Nr. 250. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen " = in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der jetzige Stand Sonnabend, den 24. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: preußischen Lehrerbesoldung mögen genügen. Man vergleiche| soldungsgefeges wieder unter die Briefträge damit, was der letzte, als Hettung vor dem Aeußersten begrüßte und Weichensteller degradirt hat. Besoldungsentwurf den Lehrern nach jahrzehntelangem Warten, Pathetisch rief auf der letzten Lehrerversammlung in Hamburg der preußischen Lehrerbefoldung. Soffen, Dulden und Entsagen für überwältigende Reichthümer ein Redner aus:„ Wer erschöpft Geduld und Zähigkeit der Als im Frühling dieses Jahres das preußische Herrenhaus verbieß. So sollte das Anfangsgehalt 720- fage und schreibe- deutschen Lehrer!" Wahrlich, bei solchen Kraftproben wie das mit jener Nonchalance, wie sie nur den Edelsten und Besten der siebenhundert undzwanzig Mart nebst freier Wohnung, Herrenhaus sich eine leistete, bei solcher grinsenden Verhöhnung Nation eigen ist, den Lehrerbesoldungs- Gesezentwurf, die eng- und das nach 32 Dienstjahren erreichte Maximum 1620 M. der Lehrerwürde möchte man glauben, daß von gewissen Seiten brüftige, spindeldürre Verförperung jahrzehntelangen Sehnens und Miethsentschädigung betragen. geradezu übermenschliche Anstrengungen gemacht werden, um diese und Hoffens hungernder Lehrproletarier, mit einem hochnasigen Und diese beschämend niedrigen Säge, mit denen die Lehrer Erschöpfung herbeizuführen. Es ist daher als Zeichen des erLächeln in den Papierkorb fallen ließ, da schwoll den Lehrern sich nur gezwungen, nur mit Rücksicht auf ihre ärmsten ostelbischen wachenden Stolzes bei den Lehrern nur anerkennend zu begrüßen, denn doch auf einige Zeit der Kamm und verschiedene Lehrer- Kollegen einverstanden erklärt hatten, scheiterten noch an der wenn sie sich nunmehr bei dem zu erwartenden neuen Entwurf zeitungen schwelgten damals in einem so bissigen Ton, wie sie agrarisch- oberbürgermeisterlichen Verständnißlosigkeit des Herren- nicht mit dem Anfangsgehalt von 720 M. begnügen wollen, ihn schon längst nicht mehr gewohnt waren. hauses für die Bedeutung und Würde des Lehrerstandes. sondern wenn sie sich auf die in einer früheren Lehrerversammlung Aber bald beruhigten sich die erhigten Köpfe wieder. Man Jetzt, zum Beginn der Landtags Session, geht nun wieder ein in Magdeburg beschlossenen Gehaltssäße, bei denen u. a. das war ja so lange und so methodisch in die Rolle des ge- allerdings nur trübseliges Säufeln der Hoffnung durch den Minimum 1200 M. beträgt, berufen und diese als Ausgangsduldig Harrenden hineingezwängt worden, daß es nur deutschen, Lehrerzeitungs"-Wald. Irgend ein offiziöser Schnapp- punkt aller weiteren Verhandlungen betrachtet sehen wollen. einiger lahmer Versicherungen von demnächstigen außerordent hahn weiß zu melden, daß die Verhandlungen zwischen Es liegt vorläufig noch in erster Linie an den Volks lichen Aufwendungen, von der Vorlegung eines umgearbeiteten dem Kultus- und Finanzministerium neuen schullehrern wenn selbst, behandelt sie so rücksichtslos Entwurfs" in nächster Session bedurfte, um die Lehrer wieder Entwurf wieder aufgenommen sind. man hat ja werden. fie So lange fich gum gefügigen Trottel hoffen" zu lassen. solch ein festes. Vertrauen au dem jetzigen Kultus der herrschenden Gesellschaft hergeben, so lange sie minister, dem großen Lehrerfreund" Dr. Boffe, der bei Lehrer- sich im wahren Sinne des Wortes das Blut auspumpen lassen jubiläen und sonstigen feierlichen Anlässen stets mit so liebens- zu gunsten ihrer agrarischen, nationalliberalen und freifinnigen würdigen Worten oder gar mit einem Ordensbändchen auf- Freunde", nach denen die" Preußische Lehrerzeitung" ängstlich wartet, der aber doch nicht einmal die nöthige Energie besaß, ausschaut, so lange sie sich in lächerlich aufgeblasener Vornehm um die lumpigen 31/2 Millionen, die zum Zustandekommen des heit von ihren Leidensgenossen abschließen, so lange das Gefühl vorigen Entwurfs nothwendig waren, aus dem Finanzminister für Menschenwürde und Freiheit in ihnen noch nicht zur herauszuschlagen. lodernden Flamme emporgeschlagen ist, so lange werden sie das mißachtete Mädchen für Alles", wie die„ Pädagogische Zeitung" die Lehrer neulich mit bitterer Selbsterkenntniß nannte, bleiben. Möchten die Lehrer angesichts der Thatsache: " " über einen Und " Dieses unwürdige„ Hoffen"! Schon im Jahre 1862 versuchte die damals von dem fürzlich verstorbenen Dresdener OberSchulrath Berthelt redigirte Allgemeine deutsche Lehrerzeitung" den Mißmuth und die Hoffnangslosigkeit der Lehrer zu lindern durch den Hinweis auf die innere Höhe des deutschen Schulwefens: Noch ist von keinem fremden Staate unser deutsches Schulwesen übertroffen und bis dahin sind noch in keinem die Verhältnisse der Boltsschullehrer denen im eigenen Vaterland Damals schien es, als müsse der Staat gleichzeitig seinen vorzuziehen. Kein deutscher Lehrer wird Lust in sich verspüren, Bankrott anmelden, wenn den Lehrern die 32 Millionen bedie deutsche Volksschule mit der französischen zu vertauschen, oder willigt werden sollten. Um so überraschter darf man in diesen feine deutsche Schulstelle mit der eines französischen Elementar- Tagen auf die plötzliche Leistungsfähigkeit desselben Staatsfäckels lehrers zu wechseln." blicken, wenn man vernimmt, daß zur Ausbesserung der Längst ist auch den deutschen Lehrern schon dieser armselige Beamtengebälter jegt mit einem Schlage an die gelernt haben, daß es ebenso falsch, wie unwürdig und selbstTrost geraubt. Gerade die Berliner Lehrer hatten neulich durch 27 Millionen Mart flüssig sind. einen Vortrag eines franzöfifchen Seminarlehrers Gelegenheit, Aber der Lehrer ist doch auch ein Beamter sozusagen! Gewiß, einen Blick auf die geistige Höhe des franzöfifchen Schulwesens in moralischer Beziehung und infofern, als er feine eigene zu thun, der die materielle Höhe ebenbürtig zur Seite steht, und politische Meinung haben darf. Aber nach der materiellen gern würden heutigen Tages vielleicht die deutschen Lehrer ihre Seite hin steht es um die Beamten- Qualifikation des Lehrers mageren Wassersuppenschüsseln mit ben gefüllten Fleischtöpfen etwas sehr brüchig. Da zählt man ihn nicht zu den für die französischer Lehrer vertauschen. Gehaltsaufbesserung würdig erachteten mittleren und höheren Beamten, da stellt man ihn isolirt, da verurtheilt man ihn zu der Rolle eines einsamen Tantalus, dem selbst die sauren und angenagten Trauben eines fläglichen Besoldungsgesetzes immer wieder vorenthalten werden. Im selben Jahre 1862 reichten die Berliner Lehrer bereits eine Petition an das Haus der Abgeordneten, in der sie betreffs der Besoldung ein Minimum von 250 Thalern bei Städten bis zu 6000 Einwohnern, von 300 Thalern bis zu 15 000 Ginwohnern und von 350 Thalern bei Städten über 15 000 Einwohnern, daneben freie Wohnung, resp. Entschädigung verlangten. Außerdem forderten sie Alterszulagen von 50 Thalern nach 10 Jahren, bezw. von 5 zu 5 und von 3 zu 3 Jahren. Wir haben vergebens gehofft und geharrt, Man hat uns geäfft und gefoppt und genarrt" erniedrigend ist, da demüthig zu bitten, wo man zu fordern ein heiliges Recht hat. Die Schweizerischen Nationalraths Wahlen. Zürich, 17. Oftober. Im Schweizerländli pflegt man bei den Nationalraths Wahlen in der Regel recht spät aufzustehen, wenigstens soweit es die Propaganda nach außen hin betrifft. Man will die Karten nicht eben zu früh" abdecken. Die Signatur des ganzen Wahlattes kann man in die Worte zusammenfassen:" Die Bisherigen." Unter der Herrschaft des gegenwärtigen Wahlgefeßes, das der Mehrheitspartei auf den Leib zugeschnitten ist, sind bedeut same Forderungen geradezu ausgeschlossen. Wenn da und dort etwa ein Mann wechselt, so hat das weiter nichts zu bedeuten." So leitet der„ Grütlianer" seine heutigen Wahlbetrachtungen Es spottet geradezu aller Beschreibung und eine hand greiflichere Verhöhnung des Lehrerstandes läßt sich thatsächlich nicht ausflügeln, wenn man sich vergegenwärtigt, daß erst durch das gefallene Besoldungsgesetz die Lehrer finanziell mit den subIm Jahre 1870 stellte der damalige Referent der Unterrichts- alternſten Beamten, mit Briefträgern, Weichen stellern, fommission, Dr. Paur, die auf die Schulfrage bezüglichen Portiers, Rassenboten, Heizern 2c. fast gleich Petitionen aus Lehrerkreisen an das Abgeordnetenhaus zugestellt werden sollten, daß die mittleren Beamten wie fammen. Es waren mehrere Tausend, die nach Paur's Aus- Rentmeister, Sekretäre, Bahnmeister, Maschinisten durchschnittlich ein, die in jeder Beziehung zutreffend find. Indessen ist doch spruch den Beweis lieferten, wie übereinstimmend allenthalben das zwei, drei, ja zehnfache des Lehrergehalts für die besonders geringe Lebhaftigkeit der diesmaligen Wahl in Preußen die materielle Lage der Volksschullehrer eine nieder erhalten, daß nichtsdestoweniger diese mittleren Beamten jetzt bewegung die vorangegangene überaus lebhafte Referendums= drückende ist und wie übereinstimmend baldige und ausreichende durch die neue Beamtengehalts- Vorlage eine Gehaltserhöhung Kampagne um das Eisenbahnrechnungs- Gesetz und die zwei Hilfe noththut". von ungefähr je 300 bis 600 M. erhalten sollen, während anderen Gesetzesvorlagen, welche die Geister auf der ganzen Diese Stichproben aus der glänzenden Geschichte der man die Lehrer durch die Ablehnung des Be Linie tief aufrüttelte und aufeinanderplatzen ließ, eine aus102] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Die Becchini entfernten sich, die Karre fuhr weiter, und man hörte die Töne der Glöckchen, bis sie nach und nach in der Entfernung verstummten. an( hieß es darin) bin ich in dem Kloster der Dominikaner mich pflegen konnte. Die Natur, meine einzige Wärterin! zu finden. Der Tod hat manchen unserer Brüder zu sich Aber ach, ach, wie viele Zeit mag so vergangen sein, und genommen." Das Kloster lag in einiger Entfernung, aber meine angebetete Frene- schnell, schnell, feinen Augenfie wußte den Weg. Sie warf noch einen sorgsamen Blick blick will ich mehr verlieren." E3 auf den Schlafenden und eilte aus dem Hause. Ich werde Er war bald auf der Straße, die Luft erquickte ihn, Dich bald wiedersehen," flüsterte sie. Ach, welche Hoff- und an jenem Morgen wehte, zum ersten Male seit vielen nung kann über den Augenblick hinaussehen! Und wer Wochen, wieder ein erfrischender Wind. Er ging langsam Frene nahte sich dem Bette, ihre Hand vor der Lampe tann wissen, wenn das Bald" eintreffen wird. fort, bis er auf einen großen Play kam, von dem man in haltend. Sie befürchtete, das Geräusch der Eingetretenen Kaum hatte Frene das Zimmer verlassen, als Adrian einiger Entfernung eines der Hauptthore von Florenz und habe den Schlaf des Kranken gestört. Aber er bewegte sich mit einem tiefen Seufzer die Augen aufschlug ein ver- die Feigen- und Olivenbäume außerhalb erblickte. nicht, sein Athemholen war faum bemerkbar, seine ab- änderter und wie neugeborner Mann; das Fieber hatte näherte sich ihm jetzt vom Thore her ein Pilger von gemagerte Hand lag auf der Decke, sie fühlte seinen Buls, ihn verlassen, der zurückgekehrte Puls schlug schwach, aber hoher Gestalt, seine Kapuze war zurückgeworfen und man er ging ruhig, fie faßte wieder neue Hoffnung, setzte die ruhig. Sein Geist gebot wieder seinem Körper, und, ob erblickte ein Antlig mit traurigen aber gebieterischen Zügen, Lampe fort, und sich in einen Winkel des Zimmers zurück- gleich er sich noch schwach fühlte, so war doch die Gefahr ein Antlig, in dessen hoher Stirn, in dessen festem, kühnen ziehend, stellte sie das kleine Kreuz, das sie um den Hals vorüber und sein Leben gerettet. Blick die Natur Majestät, aber das Schicksal Unglück ges trug, auf einen Tisch und betete zu ihrem Heiland, der" Ich habe lang geschlafen," murmelte er, und ach! schrieben zu haben schien. Als auf jenem einsamen und selbst gestorben war und während seiner irdischen Leiden solche Träume! und es schien mir, ich sah Irenen, konnte öden Platz diese beide, die einzigen menschlichen Wesen, gefleht hatte, daß der Kelch vorübergehen möge. aber nicht mit ihr sprechen, und als ich ihre Hand fassen die man erblickte, sich begegneten, blieb Adrian plöglich Die Sonne ging auf, nicht wie im Norden, nach und wollte, veränderten sich ihre Büge und ihre Gestalt, und stehen und sagte mit zweifelnder Stimme:" Träume ich nach die Schatten vertreibend, sondern in der plöglichen einer von den häßlichen Becchinis hatte mich ergriffen. Es noch, oder sehe ich Rienzi?" Glorie, mit der in diesen Klimaten der Tag die Erde be- ist spät die Sonne steht hoch,- Irene ist in der Lom- Der Pilger blieb ebenfalls stehen, als er den Namen grüßt, wie ein Riese, der aus seinem Schlaf erwacht. Ein bardei. Nein, nein das war eine Lüge, eine schändliche hörte und sagte, den durch seine Krankheit fast unkenntlich plögliches Lächeln, eine Rosengluth- und die Nacht war Lüge, sie ist in Florenz, ich muß meine Nachforschungen gewordenen jungen Ritter lange betrachtend:" Ich bin vorüber. Adrian schlief noch, fein Muskel schien sich be- fortsetzen." es, der einst Rienzi war, und Du, bleicher Schatten, muß wegt zu haben, der Schlaf war vielmehr noch tiefer als Als er sich dieser Pflicht erinnerte, erhob er sich von ich in diesem Grabe Italiens mit dem einst so frohen und zuvor. Die einsame Wächterin wurde durch diese Ab- dem Bett; er wunderte sich über seine Schwäche, anfangs lebenskräftigen Colonna zusammentreffen? Ach, junger spannung, die dem Tode so sehr ähnlich sieht, beunruhigt fonnte er nicht aufrecht stehen, ohne sich zu stüßen, nach Freund," fügte er freundlicher hinzu,„ hat die Best den und erschreckt. Die Zeit verging, der Mittag nahte, noch und nach gewann er aber wieder so viel Gewalt über Edelsten des römischen Adels nicht verschont? Komm, ich, dauerte der Todesschlummer fort. Die Sonne stand hoch seinen Körper, daß er, wenn auch mit großer Anstrengung, der grausame und strenge Tribun, ich will Dich pflegen. am Himmel der Mönch kam nicht. Als sie jetzt wieder gehen konnte. Ein nagender Hunger quälte ihn, er fand Wer einst mein Bruder werden sollte, dem will ich jetzt die Adrian's Puls fühlte, schien das Blut zu stocken, sie einige Lebensmittel in dem Zimmer, die er begierig ver- Sorgfalt eines Bruders widmen." sah ihn verwirrt und athemlos an nichts Lebendes schlang. Er wusch sein abgefallenes Geficht aus einem Wasser- Mit diesen Worten legte er sanft Adrian's Arm in den konnte so still und so bleich sein. War es wirklich Schlaf, becken, das in der Nähe stand. Er fühlte sich jetzt wieder seinigen, und der junge Ritter, gerührt durch sein Mitsollte es nicht sie wendete sich ab, ihre Zunge konnte erfrischt. und neu belebt und zog feine Kleider an, die leiden, lehnte sich schweigend an Rienzi's Bruft. teine Worte finden. Weshalb blieb der Mönch so lange, neben dem Bette lagen. Er blickte mit einer Art von Armer Jüngling," sagte der Tribun. Ich liebte sie wollte zu ihm gehen, sie wollte das schlimmste ers Mitleiden mit sich selbst auf seine abgemagerten Hände immer die Jugend, mein Bruder starb jung!- und fahren, sie konnte diese schreckliche Ungewißheit nicht und Glieder, und fing jetzt an einzusehen, daß er irgend Dich mehr als viele. Welches Geschick brachte Dich hierher?" länger ertragen. Sie warf einen Blick in das Papier, eine gefährliche Krankheit überstanden haben müsse. Und" Irene," erwiderte Adrian stammelnd. welches der Mönch ihr gelassen hatte. Bon Sonnenaufgang noch dazu allein," dachte er. Niemand in der Nähe, der l ( Fortsetzung folgt.) reichende Erklärung. Es tritt regelmäßig nach der Beendigung " Dezentralisation der Industrie große industrielle Bezirke sowieso 9 Sozialdemokratie noch kaum berührt und noch nicht erobert Politische Neberlicht. Berlin, 23. Oktober. wegen schon Verhandlungstermin in diesem Majestätsbeleidigungs" In der In Zürich gehört ein Drittel der bei den Wahlen abgegebenen die Aeußerung wegen der kaiserlichen Loge als eine Majestätsaufregender und heftiger Referendumskämpfe eine gewisse Stimmen der Sozialdemokratie und die Stärke jeder der beiden beleidigung aufzufaffen, weil auch schon die Auflage dahin politische Ruhe, eine gewisse Ermüdung ein, die man als eine andern Barten ist ungefähr die gleiche. Für sich allein hat keine lautete:... feinen Landesherrn" beleidigt zu haben." Wenn ganz natürliche Reaktion gelten lassen kann. Dies ist der drei Parteien die Mehrheit. So sollten denn auch von auch die Entlastungszeugen die Aeußerung in anderer Form genun auch jetzt der Fall und daß gerade in diese Situation den sechs Mandaten jeder Partei nur 2 gehören, während der hört haben wollen, so hätten die beiden Beamten, die doch gerade hinein die Nationalraths- Wahl fällt, ist in derem Interesse Sozialdemokratie nur Herr Vogelsanger gehört. auf den Sinn der Aeußerung besonders achteten, überbedauerlich, denn etwas politisches Leben sollte diese bedeutsame So ungerecht, ja noch schlimmer ist es übrigens im ganzen einstimmend bekundet, daß die Aeußerung wenn auch nicht wörteidgenössische Parlamentswahl doch hervorrufen. An dieser Lande. Die Sozialdemokratie erhielt 1893 außer den Stimmen lich, so doch dem Sinne nach so gelautet habe und demnach Auffassung darf man festhalten, trojdem das Parlament in der des Herrn Vogelsanger reine 32 000 Parteistimmen, aber keinen eine Beleidigung der Person des Kaisers enthalte. Mithin Demokratie mit Initiative und Referendum nicht die Bedeutung Vertreter, die Konservativen dagegen auf etwa 58 000 Stimmen mußte, wie geschehen erkannt werden. hat, wie in einem fonftitutionellen Staate, in dem ohne das 19 Bertreter und die Ultramontanen auf etwa 90 000 Stimmen Wie leichtfertig Denunziationen Voltsveto vom Parlament die Geseze gemacht werden. 31 Vertreter. Die vereinigten Demokraten und Freifinnigen Majestätsbeleidigung in die Welt gejagtwerden Was der Grütlianer" sodann über das geltende Wahlgefeß haben auf ihre ungefähren 215 000 Stimmen 94 Vertreter, also zeigte deutlich die Verhandlung gegen den Stallmann Heise, der sich sagt, daß es der Mehrheitspartei auf den Leib zugeschnitten ist, die große Mehrheit im Nationalrath gehabt. Mit ihren wegen Majestätsbeleidigung vor der 1. Straffammer Landgerichts I so kann das von dieser selbst nicht bestritten werden. Das eid- 32 000 Stimmen hatte die sozialdemokratische Partei, welche 1893 zu verantworten hatte. Zum Termin war der Hauptbelastungszeuge genössische Wahlgefetz theilt die Schweiz unter Anlehnung an die zum ersten Male in 15 Wahlkreisen mit Kandidaten auftrat, und Denunziant, der berüchtigte Reporter Hiece, nicht erKantone in 52 Wahlkreise ein, wovon 1 Sechserkreis, 6 Fünfer- einen ganz artigen Erfolg. Möge sich nun am nächsten Sonntag schienen, aber dennoch trat der Gerichtshof in die Vertreise, 9 Biererkreise, 11 Dreierkreise, 17 3weierkreise und diese Stimmenzahl verdoppeln und mögen auch einige wirkliche, handlung ein, weil der Zeuge bezüglich seines Ausbleibens ge8 Einerkreise. Gewählt werden 147 Abgeordnete und zwar einer nicht blos Pseudo- Sozialdemokraten siegreich aus der Urne her nügend entschuldigt war. In einem Schreiben hatte er dem auf je 20 000 Einwohner, wobei eine Bruchzahl von über 10 000 vorgehen. Gerichtshofe mitgetheilt, daß er zum Termine nicht erscheinen für 20 000 gerechnet wird. Wahlberechtigt ist jeder 20 Jahre alte fönne und nicht vernehmungsfähig sei, indem er als Schweizerbürger, so daß gegenwärtig bei 3 030 000 Einwohnern Morphinist schwer erkrankt und laut Attest jetzt eine 700000 Stimmberechtigte vorhanden sind. Diese günstigern Umstände Heilanstalt aufsuchen müsse. Dieser Mustermensch hatte werden durch die Listenwahl in den größern, zusammengelegten Wahles bewirkt, daß man im September dieses Jahres den freisen vollständig aufgehoben, da selbst die industriellsten Bezirke Allianz, Einvernehmen, Verhältniß oder wie sonst Angeklagten auf fechs Wochen ins Untersuchungsgefängniß sperrte, durch die angegliederten ländlichen Bezirke Bezirke majorisirt sind die Beziehungen zwischen Rußland und Frankreich zu da er in der Anzeige angab, daß der Angeschuldigte in einem werden. Nun sind in der Schweiz bei der weit gediehenen bezeichnen? Das war die Frage, welche die französische Schanklokale gehödelt" habe. Bereits vor vier Wochen stand nicht häufig und soweit sie vorhanden sind, wie in Zürich, Basel und Presse wochenlang beschäftigt hat. Jezt ist diese wichtige prozesse an und da damals der Denunziant Hiecke nicht erschienen Genf, schwächen die Massen ausländischer nichtstimmberechtigter Namensfrage durch eine andere Frage verdrängt worden, war, wurde die Sache vertagt und der Angeklagte aus der Arbeiter die sozialdemokratische Partei in empfindlichstem Maße, die sonderbarer Weise auch die deutsche Presse ernsthaft Saft sofort entlassen, weil der Gerichtshof schon damals so daß sie gegenwärtig noch in feinem einzigen Wahlkreise beschäftigt: besteht ein geschriebener Vertrag von der Unschuld des Heise überzeugt war. eine Mehrheit besitzt. Dies erklärt sich freilich auch noch zwischen Frankreich und Rußland? Oder ist es blos eine gestrigen Verhandlung stellte es sich heraus, daß der Anaus der Jugend der ausgesprochen fozialdemokratischen stillschweigende Verständigung? Nun, unseres Erachtens geklagte, der bis vor kurzem auf dem Lande gelebt und Bewegung in der Schweiz und der politischen Harmonie- ist diese Erörterung die Tinte nicht werth, welche niemals etwas von Politik gewußt hatte, erst seit einigen dufelei der tausende von Lohnarbeitern, welche von der dabei vergossen wird. Wie das Verhältniß zwi- Monaten as Stallmann eine Stellung bekleidet und am allerPolitisiren benft. In einer Kneipe in der wurden. Hier ist noch riesige Arbeit zu verrichten, wozu leider schen Frankreich und Rußland sich seit der Annexion Invalidenstraße befand er sich in Stimmung“ und sang das die Zahl der gegenwärtigen Kräfte nicht ausreicht und wozu von Elsaß- Lothringen gestaltet hat, ist jedem, der Augen bekannte Lied von der Königin fabella, das man häufig namentlich eine ausgezeichnete, auf der Höhe der Zeit stehende hat zu sehen und ein Hirn zu denken, vollkommen klar. in Spinnstuben zu singen pflegt. Hierin wollte der Reporter sozialdemokratische Tagespresse, an der es fehlt, nothwendig wäre. Die Franzosen sind dazu gezwungen worden, in Rußland Siecke die Majestätsbeleidigung gefunden haben und brachte Aus eigener Kraft kann also gegenwärtig die sozialdemo- einen Schuß zu suchen, und die Russen ziehen aus dieser damit in Verbindung, daß der Angeschuldigte vom Attentäter fratische Partei in feinem der 52 Wahlkreise einen Vertreter Thatsache den sich ihnen von selbst darbietenden Vortheil, Hödel Bemerkung gemacht hätte. Leßteres schien ganz und gar fiegreich burchbringen. Nun hat sich seit längerer Zeit eine Europa zu beherrschen und insbesondere Deutschland lahm unglaubwürdig, da der Angeklagte ein noch junger Mensch ist, Art freiwilliger Proporz" entwickelt, indem die Mehrheitspartei der Minderheitspartei ohne Kampf einen oder zwei der auf seinem flachen Lande niemals etwas über die Attentatszu legen. Sihe, je nachdem, überließ. Diese freie Proportinalwahl ist Wenn sie, um diese Thatsache festzustellen, ein Stückchen geschichten von 1878 gehört hatte. Das Gericht gewann die bisher Ueberzeugung, daß Heise unschuldig verdächtigt war und sprach immer den Konservativen zu gute gekommen Papier in Gestalt eines Bündnißvertragsbeschrieben ihn auf Staatskosten frei. Siecke hatte durch seine Denunziation und nur in Zürich dem Herrn Polizeidirektor Vogel- haben, so sind sie sehr verschwenderisch gewesen. Ein wenigstens das ausgerichtet, daß der angebliche politische Verfanger als Vertreter der Sozialdemokratie. Diesmal Sprüchlein besagt zwar: Geschrieben Wort bleibt!, das brecher 6 Wochen unschuldig in Untersuchungshaft geseffen hatte. dürfte diese Zaktit unserem Genossen Wullschleger in gilt aber nicht voll Verträgen, die Basel zum Siege verhelfen, die regelmäßig denn das Parteifomitee der blos so lange in fraft bleiben, wie die Interessen dortigen freisinnigen Partei hat beschlossen, Wullschleger und Stimmungen, durch welche sie ins Leben gerufen auf Der Bundesrath hat in seiner am 22. dieses ihre Liste zu nehmen und die freisinnige Partei worden sind. versammlung am Montag wird voraussichtlich diesem Be Monats abgehaltenen Plenarsizung den Entwurf einer schlusse zustimmen. In Zürich wäre den bürgerlichen Parteien Der Dreibund beruht unzweifelhaft auf einem ge- Militär- Strafgerichts Ordnung für das Deutsche ebenfalls schöne Gelegenheit zu solchem Entgegenkommen ge- schriebenen Vertrag, ja auf mehreren – wer glaubt aber Reich, sowie die Vorlage, betreffend den Freundschafts, Handels, geben gewesen, da Herr Curti auf eine Wiederwahl in heute noch an den Dreibund, obgleich die Verträge noch Nicaragua, den zuständigen Ausschüssen und die vom Reichstag Schifffahrts- und Konsular Vertrag zwischen dem Reich und Bürich verzichtet und sich im Kanton St. Gallen, wo er e- nicht abgelaufen und auch nicht formell widerrufen sind? zu Petitionen über die Währungsfrage gefaßte Resolution dem gierungsrath ist, wählen läßt. Aber da hat die demokratische So lange die Lage Europas so ist, wie seit 25 Jahren, Reichskanzler überwiesen. Dem Entwurf eines Gesetzes für Partei schon einen jahrelangen Aspiranten auf diesen National hat Rußland die leitende Stellung in Europa, ob mit ob Elsaß- Lothringen über die Besteuerung der Bergwerke wurde kommen die Liberalen mit einem Kandidaten und die Konser Fäulniß der kapitalistischen Welt wurzelude unheilvolle und Kaiser Reich rathsfit auf Lager gehabt und ihn nun sofort nominirt und nun ohne Zweibund- Vertrag. Und wir fürchten dieser, in der die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurde über die dem Besetzung einer Senatspräsidenten= Stelle Durchfallskandidaten Oberst Wille. Dazu kommen dann die beschämende Zustand wird dauern, bis die Sozialdemokratie bei dem Reichsgericht zu unterbreitenden Vorschlag, sowie über Sozialdemokraten, die sich erst morgen darüber einigen werden, start genug ist, die greisenhafte hilf- und rathlose Zunft der die Resolution des Reichstags wegen Aenderung der Ausob sie eine volle Liste mit sechs Sozialdemokraten oder eine ge- heutigen Schablonenpolitiker abzulösen. führungs Bestimmungen, betreffend den Verkehr mit de brochene Liste mit nur zwei Genossen aufstellen sollen. In naturirtem Spiritus, und über verschiedene Eingaben Beschluß Zürich, dem ersten eidgenössischen Wahlkreise, giebt es also einen Reina in der National Beitung". Er fagt u. a.: Gegen die unsinnige Englandhezze eifert ein Graf gefaßt. richtigen Wahlkampf, der die nächste Woche etwas Färbung in Eine neue Einschränkung unseres Ber Was tönnte unsere deutsche Flotte im Kriege gegen den sammlungsrechtes? die graue Alltagsstimmung bringen wird. Die Bergische Arbeiterstimme" Unsere Genoffen eröffnen den Kampf bereits heute mit einem weibund im Verein mit der englischen Flotte leisten? Sehr schreibt:„ Deffentliche Versammlungen sind nach einem neueren Ergut geschriebenen Wahlaufruf an das arbeitende Volk, welcher schaft, wird unsere Flotte höchstens die Küste schüßen welche eine Erlaubniß zur längeren Tagung nicht nachgeholt haben, Ohne die englische Flotte, ohne Englands Freund lasse des Ministers an die Polizeiftunde gebunden. Bersammlungen, beginni: nie offensiv auftreten können. Es liegt, verfallen der polizeilichen Auflösung; der Minister des Innern, Herr Mitbürger! In einigen Tagen werdet Ihr an die Urne da jede Nation nach Bündnissen streben muß, im Intereffe v. d. Recke, hat demnach die ihm von der Düsseldorfer Behörde gerufen, um die Männer zu wählen, die Eure Interessen während Deutschlands, die Freundschaft Englands zu suchen, nicht bekannte Praxis auf das ganze Land übertragen. der nächsten drei Jahre in Bern vertreten sollen. Die Billig aber, sie zurückzuweisen. Der internirte Sultan von Nach unserer Ansicht ist jedoch der Minister des Innern teit und Gerechtigkeit verlangt, daß alle Volks Sansibar hätte ohne Nachtheile für Deutschland an die Engländer feineswegs befugt, das spärliche Versammlungsrecht noch mehr tlassen im Parlamente gleichmäßig vertreten wären. Allein ausgeliefert werden können. Wir hätten dadurch Englands Freund zu beschränken. Doch wollen wir zuvor abwarten, wie sich die die Bundesversammlung war bisher keine Voltsvertretung, fchaft errungen. Hätte Rußland in ähnlichem Falle nicht sofort Sache in der Praxis gestalten wird." sondern eine Vertretung der befizenden Klassen: der Groß- den Betreffenden ausgeliefert erhalten? Man hätte gesagt, daß industriellen, der Kaufleute, der Fabrikanten, der Geldherren wir uns die Gunst eines mächtigen Nachbarn nicht um solcher wald hat wieder einen Rückfall in seine alten Gewohnheiten. Der pensionirte Reichsrüpel im Sachsenund ihrer Freunde. Nur die Stimme derjenigen hört Kleinigkeit willen verscherzen dürsten. Dies ein Wort für Eug- Er leistet sich in seinem Hamburger Leibblatt folgendes: man in Bern nicht, die doch vor allem des staat land zur Beachtung. lichen Schutzes bedürfen: Die Stimme des arbeitenden, besiglosen Boltes. Wie oft haben wir diesen Mangel in den letzten Jahren mentar, als daß die Auslieferung des Sultans von Sansibar Wir geben die Aeußerung ohne einen anderen Komempfunden! Wir wollen nur an eins erinnern: 50 000 schweizerische Arbeiter das Recht auf Arbeit ein Att der Niedertracht gewesen wäre. Daß Deutschland verlangten, ba fand sich im ganzen Nationalrath in einem Kriege auf England als Bundesgenosse angewiesen nicht einer, der für diese milde Initiative eingetreten und, mit England als Feind, in die verzweifeltste Lage käme, wäre. Maßregeln gegen die Volksfreiheit und das Volkswohl das haben wir schon wiederholt ausgeführt. finden dagegen immer viele Fürsprecher. Wir erinnern nur an die schönen Militärgefeße. Eine große Zahl von Gesetzen ist ein Offizier habe in Aurich den dortigen Gastwirth Ein zweiter Brüsewig? Die„ Embener Zeitung" meldet, in den letzten 3 Jahren in kraft getreten, aber keines ist darunter, Jansen derartig mißhandelt, daß dieser an den Verdas die Noth des arbeitenden Volkes wirksam mildert. Im tegungen gestorben sei. Es wird wirklich nothwendig, Jahre 1890 wurde die Kranken- und Unfallversicherung beschlossen. daß in unserem an der Spitze der Zivilisation marschirenden Und heute, nach sechs Jahren, ist noch nicht abzusehen, ob Deutschland alle Bürger, die ihres Lebens sicher sein wollen, zu and wann sie ins Leben treten wird! Aber sind wir nicht zu Schutz und Truß sich mit einem Panzerhemd und einem Revolver einem großen Theile selbst schuld daran, daß die Arbeiter schaft in ihren heiligsten Rechten verkürzt wird? Wer soll vativen oder Rechtsliberalen" mit dem unvermeidlichen Als solche AIS viel. tönnen, versehen. Von einer Partei, deren Hezarbeit schuld baran trägt, daß Früchte, wie die Mörder des Justizraths Levy gezeitigt werden, tann man schließlich nichts anderes als die ärgste Ge. sinnungs- 2umpenhaftigkeit verlangen! Der Stil ist der Maun!" Also an der Ermordung des " Deutsches Reich. = = " Wir fonstatiren mit Genugthuung, daß die Unverschämt heit, mit welcher der ehemalige Schiffskoch und spätere Speisewirth Schwarz aus Lübeck auf dem Gothaer Parteitage der Sozialdemokratie die Angehörigen der deutschen Marine über ihre Pflicht im Moment höchster Gefahr zu belehren versucht hat, überall in der vaterländischen Presse zurückgewiesen wird. Wenn der sozialistische Schwäßer der untergegangenen Besatzung des, Iltis" zum Vorwurfe macht, daß sie im Momente der Katastrophe ein Hurrah auf den Kaiser und das Flaggenlied angestimmt hat, anstatt auf die eigene Rettung bedacht zu sein, so ist die Absicht offenbar darauf gerichtet, den Eindruck zu erwecken, daß nicht alles geschehen sei, was pflichtund naturgemäß zur Erhaltung von Schiff und Leuten geboten gewesen sei, und daß die Mannschaft gleichsam eines patriotisch militärischen Theater- Effektes wegen voreilig in den Tod getrieben wäre. Für diese ruchlose Verdächtigung der untergegangenen heldenmüthigen Befagung des Iltis" verdiente der ehemalige Schiffstoch eine Büchtigung, die wir hier ihm mit der Feder nicht zu theil werden laffen tönnen, die ihm aber sicherlich in aus giebigster Weise verabfolgt werden würde, wenn er die Ünvorsichtigkeit beginge, fich demnächst im Kreise patriotisch denkender und fühlender deutscher Marinemannschaften blicken zu lassen. B Wir konstatiren nur für den fünftigen Kulturhistoriker, daß denn jetzt für die Arbeiterschaft eintreten? Etwa der Tiefer hängen. Das hiesige Stumm- Organ druckt heute Fabrikbesizer, der Nordostbahn- Aktionär, der Millionär oder unsere gestrige, gewiß durchaus sachlich gehaltene Notiz über die Der Herr Oberst? Will das arme Volk zu seinem Rechte kommen, Iltis- Legende ab und schreibt dazu: so muß es den Vertrauensleuten des arbeitenden Volkes die Stimme geben und nicht denjenigen, die gerade die entgegen gesetzten Intereffen vertreten. Man hat es noch nie erlebt, daß die besitzenden Klaffen einen Sozialdemokraten wählten. Nur die Arbeiter waren bis jetzt gutmüthig genug, immer und immer ihre Herren zur Vertretung ihrer Interessen zu wählen. Und wenn es je nöthig war, daß auch das arbeitende Bolt im Justizraths Levy ist die Sozialdemokratie schuld. Nicht auch an der brutale Rowdy, der dies geschrieben oder schreiben gelassen Parlamente vertreten fet, fo trifft das für unsere der Ermordung des armen Siepmann in Karlsruhe? hat, in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts achtundzwanzig Beit zu. Wichtige sozialpolitische Aufgaben verlangen Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Jahre lang Haupt der Regierung von Preußen( einst" Intelligenzdringend ihre baldige Lösung. staat" genannt) und zwanzig Jahr lang Haupt der Regierung Auf Die Anklage wegen Majestätsbeleidigung, gaben werden genannt: die Kranken- und Unfallversicherung, welche sich Genosse Jahn wegen einer angeblichen Rede von Deutschland( dem Vaterland des„ Volkes der Denker") gedie Revision des Fabrikgesetzes für den Zehnstundentag, die wendung in einer Versammlung der Sattler im Februar d. J. wesen ist. Vereinheitlichung des Strafrechts, die Verstaatlichung der Eisen- zugezogen hatte, weshalb er vom Landgericht I zu vier Monaten- Zum Düsseldorfer Duell und Spiritisten. bahnen, die Unterstützung der Volksschule durch den Bund, die Gefängniß verurtheilt worden war, gelangte gestern abermals Prozeß ist noch nachzutragen, daß die Duellanten mit be Einführung der Arbeitslosenversicherung, die Demokratifirung des zur Berhandlung vor der zweiten Straffammer des Land- deutend niedrigeren Strafen davongekommen sind, als die Kritiker Heerwesens, das staatliche Getreidemonopol im Interesse der gerichts II. Wie schon früher gemeldet, war das erste Urtheil des Duellskandals. Für die Mehrheit des deutschen Volkes wird Landessicherheit und die Proportionalwahl. vom Reichsgericht aufgehoben und die Sache vor das Land- dieses Urtheil nicht ganz verständlich sein. Erwähnen wollen Der vom sozialdemokratischen Wahlfomitee unterzeichnete gericht II zurückverwiesen und wegen Ladung von Zeugen wir auch noch die letzte Bemerkung des Angeklagten v. Grhardt. Aufruf schließt:" Wohin wir also auch blicken, überall sozial- und Beweismitteln bereits zweimal vertagt worden. In Er fagte: politische Forderungen von größter Tragweite! Ueberall Be- der gestrigen gestrigen Verhandlung, die unter Ausschluß der dürfnisse, von deren Erfüllung Wohl und Wehe des Volkes ab- Deffentlichkeit stattfand beantragte der Staatsanwalt hängen. Wir fönnen nur zu einer Sozialreform Vertrauen abermals vier Monate Gefängniß, der Vertheidiger Dr. haben, die mit Hilfe der Sozialdemokratie durchgeführt wird. Hersfeld dagegen Freisprechung, weil eine MajestätsDie Herren aber wollen eine Sozialreform ohne und sogar gegen beleidigung gar nicht nicht vorliege. Nach längerer Be die Sozialdemokratie. Wer aber seine Pflichten gegen fich, gegen rathung erkannte der Gerichtshof aber dem Antrage des Staatsseine Familie und gegen das ganze Volt nicht schmählich ver- anwalts entsprechend auf vier Monate Gefängniß. lezen will, der ftimme bei den kommenden Wahlen Begründet wurde das Urtheil damit, daß das Gericht den erster Linie für die sozialdemokratischen Kandidaten! Aussagen der Polizeibeamten geglaubt und zur Ueberzeugung ge- Gegen den Geheimrath Beder von der Firma Die Sozialdemokratie war es, die zu fozial- langt sei, daß dem Angeklagten das Bewußtsein der Beleidigung Stantin n. Becker ist, nach der Königsberg. Allg. Zeitung", vom politischen Fortschritten der jüngsten Zeit den Anstoß gab. innegewohnt habe. Eine Begnadigung sei aber entgegen der landwirthschaftlichen Ministerium am 16. Juli Strafantrag gestellt. Alle aften Parteien leben von dem so oft verlachten und ver- Meinung des Vertheidigers nicht eine eine Regierungs- Die Königsberger Staatsanwaltschaft hat gegen ihn das Ermittehöhnten Programm der Sozialdemokratie. Nur die Sozial- handlung, sondern ein persönlicher Att des lungsverfahren eingeleitet. Viele Zeugen sind vernommen worden. reform durch die Sozialdemokratie kann das Volt aus Monarchen, der aus idealen Gründen des Rechts- Ob es sich um die in dem Bernsteinmonopol Prozesse erder Knechtschaft der Noth befreien und die wahre Freiheit bewußtseins, aber nicht wegen einer materiellen wähnten angeblichen Beamtenbeftechungen handelt, geht aus der schaffen! Arbeitendes Bolt wache, denke und handle!" Vergünstigung seitens des Begnadigten erfolge. Darum sei auch Notiz nicht hervor. in Ja, Herr Präsident. Meine Ehre steht auf dem Spiel! Meine Familie ist mit mir ruinirt." Aber ich sage es nochmals, es ist eine Schmach, daß man sich nach unseren heutigen Ehrbegriffen wegen solcher Zappalien vor die Pistole eines Ehrenwortbrüchigen stellen muß, will man sich nicht vor den Augen dieser hohen Kreise ruiniren! Ich habe nichts mehr zu sagen. Menschen helfen mir nicht! Gott im Himmel wird mir mein Recht geben!. -W Dänemark. stattowik, 21. Ottober. was russische Zollamt beschlag- drei Mark Geldstrafe und Tragung sämmtlicher Kosten verurtheilt. Wie verlautet, hat Lorb Salisbury ein Schreiben an ben nahmte eine Sendung mit taufenden von Exemplaren nihilistischer Wenn die Strafe auch sehr niedrig ist, so wird den Herren hiesigen chinesischen Gesandten Rung- ta- Jên gerichtet, in welchem Broklamationen, die sich in ausgehöhlten Gigerlstöcken befanden. doch die Erkenntniß dämmern, daß Sozialdemokraten auch Leute er die fofortige Freilassung des chinesischen Doktors der Medizin Wie weit die vorstehende, der, National- Zeitung" entnommene sind. Sun- Yat- Sen fordert, welcher wegen Betheiligung an einem Mittheilung die den Thatsachen entspricht, können wir vorläufig nicht feststellen. Mülhausen i. Els., 21. Oktober.( Eig. Ber.) Wieder Komplott gegen die herrschende Dynastie in China durch Agenten reigelassen wurde am letzten Sonnabend der Arbeiter der chinesischen Gesandtschaft aufgehoben worden sei und seitdem Braunschweig, 21. Oktober.( Volksfreund.") Gen. Jaeckh weiß, der letztes Jahr acht Tage vor der Ermordung des in der Gesandtschaft zwecks heimlicher Fortschaffung nach China wurde heute Vormittag 101/2 Uhr nach eintägiger Haft im Fabrikanten Schwarz an diesen den bekannten Warnbrief schrieb festgehalten werde. hiesigen Kreisgefängniß auf freien Fuß gesetzt. und vor vierzehn Tagen deshalb verhaftet wurde; die Unter- So das Telegramm. Wenn die englische Regierung wohl Als Jaeckh gestern Vormittag vor den Ersten Staats- fuchung ist nunmehr abgeschlossen und wird die Angelegenheit unterrichtet ist, dann hätte die chinesische Gesandtschaft sich alleranwalt geführt wurde, eröffnete ihm dieser, daß nach den am Freitag, den 23. Oktober, die Straftammer bings eines- Irrthums schuldig gemacht; nämlich England Ermittelungen" der Staatsanwaltschaft Flucht des hiesigen Landgerichts beschäftigen. mit Italien verwechselt. In Italien ist oder war wenig verdacht vorliege. Jaeckh erklärte auf Befragen, daß er stens unter Crispi der Menschenraub noch erlaubt. Wir er die Strafe jetzt nicht antreten wolle, da er noch seine Familienverhältnisse zu regeln und die Vorbereitung einiger Sizung am 22. Oktober vormittags den Bericht des Ausschusses der allerdings der beabsichtigte Zweck nicht erreicht wurde. Der Kolonialrath berieth bei Beginn seiner innern an die Sequeftrirung der beiden Neffen Menelits, mit weiterer Prozesse es liegen jegt 5 Antlagen für Vorbildung der Kolonialbeamten. An den eingehenden Ergegen ihn zu erledigen habe. Auf dieses örterungen betheiligte sich neben einer größeren Anzahl von Mithin wurde ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt eine gliedern des Kolonialraths auch der kaiserl. Gouverneur v. Wiß der neue Justizminister Rump endlich für gut befunden, die Die Polizeistandale. Im Folkething hat es nun balbe Stunde später faß er im hiesigen Kreisgefängniß. mann. Es wurde besonders betont, wie überaus wichtig die jetzt Stellungnahme der Regierung zu den Polizeifkandalen aus. Das Landgericht hat den Haftbefehl abgelehnt nur in geringem Maße vorhandene Möglichkeit weiterer Verwendung zudrücken. Natürlich findet der Herr Minister die Sachlage nicht und den Fluchtverdacht für nicht begründet ber nicht mehr tropendienstfähigen Kolonialbeamten im Reichs so schlimm, die ganze Oppositionsstimmung sei nur durch Reden Es ist uns unerfindlich, auf grund welcher Ermittelungen" sei, dauernd über tüchtige Beamte zu verfügen. Gegenwärtig ausgehen, die mit der Polizei zu thun gehabt haben.( Daher und Staatsdienst sei, da ohne eine solche Aussicht es nicht möglich und Zeitungsartikel herangezüchtet, die vorzugsweise von Leuten die Behörde Fluchtverdacht annehmen konnte. Genoffe Jaech bleibe nichts übrig, als gute Beamte in den besten Jahren in wohl auch die allgemeine Empörung der Bevölkerung, die sich in war auf dem Gothaer Parteitag, machte nach Beendigung des den Ruhestand zu versetzen. Staatssekretär a. D. Herzog warnte großen Protest- Boltsversammlungen Luft gemacht hat, die von felben im Auftrag des Erfurter Agitationskomitees eine fleine außerdem vor weiterer Ausgestaltung und auch nur Erhaltung Tausenden aus allen Gesellschaftskreisen besucht waren?) Den= Tour im Thüringischen und traf Montag Abend hier ein. des Rang-, Titel und Uniformwesens in den Schuhgebieten. noch will er nicht die allgemeine Meinung über diese Sache als u nErst hier erfuhr er, daß seine Revision verworfen worden sei. Geheimer Legationsrath Dr. Freiherr von Richthofen erachtete begründet bezeichnen. Soustom ist bereit, wenn man die Bon Jena und von Nordhausen aus hat er seine Frau durch die Erweiterung des Orientalischen Seminars zu einer Art von Sache ganz nüchtern betrachten will,( was das Ministerium viel Depeschen über seinen Aufenthalt in Renntniß gesetzt; das thut Kolonialschule für wünschenswerth, da dann der Leitung der leicht doch niemand, der die Absicht hat, auszureißen! gut aber nicht die Bürgerschaft) solche Kolonialverwaltung Gelegenheit geboten werde, unter gut vor- Bustände zu schaffen, schaffen, daß die Polizei mit der Be gebildeten jungen Leuten, welche sich dauernd der Thätigkeit in völkerung wieder den Schuhgebieten widmen wollen, die Auswahl zu treffen. wieder auf guten Fuß tommt. 413 Schließlich gab er die wenig tröstliche Versicherung ab, daß die ganze Frage Im weiteren Verlauf der Sitzung, welche nachmittags 2 Uhr noch im Stadium der Untersuchungen und Ueberlegungen sei". nach kurzer Bause fortgesetzt wurde, billigte die Versammlung Na, da wird sie wohl auch bleiben, so lauge Herr Rump den bisher von der Kolonialverwaltung befolgten Grundsaß, die Minister ist, denn er hat selbst die dänische Polizeifarriere ge Beamten aus allen Berufskreisen zu nehmen, wenn nicht eine macht und wurzelt durchaus in den Brutalitäts- Traditionen, die besondere Berufsvorbildung erforderlich sei. dort üblich find. Australien. erachtet. " Gotha, 22. Oktober.( Volksblatt") Wie aus Arnstadt gemeldet wird, find dort die Herren Staatsminister Petersen aus Sondershausen, Regierungsaffeffor Reischauer aus Sondershausen, Staatsminister Start aus Rudolstadt, Staatsminister v. Strenge aus Gotha, Geh. Regierungsrath Hierling aus Gotha, Staats rath Heye aus Meiningen, Ministerialbeamter Geyer aus Altenburg und Schmidt aus Weimar zu einer Konferenz zu fammengetreten, um im Auftrage ihrer Regierungen über „ Strafvollzug" zu berathen. werde. 34 Im übrigen betrachten wir es als einen Schimpf, der einem sozialdemokratischen Redakteur angethan wird, wenn man ihm zutraut, er tönne sich der Verbüßung seiner Strafe durch die Flucht feige entziehen. Es ist Tradition in der Partei und der St. Gallener Parteitag hat es ausdrücklich den Parteigenossen zur Pflicht gemacht, die Strafen, die sie sich im Dienste der Partei zugezogen, unweigerlich zu verbüßen. Wer also ausrückt, handelt gegen einen Parteitagsbeschluß und stellt sich Damit außerhalb der Partei. Die Behörde darf wohl versichert heutigen Vormittag einigte sich die Versammlung auf die AnBei der Wiedereröffnung der Sigung des Kolonialraths am sein, daß unsere Redakteure sich der Tragweite ihrer Handlungen nahme des von dem Herzog Johann Albrecht modifizirten An- Gesetzgebung. Die Regierung von Neuseeland batte, wie Die Neuseeländische Einwanderungsvollständig bewußt sind, und daß es keinem einzigen einfällt, jich trage in folgender Form: Der Kolonialrath empfiehlt der Re- wir der Köln. 3tg." entnehmen, im September einen eigen der Verbüßung einer Strafe durch die Flucht zu entziehen. gierung, unter Berücksichtigung der in betracht kommenden thümlichen Gesetzentwurf berathen. Es handelt sich um die Wir haben den Eindruck, daß die Unterlage der Er- Verhältniffe darauf hinzuwirken, daß, wenn in den Schulen Abwehr unerwünschter Ginwanderer. Zu diesen mittelungen" der Behörde nur müßiger Klatsch ist, der allem neben der Sprache der Eingeborenen noch eine europäische gehören in Australien wie in Amerika die gelben Rassen, Anschein nach in böswilliger Absicht gegen unfern Redakteur Sprache gelehrt wird, die deutsche in den Lehrplan aufgenommen ferner Aussäßige, Verruchte und gänzlich mittellose Einwanderer, verbreitet worden ist. die doch bald dem Staate zur Last fallen würden. Der neuDesterreich. = seeländische Entwurf verfolgt aber insofern ganz neue Wien, 22. Oktober. Gine Gruppe von Sozial Bahnen, als politikern hat beschlossen, als Kandidaten für die bevor- Einwanderung Schwindsüchtiger zu verhindern er mit äußerst scharfen Bestimmungen die stehende Wahl in den niederösterreichischen Landtag sucht. Wird er im I. Bezirke die Herren Ober- Sanitätsrath Dr. May Gruber, ankommenden Schiffes einen Bericht über den Zustand der Gesez, so wird der Kapitän jedes Dr. Ferdinand Kronawetter, Emil von Neumann, Dr. Julius Lungen eines jeden Passagiers einzureichen haben. Verweigert Ofner, Professor Dr. Eugen von Philippovich und Otto Wittels- oder versäumt er dies, so verfällt er in eine Strafe von 1000 M. höfer aufzustellen, die sich zur Annahme der Kandidatur bereit Auch fehlt es nicht an anderen Strafbestimmungen; er darf keinen erklärt haben. Reifenden landen, der sich auf der Reise eine Lungenkrankheit zugezogen hat, und darf auch eine solche Person mit niemandem eine Kabine theilen lassen; aber selbst nachdem der Kapitän seine Reisenden mit gesund befundenen Lungen ans Land gesetzt hat, hört seine Verantwortlichkeit noch nicht auf. Wenn innerhalb Paris, 28. Oktober. Nach dem Matin" wäre von der wird, so sollen die Behörden nachforschen, mit welchem Schiff Dreier Monate nach der Landung ein Reisender schwindsüchtig Regierung eine Vorlage betreffend die Zuckerbesteuerung der Betreffende angekommen ist, und haftbar gemacht werden. zu erwarten, nach welcher die Bertheilung eines Prämienbetrags Das womöglich" fällt dabei freilich sehr ins Gewicht, denn Ausgenommen die Sozialdemokratie, welche sich das erste von 16 Millionen Franken für die Gesammtproduktion ein- fremde Länder werden schwerlich Rechtshilfe leisten. Mal an den Wahlen betheiligte und mit offenem Bisir und mit schließlich der Fabrikations Ueberschüsse vorgeschlagen wird. einem sozialistischen Programm kämpfte, versuchten noch eine Anzahl Bleichzeitig soll die ordentliche Steuer von 60 auf 64 Fr. für von der nationalliberalen Partei, für ihre politische Partei den Sieg 100 Kilogramm und die Steuer für die Ueberschüsse au erringen. Die Freifinnigen hatten sich hinter der Kliquenden gesetzlichen Ausbeutebetrag( von 7,75 Kilo Von der Agitation. In Rathenow sprach am und Betternschaft, welche in allen kleineren Städten bei Stadt: gramm Zucker auf 100 Kilogramm Rüben) von 30 auf Donnerstag Genosse Liebknecht vor einer begeisterten Ververordneten- Wahlen ihr Wesen treibt, versteckt. Ihre Wahl- dahin gehen, diese neue Zuckersteuer während 2 Kampagnen Rede die brei im gegenwärtigen Wahlkampf mit einander 32 Fr. erhöht werden. Der Regierungsvorschlag würde fammlung von 1500 Menschen. Er charakterisirte in 11/ 2ftündiger männer- Lifte bestand aus Angehörigen aller Parteien. Ein nationalliberaler Herr verwahrte sich noch vor der Wahl, für zu erproben und unterdessen eine internationale Verständigung ringenden Parteien. Obgleich viele Gegner anwesend waren, einen Freisinnigen gehalten zu werden, er sei der Wahlmann zur Abschaffung der Prämien abzuwarten. wagte doch niemand gegen Man sieht, alles spielt sich in den verschiedenen Zucker ferent tonnte die Ueberzeugung uns aufzutreten. der Bürgerversammlung. nach Berlin zurückDurch diese Taktik, diesen Wahlen den politischen Charakter produzirenden Ländern in gleicher Weise ab. Das Deutsche nehmen, daß die Rathenower Genoffen auf dem Poften Durch diese Taktit, diesen Wahlen den politischen Charakter Reich und Desterreich- Ungarn erhöhen auch ihre Prämienfäße sind und daß der Wahlkampf sehr günstig für uns steht. zu nehmen, ist es noch einmal möglich gewesen, die Wähler zu täuschen. Auf unseren Listen vereinigten sich in den 3 Stadt- Abschaffung der Prämien haben. Es ist wohl kein Zufall, daß politischen Gleichstellung der Frauen mit ben betheuern dabei, daß sie das lebhafteste Interesse an der bezirken 120 Stimmen, ein Resultat, welches unter den fländen wie hier gewählt wurde, als günstiges bezeichnet werden die Wiener Neue Freie Presse" gerade ezt wieder von Ver- Männern sprach Genosse Bebel in Breslau unter fländen wie hier gewählt wurde, als günstiges bezeichnet werden handlungen unserer Regierung mit der österreichischen betreffs stürmischem Beifall in einer Boltsversammlung, die von den Unser Wahlgesetz hat neben verschiedenen Unzuträglichkeiten Abschaffung der Zuckerprämien zu berichten weiß. Eins scheint Genossinnen Geiser, Kayser und Junggebauer geleitet indirekter Wahl, gestempelte und nummerirte Stimmzettel wurde und so start besucht war, daß Hunderte keinen Ginlaß das gute für sich, daß die Wahl geheim ist. Es ist aber jedem finden konnten. Wähler nach§ 19 des Reglements die Möglichkeit gegeben, die Roburg, 22. Oktober.( Eig. Ber.) 3ur LandtagsWahl in Koburg. Nachdem die gesammten WahlmännerWahlen im Herzogthum vorgenommen sind, ist es wohl von Interesse, einen Blick auf die Wahlbewegung zu werfen. Die freifinnige Preffe posaunt den Sieg der freisinnigen Volkspartei in die Welt. Wenn man sich jedoch die Siege betrachtet, so findet man, daß von politischen Wahlen gar nicht die Rede war. tann. Wahl öffentlich mündlich vorzunehmen. Diesen Umstand machten sich die Herren vom Misch- Masch an nuge. Man sagte sich, ihr veranlaßt alle Wähler, offen zu wählen, dann hüten sich die wirthschaftlich Abhängigen, und dieses sind meist unsere Anhänger, für die Sozialdemokraten au stimmen. Auf diese Weise hat man es verstanden, unter Innehaltung der gesetzlichen Bestimmungen den Arbeitern das geheime Wahlrecht zu rauben. Wien, 23. Oktober. Abgeordnetenhaus. In der heute fortgesetzten Verhandlung über das Heimaths. gesetz wurde die zehnjährige Erfißungsfrist angenommen. Frankreich. über uns aber sicher: die Zucker- Liebesgabe bleibt bestehen! - Gin harmloses deutsches Wigblatt in Paris tonfissirt! Nämlich die„ Lustigen Blätter", weil sie in einem sehr hübschen Bild das französisch russische Liebesverhältniß verspotten. Das wißige Frankreich vor deutschen Wißen sich fürchtend das ist eine so grausame Bestrafung des Revanche schwindels und der republikanischen Juchtenbegeisterung, daß der grimmigste deutsche Chauvinist zufrieden sein müßte-wenn diese Gesellschaft nur Wit verstände! -GRA Db nicht Voltaire sich in seinem Grab umgedreht hat? Belgien. " Partei- Nachrichten. Der Rebetitelt" Der Bollsfreund" in mehr als hunderttausend Exem Nächsten Sonntag wird in Württemberg ein Flugblatt, plaren vertheilt werden. Es befaßt sich ausschließlich mit der ländlichen Bevölkerung und hat auf Beschluß der letzten Landesversammlung in zwanglosen Zwischenräumen als Beilage der Schwäbischen Tagwacht" zu erscheinen, wie es außerdem in ganz Württemberg gratis vertheilt werden soll. Aus Elfak- Lothringen wird uns berichtet: Zum ersten Mal find bei der Wahl in diesem Sommer reichsländische Genossen In Neustadt ging man bekanntlich noch weiter, man bes - Die anarchistische Verleumderfippe des ihrer praktischen Thätigkeit auch nur turs, so kann es doch heute sichtigte unsere Partei indirekt der Brandstiftung. Dem freiin verschiedene Gemeinderäthe eingezogen. Ist die Beit finnigen" Kandidaten des 9. Wahlbezirks, Herrn Rocknagel," war Herrn Nieuwenhuis verleumbet und denunzirt fort. Jezt schon ausgesprochen werden, daß sich diefelbe sowohl nach innen es vorbehalten, durch Maßregelung mißliebiger Arbeiter den behauptet fie, Anseele habe vor 8 Jahren 200 Fr. gegeben, um wie nach außen vortheilhaft bemerkbar gemacht hat. Wie leider Nachweis zit liefern, daß die freisinnige Boltspartei ein„ Boll. Dynamit fabriziren zu lassen zum Zweck der Diskreditirung der auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens in Elsaß- Lothringen, so wert politischer Freiheiten" ist. Anarchisten! Der Herr fündigte am Morgen vor der Wahl dem Vor- Anseele giebt diesen boshaften Blödsinn einfach der öffent nur durch die historische Entwicklung des Landes beziehentlich öffent- herrschte auch auf dem der Gemeindeverwaltung Grabesruhe, was fitzenden des Lokalverbandes der Porzellanarbeiter mit dem Hin- lichen Verachtung preis. Er hätte ſagen können, daß die durch die Art seiner Verwaltung unter napoleonischer wie deutscher weis darauf:" Er habe in einer Wahlversammlung in Eimberg in den Personen. Es war vor 9 Jahren, als die Dynamit. Herrschaft erklärlich ist. In den Gemeinden, in deren Rath im Datum irren und unsere Genossen eingezogen sind, ist diese Grabesruhe Bieht man alle diese Umstände in betracht und berücksichtigt, attentate in Belgien fabrikmäßig gemacht wurden. Der annunmehr gebannt. Die Arbeit ift dort allerdings daß die meisten Wahlen in den Nachmittagsstunden vor- archistische Biebermann hieß aber Pourbaix, nicht leicht. Außer der Voreingenommenheit, mit denen ihnen genommen wurden, so tönnen wir mit dem Erfolg sicher zu war der belgische Minister des Innern. Oder verwechfelt entgegentritt, haben unsere Genoffen auch noch die oft ins Mann, der das Geld gab mehr als 200 Fr. der größte Theil ihrer Kollegen aus dem bürgerlichen Lager der Freund des Nieuwenhuis etwa Anseele mit dem Bombenbaron? Das Geld des Bombenbarons wurde von den auf die sozialen Pflichten und Aufgaben gemeinderäthlicher Thätig. grenzenlose gehende Stupidität der Bürgerlichen in Beziehung belgischen Anarchisten" sehr gern genommen. teit zu überwinden. Inzwischen schwebt der Prozeß, den die anarchistische" Denunziation gegen den Vooruit" veranlaßt hat, vor den Gerichten. Der Paragraph" des Fabritgefeße, der verlegt sein soll, am Tische des Referenten Walter von Roburg gesessen". frieden sein. B lautet: " und der - Das Ergebnis der Landtags Wahlen in Seffen erleidet insofern eine Aenderung, als sich herausgestellt bat, daß ein Abgeordneter, dessen Parteistellung nicht genau be kannt war, sich der nationalliberalen Partei zurechnet. Die dem Hauptsitz der elsässischen Textilindustrie, haben unsere beiden In der größten Industriestadt des Landes, Mülhausen, Nationalliberalen verfügen demgemäß von den 50 RammerBertreter im Gemeinderath, die Genossen Bue b und Hickel, figen( in einer großen Anzahl Blätter sind irrthümlich 51 angegeben) über 26, die gesammten Gegner über 24. Durch den Es ist dem Arbeitgeber verboten, mit dem von ihm be- verschiedenen Anzeichen aus der gegenwärtigen Lage der Textilindustrie dieser Tage folgenden Antrag eingebracht: In Erwägung, daß, nach Tod des nationalliberalen Abgeordneten Pfannftiel ist jedoch schäftigten Arbeiter durch Uebereinkunft( conventionellement) in dessen Wahlkreis eine Neuwahl nothwendig geworden, deren Ausgang darüber entscheiden wird, ob die Nationalliberalen die Bedingungen festzusetzen, durch welche demselben die zu schließen, es als sicher gelten kann, daß bereits in nächster Zeit eine größere Arbeitslosigkeit in genannter Industrie eintreten freie Verfügung über seinen Lohn beein. absolute Mehrheit behalten. Der Wahlkreis wird von den wird, deren Anfänge heute schon vorhanden sind, wolle der Rath trächtigt wird." Antisemiten start bedroht. Siegen die Nationalliberalen, so würden sie den vereinigten Gegnern mit 26 gegen 24 gegenüber 2ohns als Beitrag in die Streittasse und in die Reifes die den Zweck bat: 1. Eine Einrichtung zu treffen, deren Dadurch, daß die Arbeiterinnen einen Prozentsah ihres beschließen: Es ist sofort eine Spezialkommission zu wählen, stehen, siegen die Antisemiten, so würde das Berhältniß 25 au 25 taffe bezahlen, zu Aufgabe es ift, durch Aufnahme und Fortführung soll diesem Paragraph zuwidergehandelt einer Arbeitslosen- Statiftit die thatsächlichen Verhältniffe in betragen. fein. Aber hier handelt es sich um eine freie Ber- bezug auf Umfang und Dauer der Arbeitslosigkeit festzustellen; Mannheim, 22. Oktober. Auch die Ersahwahl in der einbarung der Arbeiter, nicht um eine von dritten Wählerklasse zu der Gemeindevertretung endete mit einem Bourgeois Unternehmer den Arbeitern auferlegte Be- burch Beschäftigung Arbeitsloser bet städtischen Betrieben den einem 2. diejenigen Mittel und Wege zu suchen, die geeignet sind, Be- burch vollständigen Siege unserer Partei. Mit 2793 gegen etwa bingung. Der Vooruit" ist eben kein Bourgeois- Unternehmen, verheerenden Wirkungen der Arbeitslosigkeit nach Möglichkeit -- 30 Stimmen brachten wir unseren Kandidaten durch. sondern ein Arbeiter Unternehmen, und, ganz abgesehen vorzubeugen." 3u vier Jahren Festung und Dienst- davon, daß die Arbeiter des Booruit" vollkommen frei find entlassung soll der Mörder von Brüse wig nach der in ihren Entschließungen und daß keinerlei Druck auf sie aus- fertigt. Nach einer kurzen Periode des Aufschwunges, während Dieser Antrag ist durch die Verhältnisse durchaus gerechtKölnischen Bolkszeitung" verurtheilt sein. Wir glauben nicht geübt werden kann und wird, ist es offenbare mala fideswelcher durch eine bis zum äußersten getriebene ueberarbeit in planeine zum Schutz der Arbeiter gegen die Unter- losester Weise eine Unmenge Waaren auf den Markt geworfen wurden, an diefes ebenso schnell gefällte als milde ausgefallene Urtheil, Böewilligkeit das ebenso sehr im Widerspruch stände mit dem langwierigen nehmer erlassene Bestimmung, auf eine von Arbeitern unter macht sich jetzt bereits der Rückschlag geltend. Die ersten, die hierunter Gange der Militärftrafgesetzgebung wie mit den Strafbestimmungen sich freiwillig und in ihrem eigenen Interesse getroffene zu leiben haben, find natürlich die Arbeiter, von benen einer Einrichtung anwenden zu wollen. des Gesetzes.größeren Anzahl, auf einzelnen Fabriken bereits bis zu dreißig -Wegen Beleidigung des sozialbemokratischen Ber England. und vierzig Mann, gekündigt worden ist. Weitere Ents eins refp. deffen Vorstands wurde der Polizeidiener Kratt-Chinesisch e 3. Man telegraphirt unter dem heutigen laffungen werden ficher folgen. Und uni nun für von Trossingen( Württemb.) vom Schöffengericht Tuttlingen zu Tag aus London: Unglücklichen wenigftens etwas au thun, thun, haben = bi " unsere Genoffen den hier mitgetheilten Antrag eingebracht. Ob| Gremplare der am 7.Oktober erschienenen Matmmer der, Thüringer) fie damit durchdringen werden, ist im Hinblick auf den Tribüne"( Etadtauflage) und des Nordhäuser Volks reaktionären Charakter der Mülhausener Gemeinderaths Mehr- blatts" vom selben Datum. Die Nummern sollen beleidigenden heit allerdings zweifelhaft. Wir werden über das Schicksal des Inhalts sein. Antrages weitere Mittheilung machen. = Gewerkschaftliches. Beim Streit in der Thörl'schen Fabrik in Harburg hat ein Arbeiter zwei Streifbrecher mittels eines Werkzeuges ge schlagen. Wegen Nöthigung und Körperverlegung verurtheilte ihn das Landgericht in Stade au 6 Monaten Gefängniß. Er war von seiner eigenen Frau, die von ihm getrennt lebt, denunzirt worden. Von anderer Seite wird uns geschrieben: In Burgfelden haben unsere Genossen im Gemeinderath den Antrag Ju Lauterberg a. H. hatten die Stuhlarbeiter gestellt, das Schulgeld abzuschaffen und den Schülern die Lehr- Von der Broucewaaren- Fabrik Siegfried Warschauer infolge der von uns schon gemeldeten Vereinbarung mit den mittel auf Gemeindekosten zu verabreichen. Dieser Antrag Nachfolger( Siegfried Lewy) in Berlin ging uns eine Er Fabrikanten, wodurch Genosse Erfurth zum Verlassen des wurde vom Gemeinderath mit großer Mehrheit zum Beschluß flärung zu, worin auf eine Bekanntmachung des Berliner Ortes gezwungen wurde, eine Boltsversammlung ein erhoben und fand bei der gesammten Bevölkerung ungetheilten Metallarbeiter Verbandes über den bei dieser Firma aus berufen, wo Genosse Jahn aus Berlin über das Thema referirte: Beifall. gebrochenen Streit gesagt ist, die Angabe, ein Streit wäre dort Was lehren uns die Streits? Er bemerkte ausdrücklich, daß er Weniger Glück mit ihrer Vertretung in der Gemeinde hatten ausgebrochen, sei unwahr. Der Einsender der Erklärung sagt als Unbetheiligter fein Urtheil über diese Vereinbarung unsere Genoffen in Colmar. Der dort von den Sozialisten dann: Wenn in meiner Fabrit acht Arbeiter aus reinem Ueber- fällen tönne, aber Sache der Arbeiter wird es sein, den als Gemeinderath gewählte Herr Böll entpuppte fich nachher muthe die Arbeit niederlegen und denselben von mir erklärt wird, Fabrikanten fein allzu großes Vertrauen entgegen zu als Spießbürger und Bierbankpolitiker. Kurz nach seiner Wahl daß sie bei mir niemals wieder eingestellt werden, so ist dies doch bringen, da diesen jedenfalls den daran lag, nur erklärte er, das fozialdemokratische Programm nicht zu fennen, er nichts weniger als ein Streit." " Führer" des Ausstandes los zu werden, um mit den Arbeitern sei überhaupt kein überzeugter Sozialdemokrat. Die Colmarer Zu dieser Berichtigung" wird uns vom Vorstande des beito ungenirter umspringen zu können.( Bustimmung.) UmsoGenossen erklärten daraufhin in der Zeitung:„ Elsaß- Lothr. Volts- Berliner Metallarbeiter Verbandes mitgetheilt; mehr aber müßten sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen treu partei, daß sie den Herrn Böll nicht mehr als ihren Vertreter Am 25. September beschloß eine große Versammlung der Gürtler und fest zur Organisation halten, um die Streiche der betrachten tönnen. und Drücker in allen Werkstätten, wo die Mehrzahl der dort Fabrikanten jederzeit pariren zu können. Wie aus der DisDie Straßburger Genossen, denen die elfässischen Beschäftigten dafür eintreten werde, die Forderung auf neun fussion hervorging, sind die Arbeiter mit der von drei Mit und badischen Behörden schon dreimal die Berichterstattung ihres stündige Arbeitszeit zu stellen. Diesem Vorgehen schlossen sich die gliedern des Holzarbeiter- Verbandes getroffenen Vereinbarung Reichstags- Abgeordneten vereitelt hatten, haben einen vierten Arbeiter der Firma Siegfried Warschauer Nachfolger an. feineswegs einverstanden und darüber ungemein verbittert, Versuch gemacht, ihrem Abgeordneten Bebel Gelegenheit zur Dieselben stellten ihrem Chef die Sache vor und weil mit diesem Opfer der kostspielige Streit schon nach Berichterstattung über seine Thätigkeit im Reichstage zu geben. als die Forderung abgelehnt wurde, legten sie sämmtlich den ersten vier Wochen hätte beendet werden fönnen. Sie planten die Abhaltung einer Elsasser Versammlung in dem die Arbeit nieder. In 52 Werkstätten vollzog fich Auch wurde von mehreren Arbeitern mitgetheilt, daß nicht nur fieben Stunden von Straßburg entfernten badischen Städtchen daffelbe, nur mit dem Unterschied, daß die Forderungen für ins dem als Nachfolger Erfurth's ausersehenen Genossen Müller, Offenburg, wo Bebel referiren sollte. Für die Fahrt nach gesammt 1532 Arbeiter dieser Branche bewilligt wurden. Es ist sondern auch einer Anzahl anderer Arbeiter troß des mit den Offenburg war ein Extrazug in Aussicht genommen. Doch auch also ein regelrechter Streit zur Erreichung befferer Lohn- und Fabrikanten getroffenen Abkommens die Arbeit rundweg dieser Plan mußte unerfüllt bleiben, da Bebel am Erscheinen Arbeitsbedingungen, wie solches dem Arbeiter gefeßlich gestattet verweigert wurde. Daraufhin erklärte Erfurth verhindert ist. Bebel hat erklärt, daß er erst im nächsten Früh- ist. Daran ändert auch die Thatsache nichts, daß die Inhaber unter dem Beifall der Versammlung, daß, falls die jahr dem Verlangen der Straßburger Genossen entsprechen tönne. der Firma nach Verlauf von über einer Woche den Arbeitern Fabrikanten wortbrüchig werden und die von ihnen Es ist doch wirklich zu traurig für einen Reichstags- Abgeordneten, brieflich mittheilten, daß dieselben niemals wieder in ihrer Fabrit eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllen sollten, er binnen bemerkt dazu die Elsaß Lothringische Volkspartei", das Organ Beschäftigung erhalten würden. furzer Zeit wiederkommen werde. Ein Theil der Kundder elsässischen Demokratie, daß ihm jeder Versuch zu seinen schaft ist den Fabrikanten, wie sie sagen, verloren gegangen. Wählern zu sprechen, vereitelt wird. Ob dies den Herren von Die Stimmung unter den Arbeitern ist fest und selbstbewußt, der eisernen Hand bei den nächsten Wahlen nicht fühlbar also keineswegs entmuthigend. werden wird?" Beendigt ist der Ausstand auf der Karlssegengrube bei at to wi y. Die Verwaltung hat die gestellten Forderungen bewilligt. Achtung, Schuhmacher Berlins! Nächfien Montag wird in der Lützowstr. 111/112( Vittoria- Brauerei) eine Versammlung abgehalten, worauf hiermit besonders aufmerksam gemacht sei. Ferner gelangen am Sonntag, morgens 8 Uhr, Flugblätter Im Münchner Gemeinderath wurde am Donnerstag über zur Vertheilung, die im Restaurant Freigang, Schüßenstr. 18/19, den modifizirten Antrag unseres Genossen Birk verhandelt: entgegenzunehmen sind. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Das Kollegium wolle beschließen, den Magistrat zu veranlassen, Die Agitationskommission. Der Ausstand der Leipziger Holzbrechsler dauert fort. bei den nächsten Gemeindewahlen die Wahl der Gemeinde- Achtung, Buchbinder! Die im Lohnkampf stehenden 32 Mann sind zur Zeit noch ausständig. Jufolge der guten Ge bevollmächtigten auf einen Sonntag und die Wahl der Ersatz- Buchbindereiarbeiter und Arbeiterinnen zu Hamburg- schäftstonjunktur mehren sich die Bewilligungen von Tag zu Tag. männer auf den darauffolgenden Montag zu verlegen." Der Altona ersuchen alle Kollegen des In- und Auslandes, den Die Arbeiter, die sich bis jetzt der Bewegung der Gehilfen gegen Ausschuß hatte den ursprünglichen Antrag des Genossen Buzug strengstens fernzuhalten. Der Streit dauert unverändert über passiv verhielten, haben sich derselben zum großen Theil noch Birt zur Kenntnißnahme an den Magistrat empfohlen. Der fort. Arbeitsgelegenheit für Bureisende absolut unmöglich! Dies- angeschlossen. Die Firma Grunert u. Lehmann( Bayersche modifizirte Antrag Birk's wurde gegen die Stimmen des Genoffen bezügliche Korrespondenzen sind zu richten an: E. Grimm, Straße), deren Personal mit dem allgemeinen Ausstand drohte, Birk und des Gemeindebevollmächtigten Kleitner, welcher die Karlsburg", Kurienstr. 11, Ecke Fischmarkt. Sonstige Sendungen wenn die Forderungen der Holzdrechsler nicht bewilligt werden Würdigung des Antrages verlangte, dem Magistrat lediglich wolle man an H. Schmidt, unter derselben Adresse richten. follten, hat unterschriftlich bewilligt. zur Kenntnißnahme hinübergegeben. Damit ist, schreibt man uns aus München, der für die Arbeiterklasse hochwichtige Antrag dem magiftratlichen Papierkorb überantwortet, allein die agitatorische Wirkung des Antrags wird bei den heurigen Gemeindewahlen troydem ihre guten Früchte zeitigen.( Die neulich von uns nach einem anderen Blatte wiedergegebene Mittheilung, der Birt'sche Antrag sei von der Mehrheit des Gemeinderaths verworfen worden, war hiernach verfrüht.) Bauarbeiter Charlottenburgs. Unsere regelmäßige Mitglieder- Versammlung findet am Sonntag, den 25. Oktober, vor mittags 10 Uhr im Lokal Bismarckshöhe statt. = Die Leipziger Steinarbeiter( Steinmeßen) haben den Bee schluß gefaßt, den bisherigen Tarif nicht wieder zu verlängern, sondern betreffs eines neuen Tarifes mit den Meistern in Unters handlung zu treten. Im neuen Tarif fordern die Steinmegen neunstündige Arbeitszeit an stelle der zehnstündigen, 55 Pfennige" Stunden Mindestlohn, 100 pet. Buschlag für Ueberstunden und Freigabe des 1. Mai. Die Fabrikanten der Berliner Metallindustrie schließen fich, angesichts der Lohnbewegungen der Arbeiter, immer zahlreicher zusammen. Neben dem bereits bestehenden, durch seine Kühnemännerei zu so fragwürdigem Ruhme gelangten, Verband Berliner Metallindustrieller" hat sich am 5. Oktober Der Vorstand der Münchener Bäckerinnung hat an Todtenliste der Partei. Einen schweren Verlust hat die eine Vereinigung der Berliner Metallwaaren sämmtliche Bäckermeister Münchens ein Birkular versandt, worin deutsche Sozialdemokratie erlitten. Am 18. Oktober starb in der Fabrikanten" gebildet, der heute bereits über 70 Firmen die Meister aufgefordert werden, nur den InnungsarbeitsKuranstalt Sommerstein an den Folgen einer Blutvergiftung, die mit einem Personal von zirka 5600 Arbeitern nach weis zu benutzen; unter allen Umständen soll es vers zu völliger Entkräftung führte, unser alter Parteigenosse Otto angehören sollen, darunter die Aktien Gesellschaften Schaeffer mieden werden, Gehilfen durch schon in Arbeit stehende Kollegen Rapell im 54. Lebensjahre. Geboren in Berlin, feines Hand- u. Walker, F. Buzte u. Co., J. E. Spinn u. Sohn, beschaffen zu lassen. Das Birkular schließt mit den Worten: werts Zimmermann, war er einer der ersten, die sich dem G. H. Stotwasser u. Co. Die neue Vereinigung steht im Wir erwarten, daß sich das Solidaritätsgefühl wie bisher auch von Ferd. Lassalle gegründeten Allgemeinen deutschen Arbeiter Kartellverhältniß mit dem Verband Berliner Metall- Industrieller, fegt wieder recht lebhaft fundgeben möge zum Wohle unseres verein anschlossen. Sowohl auf politischem wie auch dessen Mitglieder, soweit sie der Abtheilung II. dieses Verbandes ohnehin sehr verfolgten Gewerbestandes!" Natürlich wollen die auf gewerkschaftlichem Gebiete entfaltete er, besonders Ende angehören, wahrscheinlich der neuen Vereinigung beitreten werden, Herren durch diesen Schritt die Gehilfenorganisation lahm legen. der sechziger und Anfang der siebziger Jahre, eine rege und da die Sagungen des Verbandes hauptsächlich den Großbetrieben energische agitatorische Thätigkeit. Die erste Organisation der der Eisengießereien und Maschinenbau- Anstalten angepast find, Bauhandwerker verdankt wesentlich ihm mit ihre Entstehung und weniger ben Metallwaaren Fabriken. Die neue Vereinigung Depelthen und lehte Nachrichten. Entwicklung. Es giebt faum eine Gegend Deutschlands, wo er umfaßt die Fabrikation von Militär- Effekten, Thür- und Fenster- Flensburg, 23. Oktober.( W. Z. B.) Das hiesige Schwurs nicht mitgewirkt hätte, den Boden für die Sozialdemokratie zu beschlägen, Möbelbeschlägen, Bronze, Alfénide, Zintguß, Lampen gericht verurtheilte hente den Arbeiter Sellhorn aus Husum wegen bereiten. Der Haß und die Verfolgung der Gegner ist und sonstigen Beleuchtungsgegenständen, Kurz- und Galanterie- vorsäglicher Brandstiftung in 14 Fällen zu 15 Jahren Zuchts auch ihm ihm für seine Thätigkeit reichlich au theil ge- waaren, Zink- und Bronzegießereien, Metallbruckwaaren, Arma- haus und 10 Jahren Ehrverlust. Sellhorn hatte als Mitglied worden. Defter kandidirte er in verschiedenen Kreisen, 311 turen 2c. letzt in Berlin 1877, bei den Reichstagswahlen. Als 1878 Zweck der Vereinigung ist: Bertretung der gemeinsamen das Ausnahmegesetz gegen unsere Partei in traft trat, ge- Interessen ihrer Mitglieder, insbesondere: 1. Beschwerden der hörte er mit zu den ersten der aus Berlin ausgewiesenen Ge- Arbeiter auf Antrag zu untersuchen und darüber mit für den noffen. Dann ereilte ihn in Hamburg, wo er sich niedergelassen Unternehmer verbindlicher Wirkung zu entscheiden, 2. auch ohne Frankfurt a. M., 28. Oftober.( B. H.) Der Frankfurter und eine neue Exiftens gegründet hatte, abermals die Ausweisung. einen solchen Antrag, sobald ihre Beschwerden oder Mißhellig- Beitung" wird aus Karlsruhe gemeldet: Eine Bestätigung der Bor die Unmöglichkeit gestellt, sich an einem anderen Orte aber feiten bekannt werden, aus eigener Veranlassung den Berurtheilung des Lieutenants v. Brüsewitz liegt nicht vor. Auskunft mals feßhaft zu machen, und in Rücksicht auf seine geschäft Versuch zur Abhilfe oder einer gütlichen Beilegung zu darüber ist gleichfalls nicht zu erhalten. Einzelne Blätter be lichen Verhältnisse, entschloß sich Kapell, die Aufhebung der Aus- machen, 3. gemeinsame Maßregeln durchzuführen, falls in streiten die Verurtheilung überhaupt und betonen, daß die Unters weisungsordre bei der Hamburger Behörde zu erwirken. einem der Vereinigung angehörenden Betriebe die Arbeiter ver- fuchung noch nicht abgeschlossen sei. Deffentlich trat er dann nicht mehr hervor, wohl aber fuchen sollten, Lohnerhöhungen oder sonstige Forderungen ver- Prag, 28. Oftober.( B. H.) Im deutschen Stadttheater zu förderte er im Stillen in weiten Kreisen der Hamburger mittelst Arbeitseinstellung, Sperre, Verrufserklärung oder auf ähn- Bilsen ist gestern Abend während der Borstellung Feuer auss Bevölkerung nach Kräften unsere Grundsäge, wie er auch stets liche Weise durchzusetzen; 4. einheitliches Handeln zu bewirken in allen gebrochen. Sämmtliche Garderoben wurden zerstört. Nur der Mitglied der Partei blieb, jederzeit bereit, für dieselbe finanzielle Fragen, welche für das Verhältniß zwischen Unternehmer und Arbeiter Geistesgegenwart des Regiffeurs, der das Publikum ermabute, Opfer zu bringen. Längst hat, sagt das Hamburger Echo", der von grundsäßlicher Bedeutung sind( z. B. Maximalarbeitstag, Ab das Theater ruhig zu verlassen, ist es zu verdanken, daß eine Unmuth, den seine Rückkehr unter dem Sozialistengesetz hier und schaffung der Akkordarbeit, 1. Mai, Fabrikordnungen u.dergl.), 5. sich Panit vermieden wurde. da in Parteitreisen erregte, einer ruhigen und objektiven Be- bei Regelung allgemein wirthschaftlicher sowie der auf Wohl- Bern, 23. Oftober.( W. T. B.) Auf der ganzen Strecke urtheilung des Falles Plaz gemacht. Die Liebe und Achtung der fahrts- Einrichtungen der Betriebe bezüglichen Fragen in ge- der schweizerischen Hochebene herrscht seit heute früh ein sehr Partei giebt ihm das Geleite zum Grabe. Sie wird ihm ein eigneter Weise zu betheiligen, 6. eine Vereinigung mit anderen starker Schneefall, der große Störungen im Telephon ehrendes Angedenken bewahren als einem von der alten Garde, Verbänden gleicher oder ähnlicher Art zu versuchen. die unter den schwierigsten Verhältnissen für unsere Sache die Bahn gebrochen und ihr den Boden geschaffen hat, auf welchem fie fich entwickeln konnte. " " der Feuerwehr, um sich durch Erscheinen als Erster auf der Brandstätte die hierfür angesetzte Prämie zu verdienen, die Brandstiftungen verübt. Im ganzen wurden dadurch 16 Wohnhäuser eingeäschert. verkehr verursacht. In Chaux- de- Fonds liegt der Schnee einen halben Meter hoch; die telegraphische und telephonische Verbindung ist ganz unterbrochen; durch die Laft des Schnees wurden große Bäume geknickt; Telegraphenstangen ftürzten auf die Straßen herab. Ueberschwemmungen werden aus den Kantonen Neuenburg, Waadt, Baselland und Tessin gemeldet, wo die Weinernte vollständig zerstört wurde. GeWeiter bestimmt das Statut, daß ausständige Arbeiter bei Strafe bis zu 100 M. in jedem einzelnen Fall in keinem der zur Bereinigung gehörigen Betriebe beschäftigt werden dürfen. Unserem englischen Parteigenossen William Morris Den berühmten Grundsay: Herr im Hause zu sein, widmet die Beitschrift für Deutschlands Buchdrucker", das mit dem das Unternehmerthum die Organisation der Arbeiter führende Organ der deutschen Buchdruckereibesizer, folgenden bekämpft, müssen die Mitglieder der Fabrikantenvereinigung in dieser Metrolog:„ Von dem fürzlich erfolgten Tode des Dichters also fast völlig aufgeben, und wenn sie den ftatutenmäßigen Ver Marseille, 23. Oktober.( W. T. B.) Gestern versuchten und Buchdruckers William Morris werden alle Liebhaber pflichtungen nicht nachkommen, so verfallen die Wechsel auf mehrere Individuen, die aus dem Auslande gekommen waren, guter Drucke und Einbände mit Trauer gelesen haben. Ein be- Sicht, die der Vereinsleitung ausgebändigt und von dieser bei sich einer in einem hiesigen Depot lagernden Menge Dynamit, rühmter Poet, vollendeter Geschäftsmann, bedeutender Sozialist, er- der Reichsbank deponirt werden müssen; der Betrag dieser die sich auf 20 Kilogramm belief, zu bemächtigen, wurden aber öffnete erzuerst die, Helmscott Breß" zum Druck seiner eigenen Bücher Wechsel ist wie folgt feftgefeßt: bis 15 Arbeiter 500 M., bis von der Polizei daran gehindert. Nach neueren Ermittelungen und machte sie dann zu einem Spezialgeschäft. Er fehrte zu den 50 Arbeiter 1000 M., bis 100 Arbeiter 2000 M., bis 250 Arbeiter fehlen von diesen 20 Kilogramm 3 Kilogramm, über deren Veralten Schriftcharakteren zurück, topirte alte Schriftbilder und 4000 M., bis 500 Arbeiter 6000 M., bis 1000 Arbeiter und bleib man nichts weiß. Gleichzeitig mit dem Fehlen des Dynamits zeichnete seine Antiquagarnituren, feine Kopfleisten und seine darüber 10 000 m. wurde auch das Verschwinden der verdächtigen Personen festprächtigen Bucheinbände selbst. Seine Farben standen im Ein- Die neue Vereinigung hat natürlich auch einen eigenen gestellt, von denen einige die italienische Grenze überschritten flang mit dem übrigen Material und das prächtige Papier war Arbeitsnachweis, um die Arbeiter noch besser im Baume haben sollen. dem besten Büttenpapier nachgebildet. Der gesammte Druck zu halten. London, 28. Oktober.( B. H.) Ueber die Gefangenhaltung Derjenige Theil der Metallarbeiter Berlins, der, anstatt sich eines chinesischen Arztes, welcher wegen Betheiligung an erfolgte auf der Handpresse. Morris' Arbeiten wurden von den Buchdruckern viel tritifirt, aber er machte die Arbeit, wo immer der Organisation seiner Fachgenossen anzuschließen, im Schlafe einer Verschwörung zur Beseitigung der Mandschu- Dynastie und in die chinesische er fie anfaßte, zur Kunst, und ein großer Mann ist in ihm für dahin lebt, mag sich den Organisationseifer der Unternehmer nach England geflüchtet das Gewerbe verloren gegangen." zum Beispiel nehmen. Gerade die deutschen Metallindustriellen sandtschaft gelockt war, verlautet weiter, daß derselbe ständig find hierin besonders rührig. Wie in Berlin, so sind sie in in seinem Zimmer in der Botschaft bewacht wird. Thüren und Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -Weil an seinem Geburtstage deklamatorische Vorträge Lübeck und Hamburg am Werke, die Arbeiterorganisationen Fenster sind mit Vorhängeschlössern versehen. Die Botschaft gehalten sind, erhielt Genosse Rolla und der Gastwirth durch ihre Arbeitsnachweise zu zerstören. Mit Händen zu greifen erklärt, er sei chinesischer Unterthan, während seine Freunde ihn Baugat in Heegermüble, bei dem die Feier stattfand, ist es, daß sie irgendwann ihre ganze Kraft aufbieten werden, als Engländer bezeichnen. Die Botschaft wird von Truppen je ein Strafmandat über 5 M., gegen das beide gerichtliche Ent- um die blühenden Organisationen gerade der Berliner bewacht. Da das Publikum eine immer drohendere Haltung durch einen Hauptschlag zu ver annimmt, mußte die Umgebung abgesperrt werden. fcheidung beantragten, das Amtsgericht in Eberswalde sprach die Metallarbeiter Die Folgen eines etwaigen Sieges der Metall- London, 23. Oktober.( W. T. B.) Es bestätigt sich, daß beiden Miffethäter frei, da man ja doch eine Geburtstagsfeier nichten. nicht in der Kirche abhalten kann. Dagegen wurde Genosse industriellen würden sich jedem Berliner Metallarbeiter und Lord Salisbury in der Angelegenheit Sun Yat- Sen ein den hiesigen chinesischen Gesandten gerichtet Riethof zu 12 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er, wie in erster Linie denen fühlbar machen, die nicht durch die Schreiben an Gendarmen Organisation zum Kampfe gestählt find. Möge man das in den hat. Dasselbe war in sehr entschiedenem Tone gehalten. Vom die Anklage behauptet, in Gegenwart des Menn Kreisen der Indifferenten beachten und durch Eintritt in die Auswärtigen Amt wurde ein Polizei- Agent nach der Gesandt. bei einer anderen Gelegenheit das Lied gesungen habe: wir kein Geld mehr haben, spann' wir'n Gendarm vor'n Wagen". Metallarbeiter- Organisation sich gegen künstige Wechselfälle bei schaft geschickt, um Sun- Yat- Sen abzuholen. Daraufhin wurde zeiten einen Salt schaffen. dieser um 5 Uhr nachmittags freigelassen. Auch gegen dieses Urtheil ist Berufung eingelegt. -Wegen Beleidigung der Magdeburger und der Erfurter In Breslau haben die Kistenmacher der ZigarrenStaatsanwaltschaft ist Genosse Wiertelars in Erfurt als fabrit von Otto Deter wegen Lohndifferenzen die Arbeit einverantwortlicher Redakteur der Thüringer Tribüne" gestellt. Briefe und Sendungen werden an Paul Nitschke, beziehentlich des Nordhäuser Volksblatts" zu insgesammt fünf Schweizerstr. 14, 2 Tr., erbeten. Monaten Gefängniß verurtheilt. Diese Strafe ist rechtsträftig, Der Korrespondent", Organ der Arbeiter und Arda das Reichsgericht die von Wiertelara eingelegten beiden beiterinnen der Huts und Filzwaaren Industrie, er Revisionen leider verworfen hat. scheint von jetzt an in vergrößertem Format ohne Preisaufschlag. Konfiszirt wurden am Donnerstag in Erfurt auf Er wird statt wie bisher in einem Altenburger Privatgeschäft in Veranlassung der Staatsanwaltschaft die noch vorhandenen der Leipziger Genossenschaftsbuchdruckerei gedruckt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. " " : Kiew, 28. Oftober.( B. S.) In Mengrow vergiftete ein 18jähriger Bauernbursche seine Eltern und Geschwister, um deren Vermögen zu erben. Die Mutter starb an den Folgen der Vers giftung; die übrigen wurden gerettet. Salonichi, 23. Ottober.( B. H.) Wie amtlich festgestellt wurde, ist die bei Demirkapu erfolgte Entgleifung des türkischen Militärzuges, bei welcher drei Personen getödtet und vier vers wundet wurden, auf die Thätigkeit der Insurgenten zurückzuführen, die an einer Stelle die Schienen ausgehoben hatten. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 250. Lokales. Sonnabend, den 24. Oktober 1896. und 13. Jahrg. dispositionsfähig. Gegenüber der Geltendmachung dieser Ge- das Magistratskollegium beschlossen, die Bauplatzsteuer sichtspunkte suchten sich die Vertreter der Verwaltung, in die aufzuheben und die in der Grund- und Bauplatzsteuer- DrdFür den zweiten Wahlkreis findet am Sonntag, den Enge getrieben, dadurch zu retten, daß sie erklärten, man habe nung befindlichen Bestimmungen der Bauplatzsteuer fortfallen zu 25. Oktober, abends 6 Uhr, im Lofale des Genossen Zubeil, es dem jungen Mann freigestellt, seine Mutter aus der Anstalt lassen. Die Rückzahlung der bereits gezahlten Bauplatzsteuer soll Lindenstraße 106, eine Versammlung statt, in welcher Genosse abzuholen. Den klaffenden Widerspruch zwischen dieser Aus- nicht nur an diejenigen Benfiten, welche gegen dieselbe rechtM. Grempe über Kulturbringende Europäer in ber uebergabe der Frau R. an ihren Sohn aus führung der amtlicherseits festgelegten Verweigerung zeitig Einspruch erhoben und verfolgt haben, erfolgen, sondern den auch an diejenigen, an diejenigen, welche einen solchen Einspruch unterAfrika" referiren wird. oben angeführten Gründen, scheinen die Herren Stadt- lassen haben und die Rückzahlung beantragen. Bei der GrundAchtung, 6. Wahlkreis! Parteigenossen, welche gewillt räthe garnicht zu merken. Am drastischsten jedoch trat die steuer- Ordnung soll die Umsatzsteuer erweitert werden; dieser find, an der am Sonntag Vormittag 8 Uhr stattfindenden widerspruchsvolle und schwankende Behandlung der Angelegen- Steuer waren bisher die in dem Subhastationsverfahren er Flugblatt Verbreitung theilzunehmen, werden ersucht, heit zu tage, als der Oberbürgermeister, nachdem eine Stunde standenen Grundstücke nicht unterworfen; diese Befreiung soll fich pünktlich in folgenden Lokalen einzufinden: Pfarr, Puttlig lang vom Magistratstisch aus mit Aufwand von weniger ferner nicht mehr stattfinden, es soll vielmehr bei freiwilliger ftraße 10, Mo a bit; Gleinert, Müllerstr. 7a, Gieshoit, Boyen- Gründen als bedeutender Lungenkraft, immer wieder die Hinder- Veräußerung unbebauter Grundstücke die Abgabe auf 1 pCt. des straße 40, Wedding; Mörschel, Schönhauser Allee 28, nisse, welche der Uebergabe an den Sohn im Wege ständen, Werthes erhöht werden. Schönhauser Vorstadt; Brinkmann, Prinzenallee 21; betont waren, liebenswürdig lächelnd erklärte: Wenn der Haferland, Bellermannstr, 87, Gesundbrunnen; Herman, Referendar Rothenburg morgen seine Mutter aus Herzberge abButbuferstraße 45, Bachgänger, Swinemünderstr. 120, Rosenholt, wird sie ihm nicht vorenthalten werden. Diese oberbürgerthaler Vorstadt. Um rege Betheiligung ersuchen die Ver- meisterliche Zusage erfüllt die Wünsche des Petenten, und insofern hat die Besprechung in der Stadtverordneten Versammlung ihren 3weck vollauf erreicht. trauensleute. der auch Die Der Magiftrat hat beschlossen, an diejenigen Steuerpflichtigen, welche zu einem Einkommen bis zu 900 mt. jährlich eingeschäßt welche zu einem Einkommen bis zu 900 Mt. jährlich eingeschäßt sind, besondere Veranlagungs- Benachrichtigungen nicht mehr abzulassen, sondern nur an diejenigen Personen, welche zu einem Einfommen von mehr als 900 m. eingeschätzt sind. Durch diesen Arbeiter Bildungsschule. Morgen Vormittag um 10 Ubr Beschluß wird die Wahlberechtigung der Zenfiten unter 900 M. beginnt im Lotale der Nordschule, Brunnenstr. 25, der Sonder Der Kampf um die Gewerbeausstellungs- Bauten hat in keiner Weise berührt. kursus in Nationalökonomie unter der Leitung des ein rasches Ende gefunden, hoffentlich nicht nur vorläufig, Von Gasarbeitern wird uns über die erfolgte Auf= Herrn Dr. Konrad Schmidt. Die Besprechungen, denen sondern definitiv. Die Stadtverordneten- Versammlung ist am lösung der Versammlung vom 21. d. M. folgendes ge das kommunistische Manifest" zu grunde gelegt Donnerstag über den Antrag Rosenow auf Erhaltung des Haupt- schrieben: Die Versammlung bot eine gänzlich an der Physiognomie, wird, wird Genosse Schmidt mit Rücksicht auf das für jeden restaurants, der Kuppelhalle und des Neuen Sees zur Tages als wie alle, die bisher stattgefunden haben. Schon kurz nach Arbeiter hochwichtige Thema so gestalten, daß auch diejenigen ordnung übergegangen. Am Abend vorher hatte in den„ Kontamen 8 Uhr in größeren Trupps die Arbeiter Mitglieder daran theilnehmen können, die bisher noch nicht fordiasälen" noch eine große Volksversammlung" stattgefunden, Kolonnen, namentlich die der Anstalt Müllerstraße, welche bi3Nationalökonomie belegt hatten. Wir erwarten mit Rücksicht in der ein Häuflein betrübter Garantiefonds- Zeichner und rein- her der Bewegung vollständig fern gestanden haben und weiter darauf einen möglichst zahlreichen Besuch. gefallener Hausbesitzer aus dem Südosten Berlins der Vor- jene, die an die Stelle der Ausgesperrten eingetreten sind. Man Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß zu der zende des Grundbesitzervereins ,, Südost" übernahm das Präsidium- fah es einigen derselben an, daß sie sich in einem ziemlich morgen Vormittag um 10 Uhr stattfindenden Sondereine bezügliche, dem Magiftrat und der Stadtverordneten- Versamm: angeheiterten Zustande befanden. Außerdem waren vorstellung in der alten" Urania", Invalidenstraße: lung zu überreichende Petition beschloß. Man unterhielt sich noch einzu der Versammlung Gaspoliere, nspettoren und Neue Versuche mit Röntgenstrahlen" noch Billets mal darüber, was nun anzufangen sei, nachdem die Ausstellung andere Beamte in nie dagewesener Stärke erschienen. zum Preise von 50 Pf. in den bekanntgemachten Zahlstellen, mit einem Defizit, das manchem allzu vertrauensselig geweſenen sowie am Eingange der„ Urania" zu haben sind. Der Vorstand. Garantiezeichner recht unbequem werden kann, abgeschlossen hat erwähnten Arbeiter besetzten beſtimmte Stellen des Versammlungsund auch den mancherlei„ Interessenten", in erster Linie den be: lokals und kaum war die Versammlung eröffnet worden, so machten sie sich durch fortwährende Zwischenrufe Der Fall Rothenburg beschäftigte am Donnerstag die nachbarten Grundbesitzern, den erhofften Gewinn nicht gebracht und Unterbrechungen bemerkbar, welche die Ausführungen Stadtverordneten- Versammlung. Die Direktion der Irrenanstalt hat. Die tolle Idee, die Ausstellung im nächsten Jahre, zu einer natio- des Referenten und der ausgesperrten Arbeiter als unwahr und Herzberge, in deren Pflege sich die verwittwete Frau Rothenburg nalen oder internationalen erweitert, zu wiederholen, fand keine feit mehreren Jahren befindet, hatte die Entlassung derselben aus Gegenliebe mehr; die sonderbaren Schwärmer haben sich inzwischen erlogen bezeichneten. Diese Zwischenrufe führten schließlich zu der Auflösung der Versammlung. Ob die betreffenden Arbeiter, der Anstalt wiederholt davon abhängig gemacht, daß eine ge- darüber belehren lassen, daß der Garantiefonds nur für 1896 gilt, also eignete und angemessene Pflege für die Kranke nachgewiesen werde. auch durch einen etwaigen Erfolg des nächsten Jahres( für das Boliere zc. aus eigenem Antriebe zu dieser Versammlung Daß es sich um eine beabsichtigte Störung Die Gesuche des Sohnes, die Mutter in seine Pflege zu geben, ein neuer Fonds zu beschaffen wäre) nicht entlastet werden erschienen waren und die erwähnten Szenen aufführten?! find mehrfach mit der Motivirung abgewiesen worden, daß er tönnte. Man begnügte sich jetzt mit dem geringeren Wunsch, der Versammlung gehandelt hat, wird durch folgendes bewiesen: nicht geeignet hierfür erscheine, weil er selbst schon in einer Feren- den Treptower Park durch Erhaltung des eventuell für Fach- Bevor die Versammlung eröffnet wurde, tam zum Genossen anstalt gewesen und außerdem auch nicht genügenden Verdienst ausstellungen zu verwerthenden Ruppelbaus, des Sees und Börsch ein Arbeiter der Anstalt Müllerstraße heran und allem des Restaurants zu einem dauernden An= bezw. Mittel habe, um für seine Mutter sorgen zu fönnen. vor bat ihn, mit der Begründung, daß er kein Redner fei, Gesellschaft Berlins Aus Anlaß einer Petition, welche der junge Mann, ein ziehungspunkt für die„ beffere" 3 besonders die Arbeiter der Anstalt anzugreifen, in welcher er Referendar a. D. an die Stadtverordneten- Versammlung in dieser machen, die den Park erst in diesem Sommer kennen arbeite, da das Verhalten derselben kläglich sei. Genosse Pörsch werde der bisher Angelegenheit gerichtet hatte, wandten sich unsere Genossen scharf und schätzen gelernt habe; dadurch gegen den Standpunkt der Verwaltung, den sie als rechtlich von dieser besseren" Gesellschaft vernachlässigte und über die unterließ jedoch dieses und als dann die geschilderten Dinge fich abAlle diese Hoff- spielten, gehörte dieser Arbeiter mit zu denen, die den Skandal aufvöllig unhaltbar bezeichneten. Es kann auch nach unserer An- Schulter angesehene Südosten gewinnen. führten. Wir bitten die Berliner Arbeiterschaft, die Sammlungen ficht unter feinen Umständen gebilligt werden, daß die Entlassung nungen auch die der Herren Adlon und Dressel, die noch für die Ausgesperrten fortfeßen zu wollen, aus einer Frrenanstalt von dem Nachweis genügender Subsistenz- ganz zuletzt, um sich den Park und ihr Monopol für spätere, ba bis jetzt von denselben, trotz des vor dem Einigungsamte mittel abhängig gemacht wird. Wird ein Geistestranter ärztlicher größere Ausstellungen zu sichern, die unbescheidenheit ihrer gefchloffenen Vertrages, noch niemand wieder eingestellt feits für entlaffungsfähig erklärt, so darf er aus dem Umstand, Forderungen durch mehrere Konzessionen gemildert hatten worden ist und erst eine kleine Anzahl der Ausgesperrten anderbaß er feine Mittel befigt, nicht eine Stunde länger in dem sind nun durch den Beschluß der Stadtverordneten grausam wärts Beschäftigung erhalten hat. Frrenhaus gehalten werden wenn nöthig, hat in solchem vernichtet! Der Treptow- Rummel endet ähnlich wie er anhat: erst der Kampf um die Wahl des Ueber den hentigen Stand der Elektrotechnik sollen Falle die Armenpflege einzutreten. Die Irrenhäuser sind dazu gefangen da, um Geisteskranken Unterkunft und Pflege zu gewähren, nicht Plates und nun der Kampf um die Erhaltung der Bauten. nach Beschluß des Magistratskollegiums 10 Doppelvorlesungen aber um Personen, deren geistiger Zustand es nicht erforderlich Damals wie heute wurde das Interesse der gesammten Berliner in dem Hörsaale der ersten Handwerkerschule in der Lindenstraße macht, zu beherbergen. Fm vorliegenden Falle war diese Ein- Bevölkerung" vorgeschoben, während es sich doch nur um den gehalten werden. Der Subdirektor dieser Schule, Herr Professor wendung der Verwaltung übrigens um so weniger am Blaze, Profit einer kleinen Klique von Interessenten" handelte. Der Dr. Szymansti hat sich bereit erklärt, diese Vorlesungen zu als der Sohn ein monatliches Einkommen von 100 m. hatte, einzige Unterschied zwischen dem frohgemuthen Anfang und dem halten. An den Vorlesungen werden sich insbesondere die als er um die Ueberführung der Mutter in seine Pflege er- trübseligen Ende besteht darin, daß man damals vor dem„ vor städtischen Bautechniker, Beamte der Feuerwehr, des Polizeisuchte. Die Einwilligung des Vormundes der Ent nehmen" Westen Berlins mit dem arbeitsamen Osten Staat präsidiums u. s. w. betheiligen. Die Zustimmung der Stadtmündigten ebenfalls vorhanden und auch der letzte machen zu können erklärte, während man heute den ordinären verordneten- Bersammlung soll zu diesem Vorhaben des Magistrats Grund, die Thatsache nämlich, daß der Sohn selbst Often durch die Gäste aus dem sich amüsirenden Westen haben nachgesucht werden. früher in einer Jrrenanstalt gewesen, tann als stich will. Der Rausch war kurz der Kazenjammer wird länger Aus den Mitteln des Schmidt'schen Nachlasses, mit welchem haltig nicht angesehen werden. Der junge Mann war zwar sein. die Vereinigung des Galle'schen Nachlasses für spätere Beit vor mehreren Jahren in einer Anstalt, ist aber von dort als Auf Antrag der Subkommission zur Vorberathung der beabsichtigt ist, sind zur Errichtung eines Kinderasyls in gesund entlassen, ist nicht entmündigt, rechtlich und gesetzlich also Frage wegen Abänderung der Einkommensteuer- Verordnung hat der Kürassierstraße zwei Grundstücke erworben worden, nach " " " D Kunst und Willenschaft. Schicksalstragödie, gegen Immermann und seinen Einfluß begann Bolarmeer. Die norwegische Nordmeer Expedition unter Mohn Platen's neue Entwickelung. In ihnen hatte Platen die politische( Dampfer Vöringen") fand in der obersten Wasserschicht des Graf August Platen wurde vor hundert Jahren( am Komödie des Aristophanes sich zum Muster genommen und gern europäischen Nordmeeres bis zu einer Tiefe von etwa 100 Faden 0,5 Gr. Ju 24. Oftober 1796) zu Ansbach in Franken, als Sproß eines wandte er sich von nun ab in seiner formedlen, gedankenreichen überall Temperaturen unter 0 Gr. bis herab zu norddeutschen Adelsgeschlechts geboren. Um vor der hohen Lyrik der Antike und ihren Kunstmitteln zu. Man hat in neuer dem Circum- Polarmeer aber fand man, wie wir schon früher als Kunst die jubiläums- übliche Reverenz zu machen, wird jetzt in Beit zu Paris das Wort von der Kunst für die Künstler" ge- besonders bemerkenswerthe Thatsache berichteten, in Tiefen unter der deutschen Presse das Gedenken an den Dichter in feierlich prägt. Das Wort ist sehr bezeichnend für eine gewisse Kunst: 100 Faden Wassertemperaturen über 0 Gr. bis zu+0,5 Gr. gehobener Weise betont. Viel wohlfeile Schwärmerei und Ueber- bung, die durch besondere Feinheit oder besonderes Raffinement Man erklärt sich dies dadurch, daß das wärmere Golfstromwasser schwenglichkeit macht sich da breit und täuscht darüber sich an einen kleinen Kreis von Kennern und Schaffenden wendet, des Nordatlantischen Ozeans durch die 1878 von der Vöringen" hinweg, daß Platen, so feine, ja edle Gaben ihn aus mitunter die Kunsttechnik sogar bereichert, aber den großen ermittelte Rinne westlich von Spißbergen in das Polarbecken gezeichnet hatten, zu den immer Die tiefe Temperatur und Eismehr verblassenden elementaren Zug vermissen läßt, der einem Gedicht wie dem ost- und nordwärts eintritt. Dichtererscheinungen gehört, die nicht zur geistigen Führerschaft" Faust", die unvergleichliche suggestive Kraft über das Volts- führung der oberen Schichten rührt außer von der Länge des hohen Stils berufen waren. Wenn Immermann im Münch- gemüth lieh. Aehnlicher Art war Platen's Schaffen auch. Ueber- Winters wahrscheinlich von dem geringen Salzgehalt dieser haufen" von seinem literarischen Gegner, eben dem Grafen Platen legene, mitunter warme Reflexion waltet bei ihm vor; selten Schichten her, der bei der Menge des durch die sibirischen und fagt: Platen gehört in die Walhalla( die Ruhmeshalle bei begegnet man bei ihm der start persönlichen Form des Liedes, nordamerikanischen Ströme dem Polarbecken zugeführten SüßRegensburg), so ist der Ausspruch ohne Zweifel ehrenvoll für die er sehr wohl beherrschte, wie das herrliche Stimmungs- waffers leicht erklärlich ist. Das Golfstromwasser hat dagegen Immermann und berechtigt. Aber wie mancher ist in die bild Wie rafft' ich mich auf in der Nacht, in der Nacht" einen höheren Salzgehalt, es wird daher bei der Abkühlung Walhalla aufgenommen, der für unsere Tage wenig mehr be- beweist. Selten auch durchbricht eine subjektive Leiden- schwerer als das Süßwasser der oberen Schichten und sinkt zu deutet und nicht vorbildlich wirken kann. schaftlichkeit, wie in den Polenliedern mit ihrem Ruffenhaß, den Boden. Daß seine Temperatur dabei nicht unter 0 Gr. sinkt, ist eines der merkwürdigsten Phänomene. Die zahlreichen und Zu den Glücks- und Sonntagskindern hat Platen nicht gehört; nachdenklichen, ein wenig frostig- stolzen Grundton Platen's. unftät und häufig von Bitternissen erfüllt, verlief sein Leben. So kommt es, daß die Reichthümer seines Geistes der Bolts- sorgfältigen Beobachtungen über Windrichtung und Windstärke, Der Heimath entfremdet, der undankbaren", wie er singt, starb feele verhältnißmäßig geringen Gewinn brachten. Sein grüblerisch: Oberflächenströmungen, Eistrifft, Wassertemperatur und Salzder Dichter in Syrakus. Er war 39 Jahre alt geworden. Aus beschaulicher Sinn tonnte schwerwiegende Gedanken in funstvollste gehalt in verschiedenen Tiefen, während dreier Jahre an Bord dem Offiziersstand war Platen hervorgegangen. Aber sein reich- Form gießen; Klagen über sein Geschick fonnten wärmere, der Fram" angestellt, liefern ein unschätzbares Material zum beweglicher Geist fand naturgemäß im starren Garnisondienst melancholische Empfindungen wecken: aber die Gabe, die erst den Studium der Meeresströmungen, welches durch die Ergebnisse fein Genügen. Der Dichter mußte sich unglücklich fühlen; und ganz Großen macht, die Gabe hinzureißen, zu enthusiasmiren, der neueren dänischen Expeditionen( Hekla" und" Ingolf") in als er auf einer Ferienreise nach Venedig kam und schönheits- blieb ihm versagt. werthvoller Weise ergänzt wird. Wenn man bedenkt, daß es trunken dort seinen Urlaub überschritt, da verbüßte er Ueber einige Ergebnisse von Nansen's Polarfahrt hat nach neueren Untersuchungen namentlich die Temperaturverhält noch in Nürnberg als bayerischer Difizier als bayerischer Difizier eine mehr- der norwegische Meteorologe und Hydrograph Professor Mohn nisse und Strömungen im europäischen Nordmeere sind, welche wöchentliche Haft, entsagte dem Offiziersberuf und 30g 1826 nach bereits Mittheilungen gemacht, welche Herr D. Baschin, einer die Witterungsverhältnisse des nördlichen Europa's und Italien, wo er von nun an mit furzen Unterbrechungen als der Theilnehmer an Dr. Drigalsti's Westgrönlands Expedition, namentlich der skandinavischen Halbinsel beeinflussen, so wandernder Rhapsode" lebte. in Hettner's" Geographischer Zeitschrift zusammengestellt hat. haben wir Aufklärungen über unsere klimatischen Verhältnisse Als Romantiker hat Graf Platen begonnen, als Klassicist Ganz kurz sei das wesentlichste aus diesem Auffah rekapitulirt. und unser Wetter zu erwarten, die zur Vervollkommnung der geendet, nachdem er zuvor noch in zwei literarischen Fehdespielen, Das erste ist, daß sich die Annahme einer freilich von den Wetterprognosen beitragen und so auch von wirthschaftlicher beobachtete wie schon Weiprecht ber verhängnißvollen Gabel" und dem romantischen Oedipus" Winden ab- Bedeutung werden können. Eine meteorologische Normalstation, der Romantik erbitterten Krieg angefagt hatte. Viel Zerwürfnisse, hängigen Meeresströmung der Gegend der neu- wie sie die mit vorzüglichen Instrumenten ausgestattete Fram" viel Merger und Kränkungen mußte der überaus reizbare Dichter fibirischen Inseln bis nach dem Meer zwischen Ost- Grön- drei Jahre hindurch in einer Entfernung von nur 4 bis 5 Breitenerfahren. Literarische Fehden werden nirgends sehr fäuberlich aus- land und West Spißbergen bestätigt hat und daß somit graden vom Nordpol bildete, muß unsere Kenntniß von den gefochten und am allerwenigsten in Deutschland. Immermann und die Theorie von einem unbeweglichen Polareise aufgegeben Buständen und Bewegungen der Atmosphäre erheblich erweitern. Heine waren waffenbewehrte Gegner, und namentlich Heine's Bos- werden muß. Die größte Entdeckung der Expedition besteht aber Ein Forschungsgebiet, das die reine Wissenschaft im höchsten Grade beiten verwundeten schwer. Schonungslos verfolgte Heine den Grafen darin, daß sie in den höchsten Breiten eine ausgedehnte Tiefsee interessirt, aber auch eine eminent praktische Bedeutung hat, ist der Platen bis aufs sexuelle Gebiet und warf ihm Dinge vor, die mit eigenthümlichen Verhältnissen in der Tiefe feststellte, während Erdmagnetismus. Die Fram" war mit vorzüglichen Instrumenten wir heutzutage, wären sie selbst wahr, nicht mehr Lafter, sondern man nach den Ergebnissen der neueren englischen und ameri- ausgerüstet, die speziell für Messungen in hohen Breiten vom frankhafte Entartung nennen möchten. tanischen Expeditionen eine beständig mit schwimmendem Eis be- Direktor der deutschen Seewarte, Geheimrath Neumayer in HamWas der romantischen Periode Platen's entsprang, das hat deckte Flachsee mit eiskaltem Wasser in der Tiefe annehmen burg, konstruirt waren und welche von Lieutenant S. Hansen zu heute nur mehr für den Literarhistorifer Werth und Interesse. mußte. Der Meeresboden im Norden und Westen der neu- regelmäßigen Messungen benutzt wurden. Die Berechnungen der Nach Märchenländern und zu Märchenträumen war die Romantit sibirischen Jufeln hat nach Nansen's Ermittelungen Tiefen bis zu erdmagnetischen Messungen der internationalen Polarstationen. geflüchtet; mit Rückert zugleich entlich Platen den Wunderländern 2000 Faden und ist somit eine ununterbrochene Fortsetzung des von 1882-83 haben gezeigt, daß unsere Kenntniß des Erdmagnetis des Drients" besondere Versformen und Schuf feine Nordenskiöld und Wohn untersuchten nordeuropäischen Tiefmeeres. mus noch sehr unvollkommen ist und daß, um die für die SchiffGhafelen. Dann dichtete er phantastische Märchenträume, Danach ist es im hohen Grade wahrscheinlich, daß am Nordpol fahrt so wichtigen Karten der magnetischen Deklination zuverlässig wie den Schab des Ramphinit", den Gläsernen Pan- felbst ein tiefes, beständig von dicht gepacktem treibenden zu tonftruiren, namentlich Beobachtungen aus den höchsten nörd= Nach Art toffel". verwob der Romantifer er Fronie Meereis bedecktes Meer vorhanden ist. Am merkwürdigsten ist lichen und südlichen Breiten äußerst nothwendig find. Nanfen in seine Märchen. Mit den bereits erwähnten Satiren gegen die aber die ermittelte Temperaturvertheilung in diesem Nord- wird solche aus dem Norden nun liefern." von Verurtheilte kommen. = : blatt". $ deren Niederlegung das neue Kinderasyl errichtet werden soll. verdächtig dem Revier 12 an der Ecke der Linienstraße zugeführt. 1 werden in Verbindung mit dem königlichen Charitee. Dasselbe soll die Front nach dem sogenannten Waldeck'schen Zwei ihm unbekannte Herren sollten den Mann als verdächtig Krankenhause folgende Politliniten abgehalten: Parte, früher alter Jakobi Kirchhof, in der Drauienstraße er- bezeichnet haben. Auf dem Revierbureau wurde H. von 1. für Kinderkrantheiten unter Leitung des Geh. Med.halten und mit diesem und dem Waisenhause in der Alten dem anwesenden Lieutenant genau betrachtet, und dann Raths Prof. Dr. Heubner von den Oberärzten Dr. Erich Müller Jakobstraße durch Thüren verbunden werden, sodaß ein ein- fertigte der Polizeibeamte ein Schriftstück aus, ohne und Dr. Bendix, im westlichen Seitenflügel der Alten Charitee, gefriedeter Durchgang geschaffen wird. Dem Magistrats- daß der Sistirte vernommen wurde. Der Versicherungs- parterre( Eingang im Hauptportal), werktäglich von 12-1 Uhr; kollegium lag die betreffende Baustizze vor, welches dieselbe ge- beamte legte zur Legitimation seine Invaliditätsversicherungs- 2. die chirurgische Poliklinik unter Leitung des Geb. nehmigte. Rarte vor, fowie die mit mit seiner Photographie ver- Med.- Raths Prof. Dr. König von dem Professor Dr. Hildebrand Kommunales. An der Debatte über die Kirchen- Visitations- sehene Pferdebahn Abonnements Karte und drittens einen ihm und dem Stabsarzt Dr. Tilmann, Luisenstr. 2, werttäglich von und Konsistorialordnung, welche in der Stadtverordneten- Ver- vom Polizeipräsidium ausgestellten Feuerpaß. Ferner beantragte 10-12 Uhr; 3. für innerliche Krankheiten in dem fammlung am 22. Oktober geführt wurde, hatten sich die Stadt- er noch, fich über seine Person auf dem Polizeirevier 9 und besonders Instituts- Auditorium, gegenüber dem Hauptportal der Alten verordneten Vogtherr und Bergmann( nicht Borgmann) mann 2. zu erkundigen. Der Revierbeamte ließ den Siftirten fesseln; Leitung bei dem dort angestellten, ihm persönlich bekannten Kriminal- Schutz- Charitee, und zwar: a) seitens der 1. medizinischen Klinik unter Des betheiligt, deren Reden auf Vorschlag des Stadtv. Spinola im ein Schußmann brachte ihn nach dem Droschtenhalteplatz und von dem Oberarzte Dr. Paul Jacob, Dienstags, Donners Geh. Med.- Raths Prof. Dr. v. Leyden Gemeindeblatt veröffentlicht werden sollen. Der Irrthum wurde dann ging die Fahrt nach dem Polizeipräsidium, wo H. zu tags und Sonnabends durch einen Druckfehler veranlaßt. von 12-12 Uhr; Uhr; b) seitens Vagabunden in eine Zelle gesperrt wurde. Dort blieb H. die der 2. medizinischen Klinit unter Leitung des Geh. Jugendliche Verbrecher. Nach einer Zusammenstellung ganze Nacht hindurch bis zum nächsten Mittag halb zwölf Med- Raths Prof. Dr. Gerhardt von dem Oberarzte Dr. Hanz der Voff. 3tg." find wegen Verbrechen und Vergehen im Uhr. Um diese Zeit erst führte man den Versicherungsbeamten Ruge, Montags, Mittwochs und Freitags vormittags von 1/29 Jahre 1885 bestraft 30 704, im Jahre 1886 31 513, 1887 33 118, zum Kriminalfommissar Braun. Dieser Herr legte dem Sistirten bis 10 Uhr; 4. für Nervenkrankheiten in demselben 1888 33 069, 1889 36 790, 1890 41 003, 1891 42 312, 1892 46 496, zunächst die Photographie des Mörders Werner vor und fragte, Auditorium unter Leitung des Geh. Med. Raths Prof. Dr. Jolly 1893 43 776 und 1894 45 504 Jugendliche. Hiernach hat von ob er mit dem Verbrecher identisch sei, was natürlich höflich von dem Oberarzte Dr. Laehr, Montags, Mittwochs und 1885 bis 1892 eine Zunahme um 15 792 oder 51,4 pct. ftatt- aber entschieden verneint wurde Dann verlangte der Versicherungs- Freitags von 10 bis 12 Uhr; 5. für Hautkrankheiten gefunden. Wenn das folgende Jahr 1893 einen erheblichen Rück- beamte eine Bescheinigung über seinen unfreiwilligen Aufenthalt in in dem eine Treppe hoch belegenen Auditorium der Alten gang zeigt, so ist dabei zu berücksichtigen, daß die Zahl der der Siftirzelle, um sich über seinen Ausbleib im Geschäft legitimiren Charitee( Eingang im Hauptportal) von dem Geh. Med.- Rath Diebstähle, an denen die Jugendlichen besonders start betheiligt zu können. Nachdem der Kommissar anfänglich gemeint hatte, daß Prof. Dr. Schweninger und dem Oberarzt Dr. Eisenberg, find, in diesem Jahre erheblich zurückgegangen ist. Das Jahr 1894 die Person, die ein Intereffe daran habe, dies zu erfahren, sich Dienstags und Freitags von 12 bis 1 Uhr. Die ärztliche Bezeigt wieder eine Zunahme. Die allgemeine Bevölkerungszunahme schriftlich auf dem Polizeipräsidium erkundigen solle, wurde die handlung ist unentgeltlich, auch erhalten Unbemittelte freie schwächt zwar diese Zahlen etwas ab, immer aber läßt sich fest. Bescheinigung doch endlich ausgestellt. Zum Schluß gab der Arzenei und Verbandsstoffe aus der Charitee- Apotheke. stellen, daß auf je 100 000 jugendliche Personen der Gesammt: Polizeikommissar selber seine Verwunderung darüber zu erkennen, bevölkerung im Durchschnitt der Jahre 1883-1887 562, im daß ein derartiges Mißverständniß, wie diese Sistirung, möglich Der Schriftsteller Rudolf Menger ist in der Nacht zum Durchschnitt der Jahre 1888-1892 684 und im Jahre 1898 680 gewesen sei. Wir bemerken, daß der troß all' seiner Legitimations: Freitag, 72 Jahre alt, gestorben. Er war seit vielen Jahren Für 1894 und 1895 liegt das Zahlen- papiere festgehaltene Versicherungsbeamte sieben Jahre älter ist, erblindet. Bor 25 Jahren leitete Menger das Berliner Tage material noch nicht vor. Die Kriminalität der Jugendlichen ist als der jugendliche Mörder und daß jedermann auf den ersten viel stärker gestiegen, als die Kriminalität der Erwachsenen. Blick erkennen mußte, daß man es in ihm nicht mit Eine größere Verkehrsstockung auf der Stadtbahn Auf je 100 000 Erwachsene kamen im Durchschnitt der Jahre einem 16jährigen Burschen zu thun habe. Man spricht jetzt viel entstand vorgestern Abend dadurch, daß die Maschine des um 1883-1887 1160, im Durchschnitt der Jahre 1888-1892 1204 von einer fieberhaften" Thätigkeit der Polizei in der An- 9 Uhr 56 Min. auf Bahnhof Bellevue fälligen Südring Zuges Verurtheilte, die Zahl der Bestraften ist hiernach vom ersten zum gelegenheit des Mordes. Aus der eben mitgetheilten Affäre er- defekt wurde und den Dienst versagte. Der mit Passagieren zweiten Jahrfünft um 3,8 pet. gestiegen. Bei den jugendlichen hellt, daß dieser Ausdruck durchaus richtig gewählt ist. überfüllte Zug konnte aus der Bahnhofshalle nicht herausfahren, Personen betrug die entsprechende Kriminalitätsziffer im ersten Jahrfünf 562 und im zweiten 634, so daß eine Mordaffäre in der Mohrenstraße in ein ähnliches Licht gerückt aum Alexanderplatz ein Der Werth unserer Kriminalpolizei ist durch die und hinter demselben stand bereits auf jeder Blockstation bis Bug, der Weiterfahrt harrend. Zunahme um 12,8 pet. stattgefunden hat. Die Straf worden, wie die Bedeutung der politischen Polizei durch den Es wurde deshalb schleunigst eine Reserve Maschine thaten der Jugendlichen beschränken sich nicht auf die unschäßbaren Bereinsprozeß gegen Auer und Genossen. Bei 14 requirirt. 3u diesem Behufe mußte auch das zweite leichteren Bergehen, vielmehr sind auch die schweren Verbrechen von den 22 Morden, die sich seit Ende 1888 in Berlin er- Geleife, auf welchem die Züge von Charlottenburg her ein unter ihnen ziemlich start vertreten. Wegen Mordes( ein eignet haben, hat das beunruhigte Publikum auf die Ent- fahren, für den Verkehr gesperrt werden. Auf diesem pafsirte schließlich Versuch, Anstiftung dergleichen) sind im Jahre 1894 deckung der Thäter verzichten müssen; und daß wenigstens dann die Reservemaschine den Bahnhof und wurde vor den 12, im Jahre 1893 11, im Jahre 1892 15 und im Jahre 1891 einer der Mörder des Justizraths Levy' jetzt hinter Schloß und wartenden Zug gelegt. 11 jugendliche Personen verurtheilt. Sind solche Zahlen ver- Riegel sitzt, ist auf alles andere eher als auf das Verdienst der Ueber eine interessante Operation zum Zwecke der Verwunderlich, wo die göttliche Weltordnung" von heute die Frau Sicherheitsbehörde zurückzuführen. Der Thäter war ein fabelhaft schönerung eines Menschen machte in der letzten Sihung der in die Fabrik oder in andere Arbeitsstätten außerhalb des dummer Junge, und sein Bruder, der Postangestellte, ein Mann Medizinischen Gesellschaft Herr Dr. J. Josef aus der FranzHauses zwängt und dadurch ein Familienleben, geschweige denn von antikem Heroismus, als er das Gefühl der Bluts- ftraße Mittheilung. Ein zehnjähriger Knabe, der der Versamm eine Erziehung der Kinder geradezu zur Unmöglichkeit macht? verwandtschaft zurückdämmte und den Verbrecher mit eigener lung vorgeführt wurde, batte eine arge Mißbildung der Ohren Wundern muß man sich nur über die Schamlosigkeit gewiffer Sand den Organen der öffentlichen Sicherheit zuführte. In aufzuweisen gehabt; die Ohrmuscheln zeichneten sich durch unstaatserhaltender Kreise, welche den Proletarier für die Folgen allen Blättern, die nicht in freiwilliger Polizeifrömmigkeit sans gewöhnliche Größe aus und dadurch, daß sie weit von dem Kopfe der kapitalistischen Revolutionirung verantwortlich machen phrase machen, wird denn auch das Genie unserer Sicherheits- fast zu einem rechten Winkel abstanden. Die letztere Mißwollen und als Heilmittel Stock und Katechismussprüche em- beamten einer Kritik unterzogen, als das Strafgesetzbuch nur bildung beseitigte Herr Dr. J. durch Ausschneiden entsprechender pfehlen. eben zuläßt. Ganz besonders drastisch tritt die Hilflosigkeit, Stücke Hautpartien aus der Furche zwischen Ohrmuschel und be Der Mörder Willy Grosse wurde gestern Mittag 12 Uhr in der sich die Polizei am Sonntag befand, an der Mit haarter Kopfhaut, während die Verkleinerung und eine solche zum ersten Male dem Untersuchungsrichter vorgeführt, nachdem theilung der„ Vossischen Zeitung" hervor, daß der Chef ist bisher noch nie zu Verschönerungszwecken gemacht worden Die ersten Bernehmungen vor dem ersuchten Richter des Amts- der Kriminalpolizei, Graf Pückler, am Sonntag die Herren durch feilförmige Ausschnitte aus der Ohrmuschel bewirkt wurde. gerichts I erfolgt waren. Der ganze Korridor, an welchem die Nauck u. Hartmann dreimal dringend habe auffordern lassen, die Die Verheilung der Wunden hat einen sehr guten Verlauf ge Zimmer der Staatsanwälte und Untersuchungsrichter liegen, polizeiliche Bekanntmachung und die ausgesetzte Belohnung an nommen; an der Operationsstelle hinter den Ohren, die übrigens war von Beamten gefüllt, welche den Morobuben gelegentlich die Säulen anzuschlagen. Die Herren Nauck u. Hartmann hätten jetzt normale Größe und Lage aufweisen, ist nur beim Umlegen der Vorführung sehen wollten. Sie alle waren erstaunt darüber, fich jedesmal geweigert mit dem Hinweis auf die Sonntagsruhe der Ohrmuscheln eine Narbe zu sehen, an der Ohrmuschel selbst wie es möglich war, an den Anschlagsäulen von Männern im und auf die Unmöglichkeit, das Personal herbeizuschaffen. ist jedoch von der vorgenommenen Entfernung der Fleischtheile Alter von 20-25 Jahren zu reden. Der Bursche ist zwar verhältniß- Die Polizei sei daher außer stande gewesen, mit Rücksicht nichts erkennbar und nur dort, wo die Wundränder zusammenmäßig hoch aufgeschossen, er hat aber noch ein richtiges Jungen- auf das Privileg der Firma Nauck u. Hartmann die Bekannt gezogen, zeigt sich eine, jedoch nur aufmerksamen Beobachtern gesicht. Er wurde mit dem Knebel an der rechten Hand vor- machung vor Montag früh zu bewirken. sichtbare Verknorpelung. Der Knabe hatte nach den Operationen geführt, die Finger der linken Hand trug er noch in der Binde. Als ob es teine Reichsdruckerei und keine Schuyleute gäbe, weder Schmerzen noch Wundfieber gehabt. Der Ausdruck feines Gesichts erschien recht gleichgiltig. Die die sich in diesem Falle durch Ankleben der Platate ein öffentBernehmung dauerte mehrere Stunden. Die Untersuchung wird liches Verdienst hätten erwerben tönnen. Die merk von Herrn Landrichter Telle geführt, demselben, der als würdige Anschauung der Polizei vom Wesen der Besinnung wiedererlangt zu haben, seiner Verlegung erlegen. früherer Amtsrichter in Spandau auch die Untersuchung gegen das weitgrößte der in Berlin gelesenen Blätter, der stecken geblieben. Monzler scheint den Mord in einem Anfall Publizistik tritt auch an dem Umstande hervor, daß Die Kugel hatte den Schädel durchbohrt und war im Gehirn Vorwärts" am Alexanderplatz konsequent boykottirt wird, wenn von Delirium- tremens ausgeführt zu haben. Er hatte an seine die Sicherheitsbehörde ihre Angelegenheiten der Presse tundgiebt. Frau, welche er in Leipzig vermuthete, noch am Dienstag, als Während alle anderen Blätter die Mittheilungen der Kriminalpolizei am 24. Geburtstage derselben, eine Gratulation geschickt, in zugestellt erhalten, wird der Vorwärts" aus unbekannten Gründen welcher er sie wegen der Mißhandlungen, die er ihr angethan als Luft betrachtet. Wir erwähnen diefe merkwürdige Thatsache nicht, hatte, um Berzeihung bat. Nachher aber erzählte er verschiedenen weil wir besondere Sehnsucht nach den doch im Interesse der Personten, daß seine Frau ihn bestohlen habe und daß er sich Polizei zu veröffentlichenden Mittheilungen haben. Bislang dafür rächen werde. Vor der Ansführung des Mordes hat der haben wir auch ohne behördliche Beihilfe immer vollständig die Kellner verschiedene Gastwirthschaften besucht und daselbst viel Neuigkeiten des Tages registriren können und dies wird auch Schnaps getrunken. Die Leiche wurde heute nach dem Schau ferner geschehen. Aber Erwähnung verdient solches Verhalten hause überführt. unserer Sicherheitsbehörde doch. den Raubmörder Wezel geleitet hat. Der Mörder Bruno Werner ist noch immer nicht gefaßt. Seine Verfolgung scheint sich ähnlich gestalten zu wollen, wie vor einigen Jahren die des Spaudauer Staubmörders Wetzel. Bald soll der Gesuchte hier, bald wieder dort aufgetaucht und gesehen worden sein. Man nimmt an, daß er sich an der Peripherie von Berlin und in den Vororten herumtreibt. Daß er sich das Leben genommen habe, glaubt man nicht. Die Möglichkeit, daß Hunger und Noth den Mörder doch noch einmal nach Berlin und in die Wohnung seiner Mutter zurücktreiben werden, wird natürlich nicht außer acht gelassen. " Der Kellner Monzler ist am Donnerstag Abend, ohne die Ueber eine merkwürdige Verhaftung in der Angelegen Zwei internationale Hochstapler, die auch in Berlin heit des Mordes in der Mohrenstraße wird uns berichtet: Anarchistisches. Der Regierungspräsident zu Merseburg, bekannt sind, hat man auf Veranlassung mehrerer StaatsanwaltDer 23 jährige Feuerversicherungs- Beamte August H. wurde Graf Stolberg, hat der Bolts- 3tg." zufolge gegen die Anarchistin schaften in Mannheim festgenommen. Es handelt sich um den am Donnerstag Abend gegen 10 Uhr in der Rosenthalerstraße Frau Agnes Reinhold und den Redakteur des" Sozialist", Ingenieur Hermann Welcker und den Bankier Daniel. von einem Schuhmann urplöglich festgenommen und des Wordes des Delitzsch'schen Zuchthauses, Herrn v. Unruh, gestellt. Frau im städtischen Obdach in der Fröbelstraße. Schlafgenoffinnen Gustav Friedrich, Strafantrag wegen Beleidigung des Direktors Unbekannt gestorben ist am Donnerstag Morgen eine Frau Reinhold verbüßte einen Theil ihrer sechsjährigen ZuchthausUeber die sozialistische Universität in Brüffel wird der Strafe in Delißsch. Als sie am 10. Juli d. J. das Zuchthaus fanden sie in der Frühe als Leiche auf. Wahrscheinlich hat ein Boff. 3tg." berichtet:" Die von den Fortschrittlern und Sozia- verlassen hatte, veröffentlichte der Sozialist" eine Notiz der Schlaganfall ihrem Leben ein Ende gemacht. Die Unbekannte liften vor zwei Jahren in Brüffel neu errichtete Universität und Frau Reinhold über ihren Aufenhalt daselbst. Dasselbe Blatt mag gegen 40 Jahre alt gewesen sein. das ihr angeschlossene Institut der hohen Studien machen un- bringt folgende Nachricht: Zahlreiche anarchistische Schriften find Vom Polizeipräsidenten erhalten wir folgende Mitverkennbare Fortschritte. Man hat zuerst über das ganze Unter der Polizei in die Hände gefallen. Als sie am Donnerstag in theilung: In der Nr. 247 des Vorwärts" wird über einen nehmen gespöttelt, aber wie die Erfolge beweisen mit unrecht. der Lübbenerstraße bei einem Manne, der verdächtig war, in schweren Mißgriff der Berliner Kriminalpolizei" berichtet. Der Die Universität besitzt heute alle Fakultäten und zwei Grund der Ausstellung Gegenstände entwendet zu haben, eine Haus- Inhalt dieses Zeitungsartikels ist falsch. In dem Hause stücke; sie begann mit 20 Stubirenden; im zweiten ſuchung vornahm, fand sie einen großen Posten anarchistischer Chauffeefstr. 1a hierfelbst wohnte eine Frau F., welche des akademischen Jahre stieg ihre Bahl auf 60 und für das Schriften, die sofort beschlagnahmt wurden. Die Frau des Be- wiederholten Verbrechens wider die§§ 218 und 219 des Straf gestern eröffnete neue akademische Jahr sind 134 Studirende haussuchten will die Schriften von der Frau des Tischlers gesetzbuchs dringend verdächtig und deshalb am 17. Oftober d. J. eingetragen. Außerdem hören in dem Institute der hohen Johann Sundat, früheren Redakteurs des Sozialist", zur Auf- verhaftet worden ist. Die Kriminalpolizei hat durch Beobachtung Studien durchschnittlich hundert Personen die Vorlesungen. Die bewahrung erhalten haben. Frau Sundat wurde in Haft ge- festgestellt, daß vier Mädchen, unter ihnen die Stieftochter Lehrerschaft umfaßt 117 Professoren, und es ist ein Verdienst der nommen, ist indeß wieder freigelassen worden. eines Herrn S., unverehelichte Margarethe Q., in der neuen Universität, daß sie hervorragende ausländische Lehrkräfte 80 filberne und 300 bronzene Staatsmedaillen hat Wohnung der Frau F. verkehrt und sich dadurch verdächtig dafür gewonnen hat, Lehrkurse an ihr abzuhalten und somit die das Handelsministerium für die Aussteller der Berliner Gewerbe- gemacht haben. Diese Mädchen sind zur Kriminalpolizei fiftirt belgischen Fachkreise Gelegenheit gefunden haben, die Forschungen Ausstellung geftiftet. Nun wird Beschwerde darüber erhoben, die Besuche bei Frau F. zugegeben. Dagegen behauptete die D., ausländischer Gelehrten fennen zu lernen. Selbfiredend steckt das daß auch heute die Namen der mit diesen Medaillen Bedachten daß ihre Besuche in dem qu. Hause nur dem dort wohnenden Unternehmen noch in den Kinderschuhen und hat viele Mängel, noch nicht veröffentlicht sind. Der Handelsminister hat bisher Bahnarzt gegolten hätten. Diese Angabe ist aber nicht richtig, aber seine Lebensfähigkeit ſteht außer Zweifel. Meldungen nur dem Arbeitsausschuß mitgetheilt, die Empfänger filberner Bahnarzt gegolten hätten. Diese Angabe ist aber nicht richtig, dieser Art werden die liberalen Blätter nicht abhalten, sich bei und bronzener Staatsmedaillen würden vom Handelsministerium denn die D. hat nicht nur den Zahnarzt besucht, sondern, wie anderer Gelegenheit wieder über das Banaufenthum der Sozial- direkt benachrichtigt werden, daß sie eine Medaille erhalten haben, durch einwandsfreie Zeugen erwiesen ist, auch längere Besuche demokratie zu moquiren. worauf dann die Lifte im Staatsanzeiger" veröffentlicht werde. in der Wohnung der F. abgestattet. Jm Schiller- Theater ist für Montag die erste Auf- Es habe sich als nothwendig herausgestellt, so heißt es dann noch führung von Otto Erich Hartleben's vierattigem Schauspiel im Schreiben des Handelsministeriums, zu ermitteln, ob teine Ein Ehrenwort" angefeht. Die Hauptrollen liegen in Umstände bei dem einen oder anderen Empfänger obwalten, den Händen der Damen Pauly, Detschy, Heinsdorff und der welche die Verleihung einer staatlichen Auszeichnung aus Herren Patry, Winterstein, Froböse, Pauly, Reimann. Heute schließen". Soll ermittelt werden, ob sich auch soz tal- lange, fo fiel der Kleine herunter und schlug unglücklicherweise tommt Münchhausen" und" Der Zeriffene" zur Aufführung.demokraten unter den Aspiranten befinden? " Schriftstück aus dem 15. Jahrhundert" längst bekannt. - Im„ Chamisso- Abend", den das Schiller- Theater im Bürger- Wie die ,, Poft" erfährt, ist das angeblich jetzt aufgefundene faale des Rathhauses am Sonntag, den 25. d. M., veranstaltet, wirken von den Mitgliedern des Theaters die Damen Heinsdorff und Meyer und die Herren Bach und Pauly mit. Den einleitenden Vortrag hält Dr. Adalbert von Hanstein. " Im Leffing- Theater wird als nächste Novität das Schauspiel Amants" von Maurice Donnay vorbereitet, das unter dem Titel Getheilte Liebe" zur Aufführung gelangen wird. Das Werk," das fast während der ganzen Dauer der letzten Spielzeit das Repertoir des Renaissance- Theaters in Paris beherrscht hat, wird am nächsten Mittwoch, den 28. d. M., im Lessing- Theater zu ersten Aufführung gelangen. Eingelaufene Druckschriften. Minderjährige Verbrecher. Von 6. 2. Ferrian. Deutsch von A. Ruhe mann. Berlin, Cronbach. ozial- hygienisches über Sport. Bon Albu. Berlin, D. Koblenz. aus fürlichem achla. Bürich, Schabelis. Franen dürfen die Decksize der Omnibusse nicht bes nutzen. Die Omnibusgesellschaft hat ihren Schaffnern anbefohlen, Frauen das Sißen auf dem Verdeck der Wagen nicht zu geftatten, weil die Aufgangstreppen den polizeilichen Anforderungen noch nicht entsprechen. worden und haben mit Ausnahme der Stieftochter des S. Durch Spielen ist der 4jährige Sohn Ernst des Kutschers Mett aus der Landsberger Allee 50 zu Tode gekommen. Vor einigen Tagen spielte ein älterer Bruder mit dem Knaben und hob ihn auch auf ein Pferd, um ihn reiten zu lassen. Es dauerte nicht so gerade mit dem Kopfe auf das Asphaltpflaster auf. Seit dem Tage war er frant, und nun ist er gestorben. Es scheint, daß der Sturz eine Gehirnerschütterung zur Folge hatte, die zum Zode führte. Die Leiche eines nengeborenen Kindes, in Zeitungspapier eingeschlagen, wurde gestern Mittag auf dem Abort der Markthalle in der Andreasstraße aufgefunden. Ob das Kind gelebt oder von der unnatürlichen Mutter getödtet worden, konnte nicht sofort festgestellt werden. theilung des Berl. Tagebl." Kunde: Fürbitte für die Von evangelischen Pastorenpflichten giebt folgende MitAuf einen berüchtigten Mädchenhändler sind die deutschen Brinzessin Heinrich. Der Evangelische Oberkirchenrath hat die Polizeiverwaltungen von Montevideo aus aufmerksam gemacht Konsistorien der neun älteren Provinzen der Monarchie an- worden. Es handelt sich um einen gewissen Moschke Rufigewiesen, die kirchlichen Fürbitten für eine glückliche Ent- nowsty, der sich augenblicklich auf einer Reise nach Europa bindung der Frau Prinzessin Heinrich von Preußen in den befindet, um eine Anzahl junger Mädchen zur Auswanderung evangelischen Kirchen ihres Aufsichtsbezirks mit dem nächsten nach Montevideo zu verleiten und dort in sein Etablissement zu Hauptgottesdienst beginnen zu lassen. bringen. Die Direktion der Charitee ersucht uns, folgendes zu Arbeiterrififo. In der Geldschrankfabrik von M. Fabian, veröffentlichen: Während des bevorstehenden Wintersemesters| Badstr. 59, ist gestern Nachmittag 21/2 Uhr der Arbeiter Kern, Boziales. Bringen- Allee 17, beim Transport eines 40 3entner schweren Sigung der Gemeinde- Bertretung gethan hatte. Die Verhand Geldschranks dadurch verunglückt, daß ihm der Schrant( auf lung endete mit der Verurtheilung des Angeklagten zu zwei beide Füße fiel. In schwer verletztem Zustande wurde Kern in Monaten Gefängniß, während der Amtsanwalt sogar 6 Monate Die Orts- Krankenkasse für das Barbiergewerbe zu das Lazaruskrankenhaus geschafft. Der Verunglückte hat eine beantragt hatte. Wir berichten über die Verhandlung, welche Berlin veröffentlicht soeben ihren Jahresbericht für 1895. Die tränkliche Frau und drei Kinder zu Hause. in mehr als einer Hinsicht von allgemeinem Interesse ist, morgen Mitgliederzahl betrug am 31. Dezember v. J. 538. Unter den Aus dem Polizeibericht vom 23. Oktober. Beim ausführlich. Ausgaben figuriren für Verwaltungskosten 1903,13 M., wovon Spielen mit einem geladenen kleinen Revolver brachte sich vor- Wiederum hatte sich ein Schnhmann des zweiten Polizei- 1588,78 m. auf Gehälter und Entschädigungen entfallen. Wie mittags vor dem Hause Dresdenerstr. 68 der 17 jährige Arbeiter reviers in Potsdam am Mittwoch vor der Potsdamer Straf- sehr das Barbiergewerbe daniederliegt, kann man daraus ent Strafnehmen, daß in 414 Fällen Zwangsvoll stredungs. Otto Lohan aus Ünvorsichtigkeit einen Schuß in die Brust bei. tammer zu verantworten. Der 29jährige Wilhelm Knop war an Er wurde nach der Unfallstation V und von dort auf Anordnung geklagt, am 5. Februar d. J. als Beamter für eine in sein Amt Anträge gestellt werden mußten, um von den Meistern die des Arztes nach dem katholischen Krankenhause Niederwallstraße gebracht. in der einschlagende, an sich nicht pflichtwidrige Handlung Geschenke Beiträge zu erlangen. Die Einnahmen der Raffe betrugen in In der Neuen Königstraße angenommen zu haben. Knop hatte von dem Kellner Streng, Summa 10 404,50 M., die Ausgaben 9712,09 M.; so daß ein wurde vormittags der 18 jährige Arbeiter Emil Kluge durch gegen den am Tage vorher wegen groben Unfugs Anzeige erKassenbestand von 692,41 M. blieb. einen sich übermäßig schnell fortbewegenden Radfahrer um stattet, 3 M. zum Geschenk erhalten, als er ihn am 5. Februar Der Vorsitzende des Gewerbegerichts in Tuttlingen gestoßen und am rechten Fuße so erheblich verlegt, daß in dem Zimmermann'schen Lokal, wo Strenz thätig war, auf-( Württemberg) erhielt vom Landgericht einen Verweis wegen feine Ueberführung in das Krankenhaus am Friedrichshain suchte. Von diesen 3 M., die Knop mit dem Bedeuten erhalten, seiner Geschäftsführung. Wie früher im Vorwärts" berichtet, erforderlich wurde. Der Radfahrer entzog sich seiner Feststellung er möge von der Sache nichts machen, damit der Restaurateur hatten die Arbeiterbeifizer Beschwerde über den Vorsitzenden eindurch die Flucht. Nachmittags ging in der Belle- Alliancestraße Bimmermann nichts erfahre, sollte Knop dem. Schußmann gereicht. das Pferd eines Geschäftswagens durch und lief nach der Schwanke 1,50 M. abgeben, was derselbe aber nicht that. Knop Die Verwendung von Kindern zum Steineklopfen ist Gneisenaustraße zu. An der Bergmannstraße versuchte der Kauf- war geständig und entschuldigte sich damit, daß er an dem Tage aus Anlaß einer schweren Verlegung, die sich ein Knabe mann Moritz E. das Thier anzuhalten, wurde jedoch überfahren angetrunken gewesen. Er wurde, gemäß dem Antrage des Staats- beim Steineklopfen zugezogen hatte, vom sächsischen Ministerium und erlitt anscheinend nur leichte Verlegungen am Kopfe. Das anwalts, zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt. Die 3 M. wurden der verboten worden. Unser Dresdener Parteiorgan hat diese Pferd wurde bald darauf zum Stehen gebracht.-Vor dem Staatstaffe verfallen erklärt. Ausbeutung der Kinder seitens der Gemeinden bereits im Hause Friedrichstr. 217 fand ein Zusammenstoß zwischen einem Pferdebahnwagen der Linie Weißenburgerstraße- Rixdorf und Jahre 1895 gerügt. Wäre das fächsische Ministerium gleich einem Geschäftswagen der Firma E. Anker statt, wobei der auf damals eingeschritten, so würde das betreffende Kind vor der letzterem sigende Dienstmann Julius Minke herabgeschleudert und schweren Verlegung wohl behütet geblieben sein. an der linken Hand leicht verlegt wurde. Aus den Nachbarorten. == Wegen Einführung des 10 Minuten Verkehrs auf dem Südring war bekanntlich vor einigen Wochen der Rixdorfer Grundbesizer- Verein bei der Eisenbahn- Direktion vorstellig geworden. Auf diese Eingabe ist ein ablehnender Bescheid ergangen. . Wegen Errichtung eines neuen Kreis- Krankenhauses im westlichen Theile des Kreises Teltow will der Lichterfelder Verein" “ bei dem Landrath vorstellig werden. In der Karlshorster Landfriedensbruch- Affäre find außer den bereits genannten drei Reitburschen noch die Reitburschen Adreas Lörit, Wenzel und Jackisch verhaftet worden. Die Recherchen dauern fort, da ungefähr 15-20 Personen sich an dem Krawall betheiligten. Die bis jetzt Verhafteten sind Böhmen. " Gerichts- Beifung. Unschuldig verurtheilt. Aus Amien 3 wird vom Freitag berichtet: Das Schwurgericht sprach unter stürmischem Beifall des Publikums die Schankwirthin Druaux, welche im Jahre 1887 von dem Schwurgericht in Rouen wegen Giftmordes an ihrem Gatten und ihren Kindern zu lebenslänglicher Buchthausstrafe verurtheilt worden war, fret. worden, daß die angeblich Ermordeten durch Einathmung von Kohlenoxydgas gestorben sind. Der Gerichtshof proklamirte feierlich die Unschuld der Wittwe Druaux, verfügte den öffent lichen Unschlag des Urtheilsspruches und erkannte ihr eine En Ent: schädigung von 40 000 Fr. zu. Gewerkschaftliches. Eine Agitationstour durch Thüringen wird demnächst Frau Kähler aus Wandsbeck unternehmen. Dieselbe ist bekanntlich Mitglied der Generalkommission in Hamburg. " Ein städtischer Arbeitsnachweis wird nun auch in 23ürzburg errichtet werden, sobald ein geeignetes Lotal be Dem Landrathe der Rheinpfalz, der Anfang November zusammentritt, wird von der bayerischen Regierung ein Antrag vorgelegt, die Mittel zu bewilligen, damit das MinimalGinkommen her 830 Vt. und in Gemeinden über men der Volksschullehrer in Gemeinden auf 2500 2500 Seelen auf 900 M. erhöht und somit dem durchschnittlichen Minimal- Einkommen der rechtsrheinischen Boltsschullehrer gleichgestellt werden kann. Von der Dankbarkeit des Unternehmerthums. Sechsundzwanzig Jahre lang hat ein Steindrucker in der lithographischen Austalt von Wilh. Menges in Stuttgart ausgehalten, da tam seines noch nicht schulpflichtigen Enkelchens Betreffs der Agitation unter dem Personal der wegen er wohnte mit dem Prinzipal in einem Hause eine Binnenschifffahrt geben die Lübeckischen Anzeigen" zu, daß kleine Auseinandersehung vor und der im Geschäft grau ge diese Arbeiter unter argen Mißständen zu leiben haben. Bewordene Arbeiter wurde sofort entlassen. Mein Verdauerlich sei es, daß man den Sozialdemokraten die Genug dienst war sehr dürftig" theilte der entlassene Arbeiter der thuung läßt, in fatale Verhältnisse hineinzuleuchten." Redaktion der Schwäb. Tagwacht" mit ich verdiente zwanzig Mark pro Woche, aber mein Prinzipal versprach mir, daß ich auch im Alter Beschäftigung haben würde, und damit tröstete ich mich." Der nächste deutsche Bäckerkongrek wird in Gera ab gehalten. Die Bäcker dieser Stadt haben bereits eine Kommission Das nicht gewerbsmäßige Vertheilen von Druckschriften gewählt, die die nöthigen Vorarbeiten zu besorgen hat. betrifft eine höchst wichtige Entscheidung, die der Straffenat Jun Münchener Gewerkschaftsverein wurde am Dienstag Wohnungsuntersuchung in Zürich. In der Stadt Zürich Des Kammergerichts in seiner letzten Sigung gefällt hat. Ueber unsere vom Borsitzenden mitgetheilt, daß der bortige Fabrik bat am 15. Oktober eine Wohnungs- Untersuchung beParteigenossen Schriftsetzer Metz e I und Zigarrenmacher Elster- inspektor, der schon Anfang dieses Jahres um statistische gonnen, deren Dauer auf vier Wochen und deren Kosten auf mann aus Finsterwalde wurde seinerzeit ein Strafmandat von Angaben über die Gewerkschaften gebeten hatte, 30 000 Fr. veranschlagt sind. je 15 m. verhängt, weil sie am 12. Januar 1896 in Dobrilugt welchem Verlangen bisher nur in durchaus ungenügen- Arbeitslosigkeit in Paris. Für 1800 vatante Exemplare des im Verlage des Vorwärts" erschienenen dem Maße nachgekommen wurde, neuerdings in einem Schreiben Stellen in der Pariser Gemeindeverwaltung haben sich nicht Kalenders Märkischer Boltsbote" vertheilt hatten, ohne im um Beantwortung einer Reihe von Fragen gebeten hat, durch weniger als fünfund sechzigtausend Kandidaten Besige einer polizeilichen Erlaubniß zu sein. Sie sollten sich gegen deren Beantwortung er über die Stärke, die Entwicklung, die angemeldet, darunter 7000 Lehrerinnen für 115, 2141 Schreiber den§ 10 des preußischen Preßgefehes vom Jahre 1851 vergangen Erfolge und die Bestrebungen der Gewerkschaften auf wirthschaft für 60, 3900 Hauswärter für 26, 25 909 Straßenkehrer für haben, der durch Reichsgesetz vom 7. Mai 1874 nicht außer fraft gesetzt ist und der bestimmt:" Niemand darf auf öffentlichen von den Gewerkschaften getroffenen Veranstaltungen zur geistigen der Stellenlosen geringer ist als die der angemeldeten Kandidaten, lichem und sozialpolitischem Gebiete, wie in Beziehung auf die 375 Stellen. Mag sein, daß in den ersten drei Berufen die Zahl Wegen, Straßen, Blähen oder an anderen öffentlichen Entwicklung der Arbeiterbevölkerung Aufschluß zu erlangen hofft. indem die günstigen Bedingungen einer Kommunalanstellung auch Orten Druckschriften oder andere Schriften oder Bildwerke Es wurde nun beschlossen, jedem Delegirten diese Fragen in Ab- Anmeldungen beschäftigter Personen hervorrufen. Der enorme ausrufen, verkaufen, vertheilen, anheften oder anschlagen, schrift zu übermitteln und für Beantwortung derselben in ihren Budrang der Straßenlehrer Kandidaten ist aber sicher, ohne daß er dazu die Erlaubniß der Ortspolizeibehörde erlangt lich ein trauriges Zeichen der in Paris herrschenden Arbeitshat und ohne daß er den Erlaubnißschein, in welchem sein Name Branchen zu sorgen. Den Bugeſtänd: Tofigkeit. ausgedrückt sein muß, bei sich führt." Die Polizei hatte einzelne Die Küfer Stuttgarts beschlossen, sich mit den ZugeständKalender in den Fluren der mit den Schriften belegten Häuser nissen der Küfer- Innung für dies Jahr zufrieden zu geben. Eine über die Lage der Arbeitergenossenschaften im Jahre 1895 entAus England. Der soeben erschienene amtliche Bericht und auch hinter Thürklinken eingeklemmt gefunden und an- Versammlung der Küfer faßte eine Resolution, worin die Be genommen, daß die Flure öffentliche Orte seien. Die beiden Ge- völkerung Stuttgarts ersucht wird, um eine geregelte Arbeitszeit hält Berichte über 1442 Konsumgenossenschaften. Diese irgend ein Exemplar im Treppenhause niedergelegt zu haben. Arbeiten zur Herstellung des Mostes in Mostereien nicht nach und erzielen einen Nettoprofit von 5 204 496 Pfund Sterl. nossen beantragten richterliche Entscheidung und bestritten vor allem und die Abschaffung der Nachtarbeiten zu ermöglichen, die arbeiten mit einem Kapital von ca. 19 Millionen Pfund Sterl., haben einen Umsatz von rund 48 Millionen Pfund Sterl., Das Schöffengericht hielt dies jedoch für erwiesen und erblickte 7 oder 8 Uhr abends, fondern tags über verrichten zu lassen. Ebenso berichten 181 Produttivgenossenschaften, die auch in den Hausfluren öffentliche Orte; es verurtheilte jeden Die Versammlung erklärt ferner, daß die diesjährige Lohn mit einem Kapital von 2 200 000 Bfb. Sterl. arbeiten und einen zu der ungewöhnlich hohen Strafe von vier Wochen Gefängiß. bewegung zur genüge bewiesen hat, daß nur durch eine kräftige Profit von 180 052 Pfd. Sterl, erzielen. Die Posten zeigen überall Die Straftammer in Rottbus verwarf die Berufung, indem und flarke, leistungsfähige Organisation beffere Existenzbedingungen eine Zunahme gegen das Jahr 1894. Die Zahl der in diesen sie sich dem Schöffengericht anschloß. Das Landgericht erklärte geschaffen werden tönnen, weshalb sie von jedem Rüfer genossenschaftlichen Unternehmungen beschäftigten Arbeiter beträgt die hohe Strafe mit Rücksicht auf den Inhalt des Kalenders für Stuttgarts, ob beim Kleinmeister oder in einem Großbetrieb 51 000, die im allgemeinen besser gestellt sind als in Privatgerecht. Der Juhalt sei durch und durch verheßend und das beschäftigt, erwartet, daß er Mitglied des Verbandes wird. Um Büchelchen enthalte destruktive Irrlehren. Besonders verwiesen für eine fernere Lohnbewegung eine wirksame Unterlage zugeschäften. wird auf die Seiten 3 und 12. Auch enthalte es Aufrufe zum haben, beauftragte die Versammlung den Vorstand der MitgliedAnschluß an die Sozialdemokratie und auf der 4. Seite des schaft des Küferverbandes, statistische Erhebungen über Lohn-, Umschlags würden sozialdemokratische Schriften angepriesen. Wohn- und Arbeitsverhältnisse Stuttgarts machen zu lassen. Durch die Verbreitung hätten die Angeklagten unter der Bevölke- Damit die getroffenen Vereinbarungen einen offiziellen und richtet wird, seit Donnerstag Abend um 60 Zentimeter, die Ja rung bewußterweise Haß wider die bestehenden Verhältnisse bindenden Charakter erhalten und Abweichungen nicht vorbei Kolmar seit gestern Abend um 37 Bentimeter gestiegen. hervorrufen wollen. Mezel und Elstermann ergriffen nunmehr fommen können, sollen beide Kontrahenten, also Unternehmer das Rechtsmittel der Revision an das Kammergericht, zu deren und Arbeiter, die Vereinbarung durch je drei Mitglieder der Begründung geltend gemacht wurde, daß hier von einem Ver- Unternehmer- und der Arbeitervereinigung unterschreiben lassen. theilen an öffentlichen Orten nicht die Rede sein könne. Nicht jeder Hausflur sei ein öffentlicher Ort und die Thür Aus Wien. Das Personal der Jutespinnerei in tlinken gehörten zu den Privat Wohnungen. Die An- Floridsdorf hat die Arbeit, entgegen seinem Beschluß, noch F = Vermischtes. 3 Der Rhein ist bei Hüningen, wie aus Straßburg i. E. beWitterungsübersicht geflagten hätten ferner auch nicht zugegeben, daß von nicht wieder aufgenommen, sondern beschloß, ebenso wie das Stationen. ihnen auf Hausfluren Kalender hingelegt worden seien. Personal der Jutespinnerei in Simmering, den Streik -Der Straf Senat hob die Vorentscheidung auf und fortzusetzen. Grund: Das zweideutige Verhalten der Direttoren. sprach beide Angetlagte frei. Das Urtheil Die Lohnbewegung der Schuhmacher ist infolge der wurde folgendermaßen begründet: Sowohl die Gründe des Wortbrüchigkeit der koalirten Fabrikanten Wiens, die einseitig Swinemünde Schöffengerichts und der Straffammer, als auch die Einwen- einen Lohntarif aufgestellt haben, noch nicht zu Ende. Die Hamburg dungen des Vertreters der Kläger träfen nicht das richtige, denn Situation verschärft sich. Die Fabrikanten planen eine Aus Berlin nicht§ 10 des preußischen Preßgefeges, sondern einzig sperrung. Bei der Firma Wedeles u. Co. haben die Arbeiter Wiesbaden und allein§ 43, Abfah 5 der Gewerbe Ordnung den Fabrikantentarif zerriffen und die Arbeit fast sämmtlich München sei hier entscheidend. Nach diesem bedarf es niedergelegt. Die Personale aller größeren Fabriken halten Be- Wien. zur nicht gewerbsmäßigen Vertheilung von Druckschriften sprechungen darüber ab, was angesichts des Auftretens der Haparanda. oder anderen Schriften oder Bildwerken in geschlossenen Fabrikanten zu thun ist. Betersburg. Barometers vom 23. Oktober 1896. stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 323IL220221 Wetter Temperatur ( 50. 4° R.) TAT66L16225 757 SM 757 756 758 758 SW 2 WNW 3 SW M 1 wolkig heiter heiter bedeckt bedeckt 7 ( 40) 7 60 757 SW bedeckt 11 748 752 764 760 NW 2 heiter Nebel halb bedeckt heiter -1 758 N bueno, Nebel Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von 6-7 Uhr statt. Räumen feiner Erlaubniß. Hausflure seien aber, selbst wenn Der Zentralvorstand der schweizerischen Eisenbahner Cork die Thür fehlte, als geschlossene Räume anzusehen. Deshalb stellt die Preisaufgabe:" Der schweizerische Aberdeen. habe ohne Nachprüfung über die hier in Frage gekommenen Eisenbahuer als Staatsbeamter". Es soll unter: Paris. Treppenflure die Freisprechung sofort durch das Revisions- fucht werden, in welcher Weise die Anstellungs-, Besoldungs- Wetter- Prognose für Sonnabend, den 24. Oktober 1896. gericht ausgesprochen werden können. und Pensionsverhältnisse bei der Verstaatlichung der Bahnen in Ziemlich trübe und fühl mit leichten Regenfällen und Vor dem Schwurgericht des Landgerichts I begann gestern rationeller und gerechter Weise auszugestalten sind. Auf grund ein Prozeß, dessen Verlauf und Ergebniß besonders in fauf dieser Untersuchungen sollen eingehende Vorschläge ausgearbeitet mäßigen nördlichen Winden. männischen Kreisen mit Intereffe entgegengesehen wird. Schon eingereicht werden können. Die ausgesetzten drei Preise betragen werden, die der Verstaatlichungs- Kommiffion zur Berücksichtigung im April d. J. wurde in derselben Sache verhandelt, am zweiten 125, 75 und 50 Fr. Die Eingabefrist für die Preisarbeiten ist Sigungstage wurden aber seitens der Wertheidigung darüber Zweifel angeregt, ob einer der Angeklagten, der Agent auf den 31. März 1897 festgesetzt. Georg Lütte, auch völlig geistesgesund sei und die Buchdrucker Bewegung in der Schweiz. Neben den Verhandlung mußte vertagt werden. 2 wurde be- bereits gemeldeten Sektionen Schaffhausen, Aarau, Chur und schlossen, den Lütte auf seinen Geisteszustand untersuchen Luzern ist nunmehr auch die Seftion Glarus des schweizerischen zu lassen. Er ist für gesund befunden worden, sodaß darauf ein Typographenbundes in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie neuer Termin anberaumt werden konnte. Hauptangeklagter ist fordern neunstündige Arbeitszeit einschließlich der Frühstücks- und W. N. 100. Das hängt von der Abrebe und dem früheren der frühere Weinhändler Adolf Hohn, welcher inzwischen wegen Vesperpausen, 38 Fr. Minimallohu pro Woche und Abschaffung 2. Wer zuerst pfänden läßt, geht den anderen vor. Der HausVerhalten der Parteien ab.- H. K. 97. 1. Zwei Jahre lang. Untreue und Unterschlagung zu einem Jahre Gefängniß ver- der Berechnung event. Erhöhung des Tausendpreises um 5 Cts. urtheilt worden ist. Jegt werden ihm betrügerischer und für alle Schriftgattungen. Zwei der größten Firmen in der wirth geht allen vor.- 19/20. Grunewaldstraße 118 gehört einfacher Bankrott, wiffentlicher Meineid und Stadt Glarus haben die Forderungen der Buchdrucker- Gehilfen nicht zu Berlin, sondern zu Schöneberg. Zuständig ist daher Abgabe einer wissentlich falschen eidesstatt fofort anerkannt, ein Beweis, daß die Forderungen zeitgemäß und D. 30, E. K., Magdeburg, N. V. Die Ehescheidungs- das Amtsgericht Berlin II, Hallesches Ufer 29-31. H. lichen Versicherung zur Last gelegt. Mitangeklagte sind die nicht übertrieben sind. beiden Direktoren der„ Berliner Volksbant, eingetragene Genoffentlage ist durch einen Anwalt beim Landgericht anzustellen. Laufe des Tages bei uns vorsprechen? Karl Schmidt. Kann die Dame mit den Zeugen nicht im schaft mit beschränkter Haftpflicht" Franz Zucker und Max Aus England. Die Fabrikanten von Thür- und Der Ehescheidungsklage muß ein Sühneversuch vorangehen. Hänsel, sowie der obengenannte Agent G. Lütte, welche der andern Schlössern beabsichtigen eine 10 prozentige Bu diesem Behuf muß der klagende Ehegatte seine Ehehälfte vor Hilfeleistung des dem Angeklagten Holm zur Last gelegten 2ohnherabfehung, wobei sie sich auf die deutsche das Amtsgericht des Bezirks laden, in dem der Mann seinen betrügerischen Bankrotts beschuldigt sind. Konkurrenz berufen. Von dem in Sheffield errichteten inter- Wohnsiz hat. Zu dem Termin muß der Antragsteller persönlich nationalen Sekretariat der Metallarbeiter ist deshalb an die erscheinen. Ist der Termin fruchtlos ausgefallen, so kann die Wegen öffentlicher Beleidigung der Rigdorfer Gen- deutschen Korrespondenten der Metallarbeiter in Berlin an Chefcheidungsklage durch einen Anwalt angestellt werden. Will darmerie und ihres Oberwachtmeisters Beiné hatte sich gestern Genoffen äther- das Ersuchen gerichtet worden, ihm Mit der Kläger das Armenrecht für diesen Prozeß für sich erwirken, Nachmittag Genosse Emil Regerau vor dem Rixdorfer theilung über die deutschen Arbeitsverhältnisse zu machen. Man so wendet er sich an die obrigkeitliche Behörde( in Berlin an den Schöffengericht zu verantworten. Die Beleidigungen wurden in sieht an diesem Beispiel, daß gerade die Engländer über furz Bezirksvorsteher, auf dem platten Lande an die OrtspolizeiAeußerungen gefunden, welche unser Genosse in seiner oder lang, aus wohl verstandenem Interesse, die überzeugtesten Behörden, in den Städten mit königl. Polizeiverwaltung an die Eigenschaft als Gemeinde Bertreter in einer Anhänger der internationalen Arbeiterbewegung sein werden. Gemeindebehörden) mit dem Antrag, ihm ein Beugniß auszustellen, baß er aur Bestreitung der Prozeßtoften unvermögend ist. Nach| Baker 100. 1. Sie haben auf Lohn, abzüglich des Kranken- fäßlich einen Menschen tödtet, mit Buchthaus nicht unter zehn dem er dies Attest erhalten hat, wendet er sich unter Beifügung geldes, Anspruch. 2. Aus dem Eiweiß.- Luckenwalde 100. Jahren oder mit lebenslänglichem Buchthaus. Für Thäter, die desselben, der Heirathsurkunde und des Sühneattestes schriftlich Wegen der Namen der Vertrauensmänner an den verschiedenen bei der Ausübung der That noch nicht 18 Jahre alt waren, an die Zivilkammer des Landgerichts, in dessen Bezirk der Ehe Drten wollen Sie sich an dortige Parteigenoffen wenden. tritt Gefängniß von 3 bis 15 Jahren, wenn die That Ermann wohnt, seht die Ehescheidungsgründe auseinander und be- 3. Polizeiliche Anmeldung genügt. 3. Nein.. 43. Ja. wachsenen gegenüber mit dem Tode oder mit lebenslänglichem antragt: ihm das Armenrecht zu bewilligen. Durch Bewilligung.. 50. 1. Eine Darlehusforderung verjährt in dreißig Buchtshaus bedroht ist. Ist die Handlung mit Zuchthaus dieses Armenrechts gehen keinerlei politische Rechte verloren. Jahren. 2. Ein Mordverbrechen verjährt in 20 Jahren. Jede oder mit einer anderen Strafart bedroht, so ist gegen Leute -A. K., S. E. Ja.-H. B. Eine gesetzliche Tare bezüg- gegen den Thäter gerichtete richterliche Handlung, z. B. Erlaß unter 18 Jahre die Strafe zwischen dem gesetzlichen Mindest lich der Höhe der für uneheliche Kinder vom Erzeuger zu zahlenden eines Steckbriefes, unterbricht den Lauf der Verjährung. betrag und der Hälfte des Höchftbetrages der für Erwachsene Alimente giebt es nicht. 12-15 Mart bis zum vollendeten 3.§ 211 des Strafgesetzbuchs bedroht einen Mord, der einen angedrohten Strafe zu bestimmen und statt auf Zuchthaus auf sechsten, 15-18 Mart bis zum vollendeten vierzehnten Lebens- Menschen vorsätzlich, aber ohne Ueberlegung tödtet, mit Zucht- Gefängniß zu erkennen. M. 23. 101, Die Frage wird zur jabre werden für angemessen erachtet.- A. 200. Verlangen haus von 5 Jahren bis lebenslänglichem Zuchthaus.§ 213 ge- 3eit vor dem Ober- Verwaltungsgericht ausgefochten.-lnSie den gezahlten Vorschuß, abzüglich der Schreibgebühren, zurück. stattet bei Annahme mildernder Umstände 2c. die Minimalstrafe gläubiger aus Weißensee. Für Wohnungen, die aus höchstens B. 30. Wenden Sie sich an Herzfeld, Heinemann, Freuden- des Todtschlägers auf 6 Monate.§ 214 droht demjenigen, der 2 Stuben und Zubehör( Küche, Kammer u. s. w.) bestehen, thal oder Heine. Die Adressen und Sprechstunden ersehen Sie bei Unternehmung einer strafbaren Handlung, um ein der Aus- besteht für Berlin die Vorschrift( Polizeiverordnung vom 26. 3. aus dem Adreßkalender. J. R. 5. Der betreffende Mangel führung derselben entgegentretendes Hinderniß zu beseitigen oder 1870), daß die Räumung am 1. Quartalstage( also nicht um berechtigt Sie nicht vom Miethsvertrage zurückzutreten. um sich der Ergreifung auf frischer That zu entziehen, vor- 12 Uhr mittags) beendet sein muß. Friedrich Wilhelmstädt. Theater| Für den Inhalt der Juferate über. Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 24. Oktober. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauernehre.) Hänsel und Gretel. Schauspielhaus. Der Graf v. Castanar. Der Admiral. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Tilli. Lustspiel in 4 Akten von Francis Stahl. Anfang 8 Uhr. Billets an der Theaterkaffe und im Invalidendant", Unter d. Linden 24. Sonntag, den 25. Oktober, nachmitt. 3 Uhr: Klassiter Vorstellung zu er mäßigten Preisen: Die Räuber, Trauer spiel in 5 Atten von Friedrich v. Schiller. Abends 8 Uhr: Tilli. Quftspiel in 4 Akten von Francis Stahl. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater shr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. = Lydia. Der Kurmärker unb bie Alexanderplatz- Theater.abes Vorträge mit Experimenten und Picarde. Die Verlobung bei der Laterne. Deutsches Theater. Julius Cäfar. Berliner Theater. König Heinrich. Residenz Theater. Der Stellvertreter.( Le Remplaçant.) Borher: Erlauben Sie, Madame! Leffing- Theater. Anna's Traum. Theater des Westens. Minna von Barnhelm. Neues Theater. Bocksprünge. Hierauf: Concert Gemma Bellincioni. Schiller Theater. Der Sohn der Wildniß. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Thalia- Theater. Prima Ballerina. ( Maison Tamponin.) " Belle Alliance Theater. Mamsell Bielliebchen. Volks Theater. Ein vorsichtiger Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Uhr. ( Bons haben Giltigkeit.) Sonnabend: Ohne sittlidhjen halt. Sonntag, 25. Oktober, nachm. 4 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Zaubermärchen in 8 Bildern von Georg Zimmermann. Abends 8 Uhr: Ohne nittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben von Wilhelm Friedhold. Offend- Theater. Mann. Hierauf: Variété fremder Grosse Frankfurterstr. 132. Künstler. Zum Schluß: Pladderadaug. Theater Unter den Linden. Der Pumpmajor. Oftend Theater. Der deutsche Direktion: Carl Weik. Der deutsche Michel. deutsche Michel. Der deutsche Michel. Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 25. Oktober, nachOhne mittags 3 Uhr: Der liebe Onkel. Michel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Tilli. Alexanderplatz- Theater. fittlichen Halt. Im Theater Saale täglich 8 Uhr großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Passage- Panopticum. Letzte Woche! 42 wilde Weiber aus Dahomey. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Baufmann's Variété. Spezialitäten Volks- Theater Neu! Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Volks Reichenbergerstr. 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sonnabend, abends 8 Uhr: Münch- Ein vorsichtiger Mann! hausen. Der Zerrissene. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Sonnabend, den 24. Oktober: Bum 35. Male: Repertoire- Posse des Volks- Theaters. Größter Lacherfolg der Saison! Jeden Abend 91/2 Uhr: Beginn des gemischten Künstler- Theils. 1. Gebr. Godart, erste Reckkomiker. 2. Hella Collier, drastische Chansonette. 3. Louise Bouwmeester, Hollands schönste u. geübteste Pistolenvirtuofin. 4. Gebr. Kulper, Elite- Gymnastiker u. Instrumentalisten. Zum Schluffe des Abends: Pladderadautz. Eine wilde Sache. Berliner Rückblicke in Wort und Bild. Große burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. 3um 1. Male: Entree 50 Pf. bis 3 M. Familienbillets Entree 10 Std.3. Parquet 10 Stck. 6 M. Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekanntmachungen des Volks Theaters nur durch die Zeitungen erfolgen, nicht durch Häulenanschläge. Neu! Kaufmann's Ur- Australier ( Kannibalen). Variété Halbe Menschen und 20 EliteNummern Nur noch 8 Tage. Apollo- KAIRO Prima Ballerina Theater. ( Maison Tamponin). Vaudeville in 3 Aften von Blum und Toché, deutsch v. Hugo Wittmann. Musik von Karl Weinberger. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, bei bis auf die Hälfte ermäßigten Preisen: Gebildete Menschen. Abends 71/2 Uhr: Prima Ballerina. 0000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direttion: Winkler& Fröbel. Niagara- Trio. Unglaubliche Leistungen auf dem 50 Fuß hohen Thurmfeil. Elsa Dowe, Kunstschützin. U. A. Schießen mit dem Militär- Gewehr Modell 88 auf den OriginalNO Dowe- Panzer. Dazu das so erfolgreiche toloffale October- Programm 20 Sensations- Nummern. Sonntags 6 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt 50 Pf. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Signor Bernardi JI Camaleonte". Mile. Fougère die Unübertreffliche. Ducreux und Giraldic. Robert Steidl. 7 Troubadours u. s. w., 1. f. w., u. s. w. Rasseneröffnung 7 Uhr.- Anfang 8 Uhr. Sonntag, den 25,: Unwiderruflich letzter Tag!! Entree 1 Mark einschliesslich der Arena- Schaustellungen Jeder Besucher erhält 1 Kairo Lotterie- Loos gratis! Schluss der Saison am 31. d. M. Nur noch 8 Tage Nachm.-; Abends 9-11 Uhr. 2 Vorstellungen täglich Bolossy Kiralfy's ,, Orient" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 1000 Mitwirkende. Uebertrifft alles bisher dagew.! Von Publikum u. Presse einstimm. anerkannt. Pichels werder. Empfehle den geehrten Herren und Damen meine Winter- Lokalitäten, gute Speisen und Getränke stets vorräthig. Es ladet ein Der alte Freund. 6017L* Am Mittwoch, den 21. Oktober, verstarb nach kurzem Krankenlager unser lieber Freund und Kollege der lithogr. MaschinenDruker 972b Guffav Hoffmann. Sein ehrenhafter, liebenswürdiger Charakter machte ihn uns stets zum besten Kameraden, wir werden sein Andenken darum auch hoch in Ehren halten. Die Kollegen der königl. Hof- Steindruckerei von Adolph Engel, Berlin. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Okt., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des heil. Kreuz- Kirchhofs in Mariendorf aus statt. W. Noack's Theater Berein d. graphischen Arbeiter Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabend): Konzert, Theater- Vorstellung. Auftr. von Spezialitäten. Künkler 1. Ranges. Neu! Neu! Neu! Die Weber Original- Burleste mit Gesang u. Zanz von W. Gericke. Musik von Stenzel. Jeden Sonntag, Dienstag 1. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52/53. City- Passage Das Riesen- Oktoberprogramm enthaltend 14 Sensationsnummern. Li- Hung- Chang! Das Neueste vom Neuen! Margarethe Nasarowska. Josephine von der Heilsarmee. Miss Ara. The two Gomez. Lotte Sieger. 3 Bollini. Adelaide und Erich u. f. w. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonnabend, 24. Oktober 1896: Abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. Die Jagd nach dem Glük. Neue Einlagen: Fortuna- Tanz, Cancan, Tarantella. Skioptische Darstellungen. u. Arbeiterinnen Deutschlands ( Filiale Berlin). Todes- Anzeige. Am 21. Oftober starb unser Mitglied, der Steindrucker Gustav Hoffmann. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des heiligen Kreuzfirchhofes in Mariendorf statt. Um rege Betheiligung und besonders der Mitglieder des Gesangvereins, bittet 96/7 Die Verwaltung. Nach langem, schweren Leiden verschied am Freitag, den 23. Ottober, unsere liebe gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Bertha Pieper im nahezu vollendeten 63. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Oftober, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisens tirchhofes, Charlottenburg- Westend, Fürstenbrunner Weg, aus statt.[ 986b Rudolf Pieper und Familie, Charlottenburg. Zentralverband deutsch. Brauer und Berufsgenossen. Allen Kollegen zur Kenntniß, daß 41/8 das Mitglied Gustav Dreyer am Mittwoch verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nach mittag 3/2 Uhr vom Elisabeth Krankenhause( Lüßowstraße) aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Preuß. Dantjagung. Für die zahlreichen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, Des Gastwirths Karl Ulrich sage allen, insbesondere dem Gesangverein„ Lorbeerkranz", sowie dem Verein zur Wahrung der Intereffen der Gast- und Schantwirthe Berlins meinen herzlichsten Dant. Belighof( Wannsee). Versenkbare Manege. Außerdem: T Zum 1. Male: Mr. Mariani als Reitfünstler ohne Sattel. Zum 1. Male: Adjunct, ofipr. Hengst, ger. v. d. Schulreiterin mue. Eugenie. Dir. Busch als Schulreiter. Equestr. Arrangement v. 100 Hengsten, Wwe. Klara Ulrich. vorgeführt vom Dir. Busch. 4 ung. Amazonen; der sensationelle Sprung über 1 Landauer mit Insassen, Tonnen Hoffmann's Zoologische Handlg. ritt. Doppel- Jockey, ausgef. von Miß empfiehlt größtes Lager in- und ausLouise u. Mr. Rob. Cottrell. Miß ländisch. Vögel. Spezialität: UniversalBliss, Bahnathletin. Austr. d. Gigerl futter für Insekten fressende Vögel, Clowns Mr. Daniels. Spezialitäten à Pfo. 50 Pf. Streng reelle Bedienung. 1. Ranges. 13um 1. Male: Reinickendorferstr. 64, Laden( Bahnh. Fratelli Guillemo, musit. Clowns. Wedding.) Kaufe gebr. Papagei- Käfige, Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. Wellensittiche, weiße Mäuse! 980b 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei) und abends 71/2 Uhr: Jagd nach dem Glück. Vogler's Casino fr. Weltreftaurant, Dresdenerstr. 97 Im vorderen Saal: Tyroler Concert Entree vollständig frei! m ersten Theatersaal die unübertreffl. Hamburger Sänger. Im zweiten Theatersaal: Variété u. Spezialitäten- Theater. 2c. billigste direkte Bezugsquelle Goldwaarenindustrie Belmonte& Cie. Einzelverkauf Königstr. 22, Hof part. Goldwaaren G. Kinderw. verk. Köpnickerstr. 36, v. VI. 9626 Deftillation mit Bahlstelle weg. Veränderung billig zu verkaufen. Zu erfragen Manteuffelstraße 64( Barbierladen). Auftreten v. Kunſtkräften 1. Ranges. Pankow. Empfehle Genoffen und Aufführung v. Possen u. Singspielen. Anf. Wochentags 7 Uhr. Sonnt. 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anerf. gute Küche. Freunden mein Weiß- und Bairisch- Bierlokal. 9496 Heinrich Hoffmann, Brehmeftr. 16. 100 Mark zable demjenigen, der mir eine bessere 965b Postamt 61: A. B. 105, Cösliner Hof. Brivatfantine vermittelt. Cöslinerstr. 8. Heute Gänse- Ausspielen bei Hübner, Sonntag, den 25. Oftober 1896: Staligerstr. 125. Brennspiritus à Liter 25 Pf. Gr. Tanzkränzchen. Anfang 4 Uhr. 9636 Jeden Sonnabend Gänse- Ausschieben bei Voelz, Breslauerstr. 9. 975b Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 250. Kartellwesen. Sonnabend, den 24. Oktober 1896. 13. Jahrg. vom Syndikat getroffenen Vereinbarung von den Zechen ge- Preise wieder gestiegen- werden die Bauunternehmer auch gerade fördert werden darf. nicht erbaut sein. Und inwieweit durch die Einrichtung, daß die Die vor einiger Zeit angekündigte Vereinigung von großen Bauunternehmer die Bestellungen für Ziegel bei einer Zentralstelle Londoner Kohlenhändlern ist, wie die„ Köln. 3tg." mittheilt, zu bewirken haben, unsoliden Bau- Unternehmungen der Boden jezt ins Leben getreten, und zwar unter dem Titel: Wm. Cory entzogen wird, steht noch dahin. Die Hauptsache ist, daß es der and Son, Limited. Das Aktienkapital beträgt 2 000 000 Pfund Konvention gelungen ist, die Preise beträchtlich in die Höhe zu Sterling( über 40 Millionen Mart). Der Kaufpreis des nun- bringen. Und das war doch wohl die Hauptfache. Verschwiegen mehr vereinigten Unternehmens ist auf 2374 000 Pfund Sterling foll nicht werden, daß auch die Arbeitslöhne etwas gestiegen festgestellt. sind, aber nicht in dem Verhältniß wie die Ziegelpreise. deren er fonnte. Das über jede Rücksicht sich hinwegfeßende Bestreben des Unternehmerthums, mittels der Kartelle seinen Profit zu steigern, wird in einer Rorrespondenz anschaulich geschildert, die über die Lage des rheinisch- westfälischen Eisenmarktes in der Boffischen Zeitung" veröffentlicht war. Dieses stramm tapita listische Blatt schrieb:„ Die Lage des Walzeisenmarktes ist noch Zur angeblich bevorstehenden Auflösung der Deutschen Der Lederring in den Vereinigten Staaten( The United unverändert günstig, wenn die Nachfrage in den einzelnen Erzeug- Salinen- Konvention wird dem„ Berl. Aft." geschrieben: Die States Leather Company) hat im Laufe eines Jahres die Preise nissen auch nicht mehr in dem Maße steigt, wie während der Bemühungen unter den Deutschen Salinen, eine Verständigung um 10 pCt. hinaufgeschraubt. Der Ring pumpte fich 1 Million Sommermonate. Der weitaus größte Theil des Bedarfs ist bis über Abgrenzung des Absatzes, sowie Feststellung gemeinsamer Dollars und ließ in den Exportländern für Häute, in Süd- und Ende des ersten Quartals 1897 bereits gedeckt, und manche Preise, Zahlungs- und Lieferungs- Bedingungen herbeizuführen, Bentralamerita sowie in Mexiko, durch Agenten alle HäuteKäufer zaubern noch angesichts der gegenwärtigen hohen Preise reichen bereits sehr weit zurück und haben auch vor längerer Zeit vorräthe auftaufen, habhaft werden mit den Bestellungen für das nächste Geschäftsjahr, indem sie schon dazu geführt, daß in gewissen Gegenden lokale Vereinigungen Diese Ankäufe gingen so unauffällig vor sich, daß mit der Möglichkeit eines geschäftlichen Rückschlages rechnen. zu stande gekommen sind. Bis jetzt hat sich diese Einrichtung der Ring bereits im Besitz aller Vorräthe war, be= Man findet thatsächlich in den Kreisen der Verbraucher vielfach durchaus bewährt und es ermöglicht, den einzelnen Salinen einen vor den Häute Lieferanten der Zweck der Ankäufe die Ansicht vertreten, daß die andauernden Preistreibe- mäßigen Betriebsgewinn zu sichern. Daß derselbe sich in be- bekannt wurde. Andernfalls wären Gegen- Kartelle entstanden reien" der Werke und Verbände schließlich zu einer Krisis scheidenen Grenzen bewegt, lehren die Rechnungs- Abschlüsse oder die Lieferanten hätten mindestens höhere Preise gefordert. führen können, welche die ganze Marktlage mit einem Schlage der bekannteren Aktien Gesellschaften auf diesem Gebiete, Jetzt ist der Ring in den Hauptmärkten Südamerikas, in verändern würde. Die Verbraucher von Stabeisen, Trägern und die, wie zum Beispiel die die Vereinigten Thüringischen Buenos- Ayres und Montevideo, der einzige Käufer und hat nun Grobblechen klagen schon seit längerer Zeit über eine zu große Salinen oder die Saline Salzungen im vergangenen Jahr nicht die Lieferanten in der Hand. Die erwähnte zehnprozentige PreisVertheuerung dieser Fabrikate und erflären, mehr als 5 beziehungsweise 6 pCt. Dividende erbracht haben. erhöhung wird natürlich von den Fabrikanten, die Leder zu vera auf die Dauer dabei nicht mehr bestehen zu können. Die Egestorff'schen Salzwerke, welche allerdings 8 pCt. vertheilt wenden haben, benutzt werden, um den Preis ihrer Produkte so Letzteres mag richtig sein, doch ist dabei zu berück haben, sind zugleich im Besize chemischer Fabriten und beziehen zu steigern, daß auch ein saftiger Gewinn für sie abfällt. Für sichtigen, daß diese Preisbewegung auf dem Walz aus diesen einen bedeutenden Antheil ihres Reingewinns. Es billige Schuhe wird bereits eine 25prozentige Preissteigerung, eisen Martt doch nur eine Folge der weit bietet teine große Schwierigkeit, eine neue Saline zu bauen. für feineres Schuhwerk eine noch höhere in Aussicht gestellt. stärkeren Preistreiberei auf dem Roheisenmarkt ist. Soll Taucht nun irgend ein solches Projekt auf, so hält man die " Wegen des fortwährenden Steigens der Rohmaterialienpreise hat der Verein der deutschen Tempergießereien beschlossen, vom 15. Oktober ab die Preise abermals zu erhöhen, und zwar um 5 pet. Es sind dies Gießereien, wo schmiedbares Gußeifen hergestellt wird. : schneidendsten Weise dargethan haben. Bis jetzt ist es durch ein weitgehendes Entgegenkommen der verschiedenen staatlichen und privaten Salinen gelungen, einige mit mäßigen Ansprüchen auf Betheiligung an die Konvention herantretenden neuen Salinen aufzunehmen und deren Produktion unter eigenen Opfern am Absatz auf dem Markte unterzubringen; es ist indeß die äußerste Grenze in dieser Beziehung bereits erreicht, so daß jedes neu auftauchende Projekt der Gründung einer neuen Saline den Zusammenbruch der sogenannten Konvention in greifbare Nähe rückt. = Koalitionsfreiheit und wirkhSchaftliche Abhängigkeit. = den fortwährenden endlosen Preissteigerungen wirklich Einhalt Existenz der Konvention für gefährdet und zwar mit vollem Man sieht, mit welchem Feuereifer die Unternehmer daran gethan werden, so ist der Anfang damit auf dem Roheisenmarkt Recht, denn die Aufnahmefähigkeit des Marktes für Siede sind, mittelst der Organisation ihren Profit zu zu machen, der seit Jahresfrist in bezug auf die Preise das Bild falz, welches hauptsächlich als Speisesalz in den Handel steigern. Das gelingt ihnen in demselben Maße, wie ihre eines andauernden Wettlaufens bietet. Als Entschuldigung wird tommt, ist eine genau ist eine genau beschränkte und die vorhandenen Organisationen start an Mitgliedern find. Mögen die ins auf die höheren Preise für Roherze, Kohlen und Koks hingewiesen, Werke können den Bedarf mehr wie reichlich wie reichlich decken. differenten, in der Bereinzelung dahin lebenden Ars allein diese sind keineswegs berart gestiegen, daß sie Sie haben es nur ihrer weisen und durch die Konvention be- beiter daran erkennen, wie thöricht sie sind, sich ihren Fachdie ungewöhnliche Preissteigerung für Roheisen ganz rechtdingten Selbstbeschränkung in der Produktion und im Absah zu organisationen nicht anzuschließen. Eben weil die Arbeitera fertigen fönnten. Eine größere Beständigkeit in bezug auf verdanken, wenn der Markt sich seit Begründung der Konvention organisationen noch schwach sind, geht es der Arbeiterschaft vieldie Preisbewegung würde dem gesammten Eisen- und Stahl- in ruhigen Bahnen bewegt und der Verkauf des Salzes einen fach so überaus erbärmlich. Ist der Zeitpunkt gekommen, wo markt zum großen Vortheil gereichen, da sie die Kaufluft der mäßigen Gewinn abgeworfen hat. Eine Konjunktur existirt für jeder Arbeiter und jede Arbeiterin der Organisation angehört, Verbraucher heben würde. In Feinblechen ist bereits eine geringe Speisefalz nicht. Ein plötzlicher Mehrbedarf fann höchstens bei dann ist die heute noch unermeßliche Macht des UnternehmerAbnahme der Aufträge zu verspüren, welche die Werke nöthigt, Gröffnung eines Krieges eintreten, wo der Bedarf für das mobile thums wenigstens derart eingeschränkt, daß es nicht mehr willbis zu 3 M. pro Tonne unter die bisherigen Marktpreise herab- Heer mit einem Schlage zu decken ist und die Festungen mit fürlich die Arbeitsverhältnisse festsetzen und der Arbeiterschaft zugehen. Andererseits nimmt auf den Drahtwalzwerken, welche Salz zu versorgen sind. Das ganze Erträgniß der Siede- sogar Vorschriften in Privatsachen machen kann wie heute. sich mit ganz geringen Preisaufbefferungen begnügt haben, obwohl falzwerke beruht infolgedessen lediglich" auf der Kon- Dann erst wird auch die Arbeiterschaft in ihrer Gesammtheit fie am meisten unter dem Steigen der Rohstoffe leiden, die Bevention. Geht diese in die Brüche, so kann es kaum aus den aufsteigenden Geschäftskonjunkturen dauernden Nugen schäftigung langfam, aber ftetig zu. Ein engeres Zusammengehen ein unlohnenderes Geschäft geben, als Siedefalz zu ziehen. der Werke würde auch für die Drahterzeugung von großem Vor- produziren, wie dies die früheren Jahre vor 1888 in der eintheil sein, wie denn überhaupt die Erscheinung zu tage tritt, daß da, wo die Erzeuger gleicher Branchen sich zu Verbänden zu sammengeschlossen haben, eine Besserung in der Marktlage eingetreten ist. In leyter 3eit haben freilich einige diefer Verbände im Vollbewußtsein ihrer Stärke leider sich zu Preiserhöhungen ver Der Spinnmeister Teschow bei Gebr. Gatte! stiegen, die, wie oben ausgeführt, befürchten lassen, daß sie hatte gegen den Redakteur Meßschte des„ Korrespons der Gesammtlage nicht zum Vortheil gereichen werden. Eine dent für die Arbeiter der Hausindustrie" eine größere Mäßigung in Breisbewegung ist namentlich dem Beleidigungsklage angestellt wegen eines Artikels, den dies Roheisen- Synditat unter allen Umständen dringend zu empfehlen." Blatt am 16. April 1896 veröffentlicht hatte, und worin gewisse Es versteht sich, daß diejenigen Leute, die die Walzwerte im Die Verhandlungen über die Bildung eines Kartells der Uebelstände in der Fabrit von Gebr. Gattel beleuchtet worden Befit haben, genau so rücksichtslos die Preise steigern würden, deutschen Rohzuckerfabriken, denen später auch die öster waren. Auch die Lohnarbeiterin Frau Hundertmark hatte wenn sie die Roheisen- Produzenten wären, auf die sie die reichischen Rohzuckerfabriken angegliedert werden sollen, werden sich der Klage angeschlossen, während der Werkführer Menze, Schuld an der Preissteigerei schieben. Es liegt in der Natur der von der Magdeburgischen Zeitung", dem Organ der deutschen dem gerade die allerschlimmsten Dinge nachgesagt worden waren, Sache: wer die Produktionsmittel im Besit Buckerindustriellen, als nicht aussichtslos bezeichnet. Der Leiter nicht geklagt hatte. Der Artikel warf dem Teschow vor, daß hat, bittirt dem andern das Gesez. Aber dieselbe des Vereins der Rohzuckerfabriken in Deutschland, der in den er die ihm unterstellten Arbeiterinnen zu bewegen versucht habe, Gesellschaft, die ihre Preissteigerei für selbstverständlich hält, Kartellbestrebungen die Führung übernommen hat, will dem Hirsch- Duncker'schen Gewerkverein beizutreten, daß er verlangt, daß die Arbeiter an dem mehr oder eine Einrichtung ins Leben rufen, die den gemein dagegen die Arbeiter und Arbeiterinnen, die dem Unterstützungsweniger erbärmlichen Lohne sich genügen lassen, der schaftlichen Verkauf der gesammten in den Kartell verein Deutscher Hutmacher angehörten, durch Tyrannisirung in der Erzproduktion und Erzverarbeitung gezahlt wird. fabriken erzeugten Zuckermengen durch eine Zentralstelle veranlaßt habe, wieder auszutreten, und als sie der Organisation Grubenbefizer und Metallindustrielle verwehren den Arbeitern bewirken soll. Man will dadurch erreichen, daß die vierhundert doch wieder beigetreten waren, fie fortwährend chitanirt habe. die Ausübung des Koalitionsrechts, bringen die Renitenten durch deutschen Robzuckerfabriken aufhören, sich gegenseitig zu unter- Dabei habe er auch allerhand geschmacklose Aeußerungen über schwarze Liften um die Arbeitsgelegenheit, kurz sie üben ein bieten, und vor allem, daß die Häufung des Angebotes, die in den Unterstützungsverein gebraucht. Der Frau Hundert. Schreckensregiment aus, angesichts dessen der Staat es nur der den ersten Monaten eines jeden Betriebsjahres stattzufinden pflegt, mart sagte der Korrespondent" nach, daß sie ihre Mitdisziplinirenden Agitation der Sozialdemokratie zu danken hat, beseitigt werde. Man hofft durch die Regelung des Angebotes arbeiterinnen angeschnauzt" habe. wenn es nicht zu Katastrophen kommt. Dennoch hat diese Aus- nach der jeweiligen Marktlage auch den Operationen des amerika- In der Verhandlung vor dem Schöffengericht I zu Berlin, beutergesellschaft auf die Regierung so viel Einfluß, daß sie nischen Zuckertrusis besser die Spitze bieten zu können. Die die fast 4 Stunden dauerte, gelang es nun dem Angeklagten, deren Sozialpolitit faft zum Stillstand hat bringen fönnen! Vorschläge des Vereins der Rohzuckerfabriken in Deutschland den wesentlichsten Theil seiner Angaben durch Zeugenaussagen scheinen sich an den im Jahre 1889 entworfenen Plan der Ein- zu belegen. Kläger Teschow, vertreten durch Rechtsanwalt richtung einer deutschen Zucker- Kommissions- Fabrit angulehnen. Sonnenfeld, begann die Verhandlung mit einer Darlegung der Da gegenwärtig auch die österreichischen Zuckerfabriken im Begriffe Prinzipien der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine, die ganz stehen, eine Verkaufsvereinigung ins Leben zu rufen, so wird, unpolitisch seien, namentlich auch keinerlei Beziehungen zur wie die Madeburgische Zeitung" weiter meldet, beabsichtigt, freisinnigen Partei unterhielten, und nur die Bedingung später mit den österreichischen und vielleicht auch mit den stellten, daß jeder Eintretende schriftlich versicherte, nicht der russischen Exporteuren ein Abkommen zu treffen. Sozialdemokratie anzugehören. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Die deutschen Zuckerbarone find sonach Patrioten" von Wolfgang Heine erwiderte sofort, daß es darauf zwar echtem Schlage: um sich den Raubzug auf die Taschen des wenig antomme, daß es aber eigentlich doch keinen Zweck habe, deutschen Volkes zu erleichtern, schließen sie internationale so allgemein bekannte Dinge, wie den Zusammenhang zwischen Das österreichisch ungarische Eisenkartell wird, wie die Bündnisse ab! Die Magdeburgische Zeitung", die an toller den Hirsch- Duncker'schen und der freisinnigen Partei zu bestreiten. Boff. 8tg." mittheilt, anfang November in einer Sigung über Beschimpfung der internationalen Arbeiterbewegung beinahe alle Der Angeflagte hatte einen umfangreichen Wahrheitsbeweis an feinen Fortbestand entscheiden. Wahrscheinlich wird das bisher anderen Ausbeuterblätter in Schatten stellt, sucht das Publikum getreten, aus den Zeugenaussagen heben wir das wichtigste einheitliche Kartell in zwei selbständige, eins für Ronstruktions- über bie bösartige Natur des in der Bildung be- hervor. eisen und in ein anderes für Kommerzeisen, umgewandelt griffenen Zuckerfabrikanten- Kartells hinwegzutäuschen. Dafür Fräulein Knopf arbeitete längere Zeit unter Teschow. wird ihr von Herrn Eugen Richter, den bewährten Sie war schon im Herbste 1895 im Unterstützungsverein, fand Der Beirath des rheinisch- westfälischen Kohlenshudikats Vertreter der bürgerlichen Ordnung", der Text wie folgt aber, daß sie seitdem launenhaft und barsch behandelt wurde. hat in seiner am 21. Oftober in Effen abgehaltenen Sigung gelesen:" Die Magdeburgische Zeitung" versucht wegen der Sie ließ deshalb dem Teschow ihr Mitgliedsbuch vorlegen, um die Borberathung des Förderplanes für das Jahr 1897 einem Bildung eines solchen Kartells zu beruhigen. In Wahrheit aber ihm zu beweisen, daß sie die Mitgliedschaft durch Nichtzahlung besonderen Ausschusse überwiesen. Ferner wurde beschlossen, die würde ein solches Kartell eine Fronie sein auf die bei der der Beiträge aufgegeben habe. Seitdem war Teschow freundlich, Abgaben und die Entschädigung für die Mehr- beziehentlich Buckersteuer Novelle ausgegebene Parole, daß man der Land: so daß sie ihm sogar Spargeld zum Aufheben gab. Er redete Minderförderung auf 1 M. pro Zonne herabzusehen, die Strafen wirthschaft den Rübenbau in dem gegenwärtigen Umfang er ihr auch zu, dem Hirsch- Duncker'schen Verein beizutreten, die für Nichtlieferung der gemeldeten Mengen dagegen auf 2 M. zu halten müffe. Das Kartell würde umgekehrt darauf ausgehen, Beugin that es aber nicht. Als Teschow hörte, daß die Zeugin belaffen. Eine aus der Mitte der Versammlung angeregte den Rübenbau einzuschränken, um durch diese Einschränkung der wieder in den Unterstüßungsverein eingetreten sei, sagte er: Nachprüfung der Feststellung der ersten Betheiligungsziffern Produktion eine Preissteigerung hervorzurufen. Die Bildung der Holen Sie sich Ihr Spargeld und tragen Sie es zu den Hutwurde dem Ausschuß zur Vorberathung überwiesen. Die Kartells würde ebenso den Intereffen der Landwirthe und des machern." Bald darauf erhielt Frl. Knopf die Kündigung. Sie Frage, von wann ab neue Schächte fördern dürfen, Rübenbauern wie den Interessen der Konsumenten in das Gesicht war überzeugt, daß dies nur seinen Grund in ihrem Beitritt blieb wiederum wegen Stimmengleichheit unentschieden.( Nach schlagen. Die Magdeb. 3tg." versucht, auf dieses Projekt all zum Unterstüßungsvereine habe, und hielt dem Teschow vor, Meinung der Syndikatsverwaltung sollen neue Förderanlagen gemeine Betrachtungen über Kartelle und deren Zulässigkeit an- weshalb gerade fie gekündigt würde, die anderen wären doch nur am 1. April oder 1. Oktober in Betrieb gesetzt werden.) Die zuwenden. Diese allgemeinen Ausführungen treffen aber hier auch im Verein. Teschow erwiderte:" Die kommen auch alle, Umlage für November wurde auf 8 pt. belaffen. Ein etwa nicht zu. Denn die deutsche Zuckerfabrikation ist zunächst vor eine nach der anderen ran." Diese Kündigung nahm Teschow nothwendiger Ausgleich erfolgt im Dezember. Die nächste Ver- jeder Konkurrenz mit ausländischer Produktion gesichert durch später zurück, als sämmtliche Arbeiterinnen ihn baten. sammlung der Bechenbefizer findet am 10. November statt. hohe Schutzölle, und weiterhin ist gerade durch die Zuckersteuer- Seit fast alle Arbeiterinnen im Unterstützungsverein Laut Köln. 3tg." werden demnächst 14 neue Doppel- und novelle und die damit in Verbindung stehende Kontingentirung waren, änderte Teschow seinen Ton völlig. Er schimpfte bei 15 einfache Schächte Anspruch auf einen Förderungsantheil beim auch die Konkurrenz im Inlande durch Gründung neuer Zucker- jeder Gelegenheit, duldete nicht mehr das kleinste Gespräch und rheinisch westfälischen Kohlensyndikat erheben, wodurch die fabriken und Ausdehnung des Rübenbaues künstlich von Reichs wurde auch viel peinlicher bei der Abnahme. Damit hatte die Gesammtbetheiligungsziffer an der Förderung sich um 5 160 000 wegen eingeschränkt. Neue Zuckerfabriken müssen bekanntlich nach Klägerin Hundertmark zu thun. Bis dahin hatte diese kleine Tonnen jährlich erhöht. der Zuckerstenernovelle für die ersten Jahre einen den Ausfuhr- Fehler im Gespinnst immer ausgebessert, jetzt erklärte sie die Arbeit Bom Ruhrtohlenmarkt wird der Frankf. 3tg." be prämien entsprechenden Zuschlag zu der Verbrauchsabgabe zahlen. auch bei dem geringsten Mangel für unbrauchbar und verwarf richtet, daß, wenn der Absah von Kohlen für die Industrie Gin Kartell der deutschen Zuckerfabriken würde also eine Aus- alles. Teschow eiferte sie dazu an. in der ersten Hälfte dieses Monats auch feine nennenswerthe beutung der Konsumenten darstellen auf der Grundlage künstlicher, Frau Kottwih bestätigt, daß, als die Arbeiterinnen in Steigerung erfahren habe, so ständen doch sämmtliche Fett- und durch die Gesetzgebung geschaffener Monopole." den Unterstützungsverein eingetreten waren, die Hundertmark Flammtohlen Bechen in sehr flotter Förderung; infolge dessen Die im vorigen Jahre gegründete Zwickan- Werdaner gesagt habe, sie dürfte jetzt feinen Hut mehr ausbessern. Sohabe man die Zahl der Arbeiter vermehren oder Ueberschichten Ziegelkonvention hat im letzten Halbjahr 1895 die Preise pro lange die Zeugin nicht im Unterstützungsverein war, wurde ihre einlegen müssen. Rokstohlen könnten nicht in dem erforderlichen 1000 Biegel von 13 M. auf 17 M. zu erhöhen vermocht. Bei Arbeit immer für gut gehalten, nur selten mal ein Hut als unMaße beschafft werden. In Koks und Briketts sei das Geschäft der Kundschaft soll die Neuerung anfänglich auf Wider- brauchbar verworfen; seit sie aber eingetreten war, verwarf die ungewöhnlich lebhaft. Unbefriedigend wäre der Absatz nur bei stand gestoßen sein, nach und nach aber immer mehr Hundertmark fast alles. Die Zeugin äußert sich ferner haben, weil das unsolide Bau- über einigen Zechen der Eß- und Magerkohlenpartie, für deren Pro- Anklang gefunden einen Fall, die Hundertmark eine Arbeiterin zurückgedrängt worden sei und dufte sich trotz niedriger Preise nur wenig Abnehmer fänden. Unternehmerthum die angezeigt habe, weil sie in der Fabrif eine andere zum Diese Zechen, die eigentlichen Schmerzenskinder des Syndikats", unvorhergesehenen Preisschwankungen aufgehört hätten. Dazu Beitritt zum Unterstüßungsverein hätte bereden wollen, während würden von diesem, so gut es geht, mit durchgeschleppt. Wegen bemerkt das„ Sächsische Volksblatt": Das sagen natürlich die in Wahrheit das Gespräch sich um völlig andere Dinge gedes brillanten Geschäftsganges ftreben namentlich die Flamm- Herren von der Konvention, denn von den langfam" steigenden dreht hätte. fohlen- Bechen eine Erhöhung der Rohlenmenge an, die nach der Preisen auch im Laufe der diesjährigen Bausaison sind die Die Errichtung eines Syndikats der Grobblech- Walzwerke ift nach der Rheinisch- Westfäl. Zeitung" als gesichert" zu betrachten. Voraussichtlich wird Ende dieses Monats in einer Sigung der Werkvertreter über die Statuten Beschluß gefaßt werden. werden. = " " " " " 100 Alehnlich sagt eine ganze Reihe anderer Zeuginnen aus. aus angemessen wären. Die Gerichtsverhandlung hat das Verdienst, daß sie die bekannten Praktiken der Hirsch- Duncker'schen Aucharbeiter in einem ganz besonders eklatanten Fall aller Welt offenbart hat. Bur Shre der Arbeiterschaft muß gesagt werden, daß die Zahl der braven Gewerkvereinler trotz aller Protektion mancher Unter nehmer im Verhältniß zur Gesammtmasse verschwindend klein geblieben ist. Gerichtsverhandlungen wie diese werden dazu bei tragen, daß der Abſchen vor solchen„ Organisationen" sich selbst manchem Anhänger derfelben mittheilt. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Dem Der Arbeiter Moritz bekundet, daß Teschow ihn gefragt| 3utritt wehren. Und wie foll der Verein diejenigen Mitglieders Der Fachverein der Bilderrahmenmacher hatte am habe, ob er in den Unterstützungsverein eingetreten fei, worauf erkennen, welche die geheime Absicht haben, für Nichtmitglieder 19. d. M. eine Generalversammlung anberaumt. Dem Verein er ihm erwidert habe: Meister ich frage Sie ja auch nicht, in Waare einzukaufen? welchem Verein Sie sind." Darauf habe Teschow gesagt: find im letzten Halbjahr 15 neue Mitglieder beigetreten und zeigt Wenn Sie auch schon im Verein sind, so können Sie mit dem der Kaffenabschluß einen erfreulichen Fortschritt der Organisation. ganzen Verein nach Dalldorf gehen, Sie als Direktor, schließen Zur Erledigung stand die Wahl des Vorstandes, die folgendes Sie aber den Vorstand nicht aus." Resultat ergab: Dummast erfter, Peters zweiter VorProfeffor L. Quidde aus München hielt am Donnerstag fißender; Brüll erster, Weinhöfer zweiter Schriftführer; Intereffant für die wirthschaftliche Einsicht in gewissen vor einer von wenigstens 1000 Personen besuchten Versammlung 2üttge Raffirer. Am Sonntag Bormittag findet eine öffent Kreisen ist die Aussage der Arbeiterin Mielag, die ebenfalls im Keller'schen Saale einen Vortrag über im Unterstützungsverein war, jetzt aber wieder bei Gebr. Gattel beleidigungen". Auch diesmal ging es nicht ohne polizeiliches ,, Majestäts- liche Versammlung statt. arbeitet und auch aus dem Verein ausgetreten ist. Die Beugin Einschreiten ab. Unmittelbar nach Eröffnung der Versammlung, Iäßen beschäftigten Arbeiter( Filiale II) hielten Die in Holzbearbeitungs Fabriken und auf Holz. will von einer Ungleichmäßigkeit der Behandlung durch Teschow die als eine solche des Berliner Arbeitervereins" angemeldet am 20. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. plä sen beschäftigten Arbeiter( Filiale II) hielten nichts wiffen, dagegen fagt sie ziemlich stark gegen die Hundert war, löfte der überwachende Beamte dieselbe auf grund des Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Wie stellen sich die am 20. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. mart aus. Auf Befragen des Vertheidigers ergiebt sich, daß§ 1 des Vereinsgesetzes auf, weil dies die Hundertmart nicht mehr bei nicht eine Gattel arbeitet. Der Vereins, sondern eine öffentliche Versammlung sei. Kollegen der Filiale II zum Anschluß an den HolzarbeiterDie Bertheidiger fragt die Zeugin, weshalb sie jetzt wieder Anwesenden verließen den Saal und bewegten sich kurze Verband? entspann sich eine sehr rege Diskussion. Die Ausdem Unterstützungsverein ausgetreten fei, worauf Beit auf der Straße, wo ein starkes Aufgebot von Schuhleuten führungen gingen dahin, daß durch den Auschluß die die Zeugin erwidert:„ ich habe den Verein ja nicht mehr poſtirt war, kehrten aber bald darauf wieder in den Saal zurück, Organisation gestärkt und im Falle eines abermaligen Streits nöthig, ich habe ja jetzt wieder Arbeit." Dies naive Bekenntniß um einer später angesetzten öffentlichen Versammlung beizuwohnen, Falls eine Vereinigung der Verbände stattfindet, wird auch die ein geschlossenes Vorgehen mehr Aussicht auf Erfolg habe. rief einige Heiterfeit hervor. die denn auch ohne Zwischenfall zu Ende geführt wurde. Pro. Rechtsanwalt Sonnenfeld beantragte die Bestrafung des fessor Quidde, mit stürmischem Applaus und Hochrufen Agitation eine regere, und würden die noch fernstehenden Angeklagten; der Bertheidiger Rechtsanwalt eine vertrat die begrüßt, ging zunächst auf die Entstehung des Begriffs ber Kollegen mit zum Kampfe für ein menschenwürdiges Dasein Ansicht, daß der Angeklagte gegen Teschow nichts gesagt habe, was Majestätsbeleidigung im alten Rom ein, sowie auf den Uebergang berangezogen. Einige Redner konnten sich für den Anschluß an er nicht in Wahrung der berechtigten Intereffen des Vereins dieses Begriffs ins deutsche Recht. Noch heute- so meinte der den Holzarbeiter- Verband nicht recht erwärmen und bemerkten, habe fagen dürfen und müssen. Zweifellos habe Teschow die Redner- sei die Verfolgung der Majestätsbeleidigung eine daß unter den Tischlern der Kastengeist sehr vorherrsche, der Urbeiterinnen tyrannifirt und chitanirt, um sie für ihren Eintritt ebenso ausgedehnte, wie zur Zeit des Tiberius. Nur die Strafen Maschinenarbeiter sozusagen als ihr Laftthier betrachtet werde. in den Unterſtügungsverein zu strafen und sie zum Austritt zu trügen, entsprechend der Milderung der Sitten, nicht mehr den Sodann wurde auch die Leitung des Arbeitsnachweises in Frage zwingen. Bei der Hundertmark sei ebenfalls der thatsächliche grausamen Charakter wie damals. Politische Aeußerungen, gestellt. Dem gegenüber wies man darauf hin, daß der Nach Gehalt des Artikels erwiesen, doch liege da eine formelle Be- bie fich mit der Person des Monarchen gar nicht be: weiß allerdings einer Zentralleitung unterstellt, jedoch für Tischler leidigung vor. schäftigen, sowie die Beleidigungen der Vorfahren des und Maschinenarbeiter in Spezialfächer eingetheilt werden müsse. Das Gericht erkannte, daß die inneren Absichten, die Teschow Herrschers suche man zu fassen, und das Denunzianten: Da ein endgiltiger Beschluß nicht gefaßt wurde, ließen die Ver. bei seinem Vorgehen verfolgt habe, zwar nicht genau festzustellen thum stehe auch heutzutage in üppiger Blüthe. Freilich sammelten den Wunsch laut werden, daß die Vorstände beider ſeien, doch spräche der Schein sehr gegen ihn. Der Angeklagte sei es nicht in allen Staaten so wie bei uns, wo man annehme, Filialen in einer kombinirten Sigung das weitere beschließen mögen. hätte in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt, immerhin daß der Schutz des Regenten vor Beleidigungen im Interesse der zum zweiten Punkt der Tagesordnung verlas der Kassirer die lägen formelle Beleidigungen vor, für die 30 M. Geldstrafe Monarchie liege. In England, wo die Königin nicht durch Abrechnung vom dritten Quartal; diefelbe ergab: Einnahme: Majestätsbeleidigungs- Paragraphen geschützt sei, stehe die 125,20 m., Bestand vom zweiten Quartal 103,94 M. Davon Monarchie fester als anderswo. Nun wären ja bei uns die Ver- wurden an die Hauptkaffe gefandt 69,40 M., die Ausgaben der hältnisse anders wie in England. Die konstitutioelle Auffassung, daß Filiale betrugen 47,55 M., bleibt Beſtand 112,19 M. der Monarch außerhalb des Parteigetriebes stehe und deshalb nicht in Rassirer wurde Decharge ertheilt. Des weiteren wurden auf Andie politische Debatte gezogen werden dürfe, treffe bei uns nicht zu, trag dem Vertrauensmann 10 M. bewilligt und die Mitglieder denn in vielen Fällen werde hier die Politik durch die Person im Alten Schüßenhaus, Linienftr. 5, eine öffentliche Bersammlung darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag vormittag 9 Uhr des Monarchen bestimmt. Das brauche durchaus nicht bebauert werden. Im Gegentheil; es sei erwünscht, daß der Monarch stattfindet. Betreffs der an die Kollegen der Firmen Heckert, mit seiner Meinung hervortrete. Man solle da nicht schreien Böltsch und Reichelt ergangenen Einladungen wurde festüber Verlegung des tonftitutionellen Prinzips, sondern auch dem gestellt, daß von Reichelt niemand erschienen war. Bolte das Recht geben, seine Meinung frei zu äußern und ge- Eine gut besuchte Vertrauensmänner Versammlung gebenenfalls die Anschauungen des Monarchen zu kritisiren. des Deutschen Holzarbeiter Verbandes tagte am Das sei jedoch heute nicht möglich, ohne daß man mit dem Mittwoch in Cohn's Festfälen. Dieselbe erörterte die Frage Die Polizei gegen ansständige Arbeiter. Wegen Ge- Majestätsbeleidigungs- Paragraphen in Konflikt komme. Dies einer wirksamen Agitation in denjenigen Wertstellen, in welchen fangenenbefreiung war der Hutmacher Schulze, einer der Aus- hindere uns auch, den Byzantinismus, der sich in unverschämter die Tischler 2c. dem Deutschen Holzarbeiter Verband noch gesperrten der Gattel'schen Hut fabrit, zu einer Woche Gefängniß Weise breit macht, zu bekämpfen. Aus diesen Gründen fordert indifferent gegenüber stehen. Eine Anzahl von Rednern be verurtheilt worden. Die Sache, die neuerdings in der Berufungs- der Redner die Abschaffung des Majestätsbeleidigungs- Para- leuchtete die überaus schwierige Arbeit der Werkstellenagitation. instanz zur Verhandlung tam, lag folgendermaßen: Wie ge- graphen. Er glaubt jedoch, daß unter den heutigen Ber- Die zu dieser Aufgabe gewählte Kommission läßt sich feine wöhnlich bei Arbeiterausständen verwehrte die Polizei den Aus- hältniffen an eine solche nicht zu denken ist und empfiehlt Mühe verdrießen, auch die zurückgebliebensten Elemente zu übergesperrten den Aufenthalt in der Nähe der Fabrit. Selbst einem daher als nächstliegendes Ziel der praktischen Politit, zengen. Unter den heutigen Verhältnissen, wo jeder Unternehmer Hutarbeiter Beit, der in einem benachbarten Hause wohnte, wollte daß die Verjährungsfrist für Majestätsbeleidigungen bedeutend nur das Bestreben hat, durch Ausnutzung der Arbeitskraft der der Schuhmann Schwanebeck nicht gestatten, daß er sich an seiner herabgesetzt werde, und nur öffentliche Beleidigungen des Arbeiter sich selbst eine bessere Existenz zu gründen, müffe der Hausthür aufhielte, und als Peiß dieser Weisung nicht nachkam, Monarchen, und zwar nur auf seinen Antrag verfolgt würden. Arbeiter sich schützen, um sich eine bessere Bezahlung und Behandlung verhaftete er ihn. Wie Peit behauptet, wurde er durch Schwane Ferner sei zu verlangen, daß die Majestätsbeleidigungen nach sichern zu können; diesem Zweck dient die gewertschaftliche Organisas beck aus dem Hausflur herausgerissen. Schwanebeck packte den denselben Grundsätzen definirt würden, wie private Beleidigungen, tion. Es wurden die verschiedensten Vorschläge für eine wirksamere Beit feft und ging mit ihm davon. Diese Behandlung erregte auch müsse bei Majestätsbeleidigungen der Antritt des Wahr Agitation gemacht. In den Bezirksversammlungen sollten mehr allgemeinen Unwillen, und der Angeklagte Schulze rief dem Schutz- heitsbeweises zulässig fein. Wenn man aber meine, daß denn bisher gewerkschaftliche Vorträge gehalten werden und die mann zu: ,, Caffen Sie den Mann doch los, der geht ja freiwillig mit." der Monarch ganz besonders geschützt werden müsse, dann Arbeiter in den zurückgebliebensten Werkstellen durch Flugblätter Nun wurde auch Schulze zur Wache sistirt, und nach einiger Zeit gebühre derfelbe Schutz auch den anderen fonftitutionellen zu solchen Versammlungen eingeladen werden. Ferner wurde erfuhr er zu feinem Erstaunen, daß er einen Versuch gemacht Faktoren. Der Redner tritt zum Schluß für Verweisung der von mehreren Vertrauensmännern betont, daß es Pflicht und haben sollte, Peiß zu befreien. Der Schuhmann Schwane bed politischen Vergehen vor die Schwurgerichte und für Wahl der Aufgabe der Vertrauensmänner sei, in der Werkstatt darauf beschwor, der Angeflagte hätte den Beiz am Arme gefaßt und Richter durch das Volk ein, da sich die heutigen Berufsrichter als zu sehen, daß sämmtliche Kollegen dem Verbande angehörten und versucht, ihn loszureißen, auf Befragen gab er jedoch zu, daß er Repräsentanten der Staatsgewalt fühlen und auch die heutigen auch allwöchentlich die Verbandsbeiträge bezahlt werden. Be nicht wiffe, ob Angeklagter wirklich geriffen" habe, er hätte Schwurgerichte nur Klassengerichte seien, von denen die Arbeiter fonders sei es zu empfehlen, daß die Kollegen jeder Werkstatt von nur Schulze's Arm auf Dem des Peitz gesehen, und lasse, welche die politische Führung übernommen habe, aus Beit zu Beit in ihrem Verkehrslokal zusammenkommen, den Bericht zwar nur einen Augenblick. Der Aermel sei aber nachher zerriffen geschlossen sei. Dem zweistündigen Vortrage folgte langanhaltender des Vertrauensmannes entgegen nehmen und sich über die Preise gewesen. Peit selber erklärte bestimmt, nicht einmal eine Berührung Beifall. und Verhältnisse in der Werkstatt wie im Gewerbe unters bes Schulze gefühlt zu haben, jedenfalls sei es unmöglich, daß diefer In der Diskussion bemerkte AdophHoffmann, die von halten. Bei Maßregelungen der Vertrauensleute sei es ihn fest angefaßt habe; den Aermel habe ihm aber der dem Vortragenden aufgestellten Forderungen würden die Be- felbstverständlich, daß die Unterstüßung durch den Berband Schuhmann zerrissen, als er ihn aus dem Hause heraus- ftrafungen wegen Majestätsbeleidigung auch nicht herabmindern, eintreten müsse. Die Unternehmer, die sich rüfteten, um die zerrte. Noch einige andere Beugen betonten, daß der Angeklagte denn wo das Gefeß nicht ausreiche, werde die Auslegungsfunft nach im Frühjahr errungene Verkürzung der Arbeitszeit und die Lohngerufen hätte, Peiß werde freiwillig mitgehen. Der Vertheidiger helfen. Herr Quidde stehe wohl mit feinen Anschaungen so ziemlich erhöhungen wieder rückgängig zu machen, müßten durch die Einig Rechtsanwalt eine beantragte darauf Freisprechung und er- allein in den bürgerlichen Kreisen da. Der Männerftolz vor Königs: feit der Kollegen einsehen lernen, daß die Organisation ein nicht flärte, daß die Anklagen wegen versuchter Gefangenenbefreiung thronen fei in den Kreisen des bürgerlichen Liberalismus längst zu übersehender Machtfaktor im wirthschaftlichen Kampfe sei. fich neuerdings zu einer Art Gegenstück zum groben Unfug gefchwunden. Wie gering der Anhang der bürgerlichen Demo- Die Versammlung überwies schließlich die gemachten Vorschläge herauszubilden schienen. Die Nervofität der Schußleute sei in fratie fei, beweise der Umstand, daß der größte Theil der hier der Ortsverwaltung, damit dieselbe auf grund dieser Diesem Falle so weit gegangen, daß sie Gespenster gesehen hätten, im Saale Anwesenden zur Sozialdemokratie gehöre.( Der diesen Vorschläge die Agitation nachdrücklicher gestalte. Die Ueberdenn wie solle man an einen Befreiungsversuch durch förper- Ausführungen gezollte Beifall ließ erkennen, daß der Redner die Verarbeit, welche in letzter Zeit in einer Anzahl Wertstellen Platz liches Anfaffen glauben, den der angeblich zu Befreiende selber nicht sammlungsbesucher richtig beurtheilt hatte.) Herr Quidde werde mit gegriffen, soll entschieden bekämpft werden. Denjenigen Kollegen, gespürt habe. Wenn Schulze wirklich eine unwidtürliche Bewegung seinen Anschauungen bald allein stehen, oder zur Sozialdemokratie welche infolge dessen gemaßregelt werden, gewährt die Organis gemacht haben sollte, so hätten doch die Schuhleute aus den übergehen müssen, denn nur diese Partei vertrete seine Forderungen. fation Unterstützung. Ferner wurde beschloffen, die Kollegen der Morten, die er dabei sprach, entnehmen müssen, daß es ihm auf Demgegenüber führt Prof. Quid de aus, er werde die Gegen- Bauwerkstatt Roll, Demminerftr. 7, die die Arbeit mit zunichts weniger angekommen sei, als auf Befreiung des Peitz von fäße, welche zwischen seiner Richtung und dem Freifinn bestehen, ftimmung der Kommission niedergelegt, weil Abzüge gemacht der Berhaftung. Habe er ihm aber nur eine würdigere Be- nicht hervorheben, zweifellos gebe es aber Berührungspunkte wurden, zu unterstüßen. Generell wurde beschlossen, daß handlung verschaffen wollen, so sei das nicht strafbar. Der zwischen den Anschauungen der äußersten Linken bis etwa zu denen dort, wo wegen Abzüge die Arbeit eingestellt werden müsse, die Staatsanwalt beantragte Verwerfung der Berufung, das Gericht des Prinzen Karolath. Für die Fehler der Freisinnigen Kollegen, soweit sie dem Verband angehören, vom ersten Tag fonnte aber nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß Schulze sich dürfe man aber die Boltspartei nicht verantwortlich machen. ber Arbeitseinstellung an unterſtügt werden sollen. Einige strafbar gemacht habe, und sprach ihn frei. Wir glaubenso schließt der Redner diejenige Partei zu Werkstattdifferenzen, welche in den letzten Wochen stattgefunden sein, welche die Schlafenden und Halbtodten im Bürgerthum und zu gunsten der Arbeiter geregelt sind, brachte der Borsigende Eine wichtige Entscheidung, die Steuerpflicht der wieder erweckt. Die Mauserung, welche Sie( die Sozialdemo: zur Kenntniß der Versammlung. Konsumvereine betreffend, hat der II. Senat des Ober- traten) nach dem Sozialistengesetz troß Ihrer Ableugnung doch Berwaltungsgerichts gefällt. Der Konsumverein" Biene" burchgemacht haben, läßt uns hoffen, daß wir auch in Ihren in Schönebeck, eine eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Reihen Verständniß finden werden. Ich bin so wenig ParteiHaftpflicht, war für das Steuerjahr 1895/96 zur Gemeinde- mann, daß es mir ganz egal ist, ob wir zu Ihnen, oder Sie zu Gintommensteuer herangezogen worden. Er legte Einspruch ein uns kommen. Unser Ziel ist eine starke Volkspartei, die sowohl und verlangte seine völlige Freistellung von der Steuer, weil er für politische, wie für wirthschaftliche Freiheit eintritt. als Konsumverein nicht steuerpflichtig sei. Der Einspruch wurde zurückgewiesen und in den Gründen besonders betont, daß Der Verein der Zimmerer hielt am 18. Oftober eine der Verein einen offenen Laden halte. Die Klage des gut besuchte Generalversammlung ab. Der Kassirer verlas zuVereins hat nunmehr das Ober Verwaltungsgericht als nächst die Abrechnung vom 3. Quartal. Die Einnahme inklusive legte Instanz endgiltig zurückgewiesen. Es ging von alter Bestand beträgt 3884,12 M., die Ausgabe beläuft sich in folgenden Erwägungen aus: diefem Quartal auf 548,20 m., mithin bleibt ein Bestand von Eingetragene Genossenschaften, deren Geschäftsbetrieb über 3335,90 M. Die Revisoren bestätigen die Richtigkeit der Abden Kreis ihrer Mitglieder hinausgebe, hätten rechnung und dem Kassirer wird hierauf Decharge ertheilt. nach§ 33 Biffer 3 des Kommunalabgaben- Gesetzes Steuern zu Nunmehr gab der Vorsitzende einen Ueberblick über die Thätigzahlen. Hiernach sei jeder Konsumverein, der einen offenen teit im leztverflossenen Geschäftsjahr. Er fordert, obwohl die Laden halte, zur Steuer verpflichtet, da er als eine der genannten Mitgliederzahl gestiegen ist, zu noch regerer Agitation für den Genossenschaften anzusehen sei. Ein offener Laden sei eine Verein auf. Im Anschluß hieran stattet die RechtsschuhBerkaufsstelle, in der die Verkäufer an die Eintretenden im Kommission, sowie die Zehner- Kommission ihren Bericht. Die Kleinverkehr von den vorhandenen Waaren ohne vorherige Be- Behner- Kommission beantragt, 28 Mitglieder, die während des ftellung abgeben, und zu der tein physisches Hinderniß Streits gesperrten Firmen gearbeitet haben, auf den Eintritt verwehrt. Solle eine Verkaufsstelle eines Konsum ein Jahr aus dem Verein auszuschließen. Der Antrag vereins nicht als offener Laden angesehen werden, dann wurde angenommen. Die Zehner Kommission wurde, da sie müßten Einrichtungen geschaffen werden, die vorerst dem freien ihren Zweck erfüllt hat, aufgelöst. Die sodann vorgenommene Eintritt eines jeden entgegenstehen und die den Eintritt Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: 1. Vorsitzender: Ob ft. von Nichtmitgliedern unbedingt ausschließen. 2. Vorsitzender: Krause. 1. Raffirer: Schäffer. 2. Rassirer: Hierzu genügten nicht Erklärungen des Konsumvereins im ölte. 1 Schriftführer: Wäsch. 2. Schriftf.: Liebenau. Statut, daß nur an Mitglieder verkauft werde, ferner nicht zu Revisoren wurden Hugo Lehmann, Klamann und Bekanntmachungen in den öffentlichen Blättern, Tafeln und Pla- Rebschläger, zu Kontrolleuren Guttmann und Miztate vor oder in dem Laden, durch die Nichtmitgliedern der Zu- wiky und zum Bibliothekar Ebert gewählt. Die Rechtsschußtritt untersagt werde. Dadurch allein würde die allgemeine that. Kommission besteht aus Juhls, Kottlow und Päsler. fächliche Zugänglichkeit des Geschäftslokals nicht beseitigt werden, Die nunmehr verlesene Abrechnung vom Stiftungsfest ergab worauf es allein antomme und wozu ein körperliches Hindernis einen Ueberschuß von 99,25 M. negen der vorgerückten in Beutschland( Eingeschriebene pilfstaffe in Offenbach a. M.) Berwaltungserforderlich sei. Um dem Laden die Eigenschaft eines offenen" wurden verschiedene Anträge zurückgestellt und die Versammlung zu nehmen, müffe man ihn regelmäßig verschlossen halten, geschlossen. so daß jeder, der eintreten wolle, sich erst melden müsse; und Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen Verein außerdem sei nothwendig, jedem den Eintritt in das Ge- hielt am 19. 6. Mts. feine Generalversammlung ab, in der Frau schäft zu verweigern, der für Nichtmitglieder Einkäufe machen Rohrlack in einem interessanten Vortrag über das Thema: wolle. In dieser Weise seien aber die Geschäftsleiter vom Die Frauenarbeit in der heutigen Großindustrie" referirte. An Konsumverein„ Biene" nicht verfahren. Diese Entscheidungs- der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner und wurde be gründe flingen geradezu unglaublich. Sie legen die Frage nahe, schlossen, zur nächsten Versammlung die Mitglieder per Rarte ob der Konsumverein etwa diverse handfeste Kerle anstellen soll, einzuladen. Die Mitglieder werden ersucht, ihren etwaigen die, mit Gummischläuchen bewaffnet, den Nichtmitgliedern den Wohnungswechsel beim Kassirer anzuzeigen. bei # Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: SüdDr. Conrad Schmidt. oft schule. Waldemarfir. 14: Nationalötonomie( Allgemeine Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Nationalökonomie. Die Marr'sche Werth- und Mehrwerth- Lehre). Herr Erkenntniß. Antite und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Ent thronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze( Lamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur Erkenntniß). Herr Dr. T. Joël. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothet und des reichen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfizender Ad. Menmann, Basewalterfir. 3. Alle Menderungen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurterftraße Nr. 7, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. nae Buſchriften, den Bund betreffend, find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. thaterstr. 38: Bersammlung,„ Freireligiöse Borlefung". Um 10% Uhr vorm. ebendafelbft: Bortrag des Herrn Waldet Manasse über: Lichtbringer vor 400 Jahren". Nordschule, Brunnenstraße Nr. 25: Natur Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, ben 25. Oftbr., vorm. 8 Uhr, RofenBildungsverein Mehr Licht". Sonntag, den 25. Ottober, abends 7% Uhr: 2 Bersammlungen. 1. Im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Vortrag: Der beengehalt des Faust!" Referent: Herr Julius Türt. 2. In den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag: Die Bedeutung Platens für die deutsche Literatur!" Referent: Herr Heinrich Schulz. Darauf: Ge felliges Beifammensein. Vergnügungsklub Oftend". Jeden Sonntag, nachmittags 5 Uhr, Sizung. Nachdem Fidelitas. Straußbergerstr. 3 bet stöll Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Zahlfelle 5, ublershof. Sonnabends von 7 bis Uhr abends bei Lezius, früher Ackermann, Bismarcftraße, an den übrigen Wochentagen und Sonntags bei Karl Schulze, Billa Bisschigti, 8ablabend. Nr. 29, Filiale Rummelsburg, pente, abends 8% uhr, im sotal des Herrn Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E.§. Burganger, Kantfir. 44, Mitgliederversammlung. Bentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen stelle Berlin 1. Sonntag, den 25. Oftober, abends 6 Uhr: Hauptverfamutlung im Restaurant Schöning, Köpniderstr. 68. Tagesordnung: 1. Geschäftsund Kaffenbericht. trantheiten". Nach der Bersammlung: Gemüthliches Beifammenfein. 2. Bortrag des Herrn Dr. Steinberg über: MagenTouristenklub Ruf". Jeden Sonnabend, abends 9% Uhr, Dresdener ftraße 58 bei Becker Gemüthliches Betſammenſein. Ohmftr. 3: Sigung. Nachdem: Sibelitas. Geselliger Arbeiterverein Bruderkette". Sonntag, den 25. Ottober, Longfellow, English Conversational-& Reading- Club. Meeting every Wednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. Deutscher Holzarbeiter Verband. Abrechnung der Lohnkommission der Leder- u. Galanterie- Arbetter ( Bahlstelle Berlin.) Einnahme: Sonntag, den 25. Oktober, vormitt. 10 Uhr, bei Joël, An verkaufte Bons( 3962 Stück à 10 Pf.. 78/8 = Andrensstr. 21: General- Versammlung. Tages Ordnung: Kassenbericht des Rendanten, Bericht des Vorstandes, der Bezirksleiter, der Werkstatt Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Wahl des Arbeitsvermittlers, sowie Wahl von 2 Mitgliedern zum Ausschuß. Anträge. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht " Listensammlung darunter aus Offenbach a. M. 146,05 m. Leipzig. 149,95 Mitgliedschaft Berlin des Verbandes der in Buchbindereien, der Papier- u. LedergalanterieBranche beschäftigten Arbeiter. Mitgliedschaft Duisburg Fachverein der Lederarbeiter Berlin ( Portefeuiller). Ausgabe: Ber Streikunterstützung Miethszuschuß Schreibmaterialien Mark •• . Mart 396,20 2227,35 3368,60 164, " " Annoncen( Bolts- Zeitung) 213,90 " ( Vorwärts) 70,40 " Drucksachen( Handzettel, Flugblätter, Zirkulare, Säulenanschläge, Packet850, fahrtkarten) 153,50 " Zentralfaffe 800, Zeitverfäumniß der Lohntommissions. " 4,95 Mitglieder 57,32 Apolda " 4,95 " Persönliche Ausgaben 88,40 " 200, " Porto 73,41 Die Ortsverwaltung. " Kollege aus Marburg 1,50 6,75 " 85,20 " Referate 10,30 " 51,14 " " Polizeiftrafe 3, 42,63 " " Diverse 11,30 34,13 " 19 Mantogelber 17,28 2. 12 20,45 " " " " " " " Hamburg Summa: 4238,16 19,95 Dresden 5,65 " " " Erlangen( Fabrik Feldmann) 10,65 " Fr. Dr. Gnaut. 19,95 10, " 7,17 Gefanimtausgabe: 4238,16 " 177,41 19 . Summa: 4969,28 Kollegen aus Wien 1. Rate 50 Gulden " 2. 30 " " Buchbinder aus Wien 25 Gulden Kollegen aus Budapest 1. Rate 20 Gulden Achtung, Bürstenmacher! Unsere Versammlung findet der Generalversammlung wegen nicht morgen, Sonntag, sondern am Montag Abend im Englischen Garten statt. Der Obmann. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 26. Oktober, abends 8 1hr, bei Herrn J. Henke, Nauuyustraße 27: Branchen- Versammlung der Klaviatur- Arbeiter. Die Kollegen dieser Branche werden gebeten, zahlreich und pünktlich zu erfcheinen. 141/4 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Verwaltungsstelle Berlin. Am Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 11 Uhr, bei Schmidtke, Stromstraße 28: Bezirksversammlung für Moabit. Tages Ordnung: 1. Bortrag der Genoffin Frau Rohrlack über: Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern und Arbeiterinnen im Kampfe um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 113/11 Die Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Drechsler und Berufsgenoffen.( G. S. 86 Hamburg.) Mitglieder- Versammlungen finden statt: Für Bezirk A am Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei " # " " Nowack, Manteuffelstraße 9. B am Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 101/2 Uhr, bei Sauermann, Adalbertstraße 8. Cam Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 10 Uhr, bei Grube, Mariendorferstraße 5. Dam Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 102 Uhr, bei Babiel, Rosenthalerstraße 57. Zages Ordnung: 23/11 Gastwirth Henke, Naunynstraße Amerikanische Auktion Luxuspapierfabr. Ritschler Tellersammlungen. Bilanz: Gesammteinnahme: 4969,28 M. " Bestand: 731,12. Berlin, am 18. Ottober 1896. Für die Lohukommission: Ernst Zellmer, Eugen Brückner. Die Revisoren: Rudolph Hahn, Emil Hütter, Heinrich Schumacher, Joh. Hennig. Vorstehende Abrechnung geprüft und für richtig befunden. Zentralverband deutscher Brauer. Die für Sonntag, den 25. Oktober, angemeldete Generalversammlung findet wegen des Todesfalls des Kollegen Dreyer nicht statt. 41/4 Der Vorstand. J. A.: Preuß. Empfehlenswerthe Schriften meines Verlags durch mich und alle Buchhandlungen zit beziehen: Steinseher und Berufsgenossen. Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 10 Uhr, findet in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 21 1 Tr., eine große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 174/1 statt. 1. Der Gesetzentwurf betr. die Organisation des Handwerks. Referent: Serr Kessler, Reg.- Baumeister a. D. 2. Diskussion. 3. Die gegenwärtige Lage des Berliner Steinsez- Gewerbes und was soll weiterhin geschehen? Referent: A. Knoll. 4. Bericht der Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 5. Verschiedenes. Bei der tiefeinschneidenden Bedeutung, namentlich der beiden ersten Der Arbeitsvertrag. Fragen, ist vollzähliges und pünktliches Erscheinen absolut nothwendig. Eine Darstellung des Rechts der Ar Die Steinfeg- Meister Berlins und der gesammten Umgebung sind zu beiter im Arbeitsvertrag. Auf grund von dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Gerichtsentscheidungen. Unentbehrlich Der Einberufer. für jeden Arbeiter. Bisher 4500 Exp!. abgesetzt. Von der Presse sehr empfohlen. Bezug bedeutenden Rabatt. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Bei größerem Verband Deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). General- Versammlung Das Recht und die Rechtshilfe des Handlungsgehilfen. 71/4 Eine fritische Darlegung der Rechts- am Montag, 26. Oktober, abends 8½ Uhr, im Lokale Annenftr. 16. verhältnisse der Handlungsgehilfen, als Tages Ordnung: 971b Denkschrift zum Handelsgesetzbuch- 1. Vortrag des Herrn H. Schuly: Wider unsere Prügelpädagogen." Entwurf. Preis 25 Pf. Porto 3 Pf. 2. Bericht des Vorstandes und Kassenbericht. 3. Wahl des Vorstandes. Bei größerem Bezug Rabatt. 4. Verschiedenes. Der reichhaltigen und wichtigen Tagesordnung wegen ist Friede auf Erden oder Die Aus- sahlreiches und pünktliches Erscheinen dringend nothwendig. Der Vorstand. weisung am Weihnachts- Abend. Soziales Bild in 2 Aufzügen.( Bei Sonntag, den 25. Oktober, findet eine Matinee im Ronzerthaus A. Hoffmann, Berlin, in 2. Auflage Sanssouci" statt. Auftreten der Stettiner Sänger. Billets find an den erschienen). Eine Erinnerung an die bekannten Stellen zu haben. fozialistengesetzliche Zeit. Preis 40 Pf. Porto 3 Bf. 7 Expl.( sämmtl. Roll.) 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht vom III. Quartal. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Die Zahlstellen, in welchen an jedem Sonnabend Abend von 8 bis 10 Uhr neue Mitglieder( bis 45 Jahren) aufgenommen werden, befinden sich: Naunynftr. 78 bei Böcker. Andreasstr. 15 bei Neumann. Reichenbergerftraße 24 bei Kieburg. Staligerstr. 65 bei Krause. Mariendorferstr. 5 bei Grube. Alte Jakobftr. 69 bei Lenz. Kreuzbergstr. 47 bei Funk. Kleine Hamburgerstr. 26 bei Wittschow. Georgenfirchstr. 25 bei lautfdy. Feldftraße 8 bei Bachernick. Die Ortsverwaltungen. Arbeiter und Kutscher auf Holz- und Kohlenplähen. Sonntag, den 25. Oktober, abends 5 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29( Tunnel): Oeffentl. Versammlung für die im Süd- Osten und Osten belegenen Geschäfte. Zages Ordnung: 1. Die wirthschaftliche Lage der arbeitenden Klaffe, der neue Verband und sein Unterstützungswesen. 2. Verschiedenes. 42/9 Nach Schluß der Versammlung gemüthl. Beisammensein mit Tanz. Der Einberufer: Konstantin Purschke, Schönleinstr. 6. Vereinigung aller in der Schmiederei beschäftigten Personen. ( Zahlstellen: Berlin Ost, Nord nud West.) Am Sonntag, 25. Oktober, vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstraße 20: Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag über:" Der Kampf ums Dasein zwischen Thier und Pflanzen im Gegensatz zu dem des Menschen". Referent Genoffe Mücke( Mitglied der Arbeiter Bildungsschule). 2. Neuwahl eines Vergnügungs- Komitees. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.- Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Ortsverwaltungen. [ 170| 1] General- Versammlung der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Dachdecker Deutschlands Einigkeit", ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 69) Filiale Berlin Sonntag, den 25. Oktober, vorm. 10 Uhr, im Lokale von Feind, Weinstr. 11. 54/1 Tages- Ordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1896. Der Ortsvorstand. J. A.: Otto Peske. B. Verschiedenes. Verein der Bretterschneider Berlins und Umgegend. In der Generalversammlung, welche am 18. Oftober Rosenthalerstraße 12 tagte, wurde einstimmig beschlossen, den Kassenbestand, sowie fämmtliche Utenfilien dem neuen Verein zu übergeben, dafür den früheren Mitgliedern unentgeltlichen Eintritt zu gewähren. J. A. Der Vorstand. Passend für Arbeiterfeste! 2,50 M. Porto 10 Pf. Verband der Möbelpolirer. Rosseau. Drama in einem Att. Nächsten Montag, abends 8½ Uhr, Admiralstraße Nr. 180: Es behandelt den Kampf des Demagogenthums gegen den geistigen Fortschritt. Preis 30 Pf. Porto 3 Bf. 5 Expl.( jämmtl. Rollen) 1,40 m. Porto 10 Pf. Hochachtungsvoll Leipzig, Rich. Lipinski, Königsplatz 2 Versammlung. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Lungenkrankheiten, deren Entstehung und Heilung vom medizinischen und vom Standpunkt der Naturheilkunde aus beleuchtet." 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Urania- Billets à 60 Pf. 4. Verschiedenes. Beim Stiftungsfest ist ein Ring und eine Zigarrenspitze gefunden worden. Die Eigenthümer mögen fich mittags von 12-1 Uhr bei H. Schulz, Buchfinken 1 M., Zeisige 1 M., Memeterstr. 60a melden. Die Möbelpolirer M. Derb, M. Geisler, nur Männchen. Sorauerstraße 6, Zigarrenhandlung. 973b 972b Cuvrystraße 2. Vorderwohnungen 400 M., freundl. Hofwohnungen von 198 M. an. Aelterer Mann sucht bei Parteigen. heizb. Schlafit. 8. Alleinwohnen. Offert. A. Fistel, Ostar Thiel und Richard Schwan werden hiermit auf. gefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. 145/9 Der Vorstand. Zentral- Krankenkaffe der Buchbinder ( Verwaltungsstelle Berlin.) Montag, den 26. Oktober, abends 8%, Uhr, unt. C. W. 2. Postamt Junkerstraße. in Cohn's Feltfälen, Beuthstraße 21: Frdl. möbl. Schlafstelle, sep. Eing., find. Parteigenoff. u. Kollegen d. Paul Schneider, Blumenstr. 48, III. Preis 11 M. intl. Raffe. Mbl. Schlafft. Holzmarktstr. 78, 4 Tr. I. Anständ. Mädchen findet Schlafstelle Ackerstr. 14/15, Quergeb. 1 Tr. I.[ 985b Deum. Breis 12 M. bei Otto Frol. Schlafz. mit Balkon u. Badeben. für 1 Herrn. Müller, Holzmarktstr. 19, 4 Tr. 981b Freundl. Schlafstelle ist zu vermiethen Brunnenstr. 7, Quergeb. 3 Tr. Fr. Frenz. Königsbergerstr. 1, 4 Tr. Wive. Möschke. Saub. Schlafft. f. 2 Genossen 6 M. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! In der Bautischlerei von Roll, Demminerstr. 7, haben die Kollegen die Arbeit wegen Lohndifferenzen nieder: gelegt. Buzug fernhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Bautischler werden gesucht auf Mücke's Werke, Lindow i. Mark, Bahnstation. Farbigmacher verl. Wienerstr. 9. Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes 9676 die Gewinnliste der preußischen Lotterie vom gestrigen Tage bei. Hauptversammlung. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Kontrollbericht. 3. Bericht der Delegirten von der Verbandskassen- Kommission. 4. Verschiedenes. 23/10 Die Ortsverwaltung. Belle- Alliance- Theater. Valks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, 25. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Bum zweiten und letzten Male: Die Komödie der Liebe. folgenden Geschäften zu haben: Besetzung wie zur Première. Eintrittskarten à 60 Pfg. sind in 228/10 N.: Beyer, Veteranenstraße 13; Mehnert, Diedenhofenerstraße 3; Winkelmann, Ackerstr. 153; Diecke, Lothringerstr. 67; Hinze, Pantstr. 14a; Vogel, Demniner straße 62. NO.: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul, Barnimstr. 42. O.: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Roppenstr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenstr. 14. SO.: Nicolas, taligerstr. 107; Böhlert, Mariannenstraße 5; Tolksdorf, Sorauerstr. 17, Ecke Görligerstraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelstr. 32. S.: Gädicke, Gräfestr. 93; Schulz, Admiralstr. 40 a; Börner, Hitterstr. 15; Baake, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53. SW.: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junkerstr. 1; Böttger, Boffenerstr. 21. W.: Faller, Ballasstraße 16; Behrend, Blumenthalstraße 5. NW.( Moabit): Reddemann, Brigwalferstr. 3. C.: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Horsoh, Gips. ftraße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. Kinetograph. Phonographische ge ( Leben de Photographieen. Auch in Naturfarb.) Intereffanteste Bilder historischen Charakters u. des Gesellschaftsleb. in vollkommenster Naturwahrheit. Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Vorträge. Für alle Besucher zugleich deutlich hörbar ohne Schläuche. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pf. Militärs und Kinder 25 Pf. Borstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. P Parteigenossen! Möbel, Spiegel, На nur mit[ 58422* ute Kontrollmarke, Schirme, Stöcke, Kravatten. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2 Ede Skaliherftr. Total- Ausverkauf zu außerordentlich billigen Preisen wegen gänzlicher Auflösung meines Geschäfts. Kleiderstoffe, Teppiche, Gardinen, Tischdecken, Möbelstoffe( Reste), Wäsche, Corsets, Trikotagen, Inlet, Hemdentuch, wollene Tücher, Herrenwesten, Pellerinen, Taschentücher, Handschuhe, Strümpfe 2c. Amandus Wronkow Oranienstrasse 162 zwischen Moritzund Oranienplatz. M* Herren- Hüte enorm billig. Nur neueste Façons in allen Farben, vollständig fehlerfrei, giebt einzeln ab die Fabrik zu folgenden Preisen: Steif 1,90-2,30-2,50-3,00 M. Weich 1,00-4,00 M. Haarhüte 4,80-6,00 m. Zylinder- Hüte 4-11 M. 6003L* im Komptoir Grüner Weg 2, I, a. d. Ifflandstraße. Damenhüte und Kinderhüte, garnirt und ungarnirt, sowie fämmtliche Pukartikel empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen 172L* und Manteuffelstraße.) Th. Sabor, Oranienftr. 204( wischen Heinrichsplat Achtung! J. Engelke, Neue Jakobſer. 26, 0. echten alten Nordhäuser Liter M. 1,-, 1/2. M. 0,50, extra alte Waare " Kleinverkauf von 10 Pf. an. 1,40, " " " 0,70. Künstl. Zähnte. Lanolinseife! F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Herren- Hüte 65 Pf. Bessere Hüte, enorm billig, verkauft aus der Fabrik im Komptoir 3243b Barnimstr. 45. Kaftanien- Allee 101. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 5028 L* H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. as Hausschlächter für Restaurateure u. Private empfiehlt sich K.. Rökler, Fleischermeister, Münchebergerstr. 11, 1 Tr. Damen- Mäntel! P. Göing, Dresdenerstr. 127, 3. Etage. ( Fabrikpreise.) macht die Haut zart u. geschmeidig. 1 Stück Lanolinseife und ein reines Handtuch liefere ich f. 10 Pf. p. Woche. Handtuch- Verleih- Institut L. Figner, 1222*] Neue Königstr. 17. Fernsprech- Amt VII. Nr. 2087. Album- und Lederwaaren- Fabrik Oskar Gundau Oranienstr. 30, Ece Adalbertstraße. Gr. Lager aller Arten Lederwaaren und Schmucksachen zu billigsten Preisen. Albums in Plüsch oder Leder M. 3,-. Die Staffelei M. 3,-. M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 58242* Rath, Auskunft und 960b Konferenzen kostenfrei. Elegante Jackets, nur neueste Façons, von 9-18 in allen Farben vorräthig. Erste Referenzen im In- u. Auslande Kragen, Räder, Regenmäntel. Anfertig. nach Maaß ohne Preisaufschlag. Gute rothe Kartoffeln verkaufe ich bis Montag à Ctr. 2 Mk., Stralau, Dorfstr. 14 am Wasser. Achtung! Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Achtung! Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theil. Skaligerstr. 13, Ecke Admiralstraße, am Rottbuser Thor. 50152* wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufiberplay 2, Elsafferstr. 12, Stegligerstr. 71, I. Fällig werdende und neue Hypotheken zu den billigsten Bedingungen. Adreffen unter H. 50 in der Exped. Dieses Blattes. Paster's 953b Gesellschafts- Säle Neue Königstrasse 7. Säle von 100-400 Personen mit Garten für Festlichkeiten und Versammlungen. 5013L* Cösliner Hof, Cöslinersir. 8. Jeden Mittwoch und Sonntag: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree frei. Anfang Mittwoch 8 Uhr, Sonntag 5 Uhr. Saal( 1000 Pers.) an Vereine u. zu Festlichkeiten zu vergeb. 2 heizb. Regelb. Bitte genau auft. No. 35 z. ach Jede Uhr repariren u. reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M.50 Pf. auper Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. Harmonika, Harmonika, Violinen, Zithern in nur besten Qualitäten kaufen Sie sehr vortheilh. v. Paulus& Kruse Markneukirchen 189. Rat. gratis. Polsterwaaren ON Reelle Waare. Franz Tutzauer Tischlermeister, Blücherstr. 14. Ganze WohnungsEinrichtungen in Nussbaum u. Mahagoni Nzu soliden Preisen. Cirka 10300 Stück Zug- Harmonika's mit meiner in verschiebenen Ländern patentirten, in Deutschland patents amtlich geschüsten, unter D. R.-G.-M. W. 47462 eingetragenen und von mir selbst erfundenen Claviatur mit SpiralTastenfederung find bereits feit 3 Monaten ( Mai, Juni, Juli 1896) ver fauft! Nicht eine Reclamation wegen Brechen oder Lahm werden meis ner neuen Tastenfeber ung ift in olefer Belt eingegan gen. Ich garantire nach wie vor 10 Jahre für diese Bebern! 1000 Mark!! sable ich demjenigen Fabrikanten oder Hänb ler, welcher mir den Nachweis erbringt, daß er die gleiche Anzahl Zieh- Harmonika's in bem oben angegebenen Beitraume an Pris vate abgefest bat. Ein weiterer Bewets für die Vorzüglichkeit meiner Instrumente wird dadurch überflüffig; Jedermann wird bie Ueberzeugung gewinnen, daß man im größten Geschäfte in der Regel auch am besten und billigsten fauft! Für nur 5 Mark 70 Pfg. versende ich meine bekannten, vorzüglichen Instrumente mit obiger patentamtlich geschütten Federung versehen, 2- chörig mit Orgelton, 10 Taften, 40 breiten Stimmen, 2 Bäffen, 2 Registern, offener Nidel- Clavis atur mit einem breiten Nidelftab umlegt, gutem startem Balg mit 2 Doppelbälgen, 2 Bubaltern. fortirten Falten, mit StahlEdenschonern und brillanten Nickelbeschlägen. Größe dieses Pracht- Instrumentes 35 cm. Dasselbe Instrument 3- chörig mit 3 Regiftern Mt. 7.50. Daffelbe Instrument 4- chörig mit 4 Registern Mt. 8.50. Berpadung. unb Selbsterlernschule umsonst, Porto 80 Pfg. Man bestelle beim Erfinder Heinr. Suhr in Neuenrade. Meine Fabrikate sind weit bekannt als gut und billig! Rem. Nickel " M. 6.Silber 800/1000 Goldr. M. 10.Ancre Spir. Breguét 15 Stein, M. 16.mit 16 Stein., 1 Châton, System Glashütte M. 20.Wecker, leuchtend M. 2.70 Regulateur 1 Tag Geh- u. Schlagw. M. 8.50 Regulateur 10 Tg. Geh- u. Schlgw. M. 12.Illustr. Preiskourant über Uhren, Ketten, Wecker, Regulateure, Gold- und Silberwaaren gratis u. frko. Nicht Passend. wird umgetauscht oder der Betrag zurückerstattet. UhrenEug. Karecker, Fabrik, Lindau i. B., Nr. 47, früher Constanz. 2 Jahre Garantie! Fruchtweine Johannisbeerwein, weiß und roth, Stachel beerwein, Heidelbeerwein à fl.( Str.) 75 Pf., à Biter 1 Mart egti. pro Glas. DEUTSCHES REICH 10 PFENNIG 1/10 Liter. 1896 Rofthalle der Berliner Groß- Destillateure Berliner Gewerbe- Ausstellung Elektr. Eisenbahn- Haltestelle, Marineschauspiele. Eugen Neumann& Co. Detail- Verkaufsläden: Belle- Alliancepl. 6 a, N. ricbrichstr. 81, Oraniens ftraße 190. Genthinerstr. 29. Potsdam: Bäder: ftraße 7. Charlottenburg: Katser Friedrichftraße 48. Beachtenswerth für Schneider! Weihnachts- Ausstellung verbunden mit grossem Weihnachtsmarkt vom 1. bis 31. Dezember d. J. im Messpalast, Alexa drinenstrasse 110. Anmeldungen werden im Bure des Messpalastes Zimmer No. 16 part. vorm. 9-1 und nachm. 3-7 entgegengenommen An den Fingern abzuzählen ist der Vortheil, wenn man beim Grossisten tauft Unsinn!! ift es, viel Geld für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute und elegante Sachen, 3. B.: Knabenfilzhüte von 1,- M. an 1,50 " Herrenfilzhüte Cylinderhüte Haarfilzhüte " 4, " 4,80 # 19 " " " Chapeau claques, Plüsch- Hüte, Loden- u. Jagdhüte enorm billig im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert, Sut Engroslager, Waldemarstr. 44, parterre rechts im Komptoir. Kein Laden. Nur moderne Waare in großer Auswahl. Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. TMACHI STARK- LY GESCH. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr.98/ 99 EINIGKEIT GESETZL SCHUHFABRIK ERF DEUTSCHE " und Rosenthalerstr. 6364 verkauft. Weitere Filialen in Deutschland: München, Sendlingerstraße 10. Köln a. Rh., Eigelftein 66. Dachauerstraße 83. Bremen, Faulenstraße 75. Landsbergerstraße 7. Hannover, Klagesmarkt 7a. Frankfurt a. M., Liebfrauen- Hamburg, Werstraße 8a. berg 26. Leipzig, Beigerstraße 87. Düsseldorf, Bismardstraße 91. Braunschweig, Höhe 4. Jeder Käufer, der einen Versuch macht, wird mit dem gelieferten Fabrikat, das jeder Konkurrens die Spitze bietet, in Preis und Qualität zufriedengestellt. Unser Geschäftsgrundsak itt: Geringer Verdienst, rascher Umfak. Jedem unserer Freunde kann die Waare beftens empfohlen werden. Damenstiefel von M. 3,50, Herrenstiefel von M. 5,75, In der Bellealliance- Straße bitte genan auf Nummer 98 zu achten. 5846L* Für die Geschäftsleitung: Wilh. Bock. Jede Dame spart Geld I P* beim Einkauf von Damenmänteln! Winterjaketts 5-15,00, hochelegante Modelle in Kragen, Capes, Applicationen und Stickereien auf Seiden- Plüsch, Federkrimmer, Seal, Eskimo, Astrachan 10-45,00. Abendmäntel, auf Seide wattirt, mit echten Pelzbesätzen 8-30,00. und Golf- Capes 4-10,00. F Steter Eingang von Stoff- Abendmäntel 8-15,00. Den Rest Regenmäntel Gelegenheitskäufen. Sonnabend: Resterverkauf. Landsberger- Strasse 59, 1 Tr.( kein Laden). Anzug- Paletotftoffe. Brenner& Cie. Alte Jakobstrasse 57/59. W.Winkler Gerichtstr. 18, Cohn's Hosenfabrik früher Reinickendorferund Refterhandlung straße 2g. Uhren- u. Goldwaarenbefindet sich nicht mehr Pallisadenstr. 7| Verkauf. Reparaturen. fondern nur 5923L* Muschelmöbel, spottbill. verfäuflich, Pallisadenffr. 3. Rosenthalerstr. 4, 3 Tr. I. Bildhauer. F. Nahrstedt, 45/46 Wrangel- Straße 45/46 Gediegene Auswahl in Kleiderstoffen. Besonders beachtenswerth für den Herbst sind: Wollene Kleider- Lamas. Mühlhauser Warps. Zum Umzug: Gardinen, Bett- und Tischdecken. Gauze Ausstattungen in Wäsche. Fertige Betten sowie Bettfedern in allen Preislagen. Wollene Welten und Trikofagen. Arbeitsanzüge für Mechaniker, Maler sowie für jedes Gewerk, auch nach Maah. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.