e B t 1% is f = n m BERE st #E 11 t, E t ant 00 де t's it TA er m ng 13 28 n in 10 c. h. te 10 10 et ne id 11. 配件 er FQ Lie er en et, zin t 11 ent pie es We E er Str. 138. Sonnabend, 13. September 1884. I. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Bollsblatt geint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin rei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Nummern 5 Bf. Boftabonnement pro Quartal 3 Marl.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 the Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Die Handwerkerfrage. Die Lorbeeren des Herrn Adermann lassen andere Leute nicht ruhig schlafen. Nachdem die deutschen Handwerter", resp. ber reaktionär gesinnte Theil derfelben, in Frankfurt am Main ihren„ Tag" gehabt, ist in Desterleich auch der„ Gewerbet ag" beisammen gewesen, ber womöglich noch realtionärere Gesinnungen an den Tag gelegt hat, wie sein Vorgänger in Frankfurt. Wenn Professoren und Hofräthe à la Ackermann den lächerlichen Versuch machen, die abgestorbenen Formen des juschmuggeln, so kann man dies erklärlich finden. In den unverständlichen Fremdwörtern gespickt ist. Der Glaube an I eine Wiederkehr des unwiederbringlich verlorenen golbenen Bodens" wird so künstlich genährt und so jene veraltete Anschauung aufrecht erhalten, daß das, was vor 300, 400 und 500 Jahren gut war, auch heute noch gut sein müsse. Daher jenes ängstliche Zurückschrecken so vieler Handmüsse. Daher jenes ängstliche Zurückschrecken so vieler Handwerter vor modernen Ideen, und die absichtliche Verschließung gegen die Erkenntniß vor der Macht des Großbetriebs. Wir leben in einem Zeitalter, das man mit Recht als dasjenige des Industrialismus bezeichnet hat. Wer sich mit wirthschaftlichen Fragen überhaupt erfolgreich beschäftigen will, muß dies flar und voll anerkannt haben. Der rettende Gedanke, der aus dem heutigen wirthschaft lichen Chaos hinausführt, ist schon da; er wird aber von den meisten Schichten des Kleinhandwerkerthums weder theoretisch noch praktisch hinreichend gewürdigt. Es ist der Gedanke der Assoziation. Auf dem österreichischen Gewerbetag zu Wien hat sich die Rathlosigkeit, die in den dort vertretenen Handwerkerkreis fich erstaunt darüber, welch' breite Schichten der Gesellschaft noch vom Handwerk bedeckt seien. Die Kreuzzeitung" fprach es zuerst aus, und die andere Presse betete es nach, daß es also mit dem Handwerk noch nicht so schlimm stehe, daß der Auffaugungsprozeß durch die Großindustrie noch nicht soweit vorgeschritten sei, wie man behaupte, und daß man sich also diesetwegen ruhig schlafen legen könne. Daß bas Handwert noch große Streife offupirt, konnte nur für Leute etwas Neues fein, die mit unseren wirthschaftlichen Zuständen nicht vertraut sind; aber es ist Thatsache, daß der Aufsaugungsprozeß verhältnißmäßig mit gewaltiger Schnellig feit vor sich geht, und daß diese Schnelligkeit immer noch im Wachsen begriffen ist. Bei alledem sei noch darauf hingewiesen, daß die Zahl der Handwerker, die an die Wunderthätigkeit der Zünfte und Innungen glauben und sich von den Hofräthen und Profefforen ins Schlepptau nehmen lassen, nicht die Mehrzahl des Handwerkerstandes bilden. Das wissen die Herren Adermann und Genossen recht gut; sie wissen auch, daß bigen eher ab- denn zugenommen hat. die Rathlosigkeit, die in den bort vertretenen Handwerfertrei sen herrscht, im vollsten Lichte gezeigt. Dan berieth, wie durch den Zunft- und Innungslarm die Zahl ihrer Gläu rauschen bickleibiger Folianten: vom Rauschen des wirklichen Lebens aber haben jene Herren noch nichts vernommen. Gewohnt, Alles nach Schablonen zu beurtheilen, steht es light wieder gefunden werden kann, wenn man nur auch bene Boden" einst ruhte. Daß inzwischen die ganzen wirth die alten Einrichtungen wieder schafft, auf denen der„ golfind, was fümmert dies die vertrockneten Bewohner der daß zu diesem Behuf der zehn stündige Normalarbeitsschaftlichen Zustände von Grund aus umgewälzt worden könne, und der Gewerbetag faßte den merkwürdigen Beschluß, Studirstuben? Vielleicht wissen sie es auch nicht. Sie selber tag eingeführt, die Nachtarbeit der Frauen und tehen ja nicht in dem großen und erbarmungslosen Konfurrenztampfe im wirthschaftlichen Leben, der das Merkmal schafft werden solle. Aber wohlgemerkt sollten diese Refor der Gegenwart ist und in dem der Schwächere so schonungsLos von dem Stärkeren niedergetreten wird. Und dennoch wollen man die Konkurrenzfähigkeit des Kleinhandwerks steigern auf bas Kleinhandwerk erstreden. Dan steht erstaunt vor he folcher Quertöpfigteit. Was also bei der Großindustrie als folcher Querköpfigkeit. Was also bei der Großindustrie als Sen fie fich einmal in das praktische Leben hinaus, dann verwerflich gilt, die überlange Arbeitszeit, die übermäßige weht es ihnen wie einem bekannten Professor der Volks- Ausnußung von Frauen und Kindern, die Sonntagsarbeit, doch Professor der Nationalökonomie und muß also in österreichische Gewerbetag will die betreffenden Verbote gegen bonſchaft, der zu einem Arbeitervertreter jagte:" Ich bin das soll nun das Kleingewerbe konkurrenzfähig machen! Der " die Großindustriellen ergehen lassen, damit die Kleinmeister Politische Uebersicht. Verbot. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht heute Fol gendes: Auf Grund des§ 12 des Reichsgefeßes gegen die Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oftober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Stenntniß ge bracht, daß das Flugblatt: An die Wähler des dritten Hamburgischen Wahlkreises" mit der Unterschrift: Mehrere Arbeiter im dritten Hamburgischen Wahlkreise", Verlag von J. uter, Schwerin, Drud von 3.§. W. Diey, Hamburg, nach Bolizeibehörde verboten it. Samburg, ben 11. September 1884. Die Bolizeibehörde. Senator Möndeberg. der Herr Professor die Antwort erhielt: Gerade weil Sie länger arbeiten lassen und mehr Frauen und Kinder beschäf= doch mancherlei erheblichen Schwierigkeiten begegnet, die sich Profeffor der Nationalökonomie sind, ist man überzeugt, tigen fönnen, als die Großindustriellen! Das ist wahrhaft namentlich bei der Errichtung von Gemeinde Krankenkassen in daß Sie von wirthschaftlichen Fragen nichts verstehen." So ist's zwar nicht immer, aber doch sehr häufig, und genial gedacht. Noch einfacher wäre gewesen, zu beschließen, die Manchestertheorie verfechten oder Anhänger der trassen, Dadurch würde sicherlich die Konkurrenzfähigkeit noch mehr zünstlerischen Reaktion sind. Verknöchert wie sie selbst in erhöht werden. thren vorgefaßten Meinungen find, möchten sie auch das den öftlichen Provinzen zeigen, zeigt eine Korrespondenz der Hamburger Bürgerzeitung". Derselben wird aus Berlin geGierigkeiten, weggulommen, boch ift man ble jegt noch geben gelangt. Möglich, bbie wirthschaftliche Leben in ihren Dogmen und Formeln ver- mehr beschäftigen. Wenn das Kleinhandwerkerthum bestimmt ist vermuthlich die Königl. Regierung selbst zu verstehen, denn Inochert wissen. Aber auch hier wachsen die Bäume nicht in ben Himmel. ist, einen langen und grausamen Zersehungsprozeß durchzumachen und vom Großbetrieb aufgesaugt zu werden, sollte es nicht zu gedeihlichen Ergebnissen daß bisher erlassenen Ausführungsbestimmungen noch einer Abänderung unterzogen werden. Unter dem ,, man" dieser Notiz die Gemeinden find jedenfalls gänzlich rathlos in diesen Angelegenheiten. Derartige Organisationen fönnen nur gedeihen, wenn fie, nach Uhland's Ausspruch, Bäume sind, die fich im nach oben tehren". Leider ist der moderne Kleinhandwerker vielfach ein denn kein Mittel geben, dieses traurige Schicksal vom Handfonderbarer Kauz. Dbschon er doch an der Quelle sigt, werk abzuwenden? Allein, statt die Ideen der Assoziation groben Volksboden nähren", nicht solche, welche die Wurzeln wo er die Schäden des modernen Gewerbes leicht erkennen zu pflegen und auszubilden, tröstet man sich mit Ausflüchten, an die man selbst nicht glaubt! Als vor einigen Jahren poniren, oft schon deshalb, weil derfelbe mit viel für ihn eine große Gewerbezählung veranstaltet wurde, stellte man Radbrud verboten.] 481 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Elsa wußte am Besten, wodurch fie den bitter gehaßten Feind am tiefften verwunden fonnte, und fte verseste ihm Schlag um Schlag. Die Gerichtshöfe würden aber die Dinge weniger nachfichtig beurtheilen, wie wir," antwortete Wrigley.ch habe bis jept Alles für mich behalten, da ich, wie Sie sagen, ihr Blutsverwandter bin. Was geschehen ist, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden" fagte ich mir, und daß es nuglos wäre, einen Lärm darüber zu erheben. Das Verbrechen sollte verborgen bleiben und dereinst mit ihr begraben werden. Wenn Myra Barth jedoch daran denkt, fich zu verheirathen, darf ich als Mann von Ehre nicht länger schweigen, nicht zugeben, daß Jasper Aber auch Wrigley besaß eine Waffe, auf die Elsa nicht Figron eine Frau nimmt, die ein todeswürdiges Verbrechen vorbereitet war, und schonungslos machte er der Alten gegen über Gebrauch davon. Find eine alte treue Freundin Ihrer jungen berrin. Ich will Schweigen Sie einen Augenblid, Frau Wallace. Sie zu Ihnen im Interesse Myra Barth's ein Wort sagen, gute Frau. Sie erinnern fich wohl noch der Nacht, in welcher Der Kleine Rupert Barth verschwand? Wo war Myra in jener Racht?" antwortete Elja, innerlich erbebend, aber äußerlich fühl und Bo foll fie sonst gewesen sein, als in ihrem Bett?" gelaffen. Sie war am Willesden Reservoir," sagte Wrigley mit Radbrud. begangen hat, für das sie jeden Tag zur Rechenschaft gezogen werden kann. Sie und ich, wir wissen, was fie gethan hat. Wie viele außer uns mögen es noch wiffen? Einer, den ich Ihnen nennen fönnte, bestimmt. Mit diesem Verbrechen belastet, Elsa, bat Myra Barth nicht das Recht, einen Ehebund zu schließen und Mutter zu werden, und hören Sie, Elsa, das werde ich niemals gestatten, niemals! Suchen Sie Ihre Gebieterin davon abzubringen, und zwingen Sie mich nicht, auszusprechen was ich weiß." Wrigien nickte ihr zu und ging weiter. Elsa war für einen Augenblick wie versteinert, aber noch ehe er aus Gehörweite verschwunden, rief fie ihn zurüd. Hören Sie, Herr Doktor! Sie denken, in jener schreckSind Sie verrückt geworden, Doktor, solche närrischen lichen Nacht sei eine Frau mit einem Kind im Arm aus diesem Geschichten zu erzählen!" freischte Elsa. beirrt fort. Sie ging dorthin mit einem Kleinen Rinde auf dem Arm und fehrte ohne dasselbe zurück," fuhr Wrigley unSheinen, aber Wrigley las in ihren Augen, daß dieser Gedanke Elsa trengte fich übermenschlich an, um bewegt zu er thre Seele nicht zum ersten Male beschäftigte, und daß fie vor Demfelben zitterte. D! o!" schrie Elsa, und Sie, der Better des gnädigen Fräuleins, der die Arme beschüßen und vertheidigen sollte, Sie, ein Blutsverwandter, erheben eine so schmähliche Be schuldigung. Wer wird dem Gewäsch eines so alten Weibes wie Sie, Doktor, glauben?" Hause gegangen und ohne dasselbe zurückgekehrt? Mein armes Fräulein war viel zu unschuldig und harmlos, um zu erkennen, wie viel Nachtheil ihr die Geburt dieses Kindes gebracht. Aber ich erkannte es. Ich wollte die Tochter meiner verstorbenen Herrin nicht enterbt sehen. Haben Sie gehört, daß damals eine Frau am Reservoir war? Nun denn, diese Frau war ich, ich, Elsa Wallace, und jeßt thuen Sie, was Shnen beliebt, ich werde das allen Gerichtshöfen des Landes wiederholen, und fie mögen mich dafür zum Tode verurtheilen. Ja, Mann, ja Elender, Elsa Wallace war das!" Wrigley starrte die Alte sprachlos an. Er glaubte ihr nicht, aber wie vermochte er, sie zu wiederlegen? Und vor allen Dingen wagte er nicht, in Wirklichkeit irgend welche AnEs war das erste Mal, daß Elsa die Verwandtschaft flage zu erheben. Er hatte nur zu drohen versucht. Brigley's mit Myra berührte. Sa, fie ist meine Verwandte," sagte Wrigley, und barum habe ich bisher geschwiegen." ach was, da giebt es garnichts zu verschweigen," schrie Elia, die ihre Kaltblütigkeit wieder gewonnen hatte. giebt feinen Menschen, der etwas gegen fie beweisen könnte!" " 1 Es Es ist nicht nöthig, noch mehr hinzuzufügen, Elfa. Ich wünschte nur Jonen begreiflich zu machen, daß sich der Heirath Ihres Fräuleins mancherlei Hindernisse in den Weg stellen, daß fie unter feinen Umständen daran denken darf. Sie wer den fie davon abbringen, Frau Wallace, und wenn Fipron tommt, mit ihm sprechen, ihm vorstellen, Ihr Fräulein wolle Auf dem Parteitag der Volkspartei in Heilbronn wurde ein Antrag auf Beseitigung der Getreidezölle verworfen, nachdem insbesondere der Reichstags Abgeordnete Karl Mayer und könne ihn nicht beirathen. Denn seien Sie überzeugt, Elsa, sobald im Ernst von einer Vermählung meiner Cousine die Rede sein wird, hört mein Schweigen auf, und ich ges horche der traurigen Pflicht, durch eine gerichtliche Untersuchung Licht in der Sache zu verschaffen." Wieder entfernte er sich, aber diesmal rief ihn Elsa nicht zurück. Sie saß ächzend und stöhnend unter einem Baum, und murmelte bittere Klagen vor sich hin. Berfolgt denn der böse Feind mein armes Kind? Aber webe dem, der meinem Engel zu nahe treten will. Ihr sollen sie nichts thun, ihr dürfen fie nichts thun. Elfa ist alt genug, um zu sterben, und Elsa wird für Dich sterben, mein Liebling. So faß fie lange, lange und erleichterte ihr schweres Herz durch Klagen, als fie fich aber wieder dem Schloffe näherte, war der Vorsatz in ihr gereift, Myra um jeden Preis von einer Verheirathung abzuhalten. Sie sann nun darüber nach, wie fte den Entschluß ihrer Herrin, ledig zu bleiben, stärken und befestigen, und wie fte Jasper Fizroy verhindern sollte, das Fräulein von dem abzubringen, worin allein Sicherheit für die Bulunft Tag. Von diesem Tage an begann fie ihren ganzen Einfluß auf Myra gegen eine Verheirathung einzufeßen. Es ist wahr, mein Goldfind," sagte fte zu Myra, die Jahre werden ihn verändert haben, und Sie werden vielleicht nicht glücklich werden, wenn Sie ihn beirathen. Es ist beffer, ledig zu bleiben, als in der Ehe Enttäuschungen zu erleben. Und dann, Kind, find Sie auch nicht mehr jung genug, um zu heirathen." Die Neuigkeit, daß man Nachricht von Jasper habe, und daß er in türkischer Gefangenschaft schmachte, und daß im Barth'schen Schloß teine Festlichkeit stattfinden werde, so lange man nicht Gewißheit über Jasper's Schicksal habe, verbreitete fich mit großer Schnelligkeit und erreichte unter Anderen auch Robert Betigrew. Der junge Bursche machte den abwesenden Fitzroy für das gestörte Fest an Milly's Geburtstag verantwortlich. Er glaubte, ſein angebetetes Fräulein werde das Unterbleiben des Balles sehr schmerzlich empfinden, und er wollte sie wenigstens in etwas für ihren Kummer entschädigen. Was tonnte er Befferes dazu thun, als die schöne Maroquinmappe, die er in der Hütte seiner Mutter gefunden hatte, aus ihrem Berfted hervorzuholen und sie Fräulein Milly feierlich zu übergeben. Robert Petigrew pflückte eiligst eine Menge Blumen denselben bekämpft und ausgeführt hatte, daß bei der Stimmung der ländlichen Bevölkerung man mit solchen Anträgen nicht kommen dürfe, wenn man nicht auf allen Erfolg bei den Wahlen verzichten wolle.- Demnach find also auch die Herren Volksparteiler Anhänger der indirekten Steuern! Die Beraubung des deutschen Kutters Diedrich" durch englische Fischer ist, wie die Poft" aus London erfährt, Gegenstand der Untersuchung durch den Board of Trade geworden. Durch die vorläufigen Feststellungen erscheinen die an dem Führer und der Mannschaft des„ Diedrich" begange nen Gewaltthätigkeiten und die Plünderung des Schiffes feitens der englischen Fischer außer Zweifel gestellt. Die weitere Untersuchung, welche mit Strenge geführt werden soll, wird hoffentlich zu einer vollständigen Aufklärung des Sachver haltes und zu einer nachdrücklichen Bestrafung der Schuldigen führen. Gegen den Anfertiger der pseudo- Rickert'schen Briefe, Schulrath Prowe, ist eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet. Die freifinnige" Preffe giebt sich alle mögliche Mühe, den angenehmen Herrn Jugenderzieher zum Sozialdemokraten zu ftempeln. Die fragl. Disziplinaruntersuchung wird auch wohl versuchen, derartige Qualitäten des Mannes ans Licht zu bringen. Der Erfolg bleibt abzuwarten. Die österreichischen Landtagswahlen find beendigt; die legten, welche zur Wahl berufen waren, waren die Groß grundbefizer in Salzburg. Neun Landtage waren in diesem Jahre zu wählen, und zwar: in Nieder- und Oberösterreich, Borarlberg, Steiermart, Kärnten, Mähren, Schleften, Salzburg und in der Bukowina. In allen Ländern standen sich eigent lich nur zwei Parteien gegenüber: die Liberalen und die Klerikalen. Die Feudalen kann man zu den Klerifalen zählen, denn Priester und Grundherr find eins, wenn es sich um die Herrschaft über die Landbevölkerung handelt, und die Bauernpartei wird in den meisten Fragen auf Seiten der Lieberalen stehen, wenn fte auch noch vor deren Namen eine gewiffe Scheu hegt. Wenn man die beiden Hauptpartei- Unterschiede ( liberal und klerikal) ins Auge faßt, so enthält der neue Landtag in Niederösterreich 59 Liberale und 6 Klerikale( die Liberalen haben 1 Mandat gewonnen); in Oberösterreich 17 Liberale und 33 Klerikale( die Liberalen 11 Mandate verloren), in Vorarlberg 42. und 17 Kl.( unverändert); in Steiermark 42 2. und 21 Kl.( die L. 1 Mandat gewonnen); in Kärnten 33 2. und 4 Kl.( unverändert); in Schleften 27 L. und 4 Kl.( unverändert) und in Salzburg 10 2 und 16 Kl.( unverändert). In Summa ist das Parteiverhältniß beinahe daffelbe geblieben. Nach Allem kann das Ministerium Taaffe fich in Mähren und Oberösterreich eines bedeutungsvollen Sieges rühmen. Der dritte österreichische Gewerbetag, welcher am Sonntag und Montag in Wien tagte, hat unter anderem den Beschluß gefaßt, daß ein 10 stündiger Normalarbeitstag, sowie die Abschaffung der Nachtarbeit von Kindern und Frauen und ftrifte Sonntagsruhe in Fabriken( sic) zu erstreben sei. Das Zuschlagsteuergesetz auf ausländischen Zuder beschäftigte gestern den belgischen Senat. In der Debatte er flärte der Finanzminister, daß das Defizit für das laufende Jahr 25 Millionen betrage. Der Senat genehmigte das Gefeß so, wie es die Deputirtenkammer angenommen. Daffelbe giebt der Regierung die Vollmacht, bis zum 1. Januar 1885 Buschläge auf fremden Zucker anzuordnen und diejenigen Maßregeln zu ergreifen, welche fich durch die Veränderungen, die in anderen Ländern bezüglich des belgischen Buders angenommen find oder noch angenommen werden, als nothwendig herausstellen sollten. Im Laufe des ersten Quartals 1885 ist den Kammern ein Bericht über die ergangenen Verordnungen zu erstatten. Damit erhält also die belgische Regierung die sehr weitgehende diskretionäre Gewalt, für die Zuckereinfuhr nach Belgien eine beliebige Surtare festzustellen. Cholera. Gestern find in den von der Cholera infizirten Provinzen Italiens 1085 Personen erkrankt und 550 gestorben; hiervon kommen auf die Stadt Neapel 996 Erkrankungen und 474 Todesfälle. In Frankreich starben gestern im Departement der Ostpyrenäen 21 Personen an der Cholera. -In der Provinz Alicante in Spanien, starben gestern 6 Personen und in Katalonien ebenfalls mehrere Personen an der Cholera. sammen. Die Liga verfolgt hauptsächlich den Zweck, das irische Element in England und Schottland bei Gemeinderaths- und Parlamentswahlen zur höchsten Geltung zu bringen. Nach Erledigung der Vereinsgeschäfte wurde in der Centralhalle des Stadthauses am Fuße der D'Connell- Statue ein öffentliches Meeting abgehalten, bei welchem T. P. O'Connor, Healy, Biggar und andere Mitglieder der irischen Partei im Unterhause prachen. Die Reden waren meist sehr heftiger Natur. Justin M'Carthy meinte, das irische Volf würde fich nothgedrungen dem Despotismus eines Mannes wie Cromwell beugen, aber es könne sich nicht den Druck solcher ärmlicher Schattenmänner wie Cowper und Spencer gefallen lassen. T. D. Sullivan sagte, wenn die irische Race Unabhängigkeit erlangt habe, würde ste die morschen Mauern des Dubliner Schloffes dem Erdboden gleichmachen und an deffen Stelle ein Standbild der irischen gleichmachen und an deffen Stelle ein Standbild der irischen Freiheit oder einen Spielplatz für Kinder errichten. D'Connor und Healy prophezeiten, daß der Tag nicht mehr fern sei, wo in Dublin ein irisches Parlament tagen werde. Egypten. Das unerwartet schnell eingetretene Sinten des Nil, das nach den neuesten Nachrichten bis Wady Halfa fich ausdehnt, bereitet dem Plane des Generals Wolseley be deutende Schwierigkeiten. Der Nilweg wird dadurch unprakti tabel, und es bleibt zur Rettung Gordons nur noch die Route vom rothen Meere aus. Schließlich wird Gordon doch noch in der Mausefalle fizen bleiben! Die Herren Gladstone und Genossen haben sich in Egypten gründlich in die Sackgaffe verrannt. Einer Meldung aus Wady Halfa von vorgestern zufolge, ist eine Depesche des Mudirs von Dongola aus Debbeh eingegangen, wonach ein großer, von zwei Emirs des Mahdis befehligter Heereshaufen der Aufständischen bei Ambitol mit großen Verlusten geschlagen sei. Wenn das nur wahr ist! Die englische Heilsarmee bedroht die Stadt Canterbury mit einem Einfall, gegen den fich die Stadt durch ein Aus nahmegesetz zu schüßen sucht. Daffelbe macht es zu einem mit einer Geldbuße von nicht über 5 Pfund Sterling zu bestrafenden Vergehen, wenn irgend Jemand auf der Straße oder in der Nähe von Häusern innerhalb der Stadt auf einem musikalischen Instrument bläst, spielt oder Lärm macht und davon nicht ab steht, nachdem ein Hausbewohner oder Konstabler die den Lärm verursachende Person dazu aufgefordert hat. Demnach scheint man in dem sonst so frommen England doch den Spud der Heilsarmee endlich satt zu haben. Die nationale Liga von Großbritannien trat am Sonnabend im Stadthause zu Dublin unter dem Vorsitz des Abgeordneten T. P. O'Connor zu ihrer Jahresversammlung zuund band fie zu einem mächtigen bunten Strauß zusammen, die Haushälterin mußte ihm einen schönen Bogen weißen Papiers schenken, in diesen widelte er seine Mappe, und dann stellte er fich auf die Lauer, bis er Milly allein nach dem Garten gehen fah. ,, Gnädiges Fräulein," sagte Robert erröthend und fich verneigend, es ist schrecklich, daß Sie keinen Ball zu Ihrem Ge burtstag haben sollen. Ich möchte, der fremde Mann, um den Sie leiden müffen, wäre todt und aus der Welt verschwunden. Und, gnädiges Fräulein, ich habe eine fleine Gabe für Sie, wenn Sie so gütig wären fie anzunehmen, fie ist ein Beichen meiner ewig dauernden Dankbarkeit." Milly, ein Lächeln unterdrückend, nahm das Geschenk ihres bescheidenen Verehrers freundlich an und versicherte ihm, der Blumenstrauß sei prächtig. Als fie bemerkte, daß er zögernd dastand, um zu sehen, welchen Eindrud das tieine Packet auf file machen würde, öffnete fte es und blickte so erstaunt, als Betigrew nur wünschen konnte, auf die loftbare, durch die Zeit etwas verblichene Mappe mit ihrem goldenen Schloß und dem an goldener Kette hängenden goldenen Schlüffel. Ihre Verwunderung wuchs, als fte auf dem Deckel der Mappe das ihr wohlbekannte Monogramm der Lady Bide fah. Betigrew," fragte fie, woher haben Sie diese Mappe?" doch habe fte gefunden, gnädiges Fräulein." " Die Wahrheit, lieber Betigrew, dieses Monogramm be fundet, daß die Mappe früher Lady Bide gehörte." ,, Wie kann das sein, gnädiges Fräulein," erwiderte Petigrem überrascht. Ich habe sie nicht in der Nähe von BideHall gefunden. Es ist wahr, was ich Ihnen sage, gnädiges Fräulein, bitte, glauben Sie mir. Können Sie sich denken, daß ich mich erdreisten würde, Ihnen gestohlenes Gut zu schenken? Nein auf mein Ehrenwort, bei meiner Seligkeit, ich belüge Sie nicht, ich habe die Mappe gefunden." Wo Robert?" " " Gut, wenn ich's denn gestehen muß; ich fand fie in einem Mauerspalt der Hütte meiner Mutter, aber fie gehörte ihr nicht, fie war nicht ihr Eigenthum." Gut, ich danke Ihnen für Ihr schönes Geschenk, und ich zweifle nicht, daß Sie mir die Wahrheit gesagt haben. Sie zeigen mir ein gutes Herz, Robert, und ich bin sehr zufrieden mit Ihnen." Sie zog sich auf einen umschatteten Ruhests zurück und öffnete die Mappe. Ihr scharfes Auge entdeckte sogleich die zugenähte Tasche, und mit geübten Fingern trennte sie die Naht Eine Kriegserklärung Chinas an Frankreich ist nach den neueren Nachrichten bis jetzt noch nicht erfolgt. Verschiedene französische Zeitungen versichern, Admiral Courbet sei angewiesen, den Chinesen Bedenkzeit zu lassen; die erste Phase der französischen Operationen werde durch die Offupation der Insel Formosa als Pfand abgeschlossen werden; Formosa solle China zurückgegeben werden, sobald ein Einvernehmen her gestellt fei. Die Nachricht einzelner franzöfifcher Blätter, von einer früheren Einberufung der französischen Kammern, wird dementirt und als Tag des Zusammentritts derselben der 15. Oftober angegeben. Ueber die Stärke der chinesischen Armee theilt der Pariser Temps" nach den ihm gewordenen Mittheilungen Folgendes mit: Nach den von den Vizekönigen und Gouver neuren in Peking eingereichten Berichten müßte die chinesische Armee auf dem Friedensfuße 389,000 Rombattanten zählen; diese Biffer eristirt aber nur auf dem Papier. In Wirklichkeit ist nur etwa die Hälfte vorhanden, so daß im ganzen Lande laum 185,000 Mann fich unter den Waffen befinden. Hierzu tommen die tartarische Armee, welche fich auf 160,000 Mann beläuft, von der 60,000 Mann in Peking garnisoniren, während 100,000 Mann an der Nordgrenze zerstreut find, und etwa 50,000 Mann, welche die mongolische Armee bilden und ihre Standquartiere ebenfalls an der Nordgrenze haben. Das Ge sammteffektiv, welches der chinesischen Regierung in Friedenszeiten zur Verfügung steht, beläuft sich also auf etwa 400,000 Mann. Aus diesen Mittheilungen geht hervor, daß die Chinesen immerhin der französischen Regierung noch viel zu schaffen machen können. Bon Madagaskar kommt die Nachricht, daß die französtfche Flotte am 22. August die Stadt Mahanore bombardirte. New- Yort, 8. Sept. In Cleveland, Ohio, fand im Fabrikviertel eine Feuersbrunst statt, durch welche mehrere Theil der Stadt blieb unversehrt. Der angerichtete Schaden wird auf über 2 Mill. Dollars veranschlagt. 17,000 Arbeiter " be thi ha en ein ein wir tro es ΠΟΙ in Der wi Gendarm, ein Berliner, 4 Sommergäste, 3 Konservative, Wirth, 2 Kellner, 15 Sozialdemokraten, 42 Deutschfreifinnig zusammen 72 Personen. Wir würden jedenfalls zu we gehen, wenn wir uns der Annahme hingeben würden, daß die von der Post" als deutschfreifinnig bezeichneten 42 Berfone auch Wähler des betreffenden Wahlkreises waren. Nein, find der Anficht, daß von den genannten 42 reichlich die Hälfte nur deshalb nach Lichterfelde pilgerte, um sich den von den Berliner Kommunalwahlen her rühmlichst bekannten ,, Original Demokraten" Langerhans anzusehen. Magdeburg, 11. September. In der gestrigen Vorstand fizung der deutsch- freifinnigen Partei wurde, wie die ,, V. 3." be richtet, beschloffen, den bisherigen Reichs- und Landtagsabge ordneten Herrn Büchtemann zu ersuchen, in einer öffentlige Versammlung Bericht über seine bisherige Thätigkeit abzustatten Gleichzeitig wurden Verabredungen über den Eintritt in die Wahlkampagne getroffen. Herrscht hier auch augenblicklich im politischen Leben vollständige Ruhe, so ist doch allgemein be kannt, daß von sozialdemokratischer Seite ganz gewaltige strengungen gemacht werden, um in Stelle des Herrn Büchte mann den sozialdemokratischen Kandidaten durchzubringen. Bekanntlich tandidatirt in Magdeburg von Seiten der Sozial demokraten, Herr Hutmacher Heyne aus Halberstadt.. An Aus Sachsen. Als erfreuliche" Thatsache theilt da Leipz. Tgbl." mit, daß Vereinbarungen zwischen Konservatives und Liberalen zur Aufstellung gemeinsamer Kandidaten bi iegt stattgefunden in den Wahlkreisen Dresden- Neustadt, Che nig, Leipzig- Land, Bichopau- Marienberg, Zwidau- Grim mitschau und Dichay- Grimma. Es ist jedenfalls sehr erfre lich, daß die sogenannten Liberalen offen mit den Konfe vativen pattiren; es zeigt dies wiederum, daß in Wirklichle zwischen beiden Parteien tein Unterschied' vorhanden ist. Di Einen rutschen auf dem Bauche und die Anderen auf de Knieen. Lokales bei ni die ein pet Ne Bei geb Be bie ftra pro tan den der den geg aber Lefe hol bier gan Eife män felbe Bre miff ten der Hol Hol auch girt fchle telpo auch boffe cr. Die angenagelte ,, Unwahrheit". Die Berline sowie die Volts Beitung" ergehen fich in ihren gefrige Nummern des Langen und Breiten über eine„ unwahrhe die wir unseren Lesern aufgetischt haben sollten." Es handel fich hierbei um die Dienstags- Versammlung der Deutsch F finnigen im Hotel Imperial, wo es Herr Ludwig Löwe f gut hielt, sich seinen Wählern zu präsentiren. Beide deuti heit und sie versuchen, indem fte fich nach bekannter fortschritt licher Manier um die Sache selbst herumzudrücken trachte durch ein ziemliches Aufgebot von Worten den eigentlichen Tha bestand zu verdunkeln. Es handelte sich bekanntlich darum, ein Arbeiter, der in der erlauchten hochliberalen" Versamm lung eine Resolution einzubringen wagte, an die frische befördert wurde. Das ist unseres Erachtens nach der Kern ganzen Sache, und das können beide ,, liberale" Blätter ni ableugnen, und wenn dann durchaus genagelt werden mus dann möchten wir zunächst diesen unanfechtbare bat els Blatte Beweis, freiheitlicher Toleranz" fest nag An dieser durch den übereinstimmenden Bericht beider erwiesenen Thatsache vermag nicht mehr gerüttelt zu werd wie fortschrittliche " Boll Bein und auf andere Leser können Rebensarten der Berliner" und der Zeitung" höchstens einen kläglichen Eindruck machen. Blätter schreiben übereinstimmend: Thatsächlich brachte der DIS treffende eine Resolution ein, und da konstatirt wurde, daß be felbe gar nicht zum Wahlverein jenes Wahlkreises gehöre, لله versandt worden waren, so erregte das Auftreten des Herrn be nichtet wurden. Der aus bloßen Privatwohnhäusern bestehende greiflicher Weise einige Unruhe. Der Vorsitzende Dr. Herme Hermes die Ruhe„ Sofort" herstellte, erscheint uns mehr beschwichtigte dieselbe aber sofort(?) Db der Vorsitzende D wurden in Folge des Feuers beschäftigungslos. Die Eins zweifelhaft, denn das als lügenhaft bekannte Berl. Tagebl Abend selbst zu, daß die Versammlung eine mit dem Bolleinnehmer über die Landung mittellofer EinwanH ten ift b baue word fann geleg Hier aber Asph Ston einm nach Pots ungs in do Pfla Dorft Fall, Don Straße eine 와이 legur licher länge Don fort! einer glüc Ging berei haber bon wanderungstommission in Newyort fonferirte Organ gleicher Observanz, giebt in seiner Nr. 424 vom Mittwo derer. Es wurde beschlossen, fich an die Regierung in Washing- ment lang ihre Fassung zu verlieren fies ton um Beistand zur Verhinderung der Fortdauer des Uebels Jeder unparteiische Leser wird wissen, was bei solchen Geleg heiten für Blätter wie das Berliner Tageblatt" Momen Die südaustralische Legislatur hat die Adresse zu Gun- bedeuten, und wir hatten, als wir diesen Bericht zuerft laj fofort das Gefühl, als ob bei der Provokation" burch b Arbeiter in der Versammlung ein foloffaler Radau geben Legislatur besteht aus 44 Mitgliedern. Von den steben auftra- haben muß, sonst hätte sich wohl schwerlich eine Beifung o zu wenden. sten der Bildung eines Bundesraths von Australien mit einer Mehrheit von 22 Stimmen angenommen. Die füdaustralische lischen Kolonien haben jetzt fünf- Viktoria, Tasmanien, Queensland, Westaustralien und Südaustralien die Vorschläge der Sydneyer Konvention zu Gunsten einer Konföderation ratifizirt. Wahlbewegung. H die Vor Geständniß herbeigelassen, daß die Versammlung einen ment lang die Fassung zu verlieren schien". Unſere, muthung wurde durch den Bericht unseres Gemi Im Uebrigen aber ift uns durchaus nicht eingefallen, das Benehmen des beiters irgendwie zu beschönigen, wenn er fich unbefu lung der Deutschfreifinnigen, in welcher Herr Dr. Langerhans mehr wie recht und billig, daß er daran verhindert wurbe man der Bost" mittheilt, folgende Personen anwesend: Herr geben, wie ruhig und parlamentarisch es in deutsch- fr Lichterfelde, 10. September. In der gestrigen Versammeinen Vortrag über die Reichstagswahlen hielt, waren, wie Dr. Langerhans, der Amtsvorsteher, der Gemeindevorsteher, ein Weise Nechte anmaßte, die ihm nicht zukamen, so war es n fam uns hauptsächlich darauf an, unseren Lesern ein Bi nigen" Versammlungen zugeht, und mit welcher Achtung auf. Der Briefumschlag, den Frau Petrigrew sorgfältig verfigelt fonnte. Alles umsonst. Keine Antwort, kein Fugtritt lik hatte, war wieder auseinandergebrochen. Er war an Rupert adressirt. Aber wo war Rupert? Milly ließ eine Thräne auf Das Papier fallen und fast ohne es zu wiffen was fie that, nahm fie den zusammengefalteten Bogen heraus. Das war nicht Lady Bide's feine Schrift, sondern Dr. Mellodew's deutliche altmodische Hand. Das Testament und die lettwilligen Verfügungen von Laura Lady Bide, Wittwe des verstorbenen Lord Henry Bide von Bide- Hall. West haats Middlesex, England u. s. w. u. s. w. Ich gebe und vermache mein ganzes persönliches Vermögen und alles Geld, das sich bei meinem Tode in meinem Besiz befindet, bis auf die weiter unten als ein Beichen der innigen Liebe, die ich für ihn empfunden habe." vernehmen. Francesca fühlte sich von Grauen überwältigt Grit und nach gewann fie wieder Muth und Geiftesgegen Offenbar war das nicht Bide- hall, noch waren es Bi Diener, welche sie so behandelten. Wenn fie alfo, be fie weiter, in Bezug auf ihren Bestimmungsort bet worden waren, mußte auch die ganze Geschichte von Krankheit erdichtet sein, und Rupert war unverlegt und Das war ein Trost. Hupe zurüc mit nun gelar Boft tling Der eines zu d Diefe Uebe Laffer folche eine Flüch went Schwe vertr betif Boft förbe begin Male Wer aber hatte sie auf diefe b tückische Weise von ihrer Mutter getrennt? Der M fonnte nicht mehr fern sein, und die Stunde ihrer Bufa funft mit Rupert rüdte näher, und wie gestern der ausgeblieben war, würde heute die Braut fehlen. Do Gedanken. Wenn die Erfahrungen der Gräfin denen anbe genannten Legate, Rupert Barth, meinem Adoptivsohn, Besorgniß um ihre Mutter verscheuchte bald jeden a 28. Kapitel. Als die Gräfin ihre Tochter auf die Vorspiegelung hin verlassen hatte, fie folle zu Rupert geführt werden, war Francesca in banger Erwartung in dem Bimmer zurüdgeblieben, das fte zuerst betreten. Minute auf Minute verstrich, und ihre Mutter kam nicht wieder. Francesca vermuthete, Rupert liege im Sterben, und man wage nicht, ihr diese Trauerkunde mitzutheilen. Sie lief in das Bimmer und lauschte, fie rief: Mama! Mama!" Sie hob die Kerze in die Höhe und suchte vergebens nach einem Glockenzug. In ihrer Seelenangst lief fie die Treppe hinauf, aber oben angelangt, fand sie den Treppenflur durch eine Thür abgeschloffen. Verzweiflungsvoll schlich fie nach ihrem öden Bimmer zurück, daß fie jetzt, mit der Kerze in der Hand, einer Prüfung unterzog. Ein fadenscheiniger Teppich bedeckte den Boden, ein Stuhl und ein Tisch bildeten die ganze übrige Ausstattung des unheimlichen Raumes. Die Fenster waren vergittert und von außen durch schwere, eichene Laden abgesperrt. Sie stellte die Kerze wieder auf den Tisch und betrachtete wie in einer Art von Erstarrung den herabtropfenden Talg, der sich über den Leuchter ergof. Kein Laut drang zu ihr, aber plöglich bemerkte fie einen ausgeftredten Arm, der die Thür anzog. Mama! Mama!" schrie Francesca entsegt Mama, o bleibe! Rupert, wo bist Du? Hilfe! Hilfe!"" Bleibe, Sie flog zur Thür, doch diese war fest verschlossen. Mit aller Kraft schlug ste gegen dieselbe, fte schrie, so laut fie Tochter glichen, war für ihr Leben zu fürchten. Die Kerze fladerte unftät und erlosch. Die Damm begann durch eine schmale Deffnung über der Thür und A halbmondförmige Ausschnitte in den Fensterladen fichtbar werden. Ein Schiebefenster in der Wand lenkte ihre Auf samkeit auf sich. Sie untersuchte es und fand, daß einem fleinen Kämmerchen in Verbindung stand. Das Gesich an die Ausschnitte im Fensterladen Schon vermochte sie die Außenwelt zu unterscheiden. greb Fin ringsum zu erblicken, nicht einmal ein Vogel flatterte Dunkle Tannen, Fichten und Cedern umgaben das Hau schlossen Luft und Sonnenschein aus. Jenseits diefer b alten Bäume sah sie nichts. fte zu Fräulein!" sagte eine leise Stimme. Sin art 1 orte falen britt Wir einig ichen find bauf 79 Reid Es 1 Boft man einer ein tofte ift e weld wide Bir bern Lich tom Lehr Terr bis 1 fchöp gette stand die Frau vor ihr, die fte am vorhergehenden Francesca wendete sich um. Im Zwielicht des empfangen hatte. Sie war durch die Thür, welde is Rämmerchen führte, lautlos eingetreten. Francesca foran Deffnen Sie die Thür! Wissen Sie, was Sie Sie böses Weib, und welche Strafe diejenigen trifft Personen rauben und gefangen halten? Sie sagten mir Barth liege hier schwer verlegt und frant, und d war ein Lügengewebe, ausgesonnen, uns hier in diefe d locken!" Die Frau blieb stumm und regungslos. ( Fortsetzung folgt.) n e, ber Ennige weit af die fonen, in, wir Hälfte on ben iginal tand 3." be Sabge tlichen ftatten. in die lich im ein be ge An Büchte en. Sozial Elt bal vatives Een bis Chem Crim erfreu Konfer tlichtet Tt. Die auf den Berline geftriges brbeit handelt ich- Fre öme fir deuti Inwal rtichrift trachten bat en That Berfamm um, The Lu Kern be ter nid Shu ua bares agels Bratter werden nen Boll Bele te der B daß be höre, laglar Herrn be Germ Sende D mit welchem Takt man daselbst den politischen Gegner be handelt. Etwas Anderes war in unserem Bericht nicht enthalten, und wenn liberale" Blätter in demselben eine erfünftelte Unwahrheit finden สิน tönnen sich einbilden, so beweisen sie damit nur, daß sie sich wirklich ge troffen fühlen; auf eine Verdächtigung des Gegners kommt es ihnen durchaus nicht an. Wenn die Berl. 3tg." es dabei noch für besonders wichtig hält, uns den guten Rath zu geben, immer hübsch bei der Wahrheit zu bleiben", so möchten wir dem Blatt empfehlen, zuerst immer hübsch genau zu lesen, dann wird man wohl von selbst finden, ob in der That unwahrbeiten" vorliegen oder nicht. " 1 Der Mangel jeder regelmäßigen Verbindung Reinidendorfs mit Berlin hat schon seit Jahren die Bewohner dieses Drtes veranlaßt, beim Magistrat um Konzesstonirung einer Pferdebahn zwischen Reinidendorf und Berlin zu petitioniren. Wie nun bekannt, hat der Magistrat auch der Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft schon vor längerer Beit zum Bau einer solchen Bahn, vom Alexanderplatz ausgebend, die Konzeffton ertheilt; die Gesellschaft hat auch die Genehmigung hierzu bei dem Polizeipräsidium nachgesucht, diese ist aber an die Bedingung der Verbreiterung der Münzstraße geknüpft worden, hierdurch aber ist das Pferdebahnprojeft in weite Ferne gerückt. Troß dieser allgemein befannten Verhältnisse ist wieder neuerdings eine Petition an den Ober- Bürgermeister v. Fordenbed gerichtet, um Herstellung der genannten Bahnanlage. sowohl, wie aus den höheren Anstalten hindurch die große Masse der ebenfalls nach Tausenden zu zählenden Jungen aber umbrängt die weite Barriere oder fist auf allen hierzu ge eigneten Zäunen und sonstigen erhöhten Positionen, schwaßend, lachend, frühstückend, Butterbrodpapier umherstreuend und der Vorstellung der Elephanten und Bebus mit unermeßlichem Jubel folgend. Für gar viele der erwachsenen Besucher hat diese allseitige Kinderfreude daffelbe Intereffe, wie die Evolu tionen der Fremdlinge aus dem indischen Ocean, die ihrerseits aber auch nicht aufhören würden, die Bewohner der Hauptstadt täglich in Legionen herbeizuziehen, und wenn sie auch noch Monate in dem Singhalesendorfe zu Moabit verweilten. Denn der seltsam fantastische Perra- Herra- Bug mit den in buntem Schmud feierlich einherschreitenden Elephanten, dem dumpfen Trommelflang und den religiösen Gesängen der Ceylonesen wird nie verfehlen, dem Publikum zu imponiren, abgesehen von all dem sonst noch ethnographisch Wichtigen und Intereffanten, welches die Karawane in so reicher Fülle bietet. Es soll Aussicht vorhanden sein, daß Herr Hagenbeck die Schaustellung noch einige Tage über den bisher angenommenen Endtermin verlängert; das wäre im Intereffe besonders unserer lernbegierigen Jugend sehr wünschenswerth. Am nächsten Sonntag ist der Eintrittspreis in der Beit von 8-12 Uhr Mittags wieder auf 30 Pf. resp. 10 Pf. für Kinder ermäßigt. Am Nachmittag beträgt der Eintrittspreis wieder 50 Pf. refp. 20 Pfg. Auch das noch! Daß das Vereinsleben in Berlin in höchfter Blüthe steht, ist bekannt; trogdem scheint in dieser Beziehung noch immer mancher Wangel vorhanden zu sein, wenigstens geht dies aus einem Inserat der„ Vosfischen Zeitung" hervor, in welchem Theilnehmer zur Begründung eines Redevereins gesucht werden. Es scheint daher, als ob manchen Leuten noch immer nicht genug geredet werde. a. Bestrafte Vertrauensseligkeit. Ein Gärtner begab fich vor einigen Tagen in der Begleitung eines ihm nicht betannten Mannes von der christlichen Herberge in der Oranienr. Wann wird der Reichstag zusammenberufen werden? Die Frage beschäftigt die Presse und das Bublikum gegenwärtig in hervorragender Weise. Das neueste Argument aber, das wir bei der Wichtigkeit dieses Gegenstandes unsern Lesern nicht vorenthalten zu sollen glauben, hat ein Berliner Holzhändler und Stammgast einer hiesigen bekannten Weißblerstube gefunden; er schließt aus seinem Argument auf eine ganz frühzeitige Einberufung wahrscheinlich schon im Oktober. Als nämlich das Thema am Biertische mit allem dort üblichen Eifer diskutirt wurde, zog der Holzhändler mit vieler geschäftsstraße nach Pantow, woselbst er in Stellung treten wollte. männischer Ruhe ein Beitungsblatt hervor und verlas aus dem ſelben ein Inserat, worin zur Abgabe von Offerten für die Brennholz- Lieferung an den Reichstag im Wege des Submissionsverfahrens aufgefordert und um Einreichung der Offer ten bis spätestens zum 20. d. Mts. gebeten wird. Braucht der Reichstag die Holzofferten bis zum 20., so braucht er das Holz doch spätestens gegen Ende des Monats; braucht er das bolz, so will er einheißen, und will er einheißen, so müssen auch Sigungen stattfinden." In dieser bündigen Logik dedu sirt der Holzhändler. Seine Auffassung ist vielleicht nicht schlechter begründet, als die manches vornehmen Beitungsfornungen seines Vaters, gegen 200 M., von Kunden einkassirt respondenten; nur was das Einheiten" betrifft, so pflegen das hatte, und ist bis jetzt nicht zurückgekehrt. Es wird vermuthet, auch die Herren im Reichstage untereinander zu besorgen, daß sich derselbe nach Berlin begeben hat und hier das Geld hoffentlich auch in Zukunft ohne, Holz"! verausgabt. g. Es lebe das Asphaltpflaster! Seit gestern Abend ist der Theil der Königstraße, zwischen der Post- und Spanbauerstraße, wieder einmal für den Fahrverkehr abgesperrt worden. Daß die Veranlassung hierzu nichts anderes sein lann, als die Ausbesserung des erst vor wenigen Wochen neu gelegten Asphaltpflasters, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Hier wird nunmehr bereits das dritte Mal geflict, diesmal aber gründlich, denn große Riester markiren sich auf der Asphaltfläche. Die Anwohner sind durch die wiederholten Störungen nicht besonders erbaut und bezweifeln, daß endlich einmal Ruhe eintritt. g. Das tommt von der ewigen Buddelei. Auf dem Potsdamer Platz find bekanntlich jest während der UmpflasterBflafter liegend, gelegt worden. Ueber eins dieser somit stark vorstehenden Geleise tam gestern eine Dame so unglücklich zu Fall, daß sie sich nicht ohne Hilfe erheben konnte. Sie wurde on mehreren Baffanten in einen Bäckerladen der KöniggrägerStraße getragen, woselbst konstatirt wurde, daß die Dame sich eine stark blutende Wunde am Knie zugezogen hatte. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde die Dame mittels Droschke nach ihrer Wohnung befördert. Der Fall ist um so bedauer licher, als die betreffende Dame an dem Tage nach einer mehr all geble Mittwo en Mo fchien Belege Moment erft lafe Durch b geben erichamb inen fere itung Gema rift bes unbefug ar es n n Bilb wurde tich- fre tung itt lick Erit n gegenwa Bibe berla tbetrog Rup nb geju Diefe b Der Mo Bufamm Der Dod en anb Denen Dämm unb b fichtbar te Auf раб th en geb Mon Fin Lebens erte un Saul fer bi es Sim ben welche in Spran Ste trifft mir. H Alle tiefe Fal In der Prenzlauer Allee, unweit des Taraschwißweges, übergab der Gärtner dem Unbekanntem feinen Koffer, worin fich feine Kleider befanden, mit dem Bemerken, er solle warten, bis er von der an der Ecke befindlichen Destillation mit Schnaps zurückgekehrt. Als der Gärtner nach taum 5 Minuten zurüdfehrte, war der Unbekannte mit dem Koffer verschwunden und fonnte bis heute nicht ermittelt werden. a. Ein taubstummer Schloffer hat sich am 6. d. Mts. aus seinem Heimathsort Klosterfelde heimlich entfernt, nachdem er zuvor ohne Wissen und Willen den Eltern verschiedene Rech g. Böse Folgen eines Fehltritts. Der ca. 12 Jahre alte Schüler V. des Louisenstädtischen Realgymnastums wird seit gestern Mittag vermißt. V. hat sich eine große Unart_dadurch zu Schulden kommen lassen, daß er bei erhaltenen Ordnungsstrafen die Unterschriften im Ordnungs- und Sittenbuch fälschte und die Bücher sodann seinen Lehrern vorlegte. Diese Fälschungen wurden jedoch vom Ordinarius entdeckt und dieser beauftragte einen Mitschüler des V.( V. ist unterquartaner), Verkaufs in Unterhandlung stand, erschien plöglich ein Gerichtsvollzieher, der im Auftrage der Pferdehändlerfirma H. in Berlin und Dresden beide Pferde mit Beschlag belegte und nach dem Pferdestall in Charlottenburg abführte. Das Erscheinen des Gerichtsvollziehers erregte selbstverständlich große Aufregung auf dem Markte, um so mehr, da mit dem technischen Ausdruck sehr viele der Anwesenden an ,, kalten Füßen" leiden sollten. Der Berliner bleibt überall Berliner auch wenn Berge und Thäler, und selbst wenn das große Waffer" ihn von seiner geliebten Heimathstadt trennt. Daher kann es uns nicht groß Wunder nehmen, daß am 24. bezw. 25. Auguft nicht blos am grünen Strand der Spree, sondern auch im Newyorker ,, Berliner Rathsfelier von Hujo Huth" das Stralauer Fischzugsfest mit allen hinlänglich bekannten Requifiten und großem ,, Klumpatsch" gefeiert wurde. Von befreundeter Hand find dem B. T." die Einladungsformulare und Programme zu dem Feste aus Newyork zugesandt worden. Hujo Huth ist natürlich ein Vollblutt- Spree- Athener, dem die Fischzugsfeste in treuer Erinnerung geblieben sind, und zugleich Yankee genug, um seine lokalpatriotischen Reliquien weiblich zu fruftifiziren. So lud er denn alle Deutsche und namentlich alle Berliner Newyorks nach seinem Bandstreet 34 belegenen Rathskeller" und versprach ihnen einen veritabeln Stralauer Fischzug mit Gondeln, Spreekähnen, Leierkasten, Dampfschiffen, Segelbooten, Liebesinseln, Nasen, Orden, Knobländern, Spielvögeln, Brillen und Menagerien". Man sieht, der helle Berliner hat fich die Ingredienzien seines heimathlichen Festes wohl gemerkt. Zu unserem Bedauern fehlt uns weitere Nachricht über den Verlauf des Festes. Hoffen wir, daß es recht programmmäßig fidel herging. " 1. Unter dem Namen Patentfrite" ist in den Kreisen hiesiger Bauhandwerker ein Individuum bekannt, an welches fich zahlreiche mysteriöse Geschichten knüpfen, die freilich nur wenig verbürgt find, aus denen aber doch zu entnehmen ist, daß in unserem hauptstädtischen Geschäftsleben an dem Körper unserer kulturellen Fortentwickelung fich mitunter recht häßliche und gefährliche Eiterbeulen bilden. In der Mitte der fiebziger Jahre war der Patentfriße, der damals diesen Namen noch nicht führte, ein flotter Bauunternehmer, der es in den ersten Jahren seines Geschäftsbetriebes auch zu einigem Wohlstande brachte. Die erforderlichen Gelder zu seinem Geschäftsbetrieb empfing er von einem bekannten hiesigen Bau geld- Darleiher, mit dem er in geschäftlicher Beziehung sehr eng firt war. Später, als das Baugeschäft weniger einträglich wurde, büßte der Unternehmer sein Vermögen ein, und sein Bankier nahm die Mehrzahl der Grundstücke an sich, die er zum Theil noch heute für seine eigene Rechnung bebauen läßt. Bei diesen Bauten führt der Patentfrige so eine Art von Obers aufsicht; er ist nämlich in der Zwischenzeit törperlich und moralisch völlig heruntergekommen und hat aus besseren Zeiten nichts weiter gerettet, als ein Patent auf eine VentilationsEinrichtung, deren praktischen Nußen zwar kein Mensch kennt, für das ihm aber von seinem mehrerwähnten Bankier eine mäßige, in wöchentlichen Raten zahlbare Rente bewilligt worden ist. Zwar wollen Arbeiter, welche heftige Auseinanders segungen zwischen den Beiden mit angehört haben, wissen, daß die Geschäftsmanipulationen des Herrn Bankiers für diesen äußerst gefahrdrohend gewesen sein müssen, und daß der Patentfrige von dieser Eigenthümlichkeit der gedachten Geschäfte genaue Kenntniß hat. Der Herr Bankier habe deswegen auch viel weniger das Ventilationspatent, als vielmehr das Schweigen des Erfinders fich sichern wollen und schon öfter den christlichen Wunsch geäußert: der stets betrunkene Patentfrige möge doch mal in den oberen Etagen eines Rohbaues einen Fehltritt thun, aber auch der Patentfrige hat seinen Engel; doch blüht in letterer Zeit für den Herrn Bankier die Hoffnung, daß ein gefälliges delirium tremens ihn baldigst von seinem ehemaligen Geschäftsfreunde und unbequemen Beugen früherer Geschäftsmanipulationen befreit. Wie viel interessante Geschichten mögen wohl in so manchem Berliner Neubau mit vermauert werden? die Eltern von den Manipulationen des Söhnchens in Kennt niß zu fezen. Als der betreffende Mitschüler nun gestern nach der elterlichen Wohnung des V. Tam, warf ihm dieser die Thür vor der Nase mit der Bemerkung zu, daß er bereits selbst seinen Eltern Mittheilung von dem Geschehenen gemacht habe. Der Beauftragte entfernte fich, ging aber heute Bormittag nochmals nach der Wohnung des V. und nun erfuhren die Eltern den Grund, weshalb ihr Sohn, den sie bereits seit 24 Stunden vermißt hatten, vom Hause abwesend war. Daß dem Sohn fein Unglück zugestoßen war, ersahen fie aus deffen Schulmappe, welche er vor die Thür zur Wohnung hingestellt hatte. Hoffentlich bestätigt sich nicht die Vermuthung, daß der unbedachte Knabe sich ein Leids zugefügt hat. längeren Krankheit den ersten Ausgang gemacht hatte. Die flügel befindet fich die Maschinenfabrit von Th. Lißmann, in von dem Unglücksfall in Kenntniß gesezte Revierpolizei hat sofort Veranlassung genommen, daß die betreffende Stelle mit einer Barrière umstellt wird, um eine Wiederholung von Un glüdsfällen zu verhindern. Auch auf dem Spittelmarkt, beim Eingange in die Beuthstraße herrschen ähnliche Mißstände, die bereits wiederholt den Unwillen des Publikums hervorgerufen baben. von unbestellbaren Postsendungen ist zum großen Theil Die von Jahr zu Jahr sich vergrößernde Bahl zurückzuführen auf die ungenauen oder unvollständigen Adressen, mit welcher dieselben bei den resp. Postämtern zur Auflieferung N Ein verheerender Brand fand in der vergangenen Nacht auf dem Grundstück Große Frankfurterstraße 118a statt. In dem hier auf dem zweiten Hofe befindlichen linken Seitender öfters in Folge der vielen Bestellungen auch des Nachts durchgearbeitet wird. So waren auch in vergangener Nacht wieder Arbeiter in den verschiedenen Werkstattsräumen beschäftigt, als plöglich in der im zweiten Stock belegenen TischlerWerkstatt aus bisher noch nicht definitiv ermittelter Veranlaffung ein Poften dort liegender Hobelspähne in Brand gerieth. Das Feuer griff unter denselben und den dort befindlichen Nuthölzern mit einer solchen Vehemenz um sich, daß die in der Fabrik befindlichen Arbeiter faum noch mit ihren Sachen sich zu retten vermochten. Beim Eintreffen der Feuerwehr, die gelangen. Bei einem Theil dieser Postsendungen erklärt sich öffnete Depot nur wenige Minuten entfernt ist, beinahe sofort nun wieder der begangene Irrthum durch die im deutschen Boftgebiete vorhandenen zahlreichen gleichnamigen und ähnlich Etage, sondern auch das Dachgeschoß mit dem Dachstuhl ertlingenden Boſtorte, so daß eine nur geringe Abweichung von der richtigen Benennung des Postortes oder das Fortlassen Handdrucksprizen in Thätigkeit gefeßt, die fich jedoch in erster eines auf den Kreis 2c. bezüglichen Zusages die Veranlassung Linie darauf beschränken mußten, die übrigen Werkstätten vor griffen. Es wurden sofort eine Dampfsprize und mehrere große einer Mitinbrandseßung zu schüßen. Erst nach zweistündiger Arbeit, nachdem allerdings die in Brand gefundenen Werk stattsräume faft bis auf die Umfassungsmauern ausgebrannt waren, konnte das Feuer als gelöscht betrachtet werden. fich bis zum anbrechenden Morgen hinzogen. Hierbei soll sich zu der Nichtbestellung geben fann. In richtiger Würdigung Uebelstände hat die Postverwaltung ein Verzeichniß anfertigen laffen, welches die gleichnamigen und ähnlich lautenden, sowie folche Boftorte enthält, deren Namen in postalischer Beziehung nahmen nunmehr die Aufräumungsarbeiten ihren Anfang, die eine zufäßliche Bezeichnung beigefügt worden ist. Nur ein flüchtiger Blick auf dieses Verzeichniß genügt, um die Nothwendigkeit erkennen zu lassen, sich zur Verhütung von folge zugezogen haben, in Folge dessen ihm ein Verband angelegt Schweren Irrthümern mit den hier gemachten Aufführungen vertraut zu machen. Gleich die ersten Postorte in dem alphabetisch geordneten Verzeichniß zeigen, wie unmöglich es der Boftverwaltung beim besten Willen ist, das Poststück zu be fördern, wenn die wahre Bezeichnung oder die richtige Schreibart des Boftortes fehlt. Also das Verzeichniß der Ortschaften Miethszettel muthwillig abgerissen hat. Dieses Manöver be beginnt mit Aach, Aach- Linz und Ach; die beiden ersten Post merkte ein Hausdiener, welcher dem Bruder Studio bis zur orte liegen in Baden, der lettere in Desterreich. Sodann folgen Roßstraße gefolgt war und hier einen Nachtwächter mit einem Aalen und Ahlen; ersteres in Württemberg, letteres in West- Schußmann stehen sah, welchen Beamten er von dem Vorfall werden mußte. Der Schaden soll ein ganz enormer sein. g Gegen einen hiesigen Studenten ist das Strafver fahren wegen groben Unfugs und Sachbeschädigung eingeleitet worden, weil derselbe in einer der jüngsten Nächte einen vor der Thür des Hauses Breitestraße 21 angebracht gewesenen Mittheilung machte. Darauf erfolgte die Sistirung des StuDenten zur Polizeiwache, der nunmehr die Einleitung des Strafbillig, daß ein derartiges lümmelhaftes Betragen strenge Ahna Ein brutaler Dieb. Der in der Alexanderstraße wohnende Schneidermeister L., welcher daselbst ein Ladengeschäft an der Ladenthür zur Schau ausgehängte Hosen vom Halen und nahm ihm die Hosen ab und übergab den Dieb einem Wache zu kommen, schlug er den Beamten mit der Faust ins Es N. Einem raffinirten Bauernfängerkleeblatt ist am gestrigen Tage der 22jährige Hausdiener Güttner aus Botsdam zum Opfer gefallen. G., der hier in Berlin in der Schneiderherberge wohnte, hatte geffern Nachmittag gegen 2 Uhr in der Krausenstraße die Bekanntschaft eines unbekannten elegant gekleideten Herren mit röthlichem Schnurrbart gemacht, der mit ihm ein Gespräch anfing, und den biederen Provin zialen bald zu überreden wußte, ihn nach der Hafenhaide zu begleiten. In die Nähe des Garnisonkirchhofs angelangt, ge fellten sich ein paar Bekannte des Rothen" zu, und bald war das Gespräch auf das Kartenspiel gebracht. Der Eine der Neuhinzugekommenen, ein Lackierer Siegling aus Erfurt richtete dabei plößlich an G. die Frage, ob er nicht im Besize eines Taschentuchs sei, er wolle einmal zeigen, wie er 15 Thaler verloren habe. Als seinem Ansuchen nicht gewillfahrt wurde, holte er aus seiner Brusttasche ein Spiel Karten hervor und bald war das Kümmelblättchen" im Gange. Durch ihre geschickten Manöver wußten die Gauner dabei dem G. nicht nur sein Baarvermögen im Betrage von 27 M., sondern auch seine Uhr abzuschwindeln, worauf alle in der Hasenhaide verschwanden. In seiner Verzweiflung begab sich der geprellte G. darauf nach Rirdorf, wo es ihm, nachdem er einem Gens barmen Anzeige erstattete, gelang, zwei der Bauernfänger anzutreffen und festnehmen zu lassen. Die beiden Verhafteten wurden als der schon oben genannte Siegling und der Bäckergeselle Otto Arndt aus Kamin in Pommern rekognoszirt. a. Ein trübes Bild aus dem Leben. Ein ca. 3 Jahr altes Mädchen ist am 4. Juli d. J. vor dem Hause Dorotheenstr. 52, mit einem Bettel in der Hand, aus welchem hervorging, daß das Kind ausgesetzt worden ist, aufgefunden worden. Da die Mutter oder sonstige Angehörige des Kindes nicht aufzufinden waren, so wurde das Kind im Waisenhause untergebracht. Heut ist nun eine Frau H. als diejenige Person, welche das Kind in der Dorotheenstraße ausgesezt hatte, ermittelt und zur Haft gebracht. Dieselbe hat das Kind vor ungefähr 2 Jahren in Rönigsberg als ihr eigenes angenommen, weil die Mutter des Kindes gestorben war und der Vater, welcher die Verbrecherlaufbahn betreten hatte, sich sehr häufig auf längere Beiträume im Gefängniß befand. Als Frau H. fich des Kindes annahm, befand sie sich in recht guten Verhältnissen; durch Krankheit aber in der eigenen Familie war sie sehr herunterge tommen, und fte war schließlich gezwungen mit dem Kinde nach Berlin zu gehen, um hier Arbeit zu suchen. Sie fand aber feine Arbeit, und da ihr die Mittel fehlten, für das Kind weiter zu sorgen, so wußte fie fich in der Nothlage nicht anders zu helfen, als sich des Kindes in der beschriebenen Weise zu entledigen. Wir wollen nur noch, der alphabetischen Reihenfolge nach, verfahrens gefolgt ist. Einem in der Spreestraße wohnenden einige gleichnamige Bostorte erwähnen. Innerhalb des deuts Holzhändler soll auf ähnliche Weise das Schild vor seinem Gefchen Boftgebiets( intl. Desterreich Ungarn und der Schweiz) schäftslokal abgeriffen worden sein. Es ist gewiß nicht mehr als hausen, 10 Münster, 14 Neudorf, 7 Neuendorf, 11 Neuhaus, dung erfährt. Es fann als zweifellos gelten, daß die Zahl der unbestellbaren betreibt, bemerkte gestern Vormittag einen Mann, der ein Paar Bostsendungen fich wesentlich vermindern würde, wenn Jedermann fich in dem betreffenden Verzeichniß vor Beförderung herunterriß und fich damit eilig entfernte. Er lief demselben nach einer Bostsendung informiren würde. Der Preis desselben ist ein äußerst geringer; die 28 Seiten umfaffende Aufstellung Schußmann. Als der Beamte denselben aufforderte, mit zur toftet 10 Bf. und ist bei jedem Postamt käuflich zu haben. ist ein noch immer von Tag zu Tag steigender. Das Bild, Der Besuch derHagenbeck'schen Singhalefen- Karawane Geficht, daß dieser aus Nase und Mund stark blutete. Erst mit welches fich vom frühen Morgen an im naffen Dreiec entwidelt, findet in seiner Eigenartigkeit so leicht nichts Aehnliches. dermeisters L. vorübergeführt wurde, befreite er sich und riß Bir meinen hier nicht das Treiben der erotischen Gäste, sondern das der Besucher, die an den Vormittagen fast ausschließ abgenommen und nunmehr erfolgte seine Siftirung ohne weitere lich aus Kindern bestehen. Mädchen in bunten Flügelkleidern" Störung. tommen tlaffen- und schulenweise, geführt von Lehrerinnen und Terrain an der Straße Alt- Moabit nach und nach anfüllend, bis baffelbe von Tausenden der kleinen, fröhlichen, lichten Ges Schöpfen wimmelt. Inzwischen schiebt sich hier und da, dunkler Hilfe einiger Passanten konnte der Dieb überwältigt und zur Wache gebracht werden. Als derselbe an dem Laden des Schnei wiederum ein Baar Hosen herunter. Die Hosen wurden ihm N. Zwangsvollstreckung auf dem Charlottenburger Pferdemarkt. Eine höchst unangenehme Ueberraschung wurde, wie uns geschrieben wird, einem Rittergutsbesizer von außerhalb auf dem legten Pferdemarkt, der in Charlottenburg stattfand, zu Theil. Während sich der Genannte mit zwei prachtvollen gelleidet, eine Abtheilung von Knaben, aus den Volksschulen Reitpferden auf dem Markte befand und bereits wegen des Belle- Alliance- Theater. Das 5 attige Schauspiel ,,, Dorf und Stadt" von Charlotte Birch- Pfeiffer hat am Mittwoch Abend eine so außerordentlich beifällige Aufnahme gefunden, daß dasselbe auf allgemeines Verlangen am Sonnabend noch einmal und zwar wiederum zu halben Kassenpreisen wiederholt werden soll. Am Sonntag findet die legte Sonntags- Aufführung des Volksstückes Buchholzen's" statt. N. Die vom Thierschutzverein angeregte Frage in Betreff des Schicksals der von den Berliner ScharfrichtereiGehilfen in den Straßen Berlins eingefangenen Hunde dürfte allem Anscheine nach nunmehr ihre definitive Erledigung ge funden haben. Der genannte Verein hatte bekanntlich dahin petitionirt, daß die eingefangenen und nicht reklamirten Hunde einem Asyl überwiesen werden, um dort verkauft zu werden, statt dieselben, wie nach den bisherigen gefeßlichen Be stimmngen, nach drei Tagen zu tödten. Dieser Antrag ist feitens des Polizei- Präsidiums, der allein maßgebenden Be hörde, abgelehnt worden. Da hat das Polizei- Präsidium nach unserer Ueberzeugung auch vollkommen Recht. Wer sich der Lurus gestattet, einen Röter zu halten, der kann auch Obacht| geben, daß er ihm nicht wegläuft. Uebrigens wird von dieser Hundeaffaire ein Aufsehen gemacht, welches sie in der That garnicht verdient. Viele Leute möchten sich die Haare aus raufen, wenn ihrem Hunde etwas paffirt, während ihnen das Wohl und Wehe ihrer Mitmenschen absolut gleichgiltig ist. Wir glauben, daß es viel beffer wäre, hier in Berlin, wo die Vereinsmeierei zu Hause ist, einen Menschenschuß als einen Thierschußverein zu gründen. Dr. F. Cohn führt aus, daß in der Verwendung des empfangenen Geldes im Interesse des Geschäfts eine Zueignung nicht gefunden werden könne. Die unter Antiage gestellten Unterschlagungen liegen daher nicht vor, die früher begangenen find aber verjährt, so daß nichts übrig bleibt, als den Angeklagten freizusprechen. Eventuell dürfte der Umstand, daß der Angeflagte zu den neuen Thaten durch die früheren gezwungen war, wenn er sich nicht selbst dem Strafrichter überliefern wollte, als Milderungsgrund gelten. Für diesen Fall wären 2 Jahre Gefängniß ausreichend. Der Gerichtshof schloß sich der Auffaffung des Staatsanwalts durchweg an und verurs theilte den Angeklagten zu vier Jahren Gefängniß und erkannte auch bei der ehrlosen Gesinnung desselben auf 4 Jahre Ehrverlust. Was das Berliner Strafgefängniß, das allbekannte Plößensee", das Jahr über an Nahrungsmitteln 2c. für feine Insaffen braucht, darüber giebt ein Bericht der Direktion folgende Auskunft. Von Jahr zu Jahr werden dort konfumirt: 350 000 Kg. Brot, 8300 Kg. Semmel, 16 000 Kg. Gerstenmehl, 20 000 Kg. Roggenmehl, 5500 Kg. Graupen, 10 000 Kg. Hafergrüße, 6000 Kg. Buchweizengrüße, 7000 Kg. Reis, 250 Kg. Gries, 250 Kg. Fadennudeln, 29 000 Kg. Erbsen, 18 000 Kg. Linsen, 18 500 Kg. Bohnen, 600 000 Kg. Kartoffeln, 8000 Kg. Mohrrüben, 3500 Kg. Rohlrabi, 4000 Kg. Weißfohl, 7000 Kg. Sauerfohl, 14 000 Kg. Rindfleisch( für Gesunde), 3700 Kg. Rindfleisch( für Kranke), täglich lieferbar, 2200 Kg. Schweinefleisch, 1400 Kg. Spect, 3300 Sta. unausgelaffenes Schweinefett, 3300 Kg. Schweineschmalz, 150 Kg. Rindertalg, 350 Kg. Kindsleber, 6300 Kg. Butter oder Butterschmalz, 24 000 Kg. Salz, 45 Kg. Pfeffer, 1550 Kg. gebrannten Kaffee, 200 Kg. Cichorien, 43 000 Liter Milch und 25 000 Liter Braun bier. Man erfteht aus Vorstehendem, daß auch das Menu in Plößensee" Abwechselung bietet. Außerdem verbraucht die Anstalt jährlich 8000 Kg. Stroh zur Bereitung der Lagerstätten der Gefangenen und für die in der Strafanstalt gehaltenen Hausthiere 2100 Kg. Seu, 5500 Kg. Hafer, 700 Kg. Häcksel und 250 Kg. Kleie. Das kann uns Alles aber nicht reizen! Gerichts- Zeitung. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. als 5. Ausschuß mitglied gewählt zu werden. schloß die bemerkenswerthe Versammlung. Dami Den Mitgliedern der Central- Kranken- und Sterbetasse der Tischler ic. für die örtliche Ver waltungsstelle Berlin B.( Innere Louisenstadt) hiermit zur Nachricht, daß die Beitragsammelstelle Neue Roßstraße 23 plößlich nach der Neuen Jakobstr. 12 bei Grund verlegt wer den mußte, woselbst von Sonnabend, den 13. d. Mits. ab die Beiträge in Empfang genommen werden. Vom 1. Oftober ab werden für obige Verwaltungsstelle die Beiträge nur in folgen den Lokalen: Admiralstraße 26 bei Achsel; Gitschinerstr. 51 bei Jungnitsch; Prinzenstr. 96 bei Bunge und Neue Jakobstr. 12 bei Grund Sonnabends Abends von 8-9 Uhr entgegen ge nommen, woselbst auch neue Mitglieder aufgenommen werden Desgleichen hat vom 1. Oftober ab Herr G. Köppen, wohnhaft Gitschinerstr. 58 v. II, das Amt des Ortstaffirers übernommen. Sprechstunde desselben für Kranke: Abends von 8-9 Sonntags Vormittags von 9-11 Uhr. Eine Versammlung der Tischler findet am Sonntag Vormittag 10 Uhr in Randel's Salon, Invalidenstraße la statt Als Tagesordnung wird uns angegeben, neben der Vorlegung einiger bereits fertiggestellter Minimaltarife, noch ein Vortrag des Herrn Rödel über den Zeitpunkt der Einführung der Mini maltarife für alle Tischlerarbeiten; der Besuch der Versammlung dürfte demnach jedem Tischler zu empfehlen sein. Der Verein der Drechsler veranstaltet am Sonntag ein Vergnügen. Da der Ueberschuß zu einem gemeinnüßigen Swed verwandt wird, machen wir ganz besonders auf dasselbe auf merksam.( S. Inserat.) t. gr. Der Verein Berliner Bädergesellen 3. Wahr. ihrer Interessen hielt am Donnerstag Nachm. im neuen Vereinslokale ( Gräz Salon, Brunnenstr. 140) seine fällige Monatsfizung ab. Herr Jordan berichtete über die in Chemnig stattab. Herr Jordan berichtete über die in Chemniz statt gefundene Fahnenweihe der dortigen Kollegen, während Herr Berghauer über das Trinkgeldunwesen sprach. Den althergebrachten Brauch, den Gesellen für das Kuchenbacken an Feiertagen ein Trinkgeld zu verabfolgen, erklärte er für nicht mehr zeitgemäß und eines Gesellen unwürdig und wünschte an Stelle dieser Remuneration eine feste Lohnerhöhung. In gleichem Sinne sprachen fich die Herren Bolte( Altgeselle), oppe und andere Redner in der Diskussion aus, in welcher Der erste Altgeselle, Herr Gustav, die Schwierigkeiten flarlegte, welche fich der Abschaffung der Trinfgelder entgegen stellen, so daß schließlich ein Schlußantrag in dieser Angelegen beit angenommen wurde. Herr Jordan theilte fernerhin mit, daß er aus Chemniß den Wunsch der dort versammelt gewesenen Delegirten vieler deutschen Städte mit heim bringe, einen Bentral- Verband der Bäckergesellen über ganz Deutschland zu gründen und gab seinem Bedauern Ausdruck, daß der Indifferentismus unter den Berliner Kollegen noch immer nicht gebrochen sei, was Herr Hoppe durch die Wahl von Delegirten der einzelnen Werkstätten und stattzufindende Berathungen derselben zu erreichen glaubt. Interne Vereinsangelegenheiten bildeten den Schluß der Verhandlungen und gelangte folgende Resolution zur Annahme: ,, Die heute in Gräs' Salon tagende Versammlung spricht dem Delegirten Gray Salon tagende Versammlung spricht dem Delegirten seinen Dank aus und erklärt fich mit den Ausführungen desselben voll und ganz einverstanden und ersucht alle Kollegen, dem Verein resp. dem zu gründenden Gewerkverein beizu treten." en ind m " Nr. Eine große Fabritarbeiter- Versammlung findet a Sonntag, Vormittag 10 Uhr, in Rirdorf, Nieseck's Salon, Bergstraße, statt. Tagesordnung: Die neu zu gründende Kranten- und Sterbefasse für Fabrikarbeiter und die alte Fabritarbeiterkaffe als Ortskaffe. Alle Arbeiter, sowie alle Mitglieder der Fabritarbeiter- Raffe werden hierzu eingeladen. Eine große öffentliche Versammlung findet am Sonn tag den 14 Septbr., Nachmittags 1%, Uhr, in Henneberg's Salon in Johannisthal statt. ideint frei in' Rumme Wie Reichstag Der Fachverein der Schmiede hält am Montag ben 15. b. Mts., Abends 81, Uhr, in den Gratweil'schen Bie hallen, Kommandantenstr. 77-79, eine Versammlung ab L.- D.: 1) Vortrag, 2) Delegirtenwahl für die einzelnen piele Werkstätten, 3) Verschiedenes. Gäste find willkommen. Um einer font zahlreiches Erscheinen wird ersucht. tanen M Bufamme ebt babi gefommen beln wer folche indt Der Fachverein der Stellmacher Berlins veranstalte Sonntag den 14. Septbr., Vormittags 11 Uhr, im Scheffers schen Lotale, Inselstr. 10, eine Mitglieder Versammlung Konstituirung des Fachvereins. Die Kollegen, welche fich noch nicht eingeschrieben haben, werden darauf aufmerksam ge macht, daß sie sich vor der Versammlung noch einzuschreiben haben. Die Liften find am Eingang des Versammlung Totals ausgelegt. wei In balt Lette Mar Rachiftel in der a Die ordentl. Versammlung des Bezirksvereins der arb. Bevölkerung des S. W. Berlins am Montag den 15 Septbr. d. 3. fällt diesmal aus; an Stelle deffen finde am Mittwoch den 17. Septbr. cr., Abends 8 Uhr, in Grab weil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, eine außerolchen P ordentliche Versammlung statt ordentliche Versammlung statt Tagesordn.: 1. Vortrag Die Mitglied beint b 2. Verschiedenes. Gäste haben Butritt. werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Fachverein der Schuhmacher. Montag den 15. d. Abends 8 Uhr, Versammlung Neue Grünstr. 32, Restaurant Teichert. TD.: Vortrag und Diskussion über Die Arbeits Eine abermalige Versammlung der Mitglieder der Kranken- und Sterbekasse der Glasergesellen war für Donnerstag Abend nach Jordan's Saal, Neue Grünstraße, einberufen. Nachdem dem ersten Altgesellen, R. Dennier, der Eintritt wiederum versagt war, stellte der zweite Altgeselle, E. Witthuhn, den Antrag auf freie Diskussion, worauf der Obermeister Jüttner erklärte, diesem Verlangen nicht nachzukommen. Nunmehr erbat Herr Witthuhn zur Geschäftsordnung" das Wort, worauf Herr Jüttner erklärte, daß die Versammlung zur Vornahme von Wahlen einberufen sei und nicht zur Abhaltung größerer Reden, er fordere daher Herrn Witthuhn auf, den Saal zu verlassen. Herr Witthuhn antwortete darauf, daß er als Kaffenmitglied berechtigt sei, fich zum Wort zu melden und er fäme diesem Verlangen nicht nach, sondern weiche nur der Gewalt, worauf der Obermeister durch den überwachenden Beamten Herrn Witthuhn aus dem Saal bringen ließ. Die ganze Gesellenschaft" folgte protestirend, der Lieutenant sezte seinen Helm auf und von irgend einer Seite kam das Wort geschlossen". Da als die Hälfte bereits hinaus war, er hob fich Der frühere zweite Vorsitzende des Interessen Vereins, Herr Hennig( der iegt nicht mehr Mitglied des Vereins ist) Die bedeutenden Unterschleife im Hermann Gerson's schen Geschäft gelangten heute zur Kenntniß der ersten Ferienftraflammer hiesigen Landgerichts I, und zwar durch Ver handlung wegen Unterschlagung in mehr denn hundert Fällen gegen den Buchhalter August Karl Ferdinand Handrich. Der felbe befand sich vor 16 Jahren in einem Modewaarengeschäft in Paris in Stellung, aus welchem ihn die Firma Gerson mit einem Gehalt von zunächst 1800 M. und einer bestimmten Tantième als Einkäufer engagirte. Sein Gehalt war von Jahr zu Jahr gestiegen und betrug im vorigen Jahre bereits 4800 M., welchem eine Tantième von über 3000 pro Jahr hinzuzu rechnen ist. Nach dem vor Gericht abgelegten Geständniß hatte der Angeklagte zur Zeit seiner Hierherkunft in Paris einige tausend Franks Schulden hinterlassen, deren Abtragung ihm bei feinen noblen Baffionen immer drückender wurde. Um fich dieser Feffeln zu entledigen, habe er im Jahre 1874 einen an einen Fabrikanten abzunehmenden Betrag von ca. 10 000 M. zurüd behalten, einen anderen Brief an den Lieferanten geschrieben, in welchem derselbe auf einige Wochen vertröstet wurde, und mit diesem Gelde fich schuldenfrei gemacht. Zur Verdeckung dieser Unterschlagung wurde der qu. Betrag als richtig abge fandt von ihm gebucht. Von diesem Zeitpunkt ab verfuhr er bebufs Deckung der unterschlagenen 10 000 Mart und seines| erhöhten Verbrauchs auch gegen andere Fabrikanten in gleicher Weise, und so wuchs die veruntreute Summe bis zum Jahre 1877 zu der enormen Höhe von über 50 000 Mt. an. Von diesem Jahre ab habe er, da seine Einnahmen zur Deckung feines Unterhalts ausreichten, nichts mehr unterschlagen, oder höchstens noch ganz unbedeutende Beträge; dagegen habe er mit den zur Absendung erhaltenen Geldern stets die älteren Boften bezahlt. Er räume ein, daß die auf diese Weise unterschlagenen Gelder die Höhe von über 60 000 Mart erreicht haben. Diese Beruntreuungen hätten sich wohl noch viele Jahre hindurch fortgefeßt, wenn nicht der eine Chef des Hauses durch ein Telegramm eines Lieferanten Kenntniß davon erhal ten hätte, daß eine in der Büchern als bezahlt notirte Boſt nicht an den Empfänger gelangt war. In Folge dieser Ent deckung forderte Herr Meyer die übrigen Fabrikanten zur Einreichung ihres Kontofurrents auf, wobei er ermittelte, daß der zu jener Zeit sich auf Badeurlaub befindende Angeklagte über 601 000 M. in den Jahren 1881 bis 1884 veruntreut hatte. Staatsanwalt Offermann erachtete die Thatsache für gleichgiltig, ob der Angeflagte die in legteren Jahren empfangenen Beträge direkt fich zugeeignet oder ob er damit die früher unterschlagenen Summen gedeckt hat. Er war jedenfalls zum Erfaß der älteren Beträge verpflichtet, und er eignete fich somit die neuen wieder zu, um damit seine älteren Verpflichtungen zu erfüllen. Mit Rücksicht darauf, daß der Chef eines so großen Handlungshauses, wie es das Gerson'sche ist, auf das Vertrauen feiner Leute angewiesen sein muß und der Angeklagte dieses Vertrauen auf so gröbliche Weise mißbraucht hat, beantrage er 5 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust. Rechtsanwalt Theater. Sonnabend, den 13. September. Königliches Opernhaus: bet Die parl in der Th wieber in ift, fo m denes und Fragefasten. Gäste willkommen. Fachverein der Schloffer. Montag den 15. September Wanderversammlung im Könystädtischen Kasino, Abends 9 Uhr Tagesordnung: 1. Referat des Herrn Klink über den Statute Entwurf bei der Schlosser- Kranken- und Sterbe- Kaffe. 2. Auf nahme neuer Mitglieder. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes Eine öffentliche Versammlung der Maler Berlin findet am Sonntag, den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Mundt, Köpnickerstraße 100, statt, mit der Tagesordnung: 1. Welchen Nußen bringt uns ein Verband der Malergehilfen Deutschlands? 2. Bericht der Kommission. 3. Verschiedenes von Neuem eröffnet. Nunmehr sprach Kollege Echaade, daß Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Kol Sonnabend: 173. Vorstellung. Aladin, oder: Die Wunderlampe. d Königliches Schauspielhaus: Sonnabend: 175. Vorstellung. Maria Stuart. Deutsches Theater: Sonnabend: Die Welt, in der man sich langweilt. Bellealliance- Theater: " 0 und sprach, man möchte fich doch nicht an Einen binden, er fönnte ja dies auch vertreten. Nach und nach füllte sich der vielen F ideibung tarifche Rändigen Windthor mung be auch gege lich bleibe mentarifd legen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen; es erfolgt u. 2. die Wahl eines Kommissions- Mitgliedes. Gleichzeitig erfucht bie Inate haben und Gelder noch nicht darauf abgeliefert haben Listen oder Geld bei der unterzeichneten Kommiffion bis zum Sonntag, den 14. d. Mts., Vormittags, in deren Wohnun oder im Café Reiher, Alte Jakobstraße 83, abzuliefern. Di Röpniderit, 110a, pf' III. Deserau, Markgrafenſtr. 9 ole Müllerstr. 23 a. man bereits 3 Mal in der Altgesellenwahl den Kollegen Dennier gewählt habe, derselbe aber niemals bestätigt sei, weil der Jnnungs- Vorstand unserm Willen nicht nachfomme. Er schlage vor, überhaupt nicht mehr zu wählen, und mit ihm vereint den Saal zu verlaffen. Dieses wurde aber durch das Dazwischentreten des Obermeisters verhindert, man schritt zur Wahl, und wurde der rausgeschmissene Herr Witthuhn zum ersten Altzweiter Dann wurde noch eine Stommiffion zur Ausarbeitung eines Raffen: Sonnabend: Auf allg. Verl.: Dorf und Stadt," Schausp. in 2 Abthl. u. 5 Aften von Charl. Birch Pfeiffer. Im Sommergarten: Konzert. Xylophon Virtuosen. Sängergesellschaften. Abends 9 Uhr: Vollständige brillante Illumination durch 20 000 Gasflammen. Halbe Kaffenpreise: I. Parquet 1 Mt. u. f. w. Entree 50 Bf. Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Eine Nacht in Venedig. Walhalla- Operetten- Theater: Sonnabend: Zum ersten Male: Hofina. Central- Theater: Statuts und ein Fünfer- Ausschuß gewählt. Herr Hennig fiel bei allen Wahlgängen durch, bis es ihm dennoch gelang, Algem. Volksversammlung. Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst, ame Sonnabend: Bum 44. Male: Jäger Liebchen. Gesangspoffe in 4 Atten von L. Treptow; Couplets u. Quodlibets v. G. Gör. Mufit von G. Steffens. Kaffen Eröffnung 6% Uhr, Anfang der Vorstellung 7, Uhr. Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Sonntag, den 14. September, Vormittags 10 Uhr, in Altermann's Salon, Dennewigstr. 13. Sonnabend: Bum ersten Male: Die Sirene.( La Flamboyante.) Vorher, zum erstem Male: Der erste April. Luifenftädtisches Theater: Sonnabend: 135. Opern Vorstellung. Benefiz für den Kapellmeister Th. Winkelmann: Hans Heiling. Roman tische Oper in 3 Alten und einem Vorspiel. Musik von H. Marschner. Oftend- Theater: Sonnabend: Der Verschwender. Wallner Theater: 3um 1. Male: Lottchen's Spieltamerad. Kroll's Theater: Robert, der Teufel. Tages- Ordnung: 1. Handwerker und Arbeiterfragen. Referent Herr W. Liefländer. 2. Freie Diskussion. Jedermann hat Zutritt.ne 749 Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Einberufer: Gustav Wittig, Schöneberg, Sedanstr. 94 IL Große öffentliche Maffenversammlung der Buchbinder verwandten Uhr Rob. Benbi Rob. Rose, Tegelerstr. 4. Landisch, Schinkelstr. 1. Nicole Der Fachverein der Rohrleger tagt am Sonntag, den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Wolf und Krüger, Staligerstr. 126. bei 3. Frei Der Vorftand 1. Kaffenbericht. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Diskussion. [ 751] Bundesra Aus mann be als die im Benit Riquel fernt be ultramon bod hat Fich. 216 Die Lohnkommission der Schloffer bringt hiermit den Kollegen folgende Bahlstellen zur Kenntni 1. Schröder, Urbanstr. 80, Ede Kottbuser Damm; 2. Kling Fürbringerstr. 28; 3. Pirch, Breslauerstr. 13; 4. Marjab Bergstraße 25. werden daselbst Beiträge entgegengenommen. 1762 unb una raufd einer blo gang aud abzufchla einer Ar felbe tha Sonntags von 9-11 Uhr und Montage von 7-9 Die Delegirten, welche noch nicht ihre Adreffe abgegeben haben, werden ersucht, dieselbe bei Herrn Lochmann, Dresone Der Verein zur Wahrung der Intereffen am Sonntag, ben 14. b. Th., Borgens 10, Life in der Flora, Friedrichstraße 218. M. Mitchels, Mariannenstraße 4, im Keller, empfiehlt sein neu eröffnetes Geschäft mit Obst, Gemüse, Milch, Backwaaren, alle Sorten Biere, fowie sämmtliche Artikel zur Wäsche.[ 702 760] Harmonitaspielen zu Brivatfestlichkeiten billig Tagesordnung: 750 1. Wie verhalten sich unsere Arbeitgeber in legter Zeit zu unferen Lohnforderungen und wie verhalten wir uns gegenüber den Frauen in unserer Lohnbewegung. 2. Die Erhebung der Lohnstatistit in unserem Gewerbe. Referent beider Buntte Herr Friedr. Michelsen. In Anbetracht der großen Wichtigkeit appelliren wir diesmal dringend an jeden Kollegen pünftlich zu erscheinen. Die Lohnkommission. Große Arbeiter- Versammlung. Sonntag, den 14. September 1884, Vormittags 10 Uhr, a im Saale des Salon zum Deutschen Kaiser, Lothringerstraße 37. 757 Die wichtige Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Drechsler und Berufsgenossen der Klavierarbeiter 761 hält am Sonnabend, den 13. d. M. Abends 8%, Romma dantenstraße 77-79, Gratweil's Bierhallen,( unteren Soal hält heute Sonnabend, ein geselliges Vergnügen ab. Der Ueberschuß zur Gründ. und Reiseunterstüßungskaffe. Für Amüsement ist bestens gesorgt. Im Interesse der guten Sache eine Versammlung ab. Tagesordnung: Wi 1. Antrag des Vorstandes um Abänderung der Statute Referent Herr Hente 2. Verschiedenes und Fragelasten. 3. Aufnahme glieder. Um pünktliches Erscheinen ersucht der Borstand. Die Mitglieder des neuer Vorstadt und des Wedding Radbrud 401 28 Sie mich In Un geben, f Rind get Fibren, und ich Threr M ganzen rubigen, Riemant Arbeiterbezirksvereins der Oranienburge werden zu Sonntag, den 14. Sept., Nachmittags 3 Uhr Lokal Wedding Bart zu einem gemüthlichen Beifammenfels mit ihren Familien eingeladen. Der unentgeltliche 1763 Der Vorstand the fage Shnen Die unb lan brachte und Bo Märche Rich Fra Derfchlof und bol junge D Das Bi Seite lebrie in Bleitet. Die fortgefe Arebenb Arme Arbeitsnachweis für Metallarbeiter befindet sich Ritterstraße 123 im Restaurant, geöffnet Morge und Abends von 8-9 Uhr. Daselbst kann ein Metalloreba auf Gastronen sofort Beschäftigung erhalten. Auch werde 741 ladet zu zahlreichem Besuch ein. Entree: Herren 50 Bf., Damen daselbst in den vorgenannten Stunden Verwaltungsbericht 20 Pf. Mitglieder haben ihre Dame frei. Der Vorstand. J. A.: Kühn, Jüdenstr. 14. 759 Die Kommiffion verausgabt( Legitimation hierzu erwünscht.) F Winkel, Langestr. 102, vorn 1 Tr. Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. abriß, f Rammer Den ga beschäfti Ele fa braußen