1 h 11 20 # 11 it B 28 n 1. C e e Nr. 150. Sonnabend, 27. September 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Bolksblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. Abonnementspreis für Berlin fra in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Nummern 5 Bf. Bostabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VII. Nach trage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Bum bevorstehenden Vierteljahreswechsel erlauben wir uns alle Arbeiter zum Abonnement auf das Berliner Volksblatt" einzuladen. Daffelbe loftet für das ganze Vierteljahr 3 Mark, für den Monat Oktober frei ins Haus 1 Mark. Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, fowie in der Expedition, Bimmerftr. 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements für das nächste Quartal zum Preise von 3 Mark entgegen. Redaktion und Expedition des„ Berliner Volksblatt". Jules Ferry und die Franzosen. Nachdem die Franzosen jahrelang dem Treiben der Ferry und Genossen in Bezug auf deren kostspielige und abenteuerliche auswärtige Politik ruhig zugesehen haben, beginnt sich endlich doch der Unwille über die Verschwendung an Blut und Gelb, deren sich diese Regierung schuldig gemacht, zu verallgemeinern. Man bemerkt eine tiefe Erbitte tung über die hinterlistige Art, mit der die Regierung jebesmal die Verfaffungsbestimmung umgangen hat, nach welcher die Zustimmung der Volksvertretung zu einem Kriege erforderlich ist. Herr Ferry beräth sich noch mit seinen Rollegen, ob er die Rammer einberufen soll, und er giebt Lage, da Herr Ferry die Kammer zusammentreten läßt, beginnt eine große Minister- und Regierungskrisis, die wahr scheinlich Herrn Ferry und Genossen verschlingen wird. Allem gegenüber der Eroberungspolitik Napoleons III. mit ihren großen Opfern eine Politit des Friedens, geeignet, eine gesunde Entwicklung im Innern zu verbürgen. Als das napoleonische Raiserreich in dem großen Kriege mit Deutschland zertrümmert worden war, erinnerte man sich an diese tönenden, an schönen Worten und Versprechungen so reichen Programme der republikanischen Bourgeoisie oder bürgerlichen Demokratie. Die Woge des Umschwungs trug diese Partei zur Höhe der politischen Macht empor. Allein fie wußten noch keinen sicheren Gebrauch davon zu machen und lehnten sich nach dem Frieden von Frankfurt ganz an den alten Intriguanten Thiers an, der bekanntlich Gambetta für einen rasenden Narren( fou furieux) erklärte. Thiers forgte dafür, daß in Frankreich Alles beim Alten blieb, ausgenommen, daß die Regierung einen anderen Namen trug. Er regierte so sehr im Sinne eines alten Regimes", eines ,, alten daß er sich selbst hinweg regierte und an seine Stelle der Marschall Mac Mahon trat. Die Republik wurde konstituirt, allein es fehlte an Republikanern, d. h. an Leuten, die fähig waren, die Republik zu verwalten und lebensfähig zu machen. Erst als Gambetta feinen großen Feldzug gegen Mac Mahon begann, bildete sich eine Schule von republikanischen Staatsmännern heraus; sie hatten nunmehr die Kunst des Regierens begriffen. Und wie hatten sie diese Kunst begriffen! Der schwache Grévy wurde auf dem Präsidentenstuhl falt gestellt und es begann die geheime Regierung" Gambetta's, der an der Spitze der Kammermajorität alle Regierungen sich abnußen ließ, um für sich völlig freie Bahn zu machen. Unter diesen aufreibenden Parteifämpfen vergingen kostbare Jahre und doch wurde kein anderes Ziel erreicht, als daß die Namen der Regierenden wechselten. Von irgend welchen Reformen der Regierenden wechselten. Von irgend welchen Reformen war feine Spur zu sehen, wenn man es nicht als„ Reform" betrachten will, daß immer die Gegner der herrschenden Parteischattirung aus allen einflußreichen Staatsämtern entfernt wurden. Die Parteien zersplitterten ihre ganzen Kräfte in nuglofen Kämpfen und endlich warf man sich auf die auswärtige Eroberungspolitik, die mit dem Feldzug nach Tunis begann. Endlich kam auch Gambetta direkt zur Regierung, denn Man fann es den Franzosen nicht verdenken, wenn sie enblich unwillig werden. Vor fünfzehn Jahren befanden fich die Leute, von deren Hand heute das Staatsruder gelenkt wird, noch in der Opposition gegen das napoleonische Raiserreich. Ihre Aussichten waren nicht besonders hoff- das geheime Gouvernement" hatte sich gleichfalls abgenutt. nungsreich und ihre Zahl war eben so gering, als ihre Die Versprechungen des Diktators von ehedem waren groß Versprechungen großspurig waren. Die Herren Jules Grévy artig. Er versprach Verminderung der Steuerlaften und Jules Favre waren damals einfache Abvokaten, soweit sie night Deputirte waren; Andere, bie sich heute in höchst eine Börsenmänner. Die Programme der französischen Demo- tung des Schulwesens. Allein alle diese Versprechungen rabitale Reformen im Schul- und Kirchenwesen und vor Ragbend verboten.] 601 Feuilleton. Das Kind des Proletariers. Sensationsroman von U. Rofen. ( Fortsetzung) burchgreifende soziale Reformen, über deren Charakter indeß kein näherer Ausschluß gegeben wurde, und ſein Unterrichtsminister Baul Bert versprach in Reben, die ob ihres Rabifalismus Paul Bert versprach in Reben, die ob ihres Radikalismus in der ganzen Welt Aufsehen erregten, eine totale Umgestalblieben unerfüllt, und Gambetta ward nach kurzer Regierung gestürzt, nachdem er auch die Absicht kundgegeben hatte, eine Jasper sprang auf. Er wagte faum zu athmen. Nun, das ist dasselbe Kind, was jept zum Mann er wachsen ist, der fleine füße Knabe, in welchen meine Hanna so vernarrt war." Jasper ergriff ihn beim Arm. " Borter, wer außer Shnen weiß noch darum?" Meine Schwiegermutter drüben im Paddington- Armen " fahren an geliebt, und habe oft gewünscht, ihn anstatt Wrig Ich liebe den Knaben, ich habe ihn von seinen Kinder- hause. ley's zu meinem Erben zu machen." Jasper winkte Sam herbei. " Run, Herr, die Sache war einfach genug. Ich ſtreifte Sie die alte Dame ohre Aufenthalt hierüber." Es ist jest vier Uhr, Sam; kommen Sie mit mir nach den Stallungen. Ich werde Ihnen einen Wagen anspannen laffen, und sie hinüber nach Baddington schicken. Bringen Es war merkwürdig, mit welcher Dienstbefliffenheit die Leute des Barth'schen Haushaltes, die jeden Auftrag, jedes Wort Wrigley's mit Widerwillen entgegennahmen, den Be ihnen aufgetaucht war, gehorchten. vor etwa einer Stunde oder drüber, am Reservoir umher, um meinen alten Busenfreund Tim zu erspähen. Gerade als langfam und schlotternd herankommen. Plöglich stürzte fie fehlen Fipron's, eines Mannes, der mitten in der Nacht unter topfüber ins Waffer. Bu gleicher Beit sprang Tim, der ben herbeigelaufen war, dem Fremden nach, ich hinterbrein, wir erfaffen ibn, und tragen ihn ans Ufer. Nachdem Tim Ich überzeugt hatte, daß der junge Mensch nicht todt sei, rief er vergnügt aus:„ D, ich lenne ihn, er gehört lebend oder todt Fräulein Barth," und so trabten wir in größter Eile Liebes Kind," sagte Elsa zu Myra,„ ruhen Sie ein wenig in diesem Lehnstuhl aus, wenn Sie nicht lieber zu Bette geben wollen. Sie müssen sehr ermüdet und angegriffen fein." Ja, Myra, thu, was Elfa Dir räth," meinte Jasper. Sam und ich, wir werden jest hinunter gehen." Und Myra, in den großen Sessel neben Rupert's Bett jurückgelehnt, fühlte, daß die Laft, welche ihr Leben bisher zum ersten Male seit langen Jahren wieder einen traumlosen fo schwer bebrüdi hatte, von ihr abgewälzt wurde, und schlief Schlaf " 34. Rapitel. Noch vor fünf Uhr war Sam Porter in einem Gig auf dem Wege nach Baddington. Der Morgen stieg heiter und glänzend herauf. Im Barth'schen Schloß war ein beständiges Gehen und Kommen. Buerst erschien Dr. Brice. Er gab die Versicherung, Rupert werde sehr bald vollkommen hergestellt sein, und Myra übermittelte der Gräfin und ihrer Tochter die frohe Kunde von der Rettung Rupert's, und Francesca eilte glühend vor freudiger Erregung an ihres Bräutigams Seite, und jeder ihrer Blicke, jeder Ton ihrer Stimme, waren für ihn Heilmittel von wunderbarer Wirkung. Es tamen zwei Polizeibeamte in Zivilkleidung, die nach einer furzen Unterredung mit Figron in ein freundliches fleines Bimmer geführt und füchtig mit Fleisch, Bier und Brot be wirthet wurden. Es kam Dr. Mellodem, welcher dem eben zurückgekehrten Tim Titlow begegnend, diesen Schuldloser mit Drohungen überhäufte, wenn er nicht sofort alle Supert betreffenden GeTim erwiderte mit männlicher Würde, das Geheimniß ein Bimmer im Erdgeschoß betreten hatten, als wir den gehöre Porter, und dieser fei in der Nähe und werde voraus fungen Mann da oben aus seiner Erstarrung warm rieben, fichtlich feinen Anstand nehmen, daffelbe zu enthüllen. Sam wird fich gleich vorstellen," sagte Jasper herzu tretend, inzwischen bin ich bereits im Befit des Geheimnisses. fwarzes Herzag. Sie erinnern sich wohl, daß ich Ihnen erzählte, wie meiner Hanna eigenes Kind starb und wir he mit einem fremden Knaben betrogen, den ein schwarzer haben, das verspreche ich Ihnen." Ach, Doktor, wir werden bald Alles in schönster Ordnung batte Myra fehrte in Rupert's Bimmer zurück, deffen Pflege Elsa übernommen hatte. An seinem Bett saß Francesca. äußerst gefährliche und kriegerische Orientpolitik zu beginnen. Auf ihn folgte Herr Ferry, der als Vertreter der platten Mittelmäßigkeit am längsten hält. Man sieht, diese bürgerlichen Republikaner und soge nannten Demokraten haben von all den Versprechungen, die Als fie einft gemacht, Nichts aber auch gar Nichts erfüllt. das Land ihnen zujauchzte, glaubte es nicht, daß es sich in der Regierung um eine bloße Namensveränderung handle. Aber sie haben von dem Blut und Geld des franzöfifchen Bolles genau denselben Gebrauch gemacht, wie einst Napoleon und Louis Philipp; Staat und Regierung sind diesen bürgerlichen Anarchisten so darf man sie wohl bezeichnen -nur das Mittel, die Spezialinteressen ihrer Roterie zu wahren. Unter dieser Regierung dominirt die franzöfifche Börsenkoterie, von der ein Schriftsteller treffend gesagt hat, fie sei, das Lumpenproletariat auf der Höhe der bürgerlichen Gesellschaft". Die Regierung der angeblich republikanischen Bourgeoisie hat in diesem Jahre angeordnet, daß die Zahl der zur Mas rine auszuhebenden Mannschaften zu verdoppeln sei- statt 7000 find es nunmehr 14,000 Mann. Damit verräth man, welche Süden die Abenteuer" in Tontin, Madagaskar und China, die man verfassungswidrig unternommen in die Marinemannschaften gerissen haben. Der Unwille über das Verfahren beginnt in Frankreich nachgerade ein allgemeiner zu werden. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, wenn die alten reaktionären Parteien in Frankreich die Gereiztheit des Volkes benußen und drohend ihr Haupt erheben. In der That die Republik in ihrer gegenwärtigen Verfassung hat so lange keinen Werth, als die Franzosen nicht eine vollsthümliche Regierung einsehen, die endlich die sozialen Reformen in Angriff nimmt, nach denen das Land schon so lange feufzt. Die Anarchie auf dem Lande. Wir haben uns schon über das Institut der Fabrikinspektoren geäußert und den Segen deffelben rückhaltlos anerkannt, zugleich aber verlangt, daß dasselbe noch mehr ausgebildet und auch noch weiter ausgedehnt werde. Wir wünschen, daß den Fabrikinspektoren größere Rechte eingeräumt werden und daß ihre Bezirle einen viel geringeren räumlichen Umfang erhalten, damit die Herren ihren Verpflich tungen beffer nachkommen fönnen, und daß ihre Wirksamkeit nicht bloß auf Fabriken beschränkt bleibe. Die Hausinduſtrie und das fleine Gewerbe müssen überwacht werden; ferner aber auch die Landwirthschaft und die ländlichen Ar beiten überhaupt. Dagegen aber sträuben fich die fonservativen und klerikalen Gutsbefizer, in deren Händen gegenwärtig leider die Ge ſeggebung liegt. Eingedenk der Vorschriften des Dr. Brice, unterhielt sie den Kranken nur von angenehmen Dingen. Sie erzählte ihm von der Auffindung des Testamentes, von dem Vermächtniß der Lady Barth, das jezt gleichfalls in Kraft trete, von Myra's Güte, und von der frohen Bukunst, die sich ihnen eröffne. ,, Und Jhr seid nicht in Italien gewesen, und Ihr habt mir nicht jene schrecklichen Briefe geschrieben?" fragte Rupert. ,, Gewiß nicht," lächelte Francesca. ,, D, diese Briefe trieben mich zum Wahnsinn. Ich wollte auswandern, erhob mein kleines Kapital bei der Bank und bezahlte meine Ueberfahrt nach Amerita. Meine Abficht war, nach Neu- Merito auszuwandern, aber ich wurde frant, und mittlerweile war das Schiff abgesegelt und hatte mich zurückgelaffen." ,, Gesegnetes Schiff!" ,, Und dann war ich noch so schwach von meiner Krant heit, das Fieber fehrte noch so oft wieder, und in einem solchen Anfall wanderte ich hinaus, um den Schauplaß meiner Er innerungen aus der Kinderzeit aufzusuchen. Ich ging an dem epheuumfponnenen Landhäuschen vorüber, in welchem Du gelebt hattest, und ging dann durch den Barth'schen Bart nach dem Thal mit den Himmelsschlüffeln, wo ich Dich zuerst ge feben hatte. Wie ich nach dem Reservoir gelangt bin, weiß ich faum, wahrscheinlich lockte mich irgend eine Gedanken verlettung babin, ein Schwindel erfaßte mich und ich stürzte ins Waffer." Inzwischen hatten Jasper Figron und Dr. Mellodem Alles erfahren, was Tim Titlow mitzutheilen wußte, als Jasper, durch das Fenſter blickend, ein verdächtiges Paar spähend heranschleichen fah. Herr Baron," meldete Elsa, zwei höchft seltsame Fremde verlangen mich zu sprechen." Sch erinnere mich eines fleinen Simmers mit einem dunklen Seitenkabinet, dorthin führen Sie diese Leute, liebe Elsa, und seien Sie unbesorgt. Auch die kommen und vielleicht sehr gelegen." Elsa's Gäste waren Herr und Frau Betigrew. Sie hatten ihre Kenntniß der Schliche Wrigley's und ihre Vermuthungen mit einander verglichen, und waren zu dem Schluß gekommen, daß Rupert der verlorne Barth'sche Erbe sein müsse. Dieses Geheimniß wollten sie nun zu einem möglichst hohen Preise verwerthen und dann aus dem Lande fliehen. Da das saubere Nicht einmal die Krankenversicherungsgesetzgebung wollten| fte auf die landwirthschaftlichen Arbeiter ausdehnen und auch nicht die Unfallversicherung, trozdem nachgewiesen ist, daß in Forst und Haide, wie überhaupt beim landwirthschaft lichen Betriebe, zahlreiche Unglücksfälle zu verzeichnen find. So lesen wir in einem fonservativen Blatte, daß in dem hinterpommerschen Dorfe Hasengier bei Jastrow sieben Arbeiter verbrannt sind. Der Vorfall war folgender: Form gewährten Nachhilfen u. f. w. u. f. w., und nicht in den kommunistischen Utopien, deren Nichts nur schon zu deut lich bewiesen ist. Man fonnte eine derartige Sprache de genannten Blätter voraussehen. Schöne Redensarten find ja billig, und mit einer Reform von Seiten der Regierung hat man teine Eile. Die Mittel, welche von diesen Blättern in Vorschlag gebracht worden, find so abgenust und unwirksam, daß man über den Muth, dieselben heute noch zu empfehlen, staunen muß. Geschehenen vor allen Dingen dem deutschen Volke neue schwie| rige Aufgaben gestelll; das Geschehene ist so nur wie der Grundstein zu einem Fabrikgebäude anzusehen, erst muß das Gebäude fertig sein, dann muß es fich zeigen, ob es richtig angelegt ist, und erst wenn es sich bewährt hat, dann ist der Jubel am Blaze; dann erit dürfen wir triumphiren." Diese von kompetenter Seite entworfenen Zeilen, find für die Kolonien- Schwärmer ein falter Wafferstrahl. ,, Nach schwerer Tagesarbeit lagen die Bewohner eines elenden Arbeiterhauses im ersten tiefen Schlafe, während die auf dem Boden lagernden Stroh und Futtervorräthe aus unbekannter Ursache in Brand ge rathen waren. Das Feuer verbreitete sich so schnell, daß alsbald das ganze Haus in Flammen stand. Dieselben drangen durch den leichten Bretterboden in den unteren Raum und versperrten den unglücklichen Bewohnern den Ausgang. Nur vier Personen, mit Brandwunden bededt, enttamen, fieben fanden in den Flammen den qualvollsten Tod." Außer den fieben Arbeitern, die verbrannt find, baben also noch vier schweren Unfall erlitten, fte entfamen mit Brand wunden bedeckt! Der aus der Rickert- Affaire rühmlichst" bekannte Schuldirektor, Dr. Prowe, hat, wie die Ostdeutsche Zeitung" meldet, wegen andauernder Kränklichkeit von dem Ma- gistrat seinen Abschied erbeten und erhalten. " Ueber eine Haussuchung in Frankfurt am Main schreibt die Frff. 3tg." Heute Früh fand auf Ersuchen des Landgerichts zu Freiburg i. Br. eine Haussuchung bei bem Gastwirth Heinr. Prinz und Herrn Lehrer Sabor, dem Reichstagsabgeordneten der hiesigen Arbeiterpartei, statt. Gefahndet wurde nach Kouverts, in welchen aus Freiburg der Sozialdemokrat" versendet sein soll. Bei Herrn Prinz beschlagnahmte die Polizei 18 einzelne Nummern des verbotenen Blattes und ein in München abgestempeltes Kouvert; bei Herrn Sabor einige neuere Nummern des Sozialdemokrat". Aufgabe der Fabrikinspektoren ist es, Fabriken, Arbeitshäuser, Schlafräume, sofern fte sich in den Fabriken und auf den Arbeitsstätten befinden, auf ihre Feuergefährlichkeit zu prüfen; wo Feuergefährlichkeit vorhanden ist, da hat die Fabritverwaltung einen Umbau vorzunehmen, und das Tostet Geld. So denken auch die Herren Agrarier; deshalb wehren ste fich prinzipiell gegen die Ausdehnung der Gesetzgebung auf die ländlichen und landwirthschaftlichen Zustände, mögen dar über auch noch so viele Arbeiter verkommen oder gar eines jähen Todes sterben. " der Ve ber eg A Baffan aufzub Bique abgela Sie fi laffen. Laufe S brozef über S liberi d fonder bem Ionic, fich na St. J gebört Rafferr ten Ge Irgend Weiger techten bas b ſo daß werden Schreibt baben, Raffe Feld f Leben Der Ar würden Arieg Es ist um es fe wo Dazu i Spanien. Der bekannte Er- Präfident Emilio Caftelar macht augenblicklich Reisen durch die bastischen Provinzen, und wird angeblich überall mit solcher Begeisterung aufgenommen, daß die Behörden gestern den glänzenden Empfang zu verhin dern suchten, welcher ihm in Bilbao bereitet werden sollte Mehrere Verhaftungen wurden an der Eisenbahnstation und in den Straßen vorgenommen. Der Zivilgouverneur verbot nicht nur alle Reden auf dem zu Ehren Castelar's veranstalte ten Banket, sondern sezte auch auf Befehl der Madrider Re gierung die Bürgermeister und die Lokalbeamten mehrere Städte ab, welche an dieser Demonstration theilgenommen hatten. Es hat dies in Bilbao eine große Aufregung hervor gerufen. Große Volksmengen versammelten fich, um Castelar zu sehen und geleiteten ihn unter Hurrahrufen von der Eisen bahnstation nach der Wohnung einer der vornehmsten Familien der Stadt. Freunde der Regierung behaupten, daß diese fe entschloffen sei, der liberalen und demokratischen Bewegung in den Provinzen Einhalt zu thun und den Führern der Oppo fition, besonders Castelar, zu verbieten, Reden zu halten. Rußland. Aus dem Gouvernement Jaroslaw werden neue Agrarverbrechen gemeldet. Im Kreise Boschechonst wurde der K. 3." zufolge der Pachtbauer Peschechodom, weil er vom Gutsberrn Land gepachtet und bearbeitet hatte, von Bauern der Nachbardörfer Romarowo, Muffora, Baranow, Meledewo und Sytschewo beim Einbringen der Ernte überfallen; man nahm ihm die Pferde weg und prügelte sein Gesinde; dem Bauern gelang es, zu entlommen. 150 Bauern der Umgegend halten das Bachtland besetzt. Der Tumult wird ohne mili tärische Einmischung faum zu unterdrüden sein. Das Ma rinebudget für 1885 ist auf 38 ein halb Millionen festgefest, wovon 14 ein halb Millionen für den Bau und die Aus rüstung neuer Schiffe bestimmt find, gegen 3 Millionen mehr als im vorigen Jahre. Der kroatische Landtag wird am 30. b. Mts. eröffnet werden, und wird es eine der ersten Aufgaben des Landtags nach der Konstituirung sein, die im Geseze festgestellte Zahl von Abgeordneten, nämlich vierzig, in das gemeinsame un garische Abgeordnetenhaus und drei Mitglieder ins Oberhaus zu entsenden. Es wird aus Agram gemeldet, daß die äußerste Linke in erster Reihe diese Wahl verhindern und deshalb die bekannten Standalscenen erneuern will. Die Vorbereitungen dazu find bereits im Gange. In Agram ist das Journal ,, Sloboda" wieder erschienen und hat alsbald einen Brandartitel gegen die Magyaren, Deutschen, Serben, überhaupt gegen Alle veröffentlicht, welche nicht zu Starcevics halten. Aus vielen Gemeinden werden Ausschreitungen gegen die regierungsfreundlichen Wähler gemeldet. In der Gemeinde Bojnics wurden denselben die Fruchtfelder abgemäht und die Feldfrüchte vernichtet. In Strad wurde dem Geistlichen der Eintritt in die Kirche verwehrt; den Ungarn und Serben der Nachbargemeinde wurde das Mahlen auf der Mühle unter lebensgefährlichen Drohungen verboten. Es ist bereits die Weisung zur Anwendung der strengsten Maßregeln gegen die Ruhestörer ergangen. Da tönnte man ja fast eine Gänse baut bekommen aus Furcht vor den Kroaten! Es wird aber wohl nicht ganz so schlimm sein. Dieses echt anarchistische Sträuben gegen das Eingreifen der Gesezgebung und der Verwaltung findet man bei den fonservativen Herren, die fich immer mit ihrer großen Loyalität brüsten, auf fast allen Gebieten. So haben wir in den Städten fast überall Insti tute, durch welche die Gesundheitsgefährlichkeit der Wohnungen geprüft wird, auf dem Lande aber nicht. Und doch sind die Lehmhütten der ländlichen Arbeiter, auch besonders der Gutsarbeiter, vielfach in einem geradezu unverantwortlichen Zustande. Feuchtigkeit, Dunkelheit und Dumpfheit eifern um die Wette und zehren am Leben der Bewohner. Keine Gesundheitspolizei greift da ein, ebensowenig, wie ein aufsichtsführender föniglicher Kreisinspektor( ländlicher FabrikInspektor) die Feuergefährlichkeit der Arbeitsräume und der in denselben errichteten Schlafftätten prüft. Wer entschädigt nun die der Ernährer beraubten Arbeiterfamilien in Hafengier? Wer die mit Brandwunden bedeckten Arbeiter? Antwort: Niemand! ,, Laff' fte betteln geh'n, wenn sie hungrig find." Aber betteln dürfen die Aermsten auch nicht einmal. Darauf steht Arbeitshaus, steht Gefängniß. Aus dem Arbeitshause, dem Gefängnisse entstehen dann natürlich Verbrechen und diese Verbrechen werden dann wieder mit Buchthaus ge fühnt", in welchem der Prügel noch hie und da seines veredelnden Amtes waltet. Belgien. Bei den zur republikanischen Liga in Brüffel gehörigen Personen wurde im Laufe des heutigen Tages mit Der Vornahme von Haussuchungen fortgefahren. Das Echo du Parlament" behauptet, es seien dabei Waffen und Munition, sowie anarchistische Schriftstüde gefunden worden, auch will daffelbe von der Entdeckung eines gegen die Sicherheit des Staats gerichteten Komplottes und von vorgenommenen Verhaftungen wissen. Und wer hat an all' dem Elende Schuld? Die elende Arbeiter wohnung, welche nicht kontrolirt werden darf durch eine Inspektion, die den eventuellen Abbruch anordnen könnte. Das Sträuben der Gutsbesigerpartei in den gefeßgebenden Körpern, die sozial politische Gesezgebung auch auf das Land auszudehnen. die me Es ist Roloni Schand Don me Meinu lennen und b Renntn machen Aus d Nachric ind, fi halten. abgebe fuchen. intert genheit rührun lit tein legt ha Ausbe nannt gen La Rultur daß die Bande Cholera. Es starben in Italien am 24. ds. Mts. 228 Menschen an der Cholera, davon in der Stadt Neapel 121. In der englischen Presse bilden die von der Ball Mall Gazette" enthüllten Mängel der britischen Marine" fortgesett das Hauptthema der Erörterung. In seinem bereits telegra phisch erwähnten Schreiben erinnert der frühere Marineminister W. H. Smith daran, daß Sir John Hay schon zum Beginn der legten Parlamentssession an die Regierung das Ersuchen gerichtet habe, ein Comite des Unterhauses einzusehen, um den Bustand der Marine zu prüfen und festzustellen, ob lettere nod fräftig genug fei, die Intereffen des Landes im Falle eines plößlichen Krieges mit einer Seemacht zu schüßen. Der Ver treter des Marineministeriums, Sir Thomas Brassey, gab in der damaligen Debatte die Erklärung ab, daß die Re gierung die Ueberzeugung habe, daß die von ihr in den letzten Jahren ausgeführten und bei Vorlage des Budgets no weiter vorgeschlagenen Maßregeln vollständig genügend feien, um die Oberherrschaft Großbritanniens zur See aufrechtzu halten. Verschiedene Beitungen verlaugen aber entschieden eine Enquete und die Pall Mall Gazetti drückt den Wunsch aus, Gladstone selbst möge den Zustand der Marine einer eingehenden Untersuchung unterwerfen, und wenn er fich von dem Vorhandensein der Gefahr überzeugt habe, so fei„ lein Mann im Vereinigten Königreich, der mit größerer Energie und Eile Vorsorge treffen werde." Wir glauben nicht fehl zu gehen, wenn wir uns der Annahme hingeben, daß die ganze Beitungsmeute der Regierung zur Verfügung steht und daß diese selbst es ist, welche derselben die Worte in die Feder diktirt, um später die Geldforderungen im Parlament leichter durchseßen zu fönnen. Aus Capftadt wird gemeldet, eine gestern von angesehenen Einwohnern abs gehaltene Versammlung habe gegen die Verlegung der Trans vaal Konvention, welche sich die Boern im Betschuanalande hätten zu Schulden kommen laffen, Verwahrung eingelegt, weil diefelbe für die Suprematie Englands in Südafrika von für die Unterstügung Englands zur Behauptung der in Innere führenden Handelsstraße ausgesprochen. " 1 Frankreich! Das französische Amtsblatt veröffentlicht nunmehr den Bericht des Kontreadmirals Lespes über den Angriff gegen die Forts von Relong vom 6. Auguft. Derselbe wurde von dem Panzerschiff La Galiffoniere, dem Kreuzer Villars und dem Kanonenboot Latin unternommen. Dieselben schoffen drei Forts zusammen, von denen eins mit Krupp- Kanonen bewaffnet war. Die Chinesen schoffen anfangs ganz gut und beschädigten die französischen Schiffe, namentlich La Gallifoniere, ziemlich start, hielten aber das franzöfifche Feuer nicht lange aus. Die Landungstruppen der drei Schiffe, denen sich die des Bayard, welcher dem Admiral zur Verfügung gestellt worden war, anschlossen, landeten hierauf, vertrieben die Chinesen von den Höhen hinter den Forts und brachten ihnen beträchtliche Verlufte bei. Sie waren aber zu schwach, um die Chinesen, die fich auf den Weg nach Tamman zurückzogen, weiter zu verfol gen, und zogen fich auf die Schiffe zurück. Die Chinesen nahmen hierauf ihre früheren Stellungen wieder ein. Die Franzosen hatten zwei Todte und eine größere Anzahl von Verwundeten. Ueber das in Lyon stattgefundene Arbeiter Meeting be richten der Regierung nachstehende Blätter: Wenn man fich auch zu der Ruhe im gestrigen Arbeiter- Meeting in Lyon Glüd wünschen fann, so ist man leider andererseits gezwungen, anzuerkennen, daß die in dieser Versammlung zum Ausdrud gebrachten Ideen und die gefaßten Beschlüsse anzuzeigen fcheinen, daß die Lyoner Arbeiter oder zum Mindesten einzelne von ihnen in der Volkswirthschaft bei veralteten Theorien ge blieben find, deren Verwirklichung, weit entfernt, die Arbeiter trise abzuschwächen, nur deren Folgen erschweren und an Dauernd machen könnten.... Gewiß verdient die traurige Dieser Angelegenheit dürfte die englische Regierung die Hand Lage der Arbeiter von Lyon die ganze Aufmerksamkeit der im Spiele haben. Die angesehenen Einwohner" find höchft Regierung; gewiß thut es Noth, für die Krisis ein heilmittel wahrscheinlich von der Regierung abhängige oder angestellte Und diese Herren reden immer mit volltönender Stimme von ihren warmen Herzen, die für die Arbeiter schlagen! Sie reden immer von der Kaiserlichen Botschaft, als ob fie allein den Sinn derselben begriffen hätten, fie, welche die Geset gebung hindern, ihre, allerdings noch ungemein bescheidenen, fozialen Wohlthaten auch auf die ländlichen Arbeiter auszu behnen. Arbeiterfreundlich find lediglich die Arbeiter felbst die anderen Parteien dienen ihren eigenen Interessen, welche meist den Intereffen der Arbeiter schnurstracks zuwider laufen. Politische Uebersicht. Für die Eröffnung des Reichstags ist die Zeit zwischen dem 12. und 19. November in Aussicht genommen. Wahr scheinlich wird die Session am Dienstag, den 18. November beginnen. Uber die unter deutschen Schuß geftellten Küftenftriche Afrifas bringt der Hamb. Korrefp." wie man an nimmt aus der Feder des Herrn Wörmann, welcher selbst Blan tagenbefizer im Camerun- Land ist einen Artikel, in welchem es u a. heißt:„ Die Tragweite und der Erfolg( der Entfal tung der deutschen Flagge) lassen sich heute noch nicht übersehen, aber eben deshalb ist auch heute die übertriebene Begeisterung noch nicht am blaze, die in dem deutschen Volle vorherrscht. Sind doch mit dem Paar einander aber nicht traute, wollten sie den Handel ges meinschaftlich abmachen. F zu suchen, welche so viel Leiden erzeugt. Dieses Heilmittel barf aber kein empirisches sein, von der Art, das Uebel viel eher zu verschlimmern, als zu verbessern. Dieses Heilmittel muß in der flugen Anwendung der vollswirthschaftlichen Ges seze gesucht werden, in der Entwickelung des Kredits, in den Vorsichts- Einrichtungen, in der Erleichterung der von den ArWir befizen ein Geheimniß," begann Tony ,,, das einen Haufen Goldes merth ist. Wir können es entweder Ihrer Gebieterin, oder dem jungen Herrn Rupert verkaufen. Wenn der junge Herr erfährt, was wir wissen, muß fie ihr ganzes Vermögen verlieren; wenn fie es uns abkauft, dann fann fie es benußen wie fie will, und sie hat nichts mehr nach Wrigley zu fragen, der fich bereits für ihren Erben hält." Leute. Auch in lung b Biftori zwan anwefe nüglich Und m bie me Führer Wählen ble por Lotale migung Benter 28able Beit, m wurde Egypten. Nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Kairo machten die Vertreter Desterreichs, Deutschlands, Frankreichs und Rußlands am gestrigen Spätnachmittage nach einander dem Ministerpräsidenten Nubar Pafcha einen Befuc und überreichten demselben eine identische Protestnote. Wie der Pol. Corr." aus Rom gemeldet wird, bat Italien fich niß eines so ungeheuerlichen Verbrechens einundzwanzig Jahre beiten zu tragenden Laften, in den unter einer annehmbaren Tony hörte diese Erklärung mit ungläubigem Lächeln an. Welches find also Ihre Bedingungen, Tony Betigrew?" Nun denn Sie zahlen mir auf der Stelle fünfhundert Bfund und schwören mir, nach Ablauf eines Monats weitere fünfhundert zu schicken und dafür sorgen zu wollen, daß wir nicht verfolgt werden; das sind unsere Bedingungen." Ich kann Sie nicht recht verstehen," sagte Elsa erstaunt und die Beiden mißtrauisch musternd. Aber betrügen können Sie die alte Elsa Wallace nicht. Ihr habt Euch ausgezeichnet gut verkleidet, wer Thr seid, weiß ich trogdem, Herr Tony Betigre und Frau Petigrew. Es ist noch nicht so lange her, daß ich bei Euch war." " Ja, Sie versprachen uns damals sechszig Pfund, sobald Dr. Mellodem zurück wäre, damit wir auswandern fönnten." In diesem Augenblicke fühlten fich Tony Petigrew und seine Frau von träftigen Händen gepackt, und als fte vers fuchten, fich loszuminden, sahen fie fich in der Gewalt Jasper Fipron's, hinter dem zwei bewaffnete Polizeibeamte ftanden. Ich babe mir die Sache überlegt, und mich eines An. deren besonnen. Die Polizei ist so schon hinter Euch her, und das Gericht wird Euch bald ein fostenfreies Unterkommen be sorgen." hindurch verschwiegen?" „ Sie ist meine Roufine," stotterte Wrigley. ,, Schurte! Sie schwiegen, weil Sie wußten, der Knabe lebe noch, weil alle Jbre Bemühungen, seinen Tod herbeign führen, scheiterten, weil Sie wußten, daß jede derartige An flage die Wahrheit zu Tage fördern und darthun wide, der Knabe lebe noch, fie aber sei nicht verantwortlich für eine in bewußtlosem Zustande vollbrachte That, für die Ihnen übrigens jeder Beweis fehlt." Ich habe einen Zeugen-" Damen und die Gräfin und ihre Tochter traten ein. bes Ste terfagt bewirt meibun balten. Demotr treter Schon bie S wege falle Wähle und S nuiren eines bebung Expatr Beje, allo, hen, e und für bie Als Betigrew und seine Frau in Sicherheit gebracht waren, schickte Jasper einen Boten nach Clematis- Villa, um Wrigley nach dem Schloß einladen zu laffen. Bei seiner Anfunft wurde er in das Bibliothefzimmer gewiesen. Seine Stirn verfinsterte fich, als er Myra und Jasper vor einem Tische figend und verschiedene Papiere gemeinschaftlich studiren fab Er bedurfte teiner Vorstellung, um zu wissen, wen er vor fich hatte. Mit frechem, herausforderndem Blid musterte er Jasper. " Dessen Namen Tony Petigrew ist," unterbrach ibn Ja per. Ich habe ihn und seine Frau heute Morgen verhaften laffen. Aber wir ersuchten Sie um einer anderen Angelegen heit willen, fich hierher zu bemühen; es handelt fich um zwel Als Jasper seine Stimme erhob öffnete fich die Thüit, und begraben, die Andere in einem Jrrenhause eingefperd Vor diesen beiden Damen, von welchen er die eine todt Sie haben vielleicht vergessen mein Herr", nahm Figron glaubte, wich er schredensbleich und zitternd zurüd. Die Ge ,, Und wieviel würde Ihre Gebieterin uns dafür zahlen, wenn wir ihr sagten, wo das Kind zu finden wäre, welches vor einundzwanzig Jahren auf so eigenthümliche Weise ver schwunden ist?" fragte Frau Betigrew. " Das Kind" rief Elia, alle ihre Burückhaltung vergeffend, thr ganzes Geficht leuchtete vor Freude. D, sie würde Euch Alles geben, was Ihr dafür verlangt." das Wort, daß zwischen Ihrer Roufine und mir ein Berlöbnig bestand, ehe ich nach Indien ging, welches durch die erdichteten Nachrichten, die Sie mir dorthin meldeten, nicht aufgehoben wurde. Ich habe nun die Ehre, Ihnen mitzutheilen, daß, sobald die nöthigen Vorkehrungen zu unserer Hochzeit getroffen find, unsere Hochzeit stattfinden wird". Wir tönnten es dem jungen Manne selber sagen" be mertte Tony, und er würde uns reichlich dafür belohnen, follte ich meinen, denn das Geheimniß würde ihm das ganze Barth'iche Vermögen ausliefern. Aber wenn wir das Ge heimniß an Fäulein Baith verkaufen, dann ist die Geschichte aus. Tony's Jdee war, vorläufig von Myra tausend Pfund zu erpreffen, und später, wenn es ihm gelingen follte Rupert aufzufinden, mit diesem ein ähnliches Geschäft abzuschließen. H Das ist unmöglich!" schrie Wrigley. ftalten der Polizeibeamten, welche er hinter den Joria's erblidte flößten ihm Entfeßen ein. Der ebe Daturen 16, So Die an Ich beschuldige Sie," sagte die Gräfin, mich und meine Tochter durch Vorspiegelung falscher Thatsachen aus meiner Wohnung gelockt, und uns dann widerrechtlich gefangen ge halten und durch dieses Vorgehen an unserer Gefundhelt schwer geschädigt zu haben. Nur mit genauer Noth baben wir nach gefahrvoller Krankheit unser Leben gerettet. Meine Tochter hielten Sie zwei Monate lang unter Ihrem eigenen Und ich muß erwähnen," begann Dr. Mellodew, des nach der Gräfin eingetreten war, daß Sie Rupert Barth, ben Adoptiosohn der Lady Bide, durch gefälschte Briefe betrogen Und weshalb unmöglich? Myra Barth ist in dem Alter für fich selbst wählen und über sich bestimmen zu dürfen." ,, Es ist unmöglich, wiederhole ich, fie soll nicht heirathen, fte barf nicht heirathen, ich verbiete es." Weshalb sollte Fräulein Barth dem jungen Herrn diese Mittheilung verbergen?" fragte Elia verächtlich. Sie hätten es übrigens nicht nöthig, fich in der Sache noch weiter zu bemühen, denn das gnädige Fräulein würde jeden Stein um wenden lassen, um ihren Bruder wiederzufinden, und ihn in feine Rechte einzusezen". Und was ermächtigt Sie dazu?" fragte Jasper kühl. Myra weiß es recht gut, fie fennt ihr Verbrechen. Auf welche Weise gelangte fie in den Befiß dieser Güter? Wodurch wurde es ihr möglich, die Fipron'schen Güter zu erwerben? Myra Barth, ich flage Dich des Mordes an! Du trugft Deinen fleinen Bruder aus diesem Schloß, dem Eiben seines Vaters, hinaus und Du ertränfft ihn, ja Du ertränktest ihn, dort drüben, in dem Reservoir!" Dache eingesperrt." Myra wurde geisterbleich, obwohl Jasper ihr betheuert hatte, er besäge die unwiderleglichen Beweise, daß der Knabe noch lebe. ,, Und weshalb," donnerte Fißroy, baben Sie die Rennt und gleichfalls schwer geschädigt haben." Cr menn weben Leute 50 Le eine a lichen Lung Iraten libe toir b balten, menn Börjen batte Und für alle diese Verbrechen werden Sie fich vor den Gerichten unseres Landes zu verantworten haben," sagte Wrigley blickte wild um fich her. Ein heftiges Bittern hatte ihn ergriffen. Vor seinen Augen tanzte es wie Blut und Feuer, in seinen Ohren dröhnte es wie wüftes Geschrei. Er raffte alle feine Kräfte zusammen und wanfte auf Myra j Fizroy. ( Schluß folgt.) bend Ban taufen war. ht in deut he de ind ja ng bat ern in rffam, feblen aftelar 7, und mmen, perbin follte verbot ftalte n und er Re ehrere mmen gervors aftelar Eisen milien fe feft ing in Oppo verden wurde er vom Bauern edewo man dem gegend mili Ma gefest, Aus mehr 3.228 121. Mall tgefest elegra inifter Beginn fuchen m den e noch eines Ver ab in ie Re legten ΠΟΥ feien, echtzu bieden Bunsch einer ch von fein Energie nicht , daß ftebt die ungen apftadt n ab Trans alande gelegt, a von an fich r ind uch in band Бофр eftellte ureaus lands, e nach Befuc Wie en fich Jahre Anabe rbeig ge Un würde, ir eine Ihnen n Jas rhaften elegen n zwel Thir e toot refper Die Ge blidte meine meiner en ges undbelt der Berwahrung der anderen Mächte gegen die Finanzverfügung ber egyptischen Regierung angeschloffen. Auf Madagastar haben die Franzosen die Bucht von Baffandera befegt und find nun damit beschäftigt, ein Fort aufzubauen. Die Landung, welche durch die Artillerieſchiffe Bique" und„ Chacal" geschützt wurde, ist ohne Zwischenfall abgelaufen. Die Salalayen haben sich sehr bereitwillig gezeigt. Sie find schon im Begriff, fich um das Fort herum niederzulaffen. Man vermuthet, daß die Dtfupation von Vohemer im Laufe des September stattfinden wird. " es eine ,, liberale Wählerversammlung", und im zweiten veran staltet das allgemeine Erziehungsinstitut der Fortschrittsphilister eine öffentliche" Wanderversammlung! Der Begriff der ,, Deffentlichkeit" schließt doch wohl das in sich, daß Jedermann, mag er einer Partei angehören, welcher er wolle, Zutritt zu einer derartigen Versammlung hat, fund wenn er eben Zutritt hat, so tann ihm Niemand zumuthen, daß er einfach daftzt und den Mund aufsperrt, um der abgetafelten Weisheit eines Mitgliedes der goldenen Hundertzehn zu lauschen, selbst wenn dieselbe von den Lippen eines in der Wolle gefärbten Fortschrittlers, wie des Abg. Meibauer ertönt. Im Gegentheil, es ist unbedingt nothwendig, daß in öffentlichen Versammlung überall von Andersdenkenden möglichst reichhaltig in die Disluffton eingegriffen wird, es trägt bei zur Klärung der Ansichten und schüßt vor der Einseitigkeit. Wenn das den ,, Deutschfreifinnigen" unangenehm ist, so ist das gewiß ein untrüglicher Beweis dafür, daß sie mit ihren Volksbeglückungstheorien nicht vor die volle Deffentlichkeit zu treten wagen, daß irgend etwas faul sein muß im Staate Dänemart. Daß es oberfaul ist bei der ganzen Gesellschaft, das weiß ja doch jedes Kind, wozu also der politische Bauernfang, wo, wie bei der ganzen Freifinnigkeit", die Reklame fang, wo, wie bei der ganzen Freifinnigkeit", die Reklame den Schlepper Spielt, und der denkfaule Philifter schließlich doch immer der Gefledderte bleibt. Will man unter sich sein, gut, wir haben nichts dagegen, mag man immerhin im engeren Birkel die Großthaten der hervorragendften Fortschrittshelden preisen und fich gegenseitig anlügen, was fann das andere Leute fümmern; wenn man aber öffentlich einladet, und man hat die Anmaßung, den Eingeladenen einfach den Mund zu verbieten, oder man beklagt fich und fängt an in der gemeinsten Weise zu denunziren, dann hört der Spaß auf, und die Sache wird ernsthafter. Aber daran erfennt man das Südafrika befindet sich in einem staatlichen Gährungsprozeß, der uns mit einer derartigen Fülle von Nachrichten ber Kolonie und Staatengründungen oder doch Annexionen überschüttet, daß es nicht nur dem Kartographen unmöglich, fondern felbst dem Chronisten schwer fällt, den Ereignissen auf dem Fuße zu folgen. Binnen einigen Wochen hat die Kapco lonie, die seit einiger Zeit vom Annexionsfieber ergriffen ist, ich nach Often hin durch einen Küstenstrich, die Gegend des St. Johusfluffes im Bondoland, erweitert. Das Boondoland gehört zu dem sogenannten British Raffratia, d. h. dem von Kaffern und„ Griquas", oder Hottentotten- Mulatten bewohnten Gebiet zwischen der Kapkolonie und Natal. Sobald fich in irgend einem Theile jenes Landes eine genügende Anzahl Weißer angesiedelt hatte, um dort die Einführung der regeltechten Verwaltung wünschenswerth erscheinen zu lassen, wurde bas betreffende Stüd der Kapkolonie oder Natal einverleibt, to daß bald die Grenzen jener beiden Kolonien zusammenstoßen werden. lennen Wahrscheinlich innerhalb der nächsten 12 Monate", mittels Droschte nach seiner Wohnung gebracht.- An dem felben Tage wurde dem Schraubendreher Röder in der Schraubenfabrik von Stelzner, Schillingftr. 12-14, dadurch der rechte Arm gebrochen, daß er beim Aufheben von herunter gefallenen Schrauben von den Riemen der Wellenleitung er faßt wurde. Gleichzeitig wurde ihm durch das Unfallen einer Schraubenbant das rechte Fußgelenk zerschlagen. Röder wurde mittels Krantenwagens nach dem städtischen Krankenhause im Friedrichshain gebracht. An demselben Tage Nachmittags sprang ein 11 Jahre alter Knabe aus Furcht vor Strafe aus dem Femster der in einem Haufe der Tresckowstr. 3 Treppen hoch belegenen elterlichen Wohnung und erlitt dadurch eine Gehirnerschütterung und einen Bruch des Oberschenkels. Gerichts- Zeitung. G Eine Anflage wegen Vergehens gegen das Sosialistengesetz durch verbotenes Einsammeln von Beiträgen zu sozialdemokratischen Zwecken gelangte heute gegen den Tischlergesellen Johannes Karl Drth vor der fünften Straffammer hiesigen Landgerichts I. zur Verhandlung. Der Angeklagte befand sich im März d. J. in Stellung in der Pianoforte Fabrit von Knöchel. Von seinen einigen 20 Mitgefellen bat er 18 bewogen, ihre diversen Spitznamen in eine Sammelliste für den Wahlfonds zur Förderung der Wahl von sozialdemokrati schen Abgeordneten einzutragen. Noch ehe die gezeichneten Beträge vom Angeklagten eingezogen werden fonnten, wurde die Sammelliste polizeilich mit Beschlag belegt. Da durch Ver ordnung des hiesigen Polizei- Präsidiums vom 24. Mai 1881 das Einsammeln von Beiträgen zu sozialdemokrati schen Zwecken auf Grund des Sozialisten Gesezes ver boten ist, wurde der Angeklagte wegen obiger Straf that unter Anklage gestellt. Die 92. Abtheilung des biesigen Schöffengerichts erfannte aber auf Freisprechung des | Angeklagten, da in dem Vorlegen der Sammelliste an seine den werden kann. Hiergegen legte die Staatsanwaltschaft Be rufung ein, da die Thätigkeit des Angeklagten das Einsammeln von Beiträgen schon vollständig erschöpft habe. Auf Grund der erfolgten Zeichnungen der Mitgefellen war die Verpflich tung derselben zur Zahlung bereits festgestellt, wobei es feinen Unterschied macht, ob die Beichner ihre wirklichen oder nur ihre Spiznamen angegeben haben. Der im Termin fungirende Staatsanwalt beantragte 30 M. Rechtsanwalt Freudenthal erachtet das Einsammeln nicht als ein öffentliches, sondern nur als ein solches im vertrautesten Privatkreise und beantragt deshalb, die Berufung zu verwerfen. Der Gerichtshof erkannte diesem Antrage entsprechend, indem er fich den vom ersten Richter entwickelten Gründen durchweg anschloß. edle, hochherzige Wesen jener Sorte politischer Schnapphähne, solange man nach ihrer Pfeife tanzt, ist Alles gut, man fraternifirt mit dem Bruder Arbeiter, dann ist die blaue Blouse ein Ehrenkleid, die schwielige Faust das Zeichen des wahren Manneswerthes, und wie die alten Barteigenossen noch keine Einsammlung von Beiträgen gefun abgebrochenen Phrasen, die ihren Werth als politische Leimruthe längst verloren haben, noch alle heißen mögen sobald sobald aber der Arbeiter anderer Meinung ist als die Geldprogen vom Fortschritt, dann ist er ein Sozialdemokrat, der in jeder Rocktasche Dynamitpatronen hat, und die Polizei soll kommen und foll den Sozialdemokraten, der das maclige, morsche Gebäude des philiftrösen Fortschrittlerthums einzutreten droht, in Ketten und Eisen schmieden, dann, Bruder Arbeiter, ist die Sache ganz anders, denn sobald Du mit Deinen Genoffen nicht mehr Die große Maffe bildest, die sich unter einem deutsch- freifinnigen" Leithammel als Stimmvieh gebrauchen läßt, dann bist Du ja staatsgefährlich, und dann mußt Du mit allen Mitteln nach deutsch- freifinnigem" Muster unterdrückt werden. So denken diese Herren und nicht anders, und es liegt jetzt an den BerBörsen Courier" und mit ihm die Phalang der Deutsch- Frei finnigen" glaubt. fchreibt Jemand der ,, Times" aus Natal ,,, werden wir hier Krieg Masse sich erheben. Sie können 25 bis 30,000 Mann ins Leben an Heiten und Schießen gewöhnt werden find. Ich bin der Ansicht, daß wenigftens 100,000 Soldaten erforderlich sein würden, um fie niederzuwerfen, aber selbst dann würde der Es ist fraglich, ob Sudafrika all das Blut und Geld werth ist, am es als britisches Gebiet zu behaupten. Die Buren sagen, wollen binnen Jahresfrist Natal erobern und sie werden dazu in der Lage sein, denn in dem nächsten Kriege werden die meisten Engländer hier fich auf die Seite der Buren stellen. Es ist unglaublich, wie groß die Erbitterung hier unter den Rolonisten gegen die englische Regierung ist. Es gilt faft als Schande, fich einen Engländer zu nennen. Ich spreche nicht Don meinen eigenen Gefühlen, sondern von der öffentlichen Meinung des Landes, denn ich habe die beste Gelegenheit, fte und breit bekannt bin und auf Grund meiner genauen zu lernen, da ich im ganzen Lande umherreise, weit Renntniß des Holländischen viele Dinge maden tann, die Anderen nicht zugänglich find." ausfindig Aus der Burenrepublik im Zululande tommt die wichtige liner Arbeitern, zu zeigen, daß fie nicht so dumm find, wie der Nachricht, daß die Führer von Pretoria aus ermahnt worden find, fich unter allen Umständen den Weg zur See offen zu balten. Eine Kommission wird wahrscheinlich nach der Küfte abgeben, um einen geeigneten Platz für einen Hafen auszu fuchen. Sollte es England nicht gelingen, diesen Plan zu bintertreiben, so würde endlich deutschen Kaufleuten die Geles genheit geboten werden, nach dem Transvaal direkt ohne Betührung des britischen Zollgebietes Waaren zu schiden. Das lit teine erfreuliche Zukunfiemufit für englische Dhren. Bis egt haben die englischen Größen ungestört in fremden Ländern Ausbeute machen fönnen nannt man hat das Kolonialpolitik gein Zukunft wird das den Herren nur noch in wenigen Ländern gelingen, höchstens nur da noch, wo die britische Kultur die einheimische Bevölkerung derartig degenerirt hat, daß diefelbe physisch zu schwach ist um die Engländer aus dem Bande zu jagen. Wahlbewegung. " 1 Ausgewiesen auf Grund des§ 28 des Sozialistenges setes wurde gestern der Arbeiter Welsch aus Adlershof bei Berlin. Welsch, der eine hoch schwangere Frau und 4 tleine Kinder hinterläßt, muß binnen 48 Stunden ben Belagerungsbezirk verlassen. g. Die Martuskirche umgiebt bekanntlich ein schöner, mit Gartenanlagen versehener Plas, welcher schon um deswegen viel vom Publikum frequentirt wird, weil er vom Winde und dem Straßengeräusch geschüßt, und mit Ruhebänken versehen ist. Bietet dieser Plaz am Tage einen angenehmen Aufent halt, so tritt in diesem Verhältniß beim Dunkelwerden insofern ein sehr merklicher Wechsel ein, als der große Plaz mit seinen lauschigen Anlagen von nur drei bezw. vier Laternen erhellt, und hierdurch der fernere Aufenthalt auf demselben ein recht unangenehmer wird. Diesen Zustand sollen sich denn auch wiederholt halbwüchsige Burschen zu Nußen gemacht, und in den Anlagen allerlei Allotria getrieben haben. Eine Verfolgung der Standalmacher ist dadurch sehr erschwert, daß der Plaz um die Markuskirche einen Ausgang nach der Großen Frankfurter und einen zweiten nach der Weberstraße zu beElberfeld. Hier fand gestern eine große Wählerversamm Bittoriajaale in Elberfeld. Besucht war dieselbe von circa wanzig Wählern, außerdem waren fünf Berichterstatter figt. Aber selbst dann ist eine Verfolgung noch sehr schwierig, anwesend. Einige Kellner lauerten im Hinterhalte, um sich nüglich zu machen. Sie fanden keine Gelegenheit dazu. Wenn bie Menschen schweigen, werden die Steine reden, heißt es. Und mit Recht. Die Leerheit des Saales zeigte den sogenannten Führern der deutsch- freifinnigen Partei in Elberfeld, was die Bahler von ihnen halten. balten. Frankfurt a. M. Die Filf. 8tg." schreibt: Nachdem Herr wenn das Individuum sich in den Anlagen versteckt hat, weil hier an manchen Stellen totale Finsterniß herrscht. Namentlich mit Rüdficht auf die wiederholten Lerchenfledereien( Bestehlen von schlafenden Personen) auf Bänken in öffentlichen Anlagen wäre es dringend geboten, daß bier für eine bessere Beleuchtung gesorgt wird, um dadurch zugleich die Sicherheit in der genannten Anlage zu erhöhen. Auf versuchten Gattenmord war die Anklage gerichtet, deren Verhandlung heute das Schwurgericht des hiesigen Land gerichts I. beschäftigte. Auf der Anklagebant nahm der verwachsene, 35 Jahre alte Malergehilfe Gustav Friedrich Johann Wertmeister Plaz, der beschuldigt ist, am Vormittag des 22. Juli cr. auf dem Korridor der Wohnung der Modiftin Frl. Bock, Barnimsir. 34, jeine dort beschäftigte Ehefrau Louise, geb. Schmidt, mittels eines Mefferstiches zu ermorden versucht zu haben. Der Stich muß aber das Korsett getroffen haben, so daß er eine Verlegung nicht zur Folge gehabt hat. Der Angeklagte hat nach dieser That die Flucht ergriffen, ift am 24. Juli festgenommen und zur Untersuchungshaft gebracht worden. Vor dem Untersuchungsrichter hat er eingeräumt, daß er in der Nacht zum 22. Juli den Plan gefaßt hatte, seine Ehefrau zu ermorden und fich dann selbst das Leben zu nehmen. Zu diesem Behufe hatte er sich am Morgen des 22. Juli ein Tischmesser eingesteckt, nachdem er dasselbe zuvor geschärft. Als seine Frau es abgelehnt, zu ihm zurückzukehren und ihm Hand und Ruß zu geben, habe er derselben das Messer in die Brust gestoßen. Und zwar geschah dies, um sie zu strafen, sich zu rächen und weil er fie feinem Andern gönnen wollte. Der fich jezt für nichtschuldig erklärende Angeklagte deponirt im Busammenhange Folgendes: Im Jahre 1873 habe ich mich zum ersten Male verheirathet und mit meiner ersten Frau, die im Jahre 1879 verstarb, ein recht glückliches Eheleben geführt. Von den in dieser Ehe geborenen 5 Kindern war nur eine Tochter am Leben geblieben, die zur Zeit des Todes der Mutter 9 Jahre alt war. Im Jahre 1880 lernte ich meine zweite Frau kennen, welche bereits zweimal außerehelich geboren hatte. Sie war mir als ein gutes, herziges Mädchen geschildert, die sehr wohl eine passende Frau für mich sein würde. Ich war aber doch nicht gesonnen, wegen ihrer Vergangenheit, die Louise Schmidt zu meiner Frau zu machen. Schließlich ließ ich mich aber bestimmen, da dieselbe mein Kind sehr gut behandelte und da ich an eine Besserung glaubte, eine eheliche Verbindung mit der Schmidt einzugehen. In Folge deffen zog fte am 1. Oftober 1881 zu mir, und Anfangs 1882 habe ich fie, nachdem ich ihr die schweren Pflichten des Eheftandes auseinandergefeßt und sie versprochen, dieselben getreu zu erfüllen, geheirathet. Bis zu diesem Zeitpunkt hat meine Frau mein Kind gut behandelt, von da ab zeigte sie sich in ihrem wahren Licht und mißhandelte meine Tochter in ganz ungerechtfertigter Weise. Außerdem vernachlässigte fie die Häuslichkeit, so daß ich den gesuchten häuslichen Frieden nicht gefunden habe. Die Nachbarsleute haben sehr häufig meiner Frau mit Anzeige gedroht, wenn sie das Kind noch ferner mishandle. In Folge dieses Verhaltens ist es zwischen uns zu Streitigkeiten gelom men, die von meiner Seite auch zu Thätlichkeiten ausarteten. Anfangs d. J. hat meine Frau bei der Modiftin Frl. Bodk eine Arbeitsstelle angenommen und ist dem von derselben ge leiteten Frauenhilfs- Verein" beigetreten. Mehrmals in der Woche ging meine Frau Abends fort und gab an, daß sie in den Verein ginge, während ich nachher ermittelte, daß die Ver einsversammlungen allmonatlich nur einmal stattfanden. Ich hatte also aus dieser Ausrede, sowie aus anderen Umständen die Ueberzeugung gewonnen, daß meine Frau fich herumtrieb. Alle meine Vorhaltungen blieben erfolglos. Am 12. Juli cr. wollte ich mit meiner Frau ausgehen, weffen sie sich weigerte. Später war sie aber allein fortge gangen und fam erst nach 11 ein halb Uhr Abends nach Hause. Aus Aerger darüber hatte ich ein wenig zu viel Nach vorgekommenen getrunken und schlug meine Frau. Zum siebenten und letzten Male. In dem Hause des Schlächtermeisters Gärtner, Alte Leipzigerstraße 8, bewohnte feit etwa fünfundzwanzig Jahren der fünfundfünfzigjährige Schneidermeister A. Obach eine Hofwohnung im zweiten Stock. Der in den lezten Jahren dem Trunke häufig ergebene Mal versucht, fich durch Erhängen aus der Welt zu schaffen; bie von Herin Lehrer Sabor auf heute Abend im Gräff'schen Lotale einberufene Volksversammlung die polizeiliche Geneh migung nicht erhalten hatte, wandte fich Herr Schriftseßer Beutert an die Polizeibehörde, um die Genehmigung für eine 28ablerversammlung in demselben Lokale und zu derselben Beit, wie die früher angesezte, zu erlangen. Die Genehmigung Meister von der Nadel hatte in jüngster Beit bereits sechs wurde ihm jedoch, troßdem sich der Anmeldende auf den§ 17 des Reichswahlgefeges berief, auf Grund des Sozialistengefeßes jedesmal ist derselbe aber von seiner Frau, seinem Hauswirthe Derfagt. Dem Wirthe Niembach, welcher das Gräff'sche Lotal bewirthschaftet, wurde außerdem eröffnet, er müsse, bei Ver meibung einer Geldstrafe, heute Abend seinen Saal geschlossen Demokraten in Frankfurt a M. als Kandidat aufgestellt. Sabor ist bekanntlich von Seiten der Sozialtreter Grefelds im Reichstage, wird daselbst, wie wir Herr Dr. Auguft Reichensperger, der bisherige Ver Die Grefelder Ultramontanen lassen Herrn Reichensperger on turz eiwähnten, nicht wieder kandidiren, oder richtiger, fallen. Die Niederih. Voltszig.", das Drgan der Crefelder abler, hatte am 18. März geschrieben: Etwas so Tolles und Widerfinniges sollte man dem Sentrum doch nicht inst oder anderen Bewohnern des Hauses noch rechtzeitig wieder abgeschnitten und in einzelnen Fällen erst nach vieler Mühe wieder ins Leben zurückgerufen worden. Nach jedem Erhängungsversuche versprach er hoch und feierlichft, es nicht wieder thun zu wollen. Um nun seinerseits, so viel es an ihm lag, dem Miether, der ein viertel Jahrhundert im Hause wohnte auch keine Veranlassung zu geben, fich wegen dringen der Gelonoth ein fiebentes Mal aufzuhängen, ließ der humane Hauswirth den Obdach schon seit drei Viertel Jahren unentwegen Abstimmung für das Sozialistengeset geltlich wohnen. Als nun kürzlich der Hausbefizer sein im Hause befindliches Schlächtergeschäft verkauft hatte, und nun dem Obdach auch das Miethsverhältniß gefündigt werden mußte, erhängte fich der konsequente Schneidermeister_am retten fruchtlos. Noch am Abend wurde die Leiche nach dem nuiren, daß es in demselben Augenblicke, wo es die Aufhebung Mittwoch Abend 81 Uhr zum fiebenten Wale an der Stuben eines anderen Ausnahmegesezes schlimmster Sorte, die Auf- thür. Diesmal blieben die Versuche, den Lebensmüden zu Expatriitungsgesetzes aufs Neue verlangt, dem Sozialisten Dbduktionshause geschafft. Beies, refp. defen Berlängerung zustimmen sollte." Man sieht allo, daß die Klerifalen in Crefeld feine Reigung haben tön nen, einen Abgeordneten wiederzuwählen, der jenes Tolle und Widerfinnige" dennoch gethan. für die Reichstagswahlen fertig. Dieselben werden, wie aus Die Sozialdemokraten find mit ihren Wahlvorbereitungen Der eben herausgegebenen Parteiliste hervorgeht, 144 Randis. Daturen aufstellen; hiervon entfallen auf Breußen 68, Baiern 16, Sachfen, in dem alle Wahlkreise besetzt find, 23, und auf bie anderen Staaten 37. Lokales. wenn nicht bereits ein recht empfindlich fühler Herbstwind cr. Der Wahlkampf zeitigt sonderbare Früchte, und weben würde, so fönnte man glauben, daß immer noch einzelne So leitet der Berliner Börsen- Kourier" einen Bericht über baben Meine rigenen ber b. ben trogen For den fagte Bittern ut und i. Er gra ju eine " " N. Erwischte Diebin. In den legten Tagen hatte der Schlächtermeister Franz Prielipp, Dresdenerstr. 63 wohnhaft, wiederbolt wahrgenommen, daß seine Ladenkaffe mit dem guten Geschäftsgange in feiner Uebereinstimmung stehe. Sein Ver dacht lenkte fich schließlich auf die erst seit 10 Tagen bei ihm beschäftigte Aufwärterin M. und gelang es ihm gestern endlich, diefelbe gerade in dem Moment zu attrapiren, als sie ihm wieder 8 Mart aus der Ladenkaffe entwendete. Schnell hatte die Diebin das Geld in ihrem Busen versteckt, welches sie aber auf die energische Aufforderung des P. sofort herausgab. Hierbei fiel der M. ein hübsches Sümmchen aus dem Busen und man fand bei genauerer Untersuchung sogar Geld in ihren Strümpfen. Man schaffte die ungetreue Person sofort nach der Polizei, und steht dieselbe ihrer Bestrafung entgegen. Herr Brielipp schäßt seinen Verlust während der lezten Tage auf ca. 300 Mart. N. Durch einen entfeßlichen Unglüdsfall wurde das Konfirmationsfest, welches die Familie Pazte, in der Jäger Straße 23 in Rigdorf wohnhaft, am geftrigen Tage zu feiern nung erfolgen sollte, batte am Montag das Unglüd, beim neuen Streitigkeiten verließ mich meine Frau am 14. Fuli cr. und traf ich dieselbe am andern Tage in Gesellschaft des Glasermeisters Blöncke, den fie als ihren Ontel ausgab. hierüber wurde ich derartig erregt, daß ich beschlos, mir das Leben zu nehmen. In der Nacht zum 18. Juli machte ich auch den Versuch, mich auf dem Georgenkirchplatz zu erhängen, die Strippe riß aber. Am Tage vorher hatte ich meiner Frau meinen Trauring und meine Uhr als Andenken überbracht und ihr meine Abficht fundgegeben. Sie höhnte mich aber aus. Am 22. Juli ging ich von Hause fort und steckte ein Tischmesser zu mir. Ich forderte meine Frau, die ich bei Fräulein Bock hatte herausrufen lassen, auf, zu mir die ste zurückzukehren und die Sachen zurückzubringen Sie lehnte aus meiner Wohnung mitgenommen hatte. Ben Lamento ein: Wieder ist eine liberale Wählerversamm gedachte, gestört. Die 14 Jahre alte Tochter, deren Einfeg- dies ab, und ohne zu wiffen was ich that, zog ich das liberale Versammlung" ist aufgelöst worden. Wenn talen zur polizeilichen Auflösung gebracht worden." Alio eine Fensterpußen auszugleiten und so unglücklich auf die Drehrolle zu stürzen, daß der Leib aufgeriffen wurde. Die Verlegungen wir das an und für sich auch für fein besonderes Unglüd find sehr schwer, die Verunglückte befindet sich in der ärztlichen nun, mich in der Spree zu ertränten, zu welchem Behufe ich balten, jo gewinnt die Sache doch einen ganz anderen Anstrich, Behandlung des Herrn Dr. Vogt. wenn man den folgenden Satz des Organes der Berliner batte für die Wahlen des 4. Reichstagswahlkreises gestern bend im Böhmischen Brauhaus jobber lieft. Derfelbe lautet:„ Der Verein Walded" Banderversammlung anberaumt, die von mehr als eine öffentliche tausend Bersonen, darunter auch einige Sozialdemokraten, besucht Polizei- Bericht. Am 22. d. M. Nachmittags fiel der Arbeitsbursche Leist beim Anstreichen des Flures im Hause Linienstr. 132 von einer auf einem Tisch stehenden Leiter berab Am 25. d. und erlitt einen Bruch des linken Unterarms. Mts. Vormittags glitt der Arbeiter Pitters an der Ecke der Röpnicer- und Neanderstraße auf dem Bürgersteige aus und war. Was bedeutet denn das eigentlich? Im ersten Saz heißt brach beim Fallen den rechten Fuß. Der Verunglückte murde Meffer aus der Tasche und stieß es nach meiner Frau. Der Angeklagte fährt fort: In diesem Moment tam ich erst zur Besinnung deffen, was ich gethan hatte. Ich beabsichtigte in eine Droichle stieg und dem Kutscher aufgab, nach dem Schlesischen Thor zu fahren. Wegen der Pflasterungsarbeiten fuhr der Kutscher aber nicht die Köpnicker, sonder die Man teuffelstraße entlang, in der mein Schwager wohnt. Bei diesem war meine Tochter untergebracht und ich sehnte mich banach, diefelbe noch einmal zu feben. Meiner Schwester fiel mein verstörtes Aussehen auf, und theilte ich derselben auf ihr Drängen das Vorgefallene und meinen Entschluß mit, mir das Leben zu nehmen. Sie suchte mich zu beruhigen, daß es so schlimm nicht geworden sein wird und forderte mich auf, mich felber der Behörde zu gestellen. Ehe ich dies zur Ausführung bringen fonnte, wurde ich verhaftet. Auf Vorhalt des Bräftbenten bezüglich seines vor dem Untersuchungsrichter abges legten Geständnisses giebt der Angeklagte an, daß er willenlos zu allen Fragen des Nichters mit Ja" geantwortet hat. Der Präfident bezweifelt ein solches Verfahren des Richters. Aus der Beweisaufnahme ist als bemerkenswerth mitzutheilen, daß an dem Kleide der Frau Werkmeister nichts lädirt war; diese will auch nur einen Druck an der rechten Brust verspürt haben. Dem Barbier Pretsch hat der Angeklagte von dem mißglückten Selbstmorde Mittheilung gemacht und zu diesem eine Woche vor der inkriminirten That geäußert: Ich muß fterben, meine Frau aber auch!" Einer bekannten Frau gegen aber hatte der Angeklagte gesagt:„ Sie werden etwas in der Beitung zu lesen bekommen", was die Zeugin auf einen beabfichtigten Selbstmord schließen ließ. Staatsanwalt Thiede mann beantragt das Schuldig nach Maßgabe der Anklage. Rechtsanwalt Reinboth das Nichtschuldig event. die Annahme von versuchtem Todtschlag unter Bubilligung mildernder Umstände. Diesem legtern Antrage entsprechend lautete das Verdikt der Geschworenen, und verurtheile der Gerichtshof den Angeklagten wegen versuchten Todtschle gs zu einem Jahr Gefängniß. Die Geschworenen find gesonnen, ein Gnaden gesuch für den Verurtheilten einzureichen. " Pauline, das Judenschidsel" und„ Der leichtsinnige Ernst vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den biefigen Galanteriewaarenhändler G. wegen Aushängens des Liedes Pauline, das Judenschicksel" die Klage wegen groben Unfugs und wegen Aushängens des Vortrages Der leichtfinnige Ernst" die Klage wegen Verbreitens von unzüchtigen Echriften erhoben. Das Schöffengericht, welchem gestern die Angelegenheit zur Aburtheilung vorlag, schloß fich den Ausführungen des Vertheidigers des Angeklagten, Rechtsanwalts Timendorfer, an. Daß der Aushang des Liedes Pauline, Das Judenschicksel" die öffentliche Ruhe und Sicherheit zu ge fährden" nicht geeignet sei, wenn auch sein Inhalt nebst der auf dem Liebe befindlichen Abbildung so manche Baffanten aum Stebenbleiben veranlaffen möchte und fich möglicher Weise dadurch Ansammlungen von Menschen bilden könnten, und Sprach den Angeklagten des groben Unfugs frei. Dagegen theilte der Gerichtshof die Anficht der Staatsanwaltschaft, daß " Der leichtfinnige Ernst" durchaus unfittlichen Inhalts sei. Es gelang dem Vertheidiger des Angeklagten aber der Nachweis, Daß sein Klient den Inhalt des bewußten Liedes gar nicht tenne, und es erfolgte daher wegen mangelnden Dolus auch in diesem Punkte die Freisprechung des Angeklagten. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. In einer gut besuchten Mitgliederversammlung der Maschinenbau- und Metallarbeiter- Gewerkschaft sprach am Mittwoch, den 24. d. M., Herr Dr. Michelsen über das The mgWie organifiren wir uns in Zukunft?" Redner bemän gelte bei Beginn des Vortrages an den bestehendeu Arbeiter Organisationen das Sichabschließen in fleinen Verbänden, wodurch nur der Kastengeist genährt und großgezogen würde. Bum Werke, das wir ernst bereiten, geziemt fich wohl ein ernftes Wort, so ruft uns Schiller zu! Deßhalb würden in nächster Zukunft nur solche Arbeiterverbindungen lebensfähig fein und ihrem wahren Zweck entsprechen, die, gestüßt auf eine feftgegliederte Maffe, die Vereinsfrämerei und Spielerei bei Seite liegen laffen und bei ernster Arbeit in dem Streben für das Wohl der Allgemeinheit, der Lösung der Magenfrage die Bahnen zu ebenen im Stande sind. Gegen die Uebergriffe des fich immer weiter ausdehnenden Kapitalismus schüßt uns nur eine Organisation, die in Erkenntniß ihrer Pflichten gegen die ganze Menschheit, das Wohl ihrer Mitglieder ins Auge faßt und den Einzelnen auf ein fittliches und wirthschaftliches Niveau erhebt, das er allein zu erreichen nicht vermag und unsere von Arbeiterfreundlichkeit triefenden Vertreter der heutigen Gesellschaft trop all ihrer Moralpredigten ihm zu garan tiren nicht willens find. Tarum empfehle ich Ihnen, meine Herren, beharren Sie auf dem beschrittenen Wege, suchen Sie immer mehr Berufsgenossen für die Gesammtorganisation Theater. Königliches Opernhaus: Sonnabend: Keine Vorstellung. Königliches Schauspielhaus: Sonnabend: 180. Vorstellung. Was ihr wollt." Deutsches Theater: Sonnabend: Wilhelm Tell." „ S Bellealliance- Theater: Sonnabend: 6. Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Franziska Ellmenreich. Sum 1. Male Gerettet." Schauspiel in 4 Aften von Fried. Spielhagen. " Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Gasparone". Walhalla- Operetten- Theater: Sonnabend: Hoftina." Gentral- Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Sonnabend: Bum 58. Male: Jäger Liebchen." Gesangspoffe in 4 Atten von L. Treptow; Couplets u. Quodlibets v. G. Görk. Muft von G. Steffens. Kaffen Eröffnung 6% Uhr, Anfang der Vorstellung 7%, Uhr. Oftend- Theater: Sonnabend: Gastspiel des Herrn Fliegener. Das Kreuz im Walde." Vittoria- Theater. Sonnabend: Wallensteins Lager." Die Piccolomini." " " Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Sonnabend: Zum 15. Male: sämmtlicher Metallarbeiter zu gewinnen, und der Sieg wird sich an Jhr Banner, das der Solidarität, heften. Lebhafter Bei fall lohnte dem Redner. An der Disfuifion betheiligte fich auch unter Anderen Herr Lochmann und berichtete, daß die Schloffergesellen in die Lohnbewegung eingetreten seien und in furzer Zeit mit ihren Forderungen hervortreten würden. Im Vertrauen auf die Unterstügung der Berufsgenossen, würs den fie den Lohnkampf um Erringung befferer Lebensbedin gungen aufnehmen. Herr Gutheit antwortete hierauf, daß die Gewerkschaft in Erkenntniß der Solidarität der Arbeiterintereffen, stets moralisch sowohl, wie auch materiell für ftrifende Kollegen eintreten werde. Die Sirene."( La Flam,, Der erste boyante.) Vorher, zum 15. Male: April." tgr. Bei der obwaltenden Meinungsverschiedenheit zwischen dem Meistervorstande der Bädergesellen- Gewerfs- Krankenkasse und der Majorität der Mitglieder der selben, indem dem neuen Krankenkassen- Geseze gemäß der Eistere eine Innungskasse, Lettere dagegen eine freie Hilfskaffe ins Leben rufen will, und bei der Wichtigkeit, zu wissen, welcher von beiden Kaffen das Vermögen der alten Kaffe zufallen werde, hatte der Gesellenausschuß der Bäckergesellen bereits vor 6 Wochen beim Berliner Magistrat beantragt, eine General Versammlung der Kaffenmitglieder, behufs Auflösung der alten Kaffe, unter Vorfig eines Magistratsbeamten stattfinden zu laffen. Da bis dato feinerlei Antwort seitens der Behörde erfolgt ist, so glaubten sich die Bädergesellen benachtheiligt und beriefen auf eigene Hand, da von den Altgesellen Nichts geschehen war, für Donnerstag eine General- Versammlung nach Gräß's Salon, Brunnenstr. 140, in welcher diese Angelegenheit einer lebhaften Besprechung unterzogen wurde, wobei es zu scharfen Auseinandersetzungen mit den gleichzeitig Altgesellen tam. Das Resultat der langwierigen Erwä gungen und Debatten, in denen namentlich die Herren Hoppe, Bolte, Berghauer, Pfeiffer, Heinrichs, Jordan und auch Echnate das Wort nahmen, war folgender Beschluß:„ Die heutige Generalversammlung der Berliner Bädergesellen fordert von ihrem in 8 Personen erschienenen Gesellenausschuß umgehend eine Beschwerde über das Verhalten des Berliner Mas giftrats an das Königl. Polizeipräfidium erfolgen zu lassen und spricht den nicht erschienenen Repräsentanten des Gesellenauss schuffes, in der Annahme, daß dieselben wenig oder gar kein Intereffe an unserer Sache haben, ein Mißtrauensvotum aus." Louisenstädtisches Theater: Direktion: Jesef Firmans. Sonnabend: Zwölftes Gesammtgaftspiel der Liliputaner.( Die Heben Zwerge). Bum 10. Male: Robert und Bertram." Große Boffe mit Gesang und Zanz in 4 Abtheilungen von G. Räder. Wallner- Theater:" Der Raub der Sabinerinnen." Alhambra- Theater. Wallner- Theaterstr. Nr. 15. Sonnabend und folgende Tage: Die Reise durch Europa. Gr. Ausstattungsreisepoffe mit Gefang in 6 Bildern von B. Görlig. Musik von Th. Frante. 1. Bild: In Pyrmont. 2 Bild: Auf Helgoland. 3. Bild: Ein Künstlerfest auf der Wartburg. 4. Bild: Berliner Salon- Tiroler. 5. Bild: Die Stumme von Portici. 6. Bild: Eine Nacht in Venedig. Entré 30 Bfg. Anfang 7% Uhr. Bone haben Wochentags [ 816 Giltigkeit • hin zialtarife referirt und diskutirt. Der Referent, Herr Tidl meister Mosel, ging von der Erklärung aus, daß Meister und Gefellen fich hier in Berlin als geschloffene organifirte Ma gegenüberständen und bei einem solchen Stande der Ding es vor Allem darauf ankomme, einem neuen und da von beiden Seiten hartnädig durchgeführten Stri vorzubeugen, was ja, wie es scheine, auch der Wunsch un Das Streben der Gesellen- Lohnlommission sei; sonst hätte fe nicht solche Spezial Minimaltarife aufgestellt, die um so acc tabler werden fönnten, als sie, auf durchaus mäßigen Ford rungen bafirend, geeignet sein dürften, der Schund un Schmuskonkurrenz einigen Einhalt zu thun. Deshalb ba auch der Innungsvorstand dem von der Gesellen- Lohntomm flon an ihn gerichteten Ersuchen um eine Konferenz mit de Meistern entsprechen zu sollen geglaubt. Eine tombini aus fünf Meistern und fünf Gefellen( Lohnkommission Mitgliedern) gebildete Kommission babe darauf am vorhergehenden Tage( 23. dieses Monats) fonfeit In dieser Sigung sei die Meisterkommission durch die Auss rungen der Gesellenkommission in ihrer Anficht von der No wendigkeit, legteren zu unterstügen, lediglich bestärkt worde Besonders in der Baubranche würden mitunter unglaubli Schundlöhne gezahlt, für eine sogenannte„ 4 Füllungsth nur 4 M.; er( Referent Herr M.) habe das bis dahin no gar nicht gewußt und für ganz unmöglich gehalten. Die jest ausgearbeiteten Tarife der Gesellen seien durchweg anne bar, ja theilweise noch zu niedrig normirt. Er bitte daher d Versammlung, die Kommission der Meister zu ermächtigen, bis zum 1. kommenden Monats Lomplet vorliegenden Gefelle Tarife zu prüfen und so weit fie biefelben acceptabel b finden durch ihre Unterschrift im Namen der Innung meister anzuerkennen. In der Diskussion pflichteten besonde die Herren Brandes, Hildebrand, Marschall und Bietsch en Ausführungen des Referenten bei, während von den übrige Rednern betont wurde, daß die Innungsmeister den Gefellen sehr gern möglichst hohe Löhne geben(), aber nur von be Gesellen sich hierüber feine direkten Vorschriften" machen laffen möchten. An den zuweilen allerding viel zu geringen Löhnen seien nicht nicht die sondern die Möbel Magazin Befiger( Händler) Auch sei zu ihrer Schleuderkonkurrenz schuld. 0 Mei bi bebenten Ferner wurde der Gesellenausschuß beauftragt, zum nächsten daß von den ca. 13 000 hiesigen Tischlergesellen nur ca. 40000 Donnerstag eine Generalversammlung einzuberufen, um zu fonstatiren, wie viele der freien Hilfskaffe beizutreten gewillt find. Die eingereichten Innungstranfenfaffenftatuten haben, wie der zweite Altgeselle Bolte mittheilte, die behördliche Ge nehmigung nicht gefunden, weil die Lehrlinge nicht berücksich tigt worden find. Dieselben müssen also geändert und noch mals einer Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Fachverein der Tischler hielt am 22. d. Mts. Neue Grünstraße 28, eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung: Fachverein und Innung hinsichtlich der Be ſchlüſſe des Rongreffes der deutschen Tischlermeister" ab. Herr schlüsse des Kongreffes der deutschen Tischlermeister" ab. Herr B fich an der Lohnbewegung betheiligt hätten. Dennoch fei m mit einer Prüfung der Tarife und ihrer eventuellen Annahm einverstanden. Nur die Einführung des gesetzlichen Normal hältnissen im Tischlergewerbe für praktisch undurchführba Schließlich gelangte auch eine in diesem Sinne fich au die schlechte Geschäftslage des Gewerbes viel hin und her bi futirt wurde, ohne daß es zu Beschlüssen fam. Die braunschweigische Fabrit- und Handarbeiter Krantentaffe hatte am Sonntag eine Versammlung in Reſtauration von Kruse in der Zangedammſtraße. Die Sterbegeld zahlt, so wurde beschlossen, für die dortigen glieder eine besondere Doktorkaffe" zu gründen, welche felben freie ärztliche Behandlung und Medizin gewährt. Anzahl Mitglieder erklärten ihren Beitritt. Driv Nr. mit f Sch franzöfif Vertheil fen. Si ständen nungen einem A Forschu Die Besc marinen Flächen, Die Tief lichen S 1860 m zerbroche es nur Thalest fischen. tur und lange b wendig, genau eine za welcher Die leite Tonnte Arten, find, da mie jel Edward Herrn S Chauffe abermit feinen fultate in Bar Händer Naturf Die aus ersten deutschen Tischlertages vom 24. bis 26. August d. J. Berufsgenossen übertreten. Da leptere jedoch nur Kranten un auf die Verhandlungen und Beschlüsse desselben näher ein, fritifirte die Bestrebungen bebufs Einführung von Arbeitsfarten für die einzelnen Jnnungen resp. obligatorischer Arbeits bücher, sowie die Ausführungen einzelner Redner des deutschen Die Versammlung belundete ihr Tischlertages überhaupt. Mißfallen gegen die Beschlüsse des deutschen Tischlertages durch einstimmige Annahme folgender Resolution:„ Die heute tagende Versammlung des Fachvereins der Tischler erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, fie ers fennt an, daß die Beschlüsse des Kongresses der deutschen Tischlermeister gewisse Gefahren für die Gefellenschaft in fich bergen. Sie erklärt, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln diesen reaktionären Bestrebungen entgegenzutreten und für die Stärkung des Vereins Sorge zu tragen." h. Eine faft ausschließlich mit der Tischler Lohnbewegung fich beschäftigende Versammlung von Meistern der Berliner Tischler- und Stuhlmacher- Innung, welche sehr zahlreich besucht war, tagte am 24. d. Mts., Abends, im Buggenhagen'schen fleineren Saale( Morigplatz) unter dem Vorfize des Herrn Brandes. Es wurde über die von den Gefellen- Delegiten der einzelnen Branchen in Verbindung mit der Lohnkommission der Gesellen aufgestellten Minimal- SpeHeute wurde meine Frau Bertha geb. Repfennig von einem ftrammen Jungen sehr schwer aber glücklich entbunden. Berlin, 25 September 1884. B. Schneider, Bureau- Vorsteher. 888 Verein der Sattler und Fachgenossen. Versammlun I am Sonnabend, den 27. d. M., 8 Uhr, Gratweils Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. 1. Wahl der Arbeitsvermittle 2. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder, sowie Ausgab der Quittungsbücher der Sentral- Kranken- und Begräbnisla der Sattler und Berufsgenossen( E. H.) gen. Hoffnung. laden wir hiermit zu der am Sonntag, den 28. Septbr Bor Sämmtliche Nadler, Siebmacher und Berufsgenoffe mittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jalo Straße 37 stattfindenden Versammlung ein. In Betreff b FH- Kaffenangelegenheit ist das Erscheinen eines jeden gliedes Ehrensache. Eine Versammlung der beim Gürtler- und Bro zierer Gewerbe; beschäftigten Personen findet am Sonnt Den 28. ds. Mts., im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jalo Straße 37 statt. Statutenvorlage. Merkur 186 Vereinigung untenstehender Beitungs- Spediteure für Berli und Umgegend, empfiehlt sich dem geehrten Publikum bevorstehenden Quartalswechsel zur pünktlichsten und schnell Lieferung sämmtlicher hiesiger und auswärtiger Beitum Tischler befindet sich vom 1. Oktober ab Alte Jakob find wir in den Stand gefeßt, allen an uns berantreten Arbeitsmarkt. Der Zentral- Arbeits- Nachweis des Fachvereins der ftraße 38 Gro [ 879 Wählerversammlung Sonntag, 28. d. M., Vorm. 10 Uhr, im Eiskeller. Chausseestr. 88. Tagesordnung und Referent werden in der Versammlung bekannt gemacht. Alle Wähler des 6. Wahlkreises ohne Para teiunterschied sind hierzu eingeladen. Freie Diskussion. Der Einberufer. [ 887] V. Reichstags- Wahlkreis. Wähler Versammlung Sonntag den 28. Septbr., Vormitt. 10 Uhr, im Salon zum Deutschen Kaiser, Lothringers [ 885 straße 37. fachverein d. Posamentiere u. Seidenknopfmacher. 8831 Montag den 29. b. M., Abde. 8 Uhr, Holzmarktstr. 72, Das Er Versammlung. T.- D.: Vorstandswahl. scheinen sämmtlicher Mitglieder ist nothwendig. Der Vorstand. Den Mitgliedern des Arbeiter Bezirksvereins vom 15. und 20. Kommunal- Wahlbezirk zur Nachricht, daß die ordentliche Mitglieder Versammlung am Montag den 29. Septbr. zu Gunsten der stattfindenden Voltsversammlungen ausfällt. Wann die nächste Versammlung stattfindet, wird an dieser Stelle bekannt gegeben.[ 884] Der Vorstand. V Die Zeitungs- Spedition v. C. Mücke I Rosenthalerstr. 46( Rothe Apotheke.) empfiehlt sich zur pünktlichen und prompten Lieferung aller Zeitungen bes. Berliner Volksblatt" im Norden, Bentrum, Often und Umgegend, und liefert dieselben bis 1. Oftober gratis. 855 Wirklich gute 5- und 6- Pfennig- Cigarren aus rein überseeischem Tabal gearbeitet, sowie Nordh. Primtabat in je dem Gespinnst liefert im Einzelverlauf die Cigarrenfabrit N. Eichendorfstr. vis- à- vis dem Stettiner Bahnhof. 882 Bur pünktlichen und zeitigen Besorgung des Berliner Volksblatt" sowie feder Beitung empfiehlt sich die Spedition F. Bankowsky, Andreasstraße 66. [ 863 und Journale. Durch unsere neu geschaffenen praktischen Einrichtung Anforderungen genügen zu fönnen, und bitten unsere ge Kundschaft, unser neues Unternehmen güt. unterſtüßen zu mol Hochachtungsvoll D. Liepad, Oranienstr. 148, am A. Schulze, Dranienfi Morigplay. 3. Schulze, Admiralstr. 33. 18 D.Handwert, Rosenthalerfir 6. Liepac, Grimmstr. 30 A. Pohlmann, Königgräßer- B. Schulze, Admiralftr. 33 ftr. 10, am Potsd. Plag. G. Hofedant, Feldstr. 4 E. Liepad, Morigftr. 22. Haupt- Büreau, Bimmerfi Zwei junge Leute finden Schlafstelle, Friedenst bei Dathe vorn 4 Treppen. Für 2 Herren saubere Schlafftelle Reichenbergerfit. vorn 3 Tr., b. Hoffmann. Drucksachen aller Art, namentlich Circulaire, Rechnungs- und Quittungs formulare, Adreßkarten, Prospecte, Preis Courante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, fämmtliche Formulare für Kranken kaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. Berantwortlicher Redacteur 8. Grongeum in Berlin. Druck und Berlag von May Baning in Berlin SW., Beuthftraße 2. Die dor und fto Davon, zusamm fich au an_fich noch a einen Küsten waren präsent Bustan gefund in den murder ländis findun und d Schlage noch 2iffer Damp deftini Don S fchafte Schaftl Verfü zu be Dor, n boden fagte Ring Treib Villa mas nann aber fein Es m ich b ungl für S fte wo f groß Dori Berk fall febrt mit Ding umi berg feffer Beit dan Der Sar eine fein Ble Gu jebo fchi nun nu Sterzu eine Bell Schle und Rachite Dinge Dans Strile und tte fe accep Forde babe ommi it ben binirk fion bin nferit Luefüh Not borden ublide Stbir n nod Die bi nneb her bit en, di efellen bel be | nungg fonbed ich ben brigen Befellen on ben ten" Nr. 150. Beilage zum Berliner Volksblatt. Die Tiefen des Meeres mit Bezug auf zoologische Untersuchungen. Schon im Jahre 1861 hatten die Beobachtungen eines franzöfifchen Naturforschers einiges Licht über die Frage der Vertheilung des Lebens in den Abgründen des Meeres gewor fen. Sie wurden dank einer glücklichen Mitwirkung von Um tänden gemacht, denn die Telegraphentabel, welche die Entfer nungen beseitigen und die Gedanken unter dem Wasser von einem Kontinent zum andern tragen, haben der wissenschaftlichen Forschung die Nothwendigkeit auferlegt, ernste Studien über die Beschaffenheit des Meeresbodens vorzunehmen. Um die submarinen Stabel zu legen mußte man nicht nur die Art der Flächen, auf denen sie ruhen, lennen; man mußte auch genau die Tiefe bestimmen, wo sie versenkt waren; aus diesen gründ lichen Studien fonnte die Wissenschaft neue Vortheile erzielen. 1860 wurde das zwischen Sardinien und Algier gelegte Kabel zerbrochen; den Ingenieuren der Telegraphentompagnie gelang es nur mit großer Mühe, die Bruchstücke desselben aus einer Thalestiefe des Meeres von 2500 Metern wieder herauszufischen. Die nöthigen Operationen, um ein Rabel zur Repara tur und Neulegung wieder aufzufinden, find ebenso fostbar als lange dauernd und höchst schwierig. Es ist zuvörderft noth wendig, um neue derartige Vorfälle zu vermeiden, daß man fich genau von der Ursache des Bruches unterrichte. Es befand sich eine zahlreiche Maffe von Thieren auf dem Gummischlauch, welcher den Draht umhüllte, firirt. War es ihr Einfluß, der die leitende Wirkung des Drahts abgeschwächt hatte? Man fonnte annehmen, daß sie schuld daran wären, denn es giebt Arten, die scheinbar schwach und bedeutungslos, doch im Stande find, das festeste Holz und die härtesten Steine zu durchbohren, wie selbst den Eisendraht zu schädigen. Profeffor Milne Edwards wurde darüber zu Rathe gezogen, und erhielt von Herrn Mangon, Profeffor an der Schule für Brüdenbau und Chauffeen in Paris, den Auftrag, die Sache zu untersuchen; er übermittelte ihm auch verschiedene Stücke des noch reich mit feinen Bewohnern bedeckten Rabels. erdings Meific benten 40000 fei man nnahm Rormal n Ver Führbar chau chüber ber bil better in de Die be gleide ten- und en Mi be ben Fint mmlung enoffes erhallen ermittle Mudgal bnigla B. ., Bo treff b en Brow e Salo te Salo Sonnta Berli bnell eitung 188 htung retenb geth 18 woll erftr 30. 33 4 Eftr. 6 ftr. 167 Sonnabend, den 27. September 1884. 1. Jahrgang. das, was das Studium dieser Geschöpfe doppelt belehrend macht Um die zahllosen Arten, welche die unterseeischen Forschungen zu Tage gefördert haben, zu ordnen, werden die Zoologen ve pflichtet sein, den Rahmen ihrer Klassifikation bedeutend zu er weitern. Sie sehen in höchfter Ueberraschung Hunderte von neuen Thierformen zwischen den organischen Typen eingeschaltet, die man als sehr verschiedenartig vorausseßte, die aber diese Vermittlungsarten ganz im Gegentheil auf's Engste mit einan der verbinden. Es find nicht nur niedrige Repräsentanten des Thierreichs, die in dieser Weise in die Abgründe verbannt wur den; man findet sehr vollkommene Wesen, selbst Fische find unter ihnen nicht selten. Auf der Küste von Portugal, unfern der Mündung des Tajo, warf der Travailleur" seine Sonde in eine Tiefe von 1500 Meter. In wenigen Stunden wurden hai fische gefangen; nicht jene monströsen Ungethüme, welche den Schiffen in der Hoffnung einer reichen Beute folgen, sondern Fische von allerdings ganz respektabler Form, jedoch nur von 1 Meter Länge. Offenbar leben fie dort in großer Menge, doch verlassen fte nie ihren Aufenthaltsort; niemals fieht man sie nahe der Oberfläche oder gar auf dem Strande. Die Krustaceen, die Mollusken, die Boophyten find in Unmassen vorhanden; einige erreichen vergleichsweise die koloffalen Dimensionen derjenigen Arten derselben zoologischen Gruppe, welche die Oberfläche bes wohnen. Die Natur scheint in der Tiefe der Meere gewiffe Thiere, die schon in den geologischen Epochen dort lebten, vergeffen zu haben, die heut zu Tage die legten überlebenden Reste einer alten Fauna bilden. Man kann die Genealogie einiger dieser Arten sehr weit verfolgen; man hat selbst einen Augenblic geglaubt, daß man unter den Waffern verborgene Geschöpfe finden würde, deren Ueberreste fich in den Depots der sekundären und primären Epochen erhalten haben, und daß die Belemniten und Ammoniten, vielleicht selbst die Trilobiten, irgend einen unbekannten Winkel des Dzeans bewohnten. Doch hat man die Hoffnung, fie dort zu entdecken, aufgeben müssen, nichtsdestoweniger ist es ganz unmöglich, nicht im höchsten Grade über die Analogien, die zwischen den gegenwärtigen Depots unserer tiefsten unterseeischen Thäler und jenen, welche aus der Kreideperiode datiren, im erstaunt zu sein. Gewichte von verschiedenen Formen dazu, die, langsam über den Boden gezogen, die auf dem Meeresgrunde zerstreut herum wandelnden Thiere au fangen vermochten; ferner die eigen thümlich fonstruirten Thermometer, bestimmt, die Temperaturen der verschiedenen Meeresströmungen anzuzeigen, und endlich die Rezipienten, die derartig lonstruirt find, daß sie fich je nach einem Druck im Moment schließen, um eine Probe der Flüssigkeit zu faffen, inmitten deren fie fich gerade befinden. Dampfmaschinen segen alle diese Geräthschaften in Bewegung, denn die enormen Gewichte, die mit größter Schnelle gehoben werden müssen, würden selbst der vereinten Anstrengung einer zahlreichen Mannschaft wiederstehen; denn während der drei Kampagnen hat die Dampfwalze wie das Suchtau gegen 1 200 000 Meter Leinen abgerollt und aufgerollt. Im Golf der Gascogne hat man eine Tiefe von mehr als 5000 Meter erreicht und dennoch aus dieser Tiefe lebende Thiere empor gezogen. Alle diese Operationen find sehr schwer ausauszuführen; fie tönnen nur bei ganz ruhigem Meer ausgeführt werden. Eine Hauptbeschäftigung an Bord des Travailleur" war auch die Beobachtung des Himmels, ber Richtung des Windes, des Standes des Barometers. Die Fischereiwerkzeuge zogen 6 bis 7000 Meter Rabel mit sich fort, stark und schwer genug, um einem Widerstande von 2000 Rilogramm zu widerstehen: oft hatten fie fich um die unficht baren spißen Felsenriffe der Tiefe geschlungen und das Schiff fand fich dann wie feftgeantert. Es bedurfte langer und sehr forgfältiger Mannover, um die Werkzeuge davon zu befreien, und wenn eine Woge plöglich das Hintertheil des Schiffes im Moment, wo das Kabel straff ausgedehnt war, hob, so fonnte fie leicht eine Berreißung zu Wege bringen und der Verlust würde ganz unerseßlich gewesen sein. Man begreift die große Vorsicht, mit welcher man handeln mußte; das Schöpfen aus einer Tiefe von 5000 Metern hat nie weniger als 13 Stunden gedauert; man fing Mittags an und war gegen 3 Uhr Morgens erst fertig. Manchmal famen die Nege leer heraus, sei es, daß das Bett des Meeres unbewohnt war, sei es, daß die Werkzeuge nicht den Boden erreichten; aber am häufigsten waren fie doch mit zoologischen Schäßen beladen. Wenn dann nach Stunden der Erwartung der schwere Sad langsam emporstieg, so waren Alle in lebendigfter Aufregung wegen des Resultates und bemühten fich schon von Weitem, durch das transparente Waffer die Ueberraschungen zu ergründen, die ihrer harrten. Selbstverständlich hatten sie auch ganz graufame Täuschungen, und besonders geschah es an einem Unglückstage, wo der Schlepp sad, bis zum Rande mit Moos und Steinen beladen, langsam aus dem Meere emporstieg; schon fonnte man ein anderes Mal Thiere in den wunderbarsten Formen völlig unbekannter Arten erkennen, die sich in die Maschen des Neges eingehakt hatten, als plöglich, durch eine mächtige Sturzwelle erfaßt, das Schiffs tau, das die schwere Last festgehalten, zerriß und alles wieder in die Abgründe versant, aus denen es so mühevoll heraufgeholt worden war. Schon gewöhnliche Fischer ertragen derartige Täuschungen schwer, welch ein verzweifelnder Schmerz daher ein solches Ereigniß für die Jünger der Wissenschaft war, ist leicht zu begreifen. Dann aber famen andere Tage, welche alle ihre Mühe lohnten; und mehr als ein glücklicher Wurf des Neges brachte ihnen Offenbarungen einer völlig neuen Thierwelt, so daß fie inmitten ihres schon vorhandenen Reichthums nicht wußten, nach welcher Seite hin fie ihre Aufmerksamkeit richten sollten. Das Leben in diesen tiefen unterseeischen Wafferthälern, das allen Untersuchungen bisher völlig ver schloffen war, ist dort im höchsten Ueberfluß vorhanden. Es find nicht die Thiere der Küstenufer, die hinabsteigend fich dort hin flüchten; die Tiefen sind von ganz anderen Arten von Thieren bewohnt, deren fremdartige Formen den Naturforscher gründe des Dzeans hat nichts gleichartiges mit den Thieren der Ich hatte," sagt Professor M. Edwards, der über die Re fultate seiner Forschungen in einer Sigung der fünf Akademien in Baris Vortrag hielt, einen wahren Schas unter meinen Händen. Welch' gutes Stück ist ein solcher Fund für einen Naturforscher, der es ihm ermöglicht, Geschöpfe zu untersuchen, die aus einer Tiefe von mehr als zwei Kilometern stammten, die dort behaglich. gelebt, ja noch mehr, dort geboren waren und sich entwickelt hatten! Man hatte vollständig den Beweis davon, indem man die wirklichen Familien der Polypen sah, zusammengesezt aus Individuen jedes Alters, deren Geschlecht fich auf der Oberfläche des Rabels festgesetzt. Die Thatsache an fich war von großem Interesse; dasselbe steigerte fich aber noch auf Grund der Eigenthümlichkeiten dieser Thiere. Die einen zeigten durchaus teine Aehnlichkeit mit den Arten der Rüstenstriche des Mittelländischen Meeres, und ihre Formen waren durchaus unbekannt; andere hatten schon ihre Re präsentanten in den geologischen Epochen und waren im fosfilen Bustande in den tertiären Schichten Siciliens und Italiens gefunden worden; aber die Boologen hatten ihr Vorhandensein in den gegenwärtigen Meeren noch nicht fonstatirt; andere wurden als wirkliche Seltenheiten der Küsten des Mittelländischen Meeres betrachtet. So überaus glückliche Auffindungen sind schon eines geriffenen Telegraphendrathes werth, und die Naturforscher können sich des Wunsches nicht ent schlagen, daß so förderliche Zufälle für die Wissenschaft sich noch mehrfach wiederholen möchten." Der große Anstoß aber, der durch dieses Ereigniß der Wissenschaft gegeben wurde, verfehlte nicht seine Wirkung. Ein deftinirt für die Rolle, die es spielen sollte, wurde im Hafen Don Rochefort, versehen mit allen nur erdentlichen Geräthschaften und Handwertszeugen, ausgerüstet und einer wissenschaftlichen Kommission zur Erforschung der Meerestiefen zur zu beschreiben, würde ermüden; wir heben aber diejenigen herbot, welche bestimmt waren, über die Beschaffenheit des Meeresbodens Kunde zu geben. Es gehörten Schleppsäcke, Neße und Ein glücklicher Unfall. D. Rarl, wie fonntest du dir den Mund so verbrennen?" oberen Gewäffer. Es giebt zwei gesellige Thierlagen, von denen die eine der anderen entgegengesetzt ist; jedwede lebt in ihrem Bereiche für fich, ohne daß sie einander fennen, noch sich mit einander vermischen. Die unteren Lagen haben durchaus fein Verlangen, sich zu erheben, um die oberen Lagen zu bewohnen. und die legteren fönnen ihre Domaine nicht wechseln, ihre Drganisation widersett fich dagegen. Die Bedingungen des Lebens der einen find nicht die der anderen, es ist dieser Punkt grade Mein lieber Karl! sagte die hübsche Doris Thornton zu ihrem Verehrer, Karl Ringwood von dem Chalkshireregiment, als sie nach Tisch im Billa gehörte, dem Eigenthum von Doris Vater, Herrn Tho- derselbe ein Dampfboot befäße, wäre kein geeigneter Gatte für mas Thornton, einem Börsenspekulanten. Wie so?" Du sprachst bei Tisch gegen die kleinen Dampfboote und nanntest alle die, welche eins befäßen, Plebejer. Nun hat sich aber Bapa eben eins getauft und nächst dem Angeln ist es fein liebstes Stedenpferd." Das trifft sich freilich schlecht. Was ist da zu machen? Es wird nichts helfen, wenn ich zu ihm gebe und ihm erkläre, ich hätte es nur im Scherz gesagt.“ Ich lann dir auch nicht rathen. Du fonntest kaum eine für Narren, welche andern einen Vorwurf daraus machen, daß unglücklichere Behauptung aufstellen, denn Papa hält alle die fie ohne jede Mühe schnell vorwärts tommen." Ja Iwo fie die Ufer lockern, eine Menge Schmuß aufrühren und wohl, auf einem mit Fahrzeugen angefüllten Fluffe, große Unruhe machen. Nun, es thut mir wirklich herzlich leid, Doris, denn der alte Knabe ist sehr empfindlich, und der Vorfall fann einen bösen Einfluß darauf haben, wie er über unser Berhältniß denkt," Als dann die beiden jungen Leute ins Zimmer zurüdtehrten, zeigte sich's nur zu sehr, daß der alte Knabe allerIch habe mir einen Augenblid gestohlen, um dir diese paar Beilen zu schreiben. Papa war gestern, nachdem du gegangen, in großer Rage, nannte dich einen unverschämten Becken und verbot mir schließlich jeden Verkehr mit dir. Er fagte, wer sich seines Schwiegervaters deshalb schämte, weil seine Tochter. Was sollen wir anfangen? Deine ftets getreue Doris Thornton. Freilich," murmelte Sarl ,,, was anfangen. Mit dem alten Burschen läßt sich nicht reden und rechten. Hat er sich einmal etwas in den Kopf gefeßt, so vermag teine Macht auf Erden es ihm auszureden. Ich wollte, ich hätte nie ein Wort über Dampfboote gesprochen." Abends ging er zu seinem Klub, wo er seinen alten Schulfreund Jack Raggles traf. Dieser, obwohl er selbst beständig in Verlegenheit war, stand in dem Ruf, immer ein Auskunftsmittel bereit zu haben, um andere aus ihrem BerLegenheiten zu reißen. Mehr als einmal hatte ihn Karl schon um Rath gefragt und hatte es nie bereut. Seine jezige Lage war freilich verzweifelter, als je eine frühere gewesen. Er war aber entschloffen, selbst das seltsamste Mittel zu ergreifen, um herauszufommen. Er nahm daher Sad Raggles in eine rubige Ecke und setzte ihm bei einem Glase Sherry die Sachlage auseinander. bings erregt war. Vergeblich sang Karl seine besten Lieder; rathen bist, und es wäre zu bedauern, wenn dir um solcher Alumsonst versuchte er, mit dem ergrimmten alten Herrn eine vergnügte Unterhaltung anzufnüpfen. Der Hieb hatte ge feffen und wurde noch empfunden. Er antwortete seinem Gaft mit furzen, einfilbigen Worten, machte viel Lärm mit dem Beitungsblatt und hustete wiederholt, als Karl sang. Als es dann Zeit war, daß der Gaft fich zurückzog, nahm der alte Herr, anstatt ihm wie sonst eine feiner trefflichen Antonius Garumfos anzubieten und ihm herzlich die Hand zu schütteln, eine strenge Miene an und sprach: Herr Ringwood, natürlich fann ein Herr von Ihrem Blebejers zu heirathen Gute Nacht, Herr!" Nun", sprach Jad, nachdem der andere seinen Bericht beendet, es ist allerdings eine mißliche Falle, in die du ge bernheit willen die hübsche Miz Thornton entginge. Ich habe aber meinen Freunden schon aus schlimmeren Nöthen geholfen und ich hoffe, es soll mir auch diesmal gelingen." Du bist ein guter Kerl, Jad, aber wenn du mich dieses Mal rettest, bist du ein Genie. Jad schwieg einige Augenblicke, blies den Rauch von seiner Cigarre heftig von fich und sprach endlich: H feinen Geschmad nicht daran denken die Tochter eines Tag auf das Fischen. Nach dem Frühstück bricht er mit einem Schütteln. oder sich ein Dampfboot hält. jedoch konnte nur langsam und bedenklich den Kopf Karl war verdugt und fah Doris bittend an; diese Der nächste Morgen brachte ihm, anstatt besserer Hoff nungen, einen Brief von seiner Angebeteten, der sein Unglück nur noch vermehrte. Er lautete: Sag mal, Karl, ist der Alte nicht ein leidenschaftlicher Angler?" , Das ist er. Dreimal die Woche verbringt er einen ganzen großen Ektober und einem Krug Bier auf und fist in einem Boot bis zum Abend. Jezt aber, wo er das verwünschte Dampfboot besitzt, wird er wohl die alte Liebe haben fahren lassen und der neuen' Neigung fröhnen. Was hat aber das Angeln mit der Sache zu schaffen?" Kümmere dich darum nicht, sondern bringe von Fräulein Thornton in Erfahrung, wann ihr Vater das nächste Mal die Abficht hat, in seinem Ruderboof wegzufahren, und du schickt Das Sonnenlicht dringt sehr schwer selbst zwischen die durchfichtigsten Wafferschichten; unterhalb einiger 100 Meter muß es vollständige Finsterniß sein. Wie dirigiren und orien tiren fich nun die so vielfach verschiedenen Thiere, die dort leben? Die einen find blind; fie gehen tastend einher und haben, um sich zurecht zu finden, nur die Wahrnehmung des Berührens, des Geruchs oder des Gehörs; auch bemerken wir, daß durch ein vollkommenes System des Ersages gewisse Dre gane fich über das Maß hinaus entwickeln; die Fühler mehre rer Krustaceen, die feine Augen haben, find von ungewöhn licher Länge; fte dienen ihnen wie der Stock dem Blinden. Andere Thiere haben ganz im Gegentheile enorme und hell phosphoreszirende Augen; fie tragen dadurch einen leuchtenden Herd überall mit sich herum, welcher die Entwicklung ihrer Sehwerkzeuge bekundet. Diese Phosphoreszenz breitet sich oft über die ganze Dberfläche ihres Körpers aus, und viele Arten, besonders die Seesterne, die aftreichen Polypen und viele andere leuchten in der Dunkelheit. In einer Nacht wurde das Nes an Bord emporgezogen, beladen mit äftigen Zoophyten aus der Familie der Fris. Sie verbreiteten einen Lichtglanz von bewundernswerthem Effett; grünliche Blige flammten plötzlich plötzlich auf, und auf, erloschen entflammten von Neuem, um auf den Aleften dieser Korallen hin und her zu laufen fte folgten in solcher Schnelle und mit solcher Intensität aufeinander, daß uns ermöglicht wurde, bei dem Licht dieser absonderlichen Fackel zu lesen. Man nimmt gemeinhin an, daß die Farbe vom Licht untrennbar ist, und daß die Wesen, welche niemals die Sonne sehen, dunkle Nuancen oder bleiche und erloschene Farben tragen. Es ist das nicht immer der Fall; denn in den dunkelsten Theilen des Ozeans wohnen Thiere, deren Farben in lebhaftem Glanz leuchten; das Roth, Rofa, Purpur, Violett und Blau, ist in großer Fülle verbreitet. Die Mehrzahl der Garnelen, die in der Tiefe des Waffers sich vermehren, tragen eine reiche, farminrothe Farbe. Niefige Volothurien haben das Ansehen der Amethyste, und ein großer See stern überstrahlt an Schönheit diejenigen, die auf unseren Küsten verbreitet sind; die Eleganz der Formen, die lebhaften, hoch mir ein Telegramm nach Clarges- Street, und ich will dir dann sagen, was du zu thun haft." Karl sette auf Jad ein so großes Vertrauen, daß sich seine Stimmung wesentlich besserte. Er schrieb nächsten Morgen an Doris und erhielt am Abend als Antwort die Meldung, daß Herr Thornton schon Vorkehrungen zu einem langen Angeltage für nächsten Mittwoch träfe. Sofort telegraphirte er an Jad Raggles und er hielt folgende Entgegnung: Halte dich in seiner Nähe um 6 Uhr Abends, aber so, daß er dich nicht steht." Karl verwunderte sich und wußte nicht, was er aus dieser Antwort machen sollte, entschloß fich aber, der Weisung zu ge horchen. Er wußte sehr wohl, daß Herr Thorntons Lieblingsplaß ein abgelegener Fled war, der wegen seiner Schleihe und Barsche in Ruf stand, und ein paar hundert Meter oberhalb des Grasplages seines Hauses gelegen war. Dorthin begab er sich gegen 5 Uhr heimlich wie einer, der etwas Böses vor hat, und nahm seine Aufstellung am Ufer so, daß Sträuche und Büsche ihn den Blicken des begeisterten alten Anglers entzogen, während er denselben im Auge behielt. Der alte Herr faß wie eine Wachspuppe in seinem Kahn. Jm Munde batte er eine große Cigarre, in der Hand eine Angelruthe. So gänzlich nahm ihn seine Leidenschaft in Anspruch, daß er sich burch ein vorüberziehendes Regiment Soldaten nicht hätte stören laffen. Karl beobachtete ihn, bis eine ferne Kirchenglode ein viertel vor sechs schlug. Er sab jetzt den alten Herrn nach der Uhr schauen und widerwillig Ruthe und Schnur zusammenpaden. Rarl begann ungeduldig zu werden. Hatte Jad Raggles irgend einen Plan im Kopfe, so war es die höchste Beit, ihn auszuführen. Herr Thornton hatte seinen Rahn losgemacht und steuerte in die Mitte des Stromes. Karl wurde muthlos, schlich fich aber nach einem Vor sprung am Ufer, um den Alten der empfangenen Weifung gemäß bis 6 Uhr zu beobachten. Herr Thornton, der alt und beleibt war, ruderte langfam, und als es sechs schlug, war er noch nicht aus dem seichten Waffer herausgekommen. So aufmerksam folgte Karl seinen Bewegungen, daß er nicht bemerkte, wie ein dunkles fleines Dampfboot jegt gerade auf den Rahn losfuhr. Er sah nur noch, wie der alte Herr einen Arm fräftig bewegte und laut aufschrie, während er fich bemühte, seinen Rahn von der Stelle zu bringen. Es war aber zu spät. Der Bug des fleinen Dampfers berührte zwar nur leise, aber doch mit genügender Gewalt den Kahn, um ihn umzuwerfen. Der alte Geldmakler fiel zappelnd ins Wasser und schrie wie ein Besessener. Uebrigen es den Eltern freistehe, die Impfung bis zum Ende der gefeßlichen Frift aufzuschieben, d. h. bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem ein Kind das zweite Lebensjahr voll endet, also im vorliegenden Fall bis zum 31. Dezember 1885 Der Staatsanwalt als öffentlicher Antläger schloß sich die Auffaffung nicht an, er wollte in dem Verhalten des Ange flagten eine Auflehnung gegen ein bestehendes Gefeß finden und beantragte daher zunächst 45 Mart Strafe und Koftenlaf Als sich jedoch in Folge der Replik des Angeklagten beraus stellte, daß das Strafmandat des Polizeipräsidenten i. V. Luther forth vom 12. Juli datirt sei, während die vom Angeklagten vorgewiesene amtliche Aufforderung zur Impfung am 16. Au also über vier Wochen später(!) ausgestellt war, beantragte de Staatsanwalt Vertagung der Sache. Darauf zog sich der Ge richtshof zurück und nach seinem Wiedererscheinen verkündete der Vorfigende Herr Landgerichtsdirektor Bonner das Urthe auf Freisprechung. In der Begründung des Urtheils führte derselbe aus, daß die polizeiliche Anberaumung öffentlicher Imp termine für die Eltern impfpflichtiger Kinder in keiner Wei bindend sei. Die Eltern hätten nicht nöthig, die polizeilige Aufforderung, ihre Kinder an einem bestimmten Tage impfen laffen, zu beachten, vielmehr stehe den Eltern das Recht zu, ihre Kinder während der geseglich freigegebenen Beit, also bis eint sa 31. Dezember des Jahres, in welchem das impfpflichtige find led in's schmerzen, das seiner absoluten Ungefährlichkeit als auch seiner schmerzen, das seiner absoluten Ungefährlichkeit als auch seiner überraschenden Wirkung wegen in weitesten Kreisen bekannt gemacht zu werden verdient, schreibt ein Berichterstatter das Folgende: Neben ihren Beschwörungstänzen zum Vertreiben aller möglichen Gebrechen besigen die Singhalesen zum großen Theil auch Medikamente, die in Anbetracht dessen, daß die Singhalesen- Doktoren keinen Kursus über Pharmakopöe durchgemacht haben, ihrer anerkannten Vorzüglichkeit wegen geradezu überraschen müssen. Bei der Reise von Berlin nach Hamburg mußte fich, wie unser Gewährsmann schreibt, wohl der eine der Singhalesen ertältet haben, turz und gut, der Mann litt seit seiner Anwesenheit im hiesigen( Hamburger) AusstellungsBallast an den fürchterlichsten Bahnschmerzen. Da alle Bes schwörungstänze nichts nußen wollten, so nahm ihn der bei der Karawane als Schriftgelehrter und Medizinmann befindliche Kira Wedda in Behandlung. Er nahm eine Dofts eines weißlichen Pulvers von den Singhalesen, swagatin" genannt mit dem wie eine Schaufel lang gewachsenen Nagel des fleinen Fingers und legte diese dem Leidenden in den, nebenbei bemerkt, hohlen Bahn. Die Wirkung war eine überraschende, es dauerte feine 3 Minuten und der Schmerz war fort und ist bisher auch nicht wieder gelehrt. Ueber die Herstellungsart dieses swagatin- Pulvers", das sich weder durch einen besonderen Geschmack noch Geruch auszeichnet, war leider nichts Bestimmtes zu ermitteln. Im Interesse der leidenden Menschheit wäre es dringend zu wünschen, daß die ein zelnen Ingredienzen dieses Pulvers durch eine chemische AnaInse ermittelt würden. leuchtenden orange Reflere tennzeichnen ihn zu einer wunderbaren Merkwürdigkeit. Er wurde durch einen norwegischen Naturforscher entdeckt, der gleichzeitig ein hervorragender Dichter ift; so erhielt er von ihm den Namen Brifingua. Dieser Name ift in den skandinavischen Legenden einer der Edelsteine der Göttin Freya, und in der That flimmert dieser Seestern aus des Ozeans Tiefen gleich dem reizvollsten Edelstein. Wenn die Thiere fich selbst in den zurückgezogensten Meeresregionen ver mehren, so find doch die Pflanzen davon ausgeschlossen; jene grünen, rothen und violetten Algen, die man gewöhnlich an den Ufern der See findet, können in der Dunkelheit nicht leben; fte hören auf, fich zu zeigen, wenn man über 250 Meter Tiefe hinabsteigt. Woher schöpfen nun die Thiere der Meeresabgründe ihre Nahrung, da ste nicht wissen, fie aus allen Subtanzen, auf Kosten der mineralogischen Elemente zu bilden? Nur allein die Pflanzen mit dem Gas der Luft und den leb losen Körpern fönnen die organische Materie ausarbeiten, die alsdann zur Ernährung der fräuterfreffenden Thiere und durch thre Vermittelung für die Fleischfreffenden dient. Die Nahrung muß auf der Oberfläche, unter dem Einflusse der Sonnenftrahlen vorbereitet werden, damit fie nach und nach wie eine Art von Manna in die unterseeischen Wüstereien falle, wo feine einzige Pflanze wachsen kann. Nach dem Verhältniß, wie wenn man sich über den Abhang eines hohen Berges erhebt, die Kälte immer intensiver auf uns eindringt, ebenso geschieht es, daß, wenn man sich in das Meer vertieft, man nach und nach fast eisigkalte Schichten erreicht. Die größten und tiefsten Thäler des Ozeans find von Strömen durchschnitten, die, vom Bol ausgehend, dem Aequator zufirömen. In der Nähe der kanarischen Inseln zeigten die auf 4000 M. herabgelassenen Thermometer nur 2 Gr.+, während die Temperatur des Waffers 25 Grad+ war. Es resultirt daraus, daß die Bedingungen der Existenz, so verschiedenartig in der Nähe der Küsten in Folge des Klimas, in einer gewiffen Distanz von der Oberfläche gleichartig werden, und daß dieselben Thiere dadurch im Norden wie im Süden in der Nähe der Pole und unter dem Aequator leben können, wenn sie sich nur in der Wafferschicht zu erhalten wissen, deren Temperatur ihnen zusagt. DON Summern A Das zweite Lebensjahr vollende, an einem beliebigen Tage einem Brivatarzt impfen zu lassen. Dies Urtheil schließt f mithin in erfreulicher Weise den Entscheidungen anderer Ge richte in derselben Sache an und ist damit den ungefeßlichen Maßregelungen der Eltern impfpflichtiger Kinder durch die Bolizeibehörden ein neuer Riegel vorgeschoben. Nach eine Mittheilung des Dr. Crüwell hat derselbe wegen einer weiteren polizeilichen Maßregelung in derselben Angelegenheit bereits bei Sr. Exzellenz dem Herrn Minister des Innern Beschwerde erhoben und mit dieser Beschwerde zugleich eine Betition un endliche Abschaffung des Impfzwangs verbunden, da na feiner Erfahrung jede Impfung mit der Jenner'schen fog nannten Schußpoden lymphe- Blutvergiftung und zwar of fürs ganze Leben zur Folge hat, mithin die Schußpocenimpfung als die eigentliche Ursache der jest ganz allgemeinen Verbreitung und Fr der Stropheln anzusehen ist. burd Nordhausen, 24. Septbr. Der Prediger und Schrift steller Balzer, früher Prediger der Freien Gemeinde hierfelb wurde wegen Beleidigung des Kronprinzen, begangen einen Artikel in der Nordhäuser Zeitung" am 28. Sanuar, einmonatlicher Gefängnißftrafe verurtheilt. r. Die Geheimnisse der Honigfabrikation zu fiudiren ist in neuerer Zeit mehr Sache der Lebensmittel Chemiker als der Imker oder Bienenzüchter geworden, und unsere Honig tuchenbäder, wie alle unsere Hausfrauen, find in einiger Aufregung wegen der unerhörten Betrügereien, die mit diesem ziemlich kostbaren Handelsartikel im Auslande getrieben werden, und was uns von dort unter wohltönendem Namen alles als Honig aufgeschwazt wird. Den Anlaß zu diesen Ermittelungen gab zunächst vor einiger Zeit die Steuerbehörde, welche mit gewohnter Findigkeit entdeckt hatte, daß ein aus der Schweiz als Honig importirtes Produkt seinem Hauptbestandtheile nach aus Syrup bestand und deshalb nicht die geringere Honigsteuer ( 3 Mart pro 100 Kilogramm) sondern die höhere Syrupsteuer ( 15 Mart pro Kilogramm) dafür berechnete. Wie von hiesigen Interessenten mitgetheilt wird, kultiviren einige Imfer in der Schweiz die Honigfabrikation in so fortgeschrittener Weise, daß fie dabei die unbequemen Bienen garnicht mehr gebrauchen. Ein als Schweizer Tafel- Honig" in den Handel kommendes Präparat wird nach einem Schweizer- Nezept hergestellt, indem man 25 Kilo Krystall- Syrup mit 4 bis 5 Kilo gereinigten ausländischen Honigs mischt. Krystalliyrup wird unter Anwendung von Schwefelsäure aus Kartoffelstärke gewonnen, und unter ausländischem Honig versteht man das geringwerthigste Beug aus Amerika oder anderen unkultivirten Gegenden, wo er in der Wildniß gewonnen wird, aber oft sehr unsauber und der Verbesserung bedürftig ist Noch interessanter ist der TraubenBruft- Honig," welcher eine Mischung von Farin- Bucker, Riystall Syrup, spanischem Wein und einigen Tropfen Trauben- Del oder Ather seine Entstehung verdankt. Dieser systematischen Betrügerei im Auslande gegenüber ist natürlich auch das Lebensmittelgeses nuplos und weiter ist es nicht zu verwun dern, wenn oftmals ältere und jüngere Leute übereinstimmend flagen, daß fie den Honig nicht vertragen fönnen. Wundern wir uns daher nicht, wenn der Travailleur" in den Tiefen des Golfs der Gascogne oder auf den Küsten der iberischen Inseln Thiere solcher Arten gefunden, von denen man glaubte, daß fie ganz besonders in den nördlichen Regionen lebten, und andere Arten, die noch nie anderwärts gesehen wurden, als im Meere der Antillen. Der Dzean hat uns schon viel gelehrt und erkennen lassen aber er hat uns doch noch lange nicht alle seine Geheimniffe enthüllt; wir haben nur einen Zipfel seines riesigen Schleiers, der fie uns verhüllte, aufgehoben; aber das, was wir gesehen haben, ist von der Art, daß diese Expeditionen, welche die Entdeckungen der Wissenschaft fördern, eine gleichzeitige internationale Ehre der Marine und aller Länder find. Lokales. Nach Mittheilung des statistischen Amts der Stadt Berlin find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 14. September bis infl. 20. September cr. zur Anmeldung gekommen: 226 Eheschließungen, 881 Lebendgeborne, 27 Todtgeborene und 648 Sterbefälle. g. Die Grundbesitzer der Seestraße traten vor Kurzem in dem Dalmöller'schen Restaurant in der Müllerstraße zu einer Berathung über die Mittel und Wege zusammen, wie dem Fortbestehen des gegenwärtigen troftlosen Zustandes der Seestraße gesteuert werden könne. Nicht mit Unrecht wurde angeführt, daß mit der Verlegung der Fabrikstätten der Eisenindustrie nach dem Norden eine größere Nachfrage nach Wohnungen in jenen Stadttheilen entstände und da solche vorerst nur in verhältnißmäßig beschränkter Anzahl vorhanden wären, eine Steigerung der Miethen die Folge sei. Die Mehrzahl der reichlich erschienenen Grundeigenthümer erklärte sich durch Unterschrift bereit, dem Magistrat das Straßenland ohne jedes Entgeld herzugeben, wenn er sich zur baldigen Regulirung der Seestraße bereit finden sollte. Im Intereffe des ganzen Weddingstadttheils wäre es zu wünschen, wenn hier endlich einmal ein anderer Zustand geschaffen würde. " 1 Vermischtes. Das bri Amb trop der ir uns die illerung Be fich zur der Richtu rechende e, in vollst of dem Gel on Bichtig Eine fernerb n, in forg tellung kingen. Außerde Eine Haar- Krists. Seit dem Ausbruch der Feindselig feiten mit China bringen die aus dem äußersten Diten lom menden Schiffe keine Haare mehr nach den französischen Häfe worüber man gegenwärtig in Marseille sehr unruhig ist. De " Frawaddi" hatte noch am 28. August drei Ballen von Zöpfen aus dem himmlischen Reiche ausgeladen, während der, Sindh welcher am Freitag einlief, feine Strähne mehr an Bord hatte. Die chinesischen Haare werden in Südeuropa a auf der häufigsten verwendet; fie find geringwerthiger, als die euro päischen im Allgemeinen, grob und hart, paffen aber weget ihrer schwarzen Farbe am besten auf provençalische, italieni und spanische Köpfe. In Marseille werden alljährlich 80 000 Kilogramm Haare verarbeitet; davon kommen 40 000 aud China, 22 000 aus Italien, 1347 aus Conchinchina, 2000 aus allen G Englisch Indien, 533 aus Japan, 431 aus Algerien u. 1. Marseille allein verwendet 3000 Rilogramm, 500 für Männer Scheitel und was sonst der weibliche Kopfput für Buthaten erfordert. Es wird ausgerechnet, daß aus 2 Kilogramm Haaren zehn Frisuren gemacht werden, und daß in Marseille 75 000 Frauen falsche Haare tragen. Borzuge tergalten, Arbeit in, mit un He weniger Ein Friedensgeschent. Der Friedens- und Freiheitsliga, welche am Sonntag in Genf versammelt war, wurde ein Pflug geschmiedet aus den Säbeln, welche amerikanische Offiziere wäh rend des Kampfes mit Mexiko und im Kriege mit den Sib staaten geführt hatten, zum Geschenk gemacht. g. Noble Heiren". Der in der Wilhelmstraße 54 wohnende Schneidermeister E. war am Mittwoch Abend in einem wenige Häuser von seinem Wohnhause entfernten Res ftaurationslofal, wo er stets au verkehren pflegt. Zugleich mit ihm befand sich in dem Lokal eine Gesellschaft von Stammgästen, welche um einen Tisch versammelt waren und an dem von den Theilnehmern Tischreden ausgebracht wurden. E. muß fich nun durch eine unbefugte Einrede gelegentlich eines Toastes nahm eine unverkennbar drohende Haltung der„ Herren" gegen ben Unmuth der fidelen Gesellschaft zugezogen haben, denn er ihn wahr. Als er spät das Lokal verließ, um sich nach seiner Wohnung zu begeben, erhielt er von einem der ihm folgenden Herren" einen heftigen Schlag in den Rücken, und vor dem Hause Wilhelmstraße 54 angelangt, fielen noch zwei der ,, Herren" über E. her und richteten diesen so übel zu, daß er fich nach der Sanitätswache in der Markgrafenstraße 82 bes geben mußte, um sich dort einen Verband anlegen zu laffen. E. hat den Vorgang bereits zur amtlichen Renntniß gebracht, und so sehen die Thäter ihrer Bestrafung wegen Körperverlegung entgegen. g. Das aus einer großen Anzahl von Thierfreunden und Hundebefizern bestehende Comitee, welches fich bekannt lich gebildet hat, um geeignete Maßnahmen gegen die bisherige Art des Einfangens der Hunde und deren Behandlung in der Abdeckerei zu treffen, hat in letzter Beit wiederholt Versammlungen abgehalten, um die verschiedenen Meinungen in diesem der Humanität gewidmeten Bestreben auszutauschen. Heute findet wiederum und zwar Abends 8 Uhr im Saale der Berliner Flora" eine Versammlung der gedachten Vereinigung statt, in welcher über eine an den Magistrat zu richtende Betition berathen bezw. beschlossen werden soll. N. Ueber ein singhalesisches Rezept gegen ZahnKarl sprang schnell hinein. Das Waffer ging ihm glüdlicherweise nur bis an den Gürtel. Er griff Herrn Thornton unter den Arm, brachte ihn in den Kahn und dann auf den Dampfer. Der erste, den Karl hier bemerkte, war Jack Raggles, der hinter dem Rücken des Alten andeutete, er wünsche nicht erfannt zu werden. Die Gurte. Einen Maßstab dafür, in welchen Massen die faure Gurke" von dem Spreewalde aus nach allen Gegenden der Welt erportirt wird, giebt der Umstand, daß bis fegt ein Großhändler in Lübbenau bereits 30 000 Schod oder 1 800 000 Stück saure Gurken in seinen Remisen auf Lager hat. Sobald Herr Thornton wieder auf freien Füßen stand, brach er in heftigen Born aus, der sich nicht legte, als Jad Raggles in großer Berlnirschtheit auf ihn zutrat und sprach: Es thut mir unendlich leid, mein Herr!" " Gemeinnütiges. fich für ei chrieben m Ge Wir bit neu hinz ben, wir elfen zuge Cage, ein vo ben zu för in welche Die Wichtigkeit des Eisens. Eines der wenigen Arzne mittel, deren vorzügliche Wirkung über allen Bweifel erbaben ist, ist das Eisen. Es findet seine Anwendung in allen fenen Fällen, in denen das Blut quantitativ und qualitativ verbeffert N. Die Thätigkeit der Bodendiebe steht wieder in beftem Flor, wie zahlreiche Beispiele beweisen. So wurde gestern am hellen Tage die zum Trocknen aufgehängte Wäsche Der Frau Barbier Pf., Jerusalemer- und Bimmerstraßen- Ede vom Boden gestohlen. Die Eigenthümerin der Wäsche fand die Bodenthür erbrochen vor, und machte sofort der Polizei die Anzeige von ihrem Verlust. Die Recherchen find eingeleitet. und Der einzige werden soll, so bei der Bleichsucht, nach großen Blutungen erschöpfenden Krankheiten, bei Blutleere u. f. w. Belem Gebie Arv daß eitungs eben, b in diefer Schriftfü feine BF bren, auch Uebelstand, der den Präparaten dieses Metalls anhaftet, ist daf wendung das apfelsaure Eisen, das dialyfirte Eisen, das tohle offentlich in fie Magenbrüden verursachen. Am häufigsten kommt in faure Eisen( Pillen aus fohlensaurem Eisen), der falsfaure Eisenliquor und das Jodeisen, in Form des Jodeisensyrup Von den Eisenpräparaten nimmt man täglich 20-30 Tropfen von den Billen täglich 2 Mal 3 Stück, von dem Eisenliquor 3 Mal 2 Tropfen täglich in Buderwaffer, von Jodeisensyrup N. Ein taubstummer Mann schwebte gestern Abend in größter Gefahr, überfahren zu werden. Derselbe wollte den Fahrdamm an der Wall, und Neuen Grünstraße überschreiten, wurde hierbei von einem großen, schwer beladenen Möbelwagen umgestoßen und gerieth mit dem rechten Fuß unter ein Rad. Nur die Geistesgegenwart des Rutschers, der mit äußerster Kraft seine Pferde parirte, rettete dem Arinen das Leben. ber in 10facher Verdünnung mit einem gewöhnlichen Syrup, 2 Mal täglich 10-20 Tropfen. Das wird nach unb Edilberungs Dereien, fomi Rathend verbo Aber 611 IG D Mit hei Die bort aus Du ve auch die Sa And mich he alfo zum Ueber den Schutz der Zähne. Bei dem Einnehmen Mahlzeit muß man sein besonderes Auge darauf richten, ba weder zu faure, noch zu start salzige Speisen genoffen werden und daß ferner jede schnelle Abwechselung von heißen falten Speisen oder Getränken unterbleibe, da Buwiderhand lungen fich an den Zähnen selbst streng bestrafen. Es criti vielfach die Angewohnheit, dieser oder jener Speise recht viel Effig zuzusetzen, je faurer desto besser. Ein Buviel barin i im Stande, einen Bahn in wenigen Tagen zu entfalten, bal heißt auf gut deutsch: dazu beitragen, daß die Caries( 3abn resp. Knochenfäule) fich einstellt und die Zerstörung und ba Verfall der Zähne resp. des Bahnes langsam beginnt. nicht direkte Säure zerstört so, auch Körver, die erst im Mund Säure entwickeln( Effigs, Salz und Milchsäure) und fich do an den Zähnen feftfegen, find gefahrbringend für die Lesteren Aehnlich wie die Säuren witfen auch zu start falzige Speifen seine Wiederbeistellung sehr in Frage stellen; der Unglückliche während bei einem zu schnellen Wechsel zwischen falten und warmen Getränken oder Speisen die Zähne sehr leicht Spring Leid?" brüllte der Alte, das glaube ich. Ich halte es für durchaus ungehörig, daß einer nicht ruhig angeln darf, ohne daß ihm ein Haufen Städter mit einem Dampfboot auf den Hals fommt, von dessen Lenkung fie feine Ahnung haben. Ich werde die erste Gelegenheit ergreifen, die fich mir bietet, um mich über diese Beschränkung der persönlichen Freiheit bei der zuständigen Behörde zu beschweren. Es ist abscheulich, Herr, ganz abscheulich!" Kann ich Sie irgendwo ans Land seßen?" fragte Jack Freilich, mein Herr, und zwar so bald als möglich, ehe ich mich auf den Tod erfälte! Sie sehen doch jene Landungstreppe!" ehrerbietig. " Ja wohl." " Nun, wenn Sie die sehen, wundert es mich nur, daß Sie mich nicht bemerkt haben. Steuern Sie darauf los, wenn Sie soviel von der Steuerkunst verstehen. Sie gehört mir, Thomas Thornton, Esquire." N. Sturz aus der vierten Etage. Der 12 jährige Knabe Paul, Sohn des Schuldieners Wolff stürzte gestern Nachmittag 5 Uhr aus dem Fenster in der vierten Etage des Hauses Trestowerstraße 43. Der Aermste fiel gerade in den offenen Müllkasten auf dem Hofe und nur diesem Zufall hat er es zu danken, daß er nicht sofort todt blieb. Troßdem erlitt er mehrfache Beinbrüche und schmere innere Verlegungen, die Bis jest hatte er noch keinen Blick auf seinen Erretter ge worfen. Als sie nun aber sanft den Fluß abwärts fuhren, wandte er sich zu diesem und sprach: Wem habe ich denn meine Lebensrettung zu danken?" Karl trat vor und verbeugte sich. Der alte Herr fuhr zurück und rief: Himmel, Herr Ringwood! Erlauben Sie mir freundschaftlichst die Hand zu drücken. Sie haben heute etwas gethan, was ich Ihnen nicht vergessen werde. Sie sind ein edler Mensch!" wurde per Lück'schen Krantenwagen nach dem Krankenhaus im Friedrichshain gebracht. Herzzerreißend war der Jammer des Baters als derselbe nach Hause fam und man ihm von dem fürchterlichen Sturz seines Lieblings erzählte. Ich habe nur gethan, was jeder andere unter gleichen Umständen geleistet hätte. Aber jegt, da wir hier zusammen find, ergreife ich die Gelegenheit, um Ihnen mein tiefstes Bedauern auszusprechen wegen deffen, was id neulich so unglücklich war, über Dampfboote zu äußern." im Schmelz befommen. Man achte ja barauf! Briefkasten der Redaction. F. J. Ihre Wirthin war im Recht. Du tö Ten, James, nabe Berman eggefchict paren. Wa Nebe ich es Lafien." nicht Ein Impfverweigerungsprozeß. Danzig, den 24. Sep- leider nicht geben; aus den statistischen Berichten lägt fich mu Gerichts- Zeitung. Beib, zum Erben von Broken Reich bleiben! Wort von Jasper, Drobungen Bemüb unb feine Le Auswanderer. Genaue Auskunft tönnen wir Ihnen das ersehen, daß im Jahre 1883 in den Vereinigten Staaten 16,830,455 Acres Staatsländereien verkauft wurden gege 6,855,781 Acres im Jahre 1878. Durch diese enorme Steige rung des Verkaufes wird der Grund und Boden in Amerita x. 9. 3. 200. Unter Nonnengeräusch"( bruit de diable) versteht man ein eigenthümliches mit dem Hörrohr wahrnehm bares Saufen in den großen Venen des Halses, besonder tember. Der praktische Arzt Dr. Rudolph Crüwell von hier unternahm am 1. Juli d. J. mit Frau und Kind eine Er holungsreise und meldete vorher die beiden legteren beim Revierkommiffarius ,, nach der Schweiz" ab ,,, um den Karl Crüwell vor dem deutschen Impfawanggefeß zu schüßen". Gleich nach feiner Rückkehr am 22. Juli erhielt Dr. Crüwell ein vom Bolizeipräsidenten i. B. Lutterforth unterzeichnetes Strafmandat zugestellt, wonach er laut§ 14 des Impfgesezes zu 30 Mart Geldstrafe oder drei Tagen Haft verurtheilt sei. Gegen dies Mandat erhob er rechtzeitig Widerspruch und hatte sich nun heute Vormittag vor dem Echöffengericht zu verantworten. Der Angeklagte gab zu seiner Vertheidigung an, er habe seinen Sohn vor dem Impfzwanggefeß schüßen wollen, weil das Impfen die Kinder frant mache, und weil er somit das Impf zwanggefes für unzweckmäßig halte. Er halte fich nicht ver pflichtet, sein Kind zur öffentlichen Impfung zu stellen, da nach den Intentionen des Gesetzgebers die öffentlichen Impfärzte nur eine Wohlthat für unbemittelte Eltern sein sollen, um ihnen badurch die unentgeltliche Impfung zu ermöglichen, aber im Glauben Sie mir," unterbrach ihn Thornton ,,, Herr, Sie haben nicht genug darüber gesagt. Ich habe mich zu Ihrer Ansicht vollkommen belehrt. Dampfboote find etwas ganz Abscheuliches, und von diesem Augenblicke an stelle ich das meinige zum Verkauf." natürlich immer theuerer werden. deutlich bei Blutarmen." bat feine 6 3. Friedrichstraße. Prof. Nordenskiöld gegeben; Nift am 18. November 1832 geboren, die beabsichtigte zweite Fahrt zum Nordpol vorläufig aufg Forschungsreisen begann er schon im Jahre 1864. ist geboren den 13. Februar 1811. Zwei Wettende. Der Marschall Bazeine lebt noch: auch Myra on Bartb Augenblice C. D. Lindenstr. 9. Laut richterlicher Entscheidung 6. 6. Brigerftr. 2. Gewiß find Sie wahlberechtigtig Das ist doch keine Armenunterstüßung, Sie bezahlen ja Schuld. Bevantwortlicher Redakteur R. Grouheim in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. eigenen Dad Eigenthum Brigler foft gewonn Wahnfinnige teuchte u Bewei