en Rath ch einer f er in den war, wink Die an der Jul. Mil ebenheit fir alten Kaffe e. Dem Rath ent taffen de ollen, fo en zu verid Borwärt mal, Waffe mäßige B einen Ba wird. -Verein geftellt Cittwoch de r's Refta 1) Bo Schluß des Der Mitg Verschi ia. Die ort mit ben Salzen, die gefchieden Et fie Stubl begründe e vorzügli en mit G Salzfäure indet fid tagenwand ht die Ma t mit Hed gen mit St dagegen n die gebr 1 Glas g. r incl. ds: cei 798 Berli 88% arterit. Stadto. Bäfte, 11 Ba Der Vorfta f. und wird tafeln Des Be Ecke 60 Sachemi Elfaffe glattrofe Englifde end, bal it echtem 27 arbeitet etne Bel Nr. 142. Donnerstag, 18. September 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Bonsblatt" ein täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin iin's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Summern 5 Bf. Postabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VII. Rachtrage der Boftzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jufertiousgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder beren Naum 40 Bf. Arbeitsmart 10 Dr. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inserate werden bis 4 he Rachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoucen Bureaur, ohne Erhöhung des Preifes, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Die Agitation zu den Wahlen, soweit sich dieselbe in den Versammlungen äußert, fördert besonders hier in Berlin recht wundervolle Blüthen Tage, deren Duft allerdinge ein höchst zweifelhaf ter ift. der Das Merkwürdigste an den Versammlungen Deutsch Freifinnigen und Konservativen finnige und fonservative Wähler eingeladen werden. Das baß zu denselben nur Parteigenossen, nur deutsch- freigeschieht jedenfalls deshalb, um gemüthlicher, ohne Widerspruch zu erdulden, auf einander losschimpfen zu können. Die jüngsten Wählerversammlungen hier in Berlin haben uns so recht gezeigt, welcher rohe Ton in denselben herrscht, wie sich die den Arbeitern gegnerischen Barteien gegenseitig schlecht machen dessen könnte sich allerdings die Arbeiterpartei freuen: tertius gaudet!" Aber die Arbeiter treiben nicht allein Wahlpolitik, sie streben nach Bildung. und deshalb ist ihnen jedes ungebildete Treiben ein Greuel. 1 Aber nicht nur das Geschimpfe ist in den deutsch- freisinnigen und konservativen abgeschlossenen Versammlungen an der Tagesordnung, sondern noch mehr das Lügen. Das werfen fich ja die Haupthelden der beiden Parteien fast täglich vor; auch Prahlerei und sonstige Untugenden kommen bei den Rednern fauſtdick vor. Alles das könnte nicht geschehen, wenn sie in einer öffentlichen Volksversammlung gehörig auf die Finger geklopft würden. Herren Richter und Stöcker leiften im Schimpfen beide Und wahrlich die beiden Hauptmacher der Parteien, die bas Großartiges, man fann sie fühnlich vergleichen mit ben beiden Helden in dem hübschen Gedicht von Heine, die Disputation". Schade nur, daß die beiden Edlen niemals Sehen wir von dem Stöcker'schen und Richter'schen einer großen Volksversammlung vollständig öffentlich ein Reklamegeſchrei, welches ja offenkundig ist, hier ab und ander gegenübertreten, bann würde man erst beurtheilen greifen einmal in die zweite Reihe. Da haschen wir denn lönnen, wer eigentlich dem andern über" ist, so aber schimpfen die Herren nur vor ihren eigenen Parteigenoffen den Gegner zufammen, was eigentlich keine Kunst ist. Doch Scherz bei Seite! den Herrn Abg. Ludwig Löwe, der uns im Uebrigen von den Deutsch- Freifinnigen" nicht als der Uebelfte erscheint. Nachdem der Vortragende, Herr Träger, kürzlich in einer deutsch- freifinnigen Wählerversammlung im ersten Berliner Wahlkreise ganz treffend gegen die Antisemiterei sich in denen nur Wähler einer bestimmten Partei zusammen- geäußert, schloß er Was sollen denn eigentlich die Wählerversammlungen, treten, bezwecken? Die deutsch- freifinnigen Wähler stimmen ja von vorn wir zitiren nach der„, Boss. 3tg." mit den Worten: ,, Wir halten die Gewissensfreiheit und die Freiheit der Ueberzeugung für das höchste Gut in einem bin!" Stellt man sich aber einmal auf einen solchen partikularistischen Standpunkt, dann ist man von Herrn Stöcker nicht mehr weit entfernt, wenn er sagt: Wählt Ludwig Löwe nicht, weil er ein Jude ist!" 11 Wir hängen gewiß an Berlin, das haben wir schon oft genug in diesem Blatte fundgegeben, aber alberne Ber linerei treiben, das liegt uns fern. In einer öffentlichen Volksversammlung aber würde man dem Herrn Löwe dieser seiner Reklamemacherei wegen sicherlich auf den Mund ge= lopft haben. Uebrigens ist von den deutsch- freisinnigen Kandidaten für Berlin nur noch einer auch in Berlin ge= boren. Die Hälfte der Wähler überhaupt find gleichfalls feine Berliner, um so kindischer ist eine solche Netlame. Herr Löwe, der schon 1877 in einer Wahlrede die Neellität seines Geschäfts empfohlen hat, konnte auch diesmal das Selbstbeweihrauchern nicht lassen, er sagte: Ich bin unter den Augen der Berliner Bürgerschaft aufgewachsen und groß geworden und ich glaube gezeigt zu haben, daß auch in unserer Zeit noch derjenige, der ehrlich arbeitet, bei uns sein Brot findet, daß alle Heßereien und Wühlereien und alle Tausende, die man in die bezahlte Masse wirft, nicht ausreichen, um Jemand aus seinen Wurzeln zu reißen, wenn diese Wurzeln im Berliner Bürgerthum fest sitzen." Das hätte Herr Löwe in einer öffent lichen Volksversammlung sagen sollen, der Sturm tausender entrüsteter Arbeiter wäre über herein schon für den Kandidaten der deutsch- freifinnigen freien Staate und wir wählen Ludwig Löwe, nicht obgleich ihn dahingebraust! Bartei und ebenso machen es die konservativen Wähler, die langit ihren Stöder oder Wagner in der Tasche haben. Belehrt, wem fie ihre Stimme geben sollen, lönnen er ein Jude ist oder gar weil er ein Jude ist, sondern weil er Ludwig Löwe ist!" doch diese Wähler, die einer bestimmten Partei schon ange übrigens wählen wir Ludwig Löwe nicht, eben weil er Somit erscheinen uns die deutsch- freifinnigen und konservativen Wählerversammlungen Diefen Standpunkt theilen wir im allgemeinen Ludwig Löwe ift. Löwe, als eitel Humbug, in denen die Redner und Kandidaten sich Zeit darauf in geradezu alberner Reklamemacherei: lebiglich beweihrauchern lassen. hat mir von gegnerischer Seite höhnend vorgeworfen, daß ein solcher Berliner mit allen Vorzügen und Schwächen zu Derjenige, der ehrlich arbeitet, findet auch bei uns sein Brod" das heißt: Diejenigen, welche in unserer Beit ihr Brod nicht finden, sind feine ehrlichen Arbeiter! So, also alle die aus der Arbeit wegen Arbeitsmangel, verschuldet hat, entlassenen brotlos gewordenen Arbeiter sind somit keine ehrlichen Arbeiter, sie haben, weil sie fein Brot finden, nicht ehrlich gearbeitet! Und nun gar Herr Löwe ist ein reicher Mann Anders wäre es, wenn die Parteien öffentliche ich ein rechter, echter Berliner sei. Nun, ich bin stolz darauf, ahler oder Volksversammlungen einbe rufen würden, in denen die Parteiprinzipien gegensei sein, denn aus den Reihen der Berliner sind stets die echten soll derjenige, der ehrlich arbeitet, auch noch sein Brot finden, tig erörtert würden, Mann gegen Mann, Auge in Auge. Kämpen erstanden, stets bereit, einzutreten für die Freiheit wie Herr Löwe! Schimpfen auf einander aufhören, wenngleich nicht ausge- diesem Reiche hat es auch oft anerkannt, daß seine Berliner, fchloffen ist, daß manche dieser Versammlungen äußerst erregt verlaufen würden. Vor ihren Anhängern, die wenn auch liberal, doch ein treues Volk sind, welches treu an den Stufen des Thrones Wache hält." Herr Träger wird gewählt, weil er Ludwig Löwe ist. jogar jedes Schimpfwort auf einen Gegner mit Bravorufen fagte von seinem Standpunkte ganz recht: Ludwig Löwe enigegennehmen, fönnen sich die Herren Richter und Stöcker einen berartigen Ton erlauben, derselbe würde vor einer allgemeinen Zuhörerschaft sicherlich, wollten sich Ton weichen. Herr Ludwig Löwe aber drängt hier partikularistisch und reklamesüchtig, wie er ist, den Berliner, den rechten die Herren nicht unsterblich blamiren, einem anständigeren und echten in den Vordergrund: Wählt mich des Radbend verboten.] 521 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) halb, weil ich ein echter, rechter Berliner " 1 der Times" mit einem leisen Gedanken an Dr. Mellodem. Er las die folgenden Zeilen: Hare Str. und Bird Cage Str. R., diese Hochzeit fann nimmer stattfinden. Seige Dich als Mann. Wandere aus!" len, und dann wird es wahrscheinlich direkte Erben geben, Ich weiß bestimmt, fte wird es thun," sagte Frau Wrig- Francesca's zierlicher Handschrift traf ein. und wir bekommen gar nichts." ,, Aber wir haben schon recht viel bekommen," meinte ,, Was bedeutet das? Auswandern? Ja, das wollte er. Doch nein. Nicht ehe Francesca ihm geschrieben hatte." Noch eine Woche, zehn Tage vergingen, und ein Brief in Theurer Rupert! Wirst Du mir sehr zürnen, wenn ich Dir Lebewohl sage? Sie sagen mir Alle, es müsse geschehen, Rupert, und ich finde, fie haben nicht ganz Unrecht. Ich bin und ich verdante meiner Familie sehr viel. Jane. Die Knaben sind alle gut versorgt. Unser Zweiter die Legte des stolzen und erlauchten Geschlechtes der Joria's, wird die Familienpfründe doch bekommen, und sie wird auch D, vergiß mein! Das wird Dir im Augenblick schwer werden, aber in zwanzig Jahren werden wir vielleicht gelernt den gesichert, und ich denke, wir Uebrigen thäten beffer, uns als wenn die Barth'schen Güter zehn direkte Erben hätten. balt Deinen Mund," schrie der liebenswürdige Haus- ich auf unsere eigenen Füße zu stellen, und gerade so zu leben, haben, darüber als über eine Jugendthorheit zu lächeln. Du, berr. mein schöner, liebenswürdiger Freund, wirst ein Mädchen finden, das Dir mehr sein wird, als ich Dir sein könnte, und ich nun ich, theurer Rupert, muß thun, was meine Angehörigen wünschen, das ist unbestreitbar meine Pflicht. Leb' wohl und vergiß mich. ,, Der Kammerdiener meines Onfels reist eines Pferdegeben." Solche Schwindeleien darf sich der Herr natürlich nur in seinen Versammlungen erlauben, in öffentlichen Ver= sammlungen würde ihn jeder schlichte Arbeiter leicht widerlegen. Wir haben hier Herrn Ludwig Löwe herausgegriffen, weil sein Auftreten erst ganz fürzlich war und weil er noch lange nicht der Schlimmste von den Deutsch- Freifinnigen ist und selbstverständlich auch noch von Herrn Stöder in allerlei Untugenden weit überragt wird. Man möge sich nun ein Bild von den anderen machen. Danfield war das einzige Befigthum Frau Wrigley's gewesen, das sie von einer Tante geerbt hatte, und obwohl es feit einigen Jahren nicht verpachtet war und kaum die Steuern einbrachte, die es fostete, begann sie über deffen Verlust bitterlich zu weinen, und vergaß ihre Tochter darüber. Darin sehe ich nicht die mindeste Veranlassung zu jammern," grunzte Wrigley. Niemand mochte sich überreden laffen, die alte Barade zu bewohnen. Ich bin froh, daß wir fie los find, und jetzt wirst Du den Grund und Boden wenigs stens verkaufen können. Die Veränderungen, welche in den hinteren Giebelzimmern nöthig sind, werden heute gemacht werden. Am Abend kommt meine Krante an." lich Großer Gott, schon! Und welche Möbel willst Du eigent hinauf schaffen lassen, wir haben deren wahrlich nicht zu viel." ,, Was oben ist, wird genug sein. Irrfinnige Leute legen geringes Gewicht auf ihre Zimmereinrichtung." Die Krante ist also wahnsinnig?" Ja, fie ist geiftestrant." D, dann werde ich mich fürchten, mit ihr unter einem Dache zu leben." Du brauchst sie weder zu sehen, noch zu hören. Alles, Jane verließ unwillig das Zimmer. maliger Batient von mir, ein ungeheuer reicher, hat mir ge Höre, Frau," fagte Wrigley nach einer Weile, ein ehe forieben. Wir werden wahrscheinlich einige Veränderung in ankaufs wegen nach London und wird diesen Brief zur Post zu achten, daß die Dienstboten sich nur um ihre eigenen An in unserem Haushalt vornehmen. Ich werde eine Fremde bei mir beherbergen müssen, eine Unglückliche und ihre Wärterin. Ich habe einen Mann bestellt, der die beiden hinteren Giebeljimmer in Dronung bringen soll." Großer Gott, James, find wir denn noch nicht beschränkt Heimath, Name, Adoptivmutter, Freunde, Vermögen, und jest, und zusammengepfercht genug? Und was möchtest Du den Vorüber schöner, glänzender Traum! Vorüber jede Hoffnung auf Glück und Freude und Sonnenschein! In diesem schwersten Verlust gipfel te das Mißgeschick seines Lebens. jest ward ihm auch die Braut aus den Armen gerissen. Er zerknitterte den fürchterlichen Brief in seiner Hand, und verließ ohne ein Wort der Erklärung das Büreau und seine Arbeit, um nie wieder zurückzukehren. 30. Kapitel. An jenem Montag Morgen, an welchem Francesca Danfield vergebens angezündet und ehe Rupert den gefälschten Brief der Gräfin erhalten hatte, saßen Wrigley und seine Frau am Frühstücstisch. Dienstboten noch aufbürden?" Baar hundert Bfund einbrachte, die wir sehr dringend brauchen, " Ich würde es nicht thun, wenn die Sache mir nicht ein obwohl ich der nächste Erbe des Barth'schen Vermögens bin, und eines Tages Millionen befigen werde." nachte ihn noch elender, als er zuvor gewesen. Sein vers Tag um Tag schleppte sich an Rupert vorüber, und jeder Aramtes Geficht und seine verstörte Erscheinung waren im Bureau des Handlungshauses bereits aufgefallen, obwohl er bemüht war, forglos und heiter auszusehen. Er hatte fich mehrfacher Vergehen schuldig gemacht und manche wichtigen ibn streng zur Rede, und sein Chef ermahnte ihn, fich dem Am Freitag Abend blätterte er in den Anzeigenspalten fagte er. Jane war nicht im Speisezimmer erschienen, und ihre Mutter fühlte fich über ihre Abwesenheit sehr beunruhigt, aber eine andere Bahn gelenkt. Buntie in feinen Briefen vergessen. Der Geschäftsführer stellte ihre Gedanken wurden durch eine Bemerkung Wrigley's auf Wein und dem Spiel fern zu halten. Dein Haus in Danfield ist vollständig niedergebrannt!" gelegenheiten fümmern. In einigen Wochen wird die Wahnfinnige in einem Irrenhause untergebracht werden." Frau Wrigley begab sich in ihr Bimmer und überließ sich schmerzlichen Betrachtungen. Ihr Leben an der Seite des Gatten war fein freudenreiches gewesen. So lange der Doktor feine Praris ausgeübt, und seiner eigenen Thätigkeit die Er haltung seines Hausstandes verdankt hatte, war Alles ziemlich gut gegangen. Aber seit dem er all sein Sinnen und Trachten auf die Barth'sche Erbschaft richtete, und sich an meine Koufine" anflammerte, war Alles schlecht und schlechter geworden. Er war stets so verdrießlich und übellaunig, daß seine Kinder niemals nach Hause kamen, wenn sie es irgend vermeiden konnten. Unser Aeltester", war troß seiner Jugend ein gesuchter Rechtsanwalt, und Myra war stolz auf ihn, aber sein Vater war unzufrieden, den künftigen Erben von Barth einem mühevollen Beruf obliegen zu sehen. Unser Sweiter" war Adjunkt des achtzigjährigen fränk lichen Pfarrers der Familienpfründe, und nach dessen Tode war ihm die Pfarre zugesichert. Wie sein Vater, dachte er nur an fich und feinen Vortheil und war beständig lüftern nach Aus dem Beispiel aber, welches wir an Herrn Löwe unferen Lefern vorgeführt haben, ersieht man so recht die Demoralisation, welche durch die geschlossenen ParteiWählerversammlungen gezeitigt wird. Prahlerei und Lüge, Reflame und Selbstbeweihräucherung das sind die holden Blumen, die in folchen Gärten gedeihen.- Und wie in Berlin, so auch im übrigen Deutschland. Die einzige Partei aber, welche in öffentlichen Volksversammlungen über das Wohl und Wehe des Volkes und des Vaterlandes gern berathen möchte, die Arbeiterpartei, ist bekanntlich leider daran vielfach behindert. Politische Uebersicht. Die Zentrumsfraktion veröffentlicht in der vorgestrigen Abendnummer der Germania" einen Wahlaufruf, der von stamm werde gezwungen werden, seiner eigenen Sicherheit halber fich Dsman Digma anzuschließen. Die neuesten Vorgänge in Afrika werden noch immer von den Blättern verschiedener Barteirichtungen kommentin Man findet, daß bis heute offiziell nichts über die Vorgänge an der Westküste Afrita's bekannt gegeben ist. Ob z. B. Ra merun annektirt oder nur das dortige Eigenthum deutscher Kaufleute unter Schuß des Reiches gestellt ist, weiß bis zur Stunde Niemand, und auch das, was an der Südwestküste Afrilas vom 18 bis 20 Grad S.' B. nach dem 7. Auguft paffi ist, die angeblich durch das deutsche Kanonenboot ,, Wolf vollzogene Anneftirung dieser ganzen Strede ist bisher nur auf privatem Wege bekannt geworden. f Aus China kommt die Nachricht, daß die Chinesen nit 142. die Abficht haben, den Kanal des Shlangaifluffes abzuiperten wenn sie nicht durch einen Angriff der Franzosen gezwungen Gunsten der Reformbill und Abschaffung des Oberhauses beantragt und einstimmig angenommen wurden. Der Hauptredner war Bradlaugh, welchem ein enthusiastischer Empfang zu Theil wurde. Am selben Tage hielten die Conservativen im Hedfor Bart, dem prächtigen Landfiz Lord Boston's unweit Maidenhead, eine von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung zu Gunsten des Vorgehens des Oberhauses in der Reformbillfrage ab, wobei Lord Canarvon die Hauptrede hielt, in welcher er u. A. bemerkte, daß die Lords nicht abgeneigt sein würden, einen Kompromiß anzunehmen, aber derselbe müsse ein wirklicher und fein einseitiger sein. Eine konservative Kundgebung fand am Sonnabend auch in Ipswich statt, während in Alloa unter dem Vorfis des Lordadvokaten von Schottland und in Oldham unter Mitwirkung des Unterstaatssekretärs des Innern, Hibbert, liberale Meetings für die Regierung abgehalten wur den. Ein gar nicht übler Kniff der Konservativen verdient bei nämlich ihre Anhänger zu den Sonnabendmeetings stets nach dieser Gelegenheit noch Erwähnung. Die edlen Lords laden billige Eisenbahnfahrt, Erfrischungen und sonstige ihren prächtigen Landsisen ein, wobei den Besuchern Windthorst unterzeichnet ist. Gleich im ersten Absatz dieses ganz annehmbare Annehmlichkeiten und Berstreuungen wie KonAufrufs heißt es: Nichts ist inzwischen eingetreten, das eine Aenderung unserer Haltung, ein Nachlaffen unserer Anstren- zerte, Feuerwerk u. s. w. gewährt werden. Diese Gelegenheit wird natürlich von Vielen zu einem ebenso billigen als gungen auf irgend welchem Gebiete rechtfertigen könnte." Das Verhalten des Zentrums ist unseren Lesern wohl zur Ge angenehmen Ausflug benugt, wie er nicht alle Tage zu haben ift. nüge bekannt, und wenn auch weiter in diesem Wahlaufrufe Bauernfang getrieben! Es wird anderswo ebenfalls vor den Wahlen derartiger von Freiheit und ähnlichen Dingen die Rede ist, so wissen mir ja ganz genau, daß die Freiheit, welche die Zentrumsführer ,, meinen", eine ganz besondere Freiheit" ist. Dann ist weiter die Rede davon, daß die Partei unverbrüchlich daran festhalten müsse, daß keine Vermehrung der Steuern und Lasten stattfinde. Nun sind aber gerade mit Hilfe des Zentrums dem deutschen Volke indirekte Steuern, welche befanntlich gerade den armen Mann besonders belaften in bedeutender Höhe auferlegt worden, und wieder ist es heute das Zentrum, welches für Erhöhung der Kornzölle in die Schranken tritt. Welchen Werth demnach die Verspre chungen dieser Partei haben, das kann ein Jeder leicht beurtheilen. " verschiedenen Grafen, Freiherren und auch vom Abgeordneten Obligatorische Arbeitsbücher. Der Ausschuß des Verbandes deutscher Leinen- Industrieller hat in einem an den Regierungspräsidenten v. Pilgrim gerichteten Schreiben sich für die Einführung obligatorischer Arbeitsbücher ausgesprochen. Die Industrie soll damit gehoben werden. werden. Summun eine Abhar ur praktisch die wir für Aus Shanghai meldet die ,, Times", daß eine Versamm Brotest zu erheben gegen die Verlängerung der Feindseligkeiten das höchste Re lung von Angehörigen der Fremden- Kolonie stattfinde, um zwischen Frankreich und China, welche den Handel schädigen, die Ueberset und um die bezüglichen Regierungen aufzufordern, eine Veren Spruches Das ist jedenfalls ein sehr bered ten Unrecht fi tigtes Vorgehen! Newyort, 13. September. Die Ueberschwemmungen in Wisconsin haben große Verluste im Gefolge gehabt. De Chippewa- Fluß überfluthete die Stadt Chippewa Falls, wodur 5 Brücken und viele Gebäude zerstört wurden. Die Flutherungen der schwemmten auch den größeren Theil von Eauchclaire, jow it wollen in sämmtliche Brücken, 10 an der Bahl, hinweg. Der Schaden törtern: wird auf L. 2 000 000 verschlagt; auch ist der Verlust eines hers and glieder, der Abschaffung des erblichen Princips im Parlamente Menschenlebens zu beklagen. Die Chicago-, Milwaukee und lönnen also und der Ausdehnung des Haftpflichtgefeßes auf Seeleute. St. Paul Eisenbahn hat Beschädigungen in Höhe von einer Jedenfalls find die englischen Gewerfvereine, troßdem sie heute halben Million Dollars erlitten. Im Chippewa- Thale werden fnahme ein Cholera. In sämmtlichen infizirten Provinzen Italiens famen gestern 613 Erkrankungen und 351 Todesfälle vor; hiervon entfallen 470 Erkrankungen und 283 Todesfälle auf die Stadt Neapel, 18 Erkrankungen und 6 Todesfälle auf die Stadt Spezzia. In Frankreich ist die Cholera fast erloschen. Aus Marseille wird berichtet: Da die Cholera sozusagen ganz erloschen ist, so erscheint das offizielle Cholera- Bulletin nicht mehr. Seit dem 27. Juni find 1618 Choleratodesfälle vorgekommen. Der in Aberdeen tagende Jahreskongreß der britischen Gewerkvereine brachte gestern seine Arbeiten zum Abschluß. Der nächstjährige Kongres wird in Southport abgehalten werden. In der letzten Sigung wurden Beschlüsse gefaßt zu Gunsten der Zahlung von Diäten an Barlamentsmit Frankreich. Von dem in den chinesischen Gewässern operirenden Admiral Courbet ist in Paris eine Depesche eingetroffen, in welcher der den Chinesen zugefügte Verlust auf 33 Millionen Franks angegeben ist. Wie verschiedene französische Beitungen berichten, will die französische Regierung von einer schiedsgerichtlichen Lösung des Konflikts mit China nichts wissen. Die jeßige franzöfifche Regierung braucht eben den Krieg.- Dem ,, Moniteur de Rome" wird aus Paris telegraphirt, der päpstliche Nuntius habe Ferry einen Protest des Bapstes gegen das Ehescheidungsgeseß überreicht. deutschen Gewerkvereinen Hirsch- Dunkerscher Gründung um 50 Jahre voraus. Flusses weggeschwemmt. Jest find die Gewäffer im Fallen begriffen. ; einmal ül litifche Beit Aber eine gen ein Gejet en führt und und die Be ng ziemt fich Wahlbewegung. Vierter Berliner Wahlkreis. Die deutsch- freifinnige der unber Partei wird am Donnerstag Abend im Lotale Frankfurter Doch nun zu Straße 117 wieder eine Versammlung abhalten. Zutritt Benn Jeman nur gegen Vorzeigung von Karten gestattet. Karten für Anndet, indem i hänger( sic!) der Partei, welche Mitglieder( sic!) des Wahl vereins werden wollen, find im Bureau, Alexanderstr. 14, Ien und verk In der Stadt Limeric in Irland herrscht die größte Aufregung bei der Aussicht, daß die städtische Korporation hinter Schloß und Riegel_gebracht werden wird, weil sie sich weigert, die jest fällige Extra- Polizeisteuer in Höhe von Pfd. Sterl. 2000 zu bezahlen. Innerhalb der legten paar Tage theilte der Vizekönig der Stadtbehörde mit, daß der volle Betrag binnen Monatsfrist bezahlt werden müsse, oder die irische Erefutive werde das Geses seinen Lauf nehmen lassen. Er lud indeß eine Deputation nach Dublin Castle ein, um zu versuchen, ein friedliches Uebereinkommen zu Stande zu bringen. Die Korporation zeigt jedoch den äußersten Troß und verlangt, daß die Behörden sich dem trischen Volte näheren, und nicht, daß das Volk die vizefönigliche Burg befuche. Der Vizelönig von Jrland, Lord Spencer, weigert sich immer noch, die jüngsten Enthüllungen des ehemaligen Kronzeugen Casey über den Maffenmord in Maamtrasna zum Gegenstand einer öffentlichen Untersuchung zu machen ,, was natürlich die Erbitterung noch ganz besonders steigert. Rußland. Der Wortlaut des neuen Universitätsgefeßes liegt nun vor. Nach demselben werden die Studenten ganz besonders unter Aufsicht gestellt und noch strengere Maßregeln als bisher bei etwaigen Ünruhen gegen dieselben in Anwen dung gebracht werden. In England werden noch immer Vorbereitungen zum egyptischen Feldzuge getroffen. Das Ballonforps in Chatham hat den Befehl empfangen, sich in Bereitschaft zu halten, um nach Egypten abzugehen. Der gemiethete Transportdampfer, Naranja" segelte am Sonnabend von Woolwich mit 39 Nilbooten nach Egypten ab. In Portsmouth wird er weitere 27 Boote an Bord nehmen. Zu gleicher Zeit gingen die Dampfer, Bulimba" und„ Neptuno" mit Truppen, Proviant und Munitionsvorräthen für die Nil Expedition nach Egypten ab. Legtgenanntes Schiff wird in Hole Haven, unweit Gravesend, 16 000 Pfund Dynamit und andere Sprengstoffe an Bord nehmen, welche dazu verwendet werden sollen, den Verkehr hemmende Klippen in den Nilfataraften in die Luft zu sprengen. V Egypten. Ein Telegramm aus Wady Halfa meldet, daß Rameele abgesandt wurden, um das Royal Suffer Regiment um die Semneh Katarakte herum zu transportiren. Die Boote haben die Katarakte indeß pasfirt, ohne daß die Truppen ausgeschifft worden. Vier Dampfpinassen sind in Wady Halfa angekommen. Lord Wolseley und sein Stab werden sich nach Wady Halfa begeben, sobald sämmtliche Truppen den zweiten Katarakt paffirt haben. Die Expedition wird von dort zu Waffer nach Dongola dirigirt werden, wo beschlossen werden wird, welche Route nach Chartum eingeschlagen werden soll. Es wird für ganz möglich gehalten, daß bis dahin alle Stämme freundlicher geworden sein mögen, und daß die NothwendigDas englische Parlament soll nunmehr am 23. Oftober zusammentreten. Die nabe bevorstehende Eröffnung desselben veranlaßt Conservative und Liberale, mit erhöhtem Eifer Demonftrationen zu veranstalten. Am Sonnabend, wo zu derartigen Veranstaltungen am meisten Beit ist, fand im Victoriapart ( London) zu Gunsten der Wahlreformbill und gegen das Oberhaus eine großartige radikale Rundgebung statt, an welcher mindestens 40,000 Personen theilnahmen, die mit Musik und Fahnen nach dem reizenden Park zogen, wo von drei Tribünen furze Ansprachen gehalten und gleichlautende Resolutionen zu haben. be, Möbel u. Aber der Ge mit ihrem Freifinn in die äußersten Winkel verkriechen, um donlichen Klei Man sieht aus Vorstehendem, daß die Herren fid ganz im Stillen ihr Licht leuchten zu laffen. Die Herren fönn engeräth; bei ten fich die Sache aber viel leichter machen, wenn fie unseren büchern der Vorschlag acceptiren würden. Derselbe ist sehr einfach: 715 der 3 drucken laffen, daß nur diejenigen in das Lokal hineingelaffen nicht, es E Zukunft dürfen fie nur auf die Einladungen die Bestimmung alio wenigi ihm das Ef ter befuchen. Ganz anders werden sollen, die ein Brett vor dem Kopf tragen, mit de Aufschrift ,, Deutsch- freifinnig". Die Herren fönnen ban ficher sein, daß nur ihre Anhänger mit dem Brett vor de Kopfe erscheinen, denn die Berliner Arbeiter laffen fich feien ift. Di Brett vor den Kopf nageln. Si nn ist vielleid in Rüdftan Jn Breslau wird die Fortschrittspartei den Stadtricte a. D. Stadtverordneten Friedländer( freis.) für den Wefen tonnte, bezirk aufstellen. nftig lag, m nungen gen Ferner meldet die ,, Germania" aus Breslau: Der Herr Abg. ingetreten i Kropatscheck hat heute in einer Wählerversammlung das Mi geschick gehabt, durch die Sozialisten so gestört zu werden, da Mart meh Die Versammlung aufgelöst werden mußte. Die Sozialiften sollen feinen ersichtlichen Anlaß gehabt haben. Aus Dresden schreibt man der N. 3.": Dem Randi daten der Konservativen und Nationalliberalen in Dresden feit für eine Expedition jenseits Dongola nicht mehr vorhan- Neustadt, Ober- Appellationsgerichtsrath Klemm, wird von ben sein mag. Eine neuere Nachricht meldet: Der Dampfer sozialdemokratischer Seite der Cigarrenfabrikant Caden ent Naffiftheir" wurde heute erfolgreich über einen schwierigen Katarakt geschafft. Der gemeldete Sieg des Mudirs von Dongola bei Ambitol findet völlige Bestätigung. Die Leiche des im Kampfe gefallenen Scheikhs Ahmed Hedia wurde aufgefunden. Der Nil war gestern bei Dongola wiederum mehrere Boll niedriger. Seit dem 31. v. Mits. ift er hier 2 Fuß gefallen. gegengestellt. Lokales. einerlei! Der Gerich Betten, das Au eber Kinde lann nicht m Ein Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung hat in Berüdfichtigung erhobener Klagen über den in de Rinderhalle des Zentral- Viehhofes herrschenden unerträglichen Bug beschloffen, der Versammlung zu empfehlen, daß nicht nu ein Zusammenstoß zwischen Osman Digma's Streitkräften, der Süden der Halle, wie seitens des Magistrats beantrag Mahmud Ali, der etwa 1000 Streiter zählt, statt. Der größere Mauerwerk umgeben und mit eisernen Fenstern versehen werden 4200 Mann start, und dem befreundeten Amaraftamme unter Theil von Mahmud's Mannschaften war zur Beit des Bu sammenstoßes abwefend, um Proviant aufzutreiben, und die sollen. Kinder tonn swegen; Unterſtilgu Juristisch d Banbrecht an 2 t hat, dami felbit, ohne Borschriften iegten Bef Bendung Der Not pfänden D Daß dies d Oberlandesgeric Borben; bas Dad nicht gepf it retinirt g. Bei Gesuchen um Anbringung vonSchildern, Schan von Suakim gesandten Verstärkungen ermangelten, rechtzeitig fästen 2c. an Häusern genügte bisher eine mündliche Erlaubni der betreffenden Polizeireviervorstände. Diese Einrichtung hat seit einiger Zeit eine Abänderung dahin erfahren, daß der artige Erlaubnißertheilungen nunmehr schriftlich erfolgen, da mit der Interessent über die erhaltene Erlaubniß stets einen Ausweis bei einer eventuellen Nachfrage in der Hand hat behrte Verschönerung bevor. Der freie Play, welcher in der g. Dem Frankfurter Viertel steht eine schon lange ent anzukommen. Die Folge war, daß die Amaras bestegt und in das Gebirge getrieben wurden. Mahmud Ali's ältester Sohn und vierzehn Amaras wurden getödtet und viele verwundet. Der Verlust der Rebellen ist noch nicht bekannt. Mahmud Ali kam in das Lager und befchwor die Regierung, ihm Beistand zu leisten, aber das ist unmöglich, da feine Truppen für den Zweck entbehrt werden können. Man fürchtet, der Amara unter dem Dache ist unerträglich und könnte eine ganz ver dem was Anderen gehörte, eine Eigenschaft, welche einen Cha- zusammengepackt und in ihrem Koffer schon früh am Morgen daß ich die Kammern brauche, denn die Hige da oben bid rafter weder männlich noch angenehm erscheinen läßt. ,, Unser Dritter" war jest Lieutenant. Er war dazu erzogen worden, nicht von seinen Eltern, sondern von ,, meiner Koufine" die Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse zu erwarten. Er schrieb dieser regelmäßig, fümmerte sich aber nicht um Vater und Mutter. Fanny hatte eben geschrieben, daß fie vorläufig in Alewid bleiben würde, es sei gar zu trostlos zu Hause. Der vierte Knabe, der Seekadett, war ein verschwende rischer Taugenichts, immer in Schulden, weil er hoffte, eines Tages als Sohn des Erben von Barth, ein reicher Mann zu werden. Frau Wrigley fannte eine Menge Familien, welche keine zu beerbenden Verwandten besaßen, und feine reichen Güter zu erwarten hatten, und die weit glücklicher, weit einiger und geachteter waren, als ihre eigene. Die Arbeiter stampften die Treppen auf und ab und Wrigley war wieder abwesend, wie gewöhnlich, in Ge schäften. Hier ist ein Brief," sagte das Dienstmädchen. Frau Wrigley öffnete ihn gleichgiltig. durch das Hinterthor weggeschickt hatte. Frau Wrigley hatte ihrem Gatten Mittheilung von dem Geschehenen gemacht, und sie hatten fich gemeinschaftlich dar über bellagt und bitter gescholten. Der Schlaf floh die aufgeregte Mutter, und fie dachte noch immer über das selbstgewählte Loos ihrer Tochter nach, als um ein Uhr Nachts ein Wagen am Thore hielt. ,, Theure Mama! Vor einer Stunde habe ich mich verheirathet. Der Priester segnete unseren Bund, ohne daß einer meiner Angehörigen zugegen gewesen wäre. Du und Papa, Ihr werdet mir Beide zürnen, weil mein Gatte nur Buchhalter in einem Schnittwaarengeschäft ist, aber er ist ein guter Mensch und wir lieben einander, und ich bin fünf und zwanzig Jahre alt. Ich bin überzeugt, Nicol wird mich, obwohl er nur ein Buchhalter ist, viel glücklicher machen, als Bapa es jemals versucht hat. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du liebe Mama einmal zu uns kämeft. Wir wohnen Bernardstraße 28. Jane." Das war fein liebenswürdiger, lindlicher Brief, aber Jane handelte nach ihrer besten Ueberzeugung. Wie war fie erzogen worden? In Habgier und Heuchelei und tadelsüchtiger Strenge. Bleib im Bett, Anna," sagte Wrigley, ich werde schon nach den Ankömmlingen sehen." nünftige Person verrückt machen, aber früheren l beren Obero Meidsgericht he pater bas Wir wolle Dog Der Bermi Der Bfad Alle Sinne au choll der Dampft wie v re Bahn Reine Spur Heifig famme buldig und e Der Diefe ver an einen Bufa buch. Er zog ,, Liebe Mama, sage mir nur erst, was mit Jane ift." ,, Run, fie ist verheirathet! Mit einem Buchhalter in einem Schnittwaarengeschäft! Wohnt in Bernhardstreet! einem erbärmlichen Loch! Und ich sage Dir, Milly, an Allem ist Eure Koufine Myra schuld. Warum hat fie fich nicht längst verheirathet, und eine eigene Familie und eigene Kinder, und ihr Vermögen unseren Wünschen und Hoffnungen entrüdt? Oder weshalb hat fie uns nicht den östlichen Flügel ihres Schloffes eingeräumt, damit wir eine einzige Familiec mit ihr bilden fönnten, und wir nicht heimlichen Heirathen mit elenden Ladendienern ausgesett wären, und nicht nib hätten, irfinnige Pensionäre bei uns aufzunehmen? Sie allein trifft die Schuld für all unser Ungemach, und ich denke, wir wären weit glücklicher gewesen, wenn wir niemals etwas von unserer Koufine oder ihren Millionen gehört hätten." Ich glaube," erwiderte Milly ruhig, wir würden beffe gethan haben, und auf uns selbst zu verlassen, und ni darauf zu spekuliren, daß wir Myra überleben werden, und darüber nachzugrübeln, wie wir ihr Geld für uns verwenden Aber Frau Wrigley blieb nicht im Bett. Sie steckte im Gegentheil ihren Kopf aus dem Fenster und sah einen Mann und eine Frau eine bewegungslose Gestalt aus dem Wagen heben. Wrigley öffnete das Thor und man begann die Treppe hinaufzusteigen. Wenn fie wirklich einer aufrichtigen Neigung begegnet war in der freudelosen Dürre ihres Lebens, war es vielleicht besser für fte, dieselbe festzuhalten und ihren eigenen Weg zu gehen. Die Liebe konnte sie mit der Zeit bessern und veredeln. Frau Wrigley eilte zur Thür, stieß fie auf und blickte hinaus. Zuerst fam ihr Gatte mit einer Kerze in der Hand, ihm folgten ein Mann und eine Frau, welche einen in einen langen Mantel gehüllten Körper trugen. Dennoch war Frau Wrigley sehr böse, und ihr Born stei gerte fich, als sie entdeckte, daß Jane alle ihre Habfeligkeiten Als Wrigley seine Frau im Nachtgewand lauschend und spähend an der Thür sah, schob er fie ohne alle Umstände zurück und schloß fie ein. Wenn Frau Wrigley irgend eine ungewöhnliche Kränkung wenn D erfuhr, pflegte sie heftige Kopfschmerzen zu bekommen, ihr Bim- scheint mir, daß wir den Fehler begangen haben und nicht mer zu verdunkeln, und sich auf einige Tage zurückziehend, mit wirrem Haar, und in einen unsaubern Schlafrock gehüllt, ihrem Aerger bei Thee und Butterbrod nachzuhängen. Während dieses Schmollens blieb die Haushaltung fich Wie würde es Dir zu Muthe sein, theure Mama, bellen Licht D in Monogra Berlenftidere felten. Das Meichthum Dame. einer Untern fchaftlichen theilt werde bm felbft to gewohnt, in Derr der Si et gleich e Rondensche ganz n fachen zurlid Ah ba Don fe fie. Wir müssen ihr manche bittere Stunde bereitet haben Deine nächsten Verwandten im Kreise um Dich versammelt fähest, bereit, Alles wegzuhaschen, was Du befäßeft, und un zu wiffen, daß Dein Leichenbegängniß das willkommenfte i Feft ber selbst überlassen, und die beiden Dienstmädchen und der Lauf- geduldig Deinen Tod erwartend; was würdest Du empfinden bursche gestatteten sich alsdann reichlichere Mahlzeiten und mehr Muße als sonst. In solch eine Fastenzeit war Frau Wriglen eingetreten, als am nächsten Tage ihre Tochter Milly zu ihr fam, um sie zu besuchen. Was ist Dir, Mama?" fragte das Mädchen, das so frisch, so süß und lieblich war, wie ein eben erblühtes Veilchen. Ganz allein und frank? Erlaube, daß ich ein Fenster öffne, das Bimmer ist so dunstig. Kein Wunder, daß Du Kopfschmerzen hat. Und hier habe ich Dir Blumen mitgebracht. Soll ich nicht Dein haar in Ordnung bringen und Dir eine reine Haube holen, Mama?" Wozu? Mir ist Alles gleichgiltig. Ich habe nichts als Kummer und Verdruß. Da hat Deine Schwefter Jane sich in aller Heimlichkeit verheirathet, und Dein Vater eine Jerfinnige mit ihrer Wärterin in die Giebeljimmer aufgenommen. Nicht, für sie wäre?" Das fommt Alles von der ungleichen Vertheilung Güter dieser Erde, mein Kind." Sie Und Myra hat unendlich viel für uns gethan. Alle nehmen nicht die geringste Rücksicht auf uns. ,, Doch nicht ihren Eltern find sie dankbar dafür meine Brüder find glänzend versorgt." Mama." ,, Das fannst Du von unserem Aelteften nicht fagen ,, Nein, der ist gut und zart und aufmerksam, aber i fühle es, daß er unsere Art zu denken und zu handeln be fich streng verurtheilt, und auch Du thuft es, Milly, leugne es nicht." ( Fortsetzung folgt.) quf mehr baften Sän um vom E mals die Stimme, b Troft, wer Bebes fang Jinling Auf Dergeffen f Die Bergm ganze Natu Rufe: Au Seele Der Fefter nebmenu werden noch in htungen tomme über die Borg ift. Db Eigenthum ded tift, weiß bi der Südwe 3. Dem 7. Auguft p anonenboot te ist bisher nur die Chinesen fluffes abzuipe anzosen gezmu chwemmungen Beilage zum Berliner Volksblatt. 142 alre Daß eine Summum jus summa injuria. Bei Der Feindseligt Das höchste Recht ist das höchste Unrecht, so heißt buchHandel schadigdie Uebersetzung des als Ueberschrift gewählten alten ordern, eine en Spruches. Das scharfe Wort will ausdrücken, daß Is ein sehr beräußersten Konsequenz zugespizte Rechtsform zu dem iten Unrecht führen kann. Unter der obigen Ueberschrift ht eine Abhandlung der Frff. 3tg." eine höchst wichtige, Ige gehabt zur praktischen Geltung tommende Frage des Privat wa- Falls, wo die wir für wichtig genug halten, um die zutreffenden Führungen der Frlf. Stg." in Folgendem wiederzugeben. Sauchclaire, foir wollen in diesen Beilen eine Frage des reinen Brivat 3. Der Scha erörtern: die Frage des Pfandrechts des VerEr Verluft bets an den Sachen des Miethers; und die tönnen also mit Recht und in doppelter Beziehung er Höhe von ein; einmal über die pathetische Ueberschrift und dann über va- Thale we ufnahme eines Artikels über eine bloße Rechtsfrage in lägen längspolitische Beitung. en. Die Flu Milwaukee äffer im " 1 Aber eine gewiffe Entrüstung ist schon angezeigt, wenn es um ein Gesetz handelt, das täglich zu den grausamsten ten führt und zu den gemeinsten Chikanen benußt werden n; und die Besprechung in einer gelesenen demokratischen lung ziemt fich für eine Frage, die so tief in die ökonomische tenz der unbemittelten Klaffen einschneidet. Cale FrankfuDoch nun zur Sache. en. Butrit Wenn Jemand eine Schuld nicht zahlen kann, wird er Karten für andet, indem die in seinem Befig befindlichen Werthgegen c!) des Wade, Möbel u. s. w. vom Gerichtsvollzieher in Besitz ge derstr. 14, men und verkauft werden.d Die Herren riechen, um d Die Herren fo Aber der Gerichtsvollzieher muß halt machen bei den un hrlichen Kleidungsstüden, den Betten, dem Haus- und engeräth; bei dem unentbehrlichen Handwerkszeug und den in fie unbüchern der Kinder! Diese dürfen nicht gepfändet wer Donnerstag, den 18. September 1884. eingehen; wir wollen nicht ausführen, daß doch das römische Recht selbst ausdrücklich erklärt: das Pfandrecht des Vermiethers beftebe nicht an Allem, was in dle Wohnung gebracht wird, sondern nur an dem, was der Miether zu dem Bwed hineingebracht hat, damit es dort bleibe"; daß somit der richterlichen Interpretation( Auslegung) ein genügender Spielraum geblieben wäre, um zu einem anderen, mit dem öffentlichen Intereffe wäre, um zu einem anderen, mit dem öffentlichen Intereſſe beffer in Einklang stehenden Resultat zu gelangen. Wir wollen nur zeigen, wie absolut unpraktisch, wie unersprießlich für alle Betheiligten und gefährlich für das Gemeinwohl die durch die neueste Praxis unserer Gerichte geschaffene Rechtslage ist. In welche Lage der Miether kommt, dem plößlich feine Wohnung mit Allem was darin ist, vor der Nase zugeschloffen wird, brauchen wir nicht zu schildern: wird bie Retention der Möbel durchgeführt, d. h. werden ihm dieselben vom Vermiether längere Zeit vorenthalten, so wird aus ihm, wenn er bisher ein armer Mann war, ein ständiger Penfionär der Armenverwaltung, und wenn er früher leichtsinnig war, wird jegt der legte Grund genommen, der ihn hindern könnte, ein völliger Bagabund zu werden. Der Vermiether ſeinerseits fann vielleicht einen fäumigen Miether mit der Drohung der Retention ängstigen, wird sich aber aus der Bersteigerung der Betten, der alten Möbel u. 1. w. Bifriedi gung nie verschaffen können. Die Möbel gehen weit unter dem Werth an Trödler, die sie wieder weit über dem Werth an andere arme Leute losschlagen. Und das Gemeinwohl? Der Obdachlose wird arbeitslos; der Arbeitslose wird arbeitsscheu; und wenn die Frau ihm nicht lochen und flicken kann, muß er sehen, ohne die Frau und ohne die Kinder zu eristiren, die ihm nur eine Last find. Und das Publikum, das sich um den Ermittirten und seine Familie drängt, fragt nicht, ob er vielleicht leichtfinnig oder ein Säufer war; ob nicht die Frau vielleicht den Vermiether durch Schimpfreden, Ruiniren der wie die foloffale Härte, die darin liegt, daß man einem MenSr einfach: 715 der Bivilprozeßordnung); auch wer gepfändet ist, Wohnung u. f. w. mit Recht aufgebracht hat, es steht nichts Beftimm also wenigstens seine Existenz fortseßen; er verliert seine mit ban bineingela Cagen, fönnen Brett vor fen fich n Stabiri den We ng bas 計 bo ok etter besuchen. n ihm das Effen tochen; seine Kinder können die Schule 1. Jahrgang. Recht und nicht einmal wirkliche Jurisprudenz( Rechtswiffenschaft) geschaffen wird. Lokales. g. Infolge der Regulirung des Schloßplates und der Gartenanlage auf demselben ist die links von der Kurfürsten brücke befindlich gewesene Trinkhalle mit Beitungsverkauf be ſeitigt worden. Wenn dieselbe jezt auch der Anlage nicht zur Bierde gereichen würde, so wird doch das Fehlen derselben sehr fühlbar, weil jest zwischen dem Alexanderplatz und dem Werder'schen Martt feine Trinkhalle vorhanden ist. Auch das Fehlen einer Bedürfnißanstalt innerhalb der gedachten Strecke wird empfunden. Vielleicht läßt sich auf der Strecke ein ge eignetes Pläßchen finden, auf dem eine Halle und eine Anstalt von vorstehender Art errichtet werden kann. g. Die abeffinischen Straßenbrunnen, von denen be reits eine größere Anzahl hierselbst existirt und die zu gleicher Zeit bestimmt sind, bei Feuersgefahr die Dampfsprißen mit Waffer zu speisen, werden gegenwärtig auf ihre Ergiebigkeit des Waffergehalts geprüft. Diese Proben finden in der Nachtzeit statt, wenn die Straßen menschenleer find, und waren die bis herigen Resultate als sehr günstige zu bezeichnen. Um auch in Der Dunkelheit die Stellen fenntlich zu machen, wo die Schläuche an den Brunnen angeschraubt werden müssen, find erstere durch zinnoberrothe Scheiben bezeichnet worden. g. Die Renovirungsarbeiten an den rechtsseitigen Königstolonaden sind sehr umfangreich und dauern noch fort. Neben dem Abpuz des altehrwürdigen Baues werden die Decken vollständig neu hergerichtet. Die alten Decken mußten beseitigt werden, weil das Mauerwerk von der Feuchtigkeit vollständig ruinirt worden war. Die Vollendung der Renovirungsarbeiten dürfte erst in einigen Wochen erfolgen. Mit Bezug auf die Polizei- Verordnung vom 26. März 1870, betreffend die Räumungstermine beim Wohnungswechsel beit nicht, es bleibt ihm ein Bett zum Schlafen: seine Frau schen das vorenthalten darf, was zur Forteristenz ebenso bringt das Polizei- Präsidium für den bevorstehenden Wohnungs Ganz anders aber, wenn der Betreffende Miethe schuldig blieben ist. Hier fallen alle jene Milderungen weg. Dieser Bann ist vielleicht aus eigner Schuld, in Folge seines Leicht nd in Rüdstand geblieben, vielleicht aber auch, weil er nicht ednen fonnte, daß die neue Wohnung für seine Runden Schlafen, das Geräth zum Kochen und zum Arbeiten. Und nun sage man nicht, wie es vielfach geschehen ist, daß es nothwendig ist, dem Vermiether jenes ungeheuerliche Pfandrecht zu geben, um ihm die Bezahlung der Miethe zu sichern; man ftelle nicht die überschlaue Behauptung auf, daß ohne dies Recht des Vermiethers der Arme, der feine Garantie der günftig lag, weil plöglich in seiner Familie ein Krankheits- Bahlung gäbe, eine Wohnung nicht finden würde; daß somit ell eingetreten ist, weil er bei der geringen Anzahl kleiner Der Hernungen genöthigt war, für das kleine Zimmer mit Küche e Mart mehr den Monat zu geben, als er gedurft hätte werden, e Sozial Dem Ra einerlei! der Saz noch eine Wohlthat für den Unbemittelten, eine Art Schuß gegen Wohnungsnoth enthalte. Mit derselben fadenscheinigen Logit hat man seiner Zeit auch die Schuldhaft, und noch früher wohl die Schuldknecht schaft und vielleicht auch im ältesten Nom die Tödtung des und doch ist die Schuldhaft gefallen und der Geschäftsverkehr, der ohne fie Noth leiden sollte, hat Betten, das Küchengeräth, der Tisch und Stuhl, die Schul- Schuldners vertheidigt Der Gerichtsvollzieher ſegt ihn auf die Straße; die in Dre lann nicht mehr arbeiten, seine Frau fann nicht mehr fochen, fich nach ihrer Beseitigung gehoben. wird finder fönnen nicht mehr in die Schule gehen! Alles von wegen; und es bleibt ihm keine Zuflucht, als die öffentCaden den in M Shechts Unteritügung. Bandrecht an Allem, was der Miether in die Wohnung ge Juristisch drückt fich das so aus: Der Vermiether hat ein bracht hat, damit es dort verbleibt. Auf das gesetzliche, d. h. fammon felbst, ohne Vereinbarung eintretende Pfandrecht aber, das auf Vorschriften des römischen Rechts beruht, finden die sonst festgelegten Beschränkungen der Swangsvollstreckung keine An ß nichtenbung. Der Vermiether tann zurückbehalten, auch was er terträglide m beantra iten burd ben werde n, Sahay Erlaubn chtung baf ba Igen, tets eine bat ange er in b en anj ift" bidd 謝謝 alter i et! Ale Ich nicht eigen nunga Flipel Familie Frather notbis allein 4 beffe nidh unb ben ben D nell nicht pfänden dürfte! Wäre aber selbst dargethan, daß der Privatgrundbefizer ohne das Recht, alles Eigenthum des Miethers zurückbehalten zu dürfen, nicht bestehen könne, so wäre damit nichts für dieses Recht, wohl aber sehr viel gegen den Privatgrundbefit bewiesen. Es wäre Sache des Gemeinwesens, den Unbemittelten Obdach zu schaffen, wenn der Privatgrundbesit es ohne so exorbitante Rechte nicht lönnte. Vielleicht fragt nun mancher Leser, welchen 3wed unsere ganze Betrachtung habe, da wir eine Einwirkung auf die Ge feggebung oder die Rechtsprechung doch kaum versprechen tönnen! Wie möchten darauf ein Doppeltes antworten. Unsere Zeit beschäftigt sich so viel mit der Befferung des ganz gut, wenn an einem Beispiel gezeigt wird, wie nicht nur Oberlandesgericht in Frankfurt im Januar 1882 ausgesprochen Looses der unteren Klassen durch die Gesetzgebung; da ist es worden; das Landgericht hatte noch im Mai 1880 entschieden: was nicht gepfändet werden könne, dürfe auch vom Vermiether unsere soziale Gesetzgebung, sondern auch das ganz gewöhn nicht retinirt werden, und war dabei in Uebereinstimmung mit Der früheren langjährigen Praxis und der Rechtsprechung des klaffen in einer Weise verderblich wirken, wie das gewöhnlich früheren berappellationsgerichtes zu Berlin gewesen. Das Reichsgericht feinerseits hatte bereits im Mai 1881wie e später das Frankfurter Oberlandesgericht angenommen, liche Privatrecht Säge enthalten, die auf die ärmeren Vollsauch nicht geahnt wird. Und ferner ist es vielleicht nicht schäd lich, wenn auch unsere Juristen ab und zu darauf hingeleitet werden, daß durch bloße logische Wortinterpretation eines Gedaß der Vermiether jene weiteren, unbeschränkten Rechte habe. feßes unter gänzlichem Absehen von dem Einwirken des Resul Wir wollen nun nicht in eine Kritik dieser Entscheidungen ustbust Novellette von 3. S. ( Schluß.) Der Pfad hörte hier auf. Aufmerksam hatte Erdmann alle Sinne auf die Umgebung gerichtet gehalten. Noch immer erfcholl der Gesang desselben Liedes unterbrochen und ge dämpft wie von ferne aus dem Wasser der Kamnik, die fich ihre Bahn durch die tats ihrer Gedankenoperation auf das wirkliche Leben nicht führt haben würden. Offenbar hatte die Sängerin einen Im Kamnikthal. deg gefunden über das Ende der Welt" hinaus. Was ihr gelungen, in bas Jenseits" zu bringen, woher der nunmehr verstummte Gefang erfchollen, das mußte auch ihm gelingen. Er untersuchte die Dertlichkeit. Niedrige mit Knüppelholz und Baumwurzeln bewachsene Felsblöde schoben sich am Ufer hinunter bis in das Waffer hinein. Der Weg war nichts weniger als gefahrvoll, doch beschwerlich und wohl nicht ohne Beneßung der Füße zu paffiren. Erdmann ließ sich dadurch nicht zurückschrecken. Dennoch wurde er in seiner er nach Um gehung des ersten Felsblockes auf einen zweiten höheren und fteileren fließ, der es ihm ganz unerfindlich erscheinen ließ, wie ein zarter Fuß dieses Hinderniß habe überwinden können. Selbst für den Kühnsten Bergklimmer schien hier die Welt zu Ende zu sein. " Reine Spur einer fingenden Nymphe des Thales oder einer Reifig sammelnden Bäuerin hatte sich entdecken laffen. Unge Vorausseßung wieder schwankend, als buldig und enttäuscht beschloß Erdmann zu ergründen, wo und mer diese verborgene Sirene sei. Einen Augenblid dachte er an einen Zusammenhang derselben mit dem verlorenen Taschenbuch. Er zog dieſes hervor und betrachtete es aufmerksam im bellen Licht des Mondes. Die polirte Elfenbeindede, welche ein Monogramm zu zeigen schien, war eingefaßt mit einer Berlenstiderei, in deren vier Eden leuchtende Topase fun felten. Das Ganze zeugte ebenso unverkennbar von dem Reichthum als von dem feinen Geschmad einer vornehmen Es schien doch gar zu absurd, die Eigenthümerin schaftlichen Sphäre als eine unerlaubte Formverlegung verurtheilt werden würde. Erdmann's wunderliche Lage fing an, ihm selbst tomisch zu erscheinen: er, der nüchterne Diplomat, gewohnt, in den heilelften Verwidelungen faltfinnig und als Dame. einer Unternehmung für fähig zu halten, die in der gesell- hatte er feinen menschlichen Laut mehr vernommen, der ihn Würde ein deutsches Mädchen sich aus einer abenteuer lichen Anwandlung den Mühsalen dieses ungebahnten Weges allein? in einsamer Nacht ausseßen Aber ist sie denn allein?" Das konnte Erdmann nicht glauben. Schon geraume Zeit hätte leiten und überzeugen mögen, daß er auf der rechten Spur sei. Aber er wollte nun dieselbe verfolgen, wenigstens die Höhe der aufstrebenden vor ihm liegenden Klippe ers reichen, welche ihm einen Ueberblick über die jenseitige Thaler entschloffen, wenn sein Ziel nicht anders erreichbar sein sollte. So flomm er abwärts. Unten angekommen, entdeckte er be queme moosbewachsene Vorsprünge und allerlei Geäft erftorbener Tannen, die das Emportlimmen erheblich erleichterten. Die oben abgeplattete Klippe gewährte einen erwünschten Ausblick. Herr der Situation über der Sache zu stehen er forschte schlucht verhieß. Selbst durch den Bach hindurchzuwaten war t gleich einem Agenten der Geheimpolizei nächtlicherweile im Mondenschein dem Ursprung des Gesanges nach, der sich doch auf ganz natürliche und wahrscheinlich sehr gleichgiltige Urfachen zurückführen mußte! haften Sängerin angezogen jest diese auf sich beruhen laffen, mehr von seinem Funde als von der Entdeckung der räthselAh bah!" murmelte der Berdroffene und wollte jest um vom Edmundsgrunde zu scheiden: da bannten ihn aber mals die jest wieder vernehmbaren Töne der verborgenen Stimme, die mit seelenvoller Innigkeit und zuversichtlichem fenplatte einen anmuthigen Reigen tanzend Troft, weniger gedämpft als zuvor, die legten Worte des Wenn Menschen auseinandergehn, So sagen fie auf Wiedersehn!" Auf Wiedersehn!" wiederholte das Echo; und selbst vergeffen stimmte Erdmann mit inbrünstig lautem Tone ein. Drei zarte menschliche Gestalten die wohl faum erft dem erfrischenden Bade entstiegen, in flatternde weiße Gewän der gehüllt, mit verschlungenen Händen auf einer breiten Fel das Haar auf gelöft- wie es schien befrängt zuweilen fröhlich aufjauchzend vor wonniger Luft bald im magischen Lichte erglänzend dann wieder im Schatten halb verschwindend! Erdmann's Herz stockte bei diesem entzückenden, überraschenden Anblick. Er hielt den Athem an. Es überlief ihn hieß, wenn er die Wirkung erwog, welche selbst die leisefte Ahnung Die Bergwände warfen den tröstlichen Gruß einander zu. Die auf die tanzenden Waldnymphen üben mußte, von den Blicken eines Unberufenen beobachtet zu werden. In den Schatten ge duckt, gewahrte er in nicht zu weiter Entfernung eine vierte wechsel zur öffentlichen Kenntniß, daß der nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1834 am 1. Ottober d. J. beginnende Umzug bei fleinen, aus höchstens zwei Zimmern mit Zubehör bes stehenden Wohnungen an demselben Tage, bei mittleren, aus Drei oder vier Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen am 2. Oktober, Mittags 12 Uhr, bei großen Wohnungen am 3. Dktober beendigt sein muß. N. Der Kohlweißling, dieser gefürchtete Feind der Kohlbauern, hat sich in diesem Jahre in der Umgegend Berlins in einer erschreckenden Weise breit gemacht. Nachdem die Raupen die Kohlfelder verlaffen, dringen fie in die Wohnungen, um in entlegenen Winkeln das Wert ihrer Einpuppung vorzunehmen. Es find Fälle vorgekommen, daß die Raupen in ziemlich großer Anzahl bis in die zweite Etage eines Hauses vorgedrungen find. N. Eine seltene Beobachtung bei einem neugeborenen Kinde wurde vorgestern in der Naunynstraße gemacht. Eine daselbst wohnende Frau N. schenkte einem außergewöhnlich stark entwickelten Rinde weiblichen Geschlechts das Leben, und an der jungen Erdenbürgerin wurde die Wahrnehmung gemacht, daß dieselbe in dem Oberkiefer zwei wohlausgebildete Schneide zähne mit zur Welt gebracht hatte. N. Zehn Pferde gestürzt und zwar noch nicht im Ver lauf einer Stunde an ein und derselben Stelle, gehört gewiß zu den Seltenheiten. Gestern Morgen in der 8. Stunde wurde das Asphalt Pflaster( Aha!) in der Brüderstraße geSprengt und auf der naffen Fläche stürzten bald darauf an der Ede des Schloßplages und der genannten Straße obige Pferde in verschiedenen Bwischenräumen. Dieselben zogen zum Theil Rolls, Brauerwagen und Droschten; An dieser Stelle fielen einmal zu gleicher Beit drei Stück. Die Paffage war mit unter minutenlang gesperrt. Glücklicherweise erlitt feines der gestürzten Thiere einen erheblichen Schaden. a. Schwindler. Der Geschäftsführer einer der großen Cigarrenhandlungen von Loeser und Wolff erhielt am 9. b. M. durch eine Postkarte den Auftrag, 700 Stück Cigarren, und zwar 500 Stüd Cola Rienzi und 200 Stüd El Paraiso, an den Banquier L. in der Hindersinstraße 5, postversandtmäßig verließ fie die Augen wie spähend in der Umgegend umber schweifen. Erdmann hielt fte für eine ausgestellte Vedette und wandte mit gutem Erfolg seine ganze Gewandtheit an, um sich unentdeckt von seinem Beobachtungsposten zurückzuziehen. Er vers folgte nun unaufhaltsam den Weg durch den Edmungsgrund zurüd, den er gefommen, im Geleit des lebhaften Spiels feiner Bhantafte, welche ihm das Bild des Elfenreigens im Monden schein und die füßen Klänge des Sirenengefanges, die ihn wie mit magischen Banden nach jener entlegenen Stätte zogen, in bunten Farben vor Augen malten. Mit den Vorstellungen des soeben Erlebten verknüpften sich immer wieder die Erinne rungen an Marion Stuart. Und zum ersten Mal ward er fich flar bewußt, daß seine Beziehung zu jenem lieblichen Wesen feine bloße Jugendschwärmerei, daß er zu Marion eine tiefe Neigung im Herzen trage, die der reifende Mann durch alle Wechselfälle seiner vielbewegten zerstreuenden Berufspflichten in treuer Bruft wie einen unerkannten Segenshort gerettet und bewahrt habe. Ermüdet erreichte er den Gasthof an der Elbe in Herrnskretschen. Seine Gedanken waren in Schottland. Vor ihnen war alles Uebrige in Vergessenheit versunken. Er hatte die vorsichtige Gewohnheit, vor dem Schlafengehen die Taschen seiner Kleider ihres Inhaltes zu entleeren. Bei diesem Anlaß fiel ihm die im Edmundsgrunde aufgefundene Brieftasche in bann legte die Hände. Er warf einen flüchtigen Blick darauf er fie zu seinen anderen Sachen auf den Nachttisch und suchte das Lager. Nach unruhigem Halbschlummer verließ er das felbe schon zu sehr früher Morgenstunde, entschloffen seine Ur laubsreise über Bodenbach nach Prag fortzuseßen. Der Eisenbahnzug, den er benußen wollte, errreichte die Station Herrns tretschen erst nach einer Stunde. Diese Frist gewährte ihm die Muße, in dem Pavillon des Gasthofes sein Frühstück einzunehmen und die traumartig wie in Nebel gebüllten Erlebnisse des vergangenen Abends fich zu vergegenwärtigen. Jest erst erinnerte er sich der Pflicht, das elegante Taschenbuch womöglich in den Besitz der recht Denn mäßigen Eigenthümerin zurüdgelangen zu laffen. eine abermalige Musterung überzeugte ihn aufs Neue, daß es eine Dame sein müffe, die es vielleicht beim UeberWo und wie aber steigen des Flößholzes verlor. war dieselbe ausfindig zu machen? Ohne Verlegung der gebotenen Diskretion gegen den Inhalt eines fremden Taschenbuches, mochte die Frage schwer zu lösen sein. Hier heiligte der Bwed das Mittel: Erdmann, den die auf dem Dedel anges brachten verschlungenen Buchstaben J. M. nicht zum Biel Seine Aufmerksamkeit Fester wie vorher stand nunmehr in Erdmann's bewegter Geftalt. Sie war in dunkle Gewänder gehüllt und machte den führen fonnten, öffnete das Buch. Seele der Entschluß, seine Nachforschungen wieder aufzu nehmen und zu verfolgen, bis fte zum erwünschten Biele ge Eindruck einer würdigen Matrone. Sie folgte bald mit ihren Blicken den geschmeidigen Bewegungen der Tanzenden, bald richtete sich zunächst auf die Adressen einiger Briefe, die es in fich barg. Dieselben lauteten übereinstimmend: Mreß. Jamima packt, zu senden und die Waaren zwischen 2 und 3 Uhr Nach mittags pünktlich abzuliefern. Da in dem bezeichneten Hause der namhaft gemachte Banquier thatsächlich sein Geschäftslokal hat, so trug der Geschäftsführer gar kein Bedenken, die Bestellung zu effettuiren. Als nun der mit der Ablieferung der Cigarren beauftragte Laufbursche in die Hinderfinstraße getommen war, tam ihm ein feingekleideter Herr entgegen und fragte ihn, ob er aus dem Cigarrengeschäft von Loeser und Wolff käme. Als der Bursche dies bejahte, so machte er ihm Vorwürfe, daß er so lange geblieben wäre. Sodann forderte er den Burschen auf, fich als den Adressaten bezeichnend, die Cigarren nach seiner Wohnung zu tragen, nahm aber an der Hausthür dem Burschen die Cigarren ab, mit der Aufforderung, ihm noch 300 Stück Eigarren bis um 6 Uhr Nachmittags nach zubringen, auch die quittirte Rechnung wieder mitzunehmen rigkeiten den in einem Monat verdienten Lohn zur Hälfte am 3. und im Restbetrage am 18. des nächsten Monats ausgezahlt. Nach Anordnung des Direktors W. stand es den Arbeitern aber frei, in der Beit zwischen den beiden Lohntagen an der Kaffe auf ihren bereits verdienten, aber noch nicht zur Auszahlung gelangten Lohn auf den Namen lautende Bons zur Höhe von 3 und 5 M. zu entnehmen. Gegen diese Bons wurden mit Wiffen des W. in der mit den Werken verbundenen Konsumanstalt den Arbeitern Waaren zu dem auf dem Bon verzeich neten Werthe verabfolgt. Nicht benutte Bons fonnten bei den Auslösungen zurückgegeben werden, in welchem Falle Der Arbeiter ben betr. Betrag in baarem Gelde erhielt. Da gegen wurden die Beträge der Bons, auf welche Waaren verabfolgt waren, von der Lohnforderung in Abzug gebracht. W. Großen Fran Strauß berger chönes Ausse perron, der wird, welche nach dem n decken soll. genommen w Die Hei auf Berlin e ein sehr lebh ftalten, um d nach Berlin nationalen werde die ganze Sache beim Stuhlrichter anzeigen, wenn nicht die Wahrheit gestehe. nicht die Wahrheit gestehe. Da bat ste mich, ruhig zu i und beschwor es, daß das Kind gar nicht blind gewesen, ihr Mann nur im Rausche die Leute zum Besten haben wol Da ich es aber für höchst wichtig hielt, dergleichen Boll bethörungen entgegenzusteuern und dem Lärm auf einmal Ende machen wollte, erstattete ich sofort die Anzeige, wel zur Folge hatte, daß der Wunderverkünder für einige Stunde ins Kühle gesezt wurde, damit er dem Bolte nicht noch läng unter betrügerischen Vorspiegelungen das Geld entlode fand das Wunder von Besnyö ein höchst prosaisches Ende and has burnt or Demb. Kortejp. meldet: In Wan bei Farmsen, hinter Wandsbed, wurde am Dienstag Morg ein vierzehnjähriges Mädchen mit an den Leib gebunden Rundschau"; Gute Ausrede. Ein Knabe ist dabei, in einem D zu plündern, indem et m Steinen nach den schönen Früchten wirft und dieſe lester dann in seine Tasche steckt. Plöglich kommt der Beißer de nüg! Was treibst Du da für Unfug. Womit wirfft Du d Gartens herbei und ruft von Weitem:„ Heda! Du fleiner Un Ich," antwortete der Schelm,„ nichts; hier war eine Bi herabgefallen und die versuche ich nun wieder auf den Ba hinaufzuwerfen." und umschreiben zu lassen. Als der Bursche mit der zweiten flagt, von der Straffammer aber freigesprochen, weil die au garten einen schönen Birnbaum dabei, in einem Di Sendung antam, stellte sich heraus, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen war, welcher unter dem Namen des gar nicht in Berlin weilenden Banquiers L. den Betrug ausgeführt hatte. Der bisher noch nicht ermittelte Betrüger trug einen schwarzgrauen Jaquetanzug und runden schwarzen Hut, er ist ungefähr 40 Jahre alt, von kleiner Figur, mit furzem, blondem Vollbart nebst ausrafirtem Rinn. ein Swed ist die Blizzuges S Berlin wesen § Zu de befreundeter 339 Stiftung waltet werde Rapital reprä Die älteste mit einem 1160 500 M ift zu bemerk M. deren g Summe alle die Bäter" Bons gegebenen Waaren nicht kreditirt worden, und weil die Berabfolgung der Waaren eine rechtsgiltige Tilgung der Lohn forderung in Höhe des Betrages bewirkt habe. Auf die Re vifion des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das Urtheil der Strafkammer auf, indem es begründend ausführte:„ Auch wenn die den Arbeitern gegebenen Waaren nicht dem Verbote des§ 115 Abs. 2 Gew.- Ordn. zuwider als kreditirt zu betrach ten waren, liegt abgesehen von dem hiernächst zu erörternden Ausnahmefall eine Buwiderhandlung gegen Abs. 1 des§ 115 a. a. D. vor, wenn die Lohnforderungen anstatt zum vollen von Waaren berichtigt worden sind. Dabei ist es namentlich Dabei ist es namentlich auch rechtlich bedeutungslos, ob die Arbeiter ihre Einwilligung zu diesem Verfahren gegeben haben, da die Vorschrift des $ 115 a. a. D. im allgemeinen staatlichen Interesse ergangen ist, und im§ 117 a. a. D. dem§ 115 zuwiderlaufende Verträge hat. Der junge Mann hatte seiner Schwester ein Erbth braucht aber ausdrücklich für nichtig erklärt worden find( vergl. Ent scheidungen des Reichs- Ger. in Straffachen, Bd. 5, S. 429). Nur soweit die Verabfolgung der Waaren unter den Ausnahme fall des zweiten Gages in linea 2 des§ 115 a. a. D. etwa gefallen fein follte, würde eine rechtsgiltige Tilgung der Lohn forderungen in Höhe des Bonbetrages, zu welchem Waaren forderungen in Höhe des Bonbetrages, zu welchem Waaren gegeben worden, eingetreten sein. Liebesdrama. Aus Budapest wird vom 15. b. Misweist die 186 richtet: Heute Mittag spielte sich in der Josephstadt Betrage baar in Reichswährung, theilweise durch Verabfolgung blutiges Liebesdrama ab. Der 32 jährige Stereotypeur Hein Kronprinzen Höffer, welcher von seiner Gattin getrennt lebte, macht Anfang dieses Jahres die Bekanntschaft eines schönen chens, der 25 jährigen Marie Brenner, deren Bruder fich Monate Dezember vorigen Jahres im Stadtwäldchen erscho g. Hochzeit und Gefängniß. Die in der B.- Straße wohnende Frau Kaufmann B. wurde vor einigen Tagen plöẞlich von ihrem Dienstmädchen mit der Mittheilung überrascht, daß es( das Dienstmädchen) in drei Tagen den Dienst wollte, da es sich verheirathen verlaffen würde. Frau B. erwiderte dem Mädchen, daß es doch ein großes Unrecht wäre, so Knall und Fall" abgehen zu wollen, fie könnte ja die Hochzeit, von der Frau B. bisher nicht ein Wort gewußt hatte, aufschieben. Als das Mädchen hiervon nichts wissen wollte, erklärte Frau B. furz und bündig, daß sie das Mädchen nicht außer der Zeit gehen lassen werde. Nun erst bequemte fich das Mädchen zu dem überraschenden Geständniß, daß es eine Aufforderung von der Polizei erhalten hätte, fich binnen acht Tagen zur Abbüßung einer viermöchent lichen Gefängnißftrafe in der Barnimstraße zu stellen, widrigen falls fie durch einen Schußmann abgeholt werden würde. N. Die Meldung Kleinfeuer rief gestern um 7%, Uhr die Feuerwehr nach dem Hause Linienstraße 130. Daselbst war auf bisher unaufgeklärte Weise in dem Möbelspeicher des Herrn Hertel Feuer ausgebrochen, wurde aber in furzer Zeit durch die schnell herbeigeeilte Feuerwehr gelöscht, so daß der Schaden ein verhältnißmäßig geringer war. Gerichts- Zeitung. Dafein wohl Polizei den Annehm bei denen de von circa 300 Gulden hinterlassen. Höffer hatte von die machen, um Umstande Kenntniß und beschloß, dem Mädchen Liebe heucheln, um so möglicherweise in den Besit des Geldes gelangen. Das Mädchen schenkte in der That den Liebe Betheuerungen Höffer's Glauben, und bald besogen Beide ei wir einr Wohnung in der Fuhrmannsgaffe und richteten sich einen Db aber solche Aus meinschaftlichen Haushalt ein. Während dieser Beit hat ich jedoch u nahmefälle vorgelegen haben, laffen die Feststellungen des ersten Höffer bereits von dem Mädchen einen Betrag von hund Richters nicht erkennen. Zunächst ist nämlich in der hier fragteine Ahnung davon hatte, daß Höffer bereits verheirathet lichen Ausnahmebestimmung eine unmittelbare, nicht durch einen Gulden herauszulocken verstanden. Marie Brenner, wel tnnewohnt, dritten Lieferanten geschehene Berabfolgung von Lebensmitteln und daß dessen Gattin und Kinder fich in Wien befinden, gal Lebensmittel angeschafft haben und und aus ihrer Verfügungsdige Heirath in Aussicht stellte. Als Höffer aber gegen gewalt müßten dieselben in die der Arbeiter übergegangen sein ( veral. Entscheid. des R.-G. in Strafsachen Bd. 7, S. 391). DOS zur Bedingung gefeßt. Die Aktiengesellschaft müßte also die dem Geliebten umso freudiger das Geld, als derselbe die bal Diädchen immer fälter wurde und endlich erklärte, daß er f verlassen werde, schwor fie, fich an Höffer zu rächen. D Ob nun die Konsumanstalt, auf welche die Bons ausgestellt junge Mann nahm die Drohungen der Brenner nicht en Ehescheidungsgrund. Eine Frau flagte beim hiesigen Landgericht II auf Ehescheidung gegen ihren Mann, welcher awar unter dem dringenden Verdacht der Begehung eines mit schwerer Zuchthausstrafe bedrohten Verbrechens festgenommen, aber aus der Untersuchungshaft flüchtig geworden war. Das Landgericht erkannte unter folgender Begründung dem Antrage Der Klägerin gemäß: Grobe Verbrechen gegen Andere, wegen welcher ein Ehegatte harte und schmähliche Buchthaus oder Feftungsstrafe nach Urtel und Recht erlitten hat, berechtigen den daran unfchuldigen Theil, die Scheidung der Ehe zu suchen. Nun ist allerdings der Beklagte nicht rechtskräftig verurtheilt worden; Inhalts der vorgelegten Untersuchungsakten ist aber für erwiesen anzunehmen, daß Beklagter fich schwerer Verbrechen schuldig gemacht hat und außerdem steht fest, daß er fich der Bestrafung wegen derselben durch die Flucht zu ent ziehen gewußt hat. Da aber nach der Allgemeinen Gerichtsordnung die Flucht wegen eines Verbrechens der Bestrafung wegen deffelben gleichsteht, so war Klägerin berechtigt, die Trennung der Ehe zu fordern. fein eigenes tenntniß des nicht schüßen Fällen, wo venienten en einer der ge rechtzeitigen Ein folches pflichtet, und behördlichen bureaus dem Don der Noth eine Ahnung baffelbe binn nicht gefchiel Resultat das N. N. ftand, daß die von der ersteren geführten Lebensmittel liehenen hundert Gulden zurück, und als Höffer die Rüdga als von der letteren angeschafft gelten fonnten, ist nicht erficht- verweigerte, verklagte sie den jungen Mann bei dem Bezirksgeri lich. Zwar wird die mit den der Attien Zugleich beschloß das Mädchen, seinen Rache- Alt gesellschaft gehörigen hier fraglichen Eisen- und Stahlwerken Ausführung zu bringen. Es führte diesen Vorsay thatsächli heute aus. Mit einem sechsläufigen Revolver bewaff Schluß auf das rechtliche Verhältniß beider zu einander nicht erschien heute Vormittags die Brenner in der Wohnun verbunden bezeichnet. Hieraus kann indeffen ein bestimmter gezogen werden." Vermischtes. heute aus. Höffer's, der noch schlief. Das Mädchen erhob bie Ba und gab aus derselben, indem es höffer die Worte zuri Aufeinanderfolge zwei Schüsse auf den jungen Mann ab Verführer, erwache, Deine Stunde hat geschlagen", in raj nächsten Momente hatte das Mädchen den Revolver gegen fid erzählt folgende komische Geschichte. Zu dem Wallfahrtsorte Besnyö bet Gödöllö waren am jüngsten Marienfeste Taufende von Gläubigen geeilt, die theils in der großen Kirche selbst, theils vor derselben im Hofe dem Gottesdienst beiwohnten. Als diefer beendet war, strömte plöglich die Menge in Schaaren nach einem Punkt, wo ein Wunder" zu sehen war. Auf einer kleinen Erderhöhung stand ein einfacher Bauer, der ein, Das Wunder von Besnyö. Das neue Peiter Journal selbst gelehrt und feuerte ihn ab. Einen vierten Schuß ab Reichsgerichtsentscheidung. In Bezug auf die Be ftimmung des§ 115 der Reichsgewerbeordnung, wonach die Gewerbetreibenden( bei Strafe) verpflichtet find, die Löhne ihrer Arbeiter baar in Reichswährung auszuzahlen und den felben feine Waaren kreditiren dürfen, hat das Reichsgericht, IV. Straffen., durch Urtheil vom 27. Juni 1884 ausgesprochen, daß der Arbeitgeber nicht nur seinen Arbeitern feine Waaren freditiren, sondern auch Waaren nicht zur Tilgung der Lohnforderungen verabfolgen darf, selbst wenn die Arbeiter fich damit ausdrücklich einverstanden erkiärt haben. Ferner hat das Reichsgericht in derselben Strafsache ausgesprochen, daß die im $ 115 der Reichsgewerbeordnung ausnahmsweise gestattete Verabfolgung von Lebensmitteln zu den Anschaffungskosten an die Arbeiter in Anrechnung auf ihre Löhne eine unmittelbare Verabfolgung feitens des Arbeitgebers selbst als Lieferanten an die Arbeiter vorausfegt; dagegen ist die Verabfolgung von Lebensmitteln durch einen dritten Lieferanten nicht statthaft. In den der Aktiengesellschaft N. gehörigen Stahlwerken unter der Direktion des Direktors W. erhielten die Arbeiter wegen der mit der Aufstellung der Lohnlisten verbundenen Schwies geben, hatte die Unglückliche nicht mehr die Kraft; fie fal aus mehreren Wunden blutend, auf das im Zimmer befindli Sofa nieder. Höffer, welcher von einem Schuffe getroffe aber nur leicht verwundet war, sprang sofort aus dem Bette langung der folden, weld Bieben, nicht achtjähriges Kind in die Höhe hielt und mit der Hand wintte, tonnte. Viel gefährlicher ist die Verlegung des Mädchend eft nach me biefelben fin uldlos, al bestimmter 3 Stts. 3tg. Leb lennen wir Deffen mit b und rief um Hilfe. Höffer war von der Kugel an der rechten Schläfe gestreift worden und hatte fich das Projektil an de Schädeldecke abgeplattet, von wo es leicht entfernt wader welches ebenfalls nur von einer Kugel getroffen wurde. Die traf das linte Schläfenbein, zertrümmerte daffelbe und bran stüde in des Bauern Hand, die er begierig einsteckte. Der hafter Bursche von etwa vier Jahren quält den Bapa, er fol daß Ruhe eintreten solle. Ringsum trat die größte Stille ein und nun erzählte der Bauer, daß sein von Geburt an blindes Kind heute durch die Gnade der heiligen Maria plößlich sehend geworden sei. Alles Iniete nieder, und es regnete dann GeldMaclean; dem Anschein nach also eine Engländerin, vermuth lich geboreneSchottin. In Erdmann's Vorstellungsfreise gewann diefer Umstand eine Bedeutung, die seinen Wunsch entzündete, von der Trägerin des Namens Näheres zu erfahren. Aus einer Falte seines Gedächtnisses stieg ihm ein leises Ahnen auf, als habe er irgendwo den Namen Maclean in Verbindung mit be= deutsameren Erinnerungen seines Lebens vor Jahren nennen hören. " 1 Briefschreiber, Augenzeuge dieser Szene, beschloß, den Schwindler zu entlarven. Er faufte einen Lebkuchen, näherte fich scheinbar bewundernd der Gruppe und gab den Lebfuchen dem Kinde, das ihn mit allen Beichen der Freude nahm. Was ist das?" frug der Geber. Honigłuchen!" antwortete rasch das Kind und nun war der Betrug aufgedeckt. Das Uebrige mag mit den Worten des Briefschreibers erzählt werden: Energisch fragte ich den Vater, wie er denn vor so vielen Tausenden behaupten könnte, sein Kind sei bisher blind gewesen? Der Mann kam in Ber wirrung, aber die Umstehenden drängten sich heran und riefen mir trogig zu: Was denn das mich angehe? Die Situation wurde ein wenig gefährlich, aber ich verlor meine Kaltblütigkeit nicht, und ich sagte der Frau des Bauern, ich Einer der Briefe feffelte ihn besonders. Er trug auf dem Umschlag den Poststempel Dresden. Erdmann widerstand der Versuchung nicht, den Text aus seiner Hülle hervorzuziehen. Er enthielt in wenigen Zeilen in englischer Sprache die Mitthei lung, Madame werde für sich und ihre drei jungen Ladies die gewünschten Bimmer zu dem vereinbarten Preise bereit finden." Das Datum lautete auf den 18. Juni, 2 Monate zurück. Gezeichnet war der lakonische Brief Pension Kretschmer, DresdenAltstadt, Ecke der Sidonienstraße". Dies genügte, um Erdmann zu einer Aenderung seines Reiseplanes zu bestimmen. Er löfte eine Fahrkarte für den nächsten Elbdampfer, Richtung Bodenbach Dresden. * in die Schädeldecke ein. Der Schluß eines neuen Märchens. Ein kleiner Der Erftattu Rochmals an worden ist, inden joga Den. Imme Hebender Be viele Unann Dorgebeugt nterbleiben Rachweis fil Erlangung Durch Borleg eingefchriebe enthaltsortes ganz unverf tine anderm Hehenden un ihm ein Märchen erzählen, aber ein neues. Diefer fann be Bitten des Kindes nicht widerstehen, er sett feinen Liebling auf feine Kniee und beginnt zu fabuliren. Gestern", erzählt er ,,, als ich in den Wald hineinfam, traf ich ein fleines grand Männchen, das mir winkte, ihm zu folgen. Ich lam ihm na und dort am Berge schlug er mit einer Ruthe an. Da öffnet fich der Berg, und wir traten in einen großen Saal, der von Gold und Edelsteinen flimmerte." Mit lebhafter Phanta erzählte er nun in der Weise die Scheherezade von den he lichkeiten des Brachtfaales, aber ohne den gewünschten Findru zu machen. Und nachher?" unterbricht ihn der Kleine duldig. Dann ging das Männchen auf eine goldene unge Thi tausend Schritte lang und breit war. Die Wände waren all Broße Laft T. 1 Den tönnen. Auf alichem Ge nach Sträften Wie Fleine zu und schloß fie auf. Wir traten in einen zweiten Saal, be um endlich einmal den lästigen Bewerbungen und auch dem Pflaumen, an der dritten Kirsch und an der vierten Rofine von Kuchen. An der einen waren Apfel-, an der anderen fuchen." Die Augen des Kindes fangen an zu leuchten. schön das duftete, denn alle waren frisch gebacken!" Der Bureden meiner Eltern zu entgehen und dann Nun Es ist gewiß eine innere Nothwendigkeit gewesen" ent gegnete fte mit seelenvollem Ausblick ihrer strahlenden, tiefen blauen Augen. Ja! ich weiß es" fette fie überzeugt Nu Den Eindru Bursche fängt an, auf den Knieen unruhig zu werden, er fteht auf und stellt sich auf die Kniee, um dem Erzähler das Wort vom Munde zu nehmen. Und dann?" Dann führte mid hinzu, daß ich Dich, Du Inhalt aller meiner verschwiegenen das Männchen vorwärts an einen Tisch. Da standen in lan Es mochten seitdem etwa acht Tage verflossen sein, da wandelte eine fleine, aus fünf Personen zusammengesette Gesellschaft aufs Behaglichste die entlegeneren Baumgänge des großen Gartens bei Dresden entlang. Boran schritt die kräf tige, hohe aber elegante Gestalt eines Herrn, der eine schlankGedanken, endlich wiederfinden müsse. Und jest will ich Dir einmal ein Abenteuer erzählen, beweisend, wie gut ich ahnen lann." Er drückte ihr zärtlich die Hand. Jedes Deiner Worte entzückt mich." Du darfst aber nicht lachen darüber und auch nicht über mein viel vergessen haben die schöne Sprache dieses Landes." war Die legte Wendung""- lächelte er freilich nach den Sprachregeln dieses Landes etwas reichlich fed und allzu flassisch englisch; sonst aber fühle ich mit Begeisterung, wie melodisch und fließend von Deinen rothen Lippen meine schwierige Muttersprache mir in das Herz Spottvogel!"- schmollte fie und erzählte nun, was ihr Begleiter selbst unbemerkt erlebt hatte. Sie, Marion Stuart, war gen Reihen Torten auf Torten, so hoch wie ein Berg, torten und Baumkuchen und-" Oranienplat „ Durftest Du davon effen fragt der Kleine zitternd. Natürlich, das Männchen fagte: Das ist Alles zu Deiner Verfügung!" Da mit einem Mal bekommt der Erzähler eine Ohrfeige und der Kleine ruft ihm bebend zu: Das ist recht schlecht von Dir- warum mir nichts davon mitgebracht?" Briefkaften der Redaction. ten Rindern zufallen sollen. baft Du pisch und Atau tauft und Schritte vo empfär ein Bleicher na weife fich Don der Fle uf Treu u Don dem ab ift Denttich ma Teine Menic Brau zum e Panglich un Bohnung Hopdem fich es in die Testament mit der Bestimmung errichten, daß die Forderungen E. F., Sorauerstr. Es empfiehlt sich, daß die Eltern über welche die Sparkassenbücher lauten, den noch nicht bedach 30 Abonnenten. Die von Ihnen geschilderte Kaffe nicht lebensfähig, und daher ist es das einzig Richtige, gegen jene Sängerin des Jenseits" der stillen Welt im Edmunds- dieselbe zu agitiren. Im Uebrigen läßt fich die Anfrage night grunde gewesen. Die Ahnung sagte es ihrem Herzen, beantworten, da dieselbe nicht genügend thatsächliche Aufklärung flingt." daß Der in ihrer Nähe weilen müsse, dessen Lied fie jahrelang als füßes Geheimniß, deffen Befiß sie als schönste Lebens über den Sachverhalt giebt. J. G., Fehrbellinerstr. 38. Ein uneheliches Kind hat auf wenn eheliche Kinder vorhanden sind. gewachsene junge Dame mit anziehenden Formen und schmieg hoffnung im Busen gehegt, er, von dem sie das Mendel den Nachlaß des natürlichen Vaters teinen Anspruch als Grbe samen weichen Bewegungen am Arm führte. Dem jungen Baare folgten zwei füngere weibliche Wesen von ansehnlichem Wuchs, edler Haltung und in einer modischen, aber geschmackvoll gewählten Promenadentoilette. Den Bug schloß in einiger Entfernung eine würdige Matrone in dunkle Gewänder ge hüllt. Das voranschreitende Baar war in lebhafte halblaut geführte Unterhaltung vertieft. ,, Um Deutschland zu sehen?" sagte fie fagte fie- Du lehrtest mich es lieben. Aber ich hatte es schon häufiger besucht und so war es nicht der einzige Grund, daß wir wieder herübergekommen find." Darf man also so neugirig sein, zu fragen ,, Ganz heimlich will ich es Dir bekennen, theurer Freund. Aber es ist ein tiefes, tiefes Geheimniß, und Du mußt versprechen, es nie, nie zu verrathen." Soll ich wie ein Gardelieutenant auf Ehre schwören? Nein, nein! Dir darf ich Alles vertrauen." Warum also unternahmst Du diese mit so unfäglichem ,, Um nun ja! Glück gesegnete Reife?"" aus zwei Beweggründen. Erstens fohn'sche Boltelted erlernte, dessen Echluß ihr so tröstlich hinweg geholfen hatte über alle Ungewißheit, über peinliche Anfechtungen, über das ſtille Herzeleid jahrelanger spur loser Trennung von dem Geliebten. Ich wußte es ganz gemif" Schloß fie ,, daß Du an dem Abend Tante Maclean thr Portefeuille verlor und wo ich im Waffer fang, was meine Schwestern und Maclean fagten, sehr unpowo it Erfolg d aber me loft auf jeb Foar mit a Auch dem Brief Der Sache. leim nrui Bid aum 3 P. P. Der Ausschließung der Gütergemeinschaft bedarf es nicht, wenn Sie nach Ihrer Verheirathung in Berlin den 6. B. Wiederholen Sie gefälligst Ihre Anfrage. Wohnfis nehmen. nicht erhalten Nachtwächter. Betrag erhalten, wird demnächst ab fite zu ſein, daß Du damals in der Nähe warst Jch hörte geführt und darüber quittitt werden. Wer sind Sie ben deutlich genug, das Echo antwortend mit Deiner schönen Stimme: Auf Wiederseh'n! Warst Du denn nicht da? So sprich doch endlich einmal! Wohl war ich Dir näher, Marion, als wir Beide vers muthen konnten" fagte er mit weichem, bewegtem Ton, fie Mir träumte an jenem Abende von fefter an fich ziehend. " eigentlich? Brozedur h Dorauszusag me Spaus bere Mil Demjenigen gnahme pfangen ein, menn Brüfung a Im Epatfomme genehmit Reftaurateu Eine Kaffe Cimbler fil das Manuskript vollkommen unleserlich war. Friedrich- Verein. Konnte nicht gebracht werden, weil W. P., Waldemarstraße. Der Betreffende wurde in Kiel verhaftet. fingenden Waffernigen und schwebenden Elfentänzen wonniger existirt für 5 Jahre. 2. Militärpflichtige, welche in der Vor Waldnymphen. Sie schlangen den Reigen und führten Dich bereitung zu einem Lebensberufe oder in der Erlernung eines mir in magischer Mondnacht zum feierlichen Brautzuge ent gegen. Und wenn unsere Hochzeit sein wird, wollen wir alle Feen des Edmundsgrundes als Brautjungfern dazu ein laden." Gewerbes fich befinden und durch eine Unterbrechung bedeutenden Nachtheil erleiden würden, fönnen auf ein bis zwei Jahre rückgestellt werden. Die Zurückstellung muß von dem Militär pflichtigen bei der Ersasbehörde in Antrag gebracht werden. Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. ellen Eute Breis mir an in ein 13 Reb reg Breifen fü Brunemalo mehrer ubis Перест Jaben Ефен f ein eige ige C nod entlod Ded G In Tag gebu einem dem' lefe Be flein fit D reine Den b. ephit Deur mad hönen der f en erd ein G Don Lick Gel ben Bei ch eine Beit Don h ner, beirat finden lbe bie gege Daß Echen nicht Die th ie Rid girlsge De- Alt that bewa Во bie orte ju in m in ab Egegen Schuß ; fte befin get dem 20 Großen Frankfurterstraße an den Ausläufen der Weber- und Straußbergerstraße gebildet wird, und der bisher ein recht unschönes Aussehen besaß, erhält einen schönen großen Insel perron, der zugleich mit einer gärtnerischen Anlage versehen wird, welche zum Theil die gleichfalls neu hergestellte achteckige, nach dem neuesten System tonstruirte Bedürfnißanstalt verdeden soll. Die bezüglichen Arbeiten sind gestern in Angriff genommen worden und dürften in fürzester Zeit beendet sein. Die Heimsuchung des Südens durch die Cholera hat auf Berlin einen merklichen Einfluß: der Fremden- Verkehr ist ein sehr lebhafter. Die Schlafwagen Gesellschaft trifft Anstalten, um das reisende Publikum, namentlich die Engländer, nach Berlin zu dirigiren. Der Generaldirektor der Internationalen Schlafwagen Gesellschaft trifft der Täglichen Rundschau" zufolge in den nächsten Tagen in Berlin ein; sein Zweck ist die Förderung des schon lange geplanten sogenannten Blizzuges Calais- Berlin, durch welchen die Reisen nach Berlin wesentlich gefördert würden. = = 8 Zu dem Artikel ,, Altersversorgung" geht uns von befreundeter Seite die Mittheilung zu, daß in Berlin allein 339 Stiftungen und Vermächtnisse mit leztem Willen" verwaltet werden und ein so enormes, nach Millionen zählendes Rapital repräsentiren, daß es geradezu Staunen erregen fann. Die älteste Stiftung ist vom Jahre 1726, p. Goergfe'sche," mit einem Resttapital von 3420 M.; das höchste Vermögen weift die 1864 entstandene Baruch Auerbach'sche Stiftung mit 1160 500 M. auf, dann folgt die ebenfalls 1864 begründete Kronprinzen- Stiftung mit einem Fonds von 1110 000 M. und ift zu bemerken, daß Millionen- Stiftungen 6, unter 100 000 M. deren gegen 200, der Rest darunter ist, und sich eine Summe allein aus Berlin zusammenstellen würde, an welche die„ Väter" der Altersversorgung kaum denken möchten. Man braucht aber auch nur eine Studirung der Stiftungen zu machen, um zu erkennen, daß mancherlegte" Wille ein besseres Dasein wohl verdient hat. theures Bergnügen, daß er fich und den Seinen dasselbe nur felten wird gönnen fönnen und feineswegs so oft, als dies im gesundheitlichen Interesse nöthig wäre. Früher bekam man bei den Förstern wohl auch Milch, Butter, Brod und ähnliche Nahrungsmittel zu zivilen Preisen, aber es macht faft den Eindruck, als ob nach einem Abkommen mit den Restaurateuren diese billigen Erfrischungsgelegenheiten beseitigt worden wären. Fur unternehmungslustige Händler wäre hier eine Gelegenheit zu gutem Erwerbe, wobei wir auf den Duft der warmen Würste im Grunewald gern verzichten wollen. Soweit sich's nicht um den Handel mit Spirituosen dreht, dürfte auch die Polizei, hier die Herren Oberförster, solchem Verkaufe nicht entgegen sein. Bedauerlich ist nur, daß einzelne solcher eigennüßiger Reſtau rateure Terrain zu ihren Lokalen vom Fiskus unter äußerst günstigen Bedingungen gepachtet haben. Aus diesen günstigen günstigen Bedingungen gepachtet haben. Aus diesen günstigen Bachtbedingungen sollte für die Pächter wenigstens die zwingende moralische Pflicht folgen, dem allgemeinen Interesse wenigstens nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Die Prinzengasse, die den Schinkelplas mit der Niederlagstraße verbindet, befigt eine Eigenthümlichkeit, die wohl nur wenigen Berlinern aufgefallen sein dürfte. Es ist die einzige Straße unserer Residenz, die nicht eine einzige Hausthür auf zuweisen hat. Das diesjährige Septemberwetter ist ein so abnormes, wie es unserer Erfahrung nach lange nicht beobachtet worden ift. Die Hiße während des Tages ist eine hundstagsähnliche, selten nur gemindert durch einen matten Windhauch. Gegen Sonnenuntergang aber hört seit vielen Tagen regelmäßig jede Luftbewegung auf, und der Straßenstaub, durch den um diese Beit besonders lebhaften Verkehr allenthalben mehr erregt als während des übrigen Tages, erhebt fich bis zur Dachhöhe der Häuser und lagert dann in dunstiger Maffe in den Straßen, dem Blick überall die Ferne beschränkend. Auch der Rauch der Schornsteine vermag sich um diese Zeit nicht mehr zu erheben, er sucht seinen Weg abwärts und hilft die Atmosphäre verdichten, bis dieselbe von menschlichen Lungen faum noch zu ertragen ist. Die Dämmerung dauert länger als gewöhnlich, weil am westlichen Himmel sich seit einiger Zeit wiederum regelmäßig jene andauernden Lichtreflere zeigen, die im Frühjahr von einigen Gelehrten auf die Staubauswürfe des Kra tatoa in der Sundaftraße zurückgeführt worden find. Erquickung bieten solche Abende dem von des Tages Arbeit Ermatteten nicht, ganz besonders aber leiden die Bewohner der Arbeiterviertel, in welchen der Rauch der Fabrikschornsteine, verbunden mit dem Staub und dem den geöffneten Kellerwohnungen entströmenden Brodem, die Atmosphäre zu einer absolut ungenießbaren macht. t. Die ersten entlassenen Reservisten und Königsurlauber, an ihren gerollten Achselklappen" und dem undermeidlichen Stöckchen" in der Hand, leicht Jedermann erkennt lich, zeigen fich bereits in den Straßen Berlins als Vorboten der bevorstehenden Massenentlassung von Mannschaften aus dem aktiven Militärdienste in den Beurlaubtenstand. Spiegelt sich auch auf allen sonnverbrannten Gesichtern die Freude darüber wieder, nach langer Trennung Jeder den Seinen und seinem bürgerlichen Berufe wieder dauernd zurückgegeben zu sein, so mag doch auch Manchem, wenn der erste Freudentaumel verrauscht ist, das Herz gewaltig schwer werden. Denn., Alle nicht, die wiederkehren, mögen fich des Heimzug's freu'n", denn nicht Jeden erwarten freundliche Verhältnisse und theure Angehörige, und Mancher mag sorgenvoll in die Zukunft blicken bei dem Gedanken: Wo und wie wirst du in heutiger schwerer Zeit Arbeit finden und dein tägliches Brod verdienen? Möge die große Zahl der Arbeitslosen durch die vom Militär Entlassenen nicht vermehrt werden. lofen Steinwagenkutscher, gegen den der Unmuth des Publifums in sehr erregten Worten laut wurde, sette fich alsbald ein Schußmann auf den Wagen, der das Gefährt behufs Aufnahme eines Protokolis nach dem nächstan Polizeibüreau dirigirte.- Bei der Rohheit, mit welcher viele Kutscher es förmlich darauf anlegen, recht dicht und schnell an den haltenden Pferdebahnwagen vorbeizufahren, ist eine ganz energische Be strafung folcher Fälle sehr wohl angebracht. g. Durch die Richtbeleuchtung der Treppenflure ist schon wieder ein bedauerlicher Unglüdsfall zu verzeichnen. Die in der Admiralstraße 33 wohnende Wittwe Niestke hatte vorgestern Abend einer in der Admiralstraße 5 wohnenden Be fannten einen Besuch abgestattet, um eine Bestellung auszurichten. Als Frau N. später die Treppen hinuntersteigen wollte, kam fie in Folge der noch nicht erleuchteten Treppen zu Fall und stürzte so unglücklich eine Anzahl von Stufen hinunter, daß fie sich eine bedeutende Wunde am Arm und am Auge zuzog. Die Schwerverlette wurde zu einem in dem Hause Admiralstraße 53 wohnenden Heilgehilfen gebracht, woselbst ihr die erforderliche Hilfe zu Theil wurde. Die Frau, welche von ihrer Hände Arbeit lebt, dürfte etwa 14 Tage erwerbsunfähig sein. Wer entschädigt der Frau die durch den Unglücksfall erlittene Einbuße und die Kosten? N. Laute Hilferufe ertönten gestern Vormittag aus dem Hause Kleine Alexanderstr. 8. An dem Fensterkreuz der ersten Etage nach der Straße zu hatte sich eine Frau fest angeklammert und rief um Schuß gegen die Mißhandlungen ihres Mannes. Sofort hatte sich eine große Menschenmenge ange sammelt, welche fich der Bedrängten annahm. Der Mann, mit einem Knüppel bewaffnet, fürchtete die Volksjustiz, suchte das Weite, und die Frau fonnte unbehelligt auf demselben Wege in ihre Wohnung zurückkehren. Am Nachmittag änderte fich das Bild. Der Mann tehrte in Begleitung eines Freundes zurück und es fand eine große Versöhnungsfeier, von einer folennen Festivität begleitet, statt. a. Ein Raubanfall ist nach einer von der Frau des Tischlers Sch. in der Oppelnerstraße an die Polizeibehörde gemachten Anzeige gegen fie am 13. d. M., Abends nach 10 Uhr, an der Freiarchenbrücke am Schlesischen Thor verübt worden. Sie hatte nach ihren Angaben mit ihrem Gatten einen Spaziergang nach Treptow gemacht und war auf dem Rückwege ihrem Manne, der im Schlesischen Busch auf einige Minuten zurückgeblieben war, bis zur Brücke vorangegangen. An der Brüde trat ein Mann an fte heran, welcher ihr ohne Weiteres ihren Mantel, den fie auf dem Arme trug, entriß und damit in der Richtung nach Treptow entfloh. Da der Räuber bald in der Dunkelheit verschwand, so vermochte der herankommende Gatte denselben nicht zu ergreifen. Der Thäter ist bisher nicht ermittelt. Polizeiliche Strafmandate gehören zweifellos nicht zu den Annehmlichkeiten des Lebens, müffen vielmehr als ein wie wir einräumen, nothwendiges Uebel bezeichnet werden. Diese Nothwendigkeit polizeilicher Straffeftfebungen erstreckt fich jedoch unseres Erachtens nur auf solche Kontraventionen, bei denen dem Kontravenienten das Bewußtsein der Schuld innewohnt, oder bei denen der Mangel dieses Bewußtseins auf fein eigenes Verschulden zurückzuführen ist, da bekanntlich Unfenntniß des Gesetzes nicht vor Strafe schützt und in praxi nicht schüßen fann. Etwas anderes ist es dagegen in solchen Fällen, wo die Kontravention ohne Verschulden des Kontravenienten entstanden ist, wie dies beispielsweise sehr häufig bei einer der gebräuchlichsten der Fall ist, nämlich bei der nicht rechtzeitigen Beibringung der sogenannten Abzugsatteste". Ein solches beizubringen, ist jeder hierorts neu Anziehende verpflichtet, und zwar dienen diese Atteste lediglich dem steuerbehördlichen Interesse, werden daher von den Polizei- Revierbureaus dem Magistrat übermittelt. Nun haben die wenigsten von der Nothwendigkeit, ein solches Attest beibringen zu müſſen, eine Ahnung, denselben wird bei ihrer Anmeldung aufgegeben, baffelbe binnen spätestens 8 Tagen vorzulegen, und wenn dies nicht geschieht, wird gegen fie Strafanzeige, erstattet, deren Resultat das bekannte Strafmandat über 5 Mt. ist. Die Erlangung der Abzugsatteste ist erfahrungsmäßig, namentlich bei solchen, welche aus fleineren Städten oder vom Lande hieher sieben, nicht innerhalb der gestellten Frist möglich, und erfolgt erst nach mehrfachem Drängen der dieser Atteste Benöthigten, dieselben sind mithin an der eingetretenen Verzögerung völlig schuldlos, also auch nicht straffällig, troßdem erhalten sie nach bestimmter Beit ihr Strafmandat. Der Polizeibehörde ist, der Stts. 8tg." zufolge, dieser Uebelstand wohlbekannt und erlennen wir gern an, daß fie neuerdings in Berücksichtigung deffen mit der Verhängung von Strafen nicht unmittelbar nach der Erstattung der Strafanzeigen vorgeht, sondern demnächst nochmals anfragt, ob inzwischen das Abzugsattest eingereicht worden ist, ebenso daß auf bezügliche Vorstellungen unter UmHänden sogar bereits festgesezte Strafen zurückgenommen wer den. Immerhin aber erwachsen einer großen Bahl hier anziehender Personen von vornherein ohne eigenes Verschulden viele Unannehmlichkeiten, denen unseres Erachtens dadurch vorgebeugt werden könnte, daß Strafanzeigen dann überhaupt unterbleiben, wenn die betreffenden Personen den glaubhaften Rachweis führen fönnen, daß fie die nöthigen Schritte zur Erlangung des Abzugsatteftes gethan haben, was beispielsweise durch Vorlegung des Scheines über erfolgte Absendung eines eingeschriebenen Briefes an den Magistrat des vorigen Aufganz unverschuldete Scherereien und Beitverlust würden durch enthaltsortes ober dergleichen bewirkt werden könnte. Bahllose eine anderweitige Regelung dieser Angelegenheit den hier Anziehenden und, soweit wir es beurtheilen fönnen, auch eine große Laft von Schreibereien den Polizeibureaur erspart wer den tönnen. T. Auf unseren Wochenmärkten wird der Verkehr mit falschem Gelde zu einer wahren Kalamität, und es macht fast Den Einbrud, als ob von einzelnen Händlern dies Geschäft vorgeführt worden waren, um als Zeugen in einer andern Der re til an nt wa Madd be. D und d leiner pa, er tann Liebl " er tes gra ihm na Da öff Bhant Der Den b Einba ine ung ene Saal en. aren ander لاله Rofing Der flei er fte as Wo bite mi in lan 8, Nu effen! fagte m Mal ruft ibn baft D tern bedad runge taffe Gegen le night Klärung bat auf Erbe bebat in den Brief it ab denn weil be in blung Bor eines enden re ilitär en. ein nach Kräften fruftifizirt würde. Ein Fall, der fürzlich auf dem Dranienplag pasfirte, ist für die bezeichnete Art des Verkehrs typisch und fann als Beispiel statt vieler gelten. Eine junge Frau tauft beim Fleischer ein, bezahlt mit einem Thalerstücke und empfängt darauf einiges Geld zurück; fie ist wenige Schritte von dem Verkaufstische fortgegangen, als ihr der g. Eine nicht geringe Ueberraschung wurde am Montag Abend dem in der Memelerstraße wohnhaften Stre de narbeiter N. zu Theil. Als N. nämlich um die gedachte Zeit in seine Wohnung zurückkehrte, war seine Frau verschwunden und mit ihr ein Theil der Wirthschaftsgegenstände. In einem hinterlassenen Briefe theilte sie dem Ehemann mit, daß fie fich auf den Weg nach Amerila begeben habe, woselbst fich ihre Eltern bereits seit längerer Zeit befänden. Frau N. hatte ein Kind mit in die Ehe gebracht, dessen Vater N. jedoch nicht war. Dieses Kind nun war dem N., deffen Ehe tinderlos blieb, ein Dorn im Auge, und es fam nicht selten vor, daß er seinen Unmuth an dem Kinde ausließ. Trat nun die Mutter für das Kind ein, so ergoß fich über fte der Born des Mannes und der Familienzwist war fertig. Ein derartiges Leben verbroß die Frau sehr und daher faßte fie den Entschluß, einem solchen Leben auf die gedachte Weise ein Ende zu machen. Sie flagte ihren Eltern ihr Leid, und diese forderten die Tochter auf, mit dem Kinde nach Amerika zu kommen. N. ift fest entschloffen, seiner Frau nachzureisen, nachdem er hier seine Wirthschaftssachen verkauft haben wird. Gerichts- Zeitung. Zu y. Streitbare Frauen. Im Hause Reichenbergerstr. 130 wohnt eine ganze Anzahl sogenannter fleiner Leute, aber nicht holder Friede und füße Eintracht. Besonders die weiblichen Hausbewohner find es, welche häufig Wortgefechte liefern, die mit großer Hartnäckigkeit und Energie geführt werden. denjenigen Parteien des genannten Hauses, zwischen denen Urfehde herrschte gehörten in erster Linie die Frau des Haus dieners Bischof und die Frau Schneidermeister Lehmann. Der ersteren war es am 26. Juni d. J. zu Ohren gekommen, daß Frau Lehmann anderen Hausgenoffinnen gegenüber fte der Trunksucht beschuldigt hatte. Natürlich konnte dies der Frau Bischof nicht paffen und als sie noch an demselben Tage ihrer Feindin auf der Treppe begegnete, machte sie ihrem Borne in Ausdrücken Luft, die nicht aus Alberti's Komplimentirbuch entnommen waren. Als Frau Lehmann in gleicher Weise replizirte, da ging das Wortgefecht zu Thätlichkeiten über, und es entspann fich ein Kampf, der ein ziemlich tragisches Ende nehmen sollte. Bu bemerken ist noch, daß schon beim Beginn des Wortwechsels faft a tempo fämmtliche Korridorthüren fich öffneten, und die betreffenden Bewohnerinnen sämmtlich den den Flur zu fehren begannen, so daß fie Augenzeugen des Kampfes wurden, welcher folgendermaßen verlief. Nachdem fich die beiden Frauen unter gellendem Kriegsgeheul in feind licher Umarmung umschlungen hielten, tugelten fie selbander die Treppe hinunter. Hier tam die Frau Lehmann unten zu liegen, und nun ging es ihr eine Weile schlecht. Frau Bischof nämlich, der man so schmählich nachgesagt, daß fte trinke- batte merkwürdiger und zufälliger Weise eine leere Bierflasche in der Tasche, diese holte sie hervor und führte damit eine Anzahl wuchtiger Hiebe gegen das Haupt ihrer Gegnerin. Die Hilferufe der Mißhandelten drangen bis in die Werkstube ihres Ehemannes, worauf dieser herbeieilte, um seine Gattin zu befreien. Aber auch er vermochte gegen die kampfesmuthige Frau Bischof nichts auszurichten, welche ihre Flasche mit einer Geschwindigkeit und Sicherheit schwang, daß der Ehemann Lehmann in wenigen Sekunden vier klaffende Wunden an seinem Kopfe davontrug. Das Ehepaar mußte fich schließlich blutüberströmt zurückziehen und dann einen Arzt aufsuchen, der ihnen die Wunden zunähte und verpflasterte. Der Schlußatt dieses Schauspiels spielte fich gestern vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts ab, denn Frau Bischof wurde wegen Körperverlegung mittels eines gefährlichen Werkzeuges unter Anklage gestellt. Das Schöffengericht diftirte ihr eine Ge fängnißfirafe von vier Wochen zu. Ihre Nachfolgerin auf der Antlagebant war die Hoffängerin" Elisabeth Carom, welche desselben Vergehens wegen fich zu verantworten hatte. An einem Julinachmittage d. J. hatte die Angeklagte sich auf den Hof des Grundstücks Bauhofstraße 1 begeben und daselbst ihre Stimme erschallen lassen. Die Vicewirthin des Hauses mochte wohl keine Freundin dieser Muse sein, denn sie verwies die Sängerin zur Ruhe und verlangte, daß fie fich entferne. Als die Angeklagte von diesem Verbot teine Notiz nahm, sondern nach Beendigung des ersten Liedes ,, Am Meer" anstimmte, da ging die Vicewirthin auf sie zu, um durch handgreifliche Nachhilfe ihrem Befehle Geltung zu verschaffen. Sie fürchtete, am Ende aber doch der Sängerin nicht gewachsen zu sein, denn wenige Schritte von ihr entfernt blieb ste stehen und wiederholte ihre Aufforderung unter Aufwendung aller ihr zu Gebote stehenden Energie. Die Sängerin sang. Da bückte fich die Vizewirthin, raffte eine Hand voll Sand auf und versuchte, ihn derselben in den offenen Mund zu werfen. Mit einer schrillen Dissonanz hörte das Lied auf, dann folgte ein dumpf flingender Schlag, ein Aufschrei und die Vizewirthin fant ohnmächtig zu Boden, und das aus einer tlaffenden Stirnwunde fließende Blut röthete den Sandhaufen, dem fte soeben das Wurfmaterial entnommen. Die Sängerin hatte ihr mit ihrer Guitarre ein gefährliches Werkzeug einen wohlgezielten hieb gegen den Kopf verseßt. Die Vizewirthin erschien gestern zum Ter mine mit einer Stirnnarbe, die wie ein accent circomflex geftaltet war. Wohl glaubte der Gerichtshof, der Angeklagten mildernde Umstände zubilligen zu können, da ste in hohem Grade gereizt gewesen, bei der Gröblichkeit des Excesses aber und in Anbetracht, daß fie den Hof unweigerlich verlassen gemeffene Sühne. Wieder erwischt. Auf dem Korridor des Moabiter Gerichtsgebäudes befanden sich, wie hiesige Blätter erzählen, am Freitag zwei Sträflinge, die eine mehrjährige Gefängnißstrafe in Plößensee verbüßen und von dort durch zwei Transporteure Sache zu dienen. Der eine derselben bat austreten zu dürfen und wurde von dem einen Transporteur nach dem am äußersten Ende des Korridors liegenden Kabinet begleitet. Kaum waren Beide dort angelangt, so stellte der andere Gefangene dieselbe Bitte. Im Vertrauen darauf, daß derselbe den Korridor nicht verlaffen könne und sogleich unter die Aufsicht des anderen Transporteurs tomme, ließ der zweite Transporteur seinen Ge fangenen dem ersten einfach nachgeben, ohne indeß zu wissen, daß in einiger Entfernung eine Treppe nach unten bezw. ins Freie führt. Diese benußte der Gefangene, um zu entwischen. Die Flucht wurde erst bemerkt, als der erste Transporteur mit feinem Transportaten allein zurückkehrte. Andere Beugen, die den Entflohenen tannten, deuteten dem Transporteur an, daß Ersterer fich höchst wahrscheinlich nach Schöneberg zu seiner Mutter begeben haben werde. Der Transporteur begab fich eiligst dorthin und fand den Flüchtling richtig vor. Dieser wollte beim Eintritt des Beamten in die Wohnung geschwind zum Fenster hinaus springen, wurde aber noch an den Rockdingfeft gemacht. erweise sich als falsch. Die junge Frau fehrt um, und erhält von der Fleischerfrau ein Thalerstück zurüd, daß fie freilich auf Treu und Glauben als das von ihr gezahlte annimmt, identisch wäre. Auch ist es jedenfalls nicht bloßer Zufall oder reine Menschenfreundlichkeit, daß der Fleischer, von dem die Frau zum ersten Male gekauft, der Frau, die ihm ebenfalls gänzlich unbekannt war, und von der er weder Namen noch trotzdem ich die Frau erbot, dasselbe zurückzulaffen. Mindestens Bohnung wußte, das gekaufte Fleisch bereitwilligst kreditirte, ift es in diesem Falle sehr zweifelhaft, wer von beiden Theilen mit Erfolg das falsche Thalerstüc angebracht hat. Unerträg schößen gefaßt und nach einer fleinen Balgerei glücklich wieder N. Ein umfangreicher Gardinenbrand, der leicht größere Folgen hätte nach fich ziehen können, entstand gestern Abend gegen 81% Uhr in dem Hause Lindenstraße 90. Eine Bewohnerin der ersten Etage hatte fich mit einer Lampe der Gardine genähert und legtere dabei in Brand gesezt. Das lich aber werden die zahlreichen Vorfälle dieser Art, die sich faft auf jedem Wochenmarkt ganz im Geheimen abspielen und awar mit allen Münzsorten; solche Streitigkeiten entziehen fich auch dem Auge der Polizei, und das ist das Schlimmste bet der Sache. Sowohl der Händler wie der Käufer weiß, daß beim Anrufen des Bolizeibeamten dieser das angezweifelte Geld tid zum Swede der Prüfung an fich nimmt, was eine lange Feuer griff so schnell um sich, daß auch die Gardinen des an Brozedur herbeiführt, deren Ausfall feinesweges immer ficher vorauszusagen ist. Gewöhnlich aber erschricht auch die sparfame Hausfrau bei dem Gedanken, einen Thaler oder gar eine höhere Münze als falsch einbüßen zu müssen und durch die Wegnahme derselben auch der Möglichkeit beraubt zu sein, fie demjenigen zurückgeben zu fönnen, von dem fie dieselbe empfangen hat. Es würde für den Verkehr viel gewonnen fein, wenn in solchen und ähnlichen Fällen für eine schnelle Briifung angezweifelter Geldstücke gesorgt werden könnte. T Im Grunewald herrscht noch immer bei dem prächtigen deren Fensters, von den Flammen erfaßt, verbrannten. Die Hize war eine derartige, daß die Fensterscheiben zersprangen. Auf den Hilferuf der Dame eilten Nachbarsleute herbei, die durch Ausgießen die Flammen löschten, so daß beim Eintreffen der Feuerwehr jede Gefahr beseitigt war. Das rücksichtslose Schnellfahren eines Arbeitswagens hat gestern, Dienstag, Nachmittags 12%, Uhr, wieder ein Menschenleben gefährdet. Bur angegebenen Beit hielt ein Pferdebahnwagen der Linie Behrenstraße- Görliger Bahnhof, Restaurateuren in einer geradezu unglaublichen Art geprellt. Wagen besteigen, als ein im raschen Trabe die Dranienstraße angenehmsten Waldparthien das Publikum von gewinnsüchtigen fünf bis sechs jährigen Knaben hinter fich, wollte eben den der Brandenburg- und Oranienstraße. Eine Dame, mit einem auf der Fahrt nach letterem begriffen, an der Walteſtelle Ede mußte, hielt er eine vierzehntägige Gefängnißftrafe für eine an entlang fahrender, mit zwei Pferden bespannter Steinwagen den Pferdebahnwagen auf der rechten Seite überholte und da bei den eben zum Einsteigen fich anschickenden Knaben erfaßte. Die Pferde warfen das Kind zu Boden und die Räder verEine Taffe Milch, taum so viel, wie man in der Stadt beim Händler für 5 Bf. erhält, foftet hier draußen, wo man den mit vollen Eutern daherkommenden Rühen begegnet 20 Pf.; derselbe Preis wird für Bier von der schäbigsten Sorte gefordert, das man in einem Seidelglase empfängt, an dem der Aichstrich mit legten es schwer an der linken Schläfe und dem linken Auge. 0,3 fich regelmäßig noch über dem Schaum befindet. Bei solchen Breisen für die nöthigsten Erfrischungen ist der Besuch des Grunewaldes froß der mäßigen Eisenbahnfahrpreise für einen mit mehreren Kindern gefegneten Familienvater immer ein fo band angelegt wurde. Hinzueilende Baffanten trugen, nach dem B. T.", den ver unglüdten, start blutenden und bewußtlosen Knaben in den Hausflur der Nr. 136 der Dranienstraße, wo ein Nothver Zu dem unachtsamen und rücksichtsArbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. " Verboten wurde auf Grund des§ 9 des Sozialistengefeßes die Versammlung des Arbeiter Bezirks- Verein für den Often Berlins", zu welcher Herr Stadtverordnete Singer das Referat übernommen hatte. 1. Die Mechaniker und Optiker beriethen am Dienstag Abend in zahlreich besuchter Versammlung im Louisenstädtischen Die vereinigten Bauanschläger Berlins veranstalten am 20. September 1884 zum Besten der Weihnachtsbescheerung für Kinder der Mitglieder ein Kränzchen. Da der Zweck ein wohlthätiger ist, wird um recht rege Betheiligung gebeten. Das Feft findet statt in Orschel's Salon, Sebastianstraße 39. Anfang Abends 8 Uhr. Concerthause über die Frage, welcher Krankenkasse fie fich am vortheilhafteften anzuschließen hätten. Den einleitenden Vortrag hielt Herr Bremer, in welchem er die Vorzüge einer freien eingeschriebenen Hilfskaffe vor einer Ortskaffe fachlich abwog, nebenbei bemerkend, daß die Krankenkassenbücher der Mit glieder einer Ortskaffe durch die Kontrolvermerke, wo und wie lange Jemand gearbeitet, nichts anderes wären, als Arbeitsbücher in zweiter Auflage, und empfahl zum Schluffe, fich von den Ortskaffen ab und den freien Hilfskaffen zuzu wenden. Der Vorsitzende Herr Adam erinnerte im Anschluß hieran an den Beschluß der stattgehabten Generalversammlung, welcher die Gründung einer freien eingeschriebenen Hilfskaffe verlangte. Zu diesem Zwecke wurde seinerzeit eine Kommission gewählt, und namens dieser Kommiffion theilt Herr Adam mit, daß, da die Umwandlung der alten Gewerfs- Krankenkasse nicht mehr möglich, und eine lokale freie Hilfskaffe nicht eristenz fähig fei, die Kommission fich entschlossen habe, den Mechanikern und Optikern den Anschluß an eine zentralisirte eingeschriebene freie Hilfskaffe zu empfehlen und habe fie fich demzufolge bereits mit den Vorständen zweier derartiger Kaffen in Verbindung gesezt und zwar mit dem der deutschen Metallarbeiter taffe und dem der Goldschmiedekasse, welche erstere ihren Sit in Hamburg, die lettere in Schwäbisch- Gmünd hat. Beide Kaffen nehmen bis zum 45. Lebensjahre auf und gewährt: die erstere bei 40 Pf. Wochenbeitrag 13 M. 80 Pf., bei 30 Pf. Beitrag 12 M. wöchentliche Krankenunterstügung, und in beiden Fällen ein Sterbegeld von 75 M. Die lettere bei 50 Pf. pr. Woche 20 M. Krantenunterstügung und 120 M. Sterbegeld, bei 30 Pf. pr. Woche 12 M. Krantenunterſtügung und 90 M. Sterbegeld. Doch nimmt diese Kaffe nur die Feins mechaniker, welche weniger Unfällen als die in Fabrikbetrieben beschäftigten Mechaniter ausgesetzt sind, auf. Meldungen zu einer dieser Kaffen nimmt der Vorstand des Vereins Berliner Mechaniker jeden Donnerstag Abend im Restaurant Mend, Alte Jakobstr. 128 entgegen. Der Verein der Einsezer( Tischler) hält am fünftigen Sonntag seine regelmäßige Versammlung im Vereinslokal, Holzmarktstr. 8 ab. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Die Kollegen werden ersucht recht zahl reich am Plage zu sein. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. zum Vermischtes. Der schiefe Thurm von Terlan, der sich inmitten einer herrlichen Weingegend erhebt, hat einen Kapuzinerpater nachstehenden Versen begeistert: Warum steht zu Terlan der Kirchthurm gebückt? Was hat wohl dem Alten den Standpunkt verrüdt? Der Alte er hörte von Weinpantscherei, Da wollt' er halt lugen, was Wahres d'ran sei. Und wie er fich beugt über Keller und Faß, Erschrat er so start, daß er's Aufstehen vergaß. So laßt denn nun endlich' mal' s Weinpantschen sein, Sonst. fallen noch rings alle Kirchenthürm' ein! Abbestellt. Ein Maurer verliert bei der Arbeit das Gleich gewicht und stürzt vom Gerüste. Im Momente des Fallens schreit er:„ Gerechter Herrgott im Himmel, steh mir bei!" Sein Kollege unten hört das, springt herbei und ruft: ,, nicht mehr nöthig! Jd fange dir!" Dümmer als erlaubt. Im August d. J. erschien vor dem Sekretär eines fleinen Amtsgerichts in Dftfriesland ein Wittwer zur Feststellung seiner und feiner verstorbenen Frau Berfonalien, da er beabsichtigt, fich wieder zu verheirather Wie hieß Ihre verstorbene Frau?"- Grietje."- Familien name?" Hier war der fritische Punkt. Der Mann wußte weder, wie seine Frau, mit der er von 1870-1878 verheirathe gewesen, vorher geheißen, noch konnte er deren Geburtsort an geben. Das Einzige, dessen er sich entfinnen fonnte, war be Vorname und der Ort, wo die Frau starb. Somit bleibt dem unglücklichen Heirathstandidaten nichts übrig, als die Hochze auszuseßen, bis die Personalien seiner ersten Frau festgestell find. Ein interessantes Seitenstück hierzu theilt der, f.. mit: Ein Landbriefträger in Esens hatte einen Brief an einen Landmann in Barkholt zu bestellen. Da derselbe dieſe Tour erst fürzlich übernommen hatte und in der Gegend no nicht sehr bekannt war, so fragt er vorsichtshalber in dem betr. Hause an, ob der Adresat hier auch wohne. Die allein anwesende Frau war indeß nicht im Stande, den Staum namen ihres Mannes( mit dem sie bereits mehrere Jahre ver heirathet ist) anzugeben, und erst der gleich darauf eintretende Hausherr fonnte dem etwas verblüfft dreinschauenden Brief boten die gewünschte Auskunft ertheilen. Empfindlich gegen weibliche Reize. Das Pferd des General Sheridan wurde nach dem Sieg bei Winchester weit und breit als Erretter der Schlacht verschrien. Seiner Schnellig feit war es zu danken, daß der General wie im Fegefeuer durch das Shenandoathal sezte. um noch rechtzeitig bei Windchefter cinzutreffen, auf dem Rücken seines wackeren Thieres bis in die vorderen Reihen der Rämpfenden zu dringen und fast zusammenbrechend die Fahne zu erobern. Die patriotischen Herzen der Amerikaner machten aus dem Schimmel, der ihn getragen, einen Helden. Haufenweise strömte das Volf getragen, einen Helden. Haufenweise strömte das Volk Generals, Stallmeister des um durch Diesen die Besichtigung des verdienstvollen Pferdes zu er= langen. Seltsamerweise verblieb das Thier bei allen männlichen Besuchern völlig ungerührt, während es beim Nahen von Damen in eigenartige Unruhe verfiel und merkliche Nervofität verrieth, den Kopf scheu hin und her wandte, den Schweif einzog und den Körper eigenfinnig an die Bretterwand des Stalles drückte. Ueber das seltsame Gebahren des Thieres aufs Höchste entrüstet, beschloß der würdige Diener, seinem Herrn von der offenbaren ,, Empfindlichkeit" seines Lieblingspferdes Kenntniß zu geben. Was?" rief der General lächelnd, so entartet wäre der Geschmack meines Pferdes, daß es in Gegenwart schöner Damen die Haltung verlöre?- Du mußt Dich täuschen, Alter!" Patrick ließ sich nicht abweisen. Er versicherte eindringlich die Wahrheit seiner Behauptung und ersuchte den General, fich doch selbst von des Thieres Gebahren überzeugen zu wollen. So rufe mich also, wenn Damen antreten", entgegnete gutmüthig lachend der ungläubige Herr, und Patrick zog sich befriedigt zurück. Wenige Tage darauf meldete er dem General das Erscheinen mehrerer weiblicher Gäste vor der Krippe des vielgepriesenen Thieres. Sheridan folgte dem besorgt dreinschauenden Diener in den Stall, nahm ungesehen von den Damen hinter dem Heuschober Posten und beachtete sein Pferd. So lange der gute Patrid neben der Krippe stand, entdeckte der General an dem Schimmel nichts Außergewöhnliches; plößlich aber da der Diener zurücktrat, um den übrigen Pferden das Abendmahl zu reichen- ge wahrte er, wie das Thierscheinbar durch die alleinige Nähe der weiblichen Gäste verlegen- die erstaunlichsten Zeichen von Unruhe an den Tag zu legen begann. Der General wurde ernsthaft. Er beobachtete prüfend die Gruppe. Die Damen näherten sich dem Thiere, streifen, der nerhr. In der Versammlung von Mitgliedern der alten Krankentasse der Gigarrenarbeiter, welche am Dienstag Naunynstraße 28 stattfand, legten im Namen der behufs Erledigung der Krankenkassen- Angelegenheit eingesetten Kommission die Herren Butry und Klemmer von Neuem die thatsächlichen Verhältnisse und die Gründe dar, durch welche die Rommisfion und eine große Anzahl von Mitgliedern zu dem Entschluß gebracht worden seien, aus der alten Kaffe auszutreten und in die in Berlin unter dem Namen: ,, Allgemeine Kranten- und Sterbelaffe der Cigarrenarbeiter, Sortirer und Spinner" bestehende freie Hilfskaffe, die sich in die in Hamburg domizilirte Centralfasse der Tabatarbeiter Deutschlands aufnehmen laffen will, einzutreten. Sie wiesen darauf hin, daß dieser Entschluß in der sehr zahlreich besucht gewesenen Mitglieder Versammlung, die im Norden der Stadt am 25. Auguft stattgefunden, mit allen gegen 9 Stimmen gut geheißen worden ist, und forderten schließlich die Anwesenden auf, durch Einzeichnung ihrer Namen in die ausgelegten Listen befunden zu wollen, daß auch sie bereit seien, den Entschluß auszufüh ren. Es gaben dieser Aufforderung sofort etwa 50 von den Anwesenden Folge, so daß die Anzahl der aus der alten Kaffe aus- und in die neue Kaffe eintretenden Mitglieder jetzt bereits etwa 200 beträgt. In der dann noch folgenden Diskussion wurde mitgetheilt, daß die Vorstände der freien Hilfskaffen Berlins eine Kommission behufs Gründung eines Aerzte- Verbandes für Berlin, resp. eines Medizinalverbandes für sämmtliche freie Hiltskaffen Deutschlands eingesezt haben. Hamburg. Anläßlich eines Schiffszimmererstrikes auf der Blohm und Boß'schen Schiffswerft wurder. drei Vereinsmit glieder, Schwertfeger, Groß und Sohns, Sonntag verhaftet. Bon Rostoc verschriebene Simmerer find unter Bergütung feitens des Strife Vereins nach Rostoc zurückgekehrt. Der wegen Entfaltung einer aufrührerischen sozialistischen Fahne angeklagte Kolporteur Breuer wurde wegen Verbreitung des ,, Sozialdemokrat" verhaftet. M Theater. Königliches Opernhaus: Donnerstag: 178. Vorstellung. Lohengrin. Königliches Schauspielhaus: Donnerstag: 180. Borstellung. Roderich Heller. Deutsches Theater: Donnerstag: Die Karlsschüler. Schauspiel in 5 Aufzügen von Heinrich Laube. Bellealliance- Theater: Donnerstag: Zweites Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Frau Marie Seebach. Mutter und Sohn. Neues Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Donnerstag: Der Bettelstudent. Walhalla- Operetten- Theater: Donnerstag: Rofina. Central- Theater: = Briefkaften der Redaktion. Abonnent G. J. Der Vertrag läuft bis zum 1. prl! 1887. Der Umstand, daß Ihr Vermiether das Haus verkauft hat, ändert an der Dauer des Vertrages Nichts. Eine Steige rung im Miethspreise brauchen Sie fich nicht gefallen laffen. vösen Buckungen desselben nicht achtend, den glänzenden Rücken und der General hielt sich nicht länger. Hinter dem Heuschober hervor erscholl unbändiges Gelächter Der Diener eilte mit einem verblüfften Geficht herbei, während die Damen fich mit verlegener Haft entfernten. Sieh her," sagte der GeAlte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Donnerstag: Bum 49. Male: Jäger Liebchen. Gesangspoffe in 4 Aften von L. Treptow; Couplets u. Quodlibets v. G. Görß. Mufit von G. Steffens. Kaffen- Eröffnung 61 Uhr, Anfang der Vorstellung 7%, Uhr. Residenz- Theater: W. R., Landwehrstr. Erst nach Einsicht der Vormund ist es, fich in der Angelegenheit an einen Rechtsanwalt wenden. Nr. erscheint fri in's Rammer zach b Rubol Dhne nannte no Landesver ving Han Wer ein wiffen mer ift? Besten auch noch 1878, bei ichlagend Reidge N Schaden Pücklerstr. J. Wenn das Gefinde der Herrschaft vo fäglichen oder aus groben oder müßigen Versehen Schaden fügt, so ist es verpflichtet, denselben zu ersetzen. H. W. 10. Die Anfrage ist unflar gehalten. Handel es sich um einen Gewerbebetrieb im Umherziehen, so muß ein Wandergewerbeschein bei dem Polizeipräsidium in Antrag g bracht werden. Ein derartiger Schein wird aber in der Regel Personen unter 21 Jahren nicht ertheilt. Nr. 339. Wenn das Haus baufällig ist, so find Sie zu Räumung verpflichtet. Eine Schadenersatzforderung lönne Sie nur dann beanspruchen, wenn der Vermiether trop Kennt neral, aus seinem Versteck hervortretend und den schmal ge- niß vom baufälligen Zustande des Hauses das Geschäftslotal Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Donnerstag: Bum sechsten Male: Die Sirene.( La Flam boyante.) Vorher, Vorher, zum fünften Male: Der erste April. wordenen Schweif des zitternden Thieres durch die Finger glei ten laffend ,,, fieh her - hier erklärt sich meines armen Pfer- Schadenersasforderung wird in der Differenz des Miethspreise des Empfindlichkeit gegen Damen einzeln rupfen fie ihm die Haare aus dem Schweif, um von meinem beflagenswerth berühmten Thiere ein Andenken zu haben. Schimmelchen, ich verstehe Deine Abneigung. Sperren fie fünftig die Thüre zu, Batrid für die alte und des Zinses für die neue Wohnung und in dem Ersatz des täglich von Ihnen in dem alten Geschäftslolake erzielten Durchschnittsgewinnes bestehen. die Gefühle meines Schimmels verdienen geachtet stift beschriebene Karte ging uns in einem vollständig unleje zu werden. Die Parole lautete fortan: Keine Damen!" Die General- Versammlung der Mitglieder der Central- Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen( Eingeschriebene Hifskaffe Nr. 26 Offenbach a.M.) findet Sonntag, den 21. Sept., Nachmittags 3 Uhr, im Relichen Zustande zu. 805 unser Geschäft der Feiertage wegen geschlossen. Sonnabend, den 20. und Sonntag den 21. b. M. bleibt Jacobi& Adam, Spandauerftr. 49. Unsere werthen Kunden, sowie auch diejenigen Herren ftaurant Mehlert", Andreasstr. 56 statt. Bitte jedes Mit Schneidermeister, die es werden wollen, werden gebeten, Louisenstädtisches Theater: Donnerstag: Drittes Gesammtgastspiel der Liliputaner.( Die fieben Zwerge). Robert und Bertram. Große Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Abtheilungen von G. Räder. Anfang 7 Uhr. Vittoria- Theater. Donnerstag: Die Here. glied pünktlich zu erscheinen. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Oftend- Theater: Donnerstag: Extravorstellung unter Mitwirkung namhafter Bäfte: Der Rattenfänger von Hameln. Phantastisches Bolts ftück mit Gesang in 8 Bildern von Dr. G. Braun. Mufit Don Hübner- Trams. Wallner Theater: Zum 6. Male: Lottchen's Spieltamerad. Arbeitsmarkt. unsere bereits fertig gestellten neuen Muster in 798 Der prov. Bevollmächtigte 6. Richter, Andreasstr. 20, of r. 3 Tt. als in 802 Große öffentliche Generalversammlung 716] Tüchtige Stuhlflechterinnen in und außer dem Hause, dauernde und lohnende Beschäftigung, verlangt R. Fertau, Naunynftr. 88, H. r. 1806 803 Gef. auf Möbel verl. Adalbertr. 30, II. Eine Botenfrau verlangt Beitungsspedition Bernauerstr. 31. Apparat- Führer. der Metallarbeiter Berlins. Freitag, den 19. September, Abends 7 Uhr, im Lokale Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Diskussion über den Verwaltungsbericht. 2. Neuwahl der Lohnkommission. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen eines jeden Metallarbeiters zu dieser Versammlung ist dringend nothwendig. Für eine große Sprit- Fabrik wird bei hohem Sehalte ein tüchtiger Apparatführer gesucht. Dff. mit Beugniß Abschr. an Rudolf Mose, Berlin SW. sub J. K. 9856 erbeten. 808 Die Kommiffion. Gürtler- Gesellenschaft. Außerordentliche Generalversammlung am Sonntag, den 21. Sept., Vorm. 11 Uhr, im Louisenstädt. Konzerthause, Alte Jakobftr. 37. Tages- Ordnung: 1. Soll unfererseits ein Ortstrantentassen Statut ausgearbeitet werden? 2. Diskussion über den Anschluß der Nadler an unsere Drtsfranken- Kaffe. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Nur Kaffenmitglieder haben Zutritt. Einladung. 807 Die vereinigten Bau- Anschläger Berlins und Umgegend veranstalten am 20. September 1884, 804 zum Besten der Weihnachtsbescheerung für Kinder der Mitglieder ein Kränzchen, Winterpaletotstoffen Winterbukskins in Empfang zu nehmen, bevor dieselben vergriffen werden. Da der Zweck ein wohlthätiger ist, bitten um eine recht rege Betheiligung. Das Fest findet statt in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39, Anfang Abends 8 Uhr. Für einen recht fröhlichen Abend sorgt Das Komite. Hochachtungsvoll Jacobi& Adam, Spandauerstr. 49. Lager sämmtlicher Artikel für Engros. Herren- Schneider. 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Vollabl." su beben Arbeiter Die Nr. 8 der humoristischen Blätter Der wahre i mann, Kottbuſer Ulfer 27, Hillmann, Fehrbellinerfſtr. 24, Marcs, Deutscher Handwerker- u. Maller, Kommandantenftr. 61, Dochow, Rügenerftr. 10, Hegel Dranienftr. 186, Wulfow, Prenzlauer Allee 18, Ferdinand, Gerichtstr. 21 u. 22,&. I. III. [ 790 Bimmerftr. 44, vorräthig. Breis 50 Bf. ist erschienen und in der Expedition des Berl. Bollsblatt Unentgeltlicher Arbeitsnachweis der Metallarbeiter Ritterftraße 123. Morgens und Abends v. 8-9. Daselbst lönnen Bwei junge Leute finden fr. Schlafstelle. Näheres AdalMetallbrücker u. Klempner Arbeit nachgewiesen erhalten.[ 789bertstraße 20, of L. IV. bei Brause. Berantwortlicher Redacteur St. Cronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Stern eine Beilage unb tropic Tablichte befuchen." ber 3 getbeilt. man bitte Dir D. Befchent Heine Sour um es d trift, Jen niemals v Stanbe, b fo batte fegen