der dritten Stadt Frank reichs, in einer Stadt, die mit Schulen angefüllt und nicht für reaktionär gilt.... Arbeitsstockungen in England. Die Baumwollindustrie von Lancashire befindet sich gegenwärtig in einer sehr ge drückten Lage. Der Markt hat sich seit Wochen verschlimmert sowohl für die Fabrikanten wie für die Spinnereibefizer und die Preise sind so niedrig geworden, daß viele Fabrikantten es vorziehen, ihre Etablissements für eine Beitlang gänzlich(!) zu schließen, als mit höchst empfindlichen Verlust fort zu ar beiten. Den empfindlichsten Verlust trägt sicherlich der Arbeiter. Es scheint sich hier nicht um eine partielle Geschäftsstockung zu handeln, sondern um die Verboten einer jener gewaltigen Krisen, die den ganzen Weltmarkt berühren. liffer wurd ein Revo wurd worb Mad einer ben, Berh nen, fuchte Feder 10 na in de Inapp beamt bring menja die D fich wegen widel a Der K aus 2 .: 6 S. zu Shut garnic Die G zur M Fußbe Der S thete gefegli machte nehme ab, da geftell Daß die italienische Grenzsperre gegen die Schweiz reine Veration ist, steht außer allem Zweifel. So ist in teff nischen Blättern zu lesen: man fönne jest mit einem Trink geld von Fr. 5-10, ohne die Quarantäne durchzumachen, zahlen müssen. Diese billigen Preise, die vielleicht noch weitere über die Grenze gehen, während man früher Fr. 50-100 babe Reduktion erfahren werden, habe man wohl der konkur renz zu verdanken, welche in diesem Punkte die italie nischen Grenzwächter den Schmugglern machen, die sich natürlich auch mit der unerlaubten Beförderung von Menschen befassen. Ueber den Stand der Cholera in Italien wird aus Rom berichtet: Vorgestern find in Bergamo 6 Erkrankungs und 6 Todesfälle, in Campobasso 7 Erkrankungs- und Todesfälle, in Cosenza 1 Erkrankungsfall, in Cueno 4 Erkran fungs- und ebenso viel Todesfälle, in Genua 1 Erkrankungs fall, in Maffa 7 Erkrankungs- und 3 Todesfälle, in Barma 1 Todesfall, in Portomaurizio 1 Erkrankungs- und 1 odes fall und in Turin 10 Erkrankungs- und 6 Todesfälle vorge tommen. In England scheint mit dem Schluß der Parlamenst feffion zu welcher die Verwerfung der Wah Ireformbill eingetreten zu sein und wenn nicht alle Anzeichen trügen, durch das Oberhaus die Veranlassung gab, eine Ruhepause dürfte ste schlummern, bis die Herbstfesfion des Parlamentes die Reformfrage abermals in den Vordergrund drängt. Das ist ein Beweis mehr dafür, daß die Bewegung nicht aus der Tiefe des englischen Volkelebens stammt, sondern fünstlich von oben her gemacht worden ist, um die öffentliche Aufmerksam feit von der verfahrenen äußeren Politif des liberalen Minis steriums Gladstones auf die Tories zu lenken, welche durch ihre Kritik der egyptischen Mißerfolge lästig zu werden begannen. So muß der Widerstand der Konservativ en gegen die Wahlrefo: mbin zum bequemen Mittel werden, sie als die Gegner jeder Volksbestrebungen hinzustellen und andererseits den ,, wackeren" Liberalen recht billig einen angenehmen Glorien schein zu verschaffen. Die wahren Intereffen des Volkes liegen Nachdem die Spione von Koblenz, eine Entdeckung, deren Ruhm die Köln. 3tg." zu tragen hat, ihre Runde durch fast alle deutschen Blätter gemacht haben, zeigt es fich, daß wieder einmal ein arges Geflunker dahinter gesteckt haben muß. Es handelte sich um zwei in Koblenz verhaftete franzöfifche Offiziere, in deren Befiz Pläne, Skizzen, Beichnungen zc. vorgefunden wurden, die also mit einem Wort Militärspionage getrieben haben sollten. Mit unverkennbarem Behagen, das fehr nach Franzosenfresseret" schmeckte, wurde noch hinzugefügt, Daß den Verhafteten der Landesverrathsprozeß gemacht werden würde und wurden die Gesezesparagraphen angezogen, welche die Miffethat zu fühnen hätten. Zur allgemeinen Enttäuschung aber sind die beiden Franzosen nach einigen gewiß nicht sehr angenehm im Koblenzer Amtsgefängniß verlebten Tagen freis gelassen worden und haben sich um ein Reiseabenteuer reicher nach Paris begeben. Die Wahrheit war also vermuthlich, daß die Offiziere fich mit Eifer einiger Studien befliffen hatten und dadurch ihr Mißgeschick selbst heraufbeschworen; sie waren aber durchaus nicht bestellte Spione. Hoffentlich wird Frontreich Wiedervergeltung in der Höflichkeit und Milde üben, wenn einmal ein deutscher Tourist auf französischen Festungswällen spazieren gehen sollte! nicht i nur al Nach Der er Brüfu firmati tharing beja, werder tungen bas bi halb d nun d ichaft ichreib Straße liegent Verlet Thater 3weiter nen, b befuch Butter trop it mäßig Lebte f Len zu hatte Inhal Schreib Spaust Abend ziemlid Aus dem Berichte der Oberverwaltung der ruffifchen Civilgefängnisse geht hervor, daß am 1. Januar 1882 die Zahl der Verhafteten sich auf 95 509 belief, worunter 8064 Frauen und 2401 Kindern. Im Laufe des Rechnungsjahres waren im Ganzen in den Civilgefängnissen 722 658 Menschen verhaftet, von denen 625 280 entlaffen wurden, so daß am 1. Januar 1883 nur noch 97 337 Personen eingesperrt waren. aber weder auf liberaler noch auf fonservativer Seite. Wann Den Gouvernements nach kamen die meisten Arrestanten auf Riew, nämlich 2147 Männer und 242 Weiber, die wenigftens auf das Gebiet von Jakutst, nämlich nur 2 Männer. Die Verfchidung nach wißt, was fich zugetragen hat: unsere Gegner sagten: Ihr nach 16 873, vertheilen fich folgendermaßen: zur Strafarbeit Gefängnißßen von Tjumen eingesperrten Personen, der Babl verurtheilt 1598, darunter 183 Weiber; zur Ansiedlung ver bannt 2782, darunter 286 Weiber; unter Aufsicht stehend 1509, allgemeinen Stimmrechts; Aufrechterhaltung des beschränkten darunter 81 Weiber; lebenslänglich verschickt 194, darunter 5 Weiber; aus den Gemeinden ausgestoßen 1193, darunter Senat zustehenden Rechts die Kammer aufzulösen: Organisirung 47 Weiber; auf administrativem Wege verbannt 313( 3) Zur Regelung der Kongofrage soll in nächster Zeit eine Konferenz berufen werden, auf welcher Deutschland den Vorsiz führen soll. Es wird sich hauptsächlich um die Frage handeln, welche Bestimmungen des Völkerrechts Platz zu greifen haben in Bezug auf Staaten- Neubildungen durch private Annerion oder Erwerb wilder Staatsgebiete durch Private oder durch zivilisirte Staaten. Es ist" bemerkt 11 Meeres sein Glück zu machen, auch sah ich ihn öfters mit einem Matrosen, in dem ich einen gewiffen Sam Porter erkannte, der früher in der Nähe des Willesden- Reservoirs wohnte und als er in Noth gerathen und es wohl müde geworden war, für eine Frau, ein Kind und eine Schwiegermutter zu sorgen, davon lief und zur See ging." " Und Du fahest diesen Menschen mit Rupert?" fragte Myra. Ja, sie schienen sehr vertraut mit einander." werden die Engländer zu dieser Einsicht kommen? Die Revisionsliga, eine Vereinigung von Republikanern zur Herbeiführung einer demokratischen Revision der französischen Verfaffung, hat folgendes Manifest erlassen: Bürger! Shr " Und weshalb erwähnten Sie deffen nie gegen Lady Bide?" rief Dr. Mellodem empört aus. verlangt die Revision, wir wollen fie machen." Und sie haben fie gemacht: Verweigerung einer Konstituante; Verachtung des Stimmrechts und des dem Präsidenten der Republik und dem Ich mochte mich nicht in anderer Leute Angelegenheit mischen," entgegnete Wrigley beziehungsvoll. Mit Porter!" wiederholte Myra. Dann fürchte ich, daß er allen Ernstes mit diesem auf und davon gegangen ist und wir ihn nicht wieder erlangen werden. Jener Mann war sein Vater. War er das nicht, James Wrigley?" Und Myra's Augen schleuderten flammende Blicke auf ihren Vetter, welche ihn an die Kinderpächterin und an manche andere That lichtscheuer Bosheit erinnern sollten. er mittheilt, daß er nie wieder zurückzukommen beabsichtigt. Man vermuthet, daß sein eigener Vater ihn mit sich übers Meer genommen hat." Ja," antwortete er fleinlaut, ja Myra, ich glaube Du haft Recht." 5! D!" jammerte Frau Wrigley ,,, und Lady Bide liebte ihn fehr!" ,, Dann war fie eben eine große Närrin," brummte Wrigley. Ja fie liebte ihn zärtlich. Mellodem sagte mir, fie hat gestern ihr Testament auffeßen lassen und ihr ganzes persönliches Vermögen dem Knaben vermacht." Das ist eine schreckliche Wendung der Dinge," fagte Dr. Mellodem, der Mann wünschte entweder sein Kind wieder zu haben, oder ihn in seine Gewalt zu bekommen, um durch ihn Einfluß auf Lady Bide zu gewinnen, um Geld von ihr zu er pressen." Fort, fort!" schluchzte Frau Wrigley ganz außer sich. ,, Dwie mich das schmerzt, wie mich das fränft." ,, Dich fränkt? Weib, bist Du denn ganz toll? Unter uns gefagt, wir sollten uns darüber freuen und ich bin auch sehr froh, daß es so gekommen ist. Myra hatte den Knaben viel zu lieb gewonnen. Sie zog ihn unseren Knaben bei Weitem vor und fte hatte Lady Bide den Vorschlag gemacht, nach deren Tode Rupert ganz nach Barth zu nehmen. Nach Barth! bedenke doch!" So müssen wir die Häfen und die von London und Liverpool abgehenden Schiffe durchsuchen und in allen Hafenplägen Aufrufe bekannt machen lassen, vielleicht können wir auf diese Weise den Mann auffinden und zu einer Verständi gung mit ihm gelangen," sagte Myra. Das halte ich für das Beste," stimmte Wriglen mit großer Herzlichkeit zu. Saul" seine Augen sprühten in ein grünes Licht aus. Er stand vom Tisch auf und ging in den Garten. Dort lehnte er fich an von Anfang bis zu Ende. Der Gedanke schlich fich in fein Gemüth ein, daß er fich möglicherweise selbst um einen großen ,, Er sollte in Barth wohnen!" stöhnte Frau Wrigley frampfhaft, o ich wünschte, sie hätte ihn nach Barth ge nommen." Dr. Mellodem fuhr nach der Stadt, um Aufträge zur Aufsuchung des Knaben zu geben und James Wrigley kehrte nach Clematis- Villa zurück, wo der Thee auf ihn wartete. Seine Frau war allein zu Hause. Die Knaben waren zu einer Critetparthie gegangen und die Mädchen hatten sich selbst im Barthichen Schloß zu Gaste geladen. ,, Du bist ja eine ganz merkwürdige Mutter, bereit, einen Fremden an Deines eignen Sohnes Stelle zu sehen." einen Afazienbaum und pfiff den Todtenmarsch aus dem Vortheil gebracht habe. " Frau Wrigley hatte inzwischen ihren Hut aufgefest und war in dem Barth'schen Schloß erschienen. Dort faß fie und weinte und jammerte und mit ihr im Chor ihre drei Töchter, bis die kleine Milly ganz erschöpft zu Bette getragen werden mußte. Mit den beiden Anderen im Gefolge begab fich Frau Wrigley im Mondschein nach Bide Hall, um dort Erkundigungen einzuziehen und in dem kleinem Landhaus im Park das Ers eigniß des Tages der Gräfin Joria und ihrer Tochter mitzu theilen. Francesca war zu stolz, um in Gegenwart Anderer um ihren fleinen Freund zu weinen, aber fie schluchzte die ganze Nacht und bis zum Morgen fam fein Schlaf in ihre Ja, ja, eben weil ich Mutter bin," flagte Frau Wrigley, ,, wünschte ich das, denn ich denke nicht blos an meine Söhne, ich muß auch an meine Töchter denken. Du bist in diesem Falle der verblendete Thor, Wrigley, Du warst blind wie ein Maulwurf, nicht zu sehen, daß dieser Knabe ein glänzende Parthie für unsere Milly gewesen wäre. Lady Bide ist noch jung und kann noch lange leben. Diese Beiden hätten sich geheirathet und würden in Bide- Hall gewohnt und Milly würde den prächtigen Juwelenschmuck und die foftbaren Spigen und alle die tausenderlei eleganten und werthvollen Sachen der Lady Bide geerbt haben und Rupert mit einem Kapital von dreißigtausend Pfund zum Beginn" So hat Lady Bide endlich herausgefunden," sagte Wrigley, seine erste Tasse Thee aus den Händen friner Frau empfangend, wie thöricht es ist, ausgesetzte Bürschlein an Kindesstatt anzunehmen. Ihr verhätschelter Rupert ist davon gelaufen und hat ein paar Beilen zurückgelaffen, in welchen Augen. Der verzweifelte Durchgänger, die Ursache so vielen Kummers, schlief unbehaglich in seinem groben Rittel, mit wunden Füßen, um ihn her die laut schnarchenden Landstreicher, und träumte unter den ruhig blidenden Sternen entfegliche er manchmal jäh und erschroden Träume, Träume, aus denen empor fuhr. 18. Kapitel. reiche Aehnli und mentli fagte, Vom Wirbel bis zur Sohle empörte fich Alles in Rupert gegen das Leben, das er erwählt, aber er war zu ftol zur Umkehr, und der vergiftete Pfeil, den sein verborgener Feind, Dr. Wrigley auf ihn abgeschossen hatte, brannte zerstörend in seiner hochfliegenden Seele. jondere Diener fämmtl und b cherche Lohnun Der T mußte werden und 1 Die 2 Tony hatte ihn verlodt auszuziehen, um Ruhm und Größe zu gewinnen, aber selbst seine begeisterungsfähige Natur sein phantastischer Sinn vermochte fich der Erkenntniß nicht zu verschließen, daß dies nicht der Weg zu Glanz und An sehen war. Das rubelose Umherstreifen durch das Land, der Verdacht, mit welchem die wandernde Gesellschaft überall be und hat in seiner kindischen Weise unzählige Male betheuert, grüßt wurde, das Schlafen im Freien oder in unfauberen " 1 Wovon redest Du, Weib?" rief Wrigley erstaunt aus. " Nun, von Rupert und unserer Milly. Wenn er bei Lady Bide geblieben wäre, so hätten wir ihn einst zum Schwiegerjohn bekommen. Er liebt das Mädchen unendlich er werde Milly heirathen, wenn sie erwachsen sei. Und Du frägst mich nun," fubt Frau Briglen erregt und unwillig fort, fuhr ,, weshalb ich traurig bin, und Du verlangst gar noch von mir, ich sollte mich freuen, daß der Knabe fort ist" Wrigley erwiderte kein Wort. Seine Kinnla de sant herab, Dorfbehörden immer wieder vorwärts gewiesen, war bem fein ( Fortsetzung folgt.) allmäl der B feitgen Baum ermord Daß B Kondit Diener meggei Den Alter 1 Signa Der G reits und A noch; führen hänger wird, wir d Mitthe Arimin pel ert hinter wie bi Jahre Dachlo fand gen, ü ## た e ge es tis 0= ent ri is ng 10 e. et, zis in he Fer te, eil Die te. из rat en fe Det es darunter 126 Weiber; Arrestantenkinder: 1842 Knaben und 1788 Mädchen. Die Explosion der Pulverfabrik in Kasan ist den Nihi liften in die Schuhe geschoben worden, die nichts damit zu thun hatten. Es wird jest bekannt, daß sie zufällig gerade in dem Augenblick in die Luft geflogen ist, als ihr eine Revision durch die Zentralregierung bevorstand. Beinahe eine Dugend Arbeiter gingen dabei zu Grunde, die Fabrikgebäude und die benachbarten Häuser brannten nieder, und in der Stadt wurde viel Schaden angerichtet. Aehnliche Exploſionen, und zwar stets in dem Momente, wo eine Revision bevorstand, haben in die fem Jahre öfter stattgefunden, gerade als ob die Pulverthürme die Anmaßung" der Aufsichtsbehörde, den Leitern der Etabliffements in die Bücher sehen zu wollen, übel nähmen. " Gegen den Gendarmerie- Oberft Kartarsky in Odessa wurde von der Tochter eines Kaufmanns Namens Kalinschnaja ein Attentat gemacht, dieselbe feuerte auf den Oberst mehrere Revolverschüffe ab, welche indeffen fehlgingen. Die Thäterin wurde verhaftet. Rußlands zentralasiatische Politit scheint das neu erworbene Merm zum Mittelpunkt seiner ganzen transkaspischen Machtstellung entwickeln zu wollen. Es ist die Entsendung einer wissenschaftlichen Expedition nach Merm beschloffen wor den, um einen möglichst genauen Einblick in die gesammten Berhältnisse und materiellen Hülfsquellen der Dafe zu gewinnen. Zokales. I rung abgab, späterhin aber, als man in seiner Brieftasche ein augenscheinlich gefälschtes, von der Polizeiverwaltung zu Elbing beglaubigtes Arbeits- Attest des Lurus- Papierfabrikanten Arndt zu Elbing für den Kellner" Adolf Grohnert vorfand, sich zu einem Geständnisse bequemte. Grohnert hatte am 5. Auguſt cr. in der Korrektionsanstalt zu Straußberg eine ihm zudiktirte zweijährige Strafe verbüßt. Nach seiner Angabe wären die nach verbüßter Strafzeit aus Straußberg entlassenen Gefangenen, denen weiter nichts als eine Reiseroute auf den Weg gegeben wird, unrettbar verloren, da Niemand fich ihrer annehme und auf Grund der Reiseroute auch kein Mensch ste beschäftige. beschäftige. Um den in der Korrektionsanstalt detinirten Ge fangenen nach ihrer Entlassung Gelegenheit zu geben, sich auf ehrliche Weise" ernähren zu können, werde in der Anstalt schon seit Jahren die Fabritation gefälschter Stempel betrieben, mit deren Hilfe die zur Entlassung tommenden Gefangenen fich schon in der Anstalt gefälschte Atteste verschafften, um auf Grund dieser Stellung zu finden. Als Hauptvertreiber der falschen Stempel bezeichnete er den ebenfalls in der Korrettionsanstalt zu Straußburg detinirt geweſenen früheren Schreis ber Krause aus Berlin, der, so weit ihm bekannt, eine Geschäftsreise" mit gefälschten Stempeln nach dem Königreich Sachsen unternommen habe, aber in Leipzig, wie er gehört, verhaftet worden sei. Die bei Grohnert mit Beschlag belegten Stempel find, abgesehen davon, daß sie sämmtlich nicht das betreffende Stadtwappen, sondern den Reichsadler tragen, vorzüglich gearbeitet, und wenn man nicht gerade auf das fehlende Stadtwappen achtet, sogar zur Täuschung von Behörden wohl geeignet. Der Kriminalbehörde erwächst die Aufgabe, den Verbreitern und Anfertigern weiterer gefälschter Atteste nachzuspüren, wogegen die Direktion des Straußberger Korrektionshauses wohl Anstalten treffen dürfte, daß die fernere Stempel fabrikation in der Anstalt aufhört. 2½ Ctm. lange und ebenso tiefe Wunde auf der linken Bruft und mehrere fleinere Wunden an den Händen. Doch konsta tirt das von dem Dr. Falkenstein ausgestellte Attest, daß die Verwundungen nicht lebensgefährlich waren. Der Angeklagte ist geständig, er will aber durch das Betragen seiner Frau zu der Mißhandlung gereizt worden sein; dieselbe habe Umgang mit anderen Männern gepflogen und ihm durch ihr Betragen die Polizei ins Haus gebracht, und da er deshalb mit ihr öfters in Streit gerathen sei, so habe sie ihn sogar vergiften wollen. Frau Aursch, eine hübsche, nett gekleidete junge Frau, an deren Halse noch die Spuren der Verlegungen fichtbar find, bestreitet die Behauptung des Angeklagten. Sie habe es immer schlecht bei ihrem Manne gehabt, fie habe nicht nur oft monatelang für alle Bedürfnisse sorgen und deshalb schwer arbeiten müffen, sondern sie sei auch fortwährend von ihrem Manne gemißhandelt worden. Auf Befragen des Präsidenten giebt Frau Aursch zu, Umgang mit anderen Männern gepflogen zu haben, jedoch sei fte hierzu von ihrem Manne verleitet wor den. Ihr Mann habe fte auf solche Bahn geführt, er habe um Alles gewußt; fie sei aber nicht Willens gewesen, weiter diesen Weg zu wandeln, deshalb habe sie fich in einen Dienst begeben, woselbst ste noch jest thätig sei. Der Angeklagte bestreitet, seine Frau verleitet zu haben; fte habe sich ohne sein Wissen entfernt und sich anderen Leuten angeschloffen. Präsident zur Beugin: Wollen Sie das, was Sie hier heute ausgesagt haben. beeiden?" Befinnen Sie sich, es ist immer Ihr Mann und Sie haben nicht nöthig gegen Thren Mann zu schwören!" Beugin nach langem Zögern und weinend: Ich werde lieber nicht schwören; es ist mein Mann, ich möchte um mildernde Umstände für ihn bitten". Der Staatsanwalt hält den Angeklagten für einen ganz besonders rohen Patron, der sogar seine Frau zu einem unfittlichen Lebenswandel angehalten habe. Die vorliegende Handlung charakterisire fich als eine ganz brutale That und schwere Körperverlegung und müsse er deshalb eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten beantragen. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurück; r. Das Klatschen der Weiber auf der Straße hat am Donnerstag Nachmittag wieder großes Unheil angerichtet. An der Ecke der Mariannen- und Reichenbergerstraße standen drei bis vier Frauen, vertieft in der bekannten Weise ihrer Unterwährend derselben entsteht jedoch zwischen den Ehegatten ein haltung. Ein Trupp fie umgebender Kinder zerrte einen Kinderwagen bis an den Rinnsteinbord und über denselben hinaus, so daß der Wagen hier umstürzte, eines der umstehenden Kinder unter sich begrub und das im Wagen liegende Kind mit seiner Saugflasche auf die Straße warf, wo das Kind mitten in die Scherben der zerbrochenen Flasche zu liegen fam und einige blutende, wie es schien aber nicht erhebliche, Verlegungen im Gesicht davontrug. Natürlich war nun das Halloh und der Jammer der Frauen groß; aber faum hatten fie fich überzeugt, daß der Unfall noch gnädig vorübergegangen war, so wurde auch sofort weiter geflatscht. T. Treffende Bilder unseres sozialen Elends zu zeichnen, macht fich mancher zur Aufgabe; manche Schriftsteller verjuchten ähnliche Schilderungen möglichst naturwahr mit ihrer Feder zu zeichnen, aber nirgends wird die rauhe Wirklichkeit so nahe erreicht und so packend und ergreifend vorgeführt, als in den Armen- Akten der Verwaltungsbehörden, wo der furze, Inappe Ranzleistyl, in welchem die Polizei- nnd Subalternbeamten ihre Mittheilungen machen, fast den Eindruck hervor bringt, als hätte die Sprache nicht Worte, die ganze Tiefe des menschlichen Elends zu schildern. Etwas ausführlicher werden bie Mittheilungen und thatsächlich genauer substantiirt, wenn fich aus der Sache ein Streit mit einer anderen Kommune wegen Erstattung gewährter Kommunalunterſtügung zu ent wideln droht. Hier ein Beispiel für Viele: Der Vormund Der Ratharina N. bittet, seinem Mündel ein Konfirmationskleid aus Armenmitteln zu gewähren. Nationale der Katharina .: Geboren 9. März 1870, Tochter der späteren Förstersfrau S. zu 3. Recherchenbericht: Katharina N. ist bei dem Schuhmacher Schw. untergebracht, ein Oberkleid befigt dieselbe garnicht, ebensowenig Schuhe. Unter diesen Umständen bewilligt die Gemeinde aus Armenmitteln den erforderlichen Betrag zur Anschaffung eines Einsegnungs- Kleides und der nöthigen Fußbekleidung Da fällt dem rechtsgelehrten Bürgermeister Der Stadt ein, daß die Stommune zu 3., wo die jegt verheirathete Mutter des Mädchens ihr Domizil hat, auch zugleich der gefeßliche Heimathsort von deren Tochter und also für die gemachten Aufwendungen aus Armen Mitteln in Anspruch zu nehmen ist. Die Kommune in 3. aber lehnt die Erstattung ab, da das Bundesamt für Heimatswesen den Grundsat auf gestellt habe, daß die Gewährung von Konfirmationskleidung nicht in den Bereich der öffentlichen Armenpflege falle, sondern nur als Aft privater Wohlthätigkeit betrachtet werden könne. Nach langem Hin undHerstreiten wird endlich auch dieser Fall der erwähnten Behörde vorgetragen, welche nach eingehender Prüfung findet, daß hier allerdings die Anschaffung des Kon- Tagen vom Spittelmarkt aus nach der Friedenstraße. Auf In Be ge ing ich. ant für eis effi ints gen abe tere ies Gett Don aus 53 cans gs ma Des rge hen die 064 res chen am ren. auf tens Die Den Babl rbeit vers 509, Inter anter (?), Dom an aul" fein oßen und und tharina M. ja überhaupt nicht die nothwendigen Oberkleider besaß, auch die Schuhbekleidung als nothwendig betrachtet werden muß tungen, die man an den Eintritt dieses jungen Mädchens in das bürgerliche Leben knüpfen kann! Wahrlich, es find teine freundlichen Betrach Das einzige Kapitalverbrechen in unserer Stadt innerN. Die Vortheile einer Berufungsinstanz ergab neuerdings ein Urtheil des Landgerichts hierselbst. Drei junge Burschen im Alter von 15 refp. 17 Jahren, die Schlächterlehr linge Rower, Fleischer und Salbit waren mit dem Kaufmannslehrling L. im Februar in Streit gerathen, der derartig zu Thätlichkeiten führte, daß eine Sistirung der jugendlichen Rauf bolde erfolgen mußte. Unter Anklage gestellt, verurtheilte das Schöffengericht die Genannten zu einer 3 resp. 4 wöchentlichen Gefängnißstrafe. In der Berufungsinstanz hob der Vertheidiger, Gefängnißftrafe. In der Berufungsinstanz hob der Vertheidiger, Rechtsanwalt Arthur Stadthagen hervor, daß in diesem Falle nichts anderes als eine Rauferei zwischen jungen Leuten vorgelegen und schloß fich der Gerichtshof dieser Auffassung an, indem er die Angeklagten frei sprach. N. Unheimliche Leichenkondutte bewegen sich seit einigen großen Möbelwagen werden in der Mitternachtsstunde die auf dem Spittelmarkt ausgegrabenen Särge nach der Leichenhalle des Petri- Kirchhofs befördert. Von da aus werden die Särge nach dem sogenannten Armen- Kirchhof in Friedrichsfelde trans portirt, wo die darin Gebetteten die lezte Ruhe finden sollen. Bisher find über 40 Särge ausgegraben worden. N. Sechs entsprungene Sträflinge der Strafanstalt Rummelsburg, welche Gelegenheit hatten, auf den Rieselfeldern bei Dsdorf, woselbst fte beschäftigt waren, zu entweichen, find durch die Gensdarmen Busch und Memel wieder dingfest geso heftiger Streit, daß der Gerichtshof nicht im Stande ist zu berathen; erst nachdem dem Angeklagten mit sofortiger Abführung gedroht worden, konnte er sich mäßigen. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten der schweren Körperverlegung schuldig und verurtheilte ihn zu 6 Monaten Gefängniß. Der Angeklagte will fich bei dem Erkenntniß nicht beruhigen:„ Für mich giebt es weiter keinen Weg als den aufs Schaffot", mit diesen Worten verläßt er den Gerichtssaal um wieder in die Untersuchungshaft abgeführt zu werden. R. Narrenhände beschmieren Tisch und Wände, so lautet ein allbekanntes Sprüchwort. Doch nicht nur das Beschmieren von Tisch und Wänden ist häßlich, sondern auch das Beschneiden resp. Nameneinschneiden in öffentlichen Gegenständen ist streng zu rügen. Legteres qualifizirt sich als Sachbeschädigung und wird von den Gerichten streng bestraft. Der Buchdrucker D. war dabei abgefaßt worden, als er seinen Namen in eine Bank, welche auf einen öffentlichen Blag stand, einschnitt. D. wurde wegen Sachbeschädigung angeklagt und mußte fich heute vor dem Schöffengerichte verantworten. Der Staatsanwalt beantragte 30 Mart oder 6 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf 5 Mark oder 1 Tag Gefängniß. Das Justitut unserer Feuerwehr findet seitens unserer Gerichtshöfe insofern einen besonderen Schuß, als Ausschreitungen gegen in Dienst befindliche Feuerwehrleute recht strenge geahndet werden. Diese Erfahrung sollte der Handelsmann Gehrte machen, indem ihm das hiesige Schöffengericht für einen nicht allzu erheblichen Erzeß eine dreitägige Haftstrafe auferlegte. Außerdem war in derselben Verhandlung der Angeklagte wegen Verlegung der Straßen- PolizeiOrdnung zu 3 Mart ev. 1 Tag Haft und wegen Beleidigung der Sicherheitsbeamten zu 50 M. ev. zu 10 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Nur gegen seine Verurtheilung wegen groben Unfugs hatte der Angell. durch seinen Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau Berufung eingelegt, über welche halb der letzten Jahre, dessen Thäter unentdeckt geblieben, scheint nun doch noch nachträglich Aufklärung hinsichtlich der Thäterschaft finden zu sollen. Am 31. Juli 1882, Abends 9 Uhr, schreibt das B. T.", wurde die in dem Hause Alte Schüßen- macht worden. Die Arrestanten durchstreiften die Hermann- gerichts I zu befinden hatte. Am 12. März c. in der MittagsStraße 12 wohnende 64jährige Wittwe Gottfried in ihrem Blute straße und während sie, um sich nicht verdächtig zu machen, liegend, mit bedeutenden, von Hammerschlägen herrührenden langsamen Schrittes durch die Straße gingen, wurden sie von den genannten Sicherheitsbeamten beobachtet, verhaftet und der Anstalt wieder zugeführt. a. Das alte Lied. Die sechzehnjährige Richter, welche als Dienstmädchen bei einem Restaurateur in der Königstraße angestellt ist, wollte vorgestern Abend 8%, Uhr in der Küche die Lampe mit einem Streichholz anstecken. Hierbei fiel ein Funken vom Streichholz in eine Falte ihres Kleides, welches sich entzündete. Ehe das Mädchen dies bemerkte, griff das Feuer so schnell um sich, daß das Kleid bald in hellen stunde fuhr der Angeklagte mit seinem Fuhrwerk die Königsstraße entlang, als ein Bug der Feuerwehr hinter ihm herfuhr. Der Angeklagte bog links aus, fuhr aber, anstatt zurück zu bleiben, im Trabe neben dem Feuerwehrwagen einher. Der auf dem legteren befindliche Oberfeuermann Schwäbsch fiel dem Bferde des Angeklagten in die Bügel, wobei daffelbe auf die Knie sant und forderte den letteren auf, fein Nationale einem berbeigewinkten Schußmann anzugeben. Der Angefl. reagirte aber hierauf nicht, schimpfte vielmehr angesichts der seinem Pferde verursachten Gefahr auf die Beamten und verursachte dadurch einen Auflauf. Das Schöffengericht hatte hierin einen groben Verlegungen am Schädel, aber noch lebend aufgefunden. Als Thäter fonnte die Schwerverlegte alsbald einen etwa in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre stehenden Mann bezeich nen, der sie schon öfter und auch an diesem Abende wieder besucht und fich für einen Hausdiener in einem Eier- und Buttergeschäft ausgegeben hatte. Die Gottfried stand nämlich trog ihres Alters noch unter„ Sitte" und empfing gewohnheitsmäßig Männerbesuche. Troß ihrer schweren Verwundungen lebte fie noch über acht Tage und wurde zu wiederholten Mas len zu Protokoll über den Raubmordanfall- der Attentäter Flammen stand. Die R. eilte aus der Küche in die Arme Unfug erblickt und denselben mit Rücksicht auf den dem Inhalt geraubt vernommen. Die von ihr gegebene Be des ihr entgegenkommenden Dienstherrn, welchem es gelang, die Flammen zu erstiden. Das Mädchen hat Brandwunden an fast allen Körpertheilen erlitten und die Kleider auf ihrem Leibe sind fast völlig verbrannt. Die R. ist nach dem katholischen Krankenhause gebracht worden. a. Gesuchter Räuber. Nach einer vom Staatsanwalt zu Wiesbaden an das hiesige Polizeipräsidium gemachten Aehnlichkeit mit dem gesuchten Verbrecher hatten, aufgegriffen Mittheilung ist am 19. d. M. Vorm. gegen 9 Uhr in dem hatte der Bewußtlosen das Portemonnaie mit wenigen Mark schreibung des Thäters, ferner die Bekundungen anderer Abende des Verbrechens zur Gottfried gehen sahen, war eine Hausbewohner, die denselben des Defteren und auch an dem ziemlich genaue, fonnte aber doch nicht verhindern, daß zahl reiche unschuldige Individuen, die eine mehr oder minder große und verhört wurden. Die Kriminalpolizei legte damals nas mentlich auf den Umstand Gewicht, daß die Gottfried ausfagte, der Attentäter habe ihr wiederholt frische Eier von be jonderer Güte mitgebracht und dabei erwähnt, daß er Haus Diener in einem Eiergeschäfte sei. Die Polizei ließ damals fämmtliche Eiers, Butter und Grünkramhandlungen abfragen, und betreffs zahlreicher Hausdiener wurden umgehende Re cherchen angestellt, aber ohne Erfolg; auch schrieb sie eine Be lohnung von 300 M. für Ermittelung des Thäters aus. Ein Stunde von Wiesbaden belegenen Walde an der Lichtweiß höhle der dort stationirte Wächter Georg Meister durch 2 Schüffe, wahrscheinlich aus einem Revolver und Schläge mit einem Prügel auf dem Kopf verwundet und seiner Uhr be= raubt. Der Räuber, welcher sich einige Zeit mit Meister unterhalten und angegeben hatte, er sei Kaufmann aus Hamburg, wird wie folgt beschrieben: etwa 20 Jahre alt, mittlerer Größe, schlant, mit bleicher Gefichtsfarbe, dunklen Haaren, ohne Bart bekleidet mit schwärzlich grauem Rock von baumwollenen Somder That verdächtiger Tifchlergeselle war einige Zeit in Haft, merstoff, schweren Schuhen mit dicken Sohlen, weißen StrohInstitut der Feuerwehr schuldigen Schuß mit der gedachten Haftstraße belegt. Vergebens bemühte sich der Vertheidiger nachzuweisen, daß der Auflauf nicht durch ein muthwilliges, sondern durch ein berechtigtes Verhalten des Angeklagten, vielleicht sogar schon durch das Anhalten des Feuerwehrwagens, verursacht sei. Auch der Berufungsgerichtshof nahm den groben Unfug als erwiesen an, da der Angeflagte unweigerlich seine Nationale angeben mußte, änderte jedoch auf den Eventualantrag des Vertheidigers die Strafe auf 30 M. event. 3 Tagen Haft um. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Von dem lebhaften Interesse, welches in Arbeiter freisen für die Zentralkrantentassen vorherrschend ist, mußte aber mangelnder Jndizien wegen wieder freigelassen hut mit gerader Krempe. Wahrscheinlich befigt er ein roth Prenzlauerthor stattgefundene Versammlung der Cigarren- und werden. Nachdem die Schwerverlette ihren Wunden erlegen eingebundenes Reisebuch. Die Uhr war eine dide filberne Tabalarbeiter wiederum ein Beugniß ab. In derselben hielt. und trotz aller Anstrengungen feinerlei Anhaltspunkte für Die Thaterschaft fich ergeben hatten, schlief die Sache allmälig ein. hter erden Frau ngen ritzu derer e die thre pielen mit eicher, sliche coden upert zur eind, Baumgart ermordet Ein Bufall oder richtiger die Recherchen Cylinderuhr ohne Goldrand, mit Sekundenzeiger, geht in 8 Steinen und hat die Fabriknummer 38 547 und ist außerdem am Garnier rechts mit Nr. 3979 gezeichnet. g Bei dem Ausgraben der Särge auf dem Spittelihren Fenster aus als Zuschauer beiwohnten, spielte fich folgender intereffanter Vorgang ab. Als einer der Arbeiter mit Der Schaufel auf einen Sarg stieß und das betreffende( Kopf-) Ende deffelben blosgelegt hatte, trat ein anderer Mann mit einer Brechstange heran, öffnete hiermit ein Brett des Sarges und hielt zur Besichtigung des Inhalts eine kleine offen brennende Lampe in das Innere. Kaum aber war er mit der Lampe dem Sarge nahe gekommen, so flammte es plöglich auf die Gase in dem Sarge hatten fich entzündet und auf furze Beit erhellte ein bläuliches Feuer das Innere, den schauerlichen duums beleuchtend. Auch heute umstanden große Massen von Menschen die alte Grabstätte, um die hier für Jedermann fichtbaren Holzfärge in Augenschein zu nehmen. der Berliner Kriminalpolizei betreffs des Vorlebens des hier festgenommenen und nach Liegnis transportirten Raubmörders markt, dem in einer der legten Nächte die Anwohner von derselbe hat bekanntlich den Konditorgesellen Tir Daß Baumgart zur Zeit des Gottfried'schen Mordes in einer führten nämlich zu der merkwürdigen Ermittelung, Ronditorei in der Nähe der Alten Schüßenstraße als Hausdiener bedienstet gewesen und wegen fortgesetter Eierdiebstähle weggejagt worden sei. Dieser Umstand leitete die Polizei auf den Verdacht, daß Baumgarten, auf den übrigens auch das Alter und das nach der Beschreibung der Gottfried aufgestellte Signalement des Thaters ganz auffällig paßt, auch der Mörder der Gottfried gewesen. Baumgart, der den Mord an Tir be= reits eingestanden, leugnet zwar in der Gottfried'schen Affaire Inhalt die gut erhaltene Leiche eines männlichen Indivi noch; man hofft aber durch weitere Recherchen, Vernehmungen duums und Konfrontationen den Verbrecher auch dieser That zu überführen. Ob Baumgart nach Berlin zurücktransportirt werden wird, dürfte von dem weiteren Verlauf der Untersuchung abwir demselben die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Bei dem befannten Charakter des Blattes müssen Mittheilungen überlaffen. d in und atur, nicht An ber I be beren ben fein Ariminalpolizei die Fabrilationsstätte falscher amtlicher StemFaljche amtliche Stempel. Durch einen Zufall hat die pel ermittelt, und den Hauptgenossen dieser Schwindlerbande hinter Schloß und Riegel gebracht. Am 7. August wurde, wie die Ger. 8tg." mittheilt, der in Brenzlau geborene, 35 Jahre alte Arbeiter" Adolf Grohnert hier arbeits- und obGerichts- Zeitung. R. Ein schreckliches Bild zerrütteten Ehelebens entrollte eine Verhandlung vor der 87. Abthl. des Schöffengerichts gegen den Arbeitsmann Aursch wegen Körperverlegung. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Angeklagte soll seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau aufgelauert, dieselbe plöß lich überfallen und ihr mit einem Taschenmesser mehrere Wunden beigebracht haben. Verlegte vorgeladen. Das von ihr zu den Atten eingereichte fand man etwa zwölf Stempel verschiedener Polizeiverwaltun- ärztliche Attest konstatirt folgende Verwundungen: Eine ca. gen, über deren Befiz der Verhaftete zu Anfang feine Erflä 10 Ctm. lange und 10 Ctm. tiefe Wunde am Kopfe, eine ca. Herr Benner ein längeres Referat, in welchem er die einzelnen Paragraphen des Statuts der Zentralfranken- und Sterbekaffe der Tabatarbeiter Deutschlands( E. H.) in Hamburg eingehend erläuterte. An der sich hieran schließenden Diskussion sprachen fich die Herren Holznagel, Laske, Ritter, Herholz, Lange und Klemmer in demselben Sinne aus und machte der Lettere zugleich auf eine Versammlung der Mitglieder der alten Kaffe aufmerksam, in welcher über einen Massenaustritt aus legtgenannter Kaffe gesprochen werden soll. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung übergehend, hielt Herr Laste einen Vortrag über Strife's mit besonderer Berücksichtigung des Strikes der Breslauer Kollegen. Redner führte unter wiederholtem Beifall der Versammlung aus, daß den Strifes im Allgemeinen nicht zugestimmt werden könne, da die Resultate derselben meist sehr problematische sind, immerhin sei es aber Pflicht eines jeden Arbeiters, seine Genoffen im Kampfe zu unterstüßen. Grade der Strife der Breslauer Kollegen erfordere umsomehr die Sympathien der deutschen Tabalarbeiter, als dieselben nur die geringe Mehrforderung von 50 Pf. pro Mille gestellt hätten, welche Mehrforderung nur dem vor der Einführung der Tabalsteuer gezahlten Lohnfage entspreche. Leider sei in Bezug der Abchaffung gewiffer Unzuträglichkeiten, wie solche sich namentlich in unserer Branche geltend machen, von Seiten der maßgebenden Faktoren noch wenig geschehen und ist es besonders die Buchthausarbeit, welche auch den Breslauer Kollegen den Kampf sehr erschwert, da nach einer Notiz einer Breslauer Beitung der in Rede stehende Fabrikant in drei Buchthäusern arbeiten laffe, wie denn auch aus der Fassung dieser Notiz die bekannte ,, Arbeiterfreundlichkeit" gewisser Herren deutlich hervorleuchte. Redner schloß seinen Vortrag mit der wiederholten Mahnung an die Anwesenden, des Solidaritätsgefühls eingedent zu sein und die Breslauer Kollegen noch mehr wie bis her thatkräftig zu unterstügen. Nach einer Aufforderung des Herrn Benner, der Reise- Unterstüßungskaffe deutscher Tabakarbeiter beizutreten, einer Drganisation, welche bereits in ganz Deutschland verbreitet ist, fand der Schluß der äußerst zahlreich besuchten Versammlung statt. Im Louisenstädtischen Bezirksverein„ Vorwärts" hielt am Mittwoch Herr Stadtv. Franz Tugauer einen Vortrag über die Thätigkeit der Arbeiterstv. in dem legten halben Jahre. Redner sprach zunächst über die vergeblich gewesenen Bemühungen, einen Volksschullehrer in die Schuldeputation zu wählen. Ebenso war es bei der Markthallenfrage. Bei der Erbauung des Asyls für Obdachlose drang der Antrag Singer, das Asyl vor dem Prenzlauerthor zu erbauen, durch. Bei einer Befichtigung der beiden Asyle seitens der Arbeiterstadtv. ergab es sich, daß das städtische Asyl viel schlechtere Einrichtungen hatte, als das private, auch diesem wurde zum großen Theil abgeholfen. Redner hob die Praxis der sortschrittlichen Stadtv. hervor, die Lohnerhöhungen der Arbeiter abzu lehnen, und die gut befoldeten Beamten noch mit Ertragratifitationen zu bedenken. Dies stellte sich bei einem Antrag Bickenbach, den Laternenanzündern, welche bei einem zehnftündigem Dienst täglich 1 M. 90 Pfg. bekommen, auf den Betrag von 2 M. 40 Pfg. zu erhöhen, heraus. Dieser Antrag wurde abgelehnt, während die Erbauer der Kanali lisation und des Viehhofes mit je 30 000 und 4000 M. Ertragratifilation bedacht wurden. Bei dem Straßenpflaster, meinte Redner, fönnte viel Geld gespart werden, da die BilligTeit des Asphaltpflasters nur scheinbar sei, weil die Reinigung beffelben um so mehr loftet. Der Antrag Singer, die Ber liner Land- und Reichtagswahlkreise zu vermehren, auf deffen Annahme von vornherein nicht gerechnet wurde, mußte fallen gelaffen werden. Bei der Ertheilung von Konzesfionen für neue Pferdebahnlinien wurde Seitens der Arbeiter- Stadt verordneten der Antrag gestellt, Arbeiterwagen bei einer Er mäßigung zum halben Fahrpreis einzuführen, derselbe blieb jedoch unentschieden. Redner schloß seinen Vortrag mit dem Hinweis, daß in furzer Zeit die Reform der Miethssteuer an geftrebt werden wird, und die Arbeiter- Stadtverordneten die Steuerfreiheit der Wohnungen bis zum Betrage von 600 Mart beantragen werden. Die beste Reform der Miethssteuer sei die Abschaffung derselben, und sollte der Ausfall von 14 Millionen Mart durch eine progreffive Einkommensteuer gedeckt werden. An diesen mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß fich eine lebhafte Diskussion. fr Am Donnerstag Abend hielt die Arbeiterpartei in Baumbachs Kafino"( Prinzenstraße 94) eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung ab, um für den im dritten Berliner Reichstagswahlkreise aufgestellten bisherigen Reichstagsabgeord neten, Buchdruckereibefizer Diet( Stuttgart) Propaganda zu machen. Stadtv. Ewald, sowie eine Reihe anderer Redner empfahlen in längeren Ausführungen die Wahl Dieß, der nur allein geeignet sei, die Intereffen des arbeitenden Volkes wahrzunehmen. Nach noch sehr heftigen Angriffen auf die deutschfreifinnige und konservative Partei, gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme:„ Die in Baumbachs Kafino versam melten Wähler des dritten Berliner Reichstagswahlkreises dofumentiren dadurch ihr volles Einverständniß mit dem Vortrage des Stadtv. Ewald, daß fie erklären: bei der bevorstehenden Reichstagswahl mit allen gefeßlichen Mitteln dahin wirken zu wollen, daß im dritten Berliner Reichstagswahlkreise weder v. Sauden- Tarputschen, der Vertreter inhaltleeren Phrasenthums und der Manchester- Theorie, noch Profeffor Brecher, der Chauvinist und Freund mittelalterlicher Zustände, sondern der bewährte treue Borkämpfer für das Wohl des Volks, Reichst.Abgeordneter und Buchdruckereibefizer Dieß in Stuttgart gewählt werde." Auf eine Anfrage, weshalb im Norden Berlins feine Wählerversammlungen abgehalten werden, antwortete Ewald: Alle bisher im sechsten Berliner Wahlkreise von der Arbeiter- Partei einberufenen Wählerversammlungen. feien polizeilicherseits nicht gestattet worden. In Berücksichti gung des Umstandes jedoch, daß in anderen Berliner Wahlfreifen die Versammlungen gestattet werden, werde in allernächster Beit auch im sechsten Berliner Wahlkreise eine Ver fammlung berufen werden, in der Hoffnung, daß dieselbe die behördliche Genehmigung erhalten werde. Die Versammlung wurde hierauf unter Hochrufen auf Dies geschlossen. An die Schuhmacher Berlins! Kollegen. Die Arbeiter aller Branchen haben fich organifirt und find in die Berathung ihrer gewerblichen wie Krankenkaffen- Angelegen heiten getreten; alle haben erkannt, daß nur Sentralisation helfen kann, deshalb haben fie fich, um ihr Selbstbestimmungsrecht zu wahren, in Maffen den zentralisirten freien Hilfskaffen angeschloffen. Andererseits find auch die meisten Gewerke in die Lohnbewegung eingetreten und bringen unaufhaltsam vor, dem allgemeinen Biele, der Volkswohlfahrt zu- nur die Schuhmacher find in Lethargie versunken. Auf Kollegen! verfoften um einen Theil zu verringern. Aufnahme täglich beim Kasfirer Burisch, Langeftr. 21, Seitenflügel 4 Tr., und jeden Montag Abend Neue Grünftr.- und Seidelstr.- Ede im Restau rant Seidel. Am nächsten Montag findet in Randel's Saal, Ede Invaliden- und Brunnenstraße, eine große SchuhmacherVersammlung statt, zu welcher alle Kollegen, deren Herz für unser gemeinsames Wohl schlägt, erscheinen müffen. Kollegen, wenn Ihr wollt, daß auch wir in nächster Zeit thatkräftiger in die Bewegung eintreten, so seid alle am Blaze. Der Vorstand der Zentralkaffe. S. Jm Bezirksverein Süd- West sprach am Montag Abend Herr Müller über Verstaatlichung des Lehrlingswesens Sein Vortrag rief eine lebhafte Diskussion hervor, an welche fich mehrere Mitglieder betheiligten. Bei Punkt 2, Verschie benes, berichtete ein Mitglied des Vergnügungskomitees, ba das vom Verein projektirte Sommervergnügen zum 23. Auguf polizeilich verboten worden ist. Statt dessen beschließt die Versammlung, am 31. August, Nachmittags 1 Uhr, eine Herren Alles Nähere parthie nach Grünau stattfinden zu laffen. wird im Laufe nächster Woche im Voltsblatt" annonci werden. Eine Versammlung von Mitgliedern der Kranten, Sterbe- und Unterstüßungs- Kaffe der Gigarrenarbeiter ( Alte Kaffe) zu Berlin findet am Montag, Abends 8 Uh in Seefeld's Lokal, Grenadierstr. 33, statt, in welcher 1. über welcher Kaffe schließen wir uns an? diskutirt werden soll. Un angesichts des immer näher rückenden Zeitpunktes des Intraf tretens des Krankenversicherungs- Gefeßes eine endliche G schließung herbeizuführen, werden die Mitglieder genannte Staffe bringend ersucht, in dieser Versammlung recht zahlrei zu erscheinen. Eine öffentliche Mitglieder- Versammlung des Be eins der Berliner Riftenmacher findet Montag, den 25. M., Abends 8 Uhr im Lokal des Herrn Deigmüller, Jakobstraße Nr. 48 a statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: Wel Vortheite bieten uns die freien Hilfskaffen, gegenüber be Reichstrantentafengeset. 2. Bericht der Strikkommiffion und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. t. Je näher der Zeitpunkt heranrüdt, wo durch das Inkrafttreten des neuen Reichstrantentafsengesfezes eine entsprechende Umwandlung der bisherigen Gewerkskrankenkassen bedingt wird, desto heftiger werden die Kämpfe, die auf diesem Gebiete von den Arbeitern um ihre Selbstständigkeit ausgeben Maffenaustritt aus obiger Kaffe und 2. über die Frage: fochten werden. Eine der stürmischsten Versammlungen in dieser Beziehung war die vom Vorstande der SchneidergesellenKranken- und Sterbefaffe am Donnerstag Abend nach dem großen Saale des Handwerkervereins( Sophienstr.) einberufene Mitglieder- Generalversammlung, zu welcher sich zirka 900 Per sonen eingefunden hatten. Da fich der Kassenvorstand und die Majorität der Mitglieder betreffs der Umwandlung in Meinungsverschiedenheit befinden, indem Ersterer eine Örtskaffe will, die Lestere hingegen eine freie Hilfskaffe, so war schon lange vorher für diese Versammlung agitirt worden und ein heftiger Busammenstoß beider Parteien daher vorauszu sehen. Auf der Tagesordnung stand: Vorlage und Berathung der Statuten zur zukünftigen Ortskaffe, doch sollte es weder zu dem Einen, noch zu dem Anderen kommen. Sofort, nachdem Herr Schüt die Versammlung mit der Tagesordnung bekannt gemacht hatte, protestirte Herr Pfeiffer auf das heftigste gegen die eigenmächtige Handlungsweise des Vorstandes und wurde die Verlesung des Protokolls der lezten Generalversammlungen beantragt, woraus erfichtlich sein sollte, daß der Vorstand 1. 8. fich für eine freie Hilfskaffe ausge sprochen habe, während er jegt eine Drtskaffe den Mitgliedern aufzwingen wolle. Diese Protokolle sollten der Versammlung verhängnißvoll werden. Herr Kleinide bezeichnet es als einen taftischen Fehler, daß der Kaffenvorstand mit einem fertigen Kaffenstatut vor die Mitglieder hintrete, ohne vorher nach den Wünschen derselben betreffs der Kaffe zu fragen. Er wäre unbedingt verpflichtet gewesen, vorher eine Generalver fammlung einzuberufen. Herr Schüt berief sich auf die Seitens des Magistrats an den Vorstand ergangenen Aufforderung, ein dem neuen Gefeße entsprechendes Statut, einzu reichen, was ihn berechtigte, ein Statut auszuarbeiten. Im reichen, was ihn berechtigte, ein Statut auszuarbeiten. Im Uebrigen, erklärte er, würde trotz aller Gegenmachinationen doch eine Drtskaffe gegründet werden und das Vermögen der alten Kaffe zu dieser übergehen. 100 Mitglieder würden fich schon finden, die Uebrigen tönnten machen, was sie wollten. Dieser Ausspruch rief einen gewaltigen Sturm hervor, und bes antragte Herr Pfeiffer ein Mißtrauensvotum gegen den Vorstand. Herr Pfeiffer, meinte bierauf Herr Schüt, liebe es, bei jeder Gelegenheit ein Mißtrauensvotum gegen den Vorstand einzubringen; es sei nur gut, daß Herr Thedrow( Vorsitzender des Fachvereins der Schneider) auch davon betroffen werde, da er als diesmal Die Uebertrittsbücher aus der Gewerks- Kranken- un Sterbe- Kaffe der Tischler nach der Bentral- Kranten un Sterbe- Kaffe der Tischler und Berufsgenossen( E. H.) müffe spätestens für Diejenigen, welche zum Halleschen Thor Beji gehören, bis zum 1. September abgeholt werden, und ebens müssen die Austritts- Scheine( aus der Gewerkskaffe) bis ju 6. September bei der Bahlstelle Belle- Alliance- Platz Nr. 6 be Hillscher vorgezeigt werden, und zwar Sonnabends Abend von 8 Uhr ab. Alle Diejenigen, die ihre Bücher bis zu de oben angegebenen Datum nicht abgeholt resp. Austritts.Sche vorgezeigt haben, verlieren alle Ansprüche an die Bentral Kaffe. Die Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tischle und verwandten Berufsgenossen, örtliche Verwaltungsstelle Berlin B.( Innere Louisenstadt) hält Montag Abend 8 eine Mitgliederversammlung in Konrads Salon, Wafferthor straße 68 ab. Tagesordnung: Wahl eines Ortstaffirers; legung von 2 Bahlstellen; Errichtung einer neuen Babiftelle Verschiedenes. Tischler- Verein. Kommandantenstr. 77/79, Abends Uhr, Vortrag. Ver 84 Die nächste öffentliche Mitglieder- Versammlung d Fachvereins der Schlosser und Berufsgenossen findet beut Sonnabend, den 23. August, Abends 8%, Uhr in Grattweil Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79 statt. Tagesordnung 1. Vortrag des Herrn Regierungsbaumeister Regler übe Das Submissionswesen und der Einfluß deffelben auf di Altgeselle zum Vorstande gehöre und das Drtskranten Löhne der Arbeiter. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wa eines zweiten Schriftführers. 4. Verschiedenes und Fragelafin ausarbeiten statut habe helfen. Mit den Wölfen muß man heulen, replizirte Hr. Thedrow Er habe an der Berathung nur darum theilgenommen, um sich nicht nachsagen zu lassen, er habe fich zurüdgezogen. Deffen ungeachtet habe er dabei stets die Intereffen der Allgemeinheit zu wahren gesucht, soviel in seinen Kräften stand und wie er es seinen Wäh lern versprochen und nicht, wie es in dem Protokolle heiße, er werde ihrer( der Wähler) Intereffen vertreten. Dies sei eine wiffentlich falsche Unterlegung, die seitens des Vorstandes nur zu dem Zwecke geschehe, um ihn zu verdächtigen und der Parteilichkeit zu bezichten. Diefer Streitpunkt rief lärmende Debatten und die heftigsten Ausfälle gegen den Vorstand hervor; als jedoch herr Thomas demselben Ungehörigkeiten vorwarf, löfte der überwachende Bolizei Lieutenant die Versammlung wegen Ruheſtörung und Lärms auf. M Auf den Leim gehen wir nicht, sagten die Bimmerleute Brandenburgs, als fie beschlossen, fich der ZentralKrankenkaffe der deutschen Zimmerleute anzuschließen. Der Herr Stadtfynditus von Brandenburg hatte sie nämlich gewarnt, dieser Kaffe beizutreten, er selbst hatte ein Statut einer Ortstrantenfaffe entworfen und versucht, die Bimmerleute zum Beitritt zu dieser Kaffe zu bewegen. Die Beiträge zu dieser Drtskaffe find feineswegs besonders niedrig, die Arbeiterfreundlichkeit jener Herren steht den Zimmerleuten Brandenburgs noch zu gut im Gedächtniß; erinnert man fich noch daran, daß bei dem Strife der Zimmerleute die Forderung derselben von 30 Pf. pro Stunde für eine Unverschämtheit" erklärt wurde? Die Mitglieder des Vereins der Berliner Maun machen am Sonntag, den 24. d. M., einen gemeinsamen Au flug per Kremser nach der Alten Fischerhütte. Sammel pläge: Teutoburger Plaz, Wedding Plas Frankfurter und Stausbergerstraßen Ed Hallescher und Rottbuser Thor: Plas( früh 7 libd Haupt- Sammelplay: Bülow und Potsdamer de. Abfahrt früh punkt 8 Uhr. Die Allgemeine Stuhlarbeiter- Vereinigung Berlini hält am Montag, den 25. 6. M., Abends 8 Uhr, bei bilde brandt, Weberstr. 17, eine ordentliche Generalversammlung ab zu welcher die Ergänzungswahl des Vorstandes und die Wabl der Revisoren auf der Tagesordnung steht. Auch findet die Billetausgabe zu dem bevorstehenden Stiftungsfest dafelbft flatt Wie uns gleichzeitig mitgetheilt wird, hat Herr B. Wagner, Rüdersdorferstr. 11, den Vertrieb der unlängst von dem herausgegebenen Deutschen Manufaktur- Arbeiter- Zeitung Bentralverein deutscher Manufaktur- Arbeiter und Arbeiterinnen" übernommen und nimmt Bestellungen auf diefelben jederze entgegen. Briefkaften der Redaction. De N., Lindenstraße. Wir haben die Sache durchaus ni falsch aufgefaßt, sondern fie verhält sich in der That fo. Besteller hat sich keineswegs eines Betruges schuldig gemad Berichtigung. Die Zahl der neu aufgenommenen Mit sondern der Gegenstand ist thatsächlich in seinen Befis b einigen und zentralisiren wir uns und es wird auch uns ge- glieder der Zentralfranken- und Sterbekaffe für die deutschen gegangen, er fann also mit demselben anfangen, was er mi Tapezierer und Berufsgenoffen betrug am verg. Dienstag nicht Sie tönnen ihn höchstens auf Bahlung des Restbetrages o " lingen, unsere Lage zu beffernja Shr müßt Euch dem, was die Beit erfordert, anschließen.- Wollt Jhr, daß man mit Fingern auf uns zeigt und sagt: Seht, die Schuhmacher bleiben zurück, fie thun nicht mit im Ringen um die höchsten Güter der Menschheit." Aber wir wissen, daß in Eurer Brust Kollegialität und Solidarität wohnt, darum strömt herbei und wahrt Euer freies Selbstbestimmungsrecht, schließt Euch der Bentral Kranten und Sterbekaffe der Schuhmacher und Be rufsgenoffen Deutschlands an. Diese garantirt volle Selbst verwaltung und zahlt das höchste Krankengeld. Es ist uns gelungen, durch Verhandlungen mit dem Arzte, die Aufnahme Theater. Sonnabend, den 23. August. Opernhaus: Keine Vorstellung. Schauspielhaus: Die Maler. Deutsches Theater: Geschloffen. Neues Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Eine Nacht in Venedig. Wallner Theater: Hotel Blancmignon. Oftend- Theater: Ein Gottesurtheil. Walhalla Operetten Theater: Nanon. Luifenftädtisches Theater: 114. Opern- Borstellung. Oberon, König der Elfen. Große romantische Feen- Oper in 3 Aften von C. M. von Weber. Bellealliance- Theater: Die Waise aus Lowood. Arbeiter- Bezirksverein Glückauf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Schneider meifter F. Göße, Staligerstr. 147, nach 4tägigem Krankenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24., Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle am Jafobi- Kirchhof bei Brig, statt. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 618 der Vorstand. Gürtler- Gesellenschaft. Die Beerdigung unseres Kollegen Baul Berlin findet am Sonntag, d. 24. Auguft, Vorm. 11 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes statt.( Mufitkaffe). Um zahl reiche Betheiligung ersucht der Vorstand. [ 621 Arbeitsmarkt. Frauen und Mädchen können Mäntelnähen lernen( unentgeltl.). Nachher dauernde Beschäftigung. 627] Harmsen, Langeftr. 22, of 1 Tr. r. 136, sondern 186, ein febr befriedigendes Resultat, der bis jest sehr gut zahlenden Ditstaffe gegenüber. Auch hat sich die 9 er Kommiffion nicht aufgelöst, sondern wird nach dem Dele girtentag mit erneuter Araft in die Agitation eintreten. flagen. Pauly. Sehr hübsch aber?! Fr. B., Schwerinstr. 20. Leider fehlt uns jest für Arbeit der nöthige Raum; wir haben andere Sachen u Ferner fei den Mitgliedern der neuen Kaffe mitgetheilt, daß sprechen, die uns vorläufig noch näher liegen. Alfo bef eine einfache schriftliche Abmeldung an den Rendanten und das Vorzeigen des Buches an den alten Kasfirer als Beweis vollauf genügt. Den feindseligen Bemerkungen gegenüber betonen wir, daß die Bestätigung der Berliner Behörde nicht einmal erforderlich ist. 619] Tücht. Plätterinnen auf Trifot- Taillen verlangt Weise, Hollmannstr. 36, Hof 3 Tr. Das unentgeltliche Arbeitsnachweise- Bureau der Metall- Arbeiter- Gewerkschaft befindet sich Ritterstr. 123 im Restaurant Sodtke. Die Kommmission. 581] Volks- Versammlung Dant. H. 2. Wird bei dem nächsten Versammlungsbericht gestellt werden. ridt Abonnent, Adolfftr. Gewiß, derartige Robbeiten f strafbar. Große öffentl. Versammlung des Fad vereins für Schlosser n. n. Berufsgenoffen Sonnabend, d. 23. August, Abends 8%, Uhr, in Gr weil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. D: 1. Bo des Regierungsbaumeisters Herrn Reßler über: Das Sub missionswesen und der Einfluß desselben auf die Arbeitslob 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wahl eines zweiten Sdn führers. 4. Verschiedenes und Fragelaften. Um zahlrei Die Stellung der Arbeiter zu den verſchiedenen Parteien Deffentliche Weitglieder- Versammlung Sonntag, den 24. d. M., Vorm. 10 Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeeftr. 58. bei der Reichstagswahl. Referent: Herr Hentel. Jedermann hat freien Butritt, freie Diskusfion. Der Einberufer. 620] Große Versammlung d. Schlossergesellen Berlins. Sonntag, Vorm. 10% Uhr, im Eiskeller, Chauffeeſtr. 88. Referent: Friz Gördi. [ 622 Bahlstellen: 1. Schröder, Urbanstraße 80; 2. Reinsch, Bergstraße 80; 3. Klint, Fürbringerftraße 28; 4. Birch, Breslauerstraße 13. Sonntag von 8 bis 11 Uhr Vorm. Montag von 7 bis 9 Uhr Abends. Die Kommiffton. und pünktliches Erscheinen ersucht 625] der Vorftand Vereins d. Berl. Kiftenmacher. Montag, d. 25. d. M., Abends 8%, Ubr, im Botal Herrn Teichmüller, Alte Jakobftraße 48a. Geſetz gegenüber dem Tagesordnung: DCH Reichs- Krankenkaffengeſeh 1. Vortrag: Welche Vortheile bietet uns das Hilfstafie 2. Bericht der Strike- Kommission und wie verhalten uns den Verleumdungen des Herrn Beier gegenüber. 623] 3. Verschiedenes. Gäfte haben Zutritt. Der Vorftand Der Fachverein der Rohrleger tagt am Sonntag, d. 24, Staligerstr. 126, Vormittags 10 Uhr. TD.: 1. Kaffenbericht 2. Bortrag des Herrn J. Müller. thal. Sammelpunkt bei Bettien, Schlesisches Thor. Freie Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. Fachverein d. Gürtler u. Berufsgenoffe Herrenpartie, Sonntag, den 24. Auguft 1884, nach Joba Arbeiter Bezirks- Verein der Rosenthaler [ 626 präzise 7 Uhr früh. Mbmari 611 baben ift erschienen und in der Erped. d. Berl. Boltebl." u Herrn R. Hashed zu seinem heutigen Geburtstage Sonntag, 24. August, Familienausflug nach Reinickendorf. dreifach donnerndes Hoch, daß die neue Laterne vor dem Busammenkunft: Café Sandhagen, Nachm. 3 Uhr. [ 628 wadelt. [ 624] Berantwortlicher Redacteur N. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von War Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Fr. u. K.& A fre Sh Abo S mer Erp für entg The 鳥 aus biti eff Bef eine Leb 100 eina Be abe Den 49 Ar um ich gu tra fich te CB pol Un ti mo N tif itä eir mo A Be gn A E BEBE eir bi un mi m Da id ft S Ia fa