Re der iche einen." liche igen cher Das cund Folge Ver bei onns nder er= ends nder den Tiner tung 1 ets Ver hat, lins Uhr, Ichen ands. gkeit. ufsden fino, der ages Ver nterontag Brün Citan. reins bend Ings Famm amen II.; ichen61, I. intag urter Ein beits Die eneh gung, des Sie ein, r ein xe rund ittags ď be not, und in [ 706 terblatt", Sacob haben. Nr. 133. Sonntag, 7. September 1884. I. Jabrg. 120 Berliner Volksblatt die Interessen der Arbeiter. für die Drgan für Das ,, Berliner Bollsblatt fent täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Nummern 5 Bf. Postabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jusertionsgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Betitzeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Bur Frage der entlassenen Sträflinge. folgenden Aufruf erlassen: Der Direktor der Strafanstalt in Lichtenburg hat ,, Bitte um Arbeit!" Tag um Tag erlangen Gefangene der hiesigen Strafanstalt die Freiheit wieder im Jahre 400 Mann und darüber! Nicht alle sind Gewohnheits- Berbrecher. Mancher geschickte Handwerker, mancher anftellige Arbeiter sucht wieder Beschäftigung, und Arbeit; fofortige Arbeit ist ein sich eres Rettungsseil für unsere Entlassenen. Eingebent auch der Noth ihrer Familien, bitten wir daber Fabrikanten, Kaufleute, Gewerbetreibende und Landwirthe um Angebote jedweder Art und Bezahlung. Nur die besten Leute werden wir auswählen und zur Beschäftigung vorschlagen. Wir bitten indeß auch diese Arbeitgeber, den Entlassenen dann mit Ernst, aber auch mit Liebe zu begegnen." Dieser Aufruf ist gewiß recht brav und gut gemeint; daß derselbe aber sonderlichen Erfolg haben wird, das glauben wir nicht. aber die besser fituirten Staatsbürger, die Arbeitgeber, urtheilen in der Regel ganz anders. Für diese Herren ist der verurtheilte" Mensch mit allen seinen Eigenschaften ganz in der einen That, in dem Vergehen, in dem Verbrechen, aufgegangen. Räuber" ,, Er hat das gethan! Er ist ein Dieb, er ist ein Räuber" und das ist entscheidend; weiter ist er in den Augen solcher Menschenfreunde" nichts. Ob er bei all welcher der Gesellschaft noch viele gute Dienste leisten, welcher dem auch ein besserungsfähiger, ein reuiger Mensch ist, noch edle reine Menschenfreude genießen und erwecken kann, darum fümmert man sich in seiner aufgebügelten Zahlungsfähigkeits- Moral wenig oder gar nicht. Die eine That hat ihn, den Menschen, ausgestoßen aus der menschlichen Gesellschaft, trotzdem nach dem Gesetze die That vollständig durch die Strafe verbüßt worden, der nach vollendeter Strafe nach gesetzlicher Auffassung gar nicht Verbrecher vollständig entsühnt ist. Der Verbrecher ist mehr vorhanden; der Mensch allein steht als solcher da. nach vollendeter Strafe nach gefeßlicher Auffassung gar nicht So faßt das bürgerliche Recht die Sache auf; nicht aber thut das die Gesellschaft. Für diese bleibt der Verbrecher in alle Ewigkeit ein Verbrecher; sie fennt feine Sühne, fie fennt keine Gnade sie hält sich, ein vielföpfiger Shylock, ja selbst für keines Verbrechens schuldig, für feiner Gnade bedürftig!! Das verhält sich nun einfach deshalb so, weil die heuAber nicht in Arbeitshäusern, die vielfach schlimmer find, als die gewöhnlichen Gefängnisse, sollen die Entlasse= nen untergebracht werden, und ebenso wenig in pietistischen Arbeiterkolonieen; sie sollen, soviel wie irgend möglich unter Berücksichtigung ihrer individuellen Anlagen und Neigungen, bei Kulturarbeiten, beim Kanalbau, bei Waldkulturen und Bodenmeliorationen, überhaupt bei der Koloni fation im Innern", und wo möglich derart beschäf= tigt werden, daß fie später selbst als Bächter des geschaffe= nen Kulturlandes ein gesundes Dasein führen können, bis eine gründliche Sozialreform auch diesen, einstweilen noch vielfach brauchbaren Nothbehelf von der Tagesordnung absetzt. Hoffentlich verfällt man nicht auf die traurige Jdee, die entlassenen Gefangenen, sowie die hilfsbedürftigen Bagabun= den, als„ Kulturdünger" in die Kolonieen zu schicken, mit denen wir plöglich im tropischen Afrika beschenkt werden! Möge man doch lieber des Göthe'schen Wortes eingebenk sein: Warum in die Ferne schweifen, Sieh' das Gute liegt so nah'! Politische Uebersicht. Aus Hamburg schreibt man: Eine Deutsch- Afri worden, deren Zweck die Erweiterung der Handelsverbindungen tanische Handelsgesellschaft ist hierselbst errichtet In Beurtheilung der Gefangenen ist nämlich der Gefängnißbeamte, der höhere und der niedere, gewöhnlich viel humaner, als der Laie. Wohl ist manchmal die Behandlung der einzelnen Gefangenen eine harte, wohl kann es vortommen, daß ein Gefängnißbeamter vor einem Gefangenen tige Gesellschaft einen fortwährenden Kampf ihrer Mitglieder zwischen Deutschland und Westafrika und zu diesem Behufe bes Gefangenen allzusehr in's Auge fallen; aber ebenso ber Haß empfindet, wenn ihm die schlechten Eigenschaften oft, ja viel häufiger erkennt der Beamte die vielen guten fein Benehmen danach ein; Bedauern, Mitleiden erfüllen Eigenschaften, welche die Gefangenen befißen, und er richtet thn nicht selten und tragen ihre guten Früchte in der Bragis. Für den Gefängnißbeamten, wie er glücklicher Weise gegen einander darstellt. Dieser Kampf wird mit allen Mitteln geführt, welche nur einigermaßen Erfolg versprechen. Giner sucht den Anderen zu unterdrücken und erspäht die Augenblids auch immer rechtzeitig entbedt wird, daß jemand, die Gründung von Niederlassungen an der westafrikanischen Küste bildet. Die Leitung der Geschäfte in Afrika hat ein junger deutscher Kaufmann übernommen, dem eine mehrjährige Was prafttische er mag 20 Jahre lang ein unbescholtenes Leben geführt haben, früher einmal im Gefängnisse saß. Jeder Mitmensch ist ja ein Konkurrent; jeder Schimpf eines Mitmenschen Vortheil im Konkurrenzkampfe. Dieser Konkurrenzkampf selbst ist etwas Gutes, mithin gilt auch Alles für gut, was in vielen Fällen ist, bleibt der verurtheilte Gefangene mit seinen guten und bösen Eigenschaften eben ein Mensch, dieser Kampf mit sich bringt. Menschen in dem Gefangenen immer wieder und achtet Lichtenburg wenig oder gar nichts fruchten auch in demselben den Menschen. Daß die Gefangenen Gesellschaft erfüllt eben diese Bitte nicht. burchweg mit ihrer Nummer gerufen werden von den Beamten, ist rein äußerlich die Nummer ist eben der Name, der den betreffenden Menschen bezeichnet. So wird also die Bitte des braven Anstaltsdirektors zu -die jetzige Deshalb muß der Staat eintreten; er, der die Gesellschaft vor den Verbrechern schützt, soll nach der Sühne auch die früheren Verbrecher vor der Geselldamit das Verbrecherthum nicht überhand nehme. Ganz anders ist das Verhältniß des gewöhnlichen schaft schüßen und zwar in seinem eigenen Interesse, Bürgers zu dem Gefangenen. Die armen und auch die leiblich gestellten Arbeiter sind meist von Mitgefühl für die wird der Import und Export für die Geſellſchaft tommiſtons weise von einer bestrenommirten, sehr thätigen Firma besorgt werden. Das Gesellschaftkapital ist vorläufig auf 500,000 t. in 20 Kommanditantheilscheinen à 25,000 M. festgesezt und bereits vollständig übernommen. Also das Gründen ist das Mittel, womit man den schwarzen Kontinent der Kultur zuführen will?!- Niederlaffungen sollen gegründet werden, für Wen? Die Schwarzen haben ihre Niederlaffungen und die weißen, deutschen Arbeiter, werden sich bestens für die Moräste und Sandwüsten bedanken. Wollen die Herren Niederlassungen gründen, so mögen fie sich selbst dort niederlassen und auch selbst für sich arbeiten. Ueber die Stationirung deutscher Kriegsschiffe vor West- Afrika erfährt man, daß außer der Corvette Bismard" dorthin später noch die Corvetten, Sophie" und„ Dlga" folgen sollen. Diese beiden legteren Schiffe sollen bekanntlich vorläu fig mit der Undine" nach dem Mittelmeere gehen. Uns scheint, als ob die neu erworbenen Rüstenstriche dem Vaterland, das tosten Gefallenen und Verurtheilten durchdrungen; sie begreifen, Entlassenen zu schaffen, da sie die Gesellschaft nicht schaffen werden. Und wer profitirt von dem dortigen Tauschhandel? baß mehr die allgemeinen Zustände Schuld an den Ver- will, oder, was im Grunde auf dasselbe hinauskommt, nicht gehen und Verbrechen haben, als das einzelne Individuum; schaffen kann. Radbrud verboten.] 431 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Es war halb eins, als fie St. Kleoyas erreichten, und die Sochzeitsgesellschaft hatte sich bereits entfernt. bleiben, Hochwürden," sagte der Küster, und die Braut, die Der junge Herr war ganz verzweifelt über Ihr Ausso schön war, wie ein Gemälde, war todtenbleich vor Aufregung, und die Mutter der jungen Dame, eine sehr feine, vor nebme Frau, weinte in ihrer Betrübniß. Sie haben mir Alle fehr leid gethan. Der junge Mann hat diesen Brief für Sie zurückgelaffen, Hochwürden. der Stadt und fragte bei Rupert's Wirthin nach ihrem jungen Miether. ,, Der junge Herr hat seine Wohnung bei mir aufgegeben, was ich recht sehr bedaure, denn er ist ein sehr feiner, vornehmer junger Mann, aber er verheirathet fich. Augenblicklich ist er in Bird- Kagestreet No. 11. Dort wohnt nämlich seine Braut. Die jungen Leutchen sollten schon heute früh getraut werden, aber der Pfarrer hat sich verspätet, und so ist die Hochzeit auf morgen verschoben." Hier hatte Wriglen genug erfahren. Er schlenderte nun nach Bird- Kagestreet No. 11, und erkundigte sich dort im Bäckerladen, ob im Hause eine Wohnung zu vermiethen wäre, taufte einige Kuchen, und setzte sich nieder, um fte zu vers Speisen. Ja, übermorgen werden uns zwei Bimmer frei," sagte die Bädersfrau, und erzählte von der gestörten Trauung und von dem betrübten Brautpaar, das jetzt in der kleinen Vorderder Pfarrer, Ruperis Billet öffnend, welcher ihm anzeigte, Daß er mit seiner Braut und seiner Schwiegermutter am nächsten Morgen um zehn Uhr wieder in St. Kleoyas eins finden werde, und ihn bat, wenn Etwas ihn an der Ausführung der Trauung hindern sollte, ihn rechtzeitig davon zu benachrichtigen und ihm die Mittheilung nach Hareſtreet zu Auch ich bedaure den Vorfall von Herzen," entgegnete wohnung im ersten Stock beisammen war. Ichiden. Die Koffer und Kisten waren schon alle gepackt und geschnürt, und die Mutter der schönen jungen Braut hatte schon alle Rechnungen bezahlt und die Kinder und Dienstboten im Hause festlich bewirthet. Es find prächtige, liebe Leute und ich werde schwerlich wieder so angenehme Miether finden." Es war fünf Uhr. Wrigley empfahl sich und schickte eine Botschaft an Petigrem, der in einer nahen Schenke wartete. Nachdem er sich versichert hatte, daß Rupert noch bei seiner Braut war, bestellte er fich in einem fleinen Speisehause, von dem er die Tragen Sie diesen Bettel schnell nach Barestreet, lieber Freund," befahl der Pfarrer dem Küster. Ich habe darin ich bestimmt hier sein, denn ich werde drei meiner Leute als Schugwehr mit mir nehmen. Irgend ein tückischer Feind hat Wohnung der Gräfin im Auge behalten fonnte, ein Abend= bas gethan, und es soll schleunigst bei der Polizei gemeldet werden. Als es dunkel wurde, ging er an den Häusern entlang Der Pfarrer begab sich auf einem andern Wege nach Hause auf und ab, bis gegen zehn Uhr seine Geduld dadurch belohnt wurde, daß er Rupert kommen und den Weg nach Harestreet zurück und fand dort einen seiner Diener, das Pferd auf und niederführend, das dieser erst vor einer Weile an einen Baum einschlagen sah. gebunden, entdeckt hatte. Seit ihrer Rückkehr aus der Kirche war der Tag für die Gräfin, für Francesca und Rupert ein sehr unbehaglicher gewesen. Alle Anordnungen und Einrichtungen waren ge troffen worden, unmittelbar nach der Trauung nach Hareftreet zu übersiedeln. Um fünf Uhr war das Mittagessen dorthin bestellt worden, und das neue Dienstmädchen um vier. bergelommen und hatte sie offen und leer gefunden. Um zwei Ubr war Wrigley an der steinernden Hütte vor nach der Kirche und seine Freundin, die Küstersfrau erzählte Einige Verwünschungen gegen Tony ausstoßend, eilte er ihm von der Verspätung des Pfarrers und von der Ent täuschung des jungen Paares. Sie gab Wrigley auch die Adrese Rupert's, welche dieser für den Geistlichen zurüdge Alles fast leer, denn Mit dieser Auskunft versehen, begab fich Wrigley nach laffen hatte. In der Wohnung der Gräfin, wie in der Rupert's, war denn die meisten ihrer Habseligkeiten, welche den Zimmern erst etwas trauliches verliehen hatten, waren schon nach Hackney geschafft, und der Rest derselben Die Zwiftigkeiten unter den Zünftlern find jest sos weit gediehen, daß der Landtagsabgeordnete Schornsteinfegerstand verpackt am Boden, um am Abend von einem Rollfutscher abgeholt zu werden. Es sah Alles so trostlos und öde um sie her aus, die Welt, die ihnen vor Kurzem noch so verheißungsvoll gelächelt, erschien ihnen jest wie in einen Trauerflor gehüllt. Die Gräfin fühlte fich von Ahnungen hereinbrechenden Mißgeschicks niedergedrückt, mit welchem sie als einen thörichten Aberglauben kämpfte. Francesta war so bestürzt, daß sie nur mühsam die hervor brechenden Thränen zurückdrängte. Als fie den Heimweg nach der Stadt antraten, schlug Rupert vor, sogleich noch Hackney aufzubrechen, wo Alles zu ihrem Empfange bereit war, und dort den Haushalt sogleich zu eröffnen, aber die Gräfin mißbilligte diesen Plan. Das Haus in Hackney gehörte Rupert, und die Gräfin und ihre Tochter konnten in demselben nicht Wohnung nehmen, bis die Trauung vollzogen war. Sie mußten also noch in ihrem alten Quartier bleiben. Rupert begleitete die beiden Damen in ein Hotel, befahl ein Effen in einem Privatzimmer aufzutragen, eilte dann in bas Großhandlungshaus, in dem er angestellt war und bat den ersten Buchhalter, dem er den Vorfall in der Kirche er zählte, ihm seinen Urlaub um einen Tag zu verlängern. Nach dem Effen war er auf einen Augenblid zu seiner Wirthin nach Hareftreet gegangen, um ihr zu sagen, wohin ihm eine Botschaft des Pfarres nachgeschickt werden sollte, und folgte dann seiner Schwiegermutter und Francesca nach Bird Cagestreet Swischen fünf und sechs Uhr überbrachte der Küster das Briefchen des Pfarrers, deffen Mittheilung das höchste Erstaunen hervorrief. Die Gräfin gestand nun ihre Befürchtungen vor einer drohenden Gefahr zu. Auch mir ist es so," sagte Rupert ,,, und wir dürfen deshalb" unsere Sträfte nicht trennen. Sie, Mama, und Francesca tönnen nicht die ganze Nacht auffigen, aber ich werde mich bei Ihrer Wirthin erkundigen, ob sie mir nicht bis Morgen Früh ein Zimmer überlassen möchte, und ich bleibe dann hier." Der Gräfin Begriffe von Schicklichkeit lehnten sich gegen diesen vernünftigen Gedanken auf. Das gehe nicht, sie sei schon selbst im Stande, ihre Tochter zu beschützen, Harestreet sei nicht so weit entfernt, am nächsten Morgen um acht Uhr könne Rupert schon wieder bei ihnen sein, und dann wollten sie wiederum nach St. Kleoyas fahren. ( Fortsetzung folgt.) meister Megner in der Köln. Voltsztg." einen vom 23. Juli 1884 Frankfurt a. M." datirenden Revers veröffentlicht, in welchem fich Herr Faßhauer von Köln verpflichtet, seine Stel lung als Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hand werkerbundes niederzulegen, wenn er nicht binnen einer Frift von 14 Tagen gegen die öffentlich erhobene Beschuldigung einer Verbindung mit den Sozialdemokraten auf dem Wege der Beleidigungsflage vorgehe. Diese Klage ist bis jetzt nicht angestrengt worden. Der Herr Schornsteinfegermeister scheint Der Herr Schornsteinfegermeister scheint recht eigenthümliche Ansichten in Betreff von Beleidigungen zu haben; wir wissen nicht, ob der Herr Faßbauer in irgend einer Weise sozialdemokratische Ansichten oder Verbindungen hat, glauben es indeß nicht. Aber das wissen wir, daß Viele, sehr Viele es unter ihrer Würde halten, mit der Partei des Herrn Megner eine Verbindung einzugehen. Das neue Schulgeset ist in der belgischen Deputirten fammer ganz in der Form der Regierungsvorlage mit etlichen Verschlimmerungen durch die klerikale Mehrheit angenommen worden. Nur in einem Punkte wurde den von liberaler Seite gemachten Einwendungen Rechnung getragen: das Wartegeld der zu entlaffenden Schullehrer wurde erhöht und auf minde ftens 750 Frants festgesezt. Moral und Naturge schichte wurden aus der Reihe der obligatorischen Lehrfächer gestrichen, und die Bedingung, daß die an den anerkann ten Privatschulen anzustellenden Lehrer belgischer Nationalität sein müßten, welche ein liberales Amendement eingeschaltet wiffen wollte, wurde abgelehnt. Der Minister Jacobs meinte, um den Kindern Liebe zum Vaterlande beizubringen, brauche der Lehrer diesem nicht selbst anzugehören; die Regierung tönne auf die Unterstüßung der deutschen und fran zösischen Ordensbrüder nicht verzichten. Was brauchen die belgischen Kinder auch Moral und Naturgeschichte zu lernen! Das werden die Ordensbrüder schon besorgen. Vor allen Dingen gilt es für diese Dunkelmänner, den Kindern ein Brett vor den Kopf zu nageln. Im Wahlkreise Teltow- Beestow- Storfow- Charlotten burg, ist von Seiten der Deutsch- Freifinnigen, der Stadtrath" Wöllmer aus Charlottenburg als Kandidat in Aussicht genommen. Die Arbeiterpartei hat Herrn Krohme in diesem Wahlkreise aufgestellt. Wie die National- Beitung- schreibt, ist von Seiten ber Sozialdemokraten im Forst Sorauer Kreise, der Schneidermeister Schwager in Sorau als Kandidat aufgestellt worden. Daffelbe Blatt berichtet, daß in allen 23 Wahlkreisen des Königreich Sachsen, sozialdemokratische Kandidaten aufgestellt find. 14 wer in solchen Sachen unerfahren ist, der muß schließlich glau wer in solchen Sachen unerfahren ist, der muß schließlich glaus| Fonds zusammengebracht werden, um den Wahlkreisen bei den Stichwahlen, wo die lokalen Raffen oft schon recht schwach be ben, daß das ganze Volt deutsch- freifinnig" ist stellt find, unter die Arme zu greifen. Demnächst darüber Näheres. Nun wird wohl kein Deutsch- Freifinniger" in de nächsten Zeit in Berlin, mauern', mit wahre Todesverachtung werden die leichtsinnigsten Spiele entrirt werden, aber was schadet das der dice Rentier Müller, der sonst ein schiefes Geficht zog, wenn er 75 Pf. im Viertelpfennigstat verlor, e opfert jest faltlächelnd seine 5 Mart, daß es nur so raucht, thut das mit dem Gefühl, der ,, guten" Sache zu dienen, er verliert dieses Geld mit dem erhebenden Bewußtsein, eine heroische That begehen. Wie vorsichtig wurde nicht vor dem Wahlkampfe in Berlin Scat gespielt, mit der besten Karte in der Hand wurde bisweilen gepaßt", man ließ doch lieber seinen Mitspiele reinfallen und freute sich nachher diebisch, wenn man sein Bier herausgeschunden" hatte. Was wird der Alarmruf Eugen Richters für eine Revolution hervorrufen. Heute ist es Ehren sache, bis lange nach Mitternacht zu fizen und zu spielen; de furchtsame Spießbürger, der sonst Buntt halb elf schon läng in den Federn lag, der fist heute noch um 2 Uhr Nachts und macht seinen Stat, daß es eine Freude ist. Er hat jedenfall feine Gardinenpredigt zu erwarten, denn die forgiame Gattin weiß, daß es Pflicht jeden Ehemannes ist, Geld verlieren, fte liest es in ihrer Beitung und in der Zeit de Noth, da weiß auch ein ,, Bourgeoise" Opfer zu bringen. Eugen Richter und die Deutsch- Freifinnigen" brauchen Geld, fel die Statgroschen sind ihnen nicht heilig, also herbei,„ Deut Freifinnige, Ihr wißt Geld riecht nicht, wer feinen Stat spielen fann, der spielt eben etwas Anderes, wir empfehlen ein a Deres leichtes Spiel, der Name desselben ist eben einfach und schön: ,, Schafskopf". Nach einer Mittheilung des Reichsfreundes" stehen bis jest 116 freifinnige Kandidaturen, natürlich außer den Zähl landidaten, fest. Die Bahl wird in den nächsten Tagen erheb lich vermehrt werden. Zur Majorität gehören bekanntlich 199 Abgeordnete. Man darf hoffentlich noch über hundert Kandi daturen erwarten. Wir möchten den Herren doch rathen, nicht allzu große Rosinen im Sade zu haben. General Lord Wolseley, der auf seiner Reise nach Egypten gestern in Wien angekommen ist und heute diese Stadt wieder verlassen hat, gilt als der Vater des von der englischen Regierung angenommenen Planes, die Expedition den Nil herauf zum Entsaß der Garnison in Chartum, speziell Gordon's, auf starten, nicht zu großen Booten zu unternehmen. Der General hat seinen Stab aus Dffizieren, die ihm in den leckten Feldzügen näher getreten waren, bereits zusammengesezt; sobald die aus Indien und vom Lager von Aldershot kom mandirten Truppen eingetroffen sein werden, was voraufichtlich Mitte September der Fall ist, so werden auch zu derselben Zeit die Vorbereitungen zur Expedition soweit gefördert sein, daß Dieselbe unverzüglich in's Werk gesezt werden kann. 7000 bis 8000 Mann werden zur eigentlichen Nil- Expedition für er forderlich gehalten. Diese Mannschaften soller auf Booten, die gerudert und gezogen werden können, zum Segeln eingerichtet und auch nicht zu schwer find, streckenweise auf dem Üfer ge schleppt zu werden, transportirt werden. Wir befürchten, daß der fromme Gordon inzwischen zu einer Mumie zusammengeschrumpft ist. Vielleicht ist gerade dieses auch dem Wolseley angenehm, er fann die Mumie dann als Reliquie in irgend einer Kirche aufhängen, um der Nachwelt das Andenken an dem ,, Sklavenbefreier" zu errichten. Zu dem französisch- chinesischen Konflikt schreibt ,, Lis berté": Die Operationen gegen die Insel Formosa tönnten nicht vor Ende des Monats stattfinden, da Courbet die AnTunft der Truppen abwarten müsse. Das Geschwader Courbets werde jegt nach denjenigen Punkten dirigirt, wo chinesische Kriegsschiffe fich befinden, um die chinesische Flotte vollständig zu vernichten. Temps" zufolge hätte Campenon dem Matine minister die Generale Delebecque, Schmiz, Courcy und Lappy als Nachfolger Millots vorgeschlagen. " Politische Wochenplauderei. g. Unsere Jugend. Einen bedeutenden Auflauf ver fachte heute Mittag gegen 12 Uhr in der Sebaftianstraße eine Schlägerei zwischen Schülern, die ziemlich große Dimenfione annahm. Die ftreitenden Parteien waren Schüler der han delsschule in der Grünstraße und der 7. Gemeindeschule in de Stallschreiberstraße. Am vergangenen Sonnabend waren me rere Quartaner und Quintaner der Handelsschule, als sie u 12 Uhr Mittags zum Turnen gehen wollten, von Schülern de gedachten Gemeindeschule verhauen worden und fannen dahe auf Rache. Heute sollte denn nun die Revanche" verschafft Im Laufe der verflossenen Woche, find w.ederum Versammlungen aufgelöst resp. verboten worden. Ja, so etwas Anders liegen die passirt in der Intelligenzstadt Berlin. Dinge in Afrifa, in diesem Lande ist man uns doch weit vor, sogar unsere schwarzen Landsleute in Rammerun und Bimbia, fte find auf einer weit höheren Kulturstufe, ja fie find be reits soweit vorgeschritten, daß fie mit einem verächtlichen Lächeln auf uns, ihren weißen Mitbürgern herabblicken können. Froh und frei versammeln fie fich wo es ihnen beliebt, mitten im grünen Walde oder auf einer Wiese, gleichviel, Niemand hindert fte, kein Polizift überwacht fie und Keiner wagt es, die Versammlung aufzulösen. Sogar gegen die Einverleibung in das deutsche Reich haben fie protestirt und ihre King's dadurch beleidigt, daß sie denselben vorwarfen, fie seien von Deutschland bestochen worden. Und doch haben wir nicht gehört, daß auch nur Einer wegen Aeußerungen ins Gefängniß wandern mußte, oder daß man ihn gar aus Afrika ausgewiesen hätte. -Da tönnte man wirklich unsere schwarzen Mitbürger be neiden. In England hat es der Bremierminister Gladstone, der bekanntlich den Ausspruch gethan hat:„ Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Arbeiter" nöthig erachtet, in Arbeiterversammlungen zu sprechen. Wie immer, so wird auch diesmal der liberale" Minister es verstanden haben, fein Phrasengeklingel ertönen zu lassen und den Zuhörern derart um den Bart zu gehen, daß sie bei der näch für werden und viele Spielgenoffen waren gewonnen, um die Gemeindeschüler tüchtig heimzuführen. Aber es tam ander Troßdem die rachedürftige Schaar mit Reißschienen, Riemen und sogenannten ,, Knuten" bewaffnet waren, wurden fie dod zurüdgeschlagen und einer der Handelsschüler erhielt fo einen blutigen Hieb in's Geficht. Als ein Schußmann aus dem Revierbureau in der Alten Jakobstraße fich dem Kamp scheinlich wird die unterbrochene Fehde an einem anderen Tage ften Wahl natürlich nur liberal wählen. Doch zeigt das plag näherte, war feiner der Kämpfer mehr zu sehen. Wah Auftreten Gladstones in Arbeiterkreisen, daß die herrschenden Parteien ohne die Arbeiter und Handwerker nicht mehr fertig werden können. Sollten die englischen Arbeiter hieraus nicht die richtige Nuganwendung ziehen?- Aus Spanien auf Spaniens fortgesetzt werden. a. Vater und Sohn vermißt. Der vierzigjährige Barbi Dir in der Thärstraße entfernte fich am 4. d. M., Vorm kommt die Nachricht, daß Isabella wieder Luft hat, tags, in der Begleitung seines fünfjährigen Sohnes Wil Thron zu fizen, ob aber die Spanier die Dame mit der Tugendrose wieder haben wollen, das dürfte doch zum Mindesten sehr zweifelhaft sein. Rußland hat dem Wunsche" der Afghanen und benachaus seiner Wohnung und hat sich bis heute daselbst ni wieder eingefunden. Da Dir schon seit einiger Beit Spu von Geistesschwäche gezeigt hat, so vermuthet man, daß und seinem Kinde ein Unglück zugestoßen sei. Dir ift ein De barten Völker, annettiit zu werden, Rechnung getragen. Die großer schlanker Mann mit schwarzen Haaren und Bart; a Afghanen und Merw- Turkmenen sollen eine große Sehnsucht nach der russischen Knute gehabt haben und sollen fich deshalb freiwillig unter das russische Regime begeben haben so er zählen nämlich die ruffischen Beitungen. Wer's glaubt, der mag auch an den freifinnigen Blaine glauben, der augenblicklich als Präsidentschaftskandidat in den Vereinig ten Staaten Nordamerilas auftritt und sich mit Arbeiter freundlichkeit brüstet. war bekleidet mit schwarzem Anzug und grauer Müge mit ihm vermißte Knabe war mit schwarzer Jade, Schwa und weißgestreiften Hosen und weißen Strümpfen befleidet vor einiger Zeit aus der Frrenanstalt zu Dalldorf entwides a. Einer der sogenannten ,, wilden Männer", weld waren, der ehemalige Bereiter& afelof, ist vor einige Sonderbarer Weise striken in seinen Begleitung eines Bremer Polizeibeamten hierher transporti Tagen in Bremen ergriffen und gestern Vormittag in be Der Times" wird aus Fu- tschen gemeldet: In der Stadt und der Niederlaffung ist Alles ruhig. Der englische Vizekonsul kehrte unter chinesischer Bewachung nach der Pagode zurück. Der Konsul kommt bald zurück. Die Chinesen stellen die Forts wieder her. Die Ordnung wird nur durch Schiffe von der englichen und amerikanischen Flotte aufrechterhalten. - Die zum Einmarsche in Tonking bestimmte chinesische Armee ist 18000 Mann start und wird vom Vize- Könige von Quangft befehligt. Diese Armee führt nebst der chinesischen Fahne auch die annamitische Kriegsfahne mit sich, um den Annamiten anzuzeigen, daß fie auch für deren frühere Unabhängigkeit kämpfen wolle. Es lebe die Zivilisation und der Krieg. Im französischen Kriegsministerium scheint sich verschiedenen Pariser Korrespondenzen zufolge, ein Ereigniß ersten Ranges vorzubereiten: nämlich die Absendung einer Divifion von 10 000 Mann nach dem Osten, wozu die Marine 2500 Mann stellen, der Rest ,, aus der Linie" gezogen werden und von einem ergrauten General, der schon große Maffen bewegt hat, befehligt werden soll. Sobald China den Krieg erklärt, ist wieder start von einem Buge nach Peking die Rede, wobei die starken Befestigungen im Golf von Petscheli nmgangen werden würden, indem Courbet zunächst ins Delta des Jang- the- Kiang einlaufen, Thinkiang und Hangtschau am Kohlengruben die Arbeiter, weil dieser freifinnige Mann ihnen so wenig Lohn giebt, daß sie nicht im Stande find, ein menschliches Dasein zu fristen. Ja, was nicht heute alles mit Arbeiterfreundlichkeit prahlt! beiterfreundlichkeit prahlt! Um dem amerikanischen Publikum den Fluch, welchen die Importirung von Chinesen für Nordamerita im Gefolge hat, ad oculos zu demonstriren, hat ein Amerikaner den Entschluß gefaßt, einige aussäßige Söhne des himmlichen Reiches öffentlich in allen Städten zu zeigen. Doch mit großem Geschrei und mit heuchlerischer Entrüstung tritt die beffere Gesellschaft dem Unternehmen entgegen; man will in worden. Als der Zug am Abend in Spandau eintraf un I der Schaffner die Thür des Coupé's, in welchem S. fich un der Aufsicht des Beamten befand, mit dem Ruf: Spanda öffnete, sprang H. eilig aus dem Koupé auf den Babnper und flüchtete fich in die beim Bahnhof befindlichen Anlagen in welchen er in Folge der Dunkelheit fich bald den Blide des nachfolgenden Beamten entzog. Haselof ist bis beute ni wieder ermittelt. Schöffengericht seinen Abschluß. In der Nacht vom 14 g Ein brutaler Ueberfall fand gestern vor dem biefign diesen Kreisen den Fluch der bösen That nicht sehen, obgleich 15. März d. J. wurde der Kaufmann" B. in der Sägerftra man nimmer Anstoß daran genommen hat, solche Zustände nahe dem Gendarmenmarkt, von drei Personen überfallen un In Desterreich hat ein Gendarm hierbei derartig zugerichtet, daß er nach der Sanitätswade einen guten Fang gemacht, er hat einen Attentätter Namens der Markgrafenstraße 82 befördert und dort verbunden werb heraufzubeschwören. Schulze, erwischt, der von Amerika fommend einige Kolosnüffe im Koffer hatte. Der Gendarm war fest überzeugt, daß die Dinger Dynamitbomben seien und Schulze mußte in Nummer Sicherheit wandern, bis die guten Desterreicher zu Nuß und Frommen ihres Vaterlandes entdeckten, daß Schulze nur Kokosnüffe bei fich führte. In Deutschland beherrschen die nahenden Wahlen die Situation, in Duisburg hatte die Duisburg hatte die deutsch freifinnige" Partei Partei eine große Wählerversammlung einberufen um das aufzuklären, 6 Wähler waren auch wirklich erschienen um den = Bolt mußte. DIG Weber Ara Bri pezi Borg vor als Als Den pers in Ant Aus Dab figen finde taffe welche fich als Kelner ausgaben. Die Anflagefache führte mußte. Als die Thäter wurden drei Jndividuen ermitte Namen Streit und Genossen. Die Ursache des Ueberfalls eine Annäherung, welche P. zu der Braut" des einen Schläger gesucht hatte. Bemerkenswerth ist, daß der fallene, der Kaufmann" P., in Gefangenenkleidung, als Be erschien, auch er war in ein Strafverfahren verwidelt der Vorfigende ihn fragte, ob er bereits einmal beftraft word sei, gab er eine verneinende Antwort. Das Altenftid Eingange des Kaiserkanals befeßen und die Verbindung zwischen Speech eines Freifinnigen anzuhören. Auch in Berlin haben feste hinzu, er( B.) möge fich recht genau befinnen, ehe er m Nord- und Süd- China unterbrechen würde. Sodann würde von hier aus das französische Heer den Marsch nach Beking am Kaiserkanal entlang unternehmen, und dieser dann für die Truppen und Transporte zur großen Straße dienen. Die Sache flingt phantastisch, indeß gilt es für die französische Regierung, das Bolt von den mächtigeren inneren Fragen abzu lenten, und deshalb fommt es auf eine Hand voll Humbug und Phantasterei mehr oder weniger nicht an. Die Hauptfache bleibt, daß die französischen Großindustriellen in den ers worbenen" Landstreden Profite machen können. Die Beche bezahlt das französische Volt. In Italien tamen gestern in den von der Cholera infizirten Orten 181 Erkrankungen und 89 Todesfälle an Cholera vor, davon in Neapel 84 Erkrankungen und 49 Todesfälle. Der ,, Daily News" wird aus Newyork gemeldet, daß Blaine und seine nächsten Rathgeber Aftionäre der Dhio Minen find, wo die Strikes ausbrachen. Also das ist der Mann, der den Arbeitern Ameritas als Präsidentschafts- Kanbidat empfohlen wird! Nun wird doch hoffentlich den ameri tanischen Arbeitern ein Licht aufgehen und ihnen die Ueber zeugung werden, daß fie von derartigen ,,, arbeiterfreundlichen" Herren absolut nie Etwas zu erwarten haben. Dem ,, Börsenfourier" zufolge verbot die Regierung der Unionsstaaten die Einfuhr von Lumpen aller Art aus allen Ländern ohne Ausnahme vom 1. September auf drei Monate. Sollte die ameri tanische Regierung der Ansicht sein, daß es in Amerita Lumpen genug giebt? " ant Der Regle Jollen fteht die Wähler g Wahlbewegung. Hand nehmend, wiederholte der Vorfißende die erfte Frage w einmal antworte. Nun gab P. zu, daß er bereits eine Bud liner Arbeiterverein, welcher 7 bis 11 Witglieder zählen soll, hausstrafe verbüßt habe und gegenwärtig noch unter Bol hatte, um für seine Mitglieder Play zu haben, nach dem Win Aufficht ſtehe. Der eine der Thater, welcher bereits zabl die reifinnigen" wieder Bauernfang getrieben. Der Ber tergarten des Central Hotels eine Versammlung einberufen, in welcher ,, unser Eugen" wieder das gewohnte Beug zusammenschwaste. Natürlich fündeten am folgenden Lage sämmtliche freifinnige" Beitungen dem Volte die neue Vlähr, daß die Berliner Arbeiter" sich für den bekannten Fortschrittsdusel begeistert hätten. Doch die Konservativen wollten den FreiVorstrafen erlitten hatte, erhielt für den Ueberfall 2 Mona die beiden anderen eine Strafe von je 8 Tagen Gefa fieben Zwerge, welche am 16. September ein Baftipic Die Schauspielgesellschaft Liliput", die belan den dritten Berliner Reichswahlkreis, Profeffor Brecher, ent und vier Herrn, nicht wie bei ihrem legten hierfein aus finnigen" den ,, Ruhm" nicht allein überlassen, ihr Kandidat für Herren und zwei Damen. Diesem Umstande ist es zu ban widelte in einer Versammlung ein großes Talent zum Beleh Die Direktion des Louisenstädtischen Theaters fügt diefer ren der Maffen. Unzweifelhaft, so rief Herr Brecher pathetisch aus, hinzu, daß die Preise und sonstigen Arrangements bei bi hat derjenige, welcher nur seine beiden Fäuste hat, das Recht vom Staat zu verlangen, daß er ihm Arbeit giebt, damit er Gastspiel die gleichen bleiben werden. ber fatt wird. Wie diese Frage gelöst wird, weiß ich dieser Woche aufzuführenden Stüde wieder einige Neubele Im Deutschen Theater" zeigt das Repertoire nicht! Wirklich, die Wähler des 3. Wahlkreises, fie können fich stolz in die Brust werfen, wenn dieser Profeffor, der nicht weiß, wie diese Frage gelöst wird, fich ihnen als Kandidat gen. Amme, in Donna Diana" Herr Radelburg den Berio und Don Carlos" Fräulein Schmidt die Königin und Fri präsentirt. So rührend naiv war bis jetzt noch kein Kandidat Jürgens die Eboli spielen. Außerdem finden in diefer und wir haben keine Ursache daran zu zweifeln, daß Herr Wiederholungen von Die Welt, in der man fich langa Brecher wirklich nicht weiß, wie diese Frage gelöst wird. Ich träume davon, daß wir wieder zu Großem berufen find" so sagte der Herr Profeffor weiter-; ja, daß glau in der man fich langweilt," gegeben. bie und Der Brobepfeil" statt. Heute Sonntag wird Die Jm Bellealliance- Theater findet am Mittwoch b ben wir gerne, daß der Heir Profeffor ,, träumt" und auch das diesjährige Extra- Vorstellung statt und ist hierzu auf allgem glauben wir, wenn der Herr Professor sagt: Jeder muß fich Verlangen eine Wiederholung des Birch- Pfeiffer'ichen G Dorsehen, der Dumme fommt zu Schaden." Das ist ein spiels Dorf und Stadt" angefest, in welchem Fri goldenes Wort und die Berliner Wähler werden sich vorsehen um nicht zu Schaden zu kommen. Lokales. cr.., Grand mit vieren" ertönt es jest in den Reihen der Deutsch Freifinnigen". Auf alle Weiſe ſoll Geld zuund alle Fortschrittler sollen die Groschen, die sie sich durch gegenseitige Mogelei beim Statspiel abnehmen, willig opfern " 1 vom Hoftheater zu Dresden als Lorle debütiren wird. Versammlungen. ber Fi weld Ber fand bas S Der Bort Son Son Sonn Mon Son Mon Sonn Mont Sonn Mont Sonn Mont Sonn Mont Arbeiterbewegung, Vereine und h. In der dritten Mitgliederversammlung sammengebracht werden für den bevorstehenden Wahllampf, figen Filiale der Bentral Kranken- und Sterbelaffe der zum Besten des glänzenden Dreigestirns Hermes Parifius- stand mitgetheilt, daß die Zahl der hiesigen Mitgliede zierer und verw. Berufsgenossen Deutschlands am F Beispielen, wo man fich an Stattischen zuraunt: Mancher der vom 21. bis 23. d. Mts. in Hannover ftattfinde bereits überschritten hat und daher laut Statut 3 Delegi General- Versammlung zu entfenden find, die Delegirtenwa Deutsch- Freifinnigen bringt folgende Briefkastennotis: Stat vollzogen. Diefelben fielen auf die Herren Sander, nächst allgemeine Spielabende in Vorschlag zu bringen, deren Er- beschlossen, solche bis auf Weiteres nur proviforija 4 und Beder. Die Errichtung von Bahlstellen betreffend zugeführt werden solle. Es könnte hieraus ein ganz ansehnlicher Rostizstr. 18; Sander, Schlegelftr. 23; Taube, Cotpri und zwar bei den Herren Tiemann, Wallstr. 3 und 4, B Der Minister des Innern hat unter dem 31. Auguft cr. teordnet, daß die betreffenden Behörden mit der Abgrenzung Wahlbezirke zur Reichstagswahl gemäß den Vorschriften des ments für die Reichstagswahlen unverzüglich vorgehen ind die Wählerlisten sofort vorzulegen find. Demnach Ansegung des Wahltages nahe bevor und werden die it thun, fich nach Möglichkeit vorzubereiten. In Duisburg haben die Deutsch- Freifinnigen eine Generalabgehalten, die von sechs Mann besucht war. versammlung en fich eine Rede des Herrn Dr. Wolff über die Dieselben hön So etwas fommt nun nicht blos in Duisburg vor, Beitlage an. e erwärts wo die Deutsch Freifinnigen hausen. sondern auch and in ihren Versammlungen die Hauptsache, das Der Spettafel ift : 6 oder 11 Anwesenden nicht viel Lärm heißt, wenn auch di machen können, so a finnigen Breffe über wird desto mehr Lärm in der deutsch- frei Derartige Versammlungen gemacht, und Richter." Ja Statspielen ist schwer, man hat Erempel von lernt's nie!" Der Reichsfreund", das Centralorgan der spieler freifinniger politischer Richtung in Berlin beabsichtigen demtrag ausschließlich dem Centralwahlfonds der freifinnigen Bartei erri Beute Balln Kroll's A bei me 723] 716] 6 Dauer Dame traße F befind Don 7 20 3 G Son Bevi Diefer 708] Fa Abal nom Gr fam im nun taffe Juli Ar Mo 98 Des taft Den Бе über ber tung was iefe , et t, a rliert at su e in Jurde pieler Bier Eugen Chren Des Langt Sund nfalls glame eld zu it be Fugen felbft euti pielen in an hund Deru e eine fionen Han in be en meb The um ern be Dabe erfchafft um bi anders Riemen le bod fogar in au Ramp Wah en Lage Barbia Bormit Will it nid Spurts Dak th ift ein Bart; a se. Da Schwary eidet welde entwider einiger in ba nsportid raf und ich unter Spandau bnperron Anlagen Blides eute nid biefigen 14. u gerftra allen un wache en werd ermitt führte b falls einen Der Webe als Bea elt aft mor nitid Frage be er nod ine Bud Bolige sabtre Donal Engni belann aftspiel Diefer fraße 44; Dablftein, Muladftr. 18: Restaurant Scharo( zum| Brüderchen), Mauerstraße, und im Arbeits- Nachweis der Ta Aus den hierauf pezierer, Seidelftr. 16, bei Herrn Engel. Aus den hierauf vorgenommenenen Ergänzungswahlen gingen als gewählt hervor die Herren: Hamann als zweiter Bevollmächtigter, Taube als weiter Kafftrer und Westphal als zweiter Schriftführer. Als Revisoren wurden neu gewählt die Herren: Winkelmann, Henjes und Heidemann. Ferner wurde beschlossen, der General persammlung( in Hannover) Berlin als Siz des Ausschusses in Borschlag zu bringen. Für den Fall der Annahme dieses Antrages auf der Generalversammlung wurden zur Wahl als Ausschußmitglieder vorgeschlagen die Herren Sander, Klotz, Dahlstein, Möllenhoff und Kirchner. Schließlich wies der Vorfigende noch auf die Montag, den 8. b. M., Abends stattfindende Versammlung der fünftigen Ortskaffe( alten Gewerkslaffe) hin, deren Besuch er allen Mitgliedern der Centralfaffe, welche auch noch der Drtskaffe angehören, dringend empfahl. 11 In der Versammlung des Berliner KistenmacherBereins, welche am 25. Auguft in Deigmüllers Salon stattfand, wurde über das Thema: Welche Vortheile bietet uns bas Hilfskaffengefeß gegenüber dem Reichstrankengeset" referirt. Der Referent trat für die freien Hilfskaffen ein und hob die Bortheile der Selbstverwaltung hervor, die im Reichstranten Theater. Sonntag, den 7. September. Königliches Opernhaus: Sonntag: 167. Borstellung. Die Jungfrau von Orleans. Königliches Schauspielhaus: Sonntag: 169. Borstellung. Der Barbier von Sevilla. Sonntag: Deutsches Theater: Die Welt, in der man fich langweilt. Rontag: Romeo und Julia. Bellealliance- Theater: Sonntag: 3. 31. M.: Buchholzen's. Volksstück in 4 Aften Don Leon Treptow. Im Sommergarten: Großes Konzert. Entrée 50 Pf. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonntag: Die Fledermaus. Montag: Eine Nacht in Venedig. Central- Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Sonntag: 8. 38. M.: Jäger Liebchen. Gesangspoffe in 4 Alten von 2. Treptow; Couplets und Quodlibets v. G. Görß. Mufil von G. Steffens. Kaffen Eröffnung 5 Uhr, Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 7% Uhr. Nefidenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. = Sonntag: 3. 9. Mal: Ein Standal. Schauspiel in 4 Att. v. D. Benzon. Hierauf: 3. 8. Mal: Die Welt, in der man fich nicht langweilt. Lustspiel in 1 Akt von E. Bailleron. Regie: A. Anno. Montag: Dieselbe Vorstellung. Buisenstädtisches Theater: Sonntag: 129. Opern- Vorstellung. Der Freischüß. Oper in 4 Aften. Musit von E. M. v. Weber. Vor und nach der Vorstellung: Großes Garten- Konzert. Winkelmann. Montag: Hans Heiling. Benefiz für den Kapellmeister Th. Oftend- Theater: Heute und die folgenden Tage: Diamanten, Familienbild in 4 Alten von Paul Blumenreich. Im Garten: Konzert und Illumination. Wallner Theater: Hotel Blancmignon. Kroll's Theater: Margarethe. bei meiner Abreise. 723] Allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl Robert Drichel. Arbeitsmarkt. Ein Gefelle auf gute Bettstellen Dresdenerstr. 105. 716] Geübte Stuhlflechterinnen verlangt in u. außer d. Hause. Dauernde u. lohnende Beschäftigung. Naunynftr. 88 b. Fertau. Schneidern Maßnehmen, Zeichnen und Zuschneiden können Damen i. 4. Wochen für 10 M. gründlich erlernen in der Damenschneiderei von Ch, Bodenburg, Alte JakobStraße 62 II, Ede Sebastianstraße. Für 726 Kürschner und Berufsgenossen befindet sich der Arbeits- Nachweis des Fachvereins alle Abend Don 7%, bis 10 Uhr für Gesellen unentgeltlich. für Arbeitgeber 20 Bf. bei Seefeld, Grenadierstr. 33. Grosse Volks- Versammlung Sonntag, den 7. September 1884, Vormittags 10%, Uhr, in Menzel's Salon, Potsdamerstr. 74, für den Westen Berlins und Umgegend. [ 711 1. Handwerker- und Arbeiterfragen in Bezug auf die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Freie Distufion. Referent: Herr Liefländer. Drei Dam Taus Bu bank ten fon bei bid pire ber Ceubele Boellnis erto un Friul Tanga tefer Die och bie allgeme ben S wird. Leb und ng bet Te ber 2 am F m bet itglieber Delegi tattfinde girtenwa effenb Bu err Botpri kaffengelet dadurch ausgeschloffen sei, well der Arbeitgeber Unterstügung für seine Arbeiter beitragen muß und dadurch Siz und Stimme in den Berathungen und Generalversamm lungen hat. In der darauf folgenden Diskussion sprachen sich alle Redner für die freien Hilfslassen aus, indem sie darauf hin wiesen, daß die Zeit zum Besinnen bald vorüber sei, da dom 1. Dezember alle einer Kaffe beigetreten sein müßten. Der zweite Punkt der Tagesordnung war der Bericht der Kommission über den Streit der Kemp'schen Kistenfabrik der zu Gunsten der Arbeiter ausgefallen ist. Die nächste Werkstätten- Delegirtenversammlung der Tischler findet am Dienstag, den 9. d., Abds., im Louisenstädti schen Konzerthause statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Abrechnung Kaffen- und Revisionsbericht. 2. Eventuelle Neuwahl der Revisoren. 3. Wahl zweier Kommissionsmitglieder. 4. Verschiedenes und Mittheilungen. Eine große Versammlung des Fachvereins der Pofamentiere und Seidenknopfmacher findet am Montag den 8. September, Holzmarktstr. 72, statt. Tagesordnung: 3wed und Biele der Fachvereine. Referent Herr F. Gördi. Üm zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Verein der Maschinisten und Heizer. Heute Nachmittag 5 Uhr Kommandantenstr. 20( Arminhallen) Versamm Fachverein Berliner Kürschner In und Berufsgenoffen. Montag, den 8. Septbr., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Seefeld, Grenadierstraße 33-34. Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Herold. Ergänzungswahl des Vorstandes. Bericht Der Zentralifirungs Kommission. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Schriftführer. J. V.: Stoye, Friedenstr. 103. 713] Arbeiterbez.- Ver. d. Westens Berlins Montag, den 8. September, Abends 8, Uhr, Potsdamerstraße 74, Mitglieder- Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Kanis über das Verfahren der Natur- Heilmethode und ihr großer Werth. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 714] der Vorstand. Oeffentliche Versammlung des Fachvereins der Schneider am Montag, den 8. September cr., Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Auf welcher Bafis find Produktiv- Ge noffenschaften zu errichten? Vortrag von Herrn Prediger Kendziora. Vereins- Angelegenheiten. Der Vorstand. 715] Montag den 8. September, Abends 8%, Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jafobstr. 48, Deffentliche Mitglieder- Versammlung des Vereins Berliner Kistenmacher. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Lange. 2. Punkt: Werkstellfrage. Verschiedenes. Der Vorstand. 727] Kinder- Rocke lung. Vortrag des Ingenieur Herrn W. Kirchner über das Unfallversicherungs- Gesez. Gäste willkommen; neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Berichtigung. In der Schloßferversammlung, welche am Montag in Sanssouci stattfand, war Herr Miethe und nicht hr. Netband Vorsitzender. Dem Spediteur Mühlberg, Gesundbrunnen, können wir Umstände halber feine Beitungen mehr verabfolgen und bitten wir deshalb die betreffenden Abonnenten, in der Expedition unseres Blattes ihre Adressen abzugeben. Briefhaften der Redaktion. P. L. Alexandrinenstraße. Ihrem Wunsche wird schon d. in nächster Zeit nachgekommen werden. Vom 15. b. M. ab erscheint unsere Zeitung mit einer täglichen Beilage. 6. M. In Holland eriftirte wie in den meisten europäischen Staaten das Recht des Fiskus auf Einziehung der einem Fremden, d. h. einem Ausländer zugefallenen Erbschaften. Dieses Recht ist aber seit langer Beit schon beseitigt. Arb. Bez.- Verein der Rosenth. Vorst. Montag, den 8. September, Abends 8 Uhr, im Ger mania Theater, Weinbergsweg, Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann: Die Reform der Schule. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten.[ 707 Bezirks- Verein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt Dienstag, den 9. September, Abends 8 Uhr: Große Versammlung bei Meister, Schönhauser Allee 161. T.- D.: 1. Bortrag des Tischlermstr. Paul Schulz über Volkswirthschaft in ihrer fittlichen Bedeutung. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste fönnen ein[ 710 geführt werden. Gewerkschaft der Maschinenbau- Metallarbeiter u. verwandten Berufsgenossen. Die Versammlung am 9. d. M. fällt aus. Nächste Versammlung Sonntag, den 14. d. M., Vorm., bei Gratweil. 719] Der Vorstand. Bezirks- Verein d. werkth. Voltes im 29., 30. und 31. Wahlbezirk. Mittwoch, den 10. Septbr., Abds. 8, Uhr, [ 720 bei arendt, Grenadierstr. 39: Versammlung. Deutscher Handwerker- u. ArbeiterNotizkalender ist erschienen und in der Erpedition des Berl. Volksblatt", Bimmerftr. 44, vorräthig. Preis 50 Pf. 725] An zwei anständ. Damen od. Herren ist a. 15. d. M. ein möbl. Zimmer z. verm. Grüner Weg 72, v. 4 Tr. H. Müller. Wollene Damen- und Garnirte Kopf- Tücher Wollene Damen- und Kinder- Westen Kinder- Westen Kinder- Kleidchen Mk.1,50, 1,75, 2,00, 2,50. Beinkleider à Mk. 1,25, 1,50, 1,75, à Mk. 1,00, 1,25, 1,50, à Mk. 1,25, 1,50, 1,75, 2,00, 2,50, 3,00, 3,50. à Mk. 2,50, 3,00, 3,50. Kinder- Tricots 2,00, 2,50, 3,00. 2,00, 2,50, 3,00, 3,50. à Paar 80, 90 Pf., Mk. 1,00, 1,50, 1,75, 2,00. 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Rech Montag, den 8. September cr., Abends 8 Uhr, nungslegung der Kommission. 2. Welche Krankenunterstüßungstaffe ift die günstigste für die Metallarbeiter. Referent: Herr Julius Müller. 3. Verschiedenes. Die Kommiffion: J. B. Nezbandt Generalversammlung des [ 704 Arbeiterbezirksvereins der Oranienburger Vorstadt und des Wedding Montag, den 8. Septbr.. Abends 8% Uhr, im Lokal Bedding Bart", Müllerstr. 178. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Schriftfepers Herrn Kuntel. 2. Verschiedenes und Frage laften. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand.[ 718] à 75 Pf., Mk. 1,00, 1,25, 1,50, 1,75, 2,00. Wollene Gamaschen mell de mun Strickgarne. Gefärbte Wolle in allen Farben. 12er Qualität 3 und 4fach. 12er Prima 3 und 4fach. 16er Prima 3 und 4fach. pr. Pfund 3 Mk. pr. Pfund - Pf. 75 3 Mk. 20 Pf. 4 Mk. 80 Pf. " 7 " 80" 1 20 97 à Paar 50, 60, 70, 80, pr. Strähne 90 Pf. " pr. Loth 50 5 " " 55" 99 6 8 99 " " 99 募 " Wollene Secken Naturell- Wolle in grau, braun und blau melirt. 14 er Qual. 14er Qual. 80" 3 fach. 4 fach. 16er II 4 fach. 16er Qual. 4 und 6 fach. pr. Loth pr. Pfand pr. 1/4" 2 M.-Pf. 2 M. 40 Pf. 3 M. Pf. 4 M.-Pf. 50 60 77 " " 29 " 5 75 6 99 " " 97 " 39\ 节 " 8 99 " farbig à Paar 30, 40, 50, 60, 75, 80, 90 Pf., M. 1,00, 1,25. Prima Mohair in allen Farben vorräthig à 25, 30 und 35 Pf. à 75 Pf., Mk. 1,00, 1,25,1,50, 1,75, 2,00. Wollene Damen- Strümpfe farbig à Paar 40, 60, 70, 90 Pf., Mk. 1,00, 1,25. Kinder- Strümpfe à Paar 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50 Pf. Ciaarren-BerkaufSS�K Roh-Tabakü Sumatra-Decken ä 1,50 M., 2,10 M, 3,25 M., 5,40 M., Domingo a 1,10 M., Carmen l a ä 1,15 M., Java a 75 Pf., St. Felix Brafil ä 85-1,40 M., Elsasser a 58, 70, 73 Pf. empfehlen in jedem Quantum Bergemann& Donisoh, 709] Berlin c., Alexanderstr. 3. 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Indled Beilage zum Berliner Volksblatt. Bum Kapitel der Lebensmittelverfälschungen. Bu den Würmern, welche nicht sterben wollen, um mit Bismarck zu reden, gehört auch das Kapitel von den Lebensmittelverfälschungen. Ueberall, wo man hinsieht, wird gefälscht, alles, was man fauft, ist vermengt mit fremden Stoffen, und es darf nicht wunder nehmen, wenn man selbst von Eierfabriken and Raffeefabriken hört. Namentlich der Kaffee ist es, welcher fich einer besonderen Beliebtheit bei den Lebensmittelverfälschern erfreut. Je theuerer eine Waare, desto unverschämter ist die Fälschung dieses Produktes. Und so fabrizirt man jest Kaffeebohnen, die von dem echten Produkte des Kaffeebaumes faum zu unterscheiden sind. Diese nachgemachten Bohnen bestehen aus einem Gemisch von Wasser und Mehl und einer gelbgrünlichen Farbe, lettere je nach der Sorte Kaffee, welcher bas fabrikat beigemischt werden soll, variirend. Es werden Dem Rilo echten Kaffees oft bis 100 g gefälschte Bohnen beigemengt. Diese Fabrikate sehen nun den echten Bohnen so fäuschend ähnlich, daß nur durch sorgfältiges Probiren von der beten Bohnen nämlich befizen, entgegen den echten Bohnen, welche lettere abgerundete Ränder tragen, scharf begrenzte Oberflächen und endlich lassen sich die nachgemachten Bohnen bet gestoßenem Rhabarber nicht unähnlich sieht. Verſegt man dieses Bulver mit Wasser und Jod, so entsteht eine tiefblaue schleimige Maffe, wie endlich durch das Kochen mit Brunnenwaffer eine leisterartige Substanz entsteht. Sind den echten to Tanis Sonntag, den 7. September 1884. verfälschen helfen. Eines der beliebtesten Bufagmittel aber ist der Cichorienkaffee, welcher aus der Wurzel von Cichorium Inty bus vorzugsweise hergestellt wird. Aber damit nicht genug, auch der Cichorienkaffee wird wieder verfälscht, indem demselben gebrannte Rüben zugesezt werden. Einen fremden Zusaz bei gemahlenem Kaffee erkennt man am leichtesten dann, wenn man den Kaffee in faltes Wasser schüttet. Der echte Kaffee fintt sofort oder nach kurzer Waffer schüttet. Der echte Raffee fintt sofort oder nach furzer Beit unter, während sich Surogate stundenlang auf dem Waffer erhalten. Eine recht intereffante Fälschung wird auch mit der gestoßenen Muskatblüte( Macisblume) getrieben, indem derfelben beim Stoßen doppelt gerösteter Bwieback zugesezt wird. Oft sind dieser Waare 25 bis 50 Prozent des Surrogates beigemischt, und auch hier wirft es dem Fälscher guten Gewinn in die Tasche. Auch den Rofinen wird durch ein Gemenge von Syrup, Rum und Waffer ein glänzendes Aeußeres verliehen, und namentlich durch Rum quellen fleine und verdorrte Rosinen auf, daß fte das Ansehen von frischer Waare erhalten. Die gleiche Prozedur wird bei den Korinthen, den sogenannten gleiche Prozedur wird bei den Korinthen, den sogenannten fleinen Rosinen angewendet. Je mehr Feuchtigkeit in den Rosinen ist, desto schwerer wiegen fte, und um so größer ist der Gewinn. Und so tönnten noch Tausende von täglichen Bedarfsartikeln aufgezählt werden, die alle mehr oder weniger gefälscht in den Handel kommen. Zokales. Bohnen nur wenige beigefügt, so ist es immerhin nicht so leicht, den Betrug zu entdecken, weniger schwer fällt es natür lich, je unverschämter der Fälscher zu Werke gegangen ist. Eine Gewichtsmenge von 5 k gefälschten auf 100 k echte Bohnen wird sich, da die Farbennüancierung dem echten Kaffee voll ständig gleich gemacht werden kann, immerhin schwer ermitteln laffen, und da von einem Werth der Fabrikate nicht die Rede beantragt werden. Bemerkenswerth ist hierbei, daß in den g. Ein charakteristisches Zeichen für die sozialen Zu stände in Berlin bildet die unausgesezt große Bahl der Ehescheidungen, welche bei dem hiesigen Landgericht I. wegen böswilliger Verlaffung" von den betrogenen Ehegatten weitaus meisten Fällen Frauen es find, welche diesen Antrag stellen, weil ihre Ehemänner fie verlassen haben, ohne ihre fein fann, so wirft die Manipulation dem Fälscher recht an tändigen Gewinn in die Tasche. Sehr häufig giebt man ben geringeren Sorten der Kaffee- Existenz sicher zu stellen. Bu diesem Ehescheidungsgrunde gebohnen durch fünstliche Färbung das Ansehen von befferen Sorten, um hierdurch einen höheren Gewinn zu erzielen. sellen fich dann noch in zahlreichen Fällen unordentlicher Lebenswandel, Mißhandlungen 2c., so daß immer als sicher angenommen werden kann, dem Antrage der Ehegattin werde entsprochen werden. Unter denjenigen beantragten Ehescheidungen, wo der Aufenthalt des betreffenden Theils nicht bekannt ist, und daher eine sogenannte öffentliche Zustellung erfolgt, kommt es höchst selten vor, daß der zur mündlichen Ein sehr beliebtes Mittel, in der Farbe ungleichen oder bleichen Raffee gleich grün zu färben, besteht darin, daß der Raffee in Fäffer gefüllt wird, die eine größere Anzahl von Bleistücken enthalten. Durch anhaltendes Rollen der Fäffer theilt fich die Bleifarbe den Bohnen mit und sie erhalten eine bläulich- grüne, recht hübsch aussehende Farbe. Diese Fälschung Verhandlung vorgeladene Ehegatte auf dem vom Gericht ans läßt sich am leichtesten dann erkennen, wenn man die verdächtilegt und dann diese mit einer dreifachen Menge Waffer ver dünnte Flüssigkeit mit Schwefelwasserstoff prüft. beraumten Zermin erscheint, so daß ohne deffen Beisein der Richter über die Trennung der Che entscheidet. Bereits jest find vom hiesigen Landgericht I. Termine zur Verhandlung in Ehescheidungssachen für die zweite Hälfte des Monats De= ein d. J. anberaumt; berücksichtigt man nun die bis dahin zember d. J. anberaumt; berücksichtigt man nun die bis dahin noch stattfindenden Vorladungen, die an Imanchen Tagen die Bahl von 12 bis 15 erreichen, so erhält man einen ungefähren liches Gemenge, welches aus 35 Theilen chromsaurem Bleigrid, 35 Theilen Thon und Gips, 15 Theilen Berliner Blau und 15 Theilen Waffer besteht. fann nur durch eingehendes Probieren erkannt werden. Durch Begriff, wie viel Chen Jahr aus Jahr ein in Berlin getrennt werden. Der Grund hierfür ist gewiß nur in den mißlichen Abwaschungen verliert der Kaffee sein künstlisches Aussehen Verhältnissen unserer sozialen Bustände zu finden. Die allübergeht. Reibereien in der Ehe, und die einfache Folge hiervon ist dann die Trennung derselben unter allen Umständen. fubftanzen leicht ermitteln. Die Anwesenheit von Berliner Blau übrigens läßt sich durch einen Busat von Kalilauge fofort nachweisen, indem der Niederschlag sofort in Braun Aber auch in geröstetem( gebrannten) und gemahlenem fung von Verbrechern Belohnungen ausgesetzt haben, vermuthg. Ausgesezte Belohnungen. In neuerer Beit sind die Fälle häufiger zu verzeichnen, daß Behörden auf die Ergreilich, um auch das Publikum an der Ermittelung dieser Ver brecher zu intereffiren. Neben der Belohnung von 300 Mark Bustande wird sehr viel Kaffee verfälscht, indem dann alle nur denkbaren Surrogate beigemischt werden. Feigen, Widen, Roggen, Gerste, Möhren, Erbsen, Reis, Runtelrübe, gelbe auf die Ermittelung des Mörders der Ehefrau des Töpfer Rübe und verschiedene Lupinenarten, fie alle müffen den Kaffee gefellen Adolph Gründel aus Crinig seitens der Regierung zu Berliner Sonntagsplauderei. Weshalb auch nicht, der Thiergarten ist ja nicht blos für C. Neulich bummle ich harmlos durch den Thiergarten. herein, daß ein solcher Versuch vollkommen nuglos gewesen wäre, Burzel hätte sich an meine Sohlen geheftet, wie das furchtbare Gespenst der Nacht, außerdem wird Jeder wissen, der meinen Freund Purzel nur dem Namen nach kennt, daß Willenlos gab ich mich gefangen, Burzel betrachtete mich freundlich lächelndhöhnisch grinsend, dachte ich in meinem innersten Innern. Garbelieutenants und Stußer da, das Wetter war ausnahms- derselbe einen einmal gefaßten Plan niemals aufgiebt. Ich weise schön, ich gebe mich also mit der ganzen Rückhaltloftg mußte mich also in mein Schicksal fügen. leit, die mir eigenthümlich ist, der gewöhnlichen Beschäftigung aller rubigen und wohlgesinnten Staatsbürger hin: ich denke an nichts. Vielleicht wird mancher Leser darin gar nichts Auffälliges finden, und es wäre dieses Faktum auch wohl kaum der Registrirung werth, wenn es nicht eben gar so schön ge= wesen wäre. Leider sollte das harmlose Vergnügen nicht allzu lange dauern. Ich fühlte nämlich plöglich einen leichten Schlag auf meiner Schulter und als ich mich umdrehe steht vor mir aber eigentlich hinter mir mein Freund Burzel. Wir schritten meiner bescheidenen Klause zu, die Knice Schlotterten mir, wenn ich an die Gräfinnen, Baroninnen und Doktorinnen dachte. Ich mußte tief Athem schöpfen, als wir die Treppe hinaufstiegen, ein gelinder Angstschweiß perlte mir auf der Stirn, ich warf einen hilfeflehenden Blick auf Burzel. Rauf," brüllte er brohend, barsch und herrisch. Was blieb mir übrig, ich flomm empor, ich merkte garnicht, wie mir Purzel beim Ankleiden behilflich war, ach der Unhold nahm mich unter den Arm, es war inzwischen Abend geworden, wie tausend Jrrlichter tanzten die Flammen der Laternen vor meinen verwirrten Bliden, falter Angst es fei mir daher erlaubt, denselben hier vorzustellen. Manchem unserer Leser wird Herr Purzel unbekannt sein, Burzel gehört zu der bescheidenen Sorte von Menschen, die Alles wiffen, Alles fönnen, Alles verstehen. Nichts auf der Welt Neuigkeit ist für ihn abgestanden und schaal, sein Lebensprinzip imponirt ihm, er hat Alles schon viel besser gesehen, die pilanteste und Motto ist: Alles schon dagewesen." Sein kugelrundes, schweiß perlte auf meiner Stirn. Dides Geficht trägt fortwährend den Stempel einer vornehmen Blafirtheit zur Schau, nach berühmtem Muster beherrscht ihn allen Anfechtungen des Lebens gegenüber das Gefühl voll tommenster ,, Wurschtigkeit." legenen Gefühl, daß ich doch nichts Neueres wüßte als er Was giebt's Neues?" fragte er mich in dem über felbft. Burzel", stöhnte ich ,,, wohin gehen wir den eigentlich?" " Das werden die Aften ergeben," fnurrte er und um spannte meinen Arm noch kräftiger. Burzel," feuchte ich nach einer Weile, die Angst schnürte mir fast die Kehle zu, Burzel muß ich denn mit den Gräs finnen sprechen?" " Wir wollen erft einen nehmen, Feigling," sagte Burzel etwas gemüthlicher, Sie Hafenfuß sollten mir doch dankbar sein, daß ich Ihnen Einlaß in den Neuen Berliner Wir traten in ein Restaurant ich sant erschöpft aber doch erleichtert auf einen Stuhl. Reues?" fragte ich etwas verdugt und ging eilends die Ereignisse der legten Tage durch. Vielleicht die Parade?" bagewesen. Alle Jahre zweimal derselbe Spaß. Ich weiß Ach, Unfinn," entgegnete er geringschäßig, schon zu oft Thierschusverein" verschaffe!"" etwas viel Befferes, Ich bekannte mich zu dem Kleidungsstüd. befigen Sie einen Frad?" Weiße Wefte?" Auch das fonnte ich nicht bestreiten. Dito Handschuhe" Ich ging schnell den Bestand meiner Bekleidungs- nnd Ausrüstungs Gegenstände durch, und erinnerte mich, daß ich Scheufale befaß Also in einen Thierschußverein gehen wir," sagte ich ,,, na, die Angst, die ich bis jezt ausgestanden habe, gönne ich auch feinem Hunde." Nachdem wir uns gestärkt hatten, schritten wir dem Domfandidatenstift in der Dranienburger Straße zu. Heute, wo ich meine Erinnerungen über den denkwürdigen Furcht vor Gräfinnen, Baroninnen, Doktorinnen ist dahin, aus einem verunglückten Liebeshandel her ein Paar solcher Abend sammle, tommt mir Alles vor wie ein Traum, meine But," sagte Burzel, pumpen Sie fich dann einen Cy- aber auch die Achtung, die ein gewöhnliches Mitglied der gefeben haben." misera plebs vor so hochstehenden Damen eigentlich besigen müßte. Was haben diese Damen gethan? Gezankt und geit es denn absolut nöthig, daß ich mich in diese hoch- leift haben sie unter einander, wie das ganz gewöhnliche zeitliche Bekleidung stürze?" wagte ich einzuwerfen. Weiber auch thun, und schließlich bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, daß unter dem Rosenbouquet auf der Bruft einer bildeter Mensch es etwa wagen, vielleicht mit einem Staub Frau Doktorin ein ebensolches Herz schlägt, wie unter dem littel" angethan, fich in die Gesellschaft einer Gräfin Saurma, einfachen Tuch der Arbeiterfrau. Ich bin gründlich geheilt von einer Baronin Schimmelpfennig v. d. Die oder gar der Frau der Furcht vor feinen Damen" und mein Freund Purzel ist unangenehm ist, so ist es die unmittelbare Nähe vornehmer Ich schwieg entsegt, denn wenn mir etwas auf der Welt Damen. Ich wäre gern entflohen, aber ich wußte von vorn es, dem ich diese Metamorphose verdante. Vielleicht find unsere Leserinnen neugierig, wofür sich diese Damen in ihren Versammlungen eigentlich intereffiren.„ Ein Asyl für schuylos aufgefangene Hunde", das ist nicht nur eine bundnis s 1. Jahrgang. Frankfurt a. D. ist nunmehr auch eine Belohnung von 100 M. auf die Ergreifung und Ablieferung des Arbeiters Franz Liepner aus Biesenthal an das Gefängniß des Amtsgerichts zu Eberswalde ausgesezt worden. Liepner hat sich eines schweren Diebstahls schuldig gemacht und ist flüchtig geworden. g. Am Schleusentanal, längs der Unterwasserstraße, zwischen der Alten Leipziger- und Holzgartenstraße, ist man gegenwärtig mit der Erneuerung des Bollwerts beschäftigt, dessen Pfähle und Bohlen bereits start verfault waren. Die unbrauchbaren Pfähle werden mittelst Winden beseitigt und die neuen Pfähle dann eingerammt. Die Arbeiten dürften noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. r. Auf dem Wege von der Schule rannte am Sonnabend Mittag, nahe beim Cottbuser Thor, ein etwa zwölfjähriges Mädchen gegen ein Hinterrad eines Arbeitswagens, wurde von demselben zu Boden geworfen und überfahren und erlitt so erhebliche Verlegungen am Fuße und am Kopfe, daß fie nach Hause getragen werden mußte. Das unfinnige Rennen auf dem Schulwege ist eine wahre Plage für alle Führer von Lehrerinnen ihre Autorität geltend machten, um für etwas mehr Fuhrwerken. Es wäre sehr wünschenswerth, wenn Lehrer und Ruhe und Ordnung beim Nachhausegehen ihrer Schüler und Schülerinnen zu sorgen. r Große Aufregung herrschte am Donnerstag Abend in der Adalbertstraße und namentlich in dem Hause Nr. 59, wo parterre der Fabrikant R. wohnt; derselbe fand beim Nachhausekommen die Thür zu seiner Wohnung verschlossen und im Corridor- Schloß von Innen einen Schlüssel steckend; dazu waren in auffälliger Weise die Fenster dicht verhängt, so daß die Befürchtung nabe lag, es möchten Diebe in die Wohnung eingedrungen sein. Auf diese Andeutung des R. fammelten fich sofort alle Hausbewohner, bewachten sämmtliche Fenster der Wohnung und bewaffneten sich mit den abenteuerlichsten Instrumenten, um den Dieben einen nachdrücklichen„ Willtommen" zu bereiten. Einige handfeste Männer brückten eine Scheibe ein und stiegen durch das Fenster mittelst einer Leiter in die Wohnung. Hier zeigte sich erst, mit welchem Raffinement die Diebe zu Werke gegangen waren; in sämmtlichen Schlössern steckten von innen die Schlüffel und die Corridor thür war außerdem noch durch eine Barrikade von Tischen und Stühlen verrammelt. Inzwischen rückten drei Schußleute und ein Schloffer an, aber nur langsam konnte eine Thür nach der andern geöffnet werden; sobald eine Thür geöffnet war, stürzte die Menge in das Bimmer, die Schußleute stedten, auf den Knieen liegend, ihre behelmten Häupter unter Sophas und Betten; ein scharfsinniger Beob achter entdeckte auf einem Bette eine verdächtige Falte, flugs flogen die einzelnen Bettstücke in der Stube umher, bis die leere Matrage bewies, daß hier fein Dieb fich verborgen hielt. Mit friminalistischem Rennerblid prüfte ein Anderer einen Fensterflügel; derfelbe war unten eingeriegelt, aber oben offen und bog sich in Folge deffen oben beim gewaltsamen Abbrücken wohl ein paar Hände breit vom Fensterkreuz zurück; fofort wird ein Schußmann auf diese wichtige Entdeckung aufmerksam gemacht; während er dieselbe näher untersucht, geräth er mit dem Arm zwischen den zurückschnellenden Fensterflügel, so daß die angesammelte Menge draußen auf einige Beit den eingeflemmten Arm der heiligen Hermandad bewundern tann. Nunmehr bleibt noch die Thür zu einem Hinterzimmer zu öffnen, in welchem fich also die Diebe versteckt halten müffen. Vor dem Fenster hat fich, mit aufgefrempten Hemdärmeln und eine hölzerne Rührkeule schwingend ein biederer Schneidermeister postirt, um die Flucht der Diebe durch das Fenster zu verhindern; in seinem Eifer versucht er gegen das Fenster emporzullimmen, da stürzt plöglich die Menge auf ihn mit dem Rufe: Haltet den Dieb! Nur mit famose Stilblüthe, sondern auch zugleich der Gegenstand, der die Herzen dieser töterfreundlichen Damen höher schlagen läßt. Es ist ja auch von ungeheurer Tragweite und Wichtigkeit, daß für alle die Viecher, die sich im Dienste irgend einer alten Jungfer durch jahrelange Faullenzerei und Schlemmerei schließlich die Fetträude zugezogen haben, ein Asyl gebaut werde, es ist eine Forderung, der man fich im neunzehnten Jahrhundert durch aus nicht verschließen kann. Das Wort Asyl" hat einen so eigenthümlichen Klang, daß man dabei zu allerlei Gloffen an geregt wird, die wir uns aber lieber für ein andermal aufsparen wollen. 11 Das schönste ist und bleibt aber eine Debatte in einer solchen vornehmen Damengesellschaft. Wer in seinem Leben noch fein wüstes Durcheinanderschwadroniren gehört hat, der muß das einmal mit anhören, er wird dann auch einen Begriff von der Energie des Er- Antisemitenhäuptlings, Paul Förster, erhalten. Ja, Dr. Paul Förster führt jest im Neuen Berliner Thierschutzverein daffelbe große Wort, wie er das ehemals in den Berliner Antisemitenversammlungen gethan hat. Etwas muß der Mensch doch sein, nachdem der Antisemitismus in Berlin pleite gegangen ist, nachdem die edelsten Vertreter des felben theils in Paraguay Neu- Germanien gründen, theis hier in Berlin den Schmollwinkel bezogen haben, in der Noth frißt der Teufel Fliegen- man wird eben einfach Thierschutzvereinler, das ist viel ungefährlicher, man braucht eben keine Schlägereien im Pferdebahnwagen zu entriren und die kranken Hunde beißen nicht. Es muß doch reizend sein, wenn man, wie die Herren vom Thierschutzverein, soviel Beit übrig hat, daß man sich um solch nebensächliche Dinge befümmern fann. Asyle für lahme Hunde und matte Ragen! Das bewegt diefe Herren Doktoren jest in diefer bewegten Beit! Uns soll es recht sein, wir wüßten jedoch manches, was viel wichtiger ist, es hat aber den Anfchein, als ob diese Herrschaften Thränen vergießen tönnten, wenn ein Hund verendet, während sie achtlos bei ihrem leidenden Nebenmenschen vorübergehen. Als mein Freund Burzel und ich an jenem denkwürdigen Abend die Versammlung in der Oranienburgerstraße verließen, da saß auf der Weidendammer Brücke ein Krüppel ohne Beine, der ein ganz jammervolles Instrument spielte, und ein Almosen anflehte. Vor die Vorübergehenden um uns gingen zwei feingekleidete Damen den Linden zu; als fie auf die Brücke kamen, drehten sie beide den Kopf nach der anderen Seite, jedenfalls wehte der Wind sehr scharf und fübl die Spree entlang, ich hörte deutlich, wie die eine zu dr anderen sagte: Komm schnell, ich glaube Ami" wird sich langweilen, wenn ich so spät nach Hause komme!" Die Damen kamen auch aus dem Thierschußverein, ich glaubte die eine in dem graufeidenen Kleide und dem ponceaurothen Kopfput in der Versammlung bemerkt zu haben- fie gingen eilig weiter, und der arme Krüppel spielte immerfort sein eintöniges, jämmerliches Lied. Burzel sagte nichts mehr, ich auch nicht. Als ich aber nach Hauſe tam, da gelobte ich mir, für eine solche Gesell schaft nie wieder Frad und weiße Handschuhe anzuziehen. Mühe waren die Leute von ihrem Irrthum zu überzeugen und entging der diensteifrige Wächter einer gehörigen Tracht Brü gel. Die lette Thür war inzwischen geöffnet, das legte Gemach durchsucht, und auch hier war kein Dieb zu finden. Wie sich später herausstellte war die Frau des Fabrikanten zu einer Geburtstagsfestlichkeit gegangen, und hatte aus Vorsicht alle jene auffälligen Vorkehrungen getroffen und die Wohnung durch einen sonst nie benugten zweiten Ausgang verlassen. Ihr Ehemann fam auch bald nach und gab den Versammelten die schöne Geschichte von dem Einbruch" zum Besten; seine Gattin aber soll über diese Geburtstagsbescheerung weniger erfreut gewesen sein. wendet. Derselbe hat an der zu seiner Wohnung führenden Thür einen Bettel mit der Aufschrift angebracht: Bettlern wird nichts gegeben, Handelsleuten wird nichts abgekauft, alte Sachen werden nicht verkauft deshalb nicht erst flingeln!" 1. Das Berliner Fensterrecht ist eine wahre Fundgrube für scharfsinnige Juristen und zwar gestaltet fich dasselbe im Laufe der Zeit und durch die verschiedenen Entscheidungen der hohen und höchsten Gerichtshöfe immer komplizirter. Die Bestim mungen darüber, wie Fenster in einem Neubau angelegt wer den müssen, sowie darüber, wie weit der Nachbar von vorhandenen Fenstern auf dem angrenzenden Grundstücke mit einem Neubau entfernt bleiben müsse, seßen sich zusammen aus vers schiedenen Rechtsmaterien nnd zwar zunächst aus Märkischem Statutar- Recht, das dann, soweit es Lücken enthält, durch das Allgemeine Landrecht ergänzt wird. Tüchtige Juristen haben versucht, aus diesen Rechtsmaterien ein einheitliches Rechtsfyftem zusammen zustellen, allein die Widersprüche unter den Rechtsgelehrten sind dadurch keineswegs beseitigt worden. Eine recht unangenehme Erfahrung hat in dieser Beziehung der Eisenbahnfistus mit der Berliner Stadtbahn machen N. Selbstmord in der Müggel. Die Wellen der Müggel spülten im Laufe des gestrigen Tages den Leichnam einer an ständig gekleideten ca. 30- jährigen Dame an's Ufer, die seitens der dortigen Anwohner nur mit größter Mühe an's Land zu schaffen war. Bei der Durchsuchung der Kleidungsstücke fand man Papiere, die auf den Namen eines Restaurateurs W. in der Krausenstraße lauteten. Sofort begab sich ein Beamter aus Friedrichshagen hierher nach Berlin und stellte bei dem genann ten Restaurateur fest, daß die Todte zweifelsohne seine Frau sei. Eine spätere Refognoszirung bestätigte denn auch diese Annahme. Die Frau hatte fich aus absolut unbekannter Veranlaffung aus dem Restaurant entfernt, war mit der Bahn bis Friedrichshagen gefahren und hatte fich dann in den Müggelsee gestürzt. Die Leiche soll heute nach Berlin überführt werden. stadt hält Montag, den 8. September, Abends 8 Uhr, im Ge mania Theater, Weinbergsweg 10/11, eine große Versamm ab. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heyman Die Reform der Schule. 2. Verschiedenes. 3. Fragelaften Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen N. Bei dem Postamt 58, Schönhauser Allee, ist seit einigen Tagen auch eine Packet- Annahmestelle eingerichtet worden. Es können dort Bostsendungen jeder Art, mit Ausnahme von Geldfäffern, Geldlisten, Geldbeuteln, zur Einlieferung gelangen. Die Annahme von gewöhnlichen Badeten erfolgt von 7 Uhr Morgens im Sommerhalbjahr und von 8 Uhr Morgens im Winterhalbjahr bis 7 Uhr Abends. müſſen. Mehrere Hausbeſter, deren Fenster nach der Stadt, Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Der Verein zur Wahrung der Intereffen d Tapezierer Berlins hält am Montag, d. 8. d. M. Abend bei Gratweil( Kommandantenstraße) eine Versammlung c mit der Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wildberg über die Entstehung und ersten Anfängen des Tapezierege werbes und die Biele des Fachvereins. 2. Antrag auf Gr dung eines eigenen Fachorgans. 3. Wie stellt sich der Verein den Delegirten gegenüber. 4. Verschiedenes. Central Kranken- und Begräbnißtasse der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands( Hoffnung, E. H.). In Sachen dieser neugegründeten Kaffe findet Montag den 8. d. Mts. im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37, eine allgemeine große, öffentliche Bersammlung der Sattler bahn zu gelegen find, machten gegen den Fiskus Entschädigungsansprüche geltend, weil durch den Stadtbahn- Verkehr Rauch und Dampf in solcher Menge in die Fenster ihrer Häuser einge führt werde, daß dadurch der Werth der Gebäude vermindert worden sei, da die betreffenden Räume an ihrem Nuzungswerth bedeutend eingebüßt hätten. Der Eisenbahnfiskus berief fich diesem Anspruche gegenüber in einzelnen Fällen dar auf, daß ihm auf Grund des Berliner Fensterrechts die Befugniß zugestanden haben würde, unmittelbar vor den Fens stern der betreffenden Grundstücke eine Mauer zu errichten, also die betreffenden Fenster zu vermauern; aus dem Umstande, daß der Fiskus von diesem ihm zustehenden Rechte zu Gunsten der lagenden Grundstücksbefizer feinen Gebrauch gemacht, fönnten diese nun aber feinen Grund zu weiteren Entschä bigungsansprüchen herleiten. Mit dieser Berufung auf das Berliner Fensterrecht hat nun aber der Fiskus fein Glück ge habt; das Gericht meinte vielmehr, die Frage, ob Fiskus das Recht habe, die Fenster zu vermauern, stehe nicht in Frage; thatsächlich seien die Fenster nicht vermauert und für die Beläftigungen durch Rauch und Dampf müsse Entschädigung geleistet werden. Es würde zu einer interessanten Präziftrung des Fensterrechts führen, wenn der Fiskus etwa in einem Einzelfalle sein, Bermauerungsrecht" praktisch geltend machen würde; daß er es thut, ist nach den vielen, zu seinen Ungunsten entschiedenen Prozessen nicht so unwahrscheinlich. Diese Brozeffe haben, wie Minister Maybach bereits einmal an deutete, die Berliner Stadtbahn um eine beträchtliche Summe theurer gemacht. Eine große Kommunal- Wähler- Versammlung d 3. Abth. für den 15. und 20. Kommunal- Wahl- Bei findet am Montag, den 8. d. Mts. im Lotale Uram Wrangelstraße 9-10 statt, in welcher der Stadtverordnete Fr. Tuyauer seinen Wählern Bericht über seine bisher Thätigkeit in der Stadtverordneten- Versammlung erstatt wird. Der Vertreter des 20. Bezirkes, Herr Hoffmann, dazu eingeladen. 珍 Die Versammlung der Mitglieder der Gewertiha der Maschinenbau-, Metallarbeiter und Berufsgeno fällt am Dienstag, den 9. d. Mts. aus. Die nächste Be sammlung findet am Sonntag, den 14, d. Mts., Vormittag bei Gratweil statt. Mit Die Lohnkommission der Schneider beruft zu woch den 10. September cr., Abends 81 Uhr, eine gro Schneider- Versammlung nach dem Dorotheenstädtischen Ka Dorotheenstr. 57 ein mit folgender Tagesordnung: 1) mangelhaften Einrichtungen unserer Werkstellen in Bezug Luft und Licht. Referent: Herr Fenstow. 2) Die n Hieraus ist zu ersehen, daß Str. icheint t frei in's Rummern Kommission, getreu ihrem Programm, Alles, was schädlich is Beruf wirkt, der Deffentlichkeit zur Diskussion stellt, und ist wünschen, daß die Versammlung recht zahlreich besucht wird Eine Generalversammlung des Arbeiterbezirksv eins der Oranienburger Vorstadt und Wedding findet Park), Müllerstr. 178, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag Stoße Krän 2. Verschiedenes und Fragela und Berufsgenossen statt, in welcher Bericht vom Delegirtens Montag den 8. September Abends 8%, Uhr im Lokal( Webbing Aufnahme neuer Mitglieder. Libe Nun Belttheilen Brife" au Bezirksverein des werkthätigen Volkes der Snsprüche hauser Vorstadt, Dienstag den 9. September Abends 8 große Versammlung bei Meister, Schönhauserallee 161. labito ordnung: Vortrag des Tischlermeisters Paul Schul Bife Volkswirthschaft in ihrer fittlichen Bedeutung. 2. Verschieben 3. Fragetaften. Neue Mitglieder werden aufgenommen. tönnen eingeführt werden. tag erstattet wird, Verlesung der Statuten und Aufnahme von Mitgliedern stattfindet. Die Kaffe ist in in 4 Klaffen einge theilt und zwar wöchentlicher Beitrag 40, 35, 30 und 25 P.; die wöchentliche Unterstüßung beträgt 16, 14, 12 und 10 Mr. Bei einem Krankheitsfalle ohne Arbeitsunfähigkeit gewährt die Raffe freie ärztliche Behandlung und Medizin für den Zeitraum von einem Vierteljahr, sowie Bäder, Brillen, Bandagen und Bruchbänder. Das Begräbnißgeld beträgt den 4 Klaffen entsprechend 90, 80, 70 und 60 Mt. Die Kaffe tritt am 1. Ditober in Kraft und werden Beitrittserklärungen in obiger Versammlung sowie an folgenden Stellen entgegengenommen: W. Krause, Paulstr. 30( Moabit); G. Bertrand, Bulowerstraße 14; H. Lorenz, Schwedterstr. 267, H. I. r.; W. Meyer, Bernauerstr. 31,. IV.; Abraham, Kolonieftr. 151, v. part.; H. Ertelt, Friedrichstr. 105 b, III.; Fuchs, Dennewigstr. 29, H. II., Quer- Geb.; Kotter, Gormannstr. 12,. II. I.; Gebauer, Diefenbachstr. 67; Soit, Louiſen- Ufer 2a, pt.; Krausenstr. 11 beim Arbeits- Nachweis des Vereins der Sattler und Fachge noffen, Täglich( ausschließlich Sonnabend) Abends von 8-9 Uhr, Sonntags von 12-1%, Uhr Mittags. Am 22. d. M. findet alsdann die erste ordentliche Mitglieder Versammlung der örtlichen Verwaltungsstelle Berlins statt, wo alsdann die Ditsverwaltung gewählt und Eintheilung der Bahlstellen vorgenommen werden soll. Versäume daher kein Sattler und Berufsgenosse, diese Versammlungen zu besuchen, zumal die M Vermischtes. Zu viel auf einmal. Das Münchener Bateria melbet in einem telegraphischen Bericht über den deuti Katholikentag in Amberg folgende Begebenheit: Später unter der Linde ein Frühschoppen stattgefunden, wobei horst in seiner bekannten launigen Weise eine ergreifende sprache an die Versammelten hielt." Der Korrespondent bei diesem Frühschoppen offenbar zu viel von des Lebens verstand mit Wehmuth genossen. Kein Wunder, wenn und fine sie befepten La nahm ben Amerikanische Wahlgeschichten. Der Präfident nordamerikanischen Union verfügt bekanntlich über eine Su Ivon Macht, die mancher konstitutionelle Herrscher nicht be Kaffe für die jest Eintretenden sehr günstige Bedingungen mit solcher Erbitterung geführt wird. Die Selbstfucht der N. Ueber die Entstehung des großen Feuers in Nigdorf, über das bereits in gestrigen Beitungen berichtet wurde, hören wir das Folgende: Es war gegen 9 Uhr Abends, als Die 16 Jahre alte Tochter des Aderpächters Wernicke durch die Scheune hindurch nach dem hinter derselben belegenen Biegenstall fich begab und von hier aus bald wieder zurückfebrte. Dieselbe hat, was durch Beugen bekundet wird, weder Licht noch sonst etwas bei fich geführt. Etwa 20 Minuten hiernach sah eine Frau Wolff, welche an dem Hofbrunnen fich zu schaffen machte, die Flammen aus dem Dache herauss schlagen. Der Arbeiter Wagner eilte sofort nach der Scheune und machte die Wahrnehmung, daß die Kornmaffen an der rechten Seite, und zwar nur der obere Theil brannte, während ſtellt. Der Gauverein Berliner Bildhauer( Zweigverein der Bildhauer Deutschlands) hält am Dienstag den 9. bs. Mts. im didaten und ihrer Anhänger greift zu allen erlaubten erlauben Mitteln fein Mittel ist zu verwerflich, wenn der Gegner getroffen wird. Einer der vielen Kandidaten teit auf. Alfo d vollfiredt, Restaurant, Sahm", Annenstr. 16, Abends 9 Uhr eine Dele beispielsweise eine Urgroßmutter gehabt, die als verheirat girtenversammlung ab mit der Tagesordnung: Referat und Frau mit einem fremden Offizier Blicke gewechselt haben Die Gegner der Kandidaten haben das irgendwo gefunden unten nicht die kleinste Flamme zu bemerken war. Mit Mühe turrenz im Bildhauergewerbe" und über„ Die mißlichen Bu- erfunden und der arme Kandidat fann in ihren Blättern stände in den Werkstätten". Zu dieser Versammlung werden Babe uu Sormitigen gellepft ha Des Almac Wir b englische Ko Bleid bruta idt in Be Die Behan lifden Lor tafdh feinen englifchen 9 rejes fo fd die Prinzipale und Gehilfen resp. Delegirten gebeten, recht zahl großmutter lesen. Ein unübertroffenes Meisterstück der Ma rechten und zwar oberen Seite der Scheune entstanden, läßt nicht gewählt find, wäre es erwünscht, dieses möglichst zu dieser niß zu bemerken ist, daß der angegriffene Bräfidentichaft reich zu erscheinen. In den Werkstätten, wo Delegirte noch verleumdung ist folgendes Plakat, wobei zu befferem Berf fonnten Pferde, Kühe und Schweine noch in Sicherheit gebracht werden, während 17 Hühner durch den dichten Qualm bereits erstickt waren. Der Umstand, daß das Feuer an der darauf schließen, daß dasselbe von dem unmittelbar an die Scheune anstoßenden Neubau der Wittwe Hoffmann durch Versammlung zu thun. Die Mitglieder der Central Kranken- und Sterbes didat in seiner Studienzeit ein flottes Leben führte und dende Rolle spielen: Pilanterien aus dem zügellofen Sa ,, Temperenzler" bei den jezigen Wahlen vielfach eine ent versammeln sich heute, Vormittags 10 Uhr, im Wedding- Part leben des Ausbundes der abscheulichsten Lafter, der scham Isten Gelüste des N. N., Präsidentschafts- Kandidaten der Pflicht eines jeden Mitgliedes am Plage zu sein.( Siehe einigten Staaten, findet man in der Brochüre: n einen gewiffenlosen Menschen, dem der mit Brettern ausgestasse der Tischler und verwandten schlagene, aber nicht dicht verfchloffene Giebel eine willkommene Handhabe bot, böswillig angelegt ist. Die Untersuchung ist im Gange. g. Ein draftisches Mittel zur Abwehr unliebsamer Störungen hat der Bewohner eines Hauses Pionierstraße 1 anges Es will Herbst werden. ( Schluß.) Liebe, liebe Bertha, sagte die Kleine Bierjährige ,,, warum bist Du so traurig? Komm, Du darft nicht weinen!" Ich habe nicht geweint, Ella, ich habe gedacht. Weißt Du, was das ist?" fragte Fräulein Bertha Frank, die kleine Trösterin an fich ziehend. Die Kleine nickte verständnißvoll. Was dachtest Du?" forschte fte eindringlich. Ich dachte, daß es Herbst werden wird!" erklärte Fräulein Bertha Frank ihrer jugendlichen Freundin. Dies wollte Ella jedoch nicht gelten laffen. " Noch sind die Aepfel nicht reif", meinte fie, und Papa hat gesagt, sie würden es im Herbst. Sollten fie feit gestern wohl füß, und mürbe geworden sein?" fegte die Kleine, von einer plöglichen Idee erfaßt, hinzu, wollen wir nicht einmal nachsehen, liebe Bertha?" In dieser Näffe, Kind!" Müllerstraße 178. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es gestriges Inserat.) Es regnet ja gar nicht mehr, fteh, dort kommt die Sonne zum Vorschein, und Mama hat es erlaubt, fie sagte, es thue uns beiden wohl, ins Freie zu gehen." Der Arbeiter- Bezirks- Verein der Rosenthaler Vorjezt seit Wochen auf Schönlinden, ist es nicht herrlich hier auf dem Lande?" Dann lomm"-erwiderte Fräulein Bertha Frank lächelnd, und schritt mit dem fröhlich plaudernden Knaben dem Dbftgarten zu. " Wunderbar schön!" erwiderte Dr. Julius Böttger mit Wärme. Jugend war er ein Trunkenbold." Es ist wohl zu dies eins der freundlichsten Plakate ist. Gemach bedeutend wohnlicher geworden. merlen lanifchen 9 worben ift 11 folgern. 1 milde G ben Wit emlich lib bie Beschich mann abget and Thräne mie fie eine und die ein Leiten aufr Buthe wer ift In z Die abgelaum jen Dr. Justus Böttger fist schreibend in seinem Arbeit mer. Die gewohnte Ordnung herrscht darin, sonft aber i Möbel find durch neue, zweckmäßigere erfest worden, B und sogar ein ansehnlicher Pfeilerspiegel zieren die Wände. Auch Dr. Justus Böttger selbst hat fich im Lauf äußerte er. Ich war der Ansicht, daß alle Thre Jahres verändert, doch scheint es fast, als sei er fünger älter geworden. Ein paar Falten, die fich früher zwifchen ruhigen Behagens spricht sich in seinen Bügen aus. Hier mischte Herr Kästner sich in das Gespräch. Ich glaubte nicht, daß Sie Sinn für Naturschönheit hätten, Herr Doktor" Interessen fich auf Ihren Beruf tonzentrirten, aber so irrt man fich." Dr. Julius Böttger griff das letzte Wort auf. Ja, man irrt fich zuweilen; fo glaubte ich zum Beispiel, daß Fräulein Frant feinen Gefallen an der Stille des Land lebens finden tönne!" Dieser war vom Haupthause etwas getrennt, man mußte durch den Blumengarten und über den Hof gehen, um dorthin zu gelangen. Als Bertha Frank und die kleine Ella den Hof paffirten, tam ihnen der Hausherr in Begleitung eines Frem den entgegen. Herr Kästner, der ein überaus liebevoller Bater war, fonnte nicht ohne ein fleines Zwiegespräch an seinem Töchterchen vorübergehen, vorher entledigte er sich jedoch seiner geselligen Pflicht, indem er vorstellte:„ Hr. Dr. Böttger. Frl. Frant." ,, Da find Sie allerdings ganz im Irrthum," unterbrach Die Feder, die leicht und rasch über das Bapier wird jegt bei Seite gelegt, aber Dr. Justus Böttger feuft mehr dabei, er lauscht mit Intereffe einem geheimni Geräusch, einem leisen Knistern und Rascheln, das er Herr Kästner ihn lachend. Fräulein Frank ist im Gegentheil während der Arbeit vernommen. Nun dringt auch ein m ihre Vorliebe für ländliche Stille und Abgeschiedenheit nicht erhebt sich, er muß nachsehen, was es draußen giebt bi Der Notar grüßte höflich aber schweigend, dagegen äußerte Fräulein Frant, indem sie seinen Gruß erwiderte: ,, Es ist lange her, daß wir uns gesehen haben, Hr. Doktor." für ein ruhiges Leben paffionirt, selbst der Regen vermochte Ich wagte nicht zu hoffen, daß Sie sich dessen noch erinnern würden," erwiderte Dr. Justus Böttger, es liegen Jahre dazwischen." zu erschüttern." Und sie meint, daß die Aepfel schon reif find," ließ die fleine Ella Kästner hier einfließen, wir wollen jest hingehen, um nachzusehen. Kommst Du mit, Papa?" Notar. Ja, da muß ich mich wohl empfehlen,"- äußerte der Wenn Ihre Zeit es Ihnen nicht erlaubt, länger bei uns meinte Herr Kästner. zu verweilen Es thut mir sehr leid, aber ich habe zu arbeiten," ers Die F fingsten E Borzimmer, waltet im einfachen, jedoch geschmadoollen fleide eine Dame, die dem Leser unter dem Namen Bertha Frank" bereits bekannt ist, fte nennt fich jedod mehr so, da fie seit reichlich einem Monat Frau Dr. Die junge Frau ist damit beschäftigt, einen Korb auszupacken und schöne, gelb und rothwangige heißt. an's Tageslicht zu befördern. ,, Bertha, welch ein Reichthum!-" ruft Dr Böttger überrascht aus. Rafbrudt verbe 44\ A Belch ebn und eb Such wieder des heutiger So ver nahmen fie Schwei Gräfin und Schlaf flob bie Tour ro bier wohne. Sule Deine widerte Dr. Justus Böttger, und man hörte es dem Ton seiner uns geschickt. Es sind ein paar frühreife Sorten; S Stimme an, daß sein Bedauern ein aufrichtiges sei. 1 Dann erzeigen Sie uns ein andermal die Ehre," sagte der Befizer von Schönlinden. Da wird übrigens der Bug fignalifirt," fügte er hinzu ,,, wollen Sie denselben benußen, so müffen Sie sich allerdings beellen." 613 abm Schreckliches Mama Die G Den Flur. Dier Der M Barth heira Ja, fieh nur," erwiderte seine Frau, dies baben R lingsäpfel find auch dazwischen. Willst Du einmal probin seiner Jugend nicht gethan, packt die Frau Dottor weiter und währerd der Notar in den Apfel beißt, wie er a Vorrathskammer, zum nicht geringen Erstaunen der Dienstmagd, die nicht gewohnt ist, ihren Herrn bei berlel lichen Geschäften Hand anlegen zu sehen. Als dann die den Zug. Er athmete tief auf, als er im Roupee saß, ihm weggethan, bietet Dr. Justus Böttger seiner Gattin ben Leider," erwiderte Dr. Justus Böttger, der es selbst nicht begriff, warum ihm der Abschied so schwer wurde. Von Herrn Kästner begleitet, erreichte er noch rechtzeitig untergebracht und Frau Bertha die große, weiße war so ganz eigen zu Muth. Gedankenvoll betrachtete er die Landschaft, an die der Zug ihn vorüberführte, und er wunderte fich, daß fie ihm jest so ganz anders erschien, als auf dem Heimwege, ansprechender, schöner, sommerlicher. Lag es daran, daß es am Morgen geregnet hatte, während jezt die Sonne schien, oder war es, weil er? Dr. Justus Böttger mochte den Satz nicht ausdenken, er schüttelte den Kopf und murmelte vor sich hin:„ Es will Herbst werden!" aber er lächelte ganz Ein meinte Fräulein Bertha Mindestens sechs Jahre" Frant Sieben und ein halbes" erwiderte der Notar, mit der Sicherheit eines Mannes, der seiner Sache gewiß ist. Ich fah zuletzt dabei." Profeffors T." zu seiner Frau: ware! Bitte, Ja, fo Achi muß aber gebracht, ba einen icbredt Frances Mutter ftan Bir Selbstbeber Franc lag uns get Grnfies han und führt sie durch sämmtliche Wohnräume, die alle fo und behaglich eingerichtet find, bis in sein Arbeitssim in seinen Augen die Krone des Ganzen bildet. Hier f Meine liebe Bertha, wie fühle ich mich so gladlid befriedigt an Deiner Seite, hier in unserm gemütlichen Wie gut, daß wir uns gefunden, noch ehe es vollends wurde! was würde wohl aus mir armen, einfa gefellen geworden sein, wenn es nicht so gelommen Seine Frau blidt bewegt zu ihm auf. Ach Justus, Du weißt nicht!" beginnt fie ter nicht zu fürchten haben. Aber was rede ich vom Cines weiß ich," äußerte er:„ daß wir vereint ben er steht ja noch nicht vor unserer Thür; es will ja a Slett auf einem Balle im Hause Ihres Onfels, des Horn. beseligt bahr ist vergangen und wieder naht der Herbst. Wir Frl. Bertha Frant nickte beistimmend. Ja, das war eine fröhliche Beit." Wenn Dr. Justus Böttger auch anderer Meinung sein mochte, so sprach er dies doch nicht aus, sondern fragte:„ Es ift Ihnen seitdem immer wohl ergangen?" " Sehr wohl," lautete die Antwort, ich befinde mich finden den Notar Dr. Justus Böttger noch in der alten Be hausung, denn nicht er, sondern Frau Ahrens, hat mittlerweile Das Feld räumen müffen. Der geduldige Miethsmann ist des ewigen Geredes endlich müde geworden, er hat sich an den Hausbefizer gewandt und ist nun Inhaber der gesammten fünf Bimmer umfassenden Wohnung. werden!" Verantwortlicher Redakteur N. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. aber Mit Ausgehen f Finger über ts nicht ben und der bö In ein ebraht batte