Mr. 179. Freitag, 31. Oktober 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt eint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtages. Abonnementspreis für Berlin in's Haus vierteljährlich 2 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne merns Bf. Boftabonnement pro Duartal 3 art.( Eingetragen im VIII. Nachs trage der Postzeitungspreislife unter R. 719a.) Tas Safertionsgebühr beträgt für die gespaltene Petitzeile oder beren Staum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10% Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis 4 s Nachmittags in ber Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Berliner Volksblatt" vierteljährlich 3 Mart; monatlich 1 Mark; wöchentlich ennige frei ins Haus. Bestellungen werden von allen Zeitungsspediteuren und frauen sowie in der Expedition, Simmerstr. 44, ange ment. für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements die Monate November und Dezember gegen Bahlung 2 Mart entgegen. Die Redaktion des„ Berliner Volksblatt". Nach der Wahl. Wir haben gestern unseren Lesern an dieser Stelle die me eines Nationalliberalen Blattes vor Augen geführt; wollen wir dasselbe thun mit den höchst interessanten fungen der Frankfurter Beitung", welche ntlich den Standpunkt der in Süddeutschland am en vorhandenen ,, Volkspartei" vertritt. Dieschreibt über die stattgehabten Wahlen folgender: " Noch bei keiner Wahl war selbst für die kundigsten en der Volksstimmung die Ungewißheit über den fall größer, als diesmal. Die anscheinende PassiviRegierung, die Parteiverschiebung, die durch die berger Häutung der Nationalliberalen bewirkt wurde, inirarbeit der Sozialdemokratie, alle diese Umstände zusammen, den sonst sicheren Blick für den Zug der trüben, die Rechnungen über die zu erwartenden ffern zu verwirren. it der Ungewißheit erhöhte sich natürlich auch die ung, mit der man der Stunde entgegensah, in der m Dunkel der Wahlurnen die Gewißheit an das mmen werde. Auf Ueberraschungen war man ge nan durfte sich sagen, daß gar manche VorausFiasko machen, gar manche Biffer frappiren b so ist es denn auch gekommen, wie schon die ersten Sten uns beweisen, die bis zu der späten Abendstunde trische Funte uns übermittelt hat. Ueberraschungen en Seiten, für die Regierung vielleicht die allerdenn die eine Thatsache, die jetzt schon unwiderburch Ziffern belegt werden kann, ist eine staunens Stimmenzunahme derjenigen Partei, die man zuerst in Ausnahmegesetz zähmen und dann durch eine form gewinnen zu können glaubte. Daß weder das erboten. Feuilleton. Isaura. Eine Erzählung aus dem südlichen Frankreich. ( Fortsetzung) t Aynard hatte in diesem Thale, faft an der telle, mit Beatrice gerastet: sein Herz war voll; er Augenblick vor sich, wo er seinem fürstlichen der nun start genug schien, Alles sagen durfte. seid diesen Weg oft gewandelt!" begann er mit beBlicke. bnst Du mich auch? Glaubst Du, ich habe nicht Pacht?" versette der Dauphin seufzend. Frau lebt noch, welche die peinliche Frage aushielt nichts verrieth, weil sie geschworen hatte, das Geu bewahren," sagte Mont Aynard. wußte also etwas?" rief der Dauphin. Und der Mörder feines eigenen Rindes" er gudte immen und feste tonlos hinzu: Mein Gott! Wie on schelten, da er doch Grund hatte, zu strafen schändlichster Sorglosigkeit, mein armes Kind auch abe." echt nicht so! Dies Wort verbannt aus Eurem fagte der Erzbischof mild. Höret vielmehr, was reue Freund sagen wird, um Euren Schmerz zu B G te ich Euch nicht schon die Kunde, daß Beatricens bt?" unterbrach ihn der Dauphin. Kein Traum ntheit ist es, woran ich oft gedacht habe, was ich zu sagen? Warum spracht Ihr nicht weiter davon? redet doch, redet!" et Ihr ihm Vaterliebe weihen?" es mir, Raymond! Mein Kind, mein verlorenes Dauphin faßte heftig des Ritters Arm. hr findet es als- Braut," sagte Mont Aynard Braut," sagte Mont Aynard n?" rief der Dauphin. Wer hat es gewagt, mir Stehlen, das einzige, das mir noch gehört? Mann, mir Antwort, wo ist mein Kind? Wer hat es ge ist es die langen Jahre gewesen? Lügft Du, es abischof blidte in diesem Momente stugend nach " Eine noch das Andere gelungen ist, das mögen die folgenden Details beweisen. Beginnen wir mit Frankfurt, das in dieser Beziehung geradezu als typisch gelten darf. Die demokratische ehrlich eingestanden werden ihre erste Niederlage erlitten, Partei hat in diesem ihren Stammsiz heute das muß aber nicht die Nationalliberalen, nicht die Rückschrittler haben über sie gestegt, sondern die Sozialdemokraten. Während die demokratischen Stimmen trotz der größeren Wählerzahl um mehrere Hunderte abgenommen haben, find die sozialistischen um mehr als dreitausend in die Höhe ges gangen, haben alle anderen überflügelt und stehen zum ersten Male an der Stelle, an der sich seit 1871 stets die demokratischen befunden haben. Bisher fonnte die Demos fratie fich rühmen, hier jeder einzelnen Partei gewachsen zu fein, sie ist es heute selbst mit dem energischen Beistand der Deutsch- Freifinnigen nicht mehr und die Gefahr, die wir in der letzten Stunde vor der Wahl geschildert haben, rückt jezt in drohende Nähe. worin liegt das Typische? Darin, daß immer weitere Wir nannten die Frankfurter Wahlziffern typisch; Kreise der bürgerlichen Wähler, an dem Fortschritt, den ihnen die entschieden liberalen Parteien in Aussicht stellen, verzweifelnd, sich der Sozialdemokratie in die Arme werfen, die in ihnen eine unbestimmte und deshalb um so eindrucksvollere Hoffnung auf eine radikale Wandlung unserer politischen und wirthschaftlichen Zustände wachzurufen vers steht. Das Neue, verbunden mit dem Geheimnißvollen, reizt immer und dieser Neiz muß durch mannigfache Enttäuschungen, die das Volt von Seiten der Liberalen ers fahren hat, noch erhöht werden. Daher ist es die freisinnige und demokratische Oppofition, der die Sozialdemokratie am meisten Abbruch thut und die großen Städte, die Size dieser Opposition, haben das Schicksal, zuerst erliegen zu müssen. Man darf es heute als eine Frage der Zeit bezeichnen, daß alle städtischen Wahlkreise ohne Ausnahme der Sozialdemokratie zufallen Wahlkreise ohne Ausnahme der Sozialdemokratie zufallen und das Loos von Breslau, Hamburg und Nürnberg theilen werden. Aber auch in den Landkreisen, namentlich in solchen, die unsere Großstädte umschließen, tritt ein auffallendes Wachsthum der Sozialdemokratie zu Tage und beweist, daß alle Spekulationen, welche Konservative und Nationalliberale an die Sozialreform Bismarck's geknüpft haben, eitel sind. Doch lassen wir weiter die Ziffern reden. Da ist Da ist Königsberg, wo 1881 für Bebel 248 Stimmen abgegeben wurden; heute marschiren die Sozialdemokraten 4649 Mann start auf und der Fortschritt hat um das ihm 4649 Mann start auf und der Fortschritt hat um das ihm bisher kaum ernstlich bestrittene Mandat in einem zweiten bisher kaum ernstlich bestrittene Mandat in einem zweiten Wahlgang mit ihnen zu ringen. Da ist Kassel, wo die dem Bergpasse hinauf, wo zwei Fußsteige fich trennten; un willkürlich richteten sich die Augen des Dauphins und Mont Aynards auch dorthin, doch gewahrten Beide nichts. Ich sah es blizen droben, wie von Waffen," erklärte der Erzbischof. Mont Aynard stand rasch auf. Eaßt uns weiter ziehen," ſagte er zu dem Dauphin, deffen Aufregang sich in seinem ganzen Wesen ausdrückte. Jest nur mein Ehrenwort, daß ich Euch die Wahrheit gesagt habe. Bald lege ich Euch das Kind an die Brust fte hat sich mir verlobt!" und werbe um Eure Busage Dir?" rief der Dauphin man wußte nicht recht, ob in Freude oder Groll. Und weiß sie wußtest Du?" Beide wußten nichts und erfuhren erst später Alles. Doch kommt, daß ich Euch Isaura wiederschenke! Im Sattel erzähle ich Euch Alles." Er gab einen kurzen Hornstoß, welcher das Gefolge aufzäumen hieß. Dieser Hornstoß wurde aber noch ron Anderen vernom men, als denen er galt. Er hätte eine Warnung sein können, auf dem Wege schnell umzukehren, aber fte stußten nur einen Moment darüber und überredeten fich dann, daß er für ste feine Bedeutung haben könne. Stolz und schön, wie nur ein Schloß auf gebietender Höhe fich darstellen mag, leuchtete Gardemont den Herren entgegen, welche nach langer, inhaltschwerer Unterredung endlich in seine Nähe gekommen waren. Mont Aynards Äntlig strahlte vor freudiger Aufregung; noch hatte er dem Dauphin nicht alles gesagt, was ihn droben erwarte; aber er hoffte davon nicht bloß ein Glück für ihn und sich, sondern auch für das ganze Land, denn es mußte den Dauphin aus der entnervenden Stimmung reißen, die ihn zum Stumpffinn zu führen gedroht hatte. Und diese Hoffnung theilte der ehrwürdige Erzbischof mit seinem jüngern Freunde. Dem Dauphin aber wallte das Blut ungeſtüm durch die Adern und Bild auf Bild rang fich mit diesen unruhigen Wogen durch sein Hirn, hell auf tauchend und wieder versinkend. Er sah das Turnier wieder, wo er des Grafen von Briançon Tochter zuerst erblickt hatte; er lebte die Stunden noch einmal durch, allzuflüchtig, aber jüß, wie Himmelsglück, und verstohlen, weil sein ftrenger Bater den Szepter noch hielt und jeden Gedanken an eine Verbindung seines Sohnes mit dem Kinde selbst des vor nehmsten Lehnsträgers bestraft haben würde: seine Schwiegertöchter fuchte er auf den Thronen Europa's! Dann sah des Dauphins innerer Blid den Thurm im Gebirge, wo er seine Liebe vor Aller Augen verborgen hielt, den Nachforschungen ihres ergrimmten Baters spottend, welcher nur sozialdemokratischen Stimmen sich verdoppelt haben, ein Gleiches gilt von Wiesbaden, in dessen Landkreis sie fogar verachtfacht erscheinen. Leipzig hat für Bebel 9600 Stimmen gegen 6400 im Jahre 1881 aufgebracht, Glauchau- Meerane, Bebel's alter Stammfiß ist von den Sozialdemokraten im ersten Anlauf zurückerobert worden, Mainz wird ihnen höchst wahrscheinlich in der Stichwahl zufallen und sogar Darmstadt ist gefährdet; von 1360 Stimmen haben sie es dort auf 4601 gebracht und den Fortschritt, der das Mandat besessen, aus dem Felde ge= schlagen. Aber auch das Centrum wird sich nicht rühmen fönnen, ein Bollwerk gegen das Wachsthum des Sozialismus zu fein; im heiligen Köln haben sich die Stimmen Bebel's gegen 1881 fast verdoppelt und demnächst in der Stichwahl zwischen Nationalliberalen und Klerikalen den Ausschlag zu geben. Man gehe die lange Reihe der Depeschen durch, überall dieselbe Erscheinung, überall Erfolge der Sozialdemokratie; von den so laut auspofaunten großen Siegen der Heidelberger und ihrer konservativen Bundesgenoffen ist dagegen noch Nichts bekannt. Gegen diese Koalition haben fich Freifinn und Demokratie in den Städten sowohl, wie auf dem Lande, soweit unsere Nachrichten lauten, faft überall siegreich behauptet. Und endlich die Reichshauptstadt! Auch sie ist dem Zuge der Beit gefolgt, auch dort zeigen die Wahlrefultate den oben flizzirten Charakter. Im ersten Wahlbezirk ist erfreulicher Weise Löwe gegen Wagner Sieger geblieben, in diesem Kreis standen die Sozialdemokraten nicht in Konkurrenz. Dagegen haben sie den vierten Bezirk sofort gewonnen. Der sechste ist ihnen sicher und im zweiten und britten liegt der Ausgang der engeren Wahlen in ihrer Hand. Auch hier in den Ziffern dieselbe Erscheinung wie in Frankfurt. Im vierten Bezirk sind die sozialdemokratischen Stimmen um 11 000 gewachsen, die forschrittlichen um 6000 heruntergegangen, im sechsten Bezirk zeigt sich das Gleiche, ebenso im dritten. Die Antisemiten haben zwar keine Erfolge in Berlin gehabt, sind aber auch nicht zurückgegangen, Stöcker hat sogar noch ein Plus gegen 1881 erzielt. Bei diesen flüchtigen Stichproben mag es heute sein Bewenden haben. Sie lassen erkennen, wer der Gewinner in der diesmaligen Wahllotterie ist. Für die Reaktion ist bis jetzt kein Treffer herausgekommen und die Heidelbergerei, die vom großen 2008 geträumt und gleich Meister Till mit diesem Glück geprahlt hat, fcheinen auch mehr Nieten als Glücksnummern in Rede gewesen zu sein. Was die Demofratie betrifft, so hat sie, abgesehen von der Frankfurter Niederlage allem Anschein nach sich nicht nur in ihrer bisherigen Stärke behauptet, sondern auch in mehreren Kreisen bedeutenden Zuwachs erhalten, in einigen sogar mit guter die Schande, die sein Kind über ihn gebracht, in ihrem Blute zu löschen schnaubte, und auch alle Ritter verlachend, die einst um Beatricens Hand und Herz geworben hatten: Jacques von Vinay zumeift, der ihr Verlobter gewesen war! Als sich das Bild dieses edeln Mannes in Humbert's Erinnerung erhob, fühlte er Schmerz und tiefe Beschämung: Binay war dem rachedürftenden Vater, dem der Zufluchtsort seines verleiteten Kindes endlich verrathen worden, nachgeeilt, um ihn vor wilder That zu bewahren, ach! er war zu spät gekommen: in ihrem Blute fand er das unglückliche Weib, umheult von des Thurmwarts Frau und Schwester; der Vater war fort und hatte das kaum einjährige zarte Wesen, das keine Schuld trug vom Fehle seiner Eltern, mit sich ges nommen, wahrscheinlich, um es auch zu ermorden. Durch Gottes Gnade ward der Doppelmord ihm erspart: das Kind, es lebte ja und sollte bald an des Vaters Brust sinken! Bor diesem Gedanken erloschen die andern, welche Mont Aynard's Erzählung in ihm geweckt hatte: er vergaß, wie großmüthig Vinay an der unglücklichen Beatrice gehandelt hatte; er vergaß sein trauriges Ende, ja, der Moment war mächtig genug, ihm auch seines Knaben Tod, den er verschuldet hatte, mitleidig zu verschleiern! Die Bugbrüde fant; am innern Thorwege standen zwei alte Männer, die Herren erwartend. Den Einen hatte Mont Aynard selbst herbestellt: es war der Thurmwart von der Tour sans venin; aber des Andern Gegenwart überraschte ihn. Sie da, Royan?" rief er. ,, Bist Du glücklich und ohne An fechtung heimgekommen?" Sehr glücklich!" sagte Royan, die Einreitenden ehr furchtsvoll begrüßend. Mit ben allerwichtigsten Briefen." furchtsvoll begrüßend. Und er langte aus seiner Tasche eine dicke Schriftrolle hervor. Aber der Dauphin war vom Pferde gesprungen, aitternd, so daß jeder Moment für ihn Gefahr drohte. Mont Aynard verschwand mit ihm, ohne Royan anders, als durch einen stummen Wink zu bescheiden, im Portale, das nach dem Hauptgebäude führte. Der Erzbischof nahm die wohl versiegelten Schreiben in Empfang, während der Dauphin schon die verhängnißvolle Schwelle droben überschritt. Mein Kind, mein theures Kind!" Bu seinen Füßen, bebend wie eine Blume im Gewitters Sturm, fant Saura; er hob fie an seine Brust, er hatte nur stumme Liebkosung für fte; all' seine Kraft schien zu zerrinnen, schwere Tropfen fielen auf aura's Lockenhaar es war ihm, als fönne er nie seliger sterben, als in diesem Augenblicke. Aussicht auf Gewinnung des Mandats. Das mag auch für manche Enttäuschung, die auch wir durch das Resultat der Wahlen erleben, ein Trost sein." Politische Uebersicht. Die Impffrage soll am 30. Dktober durch eine Kom mission einer Berathung unterzogen werden. Die Sigungen finden im Reichsgesundheitsamte statt; den Vorsitz führt der Geh. Regierungsroth Köhler aus dem Reichsamt des Jnnnern, Geheimrath Professor Koch, der stellvertretende Vorsitzende des Reichsgesundheitsamts, wird an den Berathungen Theil nehmen. Es sind im Ganzen 16 Sachverständige zu der En quete eingeladen, darunter auch einige offene Gegner der obligatorischen Impfung, sodaß man immerhin dem Resultat Dieser kommiffarischen Verhandlungen mit Vertrauen entgegenfehen darf. Zu Grunde liegen den Debatten eine Vorlage und eine Denkschrift der Regierung( ausgearbeitet im Reichsgesundbeitsamt). Neue Fragen anzuregen ist ausgeschlossen; man will fich ftritte in den durch den Reichstagsbeschluß gegebenen Rahmen der Untersuchung halten. Für die Sizungen der Kommission find etwa 10 Tage in Aussicht genommen. Ueber das Testament des Herzogs von Braunschweig schreibt man: Die Einsetzung des Herzogs von Cumberland zum Universalerben ist insoweit richtig, als ihm sämmtliches Privatvermögen des Teftators zufällt, mit Ausnahme des umfangreichen Grundbesißes in Schlesien, den der König von Sachsen geerbt hat. Das auf einen Ottavbogen geschriebene und ohne juristische Beihilfe abgefaßte Testament enthält des weiteren noch Bestimmungen, nach denen einer früheren Tän zerin im herzoglichen Hoftheater, der jeßigen Freifrau von H. in München, mit der der Herzog mehrere Jahre sehr vertraut war, 50 000 Thaler zufallen. Einem verdienstvollen Staatsbeamten, und wie man hört, dem Vollstrecker des Testaments, Finanzdirektor von Hantelmann, find 20 000 Thaler und den beiden Leibkammerdienern des Herzogs je 10 000 Thaler ausgesezt. In einem in Dels befindlichen Nachtrage find für die dortige Hofdienerschaft Legate ausgeworfen. Es bestätigt sich allem Anscheine nach also nicht, daß der Herzog seinem Lande oder der Stadt irgendwelche testamentarische Zuwendungen gemacht hätte." Der Köln. 8tg." schreibt man aus Braunschweig: Das Testament ist eine Privat- Urkunde und formell so ungenügend abgefaßt, daß nach Ansicht namhafter Juristen deffen Giltigfeit leicht angefochten werden kann. Eine sich in den schärfsten Ausdrücken Luft machende Mißstimmung über das Testament soll in der gesammten Bürgerschaft plaggegriffen haben. Auf Grund des Sozialistengesetes werden die in Salzwedel mit Beschlag belegten Druckschriften: 1) Ferdinand Lassalle's gesammelte Reden und Schriften", New York, Verlag von Wolff und Höhne.- 386 E. 4th Str. und resp. 386 Dft 4. Str. Buchdruckerei von Schärr und Frang, 133, 3. Str. New- York, Lieferung 20 bis 27, und 2) Hepner's Deutsch- Amerikanische Arbeiter, Library", Heft 1, enthaltend: A. Bebel, Die Ziele der Arbeiterbewegung( mit dem Bildniß des Verfaffers), New York 183, A. D. Hepner, Publisher, 139 Chatham Str., als sozia listischen Tendenzen in einer den öffentlichen Frieden und die Eintracht der Bevölkerungsklaffen gefährdenden Weise dienend (§ 11 des vorbezeichneten Gesetzes), hiermit verboten. Magdeburg, den 28. Ottober 1884. Der Regierungs- Präftdent. von Bebell. Verboten auf Grund ees Sozialistengesezes find ferner noch mehrere Flugblätter in Hannover und Württem berg. Belgien. In Loewen fanden vorgestern, als der Rücktritt der Minister Jacobs und Woeste fich bestätigte, ernste Ruheftörungen statt. Studirende der katholischen Hochschule brachten vor dem Universitätsgebäude die Rufe aus: Nieder mit dem König! Es lebe die Republik!" und durchzogen am Nachmittag die Straßen, indem sie Lieder gegen die Liberalen fangen. Die Bürgerschaft fand sich dadurch gereizt und schlug auf die Studenten ein, welche sich unter dem Schuße des Bürgermeisters in Schänke flüchten und daselbst bis zum andern Morgen verharren mußten. Die Polizei war genöthigt, mit der blanken Waffe die Menge auseinander zu treiben, wobei einige Verwundungen vorkamen. Die Arbeiten zur Herrichtung der Welt- Ausstellung in Antwerpen 1885, schreiten rustig vorwärts: 45 000 Quadrat meter find bereits unter Dach. Die Hauptgalerie erstreckt sich auf eine Länge von 333 Metern; mehrere Seitengalerieen find auch bereits fertiggestellt, soweit es sich um die Eisenkonstruktion handelt. Die Gebäulichkeiten müffen bis zum 31. Dezember b. J. ganz vollendet sein. Nicht die für die Anmeldungen an gezeigten Termine werden ablaufen, wie man angekündigt hat, sondern die Termine zur Schlüssigmachung über die Pläge, welche fich verschiedene Regierungen vorbehalten haben. Die politischen Agenten der Präsidentschaft von Bombay haben die Tiefbewegt stand Mont Aynard daneben, still trat der Erzbischof ein: ste störten Vater und Kind nicht. Endlich blidte der Dauphin auf Jiaura erhob ihr Isaura erhob ihr glühendes, von Thränen bethautes Antlig zu ihm, tüßte seine Hand wiederholt und sagte nur mit leiser, gebrochener Stimme: ,, D mein Vater, seid mir gütig." Segnet uns Alle!" rief der Dauphin und streckte seine Rechte nach dem Erzbischofe aus. Wiedersehen in Frieden!" sprach dieser feierlich. ,, Beatrice will Abschied von Euch nehmen Briançon will sich mit Euch versöhnen, ehe der Herr ihn abruft! Seid Ihr start, Beide zu sehen?" 11 Beatrice?" rief der Dauphin. Sie lebt, ich weiß es! Und ich soll sie wiedersehen?" Da öffnete fich die Thüre des Nebengemaches und, den greifen Emeriten führend sein Schritt war schwach! eine Frau im Ordensgewande von Sancta Clara. nahte " Ha!" rief der Dauphin noch zweifelnd und stürzte auf fie zu. Sie war es, Beatrice, die Geliebte seiner Jugend! Lassen wir niederrollen den Schleier über die erschütternde Szene: wer könnte fie in Wort und Bild faffen! Nur das Gefühl vermag sie mit zu durchleben in der eigenen Tiefe des Herzens. Royan und sein Schwager, der Thurmwart, saßen unterdessen im Erdgeschosse zusammen und besprachen ebenfalls die alte Beit, welche nun erst ihre legte Entscheidung fand. Royan war dem jungen Prinzen damals oft der Führer gewesen, wenn er, um nicht verrathen zu werden, immer wieder auf neuen Bergpfaden den einsamen Thurm besuchte; er hatte ſein Geheimniß treu bewahrt, obgleich er fich mehr als einmal die Frei heit genommen, dem Fürstensohne sein Unrecht vorzustellen, und ihn zu ermahnen, Priesterfegen über seinen Bund sprechen zu laffen. Das war aber nicht geschehen. Humbert erwartete 20schrecklich zu sagen!- nur seines Vaters Tod, um offen, unter seines älteren Bruders, dann also des Dauphins, Schutz mit feiner Verbindung gegen den Grafen von Briançon hervor zutreten, welcher feine Ahnung hatte, mit wem sein be thörtes Kind entflohen war, der sogar den viel jüngeren Mont Aynard beargwohnte, weil er seine Liebe zu Beatrice früher oft genug verrathen hatte und sich seit ihrem Verschwinden viel abwesend hielt. Daß Fucigny dem Gras fen den geheimen Zufluchtsortsort seiner Tochter verrathen hatte, das wußte Royan noch heute nicht er war dem Furchtbaren, von der That kommend, nur im Gebirge begegnet, wie er, schon von allen Schrecktnissen derselben überfallen, das schreiende hülflose Kind vor sich, auf dem nackten ud Felsgrunde lag. ( Schluß folgt.) einheimischen Fürsten zur Theilnahme an der Ausstellung ein-| geladen, zu welcher sich eine offizielle, aus hohen Persönlich feiten Indiens zusammengesezte Kommission begeben wird. Die Regierung bereitet selbst eine Ausstellung der Kunstindustrieen des Landes, sowie der Dokumente und Einrichtungen der verschiedenen ministeriellen Departements vor. In Holland fanden am 29. d. M. die Wahlen zum Abgeordnetenhause statt. Nach den bisher feststehenden Wahlresultaten find gewählt: 29 Mitglieder der liberalen Majorität, außerdem gelangen 10 von denselben zur Stichwahl; ferner find 3 gesonderte Liberale gewählt; einer dieser Gruppe steht zur Stichwahl. Von den antiliberalen Parteien finb 33 Abgeordnete gewählt und stehen 6 von diesen zur Stichwahl. Aus 9 Wahlbezirken, von denen 6 früher den Liberalen angehörten, find die Resultate noch nicht bekannt. Frankreich. Die Kammer fuhr gestern in der Berathung des Gesezes über die Altersversorgungstassen für Arbeiter fort. Der Berichterstatter Maze sette auseinander, daß der Ausschuß die Frage der zwangsweisen Altersverficherung aller Lohnarbeiter geprüft und fich grundsäglich gegen dieses System ausgesprochen habe. Auch habe der Ausschuß den Höchstbetrag der Altersversorgung, welche der Staat einem Arbeiter für seine Spareinzahlungen bieten solle, auf 600 Frs. festgesetzt. Diese Summe genüge, um einen alten Arbeiter vor Noth zu schüßen; ein höherer Betrag würde der Staatskaffe, die dem Arbeiter seine Einlage höher verzinst, als fte ihren eigenen Kredit zu bezahlen braucht, allzu schwere Opfer auferlegen. Die Fälle, daß ein Arbeiter mehr als 600 Frs. Rente zusammenspare, seien äußerst selten. Von 1871 bis 1881 habe teine einzige aus der Sparkaffe angelegte Lebensrente( pension viagére) diesen Betrag überschritten, und im Ganzen bezögen nur 6000 von 134 000 Lebensrentnern einen etwas über 600 Fts. hinausgehenden Betrag. Hingegen halte der Ausschuß an dem vom Staate zu zahlenden 8 insfuß von 5 pCt., der einen Zuschuß und eine Belohnung der Sparsamfeit bilde, feft. Finanzminister Tirard bekämpfte sowohl die Beschränkung des Höchstbetrages auf 600 Frs., als die Festsegung eines so hohen Binsfuges und befürwortete die Anwen bung eines Artikels des Sparkaffengesezes von 1850, wonach die Regierung das Recht hätte, alle drei Jahre den Binsfuß zu revidiren und einige Zeit vor dieser Revision sogar neue Einlagen zurückzuweisen berechtigt wäre. Der Verlust der Staatstaffe set sonst leicht zu groß; an 134000 Einlegern habe fie bereits 85 Millionen verloren. Anderseits könne man ge troft den Höchstbetrag auf 1200 Frs. ansetzen, um dem Spar sinn der Arbeiter feine Grenzen zu stecken. Nachdem noch einige Redner die Bulässigkeit der Ansammlung bis zum Be trage von 1200 Frs. Rente befürwortet, beschloß die Kammer, diese Frage gleichzeitig mit dem Artikel 12, der den Zindfuß festsett, zu erörtern. Bei den ganzen Berathungen wird wohl für die Arbeiter nichts Gutes herauskommen; denn wenn dieselben auf ihre eigenen Ersparungen angewiesen sein sollen, und der Staat Wahitreisen, in denen sie zur Stichwahl steht. Bu diesen bis jetzt 22 Kreisen gehört auch Frankfurt a. M., wo der seitherige langjährige Vertreter Sonnemann( von der Volkspartei) in der Stichwahl mit dem Sozialisten Sabor zu ringen haben wird. Die fühn vordringende Partei hat ferner ihre Hand auf München I gelegt, das fie dem Centrum in der Stich wahl streitig macht. Dieser Kreis ist nicht der einzige, der dem Zemtrum Beschwerden verursacht. Auch in Köln sehen die Klerikalen fich in die Stichwahl gedrängt, und den Boch mer Kreis haben sie nicht, wie zuerst gemeldet wurde, behauptet, sondern an die vereinigten Nationalliberalen und Konservativen verloren. Schorlemer- Alft, der bisherige Vertreter von Bochum, steht zwar noch in Duisburg zur Stichwahl mit dem national liberalen Dr. Hammacher; doch hat er dort kaum auf einen Erfolg zu rechnen. Dagegen ist die Wahl dieses streitbaren und schneidigen Kampfgenoffen Windthorst's an einer anderen Stelle( in Tecklenburg- Ahaus) gesichert worden, wo seine Kan didatur offenbar noch in der legten Stunde eingeschoben wurde an Stelle des bisherigen Kandidaten Timmermann, der ihm Play machen mußte. Einigen bereits gemeldeten oder noch drohenden Verlusten des Zentrums stehen anderwärts einige Gewinne entgegen, so daß die Partei in der alten Stärke auf dem Plan erscheinen dürfte." Weitere Wahlresultate. Gotha. Stichwahl zwischen Bock( S.) und Barth( df) Kassel Stadt- und Landkreis. Endresultat: Dr. Enneccerus( nl) 3389, Schwarzenberg( df.) 3251, Lot( t) 3842, Pfannkuch( S.) 4187, also Stichwahl zwischen Pfannkuc und Loz. Schneeberg. Ebert( f.) 7243, Liebknecht( S.) 5512, Ebert gewählt. Unregelmäßigkeiten führen zum Protest der Sozial Demokraten. Dresden- Land. Ackermann( f.) 8473, Virchow( df.) 288, Horn( S.) 6141, einige fleine Ortschaften fehlen ohne Belang. Niederbarnim. Lohren( ft.) 8864, Anörde( f.) 5889, Arndt( S.) 2900. Gera. Bis jetzt erhalten: Weber( nl.) 2625, Lautens schläger( f.) 2251, Rödiger( S.) 5239, Bersch( t.) 892 St. Wahrscheinlich Stichwahl. Kiel. Hänel 9728, Heinzel( S.) 7775, Peters( nl.) 4364 Stimmen. Stichwahl zwischen beiden Ersteren. Kirchberg- Auerbach( Sachsen). Stichwahl zwischen Diet hammer( nl.) und Kayser( S.). Bielefeld. Frhr. v, Ungern- Sternberg( f. u. 3.) erhielt 6446, v. Bilgrim 412, Elmendorf 1520, Hänel 1196, eges mann( S.) 2448. 3 Aemter mit 1500 meist konservativen Stimmen stehen noch aus. Kempen- Geldern: Ples( Bentrum). Düsseldorf: Lucius( Bentr.) 11 200, Lueg( nat.- lib.) 3142, Bebel 1024. Hanau- Gelnhausen: Zimmermann( natl.) 1397, Nidel, nicht mehr thun will, als diese mit 5 pCt. zu verzinsen, so( df.) 1996, Frohme( S.) 3138, Hellwig( f.) 538; Stichwabl find derartige Altersversorgungskaffen geradezu ein Hohn auf eine wirkliche Altersversorgung. Wie kann man einerseits von Sparen reden, wenn andererseits feststeht, daß Tausende von Sparen reden, wenn andererseits feststeht, daß Tausende und aber Tausende ohne Beschäftigung und folglich brodlos find? Und selbst dann, wenn Beschäftigung vorhanden ist, so ist mit winzigen Ausnahmen der Verdienst nur knapp zum Leben ausreichend, und wer von dem zum Leben durchaus Nothwendigen noch sparen muß, der verkürzt sich das Leben und richtet sich somit selbst vor der Zeit zu Grunde. Nußland. In der vorigen Woche find in Peterburg zwölf Personen, darunter zwei Offiziere, verhaftet worden, allein die Nachricht von der Entdeckung einer Mine an dem Kronowersti Prospekt soll unbegründet sein. Demnächst wird ein neuer politischer Prozeß gegen einen früheren ArtillerieOffizier, den Sohn eines hochstehenden Briefters, stattfinden. Die Polizei behauptet, einen neuen nihilistischen Anschlag vereitelt zu haben. Dem ,, Graschdanin" zufolge ist ein hervor ragender politischer Verbrecher der Polizei in die Hände ge fallen, der angeblich bei der Ermordung Ssudejlin's betheiligt zwischen Nickel und Frohme( S.). Neichenbach- Neurode: Mundel( d.-f.) 1068, Bring Carolath( t.) 2684, v. Quene( 8.) 2525, Kühn( 1.) 3471. Stegen. Stöcker( f) fommt nicht mit Ullrich( nl.), sondern mit Schmidt( df.) in die Stichwahl. Offenbach. Stichwahl zwischen Liebknecht( S.) und Schloßmacher( nail.). Frankfurt- Lebus. Stichwahl zwischen v. und Struve( df.) Rosenstiel( N.) Wöllmer( df.) 7806, Krohm( S.) 4472. Teltow- Beeskow- Storkow. Prinz Handjery( f.) 1152 Oschersleben- Halberstadt. Graf Stolberg( t.) 4852, v. Bernuth( nl) 5031, A. Heine( S.) 3743 St. Die Deutsch Freisinnigen haben bis jest 22 Sozialdemokraten find bis jest 9 definitiv gewählt, 24 fommen zur Stichwahl und zwar wie wir einem sächsischen Blatte ent nehmen in folgenden Wahlkreisen: Berlin 6. Wahlkreis: Hasenclever gegen Klop( of.), Sams war. Die zum Tode verurtheilte und begnadigte Wjera burg 3. Wahlkreis: Heinzel gegen Woermann( N...), Magde burg: Heine gegen Büchtemann( df.), Hannover: Meifter gegen Stadium der Schwindsucht, wozu wohl der monatelange Auf- Brühl( Welfe), Braunschweig: Blos gegen Schrader( of), enthalt im Gefängnisse beigetragen haben dürfte. Nach der Frankfurt a. M.: Sabor gegen Sonnemann( Volksp.), Mains: Behauptung des Petersburger Korrespondenten der K. 8." Bollmar gegen Falf( Centrum), Hanau: Frohme, Gegner noch Wiener Blattes über die Studentenkrawalle in Moskau Solingen: G. Schumacher gegen Centrum, Elberfeld: Harms ist die auch von uns wiedergegebene Darstellung eines mit allen ihren haarsträubenden Einzelheiten burch bohrten Körpern, zerspaltenen Schädeln c. von Anfang bis Ende erfunden. Bei der Verhaftung der Ruhe störer seien vielleicht ein paar Quetschungen mit unterlaufen, da aber Niemand daran dachte, sich zur Wehr zu setzen, so habe für die bewaffnete Macht auch kein Grund vor gelegen, von der Waffe Gebrauch zu machen. Die Begnadigung der sechs im letzten Hochverrathsprozesse zum Tode Ver urtheilten erfolgte trop der Weigerung derselben, das Gnadengefuch zu unterzeichnen. England. Im Unterhause wurde gestern die Debatte über i. P.: gegen Fabri( N.-L.), Darmstadt: Müller gegen Ulrich( N) Karlsruhe: Dreesbach gegen N.-L., Dresden- Altstadt: Bebel gegen Hartwig( I.), Dresden- Neustadt: Kaden gegen Alemm( L), Breslau Dfiireis: Hasenclever gegen Dirichlet( of.), Breslau Godau gegen Möller( df.), München 2. Wahlkreis: Bollmar gegen Westermayer, Gotha: Bod gegen Barth( of.), Sonne berg: Viereck gegen Witte( df.), Kiel: Heinzel gegen Hähnel( of.), Offenbach: Liebknecht gegen Schloßmacher," Gera: Rödiger Weftkreis: Kräder gegen Friedländer( df.), Königsberg gegen Lautenschläger( N.-L.) ein von dem Homeruler( Irländer) Harrington eingebrachtes den betreffenden Regierungs- Wahltommif Amendement zu der Adresse fortgesetzt. Dasselbe fordert eine Untersuchung der angeblich ungerechten Verurtheilung von Myles Joyce wegen des Maamtrasna Massen mordes. Parnell verlangte, daß die Regierung Lord Spencer opfere und die gewünschte Untersuchung über den angeblichen Just iz mord bewillige. Der Minister des Innern, Sir W. Harcourt, bekämpfte das Amendement. Er habe, sagte er, auf Lord Spencers Ersuchen den Fall untersucht und sei zu der Folgerung gelangt, daß eine Revision des Prozesses gänzlich unzulässig sei, weil sie dazu angethan sein würde, die welcher die energische und gerechte Verwaltung Lord Spencers festgesett Die Stichwahlen zum Reichstage für Berlin sind von sarien schon jest auf Donnerstag, den 13. Novemember d. J., von Vormittags 10 brab Außerhalb find Stichwahlen bereits anberaumt: für den 9. November in Elberfeld- Barmen, für den 11. November in Solingen und in Lennep Mettmann Lokales. Eine Markthalle für die Luisenstadt konnte bisher Rechtspflege zu lähmen und die Schreckensherrschaft in Irland, nicht in Angriff genommen werden, weil sich in Bezug auf ein Ende gesezt habe, wieder zu beleben. Auf den Vorschlag Schwierigkeiten ergaben. Ein sehr schönes Terrain mit Aus Labouchere's wurde das Amendement dahin geändert, daß eine Untersuchung des Mordprozesses ohne Hinweis auf die Handhabung der Ausnahmegeseze in Irland gefordert wird. Die Debatte wurde darauf vertagt.( Wie inzwischen gemeldet, ist dieses Amendement abgelehnt worden)- Unseren Lesern dürfte dieser Fall wohl noch in Erinnerung sein; Myles Joyce wurde auf Grund der Aussage eines Kronzeugen verurtheilt, der aber nachträglich öffentlich in einer Kirche er sei. gängen nach drei Straßen boten die Grundstüde Debener straße 44 und 45, Prinzenstr. 58 und 59 und Annenftr. 47 figer des Hauses Dresdenerstr. 44 sein Grundftüd nicht ver taufen wollte. Er meinte, er brauche fein Geld und wolle fich von seinem Grund und Boden nicht trennen. Verschiedene flärt hat, daß er von den Behörden zu einer falschen Aussage jekt für die Luisenstadt. Die Bewohner derselben haben fich jetzt beffer gehandelt, wenn sie diese Sache einer gründlichen welcher fie darauf hinweisen, daß eventuell auch das hinter Auf alle Fälle hätte die englische Regierung deshalb zu einer Petition an den Magiftrat vereinigt, in Untersuchung unterzogen hätte. Da das nicht geschehen ist, so wird es sehr böses Blut in Irland geben. Japan hat eine absolute Religionsfreiheit eingeführt. Die japanestischen Blätter veröffentlichen ein Dekret des Mikado, batirt vom 11. August, in welchem erklärt wird, daß der Buddhismus von nun an aufgehört habe, Staatsreligion zu sein und vom Staate besoldet zu werden. Jedem Japanesen steht Ansehung des gegenwärtigen Swedes im Nothfalle die Groo priation beantragen möge. Die Petition liegt für Intereffenten im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 44, zur Unteriorift aus, da die Zahl der Unterschriften in solchen Fällen von Ge es frei, fich der Religion zuzuwenden, die ihm zusagt. Die bezw. Umlegungsarbeiten der Pferde- Eisenbahnschienen t Nachdem mit dem geftrigen Tage die Umpflafferungs buddhistischen, ebenso auch die Schintopriester, werden sich von nun an ihr Oberhaupt selbst wählen, das jedoch von der Regierung anerkannt werden muß, und ihren Unterhalt aus den Tempeleinkünften beziehen. Der Mikado, der bisher das Oberhaupt des Buddhismus in Japan war, hat somit freiwillig auf diese Würde Berzicht geleistet. Das ist in der That ein großer Kulturfortschritt." Ueber die stattgefundenen Wahlen schreibt das„ B. T.": „ Das Wahlbild ist auch nach den neuesten Nachrichten, die wir oben zusammenstellen, noch finmer ein zerfahrenes und unflares. Nur das Fortschreiten der Sozialdemokratie tritt von Stunde zu Stunde schärfer hervor; außer den neun Wahlkreisen, die fie jest bereits fest belegt hat, winkt ihr weiterer Gewinn in den wicht ist. Dranienburgerstraße beendet find, findet ſeit heute Verkehr der nach dem Dranienburger Thor furfirenbe in ber Bferbe ibren bahnwagen vom Hackeschen Markt durch die Oranienburger straße statt; auf dem Rüdwege nehmen die Wageni Kurs über den Monbijouplatz durch die Kleine benten straße. Echt freifinnig." Auf dem Bimmerplag des Bimmer meisters P. Hübel, Boffenerstr. 56, wurde den Gefellen am Wahltage bekannt gegeben, daß fie nach 4 Uhr bebu u übung ihres Wahlrechtes die Arbeit verlassen Der Zimmermann W. Käding, Wienerstr. 13 einige nach 4 Miene machte, den Arbeitsplay zu verlaffen seiner Angabe nach der Bolier A. Neumann dürfen nicht eher gehen, bis ich Feierabend geboten Minuten rief ibm Sie babe fd je ta be ge ge ei S id Бо D PRES น 388 ATECHGO SARD COFFEE JOLTO 1494 31 31 u 6 g น 31 10 fe Б et n St. 2, ch ert โร 38, g. 39, St. 64 ets elt ges Dent 42, tel, abl ing wettt of R.) 152 352, 22 ben men ent Dam gde gen Df.), ing: noch bf.), arms L.), Sebel ( t.), Blau P.: Imar onne ( of.) Diger 91176 13. ab R ben Noisber auf artete Aus Deners 47 Be Der e fich ebene achen, Pros fich in inter at in t, 1, en et n De m ch ge 3 e Als Käding darauf hin äußerte, daß er, weil er weit ab wohne, geben müsse, ertlärte ihm der Polier: Gut, dann sind Sie Gut, dann sind Sie entlaffen. Der Herr Polier ist eifriger Anhänger der ,, DeutschFreifinnigen." Da Käding ohne Beschäftigung ist, so bittet er feine Kollegen, ihm wenn irgend möglich baldigst Beschäftigung nachzuweisen. b. Wie wenig man noch vor einigen 20 Jahren das heutige Wachsthum Berlins ahnte, steht man an dem Zuschnitt der Uferstraßen am Schifffahrts- Kanal. Das Schöneberger Ufer bei der Schöneberger Brücke kann kaum mehr den Vertehr bewältigen. Pferdebahnen und zahllose Laftwagen mit Rohlen von und Gütern nach den Außenbahnhöfen schieben fich hier durcheinander und alle Augenblicke entstehen Verkehrsftodungen. Es wird gar nicht lange dauern und man wird die Straße verbreitern müssen. N. Der Brandenburgische Feuerwehrbund verfügt nach dem soeben veröffentlichten Jahresbericht über eine ganz refpettable Anzahl von Löschapparaten und Mannschaften. Die zum Verbande gehörenden 54 Feuerwehren in 52 Städten zählen 5513 Mitglieder und 167 Sprißen, davon 102 Saugund Drucksprigen, 43 Drudsprigen und 22 fleinere Sprißen. Im Laufe des verflossenen Jahres find 18 Unfälle vorgekommen und 205 Feuersbrünste bekämpft worden. Die 16 nicht zum Verband gehörenden Feuerwehren zählen 1295 Mitglieder und find im Befits von 35 Sprißen. Sie hatten 28 Feuersbrünfte zu bekämpfen und einen Unfall zu verzeichnen. Insgesammt beftzen also die 70 Feuerwehren 6808 Mitglieder und 202 Sprigen. b. Verlorene Liebesmüh! Der verstorbene Reichardt, der Komponist des Liedes: Was ist des deutschen Vater land?" pflegte, wenn er in gufer Laune war, von einer ihm zugedachten verunglückten Dvation zu erzählen. Er übernachtete einmal in Magdeburg in einem Gasthof, dessen Wirthin am folgenden Morgen tief Inirend bei ihm erschien, und sich fortwährend für die hohe, ihr widerfahrene Ehre bedankte. In seiner furzen, sehr barschen Weise lehnte Reichardt diese Dantbezeugungen als nicht zutreffend ab, bis er erfuhr, daß ihm fämmtliche Magdeburger Gesang- Vereine in aller Frühe ein Ständchen gebracht hätten. Es stellte sich nun heraus, daß Reichardt von der Dvation, welche die halbe Stadt in Aufregung versett hatte, keine Ahnung hatte. Er erfreute fich eines so gesunden Schlafes, daß er von dem ganzen Ständchen nicht einen Ton gehört hatte. b. Wenn mancher Mann wüßte! Der vorstorbene Berzog von Braunschweig verkehrte früher öfters in Berlin. Er liebte es, infognito in Zivil umherzuflantiren. So erschien er mehrere Tage hinter einander bei Strangler, trant seinen Kaffee und las Beitungen, ohne daß Jemand ihn erkannt bätte. Es fiel blos auf, daß der fremde Herr der ihn bedienen den Mamsell jedes Mal ein Goldstück gab. Dies sprach sich schnell herum und auch die Polizei erhielt davon Wind. Schleunigst machte sich also der Polizeirath Dunker zu Kranzler auf den Weg, traf auch richtig den Fremden und ließ sich mit ibm in ein Gespräch ein. Allmälig ging er auf seine splendiden Aufgaben ein und begann ein Wenig zu inspiziren woher der Fremde die Mittel habe. Da fuhr dieser plöglich auf, rief: Ich fann mit meinem Gelde machen, was ich will; ich bin Der Herzog von Braunschweig!", und ließ den verblüfften Polizeirath figen. Bei Kranzler aber hat man den Herzog seitdem nicht wieder gesehen. N. Verloren gegangenes Postpacket. Nach einer Betanntmachung der Reichspostbehörde ist ein vor einiger Zeit bei dem Postamte in Pr. Holland eingeliefertes Packet in gelbem Papier, ohne Werthangabe, 5 Kilogramm schwer, an Major, Herrn Freiherrn von Minnigerode in Silkerode bei Bodelnhagen via Nordhausen- Nordheim" am Bestimmungsorte nicht eingegangen. Der Inhalt der Sendung bestand an einem Baar Stiefel mit Doppelsohlen und aus wichtigen Brozeßatten, u. A. etwa 12 Eheverträgen der von Minnigerode schen Familie in Urschrift. Der Absender hat für die Wiederbeschaffung des Packets bezw. seines Inhalts eine Belohnung von 50 m. ausgesetzt. a. Neue Unterschlagungen des Bankier Hirsch. Auch während der laufenden Woche sind gegen den verhafteten Bankier Hirsch bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalliche Unterschlagungen eingegangen, wonach das gegen H. wird. worden. in Verwahrung gegeben hätten. Es wurden demzufolge diese drei, sämmtlich vorbestrafte Personen ,,, Arbeiter" F., Schlächter G. und Kaufmann M., festgenommen und zur Haft gebracht. Der oben erwähnte Dachdecker hatte einem der Diebe erzählt, daß sich in einem Bodenraum des Hauses sehr werthvolle Sachen befänden, und er hatte dadurch den Einbruch veran laßt. Der Dachdecker selbst scheint nach den bisherigen Ermittelungen zu dem Einbruch in einer strafbaren Beziehung nicht zu stehen. Ein schwerer Unglücksfall trug fich heute auf dem Grundstück Küstriner Plaz 9 zu. Daselbst waren einige Männer im Begriff einen Balken mittelst eines Flaschenzuges in die Höhe zu schaffen, als plöglich der Balken herabftürzte und einen der unten Stehenden so schwer verleßte, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Gendarm als wandelndes Plakat. In München hat sich Sonntag Nachmittags folgende heitere Wahlepisode ereignet. Die Sozial- Demokraten hatten, anstatt eigene Wahlprogramme an den Straßenecken anzuschlagen, ganz einfach fleine rothe, wohlgummirte Bettel, auf welchen: Wählet v. Bollmar" stand, auf die Wahlprogramme der anderen Parteien befestigen lassen, und zwar an der Stelle, auf welcher sich die Namen der vorgeschlagenen Kandidaten befinden. Die Polizei Organe erhielten alsbald Ordre, diese Bettel zu entfernen. Ganz vertieft in diese Arbeit, bemerkte nun ein Gendarm nicht, daß ein hinter ihm stehender Sozialdemokrat einen derartigen ominösen Bettel auf seine Patrontasche befestigte. Ahnungslos patrouillirte der Wächter des Gefeßes in den Straßen feines Reviers, gefolgt von einer erheiterten ansehnlichen Gesellschaft von Münchener aller Altersklaffen. Erst nach längerer Zeit machte ein Herr den Mann auf die Ursache der Belustigung aufmerksam, worauf der Gendarm sofort seine Agitation für die Sozialdemokraten einstellte. 11 Belle Alliance- Theater, Fau Marie Seebach verab schiedet sich heut Abend als Frau v. Vahren in Gegenüber", mit welcher Rolle fie hier die größten Triumphe feierte. Vor und nachher gehen die beiden Einafter ,, Die Prinzipalin" und Eine anonyme Korrespondenz" mit Franziska Elmenreich in Szene. Morgen tritt die lettgenannte Künstlerin als Katharina in ,, Die bezähmte Widerspenstige" auf. Es ist dies die Parthie, in der fie vor einigen Jahren im Nationaltheater ganz Berlin entzückte und die nicht wenig dazu beitrug, ihren schon damals feststehenden Künstlerruhm als einen unübertrefflichen zu bezeichnen. Noch am Terminstage wiederholte die Lieffe ihre Verleitungsversuche. Um sie von Einflüssen der anderen Partei abzuhal ten, machte die Liefte die Entlastungszeuginnen nach allen Regeln der Kunst schlecht und zeigte wegwerfend auf ein Frl. Allewelt, die fte als das Judenschicksel" bezeichnete. Frau Schmidt dachte aber gar nicht daran, sich eines Meineids schuldig zu machen, deckte vielmehr im Termin das gegen Fräulein Böwer geschmiedete Komplot schonungslos auf. Die Folge davon war einestheils die glänzende Freisprechung derselben und andererseits die Erhebung obiger Antlage gegen die Lieffe. Der Gerichtshof verurtheilte die Angeklagte zu zwei Jahren Buchthaus und 3 Jahren Ehrenverlust. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Aufruf an alle Fabritarbeiter! Kollegen! Endlich, fast nur noch vor Jahresschluß, ist es gelungen, ein zentrali firtes Krantenfaffen- Statut für unseren Beruf genehmigt zu er halten. Kollegen! Nur noch 4 Wochen Frist ist Euch gestattet, und bis dahin muß ein jeder gewerblicher Arbeiter einer Krankenkasse angehören. So tretet denn unserer Kaffe bei, damit dieselbe Euch ein wirklicher Hilfsquell in der Noth der Krankheit sein möge. Die Kaffe ist für Männer sowohl, wie für Frauen errichtet und werden Mitglieder vom vollendeten 14. Lebensjahr an aufgenommen. Die Statuten der Kaffe werden in einer öffentlichen Versammlung, welche behufs dessen Sonntag, den 2. Novbr., Vormittags 10 Uhr, im Vereinshause Süd- Ost", Waldemarstr. 75, stattfindet, zur Ausgabe gelangen, auch wird in der Versammlung bekannt gegeben, wo die Aufnahme von Mitgliedern stattfinden wird. Diejenigen Arbeiter, welche ihren Beitritt an den bekannten Stellen abgegeben haben, werden ersucht, Mann für Mann in dieser Versammlung zu erscheinen. Im Auftrage der Statuten- Kommission: R. Denzig, 3offenerstraße 36. An alle gewerblich beschäftigten Frauen und Mädchen zu Berlin. Am 1. Dezember d. J. muß jede außer dem Hause gewerblich beschäftigte Frau oder Mädchen einer Krankenkasse angehören, welche dem Gesetz vom 15. Juni 1883 ge= nügt, widrigenfalls fie gezwungen wird, sich der zu bildenden Magistratstaffe anzuschließen. Wer dieser Kaffe nicht angehö ren mag, wird zum Eintritt in die Bentral- Kranken- und Be gräbnißtaffe für Frauen und Mädchen, eingeschrieb. Hilfskaffe Nr. 26, Offenbach, aufgefordert. Diese Kaffe ist bis jetzt die einzige, welche dem Geseze genügt. Jedes Mitglied dieser Kaffe nimmt Theil an der Verwaltung. Sie besteht bis jetzt aus ca. 4000 Mitgliedern und einem verzinslich angelegten Vermögen von ca. 7000 M.; vom 1. Dezember kommt die Karrenzzeit von 4 Wochen im We, fall, so daß Krankenunterstüßung beim Krankheitsfall sofort gezahlt wird und zwar vom 1. Dezember an 39 Wochen voll hintereinander pr. Tag 1 M., außerdem fönnen Personen schon mit dem vollendeten 14. LePolizei- Bericht. Am 29. d. M. Vormittags verunglückte der Arbeiter Kluck aus Rigdorf, als er auf dem Grundstück Bergmannstraße 27 mit dem Ausgraben eines großen Kastanienbaumes beschäftigt war, dadurch, daß der Baum plößlich um sant und auf ihn fiel. Kluck erlitt eine Verrenkung des Hüftgelents und eine bedeutende Rißwunde am Unterschenkel, so daß er nach der Charité gebracht werden mußte.- Um die selbe Zeit machte ein Mann in seiner Wohnung in der Kleinen Kurstraße den Versuch, sich mittels Morphiums zu vergiften. Derselbe wurde noch lebend zur Charité gebracht. Am Nach- bensjahre eintreten; alles Uebrige ist bekannt. Die Verwal mittage deffelben Tages geriethen in der Tischlerei von Baumgarten, Straußbergerstraße 12, einige Hölzer, welche zum Trocknen in der Leimküche aufgestellt waren, in Brand. Das Feuer wurde noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Gerichts- Zeitung. Ein Unglücksfall beim Abriß des abgebrannten National- Theaters beschäftigte heute in der Straffache gegen den Maurerpolier Dannapfel und den Bauunternehmer Fischer bie zweite Straffammer hiesigen Landgerichts I. Die Anklage lautet auf fahrlässige Körperverlegung mit Uebertretung der Gewerbspflicht. Am 11. Februar cr. war das Gebäude zum aroßen Theil abgetragen, und es standen nur noch einige Mauern des Barterregeschosses, über dem sich noch die Ballen lage befand. Mit der Beaufsichtigung der Arbeiter war der erste Angeklagte vom zweiten, der den Abriß selbst zur Ausführung übernommen hatte, engagirt. Bei dem weiteren Nieberreißen der einen. Mauer stürzten einige Balken zur Erde und trafen die mit dem Sortiren von Steinen beschäftigten Arbeiter Schlüter und Ehler. Die erlittenen Verlegungen waren glücklicher Weise nicht erheblicher Natur. Der Erstere wurde nach einer der 3weite nach mehrwöchiger Kur als völlig geheilt aus dem Angeklagten die Schuld an diesem Unfall zur Eaſt, weil ſte die Absperrung des Plazes unterlassen hatten. Fischer lehnt Der unter dem Verdacht der Veruntreuungen in zugleich Verantwortlichkeit von sich ab, da er dieselbe dem Untersuchungshaft genommene, frühere Leiter der Bimmererbe Dannenberg übertragen hatte, und dieser entschuldigt sich damit, wegung, Bimmergeselle M., ist wieder auf freien Fuß gefest daß jeder Bauarbeiter die Gefahr der Abrißarbeiten lenne und Bogen hätte. a. Ein tungsstelle Berlin ladet nochmals hiermit zum zahlreichen Bettritt ein. Anmeldungen werden entgegengenommen: Beim Vorfizenden C. Richter, Andreasstr. 20, of r. 3 Trp.; beim Raffirer P. Schneider, Blumenstr. 29, part. im Geschäft. Die erste Versammlung der neugegründeten freien Hilfstasse der Drechsler, Knopfmacher und Berufsge nossen fand am vorigen Sonntag im Königstädtischen Kastno, Holzmarkt und Alexanderstr.- Ecke statt. Der Vorsitzende Herr Müller erstattete den Bericht der Kommission zur Statutenbe rathung der Kaffe, theilte mit, daß die Statuten hier in Berlin von der Behörde beanstandet, von den Hamburger Drechslern der dortigen Behörde eingereicht, dort nach wenigen Wochen genehmigt wurden, und daß deshalb der Zentralstß der Kaffe in Hamburg sei. Fernerhin machte er der Versammlung befannt, daß sämmtliche Mitglieder der alten Gewerkschaftskaffen Der Drechsler Berlins( spätere Ortskaffe) bis zum 15. November ohne Innehaltung der Altersgrenze( 45 Jahre) und ihre ärztliche Untersuchung gegen Entrichtung des Einschreibegeldes ( 1 Mart) aufgenommen werden. Im Weiteren unterzog er befonders das Vorgehen der Beamten der alten Kaffe einer vernichtenden Kritik und besprach die Vortheile einer freien gegenüber einer Bmangalaffe. Ueber die neue Kaffe theilt er noch besonders mit, daß außer den 4 Stufen, 20 Mart bei einem Beitrag von 55 Pf., 16 Mart bei einem Beitrag von 40 Pf., 14 Mt. bei 35 Pf., 12 M. bei 30 Bf. noch eine Stufe für jugendliche Arbeiter, 8 M. bei 20 Pf. Beitrag, mit eingeführt wurde, um den Prinzipalen und Meistern entgegen zu kommen, damit dieselben ihre Lehrlinge ebenfalls in einer freien Hilfsfaffe versichern können. Nach Schluß des Referats ließen sich mehrere hunderte Berufsgenossen in die Kaffe aufnehmen. Im Laufe der Diskussion theilte der Vorsitzende mit, daß die Mitglieder des Fachvereins für Gas, Waffer und Dampf- Armaturen, ungefähr 400 an der Bahl, fich für Eintritt in Corpore in die Kaffe der Drechsler ausgesprochen, und daß die Kaffe aller Voraussicht nach gleich im Anfang 1000 Mitglieder zu verzeichnen haben werde, ein Resultat, wie es wohl selten von einer neugegründeten Kaffe erreicht wurde. Die Bahlstellen befinden sich im SO. Wrangelstraße 136 im Lotal des Herrn Nieselt, SD. Reichenbergerstr. 24 bei Schröder, im S. Alte Jacobstr. 105 bei Pfeifer, im C. Fischerstr. 24 bei Gericke, im N. Elsaßerstr. und Hamburgerstr. Ecke bei Vollandt, im S. bei Soodtle Ritterstr. 123 und werden Sonnabend den 1. November und alle folgende Sonnabende von 7-9 Uhr Abends Mitglieder aufgenommen sowie auch Beiträge entgegengenommen. Weitere Bahlstellen werden im Laufe der Woche bekannt gegeben. Gleichzeitig zur Nachricht, daß eine Versammlung Der freien Hilfskaffe am Montag, den 3. November Abends 8 Uhr in demselben Lokal Königstadt Casino, Holzmarkt und Alexanderstr. Ecke stattfindet. Also Drechsler, Knopfmacher und Berufsgenoffen, Mann für Mann in die freie Hilfskaffe. Untersuchungs- Arzt Dr. Baded, Prinzenstr. 56. wissen mußte, daß er sich an der gen. Stelle nicht aufhalten dürfte. Budem habe er auf das Allerstrengste das Betreten des Plages verboten gehabt. Der Gerichtshof ließ diesen EinDes Plages unter allen Umständen hätte erfolgen müssen, und verurtheilte wegen der Unterlassung derselben den Dannapfel zu zwei Monaten Gefängniß. Gegen Fischer erkannte er auf der Kurfürstenbrüde dadurch, daß eine große Zahl von Kindern g. Ein großer Auflauf entstand heute Vormittag auf einen großen, anscheinend sehr furchtsamen Hund in der Burgs wand nicht gelten, er nahm vielmehr an, daß die Absperrung Straße vor sich her und bis zur Treppe an der dortigen Bade anstalt trieb, von wo aus der Hund in die Spree sprang. Kurfürstenbrücke ertrunken, wenn nicht noch rechtzeitig ein Freisprechung, weil ihm eine Schuld nicht trifft. Schiffer mit einem Handkahn den Hund aus dem Waffer ge= vielversprechender Knabe. Der 14 jährige Knabe 3 Wochen bestraft worden ist, wurde gestern Abend in der Landgerichts I. verhandelt wurde. Die Angeklagte und die aus Nähe der Petristraße von einem Schußmann in angetrunkenem früheren Gerichtsverhandlungen bekannt gewordene unverBuftande betroffen und zur Revierwache fiftirt. Auf dem Wege ehelichte Alma Böwer bildeten den hauptsächlichsten Umgang dahin ließ der Bursche ein Portemonnaie mit 13 Mart Inhalt auf den Boden gleiten. Der begleitende Beamte bemerkte dies aber und er nahm das Portemonnaie an sich. Auf der Wache wurde dem Angetrunkenen eine filberne Cylinder Uhr als verDie Werbung eines falschen Zeugnisses in einer Majestätsbeleidigungs- Sache lag einer Anklage wegen Verleitung zum Meineide zu Grunde, welche heute gegen die der Erbtante in der holländischen Erbschaftsgeschichte Fräulein Strecke. Beide suchten sich in der Gunft der alten Dame festzusetzen und in diesem Bestreben sich gegenseitig den Rang abmuthlich gestohlen abgenommen. Als der Knabe am folgenden hatte sich die jeßige Angeklagte sogar hinreißen lassen, dieselbe vor einiger Beit in einem Hause der Lindenstraße gefunden zu haben, und von dem braunledernen Bügel Portemonnaie nebst Gelb wollte er überhaupt nichts wissen. Zweifellos find beide auch um Frl. Böwer unschädlich zu machen, erfand fie Gegenstände gestohlen. Die Uhr hat einen Sekundenzeiger und führt die Nr. 25 284; an der Uhr befindet sich eine tombatene Rette mit den Kriegs- Denkmünzen 1870/71 en miniature. Uhr und Portemonnai befinden sich auf dem Kriminal- Rom welchem 8wed fie fich u. A. an die unverehelichte Kerting, jest miffariat am Moltenmarkt in Verwahrung, wo die unbekannten bestohlenen Eigenthümer fich melden müssen. Ein Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht vom 24. zum 25. b. Mits. auf dem Boden eines Hauses in der Prinzen zu entführen, und dem Frl. Böwer war es vorbehalten, deren Befreiung aus den Händen ihrer Gegnerin zu bewirken. Nicht allein erbittert über den mißlungenen Koup, sondern ein Gespräch derselben, in dem fte sich einer schweren Beleidi gung des Kaisers und des Kronprinzen schuldig gemacht hat. Nun galt es, Beuginnen dieser Unterhaltung aufzusuchen, zu verehelichte Schmidt wandte. Unter dem Vorgeben, daß diese an dem bewußten Tage mit in der Wohnung der Böwer ge wesen ist, als dieselbe die schweren Beleidigungen gegen die Mitglieder des Herrscherhauses ausstieß, und unter dem Ver12000 Mart von der ihr dann zufallenden Erbschaft abzugeben, Straße verübt. Die Diebe waren mittels Brecheisens und Nach sprechen, ihr im Falle der Unschädlichmachung der Böwer den Beamten gedrungen und hatten die daselbst verwahrten bewog fie die Kerting, zunächst mit zum Winkellonsulenten sehr werthvollen Herren und Damenkleider sowie sonstige Garderobestücke nebst zwei einem Freunde des Beamten ge hörigen Koffern, die ebenfalls mit Garderobestücken gefüllt waren, mitgenommen. Die gestohlenen Sachen hatten einen Werth von mehr als 1000 Mt. Die Diebe entkamen, ohne rpro Tenten aus Ge ungs in ber en ber ferbe urger bren Centen amets nam 9118 muten of ibm Ste Krone zu kommen und dort zu bestätigen, daß sie die zur Anzeige zu bringenden Aeußerungen der Boewer gehört habe. Schon der Krone äußerte zu Frau Schmidt: Sie sind eine couragirte Frau, gehen Sie nur tüchtig mit vor!" Am 16. Juni 1882 wurde Frau Schmidt von dem Kriminalirgend welche Spuren zu hinterlassen. Da aber wenige Tage tommissar vernommen und hat dort auf wiederholtes Bureden vor dem Einbruch Dachdecker auf dem Dache des bezeichneten Hauses gearbeitet und freien Zutritt zu den Bodenräumen ge habt hatten, so entstand der Verdacht, daß einer der Dachdecker der Kriminalpolizei führten auch zu der Ermittelung, daß einer der Dacharbeiter, ein bereits vorbestrafter Mensch, mit einem notorischen Einbrecher befreundet ist, welcher wiederum zu einem in der Nähe des Dranienplages wohnenden Mädchen in die Angaben in der Denunziation bestätigt. Auch vor dem Untersuchungsrichter war Frau Schmidt von der Liefke bearbeitet worden auszusagen, daß sie die ihr auf einem Bettel aufAuf Grund des in der Voruntersuchung erzielten Resultats wurde Frl. Böwer wegen Majestätsbeleidigung unter Anklage ge stellt. Der Hauptverhandlungs- Termin war am 3. Februar 1883 zu dem Einbruch in Beziehung stände. Die Nachforschungen geschriebenen Aeußerungen der Böwer gehört habe. Der Fachverein der Rohrleger hielt am Sonntag, den 26. Oftober, im Lokale der Herren Wolff u. Krüger, Stalizer straße 126, eine Versammlung ab. Es wurde mitgetheilt, daß die Generalversammlung am 9. November stattfinden würde. Da kein Referent zugegen war, so sprach der Vorfißende über das Gesundheitsschädliche des Rohrlegergewerbes. Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen, Sonntag, den 2. November cr., Vorm. 10% Uhr, bei Otto, Adalbertstr. 21. T.- D.: 1. Vortrag über Ver fälschung der Nahrungsmittel. Refer.: Herr Leffer. 2. Ver schiedenes. 3. Fragelasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. In der freireligiösen Gemeinde spricht am nächsten Sonntag, Vorm. 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38, Herr Schäfer über das Gesetz im Bewußten und Unbewußten und Abends 7 Uhr daselbst in der geselligen Versammlung Herr cand. Bursche über Giordano Bruno. Vermischtes. Beziehung steht. Bei diesem Mädchen wurde gestern gele Frau Schmidt, die sich inzwischen ganz von ihr zurückgezogen Wegen umber, bis er endlich ein den, in dem ein Theil der dem Beamten gestohlenen Kleidungs- früheren Aussagen zu bleiben. Als sich dieselbe weigerte, auf Stücke sich befand. Das Mädchen räumte ohne Weiteres ein, daß am 25. b. Mts., früh, ihr Zuhälter mit zwei Gefährten den Koffer mit den Kleidungsstücken zu ihr gebracht und ihr hatte, und forderte fie auf, unter allen Umständen bei ihren dieses Anfinnen einzugehen, drohte ihr die Lieffe mit einer Denunziation wegen Meineids, worauf Frau Schmidt ent gegnete: fte würde aussagen, wie fie es verantworten lönne. Jagdabenteuer eines Konsuls. Dem in Sofia beglaubigten Konful Herrn N. ist dieser Tage ein unliebſames Jagdabenteuer paffirt. Er begab sich mit einer fleinen Gefellschaft von Diplomaten in die Umgebung von Sofia auf die Jagd. Der Bufall wollte es, daß er seine Gesellschaft verlor und zugleich auch den Weg, welcher nach Sofia zurüdführt. So( wandelte er eine zeitlang auf unbekannten ein bulgarisches Dorf erblickte. Er begab sich geradeaus in dasselbe: jedoch was nügte ihm alles Nachfragen in allen ihm geläufigen fremden Sprachen, da ihn Niemand im Dorfe verstand, Jedoch aus der der häufigen Wiederholung des Wortes Sofia" und den suchenden Blicken des fremden Herrn wurde es schließ 11 lich auch den Bauern flar, um was es sich hier handle. Sie gaben ihm einen Führer aus ihrer Mitte, der aber dem bereits verzagten Diplomaten sehr verdächtig erschien. Man unterhielt fich während des Weges nur durch Geberden. Der Führer jedoch schien im Geberdenspiele etwas zu heftig und grob, und dies steigerte das Mißtrauen des Konsuls noch mehr: ja er glaubte fich bedroht. Deshalb feuerte er ein paar Schüsse in die Luft. Diese wurden von den Bauern im Dorfe vernommen, und da fich jest auch der Führer in Lebensgefahr meinte, packte er den Konsul beim Kragen, entwand ihm das Gewehr und rief um Hilfe. Diese blieb nicht lange aus, denn die Bauern im Dorfe waren bereits in die Nähe gekommen. Als sie die beiden im Ringkampfe erblickten und der Führer ihnen seine Lage geschildert, wurde der Konsul gebunden und in den Dorfarreft geführt. In Sofia wurde der Konsul gleich vermißt. Seine Gesellschaft glaubte, er sei vor ihr zu Hause eingetroffen. Als sich dies als unwahr herausstellte, ging man auf die Suche. Der Eingesperrte glaubte aber auch, das Möglichste zu seiner Rettung thun zu müssen. Deshalb durchbrach er im Dunkel der Nacht die Lehmwand, die ihn umschloß und flüchtete sich wohin, wußte er selbst nicht. Jedoch seine Gesellschaft war bereits in den frühen Morgenstunden wieder da, um ihn zu suchen; so trafen sie sich glücklich und freuten sich, daß kein größeres Unglück geschehen. Aus der Art geschlagen. Bei Gelegenheit des Todes von Bellini, dem Vater des Komponisten der Norma", den wir schon gemeldet haben, bringt Albert Delpit im ,, Baris" eine Anekdote, die von einem Zusammentreffen zwischen Bellini père und Alexandre Dumas père handelt. Der französische Romanzier bereite Sizilien und hielt fich so auch einige Tage in Ratania auf. Dort wurde ihm, ein fleiner alter Meann gezeigt, der auf einen Bauernwagen fletterte. Das ist Vincenzo Bellini's Vater," sagte man ihm. Alexandre Dumas eilte fofort auf den Alten zu, fiel dem nichts ahnenden Künstlerpapa um den Hals und herzte ihn tüchtig ab. Dieser konnte vor Erstaunen tein Wort hervorbringen und nachte sich jedenfalls // feine Gedanken über den vor ihm Stehenden. Erstaunen! Sie nicht," rief Dumas ,,, ich bin ein Freund Ihres Sohnes. Der Greis seufzte. Ja, ja! mein armer Vincenzo, das arme Kind!" Kind!" Wie? Was? Sie beklagen ihn?"„ Ach ja, sehr! Denken Sie doch, ein gesichertes und ruhiges Leben stand ihm hier bei mir in Aussicht. Ich habe ein paar Weinberge, ein Haus, das wird er nun nie benußen, er ist aus der Art geschlagen, gar nicht wie seine Vorfahren, er ist verloren!" Dumas begriff nicht recht, was der Alte meinte, und sagte: st er denn todt!"- ,, Ach nein," antwortete der Greis traurig, er ist ja doch es ist furchtbar- Musiker geworden." Pasteur's Arbeiten zur Bekämpfung der Tollwuth waren bekanntlich einer Kommission uuterbreitet worden, um ihren Werth zu prüfen. Der Bericht dieser Kommission ist nunmehr veröffentlicht worden. Pasteur hatte dieser Kommission 23 Hunde überliefert, welche alle erst mit dem Wuthgift, und darnach erst mit der Schußlymphe geimpft waren. Unter diesen 23 Hunden, welche alle von Herrn Pasteur als echte Race hunde bezeichnet waren, bekam feiner die Tollmuth, auch nicht in Folge von Bissen von tollen Hunden. Die letteren, welche nicht geimpft waren, erlagen jedoch sämmtlich dieser Krankheit. Nach folchen evidenten Thatsachen kann Niemand mehr leugnen, daß Pasteur in seinem Impfstoff die Welt mit einer großen Entdeckung beschenkt hat. Billiger als umsonst. In den Laden eines Händlers in Herrenanzügen in Philadelphia, Pa., Namens Isaac, so er zählt die Newy. Handelsztg.", wurde vor einiger Beit zur Nachtzeit ein Einbruch verübt. Als Isaac von einem Bekannten gefragt wurde, ob die Einbrecher viel Waare gestohlen, entgegnete er, nein, dieselben hätten nichts mitgenommen. Der Fragesteller drückte darüber seine Verwunderung aus und meinte, wahrscheinlich seien die Spizbuben verscheucht worden. Wie haißt, verscheucht", erwiderte Isaac. Certainly find se verscheucht. Haben de Ganefs Maure gefriegt, as se haben gesehen de billigen Preise, wo find angemerkt auf de Kleider. " Offer brauchen se zu stehlen, wo se's tönnen[ haben billige wenn se fommen laufen bei mer." Gemeinnütiges. Anwendung des Borar als Waschmittel. Der raff nirte Borar erspart ziemlich das halbe Quantum Seife beim Waschen, wenn man ihn dabei statt der Soda verwende Dean nehme auf etwa 40-50 Liter kochenden Wassers eine tüchtige Handvoll Borax und man wird alsdann nicht nur eine G sparnis an Seife haben, sondern auch eine Wäsche von auße ordentlicher Weiße. Beim Waschen von Unterröden un anderen Sachen, die gesteift werden sollen, nehme man etwas mehr Borar. Man Liebig'sches Verfahren, Kaffee zu bereiten. röfte die Bohnen hellbraun, alsdann sege man dem Kaffee unte Schütteln, indem er schwigt, etwas gepulv. Bucker, der dit Bohne mit einer schüßenden Hülle umgiebt, zu; dadurch wird Entweichen der flüchtigen Riechstoffe verhindert. Kurz vor de Bereitung werden die Bohnen gemahlen, 34 Theile davon m der erforderlichen Menge Waffers zum Sieden erhigt, et 10 Minuten im Rochen erhalten und dann mit dem übrigen 1/4 Theil Kaffeepulver zersetzt, um gleich darauf vom Feu enifernt zu werden. Man rührt nun um, lasse absetzen un seihe die Flüssigkeit durch ein reines Stück Leinewand durch. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten die Vorstände der freien Hilfskaffen, un ihre Zahlstellen, sowie nähere Aufnahme- Bestimmungen zugeben. C. V. Das ist uns augenblicklich unmöglich. H. S. Zeughofftr, 8. M. 3,60. Nr le läßt in di Schrei Daffel rofig einer stü bl etma Stüh Soviel CLI haupt wird dazu appret Hand nieder thun. minim in de sch ein bies n lich m werde bann beiter immer gezwu Diefer Steht a Maschi A. A. Waldemarstraße. Sie müssen uns den be treffenden Spediteur namhaft machen, sonst fönnen wir fein Abhilfe schaffen. Die Zeitungs- Spedifion von H. Arnold, Arnold, Kochstrasse 39 liefert in der Louisenstadt, Friedrichstraße, vor dem Halleschen Thore und Potsdamer Thore sämmtliche Zeitungen, sowie auch das Theater. Königliches Opernhaus: Freitag: Der Rattenfänger von Hameln. Königliches Schauspielhaus: Freitag: Das Testament des großen Kurfürften. Deutsches Theater: Freitag: Die Welt, in der man sich langweilt. Bellealliance- Theater: Freitag: Leptes Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Frau Marie Seebach und 30. Gastspiel der Königlichen Hofschauspielerin Franziska Elmenreich: Die Provinzialen. Hierauf: Gegenüber. Eine anonyme Korrespondenz. Anfang 7 Uhr. B Neues Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Freitag: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Freitag: Gilette. Oftend- Theater: Freitag: Die beiden Harfenmädchen. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Freitag: Auftreten des Fräul. Anna Grünfeld. Bum 7. Male: Der Walzer König. Gefangspoffe in 4 Atten 3. W. Mannstädt, Musit v. G. Steffens( Novität!) Lonisenstädtisches Theater: Direktion: Josef Firmans. Freitag: 58. Gesammt Gastspiel der Liliputaner. Sum 46. Male: Robert und Bertram. Freitag: Excelfior. Vittoria- Theater. Refidenz Theater: Direktion:. Anno, Blumenstraße 9. Freitag: Bum 7. Male: Diei Frauen für einen Mann, Schwant in 3 Atten von A. Valabrèque und Grenet Dancourt. Vorher: Herzogin Martin, Luftpiel in 1 Aft von H. Meilhac. Ballner Theater Freitag: Bum 35. Male: Der Raub der Sabinerinnen. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Eine Berliner Nätherin. Volksstück mit Gesang in 4 Abth. von Herm. Hersch, Mufit von Thed. Franke. Vor der Vorstellung: Grojes Konzert, ausgeführt von aus 20 Mufikern bestehender Kapelle, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Ludwig Claufius. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 7% Uhr. Die Nr. 10 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Erped. d. Berl. Volfsbl." au baten 22 Drucksachen = aller Art, namentlich = Circulaire, Rechnungs- und Quittungsformulare, Adreßkarten, Prospecte, PreisCourante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, fämmtliche Formulare für Krankenkaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. gegründet 1870. " Berliner Volksblatt" frühzeiti Siegfr. Simon, Oranienſtr. 207. Oranienstr. 159. Ede Staligerstr. Herren- Mode- Bazar. gegründet 1870. Zur Wintersaison empfehle mein Lager hocheleganter fertiger Herren Garderobe zu den denkbar solidesten Breisen, als: spvag werden verliehen. Winter Paletots von 35, 40, 45-60 m. Kammgarn- Gesellschaftsanzüge 40, 50-60 M. Promenaden- Anzüge( englisch) 33-50 . Kaisermäntel 24-45 M. Jagdjoppen, vorzüglich fiend, 15-20 M. mit vi auch v ficht st auf die boten, laffen Arbeite De indem etwas perurfa Dußen 1176 ichon bei de arbeiter Dorfällt Der best nöthig Defto m gegeben Hierbei bemerke, daß sämmtliche Stoffe den renommirtesten Fabriten entnommen sind, so daß nur besonders günstige Massen- Einfäufe es mir ermöglichen, bei wirklich reeller Bedienung solche Preise zu notiren. Das Stofflager ist mit den elegantesten Neuheiten der Saison ausgestattet und werden bestellte Sachen unter Garantie des vorzügl. Sikens geliefert. Gürtler- Gesellenschaft. Die Beerdigung unseres Kollegen und Invaliden Rudolph Teuber findet am Sonntag den 2. Nov., Vorm. 10 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes statt.( Mufillaffe). Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. [ 1179] Fachverein Siegfr. Simon. Bur pünktlichen Besorgung des Berliner Volksblatte Frau Rosentreter, Gr. Frankfurterstr. 57. sowie sämmtlicher Zeitungen empfiehlt sich 1182 Der älte Die Ma fe tro tum nid ber noch mancher Daß es ift nicht treffend außerori frühefter figen, 1 lafen u einzelte folchen Bfennig Borthei Beiten 1 Faltor i Stühle Mietbiti funft g nicht ba wagen, zins: Ert Ein Theilnehmer wird verlangt für ein möblirtes Bim Dranienstr. 201 v. I Eine Bettstelle nebst Matrage und Keilkiffen steht Verkauf Bischofstraße 26. Soeben erschien: der Schloffer und Berufsgenossen. Die Erlösung der darbenden Mensch Sonnabend den 1. Novbr., Abends 8 ein halb Uhr, Versammlung in den beiden Sälen der Gratweil'schen Biers hallen, Kommandantenstr. 77-79. T.- D.: 1. Unsere Konkurrenz in den Werkstätten der Militär- Büchsenmacher. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes und Fragelasten. Sämmt liche Schloffermeister und Gefellen find hierzu eingeladen. 1178 Der Vorstand. Zeugen gesucht. Personen, die bei dem Vorfall am vergangenen Sonnabend Abend, als eine Wählerversammlung des 5. Berliner Reichstagswahlkreises aufgelöst wurde, in der Nähe der Auguststraße zugegen waren, werden ersucht, ihre Adressen bei Wilhelm Schreiber, Linienstraße 102, of parterre, abzu geben. 1202 Jm 6. Reichstagswahlkreis verlauft gute Cigarren, Cigaretten, Nordh. Priem- Tabal and Rauch- Tabat die Cigarrenfabril von 913 M. Bernstein, Eichendorfstraße Nr. 13, vis- à- vis bem Stettiner Bahnhofe. Möbel-, Spiegelund Polsterwaaren- Magazin = eigener Fabrit von August Herold Berlin SO., Staligerstraße 112, zwischen der Manteuffel- und Mariannenstraße. = Empfiehlt sein reichhaltiges Lager zu den solidesten Breifen bei prompter Bedienung. 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Es Land hi Felfenu menn ei Dem Sc goldene juftauen Riefenr Das Sch es mit Hoffen Die Sch neben 1 De großen billige HIF 96 Traff fe beim wende tüchtige eine G außer en und nt etwal Man ee unte Der dit virdfod vor det von mil st, etme übrige Feu en und Durch #, un gen an ben be vir tein Szeitig. Bblatte 57. 3 Bim D. I tebt 1201 brit nerftr. 4 Herbit billi um zu Nr. 179. Beilage zum Berliner Volksblatt. Ueber die Lage der Strumpfwirkerei im Erzgebirge läßt fich die Deutsche Manufakturarbeiter Beitung" von einem in dieser Branche beschäftigten Arbeiter aus Gelenau folgendes schreiben: Freitag, den 31. Oktober 1884. Sur Uebersicht des jezigen Verdienstes eines selbstständigen Strumpfwirkers, sofern das Arbeitsinftrument, der Stuhl oder die Maschine, sein Eigenthum ist, sei hier folgende Tabelle aufgeführt: Waarenforte. 1. Handstühle ( Schneidstühle). a. Fein, 19-22 nädlich. Frauenstrümpfe, gedeckt, Muster mit 3-6 Fäden, Sohlennath Ich will versuchen, ein wahrheitsgetreues Bild zu liefern; dasselbe wird jedoch unter den obwaltenden Umständen nicht rofig ausfallen fönnen. Die Strumpfwirteret repräsentirt bei einer Bevölkerungszahl von 6000 Einwohnern ca. 1000 Hand. Stühle, wovon der größte Theil-20- näbliche Schneidstühle etroa 50-60 15- näbliche Schneid- und ebensoviel regulirte Stühle find, sodann haben wir ca. 120 Maschinen und ebensoviel Strickmaschinen. Es bildet somit hier die Wirkerei den hauptsächlichsten Erwerbszweig. Die hier verfertigte Waare wird durch die Faktoren( Bwischentäufer), welche das Garn dazu geben, meistens an Chemnizer Firmen geliefert, wo fle apprefirt und zum Export fertig gestellt wird. Für die auf Handstühlen Arbeitenden liegt das Geschäft fast stetig dar nieder, denn nur 2-3 Monate im Jahre giebt es leidlich zu thun. Während der Stockung erreicht dann der Lohn seinen minimalften, zum Leben unzulänglichen Stand, um sich dann in der guten Zeit wieder etwas zu heben. Doch dieses Jahr sch eint sich derselbe nicht wie früher heben zu wollen und fann bies nur eine Folge der Ueberproduktion sein, welche die jährlich wiederkehrende Geschäftsstodung mit jedem Jahre heftiger werden läßt. Während der Stocung werden die Waaren bann massenhaft und billig geliefert nnd die Handstuhl- Ar beiter müssen sich den Breisen unterordnen, wozu ste durch die immer heftiger auftretende Konkurrenz der Maschinenproduktion gezwunden find, auch wenn garnichts dabei verdient wird. Dieser das Wohlbefinden der Arbeiter vernichtende Zustand be ſteht auch, obgleich fie Waaren fertigen müssen, welche mit der Maschine nicht herzustellen sind, wie künstliche Muster, solche stehen in denselb. Preisen. mit vielen Fäden und kleinen Nummern 2c. Buweilen werden auch von den Faktoren, um die bei dem Kaufmann in Ausficht stehenden Bestellungen zu erhalten und mit Spekulation auf die feiernden Arbeitskräfte die Preise gegenseitig unterboten, und da fie von ihrem Profite so leicht nichts fahren Arbeitslohnes auf möglichst ergiebiger Höhe zu halten gesucht. Der Lohn für die Waare ist durchschnittlich angenommen, indem es Sorten jeder Größe und Nummern giebt, die zwar etwas beffer bezahlt werden, aber auch viel mehr Arbeit verursachen. Es sei bemerkt, daß zur Herstellung eines Duzend in der unten angegebenen Stundenzahl ichon ein tüchtiger Arbeiter fein muß, besonders bei den Handſtühlen. Zudem ist für erforderliche Nebenarbeiten teine Beit berechnet, z. B. wenn am Stuhl etwas vorfällt, oder wenn durch das Garn, welches nicht immer von Der besten Qualität ist, öfteres Aufstoßen und Ausbeffern fich nöthig macht. Jemebr solche Vorkommnisse zeitraubend find, desto mehr hat der Wirker im Stuhl zu arbeiten, um das angegebene Arbeitsquantum pro Woche zu verfertigen, und vielen Der älteren Arbeiter hat das unausgesetzte scharfe Bliden auf die Maschen und Nadeln das Augenlicht geschwächt, so daß find gezwungen, fich tum nicht mehr leisten können. der noch weniger lohnenden stärkeren Waare zuzuwenden, wo mancher wöchentlich nur 3 Mart und darunter verdienen fann. Daß es bezüglich der Arbeitsleistungen auch Ausnahmen giebt, ift nicht zu leugnen, doch sind hierbei besonders zusammen treffende günstige Umstände erforderlich, wie Deckmaschine, außerordentliche Fertigkeit, der Stuhl im besten Zustand, vom frühesten Morgen bis in die späte Nacht hinein im Stubl figen, wohl auch fich das Effen hin zum Stuhl bringen zu laffen u. dgl. m. Doch find dies, wie schon erwähnt, nur der einzelte Ausnahmen. Noch ist in Betracht zu ziehen, ob auch der Wirker selbst Eigenthümer des Stuhles ist oder ob er einen folchen vom Fattor gemiethet hat, wofür er dann 30 bis 50 Pfennig Stublzins pro Woche zu entrichten hat, außerdem des Vortheiles der Selbsteigenthümer verluftig geht, wenigstens in Beiten des Bedarfs an Waare für den am meisten zahlenden Fattor zu arbeiten. Solche Faktoren, die Hundert solcher Stühle befizen und vermiethet haben( es giebt einige hundert Miethstühle hier, troßdem ein Theil auf den Dberböden Unter funft gefunden hat auf Nimmerwiedersehen), denken auch gar nicht daran, das Riftto eines fabrifmäßigen Unternehmens zu Frauenstrümpfe, geſchnitt., Muster m. 3-6 Fäden Große Socken gedeckt, Muster m. 3-6 Fäden Große Soden geschnitten, Muster m. 3-6 Fäden Kinderstrümpfe Nr. 5, ge deckt, Muster mit 3-6 Fäden. Knabensocken u. Kinderftrümpfe aller Nummern . b. Halbstart, 15nädlich. Die Stühle find hierbei etwas schmäler, da sonst das Arbeiten zu schwer würde. Große Socken, ged. Muster, Sohlennaht Kinderstr. Nr. 3, ged. Muster, Sohlennaht. 2. Regulirte Handstühle ( 15nädlich). Kinderstrümpfe Nr. 5, in mehreren Farben.. Bei Frauenstrümpfen ist getheilte Arbeit, indem die Länge die Hand- u. Strickmaschine mit machen hilft. 3. Maschine( regulirt). Getheilte Arbeit, indem es Längen und Fuß maschinen giebt. Frauenstrümpfe, fein, 22 näblich, 3farbi Frauenstrümpfe, b. 15näd lich, 3farbig Auf Fußmaschinen noch etwas besser, jedoch erfors Dert diese Arbeit mehr Fertigkeit u. Umficht. 4. Strickmaschine. Dieselbe entzieht sich genauerer Berechnung, da ste nur v. weiblichen Arbeitstráften, meiftentheils bei Faktoren u. größeren Meistern stehen, bedient wird, doch ist der Lohn dem der reg. Maschine gleich zu achten. Sohn pro Dugend, fix und fertig, beim Faktor Nach Abzug für Nähen, Formen, Garnfpulen, Nabeln, Platin, Seife u. f. w. Anzahl der auf das Dusend verwandten Arbeitsstunden. Anzahl der Dupende pro Woche. Durschnittl. Vers Dienst pro Woche. ML. 1. 55 Mt. 6,00 6,15 2,90 2,40 24 21 2,50 2,05 21 3 1,60 1,28 13 6,40 1,30 1,00 10 6 6,00 1,90 1,50 15 4 6,00 0,90 0,65 11 6 3,90 0,70 0,48 8 8 3,84 2,00 1,60 2,00 1,65 12 1,20 0,95 27 13 5 8,00 6 9,90 10 9,50 In etwas befferem Verhältniß steht die mittelst der Maschine verfertigte, fowie regulirte Baare, welcher auch die etwas beffer Situirten fich seit einigen Jahren zugewendet mehreren Maschinen entstanden sind, wo jedoch durchgehends wagen, da sie, so lange es immer so geht, von den Miethstuhl haben und mehrere Kleine Werkstätten mit 3, 4 oder noch sins: Erträgen fich ganz behaglich fühlen. Der Untergang von Is. Gine altbretagnische Geschichte von Einst Ramin. Zwischen den beiden Kathedralenthürmen von St. Coren fin zu Quimpar, der Hauptstadt des betragnischen Departe ments Finisterre, steht ein eigenthümliches, grauverwittertes Reiterftandbild. Da aber jeder seinen Anhang zu verstärken suchte durch Gaftereien und Schmause, die er den Bürgern gab, so war in der Stadt eitel Schlemmen und Praffen. Herr Gradlon besaß nun ein holdseliges Töchterlein, Dabut mit Namen; und um Dahut warben ste insgesammt, die Reichen und Vornehmen der Stadt, und redeten dem Greise zu, die Maid zu vermählen. Dahut aber wußte, daß die Freier mehr nach dem Schlüffel trachteten und der Königsmacht, denn nach ihrer Liebe. Und Fragt man den vorbeistreifenden Eingeborenen nach der Bedeutung dieses ungewöhnlichen Kirchenschmucks, so erfährt dazu war fte diefer ihrer Liebe nicht mehr Herrin, da fie fte man, daß dies das wiederaufgerichtete Steinbild des sagen insgeheim verschenkt hatte. Morvan, der Sänger, besaß fte. baften Bretagnerfönigs Gradlon fei. Es inüpft sich aber an diesen König Gradlon eine so poetische und zugleich dramatisch lebendige Sage, daß es mir hier gestattet sein möge, dieselbe zu erzählen. Leibern 40 P 40 点 Tuftern 50 P rafen 50 Mail 50$ Stoffe OM reit, fr 5 S beaut 35 M 1,50 3,50 e e Beile Geburt gebot zu Js, der reichen Stadt am Meere, Herr Grad Fünf Jahrhunderte nach unseres Herrn und Heilandes lon, der greise König. Es war aber das Symbol seiner Herrschermacht ein wun derfamer Schlüssel von gewaltiger Größe und aus purem, blinkendem Golde, den er an einer Rette allezeit, bei Nacht besaß, war Herr von Js; denn es war der Schlüffel eines ungeheuren Felienbaffins in der Nähe der Stadt, welches zu rechter Beit geöffnet und reschloffen werden mußte, damit würde. Und Morvan war ein stolzer, hochfahrender Mann, gewaltig von Ansehen und Gestalt; seine Rede rollte, wenn er sprach, wie Donner über die Häupter der Menge, und es schienen, wenn er sang, Flammen aus seinem Munde zu gehen, denn Aller Blicke entzündeten fich in Begeisterung. Und in der Schlacht schwang er sein Schwert mit solcher Kraft, daß er die Helme zerschnitt wie Zuch. Was Wunders, wenn Dabut an ihm hing mit leidenschaftlicher Liebe und Alles vergaß über seiner Bärtlichkeit. Nun aber war Morvan arm und lebte am Hofe von Gradlon's Milde. Hatte ihn auch der König lieb, so konnte er ihm doch nicht seine Tochter geben und ihn zum Erben des Reiches machen. Die Stadt nicht von den Fluthen des Meeres verschlungen nicht mehr Rath und ließ hinaussagen in die Stadt: Jed Da aber die Freier den König drängten, wußte der sich weder Edle der Stadt folle werben dürfen um des Königs Tochter in einem Turnier mit Schwert und Streitagt zu Roß und zu Fuß". Der aber das verkünden mußte, war Morvan. Da hättest du ihn sollen sehen stehn auf dem Stein am Markte, wie Land hinein griff und durch den, schäumend zwischen den Es lag nämlich Js an einem Meeresarm, der tief in das Felsenufern, das Weltmeer seinen Wafferschwall hereinwälte, wenn es stieg. Dann ging der König mit seinen Dienern zu dem Schleusenthor an jenem Felsbassin und schloß es mit dem seine Augen blaue Funken sprühten und sein Schwarzhaar justauen und die Stadt zu überfluthen, in jenes unterirdische goldenen Schlüffel auf; so strömte das Waffer, ohne fich anRiefenrefervoir. War aber die Fluth vorüber, so sperrte man bas Schleusenthor wieder zu, und der König ging und verschloß es mit seinem Schlüffel, damit die Waffer nicht weiter ab floffen und in dem Meeresarme nicht zu flach ständen, sondern bie Schiffe bequem zur Stadt heranrudern fönnten. Denn Js war eine reiche Handelsstadt, und es waren neben dem Rönige mächtige Häuptlinge in derselben, welche wild flatterte. Es war aber eine so grimme Drohung in seiner Stimme, als er die Königsworte ausfang, daß nur wenige der Hartnädigsten tamen, um zu turnieren. Allein auch Morvan trat vor den König am Tage vor dem Wettkampf und sang ibm ein rührendes Lied, daß der Rönig Thränen vergoß. Dann Iniete er vor ihm nieder und bat ihn demüthiglich, daß er an dem Turnier dürfe theilnehmen. Gradlon aber schüttelte sein Haupt. Da sprang der Sänger auf und rief einen grimmen 1. Jahrgang. nur junge und weibliche Arbeitskräfte beschäftigt werden. Doch ist auch für diese Maschine der Standpunkt schon schwerer ge worden, eine Krise jagt die andere, und die Waare ist gegen früher, wo fte gut bezahlt wurde, um die Hälfte des Preises gefallen und wird es auch nur eine Frage der Beit sein, bis Durch die überhandnehmende Großindustrie auch die Hausmaschine zu Grabe getragen wird. Vorläufig rührt sich noch Mancher, der es noch erschwingen kann, nachdem er die Bes denklichkeiten überwunden hat, eine Anzahlung zusammen zubringen, womit er dann mittelst Abzahlungen von 50 oder 60 Mart pro Quartal betragenden Raten bei Chemnißer Ma schinenbaufirmen fich eine Maschine für 1200-1500 Mart ermerben fann, mit deren Einzug auch oftmals die Sorge und Unordnung einlehrt, denn nun wird, um mit der terminlichen Bahlung immer prompt zu sein und um das Angezahlte nicht wieder verloren gehen zu laffen, mit größter Anstrengung ohne Raft und Ruhe gearbeitet bis in die späte Nacht hinein, und, da die Maschine leichter und einfacher zu handhaben ist, wie der Handstuhl, wird die Frau, sowie die Kinder eingerichtet, während des Effens oder bei Nacht drehen, was mitunter zu einer wahren Arbeitswuth fich gestaltet und nur beiträgt, durch die allseitig verfertigten Unmassen von Strümpfen den Arbeitsmarkt zu überfüllen, worauf freilich kein Bedacht genommen werden kann, denn es gilt den Vortheil der Maschine aus zunüßen. Dem knappen Verdienst unserer Wirker entsprechend ist natürlich auch deren Lebenshaltung, denn nicht immer fann das Nothdürftigste damit bestritten werden. Um den Miethsins zu erschwingen, der für ein Zimmer pro Jahr ca 60 M. durch schnittlich beträgt, um der Ermission zu entgehen, und um feine Staats- und Gemeindeabgaben entrichten zu können, das mit er dem hier üblichen Aushängen der Steuerreftanten in allen Schantlofalitäten zuvorkommt und des Besuches derselben nicht verlustig geht, wo er sich durch Genuß von Fusel oder eines Glases einfachen Bieres im Verkehr mit seinen Schidfalsgenossen seine im Kampf ums Dasein empfangenen Grillen zu verscheuchen sucht( welch gesell.chaftlicher Sinn auch den be trübten, zu selbstmörderischen Abfichten hinreißenden Gedanken vorzuziehen ist), um überhaupt seinen unabweislichen Pflichten nachzukommen, geht er lieber nothdürftig in Kleidern umher und schmälert seine Kost durch Selbstentziehung der Fleischspeise und anderer theurer Genüffe. Die Folge unserer schlechten Erwerbsverhältnisse wird sein, daß eine Degeneration der Bes völkerung stattfindet: indem der jüngere Theil derselben den Fabrilen der Nachbarorte fich zuwendet, während der ältere Theil daheim dem Verzweifelungskampf unterliegen und ver fümmern muß, wodurch auf solche Weise der Industriezweig eines Drtes und legterer selbst mit rapiden Schritten dem Vers fall entgegen geht. Da die drückende Lage unserem Wirker aber zur Gewohnheit geworden und jeder froh ist, wenn er nur halbwegs vegetiren tann, so schreitet die Erkenntniß der Nothwendigkeit einer Organisation auch langsamer vorwärts als anderen Orts mit fabrikmäßigem Betrieb, wo man vor handenen Mißständen zu geeigneter Beit durch festen Busams menhalt begegnet, während man hier z. B. Strifes, beiläufig bemerkt, bei unserer Hausindustrie und der fast permanenten Krise nicht für anwendbar und nicht als Mittel zur Abhilfe betrachten tann. Die Anbahnung einer wahren Sozialreform, besonders in der Strumpfwaarenindustrie, würde ganz am Blaze sein, welche ihren Gipfelpunkt aber vorzüglich in neuer Regelung der Produktionsweise zu suchen hätte, dami: die Maschine, statt Fluch, der Menschheit Segen bringen kann. Lokales. t. Wahlfuriofum. Mit welcher Siegeszuversicht die deutsch- freifinnige Partei dem Ausfall der Reichstagswahlen entgegen sah und wie sehr die frohen Erwartungen durch das thatsächliche Ergebniß der Wahlen getäuscht worden sind, wird drastisch illustrirt durch folgende Mittheilung, die uns von zus verlässiger Seite gemacht worden ist. Um ihren Lesern das Wahlresultat und den unzweifelhaften Sieg des Liberalismus in Berlin möglichst schnell verkünden zu können, hatte sich eine bieftge deutsch freifinnige Zeitung entschloffen, am Abend nach der Wahlschlacht ein Ertrablatt herauszugeben und dasselbe während des Tages im Sape someit fertiggestellt, daß nur noch die Zahl der abgegebenen Stimmen hinzugefügt zu werden brauchte, um für den Druck fertig zu sein. Von prophetischem Geifte befeelt, hatte man in ficherer Voraussehung der Dinge, die da erst kommen sollten, ruhig seßen lassen: 1. Wahlkreis: Gewählt Ludwig Löwe. 2. Wahlkreis: Gewählt Rud. Virchow. werben durften, so daß der König heftig erschrat. Und wie er noch bleich in seinem Purpurseffel lehnte, verließ Jener die Halle. Während nun in der Stadt das Fest bereitet ward und das Turnier zugerichtet und des Königs Kind in Thränen lag, denn in dreien Tagen sollte sie ungeliebten Mannes Weib sein, da irrte Morvan finster und wie außer sich in der Felsenwildniß am Ocean. Und wie in der ersten Nacht die wilden Stimmen um ihn her tobten, wucherten in ihm wilde, riesenbaft- frevelnde Gedanken hoch auf. Und er sann auf Rache an Gradlon und der Stadt, und wie er dabei Dahut gewinnen fönnte. Am zweiten Morgen aber hörte er ein Klingen von Trom peten und ein Jubeln aus Js, daß er in ungefügem Laufe davonfloh, um nicht mit dem nackten Schwerte in die Stadt einzubringen wie ein Mörder. Denn da unten in der Ferne auf dem sandigen Blaz am Strande warben die Edlen mit ritterlichen Waffen um die füße Geliebte, und er irrte hier gleich einem Narren in der Wildniß. In der zweiten Abenddämmerung saß er fern, am Eingange des Meerbusens auf steilem Fels; wie er langher die gewal tigen Wogen über den Ozean heranrollen sah, da war ihm, als schwollen fie auf, hochauf bis zu ihm und schwemmten ihn zurück zu der Stadt, da die Geliebte seiner barrte. Er wußte, daß fie feiner gedachte und in Sehnsucht ihn zurückrief, denn er hörte es im Winde wie klagende Seufzer, und aus der Ferne schien es über das Meer her zu kommen wie ein unendliches Stöhnen. nun war er überwunden Er hatte sie vergessen wollen und trat den Rückweg nach der Stadt an. Das düstere Feuer, das in seinen Blicken brannte, bedeutete Unheil; den klagenden Stimmen über dem Meere hatte er es abgelauscht, daß Stürme und Wafferswuth toben würden, noch ehe zweimal vier und zwanzig Stunden vergangen. Und so schritt er in der Nacht bräuend daher gegen die Stadt, wie ein Bote des Verderbens und wie ein Sturmvogel vor der Springfluth. Als nun die Morgendämmerung gelb anbrannte fern über Gallien, und die Wächter in der Stadt schliefen, da stand Morvan unter den Fenstern der Geliebten und sang ihren Namen. Und beim ersten Ton seiner Stimme gingen die Vorgroßen Anhang hatten und dem Könige seine Macht neideten. Fluch herab über die Stadt und deren Fürsten, die um Dahut hänge auseinander, und ein bleiches Antlig tauchte in der B. Mahlkreis: Gewählt Mundel. 4. Wahlkreis: Stichwahl..] 5. Wahlkreis: Gewählt Eugen Richter. 6. Wahlkreis: Stich wahl. Die Propheten gelten aber bekanntlich Nichts im eigenen Lande und das Wahlresultat war denn auch thatsäch lich ein ganz anderes, als die Deutsch- Freifinnigen erwartet hatten und machte eine schleunige Aenderung des vorbereiteten Extrablattes nothwendig. Auch hier bewahrheitet sich wieder einmal das alte Sprichwort: Man soll den Tag nicht vor bem Abend loben." b, Die Zentral- Kommission für wissenschafliche Landeskunde, welche der deutsche Geographentag von 1882 in's Leben gerufen, hatte zunächst die Herstellung einer allge meinen Literatururkunde von Deutschland in Bezug auf Landesfunde angeregt. Jest, wo diese Arbeit in bestem Gange war, ist die Bentral- Kommission einen Schritt weiter gegangen und hat die Herausgabe einer Sammlung von wissenschaftlichen Abhandlungen über deutsche Landes- und Volkskunde be schloffen. Ein wunderbares Bekenntniß über den Werth des bekannten Antrages Adermann macht die den Jnnungs. bestrebungen durchaus sympathische Baugewerks- 8tg.", welche Folgendes schreibt:„ Der Antrag Adermann ist froß mehr facher Bundesrathssigungen immer noch nicht von dieser Bes hörde bestätigt. Uebrigens bliebe auch trotz der Annahme immer noch eine sehr wesentliche Lücke in der Gesetzgebung, denn durch den Antrag Adermann werden nur Diejenigen getroffen, welche ihrer Qualität nach Aufnahme in die Innung finden können, aber trotzdem von der Innung fich fern halten. Diesen fann durch die höhere Verwaltungsbehörde die Bes fugniß, Lehrlinge zu halten, entzogen werden. Dagegen wür den auch nach Annahme des Antrages Ackermann alle ganz Unqualifizirten nach wie vor Lehrlinge halten und ausbeuten fönnen, weil ihnen vermöge ihrer geringen Qualität eben Aufnahme in eine Innung nicht gestattet werden würde. Das heißt eigentlich, eine Prämie auf die Dummheit fetzen." N. Die Hinrichtung des Mörders Ernst Franz Gronad. Sofort nach seiner Abend 5 Uhr erfolgten und von den Morgenblättern bereits gemeldeten Einlieferung in die König liche Strafanstalt Moabit, Lehrterstr. 3, wurde Gronack in der Mörderzelle unter die spezielle Aufsicht der beiden Oberauffeher Lemke und Börner gestellt, die fich abwechselnd in die Be wachung des Delinquenten theilten. Um 5% Uhr empfing Gronad den Besuch des Scharfrichter Krauts, der sich bereits nach wenigen Minuten, da Gronad nicht zum Sprechen zu be wegen war, wieder entfernte. Gronack machte einen sehr betrübten Eindruck, den Kopf auf die Hand gestüßt saß er in dumpfes Hinbrüten versunken, während das Geficht eine fahle Farbe und einen verzerrten Ausdruck hatte und er bei jedem Geräusch ängstlich zusammenzuschrecken schien. Nach einiger Beit, gegen 7%, Uhr, verlangte er auf geschehene Anfrage sein Abendbrod und zwar ein Glas Bier, ein Beesteal und Brat tartoffeln, alles wurde ihm selbstverständlich verabreicht. Nachdem er von dem Effen nur einige Biffen zu sich genommen, und er eine Zigarre zu rauchen versucht hatte, legte er fich um 9 Uhr auf die in der Belle befindliche Pritsche zum Schlafen nieder. Eine Ruhe schien G. aber nicht finden zu können, denn unruhig wälzte er fich auf seinem Lager faft während der ganzen Nacht hin und her. Heute früh 46 Uhr wurde Gronad, der gegen Morgen auf furze Zeit Nuhe gefunden hatte, gewedt und zum Ankleiden veranlaßt. Es war abweichend von früheren Erelutionen sein Anzug, mit dem er die unselige That vollbracht, aus dem Untersuchungs- Gefäng nig herbeigeschafft worden und mußte er sich mit diesem be fleiden. Nachdem dies geschehen und Gronad erst eine Taffe Kaffee und dann ein Glas Bier zum Theil ausgetrunken hatte, verlangte er mit schwacher Stimme nach einem Geistlichen. Herr Pastor Bart, der bereits in der Strafanstalt anwesend war, besuchte darauf den Delinquenten und versuchte ihm mit Worten der heiligen Schrift Vuth zu dem legten Gange zu machen. Inzwischen hatten fich auf dem Vorhofe der Königlichen Strafanstalt die durch besondere Erlaubnißkarten der Königlichen Staatsanwaltschaft legitimirten Augenzeugen, ca. 150 Personen eingefunden. Seitens der Gerichtsbehörden bemerkte man die Landgerichtsräthe Althaus, Brausewetter Hollmann, Holzhausen, die Staatsanwälte Angern und Heine mann, Kanzleidirektor Loeser, Herrn Landgerichtssekretär Krenkel, den Vertheidiger des Angeklagten Rechtsanwalt Wronfer u. a. m. Seitens des Polizei- Präsidiums war Herr KriminalKommissar v. Meerscheidt- Hülleffem erschienen. Die städtischen Behörden hatten die Herren Stadträthe Schmidt und Borchert, sowie die Stadtverordneten Schreiber, Moses, Heller, Leo, Heidemann, Hoffmann 2c. in Amtstracht delegirt, um der Ere tution beizuwohnen. Außerdem waren als Augenzeugen anwesend mehrere Offiziere in Uniform, Vertreter der Presse der Intendant des Hoftheaters Herr von Strang u. A. m. Punkt 7 ein halb Uhr begann die sogenannte Armesünderglode zu läuten und geleitet von Herrn Pastor Bars und von den beiden Eingangs genannten Aufsehern erschien Gronad in der aus dem Flügel A nach dem Schulhofe führenden Thür mit etwas schwankendem Schritt die wenigen Stufen herabgehend und um die Ecke des Schulgebäudes direkt auf das wie immer in der nördlichsten Ede des Hofes errichtete Schaffot zuschrei tend. Vor einem fleinen weiß gedeckten Tische, an Fenster öffnung auf, bleich, daß der Sänger drunten erschrat wie vor dem Angeficht des Todes. Leise Worte wurden geflüstert, hinab und hinauf, und ein Versprechen geheischt und gegeben, das den Untergang der Stadt bedeutete. Der folgende Tag nun war der dritte Tag. Indeß rauschten hoch auf die Wogen der Lust, des Königs Tochter wurde an diesem Tage gefreit. Auf dem Marktplaß war ein großes Gelage angerichtet, bei dem die halbe Stadt schmausend faß, und als die Lust und das freudige Jauchzen am böchsten gestiegen, da stand plöglich Morvan gleich einem Propheten auf bem Stein am Markte und rief mit gewaltiger Stimme einen Fluch über die Schmausenden. Shr Freoler!" rief er, hr schwelgt- hört Ihr nicht die Woge des Verderbens heranrauschen? Ich sage Euch, wer hier jest vom Fischleib schneidet und ist, an deffen Leib werden die Fische fich legen, noch ehe es dreimal Abend geworden. Und wer jett Wein schlürft und kann nicht genug davon schlucken, der soll alsbald in wirbelnden Wasserstrudeln die Salafluth einschlürfen müssen, bis er davon genug hat. Stimmt an Euer gellendes Lachen; Eure tauben Chren werden alsbald hören lernen, und Eure lachende Lippe wird vor Angst erbleichen!" Als er dies gerufen, entwich er ruhigen Schrittes durch die Entsetten. Am Abend spät aber gelüftete ihn, den Mann zu sehen, welcher im Schwertkampfe Dahut davongetragen. Der saß an des Königs Tafel im Palaste und schmauste. Da stieß Morvan die Saalihür auf und stand plöglich dem greisen Könige und der ganzen Tischrunde der Stadthäupter gegenüber. Neben dem Herrscher saß Dahut und an ihrer Seite frohlockend der Sieger im Brauttampfe. Noch aber blinkte der Herscherschlüffel am Halse des alten Königs. Und eben lachte Herr Gradlon und sprach fich reckend: Nun gemach, ihr frohen Becher, jest strecke ich mich zum Schlafe. Morgen früh, mein Sohn, sollst du ihn in deinen Händen halten, den Schlüffel von Gold- laß ihn mir noch diese eine Nacht!" zum am einem dem ber erfte Staatsanwalt Herr Angern und Herr Landgerichtssekretär Herr Landgerichtssekretär Krenkel Aufstellung genommen machte Gronad Halt und zwar so, daß er dem Schaffot den Rücken zukehrte. Er trug, wie schon oben gesagt, den noch mit Blut befleckten Anzug, mit dem er die That vollbracht, seine graue Müße und ein schwarz und weiß gestreiftes Hals tuch um den Hals. Das Geficht zeigte eine gelbliche Bläffe, die um so unheimlicher war, da das Geficht von der deutlich wahrnehmbaren Todesangst verzerrt schien. Der Schnurrbart war während der Gefangenschaft gewachsen und wohl von ihm in der Aufregung zu Spizen gedreht. Der erste Staatsanwalt verlas darauf noch einmal mit lauter Stimme das Todesurtheil und die Allerhöchste Entscheidung, nach der der Kaiser von dem ihm zustehenden Begnadigungsrechte Abstand nehme und forderte Gronack auf, die Allerhöchste Unterschrift in Augenschein zu nehmen. Gronac, der während des Verlesens seine Müße abgenommen hatte, verzog feine Miene und antwortete schließlich mit einem taum vernehmbaren Ja". Auf die Worte des ersten Staatsanwalts: Scharfrichter Krauts, ich übergebe Ihnen biermit den Delinquenten zur Vollstreckung des Todesurtheils, ergriff Krauts, der im Frack hinter Gronad Den stand, Tode Verurtheilten linken Arm und führte ihn, unterſtügt von seiner Gehilfen, die wenigen zum Schaffott führenden Stufen herauf. Gronad entledigte sich selbst seines Rodes und seiner Wefte während die vier Gehülfen ihm das Halstuch abnahmen und das Hemd über beide Arme nach unten ftreiften. Gleichzeitig waren ihm die Füße gefesselt und er mit dem Hals auf den in der Mitte des Schaffots stehenden Block gelegt. Gronad griff wie von den Umstehenden wahrgenommen werden konnte, mit den Händen, ehe dieselben gefeffelt waren, in den um den Block angehäuften weißen Sand, wohl in der Absicht, fich mit den Händen aufzuftüßen. Es dauerte dies jes doch kaum 3 Sekunden in einem Nu waren auch die Hände gefeffelt, dem Delinquenten von einem Bruder des Scharftichter Keindel der als Gehilfe funktionirte die Kopfbinde angelegt und den Körper durch Aufheben der Beine in eine bligte das von Krauts inzwischen von einem hinter ihm stehenmagrechte schwebende Lage gebracht. In demselben Augenblick den Tisch genommene Beil in der Luft und blieb nieder hauend und den Kopf vom Rumpf trennend in dem Block figen. Die ganze Exekution, während welcher ununterbrochen Die Armenfünderglockeläutete, Der Uebergabe an den Scharfrichter bis zum Niederschlagen des Beiles hatte genau fünfzehn Sekunden gedauert. Mit fast gleicher Schnelligkeit ward darauf der leblose Körper wieder losgeschnallt und nebst dem Kopf in den bereits neben dem Schaffot bereit stehenden schwarzen durch Waffer soviel wie möglich den Augen der Umstehenden Sarg gelegt und die Blutlache durch Bedecken mit Sand und entzogen. Beim Herabtragen des Sarges vom Schaffot er eignete sich noch ein Bwischenfall, indem einer der die Stufen rüdwärts herabschreitenden Gehilfen fehl trat und herabstürzte ohne sich jedoch Schaden zu thun. Derfelbe erhob sich sofort nige Minuten später trugen vier Sträflinge den mit schwarzem wieder und war beim Buschrauben des Sarges behilflich. WeTuch bedeckten Sarg durch eine in der nördlichen Umfassungsmauer neuerdings eingerichtete Thür nach dem gradeüber bele genen Verbrecherkirchhof, wo Gronad in dem sechsten Grabe Der legten Reihe zur Ruhe bestattet wurde. Still und augenscheinlich ergriffen hatten darauf wenige Minuten später die legten der Augenzeugen den Schauplatz des blutigen Schauspiels verlassen, während vor der Strafanstalt in der Lehrter Straße hunderte von Neugierigen Aufstellung genommen. Gestern früh 8 Uhr, gleich nach der erfolgten Hinrichtung des Mörders Einst Franz Gronac, wurde nachstehende Bekannt machung an sämmtliche Litfaßsäulen angeschlagen: Don Bekanntmachung. Der Arbeiter Ernst Franz Gronad aus Berlin ist auf Grund der thatsächlichen Feststellung, daß er am 29. März 1884 1) seine Ehefrau Emma Gronad geb. Block, 2) die unver helichte Augufte Block, 3) den Tabalfabrikanten Schröter, 4) die unverehelichte Anna Blod, zu tödten durch vorfäßlich und mit Ueberlegung ausgeführte Hand lung versucht hat, durch Urtheil des Schwurgerichts beim Königl. Landgericht I zu Berlin vom 4. Juli 1884 wegen Mordes in 2 Fällen und zwar für jeden Fall zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie wegen Todschlags und versuchten Mordes zu 10 Jahren Buchthaus und zehnjährigem Verlust der Strafgesetzbuches für das Deutsche Reich verurtheilt worden. bürgerlichen Ehrenrechte gemäß§§ 211, 212, 43, 44, 74 des Das Ertenntniß hat die Rechtskraft beschritten und ist, nach dem durch Allerhöchsten Erlaß bestimmt worden, daß der Gerechtigkeit freier Lauf zu lassen, heute früh in dem Hofraum der neuen Strafanstalt hierselbst durch Enthauptung des Verurtheilten vollstreckt worden." Dies wird nach Vorschrift des $ 549 der Kriminal- Ordnung bekannt gemacht. Berlin, 30 Oktober 1884. Der I. Staats- Anwalt am Kgl. Landgericht I Angern. a. Verhafteter Gänsedieb. Der Heilgehilfe K. in der Koloniestraße, welcher sich speziell mit dem Gänsediebstahl befaßt und einen Handel mit gestohlenen Gänsen betreibt, ist wegen mehrerer in den legten Tagen verübter Gänfediebstähle gestern zur haft gebracht worden. Eine am 27. d. M. bei ihm vorgenommene Haussuchung führte zur Beschlagnahme von fieben bei ihm vorgefundenen todten, ungerupften Gänsen, sowie eines Rorbes mit Wäschestücken, darunter 9 Mannshemden von grobem Stoff, wie solche die Landleute zu tragen pflegen. Die Gänse und die Wäschestücke scheint K. am vorhergegangenen Tage gestohlen zu haben. Da K. jede Auskunft über die Herfunft der beschlagnahmten Stücke verweigert, so hat der Eigenthümer derselben noch nicht ermittelt werden können. Von den Mannshemden waren acht mit den Buchstaben C. N. gezeichnet. Dabei befand sich auch ein zerrissener, grauer Sad, gez.: M. Geride, Körig 11. Ein Artitel des Post- Arch." über die Gewitterbeschädi gungen der Telegraphenanlagen im Juli d. J. hebt die Thatfache hervor, daß in Berlin trop der außergewöhnlichen Heftigteit der im Juli d. J. stattgehabten Gewitter der Blig im Vergleich zu früheren Jahren auffallend wenig eingeschlagen hat. Da auch in anderen mit Stadt- Fernsprech- Anlagen ver sehenen Städten gleiche Beobachtungen gemacht worden seien, so wäre die Annahme nicht unberechtigt, daß das über den Dächern Berlins ausgebreitete Leitungsnes von faft 5000 Rm. Länge bei Ausgleichung der atmosphärischen Elektricität einen fehr wirksamen Echuß ausgeübt habe. Nach den von den Das Pferd war anscheinend schen geworden und mit dem Wagen durchgegangen. An der Ede der Friedrichstraße lief das Pferd mit solcher Gewalt auf ein Pferd der dort haltenden Droschlen, daß beide Pferde zum Sturz tamen und das Droschtenpferd eine stark blutende Wunde an der Brust davon trug; außerdem wurden beide Fuhrwerke nicht unerheblich bes schädigt. Wunderbarer Weise ist trop des zur Zeit des Vors gangs stattgebabten starten Passantenverkehrs fein weiteres Unglück geschehen. g. Um feine Unterbrechung in der Flickarbeit des Asphaltpflasters eintreten zu laffen, wurde gestern in der Markgrafenstraße das schadhafte Asphaltpflaster ausgebessert. Gerichts- Zeitung. Die Abenteuer des Herrn Kirsch. Der Siebmacher Jofef Krisch in Wien hat es nur seiner eigenen Gesprächigkeit zu verdanken, daß er gestern unter der Anklage wegen Be truges vor einem Erkenntnißsenate stand. Er erzählte im Gaft hause einem Freunde Mannigfaches aus seinem Leben, darunter auch zwet Abenteuer, wie er es nannte, die jedoch das Geset als Betrugsfälle qualifizirt. Der Freund hatte nichts Eiligeres zu thun, als diese Abenteuer im vertraulichen Wege der Be hörde zur Meldung zu bringen und Kirsch wurde wegen der felben angeklagt. Im Fasching 1881 fand in ufnagel's Gaft haus in Krems eine Hochzeit statt und dort ereignete sich das erste Abenteuer des Herrn Kirsch. Bei dieser Hochzeit verlor nämlich Frau Marie Harrer ihre goldene Uhr. Sie machte Lärm; man durchsuchte Alles, sogar den Hauskanal, vergebens allerdings, denn Kirsch hatte die Uhr bereits in seiner Tasche Er hatte die Uhr auf dem Anstandsorte gefunden und behalten. Das zweite Abenteuer hatte Kirsch im Juni 1882. Er wollte in Preßbaum und Umgebung mit Siebwaaren hauftren und gab eine Riste Waaren mittels der Westbahn auf. In Preß baum war bei Ankunft des Zuges großes Gedränge und Kirsch erhielt seine Riste, ohne das Rezepiffe abgegeben zu haben. Diesen Verstoß nügte er dahin aus, daß er bei der Westbahn die Kiste, die natürlich ein zweites Mal nicht vorhanden war, reklamirte und 23 fl. Schadenersag erhielt. Seinem Freunde hatte Kirsch diese That mit der Bemerkung mitgetheilt, daß er damals ein ebenso gutes Geschäft wie in Krems gemacht hatte. Der Gerichtshof verurtheilte ihn für diese bedenklichen Geschäfte zu sechs Monaten schweren Kerkers. Vermischtes. Das Pferd im Keller. Als der Gehilfe aus der Schmiede Deschauer in der Birkusgaffe in Wien gestern immer wieder auf den Huf eines Fiakerpferdes losschlug, da wurde die Sache endlich dem Pferde zu toll, es riß aus und raste, trozdem der Fialer und der Schmied fich an dasselbe hingen, die Straße hinab. Nach einer Weile schüttelte es die beiden Quälgeister ab, rannte mit dem Kopfe das Thor des Hauses Nr. 17 ein und suchte sich da zu verbergen. Die Kellerstiege war offen Stiege hinabklapperte und kaum ersah dies der geriebene Gaul, als er schon die Stiege hinabllapperte und fich unter das Kellerfenster stellte, wahrscheinlich um seinen Herrn anrücken zu sehen und ihn rechtzeitig mit den Hinterbeinen empfangen zu können. Bei dem bloßen Gedanken an diesen Mann schnaubte das Pferd wüthend, zog aber dadurch die Aufmerksamkeit Vorüber gehender auf sich. Niemand wollte seinen Augen trauen ein Pferd im Keller! Aber es war nun einmal da und der Vorfall muthete die Leute so seltsam und so tomisch an, als sähen sie einen Karpfen in einem Vogeltäfig schwimmen. Bald fam auch der Fiafer hinzu. Er schaute hinunter in das Stelle loch, der Gaul schielte hinauf, und Beide waren sie über die Maßen ergrimmt. Watt', Krampen, elendiger!" rief der Fiafer hinunter, indem er sich bückte. Der Gaul antwortete mit einem drohenden Schnauben und übte sich einstweilen, wie man deutlich vernahm, im Ausschlagen. So a Schindmikrn, raisonnirte der Fiafer weiter, 8'rad in' Keller ami muas renna! Man glaubet gar net, daß an Roß so was einfall'n funnt!" Wirds halt von Ihnen g'lernt haben,' s Kellers geb'n" nedten ihn einige Umstehende, zeigten fich aber zugleich bereit, ihm hilfe zu leisten bei der beabsichtigten Bändigung des Gaules im Keller unten. Allein das Unthier wies jede Annäherung heftig zurück, so daß es erst nach mehreren Stunden gelang, ihm Stride über die Beine zu werfen, und es dann allgemach aus dem Keller and Tageslicht zu schleifen. Unterdessen ertönte plöglich das Hornsignal der anrüdenden Feuerwehr, welche die falsche Meldung erhalten hatte, es sei hier ein Kellerfeuer ausgebrochen. Nach einander erschienen zwei Trains der Zentrale und des Bezirkes Leopoldstadt, welche natürlich sehr erstaunt waren, bloß ein Fiaferpferd anzutreffen, welches das Erscheinen der Feuerwehr umfoweniger rechtfertigte, als es in seiner dermaligen hilflosen Lage auf der Keller fliege feineswegs einen feurigen Eindrud machte. Eine große Menichenmenge wich nicht vom Plage, ehe der mittlerweile sehr lleinlaut gewordene Flüchtling wieder in der Gewalt seines rechtmäßigen Herrn war. Durch den Hund. Ein Wiener Bantbeamter hatte fi im Geheimen mit einem reizenden Mädchen verlobt, ganz im Stillen, denn seine Braut stand unter der Vormundschaft einer alten reichen Tante, die allen Männern Rache geschworen hatte. Marie follte diefen has theilen und bei sofortiger Ent erbung auf jedes Ehebündniß verzichten. Das Liebespar ließ fich durch diesen fatalen Umstand nicht entmuthigen und fuhr fort, Pläne für die Zukunft zu schmieden. Als die Aussichten fich nicht besserten, rief fürzlich der trostlose Bräutigam ver zweifelt aus:„ Sollte es denn wirklich kein Mittel geben, das Herz dieser grausamen Männerfeindin zu rühren?"„ Reins, feins," feufzte die Braut,„ meine Tante ist gefühllos und lebt einzig und allein für ibren Hund!"- Von diesem Vierfüßler wußte ich ja bisher nichts," erwiderte hoffnungsfroh aufatb mend der Geliebte, er soll unser Retter werden". Er theilte ihr seinen Plan mit und gewann sie zur Mitwirkung bei der Ausführung. Sie wußte es geschickt einzuleiten, daß der ängstlich gehütete Liebling der alten Dame aus dem Hauſe verschwand. Diese gerieth über den Verlust des abgöttijd verehrten Schoßhündchens in helle Verzweiflung und that alle erdentlichen Schritte zu seiner Auffindung. Plakate an den Straßeneden verhießen eine Belohnung von 100 fl. für die Burüdbringung Amois. Drei Wochen verstrichen in banget Erwartung, ohne daß fich ein redlicher Finder meldete. Die Tante begann schon auf jede Hoffnung zu verzichten. Da es schien eines Tages der Bankbeamte bei der trostlosen Frau und überbrachte ihr das beweinte Thier, das er vorgab von einem fast um den Hals gefallen. Robert schlug den Finderlohn unbekannten Herrn gekauft zu haben. Vor Freude wäre fie ihm niß, den Hund, den er bereits sehr lieb gewonnen habe, von Beit zu Beit besuchen zu dürfen. Die Tante bewilligte be edelmüthigen Herrn diese bescheidene Bitte mit Freuden, b ihm auch Amor, dessen Buneigung er fich tlugerweise Telegraphen- Anstalten an das Reichspostamt eingesandten Auf großmüthig aus, bat aber als Entschädigung um die Erlaub zeichnungen find im Juli d. J. 1345 Gewitteranzeigen eingegangen. Im Ganzen find durch die Gewitter 550 Fälle Don Betriebsstörung verursacht worden. Im Louisenstädtischen Theater findet Dienstag, den 4. November die 50 te und legte Vorstellung von Robert und Bertram statt. Diese Vorstellung ist nun zum Benefiz der fleinen Künstler bestimmt, und wird durch einige neuen Einlagen einen besonderen Reiz erhalten. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die vielen Freunde, die sich die Liliputaner in Berlin ers worben haben, mit Vergnügen die Gelegenheit ergreifen werden, denselben durch zahlreichen Besuch ihre Anerkennung zu be ba burch liebevolle Behandlung und allerhand Leckereien gewonnen hatte, eine demonstrative Bärtlichkeit bezeigte. Ehe ein paar Wochen vergingen, hatte er sich auch so gründlich bei der alten Dame eingeschmeichelt, daß sie dem Retter Amors" ohne Baudern ihre Einwilligung zur Verlobung mit ihrer Nichte gab. Vor einigen Tagen fand die Trauung des hübschen Baares statt, das in dem vierfüßigen Amor den unbe lag ihn mir noch weisen. Mittwoch, den 5. November findet die erste Aufführung wußten Stifter seines Glüdes verehrt." Die Geschichte erinnert Herr König!" rief da von der Thür dumpf der Sänger, den ein plögliches Erbarmen faßte mit dem greisen Helden, Schlaft nicht diese Nacht! Lasset Euch warnen, schlaft morgen früh!" ( Schluß folgt.) von Lumpacivagabundus statt. g. Eine aufregende Szene spielte fich gestern Nachmittag gegen 4 Uhr in der Mohrenstraße ab. Bum Schrecken der Baffanten tam um die gedachte Zeit vom Gendarmenmarkt ein vor einem Geschäftswagen gespanntes führerloses Pferd im rafenden Galopp nach der Friedrichstraße zu dahergerannt. Franzos 21. übrigens start an die Dichtung Mein Franz" von Karl Emil Eine fatale Ehrenerklärung. Ich habe Herrn einen Spigbuben genannt es ist wahr; ich habe hier ge richtlich Abbitte zu thun; Herr A. ift ein ehrlicher Mann ich habe gelogen!" Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bad.ng in BeilinSW. Beuthstraße 2. # 12 2 11 fi D fi ร fd et VER23 21= 999 fo n 61 Б பூமீகிக் 5 de ๆ 8 it 20 914 1034