fohlen an Der darauf Singlich ist etwas vor She, befreit Büchsen bie Virtuofitat Dieser wird rbeitet der an ist rafd Str. 132. Sonnabend, 6. September 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Ce geduldig ngeduldigen mehr Beit uchen. De fich jedod Da geht art besuchten Dezu fabrit tete, tragen Name des ühle fteben tigt; es ift nmen wird. nten Arztes Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Solsblatt" it en atteint täglich Morgens außer nach Soun- und Festagen. Abonnementspreis für Berlin dem Oberi in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mark, wöchentlich 25 Pf. Einzelne 8 giebt emmern 5 Bf. Poftabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nach ch hat fich im fernen r nicht groß taliener und würdig, daß Sie find nt fich jedoc Kurzem der bedeutendes trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jusertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncent Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Die Militärfrage. Der fünftige Reichstag wird sich mit der Frage zu be= Der heiligen igen haben, ob das Militärbudget wie bisher oder anrüdlich, bak Die betr. Per I, der wisige he Duellant fen stärke des Reichsheeres auf fieben Jahre festgestellt orden, so daß eine eigentliche ,, Militärfrage" für den Reichs- Rickert, Forckenbeck und Genossen bildeten ja doch, als das faum bestand. Diese Einrichtung, daß sogenannte Sep om Figaro" nat, ist ein Produkt der Kompromißkunst des Herrn beim Nach Bennigsen, der diese Leistung als ein MeisterBut liften, freilich betrachteten mit Recht in der Einrichtung des wahr, men tennats eine so starke Beschneidung des parlamentarischen nossen verwickelt. Oder es müßten Zeichen und Wunder fluffes, daß ihnen das, was für das Parlament noch zu 3, es würde Dem habe id zufammenge fo auch nicht telliren?" gelesen, mein Räseteller mit ed Politische Uebersicht. Zur Optantenfrage hat der Statthalter von Elsaß- Lothringen, General von Manteuffel, einen Utas erlassen, dessen Sinn in Kürze folgender ist: In den Reichslanden beläuft feinem Wahlaufruf ausgesprochen. Das ist doch im Prinzip ganz dasselbe; nur die Zeit ist etwas fürzer; für das Budgetrecht aber ist damit Nichts gewonnen. Wir können uns überhaupt darauf gefaßt machen, daß die Deutsch- Freisinnigen bei der Militärfrage dieſelben seltsamen Sprünge machen sich die Bahl der Nationalfranzosen und derjenigen Elsässer, werden, wie bei dem Sozialistengeſetz. Die Bamberger, die s. 3. für Frankreich optirt haben, auf 14 924 Personen, die 4585 Familienstände bilden.( Diese Ziffern sind sehr hoch geSeptennat geschaffen worden ist, den Generalstab des edlen griffen.) Diese 4585 Familien zeugen Söhne, die sich wieder Barrioten", des Herrn von Bennigsen. Sie werden nun verheirathen, und so würde sich mit der Beit im Lande eine ihren früheren Standpunt verlagen, amb gegen bas Cepten franzöfifche Stolonie bilden. Dieſem Unfug muß abgeholfen und werden, und deshalb befiehlt Se. Excell., daß jeder junge nat stimmen müssen, oder sie sind, wenn sie für dasselbe Mann, der das 17. Jahr erreicht, naturalisirt werden muß; stimmen, sofort in Streit mit Herrn Richter und dessen Gewenn er nicht Lust hat, kann er auswandern. Wie nun, wenn in Frankreich nach demselben Maaße gemessen würde. Es leben zur Zeit in Paris, Havre, Bordeaux geschehen und Herr Fordenbeck zu seinem Standpunkt von u. f. w. über hunderttausend deutsche Familien. Diese zeugen Söhne( um mit dem Erlaß zu sprechen), welche fich wieder und meistens unter Stammesgenoffen verheirathen, so daß mit der Beit ein großer Theil Frankreichs durch Deut sche bewohnt würde; könnte nun, um diesem vorzubeugen, den Söhnen nicht die franzöfifche Nationalität oder Auswei fung aufgezwungen werden? Es wäre jedenfalls weniger hart; die Deutschen würden blos in ihre Heimath zurückgetrieben werden, während man den jungen Elsaffern die Rückkehr in ihre Heimath verbietet! übrig blieb, faft überflüssig erschien. Herr von Forden 1867 zurückkehren. hat schon im Jahre 1867 gesagt, die Firirung der Die Nationalliberalen sind über die Forderung der benspräsenzstärke sei, die Vernichtung des Bud- dreijährigen Friedenspräsenzstärke nicht wenig erbost und e wohl eines echts" sieben Jahre darauf gehörte er zu jenen wollen lieber die einjährige haben; wenigstens fagen fie fo. meiner alliberalen, die unter Herrn von Bennigsen allergft für die Vernichtung des Budgetrechts" thätig waren. Strafe dafür ist für die Nationalliberalen nicht ausges unbequeme Bieter" Windthorst auf der Bildfläche er nte nicht um ben; die Partei ist nur noch ein Schatten von dem, was war, als sie das Septennat schuf. Nun ist das Septen- Roulissenschiebereien beginnen. abgelaufen und es handelt sich darum, was der Reichs- Militärfrage ähnlich gehen, wie beim Sozialistengeset; die , daß er nur fchließen will, wenn die Regierung, was selbstverständ- Regierung wird bekommen, was sie verlangt. Deffen Bild Man ftelle Männer ber Schaffen feien, ellen gedenke py, Alphonse Caquet. Compagnie Staaten hat Das Centrum schweigt sich natürlich in der Sache aus. Mit der Militärfrage wird auch der für die Regierung so scheinen und nachdem er geboten", werden die gewohnten Und so wird es mit der Das kann man nicht ändern und Herr von Fordenbeck nannt hat, tapfer mitarbeiten. Man tann feinen auch nur halbwegs vernünftigen wird an dem, was er Vernichtung des Budgetrechts" ge Ehre haben, dafür geltend machen, daß der Militäretat anders Selt hinaus belt werden soll, wie die übrigen Etats. Gerade weil Militäretat der größte und wichtigste Etat ist und weil Summen, die er erfordert, einen so großen Theil des age ber nationalen Arbeit ausmachen, gerade deshalb schon gar nicht mehr daran gewöhnt, obschon man aus den en diejenigen, welche es mit der Vertretung der Boltsin chinesischer bo befanntlich Das Parlament begiebt sich auf diesem Wege auch immer mehr des Rechts, auch in den Fragen der aus= wärtigen Politik ein Wort mitzureden. Man ist Debatten der englischen Parlamente doch den naheliegenden Die elfäffischen Textil- Industriellen beabsichtigen eine besondere Berufsgenossenschaft für die Reichslande ins Leben zu rufen. 62 Firmen, welche zusammen 32 536 Arbeiter beschäftigen, haben sich an das Reichsversiche rungsamt mit dem Antrage auf Anberaumung einer Generalversammlung der Arbeitgeber der Textilindustrie in ElsaßLothringen behufs Begründung einer freiwilligen Berufsge noffenschaft gewandt. In dieselbe sollen alle Betriebe der Textilindustrie, gleichviel welche Stoffe Gegenstand ihrer Fa tation bilden und in welcher Weise diese Verarbeitung stattfindet, einbezogen werden. Auch die sächsischen Baum= sächsische nebst reffen ernsthaft meinen, darauf bestehen, daß die Aus- Schluß ziehen kann, daß gerade die Betheiligung an der wollindustriellen wollen eine freiwillige, die ganze Söhnliche Verfür das Reichsheer jährlich berathen werden und daß auswärtigen Politik der Beweis für die Macht und den alljährlich über dieselben abgestimmt wird, ohne daß Entschluß einer parlamentarischen Körperschaft ist. Auf der eine Reichstag durch eine Feststellung der Präsenzstärke des te Compagnie der chinesische de forrefpon hiffrendepesche ffre torrefpon fich die chine res von vornherein gebunden wird. Die ten. zahme liberale" Presse sagt nun, die ,, WeltAllein zu dieser Anschauung scheint man sich in Deutschland noch nicht aufgeschwungen zu haben. Oder fürchtet man, daß die unbequeme Abrüstungsfrage einen Widerhall im deutschen Parlament finden möchte? Nun es könnte sicherlich nichts schaden, wenn dies der Fall wäre, wenn wir uns einen großen praktischen en über den Militäretat vertragen könnten. Nun, wenn n's Chinefifche lo schwache Nerven haben, dann wäre es vielleicht besser, ganzen Barlamentarismus überhaupt zu beseitigen. Aber Nutzen davon auch nicht versprechen fönnen. Aber es fönnte aufregenden Debatten" sind eine so schwache Ausflucht, dann einmal gesagt werden, daß zu einer wirklichen und wir garnicht im Stande find, fie überhaupt ernst zu umfassenden Sozialreform auch eine Erleichterung der Run lommen die Herren Deutsch Freifinnigen und en bie Friedenspräsenzstärke statt auf sieben nunmehr brei Jahre festgestellt wissen. So wenigstens hat sich heimräthe denken, die über der Sozialreform" brüten. Baumbach, der Abgeordnete für Meiningen, in eführt werden tein über den refpondent ber er Bauer des resfrist Wahn luguft in ber Gottesdienftes te mit einem ern Wydersti usbauchte, su Bahnfinnige größter Eile Bedränge ent in der Kirche er fich in eine rohte, der fich bie da ergriff ein Schaft derfelben bte und somit rud verboten.] Feuilleton. = Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Benau zu jener Beit war mein Vetter, Tony Petigrew, el berüchtigter Bursche, Todtengräber auf dem Tower- Ham iedhofe. Und Tony und der Doktor hatten immer Heimlichmit einander, und auch jezt hält er ihn irgendwo in e feit einige ähe von London verborgen. Ich sage Ihnen, Frau De." pefter der ver uft, im Begriff e Boulogne in var, ba fie feit Ameritanerin journalistische cines Vermögen Stömmlich lebte merikanische und Denz. Ein, wie oll fie bewogen tament befindet hr mit Legaten vor bem friegerischen Rüstung gehört, welche im Frieden so schwer auf die Glieder des Boltes drückt. Auch das noch! werden da die sozialpolitischen GeO ja, und noch bedeutend mehr dazu! der Hütte vorbei, worin Rupert einft im Fieber_gelegen hatte und dann zu einer andern Hütte, worin Tony Petigrew hauste, und endlich nach Clematis- Villa, wo er seine Frau und seine beiden ältesten Töchter durch sein Gezänt zur Berzweiflung trieb. Inmitten des sonnigen Glanzes der Frühlingspracht und dem Wiedererwachen der Natur sann dieser Mann mit seinem Neid und seiner Gier in seiner finsteren Seele auf die Ausführung der grausamsten Verbrechen, und doch wellten die Beilchen und die Schlüffelblumen nicht unter dem Schatten, den der Bösewicht auf fte warf. Am nächsten Vormittag erschien Francesca in ihrem bräutlichen Gewande, schöner und lieblicher als je, neben ihrer Mutter und ihrem Bräutigam in St. Kleonas. es damals nur gut gemeint, und Sie müssen Ihr Wort Zim," sagte die Frau beunruhigt, ich bin alt und und dürfen mich nicht verrathen. Sie könnten mir alten Tage für die bösen Streiche Anderer im Gefängniß Pfarrers zu erwarten. müßte." Es fehlten noch zehn Minuten an der festgesetten Stunde, und der Pfarrer war noch nicht da. In der Kirche war es falt und düster, und die kleine Hochzeitsgesellschaft tehrte unter das sonnenbeschienene Portal zurück, um dort die Ankunft des Was! Schon fünfzehn Minuten nach elf! Er hat sich verhell. Es schlägt halb zwölf. fürchten Sie nichts, Gevatterin, ich werde nicht reden, spätet. Die Sonne leuchtet dem jungen Paare nicht mehr so ich werde nachdenten und Acht geben." Das erste Aufgebot in St. Kleoyas war verkündet en und die alte Stüftersfrau benachrichtigte Dr. Wrigley Rupert wird ängstlich. Er läuft hinaus auf die Straße, schickt den Küster nach einer anderen Richtung aus, und deffen Frau nach einer dritten. Seine Ruhe verläßt ihn, er Am nächsten Sonntag erschien James Wrigley, um ſelbſt vermag es nicht mehr, heiter mit Francesca zu sprechen. gelommen. Mit einem eigenthümlichen Gefühl des Dreiviertel zwölf! Will denn der Pfarrer niemals er scheinen! Grausamer Diener der Kirche, so mit der Liebe Bleichereien und Appretur- Anstalten umfaffende Berufsgenoffen schaft bilden und haben ihre diesbezüglichen Anträge beim Reichsversicherungsamte gestellt. Hiernach muß das Projekt eine Reichs- Baumwollengenossenschaft, sowie eine Reichs- Textilgenossenschaft zu bilden, als aussichtslos betrachtet werden. Der Ausschuß des Vereins füddeutscher Baumwollen- Industrieller hat denn auch einstimmig beschloffen, von einer über das ganze Reich sich erstreckenden Genossenschaft der gesammten TextilIndustrie abzusehen, dagegen eine die Staaten Bayern, Württemberg und Baden umfassende Genossenschaft für die Baumwollen Industrie event. den gleichen Bezirk umfassende zustreben. Es ist im Plane, im September eine Besprechung Genossenschaft für die ganze darin etablirte Textilindustrie an der vier in Deutschland bestehenden Vereine von BaumwollenIndustriellen zu veranstalten. Wie hier berichtigend be merkt werden mag, find Anträge auf Einberufung von Generalversammlungen behufs Bildung von Berufsgenoffen25. Kapitel. An dem Tage, an welchen James Wrigley die für Rupert's und Francescas Vermählung festgesette Stunde erfahren hatte, machte er bei seiner Heimkehr einen Umweg, um Tony Petigrew aufzusuchen. Sie hatten eine lange Unterredung; Tony stand vor der Thür eines kleinen Wächterhauses, das er einfieblerartig bewohnte, und sein Gebieter und böser Geist hielt zu Pferde vor ihm. Wie gewöhnlich machte Tony einige schwache Versuche zu widerstehen. Und ich werde ihn dann hinauslassen, Tony," sagte Wrigley großmüthig. " Ach was, das hinauslaffen ist leicht," entgegnete Tony mürrisch. Die Kunst ist, thn herein zu bekommen. Ich habe nicht gehört, daß Sie das besorgen wollen, Herr!" Da ich für die Arbeit bezahle und gut bezahle, steht es mir wohl frei, meinen Antheil daran zu wählen," versette Wrigley. Auch ist das, was Du zu thun hast, das Einfachste, was Du jemals ansgeführt, Petigrew. Du fannst Dich nach der Belieben verkleiden, und Du wirst nur einmal gesehen und niemals wieder erkannt werden." Und Morgen früh soll es geschehen?" fragte Tony. Ja, und gieb gut Acht, denn wenn Du Deine Sache nicht ordentlich machst, wirst Du mir gehörig dafür büßen s müffen." Wrigley tam, wie wir gesehen haben, in übelfter Laune bei den Seinigen an. Fanny, die älteste seiner Töchter, fand by nach dem letzten Auftritt, in dem ihr Vater seinen Groll austobte, ihr Leben zu Hause so unerträglich, daß sie ihrer tbewußtseins hatte er sich auf der Gallerie hinter der zweier jungen Herzen zu spielen. Es fehlen nur noch zehn Freundin, Lady Figmorgan auf Alewick sogleich schrieb, Theelöffel voll Baffer aufgelöft andere Magen nach und nach Das Waffer bis Fall von Unver Corgen htet wird. G ftebende, gegen zündung it en unschädlich will ein wenig nigen und nad geichnetes Mittel niedergesetzt. Nach dem Gottesdienste eilte er in die tel, um den Pfarrer zu bitten, am nächsten Morgen um or feiner zur Trauung zu warten. reubig bewegt tehrte er nach London zurüid, ohne von en gesehen worden zu sein, denn dieser wartete in dem welche Stunde die Trauung festgesetzt sei. bel terzimmer der Küsterfrau, um von ihr zu erfahren, Stupert Barth," hatte das Angebot gesagt, denn er hatte Samen Bide, auf den er kein Recht besaß, fallen laffen noch unvermählt da. nur den Namen, auf den er getauft war, beibehalten. Barth und Francesca Joria, wiederholte fich zornig Für diesen Tag war es nichts mehr mit der Trauung. Minuten zu zwölf! Die Gräfin erbleicht. In fünf Minuten ist es zwölf. Ist das eine Thräne in Francesca's fanftem Auge? Rupert ist athemlos, purpurroth vor Schmerz und Aerger. Eins, zwei, drei und so fort, bis die verhängnißvolle Mittagsstunde geschlagen hat! it ferner werth nach dem Bahn voll in 4 Bergiftungsfällen u haben. Brigley rfnirichte vor Wuth mit den Zähnen. eintretend die Rüfterfrau. Rorgen um elf Uhr ist die Trauung, gnädiger Herr," Dr. Wrigley ritt fort, aber nicht heimwärts, sondern an Der Pfarrer war nicht gekommen, und die Beiden stehen Die gefeßliche Stunde für Eheschließungen ist vorüber. 3wölf!" flüsterte Francesca. Mama, wir müssen nach Zwölf!" schrie Rupert. Entseglicher Mann, warum bast Du mir das gethan? Aber ich werde einige Beilen für ihn zurücklaffen, und morgen find wir wieder hier." Hause!" fie würde ihr sehr gern einen mehrwöchentlichen Besuch ab i statten. Am Montag Morgen befand sich Tony Petigrem zeitig unterwegs. Die Straße von der Pfarrerei nach St. Kleonas führte durch ein Gehölz und weit ausgedehnte Wiesen an der Hütte vorbei, in welcher Tim Titlow einst Rupert aufgefunden. Tony lauerte in den Zweigen einer hohen Ulme und hielt Umschau. Um zehn Uhr sah er den Pfarrer aus dem Thor wege seines Hauses auf einen Klepper herangesprengt kommen. Haftig fletterte der Vertraute Wrigley's von seinem luftigen Sige nieder und rannte eilig der fteinernen Hütte zu, in welcher er verschwand. Als er das Geräusch nahender Pferdehufe vernahm, begann er entfeßlich zu stöhnen. Dh Db- 000!" ächste er mit fürchterlicher Stimme. Der Pfarrer hielt seinen Klepper an und lauschte. schaften bis zum 9. November d. J.( nicht wie gestern gesagt wurde: bis zum 9. Oktober) einschließlich an das Reichsverficherungsamt zu richten. Die Anträge müssen mindestens von dem zwanzigsten Theile der Unternehmer oder von solchen Unternehmern, welche mindestens den zehnten Theil der in den bezüglichen Betrieben vorhandenen versicherungspflichtigen Personen beschäftigen, gestellt werden. Mr. Serton und Mr. Redmond die irischen Mitglieder des englischen Parlaments, die einige Beit hindurch Amerika zum Schauplatz ihrer Thätigkeit für die irische Sache gemacht hatten, schifften fich vorigen Sonnabend wieder nach England ein. Am Abend vor ihrer Abreise wurde ihnen zu Ehren unter den Auspicien der National- Liga in Chickering Hall zu NewYork ein öffentlicher Empfang veranstaltet, der den Scheidenden eine legte Gelegenheit zu fräftigen Ansprachen bot. Mr. Serton hob in seiner Rede u. A. hervor, daß Unabhängigkeit in Frland an Boden gewinne. Die Bächter", sagte er, nehmen nicht mehr ihre Hüte ab, wenn sie ihren Gutsherrn begegnen. Es finden große Veränderungen statt. Mr. Forster warf die Frlander in's Gefängniß. Wir warfen Mr. Forster aus dem Cabinet, wohin er nicht zurückzukehren vermag. Die Zeit nähert fich, wo wir im Stande sein werden, jeden Irländer auf dem Grund und Boden Irlands zu erhalten; und die einzige Auswanderung wird die Derjenigen sein, die sich nach ihrer natürlichen Heimath begeben." Mr. Redmond glaubte, es sei nur der Anwesenheit freier Irländer in Amerila zu danken, daß sich Mr. Parnell und seine sämmtlichen Anhänger nicht noch heutigen Tages im Gefängniß befinden. werden; die Maßregel hat jedoch die Verbrecher durchaus nicht einzuschüchtern vermocht. Angesichts der Bunahme gewaltthätiger Verbrechen ist zu besorgen, daß, wenn nicht eine gründliche Reform der Polizei erfolgt, in Konstantinopel Zustände liche Reform der Polizei erfolgt, in Konstantinopel Bustände eintreten tönnten, wie fie nach dem Krimkriege herrschten, zu welcher Zeit aus allen Theilen Europas zahlreiche Verbrecher nach Konstantinopel strömten und allenthalben Schrecken ver breiteten. und Kochhann durch den Oberbürgermeister Dr. v. Fordenb Die meisten der vom Magiftrat gestellten Vorlagen wurde debattelos genehmigt, man ist eben noch nicht im Schwung erst die folgenden Sizungen werden wieder ein etwas bel teres Bild bieten. auf der ähnlich gewähr Die Zei Erwach ermäßi nahme Nachmi N. Brand heimge Bergft das in mit der lichkeite freiwill Präzifi das far fondern einer Löschun Weise Rudow Späte S Ständig g. Ranal fertigge beiten, werden Großen Derselbe abgehol g. zu viel Danten unglüc ichlug Revier Mit einem für die weitesten Kreise hochintereffant Civilprozeß ist gegenwärtig die II. Civilkammer des Land richts I beschäftigt. Der hiesige Banquier F., mit Glüdsgüt reichlich gefegnet, empfand, wie die Ger- 3tg." erzählt, noch den Wunsch, den Titel Königlicher Kommerzienrath f zu dürfen. Diesen Wunsch theilte er im März d. J. dem befreundeten Makler D. mit, welcher lettere fich dann e F. zu dieser Ernennung behilflich sein zu wollen. Zwischen z und D. tam nun ein Abkommen zustande, wonach F. fich pflichtete, an D. für seine Bemühungen 1000 M. sofort zahlen, wenn dieser ihm eine der einflußreichen Persönlichkeite durch deren Hilfe die Ernennung zum Kommerzienrathe folgen sollte, vorgestellt haben würde. Dies ist auch gescheh und nach den Angaben D.'s wäre die Ernennung des B quiers F. zum Kommerzienrath längst erfolgt, wenn nicht letzter Stunde derfelbe auf dieses Prädikat plöglich verzi hätte. D. verlangte dessenungeachtet die ihm zugefiche 1000 m., welche, wie schon oben bemerkt, für die Zuführu einer der einflußreichen" Persönlichkeiten an D. gezahlt den follten. Der Herr Kommerzienrath in spe lehnte aber Bahlung dieser Summe ab, weil er freiwillig von der Ga zurückgetreten sei. Daraufhin ist der Makler D. gegen Banquier F. wegen Zahlung dieser 1000 m. flagbar worden, und ist zur Hauptverhandlung in dieser Prozeß am 2. t. M. Termin anberaumt worden. Diese Proze dürfte sich insofern recht interessant gestalten, als man G genheit haben wird, diejenigen„ einflußreichen" Persönli feiten fennen zu lernen, welche fich mit der Fabrikation Song licher Kommerzienräthe hier in Berlin beschäftigen. Beiläu bemerkt sei noch die Thatsache, daß für diese eigenartige Be mittelung den dabei betheiligten einflußreichen Persönlichkeite ein Honorar von je 10 000. zugesichert war. Ueber die Zustände in Berber erhielten die Kairenser Behörden sensationelle Nachrichten. Ein Gefangener, dem seine Flucht von dort gelungen, ist in Dongola angekommen. Er sagt, Berber sei von ca. 2000 Rebellen besetzt, die sich dort mit aller Grausamkeit und Bügellosigkeit barbarischer Sieger geberden. Sie verkaufen nicht nur die Bevölkerung als Sklaven an die umliegenden Stämme, sondern fie verüben auch die schrecklichsten Ausschreitungen gegen die dortigen Weiber. Mit einem Worte, die dortigen Bustände sind taum zu beschreiben. Demungeachtet scheinen die Rebellen ihre eigene Sicherheit nicht außer Acht zu lassen, denn so groß ist ihre Furcht vor Gordon und der Möglichkeit, daß er die Stadt an greifen dürfte, daß sie eifrig mit der Verstärkung der Befestigungen beschäftigt sind und selbst den Mahdi um Verstärkungen und Munition ersucht haben, da sie von letterer nur einen fleinen Vorrath zu haben scheinen. Der flüchtige Gefangene berichtet ferner, daß, soviel er habe erlauschen können, die Rebellen nicht beabsichtigen, Dongola anzugreifen, da fie fürchten, ihre Pofition in Berber zu schwächen. Nach der Ansicht der hiesigen Behörden würde jest, nachdem der Nil in stetigem Steigen begriffen, die Wiedereinnahme von Berber weder große Schwierigkeiten darbieten, noch mit besonderer Gefahr verknüpft sein. sonderer Gefahr verknüpft sein. Ein Telegramm von Major Kitchener besagt, daß die Straße von Dongola nach Berber bis zu den Brunnen von Huescin nunmehr vollständig offen ist, da die feindlichen Stämme fich zerstreut haben. Kitchener fügt hinzu, daß eine fliegende Kolonne britischer Truppen von 4000-5000 Mann mit Leichtigkeit querüber marschiren tönnte. In Cleator Moor, dem Schauplas der jüngsten blutigen Fehde zwischen Drangisten und Papisten, wurde in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag der Versuch gemacht, das Haus des Grubenverwalters Thomas Moffat mittelst Dynamit in die Luft zu sprengen. Die Explosion demolitte den unteren Theil des Gebäudes, aber glücklicherweise wurde Niemand verlegt, da Moffat und seine Familie in einem oberen Stockwerke schliefen. Moffat hatte sich durch die Entlaffung mehrerer Bergleute, die an den erwähnten Unruhen Theil genommen, mißlibig gemacht, und man glaubt, daß das Attentat eine Folge dieser Maßregel ist. Den Thätern ist man bis jetzt noch nicht auf der Spur. Die Marseiller Hafenarbeiter hielten eine Versammlung ab, worin sie befchloffen, daß eine aus fünf Personen bestehende Delegation den Maire von Marseille auffordern soll, die Wiederaufnahme der Arbeiten anzuordnen. China hat den Krieg immer noch nicht erklärt; gegentheilige Gerüchte sind unbegründet. Einstweilen dauert die Rache und Pfandnahme im fernsten Osten fort, und Paris" zufolge ist nach dem Strafatte am Min und der Besetzung Formosa's durch Truppen aus Cochinchina Hainan das nächste Operationsobjekt Courbet's. Nicht ohne Ursache mahnt jedoch Die Liberté" das Kabinet Ferry zur Mäßigung, denn erstlich müffe Frankreich auf alle Fälle die Gelder vorschießen, auch schon ohnedies schlecht bestellt; sodann aber müßten wir eine wenn China schließlich die Kosten trage, das Budget sei indeß wirkliche Armee nach China schicken, und das hat um so mehr auf sich, als man nicht wiffen kann, ob die Rechte der Neutralen doch einmal in die Brüche gehen und dann auch europäische Verwickelungen fein Ding der Unmöglichkeit bleiben. Je höher die spätere Kriegsentschädigung bemessen wird, desto dem Ministeriefiger werden die Opfer, um dieselbe zu erlangen!" meint die Liberté" und räth schließlich, man möge fich mit Formosa abwartende Stellung einnehmen. Indeß wenn China ben und Hainan begnügen und dann China gegenüber eine rubig Krieg erklären sollte, so wird es nicht mehr in Ferry's freier Wahl stehen, wie weit und auf wie lange Frankreichs Macht im fernen Often engagirt wird. General Millot, welcher bisher die franzöfifche Expedition in Tontin leitete, ist, wie eine offizielle Depesche behauptet, aus Rücksicht auf seine Gesundheit um Urlaub eingekommen, den er auch erhalten hat. Die oppofitionellen Pariser Blätter glauben aber, daß der verdienstvolle General durch eine Intrigue( Fälschung eines Telegramms) wider seinen Willen von feirer Siegeslaufbahn abgerufen worden sei, weil er durch seine politische Gesinnung er ist Radikaler dem Ministe rium Ferry mißliebig geworden wäre. Wenn das wirklich wahr ist", schließt Rochefort einen Artikel hierüber im, Intran figeant" so müßte das Minister- Präsidium in diesem Berrathe untergehen. Es bliebe nichts mehr, als ein feiger Hallunke angesichts eines Ehrenmannes und die Affaire Millot würde aufhören, eine politische Frage zu sein, um einfach eine Frage von Fußtritten zu werder. Es könnte sogar ein Schwurgerichtshandel daraus werden, wenn die Fälschungen, wegen deren ein gewöhnlicher Uebelthäter ins Buchthaus geschickt wird, die Stellung eines Ministers nicht befestigten." Offiziell wird von der Ag. Hav." und vom Temps" nach wie vor behauptet, Millot habe thatsächlich um den Urlaub angesucht. 1 Noch immer wird der Warschauer Friedensrichter Bardowski im Petersburger Untersuchungsgefängniß gehalten. Als zuverlässig wird berichtet, daß seine Beziehungen zu der revolutionären Partei schon aus seinen Studienjahren her datiren. Sein Vater nahm in der Residenz die geachtete Stellung eines Gymnaftal- Direktors ein und ist dem Grafen Tolstoi, der damals Minister der Volksaufklärung war, gut bekannt.' Der ältere, schon verstorbene Bruder des Friedensrichters gerieth Durch Studentenunruhen an der Petersburger Universität in Untersuchung. In hohem Grade kompromittirt, hatte er es wohl nur der Theilnahme der Vorgesetzten seines Vaters zu danken, daß seinem Vergehen durch die Finger gesehen und ihm die Möglichkeit zur Absolvirung seiner Studien geboten wurde. Er starb hier als Advokat. Sein jüngerer Bruder wußte seine politischen Gesinnungen jedenfalls mehr zu ver hüllen, denn im andern Falle würde ihn der Justizminister nicht als Friedensrichter nach Polen geschickt haben. Vo. ent t Im Sicherheitszustände in der Türkei. Die öffentliche Unficherheit hat sich auf dem Lande wie in Konstantinopel selbst in einer höchst besorgnißerregenden Weise gesteigert. In der Provinz und in der Umgebung Konstantinopels hausen Briganten, und in der Hauptstadt werden unter den Augen der Polizei in den belebtesten Vierteln jeden Tag Diebstähle und Meuchelmorde ausgeführt. Die Regierung hat vor Kurzem angeordnet, daß an den Ausgängen der Hauptstraßen von Pera Tag und Nacht Schildwachen aufgestellt Das herzzerreißende Jammergeſchrei Tony's schlug jezt ganz deutlich an sein Ohr. Wer ist da? Was ist los?" fragte gutmüthig der geistliche Herr. 1141 Lokales. Des Ba Die Erbauung der fünften städtischen Gasanfa in Friedenau ist feinesweges aufgegeben. Der Hanbel minister hat zwar die Ausführung des den Stadtbebörden gelegten Bauprojektes nicht genehmigt, indeß damit den selbst nicht ausgeschlossen. Es muß nur ein verändertes jeft aufgestellt werden, welches die Verbrennung des Raud ficherstellt und die Belästigungen der Umgebung der Anf vermeidet. ba N. ,, Gin origineller Finder" ist ein Arbeiter Rigdorf. Derselbe betreibt, wie uns geschrieben wird, Finden" von Biergläsern vollständig geschäftlich, und zwar der Weise, daß er in Vergnügungs- Etablissements Bierfeld angeblich findet", dieselben aber nicht dem rechtmäßigen fizer zustellt, sondern dieselben anderweitig an den Mann bringen versucht. So erschien er gestern bei einem Schan wirth W. in der Hasenhaide und offerirte demselben einig Bierseidel zum Kauf, resp. erklärte er sich damit zufrieden, ſelben nicht für Geld, sondern schon für einen Schnaps Di fo geben zu wollen. Bei einer genaueren Besichtigung der Gl entdeckte Herr W., daß dieselben den Stempel der Verein brauerei in Rirdorf trugen und schaffte er den K. daher fofo nach der genannten Brauerei. Nachdem hier festgestellt, bu herbeigerufen, der den seltsamen Finder" sofort in Haft na K. die Gläser, weggefunden", wurde der Gensdarm Hoffma und nach dem Amtsgebäude transportirte. im Von den Singhalesen: Die Singhalesen, die drauße affen Dreieck" des Ausstellungspartes fortgefegt ein große Anziehungskraft auf das Berliner Publikum ausüben verschiedenen Inseraten ersichtlich, einen förmlichen Singhalefe stand der Mode geworden; Alles, was auf das menschli Kultus verursucht. Die Singhalesen find hier eben der Gege Leben Bezug hat, scheint von industriellen Geschäftsleuten benutzt worden zu sein, mit den kaffeebraunen Einwohnen x Die Physiognomie der Stadtverordnetenversammlung in der ersten Sigung nach den Ferien ist immer eine etwas einförmige. Es scheint, als ob die Herren sich noch nicht so recht an den Gedanken gewöhnen fönnten, fich jest nach dem erfrischenden und angenehmen Aufenthalte am Meere oder im Gebirge wieder in den Sizungssaal begeben zu müssen und fich den mehr oder weniger schwierigen und komplizirten Geschäften der städtischen Verwaltung zu widmen. Es hat in der That den Anschein, als ob noch nicht der richtige Fluß in die Bersammlung hineingekommen wäre, daß wieder erſt mehr Altenstaub geschluckt sein muß, damit die Herren in das richtige Aftenstaub geschluckt sein muß, damit die Herren in das richtige Fahrwaffer hineinkommen. Nach Erledigung einiger unwesentlicher Punkte ergriff bei der Vorlage zur Kenntnißnahme betr. den Finalabschluß der Stadthauptlaffe pro 1. April 1883 bis 1884, der Vorsteher- Stellvertreter Büchtemann das Wort und beleuchtete einige Punkte des Abschlusses, die auch zum Theil vom Kämmerer Runge als richtig erklärt wurden. So erwähnte der Stadtv. Büchtemann namentlich, daß man nicht den Ueberschuß von 2 Millionen Mart, welchen der Finalabschluß nachweist, für einen Ueberschuß in einem Jahre halten müsse, sondern dies sei eine Summe, die sich aus den Ueber schüffen der letzten Jahre zusammensege. Man braucht also bei diesen anscheinend günstigen Resultat nicht gleich die Hände vor Vergnügen über den Kopf zusammenschlagen, der Ueber schuß, der sich im Laufe der Jahre herausgebildet hat, ist bei der Höhe des Stadthaushaltsetats durchaus tein enormer, die Versammlung schien das auch zu finden, fie nahm ohne weitere Diskussion Kenntniß von der Sache. Es erfolgte hierauf die Einführung der neu gewählten Städträthe Borchardt ,, Hülfe! Hülfe!" brüllte Tony. D, ich sterbe. Retten Sie einen armen Sünder. Dh, 000!" Der Pfarrer befann sich nicht länger. Da lag ein armer Nebenmensch in Todesangst und Todesnoth, welcher des Beistands dringend bedurfte. Er stieg ab, warf dem Pferde die Zügel über den Nacken und betrat langsam die Hütte. Aus dem hellen Sonnenlicht sich in den engen finstern Raum tastend, deffen handgroßes Fenster seit Kurzem vergittert war, vermochte er anfangs nicht das Geringste zu unterscheiden. Ein tläglicher Schmerzenslaut rief den leutseligen Priester in einen Winkel, wo er eine dunkle Gestalt zu erkennen glaubte. Dort lag in der That Tony Petigrew, und als der Pfarrer fich über ihn beugte und die Hand ausstreckte, um ihn zu berühren, sprang der Schurke empor, umschlang den barmherzigen Samariter mit seinen nervigen Armen und stieß ihn mit dem Gesicht' nach unten zu Boden. Schnell wie der Blid stürzte er zur Thür hinaus, die er fest verrammelte. Der Pfarrer war gefangen und eingeschlossen, ehe er fich deffen versah, und sein Geschrei drang nur schwach durch die dicken Mauern. V bay werben Ein S g. Den am gefange im Bet an die abzulie blonde breites Gegens Wäsche Jade, ichwarz tuch, 6 Schuhen N. der We 17. Se ftellung hat He und di überwe Den Singhalesen- Photographieen und Briefbogen reihen fi neuerdings auch Singhalesen- Cigarrenspigen( echte Meerschaum Spigen mit Abbildungen der Singhalesen) an. Ein bie großer Haarhändler in der Beuthstraße offerirt den Dame Singhalesenhaarzöpfe und die Handschuh- und Kravattenfab von Reichert, Singhalesen Handschuhe aus Bululeder. D Firma Gebrüder Papel hat die ganze Ceylonerpedition au Marzipan hergestellt und ein hiesiger bekannter Kapellmeiffer ist augenblicklich mit dem Komponiren eines Singhalefen R sches beschäftigt. Die meisten der oben angeführten Gegen stände liegen im Ausstellungspark zum Verlauf aus und finde wie alle Modefachen einen reißenden Abfaz. Die Ausstellu war, so lange sie hier ist, mit Ausnahme der beiden Sonntag trop des manchmal ungünstigen Wetters durchschnittlich jedem Tage von 6000 Erwachsenen besucht, so daß bis je inkl. der Schulkinder rund 200 000 Personen die Singhalefe besucht haben dürften. Herr Carl Hagenbed hat, was bi im weiteren Kreisen noch nicht bekannt geworden sein mit Spinngewebe und Staub bedeckt, das Geficht schweißüberströmt und in dem wirren Haar zahllose Strohhalme, sah der troftlose Geistliche ein, daß ihm nichts übrig blieb, als geduldig in dem dunstigen Raume zu warten, bis er Schritte vernehmen würde, um dann auf's Neue um Hülfe zu rufen. Tony überzeugte sich erst vorsichtig, ob kein Beobachter in der Nähe sei, dann schwanger fich auf des Pfarrers Pferd und galoppirte mit demselben zurück bis in die Nähe der Pfarrerwohnung, wo er das freudig wiehernde Pferd an einen Baum band. Da auf dieser Seite der Straße sehr wenig Verkehr war, und file hier fast nur von den Bewohnern der Pfarrei und einigen Arbeitern aus dem Dorfe benutzt wurde, glaubte Tony mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß sein Gefanener während der nächsten Stunden in sicherer Haft blieb. Er fehrte deshalb nach seiner eigenen Wohnung zurüd, um für Die nächsten Dienste, die Wrigley von ihm zu beanspruchen haben würde, in Bereitschaft zu sein. James Wrigley hatte schon den Plan dazu entworfen, wie diese Hülfe ihm gebracht werden sollte. Der Doktor beabsichtigte gegen zwei Uhr, eine Melodie vor sich hersummend, an der Hütte vorüber zu reiten. Der Gefangene würde ihn anrufen, im tiefften Erstaunen wollte er ihn aus seinem Kerker befreien und theilnahmsvoll dem Bösewicht zürnen, der dem würdigen Geistlichen einen so tollen Streich gespielt. Aber der Zufall vereitelte den liftigen Anschlag Wrigley's. Seit Tim Titlow seine Erbschaft erhoben hatte, nahm er einen regelmäßigen Sommerurlaub, wie es fich für einen Mann von Vermögen schickte. Man bewilligte dem berufstreuen Beamten gern fünf oder sechs Tage Ferien und er benuste fie dazu, seine Vettern und Tanten in dem heimatlichen Dörfchen aufzusuchen. Nach einem befriedigenden Aufenthalt unter seiner Verwandtschaft wanderte er wieder zu seinen Pflichten nach dem Reservoir zurück. Der gute Pfarrer, der sich in so beispielloser Weise ur plöglich seiner Freiheit beraubt sah, brüllte mit Aufgebot der ganzen Kraft seiner Lungen um Hülfe, aber so sehr er auch färmte, er lockte Niemand herbei. Nachdem er sich heiser geschrieen, und seine Augen fich an das umgebende Dunkel ges wöhnt hatten, näherte er sich der Stelle, wo ein schmaler Lichtstreifen das Vorhandensein der Thür andeutete und ver suchte diese aufzustoßen. Seine Anstrengungen waren nuẞlos. Erhizt und dem Estiden nahe, seinen feinen schwarzen Anzug An diesem selben zweiten Mai befand er sich auf dem Heimwege und der Pfarrer war noch keine volle Stunde eingesperrt gewesen, es fehlten noch zwanzig Minuten zu zwölf, als Tim Titlom, lezte Rose, die blüht," melodisch pfeifend, an der steinernen Hütte vorüberstampfte. DenerN. Dem d binterla aus der leicht n befannt Afrila des St um ich zurüdte strebte. Samm Forsche Westi wähnte Tromm ( männli Bansfli Elfenbe Art u. Tragtö Ότας, Neu- Jr uge fte fondern Muſeur tum zu Korpsg fämmtli lagu bürgerl Di bift den Böglingen sämmtlicher Waisenhäuser, Taubftummen un ,, Der Mensch scheint mir ganz wild. Ich muß febr geben. Wer ist drinnen?" affen Sie mich heraus! Ich bin der Pfarrer von " Das ist unmöglich," sagte Tim. Wie kommen hierher!" Kleonas. n 垢 St St Ich wurde hier hereingelockt und dann eingefchloffen Im Namen Gottes, öffnen Sie, ich habe eine Trauung F Wurden Sie ausgeraubt?" fragte Tim ruhig weiter vollziehen und ich fürchte, ich fomme schon zu spät." " Nein, nein; es war nur ein boshafter Bubenstreich. Define " 1 Sie die Thür, ich bitte Sie.' Sch fürchte, Sie find von Sinnen und werden fich mich stürzen um mir ein Leides zu thun." ,, Nein, nein. Lassen Sie mich heraus, oder ich werde Verhaftung bewirken." auf Wie fönnen Sie mich verhaften lassen, wenn ich ne die Thür nicht öffne?" Der Gefangene polterte heftiger als zuvor. ,, Laffen Sie mich heraus!" ,, Gut, Freund, ich will Sie herauslassen. Aber mere Sie wohl, ich habe einen tüchtigen Knüppel und ein febr Ich schiebe jeßt die Klammen und Riegel zurück, und Sie tönnen ungehindert herau Die musikalische Leistung Titlow's entzückte des Pfarrers Ohr, als hätte er die Stimmen der Seligen vernommen. Er flog an die Thür und donnerte mit Händen und Füßen gegen dieselbe und brüllte: Canſen Sie mich heraus! Deffnen Sie die Thür! hülfe: Hülfe!" Laffen Sie mich heraus! Barmherziger Himmel!" rief Titlow aus. Ich bin wahr lich der Mann der Abenteuer." Beda! Seda! Hülfe! Hülfe! Deffnen Sie diese Thür!" Ich habe Geister gesehen und Geifter gehört, das aber ist der lärmendfte aller Geister, mit welchen ich bisher zu thun hatte," sagte Tim Titlow, fich sehr vorsichtig der Thür nähernd und meine Geister erwiesen sich hinterher immer als irdische Wesen. Die Stimme da drinnen scheint die eines Mannes zu sein." scharfes Meffer bei mir. tommen." roth be Der unglückliche Pfarrer wantte nun langfam heraus seine Augen zwinkerten in dem heißen Licht der Mittagfonn Tim, der mit seinem Stück wie zur Abwehr eines Angrif " Sie sehen eigenthümlich aus für einen Pfarrer," fag Scheuchte bei Tim jeden Verdacht. G Franz 4 Fälle 1 Jahr haben neuerdi bon Un beseitig unger Gi Der Tri Neubau endes G aus der glüdlich Schmer ichwere ibre Ue Unterfu Unglüd gegenzu Das fühle ich selbst," erwiederte der Pfarrer nach feinem Hut suchend. Dann zog er sein Taschentuch, um fein Geficht zu trocknen. Der Anblick des feinen weißen Gewebes ve Ein Schelm hat Ew. Hochwürden einen niederträchtigen Streich gespielt," sagte er, den Rock des Pfarrers abblirftend Der Pfarrer fab nach seiner Uhr. Während seiner rafen den Anstrengung, die Thür einzustoßen, war fie ftehen g Es ist gegen Mittag," sagte Tim, nach der Sonn blieben. 11 blickend. Ich muß nach der Kirche eilen," seufzte der Pfarter. Ich werde Sie begleiten, Ehrwürden," bemertte Ti folgt.) „ Schnell! schnell! Deffnen Sie die Thür, um des Him schüchtern, damit Ihnen nicht von Neuem so übel mitgefpiel melswillen, öffnen Sie!" werde". ( Fortsetzung N Leben felbe be er plög Arzt ni gebäude Buftand Später e Schlages Berlin a. anfchein alte Fr Der Lo ferd töotet n Die ver war in bammes Lauer n Der Lei waren Jung bel antes andge güter Fabr erba en ort# teite be heba tahtis berta hrun It wa Der Sad # be at g Blad Blade Bele Onli Ronig Häuf e Va blettes nftal nbel en vo B aud Inftal Rit bal Dar is Teibd en B ann fte war bekleidet mit gelber Jacke, blauer, weißgepunkter Schürze, dunklem Kleide, rothem Unterrock, blauen Strümpfen und Hausschuhen; in der Hand hatte sie ein fleines Körbchen getragen. a. Verhaftete Betrügerin. Die Wittwe des vor drei Monaten verstorbenen invaliden Unteroffiziers J. ist heut wegen Betruges zur Haft gebracht worden. Dieselbe war noch im Besitz des Pensionsqnittungsbuches ihres verstorbenenen Gatten und hatte die Penfion desselben mit 9 M. monatlich auf deffen Namen bei der Militärpensionskasse bis zum 30. September cr. erhoben unter Verschweigung des schon vor 3 Monaten erfolgten Todes des Penstonsberechtigten. Durch einen Bufall kam dieser fortgesette Betrug zur Kenntniß der Kriminalpolizeibehörde, welche die Frau J. sowie deren Liebhaber festnahm. ähnlicher Wohlthätigkeitsanstalten den unentgeltlichen Eintritt| gewährt. Für den nächsten Sonntag ist der Eintrittspreis für die Beit von 8 Uhr früh bis 12 Uhr Mittags auf 30 Bf. für Erwachsene und 10 Bf. für Kinder und Militär ohne Charge ermäßigt. Wie am vorigen Sonntag fonzertiren mit Ausnahme der Kirchzeit mehrere Militärfapellen im Park. Am Nachmittag beträgt der Entreepreis wieder 50 Pf. und 20 Pf. N. Groß- Feuer in Nigdorf. Von einem zweiten großen Brandunglück ist gestern Abend unser Nachbarort Rigdorf heimgesucht worden. Gestern Abend gegen 10 Uhr entstand auf dem Grundstücke des Grundbestyers C. Wernicke in der Bergstraße auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise ein Feuer, das in wenigen Minuten die auf dem Grundstücke befindlichen, mit der legten Ernte gefüllten Scheunen und die Stallräumlichkeiten ergriff. Die durch Alarmsignale sofort herbeigerufene freiwillige Feuerwehr erschien mit einer ganz staunenswerthen Präzision auf der Brandstätte und gelang es ihr, nicht nur das sämmtliche noch in der Stallung befindliche Vieh zu retten, fondern auch namentlich die angrenzenden Wohngebäude vor einer Mitinbrandsetzung zu bewahren. Die vollständige AbLöschung, bei der die Rirdorfer Feuerwehr in thatkräftigster Weise von den freiwilligen Feuerwehren aus Briz, Köpenic, Rudow, Tempelhof 2c. unterstügt wurde, zog sich bis in die späte Nacht hinein. Die Scheunen und Stallungen find vollständig eingeäschert und der Schaden ein ganz bedeutender. g. Die im Zuge der Hohenzollernstraße über den Kanal gebaute Brüde für Fußgänger ist nunmehr fertiggestellt und wird nach Beendigung der Pflasterungsar beiten, welche an beiden Seiten der Brüde noch ausgeführt werden, dem Verkehr übergeben werden. Die Brücke ist im Großen und Ganzen aus Eisen konftruirt. Durch den Bau berselben ist einem schon lange fühlbar gewesenen Bedürfniß abgeholfen. g. Ein Laternenanstecker, welcher des Guten ein Wenig zu viel gethan hatte, fiel vorgestern Abend in der Komman bantenstraße, nabe der Alten Jakobstraße, beim Taumeln so unglücklich zur Erde, daß er mit dem Kopfe aufs Steinpflaster schlug und sich eine stark blutende Wunde an demselben zuzog. Gin Schugmann brachte den Verunglückten nach der PolizeiRevierwache. fach wegen derartiger Vergehen vorbestraft ist, so beantrage der Staatsanwalt fünf Monate Gefängniß. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwaltes. R. Wie unendlich schwer es unter den heutigen Verhältnissen auch einem mit guten Kenntnissen ausgerüsteten Menschen wird, sich eine Stellung zu verschaffen, das bewies wiederum eine Gerichtsverhandlung gegen den Kaufmann Bratius. Derselbe hat in seinen jüngeren Jahren die höheren Schulen besucht, ist aber seit Monaten außer Stellung und konnte trotz seiner guten Schulbildung eine Stellung nicht wieder erlangen, so daß ihn schließlich die Noth zwang, sich gegen das Strafgesetz zu vergehen. Zunächst entwendete er ein wollenes Halstuch, dann ließ er sich in einem Kaffee- Lokal Kaffee und Kuchen geben, obgleich er nicht im Stande war, zu bezahlen. Des Diebstahls und des Betruges angeklagt, wurde er heute dem Schöffengericht aus der Haft vorgeführt und räumte rückhaltlos die ihm zur Last gelegten Vergehen ein. Der Staatsanwalt beantragte 6 Wochen Gefängniß, der Gerichtshof nahm jedoch an, daß die Noth den Angeklagten zu dem Vergeben getrieben habe und verurtheilte denselben zu 1 Woche Gefängniß. R. So ein Sonnenschirm ist doch ein hübsches und praktisches Ding, dachte die kleine Emma D. und da Emma, welche erst 15 Lenze zählt, an einem recht heißen Tage einen Schirm bei Bekannten liegen sah, so fand ste es für gut, denselben zu annektiren. Natürlich versuchte sie auch, wie eine große Dame, mit dem Schirm auf der Straße und überall, wo angängig, zu promeniren, so daß der Schirm recht abgenutt wurde. Nach vierzehn Tagen hatte aber die Freude ein Ende, die Mutter fand den Schirm und schickte denselben der Eigenthümerin wieder zu. Da aber der Schirm inzwischen sehr defekt geworden war, so war die Schirm- Eigenthümerin sehr ungehalten und machte der Polizei Anzeige. Fräulein Emma mußte nun heute unter der Anklage des Diebstahls vor dem Schöffengericht erscheinen. Der Staatsanwalt beantragte für die kleine Sünderin drei Tage Gefängniß, der Gerichtshof ertannte aber nur auf einen Verweis, und nachdem der PräftEin hiesiger sehr reicher Rentier und Grundbesizer, der zwar weder lesen noch schreiben kann, dagegen aber sehrgeizig ist, hat sich durch seine Unwissenheit und seinen Geiz vor einigen Tagen eine Blamage zugezogen, von welcher er zur Zeit wohl noch nicht die geringste Ahnung haben dürfte. Der gedachte Rentner hat als ein vielgewandter Geld- und Geschäftsmann in seinem Leben eine solche Menge Prozesse geführt, daß die darüber angelegten Aften eine große Registratur ausfüllen würden. Die vielen Papiere, welche unstreitig seiner Zeit Unsummen von Prozeßkosten verschlungen haben, und welche jest größtentheils werthlos geworden sind, werden von ihrem Eigenthümer seinem Sparsystem gemäß, in seinem Hauswesen zu allerhand Sweden nüßlich verwendet. Die Mißachtung des alten berühmten Ausspruchs: ,, Scripta manent!" hat sich durch folgende Thatsache in recht unliebsamer Weise an diesem alten Geizhals gerächt. Vor einigen Tagen bekam derselbe einen Besuch von einem befreundeten Ehepaar, welches nach Beendigung dieses einem befreundeten Ehepaar, welches nach Beendigung dieses Besuchs zum Einwickeln eines Gegenstandes um ein Stückchen Papier bittet. Der gedachte Rentier, welcher aus Geiz nicht einmal eine Zeitung hält, übergiebt dem Freunde aus seinen alten Aften einige Blätter Papier. Bu Hause angelangt, wirft der Freund zufällig einen Blick auf das Aftenbefreundete Rentier, welchen er eben besucht hatte, vor vielen Jahren als Kläger einen Prozeß geführt hatte. Auf dem Papier' die Abschrift eines gerichtlichen Sigungsprotokolles ferner zu lesen, daß der Verklagte zur Charakteristik des Klägers unter Beweis gestellt hatte, daß derselbe schon früher eine entehrende Vorstrafe erlitten habe, mit welcher Angabe der Verflagte bezweckte, daß ihm und nicht dem Kläger ein Eid auferlegt werden sollte. In dem Protokolle war endlich noch fonstatirt, daß die bewußten Strafprozeßalten dem Gerichtshofe in ber Sigung als Beweismaterial vorlagen. Der Freund war nach Lesung dieses bedeutsamen Aftenstückes nicht wenig überrascht, denn er hatte niemals von einer früheren entehren den Bestrafung des alten Rentiers Etwas gehört. Er machte seiner Frau von dieser fatalen Entdeckung Mittheilung und beide Eheleute find durch diesen Vorfall auf das Peinlichste berührt, um so mehr, als jener Freund sich selbst unbewußt ihnen gegenüber an den Pranger gestellt hat. Die bisherigen freundschaftlichen Beziehungen mit dem alten Rentier haben fie ganz abgebrochen, ohne daß derselbe eine Ahnung von der Veranlassung dieses Rückzuges hat.- Es iſt oft gerügt worden, g. An alle Behörden ist die Aufforderung ergangen, auf ben am 30. v. m. in Neuhausen entsprungenen Straf gefangenen, Lagearbeiter Heinrich Thiele, zu vigiliren, ihn im Betretungsfalle festzunehmen und per Transport gefesselt" an die königl. Inspektion des Bentralgefängnisses zu Rottbus abzuliefern. Thiele ist 34 Jahre alt, 1,68 Meter groß, hat blonde Haare und Augenbrauen, blaue Augen, spikes Kinn, breites und blaffes Geficht. Seine Kleidung, deren sämmtliche Gegenstände den Stempel K. C. A. C. und die Nr. 44, die Wäsche B. 44 tragen, bestand am Tage des Entspringens aus Jacke, Hose und Weste von blaumelirtem Beuge, Müße aus tuch, Gurthosenträgern, blaumelirten Strümpfen und LederSchuhen. Эсфанд einig 11, Di for Glafe erein fofor t, bu Tman nab raukes t ein Süber bet alefer Beger fchlide bay obnem perben en fid chaum tefige Damen fabri Die it aus meifter N. Ein großes Wohlthätigsteits- Konzert zum Besten der Weihnachtsbescheerung armer Kinder soll am Mittwoch, den 17. September, im Ausstellungspark, ehemalige Hygiene- AusHellung, stattfinden. Wie bei allen derartigen Beranstaltungen bat Herr Bauer es übernommen, sämmtliche Roſten zu tragen und die gesammte Einnahme dem wohlthätigen Zwecke zu überweisen. Das Arrangement ist von dem bekannten Dres dener Straßen- Bezirks- Verein in die Hand genommen. N. Dem Museum ist vor kurzer Zeit die von Dr. Pogge, dem der Wissenschaft leider zu früh entrissenen Gelehrten, wähnte nach seiner Rückkehr an die Die oben er= meint das B. T.", daß alte Aftenpapiere von Kaufleuten mißbräuchlich zum Einwickeln von Waaren benugt werden, und es hat Letteres schon manche verhängnißvollen Folgen gehabt. In dem vorliegenden Falle hat jedoch der Betroffene lediglich feiner Unwissenheit und seinem Geiz allein den Verlust seiner Freunde beizumeffen. g. Ein Tanzvergnügen mit üblen Folgen. In der Nacht vom 5. zum 6. September v. Js. hatte der Kaufmann A in einem Tanzlokal in der Oranienstraße ein misgünstig gestimmt und ließ dem A. gegenüber die Aeußerung fallen: eute sett es noch Prügel, die Juden nehmen immer die besten Mädchen weg!" Als A. fich nach einiger Beit mit dem jungen Mädchen aus dem Tanzlokal entfernte und in eine Droschte steigen wollte, erhielt er plöglich ohne jede Veranlassung mit einem mit einer eisernen Zwinge versehenen Stock mehrere wuchtige Schläge auf den aus den innersten Distrikten Zentral- Afrikas, die bisher vielleicht noch kein Weißer gesehen hatte, Dr. Pogge begleitete bekanntlich Lieutenant Wißmann auf seiner Tour quer durch hübsches, junges Mädchen zum Tanz engagirt. Der gleichfalls Afrika bis Nyangwe, von wo Wißmann weiter oftwärts ging, zurüdlehrend, durch das Herz Afrikas wieder dem Westen zu strebte. Auf dieser Rückreise brachte er eine hochinteressante Sammlung zusammen, Forschereifer, turz mußte aber leider feinen Wesituste, mit dem Leben bezahlen. Sammlung birgt vor Allem eine riesige Trommel, aus Holz geschnigt und mit zwei Gefichtern Kopf, so daß er aus drei bis vier Wunden blutete. ( männlich mit langem Rinnbart fund weiblich) geziert; ferner Thäter wurde der Kaufmann F. erkannt. A. war an den Elfenbein und andere Musikinstrumente, dann Waffen,( Speere, F. wurde das Strafverfahren wegen schwerer Körperverlegung Art u. f. m.) von ausgezeichneter Schmiedearbeit, Hausgeräthe, eingeleitet. F. wurde in der ersten Instanz zu einer Tragförbe, einen Webeapparat und als besonders hervorragen- Geldstrafe von 500 m. verurtheilt; außerdem wurden den A., des Stück eine aus Holz geschnittene Maste mit Bart aus welcher sich der öffentlichen Klage der Staatsanwaltschaft als Gras, sowie mit Federschopf, das Geficht schwarz, weiß und toth bemalt. Diese Maste erinnert sehr an diejenigen von Neu- Jrland. Da die ethnologische Abtheilung vor dem Umzuge steht, fönnen die Sachen leider nicht ausgestellt werden, fondern werden erst nach Ueberfiedelung in das bald vollendete Museum für Völlerkunde in der Königgrägerstraße dem Publi tum zugängig gemacht werden. Mw Begen Finden tellung Intage ich fest balejen bisber bürfte n St Loffen ing Defines as h Spnen Korpsgericht der Garden zu Berlin unterm 28. v. Mts. den Durch friegsgerichtliches Erkenntniß ist, wie das Folgen der erhaltenen Verlegungen längere Zeit frank. Gegen Nebenkläger angeschlossen hatte, 180 M. als Buße zugesprochen. Da nun dieser aber einen bedeutend größeren Schaden erlitten hatte, legte er die Berufung ein, mit dem Antrage, wegen des brutalen Angriffs auf Gefängnißstrafe zu erkennen. Der Angeklagte hatte inzwischen seine Handlung bereut der er sich angeblich nur durch seine Aufregung und Eifersucht habe hinreißen lassen und verpflichtete sich, dem Nebenkläger, der in der Berufungsinstanz durch den Rechtsanwalt Raphael зи vertreten war, seinen vollen Schaden zu ersetzen. Der NebenSämmtlichen Behörden bekannt gemacht hat, der Sergeant fläger ließ fich auch bewegen und nahm die Berufung zurüd. fchlagung von Geldern, Betrugs und Urkundenfälschung in je Handlung im Gefängniß bereuen müffen. Franz Memering, aus Prißwalt gebürtig, wegen Unter- Andernfalls hätte der eifersüchtige F. wohl unzweifelhaft seine 4 Fällen, zur Entfernung aus dem Heere, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre und zu Buchthaus von 1 Jahr 1 Monat verurtheilt worden. " 1 Ueber zwei stattgehabte Unglücksfälle entnehmen wir der Post" folgendes: Während der Feier der Turnerschaft auf dem Kreuzberg geriethen mehrere Buschauer, welche auf Bäume geklettert waren, in Streitigkeit, die schließlich in eine Die Erfordernisse zur Erlangung der Doktorwürde haben die Fakultäten der Universitäten des Deutschen Reichs Schlägerei ausartete. Dabei wurde ein junger Mensch von neuerdings einer Revision unterzogen und dabei find eine Reihe von Ungleichheiten in den Sigungen der einzelnen Fakultäten einem Baume herabgestoßen, so daß er mit zerbrochenem Fuß unter demselben liegen blieb. Leider gelang es dem Thäter, beseitigt worden. Dagegen find die Honorarbeding nachdem er gehörig gelyncht worden war, zu entkommen. Der ungen in ihrer Buntscheckigkeit bestehen geblieben. Verlegte wurde nach seiner in der Hornstraße belegenen Wohnung transportirt, wo ihm ein herbeigerufener Arzt die nöthige der Trift und Fennstraßen- Ede. Von den dort aufgeführten Hülfe leistete. Den anderen Fall anlangend, so stürzte am Ein entfehlicher Unglücksfall ereignete fich gestern an Reubauten stürzte plöglich ein zur Verzierung des Hauses dien Mittwoch Nachmittag ein hängendes Malergerüst auf noch endes Gefims, welches ein Gewicht von mehreren Bentnern hat, völlig unaufgeklärte Weise an der Ecke der Wilhelm- und aus der Höhe des vierten Stodwerks herunter und traf un glüdlicherweise zwei untenstehende Arbeiter. Mit lautem Schmerzensschrei stürzten sie zur Erde. Beide Arbeiter haben überströmt in die Wohnung eines Arztes gebracht werden ihre Ueberführung nach dem Krankenhause erforderlich war. Die demselben befanden, kamen mit dem bloßen Schrecken davon. fchwere äußere und innere Verlegungen davongetragen, so daß mußte. Eine Frau mit ihrem Rinde, welche fich auch unter Untersuchung wird ergeben müssen, wen die Schuld an dem Fort also mit den Hängerüften, es find wahre Blutgerüfte. gegenzuführen. Hedemannstraße auf das Schutzdach und verlegte einen gerade unter demselben stehenden Knaben so bedeutend, daß er blutN Ein schwerer Unglücksfall trug sich gestern NachmitN Gin jäher Tod machte unfangs dieser Woche dem Friedrichstraße zu. Drei Färber waren dort damit beschäftigt, merlen febr mer eraus eraus fonne Tagh Briffes einem Befit Stigen Eftend rafen En ge Sonne Lim efpielt Leben des Viehhändlers E. von hier ein plößliches Ende. Der felbe befand sich in Köpenid, um Bicheinkäufe zu machen, als er plöglich innerlich derart erkrankte, daß er zunächst, da ein Arzt nicht so schnell herbeigeholt werden konnte, in das Amts- goß. Alle drei erlitten an Händen und Füßen so schwere gebäude geschafft werden mußte. Hier verschlimmerte sich sein Bustand derart, daß er bereits kurze Zeit darauf verstarb. Ein Berlin geschafft worden. Schlages eingetretenen Tod konstatiren. Die Leiche ist nach in einem großen Refsel Farbe zu fochen, als plöglich der fiedend heiße Inhalt überlochte und sich auf die drei Leute, die nicht mehr Beit genug hatten, um die Flucht zu ergreifen, er Brandwunden, daß fie sofort per Droschte nach der Sanitätswache in der Blumenstraße geschafft und von dort, nachdem später eintreffender Arzt konnte nur den in Folge eines Herz- ihnen Nothverbände angelegt, nach dem Krankenhaus Bethaa. Bon der Pferdebahn todtgefahren. Eine unbekannte, anscheinend den niederen Ständen angehörige, etwa 50 Jahre alte Frauensperson ist gestern Abend gegen 8% Uhr in Pferdebahnwagen überfahren und auf der Stelle ge nien überführt werden mußten. Gerichts- Zeitung. R. Unter der Anklage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt wurde der Arbeiter Berndt aus der Untersuchungshaft dem Schöffengericht vorgeführt. Der Angeklagte hatte einen Baum gelegt und wurde dieserhalb von einem Schußmann tödtet worden. Nach den Angaben von Augenzeugen hatte sich an einem heißen Tage in einem öffentlichen Part unter war in angetrunkenem Zustande beim Ueberschreiten des Fahr aufgefordert, mit zur Wache zu kommen. Berndt weigerte sich dammes auf den Pferdebahnwagen, welcher von dem Prenz- deffen und als noch mehrere Schußleute hinzukamen, ergriff er die Flucht und schlug nach den ihn verfolgenden Beamten mit einem geöffneten Taschenmesser; er wurde jedoch schließlich er war dent ihr denselben ertheilt und sie wiederholt vor der Wiederholung solcher Eigenmächtigkeiten gewarnt hatte, konnte sie für Diesmal nach Hause gehen. R. Der versuchten Arrestanten- Befreiung und der Führung eines falschen Namens angeklagt betrifft der Steinfeger du Crozet die Anklagebant vor dem Schöffengericht. In der späten Abendstunde am 13. August sah der Schußmann Storn den Steinseßer Schlüter vor einer Hausthüre schlafend liegen. Der Schußmann weckte den start angetrunkenen Schläfer und befahl ihm, fortzugehen. Schtlüter fam dieser Aufforderung zwar nach, begab sich aber in ein in der Nähe befindliches Schantlokal und verlangte von dem Wirth Getränke. Der Wirth weigerte sich, dem stark Angetrunkenen solche zu verabfolgen und rief schließlich, als der ungemüthliche Gast deswegen Streit anfing, den Schußmann Stohrn zu Hilfe. Schlüter wurde nun von diesem aufgefordert feine Nationale anzugeben, er nannte aber einen falschen Namen und da der Wirth sowohl als auch der Beamte an der Richtigkeit des Namens zweifelten, so wollte der Schußmann den Schlüter zur Wache fistiren. Hieran wurde er jedoch durch den im Lokal anwesenden du Crozet gehindert, welcher den Arrestanten an den Arm faßte und ihn wegzuziehen suchte. Erst nachdem noch zwei Schußleute und ein Nachtwächter hinzugekommen waren; konnte du Crozet von seinem Vorhaben abgehalten werden; er wurde an den Händen gebunden und zur Wache gebracht, von wo aus er in die Untersuchungshaft wandern mußte. Da der Angeklagte sich auf der Wache zuerst den Namen Däumer beigelegt hatte, so wurde er auch des wegen unter Anklage gestellt. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts, wegen der versuchten Arrestanten- Befreiung zu 14 Tagen Gefängniß und wegen Führung eines falschen Namens zu 3 Tagen Haft. Ein Unglücksfall beim Aufbau eines Gerüstes zum Abpugen eines Neubaues in der alten Schönhauserstraße beschäf= tigte heute die erste Ferienstraftammer hiesigen Landgerichts I. Am 17. März ds. Js. war der Maurergeselle Friß August Krumholz mit der Aufstellung des Gerüftes von seinem Meister betraut worden. Die Rüftlöcher zur Aufnahme der Spießstangen waren bereits hergestellt und sollten dann dieselben aufgerichtet werden. Da an dieser Stelle der noch unregulirte Bürgersteig ca. 8 Zoll über dem Straßendamm lag, war das Aufrichten der Stangen erschwert. Nachdem der Angeklagte durch seine Arbeiter das Publikum vor dem Paffiren des Trottoirs gewarnt, wurde die Stange mit ihrem Stüßpunkt in den sehr hohen und mit start fließendem Wasser angefüllten Rinnstein gelegt und an einem Strick von der zweiten Etage des Hauses aus angezogen. An dem obern Ende war ein Arbeiter aufgestellt, und an dem Rinnstein hatten zwei Arbeiter die Balance zu bewahren. In dem Moment des Aufziehens des Ballens kam ein Omnibus herangefahren, der fich nicht aufhalten laffen wollte. Infolge dessen traten die beiden legten Arbeiter seitwärts und entzogen da durch der schweren Stange ihren Stüßpunkt. Da sie mittels des Strides nicht dirigirt werden konnte, fiel fie um und traf dabei die auf der Rinnsteinbrücke spielenden Knaben Otto und Karl Tachse. Der Erstere erlitt dadurch einen Bruch des rechten Schlüffelbeins, der Lettere eine minimale Gehirnentzündung. Bum Glück wurden beide Verlegte geheilt, ohne daß dauernde Nachtheile für ihre Gesundheit zu befürchten find. Die Anklage macht den Maurer Krumholz für den Unglücksfall verantwortlich, da er sich mit der mehrmaligen War nung des Bublikums begnügt und nicht einen Arbeiter zur ständigen Abhaltung desselben aufgestellt hat. Auch habe er zur Vorsicht den Rinnstein an der bewußten Stelle abdecken müssen. Der Staatsanwalt beantragt 250 M. ev. 25 Tage Gefängniß; der Gerichtshof nahm aber nur einen geringen Grad von Fahrlässigkeit an und verurtheilte den Angeklagten zu 50 M. ev. 5 Tagen Gefängniß. Die Verhandlungen über die in Folge des Strifes in der Frister u. Roßmannschen Nähmaschinenfabrik stattgehabten Reibungen zwischen Strifenden und Nichtstrikenden finder nunmehr in der Berufungsinstanz statt. Von den in der Straffache gegen den Metallarbeiter Wämpel u. Gen. vom hiesigen Schöffengericht verurtheilten fünf Angeklagten haben die Metallarbeiter Hugo Mämpel und der Metallarbeiter Paul Hecht gegen ihre Bestrafung wеyen gemeinschaftlicher Körperverlegung des Metallarbeiters Woischte und wegen Vergebens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu je drei Monaten Gefängniß, Berufung eingelegt. Betreffs dieser Angeklagten war vom Schöffengerichtangenommen worden, daß fie am Nach mittage des 23. April cr. die aus der Frister u. Roßmanschen Fabrit herausgekommenen Arbeiter überfallen, um ste durch Drohung mit Gewalt zur Niederlegung der Arbeit zu zwingen und den Woischte gemeinschaftlich, sowie mittelst eines Vom An gefährlichen Werkzeuges gemißhandelt haben. zwar von den vernommenen getlagten Hecht hatte Beugen Niemand gesehen, daß er bei den Mißhandlungen fich betheiligt hatte, der Gerichtshof schloß dies aber aus der Thatsache, daß er sich unter den Angreifenden befunden hat. Der Angeklagte Maempel versuchte in der Berufungsinstanz den Beweis zu führen, daß er sich zur Zeit der Schlägerei in einem Lotale befunden hat und erst nach Beendigung der selben auf die Straße gekommen sei. Die dafür benannten Beugen vermochten dies mit voller Sicherheit nicht zu bestäti gen, während die Belastungszeugen der Angeklagten mit Sicherheit als einen der Schläger refognoszirten. Der Ge richtshof erkannte daher betreffs des Angeklagten Maempel auf waren weiter feine Verlegungen fichtbar, als eine Kopfwunde; griffen und in haft genommen. Da der Angeklagte schon mehr Gegen Hecht hob der Gerichtshof das erste Urtheil auf, weil derartigen Erzeß nicht streng genug bemessen werden kann. eine Betheiligung an der Schlägerei nicht erwiesen sei, und verurtheilte ihn wegen Vergehens gegen die Gewerbeordnung zu einem Monat Gefängniß, welches er in der Betheiligung an dem Menschenauflauf, der gegen die Arbeitenden gerichtet war, erblickte. Wir geben diesen uns von einem Der Berliner Berichterstatter zugegangenen Bericht, heute ohne jeden Commentar, behalten uns aber vor, auf diese Angelegenheit in der nächsten Nummer unseres Blattes zurückzukommen.( D. R.) Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Zähnen bei jungen Walfischen, während die alten sogenannte i Barten befizen, nur aus dem Umstande, daß die heutigen Wale aus anderen mit Zähnen bewaffneten Arten abstammen, deren Zähne fich bei den Nachkommen wenigstens für die Jugendzeit noch erhalten haben. Aehnliche Beispiele, welche die Richtigkeit der Theorie zu beweisen im Stande find, führte der Redner noch in Menge an. tion an, in welcher fie fich mit den Ausführungen beider Re ferenten einverstanden und als entschiedener Gegner der Schundproduktion erklärte und beschloß, um eine gründliche Verbesserung der materiellen Lage herbeizuführen, fich ein müthig dem Unterstüßungsverein der Buchbinder anzuschließen." t. Verbot. Die für gestern Abend anberaumte öffentliche Mitglieder- Versammlung des Bezirksvereins des werkthätigen Volles des 29., 30. und 31. Kommunal- Wahlbezirks, in welcher Herr Schriftsteller Schwennhagen einen Vortrag über Das Recht auf Arbeit" und ,, Kolonisation", halten sollte, ist auf Grund des Sozialistengefeges verboten worden. Der Verein hat in Folge dieses Verbots zum Mittwoch, den 10. d. M. eine neue Ver sammlung anberaumt. Dieselbe findet Grenadierstraße 39 bei Harendt statt. Der Fachverein der Dachdecker Berlins hielt am Donnerstag die erste sehr zahlreich besuchte- Versammlung in seinem neuen Lokale Alexanderstraße 31 ab. Vor Eintritt Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorfißende Herr Matz dem Kollegen Friz Hartegen, der am 27. August, in seinem Berufe beschäftigt, vom Dache eines vierstöckigen Hauses( Grüner Weg 2) herabgestürzt und am 2. Tage darauf an den schweren Verlegungen gestorben ist, einen tief empfundenen Nachruf, in welchem er dem Dahingeschiedenen als der Besten Einen", als ein Vorbild für alle Kollegen im Kampfe für die gemeinsamen Interessen feierte. Die Versammelten ehrten das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Sißen. Darauf hielt Herr Mas über die Rechte und die Pflichten der Mitglieder des Fachvereins" einen Vortrag, in welchem er den Fachverein als das einzige Mittel bezeichnete, den infolge der Auflösung der alten Geselleninnungen verloren gegangenen Zusammenhalt unter den Gefellen in einer dem Geiste der Zeit angemessenen Form wieder herzustellen und dadurch die Gesellenschaft in den Stand zu seßen, dem durch die Konkurrenz, welche die Meister sich machen, bewirkten Sinken der Löhne mit Erfolg entgegen zu wirken. Wer diese hohe Bedeutung eines Fachvereins erlenne, müsse sich gedrungen fühlen, die ihm als Mitglied eines solchen Vereins obliegenden Pflichten ftets freudig zu erfüllen. In der an den Vortrag sich anschließenden Diskussion gab das harte Urtheil, welches ein Redner über einen Kollegen fällte, weil derselbe am Sonntage gearbeitet hatte, dem Vorfizenden und mehreren anderen Rednern Veranlassung zu der Bemerkung, daß der Verein feine Biele nur allmählich werde erreichen können. Weiter wurde beschloffen, daß Sonnabend, den 20. d. Mts. in dem neuen Lokale ein Sommernachtsball stattfinden soll. Zum Besten der Hinterbliebenen des verunglückten Kollegen H. wurde eine Kollekte veranstaltet. Eine Mitglieder- Versammlung des Arbeiter- BezirksVereins des Laufiger Plages fand am Mittwoch, den 3. September, Manteuffelstraße 9, statt, in welcher Herr Dr. 3aded einen Vortrag über Darwinismus hielt. Der Redner führte etwa Folgendes aus. Unter Darwinismus versteht man die von dem jüngst verstorbenen englischen Forscher Darwin aufgestellte Theorie, wonach die gesammte Pflanzen- und Thier welt aus einer oder wenigen Urformen heraus sich entwidelt hat und zwar in Folge geschlechtlicher Buch vahl( Selektionsoder Sexual Theorie). Bei der Auswahl der Individuen zur Begattung haben sowohl in der thierischen als pflanzlichen Lebewelt diejenigen die meiste Aussicht, ihre Eigenart fortzupflanzen, die mit irgend welchen für die weitere Existenz vortheilhaften Abänderungen versehen find. Alle übrigen Formen, namentlich die zwischen den abgeänderten und den ursprünglichen Wesen in der Mitte stehenden, find dem Aussterben in früherer oder späterer Zeit verfallen. Solche Abänderungen der Organismen erfolgen durch die überall und zu jeder Beit in der Organismenwelt, allerdings zunächst in fast unmerklicher Weise thätige Anpassung des Organismus an gegebene klimatische oder Nahrungsverhältnisse und schließliche Vererbung der so gewonnenen Abänderungen auf die Nachtommen. Die Erscheinungen der Anpassung und Vererbung werden aber ihrerseits wieder ermöglicht und befördert durch den überall in der organischen Lebewelt nachweisbaren Kampf um das Dasein. Alle Individuen unter den Pflanzen wie unter den Thieren ringen mit einander um die Existenz, d. h. um die Erhaltung, Fortpflanzung und möglichst weite Verbreitung ihrer Art. Während dieses Kampfes erleiden einzelne Individuen Abänderungen; fie find Folgen chemisch- physikalischer Prozesse und stellen fich als Anpassungen des Körpers an verän derte Klima- oder Nahrungsverhältnisse dar. Die Natur verwirft diese Abänderungen wieder innerhalb der Nachkommenschaft in zahlloser Menge; nur diejenigen, welche fich als vortheilhaft für die Weiterentwickelung erweisen, bleiben erhalten, häufen oder stärken fich in den Nachkommen und bilden fich schließlich zu fonftanten Charaktern aus. Auf diese Weise entsteht eine ganze Reihe von Lebewesen, welche von einander nur um Weniges verschieden find, und während die Mittelformen, weil unter ihnen der Kampf um die Existenz in Folge ihrer größe ren Aehnlichkeit am heftigsten wüthet, aussterben, stehen fich die überlebenden Endglieder der ganzen Entwickelungsreihe nunmehr als Formen mit bedeutend größerem Unterschiede gegenüber. Dentt man sich diese Erscheinungen nun durch lange Beiträume wirksam, so begreift man, wie aus ursprünglich fast unmerklich abgeänderten Pflanzen oder Thieren, sogenannten Varietäten, schließlich von den früheren Wesen im Charakter abweichende Formen, d. h. neue Arten entstehen können. So ist die ganze Welt der Pflanzen und Thiere, einschließlich der ausgestorbenen Arten, entstanden, und zwar in letter Linie aus einfachen Zellen, die noch heute als sogenannte Elementarorgane den Körper der Pflanze oder des Thieres zusammenseßen. -An der Hand der Erfahrung kann die Richtigkeit dieser Theorie freilich nicht bewiesen werden, weil die Resultate der Anpassung und Vererbung erst nach Ablauf ungeheurer Beiträume für die Beobachtung zugänglich find, aber geprüft lann fie werden und gestügt wird sie durch die zahllos aufgefunde nen ausgestorbenen Arten, welche die heut noch existirenden oft so sehr verschiedenen Arten in ihrem Charakter mit einander verbinden. Auch die Forschungen auf dem Gebiet der Geologie, der Anatomie und Entwicklungsgeschichte zeugen für den Darwinismus. So erklärt sich z. B. das Vorkommen von Theater. Sonnabend, den 5. September. Opernhaus: Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus: Die zärtlichen Verwandten. Deutsches Theater: Die Räuber. Wallner- Theater: Hotel Blancmignon. Victoria- Theater: Maria Stuart. Bellealliance- Theater: Buchholzens. Walhalla Operetten Theater: Nanon. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Der Marquis von Rivolt. Oftend- Theater: Zur Berichtigung theilen wir mit, daß das heute( Sonn abend) in Keller's Hoffäger stattfindende Fest für Buch binder und verwandte Berufsgenossen nicht vom Verein Ber liner Buchbinder ausgeht. Tischler- Verein. Kommandantenstraße 77-79, Abends 8% Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Pick über Vivisektion. Eine große öffentliche Versammlung der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen findet am Sonntag, den 14. September 1884, Vormittags 10 Uhr, in der Berliner Flora statt. Die Tagesordnung wird später in dieser Zeitung bekannt gemacht werden. Alle Vertrauensmänner werden er sucht, recht eifrig schon jetzt dafür zu agitiren, daß diese Ver fammlung, welche etwas sehr Nothwendiges zu beschließen hat, recht zahlreich besucht wird. Eine öffentliche Versammlung der Maler Berlins findet am Sonntag den 7. d. Mts., Vormittags 10%, Uhr, bei Mundt, Röpniderstr. 100, statt. T.- D.: 1) Welchen Nugen bringt der Verband der Malergehilfen Deutschlands. 2) Bericht der Kommission über ihre bisherige Thätigkeit. 3) Verschiedenes. Die Kommission der Drechsler und verw. Berufsgenossen( J. A.: Jul. Müller) beruft zu Sonntag, den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, in das Königstädtische Kafino, Holzmarktstraße 72, eine große öffentliche Versammlung der Drechsler und verw. Berufsgenossen ein, mit folgender Tages Ordnung: 1. Näheres über unsere freie Hülfskaffe. 2. Ber schiedenes. Auf zahlreichstes Erscheinen wird gerechnet. Der Verein zur Wahrung der materiellen Intereffen der Drechsler und Berufsgenossen tagt am Montag den 8. September, Abds. 8 Uhr, bei Teichert, Neue GrünStraße 32. Tagesordnung: 1) Vortrag, Referent: Herr Mitan. 2) Verschiedenes.- Mitglieder und Freunde des Vereins werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Am Sonnabend den 13. September findet zum Besten der Reise- Unterstügungskaffe ein geselliges Vergnügen mit reichhaltigem Programm statt. Billets infl. Tanz für Herren à 50 Pf., für Damen a 20 Pf. bei den Mitgliedern G. Kühn, Jüdenstr. 14, II.; W. Prause, Adalbertstr. 20, IV.; C. Hartmann, Reichen bergerstr. 10, Hof II.; R. Sündermann, Gitschinerstr. 61, I. und in der Versammlung. t Eine öffentliche Versammlung der Lederarbeiter unter spezieller Berücksichtigung und Hinzuziehung der Hausarbeiter fand am Donnerstag Abend im Louisenstädtischen Concerthause statt. Herr Michelsen hielt einen allgemeinen Vortrag über die Art und Weise, wie eine materielle Besserung der Lage zu erstreben und zu erreichen sei, er wies als einzigen Weg, auf dem etwas zu erreichen sei, auf eine feste Dr ganisation und plaidirte für Anschluß an den Unterstüßungsverein der Buchbinder. Die verschiedenen Branchen im Buchbindergewerbe dürften sich nicht als getrennte Kasten absondern bindergewerbe dürften sich nicht als getrennte Kasten absondern sondern einer für den andern einzutreten bereit sein, und Alle ein harmonisches Ganzes bilden. Herr Unge, welcher über den zweiten Punkt der Tagesordnung: Wie stellen sich die Hausarbeiter zu unserer Lohnbewegung?" referirte, bezeichnete die Hausarbeiter in Uebereinstimmung mit Herrn Freudenreich, als den größten Schaden für das Gewerbe, als den Giftbaum für die Bewegung. Die Hausarbeiter lernen sich Mädchen und Knaben zu mechanischer Arbeit an und machen dadurch den Fabrikarbeitern unlautere Konkurrenz, fie möchten fie möchten wohl die Früchte der Bewegung genießen, sich aber nicht So lange dies nicht geschehe, an derselben betheiligen. fönne nichts Dauerndes geschaffen werden. Nur durch Drganisation sei etwas zu erreichen und könne man mit der Forderung eines Minimallohnes von 18 M. pr. Woche her vortreten, während der Durchschnittsverdienst jetzt im günstigsten Falle 15 M. betrage. Herr Detinger maß alle Schuld an der gewerblichen Misère der Gewerbefreiheit bei und ver sprach fich Schuß hiergegen durch eine auf freiheitlichen Brinzipien beruhend, nur aus Fachleuten bestehende Innung oder einem sonstigen Verbande. Eine Drganisation vermöchte Nichts zu schaffen, da die Hälfte der Kollegen derselben fern stehen würden, indem sie übe.haupt gar nicht wissen, was Organisa tion ist. Dies veranlaßte die Herren Michelsen und Jahn, fich gegen Innungen auszusprechen und auf die Drganisation des Unterstügungsvereins hinzuweisen, welche schon Bedeutendes geleiftet habe. Die Versammlung nahm schließlich eine Resolu Sonnabend: Gastspiel d. Frl. M. Buchwald und des Herrn J. Ascher. Die Schnattergans. Im Garten Concert und Illumination. Residenz- Theater: Sonnabend: 3. 8. Mal: Ein Standal. Schauspiel in 4 Att. v. D. Benzon. Hierauf: 3. 8. Mal: Die Welt, in der man fich nicht langweilt. Lustspiel in 1 Att von E. Bailleron. Buisenstädtisches Theater: Sonnabend: 128. Opern- Vorstellung. Benefiz für Frl. Dora Blant. Die Hugenotten. Oper in 4 Atten von Meyerbeer. Central- Theater: Sonnabend: 3. 37. Mal: Jäger- Liebchen. 11 Bei meiner Abreise sage noch allen Metallarbeitern und Freunden ein herzliches Lebewohl! Berlin, den 5. September 1884. H. Ohlerich, Klempner. Arbeitsmarkt. Grosse Versammlung Eine Versammlung der Tischler findet am Sonntag Vormittag 10 Uhr in Mohrmann's Salon, Große Frankfurter straße 117, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Die Ein führung der Minimaltarife für unsere Lohn- und Arbeits verhältnisse. 2. Festsetzung der Tarife für Küchenmöbel. Die Küchenmöbeltischler sind besonders eingeladen. des Fachvereins der Posamentiere u. Seidenknopfmacher am Montag, den 8. d. M., Abends 8 Uhr, im Königstädtischen Kafino, Holzmarfstr. 72. 2.- D.: Zweck und Ziele der Fachvereine. Referent: Herr Stadtv- Fris Sördi. Sämmtliche Kollegen und Berufsgenossen haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht[ 705] Der Vorstand. Arbeiterinnen auf gute Dowlasherrenhemden finden Be [ 700] schäftigung bei H. Rautenberg, Alexanderstr. 63. W. Milchels, Mariannenstraße 4, im Keller, empfiehlt sein 2 neu eröffnetes Geschäft mit Obst, Gemüse, Milch, Badwaaren, e alle Sorten Biere, sowie sämmtliche Artifel zur Wäsche.[ 702 > 1 Metallarbeiter Berfins. Große Communal- Wählerversammlung des 15. und 20. Kommunal- Wahlbezirks am Montag, den 8. September cr., in der Urania", Wrangelstraße 7-9. Tages Ordnung: Briefkasten der Redaktion. R. W., Prenzlauerstr. Ein ausgearbeitetes und geneh migtes Statut für Ortskaffen steht uns nicht zur Verfügung, nur solche für freie Hilfskaffen. S. Mitr. 34. Natürlich, weshalb nicht? In betreff des Artikels werden wir sehen, was sich machen läßt, senden Sie uns doch einmal eine Nummer der betreffenden Beitung ein, uns war dieselbe bisher vollständig unbekannt. 1. Berichterstattung des Stadto. Herrn Franz Tuzauer, über seine bisherige Thätigkeit in der Stadtverordneten- Verſammlung. [ 703 Der Vertreter des 20. Bezirks Herr Hoffmann ist zu dieser Versammlung eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht [ 703 Der Einberufer. Große öffentliche Generalversammlung sämmtlicher Metallarbeiter Berlins als: Klempner, Gürtler, Drücker, Schnittarbeiter u. s. m. Montag, den 8. September cr., Abends 8 Uhr, im Lotale Sanssousci", Kottbuserstr. 4a. T.- D.: 1. Rech nungslegung der Kommiffion. 2. Welche Krantenunterstügungstaffe ist die günstigste für die Metallarbeiter. Referent: Herr Julius Müller. 3. Verschiedenes. [ 704 Die Kommission: J. V. Nezbandt. Fachverein der Tischler. 692 Quittung. Für den Tischler Schmiedeberg find ferner eingegangen vom Fachverein der Rohrleger 12 M. Sonnabend, den 6. September, Abends 81, Uhr, Neue Grünstraße Nr. 28: Versammlung. L.- D.: Vortrag des Beichenlehrers Herrn E. Krause über: Die Projektionslehre, wie sie gelehrt werden sollte und wie fie vielfach gelehrt wird. Am Sonnabend, den 20. September veranstaltet der Verein in der Berliner Flora" einen Vereins- Ball Der Vorstand. 1 Versammlung Heute, Sonnabend, den 6. September d. J. findet in Keller's Hoffäger, Hasenhaide Bergmannstr.- Ecke Großes Sommernachtsfeft frei Rum B folgen daß glaub fängn buma Der e tomm Furch gar S Des G oft, i Eigen fein S thn r Brag in vie feinen ber fi Men aud burch Beam ber 9 Bürg Leiblic Gefal daß geben verbunden mit Konzert und Ball für Buchbinder und verwandten Berufsgenossen statt. Anfang: Nachmittags 5 Uhr. Da der Ertrag für einen wohlthätigen Zweck be stimmt ist, so wird um ein zahlreiches Erscheinen ersucht. Billets mit Programm à 25 Bfg. find bei A. Brandt, Dresdenerstr. 26 IV, F. Suter, Wallner- Theaterstr. 1 und in ben mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. der Mitglieder der Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und verwandten Berufsgenossen ( Berlin E. H.) am Sonntag, den 7. September d. I., Vormittags 10 Uhr, im ,, Wedding- Part," Müllerstraße 178. Wichtige Tages- Ordnung. Die statistischen Wahltafeln [ 706 Deutscher Handwerker- u. Arbeiter Notizkalender [ 688 ist erschienen und in der Expedition des„ Berl. Volksblatt", Bimmerftr. 44, vorräthig. Preis 50 Pf. find soeben erschienen und in der Expedition des Berliner Boltsblatt", Bimmerftr. 44, zu haben. Die Nr. 8 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob ift erschienen und in der Erped. d.„ Berl. Vollsbl." zu haben. Abg. v. Kammg., Tibet, Tricot, Tuch u. Wolle tauft und holt ab F. Quedeno, Wienerstr. Nr. 40. [ 291 Drucksachen = aller aller Art,= namentlich Circulaire, Rechnungs- und Quittungsformulare, Adreßkarten, Prospecte, PreisCourante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, fämmtliche Formulare für Krankenkaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Ragbr 43 Boch bleibe To ich regun nehme febr I Jurüc ber Daß nächſt Finden fabru benad fabide Freun bem i ich be Schu bas g merde Burlid niede gebur aberg nach ihm tauid Abre Lafer