希 ta. 18 Ter ars wed em en D. en. et; ang Crat Der FQU ab, rie 11. et ber, ite rit, Des ber, an ema cht wills tarb cau und bie Bas Jen end sten bem tg. ern zum beit ilfte einer ächft ander artie ürn ferei cenze Men! cen" auch ichen bas Sie rlifte liner ition [ 863 Cabel e I e.) aller trum, tober 355 acob" aben. flage Nr. 149. Freitag, 26. September 1884. L. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt fcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. bonnementspreis für Berlin fed in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mark, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Rimmers 5 Bf. Bostabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VHI. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, fowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Abonnements- Einladung. Bum bevorstehenden Vierteljahreswechsel erlauben wir uns alle Arbeiter zum Abonnement auf das Berliner Volksblatt" einzuladen. Daffelbe lostet für das ganze Vierteljahr 3 Mark, Mark, für den Monat Oktober frei ins Haus 1 Mark. Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, fowie in der Expedition, Bimmerstr. 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements für das nächste Quartal zum Preise von 3 Mart entgegen. Redaktion und Expedition des„ Berliner Boltsblatt". Das Submissionswesen. monopolifirt wäre. Ueberdies giebt es großartige Lieferungen fagen wir eine Million Eisenbahnschwellen-, mit denen sich die Innungsmeister doch wohl kaum befassen könnten; außerdem aber auch allerlei Arbeiten an Eisenbahnen, Kanälen u. s. w., die doch auch wohl nicht von den Innungsmeistern übernommen werden könnten. Man fagt von einem Kinde, welches in großer Gier auf seinen Teller mehr füllt, als es essen tann:„ Deine Augen sind größer, als Dein Mund!" Den Innungsmeistern fann man zurufen: ,, Eure Begierde ist größer, als Euer Rönnen!" meistern kann man zurufen:„ Eure Begierde ist größer, als Von einer Besprechung der übrigen Reformvorschläge, die uns in der Presse in der letzten Zeit begegnet sind, fönnen wir um so mehr Abstand nehmen, als dieselben derart allgemein gehalten sind, daß ihnen die greifbare Gestalt fehlt. Man redet da von einem gerechten Preise", ber gezahlt werden soll und der nach dem allgemeinen Marktpreise" festgestellt wird. Der allgemeine Marktpreis" aber regelt sich wieder nach Angebot und Nachfrage, ist also auch nur ein Submissionsverfahren im weiteren Sinne. Durch solche Vorschläge kommt man nicht aus dem Wie man vernimmt, ist die preußische Regierung damit Sirkeltanze hinaus. beschäftigt, eine Revision des Submissionswesens vorzubereiten. Nöthig ist eine Revision sicherlich, doch wird unferes Erachtens das Uebel damit nicht gehoben; wir wünschen Abfchaffung des Submissionsverfahrens, wenigstens soweit Staat und Gemeinde dabei in Betracht kommen. Hören wir zuerst den Haupteinwand an, der von verschiebenen Seiten gegen das heutige Submissionsverfahren vorgebracht wird: " Wir haben oben den Haupteinwand gegen das gegenwärtige Submiffionsverfahren, wie er von verschiebenen Seiten gemacht wird, mitgetheilt. Der Generaleinwand gegen dasselbe scheint aber vergessen zu sein. Durch die Vergebung der Lieferungen und Arbeiten an den Mindestfordernden werden die ohnehin schon fo geringen Arbeitslöhne noch tiefer herabgebrückt! Der Meister ob Innungsmeister oder nicht, der Staat und Gemeinde fragten bei der Vergebung von Fabrikant, der Unternehmer überhaupt fie suchen alle aus ihren Unternehmungen den größtmöglichen Profit für Billigkeit und dann erst nach der Dauerhaftigkeit, Gebiegen fich herauszuschlagen. Je geringere Preiſe fie nun für ihre heit und Schönheit. Dadurch wird nur eine& leu ber- Lieferungen erhalten, desto geringere Löhne werden sie leser Ronkurrenz befördert, die zum Schaden des Gewerbes zahlen. Am Material fönnen sie nicht immmer auf die Preise drückt und die Unternehmer indirekt zu allerlei unreellen Auskunftsmitteln zwingt, welche besonders bei Herstellung von öffentlichen Bauten manchmal schon sich als Angebot von Händen die Nachfrage übersteigt. unheilvoll bewiesen haben und das allgemeine Wohl beein trächtigen. sparen, ba dasselbe untersucht wird, aber die Löhne kön nen sie in der heutigen Zeit immer herabdrücken, da das Da liegt der Generaleinwand gegen das jetzt beliebte Submissionsverfahren. Und je größer ein Unternehmen, desto größer auch die Gefahr, daß die Löhne auf irgend eine Art und Weise wohl, sich Das ist der Haupteinwand, der gegen das jezige Submissionsverfahren gemacht wird. recht llar, und müssen wir erst die Vorschläge der Regie das nicht gefallen lassen, daß sie eventuell die Arbeit einsoll, ist uns nicht tung abwarten, ehe wir uns darüber äußern können. stellen sollen das klingt recht schön, aber die Unternehmer Die ziehen dann fremde Arbeitskräfte heran. Wir erinnern uns an die im vorigen Jahre vom preußischen nach denselben sollen ver= die öffentlichen Arbeiten und alle Lieferungen nur an Innungs- Staate gleichfalls auf dem Submissionswege meister vergeben werden. Wir glauben, daß dann die Ar- dungenen Arbeiten an dem Mainkanal, an welchem schließlich beit erst recht schlecht und billig" ausfallen würde, da sie gar keine deutschen Arbeiter mehr beschäftigt wurden, fonRadbrud verboten.] 591 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rosen. ( Fortsetzung) Jasper," sagte fie, ich habe Dir eine furchtbare Geschichte mitzutheilen." Erzähle mir Alles, nur nicht, daß Deine Liebe für mich erfaltet ist." ,, Das könnte ich nicht sagen," erwiderte fte einfach, denn es wäre nicht wahr. Was ich Dir aber eröffnen muß, ist leider eine tief traurige Wahrheit und wird Dir ein Grauen vor mir Niemals! Niemals!" Sie fam mit ficherem Schritt näher und näher und gerade einflößen." auf ihn zu, bis er unter dem Muslin ihres weißen Kleides bas Wogen ihres Busens bemerkte und ihre weißen Arme durch das leichte Gewebe des Shawls schimmern sah, welchen fe übergeworfen hatte. Dhne ihn zu bemerken, war fie faft dicht an ihn herangekommen, aber die Liebe Jasper's ließ sich Don der Vernunft nicht länger zügeln. Er schloß fie in seine Arme, er füßte ihr Mund und Stirn. Myra, meine geliebte Myra!" jauchzte er. So laß uns ins Haus gehen. Komm in das Bibliothekzimmer. Mir ist, als müßte ich sterben, wenn ich das entsetzliche Geheimniß noch länger verschweige. Ich wagte nicht, es irgend einem Anderen anzuvertrauen." Sie gingen auf das Wohngebäude zu. Jest weiß ich nicht, wie wir hinein gelangen sollen, denn ich weiß nicht, auf welche Weise ich hinaus tam. Es Das brachte fie zum Bewußtsein. Sie hatte die hohe muß durch die weftliche Thür nächst meinem Schlafzimmer gebreitschultrige Gestalt mit den sonnverbrannten Zügen und dem leicht ergrautem Haar, die in ihrem Wege stand, nicht wieder erlannt, aber seine Stimme schlug vertraut an ihr Dhr. Es blieb ihr feine Zeit, Fragen oder Zweifel oder Be fürchtungen auszusprechen. Ihr ganzes Herz durchdrang der Lon, mit welchem sie ausrief: ,, D, Jasper, mein Jasper!" wesen sein; jene Thür öffnet sich geräuschlos." Sie fanden die bezeichnete Thür offen, Myra führte Jasper in das Bibliothekzimmer und zündete das Gas an. Und dann erzählte sie ihre lange geheime Leidensgeschichte, von den Briefen, die sie ihm geschrieben und von den an Wahnsinn grenzenden Kummer, den fie empfunden, als sie die Möglichkeit vor fich sah, ihr ihm gegebenes Versprechen nicht Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und schluchzte erfüllen zu können. Sie berichtete von ihrer Eifersucht auf leife. Jasper murmelte, fie sei unverändert dieselbe, nur lieb licher, und ihn theurer, als jemals. Er sagte ihr, wie er fich Die langen, einsamen, qualvollen Jahre hindurch nach ihr ge febnt babe, wie er fich gefürchtet, fie sei verheirathet und wie et fich zuletzt eingebildet, fie habe ihn vollständig vergeffen. Und Myra erzählte ihm, wie sie ihn betrauert und wie Fanny's Kind, ihre Enttäuschung darüber, daß es lebte und gedieh, von ihrer beständig wiederkehrenden Vorstellung, wie viel beffer es für alle Theile wäre, wenn das kleine Wesen stürbe, und von jener entsegensvollen Nacht, in welcher der Knabe verschwand. Ich bin überzeugt, daß ich ihn aus dem Schloffe fort He Wittmentleider um ihn getragen habe, biß fie vor Kurzem trug," sagte fte. Wir träumte, ich hätte ihn in das Refer gehört, er lebe noch. in ihrem Dhr, aber das Gespenst der Vergangenheit stieg Jasper's Arme hielten sie umschlungen, seine Stimme flang um so drobender vor ihr auf. Die lange Einsamkeit, die Lobesqual des bitteren Geheimnisses, das ihre Seele mit voir geschleudert, aber in dem Wasserbehälter wurde kein Kind gefunden, obgleich der Nachtwächter daselbst behauptete, eine Frau gesehen zu haben, welche um Mitternacht einen Säugling hineinwarf. Ein anderer Mann, welcher vorgab, über des Knaben Schicksale genau unterrichtet zu sein, erklärte, leglich, daß ich den Erben meines Vaters aus seinem Eigenfo verzehrendem Kummer erfüllt und fie talt und schweigsam ihn im Felde gefunden zu haben. Ich fann nicht mit Ge gegen ihre Umgebung gemacht hatte, zog wieder an ihrem wißheit fagen, was ich mit ihm that, aber ich fühle unwiderBemüth vorüber. Sie konnte, fie wollte es nicht länger er= tragen. Da stand Einer, der ihr glauben, der fie verstehen thum verdrängte und das Kind ist durch meine Schuld ent würde. Beffer, viel beffer, er erfuhr die Wahrheit, als daß weder eines elenden Todes gestorben, oder es ist in einer bibe. Er schien ihr ein Felsen an Kraft und treuer Bestän- Sch stand hier inmitten dieser Reichthümer, die ich auf graus fich tausend entfeßliche derfelben fern liegende Dinge ein- lasterhaften, moralisch verpesteten Umgebung aufgewachsen. Digteit. fame Art erworben und ungerechter Weise behalten hatte. dern nur italienische, die für einen Tagelohn von einer Mark die Arbeiten verrichteten! Durch des Submissionswesen des Staates und der Gemeinden wird somit die nationale Arbeit geschädigt, das bekannte ,, billig und schlecht" wird protegirt, und den nationalen Arbeitern wird der Lohn gedrückt. " 1 Wie verträgt sich das mit dem Schuße der nationalen Arbeit"? Wie verträgt sich das mit der Fürsorge des Staates" für die nothleidenden Arbeiter? Wie verträgt sich das mit der viel gepriesenen Sozial- Reform überhaupt? Und alle Reforinvorschläge werden da nicht helfen. Es muß eine Radikaltur vorgenommen werden und die ist, daß der Staat, die Gemeinden, wo es eben angänglich ist, selbst den Unternehmer spielen. Dies geht selbstverständlich bei allen größeren Bauten, besonders bei Ranal- und Eisenbahnbauten sehr leicht, aber auch bei vielen anderen Arbeiten und Lieferungen. Dann würde mit dem Submissionswesen selbst zunächst die dabei stattfindende unwürdige Konkurrenz aufhören; ferner könnte man den Staat und die Gemeinden verantwortlich machen für das billig und schlecht" und für die niederen Arbeitslöhne. Und diese Verantwortlichkeit würde bald schon zu etwas besseren Zuständen nach dieser Richtung hin führen. Das politische Duell ist in Frankreich zu einer Mode geworden, die allgemein be fannt ist. In diesem Punkte haben die Franzosen jedenfalls Rückschritte gemacht. Als im Jahre 1789 und 1790 die degengewandten Anhänger des mancien régime" barauf ausgingen, die politischen Prinsipientämpfe persönlich in Duellen mit den Vertretern der neuen Ideen auszufechten, da protestirte die ,, öf fentliche Meinung" und legte das Volk fich in's Mittel, indem es seinen Vertretern einfach die Annahme von Herausforderungen verbot, und ein paar der abeligen ,, Degenritter" durch Eintauchen in den Teich des Palais Royal oder National abkühlte, und zu einer vernünftigen Auffassung der politischen Kämpfe bekehrte. Mit dem Falle der Republik und dem Aufkommen des napo leonischen Kaiserthums fam natürlich auch der Duellunfug, der in der alten Monarchie so arg graffirt hatte, wieder auf, und hat fich leider ununterbrochen, nur bald stärker bald schwächer, bis in die neueste Zeit erhalten. Wenn ein französischer Journalist einen anderen angreift, muß er darauf gefaßt fein, ihm mit dem Degen in der Hand Rebe zu stehen; und der Beleidigte ift verpflichtet, Genugthuung auf der Mensur( dem Duelllamp play) zu fordern. Unsere Ansichten über das Duell, so schreibt die ,, Hamburger Bürgerzeitung", der wir diesen Artikel entnehmen, find den Lesern bekannt. Wir brauchen also nicht noch besonders Ich fühlte, daß der Born des Himmels auf mir ruhte, und daß die Welt mich verabscheuen würde, wenn sie erführe, was geschehen sei. Aber ich vermochte es nicht, ein Geständniß ab zulegen. Denn was sollte ich eigentlich gestehen? Oder wel chen Zwed sollte dasselbe haben, so lange der Knabe nicht wiedergefunden wurde? Und nun, Jasper, baffe mich und verlaffe mich, denn in den Augen Gottes bin ich eine Mörderin! Myra weinte bitterlich. Die krankhaften Schrecken und Selbstanklagen ihres ganzen vergangenen Lebens erschütterten aufs Neue ihr Gemüth. Unsinn!" sagte Jasper feft. Diese Angelegenheit muß aufgeklärt und entwirrt werden. Muth, Geliebte! Weiß oder vermuthet außer Dir noch irgend Jemand etwas von der Sache Sch glaube, mein Vetter Wrigley, denn einmal drohte er mir mit meinem nächtlichen Gange nach dem Wasserbehälter, aber ich trat ihm fühn gegenüber und schüchterte ihn meinerseits durch Drohungen ein. Auch Elsa Wallace scheint darum zu wiffen." In diesem Moment wurde die Thür des Bibliothekzimmers geöffnet und Elsa blickte spähend hinein und entdeckte mit Erftaunen Myra in ihrem Lieblingsfit, dem Lehnseffel ihres ver storbenen Vaters, und Jasper in einem anderen Seffel dicht an ihrer Seite, ihre Hand in der seinigen und seine Augen voll innigster Liebe auf fte gerichtet. Elsa's unwillkürlicher Ausruf lenkte die Aufmerksamkeit des Paares auf sich. Frau Wallace war in dem Bimmer ihrer Gebieterin gewesen, um nachzusehen, wie sie schlafe, und hatte es leer gefunden. Sie suchte eiligst in Bark und Garten nach ihr, und da ste ihr dort nirgends begegnete, stürmte fie den verhängnißvollen Weg entlang, der Myra schon wieder holt angezogen hatte. Ihre Mühe war vergebens. Angst voll kehrte sie zurück, um die Dienerschaft zu wecken, und nach ihrer Herrin auszuschicken, als ein Geräusch von Stimmen aus der Bibliothek zu ihr drang, und ein Lichtschimmer fie dorthin rief. Elsa, treten Sie näher," bat Jasper Fizroy. Fräulein Barth fagte mir, daß Sie der Meinung find, sie hätte sich ihres Brüderchens entledigt, indem sie ihr ins Waffer warf. Dnein, fie that es nicht, fte that es nicht! Wie können Sie nur so etwas von sich behaupten, mein süßes Lamm? Und wenn sie es wirklich gethan hat, so geschah es im Schlaf und sie ist so unschuldig daran, wie ein neugeborenes Kind. Warum erzählen Sie folche mürrischen Geschichten, mein Engel!" xu versichern, daß wir die französische Mode des politischen Duells auf's Entschiedenste mißbilligen, ja verurtheilcn. Und doch find wir, angesichts der neuesten Vorgänge, die sich jetzt in Berlin abspielen, fast geneigt, dem politischen Duell, wie es in Frankreich bestebt, eine günstige Seite abzugewinnen. Der französische Journalist oder Redner hat, wenn er von Gegnem oder gegnerischen Parteien spricht, stets das Gefühl der persönlichen Verantwortlichkeit— er weiß, daß wenn er Jemanden beleidigt oder beschimpft, er diesem Genugthuung zu geben hat. Und das ist dem Ton der Polemik unzweifelhaft zu Statten gekommen. So witzig und beißend sich ein Jeder zu sein bestrebt, so vorsichtig werden rohe Ausdrücke vermieden. Wie ganz anders bei uns! Entsprechend unseren weniger feinen Sitten, war der Ton der Polemik in Deutschland stets ein etwas gröberer, was sich zum Bei- spiel bei den deutschen Professoren sehr häufig zeigt, die von jeher— natürlich mit einigen Ausnahmen— durch die Abwesenheit attischer Bildung(und meist auch attischen Salzes) geglänzt haben. Ganz besonvers tritt dies aber in der politischen Polemik hervor; und nirgends in ganz Deutschland hat sie einen so brutalen, pöbelhaften Ton angenommen, wie neuerdings in Berlin. Wenn wir lesen, wie die Herren Richter, Stöcker, Henrici, Wagner und Konsorten einander in den Wähler-Versamm- lungen behandeln und tituliren, dann wird unsere Erheiterung über das Fallenlassen der„gebildeten" Maske beinahe erdrückt durch unwiderstehlichen Ekel, und wir fragen uns erstaunt: Ist das möglich in einem gebildeten Lande? Die„Schufte", „Lumpe",„dunklen Ehrenmänner",„Schwindler", und ähnliche �pithcta ornantia" fliegen da, meist angeheftet an ehrenrührige Beschuldigungen, hageldicht durch die Luft— kurz, die Sprache und die Gewohnheiten der Verkäuferinnen auf einem Fisch- markte. Wir haben die politischen Kämpfe Frankreichs m den letzten Jahrzehnten verfolgt,— die Geister find dort mitunter noch weit heftiger auf einandergeplatzt, als das in Deutsch- land jetzt der Fall ist, allein solche Orgieen der Pöbel- Hastig feit sind uns daselbst doch noch nicht vorgekommen. Das Schönste ist, daß ein Priester der Religion der Liebe, und gar ein Hofprcdiger, die vornehmste, gewissermaßen die leitende Rolle in diesem widerlichen Hexensabbath spielt! So viel steht fest: wenn die Herren Slöcker, Richter, Wagner und Konsorten für jedes von ihnen gesprochene oder geschriebene Wort sich persönlich verantwortlich fühlten, dann blieben dem Volke diese ekelhaften Szenen erspart. Damit soll natürlich nicht gesagt sein, daß wir die Ein- führung des politischen Duells wünschten. Aber sollte es denn nicht möglich sein, daß deutsche Poli- tikcr und Parteiführer es lernen, vie Sprache anständiger und gebildeter Menschen zu reden und zu schreibend politische lleberstcht. Ausweisungen auf Grnnd des Sozialistengesetzes. Ein Korrespondent des„Westfälischen Merkur schreibt:„Es ist gewiß angezeigt, besonders in unserer raschlebigen Zeit, den Blick hin und wrevcr rückwärts zu lenken und zu untersuchen, welche Folgen die Maßregeln gehabt haben, die man sich de- reits als eine dauernde Reichsinstitution zu betrachten gewöhnt hat. Es find bisher auf Grund des kleinen Belagerungszu- standes ausgewiesen worden: aus Berlin und Umgebung 196, aus Hamburg- Altona 210, aus Harburg 89 und aus Leipzig und Umgebung 75 Personen, zusammen 570 Ausweisungen. Da wohl nahezu der Ausgewiesenen verheirathet waren, so kann man sich denken, welche Summe von Elend sich hinter diesen trockenen Ziffern verbirgt. Wenn sich auch die Partei- genoffen der Familien der Ausgewiesinen nach Möglichkeit angenommen haben, so find doch auch die Fälle nicht selten, in denen die Hilfe nicht ausreichte, zumal die Sammlungen polizeilich inhibirt wurden, und wo dann die betreffenden Fa- Milien der Armenpflege anheimfielen. Die Ausgewiesenen aber durchziehen als verbitterte Menschen das Land und find die fanatischsten Apostel ihrer Partei. Den obigen 570 Aus- Weisungen stehen, soweit uns bekannt geworden, nur 43 Zurücknahmen der Ausweisungen gegenüber, nämlich in Berlin 19, in Hamburg zc. 23 und in Leipzig 1 Em großer Theil der von der Ausweisungs- Maßregel Betroffenen ist erst aus Berlin, dann aus Hamburg- Altona, später aus Harburg und zuletzt aus Leipzig ausgewiesen worden."— Wir glauben, daß der Korrespondent des„Wests. M." bei seinen Ausführungen wohl noch hinter der Wirklichkeit zurückbleibt, doch können wir dies nickt mit Bestimmtheit behaupten, da uns gegenwärtig kein authentisches Material zur Verfugung steht. Der„Reichsauzeiger" veröffentlicht eine ministerielle Verordnung detreffend die Ausführung des§ 2 des Gesetzes gegen den verbrecherischen und gemeingefährlichen Gebrauch von Sprengstoffen......... �.., Verbot. Auf Grund des Sozialistengesetzes ist der Auf- ruf:„An die Reichstagswähler im Hcrzogthum Gotha", welcher mit den Worten beginnt:„Wählet in Stadt und Land! Elsa hatte fich neben Myra hingestellt. „Und Ihre Gebieterin sagt ferner," fuhr Jasper fort, daß Dr. Wrigley dasselbe glaube." „Wrigley ist ein boshafter Teufel," entgegnete Elsa, vor Myra auf die Knie sinkend.„Er haßt meine arme Herrin, und lauert darauf, ihr das Erbe ihres Vaters zu entreißen. Ja, ja, der Schurke sagte auch mir ins Gesicht, sie hätte den Knaben in den Wasserbehälter geschleudert, und er wollte es Ihnen, Herr Baron, und der ganzen Welt zuschreien, wenn sie es wagen würde, sich zu verheirathen! Aber ich habe dem Scheusal erklärt, daß ich, ich es war, welche das Kind ins Wasser warf. Ja, und ich that es. und ich bleibe dabei, und sollte ich den Tod dafür erleiden, ich bleibe bei dem, was ich gesagt. Was das Fiäulein Ihnen erzählt hat, gnädiger Herr. ist Unsinn! Elsa Wallace hat das Verbrechen begangen und will die Strafe dafür erdulden!" C, Elsa. Elsa!" schluchzte Myra..Welch' eine Lieb« schenkst Du mir! Du gute, treue, lrebe Seele, mochtest Schmach und Tod für mich auf Dich nehmen!" Und aus Furcht vor dieser Drohung kommen Sre zu mir, Elsa, um mich zu warnen, zu Ihrer Herrin nicht von Lrebe zu fPte*,e|lfo ist bei Dir gewesen. Jasper?" fragte Myra ver- wundert., „Rur zu Ihrem Besten, mein süßes Herz, nur um Sre vor Kummer zu bewahren."- an n« „Sie haben es sehr gut gemeint, lrebe Frau Wallace, sagte Jasper lachend,„denn eine größere Lrebe hat Jaemanp, als daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Ader Sie wählten einen falschen Weg, Frau Wallace, Fräulein Barth bedarf eines starken Armes, um sie zu beschützen, einen klaren Kopf, welcher die Schwierigkeiten, die sie umgeben, entwrrrt, und eine feste Hand, welche die Kehle des Schurken enge um- spannt, und dieses Alles soll ihr werden, Elsa." Schwere Fußtrilte, welche von den Stufen deS vorderen Thores nicderstolperten, und heftiges Pochen an der Eingangs- thür wurden jeyt gehört. Jasper sprang aus. um nachzusehen, was es gäbe. „Einen Augenblick!" rief Myra„Jasper, warte! Die Jvria's Elsa, meinen Revolver!" Elsa eilte in Myra's Zimmer, und alS sie mit der ver- langten Waffe die Treppe hinunter kam, traf sie schon den Schloßvcrwalter, welcher in der jüngsten Zeit die Gewohnheit angenommen hatte, in der Vorhalle halb angekleidet zu schlafen. Jasper ersuchte ihn, die Eingangspforte zu öffnen. Nicht mehr lange kann es dauern", und unterzeichnet ist„DaS sozialistische Arbeiter-Wahlkomite", verboten worden. Zur Untersuchungssache wider von Vollmar. Bebel und Genossen wird der„Volkszeitung" weiter aus Sachsen geschrieben, daß noch die Herren Auer in Schwerin, D i e tz in Stuttgart und Viereck in München als Beschuldigte ver- nommen worden find. Herrn von Vollmar's gegen- wältigen Aufenthalt weiß das Landgericht zu Chemnitz nicht, deshalb macht es bekannt,„daß der Offizier a. D. Georg Josef Kart Heinrich von Vollmar" aus Viittweida in einer in Chem- niy anhängigen Untersuchung als Beschuldigter zu vernehmen, sein dermaliger Aufenthaltsort aber nicht zu ermitteln gewesen ist. Herr von Vollmar wird aufgefordert, sich zu melden, gleichzeitig werden die Polizeibehörden ersucht, den pp. Volmac im Falle Betreffens hierauf aufmerksam zu machen."— Vollmar hat seinen Wohnsitz bekanntlich in Äittweida, doch hält er fich seit längerer Zeit in München resp. im bayerischen Oberlandc auf. Daß fich der Beschuldigte demnächst, wenn ihm die Vorladung zu Geficht kommt, auch stellen wird, ist selbstverständlich.— Vorläufig scheinen nur diejenigen Theil- nehmer am kopenhagener Kongreffe angeschuldigt zu sein, welche bei der Rückreise fistirt resp. verhaftet worden find.— Es wird vielfach oermuthet, daß das„Beweismaterial" vom sächsischen Justizministerium gesammelt worden ist. In der Hauptsache dezieht fich dieses Material auf Artikel und Korrc- spondenzen im„Sozial-Demokrat", auf Aeußerungen, welche verschiedene Parteiführer gemacht haben sollen, auf Samm- lungen für die Ausgewiesenen und für den Diätenfonds. Bei dem„Material" spielt der kopenhagener Kongreß überhaupt nur eine untergeordnete Rolle und soll selbst wahrscheinlich gar nicht als Angeklagepunlt, sondern nur als„Material" dienen. Man kann mit Recht gespannt sein auf die Entwick- lung, die dieser Prozeß nimmt. Holland. Die zweite Kammer wird die Revision des Art. 198 als dringlich behandeln, gemäß dem Vorschlag der Regierung, welcher es für zuläsfig erachtet, daß die Verfassung in Bezug auf die Bestimmungen der Regentschaft rcvidirr werde, der indeß die Thronfolgebestimmungen unberührt lassen will.— Die Auflösung der Kammer erfolgt in den ersten Tagen des Oktober. I« Belgien, und namentlich in der Hauptstadt Brüssel, ist die Erregung noch sehr groß. Die Art. wie der Justizmi- nister mit den Erkenntnissen der Gerichtshöfe umspringt, erregt die größte Entrüstung. Die von ihm als Advokat für die Kirche vertretenen Ansichten, die von den Gerichtshöfen ver- warfen worden sind, zwingt derselbe dem Lande im Wege von Zirkularen auf. Die„Jndöpendance" findet das Verfahren geradezu skandalös und fordert auf, daß eine derartige Persön- lichkeit, die zur Verachtung der Gesetze und des Rechtes her- ausfordert, nicht an der Spitze der Justizverwaltung bleibt; sie verlangt, wie auch die übrigen großen liberalen Journale, die Entlassung der Minister Jacobs und Woeste. Daran ist aber nicht zu denken, sie sind die Seele des Kabincts und die „wahren Athleten" Vialou's, die fich rühmen dürfen, die Partei- gegensätze in einem Grade verschärft zu haben, daß kaum ein gutes Ende abzusehen ist. Die demokratischen Blätter schmähen fortgesetzt den König und die Königin, die Oester- reicherin, und in den Städten, die nicht von den Klerikalen beherrscht werden, find Demonstrationen gegen König und Königthum an der Tagesordnung. Auch die Armee wird von dem Parteigetriebe angesteckt. Wie alltäg- lich kamen auch gestern Artillerie-Abtheilungen in Brüssel an. Als die Truppe aus dem Bahnhof marschirte, stimmte fix sofort, was das„Brüsseler Journal" voll Entrüstung dem Kriegsminister denunzirt, O! Vandenpeereboom an! Acht Offiziere find wegen dieses Gesanges zu vierzehntägigem Arrest verurtheilt worden,„weil fie, wie es im Urtheil heißt, ihre Pflicht soweit vergessen haben, wiederholt eine Melodie anzu- stimmen, welche die Verwechslung mit einem aufrührerischen Liede gestattet!" Unterdessen fahren die Klerikalen fort, den gesunden Menschmverstand zu verhöhnen. Der Eisenbahn- minister Vandenpeereboom fährt im Lande umher, um an allen möglichen kirchlichen Feierlichkeiten Theil zu nehmen, und die klerikalen Blätter schreiben es seiner Frömmigkeit zu, daß sein Zug niemals entgleist. In der Gemeinde LatHulpc, in der Nähe von Brüssel, haben Priester eine neue„Grotte von Lourdes" entdeckt, resp. eingerichtet, und insceniren Wallfahrten, und dergleichen mehr-— Der gestrige Abend verlief in Brüssel abermals unruhig. Mehrere Volkshaufen durchzogen lärmend und schreiend die Stadt und vor die Redaktion des„Patriote", wo fich der Lärm fortsetzte; indeß gelang es der Polizei, die Ruhestörer zu zerstreuen. Gegen 11 Uhr konzentriNe fich die Bewegung hauptsächlich auf dem Münzplatze; hier schritt die Bürgergarde ein, säuberte den Platz und nahm mehrere Ver- Haftungen vor.— Bei dem Direktor und den Redakteuren deS Journals„National", welches in den letzten Tagen mehrere für die republikanische Staatsform vlaidirende Artikel gebracht hatte, sind Haussuchungen vorgenommen worden. In dem Lokale der republikanischen Liga find sämmtliche Dokumente und Namensverzeichniffe mit Beschlag belegt worden. Frankreich. Eine Versammlung der unbeschäftigten Ar- Als die Thür zurückflog, trat Tim Titlow, etwas gebeugt und einen schweren Gegenstand tragend über die Schwelle, und Jasper erkannte bei dem flackernden Scheine der Lampe, welche der Schloßverwalter in die Höhe hielt, das geröthete Gesicht Eam Porter's, der seinem Freunde behilflich war. Tim Titlow marschirte gerade auf Myra zu, die an der Thür deS Bibliothekzimmers stand, und seine Bürde zu ihren Füßen niederlegend, sagte er mit Befriedigung: „Da- Sie befahlen mir, Ihnen diesen jungen Menschen zu jeder Stunde des Tages oder der Nacht zu bringen, gnä- digcs Fräulein, und hier ist er." Die umhüllende Decke wurde weggezogen und vor ihr lag, wachsbleich und durchnäßt— Rupert. „Aus dem Reservoir heraus bringen wir ihn," sagte Tim mit großem Stolz. Myra sank auf die Knie neben dem geliebten Knaben hin, strich mit der Hand über seine nassen Locken und küßte seine kalten Lippen. „Fliege, Elsa!" rief sie;„fliege und breite Decken und Tücher über das Bett im Kinderzimmer. Tim, tragen Sie ihn hinauf! Jasper, Jasper, hilf ihn wiederherstellen, reibt ihn tüchtig. Schnell, schnell! holt Branntwein, Kampfer, heißes Waffer!" Elsa stürzte nach dem Kinderzimmer, dem nächsten, in welchem ein Bett stand und breitete große wollene Decken Über das Lager. Tim und Sam trugen Rupert, Jasper folgte ihnen, um Beistand zu leisten. Der Schloßverwalter brachte dienst- fertig allerlei BelebungS- und Erfrischungsmittel. Die Männer entkleideten den Regungslosen und begannen ihn tüchtig zu reiben. Auch Myra erschien bald im Krankenzimmer. „Lieber Titlow", bat fie.„gehen Sie zur nächsten Tele- graphenstation und ersuchen Sie Dr. Brice und Rechtsanwalt Mellodew, sofort nach Barth zu kommen. Hier ist die Adresse der Herren." „Sam" sagte Jasger jetzt,„waS führte Sie in diese« ....er ist das?" fragte Myra. „Mein Diener und Mitgefangener, Sam Porter." „Tim! Tim!" rief Myra Titlow nach, der im Begriffe war, daS Zimmer zu verlassen.„Jetzt werden Sie mir Alles sagen, was Sie über Rupert wissen". „Ja, ich komme morgen wieder", erklärte Tim beiter in Lyon, die von 10,000 Arbeitern besucht wurde, schickte eine Deputation an den Bürgermeister, und da dessen Anlwott nicht zufriedenstellend erschien, ein Telegramm an den Konsells- Präsidenten Ferry mit der Bitte, die Lyoner Verwaltung auf« zufordern, unverzüglich den unbeschäftigten Arbeitern, wie der Bürgermeister versprochen, die Werkstätten zu eröffnen. Die versammelten Arbeiter zogen ruhig auseinander. Ferry ant- wartete umgehend durch den Telegraphen: er könne sich nicht in die Frage einmischen, deren Entscheidung der Lyoner(sie meindeverwaltung zustehe, und er übergebe daher das Gesuch dem Minister des Innern. Heute findet eine weitere Versam«- lung statt, uni über Ferry's Antwort zu berathen. Die Roch in Lyon hat in Folge der Cholera und der Quarantäne i» letzter Zeit sehr zugenommen.- Der Polizeipräfekt von Paris hat eine projektirte Ausstellung von Säuglingen in Paris untersagt auf Grund des Gutachtens des Medizinallomtt�s, welches es für bedenklich erklärte, die kleinen Kinder auS der Provinz kommen zu lassen und längere Zeit in eine« geschlossenen Räume bei einander zu halten.— Morgen wirb m Reimes ein Arbeiterkongreß eröffnet werden. Rußland. Well eine Anzahl Studenten zur Jubiläums- feier der Kiew'er Universität nicht zugelassen worden war, eist« standen zwischen Rektor und Studenten Mißhelligketten, in Folge derm zur Feier nur gegen 30 Studenten erschienen, während die übrigen Straßenanfammlungen am Sonnabend herbeiführten und Abends in der Rektorwohnung die Scheiben einschlugen. Außerdem find keine Ruhestörungen vorgekommen. Ja Spanien haben die Ergänzungswahle« für di» Gcneralräthe stattgefunden. Diese Wahlen find um so be- deutsamer, als von den 180 Senatoren, welche zu dem wähl« baren Theile dieser parlamentarischen Körperschaft gehören, 150 durch die Gencralräthe ernannt werden, welche in Gemeinschaft mit den Delegirten der Gemeinderäthe den Wahlkörper bilve»- Jn Madrid selbst find nunmehr 16 ministerielle Kandidaten gewählt, während 21 den verschiedenen Parteigruppen der Oppo- fition angehören. Von den letzteren find es insbesondere die Parteigänger Sagasta's und Castelar's, welche Verstärkunge» erhalten haben, während die dynastische Linke in Folge der innerhalb dieser Fraktion herrschenden Spaltungen keine besoa« deren Erfolge erzielte. Eine gewisse Ueberraschung verursachte es, daß eine Anzahl Karlistcn in denjenigen Provinzen gewählt wurde, in denen seiner Zeit der Bürgerkrieg herrschte- Di« Blätter von Barcelona, Valencia, Saragossa und Bilbao wiesen denn auch beretts seit einigen Monaten darauf hin, daß karlistische Emissäre im Lande umherziehen. Letztere, welch« ins- besondere von Seilen der Klerikalen unterstützt werden, ort« breiten allerlei unwahre Gerüchte über den angeblich bedenk« lichcn Gesundheitszustand des Königs Alfons, fowie über einen bevorstehenden Aufstand Ruiz Zorilla's. Diese karlistische Be« wegung soll bereits so sehr an Umfang gewonnen haben, daß Sagasta sowohl als auch Castelar entschlossen wärm, sogleich nach der Wiedereröffnung der Cortes auf die von Seiten des Prätendenten und seiner Anhänger drohende Gefahr Hinzuweisen- Auch sind wieder Gerüchte über einen bevorstehenden militäri« schcn Putsch in Umlauf- Cholera. In Italien starben gestern 213 Person» der Cholera: davon in der Stadt Neapel 126. Paris, 24. September, Abends. Gestern kamen in den Departements der Ostpyrenäen fünfzehn Cholerafälle»ar- England. Die Admiralität hat die Vermehrung da Kanonenboote und der Torpedos beschlossen, wahrscheinlich Jfi Folge der heftigen Anklagm, welche in der englifchm PttM gegen den Verfall der Manne laut geworden sind.— Da Afrikareisende Stanley widerlegt heute in einem Briefe an die Wochenschrist„World" die Befürchtungen Samuel Baker» wegen des Sudanfeldzuges und weissagt unfehlbaren Erfolg unter General Wolseley's glänzender Führung. Irland. In Castlewellan, 16 Meilen von Newry, j* Norden Irlands, entstanden am Sonntag anläßlich eines nationalistischen Meetings, bei welchem das Parlamentsmitglied O'Brien und Michael Davitt Reden hietten, ernste Rabe- störungen. In Folge der Verhaftung eines angeblich» um ruhestifters zog eine große Volksmenge vor die.Polizeikaserm und begann dieselbe zu demoliren. Die Polizei wurde dur« einen Steinhagel und Revolverschüsse zurückgeworfm, wora« das Zeistörungswerk fortgesetzt wurde. Die Polizei requin» schließlich Verstärkungen, worauf die Volksmenge zerstreut us» die Ordnung wieder hergestellt wurde- Egypten. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, saa dem Ministerpräsidenten Nubar Pascha morgm von den»» tretern Frankreichs, Deutschlands, Oesterreich- Ungarns"T Rußlands eine identische Note zugeben, in welcher bestussw gegen die in Rede stehende Finanzmaßregel protestirt ßU. Der Vorschlag des diplomatischen Vertreters Frankreichs,? Zurücknahme des Briefes Nubar Paschas zu verlang»,'r* einer späteren diplomatischen Aktion überlassen werden. Oj zwischen sind von Seiten der Verwaltung der Eisenbahn» um des Zollamtes 8000 bezw. 12000 Pfd. Sterl. an das Finam Ministerium eingezahlt worden. Ueber die Entschließung � italienischen Regierung war heute noch nichts bekannt ß" Myra hatte sich dem Bette genähert, in welchem nur b