Nr. 127. 3 8. et, en Det hr ng ene Det Der Det ad D.: ter Teit rib зм #g ret an nos bers bat zu Dom eten τοφο bal rat mäß tim chifte ein Ten vents Der und refp. egen teber B. opder gegen gegen l bie affene bier Frant nicht wie angen bak mmen ferner einer 50% g Rafine De Ge Rran 661 in eine br Vor andung arbeiter mmiung Be fein et. lins Branc eiligunl Ubr von Stand rung 1649 Brina sbrid Berlin ie er b₂ ent ts F T. ot Sonntag, 31. August 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt sigein täglich Morgent außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Marl, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Pommern 5 Vf. Bostabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bf. Arbeitsmarkt 10 Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 tip Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Announ Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerftraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat September eröffnen wir ein neues Abonnement auf das Berliner Volksblatt." Frei ins Haus foftet dasselbe 1 Mark, Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, sowie in der Grpedition, Simmerstraße 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements für den Monat September gegen Zahlung von 1 Mark entgegen. Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des fesselnden und interessanten Romans Das Kind des Profetariers" aus der Feder von U. Rosensoweit der Vorrath reicht bition Zimmerftraße 44 gratis verabfolgt. gegen Vorzeigung der Abonnementsquittung in der ExpeWir wenden uns nun noch speziell an die Freunde des Berliner Volksblattes" mit der Bitte, es an Anstrengungen nicht fehlen zu lassen, neue Abonnenten zu ge winnen, damit bald schon der Zeitpunkt eintrete, daß das " Organ für die Intereffen der Arbeiter" von der Mehrzahl der Berliner Arbeiter gehalten und gelesen wird. Dann erst können wir voll und ganz unseren Verpflichtungen gegen die Arbeiterfache nachkommen und wir werden ihnen nachkommen. Alle Freunde, die sich für Verbreitung unseres Blattes intereffiren, machen wir besonders auf die der heutigen Nummer beiliegenden Bestellzettel aufmerksam und bitten, möglichst ergiebigen Gebrauch von denselben machen zu wollen. Die Redaktion des Berliner Volksblatt". Die nächsten Reichstagswahlen. Wie nunmehr verlautet, sollen die Reichstagswahlen schon Mitte Oktober stattfinden, so daß une nur noch eine furze Spanne Zeit von denselben trennt. essen der Arbeiter, hat sich seit der kurzen Zeit seines Das Berliner Volksblatt", Organ für die InterBestehens zahlreiche Freunde erworben und fann daher mit figkeit sind. einer gewiffen Genugthuung auf seinen, wenn auch noch kurzen Lebenslauf zurüdbliden. Wohl ist es im Laufe der Zeit Mode geworden, ein ,, warmes Herz" für die Arbeiter zu haben, wohl giebt es keine einzige Beitung in Deutschland und vorzugsweise hier in Die nächste Legislaturperiode ist von hoher Bedeutung, in ihr werden Fragen zum Austrage gebracht werden, die tief in die Volksinteressen einschneiden, Fragen, welche für die unseres Vaterlandes von äußerster WichZunächst wird wohl die Parole der Reichsregierung lauten: Mehr Geld!" " Von konservativ- klerikaler Seite wird eine Verdreifachung des Getreide zolles vorgeschlagen werden, damit den Berlin, die nicht vorgiebt, für die Arbeiterinteressen einzutreten, Großgrundbesigern, die schon so viel besigen, noch mehr ge Von vielen Seiten wird auch betont, daß ,, der Tabak noch mehr bluten" könne. Wir sind aber der Meinung, daß die Tabaksindustrie durch die vielen Steuerbedrängnisse der letzten Zeit so schwer geschädigt ist, daß ein neuer Aderlaß sie zu Tode bringen würde. Vielleicht wird dies von manchen Steuerfünftlern gerade gewünscht, denn im Hintergrunde steht noch immer drohend das Ta batsmonopol, das Steuerideal des deutschen Reichskanzlers. Man kann über das Tabaksmonopol an sich wohl verschiedener Meinung sein, doch dürften auf alle Fälle die Erträgnisse desselben, wie das gewünscht wird, nicht der Reichsregierung als feststehende Steuer zufallen, sondern sie müßten vorher durch einen bindenden Beschluß der Gesetzgebung für einen bestimmten 3Zweck, z. B. für Errichtung der Invalidenpension und Altersversorgung der Arbeiter festgesezt werden. Dann ließe sich allerdings über das Tabaksmonopol reden, bei dem selbstverständlich auch die jetzt in der Privatindustrie beschäftigten Arbeiter so viel als möglich ficher gestellt werden müßten. Auch die Altersversorgungsgesehgebung der Arbeiter und die Invalidenpension wird den nächsten Reichstag, wenn auch wohl nicht in der ersten Session, beschäftigen. Die Idee ist zwar nicht neu, aber immer eine große und gute. Wenn der invalide Arbeiter, wenn der altersschwache Arbeiter nicht mehr auf die unberechenbare Gnade, wenn er nicht mehr auf den demüthigenden Armensäckel angewiesen sein wird, dann ist für ihn in der That eine neue Hera angebrochen und er kann in Ruhe und Frieden sein Lebensende beschließen. Aber auch der Arbeiter fann dann frohen Blickes in die Zukunft schauen und deshalb freudiger und rastloser schaffen und Darauf fommt es in der Hauptsache an! Die Intereffen der rechtesten von allen, da er eins der nothwendigsten Nahrungs- streben. Arbeiter aber fönnen überhaupt nur vorzugsweise von den Arbeitern selbst vertreten werden. Das Berliner Volksblatt" nun wird, wo es sich speziell um die Arbeiterinteressen handelt, auch von Arbeitern ge schrieben. Man sehe fich nur die Rubrik ,, Arbeiterbewe gung, Vereine und Versammlungen" an. fich noch immer mehr bemühen, ihrem Organe die wei teste Berbreitung zu verschaffen. mittel vertheuert. Deshalb muß jeder Reichstagsabgeordne ter, der das Volf in Wahrheit vertritt, gegen die Erhöhung der Getreidesteuer stimmen. Ueber die Regulirung der Zuckersteuer und die Erhöhung der Branntweinsteuer haben wir schon mehrfach unsere Ansichten Klargestellt. Wir sind damit einverstanden, wenn Steuer auf nothwendige BedürfnißgeWir wollen hoffen, und die Abgeordneten im Reichstage müssen dahin mitwirken, daß dieses größere sozial- reformatorische Wert nicht dasselbe Schicksal erleidet, wie das Krankenkassengesetz und das Unfallversicherungsgesetz, die im Grunde genommen nur geringen Vortheil den Arbeitern bieten. Das Unfallversicherungsgesetz ist bekanntlich durch die maßgebende Partei im Reichstage gegenüber der RegierungsAber um noch mehr den Arbeiterinteressen Rechnung zu tragen, müffen die Arbeiter, namentlich die Berliner Arbeiter, genstände, so auf Salz, Petroleum 2c., in derselben Höhe, vorlage noch wesentlich verschlechtert worden. Die Redaktion des Berliner Volksblattes" dagegen wird wie sie neu gewonnen, erlassen werden. Wir sind überhaupt der Meinung, daß die Steuern in Und gerade bei der Alterversorgungs- und Invalidenpensionsgefeßgebung der Arbeiter wird sich für die Arbeiter Abgeordeten ein großes Gebiet entwickeln, auf = es nicht an weiterer Anstrengung fehlen lassen, durch populäre Deutschland übrigens hoch genug sind, so daß die Staats- und politische und soziale Leitartikel, durch eine gediegene Reichsverwaltungen wohl ihre Bedürfniße glänzend befrie- welchem sie durch rastlose Thätigkeit ihr Interesse für das politische Uebersicht, durch eine reichhaltige lokale digen können und neue Steuern und Steuerhöhun= Umschau und durch eine unterhaltende und belehrende Ge= richtszeitung die Leser zufriedenzustellen. Ein ausge wähltes Feuilleton nebst zahlreichen interessanten Notizen aus Nah und Fern, volkswirthschaftliche und wissenschaftliche Ar gen nicht nothwendig sind. Man kann vielmehr und gerade im Reich an verschiedenen Stellen Ersparnisse eintreten laffen und die Steuern vermindern, wenn man nicht titel werden den Inhalt unseres reichhaltigen Blattes vervoll- vorzieht, die Ersparnisse zu besseren, zu Kolonisations- und Radbrud verboten.] 37 Lord Bide's. Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Kulturzwecken zu verwenden. stament ihres Großvaters hätte sie ihm ihr ganzes Vermögen vermachen können, wie ihres Herzens Wunsch gewesen wäre. Nicht, daß ich schon alle Hoffnung aufgegeben hätte, sie werde fich verheirathen und eigene Kinder hier herumspringen sehen, aber wir wären diese abscheulichen und zudringlichen Wrigley's ein für alle mal los." Der Aeltefte der Wrigley's ist so übel nicht," sagte die Haushälterin, und Fräulein Wrigley ist ein Engel, doch Wenn Sir Rupert's Kutscher in Frau Petigrew's Hände läßt sich nicht leugnen, liebe Frau Wallace, daß Lady Bide's gefallen wäre, als er die Koffer abholen tam, er wäre nicht unbefragt entlaffen worden, wie von dem hochmüthigen Diener Sohn weit mehr nach unserem Sinn gewesen wäre, als die Kinder des Schleichers Wrigley." Diese Unterredung brachte Frau Petigrew auf den GeWohl der Arbeiter vollauf bekunden können. Wie man erfährt, wollen in der nächsten Session, wenn die Reichsregierung diesmal dem mit einer Majorität von wenigen Stimmen im Reichstag gefaßten Beschluß, Nichtinnungsmeistern das Halten von Lehrlingen zu untersagen, ihre Zustimmung nicht geben Menschen verholfen hätte, und ach, Fräulein Milly hätte sich föniglich darüber gefreut zu erfahren, wo er ist, und ich würde mir den Kopf abschlagen laffen, um ihr ein Vergnügen zu machen. Fräulein Milln ist ein Engel." Wenn Du Dich seines Gefichts erinnerst, mein Sohn, fönntest Du Dir von Zeit zu Zeit einen Tag Urlaub erbitten und ihn dann in der Stadt zubringen, um nach ihm auszu spähen, und wenn Du ihn gefunden hast, Robert, gebe ich Dir eine Krone." Sohn. ,, Aber was liegt Dir an ihm?" fragte neugierig der Frau Betigrem vermochte es nicht zu fassen, daß irgend danken, daß, wenn ihre Hoffnungen fehlschlügen, Rupert selbst Petigrew. Ich liebe ihn wie eine Mutter." Rüden lehren tönne. Schloß Bide war, freiwillig zu entsagen und der Gedanke kam gewinnen würde. the garnicht in den Sinn, daß Rupert ihm ohne Weiteres den Die Nachricht traf sie beim Abendessen. aufzufinden, fie im äußersten Falle eine Verbündete an Myra Mit dieser Zuversicht im Gemüth fam fie öfter nach Barth, um die Gelegenheit zu erspähen, dem Schloßfräulein zu begeg nen und Unterhandlungen mit ihr anzufnüpfen, aber Myra's den Muth, fie anzureden. Das Testament," sagte das erste Hausmädchen, ist nicht ebrfurchtgebietende persönliche Erscheinung raubte ihr jedesmal und der junge Herr Rupert hat jede Hoffnung darauf aufge geben und ist fortgegangen; niemand weiß wohin" Bielleicht ist er im Barth'schen Schloß," meinte die Scheuerfrau. nein, auch dort ist er nicht," belehrte die Köchin. Dr. Mellodem hat heute Morgen einen tüchtigen Lärm hier gemacht, als er hörte, daß der junge Herr fort war, und seine Sachen auch, und Niemand ihm sagen fonnte, wohin er fich begeben hätte. Und in Barth war daffelbe. Fräulein Myra wollte ihn bei sich haben und hat ihn eingeladen und ihn ge beten zu tommen, aber er mochte nicht." ,, Er wird doch wohl wiederkehren, um seine Freunde zu befuchen?" fragte Frau Petigrew besorgt. Schwerlich," meinte die Köchin. ,, Hast Du nichts Neues über den jungen Menschen gehört, der neulich davongelaufen ist?" fragte Frau Betigrew ihren hoffnungsvollen Sohn, als dieser fte eines Sonntags Nachmittags besuchte und Rupert schon seit einigen Monaten Erinnerst Du Dich nicht an den Burschen, verschwunden war. der etwa ein Jahr lang mit uns umherzog, und der Dich wegen Deiner Zinnwaaren immer verspottete?" 11 Ist das der?" rief der Knabe erstaunt aus. " Sa ganz gewiß, Robert, aber Du mußt Dich hüten, etwas davon gegen Fräulein Barth verlauten zu laffen. Sie würde und sonst ohne Erbarmen davon jagen. Ja dieser hübsche junge Mensch mit den schwarzen Augen und dem lockigen Haar, das war unser ehemaliger Wandergefährte." möglicherweise ihr Pfad zu künftigem Reichthum doch nicht so Schloß verließ und ich trug ihm seine Sachen bis zur Droschke, Sie ging nach dem Barth'schen Herrenhause, um ihre Nach- schenkte." fragen dort fortzusetzen, wo sie durch ihren Sohn bekannt war. Sie hatte das Glüd, eine Unterhaltung Elsa's mit der Haushälterin in dem Zimmer anzuhören, wo die Beiden Gläser mit eingemachten Früchten verkortten. ,, Ach, da hat mein armer Liebling wieder neuen Kummer," „ So, ich habe ihn damals bitter gehaßt, aber er ist jetzt viel angenehmer und artiger, denn ich traf ihn, als er das wo er sich recht höflich bedankte und mir ein gutes Trinkgeld ,, Und Du hast ihn nicht gefragt, wohin er wolle?" Ich glaube, das wußte er selbst nicht. Er befahl dem Rutscher nur, ihn irgend wohin nach der Stadt zu fahren." Du warst ein Narr, das nicht auszuspüren." Ja das war ich, wenn das wirklich der junge Bide fagte Elsa. Einen nach den Andern muß fie verlieren. Sie gewesen ist. Fräulein Barth würde mir wenigstens ein Pfund bat jenen Knaben so sehr geliebt, und ohne das einfältige Te- dafür gegeben haben, wenn ich fie auf die Spur dieses ,, Ach, es ist nichts, als bloßes Mitleid," erwiederte Frau ,, und ließeft ihn todtkrank allein in einer Hütte am Wege liegen. Ich denke, er ist damals gestorben?" Das war ein Jrrthum, mein Sohn. 11 Da weder in Bide- Hall noch in Barth etwas Neues über Sir Rupert zu erfahren war, überlegte fich Frau Beti grew, daß die Liebe zu seiner verstorbenen Stiefmutter ibn wahrscheinlich zu einem Besuch an ihrem Grabe in der St. Kleonas- Kirche führen würde. In den ersten Tagen des Frühjahrs machte fie fich dorthin auf den Weg. Sie fühlte fich wieder als Landstreicherin, als fie an dem grünen Rasen der frühlingsfrischen, mit Himmelsschlüffeln und Maßliebchen übersäeten grünen Wiesen vorüberschritt. Die Luft athmete Wohlgeruch, und der Himmel wölbte fich klar und blau über ihr. Treu ihrer alten Gewohnheit, vermied fie die Fahrstraße und schlug Umwege ein. Der Bufall führte sie gerade an der Steinernen Hütte vorüber, wohin fie und Tony den schwer franten Sir Rupert getragen und ihn niedergelegt hatten, in der Voraussicht, daß er nur noch einige Stunden zu leben hätte. Sie trat in die Hütte, um auszuruhen und fich die Vergangenheit zurückzurufen, aber sie hatte nicht lange Geduld zu weilen. Sie fette ihren Weg nach der Pfarre von St. Kleoyas fort, und da fie des Küsters Frau vor der Thür des Häuschens neben der Kirche figen sah, bat fie um Erlaubniß, den Friedhof besuchen zu dürfen. Die alte Frau begleitete sie dort hin und ging mit ihr die Gräber entlang und führte sie auch in die Kirche. Frau Petigrew hatte die freundliche Alte über bies und jenes ausgefragt, und fich endlich neben sie auf die Bank vor der Thür gesezt und sie mit schwacher Stimme um einen Trunk Wasser gebeten. ( Fortsetzung folgt.) sollte, die Herren Ackermann und Genossen den Antrag| wiederholen, um eine größere Majorität zu erzielen. Auch dürften dieselben Herren den Antrag auf Einführung von Arbeitsbüchern für sämmtliche Arbeiter wieder einbringen. Ein richtiger Arbeitervertreter muß sich im Reichstage gegen beide Anträge erklären. Dagegen muß er für die Anträge stimmen, welche auf Entschädigung unschuldig Verurtheilter und auf Wiedereinführung der Appellation bei Kriminalsachen hinzielen. Eine äußerst wichtige Frage wird noch die nächste Legislaturperiode des Reichstags beschäftigen, die Frage des sogenannten Militärfeptenna t. Dasselbe läuft zwar erst im Jahre 1888 ab, doch wird man seine Verlängerung spätestens im Jahre 1887, also von dem nächsten Reichstage fordern. Mit der Bewilligung der Präsenzstärke des Heeres auf 7 Jahre hat der Reichstag in den Jahren 1874 und 1881 fein wichtigstes Recht in der wichtigsten Frage, die jährliche Zustimmung zu den Ausgaben des Reiches, aufgegeben. Das darf der Reichstag im Interesse seiner Macht und feiner Würde nicht wiederholen. Er muß freie Hand für fich behalten zur jährlichen Entscheidung. Dann hat er auch Anspruch auf eine höhere Achtung, die ihm vielfach jetzt die übrigen gesetzgebenden Gewalten verfagen. Alfo jeder Reichstagsabgeordnete, er möge einer Partei angehören, welcher er wolle, müßte eigentlich im Interesse der Würde des Reichstags gegen das Septennat stimmen. Das Gleiche gilt natürlich auch in Bezug auf eine drei jährige Bewilligung der Heerespräsenzstärke, welche die Deutsch- Freifinnigen in ihrem Programme atzeptirt haben. Dadurch haben sie nicht nur den demokratischen Charakter, den sie zu befißen vorgeben, vollständig verläugnet, sondern auch ihrer eigenen Macht geschadet. Doch das fann uns nur freuen. Denn auch die Verlängerung des Sozia= listengesetes, des Belagerungszustandes wird im Jahre 1886 nochmals entschieden werden. Und da ist es benn leicht möglich, daß nicht nur 27 Deutsch- Freifinnige, sondern aus dieser Partei eine so große Zahl, die zur Verlängerung des Gesetzes ausreicht, ihre Zustimmung zu demselben geben wird. Deshalb freuen wir uns, wenn die Macht einer solchen Partei durch ihr eigenes Programm gebrochen wird; mit solchen Demokraten" fönnen die Arbeiter sicherlich nichts zu thun haben wollen. Daß die Arbeiter selbst Ausnahmegesehen nicht zustimmen, halten wir für selbstverständlich, deshalb werden fie auch danach zu wählen haben. Nun wollten Argusaugen in diesem„ harmlosen Schreibekursus" einen sozialdemokratischen Verein und die Erlernung von Chiffreschrift entdeckt haben. In Folge dessen nahm die Polizei an verschiedenen Drten und bei mehreren Personen Haus suchungen vor, welche indeß im Wesentlichen" resultatlos blieben. Doch wurden bei verschiedenen Personen beschlagnahmt: ein Sparkassenbuch der Spar- und Darlehnskasse von Gottschalt und Genoffen, eine Reiseunterstügungskarte, mehrere alte Exemplare der Süddeutschen Post", eine Probeschrift ( das kleine und große A B C), ein Gewerkschafter" und je ein Exemplar der Beitungen Thüringer Waldpost"," Das Recht auf Arbeit" und" Der Postillon". Wie wir hören, wurden im Laufe einer halben Stunde 6 Personen aus einer Fabrik hinter einander durch die Polizei zum Zweck der Haussuchung aus ihrer Arbeit weggeholt, so daß unter dem Arbeiterpersonal eine große Aufregung herrschte." Eine reichhaltige Speisekarte von Gesezen wird also dem fünftigen Reichstage vorgelegt werden und wir haben gewiß nicht zuviel gesagt, wenn wir oben von der hohen Wichtigkeit der nächsten Legislaturperiode des Reichstags sprechen. An den Wählern ist es nun, ihre Schuldigkeit zu thun, daß sie wohlvorbereitet in den baldigen Wahlkampf eintreten; an den Arbeitern aber ist es, solche Vertreter zu wählen, welche die nöthige Garantie bieten, daß sie auch voll und ganz den Interessen der Arbeiter gemäß handeln werden! Politische Uebersicht. 11 Sowohl die dänische Linke als die Sozialisten agitiren lebhaft in den Provinzen. Der sozialistische Führer, Schmied Hörop, hat eine Agitationsreise angetreten, und Jens Bust, Sörensen, Nielsen- Grön 2c. haben fürzlich in der Nähe von Standerborg eine Volksversammlung abgehalten, wie weiter die vier Führer Trier, Pingel, Holm und Hördum am Sonntag nach Prästö ein Meeting anberaumt haben. | Michel! Aus Süd- Afrika tommen bedeutungsvol Nachrichten, die verschiedenen dortigen Republiken find Willen ganz Südafrika unter einen großen Bund zu bringen, ähnli Sem der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ale, oh Ausnahme, haben die englische Wirthschaft fatt und find müde, fich noch fernerhin von der englischen Regierung B schriften und Bedrüdungen gefallen zu lassen. Ob die G länder mächtig genug find, dieses berechtigte Streben zu un drücken, das wird die Bukunft zeigen; schwer dürfte es Engländern jedenfalls werden, da ihnen schon die lei Boerenrepublit seiner Zeit übergenug zu schaffen machte. find diese Vorgänge recht lehrreich und die Herren, fortwährend nach einem Neu- Deutschland über d Meere" schreien, fte fönnen aus solchen Vorgäng die Lehre beherzigen, daß nicht einmal das feestarke Englan im Stande ist, auf die Dauer seinen Kolonialbefis zu beha ten. Die Nachrichten aus Indien find ebenfalls sehr u günstig für die Engländer; dieselben zeigen, daß auch in dien die Volksmaffen nichts mehr von der englischen Herrich welche dieses schöne Land ausgesogen und zu Grunde geri hat, wiffen wollen. Die Beitungen der Eingeborenen fü eine Sprache gegen die englische Herrschaft, die an Deutlich nichts zu wünschen übrig läßt.- China wird von den F 3osen arg mitgenommen, dieselben haben bis jetzt nur Grfo in ihrem Kriege mit diesem Lande zu verzeichnen. Denno weigert sich die chinesische Regierung beharrlich auf die Fot rungen der Franzosen einzugehen. Vielleicht find die Chine zu der Erkenntniß gekommen, daß die Entschädigung forderung der französischen Regierung, nur ein Borman sei und daß selbst dann, wenn die Entschädigung ihrer doch wieder einen anderen Vorwand hervorsuchen wird Seite gewährt werden würde, Gladstone hat vor einigen Tagen die langerwartete Redereise nach seinem Wahlkreis Midlothian angetreten. Wäh rend seines mehrtägigen Aufenthalts daselbst wird der Premier der Gast Lord Roseberys, auf dessen in unmittelbarer Nähe von Edinburgh gelegener Befizung Dalmenypark sein. Dort wird er in strengster Burückgezogenheit leben bis zum Sonnabend, an welchem Tage er in der Kornbörse zu Edinburgh seine erste Ansprache an die Wähler von Midlothian halten seine erste Ansprache an die Wähler von Midlothian halten wird. Am Montag wird er am nämlichen Drte eine zweite Ansprache halten und am Dienstag Abend gedenkt er vor einer Massen- Arbeiterversammlung in Waverley Market zu sprechen. Was wird der alte Heuchler den Arbeitern nur zu erzählen wiffen? Aber sie werden es ihm wohl glauben und ihre Stimmen getreulich bei der nächsten Wahl für ihn abgeben, was schließlich die Hauptsache ist. Einstimmig beschloß der Marseiller Stadtrath alle religiösen Abzeichen aus den städtischen Schulen zu entfernen. Der böse Stadtrath scheint durch die Cholera, im frommen Jargon Gottesgeißel" genannt, doch nicht bekehrt worden zu sein. Die Seuche tritt übrigens jest in Südfrankreich nicht mehr so heftig auf, wie früher. Vorgestern starben an ihr in Toulon 5, in Marseille 4, in Perpignan 6 Personen. Hoffent lich wird sie bald ganz erlöschen. Rücksichtslos wird in Rußland die Waldverwüstung betrieben. Der Minister des Innern Ostrowski ist augenblic lich bemüht, die Eisenbahnen zur Kohlenfeuerung statt der Feuerung mit Holz zu bewegen. Einige Bahnen haben sich denn auch den russischen Kohlen vom Don zugewandt, aber neben 2 730 000 000 Bud Holz werden von den Bahnen immer noch per Jahr 2 200 000 000 Bud Kohlen verbraucht. Der Minister geht auch darauf aus, in den Bureaus der Regierung die Kohlenheizung einzuführen, und hat für den besten Heizungsapparat einen Preis ausgefeßt. Aus Petersburg schreibt man: Während aus Warschau zufolge einer Meldung des halboffiziellen ,, Warsch. Dnew." die Verhaftung Degajems berichtet wird, der nach Petersburg gebracht werden soll, laufen aus Odessa Nachrichten ein, welche DOT Did die Franzo mithin also das Bestreben Frankreichs nur darauf hinausge fich größere Länderstrecken von China anzueignen Frankreich, d. h. das französische Volt, indeß wenig Nu von derartig erworbenen Ländern haben wird, das habe bereits verschiedene französische Zeitungen und namentlich oberten Ländern die Verwandten und Freunde der nister und sonstiger Größen, nach Belieben schalten und ten, fich auch die besten Bergwerke zur Ausbeutung ausfu und sich die schönsten Landstriche aneignen, während die S des Vaterlandes ihr Blut vergießen. Rußland wiederum gezeigt, daß es nicht gewillt ist, die geistigen schritte anderer Kulturvölfer fich anzueigen. Im Gegentheil! hat sich dort veranlaßt gefühlt für die Mittelschulen wieder Prügelstrafe einzuführen. Ob durch die Prügel der Zeitg ausgetrieben werden soll? Wir wissen es nicht. Doch wissen wir, daß der Zeitgeist sich weder durch Brügel durch Geseze bannen läßt.- Fern im Süd das i Spanien ist noch heute von den Finsterlingen in Erbp genommen, welche schon so viel Unheil auf dieses schöne arme Land heraufbeschworen haben. Und noch heute wagt schwarze Gesellschaft in diesem Lande ihr va banque- Spiel entriren. Die Welt herrschaft des Pabstes wollen Geistesärmsten zurückerobern! O sankta simplicitas! in Belgien machen fich die Bestrebungen des Klerikalism geltend, und für den Augenblick hat die schwarze Garde ak Dick Hud Dba waffer. Allein auf die Dauer wird es den Dunkelmännern ni gelingen, ihre Bestrebungen aufrecht zu erhalten. Dafür bi der Entwickelungsgang der Gesellschaft. Auf den feig stehende Person darstellen. Die Daten, die über ihre Vergan- selbe auch mit Hilfe des Voltes dort wieder zur Herrschaft die Attentäterin Marie Kalushnij als eine Degajem nahe- Liberalismus in Belgien ist wenig zu rechnen, denn wenn d genheit mitgetheilt werden, find geeignet, einige Verwunderung langt, so wird er den Schwarzen doch soviel Einfluß einräumen hervorzurufen. Marie Kalushnij, die Tochter eines Kaufmanns daß dem Volfe die Erkenntnißflügel zur Genüge beschnitte aus Achtyr im Gouvernement Charkow, zählt gegenwärtig erst Der ichen zwar Dönn Donn dem Deut Gehöl ftatt. funda schoffe Die li zurück wo er eigene Bund Heidel allein Augu Arbeit Einer chrend in der darin werden können. Liberale und Klerikale brauchen trop alles ge 19 Jahre. Sechzehn Jahre alt, wurde fie in Odessa zusammen rühmten Gegenſages einander und wenn fie fich auch auferli dessen Köchin Feffenkowa sie der Polizei gemeldet war. Da Tische die Hände, wenn es gilt, das Volk in Geistesknechtichaft in den Haaren liegen, so reichen fie fich desto mehr unter dem mit Degajew, dem späteren Mörder Sudeikins, verhaftet, als in der Wohnung der Verhafteten eine geheime Typographie, zu erhalten. Um uns die nähere Bekanntschaft der neuesten deut den, transportirte man die Beiden nach Petersburg, wo die Regime verholfen. Um nun dem Liberalismus die Herrschaf Kalushnij bald in Freiheit gesezt wurde. Nach Odessa fedelte fte erst in diesem Jahre über und besaß einen regelrechten Paß. Ihr im vorigen Jahre zur Zwangsarbeit verurtheilter Bruder war bereits im Jahre 1878 wegen nihilistischer Umtriebe nach sammlung eine Organisation der Arbeit einführen." " Natürli in D als ein ganze dam Carrie Ludwi das E C der W Menid Pferde futfche felben, mit de den 2 führt mit de genug fteller In Schweden hat der Liberalismus vor der Hand das Heft in Händen, das schwedische Volt hat ihn zu zu entreißen, suchen die schwedischen Konservativen die Arbeits für sich zu gewinnen. Sie wollen laut Beschluß einer Be handelt es sich vor allen Dingen darum, die Arbeiter i Sibirien verschickt. Von dort entfloh er 1881, und seine Ver- Schlepptau zu nehmen, haben die Herren mit Hülfe der Arbe Handwerker seine Schuldigkeit gethan und kann gehen. ter dann wieder die Oberhand, so hat der Bruder Arbeiter un eine Gute entwickelt fich aber aus folchen Vorkommniffen, ni Ihre Proteste gegen einseitige Abmachungen in öffentlichen geborenen- Bresse Britisch- Indiens, von welcher wir fürzlich wohl als von den Liberalen dem Volle Konzeffionen mad In englischen Blättern findet die Sprache der Ein lich daß man von beiden Seiten, von den Konservativen P schen Landesbrüder in Kammerun und Bimbia zu ver mitteln, veröffentlichen Hamburger Blätter Auszüge aus Briefen und Berichten, welche Hamburger Firmen, die an jenen Punkten den deutschen Handel vertreten, erhalten haben. Nach diesen Auszügen herrschte in Kamerun zunächst gar nicht eine so tolle Freude, dem deutschen Reich einverleibt zu werden, wie man gern glauben machen möchte, denn die Unterhäuptlinge hatten ihre Rings"( Rönige) im Verdacht, für ihre Bereitwillig feit ganz enorme Geschenke erhalten zu haben." Versammlungen halfen aber nichts und nun find die Kameruner und Bimbianer durch einen förmlichen Vertrag deutsch gewor den. Sie werden sich hoffentlich hübsch brav und artig betragen, damit die Regierung nicht genöthigt ist, den Civilbe lagerungszustand über diese Neger zu verhängen und ihnen die Versammlungs- und Redefreiheit zu beschränken, von welcher fte nach dem Obigen schon Gebrauch zu machen verstehen. Niemand hat den schwarzen Brüdern das Veranstalten eines Mee tings unter freiem Himmel zum Zwecke der Berathung der Frage des Anschlußes an Deutschland verwehrt; nicht einmal ein Polizeibeamter überwachte die Versammlung und es ist doch gegangen. Es können also die weißen Deutschen nur wünschen, Dieselben politischen Rechte zu erhalten, wie die schwarzen Deutschen in Afrika und für Deutschland nur verlangen- Freis heit wie in Bimbia. baftung in Petersburg im Sommer 1882 bei Aufhebung des Ronipirations Quartiers auf Wassili- Ostrow war ein Werk Sudeikins. einige Proben gaben, natürlich die schärffte Verurtheilung, ja die freiheitsliebenden" Söhne Albions, die leuchtenden Vorbilder der deutschen Liberalen", entblöden fich nicht, der indischen Regierung dringend anzurathen, den sogenannten Knebelungs- Baragraphen anzuwenden, b. h. Ausnahmegeſetze gegen die Eingeborenen und ihre Presse, das Organ ihrer Beschwerden, zu erlaffen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die indische Regierung dieſem humanen" Vorschlage folgt, denn regeln eine tiefgehende Bewegung vernichten zu wollen, weil heit zu forschen. Wie behandelt aber das englische Regierungssystem den Hindu? Wird Indien nicht fyftematisch von England ausgefogen und zielt nicht das ganze englische Treiben darauf hin, aus Indien ein großes Frland zu machen? Es ist fraglich, ob der entnervte hindu noch die Kraft hat, welche er im Sepoyaufstande besaß, sich gegen den Bedrüder aufzulehnen und sein Joch vom Naden zu schütteln; wenn er aber seinem Jammer in bitteren Worten Luft macht, so ist das ganz natürlich, zugleich aber auch eine gerechte Anklage gegen das Gebahren Englands in seinen Kolonien", die den störrischen Deutschen immer als Muster empfohlen werden. Aus Calcutta, 26. August, wird gemeldet, daß der Eingeborenen staat Mysore infolge Regenmangels von einer Hungersnoth bedroht ist. nußen. nab muß, es gilt für das schwedische Voll diese Situation au In Deutsch I and rücken die Wahlen immer n jeder Tag fann die Auflösung des Reichstages und die stimmung des Wahltages bringen. Selbst die Konfervati haben bereits einen Wahlaufruf erlaffen und machen g Anstrengungen Gimpel einzufangen. Ueberall werden die Bau " D Stra tont Sonn Oper Schau Deuts Neues Walln Victor Oftent Refide Bellea Balh Luifen Gentr 10 Ei Mäntel ftändig R โด im Con wichtige erichein Di Schrift Birch, det. Für die Bauern dient als Leimruthe eine Erhöhung vereine protegirt oder es werden neue Bauernvereine geg die Kurzfichtigkeit ist überall anzutreffen, durch Polizeimaß Kornzölle und für die Handwerker hat man die Leimrutben Gestalt von Innungen und anderem mittelalterlichem man zu verblendet ist, um nach den Ursachen der Unzufrieden aufgestellt. Der neugegründete deutsche Handwerkerbund, weld noch vor einigen Wochen einen großen Bunft- Spettale Szene sette und dessen Führer noch heute die größten Rofin im Sad haben, hat bei einer angeblichen Mitgliederzabl 40 000 Mann, ungefähr 13 Mart und 52 Pf. in der Raf Und mit diesen 13 Mart und 52 Pf. wollen diefe Nermi die Rothschild's, Krupp's, Stumm's, Gruson's und ähnli Großindustrielle aus den Sattel heben und mit ihnen i riren?! Auch in unserer guten Stadt Berlin wit bereits lebendig, der freifinnige" Eugen Richter hat bereits einer großen Wählerversammlung" gesprochen und zwar Gunsten des Kollegen" Virchow im zweiten Wahlfreije türlich durften nur ,, Fortschrittler" in die Versammlung bin und damit nicht etwa ein räudiges" Schaf fich in die from Heerde einschleichen fonnte, hatte man wohlweislich Karten an bekannte Schaafe vertheilt. So ganz unter Beifall zu, als er den Kollegen Virchow als den wahren Freiheitsmann zum Kandidaten für den zweiten Babl proflamirte. Hatte im zweiten Wahlkreis unfer Eugen" große Baute gerührt, so fühlte sich im vierten Wahlkreis b zu schlagen. Neben dem sonst üblichen Blech tonnte man n hören, daß die Sozialdemokraten eigentlich feine Demofrate feien und Kollege" Schulze sekundirte, daß die Arbeiterpart Großer Schulze! Glückliches Berli das solche Freiheitsmannen" in seinen Mauern birat! Fahnenflucht in den Reihen der Deutschfreifinnigen. Die Absagebriefe für die Freifinnigen mehren fich mit jedem Tage. Nachdem foeben erst Dr. Günther- Ansbach, der das legte Mal in der Nachwahl für Richter im 5. Berliner Wahlfreise gewählt wurde, für die kommenden Wahlen auf seine Kandidatur verzichtet hat, lehnt nun auch der deutsch freifinnige Prediger Neßler( Potsdam- Osthavelland) die Wiederannahme ab. An seiner Stelle wurde in Spandau und Umgegend am 23. d. Dr. Schneider aus Potsdam aufgestellt. Jest begegnet den Freifinnigen auch noch das Unglüd, daß einer ihrer be fanntesten Vorfämpfer ebenfalls dankt. Friedrich Kapp schreibt nach Salzwedel Gardelegen aus Charlottenbrunn i. Schl. Ich bin leider gezwungen, zu erklären, daß mein Gesundheits zustand mir eine solche Thätigkeit zur Beit nicht ge stattet. Ich bedauere lebhaft, daß ich Ihrem und der dortigen Vertrauensmänner mir so ehrenvollen Vertrauen in einem für unser politisches und wirthschaftliches Leben so verhängnißvollen Momente nicht entsprechen fann und bitte Sie deshalb, von meiner Person in diesem Herbst ganz absehen zu wollen." Gefundheitsrücksichten sind sonst nur eine Ministerkrankheit. Aber meint es Herr Kapp vielleicht doch ehrlich mit diesem Ausdruc? Auch die Ratten verlassen ja ein morsches, finkendes Schiff aus ,, Gesundheitsrüdsichten!" Die überseeische Auswanderung von Deutschen über deutsche Häfen und Antwerpen betrug nach den Erhebungen des faiserlichen statistischen Amtes im Monat Juli d. J. 10 498, in den Monaten Januar bis Juli 100 799. Für das Vorjahr waren die betreffenden Bahlen 11 469 und 105 614. Ueber eine Haussuchung nach sozialdemokratischen Schriften in Nordhausen berichtet die Nordh. 3tg." Folgendes: Am vorigen Sonnabend Nachmittag waren fämmtliche Mannschaften der hiesigen Polizei in fieberhafter Thätigkeit, um einer, laut eingelaufener Denunziation hierselbst angeblich bestehenden„ sozial demokratischen Verschwörung" auf die Spur zu fommen. Der Schreiblehrer und Bigarrenmacher Hermann Bekel hier unterhält nämlich seit einiger Zeit in einem hiesigen Restaurant einen unentgeltlichen Schreibunterricht, und zwar allwöchentlich Dienstag und Donnerstags, Abends von 8 bis 10 Uhr. An demselben nehmen außer meh reren Bigarrenarbeitern auch einige Handwerksmeister Theil. Pâtenotre, der französische Gesandte am Befinger in allernächster Beit erscheinen werde. Die Regierung hat eine amtliche Depesche Courbet's erhalten, welche die Berstörung der Minganforts bestätigt; da aber eine offiziöse Depesche die Ber störung des weißen Forts und des von Kimpat meldet, so wird Hofe, depeschirt, daß zuverlässig die Kriegserklärung China's riefen die Genoffen" ihrem großen Eugen nach Herzen " 1 in Paris vermuthet, daß Courbet am Freitag wieder die hohe Fortschrittsprediger Negler berufen, den nöthigen Tam Z See erreichen und nach Kelung dampfen werde, das noch nicht befeßt sein soll. Courbet wird sich alsdann auch der Insel Hainan bemächtigen. Politische Wochenplauderei. das Volt aufwiegle. wenn diese Helden so weiter pfeifen, so werden fie nicht in Stande sein, auch nur einen Hund hinter dem Dfen hervo zulocken!" Lokales. fer R. Die Vorgänge in Afrika werden noch immer in den Spalten der liberalen und konservativen Beitungen in einer Weise behandelt, als ob das Vaterland einer goldenen" Mera entgegen gehe. Und ficher giebt es im Lande des Michelthums eine Anzahl Träumer, welche, aufgeregt durch eine servile Breffe, naiv genug find, an einen großen Umschwung der Verhältniffe zu glauben. Es war wirklich tührend zu lesen, mit welcher schreibt: Am 31. d. M. find zwei Dezennien vergange Gewandtheit und Schnelligkeit Deutschland bei der Beftgergrei Zur Erinnerung an Laffalle. Die„ Berliner Beitun fung des Camerun Landes den Engländern zuvorgekommen sein foll. Und nun lommt hinterher die Nachricht, daß die Häuptdem ein Mann aus dem Leben schied, den Heinrich Heine b linge des Camerunlandes schon vor 1 Jahren die englische enden Einfluß auf die große Klaffe der arbeitenden Bevölkeru iesfias des 19. Jahrhunderts" nannte, der einen bahnbra Regierung gebeten hatten, ihr Land unter den Schutz Englands zu nehmen. Doch die englische Regierung hat es während seines Lebens ausübte, deffen Lehren nach seinem 20 die Arbeiter immer mehr zu einer fompatten Maffe zufamm nicht einmal der Mühe werth gehalten, auf diese Bitte zu antworten, geschweige denn das Land unter ihre geschweißt haben; am 31. August 1864 ift Ferdinand Laffa aus dem Leben geschieden. Wer an jene Septembertage Dbhut zu bringen. Was also die Engländer nicht haben wollten, das hat Deutschland mit großer Gewandtheit und Schnelligkeit erwiſcht. Ende des Arbeiterapostels hier in Berlin bekannt wurde, Glückliches Vaterlard! Glücklicher das Ungeahnte war. Laffalle wat bekanntlich von dem fich erinnern, wie ungeheuer gerade hier die Auf 7-9 11 de in Gr Τα Görd Berschie Mo Ich Ach Denn Mein ' ne Schi Ich 213 Sie Der Bu f Ue 1884) i Breifen engl. 20, 24, 8, 10, 30, 33, 20, 24, Breifen Joppen Schlafr allein in 95 Auch Die Ros empfiehl Beitung Diten En Svoll Men bali ob 06 Eng unte Den Efeine G bem ange nglant chaus τίφαΐ. erig fübr Lichte Fras Erfolg ennod Forde Dinela gung Dormant angoles pürba usgek 20 Nuses babes ich Den Q Stude Sob Fo Der Beitge och Tahir Cropd e agt Spiel ak Stud lism Dbo nid ir biling feigen nn Der Saft g aumen bnitter lled g Berlin er bem Stfchaft or Der In sum τίφα Arbeite t Ver atürlic ler in Arbe ter un Dal , nd ben fo made aus nab Die pation DE gra Baue gegri ng Aben is Stra weld atel is Rofing abl Raffe lermit abulid tonb wird reits bar binei from 西 ter f Bendl Dabren abitra ren" b reis be m Zan ant no nofrate lerpart Berlin Shun hidht in heroor leitung Ane bo onbro lterum 20 schen Studenten Janta v. Radkowie im Duell erschoffen und zwar handelte es fich damals um das etwas excentrische Frl. v. Dönniges, Tochter des bekannten bayrischen Diplomaten von Donniges, die sich später mit dem Herrn v. Radowis, dann mit dem Schauspieler Herrn Friedmann, jeßigem Societair des Deutschen Theaters" verheirathet hat und jest in Amerika lebt. Der Zweikampf fand am Sonntag, 28. August früh in dem Gehölz von Berrie eine Stunde von Genf, am Fuße des Saleve statt. Laffalle hatte den Obersten Rüstom aus Zürich zum Se fundanten, auch General Klapka war zugegen. Die Gegner schoffen faft gleichzeitig; Laffalle erhielt die tödtliche Kugel in die linke Seite des Unterleibs. Nach Genf in einer Kutsche zurückgebracht, hatte er noch die Kraft, in dem Hotel Viktoria, wo er wohnte, mehrere Treppeu ohne Unterstützung bis zum eigenen Zimmer empor zu steigen. Die Aerzte erklärten die Wunde für tödtlich, es wurde noch sofort Professor Chelius aus Heidelberg und ein Büricher Arzt telegraphisch herbeigitirtallein menschliche Hülfe war vergeblich. Am Mittwoch den 31. August verschied er. Seine Leiche wurde, von Tausenden von Arbeitern begleitet, nach Breslau geschafft und dort beerdigt. Giner der ersten, der den Manen des verstorbenen Lassalle einen chrenden Nachruf widmete, war damals Ludwig Löwe, der in der Berliner Reform einen langen Artikel veröffentlichte und darin Ferdinand Lassalle feierte als einen großen Charakter, als eine mächtige, bedeutende Persönlichkeit, in welcher der ganze Mensch auf's großartigste angelegt war." Das war der damalige Ludwig Löwe, der noch keine commerzielle Carriere gemacht hatte, aber der jetzige deutsch- freifinnige" Ludwig Löwe? Nun, er ist ja unsern Lesern bekannt und das Epitheton: ,, deutsch- freifinnig" fagt übrigens genug. N. Aus einer Kopfwunde heftig blutend wurde in der vergangenen Nacht ein in der Langestraße wohnender Arbeiter Lehmann in bewußtlosem Zustande in die Sanitätswache Blumenstraße eingeliefert. B., der auch nach Anlegung eines Verbandes trop aller Belebungsversuche dennoch unverneh mungsfähig blieb, mußte sofort nach dem Städtischen Allge meinen Krankenhaus geschafft werden. diese Apparate eingerichtet find und welche Kraftanstrengung| Angabe falscher Namen einem Beamten gegenüber unter Strafe es erfordert, ein solches Ding in Bewegung zu setzen. Der geftellt sei. Rutscher muß einen Hebel, deffen Arm ungefähr einen Fuß über dem Fußboden des Waggons angebracht ist, niedertreten und ist hierbei natürlich gezwungen, fich vollständig über die vordere Brüstung des Wagens zu beugen. Er verliert für diesen Augenblick selbstrebend die Herrschaft über seine Pferde, und er fann auch unmöglich auf die Bahn achten. Wenn also in einem solchen Augenblick ein Unglück pasfirt, so fann Kutscher unmöglich dafür verantwortlich gemacht werden, und macht man ihn verantwortlich, so bes geht man eben eine Ungerechtigkeit. Hieran scheint man jedoch nicht zu denken oder denken zu wollen. Die Hauptsache scheint nur zu sein, durch Einführung dieser Maschinen die Weichensteller zu sparen; der Betrieb der Pferdebahnen in Berlin wirft auch wirklich nicht soviel ab, daß einzelne Weichensteller ihr fümmerliches Brot bei dem Institut finden könnten. Jedenfalls wäre es im Interesse des Publi fums entschieden geboten, Leute, welche einen so bedeutungsvollen Boften im öffentlichen Verkehr bekleiden, wie Pferdebahnkutscher, nicht mit den verschiedenartigsten Obliegenheiten zu überlasten. N Wie weit ist Lügen erlaubt! Ein interessantes Er kenntniß über die Stellung des Gerichtsvollziehers wurde heute vom Schöffengericht der 98. Abtheilung des Amtsgerichts I gefällt. Ein Gerichtsvollzieher hatte im Auftrage eines Boltsanwalts Richter bei der Angeklagten Frau Sch., auf Grund einer ihm cedirten, vollstreckbaren Forderung eine Pfändung vornehmen laffen. Dieselbe fiel fruchtlos aus, weil die Ange flagte dem Gerichtsvollzieher erklärte, die einzigen werthvollen Sachen, zwei goldene Halsketten, verfest zu haben. Auf Grund dessen wurde die Angeklagte wegen Verstrickung(§ 288 Str.G.-B.) von dem Voltsanwalt denunzirt. In der heutigen die Angeklagte die Unwahrheit gesagt hatte, als fie dem Gerichtsvollzieher erklärte, fie habe die Schmucksachen verpfändet. Er beantragte deshalb, da Lügen verwerflich, aber straf los sei, Freisprechung. Die Amtsanwaltschaft beantragte dagegen eine Woche Gefängniß, weil dem Gerichtsvollzieher nichts vorgelogen werden dürfte. Das Schöffengericht schloß sich jedoch den Ausführungen des Vertheidigers an und erkannte auf Freisprechung, da nicht das Lügen an fich, sondern nur die Cr. Der Mechanismus zum selbstständigen Stellen der Weichen der Pferdebahn, dieser neumodische Ersatz der Menschenarbeit, zeigt wieder einmal glänzend die Fürsorge der Bferdebahngesellschaft für ihre Beamten. So ein Pferdebahn- Hauptverhandlung wies nun der Vertheidiger nach, daß futscher ist wirklich ein geplagter Mann, und der Beruf desfelben, mit seiner Arbeitszeit und seiner glänzenden Bezahlung, mit der übergroßen Verantwortlichkeit gehört gewiß nicht zu den Annehmlichkeiten des Lebens. Ein Pferdebahnfutscher führt zu gleicher Beit Peitsche, Bügel, Glocke und Bremse, und mit der Handhabung dieser Gegenstände scheint er noch nicht genug zu thun zu haben, er muß auch noch als Weichen fteller funktioniren. Nun muß man aber selbst sehen, wie Led Theater. M Sonntag, den 31. August, und Montag, den 1. September. Opernhaus: Sonntag. Der FreischüßMontag. Die Nachtwandlerin. Schauspielhaus: Sonntag. Ein Sommernachtstraum. Montag. Durch's Dhr. Deutsches Theater: Geschloffen. Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonntag. Eine Nacht in Venedig.- Montag. Hoffmann's Erzählungen. Wallner- Theater: Hotel Blancmignon. Victoria- Theater: Maria Stuart. Oftend- Theater: Mutterſegen. Refidenz- Theater: Ein Standal Bellealliance- Theater: Buchholzen's. Walhalla- Operetten Theater: Nanon. Enisenstädtisches Theater: 122. Opern- Borstellung. Sonntag. Oberon, Rönig der Elfen. Romantische Oper in 3 Aften. Mufil von 6. M. von Weber. Oberon: Herr Baul Lange. Montag. Der Babier von Sevilla. Central- Theater: Jäger- Liebchen. 676 Arbeitsmarkt. 10 geübte Arbeiterinnen auf Plüsch- Mäntel verlangt Welsch, Oberwafferstr. 13. Mäntel, der die Arbeitsstube( ca. 10 junge Mädchen) felbftGin tüchtiger Stepper und Bügler auf leichte Plüschftändig übernehmen will verl. Welsch, Oberwasserstr. 13. Montag, den 1. September: Große Versammlung 675 sämmtlicher Schlosser Berlins im Concerthaus„ Sanssouci", Rottbuserstr. 4a. Der äußerst wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines Jeden zu erscheinen. 7-9 Uhr. [ 665 Die Bahlstellen find beim 1. Raffirer Urbanstraße 80, II; Schriftführer Mahrzahn, Bergstr. 25; Klint, Fürbringerstr. 28, Birch, Breslauerstraße 13 von Sonntags von 9-11, Montags Der Vorstand. Montag, den 1. September, Abends 8 Uhr: Versammlung des Fach- Vereins der Schmiede in Bratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tages- Ordnung: Vortrag des Stadtverordneten Herrn Gördi. Berschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Diskussion.-Fragelaften.[ 643] Der Vorstand. Tante Jettchen. a. Schlafstellendieb. Zu der in der Weinstraße wohnenden Frau P. tam am 25. d. M. ein unbekannter, ungefähr 26 Jahre alter Mann, welcher sich Hoffmann nannte und angab, bei der Post beschäftigt zu sein, und miethete von Frau P. eine Schlafftelle. Am folgenden Morgen verließ Frau P. ihre Wohnung, um nach ihrer Arbeitsstelle zu gehen, nachdem sich vorher der angebliche Hoffmann entfernt hatte. H. kehrte jedoch nach einiger Beit in die Wohnung zurüd, pacte da sämmtliche der P. gehörigen Sachen, Kleidungsstücke, Wäsche, 2 goldene Trauringe A. F. und W. P. 1882, ein Paar goldene Ohrringe 2c. im Gesammtwerth von 210 M. zusammen und entfernte fich damit. Die später heimkehrende P. erfuhr von Hausbewohnern, daß während ihrer Abwesenheit ihr neuer Schlafbursche in die Wohnung zurückgekehrt wäre und sodann mit einem Bündel fich wieder entfernt hätte. Der noch nicht ermittelte Dieb war bekleidet mit braunem, weißgesprenkeltem Sommerüberzieher, Rock, Wefte, schwarzen Hosen und kleinem schwarzen Hut; er hatte dunkelblonde Haare und einem Schnurrund Backenbart mit ausraftrtem Kinn. Vereins- Nachrichten. Der Arbeiter- Bezirks- Verein im Osten hält am Mittwoch, den 3. September, Abends 8%, Uhr im Lokale Königsbant", Gr. Frankfurterstr. 117 eine Versammlung ab. T.- D.: 1. Vortrag des Schriftstellers Schwenhagen über Rückblicke aus den 40 er Jahren." 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht.( Siehe Inferat.) Der Unterstüßungsverein der Buchbinder ic. hält seine regelmäßige Sigung morgen Montag, Alte Jakobstr. 37, ab. Versammlung des Fachvereins chirurg. Instrumentenmacher und Bandagisten: Montag, 1. September cr., Abends 8% Uhr, Weinmeisterstraße 18. Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. Unterstützungsv. d. Buchbinder Mittwoch, den 3. September, Abends 81, Uhr, im Lokale ,, Königsbant", Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftsteller Herrn Schwennhagen über: Rückblicke aus den 40 er Jahren". 2. Verschiedenes. 3. Frage faften. [ 685 Den Mitgliedern des Vereins zur Nachricht, daß Herr Stadto. Paul Singer zu dieser Versammlung eingeladen ift. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen. Der Vorstand. NB. Der Monatsbeitrag beträgt 20 Pf. und wird ein Einschreibegeld nicht erhoben. Kinder- Rocke AMk.1,50, 1,75, 2,00, 2,50. Beinkleider à Paar 80, 90 Pf., Mk. 1,00, 1,50, 1,75, 2,00. Walkjacken Tricottaillen in allen Grössen und Farben zu den billigsten Preisen. Wo soll ich in der Fremde auftreiben ein Habit; Ich schrieb an Tante Jettchen, ich weiß, so etwas zieht. Ach Tantchen, liebes Tantchen, ich bin in größter Bein, Denn meine letzte Hose ist total furz und klein, Mein Rock fieht aus wie Wurstschmalz, mit Torfasche garnirt, ' ne Wefte hab seit Jahren ich schon nicht mehr geführt. Schid mir lieb Tantchen, bitte, doch einen Anzug ein, Ich werde dir, ach glaub' es, dafür stets dantbar sein. Als Tantchen nun mit Schreden gelesen diesen Brief, Sie eilig hin zur Handlung am Grünen Wege lief; Der gold'nen 95 bat Auftrag fie ertheilt, Bu senden an den Neffen, cito ganz unverweilt: 1884) in guten reinwollenen Stoffen zu bedeutend herabgesezten Ueber 10 000 Frühjahrs- und Sommer Baletots( Mode Breifen 11, 13, 15, 18, 21, 24, 27 M. Brima. engl. Jaquet- u. Rod: Anzüge, ganzer Anzug nur 13, 15, 18, 30, 33, 36, 39, 42, 45. ff. 20, 24, 26 Breifen. . ff. W 12 000 7000 Hosen und Westen 6, 8, 10, 12, 14, 15 Mr. Br.- Einsegnungs- Anzüge zu 14, 18, Waschanzüge, Alpacca- Jaquets, Comtoir u. Haus Hoppen sehr billig. allein in der Knaben- Anzüge zu auffallend billigen Schlafröcke werden zur Hälfte des Tarpreises ausverkauft, nur Winter Paletots, Reise- Mäntel und PP Gold'nen 95" Ignaz Weiland. 369 95, Grüner Weg 95, am Andreasplay. Auch an Sonn- und Festtagen bis 7 Uhr abends geöffnet. Die Zeitungs Spedition v. C. Mücke I Rosenthalerstr. 46( Rothe Apotheke.) amines Zaffalls Be ragi pallod Diten und Umgegend. empfiehlt fich zur pünktlichen und prompten Lieferung aller Beitungen bes. Berliner Volfsblatt" im Norden, Centrum, 673 und verwandter Berufsgenossen. Montag, den 1. September Alte Jakobftraße 37. Versammlung. Tagesordnung: 678 1. Die Organisation der Buchbinder Deutschlands und wie verhalten fich unsere auswärtigen Kollegen zu derselben. 2. Vereinsangelegenheiten( Wahlen)) Verschiedenes und Fragetaften. Ein Baar junge Hündchen find zu verkaufen. 672 Andreasstr. 63 Hof I. 1 Tr. r. Die Nr. 8 der humoristischen Blätter, Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Exped. d. ,, Berl. Volfsbl." zu haben. Wollene Damen- und Garnirte Kopf- Tücher Wollene Damen- und Kinder- Westen Kinder- Westen à Mk. 1,25, 1,50, 1,75, à Mk. 1,00, 1,25, 1.50, à Mk. 1,25, 1,50, 1,75, 2,00, 2,50, 3,00, 3,50. No. 174 2,00, 2,50, 3,00. 2,00, 2,50, 3,00, 3,50. Kinder- Kleidchen T à Mk. 2,50, 3,00, 3,50. Kinder- Tricots à 75 Pf., Mk. 1,00, 1,25, 1,50, 1,75, 2,00. Wollene Gamaschen PREIS- VERZEICHNISS für Strickgarne und Strumpfwaaren von Theodor Fricke BERLIN SO. Oranien- Strasse No. 174 zwischen Adalbert- Strasse und Oranien- Platz à Paar 80, 90 Pf., Mk. 1,00, 1,25, 1,50 etc. Gesundheitshemden shelf à 75 Pf., Mk. 1,00, Strickgarne. Ge Gefärbte Wolle in allen Farben. 12er Qualität 3 und 4fach. 12er Prima 000 1,25,1,50, 1,75, 2,00. Wollene Damen- Strümpfe VIL 16er Prima 3 3 und 4fach. 3 und 4fach. pr. Pfund pr. 4 Pfund 3 Mk. Pf. 3 Mk. 20 Pf. 4. Mk. 80 Pf. 75 80 1 20 9 99 " 29 à Paar 50, 60, 70, 80, pr. Strähne 50 " " 55" 80 29 90 Pf. pr. Loth 5 6 8 99 " 3 " 39. " Wollene Sacken 920 Naturell- Wolle in gran, braun und blau melirt. 14 er Qual. 14er Qual. 3 fach. 4 fach. 16er II 4 fach. 16er Qual. 4 und 6 fach. pr. Pfund pr. 2 M.-Pf. 2 M. 40 Pf. 3 M. Pf. 4 M.-Pf. 50 60 75 1 22 27 7" " 57 " " " pr. Loth 4 5 6 " 29 募 节 9 " 8 n farbig à Paar 30, 40, 50, 60, 75, 80, 90 Pf., M. 1,00, 1,25. Prima Mohair in allen Farben vorräthig à 25, 30 und 35 Pf. farbig à Paar 40, 60, 70, 90 Pf., Mk. 1,00, 1,25. Kinder- Strämpfe à Paar 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50 Pf. Bezirks Verein der arb. Bevölkerung des SW. Berlins. [ 665 Versammlung am Montag, den 1. September cr. Abends 8 Uhr in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Unsere gegenwärtigen wirthschaftlichen Verhältnisse." 2. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Heute Herren- Parthie nach Grünau. Abmarsch 12 Uhr von der Bärwaldsbrücke. Abfahrt: Görliger Bahn, Mittags 1 Uhr. Fachberein der Marmor- und Granitarbeiter. Montag Abend 8% Uhr Versammlung in Deigmüllers Saal, Alte Jakobstr. 48a. Vortrag über Zweck und Ziele der Fachvereine. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Lander& Tepplaustoile 674 Der Vorstand. Drucksachen = aller Art,= namentlich Circulaire, Rechnungs- und Quittungsformulare, Adreßkarten, Prospecte, PreisCourante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, fämmtliche Formulare für Krankenkaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. 4JZUDIE belegen Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. Ausstellungs- Park frühere Hygiene Ausstellung. Carl Hagenbeck's Ausstellung. nur vom 23. August bis 15. September DIE SINGHALESENI 40 Eingeborene, Männer, Weiber, Kinder. 23 grosse Arbeits- Elephanten. 12 Zeburinder. Ethnographische Ausstellung. Vorstellungen von 9-12 und 2-7 Uhr. Täglich von 9 Uhr früh bis 12 Uhr Abends Grosses Militair- Concert. Jeden Sonntag Morgens Früh- Vorstellung und Concert. Bis 7 Uhr Entrée 50 Pf. Kinder und Militair vom Feldwebel abwärts 20 Pt. Nach 7 Uhr Entrée 30 Pf., Kinder frei. Entreepreis an jedem Sonntag Vormittag von 8 bis 12 Uhr für Erwachsene 30 Pf.. Kinder und Militair ohne Charge 10 Pfennige. Arb.-Bz.-V. Laufizer Play. Mitglieder Versammlung Mittwoch, den 3. September Abends 8 Uhr, Manteuffelstr. 9. Tagesordnung: 671 1. Petitionsverlefung; 2. Vortrag des Herrn Dr. Zadeck über Darwinismus; 3. Verschiedenes; 4. Fragekasten. Gäste durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Unsere werthen Runden, sowie auch diejenigen Herren Schneidermeister, die es werden wollen, werden gebeten, unsere bereits fertig gestellten neuen Muster in als in Winterpaletotstoffen Winterbukskins in Empfang zu nehmen, bevor dieselben vergriffen werden. Hochachtungsvoll Jacobi& Adam, Spandauerstr. 49. 395 Bur pünktlichen Besorgung des Berliner Volksblattes", sowie sämmtlicher Zeitungen empfiehlt fich 670 Die vorhandene Liquidationsmasse, Gr. Frankfurter Strasse 115. bestehend aus: Kleiderstoffen, Cachemirs, Damen- Manteln, Leinen und BaumwollWaaren, Gardinen und Teppichen, sowie Damen- Herren- und Kinder-Wäsche tommt täglich von 8-12 V., 1-2 N. zum billigsten Taxpreise zum Ausverkauf. 49] Der Verwalter. Roh- Tabak!! #U I KRE EFRESER ATEX MICHAE Den län län Br Pri In Regenmante Costumes, Paletots, Manfelets u. Dolmans Lan Sumatra Decke( Vollblatt) dunkel à 1,75 M. Sumat Stückblatt à 1,50 M., 2,10 M., 3,25 M., wie billige Umblatt und Einlage- Tabake empfehlen in jedem Quantum Frau Rosentreter, Gr. Frankfurterstr. 57.677] Das große Geschäft von Bergemann& Donisch, Berlin C., Aleranderft& Sielmann& Rosenberg, Kommandanten- u. 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Es kann Semand ebensowenig nur Staatsbürger als nur Reichsbürger sein, so daß selbst diejenigen Ausländer, welche im Reichsdienste angestellt werden, eine bestimmte Staatsangehörigkeit erlangen. Und zwar erscheint hinsichtlich des Erwerbes die Staatsangehörigkeit als das Vorangehende, die Reichsangehörigkeit ergiebt fich dann aus jener. Es wird Niemand zunächst Deutscher, sondern zunächst Sachse, Preuße 2c. Das Reich als solches tritt bei dem Erwerbe der Reichsangehörigkeit gar nicht in Thätigkeit, die Reichsangehörigkeit ist aber die natürliche und nothwendige Folge der Staatsangehörigkeit. Der Erwerb der Staatsangehörigkeit erfolgt zunächst durch Abstammung von deutschen Eltern. Dies ist natürlich der weitaus häufigste Fall. Es ist dabei gleichgiltig, ob die Abstammung eine eheliche oder uneheliche war, nur daß im legteren Falle die Staatsangehörigkeit der Mutter entscheidet. In Uebereinstimmung mit dem früheren preußischen Recht, mit der Gesetzgebung der meisten deutschen Staaten, sowie der von Frankreich, Stalien und Belgien ist übrigens der Grundsat aufgestellt, daß die Nationalität der Eltern auch dann entscheidet, wenn das Rind etwa im Auslande geboren wurde, während das angloamerikanische Recht noch immer von dem mittelalterlichen Grundſage, wonach die Kinder als Erzeugnisse des Bodens erscheinen, fich nicht vollständig losgemacht hat; denn man hat in England zwar neuerdings anerkannt, daß die von englischen Eltern im Auslande geborenen Kinder Engländer feien, man hält aber trozdem ganz inconsequenter Weise daran fest, daß die von preußischen oder französischen Eltern in England geborenen Kinder gleichfalls Engländer seien. Die Staatsangehörigkeit wird ferner durch gefeßlich er folgte Legitimation erworben, für welche in formeller und materieller Hinsicht die Landesgeseze maßgebend find. Die Legitimation giebt dem Kinde die Staatsangehörigkeit des Baters, insofern dieser ein Deutscher, die uneheliche Mutter aber eine Ausländerin ist. Die Adoption hat diese Wir fung nicht. Des Weiteren erlangt die Frau die Staatsangehörigkeit Mannes folgt, sondern auch durch die Eheschließung dessen Staatsangehörigkeit erwirbt. Dasselbe Prinzip gilt auch in den meisten andern Ländern, während man in England wiederum infonsequent ist, da zwar diejenige Ausländerin, die einen Engländer geheirathet hat, als Engländerin, aber auch diejenige Engländerin, welche einen Ausländer geheirathet hat, noch immer als Engländerin betrachtet wird. Auf Antrag wird die Staatsangehörigkeit durch Ver leihung erworben. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um Den Erwerb einer Staatsangehörigkeit seitens eines Ausländers oder seitens eines Deutschen handelt. Der Erwerb Der Staatsangehörigkeit seitens eines Ausländers erfolgt im Wege der Naturalisation. Auf solche hat zwar kein Ausländer ein Recht, es find aber die Einzelstaaten gebunden, die Braris im Sinne der internationalen Freizügigkeit zu üben, mie solche namentlich in Breußen bisher schon nach dem Prinzip der Freiheit der Einwanderung gehandhabt wurde. Insbesondere wird kein längerer vorherigerer Aufenthalt ver langt, wie solches selbst in den Vereinigten Staaten von Nordamerika geschieht, die doch auf die Begünstigung der Berliner Sonntagsplauderei. aus Sonntag, den 31. August 1884. Einwanderung hingewiesen find, indem gegenwärtig als Bedingung der Naturalisation ein fünfjähriger Aufenthalt verlangt wird, während die englischen Bestimmungen einem Verbote der Naturalisation gleich stehen. Die Naturalisationsurkunde darf jedoch nur denjenigen Ausländern ertheilt werden, die nach den Gesezen ihrer bisherigen Heimath dispofitionsfähig find, sofern nicht der Mangel der Dispositionsfähigkeit durch die Bustimmung des Vaters oder des Vormundes ergänzt wird; ferner nur denen, die einen unbescholte nen Lebenswandel geführt haben, die an dem Drte, wo sie sich niederlaffen wollen, ein Unterkommen finden und nach den daselbst bestehenden Verhältnissen sich und ihre Angehörigen zu ernähren im Stande sind, worüber die Gemeinden mit ihrer Erklärung vor Ertheilung der Naturalisationsurkunde gehört werden müssen. Die Naturalisation erfolgt nicht, wie in England, durch Gesetz, auch nicht, wie vordem in manchen Kleinstaaten, durch das Staatsoberhaupt, sondern nach dem Vorgange Preußens durch die höheren Verwaltungsbehörden, die Bezirksregierungen resp. die Regierungspräsidenten. Die Naturalisationsurkunde begründet mit dem Zeitpunkte der Aushändigung alle mit der Staatsangehörigkeit verbundenen Rechte und Pflichten, wenn nicht die Ausübung der politischen Rechte an eine längere Staatsangehörigkeit geknüpft ist, die aber in Deutschland nur gering bemessen ist, während in den Vereinigten Staaten die Wählbarkeit in den Kongreß und in die gefeßgebenden Versammlungen der Einzelstaaten von einem fieben- resp. neunjährigen Befit des Unionsbürgerrechts abhängig erscheint, die Wählbarkeit zum Präft benten aber eingewanderten Bürgern ganz entzogen ist. Die Naturalisation erstreckt sich, soweit nicht eine Ausnahme ge macht ist, zugleich in Folge der Einheit der Familie auf die Ehefrau und die noch in väterlicher Gewalt stehenden minderjährigen Kinder. Diejenigen Ausländer endlich, welche die Naturalisation nicht erwerben, find der Fremdenpolizei unterworfen, deren Regulirung gleichfalls in die Kompetenz des Reiches fällt. Die Verleihung der Staatsangehörigkeit an einen Deutschen erfolgt durch Aufnahme, die sich von der Naturalisation materiell durch eine größere Leichtigkeit unterscheidet; eine solche ist um deswillen gerechtfertigt, weil es fich nicht um Einwanderung, sondern blos um Ueberwanderung handelt, welche nur die Stellung des Staatsbürgers verändert, die des Reichsbürgers rechts ist heutzutage auf Grund der Reichsverfassung ein Recht jedes Deutschen, das auf Grund der erfolgten Niederlassung gewährt werden muß, wenigstens nur auf Grund des Freizügigkeitsgefeges verweigert werden kann. Die bisherige soziale Freizügigkeit ist also zu einer politischen erweitert. Das gegen hat der Einzelstaat seinerseits nicht das Recht, den Eingewanderten zur Erwerbung des Staatsbürgerrechts anzuhalten, so daß also die Staaten hinsichtlich der Staatsangehörigkeit schlechter gestellt sind, als die Gemeinden hinfichtlich der Gemeindeangehörigkeit eine Bestimmung, die erst noch durch weitere Erfahrungen sich zu erproben hat. Wiederum erfolgt der Erwerb des Staatsbürgerrechtes durch eine von der höheren Verwaltungsbehörde auszustellende Aufnahmeurkunde, die kostenfrei ertheilt werden muß; nicht aber, wie vorgeschlagen war, durch eine bloße Meldung; wiederum begründet die Aufnahmeurkunde von dem Zeitpunkte der Aushändigung an alle mit der Staatsangehörigkeit verbundenen Nechte und Pflichten; wiederum endlich erstreckt sich die Staatsangehörigkeit in der Regel auch auf die Familie des Aufgenommenen. fämmtlichen Beinkleider zu eng zu werden drohten. Man bedente aber auch, wie sehr das fortwährende Schlafen auf dem furulischen Sessel im rothem Schloß angreift, wie schwächend das permanente Kopfniden und Jasagen auf die ganze Körpertonstitution wirkt man wird es uns ohne weitere Verficherung glauben, daß so ein geplagter Mann ohne allen 3weifel die nöthige Erholung fern von Berlin und allem Atten taub fuchen muß. Und die„ befreundete Preſe" macht sich eine Ehre und ein Vergnügen daraus, der lauschenden Welt R. C. Schon jagt ein fühler Herbstwind über die Stopwie lange wird es noch dauern, und die kahlen Zweige der pelfelder, die Störche haben sich schon auf den Weg gemacht, Bäume strecken sich hülfeflehend zum Himmel empor ift die Saison bei Mutter Grün, das städtische Asyl für Obdachlose wird wieder häufiger frequentirt werden, die Polizei wird bald feine Razzias mehr unternehmen können, deren Resultat sie mit Genugthuung als ein gutes" bezeichnen fund zu thun, daß der Herr Stadtvater N. N. an dem und darf. freuen sich des dem Tage seine Sommerreise angetreten hat. Dann ist die Freude und wenn der Name Freude und der Stolz nicht gering; gedruckt in einer Beitung steht, fühlt sich der Träger desselben geehrt und geschmeichelt, ein Theil von dem ſtadtpäterlichen Ruhme fällt dann auch auf die Stadtmutter, und diese betommt nun mit einem Male einen ganz besonderen Begriff von der Wichtigkeit ihres Gatten. Und wenn dann der Zeitpunkt der Heimreise herannaht, so muß natürlich die Be völkerung der Reichshauptstadt, die von der Abwesenheit des hat, natürlich Ja, der„ Pennbruder", dieser Ausgestoßene der Gesellschaft, zieht seinen fadenscheinigen, durchlöcherten Rock in die Stadt, wo er mehr Schuß gegen Wind und feſter um die Schultern, trapt wieder sähneflapperne Wetter findet; andere Leute dagegen herbstlichen Wetters, fte holen die Jägerjoppe aus dem Schrant, vußen den Dopvelläufer, schmieren die Krempstiefel, hauen ihrem ,, Karo" das Leder voll, damit er gleich weiß, was ihm paffirt, wenn er später nicht gut apportirt, furzum, die Saison der Berliner Sonntagsjäger ist angebrochen. Wehe bem harmlosen Spaziergänger, der fich jest hinauswagt auf die Gefilde ringsum Berlin, Niemand fann ihm dafür bürgen, daß er nicht selbst für ein Rebhuhn angesehen wird, und daß ihm derjenige seiner Körpertheile, von dem man in anständiger Ge sellschaft nur mit großer Vorsicht spricht, nicht urplößlich mit geschäfte zu stürzen die feste, unumstößliche Absicht habe. Wenn Hühnerfchrot gespidt wird. Ja, lustig ist die Jägerei," für den der sie versteht, gebührend auf bie Rüdfebr þes berühmten Wannes aufmettiam gemacht werden, ein diensteifriger Reporter findet sich schon, welcher es fich der Mühe nicht verdrießen läßt, laut und vernehmlich zu verkünden, daß Herr N. N. wieder in unseren Mauern weilt und daß er mit erneuten Kräften sich in seine vielen Berufsunb bie Waden ſeiner Sebenmenschen aur Bielſcheibe jucht, ſein mag, daß doch Alles ſeinen geregelten Gang ging, obgleich auch manch biederes Menschenkind verwundert den Kopf schüttelt und sich in seinem Unverstande die schwer zu be= antwortende Frage vorlegt, wie es nur eigentlich gekommen die meisten Stadtväter sich in den Sommerfrischen befanden, so wäre es doch als ein Beichen übergroßer Verworfenheit zu betrachten, wenn man hieraus etwa einen Schluß auf deren Pflicht eines jeden ruhigen Staatsbürgers, sich nicht dem be da sind, daß fie jest wieder über das Wohl und Wehe unseres Kommunalwesens wachen, und daß Einem jezt höchstens eine und in den meisten Fällen fällt für den ,, Betroffenen" ein solches Waidmannsvergnügen recht fläglich aus. Wer kennt nicht die tausend Geschichten von den Sonntagsjägern, von den heimlichen Bildeinfäufen bei dem Geflügelhändler, wer weiß nicht, Ueberflüssigkeit überhaupt machen wollte, es ist vielmehr die daß ein biederer Spießbürger einst einen Hasen erstand, dem es ruhigenden Bewußtsein zu verſchließen, daß fie nun Alle wieder schehen nur, um daheim die liebende Gattin zu beschwichtigen, um sich in den Augen derselben als ein unfehlbarer Schüße Steuererhöhung pasfiren fann. Da leben doch andere Leute viel friedlicher. Sie besigen aus naheliegenden Gründen überhaupt kein Schießgewehr, braus chen nicht auf die Jagd zu gehen, find vielmehr recht froh, menn fie selbst nicht gejagt werden. Sie haben auch nur eine Es ist eigentlich merkwürdig still in Berlin augenblicklich, oder sollte das nur die Ruhe vor dem Gewitter sein? Es scheint, als ob alle Parteien ihre Kräfte sammeln, um bei dem bevorstehenden Kampf vollkommen gerüstet zu sein. Freilich, die Wahlkampagne hat bereits begonnen, die ersten Plänkeleien ziemlich dunkle Vorstellung, wie Rebhühner oder Schnepfen haben bereits stattgefunden und aus den wenigen Proben oraschmecken, obwohl dieselben eigentlich wohl faum nur für eine Sorte von Menschen auf den Feldern herumfliegen. Es ist ja ein bekannter Coupletvers: Wer Geld hat, der ißt Schnepfendred, Wer feins hat, nun der läßt die Schnepfen weg " es ist aber eine sehr böse Sache, fich stets mit dem legteren Artikel zufrieden geben zu müssen. Da giebt es aber augenblicklich eine Klaffe von Leuten, die sich viel weniger um Wildpret als um ihre eigene, höchst werthvolle Persönlichkeit fümmern. Der Herr Stadtvater hat 1. Jahrgang. Das Staatsbürgerrecht wird schließlich erworben durch Anstellung im öffentlichen Dienste des Reiches oder eines Bundesstaates seitens einer Bentral- oder höheren Verwaltungsbehörde im mittelbaren wie im unmittelbaren Staatsdienst, welche Anstellung die Naturalisations- oder Aufnahmeurkunde erfeßen kann, während andererseits nicht jede Anstellung diese Wirkung nach sich zieht. Wenn übrigens die Anstellung eines Ausländers im Reichsdienste erfolgt ist, so erwirbt der Angestellte die Staatsangehörigkeit in demjenigen Bundesstaate, in welchem er seinen dienstlichen Wohnfiz hat, oder nach seiner Wahl, insofern der dienstliche Wohnfiß im Auslande liegt. forischer Ergüffe, die uns bis jetzt zu Ohren gekommen find, fann man wie gewöhnlich schließen, daß es auch diesmal nicht an den gewöhnlichen Verdächtigungen und Verleumdungen fehlen wird. Nur die konservative Partei hat es mit ihrer gewöhnlichen Schneidigkeit" nicht unterlassen fönnen, zu aller erst mit einem sogenannten Wahlaufrufe auf dem Felde zu er scheinen. Ohne Zweifel haben denselben einige tapfere Kavallerie- Lieutenants von der Rechten verfaßt, er dient vorläuffg nur dazu, der äußerst ernsthaften Sache des Wahlkampfes ein Wenn man das Schriftstück lieft, muß man fich unwillkürdürfen, wie das deutsche Vaterland ist; was ist nicht Alles so noth, seine Gesundheit war durch die anstrengenden Arbeiten, lich glücklich preisen, in einem so wohlregirten Lande leben zu denen er sich im öffentlichen Intereffe unterziehen mußte, der= artig geschwächt, daß ihm beim Beginn des Sommers seine schon geschehen, um die Bürger zum äußersten Gipfel der Glück Lokales. Erleuchtung der Treppen betreffend. Nach einer seitens des Polizeipräsidiums an die Polizeirevier- Vorstände erlassenen Instruktion soll in Betreff der Erleuchtung der Treppen und Flure nach folgenden Gesichtspunkten verfahren werden: Zunächst gilt als Regel, daß jedes Haus der künstlichen Bes leuchtung seiner Treppen und Flure bedarf und die Ver pflichtung hierzu dem Befizer des Hauses obliegt. Die Be leuchtung muß eine ausreichende sein, hat ohne Rücksicht auf die Jahreszeit und etwaige vertragsmäßige Abreden zwischen Vermiether und Miether während der Zeit, in welcher eine genügende Erhellung durch Tageslicht nicht stattfindet, und zwar mindestens bis 10 Uhr Abends, zu geschehen und muß fich er strecken auf die Treppen( auch Hintertreppen), Flure und Bus gänge, welche nach den Wohnungen und sonstigen Räumen führen. Bei Nichtbefolgung dieser Anordnung soll event. mit Zwangsmaßregeln vorgegangen werden. Schließlich wird darauf aufmerksam gemacht, daß wenn in Folge der Nichtbeleuchtung fich Unglücksfälle ereigenen sollten, die strafrechtliche Verfolgung des Hauseigenthümers bezw. seines Stellvertreters wegen fahrlässiger Körperverlegung nicht ausgeschlossen ist. N. Das Asphaltpflaster ist gestern wieder für ein DroschTenpferd sehr verhängnißvoll geworden. Ein vor eine Droschte 2. Klaffe gespanntes Pferd hatte beim Paffiren der Königstraße vor dem Hause 53/54 das Unglück auf dem glatten Asphaltpflaster auszugleiten und derart zur Erde zu stürzen, daß es mit gebrochenem Fuße liegen blieb. Da das Thier absolut nicht mehr auf die Beine zu bringen war, mußte ein Wagen der Abdeckerei requirirt werden, der das Thier fortschaffte. " N. Vor dem Felsenkeller" in Rixdorf, diesem bes kannten, oft genannten Schlupfwinkel der Berlin- Rirdorfer Verbrecherwelt, spielte sich gestern Mittag gegen 12 Uhr eine Schlägerei ab, die sogar ein Einschreiten der Gensdarmerie nöthig machte. Zwei Sprengwagenfutscher waren dort in einen Streit und bald darauf in eine Schlägerei gerathen, die einen derartig ernsten Charakter annahm, daß seitens der Augenzeugen der Gensdarm Brandt requirirt werden mußte, um die Kämpfenden zu trennen. Erst nach energischem Einschreiten war es dem Beamten möglich, die beiden aus mehreren Kopfwunden blutenden Kombattanten zu trennen. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete fich vorgestern ( Donnerstag) Nachmittag gegen 6 Uhr in dem Hause Frankfurter Allee 95. Die dort im dritten Stockwerk des Seitengebäudes wohnende Ehefrau des Arbeiters Rosenlöcher hatte ihrem in der Albrechtstraße arbeitenden Manne den Kaffee zugetragen und in der Wohnung ihren fünffährigen Sohn unter der Aufsicht der elfjährigen Tochter zurückgelassen. Der Knabe, welcher auf einem zur Wohnung gehörenden nischenartigen Balton spielte, erkletterte in einem unbewachten Augenblicke mit Hilfe einer Holzkiste das Geländer des Balkons, ver That seligkeit zu führen, und was wird nicht noch Alles der sprochen? Ein Unbefangener muß sich in wundern, daß es bei uns überhaupt noch Unzufriedene " giebt, ist nicht Aues auf das Schönste geordnet bei uns, giebt es Mangel, giebt es Noth und Elend, kennt man bei uns den Gerichtsvollzieher? Unfinn, im conservativen Wahlaufruf steht gedruckt genau das Gegentheil, und wenn ja irgend wo diese kleinen Mißstände sich eingeschlichen haben sollten, so sollen ste sofort abgestellt werden, wenn das Voll" nur so flug ist, und einen Conservativen wählt. Leider ist das Voll nicht mehr so ,, flug" auf die schon so oft gebotene Lodspeise anzubeißen, der Geruch, der dem Köder entströmt, verfehlt vollständig seine Wirkung; das Volk ist so thöricht zu glauben, daß nur der, der aus ihm hervorgegangen, der seine unbefriedigten Bedürfnisse, seine Leiden kennt, einzig der Mann ist, der weiß, wo das Volk der Schuh drückt; das Volt", zu dem man jest so vertrauensvoll und herablaffend spricht, kann sich gar nicht vorstellen, daß Herren, denen in der Wiege schon die Rittergüter in den Schooß fallen, ein wirkliches Herz für dasselbe haben; namentlich der Arbeiter wird sich für derartige Vertreter bestens bedanken. " 1 Ja, was die Wahlen nicht alles für Früchte zeitigen! Man lernt bei solcher Gelegenheit Vieles kennen, die Bestres bungen der Parteien, Großmäuligkeit und Verleumdungssucht gewiffer Kandidaten, das beste bleibt aber doch die feine Fa milie." Seßt sich da ein Verwandter eines bekannten ,, Deutschs Freifinnigen" mit der rührendsten Unverfrorenheit hin und fälscht, wie ein geübter Buchthäusler, eine ganze Serie von Briefen. Das gab natürlich zunächst ein Bischen Standal in der feinen Famlie", aber auch in diesen vornehmeren" Kreisen scheint ein altes Sprüchwort nicht ganz unbekannt zu sein dieses Sprüchwort handelt vom Back". Es hatte zu nächst den Anschein, als ob dieses Sprüchwort thatsächlich in Anwendung gebracht worden wäre, als ob man die Sache gern vertuscht hätte. Nun ist es aber doch herausgekommen, wer der liebenswürdige Schwerenöther war, der mit der Fertigkeit eines Herrn aus dem Verbrecheralbum und mit unnachahmlicher Grazie die schwersten Fälschungen begeht, und dieser Herr ist der Schuldirektor A. Prome in Thorn. " Glückliches Thorn, das Du diese Perle der Pädagogik in deinen Mauern bergen darfst, glücklicher noch Ihr, Thorner Schulkinder, die Ihr Eure Weisheit und Moral von einem so fittlich unanfechtbaren Schulmanne" mit auf den Lebensweg bekommen habt! Der Schuldirektor ein geriebener Fälscher, was mögen die Kinder unter der Aegide diefes Herrn nicht Alles gelernt haben? Vielleicht hat er wöchentlich einige Unterrichtsstunden in diesem schwierigen Fach ertheilt, vielleicht hat er ganz befonders beanlagte Schüler in seinen Mußestunden zu schweren Einbrechern", Brandstiftern und wer weiß was noch ausge bildet! " Diese Perspektive muß recht beruhigend auf die Eltern wirken, welche ihre Kinder diesem Herrn zur Erziehung andertraut hatten. Wenn man wüßte, daß es noch mehr solcher Shuldirektoren giebt, dann wäre es besser, man schickte die Rinder überhaupt nicht mehr in die Schule, denn was sie von solchen Herren lernen können, das bringen ihnen in den meisten Fällen die Versuchungen des Lebens ganz von selbst bei. Bast verlor hierbei das Gleichgewicht und stürzte auf den gepflasterten Hof hinab. Ein schnell hinzugerufener Arzt ordnete sofort die Ueberführung des zwar noch lebenden, aber innerlich schwerverlegten Knaben nach dem städtischen Krankenhaus am Friedrichshain an. N Zwei Unglücksfälle, die beide eine gewisse Aehnlichleit haben, werden uns vom gestrigen Tage gemeldet. Ein in der Dampfschneidemühle von Köhler, Blumenstr. 30 beschäftigter Arbeiter Müller gerieth bei seiner Arbeit zwischen eine Kreissäge und erlitt so eine Verstümmelung der linken Hand. Am Nachmittag gerieth ein in der Bildhauerei von Jring, Frankfurterstr. 66/67 beschäftigter Lehrling P, beim Unterlegen von Klößern mit der Hand unter die Presse und erlitt eine Berquetschung der Finger. Beide Verunglückte mußten in der Sanitätswache verbunden und dann in ärztliche Behandlung gegeben werden. der Bank im Laden fand man außerdem noch einen Revolver und einen Hammer. Ein Genoffe der Thäter soll auf der Straße Wache gestanden haben; diese beiden Anderen sind aber noch nicht ergriffen. Bornemann verweigert jede weitere Auskunft. Er will längere Zeit in Amerika gewesen sein, sich aber in den letzten vier Jahren in Dänemark, Schleswig- Holstein und Hamburg aufgehalten haben. Die Mordwerkzeuge erklärt er zu seinem Handwerk zu brauchen, auch habe er die Verlegung dem Kaner nur zufällig beibebracht. Die Verlegung ist dem ersten Anscheine nach nicht lebensgefährlich. Der Ver wundete wurde, nachdem ihm ein erster Verband angelegt worden, in seine Wohnung vor dem Dammthore gebracht. Die Aufregung in der Stadt ist eine große. einen sehr hohen Prozentsatz der Geburten überhaupt ausmachen. Im Monat Juli d. J. find nach dem Bericht des statistischen Amtes 760 Kinder in Dresden geboren worden, von denen 144 außer der Ehe, das find nahe an 20 pCt. In Berlin werden durchschnittlich 13 bis 14 pCt. Kinder außerehelich geboren. -Im Voigtlande flagt man jest sehr über die völlig mißrathene Preiselbeerenernte. Schon die Heidelbeeren haben dort in diesem Jahre keinen sonderlichen Ertrag geliefert. Die armen Leute werden dies sehr zu beklagen haben und die armen Kinder noch mehr, weil man dort gewohnt ist, aus dem Ertrag der Beerenlese die Winterkleidung für die Kinder zu beschaffen resp. dieselbe zu restauriren. In Groißsch, im 14. sächsischen Wahlkreise, wollte der dort proklamirte Arbeiterkandidat, Herr Müller aus Meerane, einen Vortrag über das Recht auf Arbeit und die Vagabundenfrage halten, doch wurde die Versammlung im Voraus schon verboten weil Einberufer und Referent als Anhänger der Sozialdemokratie amtlich bekannt seien. So geschehen in unserem so sehr, gemüthlichen" Sachsen. N Am Fahrstuhl verunglückt. Ein schwerer Unglücksfall trug fich in der vergangenen Nacht auf dem Grundstück der Bergschloßbrauerei in der Hasenheide zu. Mehrere Schloffer waren dort damit beschäftigt, schwere Eisenstücke mittelst des Fahrstuhls nach oben zu befördern. Hierbei stürzte aus noch nicht ermittelter Veranlassung der Fahrstuhl plöglich herab und traf zwei der untenstehenden Schloffer derart, daß beide in schwer verlettem, anscheinend hoffnungslosen Zustande nach einem Krankenhause geschafft werden mußten. N. Selbstmord aus unglücklicher Liebe. Der in der Feldstraße wohnende Töpfergeselle Gustav U. unterhielt schon feit längerer Seit ein Verhältniß mit einem in der Inselstraße Nr. 12 fonditionirenden Dienstmädchen. Gestern Abend erichien der 26jährige Mann wieder bei seiner Braut, glaubte fich von derselben zurückgesezt und nahm in Gegenwart des Mädchens Gift, welches den sofortigen Tod des U. herbei führte. Ein hinzugerufener Arzt konnte nur den Tod konstatiren und mußte die Leiche nach dem Obduktionshause befördert werden. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Der Verein der Parquettbodenleger Berlins hält am Montag, den 1. September, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Koth's, Wilhelmstr. 105, eine Mitglieder- Versammlung ab. Wozu fämmtliche Bodenleger hierdurch eingeladen werden. T.- D.: 1. Der Zuzug der außerhalb'schen Kollegen der Parquettbodenleger und was wird aus unserer Eriſtenz. 2. 3wei Anträge von Herrn Schröpfer und Herrn Frigge. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Tischler und Berufsgenossen hält am Montag den 1. Septbr., Abends 8%, Adalbertstr. 21, eine Versammlung ab. 2.- D.: Vereins- Angelegenheiten. Chemnik, 26. August. Gestern Abend ist es zwischen einem Offizier des hier garnisonirenden Infanterieregiments und Civilisten zu einem argen Erzeß gekommen, der noch ein Nachspiel vor dem Kriegsgericht haben wird. Eine größere Anzahl hiesiger Offiziere hatte ein im Schloßgarten abgehal tenes Konzert besucht. Auf dem Rückwege nach der Stadt fühlten fich die den Offizieren begegnenden Civilisten durch ein ungewöhnliches Auftreten der Ersteren verlegt und deshalb stellten sie dieselben zur Rede. Dabei ist es nun zwischen den Parteien zu einer erregten Auseinandersetzung gekommen und einer der Offiziere zog feinen Säbel und schlug damit auf einen Civilisten einen Landwehrmann ein. Der Ge schlagene rief die Hilfe eines anderen Offiziers( angeblich eines Hauptmanns) an. Dies half ihm jedoch nichts; die Offiziere gingen ihres Weges. Während dieses Vorganges hatte sich auf dem Wege eine große Menge Publikum angesammelt. Letteres, darunter der Geschlagene, verfolgte die Offiziere, um zu sehen, wohin dieselben sich wen deten. Sie gingen nach dem Tänzer'schen Restaurant. Vor demselben stellten sich nun die Verfolger auf, die Polizei um Hilfe anrufend. Alsbald erschienen 6 Schußleute, welche die Generalien der betheiligten Offiziere aufnahmen. Hierin er blickte derjenige Offizier, welcher unterwegs den Zivilisten ge schlagen hatte, eine Belästigung. Er begab sich vor die Thür des Restaurants und trat mit den Worten auf die Menge zu: Bitte, Platz machen!" Hierauf antwortete Jemand aus dem Bublifum: Sie haben uns gar nichts zu sagen." Der Offizier replizirte: ,, Ganz gewöhnlicher Böbel" der Herr Lieutenant glaubt gewiß mit Recht, daß er zum außergewöhnlichen Böbel gehört und riß seinen Säbel aus der Scheide. Ein zweiter Offizier man will wissen, daß es ein eingeborener Chem niger ist zog gleichfalls den Degen, um für alle Fälle vor bereitet zu sein. Es kam aber glücklicher Weise zu weiteren Ausschreitungen nicht. Verein der Modelltischler Ackerstr. 144, Montag Abend 8 Uhr. Vortrag des Herrn Ingenieur Baſtine: Die Dampfmaschine." Gäste willkommen. Der Arbeiter- Bezirksverein vom 15. und 20. Kommunal- Wahlbezirk hält am Montag, den 1. September, Abends 8%, Uhr, in Wohlhaupt's Salon, Manteuffelstraße 9, feine ordentliche Versammlung ab, in welcher Herr Peter einen Vortrag über politische Situation von der Vergangenheit, namentlich der Stein- Hardenberg'schen Periode, bis zur Gegenwart" halten wird. Gäste find willkommen, neue Mitglieder werden aufgenommen. Ferner findet heute, Sonntag, ein vergnügtes Beiſammensein der Mitglieder in Kreßmann's Garten( früher Wolter), Admiralstr. 16, statt, wozu Gönner und Freunde des Vereins eingeladen find. Der Louisenstädtische Bezirks- Verein Vorwärts veranstaltet am Sonntag, den 31. August einen gemeinschaftlichen Ausflug nach Grünau. Abfahrtszeit: 1 Uhr Görlizer Bahn. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Aus der Provinz Sachsen, 27. August.( V. 8tg.") Die Strifelust scheint in unserer Gegend nicht, wie in manchen anderen Theilen unseres Vaterlandes bei den Arbeitern zum Durchbruch zu gelangen, obwohl die Lohnverhältnisse teine be sonders günstige zu nennen find: Als ob hier die Erkenntniß unter den Arbeitern fich Bahn gebrochen hätte, daß die Strikes auf die Dauer doch nicht von Nugen für die Arbeiter sein fönnen, wird in fast allen Fachvereinsversammlungen vor dem Inszeniren von Strifes gewarnt. So erklärte vor einigen Zagen in einer Metallarbeiter Versammlung zu Halle der Vorsigende derselben, Herr Mittag, daß er die Strifes, welche zum Zwecke der Lohnerhöhung inszenirt würden, durchaus nicht billige, weil bei größerem Angebot von Arbeitsfräften der eventuell errungene Lohnaufschlag doch wieder verloren ginge. Höchstens tönnne er sich mit einer Arbeitseinstel lung einverstanden erklären, um einer Lohnreduzirung entgegenzutreten da befänden fich die Arbeiter in der Nothwehr. Auch um Arbeitszeitverminderung zu erlangen, fände er die Strifes für angemessen, da die einmal erlangte fürzere Arbeitszeit nicht so leicht durch eine längere wieder ersetzt, wie z. B. Der errungene höhere Lohn wieder erniedrigt werden könne. Auch in einer Tischlerversammlung, die einen Tag später stattfand, und in welcher der aus Berlin ausgewiesene Herr Grothe einen Vortrag hielt, wurde vor den Strikes von verschiedenen Rednern gewarnt. Und gleichfalls in dem benachbarten Leipzig warnte in einer ungemein stark besuchten Metallarbeiter Versammlung der Vortragende, Herr Fell, vor Einleitung von Strikes, die den Arbeitern feinen Nugen brächten. Dieser Umschwung in den Anfichten der Arbeiter ist keineswegs neu, doch überwog bis jezt noch zumeist die Meinung, daß man durch Strikes eine Besserung der Lage der Arbeiter auf die Dauer erzwingen tönne. Vermischtes. fre BES bo werb Grpe für entge Thei Eine heitere Schöffengerichtsscene hat sich in der Pros vinz Sachsen zugetragen. Als die Sigung des Schöffengerichts beginnen sollte, fehlte einer der Schöffen. Der Vorfigende, ein Amtsgerichtsrath, beauftragt den Gerichtsdiener auf den Korri doren des Gerichtsgebäudes den Namen des fehlenden Schöffen -Koffäthen Müller laut aufzurufen. Endlich mel det fich Müller, betritt den Gerichtssaal und wird vereidigt, worauf die Sigung ihren Anfang nimmt. In turzer Beit hat der Gerichtshof fünf Straf- Sachen er ledigt; als der Vorsitzende dem Gerichtsdiener den Auftrag ertheilt, die sechste Sache gegen den Arbeiter Müller wegen Diebstahls aufzurufen, da erhebt sich der bis jetzt als Schöffe amtirende Müller und wendet sich zu dem Vorfigenden mit den Worten: Nun muß ich wohl runtertreten?" Der Vor sigende sucht dem Schöffen begreiflich zu machen, daß die Schöf fen nur mit der Aburtheilung der Straffälle zu thun haben, und daß fie auf ihrem Blag am Richtertisch bleiben müssen. Inzwischen kehrt der Gerichtsdiener mit der Meldung nach dem Saale zurück, daß der Angeklagte Müller nicht er schienen sei: die Beugen aber behaupteten, Müller wäre schon längst im Gerichtssaale anwesend. Nun erst geht dem Vorsitzenden ein Licht auf. Der als Dieb angeklagte Arbeiter Müller hatte als Koffäth Müller und vereidigter Schöffe in fünf Straffachen Recht sprechen müssen. Da der als Schöffe ein berufene Roffäth Müller nicht erschienen war, so mußten die ferneren Strafiachen aufgehoben werden. Die Erkenntniffe in den fünf Straffachen, in welchen der falsche Schöffe zu Ge richt gesessen, müssen vom Oberlandesgericht aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung an das Schöffengericht zurüc gewiesen werden. Hamburg, 29. August. Heute ist hier ein Raubanfall auf einen Geldwechsler begangen worden. Am Abend kamen, anscheinend zum Zweck der Refognoszirung des Terrains, zwei Leute in den Laden des Geldwechslers Moris Kaner hierselbst, Alterwall 51, um Dollars einzuwechseln. Der allein anwesende Lehrling erklärte, er habe augenblicklich kein solches Geld, fie sollten am nächsten Morgen wieder fommen. Dies thaten sie heute Morgen gegen 11 Uhr, als der Geschäftsinhaber Kaner, der seinen Lehrling fortgeschickt hatte, um die Dollars zu holen, allein im Laden anwesend war. Einer der Leute wünschte eine im Schaufenster ausliegende Münze zu haben; Kaner erhielt, als er sich danach bückte, einen heftigen Stoß mit einem sogenannten Schlagring, der ihm eine nicht unbedeutende Wunde im Nacken zufügte. Raner behielt jedoch feine Geistesgegenwart, zerschlug die Fensterscheibe und rief um Hilfe, worauf die beiden Räuber die Flucht ergriffen. Einem gerade die Straße pasfirenden Schußmann in Civil, Siebe mit Namen, gelang es, den Einen zu ergreifen. Es entspann fich jezt ein verzweifelter Kampf zwischen den Beiden, im Verlaufe dessen der Räuber einen sechsläufigen Revolver auf Siebe an legte, von diesem aber einen so fräftigen Schlag auf den Arm erhielt, daß der Revolver zu Boden fiel, worauf es dem Schußmann gelang, mit Hilfe anderer Personen den Räuber zu überwältigen. Dieser ist angeblich der Schloffergeselle Louis Bornemann aus Schleswig, 21 Jahre als. Bei demselben fand man außer dem Revolver noch ein großes Jagdmesser, einen Hammer, dann einen Schlagring und 23 Patronen. Auf Aus Sachsen, 27. Auguft.( V.- 3.") Bekannt ist, daß in unserem Königreich die Zahl der Selbstmorde viel größer ist, als in den übrigen Theilen Deutschlands. Weniger befannt dürfte es sein, daß die unehelichen Geburten gleichfalls Miß Marrables Entführung. ( Aus ,, Chambers' Journal".) wirklich eine Liebesaffaire gehabt, so wollen wir ihr das heute nicht zum Vorwurf machen, Knaben sind Knaben und Mädchen find Mädchen, und find ob der Thorheiten, die sie als solche begeben, darum im späteren Leben nicht schlechter. Soviel steht fest, daß in den legten 25 Jahren Mig Martha Marrable aufgehört hat, von der Liebe zu träumen. Sie spricht gelegentlich davon, den Nil hinaufzureisen oder die Yellowstonegegend zu besuchen, ehe sie stirbt, erwähnt aber nie die Möglichkeit, daß sie heirathen könnte. Und dennoch war Mig Martha Marrable noch im vorigen Jahre die Heldin einer furchtbaren Standalgeschichte und viele ihrer misanthropischen Freundinnen haben seitdem nicht recht an ihre Versicherungen des Männerhaffes glauben können. Da aber der Vorfall sehr entstellt worden, so fühlen wir uns gedrungen, die Sache hier so zu erzählen, wie sie sich in Wahr heit zutrug. aus g bition ferva Stein Nun fold Einfl biger viel diefe Feier grüg fab wie geschmolzenes Blei im Sonnenglanz aus. Es fonnte deshalb nicht davon die Rede sein, weit zu gehen und in fur zem setzten sich die drei Damen an einem mit Buchen bestan denen Hügel nieder, um zu lesen, und überließen es den beiden Mägden, weiter zu schweifen, wenn es ihnen beliebte und nach Gefallen die ungewohnten Wunder der Meeresfüfte zu erforschen. Aber To to net i fala geba Seg tiffe Mod Stenn Steid berun Nachdem Mig Martha ihren Sonnenschirm in befriedi gender Art aufgestellt, öffnete fte einen kleinen Band Ueber die Rechte der englischen Ellaven", während Lucy fich mit einem von Duidas Romanen beschäftigte und Amy sich in Keats vertiefte. In fünf Minuten fielen die Rechte der eng lischen Sklaven in den Sand und in drei weiteren Minuten ließ Miz Marrable Töne laut werden, die wir, wenn wir fie nicht als eine Dame ohne alle Schwäche farnten, für Schnar chen erklären würden. Von dem Augenblick an hörten Lucy und Amy wie auf Verabredung auf zu lesen. Ende August reiſten Miß Marrable und ihre beiden Nichten von London nach Nordwales, erreichten nach langer und er müdender Fahrt Abermaw in Merionetshire und mieteten sich im Cors- y- Gedol Hotel ein. Wie gewöhnlich waren sie von den beiden Mägden und dem grünen Papagei begleitet, der Kurier und der Diener waren diesmal zu Hause geblieben. Lucy hatte soeben ihren 23. Geburtstag gefeiert und Amy stand im Begriff, ihren 21. zu begehen. Wir wundern uns Deshalb nicht, obwohl es uns leid thut, bekennen zu müssen, daß fie beide bereits ein Liebesverhältniß angefnüpft hatten. Lucy hatte sich in der vergangenen Saison die Aufmerksam feiten eines jungen Malers, Namens Robert Rhodes, gefallen laffen, und Amy, jünger und weniger erfahren als ihre Cousine hatte noch empfindsamer fich von Mr. Vivian Fellicon den Hof machen laffen, der als Erbe eines Barons diese Stellung so ermüdend fand, daß er sich um andere Lebensbeschäftigung nicht fümmerte. Mig Marrable wußte von diesen Verhältnissen natürlich nichts. Mig Martha Marrable, eine Fünfzigerin, ist die legte ihres Stammes. Ihr einziger Bruder, Mr. Clement Marrable, war nicht verheirathet und starb vor 20 Jahren in Baden- Baden, wo er den Brunnen getrunken hatte; ihre beiden Schwestern, Maria und Lätitia, heiratheten zwar, erlebten aber nicht das mittlere Alter. Die ältere, Maria, hatte von ihrem Mann, Herrn Langton Larkspur von der Firma Serich, Larkspur u. Ko., Bantiers in Threadneedle Street, ein einziges Kind, ein Mädchen, Lucy; die jüngere, welche Herrn Septimus Allerton von der Firma Allerton, Bond und Benedikt, Bankiers in Bancante Lane, geheirathet, schenkte ihrem Manne Zwillinge, von denen nur das eine Mädchen, Amy, am Leben blieb. Es ist deshalb nicht auffallend, daß Miß Martha Marrable, eine wohlhabende Dame ohne weitere Familienbande, die Töchter ihrer beiden verstorbenen Schwestern außerordentlich liebt. Zweimal des Jahres wohnen fie bei ihr- einmal im frühen Sommer in ihrem Hause in Grosvenor Street und einmal im Herbst an der Seeküste oder in Italien, wohin fie dann und wann von einem Kurier, einem Diener, zwei Mägden, elf Koffern und einem grünen Papagei begleitet reist. Da fie gegen ihre Nichten sehr liebenswürdig ist und ihnen nichts versagt, so ist es ebensowenig zu verwundern, daß sie ihr in demfelben Grade zugethan find, wie sie die Mädchen liebt. Aber Mig Martha Marrable wird alt, während Miz Lucy Larkspur und Mig Amy Allerton beide jung sind und die Ab ficht haben, noch einige Zeit jung zu bleiben. Man kann Deshalb auch nicht erwarten, daß die drei Damen über alle Punkte stets einer Meinung sind. In der That werden fich glücklicherweise nicht viele Frauen finden, die mit Mig Martha Marrable in allen Fragen übereinstim men, denn so gutherzig fie auch ist, so haßt sie doch aus vollem Herzen die Männer. Sie fieht die Männer für un tergeordnete Wesen an und blickt verächtlich auf sie herab. Wer", sagte sie einst zu ihrer Nichte Lucy ,,, wer hat die Welt auf den Kopf gestellt, fie mit Armut und Unglück gefüllt und mit Blut überschwemmt? Die Männer, Lucy! Hätten die Frauen immer auf der Erde geherrscht, es hätte feinen Gäfar Borgia, feinen Richter Jefferins, feinen Bonaparte, teinen Nana Sahib gegeben." Dennoch fonnte Miß Martha Marrable nie einen Bettler auf der Straße fehen, ohne ihm ein Almosen zu geben. Die Sache ist die, daß fie die Männer mehr bemitleidet als verachtet. Lucy," sprach Amy geheimnisvoll zu ihrer Coufine ,,, ich habe ihn gesehen." Ich auch. " ,, Welch seltsamer Zufall!" " Durchaus nicht. Er sagte mir, er wollte uns folgen." Wie? Vivian hat dir das gesagt?" " O nicht doch. Du denkst immer nur an Vivian. Ich meine Robert." Er ist auch hier? Ich meinte Vivian. Ich sah ihn vor einer halben Stunde mit seinem Vater." Nun, laß es Tante Martha nicht merken. Wenn sie et was argwöhnt, wird sie uns noch heute Nachmittag nach Lon Hätte fie eine Ahnung davon gehabt, so würde sie viel leicht ihre Nichten nicht mit nach Abermam genommen haben, denn es traf fich zufällig so, daß an demselben Badeort Sir Thomas Fellicon und sein Sohn Vivian sich aufhielten, als die drei Damen, die beiden Mägde und der grüne Papagei anlangten. Aber freilich keine Vorsicht der Miß Marrable hätte es hindern können, daß Mr. Robert Rhodes Fräulein Lucy bis nach Nordwales folgte. Dieser abenteuerliche Maler war entschloffen, den Herbst in Mis Larkspurs Nähe zuzu bringen und selbst wenn Miß Marrable ihre ältere Nichte nach Timbuktu oder den Gesellschaftsinseln gebracht hätte, so würde Mr. Rhodes dem Paare nachgereift sein mit dem nächsten Buge, Dampfboat, der Diligence oder Karawane. Da fie so denkt, so hat sie natürlich nicht viele Bekanntschaften unter den Männern. Sie steht auf gutem, aber weiter nicht besonders freundlichem Fuß mit ihren verwitweten Schwägern, Mr. Langton Larkspur und Mr. Septimus Allerton. Einmal im Jahre ladet sie ihren Sachwalter, Mr. John Bones und die vorgedachten Herren nach Grosvenor Street zu Tisch; sie ist zuvorkommend gegen den Brediger des Kirchspiels und den Arzt, den fie in Krankheitsfällen zu fich rufen läßt. Aber Mr. Larkspur erzählt einst Mr. Allerton, daß dieser weibliche Drache einst eine leidenschaftliche Liebschaft gehabt, als fie 19 Jahre alt war, und Mr. Allerton, deffen Verbindung mit der Familie Marrable viel jüngeren Datums ist, als die von Lucys Vater, meinte, er tönnte das wohl glauben. Wenn jedoch Miß Martha Marrable in ihrer Jugend don zurückbringen." ( Fortsegung folgt.). Der 31. August 1864. bäume man jaa geg breite Radbr 381 Betia ich b pflüc gang barbe an de ein 23obl tigren Hoop einen wiebe Der Sturmwind brauset, daß der Bäume stolze Kronen tief fich neigen, Im Waldesrund der Welt ertönt ein lagender Choral, Und dichte Tropfen wie die. Thrän en perlen nieder von den Zweigen, Das Herz des Menschen will verkünden seine ftete Dual! Es biegen leise flüsternd fich zum ftillen Eee die Weiden Bis zu der Wafferrose Blüthenkelch so tief hinab, Die Trauerkunde drang so rauh in süße holde Träume: beut flieg ein echter Meister, der uns liebte, in das Grab!" Es war vollbracht! In feinen Werken aber wird er weiter Am Morgen nach ihrer Ankunft waren Miß Marrable Sie werden laut verkünden seinen Ruhm von Drte zu Drt, Ein würdig Denkmal für sein segensreiches, raftlos einfles Und leben muß sein Name bis in späte Zeiten fort! Er ruhe sanft! Nun stille, stille, blutet nicht ihr tiefen und ihre beiden Nichten behaglich im Cors- y- Gedol Hotel ein gerichtet und nebenan in der„ Rothen Biege" bewohnten Sir Thomas Fellicon und Vivian Bimmer im ersten Stockwert, und Mr. Rhodes ein Schlafzimmer im dritten. Im Laufe des Nachmittags wanderte Miß Martha Mar rable in Begleitung ihrer beiden Nichten, denen in ehrerbietiger Entfernung die beiden Mägde folgten, im Sonnenschein auf dem harten Sande, der sich ich weiß nicht wie viele hundert Streben Wunden Und den, der edle Gaben oft in reicher Fülle bot! gefunden, es keinen Tod! Er hat's vollbracht! Hat zu der Freiheit-Heimath fich hinauf Meter bei niederm Wasserstand zwischen den felfigen Bergen Für Liebe, wahrhaft groß und start, ba giebt hinter der kleinen Stadt und dem Ufer der Cardigan Bai er streckt. Das Wetter war heiß und schwül nnd die glatte See Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. auf b in be Dom gelb Dann Dana felbft nen tonn Lafen bie und