Nr. 246. V Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benih- Straße 2. An die Parteigenossen! Dienstag, den 20. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: weil die Genossen kein Lokal bekommen, oder weil, wie in Mecklen| ein hervorragender Agitator ist und sehr mächtige burg, sozialdemokratische Versammlungen überhaupt nicht geduldet werden, da genügt es, wenn die Parteigenossen sich privatim verDurch Beschluß des Parteitages in Gotha ist das am ständigen, und einen aus ihrer Mitte als Vertrauensperson in 5. Dezember 1895 bezüglich der Parteileitung von der sozial- Vorschlag bringen. demokratischen Fraktion des Reichstags geschaffene Provisorium bestätigt und für das nächste Geschäftsjahr beibehalten worden. Die Unterzeichneten sind mit der Leitung der Parteigeschäfte für das nächste Jahr betraut worden. In Ausführung dieser Beschlüsse hat sofort im Anschluß an die Wahl die Konftituirung der Parteileitung stattgefunden, bei welcher Gelegenheit folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Die Adresse des Parteibureaus ist wie bisher: W. Pfannkuch, Hamburg Eimsbüttel, Eichenstr. 4, I. Sämmtliche für den geschäftsführenden Ausschuß bestimmte Briefe und sonstige Zusendungen sind nur an die vorstehende Adresse zu richten. Alle Geldsendungen dagegen sind nur an den Parteikassirer A. Gerisch, Hamburg Eimsbüttel, au adressiren. Eichenstr. 4 I, Heinrich Meister, Hannover, Pferdestr. 9, einzusenden. Parteigenossen! Der geschäftsführende Ausschuß wird wie warten, daß Euerseits das gleiche geschieht. bisher, so auch im neuen Jahre seine Pflicht erfüllen, wir erVorwärts, trok alledem! Hoch die internationale Sozialdemokratie! Hamburg, 19. Oktober 1896. Der geschäftsführende Ausschuß. H. Förster. A. Gerisch. H. Könen. F. Moltenbuhr W. Pfannku ch. " re unde hat und ich brauche wohl nicht auss einander zu sehen, was dies zu bedeuten hat." geordneten hatte, hielt mich damals zurück, das Gespräch in ge Nur die Achtung, die ich vor der Eigenschaft eines Abbührender Weise abzubrechen. Dr. Arendt beklagte in derselben Unterredung, daß Dr. Peters nicht zum Gouverneur gemacht und von mir nicht in Vorschlag gebracht worden sei. Ich wußte, daß Dr. Arendt die Vorgänge kannte, denn seine Freunde, die Herren v. d. Heydt und Dr. Schröder, hatten ohne mein Vorwissen dem gegenwärtigen Herrn Reichskanzler den Obersten Lieber vorgeschlagen und an diesen hatte Dr. Peters geschrieben, daß er ihn zum Vizegouverneur in Antrag bringen sollte. Ich wich der Frage des Dr. Arendt deshalb aus und bemerkte nur:„ Er überschäße meine Stellung; für die wichtige Stelle eines oftafrikanischen Gouverneurs bedürfe ein Reichskanzler keiner Vorschläge, ebenso wenig wie für diejenige eines Botschafters. Für solche Posten habe sowohl Bum Wechsel im Kolonialamte. Der eich stanzler, wie oft auch Seine Majestät felbft ihre eigenen Kandidaten. Daß übrigens Fürst Dr. Kayser, der verflossene Direktor des Kolonial- Hohenlohe die Ambitionen des Dr. Peters nach dieser Stellung wesens, hat heute die letzte Sigung des Kolonialraths, der gekannt habe, könne ich versichern." Wenn also Dr. Arendt er präsidiren wird, zu einer Rede pro domo, das heißt in behauptet, ich hätte ihm gesagt, daß ich Dr. Peters zum Gouverneur vorgeschlagen habe, so ist diese mir unterlegte Miteigener Sache, benüßt. Nach einer Einleitung, in der er theilung unwahr. Das Gegentheil ist der Fall. Ich hatte die deutsche Kolonialpolitik im allgemeinen und seine aber, nachdem mir Dr. Arendt Verfolgungen seitens des Beschwerden über den geschäftsführenden Ausschuß oder bessen kolonialpolitische Thätigkeit im besonderen in möglichst Dr. Peters und seiner Freunde verblümt, aber 2 Geschäftsführung sind an wenig ungünstiges Licht zu setzen suchte, gestand er ein, deutlich in Aussicht gestellt hatte, keine Veranlassung, Bekanntlich haben sich die daß das Kolonialfeuer in Deutschland vollständig erloschen seine Frage zu beantworten. sei und kam dann auf sein Verhältniß zu Peters zu Berhandlungen mit Dr. Peters wegen der Stelle am Tanganyka Monate lang hingezogen, weil er Bedingungen über Bedingungen sprechen. Er sagte da: Parteigenossen! Nach den Bestimmungen des§ 4 des Als Major v. Wißmann zum Gouverneur ernannt worden stellte, Erklärungen wieder zurückzog und auf Erlasse Wochen Organisationsstatuts hat die Neuwahl der Vertrauenspersonen war im Frühjahr 1895, tam noch während meiner lang nicht antwortete. Zuletzt riß dem Herrn Reichskanzler die alljährlich im Anschluß an den Parteitag stattzufinden. Wir damaligen schweren Krankheit Dr. Arendt als Abgesandter des fang gewährte Geduld und es wurde Dr. Peters ein Ultimatum trittes zu verhandeln. Ich machte ihn darauf aufmerk richten deshalb an Euch das Ersuchen, diese Neuwahlen überall Dr. Peters, um wegen dessen Verwendung mit mir zu ver- gestellt. Dr. Arendt fam, um über die Modalitäten des Rückhandeln. Er berief fich auf eine Aeußerung des Staatswo sie nothwendig sind, schleunigst vorzunehmen und von dem sekretärs v. Marschall in der Budgetkommission, daß die Re- sam, daß die bloße Weigerung, die Stelle zu übernehmen, den Abschied ohne Pension zur Folge haben Ergebniß derselben, unter genauer Angabe der Adresse des Ge- gierung außer Wißmann auch Dr. Peters seinen Fähigkeiten würde, daß aber der Herr Reichskanzler, um sein besonderes wählten, dem geschäftsführenden Ausschuß unter der oben an- entsprechend zu verwenden gedenke. Diese Aeußerung hatte zwei Wohlwollen zu bezeugen, geneigt sein würde, Dr. Peters zur Afrikaner veranlaßt, hiergegen Einspruch zu erheben und die gegebenen Adresse Mittheilung zu machen. Vorgänge am Kilima- Ndjaro neu zu beleuchten. Es hatte deren Disposition zu stellen. Dr. Arendt griff dieses Anerbieten init Auch die Vertrauenspersonen jener Drte, welche im neuen Bernehmung und diejenige des Dr. Peters stattgefunden. Ein Freuden auf, vergaß aber nicht hinzuzufügen, daß dies um so Jahre die Parteigeschäfte wie bisher weiter besorgen, werden er- Beweis eines Verschuldens war hierdurch nicht erbracht, wohl angenehmer sei, als Dr. Peters doch einen Fuß im Steigbügel behielte und wieder in den Dienst sucht, davon dem geschäftsführenden Ausschuß Mittheilung zu aber ein bisher nicht vorhanden gewesener Zweifel angeregt. tönnte, wenn das gegenwärtige Regi machen, damit das Adressenverzeichniß auf dem Laufenden gehalten Abgeordneten getheilt wurde, war folgende: Der Beweis einer Ende erreiche. Auf Wunsch von Dr. Arendt habe ich ihm Meine Stellung, die auch von einem hervoragenden Reichstags- ment, bas boch nicht von Bauer sein werde, fein werden kann und Irrthümer vermieden werden. Die Vertrauens. Schuld des Dr. Peters schien mir nicht erbracht: der weiterende erreiche. Auf Wunsch von Dr. Arendt habe ich ihm das an Dr. Peters zu stellende Gesuch in die Feder diktirt. nach dem damals bekannten personen werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß es Fortgang der Sache hätte So Dr. Kayser über sein Verhältniß zu Peters. Was nicht genügt, wenn ihre Neuwahl in irgend einem der Partei- Bache schädlichen Skandal herbeigeführt, ohne eine Verurtheilung er dann noch über die Gebrüder Schröder sagt, ist von Beweismaterial meiner Ueberzeugung nur einen der kolonialen organe veröffentlicht wird. Bei der großen Zahl unserer Preß zu erreichen. Auch glaubte ich angesichts diefer Sachlage die untergeordneter, und was er zum Schluß über die Ausorgane ist es ausgeschlossen, daß seitens des geschäftsführenden Verdienste in Erwägung ziehen zu müssen, die Dr. Peters um sichten der Kolonialpolitik sagt, von gar feiner Bedeutung. Ausschusses eine so genaue Kontrolle stattfindet, um jede Notiz die Erwerbung von Ostafrika erworben hatte. Eine Verwendung Desto wichtiger sind die Halb- Enthüllungen mit bezug über etwa erfolgte Wahlen von Vertrauenspersonen feststellen zu unter dem Gouverneur von Wißmann schien mir die beste Lösung. auf Peters. Zunächst sehen wir, wie man die Thaten und Die Verhandlungen mit Dr. Arendt dauerten lange Beit, Unthaten des letzteren zu verschleiern und zu ver zumal ich Don meinem Krankenbett aus nicht viel 811 tuschen bemüht war. Allein von weit größerem thun vermochte. Nach meiner Genesung im Juni wurden dieser Theil der Bekenntnisse des die Verhandlungen im Amt fortgesetzt. Dr. Arendt be- Interesse als gann dieselbe mit folgenden Worten, deren Text ich Herrn Dr. Kayser sind die absichtlichen oder mir damals, nachdem er mich verlassen, sofort notirt hatte: absichtlichen Indiskretionen über die Kliquenwirthschaft und " Dr. Peters erwartet eine gute Behandlung; Sie wissen, daß er den Zickzack- Kurs auf dem Gebiete der Kolonialpolitik. tönnen. Die Wahlen der Vertrauenspersonen haben in öffentlichen Parteiversammlungen stattzufinden, zu denen jedermann Zutritt hat, der sich zu den sozialdemokratischen Grundsätzen bekennt. Wo solche Versammlungen nicht stattfinden können, sei es, 981 Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Signora", erwiderte Adrian, ich ließ mir wenig träumen, daß ich hierher kommen würde, um Fragen über mich selbst zu beantworten, aber ich will Eurem Verlangen genügen. Mein Name ist Adrian di Castello aus dem römischen Hause der Colonna." " 1111= wir looseten, wer ihn suchen solle, das Loos fiel auf die Damen, die Euch, wie ich hoffe, nicht zu Eurem Mißvergnügen, hierher brachten. Schöner Herr, mein Bericht ist beendet!" ,, Ach, liebenswürdige Königin!" sagte Adrian, der kräftig, aber vergeblich gegen die bittere Enttäuschung ankämpfte, ich kann mich Eurem glücklichen Kreise nicht auschließen; ich bin in mir selbst schon eine Verlegung Eures Gesetzes. Nur ein trauriger Gedanke erfüllt mein Herz, dem jede Fröhlichkeit Entheiligung sein würde. Ich suche unter den Lebenden und den Todten nach einem Wesen, über dessen Schicksal ich ungewiß bin, und nur die Worte meiner schönen Führerin, deren Sinn ich mißverstand, haben von meiner traurigen Pflicht mich ableiten können. Ge stattet, edle Signora, daß ich nach Florenz zurückkehre." Die Königin sah befremdet nach der schwarzäugigen Marianna, die durch einent bedeutsamen Blick erwiderte und darauf, schnell vor Adrian tretend, zu ihm sagte: Die beiden Begleiterinnen des Colonna hatten jetzt ihre Masken abgenommen, und die eine, die ihn zuerst vor der Kirche auredete, schüttelte ihre langen und schwarzen Locken Eine edle Säule eines edlen Hauses", erwiderte die über einem großen schelmisch lächelnden Auge und einer Königin. Was uns betrifft, so wißt, da Eure Neugierde Wange, deren Farbe jetzt durch ein leichtes Erröthen vielleicht erregt worden ist, daß wir sechs Damen aus noch erhöht wurde, und sagte ihn, noch bevor er auf die Florenz, durch unsere Verwandten und Beschüßer theils verBewillkommnung, mit der er empfangen wurde, erwidern lassen, theils durch den Tod ihrer beraubt, den Entschluß tonnte: gefaßt haben, uns in diese Villa zurückzuziehen, wo der " Herr Ritter, Jhr seht nun, wohin ich Euch entführt Tod weniger mit seinen Schrecknissen erscheint, als in der habe. Ihr werdet gestehen müssen, daß es hier angenehmer Stadt dort unten, und da die Gelehrten behaupten, daß ist, als in der Stadt, die wir verlassen haben. Ihr blickt die Traurigkeit die furchtbare Krankheit befördert, so seht mich verwundert an? Seht, meine Königin, wie sprachlos Jhr in uns geschworene Feindinnen der Traurigkeit. Sechs die Wunder Eures Hofes ihn gemacht haben. Ich ver- Ritter von unserer Bekanntschaft willigten ein, uns zu besichere Euch, er war beredtsam genug, als er blos mit uns gleiten. Wir bringen unsere Tage, seien es viele oder zu thun hatte, ja, ich war sogar gezwungen, ihm Still- wenige, in den Abwechselungen und Zerstreuungen zu, welche schweigen zu gebieten." die Natur und unsere eigenen Hilfsquellen uns darbieten. O, bann habt Ihr ihn also noch nicht von den Ge- Musik und Tanz, muntere Geschichten und fröhliche Gebräuchen und der Geschichte unseres Hofes benachrichtigt? fänge mit solchem leichten Wechsel der Szene als vom sagt die Dame mit dem Lorbeertranz. Rasenplatz in den Schatten, von der Allee zur Fontaine, erfüllen unsere Zeit und bereiten uns auf einen ruhigen Schlaf und auf glückliche Träume vor. Jede von uns ist abwechselnd Königin unseres freundlichen Hofes, so wie es heute mein Loos ist. Unsere Konstitution besteht nur aus Mit diesen Worten sprang das Mädchen fort und be- einem Gesetz daß nichts Trauriges zugelassen werden wie ich Euch sagte. Nein, Signor, ich täusche Euch nicht. gann ihre Locken etwas tokett in dem glatten Spiegel eines soll. Wir möchten leben, als ob jene Stadt nicht in der Es ist wahr, daß ich Euch nicht zu ihr bringen kann, sie Marmorbassins, aus dem das Wasser über den Rand den Welt wäre, und als ob( fügte die schöne Königin mit ist vor einigen Tagen nach einer der lombardischen Städte, grünen Abhang hinunterrieselte, zu ordnen, dann und wann einem leichten Seufzer hinzu) Jugend, Anmuth und Schön- welche, wie man wissen will, die Seuche noch nicht erreicht schelmisch nach dem Fremden blickend und so nahe bleibend, heit nicht verblühen könnten. Einer unserer Ritter verließ hat, abgereift. Nun, edler Herr, ist Euer Herz jezt er daß sie hören konnte, was gesprochen wurde. uns thörichterweise, indem er versprach, am nächsten Tage leichtert und wollt Ihr sobald unseren Hof der Freude Erlaubt mir zuvörderst, Herr," sagte die Dame, welche zurückzukehren; wir haben ihn nicht wiedergesehen; wir verlassen? und vielleicht auch den der Liebe", fügte sie mit die Königin benannt wurde, nach Eurem Namen, Rang wollen nicht daran denken, was ihm widerfahren sein mag. einem sanften Blicke aus ihren großen schwarzen Augen und Geburtsort zu fragen." Es wurde nothwendig, einen Stellvertreter für ihn zu finden; hinzu, ( Fortsetzung folgt.) Nein, meine Königin, ich glaubte, daß jede Beschreibung, in einem Orte, wie Florenz jetzt ist, vorgetragen, ihre Wirkung verfehlen würde. Mein Auftrag ist erfüllt, ich empfehle ihn Eurer Gnade." Aber Signor, wenn ich mein Versprechen noch halten tönnte? wenn es mir möglich wäre, Dich zu beruhigen über die Gesundheit und Sicherheit- Frenens." Irene," wiederholte Adrian verwundert, indem er in diesem Augenblick nicht daran dachte, daß er selbst ihren Namen genannt hatte. Frene, Frene di Gabrini, die Schwester des einst so berühmten Rienzi." " Dieselbe", antwortete Marianna schnell, ich kenne sie, Ein -Die Freunde des Peters dürfen es wagen, dem obersten zweiten Straftanimer am Landgericht II zur Verhandlung fam. sin ber Beit von April bis jetzt 25 Infaffen einer Kolonial- Beamten offen zu bedrohen und ihm die Schwäche Derselbe saß am 14. November v. J. mit zwei anderen Arbeitern Irren anstalt überwiesen werden mußten! Der jezigen Regierung höhnend vor Augen zu halten. in einem Schantlokale zu Steglitz. Die drei sprachen über Begnadigt. Dem im Frühjahr d. J. wegen PistolenInteressant ist auch die Aeußerung Kaysers, daß der Kaiser Steuerverhältnisse, Staatsschulden und andere Sachen. Während duells zu vier Monaten Festung verurtheilten Kandidaten der feine eigenen Kandidaten für die Aemter hat". nun die anderen behaupteten, daß die gefeßgebenden Organe Medizin, Karl Düssel von Würzburg, wurden zwei Monate der neuer Beweis, daß es mit der Durchführung konftitutioneller Kaiser dafür verantwortlich sei; doch fleidete er diese Behauptung die Staatsschulden machen, behauptete der Angeklagte, daß der Strafe erlassen. Grundsäge bei uns noch gute Wege hat. Was aber die Drohungen der Peters- Clique betrifft, so waren es nicht leere Worte. Herr Peters ist nach Deutschland zurückgekehrt, ohne vom Staatsanwalt gefaßt zu werden, und Dr. Kayser ist gegangen- worden. 8001 an Politische Uebersicht. Berlin, 19. Oktober. - Der württembergische Justizminister Faber in eine Form, welche von den anderen als Majestätsbeleidigung aufgefaßt und zur Anzeige gebracht wurde. Das öffentlich ver- ist durch den bisherigen Staatsrath Breitling ersetzt worden. fündete Urtheil ging dahin, daß in den inkriminirten Worten Aus Württemberg. Am vierten Verhandlungstage des zwar eine Majestätsbeleidigung gefunden werden könne, daß aber praktisch- sozialen Rurfus der Ultramontanen in Schw. Gmünd die politischen Ansichten des Angeklagten so verworren seien, daß sprach der Reichstags- Abgeordnete Hitze anstelle des verhinderten er die gesetzgeberischen und verantwortlichen Organe bes Staats- Abg. Lieber über den Maximalarbeitstag". Redner steht auf wesens verwechsele und daß er sicher nicht die Absicht oder das rein kapitalistischem Ausbeutungsstandpunkt; von der so oft geBewußtsein gehabt habe, den Kaiser zu beleidigen. Mit einer priesenen Arbeiterfreundlichkeit des Zentrums war nichts zu Verwarnung vor der Bierbank- Politik wurde der Angeklagte frei- merken, er heißt die Ueberstunden gut und nennt den Kampf der Sozialisten gegen die Ueberstunden einen falschen. Redner Was haben die Arbeiter von der Sozialdemo- gesprochen. Der Heizer und Maschinist Johann Heinrich Christian Seidler plädirt für den elf stündigen Arbeitstag und betont, daß das kratie? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit einer Reihe aus Hinschenfelde hatte sich am Sonnabend vor dem Altonaer Bentrum das Ziel, den Arbeitern ein würdiges Dasein zu von Tagen ein hier in Berlin erscheinendes kleines Landgericht wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Die schaffen, nicht aus den Augen lassen werde, das stürmiſche katholisches Blättchen, die Märkische Volks- Zeitung". Sie verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Der Drängen der Sozialdemokratie habe keinen Zweck. möchte den Lesern gern weiß machen, daß die Arbeiter von der Angeklagte soll im Juni d. J. dem Händler Blömte gegenüber Zum Fall von Brüsewig. Die konservative Sozialdemokratie gar nichts haben, daß dagegen die Zentrumis- in ganz gemeiner Weise über den deutschen Kaiser geschimpft Presse versucht Stimmung gegen den Ermordeten zu machen. So partei den Arbeiterschutz erfunden und die Arbeiterfreund haben, was jedoch entschieden von ihm in Abrede gestellt wurde; beginnt der Reichsbote" einen weitausgesponnenen Artikel mit lichkeit in alleinige Generalpacht genommen habe. In einer vielmehr wurde von ihm behauptet, daß er von dem Haupt folgenden Säßen: rührend langweiligen Artikelferie zählt das Blättchen die belastungszeugen nur aus Rache beschuldigt werde, weil seine Ruhmesthaten der Zentrumspartei in Punkto Arbeiterschutz Grau in einer Klagesache gegen ihn gezeugt babe. Auch eine zusammen und brüstet sich u. a. damit, daß das Zentrum schon intimen Verhältniß mit dem Hauptzeugen gestanden habe. Ferner Belastungszeugin sei nicht glaubhaft, weil diese in einem am 19. März 1877 einen sozialistischen Antrag im Reichstag bestritt er, Sozialdemokrat zu sein und wies nach, daß eingebracht habe, während die sozialpolitische Partei er Mitglied des Kampfgenossenvereins seit den siebziger Jahren erst am 11. April desselben Jahres mit einem Arbeiter ist. Er ist außerdem Mitglied des Fabritarbeiter- Vereins. Beuge schutz- Antrag auf dem Plane erschienen sei. Also beinahe Blömte befundete, daß der Angeklagte die inkriminirte Neußeum eine ganze Nasenlänge in der Firigkeit geschlagen! Daß rung gethan habe und wurde von der unverehelichten Witt unterdie Sozialdemokraten erst 12 Mann start im Reichstag stützt. Blömte bestritt, Sozialdemokrat zu sein, mußte aber zusaßen und sich zur Einbringung selbständiger Anträge geben, daß er noch vor furzer Zeit Mitglied des sozialdemokratischen Vereins verschaffen mußten, ist ja nebensächlich. Auch die damals Staatsanwalt selbst die Freisprechung des Angeklagten, welchem noch die Unterstützung von Abgeordneten auderer Parteien völlig en tres war. Bon verſchiebenen Seiten wurde er als unglaubwürdig gekennzeichnet. Daraufhin beantragte der schon jahrzehnte währende deutsche sozialistische Bewegung, Antrage sich der Vertheidiger Dr. Suse anschloß. Ohne sich die Leistungen der Engels, Mary, Lassalle kommen nicht in zurückzuziehen, erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung, weil betracht: Das Zentrum hat nun einmal den ersten sozial- ihm die Aussagen der Belastungszeugen nicht glaubhaft er politischen Antrag eingebracht und die Sozialdemokraten schienen. haben in der Folge ihre eigenen Anträge und Anfichten über Arbeiterschutz verfochten, die von Zentrum und Regierung zusammengezimmerten sozialpolitischen Geseze" aber nicht angenommen. versicherung: " Deutsches Reich. und Es stellt sich zum objektiven Sachverhalt desselben immer deutlicher heraus, daß des Benehmen des niedergestoßenen Mechaniters Siepmann und die Stuhlanrempelei desselben von ebenso großer Unüberlegtheit wie provozirender Ammaßung gewesen ist. Das rechtfertigt in unseren Augen natürlich nicht die noch betrübendere Remedur, die sein Partner mit der Erstechung des wehrlosen Mannes eintreten lassen zu müssen glaubte, in der Besorgniß, andernfalls sein Offizierspatent zu verlieren. Alle Darstellungen stimmen darin überein, daß den Er mordeten gar keine Schuld traf. Bemerkenswerth ist, daß der Paris, 16. Oftober.( Eig. Ber.) Bei den will! ürlichen Todtschläger mehrere Tage frei herumging! Frankreich. Verhaftungen anläßlich des Barenbefuches hat die Polizei im Nebereifer sich stark vergriffen. Neben wirklichen und angeblichen Anarchisten, neben einer Anzahl polnischer Sozialisten, wurden auch ganz polizeifromme polnische Bourgeois verhaftet, darunter ein feit langem in Paris ansässiger Pole, der mit einem gemäßigten Deputirten befreundet ist. Dabei mußten die Gefangenen die Gesellschaft von gemeinen Verbrechern theilen und auch sonst die diesen au theil werdende Behandlung erdulden. Wie verlautet, wird ein sozialistischer Abgeordneter die Polizei willkür in der Kammer zur Sprache bringen. Der sozialdemokratische Abgeordnete Coutannt fündigt einen Dringlichkeitsantrag an, welcher dahingeht, den Arbeitslosen eine Subvention zu bewilligen in der Höhe der für den Barenempfang ausgeworfenen Kredite. Der Antrag wird mit der in den Industriezentren start anwachsenden Arbeitslosigteit begründet werden. Namentlich macht sich die Arbeitslosigkeit geltend in Paris, Lyon, Rive- de- Gier und Narbonne. Die in Albi wird bestimmt Oktober eröffnet Zur Konvertirung der Reich 3= Arbeiter bei der Sozialdemokratie nur sehr schlecht auf Ist dies nicht Beweis genug, daß die Staatsanleihen schreibt uns ein Kenner der Arbeitergehoben sind und, wenn sie schlau wären, in Massen die Die Arbeiterklasse ist an der Konversion nicht so ganz unkatholischen Pfaffen in den Reichstag wählen müßten? interessirt. Von den Krankenkassen weiß ich bestimmt, daß Nun, die Arbeiter müssen darüber wohl etwas anders eine Anzahl derfelben 4prozentige Staatspapiere besigt und durch denken, denn seit jener Zeit sind die sozialdemokratischen die Konversion Kapital- und dauernden Zinsverlust erleidet. Von Stimmen von 493 000 auf etwa 1 800 000 angewachsen. den Fonds der Berufsgenossenschaften und der Alters- und In Wir wollen übrigens nicht bestreiten, daß das Zentrum validitätsversicherung ist mir das gleiche nicht genau bekannt, gerne sozialpolitische Anträge stellt, als aber im Jahre 1891/92 doch bürfte dies aber ebenfalls zutreffen. bei Berathung des Arbeiterschutz- Gesetzentwurfs die Gelegen- tannte Leipziger Orts- Strankenkasse hingewiesen. Dieselbe besigt Um ein ziffernmäßiges Beispiel zu geben, sei auf die bedurch entschiedenes Auftreten im Reichstage zu betonen, da Reichs- und 98 969,10 M. 4 proz. Preußische Staatsanleihe. Die der sozialistisch- radikale Gemeinderath 3000 Fr. votirt hat, hat das Zentrum elendiglich ihre Forderung des Normal- Der jährliche Zinsverlust beziffert sich somit auf 1814,08 m. werden die politischen und gewerkschaftlichen Vertreter aller Arbeitstages und alle anderen Programmforderungen, die mit 31½ pCt. tapitalisirt ergiebt der letztere Betrag die Summe sozialpolitischen Richtungen theilnehmen. über die Vorschläge Berlepsch's hinausgingen, ignorirt und von ca. 38 000." es hat mitgeholfen, daß die damalige Revision unserer Arbeiterschutz- Gesetzgebung durchaus ungenügend blieb. Was die Frage betrifft, ob man auch ohne Sozial demokratie den sogenannten Arbeiterschuh" inaugurirt hätte, was von dem zitirten katholischen Blättchen bestritten wird, kann man nur immer wieder auf das Zeugniß des Fürsten Bismarck verweisen, der am 26. November 1884 heit da war, die Programmforderungen des Zentrums in ihrem Reservefonds u. a. 163 847,20 m. 4 proz. Deutsche am 25 rbeitern der Einweihungsfeier, für erklärte: lasse und ihre Vertretungen nicht abhalten, für eine möglichst Eine Rücksicht auf diese Zinsverluste wird aber die Arbeiter weitgehende Konversion einzutreten.= aus Dresden offiziös, daß die sächsische Regierung zu der preußischen Zur Handwerker Vorlage verlautet Handwerker- Borlage noch feine Stellung genommen habe. Diese auffallende Zurückhaltung der Bundesregierungen scheint für die Möglichkeit zu sprechen, daß die Vorlage schon im Bundesrathe abgelehnt wird. Wenn es keine Sozialdemokratie gäbe und wenn nicht eine Die Militär- Strafprozeß Novelle soll im Menge sich vor ihr fürchtete, würden die mäßigen Fortschritte, Bundesrath auf große Schwierigkeiten stoßen, so wird wenigstens die wir überhaupt in der Sozialreform bisher gemacht haben, in den Hamb. Nachr." vermuthet. Eine Beröffentlichung des auch noch nicht existiren." Gefeßentwurfs, bevor er dem Reichstage zugeht, gilt als aus gefchloffen. Es scheint, daß wir mit der Seeschlange MilitärStrafprozeß Novelle noch manche Ueberraschungen erleben Wir denken, der Mann, der damals an der Spitze der Regierung stand, wird ja wissen, weswegen er Geseze hat machen lassen. 7 werden. ARességuier von Carmaux macht Schule auch mit seinem Arbeiter. Anläßlich eines Streits von Seidenwebern hatte unfer Schadenersatzprozeß gegen sozialistische Bertheidiger streifender Lyoner Parteiblatt Peuple" die menschenunwürdigen Zustände in den Fabriken von klerikalen Unternehmern Lyons zur öffente bas Blatt auf Schadenersatz im Betrage von nicht weniger als lichen Kenntniß gebracht. Die frommen Ausbeuter verklagen nun 191 000 Fr. Und zwar werden 100 000 Fr. der UnternehmerGesellschaft und außerdem 10-25 000 Fr. von jedem einzelnen Unternehmer verlangt. Nach dem Ausgang des Rességuier'schen Prozesses zu urtheilen, wäre eine Unterbindung der Preßfreiheit durch den Schadenersatz- Paragraphen seitens des Lyoner Zivil. gerichts höchst wahrscheinlich. Paris, 17. Oftober. Die Budgetkommission berieth das Budget des Kriegsministeriums. Der Kriegsminister General Billot erläuterte dasselbe und hob hervor, daß das Budget im ganzen 627 Millionen Franks aufweise, also 61/2 Millionen Frants weniger als im Jahre Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. für unsere Armee angeschafft werden, und der Personenstand der der Minister, Ersparnisse herbeizuführen, Gerechtigkeit widerfahren, - Neue Kanonen sollen infolge einer Erfindung Krupp's 1896. Der Berichterstatter Boudenoot ließ den Bemühungen Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich heute der Kriegsmarine soll vermehrt werden. Also wieder eine neue betonte jedoch, daß die Bureaus diese Bemühungen wieder zu Schlosser Franz Beutel aus Schöneberg vor der zweiten Militärvorlage in Sicht. Die Freude am Kriegsheer dürfte nichte machten; es sei durchaus nothwendig, daß die Kom Straftammer am Landgericht II zu verantworten. Der Angetlagte hatte im Monat Juni in Schöneberg auf der Straße durch diese Nachrichten nicht gesteigert werden. mission fich streng zeige. Der Berichterstatter schlug weitere Radau gemacht und sollte durch einen Polizeibeamten fistirt-Assessor Wehlan hat sich, wie mitgetheilt wird, Ersparnisse im Betrage von 13 Millionen Frants werden. Dabei stieß er in seiner vom Trunte gesteigerten Er- auch um eine Anstellung im Rammergerichtsbezirk im Justizdienst vor. regung grobe Schimpfreden gegen den Kaiser aus. Das Urtheil bemüht. Seine Bemühungen sind aber erfolglos geblieben. Paris, 19. Oktober. Die gemäßigten Blätter sprechen lautete auf vier Monate Gefängniß. Düsseldorf, 15. Oftober. Die Rheinisch Westsich befriedigt über die Rede des Ministers des Innern Barthou Die leidige Bierbank- Politik hat dem Schuh- fälische Gefängniß- Gesellschaft hielt in Düſſel in Doron aus, insbesondere über feine Gärung einerlei macher August Krause aus Nixdorf eine Anklage wegen dorf soeben ihre 68. Jahresversammlung ab. Majestätsbeleidigung eingetragen, die heute vor der Schellmann aus Brauweiler theilte u. a. mit, daß blicken in seiner Rede das thatsächliche Programm des # .Gain bilin waren Kunft und Wissenschaft. er auch für das Alter reiche, die stets auf das Zukünftige, womöglich messen? Das ist ein effes Geschäft. Es war wohl ein Wagniß, auf die Seligkeit des Jenseits verweisen, um nur nicht einzahlen gerade dies Stück Ibsen's aufzuführen. Aber das Wagniß war Jbsen's ,, Komödie der Liebe". Das Schauspiel war vor zu müssen, was die gegenwärtige Menschheit fordert. Inmitten unter allen Umständen dankenswerth. Das feine Schauspiel fand 85 Jahren entstanden. Für die Entwickelungsgeschichte des der Vorsichtigen: eines Pfarrers, der sogar das Gedenken an vielleicht nicht so kräftigen widerhall, als theatralisch wuchtigere Dichters bleibt es bedeutsam. In den Versen der Komödie", den seine Jugendkraft verloren hat; eines nüchternen Kopisten, der Dramen. Aber wenn es vorerst nur der Hälfte oder einem zierlichsten, den elegantesten, die Jbsen geschaffen, ringt sich fein Schwärmen von einft verleugnet, weil es ihm bei seinem Drittel des Publikums Anregung zu heimlichem Nachfinnen gab, bereits der Sehnsuchtsschrei nach sonnenbeschienener Freiheit, Borgesetzten schaden fönnte; eines jungen Freundes, der sich zu so ist es schon ein lebhafter Gewinn. Man drängt nach aufder lobernde Haß gegen dumpfe Moral- Konvenienz durch. Die einer Ghe anschickt, die ihm seine besseren Instinkte stehlen wird; wärts. Man gewöhnt sich an Nachdenklichkeit; das Theater erhält Ironie ist die Waffe des Dichters, und er schwingt sie wider eines forretten, fühlverständigen Großkaufmanns, sehnt sich etwas Feiertägliches. Es giebt eigentlich nur eine stinkende die Aermlichen, wider die Muthlosen, die niemals das gegen Falt nach einem muthigen Gefährten. Schon glaubt Schweinerei in der Kunst, wie im Leben, und die heißt: Geistig wärtige Glück ergreifen können, weil in ihrem mart- er, marter, ihn in der stolzen Schwanhild, der Tochter der niederziehen! Iosen Gebein die frische Begehrlichkeit geschwunden ist Wittwe Halm, gefunden zu haben; aber die Kühnheit Das Theater des Westens hatte mit dem dritten Stück, und weil die uralte Predigerweisheit: Eutsage Mensch, Schwanhilden's reicht nicht zur entschlossenen That, die alles auf das über seine Bühne ging, endlich Glück. Freilich war die Wahl entfage! fie zu Krüppeln an Geist und Gemüth gemacht sich nimmt. Einen Augenblick der Selbstvergessenheit erlebt des Stückes wenigstens tein Experiment, wurden doch Schiller's hat. Vielleicht in keinem seiner Werke hat Jbsen so sehr der Schwanhild; aber wie eine Nachtwandlerin, die durch einen An- Räuber" gegeben, ein Werk, dem man nicht einmal Zensur Neigung zum dichterischen Spiel, zur Tändelei nachgegeben, wie ruf geweckt wird, so wird sie durch die Vorstellungen des Groß- fchwierigkeiten zu machen wagt. Wären der Aufführung die nöthigen in der„ Komödie der Liebe." Der Degen, den er führt, ist noch taufmanns, der um sie wirbt, aus ihren Träumen geweckt; und Proben und die einem klassischen Stück gebührenden Anstrengungen blumenumwunden; noch fallen die Schläge gegen die niedrigen Schwanhild ist zu flug, um eine Heldin zu werden, die nicht der Regie vorangegangen, so wäre der Beifall, der der Darstellung Spaliere, die in ihrer engherzigen Beschränkung uns die Schönheit nach der Zukunft fragt. Falt aber erfährt, was die Philister gezollt wurde, mehr verdient gewesen. So aber flappte das von an jedem Simson thaten: man höhnt ihn, Busammenspiel nicht, dieser Erde rauben möchten, nicht mit jener Wucht aus, die den von jeher erschrecklicher Länge späteren Kämpfer und Dichter auszeichnet. Troßdem jedoch rebellirt während Schwanhild in ihre Welt zurücktritt, wehmüthige die Paufen, die Dokorationen zum theil gänzlich ungenügend. es in diesem jungen Lied gegen die nichtsnuhige Glück- im- Winkel- Entsagung in der Seele. Falt indessen erstarkt in der Am meisten entrüstet war man über die endlosen Pausen. Auf Poesie, die den aufrechten Menschen gerne um den aufrechten Tragikomödie feiner Jugend die ihn verspotten, fonnten ihn dem Theaterzettel stand Schluß nach 10 Uhr", aber Mitternacht Gang brächte und die ein ewiges: ducke dich, verkrieche dich! nicht beugen. Er wird einsam hinausziehen und zu den jugend- war herangekommen, ehe zum letzten Male der Vorhang fiel. Man auf den dünnen Lippen führt. Laut und vernehmlich rebellirt beseelten Kämpfern sich gesellen, die der zermürbten alten Welt ist bei der eigenthümlichen geschäftlichen Grundlage des Theaters es barin. den Spiegel vorhalten und den Aufstrebenden gläubig ein neues des Westens versucht zu meinen, daß ein Abkommen mit dem Und man hat es deutlich vernommen, als die Komödie der Ideal weisen. Theaterrestaurateur Veranlassung zu den langen Pausen sei. Wir Liebe" seiner Zeit erschien. Die Welt der Kriecher und Schleicher Eine ungewohnt schwere Aufgabe war den Darstellern der sind freilich der Meinung, daß Stimmung und fünstlerische war empört und ein Hagel sittlicher Entrüftung ging über den Komödie der Liebe", die in einer Voltsvorstellung unter der Regie Genußfähigkeit ebensowenig durch die Foyermufit wie durch das jungen Dichter nieder. Das Schreckgespenst aller Pfahlbürger, von Julius Türt am Belle- Alliance- Theater zum ersten Male Soupiren während der Zwischenatte gesteigert wird. Der Begriff der freien Liebesvereinigung, einer Leidenschaft, die in Deutschland aufgeführt wurde, übertragen. In der standinavi- Das Hauptinteresse des Publikums tonzentrirte sich auf ohne trockene Berechnung, ohne Aengstlichkeit und ohne Hinter- schen Heimath des Dichters ist das Schauspiel ein ständiges Re- Herrn Ferdinand Bonn, der den Franz Moor nicht in der übgedanken giebt und empfängt, tauchte auf. Was sollte pertoirstück. Ein pointenreicher, gedantenschwerer Dialog in leichtlichen Theater- Scheufeligkeit, aber entschieden auch im Wider auch aus den spekulativen Ehen werden? Was aus Natur- füßigen Versen war zu sprechen. Es wäre unbillig, hier den höchsten spruche mit dem Dichter als schönen Jüngling gab. Herr recht und Naturgewinn? In der Komödie der dürftig- Maßstab anzulegen und etwa von dem Fall des Herrn Robert Bonn ist der unzweifelhaft hervorragendste und interessanteste verlogenen Liebe, die eine Gesellschaft schachernder Krämer Frei die geniale Sprechkunst eines Rains zu erwarten, für den Schauspieler des Charlottenburger neuen Theaters. Seine vom Tag der Verlobung an, wie in der Ghe alltäglich spielt, die Hauptrolle in Jbsen's Komödie wie geschaffen erscheint. Darstellung des Franz Moor felbständige tann sich die natürlichste Empfindung nicht entfalten, denn man Wenn die Schauspieler die Worte des Dichters nur so flug Leistung, der es leider nur vielfach an Natürlichkeit fehlte. Inickt ihr, daß sie für den Hausgebrauch tauglich werde, die wiedergeben, daß ihr Sinn verständlich wurde, und das thaten Karl Moor( Herr Drach) konnte das Interesse leider nicht feffeln. Flügel und rupft ihr die Schwungfedern aus. fie, sowohl Herr Frey, wie Herr Jaffé( Ropist) und Herr Er gab den Stürmer und Wagemuthigen als grübelnden Träumer Karfiol als Pfarrer. In den Höhemomenten fanden Herr Stuff( Großkaufmann), wie Frl. Margot( Schwanhild) sogar herzlich warme Zone. In Ibsen's tragikomischem Spiel ist es der junge Schrift steller Falt, der in gedankenvollen, beißenden Epigrammen gegen ie engbrüftige, modrine Gesellschaft zu Felde sieht. Er haßt die Uzeit Bescheidenen, die den Enthusiasmus einpökeln möchten, damit Und nun der Erfolg? Soll man ihn reporterhaft wägen und war eine und tonnte so die Kenner des Schiller'schen Jugenddramas mehr zu Berwunderung als zu Bewunderung veranlassen. Befriedigende Leistungen boten Herr Bach als alter Moor, Herr Rohland als Pater. Ueberragt wurden diese Leistungen von der Dar I Ministeriums. Die radikalen Organe balten dieselbe für eine jareals einverstanden, und deshalb war es nur fonfequent von müßten. Der Redner empfiehlt nach eingehender Begründung Striegserklärung an ihre und die sozialistische Partei, Barthou den sozialdemokratischen Stadtverordneten, daß sie sich nicht gegen folgenden Antrag: habe damit die Konservativen verpflichten wollen. die erfolgte Zustimmung des Rathes zu der Bewilligung bes Baulandes in dem angedeuteten eingeschränkten Umfange burch Erheben von den Sitzen wendeten. tudo id Paris, 19. Ottober. Obgleich der Haushalt voraussichtlich 50 Viillionen Defizit aufweisen wird, hat der Finanzminister auf die geplante Rentenfteuer verzichtet. R bon ท จาก ล่าง Italien. isdir Die heutige Konferenz der Lokalkommission Berlins und Umgegend beschließt in anbetracht verschiedener Mißstände folgendermaßen: Todtenliste der Partei. In Gera in Reuß i 2. starb I. Die Freigabe eines Lokales hängt nur von der Bedingung am Montag der Genosse Ernst Hahn, früherer dortiger Ver- ab, daß der Lokalinhaber uns seine Räume zu jeder Versammlung II. Jn Orten, wo fein Bedürfniß für Versammlungen vorPartei veröffentlicht ein scharfes Manifest gegen die angesichts Vertreter der Sozialdemokratie im reußischen Landtage. Er war handen ist, sind die betreffenden Lotale als neutrale zu betrachten; Rom, 18. Ottober.( Berliner Tageblatt.") Die sozialistische trauensmann, fowie Gemeinderaths- Mitglied und der einzige unentgeltlich zur Verfügung stellt. der Bermählung des Kronprinzen vorgenommenen Massen von Beruf Schuhmacher, wurde aus Frankfurt a. M. ausgeverhaftungen von Leuten, die meist keines anderen Verbrechens wiesen und ging nach Gera, wo er dann später viele Jahre betreffende Orte sind in der Lokalliste nicht zu führen. Die Entscheidung über die in betracht kommenden Orte fällt die Lokalschuldig seien, als Mitglieder der sozialistischen Partei zu sein. Tang bis zu seinem Tode Gastwirthschaft betrieb. Er gehört zu kommission Berlins und der Umgegend. Nach einer Meldung des Voltsblattes Messaggero" hat dieser den Bravften, die je für die Befreiung des Proletariats III. In Orten, wo ein Bedürfniß vorhanden ist für Verlächerliche Uebereiser der Polizei hunderte von Familien zur Zeit tämpften, und hat besonders unter dem Sozialistengeſetz mit sammlungen, ein Lokal aber nicht zu haben ist, muß mindestens ihres Ernährers beraubt.ddsideth und Entschloffenheit für die Verbreitung unserer Grund- ein Lokal frei gegeben werden. Genna, 18. Oktober. Die Regierung verbot neuer- fäße gewirkt. Ehre seinem Andenken! dings die Auswanderung nach Brasilien um der dortigen Unruhen willen. Deshalb müssen die hier weilendenza e dh, Redakteur des„ Braunschweiger Boltsfreunds", gegen Das Reichsgericht verwarf die Revision, die Genosse 5000 deutschen und österreichischen Auswanderer in die Heimath zurüctehren. das Urtheil des dortigen Landgerichts eingelegt hatte, das gegen ihn wegen Beleidigung des Polizei- Inspektors Bussenius auf sechs Monate Gefängniß erkannte. Einer Beleidigung der Kieler Polizeibehörde soll sich der Redakteur der Schleswig- Holsteinischen Volts= 3eitung" dadurch schuldig gemacht haben, daß er in eine Besprechung über die Auflösung des Diskutir klubs" Freiheit" das jüngst in Sachen des bekannten Bordellprozesses gefällte Urtheil mit cinzog. D 48d a mild Spanien. dubiduadas al Madrid, 19. Oktober.( Frantf. 3tg.") Eine Rabelmeldung aus Washington besagt, wenn der Krieg auf Kuba nicht vor dem 1. Januar 1897 beigelegt fei, so werde Nordamerika die Unabhängigkeit der Insel erklären. Eine solche Absicht hat hier natürlich bie größte Entrüstung hervorgerufen. u machen. Der Grashdanin", die bekannte fonservative von Fürst Mestschersty herausgegebene Tageszeitung hat die dritte Berwarnung erhalten und darf einen Monat nicht erscheinen. astris nou med ind Türkei, dinridals 100 Konstantinopel, 19. Oftober. Fünf Armenier, welche bei den Unruhen Bomben geworfen hatten, sind zum Tode verurtheilt worden. sibi 196 Partei- Nachrichten. zu Polizeiliches, Gerichtliches ze. Die Konferenz. über die Lokalfrage. IV. Vereine, welche auf dem Boden der modernen Arbeiter. bewegung stehen, sind verpflichtet, ihre Vergnügungen nur in bei Abmachung von Vergnügungen die Bebingung zu stellen, den freien Lokalen abzuhalten; auch ist es Pflicht der Vereine, daß, im Falle der Boykott über das Lokal verhängt wird, das Bergnügen dann nicht stattfindet. V. Um Mißverständnissen vorzubeugen, find in der Lokalliste freie und gesperrte Lokale aufzuführen. Ueber alle sonstigen Sachen in der Lokalfrage entscheidet die Lokalfommission event. Boltsversammlung eines jeden Ortes selbst." Vom Genossen Pötzsch wurde folgende Resolution geftellt: " In Erwägung, daß Boykotts nur dann fiegreich durch geführt werden fönnen, wenn große Boltsmassen sich für ihn intereffiren und ihn halten; 1. Ueber Vergnügungslokale, die weit abseits von Ortschaften mit Arbeiterbevölkerung liegen, so daß sie für Abhaltung von Versammlungen nicht in betracht kommen, darf die Sperre nicht verhängt werden. Vom Rußland. for industrie Petersburg, 19. Oftober. Das Journal de St. Petersbourg" schreibt: In der letzten Zeit haben verschiedene Zeitungen in fernerer Erwägung, daß die bisherige Taktik, nach Gerüchte verbreitet, denen zufolge eine neue russische Anleihe imp nicht welcher ausnahmslos alle Lokale, deren Inhaber Auslande in bedeutender Höhe demnächst abgeschlossen werden ausdrücklich ihre Unterschrift gegeben, gesperrt wurden, solle. Wir sind in der Lage, zu erklären, daß diese Gerüchte durchaus jeder Begründung entbehren und daß die russische ReEinem Beschluß der diesjährigen Parteifonferenz für die trotz aller Beschränkungen und persönlicher Opfer, die gierung in feiner Weise beabsichtigt, jetzt oder in nächster Zeit Provinz Brandenburg entsprechend, war zum Sonntag, den bei ftrenger Innehaltung desselben gebracht werden mußten, eine auswärtige Anleihe auf eigene Rechnung oder auf Rechnung 18. Oftober, eine Konferenz zur Regelung der Lofalfrage für nicht zu dem gewünschten Ziele geführt hat: eines anderen Staates unter Garantie der russischen Regierung treten waren die Kreise: Nieder- Barnim, Ost- Havel- in Zukunft nachstehende Regeln zur Richtschnur zu nehmen: Berlin und Umgegend bei Zubeil, Lindenstraße, einberufen. Ver- beschließt die heutige Konferenz, in bezug auf den Boykott land, Teltow Beestow Stortow Charlotten Die russischen Bauern wollen sich nicht burg und die sechs Berliner Wahlkreise. Einprügeln lassen. Großes Aufsehen macht im westlichen Ruß leitend verweist Scholz auf den Beschluß der Brandenland eine Bauernrevolte in großem Maßstab, welche sich gegen burger Konferenz, dabei betonend, daß die Lokalfrage für Berlin wärtig dort abspielt und über welche die russische Presse und Umgegend eine brennende geworden sei, die eine Regelung 2. Ju allen Orten der Proving, namentlich in solchen, nach feine Silbe zu drucken wagt. Die Bauern, welche in den Gütern des Grafen Mordwinow Länder pachten, hatten schon bedürfe und im Interesse der Partei eine eingehende Diskussion denen vornehmlich der Strom der Ausflügler sich ergießt, muß Gütern des Grafen Mordwinow Länder pachten, hatten schon feit Jahren mit der Verwaltung dieser Güter ständige Reibungen erheische. In längerer Ausführung ersuchte Tauschel die ein dem Verkehr entsprechender Theil der Lokale freibleiben. auswärtigen Genossen, den berechtigten Wünschen der Berliner, 3. Ueber die Freigabe bezw. Sperrung der Lokale entscheiden wegen der Bezahlung der Bacht. Als nun die Behörden bei welche die Woche über gezwungen find, in ungefunden Räumen zunächst die Parteigenoffen des Ortes. Entstehen über die Lokal. Eintreibung der Bauernschulden für die Gutsverwaltung in einem Dorfe mehrere Bauern förperlich züchtigen wollten, trat 3 arbeiten und den Sonntag zu der nothwendigen Erholung in frage Meinungsdifferenzen, sei es zwischen den Genossen des der frischen Luft benußen wollen, Rechnung zu tragen. betreffenden Ortes selbst, sei es zwischen ihnen und den Parteidas ganze Dorf zusammen und verhinderte die Ausführung der Unter den gegenwärtigen Umständen sei der Boykott wirkungslos genoffen Berlins, so ist zur Erledigung der Streitfrage die Büchtigung. Aehnliches scheint in anderen Dörfern geschehen zu und eine Regelung gewünscht wird, wie sie von den Berliner Berliner Lokalkommission mit hinzuzuziehen." sein, denn der Gouverneur von Witebst sah sich veranlaßt, mit drei Genossen, denen man ohne Grund immerwährend Vorwürfe Von dem Genossen Scholz wurden hierauf eine große Kompagnien Soldaten nach dem Bezirke Welifchsk abzureisen, in macht, nothwendig. Es sei eine unbestreitbare Thatsache, daß Anzahl Lokale und verschiedene Orte namhaft gemacht, von welchen welchem mehrere Dörfer der Distrikte Serteist und Tschepelst den Be- die größeren und schön gelegenen Lokale, sogar ganze Orte, oft die Berliner wünschen, daß sie freigegeben werden. hörden gewaltthätigen Widerstand leisten. Wenn die sozialdemokra tischen Organisationen in den russischen Städten so weit erstarkt sein ohne Grund, gesperrt sind, und die Genossen, die sich wirklich an 5. Berliner Wahlkreis wurde beantragt, die Philharmonie, Kroll den Beschluß halten, mit ungünstig gelegenen und kleineren und Konzerthaus als Kunstinstitute freizugeben, die Abhaltungen werden, daß, eine genügende Anzahl Kräfte vorhanden sein Cotalen vorlieb nehmen müssen. Der Redner führt einige der von Vergnügungen in den genannten Etablissements jedoch auswird, um auch mit dem Lande Verbindungen zu unterhalten, ist artige Fälle an und kritisiet dann das Verhalten des Lokal- zuschließen. Genoffe Rieg ersucht, die Lokale in Schönzu erwarten, daß derartige Ereignisse auch der Agitation unserer fommissions- Mitgliedes Berndt- Tegel, der selbst boykottirte Lokale holz und Ort Tegel freizugeben, um Reinickendorf, Genoffen auf dem Lande gewaltigen Vorschub leisten werden. besucht haben soll; daß derselbe in der Konferenz nicht anwesend Bankow und Charlottburg zu entlasten, um auf die ist, zumal zu Tegel mehrere Erholungsorte gehören, die besonders Wirthe daselbst einen größeren Druck ausüben zu können. Der in Frage kommen. Redner wünscht weiter die Freigabe der Strecke von Eberswalde John Johannisthal ist der Meinung, daß die Berliner bis Freienwalde. Genosse Frig und andere Redner wünschen Genossen mit den Verhältnissen außerhalb nicht genügend vertraut die Freigabe der Lokale auf Bichelswerder, Woltersdorfer Schleuse, feien und ihre Wünsche viel zu weit gebende find, die die Seffenwinkel und andere. Millarg hält es für wünschens. Agitation in den Vororten bedeutend erschweren würden. Große werth, daß in anbetracht der vielen Arbeiter in Tegel und Umund schön gelegene Lokale ständen den Genossen zu Ausflügen gegend im Interesse der Gewerkschaftsbewegung ein größeres mundsidig und zur Erholung genügend zur Verfügung, so daß eine Lokal zur Berfügung gestellt wird. Bom Genossen Griechenland. Aenderung der Lokalsperre, wie sie Don den Berlinern Friz wurde außerdem folgender Antrag eingebracht: Ather, 17. Ottober Hot Difiziere, welche wegen gewünscht wird, keineswegs erfreulich ist. Die kleinen Theater- und Konzertlokale find, soweit fie der Kunſt dienen, Acht Desertion nach Kreta angetlagt waren, wurden Bofale, mit denen man jetzt so unzufrieden ist, wurden für den Besuch frei; jedoch hat die Veranstaltung von Festlichkeiten, heute vom Militärgericht mit vier Stimmen gegen eine unter und werden auch jetzt noch sehr nothwendig zur Betreibung wenn der Saal zu Partei- und Gewerkschaftsversammlungen nicht Sem lebhaften Beifall des Auditoriums freigesprochen.ber Agitation gebraucht. Im übrigen hätten die Wirthe, würde zu haben ist, zu unterbleiben." gret loosstall man nach den Vorschlägen der Berliner Genossen verfahren, in Zukunft gar keine Veranlassung, ihr Lokal zu sozialdemokratischen Versammlungen, weshalb sie nicht selten allen möglichen PolizeiVon den sozialdemokratischen Vertretern im Leipziger chikanen ausgesetzt sind, freizugeben, da es den Genossen dann Stadtverordneten- Kollegium hatte ein dortiges Lokalblatt be- ohnedem erlaubt wäre, das Lokal zu frequentiren und damit die hauptet, dieselben hätten zum ersten Male eine Bewilligung für Gefahr verbunden ist, daß auch diejenigen Wirthe, welche sich einen Rirchenbau ausgesprochen, indem sie versehen" hätten, sich bisher aus geschäftlichen Rücksichten entgegenkommend gezeigt bei der betreffenden Abstimmung zu erheben; infolge dessen sei die haben, ihre Zusage zurückziehen. Nach wie vor müßte die Frei unentgeltliche Ueberlaffung des alten Sellerhausener Friedhofes gabe des Lokals von der Bedingung abhängig gemacht werden, daß aum Kirchenbau einstimmig" beschlossen worden, was einige der Inhaber uns seine Räume zu jeder Versammlung zur VerHeiterkeit erregt habe. Demgegenüber erklärt die Leipziger fügung stellt, hingegen erscheine es rathfam, die Nebenbedingungen Boltszeitung": Die unentgeltliche Ueberlassung des alten Fried- in bezug auf die Kellner, Musiker 2c. fallen zu lassen. Bugegeben hofes in Sellerhausen zum Kirchenbau ist bereits in der werden könne die Freigabe eines geeigneten Lokals an solchen Stadtverordnetenfizung vom 20. Mai d. J. erfolgt und Orten, wo wohl das Bedürfniß für Abhaltungen von Versamm zwar gegen die Stimmen von sieben anwesenden sozial lungen vorhanden ist, hierzu trotzdem aber fein Lokal zur Verdemokratischen Stadtverordneten. Die neuerliche Rathsvorlage fügung steht; An Orten, wo ein Versammlungsbedürfniß nicht An erklärte sich mit einer damals gegenüber dem ursprünglichen vorhanden ist, könnten die Lokale als neutrale betrachtet werden, Verlangen des Rathes beschlossenen Einschränkung des Bau- woselbst die Abhaltungen von Vergnügungen aber unterbleiben ftellung Schweizer durch Herrn Pittschau, die anderen Räuber Westfalica wurde in Gegenwart des Kaisers ein Denkmal feinen Umständen freigegeben werden. Bedauerlich sei, daß die würde man lieber in den böhmischen Wäldern als auf einer Wilhelm I. enthüllt; das Bauwerk ist nach den Abbildungen, Sperre von Arbeitern besucht werden. Die gesperrten Lokale nur Berliner Bühne sehen. Frl. Immisch als Amalia dürfte vor die hiesige Blätter bringen, etwa von demselben hervorragenden aufzuführen sei zu ristant und nicht rathsam. Der Redner fragt allem niemals Rollen übernehmen, wo sie eine Beile zu singen Geschmack, der das Standbild auf dem Kyffhäuser auszeichnet. bat. Einige Szenen spielte sie recht gut, fo daß man vielleicht Wenn es mit der patriotischen Denkmalsbauerei auf Deutschlands an, weshalb die Berliner nicht Philharmonie und Konzerthaus besseres von ihr erwarten darf, als sie als Amalia geboten hat. Das Berggipfeln so weiter geht, fo ift bald fein hervorragender freigegeben haben, und hält die Vorwürfe, die den Genossen in ziemlich zahlreich versammelte Bublifum, das sich gegen Ende der Punkt in unseres Waterlandes herrlichen Gauen mehr sicher, daß er den Vororten gemacht werden für ungerecht. Pieper- Spandau Borstellung sehr start lichtete. targte nicht mit dem Beifall. nicht seine besondere preußisch patriotische Zierde erhält. Ein meint, daß genügend Lokale zu Ausflügen vorhanden sind, ,, Anna's Traum", die neueste Komödie von d'Arronge, Denkmal des verstorbenen Heldengreises wurde ferner am Sonntag wenn sie auch vielleicht den Tanzluftigen nicht entsprechen, das wurde am Sonnabend im Lessing Theater zum ersten in Düsseldorf enthüllt, eins für seine Frau in Koblenz, aber noch kein Grund fein tann, andere Lokale auf die Liste zu Male mit lauwarmem Erfolg aufgeführt. Das ist beinahe be- Biemlich abseits von diesen Festlichkeiten steht ein Vorgang in feßen. Die Meinung einzelner Redner, daß die Lokale in Bichelsfremdlich. Ist doch das Stück für all' jene berechnet, die so recht Hanau. Dort wurde am Sonntag ein Denkmal für die beiden werda und Bichelsberge zu Bersammlungen nicht gebraucht werde, sei unzutreffend, wie die Thatsachen bewiesen haben. Eine gutmüthig sind und einfältig im Gemüthe. Ein wahres Volts- Brüder Grimm eingeweiht, für jenebeiden ausgezeichneten Männer, Alenderung der Lokalliste sei nicht nöthig. 3ubeil polemifirt ftück", wenn man das" Volk" im Sinne des Publikums im denen namentlich unsere schöne Muttersprache so wunderbar viel Partet auffaßt. Da geht alles fo fleinbürgerlich und so solide verdankt. Das von Professor Eberle München geschaffene, in gegen die Ausführungen von Tauschel, der die Lokalund so wohlgefällig zu. Eine wahre Freude für jeden, der schlichter Hoheit gehaltene Denkmal stellt Jakob Grimm verhältnisse in Friedrichshagen kritisirt hatte und verweist bescheiden ist im Geiste. Feine Spürnafen haben aus. als stehende, Wilhelm Grimm als fizzende Figur dar. darauf, daß die Genossen in den Vororten, oft gefunden, daß Anna's Traum die schwächste Komödie An die Feier der Enthüllung vor dem Rathhaus schloß sich ein zumeist in Berlin arbeiten müssen, ebenfalls mit fei, die L'Arronge seit zehn Jahren geschaffen. Als ob feftatt im Stadttheater. Hier sprach Professor Schröder Marburg noch schlechteren Wohnungsverhältnissen zu kämpfen haben, so daß es sich der Mühe verlohnte, in einer Kinderstuben Welt über Leben und Bedeutung der Gebrüder Grimm. Der Vortragende ste gleichfalls wie die Berliner der Erholung bedürfen. Wenn nach Größerem oder Kleinerem auszuspähen. Ein harter hob das Zusammenwirten der Beiden im Geiste der gegen die Flach- auch gegen die Freigabe einiger Lokale, welche für die Agitation Kommerzienrath fragt einen armen Schneider im Stücke, unwillig beit des Zeitalters der Aufklärung fiegreich ankämpfenden Romantit nicht in betracht kommen, nichts einzuwenden fei, fo fei aber durch= über irgend eine Bemerkung des Schneiderleins: Sie sind wohl hervor und die mächtige Förderung, welche die nationale Entwide aus feine Ursache vorhanden, das„ Wendenschloß", Tabbert's Waldschlößchen". Wannsee und Alt Glienicke freizugeben. ein Sozialdemokrat?" Das Schneiderlein betreuzt sich bei dem lung durch ihre wissenschaftlichen Arbeiten erfuhr. Nach dem Vor Gedanken, mit die Sorte in eenen Topp" geworfen zu werden. trage wurden verschiedene lebende Bilder aus den Märchen der Dem zweiten sowohl wie dem dritten Kreis stehen so viel Lokale zur Verfügung, daß die Genosseu teine Veranlassung hätten, Dafür hat das herzensgute Männchen andere Paffionen. Es Gebrüder Grimm zur Darstellung gebracht. Der zu fordern. Redner weist auf Der kleine Hieb auf das der großen Revolution vorangehende die Schwierigkeiten hin, die durch den Saalmangel bei der legt Träume aus und liest aus den Karten, was dem Menschen bestimmt sei. So hat er denn herausgefunden, was der Traum Zeitalter der Aufklärung und die Lobeshymne auf die angeblich Agitation außerhalb entstehen und erwartet, daß die Berliner feiner Stieftochter Anna zu bedeuten habe. Der Herzbube wird siegreiche Romantik werden nicht verfehlen, den guten Professor tommen und Aennchen in die Arme schließen. Und er kommt in den Augen der Herrschenden als eine treue Stüße von Thron sowohl wie die Genossen in den Vororten nachgeben, auch die auch: aber nicht von der Bellevuestraße her, wo der flattrige und Altar zu kennzeichnen. Die Förderung der nationalen Ent- Gewerkschaften ihre Pflicht thun und dafür sorgen, daß die Säle Sohn des reichen Kommerzienraths wohnt; sondern von viel wickelung aber, die der Redner den beiden Brüdern nachrühmte, Kampf in den Vororten einigermaßen, insbesondere zu der zu politischen Versammlungen frei werden, um den schweren weiter her, vom Wasser, vom Wasser," wie es im Kouplet heißt. wurde bereits im Jahre 1837 von ihrem derzeitigen Landesvater Er ist ein schmucker, wettergebräunter Seemann und wird durch die bekannte Ausweisung gewürdigt. Jakob und Wilhelm nächsten Reichstagswahl zu erleichtern. Re Berau hält es für falsch, immer der großen Masse Rechnung zu tragen. Aennchen glücklich machen; denn er selber spricht Stein wie Grimm gehörten zu den sieben Professoren, die aus Göttingen Dadurch könne man sehr leicht auf eine schiefe Ebene gerathen. Sztein aus und hat furchtbar viel Gemüth. Georg Engels gejagt wurden, weil sie gegen den Staatsstreich des Königs von Biel richtiger ist es mit guten Beispiel voranzugehen, um die gab den Schneider Wifogly. Wie aber, wenn ein Schauspieler Hannover protestirt hatten. id noningin 4 " • D Lantant Spandau wendet sich gegen die Resolution von Pößsch, da diese den Berlinern das Heft vollständig in die Hände giebt und die Vororte rechtlos macht. Der Redner, der verlangt, daß jedem Ort das Bestimmungsrecht überlassen bleibt, führt weiter an, daß die Lokale in Bichelsberge, Saatwinkel und Haselhorst frei sind und in Pichelswerder ein Lokal zur Verfügung steht, das allen Ansprüchen entspricht. empfiehlt die Freigabe mehrerer namhaft gemachten Orte und ist der Meinung, daß häufig unter den Genossen am Drt Unflarheit über die einzelnen Lokale vorhanden ist. Freythaler weist darauf hin, daß die Lokalliste nicht präzise genug ist und man nicht weiß, ob ein Lokal mit großem Garten, das aber keinen Saal hat, besucht werden darf. Da nur die große Masse den Boykott wirkungsvoll gestalten kann, so müsse dieser Rechnung getragen werden und weniger strenge Maßnahmen getroffen werden. Der Redner wünscht, daß nur die gesperrten Lokale auf die Liste gefeht werden. Engel Grünau spricht seine Befriedigung darüber aus, daß die Berliner Genossen schon in einigen Dingen ein Loch zurückgesteckt haben. Das Wendenschloß tönne unter Wirthe noch immer behaupten können, daß ihre Lokale troß der weitere Lokale M die auch anderen zum Nachfolgen zu veranlassen. Der Redner, der sich von geringerer tomischer Kraft diesen Dümmling und Wichtig. Die schweizerische Landesausstellung in Genf ist am gleichfalls gegen die Ausführungen Tauschel's wendet, hält eine thuer spielte? Wäre das ewige Traunbuchdeuten der komischen Sonntag in Anwesenheit von Bertretern des Bundesrathes und Henderung der Taktik für nothwendig und empfiehlt die AnHauptrolle nicht entsetzlich langweilig? Was man so unter der fantonalen und städtischen Behörden sowie unter Theilnahme des Antrages von John. Ju längeren Ausführungen Bonhomme- Dichtung, unter einem gutgemeinten Bolksstück vernahme von 60 000 Personen mit einem großen Boltsfeste ge befürwortet Bösch die von ihm eingebrachte Resolution, welche er am steht, das ist geradezu beleidigend. fchloffen worden. und da bilgeeignetsten hält, die ftrittige Frage zu lösen. Trotzdem zugegeben 39 worden ist, daß bisher der Bontott nicht wirksam genug gewesen und die gegenwärtige Tattit von den Berliner Genossen, die dem Boykott Unter dem Zeichen der Denkmalsenthüllungen stand der vorgestrige Sonntag. Auf dem Wittekindsberg an der Porta 790 Sammelliste Nr. 6. für die streitenden Ga3-1 arbeiter Berlins ist verloren gegangen. Dieselbe ist beim Auftauchen anzuhalten und an Wilh. Riesener, Berlin N., Bernauerstr. 105, vorn 2 Tr., abzugeben. Arbeit; die übrigen Bauten sind jeg Endlich wird die gefeien mufhebung aller Arbeitz und Dienstordnungen gefordert, die von der Arbeiterschaft der Werke nicht genehmigt sind. = den nothwendigen Nachdruck verleihen sollen, schon längst als unzweckmäßig empfunden worden war, weigern sich die Genossen in den Vororten, den berechtigten Wünschen der Berliner entgegen zu tommen. Es müsse den Bedürfnissen der großen Masse, Der zweite Kongreß des dänischen Wagenbauer Ver die man zu der Durchführung des Boykotts. wenn derfelbe von Erfolg begleitet sein soll, brauche, Rechnung uns geschrieben: Montag voriger Woche legten auf einzelnen 8 neue Lokalverbände begründet worden. Die wöchentliche Streit Ueber die Lohubewegung der Maurer Stettins wird bandes tagte fürzlich in Odense. Es sind im letzten Jahre getragen werden. Etwaige Einwendungen, daß durch die Annahme der Resolution mit zweierlei Maaß gemessen des Stundenlohns von 40 auf 421/2 Pf. Nachdem am Dienstag für Verheirathete feſtgeſetzt; letztere erhalten noch 1 Kr. Bauten die Maurer die Arbeit nieder; sie forderten Erhöhung unterstützung wurde auf 7 Kr. für Unverheirathete, auf 10 Kr. werde, sei insofern nicht stichhaltig, da wir erst zu dem darauf eine Maurerversammlung diefelbe Forderung aufgestellt Zuschuß für jedes nicht fonfirmirte Rind. Weiter wurde die Boykott von den Wirthen, die uns den Saal zu den Verſamm- hatte, wurde die Lohnbewegung allgemein. Auf 85 hier vor. Errichtung einer Reisekaffe für die Mitglieder des Verbandes be lungen verweigerten, gedrängt wurden. Die Anregung vom Genossen John in bezug auf die Kellner und Musiker ersucht handenen Bauten waren 853 Kollegen beschäftigt. 66 Bauten mit schlossen. Die Höhe der Reise Unterstützung ist auf 25 Dere der Redner, von der Diskussion auszuschließen, indem bisher noch 669 Kollegen betheiligten sich bis Freitag Abend an der Be-( 30 Pf.) pro Meile festgesetzt. Der nächste Kongreß wird im tein Fall zu verzeichnen ist, daß der Kellner wegen ein Lokal wegung. Auf 56 Bauten mit 532 Kollegen wird jetzt bereits zu Jahre 1898 in Kopenhagen abgehalten. nicht freigegeben wurde oder gesperrt werden mußte. Wollen den neuen Bedingungen gearbeitet, auf theilweise besett. wurden 46 Arbeiter ausgesperrt, weil sie sich einer Lohnherab10 Bauten ruht die Auf der Düngerfabrik zur Mundelstrup in Jytland die Genossen der Vororte den Berlinern nicht das Recht zu Wie überall die Innungen den bescheidensten Forderungen feßung widersetzten, die während des Winters eintreten sollte. Die gestehen, in der Lokalfrage mitzureden, dann müßten sie den der Arbeiter Boykott auch selbständig durchführen. Da sie die Hilfe der entgegentreten und über Unbotmäßigkeit" Fabrit will im Auslande Arbeitskräfte suchen. Berliner in Anspruch nehmen, und Frivolität" flagen, wenn die Arbeiter mittels der Organis müssen sie auch ihre Wünsche berücksichtigen. Fri beruft sich auf den Berliner ſation versuchen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, so auch Parteitag, auf dem wohl jedem tiar gemacht worden hier. Der hiesige Arbeitgeberbund der Maurer- und ZimmererMasse dafür eintritt. Lokale, die keinen Saal haben, sollen über gliedern, die ihm angehören, haben auch schon drei be: Glacechandschuh Branche geht am deutlichsten aus der Zuift, daß ein Boykott fruchtlos ist, wenn nicht die große geschäfte hat aber nur keinen Einfluß, und von den 12 MitDas Darniederliegen des Exportgeschäftes in der haupt nicht gesperrt werden. Now at Nowawes ist der 1000 Mart Konventionalstrafe verpflichtet haben follen, die letzten Wochen beim Verbandsvorstand der Handschuhmacher ge willigt, trotzdem sich die Mitglieder des Bundes bei fammenstellung der Arbeitslosenmeldungen hervor, die in den Meinung, daß in folchen Orten, wo keine Parteibewegung vor Forderung nicht zu bewilligen. handen ist, die Lokale freigegeben werden können, wenn dies die Arbeiter sehr gut und die Stimmung vorzüglich. Die Situation ist für Wir macht worden sind und die im Vorwärts" schon furz erwähnt nicht auf den Nachbarort einen nachtheiligen Einfluß ausübt. wurden. Während in den letzten zwei Wochen des Monats zu befürchten sei aber, daß die Wirthe, welche ihre Säle her- richten nun an alle Arbeiter die Bitte, sich August nur 147 und 191 Arbeitslose gemeldet waren, wurden gegeben haben, diese dann auch wieder verweigern. In der mit uns insoweit solidarisch zu erklären, als im Monat September als Arbeitslose( inkl. einer kleinen Zahl Lokalliste sollen nur solche Lokale aufgeführt werden, wo die maurer unterrichten und somit für strenge 218, bis 12. September 251, bis 19. September 309, bis fie jeden Maurer von dem Kampf der Stettiner von Streifenden resp. Gemaßregelten) gemeldet: bis 5. September Saalfrage in betracht kommt, und das Ausliegen der Parteipreffe bhaltung des Zuzuges sorgen. Alle Anfragen sind 26. September 345, bis 8. Ottober 331, welche Bahl auch folle fein Grund zur Aufnahme in die Liste sein. zu richten an R. Marcs in Stettin, per Adr. Restaurant in der folgenden Woche gleich blieb. An der Arbeitslosigkeit sind besonders start betheiligt die Exportfabriken in Breslau, Halberstadt, Haynau, Neuhaldensleben, Osterwieck und Zeiß. " Nachdem noch Malinowsky Reinickendorf im Sinne der von Achterberg, Arndtstr. 4. 4180 Soziales. satte " wie verlautet, im Ruhrrevier am 6. November vorgenommen. Die Wahlen zu den Berg Gewerbegerichten werden, Auch in Eschwege ist, nach Ansicht des Stadtraths, für ein Gewerbegericht tein Bedürfniß. Er hat das Gesuch der Arbeiter zum zweiten Male abgelehnt. Dabei wird Eschwege wegen seiner lebhaften Industrie das hessische Elberfeld" genannt! Resolution Pözsch gesprochent, jedoch die Streichung des letzten. Passus, daß die Berliner bei eventuellen Streitfragen hinzuDie Zuschuß- Kranken- und Sterbekasse der Handschuhzuziehen sind, verlangte, und Mahle die Hoffnung zum Aus- macher hatte in Weylar eine Verwaltungsstelle errichtet. Dem druck gebracht hatte, daß nach nochmaliger eingehender Berathung Vorsitzenden des dortigen Ortsvereins der Handschuhmacher, als Man schreibt uns dazu aus den betheiligten Kreisen: Diese in den Kreisen die Resolution von Pötzsch die Zustimmung Gründer der Verwaltungsstelle, wurde vont Regierungspräsidenten Zahlen erscheinen besonders hoch, wenn man beachtet, daß die auch der Genossen von außerhalb finden wird, entspann sich in Koblenz aufgegeben, die Genehmigung des Oberpräsidenten Gesammtzahl der in dieser Branche in Deutschland beschäftigten recht lebhafte Geschäftsordnungs- Debatte. Zunächst der Rheinproving einzuholen. Auf Anrathen des Hauptvorstandes Arbeiter nur wenig über 3000 beträgt, von denen zirka 2600 im wurde gegen verschiedene Einwendungen festgestellt, daß lehnte dies der Vorsitzende ab, worauf er einen amtsgerichtlichen Verbande der Handschuhmacher organisirt sind. Die Handschuhnur die Mitglieder der Lokalkommission stimmberechtigt sind. Strafbefehl bekam, der über 30 M. oder 6 Tage Haft lautete, fabrikanten versuchen die günstige Zeit für sich auszunuzen und Sodann gelangte ein Antrag von Regéran zur Annahme, wonach weil er der Kabinetsordre vom 29. September 1838 beziehentlich entblöden sich nicht, den Arbeitslosen Angebote zu stellen, zu über die Freigabe der Lokale die Lokalkommission dem§ 360,9 des Strafgesetzbuchs zuwidergehandelt habe. Dieser niedrigeren Löhnen zu arbeiten; dann wäre also refp. die Parteigenossen am Orte oder des Paragraph bestimmt: Mit Gelbftrafe bis zu 150 M. oder mit Arbeit vorhanden! Mit vollem Recht fordert der Kreises zu befchließen haben. Gegen die Abstimmung Saft wird bestraft: wer gesetzlichen Bestimmungen zuwider ohne Verbandsvorstand die sämmtlichen Kollegen auf, diese Angebote des Antrages wurde von mehreren Rednern Protest erhoben und Genehmigung der Staatsbehörde Aussteuer, Sterbe- oder entschieden zurückzuweisen, was insofern erleichert ist, als die verlangt, daß dieselbe für ungiltig erklärt werde, weil die Ab- Wittwenkassen, Versicherungsanstalten oder andere dergleichen Arbeitslosen von der Organisation unterstützt werden. Die An stimmenden der irrthümlichen Meinung gewesen find, es handle Gesellschaften oder Anstalten errichtet, welche bestimmt sind, forderungen an die Verbandskasse sind infolge dessen allerdings sich um einen Geschäftsordnungs. Antrag. Ein Antrag, nach gegen Zahlung eines Einkaufsgeldes oder gegen Leiſtung von Geld- ziemlich hoch, da der schlechte Geschäftsgang im Gegensatz zu Kreisen abzustimmen, wurde mit übergroßer Majorität ab- beiträgen beim Eintritte gewisser Bedingungen oder Fristen anderen Berufen in dieser Branche schon dieses ganze Jahr ans gelehnt. Desgleichen wurde nach langer Diskussion, in welcher Bahlungen an Rapital oder Rente zu leisten. hält und eine beträchtliche Anzahl Berufsgenossen schon bis zu mehrere Redner von außerhalb versicherten, den Wünschen der Der Vorsitzende rief gegen den Strafbefehl den Entscheid des 16 Wochen als Arbeitslose unterstützt werden mußten. Die Berliner Genossen Rechnung zu tragen, der Antrag Timm, Schöffengerichts an. erkannte auf Frei Einrichtung der Arbeitslosen- Unterstüßung bewährt sich in der nach welchem jeder Kreis drei Delegirte zu wählen hätte, die sprechung, weil die Zuschuß- Kranken- und Sterbekasse der Handschuhmacher- Organisation als Mittel, um ein Herabdrücken dann gemeinsam die Frage nochmals eingehend behandeln und Handschuhmacher in ihrem Statut troß festgesetter Bedingungen der Löhne abzuwehren. Beschlüsse fassen sollen, ebenso wie der Antrag von Pötzsch, eine die Unterstützung nicht nur hinsichtlich ihrer Höhe, sondern überSubkommission zu wählen, der die Resolutionen und die Wünsche haupt von Beschlüssen der Vereinsorgane abhängig macht, also der Berliner überwiesen werden und welche in späterer Vernicht bestimmt zusichert, sondern nur in Aussicht fammlung Vorschläge macht, nach wiederholter Abstimmung stellt. Solche Rassen seien teine Versicherungsanstalten und abgelehnt. Eine von Freiwald eingebrachte und gehörten nicht zu den Vereinigungen, deren Gründung der GeKrause- Pankow befürwortete Resolution verlangte, daß in nehmigung bedürfe. Der Staatsanwalt hat gegen dies Urtheil Zukunft in der Lokalkommission die sechs Berliner Wahlkreise, teine Berufung eingelegt. Der Angriff auf die HandschuhNieder- und Ober- Barnim, Teltow- Beeskow und Ost- Havelland macher- Raffe ist also abgewehrt. vertreten sind, und die dann so zusammengesetzte Kommission in Ter Hamburger Verein der Eisenbahn Arbeiter beStreitfällen in letzter Instanz zu entscheiden und auch sonst in richtigt an das Hamb. Echo" die Mittheilung, der in fei der Lokalfrage Stellung zu nehmen hat. Auch dieser Antrag von der kgl. Eisenbahn- Direktion verboten worden, dahin, daß fand keine Annahme. Der Vorfißende, Genosse Ernst, die Direttion den Verein nicht verboten, sondern nur seinen bebauerte lebhaft, daß in der Diskussion sich eine Stimmung Statuten nicht zugestimmt hat. geltend gemacht hat, durch welche die Konferenz resultatløs verlaufen ist, und ersucht die Lokalkommission, noch einmal fommission und beschlossen die Schaffung eines Streitfonds. Als Die Holzarbeiter in Frankfurt a. M. wählten ine Lohnzusammen zu kommen und die Wünsche gemeinsam ohne jedes Forderungen werden voraussichtlich aufgestellt werden: der NeunVorurtheil zu prüfen, um diese Angelegenheit zu alljeitiger 3- stundentag, ein Minimallohn, wöchentliche Auszahlung des Lohnes, friedenheit zu lösen. Zum Schluß ersucht Genosse Scholz die Lokalkommissions Mitglieder der Vororte, ihm die Adressen und zwar am Freitag. einzusenden, und weist sodann darauf hin, daß es nicht Die Lohnbewegung der Leipziger Holzdrechsler ge. zweckmäßig ist, daß die Lokal- Lifte im Arbeiter- Almanach staltet sich, wie uns von dort geschrieben wird, für die Gehilfen abgedruckt wird, der nur halbjährlich erscheint und etwaige äußerst günstig. Bis zur Zeit arbeiten an 140 Gefellen zu den Aenderungen innerhalb der Zeit nicht berücksichtigt werden neuen Bedingungen. Die Zahl der Ausständigen hält sich aber können, dadurch aber häufig Irrthümer unter den Parteigenoffen auf 30 Mann, da noch immer Kollegen aus Werkstellen entstehen. Anschließend hieran macht Millarg darauf aufmerksam, hinzukommen, die der Bewegung bisher passiv gegen daß im Inseratentheile des Almanachs Annouzen von gesperrten über standen. Die Innung hat die netten Forde Lokalen Aufnahme finden und hält eine Stellungnahme für noth rungen, um deren Willen die Gehilfen ausständig geworden wendig. Damit schließt die Konferenz, ohne daß irgend ein Bewaren, bewilligt. Bei der Firma Grunert u. Lehmann scheint schluß zu stande gekommen wäre. der Ausstand der Holzdrechsler weitere Branchen( Horn- und Eisendreher, Hilfsarbeiter 2c.) in Mitleidenschaft zu ziehen und ist es hier nicht ausgeschlossen, daß, da die Geschäftstonjunktur hier besonders gut ist, die Arbeiter der ganzen Fabrit die Arbeit niederlegen werden. Gewerkschaftliches. An die Knopfarbeiter Deutschlands! Diejenigen Kollegen von Berlin, Breslau, Wohlau, Schmölln, Frankenhausen und Barmen, welche noch statistische Fragebogen von uns in Besitz haben, werden hiermit nochmals erinnert, für die Ausfüllung pflichtschuldigst Sorge zu tragen und die Fragebogen bis spätestens 7. November d. 3. an die in denselben bezeichnete Adresse gelangen zu laffen, damit die Zusammenstellung und Beröffentlichung des Materials endlich erfolgen kann. Im Auftrage der Kommission für Knopfarbeiter Statistit: Der Vertrauensmann für Elberfeld. Sämmtliche Partei- und Gewerkschaftsblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Arbeiter Berlins! Bis jetzt ist von den a u3gesperrten städtischen Gasarbeitern noch niemand wieder eingestellt worden. Die Ausgesperrten, welche durch gängig Familienväter sind, erhalten trotz ihrer Bemühungen auch anderwärts keine Arbeit, so daß es den Anschein nimmt, als wenn andere Dinge hier mit im Spiele find. Wir bitten daher, die Sammlungen für die Ausgesperrten fleißig fortzusetzen und die gesammelten Gelder sofort an das Gewerkschafts- Bureau ( Adresse: R. Millarg, Annenstr. 16) abführen zu wollen. Das 10 In Dölau bei Greiz dauert der Streit der Weber der Firma Hermann Weber unverändert fort. Der Stadtrath von Delsuit t. V. hat den von einer öffentlichen Gewerkschaftsversammlung gestellten Antrag auf Er richtung eines Gewerbegerichts abgelehnt und es nicht einmal für nöthig gehalten, die Antragsteller über die Grünbe der Ablehnung zu unterrichten. Gerichts- Beifung. Oskar Boigt hatte sich am 16. Oktober vor dem Schöffengericht Unterschlagung von Krankenkaffengeldern. Der Klempner wegen Unterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte war Silfsfassirer der Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Tischler, Brtliche Verwaltung Berlin C., und hatte in der Beit vom 1. Januar bis 1. April d. J. in 18 Fällen insgesammt 62,05 m. unterschlagen. Er verdeckte hierbei sein Bergehen dadurch, daß er die Liste fälschte, sobald er mit dem Kassirer abrechnen mußte. Der Gerichtshof nahm mildernde Umstände als vorliegend an und erkannte nach dem Antrage des Amtsanwalts auf 30 M. Geldstrafe eventuell 6 Tage Haft. In letzter Zeit wiederholen sich die Fälle, in denen uns bescholtene und ehrbare Leute sich wegen Hehlerei um des willen zu verantworten haben, weil sie von unbekannten Personen Sachen unter dem Werthe einkaufen. Hiervor kann nicht eindringlich genug gewarnt werden. Wie schlimme Folgen ein un vorsichtiger Rauf nach sich ziehen kann, zeigt folgender vor der VII. Straffammer verhandelter Fall. Zu dem Restaurateur Sch. tam ein Mann, der sich als Händler ausgab und Militär, Polizei und Gewerkschaften. Der Metall emaillirtes Kochgeschirr zum Kaufe anbot. Der Restaurateur arbeiterverein in Straubing in Niederbayern ist wies ihn an seine Frau, welcher der Mann erzählte, wieder einmal obdachlos. Ueber die Ursache berichtet die daß er das Geschirr billig verkaufen müsse, da er für seine Münchener Post" Nachdem der Verein vor kurzem in der finderreiche Familie nothwendig Geld gebrauche. Aus MitBlauen Taube" ausziehen mußte, da dem Wirth das Militär- leid kaufte ihm Frau Sch. für 17 M. Geschirr ab. Der Kauf verbot zu drückend wurde, glaubten die Metallarbeiter im Gast sollte für sie verhängnißvoll werden, denn das Geschirr war haus zum Söldnerbräu" ein neues Heim aufschlagen zu können. gestohlen und sie wurde unter die Anklage der Hehlerei gestellt. Aber auch hier manövirte die Hochwohllöbliche mit dem Gespenst Der Staatsanwalt war der Meinung, daß das Geschirr Militärverbot. Sie erreichte auch ihren Zweck. Die Metall einen reellen Werth von 75 M. hatte, sie den Umständen arbeiter sind neuerdings obdachlos. Daß dieses Vorgehen auch nach hätte annehmen müssen, daß das Geschirr mittels strafbarer hier das Gegentheil von dem bezwecken wird, was die Behörden Handlung erlangt war". Er beantragte daher zum Entsetzen gerne möchten, wird die Zukunft lehren. der Frau zwei Monate Gefängniß gegen fie.. Rechts Der Zentralverband der Distriktsverbände und Vereine der anwalt Leop. Meyer wies dagegen nach, daß die Frau zu Berg und Hüttenarbeiter Desterreichs, dessen ihrem Gewerbe nur eisernes Kochgeschirr gebrauchen könne und Sib Pilsen in Böhmen ist, wird dem Abgeordnetenhause eine fie deshalb aus dem Kauf keinen Vortheil gehabt habe, der aber Petition unterbreiten, worin die Aufhebung der Bruderladen zum Begriff der Hehlerei gehöre. Die durchaus achtbare Frau habe beziehentlich des jetzigen, von den Bergleuten als nachtheilig Emailgeschirre noch niemals gekauft, den Werth solchen Geschirrs empfundenen Bruderladen- Gesetzes gefordert wird, sowie gegen nicht gekannt und thatsächlich nur aus Mitleid dem an das neue Berginspektions- Gefeßes energisch Protest erhoben ist. scheinend nothleidenden Manne etwas abgekauft. Die StrafDie Bergleute verlangen, daß die Mitglieder der aufzulösenden tammer erkannte aus den vom Vertheidiger geltend gemachten Bruderladen den Bezirks- Krankenkassen, Unfall- Versicherungs- Gründen auf Freisprechung. Die Auffassung des Staatsanwalts anstalten und deren Gesetzen unterstellt und sowohl die Alters- follte aber zur Vorsicht mahnen. An die Handlungsgehilfen Berlins! Die bereits er als auch die Wittwen- und Waisenversorgung für sämmt wähnte öffentliche Versammlung der Handlungsgehilfen liche Arbeiter unter deren Verwaltung gemeinschaftlich durch. und Handlungsgehilfinnen wird bestimmt am 26. Oftober, geführt wird, damit diesen die durch Einzahlung gewonnenen abends 8 Uhr, in Reller's großem Saal, Koppen Ansprüche nicht verloren gehen. Wenn die Regierung bis zum Kölu, 19. Oft.( W. T. B.) Vom Rhein, der Nahe und straße 29, abgehalten. Referent ist Reichstags- Abgeordneter Schluffe dieses Jahres diesen Forderungen nicht nachtommt, so der Mosel wird Hochwasser gemeldet. Die obere Nahe ist überPaul Singer. Derselbe wird über das Thema sprechen: wollen die Bergleute keine Beiträge mehr an die getreten, verschiedene Laufbrücken wurden weggerissen. Die Sozialreform und die Handelsangestellten. Bruderladen zahlen. Gegen das neue Berginspektions- Koblenz, 19. Oft.( W. T. B.) Oberhalb der Stadt sind die Der Vertrauensmann: Hermann Lesser. Gesetz wird in der Petition angeführt: daß es oft aus- Ufer und der Leinpfad überschwemmt. Das Wasser wächst fortAchtung, Buchbinder! In der Luxuspapier Fabrit von gesprochenen Forderungen der Bergarbeiter um Einfeßung einer während. In Ruhrort ist das untere Gleis im Nordhafen überA. Barnick in Berlin, Hollmannstr. 18, haben gestern genügenden Anzahl vom Staate befoldeter, jedoch seitens der schwemmt. Grubenarbeiter frei zu wählender Berginspektoren nicht ent- Nürnberg, 18. Oftober.( W. T. B.) Die Wittwe des vers fämmtliche Kollegen und Kolleginnen wegen Nichtbewilligung spricht, eine jede Machtvollkommenheit und Bollzugsgewalt dieser storbenen Kommerzienrath Schuckert hat ein Kapital von des Neunstundentages einmüthig die Arbeit niedergelegt. Organe gegen die grenzenlose Ausbeutung der Bergarbeiter 300 000 m. anläßlich des gestrigen 50. Geburtstages ihres ver Buzug ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. seitens der Unternehmer geradezu unmöglich macht, daß ferner storbenen Gemahls gespendet. Die Zinsen der Stiftung follen Ueber die Lohubewegung der Lithographen und Stein- die Einsetzung von Berginspektoren im Sinne dieses Gesetzes Knaben und Mädchen von Schuckert'schen Arbeitern eine gute drucker ze. Berlins wird uns mitgetheilt: Be willigt haben nichts anderes als eine Vermehrung von höhergestellten und Ausbildung in ihrem Berufe ermöglichen. noch die Firmen: Gohlisch, Weylandt u. Bauchwiz, Schäfer und beffergezahlten Bergbeamten bedeutet, und, wie Oberbergrath Laibach, 19. Oftober.( B. H.) Seit drei Tagen regner Scheibe, Ernst u. Co., Ebbmeyer, H. S. Hermann, D. Diezze, Zechner in seiner Eigenschaft als Regierungsvertreter im Ab es hier unaufhörlich. Die niedergegangenen Wassermassen haben Zöte u. Mittmeyer, Lindner, Pitius, Hugo Sensch, Löwenstein. geordnetenhause am 9. Mai 1896 selbst eingestanden, daß alle bereits großen Schaden angerichtet, das Thal ist überschwemmt, Im ganzen haben bis jetzt 24 Firmen bewilligt. wichtigeren amtlichen Verordnungen vor deren Herausgabe zum die Bahn ist gefährdet. Buzug ist fernzuhalten von der Lichtdruckerei Nachtheil der Grubenarbeiter an die bergbaulichen UnternehmerDienstbach und den Steindruckereien Lyon, Prager und Loida, vereine zwecks Einholung ihres Gutachtens vorgelegt werden, so Wendisch, Kazenellenbogen, W. Böhme, Heymann u. Schmidt, daß eigentlich überall nur der Wille einiger Grubenbefizer entBüttner u. Ko., Dobrin. Streitkomitee. B scheidet. Depeschen und lehte Nachrichten. ' Madrid 18. Oftober.( W. T. B.) Der Hofzug, dessen Abfahrt von San Sebastian, durch die Entdeckung einer Dynamits patrone ohne Bünder auf dem Bahnkörper bei Zumarraga vere zögert wurde, ist ohne Zwischenfall hier eingetroffen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 246. Die Ermordung des Juffizvaths Meyer Levy. richtet: Dienstag, den 20. Oktober 1896. 13. Jahrg. dauerndes Gedenken in der Geschichte des deutschen Zivilprozesses es könnte der Besuch zu stark werden. Allerdings ist dieser BeLokales. = Von einer erheblichen Verkehrsstockung wurde am Sonntag der Betrieb der Wannseebahn betroffen. In der Nähe des Bahnhofs Groß- Lichterfelde war eine Maschine defekt geworden, so daß sie weder vorwärts noch rückwärts bewegt werden konnte. Die Züge hatten daher Verspätungen von 1/2 bis zwei Stunden, was unter den zahllosen Sonntags Passanten eine beispiellose Verwirrung hervorrief. Die Bahnhöfe waren von vielen, hunderten von Fahrgästen belagert, die vergeblich auf weitere Beförderung warteten. Alle Büge mußten auf andere Geleise übergeführt oder an den einzelnen Stationen umgelenkt werden. Erst gegen 6 Uhr abends wurde der Verkehr wieder hergestellt, nachdem er fast volle vier Stunden mit den größten Stockungen vor sich gegangen war. fichert. 2. war auch der Vorsitzende des Berliner Anwalts- schluß nur ein vorläufiger. In anderen öffentlichen Lefehallen vereins. Der so jäh aus dem Leben Geschiedene hinterläßt drei werden besonders die Fachzeitungen der Kunstgewerbe sehr stark Wer es noch nicht wußte, wurde am Montag Morgen durch Töchter, die mit hiesigen Rechtsanwälten verheirathet sind, und benützt. Der Verwaltung des Lesezimmers in der Mohrenstraße die auffallenden rothen Plakate des Polizeipräsidiums darauf drei Söhne, deren ältester Assessor ist. scheint auch diese Thatsache unbekannt oder entgangen zu sein. In der Affäre wird vom Montag berichtet, daß die Er- So werden die Besucher der Lesehalle schon selbst sagen aufmerksam gemacht, daß am Sonntag in aller Frühe mitten mittelungen der Polizei zu keinerlei bestimmtem Resultat geführt müssen, was sie zu lesen wünschen. Ein Buch, in welchem sie in der Friedrichstadt eine Blutthat verübt worden ist, haben gele ani aut Glück bin vorgenommenen Verhaftungen Neuanschaffungen beantragen tönnen, liegt ja aus. Ime a die, wenn sie auch unter ganz anderen Umständen ge haben anscheinend nichts ergeben. Es wird nachträglich noch ge- gemeinen handelt es sich bei der ersten städtischen Lefehalle um schah, doch das gleiche Aufsehen erregen mußte, wie das meldet, daß die Mörder die Wohnung nicht gleich bei den ersten einen Versuch. Gelingt er, so sollen der einen Einrichtung bald einige Tage vorher von dem Lieutenant v. Brüsewitz in Karlsruhe Hilferufen der Frau Levy und des Mädchens verlassen haben: mehrere andere folgen. Wir brauchen wohl faum zu sagen, daß begangene Verbrechen. Der 63jährige Justizrath Meyer Lewy e sollen noch vorher im Echzimmer Durchsuchung gehalten haben. Die Einrichtung selbst unseren vollsten Beifall findet. Uebrigens ift in seiner Wohnung, Mohrenstraße 53, morgens gegen 6 Uhr, Giner von ihnen hatte seinen Ueberzieher auf das Gelände des tommen wir in nächster Zeit auf den Gegenstand noch eingehend im Schlafe von Strolchen überfallen und mit Meſſerſtichen so Balkons gehängt. Als er das Kleidungsstück beim Fortgehen an zurück. Die Lesehalle ist an Wochentagen abends von 6-9 Uhr, zugerichtet worden, daß er nach zwei Stunden seinen Geist auf sich nahm, erwiderte er einer Frau auf die Frage: ob Feuer oder an den Sonntagen mittags von 11-2 Uhr geöffnet. gab. Ueber das Verbrechen wird des Näheren folgendes be- sonst etwas los sei:„ Ja, hier muß was los sein!" Dann verließ Die Befürchtung, daß der Botanische Garten der Justizrath Levy, geboren am 17. Januar 1833, bewohnte in er den Ort. Bauspekulation zum Opfer fallen könnte, wird in hiesigen Blättern dem ihm gehörigen Hause Mohrenstr. 53 die zweite Etage. Dort des belebtesten Theiles der Stadt, ungeheueres Aufsehen in allen Gartens selbst betrifft, so sind die bisher an maßgebender Stelle Es ist begreiflich, daß dieses Verbrechen, ausgeführt inmitten als grundlos bezeichnet. Was die Angelegenheit des Botanischen selbst befindet sich im linken Seitenflügel und Vorderhaus das aus fünf Zimmern bestehende Bureau des Justizraths, der mit Kreisen, vor allem aber auch in der besitzenden Klasse erregt. Man direkt und vertraulich geführten Verhandlungen so weit gediehen, feinem Schwiegersohn, dem Rechtsanwalt Karl Hamburger, frägt sich, und wie uns scheinen will mit Recht, wozu denn daß der Berliner Magistrat nunmehr von den Staatsbehörden der ungeheure und schwer bezahlte Polizei Apparat da die Bedingungen des Erwerbs des Botanischen Gartens erassoziirt war. Diesem schloß sich die Wohnung der Levy'schen ist, wenn der Bürger in den belebtesten und verkehrsreichsten warten fann. Familie an; dieselbe besteht aus dem nach der Mohren Straßen in seiner eigenen Wohnung vor Mordgesellen nicht straße zu belegenen Salon, dem Speisezimmer( Berliner Die Höhe des Defizite, mit dem die Berliner Gewerbe Stube), dem im rechten Seitenflügel belegenen Schlafzimmer, mehr sicher ist, und wenn solche, man möchte sagen am hellen dem Mädchenzimmer, in welchem ein Stubenmädchen schlief, und Tage ausgeführte Verbrechen 24 Stunden nach der That noch in Ausstellung abschließt, wird der„ Berl. Ausstellungs- 3tg." von der Küche. In einem weiteren Zimmer, welches sich jenseits der tiefes Dunkel gehüllt sind? Der Einwohner Berlins, besonders absolut wiffender Seite" auf nahezu 1 200 000 Mart angegeben. Hintertreppe befindet, schlafen noch zwei Dienstmädchen. Die wenn er politisch anrüchig" ist, kann kaum ein Glas Bier trinken, oder einen Freund besuchen, ohne von der Polizei überwacht zu Im Zirkus Busch hält am Dienstag Abend die Pantomime drei Söhne der Levy'schen Eheleute bewohnen die in der ersten sein; Geburtstagsfeiern und Hochzeitsfeste in Arbeiterkreisen sind wiederum ihren Einzug und zwar wird zunächst„ Die Jagd nach Stage belegenen Räume des Quergebäudes. Vor dem Schlafzimmer des Justizraths befindet sich ein Ballon, von welchem nicht sicher vor polizeilicher Ueberwachung und unsere sozial- dem Glück" zur Aufführung gelangen. Das Stück soll noch be zimmer des Justizraths befindet sich ein Balkon, von welchem eine Galerie an der Front des rechten Seitenflügels entlang bis demokratischen Abgeordneten werden auf Schritt und Tritt deutend glanzvoller als im vorigen Jahre gegeben werden. zum Vorderhause führt und an dem Flurfenster des letzteren observirt, wie im Prozeß Auer und Genoffen die Polizei Organe Polizei- Organe Zwei der berüchtigsten Geldschrankeinbrecher Berlins endigt. Man kann von dem Fenster aus bequem den Balkon selbst bekundeten. Während aber dieser überflüssige Ueber- sind in der Nacht zum Montag im Kassenzimmer der Direktion ersteigen und so in die Levy'schen Wohnräume hineindringen. wachungsdienst auf das peinlichste geübt wird, bleiben frühere des Olympia- Riesentheaters von der Kriminalpolizei verhaftet Sonntag früh gegen 53/4 Uhr wurden die Levy'schen Eheleute Verbrechen unaufgedeckt und geschehen neue Verbrechen mit einer worden. Der Direktion dieser Bühne war schon vor acht durch ein Geräusch aus dem Schlafe geschreckt; Frau 2. gewahrte, Ungenirtheit, wie sie sonst nur aus balb zivilisirten Ländern Tagen die Mittheilung zugegangen, daß ein Einbruch in das durch ein Geräusch aus dem Schlafe geschreckt; Frau 2. gewahrte, berichtet wird. Und unsere Sicherheitsbehörde kann den erschreckten Kassenzimmer beabsichtigt wäre. wie zwei Männer in das Schlafzimmer drangen und an ihrem Bürger nicht beruhigen durch die Mittheilung, daß es gelungen ist, den sollte der Nachtwache haltende Bureaudiener Otto Weber überBereits am vorigen Montag Bette vorbei nach der Lagerstätte ihres Gatten eilten und ihn verbrecher auf frischer That oder kurz nachher festzunehmen. fallen werden. Die Direktion machte der Kriminalpolizei Mitdurch Messerstiche verlegten. Der Justizrath sowohl wie seine Herr Kommissar Schöne und seine Beamten haben in den theilung, die ihre Anstalten traf. In der vergangenen Nacht nun Frau sprangen aus den Betten, doch brach Herr Levy sofort auf politischen Prozessen der letzten Monate keine Lorbeeren gepflückt gelang es, den Weber von seinem Poften wegzulocken und zwei dem Fußboden zusammen. Hilferufend flüchtete Frau 2. nach dem Fußboden zusammen. Hilferufend flüchtete Frau 2. nach und ihre Thätigkeit hat dem öffentlichen Wohle ficher nichts Ginbrecher versuchten schon, den Geldschrank zu erbrechen, als dem Balkon und erhielt hierbei von den Verbrechern Fauftschläge ins Gesicht und einen Messerstich in die Hand. Die Mörder genügt. Man überweise diese Beamten der Sicherheitspolizei, dort fie von Kriminalbeamten überrascht wurden. Mit den beiden ergriffen sodann eine Steppdecke, eilten nach dem Balkon zurück, scheint noch Raum für den weitgehendsten Thatendrang zu sein. Dieben, die Steinecke und Woporsti heißen, wurde als Mitwarfen die Decke über das Geländer, um so an letzterem einen sicheren schuldiger der Logenschließer Ulrich festgenommen. Halt gewinnend, bis zum Flurfenster hinabzuschlüpfen und zu entfliehen. Die Mörder hatten den Justizrath leider allzu gutt getroffen; der Greis hatte fünf Stichwunden in der Brust, im Parteigenossen Berlins! Am Mittwoch, den 28. Ottober, Hals, an der linken Seite, am Kopf und Rücken erhalten. Durch findet die Berichterstattung der Delegirten vom den Stich in die Bruft war die Lunge durchbohrt und der Un- Parteitage in Gotha, sowie die Neuwahl der glückliche verstarb, wiewohl vier Aerzte nach kurzer Zeit zur Vertrauenspersonen, der Preß- und Lokal Stelle waren, nach zweistündigem Todestampfe an innerer Ver- tommission statt. Die Genossen werden gebeten, an diefem blutung. Die Verbrecher sind vor und nach der That Tage keine weitere Versammlungen einzuberufen. von verschiedenen Personen gesehen worden. Als ein Die Parteigenoffinnen werden hiermit auf die am Dienstag Bäckerlehrling gegen 53/4 Uhr mit einem ihm an- den 20. Ottober, abends 8 Uhr, in der Bock- Brauerei, Tempel vertrauten Hausschlüssel das Thor öffnete, um bei dem dort hofer Berg, stattfindende Bolksversammlung besonders aufmerksam selbst wohnenden Gastwirth Küz Waaren abzuliefern, folgten gemacht. Die Tagesordnung, über die Frau Ihrer, Frau Rohrihm vier junge Burschen im Alter von 20 bis 25 Jahren. Wie lack und Frau Braun sprechen werden, lautet: Einbringung einer mehrere vor dem Hause haltende Droschkenkutscher bemertten, Protestresolution gegen die Faffung des Bürgerlichen Gesetzbuches, Ein noch nicht aufgeklärter Fund, der auf einen Selbstblieben zwei der Burschen auf dem unteren Treppenabsatz des die dem Reichstag eingereicht werden soll. Dieser überaus mord hinweist, ist vorgestern, Sonntag Vormittag in Treptow Borderhauses stehen, während die beiden anderen die Stiege wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Genossinnen, gemacht worden. Dort fand man im Plenterwalde an der Spree hinaufgingen. Sie fletterten durch das Flurfenster in der zweiten zahlreich zu erscheinen. Die Einberuferin. im Schlag 48 einen schwarzen Regenschirm und einen schwarzen, Etage, öffneten die Balkonthür des Speisezimmers und erreichten Arbeiter Bildungsschule. Die erste Woche im neuen steifen Filzhut. In diesem lag eine Karte mit folgenden Worten: von hier das Schlafzimmer. In derselben Weise ergriffen sie Wintersemester bedeutet für die Arbeiter- Bildungsschule einen Berrüttete Gesundheit, infolge dessen Unluft zum Leben treibt auch wieder die Flucht. Durch die Hilferufe der Frau und erfreulichen Anfang. Sämmtliche Unterrichtsfächer waren gut, mich in den Tod. Mein letzter Wunsch ist, daß mein Name des ebenfalls erwachten Dienstmädchens wurde zunächst die theilweise sehr gut besucht, und die meisten der Anwesenden nicht veröffentlicht wird." Was es mit dem Funde auf sich hat, in der britten Etage wohnende Modiftin Wiersbigky alarmirt, sie ließen sich als Mitglieder aufnehmen. Trotzdem richten wir ist noch nicht ermittelt. öffnete das Fenster, sah die beiden Verbrecher auf dem Balkon hierdurch noch einmal die Aufforderung an die Genossen und und rief ihnen zu: Was ist denn passirt?" Ein jugendlicher Räuber. Am Sonnabend Mittag gegen Der eine der Genossinnen, den günstigsten Zeitpunkt zum Beitritt, den jezigen 123/4 Uhr, so bemerkt die Nat.- 3tg.", wollte auf dem Postamt 84 Flüchtenden antwortete: Hier ist etwas ganz Schlimmes passirt!" Semesteranfang, nicht zu versäumen und im Laufe dieser Woche in der Krausenstraße eine Dame am Schalter eine Einzahlung Durch den Lärm erweckt" traten auch der im dritten Stock des eines oder mehrere der Unterrichtsfächer zu belegen. Besonders macher und legte einen Hundertmarkschein neben sich auf das Quergebäudes wohnende Hoftapezier Voigt und dessen gilt das mit Rücksicht auf die Nordschule, die in ein sehr schönes Schalterbrett, als plöglich ein etwa zwölfjähriger Junge den Dienstmädchen ans Fenster; sie sahen noch, wie die beiden und geräumiges Zimmer( Brunnenstr. 25) verlegt worden ist und Schein ergriff und damit verschwand, ehe es den Nacheilenden Mörder im Begriff waren, sich nach dem Treppen- noch genügend Platz für neue Theilnehmer enthält. flur hinabzuschwingen möglich war, ihn zu ergreifen. und dabei hörte Herr Voigt, Im Lehrplan hat sich eine Aenderung nothwendig ge wie einer derfelben äußerte:" Schnell, schnell, wir müssen macht. Herr Dr. Bernstein hat seine Lehrthätigkeit auf machen' daß wir fortkommen!" Die Verbrecher eilten sodann gegeben und wird Herr Dr. Conrad Schmidt nunmehr die Treppe hinab und flüchteten nach verschiedenen Richtungen, auch in der Nordschule, und zwar Dienstags, in National nur verfolgt von dem L.'schen Dienstmädchen, welches im Hemde ökonomie unterrichten. Die Natur Erkenntniß fällt in Seitdem fühlte er Schmerzen im Leib und brach am Sonntag nach der Straße hinunterlief und in der irrthümlichen Annahme, der Nordschule jetzt auf Sonnabend. die Mörder seien noch im Hause, die Hausthür abschloß. Die J. A.: Heinrich Schulz. Der Vorstand. Verbrecher werden von den Zeugen wie folgt, beschrieben: Die beiden, welche die That ausführten, find etwa mittelgroß, der genofsinnen am Sonnabend im Feenpallast veranstaltet hatten, war Das sozialdemokratische Volksfeft, welches die Partei eine ist etwa 22 bis 25 Jahre alt, fchlant, hat einen fleinen überaus zahlreich besucht. Es erhielt eine politische Würdigung durch Rippenbruch erlitten hatte und sich in einem elenden Zustand blonden Schnurrbart, war bekleidet mit dunklem, anscheinend das Berbot der Aufführung des Einafters Töchter der befand. grauen Anzug, schwarzem steifen Filshut und gelben, sogenannten Arbeit", das die Polizei im letzten Augenblick ausgesprochen Strandschuhen. Der zweite, etwa 19 bis 20 Jahre Von einem Radfahrer überfahren wurde am Sonntag alt, hatte einen Anflug von Vollbart, als ob er längere Zeit hatte. Auf dem Feste wurden namentlich die unter Mitwirkung Nachmittag gegen 6 Uhr der 9 Jahre alte Sohn Paul der Postnicht rajirt war, ist kräftig und untersetzt; er war bekleidet mit lebhaftem Beifall aufgenommen; die Bilder fennzeichneten die dunklem Jacket und blauer Blouse. Die beiden Schmieresteher Stellung der Frau in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. waren etwa 22-25 Jahre alt, der eine ist ca. 1,70 Meter groß, hat einen starken blonden Schnurrbart; er ist lang und hager Die erste öffentliche Lesehalle der Stadt Berlin ist am und war bekleidet mit einem chokoladenfarbigen Sommerpaletot, Montag, sechs Uhr abends eröffnet worden. Es hat etwas Stehkragen und dunklem Hängeshlips; der andere, etwa lange gedauert, bis die große und reiche Stadt Berlin sich ent1,65 Meter groß, hat einen Anflug einen Anflug von Schnurrbart, schloß, dem Bildungsbedürfniß ihrer ärmeren Bürger etwas mehr und hageres Gesicht, er ist mittelstart und war bes Rechnung zu tragen. Viel fleinere Städte waren ihr in diefer leidet mit schwarzem Jacketanzug und schwarzem weichen Beziehung feit Jahren voraus, trotzdem hätten wir auch wohl Filzhut. Auf die Ermittelung der Thäter ist eine Belohnung heute noch keine städtische Lesehalle, wenn es mit Rothen Haus" von 500 M. ausgesetzt. Es heißt, daß mehrere verdächtige Per feine Sozialdemokraten gäbe. Die drängten und bohrten sonen in den letzten Tagen in der Nähe der Mordstelle beobachtet solange, bis selbst der harte Magistrat sich erweichen worden sind. Am Sonnabend Morgen um 6 Uhr wurde an der ließ, und man den Versuch mit einer Lesehalle wagte. Volts Klingel der Levy'schen Wohnung gezogen und das hinausblickende bibliotheken hat die Stadt ja schon seit 1850; in der legten Zeit Dienstmädchent sah zwei Männer, von denen der eine der Mörder war ihre Zahl bis auf siebenundzwanzig gestiegen. Wie ernst mit der blauen Blouse gewesen sein soll. Die beiden es man mit ihnen aber meinte, in der Zeit, in der es noch keine 1,11 Uhr an der Ecke der Wrangel- und Eisenbahnstraße einen Ein Mefferheld verursachte am Sonnabend Abend gegen wurden für später wieder hinbestellt, ließen sich jedoch sozialdemokratischen Stadtverordneten gab, zeigt die Thatsache, großen Menschenauflauf. Der Rowby, der zuerst Damen an nicht mehr blicken. Das Motiv zur That bestand in der daß die Verwaltung der städtischen Volksbibliotheken jahrelang gerempelt und durch ungezogene Redensarten beleidigt hatte, kam Absicht, einen Diebstahl auszuführen. Die Leiche des Ermordeten nicht eine Sigung abhielt. Die erste öffentliche Lesehalle ist in schließlich mit seinen Arm in Arm mit ihm wandelnden Bewurde noch vorgestern Nachmittag um 41/2 Uhr nach dem Schau- dem städtischen Schulgebäude in der Mohrenstr. 41 untergebracht. gleitern in Streit, bei dessen Ausfechtung er sich des Messers be hause gebracht. Das Lesezimmer liegt zur ebenen Erde, die drei Fenster diente und dann flüchtete. Auf der Eisenbahnstraße wurde er Die Zeugen, welche die Mörder gesehen haben wollen, wurden schauen nach dem Hofe. Es ist Platz für etwa 40 Be- jedoch von zwei Schuhleuten eingeholt und auf die in dieser im Laufe des gestrigen und heutigen Tages nach dem Polizei- sucher vorhanden, Tische und Stühle sind zweckent- Straße befindlichen Polizeiwache gebracht. Wie in der begreif präsidium beordert, wo ihnen das Verbrecheralbum vorgelegt wurde. sprechend, Tintenstifte und Papier werden auf Wunsch tostenlos licherweise sehr erregten Menge erzählt wurde, soll der Strolch Dieselben bezeichneten nach diesem insgesammt sechs Personen als von dem anwesenden städtischen Beamten verabfolgt. Elektrische auch noch andere, harmlos ihres Weges gehende Personen mit muthmaßliche Thäter, doch haben die sofort nach dieser Richtung Lampen erleuchten den Raum, der sich den Winter über als dem Messer bedroht haben. hin eingeleiteten polizeilichen Recherchen tein günstiges Resultat ziemlich geeignet erweisen wird. Im Sommer dürfte der Aufentergeben. halt etwas ungemüthlich werden. Für die Einrichtung und den Justizrath Meyer Levy trat im Jahre 1853 als Auskultator Betrieb in der Zeit vom 1. Oktober 1896 bis zum 31. März in den Justizdienst und war mehrere Jahre als Anwalt bei dem 1897 find 6000 m. bewilligt worden. In der Lesehalle kann Aus Düsseldorf geht uns ein Bericht zu, der sowohl Gericht in Fraustadt thätig. Im Jahre 1869 wurde er als man die vorhandenen Nachschlagewerke( rund 350 Bände) die Bildung" als auch die Ehrbegriffe gewiffer Kreise der Rechtsanwalt und Notar an das hiesige Stadtgericht versetzt. und die 60 ausliegenden Zeitschriften einsehen. Den Beherrschenden Gesellschaftsschicht gar wunderbar illustrirt. Uns Nach der Justiz- Organisation von 1879 wurde L. zunächst Anwalt suchern der Lesehalle find ferner alle nicht ausgeliehenen wird geschrieben: beim Landgericht I und trat schon nach wenigen Jahren zu den Bücher der Volksbibliothek zugänglich, die sich in dem Raume hinter Ein Prozeß von außergewöhnlichem Intereffe gelangte heute Anwälten am Kammergericht über, an dem er bis jetzt praktizirte. Jm der Lesehalle befindet. Das Buch, das man im Lesezimmer lesen vor der zweiten Strafkammer des hiesigen königl. Landgerichts Oftober 1877 erschien in erster Auflage der von dem Geh. Justizrath will, kann man sich reserviren lassen, so daß man es eine ganze zur Verhandlung. Vor einiger Zeit begründeten mehrere den Wilmowski und Levy gemeinschaftlich bearbeitete Kommentar Reihe von Abenden hindurch benüßen kann. Politische Zeitungen besseren Gesellschaftstlaffen" angehörende Herren hierselbst einen zur Zivil- Prozeßordnung, ein Wert, das dem Verstorbenen liegen in der Lesehalle nicht aus. Die Verwaltung befürchtete Psychologischen Verein", um in die Geheimnisse des Spiritismus " " Friz Gahren aus der Landwehrstr. 32 geworden. Der 67 Jahre Das Opfer roher Gesellen ist der greise Kupferschmied alte Mann wurde vor einigen Tagen in der Nähe seiner Wohnung von Strolchen angerannt und zu Falle gebracht. Mittag auf einem Gange in der Alten Jakobstraße vor dem Haufe 108 ohnmächtig zusammen. In einem Krankenhause, wurde, ergab sich, daß der alte Mann einen rechtsseitigen wohin er von einem Schußmann des 28. Polizeireviers gebracht Er spielte vor dem Hause auf der Straße, als er plöglich von einem Zweirad gefaßt wurde und einen schweren Schädelbruch erlitt. Der Knabe mußte von seinem Vater nach einem Krankenhaus gebracht werden. Der alte Schwindel, der an Kindern verübt wird, die mit einem Geldbetrage zum Einkaufen ausgesandt sind, hat sich am Montag in der Brunnenstraße wiederholt. Der acht Jahre alte Sohn des Tapetendruckers Karl G. aus der Streligerstraße wurde von einem Mann angehalten, der ihm eine mit den Stempeln Solon& Co., Berlin S., Kommandantenstr. 81" und Arnold Thiele& Klauß" versehene Quittung zum Einkassiren" übergab und dann mit dem zum Pfande" zurückbehaltenen Betrage von 2 M. 20 Pf. spurlos verschwand. " " Auch ein Duellprozek. wv a r. " " P. M. Grempe. Diskussion. Gäste willkommen. Heute Abend Professor Quidde aus München wird am Donnerstag, den 22. d. M., Sutritt. abends 8 Uhr, im Berliner Arbeiterverein in Keller's Festfälen, Koppenftraße 29, über:" Majestätsbeleidigungs- Prozesse" sprechen. Jedermann hat Vermischtes. einzubringen. Allein trotz aller Bemühungen blieben die an- halten" des Vorsitzenden des Ehrenraths hinwies, der, Deutscher Senefelder- Bund. Mitgliedschaft Berlin gestellten Versuche resultatlos. Endlich eines Abends bemerkte andere zum Duell nöthige, sich aber durch seine Uhr im Restaurant Cohn, Beuthstr. 20: Mitgliederversammlung und Vors standssigung. der Gerichtsreferendar Dr. jur. Hans Ewers in einer Vereins- a mtliche Stellung für satrosantt halte". Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E. H 71) fizung: er habe den Schlüssel des Räthsels entdeckt; er sei in der Heute Abend 8½ Uhr im Restaurant Diesen Brief, in dem noch mehrere andere Beleidigungen Bureau: O., Holzmarktstraße 67. Lage von der Wirksamkeit und Kraft des Spiritismus einen gegen den Hauptmann Greve und gegen die beiden Bei Stühler, Neue Grünstraße 38: Vorstandsfizung und Aufnahme neuer Mitglieder. schlagenden Beweis zu liefern. Er sei im stande, einem fizenden des Ehrenrathes angeblich enthalten waren, Kosmos; Verein für volksthümliche Wissenschaft. Heute, abends Mitglied des Psychologischen Vereins", einem Rentner, aus veröffentlichte Rhein in mehreren hiesigen Zeitungen. 8% Uhr bei Hensel, Brunnenſtr. 173: Vortrag über: Die Frauenbewegung dessen Geldschrank einen Tausendmarkschein in die Inzwischen ließen auch Freiherr v. Ehrhardt und v. Kampy( 3½ Monat Fabritarbeiterin bis zum Berliner Kongreß). Referent: Herr Tasche zu zaubern. Das Experiment glückte auch, es fand dem Hauptmann und Beigeordneten Greve aus demselben sich in der That ein Tausendmarkschein, wenn auch nicht in der Anlaß Herausforderungen zum Zweikampf zugehen. Greve lehnte Tasche, so doch unter dem Stuhle des Rentners. Allein bei auch diese Herausforderungen mit derselben Begründung ab. näherer Untersuchung ergab sich, daß der Tausendmarkschein Freiherr v. Ehrhardt und v. Kamph veröffentlichten nun ebennicht echt, sondern ein ganz gewöhnlicher falls Erklärungen in hiesigen Zeitungen, in denen Beleidigungen Retlameschein Aus diesem Anlaß entstand gegen Greve und auch gegen den Ehrenrath Rebationen Gine Blutthat. In der Nacht zum Sonntag gerieth der als solche eine allgemeine Entrüstung, zumal die Mitglieder sich angeblich enthalten waren. Die betreffenden bei der Gründung des des Psychologischen Vereins" das sollen nun diese Erklärungen noch mit Bemerkungen begleitet Wirth der Mohrenkopfschänke in Blasewitz mit mehreren Gästen Ehrenwort gegeben hatten, nicht zu mogeln". Bild- haben, in denen auch Beleidigungen des Ehren in Wortwechsel und Streit und feuerte dabei auf einen der Anhauer Hecker äußerte zu mehreren Bekannten: Referendar Dr. ra ths, insbesondere aber gegen dessen Vorsitzenden, gefunden wesenden, einen Schlosser Namens Pfaff, mittels Revolvers drei Ewers habe sich des Ehrenwortbruches schuldig gemacht. wurden. Dies veranlaßte den Kommandeur der 14. Division, den Schüsse ab, durch welche Pfaff getödtet wurde. Sodann feuerte Dr. Ewers wurde davon benachrichtigt. Einige Tage darauf Strafantrag wegen Beleidigung des Ehrenrathes u. s. w. zu stellen. der Wirth auf den Schloffer Siwats dreimal und verlegte denbegegnete Dr. Ewers dem Bildhauer Hecker dem Bildhauer Hecker auf einem Infolge dessen haben sich heute der frühere Rittmeister Freiherr selben schwer. Der Verwundete wurde dem Garola- Hause zus fit der Tonhalle" hierselbst stattgefundenen Maskenball. v. Ehrhardt, der frühere Premierlieutenant v. Kampß, der geführt, Der Thäter wurde verhaftet. Dr. Ewers forderte den Bildhauer auf, die Be- Bremierlieutenant a. D. Rhein, sowie die Redakteure der Ans Geeftemünde wird berichtet: Der Fischdampfer„ Grete" schuldigung zurückzunehmen. Letzterer lehnte jedoch dies" Düsseldorfer Neuesten Nachrichten", der" Düsseldorfer Bürger- rettete fünf Mann Besatzung des holländischen Schooners Ida Ansinnen ab, infolge dessen versetzte Dr. Ewers dem Bildhauer Beitung" und der„ Niederrheinischen Volkstribüne", Becker, Horn- Bovina", mit Holz von Friedrichstadt nach Groningen unterwegs. Hecker vor versammeltem Ballpublikum eine schallende Ohrfeige. feld und Weffel wegen öffentlicher Beleidigung, Freiherr v. Ehrhardt, Das beschädigte Schiff wurde 110 Seemeilen nördlich von HelgoHecker strengte gegen Dr. Ewers die Klage wegen thätlicher Be- v. Kampy und Rhein außerdem noch wegen Herausforderung zum land hilflos treibend aufgefunden und hier eingeschleppt. leidigung an; dies hatte die Verurtheilung des Dr. Ewers zu Zweikampf vor eingangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verant10 M. Geldstrafe zur Folge. Landesrath Schmidt, der unter anderen worten. Neben diesen erscheint noch Bildhauer Hecker wegen vor Zeuge des Vorganges auf der Ballfeier war, hatte die Aeuße- fäßlicher Körperverlegung und Herausforderung zum Zweifampf rung gethan: Hecker sei nicht satisfattionsfähig". Dies auf der Anklagebant. veranlaßte den Hecker, den Generalagenten und Premier- Die hiesige Bevölkerung sieht der Verhandlung begreiflicher. lieutenant a. D. Rhein zu dem Landesrath Schmidt mit dem weise mit größter Spannung entgegen. Auftrage zu entsenden, von diesem Aufklärung zu fordern. Da Landesrath Schmidt eine solche verweigerte, ließ ihm Specker eine Herausforderung auf gezogene Pistolen zugehen. Landesrath Schmidt lehnte auch die Herausforderung ab. " " Versammlungen. Ans Trier wird berichtet: Die Mosel steht in den unteren Theilen der Stadt. In Rehlingen riß das Hochwasser das Gerüst der Saarbrücke fort. Die Oberläufe beider Flüsse sind im Fallen begriffen. Bei Teuay an der Bahnlinie Culoz- Genf verschüttete ein Felssturz das Geleis auf einer Strecke von 400 Metern nebst einem Bahnwärterhause. Dem Matin" zufolge sind dabei zehn Personen verunglückt. Als Ursache des Felssturzes werden die andauernden Regengüsse bezeichnet. Witterungsübersicht vom 19. Oftober 1896. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Better " Temperatur nach Celfius ( 5°. 4° R.) Profeffor Quidde, der erst kürzlich eine wegen MajestätsGinige Tage darauf soll Hecker den Landesrath Schmidt in beleidigung über ihn verhängte Strafe verbüßt hat, wollte am Ju Rom ist Giacomelli, früherer Direktor des Credito der Elifabethstraße hierselbst überfallen und mißhandelt haben. Sonntag über„ Majestätsbeleidigungen" in einer Bersammlung Immobiliare", auf Befehl der Gerichtsbehörde verhaftet und in Zu den Mitgliedern des Psychologischen Vereins" gehörten auch bei Buggenhagen sprechen, die vom freisinnigen Arbeiterverein das Gefängniß von Regina Coeli gebracht worden.d der Rittmeister a. D. Freiherr v. Ehrhardt, der Premier- einberufen worden war und zu der sich annähernd 1000 Personen Lieutenant a. D. v. Kamph und der Premierlieutenant a. D. eingefunden hatten. Quidde, den die Versammelten mit leb- Aus Dröbak( Norwegen) wird gemeldet: Gestern hat in Rhein. Die beiden ersteren hatten ebenfalls ihrer Entrüstung haftem Applaus begrüßten, konnte seinen Vorsatz jedoch nicht den benachbarten Dynamitfabriten eine Explosion statt über das von Dr. Ewers vorgenommene Experiment in ziemlich ausführen. Als der Vorsitzende zur Einleitung einige Worte gefunden, infolge deren zwei Gebäude in die Luft gesprengt unverblümter Weise Ausdruck gegeben. Es find zahlreiche Da dies auch dem über das volksparteiliche Programm, das sich auch gegen die wurden und ein anderes niederbrannte. Referendar Dr. Eivers hinterbracht wurde, so forderte dieser ungleiche Behandlung von Personen wende, sprach, rief jemand Personen verletzt worden. den Freiherrn v. Ehrhardt und v. Kamph zum aus der Versammlung: Der Kaiser ist doch keine gewöhnliche Oftober 1896 Zweikampf heraus. Letztere lehnten jedoch die Heraus- Zivilperson! Am Weitersprechen wurde er dann durch den forderung mit dem Bemerken ab, daß sie sich mit überwachenden Polizeilieutenant gehindert, der die Versammlung einem Wortbrüchigen nicht schießen. Jufolge auflöste, indem er sich auf den§ 1(!) des Vereingesetzes berief. einer Anzeige bei dem Ehrenrath des Offizierkorps des hiesigen Die Antwort der sich langsam entfernenden Versammlungs Stationen. Landwehr- Bezirkes entschied der Ehrenrath: der Ehrenrath: Referendar theilnehmer waren oft wiederholte stürmische Hochrufe auf Dr. Ewers hat sein Ehrenwort nicht gebrochen und ist Professor Quidde.- Jm Saale bemerkte man außerordentlich , fatisfattionsfähig". Freiherr von Ehrhardt und von Ramph viel Kriminalbeamte. beharrten jedoch trotzdem auf ihrer Weigerung, sich mit Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: SüdDr. Ewers zu schießen. Dies Verhalten hatte zur Folge, daß of Schule Waldemarstr. 14: Deutsch( Die deutsche Literatur in der Swinemünde zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre). Herr Heinrich Hamburg Freiherr von Ehrhardt und von Kamph aus dem Offizier 3- Schulz.- Nordschule, Brunnenstraße 25: Natur- Ertenntniß( Antite und Berlin stande ausgestoßen wurden. Bei der Entscheidung moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde Wiesbaden des Ehrenraths soll nun der Vorsitzende desselben, Haupt- aus threr bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffaffung und München mann der Landwehr, Beigeordneter Greve abfällige Bemerkungen experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze Wien. über den Spiritismus gemacht haben. Aus diesem Anlaß ließ Lamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Haparanda der bereits genannte Premierlieutenant a. D. Rhein dem Bei- Grenzen der Natur. Erkenntniß). Herr Dr. C. Joël. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothek und des reichen Beit Petersburg geordneten, Hauptmann der Landwehr Greve eine Herausschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Cork forderung zum 3weikampf zugehen. Letzterer lehnte Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu Aberdeen. jedoch die Herausforderung mit dem Bemerken ab, daß er mann, Pafewalkerstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten Paris.. jene Aeußerung in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Ehrenraths des Offiziertorps gethan habe. Premierlieutenant a. D. im Vereinstatender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine FrankfurterRhein richtete nun an den Beisiger des Ehrenraths Rittmeister straße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Reserve Baeßler und Sekondelieutenant der Reserve He in Bale Bufchriften, Den Bund betreffend, find zu richten an germann mann einen Brief, in dem er auf das widerspruchsvolle Ver- gavu, Schönhauser Allee 177 c. Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 20. Oktober. Opernhaus. Oberon. Schauspielhaus. Ein Königsidyll. Deutsches Theater. Hannele's Himmelfahrt. Vorher: Ohne Liebe. Berliner Theater. Der Sohn der Wildniß. Schiller- Theater. Friedrich Wilhelmstädt. Theater ( Wallner- Theater.) Dienflag, abds. 8 Uhr: Münchhausen. Der Zerrissene. Mittwoch, abends 8 Uhr: Emilia Galotti. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Oyne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Uhr. ( Bons haben Giltigkeit.) Mittwoch und Donnerstag: Ohne littlichen Halt. Sonntag, 25. Oktober, nachm. 4 Uhr: Neues Theater. Bocksprünge. Bor- Schneewittchen und die sieben Zwerge. Auf allgemeines Verlangen: her: Opus I. Lesing- Theater. Anna's Traum. Theater des Westens. Die Räuber. Zaubermärchen Residenz Theater. Der Stellver in 8 Bilbern von Georg Zimmermann. treter.( Le Remplaçant.) Borher: Erlauben Sie, Madame! Schiller- Theater. Münchhausen. Volks- Theater Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Belle Alliance- Theater. Mamsell Vielliebchen. Volks Theater. Ein vorsichtiger Mann. Hierauf: Variété fremder Künstler. Zum Schluß: Bladderadaut. Theater Unter den Linden. Der Reichenbergerstr. 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Ein vorsichtiger Manu! Repertoire Posse des Volks Theaters. Größter Lacherfolg der Saison! fleine Herzog. Hierauf: Die Jeden Abend 91/2 Uhr: Beginn des Bajadere. Oftend Theater. Michel. gemischten Künstler- Theils. Der deutsche 1. Gebr. Godart, erste Rectomifer. 2. Hella Collier, braftische Chansonette. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. 3. Louise Bouwmeester, Hollands Tilli. Alexanderplat- Theater. Ohne fittlichen Halt. Ranfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. 300000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Jeden Abend Grosser Jubel. The Miltons. Fredans Trio. Dora Marchetty. Hed u. Hid. Fredi Hanson. Bob Hopkins. Sremlow- Trio. Mita Moselly. Stürmischer Beifall. Hegino Akrobatentruppe. Josephine von der Heilsarmee. Ürtomisch. Im Lachsalvenreiche der Schatten. Anfang 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Refervirt 50 Pf. Entree 30 Pf. schönste u. geübteste Pistolenvirtuosiu. 4. Gebr. Kulper, Elite- Gymnastiker u. Instrumentalisten. Zum Schluffe des Abends: Pladderadautz. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Entree 50 Pf. bis 3 M. Familienbillets Entree 10 Std.3 M. Parquet 10 Stc. 6 M. M Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekannt machungen des Volks Theaters nur durch die Zeitungen erfolgen, nicht burch Säulenanschläge. Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Tilli. Lustspiel in 4 Akten von Francis Stahl. Anfang 8 Uhr. Mittwoch, Donnerstag: Tilli. Lustspiel in 4 Atten von Francis Stahl. Sonntag, den 25. Oftober, nachmit 3 Uhr: Klassiter Vorstellung: Dis . | Renderungen 7 GD 14 e Dunst dbedeckt 195 halb bedeckt 17 Regens 2193beiter 5 119 Nebel# 6 woltig 1 752 G 2 • 749 GO 2 752 GSD B 749 Stills 1751 755 Still S 2 752 sig SSM 1 bedeckt 744 NNW wolkig 907 748 N 0746 GSD 2 2 wolfig Dunst 3 do 754 Wetter- Prognose für Dienstag, den 20. Oftober 1896. Zeitweise heiter, vielfach woltig mit etwas Regen und mäßigen füdöstlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Urania. W. Noack's Theater Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/ 49.90 Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf.R abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Räuber, Tranerspiel in 5 Aften von Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabend): Konzert, Theater- Vorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künstler 1. Ranges. Neu! Neu! Neu! Friedrich v. Schiller. Abonnemenspreise täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Die Weber giltig. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Eintritt 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Passage- Panopticum. Gebildete Menschen. Letzte Woche! Morgen: Dieselbe Vorstellung. In In Vorbereitung: Prima Ballerina( Maison Tamponin). Vaudeville in 3 Akten von Blum und Toché, bearbeitet v. Hugo Wittmann. Musik von Karl Weinberger. Kaufmann's Halbe Variété Menschen und 20 EliteNummern SensationsProgramm. Louis Keller's Festsäle Offend- Theater. Koppenstr. 29. Jeden Dienstag: [ 5884L Norddeutsche Sänger Die großen Konzerte und Soireen finden vom 25. Oktober ab regelmäßig jeden Sonntag und Dienstag statt. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Der deutsche Michel. 2 Original- Burleske mit Gesang u. Tanz von W. Gericke. Musik von Stenzel. Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Böhmisches Brauhaus Landsberger Allee. Heute sowie jed. Dienstag: 42 er 973 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Direktion: Richard Schultz. 914 Dienstag, den 20. Oftober: Emil Thomas a. G. Bum 31. Male: Stettiner Sänger ( Meysel, AD Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pi. Vorverkauf 40 Pf.( fiehe Plakate.) Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Vogler's Casino idin, fr. Weltreftaurant, Dresdenerstr. 97 Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Im ersten Theatersaal die unübertreffl. ま Hamburger Sänger. Im zweiten Theatersaal: Variété u. Spezialitäten- Theater. Auftreten v. Kunstkräften 1. Hanges. Ausführung v. Possen u. Singspielen. Auf. Wochentags 7 Uhr. Sonut. 6 Uhr. Billards. 4 neue Regelbahnen. Der deutsche Michel. Eine wilde Sache. Sorgf. gepfl. Biere, auert. gute Küche. Der deutsche Michel. Anfang 7/2 Uhr. Sonntag, den 25. Oftober, nachmittags 8 Uhr: Der liebe Onkel. Große burleske Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshojer. d Anfang 28 Uhr. A. Flick's Restaurant, SimeonStraße 23, gr. sep. Vereinszimmer frei. 0. Schmidt's Restaurant, Hochstr.32a. 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Oktober 1896: Abends 71/2 Uhr: Parade- Galavorstellung Zum 1. Male: Die Jagd nach dem Glüid. Gr. Manege Schauftück in 1 Vorspiel u. 4 Aften. Vollständig neu bearbeitet, neu inszenirt u. auf das Prachtvollste ausgestattet v. Direktor Busch. Monftre- Pracht- Aufzüge. Ein wirklicher Schiffsuntergang. Außerdem: 3 russische Fuchsbengste als Thurmspringer, abger. und vorgef. Entree 30 Pf. R. Winkler. Neuland. Straußfedern, Blumen besondere Spezialität, zu Engrospreisen d. h. die Hälfte billiger als anderswo. Phantastefedern, Hutblumen, sowie hoch garnirte Köpfe 2c. B. Lentge, NeuCölln am Wasser 23, 1 Tr., ebendafelbft Waschfedern 25 Pf.. Krausefedern 10 Pf. Möbelhau unter Garantie guter Arbeit. Theil. zahlung gestattet.d8786* Frz. Müller, Alte Jakobstr. 65. Beachtenswerth für Schneider! Sonnabend: Resterverkauf. [ 188L] Anzug- Valetoftoffe slations น. TRI Tax La 8081 diu tee of sid Brenner& Cie. Alte Jakobstrasse 5759. Schluss der Saison am 31. d. 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Ottober, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause in Neuendorf bei Potsdam, Triftstraße 3, aus statt. 35/1 Verein der Berl. Buchdrucker und Schriftgicher. de Todes- Anzeige. Verein deutscher Schuhmacher Filiale Rixdorf. Am 17. b. M. verstarb unser braves Mitglied Frau Minna Klammer Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, vom städtischen Krankenhause Am Urban aus nach dem Freireligiösen Friedhof statt. 916b Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Elest Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine Frau Minna am Sonnabend, den 17. 6. M., im Alter von 29 Jahren an der Proletarier- Krankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr vom Krankenhaus Am Urban aus nach dem Freireligiösen Friedhof statt. Der trauernde Gatte Gustav Klammer. Kranzbinderei und tatiBlumenhandlung 5799* Robert Meyer, Nr. 2. Mariannenstraße Nr. 2. 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Deutscher Senefelder- Bund Achtung! Die Am Dienstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, in der Bockbraueret, Tempelhoferberg, und am Mittwoch, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58: Volksversammlungen. Mitgliedschaft Berlin. Gasanstalts- Arbeiter. Mitglieder- Versammlungen Mittwoch, 21. Oktober, abends 8 Uhr, im Engl. Garten, finden fett beständig in Cohn's Restaurant, Beuthstr. 21, und zwar nach wie vor jeden Dienstag nach dem 15. eines jeden Monats statt. Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Die letzten Vorgänge in den städtischen Gasanstalten und will die Verwaltung derselben den vor dem Einigungsamt geschlossenen Nächste Versammlung am Bertrag beachten. 2. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Ginbringung einer Protestresolution gegen die Faffung 20. Oktober cr. des Bürgerlichen Gesetzbuches, die dem Reichstag eingereicht werden soll. 2. Diskussion. Referentinnen: Frau Emma Threr. Frau Martha Rohrlack. Frau Lily Braun. Um zahlreichen Besuch dieser Versammlungen bittet Die Einberuferin: Frau Gerndt. 1/4 Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" Berlin. Dienstag, den 20. Oktober 1896, abends 81/2 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstr 15: Mitglieder Versammlung 262/1 Paul Möhring. Orts- Krankenkasse 42,3 Der Einberufer. Achtung! Töpfer. des Maurergewerbes Mittwoch, 21. Oktober, abends 6 Uhr, bei Buske, zu Berlin. Hierdurch wird auf grund§ 66 des Statuts bekannt gemacht, daß die Kasse zur Zeit 12 677 Mitglieder hat und nach§ 49 des Statuts daher 1. aus der Zahl der Raffenmitglieder 127 Vertreter, 2. aus der Zahl der Arbeitgeber 64 Vertreter Zages Ordnung: 1. Die Berliner Gewerbe- Ausstellung ein fapita- für die Jahre 1897 und 1898 neu zu listisches Unternehmen. Ref.: Stadtv. Genosse P. Dupont. 2. Diskussion. wählen find. 3. Bereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 274 2 Wahlberechtigt und wählbar sind nur solche Personen, welche großjährig und Grenadierstr. 33: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 193/2 1. Die Fensterfrage. 2. Wie stellen sich die Töpfer Berlins und Um gegend zu dem Vorwärts" Annoncenfieber unserer hiesigen Verbändler? Üm zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verein für arzneilose Heilweise. Grosser Vortrag für Damen und Herren Gäste( Männer) haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen im Besige der bürgerlichen Ehrenrechte am Dienstag, den 20. Oktober, abends 81/2 Uhr, in der Kronenbrauerei, Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Vereinigung der Maler, Lackirer, Anftreicher und Berufsgenossen. find. Die Wahl der 127 Vertreter der Raffenmitglieder findet statt am Sonntag, den 1. November 1896, vormittags von 10-1 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33 Arbeitgeber ebendaselbst am Dienstag, 20. Oktober, abends 8 1hr, im Engl. Garten, und die Wahl der 64 Vertreter der Alexanderstr. 270: Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Filialen Berlins. Montag, den 2. November 1896, 124| 3 Tages Ordnung: 1. Wahl eines Schriftführers zum Hauptvorstand. 2. Statutenberathung. Der Einberufer: M. Märtens. abends von 8-91/ 2 Uhr. Die Wahl ist geheim. Zutritt zum Wahllokal haben nur solche Arbeitgeber refp. deren Vertreter, welche Beiträge an die diesseitige Kasse zahlen, und mur wahlberechtigte Mitglieder der gen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. br br. Raffe. Diefe haben fich ( Bahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, den 21. Oktober, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20–22: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke. Tagesordnung: Die Agitation in denjenigen Werkstellen, in denen die Mehrzahl der Kollegen dem Verband indifferent gegenüber teht. Die augenblickliche Konjunktur und die Ueberstundenarbeit. Werkstattdifferenzen. Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Delegirten zu entsenden.. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 21. Oktober 1896, abends 8½½ Uhr: Bezirks- Derlammlung S für Bentrum und Süden im Louisenstädtischen Klubhans, Aunenstraße 16. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Eroberung des Nordpols. 2. Distuffion. 8. Verbandsangelegenheiten( Wahl eines 2. Bezirksleiters). Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 113/10 Die Ortsverwaltung. Achtung! Putzer. Achtung! Mittwoch, den 21. Oktober, abends 6 Uhr, bei Buske: Versammlung der Baudeputirten der Puker Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Der Stand unserer Lohnbewegung. Jeder Bau muß vertreten sein. 131/18 Die Lohnkommission. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen durch das bis zum letzten Zahlungs. termin abgestempelte Quittungsbuch, fowohl beim Eintritt in das Wahllokal, wie zur Ausübung des Wahlrechts am Wahltische zu legitimiren. Zu diesem Zweck werden die Arbeitgeber ersucht, den bei ihnen beschäftigten Kassenmitgliedern die Quittungsbücher rechtzeitig ordnungsmäßig quittirt auszu händigen. Die Kasse ist am Wahltage geschlossen. 876b Die Vorversammlungen hierzu behufs Aufstellung von Kandidaten finden beide Donnerstag, den 22. Oktober, Abends 872 Uhr, Alt- Moabit 47/49: Dr. med. Hirschfeld über: 546 Was sollen wir essen und trinken und wie unsere Kinder ernähren? Herren und Damen als Gäste willkommen. Der Vorstand. Naturärztliche Vorträge, für Männer und Frauen sehr wichtig, verständlich erklärt am künstl., lebensgroßen, auseinandernehmbaren Menschen, von O. Grundmann, pratt. Naturheilkundiger, Chars lottenburg. Heute, Dienstag, abends 8/2 Uhr, in ieft's Feßsälen, Weberstr. 17, über: Nervenkrankheiten, Entstehung und Heilung. Entree 10 Pf. Der Vortrag wird an einem metergroßen Gehirn erklärt. Maler- Fachschule der Filialen Berlins. XIV. Semester. Der Unterricht in unserer Fachschule beginnt für das Winter- Semester 1896/97 am 18. Oktober, vorm. 9 Uhr, in der Aula der 193.- 195. GemeindeSchule, Mauteuffelstraße 7. 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Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Abrechnung von der Urania- Borstellung. 5. Verschiedenes. Der Rassirer Stanowsky wohnt jezt Höchstestr. 48, Hof I. In jeder Versammlung werden neue Mitglieder aufgenommen. Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. Rixdorf. Deutscher Holzarbeiter- Verband. General- Versammlung am Dienstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, in den Viktoria- Sälen. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbndy legitimirt. Der Vorstand. Charlottenburg. Mittwoch, 21. Oktober, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: General- Versammlung des E fozialdemokratischen Wahlvereins. Tages Ordnung: 250/1 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 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