Sie will Jones ftige Ding t lägt ben ne, welde te, worauf Ber wohn Mas mutter von ments e Tage ein ph Went ers. Diefer eil er night gliche n Lumpen ers Went hmals mit ihm einen n her und Leberfallene als ben vor dem er auf ben en Roman n, daß ein Dem er ben in Meffer aus feiner gen haben talt bis Sprubin ganz gleid oreng, bem Dem Be ent, wobin ng out qua handfefter inem Ron efchloffend Verkeh evölkerung wimmel Der Stra es Gefid bies bal Frembling estere ein Quartis bleichwe munigin macht, obe paufe Verbred Te entg natilib Sleid n fie oft tefe tinen es vo ie borti Gebe nandem Sie bit auer Jun Die Ge st: We Benau in unit." Beugen t räumt Nun uer, wit En Solut er Gegent ng wegen geftattet fagte in thre en es alle es thun war bo ufgewad auen und 8!" alte Hube über den fich eben rei, Dieb auf bi Es wat melte und thfel ba fpärlid Often G 1. Hald in einen unb bi erhoben utete und Dalb über brochener cheerfull lle, weld detron em Relle prad be fte felb in ftellend Die Nacht fen tam nder und en Blides Ter Bruf hes Gins Straße trof fich ber und lid aren r boppel Bauer 5 Nr. 185. Freitag, 7. November 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Beisblatt jen säglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin fein's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mari, wöchentlich 25 f. Einzelne Remmers 5 Bf. Dostabonnement pro Duartal& Mart.( Eingetragen im VII. Nach trage ber Boffzeitungspreislifie unter Nr. 719a.) Einer, der's besser weiß. Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inferate werden bis 4 the Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen espaces Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Zimmerstraße 44. Ein Theil unserer liberalen Presse ist ganz entzückt, endlich den Beweis dafür zu besißen, daß wir in Deutsch land genau genommen in einem Baradiese leben, gleichviel ob wir arm oder reich sind. Wir haben es bis jetzt allerdings selbst nicht gewußt, aber ein Engländer hat es uns gefagt und zwar ein solcher, der sich einige Wochen in Deutschland aufgehalten hat und der in Folge dessen unsere Zustände viel genauer fennt, als wir selbst. Er ist mit einer englischen Arbeiterbeputation herübergekommen, die eine Untersuchung des Standes der deutschen Zuckerindustrie vornehmen sollte, und bei dieser Gelegenheit hat er seine Erfahrungen gemacht, die nun von den liberalen und fonDazu soll der Mann noch ein„ eifriger Sozialdemokrat" fein! Man sollte glauben, in Folge dessen feien seine Angaben würdig. Da aber die Angaben jenen Leuten gerade trefflich in den Kram paſſen, so schabet's nichts, ob der betreffende Sozialdemokrat ist oder nicht. Was unsere Ansicht betrifft, so kennen wir den Mann auch demokrat" sich dazu hergegeben hätte, dem liberal- konservativen Spießbürgerthum solche Dienste zu erweisen, wie so man Grund zu vermuthen, es wäre Einer von jenen 1500 Steifleinenen, die den so schnell lächerlich gewordenen ,, Arbeiteraufruf" aus dem Leipziger Landkreise unterschrieben haben sollten, von denen aber Niemand jemals etwas gefehen hat. barer aber sehen Diejenigen aus, die fich wirklich solch ein Licht aufstecken lassen. Ja, wunderbar im höchsten Grab, denn man sieht wieder einmal, welch große Verehrung, welch' fürchterlichen Respekt unser Spießbürgerthum an den Tag legt, sobald etwas Ausländisches" in die Erscheinung tritt. Sonst betonen die Herren Spießbürger bei jeder Gelegenheit ihren nationalen" Charakter; warum hier nicht? Nun, weil ihnen dieser famose Engländer gerade recht kommt. Bei aller Verschiedenheit der Parteianschauungen haben wir in Deutschland doch Hunderte von Zeitungen, die eifrigst bemüht sind, unsere Zustände zu erforschen und sie so barzu geboten erachtet, muß vor der Vollstreckung eine Erhebung stellen, wie sie sind; wir haben große statistische Bureaux, wo das Material über unsere ökonomischen Zustände massenhaft aufgestapelt liegt; wir haben eine lange Reihe von namhaften Gelehrten, die es als ihre Aufgabe betrachten, auf die Gebrechen unserer Zeit aufmerksam zu machen und Mittel zu deren Heilung vorzuschlagen; wir haben die Verhandlungen des Reichstags, die Berichte der FabrikenInspektoren, die gleichfalls ein reichhaltiges Material über unfere wirthschaftlichen Zustände enthalten. Aus allen diesen Materialien geht mit überzeugender Sicherheit hervor, daß unsere unteren" Volksschichten sich in einer äußerst gebrückten Lage befinden, daß das Elend in den großen Städten eine Höhe erreicht hat, die zu der schnellsten werkVon den Zuständen in einzelnen thätigen Hilfe drängt. Gegenden, von den Weberdistrikten in Sachsen und Schlesien wollen wir hier gar nicht weiter reden. Aber was geht das Alles unsere behäbigen Philifter an? Wer hätte Zeit, alle Zeitungen zu lesen oder sich gar um dickleibige Bücher zu bekümmern! Schmöker! Da kommt ein Engländer, hält sich drei Wochen bei uns auf und sagt:" In Deutschlands großen Städten giebt es beten es gläubig nach. bestehenden Anordnungen nicht überall im Einklange mit den jezt geltenden gesetzlichen und allgemeinen reglementarischen Bestimmungen stehen, eine Reihe von Anordnungen erlassen, welche bei der Behandlung von Untersuchungsgefangenen in den Gefängnissen seines Ressorts in Anwendung zu bringen sind. Aus denselben ist hervorzuheben, daß die Untersuchungsgefangenen möglichst in gesonderten Räumen untergebracht werden sollen. Was die Disziplinarstrafen betrifft, so find törperliche Büchtigung und Lattenstrafe ganz ausgeschloffen, Feffelung, Zwangsstuhl und Zwangsjacke nur zur augenblicklichen Sicherung und Bändigung gestattet. Wenn der Ge fängnißvorsteher die Anwendung des strengen Arrestes für durch schriftliche Vernehmung des Angeschuldigten und der Zeugen stattfinden, auch der Anstaltsarzt darüber gehört wer den, ob der körperliche Zustand des Gefangenen die Vollstreckung des strengen Arrestes zuläßt. Letzterer besteht in einsamer Einsperrung mit oder ohne Aufgabe einer Arbeit bis auf die Dauer eines Monats und kann durch zeitweilige Entziehung des Bettlagers, durch Verdunkelung der Arrestzelle und Kostschmälerung verschärft werden. Jede Verhängung einer Disziplinarstrafe soll in ein Strafbuch" eingetragen werden. Die Erlaubniß zur Annahme von Besuch hat der Richter zu ertheilen; in der Regel soll der Untersuchungsgefangene nur einmal im Monate Besuch empfangen, und zwar im Sprechzimmer oder einem anderen dazu bestimmten Geschäftsraume im Beisein des Richters oder eines von dieſem dazu beauftragten Beamten. Dem Richter steht in gleicher Weise die Aufsicht über die Korrespondenz des Untersuchungsgefangenen zu. Derselbe soll in der Regel alle vier Wochen einen Brief empfangen und absenden dürfen. Im Uebrigen sollen die Untersuchungsgefangenen mit steter Berücksichtigung des Umstandes zu behandeln sein, daß ihre Schuld noch nicht feststeht. Fesseln können denselben nur angelegt werdenn, wenn es wegen besonderer Gefährlichkeit der Person, namentlich zur Sicherung Anderer erforderlich erscheint, oder wenn der Gefangene einen Selbstentleibungsversuch gemacht oder Dorbereitet hat. Untersuchungsgefangene tönnen nicht zur Arbeit gezwungen werden. Die freiwillige Betheiligung bei den in der Anstalt eingeführten Arbeiten fann ihnen jedoch mit Genehmigung des Richters gestattet werden. Eigene Kleidung ist ihnen zu lassen, sofern dieselbe ausreichend, reinlich und ordentlich ist. Auf Verlangen dürfen ste für ihre eigene BeTöftigung sorgen, doch darf dieselbe nur von dem zur Beschaffung derselben vom Gefängnißvorstande ermächtigten Speisewirthe verabfolgt werden und die Grenzen eines mäßigen Genuffes nicht übersteigen. Die Verabreichung von Brannts wein ift gänzlich untersagt; auch kann die Erlaubniß zur Selbstbeköstigung im Falle des Mißbrauchs wieder entzogen werden. Wir werden diesen Erlaß in den nächsten Tagen einer eingehenden Besprechung unterziehen. Der mysteriöse Engländer erzählt also feinen heimathlichen Blättern und die deutsche fonfervative- liberale Preffe gar kein Elend!" und die Spießbürger und ihre Presse brudt es mit wonnigem Empfinden nach, daß es in Deutschland fein Elend gebe. Namentlich in den Großstädten Berlin und Hamburg habe er von einem solchen teine bornirtes Spießbürgerthum im Lande zu haben, des anderen Spur bemerkt. Ja, er weiß noch besonders hervorzu- Elends zu geschweigen! heben, daß es in England viel schlimmer sei, als bei uns, denn ,, in England beleidigt das Elend das Auge", was in Als ob es nicht schon Elend genug wäre, solch ein Wozu der Ruf nach sozialen Reformen, wenn ein Engländer findet, daß wir keine nöthig haben? Nun, man tröstet sich damit, daß unser deutsches Volt Löhne einiger Gewerke aufgezählt, bei denen zeitweilig nicht aus lauter Spießbürgern besteht und daß es, unbebas Einkommen ein besseres fein mag; von den vielen fümmert ob solchen Firlefanzes, fich auch ferner an der Branchen, die aus dem Nothstand gar nicht mehr heraus- ernsten Arbeit in Wort und Wert betheiligen wird, die tommen, ist natürlich nicht die Rede. Kurz, es fann gar barauf gerichtet ist, die großen Schäden der Zeit zu be nicht fehlen; wir leben in einem Paradies, wo Milch und feitigen. Honig fleußt, und wenn wir das nicht begreifen, so find wir eben selber daran schuld. Das ist sicherlich ein wunderbarer Engländer, der uns Radbend verboten.] Politische Uebersicht. mit einem Male solch ein Licht auffteckt! Noch wunder- hat das Ministerium des Innern, in Hinsicht darauf, daß die Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forseßung.) Inzwischen war Lucie zurüdgelehrt. Man sah es ihr an, daß häusliche Geschäfte sie in Anspruch genommen und ein wenig erhigt hatten. Sie wandte fich freundlich an die Gesell fchaft, entschuldigte fich wegen ihrer langen Abwesenheit und Ueber die Behandlung von Untersuchungsgefangenen musterte bie Gebäude, welche alle im guten Stande und mit einer gewissen soliden Eleganz aufgeführt waren. Da fühlte er seine Schulter von hinten berührt; er wandte fich um und erblidte ein junges Mädchen, eine ländliche Schönheit von etwa fünfundzwanzig Jahren, mit üppig braunem Haar, einem Baar brauner Augen und von höherer Körperfülle als ein junges Mädchen dieses Alters zu besigen pflegt. Sie blickte ihn mit ihren lebhaften Augen vertraulich lächelnd an. Er erkannte sofort die Wirthschafterin des Gutes. ,, Ab, Jungfer Charlotte!" rief er, ich habe mich wahrhaftig gefehnt, Sie wiederzusehen, und freue mich bei dieser Gelegenheit, Sie unter vier Augen sprechen zu können." An einem Tage, wie der heutige, darf ich unserer Wirthschafterin die Küche nicht allein überlassen," sagte fte. Ei, ich hätte faum geglaubt, daß Sie auch der Kochkunft sprochen?" lundig feien," bemerkte Amberg, dessen Auge auf den schönen Formen des Mädchens ruhte. personal Nicht wahr, Herr Amberg," versezte fie mit einem bedeutungsvollem Blinzeln, wir haben uns lange nicht ge" Ich denke, Charlottchen, daß uns bald wieder die Ge legenheit dazu wird. Wenn Alles gut geht, bin ich in furzer Wie sollte ich nicht der Kochkunst kundig sein," antwortete Beit wieder hier zu Hause wie ehemals." Sie wurde plößlich 2ncie bin ich doch in den Zeiten, da unser Hausstand in ernst und schüttelte den Kopf. Berfall gerieth, Alles in Allem gewesen: Hausfrau und KüchenSich an Rodenburg wendend, fügte fte hinzu: ichmüden." Ich glaube nicht! Seitdem das Fräulein Nichte hier verweilt, ist der Alte wie umgewandelt. Sie ist ihm Alles! Nach ihr allein fragt er, und um fie allein fümmert er sich, Aber lieber Onkel, willst Du nicht die Gäste ein wenig im sonst um keinen Menschen auf der Welt." Garten umberführen? Der alte Waldow brennt gewiß schon et fich gegeben hat, um zum heutigen Tage den Garten zu Dor Verlangen, Deinen Beifall zu erhalten für die Mühe, die umzusehen. wenig aufgelegt zu einem Spaziergange; doch bitte ich die ch nicht," versette Rodenburg,., ich bin in der That iſt, Bäfte, fich selbst im Schloffe und im Garten nach Belieben Amberg, Sie find hier halb und halb zu Es wird schon anders werden, meine Liebe," sagte Amberg, der Wirthschafterin in die prallen, rothen Wangen Ineifend, meine Emmy wird vorläufig hier bleiben und uns das Terrain zurecht machen, und wenn das Mädel flug wer weiß, wie lange dann Fräulein Lucie bier bleibt." Was ich dazu thun kann, daß fie fortkommt, werde ich thun, davon seien Sie überzeugt. Es ist wahrhaftig unausHause und wollen Sie sich ein wenig in meiner Wirthschaft steblich, wie fie aufpast; und nun erst gar der Verwalter, Herr umsehen, so wird Brand Ihnen zu Diensten stehen." Re binab in den Garten. Herzen froh, daß ihr erster Versuch, fich hier einzunisten, so gut schafft, was zu einer fleinen Aussteuer nöthig ist." gelungen war, reichte Amberg seiner Frau den Arm und führte den Kindern, die vor Vergnügen laut jouchzten und in den schön geebneten Kieswegen einen willkommenen Zummelplat Borauf ging Emmy mit den be! welcher thut, was er ihr an den Augen absehen kann; da ist es kaum möglich, daß man sich in einer so großen Haushaltung für ihre jugendliche Ausgelaffenheit fanden. Im Garten ließ Auge auf fie, das ist gewiß." wärts gelegenen Wirthschaftshofe, um seine Augen an den Schäßen zu weiden, welche ja, wenn alles glüdte, ihm einmal gehören würden. Am Eingange des Hofes stand er still, die Hände auf dem Rüden, und überschaute den weiten Raum, er D, daß find ja schlimme Nachrichten!" Also der Verwalter Brand thut, was er ihr an den Augen absehen kann? Sie find wohl ein wenig Liebesleute?" " ,, Das will ich gerade nicht behaupten, aber er hat ein Das wäre also Einer unserer Gegner," versette Amberg. ,, Doch was thut's? Sind Sie doch unsere Verbündete!" Auf mich lönnen Sie sich auch verlassen! Aber wohin wollen Sie denn eigentlich?" Nur ein wenig promeniren, barlottchen. Die Ställe, Ueber den Znzug fremder Arbeiter find die Regierungen angewiesen worden, fich regelmäßig aus den einzel nen Kreisen ihres Bezirks von den Landräthen Bericht erstatten zu laffen. Wie die Schles. 8tg." zu melden weiß, haben sich Die Angaben auf das von Zeit zu Zeit vorkommende Auf" 1 das Vieh, die Scheunen, die Vorräthe in Augenschein nehmen, und die Schäße von fern anstaunen, nach denen unser Aller Herz sich sehnt. Außerdem gefällt es mir im Schloß nicht; es ist ja Alles so todt und einsam dort! Die vielen Bimmer stehen völlig verödet, beinahe wie im verzauberten Schloffe des Märchens." Da haben Sie Recht, Herr Amberg; aber ich denke, heute wird's lebendig genug werden! Ich habe soeben gehört, daß Rodenburg Sie diese Nacht hier zu behalten wünscht." ,, Was, wahrhaftig?" rief Amberg vergnügt. " " Ja wohl, und da haben wir ja die allerschönste Gelegen heit, über den Feldzugsplan mit einander zu berathen." ,, Alle Wetter! Das ist eine löftliche Idee, Charlottchen, da wäre ja die beste Gelegenheit zu einer vertraulichen Unterrebung " So habe ich auch gedacht!- Sie find doch immer noch der alte Freund!" Und Sie immer noch das kleine verliebte Lottchen! Aber, um auf unser Thema zurüd zu kommen! Wir müssen einen Feld zugsplan mit einander berathen, und da ist's am besten, wir wählen Ihr Bimmer." Und die Zeit?" fragte fie. ,, Spät, wenn Ruhe im Hause ist." " But, aber nehmen Sie sich in Acht! Mein Zimmer ist nicht mehr da, wo es früher war, nicht mehr so hübsch abgelegen." Was Sie fagen! So müffen Sie mich vor allen Dingen in die neuen Lokalverhältnisse einweihen, Lottchen." Wenn es Ihnen recht ist, so begleiten Sie mich in's Schloß." Amberg lehrte an der Seite der Wirthschafterin nach dem Schloffe um, und er schritt so gravitätisch daher, und ste fab so respektabel aus, daß wohl Niemand abnte, daß der geiftliche Herr sehr weltliche Gedanken, und die stattliche Wirthfchafterin einen Berrath gegen ihre Herrschaft im Sinne hatte. Die Wirthschafterin führte ihren Begleiter in den ersten Stod in einen langen Korridor, auf welchen mehrere Thüren mündeten. Sehen Sie, hier ist das Schlafzimmer für Ihre Frau und Fräulein Emmy; das daneben ist für die beiden anderen Kinder bestimmt; hier schräg gegenüber werde ich ihr Bimmer her richten laffen und nun geben Sie Acht.. am anderen Ende des Ganges, fehen Sie dort die Thür, linker Hand? Sie führt zu meinem Bimmer." Gut, Charlotte!" treten eines größeren Zuzugs von Arbeitern, welche nicht der näheren oder weiteren Umgebung des Arbeitsortes durch Wohnfit angehören, und zwar speziell auf Beit und Dauer und unges fähren Umfang des Zuzugs und auf die Herkunft der Arbeiter zu beziehen. Im Falle die letteren aus Italien, Spanien oder Frankreich kommen, ist der Regterung sofort, sonst aber später, zu einem bestimmten Termin, Mittheilung zu machen. München, 5. Nov. Dr. Sial nimmt im heutigen ,, Bayr. Vaterland" auf neun Monate Abschied von seinen Lesern und die Thore des Bellengefängnisses zu Nürnberg haben sich be reits hinter ihm geschloffen. Er weist in seinem Abschiedsartifel darauf hin, daß er immer mit Eifer der bayerischen Sache gedient und dafür viel geopfert und gelitten hat, insbesondere hat er während seiner fiebzehnjährigen Thätigkeit als Redakteur schon sechsundzwanzig Monate Gefängniß verbüßt. Dr. Sigl theilt schließlich mit, daß während seiner Haft Dr. L. Lang die Redaktion übernommen hat und hofft, daß ,, wenigstens einige hundert Leser ihrem eingesperrten Redakteur über die Monate hinaus treu bleiben“. Belgien. Der neue Minister des Innern und des öffentlichen Unterrichts, Herr Thonissen, hat Instruktionen er laffen, wonach ihm die Anzahl der von den Gemeinderäthen mit einem Wartegehalt von weniger als 1000 Franken zur Disposition gestellten Lehrer und Lehrerinnen, sowie auch die Anzahl der in den adoptirten Schulen angestellten Lehrer und Lehrerinnen nicht belgischer Nationalität genau mitgetheilt werden soll. Man schließt hieraus, hoffentlich nicht mit Unrecht, daß das neue Ministerium fich bemühen wird, das Schulgesetz mit etwas Mäßigung anzuwenden. Für den Augenblick hat fich die Aufregung hier gelegt und man erwartet das rekonstituirte Ministerium am Werke, um es zu beurtheilen. Seit langer Zeit wird behauptet, daß Belgien einer Armeereserve von 30 000 Mann bedürfe, um im Kriegsfall gegen alle Eventualitäten gefichert zu sein. Das legte Ministerium beabsichtigte diese Referve aus den jungen Leuten zu bilden, die nach dem jeßigen Syftem nicht zum aktiven Militärdienst herangezogen werden. Das neue Ministerium will die Reserve in der Weise bilden, daß es den gedienten Soldaten, die bisher eine zehnjährige Militärpflicht zu tragen hatten, drei Jahre mehr, also im Ganzen dreizehn Jahre, auferlegt. Dieser Plan, welcher die wohlhabenden Klaffen ganz und gar zum Nachtheil der ärmeren begünstigt, stößt auf heftigen Widerstand und wird wohl nicht durchgehen. Die Kammern werden am 11. b. M. ohne Thronrede eröffnet werden. Frankreich. Der Kriegsminister hat, wie das„ Evène ment" mittheilt, die Korpskommandanten telegraphisch aufgefordert, die Abfahrt der Freiwilligen vorzubereiten, die dazu bestimmt find, das Effektiv der neun Bataillone Landtruppen in Tongling auszufüllen und sie auf je 950 Mann zu bringen. Jedes Bataillon wird 180 Mann erhalten. Die eigentlichen Verstärkungen werden nur aus 4 Bataillonen, sämmtlich aus Algerien, bestehen: dem 3. und 4. Bataillon der Fremdenlegion zu Sidi- el- Abbès, dem 2. Bataillon des Tirailleurregiments zu Blidah, das 4. Marschregiment bildend. Das 3. Zephir bataillon, das die Provinz Konstantine besetzt, ist dazu bestimmt, das Landungskorps von Kelung zu verstärken. Das= felbe hat Befehl erhalten, Batna zu verlassen und sich am 15. November in Philippeville einzuschiffen. An diesem Tage. werden aus Frankreich und Algerien 5350 Mann Landtruppen abgeben. Das Jonrnal officiel" wird ein Defret bringen, welches jedes aus dieser Verantwortlichkeit erwachsende Risiko mit 8 Fr.| jährlich für den Arbeiter versicherten. Dieser Betrag sei bei einem industriellen Großbetrieb eine sehr bescheidene Nebenausgabe. In der zweiten Lesung der Vorlage soll ein Artikel eingeschaltet werden, der ben Arbeitgebern die Versicherung ihrer Arbeiter gegen Unfälle zur Pflicht macht. Der dänische Reichstag trat am 3. d. M. in dem zum mittlerweiligen Gebrauche für denselben hergerichteten Lokale auf der Fridericiastraße wieder zusammen. Da die Vorstandswahlen bereits in der Oktoberfizung vollzogen waren, so konnte der Finanzminister sogleich das Finanzgesetz vorlegen. Nachdem dies geschehen und der Vorsitzende Berg, sowie einige andere Redner furze Ansprachen gehalten hatten, wurde Vertagung angenommen. Die nächste Sigung findet am Sonnabend statt. Großbritannien. Das Unterhaus hat am Mittwoch den Antrag Gladstone's, nach der Aoreßdebatte während des Monats November jeder Reformbill den Vorrang vor allen anderen Anträgen zu geben, angenommen. Bei der Diskussion des Berichts über die Adresse beantragte Bartlett ein Amen dement zu Gunsten einer stabilen zivilisteten Regierung in Khartum. Unterstaatssekretär Fizmaurice lehnte es jedoch ab, auf diese Frage näher einzugehen, da deren Erörterung bei der Kreditvorlage zweckmäßiger sein würde. Die Errichtung einer stabilen Regierung gehöre zu den Aufgaben, die in den Instruktionen des Generals Wolseley mit enthalten seien, und dieser wende der Frage auch eine ernste Aufmerksamkeit zu. Hierauf wurde das Amendement abgelehnt und die zweite Lesung der Adresse mit 134 gegen 18 Stimmen angenommen. Bei der darauf folgenden Debattte über die Bill betreffend die Armenpflege in Irland wurde O'Donnel wegen mehrfacher nicht zur Sache gehöriger Bemerkungen vom Sprecher zur Ordnung gerufen. Da er fich dem Ordnungsrufe nicht fügen wollte, wurde vom Hause mit 163 gegen 28 Stimmen seine Ausschließung für die heutige Sigung befchloffen. O'Donnel verließ hierauf den Saal, indem er dem Sprecher zurief: Sie spielen die Rolle, die man von Ihnen erwartet hatte. Am Donnerstag Abend ging es im Unterhause wiederum ungewöhnlich scharf her; man sprach von gemeinen Halunten, die ihre Fäuste um ein paar Schillinge verkaufen; von politi schen Commis voyageurs, von Lügen und Falschheiten, revolutionären Ministern, die ein Arbeiterheer gegen London führen wollten, und Lordssöhnen, die nur an blutig geschlagenen Köpfen die Zeichen der Zeit erkennen sollen. Der Sprecher mußte zu Rathe gezogen werden. In seiner milden Denkungs art erläuterte er aber die Spezies der„ Schalale", unter welche der Zoologe Chamberlain seinen tonservativen Gegner Sir . Wolff versezte, ausdrücklich als erlaubten Thiernamen, soweit er im figürlichen Sinne gebraucht würde. Damit muß ten fich vorläufig beide Parteien zufrieden geben. Der Gemeinderath von Dublin hat den ersten Schritt gethan zur Ausführung seines Vorsages, die englischen Namen gewiffer Straßen der Hauptstadt abzuschaffen. In einer Plenarfigung wurde trotz des ernsten Protestes einiger Mitglieder mit überwältigender Majorität der Beschluß gefaßt, die Sackvillestreet in O'Connell street umzutaufen. Dies ist nur der Anfang einer Reihe von Aenderungen, deren Hauptzweck ist, die englischen Namen und Titel durch solche zu erseßen, die mit den nationalistischen Ideen von irischem Patriotismus übereinstimmen. Das Projekt hat viele Erbitterung verursacht und wird nicht allein von den loyalen Einwohnern aller Konfeffionen aus politischen Gründen, sondern auch von Kaufversehen und als das Feuern begann, riffen die anwesend Neger aus. Einige derselben liefen in den Fluß und ertrante anderen, welche beritten waren, wurden die Pferde unter de Leibe todtgeschoffen. Zwei Führer der Demokraten und Neger wurden erschossen und viele verwundet. Die Demokrat umringten schließlich die Führer der Republikaner und hafteten dieselben. Newhort, Mittwoch, 5. November, Nachm. 1 Uhr 30 Weitere Einzelberichte aus dem Staate Nowport ergaben f Blaine eine Majorität von 10 000 Stimmen in diesem Stad Die republikanischen Journale behaupten, daß die Wahl Blaine zum Präsidenten gesichert sei, während die demokratif Blätter behaupten, daß Cleveland doch noch den Sieg ba tragen werde. Newyort, Mittwoch. 5. Nachm. 1 Uhr. Nach den let Wahlberichten, welche die Resultate zahlreicher Bezirke aus Innern des Staates Newyork bringen, sollen nunmehr Bla und Logan( als Vizepräsident) im Staate Newyork eine Majorität von 5000 Stimmen haben. Nach allgemeiner nahme ist die Wahl in diesem Staate für die Präsidentenw überhaupt von entscheidender Bedeutung. Ein abschließend Resultat liegt jedoch noch nicht vor. Nachrichten aus Shanghai zufolge, find in Bedin Gerüchte verbreitet, nach welchen die Abtretung Formosas Frankreich auf zwanzig Jahre behufs Abschlusses des Frieden beabsichtigt wäre. 21 Mandarinen hätten sich für den B schlag, Frieden zu schließen, ausgesprochen, der Vater Kaisers sei indessen dagegen. Der französische Generalfon in Tientsin ist hier eingetroffen, um mit Patenôtre fonferiren. In Pefing ist eine Anleihe im Betrage von Millionen Taels aufgenommen worden.- An den Kimp und Futchu- Bässen find Torpedos gelegt worden. Die fverrung eines Theiles des Woosung wird fortgesezt. D Nachricht von der Entsendung von Kriegsschiffen nach Form bestätigt fich nicht. Bu den Wahlen. Um be mu geg chi ver baf b aud eine Sie бар for geg iche 200 Bel mü imm fon wie Die tan ein auß Spie Bl auf in etm ber erm hat Kau be Gef be ihm Der Täng Speyer. Die sämmtlichen Wahlkreisausschüsse der trumspartei in der Pfalz haben gestern einmüthig beschlo I. Jm Wahlkreis Kaiserslautern- Kirchheimbola den tritt die Partei mit aller Energie ein für die Wahl demokratischen Kandidaten Grohe und zwar auf Grund demokratischen Programms in der Kulturkampffrage. II. Wahlkreise Speyer- Frankenthal werden die Bar genossen dringend ersucht, sich vollständig der Wahl zu ent halten und weder für den Nationalliberalen Dr. Gro noch für den Sozialdemokraten Dreesbad stimmen. Di München. Die hiesigen Sozialisten haben beschloff den liberalen Kandidaten Sedlmayer im 1. Wahlkreis bei Stichwahl nur dann zu unterstüßen, wenn er fich schriftli in öffentlicher Wahlversammlung verpflichtet, die Bor fegungen zu erfüllen, welche von der sozialistischen Wahlleitun für solche Fälle festgesezt sind. Den Ultramontanen werden Sozialisten feinesfalls unterſtüßen.- Der demokratis Verein( Volkspartei) hat beschlossen, Sedlmayer zwangsl zu empfehlen, für Vollmar im 2. Wahlkreis aber energi einzutreten. Daß die Freifinnigen so schreibt die ,, Germania" die außerparlamentarische Kommission ernennt, der die Aufgabe leuten, deren Geschäfte unter der Veränderung der bisherigen Sozialismus zu schüßen, dürfte aus folgender Nachricht beroo zufallen soll, die nöthigen Vorarbeiten für die Weltausstellung von 1889 vorzunehmen. Paris, Mittwoch, 5. November, Abends. Das Journal des Débats" meldet, die Regierung habe mit der Compagnie maritime ein Abkommen wegen des Transports von 5000 Mann Truppen nach Tongling getroffen. In Nantes find gestern 13 Erkrankungen und 6 Todesfälle an der Cholera vorgekommen. Straßennamen leiden dürften, lebhaft bekämpft. Der Offervatore Romano" enthält ein Telegramm des Bischofs von Trenton, O'Farrel, vom 1. d. M., worin dieser ertiärt, die Aeußerung, welche ihm eine Beitungsmeldung bezüglich der Sympathien des Papstes für eine Losreißung Jrlands von England in den Mund gelegt habe, sei ganz und gar erfunden. auch nicht geneigt find, den Mischmasch vor dem Ansturm de gehen, welche wir in der Boſt" finden: Der Vorstand de deutsch- freifinnigen Partei Elberfelds hat es abgelehnt den Kandidaten der nationalliberalen und freitonservative 11 Partei, Dr. Fabri, bei der morgigen Stichwahl gegen Sozialdemokraten zu unterstüßen. ben Das Verhalten der Parteien bei Stichwahlen, in denen fich Mittelparteiler und Sozialisten gegenüber stehen, wird lebhaft in der Presse erörtert. Der soft" wan es nach der„ Germania"- außerordentlich angenehm, we auch das Zentrum fich bequemte, in folchen Fällen für di Mischmaschler die Kastanien aus dem Feuer zu holen, fie th entrüstet, da sie sich in ihrer Erwartung getäuscht steht. W Nord- Amerika. Die Sozialdemokraten Nord- Amerika's haben in einer am 18. Oftober in New- York stattgefundenen Versammlung zu der Präsidenten- Wahl Stellung genommen. Der Referent Frederik Haller schilderte mit beredten Worten die Parteien, welche um die Palme des Sieges streiten. Die des Sieges Republikaner wie die Demokraten seien Feinde der Arbeiter, begreifen nicht so argumentirt genanntes ultramontane und dieselben hätten von ihnen nichts zu erwarten. Auch die nominirten Personen seien die reinen Interessenmenschen und in der Jagd um die Beute von den Arbeitern nicht zu unterstüßen. n Unter Mit der ersten Berathung des Haftpflichtgesetes ist die Kammer zu Ende gelommen. Der Entwurf bekundet einen großen Fortschrittt. Bisher nämlich mußte der Arbeiter, wenn er eine Entschädigung forderte, beweisen, daß der Arbeit Nach der neuen geber wirklich den Unfall verschuldet hatte. Gefeßgebung muß im Gegentheil der Arbeitgeber, welcher im Prinzip verantwortlich erkannt wird, beweisen, daß das Opfer seiner eigenen Ungeschicklichkeit den Unfall zuzuschreiben hat. Die Unterſtügungen und Pensionen, zu welchen die Arbeitgeber Thätigkeit des demokratischen Präsidentverpflichtet werden, sind nach den Ziffern der Unfallversicherungstaffe, die durch ein Gesetz von 1868 gegründet wurde, bemeffen. Die Art. 1 bis 3 wurden mit großer Majorität, Art. 1, der das Prinzip feststellt, mit 318 gegen 31 Stimmen angenommen. Der Art. 4, der dem Arbeitgeber, außer der allgemeinen Verantwortlichkeit für Leben und Gesundheit der von ihm Beschäftigten, noch eine besondere Haftpflicht für die aus der Natur seines Gewerbebetriebes entspringenden Gefahren auferlegt wurde, mit 262 gegen 144 Stimmen angenommen, nachdem der Berichterstatter auseinandergesetzt, daß diese Ver antwortlichkeit die Arbeitgeber feineswegs zu ruiniren drohe, Da die Unfallversicherungsgesellschaften den Unternehmer gegen wie die Poſt" bezüglich unserer Parole prin zipieller Neutralität in solchen Fällen noch verwundert thun fann. Sie sollte doch allmählich begriffen haben, daß unse fchaftskandidaten berechtigt zu dem Schluß, daß er, wie seine feinen Umständen, fte mögen geartet sein, wie sie wollen, Unter Haben Sie's wohl gemerkt?" vier O, ich fann nicht fehlen! Warten Sie ein wenig. Also hier ist die Treppe... Eins zwei Drei fünf... die sechste Thür also ist's. Seien Sie ohne Sorge, ich werde nicht irren." Nach einem flüchtigen Händedruck flog Charlotte davon. Viertes Kapitel. Bur Mittagstafel, welche solenn und mit einem gewiffen gediegenen Lurus hergerichtet war, hatten fich neue Gäste theils eingefunden, theils waren fie noch geladen. Bu den Letteren gehörten Wilhelmi, der Pfarrer des Ortes, ein ernster, junger Mann mit bleichen, ausdrucksvollen Zügen, und Ehrlich, der Schulmeister, eine lange, hagere Gestalt von größerer Bes fcheidenheit nnd Schüchternheit, als der alte Rodenburg liebte. Er schäßte indeffen diesen ältesten Beamten seiner Herrschaft, da er bereits seit vierzig Jahren sich von der Redlichkeit seines Charakters, der Treue in seinem Berufe und der Aufrichtigkeit feiner Gesinnung batte überzeugen fönnen. Unter den Gästen aber, welche sich zu dem Geburtstage eingefunden hatten, gehörte vor Allem Fräulein Cordelia Rodenburg, eine sehr entfernte Verwandte, welche in einer nahen Stadt Vorsteherin eines Erziehungs- Instituts für junge Mädchen war. Fräulein Cordelia war in dem Alter, in welchem nicht nur der Blüthenhauch der Jugend bereits verschwunden ist, sondern die ganze Blume schon begonnen hat, fich zu entblättern. Ueber ihr wahres Alter herrschte das tiefste Dunkel, das undurchdringlichste Geheimniß, und die Schäßung mußte ebenfalls schwer werden, da ste die Künste der Toilette bis zur höchsten Vollendung brachte und anwandte. Sie war sehr hoch von Gestalt und unendlich mager; allein auch hier war fie durch die Kunst dem Mangel zu Hilfe gekommen und wußte den Anschein gerundeter Formen durch allerlei finnreiche Vorrichtungen recht gut hervorzubringen. Die Wangen waren eingefallen, und hie und da schon start gerunzelt; indessen Schminke von allen Farben vom zartesten Weiß durch alle Nuancen des Roth, vom Rosenroth bis zum Purpur der Lippen hoben das Kolorit bedeutend. Augenbrauen und Wimpern waren vom tiefsten Schwarz der besten chinesischen Tusche, und das ganze Kunstwert ihrer äußeren Erscheinung wurde noch gehoben durch zwei genial angebrachte Schönpflästerchen, deren eines auf einem sich etwas indiskret hervorBartei, ein entschiedener Gegner der Arbeiterfache sei. Das selbe müsse man von Buttler sagen, welcher sich sogar von dem Gouverneur von Maryland in Bezug auf den Rath zum Erlag von Arbeiterschußgefeßen habe übertrumpfen lassen. Demnach habe der Arbeiter die Wahl zu ignoriren und sein Augenmerk auf seine eigene Auftlärung und Organisation zu richten. stügung der Mittelpartei. bet Für die bevorstehende Stichwahl erläßt das Wab lomitee zur Erzielung volksthümlicher Wahlen" zu Fürth nachstehende Erklärung:„ Gemäß den Grundsäßen der Arbeite partei haben sich die Angehörigen der Arbeiterpartei bei einer Die nachfolgenden Redner sprachen sich in demselben Abstimmung zu enthalten. Da aber im gegebenen Falle Sinne aus. Die Ruhestörungen in Neu- Jberia, Louisiana, am vorigen Samstag begannen auf einer Versammlung der Republikaner. Beide Parteien waren mit Revolvern reichlich brängenden Badenknochen, das andere auf dem etwas zu spigen Kinn saß. So viele Reize Fräulein Cordelia äußerlich zur Schau trug, und so füß ihre schmalen Lippen auch zu lächeln verstanden, so barg doch ihr herz eine wahre hölle von Haß Stichwahl zwischen gegnerischen Parteien im Allgemeinen gehörige und Anhänger der Arbeiterpartei recht gut der Anfid sein können, aus Opportunitätsrücksichten von ihrem Stimm rechte Gebrauch zu machen, so empfehlen wir allen Denjenigen welche fich an der Stichwahl betheiligen wollen, unter feinen Man konnte aber auch bemerken, daß jede diefer Barteien ihre Hilfstruppen hatte. Auf Lucie's Seite stand unzweifelhaf Brand. ibm Amberg hatte Gelegenheit, sich zu überzeugen, daß der Wint bes Charlotte ihm gegeben, seine Berechtigung habe, denn es entging i und Groll, und zwar ward diese Empfindung hervorgerufen, nicht, daß Brand, indem er an der Tafel Blas nabm, auerk als fie bei ihrer Ankunft im Schloß die Anwesenheit der Fas milie Amberg bemerkte. ,, Der Heuchler, der Schleicher!" rief fte. Er versucht aufs Neue, sich hier einzudrägen und andere ehrliche Leute von hier zu vertreiben! Warte, ich werde Dir die Lust vergällen, um das Erbe meines Betters Rodenburg herum zu schleichen; Denn wenn einer Anrecht darauf hat, so bin ich es, denn ich bin eine Rodenburg. Der Platz in diesem Hause gebührt Niemandem, als mir!" Amberg aber hatte bereits den ersten Fuß auf dem Ter rain, und obgleich er fühlte, daß er mit einem neuen Feinde zu thun habe, der ihm das Terrain streitig zu machen suchte, beunruhigte er sich doch nicht; er nahm die giftigen Blicke und die spißigen Bemerkungen der schönen Kordelia mit überlegenem Lächeln auf und war jovial, heiter, unbefangen wie immer, und der köstlichste Gesellschafter an der Tafel. Herr Wilhelmi, der junge Prediger des Drtes, war vielleicht der einzige, der die sonderbare Gesellschaft an dieser Tafel in rechtem Licht beurtheilte. Der alte Mann dort, der grämlich und unmuthig zwischen Fräulein Emmy und Frau Amberg saß, Fräulein Lucie hatte für heute den Ehrenplatz an der Seite des alten Herrn an Emmy abtreten müssen der so lebensüberdrüssig darein schaute, so wenig aß und so wenig sprach, war der goldene Apfel, um welchen ein Kampf auf Tod und Leben beginnen follte. einen Blick auf Lucie richtetete, und daß diese leise, ganz leife unter demselben erröthete. Amberg hatte die Wirthschafterin als Verbündete. 19 Rordelia aber hatte schon nach wenigen Minuten das ha des Schulmeisters in so hohem Grade gewonnen, daß dieje Stein und Bein darauf geschworen hätte, ste sei nicht nur die schönste aller Rodenburgs auf Erden, sondern auch die nobelfe und leutseligste Dame und die größte Pädagogin ihres Jahr hunderts. Troß des redlichen Willens von Seiten Amberg die Gesellschaft zu unterhalten, verlief die Tafel Anfangs ziem lich eintönig. Sie abnte in Wilhelmi war schweigsam und wechselte nur wenige Worl mit Herrn Rodenburg. Lucie war noch schweigsamer, denn fe fühlte sich beengt durch die Gäste, obwohl fie fich den Grund stinktmäßig, daß fie in dem Herzen des alten Herrn nicht meh den Play einnahm, den ihre wahrhaft findliche Buneigung von diesem Gefühle nicht erklären konnte. gerne inne gehabt hätte. alten Pädagogen mit der Frage wandte: ben früb waa eine führ Gef 6.'i räu Hol Die Gel zum Mit Der eine erfal ihm Der gehe hole den mirt Der Wu Erft weld fcbull auf Schw brad gefe Dore Arbe Hall bahn man näd liche so en weit etma fchen beits zu h im cher Firm Der mina werd woch lehre dem zum Hein unter Otto deten feine aben überl Scha Leine ichmi Tau Spri Früh hatte Die n ist g warn welch bahn pädagogischen Erfahrungen in sehr tieffinnigen Disputationen Fräulein Cordelia und der Schulmeister taufchten ihre aus, und die übrigen Gäste suchten vergebens nach einem Thema der Unterhaltung, das Alle zugleich intereffirte. Cordelia brad plöglich das Thema ihres Gespräches ab, indem fie fich an ,, Nicht wahr, Sie erinnern sich noch meiner seligen Mutter?" ,, ja, gnädiges Fräulein," war die Antwort: ich fab " Meine Mutter galt sehr viel im Haufe Rodenburgs" verseßte fie mit einem sehr bedeutsamen Blick auf den jepigen Amberg, welche zunächst den Rampf gegen die rechtmäßigen Träger dieses Namens. Natürlich, man hat jest vergeffen Da war Fräulein Lucie, diejenige, welche zunächst die besten Aussichten hatte, allein weder ihrer Aussichten roch ihrer Rechte fich völlig bewußt, auch weder im Stande oder Willens war, dieselben durch irgend welche strategischen Künste au vertheidigen oder zu befestigen. Da war die Familie Erben, nämlich die Nichte und die Neffen Rodenburg's ers öffnete und da war endlich Cordelia, welche gegen Amberg und die nächsten Verwandten Rodenburg's zugleich ge rüftet war. Und der alte Herr, welcher so von alen Seiten umschmeichelt und umwedelt wurde? Er gab sich nicht einmal die Mühe, über die Ursachen nachzudenken und den wahren Grund dieser Freundschaft und schmeichelhaften Aufmerksamkeit zu erforschen. fie mehrmals mit der Gutsherrschaft in der " wie angesehen Unsereins damals hier war." Kirche. " Ich erinnere mich Ihrer Frau Mutter sehr wohl," ant worte Ehrlich, fte sah damals Ihnen ähnlich, gnädiges Fräu lein, und man sagte, daß fie einmal bei Hefe gewesen, und rühmte an ihr besonders ihre feine Tournüre." ( Fortsetzung folgt.) allen tefter Für ab. ichni toniu fräfti 7. B Difia fich r erhal 18 ปี Herr boten bestel Des Bahr efenda canta er de und ofrates 10 30 路 Staat en f Blaine atifche Davo Lepte us dem Blain cf ein er enwa Bendel eding fas as rieben n Bo er b ltonf Stre Don Timpa Die Dir Formo Toffen ola bt bel no be II. Partes ent Grof bet D 14 bloffen briftlic Boraus Meitung Den bi tifd angel mergi nia". rm be beroo and be ebnt vatives en ben benes enüber wan n, went für bi fie thu 28 ontane Umständen für v. Sauß, sondern für v. Stauffen| berg zu stimmen, da Letterer bei der jüngsten Abstimmung über Verlängerung des Sozialistengefeßes nicht nur gegen die Verlängerung stimmte, sondern auch mit aller Entschiedenheit die fernere Aufrechterhaltung dieses Ausnahmegesezes verdammte. Ueberdies bietet die bekannte persönliche Ehrenbaftigkeit Stauffenbergs wohl Gewähr dafür, daß gerade dieser Abgeordnete an der nun einmal gewonnenen Ueberzeugung auch für die Zukunft festhalten wird. 11 Von dem Reichstagskandidaten Mar Kayser geht einem Leser der Voff. 3" folgendes Schreiben zu: Wollen Sie gefälligit in geeigneter Weise darauf aufmerksam zn machen, bag 1881 Stöder mit eigener Unterschrift in Dresden aufge fordert hat, den nationalliberalen Oberbürgermeister Dr. Stübel gegen Bebel zu wählen. Herr Stöcker war damals antisemiti scher Kandidat in Dresden und hatte ca. 2000 Stimmen. Diese 2000 Stimmen gaben den Ausschlag zu Gunsten Stübels gegen Bebel. Stöder unterschrieb damals, daß man alles daran seßen müsse, eine sozialistische Vertretung zu verhindern." a18 10 13 Lokales. g. Die Tariftafeln in der Rochstraße fordern noch immer den Spott der Bassanten hervor. Aber nicht nur das, fondern fte geben auch heute noch zu Jrrthümern Veranlassung, wie die täglich zu beobachtende Vermeidung der Passage durch die Rochstraße beweist, wenn ein mit den Verhältnissen unbetannter Baffant die Tariftafeln steht. Man sollte wenigftens ein Blakat mit der Aufschrift auf die Tafeln kleben: Tarif außer Kraft gesetzt." a. Ein musikalischer Dieb. Ein hiesiger Drehorgelspieler hatte am 1. D. Mts., Nachmittags, an der Ecke der Blumen- und Andreasstraße, seine ziemlich neue Drehorgel auf einen sogenannten Bock aufgestellt, um sich auf furze Zeit in die daselbst befindliche Destillation zu begeben. Als er nach etwa 10 Minuten wieder zurücklehrte, war die Drehorgel spurlos verschwunden, ohne daß es bis jest gelungen ist, den Dieb zu ermitteln. Die Drehorgel war mit der Nr. 520 versehen und hat einen Werth von 500 M. a. Die räumt ordentlich auf. Der KolonialwaarenKaufmann 2. in der Fürbringerstraße hat mehrere FilialGeschäfte in verschiedenen Stadtgegenden, in welchen eine von ihm engagirte Aufwärterin, Frau Hannemann, die Reinigung der Geschäftsräume täglich besorgt. Diese Frau hat nun seit längerer Zeit diese Geschäfte fortgesezt bestohlen, indem sie am frühen Morgen, während sie die Räume reinigte, fich Kolonialwaaren, Delitateffen, Wirthschaftsgegenstände aneignete und in einen von ihr mitgebrachten Korb steckte. Ihre Diebstäble führte Frau. stets in den neben den Läden liegenden Lager H. räumen aus, während die Kommis im Laden sich befanden. Bestern wurde von der Kriminalpolizei die Wohnung der .'schen Eheleute durchsucht und ein ganzes Waarenlager von Kolonial- und Materialwaaren vorgefunden und beschlagnahmt. Die H. ist heute zur Haft gebracht worden. Besuch in den Vormittags- und Abendstunden zu unterſtüßen. Bum Ausschant tommt das so beliebte Lagerbier der Norddeutschen Brauerei und zwar der s Liter für 15 Pf. und das dunkle würzige Pazenhofer Bier pro Pokal 15 Pf. Mit welchem Interesse sich die Arbeiter diesmal an der Wahl betheiligt haben, beweist ein Vorfall, der sich im 181. Wahlbezirt zugetragen hat. Daselbst wurde ein Arbeiter buchstäblich zur Wahlurne getragen, weil er so frant war, daß er die Treppen zum Wahllokal nicht ersteigen konnte. Er hatte zuerst seine Frau geschickt, um diese für ihn den wichtigen Aft vornehmen zu lassen. Als man die Frau jedoch abwies, brachten ihn seine Freunde in der beschriebenen Weise zum Wahllokal. Eine edle That vollbrachte am Dienstag gegen Abend ein junger Mediziner. Ein fleines vierjähriges Mädchen hatte fich von der Seite ihrer Mutter entfernt und war am Kupferfich von der Seite ihrer Mutter entfernt und war am Kupfergraben, gegenüber der Artilleriekaserne ins Wasser gestürzt; die Hilferufe der halbohnmächtigen Mutter zogen viele Neugierige herbei, welche rathlos am Ufer entlang liefen, um ein Boot zu requiriren. Da lam ein junger Mann aus der naheliegenden Frauenklinik und bahnte fich beherzt einen Weg durch die gaffende Menge. Ein Blick auf die händeringende Mutter, ein zweiter auf das mit dem Wellen lämpfende, bereits ganz erschöpfte Kind, ließen ihn sofort die Lage der Sache erfennen. Schnell entschlossen entledigte er fich seines Huts und Baletots, sprang mit elegantem Kopfsprung über das Geländer in die Tiefe, tauchte nach wenigen Sekunden mit dem halbtodten Rinde empor und schwamm, das Kind mit dem linken Arm aus dem Wasser haltend, unter dem Bravorufen der ZuArm aus dem Wasser haltend, unter dem Bravorufen der Zuschauer zur nächsten Treppe, woselbst ihm das Kind abgenommen wurde. Während sich alle um Mutter und Kind drängten, benutte er die Gelegenheit, fich unbemerkt in einer Droschke zu entfernen. Erst als die allgemeine Verwirrung fich gelegt hatte, entfernen. Erft als die allgemeine Verwirrung fich gelegt hatte, fragte man laut nach dem Namen des edlen Retters, der längst fragte man laut nach dem Namen des edlen Retters, der längst verschwunden war. Glücklicherweise befanden sich unter dem Publikum zwei Personen, darunter der Schreiber dieser Zeilen, die den Herrn persönlich kennen, und sei hiermit sein Name rühmend und ehrend genannt, es war der Cand. med. Eduard Windler. 0 Gerichts- Zeitung. liner Arbeiter- Vereins ist schon am folgenden Tage dem Vorfizenden des Vereins, Herrn Krebs, noch bevor derselbe eine Beschwerde eingereicht hatte, die folgende Buschrift Seitens des Herrn Polizei- Bräftdenten per Drdonnanz zugestellt worden: Berlin, den 5. November 1884. Euer Wohlgeboren theile ich hierdurch mit, daß ich aus den mir über die Auflösung der Versammlung des Berliner Arbeiter- Vereins am 4. d. Wits. in den Gratweil'schen Bierhallen, in welcher Sie den Vorfis ge= führt haben, erstatteten Bericht ersehen habe, daß der überwachende Beamte fich eine durchaus mißverständliche Anwendung des über die Handhabung des Auflösungsrechts gemäß §9 des Gefeßes über die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oftober 1878 erlaffenen Vorschriften hat zu Schulden kommen lassen, und ich Veranlassung nehmen werde, denselben von Amts wegen wegen des bedauerlichen Mißgriffs zu rettifiziren. Der Polizei- Präsident. v. Madai." Die 129 eingeschriebenen" Mitglieder des Berliner Arbeiter Vereins haben nun wenigstens die amtliche Bescheinigung, daß fie troß ihrer imponirenden Massenhaftigkeit die bestehende Weltordnung nicht umzustoßen beabsichtigen. Eine Versammlung der Fabritarbeiter fand am Sonntag, den 2. d. M. in der Waldemarstr. 75 statt. Trogdem nun in der Versammlung eine Resolution, laut welcher sich die Versammlung mit den veriesenen Statuten der Bentral- Krantenund Sterbekaffe der Fabritarbeiter und Arbeiterinnen( E. H.)" einverstanden erklärte, einstimmig angenommen wurde, so haben doch leider einige Mißverständnisse Plaz gegriffen. Um diese nun vollständig aufzuklären, fieht sich der Vorstand veranlaßt, abermals eine Versammlung einzuberufen, und zwar diesmal, um den Wünschen vieler Mitglieder gerecht zu werden, im Norden Berlins, im Lokale Brunnenstr. 29 Universum", zum Sonntag den 9. November, Vormittags 10 Uhr. In dieser Versammlung können Aufnahmescheine resp. ärztliche Untersuchungsscheine entgegengenommen werden. Es ist daher nothwendig, dbß alle Fabrikarbeiter_in dieser Versammlung zahlreich erscheinen. Gleichzeitig wird befannt gemacht, daß des Sonnabends Abends von 7 bis 10 Uhr und des Sonntags Vormittags von 9 bis 12 Uhr im Lokale des Herrn Stange, Andreasstraße 3, die Aufnahme neuer Mitglieder stattfindet, und werden vorzugsweise Diejenigen aufgefordert, zu erscheinen, welche Mitglieder der ,, Allg. FabrikArbeiter- Krankenkasse"( Drtskaffe) sind und ihren Beitritt zu der Bentraltaffe" bereits vor dem 1. November erklärt haben. Die späteren Aufnahmestellen werden noch bekannt gemacht. Der von 2000 Tischlern gewählte Gesellenausschuß der hiesigen Tischler- Innung ist von Seiten der Innung nicht bestätigt worden. Zur Aufklärung und zur Besprechung über die in Bukunft in dieser Angelegenheit einzunehmende Stellung wird von einem der Betheiligten eine General- Versammlung der Berliner Tischler zum Sonntag Vormittag nach Keller's Gesellschaftshaus, Andreasstraße 21, einberufen. Der Ausschuß, bestehend aus den Tischlern Klose, Künzel, Lenz, Rödel Stellmann wurde in der betreffenden Versammlung, welche unter der Leitung des Obermeisters Brandes stattfand, einstimmig gewählt. Eine höchst lehrreiche Entscheidung bezüglich der Frage, inwieweit durch Ausübung eines die öffentliche Ruhe störenden Gewerbebetriebes in ungebührlicher Weise ruheftörender Lärm verübt werden kann, wurde heute in der Straffache gegen den Molkereibefizer Bolle, Lügow- Ufer 31 vor der sechsten Straflammer hiesigen Landgerichts I getroffen. Auf die von der verwittw. Polizeidirektor Herrmann, von der Frau Generalin Clauftus und von dem Lieutenant a. D. Gerista erstattete Anzeige, daß durch den Betrieb der Bolle'schen Dampfpumpe ihre nächtliche Ruhe ge stört worden, wurde Herr Bolle durch polizeiliches Mandat wegen Verübung ruheftörenden Lärmes in ungebührlicher Weise in eine Strafe von 30 Mart genommen, und zwar war hierbei die Zeit vom 30. April bis 15. Mai d. J. in Frage ge= fommen. Gegen dieses Mandat erhob der Betroffene Wider spruch, und das hiesige Schöffengericht erkannte daraufhin unterm 5. Juli cr. auf Freisprechung des Angeklagten. Die Amtsanwalt schaft legte Berufung ein, auf welche heute die Sache zur umfaffenden Verhandlung und Entscheidung gelangte. Der Königliche Bau- Inspektor Stückradt, der in dem Nachbarhause des Angeklagten, Lüßow- Ufer 30 wohnt, deponirt etwa Folgen des: Der Angeklagte babe vor ca. 3 Jahren die landespolizeis liche Konzeffton zur Anlage eines Dampfteffels mit Dampfmaschine auf seinem Grundstück erhalten, ohne daß von den Nachbarn Einspruch erhoben worden wäre. Etwa Anfangs dieses Jahres habe der Angeklagte eine Anzahl Molkereiutenfilien, darunter eine Dampfpumpe angeschafft. Auf die Beschwerde der Nachbarn über das Geräusch dieser Dampfpumpe habe er dieselbe befichtigt und gefunden, daß dieselbe, abgesehen von ihrer sonstigen Unzweckmäßigkeit, durch den Bahnradbetrieb einen ungewöhnlichen Standal verursache. Auf seinen Rath habe der Angeklagte nicht nur sofort die Umänderung des Bahnrads in einen Treibriemenbetrieb angeordnet, sondern auch die fernere Benußung der Pumpe eingestellt. Als er etwa 4 Wochen später zu Hrn. Bolle tam, habe er bereits die empfohlenen Aenderungen vorgefunden. Nunmehr sei der Gang der Bumpe erheblich ruhiger gewesen, und habe er fich von der dicht an dem Nachbarhause legenden Wohnung der Frau Direktor Herrmann aus überzeugt, daß der Gang der Maschine zwar g. Wieder ist ein Knabe von einem Manne um das Geld beschwindelt worden, welches er von seiner Mutter zum Einkauf diverser Gegenstände erhalten hatte. Gestern Mittag gegen 12 Uhr trat ein noch nicht ermittelter Mann in der Schwedterstraße an einen 10 jährigen Knaben heran, welcher einen Korb auf dem Arme trug. Nachdem der Unbekannte erfahren, daß der Knabe 60 Pf. bei sich führte, versprach er ihm 1 Mr. zu schenken, wenn er zu einer in einem Hause an der Ede der Schwedter- und Templinerstraße wohnenden Frau geben, und von ihr zehn Mark und eine leere Brieftasche holen wollte. Den Namen der Frau, welche in dem betreffenden Hause im Gegensatz zu ähnlichen Schwindeleien auch wirklich wohnte, hatte der Mann auf einen Bettel geschrieben. Der Knabe war einfältig genug, dem Fremden auf dessen Wunsch die 60 Pf. in Verwahrung zu geben, worauf der Erstere fich in das Eckhaus begab. Die bezeichnete Frau, welche Niemandem weder zehn Mark noch eine leere Brieftasche schuldet, roch sofort den Braten und als sie mit dem Jungen auf die Straße trat, war natürlich der„ Gläubiger" verschwunden. Das Weinen, in welches der arme Junge aus brach, bewegte die Herzen der von dem Betrug in Kenntniß gefepten Paffanten und eine Rollette, an der sich auch die Dorerwähnte Frau betheiligte, brachte bald den Verlust auf. a. Aus Noth zum Diebe geworden. Der 20jährige Arbeiter Wilhelm Tiege wurde am 5. d. M. Vormittags am Halleschen Ufer unter der Ueberfahrtsbrücke der Anhalter Eisenbahn in eine gelbbraune Pferdedecke gehüllt von einem Schutz mann schlafend angetroffen und wegen Obdachlosigkeit zur nächsten Polizeiwache fiftirt. Da er sich hier über den rechtlichen Erwerb und Besiz der Decke nicht auszuweisen vermochte, so erfolgte seine Beförderung zur Kriminalpolizei. Bei seiner weiteren Vernehmung räumte er schließlich ein, die Decke vor etwa ichen und der Kleinbeerenstraße von einem einspännigen Arbeitswagen, welcher unbeaufsichtigt war, in der Absicht gestohlen im Freien gegen die Kälte zu schüßen. Bei der Eile, mit wel cher er beim Diebstahl babe handeln müſſen, habe er sich die Firma des Wagens nicht merken fönnen. Der Eigenthümer Der gestohlenen Pferdedecke, die sich auf dem hiesigen Kriminalfommiffariat befindet, konnte bis jetzt nicht ermittelt e prin t thun unfer Unter Unter Wabb Fürth rbeiter i einer en be Le n Anfight Stimm enigen Leinen artelen felbaft int ben ng ihm auerk Leife afterin 28 Her Dieje tur bit Lobelitt Sabr nberg Baiem Worte enn fic Brund te in t meb ng fo ntbre tionen Thema brad En ben atter Fab urgs" ebigen Beffen ant Fraw und ift zu werden. b. Der Kraftturner, Herr Bohlig, erschien am Mittboch Abend bei den Schwimmübungen der Eleven der Turnlehrer- Bildungsanstalt im Vittoria- Bade, um sich mit ihnen in zum Besten zu geben, für welche sich das Bassin noch als zu flein erwies. Auch die anderen Turner stellten ihr Licht nicht unter noch ein Geräusch verursache, welches aber kein ruheftörendes genannt werden konnte. Infolge der harten Mauersteine an den beiderseitigen Wänden sei der Schall der Bewegung nur ein etwas hellerer, als er sonst sein würde. Er habe wegen der unpraktischen Einrichtung der Pumpe und um des lieben Friedens willen dem Angeklagten den Rath ertheilt, die Bumpe ganz zu beseitigen und eine neuere Konstruktion anzuschaffen, deren Gang fast völlig geräuschlos ist, und sofort sei derselbe darauf eingegangen. Riffe an dem Hause Lützow- Ufer 30, die infolge des Geräusches entstanden sein sollen, habe er nicht wahrgenommen. In die vorhandenen Risse, die sich bei faſt allen Häusern finden, vermochte er kaum einen Millimeter tief einzubringen. Jn entgegengeseztem Sinne lauten die Aussagen der Beschwerdeführer. Nach denselben hätte sich das Getöse der Maschine seit Februar bis vor einigen Wochen gar nicht vermindert; das ganze Haus wäre davon erschüttert, die Möbel hätten an der Wand gezittert, das Waffer in den Behältnissen fich bewegt, fürchterliche Riffe in den Mauern waren eingetreten u. Dergl. mehr. Wieder anders lauten die Aussagen Otto, erntete den lebhafteſten Applaus des paradiestich geflei- Borbeifahren eines beladenen Wagens hervorgerufen wird. zweier Arbeiter des Angeklagten, die derselbe zur Beobachtung des Geräusches in das Nachbarhaus entsendet hatte. Dieselben haben nur ein Gesumme vernommen, wie es u. A. durch das Der Staatsanwalt beantragte Aufhebung des ersten Urtheils und Bestrafung des Angeklagten zu 30 Mt. ev. 3 Tagen Haft, weil derselbe den ruheftörenden Lärm unter allen Umständen hätte vermeiden müssen, wozu er ja, wie aus der Anschaffung seiner jeßigen Pumpe hervorgehe, sehr wohl in der Lage war. der Berufung, da in der fraglichen Beit schon die abgeänderte Bumpe funktionirt habe und der Lärm wohl nur in der weiblichen Phantafe in so erheblichem Maße beſtanden hätte. Der Gerichtshof erkannte auf Verwerfung der Be deten Auditoriums für seine Vorwärts- und Rückwärtssprünge, feine Ueberschläge und Barrierensprünge. Mittwoch und Sonnabend Abend gewährt das Schwimmbassin des Viktoriabades überhaupt einen interessanten Anblick. Bald sieht man eine Schaar erwachsener Leute als Schwimmschüler an Angel oder Leine, dann wieder vollführt ein Dußend Schwimmer Dauer Justizrath Dirksen plaidirt auf Verwerfung schwimmen in langer Linie hintereinander, hierauf werden Tauchübungen nach einer Gummipuppe veranstaltet und Sprünge aller Art ererzirt. Jeder dieser Eleven geht im Frühjahr als Schwimm- Apostel in seine Heimath. Herr Bohlig die meisten Leute wüschen sich überhaupt nicht ordentlich. Es I ganz im antifen Geiste, wenn er für regelmäßige falte und warme Bäder plaidirt, und wir könnten Wohlthäter gebrauchen, welche dem Volfe Freibäder bauten. Alhambra- Restaurant in den Viadukten der Stadtbahn Andreasstraße 6 ist, wie vor beinahe 2 Jahren von fast diese Verübung ruheſtörenden Lärms in ungebührlicher Weise allen Berliner Zeitungen prognostizirt wurde, eines der frequen geschehen sei. In Bezug darauf sei nun erwiesen, daß der Das rufung, also auf Freisprechung des Angeklagten. Er erachtet zwar auf Grund der Aussagen der vernommenen Zeugen für erwiesen, daß in der hier fraglichen Zeit durch den Gang der Dampfpumpe ruheftörender Lärm verübt worden ist, der den Betroffenen den Schlaf geraubt habe. Es frage fich aber, was für die Anwendung der Strafbestimmung nothwendig sei, ob Nachbarsleuten die nächtliche Ruhe herzustellen. Bei dem Vorhandensein einer solchen Abficht könne auch nicht einmal von ab. Beispielsweise sei daher hier nur mitgetheilt, daß durch Schnittlich im Laufe des Jahres für 25-30 000 M. Fleisch tonfumirt wird, während täglich 260 Mittagsgäste auf den fräftigen bürgerlichen Mittagstisch fest abonnirt find. Herr F. Borigli, dem ein ganz ausgezeichneter Ruf als Traiteur des Offizier- Raffino in Mühlhausen voranging, bat es verstanden dieselben schon auf andere( zivilrechtliche) Weise helfen müßten; fich nicht nur Gäste heranzuziehen, sondern sich dieselben auch zu erhalten. Durch die Möglichkeit eines billigen Abonnements von 18 M. für den ganzen Monat refp. 60 Pf. per Couvert, hat Herr Boriski auch den minder Bemittelten Gelegenheit ge boten ein fäftig zubereitetes aus vier verschiedenen Gerichten bestehendes Mittagsmahl zu fich zu nehmen. Die günstige Lage des Etablissements, daffelbe ist nur 1 Minute vom Schleftschen Bahnhofe entfernt, scheint nicht unwesentlich den überaus regen einer schuldbaren Fahrlässigkeit die Rede sein, welche eine Ungebühr rechtfertigen könnte. Wenn auch die Nachbarn nicht zu beneiden seien, so tönne doch ihretwegen ein durchaus berechtigter Gewerbebetrieb nicht untersagt werden, weshalb fich strafrechtlich könne hiergegen nicht eingeschritten werden. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. hr. In Bezug auf die am Dienstag erfolgte polizei liche Auflösung der öffentlichen Versamminng des BerAlgemeine Versammlung der Bildhauer und Stufateure Berlins. Mit dem 1. Dezember d. J. tritt das Krankenkaffengeset definitiv in Kraft und ist es daher äußerst nothwendig, daß sich jeder Kollege über die Mängel der Zwangskassen( später Ortskaffen) flat wird, dagegen die großen Vortheile der eingeschriebenen freien Hilfskaffen nochmals vor Augen führt. Aus dem Grunde findet am Sonntag, den 9. d. M., Vormittags 9 ein halb Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37, eine allgemeine Versamm lung aller Bildhauer und Stufateure statt. Da die Interessen der Arbeitgeber durch das Krankenkassengeset in empfindlicher Weise berührt werden, so ist die Anwesenheit der Herren ebenfalls dringend erwünscht. Der Verein Berl. Hausdiener hält am Montag, den 10. November 1884, Abends 9 Uhr, im Lokal des Hrn. Jordan, Neue Grünstr. 28, eine Generalversammlung ab. Tages- Drdnung: 1. Mittheilungen. 2. Abänderungen der Statuten. 3. Verschiedenes. 4. Fragelaften. Mitgliedskarte legitimirt. In der freireligiösen Gemeinde spricht am nächsten Sonntag, Vorm. 10 Uhr, Rosenthaler Str. 38 Herr Schäfer über das Verhältniß zwischen dem Ganzen und den Theilen. Zutritt steht Jedem frei. Der Fachverein der Nähmaschinenarbeiter und Berufsgenossen hält am Sonnabend den 8. d. M., Abends 8 ein halb Uhr, in Feuerstein's Tunnel, Alte Jakobstraße 75, Versammlung ab. T.- D.: 1. Associationsbericht. 2. Wahl eines Revisors. 3. Besprechung über das nächste Vereinsvergnügen. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Aquarium- und Panoptikum- Billets find beim Vorstand zu haben. Die Lohnkommission der Maurer und Zimmerer in Leipzig und Umgegend hat an die Herren Arbeitgeber ein Birkular erlassen, in welchem eine 10- stündige Arbeitszeit, sowie 35 Pf. Lohn pro Stunde gefordert und zugleich gebeten wird, diese Neuerungen am 1. April 1885 in Kraft treten zu lassen. Eine öffentliche Versammlung der Möbelpolirer für Kastenarbeit, findet am Montag den 10. Novbr., Abds. 8 Uhr, Grüner Weg 24, mit der Tagesordnung: 1. Bericht der LohnKommission, 2. Verschiedenes statt. Die Generalversammlung des Fachvereins der Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleger findet am Sonntag, den 9. November, Vormittags 10 Uhr, im Vereinslokale, Staliger straße 126, bei Wolff u. Krüger statt. T.- D.: 1) Berlesung des Protokolls. 2) halbjährlicher Kassenabschluß. 3) Neuwahl des Vorstandes und der Kommission. 4) Verschiedenes. Nur Mitgliedern ist der Zutritt gestattet. Quittungsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung halber ist zahlreiches Erscheinen bringend geboten. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Donnerstag, den 6. November. ( Ohne Gewähr!) 902 943 8 440( 300) 937 400( 300) 996 526 201 346( 500) 118 630 955 615 365 733 116 253( 300). 1195 417 94 209 300) 636 702 975 987 578 911 686( 300) 153 414 358 60( 500) 360 248 213. 2826 386( 3000) 668 178 648( 500) 588 629 990 292 511 842 471( 300) 391 75 320 945 604 805 654( 500) 7 883 440 104( 3000) 139 378 131. 3635 792 747 97 18 592 687( 1000) 741 640( 1000) 250 605 719 201 669 438 390 543( 300). 4650 15 397 906 618 881 828( 40 000) 179( 3000) 882 390( 300) 367 705 1 915 487 ( 3000) 544 165( 300) 143 269 199. 5414 158 918 257 175 290 376 184 705 121 561 585 364 97 547 210 60 829 73. 6597 317 465( 300) 63 509 585 562 135 249 987 776 608 468 741( 300) 501 425 518 265 812 735 220 196 985 605 689 61 106. 7250( 500) 247( 300) 563 394 230( 300) 720 522 672( 300) 708 89( 500) 901 819 593 508. 8522 891 696 108 360( 1000) 979 474 685 329 699 35 127( 300) 772 500 738 237 308. 9832 684 82 358 615 649 817 792 669 435 600 187 149 999 829( 500). 10402 327 517 853 540 407 779 597 393 30 439 433 152 701 184 642 501( 300) 985 717 375 696. 11534 766 75 190 368 236 150 941 390 491 997 321 858 42 642 837( 300) 788 358 428 601 931 707( 300) 654 138 979( 3000) 421 350 957. 12902 901 166 841 527 424 785 155 864 687 524 717 43( 500) 570( 3000) 682 476 8 349 958 908 865. 13658 247 602 23 753( 1000) 919 563 923 452 357 216 529 852 801 ( 1000) 245. 14577( 300) 809( 300) 663 679 886 500 866 378 435 473( 1000) 848 338. 15668 31 236 592 122 259 447 918 913 742 294 184( 300) 946 384( 1000) 260 13 547 258 126 550 969 195. 16562 18 68 51 885( 300) 399 173 747 284 201 574 306( 1000) 368( 3000) 179 832 967( 1000) 597 831 807 868 911( 000) 471 457. 17830( 5000) 450 240 66 533 621 33 123 927 832 995 546 851 399 94. 18540 43 455 397 41 212 816 781( 3000) 719 336 668 915 17 687 7 893( 500) 315 311 611 100 48 409 75 818. 19365 544 685 957 57 374( 3000) 603 768 672 907 617 102 237 690. 20632 647 740( 300) 283 333 252 818 296 156 619 187 ( 500) 2 328( 500) 928( 3000) 334 58 386. 21470 377 347 ( 300) 998 855 645 755 236( 500) 841( 300) 21 16 43 411 563 689 360( 300) 242 579 337 455( 300) 396 665 695 553 58 ( 500). 22103( 300) 760( 500) 35 106 482 321 40 911 885 ( 500) 820 176 668 947 546( 300) 127( 300) 91 611 453( 300) 490 375 730 90 373 457 206 185 179 104. 23301 31 910 797 129( 300) 890 283 997 126 251 399 183 225 535 175 996 169 719 737 921. 24714 915 390 88 982 156 928( 1000) 327( 300) 453 330 154 317 351 691 98 318( 300) 652 986 615 643 41. 25698 983 461 659 376 249 392( 300) 743 229 279( 1000) 730( 1000) 847 262 758 590 748 565 723( 300). 26058 82 475 582 700 996 555 699 282( 500) 939 157 899 771 57 613 895( 5000) 731 943 346 615( 300). 27749( 300) 501 790( 3000) 385 873 735 294 285 512 84 88 771 339 794 343 439 400( 300) 916 826 446 814 594 644 913 779 876 549. 28000 900 525 608( 300) 363 674( 1000) 504 380 552 286 887 392 231 720 746 9 907 772. 29115 437 570 627 183 948 ( 1000) 813 174 950 951 857( 3000) 399 970 408 803 261 93 442. 60948 814 601( 300) 202 143 669 908 882 757 353 191 317 783( 300) 634 369 329 466 664 432 168 778 904 180. 61371 264 876 271( 300) 818 82 838 502( 300) 451 83 317 597 652 646. 62646 83 318 688 376 382( 300) 565 320( 500) 832 26 463 403( 3000) 975( 300) 168 627 25 207 751. 63921 953 654 649 419 596 146 792 157 818 49 100( 1000) 685( 300) 554 977( 300) 63 805 398 613 891 647 105 827 89. 64474 714 600 989( 3000) 155 803 781 329 391 768 19 351 358 339( 1000) 777 637. 65198 80( 500) 306 882 375 8 33 544 250 68 71 66 803 599 742 416 923 678 338 268 419 190. 66842 448 38 153 781 171 77 313( 3000) 799 146 184 183 428 635 127 50 828 598 986( 300) 625 173( 1000) 917 580( 300) 768 67312 863 480 772 985 346 704 180 ( 300) 34 172 262 527 196 7 594 737. 68568 870 570 822 666( 300) 761 803 885 124 644( 500) 895 215 840( 300) 533 137 424 520 163 142 63 598 225( 3000). 69221 413 972 213 407 164 153 108 375 536 662 623 508 880 3 590 526 ( 1000) 572. 30439( 1000) 264 633 147 384 301 541 628( 300) 308 913 422 825 958 448 283 854( 300) 138 907 203 840 146 73 950 517. 31374 126 671 848 779 294 249 579 323 627 281 769 875 301 145 556( 300) 760 796( 300) 103 188 524 143 69. 32634 485 87 612( 1000) 791 738 176( 1000) 371 258 75 880 678( 5000) 446 240 150 269 473 969 836 13401. 33894( 500) 687( 1000) 64 720 542 829 340( 3000) 257 279 ( 3000) 328 71 737 787 680 747 872 407 907. 34642 109 166 304 581( 300) 82( 300) 791 559 667 264 925( 300) 851 293 310 836 557 207 145 239 517 768 422. 35000 716 330 247 ( 1000) 358 529 175 714 336 808 599 950 151 849 189 747 965 957( 300) 490 780 254( 1000) 90 827 720 441 60 820 94 955 190. 36579 506 857 202 661 533( 300) 419( 1000) 684 344 332( 3000) 428 266 126 848 69 406 793 274 771. 37567 493 612 521 721 716 947 764 6 494 499 610. 38599 596 958 764 119 821 825 246 687 514 210 660 653 275( 3000) 453 685 983 375 533. 39315 850( 300) 875( 300) 749 362 523 435 568 827 434 737 653 704 247 799 905( 3000) 618 536 372 863 687 293. 2. Klasse 171. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 6. November 1884. Nur bie Gewinne über 105 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 7 804 14 22 77 642 718 818 21 945 1019 26 79 170 284 334 64 478 89 510 38[ 120] 64[ 180] 752 61 816 929 2063 69 161 520 57 619 41 700 97 823[ 1201 901 94 3036 45 139 251 66 312 412 22 603 26 43 819 63 4015 28 144 63 240 407 604 50 822 38 54[ 120] 5075 104[ 120] 210 393 634 752 85 6017 183 526[ 150] 641 42 46 734 7213 345 90 519 86 636 69 738 838[ 180] 96[ 120] 945 8012 22 39 [ 150] 84 337 42 425 509 37 70 703 19 895[ 150] 9180 87 92 247 336 423 399 5673 785 10124 207 45 470 541 754 80 810 913 86 11068 325 492 507 627 766 809 37 79 12535 92 630 96 790 916 13157 218 98 505 23 32 657 802 92814120[ 180] 67 230[ 120] 372 433 541 70 848 947 15022 37 238 68[ 150] 316 20 450 64 505 31 55 78 733 800[ 120] 45 [ 120] 63 96 16035 40[ 180] 75 177 91 203 396 534 50 80 994 17042 83 195 386 558 59[ 240] 615 86 704[ 150] 13 18 18057 217 313 81 461 92 513 68 691 871 88 933 90 19119 73 80 265 408 519 24[ 120] 846 20025 121 56 96 241[ 120] 46[ 120] 731 35 62 863 80 84 972 21117 27 302 548[ 150] 653 815 52 905 35 41 22101[ 180] 66[ 150] 221 53 [ 120] 54 77 320 34 50 531 90 697 713 17 28 835 923 72 23148 64[ 150 283 508 48 611 46 718 27 836 78 909 61 24025 56 177 268 598 724 822[ 150] 928[ 1800] 38 25045 92 93 133 37 436 56[ 120] 579 88 625 718 46 61 91 816 41 995 26273 96 386 452 787 856 27034 80 286 96 432 40 74 689 701 [ 240] 49 66 855 77 92 28006 20 66 203 12 15 31 42 82 471 544 795[ 120] 802 29031 90 208 29 357 435 638 82 835 927 357 62 498 506[ 150] 87 88 681 709 46 866 32064 71 76 125 219 313 30152 53 74 312 46[ 180] 550 98 706 12 25 845 31030 33 34 283 30 42 424 539 617[ 120] 741 95 995 33070 187 269[ 180] 487 34009 116 318 437 540 75 947 59 86 35125 224 692 799 890 36001 14 15 27 76 292 378 653 58 805 37 42 638 927 39053 138 45 262 350 520 60 994 70994 908 19 878 720 288 405 137 566 736 342 588 734 327 1 44( 1000) 803 837 204. 71344( 300) 921 857 909 754 665( 1000) 912 795 85 214( 1000) 855 141( 300) 694 261 ( 500) 688 294 588 281 347. 72348 661( 500) 6 739 538 98 463 ( 300) 248 328 884 393 137 602 590 15 83 986 749 518 543. 73285 588 839 574( 500) 808 705 400 321 231 579 493 790 233 665 13 277 764 118( 300) 624 169 199( 1000) 595 172 552 393 528 780. 74950 156 504 704 748( 1000) 537 640 ( 1000) 808( 3000) 226( 300) 372 80 729 655 560 945 999 613 228( 500) 646 831 622 300 397 882. 75978 841 883 249 ( 300) 226 934 763( 500) 119 936 173 766 224 816( 300) 36 611 940 638( 300) 211 431 175 828 408 690. 76189 516 408 952 294 676 960 393 235 756 705 98 284 300 638 717 921 832( 500) 61 568 553 986( 500) 292 972 430 662 997 77325 464( 300) 345 460 333 769 909 203( 500) 907 416 632 492 296 523( 300) 221 844 287( 3000) 322 849 729( 300) 770 957 304 820 164 431 835. 78448 18 147 723 30( 1000) 374 512 881 44( 1000) 978 424 39 758 242( 3000). 79844 774 887 782 703 792 154 469( 300) 592 438( 300) 173 899 52 280 163 722 256( 500) 342 124 644 66 852 ( 1000) 656 873( 3000) 433 506 135 119. 779 919. Nr Nod 3 Frage Blätte titel, Stand 604 782 Blatte Artikel Sie m D gelftraf Diefen lichen 48 83 904 9 27 37036 38 183 522[ 120] 668 72 707[ 150] 60 850 58 86 76( 150) 619 727983 194 431 42 76[ 150] 619 747 969 40005 23 181[ 180] 240 450 795[ 120] 843 61 973[ 120] 41017 101 211[ 150] 336 49[ 12000] 481 824 42013[ 120] 99 115 69[ 150] 358[ 240] 83 839 66 43483 681 921 44068 140 306 448[ 120] 97 510 802 118 223 60 410 62[ 150] 99 522 613 17 47065 92 96 141 42[ 120] 216 45307 74[ 150] 90 428 97 507 25 36 91 765 894 902 21 33 46055 42[ 120] 408 30 33 35 562 80 88 629 74 851 909 48105[ 180] 39 214 77 96 301 93[ 120] 433 509 765 49063 106[ 180] 62[ 120] 289 93 471 539 [ 120] 627 34 712 58 876 98 50028[ 150] 67[ 120] 126[ 120] 82 205 56 626 38 794 922[ 240] 51004 10 22 26 55 67 71 81 388 502 3 655 722 86 817 970 52124 508 9 610 723 828 39 68 929 53025 168 302 469 503 582 750 62 866 81 54034 1201 88 113 250 336 400 15 506[ 120] 639 703 63 83[ 120] 872[ 180] 55024 209 13 359 75[ 120] 89 431 58[ 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712 636( 300) 529 356( 1000) 309 770( 3000) 155 732 983 838 368 140 57 808 977 866 106 260 914. 59816 522 459 204 328 517 457( 1000) 310 702 910 938 377 973 799 160 527 383( 3000) 841. Theater. Königliches Opernhaus: Freitag: Der Prophet. Königliches Schauſpielhaus: Freitag: Hans Lange. Deutsches Theater: Freitag: Die Neuvermählten. Der eingebildete Kranke. Bellealliance- Theater: 77 ihnen Stumpfe wie de thes be beritan Erfahr ahmung macht e Der Sc Die vo Wefen hält nä für die und ver zu richt Auftrag Daß die Verfügu ist natü rechtes Einklan daß dem der Den Grundla gehabt. gründet liebe geg Mittel d 427 36 45[ 120] 88 95 541[ 120] 656 70 724 59 87161 202 20 57 120 S5104( 120) 27 273-429 88 93[ 120] 519 938 58[ 1501 86319[ 120] 326 497 521[ 120] 45 693 859 950 88033 91 151 86 427 49 529.986 89151[ 180] 65 74 272 389 904 72 90098 199 326 35 81[ 150] 418[ 120] 23 36[ 6000] 64 556 630 91006 69[ 120] 100 229[ 180] 71 347 98 425 72 534 677 739 80 843 965[ 120 92037 324[ 180] 415 99 513 56 88 738 83 890 983 93017 171 329 7 671[ 180] 96 94106 85 290 93[ 180] 326 66 555 601[ 120] 30 759 86 800 90784 541 896 960 240 768 614 692( 3000) 57( 3000) 315 34 186 61 612( 500) 349 661 188 860( 300) 844 596 967 812. 91207 233 821 89 706 504 362 391 562 680 936 ( 300) 682 49. 92468 14 337 833 551 728-179 159 662( 300) 708 634 33 734 20 794 625 435. 93259 327( 300) 156 862 934 105 394 280 955 985 513 614 894 933 35 21 453 773 378 695( 300) 489 997 318( 300) 427 183 924 375 59. 94623 459 40 625 730 574( 1000) 922 678 557( 300) 219 552 180 462 362. 95817( 300) 485 433 622 276 347 226 268 133 687 900 245 716 606 725 701 200( 500) 854( 500) 785( 300) 710 834 559 573 223( 1000) 259 153 928 992 712 885 46 857 791 389. 96327 706( 1000) 9 479 624 142 179 ( 500) 953 570 431 695 866 176 530 806 725. 97132( 500) 880 282 766 51 486 711( 3000) 995 967 499 812 727 732 829 685 895( 3000). 98563 845 138 632 643 566 126 179 560( 3000) 223 394 891 745( 300) 633 532( 300) 758 180 935 687( 300). 9934 562( 500) 234 723 398 853 240 834 415 390 713( 300) 362 909 809 653. Freitag: 44. Gastspiel der königl. Hofschauspielerin Franzista Ellmenreich. Auf Verlangen: Bürgerlich und Romantisch. Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Freitag: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Freitag: Gilette. Oftend- Theater: Freitag: Madame Potiphar. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Freitag: Auftreten des Fräul. Anna Grünfeld. Sum 14. Male: Der Walzer- König. Gesangspoffe in 4 Atten D. W. Mannstädt, Muſik v. G. Steffens( Novität!) Freitag: Excelfior. Vittoria- Theater: Residenz- Theater: Borher: Ich bin Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Freitag: Bum 43. Male: Die Sirene. Wittwe Sonnabend: Bum 1. Male: Das Geheimniß des Herrn Marchese. Luftspiel in 3 Atten von Paclo Ferrari ( Novität.) Ballner Theater: Freitag: Bum 42. Male: Der Raub der Sabinerinnen. Neueste Nachrichten. Elberfeld, 6. November. Bei der heutigen Stichwahl erhielt arm 17 242, Fabri 11568 Stimmen, fomit Harm( Soz.) gewählt. Frankfurt a. M., 6. November. Bei der heutigen Stich wahl erhielt Sabor 12165, Sonnemann 10777 Stimmen somit Sabor( Soz) gewählt. Briefkasten der Reduktion. noch vo in jen haft eric ftimmun Brügelft wenn w nung na Die Freu dann nic mare, mi ganze D hinaus, forderlich jondern Da die ift für weil er d aber fein der Elt narchie b Fortbefte B. 20. Sie haben 14 tägige Ründigung zu beanspruchen Wenden Sie sich, wenn es nöthig sein sollte, an die Gewerbe deputation des Magistrats. Restaurant Alhambra. Stadtbahn- Viadukt. Andreas Strasse 6. Sehenswürdigkeit Berlins. Helles Lagerbier der Norddeutschen Brauerei Exquifites Papenhofer Kräftiger bürgerlicher Mittagstisch( 4 Gänge) im Abonnement Besonders empfehlenswerth jeden Donnerstag Abend: Eisbein mit Sauerkohl Allen Freunden und Bekannten 3. Nachr., d. m. Frau geb. Meißner v. e. fräftigen Jungen entbund. ift.[ 1230]. Bod. Arbeitsmarkt. 1229 Ein Gürtler verl. Fischer, Adalbertstr. 96. Ein junger Mann von Außerhalb, wünscht eine Stelle als Hausdiener, womöglich gleich, zu erfragen 1231 Schlesischestr 44 d. Behr. d. toutfenstädtisches Theater: Direktion: Josef Firmans. Freitag: 67. Gastspiel der Liliputaner. Zum ersten Male: Der böse Geist Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt, Bauberpoffe mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Joh. Neftroy. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Eine Berliner Nätherin. E. j. Mann, 23 J. alt, ſucht durch Leser v. Blattes Beich. zu erfragen Flottwellstr. 6 im Raffelotal. Boltsstück mit Gesang in 4 Abth. von Herm. Hersch, Mufit von Thed. Frante. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgeführt von aus 20 Mufilern bestehender Kapelle, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Ludwig Claufius. Anfang des Konzerts 7 Uhr, ber Borstellung 7% Uhr. General- Versammlung 1226 des Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavier- Arbeiter. Sonnabend, den 8. d. M., Abends 81%, Uhr, Kommandantenstr. 77-79, in Gratweil's Bierhallen( untere Saal). Tagesordnung: [ 1235 1 Liter 15 Bf. Botal 15 f 60 Bf. 60 Pf. Fr. Boritzki. Kranten- und Begräbnißtaffe der Steinungknopfarbeiter Berlins. Der Fam angestellt wenn er lichen Bi Lehrer er Intereffe Der erfter Wir fordern d. Mitgl. bierdurch auf, zwecks Aufstellung der Stammliste genau ihre Vor- und Zunamen, Geburtstag Jahr und Ort, sowie ihre Wohnung, beim betreffenden Kafftret bis zum 8. b. M. anzugeben. Gleichzeitig werden etwaige Restanten ersucht, ihre Stückstände bis dahin zu begleichen. Der Vorstand. 1. Statutenberathung. 2. Abrechnung vom legten Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragelanen. Der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes des Vereins, in der Versammlung pünktlich zu erscheinen. Außerdem find Werkstätten eingeladen, die dem Verein bis jetzt noch fern stehen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Den Mitgliedern zur Nachricht, das Quittungsbuch mitzubringen. Gäste find willkommen. Um pünktliches Erscheinen ersucht der Vorstand. Große Versammlung der Putzer Berlins. 1232 Außerordentliche Generalversamm lung der Maurer und Puzer Sonntag, den 9. November, Vormittags 11 Uhr im Saale des Herrn Altermann, Dennewigstraße. Tagesordnung: Rückblicke über unsere diesjährige Lohnverhältnisse. Referent Herr Stodmann. 1219 Berlins und Umgegend.lid am Sonntag, den 9. Novbr., in der Vittoriabrauerei, Lo ftraße 112 am Potsdamer Bahnhof. Tagesordnung: Ort faffen nnd freie Hilfskaffen. Was thun wir zum 1. Dezember. Referenten: Herr Reg.- Baumeister Regler u. Hr. Dietri 2. Der erste Dezember und seine Bedeutung für KrankenTaffen. Referent Herr J. Dietrich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht [ 1227] der Einberufer, C. Behrend, Steinmegftr. 58 Möbel-, Spiegelund 210 21113 Polsterwaaren- Magazin = eigener Fabrik von August Herold Berlin SO., Staligerstraße 112, Spd leuchteten Behnjähri Baslamp auf, dem Die Arm ichäftigte Sa meißt, ea Laß bich und Da fübr mel St Das gan Zifch fet 23affer. tan mie Arm Kommis „ Se Toentg?" „ Es 11. Ro. a Behn Sd SESS Tu baft Raffterer Den geh und gan Die Ban D, mie fich die fagte fte machen." zwischen der Manteuffel- und Mariannenstraße. Empfiehlt sein reichhaltiges Lager zu den solideften Ein- und Verkauf von alten Möbeln, auch wird jede im Tischlerfach vorkommende Arbeit verfertigt und ganze Wirthschaften werden aufpolirt. Preisen bei prompter Bedienung. Verantwortlicher Redacteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Maz Babing in Berlin sw., Beuthstraße 2. Stern eine Belles! D 1 serw 64 478 41 700 819 65 42 46 2 22 39 336 423 507 627 32 657 [ 120] 45 17042 81 461 1201 846 21117 221 53 64[ 150 598 724 1816 41 689 701 795[ 120] 3.34 283 219 313 604 7 782 B 805 37 50 58 86 350 520 1017 101 358( 240) 46055 120] 216 214 77 471 539 51004 08 9 610 54034 180 987 700 4 93 416 381 629 510 650 05 35 76 563171 248 321 577 610 06 11 74 3 585 48 323 585 513 612 506[ 120] 536 668 [ 180] 86 98[ 120] 709[ 240] 9-83082 5 355 411 319[ 120] 57( 120 529.986 D 91006 965[ 120 71 329 77 59 86 800 Stichwabl , fomit en Stich Stimmen nspruchen Bewerbe ki. Hufftellung Beburtstag Den Raffirer en etwaige eichen. rftand. Jamm Ber et, Lo ng: Dri Dietri fer, megftr. 58 Desember zin cafe. olideften wird erfertigt rt. me Bellas Nr. 185. I. Jahrg. Beilage zum Berliner Volksblatt. Noch einmal die körperliche Büchtigung in der Schule. Bu dem von uns vor einigen Tagen gebrachten, zu dieser Frage Stellung nehmenden Aufsatz aus den„ Demokratischen Blättern" erhalten wir von einem unserer Leser folgenden Artikel, der diese prinzipiell wichtige Frage von einem anderen Standpunkte aus beleuchtet. Wir lassen denselben hier folgen: Sie brachten vor einigen Tagen in Ihrem geschäßten Blatte einen den Demokratischen Blättern" entnommenen Artikel: ,, Die förperliche Züchtigung in der Schule." Bestatten Sie mir zu demselben einige Bemerkungen zu machen. Der Verfaffer besagten Artikels hat den Wunsch, die Prü gelstrafe aus unseren Schulen verbannt zu sehen. Sch theile diesen Wunsch, ich bin ebenfalls der Ansicht, daß die körperlichen Strafen mehr schaden denn nüßen, daß fie in den von ihnen Betroffenen das Chrgefühl vernichten und nur eine abStumpfende Wirkung erzielen. Mit der Art und Weise aber, wie der Verfaffer seine Sache vertritt, kann ich mich nicht einverstanden erklären. Statt einfach auf die hinsichtlich des Wer thes der Prügelstrafe in den verschiedenen Ländern gemachten Erfahrungen hinzuweisen und auf Grund derselben zu einer Nachahmung Osterreichs, der Schweiz, Frankreichs u. s. w. aufzufordern, der Schule zur Vollziehung der förperlichen Strafe zu bestreiten. Die von ihm angezogenen Beispiele beweisen, daß er von dem Wesen der öffentlichen Volksschule keinen Begriff hat. Er für die Auftraggeber und die Lehrer für deren Stellvertreter, und verlangt von diesen, daß sie sich nach den Wünschen jener zu richten haben; in Wahrheit aber ist der Staat der Auftraggeber und es kann daher keinem Zweifel unterliegen, daß die königliche Regierung zu Stettin zu der von ihr erlassenen Verfügung durchaus 3,, berechtigt" war. Eine ganz andere Frage ist natürlich die, ob der Staat bei Verleihung des Büchtigungsrechtes an die Schule sich mit den Ansichten des Volkes im Einklange befindet, und sollte der Verfasser des Glaubens sein, daß dem nicht so sei, so hätte er gestüßt auf die Prinzipien hält nämlich der Demokratie nach diesen zu urtheilen die Eltern diesen Gesichtspunkt zu betonen und zur Grundlage seiner Erörterungen und Forderungen zu machen gehabt. Ich weiß allerdings nicht, ob ein solcher Glaube begründet wäre. Denn so lange der Rohrstock und die Ruthe noch von der großen Masse der Eltern im Hause mit Vorliebe gegen ihre ,, unartigen" Kinder benust worden und Instrumenten ein nicht zu umgehendes in jenen Freitag, den 7. November 1884. Lokales. a. Dem in voriger Woche erschienenen Werke des Chefingenieur der Berliner Kanalisation Hobrecht über die Kanalisation in Berlin entnehmen wir dem Kapitel über den Betrieb folgende allgemein interessante Daten: Die gemauerten Kanäle find in Zwischenräumen von etwa 3 Wochen von den Betriebsarbeitern begangen worden, um den sich etwa ablagernden Sand nach den unteren Theilen der Kanäle in der Nähe der Pumpstation zu treiben, wo derselbe in der Regel allwöchentlich einmal, in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, herausgenommen wird. Da in Berlin noch vielfach die Sitte herrscht, Sand zum Scheuern 2c. zu benußen, besonders in Restaurationen, wo derselbe fuhrenweise gekauft und verbraucht wird, und da das Wirthschaftswasser aus sehr wichtigen sanitären Rücksichten ohne jeden Aufenthalt in Sentgruben den öffentlichen Leitungen zufließt, so geht auch der in dem Wirthschaftswasser häufig massenweise befindliche Sand ohne jeden Verzug in die Straßenleitungen und wird hier in der Nähe der Pumpstation, sobald er sich in hinreichender Menge abgelagert hat, herausgeholt. Der Sand lagert sich, da nirgends Sentgruben in den Straßentanälen fich befinden, auf der Sohle der letteren ab, wird durch das mit ziemlicher Schnelligkeit wegfließende Waffer vollständig von erkrementellen und anderen Bestandtheilen ausgespült und gelangt deshalb in der That geruchlos und ohne Beimischungen an die Oberfläche der Straße. Im Laufe des Jahres 1878 wurden 460 Kbm. Sand herausgehoben; das ergiebt pro Grundstück Abund Tag( inkl. Straßen und Pläge) ca. ½ Liter. lagerungen von Erkrementen in den Leitungen in irgend welchem nennenswerthen Maße find nirgends wahrgenommen worden. Es hat sich gezeigt, daß von den entferntesten Häusern des III. Radial- Systems die Erkremente in etwa 2 bis 3 Stunden nach der Pumpstation gelangen, wo fie fofort ohne jeden Borzug durch die Maschinen nach den Rieselfeldern geschafft werden; demnach haben die Erfremente, das Küchenund Wirthschaftswaffer, sobald sie das Kloset und die Ausgußbecken verlassen, in der Stadt nur einen Aufenthalt von durchschnittlich 1 Stunden. Klagen über üble Gerüche, welche den Kanälen entströmen sollten, traten zweimal auf. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß die Klagen wohlberechtigte, daß die Gerüche aber nicht den neuen Kanälen, sondern den alten, die durch die Kanalisation überflüssig geworden, entstiegen und nach der Verschüttung aufhörten. Störungen im Betriebe der Straßenleitungen find nicht vorgekommen; nur hin und wieder haben sich solche in den Anschlußleitungen mehrerer Grundstüde gezeigt, besonders in denjenigen, wo Mittel der Erziehung gesehen wird, so lange muß es zweifel- übermäßig viel Sand verbraucht ist, oder dort, wo die Ausgußhaft erscheinen, ob bei einer etwa vorgenommenen Volksabftimmung der Entscheid zu Gunsten der Verdrängung der Brügelstrafe aus den Schulen ausfallen würde. Aber selbst becken und Klosets zur Ausschüttung des Mülls benußt werden, oder wo aus schlecht verstandenen Sparsamteitsrücksichten durch Tenn wir annehmen, daß dem so wäre, so würde meiner Mei zeitweise Absperrung der Wafferleitung ein äußerst geringer nung nach auf Seiten der wahrhaft fortschrittlich Gesinnten die Freude doch feine sehr große fein fönnen, wenigstens denn nicht, menn jenes Resultat der Ausdrud von Gesinnungen wäre, wie sie dem Autor des beregten Artikels eigen find. Die ganze Quinteffenz desselben läuft nämlich auf das Bedauern hinaus, daß es nicht den Eltern allein anheimgegeben sei, er forderlichen Falles die Rolle von Prügel- Erekutoren zu spielen, sondern daß sich auch die Lehrer das Recht anmaßen, hie und da die Ruthe zu schwingen. Ein wirklich Freifinniger hingegen ift für die Abschaffung der Prügelstrafe ,, im Allgemeinen", weil er derselben depravirende Wirkungen zuschreibt; er fann aber fein Interesse dafür haben, daß das dualistische Regime der Eltern und Lehrer" beseitigt werde zum Besten der Monarchie der alleinseligmachenden" Eltern. Ja er wird das Fortbestehen des heutigen Zustandes der Wiederauferstehung Der Familien Oberherrlichkeit vorziehen, und er würde sogar wenn er vor die Wahl gestellt wäre, ob er nur dem staatlich angestellten Lehrer, oder nur den Eltern das Recht der förperLehrer erklären müssen. In dem Maße, als die öffentlichen Sntereffen den privaten vorgehen, verdienen auch die Drgane der ersteren den Vorzug vor denen der letzteren." Ein armer Kommis. ( Chambers Journal.) I. Spät an einem Herbstabend stand in einer schlecht erleuchteten Straße der alten City von London ein etwa achtzehnjähriges Mädchen und wartete. Unter einer der wenigen Gaslampen tauchte endlich die Gestalt eines alten Mannes Wasserverbrauch stattgefunden hat. N. Der Rohbau des Königlichen Museums für Völkerfunde in der Königgrägerstraße ist, wie uns geschrieben wird, nunmehr vollendet, während im Innern eine überaus rege Thätigkeit herrscht. In Anbetracht der Erhaltung der kostbaren. Sammlungen erscheint die Fertigstellung dieses Tempels der Wissenschaft aller Wissenschaften, der Wissenschaft vom Menschen bringend geboten. Troß dieser regen Thätigkeit dürfte der e 1 1. Jahrgang. Bestimmung, anzuregen und zu belehren, wieder übergeben werden kann. Auch das städtische Arbeitshaus in Rummelsburg hat seine wilden Männer" unter den demselben überwiesenen Detinenden, die der Verwaltung ebensoviel Sorge machen als die Simulanten in Dalldorf. Es sind dies bestrafte Verbrecher, deren Geschäft momentan schlecht ging, die dann, beim Betteln oder Vagabundiren ertappt, in das Arbeitshaus gesperrt werden und nun Tag und Nacht darüber nachsinnen, wie sie aus demselben wieder entkommen. Einer dieser Biedermänner, der auch den Namen Biedermann führt, dessen Vorbestrafungs- und Rezeptionsaften aber allein eine kleine Registratur ausfüllen, war im Arbeitshause beim Holzzerkleinern beschäftigt. Da ihm diese Arbeit bei seiner nahezu herkulischen Körperkraft zu leicht war, bat er kürzlich den die Arbeit vertheilenden Inspektor um andere Arbeit, namentlich als sog. Korbträger. Weil dem Beamten dies auffiel, richtete er an den Bittsteller die Frage: Du willst gewiß das fünfte Mal durchbrennen?" Als ihm Biedermann aber das feste Versprechen gab, dies nicht zu beabsichtigen, und es an fräftigen Leuten zu der Arbeit fehlte, wurde er eingestellt. Die Korbträger", welche nur innerhalb der Anstalt beschäftigt find, müssen häufig kurze Zeit unbeaufsichtigt gelassen werden, und so kam es denn, daß kurz nach der Einstellung Biedermann auf bisher unaufgeklärte Weise spurlos aus der Anstalt verschwand, ohne bis jetzt ein Lebenszeichen von sich zu geben. Ein anderer Häusling, der Arbeiter Werth, welcher bereits im Frühjahr aus der Anstalt entflohen war, aber sofort bei einem Einbruch in die Stralauer Anglerbuden wieder ergriffen und zurückgebracht worden war, sollte vor einigen Tagen nach dem Gerichtsgebäude in Moabit geführt und dort vor der Straffammer wegen schweren Diebstahls verurtheilt werden. Wendt ging in Begleitung des Transporteurs ruhig von Rummelsburg ab. In Moabit aber kam der Transporteur allein an, Wendt war unterwegs entsprungen. Wendt und Biedermann sind ebenso gewandte Diebe wie Ausbrecher und haben eine bedeutende Bekanntschaft in der hiesigen Verbrecherwelt, so daß es wohl eine Zeitlang dauern wird, bevor es gelingt, sie unschädlich zu machen. g. Die Polizeibehörden sind auf ein Konsortium von | Einbrechern aufmerksam gemacht worden, welches sich ausschließlich auf die Beraubung von Apotheken gelegt hat. Seit Mitte August find in furzer Zwischenfolge in Freienwalde, Friedeberg 2c. und zulegt in der Nacht zum 26. v. M. die Apotheke in Byrig mit einem Einbruchsdiebstahl bedacht worden. Um fich von den Lokalitäten der zu einem Einbruch außersehenen Apotheke genügende Kenntniß zu verschaffen, pflegt einer de Einbrecher die Apotheke am Tage vorher zu betreten, um ein Kleinigkeit zu laufen. In Berlin und in größeren Städter haben die Apothekenbefizer diese unerwünschten nächtlichen Besuche weniger zu gewärtigen, weil hier stets einer oder mehrere der Apothekergehülfen die Nachtwache haben. N. Gänsediebe machen seit Eintritt der fälteren Jahreszeit wieder die Umgegend Berlins unsicher. In dem benachbarten Rigdorf find allein im Laufe der legten Tage drei der artige Diebstähle und zwar überall mit großem Erfolge in Szene gesezt worden. Die Diebe, die augenscheinlich vollständig organisirt zu arbeiten scheinen, haben einem dort in der Ber linerstraße Kohlenhändler, Umzug aus dem sogenannten neuen Muſeum am Zuñigarten, Bäjchner jämmtliche Gänse, uno Tomie tinem better wo jest außer einigen Zweigabtheilungen die außerordentlich werthvollen und reichhaltigen ethnologischen Sammlungen eng zusammengestaut aufbewahrt werden, wohl erst im nächsten Sabre stattfinden können. Ueber die Raumeintheilung hören wir das Folgende: Jm Erdgeschoß wird in der Front der Königgrägerstraße die jezt im Kunstgewerbe- Museum ausgestellte Schliemann- Sammlung, der Herr Dr. Schliemann große Bereicherungen zugedacht hat, ihren Plaz finden. Daran wird fich die ethnologische und prähistorische Sammlung schließen. Die oberen Stockwerke, zu denen eine breite Treppe von der Rotunde hinaufführt, gehören der ethnologischen Sammlung. Ueber der Rotunde wird eine große Aula hergerichtet für wissenschaftliche Vorlesungen und die Sigung wissenschaftlicher Gesellschaften. Möge ein gütiges Geschick baldige Vollendung dieses Heims der Wissenschaft gewähren, damit die nun schon über vier Jahre geschloffene Sammlung baldmöglichst ihrer ,, Du bist müde, Kind, geh' schlafen. Ich kann meinen Weg zu Bett auch ohne dich finden." Willst du denn noch aufbleiben, Großvater." Eine kleine Weile, Rahel." Das Mädchen füßte den Alten liebevoll, stellte dann einen Nachtleuchter auf den Tisch and verließ das Zimmer. Als fie gegangen war, fam eine merkwürdige Veränderung über den Mann. Sein Geficht belebte sich, sein ganzes Aussehen wurde jünger. Einen Augenblic stand er horchend in Tauben gestohlen. Eine Ermahnung zur Vorsicht, dürfte sehr wohl am Blaze sein. g. Zu dem bedeutenden Einbruchsdiebstahl in der Wohnung des Maurermeisters Schmidt in Lübben fahren wir noch, daß außer dem erheblichen Geldbetrage a 100, 50 und 20- Markscheinen und Doppelkronen eine Anz von Werthgegenständen gestohlen worden sind, und zwar goldene Damenuhr mit farbigem Rosenbouquet auf der Rü feite, 2 goldene Uhrketten, i Halskette aus Golddraht flochten mit goldenem Kreuz, 1 schwarzemaillirter Goldschm bestehend aus Armband, Ohrringen und Broche, 2 gold Medaillons mit schwarzer Emaille, 1 goldener Damenfie ring, 5 goldene Trauringe. Der Verdacht, den Einbr diebstahl ausgeführt zu haben, richtet sich nach den den Po behörden gegebenen Angaben auf eine Person, welche 18. Dttober cr. in der Schänke eines benachbarten Orts ein Uhrendiebstahl ausgeführt hat. Dieser Mann befindet sich bärmlichen Hause wohnt. Wenn einer fünfhundert Pf jährliche Einnahme hat, braucht er sich nicht so eir schränken." Fünfhundert Pfund! Rahel wußte nicht, was sie aus Jünglings Worten machen sollte. Sagen Sie mir noch eins, Herr Walter, wenn Sie einen Augenblick Zeit haben. Weshalb kommt mein G vater jeden Abend so spät aus dem Kontor? Es immer zehn, manchmal elf, bisweilen selbst zwölf Uhr, el auf, dem die Harrende ungeduldig entgegenging. Er bewegte der Mitte des Raumes. Er vernahm keinen Laut. Er zündete heimtömmt." Die Arme in der Luft, als ob ein Gedante ihn lebhaft beichäftigte. Wie spät du wieder kommst!" sprach ste. Ja, Rabel, mein Kind. Ich tomme immer spät. das Nachtlicht an, blies die Lampe aus und ging geräuschlos die alte Treppe hinauf. Darauf betrat er, stets vorsichtig lauschend, sein Schlafzimmer und schloß die Thür hinter sich. Aus einem Schrank nahm er einen dicken, langen Ueberrock. weißt, es ist in den legten fünfzig Jahren stets so gewesen. Diesen zog er an; er hüllte ihn so vollständig ein, daß nur Laß dich das nicht fümmern!" und führte ihn in die ärmliche Wohnung. Ein tienener Tisch, Das Mädchen legte seinen Arm in den des alten Mannes el Stühle ohne Lehnen und ein Großvaterstuhl bildeten Das ganze Hausgeräth. Das Abendessen, das Rabel auf den Zisch fette, bestand nur aus Brot, Käse und einem Krug mit 23affer. Warum find wir nur so arm?" fragte Rahel plöglich. der Kopf herausschaute. Eine große Pelzmüße Stülpte er über Augenbrauen und Dhren. Dann nahm er eine Blendlaterne, die er sorgfällig puzte, anzündete und schloß. Er brachte darauf das Bettzeug in Unordnung, machte das Licht aus und verließ das Zimmer. Als er auf die Straße trat, schlug es Mitternacht. Wohin mochte er gehen? Als Rahel am andern Morgen aufstand, wunderte sie sich nicht, den Alten schon ausgegangen zu finden. Es war dies etwas, das fte schon oft erlebt. Sie nahm an, daß wichtige wie Armytage u. Ko., wo du nun schon über fünfzig Jahr Geschäfte des Hauses, das ihn beschäftigte, ihn abgerufen. Sie Kommis bist, dir ein so geringes Gehalt zahlt?" Teenig?" Bering? Jit denn fünfzehn Schilling wöchentlich ,, Run, mir fommt es nur sehr mäßig vor." 11. Ro. auf ihren Knien für ein wöchentliches Gehalt von fünfEs giebt viele Kommis in dieser Stadt, die Armytage Ben Schilling danken würden." Du baft es oft gesagt, daß Armytage u. Komp. Dir, ibrem Raffterer, ihr ganzes Vertrauen schenken. Tousende von PfunDen gehen jährlich durch deine Hände, Haufen von Banknoten Wohl feinen, der einem Hause so lange gedient wie du. Die Bant gebracht trat ans Fenster und, es öffnend, rief sie hinaus:„, Guten Morgen, Herr Walter!" Buten Morgen, Fräulein Rahel," war die Antwort eines jungen Mannes, der auf ihr Haus zuging. ,, Kommen Sie vom Kontor?" Ja, ich mache meine Rundgänge. Ich dachte, ich könnte wohl bei Ihnen mit vorsprechen, und sehen, wie es Ihnen geht." Sehr gütig. Wollen Sie nicht näher treten? Der junge Mann ließ sich nicht zweimal bitten. Bald faßen fie nebeneinander vor dem Feuer. Im Laufe des Ge und ganze Beutel voll blanker Sovereigns hast du für fie in sprächs, das sich zwischen ihnen entspann, äußerte Rahel: D, wie fte glänzen, wie fie schimmern!" Er stand auf, rieb " Das ist wahr, ganze Beutel voll blanker Sovereigns! fich die Hände und ging lebhaft im Zimmer auf und ab. D, wenn doch nur einige dieser Sovereigns unser wären!" fagte fie. machen." Wie kommst du auf den Gedanken, Mädchen?" Weil ich fie brauche, dir das Leben bequemer zu ,, Sagen Sie mir doch, wie es kommt, daß mein Großvater, der dem Hause Armytage u. Ko. so lange Jahre dient, ein so erbärmliches Gehalt bezieht?" Erbärmlich? Ich nenne es fürstlich. Wäre mein Gehalt nur halb so groß wie das ist, welches Ihr Großvater bezieht, ich würde morgen um Ihre Hand bitten. ,, Scherzen Sie nicht." " Sch rede im vollsten Ernst. Mich wundert nur, daß Ihr Großvater, Ben Braun, bei seinem Gehalt in einem so er Niemand bleibt bei uns länger als bis sechs." " Niemand, auch Großvater nicht?" Das weiß keiner. Er ist stets der lezte. Er schlief Kontor. Er ist erster Schazmeister. Er sieht nach So ist es seit Jahren gewesen." Das Verschließen der Gelder fann ihn aber do von sechs bis zehn in Anspruch nehmen?" Da steckt das Geheimniß." Großvater geht auch öfter um fünf Uhr Morge So früh fann er doch im Geschäft nichts zu thun finde Rein Mensch weiß, wann er kommt. Wenn Kontor treten, finden wir ihn stets auf seinem gewoh Ich möchte fast meinen Kollegen recht geben, welche daß sein Geist das Geschäft die ganze Nacht umschr war. Herr Walter ging, da er schon fast zu lange Als er spät am Tage in das Geschäft zurückke er Ben, wie immer, mit großen Kassenbüchern vor Blätter er eifrig umwendete. Gegen sechs Uhr Abent fich die anderen Kommis zum Aufbruch, Ben allein seinem Posten. Walter trat zu Bens Pult und sagt munteren Weise: ,, Gute Nacht, Herr Ben. Sie so daß alles in Sicherheit ist, wie?" " Natürlich; gute Nacht, Herr Walter." Mich wundert, daß Sie noch sehen können." Es ist freilich ziemlich dunkel und das Gerü Hause macht es noch dunkler. Was ist denn das für ein Geräusch?" ,, Jrgend ein Arbeiter, der sich verspätet hat." Wollen Sie gefälligst nachsehen, ob auch Je verlassen?" Ich will es thun." Damit ging er. Unterwegs fiel ihm sein Rahel ein. Wie, dachte er, wenn ich den Alt Er schlug die Hausthür laut zu, schlich sich رام 4 201 574 806( 1000) 368( 3000) 179 82 tartes, breues Geficht. It, on $ 1 807 808 21( 0042 Die a rug er zurückgefämmt; im Uebrigen fiel er durch B. 62 feinen finfreren Gefichtsausdruck auf. Er trug einen langen, 5 39 Dunklen Butelin- Rod mit Taille, unter welchem eine helle Uhrkette fichtbar war. Vor dem Anlauf der gestohlenen Sachen ist gewarnt worden. 5 B1 41 58 30 04 10 10 65 55 44 93 58 53 23 20 getl.: ga Wet te doch nu schon nich jerne feiere, jehe ich denn natierlich Arbeet suchen un loofe per Zufall mit Eden zusammen, wat' n juter Bekennter von mir is. Vors: Sie müssen über die Persönlichkeit dieses Bekannten nähere Angaben machen, wenn anders Ihren Worten geglaubt werden foll. Angell. Wo fann id die ville Menschen bei ihre sämtliche Namens in' n Kopp haben, mit die unsereens bekennt wird. Sowat derf mir feener anmuthen find. Vors. Nun gut, Sie wollen oder können über den Unbekannten keine weiteren Angaben machen. Was begab sich nun? Angefl.: Wir zwitscherten' n paar Nordlichter, wie' t bei sone Anjelejenheet doch Mode is; un wie er denn hörte, det et mir jerade ' n bißten mies jehen daht, spendierte er ooch noch' n derben Happen- Pappen. Vors. Nun gut; was ereignete sich nach dem Frühstück? Angell: Wie wir noch bei' t Bräpeln find, id verpuge ferade' n rechten scheenen Sechserteese - hoch feudal schnabelierten wir, sage id Ihnen, meent er denn, id soll' mal in det Haus nach Arbeet anfragen. Jd blase denn ooch janz ieschwinde noch eenen von' n Thurm un ziehe los. Wie ich aber in de Hausdühre komme, quaffelt mir ooch all son richtiger Fajabunde an, indem er meent, det er ganz fallibarisch hinken dähte, wo ick r. Die gegenwärtige vorgerückte Jahreszeit macht sich in besonders auffälliger Weise bemerkbar bei den hiesigen Königlichen Leihämtern. Der Andrang zu den Einlösungsftellen ist gegenwärtig ein ganz enormer. An einzelnen Tagen werden 600-800 Pfandstücke eingelöst, meist Kleidungsstücke für den Winter. In den letzten Tagen hat dieser Andrang noch zugenommen wegen der in diesem Monate stattfindenden Auktionen der Pfänder aus den Monaten Juli, August, Seps tember 1883, von denen viele noch vor der Auftion prolongitt werden. Leider ist für die Abfertigung des Publikums bei Weitem nicht in ausreichendem Maße Vorsorge getroffen, und wer auf einer Pfandeinlösung der hiesigen Leihämter zu thun hat, muß sich auf einen Aufenthalt von 1 bis 2 Stunden vorbereiten. Diese Beitversäumniß fällt bei vielen fleinen Leuten schwer ins Gewicht und wenn man die 12 Prozent Zinsen pro Jahr, welche die Röniglichen Leihämter für die gewährten Darlehne nehmen, hinzurechnet, so ergiebt sich, daß die gegen absolut sichere Pfänder gewährten Darlehne noch immer recht boch direkt und indirekt verzinst werden müssen. Aber der Berliner betrachtet alle folche Dinge vom Standpunkte seiner humoristischen Anschauung. Eingefeilt in die drangvoll fürchterliche Enge des Leihamtes macht er nach zweistündigem Worten seinem gepreßten Herzen durch den geflügelten Buruf an den abfertigenden Beamten Luft: Na wiffen Se, nu sputen Se fich aber' n Bisken, sonst muß ich meinen Pfandfchein gleich noch mal verlängern!" g. Ein selten vorkommender Steckbrief ist gewiß jener, welcher vor einigen Tagen hinter den Arbeiter Christian Gottlieb Manns aus Mohrin erlassen worden ist. M. hat sich des unberechtigten Krebsens zur Nachtzeit mit Fadelbeleuchtung schuldig gemacht und ist flüchtig geworden. N. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete fich gestern Nachmittag in der vierten Stunde auf dem Grundstüd Wil helmstraße 29. In einem dort die Tiefe des Grundstücks einnehmenden Garten war ein Arbeiter Magkus mit dem Ausschneiden eines Nußbaumes beschäftigt. Hierbei hatte sich M. bis in die Krone des Baumes begeben, als plöglich einer der Aleste brach und M. aus der nicht unbeträchtlichen Höhe stürzte. M. erlitt bei dem Fall eine so schwere Verlegung der Wirbelfäule, daß er sofort in ein Krankenhaus geschafft werden mußte. N. Feuer- Alarm führte gestern Abend gegen 9 Ubr stärkere Abtheilungen unserer Feuerwehr nach dem Grundstücke Gerichtstraße 42. In der dort belegenen Tischlerei von Müller war durch Herabfallen einer Petroleumlampe ein Fußbodenbrano entstanden, der beim Eintreffen der Feuerwehr zum größten Theile bereits durch Hausbewohner gelöscht war. Die Mannschaft hatte nur kurze Zeit mit Aufräumungsarbeiten zu thun. Belle- Alliance- Theater. Durch eine plößliche Unpäßlichkeit der Frau Franziska Ellmenreich konnte die am Montag angekündigte Aufführung von„ Die bezähmte Widerspänstige" nicht stattfinden. Um nun den zahlreichen Verehrern der liebenswürdigen Künstlerin Gelegenheit zu geben, sie in dieser Meisterleistung zu bewundern, soll das Lustspiel am Sonnabend und Montag zur Aufführung gelangen und die Première des Schauspiels Jdera" erst am Dienstag sein. Am Sonntag tritt Franziska Ellmenreich noch einmal in„ Bürgerlich und Romantisch" auf. Gerichts- Zeitung. Merkwürdiges Pech. Aus der Haft vorgeführt, erscheint ber 21 Jahre alte Steinfeger Bernhard Gustav Rümpsch auf Der Antlagebank, der es sich dortselbst in der ungenirtesten Weise bequem macht und dann die im Zuhörerraum anwesenben Personen eingehend mustert. Vors.: Sie sind des Diebstahls im wiederholten Rückfalle beschuldigt, und ich möchte Ihnen zu einem offenen Geständniß rathen, da Sie nur in biesem Falle auf eine milde Beurtheilung rechnen können. Der Sachverhalt ist außerdem ein so überaus klarer, daß es Bunder nehmen muß, wenn Sie troßdem so hartnäckig leugen. Angell: Jd bin mir int jeringste janischt von sowat Vors.: ewußt un fann meine Aussage uf' n Eid nehmen. Sie wnrden doch aber im Befige des gestohlenen Gutes, und var auf dem Boden eines Ihnen ganz fremden Hauses genden, wohin Sie fich doch offenbar vor Ihren Verfolgern Flüchtet hatten. Wie wollen Sie diesen auffälligen Umstand lären? Angell.: Det soll allens stimmen, Herr Jerichtsdie Sache is aber die, det mir son miserablichtet Indifium rinjelegt hat, wat doch nu schon jang jewiß nich mehr ch is. Vors.: Drücken Sie sich deutlicher aus. An reppe zurück nach einer Stelle, die ihm einen Einblick in das mmer gestattete, wo Ben arbeitete. Das erste, was er hörte, war ein Schritt auf dem Flur, vom Hofe führte. Er sprang aus seinem Versteck auf stand einem langen Menschen gegenüber, der wie ein urer gekleidet war und in der Hand einen Sack mit Werktrug. ,, D, Jon Grimrood, seid Ihr es?" Der Mann, der tropig und herausfordernd aussah, ant ete barsch: Ja, ich bins, mit Verlaub." Seid Ihr der legte?" Es ist teiner mehr auf dem Gerüst, wenn Sie das wiffen n. Gute Nacht." Balter fehrte auf seinen Beobachtungsposten zurüd. Er Ben nicht mehr über seinen Büchern fizen. Die Bücher bei Seite gelegt. An ihrer Stelle lag ein Haufen Goldſtüde. er Alte befühlte die Sovereigns mit seinen mageren 1, als ob er fie lieblofte; er zählte sie wiederholt; dann fie in Säulen auf der einen Seite auf und begann Säde zu leeren. Er sab aus wie ein habgieriger nniger und wie ein Raubthier. 8 Geheimniß über Ben Braun war also gelöst. Rahels ter war ein Geizhals. ter verließ seinen Bosten und wanderte heim. ät es auch geworden, machte er doch den Umweg emliche Straße, in der Rahel wohnte. Er fand fte hür ihres Hauses wartend. Walter find Sie es?" rief ste ihm entgegen. wäre Großvater." fürchte, der wird so bald noch nicht kommen." ären Sie mir, weshalb nicht." verließ ihn sehr beschäftigt." Besorgungen des Hauses?" denn vor vier Sute det Bädsken int oberste Stoc abjeben sollte, un idk ihm den Jefallen natierlich ooch daht. Vors.: Dann haben Sie in der That viel Mißgeschick gehabt, wenn Ihnen der verfolgte Dieb die Beute so geschickt in die Hände spielte, daß Sie anstatt seiner ergriffen wurden. Warum entledigten Sie sich aber nun nicht des erhaltenen Auftrages? Angell.: Wer etliche paar Mal bestraft jeworden is, Herr Je richtshof, der kennt nu schon janz jewiß sonen Rummel. Id richtshof, der kennt nu schon janz jewiß sonen Rummel. Jd bin noch nich uf de erschte Stufe ruf, wo' t'n mächtijen Krach jeben daht, un ick voch jewahre, det mir die Brieder janz dichte uf de Pelle find. Id nich faul rafsele de Stufen hoch, indem kaffe zur Last, indem er sich der Ausführung der Vertheid gung anfchlog. Rybnit.( Unschuldig verurtheilt.) Der Sohn einer hi figen achtbaren Familie, welcher in Sosnowiee ein schwung volles Handwerk betreibt, wurde zu Pfingsten dieses Jahre von einem seiner Gesellen bestohlen, und zwar entwendete ihm derselbe außer 12 Rubel baarem Gelde zwei Paar neue Anzüg und einen Winterüberzieher, somie außerdem seinen Auslands paß. Die gestohlenen Gegenstände fonnten ebensowenig, wie der Dieb selbst eruirt werden. Die Geschichte war bereits ver geffen, als dieselbe ein Nachspiel erhielt. Der betreffende Ge felle hatte sich nach Preußen begeben, jedoch einen falschen Namen angenommen und zwar den Namen des in Sosnowice Bestohlenen, was ihm um so eher möglich war, da er deſſen Baß besaß. Seinen richtigen Namen fannte an seinem neue Aufenthaltsorte Niemand. Es dauerte nicht lange, so beging der Abenteurer einen neuen Diebstahl und verschwand alsdann vom Thatvrte. Die Staatsanwaltschaft erließ, wie di Königsb. Btg." berichtet, alsbald einen Steckbrief, jeba natürlich unter demjenigen Namen, unter welchem der ang finger bekannt war. Der eigentliche Träger dieses Namens erfuhr hiervon nichts, weil er eben im Auslande lebte. Um größer sollte sein Erstaunen sein, als er vor mehreren Woche ohne Arg zum Begräbnisse seiner Schwester nach hier lam und alsbald vor die hiesige Polizei zitirt, daselbst festgenommen und nach Kattomis geschafft wurde, woselbst er drei Wochen unschuldig in Untersuchungshaft blieb. Erst nachdem bei de gerichtlichen Verhandlung durch die herbeigeschafften Bewei feine Unschuld nachgewiesen, erfolgte feine Entlassung. läßt sich wohl denken, daß sein Geschäft während seiner d CFB mir doch von wejen de Pollezei an feene Ungenehmigkeeten ist sicherlich die Schädigung, welche der unschuldig Verurtheilt wat liejen duht. Vors. Dann haben Sie sich aber sehr unflug benommen. Sie hätten sicher viel beffer gethan, Ihren Verfolgern den wahren Sachverhalt mitzutheilen, als sich in so verdächtiger Weise zu flüchten. In ersterem Falle würde es ficher noch gelungen sein, den Dieb, der sich noch ganz in der Nähe befinden mußte, zu ermitteln. Abgesehen hiervon, ist es aber auch ganz unerfindlich, daß Sie annehmen konnten, die Verfolgung gelte Ihnen. Wenn Sie weiter nichts als die Bes welchen nach den heutigen Geschen selbstverständlich Niemand auffommt.( Noch empfindlicher aber als der materielle Berlu in seinem Innern vor sich selbst und in den Augen seiner menschen erfahren hatte. Wer kann jemals diese wieder setzen, vergessen oder ungeschehen machen! Vermischtes. Die Red bet Bei der Reichstagswahl in Hof, Baiern, ereignete f ein heiterer Zwischenfall. Beim Deffnen und Vorlesen forgung eines Auftrages übernommen hatten, so fehlte Ihnen Wahlzettel fam einer zum Vorschein, welcher nicht den Names jeder Grund, auch nur das Mindeſte zu befürchten.- Angell.: eines Kandidaten, sondern Folgendes enthielt: Sch bescheinig Mancher Mensch hat zu ville persönlichet Pech, Herr Jerichtshof. Merschtendeels haben die riedigsten Strolche immer' n hiermit, daß das Schwein, welches Herr( folgt Name) heut geschlachtet hat, trichinenfrei ist. Hof, am 28. Oftober 1884 Turtel, indem ihr feener mat anhaben fann; sowie id mir aber Säger, Trichinenbeschauer." Der betreffende Wähler hatte flat des Wahlzettels den Trichinenschein in die Wahlurne gefied Parteifanatismus. Mit welchem Parteifanatiemus Wahlkampf geführt worden ist, dafür liefert folgendes ooch man' n bißten verjeffe, det ick denn ooch schon jedet eenaigste Mal janz rejulär injefeeft weere. Im Verlauf der Beweisaufnahme stellte sich heraus, daß Rümpsch von einem Handwagen, der einige Minuten unbeaufsichtigt auf der Straße stand, ein Packet wollener Tücher im Werthe von etwa 40 Wt. entwendete. Der Dieb war aber beobachtet worden und flüchtete fich vor seinen Verfolgern in ein Haus, in welchem er, unter die Dachfirst gezwängt, mitsammt der Beute aufgefunden wurde. In Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit derartiger Diebstähle gegenüber dem Umstande, daß ein Schaden nicht eingetreten ist, wurde der verwegene Bursche zu ein einhalb Jahren Zuchthaus, 2 Jahren Ehrverlust und Zulässigkeit von Polizeiaufficht verurtheilt. ( Ger.- 3tg.) flein Histörchen, das uns als buchstäblich wahr verbürgt wird und Seite fich in Wiefels bei Jever zugetragen hat, einen recht draftif Beweis: Einem Schuhmacher waren von freifinniger Stimmzettel zum Vertrieb übersandt worden und der Man gab sich auch Mühe, solche unterzubringen. Ein Landman Speziell großer Schweinezüchter, war darob als Nationallibe ler sehr erbost, fordert sofort von dem Schuhmacher seine Heb nung und läuft bei seinen Parteig enoffen umber, fie anlaffen, ein Gleiches zu thun. Der Schuhmacher ahnt dava nichts und schickt andern Tags seinen Burschen zu einem Gut da wird ihm der Bescheid: Mein Schafbock ist nationallibe von Vermögensstücken bei einer drohenden Zwangsvollstreckung, der eine Frau S. beschuldigt war, lag am gestrigen Tage der Straflammer des Landgerichts I zur Beurtheilung vor. Die Angeflagte weigerte fich, auf die Anklage etwas zu erwidern. Die Vernehmung des Gerichtsvollziehers Strenge und des Polizei- Kommiffarius Motetan ergab folgenden Thatbestand: Die Angeflagte hatte bei einem Juwelier Schulden gemacht und die Forderung ging durch Intervention an einen befannten Voltsanwalt über. Dieser flagte die Forderung aus und erfuhr hierbei, daß die Juwelen fich noch im Befiße der Angeklagten befänden. Sofort schickte er den Gerichtsvollzieher Strenge, der die Angeklagte nach dem Verbleib der Juwelen fragte. Diese erwiderte bei der ersten Pfändung:„ Die habe ich bei meiner Pfändung versett, fuchen Sie sich die Juwelen, wo Sie wollen. Die Juwelen wurden jedoch nicht vorge funden. Der Volksanwalt denunzirte nun auf Grund des § 288 des Strafgefegbuches wegen obigen Vergehens. Wie wohl nun der Vertheidiger in der gestrigen Verhandlung barlegte, daß die Frau die Juwelen garnicht versetzt, sondern dem Gerichtsvollzieher etwas vorgelogen hatte, beantragte der Staatsanwalt doch eine Gefängnißstrafe von einer Woche, weil in dem Verheimlichen ein ideelles Beiseiteschaffen liege, wie das Reichsgericht des öfteren ausgeführt habe. Der Vertheidiger behauptete, daß nach der Judikatur des Reichsgerichts nur ein förperliches Beiseiteschaffen strafbar sei. Einen Ge richtsvollzieher zu belügen, sei zwar moralisch verwerflich, aber nicht strafbar. Nach längerer Berathung erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung und legte die Kosten der StaatsN. Ein interessanter Streitfall wegen Beiseiteschaffung befizer in der Nähe mit einem Schafe, um es decken zu la wird jest bald heimkommen. Er darf mich hier nicht sehen. Gute Nacht denn!" Das Mädchen trat ins Haus. Seit seiner Kindheit hatte es an die Liebe seines Großvaters geglaubt. Jest sah es ein, daß der Alte nicht für seine Enkelin, sondern um des Geldes willen sich abmühte. Der Gedanke betrübte ste sehr. Es schlug zwölf, eins, zwei. Der Alte fam noch immer nicht. Es wurde vier, fünf. Er ließ sich nicht sehen. Ist es möglich, dachte Rahel, daß er immer noch im Kontor fist? Am andern Morgen gegen 9 Uhr fam Walter. Er war außer Athem. außer Athem. Das Mädchen bat ihn, sich zu setzen. Sie tommen, sprach fie, ,, um mir zu sagen, mein Großvater set todt." ,, Nein, ich dachte ihn hier zu finden. Ich war heute der erste im Kontor. Bens Bücher lagen auf felnem Pult, von ihm selbst aber war nichts zu sehen. Herr Armytage hat nach einem Polizeidiener geschickt, der so schlau ist, daß er, wie man und deckt fein freifinniges Schaf. Беб mad Ein Professor befand sich in Gesellschaft und war b Effen sehr verlegen und zerstreut. Ein nebensgender Herr ihn aufmerkſam: Aber, Herr Profeffor, Sie nebmen ja Braten mit den Fingern!" - Professor: Ach so, entschuldig Sie, ich glaubte, es wäre Spinat!" Beruhigendes aus Pest. Die Sicherheitszustände in ungarischen Hauptstadt waren in jüngster Beit überaus tro lose. Die Bevölkerung wiegt sich aber gegenwärtig reits in dem süßesten Sicherheitsbewußtsein, da thatfa ein großer Theil der Polizeibefindet. in sicherem Gewahrfam Mormonen in Nürnberg. Die Nürnberger Ehefrau und töchterbesigenden Väter haben einen großen Sieg da getragen. Ein spekulativer Kopf batte, aus welchem Gru ist unbekannt, die Stadt des Pfefferkuchens und Sänfemi chens als günstigen Boden für die Lehre der Heiligen Salzsee angesehen und sich durch versuchte Anfieglung hübscher Nürnbergerinnen ins Zeug gelegt. Neuerdings hat sich das Staatsministerium des Innern veranlagt gel den Mormonen- Emiffär Francis Marion Lyman von ( Utah), der sich in Nürnberg aufhielt, aus Rüdficht auf öffentliche Wohlfahrt auf Grund des Art. 50, Abs. 2 be sepes über Heimath, Verehelichung und Aufenthalt aus Rönigreiche auszuweisen. De Mißverstanden. Aujuste:„ Du, Rieke, wo steht 2 Schat?" Riefe:„ Der steht bei die Füseliere!" Is er schoft Jefreiter?" Auju Riefe: Nee, noch nich." Aujuste: Wann friegt er denn die Knöppe?"- Riele: 11 sein Oller stirbt!" Literarisches. Re Von dem illuftirten Unterhaltungsblatt Die Welt", Stuttgart, Verlag von J. H. W. Diet, ift fo Heft 5 des zehnten Jahrgangs erschienen. Prut( Forts.) Aus den Zeiten der Zensur. Von Inhalt: Auf hoher See, Sozialer Roman von Seba Frohme. Hans Makart. Bon J. Stern.( Mit tionen.) Gräfin Eva. Novelle von Berta Alermann lacher.( Fortseßung.) Der Emir von Mastara.-2 edle Waidwert. Von A. Titus. Fortschritt und Liche Birkelwig. Eine höchst ernsthaftige Zeitgeschichte. Von Sem Notragel.( Schluß.)- Die Farbe des Waffers. Illustrationen: Eine Straße auf dem Brenner. Unk Verfen einer Auswandererleiche.- Vermischtes: Sur Buderindu in Queensland. Holzbeizen in fester Form. Die Treiber fich ausdrückt, durch eine steinerne Mauer seben fann. Ich muß Maiblume im Zimmer. Woraus Bordeauxwein gemacht jest zurück und werde Ihnen Nachricht bringen, sobald ich etwas höre." Tas größte Ausstellungsgebäude.- Anleitung zur Erlern Walter fand das Kontor von Polizisten besegt. Einer der tongreß: Lopez- Spiel. Rebus. Aerztlicher Rathgebe das Schachspiels.( Fortseßung.)- Vom Frantfurter S selben lud ihn sofort ein, zum Chef zu fommen. In dem Sprechzimmer des Chefs befand sich außer diesem selbst ein Herr, der mit der Feder beschäftigt war. Welche Nachrichten bringen Sie, Herr Walter, von Bens Hause?" " 1 Ich wesen." glaube vielmehr in eigenen Angelegenheiten. Ich ine Spalte im Fensterladen einen alten Mann am Es war aber nicht das Geficht Ihres Groß enigftens war der Ausdruck desselben sehr vers meinen Sie?" e." g den Ausdruck eines richtigen Geizhalfes, der im denn nicht alles Gold im Kontor dem Geschäft?" en es für sein eigenes anzusehen. Alles baare Gold wird Abends zur Bank gebracht." er reich sein?" ch, wenn all das Gold sein ist. Ihr Großvater Er ist seit vierundzwanzig Stunden nicht dort ge,, Verließen Sie nicht gestern das Kontor zulegt?" Außer Ben, ja." Wohin gingen Sie nachher?" " Buerst nach dem Gerüst, um nachzusehen, ob alle Ar beiter gegangen waren." Der Mann mit der Feder schrieb jedes Wort genau auf. Ich wollte in Erfahrung bringen, weshalb Ben immer so lange vom Hause wegblieb. Ich hatte es seiner Enkelin, die über ihn unruhig war, versprochen. Ech tam dahinter." Herr Armytage ersuchte ihn fortzufahren. Redaktionsforrespondenz. Gemeinnütiges. des Eisens. Gemeinnütziges. Bur Beid ent Einiges über den Schnupfen. Der Schnupfen am häufigsten durch Erkältung und Einathmen ftaubiger Der gewöhnliche Schnupfen erfordert keine andere Beband als warmes Verhalten. Bei heftigerem Schnupfen büte! das Zimmer und ziehe Wafferdämpfe in die Nase ein Taschentüchern find die leinenen den baumwollenen und nen vorzuziehen; übrigens vermeide man das viele Schna Die Dberlippe und die Nasenöffnungen schüße man durd streichen von Fett( Talg, Cold cream, Mandelöl) Dor Nr. erfcheint Berlin Einzelne Nid hat die höchft inte gleid rüb bem fie S Wahlen a Diefe bas, was Hellen, b Reihe von mag. But diefes Jbe lenbe Mer burch die Gewiß tä in fich bli faden ben ein Bolt naiv, zu bat total Joll.-> Die längst vor einftigen leinen Ni Dazu bie Deutfo gaben. S erft na ch Broßmäul umgel hrt -wenigf faltet: D Bhilifter Freifinns Ich hatte mich faum hingesezt, als ich jemand vom Hofe aus kommen hörte. Ich ging, um zu sehen, wer es sein fonnte, und begegnete einem Arbeiter, der sich verspätet hatte." Armytage gerichtete Aufforderung, Walter zu fragen, ob er etwas Näheres über diesen Arbeiter wußte. Wundwerden. In manchen Fällen kann man einen ausbred den Schnupfen durch Einathmung nachfolgenden Mittels halt thun. Man nehme: reinste Karbolsäure 5 Br. rein Spiritus vini 15 Gr. in einer Flasche, sowie tauft. Salm geist 5 Gr., deftillirtes Waffer 10 Gr., in einer zweiten Fla Vor dem Gebrauche träufle man aus jeder Flasche etwa eine dritte, weithalfige und athme, indem man die Augen Hier unterbrach ihn der Schreibende durch die an Herrn schließt, mit Mund und Nase die Ausdünstung der Fli ein. Wird das Mittel im Ganzen nämlich bereitet, fo ni ( Schluß folgt.) es einen üblen Geruch an. Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in BerlinSW. Beuthstraße 2. bas deutsc nehme. Diese großen" es nicht n ift, der ni Lebensz. id Ipüren da Roberger Und toablen te 8witterdi Drüden 1 Radbrud ve B Mai alte Tam joll jedes Ralbfleisch In d Deiterfeit. 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