nten in Svereine Noth gemein ugblatt ringend murde 9. Ro ersamm er- und Mts. is ung ab nd freie nmlung r, wit Indigleit enheiten nd Vor Ingwed elte ben I machte er hilf Beitrag .12, 14 Nr. 172. Donnerstag, 23. Oktober 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Rollsblatt atstaffer seint täglich Morgens außer nach Sonne und geftagen. Abonnementspreis für Berlin frin's Haus viertelfährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Rummers 5 f. Besiabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen in VIII. Nachtrage der Botzeitungspreislifte unter Nr. 719a.) por dem diesem Cren Hib Enne del mmlung Metall ten voll Daß fid Abend ung ab Gotha J. an in Jusertion& ge bähz beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Bf. Arbeitsmarkt 10 W. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Konservativ und nationalliberal. Wodurch unterscheiden sich diese Begriffe heute noch? hvereine feine Bedeutung. Doch nur durch den Klang des Wortes und nicht durch chäftigte Pfeiffer gte man ventuelles In den nationalliberalen Drganen allerwärts wird darauf hingearbeitet, eine vollständige Verschmelzung zwischen ben tonfervativen und nationalliberalen Elementen zustande Januar u bringen. Die Konservativen nehmen diese Annäherung bankbar an, um so mehr, als aus der Verschmelzung nicht Tößerung Antras eine nationalliberale, sondern eine konservative Partei enton gehen wird. an ben erathung auf die Frenzel Bende nitiv fel Wind. Allerdings mit wenig Glück und die Zukunft sieht auch gegenwärtig nicht gerade holdlächelnd aus. Die Prinzipienlosigkeit feiert mit dieser neuesten Schwenkung der Nationalliberalen ihren höchsten Triumph. Denn das Heidelberger Programm sollte doch noch eine Scheidewand zwischen Nationalliberalen und Konservativen bilden, wenn auch eine leicht zu übersteigende. Kaum errichtet, ist sie auch schon wieder gefallen. Ein so flägliches Ende nimmt die Partei, die sich noch vor sieben Jahren im Zenith des Kulturkampfes" gegen Rom befand. Die Strafe ist eine gerechte und der sarkastische Zentrumsführer wird es an dem gewohnten Spott nicht fehlen lassen. Sagte er doch schon vor Monaten, daß die Nationalliberalen sich in der Behandlung eines ausgezeichneten Arztes befänden." Wie wird er nun erst fpötteln, nachdem die Kur" so überraschend schnell durchDamit ist die Rolle der nationalliberalen Partei defis zu Ende und Herr von Bennigsen, der sich als äußerster linker Flügel" dieser Partei in den Schmollwinzurückgezogen hat, wird dort wohl verbleiben müssen, A in de denn er scheint immer noch standhafter zu sein, als das geführt ist. en un Streberthum ohne Charakter und ohne Selbstständigkeit, Cuten- Be der ftat len foll Sonnta abgeba Tammlun fe welches jetzt das Gros der nationalliberalen Partei bildet. Was diese nationalliberale Partei als sichtbares Mert mal ihrer Herrschaft in Deutschland hinterläßt, ist der Aus der Verschmelzung der nationalliberalen und fon- Triumph ihrer politischen Gegnerschaft, der Herren vom fervativen Elemente hofft man, die ersehnte Majorität für Sentrum. Wie demüthigend für die einstigen Matadore des nöthige Gefügigkeit ist bei den Herrn Nationalliberalen llen, unicherlich vorhanden, allein es fehlt ihnen eine Kleinigkeit, 11. D Für die Arbeiter ist diese Wendung angesichts der be= vorstehenden Wahlentscheidung sehr lehrreich. Sie ersehen bas Ansehen und der Anhang in den Volksmassen. Damit daraus die reine gefällig ist das Schicksal dieser Partei auch besiegelt. Sie taucht Interessenpolitik gleichbedeutend mit dem Verfall einer Partei einfach unter im Strudel des konservativen Bugs", der i find. Und so wird auch das Zentrum den Weg der National Liberalen wandeln, den es betreten hat, mit etwas mehr ammlu felbstständiges politisches Gebilde zum Vorschein kommen. Vorsicht freilich, aber mit nicht weniger Egoismus. urde, all Derrn H n Sonn fen. 9 erschienen es die vo , daß eifes bab wohl e inen D claubt die V 班 3 Die Au Sozialiste gingen chheit Boltabla Herbst at billi um zu fleidern 40 f 40 Duftern 50 Straßen 50 Marl 50 Stoffe 50 breit, ft. 25 S ordeau 1,35 M tr. 1,50 tr. 3,5 irs en, M erg tae B Dem gegenüber stellt die Arbeiterbewegung den jugendfrischen Idealismus der deutschen Nation dar, vor dem die alte Parteibildungen zu erbleichen beginnen. Mögen die Arbeiter sich dessen bei der kommenden Wahl bewußt sein; nur die Klarheit und Selbstständigkeit hat Zukunft, nicht die ber bisherigen großen Parteizersplitterungen zu treten beruSo gestalten sich die neuen Parteigebilde, die an Stelle fen find. Die drei großen Richtungen, die sich in Zukunft bekämpfen werden, treten in deutlichen Umrissen hervor. Einmal die konservativ- sozialpolitische Richtung, die wirth schaftliche Reformen bewilligen will, aber nur unter der Charakterlosigkeit! Megide und Vormundschaft von Polizei und Büreaukraten; ber manchesterliche Liberalismus, genannt deutsch- freifinnige Partei, der eine durchgreifende Sozialreform verspricht und mit fratische Sozialreform ist. große Arbeiterbewegung, deren Ideal und Ziel die dem oPolitische Uebersicht. Die Frage der nächtlichen Beschäftigung von Arbeiterinnen wird, wie offiziös gemeldet wird, einer eingehenden Prüfung im Reichsamt des Innern unterzogen. Neuerdings soll die nächtliche Beschäftigung von Arbeiterinnen von Die Stellung der Arbeiterbewegung in der Mitte einzelnen Unternehmern in Industriezweigen eingeführt worden zwischen zwei Gegnern ergiebt sich ganz von selbst. Sie sein, in welchen fie bisher nicht stattgefunden hat. In der Bemit gleicher Entschiedenheit. bald Nachahmung finden und daß auf diese Weise die Nachts arbeit von Arbeiterinnen, welche bisher in Deutschland, soweit der neu geplanten Verschmelzung der konservativen und Daraus ergiebt sich auch die Stellung der Arbeiter zu bekannt, nur in einzelnen Industriezweigen und auch zum Theil hier, wie z. B. in Buderfabriken, nur zeitweise stattgefunden nationalliberalen Elemente. Diese Verschmelzung ist nicht hat, eine allgemeinere Verbreitung finden könnte, läßt der etwa eine Kräftigung der reaktionären Strömung, denn die Reichskanzler eine Prüfung der Frage herbeiführen, ob es nicht Nationalliberalen segelten schon lange mit konservativem Rachbrud verboten.] 11 Feuilleton. Isaura. Eine Erzählung aus dem südlichen Frankreich. ( Fortsetzung) an der Beit sei, gegen die weitere Verbreitung der Nachtarbeit Schlaft ein Paar Stunden. Ich wecke Euch morgen in aller Früh; dann giebt's wieder eine Bergwanderung. 8. Beide Hände, wie es seine Gewohnheit bei fröhlichen Anläffen war, streckte der Dauphin dem Herrn von Mont Aynard entgegen, als er endlich zu ihmgtam. 11 den Bengel nicht tennte von Klein auf, wollt' ich's schon Ihr umber? Schönen Damen zu Dienst, nicht so?" " Nichts, gar nichts!" sagte er endlich. Wenn ich glauben. Hättet Ihr nur ein einzig Mal Igehört, mit welchen Lügen und Niederträchtigkeiten er fich immer von den jedes Mal Mont Aynard wechselte die Farbe und sein Blid nahm einen Ausdruck an, welchen der Dauphin nicht verstand, von Arbeiterinnen von dem auf§ 129a der Gewerbeordnung bezeichneten Wege oder durch Herbeiführung gesetzlicher Be ftimmungen einzuschreiten, zumal ein solches Vorgehen mit Schwierigkeiten verbunden sein würde, sobald die nächtliche Beschäftigung von Arbeiterinnen erst in einer Reihe bedeutender Industriezweige zur Regel geworden sein sollte. Um für diese Prüfung eine ausreichende Grundlage zu haben, sollen Fragebogen zirkuliren, die auszufüllen sind und dann dem Reichsamt des Innern wieder zugestellt werden müssen. Unserer Ansicht nach wäre vor Allem nothwendig, daß man zu dieser wichtigen Angelegenheit intelligente Arbeiter und Ar beiterinnen hinzuzöge, die hierzu eigens öffentlich gewählt wer den müßten; nur dann wäre es möglich, diese Statistik gründ lich vorzunehmen und ein getreues Bild der Verhältnisse weiblicher Arbeitskräfte zu gewinnen. Ein solches Vorgehen würde Butrauen erwecken und gewiß dahin führen, daß dieser wichtigen Frage baldigst von Seiten der Gesetzgebung näher getreten würde. Dem vielgenannten Schuldirektor Dr. Prowe in Thorn ist von der dortigen Stadtverordneten- Versammlung sein Pensionsgesuch bewilligt worden. Die Pension für den selben wurde auf 2625 Mart jährlich festgesetzt. Das Resultat der Versammlung der Zuckerfabrikanten, deren Vorfiz zunächst Konsul Stengel, sodann Graf Haade Alt- Ranft führte, gipfelt in der Annahme der Ausschuß- Anträge. Antrag 1.: daß Budervorräthen, welche auf geeignet erscheinende Lagerräume niedergelegt werden, die Exportbonifitation seitens der Steuerbehörde gewährt werde; wurde mit 116 gegen 110 Stimmen angenommen. Antrag 2 und 3.: daß derjenige Buder, welchem die Exportbonifikation mit 9 M. pro Zentner gewährt wurde, bei seiner Verwendung für das Inland gegen Rückgewähr der gezahlten Steuerbonifitation von 9 M. und nicht, wie bisher, mit dem Sage von 12 M. pro Bentner ver steuert werde. F. Anträge des Vereinsausschusses: 1) in Erwägung, daß, die Lage des Buckermarktes und die vorausfichtliche Erniedrigung der Kaufrübenpreise ohne Zweifel von felbft zu einer großen Einschränkung des Rübenbaues führen wird, empfiehlt der Ausschuß, von einer Verpflichtung der einzelnen Fabrilen zur Verminderung ihrer Rübenverarbeitung abzusehen und die bezüglichen Anträge des Ditdeutschen und Halleschen Zweigvereins abzulehnen. 2) Die Anträge auf Be willigung von Privatlagern für Robzucker unter Gewährung von Bonifitation und mit dem Rechte der Wiedereinfuhr gegen Erstattung der Bonifilation durch die inzwischen im Auftrage des Vereinsausschusses an den Reichskanzler gerichtete Vors stellung für erledigt anzunehmen. 3) Das Vereinsdirektorium wird beauftragt, in zweckentsprechender Weise Verhandlungen barüber einzuleiten, daß in Städten, welche als Sammel punkte für den Buderhandel von Bedeutung find, Niederlagen errichtet werden, wo unter annehmbaren Bedingungen Roh zuder gelagert, belichen, und sei es freihändig, sei es im Auktionswege, zum Verkauf geftellt werden tann"- wird einstimmig angenommen. Bu 1 wurde ferner ein vom Kom merzienrath Schöttler- Braunschweig gestelltes Amendement an genommen, lautend:" Der Verein wolle bindende Maßregeln zur Einschränkung des Rübenbaues nicht beschließen, tonstatire Dauphiné, mag er noch zehn jüngere Brüder von einer Stiefmutter bekommen, und ich bin achtunddreißig Jahr alt, Raymond. " Da Ihr einmal so sprecht," erwiderte Mont Aynard mit dem vollen Freimuthe eines Mannes, der sich auf seinen anertannten Charakter und auch auf die Freundschaft seines Fürsten stüßt, werdet ihr einem Getreuen ein wohlgemeintes Wort nicht übel nehmen. Euer ritterlicher Bruder, Guigo der Achte, fiel in seinem dreiundzwanzigsten Jahre das Haus der Hohenstaufen, als Kaiser Friedrich seinen fünf blühenden Söhnen den Ritterschlag ertheilte, stand wohl so fest, daß Niemand ahnte, es werde achtzig Jahre später erloschen friegte es ein Anderer für ihn. Umkommen wird er nicht; also!" rief er vergnügt, hr könnt Euch nicht verstellen. ſein sonst würde er nicht herzlich gelacht haben. Errathen Nun ich werde mich von Herzen freuen, wenn Ihr endlich eine Hausfrau nach Gardemont heimführt, und erbitte mich zum Bathen bei Eurem Erstgeborenen. Es wird Beit, das für zu sorgen, denn Ihr wollt doch nicht Euer schönes Erbe den Vettern überlassen? Auch mir liegen viele Barone an, wieder zu heirathen- Du bist auch der Meinung, ich reiche Mitgift bringen, und, weiß Gott! Geld kann ich net mir Schäße vor, die ich befizzen könnte- was hilft mir das?" der hat eine zähe Natur, wie eine wilde Kaze. Aber an ftreichen wird er es Dir wollen, Claude, darum sei auf Deiner Out. Nun mag ich nichts mehr hören! Wollt Ihr schon geben, Gevatter? Auch Ihr, Franquelin? Hoho, den Leuten wird's bange, weil ein bunter Wiedehopf gezauft worden ist; Sie wollen nicht weiter damit zu thun haben, denken, der Herr Don Mont Aynard kommt über fte. Könnt ganz ruhig sein; weiß es. Das Fräulein von Bourbon würde mir eine sehr ich gehe selbst nach Gardemont und werde es dem edlen Herrn felbft fagen" er wurde unterbrochen durch die abschiedneh- immer brauchen. Aber Fucigny bestreitet mir das und rech menden Nachbarn, die sich nicht abhalten ließen. Bater Royan," sagte Ifaura, nachdem Alle fort waren und fie fich einen Augenblick allein mit dem Alten befand, fragte Mont Aynard aufmerksam. betroffen. Keine Möglichkeit!" Wo dentst Du hin?" rief Royan, von diesem Gedanken Was kann er mir denn thun? Es ergiebt sich ja gleich, daß ich teine entlaufene Nonne bin- der Herr hat ia unterwegs felbst über diesen Gedanken gelacht. Er will mich nur zwingen, ihm zu sagen, wer ich bin und Vieles, behandeln, aber zwingen zu Etwas, das ich nicht will? Nimmer was ich nicht weiß mehr!" wohl fann er mich darum schlecht hr tennt ihn nicht!" sagte Royan seltsam aufgeregt. Wie? Sprecht Ihr heut so und morgen anders?" verfeste fte. Habt Ihr den Dauphin nicht stets als einen von Grund aus redlichen Herrn gelobt?" Also der Schaumeister widerräth eine neue Vermählung?" Gradezu! Freilich hat er in gewisser Hinsicht Recht," sagte der Fürst. Ich binde mich an Interessen, die mir sonst fremd bleiben, tomme mit meinem Nachbar von Frankreich in neue Verdrießlichkeiten, denn er würde die Heirath mit seinem Wetter sehr ungern sehen, da er selbst, wie es heißt, für seinen Sohn auf das Fräulein von Bourbon spekulirt. Andere häusliche Beschränkungen gar nicht zu erwähnen jest habe ich Mont Aynard feinem Menschen Rechenschaft abzulegen!" blickte ernst zu diesen Worten, welchen des Fürsten Miene den leichtfertigsten Kommentar gab. Humbert wußte feine Neigungen mit der von Grund aus streng kirchlichen Richtung seines Geistes in eine gewiffe Harmonie zu bringen, indem die großartigsten Schenkungen jedesmal Nachficht vermittelten. Sch lese schon in Deinem Gefichte, was Du meinst, Wenn es Dein Ernst Raymond," fuhr der Dauphin fort. D Du verstehst mich ja nicht, fannst mich ja nicht verstehen!" sagte der Alte. Er ist gut, ja! Aber grade ist, so beneide ich Dich um Deine Charakterfestigkeit so wie Du bist, jung, wohlgeschaffen Herr Gott im Himmel!" rief er mit einem Male, vor seinem eigenen Ge danten schaudernd.., Nein, jest legt Euch zu Bett, Isaura. mir ift fie in dieser Hinsicht nicht gegeben. Laffen wir die Heirathsangelegenheit für heute ruhen. Es eilt ja nicht- mein Guigo wird doch der Neunte seines Namens auf dem Throne von ,, Unglücksprophet!" rief der Dauphin, ihm in die Rede fallend. Doch Du hast Recht, ich verkenne Deine gute Meinung nicht und werde heirathen. Du sollst Deine Freude haben über die lange Reihe meiner Kinder, und die einzige Strafe für Dein Rabengelrächze soll sein, daß Du recht viel Bathengeschenke einbinden mußt, denn, hier mein Wort! ich nehme Dich bei jedem zum Gevatter!" ,, Thut das, gnädiger Herr," sagte Mont Aynard heiter, ,, und seid überzeugt, wer Euch abräth und Verbindungen anderer Art mit Philipp von Frankreich für Euch sucht, der will französisch werden!" Fucigny?" entgegnete der Dauphin betroffen. " Sch nenne Keinen und klage Niemand an," erwiderte der Baron. Darf ich aber fragen, warum mich mein Lehnsherr durch zwei Boten hierher beschieden hat?" Ja, das will ich Dir sagen!" rief der Dauphin und nahm ein Bergament aus seinem wohlverwahrten Schrein. Leuchtenden Angesichts breitete er es vor dem Baron aus. Es war ein Diplom in aller Form, mit anhängendem Siegel und voller Gültigkeit, ausgestellt vom Grafen von Dettingen im Namen des Kaisers, seines Herrn, rechtsträftig durch dessen Vollmacht, die beigefügt war: dem Dauphin von Vienne, Humbert II., gab es den Königstitel. Habt Ihr das angenommen?" fragte Mont Aynare, welcher sich der Freude über diese Erhöhung seines fürstlichen Freundes nicht erwehren konnte und auch die Bedeutung nicht überfah, welche das Land dadurch gegen die stolzen Nachbarn gewinnen mußte dem aber doch die Folgen einer möglichen Boreiligkeit auf die Seele fielen. ( Fortsetzung folgt.) aber, daß er fest überzeugt sei, der Rübenbau werde sich aus naturgemäßen Ursachen von selbst einschränken." Man tann aus den gefaßten Beschlüssen ersehen, daß die Herren Zucker industriellen es verstehen, ihre Interessen zu wahren. Wenn die Herren zu viel Bucker fabrizirt haben, dann wollen fie denfelben irgendwo auf Lager bringen und der Staat soll für den auf Lager befindlichen Zucker Exportprämien zahlen. Bis jetzt wurden von Seiten des Staates diese Prämien nur gezahlt, wenn der Zucker nach dem Ausland verhandelt worden war; aber diese an und für sich schon große Vergünstigung ist den Herren noch nicht genügend, fte wollen jezt schon diese Prämien haben, bevor der Zucker expertirt wird. Mit dem selben Recht könnten aber alle Fabrikanten anderer Branchen auch verlangen, daß ihnen bei einer etwaigen Ueberproduktion Staatshülfe zu Theil werde. Wir find prinzipiell für Staatshülfe, wo dieselbe nothwendig ist, aher Staatshülfe in diesem Falle würde gleichbedeutend sein mit Bevorzugung einzelner Industrieller auf Kosten der Gesammtheit,- Die Kräfte in Der Zuckerindustrie, sowie überhaupt die Krisen, sie können nur beseitigt werden durch Regelung unserer Produktions- Verhältnisse auf dem Wege der Gesetzgebung. Der schlesische Bauernverein hat, nach einer Bekanntmachung des Baron von Huene, die Sache der von den Zuckerfabriken unbillig behandelten Rübenbauer zu der seinigen gemacht und beabsichtigt unter Buziehung von Juristen die Rechte der Landwirthe wahrzunehmen. Ueber die Eröffnnng des Testaments des Herzogs von Braunschweig wird der Bresl. 3tg." gemeldet:„ Der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen ist laut Vertrag von 1879 Lehnsnachfolger des ca. 31, Quadratmeilen um= faffenden Fürstenthums Dels, während Prinz Georg von Sachsen Erbe des 40 000 Morgen betragenden Allodialbefizes ist. Der Herzog von Cumberland erbt das Baarvermögen. Das Testament hat zwei Codicille, welche in Dels deponirt waren. Diese Codicille, zu deren Eröffnung der Oberpräsident von Seydewis, der Regierungspräfident von Junder, der Kammerpräsident von Hantelmann u. A. in Dels anwesend waren, ordnen hier lediglich die Angelegenheiten der herzoglichen Beamten, die soweit sie nicht in die Dienste des Erbnachfolgers übernommen werden, ihren vollen Gehalt bis ans Lebensende beziehen. Ebenso ist für die Sicherstellung und Schadloshaltung der Bächter in ausreichender Weise Sorge getragen. Eine ständige Regierungstommiffion, bestehend aus einem Regierungsrath und einem Affeffor, führt die Geschäfte der Cameralverwaltung bis auf Weiteres." Vor der Hand hat, woran hier erinnert werden mag, Oberpräsident v. Seydewiß, wie das ,, W. T. B." gemeldet hat ,,, Namens des Kaisers und des Kronprinzen von bem gesammten herzoglichen Grundbefit, feudalem und allodialem" Befit ergiffen. Die feierliche Beiseßung der Leiche des Herzogs im Dome zu Braunschweig foll nach der nunmehrigen Festsetzung am Sonnabend, Nachmittags 2 Uhr stattfinden. Die Polizei fahndet auf eine in Umlauf gesetzte Adresse an den Herzog von Cumberland; dieser soll das Balais zu Hieging geerbt haben. " Auf Grund des Sozialistengesetzes find nachstehende Flugblätter verboten worden: An die Wähler Deutschlands", ohne Unterschrift und Datum, herausgegeben, gedruckt und verlegt von J. H. W. Dies in Stuttgart. Verboten von der Kreishauptmannschaft Leipzig. 2. An die Wähler des 19. sächsischen Wahlkreises", Verlag von August Lorenz jun. in Tannenberg, gedruckt in der Vereinsdruckerei Hottingen Zürich, Verboten von der Kreishauptmannschaft Zwickau. A fängnißstrafen von zwei Wochen bis zu drei Jahren, einer zur Deportation nach Sibirien und sechs zu Arreststrafen vorurtheilt. Elf Angeklagte wurden freigesprochen. Die Lage der Franzosen in Tonkin ist, wie sich immer flarer ergiebt, trop der errungenen Siege äußerst bedenklich. General Brière de l'Isle hat sich in einem schweren Irrthum befunden, als er bereits in voriger Woche die Invasion der Chinesen in Tonkin zum Stillstand gebracht glaubte und dieses fiegesgewiß nach Paris telegraphirte. Die bereits gebrachten Mittheilungen ergänzt folgendes Privat- Telegramm: ,, Der Kampf bei Tuyenquan beweist, daß mindestens zwei chinesische Armeen in Tonfin eingefallen find, eine aus dem Nordosten, die andere von Nordwesten. Man besorgt hier, es Lönne ihnen bei ihrer großen Ueberzahl gelingen, das zwischen fte hineingeschobene kleine französische Korps schwer zu gefährden. Daß Brière de l'Isle sein legtes Telegramm aus Haiphong datirt, beweist, daß er auf seine Operationsbasts im Delta zurückgegangen." Die lette Sigung des kroatischen Landtages dauerte nur 5 Minuten. Die Starcsevicianer verlangen, der Präsident foll widerrufen, was er über ihren Adreßentwurf gesagt hat. Dieser läßt das Protokoll verlesen. Hierauf beginnt ein Heidenlärm, in dem nur Rufe wie ,, Gauner," Schurken", ungarische Knechte" und ähnliche vernehmbar sind. Der Präfident wird bedroht und flüchtet sich hinter die Abgeordneten der Nationalpartei. Er kann nur noch den Antrag auf Ausschließung von 12 Starcsevicianern ankündigen, dann muß er die Sigung schließen. Die Auflösung des Landtages wird erwartet. Belgien. Der Ausfall der Kommunalwahlen scheint eine Ministerkrifts herbeizuführen. Sämmtliche Minister waren gestern zum König berufen. In Folge davon zirkulirten Gerüchte von der Demission des gesammten Ministeriums, welche jedoch in unterrichteten Kreisen bezweifelt werden. Dagegen verlautet, daß die Minister des Innern und der Justiz, Jacobs und Woeste, aus dem gegenwärtigen Ministerium ausscheiden würden und daß der Ministerpräsident Malou mit einer Ums bildung des Kabinets beauftragt werden würde. " Den Times" wird aus Amon gemeldet, Admiral Courbet hätte die Blockade aller Häfen der Insel Formosa erklärt. Eine franzöfifche Korvette wechselte bei Taiwan einige Kanonenschüsse mit den Forts und untersuchte die Dampfer, welche fich in der Nähe befanden. Wahlbewegung. In Elbing find fich die Konservativen, wie die ,, Volksztg." schreibt, in die Haare gerathen. Gegen Herrn v. PuttkammerBlauth ist Herr Wernich von den Konservativen aufgestellt. In der Versammlung, welche die Wernich'sche Kandidatur auf ihren Schild erhob, wurde über die Landrathspartei" ein har tes Gericht abgehalten. Der konservative Stadtrath Pankrat rief aus: ,, Unberufene St..... hätten sich das Recht angehätten sich das Recht angemaßt, ihnen einen Kandidaten für die Reichstagswahlen zu oktroyiren, ihnen gewissermaßen zu befehlen, wen fie wählen sollten. Sie seien aber feine Slaven und Knechte, sondern freie Männer, benen in diesem Punkte Niemand etwas zu befehlen habe." Gleichzeitig tagten die Anhänger des Herrn von Buttkammer unter dem Vorsitz des Landraths Dr. Dippe in einem anderen Lokal. Die Schlußszene dieser Versammlung schildert die ,, Altpr. 3tg." heute wie folgt: Hierauf theilte Herr Schuhmachermeister Albrecht mit Stentorstimme den Anwefenden das Resultat der soeben beendigten( Wernichschen) wesenden das Resultat der soeben beendigten( Wernichschen) Bersammlung im Goldenen Löwen" mit. Das war das Signal zu einem nunmehr losbrechenden Höllenskandal. Alles lärmte durcheinander: Hoch Buttkamer!" schrieen die Einen, „ Hoch Wernich!" die Anderen. Es war ein förmlicher Herenfabbath, der selbstredend eine Fortseßung der Versammlung unmöglich machte. Aus Iserlohn. Die Volksztg." entnimmt einer Nummer bes dortigen Kreisanzeigers einen Bericht über eine nationalliberale Wahlversammlung. Danach schloß der nationallibe rale Kandidat Herr Colsmann aus Werdohl seine ganze fonfuse Wahlrede mit den Worten: Wer mich wählt, der ist mein Freund! Wer mich nicht wählen will, der kann mich auf den Kopf blasen."( Geſtikulationen mit Händen und Füßen.)( Große allgemeine Heiterkeit! Bravo! Anhaltendes Gelächter!!) Lokales. nung bringen wollte, meigerten sich die übrigens anständig ge fleideten Herren diese Summe zu bezahlen, da der Hund nach ihrer Angabe gelaufen sei. Der Streit drohte schließlich in Thätlichkeiten auszuarten und wenn nicht zufällig ein fremder Herr zu Gunsten des Droschkenkutschers intervenirend einge treten wäre, hätte dieser schließlich noch eine Tracht Prügel erhalten. So gelang es ihm wenigstens noch, sich mit seiner Droschke aus dem Staube zu machen. Polizei- Bericht. In der Nacht vom 20. zum 21. d. M. fiel der Dachdecker Stache, als er die Treppe nach seiner Woh nung in der Manteuffelstraße 67 hinaufstieg, aus einer Höhe von etwa 4% Meter über das Treppengeländer auf den asphal tirten Hausflur hinab und erlitt dadurch schwere Verlegungen. Am 21. d. M. Morgens wurde die Ehefrau des Milchpäch ters Wolf, als sie an der Ecke der Gollnow- und Neuen Königstraße eben von ihrem Wagen stieg, von einem vorbei tommenden Schlächterwagen überfahren und erlitt dadurch einen Bruch des linken Oberarmes. Um dieselbe Zeit vergiftete fich ein Mann in seiner Wohnung, Straßburgerstraße, mittelst Kleefalzes. Die Veranlassung zum Selbstmorde ist nicht be fannt geworden. An demselben Tage Mittags stürzte der Klempnergeselle Bieno bei der Ausführung von Reparaturarbei ten vom Dache des Hauses Streligerstage 66, auf den Bürger steig hinab und erlitt derartige Verlegungen, daß er auf dem Transport nach dem Lazarus- Krankenhause verstarb. Zu der selben Zeit wurde der in der Lampenfußfabrik von Gehrs u. Co. Wienerstraße 36a, als Schleifer beschäftigte Arbeiter Kirchhoff in Folge Berspringen eines Schleifsteins von den umbergeschleu derten Stücken getroffen und ihm ein Bruch zweier Rippen und mehrere Verlegungen am linken Arm, an den Händen und im Geficht zugefügt. Der Verunglückte wurde nach Bethanien ge bracht. Am 22. d. M. Morgens brannte im Hause Melchior ftraße 24 die Balkenlage unter einer Rochmaschine. Die Feuer wehr war zur Stelle und löschte den Brand in kurzer Zeit. g. Welche Dimensionen die Schlachtungen auf dem städtischen Zentralviehhofe annehmen, beweist zur Genüge die Thatsache, daß die in den 3 Schweineschlachthäusern vorhandenen 90 Schlachtkammern jest sämmtlich besetzt sind, und daß zur Bewältigung der mikroskopischen Trichinenschau es nothwendig wurde, ein fünftes Schauamt bisher bestanden deren nur vier zu errichten, welches am vergangenen Montag zum ersten Male in Benugung genommen wurde. Vorläufig wird letteres nur an den Hauptschlachttagen, Montag, Dienstag und Donnerstag, thätig sein. Am legten Donners tage erreichte die Schlachtung der Schweine die hohe Zahl von 1997 Stüd Frankreich. Die mit der Prüfung des Wahlgesetzes für ben Senat betraute Kommission entschloß sich, das System der Regierung über die zukünftige Bildung der Wahlkörper, also die Wahl der Delegirten durch die Gemeinderäthe im Verhält nisse zur Bevölkerung anzunehmen. Ferner nahm die Kommission mit 7 gegen 2 Stimmen die Beseitigung der ,, unabfeßbaren" Senatoren an. Die gegenwärtig dieser Kategorie angehörenden Mitglieder des Senates sollen durch Tod oder Demission wegfallen, und die erledigten Size der Reihe nach den am meisten bevölferten Departements zugewiesen werden. Gerichts- Zeitung. Sturzem feinen! Herr€ gangen vative! freie D frogdem ( Redner untersch Herr Si Den am mort ge beiterpa Stadtv. Boftfart adreffirt Sie we Stöder lich 1 Diefe Der Dr in Folg Gine fol laffe fich Wahlber nach fol Daß er leuchtet beiter- B Borbant bemüht Wege, 1 richtigen Berliner beiter- B icher Be zu Guns unter vi h. Delegir Stadttiche Lohntom Bezir Die feit führte er gulänglic Bertität gearbeite Der Kom mann eit hierüber Distuifto Köslin, 21. Oktober, Nachmittags. Nach dem Verdikt der Geschworenen find Karl Pazwald und Raaz des schweren Landfriedensbruches, jedoch unter Annahme mildernder Um stände, Birfich und Bansemer des einfachen Landfriedensbruches, Friedrich Pazwald und Bechert des groben Unfugs für schul dig, Klabunde und Böhnke für nichtschuldig erklärt. Der Ge richtshof sprach Klabunde und Böhnke frei, erkannte gegen Friedrich Pazwald und Bechert auf je 6wöchentliche Haft, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt angesehen wird, die übrigen Angeklagten wurden zu Gefängnißftrafen verurtheilt und zwar Pirfich zu 6 Monaten, Bansemer zu 9 Monaten, Karl Pazwald zu 2 Jahren und Raaz zu 3 Jahren. Jedem der vier legten werden je 3 Monate ihrer Untersuchungshaft auf ihre Strafen in Anrechnung gebracht. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Wäh Am Dienstag Abend waren wiederum mehrere Wähler versammlungen der Arbeiterpartei anberaumt, von diesen wu den jedoch zwei in legter Stunde polizeilich verboten, während die beiden anderen ohne polizeiliche Auflösung verliefen. Die für den sechsten Berliner Reichstagswahlkreis nach bet Norddeutschen Brauerei"( Chauffeestraße 58) einberufene lerversammlung wäre jedenfalls eine ganz außerordentlich zabl reiche geworden, denn lange vor der festgesetzten Zeit drängten Tausende von Arbeitern nach jenem Lokal. Daffelbe war jedoch verschloffen und ein großer Bettel, sowie die zahlreich aufgebotene Schußmannschaft seßten die Menge in Kenntniß daß die Versammlung verboten sei. Laut Beitungs- Annonce hatte ein Herr Müller den Vortrag des Abends übernommen, es hatte sich jedoch das Gerücht verbreitet, daß auch ein Reichs tagsabgeordneter von Außerhalb in der Versammlung sprechen werde. Ob dies Gerücht die Ursache des Versammlungsverbots Versammlung, Stadtv. Ewald nicht erschienen war. Eine Anzahl gewesen ist, konnte man nicht erfahren, da der Einberufer ber Versammlungsbesucher begaben sich in die Restaurationsräume der Norddeutschen Brauerei," woselbst fte das Ereignis des Abends in sehr lebhafter Weise diskutirten. Eine sehr große g. Als ein erfreuliches Zeichen kann es betrachtet wer den, daß die meisten Großschlächter, welche fich früher an die Ordnung und strenge Reviston auf dem städtischen BentralOrdnung und strenge Revision auf dem städtischen Bentral Viehhofe nicht gewöhnen konnten und wollten und daher in Friedrichsberg und anderen benachbarten Orten ihre Schlach tungen vornahmen, jest nach und nach ihr Vieh auf dem städtischen Zentral Viehhofe schlachten laſſen. Ginestheils mögen zu dieser Umkehr die gründlichen Revifionen und häufigen Konfistationen durch die Marktpolizei, andererseits aber die Einsicht geführt haben, daß eine gewisse Ordnung und Kontrole für einen gesunden Geschäftsbetrieb doch nothwendig ist. Wenn dieser Zuzug von außerhalb in der bisherigen Weise fortdauert, so wird, wie man uns schreibt, der Magistrat sich bald genöthigt sehen müffen, die Baulichkeiten für die Schlachtungen, " 1 ebenfalls in den Restaurationsräumen eingefunden. f Fin Die praft Der Kon Lagesord Baft un theilte de welche an der Baft Theil der Versammlungsbesucher zog nach dem in der Gre nadierstrafte 33 belegenen Restaurant Seefeld, woselbst für den fünften Berliner Reichstagswahlkreis eine Wählerversammlung der Arbeiter einberufen war. Diese Versammlung war in Folge deffen überaus zahlreich besucht. Maschinenbauer Liefländer sprach hier über das Programm der deutsch- freifinnigen Partei Fischerbrücke 19 wohnhaft, ersucht uns um die Mittheilung, stände in England und Amerika. Und selbst wenn die Herren Berichtigung. Herr Kaufmann Berthold Rosenthal, C., wirthschaftliche Besserung, dies beweisen am Besten die Bu daß er nicht mit dem in Nr. 171 unseres Blattes erwähnten Eugen Richter, Rickert u. Gen. Minister würden, was jeden falls der sehnlichste Wunsch dieser Herren sei, dann wäre in rücht, General Brière de l'Isle habe dringend namhafte Ver- steuer ist die kirchliche Trauung immer noch sehr kostspielig, bessert. Aber auch mit den politisch freisinnigen Bestrebungen g. Trok der seit einiger Zeit eingeführten Kirchen- wirthschaftlicher Beziehung auch noch nicht das Mindeste ge stärkungen verlangt. Gegen die von der Lyoner Industrie Hotelmarder Berthold Rosenthal identisch ist. wie nachstehende Aufstellung der Traukosten beweist, welche Donnerst Donnerito Donnersta Donnerst Spi Se an Ne Donnersta Donnersta Donnersta in Ro un Donnersta Donnersta Rorgen: Donnersta der deutsch- freifinnigen Partei sei es nicht weit her. Diese Herren seien immer bestrebt, den Arbeitern ihr ökonomis ist von Seiten der Spinnerei- Industriellen im Norden Frank- vater auf deffen Anfrage gegeben hat: Traugebühren 25 M., sches Uebergewicht fühlen zu lassen. Bei der vorjährigen reichs energischer Widerspruch erhoben worden. Die Delegirten der Letteren wurden heute vom Konseilpräsidenten und den Ministern Meline und Rouvier empfangen. Deputirtenkammer. Rivière beantragte, daß die Protokolle ber Tongking- Kommission mitgetheilt werden sollten. Der Ministerpräsident Ferry bat, diesen Antrag abzulehnen, da die Aunahme desselben schwere Unzuträglichkeiten herbeiführen würde. Der Antrag Rivière's wurde schließlich mit 294 gegen 191 Stimmen abgelehnt. In den Bureaux der Rammer wurden heute die Mitglieder für die Tongling- Kommission gewählt. Von den Gewählten find 4 gegen den RegierungsEntwurf, 7 für denselben. Die Kommission ist fast einstimmig für die Votirung höherer Kredite, um die Tonglingangelegen heit möglichst bald zur Erledigung zu bringen. Rußland. In Moskau fand am 14. Oftober eine Stu bentendemonstration statt. Die ,, Most. Deutsche Btg." meldet darüber: Am Morgen fand in der Universität eine Anfammlung von Studenten, meistens Medizinern, statt, welche beim Erscheinen der Polizei sofort auseinandergingen. Zwei Stu benten wurden jedoch verhaftet. Gegen 8 Uhr Abends ver6 Kronen 12 M., Kandelaber 4 M., Dekoration 36 M., Orgel und Tert 14 M. 50 Pf.( ausgerechnet!), Teppich 3 M., Hermes gewählt wurde, an sämmtliche dort wohnende Haus 50 Stühle à 20 Pf. 10 M., Heizung der Sakristei 1 M., wirthe und Arbeitgeber ein Zirkular gerichtet, in welchem diefe Wagenöffner 3 M. zusammen 108 M. 50 Bf. Wozu da die Kirchensteuer?! Gott Amor fehrt sich nicht an die Leibesgröße, und so wird das Standesamt wohl in den nächsten Wochen mit den Liliputanern zu thun bekommen. Wie uns mitgetheilt wird, hat einer der Herren der fleinen Truppe sich mit der weib lichen Beauté der Gesellschaft, dem reizenden Sneewittchen, tl. Mignon, verlobt. Der gemeinsame Erfolg, den die beiden beim Gesammtgastspiel in so überraschender Weise gerade hier gefunden, scheint sie zu fortdauernder fünftiger Gemeinschaft bestimmt zu haben. Viel Glück für den kleinen" Hausstand. N. Ein Berliner Original, der Rentier S. aus der Großbeeren- Straße, ist gestorben. In der Gegend des Kreuzberges war der alte Herr eine bekannte Persönlichkeit. Schon früh Morgens sah man ihn, gewöhnlich einen Feldstuhl am Arme, nach dem Kreuzberg wandern. Dort nahm er, unbefümmert ob es regnete oder die Sonne lachte, unter freiem ersucht wurden, auf ihre Miether bezw. Dienstbefliffenen, Ar beiter 2c. im liberalen Sinne einzuwirken und jezt bei der Reichstagswahl habe die deutsch freisinnige Partei wieder in ähnlicher Weise manipulirt.( Rufe: Hört! hört! Pfui!) . so fuhr der Redner fort Sie werden mir zugeben, daß dies ein Spionirsystem ist, daß man am allerwenigften von einer Partei, die fich freisinnig nennt, hätte erwarten sollen. Diese Partei behauptet trotzdem noch immer, daß fie für die Wahrung der Volksrechte eintritt. Ihr einziges Mittel zur Lösung der sozialen Frage ist die freie Konkurrenz. Der Staat soll nur ein Nachtwächter- Institut sein, er soll in die persön im Interesse der Gesammtheit nöthig ist. Wir haben bekannt lich bereits den Schulzwang, den Impfzwang, das Expropriations verfahren, die wohl in die persönlichen Dinge des Einzelnen eingreifen mögen, im Interesse der Gesammtheit jedoch geboten find. Die Arbeiter Berlins werden am 28. Oftober wiffen Redaktion der Most. Wedom.", ca. 100 Studenten, welche, Himmel Plaz und verbrachte so den größten Theil des Tages, finnigen, noch für die Konservativen, sondern für die Arbeiter wie man sagt, beabsichtigten, die Fenster des Redaktionslokals einzuwerfen. Der Moskauer Oberpolizeimeister, welcher von dem Auflauf benachrichtigt worden war erschien sofort auf dem Boulevard und ließ denselben von Rosalen und Gendarmen absperren, worauf sämmtliche Studenten verhaftet und vom Pfeife rauchend und Zeitungen oder Romane lesend, unter und späterer Fuhrherr pflegte er über alle militärischen Exerzitien sammlung mit Hochrufen auf den Arbeiterkandidaten Grillen einem weitgespannten Regenschirm. Als ehemaliger Kavallerist einige Redner in demselben Sinne geäußert, schloß die Ver auf dem Tempelhofer Felde genau Buch zu führen und kannte vom Oberst bis zum Unteroffizier fast jeden Vorgesetzten dem berger. Die Wähler der Arbeiterpartei des 2. Berliner Wahl Konvoi in das Transport- Gefängniß gebracht wurden. Unter Namen und der Anziennität nach. Mitten auf dem Zempel freises maren äußerst zahlreich in Reinhardt's Gefellschaft den verhafteten Personen befanden sich 95 Studenten der Mos Tauer Universität, 4 Studenten der landwirthschaftlichen Betrowski- Akademie, 2 Diener der Studentenküche und 4 andere Personen. Auf dem Plage, wo die Zusammenrottung stattgeS. hofer Felde thronte er dann wie ein schlachtleitender Feldherr und trug seine Beobachtungen in das Notizbuch ein. wat ein besonderer Liebling Der war welche auf dem weiten Felde fich bei schönem Wetter haus"( asenhaide 9) versammelt. Die Hier kritisirte zunäcft Stadtv. Gördi in längerer Hede das Programım der deuti tag Abend stattgehabten konservativen Wählerversammlung funden hatte, fand man einen Sad mit Steinen, einige Todt- tummelten. Wollte ein Drache nicht steigen, so mußte Bapa S., freudige Wahrnehmung gemacht, daß Prof. Dr. Wagner ben schläger, ein Uhrgewicht und am anderen Morgen früh noch einen sechsläufigen, geladenen Revolver. Nischny Novgorod, 21. Oftober. Die Iriegsgerichtliche Verhandlung gegen 72 an den Ausschreitungen gegen die Juden in Kunawino betheiligten Personen ist heute beendet worden. Von den Angeklagten wurden 11 wegen Todtschlages au 12 bis 20jähriger Bwangsarbeit verurtheilt. Wegen Raubes wurden 27 zu ein bis dreijährigem Zuchthaus, 16 zu Geder stets eine Rolle Bindfaden bei sich führte, aushelfen. Sein Vermögen soll er milden Stiftungen seiner medlenburgischen Heimath vermacht haben. Nette Fahrgäste müssen es gewesen sein, die am Dienstag Abend 104 Uhr einen Droschfenfutscher zu einer Fahrt von der Behrenstraße nach der Sebastianstraße engagitten. Als der Kutscher nach zurückgelegter Fahrt das Fahrgeld für vier Personen und einen Hund mit 1 Mt. 25 Pf. in Anrech Deutsch Freifinnigen. Der Kandidat der Arbeiterpartei für den Wahlkreis Teltow, Medailleur Krohm, bemerkt, die tonfer vative Partei gebe vor, fie wolle für Abschaffung der Frauen aber nur auf dem Wege Dies habe boch offenbar den man und Kinderarbeit eintreten, internationaler Verträge. Anschein, als beabfichtige ALL verschleppen. Hofprediger die Stöder DO Angelegenheit gab Donnersta Sch brè erft WallnerDas Bolts Freitag: Die heim Rat tädtischen nahme bitt Allen Wei 1098] Meine ich meine traße 26 1088] Deute Stramm, 8. vern 9561 Serr empfiehlt Dig ges d nach lich in rember einge Prügel feiner d. M. Woh Höhe sphal ungen. chpäch Neuen vorbei einen giftete mittelft ht be te der rarbei Bürgers uf dem Bu der u. Co. irchhoff eschleu en und und im ien ge elchior Feuer = Zeit. ift ber weren er Um ruches, Schul er Ge gegen ft, die d, die rtheilt onaten, Jedem gshaft Bähler n mur während fen. ach ber Wäh sabl Fängten De war ahlreich nntniß nnonce mmen, Reichs prechen perbots fer der Anzabl Bräume bes große ten fich - Ein Gre ür den mlung Folge länder Bartel b teine Bu Derren jeben fre in Kurzem seiner Freude Ausdruck, daß die Arbeiter sich jetzt mehr| feinen Versammlungen zuwenden. Bedauerlich sei es nur, daß Herr Stöcker teine Debatte zulaffe. In einer am ver gangenen Donnerstag im Café Sanssouci stattgehabten konser vative Versammlung, woselbst Stöcker den Vortrag hielt, fie freie Diskussion zugesichert worden, eine solche wurde jedoch frogdem nicht zugelaffen und ein Bettel, mittelst dessen er ( Redner) fich zum Worte gemeldet habe, sei vom Vorstande unterschlagen worden.( Rufe: Pfui!) Dieselbe Praris werde Herr Cremer in seinen Versammlungen an. Die Arbeiter werden am 28. Dltober auf dieses Gebahren die gebührende Antwort geben.( Stürmischer Beifall.)- Der Kandidat der Arbeiterpartei für den zweiten Berliner Reichstagswahlkreis, Stadtv. Tupauer, bemerkt: Er habe vor einigen Tagen eine Boftlarte erhalten, die an Herrn Hödel, Dranienstraße 8" adreffirt war. Auf dieser Karte stand: hochgeehrter Herr! Sie werden hiermit zu einer Konferenz bei dem Hofprediger Stöcker eingeladen, die Zeitversäumniß soll Ihnen reichlich vergütet werden. Diese Karte war unbestellbar, da Ergebenst Franz Tuzauer". ein Herr Hödel in Der Dranienstraße Nr. 8 nicht wohne Die Karte sei in Folge dessen an ihn, den angeblichen Absender, gelangt. Gine folche Kampfesweise sei jedenfalls sehr charakteristisch und laffe fich wohl auch, frog der so hoch gehenden Wogen der Wahlbewegung, in feiner Weise entschuldigen. Seiner Meinung nach sollte die Karte den Zweck haben, den Beweis zu führen, Daß er( Redner) im Solde Stöcker's stehe. Der Redner be leuchtet hierauf in eingehender Weise das Programm der Arbeiter- Partei und konstatirt mit Freuden, daß die Regierung das Borhandensein der sozialen Frage nunmehr anerkenne und auch bemüht sei, eine Lösung derselben herbeizuführen, obwohl die Wege, die die Reichsregierung eingeschlagen habe, nicht die richtigen seien. Der Redner schloß mit einem Apell an die Berliner Arbeiter, am 28. Oktober für die sechs von der Arbeiter- Partei aufgestellten Kandidaten zu stimmen.( Stürmizu Gunsten der Kandidatnr Tuyauer schloß die Versammlung unter vielfachen Hochrufen auf Tupauer. neuen h. In der zahlreich besuchten Tischler- WerkstättenDelegirtenversammlung am Dienstag Abend im LouisenStädtischen Konzerthaus referirte Herr Rödel im Namen der obntommission über die Nothwendigkeit einer Bezirksorganisation für die hiesige Lohnbewegung. Die feitherige Eintheilung Berlins in vier Bezirke- so führte er aus sei, da sie sich in vielfacher Hinsicht als un julänglich erwiesen, dahin abzuändern, daß die hauptstädtischen Werkstätten nach einem von der Kommission bereits aus gearbeiteten Blane in hundert Bezirke unter je einem, von der Rommission einzuseßenden Bezirksleiter oder Vertrauensmann eingetheilt werden. In der darauffolgenden animirten Distuffton sprachen sich fast sämmtliche Redner zustimmend hierüber aus, worauf die Versammlung einstimmig beschloß, praktische Durchführung der Bezirks- Neuorganisation ganz Die der Kommiffion zu überlassen. Zum zweiten Punkt der Lagesordnung: bei Gaft und Brock, bei Gerstenfeld und bei Weidenslaufer" welche am vorigen Freitag in Sachen der Arbeitsniederlegung der Gaft und Brod'schen Bautischler in der Mittenwalderstraße Theater. Königliches Overnhaus: Donnerstag: 212. Vorstellung. Lohengrin. Königliches Schauspielhaus: Donnerstag: 215. Vorstellung. Glück bei Frauen. Deutsches Theater: Donnerstag: Die große Glocke. Bellealliance- Theater: Donnerstag und folgende Tage: Gastspiel der Kgl. Hofschauspielerinnen Franziska Ellmenreich und Frau Marie Seebach: Die Provinzialin. anonyme Korrespondenz. Gegenüber. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Donnerstag: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Donnerstag: Bum 309. Male: Nanon. Eine stattgefunden, einstimmig ihr Urtheil abgegeben hat, daß für die in Rede stehenden Doppelfenffer ein Wochenlohn ron minbestens 27 bis 25 M. angemessen erscheine. Uebrigens ist inzwischen der ganze Konflikt gütlich beigelegt und hat der Strike mit einem Siege der Arbeiter geendet, indem die Firma den betreffenden Attordarbeitern, welche bei dem seitherigen Afford weniger als 27 M. wöchentlich verdienen sollten, ein Firum von 27 Mt. wöchentlich garantirte. Auch der in der Versammlung nicht genügend aufzuklärende Konflikt in der Gerstenfeld'schen Werkstätte( Spezialität für Apothekenbie Einrichtungen), betreffend jezt angebliche zehn stündige Arbeitszeit und unzureichende Akkordlohnsäge, bei denen angeblich nur ein Wochenverdienst von 14-16 Mt. zu erzielen sei, wurde anscheinend der gütlichen Ausgleichung näher gerückt, da der anwesende Vertreter der Fabrik, Herr Gerstenfeld jun., im Namen der Firma fich bereit erklärte, die Sache durch Vereinbarung mit den betreffenden Arbeitern oder mit der Lohnkommission nach deren Wünschen und unter Zugrundelegung des Programms der Bewegung( MinimalverDienst von 18 Mt. bei 9 ein halb stündiger Arbeitszeit) zu ordnen. Bekanntlich hatten vor einigen Tagen etwa 7 Arbeiter der genannten Firma die Arbeit eingestellt. Doch sollen dieselben, wie es hieß, nicht beabsichtigen, dort wieder in Arbeit zu treten. Auch die Schlichtung dieser Streitigkeit wurde der Lohntommmission anheimgestellt. Bei WeidensLaufer( Pianofabrik) ist die Situation noch unverändert. Ein neuer Strife droht zwar auf Provolation seitens des Arbeitgebers in der Rösener'schen Pianofabrik, wo bereits noch eine halbe Stunde länger nämlich jest 10 ein halb Stunden!- gearbeitet werden muß( von Morgens ein halb 7 bis Abends ein halb 8 Uhr).- Endlich faßte die Versammlung noch den Beschluß, die Unterstügungen der Strikenden aus dem Generalunterstüßungsfonds von nun an auf wöchentlich 12 Mark für die Unverheiratheten und 15 Mt. für die Verheiratheten festzusetzen. und Die Mitglieder der Central- Kranken- und Sterbetasse der Tapezierer und Berufsgenossen Deutschlands. ( E. H.) hielten am Montag in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße, eine Generalversammlung ab. Bunächst erstatteten die Delegirten über den in Hannover abgehaltenen Kongreß Bericht. Dieselben überbrachten zunächst einen Gruß aus Hnnnover und theilten mit, daß ca. 800 Mitglieder ver treten waren. Als Siz des Ausschusses wurde Berlin gewählt und die vorgeschlagenen Kollegen als Ausschußmitglieder bestätigt. Jm Uebrigen verwiesen dieselben auf das Protokoll, welches bei den Vorstandsmitgliedern à 10 Pf. zu haben und die Mitglieder laut Statut verpflichtet sind zu entnehmen. Nach dem Kaffenbericht, welchen Herr Becker erstattete, gehörten hierselbst bis zum Quartalschluß 273 Kollegen der Kaffe an. Die Einnahmen betrugen 547,55 M. Die Ausgaben 377,50 M. bleibt 170,05 M. Bestand. Ferner wurde beschlossen, daß Herr Tiemann sowohl wie Herr Becker Krankenscheine aushändigen fönnen. Bahlstellen übernahmen die Herren: Kirschke, ElisabethUfer 47 und Eypel, Blumenstr. 36a, Hof part. Die 5 pCt. der Einnahme welche für die Verwaltung bewilligt find wurden folgendermaßen vertheilt: Der Bevollmächtigte 1 pCt., der Raffirer 2 pCt., die übrigen 2 pet. für die Verwaltung. Herr Sander machte darauf aufmerksam, daß diejenigen Mitglieder, welche der alten Kaffe noch angehören, bis zum 1. Dezember austreten müffen, da ste derselben sonst noch 13 Monat anges hören müffen. Es wurde allgemein darüber Klage geführt, daß der Rendant der alten Kasse Herr Streudinger den Kollegen beim Austritt aus derselben allerlei Schwierigkeiten in den Weg legt, ferner daß der Kassirer derselben allerlei Unwahrheiten über die Hilfskaffe verbreitet, ja es sind sogar Bei träge von Mitgliedern, welche sich bereits abgemeldet, auf exekutivem Wege eingezogen worden. Auf Antrag der Versammlung wurde der Ausschuß damit beauftragt, um die Rechte der Geschädigten sowohl wie das Ansehen ner Hilflskaffe zu wahren, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen und falls auf gütlichem Wege keine Einigung erzielt wird, den Rechtsweg zu beschreiten. Meldungen diesbezüglicher begründeter Beschwerden werden von den Herren Sander, Schlegelfir. 23 und Kloz, Königgrägerstr. 59, schon jest entgegen genommen. Die nächste Versammlung der Kaffe findet am Mittwoch, den 12. November in demselben Lokal statt. t. Der Kommission der Tischler ist auf die Petition vom 28. Mai d. J., betreffend die Prüfung der Preiswürdig keit der eingelieferten Ausstellungsgegenstände bei fünftigen Konkurrenz- Ausstellungen durch Meister und Gesellen vom Bureau der Stadtverordneten- Versammlung der Bescheid zugegangen, daß die Petition, weil sie den Instanzenzug noch nicht erschöpft hat, aus diesem formellen Grunde zur Erörte rung im Plenum der Stadtverordneten- Versammlung unge eignet ist und wird der Kommission anheim gegeben, fich mit diesem Gesuch zunächst an die Gewerbe- Deputation zu wenden. Die vom Arbeiter- Bezirksverein ,, Glückauf" nach dem oberen Saal des Café ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a, einberu fene Mitglieder- Versammlung, in der Stadtv. Gördi einen politischen Vortrag halten sollte, wurde polizeilich verboten. Eine Hauptversammlung der Mitglieder der Zentral Kranken- und Begräbnißkaffe der Buchbinder und verwandten Geschäftszweige findet am Sonnabend, den 25. d. M., Abends 8% Uhr, Kommandantenstr. 20, statt und werden die Mitglie der ersucht, zahlreich zu erscheinen. Ferner macht der Vorstand bekannt, daß von nächster Woche noch bei folgenden Herren Marten zu haben sind: Dtto Schneider, Naunynstr. 60, vorn im Keller, Paul Schneider, Blumenstr. 29 im Laden, W. Wiese, in jeder Versammlung des Unterstüßungsvereins. Auch finden Aufnahmen bei oben genannten Herren, sowie bei jedem Vorstandsmitglied, Sonnabends jedoch nur im Kaffenlokal, Alte Jakobftr. 120, von 8 Uhr Abends statt. Große Versammlung sämmtlicher Schmiede Berlins und Umgegend im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117 am Freitag, den 24. Ottober 1884, Abends 81, Uhr. T.D.: Die Lage des Handwerks und welche Mittel sind anzuwenden, dasselbe zu heben. Referent: Herr F. Gördi. Die Herren Schmiedemeister werden gebeten, zahlreich zu erscheinen; der Innungsvorstand wird hierzu schriftlich eingeladen. Eine Delegirten- Versammlung der Nationalen Krankenund Sterbekaffe der Droschtenkutscher und verwandten Berufsgenoffen Deutschlands( E. H. K.) findet am Freitag, den 24. 5. Mts., Abends 9 einhalb Uhr, im Handwerkerverein, Sophienstraße 15, statt. Tagesordnung: 1. Welcher Krankenkasse schließen wir uns an. 2. Wahl eines Bentral- Vorstandes. 3. Verschiedenes. Sechster Reichstags Wahlkreis. V Alle Diejenigen, die gewillt find am Wahltage( 28. Oktober) für den Arbeiter Kandidaten einzutreten, das heißt, dem Wahl- Komitee der Arbeiter- Partei an obigem Tage behilflich zu sein, werden gebeten, ihre Adressen bei einem der nachstehend Genannten abzugeben: 1. Kappel, Boyenstr. 3, 3 Tr.; 2. Richter, Plantagenstr. 5, 2 Tr.; 3. Runge, Gerichtstr. 56; 4. Stach, Müllerstr. 1, 2. H. 3. Tr.; 5. Zachan, Müllerstr. 24, 1 Tr. Sonſtige Auskunft in Wahlangelegenheiten ertheilt nur Stach, Müllerstr. 1, 2. Hof 3 Tr.( 1117.) 6. Wahlkreis. Central Kranken- und BegräbnißDonnerstag den 23., Abends 8 Uhr, Versammlung im Donnerstag: Bum 9. Male: Ein Vampyr, Sensations- Drama Vortrag des Stadtverordneten Herrn Ferdinand Ewald über in 3 Atten und 5 Bildern nach dem gleichnamigen Roman im Berliner Lokal- Anzeiger von Alfred Seefeld und Carl Werrel. Central- Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Donnerstag: Vorlegte Aufführung: Jäger- Liebchen. Louisenstädtisches Theater: Direttion: Josef Firmans. Donnerstag: 47. Gesammt- Gastspiel der Liliputaner. Lette Woche: Robert und Bertram. Anfang 7% Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Vittoria- Theater. Donnerstag: Excelfior. te ge ungen Diefe momis brigen o Dr. Haus Diefe Ar ei der Der in M. geben, Don follen. ir die el zur Staat erfön Residenz- Theater: A. Anno, Das Verhalten unserer Gegner zu den Reichstags- Wahlen". Sämmtliche Wähler find freundlichst eingeladen. Freie Distuffton. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. 1107] Der Einberufer. 4. Reichstags- Wahlkreis. Einladung. Alle Diejenigen, die gewillt sind, im Frankfurter Viertel, am Tage der Wahl von früh 10 Uhr an thätig zu sein für die Wahl des Arbeiter- Kandidaten, werden ersucht, ihre Adressen abzugeben bei Herrn M. Meyer, Fruchtstraße 36a im Cigarrengeschäft. 1112 Grosse Ronnerſtag Sum 35. und legten Bale: Die Sirene. Wähler- Versammlung. Schwant in 3 Atten von P. Ferrier und A. Valabrèque.( Novität.) Regie: A. Anno. Vorher: Der erste April. Wallner- Theater: Donnerstag: Der Raub der Sabinerinnen. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Donnerstag, den 23. Oftober: Heute Donnerstag, den 23. Oktober, Abends 8 einhalb Uhr im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tages- Ordnung: Die deutsch- freifinnige Partei und die Sozial- Reform. Referent: Herr Wilhelm Liefländer. Zu dieser Versammlung sind die Wähler aller Parteien freundlichst eingeladen. Der Einberufer. 1411] Das Milchmädchen von Schöneberg. Verein der Berl. Metallareiter. Voltsstück mit Gesang in 3 Alten und 7 Bildern von M. Manstädt. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Gürtler- Gesellenschaft. Dies fannt tions zelnen boten Diffen Frei beiter поф Ver cillen Bahl bafts nädft utid Mon Den g Die B bie i für onfers auens Wege ben nheit DO [ 1104 Die Beerdigung unseres Kollegen und Invaliden Wilheim Rathgeber findet heut, Donnerstag, Nachm. 1 Uhr vom tädtischen Krankenhause aus mit Mufit statt. Um rege Theil nahme bittet Der Vorstand. Allen meinen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiss- und Bairisch Bier- Lokal. 1098] E. Werschke, Adalbertstr 16. id meine Obst- u. Gemüse- Handlung von der Adalbert Meinen Freunden und Bekannten zeige hiermit an, daß Straße 26 nach der Koppenstraße 17 u. 18 verlegt habe. 1088] Carl Jänicke, Roppenſtr. 17 u. 18. Heute Donnerstag: Gänse- Ausschieben bei Herrmann Stramm, Staligerstr. 18. 1110 Vom Sonnabend den 25. Ottbr. ab findet gegen Vorzeigung der bisherigen Legitimationstarten die Verausgabung der Statuten und Quittungsfarten statt, und werden die ersten statutarisch festgesetzten Wochenbeiträge von 20 Pf. vom 20. Oftober ab erhoben. Gleichzeitig ersuchen wir die Mit glieder einzelner Werkstätten, ihre Delegirten zu ernennen, und bitten wir dieselben, ihre Adressen beim Kaffirer Netband, Ritterstr. 123, abzugeben. 1103] Der Vorstand. Gürtler- Gesellenschaft. F Sonntag den 26. Oftober, Vorm. 10, Uhr, GeneralVersammlung im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Z.- D.: Vierteljährlicher Kaffenbericht. Mittheilung über die Invaliden Kaffe. Verschiedenes. Besprechung über die Auflösung der Mufitkaffe. Nur Kaffenmitglieder haben Butritt. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 1105] Der Vorstand. Säle für Vereine und Festlichkeiten 3. verm. e. Schlafft., Eisenbahnstr. 4, H. 2 T. b. Georgi. 1109 956] Herren- Anzüge u. Winter- Paletots von reellen Stoffen empfiehlt Ritter, Lindenstr. 12, 1 Tr. Auch auf Abzahlung. 1107] Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. kasse der Buchbinder und verwandten Geschäftszweige.( Eingeschriebene Hilfskaffe). Verwaltungsstelle Berlin. Hauptversammlung Sonnabend, ben 25. Oktober, Abends 8 einhalb Uhr, Komandantenstr. 20, Arminshallen. 1108 Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro 3. Quartal. 2. Bericht des Kontroleur. 3. Antrag des Vorstandes. 4. Verschiedenes. J. A. P. Schneider. Im 6. Reichstagswahlkreis verkauft gute Cigarren, Gigaretten, Nordh. Priem- Tabat und Rauch- Tabat die Cigarrenfabrik von M. Bernstein, Eichendorfstraße Nr. 13, vis- à- vis dem Stettiner Bahnhofe. 913 Soeben erschien: Die Erlösung der darbenden Menschheit Don R. Theod. Stamm. Preis 250 Mt. Zu haben in der Expedition des Berliner Volksblatt", Bimmerstraße 44. Teppiche. : Wir haben eine große Auswahl Teppiche und ver faufen große Sopha- Teppiche, Germania BrüffelTeppiche in sehr hübschen Farbenstellungen 6,50 und 7,50 Mart. Tapeſtrie, Brüffel, Plüsch Teppiche 11,50, 14. 16, 18 u. 20 Mart. Große Salon Teppiche 18, 20, 25 und 30 Mart. Echte Tournay Velvet in allen Größen das Allerhaltbarste, zu billigen Preisen. Tischdecken. Manillu- Tischdecken mit Franzen 2, 2,50 bunte Tischdecken mit Schnur u. Quaften 3, 3,50, 4, Gobe lin- Tischdecken 5, 6, 7 M., Gobelin Tischdecken mit Schnur und Quaften 7,50, 9, 10, 12 Mart. Rips Tischdecken 4,50, 6, 7,50, 9 Mart. Gardinen. = Weiße Zwirngardinen, Meter 45, 50, 60 Pf., ganz schwere Double- wirn Gardinen, Meter 75 Bf., Cngl. Tüll- Zwirn Gardinen, auf beiden Seiten eingefaßt, Meter 75, 90 Pf., 1, 1,25, 150 M., Manilla- Gardi nen und Manilla- Portierenstoffe mit Bordüren und Franzen, Meter 75, 90 Pf., 1 Mail. Sielmann& Rosenberg, 1013] Kommandantenstr., Ede Lindenstr. K. K. priv. Lemberg- Czernowitz- Jassy Eisenbahn- Gesellschaft. Behufs Einlösung der bestehenden in vier Emissionen zerfallenden 5 percentigen Silber- Obligationen der k. k. priv. Lemberg- Czernowitz- Jaffy Eisenbahn- Gesellschaft, und zwar: der Anleihe vom 1. November 1865 im ursprünglichen Betrage von 12 000 000 Gulden Silber steuerpflichtig, " 1 " 1 11 1. September 1867 " " " " " 1 " 1 1. November 1868" 1. Mai 1872 " " " 1 12 000 000 15 600 000 5 400 000 " " 1 ſteuerfrei, " 11 " 1 " 1 hat der Verwaltungsrath in Folge des von der 25.( außerordentlichen) General- Bersammlung der Actionäre" am 14. Oftober 1884 gefaßten Beschlusses auf Grund eines mit der f. t. privilegirten Desterreichischen Länderbank in Wien, der Berliner Handels- Gesellschaft, den Herren Mendelssohn u. Co. und den Herren Robert Warschauer u. Co. in Berlin, dann den Herren Gebrüder Bethmann und den Herren von Erlanger n. Söhne in Frankfurt a. M. und der Norddeutschen Bank in Hamburg abgeschlossenen Uebereinkommens und über Genehmigung Der hohen Staats- Verwaltung: a) ein 4percentiges Anlehen in der Höhe von 14 280 000 Gulden Silber, bestehend in 47 600 Stück Schuldverschreibungen à 300 Gulden, welche spätestens in 72 Jahren al pari ohne jeden Steuer-, Gebühren- oder sonstigen Abzug rückgezahlt werden und deren Zinsen keinem anderen Abzuge als dem der Einkommen fteuer unterliegen; b) ein 4percentiges Anlehen in der Höhe von 38 475 000 Gulden Silber, bestehend in 128 250 Stück Schuldverschreibungen a 300 Gulden, welche spätestens in 72 Jahren al pari rückgezahlt werden und rücksichtlich deren die Ausbezahlung der Zinsen, sowie die Rückzahlung der verlooften Schuldverschreibungen ohne jeden Steuer-, Gebühren- oder sonstigen Abzug zugesichert wird, aufgenommen. Bahlung der Zinsen und der verlooften Schuldverschreibungen beider Kategorien erfolgt nach Wahl des Inhabers in Wien oder bei den von der Schuldnerin jeweilig bekannt zu gebenden sonstigen Zahlstellen, und zwar in Wien in effektiver Silbermünze österr. Währung, im Auslande mit dem coursgemäßen Aequivalent in der betreffenden ausländischen Währung. Die beiden vorstehend angeführten Anlehen find mit Coupons per 1. Mai und 1. November versehen; der erste den Obligationen beigegebene Coupon ist am 1. Mai 1885 fällig. Diese Anlehen dürfen nur zu dem angegebenen Zwecke verwendet werden. Die bücherliche Eintragung des Pfandrechtes für diese Anlehen wird auf den für die t. I. priv. Lemberg- Czernowig- Jaffy Eisenbahn- Gesellschaft im Eisenbahnbuche des t. t. Lande gerichtes Lemberg errichteten Einlagen mit dem Vorrange für die oben sub a) angeführte Anleihe per 14 280 000 Gulden Silber vor derjenigen sub b) per 38 475 000 Gulden Silber vollzogen. In dem Umfange, in welchem Theil- Schuldverschreibungen der im Eisenbahnbuche eingetragenen 5 perzentigen Prioritäts- Obligationen der f. 1. priv. Lemberg- Ezernowig- Jaffy Elfen bahn- Gesellschaft in Folge des Umtausches oder der Einlösung gelöscht werden, rücken die beiden gegenwärtigen Anlehen in der bücherlichen Rangordnung vor, so zwar, daß nach erfolgter Löschung der 5 perzentigen Anlehen die sub a) angeführte neue Anleihe den ersten Play, die sub b angeführte neue Anleihe den zweiten Platz in dem bücherlichen Laftenstande einzunehmen haben Für die pünktliche Bezahlung der Zinsen und Rückzahlungsraten haften die sämmtlichen Linien der t. t. priv. Lemberg- Czernowig- Jaffy Eisenbahn- Gesellschaft, außerdem die sämmtlichen Einnahmen der Gesellschaft und insbesondere die derselben staatlich garantirten Reinerträgniffe. Wien, am 15. Oktober 1884. K. K. priv. Lemberg- Czernowitz- Jassy Eisenbahn- Gesellschaft. Subscriptions- Einladung, Die oben angeführten Bank- Institute und Firmen legen die neu hinauszugebenden FI. 14 280 000 Prioritäts- Obligationen 1. Emission und zur öffentlichen Substription auf, und findet dieselbe in Wien in Berlin in in " وو inFrankfurta, M. 38 475 000 " 1 " 2. " 1 " bei der k. k. privilegirten Desterreichischen Länderbank, der Berliner Handels- Gesellschaft, Mendelssohn u. Co. " 11 " 1 Robert Warschauer u. Co., " Gebrüder Bethmann, " " 1 von Erlanger u. Söhne, " der Norddeutschen Bank in Hamburg, in Dresden " 11 der Leipziger Diskonto- Gesellschaft, in in Hamburg wird preuf der Einm in ftrect tulofe jabrli ind Ce Ranto Bürid 140, 220, i faffer 1877 betrug fährli 9 Rofto Robur bana Bierfe fheid ร mie S fuchtfa heim Die bö J Schwi Bing ift aud Regier Feilen balber, Ko ben S ben p linge 1 fogar 2 Er Dr. E. De Sta lofengi Landw Ind. D Be lleid Baus chemisch ป Spinne Metall R Sarein Seiden Schloffe Di in Leipzig in Stuttgart in Mannheim in Carlsruhe in Constanz in Freiburg i.B. in Heidelberg in München == Günther u. Rudolph, der Königlich Württembergischen Hofbank, Rheinischen Creditbank, deren Filialen, der Bayerischen Handelsbank, Lofe ift über Di bie So N wohl, a gerabe Senftant A Deine Ju Lefen Die Derfte he Re 11 in Breslau " 1 dem Schlesischen Bankverein, in Prag " 1 der Böhmischen Union- Bank, in Lemberg 11 der k. k. priv. Galizischen Actien- Hypotheken- Bank, in Krakau int Czernowitz int Tarnopol } deren Filialen, der Banque Nationale de Roumanie am Montag, den 3. und Dienstag, den 4. November 1884 in Bukarest 1. Die Substription erfolgt auf Grund eines Anmeldungs- Jormulares, welches bei den Zeichnungsstellen zu erhalten ist. Einer jeden Anmeldungsstelle ist die Befugniß vorbe während der üblichen Geschäftsstunden unter nachfolgenden Bedingungen statt: halten, nach ihrem Ermessen die Höhe jeder Butheilung zu bestimmen. 2. Der Substriptionspreis ist in Deutschland für die Obligationen I. Emission( steuerpflichtig) auf 68,70 Prozent in Mart( 1 Gulden- 2 Mart) und für die Obligationen II. Emission( steuerfrei) auf 72 Prozent in Mart( 1 Gulden- 2 Mark) Außer dem Preise hat der Subskribent die Stückzinsen für den laufenden Binscoupon bis zum Tage der Abnahme der Stücke zu vergüten. anschagenden Effekten zu hinterlegen, welche die betreffende Subskriptionsstelle als zulässig erachten wird. festgesetzt. gang tereffirt, früher a Sie bemertt, Der Fift tändlich ganzen gebeten, unterbre dem La Si 3. Bei der Substription muß eine Raution von 5 Prozent des Nominalbeträges hinterlegt werden; dieselbe ist entweder in Baarem oder in solchen nach dem Tagescourse zu v 4. Die Butheilung wird sobald wie möglich( nach Schluß der Subskription erfolgen. Im Falle die Butheilung weniger als die Anmeldung beträgt, wird die überschießenbe bei der betreffenden Substriptionsstelle vom 10. November 1884 ab gegen Bahlung des Preises( 2) geschehen. Der Subskribent ist jedoch verpflichtet, dieselben spätestens bis einschliefli 5. Die Abnahme der zugetheilten Stücke in Interimsscheinen, welche von den deutschen Konsortialmitgliedern ausgestellt und mit dem deutschen Reichsstempel versehen find, fan 31. Januar 1885 abzunehmen. Nach vollständiger Abnahme werden die auf den zugetheilten Beträgen hinterlegten Kautionen verrechnet, beziehungsweise zurückgegeben. Für zugetheilte Be Obligationen als Einzahlung auf die neue Anleihe zu verwenden, und wird ihnen außerdem die volle Berücksichtigung ihrer Zeichnungen zugesichert, wenn die in Bahlung zu gebenden 6. Den Besitzern der gegenwärtigen 5 prozentigen Schuldverschreibungen der t. I. priv. Lemberg- Czernowig- Jaffy Eisenbahn- Gesellschaft wird das Recht eingeräumt, ib Raution unverzüglich zurüdgegeben. träge unter 5100 Gulden ist eine successive Abnahme nicht gestattet. 5 prozentigen Schuldverschreibungen in der Zeit vom 20. October bis 4. November 1884 Die 5 prozentigen Schuldverschreibungen find inclusive des anhaftenden, am 1. November 1884 fälligen Coupons, welcher fofort baar ausgezahlt wird, einzuliefern eingeliefert resp. angemeldet werden. erhält der Einlieferer für je Gulden 100 Nominale 5 prozentiger steuerpflichtiger Obligationen je Gulden 123 Nominale 4 prozentiger steuerpflichtiger Obligationen und für je 100 Gulden Nominale 5 prozentiger steuerfreier Obligationen je Gulden 117 Nominale 4 prozentiger steuerfreier Obligationen. Die durch effektive Stücke nicht ausgleichbaren Restbeträge werden zu den oben angegebenen Emissions- Coursen baar regulirt. mit ihr ihr ein langen Rinder, einmal liche Mi überhau fech$ 28 Thatfad Don Den legte fei einem A fle, und eigend. G werben, Do . Bögern immer Daß Du 7. Der Umtausch der Interimsscheine gegen Originalstücke, welche gleichfalls den deutschen Reichsstempel tragen, wird gemäß zu erlaffender Bekanntmachung bereits im K. K. priv. Oesterreichische Länderbank. Berliner Handels- Gesellschaft. Mendelssohn u. Co. zember cr. erfolgen. Wien, Bierzu eine Betis Robert Warschauer u. Co. Norddeutsche Bank. Gebrüder Bethmann. von Erlanger u. Söhne Verantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Babing in Berlin SW., Beuthftraße 2 Blanen Don Di leben G afſy irten Derren igung 1 pari men ren al ohne int zu fällig. ande zogen. Fifen folgter haben Jaffy aft. Dorbe zu ver bießende b, tann blieklid cilte Be mt, ibn rebenber ern und im De Co hne Beting Nr. 172. Beilage zum Berliner Volksblatt. Die Verbreitung der Tuberkulose wird illustrirt durch eine Abhandlung in der Beitschrift des preußischen statistischen Bureaus. Es starben in Sachsen an der Schwindsucht in den Jahren 1858-67 von je 100 000 Einwohnern jährlich: in den Dörfern 202 Städten 302 Ueberhaupt 258 In einzelnen Kantonen der Schweiz( die Untersuchung ers Streckte fich auf 1098 501 Einwohner) starben an der Tuberlulose in der Periode 1865-69 von je 100 000 Einwohnern jährlich in den: industr. Orten ackerbauenden 255 110 gemischten überhaupt 170 186 Die entsprechenden Zahlen betrugen in den industriellen Rantonen Baselstadt 257, Genf 240, im gemischten Ranton Zürich 196, in den vorwiegend ackerbauenden Kantonen Uri 140, Freiburg 81. Dagegen in den Städten Chur 300, Genf 220, Bürich 240, Neuenburg 360, Bern 390! Für die deutschen Städte hat Herr Schlokow, der Verfaffer des erwähnten Artikels, das Material für die Beit von 1877 bis 1880 unterfucht; die Bahl der untersuchten Städte betrug 147 mit 7%, Mill. Einwohnern und 109 000 Schwindfuchtfällen. Da fand er nun, daß auf 100 000 Einwohner fährlich an der Schwindsucht starben: Reutlingen 140, Stargard i. P. 157, Weimar 162, Rostock 180, Heilbronn 181, Eglingen 195, Schwerin i. M. 210, Roburg 213, Reus 527 Bielefeld 533, Erlangen 533, Fürth 536, banau 552, Würzburg 555, Witten 555, Bochum 570, Bierfen 573, ferlohn 574, Krefeld 576, Hagen 627, Mühlelm a. R. 656, Solingen 662, München- Gladbach 725, Remfhelb 878. Diese Bahlen sagen genug: gerade hochindustrielle Orte, wie Remscheid, München- Gladbach, Solingen, find es, welche die höchfte Tuberkulofenziffer aufzuweisen haben. In der Krupp'ichen Fabrit in Effen betrug die Ziffer der Schwindsuchtssterbefälle unter den Arbeitern 510 per 100 000! m Regierungsbezirk Düsseldorf, dem industriellten Preußens, auch die Schwindſuchtssterblichkeit höher, als in den anderen Regierungsbezirken, nämlich 529. Besonders die Schleifer, Donnerstag, den 23. Oktober 1884. Zokales. B. N. Der Magiftrat hatte vor Kurzem mehreren Hausbefizern in der alten Jalobstraße die Mittheilung zugehen laffen, daß in Folge des schmalen Bürgersteiges Straßen laternen wie sonst üblich nicht auf den Trottoirs aufgestellt werden könnten, sondern an den Häusern befestigt werden müßten. Da fich einige Hausbefizer dagegen fträubten, so ist nunmehr auf Anordnung der Eingangs genannten Behörde ein grüner Holzpfahl aufgeftellt und auf diesem die Laterne befestigt worden. Das Aufstellen dieses Pfahles soll derartig abschreckend auf die anderen Hauseigenthümer gewirkt haben, daß sich sofort mehrere Wirthe mit dem Anbringen von Laternen an ihren Häuser einverstanden erklärt haben. g. Auf der Station Jannowißbrücke" der Berliner Stadtbahn ist man seit einiger Zeit mit der Verlängerung und dem Ausbau der großen Halle beschäftigt, welche fich als den Bedürfnissen nicht genügend herausgestellt hat. Die Arbeiten nehmen deshalb eine längere Zeit in Anspruch, weil nur die Stunden benutzt werden, an welchen tein Bahnverkehr herrscht. Während die nach dem Waffer zu belegene Seite der Halle eine Steinmauer erhält, bleibt die gegenüber liegende Seite offen. N. Die Poliklinik für Nerven- und Geiftestrankheiten der Herren Profefforen Eulenburg und Mendel ist aus dem Nachbarhause nach der Karlstraße 27 I Treppe verlegt. In der felben ertheilen Profeffor Eulenburg Montags, Mittwochs und Sonnabends von 4-6 Uhr und Profeffor Mendel Dienstags, Donnerstags und Freitags von 4-6 Uhr sowie Sonntags von 10-11 Uhr unentgeltlich Rath und ärztliche Untersuchung in allen Nerven und Geisteskrankheiten. Zur Borsicht beim Einkauf von Briquettes mahnt eine Mittheilung, die dem B. T." von der in der Wilhelm straße wohnenden Frau Dr. W. zugegangen ist und fich auf eine unliebsame Erfahrung stüßt, welche diese Dame im vorigen Winter mit einer Sorte des genannten Brennmaterials gemacht hat. Frau Dr. W. hatte gleich nach dem Heizen ihrer Bimmer mit Briquettes einen widerwärtigen übelriechenden Dunst wahrgenommen, welcher die Räume erfüllte und der fich erst nach Verlauf von etwa 11, Stunden verlor. Die Dame hatte Feilenhauer erkranken an der Schwindsucht der Eisentheilchen seiner Zeit den Hauswirth, sowie den Töpfermeister befragt, balber, die sie mit einathmen. den Strafanstalten anrichtet. Die entsprechenden Zahlen in ben preußischen Strafanstalten waren für männliche Sträflinge 1123, für weibliche 954, in der Anstalt in Halle a. S. Roloffal find die Verbeerungen, welche die Tuberkulose in fogar 2123! Ergänzt werden diese Ziffern durch die Untersuchungen, die Dr. E. Müller 1865 bis 1869 an den männlich Erwerbenden des Kantons Zürich anstellte. Er fand da folgende Tuberku lofenziffern der Beschäftigten in der: Landwirthschaft 130 Holzindustrie Ind. d. Nahrungsmittel 237 Handelsstand 350 Berkehrsgewerben Baus und Wohnungsind. 349 öffentliche Verwaltung demischen Gewerben Spinnerei 2c. Metallverarbeitung 317 459 196 371 178 382 213 202 Wissenschaft 385 Kunst 326 persönlichen Diensten Namentlich gefährdet find folgende Gewerbe: 349 Maurer und Steinhauer 362 Schneider 370 496 406 Schreiner und Glaser Seidenweber Stloffer lofe ift zum großen Theile eine soziale Krankheit, der gegen Die über die Medizin so gut wie machtlos dasteht, wenn ihr nicht Konsequenzen dieser Ziffern find klar: die Tuberku Die Sozialpolitit hilft. Ein gefesseltes Genie. ( Erzählung nach einer wahren Begebenheit.) Nun ( Forseßung.) o ja," sagte er, fichtlich gestört ,,, ich könnte es wohl, aber"( hier überschlug er einige Blätter)- ich bin gerade inmitten des Buches, und überdies fürchte ich, der Ge genstand wird Dich nicht intereiftren." Ach, ich bin dieses Schweigens so müde, ich wünsche nur Deine Stimme zu hören." Ju lesen. ob dieser üble Geruch vielleicht auf den Ofen selbst, oder auf die Maffe, mit der derselbe im Sommer ,, ausgeschmiert" worden ist, zurückzuführen sei; doch, da diese Frage auf das Entschiedenste verneint wurde, so blieb der Frau W. nichts übrig, als den Winter hindurch die Fatalität zu ertragen. Als nun vor wenigen Tagen die Dame wiederum an die Bestellung der Feuerungsmaterialien ging, wurde ihr von einem Be fannten, mit dem fie darüber Rücksprache nahm, der Rath ertheilt, sich beim Einkauf von Briquettes nur an eine be währte Firma zu wenden, da jest häufig Briquettes fabrizirt würden, denen man, behufs besseren Aussehens und festeren Busammenhaltens, eine Theermasse beimische, die beim Vers brennen einen höchst unangenehmen widerlichen Geruch erzeuge. g. Verloren! Ein junger Mann hat gestern Nachmittag gegen 5 Uhr auf dem Wege von der Deutschen Bank( BurgStraße) nach der Straßburgerstraße, die Summe von 1600 M., bestehend in 15 Scheinen à 100 M. und 2 à 50 m. verloren ohne daß deren Auffindung bisher möglich gewesen ist. Dem ehrlichen Finder werden gegen Ablieferung der gedachten Summe laut Säulenanschlag bei Raud und Hartmann 200 M. Be lohnung ausgezahlt. a Theure Weintrauben. An die Handelsstelle einer Obsthändlerin aus Potsdam trat gestern auf dem Wochenmarkt am Leipzigerplag ein unbekannter, anscheinend angetrunkener Herr, welcher einen Liter Weintrauben verlangte. Nachdem er die gekauften Weintrauben in sein Taschentuch eingewickelt hatte, warf er diese nebst einer grünseidenen und mit grauen mit Bitterkeit, indem er begann, ungeduldig im Zimmer auf und ab zu schreiten. Minette, wie soll ich jemals so viel ersparen, um nach Europa gehen zu können? Das ist die Frage!" Die junge Frau versuchte eine Nadel einzufädeln, aber durch ihre Thränen gesehen hatte sie einen ganzen Wald von hellglänzenden Nadeln vor fich. Sie hatte gedacht, ihr Gatte würde ihr zürnen, daß sie Näharbeiten für Geld übernommen. Sie hatte seinen Unwillen gefürchtet, aber zuweilen hatte fte wieder gehofft, er würde ihr doch einen dankbaren Blid dafür gönnen, daß fie fich bemühte, in der Erwerbung der Bedürfnisse für den kleinen Haushalt ihm beizustehen, und durch einen Blick der Zärtlichkeit und durch eine LiebD, wenn es das ist!" Und er begann augenblicklich Die arme fleine Frau gab sich recht viele Mühe, Alles au verftehen, aber jeden Augenblic fam eine Anspielung, die für tofung hätte sie sich reich belohnt gefühlt. Aber daß er ihre Re ganz bedeutungslos war. ch fürchte, meine Theure, daß es Dich kaum intereifirt," jagte ihr Mann, indem er das Buch schloß, und es früher als gewöhnlich beiseite legte. Aber sie hatte ihren Bemühungen und Opfer vollständig ignoriren würde, daran hatte sie niemals gedacht. Das schien ihr sehr hart. Sie hatte viel gelitten, und geduldig gelitten um ihres Gatten willen, aber nichts schnitt ihr so tief in's Herz, wie diefer legte Beweis seines Egoismus. Sie hatte früh und spät gearbeitet, ihn in Krankheit gepflegt, hatte ihm Kinder geschenkt, hatte es gelernt, nur für den Gatten und die Kinder zu leben, und auf allen Komfort und Sie lächelte schwach und abwehrend. Sie hätte wohl gerne bemerkt, daß er lieber ein Buch wählen möchte, das ein Werk Der Fiftion oder Reisestizzen enthalte, anftatt einer ihr unver fländlichen ästhetischen Abhandlung. ganzen fleinen Vorrath von Muth erschöpft, indem sie ihn allen Sonnenschein in ihrer Eriftenz zu verzichten. Und doch gebeten, nur einmal das gewöhnliche abendliche Schweigen zu unterbrechen. " Es war sehr freundlich von Dir, Dich meinetwegen mit dem Lautlesen zu ermüden," erwiderte fie ausweichend, hatte er nach all' dem keinen Gedanken für fte, sondern murrte und grollte beständig, weil ihn, wie er dachte, nur allein die Armuth davon zurüchielt, sein Genie zu entwickeln und Ruhm und Ehren zu gewinnen. Sie ersuchte ihn nie wieder, den Inhalt eines Buches langen Winterabende. Ihre Arbeit war schön, und brachte daß ich niemals hätte heirathen sollen. Ich würde dann ihr einen guten Breis. Kleine Annehmlichkeiten für die Rinder, das Haus und den Tisch bezeugten, daß es wieder einmal einige Dollars mehr gab in dem fleinen Haushalte. Was ihren Gatten betraf, wunderte er sich über das plötz liche Aufhören ihrer schüchternen Bitten um Geld, wenn er es Aberhaupt that, nur schweigend. Nachdem sie aber ungefähr fechs Wochen mit ihrer neuen Arbeit zugebracht, mußte er diese Thatsache doch bemerken. Die Wahrheit ist," fuhr Roffter fort, indem er seiner Gattin den Rücken zuwendete und durch das Fenster blickte, mein Leben der Kunst gewidmet haben. Was nüßen mir all' diese langen verschwendeten Jahre, in denen ich wie ein Galeerenstlave an meinem Schreibpult gearbeitet, nur um das elende tägliche Brod zu gewinnen? Die Lebensaufgabe eines Mannes sollte etwas sein, worauf er stolz sein lann. Ist aber die Buchhaltung eine Quelle gerechten Stolzes! Bah!" Minette anwortete nicht. Rossiter hatte in seinem gewohnten mürrischen Tone gesprochen, balblaut und beinahe matt, Minette, gieb mir etwas, em damit die Waffertropfen wie ein Mann, der für sich selber ein Argument anführt. Als er schloß, wendete er sich vom Fenster ab und näherte legte feine Hand auf einen Stoß Linnen, der neben ihr auf fich dem Dfen. Seine Frau saß am Fenster, bemüht, in dem fe, und reinigte den Tisch haftig mit einem Handtuche. Beigend. ch, nein! Nimm das nicht! Hier ist etwas," sagte Was ist denn das? fragte Rossiter, auf das Linnen Es ist einiges Linnen für Kiffenüberzüge, die gestickt " Ich wolte Dich nicht 11 Bögern, erzählte sie ihre Geschichte. immer wegen jeder Kleinigkeit um Geld quälen, weil ich weiß, Daß Du Deinen Gehalt brauchst, um in Deinen fünstlerischen Blänen vorwärts zu fommen. Es schien mir eine Schande, Geld Don Dir zu verlangen, wenn Du doch selbst Alles brauchst. jeben Gent." Ja wohl, und es find deren wenig genug," rief Roffiter rasch schwindenden Lichte noch eine Arbeit fertig zu bringen. Ich nahm mein Bild, Die kleine Haushalterin", heute mit zu Van Vechten, dem Kunsthändler, um es zu verkaufen. Roffiter", sagte er, es ist eine Schmah, daß ein Genie, wie das Ihrige, am Hauptbuche verkümmern und nur die Preise von Seife und Indigo notiren soll. Sie sollten nach Europa von Seife und Indigo notiren soll. Sie sollten nach Europa nüßt es, davon zu reden? Mir sind hände und Füße gebunden." Seine Frau legte ihre Arbeit nieder und fah hinaus in die traurige Umgebung und es entstand eine kleine Bause, während welcher Karl in das Kohlenfeuer starrte und Minette fich an die Zeit erinnerte, wo fie das Glück seines Lebens auszumachen schien, und sie dachte daran, wie fte 1. Jahrgang. Stahlperlen gestickten Geldbörse, in der sich 91 m. 55 Bf. be fanden, der Verkäuferin mit den Worten zu:" Da, behalten Sie beides", und entfernte fich eilig. Der Ünbekannte war bes leidet mit einem schwarzen Ueberzieher und einem Cylinderhut. Das mit J. A. 5 gezeichnete weißleinene Taschentuch, sowie die Börse mit Inhalt find an das Kriminal- Kommiffariat abgeliefert worden, woselbst der inzwischen wohl wieder nüchtern gewordene Herr sein Eigenthum zurückerhalten kann. gs Eine große Verkehrsstörung entstand gestern Mittag in der Brunnenstraße dadurch, daß vor dem Hause Nr. 137 ein hoch mit Heu beladener Fouragewagen gerade auf den Pferdeeisenbahnschienen umstürzte und seine Ladung hier ablud. Die sämmtlichen hier zahlreich fourfirenden PferdebahnWagen waren gezwungen, die behinderte Strecke auf dem Straßenpflaster zu pasfiren. Erst nach längerer Zeit gelang es, das Hinderniß zu beseitigen und den Verkehr wieder herzus ftellen. b Erster Klasse. Der Zug nach Potsdam war dieser Tage so besetzt, daß mehrere Passagiere dritter Klasse in der ersten untergebracht wurden, unter ihnen ein Bauernmädchen aus der Gegend von Brandenburg mit ihren Körben. Sie war darauf nicht wenig stolz und freute sich nicht wenig darauf, ,, wat Voader feggen" würde. Aber in Potsdam wurde Play und Alles mußte umsteigen. Das Mädchen jedoch wehrte fich heftig dagegen, das müsse ,, Boader sehn!" Nur mit Mühe brachte man sie aus dem mit Plüsch gepolsterten Coupé. g. Der gestrige, zweite Abend des großen Billardtourniers in den Gratweil'schen Bierhallen zwischen den Billardkünstlern Herrn Georg Mößlacher und Franz Etscher war nicht weniger reich an beiderseitig elegant ausgeführten Stößen, als der erste Abend. Die auch gestern anwesende große Buschauerzahl harrte in gespannter Erwartung bis zur Absolvirung der zweiten 600 Points aus, die diesmal erst gegen 12 Uhr erfolgte. Das geftrige Spiel hat demnach, bei dem Beginn furz nach 8 Uhr, ca. 3/4 Stunden gedauert, gegen 24 Stunden am Vorabend. Die größte Serie des Abends machte wiederum Herr Mößlacher mit 89 Points, welcher da durch aber keineswegs einen günftigeren Stand als am ersten Abend aufzuweisen hat, denn die Partie steht jest: Möglacher 807, Etscher 1200. Nachstehender Rapport zeigt, daß beide Spieler nicht sonderlich gut disponirt gewefen müssen. Herr Mößlacher fam 40 Mal, Herr Etscher 41 Mal zum Stoß, wobei gemacht wurden von Mößlacher: 9, 10, 0, 1, 3, 6, 7, 11, 1, 12, 0, 11, 50, 4, 2, 49, 89, 1, 1, 1, 64, 8, 24, 20, 11, 1, 1, 6, 1, 1, 1, 30, 3, 11, 16, 3, 20, 11, 1, 5; von Etscher: 5, 6, 43, 2, 4, 2, 0, 31, 3, 13, 18, 12, 15, 0, 12, 18, 21, 0, 49,24, 1, 2, 26, 10, 13, 31, 6, 41, 0, 6, 15, 6, 19, 7, 56, 0, 34, 11, 8, 27, 3. Troß der Differenz von 393 Points geben die Anhänger Mößlacher's diesen nicht verloren; nur einige jener großen Serien, die er bereits gemacht, und er ist seinem Gegner nach. N. Wiederum ein Sturz vom Gerüst. Auf einem Neubau in der Kaiserin Augusta Allee beschäftigter Handlanger Gustav Schütz hatte gestern Abend, als er mit einer Mulde Kalt eine Leiter im 2. Stod erftieg, das Unglüd fehlzutreten und so vom Gerüst aus einer beträchtlichen Höhe auf den Bauplat zu stürzen. Schüß erlitt neben schweren inneren Ver legungen einen Bruch beider Beine. Der Verunglückte soll, wie wir hören, auf dem Transport nach dem Krankenhause be reits verstorben sein. a. Von einem Fuhrwert ist auf der Chauffee zwischen Reinickendorf und Gesundbrunnen am 20. d. Mts. Morgens zwischen 3 und 5 Uhr ein mit Leinewand bedeckter großer Waschlorb, gezeichnet W. S., gestohlen worden, in welchem sich Kleidungsstücke und Wäsche Darunter ein sehr werthvoller Bobelpels im Werthe von 3000 Mart befunden haben. Geburtstagsfeier und schwerer Einbruchsdiebstahl. In dem Souterrain des Hinterhauses Templinerstraße 3 be selbst gehofft hatte, immer glücklich mit ihm zu sein, und wie ihr süßester Gedanke gewesen war, daß fie alle Freude ihres Lebens ihrem Gatten zu danken habe! Ach, es waren nur fieben Jahre seit damals vergangen, und fest mußte ste felber Brot und Kleider für sich und ihre drei Kinder verdienen, und er beklagte die Ketten, mit denen er an sie Alle gebunden war. Karl," sagte fte sanft ,,, Du hast es nicht nöthig, Dich gebunden zu fühlen. Geh, wohin Du willst. Wenn Du fühlst, daß Gott Dich zu höheren Dingen bestimmt hat, als Du fie hier erreichen kannst, dann bist Du frei, um Deine höhere Aufgabe zu suchen. Ich liebe Dich," ihre Stimme schwankte, und fie hielt einen Moment inne aber ich verlange nicht, die Gattin eines Mannes zu bleiben, der mich als eine Last betrachtet. Was unsere Kinder betrifft ,, " Sie hielt plößlich inne. Unlogisch und doch voll zärtlicher Liebe und Selbstaufopferung, wie fte war, erhob fich ihre ganze Natur gegen den Gedanken, daß der Mann, den sie so Derehrt hatte, feige genug sein tönne, ihrer schwachen Kraft allein die Sorge für ihre drei Kinder aufzuladen, nur deshalb, bamit er leichter und rascher die Bahn gehe zu fünstlerischem Ruhme. Was das Bewußtsein ihrer Mutterpflichten betraf, hielt fie fest an dem Gedanken, daß nichts ste derselben entheben tönne, als der Tod. So, dachte fie, müsse auch ein Bater fühlen. ,, Karl," sagte fte, rasch sich erhebend und an die Wiege ihres jüngsten Rindes tretend ,,, was denkst Du, daß Gott von Dir verlange: ein treuer Gatte und Vater zu fein, oder ein berühmter Künstler zu werden?" 11 Wenn mein Schöpfer mir ein Talent gegeben hat, durch das ich die Menschen erheben und begeistern könnte, auch dann noch, wenn dieses turze Leben für mich dahin wäre, so ist es gewiß meine Pflicht, dieses Talent zu gebrauchen." Seine Gattin fuhr fort, einen ernsten, forschenden Blick auf ihn zu richten. Mir scheint es," sagte sie mit Entschloffenheit, die erste Pflicht der Eltern gehöre ihren Kindern.' Gewiß," entgegnete Rofftter beistimmend und mit größter Offenherzigkeit; aber Du siehst auch, wie meine Pflichten einander widerstreiten. Ich würde die höhere Pflicht vor sieben. Es ist eben Thatsache, daß ich niemals hätte heirathen follen." Es schien ihm So schloß er mit einem tiefen Seufzer. aber nicht einzufallen, daß er nun auch die Konsequenzen eines begangenen Furthums mit all' seiner besten Manneskraft tragen müsse, sondern er klagte nur das Fatum an, daß es ihm einen Genius gegeben und ihn dann in unwürdige Feffeln geschmiedet habe. Seine arme Gattin empfand nur, daß es ungerecht sei, Daß fie allein die Folgen einer verkehrten Heirath tragen solle. Aber ihre Kinder mußte fte ernähren, ihnen Dbdach und Kleidung geben, das war für fie unzweifelhaft. Und im Bertrauen auf ein gütiges Geschid war sie bereit, diese schwere Bürde auf fich zu nehmen. ( Fortsepung folgt.) einen Fabrikanten verurtheilt, dessen Temperenz- Bier nahezu drei Gran Blei pro Gallone enthielt. Selbst Dr. Richardson, der schon Reformen aller Art ausgebedt hat, ist noch fein neues Getränke eingefallen, das an die Stelle des verpönten Weines treten soll. Schade, daß bei Anlaß der Konferenz der Teetotaler Niemand auf die Jdee verfallen ist, den Doktor zu fragen, was er mit dem reichhaltigen Keller angefangen hat, den ihm vor einigen Jahren ein zu den Grundsäßen der Temperenzler be tehrter Edelmann testamentarisch vermachte. Er enthielt die feinsten Weine, einige über 100 Jahre alt. Trinken fonnte Der alte Herr den Stoff nicht, da er dem Becher entsagt hatte, seinen Erben durfte er ihn auch nicht überlassen, da er ihn als Gift ansah; in's Waffer laufen lassen, wagte er auch nicht, ' s war jammerschade für das horrende Geld, das der Keller geloftet. So überließ er dem Doktor Richardson das Problem und vermachte ihm die Bescheerung mit der Klausel, darüber nach seinem Guidünken zu verfahren. Seither hat aber Niemand erfahren können, was aus dem Wein geworden ist. e Nr haben die Nachbarn Bel's eine Menge Angaben über denselben gemacht und machen noch täglich welche; die meisten Belum bungen haben fich jedoch nicht als begründet herausgestellt Der belastendste Umstand, der Bel bis jetzt nachgewiesen werden fonnte, ist, daß er eine Obligation, die der Böhmer gehörte, vor Kurzem verkauft hat. Ueber das Vorleben des Bel, der be fanntlich unter dem Verdacht des Giftmordes steht, erzählt die Frz. Corr." allerhand unheimliche Dinge. Die Untersuchung gegen den Uhrmacher Pel, welcher, wie schon erwähnt, ve dächtigt wird, sein Dienstmädchen Marie Boehmert aus der Welt geschafft zu haben, macht nur geringe Fortschritte und der in Mazas fizende Bel thut nichts, um fte im Geringften zu fördern; denn er bleibt hartnädig verschloffen und beate faum die Anwesenheit der ihm als Kundschafter beigegebenen Mitgefangenen. Von dieser Seite wird jedenfalls nichts zu fahren sein. Was man über die Vergangenheit des Uhrmache allmälig aufdeckt, ist eher geeignet, den Argwohn, der auf ihm lastet, zu bestärken: vielleicht war die Ermordung der Ber schwundenen für den beständig über wissenschaftlichen Problemen brütenden Mann nur ein Mittel, ein Experiment, sei es bezüg lich der Wirksamkeit giftiger Substanzen, sei es eines von ihm erfundenen Leichenverbrennungssystems, zu machen. Es wird erzählt, daß, als der Polizeikommissar bei ihm erschien, um den Tod feiner Mutter zu konstatiren, dieser entsetzt vor einem furchtbaren Schauspiele zurückfuhr: die alte Frau Bel bewegte auf ihrem Sterbelager die Lippen und Augen, und die aan standen ihr zu Berge. Der Sohn hatte die seltene Gelegenheit über eine Leiche zu verfügen, benut, um fte zu elektrifiren! Als die Aerzte des Hotel Dieu davon hörten, beschieden fie Bel zu fich und ließen ihn sowohl an Todten den Verfuc wiederholen, als das Leben Sterbender um Stunden oder Tage verlängern und Lahmen den Gebrauch ihrer Glied finden fich die Metalldreberet und die Arbeitswerkstätte des Mechanikers Gerlach, welcher in dem daran stoßenden Hause Nr. 2 seine Privatwohnung hat. Um 7 Uhr Abends werden ftets die Arbeitsräume des G. geschloffen, was auch am Sonnabend geschehen war, und taum schwiegen unten im Souterrain die Hämmer und Maschinen, da ertönten eine Treppe höher in einer Familienwohnung luftige Hochrufe, sowie heitere Lieder und helles Gläserklingen eine ziemlich zahlreiche Gesellschaft war zugegen, denn man feierte Geburtstag. Während nun da oben lustige Menschen wader toasteten, erbrachen Diebe die Werkstatt des G. und stahlen demselben mehrere Zentner Rohguß, eine Rifte, enthaltend sechs Dugend Wasserleitungshähne, diverse Bentner fertiggestellter Garnituren, einen Beutel mit werthvollen Modellen 2c. und das Alles wurde von den Herren Spizbuben es mußten deren mehrere gewesen sein - bei heller Beleuchtung der Werkstätte gemacht und das gе= stohlene Gut in mitgebrachten Säden aus dem Hause geschafft. Der Gesammtverlust der dem Gerlach entwendeten Waaren be aiffert fich auf ca. 2000 Mart; der Bestohlene batte sich um genannte Beit mit seiner Frau zu einem franken Freunde nach ber Chriftinenstraße begeben und so recht charakteristisch für unsere Berliner Verhältnisse ist die Thatsache, daß die Geburts tagsgäfte und mehrere Hausbewohner den Spizbuben be gegneten, welche die Säcke mit dem gestohlenen Gut zum Hause heraustrugen, aber Niemand fand etwas Auffallendes dabei. Am empfindlichsten trifft den G. der Verlust der entwendeten Modelle, denn fte find seiner eigenen Erfindungsgabe entsproffen und die werthvollen Trophäen eines ftrebsamen fleißigen Handwerkers. Von dem gestohlenen Gut fehlt leider, troß der eifrig. Merryman"( von Bathurst am Fluffe Gambia nach Newsten Nachforschungen, noch jede Spur. Ein Kuß. Aus einem amerikanischen Roman: Es war Nacht; das liebeglühende Paar ftahl fich aus dem Glanz des Mondes unter den Schatten einer Linde. Als ihre Lippen fich berührten, gab es einen wonnigen Laut, als wenn eine Kuh den Hinterfuß aus dem Sumpfe herauszieht!!" Ueberfiedelung auf hoher See. Die deutsche Barke Friedrich Scalla," Kapitän boffschild, mit einer Ladung Chemikalien von Stettin nach Charleston bestimmt, büßte im Atlantischen Ocean alle ihre Segel ein und wurde led. In diesem Bustande begegnete fte der amerikanischen Brigg F a. Ein beträchtlicher Einbruchsdiebstahl ist in den Geschäftsräumen des Mechanikers G., Templinerstr. 3, in der Nacht vom 18. bis 19. d. M. verübt worden. Es wurden von den noch nicht ermittelten Dieben, die durch Nachschlüffel fich Eingang verschafft haben, 200 meffingene Obertheile zu Wafferbähnen, 55 ganze meffingene Wafferhähne sowie eine Kiste mit Wafferleitungsbestandtheilen aus Mesfing, im Gesammtwerth von ca. 1000 M., gestohlen. Gerichts- Zeitung. " Dork unterwegs), deren Mannschaft bis auf den Steward und zwei Matrosen auf der Reise gestorben war. Kapitän Hoffschild verließ hierauf sein eigenes Schiff, begab sich mit seiner Mannschaft an Bord der Brigg und brachte dieselbe wohl behalten nach New- York. refchei fr is Ru De hiefigen begirte Wahl a der unruhige Kopf mit Leichenverbrennung und that alle ev dentlichen Schritte, aber vergeblich, damit ihm von einem Hospital eine Leiche ausgeliefert würde. Um dennoch seinen Willen durchzuseßen, faßte er den Plan, von einem Sterbenden die Einwilligung in die Verbrennung nach dem Tode zu e langen, und war so glücklich, in Levallois- Perret ein armed, altes Mütterchen zu finden, das für 100 Franken den Wunid des Jüngers der Wissenschaft erfüllte. Nur mußte er zugleich versprechen, Messen lesen zu laffen, damit die Seele der Alten nicht mit dem Körper von den Flammen versengt würde. Seine Freude war aber kurz. Wohl starb die Mère Annette bald, aber als er Anstalten zur Einäscherung treffen wollte, lam die Bolizei, verbot ihm, seinen Apparat zu heizen und ließ die Aus Rußland. Eine Ruthenstrafe wurde der Beitung Nor- Car" zufolge von den Offizieren eines Kofalen Regiment in Karatliffy über einen Bauer verhängt, weil deffen Hund einen Offiziershund gebissen hatte. Die zur Erekution beorde ten 8 Rosalen hieben so unbarmherzig auf den armen Kerl ein Leiche beerdigen. Bei der Mondfinsterniß am 4. Oftober tam bei der Bevölkerung von Konstantinopel der alte Aberglaube wieder zum Durchbruch, welcher die Erscheinung dahin erklärt, daß ein Bär von furchtbarer Größe das himmlische Gestirn mit Bernichtung bedrohe. Wenn es dem Ungethüm so gelänge, als Sieger aus dem Kampfe hervorzugehen, würde der Mond verschwinden, was auch unseres irdischen Planeten Verderben nach fich zöge. Um also dem Monde Muth zu machen und das Unthier zu erfchreden, begleitet man in Konstantinopel die ganze Dauer des Phänomens einer Mondfinsterniß mit heillosem Gepolter, daß man mit allen erdenklichen Kafferolen, Kupfergeschirren und sonstigen Lärminstrumenten veranstaltet, ferner mit Pistolen- und Flintenschüssen, die man in der Rich tung der zwei Duellanten abfeuert. Am 4. Dftober hatte die Bolizei allem Maßregeln getroffen, um dieser bedenklichen Uebung, namentlich dem Unwesen des Schießens, zu steuern, ohne daß es ihr aber gelungen wäre, es ganz zu hindern. Während der ganzen Dauer der Mondfinsterniß am Sonnabend konnte man sich in Konstantinopel in eine Schlacht vers fett wähnen. Es gab ein unausgefeßtes Gefrache, das na mentlich aus den Vierteln von Stambul, Tatavla und Tarlabasti am intensivsten tam. Eine in den Annalen der Kriminaljustiz wohl äußerst seltener Fall ist beim Schwurgericht in Elbing vorgekommen, Nach der jegt geltenden Strafprozeßordnung ist ein Angellagter auch dann als nichtschuldig zu erachten und freizusprechen, wenn die Geschworenen die Schuldfrage mit 7 gegen 5 Stim men bejahen. Der Obmann der Geschworenen hat den Spruch alsdann niederzuschreiben: Nein, der Angeklagte ist nicht schuldig." Am legten Freitag stand nun vor den Geschworenen zu Elbing der Gasthofsbefizer Grunwald aus dem Elbinger Landkreise, der Brandstiftung angeklagt. Der Obmann, ein Fabritbefizer aus Elbing, verkündete den Spruch dahin: ,, Ja, Der Angeklagte ist schuldig" und der Gerichtshof verurtheilte den Grunwald zu 2 Jahren Buchthaus. Erst mehrere Stuns den nach beendigter Verhandlung stellte sich durch Rücksprache bes Geschworenen- Obmannes mit dem Vorfigenden des Ge richts heraus, daß der Obmann aus Unkenntniß der einschlägigen Bestimmungen den Wahrspruch irrig aufgefaßt hatte, da Die Schuldfrage nur mit 7 gegen 5 Stimmen bejaht war. Bei Beginn der Sigung am folgenden Tage wurde die Richtigkeit des letteren Umstandes durch die Geschworenen fonstatirt, frog bem fonnte das Urtheil, wie der Gerichtshof erklärte, nicht mehr geändert werden, da es rechtmäßig gefällt worden. Der Geichtshof gab den Geschworenen anheim, fich behufs Abwendung der Folgen ihres irrigen Spruches an die Gnade der Krone zu wenden, und feste den Angeklagten auf Antrag des Bertheidigers, welcher fich weitere Schritte vorbehielt, einst weilen in Freiheit. daß er die Befinnung verlor. Auch ein grober Unfug. Aus München wird berichtet: chener Landgerichts vom 15. Oftober dem Herrn Vorfigenden Ku Schlagn ihrem n Berspre fie nach und ma arbeiter bem Gd des B fionäre finnigen Was er fich dabei gedacht hat, das erklärte der Hen Ferd. Simanseder, gegenwärtig strammer Erfagreservist, im " Bivil" Tagelöhner seines Beichens, in der Sigung des Min in ebenso bündiger wie glaubhafter Weise. Haben Sie," fo lautete nach dem Bericht des Fremdenblattes" die erfte Frage des Vorsitzenden ,,, am 17. Juni aus dem Keller des Megger Reitschl einen goldbrabanter Hahn gestohlen?" Angeklagte mit fräftiger Stimme: Jawohl." Vorfigender: Was haben Sie dabei gedacht?" Angeflagter: Ich habe mir gedacht, das ift was zum Effen." Der Gerichtshof dachte fich, daß hen Simanfeder für diesen seinen Gedanken resp. die demselben ge folgte Ausführung vierzehn Tage haft verdient habe, was fid wiederum Herr Simanseder wahrscheinlich nicht gedacht hat. Dem Maler Diefenbach wurde ein polizeiliches Strafmandat, auf 10 Mart Geldstrafe, bei uneinbringlichkeit auf zwei Tage haft lautend, wegen groben Unfugs" zugestellt. Der grobe Unfug" wird in der von Diefenbach gewählten auffälligen Kleidung er trägt weißwollenes habit wie die Dominilaner und feine Kopf- und Fußbekleidung- gesucht." An den Alligatoren, welche in den letzten Jahren schon bedeutend in der Achtung der Menschheit gestiegen find, da man herausgefunden, daß fich ihre Haut zur Verarbeitung in allerhand Galanteriewaaren, sowie auch zu Cberleder für Stiefel vortrefflich eignet, so daß am Mississippi bereits mit der fünftlichen Zucht der ungeschlachten Amphibien begonnen worden, hat man jegt eine neue Eigenschaft von handelswiffenfchaftlichem Intereffe entdeckt. Sie befißen nämlich eine Art Moschusdrüse, die einen zibetähnlichen Geruch entwidelt, fich somit recht wohl zu Parfümeriesweden verwerthen lassen dürfte. Ahasver auf Reisen. Chriftof Ahasver Wunderlich, ein geborener Holländer, diente in der holländischen Marine, wurde fedoch eines Diebstahls wegen ausgestoßen und zu einer sechs ährigen Buchthausstrafe verurtheilt. Nach Abbüßung derselben fand er eine Stelle als Wärter bei dem zoologischen Museum in Amsterdam, wurde jedoch auch dort entlaffen, weil er fich Unregelmäßigkeiten zu Schulden kommen ließ. Er machte nun Reisen durch Deutschland, Desterreich und die Schweiz, wobei er stets von Betrügereien lebte, indem er sich mittels gefälschter Legitimationen für einen holländischen Profeffor ausgab, der von der niederländischen Regierung mit wissenschaftlichen Miffionen betraut wurde. Er schütte in den meisten Fällen seine momentane Berlegenheit Dor in Die ers In Gemeinnütziges. Recht als ibre Red Di zu verli es ein Man be Frei unter im Geg Allmäh Leben alle B Rechten baburch Worte ganz b Politiker nicht me In Be Freihe reihei bebeuten währt und so vortheilhaft gezeigt, daß fie jeder Hausfrau Nachstehende Waschmethode hat sich bislang febr be nur angelegentlichst empfohlen werden kann. Man verlocht Ko. Waschseife zu einem Seifenbrei, verdünnt mit 25 Ma Waffer, fett 1 Eglöffel Terpentinspiritus und 2 Eklöffel Am monial hinzu und peitscht die Maffe recht tüchtig durch. Dal Waffer muß so warm sein, daß man die hand gerade darin leiden kann. Hierauf legt man die trockene Wäsche hinein und läßt fie gut zugedeckt etwa 2 Stunden eingeweicht darin liegen ehe man anfängt zu waschen. Die Brühe tann aufgewärm noch einmal benugt werden; dann muß man aber von Neuem einen halben Eglöffel Terpentinspiritus und 1 Eglöffel Ammo niat zuseßen. Durch das obige Verfahren wird die Wäsch nicht im Mindesten angegriffen, fie wird schneeweiß und ve fürst, da die verschiedenen Buthaten den Schmus energisch be ausziehen, sehr wesentlich die ganze Prozedur des Waschen Bum Schluffe muß natürlich in angebläutem Waffer tüchtig Bestes Verfahren, der Wäsche den Glanz und die 17 Gramm beste Kartoffelstärke nimmt, fie mit ein wenig faltem Waffer recht fein reibt, damit fich feine Rümpchen bilden, feße 1 Eglöffel gepulv. Buder bester Qualität binj Ein staatlich penfionirter Bandit ist gewiß ein Unikum, das mancher Leser nicht für möglich halten wird. Aber dieses Unitum tommt thatsächlich vor, und zwar in Italien. Auf der herrlichen Insel Jachia lebt ein älterer Mann, der in seinen ,, befferen Jahren" ein berühmter Räuberhauptmann und Ban bitenführer gewesen war. Reine Gewaltthat war ihm zu schrecklich, fein tollkühner Streich zu gewagt. Vor allem zeich nete er fich aber durch ein großes Organisationstalent und einen liftigen, erfindungsreichen Kopf aus, so daß es der Regierung nicht möglich war, seiner weitverzweigten Bande habhaft zu werden. In Folge deffen schloß die Regierung mit diesem gefährlichen Helden," der den abenteuerluftigen jungen Leuten förmlich den Kopf verdrehte und im Volksmunde gefeiert wurde, einen Kompromiß ab; fte ficherte ihm Straflosigkeit dadurch gerathen, daß man ihm während der Eisenbahnfahrt seine Brieftasche gestohlen habe. Dresden erhielt Wunderlich wegen Betruges eine vierjährige Zuchthausstrafe, nach deren Beibüßung er seine Reise durch Defterreich in die Schweiz fortsegte, wobei er immer denselben Schwindel in Anwendung brachte. In Zürich wurde er aus gleichem Anlaffe zu einer dreimonatlichen Buchthausstrafe vers urtheilt und nach Verbüßung derselben den österreichischen Gesichten ausgeliefert, welche ihn wegen ähnlicher Betrügereien sted brieflich verfolgten.-Wunderlich hatte nämlich während seiner Reise durch Desterreich der niederländischen Gesandtschaft in Wien nachgespült werden. und eine lebenslängliche Benfton" zu, wenn er sein Hands Appretur zu geben. Dasselbe besteht darin, daß man ca " wert aufgeben und die Bande auflösen würde. Der Bandit ging auf diesen Vorschlag ein und feste fich auf einer der schönsten Inseln der Welt zur Ruhe. Er erhielt da die Sine 160 fl. entlodt, ebenfalls unter dem Vorwande, er sei holländi gefagt, eine Pension von fünf Francs pro Tag. Nach einiger übergieße man mit etwa 4 Liter siedendem Waffer, rühre scher Profeffor, und man habe ihm auf der Reise nach Wien im Roupee seine Brieftasche gestohlen. Dem Hofrath und Pro feffor Dr. Ernst v. Brüde und dem seither verstorbenen Baron Saden gegenüber gab er fich für den Direktor des zoologischen Museums in Leyden aus und entlockte ihnen unter dem gleichen Vorgeben Geldbeträge; ebenso mehreren anderen Berfonen und auch dem städtischen Kammeramt in Linz. Christoph Ahasver Wunderlich stand dieser Tage vor einem Wiener Erkenntnißfenate des Betruges angeklagt. Er gestand sämmtliche Fatten vollkommen zu, nur bestritt er, daß er mit jenem Matrosen Wunderlich identisch sei, der zu sechs Jahren Buchthaus in Holland verurtheilt wurde, denn er selbst sei Steuermann gewesen. Der Angeklagte wurde zu neun Monaten einfachen Kerkers verurtheilt und die Landesverweisung nach verbüßter Strafe über ihn ausgesprochen. Vermischtes. Beit glaubte er damit nicht mehr austommen zu fönnen, er Samad He fein und finden, Bartei ม mirthfch Stellung gungsja wie reichte bei der Regierung eine Petition ein und erhält jest thaten gut vereinigen. Zum Schluffe seibt man durch Lein mindestens 4 Stunde hindurch, damit sich die einzelnen B täglich sechs Francs. Er führt ein behagliches, ungestörtes Leben, braucht fich feinen Genuß zu versagen, und erzählt mit wand durch und benußt das so Filtrirte zum Stärlen de fichtlichem Wohlgefallen den Fremben, denen er diese schöne Wäsche. Man erhält dadurch einen ausgezeichneten Glanz und Insel zeigt, von seinen fühnen Raubzügen und grausamen Appretur des damit Behandelten nach dem Blätten. " ber freilich," fügt er dann wehmüthig hinzu, Stahl erhält man einen schönen, schwarz glänzenden Ueberzug heute lönnte ich das nicht mehr vollbringen, seitdem ich boch schon älter geworden bin." Ein interessantes Land, dieses wenn man das Metall mit einem Dele, daß man durch Kochen Italien! von Terpentin mit Schwefel erhält, mittelst eines feinen haar pinsels überstreicht. Nach dem Verdunsten des Lerpentinol Kunststück der Gefängnißdirektion in Stambul lustig. Ein zurüd, welche sich mit dem Metalle zu schwarzem Schwefel Mordthaten. Gemüthliches. Ronftantinopeler Blätter machen sich über ein Dußend zur lebenslänglichen Bwangsarbeit verurtheilte Ver brecher, meist Mörder, finden es angezeigt, ihren Leidensge noffen in einem andern Gefängniß zum Fefte des Kurban Bei ram zu gratulieren. Mit acht Gendarmen Bedeckung läßt man in der That die zwölf Halunken, unter denen auch Christen fich befinden, die der Kurban Beiram garnichts angeht, fich in Marsch segen. Unterwegs piebt plößlich die Bande nach eisen verbindet, wenn man die Gegenstände eine Beit lang über Spiritus oder Gasflamme erbigt. Der entstehende lleber zug bedt vollkommen und ist fast unverwüftlich. Radbrud 12 auf; da zieht einer der Sträflinge einen Vatagan und verwun det seinen Verfolger. Wie lam jener in den Befit einer Waffe? Bis auf einen hat man alle wieder eingebracht. In dem Rapport der Polizei ist in Bezug auf einen der Ausreißer gefagt, man wiffe nicht, in welcher Abficht er die Flucht er griffen hätte. allen Windrichtungen auseinander. Man verfolgt fie, hält fte feuchtet und auf fleine Brettchen aufgetragen, wird an den „ N was me E mar ftanb, b merde, i erfannt Daraus reits in Berfpred Attenti Damals bei der mit dem Jahren aller In ein and eine Un Mittel gegen diese Hausplage ist der Borar. Eine Ablochung Sicheres Mittel gegen Schwabentäfer. Das befte von Gries mit verdünntem Bier, in welchem eine Bortion Borog aufgelöst ist( ein Eklöffel voll auf ein Glas) gut ange Stellen, wo fich diese Insekten des Abends einzufinden pflegen hingestellt. Die Thiere freffen begierig davon und sterben Einige Winte für Afthmaleidende. Beim Eintritt be Anfalls, wenn der Patient im Bette bleibt( gewöhnlich geht a fache gegen den Apotheker Pel von Montreuil haben sich, wie Senfteige auf Bruft, Rücken, Waden oder Sohle oder verab Der Mörder von Montreuil. In der Untersuchungs. hoch im Bette, entferne etwaige beengende Kleidung und mache der Fiff. Btg." aus Paris, 15. d. M., geschrieben wird, die reiche warme Hand- oder Fußbäder; innerlich nehme der Ba lischen Temperenzler in der Ereter Hall tamen. Wenn Bischöfe Verdachtsgründe gegen den der Vergiftung seiner Wirthschaf- tient Eispillen, Gefrorenes oder schwarzen Kaffee. Auch ein Die englischen Temperenzler haben, so wird aus Lon bon geschrieben, die Belehrung des Trunkenboldes aufgegeben. Sie jagen einem edleren Wild nach, es find die mäßigen Trinker, auf die sie es abgesehen haben. Ein Trunkenbold ist fchlimm genug, aber jegt lange fein so schlechtes Beispiel als der mäßige Trinker, der seinen Wein oder seine Ale regelmäßig bei den Mahlzeiten einnimmt und es so einrichtet, daß er viel absorbirt, ohne je betrunken zu werden. Gerade die Res spektabilität der stillen Trinker ist gefährlich. Mäßiges Trinken ist blos langsame Alkoholvergiftung, nichts weiter. So ungefähr lauten die Schlüffe, zu denen die Vertreter der eng und Aerzte in einem Bunkte übereinstimmen, so kann die Wahrbeit nicht weit entfernt sein. Allein mit einem höchst interterin Maria Böhmer angeschuldigten in den legten Tagen furchtbar gehäuft. In den Dunggruben des Hauses fand man mir Den bas Sel Bewußt Sto Spannu Urtheil, Die Freu haben. „ Do Lauern laffen; Die batte Re geworde Heinften auf ihn Endlich gewaffne traft. S frischer Luft( beim Schlafen und auch beim Wachen) zu wählen töchtiges Effigclystier ist im Stande den Anfall abzufürgen ferner werden Einathmungen von Dämpfen des Salpeterpapier effanten Gegenstand haben sich die guten Leute nicht beschäftigt; Eingeweideftücke, Muskeln und Haare, die denen der Vers( in jeder Apotheke fäuflich) als sehr heilsam empfohlen. Bot mißten sehr ähnlich find, ferner ein menschliches Gehirn; das meiden. Stärkende Kuren und Seeluft sind ebenfalls sehr gut schmeckt auch nicht übel, doch wird man nie den Gedanken los, daß werden, während die Haare und andere Refie in der Morgue und große Mahlzeiten sowie Gemüthßerregungen zu ve roas soll man trinken, wenn Wein und Bier vom Mittags tisch verbannt werden? Themsewaffer fiebt gut genug aus, es einem Fluffe entstammt, in den ein halbes Dugend Städte ihre Abfälle geworfen haben. Die verschiedenen Temperenzget änte, Limonade, Bondone u. s. w., find entweder viel iheurer als Wein oder Bier oder aber gesundheitsgefährlich. Fälle von Bleiver giftung find keineswegs felten. Artemus Ward pflegte zu sagen, daß ein Temperenzhotel ein Ort sei, wo man Getränke der schlechtesten Art verkauft. Da hat man fürzlich in Yorkshire ausgestellt werden. Da Pel beschuldigt wird, auch seine erste Frau ermordet zu haben, die zweite, eine geb. de Murat, verließ ihn aus Angst, so wird die Leiche derselben morgen im Kirchhof von Clichy ausgegraben und ebenfalls nach der Morgue gebracht werden. Es sollte dies schon gestern ge schehen; die Behörde will aber, daß Mitglieder der Familie der Verstorbenen der Ausgrabung beiwohnen. Andererseits Briefkasten der Redaktion. F. M., Neu- Weißensee. Der Bauer ist in feinem Recht. M. 200. Jn nächster Nummer. Berantwortlicher Hedakteur R. Cronheim in Berlin. Daud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. nicht ma Den Bar