b g 1 d 1. 112 et en je 11, G ge Be File es ch zer en it 配 管 hr en as 13, bt Ter b Ite Det Det ufe ſch lle Den Die ger Die ets end em m hn b Don em ba arch en aat Der ne hte hen bes tert mil 21. ge Nr. 180. Sonnabend, 1 November 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Bellsblatt 95 geist täglich Morgens außer nag Sonus und Feftiagen. Abonnementspreis für Berlin fed in's Saus vierteljährlich 3 Mart, monatli 1 Mart, wöchentlich 25 Pf. Einzelne Rammen. Beflabonnement pro Duartal 3 Mart.( Eingetragen im VII. Nach trage der Boflzeitungspreisliste unter Rr. 719a.) Das Safertiousgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Petitgeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmart 10. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inserate werden bis 4 Whe Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerflraße 44, fowie von allen Annonce Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Zimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. ,, Berliner Volksblatt" loftet viertelfährlich 3 Mark; monatlich 1 Mark; wöchentlich 25 Pfennige frei ins Haus. Bestellungen werden von allen Zeitungsspediteuren und Botenfrauen sowie in der Expedition, Bimmerftr. 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements für die Monate November und Dezember gegen Bahlung Die Redaktion des„ Berliner Volksblatt". von 2 Mart entgegen. Bur Braunschweiger Frage. Ueber die rechtliche, namentlich die landesstaatsrechtliche Seite der Braunschweiger Successions- Frage find so zahlreiche irrige Ansichten laut geworden, daß eine Darlegung der bezüglichen Bestimmungen der Braunschweigischen Verfassung zu richtiger Beurtheilung geboten erscheint. Nach dem Landesverfassungs- Gesetze, der neuen Landschaftsordnung für das Herzogthum Braunschweig vom 12. Oftober 1832 fann es feinem Zweifel unterliegen, daß nach dem Aussterben der Herzoglich Braunschweig- Wolfenbüttelschen Linie die frühere Königlich Braunschweig- Lüneburgische Linie die allein successionsberechtigte ist. Der§ 12 ber neuen Landschaftsordnung lautet: Die Regierung wird vererbt in dem fürstl. Gesammt hause Braunschweig- Lüneburg nach der Linealerbfolge und dem Rechte der Erstgeburt, und zwar zunächst in dem Mannsstamme aus rechtmäßiger, ebenbürtiger und hausgefeßlicher Ehe. Erlischt der Mannsstamm des fürstl. Gesammthauses, fo geht die Regierung auf die weibliche Linie nach gleichen so Grundsäßen über. Die Braunschweigische Landesversammlung hat deshalb in der einstimmig angenommenen Adresse an den Regentfchaftsrath mit vollem Rechte erklärt, daß das Landesrecht bezüglich der Ordnung der Thronfolge an sich flar sei. Ueber den Antritt der Regierung bestimmt der§ 4 der neuen Landschaftsordnung Folgendes: Der Landesfürst wird in dem Patente, durch welches er feinen Regierungsantritt verkündet und die allgemeine Sulbigung anordnet, zugleich bei seinem fürstlichen Worte versichern, daß er die Landesverfassung in allen ihren Betimmungen beobachten, aufrecht erhalten und beschützen wolle. Nachbruc verboten.] 19 Feuilleton. Isaura. Eine Erzählung aus dem südlichen Frankreich. ( Schluß.) Bu jener Beit hatte der Graf dem Manne, den er als auverlässig fannte, das Kind übergeben, ihn schwören lassen, es aus dem Lande zu bringen, sobald es ein paar Jahre älter fei, und draußen aufziehen zu lassen, wozu er ihm reichlich Geld schicken würde, ihm seine Abkunft nie zu entdecken und feinem Menschen wenn es aber erwachsen sei, es wieder in das Land zu holen; bis dahin werde auch er, der jetzt eine weite Bilgerfahrt zu unternehmen gesonnen sei, zurückkehren und über das weitere Geschid des Kindes bestimmen. Burüdgelehrt war er wohl, aber nur um in stiller Abgeschiedenheit Don der Welt, im strengsten Sinne der Drdensregel, der er fich unterworfen hatte, sein Verbrechen zu büßen. Reinem Menschen vertraute er fich an, kam selten in die Nähe bewohnter Drte und hatte von Seelenqual und Krankheit sich dermaßen verändert, daß selbst seine Waffenbrüder in dem schwachen Ere miten der Felshöhle, mit dem verheerten Antlige und dem langen, weißen Barte nie den mannhaften Grafen von Briançon wieber erkannt hätten. Er wollte auch unerkannt bleiben und nur auf heimischem Boden Buße thun und sterben er sein Entellind gesegnet haben würde. Das war geschehen Wie nun Alles sich noch zum Guten lenken werde, das besprachen die beiden Alten auch der Dauphin könne sein Rind nur mit Freuden einem so trefflichen Herrn, wie Mont Aynard, zur Gemahlin geben, und für die arme Mutter, die wunderbar erhalten in die Heimath zurückgekommen, sei es immer am besten, im stillen Kloster die Herzensruhe zu suchen; verzeiben werde fte Allen, die ihr Leides gethan: Friede und Versöhnung werde Alle umschließen. Gewiß am Dreifönigstage zu Saffenage. rufen fte noch." wenn Ich wollte jegt gern dabei sein," sagte Royan. ir wär's lieber, ste ließen mich wieder gehen," entgegnete der Thurmwart. Es liegt mir in den Gliedern Sabette war recht schlimm wieder einmal. Wird Deine Frau auch gekommen sein?" ,, Nun, ich denk's doch," sagte Noyan. Du mußt aber Geduld haben, Schwager." Dies durch die Landesverfassung vorgeschriebene Patent hat der Herzog von Cumberland erlassen und dadurch seinen Willen, von seinem Thronfolge- Rechte Gebrauch zu machen, fundgegeben. Eine andere Art der Manifestation war ihm nicht möglich, da er sich nicht thatsächlich in den Besitz der Regierung sehen konnte und die von der Verfassung bestimmte Form beobachten mußte. So weit die Bestimmungen des Landesstaatsrechtes, welche auch durch das Gesez vom 16. Februar 1879, die welche auch durch das Gesetz vom 16. Februar 1879, die provisorische Ordnung der Regierungsverhältnisse bei einer Thronerledigung betreffend, nicht abgeändert sind. Die Thronfolge- Ordnung ist an sich durch dies Gesek gar nicht berührt. Es sind nur provisorische Anordnungen für den Fall getroffen, daß der landesverfassungsmäßig berechtigte Thronfolger an der Ausübung der Regierung behindert ist. Die weitere Frage, ob der Herzog von Cumberland zur Regierung in Braunschweig zuzulassen sei, ist keine Rechtsfrage, fondern eine Frage der Politik. Zwar kann dem Bundesrath das Recht nicht bestritten werden, die Legitimalion seiner Mitglieder zu prüfen. Aber wie weit er dabei die innerstaatlichen, landesverfassungsmäßigen Punkte zu prüfen und zu entscheiden hat, ist eine zweifelhafte und fchwierige Frage von weittragender Bedeutung für das Ver hältniß der Einzelstaaten zum Reiche. Man denke nur an die Regentschaft des jetzigen Kaisers und an die vielen Zweifel, zu denen die betreffenden Bestimmungen der preußischen Verfassung damals Anlaß gaben. Wollen die preußiſchen Regierungs- Faktoren in einem solchen Falle dem Bundesrath oder dem Reichstage die entscheidende Stimme ein räumen? Und auch dann, wenn die maßgeben Faktoren des Einzelstaates über die Entscheidung einig sind? Also nur politische, keine Rechtsgründe können für die Entscheidung der Frage, ob der Herzog von Cumberland zur Thronfolge zugelassen werden kann oder nicht, in Betracht tommen. Der Herzog hat die Neugestaltung des deutschen Reichs nicht anerkannt, er hat seine Ansprüche auf Hannover beim Ableben seines Vaters aufrecht erhalten -bas konnte ohne Zweifel einen Grund abgeben, ihm für jetzt oder für immer aus politischen Rücksichten den Regierungsantritt zu versagen. In seinem Patent hat er jedoch ein Mehreres erklärt, als die braunschweigische Verfassung forderte. Er hat nicht blos die Landes-, sondern auch die Reichsverfassung ausdrücklich anerkannt und zu befolgen gelobt. Er hat dies dem deutschen Kaiser als solchem zur Anzeige gebracht. Darin ist unzweifelhaft eine Anerkennung des deutschen Reiches in feinem jetzigen Bestande und mit seiner jegigen Verfassung feinem jezigen Bestande und mit seiner jeßigen Verfassung enthalten, und diese Anerkennung ist sowohl dem deutschen Kaiser, wie dem Lande Braunschweig gegenüber abgegeben. Die Frage ist nach der Frankfurter Zeitung"-dem,, Ja, Geduld! Sie steckt mir einmal das alte Nest über'm Kopfe an," erwiderte der Thürmer. Sie weiß ja gar nicht mehr, was sie thut." 11 Meine Frau wird noch am besten mit ihr fertig, wenn fie ihre böse Stunde hat," sagte Royan. Sei nur ruhig, fte fret wird schon bei ihr sein. Du mußt Dich d'rein finden lich wird so was schlimmer mit den Jahren, und sie hat scheußlich ausstehen müssen." ,, Und wer hat's befohlen?" fragte der Thurmwart grimmig. Befohlen hat's der Prinz nicht, aber freilich hat er's geschehen laffen, und ich weiß schon, wem's eine Freude war, daß er's ausführen konnte!" verseßte Royan. Nun, ich denke, es wird dem gestrengen Herrn Schaumeister schon einmal heim tommen: ich habe so einen Vogel pfeifen hören." Darin hatte er Recht. In den Schreiben, welche der Graf von Dettingen bem Hammermeister mitgegeben hatte, waren die furchtbarsten Anklagen wider Fucigny enthalten: Thatsachen, deren eine hinreichend war, sein Haupt auf den Blod zu legen. Der Kaiser hatte durch die Gewandtheit feines treuen Rathes vollgültige Beweise erhalten, welche Verbindungen die Partei, zu deren Häuptern auch Fu cigny gehörte, insgeheim mit Frankreich pflog; von Fucigny namentlich lag es vor, daß er sogar vom Tode seines Herrn gesprochen und für diesen Fall den Plan eingeleitet hatte, dessen Knaben der damals noch lebte- vom Throne auszuschließen! Diese Beweise erwarteten den Grafen von Dettingen, als er des Reiches Boden wieder betrat, im Waadtlande, und er erhielt mit ihnen zugleich die Ermächtigung, fie durch sichere Hand dem Dauphin oder nach seinem Ermessen dem bisherigen Regenten zugehen zu laffen. Welchen sicheren Ueberbringer hätte er wählen können, als den Boten, den ihm der Herr von Mont Aynard als den zuverlässigsten Mann mitgegeben hatte? Und der Erzbischof von Lyon während die Hochfluth erregter Gefühle noch die Andern umfangen hielt, so daß die Welt für sie todt war der Erzbischof hatte sich still zurückgezogen und las mit forgenschwerer Stirn die verhängnisvollen Papiere. Fucigny war verloren. Wer ihn jest gewarnt hätte, ihn und seinen schlauen Ge schäftsträger! Wie schnell würden Beide aus den Bergen zur fernen Rhone geflüchtet sein, um deren Flut zwischen sich und die Gefahr zu legen in Frankreich wären sie dann ficher gewesen. Aber wenn auch der flintste Bote nach ihnen ausgeschickt worden wäre, er hätte sie nicht mehr retten können, nach jetzt die: genügt diese Anerkennung oder muß noch ein ausdrücklicher Verzicht auf Hannover gefordert werden? Ober ist das ganze Verhalten des Herzogs ein derartiges gewesen, daß trotz der jetzigen Anerkennung des deutschen Reichs seine Aufnahme in die Reihe der deutschen Bundesfürsten als unzuläffig oder unzweckmäßig erscheint? Die Art und Weise, wie und von welchen Faktoren diese Frage entschieden wird, die Abgrenzung der Kompetenz zwischen Reich und Einzelstaat wird zweifellos von großer Tragweite sein für die Stellung des Reiches zu den Einzelstaaten und für das Verhältniß des Landesstaatsrechts zum Reichsstaatsrechte. Politische Uebersicht. Der Entwurf des Postsparkassengefeßes stand gestern auf der Tagesordnung des Bundesraths. Ueber den Inhalt deffelben machen wir weitere genauere Mittheilung. Die niebrigste Einlage soll 1 M. betrogen. An einem Tage sollen nicht mehr als 100 M. angenommen werden und das Gesammt guthaben auf ein Sparkaſſenbuch 1000 M. nicht übersteigen. Als Einleger hat derjenige zu gelten, zu deffen Gunsten die Einlage erfolgte. Es können auch für Minderjährige Einlagen gemacht werden. Die Verzinsung geschieht mit drei Prozent. Bei den österreichischen Postsparkassen, welche den englischen nachgebildet find, beträgt die kleinste Einlage 50 Kreuzer. Die Gesammtsumme der Einlagen in einem Jahr darf 300 Gulden und überhaupt 1000 Gulden[ nicht übersteigen. Die Verzinsung geschieht dort gleichfalls mit 3 Prozent. Für eine und dieselbe Person darf nur ein Einlagebuch ausgefertigt werden. Jedenfalls soll auch nach dem deutschen Entwurfe ein Anweisungsverkehr mit Checks eingerichtet werden, der jedem Be figer eines Einlagebuches eine Art Kreditbrief für Deutschland gewährt. Wenn wir nur erst recht viel sparen könnten! Der Etat der Einnahmen des Reichs an Zöllen und Verbrauchssteuern ist jetzt an den Bundesrath gelangt. Nach demselben find Mehreinnahmen pro 1885/86 in Höhe von 11 869 020 M. in Ansat gebracht, also ein Einnahme- Ausfall von etwa 6,9 Millionen Mark. Um diesen Betrag werden also die Herauszahlungen an die Einzelstaaten vermindert, bezw. die Matrikularbeiträge erhöht werden müssen. Die Bilanz für das nächste Jahr stellt sich ferner um 15 Millionen Mart ungünstiger, als diejenige des laufenden Jahres, weil der in diesem zur Verrechnung gelangte Ueberschuß von 1882-83 in Höhe von 15 Millionen wegfällt. Da ist es bemerkenswerth, daß die Norddeutsche Allgemeine Beitung" den Artikel eines auswärtigen Blattes als beachtenswerth mittheilt, in dem als zweifellos bezeichnet wird, daß dem neuen Reichstage auf dem Gebiete der Steuerpolitit wichtige Vor= lagen gemacht werden. Ueber die Neubildung des Reichsgesundheitsamts, welche man nach dem Rücktritt des jezigen Direktors, Geh. Rath Strud, erwartet, find, namentlich in medizinische Dr ganen, allerlei Mittheilungen gemacht worden, welche indessen feinen thatsächlichen Hintergrund haben. Man ist über Er wägung der verschiedenen Vorschläge noch nicht hinausgekomdenn das Verderben hatte ste schon erreicht. Nicht öffentlich, sondern insgeheim, doch um so furchtbarer. Im Gebirge hielt, bis spät in die Nacht hinein, ein reisiger Trupp, der auf die Wiederkehr seines Herrn wartete. Die Nacht brach ein, noch wartete die treue Schaar ver gebens. Ausgeschickte Reiter kehrten zurück, ohne die fleinste Spur gefunden zu haben. Einer von ihnen war an den Thurm gerathen, über den so grauftge Sagen im Lande gingen; er hatte dort Lärm gemacht, aber nur ein altes Weib von furchtbarem Ansehen war endlich auf der Sinne erschienen, Das hatte auf sein Fragen nach einem ritterlichen Herrn ein so gellendes Hohngelächter aufgeschlagen, daß dem Reiter vor ihr gegraut. Wie heißt Dein ritterlicher Herr?" batte sie gefragt, und als er Fucigny's Namen genannt, war sie dicht an die Mauerbrüstung getreten:" Da ist der Schlüssel zu ihm!" batte fte geschrieen und ein großes Stück Eisen mit weitem Schwunge in den Bergstrom geworfen, wobei sie abermals so gräßlich gelacht, daß der Reiter, von jäher Furcht vor des Bergweibes bösem Bauber gepackt, wie rasend von dannen gefprengt war, Gott dankend, im Geflüft nicht den Hals zu brechen. " In der Nacht zog dann der Trupp mit großer Besorgnis niß um seinen Herrn ab. Und weder auf seinen Schlössern, noch zu Grenoble, noch irgend im Lande fand man eine Spur vom Herrn von Fucigny; seinen Begleiter vermiste Niemand, meil ein Gesell, wie Crespin, sein Heil wohl nicht lange auf einer Stätte finden konnte. Die Boten der Gerech tigkeit, welche nach dem Schaßmeister in gar schwerem Auftrage ausgeschickt waren, brachten nur die Gewißheit zurüd, daß er verschwunden sei. daß er verschwunden sei. Man glaubte, daß er, insgeheim gewarnt, nach Frankreich geflüchtet, aber Nachforschungen unter der Hand bewiesen, daß er dort nicht verweile; so mußte er denn in ein fernes Land gegangen sein. Dem war auch so: in ein fernes Land, von wannen Keiner je wiederkehrt. Sein Gedächtniß blieb gebrandmarkt; er war des Dauphins böser Engel in mehr als einer Beziehung gewesen, batte ihn zu Handlungen verleitet, die ihm bittere Heue brach ten; hatte die Schäße veruntreut, die er hüten sollte; er hatte auch das arme Weib des Thurmwarts foltern lassen, als es nicht gestehen wollte, wohin Beatrice's Kind gekommen sei, von welchem er fich in Bezug auf den Dauphin viel Vortheil versprach. Das Weib hatte seitdem die bösen Zufälle, die fie von Zeit zu Beit ganz verstörten. In einem solchen Zustande fand sie ihr Mann, als er von Gardemont nach Hause zurückkehrte. Seine Schwester men und scheint auch zunächst mit der Neuerung noch nicht vorgehen zu wollen. Die Einrichtung eines Gesundheitsrathes, von der mehrfach die Rede war, hat bis jetzt ebensoviel Befürworter, als abweichende Beurtheiler gefunden. Der Etat des Reichsgesundheitsamtes wird keine Veränderungen aufweisen. Nach Art. 13 der Verordnung zur Verhütung des Zusammenstoßens der Schiffe auf See vom 7. Januar 1880 muß jedes Schiff, einerlei ob Segelschiff oder Dampfschiff, bei Nebel, dickem Wetter oder Schneefall mit mäßiger Geschwindigkeit fahren. In Bezug auf diese Bestimmung hat Das Reichsgericht, 1. Civilsenat, durch Urtheil vom 24. September d. J. ausgesprochen, daß die Fahrt derartig zu mäßigen ist, um die durch Nebel und die dabei obwaltenden besonderen Umstände hervorgerufene Gefahr eines Busammenstoßes mit anderen in Fahrt begriffenen oder anfernden oder aus irgend einem Grunde zeitweilig manövrirunfähigen Schiffen thun lichst vermeiden zu können. Unter entsprechenden Umständen also, beispielsweise bei besonders dichtem Nebel, wird der Schiffsführer die Fahrt auf ein Minimum reduziren müssen. Die allerdings im Allgemeinen zutreffende Vorausseßung, daß des Nebels wegen auch andere in Fahrt begriffene Schiffe ihre Fahrt mäßigen werden, steht der aus Art. 13 cit. zu ent nehmenden Verpflichtung, die Fahrt des eigenen so weit zu mäßigen, als dies den obwaltenden Umständen zufolge der Bwed, Kollifionen zu vermeiden, gebietet, feineswegs entgegen." Schweiz. Wie schon aus den vorliegenden telegraphischen Rachrichten ersichtlich war, find die Nationalrathswahlen, welche am Sonntag in der Schweiz stattfanden, in radikalem Sinne ausgefallen. Die Physiognomie des neuen Rathes wird die gleiche sein, die der alte trug. Von Bedeutung find lediglich einige Einzelresultate. So der Sieg der Radikal Liberalen in Bern über die gemäßigte Bernische Volkspartei", ferner der Ausfall der Wahl in Genf, wo die linfe einen Sig an die Liberal- Konservativen verliert. Der Versuch der Raditalen, in der Stadt Basel, die bisher durch zwei Radikale und einen Liberalen vertreten war, den dritten Siz für sich zu ge winnen, ist gescheitert. Gordon viel auf dem Spiele. Er hatte Papiergeld im Betrage von 26 000 Lst. hergestellt und ausgegeben, von den Kaufleuten 50 000 2ft. geborgt und außerdem Noten im Werthe von 8000 st. nach Sennaar gesandt und die Einwohner nahmen diese Werthzeichen willig an, lediglich im Vertrauen auf die Ehrenhaftigkeit Gordon's und die Zahlungsfähigkeit der englischen Regierung, als deren Vertreter er auftrat. Seit dem sind drei Monate vergangen und die Nachricht von der Aufhebung der Belagerung Khartums durch die Aufständischen hat noch keine Bestätigung erhalten, ja in den letzten Tagen war sogar in Kairo das Gerücht verbreitet, daß der Platz gefallen sei. Das wäre eine schlimme Nachricht für das Ministerium Gladstone, welches bereits durch sein zweideutiges Verhalten gegenüber Gordon den Unwillen des englischen Volles in hohem Grade erregt hat. Ein amiliches Telegramm von Wady Halfa meldet, daß zwei Boten, welche abgesandt worden waren, um Erkundigungen über den Schiffbruch von Oberst Stewart's Dampfer in der Nähe des vierten Katarakts einzuziehen, mit der Meldung zurückkehrten, daß der Dampfer zwei Boote im Schlepptau hatte, die er, als er vom Feinde eingeholt wurde, ihrem Schicksal überließ. Nahum und seine Verwandten, die sich an Bord der Boote befanden, wurden zu Gefangenen gemacht. Der Dampfer segte seine Reise fort, stieß aber unweit des vierten Katarafts auf einen Felsen. Die an Bord befindlichen Personen, 45 an der Bahl, darunter 4 Frauen, Oberst Stewart, 2 Konsuln, einer Namens Nicola, wurden alle getödtet, mit Ausnahme von 2 Eingeborenen. Die Boten saben einen der Ueberlebenden, der ihnen obenerwähnte Aufschlüsse gab. Er sagte, das Schicksal des Obersten Stewart, den er als einen Mann von hoher Statur und röthlichem Barth schilderte, laffe feinem Zweifel Raum. Im englischen Unterhause soll die große Abstimmung über die zweite Lesung der Wahlreformbill schon am Freitag stattfinden, denn alle Parlamentsmitglieder sind mit dem größten Nachdrud zum rechtzeitigen Erscheinen an diesem Tage aufgefordert. Eine Regierungsmehrheit ist über allen Zweifel erhaben, nur könnte sie durch die Stimmenthaltung der Fren oder durch ihre Feindschaft auf 100 bezw. 70 herabgedrückt werden. Die Fren werden aber erst nächsten Freitag Morgen ihren endgiltigen Entschluß faffen. Man glaubt, daß Gladstone zuvor die Wahlkreiseintheilung in der bestimmtesten Weise erwähnen wird. Denn in dem Antrage, durch welchen er den Vortrag der Reformvorlage vor allen anderen beansprucht, ist der Ausdruck ,, any"( irgend eine) aufgefallen. Der Antrag besagt, daß die verschiedenen Stufen irgend einer Vorlage, die fich auf die Volfsvertretung bezieht, den Vorrang u. f. w." Wenn dieser Antrag durchgeht, kann die Regierung jeden Augenblick die Wahlkreiseintheilung einbringen und be sprechen laffen. Die politische Welt erblickt in diesem Wörtchen any", wie ein Londoner Berichterstatter der Köln. 3tg." hervorhebt, das erste wirkliche und wesentliche Versöhnungszeichen. Ist es den Lords darum zu thun, so dürften beide Vorlagen noch in dieser außerordentlichen Herbstsession, die natürlich Dann verlängert würde, abgethan werden. 11 Egypten. Am 24. d. Mts. hat zu Kairo vor dem Gerichte eister Instanz der Prozeß der Staatsschuldenkommiffion gegen die egyptische Regierung seinen Anfang genommen. Der Gerichtshof bestand aus folgenden Richtern: Hohe, Präsident ( Deutscher), Lowe( Engländer), Vercamer( Belgier), Sard Benafft und Izzet Bey( Aegypter). Als Staatsanwalt fungirte Ahmet Bey, als Vertreter der Staatsschuldenkommiffion Herr Tito Figari, als Vertheidiger der egyptischen Regierung Herr v. Rocaffera, als Vertheidiger Nubar Bascha's, Mustapha Fehmi Pascha's und Ali Pascha's Herr Ceccone, als Ver theidiger Le Mesurier's und der angeklagten Mudirs Herr Benedetto Adda. Nach einigem Hin und Herreden wurde Der Prozeß auf 14 Tage vertagt und die neue Verhandlung für Montag, den 17. November, anberaumt. China. Aus Peking wurde vor beinahe zwei Monaten gemeldet, das die chinesische Regierung ein Defret veröffentlicht habe, in welchem sie ihre Entschloffenheit, den Kampf gegen Frankreich ernstlich aufzunehmen, zur Keuntniß des Volkes ge bracht habe. Die jest eingegangene amtliche Zeitung von Befing vom 27. August enthält, wie wir der Voff. Btg." ents nehmen, den Wortlaut dieses Defrets. Nachdem das Dekret die verschiedenen Phasen des Konflikts mit Frankreich bis zur Verlegung des Vertrags von Tientsin rekapitulirt hat, fährt es fort: " 1 Dresden- Neustadt, rechts der Elbe. Appellationsgerichtsrath Klemm( nl) definitiv gewählt. Harburg. Stichwahl zwischen Hafstedt( nl.) und v. Estorf ( Wlf.) Meichenbach- Neurode. Stichwahl zwischen Porsch( St.) und Prinz Carolath( f.) Kalau- Luckau. von Manteuffel( t.) mit 10 465 gegen Rickert( df.) mit 3121 St. gewählt. Schleswig- Eckernförde. Lorenzen( df.) 5474, Dr. Wallichs ( nl) 4630. Safenclever 551 St. Mecklenburg- Schwerin. 1. Wahlkr. Bis jetzt v. Wrisberg( f.) 3287, Wachenhusen( of.) 2384, Hafenclever 33 St. 2. Wahlkreis. Bis jetzt: Herzog Johann Albrecht( f.) 6619, Haupt( nl) 7082, Hasenclever 1153 St. 3. Wahltr. Bis jetzt: v. Plöz Balow( t) 2340, Hermes( df.) 4559, Hasenclever 47 St. 4. Wahlkreis. Bis jetzt: Frhr. v. Malzahn( f.) 1418, Wildbrandt( df.) 4403, Peters( S.) 35 St. 5. Wahlkreis. Bis jegt: Graf Schlieffen( t) 1646, Behm( df.) 4691, Auer( 5.) 716 St. 6. Wahlfr. Bis jetzt: Graf Schlieffen( I.) 1689, Pogge( of.) 4718, Peters( S.) 305 St. 2. Meininger Wahlkreis. Witte( df.) 5757, Jerusalem ( nl.) 3741, Viered( S.) 3484. Stichwahl zwischen Witte und Jerusalem. Spener. Merkle( df.) 1027, Dr. Groß( nl) 8374, Dr. Siben 4231, Dreesbach( S.) 4735. Stichwahl zwischen Dr. Groß( nl.) und Dreesbach( S.) Westhavelland. Stichwahl zwischen Rickert( df.) und Kleist v. Bornstedt( f.) sicher. Bis jetzt bekannte Stimmenzahl: Rickert( df.) 4102, Rleift( t.) 5098, Hasenclever( S.) 3061, Jerusalem( nl) 1239. Es fehlen noch 8 Ortschaften, die aber an dem Resultat nichts ändern. Freiburg i. B. Marbe( 8.) definitiv mit 8610 St. gewählt, Hebting( nl.) erhielt 7675, Ged( 5.) 870 St. Dessau- Zerbst. Biegler( nl.- 1.) 7900, Roefide( I.) 6850, Geiser( S.) 800 St. Ersterer somit gewählt. bi fall gef na bez fche Lo ben wi hör bab fan etm Sp Dies ba An Dan ftra B ſchi ton Dor lun erp ge lan an Co lab fag Dur Gir Die w lft fun Un Th tige bet aus auf Der AD nut tari Zu den Wahlen schreibt die ,, National- Beitung": Im neuen Reichstag wird die Regierung genau so weit, wie im vorigen, auf das Bentrum angewiesen sein, wenn die Stichwahlen, wie zu erwarten, die Deutsch- Freisinnigen in der Stärke von ungefähr 70 Mann wiederkehren lassen; die konser vativ klerikale Mehrheit dürfte sogar um etwa 10 Stimmen stärker werden als bisher, und für den Einfluß der National Liberalen auf die Regierungspolitik wird es völlig einerlei fein, ob fte 45 oder 55 Stimmen haben; einen Theil ihrer alten Wahlkreise müssen sie übrigens erst noch in Stichwahlen vertheidigen. Sicher ist nur die Schwächung der liberalen Seite des Hauses in ihrer Gesammtheit, sowohl numerisch als qualitativ. Den Randalirfüchsen des heidelberger Aufschwunges in der Preffe mag es eine Freude bereiten, wenn nach Ben nigsen auch Fordenbed aus dem Parlament ausscheidet, wenn so maßvoll denkende und befähigte Männer wie Thilenius, Baumbach, Schrader u. A. durch unbekannte VerlegenheitsKandidaten ersetzt werden; ernsthafte nationalliberale Bolitiker werden sich der Bedenken über das Ergebnis der heidelberger Aktion wohl nicht entschlagen können." Wir, die Regierung, haben im Bewußtsein unserer Verantwortlichkeit den Entschluß, den wir jest faffen, reiflich ers wogen. Wir wissen sehr wohl, daß das Volt durch die Be wegungen der Truppen und die Aushebung von Soldaten erschreckt werden muß. Allein wir haben uns nicht unbesonnen in den Krieg gestürzt. Die Franzosen haben in dem gegenwärtigen Falle den Vertrag verlegt und illoyal gehandelt, damit alle Welt zum Born gereizt und uns zum Kampfe gezwungen. Die Soldaten der verschiedenen Provinzen brennen für den Krieg und wir find ficher, den gemeinsamen Feind zu bestegen. Die Vicelönige und Gouverneure find damit be schäftigt, ihre Soldaten zu sammeln für die Vertheidigung, für den Krieg und für den Gewinn von Siegen und Belohnungen. Für diese ganze Erregungen find aber die Franzosen verantwortlich, welche den Vertrag verlegt und den Krieg be gonnen haben. Die anderen Mächte, welche seit langer Zeit mit China Verträge haben, haben nichts gethan, das uns beunruhigt. Du, Volt, verändere nicht anläßlich unserer Verwidlungen mit Frankreich unsere Beziehungen zu den übrigen Mächten. Die Vicefönige und Gouverneure werden den Lokalbehörden und die Staufleute und Unterthanen der verschiedenen Nationen zu den Befehlshabern der Truppen strenge Anweisungen ertheilen, beschüßen. Die französischen Beamten, Rauf= leute und Missionare, welche im Lande bleiben und ihrem friedlichen Beruf sich widmen wollen, müssen ebenfalls geschützt werden. Aber diejenigen unter ihnen, welche sich in Grundsägen des internationalen Hechts bestraft werden. Wir Die Kriegsangelegenheiten hineinmischen, werden nach den befehlen den Vicefönigen und Gouverneuren, dem Volle und den Soldaten bekannt zu geben, daß fie unter dem Vorwande des Kriegs keinerlei Störungen schaffen. Jeder, der Aehnliches urtheilt werden. Das ganze Volt wird mit uns in dem wagen sollte, muß sofort verhaftet und sofort ohne Gnade ver Wunsche, den Frieden aufrecht zu erhalten, sympathiftren. Dies Defret werde zu Aller Kenntniß gebracht. Achtet es!- Man muß gestehen, daß diese Sprache eine viel edlere ist, als die der ministeriellen französischen Zeitungen. Je mehr aus dem Schriftwechsel zwischen der englischen Regierung und dem General Gordon über die Verhältnisse im Sudan veröffentlicht wird, desto tläglicher erscheint das Ver halten des Ministeriums Gladstone. Wie Hohn tlingt es, wenn der tapfere General das Ersuchen der Regierung, Ursache und Abficht zu erklären, warum er in Rhartum bleibt, da er doch weiß, daß die Regierung den Sudan aufgeben will", in einer Nachschrift zu seiner legten Depesche vom 30. Juli in folgenden Eägen beantwortet: Jch bleibe in Rhartum, weil die Araber uns eingeschloffen haben und uns nicht hinauslassen wollen. Ich füge noch hinzu, daß selbst wenn der Weg geöffnet wäre, die Leute mich nicht gehen lassen würden, wenn ich ihnen nicht eine Art Regierung gäbe oder sie mit mir nähme, Niemand was ich nicht thun könnte. würde lieber, als ich, Den Plas verlaffen, wenn dies möglich wäre." Es stand in der That schon damals für Die Hamburger Bürgerzeitung" schreibt am Schluß einer Betrachtung über das Resultat der Wahlen: Und doch durchzieht und bei aller Freude eine meh müthige Stimmung, wenn wir an Dienstag- Abend zurüddenken. Unabweisbar flingen in unsere Seele die schönen Verse auß Lenau's Albigensern: Noch die Freiheit war es nicht; Dunklen Gruß, verworrne Kunde Brachte nur von ihrem Licht Die vorausgeeilte Stunde. Wie ein Bote liebend eilt Mit der Freudenpost zu kommen, Und vor Ungeduld nicht weilt, Bis ihr Wort er ganz vernommen. Das Bitat paßt nicht ganz, aber die Empfindung, welche in des Dichters Worten lebt, ist heute und hier für uns ganz am Plage." aus ใน ท Ichi Du bor Bei Ute mei aus St Art Der Birk Bei arti Ja bes eine pfl Der Der Ge An DO fen weg ford wer bol rätt ten rib fon gefo pra De find Mo Bie Don Fei Bei Bra ftra Bu Die Stichwahlen, deren Nothwendigkeit nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Reiche sich mehr als jemals als Resultat der diesmaligen Reichstagswahl ergeben hat, voll ziehen sich ganz nach dem Schema, wie die Hauptwahlen. Nach $ 28 des Wahlreglements hat der Wablkommissar die engere Wahl zu veranlassen, sobald sich bei der Ermittelung des Wahl ergebnisses herausgestellt hat, daß eine absolute Majorität nicht erreicht worden ist. Der Termin für die engeren Wahlen darf nicht länger hinausgeschoben werden, als höchstens 14 Tage nach Ermittelung des Ergebnisses der Wahl. Auf die engere Wahl find diejenigen zwei Kandidaten zu bringen, welche bei der ersten Wahl die meisten Stimmen erhalten haben; find auf mehrere Kandidaten gleichviel Stimmen gefallen, so ents gezogen wird, darüber, welche beiden Kandidaten auf die engere Kottbus- Spremberg. v. Funde( f.) 7679, Hirschberger ( bf.) 4268, stabser( S.) 2693 St. Die Wahl von Funde's termine zu veröffentlichenden Bekanntmachung über Tag und scheint gesichert. war bei ihr, aber auch diese hatte ste bereits bei ihrer Anfunft so gefunden der Wahnsinn, der schon lange in ein zelnen Angriffen mit der armen Sabette gespielt hatte, war endlich ihr Meister geworden; fie schien nichts mehr zu wiffen und zu begreifen; eine tolle Luftigkeit hatte sich ihrer bemächtigt, fie lachte und schwaste wildes Beug; von gefangenen Vögeln, die fie gern fingen hören möchte; die wür Den gewiß so gut fingen, wie sie selbst, Sabette, einst auf der Marterleiter gesungen; dann sprach fie von einem schönen, festen Hause, viele Klafter tief unter dem Boden, wo man die Erdgeister belauschen könne, und von einem goldenen Schlüffel, den sie den Niren geschenkt. So fladerten ihre Gedanken, wie Irr lichter, im tollen Wirbel noch zwei Tage umher, bis die Lebenskraft aufgezehrt war und plögliche Stille über ste kam. Sie lag dann ein Paar Stunden ruhig, als schlafe fie; aber mit einem Male schrie sie auffahrend: Jesus Maria! wo ist der Schlüffel? Sucht ihn, fucht schließt auf! Sie verbun gern!" Und mit dem legten Schrei, den die Umstehenden auch für einen Ausbruch ihres Wahnsinns hielten, fant fte zu rüd und lag im Verscheiden. Wenden wir uns zu dem milden Abschiede, welchen zwei Andere nahmen, die hienieden nicht verbunden sein konnten. Beatrice lehrte, nachdem sie mit Genehmigung des Erzbischofs mehrere Tage auf Gardemont verweilt, in schöner Vereinigung Japan. Die japanesischen Gesandtschaften in Europa find benachrichtigt worden, daß der Mikado von Japan einen nationalen Hochadel gegründet habe, der aus 11 Fürsten, 24 Marquisen, 76 Grafen, 324 Vicegrafen und 74 Baronen besteht. Diese neugeschaffene Aristokratie wird das Ober haus des fünftigen japanesischen Parlaments bilden. Auch nicht übel! Neuere Wahlresultate. Stunde der engeren Wahl find die beiden Kandidaten mit dem fibilität der Nerven in Bezug auf andere Personen eine viel gesteigerte ist, als bei anderen. Wir brauchen hier nur das berühren. Kein Mensch wird die Existenz derselben leugnen gewesen, wirklich greifbare Definitionen dieser Erscheinungen Der Dauphin legte seine Krone nieder und trat seine Länder an Frankreich ab. So wurde im Jahre 1349 das Delphinat, deffen Gebiet einst zum deutschen Reiche gehörte, mit Frant reich vereinigt, deffen Thronerbe fortan immer den Titel Dauphin führte, bis dieser Titel nach fünfthalb Jahrhunderten mit Allen, die sie liebte, wie weh sie ihr auch gethan, zurück in ihr flöfterliches Asyl. Diese Tage waren für den Dauphin Die legten Tage des Glückes! Als Beatrice ihn verlassen hatte und auch ihr Vater, der nicht in die Felswüste zus rüdlehrte, sondern die geistliche Freiftatt annahm, die ihm der Erzbischof für den Rest seines Lebens geboten, da fiel auf den Fürsten schwer das Bewußtsein des verödeten Lebens zurück. Er freute sich zwar des Glückes, das Isaura mit Mont Aynard gefunden, aber niemals erfegte sie ihm den Sohn, deffen Tod er verschuldet hatte; nie glaubte er recht an ihre Liebe, wie viele Beweise sie ihm auch gab: er fühlte fich ganz einsam. Die Regierung war ihm zur Last; die Welthändel hatten kein Intereffe mehr für ihn, umsonst, daß die Freunde des Landes ihn zu einer zweiten Heirath bewegen wollten. in der Revolution erlosch. Frankreich wußte diese Stimmung wohl zu benußen. Die Bartel in Dauphiné, die fich zu Frankreich neigte, batte in Fucigny nur ein Mitglied, nicht ihre Stätte verloren, und als Der Erzbischof von Lyon fein ehrwitdiges Haupt zur Ruhe legte, fam der Abschluß des gewünschten Vertrages zu Stande Beim Gedankenleser. R. C. Es paffiren gewiß feine Beichen und Wunder mehr wenigftens sind die Beiten, in denen die Menschheit mit derartigen Erscheinungen beglückt wurde, längst vorüber, und wenn man selbst heute nicht hin und wieder etwas Wunderzu geben. Auf eine besonders ausgebildete Fähigkeit der Sinne find die Leistungen des Herrn Cumberland auch nicht zurüd zuführen. Entschieden hat es etwas für fich, wenn man fagt: ebenso wie bei einzelnen Thieren einzelne Sinne besonders ausgebildet find, wie z. B. bei Jagdhunden, ebenso fann co ja auch bei Menschen vorkommen, daß einzelne Individuen mit besonderer Schärfe eines Sinnes, die fich weit über das Cumberland findet mit der Wunderfabrikation im Allgemeinen herzlich schlecht he- Weise könnte man vielleicht das Experiment mit dem Auffinden stellt. In dieser Beziehung wirkt es ordentlich erfrischend, wenn man wirklich einmal mit Sachen bekannt gemacht wird, von denen sich unsere berühmte Schulweisheit nichts träumen läßt, und der gewöhnliche Sterbliche hat dann wenigstens das an genehme Bewußtsein, in dem Augenblid, wo er vor verblüffende Thatsachen restellt wird, auch nicht viel dümmer auszusehen, als diejenigen Leute, deren angeborenen, sprühenden Geist an einer verstedten Nadel erklären. Herr nämlich eine Nadel, die während seiner Abwesenheit von einer ibm durchaus fremden und fernstehenden Person bei einem der Buschauer, der auch in feiner Beziehung zu dem genannten wähnen, daß Herr Cumberland bei allen seinen Vorführungen Herrn steht, mit ziemlicher Sicherheit wieder. Es ist zu ers die Augen verbunden hat, so daß ihm also fichtbare Zeichen nicht Wenn es hier nun noch allenfalls anzunehmen wäre, daß das Gelingen eines solchen Kunststüdes von der Einwirkung incognita, die Männer der Wissenschaft stehen hier ebenso gut Annahme bei anderen Sachen, die von dem Herrn ausgeführt können. weifeln von diesen selbst als ein Kapitalverbrechen angesehen gegeben werden b wird. Dhne Zweifel ist das Nervenleben der einzelnen Individuen der Wissenschaft auch heute noch zum großen Theil eine terra wie die Laien vor ungelösten Räthseln, und grade das vor nehme Ignoriren, welches heute von den Kapazitäten der Wissenschaft denjenigen thatsächlichen Leistungen gegenüber, die wir in der Sing- Akademie zu bewundern Gelegenheit geb Dief bere Ber Str In Ver folu OPE Ber Erm 24.113 Eric Ipric jaba DEB Dag Be Ber und Deut Hell gebr tetti Doll Buck tau fo tung merden, entschieden unmöglich. Dieselben beruhen auf dem faktischen Errathen von Gedanken und Jdeen anderer Perfo nen, es ist undenkbar, daß irgend ein geistiger oder finnlicher Konner zwischen dem„ Subjekt", wie Herr Cumberland die Personen nennt, an denen er experimentitt, und dem Gedan stattbekannten Opernsängerin aufgiebt, fich einen Gegenstand zu denken und zu gleicher Zeit eine Person, welcher fie diefen bei seinen Experimenten wenigstens zu konstatiren, daß grobe bezeichnet Gegenstand und Person mit gleicher Bestimmtheit, Gegenstand schenken möchte, und der Gedankenleser erräth und zu bewirken, was manche unserer gelehrten Herren Professoren, fenleser besteht. Wenn Herr Cumberland beispielsweise einer die doch sonst Zeit für alle möglichen Nebengeschäfte finden, hervorrufen wollen. Mr. Cumberland leistet auf seinem ges heimnisvollen Gebiete geradezu Staunenswerthes, und es ist Täuschungen des Publikums als vollkommen ausgeschlossen zu betrachten sind. Es fann nicht in unserer Abficht liegen, irgend wie eine Lösung des Problems suchen zu wollen, wie herr Cumberland zu seinen überraschenden Resultaten tommt; wir halten es für selbstverständlich, daß auch hierbei Alles natürlich zugeht. Indeffen glauben wir doch, daß bei einzelnen Menschen die Sen übrige, was in der Sing- Akademie geboten wurde, gelang ausgezeichnet, und es wäre zu wünschen, wenn die Wissenschaft bier eingriffe und Klarheit in diese mysteriösen und feltsamen Sachen brächte. B rf t.) ent 5t. 9, t: St. D= is 5.) G 39, em nb Dr. Dr. and 51: 51, per St. 50, 3m im ch= Der er= en allei ret len en als ges ens nn 3, t8 fer ger us ch en. เน ริ che in als oll ach jere Hinweise darauf zu nennen, daß alle auf andere Kandidaten fallende Stimmen ungiltig find. Die engere Wahl findet, wie gefagt, auf denselben Grundlagen statt, wie die erste Wahl; namentlich lommen die bei der ersten Wahl festgestellten Wählerlisten unverändert zur Anwendung und auch die Wahlbezirke, Wahlvorsteher und Wahllokale bleiben unverändert. Tritt bei den engeren Wahlen Stimmengleichheit ein, so entscheidet das von der hand des Wahlvorstehers zu ziehende Loos. Die Nachwahlen oder Ersagwahlen finden gleichfalls auf benselben Grundsägen und nach denselben Vorschriften statt, wie die ersten Wahlen; sie müssen von der zuständigen Be hörde sofort veranlaßt werden. Lokales. N. Ein Nothschrei, der eine gewiffe Berechtigung zu baben scheint, geht von Adjacenten der Beuthstraße aus. Be fanntlich werden dort, wie von uns seiner Zeit mitgetheilt, seit etwa 4 Wochen die Geleise für die neue Pferdebahnlinie Spittelmarkt- Rollfrug gelegt. Anstatt diese Arbeiten, wie bies bisher an allen anderen Stellen geschehen so vorzunehmen, daß erst ein Theil der Straße und dann der andere Theil in Angriff genommen wird, hat man dort den ganzen StraßenDamm auf einmal, vom Spittelmarkt bis zur Kommandantenftraße aufgeriffen, während der auf beiden Seiten befindliche Bürgersteig zur Unterbringung von Baumaterial, Eisenbahnfchienen und sogar des vom früheren Damm aufgeriffenen Be tons verwendet worden ist. Durch diese Maßnahmen find die bort wohnenden Engros- Firmen, Fabrikanten und Detailhandlungen, von denen einzelne täglich hunderte von Centnern zu expediren, resp. mit ihren Kunden zu verhandeln haben, schwer geschädigt. Naturgemäß liegen die Firmenbefizer mit der Bolizeibehörde in ununterbrochenem Krieg, da die Polizei es nicht gestatten tann, daß die Rollwagen auf dem Bürgersteig entlang fahren, um vor den Häusern selbst die Colli aufzuladen; andererseits ist es aber nicht möglich, die schweren laben. Die Zustände, die dort nun schon, wie einleitend ge fagt, feit 4 Wochen dauern, sind in der That, wie wir uns durch den Augenschein überzeugt haben, geradezu unerträgliche. die herannahende Weihnachtszeit dringend geboten. zwischen den Pferdebahngeleisen in der Oberwallstraße 8. Das erst vor ca. 14 Tagen gelegte Holzpflaster fft an einigen Stellen neben den Schienen bereits fo start ge ihn zur Einsendung von bei ihm rückständigen Versicherungsbeiträgen zu veranlassen, da stellte sich heraus, daß dieser Agent die Beträge längst an den Kafftrer Wolff, der zur Empfang nahme der Beträge berechtigt war, abgeführt habe und daß Wolff nicht nur dies nicht gebucht hatte, sondern den betr. Agenten im Buch mit noch weiteren Beträgen belastet hatte, welche von dem Agenten gar nicht eingezogen, sondern von anderer Seite direct an Wolff gezahlt und von diesem unterschlagen worden waren. Eine sorgfältige Revision ergab, daß W. noch weitere Unterschlagungen und falsche Buchungen vorgenommen hatte. Nichtsdestoweniger ließ sich durch das inständige Bitten und die Zeichen der Neue des W. der Director B. bewegen, den W. weiter in seiner bisherigen Stellung zu belaffen und von einer Anzeige bei den Strafbehörden Abstand zu nehmen. Hierzu erachtete der Director B. sich für berechtigt, weil Wolff nicht die Versicherungsgesellschaft, sondern nur ihn( den Director B.) persönlich durch seine Unterschlagun gen und Betrügereien geschädigt hatte, weil B. die Handlungen des Wolff der Gesellschaft gegenüber vollständig zu vertreten hatte. Diese Nachficht hat aber Direktor B. schwer büßen müssen. Denn in den folgenden Wochen hat W. seine Unterschlagungen in vergrößertem Maßstabe fortgefeßt. Er hat nicht nur die von ihm einkaffirten Prämienbeträge sondern auch die von Verficherungsnehmern zurückgezahlten Darlehen, darunter eines im Betrage von 1329 M., unterschlagen und die Unterschlagungen durch falsche Buchungen verschleiert. Auf die vor einigen Tagen durch falsche Buchungen verschleiert. Auf die vor einigen Tagen endlich erfolgte Anzeige des schwer geschädigten Direktors ist Wolff gestern festgenommen worden. In seiner Behausung und in seinem Anzuge wurden zahlreiche Geschäftsbriefe und Brämenquittungen der Gesellschaft gefunden, welche er zur Bost hätte geben sollen und welche er wahrscheinlich deshalb einbehalten hatte, um seine Unterschlagungen zu verdunkeln. nach den bisherigen Ermittelungen beläuft sich der durch die Unterschlagungen dem Direktor B. zugefügte Schaden auf ca. 2300 M., wovon bei Wolff Nichts gefunden wurde. W. hat in letter Beit seine Wohnung theilweise neu ausmöblirt, ferner für sich eine werthvolle Uhr getauft und den Reſt Der unterschlagenen Beträge angeblich in Konditoreien und Schantlokalen verspielt. Wolff ist erst 22 Jahre alt; als 18jähriger Bursche ist er bereits wegen schwerer Urkundenfälschungen, unterſchlagungen, und Betrügereien, die er gegen ſeinen früheren Prinzipal, einen hiesigen Fuhrwerksbefizer begangen hatte, bestraft worden. a. Der 15 Jahre alte Bursche Wilhelm Köhler war vor einen Rollwagen gespannt gewesene Pferd abzuschirren. funten, daß eine schleunige Umpflasterung resp. Erhöhung durch firma Arnheimer u. Co., Möckernftr. 25, damit beschäftigt, das Theil Geld erspart werden, wenn Derartige Arbeiten sorgfäl Beim Abnehmen des Kummet, wobei er die rechte Hand tiger ausgeführt werden würden. Alles wird mit einer Hast zwischen diesem und dem Pferde hatte, riß das Pferd plöglich betrieben, so daß es ganz erklärlich ist, wenn sich die kaum but welche Holzpflaster over Asphalt gelegt wird, beim Wagen verfehr fentt. Abrian Jacobsen, welche derselbe im Auftrage des Königl. N. Die Sammlungen des Polar- Reisenden Kapitän Museums auf seiner amerikanischen Reise gemacht hat, find nunmehr im Königl. ethnologischen Museum vollständig inven den Hals in die Höhe und damit den Arm des K., welcher gleich hinter dem Handgelenk durchbrochen wurde, nachdem man ihm einen Nothverband angelegt, wurde er nach der Kgl. Klinik in der Biegelstraße geschafft. Der Verlegte scheint überhaupt viel vom Unglück heimgesucht zu werden, denn nicht lange ist es her, daß er ein Jahr lang an Verlegungen, die er bei einer Explosion erhalten, im Krankenhause gelegen hat. tarifirt. Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben: Der ladenen Rollwagens, Namens Otto Krüger, wollte heute aus dem Territorium Alasta stammende Theil der Samm lungen besteht aus ca. 4000 Nummern, Gegenstände der ver Schiedenen Stämme der Eskimos und der hauptsächlich am = g. Der Führer eines mit Zeitungspapier- Ballen beMittag, vorn auf dem Wagen fizend, an der Ecke der Zimmerund Friedrichstraße einen drohenden Zusammenstoß mit einem anderen Arbeitsfuhrwerk dadurch verhindern, daß er die Leine bortiger Gegend leben noch im Steinzeitalter. Erst in neuester fräftig anzog, um die Pferde zu pariren. Hierbei glitt er nach Beit werden ihnen durch die Alaska Commercial- Company Metallgeräthe zugeführt. meisten in der Sammlung befindlichen Geräthe und Werkzeuge noch mehrere hautabschrumpfungen im Gesicht zuzog. Ein aus Stein, oder aus Knochen, Horn, Muschel oder Holz. Steinerne Pfeil, Harpunen- und Lanzenspißen, Schaber, Steinvorne vom Wagen und schlug derartig mit dem vollen Gesicht auf die Deichselstange, daß er sich den Oberkiefer spaltete, die Lippen durchschlug, mehrere Zähne einschlug und sich außerdem Schußmann brachte die Pferde sofort zum Stehen, so daß der wurde. K. wurde nach Anlegung eines Nothverbandes in der fördert. g. Sturz vom Pferde. In der Nähe des Brandenburger Thores fiel gestern Nachmittag gegen 3 Uhr den Passanten ein Reiter auf, der auf einem prachtvollen Fuchs die KöniggrägerErscheinung, vom Pferde und blieb regungslos auf der Erde Arte, Meffer aus Stein oder Muschel find in ganzen Heihen Rutscher vor der Gefahr, noch überfahren zu werden, verschont Dertreten; unter ihnen sind von ganz besonderer Wichtigteit Sanitätswache in der Marggrafenstraße nach der Charitee be Birta 70 Gegenstände aus dem schon seit undenklichen Beiten und bei allen Völkern hochgeschäßten Nezheit: Stabartige Amulette aus Nezheit, bis zu 15 cm. Länge, von denen Jacobsen mehr als ein Dußend mitbrachte, sollen das Gewicht bes Rörpers aufheben, sodaß Jemand, der ein solches am Halse straße entlang ritt. Plößlich fiel der Reiter, eine stattliche einem Abhange unbeschädigt den Boden erreichen wird. Lippen liegen. Ein zufällig des Weges gekommener Militärarzt ließ pflöcke aus Nezheit, von denen der Kostbarkeit wegen der an der rechten Seite der Unterlippe durch einen solchen aus anDerem Material ersetzt wird, schüßen gegen Frost 2c. Geräthe find aus großen Hauzähnen der Wallroffe oder aus Anochen hergestellt. Für viele Verrichtungen ist der Gebrauch Don Metallgeräthen durch den Aberglauben verboten. So dür fen die Frauen, denen allein die Zubereitung der Fische obliegt, hier: geschlossen wurden. Bu nur Steinmeffer gebrauchen, da sonst die Fische sich von der Küfte weg in unerreichbare Fischgründe zurückziehen. Im Tanzhause den anscheinend vom Schlage getroffenen Herrn in ein gegenüberliegendes Haus tragen, wohin auch er folgte. Ob der Verunglückte wieder ins Leben zurückgerufen worden ist, konnte nicht gleich ermittelt werden, da der Thorflügel des Hauses wegen der fich angesammelten großen Menschenmenge sofort Polizei- Bericht. Am 29. v. M. Vormittags wurde der Arbeiter Meinert auf dem Hofe des Grundstücks SchiffbauerLiegnik, 29. Oktober. Baumgart vor dem Schwurgericht. Im Mai d. J. war der Konditor Tix aus Strehlen im Gasthof zum Szepter" hier während des Schlafes meuchlings era mordet und seiner mitgeführten, nicht unbedeutenden Baarschaft beraubt worden. Des Mordes dringend verdächtig war ein junger Mensch, welcher den Abend vorher in Begleitung eines Dritten mit Tig in das genannte Wirthshaus, wo er fich als Eisendreher Thiel legitimirte, eingekehrt und bald nach der That verschwunden war. Monate lang wurde trop der auf seine Ergreifung gesezten Prämie vergebens auf den Verbrecher gefahndet, bis er in einem Krankenhause in Berlin als Schloffer Richard Baumgart aus Rogasen entdeckt wurde. Baumgart hat nach seiner Lehrzeit ununterbrochen ein unftätes Leben ge führt und mehr Dom Betteln und fleinen Dieb stählen als vom Ertrage seiner Arbeit gelebt, auf seinen Reisen auch Liegniß schon mehrmals berührt. Mit ihm vagabundirte der bereits mehrfach bestrafte Handlungsgehilfe Aloys Rücker aus Böhmen, welchen er Anfang Mai dieses Jahres in Breslau mit der Erklärung ver ließ, Geld beschaffen und dann wieder zu ihm nach Breslau zurückkehren zu wollen. Auf dieser Wanderung lernte Baum gart den Konditor Tir in Strehlen fennen, welcher um diese Beit einige Hundert Vlart, die er mit sich führte, geerbt hatte. B. schloß sich ihm an und in Reichenbach, gesellte sich noch ein dritter Gefährte, der Kommis Goreziv zu ihnen. So tamen fie nach Liegniß, wo fie im genannten Gasthofe Quartier nahmen. Der Wirth, welcher bemerkte, daß Tir eine bedeutende Summe Geldes es waren ca. 700 M. besaß, und bei B. lüfterne Blicke auf dasselbe wahrzunehmen glaubte, wies dem Tir seine Schlafstelle in einem Simmer in dem Seitenflügel des Hauses, mo bereits ein Gast schlief, an, während die beiden anderen in einem anderen, durch den Hof getrennten Flügel einquartiert wurden. Nach den Ge ständnissen des B., in Uebereinstimmung mit dem Thatbefund, war er Nachts 2 Uhr aufgeftanden, hatte sich vollständig angekleidet und die Schlafstelle des Tir behufs seiner Beraubung aufgesucht. Das Schlafzimmer war offen, und so gelangte er ohne Hinderniß an sein Ziel. Als er nach den unter dem Kopfe des Schlafenden liegenden, das Geld bergenden Beinkleidern griff, erwachte derselbe, weshalb er sich wieder zurückzog und in den Hof begab. Nach Verlauf einer halben Stunde wiederholte er seinen Besuch, nahm aber, wie er bes hauptet, um für alle Fälle eine Vertheidigungswaffe zur Hand zu haben, einen Ziegel mit. Wiederum, so erzählt B., er wachte Tir bei dem Versuche, die Beinkleider ihm zu entziehen, und da habe er ihm einen Schlag mit dem Siegel versezt und sei mit dem Raube geflohen. Nach der Aussage der Aerzte find mindestens zwei Schläge gegen den Kopf des T. geführt worden und zwar während des Schlafes. B. begab sich über Pollwig und Glogau, wo er fich neu equipirte, nach Breslau, suchte Rücker auf, mit welchem er das ganze geraubte Geld, über deffen Erwerb er diesen nicht in Zweifel ließ, in wenigen Tagen durchbrachte, Tir war, ohne zur Besinnung gekommen zu sein, wenige Stunden nach dem Ueberfall im städt. Krankenhause gestorben. Der Mörder und sein Genoffe hatten, nachdem das Geld verpraßt war, Breslau zusammen verlassen und ihre Schritte nach Berlin gelenkt, wo B. erkrankte und entdeckt wurde. Auf einer Reise war er in Waldenburg zu einer auf den Eisendreher Thiel lautenden Legitimation gekommen, auf deffen Namen er dann reiste. Dieselbe war nach seiner Flucht in Liegnis verblieben. In Breslau gelangte er zu Papieren des Schauspielers Hart, auf deffen Namen er von dort aus auftrat, wodurch seine Ergreifung so sehr erschwert wurde. Baumgart leugnete sein schweres Verbrechen nicht, will aber nicht die Abficht gehabt haben, den Tir zu tödten, sondern nur zu berauben. Den Geschworenen wurden zwei Fragen vor gelegt: 1. ob B. sich des qualifizirten Mordes und 2. des schweren Raubes schuldig gemacht habe. Der Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Röhricht, plaidirte für Verneinung der ersteren Frage, die auch von den Geschworenen ausgesprochen wurde. Dem nach wurde Baumgart nicht des Mordes, sondern nur des schweren Raubes mit tödtlichem Erfolge für schuldig befunden und daraufhin zu lebenslänglicher Buchthausstrafe verurtheilt. Der mit ihm angeflagte Rüder erhielt wegen heblerei eine Gefängnißstrafe von drei Jahren und Ehrverlust auf gleiche Dauer. Zu der Verhandlung war ein solcher Andrang, daß Hausflur und Treppen mit Menschen dicht besezt waren. Besonders mert würdig ist die bald nach der That aufgefallene Thatsache, daß weder der Schlafgenosse des B. wahrgenommen, daß dieser sein Lager verlassen, noch der Schlafgenoffe des Tir etwas von dem doch nicht geräuschloß vorübergegangenen Vorfalle gemerkt hatte. Namentlich der Lettere muß sich eines gesunden Schlafs erfreut haben. Baumgart ist 22 Jahr alt, von hübschem, intelligentem Aussehen, welches den schweren Verbrecher in ihm nicht vermuthen läßt. Er ist bereits wegen Bettelns, Landstreichens, Beilegung eines falschen Namens, Betruges u. s. w. bestraft. forderliche Holz nur mit Herten aus Walroßzähnen zerkleinert darauf wieder, so daß er seine Arbeit fortseßen fonnte. Am Subjekt, deffen Aeußeres den Verbrecher ahnen läßt. Nachmittag trat jedoch ein zweiter Schlaganfall ein, bei welchem der 2c. Meinert durch das Niederfallen zur Erde eine räthe angewendet werden, weshalb man den Fetisch jest wäh- schwere Verlegung am Kopfe erlitt, so daß er nach der Königlichen Klinik gebracht werden mußte, woselbst er Abends an den Folgen der Verlegung verstarb.- Um dieselbe Beit ver fondern auch die zu ihrer Herstellung erforderlichen Werkzeuge unglückte der Kutscher Pfuhl auf dem Grundstück Küstrinergesammelt hat, die in vielen Fällen eine Erklärung unserer play 9 dadurch, daß beim Emporwinden eines etwa acht Zentner praehistorischen Funde gewähren. bl icht arf age ere bei ind mts ars jere bl ind em viel bas | 3 น nen lich gen nne üd gt: ers uen bas efer ben idet iner Der ten et's gen icht dak ung Iche schweren Holzblockes auf einen Lauftrahn der Block herabſtürzte und den c. Pfuhl traf. Dieser erlitt dadurch eine Verlegung am Kopfe und an der Wirbelsäule und mußte nach dem Krantenbause im Friedrichshain gebracht werden.- Am 30. b. M. Vormittags ging ein vor einen Schlächterwagen ge N. Die Enthüllungsfeier des Ernestine Wegener Dentmals, welche, wie erst bestimmt, am 2. November stattfinden sollte, ist bis auf Weiteres verschoben worden; das Monument ist vom Bildhauer Pietsch, Sohn des Schriftstellers Bietich, angefertigt und steht zur Aufstellung bereit. Es hängt spanntes Pferd in der Bellealliancestraße plößlich durch. Als Don Den Verwandten der verblichenen Künstlerin ab, wann die Feier Definitiv ftattfindet. der Führer des Wagens dem Pferde in die Bügel fiel, um Daffelbe aufzuhalten, wurde er von demselben umgerissen und mittelft Droschte nach seiner in der Friedrichsstraße 15 belegenen Gerichts- Zeitung. Die Direktion des Deutschen Theaters" hat vor furzer überfahren. Er erlitt hierbei derartige Verlegungen, daß er Bräfidium darauf aufmerisam zu machen, daß die Schumann- Wohnung gebracht werden mußte. fraße für den allabendlich in ihr herrschenden großen Verkehr du spärlich erleuchtet sei, und um Abhilfe dieses Uebelstandes gebeten. Wie es scheint, hat das Polizei- Präfidium in Folge Giefer Bitte die schleunigsten Maßregeln ergriffen. Denn bereits gestern wurden in der Schumannstraße die nöthigen Beranstaltungen getroffen, um die bisher dort vorhandenen Straßenlaternen um eine erhebliche Anzahl zu vermehren. n ber am 27. Dltober cr. fstattgehaben zahlreich besuchten Der Lokal- Anzeiger" wird nicht mehr vertrieben. Bersammlung Berliner Zeitungs- Spediteure ist folgende ReDer frühere Büreauvorsteher Oskar Victor Heinrich Knefel wurde heute aus der Haft vor die Schranken der ersten Straflammer hiesigen Landgerichts I. geführt, um sich auf eine Anklage wegen schwerer Urkundenfälschung, wegen unbefugter Eröffnung eines Briefes, wegen Betruges, Unterschlagung, Körperverlegung und öffentlicher Beleidigung zu verantworten. Der Angeklagte war bis zum 14. August cr. Büreauvorsteher Trunkenheit und Lässigkeiten in Erfüllung der ihm überfolution angenommen und unterzeichnet worden: Die heutige bei einem hiesigen Rechtsanwalt und hatte sich durch häufige Erwägung, daß das von der Expedition des Berliner Lokal tragenen Obliegenheiten die Unzufriedenheit seines Chefs zuge Anzeigers" gewährte Botenlohn, für das 3 Mal wöchentliche Erscheinen deffelben, nicht dem ortsüblichen Bestellgelde ent zogen. Als er am 13. Auguft cr. wieder angetrunken im Dienst erschien, verfügte der Anwalt seine Entlaffung zum folgenden Tage. Am 14. ging im Büreau ein eingeschriebener Brief der häftsbetriebes, in Berücksichtigung der berechtigten Interessen Deutschen Handelsgesellschaft ein, in welchem fich ein einzuDes Publikums und der Zeitunge- Verleger, unbedingt bedürfen, klagender Wechsel befand. Der Angeklagte nahm diesen Brief Dag vom 1. November 1884 ab der fernere Vertrieb des Berliner Lokal Anzeiger" von den Zeitungs- Spediteuren Chefs deffen Namen, öffnete den Brief und sandte ihn später a Wegen zahlreicher und erheblicher Unterschlagungen zurück. Außerdem hatte er beim Empfang feines Gehalts Berlins eingestellt wird." ibit Dem tfo her Die ans ner and fen and jeit, Wed ang aft nen und Betrügereien ist der bei dem hiesigen Bureau der Deutschen Lebens- Versicherungs- Gesellschaft zu Potsdam ange Hellte Buchhalter und Raffirer Otto Wolff gestern zur Haft gebracht worden. Wolff war seit dem Jahre 1881 bet der Di eltion der genannten Gesellschaft beschäftigt und genoß das Buchungen, behufs Verschleierung der Unterschlagungen, ge an fich, unterschrieb unter Nachahmung der Handschrift seines nebst dem Wechsel, für den er feine Verwendung hatte, wieder einen bereits erhaltenen Vorschußbetrag verschwiegen. Nach feiner Entlassung hat sich der Angeklagte eines Attentats gegen eine Dame auf der Straße schuldig gemacht, bei welchem seine Festnahme erfolgte. Auf rer Polizei lehnte er die Angabe feines Namens ab, so daß die Feststellung seiner Personalien Bollite Vertrauen seiner Vorgeseßten, welches er aber seit Jahren längere Beit in Anspruch nahm. Der Staatsanwalt beantragte der gröbsten Weise durch Unterschlagungen und falsche unter Ausschluß mildernder Umstände fünfzehn Monate Bucht ufcht hat. Als im September c. der Direktor der Berfiche Umstände zu und verurtheilte ihn zu einer Gesammtstrafe von ungsgesellschaft, Herr B., felbft an einen Agenten schrieb, um zehn Monaten Gefängniß. haus, der Gerichtshof billigte aber dem Angeklagten mildernde Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. h. Die freie Vereinigung der Graveure, Giseleure und verwandten Berufsgenossen Berlins, welche, wie er innerlich, vor einiger Beit behufs Regelung des Lehrlingswesens eine Kommisfion eingesezt hat, die mit den Vorarbeiten zur Veranstaltung einer Enquete über die hiesigen Lehrlingsverhältnisse betraut wurde und ihrer Aufgabe bereits näher ge treten ist, pflog in ihrer jüngsten Sigung am 27. d. M. im Cafe Sahm( Annenstraße) sehr bemerkenswerthe Verhandlungen über diese Angelegenheit. Der zweite Vorfigende Herr Gutt mann referirte, indem er zunächst einen ausführlichen Bericht über die kürzlich mit Herrn Gladenbeck jr.( von der Firma Gladenbeck und Sohn, Bronze- und Bintgußwaaren- Fabrik) gehabte Unterredung der Kommission über die Lehrlingsver hältnisse der genannten Firma verlas. Von derselben ist nämlich wie es hieß bekannt, daß file, obschon eine der ersten und größten am hiesigen Plaze, gleich den meisten übrigen naheliegenden finanziellen und kleineren Geschäften, aus Gründen etwa viermal so viel Lehrlinge als Gehilfen be schäftigt, wodurch natürlich direkt und indirekt sowohl für die durch Minderbeschäf Gegenwart als auch für die Zukunft tigung von Gehilfen und Vermehrung des fünftigen Ange bots von Arbeitskraft- die Intereffen der Gehilfen geschädigt werden und überdies die Lehrlingsausbildung vernachlässigt wird, da die jungen Leute nur zu gewiffen Theilarbeiten und untergeordneten Hantirungen Verwendungen finden. D. G. freilich bestritt, daß die von den Gehilfen gehegten Befürchtungen, so weit es sich um seine Firma handele, zuträfen, verweigerte aber über die einschlägigen Bahlenverhältnisse jeg liche Auskunft. Wenn er, wie ja zugestanden werde, fortwäh rend viele Lehrlinge ausbilde und beschäftige, so sei er dazu im Intereffe feines Geschäftes gezwungen, da es an tüchtigen Gehilfenträften fehle und was dergleichen Redewendungen mehr. Wenn er die jungen Leute nach Ablauf ihrer Lehrzeit auch nicht immer in seinem Geschäfte behalten könne, so fänden fie doch immer anderswo Verwendung. Sowohl der Referent, als die in der Diskussion zum Wort gelangten Redner gingen mit den Ausflüchten des genannten Prinzipals scharf ins Gericht. Be sonders wurde konstatirt, daß diese Leute nach der Vollendung der Lehrzeit fast durchweg entlassen werden und anderswo Stellung suchen müssen und daß es mit ihrer von Herrn G. so gerühmten höheren Ausbildung nicht sonderlich viel auf sich hat. Aus den Debatten ging auch hervor, daß der Verein es mit seiner Aufgabe, unter Beachtung der strengsten Objektivität fich genaue Kenntniß der gesammten Lehrlingsverhältnisse des ganzen Berufsgebietes zu verschaffen, es sehr ernst nimmt und Herr daß er derselben fich gewachsen zeigen dürfte. Schließlich wurde noch vor den fast permanenten Versuchen einer bekannten Dresdener Firma gewarnt, unter pompösen, aber gänzlich eitlen Versprechungen Gehilfen von hier und anderwärts nach dorthin zu verlocken. Eine Versammlung der Tischler im Norden Berlins findet morgen, Sonntag Vormittag 10 Uhr, im Deutschen Kaiser, Lothringerstr. 37, statt. Auf der Tagesordnung steht: Die Arbeitseinstellungen bei Gast und Brud und Gerstenfeld. 2. Die Wahl von Vertrauensmännern im Norden. Der Tischler- Verein hält seine Versammlung nicht Sonnabend, den 1. November, sondern erst am Sonnabend, den Mann: Ich will Dir was sagen, machen wir im Intereffe| der Wissenschaft ein Experiment. Du, liebes Kind, bleibst zu Haus und hältst Dich trocken. Ich aber gehe ins Wirthshaus unn versuche es mit der Nässe. Ein unglücklicher Erfinder in New- York hat eine Fischangel fonstruirt, die genau die Zahl und die Größe der damit gefangenen Fische registrirt; bis jetzt hat er noch nicht ein einziges Stück vertauft. Gemeinnütiges. Ein gutes Poltrwachs stellt man dar, indem man vier Theile gelbes Wachs und einen Theil Colophonium zusammen 8. November d. J. im oberen Saal Sanssouci, Kottbuserschmilzt, die Masse tüchtig umrührt, alsdann vom Feuer nimmt firaße Nr. 4a ab, wozu der Vorstand besonders einladet. Fach- Verein der Schlosser und Berufs- Genoffen, Sonnabend, den 1. November, Abends 8%, Uhr, in beiden großen Sälen der Gratweilschen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages- Ordnung: Unsere Konkurrenz in den Werkstätten der Militär- Büchsenmacher. Aufnahme neuer Mitglieder. Verschiedenes. Fragetasten. Sämmtliche Schlossermeister und Gesellen find hierzu eingeladen. Vermischtes. Auch ein Züchter. In der Saale- Beitung" macht ein Gutsbefizer Folgendes bekannt: Bur Beachtung! Durch jahrelang, speziell darauf verwandte Mühe und Koften ist es mir gelungen, eine Schweinerei zu züchten, die alle Eigenschaften der feineren englischen Racen in sich vereint, dieselben aber an Größe und Körpergewicht, sowie Futterverwerthung bedeutend übertrifft." Und deffen rühmt er sich sogar noch! Ein Probevorschlag. Frau: Wer von den beiden Cholera- Gelehrten hat nun eigentlich Recht, Pasteur oder Koch? und nach und nach unter stetem Ümrühren mit zwei Theilen fetten Terpentinöls versezt. Behufs befferer Aufbewahrung fann man die Waffe in Formen gießen. Beim Gebrauch wird ein wenig auf einen wollenen Lappen gestrichen und damit das Holz, die Möbel u. s. w. eingerieben. Nach einigen Tagen ist die Politur fest wie Wachs. Neueste Nachrichten. Kopenhagen, 30. Ditober. Der Dampfer ,, Bessel" aus Bremen, Kapitän Wiegand, ist 5 Meilen von Lemvig( am Limfjorden) gesunken, von der Besagung fanden 11 Mann in den Wellen den Tod, zwei wurden gerettet. Dr. Dult, der bekannte religionsphilosophische Schriftsteller und sozialistische Agitator, ist plöglich auf dem Bahnhof Stutt gart am Herzschlag gestorben. Dr. Dult hat auch mehrere Dramen geschrieben, welche jedoch Buchdramen geblieben find. London, 30. Oktober, Nachts. Unterhaus. Bei der fortgesezten Berathung des Adreßentwurfes brachte Churchill das bereits angekündigte Amendement ein, durch welches dem Bedauern über die jüngsten Reden und Handlungen des Präft denten des Handelsministeriums, Chamberlain, Ausdrud ge geben wird. Chamberlain widerlegte die Anklagen Churchills und wies nach, daß die Unruhen in Birmingham durch die Konservativen provozirt worden seien. Nach 8ſtündiger Debatte wurde das Amendement Churchills mit 214 gegen 178 Stimmen verworfen. Die Parnelliten stimmten mit der Minorität London, 31. Oktober. Aus Shanghai wird gemeldet: Die chinesischen Behörden haben die Arbeiten zur Absperrung des oofungfluffes begonnen. Die Konzentrirung der chinesischen Truppen bei Shanghai und Peking dauert fort. Sidney, Freitag, 31. Oktober. Die Legislatur von Neu Süd- Wales hat die in der Konvention von Sidney im Novem ber 1883 gefaßten Beschlüsse zu Gunsten einer Föderation de australischen Kolonien und einer Annerion Neu- Guineas burd Uebergang zur Tagesordnung beseitigt. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten die Vorstände der freien Hilfskaffen, un ihre Bahlstellen, sowie nähere Aufnahme- Bestimmungen an zugeben. A. N. Ihre Anficht ist ganz richtig, sie wird nächsten in ernstliche Erwägung gezogen werden. Nr. wenn e ihleppe Ausfüh Soulto neuefter Ganzen Detail- S halb au Es gegange Zu Schulm Diefe fei zehnte ugeben K. M. Kl. Frankfurterstr. Das wissen wir nicht. Mat hat uns zu solchen Festlichkeiten noch niemals eingeladen. Wa haben Sie denn da zu thun? J. H. Wienerstr. 26. Theilen Sie uns sofort den Namen des betreffenden Spediteurs mit. W. W. Ihre Handschrift ist garnicht schlecht. Sie we den dieselbe durch fleißige Uebung selbst verbessern können. tüchtigen Privatlehrer. Die Zeitungs- Spedition von H. Arnold, Kochstrasse 39 liefert in der Louisenstadt, Friedrichstadt, vor dem Halleschen Thore und Potsdamer Thore sämmtliche Beitungen, sowie auch das Theater. Königliches Opernhaus: Sonnabend: Fidelio. Königliches Schauspielhaus: Sonnabend: Konradin. Deutsches Theater: Sonnabend: Die Neuvermählten. Der eingebildete Kranke. Bellealliance- Theater: Sonnabend: Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Franzista Ellmenreich. Die bezähmte Widerspänstige. Vorher: Die Provinzialin. Neues Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Sonnabend: Gilette. Oftend- Theater: Sonnabend: Die beiden Harfenmädchen. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Sonnabend: Auftreten des Fräul. Anna Grünfeld. Zum 8. Male: Der Walzer- König. Gesangspoffe in 4 Aften v. W. Mannstädt, Mufit v. G. Steffens( Novität!) Louisenstädtisches Theater: Direttion: Josef Firmans. Sonnabend: 59. Gesammt Gastspiel der Liliputaner. Bum 47. Male: Robert und Bertram.- Nachmittags 2 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Sneewittchen und die Zwerge. Vittoria- Theater. Sonnabend: Excelfior. Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Sonnabend: Bum 8. Male: Drei Frauen für einen Mann Schwant in 3 Akten von A. Valabrèque und Grenet Dancourt. Vorher: Herzogin Martin, Luftpiel in 1 Att von H. Meilhac. Wallner- Theater Sonnabend: Bum 36. Male: Der Raub der Sabinerinnen. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Eine Berliner Nätherin. Volksstück mit Gesang in 4 Abth. von Herm. Hersch, Musik von Thed. Franke. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgeführt von aus 20 Mufitern bestehender Kapelle, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Ludwig Clauftus. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 7% Uhr. Arbeitsmarkt. Züchtige Korbmacher- Gesellen, aber nur solche, finden bauernde u. lohnende Arbeit Andreas str. 30. 1165 Ein j. intell. Mann, seit 7 Jahren Bureau- Expedient, sucht Stellung in Zeitungs- Expedition oder auf sonstigem Bureau. Gefl. Offerten an erbeten. Hermann Becker, Apolda, Sandgasse 11, [ 1188 Bur pünktlichen Besorgung des Berliner Voltsblattes" 1177 sowie sämmtlicher Beitungen empfiehlt sich Frau Rofentreter, Gr. Frankfurterstr. 57. Mitglieder- Versammlung der Allgemeinen deutschen Kranken- und Begräbnißkaſſe für Wirker, Weber, Spinner, Färber und verwandte Berufsgenossen beiderlei Geschlechts. Die Mitglieder- Versammlung des Vereins der Berliner Metallarbeiter findet Montag, den 3. November, Abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37, statt. Tages Ordnung: Vortrag über Zweck und Ziele des Vereins. Geschäftliches. Fragelasten. Sonnabend den 1. November, Abends 8 Uhr, in J. Schrö ders Restauration, Koppenstraße, 9 am Frankfurter Bahnhof. T.- D.: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Innere Angelegenheiten. Alle Diejenigen, welche der Kaffe beitreten wollen, werden Der prov. Vorstand. eingeladen. 1184 Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenom men. Güste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. Zu dieser Versammlung wird speziell gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, indem die Frage der Delegirten- Wahl er ledigt werden muß. • Der Vorstand. Versammlung der Fabrikarbeiter Sonntag den 2. Nov., Vorm. 10 Uhr, im Vereinshause ,, SüdDft", Waldemar- Straße 75. 1181 1169 Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen. Sonntag, den 2. November, Vormittags 10%, Uhr, bei Otto, Adalbertstraße 21. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Verfälschung der Nahrungsmittel, Ref. H. Leffer. 2. Verschiedenes. 3. Fragekaften. Gäste willkom men. Aufnahme von Mitgliedern. T.- D.: Bericht der Statutenkommission über ihre bisherige Thätigkeit. 2. Verschiedenes. Statuten zur Bentral- Krantenfaffe werden in der Versammlung ausgegeben. Bur Deckung der Untoften ein kleines Entree. Um zahlreichen Besuch bittet J. A. der Kommission: R. Denzig. Boffenerstr. 36. [ 1189] Der Vorstand. Im 6. Reichstagswahlkrets verkauft gute Cigarren, Cigaretten, Nordh. Priem- Tabat und Rauch- Tabat die Cigarrenfabrik von 913 M. Bernstein, Eichendorfstraße Nr. 13, vis- à- vis dem Stettiner Bahnhofe. Die Nr. 10 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" ift erſchienen und in der Exped. b.„ Berl. Boltsbl." zu haben Soeben erschien: Die Erlösung der darbenden Menschheit Don R. Theod. Stamm. Preis 2,50 MI. Zu haben in der Erped. d.„ Berl Volksblatt". Bimmerftr. 44. Gegründet 1870. ,, Berliner Volksblatt" Das an einen frühzeitig. Mit fold neuefte ettennen Da Radital lange ni We Schulor Da freife, bi ftätten B An Nr. 1, früher Linde. 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Druck und Verlag von Bag Bading in Berlin SW., Beuthftraße 2. Gegründet 1870. wifferet in Fi Der heimgelet Dab இ" Denn die Mor Der Nech entgegen, Schwerti Dem blei Un Diese wie Dan Schwand Schwertt Dal und hiel Blid th The Aug eine Sti antworte gab. B Seite ni weiter. AIS in feiner Denn der Maid in Tropfen Augen e Breises auf derf Der wei Langhaa liche Gr purner 1 Lan thren wo Sturm1 Dom Na rafchem und spr Da Strande Barte i flimmer merte u Seite. Da Stern eine Beila Präfi rud ge Surchille urch die Debatte Stimmen ät. Det: Die ing des nefischen on New Novem tion de as burd Ten, und ngen an nächstens 5t. Mas en. Wal ofort ben Sie wer I tönnen. an einen ühzeitig craße de. Särtigen einften zu den 3 von Ile. inde) nd Schm -Pfeifen ifchüt 1134 macher- Relle ellen Stof Abgablu 1870. entbar 1176 nur otiren. Бафеп Gegrün eine Beilas Nr. 180. Beilage zum Berliner Volksblatt. Ueber die Schule. Von Isidor Jacby, Dr. phil. I. Wer lann fich eines niederschagenden Eindrucks erwehren, wenn er die schon seit mehr als einem Jahrzehnte sich hinschleppenden Erörterungen über die Schulfrage verfolgt! Die Ausführungen der pädagogischen und der übrigen Bresse, die Schulfonferenzen in Preußen unter dem Minister Fall, die neuesten Debatten im Abgeordnetenbause dieser Monarchie: im Ganzen bieten sie das flägliche Schauspiel einer ideenlosen Detail- Krämerei oder einer Konfusion unflar erfaßter und deshalb auch falsch angewandter Joeen. Es ist mit der Schulfrage in mancher Beziehung ähnlich gegangen wie mit der sozialen Frage. Zuerst konnte oder wollte man nicht sehen, daß in unserem Schulwesen überhaupt Uebelstände vorhanden seien, obwohl diefe seit Dezennien wucherten. Erst seit etwa einem Jahr sehnte hat man sich genöthigt gesehen, einige Uebelſtände zuzugeben, und sucht diese nun mit Palliatiomitteln abzustellen. Mit solchen Palliativ- und Radikalmitteln operirt auch das neueste Preußische Schulreglement, das übrigens einige an ertennenswerthe Besserungen beabsichtigt. Daß unser Schulwesen im Innersten krankt und einer Radikallur bedürftig ist, zu dieser Erkenntniß ist man noch lange nicht allgemein durchgedrungen. Werfen wir zunächst einen Blick auf unsere verschiedenen Schulorganisationen und charakterisiren wir sie furz: Gymnasien. Da find unsere Gymnaften, der Stolz unserer Bürgerfreise, die bemittelt genug find, ihre Söhne in diese Kulturstätten zn schicken. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Welches find diese Früchte? 11 Nach einer Lehrzeit von 9 Jahren, welche die frische Anospen- und Blüthezeit des Lebens umfaßt, hat der Abiturient", nachdem er das„ Maturitätsexamen" bestanden hat, einen gewaltigen Vorrath lateinischer und griechischer gramma fischer Regeln, Vokabeln und Phrasen im Kopfe, er hat sogar gelernt, den Cicero in deffen Muttersprache nachzuäffen, aber fragt ihn nach den großen auch der Jugend zugänglichen Schriftwerken des Alterthums, an denen Geist und Gemüth, die ganze Seele fich erheben kann: nach der Jlias und Doyffee, oder gar nach den Werken der griechischen Tra gifer, nach den Philippiken des Demosthenes, den Blaton und Thukydides, nach griechischer Lyrit; fragt ihn nach Lustspielen des Plautus, nach den schönsten Theilen ( B. dem II. Buch) von Virgils Aeneide, nach den Schönsten poetischen Ergüffen des Dvid( die philologische Bibel" der Metamorphosen wird ohne paffende Auswahl ge boten), nach den interessantesten Abschnitten aus Livius' Histo tieen und Tacitus' Annalen, nach Tacitus' Germania, nach Ausonius' Nofella: Er wird euch über Einiges gar nichts, über Anderes nur Ungenügendes, Fragmentarisches sagen lön nen; im Zusammenhange hat er sehr weniges von all' diesem tennen gelernt und er befist weder Luft noch Fertigkeit, das in der Schule Versäumte nachträglich in freierer Studenten muße nachzuholen: weder Luft noch Fertigkeit! Die Lust an den Schriftstellern ist ihm getrübt und verfümmert worden durch die miserable grammatische Durchknetung derselben, die den Genuß am Inhalte, geschweige an der schönen Form, gar nicht auffommen ließ, die Fertigkeit im Lesen der alten Schrift steller hat er bei dem mühseligen Krebsgange der Lektüre nicht erlangen fönnen. Das Resultat seiner Ilaffischen Studien" ist also Viel wifferei in grammatischen Regeln; Verständniß der klassischen Der Untergang von Is. Eine altbretagnische Geschichte von Ernst Ramin. heimgelehrt. ( Schluß.) Der König blidte auf und sah den geflohenen Sänger Greift ibn!" rief er ,,, was soll die Warnung?!" Dahut war aufgesprungen und stand vor dem Sänger, ehe denn die Helden sich auf ihn stürzten. der Rechten den Andringenden den Knauf seines Schwertes Morvan schlang seinen linken Arm um fie und recte mit entgegen, daß er um die Scheide gefaßt hatte, und mit der dem bleichen Königslinde ins Dhr. " Ich mahne dich an dein Versprechen", raunte der Sänger Und du sollst ihn haben, den Schlüffel, Geliebter!" gab diese wie in einem Hauch zur Antwort, erwarte mich!" Dann löste Morvan seinen Arm von der Maid und ver Sonnabend, den 1. November 1884. Literatur und daraus unmittelbar entsprießende Bildung und Stärkung der Seele, des Charakters, hat er nicht erreicht. 1. Jahrgang. vielmehr frischweg mit abstrakten Raumvorstellungen bei hierfür noch unreifen Köpfen an, beweist und konstruirt darauf los und stellt endlich in der höheren Mathematit"( Analytik 2c.) Ansprüche an die Vorstellungskraft der Schüler, die für das Durchschnittsmaß entschieden unerfüllbar find') Grammatische Regeln, schematische Geschichts- ,, Leitfäden", geographische Karten, naturwissenschaftliche Klassifizi rungen und Geseze, mathematische Abstraktionen: Es tann nichts dem jugendlichen, in das Reich der Realität einzuführenden Geiste fremdartiger sein, lähmender auf ihn wirken. Ueberall tritt ihm staubdürre Konstruktion, nicht lebendige In der Geschichte ist dem Gymnaftasten eine große Menge von Thatsachen: Schlachten, Friedensschlüsse, Ge sege, Regentenreihen, mit den betreffenden Daten bekannt geworden, er hat die Geschichtskonstruktionen des Lehrbuchs oder des Lehrers fich einprägen müssen die geschichtlichen Ereignisse und Personen selbst wurden ihm nicht lebendig, der Lehrer hatte Wichtigeres zu thun, als ihm wirkliche Einführung in die Kämpfe der Menschheit zu geben) oder auf die geschichtlichen Quellen zurückzugehen. Daher hat der Schüler sich auch für sehr wenig, wenn überhaupt für irgend etwas, Natur entgegen. lebhaft intereffiren lönnen; selbst was doch das nächst liegende ift für die deutsche Geschte nicht, denn diese wird ganz wie alles Uebrige, wie die Geschichte eines fremden Volkes dozirt. Er erfährt nicht einmal den neuesten Gang der deutschen Entwickelung; mit den Befreiungskriegen hört die Weltgeschichte für ihn auf; die foftbare Beit muß für Wichtigeres" gespart werden; auch riecht das Alles noch zu neu und frisch; in der Schule muß Alles hübsch trocken, hübsch unlebendig sein. Die Geographie ist für den Schüler reine KartenWissenschaft, Karten- Beichnen" ist die Parole; wie es in Wirklichkeit in der großen lebendigen Welt aussteht, welche Schönheiten, welchen Reichthum der Pflanzen, Thier- und Menschenwelt die Natur bietet, wie die Lebensgewohn heiten, Einrichtungen und Anschauungen der Völler find, welche Schäße der Menschengeist in den größeren Städten aufgehäuft hat, davon schweigt die Geographie. 2) Warum wird man auf der Schule z. B. mit Humboldts Naturschilderungen nicht bekannt gemacht, durch die ein Geist wie der von Charles Darwin ganz besonders angeregt, zu seiner Laufbahn begeistert worden ist? In der Naturbeschreibung geht man nicht von der nächstliegenden Thier- und Pflanzenwelt aus und lehrt diese richtig seben und unterscheiden, sondern man klassifizirt gleich die Pflanzen und Thierwelt systematisch, ale ob es fitch darum handelte, Linné genug zu thun und ja nichts auszu laffen. Wie soll da das Intereffe der nach Anschauung, nicht nach fyftematischer Klassifizirung dürstenden Jugend rege bleiben? In der Physik knüpft man ebenfalls nicht an die täglich vor Aller Augen sich abspielenden Vorgänge in der Natur an, um fte zu erklären, sondern man entwickelt die Naturgeseze fyftematisch, 3) muß demnach gleich zu der gewöhnlichen Er fahrung fern liegenden Experimenten fommen, um der Natur gleichsam auf der Folter Geständnisse zu erpressen, und verliert fich in mathematische Berechnungen, die ein Interesse für das Detail der Naturerscheinungen vorausseßen, das in dem be treffenden Alter noch gar nicht vorhanden sein fann. In Bezug auf die Geometrie macht man sich nicht klar, daß diese Disziplin ja fast nur mit abstrakten Raumvorstellun gen operirt, daher wie alles Abstrakte erst dem reiferen Schüler, und auch dann nur sorgsam durch korrekte Beobachtungen und Anschauungen vorbereitet, geboten werden darf. Man fängt 1) Von denen dieser Aermste, besonders wenn er ein recht gutes Oberlehrer- Examen gemacht hat, auch gewöhnlich so wenig versteht, wie die Kuh vom Orgelspiel. Anm. d. Red. 2) Wie auch natürlich von der stillen stätigen Verände rung der Erdoberfläche und dem gewaltigen Einflusse dieser Wandlungen sowie der durch fie jeweilig geschaffenen Zustände auf die wechselnde Menschenwirthschaft. Anm. d. Red. 3) Das Großartigste in dieser scholastischen Verknöcherung der modernsten Wissenschaft liefert Herr Radenhausen in seinem Dftris", woselbst er die Naturgefeße" wie Paragraphen eines Reichsgefeges abzuzählen unternimmt! Weiterhin folgt dann der Scholaftil eine ebenbürtige Phantastil. Anm. d. Red. 11 Enttbront hast du deinen Vater und gestohlen hast du den Schlüffel und die Königsmacht für deinen Geliebten!" hieß das Lied. Ja, für meinen Geliebten!" gab Dahut zornig zur Antwort. Ich liebe ihn, und er hieß mich's thun, da that ich's. Was fümmert's mich, ob ihr's gestohlen nennt!" ,, Wandele nicht so nahe am Strande, sonst greifen wir nach dir und ziehen dich zu uns hinab in's naffe Grab!" tam es zurück. ..., Nicht sterben jetzt, da ich ganz soll sein und Alles babe weggeworfen, was mich von ihm trennte!"" und sehnsüchtig breitete fie die Arme aus. Nicht sterben jest magst du: fiehe, wie wir schwellen und aufrauschen gegen dich; wir tommen daher in unendlichen Geschwadern, die ganze Stadt zu verschlingen, endlichen Geschwadern, die ganze Stadt zu verschlingen, die untergehen muß mit Mann und Weib und Kind, da ste dein Vater nicht mehr schüßt, denn du, du haft den Schlüffel gestohlen!" Mein Geliebter soll sie schüßen," rief jubelnd Dahut, " 1 Ünd fie fing an zu laufen längs des Strandes, der schon überspült wurde von der Fluth. schwand hinter der Saalthür. Es wagte Niemand seinem foll führen den Schlüffel und die Schleusen öffnen! Er soll Schwertknauf, den er gleich einer Reule schwang, zu begegnen. Rönig sein!" Dahut aber war im Krampf auf einen Sessel gesunken und hielt ihre blutlosen Lippen fest aufeinander gepreßt. Dem Blid ihres Vaters oder ihres Verlobten begegnete fie nicht. The Auge war starr in die Höhe gerichtet. Sie schien auf Wasser auf eine Stimme in ihr zu lauschen, die zu ihr leise sprach; fie antwortete auf feins der zornigen Worte, die man ihr gab. Bulegt stand fie auf und saß wieder an ihres Vaters Seite nieber, als sei nichts geschehen, und das Fest ging weiter. in seiner Borhalle die Wächter nicht minder fest schlummerten Als nun der König Grablon in tiefem Schlafe lag und denn der Held selbst, da sie trunken waren, stahl sich die bleiche Maid in des Herrschers Gemach. In ihrem Antlig war fein Tropfen Blut, ihre Augen waren starr und unheimlich wie die Augen einer Geistesverwirrten; fie kniete vor der Bettstatt des Greises nieder und fah zu, wie seine Brust und der Schlüffel auf derselben sich bei den tiefen Athemzügen hoben und sentten. Der weiße Bart mischte sich auf dem Riffen mit dem weißen Langhaar des Schlummernden; ehrfurchtgebietend sah der königs liche Greis aus, wie er da auf seiner Ruhestatt lag, mit pur purner Decke zugedeckt. Er soll König fein" und zorniger schäumten die ,, König sein an deines Vaters Statt, denn bald lecken wir hinein zu dem schlafenden Manne, und wie er da liegt, der Greis, ehrwürdig im Weißhaar, als du ihn athmen fabst zur Stunde, so werden wir ihn ertränken in seinem Gemach, so wird er ersticken im Gischt! Darum ist es recht, wenn du einen neuen König bestellst, du Ungeheuer!" Als Dahut so ihres Vaters gedachte, den das Wasser nun denn wohl erkannte ersticken sollte um ihrer That willen fie, daß die Sturmfluth da sei- da sank ste plöglich in ihre Kniee, die gewaltige Liebe hatte ste thun lassen, was immer Morvan fie thun bieß. Nun sah sie, daß ste den Tod des greisen Vaters und den Untergang der Stadt verschuldet. ,, Du aber willst dich nun davon stehlen!" flang es aus den Wogen nun davonstehlen, tausendfache Mörderin, zu seinem Lager und willst sehen, wie er dann wiederkehre mit dir an die Stätte der zerstörten Stadt und eine neue gründen, darinnen er König sei und du an seiner Seite rubeft. Glaubst von deiner That?" Lange, bange Minuten lag die Maid vor dem Bette auf du, daß wir je aufhören werden, bir in die Dhren zu fingen thren weißen Knien; dann fam es plöglich über sie wie ein Sturm der Leidenschaft. Schauer gingen über ihren Körper Dom Naden bis zur Sohle. Wild fuhr fte auf, löfte mit rafchem Griff den Schlüffel und die Kette vom Halse des Greises und sprang hinaus. Da wandelte nun Dahut durch die unheimliche Nacht, am Strande entlang, der Bucht zu, wo der Sänger mit seiner Sette. Da barst die Luft von einem ungeheuren Schrei, der in der Stadt fich erhob. Allesammt erwachten die Schlummern den und schrieen nach Hilfe, denn die Waffer tamen. Ueber dem Schmaufen hatten es die Wasserwächter verschlafen, und das Verderben war unabwendbar. Wie Dahut den Schrei hörte, fuhr ste auf und lauschte; Barte ihrer harrte. Und zwischen zerrissenen, flatternden Wolfen schon war sie umfluthet auf ihrem hohen Strandpfade von flimmerte ein bleiches Himmelslicht hernieder und schims meißem Gischt, der ihre Füße nezte. Im feuchten Sturmwinde merte undeutlich auf den gurgelnden Wassern an ihres Pfades flatterte ihr lichtes Brautgewand, in dem sie entflohen war von Dahut aber hörte, was die Wellen murmelten. des Berlobten Seite; faum hielt fie fich aufrecht vor Fiebern, die sie schüttelten. Deutsch, welches naturgemäß das Zentrum des Unterrichts bilden sollte, wird durchaus stiefmütterlich, als Aschenbrödel behandelt, gegenüber den Klassischen Sprachen und der Mathematit. Schon die geringe Zahl der Lehrstunden ist bezeichnend. Weder in Bezug auf die Sprache, noch in Bezug auf die Literatur wird einigermaßen Genügendes geleistet. Die prachtvolle Gelegenheit, die sich bietet, das Material und den Bau der Muttersprache mit den fremden Sprachen zu ver gleichen und dadurch einfichtige Kenntniß jener zu erreichen, wird vernachlässigt; den deutschen Homer", das Nibelungenlied, in der mittelhochdeutschen Ursprache zu lesen, wird jest sogar ausdrücklich verboten, und damit eine in sprachlicher, ästhe tischer, ja nationaler Beziehung unendlich befruchtende Quelle ausgetrocknet. Von den Schriftwerken unserer älteren Beiten er halten die Schüler, der allgemeinen Methode entsprechend, einzelne Fegen; für die neuere Literatur ist es ein wahrer Segen, daß gute Lesebücher und Gedichtsammlungen eristiren, durch welche viele gute deutsche Gedichte dem Schüler bekannt werden. Aber grade in den höheren Klaffen, wo für die Meisterwerke unserer neueren klassischen Literatur gradezu das Hauptintereffe der Schüler geredt werden sollte denn die Beschäftigung mit den edelsten Geistern des eigenen Volles ist doch wohl doch wohl die gesundeste und reichhaltigste Nahrung, welche die Schule bieten fann grade da, um von anderen Mißständen hier abzusehen, rächt sich die Kargheit der dem Deutschen eingeräumten Lehrzeit. Die Schüler, in denen kein eigenes ästhetischliterarisches Interesse erwacht ist, lernen durch die Schule unverhältnismäßig wenig von unserer Literatur überhaupt fennen, jenen Freiwilligen" aber fann eine eingehende Förderung ihres Verständnisses nicht gewährt werden. Die neueren Sprachen und Literaturen werden als Nebenfächer behandelt, Englisch ist in Preußen nur fakultativ. Man lernt diese Sprachen weder lesen, noch schreiben, noch sprechen. Sprechübungen werden sogar durch das neueste Schulreglement ausdrücklich verboten. Und doch haben die neueren Sprachen und Literaturen mindestens den Reiz des Lebendigen und vers wandterer Anschauungen vor den alten voraus. Wenn schließlich noch vom Religionsunterricht die Rede sein soll, so würde hier das Sprichwort Ende gut, Anes gut" mit einer gewissen, leicht zu errathenden Aenderung anzuwenden sein. Die dogmatisch- fonfeffionelle Methode, nach welcher er ertheilt wird, tödtet den Sinn für das werthvolle Kulturelement in der Religionsgeschichte. Stumpfe Gleichgültigkeit bei den Meisten, Vorbereitung zur Frömmelei bei Einigen sind die Früchte, die aus derartigem Religionsunterrichte erwachsen. Die Gymnaften erscheinen demnach in summa als Lehranstalten für Vielwisserei, und zwar vorzugsweise in dem Gebiet antiker Philologie. Auf das Wesen von Bildungs- und Erziehungsanstalten fönnen ste ihrem Lehrplane und ihrer Methode nach durchaus keinen Anspruch machen. 1) In diesem Punkte müssen wir dem geehrten Autor Unrecht geben. Es fommt nur auf den Lehrer an, um die Mathematik auch für den Durchschnittsknaben verständlich und intereffant zu machen. Anm. d. Red. Da tam es geschritten mit mächtigem Tritt durch die über den Weg leckenden Strandwasser: Morvan, der Retter. Und das Weib flog an seinen Hals und liebkofte ihn in unendlicher Zärtlichkeit und füßte ihn und hing ihm den Goldschlüffel auf die Brust und weinte und lachte in Fiebern, und dann hing fie so schwer an seinem Halse, daß die Last ihn, den Starken, niederbeugte. Und die Waffer rauschten höher auf und höher; und als er schreiten wollte, da flammerte fie fich um seine Kniee, so daß er die Füße nicht rühren konnte, und als die Wogen ihnen bis an die Hüfte gingen unb er sie aufheben wollte, um sie zu fragen, da flüsterte fte: ,, Hörst du, was die Wellen fingen: Entthront hast du deinen Vater und gestohlen Schlüssel und Königsmacht für deinen Geliebten! Jest eben dringen wir hinein zu dem schlafenden Manne, und wie er da liegt, ehrwürdig im Weißhaar, als du ihn athmen sabst zur Stund', so ertränken wir ihn jetzt. Er springt auf, schon ist der Saal voll Waffer, nicht findet er im Finstern die Pforte, er finit, er röchelt, er erstickt!" Und mit einem gewaltigen Aufschrei rief ste: Darum werde ich jest sterben zur Sühne! Denn ich tödtete ihn! D Süßer, Geliebter, um deinetwillen geschah's! So verlaß du mich jest nicht in der Todesnoth!" Schon gingen ihnen die Waffer bis an die Brust. Sie zerrten und rückten an den stehenden Beiden und suchten sie zu heben; allein Morwan der Gewaltige stand fest. Er erkannte, daß ste nicht mehr zu Sinnen fommen würde, das arme Weib, das er an der Brust hielt, und daß es zu Ende wäre mit der Liebe, selbst wenn sie gerettet würden. Darum schloß er ihren Mund mit einem langen, langen inbrünftigen Auffe. ,, D Jubel, Jubel," schrie sie auf, als ihre Lippen sich von einander gelöst, so mit dir zu enden! Sich, Geliebter, alles habe ich gethan dir zu Liebe; so fann es dir nicht schwer fein, mit mir zu sterben. Und die Schuld, die wir auf uns geladen, sühnen wir nun; so ist mir das Ende leicht, und ich athme frei!" Sie flüsterte dies heiß, wie im Fieber des Wahnsinns, und schauerte am ganzen Leibe vor den falten Wassern und preßte sich fest und mit leidenschaftlicher Bärtlichkeit gegen ihn. Fast reichten die Waffer an ihren Hals. Da beugte Morvan sich nieder und hob fie mit seinem linken Arme hoch auf; und wie sie sich neigte und ihre Lippen auf die seinen geheftet hielt, da stieß er ihr plößlich den kleinen Dolch von seiner Hüfte bis an das Heft in's Herz. Mit einem heftigen furzen Athemzuge fuhr sie zurück und war todt. Die plögliche Schwere aber des leblosen Körpers riß ihn um, und die Wellen schlugen über seinem Haupte zusammen. In jener Nacht ward die Stadt ausgetilgt durch Wafferswuth fammt allen ihren Bewohnern. Nur König Gradlon foll auf bliggleichem Roffe dem Verderben entronnen sein. Ihm und sein Roß steht man noch heute als Steingebild zwischen ben beiden Kathedralenthürmen von St. Corentin zu Quimpar in der Betragne. Lokales. g. Eine große Anzahl Berliner Hauswirthe beobachtet das Verfahren, die Treppen mit Eintritt der Dunkelheit mit Hänge Petroleumlampen selbst dort zu erleuchten, wo Gas eingerichtet ist, nur, um eine geringe Ersparniß an der pflichtmäßigen Erleuchtung zu erzielen. Diese Erleuchtungsart hat aber, besonders wie in den lezten Tagen bei etwas startem Winde, häufig das Erlöschen der Flammen zur Folge, so daß dann die Treppen zeitweise in Dunkel gehüllt sind und die bekannten Gefahren für die Bewohner entstehen. Db ein Wirth, der seine Haustreppen mit Petroleumlampen erleuchtet, straffrei ausgeht, wenn ein Unglück durch das erfolgte Er löschen der Lampe herbeigeführt ist, erscheint nns sehr fraglich. a. Verhafteter Bauernfänger. Wegen mehrerer in legter Beit gegen hierher zugereifte Handwerker verübte Bauernfängereien find gestern der wegen Bauernfängereien mehrSch. und der Schlächtergeselle R. zur fach vorbestrafte Sch. und Haft gebracht worden. R. hat dem Sch. als Zuführer von Fremden gedient, und da R. bisher unbescholten war, so fonnte er sich leicht Zutritt zu hiesigen Handwerker- Herbergen verschaffen, wo er sich seine Opfer aussuchte und sie nach einem stillen Ort in der Hasenhaide oder nach anderen einsamen Stellen führte. An diesen Stellen schloß sich der Sch. dem R. und deffen Begleiter an und überredete den Fremden zur Betheiligung an einem Kümmelblättchenspiel. In drei Fällen ist den Fremden ihre ganze Baarschaft abgenommen worden. N. Ein finnlos betrunkener Mensch verursachte gestern Abend in der Landsbergerstraße höchft unerquickliche Szenen. Vor dem Hause Nr. 146 angekommen taumelte er plöglich derart in eine Schaufensterscheibe, daß dieselbe zerbrach und er fich an den Glassplittern anscheinend nicht unerhebliche, heftig blutende Schnittwunden zuzog. Er mußte zu einem in der Nähe wohnenden Heilgehilfen geschafft werden, wo ihm ein Nothverband angelegt wurde. er dem Fräulein Rödler als seinen Sekretär vorstellte. Dieser war nicht minder redegewandt, wie fein freiherrlicher Prinzipal Er erzählte der Dame, daß Herr Baron KR." fünf Güter und sechszehn Häuser befiße, die einen Werth von vielen Millionen Gulden repräsentiren. Alle die Güter und Realitäten werden, so meinte der Sekretär, in den Besitz des Fräuleins übergehen, wenn es dem Herrn Baron die Hand reichen würde. Auch die Erzählungen des vermeintlichen Sekretärs nahm Anna Röbler für baare Münze hin, bestätigten ste doch die Angaben ihres Verehrers. Die Zusammenfünfte wurden nun häufiger, und da Freiherr v. R. stets einen großen Aufwand entfaltete und in Equipagen fuhr, zweifelte Fräulein Rödler gar nicht mehr an seinen Stand und immensen Reichthum. Nachdem das Verhältniß so weit fortgeschritten war, erachtete die junge Dame es als ihre Pflicht, den nächsten Angehörigen von dem glücklichen Loose und der schönen Bukunft, die ihr durch die Verbindung mit dem Baron K. bevorstehe, Mittheilung zu machen. Das Glück des Mädchens war nicht von langer Dauer. Man schöpfte Verdacht über die redlichen Absichten des Mannes, es wurden Erkundigungen eingezogen, und das Resultat derselben war, daß man zur Ueberzeugung gelangte, daß Anna Rödler einem gewiffenlosen Mann zum Opfer ge fallen sei. Der angebliche Baron ist, wie ermittelt wurde, ein Kaufmann, und seit mehr als Jahresfrist verheirathet. Diese Enttäuschung nahm fich die Betrogene derart zu Herzen, daß ste ihrem Leben ein Ende zu machen beschloß und diesen Vor fat am Sonntag ausführte. Um halb 10 Uhr Vormittags 300 fich Anna in das Arbeitszimmer ihres Schwagers zurüd, löfte den Schlauch von einer über dem Schreibtisch befindlichen Gaslampe, befestigte ihn an einem Bändchen und öffnete dann den Hahn der Lampe. Das offene Schlauchende steckte hierauf die Unglückliche in den Mund und athmete das ausströmende Leuchtgas ein. Sie fand, was sie gesucht, den Tod durch Ver giftung. Ihren Angehörigen war das plögliche Verschwinden Anna's aufgefallen; man trat, von bösen Ahnungen erfaßt, in das Schreibzimmer und erblickte die Unglückliche leblos auf die Kiffen des Bettes zurückgesunken, den Gasschlauch im Munde. Aerztliche Hilfe, welche sehr rasch zur Hand wat fam dennoch zu spät, da der Tod schon früher eingetreten den habe, sondern nur eine Entlassung der Arbeiter wegen Aufwiegeln und daß ein Arbeitslohn von 18 M. für die Fenster ein angemessenes sei, was die Tischlermeister des S. und S.-W. bestätigen würden. Herr Rödel legte entschieden Verwahrung gegen eine solche Ansicht ein, die die schon genügend Dadurch wider= legt werde, daß die Firma Gast u. Brock für die betreffenden Fenster jett 27 M. Arbeitslohn zahle und dennoch keine Gefellen dauernd behielte, weil dieselben auch bei diesem Lohne nicht zurecht fämen. Bur weiteren Drientirung und Beurtheilung der thatsächlichen Verhältnisse gab Herr Hödel sodann die von allen an der Submission betheiligten Tischlermeistern abgegebenen Submissionsofferten bekannt. Seiner Angabe zufolge find die Doppelfenster zum föniglichen Packhofgebäude in drei Loosen, I, II und III, vergeben worden und haben nachstehende Tischlermeister folgende Forderungen gestellt: Biegert ad I 16 065 M., ad II 5024 M., ad III 16 698 M.; Böttcher ad I 15 643 M., ad II 4729 M., ad III 14 386 M.; Lüdke ad I 14 660 M., ad II 4256 M., ad III 15 012 M.; 3wang ad I 11 200 M., ad II 3256 M., ad III 11 648 M.; Roch ad I Richter 10 934 m., ad II 3524 M., ad III 10 450 M.; ad I 10 923 M., ad II 3603 M, ad III 11 367 M. Henschel ad I 10 260 M., ad II 3311 M., ad III 10 253 M. Lange ad I 9800 M., ad 11 3420 M., ad III 10 048 M. Gaft und Brod ad I 9511 M., ad II 3059 M., ad III 9396 M. Den Buschlag erhielten ad I Tischlermeister Lange, ad II Tischlermeister 3wang, ad III Tischlermeister Gaft und Brod. Leptere Firma habe demnach für alle 3 Loose das niedrigste Angebot gemacht. Es werde angenommen, daß das höchste Gebot noch 10 pCt. hinter dem Kostenanschlage der Regierung zurückbleibe, das fünfte und niedrigste Angebot variire also um 45-49 pCt. und es sei hieraus ersichtlich, daß die Firma Gaft und Brock lediglich auf die Ausbeutung ihrer Arbeiter spekulirt habe. Ein solches System dürfe man nicht länger ertragen und namentlich im Baufache, alle größeren Arbeiten in Submission gegeben werden, müffe man ein ent schiedenes Veto einlegen. Die beffer gefinnten Herren Tischlermeister wären mit dem Vorgehen der Kommission vollständig einverstanden. An das Referat des Herrn Rödel schloß sich eine lange und lebhafte Diskussion, in welcher na mentlich die Herren Klohse, Dertel, Künzel, John u. A. das Wort nahmen und wurde nach Schluß derselben folgende Resolution gefaßt: N. Auf eine räthselhafte Weise verschwunden ist, wie uns aus dem benachbarten Rirdorf geschrieben wird, ein 19 jähriges, sehr hübsches, junges Mädchen mit Namen Emilie Klinke. Dieselbe, die bisher dort bei ihren Eltern in der Berliner Straße 80 wohnte, hat sich am Mittwoch Nachmittag 6 Uhr ohne Angabe wohin entfernt und ist bisher nicht zurüd gekehrt. In einem zurückgelassenen Briefe nimmt das junge Mädchen von ihren Eltern und ihrem Bräutigam Abschied, betheuert ihre unwandelbare Liebe und bittet um Verzeihung wegen des Schrittes, den sie zu thun beabsichtige. Die Ver mißte hat dunkelblondes Haar, blaue Augen, blaffe Gefichtsfarbe, ist untersetter Figur und war bekleidet mit braunem Kleide, gleichfarbiger Taille und Umschlagetuch. N. Die Feuerwehr wurde gestern Abend gegen 8 Uhr nach dem Hause Neumannsgaffe 15 gerufen. Durch Unvors fichtigkeit waren dort in einer Privatwohnung Fenstergardinen in Brand gerathen. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits durch Hausbewohner gelöscht. Gerichts- Zeitung. Entscheidungen des Reichsgerichts. Leipzig, den 27. Oktober. Bur Auslegung des Begriffes der Verbreitung vers botener Druckschriften.) Ein gewiffer Renz in Konstanz hatte am Morgen des 5. Februar einen Holzkoffer als Eilgut nach Offenburg aufgegeben und als Inhalt Effekten und Modelle angegeben. Am Nachmittag gab er einen zweiten auf, dessen Inhalt er als Leisten und Werkzeuge bezeichnete. Dieser Koffer wurde auf der Bahn beschlagnahmt, und es stellte sich heraus, daß darin Nummern des Büricher Sozialdemokrat," meistens schon mit Streifbändern und einer Nummer versehen, enthalten waren. Jezt wurde auch der erste Koffer beschlagnahmt, und man fand darin ebenfalls solche verbotene Drud schriften. Das Landgericht nahm als erwiesen an, daß Renz die Absicht gehabt habe, die Druckschriften zu verbreiten, und verurtheilte ihn zu Gefängnißstrafe. Der Angeklagte beschritt nun den Revisionsweg und machte geltend, daß zur Verbreitung eine Handlung gehöre, welche geeignet sei, die Schriften Anderen zugänglich zu machen, in der Aufgabe der Koffer zur Beförderung mit der Eisenbahn liege eine solche Bugänglichmachung nicht. In der Sigung des 1. Straf fenates des Reichsgerichtes sprach sich jedoch der Reichsanwalt im Gegensage hierzu aus, und das Reichsgericht erkannte dem entsprechend auf Verwerfung der Reviston, da in der Beförderung an die Beförderungsstelle ohne Rechtsirrthum eine Verbreitungshandlung erblickt werden könne. wo Die heute in Rothacker's Lotal tagende TischlerversammIung erklärt trop der erlaffenen Erklärung der Herren Gast u. Bruck die Arbeitseinstellung in dieser Werkstatt für voll und ganz gerechtfertigt. Die Versammlung erklärt ferner, bei allen derartigen Gelegenheiten, wo allzu niedrige Arbeitslöhne geboten werden, stets in derselben Weise vorzugehen und derartine Strifes mit allen gefeßlichen Mitteln zu begünstigen durch Unterstüßung der etwa Strifenden und durch volles Eintreten für dieselben. Ferner erklärt die Versammlung die Bezeichnung Aufwiegeler" für eine Beleidigung der betr. Kollegen und weist dieselbe zurüd."- Am Sonntag findet im Norden Berlins eine große Tischlerversammlung statt. war. " Russisches. Aus Geris- Dsuari in Dffetien schreibt man der Beitung Mzlemsst"( der Hirte): Wenn hierlands ein Mensch das Unglüd hat, in Jifinn zu verfallen, wird er dur seine lieben Angehörigen und Stammesgenossen folgender, Kur unterworfen: Man bekleidet ihn vollständig, bindet ihn mit Stricken und läßt ihn an einem Tau über einen hohen Felsen hinabhängen, wobei man ihn von oben her schlägt, schimpft und durch blinde Schüsse zu erschrecken sucht und schreit: Sage, wie der böse Geist heißt, der fich bei Dir eingenistet hat, ober wir schlagen Dich toot." Der so fürchterlichen Martern au gesetzte Unglückliche wird selbstverständlich irgend welche mehr oder weniger unartikulirten Laute hervorbringen, die natürli feinerlei Sinn und Bedeutung baben. Die Laute oder Morte werden aber auf Papierfeßen geschrieben, die man dann ins Feuer wirft, in der festen Ueberzeugung, daß dem Kranken da durch eine Erleichterung verschafft wird. Selbstverständli nimmt eine derartige Behandlung in den allermeisten Fällen einen höchft traurigen Ausgang.- Die Zeitschrift Wo Obosr." erzählt folgendes Kuriosum aus Rirenst: Im Hause des Kleinbürgers R. W. führte die Polizei in Folge verschiedener Forderungsklagen eine Inventaraufnahme aus. firenden Bolizeibeamten waren zwei städtische Deputirte be gegeben; diese drei Herren begaben fich u. A. in die bei diesem Hause befindliche Badstube, weil auch diese zu inventariftren war. Wie groß war die Verwunderung der genannten Herren, als fie in einer Nummer der Badstube einen ganzen Haufen von Kriminal- und Zivilprozeßaften des örtlichen Bezirksge richts und fast sämmtliche Bände des Siwod", d. h. bet Sammlung der Reichsgeseße fanden. Mit der Durchficht und Entscheidung dieser Prozesse beschäftigte fich ein aller Rechte verlustig erflärter Kleinbürger Namens Tsch. Derselbe machte in der Badstube die Schlußresolutionen und Uriheile fertig und brachte sie dann zur Unterschrift den auf demselben hofe wohnenden Herren Gerichtsmitgliedern. Dem am h. Eine sehr zahlreich besuchte öffentliche Schneiderversammlung beschäftigte fich am 27. b. M. in Gratweil's Bierhallen mit den Vorgängen in der jüngsten, stürmisch ers regten und schließlich polizeilich aufgelösten Generalversammlung der hiesigen( ortsstatuarischen) Schneidergesellen- Kranken- und Sterbe- Kaffe vom 23. d. M. in Jordan's Salon und dem hierauf bezüglichen Verhalten des Kaffenrendanten Schüßt. Der hierüber referirende Herr Pfeiffer unterzog unter einmüthigem Beifall der Versammlung das von ihm als unqualifizirbar bezeichneten Verfahren des Rendanten Schüß einer scharfen Kritik und unbedingten Verurtheilung. Hiernach hat, wie auch die an der Debatte fich betheiligenden Redner bestätigten, der genannte Kaffenrendant fich beharrlich geweigert, einen ihm von Herrn Pfeiffer rechtzeitig eingereichten und von ihm persönlich in Empfang genommenen Antrag des Herrn Pfeiffer zur Ge neralversammlung( auf Berathung und Beschlußfassung des gedruckt vorliegenden Statutenentwurfs für die künftige Ortskaffe des Gewerks) in jener Generalversammlung zur Distuffton zu stellen, indem er, fich auf ein unwesent liches, rein formales augenblickliches Versehen steifend, den Antrag fälschlich einen anonym eingelaufenen" nannte. In der sehr animirten Diskussion sprachen sich, bis auf einen einzigen Deputirten der Gewerkskrantenkaffe, alle Redner gegen ein folches Gebahren und für freie Hilfskaffen aus. In Betreff des in Rede stehenden Kaffenrendanten gab man übereinstim mend der Meinung Ausdruck, daß dem Verfahren desselben aus eigennüßigen Beweggründen die Abficht zu Grunde gelegen habe, die polizeiliche Auflösung der Generalversammlung und dadurch die Oftroyirung eines Drts- Krantenfaffen- Statuts von Seiten der Aufsichtsbehörde herbeizuführen. Schließlich nahm auch die Versammlung einstimmig zwei Resolutionen an, welche dem Vorstande der alten Raffe, mit alleiniger Ausnahme des Altgesellen, Herrn Taeterom, ein scharfes Mißtrauensvotum ertheilen und fich für den Beitritt zum KrankenUnterstützungsbund der Schneider und verw. Berufsgenossen Klaffe 20 000 2, für die eines Kahns 100 T., für die Ze Dem Bürstenmacher Fromm in Chemniß war im Jahre 1881 die Befugniß zur Vertreibung von Druckschriften auf Als Vor Grund des§ 24 des Soz- Ges. entzogen worden. figender des Vereins der Holzarbeiter hatte er nun in diesem Jahre ein Flugblatt Aufruf an die Tischler von Chemnit und Umgegend" verfaßt und drucken lassen, durch welches die Tischler zum Beitritt zu jenem Verein aufgefordert werden folten. Die fertigen Exemplare, 1200 an der Bahl, holte Fromm aus der Druckerei ab und übergab fte dem Schriftführer, damit dieser fie an die einzelnen Tischler gelangen laffe. Fromm that dies deshalb, weil er fich daran erinnerte, daß er nicht die Befugniß habe, Druckschriften zu verbreiten. Das Landgericht in Chemnis fah aber in dem Weitergeben an den Schriftführer schon eine Verbreitungshandlung und verurtheilte Fromm zu einer Gefängnißftrafe, welche durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. Der Angeflagte legte Revision ein und behauptete, der Begriff der öffentlichen Verbreitung sei verkannt. Er habe schreiben und das Geschriebene bruden laffen dürfen, und die Verbreitung Dieser Drucksachen durch Andere sei nicht strafbar, also könne auch nicht die Absicht dieser Verbreitung strafbar sein. Eine öffentliche Verbreitung habe auch überhaupt nicht stattgefunden, denn diese Eremplare wären nicht für das Publikum, sondern für die 1200 Wähler bestimmt gewesen. Der Reichsanwalt führte in der Sigung des III. Straffenates vom 27. Oftober aus, es fönne fich nur darum handeln, ob verbreiten lassen daffelbe sei, wie verbreiten; dies sei aber anzunehmen: es sei ein allgemeiner Grundfaß, daß das Mittelbare ebenso strafbar fei, wie das Unmittelbare; das Gesetz würde sonst seine Wir fung verlieren, wenn man dem Einzelnen das Verbreiten laffen geftatten wollte, nachdem ihm das Verbreiten verboten sei. Das Erforderniß der Deffentlichkeit sei auch genügend festgestellt. Das Reichsgericht erachtete diese Ausführungen für zutreffend und verwarf die Nevifton des Angeklagten. ( Samb. Correfp.) Die geheime Anarchisten- Druckerpresse. Die Verhandlung gegen die aus Anlaß der Entdeckung der geheimen anarchistischen Druckerpreffe in Wien verhafteten einundzwanzig Anarchisten findet vor dem dortigen Ausnahmsgerichte am 26., 27., 28. und 29. November statt. Den Vorfiz wird L.-G.-R. Dr. Ritter von Holzinger führen, die Anklage wird Staatsanwalt Ritter von Pelser persönlich vertreten. Die Anklage Die Anklage lautet auf Hochverrath, Majestätsbeleidigung und öffentliche Gewaltthätigkeit. Deutschlands, E. H.-K.", aussprechen. Allen Schuhmachern Berlins hiermit zur Nachricht, daß der Fachverein der Schuhmacher im März d. J. einen Arbeitsnachweis errichtet hat. Mit Rücksicht auf die schlechte Lage der Schuhmacher ist die Arbeitsvermittelung unentgeltlich und zwar für beide Theile: Spandauerstr. 39 bei Herrn Schulz. Adressenannahme zu jeder Tageszeit, Ausgabe des Abends von 8%, bis 9% Uhr, Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr. Wir er suchen nun Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, unser Unternehmen auch fernerhin freundlichst unterstüßen zu wollen. NB. Die Vereinsversammlung am Montag den 3. Novbr. fällt aus. Tischler- Verein. Heute Abend keine Versammlung. Vermischtes. Ein Wiener Sittenbild. Fräulein Anna Rödler lernte in Wien vor nicht langer Zeit einen jungen Mann unter ganz eigenthümlichen Umständen fennen. Die Dame, eine auffallend schöne Erscheinung, wurde von dem jungen Manne seit Wochen verfolgt. Sie gab ihm jedoch keine Gelegenheit, sich ihr zu nähern, und war immer bemüht, fich den Verfolgungen geschickt Was die Köpfe in China werth sind. Aus Paris schreibt man: Folgendes find die Preise, die der Bizelönig der Provinz Kanton in seinem Aufruf an die chinesischen Sol daten versprochen hat:" Für den Kopf eines Höchfifomman direnden 10 000 Taels( der Tael ist gleich 6,60 M.) und die Mandarinenwürde, für den Kopf eines Offiziers mit 7 Streifen 3000. und die Mandarinenwürde, für den Kopf eines Off ziers mit 5 Streifen 1000 T. und die Untermandarinenwürd für den eines Offiziers mit 3 Streifen 500 T. und die gleiche Würde, für jeden getöteten Soldaten oder Seesoldaten 100.( mobl die Feinde von andern Ausländern zu unterscheiden), für Wegnahme eines Panzesschiffes 1. Klasse 100 000., für die eines Panzerschiffes 2. Klaffe 80 000 T., für die eines Kanonen bootes 1. Klaffe 40 000 T., für die eines Kanonenbootes Die 2 S störung eines Schiffs die Hälfte obiger Summen. Das beutete Eigenthum bleibt dem Nehmer. Für jedes größere Geschütz 8000 T. und die Mandarinenwürde, für fleinere e Betrag im Verhältniß. Für einen Plan, der die Niederlage der Franzosen in einem Gefecht zur Folge hat, 30 000 A Das Manöverleben hat neben allen Unbequemlichkeiten auch seinen Humor, der frisch und lebhaft sprudelt. So hatte in einer sächsischen Stadt ein Soldat in einem guten Hause ein schlechtes Quartier; der Mann beschloß, furchtbare Rache zu nehmen, und als das Regiment ausrückte, fand sich im Blatte der betreffenden Stadt folgendes Inserat: -Straße Nr. 4. Jesus Sirach, Kap. 31, Vers 12 und 10. Diese Verse lauten nämlich: 1. Wenn Du bei eines reichen Mannes Tische figeft so sperre Deinen Rachen nicht auf 2. Und denke nicht: Hier ist viel zu fressen. Der Betreffende wandte sich Beschwerde führend an das Kom toftet 25 Bote nomm für DON prob freift und Etid gen Urfa daß finni Bür hand werd Fran und zufü in a Dra babe fozia imm heute beffe fteigt Letar Unfi zu h Bür und Elem Лафо 1 haber unfer Spa bas feine Be fügte Runb Sohr gefall Die S baben mando, aber der humane Chef wies die Klage mit der mertung ab: er freue ftch, so bibelfeste Mannschaften zu -In dem Dorfe L. des Sprottauer Kreises sollen aus gleicher haben: Hier herrscht der Hungertyphus". zu entziehen, Ueber ihre erste Begegnung mit diesem Manne Veranlassung an der Thür eines Hauses die Worte geftanden machte das Fräulein ihren Anverwandten folgende Mitthei lungen: Als fie vor nicht ganz einem Monate die Wollzeile Barte Familienbande. Der Großvater des Bauern Tiegt im Sterben. Die Familie umringt das Bett des Todkranten junger, nach der neuesten Mode gekleideter Mann eutstieg. und kann sich vor Weinen und Schluchzen nicht faffen. Da Mit einem höflichen Gruß näherte er sich der Dame, stellte sich als Baron K. vor und erklärte, nachdem er einige Worte der Entschuldigung hervorgebracht, daß er Fräulein Anna Rödler deshalb in so oftentatio zudringlicher Weise verfolge, weil er fie unaussprechlich liebe und als seine Gattin heimführen wolle. Das offene Geständniß des jungen Mannes hatte die Dame derart überrascht, daß fie teine Worte fand, um dem ihr fremden Manne Vorwürfe über sein verlegendes Benehmen zu machen. Als fie fich von der Ueberraschung wieder erholt hatte, wollte sie sich rasch, ohne den Mann einer Antwort zu würdigen, entfernen. Dem redegewandten ,, Baron" gelang es aber, Das Fräulein zu bewegen, ihn anzuhören. Der junge Mann bann tritt der Hofbefizer zum Arzt und sagt:„ Erhalten Sie ihn uns, lieber Herr Doktor, wenigstens acht Tage noch, fönnen wir ruhig das heu einbringen." würdiger Fall von Blutvergiftung ist in Erfurt vorgelommen Blutvergiftung durch einen- Büdling. Ein mal Nach dem Genusse eines Büdlings erkrankte die 13jährige Tochter des dortigen Uhrmachers Wagner so, daß fie bereits aus Jena herbeigerufener Professor stellten fest, daß der ge räucherte Fisch Giftfloff mit fich geführt hatte. Die Bunge de Mädchens war schwarz. Auch in England hat fich vor eini gen Wochen ein ähnlicher Fall ereignet, der aber glüdlicher fürstliche Lebensweise nicht genug zu erzählen, betheuerte, daß Margate, wurden durch den Genuß von Seegarneelen( shrimps) wußte ihr über seinen ungeheuren Reichthum, über seine geradezu verlief. In den Dörfern East und West Northdown, unweit er fie außerordentlich liebe und als Gattin vom Altare heim- nicht weniger als 69 Personen vergiftet. Anfangs glaubte man daß die Garneelen durch das Kochen in fupfernen Gefäßen in Folge der von den Herren Gaft und Brock in verschiedenen machten Eindruck bei der Dame. Sie war so leichtgläubig, vergiftet worden seien, später stellte es sich jedoch heraus, daß Arbeiterbewegung, Vereine und Verfammlungen. t. Die Bautischler waren am Donnerstag Abend wieder Beitungen veröffentlichten Erklärung, die Arbeitseinstellung in seine Versicherungen für wahr hinzunehmen, und wenn sie auch nach dieser erster Begegnung ihm keine Versicherungen der auf n inden nicht aber mit mand mir t feine woh ganze und ihn nach ganz gerat fich n lichen Du t teut haber Dich das Fleisch derselben ganz weich und so deren Genuß gefund zu niedrigen Lohngebotes( 18 M.) für in Submission gegebene Gegenliebe gab, so war ste doch schwach genug, dem feurigen heitsschädlich gemacht hatte. Die durch den Genuß der Gar neelen erkrankten Personen find durch rechtzeitige ärztliche Hilfe Doppelfenster zum Königl. Badhof. Die erwähnte Grilärung Verehrer eine zweite Busammenkunft zu bewilligen. Bu dieser besagt, daß eine Arbeitseinstellung überhaupt nicht stattgefun- erschien der angebliche Baron in Begleitung eines Herrn, welchen sämmtlich gerettet worden. Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2.