Nr. 248. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 22. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Verbrecher den Kopf: abschlägt. Bewahre! Er übt nur sein sich in diesem Punkte die Begriffe verwirren zu laffen. Wird Das Recht über Leben und Tod. Recht aus und thut seine Pflicht. einmal, was Gott verhüte, diese Feinfühligkeit abgeftumpft, Wer dies bezweifelt, wer in die Irrgänge des so- so möchten leicht Reflexionen auftauchen, ob es nicht zweckIn der Schule haben wir gelernt, daß in einem geord genannten Ehrbegriffs- auch Ehrenpuuft, point d'honneur mäßiger sei, die allseits angefeindete Peinlichkeit auf dieſen Geneten Staatswesen das Recht zu strafen und namentlich das genannt noch nicht eingedrungen ist, der lese, was der etwas felbstsüchtigere Motive zu setzen, an ſtelle der Ehre lieber bieten abzulegen und an stelle der selbstlosen Pflichterfüllung Recht über Leben und Tod dem Einzelnen nicht Kreuz- Zeitung" von einem Sachverständigen aus den den eigenen Vortheil in den Vordergrund zu stellen. Nur das zusteht, sondern einzig und allein dem Staat, in deffen Schichten der Edelſten" über den Karlsruher Offiziers- zarte Empfinden des deutschen Offiziers tann ihn davon ab Namen Recht gesprochen und der Rechtsspruch vollstreckt wird. Ehrenmord geschrieben wird: halten, solche Wege zu gehen, trotzdem sie das allgemeine LeitDas Faust recht des Mittelalters, wo jeder sich selbst Noch nirgends ist eine objektiv abwägende Beurtheilung motiv unserer Zeit bilden. Wenn daher diese Eigenschaften im Recht schaffte, und wo die Gewalt des Judividuums das erkennbar gewesen, noch nirgends ist die Frage, die doch ent- Offizierſtande nicht lebten, so müßte es das Ziel einer weisen Recht des Individuums war, wird in allen Lehrbüchern der scheidend sein muß, erörtert worden, ob der Offizier im vor- Politik sein, sie zu wecken. Statt deffen sieht man sie Jahr aus Geschichte als abschreckendes Gegentheil eines gesitteten liegenden Falle berechtigt und verpflichtet gewesen ist, Jahr ein von der Demokratie aller Farben angefeindet und Rechtszustandes geschildert. Und das Revolverrecht, von der Waffe Gebrauch zu machen. Jedermann weiß, bekämpft, und es ist wohl und ernstlich an der Zeit, sich zur wie es in einigen Grenzländern der Zivilisation herrscht, daß der Offizier die Waffe nicht als Bierrath Vertheidigung so hohen Gutes zu rusten, damit wo jeder sich selbst sein Recht verschafft und jeden, der nach trägt, sondern daß sie für ihn die ultima ratio fein muß, es nicht verloren gehe. Die um seine angegriffene Ehre zu retten. dem Revolver greift, vor deffen Benutzung niederzuschießen schwebenden gerichtlichen Verhandlungen werden hierüber gewiß So der Offiziers Ehren Sachverständige der Kreuzfucht, gilt als ein Rückfall in die rohefte Barbarei, der Klarheit schaffen. Soweit sich bisher übersehen läßt, scheint es nur aus den Ausnahme- Verhältnissen zu erklären ist. unzweifelhaft, daß der Lieutenant v. Brüsewiß ohne das geringste Bei uns aber so heißt es in dem Rechtsstaat" Verschulden feinerseits, absichtlich und oftentativ wiederholt schwer sei solches unmöglich. beleidigt(?) worden ist, und daß er erst dann zur Waffe griff, als alle anderen Mittel versagten, um sich die gebotene Genug thung zu verschaffen. Stellt sich dies als richtig heraus, und tann somit dem Offizier die Berechtigung, die Waffe zu ge so schon oft zur That geworden. Beitung". Man faßt sich unwillkürlich an den Kopf, wenn man diesen Gallimatthias widerfinniger, dem gesunden Menschenverstande und einfachsten Rechtsgefühl ins Gesicht schlagender Behauptungen und Ausführungen liest. Offiziersehre! Ein Bewaffneter tödtet einen Wehrlosen, der ihn weder brauchen, nicht abgesprochen werden, ſo ſieht dann der weitere angegriffen hat, noch ihm Widerstand leistet. Das ist nach Verlauf nicht mehr in der Hand der Betheiligten. Es ist tief traurig, daß er im vorliegenden Falle zum Tode gemeinmenschlichen Ehrbegriffen eine der nieder trächtigsten, feigsten und ehrlosesten Hand. lungen, die sich denken lassen. von H " Kindliche Täuschung wie der Rechtsstaat" selbst ein schimmerndes Gaukelbild, das in nichts zerfließt, sobald man nach ihm greifen will! „ Nur der Staat hat das Recht über Leben und Tod." Nur der Staat? Ja, was ist denn der Staat? Und wer ist denn der der Staat? Ein geführt hat, und der pp. Siepmann, welcher dabei sein Leben französischer König sagte einst: Ich bin der Staat. einbüßte, ist gewiß auf das schmerzlichste zu bedauern, ebenso Und in Deutschland haben wir gar viele Leute, aber auch der Offizier, welcher unverschuldet von seinem Nach dem Offiziers Ehrbegriff, wie ihn die die ebenso denken: wir sind der find der Staat. Was Gegner absichtlich in einen Ronflitt hinein Kreuz- Zeitung definirt, ist es ein Ausfluß höchster Wunder, wenn diese sich das Recht über Leben und Tod gedrängt wurde, der schließlich nur mit der Feinfühligkeit", die Bethätigung eines idealen aumaßen. Sie sind der Staat, der Staat hat das Rechtaffe zu lösen war. über Leben und Tod Wenn nun einzelne Blätter bei der Besprechung des Vor- ugs", die Ausübung eines Rechts, die Erfüllung folglich haben sie das Recht über Leben und Toddas ist ganz logisch. Und die Logit ist ganges fich in allgemeinen absprechenden Betrachtungen über einer Pflicht. die Ehrauffassung des Offizierstandes ergehen und Alle Begriffe sind auf den Kopf gestellt. überschraubten Ehrbegriffen und dergleichen sprechen, so Zugegeben, der Ermordete habe sich rüpelhaft be= Erst wieder am Sonntag Dor acht Tagen muß das im Publikum eine unrichtige und verderbliche nommen, obgleich bis jetzt nichts dafür spricht. Ist rüpelin Rarlsruhe. Ein junger Mann streift in Wirths- Ansicht groß ziehen, die gefahrdrohend ist. Das feine hastes Benehmen und mehr wird auch von den Freunden haus an einen Offizier, der Offizier hält sich für Empfinden des Offiziers in betreff der des Mörders nicht behauptet ein todeswürdiges Verbeleidigt, er hat seine„ Ehre" verloren, und Ehre und damit untrennbar auch der Pflicht ist eine der besten gehen? Hätte der feinfühlige" Offizier, statt den Wehrwird zum„ Verbrecher aus verlorner Ehre". Jedoch nicht, Eigenschaften des Standes, sorgfältig großgezogen, durch losen ritterlich niederzustechen, ihn einfach verklagt, so wäre Generationen gepflegt und entwickelt, entsprießt gerade der wie Schiller's Held, weil man ihn in seinen tiefsten mensch einführiglett auf diesen Gebieten, bas unentwegte Bilicht derselbe höchstenfalls zu 5 oder 10 Mark Strafe verurtheilt lichen Gefühlen verlegt, ihn in Elend und Verachtung gefühl und die Berufstreue, welche den. Offizier als untrennbare worden. herabgestoßen hat, sondern um einer Lappalie Eigenschaft auszeichnet; ihr ist nicht zuletzt der ideale Bug Aber die„ Ehre" war verlegt, die Offizier 3 ehre willen. Nicht um die menschliche Ehre handelt es zu danken, der noch in unserem materiellen mehr als verletzt: vernichtet, ta put" und nur durch sich, sondern nur um die Offiziersebre! Beitalter den ganzen Stand durchweht. Die das Blut des Beleidigers fonnte sie wiederhergestellt werden. Durch die Berührung eines bürgerlichen Rockes ist die selbstlose Darangabe der eigenen Person, So sagt man. Offiziersehre geschädigt, zerstört worden. Das ist ein todes- und was weit mehr ist, der eigenen Familie, die Ja, was ist denn die Offizierßehre"? Kann einem würdiges Verbrechen, das nur durch den Tod des Uebel- Singabe von Blut und Leben im Dienst für König und Bater Menschen überhaupt die Ehre durch einen Anderen gethäters gefühnt werden kann. Dieser Offizier dünkt sich Herr land, für Ehre und Pflicht ist nur dann möglich, wenn auf allen nommen werden? Und läßt sich eine„ Ehre" durch Blut diesen Gebieten eine Feinfühligkeit des Empfindens über Leben und Tod, er vollzieht die Todesstrafe in dem Stande lebt, der den Durchschnitt so weit überragt, daß wiederherstellen? an dem Uebelthäter. Er ist ebenso wenig ein Mörder, es manchem wohl unverständlich bleiben wird. Das deutsche Blut ist ein besonderer Saft", allein es kann doch wie der Henker, der dem vom Richter zum Tode verurtheilten Bolt sollte es dankbar anerkennen, daß dem so ist und sich hüten, nicht Todtes lebendig machen. Die Fetisch- Neger allerdings 100] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Viertes Kapitel. er " brochene und unzusammenhängende Worte stammelnd. Die welcher Höhle wir meinen Bruder und seine treue Nina. Wenigen, die ihm begegneten, wichen ihm erschrocken aus. finden könnten." Selbst die Mönche, die ihre feierlichen Prozessionen fort" Irene! Frene! Wenn Du in Mailand oder in irgend fegten, gingen ihm aus dem Wege. Vier Becchini aber, die einer anderen lombardischen Stadt bist, weshalb verweile einer Straßenecke zusammen tranfen, hefteten unter ich dann noch hier? Bu Pferd! zu Pferd! Ach nein, ihren schwarzen Masken hervor jenen Blick auf ihn, den der nein, nicht das Pferd mit den Glocken, nicht die Todten Geier auf einen in der Wüste sterbenden Wanderer wirft. tarre!" an " Fort! fort! bist Du von Sinnen?" rief ihre Gefährtin, fort! fort! berühre mich nicht, jetzt, da Du ihn berührt hast, geh, hier trennen wir uns!" " Hilf mir, ihn irgendwo hintragen. Sieh, er finkt nieder, er fällt, hilf mir, theure Freundin, um Gottes und seiner Heiligen willen." Wir erhalten, was wir suchen und wissen es nicht. Adrian kehrte in der größten Hiße des Tages und zu Er schleppte sich noch weiter, die Arme ausstreckend, wie Mit einem Schrei, lauter als der lauteste jenes kranken Fuß nach Florenz zurück. Als er sich der Stadt näherte, ein Mann, der im Dunkeln geht, und mit dem wenigen Mannes, sprang das junge Mädchen von ihrer Gefährtin erschien ihm die festliche und heitere Szene, die er verlassen Bewußtsein, welches der Fieberwahn ihm noch ließ, bestrebte fort. Es schien, als ob ein einziger Schritt sie an die Seite hatte, wie ein Traum, wie eine Vision aus den Gärten er sich, das Gebäude zu finden, in dem er seinen Aufenthalt ihres Adrian gebracht habe. Sie ergriff seine Hand- sie und Hainen einer Zauberin und er erwachte aus diesem gewählt hatte, obgleich viele andere Wohnungen, in denen sah in sein Antlig- sie begegnete seinem bewußtlosen Traum wie ein Verbrecher an dem Morgen seiner Hin- es sich eben so gut leben und sterben ließ, mit offenen Blick, in dem ein furchtbares Feuer glühte sie hat ihn richtung, wenn er das Blutgerüft und den Scharfrichter Thoren neben und vor ihm lagen. ergriffen!" sagte sie darauf in einem tiefen, aber ruhigen erblickt, so sehr brachte jeder Schritt in die grause Stadt Frene! Frene!" rief er bisweilen mit flüsterndem und Tone- die Best!" der Gräber ihn zum Leben und zugleich zum Tode zurück. leisem Tone, dann wieder in einem wilden und durchDie letzten Worte Marianna's tönten wie ein Fluch in dringenden Schrei, wo bist Du? Wo? Jch komme, Dich feinen Ohren nach. Die Hize des Tages, die schwüle un- Ihnen zu entreißen, sie sollen Dich nicht haben, die häß gesunde Luft, lange Anstrengungen, abwechselnde Er- lichen Teufel, ach, wie riecht es in der Luft nach Leichen! schöpfung und Aufregung, das Darniederdrückende der Irene, Frene! wir wollen fort nach meinem eigenen Palast Enttäuschung, das nagende Bewußtsein, kostbare Augen- und an den herrlichen See- Frene!" blicke unwiderbringlich verloren zu haben, alles dieses zu- Judem er so rief, traten zwei Mädchen, maskirt und Doch ihre Begleiterin, erfüllt von der selbstsüchtigen sammen wirkte auf seine so feste Gesundheit, und ein hef- in Mäntel gehüllt, plöglich aus einem benachbarten Hause. Furcht, die in jener schrecklichen Beit alle Menschlichkeit tiges Fieber begann in seinen Adern zu wüthen. Er fühlte Gitler Versuch!" sagte die schlankere von den Beiden, überwog, selbst in Denen, die von Natur mitleidig und sich bedrückt wie durch das Gewicht eines Berges, ein un- deren Mantel, wie wir hier nothwendig bemerken müssen, wohlwollend waren, entfloh schnell, und war bald vers leidlicher Durst quälte ihn, seine Kräfte schienen ihn plöß- von dunkelblauer Farbe, reich mit Silber gestickt und von schwunden. Das junge Mädchen, die jetzt mit Adrian lich zu verlassen, und nur mit der größten Anstrengung einem in Florenz ungewöhnlichen, aber in Rom gebräuch allein war, der, da der Fieberanfall seine größte Heftigkeit fonnte er sich noch vorwärts bewegen. lichen Schnitt war, in welcher letzteren Stadt der Anzug erreicht hatte, zu Boden gesunken vor ihr lag, verlor " Ich fühl' es!" dachte er, mit jenem Gefühl des Wider- der Damen höheren Ranges von sehr lebhaften Farben dennoch ihre Fassung und ihre Kraft nicht. Sie nahm willens und Schauderns, mit dem die Natur immer gegen war. Eitler Versuch, einem sicheren und unvermeidlichen den schweren Mantel ab, der die freie Bewegung ihrer den Tod ankämpft, und besonders gegen einen solchen Tod, Geschick widerstehen zu wollen!" Arme verhinderte, und warf ihn von sich; darauf erhob ich fühle es! es überfällt mich! ich werde umkommen und Weshalb sollen wir aber in einem Hause bleiben, in sie den Kopf ihres Geliebten, denn wer als Frene war ohne fie gerettet zu haben!" welchem drei Leichen liegen, da Florenz jetzt so viele leere jenes treue Mädchen, deren Liebe selbst vor der Ansteckung Aber diese Gedanken verschlimmerten nur noch seinen Häufer hat. Glaube mir, wir werden nicht weit zu gehen des Todes nicht zurückwich, fie lehnte sein Haupt an ihre frankhaften Zustand, und noch ehe er das Junere der Stadt haben, bis wir eine sichere Wohnung für uns finden." Bruft und rief laut und wiederholt um Hilfe. Endlich erreichte, hatte selbst das Bewußtsein ihn verlassen. Die Bisher wurden wir allerdings wunderbar erhalten," näherten sich die in ihrer Profession abgehärteten Becchini, Bilder der Menschen und der Häuser verschwammen vor sagte die andere, deren Stimme und Gestalt ein sehr junges welche, so abgehärtet, der Best sicherer entgingen, als die seinen Augen, das glühende Pflaster schwankte unter seinen Mädchen verriethen, wüßten wir aber nur, wohin wir Vorsichtigsten. Füßen. Fieber ergriff ihn, und er schlich langsam fort, ge- fliehen sollten, auf welchem Berge, in welchem Walde, in Fortsetzung folgt.) " " glauben an die Zauberkraft des Blutes sie glauben mit dem Blut eines ermordeten Menschen alle Krankheiten heilen und die wunderbarsten Wunder wirken zu können. Aber wir sind doch keine Fetisch- aubetenden Neger! Nicht? " ... Es war Es, hängt von der Beurtheilung der allgemeinen An- 1.... Und nun kommt das Merkwürdige an diesem sonst schauungen und Gewohnheiten des Lebens" zur Zeit des gar nicht merkwürdigen Leben, das Fronische im Geschick des " geschilderten" Vorfahren ab, ob, eine Beleidigung der Laufer, denn es gab eine Zeit, wo gerade die Norddeutsche lebenden Majestät vorliegt. Nun ist es ja richtig, daß Ge- Allgemeine" über ihren jeßigen Tyrannen am meisten zeterte und lärmte und schrie. waltthätigkeiten, ohheiten, Unfläthereien in früheren Zeiten im Jahre 1874, der Arnimprozeß tobte in Berlin, die großen Ja, wir marschiren an der Spitze der Zivilisation. milder beurtheilt wurden als heute, und daß der Richter von Diplomaten rauften sich und zeigten ihre geheimen Schriftstücke Ja, wir leben in einem Rechtsstaat". Gewiß es heißt heute, der sich in jene Zeiten zurückversetzt, in den den Augen eines erstaunten Publikums, das es sich garnicht verso. Es wird uns tausendmal versichert, und die Menge Schilderungen solcher Handlungen keine Majestäts- muthete, wie grob und deutlich es mitunter in den höchsten Regionen hat es sich einreden lassen. Allein sobald wir unsere beleidigung erblickt. Aber es giebt doch gewisse Hand- hergeht. Aber der tolle Sturmwind, der in den Waldbäumen Zivilisation fraßen, kommt die schwärzeste Barbarei mit lungen, die zu allen Zeiten für ehrlos und verbrecherisch tobt und sie knickt und bricht, bewegt auch den Grashalm am Fetischdienst zum Vorschein, und sobald wir den Rechts- galten, wie z. B. Meuchelmord, Eidbruch, Meineid, Lüge, Boden- Arnim fiel- und Lauser machte sich lächerlich. staat" antippen, zerplatzt er wie eine Seifenblase. Fälschung, Betrug,- und von derartigen Handlungen Wiener Presse" thätig und Arnim gebrauchte PreßunterUnser Tübinger Freund war nämlich damals gerade an der In diesem unserem Rechtsstaat" leben Zehntausende wimmelt es in der Geschichte der Fürstenhäuser. stützung. Wie er ste sich erwarb, wird aus Lauser's von Menschen, denen die Kreuz 3eitung" persönlich, Man nehme zum Beispiel die Geschichte Richard des Briefen hervorgehen. Am 2. April 1874 erschien plöglich ein privat das Recht über Leben und Tod ihrer Mitmenschen Dritten von England. Wenn in England Majestätsgesetze Artikel in der Presse", überschrieben Diplomatische Ent zuspricht, und denen sie mit dem Amte des Richters über bestünden und die englischen Richter gleich den deutschen hüllungen", datirt aus Florenz vom 27. März, der Leben und Tod auch das Amt des Nachrichters oder Reichsrichtern dächten, wäre Shakespeare wegen seiner Schriftstücke des Grafen Arnim veröffentlichte, die dieser zur Henters überträgt. unsterblichen Schilderung" Richard's III. der Majestäts- Beit des römischen Konzils geschrieben hatte und die ihn als Und diese bevorzugten, bevorrechteten beleidigung schuldig gewesen. einen Staatsmann zeigen, der schon damals in tonkretester Form Menschen, welchen ein wahnsinniges Vorurtheil die oberste Nach dieser Entscheidung des Reichsgerichts muß jeder vorausgesagt hatte, was die Folgen eines Bwvistes der preußischen Regierung mit der Kurie sein mußten. Das jezige Blatt des Befugniß des Staates zuerkennt, befinden sich an der Geschichtsschreiber, der das Leben und die Thaten Herrn Lauser erwiderte diefem Artikel in gereizter Weise und erSpitze, oder doch auf dem Gipfel des sogenannten„ Rechts- der früheren Monarchen schildert, sich immer erst fragen, flärte die Arnim'schen Schriftstücke für gefälscht! Das Vorspiel ftaates". ob derselbe auch keine lebenden Nachfolger hat, dessen zum großen Arnimprozeß war hiermit eröffnet. Majestät durch die Schilderung beleidigt werden kann. Wodurch unterscheiden sich diese Zustände von dem Faustrecht des Mittelalters und dem Revolverrecht der amerikanischen Grenzbezirke? Nach dem Entscheid des Reichsgerichts sind nur die jenigen todten Monarchen kritikfrei, deren Dynastie, Nur durch eins- und das ist kein Unterschied zu wenigstens in Deutschland, ausgestorben ist. Daß unter unseren Gunsten: unter dem Fauftrecht war, und unter folchen Bedingungen keine wahre Geschichtsschreibung vor dem Revolverrecht ist jeder bewaffnet. Bei uns ist nur eine Majestätsbeleidigungs- Prozessen sicher ist, liegt auf der Minderheit bewaffnet, und dieser bewaffneten Minderheit, Hand. Diese Knebelung der Kritik und geschichtlichen welche die Waffe nicht als Zierrath trägt", entstammen Wahrheit ist aber so monströs, daß sie einen Sturm der die Richter über Leben und Tod der unbewaffneten öffentlichen Meinung und des öffentlichen Rechtsgefühls Mehrheit. pildi entfesseln müßte, wenn unsere Bourgeoisie und ihre politische Vertretung nicht vollständig versumpft und verlottert wäre. Berglichen mit diesem Zustand ist das Revolverrecht ein Fortschritt und wird nicht rasch und gründlich Wandel geschafft- eine Nothwendigkeit. Politische Meberlicht. 167 Berlin, 21. Oktober. Die neueste Epidemie der Majestätsbeleidigungen und Majestätsbeleidigungs Prozesse hat die deutschen Staatsanwälte und Richter u. a. auch vor die Frage gestellt: Rönnen ungünstige Urtheile über Vorfahren von regierenden Majestäten Majestätsbeleidigungen sein?" Einige Gerichte haben, wie den Lesern bekannt ist, die Frage mit Ja, andere mit Nein beantwortet. Schließlich ist sie vor das Reichsgericht gekommen, und dieses hat ein wahrhaft salomonisches Urtheil gefällt. Nach der Juristischen Wochenschrift" äußerte es sich dahin: Wenn zwei daffelbe thun- Der badische Offizier von Brüse wit( offenbar ostelbischen Ursprungs) trieb sich nach Abschlachtung des unglücklichen Siepmann noch längere Zeit im Wirthshaus herum. Die Polizei verhaftete ihn nicht, obgleich sie zugegen war. Er ging un gehindert nach Haus und erhielt erst von seiten seines militärischen Vorgesetzten Stub enarrest, in dem er sich wahrscheinlich noch befindet. den Artikel in " Bisher wäre an dem Verhalten des Pindternachfolgers wenig zu tadeln, er hatte sein gutes journalistisches Recht gebraucht, intereffante Schriftstücke zu veröffentlichen, auch war es selbst verständlich, daß Arnim und Laufer bei den Bernehmungen entweder das Zeugniß verweigerten oder erklärten, nie in bezug auf gewesen zu sein. Die Sache wäre also äußerst harmlos gewesen, wenn nicht Berbindung gewesen zu der Untersuchungs Richter unter den Papieren Arnim's folgende allerliebste Briefe Laufer's mit Beschlag belegt hätte, die wir heute ihrem Autor mit dem Vermerk:" Gelesen und nicht gebilligt" zurückerstatten wollen. Diese beiden an Dr. Landsberg, einen Arnim'schen Agenten, gerichteten Briefe sprechen für sich selbst und geben zugleich ein so hübsches Bild bürgerlich journalistischer Gepflogenheiten, daß sie werth sind, der Ver gessenheit entrissen zu werden. 3 di 13 I. d Ziemlich zu gleicher Zeit, wenn nicht an demselben Tage, trug sich, gleichfalls in Baden, ein merkwürdig ähn- hom licher Vorgang zu, nur in plebejischen Formen. Im Pforzheimer Anzeiger" vom 14. d. M. lesen wir darüber: Lieber Freund! II. Wien, 19. Heute war ein Baron( Name unleserlich), bei mir, um mich gegen Hinterlegung einer" Raution", deren Höhe ich bestimmen sollte, zu veranlassen, den Einsender der Ents hüllungen zu nennen. Es scheint also, daß man feine Mittel scheut. Meine florentiner Reise tommt mir jetzt vortrefflich au statten. Ihr Laufer. Sehr schön, sehr großartig, dieses Zurückweisen der Raution Sohn des Bürgermeisters erstochen. Der Thäter, ein junger In Ebnet bei Freiburg im Breisgau wurde der einzige noch schöner freilich, wenn nicht der zweite Brief also lautete: Schuhmacher, hatte mit einigen Burschen Wortwechsel in der Es kann nicht als ein allgemein giltiger Restauration Ruh und wurde von dem Sohne des Wirthes zur Grundsay anerkannt werden, daß die Schilderung Rube aufgefordert. Als letzterer sich in Begleitung des gewisser Handlungen eines Verfahren, die in moralischer oder Bürgermeistersohnes in den Hof begeben wollte, ging der rechtlicher Beziehung zu mißbilligen und als verwerflich zu be- bäter nach und versette dem Unglücklichen einen Stich zeichnen seien, unter teinen Umständen einen die in die Brust, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Ehre des Nachkommen verlegenden Angriff zu Jedenfalls war der Sohn des Wirthes als Opfer aušersehen. bilden vermöge. Es ist vielmehr für jeden ein- Die Gendarmerie von Freiburg wurde in Kenntniß gezelnen Fall Sache thatsächlicher, allen Umständen dieses feßt, war auch sofort zur Stelle und nahm den Falles und namentlich die allgemeine Anschauung Mörder fest. und Gewohnheit des Lebens erwägender Be= Bei dem bürgerlichen oder bäuerlichen Verurtheilung, ob und von welchem Gesichtspuntt brechen war die Justiz schneller als bei dem adligen aus das geschilderte verwerfliche Verhalten des Vorfahren einen sie war sofort zur Stelle und nahm den Schatten auf die Ehre des ganzen nachfolgenden Geschlechts und Mörder fest." Das war ganz in der Ordnung, kommt feines jezigen Trägers zu werfen im stande sei. Dieser Entscheid weicht vorsichtig dem Ja und dem aber wohl doch nur von der mangelnden Offiziersehre. Nein aus. Er sagt Ja und Nein. Die Schilderung" Wandlungen. In einem Wandlungen überschriebenen -man beachte das Wort, nicht: Beurtheilung, nicht: Artikel der Münchener Post" wird der Lebenslauf des Kennzeichnung! gewisser Handlungen von Vorfahren jezigen Chefredakteurs der Norddeutschen Allgemeinen tann eine Majestätsbeleidigung sein, und sie kann auch Beitung", des Geheimen Hofrathes Dr. Lauser, von seiner teine sein. Tübinger Konviktszeit an geschildert. Interessant ist vor Es kann regnen, es kann schnei'n, allem die Reminiscenz an Dr. Lauser's Beziehungen zum Es tann schönes Wetter sein!" Grafen Arnim. Unser Münchener Partei- Organ wie der weise Wetterphilosoph sagt. da schreibt darüber: pr stdicho 5/20 " Wien, 11. Juni 1874. Lieber Freund! Besten Dank für Brief und Souvenir. Nechnen Sie stets auf meine Bereitwilligkeit, Ihnen zu dienen. Es versteht sich von selbst, daß ich unseres Freundes( Arnim) Ruf überall folgen werde. Dabei werde ich suchen, Ihrer Empfehlung feine Unehre zu machen. Gestern war Bucher bei mir, um mich wegen der Bestechungsgeschichte zu fragen. Denken Sie vielleicht einmal gelegentlich daran, den Bordeaur für mich zu bestellen. Nochmals besten Dank und Gruß. Ihr 2aufer. d Beitung" ein so großer Berehrer ist, tönnen wir ihm nicht dar Bordeaux, von dem der jetzige Chefredakteur der N. Allg. bringen, vielleicht dankt er mir aber für das Souvenir, das ich ihm in diesen vergilbten Briefen übergebe, oder sollte er es nicht thun? p 200 Deutsches Reich. Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, vorläufig für den Die Einberufung des Landtages ist, wie die 20.November in Aussicht genommen, eine endgiltige Entscheidung hierüber ist aber noch nicht getroffen worden. Ein politischer Prozeß aus Anlaß des Breslauer 3arento aftes. Unter dieser Aufschrift schreibt ein hiesiges Blatt: Die falsche Wiedergabe des Breslauer 3arento a ste 3 seitens des offiziösen Telegraphenbureaus Diese Untersuchungen sollen vom Geheimen Rath Vogel in Ge*** Kunst und Willenschaft.meinschaft mit Professor Wilfing nach Vollendung der Aufnahmen der Spektra sämmtlicher für Potsdam der Beobachtung zugäng- fcheint zu einem sensationellen Prozeß führen zu sollen, der die Zwei neue Märsche von Beethoven sollen der N. Fr. lichen Sterne der ersten Spektralflaffe bis etwa zur fünften politischen Kreise umsomehr intereffiren dürfte, als darin das in Pr." zufolge fürzlich bei einer Revision der Archive des Deutsch- Größe herab an die gewonnenen Resultate hat Geheimer regierung eine Hauptrolle spielen wird. Wie unsere defer vollem Umfange durchgeführt werden. letzter Zeit so viel erörterte Thema der angeblichen Neben meister- Ordens aufgefunden worden sein und sich bereits im Im Anschluß Besitze des jetzigen Hoch- und Deutschmeisters, Herzogs Eugen, Rath Bogel eine schärfere klassifikation der Sterne der ersten sich erinnern werden, sollte nach der ersten offiziösen Wiederbefinden. Beethoven hat sie, wie man vermuthet, einst einem Spektraltlasse durchgeführt( vergl. Sizungsberichte der königl. gabe jenes Trinkspruchs der Bar die Worte gebraucht Erzherzog gewidmet. Akademie der Wissenschaften, 1895, Stück XV). haben:„ daß ich von denselben traditionellen Gefühlen für Eure Die von Dr. Lohse ausgeführten physikalischen Beobachtungen Majestät erfüllt bin, wie mein Vater." In Wirklichkeit hatte der Hirschfeld's Mütter haben bei der gestrigen Erstaufführung der großen Planeten haben sich im Jahre 1895 auf Jupiter Bar gefagt:„ daß ich von denselben traditionellen Gefühlen be im Deutschen Boltstheater" zu Wien eine glänzende Aufnahme und Saturn erstreckt; sie bilden die Fortsetzung der langjährigen feelt bin wie" Eure Majestät." In einem Montagsblatt( Die gefunden. Man meldet, daß das auch hier in Berlin sehr beifällig aufgenommene Wert sein Publikum und darunter die gePlanetenbeobachtungen des Genannten.d Welt am Montag) war num die Behauptung aufgestellt Eine beträchtliche Förderung hat die von Professor Müller worden, die falsche Wiedergabe des8arentoastes sejt sammten literarischen Kreise Wiens bis zum Schluß in athemloser und Professor Kempf gemeinschaftlich unternommene photometrische durch den Oberhofmarschall Grafen Eulenburg ver Spannung erhalten habe. Das Werk wird übrigens in nächster Durchmusterung der nörblichen Hemisphäre im Jahre anlaßt worden. Diese Behauptung hat nunmehr zur Woche wieder im Spielplan des hiesigen Deutschen Theaters" in 1895 erfahren. Von dem jest in Arbeit befindlichen zweiten Berhaftung zweier nach Breslau entfandter theilweise neuer Besetzung erscheinen. Theil, Bone+20 Grad bis+ 40 Grad Deklination, find bis- Manöver Berichterstatter, des Freiherrn v. Lühow " " Eine Uebersicht der 1895 auf dem astro- physikalischen her zusammen 400 Bonen mit rund 6000 Sternen beobachtet und des Schriftstellers Heinrich Leckert- Larsen, geführt. Obfervatorium bei Potsdam ausgeführten wissenschaftlichen worden, was ungefähr zwei Drittel des ganzen Abschnitts ausmacht. Von der Staatsanwaltschaft des tgl. Landgerichts I zu Arbeiten wird im Reichs Anzeiger" veröffentlicht. Wie aus- Ju den während der günstigeren Jahreszeiten der Beobachtung Berlin wird in dem betreffenden Artikel eine verleumderische geführt wird, hatte Professor Wilfing schon früher eine große zugänglichen Himmelsgegenden sind bereits große Stücke er- Beleidigung des Oberhofmarschalls Grafen von Muzahl von photographischen Aufnahmen der Spektra ledigt, sodaß im laufenden Jahre während dieser Monate Eulenburg gefunden. Während der Freiherr v. Lüzow, bei hellerer Firsterne angefertigt, bie die zum Studium jedenfalls schon der dritte Theil der Arbeit, Bone+ 40° welchem Fluchtverdacht nicht angenommen wurde, nach mehr diefer Spektra dienen sollen. Im Jahre 1895 hat bereits bis+600, wird in Angriff genommen werden können. tägiger Untersuchungshaft wieder entlassen wurde, theilt eine sehr intereffante Verwendung dieser Aufnahmen statt Bei dieser Beobachtung ist ein veränderlicher Stern von uns unser O. F.- Gerichts- Berichterstatter mit, daß der Haftgefunden. Der Direktor des Observatoriums, Geh. Regierungs- außergewöhnlich langer Periode aufgefunden worden. Während beschluß gegen Leckert- Larsen, mit Fluchtverdacht und ganz be rath Prof. Dr. H. E. Vogel hatte im Jahre 1894 eingehendere bisher nur ein veränderlicher bekannt war, dessen Periode sonders Kollusionsgefahr begründet, noch aufrecht erhalten wird. Untersuchungen über das eine merkwürdige Doppelnatur zeigende 2 Jahre übersteigt, dürfte dieselbe bei diesem Stern nicht unter Gegen diesen Haftbefehl hat der Angeschuldigte durch seinen Spektrum von Beta- Lyrae angestellt und dabei einige 15 Jahre betragen. Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Gennerich, bereits die Befchiverde Linien aufgefunden, deren Ursprung sich nicht deuten ließ. Dr. Lohse hat im verflossenen Jahre zum Zweck der eingelegt. In dem Ermittelungsverfahren finden seit acht Tagen Nachdem nun die aus feltenen Mineral Elèveit Sonnenstatistit 97 Aufnahmen der Sonne von 10 Bentimeter fast täglich Vernehmungen statt, um eventuell die Quelle, aus hergestellten Gase durch Runge und Paschen hinsichtlich Durchmesser hergestellt; die Gesammtzahl dieser Aufnahmen ist welcher die Nachrichten herstammen, festzustellen." ihrer Spektra genau untersucht worden waren, lag damit auf 2221 gestiegen. Ferner wurden Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt zu dieser an besonders es nahe, das Spektrum von Beta- Lyrae mit dem Clèveitgas günstigen Tagen 4 Sonnenaufnahmen von 20 Zentimeter Durch- interessanten Affäre, anscheinend offiziös, folgendes: Spektrum zu vergleichen. Geheimer Rath Vogel konnte eine ganze messer angefertigt. Wie wir vernehmen, schwebt bei der Staatsanwaltschaft Anzahl von Linien als beiden Spektren gemeinsam konstatiren Die Arbeiten zur Herstellung der photographischen am Landgerichte I wegen einer in der Welt am Montag" vom und nachweisen, daß mit Hinzurechnung einiger von anderer Himmelstarte und des Katalogs der Sterne bis zur elften 28. September enthaltenen Notiz das Strafverfahren wegen Seite direkt beobachteten Linien im sichtbaren Theile des Größe hat Dr. Schwaßmann unter spezieller Leitung von Professor verleumderischer Beleidigung des Ober Hof- und HausSpektrums im ganzen 19 Linien des Spektrums von Beta- 2yrae Scheiner bis Ende September fortgeführt. Die Zahl der auf- marschalls Grafen zu Eulenburg. Gegen die Urheber des Artikels, mit solchen des Cleveitgas- Spektrums identisch sind. genommenen Platten stieg von 380 auf 625; am Schlusse des als welche die hiesigen Journalisten Karl v. Lühow und Heinrich Ungeregt durch dieses interessante Ergebniß, unternahm Ge- Jahres waren 66 Platten mit rund 25 000 Sternen ausgemessen, Leckert, genannt Larsen, ermittelt sind, ist gleichzeitig von dem heimer Rath Vogel eine Untersuchung sämmtlicher bisher er- gegen 46 Platten mit rund 11 750 Sternen. Herrn Reichstanzler wegen verleumderischer Beleidigung des Staatshaltenen Spektra der ersten Spektralklasse, und zwar unterwarf er Profeffor Scheiner hat den ersten Theil der von ihm ge- fefretärs Frhrn. v. Marschall Strafantrag gestellt worden, und zwar zunächst die Spektra der helleren Orionfterne einer Durchsicht. Nach planten Ausmessung des Orionnebels, Pofitionsbestimmung auf grund der Thatsache, daß v. Lützow und Larsen verschiedenen den Untersuchungen von Prof. Scheiner enthalten diese Spektra näm- von 379 Sternen und deren Vergleichung mit dem Bond'schen Personen gegenüber jene den Grafen zu Eulenburg beleidigende Notiz lich eine auffallende, im Blau gelegene Linie, die auch im Clèveit- Ratalog, zu Ende geführt und das Manuskript bruckfertig ge- als von dem Frhrn. v. Marschall inspirirt bezeichnet hatten. Gegen gasspektrum eine hervorragende Rolle spielt. Es fand sich macht. Für den zweiten Theil der Arbeit, Ausmessung des Larsen ist von dem Amtsgericht die Untersuchungshaft erkannt nun, daß im Spektrum von zehn Orionfternen das Borhanden eigentlichen Nebels, sind noch einige Messungen und Reduktionen und seine dagegen erhobene Beschwerde von der Strafkammer fein zahlreicher Linien des Elèveitgas- Spektrums mit großer zu erledigen. verworfen worden." Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden konnte. Profeffor Bon den Publikationen des Observatoriums wurden im Scheiner hatte ferner die Anwesenheit der von ihm mit Druck vollendet: der zweite Theil des VII. Bandes, Nr. 26 " Orionlinie" bezeichneten Linie in vier anderen Fixsternspektren J. Scheiner, Untersuchungen über die Spektra ber helleren fonstatirt; Geheimer Rath Bogel fand bei seiner Untersuchung Sterne, und das zweite Stück des X. Bandes, Nr. 33. unter 150 Spektren nicht weniger als 25 auf, in denen die P. Rempf, Meteorologische Beobachtungen in den Jahren 1888 hauptsächlichsten Spektrallinien des Clèveitgases enthalten sind. bis 1898. : Die Staatsbürger Zeitung", die die Angelegenheit zum Anlaß eines scharfen Angriffes auf Frhrn. v. Marschall nimmt, wurde heute mit Beschlag belegt. Ein Verfahren wegen Be leidigung des Staatssekretärs und Ministers v. Marschall und anderer Beamten des Auswärtigen Amtes foll gegen das Blatt eingeleitet sein. " ein Die Militär- Strafprozeß Ordnung. Dies Polizisten vor dem Bureau auf Posten zu haben. Der Polizist Arbeiterwohnungen und Schienenstränge zum Rohlentransport M. P. E." schreibt: Zur Berathung der Militär- Strafgerichts. Seidel erkundigte sich bei der Frau des Vertrauensmannes nicht harren noch der Aufführung und man veranschlagt das Kapital, Ordnung im Bundesrath werden, wie man annimmt, auch die nach dessen Wohlbefinden, sondern ob er zu Hause fei. Ob man welches noch zur endgültigen Inbetriebseßung der Hütte benöthigt leitenden Minister der größeren Einzelstaaten hierher kommen. besorgt war, daß dem Vertrauensmann außerhalb des Hauses wird, auf 300 000 Fr. Aus diesem Grunde geben sich die Dr An den Reichstag wird die Vorlage frühestens etwa im Januar etwas paffiren könne, wurde nicht gesagt. Am 27. September ent- ganisatoren alle Mühe, diesen Rest zusammenzubringen. Nächsten nächsten Jahres gelangen. wickelte der schon vielgenannte Surrowig wieder seine Thätigkeit, Sonntag wird Jaurès zugegen sein und nicht nur hierfür ein Gegen die Handwerkervorlage der preußischen indem er die vom Bureau kommenden Leute anhielt und notirte. Der warmes Wort einlegen, sondern gleichzeitig die Gelegenheit beRegierung hat sich, wie die M. N. N." vernehmen, die Vizewirthin des Hauses erklärte Surrowiß auf ihre Frage, warum nutzen, um auf die drei politischen Reden Barthou's, Bourgeois' württembergische, badische und hessische Regierung ausgesprochen. man gerade ihr so viel Strafen zudiftire:" So lange Tusker hier und Charles Dupuy's zu antworten. Henri Rochefort ist ebenDie bayerische Regierung scheint gleichfalls dem Entwurf ab- wohnt, wird es nicht anders werden. Sorgen Sie dafür, daß falls eingeladen. geneigt zu sein, will aber der„ Majorität in der Kammer" ent- demselben gekündigt wird, dann hört das alles auf und ich werde Belgien. gegenkommen, so daß Freunde der Vorlage noch glauben, Bayern Burrowitz bei der Vizewirthin, ob Tusker gekündigt sei? Diese Reforme", veröffentlicht die Grundzüge des Gesetzentwurfs bemich nicht mehr zeigen!" 2m 3. Oktober erkundigte sich Brüffel, 20. Oktober. Das Organ der Radikalen, die fei zu gewinnen. Die Erhebungen über die Bäckerei Werbemerkte, daß dazu fein Grund vorliege, weil T. der ruhigste und treffend die Reorganisation des Heeres, welchen der ordnung finden, wie nun auch die„ Berl. Corr." bestätigt, im beste Miether ſei. Die Wirthin hat bereits 40 Mark Strafe Kriegsminister der Repräsentantenkammer in der nächsten Tagung Danach soll der Militärdienst ganzen Reiche statt. Leider werden die Erhebungen nicht von fozialpolitisch einigermaßen geschulten und interessirten Beamten, famen, sagte Surrowiß, nachdem ihre Namen notirt, der Amts- 20. Lebensjahre beginnt und 12 Jahre dauert, davon wie den Gewerbe- Aufsichtsbeamten, sondern von den unteren Verwaltungsbehörden, in Baden z. B. von den Bezirksämtern vorgenom- vorsteher in Lipine würde sich freuen, wenn er erfahre, daß sie 8 Jahre im aktiven Dienst und 4 Jahre bei der Reserve. men. Die Erhebungen sollen klarstellen, ob und inwieweit die von vielen statt in die Kirche zu den Sozialdemokraten gingen. Auch auf Die mittellofen Familien der unter der Fahne der Grube würde man sich über sie freuen. Der wegen Flugblatt: ft e benden Soldaten sollen eine hohe Ents Bädermeistern aufgestellte über, die am 1. Juli d. J. in fraft getretene Verordnung über den Betrieb verbreitung verhaftet gewesene Hüttenarbeiter ist bereits entlassen. ich a digung erhalten. Die letzten vier der zwölf von Bäckereien und Konditoreien das Bäckergewerbe und ins- Da sage noch einer, daß die Behörde nicht zum Schuß der Bürger da Milizklaffen sollen in der Reserve dienen und den öffentbesondere die kleineren Meister wirthschaftlich schädige und das ist. Nur weiter auf diesem Wege, die Sozialdemokratie tann lichen Sicherheitsdienst sowie den Dienst in den Festungen ver bisherige gute Einvernehmen zwischen den Meistern und den mit dieser Art nnfreiwilligen Unterstützung sehr zufrieden sein. fehen. Die Bürgergarde mit Ausnahme der Spezialforps wird Gesellen beeinträchtige, begründet ist. -3um Kampf gegen die sächsischen Konsum aufgehoben. Es soll eine Kategorie von Freiwilligen einvereine. Der Leipziger Volkszeitung" ist das nachstehende geführt werden, welche große Vortheile genießen. Das geheime Attenstück zugeflogen, das über die Entstehung der in allen Jahreskontingent der Infanterie wird 21 000 Mann betragen. Theilen des sächsischen Landes unternommenen Attacke auf die England. Konsumvereine, denen durch die Umsatzsteuer der Garaus gemacht werden soll, einiges Licht verbreitet. Wir wollen wünschen, daß bei diesen Erhebungen auch die organisirten Bädergesellen vernommen werden. Etwa nur die Bädermeister zu vernehmen, das hieße den Bock zum Gärtner sehen. od бли Der Bund der Landwirthe begnügt sich nicht, die Stellung der Konservativen auf dem platten Lande zu untergraben, er beginnt nun seine Minirarbeit auch in Berlin. Der politische Redakteur der Deutschen Tageszeitung", Herr A. B. Wegner, hat für Donnerstag Abend 1/29 Uhr eine Anzahl Personen mittels Zirkulars zu einer Besprechung eingeladen, in der über die konservative Agitation in Berlin, den Berliner Parteirath und seinen Vorstand verhandelt werden soll. Wir haben Anlaß zur Vermuthung, daß Freiherr v. Manteuffel und Prof. Kropatscheck nicht zu den Eingeladenen gehören. - Die Orthodoxen gegen die Freiheit der Wissenschaft. Bei der brandenburgischen Provinzialsynode ist vom Frhrn. v. Manteuffel und 23 anderen Mitgliedern folgender Antrag eingegangen: Die Provinzialsynode wolle beschließen: Sie spricht die Erwartung aus, daß das Kirchenregiment in stärterer Weise als bisher der Staatsverwaltung gegenüber den Anspruch der Kirche auf die Berufung solcher Professoren für die evangelisch- theologischen Fakultäten, welche in dem Bekenntniß der Kirche stehen, zur Geltung bringen werde. d Man will damit die historische Kritik der Evangelien unterbinden. Glücklicherweise tann die Provinzialfynode nicht die früher von den Jesuiten so meisterhaft gehandhabte Zensur aus üben. Herr Lorenz, der erste Ueberläufer aus unserem Lager in das des Pastors Naumann, zeigt, wie alle Renegaten, den größten Eifer, die Nothwendigkeit seines Gesinnungswechsels zu beweisen. Eine neue Schrift ihres jüngsten Genossen zeigt die Beit" an. In einer Anpreifung schreibt sie: Bon höchstem Interesse für alle die, welche auf das Hervorbrechen christlicher Gedanken aus der Sozialdemokratie warten, wird eine demnächst erscheinende Schrift Religion und Sozialdemokratie" von Max Lorenz sein. Auch für Auch für tirchliche Kreise wird es sehr werthvoll sein, aus sozialdemo tratischem Munde die Scheidung von Religion und kirchlicher Politit zu hören. Wir gönnen der Beit" die Freude über ihren ersten Erfolg, werden ihr doch nicht viele folgen, und bedeutet ihr Gewinn für uns feinen irgendwie fühlbaren Verlust. Die Ablehnung einer Privattlage durch das Dortmunder Landgericht. Der Pfarrer Morgenftern in Hombruch hatte über unseren Genossen Bunte bei Ge legenheit einer Kindtaufe geäußert, derselbe habe die Arbeiter um tausende von Mart betrogen. Bunte beschritt darauf den Weg In der Privatklagesache des Strumpfwirkers Fritz Bunte gegen den Pastor Morgenstern wird die Eröffnung des Hauptverfahrens unter Belastung des Klägers mit den Kosten abgelehnt. zahlen müssen. Wirklich eigenartige Sicherheitszustände! Einigen vorlegen wird. Leuten aus Lipine, die am 4. Oktober zum Bureau persönlicher sein, welcher mit gewissen Ausnahmen vom " Kongre genossen Deutschlands. Hildesheim, 20. Oftober 1896. In der heutigen Vormittags- Sigung wurde die Diskussion über den Rechenschaftsbericht des Vorstandes zu Ende geführt. Der Kongreß sette eine Kommission von drei Mitgliedern ein, welche die bemängelte Buch- und Kassenführung unter Hinzuziehung des Zentralvorstandes in dessen Bureau zu prüfen und über das Ergebniß der Revision im Verbandsorgan, dem„ Töpfer", zu berichten hat. Colchester, 20. Oftober. Lord Rosebery hielt bei der Das Schriftstück, das, worauf wir besonders aufmerksam heutigen Eröffnungsfeier der neuen technischen machen, unterm 12. Mai d. I. zur Versendung an die Kreis- Schule eine Rede, in welcher er den Mangel folcher Institute Hauptmannschaften gebracht worden ist, hat folgenden Wortlaut: in England beklagte. Er stehe nicht an zu sagen, daß er den Wie der Kreishauptmannschaft... nicht entgangen sein deutschen Wettbewerb in Butunft fürchte. wird, find insbesondere in größeren Orten des Landes schon seit einiger Zeit Bestrebungen hervorgetreten, die darauf v abzielen, den Schäden und Gefahren, welche das Ueberhands nehmen von Filialen und von großkapitalistischen Vereinigungen des Allgemeinen Vereins der Töpfer und Berufsauf dem Gebiete des Detailhandels mit gewissen Waarengattungen für den gewerblichen Mittelstand mehr und mehr mit sich bringt, durch eine besondere Besteuerung dieser Gewerbsformen von seiten der Gemeinden zu begegnen. Im allgemeinen haben sich die Gemeinden gegen derartige Wünsche der betheiligten Kreise bisher ziemlich ablehnend verhalten, wobei wohl hauptsächlich die vielfach verbreitete Auffassung mitgewirkt haben mag, daß es hierzu erft der vorherigen Abänderung der einschlagenden Bestimmungen unserer Gemeinde- Ordnungen bedürfe. Nachdem jedoch die Frage auf dem vorigen Landtage aus Anlaß des Antrages Rüder und Genossen( Nr. 66 der Berichte 2c, der zweiten Kammer) sowie einer Anzahl darauf bezüglichen Petitionen in der zweiten Rammer eingehend behandelt und hierbei von der Staatsregierung in Uebereinstimmung mit ihrer schon zeither vertretenen Ansicht in der aus dem Bericht Nr. 180 über den genannten Antrag Seite 7 ff. ersichtlichen Weise ausführ lich dargelegt worden ist, daß die Gemeinden schon jetzt die Füglichkeit haben, durch Aulagenregulativ eine derartige besondere Gewerbesteuer einzuführen, und nachdem sowohl die Beschwerde- und Petitions- Deputation der zweiten Kammer als auch diese Kammer selbst sich hiermit einverstanden erklärt haben, darf wohl angenommen werden, daß dieser Frage mehr und mehr Aufmerksamkeit zu gewendet werden wird, und daß die Gemeinden fünftig auch geneigter fein werden, fie da, wo sich ein Bedürfniß dazu herausstellt, in einer den örtlichen Verhältnissen entsprechenden Weise zu regeln. Das Ministerium des Innern wünscht über die Vorgänge auf diesem Gebiete fortdauernd unterrichtet zu werden und sieht daher der Einreichung eines jeden darauf bezüglichen Regulative unter Beifügung der Aften entgegen. Dresden, den 12. Mai 1896. An Ministerium des Innern. bie Kreishauptmannschaft aut. Hierauf wird der zweite Punkt der Tagesordnung: Presse Die Debatte zog sich bis und Agitation behandelt. in die Nachmittags- Sigung hin. Es lagen hierzu verschiedene Anträge auf Aenderung des Titels des Verbandsorgans„ Der Töpfer" vor, welche beabsichtigen in demselben auszudrücken, daß auch die Interessen der Ziegeleiarbeiter, welche im Berein der Töpfer organisirt sind, in dem Organ vertreten werden. Als Titel des Blattes wurde bestimmt: Der Töpfer, Organ zur Vertretung der Interessen der Ofenseger, Arbeiter in der Thonwaaren Industrie und in Biegeleien." Auch betreffs der Erscheinungsperioden des Blattes lagen mehrere Anträge vor. Der Kongreß beschloß, das Blatt, wie bisher, monatlich dreimal erscheinen zu laffen. " " " an Bei diesem Punkt wurde auch die Frage erörtert, ob es nicht angebracht sei, die bestehenden Preßorgane der keramischen Branche:" Töpfer"," Ameise"( Borzellanarbeiter) und " Fachgenosse"( Glas- und Thonwaaren- Arbeiter) zu einem einzigen Organ zu verschmelzen, da von einem derart vergrößerten Blatte eine beffere agitatorische Wirkung zu erwarten fei. Die internationale Kommission hat auch bereits dahingehende Verhandlungen gepflogen. Die Ameise" ist aber diesem Plan nicht geneigt, weil sie die unter den Porzellanarbeitern bestehende Hirsch Dunder'sche Richtung zu bekämpfen hat, und dies nur in ihrer gegenwärtigen Gestalt mit Erfolg thun kann, Der Fachgenosse" zeigte sich einer Verschmelzung mit dem Töpfer" geneigt, weshalb die internationale Rommission be der Privatklage. Er wurde aber vom Dortmunder Amtsgericht der besonderen Gewerbesteuer“ gegen die Konsumvereine 2c. In Beziehung auf die Agitation wurde folgender Antrag i Aus der Annahme" des Ministeriums, daß die Gemeinden auftragt wurde, weitere Schritte in dieser Angelegenheit zu thun. mit folgendem Bescheide abgewiesen: mehr und mehr Aufmerksamkeit zuwenden werden, darf ohne genommen: Der Kongreß beauftragt den Zentralvorstand, dahin weiteres auf die Bereitwilligkeit des sächsischen Ministeriums zu wirken, daß möglichst in allen Bundesstaaten beziehungsweise gefchloffen werden, jener Steuerart die Genehmigung zu er- Provinzen Agitationskomitees errichtet werden. Dieselben stehen theilen, die bekanntlich der preußische Beneraldirektor der direkten unter der Aufsicht des Zentralvorstandes und haben demselben Gelegentlich der hier fraglichen Taufe hat der Angeklagte Steuern, Geheimrath Burghart, als Erdrosselungssteuer be- halbjährlich Bericht über ihre Thätigkeit zu erstatten. Aus diesen sich über zwei der sogenannten Kaiser Delegirten geäußert, zeichnete und zu deren Einführung er allein das Reich für Berichten hat der Vorstand auf dem nächsten Kongreß einen Auszug zu geben." und zwar dahin, daß diese sich unerlaubte Handlungen hätten kompetent erklärte. Als flucht- Der dritte Punkt der Tagesordnung: Arbeitslofenzu schulden fommen lassen, wobei es ihm nicht sowohl auf Braunschweig, 20. Oktober.( Volksfreund.) madie Personen, als auf die Sache, daß nämlich unter drei Dele verdächtig" vorläufig festgenommen wurde heute früh in seiner unter st ügung", zeitigte ebenfalls eine eingehende Debatte. Von girten zwei mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommene ge- Privatwohnung der verantwortliche Redakteur unseres Blattes. mehreren Filialen lagen Anträge auf Einführung der Arbeitswesen, antam. Genosse Jaech ist verheirathet; ein Grund seiner Fluchtverdäch losenunterstüßung vor. Dieselben wurden durch Annahme des Daß von den drei Kaiser Delegirten zwei in der That sich tigkeit liegt nicht vor. In Mülhausen, wo er die schweizeeifche folgenden Antrages erledigt:„ Eine zentralorganisirte Arbeitsstrafrechtlich vergangen, ist gerichtskundig, nämlich Schröder und französische Grenze innerhalb einer Stunde erreichen konnte, Losenunterstützung wird abgelehnt, jedoch bleibt es den einzelnen durch Meineid, Siegel durch Unterschlagung. hat derselbe, als er noch nicht verheirathet war und eine Ge- Orten überlassen, je nach den Umständen die Einführung einer Dem Angeklagten paffirte es nun, wie nach seiner Gegen- fängnißftrafe von vier Monaten vor sich hatte, unbehelligt durch Arbeitslosenunterstüßung zu ermöglichen." Jacobey, Obmann der internationalen Kommission, ere erklärung glaubhaft erscheint, daß er den Siegel mit dem die dortigen Behörden wochenlang, nachdem das Urtheil rechtsSid Kläger dem dritten Kaiser- Delegirten verwechselte und fräftig geworden war, in der Freiheit verkehrt. Die braun- tlärte in dieser Sigung, daß die angesetzte internationale von dem letzteren die Unterschlagung behauptete, jedoch nicht schweigischen Behörden haben offenbar den Ehrgeiz, noch schneidiger Konferenz zwar nicht stattgefunden habe, jedoch Beziehungen an geknüpft worden seien mit den Kollegen von Schweden, ohne, als er seinen Irrthum inne ward, sich sofort und zwar zu sein, als die Behörden im Lande der Diktatur. * vor denselben Personen dahin zu berichtigen, daß nicht der Dänemart, Desterreich- Ungarn, der Schweiz und Kläger, sondern der Siegel gemeint gewesen sei. Rumänien, und sei ein guter Fortgang der inter mit Ausnahme des schweizerischen Delegirten feine Ausländer nationalen Verständigung sicher vorauszusehen. Wenn auch erschienen wären, so habe er doch aus allen in Frage kommenden Ländern ausführliche Berichte über den Stand der gewerkschaft- Aus den Verhandlungen des Kolonial lichen Organisation erhalten, welche ein erfreuliches Bild von rathes ist hervorzuheben, daß der Entwurf einer Verordnung, dem Fortschritt derselben geben. Er werde es sich angelegen sein betreffend die Erfüllung der Wehrpflicht in dem deutsch- südwest laffen, die Beziehungen zu den Kollegen des Auslandes auf der afrikanischen Schuhgebiet und Vorschläge zur Hebung des Handels Basis praktischer Bethätigung der Solidarität aufrecht zu er in Deutsch- Ostafrita erörtert wurden. Es zeigte sich dabei all- Basis In diesem Gerichtsbeschluß ist uns eine ganze Reihe von feitiges Einverständniß darüber, daß von dem Bau von Bahnen halten. Es sei nicht nöthig wie ursprünglich beabsichtigt Dingen wenig verständlich. Ueber die Anziehung des meineidigen" und Straßen am meisten Förderung des Handels und der Bolts- alle zwei Jahre eine internationale Konferenz abzuhalten, die Beziehungen ließen sich vielmehr durch schriftlichen Berkehr regeln. Der Schröder verlieren wir kein Wort. Jedermann denkt sich das wirthschaft des Schutzgebietes zu erwarten sei. anwesende schweizerischen Delegirte schloß sich der letzteren seinige dabei. Formell ist das Amtsgericht Dortmund hier Nach einer Pause ging der Kolonialrath zur Erörterung freilich im Recht. Herr Morgenstern hat ferner Bunte mit des vom Reichstag seinerzeit abgelehnten Vertrages mit der Anschauung an und erklärte ein Zusammenhalten der Kollegen Siegel verwechselt. Davon, daß Siegel wegen Unterschlagung Neu- Guinea- Kompagnie über. Die allgemeine Debatte aller Länder für nothwendig, da beispielsweise die Schweizer bestraft worden sei, ist nichts bekannt; überall wo wir fragten, ergab die einstimmige Ansicht, daß der Uebergang der Landes- war eine zufriedenstellende Versammlungs- und Redefreiheit wurde diese Behauptung mit aller Bestimmtheit bestritten. hoheit auf das Reich im dringenden Interesse des Schutzgebiets haben, in wirthschaftlicher Hinsicht aber unter demselben Druck Wenn Bunte's Klage abgewiesen wird, weil Siegel das gethan und des Reichs liege. Behuss genauerer Erörterung wurde die der Unternehmer leiden, wie die Arbeiter Deutschlands und der hat, was dem Genossen Bunte vorgeworfen wird, so halten wir Vorlage einem Ausschuß überwiesen. Da die Tagesordnung des Kongresses noch nicht erledigt ist, das für bedenklich. Wenn aber auch Siegel das nicht einmal Hieraus scheint hervorzugehen, daß dem Reichstage trotz der gethan hat, was von Bunte behauptet worden ist, und dennoch entschiedenen Ablehnung des Neu- Guinea- Bertrages derselbe noch- findet morgen noch eine Sigung statt. Die Klage Bunte's mit Berufung auf die angebliche Handlung mals zugehen soll. Hoffentlich blüht ihm dann dasselbe Schicksal, Siegel's abgewiesen wird, dann ist der Rest Schweigen. das ihm schon einmal ward. Da also nur eine fofort berichtigte Berwechselung vor liegt, tann von einer Beleidigung des Klägers teine Rede sein. Die Frage, ob dem Angeklagten auch der von ihm event. in Anspruch genommene Schutz des§ 193 des Str.-G.-B. zuJanzubilligen sei, fann hiernach unerörtert bleiben. 67 Dortmund, den 25. September 1896. Königliches Amtsgericht. gez. Werne." Militärbontott. Durch Parolebefehl ist der Gothaer Garnison der Besuch des Restaurants" Zu den vier Jahreszeiten" in Siebleben, in welchem der sozialdemokratische Parteitag abgehalten worden ist, verboten worden. * * Frankreich. übrigen Länder. Partei- Nachrichten. Breslau, 21. Oktober.( Boff. 8tg.") Das Oberlandes gericht verwarf heute die Berufung des Postfistus gegen die Ju Solingen tagte am Sonntag eine Parteiversammlung, Paris, 20. Oktober. Nächsten Sonntag foll in Albi die fürzlich erfolgte Entscheidung des hiesigen Landgerichts, das den Verrerie ouvrière, die Arbeiterglashütte, eingeweiht Wahlen befaßte. Nach einem einleitenden Referat der Stadtdie sich mit den bevorstehenden Stadtverordneten= Fistus zu der Anerkennung verurtheilte, ohne Erlaubniß des werden. Der dortige Gemeinderath hat zu dieser Festlichkeit ahlen befaßte. Nach einem einleitenden Referat der Stadtverordneten Genossen Wilhelm Langenberg und Georg Magistrats teine Telephondrähte über Straßen und Pläge ziehen 3000 Fr. bewilligt, wovon 2500 Fr. als Festkosten und 500 Fr. Schumacher wurde einstimmig eine Resolution angenommen, zu dürfen und die schon bestehenden zu entfernen. für die Arbeiter der Glashütte. Er that dies in anbetracht des Oberschlesische Polizeiverhältnisse. Wir voraussichtlichen Zuströmens eines großen Publikums nach der worin den genannten Genossen für ihre Haltung im Stadtder verordneten- kollegium das vollste Bertrauen ausgesprochen ist. haben schon früher mitgetheilt, wie die Polizei in Beuthen ihre Stadt; deshalb hat auch die Regierung die Bewilligung dieses Hierauf wurden die Genoffen Spezereiwaarenhändler Karl Aufgabe auffaßt, indem sie Wachtposten vor das Gewerkschafts- kredits genehmigt, unterfagte jedoch für nächsten Sonn- Kirchbaum, Schuhmacherineister Ernst Fordert, HornBureau stellt und harmlose Bürger auf offener Straße anhält. tag alle Ansammlungen auf öffentlicher Straße. Am 20. September hatten wieder zwei der Sicherheits. Was die Glashütte selbst betrifft, so soll es jetzt sicher sein, daß schalenschneider Karl Haller und Schleifer Ernst Leuterorgane Beuthens sich auf Poften vor dem Gewerkschafts- die subskribirten 400 000 Fr. zu ihrem regelmäßigen Betrieb ung als Kandidaten aufgestellt. Die Genossen Langenberg und Schumacher erhielten dann den Auftrag, im StadtBureau aufzuhalten. Der eine, mit Namen Quapf, hielt nicht ausreichen. Sie wird nächsten Sonntag zwar eingeweiht, verordneten- Kollegium ben Antrag zu stellen, daß die Wahlen Bureau tamen, aber noch nicht im Gange sein, denn die Errichtung von zwei Sonntags vorgenommen werden. wiederum zwei Töpfer, die aus dem an und notirte ihre Namen. Am Nachmittag desselben Tages Hochöfen hat die gesammelten Rapitalien einschließlich ber hatten wir, so schreibt man dem Correspondenzblatt", 100 000 Fr., bie Frau Dembour durch Vermittlung Henri Roche. Entgegen dem Geschreibsel bürgerlicher Blätter ist das Berguügen, den Polizei- Inspektor Bender nebst awei fort's spendete, verschlungen. Die Umfaffungsmauern, Werkstätten, mitzutheilen, daß Genoffe v. Bollmar lediglich beshalb nicht 21 polis F am Gothaer Parteitage theilnahm, weil leider seine alte Schußwunde im Monat August wieder aufgebrochen ist, wodurch er in feiner Kur soweit zurückgeworfen wurde, daß er die Reise nach Gotha nicht unternehmen konnte. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Bei dem Aluminium Schleifern der Firma W. Bergsdurch die Beweisaufnahme sowohl des Diebstahls wie der Sach in Lüdenscheid sind Lohnstreitigkeiten ausgebrochen. Ursache beschädigung überführt worden war, verurtheilte der Gerichtsversuchter Lohnabzug. Die betreffenden Schleifer haben gekündigt; hof den Angeklagten zu einer Gesammtstrafe von sechs Monaten fie hoffen, wenn Zuzug vermieden wird, Sieger zu bleiben, 14 Tagen Gefängniß. In der Urtheilsbegründung hieß es, daß insoweit als die Firma genöthigt sein wird, den Lohn in bis die Strafe deshalb so hoch bemessen worden sei, weil so nichts. Vor der Strafkammer in Nordhausen wurde am heriger Höhe zu belassen. nußige Burschen, wie der Angeklagte, das Material lieferten zu 17. Oftober über die Portohinterziehungssache des„ Nordhäuser Der Ausstand der Polirer bei der Firma P. C. Turck den schweren Verbrechern, welche fürzlich Berlin in Schrecken Boltsblatts" verhandelt. Die Einwände des Beklagten, daß Wwe. in Lüdenscheid dauert unverändert fort. Zuzug ist und Empörung versetzten. 1. die mitverklagte Firma Reißhaus u. Comp. als Verleger die fernzuhalten. Der Vorstand des Poliervereins Blutstein". Eine Auflage wegen Kindesmordes wurde gestern vor Zeitungen nur nach Nordhausen gesandt und mit der angeblich strafDie Maurer und Bauhandwerker in Frankfurt a. M. dem Schwurgericht des Landgerichts I verhandelt. Die achtzehnbaren Beförderung von Nordhausen nach Salza nichts zu thun habe; beschlossen in einer Versammlung, zu geeigneter Zeit den zehnjährige Auguste Gutsche genas im Mai dieses Jahres heimlich 2. daß Nordhausen als Ursprungsort angesehen werden müffe, stundentag und 40 Pf. Minimallohn zu verlangen. In einer eines fleinen Knaben. Sie versuchte, sich desselben zu entledigen da doch nur in Nordhausen und Umgend das" Volksblatt" verspäteren Versammlung soll über den Schwindel und sonstige und verfuhr dabei in barbarischer Weise. Durch Hineinzwängung breitet würde und in dessen zweimeiligem Umkreis die Beförderung Schäden im Baugewerbe gesprochen und hierdurch der Magistrat ihrer Faust in den Mund des kleinen Wesens versuchte sie den durch Boten erlaubt sei; 3. daß die mitangeklagte Frau Kuhn auf diese Uebelstände aufmerksam gemacht werden.. hold in Salza für die Beförderung der Zeitung von Nordhausen nach Salza teinerlei Entschädigung erhalten, wurden verworfen und das erste Urtheil bestätigt. Gegen das Urtheil des Landund das erste Urtheil bestätigt. Gegen das Urtheil des Landgerichts ist Revision angemeldet. Wegen Boykottnotizen, betreffend die Freyberg'sche und Bauer'sche Brauerei und die Bölberger Mühle, find elf weitere Nummern des Boltsblatts für Halle" inkriminirt. " " " Erstickungstod herbeizuführen. Sie ging dabei mit solcher Gewalt macher der Eisengießerei von H. Escher zurückgenommen. wimmernde Kind im Kohlenkasten. Hier wurde es von der In Chemnitz ist die Aussperrung der 23 Gießer und Kern zu Werke, daß dem Kinde die Kinnlade zerbrach. Dann nahin die Angeklagte von ihrem Vorhaben Abstand, sie versteckte das Es ist dies ein Erfolg der Former Organisation, was 30 nicht Herrschaft gefunden. Erst am folgenden Tage ist es in der organisirte Former veranlaßte, derselben beizutreten. Charitee gestorben. Der Angeklagten wurden von den GeIn München haben 15 Gehilfen des Hofschlossers schworenen mildernde Umstände bewilligt, worauf sie vom Geöd die Arbeit niedergelegt, weil ihnen das Gesuch abgeschlagen richtshofe zu einer Gefängnißstrafe von drei Jahren verurtheilt wurde, daß innerhalb der 101/2 ftündigen jetzigen Arbeitszeit je wurde. - Gegen die Magdeburger Boltsstimme" ist eine Viertelstunde für Frühstück und Vesper gewährt werden Bisher mußte während der Arbeit Nahrung ein wieder ein Prozeß wegen groben Unfugs" anhängig; das möchte. ist in wenigen Tagen der dritte. Auch wegen ungenommen werden. Zuzug ist fernzuhalten. Lauteren Wettbewerbe 3", angeblich verübt durch die Aus der Schweiz. Das erweiterte Bundeskomitee des Art und Weise der Ankündigung eines Inſtruments im schweizerischen Gewerkschafts bundes wählte sie Daß unser Sekretär des Bundes den Genossen Calame, Uhrenarbeiter Magdeburger Bruderorgan noch zwei Majestätsbeleidigungs- in Biel, welcher jahrelang Sentralpräsident des Uhrenarbeiter Prozesse vor sich hat, ist bekannt. Genosse Lantau, der Verbandes war. Sein Gehalt wurde auf 2400 Fr. festgesetzt. Verantwortliche für den Inseratentheil der Volksstimme", tritt Die Stelle hat er am 1. Januar 1897 anzutreten. heute, Donnerstag, die zweiwöchige Haft an, die ihm auferlegt ist, weil er in der Zeit des Sedantrubels die im Verlag des„ Vorwärts" erschienenen Schriften über die Reichsgründung u. s. w. nach Ansicht der Richter in Aergerniß erregender Weise zum Rause empfahl. Soziales. Der ,, angemessene" Weberlohn. In Nr. 807 ber Glberfelder„ Neuesten Nachrichten" war unter der Rubrik„ Von Jedem an Jeden" ein Referat mit dem Stichworte Zur Lohnbewegung der Weber" abgedruckt, in welchem ausgeführt wurde, es sei Beit, in die Lohnbewegung einzutreten. Weber und Weberinnen wurden aufgefordert, einer Versammlung beizuwohnen; die Löhne feien schlecht und würden von einer namentlich er wähnten Firma noch herabgesetzt; für patriotischen Rummel hätten die Fabrikanten Geld übrig, die Arbeiter aber seien nur zum Arbeiten und Hungern da und würden zuin Troffe vom Herrn Pastor auf die himmlischen Freuden hingewiesen. Bezüglich einer anderen Fabrik wurde Das Berliner Gewerbegericht hat nach dem 1895/ 96er den Eigenthümern der Vorwurf gemacht, sie hätten gegen Verwaltungsberichte des Magistrats im Berichtsjahre 11 794 die Menschenpflicht verstoßen, für ihre Arbeiter zu sorgen und - Sechs Arbeiter in Langenbiel au hatten nachmittags Klagen erledigt, und zwar durch Vergleich 5282, durch Ver- an stelle dessen unnüße Ausgaben gemacht; ihre Arbeiter aber gegen 6 Uhr im Hofe eines Grundstücks einige Lieder gesungen, zicht 3, durch Zurücknahme 2447, durch Anerkenntniß 70, durch seien herzlos ausgebeutet worden. Demgegenüber stellte das gene in italeillaise. Durch den Gejang dieses Versäumnißurtheil 1211, durch Urtheil den Rest. Hervorzuheben urtheil fest, daß die Behandlung und Bezahlung der darunter auch die Liedes sollten sie nach Ansicht des Amtsanwalts entschieden" ist, daß die Schneiderei mit 2684 Klagen vertreten Arbeiter in den genannten Etablissements eine durchaus groben Unfug verübt haben, da es nicht jedermanns Sache sei, war. 6816 Klagen wurden wegen rückständigen Lohnes an angem effene(!) war; der verantwortliche Redakteur des angemeffene dieses Lied zu hören. Das Schöffengericht in Reichenbach sprach gestrengt, 4512 mal wurde Entschädigung beansprucht, weil die Blattes, Wilhelm Emmerich, wurde deshalb am aber die Sünder frei. Unternehmer die 14tägige Kündigungsfrist nicht einhielten. 15. Juni 1896 vom Landgericht Elberfeld zu 50 M. Geld= strafe verurtheilt. In seiner Revision gegen das Urtheil rügte der Angeklagte unrichtige Deutung der infriminirten Aeuße rungen. Das Reichsgericht verwarf die Revision. " - Das Begräbniß des Genossen Eichhorn in Dresden fordert weitere Opfer. Es sind nunmehr auch den Genossinnen Lehmann und Köhler Strafbefehle zugestellt worden, weil sie roth und weiße Schleifen getragen haben sollen, also auch republikanische Abzeichen. Jede soll 30 Mark blechen. In den Strafbefehlen ist ausgerechnet, wie lang und wie breit die Schleifen gewesen. Es sind 4301 Quadratcentimeter, die zusammen 80 M. Strafe fosten. " Das Loos des alten Arbeiters in der heutigen Gesellschaft. Zu diesem Thema bringt die Münchener Post" einen charakteristischen Beitrag in Gestalt folgender Veröffentlichungen: I. Herr.... y 62 Jahre alt, Werkmeister, hat im Juni und Juli h. a. Gelentrheumatismus durchgemacht. zu später Stunde das Urtheil gesprochen worden. Die erkannten In dem Düsseldorfer Duellprozeß ist am Dienstag Abend Diese Krankheit macht es dringend nöthig, daß Herr..... eine Strafen waren nicht ganz so hoch, wie die vom Staatsanwalt beBade kur in Aibling gebraucht, um die vorhandenen Dis- antragten( siehe unter Depeschen in gestriger Nummer), aber positionen zu beseitigen. Hierzu wird Herr für einen breiwöchentlichen Urlaub dringend empfohlen."( Folgt Unterschrift der Presse in Frage kommen. Der Gerichtshof verurtheilte immerhin insoweit besonders hart, als die angeklagten Vertreter des Arztes.) Freiherrn v. Ehrhardt zu 5 Monaten Festung und 500 m. Festung und 4 Monaten Gefängniß, Hecker zu 9 Monaten Geldsirafe, Premierlieutenant a. D. Rhein zu 4 Monaten Gefängniß und 1 Monat Festung, Redakteur Becker zu 400 Mart Geldstrafe. 200 Mart Geldstrafe, und unsern Parteigenossen Wessel von Hornfeld zu 4 Monaten Gefängniß und der Niederrheinischen Voltstribüne zu 6 Monaten Gefängniß. Hecker wurde gegen 5000 Mart Kaution in Freiheit gelassen. Im Plaidoyer meinte der Staatsanwalt " ift. Genosse Franz 3int in Debschwitz bei Gera hat in einer öffentlichen Partei Versammlung, die sich mit der 2otalfrage beschäftigte, das Referat gehabt. Diese Ver- II. München, den 30. Juni 1896. Herrn... sammlung nahm dann eine Resolution an, wonach über das meister, hier. Zu meinem Bedauern sehe ich mich genöthigt, Wert Gasthaus zum Fürstenhof der Boykott verhängt und der über nachdem Sie schon längere Zeit so häufig abgehalten find, Ihren das Trempert'sche Lotal schon früher verhängte Boykott für so dienstlichen Obliegenheiten nachzukommen, und dadurch die lange verlängert wurde, bis der Besitzer seinen Saal unserer Interessen des Geschäfts geschädigt erscheinen, Ihnen hiermit per Partei wieder zur Verfügung stellen werde. Diese Resolution 30. Sept. a. c. zu fündigen. Zudem ich Sie ersuche, hiervon ging aus der Mitte der Versammlung hervor, Zink hat ihr zu gefl. Kenntniß zu nehmen und mir den Empfang dieses zu begestimmt, aber nicht für ihre Annahme gesprochen, dennoch fand stätigen, zeichne hochachtend: p. pa. S. G. Landes, Maihn das Geraer Schöffengericht des Boykotts schuldig und verschinenfabrik. A. 28olff." Wenn es Mode werden sollte, Beamte des Staates wegen urtheilte ihn wegen groben Unfugs" zu 15 M. Geldstrafe oder III.„ Herrn.... von hier wird hiermit bestätigt, daß ihrer amtlichen Krititen Dor die Pistole zu einer Woche Haft. derselbe vom 19. Februar 1867 bis heute( also mehr als einem Vortrage in Schweinfurt, worin er ut. a. die Behandlung me ist er beschäftigt war und sich durch seine Geschicklich nicht mehr im stande, in der vorgeschriebenen Weise seines Amtes Redakteur Genosse Fülle aus Würzburg foll bei 29 Jahre. D. R.) in meiner Maschinenschlosserei als Wert ordern, dann ist unsere ganze Rechtsordnung aufs schwer ite gefährdet. Ein Richter oder Staatsanwalt wäre alsdann der Redakteure Kauffmann in Hamburg und Rauh in Hannover feit und vielseitigen Kenntnisse in seiner Branche meine während ihrer Gefangenschaft besprach, Gefängnißbeamte, volle Anerkennung und Zufriedenheit erworben. zu walten. Weiter meinte der Staatsanwalt in charakteristischen Gendarmen und Schuhleute mit dem Teufel in einer Person hat. Ebenso kann ich demselben hinsichtlich seiner Führung und Worten: Es ist auch unwahr, daß der Ehrenrath die Herren genannt haben. Er bestritt dies, das Schweinfurter Schöffens feines Charakters nur das beste 3euguiß ausstellen. München, v. Erhardt und v. Kamph zum Duell gezwungen hat, das wäre gericht hielt ihn aber für schuldig und verurtheilte ihn auf grund den 30. September 1896. G. G. Landes." des§ 185 des Strafgesetzbuches zu 10 M. Geldstrafe und den eine strafbare Handlung gewesen. Der Ehrenrath hat ledig IV. Auf ein an die Firma Landes gerichtetes Schreiben lich entschieden: er habe nicht die Ueberzeugung gewinnen üblichen Nebenstrafen. erhielt der Arbeiter- Veteran einen vom 4. Oftober datirten Brief, tönnen, daß Referendar Ewers satisfaktionsunfähig deffen Schlußfäße lauten: Bezüglich. Ihrer Bemerkung betreffs Die Herren waren Offiziere, fie wußten, Pension wissen Sie ja selbst, daß leider in meinem Geschäft ie danach zu thun hatten; fie hatten eine Pensionskasse nicht besteht, die H. G. und M. Landes'sche zu entscheiden, ob sie Offiziere bleiben wollen Ueber den Stand der Lohnbewegung der Lithographen Stiftung hat lediglich den Zweck, franken und erwerbs- oder nicht. Daß Referendar Dr. Ewers sein Ehrenwort ge und Steindrucker Berlins wird uns mitgetheilt, daß außer unfähigen Arbeitern nach Ablauf der 13 wöchigen gesetz- brochen, davon hat die Beweisaufnahme nichts ergeben." den schon früher genannten zirka 30 noch folgende Firmen lichen Kranken Unterstützungsdauer zu Hilfe zu kommen. Hierauf wurde vom Vertheidiger St.-A. Landé entgegnet; bewilligt haben: Glück, Dobrin, Block u. Komp., Schött, Ich bin deshalb zu meinem Bedauern nicht im stande, Ihnen Wenn der Herr Staatsanwalt nur einen Schritt weitergegangen Lewt. 3uzug ist fernzuhalten von den Firmen: eine Pension gewähren zu können. Was Ihre Bemerkung betreffs wäre, dann hätte er sagen können, unsere gesammte Staats Prager u. Loida, Wendisch, Kayenellenbogen, G. Ettler, Matthes, Versprechungen, welche Ihnen von meinem sel. Vater und Rechtsordnung muß aufhören, wenn sich jeder mit Friedberg u. Silberstein, Schäfer u. Scheibe, W. Böhme, Büttner gemacht wurden, betrifft, so kann ich Ihnen nur erklären, daß der Waffe in der Hand selbst Recht schaffen u. Komp., Littauer u. Boysen. weder mir, noch irgend einem meiner Beamten etwas davon tann und nicht genöthigt ist, in der von der Geset bekannt ist, und glaube ich nicht, daß eine Verpflichtung gebung vorgeschriebenen Weise Recht zu suchen. Und vom meinerseits Ihnen gegenüber thatsächlich besteht. Hochachtungsvollſt S. G. Landes." Der Vater dieses Herrn Landes war ultramontaner Reichstags. Abgeordneter; es handelt sich also um ein Reichstags- Abgeordneter; " gut chriftliches" Haus. Dieses selbe fromme Haus leugnet in dürren Worten, daß es verpflichtet wäre, einem Arbeiter, der In Lübeck dauert der Streit des Personals des Thiel' durch 29 jährige geschickte und werthvolle Arbeit zum Blühen des schen Emaille Werkes unverändert fort. Geschäftes sicherlich viel beigetragen hat, im Alter zur Seite zu wollte erfahren haben, daß die Ausständigen Ausschreitungen bestehen, sondern es wirft den Alten wie eine ausgepreßte Bitrone Wahrnehmung berechtigter Interessen nicht zusteht. gangen hätten, der Lübecker Volksbote" erklärt das für unzu auf die Straße. Mögen die katholischen Arbeiter, die jetzt noch dies trifft hier nicht zu. Man kann den Angeklagten nicht darauf treffend; die Streitenden verhielten sich vollständig ruhig. Unser leider in so großer Zahl den gleißenden Worten der Klerifalen verweisen, er hätte sich bei der vorgesetzten Behörde des Ehren Bruderorgan ersucht, den Zuzug von Metallarbeitern aller folgen und deshalb den Anschluß an die selbständige Arbeiter- rathe beschweren fönnen, da ja die vorgesetzte Behörde das Wer Branchen nach Lübeck fernzuhalten. bewegung verfäumen, an dem Schicksal des Münchener Wert- fabren selbst gebilligt hat. Nun tönnte man ja sagen: Was Gewerkschaftliches. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Tapezirer! Die Lohndifferenzen in der Werkftatt der Gebr. Wasserstradt in Lübeck sind durch Vermittelung der dortigen Ortsverwaltung zu gunsten der Gehilfen beigelegt. Die Berliner Ortsverwaltung des Allgemeinen deutschen Tapezirer- Vereins. : Das Amtsblatt N Standpunkte des Angeklagten Weffel war diefer berechtigt, fich über diese Rechtsordnung zu entrüften. Daß der Zweikampf ver stößt, habe ich wohl nicht nöthig, noch des näheren auszu gegen Sitte, Gesez, Religion und Vernunft führen. Der Angeklagte Wessel hat daher vollständig in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt, wenn er das Verhalten des Ehrenraths in schärffter Weise angriff. Man könnte einwenden: Es giebt eine Reichsgerichts. Entscheidung, wonach der Presse die Allein Gegen die Handwerkervorlage erklärte sich entschieden meisters erkennen, daß der Arbeiter in der Regel thatsächlich fümmert der Ehrenkoder der Offiziere den Angeklagten Wessel, eine öffentliche Metallarbeiter Versammlung verlassen ist, der sich auf das Wohlwollen des Unternehmers er gehört diefen Kreisen nicht an. Allein, es dürfte den Herren in Hannover, wo Metallarbeiter Breder aus Nürnberg verläßt. referirt hatte. Die Versammlung machte es jedem aufgeklärten Kollegen zur Pflicht, dahin zu wirken, daß die Arbeiterorganisationen sich frei entfalten können und nicht durch irgend Gerichts- Beitung. bekannt sein, daß in voriger Woche in einem Restaurant in Karlsruhe ein Mechaniker unvorsichtigerweise an den Stuhl eines Offiziers angestoßen hat. Dies hat den Offizier veranlaßt, den Wechaniker auf den Hof zu verfolgen, und obwohl der Mechaniker den Offizier flehentlich um Verzeihung bat, so hat de Offizier den Mechaniker nieders gestochen mit den Worten: ich muß meine Offizier sehre wahren!" Dieser Vorgang beweist, daß welche gesetzliche Bestimmungen in ihrer Thätigkeit gehemmt Für die Aufseher des Zellengefängnisses Moabit in werden. Pflicht der Kollegen müsse es deshalb sein, sich fämmt auf ministerielle Anordnung ftalt des bisherigen 13stündigen lich dem Metallarbeiter- Berbaude anzuschließen. Dienstes die 10stündige tägliche Dienstzeit probeweise eingeführt Ju Hannover Linden hat Polizeipräsident Graf von worden. Schwerin auch den Mitgliedern der dortigen Verwal- Eine Erinnerung an die Ermordung der Kranken- der Ehrenkoder eine öffentliche Gefahr ist und daß tungsstelle der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der 3 immer er schwester Christine Oetting im Krankenhause Bethanien wurde jedermann, der in einer Stadt wohnt, wo sich viele Bewaffnete ( E..) die Abhaltung eines Festes- eines Tanz- durch eine Anklage wegen Untreue und Unterschlagung befinden, in Wahrnehmung berechtigter Interessen handelt, wenn tränzchens- untersagt. Er fönne die Mitglieder der wachgerufen, die gestern den Kutscher Albert 3 ühiste vor die er auf Aufhebung dieses Ehrenkoder hindrängt. Und mögen selbst Bahlstelle als einen Verein oder eine geschlossene Gesellschaft 8. Straftammer des Landgerichts I führte. Am 10. März wurde die höchsten Persönlichkeiten den Ehrenfoder vertheidigen, so bleibt nicht anerkennen, die beabsichtigte Tanzfestlichkeit müsse daher die Krankenschwester Christine Detting, die schon 30 Jahre in er doch ein Sohn auf Sitte, Gesez, Religion und Vers als eine öffentliche angesehen werden, zu welcher polizeiliche Ge- Bethanien thätig war, von dem Stiefbruder des jetzigen Annunft. Man wird daher dem Angeklagten Wessel den Schutz nehmigung erforderlich wäre, die Genehmigung fönne aber nicht geklagten, dem Wirthschaftsarbeiter Hermann Bühlste, mittels des§ 193 des Str.-G.-B. zugestehen müssen. Daß der An ertheilt werden, da ein Bedürfniß zu dergleichen öffentlichen eines Eisenstückes erschlagen. Der Mörder hatte sich unmittelbar geklagte in der Form gefehlt oder daß aus den Umständen die Tanzvergnügungen nicht vorliege". In Hannover kann nun eine nach der That erhängt. Von feiten der in Pommern wohnenden Absicht der Beleidigung hervorgeht, kann in teiner Weise nach Arbeiter Krankenkasse überhaupt kein Vergnügen mehr abhalten. Angehörigen war dem jezigen Angeklagten ein über mehrere gewiesen werden. Ich beantrage daher, den Angeklagten Veranstaltet sie es selbst, so läßt der Polizeipräsident es nicht zu, hundert Mark lautendes Sparkassenbuch des Verstorbenen zu freizusprechen.- Präs.: Herr Staatsanwalt, wollen Sie weil sie als Staffe fich mit Vergnügungen nicht zu beschäftigen gestellt worden; mit dem Auftrage, die zur Beerdigung zc. noth- noch etwas erwidern? Staatsanwalt Dr. Biegner: Ich habe; veranstalten es die Mitglieder, so ist das Vergnügen wendigen Gelder flüssig zu machen. Der Angeklagte hat aber werde dem Herrn Vertheidiger nichts erwidern, da ich grund" öffentlich", es muß polizeiliche Genehmigung eingeholt, und diese das in ihn gesetzte Bertrauen gemißbraucht, indem er mehr säglich nicht für das Publikum spreche.- Bertheidiger giebt's nicht. Wo sollen nun die Arbeiter Hannovers tanzen? Gelder erhob, als zu jenem Zwecke nöthig waren und das Mehr Rechtsanwalt Dr. Landé: Ich muß doch diese Infinuation des Sollen sie vielleicht den Kasinos der höheren Zehntausend bei für sich verbrauchte und außerdem sich durch Versatz des Spar Herrn Staatsanwalts, daß ich für das Publikum gesprochen treten? faffenbuches eine Summe von 40 M. verschaffte. Der Gerichts- hätte, mit Entschiedenheit zurückweisen. Der hohe Gerichtshof Der Streit der Stuckateure in Elberfeld Barmen hof verurtheilte ihn zu 6 Wochen Gefängniß. wird diese Infinuation zu würdigen wissen.( 2 a utes Bravo dauert fort. Die Unternehmer haben in einer Versammlung ein- Unter dem Eindruck der letzten Mordthat stand das Urtheil, im Zuschauerraum.) Präs. Dies Verhalten des stimmig beschlossen, die geforderte Lohnerhöhung nicht zu be welches gestern in einer Verhandlung der 130. Abth. des Schöffen- Publikums ist geradezu unerhört, ich habe keine Worte für ein willigen. Weiter wurde vereinbart, diejenigen Gehilfen, welche gerichts gegen den 17jährigen Arbeitsburschen Georg Bauer solches Verhalten. Nach noch längeren Vertheidigungsreden der an dem Streit betheiligt sind, und ebenso diejenigen, die dafür gefällt wurde. Bauer gehörte einer Rotte von Burschen an, Angeklagten zieht sich der Gerichtshof gegen 10 Uhr abends zur agitirt haben, zu entlassen und vor dem 1. Juni n. Js. nicht welche sich eine zeitlang ein Bergnügen daraus machte, Berathung zurück und erkannte dann auf die mitgetheilten wieder einzustellen. Das heißt, der Beschluß gilt nur, wenn die Damen auf der Straße mit Schwefelsäure zu begießen und da Strafent. Proten teine Leute brauchen. durch ihre Kleider zu verderben. Eine solche Thätigkeit Bauers Die Straffammer in Frankenthal verurtheilte den Bürgerwurde offenbart, nachdem er wegen Diebstahls einer Gans in meister der Gemeinde Oppau, Namens De hus, wegen Unter der Markthalle in Haft genommen worden war. Nachdem er schlagung zu drei Monaten Gefängniß. = Die graphischen Arbeiter Barmens beschlossen, angesichts des Weihnachtsgeschäftes Lohnforderungen zu stellen. 1 Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 248. Donnerstag, den 22. Oktober 1896. Tokales. = 13. Jahrg. Meber die Ermordung Grosse hat sich seine verlegte Hand in der Sanitätswache in der vinzial- Schulkollegium zu beantragen, es möge den Erlaß in Steglitzerstraße, wo Dr. R. fungirte, verbinden lassen; dann Berlin nicht in Anwendung bringen, da derselbe des Justizraths Levy hat der verhaftete Schlofferlehrling Wilhelm haben sich Beide an einem verabredeten Punkte im Thier mit dem hiesigen Ortsstatut über die Lehrerbesoldung in Grosse noch am Dienstag Abend bei seinen Vernehmungen garten getroffen und sind nach dem Grunewald gegangen, Widerspruch stehe. Der Verein von Vorstehern folgendes Geständniß abgelegt: Der Mordplan ist vor etwa in welchem sie auch zwei Nächte zugebracht haben. Sie hatten und Vorsteherinnen Berliner Privatschulen hat beim 14 Tagen bei dem Schreiber Bruno Werner entstanden. Als er noch einige Pfennige bei sich und haben sich dafür Nahrung in hiesigen Magistrat das Gesuch gerichtet, von demselben Groffe in Kenntniß feßte, habe diefer zunächst die Spandau gekauft. Am Mittage des 20. Oftober hat sich Groffe eit ihrer Lehrer bei der städtischen Anstellung Möglichkeit der Ausführung eines solchen Verbrechens bezweifelt, vom feinem Mitschuldigen in der Nähe der Schildhornbrücke ge- in Anrechnung zu bringen. Die Schuldeputation, welche doch Werner wußte ihm die Sache so unzweifelhaft flar zu trennt und ist nach der Wohnung seiner Mutter, Georgenkirch sich mit dieser Angelegenheit beschäftigte, hat beschlossen, dem machen, daß er sich schließlich bereit erklärte, an dem Verbrechen straße 53, zurückgekehrt. Von dort überlieferte ihn sein Bruder Magistrat zu empfehlen, dem Gesuche insofern Folge zu geben, theilzunehmen, umfomehr, als G., der sich wegen zu scharfer der Behörde. Aus allem geht flar hervor, daß die Ergreifung daß die betreffenden Lehrer als Gemeindeschullehrer Kontrolle aus der mütterlichen Wohnung entfernt hatte, einen des einen der Mordbuben nicht der Kriminalpolizei zu angestellt und dann an die betreffenden Privats großen petuniären Gewinn erhoffte. Die genaue Ausarbeitung des danken ist. Planes erfolgte durch Werner. Bereits Anfang voriger Woche schulen, jedoch nicht länger als drei Jahre, beurlaubt werden. batten die beiden das Haus Mohrenstr. 53 aufgesucht, um sich Ein Gesuch des Vereins für das über die Lage der Wohnung, die ja nur Werner bekannt war, Wohl der aus der Schule entlassenen Jugend um Gewährung einer Beihilfe von 1500 M. zur Fortführung seiner genau zu informiren. Am Sonnabend früh hatten sie Die städtische Deputation für Kunstzwecke hat gestern hauswirthschaftlichen Unterrichtsturse will die an der Wohnung des Justizraths thatsächlich die Klingel unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters getagt und verschiedene Deputation beim Magistrat befürworten. gezogen, unter Borgabe, Papier zu bringen, in der Ab: kunstgewerbliche Gegenstände, im Betrage von 15 000 Mart, aus ficht, Gewißheit darüber zu erlangen, ob zu der Zeit der Gewerbe- Ausstellung zur Ausschmückung des Rathhauses zu Ju der Angelegenheit Simon Blad berichten hiesige die Dienstmädchen resp. die Familie des Rechtsanwalts sich schon faufen bezw. zu bestellen beschlossen. Unter anderem soll der Blätter: In Sachen der Simon Blad'schen Millionen- Erbschaft von ihrem Lager erhoben hätten. Die näheren Verabredungen Firma Burda u. Ziesch, welche die Gobelinindustrie in Berlin war von einer auswärtigen Zeitung gemeldet worden, daß die für den Plan fanden im Thiergarten statt. Es war beschlossen, eingeführt hat, ein Auftrag ertheilt werden. Die Deputation Schwester des Erblassers, der zur Zeit, als er testirte, nur bes daß Werner, der für seine Entlassung durch den Bureauvorsteher nahm weiterhin Kenntniß von dem Fortgang der Arbeiten in den schränkt verfügungsfähig gewesen sein soll, die Rechtsgiltigkeit des Justizraths sich an Levy gleichzeitig rächen wollte, diesen Gemeindeschulen( Siemensstraße, Christburgerstraße, Strelißer des Testaments angefochten habe. Diese Nachricht ist nicht ganz ermorde. Groffe follte die alte Dame tödten, dem Werner jedoch straße und Prinzen- Allee), deren Aulen mit Bildern aus dem richtig; eine Klage auf Ungiltigkeitserklärung des Testaments, im Nothfall zu Hilfe kommen. Nachdem die Verbrecher am Volksleben ausgestattet werden. Für die Ausschmückung des die sich gegen den Nachlaßpfleger, Rechtsanwalt Dagobert Sonnabend Abend nach Eintritt der Dunkelheit sich nochmals Biktoriaparks sind die Büsten der Dichter der Freiheitskriege be- Hamburger, richten müßte, ist richten müßte, ist überhaupt nicht erhoben genau im Hause Mohrenstr. 53 orientirt hatten, wobei Werner stimmt. Die Gipsentwürfe der Büsten von Körner, Rückert, worden. Die Sachlage ist vielmehr folgende: Die Schwester dem Grosse sowohl bezüglich des Uebersteigens des Balkons als Schenkendorf, Arndt, Uhland und Kleist wurden von der hatte gegen die drei Vermächtnißnehmer( Berlin, Mainz auch über die Lage der Levy'schen Wohnung genaue Instruktionen Deputation besichtigt und die Ausführung in Marmor beschlossen. und Bingen) Klage auf Zahlung einer Zahlung einer ihr zustehenden gab, kam der Mord in bereits bekannter Weise am Sonntag Anderweite von verschiedenen Seiten zum Kauf angebotene Kunst- Forderung Von ungeführ 89 000 Mark erhoben und in früh zur Ausführung. Im letzten Moment verlor Groffe werke sollen besichtigt werden. Schließlich genehmigte die Depu- erster Instanz gegen die Stadtgemeinde Berlin, auf deren An jedoch den Muth; er ging infolgedeffen an dem Bett der tation noch den Entwurf der 20 Meter hohen Wlasten für die theil die Hälfte der Forderung entfällt, ein obſiegendes Erkennt. Frau Justizrath vorüber, und erst als die Dame Hilfe rufend Beleuchtung des Plazes vor dem Brandenburger Thor mit niß erftritten, gegen welches aber Berufung eingelegt worden ist. aus dem Bette heraussprang, griff er sie an. Bei ihrer Flucht elektrischen Bogenlampen. Die Stadt Bingen hat von vornherein den Klageanspruch anwandten sich die Mordbuben direkt nach dem Thiergarten und erkannt und sich bereit erklärt, ihren Antheil an demselben mit von dort nach dem Grunewald, wo sie sich bald gemeinschaftlich, Die Konkurrenten der Großen Berliner Pferdebahn: ca. 22 250 M. zu entrichten. Die Stadt Mainz endlich hat im bald einzeln umhertrieben. In Unkenntniß darüber, ob die Gesellschaft sind jetzt sehr eifrig an der Arbeit, dieser Ge- Vergleichswege dasselbe und noch ein übriges gethan, indem sie Personalien der Mörder bekannt oder nicht, wagten sich die sellschaft das Feld mehr als bisher streitig zu machen. Große der Schwester des Herrn Blad außer deren Forderung noch etwa beiden nicht in bewohnte Gegenden und so hatte Grosse vom Erfolge in dieser Beziehung verspricht man sich besonders von 20 000 W. zur Verfügung stellt, falls diese von weiteren Schritten Sonntag früh bis Dienstag Nachmittag absolut teine Nahrung dem neuen Straßenbahn Projekt, das Siemens ut. Halske in Sachen des Testaments Abstand zu nehmen sich bereit erklärt. zu sich genommen. Die beiden Mörder hatten beabsichtigt, bei dem Magistrat vorgelegt hat und das viel Sympathie Das letztere Zugeständniß nun bezieht sich auf ein Immediat einem glücklichen Ausgang ihres Planes fich den in der Hosen findet. Man muß in der That darüber staunen, zu was Gesuch, welches die Schwester, auch namens ihres unversorgten tasche des Justizraths befindlichen Geldschrankschlüssel anzueignen allem diese Firma sich erbietet, welche wenig rentabel scheinende Sohnes, an den König gerichtet hat und in welchem der Monarch und Werner, der ja die Verhältnisse in dem Bureau so genau Linien sie miterbauen will, während die Pferdebahn Gesellschaft unter Hinweis auf die beschränkte Berfügungsfähigkeit des Erb kannte, hoffte in dem Geldschrank eine bedeutende Summe vorzu- bisher immer und immer wieder erklärt hat, das alles nicht Inffers gebeten wird, den drei Stadtgemeinden die Annahme des finden, welche es der Bande ermöglichte, nach dem Auslande zu machen zu können. Aber das Entgegenkommen der Firma Vermächtnisses( zu welcher bekanntlich die königl. Genehmigung entkommen. Sie rechneten auf einen derartigen Erfolg ihres Siemens u. Halste würde wahrscheinlich auch weniger groß sein, nachgesucht werden muß) nur dann gestatten zu wollen, wenn Planes um so mehr, als sie glaubten, bereits vor Verübung des wenn es sich für sie nicht darum handelte, einen Konkurrenten dieselben die vermögenslosen Erben des Millionärs für die fast Verbrechens bei der Polizei als vermißt gemeldet zu sein. aus dem Felde zu schlagen. Wenn ein Unternehmer dem aus gänzliche Entziehung des Nachlasses in angemessener Weise entDer Verdacht der Kriminalpolizei, daß Bruno Werner bei zubeutenden Publikum Konzessionen macht, so geschieht es allemal schädigen. Der König hat dem Vernehmen nach eine eingehende dem Morde betheiligt, war bereits am Sonntag rege und ver- nur deshalb, weil er anders kein so gutes Geschäft machen zu Untersuchung des Sachverhaltes angeordnet, so daß die Ents stärkte sich am Montag durch die Aussage des Droschkenfutschers fönnen meint. Biel scheint namentlich die Voss. 3tg." von scheidung schwerlich noch in diesem Jahre erfolgen dürfte. Stein und des Dienstmädchens des Voigt, die beide in einer diesem Konkurrenten für die Große Pferdebahn- Gesellschaft, der ihnen vorgelegten Photographie Werner's einen der Mörder zu fie allezeit eine warme Fürsprecherin gewesen ist, zu befürchten. Zur Entlastung des Bahnhofs Friedrichstraße in bezug erkennen glaubten. Infolgedessen wurde das Haus Georgenfirch- Das Blatt weist darauf hin, daß die Einführung des elektrischen auf den Fernverkehr ist die Anlegung eines neuen Bahnhofes jür ftraße 53 von Sonntag Nachmittag ab Tag und Nacht ununter- Betriebes auf den Linien der Großen Pferdebahn noch weiter den Fernverkehr auf der Stadtbahn selbst, etwa auf dem des brochen von Kriminalbeamten beobachtet. Dienstag Vormittag verzögert werden würde, wenn man etwa in die seit langem vormaligen Güterbahnhofes der Lehrter Bahn, projektirt. gelang es einem Kriminalbeamten durch Umfrage in verschiedenen schwebenden Verhandlungen die Berathung über das neu auf- Eine zynische Beleuchtung der modernen Kaufehe findet Eisenwaaren Geschäften festzustellen, daß das zurückgelassene getauchte Projekt hineinziehen will. Welche rührende Fürsorge sich in folgendem Inserat aus Nr. 418 der Bossischen 3tg.": Mordinstrument in einem Geschäft am Georgenkirchplatz gekauft für das Publikum da mit einem Male zum Vorschein kommt! worden sei, ohne daß die Personalien des Käufers, der zwei Die Pferdebahn- Gesellschaft hat es freilich sehr nöthig, die solche Messer entnommen, festgestellt werden konnten. Wie nun Sicherung ihres Ausbeutungsmonopols jetzt möglichst zu be= ermittelt, hatte Grosse die Dolche besorgt. Bezüglich der Fest- schleunigen, um den neuen Konkurrenten aufs Trockene nahme des letzteren ist mitzutheilen, daß Grosse nicht, wie uns sehen zu können; sie hat schon genug damit zu thun, sich ihrer gestern in später Stunde mitgetheilt worden, im Grunewald anderen Konkurrenten, der Omnibusgesellschaften, zu erwehren. festgenommen, sondern durch seinen Bruder persönlich der Diese haben der Pferdebahn manchen Schaden zugefügt, nachdem Polizei übergeben worden ist. Wie bereits bekannt, hatte sich fie sich durch Abkürzung der Fahrzeit, bessere Ausstattung der Groffe auf der Sanitätswache die Hand verbinden lassen, jedoch Wagen und vor allem Herabfeßung der Fahrgreife in der Gunst Bahlung nicht geleistet. Da er seine genaue Adresse angegeben des Publikums, die eine Beit lang bedenklich im Schwinden hatte, so wurde der Mutter des jungen Menschen eine Rechnung war, wieder befestigt haben. Auch die Pierdebahn hat mit den zugestellt; fast zu derselben Zeit lehrte G. nach der Wohnung Preisen herabgehen müffen, aber wo die Konkurrenz bisher ge zurück. Ueber die Herkunft der Verlegung befragt, gab der fehlt hat, da hält sie auch heute noch auf gute Preise. Anderer- Im Zirkus Busch wurde am Dienstag die Jagd nach dem Schlofferlehrling so auffällige Antworten, daß er hierdurch deu seits hüten sich auch die Omnibus- Gesellschaften, wo sie nicht mit Glücke wieder aufgeführt. Die vom vorigen Jahre her bekannte Verdacht seiner Angehörigen erregte, die ihm die That auf den der Pferdebahn oder unter einander in Wettbewerb treten, den Pantomime ist durch verschiedene Einlagen und Aenderungen Kopf zusagten und so zu einem Geständniß zwangen. Preis zu ermäßigen. Die Allgemeine Berliner Omnibus- Gesell- womöglich noch bunter und prächtiger ausgestattet worden, und Seiner Ueberlieferung an die Polizei wollte er sich, wie von schaft 3. B. hat auch für diesen Winter die Groschen- Tour Direktor Busch konnte daher von vornherein auch vorgestern anderer Seite gemeldet wird, durch Selbstword entziehen, indem Hallesches Thor- Unter den Linden noch nicht verlängert. Sie feines Erfolges sicher sein. Der dramatische Inhalt dieses er den Versuch machte, sich aus dem Fenster hinabzustürzen. Er hat hier die Pferdebahn, die den Umweg über den Opernplay Birkusstückes zeigt, daß man in der Manege von der Konkurrenz wurde jedoch daran gehindert und dann von seinem Bruder auf machen muß, wenig zu fürchten. Die Pferdebahn nimmt bis zur gelernt hat, die ihr allmälig in den Ausstattungstheatern erdie Wache des 18. Reviers in der Neuen Königstraße gebracht. Weidendammer Brücke schon lange nur 10 Pf., einer der wachsen ist; ja, will man gerecht sein, so muß man gestehen, Hier war er gegen 2 Uhr angekommen. Eben hatte er im Ver- wenigen Fälle, in denen die Pferdebahn billiger ist als der daß die Jagd nach dem Glück eigentlich weit mehr Verstand hör dem Reviervorsteher eingeräumt, daß er das Dolchmesser Omnibus. Mancher wird hierin den Beweis erblicken, daß auch enthält, als die modernen Blödsinnsfabrikate, die gegenwärtig getauft habe, als Kriminalkommissar Braun auf der Wache er- im Verkehr das Publikum sich mit privaten Unternehmern ganz das Publikum verschiedener hiesiger Bühnen blenden sollen. Es schien. Nun brachte man den Verbrecher in einer Droschte nach gut steht, wenn nur für Konkurrenz gesorgt ist. Wir meinen, ist ja zweifelhaft, ob man den Zirkus beglückwünschen oder die dem Alexanderplay. gerade der Konkurrenzkampf zwischen Pferdebahn und Omnibus derartig entwickelte Bühnenkunst verdammen soll; aber das eine Werner hat bisher noch nicht aufgefunden werden beweist, daß der Betrieb solcher Verkehrseinrichtungen nicht Privat- steht fest, daß die Leiter der Ausstattungs und Tingeltangel tönnen. Man glaubt, daß er sich noch im Grunewald aushält. Unternehmern überlassen werden sollte. Wenn auf derfelben Bühne teine Ursache haben, den Zirkus noch als minderwerthig Ueber die Persönlichkeit der beiden Männer, welche bei Aus- Linie 2 oder 8 Unternehmer bei 10 oder 15 Pfennig beſtehen zu betrachten. übung der That vor dem Hause„ Schmiere" gestanden haben, tönnen, während vorher ein einziger Unternehmer es nicht unter Der ermordete Justizrath Meyer Levy ist gestern Nachwill Grosse nichts näheres wissen; sie seien erst am Sonnabend 20 oder 25 Pfennig machen zu können erklärte, so fann man mittag um 8 Uhr unter Theilnahme einer ungeheueren MenschenAbend in der Friedrichstraße angeworben worden. Aus dem daraus entnehmen, wie arg dieser eine das Publikum ausgebeutet menge auf dem Friedhofe der jüdischen Gemeinde an der Verbrecheralbum hat der Verhaftete die beiden nicht herausfinden haben muß, auch wenn man die durch die Preisermäßigung Lothringerstraße zu Weißensee zur letzten Ruhe bestattet worden. fönnen. Nach Angaben, welche die Kriminalpolizei bürger- bewirkte Verkehrssteigerung in Anfat bringt. Wir verkennen Wohl an 200 Droschten und Equipagen mit Leidtragenden fah lichen Blättern macht. der, Vorwärts", der nächst dem natürlich auch nicht, daß bei solchen Preisermäßigungen meist man von Berlin nach Weißensee fahren, die Pferdebahn konnte Lokal- Anzeiger" in Berlin die meisten Leser hat, erhält die mit die Angestellten einen Theil der Zeche zahlen müssen, den Andrang nur mit Mühe bewältigen. Um 3 Uhr wurden theilungen der Sicherheitsbehörde furioferweise nicht zu ein Grund mehr, den Privatunternehmern das Ausbeutungs- die Angehörigen und die übrigen näheren Leidtragenden vom gestellt will Willi Grosse nicht Schlosserlehrling, sondern Buch- handwerk zu legen. Wartesaal nach der Halle geführt, in der die Leiche aufgebahrt druckerlehrling sein. Die That sollte schon am Sonnabend, es waren mehrere tausend 17. Oftober, morgens, ausgeführt werden, und zwar in der Art, Zur Straßenbahnfrage. Raum ein Tag vergeht, an dem war. Für das große Publitum daß Werner und Genossen an der Vorderthür der Levy'schen Woh nicht von Unternehmern dem Magiftrat umfassende Vorschläge Menschen das auf den Friedhof ungehinderten Butritt hatte, daß Werner und Genoffen an der Vorderthür der Levy'schen Woh- unterbreitet würden, welche eine Verbesserung des Straßenbahn- wurde die Halle durch Gendarmerie abgesperrt. nung flingeln, das öffnende Dienstmädchen mit dem Dolchmesser niederstoßen, dann die Levy'schen Eheleute ermorden und den Geld. Berkehrs bezwecken sollen. Die Allgemeine Elektrizitäts- Gesell- Wir erhalten folgende Zuschrift: In unserem Bureau schrank, dessen Schlüssel zu finden Werner sich anheischig gemacht hatte, schaft hat sich mit der Bitte an den Magistrat- und die Verkehrs- ist heute der Verfuch gemacht worden, den bei uns seit dem schrank, dessen Schlüssel zu finden Werner sich anheischig gemacht hatte, Deputation gewendet, mit ihr nunmehr die Verhandlungen über Jahre 1892 beschäftigten Herrn Bruno Werner, Brückenstraße 5a ausrauben wollten. Diefer Plan mißlang, weil das Dienstmädchen das im Frühjahr dieses Jahres eingereichte Projekt zu einer wohnhaft, als Mörder des Justizraths Levy zu verhaften. Dieser die Borderthür nicht öffnete und den Burschen zurief, fie möchten elektrischen Straßenbahn wieder aufzunehmen. Für den die Kiste Papier, die sie angeblich an den Justizrath abliefern Betrieb hat die Gesellschaft eine Wagenfolge von zunächst Mittheilung aufzunehmen, da möglicherweise mit Rücksicht auf Herr ist nicht identisch mit dem Gesuchten. Wir bitten, diese wollten, zu einer geeigneteren Tageszeit zu bringen. Werner machte, nach den polizeilichen Mittheilungen, nun den Vorschlag, nommen, was für die Innenstrecken, die durchweg von entstehen könnten. Hochachtend Steinschneider u. Franc. 6 Minuten auf sämmtlichen Strecken in Aussicht ge- die ausgefeßte Belohnung demselben noch weitere Belästigungen den Plan am folgenden Morgen auszuführen und in die Levy'sche wenigstens zwei Betriebslinien benutzt werden, einen DreiLevy'schenommen, Wohnung auf dem ibm bekannten Wege durch das Flurfenster minuten Bertehr ergiebt. Als Tarif will die Gesellschaft und über die Hofgallerie einzudringen. Im Hochzeitswagen ist am Dienstag Nachmittag die einen Einheitssatz von 10 Pfennigen in Anfat bringen, 40 Jahre alte Frau Augufte Kreffit, verwittwete Chorist, ges Die übrigen Mittheilungen der Behörde decken sich mit den wobei die Berechtigung zum Umsteigen auf andere Betriebs. ftorben. Als man vorgestern Nachmittag zur Michaelkirche fahren oben von uns gebrachten Nachrichten. Nachdem Werner und strecken gewährt werden soll. Ob Magistrat und liberale Stadt vollte, um die kirchliche Trauung nachzuholen, und kaum bis zur Groffe aus dem Speisezimmer durch die offenstehende Thür nach verordnete nun wirklich von ihrer alten Liebe zur Großen Pferde- Kottbuser Brücke gekommen war, fiel plötzlich Frau Kressin bes dem Schlafzimmer eingedrungen waren, haben sie sich mit erhobenen bahn- Gesellschaft lassen und dieser Gesellschaft, die bisher das wußtlos ihrem Manne in die Arme. Der Hochzeitswagen fehrte Dolchmessern auf das Ehepaar gestürzt, und zwar Werner auf den Justizrath und Grosse auf die Justizräthin. Da lektere sich Publikum so rücksichtslos behandelt hat, eine empfindsame Kon- um, man trug die Frau schleunigst in ihre Wohnung hinauf und furrenz entstehen lassen werden? etwas aufgerichtet hatte, suchte Grosse sie mit der linken Hand rief einen Arzt herbei. Dieser konnte nur feststellen, daß mittlerniederzudrücken, während er mit der rechten Hand auf sie los- Die städtische Schuldeputation, welche am Mittwoch weile bereits der Tod eingetreten war, vermuthlich infolge eines Herzschlages. stach. Bei dieser Gelegenheit hat er sich die linte Hand durch unter Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner eine Sigung abhielt, stochen. Hierdurch erklären sich die starken Blutspuren hat in bezug auf das Resfript des Unterrichtsministers vom Sittenverbrechen. Ein gefährlicher Patron ist dieser Tage und Blutspritzen, welche auf der Gallerie, am Flur 6. Juni d. I., durch welches beim Magistrat in Anregung ges von der Kriminalpolizei dingfest gemacht und in das Unterfenster und im Treppenflur bemerkt worden sind. Nach bracht worden ist, ob die von den Lehrern an Privat- suchungsgefängniß zu Moabit gebracht worden. Es ist der Haus dem die Hilferufe der Frau Justizräthin die Mörder zur Seminar- Präparanden Anstalten abgeleistete diener Karl Hoch, der bei einem Gastwirth im Köpnicker StadtFlucht bestimmt hatten, ist der eine in der Richtung nach dem Dienstzeit bei Gewährung von Alterszulage viertel beschäftigt war. Diefer hat eine 11jährige Tochter Ella, Gendarmenmarkt, der andere nach dem Wilhelmsplatz zu gelaufen. in Anrechnung zu bringen sei, beschlossen, beim Pro die oft Besuch von ihrer gleichaltrigen Roufine Elisabeth A. • " Für eine 22 jährige junge Dame aus bester Familie, die einen Fehler begangen, wird bei 15 000 M. Mitgift eine Partie gesucht. Jüdische Reflektanten, welche das Gastwirthsfach verstehen, werden bevorzugt, da eine nachweislich gute Nahrung übertragen werden kann. Meldungen, Referenzen und Photographie unter J. R. 8251 an die Exped. des Berliner Tagebl." Wer will die ramponirte Dame zu den 15 000 M. und der nachweislich guten Nahrung mit in den Kauf nehmen? Die Sorte schämt sich nicht, über sozialdemokratische freie Liebe zu räfonniren! aus der Veteranenstraße erhielt. Beide Mädchen hat Hoch in den Keller gelockt und sich auf das schwerste an ihnen vergangen. Sie find beide erkrankt und haben eine Anstalt aufs beide e suchen müssen. Wegen Zechprefferei wurde dieser Tage in einem hiesigen ersten Gasthofe der Bürgermeister P. aus einer Provinzialstadt angehalten. Der Mann hatte eine große Beche gemacht und konnte schließlich nicht bezahlen. Es scheint aber, daß er nicht ganz zurechnungsfähig gewesen ist. Man hat ihn daher in einer Anstalt untergebracht. kongreß die Frage der Dienfisklaven von keiner einzigen Rednerin nachtheiligt zu werden, einen ausreichenden gesetzlichen Schuh erwähnt wurde. Wie das Gesetz in so vielen Fällen den Be- finde." fizenden einen neuen Schutz gesichert hat, so auch darin, daß die Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd: Lohnansprüche mit zwei Jahren verjährt sind, während oft schule, Baldemarstr. 14: Rede- lebung( Die wichtigsten technischen bis zu Zinsforderungen bis werden Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eine s vier Jahren erhoben Nordschule, Brunnenstraße 25: fönnen. Bölter. Griechen und Römer) eugung der Bibliot Vortrages). Herr Heinrich Schulz. Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichen ZeitArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neuan Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen straße Nr. 7, 1 Tr. schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten im Vereinstalender sind zu richten an Kart Stiller, Kleine Frankfurter Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Hermann Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an bei Babiel, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. Heute, abends 10% Uhr, Arbeiter- Radfahrerverein„ Berlin". Heute: Außerordentliche General versammlung bei Wilke, Andreasstr. 26. Die beiden Untersuchungsgefangenen Nachwiede und Heincke, die am Sonntag früh aus dem Moabiter Untersuchungsführungen bei dem Theil: Familienrecht, wobei sie erwähnt, Die Rednerin verweilt sodann in längeren Ausgefängniß flüchteten, find am Montag im Schlesischen Busch daß wieder ergriffen worden. die berechtigten Forderungen in den Petitionen der bürgerlichen Frauen, wie überhaupt die gleiche Rechtstellung der Frau nur im ausgiebigsten Maße von den sozialdemokratischen Abgeordneten befürwortet worden ist. Die Rednerin ver weist auf die rechtlose Stellung der verheiratheten Frauen im allgemeinen und auf das Widernatürliche der Schwierigkeiten, die bei Ehescheidungen in dem Gesetz festgelegt find. Ebenso reaktionär sei die Fassung des Gesetzes, welche die elterliche Gewalt über das Ein schwerer Unfall hat sich gestern auf dem Gute des wird, obwohl anderseits der unehelichen Mutter die Pflichten der Kind regelt, in dem nur dem Vater dieses Recht zugesprochen Rittmeisters Roloff zu Bantikow im Kreise Ostpriegnitz zugetragen. Erziehung und der Versorgung auferlegt sind. Das UngeheuerDort hatte der achtjährige Sohn Hermann des Schafmeiſters liche in dem Gesetz, daß der Vater mit dem unehelichen Kinde Lierte sich an das Triebwerk der Häckselmaschine gemacht, um nicht verwandt ist, wurde von der Referentin treffend gekenn= mit einem anderen Jungen die Pferde anzutreiben. Dabei gerieth zeichnet. Nachdem die Rednerin noch verschiedene Punkte, die ihm die Peitsche an eine Welle und als er sie lösen wollte, faßte besonders traß den einseitigen Standpunkt der Gesetzgeberi Vermischtes. das Getriebe sein Beinkleid und schleuderte ihn mehrmals herum. beleuchten, hervorgehoben hatte, kommt sie zu dem Schluß. Eine jener Familientragödien, die sich namentlich in den, Der Ruabe wurde furchtbar zugerichtet; er brach sich beide Ober- daß das Gesetz nach jeder Richtung hin ein Klaffengefeß ist, im martervollen Kampf ums Dasein weniger geſtählten Mittelschenkel und den rechten Oberarm. In die Maschine war er so das den Besitzenden ihre Vorrechte sichert und das Proletariat schichten der Gesellschaft ereignen, ist jetzt in Dresden zum entfeft hineingerathen, daß man ihn nur durch Abstreifen der Bein- der Ausbeutung preisgiebt. Mit dem Hinweis, daß in ganz feglichen Abschluß gekommen. Nach einer Meldung der„ Dresdner teider befreien konnte. Man brachte den Schwerverletzten nach Deutschland Versammlungen stattfinden werden, in denen be- Neuesten Nachrichten" hat sich der in Blasewitz bei Dresden wohn. sonders vom Standpunkt der Frau aus das Gesetzbuch diskutirt hafte Schriftsteller Dr. jur. Eulenburger sammt Frau werden wird, empfehle sie den Anschluß an eine Protestresolution. und drei Kindern wegen Nahrungsforgen ver Eine Diskussion wurde über die mit lebhaftem Beifall auf giftet. Wie manchem tapfer daher schwaßenden Kämpen aus genommenen Ausführungen nicht beliebt, sondern nach einer der Schaar der Ordnungsstüßen mag bei derartigen Ereignissen kurzen Begründung der Frau Rohrlack folgende Resolution im eigenen Lager vor der Gottähnlichkeit der heutigen Ordnung einstimmig angenommen: der Dinge innerlich angst und bange werden? Berlin in ein Krankenhaus. Versammlungen. " " Jad Hause, feiner Geliebten, und der beiden Knaben. Nach einigen ständniß ab, er habe seine Großmutter vor den Augen seines Stunden legt der jüngere der beiden Knaben das furchtbare Geständniß ab, er habe seine Großmutter vor den Augen feines Bruders durch zwei Revolverschüsse getödtet, und zwar aus Haß und Abneigung gegen die alte Frau. Aus dem Polizeibericht vom 21. Oftober. Gestern Vormittag sprang der 31 Jahre alte Bautechniker Karl M. an der Potsdamer Brücke in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch unter Benutzung des Reitungstahnes noch lebend aus dem Waffer gezogen und nach der Charitee gebracht. Nachmittags erhängte sich die 35jährige verehelichte Handelsmann Amalie R. Das Bürgerliche Gesetzbuch für das Deutsche Reich ist in ihrer Wohnung in der Friedrichsgracht. Die Leiche wurde durch die Mehrheit des Reichstages angennommen. In Triest erregt eine entseßliche Blutthat großes Auf Es sollte nach dem Schauhause gebracht. In der Schankwirthschaft von badurch an stelle der Vielheit der einzelstaatlichen Geseze in ſehen. Die in ihrer Villa in der Via Giulia lebende 66jährige Masur, Leipzigerstr. 14, versuchte abends der noch vor wenigen Deutschland eine Einheit des Rechts für das kommende Jahr Schwiegersohn, dem Villenbesitzer Mangachi, Wittwer und Wittwe Marie Salvagi hatte einen Theil ihrer Wohnung ihrem Tagen aus Dresden hierher gekommene 29 Jahre alte Töpfer hundert geschaffen werden. Aber diese Einheit ist nur eine Bater von vier Kindern, mit welchem sie einen Lebensrenten Heinrich M. sich durch mehrere Messerstiche in den Kopf und die Scheineinheit und reicht nur soweit, als die Interessen der Be- vertrag abgeschlossen hatte, vermiethet; materieller Interessen Bruft zu tödten und verletzte sich so erheblich, daß er in das fizenden in betracht kommen und dieses Recht wird zum wegen hatten die Beiden oft Streit miteinander. Am Montag Krankenhaus am Friedrichshain gebracht werden mußte. Auf Unrecht, wo es sich um die größte Hälfte der Bevölkerung, dem Geleise der Ringbahn, in der Nähe des Bahnhofs Wedding, der Frauen, handelt. Wir wiederholen daher das„ Nein", mit dem Nachmittag hörten die Nachbarn drei Revolverschüsse und sahen gleich darauf zwei der Söhne Mangachi's, 14 und 13 Jahre wurde abends die dem Trunke ergebene 43jährige Marie M. bie Vertreter des organisirten Proletariats, die sozialdemokratischen gleich darauf zwei der Söhne Mangachi's, 14 und 13 Jahre alt, fluchtartig das Haus verlassen. Man fand die Wittwe im durch einen Eisenbahnzung überfahren und auf der Stelle ge- Reichstags- Mitglieder das Bürgerliche Gesetzbuch ablehnten. Die alt, fluchtartig das Haus verlassen. Man fand die Wittwe im tödtet. Es liegt anscheinend Selbstmord vor. Abends entstand Frau, die gegenüber den Strafgesetzen als vollwerthiger Staats- Bodenraum, aus zwei Kopfunden blutend, auf. Fünf Minuten in der Lampenfabrik von Wild u. Wessel, Prinzenstraße 26, eine bürger anerkannt ist, wird in bezug auf ihre Rechte zum Staats- später starb sie, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben. Man Explosion von Säuregasen, wobei der Lackirer Adolf Fabricius bürger zweiter Klasse degradirt. Ihr Abhängigkeitsverhältniß schritt gleich zur Verhaftung Mangachi's, ferner der Magd im an den Händen so bedeutend verletzt wurde, daß er nach An- vom Mann, das einer früheren Kulturperiode angehörte, ist für legung eines Verbandes in das Krankenhaus am Urban gebracht die fommende zum Gefeß erhoben worden. Er soll dein Herr werden mußte. sein" ist auch jetzt noch das Leitmotiv für die Stellung des Ehemannes feiner Gattin gegenüber. Die Rechte der Frau als Mutter stehen denen des Vaters nach. Fast völlig rechtlos aber ist sie als unverheirathete Mutter. Die Vormundschaft über ihr Kind wird ihr ver- Aus Nom wird vom Dienstag berichtet: Der Tiber steigt Die erste Volksversammlung zwecks Einbringung einer weigert, obwohl die Pflicht, es zu erziehen, obliegt. Das Gefeß Protestresolution gegen die Fassung des Bürgerlichen Gesetzbuches, erklärt: ein uneheliches Kind und dessen Bater gelten nicht als die dem Reichstag eingereicht werden soll, tagte am Dienstag in verwandt. Es erhebt das Unglück des Schuldlosen zum Recht der Bockbrauerei am Zempelhofer Berg. Das Referat hatte Frau und erklärt die Schuld des Verführers für null und nichtig. G. Ihrer übernommen, die einleitend darauf hinwies, daß auch Im Namen der Gerechtigkeit, welche der Gesetzgebung zu grunde die bürgerliche Frauenbewegung in einer Petition, die auch den liegen, im Namen der Gleichheit, welche der Staatsbürger vor Arbeiterinnen zur Unterschrift vorgelegt werden wird, Stellung dem Gesetz genießen soll, protestiren wir gegen die Rechtlosigkeit zu dem Bürgerlichen Gesetzbuch genommen hat. Jedoch abgesehen der Frau als Gattin und Mutter. davon, daß das arbeitende Volt teine Ursache hat zu bitten, Aber wir stehen nicht auf dem Standpunkt einer einseitigen wie dies durch jene Betition geschieht, sondern einfach zu fordern Frauenbewegung. Wir fühlen uns als arbeitende Frauen eins hat, wollen die proletarischen Frauen teine Halbheiten, wie die mit dem Arbeiter. Was ihn trifft, trifft uns. Auf dem Gebiete bürgerlichen Frauen, sondern Abänderung aller Gefeße, welche des Arbeitsvertrages ist uns ein einheitliches Recht nicht gegeben ein Unrecht gegen die Arbeiterklasse in sich bergen. Obwohl worden; die Gesinde- Ordnungen bestehen nach wie vor; die während der Verhandlungen des Entwurfs zahlreiche Urtheile Stellung der ländlichen Arbeiter ist die gleiche geblieben. Im Namen aus Juristenkreisen bekannt wurden, kamen die Wünsche aus der Millionen, die durch ihrer Hände Arbeit den Reichthum der Laientreifen wenig zur Geltung, weil in übergroßer Haft die Er- Nation schaffen, protestiren wir gegen ein Klaffengesetz, das die Rechte Hamburg Yedigung dieses Gefeßes im Reichstag betrieben wurde, sodaß die des Arbeiters mißachtet. Von der Kommission zur Vorbereitung des jezigen Versammlungen eigentlich post festum stattfinden müssen. Bürgerlichen Gesetzbuches blieb das arbeitende Volt ausgeschlossen, Trozdem aber dürfe die Zeit, bis das Gefeß, welches den Arbeitern und der den Reichstag vorgelegte Entwurf war infolge dessen München aufgebürdet worden ist, in fraft tritt, nicht verstreichen, ohne das Produkt des rücksichtslosesten Klassenegoismus. Im Reichs- Wien energische Abänderungen der verschiedenen Paragraphen zu tage wurden so gut wie alle im Interesse der abhängigen und Haparanda. Betersburg fordern. Die Referentin behandelte sodann in furzem die für unterdrückten Theile des Volkes, der Arbeiter und der Frauen, Die arbeitende Klasse besonders in betracht kommenden Abschnitte gestellten Forderungen zurückgewiesen. Bis zur Einführung des Gesetzbuches. Den Arbeitern sei woh in bezug auf den des angenommenen Gesetzbuches vergehen vier Jahre. Diese Arbeitsvertrag während der Berathung eine Sympathie- 3eit muß benutzt werden, um wenigstens die schlimmsten UnErklärung gegeben, dagegen ein nur einigermaßen ausreichender gerechtigkeiten daraus zu beseitigen. M Schuh im Gesetz nicht gewährt worden. Ebenso wenig Die am 20. Oftober in der Bockbrauerei zu Berlin tagende konnte man fich dazu verstehen, die mittelalterlichen Volksversammlung fordert deshalb die sozialdemokratischen AbGesinde Ordnungen abzuschaffen. V Als charakteristisch für geordneten auf, im Sinne dieser Resolution mit aller Energie die Bestrebungen der bürgerlichen Frauenbewegung be- im Reichstag dafür einzutreten, daß die Frau als Gattin, zeichnet die Rednerin die Thatsache, daß auf dem Frauen- Mutter und Arbeiterin statt, wie jest, auf das schlimmste be= Arbeiter- Bildungsschule. Vorstellungen im Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) ( Wallner- Theaterstrasse.) Zur Aufführung gelangen: Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhri Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller.ru Sonntag, den 8. November, nachmittags 3 Uhr: Der Sohn der Wildniss. Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Friedr. Hahn. Preis des Platzes 60 Pf. Garderobe frei. Eine Verloosung der Plätze findet nicht statt, da die Plätze im I. Parquet und I. Rang- Balkon gleichwerthig sind. Kassen- Eröffnung 2 Uhr. Beginn der Vorstellung 3 Uhr. Einlasskarten zu diesen Vorstellungen sind bis Sonntag früh in folgenden Zahlstellen und Geschäften zu haben: Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß der Kollege nicht mehr, doch wird infolge des Hochwassers der Nebenflüsse für diese Nacht ein weiteres Steigen erwartet. Die 25 Bauern, welche in einem Landhause bei Monterotondo durch das Hochwasser abgeschnitten waren, find gerettet worden. dun Witterungsübersicht vom 21. Oftober 1896. lp Stationen. Swinemünde Berlin Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GOS Windrichtung Windstärke SSM 750 748 S 751 SM Wiesbaden 750 SM 754 GD 757 MSM 745 749 750 11748 GSD NNW NNW 747 GO Cort Aberdeen. Paris. ( 1-1) 33324123362 Wetter Temperatur FAT444Aonach Celsius ( 50.4° R.) wolkig 7 bedeckt 5 woltenlos bedeckt heiter woltenlos Regen bedeckt 11 wolfig bedeckt Regen 6 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 22. Oftober 1896. Etwas wärmer, theils heiter, theils woltig mit leichten Regenfällen und mäßigen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. dost Stiftungs- Fest Norddeutsche Brauerei Robert Rakowsky Chausseestraße 58. nach längeren schweren Leiden ver storben ist. Die Beerdigung findet statt heute, Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, von nd bodsj 29' Chausseestraße 58. Sonnabend, den 24. Oktober cr.: 4. ber Contifiée mod dem Gpatife- Grieb. 4 Stiftungs- Fest Charitte nach Charitee- Friedhof, Müllerstraße. 78/6 Die Ortsverwaltung. Todes Anzeige. ( Statt besonderer Anzeige.) des Gesangvereins ,, Nordwacht" ( Mitglied d. Arbeiter- Sänger- Bundes) 65/2 Am 20. Oktober, abends 7 Uhr, ſtart bestehend aus Konzert n. Gesangsvorträgen. nach furzen Leiden mein unvergeßlicher Mann, der Bauunternehmer Albert Kluge im Alter von 37 Jahren. Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Oftober, nachmittags 3 Uhr, vom Städtischen Krankenhaus Moabit aus statt. 936b Die trauernde Hinterbliebene Ww. Marie Kluge. Danksagung.. S. Hans Baake, Buchhandlung, City- Passage; Gottfried Schulz, die rege Theilnahme bei der Beerdigung Allen Freunden und Bekannten für Admiralstr. 40 a; W.Börner, Ritterstr. 15; SO.:Südost-Schule, Waldemarstr. 14 die rege Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage hiermit ( Hof 1 Treppe); Streit, Naunynstr. 86; Scholz, Wrangelstr. 32; Tolksdorf, Görlitzerstr. 57; Schöning, Köpenickerstr. 68; O.: Homuth, Wallner- Theater meinen herzlichen Dank. strasse 20; Hoffmann, Blumenstr. 14; Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Koppenstrasse 90; NO.: Reul, Barnimstr. 42; C. Babiel, Rosenthalerstr. 57; N. Gleinert, Müllerstr. 7a; Nord- Schule, Brunnenstr. 25( 1. Hof links, 3 Treppen bei Riedel); Drescher, Veteranenstr. 28; Gnadt, Putbuserstr. 32; NW.: Löffler, Stephanstr. 29( Eingang Salzwedelerstrasse); W.: Werner, Bülowstr. 59; SW.: Grube, Mariendorferstr. 5; Windhorst, Junkerstr. 1 Ochs, Lindenstr. 59. Bei Homuth, Wallner- Theaterstrasse 20, sind Billets bis zum Sonntag Nachm. 23/4 Uhr zu haben. Wir bitten, sich zeitig mit Billets zu versehen und keine Kinder mitzubringen. Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. I. A.: Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7. 4/2 9396 Wwe. Emilie Jähn. Danksagung. Allen Freunden, Kollegen und Befannten sage ich für die innigste Theilnahme bei der Beerdigung meines Im großen neu renovirten Saale: Tanz. Um 12 Uhr: Kaffee- Pause. Anfang 8 Uhr. Herren 50 Pf., Damen 25 Pf.( inkl, Tanz.) Jay Ende? Achtung! Kistenmacher. and Sonnabend, 24. Oktober, in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 21: 14. Stiftungsfest. Billets( Damen 30 Pf., Herren 50 P.) sind bei allen Borstandsmit gliedern und im Arbeitsnachweis, Wallnertheaterstr. 20, zu haben. Gäste sehr willkommen. Um rege Betheiligung bittet lieben Mannes meinen herzlichsten Dant. Nur Wwe. Lindeke nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen lieben Sohnes und e Bruders Heinrich Vorwerk fagen wir allen Freunden und Bekannten, d insbesondere den Kollegen des Verblichenen von der Firma Paß u. Garleb unsern innigsten Dant. 945b Die trauernden Hinterbliebenen Der Vorstand. 94/1 2 Vorstellungen täglich Schluss der Saison am 31. d. M. noch 10 Tage cm.-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's„ Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 1000 Mitwirkende. Heinrich Vorwerk und Familie. Uebertrifft alles bisher dagew.! Von Publikum u. Presse einstimm. anerkannt. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. SOAA Donnerstag, den 22. Ottober. Opernhaus. Tannhäuser. Schauspielhaus. 1812. Dentsches Theater. Morituri. Berliner Theater. no Frau. Die offizielle .nedoloxdenie fening- Theater. Anna's Traum. er des Westens. Treue. Nenes Theater. Bockfprünge. Bor her: Opus I. Residenz- Theater. Der Stellvertreter.( Le Remplaçant.) Borher: Erlauben Sie, Madame! Schiller- Theater. Ein Schritt vom Wege. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Thalia- Theater. Gebildete Menschen. Belle Alliance- Theater. Mamsell Vielliebchen. Volks- Theater. Ein vorsichtiger Mann. Hierauf: Variété fremder Künstler. Zum Schluß: Bladderadauß. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Ou Ostend Theater. Der deutsche Michel. V ROSE BRUS Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Tilli. 淨化 Alexanderplatz- Theater. fittlichen Halt. Ohne Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater& hr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. 5 Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. 119 Passage- Panopticum. Tetzte Woche! 42 astto us wilde Weiber 132 austin U Dahomey. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Schiller- Theater. Neu! Pygmäen ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Freitag, abends 8 Uhr: Emilia Galotti. 9702 Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Tilli. Tilli. Y Luftspiel in 4 Aften von Francis Stahl. Anfang 8 Uhr. Billets an der Theaterkasse und in Invalidendant", Unter d. Vinden 24. Freitag: Tilli. Lustspiel in 4 Atten e von Francis Stahl. mitt, tag, Sonntag, den 25. Ottober, nachmitt. 25. nachmitt. 3 Uhr: Klaffiter Vorstellung zu er mäßigten Preisen: Die Räuber, Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich v. Schiller. 20 Abonnementspreise sind giltig. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Wilh. Friedhold. and pulis Anfang 8 Uhr. sum( Bons haben Giltigkeit.) Freitag: Ohne sittlichen Halt. Sonntag, 25. Ottober, nachm. 4 Uhr: and Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. ge Zaubermärchen in 8 Bildern von Georg Zimmer mann Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Direktion: Carl Weiß. Der deutsche Michel. Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 8 Uhr: Der liebe Onkel. Vogler's Casino fr. Weltrestaurant, Dresdenerstr. 97 Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! Im ersten Theatersaal die unübertreffl. Hamburger Sänger. Im zweiten Theatersaal: Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Central- Theater.T Alte Jakobftr. 30. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Donnerstag, den 22. Oktober: Bum 33. Male: Eine wilde Sache. Große burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannftädt und J. Freund. Musit von J. Einödshofer. the Anfang 18 Uhr. Special- Ausstellung KAIRO bleibt nur noch wenige Tage geöffnet. 液 Entree 50 Pf.. Kinder die Hälfte. Klempner! Klempner! Donnerstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, bei Cohn ( gr. Saal), Beuthstr. 21: Deffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 91. Vortrag des Genossen Maatsch über: Bourgeoisie und Proletariat. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 116/12 Die Kollegen aus folgenden Werkstätten sind besonders hierzu eingeladen: G. Müller, Staligerstraße 5; Kunitz, Mariannenplak 12; Puppel& Schulz, Münzstraße; Erlich& Grätz, Laufiberstraße; Luckardt, Attiengesellschaft, Ritterstraße; Karnay, Teltowerstraße; Fiedler, Neue GrünStraße; Dannenberg& Quandt, Gr. Frankfurterstraße; Vogler, Prinzessinnenstraße; Koch& Bein, Ritterstr. 43. Kollegen, erscheint zu dieser Versammlung Mann für Mann, zeigt, daß Ihr gewillt seid, Eure Lage zu verbessern. F.Zimmermann, Vertrauensmann, jekt Forsterstr. 8 Stfl. IV, nicht mehr Bücklerstr. Lithographen, Steindruder, Lightdruder, Schleifer, 00000000000 Präger und Prägerinnen, Anlegerinnen, Formtecher, Tapetendrucker und verwandte Berufsgenossen, Arbeiter und Arbeiterinnen des graphischen Gewerbes Berlins! Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Freitag, 23. Oktober, abends 8 Uhr, in Keller's Fettsälen, Loppenſtr. 29: Jeben Abend Grosser Jubel. Große öffentl. Versammlung. The Miltons. Fredans Trio. Dora Marchetty. Hed u. Hid. Fredi Hanson. Bob Hopkins. Sremlow- Trio. Mita 2. Moselly. Stürmischer Bei- 2. fall. Hegino Akrobatentruppe. tomisch. Zages Ordnung: = 1. Die Erfolge der Lohnbewegung. Referent Rollege R. Schöpke. Distusfion. 3. Verschiedenes. nodon Tellersammlung findet nicht statt. 96/6 Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, überall dafür zu agitiren, Josephine von der Heilsarmee. Urbaß die Kollegen und Kolleginnen sämmtlicher Anstalten in unserem Gewerbe vollzählig erscheinen, denn diese Versammlung ist eine der wichtigsten, welche über Vieles zu entscheiden hat. Es sage Niemand, daß es auf ihn nicht antomme, sondern Jeder muß seine Pflicht thun! Im Lachfalvenreiche der Schatten. Anfang 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 80 Pf. Refervirt 50 Pf. Kaufmann's 8 Halbe Variété Menschen round 20 EliteNummern ensationsProgramm. OM Thalia- Theater W. Noack's Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabend): Gebildete Menschen. Konzert, Theater- Vorstellung. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, zum ersten Male: Prima Ballerina thi ( Maison Tamponin). Vaudeville in 3 Akten von Blum und Toché, deutsch v. Hugo Wittmann. Auftr. von Spezialitäten. Künler 1. Ranges. Neu! Neu! Neu! Die Weber Original- Burleste mit Gesang u. Tanz von W. Gericke. Musik von Stenzel. Musik von Karl Weinberger. Sonntag, den 25. Oftober: Erste u. Nachmittags- Vorstellung bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen: Gebildete Menschen. ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Signor Bernardi na Camaleonte". dile Mile. Fougère die Unübertreffliche. Ducreux und Giraldic. Robert Steidl, 7 Troubadours u. f. w., u. s. w., u. s. w. Variété u. Spezialitäten- Theater. Rasseneröffnung 7 Ubr.- Anfang 8 Uba Auftreten v. Kunstkräften I. Ranges. Aufführung v. Possen u. Singspielen. Auf. Wochentags 7 Uhr. Sonnt. 6 Uhr. Volks- Theater Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert. gute Küche. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, 22. Oktober 1896: Abends 71/2 Uhr: Gr. Extra- Vorstellung. Zum 3. Male: E Die Jagd nach dem Glüd. Gr. Manege Schauftück, gänzlich neu bearbeitet und auf das Prachtvollste neu ausgestattet v. Direktor Busch. Außerdem: 3 russische Fuchshengste, abger. und vorgef. vom Dir. Busch. Equestr. Arrangement v. 100 Hengsten, vorgef. vom Dir. Busch. Auftr. der Schulreiterin Mlle. Eugenie. Wellington, ruff. Fuchsbengst, ger. von Herrn Salamonski. 4 ungar. Amazonen, b. fenfation. Sprung über einen Landauer m. Jufassen, Tonnenritt. Miss Bliss, Babu Athletin. Auftr. d.Gigerl- Klowns Mr. Daniels. Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Jagd nach dem Glück. Volks Reichenbergerstr. 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Repertoire- Posse des Bolts- Theaters. Ein vorsichtiger Mann! Größter Lacherfolg der Saison! Jeden Abend 9/2 Uhr: Beginn des gemischten Künstler- Theils. 1. Gebr. Godart, erste Redfomiter. Hollands 2. Hella Collier, braſtiſche Chansonette. 3. Louise Bouwmeester, schönste u. geübteste Pistolenvirtuofin. 4. Gebr. Kulper, Elite- Gymnastiker u. Instrumentalisten. Zum Schluffe des Abends: Pladderadautz. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Entree 50 Pf. bis 3 M. Familienbillets Entree 10 Std.3 M. Parquet 10 Std. 6 M. Dem geehrten Publikum zur ge fälligen Nachricht, daß die Bekanntmachungen des Bolts- Theaters nur durch die Zeitungen erfolgen, nicht durch Säulenanschläge. Jeden Sonntag, Dienstag Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4 a. Heute, sowie jeden Donnerstag u. Sonntag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Freitag: Viktoria- Brauerei. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. City- Passage Das Riesen- Oktoberprogramm enthaltend 14 Sensationsnummern. Li- Hung- Chang! Das Neueste vom Neuen! Margarethe Nasarowska. Josephine von der Heilsarmee. Miss Ara. The two Gomez. Lotte Sieger. 3 Bollini. Adelaide und Erich u. f. m. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Anfang: R. Winkler. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Einberufer: H. Friedewald. Achtung! Freitag, 28. Ottober, abds. 8 Uhr, in Reng' Salon( Inh. Hente), Naunynstr. 27: Große öffentliche Versammlung der Händler u. Händlerinnen Berlins u. Umg. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitationskommission und Neuwahl derselben. 2. Wie stellen sich die Händler zur Aufhebung der Sperre über einige bekannte Grossisten? 3. Die Polizeiverordnung von Berlin, betreffend den Straßenund Kleinhandel. 943b Zur Deckung der Unkosten wird ein festes Entree von 10 Pf. erhoben. Die Händler, welche gedenken, in diesem Jahre mit Weihnachtsbäumen zu handeln, sind besonders eingeladen. Die Agitationskommission. J. A.: E. Schröder. Zentral- Krankenkasse der Maurer, Gipser, Weißbinder und Studate ure Deutschlands( ,, Grundstein zur Einigkeit"), Oertliche Verwaltungsnelle Berlin. Sonntag, 25, Oktober, vorm. 10 Uhr, in Stabernack's Salon( fr. Scheffer), Insel str. 10: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. ถูก อม ส Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quartal 1896 und Bericht der Revisoren. 2. Vortrag des Herrn Dr. med. Christeller. 3. Innere Kaffenangelegenheiten. NB. Mitgliedsbuch legitimirt. 149/1 Die örtliche Verwaltung. J. A.: 2. Garbe. Donnerstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, Eingang Neue Königstrasse: im Grand Hotel, Alexanderplatz, IE 0001.25 Große Volks- u. Protestversammlung gegen jede Bevorzugung der Großen Berliner Pferdebahn- Aktien- Gesellschaft. Referent Herr Stadtverordneter Perls. Jedermann ist zu dieser Versammlung eingeladen. J. A. E. Hönike, Pruchtstr. 20.12 Achtung! Achtung! Achtung! Der Verein der Plätterinnen Berlins veranstaltet am Sonntag, den 15. November, vormittags 9 Uhr, eine Urania- Vorstellung in der neuen Urania, Taubenstr. 48-49 und find Billets von morgens 9 Uhr bis abends 9 Uhr, bei Frau Schulz, Barnimstr. 36, Hof II, zum Preise von 60 Pf. zu haben. Vereine, welche sich hieran betheiligen wollen, finden unter günstigen Bedingungen Gelegenheit. 251/2 des Das diesjährige Herbst- Vergnügen Unterstützungsvereins aller in der Hutbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen( Filiale findet Berlin) am Sonnabend, 24. Oktober, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13, statt. Unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Einigkeit, Gleichheit und Kaiser'scher Männerdor( Mitgl. des Arb.- Sängerb.) Humoristische Vorträge. Große Fest- Polonaise u. s. w. Anfang 8 Uhr. Eintritt: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. inkl. Tanz. Freunde und Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Billets sind im Vereinsbureau Weinstr. 12 bei C. Kempe, sowie bei [ 86/1] den Mitgliedern zu haben. Das Fest- Komitee. Englischer Garten, Alexanderftr. 27c. Sonnabend, den 31. Oktober 1896: Tanz- Kränzchen arrangirt vom u. Allgemeinen Verein der Töpfer Berufsgenossen ( Filiale Berlin) Deutschlands. 195/5 unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Bieber'scher Männerchor, und sonstige humoristische Vorträge. Anfang abends 8 Uhr. Billets find zu haben im Arbeitsnachweis Rosenthalerstr. 57. Bu regem Besuch ladet ergebenft ein Der Vorstand. Gardinen, Teppiche, Kleiderstoffe für Damen nur bei An der Raphaëli, Spandauer Brücke 2. Auf 14 Tage Probezeit vers. ich per Nachnahme von 6,50 M. mit Porto u. Verpackung 1 hochfeinen Harzer Kanarien- Roller. Bei Abnahme von 3 Stück 16 M., 6 Stück 30 M. Gute Zuchtweibchen 1 M. Was nicht gefällt, nehme ich binnen Ersatzglühkörper inkl. Aufsetzen Stück 75 Pf. Complette Gas Glühlicht- Apparate M. 2,00, unübertroffen an Leuchtkraft und Brenndauer, offeriren Allgemeine Gasglühlicht- Industrie= Berlin, Zimmerstrasse 54. Teleph. Amt I 4462. Möbel, Rofenthaleritr. 13. gebrauchte, fauft Burow, Garderobe für Herren und Knaben, Hüte und Schirme nur bei An der 14 Tagen zurück. Anfrag. m. Retourmante Raphaëli, Spandauer Brücke 2. erb. an L. G. Müller, Vogelzüchterei, Nordhausen am Harz. LIATE MARBARINE MARGARIN MARGARINE MARGARINE MARGARINE MARGARINE Rothenfelder Margarine- Fabrik Rothenfelde bei Osnabrück empfiehlt ihre anerkannt vorzüglichen MARGARINEFruchtsäfte! Himbeersaft Kirschsaft Johannisbeersaft à Literflasche 1,30 m. anerkannt vorzüglich. Stempel Thürschilder Vereinsabzeichen, Schablonen, Gravirungen etc. 5883L H. Guttmann, Graveur. Brunnenstr. 9. Neu! Kleine Stempelbruckereien zur Eugen Neumann& Co. Selbstherstellung beliebiger Stempel für Belle Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29.| Vereins- und gewerbliche Zwecke von Potsdam Bäckerstr. 7. Charlottenburg: Kaiser Friedrichstr. 48.| M. 1,50 an. Schuhwaaren nur bei An der Raphaëli, Spandauer Brücke 2. FABRIKATE. Deutscher Porter. Zu haben in den meisten Kolonialwaaren-Handlungen. Deffert u. Malzkraftbier I. Ranges. Wo noch nicht vertreten, tüchtige, Agenten gesucht. Brauerei Burghalter, Potsdam, mit dem Artikel vertraute Chauffeeftr. 25 Chauffeeftr. 25 im Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. im Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Chic 1,75. Strohhutund Filzhut- Fabrik Eugen Goltz. [ 2022*] Elegant 2,75, Pariser Schleier 0,50. Größtes Spezial- Geschäft in Damen- u. Mädchen- Filzhüten vom einfachsten bis zum eleg. Genre. Detail- Verkauf zu Fabrikpreisen. Abtheilung garnirter Damen-, Mädchen- u. Reisehüte von 1 M. bis 10 m. Täglicher Eingang der neuesten Pariser und Wiener Formen. Preßhüte werden in kürzester Zeit nach den neuesten Façons modernisirt. Spezialität: Schleier in allen Farben und Preislagen. Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck. 7,50 M. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. 4,50 M. per Stück Meine illuftrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franto. Steppecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Strickwoll- Rester, Zephyr, Rockwolle zu Partiepreis. Holzmarktstr. 60, H. 1. 1Tr. DENTON STRAH Wäschespind, großes Vogelbauer b. z. verf. Barthel, Heichenberger straße 21, H. 2 Tr. 944b Beachtenswerth für Schneider! Sonnabend: Resterverkauf. Anzug- Palelottoffe Brenner& Cie. Alte Jakobstrasse 57| 59. Mehr Licht! Weniger Petroleum! Fast kein Zerspringen! Keine Explosion! gegr. 1736, bef. f. Blutarme, Brustfr., Bleichs., Wöchn., Refonv. 2c. d. leicht be: fömml., nahrh. träfIft tigste Bier. blutbild., desh. bess. Gesichtsfarbe it. Gewichtszun. überrasch. 14 Fl. drei, 50 FI. Kinetograph. ( Leben de Photographieen. Auch in Naturfarb.) Inters effanteste Bilder historischen Charakters u. des Ge sellschaftsleb. in vollkommenster Naturwahrheit. Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Vorträge. deutlich Phonographische Für alle Befucher zugleich hörbar ohne Schläuche. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pf. Militärs und Kinder 25 Pf. Vorstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. I Cigarren und Cigaretten nur bei Raphaëli An der Spandauer Brücke 2. Cösliner Hof, Cöslinersir. 8. zehn Mt. exkl. In Jeden Mittwoch und Sonntag: ( Seb.(/ 4, 1/8, 1/16)- Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. 3. Selbstabz. wesentlich billiger. Allein. Versandtst. f. Berlin u. Prov.: Porterfellerei Ringler, Berlin, Brunnenstr. 152. Entree frei. Anfang Mittwoch 8 Uhr, Sonntag 5 Uhr. Saal( 1000 Pers.) an Vereine u. zu Festlichkeiten zu vergeb. 2 heizb. Regelb Herrensachen, Plüschjaquet zu ver Nicht Flaschenzahl- kaufen. Brandenburgstr. 9 III. 987b Qualität entscheidet. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. am, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Babn ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudel, Lausitzerplaz 2, Elsasserstr. 12, Stegligerstr. 71, I. Künstl. Zähne. F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Liköre, Weine, Cognac, Rum nur bei Raphaëlis An der Spandauer Brücke 2. Möbel- Verkauf Genossenschafts- Bäderei ,, Vorwärts" ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) Am Ostbahnhof Nr. 3. Unseren werthen Ronsumenten hiermit zur Nachricht, daß wir mit der in Konkurs gerathenen Genossenschafts- Bäckerei nicht identisch sind. Gleichzeitig geben wir hiermit bekannt, daß das Gewicht unserer Brote, der jetzt so hohen Mehlpreise nicht verringert ist. bes Möbelspeichers Rosenthaler Strasse 13. Wegen beabsichtigter Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewesenen Breifen. Sum um zuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, fo= wie einzelne Stücke gediegen und billigst ein- troß zukaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpretfungen blenden, sondern besichtige sich bte Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche diefelben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Ver= taufe ganze Einrichtungen, forte einzelne Stücke ganz bedeutend billiger alé jeder andere MöbelAuch größtes und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen: Kleiderspind 15 Mart, Nusbaum Kleiderspind 30, Muschel Kleiderspind 35 Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprung febermatraße und Reiltiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaur mit Stufe 60, Blüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni- Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Thetlzahlung. Kein Abzahlungsgeschäft. Etgene Tapezierwerkstätten, vier große Möbelfpeicher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann burch eigene Gespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. Gesangvereine. Bin noch einen Abend frei. Ernst Pahl, Dirigent, Friedrichsberg, Scharnweberstraße 41. Patentkugelcylinder X- Strahl D.R.P. Ne76356. ( D. R.-P. Nr. 76 356.) Preisgekrönt Dresden 1896. Ueberall erhältlich. Grützner& Winter, Glashüttenwerke, DEUBEN Bez. Dresden 73. Hackescher Markt 4 J. Brünn. Am Stadtbahnhof ( Ecke Neue Promenade) Aeltere zurückgesehte Lagerbestände meiner Börse. Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! gelangen nunmehr zu ganz außergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf. Der Vorstand, 9426 Hermann Teupel, Geschäftsführer. Hermann Grossmann, Raffirer. Den geehrten Vereinen, Freunden und Bekannten zur Mittheilung, daß ich den Wedding- Park", Müllerstr. 178, übernommen habe. Ich halte obiges Lokal zu Feftlichkeiten jeder Art und VerSammlungen angelegentlichst empfohlen und soll es mein Bestreben sein, das mich beehrende Publikum in jeder Weise zufrieden zu stellen. Wilhelm Trapp. 165L* Achtungsvoll NB. Jm November sind noch einige Sonnabende frei für Gesellschaften. Neuland. Sozialistische Monatsschrift. Verlag von Joh. Sassenbach, Berlin 4. Abonnementspreis 1,30 pro Quartal. Einzelne Nummer 50 Pfg. Die mir angedichtete Beleidigung gegen Frau Volkmann, Simeonstr. 27, bestreite ich, erkläre sie als eine an ständige ehrbare Frau. 941b E. Wilner. 2 Vereinszimmer mit piano 20 und 40 Pers. fassend, sind noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. 261. Fritz Linke, Jüdenйtr. 36. Arbeitsmarkt. Achtung, Solzarbeiter! In der Bautischlerei von Roll, Demminertr. 7, haben die Kollegen die Arbeit wegen Lohndifferenzen nieder gelegt. Buzng fernhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission Bergstr. 74a speist jederz. zu 30 u. 25 Pf. des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Allen Bekannten und Parteigenossen die Mittheilung, daß ich Voltastr. 84, verlängerte Hermsdorferstraße, eine Restauration und Speisewirthschaft nebst Vereinszimmer eröffnet habe. E. Aeissen, Achtung! Metallarbeiter aller Branchen! Der Ausstand bei der Firma Paul Stabernack, Lindenstr. 70, sowie bei der Firma Siegfried Warschauer Nachfl., Ritterstr. 41, Hof parterre, dauert unverändert fort. 110/16 Zuzug ist fernzuhalten! Empfehle allen Freunden und Befannten mein Weiß-, Bairisch Bier Präger oder Prägerin[ 938b und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier für Monogramm u. Wappenprägungen. 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte Nur erste Kräfte wollen sich melden. von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit Dauernde Stellung, hohes Gehalt. Offerten unt. P. 30 an d. Exp. d. 3tg. Klavier für 20-50 Personen. 5832L* H.Stramm, Restaurat., Nitterstr. 123. Einleister verl. Flegel, Grünthalers straße 38. 9466 Allen Freunden und Genossen zur geft. Nachricht, daß ich das Schank- Korbmacher- Gefelle lokal von H. Köppen, Reichen- verlangt H. Sohns, Wollinerstr. 28a. berger- und Forsterstraßen- Ecke täuflich übernommen habe. Um geneigten Zuspruch bittet H. Hamisch. 9486 N. B. Heute Abend wird eingeteilt. Betten, ein schöner Stand, sof. für Geübte Bogenfängerin für die Steindruck- Schnellpresse. Meisenbach, Riffarth& Co., Schöneberg, Hauptstr. 7 Tüchtige Schmiede 20 M. 3. verf. Reichenbergerstr. 6 v. 1. 1. auf Gitterbau verlangt 9726 Cuvryftraße 2. Borderwohnungen 400 M., freundl. Hofwohnungen von 198 M. an. Schlafstelle fucht junger Genosse. Mercur", Postamt 76, " 924b Krause, Thurmftr. 68. Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Uummer unseres Blattes die Gewinnliste der preußischen 59P Lotterie vom geftrigen Tage bei. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.