beid bi pung Sabres e ihm Inzügy lands wie Der be Be alfchen nowice beffen neuen beging Ladann ie die jebod Lang Ramens Um fo Wochen am und tommen bei ber Wochen Beweife g. ter brei ten, fir Ciemand Verluft urtheilte her Mi teber Heb.) mete fid fen ba Namen fcheinige e) beut er 1884 atte flatt gefied mus da Sflein ird und raftifche er Seit Mann indman nalliber ine Hed 31 ver nt davo em Gut 3 laffe nalliber bar be tr mad tja b Schuldig be in aus tro ärtig batfachli tfam Thefra Eg davo Grun Enfeman gen glunge ngs n gelebe on Pro t auf bes aus be debt D Auju nid ie ft fo Sebaft Nr. 186. Sonnabend, 8. November 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Volksblatt" erfcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mark, wöchentlich 25 f. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mark.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerftraße 44. Nichts gelernt und Alles vergessen hat die sogenannte, freisinnige" Partei. Es ist höchft interesant zu beobachten, mit welcher Energie und zugleich rührender Raivität fie nach dem Sündenbock sucht, bem sie die Verantwortung für den schlechten Ausfall der Wahlen aufbürden könnte. Diese Leutchen können oder wollen nicht begreifen, daß bas, was sie erstreben, was sie heute noch als Ideal hinftellen, die politische Freiheit, heute nnd schon seit einer Reihe von Jahren nicht mehr das Volk zu begeistern vermag. Bu deutlich sprechen die Verhältnisse der Länder, wo diefes Ideal in der Gesetzgebung verförpert ist; jeder den lenbe Mensch gewinnt aus ihnen die Ueberzeugung, daß daburch die wirthschaftliche Lage um Nichts gebessert wird. Gewiß lämpft Jeder, der noch einen Funken Freiheitsgefühl in fich bürgt, für politische Freiheiten, wenn aber die Thatfaden beweisen, daß diefelben allein nicht im Stande find, ein Boll glücklich zu machen, dann ist es doch mindestens nav, zu verlangen, daß trozdem das deutsche Bolt sich auf bat total abgenuste Wrack des Liberalismus flüchten Joll Die schönen Zeiten eines Schulze aus Delitzsch sind längst vorüber, für das, was dem Liberalismus von seinem inftigen Flitter noch hängen geblieben ist, giebt man heute feinen Nidel mehr aus. Dazu kommt noch, daß unter den Liberalen aller Länder bie Deutſchen die jämmerlichte Rolle von jeher gespielt haben. Während der Liberalismus in anderen Ländern ft nach einem etwaigen Siege Festgelage inszenite und Großmäuligkeit zur Schau trug, war es in Deutschland stets umgekehrt der Fall. Und auch diesmal hatte derselbe wieder wenigstens in Berlin das übliche Swedessen veran staltet; von liberalen Barden" angefungen, vom liberalen Philister angehocht, geberdeten sich die Koryphäen des das deutsche Wolf ihre Phrasen noch immer für baare Münze nehme. 119 Diese Geistesärmiten glauben noch immer an einen " großen" liberalen Erfolg, sie wissen es nicht oder wollen s nicht wissen, daß der Liberalismus längst ein Leichnam ist, der nur durch gewaltsames Experimentiren noch zu einem Lebensz ichen veranlaßt werden kann. Ja, diese Leutchen spüren da Blüthenduft und Frühlingswehen, wo nichts als Robergeruch und eifige Luft vorhanden ist. Fußtritten, seine Amphibien- Natur nie verleugnen, es wird statt nach links mehr und mehr nach rechts abschwenken und trogalledem seine verknöcherte Theorie nicht aufgeben. Je eher diese Zwittergestalten vom politischen Schauplat verschwinden, desto besser für das deutsche Volf. Wir glauben nicht fehl zu gehen, wenn wir uns der Annahme hingeben, daß unter normalen Verhältnissen die Tage des Liberalismus in Deutschland gezählt sein würden. Nur unter abnormen, unter Ausnahmezuständen wird er troh seiner Verschwommenheit noch weiter vegetiren können. Seine geringe Popularität wird ihm da überall bleiben, wo er gegen Ausnahmezustände auf politischem Gebiet Front macht. Durch ein derartiges Vorgehen ist er im Stande seinen Freiheitsheiligenschein auch noch ferner zu reklamiren, wohl wissend, daß das Volk die politische Gleichberechtigung erstreben muß und nimmermehr sich Denen zuwenden kann, die gegen dieselbe sind. Wahlen für alle Parteien eine beherzigenswerthe Lehre sein, Unserer Ueberzeugung nach müßte der Ausfall der er zeigt deutlich, daß ernstliche Reformen auf wirthschaft lichem Gebiete vorgenommen werden müssen, daß die bisher eingeschlagenen Wege nicht dem Zeitgeist mehr entsprechen und daß durch dieselben die wirthschaftliche Lage nicht ver bessert werden kann. Wenn wir auch zu dem neugewählten Reichstage nicht mit allzu großer Hoffnung aufblicken können, so wird derfelbe andererseits doch nicht umhin fönnen, die wirthschaftliche Frage ernstlich und eingehend in Erwägung zu ziehen. werden aus seiner Mitte Borschläge zur Befferung hervors gehen, welche diskutirt und über welche abgestimmt werden Es muß. Diese Debatten werden zur Klärung wesentlich beitragen, sie werden dem deutschen Volke den Fingerzeig geben, an welche Partei es sich dauernd anschließen muß, welche Partei allein berechtigt ist, für die Zukunft auf Ver trauen Anspruch zu machen. Die Zukunft aber, sie wird nur derjenigen Partei die Mehrheit verschaffen, welche dem Zeitgeist Rechnung trägt, und im Bunde mit der Wissenschaft die politischen und wirthschaftlichen Verhältnisse zum wirklichen Wohle des Volkes zu verbessern sucht. Politische Ueberficht. Die Kommission, welche im Reichsgesundheitsamt die Impffrage berathen, hat ihre Verhandlungen zu Ende geführt. Es ist über die wichtigsten Punkte eine völlige Uebereinstimmung der Sachverständigen erzielt worden natürlich mit Ausnahme der drei eingeladenen prinzipiellen Impfgegner fich zu Gunsten des Uebergangs von der Impfung mit humaUnd deshalb wird auch der Ausfall der Reichstagsbahlen keinen Einfluß auf den Liberalismus ausüben; dieses( Dr. Boing, Dr. Weber und Dr. Beg). Die Kommission hat Zwitterbing wird unter Jammern und Barmen, unter Drüden und Büden, ja selbst unter entsprechend applizirten nifitter Lymphe( von Arm zu Arm) zu der mit animalischer Radbrud verboten.j B Son Sluft annLiebe Semp Unl Berfen inbu iberei chi w Erlernu Scho geber Beid Tent ger Danbl lite It. nb fe bnau urd por bred Betterfeit. den Blick zu. Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dux. ( Forseßung.) wären zu jung gewesen für unseren Freund Rodenburg? Wir wiffen ja Alle, daß Sie schon vor beinahe einem Viertel Jahrs hundert Absichten auf ihn hatten!" Ich möchte doch gewiffen Leuten rathen," versetzte sie mit drohendem Blick, fich nicht einzumischen in die Familienverhältnisse der Rodenburg's; namentlich wenn diese gewissen Leute gar nicht zur Familie gehören." ,,, bitte sehr!" fiel hier Frau Amberg ein. Vielleicht stehen gewisse Leute der Familie näher, als Andere, welche ihre wandtschaften, die Herrn Rodenburg mehr am Herzen liegen, als Vettern und Koufinen, von denen man nur hört, wenn es fich um persönliche Vortheile handelt. alte Tame vorti efflich verstanden hat, sich zu fonserviren. Sie Man erzählt auch," bemerkte Amberg boshaft, daß die joll jedes mal vor dem Zubettegehen ihr Gesicht in frisches guten Gründe haben, sich eindrängen zu wollen. Man hat VerHalbfleisch verpackt haben, um fich vor Runzeln zu schüßen." In der Familie Amberg erregte diese Bemerkung große ft es wahr, Fräulein Rodenburg," fragte Emmy ein wenig schnippisch, daß Kalbfleisch den Teint fonservirt und vor Runzeln schüßt?" mit der Oberlipppe und warf der Fragerin einen vernichtenCordelia waif beleidigt den Kopf zurück, zuckte verächtlich bergleichen nicht nöthig, follte auch meinen, daß Ihre Frau Ich weiß es nicht!" antwortete fie pikirt. Ich habe Tante, die Frau Prediger Amberg, welche ja lange genug in Der Residenz gelebt hat, das beffer wissen muß, als ich." an den Lehrer, erinnern Sie sich auch, daß eine Beit lang Mein lieber Herr Ehrlich," wandte sie sich gleich darauf Jogar von einer gewiffen Verbindung unserer Familien die Hebe war?" ihm von dieser Absicht nichts bekannt geworden. Herr Ehrlich strengte seinen Kopf vergebens an, es war Ich will damit nicht prablen," fuhr sie fort, wieder mit einem sehr bedeutungsvollen Seitenblick auf den alten Rodenburg, der nur oberflächlich zuhörte, allein es war von einer gewiffen Ebe die Rede, um die verschiedenen Zweige der No denburg's auf diesem Gute zu vereinen." els G rein Salm Flafe twas gen nim einem furzen Seitenblid und mit geringsdäßigem Ton. Das muß wohl ein Juthum sein," sagte Rodenburg mit ist tein Jrrihum; ich war leider damals noch zu jung." Nein, nein, Herr Vetter Rodenburg," betheuerte fie ,,, es Sie schlug verschämt die Augen nieder und würde ohne Zweifel auch eröthet sein, wenn nicht die Malerei auf ihrem Antlig ihr Eiröthen unfichtbar gemacht hätte. Brand lächelte veistohlen und andere Mitglieder der Gesellschaft thaten desgleichen, aber Amberg lachte aus vollem Damit war das erste Geplänkel des bevorstehenden Kampfes eröffnet. Es wurde indessen dadurch unterbrochen, daß der Diener Fräulein Lucie hinausrief. Sie ging und kehrte nach wenigen Minuten zurüd. Lieber Onkel," sagte fte zu Rodenburg ,,, die Bofimappe aus der Stadt ist angekommen. Ich habe die Briefe in Dein ArbeitsBimmer gebracht." Was?" rief Amberg. Ich erstaune.... Fräulein Lucie hat Vollmacht, die Briefmappe zu öffnen und alle Ihre Briefe in Empfang zu nehmen, lieber Rodenburg?" " 1 Es ist mir bequem so," sagte dieser, ohne besonders darauf zu achten. ,, Ah! Nun ist mir begreiflich," fuhr Amberg fort, daß mein Brief verloren gegangen ist." Er sagte dies mit einer eigenthümlichen Betonung und mit einem hämischen Lächeln. Bei einem solchen Verfahren," fügte Frau Amberg hinzu, ,, ift es ja nur zu leicht möglich, daß ein Brief nicht in die Hände des Adieffaten gelangt." Rodenburg ward aufmerksam; er blickte erst Amberg an und dann Lurie. Solltest Du wirklich einen Brief des Herrn Amberg gefunden und mir nicht gegeben haben, mein Kind?" fragte er. Sch erinnere mich nicht, einen Brief des Herrn Amberg gefunden zu haben," antwortete fie mit dem Ausdruck der reinsten Wahrheit. Sollte ein Brief verloren gegangen sein, so muß es schon früher geschehen sein. Außerdem fümmere ich mich ja nie um die Briefe selbst, sondern nur darum, daß fie Dir, mein lieber Dnkel, bequem liegen." ,, Aber Fräulein Rodenburg, woran denken Sie?- Sie holte Amberg. Ich habe allen Respekt vor der Ordnungs| ,, Eine sehr bedenkliche Vollmacht, lieber Freund," wiederLymphe( Kälberlymphe) ausgesprochen und auch eine Anzahl wichtiger Normativbestimmungen über die Ausführung des Impfgefeßes getroffen. Die Aenderungen, welche hiernach von der Kommission in Vorschlag gebracht worden sind, werden feitigung des Impf zwangs wird nach wie vor ihre Parole die Gegner des Jmpfzwangs keineswegs beruhigen. Die Bes sein. Der Impfzwang ist trop aller gegenseitigen Versicherungen, im Volle nicht beliebt, auch ist es den Freunden desselben bis jegt feineswegs gelungen den Beweis zu liefern, daß durch denselben der Bwed, die Pockenkrankheit zu hemmen, erreicht wird. Berühmte Aerzte haben sich für berühmte Aerzte gegen das Impfen erklärt und das Jmpfgesez ist im deutschen Reichstag mit nur wenigen Stimmen über die Mehrheit angenommen Reichstag Diese Frage wieder zur Sprache gebracht würde; eine worden. Jedenfalls wäre es am Blaze, wenn im neugewählten gänzliche Beseitigung des Impfswanges würde überall mit Freuden begrüßt werden. Bremen hat nunmehr durch seinen Bevollmächtigten im Bundesrathe formell den Antrag gestellt, Bremen in den deutschen Zollverband aufzunehmen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Der Anschluß soll zur selben Zeit, schuß, den das Reich zu den Kosten dieses Anschlusses beizuwie der Hamburgs, also im Jahre 1888, erfolgen und der Bu fammttostenbetrag ist auf 25 Millionen veranschlagt. Dem steuern hat, soll sich auf 12 Millionen belaufen. Der Ge Reichstage wird eine bezügliche Vorlage zugehen. Frankreich. Die Kommission für Tonkin berieth heute unter Theilnahme des Ministerpräsidenten Ferry, des Marineministers Peyron und des Kriegsministers Campenon. Ferry bestätigte auf Befragen, daß England Frankreich seine guten Dienste für Beilegung des Konflittes mit China angeboten babe, von England set indeß bis jetzt China feine bezügliche offizielle Eröffnung gemacht, folgeweise habe China eine Me diation Englands auch nicht ablehnen tönnen. Clemenceau über die chinesische Frage gewechselten Korrespondenz; Ferry beantragte die Mittheilung der mit den verschiedenen Mächten erwiderte, eine eigentliche Korrespondenz dieser Art fet nicht vorhanden. In Deputirtenkreisen zirkulirt das Gerücht, es seien direkte Verhandlungen zwischen Frankreich und China angeknüpft. Die Cholera scheint fich gegen alle Erwartung jetzt doch einen Weg nach Paris gebahnt zu haben. Sowohl in Privathäusern als auch in den Hofpitälern sind einzelne Fälle tonstatirt worden. Aus Nantes werden von gestern 5 Cholera todesfälle, aus Dran wird ein Choleratodesfall gemeldet. England. Bei den in ganz England stattgefundenen Gemeinderathswahlen haben die Parteien fast durchweg ihre bisher innegehabten Pläge behauptet. Die Gährung unter den Bächtern in Schottland, welche unter denselben Verhälniffen zu leiden haben, wie die irischen Bächter, nimmt bedenklich zu. Es fanden vielfach Rubestörungen statt; die Polizei, welche nach den betreffenden Drten abgeschickt worden war, wurde gezwungen, unverrichteter Sache abzuziehen. Egypten. General Wolfelen hat, wie verschiedenen Londoner Blättern aus Alexandrien berichtet wird, von Dongola aus Boten an den Mahdi gesandt mit dem Ersuchen, er möge " liebe unserer Lucie; aber es ist unter allen Umständen beffer, wenn man in so wichtigen Dingen selbst verfügt." Vielleicht haben Sie Recht," sagte Rodenburg. Es war das erste Mißtrauen. Ich werde in Zukunft die Mappe selber öffnen." Sich an seine Nicht wendend, fügte er hinzu: War heute ein Brief aus Indien dabei?" Ein großer Brief von amtlichem Aussehen, mit mächtigem Siegel," antwortete fte. " Vom Konsulat in Bontichery," fagte Rodenburg_in_plöglicher Aufregung sich erhebend. Seine Stimme klang hohl und die Muskeln feines Antliges zuckten und deuteten die Aufregung seines Innern an. Er eilte hinaus zum größten Befremden der meisten Anwesenden. wesenden. Amberg wechselte mit seiner Frau einen Blick des Einverständnisses. Rodenburg saß in seinem Arbeitszimmer; ein geöffneter Brief lag vor ihm am Boden. Seine Hände waren kraftlos berabgefunken, sein Haupt lehnte in den Ledersessel zurück, und Thränen strömten über seine Wangen; er bot das Bild völliger Hoffnungslosigkeit, völliger Zerknirschung. Da Amberg wußte, um was es fich handelte, so batte er sich beeilt, mit seiner Frau und Emmy dem alten Herrn zu folgen. Aber um Gottes Willen, theuerster Freund, was' giebt es denn?" fragte er, als er eintrat. Rodenburg deutete, ohne ihn anzusehen, auf den am Boden liegenden Brief. Amberg hob denselben auf. ,, Also toot!" sagte er, nachdem er einen Blick hineinge worfen hatte. Todt!" wiederholte Rodenburg mit hohler Stimme. ,, Unglüdlicher Mann!" sagte Frau Amberg. D! wie muß es ein Vaterherz schmerzen, diese legte Hoffnung seines Lebens zu verlieren. Doch vielleicht ist hier ein Irrthum möglich." Rodenburg schüttelte langsam und schmerzvoll das graue Haupt. nahm " 1 Es ist nur zu wahr! Die Leiche des Offiziers im englischen Freiwilligen- Regiment, welche man in der Nähe von Kallutta fand, war die meines Sohnes, meines theuren Felix! Man fand ein Taschentuch bei ihm, in welchem sein Name stand. Man fand fein Offizier patent, daß er von hier mitund man fand ein Tuch, das die Anfangsbuchstaben feines Namens trug. Er ist es! Ich habe nichts mehr zu hoffen. Ach! ungeliebt zu leben das ist hart." ( Fortseyung folgt.) dem General Gordon freien Abzug gewähren. General Wol selen und seine Soldaten würden sich dann alsbald nach Wady Halfa zurückziehen und den Sudan ganz fich selbst überlaffen: jede eingeborene Regierung, welche dort Ordnung stifte, werde auf Wunsch noch von England und Egypten( mit Geld) unterstützt werden. Man kann sich den Eindruck eines solchen Verhalter auf die fanatischen Sudanesen denken; ihre Ge ringschäßung der Engländer muß aufs Aeußerste gesteigert werden. Bereits fangen fte auch an, Suafin von Neuem anzugreifen, deffen Belagerung fte eine Zeit lang, unter dem Eindruck der aus Khartum gekommenen Nachrichten von Erfolgen Gordon's, aufgegeben hatten. Die Sache wird immer beffer; erst werden Millionen vergeudet für eine Nilflotte, mittels welcher der große Wolseley seine Mannschaften nach Khartum befördern will, um den Mahdi mit Mann und Maus in die Tasche zu stecken und nun wird der Mahdi gebeten, doch den Gordon gütigst laufen zu laffen! Auf der Insel Trinidat haben unter der Kuli- Bemölles rung einftliche Unruben stattgefunden und eine große Anzahl Farbiger wurde getödtet, ehe die Empörung unterdrüdt wer den konnte. Wahrscheinlich find dieselben zu den Unruhen gereizt worden, denn wer in überseeischen Ländern mit den einge borenen Völkern schon einmal zu thun hatte, der wird wiffen, daß in den meisten Fällen diefelben sehr zufrieden sind, wenn ihnen nichts geschieht. Nur erst dann gehen sie angriffsweise vor, wenn ihnen grobes Unrecht widerfahren ist. do slits Auftralien. Die verschiedenen australischen Kolonial- Res gierungen, mit Ausnahme der von der Kolonie New- Südwales, haben an die englische Regierung das Ersuchen gerichtet, die noch, bertenlofen" Inseln in West Polynesten zu annettiren. Man befürchtet, daß eine andere Macht der englischen zuvor tommen fönne. Die Beziehungen der australischen Kolonien zu Frankreich find feineswegs erfreuliche. Bekanntlich exportirt die französ fische Regierung ihre Verbrecher nach den in der Nähe der Kolonien gelegenen Inseln, von wo aus es den Verbrechern oft gelingt, nach den Rolonien zu entfommen. Dieses Verhältniß ist den Rolonisten höchst unangenehm; es hat schon vielfach zu heftigen R'agen gegen die französische Regierung Anlaß gegeben. In legter Zeit ist die Frage ganz besonders in den Vordergrund getreten und wenn die franzöfifche Regierung nicht Remedur schafft, fo find ernste Verwicklungen zu befürchten. Chile Aus Valparaiso wird berichtet, daß der Kriegsminister befchloffen hat, die Stadt nach den neuesten Systemen zu befestigen und die Befestigungen mit dem besten Artillerie Material der Neuzeit zu versehen. In Iquique( in dem von Chili an Beru abgetretenen Gebiete) find sieben deutsche Lehrer eingetroffen, um an den Regierungsschulen angestellt zu werden. Daß die Chilenen Lehrkräfte ins Land ziehen, ist ein sehr erfreuliches Beichen; daß fie aber nach den „ neuesten Systemen" militärischer Befestigungen geizen, ist nicht so erfreulich. Wenn der morerne Militarismus auch zuerst den Chilenen als etwas Erfreuliches erscheinen mag, so werden fte mit der Zeit doch die Wahrnehmung machen, daß fie, wenn ste denselben modein erhalten wollen, nicht im Stande find, das Danaidenfaß deffelben zu füllen. " 1 San Francisco, Anfang Oktober. Der von einem ame ritanischen Boulfutter mit Beschlag belegte deutsche Schooner Adele"( derselbe hatte bekanntlich in den Gewäffern von Alaska unbefugter Weise dem Otternfang obgelegen) hatte, wie die Am. Korr." meldet, eine Ladung Felle im Werthe von 10000 Doll. an Bord, stand unter dem Kommando des schwedischen Kapitän Eriction und war, mit wenigen Ausnahmen, mit Japanesen bemannt. Das Schiff ist in Hamburg gebaut und fegelte unter deutscher Flagge. Die an Bord der Adele" angetroffenen Offiziere haben fich sämmtlich geweigert, das Schiff hierher zu begleiten, von den weißen Watrosen find zwei mitgekommen und von den 20 japanefischen Matrosen 9; die ehemaligen Offiziere und Matrosen der ,, Adele" werden demnächst aus Sitta abgeholt und hier proz ffirt werden. H ( Hennig) ging dahin, daß die Wahlagitation mit aller Energie fortgesetzt werden solle; der dritte( Davidsohn) dahin, daß die gegenwärtige Vertrauensmänner- Versammlung in Bezug auf die Stichwahl die Wahlenthaltung allen freisinnigen Wählern als das unter den gegenwärtigen Umständen Beste empfehlen wolle. Nach fast einstimmiger Annahme des dritten Antrages wurde noch die folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Beifammelten danken ihrem Kandidaten, daß er fie bis jetzt so treu im Parlament vertreten und im Wahlkampfe mit Aufopferung feiner Kräfte unterstüßt hat, und hoffen, ihn dereinst wieder als Bierde der Partei zu sehen." Mit Hochrufen auf Kloz, auf die deutsch freifinnige Partei aud anf das deutsche Baterland ging die Versammlung auseinander. Die Freifinnigen haben also die Flinte ins Korn gewor fen, fie wollen nicht mehr mit, weil sie nicht mehr mit können. Die nichtfreifinnigen Wähler des 6. Wahlkreises werden sich aber dadurch nicht abhalten lassen, sondern sich recht rege an der Wahl betheiligen. Wenn auch nach Lage der Sache an zunehmen ist, daß den Freistnnigen der Wuth fehlt, so werden dieselben andererseits dennoch nicht verfehlen, auch entgegen den Beschluß ihr Wahlrecht ausüben. Die nichtfreifinnigen Wähler dürfen fich also nicht in den Schlaf lullen lassen, sondern haben gerade jezt erst recht alle Ursache auf dem Posten zu sein. " 1 Der bekannte Redakteur des„ Bayerischen Vaterland", Herr Sigl, der, wie wir in unserem geftrigen Blatte bereits berichteten, zur Beit die ihm zudiftirte Gefängnißftrafe verbüßt, hat in München für v. Vollmar gestimmt und rühmte sich dessen öffentlich im Rathsteller, erregte jedoch damit den Unwillen der anwesenden Ultramontanen dergestalt, daß er schleunigst den Rückzug antreten mußte. Erbaulich zu lesen ist, wie das Organ des Herrn Sigl, das„ Bayrische Vaterland" die Befehle des Herrn Windthorst verspottet; dasselbe bringt die folgende Apostrophe: ,, Windthorst hat nach dem' ,, Frdbl." an den Münchener Wahlvereins Vorstand telegraphitt: Unter allen Umständen müssen Ruppert und Westermayer wieder gewählt werden."- Ja, wenn fie gewählt werden müffen" und wenn der Oberkommandant des Zentrums das befiehlt und sogar telegraphirt, dann ,, muß der bayrische ,, Patriot" freilich das Maul halten, gehorchen und wählen! Es ist dies wieder ein rührender Beweis für unsere Behauptung, daß wir nicht blos politisch und militärisch, sondern auch schon fatholisch unter preußischem Kommando stehen; als ob Erfteres nicht schon genug wäre. Wenn aber der katholische bairische Wähler die preußischen Befehle ausführen muß",- du lie ber Himmel! dann darf sich sich ja ein bairisches Zentrumsmitglied in Berlin schon gar nicht mehr mudsen und muß" erst recht gehorchen und laut Befehl abstimmen!! Muß denn aber dann gerade der Hr. Ruppert und ,, unser herrlicher" oder wie er sich in der neuesten Nummer des Bayr. Rur." nennt: unser erprobter"( im Umfallen und rechtzeitigen Davonlau fen!) nach Berlin hinauf? Dann thut's ja ein Träger des Paces auch und können die zwei da bleiben!" " Die gestern in Elberfeld und Frankfurt neu gewählten sozialdemokratischen Abgeordneten Harm und Sabor find, wie die„ Nat- 3tg." berichtet, erst seit furzer Zeit in der sozialdemokratischen Partei hervorgetreten und in diesem Jahre zum ersten Male als Kandidaten aufgestellt worden. In Elberfeld rang bis zum Jahre 1878 immer Haffelmann um " 1 zu wundern, daß man draußen im Reich," wo alle Leute, menigstens nach Ansicht jener Kolporteure, noch„ hübsch dumm" sind, erst recht auf den Bauernfang geht. Woher in Berlin die Gelder kommen, ist ja öffentliches Geheimniß und man weiß auch, daß der Antisemitismus auf dieser Seite durchaus feinen politischen Anstrich hat, sondern sehr einfach teine Geschäftssache ist. Gewiß, Jeder nährt sich, wie er fann, und der sogenannte Brot- und Geschäftsneid nimmt bisweilen recht sonderbare Gestalten an. Es tann allerdings nun nicht angenommen werden, daß die Gelder für das Deutsche Lage blatt" aus derselben Quelle fließen; es scheint auch nicht ein mal das C. C. C. zu fein, welches dem„ Deutschen Tageblatt in der erwähnten Weise hilfreich unter die Arme greift, die unbekannten Spender müssen also noch in ganz anderen Sphären zu suchen sein. Gleichoiel, jedenfalls ist der Aufwand, der für das Blatt gemacht wird, gemacht wird, durchaus lein geringer, denn in der Gegend, aus welcher uns obiges Machwerk übersandt wird, liegt das Deutsche Tageblatt" in jeder Gastwirthschaft aus natürlich erhalten es die Wirthe gratis und 40 Vf. in Briefmarken noch dazu. Es geht gewiß nichts in der Welt über ein gefälltes Portemonnaie, und no beffer ist es, wenn man den richtigen Gebrauch vom Gelde zu machen versteht. Ob es aber viel helfen wird, der Bevölkerung selbst in dieser Weise die Kost des ,, Deutschen Tageblatt" mund gerecht zu machen, das ist eine ganz andere Frage, fie wird jedenfalls am Besten durch das passive Verhalten der unfre willigen Abonnenten des Deutschen Tageblatt" beantwortet werden. Das aber wissen wir sehr gut, daß es mit den A sen eines so vornehm sein wollenden Blattes durchaus nicht übereinstimmt, daß es vielmehr geradezu unanständig ist, sich dem Publikum in dieser Weise aufzudrängen. " cr. Die edle Gesinnungstüchtigkeit der Deutsch Freifinnigen" offenbart sich wieder einmal so recht in einem Tage. Sie leistet sich im Anschluß an das auch von uns mit erstickten Wuhschrei der Berliner Zeitung" vom geftigen getheilte Schreiben des Reichstags- Abgeordneten Kayfer folgen Anzahl Arbeiter für Stöcker stimmen. Wir wissen aus durch aus zuverlässiger Quelle, daß es den antisemitischen Führe gelungen ist, in verschiedenen Kellerlokalen, wo Arbeiter ve kehren, dieselben zu Proselyten für Stöcker zu machen. Sie follen sogar ihr Ehrenwort gegeben haben, für Stöder stimmen. Für welchen Breis dieses Ehrenwort gegeben i haben wir nicht in Erfahrung bringen fönnen. Gesinnungstüchtigkeit der Arbeiter. Es ist ebenso feiges und elendes Gesindel darunter, wie unter den anderen Parteien! Mögen die Arbeiter sich von jedem Andern bethören laffen; für einen Stöcker, der nie etwas für die Arbeiter gethan h noch je thun wird, kann kein ehrlicher Arbeiter stimmen!" D Lettere weiß wohl jeder Arbeiter selbst, und wie sich die beiter bei den Stichwahlen verhalten werden, ist hinlänglich kannt, das Lamentiren und Jammern der Berl. 3tq." with daran nichts ändern. Woher hat aber die Berl. 3tg." Das ist die be Weisheit, daß im 2. Wahlkreise eine Anzahl Arbeiter für Stöder stimmen wird? Wie fommt fie dazu, das mit da Kellerlokalen die Nachrichten zuträgt? durchaus zuverlässige Quelle, die der Berl. 8tg." aus den Es gehört eine große Portion Dreiftigkeit dazu, einem Theil der Berliner Abeles das Mandat, 1881 wurde Moses Oppenheimer daselbst auf schaft den Vorwurf der Käuflichkeit ins Gesicht zu schleuden! gestellt. Der sozialdemokratische Kandidat in Frankfurt a. M. war seit Jahren der Schriftsezer Döll, nach deffen Tode übernahm Sabor die Führung der Partei. Sabor, welcher in Frankfurt a. M. wohnt, gilt als ein recht geschickter Redner, er ist Lehrer an einer ifraelitischen Anabenschule gewesen und soll Jube sein. Harm gilt in der Bartei als ein recht gemäBigter Mann, feine rhetorische Begabung soll gerade feine glänzende sein. Harm ist Kaufmann, speziell Spezereihändler. Das Berl. Tagebl." charakterisirt den in Frankfurt gewählten So" nicht in Erfahrung bringen können." Ein solches Ehrenwort tenn Für welchen Preis dieses Ehrenwort gegeben ist, haben mit Sache der Arbeite: partei, und die Berliner Arbeiter haben der p überhaupt niemals gegeben worden sein, es wäre Verrath an i Fahnen stehen. Glaubt die ultrafreifinnige Berliner Zeitung vielleicht in dieser Weise auch nur einen einzigen Abeiter ge winnen zu fönnen? Sie irt sich gewaltig, wir haben ihr das schon vor Monaten prophezeit, als fie beim Beginn der Wahl campagne nach der Polizei rief. Die Berliner Arbeiterschaf Ueber die Präsidentenwahl in den Vereinigten seinem Berufe als Lehrer die Tochter eines reichen Frankfurter wird mit verschränkten Armen dem Kampf zusehen zwischer Staaten herrscht zur Zeit noch undurchdringliches Dunkel; jede Partei schreibt fich den Sieg zu. Folgende Depesche lautet wieder günstig für Cleveland: V New York, Donnerstag 6. November, Nachmittags 1 Uhr. Die aus den entlegeneren Distrikten des Staates T Geldmannes fennen, die sich in ihn verliebte und die er als Gattin heimführte. Obwohl jegt mit Glücksgütern reich gefegnet, blieb Sabor doch seinem Lehrberufe und, was mehr sagen will, auch seiner sozialistischen Gesinnung treu." fte zu thun haben. dem Konservativen und dem Freifinn, die Arbeiter wissen, wa a. Aus Anlaß der unlängst bei der städtischen Bau deputation erfolgten Aufstellung eines Verbreiterungs Darmstadt, 5. November. Durch Verfügung des großh. projetts für den engen Theil der Alexanderstraße an der Cleveland, die Anhänger Clevelands find in Folge dessenzialistischen Wahlkomitees besagt, sämmtliche sozialdemokratischen verhältnisse an dem großen Kasernen- Grundstück zur Sprache mieder zuversichtlicher, geben indeß zu, daß das Ergebniß der Präsidentenwahl von nur wenigen Stimmen abhängen werde und ungewiß sei. Aus den Wahlnachrichten, wie sie im Augenblicke vorliegen, will man auf eine kleine Mehrheit für Cleveland schließen. " Vor acht Jahren wurde bei der damaligen Präsidenten wahl in Nordamerita der eigentlich fleareiche Kandidat der Demokraten hinausgezählt" Es handelte fich um eine Eleftoralstimme. Die große Maschinerie der am Ruder befindlichen Republikaner cibeitete mit Wacht und die Demofraten unterlagen zähnefnirschend und innig davon überzeugt, daß fie betrogen worden seien. Unwillkürlich wird man an jene Ereignisse erinnert, wenn man folgende neue Kabeldepesche aus Newport, 6. d. M. lieft: " Die Die hiesigen Blätter bringen über das Ereigniß der Wahlen andauernd widersprechende Mittheilungen. " Times", der„ Newyork herald" und die World", Organe Der Partei Clevelands, behaupten, daß Cleveland eine kleine Stimmenmebrzal im Staate Newyort habe und als gewählt zu betrachten fei. Die Tribune", das Organ Blaines, bleibt das bei, daß Blaine eine Mehrzahl von 1366 Stimmen habe und Deshalb als gewählt anzusehen sei. Sun", ein Journal, weiches die Kandidatur Clevelands zwar bekämpft, schreibt diesem doch eine Mehrzahl von 1643 Stimmen zu, fügt aber noch hinzu, daß das Resultat zweifelhaft sei. Virginia und Indiana haben demokratisch, Michigan und Jllinois haben republikanisch gewählt. Die Demokraten geben zu, daß in Kalifornien, Nevada und Dtegon die Republikaner geftegt hätten." Die Wahlen in Newyork geben den Ausschlag; die verhältnismäßia sehr fleinen Mehrbeiten, welche beide Parteien Versammlungen, die noch jetzt vor der Stichwahl abgehalten welches nach dem projektirten Bebauungsplan an der Straße werden sollten, verboten worden. Darmstadt, Donnerstag 6. November, Abends 11 Uhr. Für Ulrich( nl) wurden 10 425, für Müller( Soz.) 7494 St. ergebniß noch. Mainz. Bei der geftrigen Stichwahl erhielt v. Vollmar( So) 7873, Radé( 8.) 7977 Stimmen. Legterer ist Danach mit einer geringen Mehrheit gewählt. ( 6. Raffel) Helwig( t) 7102, Frohme( Soz.) 6860. Stuttgart, 7. November. Bei der Stichwahl im 9. württembergischen Wahlkreise wurde Schwarz( dfr.) gegen Burkhard ( nl.) gewählt. Stichwahlen finden ferner statt: am Dienstag, den lingen, Kiel, München, Hamburg, Halle. wird. etwas zurücktreten muß. Dieses Grundstüd, auf welchem die Kaserne erbaut ist, befindet sich nicht in dem unangefochtenen Eigenthum des Fislus, vielmehr hat die Georgenfirchgemeinde abgegeben; aus einem einzigen fleinen Dorfe fehlt das Wahl- Eigenthumsansprüche an daffelbe, welche sie wohl bei eine späteren Verlegung der Kaserne nach der Beripherie Berling und dem Abbruch der Baulichkeiten von Neuem geltend machen Hanan, 6. November. Stichwahl in Hanau- Gelnhausen fochtene Eigenthümerin desselben war, als Kirchhof benut hunderts von der Georgenkirchgemeinde, welche die unange I worden. Geraume Zeit, nachdem der Kirchhof gefüllt und ge schloffen war, befahl der König Friedrich der Große, daß au diesem Terrain eine Militärkaserne erbaut würde, ohne daß e Bestimmung über eine Entschädigung der Kirchengemeinde filt diese Entziehung ihres Eigenthums traf. Die Bitten bet 11. November in Königsberg, Magdeburg, So Kirchengemeinde, daß ihr dafür ein anderes für einen Stirchhot geeignetes Terrain vom Staate gewährt würde, batten feinen Am Mittwoch: in Hannover, Reichenbach Erfolg, weil der König annahm, daß das entzogene Terrais für die Gemeinde werthlos gewesen sei und deshalb eine En - Am Donnerstag: in Berlin und am Freitag in schädigung nicht einzutreten bätte. So blieb der Buftand bl gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts, in welcher Beit d Kirchengemeinde fich entschloß, im Prozeßwege Entschädigun vom Fiskus zu verlangen. Aber fte wurde in allen Inftang mit ihrem Anspruch vollständig abgewiesen indem die Gerid annahmen, daß das fragliche Kafernen- Terrain der Kirchen gemeinde in der damals gefeßlich üblichen Weise entzogen worden und daß Entschädigungsansprüche aus den später et laffenen Gefeßen über die Entschädigung bei Expropriationen nipulation garnicht glauben tönnen. Der Wisch hat folgenden nicht hergeleitet werden fönnen. Entschieden ist hierdurch aber nicht, daß die Kirchengemeinde fein Eigenthumsrecht an dem Neurode. Braunschweig. Jokates. cr. Wie es gemacht wird! Vor uns liegt ein wunder bares Schriftftüd, und wenn man es hier nicht schwarz auf weiß fehen würde, wie einzelne Blätter den Abonnentenfang betreiben, so würde ein gewöhnlicher Mensch an derartige Mas Wortlaut: Berlin, den 28. September 1884. P. P. Hierdurch erlauben wir uns Ihnen im Anschluß an unsere frühere MitDiel für sich in Anspruch nehmen, laffen die Annahme wohl gerecht- theilung, 40 Pfennig Bestellgeld für die Zustellung mehr dürfte zwangs veise das ursprüngliche Eigenthumidit fertigt erscheinen, daß entweder schon die Bählungen mit allen Mitteln, forrigit" worden find oder Aussicht haben, noch fortigit zu werden. des deutschen Tageblattes durch die Bost pro 1884 IV. Quartal zu übersenden. Wir geben uns der Hoffnung bin, daß Sie im Laufe des nächsten Vierteljahres unser Blatt fennen und lieben lernen werden, denn es bat sich die große Aufgabe gestellt, für alle großen nationalen vom Staate in Befig genommenen Terrain mehr hat Der Kirche eine praktische Bedeutung sodann wieder erlangen oder ihres öffentlichen Charakters entkleidet werden. N. Den Mißständen, welche den Adjazenten und Be suchern des Kreuzberges aus der Unvollständigkeit und Un Dinge voll einzutreten und unseren großen Reichskanzler in gewißheit der Straßennamen bisher erwachsen find, ist fest hr. Die Freifinnigen im 6. Wahlkreise. In der sehr feiner Arbeit zu unterstüßen. Vielleicht nehmen Sie Veran- durch eine große Tafel, welche ein Privatbefizer auf feinem zahlreich besuchten Versammlung der Vertrauensmänner der freifinnigen Bartei im 6. Wahlkreise, welche am Donnerstag 10 im Eisteller- Restaurant unter dem Vorfige des Herrn Pizmann behufs Beschlußfaffung über die bei der Stichwahl einzu nehmende Haltung stattfand, legte der Kandidat der freifinnigen Partei, Herr Klop, in flarer Weise die zur Zeit im 6. Wahltreise vorhandenen Parteiverhältnisse dar und zeigte, daß bei der überwiegenden Mehrheit der im ersten Wahlgange für den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei abgegebenen Stim men an einen Sieg des freifinnigen Kandidaten bei der Stichwahl nicht mehr zu denken jei. Erkennen wir deshalb Schloß Herr Klog den Sieg des Gegners schon jeẞt an und stehen wir ab von einer Fortiegung des Kampfes, wo wir an der Thatsache, daß diesmal der Gegner gefiegt, nichts ändern tönnen. In gleichem Sinne sprachen sich die Herren Lubenow, Kreter, Pietsch, Pigmann und Günzel aus. Nur die Herren Liebert und Hennig traten für die Fortsegung der Agitation ein. Von den am Schluß gestellten Anträgen ging der erste ( Lubenow) dahin, von einer Fortsetzung der Agitation Abstand zu nehmen und es jedem Wähler zu überlaffen, ob er sich an Der Stichwahl noch betheiligen wolle, oder nicht; der zweite laffung, vom 1. Januar 1885 die Zahl unserer Abonnenten zu vermehren, Achtungsvoll: Expedition des Deutschen Tage: blattes". Also in dieser Weise werden Abonnenten gefangen?! Einem Geschäftsmanne wird es Niemand verübeln, wenn er jedoch vom edlen D. Tagebl." geübt wird, ist bis jest jedenfalls Grundstück errichtet hat, abgeholfen morden. Nach der New 61: Dit 1) 2) Die Rasbachstraße ercl. Der Edhäuser von der Vorfstraße Kreuzbergstraße von Straße C refp 6a bis Mödernstraße incl Btg für seine Artifel eine möglichst umfangreiche und ergiebige Nr. 26. 3) Kriegersfelde. 4) Wödenstraße von der Re Reklame macht, es gehört ja heute leider im Allgemeinen bergstraße bis zur westlichen Weichbildgrenze. 5) Etrafe C noch nicht bekannt geworden; man hat es wohl schon erlebt, hört, hat vor einigen Tagen auf Beschluß des hieftgen Ami daß gewisse Geschäfte ihren Kunden etwas zuschenken", daß gerichts I. bei dem Verlagebuchhändler Junge in der Sty man aber seine Waare verschenkt und noch baares Geld zu lauerstraße eine Durchsuchung nach unzüchtigen Schriften bund müssen doch ein folossales Geld zu ihrer Verfügung haben, der Beschlagnahme von ca. 96000 Druderemplaren unfilier die Sittenpolizei stattgefunden, welche das erstauliche Remultal giebt, das ist gewiß noch niemals dagewesen. Die Leutchen wenn fie ihren Lesern noch das Bestellgeld obendrein erstatten, fie müffen aus einem Quell schöpfen, der niemals zu verfiegen fcheint. Freilich, wenn man gewiffe Erscheinungen hier in Berlin beobachtet, wenn man bedenkt, in welcher läftigen Weise Ireise mit einer fonservativ antisemitischen Beitung wahr Schriften verschiedener Art ergeben hat. Königstraße fam am 5. d. M., Nachmittags, ein Herr, welcher fich für seine Wintergarderobe verschiedene Waaren, als wollen hier in der Reichshauptstadt für die konservativ- antisemitische Oberhemden, wollene Unter beinkleider 2c., aussuchte und bie Strömung Propaganda gemacht wurde, wie hier ganze Wahl- Busendung derselben mit quittirter Rechnung in feine Bob haft überschwemmt wurden, dann braucht man sich nicht der Grenadierstraße. Am folgenden Vormittage überbiale N T theil Die 17. Apot Lehr wif auf Nat Bre Einj bann unw 3og wo e Berl fchaf mit im Best aus feine Bor blieb gen Deffe Der ohn zurü Sein au d nifte über Die baft gera au n สน ปี nach Er Wei Küd bis bien Bo ein Bri thn, zule et Sen bezo Deffe jam bift bra Во Beit Die beit Du in Jal Be ber Au Sto för bai De De B PORE A MASTEROREN AGASCA euer Klier iefem Dom tritt St be u ge st. 1, in ündet tsan Strafs Bach Baris bafte Sitter woor ftens Strett Ver efttm Ver u be schon anzen me abs ibern, De mit edigen Lagen. at der anten n den Rasen s zur ut auf unden fagte reine it bie nd in Flede te ein e, da tegens war er bahn hatte Dienft - aukEusler, in die wimm of thn über alais. , als Feldeinem n un chluckt e täg peißen , den enden rhist nach nach e Ehe mente 8 zur r des t, da г. Rachts einen it ers nach jeant Braut palts I der bem mag B ift Ver Teini Erbs nung rufen nicht ge mern dem in der Grenadierder Hausdiener des Kaufmann wohnenden F. Die gekauften Tage ein möblirtes Bimmachen an und erklärte sodann, daß Sachen. F. probirte pi einige Stüde ihm trecht pakten und umgeändert werden müßten. Er gab diese Stücke dem Hausdiener mit den Worten, das er dieselben abgändert wieder zurückbringen und fodann sahlung für die ganzen Sachen erhalten sollte. Hierauf wone fich aber der Hausdiener nicht einlassen, welcher entweder fofortige Bahlung oder Burüdgabe sämmtlicher Sachen verlangte. wurde darüber ungehalten, weigerte fich, die einbehaltenen, zum größten Theil auf seinem Leibe befindlichen Sachen wieder herauszugeben, wobei er die Bemerkung machte, daß dem Verkäufer frei stände, ihn wegen der Zahlung des Breises zu verklagen, und wies den Hausdiener aus der Wohnung. Dieser stellte sich nun an der Hausthür auf, das Vorübergehen eines Schußmannes erwartene, welcher auch furze Beit darauf heranfam. Inzwischen hatte ich über eine Hintertreppe nach dem Hof geflüchtet, um von da aus, während fich der Hausdiener mit dem Beamten nach seiner Wohnung begab, aus dem Hause zu entkommen. Von Hausbewohnern darauf aufmerksam gemacht, gelang es, den Fliehenden zu ergreifen. Bei F. wurde auch ein Pfandschein über 400 Bigarren gefunden, die er in seiner früheren Stellung als Stadtreisender eines Bigarrenhändlers unterschlagen hatte. F. ist heute zur Unterfuchungshaft gebracht worden. N. Einer unserer hiesigen berühmten Maler ist ein so eiftiger Verehrer des Schwimmsports, daß er bis vor acht Tagen noch im Freien gebadet hat. Es ist dies wahrlich ein Beichen fräftiger Gesundheit, die im Intereffe der Kunst unferem Mübürger, Herrn Knuth, noch recht lange erhalten bleiben mag. a. Der mehrfach mit Zuchthaus bestrafte Sattler N. wurde gestern gegen Abend in dem Seitenflügel eines Hauses in der Fürstenstraße von einem Knaben bemerkt, während er beschäftigt war, die Thür zu einem im Barterregeschoß belegenen Bimmer mit einem Nachschlüssel zu öffnen. Der Knabe tief einen im Hause wohnenden Mann herbei, welcher den N. überraschte, als dieser gerade die Thür geöffnet hatte. N. ftellte eine Diebstablsabficht unbedingt in Abrede; er hätte im Treppenflur auf einen Bekannten gewartet und da ihm die Beit zu lang geworden, so hätte er, ohne an etwas Unrechtes zu denken, mit einem feiner Schlüffel an dem Thürschloß berumprobirt, welches dadurch geöffnet wurde. Dieser Ausrede wurde aber fein Glauben beigemessen und N. wurde in das im gedachten Hause befindliche Restaurationslokal gebracht und einem Kellner zur Ueberwachung übergeben, während ein Bolizeibeamter herbeigeholt wurde. In der Bwischenzeit gelang es dem N., sich zu befreien und die Flucht zu ergreifen. Er murde aber auf der Straße von dem gerade ankommenden Beamten ergriffen und zur Wache gebracht. N. ist gestern sur Untersuchungshaft nach Moabit gebracht worden. Weise äußerte sich Drechsler Hildebrandt. Stadtv. Schiegs Stadtv. Schieg nig: Ich habe durchaus nichts dagegen, wenn die Arbeiter fich vouständig der Wahl enthalten, denn alsdann ist der Sieg der Fortschrittspartei bei den Stichwahlen in Berlin gesichert. Ob pohl ich der Fortschrittspartei angehöre, so stehe ich nicht an zu sagen, daß sich die Partei durch die Fufton mit den Sezessionisten sehr geschadet hat. Allein troßdem werden Sie zugeben müssen, daß die liberalen Parteien 1o manches gefchaffen haben, was dem Volke zum Segen gereicht.( Lebhafter Widerspruch.) Wenn Sie sagen: das allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht sei vom Fürsten Bismarck gegeben worden, so dürfen Sie doch nicht vergessen, daß die Fortschrittspartei sehr lange für diese Forderung gefämpft hat. ( Widerspruch.) Kaufmann Lüpschüß bezeichnete es als taftischen Fehler des Stadtv. Schiegnig, daß dieser um die Stimmen der Arbeiter buhle. Die Fortschrittspartei sei start genug, um den Kampf gegen die Konservativen allein aufzunehmen und bedürfe der Stimmen der Arbeiter nicht.( Beifall und Widerspruch) Nach noch kurzen Bemerkungen der Stadtver ordneten Schiegniß und Gördi wurde mit allen gegen 3 Stimmen resolvirt:„ Die Versammlung beschließt dafür zu witten, daß die Arbeiter fich bei der Stichwahl im dritten Berliner Reichstagswahlkreise der Stimmenabgabe enthalten." t. Mit polizeilicher Auflösung endete am Donnerstag Abend die außerordentliche Versammlung des Arbeiterbezirks vereins der Oranienburger Vorstadt und des Wedding, welche in Mothe's Vereinshaus, Cöslinerstr. 17, stattfand. Auf der Tagesordnung derselben stand ein Vortrag über: Die Bedeus tung der Stichwahlen" und war als Referent Schriftseger Kunkel erschienen. Derselbe begann seine Ausführungen mit einer Kritik der deutsch- freifinnigen Partei bezüglich ihrer Stellung zur Arbeiterpartei und entwickelte die Verschiedenheit der Prinzipien beider Parteien, trotzdem die Erstere behaupte, ste trete für dieselben Forderungen ein, wie die Leptere, in Wahrheit aber die Arbeiter nur durch Versprechungen zu födern fuche, die fie zu halten nicht gewillt sei. Für welche Forde rungen," fährt Redner fort, ist sie denn schon eingetreten? Etra für Aufhebung des Sozialistengefezes? Durch die Abstimmung der 28" hat die deutsch freifinnige Partei bewiesen, daß sie nicht für Aufhebung des Sozialistengesezes einzutreten gewillt ist, ebensowenig, wie für unsere anderen Forderungen." Nachdem Referent diese Worte gesprochen, erfolgte die polizeiliche Auflösung der Grund des§ 9 des auf Grund Bersammlung Sozialistengesetzes. a. Hehler und Stehler verhaftet. Der Handelsmann B., welcher von dem gestern wegen Bestellzettelschwindeleien Bersammlung beschlossen, da seit dem Bestehen des Vereins berhafteten Klempnerlehrling K. einen Theil der von diesem etschwindelten Metalle gelauit hatte, ist heut wegen Hehlerei zur Untersuchungshaft gebracht worden. g. Einen recht unglüdlichen Fall that gestern Abend ein älterer tann in einem Bäckerladen der Kochstraße. Der elbe hatte daselbst ein Brod gekauft und war eben im Begriff, den Laden zu verlassen, als er auf den zur Ladenthür führenden Treppenstufen zu Fall kam und in die Thürscheibe schlug, so daß dieselbe zertrümmerte. Bei diesem Fall zog sich der Mann eine so bedeutende Schnittwunde auf dem Rücken der Markgrafenstraße begeben mußte, um fich dort einen Verband anlegen zu laffen. g. Die Leiche eines ca. 45 Jahre alten, anscheinend dem Handwerkerstande angehörigen Mannes, welche am 27. v. M. im Grunewald aufgefunden worden ist, hat bis heute trot aller Nachforschungen nicht refognoszirt werden können. Der Verstorbene war von kleiner Statur, hatte kurzes, braunlockiges Saar( und braunblonden Vollbart. Bekleidet war er mit blauem Stoffüberzieher mit schwarzem Sammettragen, schwarzgeftreiftem Gehrock, dito Weste, neuen blauen Beinkleidern, grauwollenen Trikot Unterhosen mit rothem Besatz am Bunde, grauwollenen Strümpfen und Schnürschuhen. Außerdem trug er eine weißwollene fog. Gesundheitsjade, weißleinenes hemb and Chemisett, schwarze Kravatte und schwarzen, runden Filz bezügliche Antworten werden durch den Amtsvorsteher Herrn v. Schleinig, Forsthaus Grunewald, bereitwilligft beantwortet. Polizei- Bericht. Um 4. d. M. Abends fiel der ZimmerErde und brach den linken Unterschenkel. Er wurde mittelst gefelle Bfioner bei einer Schlägerei in der Birkenstraße zur Droschte nach dem städtischen Krankenhause in Moabit gebracht. Am 6. d. M. früh wurde der Schlosser Schmidt bei der getroffen und verstarb auf der Stelle. Die Leiche wurde nach feiner Wohnung, Friedrichsfelderstraße Nr. 19, gebracht. An demselben Tage Vormittags stürzte der 11 Jahre alte Sohn des Rentiers Buffe, Ritterstraße Nr. 46 wohnhaft, wahrschein lich beim Hinabrutschen auf dem Treppengeländer auf den Flur hinab und war sofort todt. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Der Louisenstädtische Bezirks- Verein Vorwärts" hielt am Mittwoch, den 5. Noobr. eine Generalversammlung ab, in welcher zunächst eine Ergänzungswahl des Vorstandes stattfand. Es wurden gewählt: die Herren Kirchner zum ersten Schriftführer, Freitag zum zweiten Schriftführer, und die Herren Schäfer und Pampe zu Beifißern. Da der Reichstagsabgeorbnete Herr Singer am Erscheinen verhindert war, fiel Vortrag und Disluffton aus. Unter Berschiedenem wurde von der beinahe ein Jahr verflossen, ein Stiftungsfest zu veranstalten und der Vorstand beauftragt, das Weitere zu veranlassen. Sodann gab Herr Strehlow einen turzen Ueberblick über die stattgehabten Reichstagswahen, fam dann auf die Stichmahlen zu sprechen und äußerte fich von seinem persönlichen Standpunft ausgehend dahin, daß es von Seiten der Arbeiterpartei das Richtigste wäre, wenn sie ihrem Prinzip bei der Stichwahl ebenso treu bleiben würde, wie bei der Hauptwahl nnd fich der Stimmabgabe, falls es feinen Kandidaten der Arbeiterpartei betrifft, zu enthalten. Sollte dieser oder jener durch seine Stellung vielleicht gezwungen sein, zur Stichwahl zu gehen, so könne er dadurch, daß er einen ungiltigen Stimmzettel abgiebt, seine Stimme nichtig machen. Avis für die Mitglieder der Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter, örtliche Verwaltungsstelle Berlin F.( Schönhauserthorbezirk.) Die Zahlstelle Invalidenstraße 131 bet Dable ist aufgehoben und es sind dafür 2 neue erichtet. Die Zahlstellen befinden fich von jetzt ab: 1. Im Lotal von Fr. Guth, Linienstr. 160, Ecke der Kl. Hamburgerstr.; 2. Lintenstr. 230 bei Lücke; 3. Meßerstr. 20, Ede der Prenzlauer Allee, bei Wieland, und 4. Zionskirchplay 11, Ecke der Swinemünderstr. bei Hohn, wo alle Sonnabend von 8 Uhr Abends die Beiträge entgegengenommen, sowie Beitrittserklärungen resp. Aufnahmen neuer Mitglieder stattfinden. Die Krankenmeldungen finden ſtatt: beim Ortskaffirer Blume, Streligerstr. 58 III und wird daselbst Das Krankengeld ausgezahlt. Der Bevollmächtigte: Fr. Meiß ner, Streligerstr. 50 III, Drei Versammlungen der Drechsler und Berufsgenossen finden am Sonntag, den 9. d. Mts. mit der Tagesordnung ftatt: ,, Unsere freien Hilfskaffen im Gegensatz zur Orts- und Innungstaffe. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Die erste Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37; die zweite bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75; die dritte Industrie Hallen", Mariannenftr. 31-32. Die Zahlstellen der Hilfskaffe der Drechsler find Sonnabends von 8 bis 10 Uhr in folgenden Lokalen: Sodle, Ritterstr. 123; Pfeifer, Alte Jakobstr. 105; Gericke, Fischerstr. 24; Schröder, Reichenbergerstr. 24; Nieselt, Wrangelstr. 136; Wirfig, Andreasstr. 44; Bolland, Elsafferstraße, Ede der Sleinen Hamburger. Generalversammlung des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Klavier- Arbeiter. Sonnabend, den 8. d. Mts., Abends 81%, Uhr, Kommandantenstr. 77-79, in Gratweil's Bierhallen( untere Saal). Tages- Ordnung: 1. Statuten berathung. 2. Abrechnung vom legten Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten. Die Wähler der Arbeiterpartei des dritten Berliner Rotibuserstraße 4a stattgehabten, äußerst zahlreich besuchten gliedes des Vereins, in der Versammlung pünktlich zu erVersammlung zu den Stichwahlen Stellung. Stadtv. Gördi ist aus den sattsam erörterten, neulich noch von Herrn Singer ausgeführten Gründen gegen Unterstügung der Freifinnigen wie der Konservativen. Tischler Werner spricht in demselben Sinne. Herrn Stöcker. Schriftfeßer Judis empfiehlt unter großem Lärm Gürtler Kreuz: Ich erwidere dem Vorrebner, daß in erster Reihe die Konservativen für ein Gesetz gestimmt haben, das jede freie Meinungsäußerung niederdrückt. Die sozialen Reformen, für die die Konservativen an geblich fämpfen, haben dem Arbeiter noch nicht das Mindeste geholfen. Wenn die Regierung wirkliche foziale Reformen schaffen würde, dann würden die Arbeiter mit wehenden Fahnen zu ihr übergehen. Handlungsgehilfe Hennig: Ich habe mit Freuden Herrn Tubauer meine Stimme gegeben. Allein ich vermag mich als Wähler des zweiten Wahlkreises nur mit schwerem Herzen am 13. November der scheinen. Außerdem find Werkstätten eingeladen, die dem Verein bis jetzt noch fern stehen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Den Mitgliedern zur Nachricht, das Quittungsbuch mitzubringen. Säfte find willkommen. Eine große Wählerversammlung für den zweiten Reichstagswahlkrets findet am Montag, den 10. November, Abends 8 Uhr, auf Tivoli, Lichterfelderstr., statt. T.- D.: Die bevorstehenden Stichwahlen und das Verhalten der Arbeiterpartei zu denselben. Ref.: Reichstagsabgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erforderlich. Eine große Versammlung der Tischler findet am Sonntag Vormittag 10 Uhr im großen Saale von Keller's Gesellschaftshaus, Andreasstraße 21, statt. Die Nichtbestäti gung des Gesellen- Ausschusses der biefigen Tischler- Innung und das Verhalten der Berliner Tischler jegt in diefer Ange Wahl zu enthalten, wenn ich erwäge, daß in diesem Wahlkreise legenheit, steht auf der Tagesordnung der Versammlung, zu Virchow einem Stöcker gegenübersteht und ganz besonders wenn ich in Betracht ziehe, daß daß allgemeine, gleiche, direkte und ge laden ist. Da die Motive der Nichtbestätigung in der Verbeime Wahlrecht durch eine fonservative Reichstagsmehrheit aufs sammlung mit zur Sprache kommen, so dürfte sich dieselbe zu einer sehr interessanten Rundgebung gestalten. Der Einberufer erwartet um deswillen eine allgemeine Betheiligung. Aeußerste gefährdet sein würde. Stadtv. Gördi: Wir sind stets mit aller Entschiedenheit für das allgemeine gleiche, direkte und ges heime Wahlrecht eingetreten und werden das auch ferner thun. Allein nicht der Fortschrittspartei, sondern dem Fürfien Bismard haben wir dieses Wahlrecht zu danken. Die ,, Voltss." schrieb einmal: ,, Das allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht ist eine demokratische Forderung, die vorläufig vertagt werden muß." sation und die Stellung des Vereins zu derselben." Um Uebrigen ist zu ermägen, daß dies Wahlrecht nunmehr interesse der Sache ist zahlreiches Erscheinen der Drechsler und Fleisch und Blut des Volkes übergegangen ist und ohne Weiteres nicht aufgehoben werden kann. Sollte jedoch die Res gierung mit diesem Gedanken umgehen, dann werden es die Der Verein zur Wahrung der materiellen Intereffen der Drechsler und Berufsgenossen tagt am Diontag, den 10. November, Abends 8 Uhr, bei Teichert, Neue Grün straße 32. Auf der Tagesordnung steht:„ Die neuere Drganis Im InBerufsgenoffen geboten! Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Versammlung des Fachvereins der Stellmacher. MonHerren Virchow und Genoffen auch nicht halten.( Beifall.) tag, den 10. November, Abends 8 Uhr, regelmäßige VereinsRiftenmacher Müller griff in sehr heftiger Weise die tonfervas versammlung in Schäffert's Salon, Inselstr. 10. Die MitWahlenthaltung empfehle, auf keinen Fall dürfen die Arbeiter aber für Stöder und Brecher, oder gar für den Karliftenführer Cremer" stimmen.( Beifall.) In genau derselbe Eine allgemeine Versammlung der Weber, Wirker, Posamentiere, Spinner, Färber und verwandten Berufsgenossen findet am Sonntag, den 9. November, Vormittags 10 Uhr in | Kellers Lokal( Oberer Saal), Andreasstr. 21, statt. L.- D.: Freie Hilfstaffen und Ortskaffen. Der Fachverein der Posamentiere und Seidenknopfmacher hält am Montag, den 10. November, Abends 8 Uhr eine Versammlung, Holzmarktstraße 72 ab. 2.- D.: 1. Fachwiffenschaftlicher Vortrag. 2. Verschiedenes. Die Versammlungen finden jeden Montag vor dem 1. und 15. jeden Monats statt. Eine große öffentliche Maschinenbau- und Metallarbeiter Versammlung findet Sonntag, den 9. November, Vormittags 10 Uhr, im Eisfeller- Etablissement, Chauffeestr. 88, statt. Tagesordnung und Referent werden in der Versammlung bekannt gemacht. Es ist Pflicht eines jeden Maschinenbauund Metallarbeiters bei der Wichtigkeit der Tagesordnung zu erscheinen. Bur Deckung der Unkosten fleines Entree nach belieben. Eine öffentliche Versammlung der Maler findet Sonntag Vormittag 10 Uhr in den Gratweil'schen Bierhallen statt. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. 3 ved des zu gründenden Verbandes. 3. Delegirten- Wahl. 4. Ver schiedenes. Tischler Verein. Kottbuserstr. 4a, Abends 8% Uhr: Vortrag des Lehrers Herrn Sandberg. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Korbmacher Berlins und Umgegend findet Sonntag, den 9. D. M., d. Vormittags 10 Uhr, im Lotale des Herrn Otto, Adalbertstr. 21, statt. T.-D. wird in der Versammlung befannt gegeben. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Freitag, den 7. November. ( Ohne Gewähr!) 25 810 67 324 595 360 378 692 851 301 110 730 249 853 355 850 899 129. 1913 907 843 295( 500) 231 330( 300) 447 871 813 264 536 959 782 215 627 690 570 714. 2580 778 190 481 684 384 429 74( 500) 854 438 502 517 681( 300) 172 674 515 886 522( 300) 343 621 290 630. 3536 298 212 117 637 869 527 836( 500) 433 690( 1000) 406 765 171 111 666 137 230 802 352 123 960 664 292( 300). 4786 880 557( 300) 362 26 241 500 542 186 707 669 795 341 137 436. 5879 534 348 581 773( 500) 400( 3000) 998 736 593 397 245 405 38( 300) 521( 1000) 911 456 196 381( 500) 557 107 983 4. 6707 140 784 5 202 687 304 226 988 79 452( 1000) 654( 500) 651( 3000) 262 955 172 229 861 556( 500) 261. 7838 39 437 151( 3000) 666 741 25 262 862 42 584( 500) 421 347( 300) 514 473. 8077 340 431 86( 3000) 601 792 616 475 90 545 349 922 834 147 105 437 207 ( 1000) 334 542. 9038 302 531 48 112 239 306 796 196 3 899 428 161( 500) 426 626 453 533 482 372( 300) 280 576 476 292. 10586 474 69 783 743 805 48 123. 11062( 500) 956 ( 1000) 225( 300) 746 541 621 659 260 272 206 304 537 73 646 158 618 889 64 133 648 638 862. 12259 193 543 115 651 528 456 711 900( 300) 837 225 76 59 747 422 432( 3000) 768. 13933 683 752 265 159 981 895 902 636 985 957 850 399( 3000) 918( 300) 502 457( 5000) 449 828 234 978 900 296 423. 14237 175 44 859 227 757( 300) 135 467 154 827 357 995 925 698 811 81 475 756 234 609 922 996 303 278 ( 3000). 15146 556 761( 300) 375( 500) 693 514 251 598 594 563( 300) 317 838 910( 300). 16767 189( 3000) 26 580 847 722 495 774 879 232 817 715 349 477 683 48 532 921 431 323 313. 17234 17 417 143 628 171 573 985 898( 300) 178 459 565 775 874( 500) 412 581. 18482 27 289 260 689 576 147 938 672 763 945( 500) 79 588 652 411 124 148 222 675 433 982( 300) 831 735( 500) 265( 300) 473 408. 19511 575 224( 3000) 274 421 397 751 325 928( 3000) 16.460 12 417 285 828 264 806 276 788 491. 20204 423 770 979 875 701( 500) 48( 300) 718 348 444 465( 300) 598 104 874 269( 300) 4 441( 3000) 367 327. 21769 257 836 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300) 535( 500) 232. 31789 293 261 173 994 68 797 105 502 310 894( 1000) 76 21 654 46 472. 32382 559 313 323 198 596 366 151 960 535( 300) 700 278 347 955 251 898( 300) 403 365 980( 300) 3 814. 33259 664 195 652( 300) 677 809 25 852 715 408 145 161. 34653 629 355 327 134 329 910 115( 300) 593 157 631 365( 300) 891( 15000) 77 564 277 182( 500) 965 645 490( 300) 949( 300) 441 930( 300) 620. 35197 652 727 ( 500) 765 231 773 501 164 232 571 340 367 389 525 750 801( 300) 819 647 169 882 864 892( 3000) 405 212. 36505 425 798 799 679 382 672 843 740 895 394 91.564 534 508 422 950 176 942. 37135 71 520 581 335 955 308 464 245 13 760 858 787. 38404 663 567 406 427 8 992 106 218 414 800 560 444( 300) 836 867 982 355 125 659 54 430 305 490 170 913 117 923. 39428 129 758( 3000) 958 793 575 438 393 423 520 240 175( 1000). 40581 662 535 829 42 653 786 188( 300) 39 935 307 ( 300) 340 351 772( 500) 174 658 813( 300) 308 971 808 89 226 254 207 13. 41084 901 273 66 314 496 501( 1000) 918 720 976 169 819 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500) 107 22 325 728 609 536 393 758 99 939 864 276 157( 3000) 863 378 945 315 241( 500) 610 635 468 63 614. 62226 661 191 877( 300) 300 475 ( 1000) 820 500 208 571( 300) 882 828. 63617( 500) 714 804 259 298 944 186 839 8 47 488 133 979 659 119 907 444 651( 300) 972 630 723 919 115 862. 64562 858 86 48 626( 1000) 517 315 94 868( 500) 622 477 494 742 504 ( 3000) 28 109 583 343 733 124 332. 65723 881 647 644 834 842 196 414 671 210 139 309( 300) 512 897 186 377 ( 3000). 66017 14 157 852( 300) 933 218 481 801( 1000) 794 192 455 288 792 614 545 231 741( 500) 977 395.747 881 947 793, 67539 848 253 392 715 865 529 202 277 307. 68287( 3000) 54 901( 500) 16 730 60 615( 300) 359 136 268 565 507 982 203 176 45 386 288 140 647( 1000) 186 613 592 858 234 411( 300). 69468 443 922 141 349 762 234 28 773 933 525 100 122( 500) 917 430. 70517 904 476( 1000) 773 492 286 317 502 509 949 ( 15000) 984 27 970 831 96 484 872 59 14 755 382 732 716 160 678. 71779( 3000) 271 911 884 742( 300) 792 650 415 361( 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Theater. Königliches Opernhaus: Sonnabend: Der Freischüß. Königliches Schauspielhaus: Deutsches Theater: Sonnabend: Romeo und Julia. Sonnabend: Ein Schritt vom Wege. Bellealliance- Theater: Sonnabeng: 45. Gastspiel der fönigl. Hofschauspielerin Franzista Ellmenreich. Auf Verlangen: Bürgerlich und Romantisch. Renee Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Oftend- Theater: Sonnabend: Gilette. Sonnabend: Madame Potiphar. Central- Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Sonnabend: Auftreten des Fräul. Anna Grünfeld. Bum 15. Male: Der Walzer- König. Gesangspoffe in 4 Aften v. W. Mannstädt, Mufik v. G. Steffens( Novität!) Vittoria- Theater: Sonnabend: Excelfior. Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. 585 783 497 2 857 311 760 493 754( 500) 644 894 969 153 ( 300) 876( 300) 884. 76064 501 840 915 538 725 63 748 76064 501 840 915 538 725 63 748 663 714 614 494( 300) 938 84( 1000) 869. 77629 442( 300) 377 217 841 826 586 948 779 179( 300) 973 169 243 933 237 113( 300) 894 166 709 740 561 920 176 425 752 42 210. 78815 634 630( 300) 486 444 158 422 747 571( 3000) 317 999 935 261 498 249 80 693 270 310 496( 500) 696( 3000). 79564 346 843 885 822 69( 1000) 23 904 33 984 120 947 837 129 316 707 635 394( 300) 41 176. Sonnabend: Bum 1. Male: Das Geheimniß des Herrn Marchese. Lustspiel in 3 Akten von Paclo Ferrari ( Novität.) Ballner Theater: Sonnabend: Bum 43. Male: Der Raub der Sabinerinnen. 80053( 1000) 818( 1000) 712 542 303 338 448( 3000) 73 391 114( 300) 805 531 242 148( 500) 13( 300 182 657 308 101 895. 81033 540 974 94 312 424 427 903 14 952 152 517 689 718( 300) 53 8. 82797 990 965 628 967 719 481 905 831 438 182 964 959 495 195 780 145 360 152. 83943 549 279 437 678 931 293 111( 3000) 546 807 140 144( 300) 869 298 704 902. 84825 431 850( 300) 394 117 749 32 322 208 469 618 202 740( 500) 840 726 844 906 702 683 161 ( 300) 438 746( 500) 934 398 269 601 719( 500) 923 214( 300) 769. 85220( 1000) 705 22 788 526 584 439 979( 500) 70 547( 500) 84 297 431 862 133 841 882 389 706( 500) 761 365 653. 86754 932 970 124 312 776( 300) 772 578 305 16 191 425( 300) 28 960 278 945 180 520 460. 87745( 300) 321 197 58 94( 3000) 161 891 949 363 499 823 902( 300) 598 171 936( 1000) 583 396 357. 88377 325 695 576 981 ( 500) 92 17 251 937 909 362 329 609 219 354 140. 89255 750 415 116 23( 300) 634 156 305 964 449 150 226 342 802 698 284 818 234 446. Soutfenstädtisches Theater: Direktion: Josef Firmans. Sonnabend: 68. Gaftspiel der Liliputaner. Zwei Vorstellungen. Nachmittags 2 Uhr: Bum letzten Male: Sneewitt Abends chen und die Zwerge. Ermäßigte Preife. 7% Uhr: Bum zweiten Male: Der böse Geift Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt, Bauberpoffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Joh. Nestroy. Alhambra- Theater. Wallnertbeaterstraße 15. Heute Sonnabend: Die Lieder des Musikanten. Bolfsstüd mit Gesang in 5 Aften von R. Kneisel. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgeführt von aus 20 Mufilern bestehender Kapelle, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Ludwig Clauftus. Anfang des Konzerts 7 Uhr, Der Vorstellung 7% Uhr. Stebbierhalle und Restaurant Don MAX KREUTZ Admiralstr. 40. Cottbuserplalz ( Ate Linde.) Reichhaltiger Frühstückstisch, Gutes Bairisch Bier à Glas 10 Pig. Sonnabend, den 8. November: Großes Gänseausschieben. Achtungsvoll 1244 1214 Lorenz, Restaurateur, Manteuffelstr. 41. 90305 929 757 772( 300) 949 214 415( 500) 158( 1000) 178 361 987 681 370 605 494 864( 1000) 813. 91528 910 942 470 884 838 96 307 859( 300) 282 235 902 228 901. Allgemeine Versammlung der Weber, Wirter, Posamentierer, Spinner, Färber und verwandten Berufsgenossen in Keller's Lokal,( oberer Saal) Andreasstraße Nr. 21, am Sonntag, den 9. November, Vormittags 10 Uhr. Tagesordnung: Freie Hilfskaffen und Ortskaffen. General- Versammlung des Fachvereins der Rohrleger 1239 findet am Sonntag, den 9. d. Mts., Vormittags 10 Uhr im Vereinslokal, Staligerstr. 126 statt. 1237 6. Reichstags- Wahlkreis. Alle Diejenigen, welche bei der Stichwahl thätig sein wollen, versammeln fich Sonntag früh 7 Uhr, Lothringerstraße 37, Deutscher Kaiser". Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls und halbjährlicher Kaffen- Abschluß. 2. Neuwahl des Vorstandes und der Kommission. 3. Verschiedenes. Nur Mitgliedern ist der Zutritt gestattet. Quittungsbuch legitimirt. Sonntag, den 9. November, Vormittags 10% Uhr, findet eine Mitglieder- Versammlung Große öffentliche Maschinenbau- und Metallarbeiter Versammlung. Sonntag, d. 9. Nov. 1884, Vormittags 10 Uhr, im Eisfeller Etablissement, Chauffeeftr. 88. 92217 242 421 391 898. 947 414( 3000) 257( 500) 65189( 3000) 22 519 311( 300) 955 93946 557 376 768 731 469 78 131 139 466( 300) 596 593 00) 922 466 620 314 869 500( 300) 425 801 776 890 239. ( 3000) 306 800 784 69 915 248( 300) 438 104 637 162 290 404 125 372 827 343. 95924 706 957 502 225 892 500 60 91 694 184( 300) 996 964 576 492 614 111 664 388 711 319. 96 494 754 171 847 967 342 93 349( 300) 990 668( 300) 264 77 174 996 118( 300) 407 498 405 15 30. 97113( 1000) 91 296 24( 300) 520 748( 3000) 652 365( 1000) 887 694 394 266 83 434 123 382 333 907. 98339 503 684( 300) 294 90 749( 300) 679 890( 300) 261 99 388 266 605 284 131 662 793 379 400 337 33 300 521. 99559 542 632 344 312( 500) 432 371 884 313 130 341 906 8 21 424( 300) 255 766 789( 1000) 351 682 265 770 454( 3000). Tagesordnung und Referent werden in der Versammlung bekannt gemacht. des Vereins zur Wahrung der materiellen Intereffen der Fabrik arbeiter Berlins im Lofale ,, Königsbank", Große Frankfurter straße 117, statt. Tagesordnung wird wegen der Wichtigkeit in der Versammlung belannt gemacht. Mitglieder werden auf1234 genommen. Gäste find willkommen. Der Vorstand. Versammlung der Fabrikarbeiter. Sonntag, den 9. November, Vormittags 10 Uhr im..Uni versum", Brunnenstr. 29. Tagesordnung: 1237 Es ist Pflicht eines jeden Maschinenbau- und Metallarbeiters zu erscheinen, da es die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert. 1. Verlesung des Statuts der Bentral- Kranken- und Sterbelaffe der Fabritarbeiter und Arbeiterinnen, Eingeschriebene Hilfskaffe.( Sig Dresden). 2. Verschiedenes. 1243 Aufnahmefcheine können in der Versammlung entgegen genommen werden. Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Einberufer. Fachverein der Posamentiere und Seidenknopfmacher. Briefkasten der Redaktion. J. K. Waldemarstr. ad. 1. Die Person ist strafbar. ad. 2. Wir werden Ermittelungen anstellen. Ste wiffen ja felbst, daß wir in jenen Streifen nur wenige Verbindungen haben. Ueber den S. fönnen wir Ihnen an dieser Stelle feinen Bescheid geben, vielleicht bemühen Sie sich einmal zu uns, Alles Uebrige ist besorgt. Montag den 10. Novbr., Abends 8 Uhr, Versammlung, Holz marktstr. 72. T.- D.: 1. Fachwissenschaftlicher Vortrag. 2. Verschiedenes. Die Versammlungen finden jeden Montag vor dem 1. und 15. eines jeden Monats statt. 1249 Der Vorstand. Junge Leute finden gute Schlafft. Friedenstr. 91, IV. Möbl. Schlafstelle b. Th. Fenske, Reichenbergerstr. 167, v. III. bester Qualität, Rauch, Kau- und SchnupfBur Deckung der Unkunsten Kleines Entree. Um zahlreiches Erscheinen ersucht R. Denzig. Boffenerstraße 36. Cigarren bale, Cigarrenspißen und Shag- Pfeifen in großer Auswahl empfiehlt M. Meyer, Fruchtstraße 36 a im Freischüh. Gegründet 1870. sid 8 o 1134 S. S. Langeftr. Wir können Ihnen ein Mittel gegen Die Krankheit nicht angeben; auch fennen wir Niemanden, der dergleichen Kuren ausführt. Als Kenner fönnen wir Ihnen nur rathen: Lassen Sie das Thier in richtiger Temperatur hängen und fleißig in abgestandenem Waffer baden. 2. Für die bezeichnete Lotterie mangelt es uns noch an Raum. Magazin für Herren- Garderoben. Alle Mann zu Fuss. 148 Moritz- Platz 148 empfiehlt eleg. 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Berantwortlicher Redacteur R. Gronbeine in Berlin. Drud und Verlag son Stag Bading in Berlin SW., Beuty ftrage 2. Gegründet 1870. wollt au er Spät eine Befel und geba Sterzu eine wetlag alle hübsch her in und Seite einfac tann, weilen nicht Lage t ein blatt" Die nderen wand, tein obiges tt" in Birthe gewiß noch Ide ju Terung munds wird infrel wortet Al nicht t, fich utfa einem ittigen $ mit Folgen e eine burd übre er vet ter en Sk Nr. 186. Beilage zum Berliner Volksblatt. Ueber Dr. Dulk's Leben theilen wir unseren Lesern folgende intereffante Notizen mit, die wir Kurz's Geschichte der neuesten deutschen Literatur entnehmen: Sonnabend, den 8. November 1884. hafen, etwa 1 Meilen, in 6 Stunden durchschwamm, ohne die Hilfe eines nachfolgenden Bootes nöthig zu haben. Nicht weniger bezeichnend ist, daß Dull, der in seinen ersten Jugendjahren voll schwärmerischer Frömmigkeit im Sinn der proteftantischen Kirchenlehre war, in Folge selbstständiger Be schäftigung mit der Bibel und den Schriften von Strauß, Feuerbach, Bauer u. A. fich ganz von der Kirche trennte und im Jahre 1849 feinen Austritt aus derselben in rechtsgiltiger Weise erklärte und seitdem die sonst der Kirche überlassene Sorge für Andacht und Erziehung als Haupt der Familie selbst übernahm. Seit 1865 ist Dult aus Preußen ausgewandert und in Württemberg ansässig geworden. Ebenso eigenthümlich wie sein Leben sind auch seine Schriften, in denen fich die ganze Kraft und die Selbstständig leit seines Wesens, sowie eine echt poetische Begabung ausspricht." Von Dults zahlreichen Schriften find außer dem schon genannten Drama Drla" zu erwähnen: das Drama Lea" ( 1814, die politifche Komödie„ Die Wände"( 1848); bas Drama, Simson"( 1859); Jefus der Christ" in neun Handlungen mit einem Nachspiel( 1865); die Kaiser- Tragödie, Konrad II." in zwei Abtheilungen: König Enzio", Text zur J. J. Abert'schen Oper u. a. Außerdem bearbeitete er Heinrich v. Kleift's ,, Die Familie von Schroffenstein", Schriften politi schen und philosophischen Inhalts find: Der Tod des Bewußtfeins( 1863); Patriotismus und Frömmigkeit( 1871); Thier oder Mensch( 1872). Die bedeutendsten Werte Dults find zweifellos ,, Die Stimme der Menschheit", 2 Bde.( Leipzig 1876 und 1880), fowie der Jrrgang des Lebens Jesu"( Stuttgart 1884), Von Legterem ist nur der erste Theil Die historischen Wurzeln und die galiläische Blüthe", im Drud erschienen, der zweite Theil: Der Messtasgang und die Erhebung ans Kreuz" war fast beendet, als der Tod den unermüdlichen Mann hinwegraffte. Albert Friedrich Benno Dulf, geb. zu Königsberg am 17. Juni 1819, trat, zum Nachfolger seines Vaters, eines Apothekers und Professors der Chemie, bestimmt, 1835 als Lehrling, 1839 als Gehilfe in dessen Geschäft, absolvirte inzwischen auch 1837 die Maturitätsprüfung für die Universität, auf welcher er sich dem Studium der Medizin und später der Naturwissenschaften widmete. Im Jahre 1841 ging er nach Breslau, wo er in der Lazarethapotheke dem Militärdienst als Einjährig- Freiwilliger genügte, worauf er zuerst in Breslau, bann in Kupferberg als Apothekergehilfe tonditionirte. Von unwiderstehlichem Drange zu poetischen Schöpfungen getrieben, 30g er fich 1843 in ein fleines Städtchen Ostpreußens zurück, wo er das Drama Drla" schrieb. Ende 1843 ging er nach Berlin und 1844 nach Leipzig, um sich mit den Naturwiffen schaften, insbesondere mit der Chemie zu beschäftigen. Da er mit Robert Blum und Wilhelm Jordan bei dem Aufstande im Jahre 1845 von der Studentenschaft zum Redner bei der Bestattung der Gefallenen bezeichnet worden war, wurde er aus der Stadt verwiesen, worauf er sich zum Bebuf einer für feine Promotion bestimmten Untersuchung nach Halle begab. Borher hatte er, um für ein später unvollendet gebliebenes Drama„ Heinrich Ludwig Tschech" Erkundigun gen einzuziehen, Tschechs Tochter besucht, in Folge Folge Deffen die Regierung einen Haftbefehl gegen ihn erließ, der jegt vollstreckt wurde. Doch wurde er nach vier Wochen ohne Urtheil wieder entlassen. Von der Halleschen Fakultät zurückgewiesen, ging er nach Breslau, wo er 1846 promovirte. Sein Gesuch, in Königsberg als Privatdocent Borlesung halten zu dürfen, wurde troß der Fürsprache der Fakultät vom Mi nister Eichhorn mit dem Bescheid zurückgewiesen, daß er zuvor überzeugende Beweise von Gesinnungsänderung geben müsse. Die Revolutionsbewegungen im Jahr 1848 nahmen ihn lebhaft in Anspruch, in Folge seiner Thätigkeit hielt er es für gerathen, Preußen zu verlassen, als die Reaktion( 1849) mächtig zu werden anfing. Er reiste nach Wien, zog von dort meist zu Fuß über die Alpen nach Italien, schiffte von Neapel aus nach Alerandrien, wo er mit Bogumil Golz zusammentraf. Er lernte arabisch, legte die Landestracht an, miethete sich nach Weise der egyptischen Bauern in eine Barte ein, machte seine Küche selbst, und fuhr Ende Dezember 1849 den Nil hinauf wo er Ende März 1850 eintraf. Von dort zog er nach Ara bien, wo er nicht fern vom Berge Sinai, eine Felshöhle zur Wohnung benugend, in einem sogenannten„ Schlangenwintel" ein Vierteljahr völlig einsam lebte. Das Ausbleiben von Briefen aus Europa und der Ausbruch der Best veranlaßten ihn, Ende Juli 1850 über Smyrna nach Europa zurüdzulehren. Nach einem kurzem Aufenthalt in Königsberg reifte ift die es und rfeien! laffen nb Di ie ich b bit Ger filt Tiefe 13 ben Стобе bei uban! n wit ct tem an id er o u thr itung ter ge r da Wabl crfchaf vischer , was Bau ungs an Der hums prache Straße em die tenen meind eine Berlins nachen Jahr mange benut no ge au Daß e De filt en bet irchhot feinen Cerrais En nb bl cit d Digur tange Berich irchen tyogen ter et tionen in die Schweiz, wo er auf dem nördlichen Ufer des Benferfees, 1000 Fuß über demselben, eine Sennhütte bezog, in welcher er mit seiner Familie( er hatte indeffen geheirathet), acht Jahre lang in der größten Einfamkeit lebte. Diese Zeit verwendete er zu philosophischen, historischen und religionsgeschichtlichen Studien, so wie zu bramatischen Arbeiten. Im Jahre 1858 verlegte er seinen Die deutsche Literatur verliert in Dult einen bedeutenden, in seinem Werth leider vielfach verkannten Schriftsteller, das deutsche Volk verliert in ihm einen der wadersten Vorkämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit. Schließen wir mit dem Ausspruch Albert Lange's, den Dult seinem legten Werke vorseßte drückt er doch in wenigen Worten das aus, was der Verbliche mit aller Kraft seines Geistes zu erstreben suchte: ,, Ideen und Opfer können unsere Kultur noch retten und den Weg durch die verwüstende Revolution in einen Weg segensreicher Reformen verwandeln." Dults Name tit so schreibt das Schwäbische Wochenblatt" mit der schwäbischen Arbeiterbewegung innig verwoben; das dankbare Bolt hat ihm im Herzen ein Dentmal errichtet, glänzender und unvergänglicher wie Erz. Im lezten Jahre seines Lebens hat sich Dult von der politischen Agitation zurückgezogen. Er widmete sich vorzugsweise neben seinen schriftstellerischen Arbeiten der hieftgen Freidenker Gemeinde, deren Mitbegründer und Sprecher Freidenfer Gemeinde, deren Mitbegründer und Sprecher er war. M Wenige Stunden vor seinem Tode hat er in seiner Gemeinde einen längeren Vortrag gehalten und fich in heiterster Laune von seinen Freunden verabschiedet. Um den Zug rechtzeitig zu erreichen mußte er eilen, erhigt langte er auf dem Bahnhofe an, und eben im Begriff in den Wagen einzusteigen, rührte ihn der Schlag. Seine Körperfonstruktion war eine elserne, er befand sich troß seines Alters von 66 Jahren noch in der Fülle der Manneskraft, so daß Alle, die ihn fannten, ihm ein hohes Alter prophezeiten. Ein von ihm wenig berück Wohnfig nach Stuttgart, wo er an verschiedenen deutschen Beitschriften arbeitete und mehrere Dramen verfaßte, worin er die Grundzüge seiner Anschauungen vom Wesen der Mensch- fichtigtes Herzleiden, welches er sich durch eine 14 monatliche heit niederlegte. Als charakteristisch erwähnen wir noch, daß Dult im Sommer 1841 von Breslau aus zu Fuß 70 Meilen in 7 Tagen zurüdlegt, um seine Braut wiederzusehen und im Ein armer Kommis, ( Chambers Journal.) ( Schluß.) Ich kenne ihn schon seit Jahren," war Walters Antwort. So oft etwas hier zu thun ist, schicken wir immer nach Jon Grimrood." Darauf erzählte er, bei welcher Beschäftigung er Ben belauscht, und sprach seine Ueberzeugung dahin aus, daß berfelbe ein richtiger Geizhals sei. Hier räumte der Schreibende seinen Platz und ging. Much Walter wurde verabschiedet mit der Weisung, das Rontor nicht zu verlassen, da man ihn jeden Augenblick brauchen tönnte. das Bild des alten Mannes vor. Einmal war es ihm sogar, Unruhig faß er an seinem Bult. Immer schwebte ihm als hörte er ein ersticktes Schreien aus einem nahen Zimmer. Während er so zerstreut an seinem Blag arbeitete, ließ ihn der Chef abermals rufen. Lesen Sie dies Telegramm," sprach derfelbe zu ihm. Es ist eine Aufforderung von Femcid, dem Bolizeidiener. Sie lautet: Schicken Sie Walter allein nach der Limehouse Bolizeiwache.". Walter machte sich dahin auf. Gefängnißhaft zugezogen hatte, war die Ursache seines jähen Todes. Dult wünschte sich bei Lebzeiten ein solches Ende, sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen, leider zu frühzeitig für Alle, die ihn liebten und verehrten. In der Kiste fand sich eine Menge alter Kleider. Sucht nur gehörig nach!" Man förderte nach und nach verschiedene Kleine Beutel zu Tage, die, als man sie schüttelte, einen hübschen Klang gaben, als enthielten fte Gold. Femrid nahm einen derselben in die Hand und sagte sogleich: hr seid ein netter Auswanderer. Ein Mann von Eurem Neichthum sollte erste Klaffe fahren, nicht im Zwischended." ,, Lassen Sie mich zufrieden, ich bin ein ehrlicher Arbeiter. Herr Walter wird Ihnen das bezeugen." " Das ist keine Antwort. Wie kommt Ihr zu dem Gelde?" Im Schweiß meines Angesichts verdient." Bwei andere Polizisten fesselten darauf Grimrood und nahmen ihn in ihre Mitte. Der Matrose folgte mit der Kiste. Sie segten sich in das Boot und waren bald am Ufer. Nachdem er dann Jon Grimrood und sein Gepäck auf der Polizeimache abgegeben, wandte fich Femrid zum Walter und sagte: Nun ist's Beit, daß wir uns fort machen. Das Geschäft in der City drängt. Jeder Augenblick ist kostbar. Leben und Tod stehen auf dem Spiele." Spät am Abend kommen beide in das Geschäftshaus Er meldete fich daselbst und ward sofort eingelassen. Femrid zurück. Sobald Walter es betreten und die Thür wieder ge erflärte ihm, es handle sich darum, die Person jemandes festzustellen. Dann lud er ihn ein, mitzukommen. Sie wanderten burch viele Straßen und Gaffen und gelangten endlich an die Themse. Der Polizist pfiff. Man hörte Ruderschläge. Ein Boot stieß ans Ufer, bereit, fie aufzunehmen. Sie wur ben zu einem Schiffe hingerudert. Als beide an Bord waren, fagte Femrid:" Nun zum Geschäft!" Ein Matrose geleitete fe zum Zwischended. Sind die Auswanderer unten?" fragte Femrid. Jawohl", war die Antwort, fie schlafen feft." aber Dem viel Brecht angen gelegt Be Un fept Teinem New Die Die incl Freuy Be C. Btg Amts Stra bund Pultat licher ber pelder ollene Die Wob Fin achte " fchloffen hat, holt Femrid eine Blendlaterne heraus und leuchtet ihm damit scharf ins Geficht. Ich nenne dieses Licht," sprach er ,,, mein Auge. Es hat schon manche dunkle That durchschaut. Halten Sie die Laterne. Laffen Sie den Schein auf das Schlüffelloch fallen. Ich will die Thür öffnen." Welches Schlüsselloch denn?" Die Thür von dem Raum, wo das Geldspind steht." Die Thür wird geöffnet. Walter geht hinein. Der hohe Der hohe Siz, auf dem er Ben hinter dem alten Bult so oft hat fizen Bult. Wann lichtet ihr die Anker?"" Bei Tagesanbruch." In sehen, ist leer. Die Kaffenbücher liegen verschlossen auf dem Ein bem Raum, den sie betraten, fanden fie Männer, Frauen und Rinder, die meisten eingeschlafen. Sehen Sie irgend einen, den Sie fennen?" fragte Femrid Herrn Walter. halbverbülltes Geficht fiel ihm in der Menge auf. Er schien es zu fennen, fonnte sich aber nicht gleich befinnen. Endlich lam ihm die Erinnerung plöglich. Eine muskulöse Gestalt zog feine Blicke auf sich; der Kopf ruhte auf dem Arm und der Arm stügte sich auf eine mit bidem Tau geschnürte Kifte. Der Mann schlief fest. Seinen Ropf bededte eine bis zu den Augenbrauen herabgezogene Müge. Wer ist das?" Jon Grimrood!" und fab wie ein böser Hund aus. Als hätte der Mensch ihn gehört, öffnete er die Augen Stehen Sie auf, und kommen Sie mit!" Jon Grimrood zeigte die Zähne und schien Lnst zu haben, auf den Bolizisten loszuspringen. Doch befann er fich eines Beffern und inurrte nur. Femrid wandte fich zu dem fie begleitenden Matrosen und zeigte auf die Kiste. Schnürt die Kiste auf und wenn der bem Tau" Geben Sie mir die Laterne," sagte Femrid. Walter gehorcht. Der Polizist leuchtet damit an den Wänden umber. Ein unterdrückter Schrei erschreckt sie. Was ist das?" 21 Es ist derselbe Schrei, den ich heut Nachmittag hörte. Ich saß an meinem Pult, da kam ein Schrei aus diesem Raum. Ich wurde abgerufen und konnte die Sache nicht untersuchen." Knien fie nieder und horchen fie am Fußboden." Ein zweiter Schrei wird vernommen." Femrid untersucht den Fußboden und findet endlich ein rundes Loch, etwa so groß wie ein Kronenstück und kaum einen Boll tief. Er Jegt find wir auf der richtigen Fährte", sagte er. nimmt ein Federmesser aus der Tasche und hebt damit einen am Boden befestigten Ring in die Höhe. In den Ring steckt er seinen starten Daumen und zieht. Ein drei bis vier Fuß im Quadrat großer Fleck in der Diele wird frei.„ Eine Fall Sie wird aufgehoben.„ Gehen Sie hinunter, ich komme Walter zögert. Als ihm aber das hineingeworfene Licht thür!" nach!" 1. Jahrgang. Zokales. r. Welch erhebliches Intereffe Berlin an der Regelung des Strombettes der oberen Oder hat, das ergiebt sich aus einer Beobachtung, die man gegenwärtig täglich in Spandau und auf dem Spandauer Schifffahrts Kanal machen kann. Hier finden sich nämlich zahlreiche Rähne, die theils mit böhmischen, theils mit schlesischen Kohlen beladen find. Während jene von der Elbe her direkt auf dem Wasserwege nach Berlin gelangen, müssen diese zunächst den Landweg auf der Eisenbahn bis nach Stettin zurücklegen, wo fie dann in Kähnen verfrachtet und nach Berlin transportirt werden. Dieser kostspielige und zeitraubende Umweg wird dadurch nöthig, daß die obere Dder fich augenblicklic in einem so schlechten Bustande befindet, daß der für die umfangreichen Kohlentransporte erforderliche Schiffsverkehr gar nicht dort stattfinden kann. Unter dieser Kalamität leidet also nicht bloß der oberschleftsche Bergbau, dem durch den direkten Wafferweg aus Böhmen nach Berlin eine ganz bedeutende Konkurrenz bei dem Absaß seiner Kohlen in Berlin erwächst, sondern auch der Berliner Kohlenkonsument, dem sein Brennmaterial dadurch vertheuert wird, daß daffelbe den weiten Umweg über Stettin machen muß. Wir haben also allen Grund, zu wünschen, daß die schon längst als nöthig anerkannte Regulirung der oberen Oder baldigst ins Werk gesetzt werde. g. Schwäne in großer Bahl tummeln sich seit dem Eintritt der rauhen Witterung, welche sie von der frei belegenen Havel vertrieben hat, auf der Spree umher. Insbesondere an der Friedrichsbrücke halten sie sich auf, wo man häufig bis zu 50 Stück dieser stolzen Thiere auf einer fleineren Wasserfläche zufammen steht. Daß sie gerade hier ihren Sammelpunkt haben, erklärt sich mit Rücksicht auf die reiche Fütterung, welche ihnen von den Passanten ins Wasser hinabgeworfen wird. Rührend ist namentlich der Anblick, wenn junge Fabritarbeiterinnen 2c. aus Liebe zu den Thieren am Morgen ihre Frühstücksftullen oft bis zur Hälfte an die Schwäne vertheilen. Die Schwäne geben genau Acht, wenn sich ein Baffant über das eiserne Geländer lehnt; fte blicken ihn eine Weile an und wenden sich erst dann einem seitlich weiter stehenden Passanten zu, wenn fte von dem ersteren nichts erhalten haben. Man könnte ste mit Bettlern vergleichen. r. Streit um eine Erbschaft. Vor etwa einem Jahre verstarb das vierundze bezig Jahre alte Fräulein B., welches zuletzt bei einem hiesigen Schneidermeister in der Ritterstraße wohnte und von dort aus beerdigt wurde. Die alte Dame hatte so bescheiden gelebt, daß man wohl annehmen konnte, ste wäre mit der äußerst geringen Penfion, die sie als ehemalige Lehrerin bezog, allenfalls ausgekommen, aber schwerlich würde Jemand vermuthet haben, daß das Fräulein auch noch Ersparnisse ges macht haben könnte. Einige Zeit nach ihrem Tode fanden fich indessen bei ihrem früheren Vermiether mehrere Verwandte der Verstorbenen ein, die allerdings bei Lebzeiten derfelben, und so lange das Fräulein bei dem Schneidermeister gewohnt hatte, nie dort gewesen waren, und verlangten die Herausgabe des Nachlaffes. Der Schneidermeister bezeichnete einige alte, werth lose Möbel und Kleidungsstücke als die ganze Hinterlassenschaft und stellte diese den Erben zur Verfügung. Diese aber bes haupteten, daß die Verstorbene im Befige von bedeutenderen Geldmitteln gewesen sein müsse und sprachen dem Schneidermeister gegenüber ziemlich unverholen den Verdacht aus, daß er im Besize dieses Geldes fich befinden müsse. Der so Be schuldigte wies diese Behauptung anfangs mit großer Entfchiedenheit zurück; als aber die Erben mit gerichtlichen Schritten drohten, erklärte sich der Schneidermeister bereit, die Summe von 600 Mt. zu zahlen, um wie er fagte ,, bie Sache aus der Welt zu schaffen". Dieses Angebot hat die Erben in ihrem Vorsage, von dem Schneidermeister die eidliche Stufen zeigt, geht er voran. Das Licht fällt auf etwas Glänzendes, daß den Grund auf allen Seiten bedeckt. Gold!" ruft Walter. Es ist ein Gewölbe, mit Gold gepflastert. Was ist denn hier?" Er zeigt auf etwas, das wie eine menschliche Gestalt aussieht. halses. Femrid nähert sich und berührt die Schulter des Geiz Was ist denn das? Haben Sie Ihre fünf Sinne ver loren?" Der Alte stößt einen Schrei aus, der wie der Schrei eines Wahnwißigen flingt. Stimme. Sprechen Sie doch mit ihm. Er erkennt vielleicht Ihre Walter kniet nieder und ergreift des Alten Hand. Herr Ben Braun, kennen Sie mich nicht? Ich bin Walter, Thr Freund!" Ben blickt auf, stößt ein wildes Gelächter aus und fällt besinnungslos zu Boden. Der Polizist hebt ihn in die Höhe, als wäre er ein Kind, und trägt ihn die Stufen hinauf. ,, Kein Augenblick darf verloren werden. Wir müssen den Alten gleich nach Hause bringen." Rabel pflegte ihren Großvater sorgfältig und er erholte fich verhältnißmäßig schnell. Aber seine Faffungskraft hatte Schaden gelitten. Er konnte fich der Vergangenheit nicht mehr erinnern. Eines Abends faßen Walter und Rahel neben dem Lehnstuhl, in welchem der Alte friedlich schlief. " Rahel," sprach Walter ,,, laffen Sie mich bei Ihnen und bei ihm bleiben. Wir können dann zusammen Sorge für ihn tragen. Lieber Walter," entgegnete fie freudig ,,, das ist alles, was ich in der Welt wünsche. Sie dachte nicht daran, daß ste ihres Großvaters Reichthum geerbt, ste dachte nur daran, daß fie Walters Liebe gewonnen. Jon Grimrood legte ein volles Bekenntniß ab. Durch eine Spalte des Fensterladens hatte er den Alten beobachtet. Er hatte ihn die Fallthür öffnen sehen, die in das Gewölbe führte. Er hatte ihn beobachtet, wie er mit seiner Laterne hinabstieg und Beutel für Beutel heraufbrachte und fte auf seinem Bult entleerte. Nachdem ihn Walter aus dem Hause gelaffen, war er mit Hilfe eines falschen Schlüffels zurückgekehrt und in den Raum mit dem Geldspind gegangen. Hier hatte er unerwarteten Widerstand gefunden. Der Alte hatte sich und feinen Schatz mit der Kraft eines wilden Thieres vertheidigt. Als er dann erschöpft war, hatte Grimrood ihn in das Ge wölbe geschleppt und die Fallthür hinter ihm geschlossen. Er hatte danach alles Gold auf dem Pult wieder in die Beutel gethan und war zum Fluß geeilt, wo ein Auswandererschiff zur Abfahrt bereit lag. Ben Braun ist jest todt. Walter, der Rahel heirathete, ist ein wohlhabender Kaufmann. Er kaufte nach dem Tode des Herrn Armytage einen Antheil vom Gessäft und so ward das Gold des armen Kommis die Grundlage zu dem Reich thum seines theilnehmenden jungen Freundes. Erhärtung über den Nachlaß im Prozeßwege zu erzwingen nur noch mehr bestärkt, und es ist von ihnen ein Rechtsanwalt be> auftragt, die hierzu nöthigen Schritte beim Gerichte zu thun. Weber die Verhaftung des Mörders Karl Klemp, der auf Requisition der Staatsanwaltschaft zu Schneidemühl auf dem hiesigen Schlefischen Bahnhof dingfest gemacht wurde, tehen dem.,B. T." noch einige Details zu. aus denen vor Illem hervorgeht, daß der den Zug begleitende Schaffner Zimmermann und nicht die hiesige Kriminalpolizei sich das Verdienst der Ausfindigmachung des Mörders zuschreiben darf. Der Sachverhalt war folgender: In Schneidemühl theilte die Polizei dem Zugpersonal des Nachtpersonenzuges von Schneide- müh! nach Berlin mit, daß sie einen des Mordes verdächtigen jungen Mann suche, der nach Bergmannsart gekleidet sei, eine Mutze mit gelben Streifen trage, 21—22 Jahre alt und von schlanker Sialur sei Das Personal möchte doch bei der Billet-Revifion auf den beschriebenen Paffagier fahnden. Auf Etation Stöven— nächste Station hinter Sckneidemühl— kamen drei Paffagiere hinzu, deren einer ein Billet nach Berlin hatte. Auf diesen paßte die Beschreibung so ungefähr; da es aber Nacht war und die Handlampe des Schaffners nur sehr spärliches Licht gab, so beschloß der Schaffner, um nicht fehlzu- greifen, den Anbruch des Tages abzuwarten, den Verdächtigen aber, der vierter Klasse fuhr und fast die ganze Zeit Über schlief, indeß scharf zu observiren. Auf Bahnhof Lichtenberg verschaffte sich der Zugbeamte durch nochmalige gründliche Inspektion des in Rede stehmden Passagiers Gewißheit, daß das Signalement auf den letzteren passe, und ließ dann auf dem Schlefischen Bahnhof durch den Gepäckträger Nr. 8 einen Schutzmann herbeiholen, den er unter Mittheilung seiner Verdachtsgründe um Verhaftung des Passagiers ersuchte. Der Verdacht bestätigte sich, wie wir bereits mitgetheilt, der hinter Schloß und Riegel Sitzende hat sich schon bei seiner ersten Vernehmung als Thäter bekannt. N. Eine elegant gekleidete Dame wurde gestern Vor- mittag auf dem Wochenmarlt„Alexanderplatz" von einem so heftigen Blutsturz befallen, daß ihre Ueberführung in ein Krankenhaus sofort angeordnet werden mußte. Dieselbe wurde später als eine Wittwe Krichelsdorf rekoanoszirt. N. Von einem schweren Verlust wurde gestern früh gegen 8 Uhr der Führer eines Lastfuhrwerks betroffen. Als derselbe mit seinem Gespann in der Nähe des RathhauseS pasfirte, glitt das vorgespannte Pferd so unglücklich aus, daß es sich beide Vorderbeine brach und dem Abdecker behufs Tödtung überwiesen werden mußte. a. Ein netter Bursche. Der Klempnerlehrling K. entlief am 24. v. M. nach einjähriger Lehrzeit seinem Lehrherrn Sch. in der Wallstraße, nachdem er die Ladenkasse an sich genommen hatte. K. hatte schon vorher durch einen Komplizen mittels ge- fälschter Bestellzettel Zinn, Zink und Löthkolben bei einem Lie- feranten seines Meisters angeblich für diesen entnehmen lassen und nach seinem Entlaufen selbst gefälschte Bestellzettel ange- fertigt und darauf Maaren bei derselben Firma im Werthe von ca. 300 M. entnommen, bis er bei Entnahme des letzten Postens, nachdem die Firma von der Entfemung des Lehr- jungen Seitens des Meisters in Kenntniß gesetzt worden war, angebatten und verhaftet wurde. Die empfangenen Metalle hat K unter der Hälfte des wirklichen Werths verkauft. n. Durch die strafbare Unvorfichtigkeik eines Schlachter- gesellen, der gestern Abend in der 8. Stunde mit einem vier- schneidigen scharf geschliffenen Wiegemesser die Oraniensttaße pasfirte, erlitt ein in dieser Straße wohnender Schlossergeselle Steffen mehrere Schnittwunden. Steffen hatte im Vorbeigehen mit der linken Jand die Messern gestreift und sich dadurch eine Zerschneidung der Pulsadern zugezogen. Der Verunglückte mußte sofort nach der nächsten Sanitälswache gebracht werden, um dort einen Nothvcrband angelegt zu bekommen, während der unvorsichtige Schlächtergeselle sich durch die Flucht der Feststellung seiner Person entzog. r. Das Necken der Pferde, welche vor den Fuhrwerken auf- der Straße einige Zeit allein gelassen find, sieht man gegenwärtig wieder ungemein häufig und meistens von kleineren, unbeaufstchtiat auf der Straße spielenden Kindern. Am Donnerstag Vormittag führte diese Neckerei einen beklagens- werthen Unfall herbei. An der Oranien- und Manteuffel- straßen'Ecke machte sich ein vier Jahre alter Knabe mit dem vor einem dort ohne Aufsicht haltenden Wagen gespannten Pferde zu schaffen. Ob er das Thier geneckt oder auf irgend eine Weise gereizt hat, konnte nicht festgestellt werden, aber plötzlich erhielt das Kind einen Hufschlag gegen den Kopf, so daß es bewußtlos zu Boden stürzte. Vorübergehende schafften es zu einem in der Nähe wohnenden Heilgehllfen, wo dem Kinde der erste Verband angelegt wurde. Der Zustand des- selben dürfte ein sehr bedenklicher sein, da der Husschlag mit solcher Heftigkeit erfolgte, daß die Ohrmuschel in ihrem oberen TheUe völlig zerquetscht erschien, und also auch auf eine ernste Verletzung des Schädclknochens zu schließen ist. Den Eltern kann im eigenen Interesse nicht dringend genug ans Herz ge- legt werden, ihre Kinder vor dem Necken der Pferde zu TOarniinen überaus frechen Streich führte am Mittwoch Abend ein Taschendieb gegen einen die Charlottenstr. pasfiren- den Herrn aus. Auf dem zwischen der Leipziger- und Kronen- straßc belegenen Theile jener Straße ttat er plötzlich aus einer vor einem Hause stehenden Gruppe von Männern an jenen Herrn, einen bei einer hiesigen Eisenbahn-Güterexpedition an- gestellten Kasstrer P., mit der Frage heran:„Sagen Sie mal, wissen Sic nickt, wer in der Kneipe hier im Souterrain die Billardbälle gestohlen hat?" Ganz verblüfft über diese sonder- bare Frage blickte P. unwillkürlich zuerst nach der Richtung, der nach dem Souterrain des Hauses deutenden Hand des Fremden, der sich dicht an ihn herangedrängt hatte, und trat dann, zur Besinnung kommend, mit der Frage zurück, ob es dem Fragenden vielleicht am Verstände fehle. Mit der Bitte um Entschuldigung entfernte sich dieser nun, in schnellem Lauf seinen vorausgegangenen Kumpanen folgend und war mit die- sen bereits bis zum Gendarmenmarkt gekommen und daselbst verschwunden, als P. bemerkte, daß ihm seine Uhrkette herun- terhing und die Uhr aus der Tasche fehlte. Di- sofort ange- stellten Nachforschungen nach dem Verblerb des Gauners blie- ben nutzlos, da derselbe sich und ferne Beute langst in Srcher- heit gebracht hatte. Wie bedenkliche Abenteuer unter Umstanden ern ver- gessener Hausschlüssel zur Folge haben kann. das sollte, wie das„B. T." erzählt, in einer der letzten Nackte ein sunger Berliner Beamter in recht unangenehm fühlbarer Werse er- fahren- Erst seit einigen Wochen verheirathct, hatte der junge Mann sein Heim in einer der abgelegensten Straßen des Westens aufgeschlagen, in einer Gegend, in welcher der Nacht- Wächter nicht immer gerade bei der Hand zu sein pflegt, wenn man seiner bedarf. Als der Held unserer kleinen wahrhaftigen Geschichte jüngst in einer etwas vorgerückteren nächtlichen Stunde nach vause zurücklehrte, als es für einen so ncuge- backenen Ehemann eigentlich schicklich sein mochte und an der verschlossenen Hausthür die unerfreuliche Entdeckung machte, daß er seinen Schlüssel vergessen habe, da harrte er mehr als eine halbe Stunde lang vergeblich auf den Erlösung bringen- den Diener der öffentlichen Ordnung, und obwohl ihm sein nicht ganz reines Gewissen vorher den Entschluß eingegeben hatte, die Gattin unter keinen Umständen aus dem Schlummer zu wecken, riß ihm doch endlich die Geduld, und nach wiederholtem, vergeblichem Jndiehändeklatscken begann er ziemlich energisch seine Lieblingsmelodie„Anna, zu Dir ist mern liebster Gang" zu pfeife«. Die Wirkung blieb nicht auS, und wenn auch nickt, wie er erwartet hatte, im dritten Stock ein Fenster aufging, so öffnete sich doch eins im ersten, und eine tiefe Männerstimme rief herunter:„Warte nur. ich werde gleich kommen!— DaS ist ja sehr liebenswürdig, dachte der Beamte, und während sich der Schlüssel im Schloß drehte, bereitete er sich auf eine recht höfliche Dankesrede vor. Aber er sollte nicht dazu kommen, sie an den Mann zu bringen; denn kaum war er in den stock- dunklen Hausflur eingetreten, als ihm von unsichtbarer Hand eine der kräftigsten Ohrfeigen applizirt wurde, die er je empfan- gen, und zugleich überschüttelte ihn die bereis erwähnte tiefe Stimme mit einer Fluth von nicht sehr schmeichelhaften Woften, die ihn indessen wenigstens darüber aufkläften, daß der schal- lende Empfang eigentlich nicht ihm, sondern dem achtzehnjäh- eigen Sohne des gestrengen Hauswirths gegolten habe. Das Mißverständniß war bald aufgeklärt, die nöthigen Entschuldigungen und Erklärungen ausgetauscht, und mit heftig blutender Nase stieg der junge Ehemann die drei Treppen zu seiner Wohnung empor. Seine Stimmung war nicht eben die rosigste, und auf der letzten Stufe hatte er die Ucberzeung gewonnen, daß er sich in diesem Zustande seiner jungen Frau unmöglich präsentiren könne. Wenigstens das Nasenbluten mußte erst aufhören, und da er kein Mittel bei der Hand hatte, es zu stillen, so setzte er sich restgnirt auf die oberste Treppenstufe, um es vorübergehen zu lassen. Schon nach wenigen Minuten aber hatte ihn die Müdigkeit überwältigt, und trotz seiner unbe- quemen Stellung war er sanft entschlafen. Ein fürchterlicher Druck in der Magengegend ließ ihn erwachen, und als er mit einem Aufschrei nach der schmerzenden Stelle griff, umllam- Merten seine Hände ein ziemlich umfangreiches Bein, das der Urheber jenes entsetzliches Druckes gewesen war. Zugleich aber erschallte ein wüthendes-..Kreuzdonnerwetter! Nun liegt hier schon wieder ein Strolch auf der Treppe! Warte nur, Du Halunke!"— eine augenscheinlich sehr kräftige Faust packte ihn am Rockkragen, und noch che sich unser Beamter vollstän- dig ermuntert hatte, war er ebenso unsanft als schleunig über die Hälfte der drei Treppen wieder herunterbesördert. Da aber, angesichts der drohenden Möglichkeit, aus seinem eigenen Hause hinausgeworfen zu werden, raffte er seine Kraft zusam- men, riß sich von seinem Peiniger los und donnerte ihm zu: „Herr, ins Teufels Namen, ich bin kein Strolch! Ich bin der Registtator Z., und Sic werden mir Rede stehen!" Der Andere aber schenkte dieser Versicherung nicht ohne Weiteres Glauben, und da unglücklicher Weise keiner von Beiden ein Streichholz bei sich hatte, so erfolgte die beftiedigende Auf- klärung nicht ftüher, als bis sich verschiedene Thüren geöffnet hatten und bis der Beamte im Echem einiger Nachtlampen rekognoszirt war. Eine gute Weile verging, ehe sich die stür- mische Aufregung im Hause wieder besänftigt hatte, in der Wohnung des Registtators soll es sogar Morgen darüber ge- worden sein. Im Louisenstädtischen Theater findet die heutige Vor- stellung zum Besten der Weihnachtsbescheerung für Kinder Unbemittelter des 97. Stadtbezirks statt. Die Direktion der lidendank und an der Kasse des Louisenstädtischen Theaters zu haben._ Gencdts-Ueituug. Der Sekretär des Herrn Krebs. Unsere Leser werden sich erinnern, daß vor wenigen Tagen in Wien sich ein junges Mädchen das Leben nahm, welches von einem„Baron" ent- ehrt wurde. Der Helfershelfer dieses„Barons" war fern Se- kretär, der kürzlich dem Strafrichter Dr. Gemperle des Bezirksgerichtes Josefstadt als Häftling vorgeführt wurde. Die gegen rhn erhobene Anklage wegen Ueberlrelung gegen§ 512 (Kuppelei) b und c vertrat der staatsanwattscyafttrche Funlrio- när Kommissär Perl. Kurz vor der Verhandlung wurde intens der Frau des Verhafteten zum Verth eidlger Dr. Elbogen gewählt und Josef Klier unterschrieb demselben gleich nach dem Betreten des Gerichtssaales die Vollmacht. Richter: Gegen- stand der Verhandlung ist die Anklage gegen Josef Klier wegen Uebeftretung nach§ 512 b und c. Wo find Sie ge- boren Herr Klier?— Angell.: In Wien.- Richter; Wie alt?— Angekl.: 42 Jahre.— Richter! Was find Sie?— Angekl.: Sekretär.(Heiterkeit.)— Richter: Bei Baron krebs. — Angekl.: Bei Herrn Diftor Krebs, klier grebt an, daß er Vater von vier Kindern sei und im Jahre 1878 wegen Krida zu sechs Monaten Arrest veruftheilt wurde. Aus dem Strafakte ist jedoch zu entnehmen, daß er wegen Verbrechen des Betrugs und Vergehens der Krida im Jahre 1878 zu sechs Monaten schweren Kerkers verurtheilt wurde. Nach Angabe der Generalien bringt der Richter die polizeiliche Anzeige zur Verlesung. Derselben entnehmen wir: Herr Karl Schuch in Währing hat die Anzeige erstattet, daß seine bis dahin un- schuldige, 28 jährige ledige Schwägerin Anna Rödler in der Zeit vom 18. bis 25 Oktober die Bekannischast des Herrn Viktor KrebS gemacht habe, von Viklor Krebs unter Zusage der Ehe verführt und am 25. Oktober in dessen Wohnung. Moximilianplatz Nr. 5, entehrt wurde. Josef Klier war hierbei als Vermittler thätig. Die 24 jährige von ihrem Manne getrennt lebende Beamtens- Galtin Marie Pittner hat die Anzeige erstattet, daß sie von Krebs unter Anwendung von stimu- lirenden Mitteln verführt wurde und daß hierbei Klrer gleich- falls seine Vermittelungsthätigkeit entfaltete. Eine gleiche An- zeige hat die 18 jährige außerehelich geborene Anna Skubenz eingebracht. Klier erfreut sich, wie die Anzeige ausführt, keines guten Rufes; seine Frau betreibt ein Vcrsatzgescdäft Seine Inhaftnahme erfolgte wegen Kollifionsgcfahr und Fluchtver- dacht, lieber Frau Marie Pittner sagt die Anzeige, daß sie sich keines tadellosen Rufes erftcue, während über die Skubenz und deren Mutter genaue Auskunft noch nicht eingelangt ist. Zum Schlüsse wird Hedwig Freiin von Stern als Zeugin namhaft gemacht, der Anna Rödler von der Zusicherung des Ehestandes des„Baron Krebs" erzahlte. Der staatsanwaltschaftliche Funktionär, Kommissär Perl,»bittet sick das Wort zur Stellung eines Antrages. Kommissar Perl: Bevor ,n die Verhandlung selbst eingegangen Antrag, daß die Akten dem Landesgerichte Zur weiteren Amtshandlung nach§ 125 und 132 abgetreten werden. Durch die Erhebungen der Polizei, de- zrehungSweise durch die Angabe der Zeuginnen ist festgestellt, daß Krebs nicht nur mit Anna Rödler Verkehr zu unzüchtigem Zwecke gehabt hat und daß die Hingebung der Damen unter Ilmstanden«folgte welche den dringendenVerdacht begründen, daß ,n dre Getränke Mittel gegeben wurden, durch welche diese vollandrg widerstandslos gemacht waren. Ein solcher Vorgang begründet daS Verbrechen nach§ 125(Roth, ncht, und ist Klier. £er asm-«*mrs kei allen diesen Fällen thätig war, dringend der Mrtschuld an diesen Verbrechen verdächtig. Es ist aber wettcrs konstatirt, daß Anna Rödler bisher unschuldig war, und drcse Anschauung wird sicherlich noch dadurch unter- stützt, daß der begangene Fehler so auf sie einwirkte, daß sie den Selbstmord beg.ng Es handelt sich in diesem Falle um das Verb.echm nach 6 132, Kuppelei in Bezug auf ein- un- schuld, ge Person. Ich bttte also die Akten zur Untersuchung gegen Josef Klier wegen Mitschuld am Verbrechen der Roth- zucht und wegen Verbrechens der Verkuppelung !%%%% keine Ueberraschung in dieser Bei Handlung unwahrscheinlicher erschienen wäre, als dieser Antrag. Die Familie der Anna Rodler Hobe den Fall zu sehr exploittit. Für das Verbrechen nach§ 132 müßte«st der Beweis erbracht sein, daß die Ver- führte bis dahin unschuldig war. Er stellt den Antrag, die Verhandlung zu veitagen, da er erst kurz vor derselben als Vertreter bestimmt wurde und unmöglich ohne eingehende In- formation seines Klienten als solcher fungiren könnte. Der Richter beschließt vor Entscheidung über die Anträge in das Verhör des Angeklagten einzugehen. Dr. Elbogen bittet neuer« lich um Vertagung, da et auch behufs des Verhöres mit Kli« Rücksprache genommen haben müsse. Der Richter giebt diesem Antrage keine Folge, worauf der Vertheidiger mit Klier, vom Richtertische wegtretend, einige Minuten spricht. Klier tritt vor und sagt: Bevor ich mit dem Vertheidiger mich nicht be» sprochen habe, bin ich nicht in der Lage, eine Antwort zu ge- ben. Richter: Aus freien Fuß werden Sie jedoch nicht gesetzt.- Da durch die Weigerung Klier's, sich verhören zu lassen, in die Verhandlung nickt eingegangen werden kann, verkündet der Rickter den Beschluß, daß er dem Anttage dcs staatsam waltlichen Funktionärs Folge gebe und den Akt dem Strafgericht übermittle. Josef Klier wird hierauf durch den Wat- mann wieder in die Haft zurückgeführt. Germiselttes. ES lebe die Reklame! Auf einem Friedhofe in Paris findet sich folgende Grabschrift:„Hier ruht die tugendbaste Karoline, Gatrin des Schlossermeisters Gobete; das Gitter dieses Grabmals, welches der besten der Frauen errichtet war- den, stammt aus der Werkstatt ihres Mannes." Vom Büchermarkt. Aus bewährter Feder soll nächstens eine höchst interessante und lehrreiche Schrift über die Streitfrage:„Etaatshilfe oder Selbsthilfe?" erscheinen. Als Ver- fasset wird der General Gordon genannt. Das Gesetzbuch der Afghanen hat merkwürdige Bestfln- mungen. Eines der urällesten ihrer Gesetze besteht darin, Ver- brechen aller Art durch die Auslieferung von Weibern zu de- strafen. Wenn mancher Europäer mit seinem einen Weibe schon bestraft genug ist, so muß der Afghane oft mit seinem ganze» Harem büßen. Ein Mord z. B. kostet zwölf Weiber; eine abgehauene Hand, Nase und dergleichen wird mit sechs Weiber». der Verlust eines Zahnes mit drei und eine Kopfwunde mit einem Weibe bezahlt. Wer sich also seiner Frau entledige» will, darf seinem Nachbar nur ein Loch in den Kopf schlagen. Einen eigenthümlichen Fall von Erblindung hat der fürstliche Augenarzt Herzog Karl Theodor im Distriktstranlen« Hause zu Tegernsee konstatirt. Der Betreffende, noch in de» besten Jahren, war sehr vollblütig und bekam häufig Nasem bluten. Nun blieb dies in den letzten Monaten aus, was jM Folge hatte, daß eine kleine Arterie sprang und das Blut auf die Sehnerven drückte, so daß innerhalb drei Mal 24 Stunde» eine leider unheilbare Erblindung eintrat. Wortklaubereien, „Dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit", sagt« Lehmann, da bekam er von seiner Frau Prügel! „Ich habe was zuzusetzen," sagte Schulze, indem er eine Kiste vor die zerbrochene Küchenschrankthüre setzte, damit die Katze nicht hinein konnte. „Das ist Versandtbier", sagte der Gast, da war Sand i» seinem Glase. „Stockflecke," sagte der Färber, da hatte er blaue Flecke aus einer Prügelei davon getragen. „Mir fällt was ein," sagte der Baumeister, da stürzte er» von ihm gebautes Haus zusammen. „Ich bin ein reizendes Kerlchen," sagte der Bube, da neckte er im zoologischen Garten den Löwen mit seinem Rege»- schirme. „Hier drucke ich mich sofort," sagte der Dicke, da war er der zehnte Mann auf dem Hinterperron eines Trambah»- wagens.,„ „Jetzt ist er Bräutigam und Braut," sagte Meier, da hatte sich sein Freund, der Braumeister, verlobt. „Ich bin nicht acht in der Farbe," sagte das Dienst- mädchen, da war sie gerade während der großen Wäsche aus- gegangen. „Wer liebte nicht die Veilchen," sagte der Zuchthäusler, da hatten ihm seine Kumpane ein paar englische Feilen in die Zelle geschmuggelt. „Das ifl eine Wasserhose," sagte Meier, aus sein Echwimrn- lleid deutend. „Jetzt holt mich der Teufel," sagte Schulze, da rief ih» seine Schwiegnmutter zum Essen. „Ich kann aus dem Englischen ins Französische über- setzen," sagre ver Schiff«, da fuhr er von Dover nach Calais- „Die kann mir gestohlen bleiben," sagte d« Sabiner, als ein Röm« ihm sein Weib geraubt hatte. „Ich müßte ein eisernes Kreuz haben." sagte der Feldwebel, als seine Frau wieder einmal einen Besenstiel auf seinem Rücken zerschlagen hatte- GemeinnützifleS. Weißer Pfeffer als Heilmittel. Es dürfte Vielen un- bekannt sein, daß der weiße Pfeff« in Könmn ganz verschluckt ein Mittel ist, um den Magen zu stärken. Man nehme tag- lich 2 Stunden vor der Mahlzeit 3—4 Körner des weiße» Pfeffers mit etwas Wasser zu sich. Man hüte sich aber, de» Pfeffer zu zerkauen, da«, abgesehen von seiner beißende» Wirkung auf der Zunge, dann unnöthig den Magen«hitzt- Der Magensaft erweicht die Pfeffnkörnn und zieht so na« und nach das, die Magenwand Anregende heraus. Arifs&tisten der KedoRtion. Moritz Fischer. Der Bescheid deS Amtsgerichts ist nack jeder Richtung hin gesetzlich begründet. Selbst wenn die Ehe getrennt würde, hat das Kind keinen Anspruch auf Alimente gegen seinen natürlichen Vater, da die Mull« des Kindes zur Zeit d« Sckwängnung verheirathet war. H. T. Klagen Sie die Forderung gegen dm Bat« des Mindnjährigcn ein, welcher zur Z-Hlung verpflichtet ist, da der Vater aus d« nützlichen Anwendung haftbar ist. W. I. Die Einlrapung d« Forderung ist anfechtbar. Zwei Wettende Rr. i>9. Die Instruktion d« Nackt' wächier ffi uns nicht bekannt. Fragen Sie doch einmal eine» Nachiwäckt«, der wird ihnen schon gmügende Auskunft er- Iheilen. 8. R. 100. Es liegt keine Verpflichtung vor, die nack- träglich liquidiiten 5 M. zu zahlen. I. S. Liebigftraße. Dre Frage läßt sich erst beant- wottm, wenn wir wissen, in welcher Stellung sich Ihre Brau! befand. 8. O. G 49 Sie find zur Erstattung der Anwalts- gebühren verpflichi-t. A- 93—* Ein rechtlicher Anspeuch auf Erstattung der Unkosten ist gegen Sie nicht vorhanden. Robert Böhme. Zeigm Sie das SachverhLltniß dcj» Vormundichafisgericht an, dasselbe wird dann SichcrheiiSmav' regeln treffen. Abonnent L.. Brandenburg. D« Miethsvertraa auf ein Jahr verlängert. Für die Etempelstrafe hasten Ber- mietb« und Mreih«. A. M., Oppelnerstr. Setzen Sie Ihre Frau zur allein'' gen Erbin durch Testament ein, dann kann keine Person El« ansprilche machen, da Sie keine Noiherben haben. 5000. DreSdenerstr. Jede teftammtarische V«ordnu»s rann von dem Testator bis zu seinem Ableben widerrufe» werden.(§ 564 I. 12 81. L- R.).. A. U. Eine Verpflichtung zur Alimentinrng ist»'ckt vorhanden. ,., Rauchklub Einigkeit. Der Name war unles«lick schrieben. Nun wird es doch wohl aenüaen- ,«. M.. Porkstr. 100. Um Q« wir unS nicht. i Ueuuuen. � derarlrge Sachen kümmew V«antwortlicher Redakteur R.«runveim in Berim. Druck und Vertag von Mar Bao.ug m BerlmSW. Beuthttraßr 2."