nner Die d tlie eftfo eur z ein geb Sell s gi Debi ner It al Shin blo 3, d guchen t de on Stet un te ja r Art Ver tigle 7 De 7 De Fahren er all clid Dere noten ben weif cr vep heben angen r Ge einem it mit dun s bi halt leber Legen Tamen gelegt Eine ausge richtig feine fech reitet idung nicht elmeh r gav uf un Berfte The Ab teiner einen nimmt chung fichts Daß er blinge n a DON efeiert angel reben Tegen flug über rembe Dabin Segen chief e be reben acht cheint felten be r G an ber efchrei Lann DO das perben Sig if De Sum obit er ge aud gfifche und affen t Dem Reven ia bic feln bie wären swei feines ngen und gung e be er die barch furger ba und Dob Dit e die Reban Wacht alle en ju bolph erger, Nr. 191. Freitag 14. November 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Voltsblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 Bf. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mark.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Die Nationalliberalen. Es ist nothwendig, einmal sich umzusehen darnach, wie fich die Nationalliberalen bei den Reichstagswahlen diesmal aufgeführt haben. Man lernt dadurch den Charakter" dieser Partei am Besten kennen und zwar ist ihr Verhalten gegenüber der Arbeiterpartei am Bezeichnendsten. " Im Allgemeinen find die Nationalliberalen mit den Ronservativen zusammengegangen; eine Reihe von nationalliberalen Wahlen sind durch die Konservativen, noch mehr tonservative Wahlen aber durch die Nationalliberalen zu Stande gekommen, so daß man sagen kann: Das Aufgehen der Nationalliberalen in die Ronfervativen ist nur noch eine Frage der Zeit." Je näher dieses für die nationalliberale Partei unrühmliche Ende ist, desto besser ist es für Deutschland und seine sozialpolitische Entwicklung. In Köln, wo die Nationalliberalen mit den Ultramontanen in Stichwahl waren, bettelten fie förmlich um die Stimmen der Sozialisten. Die Kölnische Zeitung", das Hauptorgan der Nationalliberalen, deutete an, daß die Nationalliberalen für Abschaffung des Sozialistengeſetzee eintreten würden und dasselbe Drgan forderte sogar die Regierung auf, das Sozialistengesetz einstweilen recht milde anzuwenden. Allein der Zentrumskandidat wurde durch die Stimmen der Sozialisten gewählt und nun werden bei der " Rölnischen Zeitung" die Sozialisten bald wieder Räuber und Mörder sein. In Stuttgart bettelten die Nationalliberalen gleichfalls um die Stimmen der Sozialisten für den nationalliberalen Roabibaten, der mit einem Demokraten in Stichwahl stand. Die Nationalliberalen wurden von den Sozialisten stolz abgewiefen und die letzteren beschlossen, für den Demokraten 3u ftimmen. In letter Stunde erließen darauf die National liberalen noch ein Flugblatt, in dem sie den Demokraten hauptsächlich den Vorwurf machten, daß diese sich mit den ftaatsfeindlichen" Sozialisten eingelassen hätten, denselben Sozialisten, um deren Gunft sich die Nationalliberalen noch fo eben beworben hatten. erklärten. Auftreten der Nationalliberalen nur eine lange Reihe an Charakterlosigkeiten ist. Diese Partei fühlt und sieht nun doch, daß ihr Niedergang ein unaufhaltsamer ist. Deßhalb wendet sie alle, auch die verwerflichsten Mittel an, um das geringe Terrain, das sie noch besitzt, zu be= haupten. Aber wie lange wird sie es noch besigen? Nun, so lange, bis der Läuterungsprozeß, der sich gegenwärtig voll zieht in den weitesten Kreisen unseres Volkes- bis dieser Läuterungsprozeß zu Ende sein wird. Denn das deutsche Bolt kommt immer mehr zur Erkenntniß, daß seine Vertreter nicht aus Helden der hohlen und abgeschmackten Phrase be stehen dürfen. Und an dieser Erkenntniß wird sowohl das freifinnige" wie das nationalliberale Phrafenheldenthum scheitern. " Man strebt nicht ungestraft darnach, um jeden Preis Erfolge zu haben, denn wenn dies in der Politik zum leitenden Grundsatz aller Parteien würde, so würden wir in eine graufenhafte Rorruption hinein gerathen. Die Nationalliberalen möchten den deutschen Volkskörper mit diesem Giftstoff ersticken. Allein der Volfskörper ist zu ge sund und stößt diesen Giftstoff wieder aus. Und das ist unser Glück, das Glück für uns Deutsche. Es giebt doch noch in den verschiedensten Parteien Männer, die von hohen Idealen und Gedanken erfüllt sind und demgemäß auch handeln. Nur die Nationalliberalen find davon aus zu nehmen; sie nehmen allein ab an politischer Selbstständigkeit, die sonst überall in Deutschland zunimmt. Auf ihrem Ader schießt das politische Unkraut am üppipsten empor. Sie werden dies theuer bezahlen müssen, denn sie sind so thöricht, auch noch zu erwarten, daß sie das deutsche Volk für ihre Charakterlosigkeit noch belohnen und ihnen zu einem Aufschwung" verhelfen werde. Nun, dieser Aufschwung" Aufschwung" verhelfen werde. Nun, dieser Aufschwung" wird auch erfolgen, aber insofern, daß sich das deutsche Wolf überall über die nationalliberale Charakterlofigkeit emporschwingt und die politische Selbstständigkeit, Unab hängigkeit und Aufrichtigkeit wieder zu Ehren bringt. " Der Nationalliberalismus ist fertig, wenn er sich auch In Frankfurt stimmten die Nationalliberalen zum großen noch trampfhaft abmüht, lebendig zu bleiben. In Berlin Theil für den Sozialisten, während sie im benachbarten ist jebe nationalliberale Kandidatur schon seit Jahren unDarmstadt, wo sie selbst mit einem Sozialisten in Stichwahl möglich. Möge man allerwärts das Seinige thun, daß das wie es die Nationalliberalen darstellen, recht bald unmögDarnach wäre Darmstadt eine sehr schlimme Gegend und zählte allein etwa 8000,, Mordgesellen". Des- lich wird. Aleichen wurden die Sozialisten in Braunschweig von den Rationalliberalen mit den ärgsten Schmähungen überhäuft und ihnen auch allen Ernstes nachgesagt, daß sie einen weistündigen Normalarbeitstag einführen wollten. Man sieht aus allen diesen Dingen, daß das ganze Radbrud verboten.] 11 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. big die tief liegenden ( Forseßung.) In der That, dieser graue Kopf mit dem furzgeschorenen, zurückgestrichenen haar, welcher hinter den Ohren in eigen thümlicher Weise emporstand, das langgedehnte Geficht, die oben eng anschließende fich zurückbeugende und nach unten erweiternde Stirn, die Richtung der Augenlider, die spiß gegen die Nasenwurzeln endigten, und nur unvollstän beschatteten Augen verdeckten der dichte, furze, grau und gelb melirte Bart, der sich um die knochige Rinnlade ausbreiund hätte einen Menschen von lebhafterer Phantasie, als dieAlles erfüllte den jungen Mann mit Grauen jenige des Arztes, wohl noch mehr erschreden fönnen. tete dieses von schwarzen Wimpern dicht Es ist ein wunderliches Ding, die Aehnlichkeit einiger Menschen mit Thier Phiftognomien. Dem aufmerksamen Be obachter wird es unschwer, bei vielen Gefichtern die charakte riftischen Merkmale eines Thieres herauszufinden. Unendlich oft ist das Geficht eines Fuchses, eines Bulldoggs, eines Raub Dogels unter den Menschen vertreten, und der Charakter der felben entspricht dieser Aehnlichkeit. Politische Uebersicht. Jm Büreau des Reichstages beginnt es sich bereits zu regen, die Führer der Parteien haben sich gemeldet, um für fich und ihre Parteigenoffen Pläge zu belegen. Das Geschäft Ist das Epilepfie? Sind das Krampfanfälle?" fragte fich der Arzt. Ich kann es nicht entscheiden," dachte er bei sich. Die Veranlassung dieser Krankheit zu wissen, das ist die Hauptsache, dazu fehlt mir aber bis jest jeder Anhaltspunkt." Er wandte sich jest nachdenkend um. 11 Was dürfen wir hoffen? fragte mit leiser und besorgter Stimme die junge Gräfin. Die Krisis, in welcher ihr Herr Vater seit gestern schwebt, wird bald ihr Ende erreicht haben; es handelt sich jetzt darum, einem neuen Anfall vorzubeugen," erwiderte der Arzt. Und ist dies möglich, Herr Doktor?" Er wollte darauf mit irgend einer allgemeinen Auskunft ant worten, da er einen bestimmten Aussprnch ja noch nicht wagen fonnte; da vernahm man die tiefen, weithin schallenden Töne der Glocke am Thore. Es find Fremde angekommen," äußerte Habicht. Wieder einen Augenblick Schweigen. Gehen Sie, Habicht, sehen Sie nach," sagte Agathe, deren Stirn fich leicht bewölkt hatte Lieber Gott, wie fann man unter folchen Unständen die Gastfreundtchaft gehörig üben. Es ist unmöglich!" Habicht war erst bis an das Vorzimmer gelangt, als ihm bereits die Rofe des gnädigen Fräuleins entgegentam. Es war ein blondes, roftges Mädchen, welches leichten Schrittes näher huschte und die Melonng machte: Herr Baronet O'Brian, begleitet von einem Freunde, bittet um ein Nachtlager auf Schloß Donuil; er hat sich im Fris fuchte seine Aufregung zu bezwingen und nahm den Arm des Kranten. Er war nervig und troden, die Hand klein und fest. Er fühlte den Pulsschlag; derselbe war schwer, Gebirge verirrt." fieberhaft zudend. Was war dabei zu thun? Der Arzt mußte nachdenken; aber auf der einen Seite stand die angsterfüllte Romteffe, auf der andern Habicht, der in seinen Augen lesen zu wollen schien, was für eine Meinung er über den Kranten habe, und fast lauernd auf jede seiner Bewegungen blidte. Ein Es ist gut, Marie," antwortete die Gräfin mit sanfter Stimme. Geh' zum Haushofmeister und sage ihm, er solle den Herrn Baronett empfangen; er folle ihm ausdrücklich sagen, der Graf set frant, und dies verhindere ihn, selbst die Honneurs seines Hauses zu machen. Man soll die Diener wecken und Alles anordnen, wie fich's gebührt." Es war dies Erwarten der Anwesenden dem Arzte peinlich, denn er mußte sich gestehen, daß augenblicklich über die Schweigen von mehreren Minuten ist gewiß für alle Anwesen fernte fich eilenden Schrittes. den gleich peinlich. Frig ließ jezt den Arm des Kranken finten und horchte auf das Athmen. Dann und wann hob eine Art feinen gewöhnlichen Lauf nahm. Bis er wieder allmählig aufhörlich zwischen Herz und Welt theilen." stärker wurde bis zum förmlichen Stöhnen, gerade wie wenn Jemand vom sogenannten Alpdrücken geplagt würde. Es läßt sich nicht sagen, mit welch' edler Einfachheit diese junge Burgherrin ihre Befehle ertheilte. Bu Befehl, gnädige Gräfin," antwortete Marie und entSie sehen, mein Herr," wandte fich Agathe mit trübem Lächeln an den Arzt ,,, wir dürfen selbst im herbsten Schmerze uns nicht in die Einsamkeit zurückziehen, wir müssen und un Es ist wahr, gnädige Gräfin," antwortete der Arzt ,,, aus erwählte Seelen werden von allen Unglücklichen in Anspruch Der Plagvertheilung, welches dem Büreaudirektor obliegt, ist fein leichtes, da fich nicht alle geäußerten Wünsche erfüllen laffen. Ein endgültiges Arrangement ist erst nach Beendigung der Stichwahlen, also Anfangs der nächsten Woche zu erwarten; einstweilen wird daran festgehalten, daß die Führer ihre früheren Pläße nicht verändern. Die Konservativen und in Folge deffen das Zentrum werden sich erheblich von der Rechten nach der Linken ausdehnen. Die Sozialdemokraten behalten ihre früheren Pläße hinter der freifinnigen Partei, Polen und Elsaß- Lothringer die ihrigen im Anschluß an das Zentrum. Die Die Errichtung einer neuen Abtheilung im aus wärtigen Amt wird im Etat wie folgt begründet: wachsende Bedeutung der wirthschaftlichen und kommerziellen Interessen des Reiches hat in den legten Jahren die Geschäfte der zweiten( handelspolitischen und staatsrechtlichen) Abtheilung in einem Maße vermehrt, daß für die Leitung und Kontrole Derselben, die zunächst dem Direktor der Abtheilung obliegt, die Arbeitskraft eines einzelnen Beamten nicht mehr ausreicht. Während im Jahre 1874 die Gesammtziffer der nicht politischen Eingänge des Auswärtigen Amts fich schon auf 44 000 Nummern belief, hat dieselbe 1883 die Höhe von 58 000 Num mern erreicht, und eine weitere Steigerung steht in dem laufen den Jahre zu erwarten. Die ordnungsmäßige Erledigung der Geschäfte hat durch diese Zunahme mehrfache Störung er fahren, so daß eine Abhilfe im Interesse des Dienstes geboten erscheint. Es wird deshalb beabsichtigt, die Abhülfe durch eine andere Organisation der Geschäfte in der Art herbeizuführen, daß die bisher in der 2. Abtheilung des auswärtigen Amtes bearbeiteten handelspolitischen, Verwaltungs- und Rechtssachen unter zwei gesonderte Abtheilungen, die zweite und die dritte, vertheilt werden, und jede dieser letteren einem eigenen Direktor fachen entlastete Abtheilung wird die kolonial- poliunterstellt wird." Die von den Verwaltungs- und Rechtstischen Angelegenheiten übernehmen. Der außerordentliche Etat für die Verwaltung des Reichsheeres für das Etatsjahr 1885186 beziffert fich auf 26 211 359 Mart gegen 20 454 470 Mart im Vorjahre, also ein Mehr von 5756 889 Mart. Von der Gesammtsumme ent fallen auf Garnisonsbauten in Elsaß- Lothringen 1680 000 m., um 1499 372 Mart mehr als im Vorjahre. Darunter befinden fich Kafernenbauten in St. Avold, Baradenlager bei Hagenau, neue Kafernen in Straßburg, Garnisonlazareth in Diedenhofen und für die Errichtung einer Unteroffizier- Vorschule in Neubreifach einschließlich für Terrain- Erwerb und Verlegung des Feftungsbauhofes dafelbst 289 000 Mart. Für Umgestaltung und Ausrüstung der deutschen Festungen werden 4 630 000 m., um 5770 000 art weniger als im Vorjahre, gefordert. Dara unter befinden sich Neuforderungen zur Ausführung der in Mez und Straßburg, nöthigen dringlichen Verstärkungs- und Herstellungsarbeiten 1 250 000 Mart; für Geschüße und Mu nitionen für die Festungen Köln, Mainz, Ulm, Spandau, Küftrin, Bosen, Thorn, Königsberg, Swinemünde, Sonderburg Düppel, Friedrichsort, Wilhelmshaven, sowie für die Be festigungen der unteren Weser und unteren Elbe 2 400 000 m. und zu weiterer artilleristischer Ausrüstung der Festungen 980 000 Mart. Die Uebersicht der Etatsstärke des deutschen genommen, Kranke, Verirrte und Arme wenden Alle ihr Haupt zu ihnen empor." Agathe schlug bescheiden erröthend die Augen nieder. Nach einiger Zeit schlug sie dieselben wieder empor mit der Frage: Und welchen Trost haben Sie mir in Bezug auf den Bustand meines Vaters zu geben?" ,, Wie ich bereits sagte, gnädiges Fräulein, die Krists ist bald vorüber; wie ich aber einen neuen Anfall verhindere, darüber muß ich erst nachdenken." ,, Ach, mein Herr, wenn Sie meinen theuren Vater retten fönnten! Hoffen Sie, daß es möglich ist, einen Rückfall zu verhindern?" ,, Es ist gewiß nicht unmöglich!" Agathe, sehr bewegt, begleitete den Arzt bis zur Thür. Er durchschritt nun mit habicht das Vorzimmer, woselbst einige Diener wachten und der Befehle der jungen Gebieterin harrten. Sie begaben sich dann in den Korridor, und hier, wo sie allein waren, trat Habicht rasch auf den jungen Doktor zu, legte ihm beide Hände auf die Schultern, blickte ihm forschend in die Augen und sagte: Ich bin ein Mann, Friz! Mir fannst Du die Wahrheit sagen. Was denkst Du von dem Zustande des Grafen?" Für diese Nacht ist nichts zu fürchten!" ,, Und morgen?" " Ja morgen! Wir müssen eben einen neuen Anfall vers hindern." Das weiß ich! Dasselbe sagtest Du ja auch der Comteffe. Wenn es Dir nun aber nicht gelingt, den Rückfall zu verhindern? Sprich aufrichtig, Friß! Glaubst Du, daß er ftirbt?" " ,, Es wäre möglich; aber ich glaube es nicht." " Nun," rief Habicht, indem seine Augen vor Freude glänzten, wenn Du es nicht glaubst, dann ist es auch so gut wie gewiß." Er legte den Arm des Doktors in den ſeinigen und zog ibn mit fort in die Galerie." Sie waren faum bier angelangt, ala ihnen der Baronet O'Brian und sein Gefährte entgegen famen, denen Segal mit lodernder Fackel voranleuchtete. Diese beiden Gestalten mit über die Schulter geworfenem Mantel; Die reich gestickie fleidfame Uniform der englischen Husaren, welche derjenigen der ungarischen nicht unähnlich ist; die aus Seide und Gold gedrehten Schnüre: die Müge aus Bärenfell; in dem Gürtel, welcher die schlanke Taille zusammenbielt, Heeres für das Etatsjahr 1885/86 stellt sich folgendermaßen:| Offiziere: 18 140; Unteroffiziere 51 496; Bahlmeisteraspiranten 789; Spielleute 13 443; Gefreite und Gemeine 348 887; Lazarethaehilfen 3532; Detonomiehandwerker 10 127; über haupt 427 247. Militärärzte 1698; Bahlmeister 783; Roßärzte 619; Büchsenmacher und Waffenmeister 736; Sattler 93; Dienstpferde 81 598. Die Rübenzuckersteuer ist im Reichshaushaltsetats- Entwurf pro 1885/86 auf 36 263 000 m. veranschlagt. Aus der Anlage zu dem Etat der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen geht hervor, daß die Bruttoeinnahme bei der Rübenzuckersteuer einschließlich der Defekte und abzüglich der Restitutionen und Registervergütungen betragen hat pro 1881/82 100 213 421 M. pro 1882/83 139 643 060 M., pro 1883/84 142630 549 M., zusammen 382 487 030 M., also im Durchschnitt 127 495 677. Die Bruttoeinnahme für das Etatsjahr 1885/86 wird angenomAn Steuervergütungen für aus men zu 127 500 000. geführten 2c. Rübenzuder find gezahlt pro 1881/82 23 861 200 Mart+33 000 000 M.( an Ausfuhrvergütungen würden im Etatsjahr 1881/82 nach dem Umfange der Buderausfuhren in den Monaten Oktober bis Dezember 1881 und Januar 1882 etwa 33 000 000 M. mehr zu zahlen gewesen sein, wenn nicht durch den Beschluß des Bundesrathes vom 2. Juli 1881 anderweite Vorschriften betreffs des Termins für die Baarzahlung Der Steuervergütungen und die Anrechnung der bezüglichen Anerfenntnisse auf zu entrichtende Rübenzuderſteuer getroffen worden wären) pro 1882/83 59484 029 M., pro 1883/84 92 014 709 M., zusammen 175 359 938 M.+33 000 000.; das ergiebt im Durchschnitt jährlich an Steuervergütungen 58 453 313 M.+ 11 000 000 M. Die Ausfuhr 2c.- Vergütungen für 1885/86 find veranschlagt auf 84 000 000 m. es verbleibt somit pro 1885/86 eine Einnahme von 43500 000 M.; hiervon gehen ab 4 pet. Erhebungs- und Verwaltungskosten aus der Bruttoeinnahme mit 5 100 000 M.; ferner die vertragsmäßigen Herauszahlungen an Desterreich und Luxemburg mit 137 000 M., so daß also an die Reichskaffe aus der Rübenzudeuer 38 263 000 m. abzuführen find. Gelegenheit besprach der Abgeordnete Greuter die stattgehabte Degradirung und Versehung zweier Offiziere in Tirol wegen Verweigerung der Annahme eines Duells. Der Kriegsminister bemerkte, daß, obgleich nicht nur das Gefes, sondern Jeder in der Versammlung das Duell perhorreszire, es doch ebenso eine auf gewiffe Ansichten, vielleicht Vorurtheile bafirte Meinung sei, daß das Duell nicht hintanzuhalten sei. Er, der Minister, fönne gegenwärtig nichts dagegen veranlassen, weil er dadurch in direkten Widerspruch mit den Anschauungen des ganzen Offizierkorps treten würde. Die nächste Sigung findet am Freitag statt. Das ist doch gewiß recht eigenthümlich! Also das Duell ist ungefeßlich, Jeder hält es für verwerflich aber weil es vielleicht( So) auf Vorurtheile bafirt, ist der Herr Minister nicht im Stande, dem Gesez den nöthigen Respekt zu verschaffen! Und darum müssen auch die beiden Offiziere, welche das Gesez achteten, bestraft bleiben! Ja, wir leben in einer aufgeklärten Zeit! Frankreich. Ein offizielles Telegramm verkündet wieder von einem Siege der französischen Truppen über die Chinesen. Man darf indeffen nicht vergessen, daß dieses Telegramm aus dem franzöftschen Heerlager stammt und deshalb vorsichtig aufzunehmen ist. Die Cholera tritt in Paris immer intensiver auf; die Zahl der an dieser Seuche Gestorbenen betrug gestern über hundert, und nach den neuesten Nachrichten dürften derselben heute noch eine größere Anzahl Menschen erliegen. Mit der ,, eilfertigen Verbringung" der Kranken nach den Spis tälern scheint es übrigens auch sehr zu hapern. So berichtet in dem Bunft nämlich der offiziöse Temps" heute selbst, daß gestern ein von der Cholera befallenes Dienstmädchen erst volle 6 Stunden nach telegraphischer Anmeldung von deffen Erkrankung bei der Polizeipräfektur ins Spital verbracht werden konnte, weil der offizielle Krankenwagen so lange ausblieb und die Polizei die Benugung eines anderen zuvor nicht hatte dulden wollen. Echt bureaukratisch und gewiß recht bezeichnend dulden wollen. Echt bureaukratisch und gewiß recht bezeichnend für die angebliche Eilfertigkeit". " " Egypten. Aus dem Pharaonenlande kommen noch immer verworrene Nachrichten. Verschiedene Reisende wollen mit Bestimmtheit wissen, daß Gordon fich als Gefangener in den Händen des Mahdi befindet. Der tapfere General Wolseley ist noch immer auf dem Wege, der zur Rettung" Gordon's führen soll; seine Armee leidet schrecklich unter dem ungesunden Klima, Krankheiten aller Art dezimiren dieselbe und es ist gewiß recht fraglich, ob dieselbe jemals ihr Ziel erreicht. Ueber das Erlöschen der Konzession zur Gast- und Schantwirthschaft hat der Minister in einem Falle entschieden, der allgemeineres Interesse bietet. Der Minister tritt der Auffaffung entgegen, daß der Inhaber einer Erlaubniß zum Betriebe der Gast- und Schankwirthschaft durch die Konzeffionsertheilung das Recht erlangt habe, nicht nur in dem in der Konzeffton bezeichneten Lokale, sondern auch nach der Aufgabe deffelben in jeder anderen am Drte seiner gewerb lichen Niederlaffung belegenen Lokalität sein Gewerbe auszus üben, sofern die betreffenden Räume polizeilicherseits für geeignet befunden seien. Nach§ 33 der Gewerbeordnung sei die Erlaubniß zum Betriebe der Gast- und Schankwirthschaft zu versagen, wenn das zum Betriebe des Gewerbes bestimmte Lokal wegen seiner Beschaffenheit oder Lage den polizeilichen Anforderungen nicht genüge. Die gedachte Erlaubniß könne mithin immer nur für ein bestimmtes Lokal ertheilt werden, und es ergebe fich hieraus unzweifelhaft, daß eine derartige Konzeffionirung ihre Giltigkeit verliere, sobald ein Wechsel des Lokales eintrete. Mit diesem Zeitpunkte erlösche aber auch das Recht, welches der Konzessionsinhaber durch die Ertheilung der Erlaubniß erlangt habe und welches lediglich darin bestand, daß er in dem fonzeffionirten Lokale Gast- und Schankwirthschaft betreiben durfte. Zur Fortführung des Geschäftes in einem anderen Lokale bedürfe es daher einer neuen Konzession, und sei dieselbe zu versagen, sobald bei der Prüfung des Konzefftonsantrages ein Hinderungsgrund aus§ 33 der GewerbeDrdnung fich ergeben sollte, mithin in Ortschaften mit weniger als 15,000 Einwohnern, sowie in solchen Ortschaften mit einer größeren Einwohnerzahl, für welche die Prüfung der Bedürfnißfrage durch Otsstatut festgesezt sei, auch dann, wenn ein Bedürfniß zu der beabsichtigten Anlage nicht anerkannt werden könne. Auch in der Entscheidung des Königlichen Ober- Verwaltungsgerichts vom 30. Dezember 1881 sei lediglich ausgesprochen worden, daß in denjenigen Fällen, bauliche Veränderungen an den bestehenden konzessionirten Räumen vorgenommen oder bloße Erfaglokalien an Stelle der eingegangenen auf der alten Betriebsstätte neu geschaffen werden, die einmal ertheilte Konzession auf die veränderten Räume oder Ersaglokalien übergehe. Im Uebrigen sei in dieser Entscheidung ausdrücklich hervorzuheben: es müsse grundsäßlich daran festgehalten werden, daß bei jedem Wechsel wie in der Person, so namentlich auch in den Lokalitäten die gewerbliche Konzession von selbst in Verlust gerathe." 100 nur " 1 Solingen. Gegenüber dem hier zirkulirenden Gerüchte von dem Tode des vormaligen Reichstagsabgeordneten Herrn Rittinghausen wird der Sol. 8tg." von einem feiner hiesigen Freunde nachstehendes von dem Todtgesagten nach hier gerichtetes Telegramm mitgetheilt: Rasche Heilung; be finde mich den Umständen nach ausgezeichnet; Operation teine Spur hinterlassen. Danke für die Theilnahme. R." Desterreich. Die österreichische Delegation hielt gestern in Pest eine Plenarsizung ab, in welcher u. A. die Spezialberathung des Heeresbudgets's vorgenommen wurde. Bei dieser An ergrif einem Die 3 Herr Dant an di mir 1 Friet 8000 erreid und 1 all in Anfid weffe ficht, Trop nehm verfte Aus Dresden erhält die Germania" einen intereffante Bericht über die Vorgänge bei den dortigen Stichwahlen; wi laffen denselben zur Charatterifirung der Betheiligten unve kürzt folgen: Bei der gestrigen Stichwahl zwischen att wig und Bebel erhielt ersterer 13 750, Bebel 11000 Stimmen. Hartwig geht demnach mit dem Reichsmand der Dresdener Bürgerschaft nach Berlin, nicht aber mit deren Vertrauen. Er hat sich das Ehrentribunat Dresdens zwungen, welches das Elbeflorenz dem Reichstage zu bringe ftch für verpflichtet gesehen hat; fte wollte eben nicht dort du einen Sozialdemokraten vertreten sein. Den moralischen Sig aus dieser Wahlschlacht hat aber entschieden Bebel davonge tragen. Dieser hatte bei der Hauptwahl nur gegen Stimmen, jedenfalls die Stimmen aller seiner damaligen hänger. Nimmt man an, daß bei der Stichwahl 1000 for schrittliche Stimmen ihm zu Gute tamen, so hat Bebel während aweier Wochen 2000 Neubelehrte für sich. Da die Wahlbe theiligung im Ganzen dieselbe gewesen ist, wie am 28. Ob tober und die hochkonservativen Feinde Hartwigs in leste Stunde sich für dessen Wahl entschlossen haben, so wird die Annahme richtig sein, daß diese neuen Bekehrten unter allen Parteien zu suchen sind, die den letzten vier Wahlversamm lungen gefolgt ftd. Am 7. d. M. sprach Hartwig er sagte nichts; am 8. sprach Bebel, er sagte viel: a 9. sprach wieder Bebel vor über 3000 Zuhörern in einer zu diesem Swede gebauten palle- und er hatte, weil er viel Bernünf tiges" gesprochen, alle für sich; am 10. ist Bebel früher auf gestanden wie die Polizeibehörde Er hatte auf diesen Tag eine allgemeine Wahlversammlung einberufen laffen und Hartwig eingeladen. Er hatte aber auch im Kayser'schen Wahlkreis in Freiberg eine Wahlversammlung anberaumt, um dort für den dort ausgewiesenen Rayser zu sprechen. Kayser, der auch Dresden ausgewiesen ist, ersuchte inzwischen die hiefter Polize behörde um Erlaubniß, auf einige Stunden nach Dresden kommen zu dürfen. Diese wurde ihm ertheilt, und Kayser fuhr direkt von der Bahn nach der Wahlversammlungsballe um Bebel's Rolle zu übernehmen. Hartwig, der erschienen war, sah sich dupirt, erbot sich aber doch, auch Kayser's Schläge Die Neger in den Südstaaten Nordamerikas sollen durch einige in Umlauf gefeßte Märchen, daß dem demokratischen Erfolge bei der diesmaligen Präsidentenwahl miederum thre Sklavenknechtung folgen werde, einigermaßen beunruhigt worden sein. In Palatka, Florida, wurden sie so aufrührerisch, daß einige von ihnen am Freitag Abend mit Brandlegungen vorgingen, wodurch, wie bereits bekannt, beinahe die ganze Stadt in Asche gelegt wurde. Der angerichtete Schaden wird auf 700 000 Dollars geschäßt. Die Neger weigerten sich, bei Löschung des Brandes hilfreiche Hond zu leisten und Truppen mußten aufgeboten werden, um einen ernſten Aufruhr zu verhindern. Die Aufregung ist leicht erklärlich, wenn man be Denkt, daß die Demokratenpartei in Nord- Amerika ursprünglich nur aus Sklavenhaltern, resp. deren Anhängern bestand. Die Neger haben deshalb bis jetzt namentlich in den Südstaaten immer republikanisch gewählt. Heute wäre es freilich ein Unding, zu glauben, daß die Demokraten der Vereinigten Staaten die früheren Zustände wiederherstellen wollten. Es giebt jest ,, freie" weiße Arbeiter genug, auch in dem ,, freien" Amerika. das Jagdmesser das Alles hatte etwas ungewöhnlich Malerisches im weißlichen Scheine des Fackellichtes. Ei!" rief der Doktor, das find ja die beiden Fremden, welche wir heute früh in Blackfield sahen." In dem Falle müssen sie uns nahe genug gefolgt sein", sagte Habicht. Allerdings! Ich erkenne fte genau, namentlich den Jüngern an dem langen, herabhängenden, braunen Schnurrbart." Sie verschwanden in einen Seitengang. Habicht nahm noch eine Fackel von der Wand und ſezte seinen Weg fort burch ein wahres Labyrinth von Gängen und Sälen, auf steigenden und ab värts führenden Treppen- Gewölben von gothischem und byzantinischem Styl. Es schien fein Ende zu nehmen. ,, Das hier ist der Königs- Saal," belehrte Habicht seinen Begleiter; das hier der Ahnensaal: hier die Kapelle, in der jedoch nicht mehr Messe gelesen wird, seit die Donuil's zur protestantischen Religion übergetreten sind; das hier ist ein Waffenfaal." So eigenthümlich mittelalterlich impofant Alles, was Friz erblickte, ihm erscheinen mußte, so intereffirte er sich doch im Augenblic wenig dafür. Sie waren endlich ganz oben ange tommen und mußten wieder eine Reihe von Stufen hinabstanden fie vor steigen. Endlich dem Himmel sei Dank einer fleinen, massiven Thür. Habicht zog einen gewaltigeh Schlüffel aus der Tasche und reichte seinem Begleiter, während er aufschloß, die Fackel. Nimm das Licht in Acht," sagte er dabei, daß es nicht erlischt." Bu den Wahlen. Berliner Wahlresultate. und einer zu pariren. Nach vierstündigem Wettkampfe fah er fich voll furchtbaren Jubel hervorrufenden Worten:„ Hochverehrte Herren, seien Sie Ehrenmänner, ich ersuche Sie darum, wählt Bebel!" 11 Bur Charakteristik Hartwig's mögen noch sehr intereffante Momente aus der Versammlung erwähnt werden. Er führte fich in höchst theatralisch- schwärmerischer Weise als Luthe vor Ed in seiner Rede ein( Stürmisches Gelächter), suchte dan Bebel's Wahlprogramm zu widerlegen, bestätigte aber daffelbe ohne daß er wußte, weshalb er stets mit Bravorufen begleitet wurde. Diese Zustimmung konnte Hartwig nicht begreifen, wandte fich an Kayser und tief ihm zu:„ Sie haben kein Recht, Bravo" zu rufen." Kayser:" Wir befinden uns in einer öffentlichen Versammlung, und wenn uns die Ausführungen des Redners sympathisch sind, so haben wir das Recht, Bravo" zu rufen." Kayfer:„ Eben deshalb, weil Sie sich feit Langem auf sozialdemokratischem Standpunkte befinden." Hartwig: ,, Stein, ich überzeuge Sie, daß Sie auf konservativem Stand die Versammlung während der Reden sehr aufmerksam vers halten, nur Hartwig selbst provozirte einige Unterbrechungen, indem er ohne jede Veranlassung öfters rief: ,, Wollen Sie mich hören? Wenn nicht, gehe ich nach Hause." Hervorzuheben ist noch, daß Hartwig gegen den Vorwurf, tonservativ zu sein, protestirte, er bekämpfe v. Einsiedel, nicht den Bebel; er beftritt die leberproduktion, wenn dies der Fall wäre, dann müßte auch zu viel Wein in den Weinkellern vorhanden sein, und dies finde er nicht. In der Replik konstatirte Kayfer bei Hartwig politische Unzurechnungsfähigkeit und Mangel an fi 6. Wahlkreis. Hasenclever( Soz.) 24 429 St., Klop( oft.) geistiger Befähigung; rieth ihm, der 1877 und 1881 für Bebel 5. Wahlkreis. Richter( dfr.) 10 946 St., Cremer( fons.) sozialdemokratischen Lager befinde, nach drei Jahren zu Hause 722 St. Gewählt Hasenclever. 7990 St. Gewählt Richter. 3. Wahlkreis. Mundel( ofr.) 13 212 St., Brecher( lons.) 9107 St. Gewählt Mundel. Jest stieß er die Thür auf, und die falte Luft drang herein. Die Flamme loderte start hin und her und sprühte Funken nach allen Seiten. Frig glaubte an einem Abgrunde zu stehen und fuhr erschrocken zurüd. fich etwas fleißiger mit der Politit zu befaffen wäre. und bann Der v vativ male Don famm auch er ft parth bei Derfai Diesel Spaßi Die auf Barte Die und inter chen engen ftehen wiffe tracht bemac entlie Jung meint fich, viellei ander Arbei berfel Einfl Beiger Fübr gelang b Wahl Selb bei de ein. lich a Einflu benen nicht. bildete fah m termeg ſchäfti Berfon Den theiler Georg etablir tages gleichn 6. ften ohne bo dit zu versuchen, ob er eine Probe der Reife zu machen im Stande In Betreff des Vorwurfs politischer Unzurechnungs 2. Wahlkreis. Virchow( dfr.) 23 531 St., Stöcker( fons.) fähigkeit Hartwig's Seitens Kayser's will ich zum Schluß noch mittheilen, daß Hartwig in seinem Schreiben auf die Anfrage der Katholiken, wie er sich zum Kulturkampf stelle, behauptet: 15 413 St. Gewählt Virchow. München II.( Endresultat.) v. Vollmar definitiv ges wählt. Ha! Ha! Ha!" lachte der Jäger laut ,,, erschrickst Du, Friz? Bist Du ängstlich? Nur zu! Fürchte nichts! Wir find auf dem Wall, der aus dem Schloß in den Thurm führt." Gaffel.( Endresultat.) Lotz( fons.) 7644, Pfannkuch( Soz.) 7493 Stimmen. Los mit geringer Mehrheit gewählt. Stimmen. Hannover. Meister( Soz.) 12 306, Brüel( Welfe) 11 697 Einige ausstehende Dörfer fönnen am Resultat nichts mehr ändern. Demnach ist Meister( Soz.) gewählt. Halle. Meyer( ofr.) mit 18 Stimmen Majorität gegen Täglichebed( nl.) gewählt. Eisenach. Parifius( dfr.) 7384, Geibel( nl) 7057 Stimmen. Ersterer gewählt. 550 000 Stimmen find- wie der Hamb. Corresp." schreibt am 28. Oktober für Sozialdemokraten ab= gegeben worden. Deutschland berührten die Kulturkampfsgeseße nicht, diese, wie die Aufhebung des Jesuitenordens und anderer Kongregationen, Kanzelparagraph u. 1. m. existiren nur in Preußen!!! Herr Hartwig wird nun Gelegenheit haben, fich diese Sachen etwa als Konservativer, Nationalliberaler, Reformer? vielleicht als Fortschrittler, Sozialdemokrat, oder gar Bentrumsmann? Nach seinem legten Vortrag zu urtheilen, ist er feiner von Baumeister. Vielleicht baut er fich in Berlin näher anzusehen; mit welchen Augen aber Diefen er ist eben noch seine eigene Fraktion." Eine sonderbare Szene- so lesen wir in der Ge mania" hat sich am 28. v. M. nach Feststellung des Wabl resultats in der Victoriabrauerei ereignet. Herr Cremer, des vom Centrum zu den Konservativen übergeschwenkte Agitator um sich zusammen, drückte die Müge tief in die Augen herab, öffnete. Ein drolliger Knirps, Fritz, steckt den ganzen Tag in Er ging voran; Frit folgte ihm. Der Wind warf heulend den Schnee zusammen, so daß diefer fast die ganze Plattform, welche mit einer Brustwehr aus Granit versehen war, füllte. Wer ste mit ihrer sprühenden Fackel tief von der Ebene aus gesehen haben würde, würde mit Erstaunen gefragt haben: Was wollen denn die da oben in den Wolfen? Warum gehen sie in nächtiger Stunde spazieren? Bielleicht steht uns die Alte! dachte Fris, und unwill türlich überlief ihn ein Frösteln. Er zog seinen Mantel fefter folgte seinem Begleiter, welcher in dem Thurm eine Thür öffnete und ihn einlud, näher zu treten. ,, Der Eingang ist nicht besonders bequem hier, sagte Habicht. ,, Das finde ich in der That," versette Fris, und mich dünft, Alter, Du hättest mir ein bequemer gelegenes Gemach aussuchen können." ., Du hast Unrecht, mir einen Vorwurf zu machen, mein Junge! Du mußt wissen, dies ist gewissermaßen ein Ehrenzimmer. Eduard Stuart mit seinen Begleitern hat in der Zeit der legten schottischen Revolution hier gewohnt und hat fich hier verborgen gehalten bis zu seiner Flucht nach Frankreich, und seit der Zeit find hier immer nur diejenigen beher bergt, welche man im Schloß Donuil besonders hoch ehren wollte. Seit zwölf oder fünfzehn Jahren aber hat Niemand Diese Ehre genossen." Das ist mir gleichgiltig, Vater Habicht," sagte Friz, den Raum überschauend; ,, aber es ist ein wunderliches Gemach, in das Du mich geführt haft." Es knüpfen fich an diesen Thurm," fuhr der Jägermeifter fort, manche Sagen. Er heißt nämlich der DonaldThurm, nach Donald dem Wolf." 11 Wer ist Donald der Wolf?" ,, Ein früherer Befiger von Donuil, ein wilder Gefelle, das verfichere ich Dir. Er hat sich hier vor so und so viel hundert Jahren mit einer Anzahl Reitern und Trabanten seiner Art Sie haben diesen Felsen erklettert, den niedergelaffen. höchften dieses Gebiryes morgen sollst Du dies Alles felbft sehen dann haben sie diesen Thurm aufgerichtet und gesagt: 1111 der Bibliothek." alle 289 einem und g zurüd des Dfen heraus willfa Tilf. tagsm fand gemöl fragt Wahl berg, Jurid fchmer Banze bafte Anert b, da ist er wohl Euer Gelehrter hier auf Donuil?" " Ja, er ist ein drolliger Bursche! Statt in seinem Kämmerchen zu bleiben, klettert er den ganzen Tag in der Bibliothek umher, wie eine Ratte, stäubt ab und durchwühlt die Bergamente, welche Familien nachrichten der Donuil's enthalten. Er fennt die Geschichte derfelben beffer, als der Graf selbst; er studirt die Chroniken, wie er Nun, vor allen Dingen ist mir's lieb, daß das Zimmer fagt! Ha, ha, ha!" hier recht behaglich warm ist." ,, Und eine gut besetzte Tafel hat," fügte Habicht hinzu; ja, ja, das ist besser, als die Nase in die talte Luft fteden Siehe da, eine Rehteule, zwei Fasanen, ein prächtig blau ge fottener Hecht, der Mund mit Petersilie verziert. Kaltes Flei und guter Wein, das ist so etwas für mich. Sieb', Fris hier in England trinken fie Ale, oder Bunsch, oder Geneste, wenig Wein. Da wir aber Beide Deutsche von Geburt find, so habe ich uns diese Flaschen Wein heraufholen laffen." Er deutete auf einige Flaschen, welche in die Nähe des Kamins gestellt waren, um die erforderliche Temperatur zu ers halten. Der Alte betrachtete mit Wohlgefallen die Arrange ments seines Leibdieners Tom. Nicht minder aber zog Fri der Anblick der gedeckten Tafel an; ein wahrer Wolfshunger regte sich bei diesem Anblic in ihm, und er zog förmlich den Alten näher. efen." Was zauderst Du denn? So laß uns Plaz nehmen und ,, Eile doch nicht, laß Dir Zeit und mach' es Dir erft be quem. Die Fasanen fliegen nicht mehr fort. Werfe vor allen Wir sind die Herren hier! Wehe, wer hier vorüberziehen Dingen Deine Stiefel von Dir, fie werden Dich drücken; will, ohne uns Tribut zu zahlen. Wir fallen über ihn her wie die Wölfe, ziehen ihm das Fell über die Dhren und berauben ihn, ,, Donald der Wolf," wiederholte Friß nachdenklich. Merk- big. Das gehört zu meinen Grundsäßen.... Sep' Dich würdig!" Wieso!" Hm, eine gewiffe Aehnlichkeit!.... der Wolf? 11 Wann lebte Donald einmal!" in ber und a Aus getheil Inhal Münd Münd wahl abzufe eine würde Amt lich ist mendi ausich bleibe wohlg Herrn Des he Brand b. Rontu Muse dem T Daß ei dahin eine fo fland nicht d rief noch n b. Der au bern Stiefel aus und zog ihm ein Baar behagliche Pantoffeln Frig gehorchte. Habicht zog ihm einen und dann den an an; er dehnte feine Rammerdienste noch weiter aus, indem er ,, Donald der Wolf war im zwölften oder dreizehnten Jahr ihm nun noch den Rock ausziehen half und ihm einen Schlaf hundert, oder vielleicht noch früher wir müssen Toby danach fragen einer der gefürchtetsten Raubritter, und ist der Ahnherr der Familie." Du fagft, wir müssen Toby danach fragen?" rock reichte. So! Nun find wir fertig," sagte er, und scherzend er mit Stentorstimme: Jept zu Tische, mein Junge!" indem er ihm behaglich " Ja, den fleinen Buckligen; denselben, der uns das Thor auf die Schulter Klopfte. ( Fortfesung folgt) anten ; wir noers att 1000 andat Deren ingen Durh Sieg onge 8000 forts brend ahlbe 3. D Lester d die allen amm artwig : am Diefem nünf auf eine artwig weis in r den von olize ergriff eine Fahne und forderte die Anwesenden auf, sich zu einem Gebete zu erheben. Die Seidel wurden zur Seite gestellt, die Bigarren einen Augenblick aus dem Munde gethan, und Herr Cremer sprach mit über der Fahne gefalteten Händen ein Dantgebet für den Wahlerfolg." Die„ Germania" knüpft " 1 an diesen Vorgang eine Reihe bisfiger Bemerkungen, mit denen wir unsere Leser verschonen wollen. Lokales. An was freilich auch keine Garantie gegen eine Einschleppung bietet. Der Verkehr zwischen Berlin und Paris ist übrigens gleich Null. Spanien und Italien haben die Duarantäne an der Grenze wieder hergestellt. Nach Deutschland und Belgien ist die französische Grenze noch offen. N. Für Reservisten und Landwehrmänner ist bei Gelegenheit der legten Herbst- Kontrol- Versammlungen eine sehr heachtenswerthe Bestimmung bekannt gemacht worden. Es sollen nämlich von jest ab nur noch bei den Herbstkontrolversammlungen die Mannschaften des Beurlaubtenstandes durch spezielle schriftliche Drdres, die in ihren Wohnungen abgegeben werden, zur Kontrole einberufen werden; im Frühjahr dagegen soll die Beorderung durch öffentliche Bekanntmachung an den Säulen und in den Beitungen geschehen. Obwohl diese neue Bestimmung mit allem Nachdruck hervorgehoben und zweimal verlesen ist, so dürfte ein nochmaliger Hinweis auf die strengen Strafen hier sehr am Blage sein. g. Zu der für heute angesezt gewesenen ersten Vorlefung des Prof. Dr. Schweninger wird uns geschrieben: Lange vor der festgelegten Zeit hatten fich Studenten, um der Vorlesung des Prof. Dr. Schweninger beizuwohnen, eingefunden, aber etwa nur 50 Personen wurden hinein gelassen, dann wurden die Thüren geschlossen. Draußen auf den Korridoren und Treppen hatten sich Hunderte von Studenten angesammelt, welche dringend Einlaß begehrten. Da erschien der Beh. Regierungsrath Direktor Spinola, überzeugte sich davon, daß der Zuhörerraum besetzt war und forderte als Verwal tungsdirektor des Hauses die Anwesenden auf, die korridore und Treppen zu räumen, die Studenten auf ein anderes Mal pertröstend. Auf diese Weise sollte eine Demonstration unterdrückt werden. Man bemerkte auch den Oberpedell der Univerfität, der jedenfalls zur Bewachung bezw. Verhütung eines eventuellen Ausschreitens nach der Neuen Charitee beordert worden war. cr. Ueber allen Wipfeln ift Ruh" vorläufig ist Friede geblasen, der Parteilampf hat für einige Tage sein Ende erreicht. Die Beit war bewegt, die wir durchlebt haben, wild und ungestüm hat der Kampf geiobt es ist leider nicht überall in den Grenzen geblieben, die für das Diskutiren politischer Ansichten ganz entschieden gezogen find. Jedermann weiß, auf weffen Seite die Schuld liegt, und wir sind der Anficht, daß auf einen groben Klog ein grober Keil gehört. Troß alledem gehört auch die Beit der Wahl zu den Annehmlichkeiten des Lebens; man muß fie eben nur auszunußen verstehen. Wem bereitet es nicht Freude, die Phyñognomien der verschiedenen Wählerversammlungen zu studiren? Eine konfervative Versammlung unterscheidet sich durch ganz bestimmte Mert male von einer freifinnigen, eine freifinnige wieder ganz entschieden von einer Arbeiterversammlung, und Jemand, der viele Verfammlungen besucht, würde, ohne ein Cumberland zu sein, auch mit verbundenen Augen wissen, in welcher Versammlung er fich befindet. Unter allen Umständen kann jeder Unpartheiische behaupten, daß es in den Arbeiterversammlungen bei Weitem am Anständigsten zugeht, es find in Arbeiterpersammlungen nur turbulente Szenen vorgekommen, wenn dieselben durch fremde Elemente provozirt wurden. Spaßigen Szenen hat es auch hier nicht gefehlt. So brauchten die Ordner vei der legten großen Arbeiterversammlung auf Tivoli die gebotene Vorsicht, die Sendlinge anderer Barteien, die offenbar noch nicht Wähler waren die nur zu dem Zwecke abgeschickt waren, um Unruhe und Lärm zu machen, daß man diese Burschen zunächst ., internirte." Es war gar fein übler Anblick die feinen Herrchen mit ihren bis in das Genid gescheitelten Haaren, ihren engen Beinkleidern und Vincenez in einer Ede des Saals ftehen zu sehen, auf ihren jugendlichen Gefichtern war eine gewife Bellemmung nicht zu verkennen und mit Mißtrauen be trachteten sie die stämmigen Gestalten der Arbeiter, welche ste bewachten. Als die Berhandlungen ihren Anfang nahmen, entließ man fie, man öffnete die Saalthüren: So, Jungens, nu jezt man zu Hause, bei Muttern, meinte ein Arbeiter gutmüthig Die Knaben trollten fich, vielleicht beffert sie das Gefühl der Beschämung. Und vielleicht werden auch andere Leute gebeffert, die es freilich auf anderem Wege versuchten, Haß und Swietracht in die Berliner Arbeiterpartei zu fäen. Vielleicht imponirt ihnen die Haltung derselben doch, ste ist einig untereinander. Und wenn man Einfluß auf dieselbe gewinnen will, so soll man durch Thaten zeigen, daß man es gut mit ihr meint, dadurch, daß man die Führer derselben beschimpft, wird man schwerlich zum Biele gelangen. Cesden Rapier Shalle Sienen chläge Doll einen rehrte wabl Fant fübte Buther Dann felbe gleitet en, et Recht einer ungen ravo" angem twig: Stand t fic 7 Det ingen, e mich en ift fein Seftritt müßte und er bei el an Bebel e zum Laufe bann Stande ungs noch nfrage uptet: wie Lonen, Nun Sachen Meicht tann? 201 er fich Ger Babl der itator ag in 18" erchen le eine ilien elben te er immer inzu; eden ges Leifch Fris èpte find, bes u ers ange nicht. b. Stichwahl. Als ob die Elemente mit der großen Wahlschlacht am 28 Nktober ausgetobt hätten, schien gestern bei dem Nachhutsgefecht die Sonne hell vom Himmel hernieder. Selbst das Wetter lud also zum Ausgange und zum Wählen ein. In Berlin mit seinem lebhaften Gewühl martirt fich freilich auch ein Wahltag nur schwer. Deutlich fonnte man seinen Einfluß jedoch an der Grenze zweier Wahlkreise erkennen, von denen der eine nochmals zur Wahlurne gerufen war, der andere Eine solche Grenzlinie zwischen Wahlkreis 4 und 5. bildete die Landsbergerstraße. Dieffeits, wo gewählt wurde, jah man ungewöhnlich viel Männer, halb festlich gekleidet unterwegs. Ihr ruhiger Schritt unterschied fie von den in ge schäftiger Haft dahineilenden, an der Wahl nicht interesserten den Wahllokalen zu, wo ein ganzer Schwarm von Beitel- VerAn stillen Pläßen, wie z. B. dem Georgen- Kirchhof, wo ein Mabllofal in der Gemeindeschule etablirt war, merkte man das Leben und Treiben des Wahl tages deutlich. Das wählen vertheilte sich dies Mal ziemlich gleichmäßig auf den ganzen Tag, weil die Arbeiter nur im 6. Wahlkreise direkt intereſfirt waren. Selbst in der schlimm ften Beit, zwischen 12 und 2 Uhr, fonnte man sein Wahlrecht obne Drängen ausüben. Die Wahlbetheiligung war eine höchft flotte, und namentlich im zweiten schienen dies Mal alle Mann auf Deck zu sein. theilern fie empfing und g. Der seit einer Reihe von Jahren ausgebliebene Zufall, daß in der Hamburger Lotterie die Prämie von 300 000 M. auf den legten, im Glücksrade befindlichen Haupttreffer, 200 000 Mt., gefallen ist, ist bei dem geftrigen Ziehungstage dieser Lotterie eingetreten. Auf Nr. 20 646 fiel der legte Haupttreffer mit 300 000 M., fodaß die glücklichen Jahaber des Looses 500 000 M. erhalten. Wie uns weiter mitgetheilt Wie uns weiter mitgetheilt wird, ist das große Loos der Sächsischen Lotterie, 500 000 M., auf Nr. 8022, nach Berlin gefallen. Zu den Gewinnern, darunter viele fog. Kleine Leute, gehört ein Bostillon, der allein ein Behntel gespielt hatte. b. Eine eigenthümliche Erscheinung in Berlin ist die Zunahme der Heringskeller, in denen die Originaltonnen wie Batterien aneinander gereiht stehen. Es spricht dies grade nicht für zunehmenden Wohlstand. Berlin konsumirte 1883 52,062 Tonnen Heringe im Durchschnitt à 300 Pfund. Dabei kommen Tonnen Heringe im Durchschnitt à 300 Pfund. Dabei kommen die Reichen als Herings- Konsumenten nur im Frühjahr in Betracht, wenn die ersten Matjes- Heringe ankommen. Die allerersten sind die theuersten, dann fällt der Preis rasch. Im vorigen Jahre trafen die ersten Matjes am 16. April ein und wurden als Delikatesse mit 320 Mart die Tonne bezahlt. Bald fielen fie auf 104 Mart, während sie im Juni nur noch 45 bis 90 Mark galten. Der Heringshandel verlangt auch seine Kennt niß, denn unsere Heringsbörse notirt 12 Sorten, die erheblich im Preise, 20 bis 48 Dark variiren. Holländische Vollheringe fosten 48, Brißlege nur 20 Mart im Durchschnitt. Außerdem werden in Berlin gehandelt: Schottische vormals Füllbauer, Matjes-, Jhlen Heringe, Slöheringe, drei Sorten Berger und zwei Sorten französische, lettere nur wenig. N. Ein Aft der Lynchjustiz ist am gestrigen Tage von einem Droschtenkutscher an einen jungen Menschen, angeblich einem Handlungskommis Wiegel aus Magdeburg in nachdrücklichster Weise ausgeübt worden.- Der junge Mensch, der hier in Krüger's Hotel in der Breitenstraße abgestiegen war, hatte fich am Nachmittag eine Droschke kommen lassen und war mit derselben mehrere Stunden herumgefahren, so daß schließlich das Fuhrlohn gegen 12 Mart betrug. Als nach Beendigung der Fahrt der Kutscher diesen Betrag verlangte, verweigerte der Fahrgast die Bezahlung mit den Worten ,,, daß der Rutscher verrückt sei" Diese Erklärung machte auf den biederen Roffelenter einen derartigen Eindruck, daß er sofort vom Bock sprang und seinen Fahrgast in regelrechtester Weise durchbläute. Nicht genug damit fuhr er nun mit dem durchgeprügelten nach der nächsten Bolizeiwache, wo er durch Bahlung von 9 Mart wenigstens theilweise befriedigt worden. Die Büchtigung muß eine sehr eremplarische gewesen sein, denn der fahrluftige Magdeburger mußte nach Rückkunft in fein Hotel sofort einen Heilgehülfen behufs Anlegung eines Nothverbandes requiriren. Hierbei stellte sich später heraus, Es blieb Wahituriosa. Bei der Stichwahl in Elbing erschien in einem Wahllokale ein Hausdiener, gab seinen Stimmzettel ab und ging wieder fort. Nach einiger Zeit fommt der Mann zurück und erklärt zur Seiterkeit der Anwesenden, daß er statt bes Wahlzettels irrthümlich einen Bestellzettel auf einen eisernen zurückzulaffen. willfahrt werden. daß der junge Abenteurer abfolut mittellos war. ihm nichts anderes übrig, als behufs Deckung der Hotelrechnung und Ansprüche des Heilgehülfen einen Anzug als Unterpfand herauszunehmen und ihm zurück zu geben, fonnte natürlich nicht denburg a. Havel festgenommenen Einbrechers, deffen Aus der Tilfiter Niederung berichtet die a Die Persönlichkeit des Anfang v. Mts. in BranComplice, der Einbrecher Rathmann, vor einigen Tagen bierselbst verhaftet worden ist, ist nunmehr in der Person des vielfach mit Buchthaus bestraften Einbrechers Krüger von hier festgestellt worden. Krüger und Kathmann, welche hier Tilf. Btg." folgendes Wahlfuriosum: Bei der legten Reichstagswahl im 45. Wahlbezirt des Kreises Niederung( Loye) be fand fich eine Anzahl von stimmberechtigten Wählern auf der gewöhnlichen Herbstreise. Dieselben hatten ihre Frauen beauf- gemeinschaftlich eine Wohnung in der Ackerstraße Anfang tragt, in ihrem Namen Stimmzettel für den fonservativen Oftober cr. bewohnt haben, begaben sich von hier unter dem Wahlfandidaten, Oberpräsidenten v. Schliedmann zu Rönigs berg, abzugeben. Der Wahlvorstand wies natürlich die Frauen wollen, nach Brandenburg, woselbst fte bei einem Einbruchszurück. Diese, hierüber aufgebracht, ließen sofort eine Be schwerdefchrift anfertigen und fandten ihre Stimmzettel, im Banzen 18, dem Oberpräsidenten direkt ein. Diesemann Rathmann durch die Flucht entrann. Da Krüger mit Rüd ficht auf seine zahlreichen Vorstrafen eine recht strenge Be hafte" That der Frauen fand bei ihren Männern die vollste strafung zu erwarten hat, so simulirte er Taubstummheit und Anerkennung. In Sonneberg wurde folgender Alapphornvers verweigerte jede Auskunft über seine Person. Ebenso wollte in der Wahlurne gefunden: Drei Kandidaten hoffen beklommen. Meine Stimme heute zu bekommen. Von mir friegt feiner feine, Besonders nicht der eine. Aus München wird folgender sozialistischer Wahlscherz mit Inhalts angeschlagen: Rathmann über die Persönlichkeit seines Complicen teine Ausfunft geben können. Die von Brandenburg hierher geschickte Photographie des angeblich Taubstummen führte hiesige Kriminalbeamte auf die Vermuthung, daß derselbe der Einbrecher Krüger wäre, und diese Vermuthung wurde als richtig von den früheren Wirthsleuten des Krüger bestätigt, welche das das des Krüger refognoszirten. getheilt: Am 10. November früh war an allen Kirchenthüren ihnen vorgelegte Photogramm mit voller Bestimmtheit als und am erzbischöflichen Palais eine Bekanntmachung folgenden München- Freifing richtet an alle Gläubigen der Stadt München die brüderliche Bitte und Mahnung, bei der Stich wahl von der Wahl des hochwürdigen Herrn Dr. Westermayer Das Ordinariat des Erzbisthums g. Als verdächtig, durch List den 13 Jahr alten Otto Seeger seinen bei Freienwalde a. D. wohnenden Eltern im November v. J. entzogen zu haben, in der Abficht, ihn zum harmonikaspieler Carl Morosini bekannt gegeben worden. ben, eine Handharmonika oder Drehorgel spielend, in der Geabzusehen, da unser streitbarer Mitbruder zwar zweifelsohne den sämmtlichen Polizeibehörden der 28 Jahr alte Handwürde, seine eifrige Wirksamkeit aber in dem weit erhabeneren Lepterer ist mit einer Fra iensperson und dem gedachten KnaAmt der Obsorge für die ihm anvertrauten Seelen unentbehrlich ist. Möge der heilige Geist unserer Heerde die so noth gend von Berlin, Köpenid, Freienwalde, Jüterbogt, Luckenwendige Erleuchtung senden, daß Herr Dr. Westermayer fortan walde, Oderberg, Wriegen umhergezogen. Es werden nun bleibe! Deshalb ertheilen wir den gläubigen Wählern den ausschließlich dem Dienst seiner Kirche und Gemeinde erhalten Fri inger Den tund it be allen den; lopp wens Did an ffeln mer blaf rief alid Brand." Beugen dafür gesucht, daß Morosini hierbei den Knaben Seeger zum Betteln und Einkasfiren benutzt hat. Herrn Georg v. Vollmar abzugeben. München, am Tage der Gärtnergehülfe Koch, ist gestern durch einen merkwürdigen des heiligen Martinius. Für den Generalvikar: Dr. Hilarius Bufall festgenommen worden. Koch hatte in den beiden ver dahin a. Ein seit faft zwei Monaten gesuchter Betrüger floffenen Monaten nicht allein mehrere Blumenhändler, von denen er fich theils unter seinem richtigen Namen, theils unter | entziehen. Gestern gegen Mittag begab sich ein Kriminalbeamter nach dem Wochenmarkt am Dönhofsplay, um sich bei den daselbst feilhabenden Blumenhändlern nach dem augenblicklichen Aufenthalt des unter den Gärtnern und Blumenhändlern bekannten Koch zu erkundigen. Während der Beamte deshalb mit einem Blumenhändler sprach, wies dieser nach dem Deck eines gerade vorüberfahrenden Omnibus mit den Worten: Hier fährt er ja." Der Beamte holte den Gesuchten vom Omnibus- Dec herab und brachte ihn nach dem Kriminalfommissariat. Koch ist heut zur Untersuchungshaft nach Moabit abgeführt worden. Anhaltendes Hilferufen versezte am Dienstag Abend die Paffanten der Staligerstraße in große Aufregung. Es hieß, daß Diebe im Schlachthause des Herrn Schlächtermstr. B. feten. Der Revierwächter und einige beherzte Männer begaben fich nach dem auf dem Hofe gelegenen Schlachthause, welches verschlossen war. Während der Schlächtermeister den Schlüssel holte, zeigte fich der Dieb an einem hochgelegenen Fenster und mit einem Saz sprang er zum Entseßen aller Zuschauer über die Köpfe derselben hinweg und verschwand im Dunkel der Nacht. Ein anhaltendes Gelächter bildete den Schluß der aufregenden Szene, denn der Dieb war eine schwarze Kaze mit weißem Kopf. Berichtigung. Von Herrn W. Schröer erhalten wir folgendes Schreiben: Die mich betreffende Notiz in Nr. 182 Dieses Blattes vom 4. d. M. ist unrichtig. Ich habe vielmehr am 28. Oktober cr. meine Fabrit Nachmittags 5 Uhr schließen laffen, um denjenigen meiner Gefellen, welche etwa noch nicht gewählt haben sollten, Gelegenheit zu geben, das Versäumte nachzuholen. Sieben meiner Gesellen find am Wahltage überhaupt in meiner Fabrit nicht erschienen und haben demnach mir ihren Willen, von ihrem Wahlrechte Gebrauch machen zu wollen, nur dadurch zu erkennen gegeben. W. Schröer, PianoFabrilant, Barnimftr. 22. Polizeibericht. Am 10. d. M. Nachmittags fiel der Klempner- Geselle Schulz in dem Neubau Weinbergsweg Nr. 7 von der Treppe und erlitt dabei einen Bruch des linken Handgelenks. Am 12. d. M. Vormittags wurde im Schifffahrts- Kanal unweit der Potsdamerbrücke die Leiche einer etwa 40 Jahre alten Frauensperson aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. An demselben Tage Mittags erschoß sich ein Mann im Klosetraum eines Kaffees Unter den Linden mittelst Revolvers. Die Leiche wurde ebenfalls nach dem Obduktionshause geschafft. Am Nachmittage deffelben Tages wurde der 11 Jahre alte Sohn des Schneidermeisters Birkenfeld bewußtlos im Hausflur des Hauses Behrenstr. Nr. 23 aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Nach Angabe von Hausbewohnern soll derselbe die Treppe heruntergefallen sein. Um dieselbe Zeit wurde bei dem Reinigen des Schornsteins im Hause Jägerstraße No. 2 in einem Schornstein Ramin die halbverkohlte Leiche eines neugeborenen, anscheinend lebensfähig gewesenen Kindes aufgefunden und nach dem Dbduktionshause geschafft. Zu derselben Zeit wurde der Kutscher Garz, vor dem Hause Spandauerstraße No. 8 neben seinem Pferde stehend, von einem vorüberfahrenden Omnibus überfahren. 2c. Garz erlitt hierbei so schwere Verlegungen, daß er mittelst Droschke nach dem Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte.- An demselben Tage Abends sprang ein Mädchen in selbstmörderischer Abficht an der Eisernen Brühe in die Spree, wurde jedoch durch binzugekommene Personen aus dem Waffer gezogen, nach der Wache des 2. Polizei- Reviers und von dort nach der Charitee gebracht. Lebensüberdruß in Folge Krankheit soll die Ver anlaffung hierzu gewesen sein. Gerichts- Zeitung. fr. Der Acerbürger Wilhelm Hönice zn Schöneberg lebt mit dem dortigen Amtsvorsteher und dessen Untergebenen seit längerer Zeit auf dem Kriegsfüße und gar mancher Strauß wird vor dem Gerichte zwischen den streitenden Parteien ausgefochten. Aus einem solchen, in welchem am 8. Juni des vorigen Jahres das Amtsgericht des Landgerichts II zu entscheiden hatte und in welchem dem Hönicke eine StraßenBolizei- Rontravention zur Laft gelegt wurde, ging dieser, trog der belastenden Aussagen des Gendarmen Goldmann und des Gemeindedieners Reipert als Sieger hervor. In diesem Jahre stand gegen Hönicke wiederum ein Termin in einer anderen Sache vor der Strafiammer an und zwar wiederum mit denselben Belastungszeugen. Um das Zeugniß der Letteren abzuſchwächen, führte der Angeklagte u. 2. an, daß deren Ausfagen in dem erwähnten Termine fein Glauben beigemeffen worden sei und ließ er sich zu der Bemerkung hinreißen, daß dieselben damals einen Meineid geleistet hätten. Die Folge davon war, daß die Beamten wegen diefer beleidigenden Aeußerung den Strafantrag stellten, aber wiederum erzielte Hönide in dem diesbezüglich stattgehabten Termine ein freisprechendes Erkenntniß, weil das Schöffengericht annabm, daß Der Angelagte in Wahrnehmung berechtigter Interessen ges handelt. Hiergegen legte die Staatsanwaltschaft die Berufung ein und gelangte die Sache somit vor der Berufungs Straf fammer des Landgerichts I zur Verhandlung. Diese hob das erste Urtheil auf und erkannte auf eine Geldstrafe von 100 M. Der Gerichtshof war der Anficht, daß der Angeklagte das ihm zustehende Vertheidigungsrecht überschritt, als er den Ausdruc Meineid" mit Bezug auf die Beamten gebrauchte. Daraus zieht der Gerichtshof den Schluß, daß dem Angeklagten die Abficht, zu beleidigen, innegewohnt, da er sich sonst in miloeren Ausdrüden hätte bewegen fönnen. " fr. Daß das pofitiv belastende Gutachten eines Schreibsachverständigen nicht immer ausreicht, um zur Verurtheilung des Angeklagten zu führen, das bewies eine Verhandlung, welche gestern vor der 3. Straffammer des Landgerichts I. stattfand. An einem Feiertage erhielt der Buchdruckereibefizer Schwabe einen Brief, in welchem ein Anonymus ihn auffor derte, unter einer angegebenen Chiffre die Summe von 100 M. nach dem ,, Kaiserhof" zu senden, widrigenfalls Dinge über sein Privatleben veröffentlicht werden würden, welche in hohem Grade geeignet seien, seinen Ruf zu gefährden. Der Adressat übergab den Brief der Kriminalpolizei und deren Recherchen lenkte ste zu dem Lehrling des Herrn Schwabe, dem 18 jährigen Richard Süpfe, welcher wegen mehrerer, im Geschäfte feines Brinzipals begangenen Unregelmäßigleiten, die Aufmerks samkeit der Polizei bereits auf fich gelenkt hatte. Der versuchten Expreffung angeklagt, hatte derselbe somit auf der Anklage bant Play zu nehmen. Wie früher, bestritt er auch im Termine energisch, der Schreiber des Briefes zu sein, troßdem der Schreibfachverständige Gottschall mit Bestimmtheit erklärte, daß die Handschrift des Angeklagten mit der in dem fraglichen Briefe identisch sei. Da sich außer diesem Belastungsmomente aber weitere Beweismittel für die Schuld des Angeklagten nicht erbringen ließen, so hielt der Gerichtshof dasselbe nicht für genügend, um zur Verurtheilung des Angeklagten gelangen zu fönnen und sprach ihn frei. Arbeiterbewegung, Vereine und Ronkurrenzen mind alljährlich vom Vorstand des Kunstgewerbe- falschem Namen als Gehülfe hatte engagiren lassen, dadurch ge= Museums in Gemeinschaft mit dem des Architekten- Vereins bei schädigt, daß er die ihm zur Beförderung an Räufer übergebene Hilfstassen hat sich in ihrer lesten Sizung mit der Berathung dem Minister der öffentlichen Arbeiten beantragt. Eine Meldung, daß eine Ausschreibung fernerhin nicht mehr erfolgen werde ist eine solche fernerhin nicht für nöthig erachtet haben. Der Vor zu verstehen, daß die Herren vom Kunstgewerbe- Museum nicht abgegeben. Definitiv aufgegeben ist die Sache demnach b. Der dirette Verkehr zwischen Berlin- Paris ist wie I aufgehoben. Es findet ein Wagenwechsel in Köln statt, noch nicht. Der Kränze und Blumen anderweitig verkaufte und das erlöfte Geld zu seinem Nußen verwendete, sondern er hatte auch einen am Kurfürstendamm wohnenden Bigarrenhändler um 3 Risten Bigarren und einen Geflügelhändler in der Belle Alliancestraße um zwei Gänse betrogen, welche Gegenstände er von den Verkäufern erschwindelte, um fie angeblich feinen Eltern,( welche den Verfäufern bekannt find) zur Feier ihres 25 jährigen Ehejubiläums zu überbringen. Roch verstand bisher sehr gefchickt seiner Feftnahme durch die nach ihm forschende Kriminalpolizei sich zu Versammlungen. der Statuten für den zu gründenden Sanitäts Verein beschäf tigt, und ist die Arbeit soweit gediehen, daß in der am Dienstag, den 18. November in Gratweil's Bierhallen stattfindenden Versammlung, wozu sämmtliche Vorstände eingeschriebener Hilfskaffen, welche ihre Adresse bei dem Vorfißenden der Kommiffton, Herrn Otto Schulz, Bergmannstr. 97, Hof, Ogbb. II, eingereicht haben, schriftlich eingeladen werden, die gründliche Durchberatung stattfinden wird. Alsdann sollen die Statu ten dem Königl. Polizei- Präsidium zur Genehmigung vorge legt, und nachdem dieselbe stattgefunden, unverzüglich mit der Gründung des Vereins vorgegangen werden. Die Vorstände der eingeschriebenen Hilfskaffen, und besonders die Kommission, welche zu ihren Berathungen einen der ältesten Aerzte Ber lins zugezogen hatte, hofft ihre Arbeit und aufopfernde Thätigkeit dadurch belohnt zu sehen, daß der Verein die gewünschte segensreiche Wirkung den kranken Mitgliedern gegenüber nicht verfehlen wird. An Aerzten, welche die Behandlung für die von der Kommission aufgestellte Tare übernehmen wollen, haben sich bis dato circa 80 gemeldet, außerdem haben mehrere Herren ihre Dienste unentgeltlich zum Wohle der guten Sache angeboten. Die Eintheilung der Bezirke soll in der nächsten Sizung stattfinden, damit schon vor Gründung des Vereins den Vorständen der Kassen diejenigen Herren Aerzte mitgetheilt werden können, welche die Behandlung übernehmen werden. Sämmtliche Vorstände eingeschriebener Hilfskaffen, welche ihre Adresse noch nicht an den Vorsigenden eingereicht haben, sich jedoch der Vereinigung anschließen wollen, würden gut thun fich unverzüglich zu melden. Der Verein der Maschinisten und Heizer hält Sonntag, den 16. d. M., Nachmittag 5 Uhr in Kellers Gesellschaftshaus, Andreasstr. 21, seine regelmäßige Versammlung ab. In derselben wird der Assistent der königl. technischen Hochschule Herr A. von Thering einen Cyklus von Vorträgen über fünftliche Rälteerzeugung" eröffnen. Auf Grund dieses wichtigen Themas werden sämmtliche Maschinisten und Heizer fowie die Herren Fabrikbefizer zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Neue Mitglieder werden in jeder Versammlung aufgenommen. Die Mitglieder werden ersucht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 192 61. 1785 156 437 924 821 819 904 861 600 750 993 134 162 592( 1000) 67 367 803 232 75 49( 300). 2891 523 575( 300) 387 166 333 913 3 534( 3000) 928 691( 300) 671 39 807( 300) 649 450 652( 5000) 137 530 108. 3711 579 48 51 326 574 463 621 86( 500) 88( 500) 614 47 204 676 975 41 725. 4107 728 52 744 395 118 727 844 579 570 53 383 265 887 829 283( 300) 955 950 209 857. 5082 888 934 95 61 592 63 602 944 834( 1000) 982 558 149 470 795 855( 500) 435 29 990( 1000) 301. 6086 830( 500) 257 692 559 211 983 885( 1000) 963 27 592 874 855( 300) 370 146 87 529 366 386 847 993 929 165 675 384 155( 300) 709 541 868. 7588 94 541 748 397 982 552 983( 1000) 269 293 803 656 976 507( 300). 8000 582 167( 500) 909 588 974 454 489 599 693 611 119 814 211 140 328 669( 3000) 553 498( 3000) 316 310 419 819. 9475 316 78( 300) 550 556 724 991 478 634 295 740 855( 500) 864 874 541 882 303 485. Der Verein Berliner Einseher( Tischler) hält von jetzt ab seine regelmäßigen Versammlungen jeden Sonntag nach dem 1. und 15. eines jeden Morats ab. Die nächste Ver fammlung findet Sonntag den 16. d. M. im Vereinshaus, Holzmarkt 8 statt. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Eine Massenversammlung der Berliner Kürschner findet am Sonntag, den 16. November, Nachmittags 4 Uhr, im Schüßenbause, Linienstraße 5, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Wie ist die Befferstellung der Arbeiter in unserem Geweite zu schaffen. Referent G. Rödel, Vorsitzender der Lohnkommission der Tischler. 2. Wahl einer Lohnkommission. 3. Gründung einer Unterstüßungskaffe. Das Erscheinen eines jeden Kürschners ist Ehrenpflicht. 13320 694 17 885 55 251 926 308( 500) 118( 300) 964( 300). 51529 754 919 869 4 225 268 536 838 183 167 647 994 495 245 230( 1000) 968 199 301 422 705 463 700 935 778 580 25. 52493 865 632 665 888 944 521 268 822( 1000) 671 365 568 225 663 896 998 242 903( 300). 53507 139 30 893 ( 3000) 373 437 189 186 955 835( 300) 810( 1000) 222 369 978 31 673 60 233 156. 54385 819 301 876 799 768 978 ( 1000) 895 332 382 90 54 449( 500) 716 772 941 649 907 162( 300) 563 961( 1000) 455 945. 5591 616 500 123( 500) 802 605 832 128 323 339 633 843( 500) 603( 300) 516. 56570 590 219 270 56( 3000) 531 184 73 302 305 399 24 863 874 495 878 210 133. 57307 944 97 996 818 137 946 437 725 963 871( 500) 461 638 440 527 200 651 670 767 511 763 325 35. 58943 138 351 98 151 722 346 942 682 706 950 95( 300) 675 164. 59774( 3000) 900 507 465 167 630 607 653 315 506 104 246 939 12. 10304 832( 3000) 282 107 650( 1000) 847 553 218 479 618 727 305 208( 1000) 127( 300) 431 769 226 452 374( 1000) 508 268( 3000) 648( 500) 10 354( 3000) 162 365( 500). 11714 748 900 763 965 759 873 869 672 774 809 986( 3000) 155 275 391 153 288 525 83 662 692 605 780 377 805 738. 12219 68 688( 1000) 109 488 66 460( 1000) 245 945 343 161 474 529 124 350 288 53 925 723 201 867 84. 110 170 871 778 729 954( 300) 185 974 122( 300) 733 666 312 743 392. 14674 457 998 166 497( 300) 222 327 159 231( 300) 120 766 846 875 57 705 695( 500) 597 493( 300) 938 306 386 611( 300) 599 708 27 197( 300) 360 192. 15000 479 762 725 846 921( 300) 961 796 487 45 642 887 352 333 515 936 660 771 206 411 12 979 325( 3000) 740 336 745 73. 16795 83 356 444 737 842 109 954 926 21 731 549 371 961 342 521( 300) 738 78. 1710 119 477 539 723 192 976 454 847( 300) 236 405 168 411 612 23 835 513 529 988 98 110 335 767 652. 18140 699( 300) 189 288 749 330( 300) 958 863 209 444( 500) 708 282( 500) 778 631. 19127 532 782 109 633 316 477 798 474 724 459 75( 500) 937 495 252 746 702 973 622 822 508 64 757 77 429( 300). Eine außerordentliche Generalversammlung sämmtlicher Mitglieder der Kranken- und Sterbekasse der Maschinenbau Arbeiter findet am Sonntag den 16. Nvember 1884, im Wintergarten des Zentral Hotel statt. T.- D.: Bericht über die Sterbekaffe der Fabrikarbeiter der MaschinenbauArbeiter und Aufklärung über dieselbe. Das Quittungsbuch legitimirt. Mitglieder- Versammlung des Fachvereins der Metallarbeiter in Gas-, Wasser- und Dampf- Armaturen am Sonnabend, den 15. November, Abends 8 Uhr, Gratweilsche Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Kanis über Naturheilkunde. 2. Dis tuffton. 3. Vierteljahres- Abrechnung. 4. Wichtige Vereinsangelegenheiten. 5. Ausgabe der Billets zum Kränzchen am 22. 5. M. 6. Verschiedenes. Das Erscheinen 7. Fragefaften. sämmtlicher Mitglieder ist nothwendig. Eine Mitgliederversammlung der Allgem. deutschen Kranten- und Begräbnißtasse für Wirter, Weber, Spinner, Färber und verwandte Gewerbe, beiderlei Geschlechts" findet Sonnabend, Koppenstr. 9, statt. Daselbst Aufnahme neuer Mitglieder; außerdem bei: D. Thoma, Rüdersdorferftraße 41, of 3, R. Pezold, Holzmarktstr. 44 a, of 3, E. Größler, Alte Jakobftr. 17, of 2, B. Scholz, Friedrichsberg, Kreuzigerstr. 1, 3. 20786 866 935 615( 500) 544 133 315 289 629( 3000) 753 879 711 789 9. 21872 140 901 627( 3000) 569 501 ( 1000) 912 324( 1000) 432 335 23 520 728 163 213 987 285 914 772 907( 500) 823 318 869 481( 3000) 327. 22838 194 440 903 966 924( 300) 94 233 953 545 494 508 605 785 671 83. 23190 317 139 333 122 490 893( 3000) 346 683 837 24153 131 930 451 ( 300) 778 977( 300) 823 971 451 667. 162 578( 500) 313 96 909 907 544 42 823 38 502 217. 25313 237( 300) 754 297( 3000) 434 870 176 151 681 463 179 832 531 280 44 449( 300) 622 140 671 747( 1000). 26000 50 611 152 601 285 190 471 433 221( 3000) 791( 500) 527 67 452 986 200 449 474 768 422 51 537 137. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Kaufleute Berlins findet heute Abend 8 einhalb Uhr in Feuersteins Salon, Alte Jakobstr. 75 statt. Die Tagesordnung lautet: Die tägliche und die Sonntags- Arbeit im Kaufmannsstand." Bu dieser Versammlung find das Aeltesten- Kollegium, Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, der Verein Berliner Kolonialwaarenhändler, sowie sämmtliche hiesigen faufmänn. Vereine eingeladen. Es ist Pflicht eines jeden jungen Kaufmannes, in dieser Versammlung zu erscheinen. 27824 60563 585 259 494 662( 300) 455 126 443 367 167 384 283 330 426( 3000) 63 95 437 131 184 764 707 907 94 83 296 827 546( 3000). 61292 46 25( 300) 412( 300) 370 858 458 591 788 525 569( 300) 296 662( 300) 148 990 851 943 479 682. 62186 392 632 502( 300) 54 337 954 24 909( 1000) 615 45 972 517. 63691 179 980 168 458 920 679 7 929 346 628 494 141( 300) 964 15. 64798 987 604 337 356 813 525 582 304( 300) 615 838( 3000) 103 955 589 852 580 848( 300) 873 961( 300) 564 556 174 390 640. 65424 626 707 566( 1000) 462 19 164 485( 500) 103 69 848 367 655 879( 3000) 719 605 326. 66705 357( 300) 44 680( 3000) 963 484 601 498( 300) 4 324( 300) 951 73 645 431 115 422( 300) 962. 67403 756 982 522 991 741 340 195 930 651 28 672 348 231 497 188 433 926 619 761 506. 68032 232 685 73 504 322 505( 300) 110 318 530 51 66 25 607( 300) 706 842 771 562 283 406( 3000) 3( 500). 69578 866 692 341 253 204 435 70 95 657 833 381 449 677 886 949 544 802 812 689 154 10 624 50 830 744 226. 896( 500) 505 229 427 893 155 484 289 732 908 845 883 445 348 105 629 130 839 898 808 234. 28530 936 484 763 875 283( 1000) 824 753 532 522 236 327 650 12 784( 500) 29422 110 644 26 355 158( 300) 827( 300) 913 842 685. 145 417 184 228 453 169 649 180 705 623( 300) 178 713 101 468( 500) 489 420 780 89 805. Der Fachverein für Schlosser und Berufsgenossen hält seine regelmäßige Versammlung morgen bei Gratweil's, Kommandantenstraße 77-79 ab und wäre zu wünschen, daß dieselbe recht zahlreich besucht würde. Auf der Tagesordnung steht: 1. Verlefung der von der lezten Versammlung be schloffenenen Beschwerdeschrift an das Kriegsministerium, betreffend unsere Konkurrenz in den Militär- Büchsenmachereien. 2. Genehmigung derselben. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Beschlußfaffung, betreffs Anschaffung des amtl. BatentBlattes. 5. Verschiedenes und Fragelasten. Gäste stets willtommen. Neuanmeldungen werden in jeder Versammlung entgegengenommen. 30201 878 924 871 263( 300) 183 974( 300) 323 817 ( 1000) 438 358 515( 300) 553 564( 1000) 420 135 788 133 816 274 677 427( 300) 904. 31441 433 431 540 184 851 474 685 783 185 707 982 780 52 334 395 31 72 369( 500) 70976 670 225 313 485 112 439 246 431 981 464( 1000) 839 330( 300) 183 363 786 844 978. 71887 963 214 329 995 898 249 465( 500) 29 771 162 875 235 812 266 930 58 ( 300) 270 173 504 595. 72598( 1000) 545 227 719 736( 300) 177 817 337 239 620 769( 1000) 453 78 447( 1000) 57. 73607( 1000) 541 485 482 500 388 838 353 933 417 173 ( 3000) 545 589 989 988 650 925 245 340 572 655 791 681 11. 74378( 300) 255 833 456 342 884 551 907 873 826 665 57 117( 1000) 775 850 267 218 628 990 427 110 329( 500). 75367 136( 300) 462 710 550( 300) 126( 300) 820 844 518 157 637 78 395 880 135 549 12. 76287 569 883 20 764 ( 1000) 968( 300) 549 387 796 148 894 29 656 404 270 633 ( 300) 718 74. 77819 192 853 854 824 700 837( 300) 124 24 483 993 690 535. 32343( 3000) 398( 300) 407 725 407 481 539 384 846 195 110 231 162 992( 300) 490 565. 33981 170 124 646 619 548( 500) 957 241 841 65 977 377 411 533 593 824 410 870 606 920 802( 3000). 34338 988 807 927 ( 1000) 283 855 423( 500) 887 319 359 899 175 626( 300) 243 979( 300) 169 380 537( 1000) 885. 35779( 300) 448( 300) 663 128( 3000) 585 885 335 379 961( 15000) 862 913 337 456 377 201 459 778 49 460 677 889 633. 36369 375 624 279( 3000) 932 280 608( 300) 440 514( 300) 520 494 640 957 ( 1000) 400 744 692 693 116 830 924 11 405 53 199( 3000). 37924 364 63 148( 500) 70 515 577 929 287 697 139 634 732 449( 3000) 10 290( 500) 757 445 919( 1000). 38525( 300) 863 701 287( 300) 114 601( 300) 830 564( 300) 274 513 665 213 445 425( 500) 335 779. 39306 40 776 258 927 602 689 960 745 229( 300) 114 925 190 922 832 149 700 273 68 736 378 874 767. 527 194 27 518 654 401 384 533 106 38 213 754. 78140 339 649 326 871 292 334 682 402 121 59 731( 3000) 897 624 146 766 639( 1000) 750( 300) 992( 500) 572 125 626 ( 500) 964 853 12 342 245. 79430 138 785 499 531 250 ( 1000) 384 574 255 978 522 705 710 926 441 637 495 56 776 227 599. Nr. Die in falls unabb arbeite lebten gehört Ufer Ujer an. aus L Der be Die ga heilige Thales mit th Wohn ganzer bloffe Röpfer megen Einba artiger werfer 80746 832 959 311 762 369 501 463 506( 300) 435 849 215 398 998 679( 300) 654. 81040 691 117 262 362 862 822 796 89 728 425 361. 82822 446 950 75 677 970 280 263 978 31( 500) 765 276 715 663 772 45 164( 300) 87 143 619 228( 300) 364. 83884 143 680 599 777( 1000) 509 16 823 947 276 989( 500) 779 603 337 329 998 676. 84938 90( 500) 102 435 492 150 939 361 158( 1000) 759 211 999 373 630 349 66 889 3 619 866 552 220 417. 85260 100 148 248 995 284 206 56 891 275 613 704 579 750 691. 86783 373( 300) 531 80 395( 300) 555 77 537( 300) 494 715 774 28 341( 300) 587 815 53 481 584 828. 87007 778 922 34 288 349 760 15 299 782 516 799 494 423 156 142 351 59 187 987 674 303( 300). 88037 673 31 353 267 435 675 120 426 679 160 101 531 340 793( 3000) 246 497 540 70( 300) 40804( 1000) 302 873( 300) 857 402 728 647 542 277 888 107 819 982 487 957 512( 300). 41825 748 98 146 69 614 ( 500) 749( 3000) 12 452( 300) 264 367 583 644 485 116 986( 500) 541 637 251 382 936 181 157( 100000) 317( 300) 193 134 908. 42782 123 341 660 232 714 289( 500) 43 236 410 694 39 258 287 742( 500) 356 171 296 458 301 580 ( 300) 575 176 223 900 561. 43588 443 183( 300) 567 986 823 230 44( 3000) 511 280( 3000) 793( 300) 770 403 161 572 606( 500) 44299 771 73 975 411 632 505( 500) 941 617 422 98( 300) 901 871 196 107 38 804 740 968( 1000) 716 256 384( 500) 980 620. 45962 645 280 51 718 209 242 473 303 249( 500) 198 273 968( 300) 522 681 9 582 378 590. 46577 203 62 49 35 406 688 637 591 413( 500) 813 58( 300) 791 933 559 794 520 2 337 685 988 917 609 748 456 826 634 9 296( 300). 47182 85 971 504 437 461 830 604 553 Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. 209 418( 1000) 594 423. 48042 378 631 254 160 288 532 Biehung vom Donnerstag, den 13. November. ( Dhne Gewähr!) 856 113( 3000) 46 386( 500) 631 829( 1000) 3 795 758 397 638 926 522 788 765 277 233 55 588 111 222 435 341 Freitag: Coppelia. Theater. Königliches Opernhaus: Königliches Schauspielhaus: Freitag: Die zärtlichen Verwandten Deutsches Theater: Freitag: Der Probepfeil. Bellealliance- Theater: Freitag: 40. Gastspiel der Königl. Hofschauspielerin Franzista Ellmenreich. Bum 2. Male: Wera. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Freitag: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Freitag: Gillette. Oftend- Theater: Freitag: Die Grille. Central- Theater: 441 853 474 371 221 222 196 323 492 747 12. 49159 426 29 956 479 547 416 151 270 801 95 462 992 216 538 84 699 784 226 242 617 308. 50643 76 182 596 18( 1000) 270( 1000) 71 166 238 310 Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute, Freitag: ( 3000) 710 161 413 181 628. 105 welche bezabl थ A noch Das Spang Abwic täglich unent Rorn. Finanzi magen Dertret und ei gleichb wurde und Auch lange gemein Mann lauf. ein Be Beit e Seugn fangre Blätte verschi gebern Die vo 90732( 300) 123 903 46 311( 300) 91 118 95 164 107 398 6 130 513 579 629 581 973 238 358( 3000) 69 263 228. 91621 535 862 729 241( 1000) 418 975 892 683 863 321 135 ( 300) 54 757 435 104( 1000) 774 693( 3000) 106 317. 92250 78( 1000) 882 537 850( 500) 110 701( 300) 315( 500) 152 569( 3000) 93670 298 197 696 294 812 304 146 93 145( 300) 357 379 180 650( 300) 685 380 97 405 484 639 935 325 361 94329 358 568 100 9 696 27 700 283 936 777 337 821 140. 36 127 45 416. 95990 623 479 23( 1000) 43 858 7 973 274 96683 989 700 595 945 186 985 462 998 105 382 442( 300) 679. 97537 544 633 976 171 806 351 684 518 274 229 781 767 568 851 496 242 593 997 98641 630 680 213 134( 1000) 755 675 828 23 41 686 620 99580 26( 500) 603( 300) 819 964( 500) 217 466 212 910 150 144( 500) 671 674 740 268 820 788 Die Lieder des Musikanten. Volksstüd mit Gesang in 5 Atten von R. Kneisel. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgeführt von aus 20 bestehender Kapelle, Leitung Kapell 7 der Vorstellung 7% Uhr. Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Freitag: Auftreten des Fräulein Anna Grünfeld. Bum 21. Male: Der Walzer- König. Gesangspoffe in 4 Atten v. W. Mannstädt, Mufik v. G. Steffens( Novität!) Vittoria- Theater: Freitag: Excelftor. Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Freitag: Bum 48. Male: Die Sirene. Schwant in 3 Atten von P. Farrier und A. Valabrégue. Vorher: Ich bin Wittwe. Lustspiel in 1 Att von Baul Blumenreich. Wallner Theater: Freitag: Bum 49. Male: Der Raub der Sabinerinnen. Louisenftädtisches Theater: Direktion: Josef Firmans. 84 583 616 792( 3000). ( 3000) 930 280. 639 893 902 145 430 472 926 18 für sich. Briefkasten der Redaktion. aus B Staats folgt Bügen Brota ftätte Theber Dem T D. S. Manteuffelstraße 54-55. Bildet einen Kreis Sterblichkeit auf 41% pCt. statistisch festgesezt worden. Die Auswanderer. In den niederländischen Kolonien ift die Zahl der Geburten ist etwas niedriger. Gehen Sie nicht dort hin, wir werden an anderer Stelle nächstens ausführlicher fiber diese Gegenden sprechen. aus De Bilder Heine berein 71 Wohn biliar wenig bolati Bant gefaßt Außerordentliche Generalversammlung der Kranken- und Sterbekasse der Maler und verw. Berufsg.( E. H.) zu Berlin, Montag, den 17. November, Abends 9 Ubr, Alte Jakobftr. 83 im Lokale des Herrn Reicher. TD.: 1. Anschluß an eine Bentralkaffe. 2. Verschiedenes.[ 1283] Der Vorstand und e Eilen befefti Darau obere bölzern Salzb Bürfte Ratech ein gr im Eine außerordentliche General- Versamm lung sämmtlicher Mitglieder der Krankenmeiflers Herrn Ludwig Claufus. Anfang des Konzerts Tuhr, Unentgeltlicher Arbeitsnachweis der Metallarbeiter sämmtlicher Branchen befindet sich Ritterstraße 123 im Restaurant von Go dtke und ist geöffnet von 8 bis 9 Uhr Morgens und Abends und finden tüchtige Klempner und Gürtler dort Beschäftigung. 1264 Der Vorstand. Mitglieder Versammlung des Fachvereins der Metallarbeiter in Gas, Waffers und Dampf- Armaturen, am Sonnabend, den 15. November, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Kanig, über Naturheilkunde. 2. DisTuffton. 3. Vierteljahres- Abrechnung. 4. Wichtige Vereinsangelegenheiten. 6. Ausgabe der Billets zum Kränzchen am 22. d. Mis. 7. Verschiedenes, Fragekasten. Um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ersucht[ 1286] Der Vorstand. und Sterbekasse der Maschinenbau- Arbeiter findet am Sonntag, den 16. November 1884, im Wintergarten des Bentral- Hotels, Gr. Friedrichstraße, Eingang Dorotheen Bericht über die Sterbekaffe der Maschinenbau- Arbeiter Straße statt. Tagesordnung: und Aufklärung über dieselbe. Das Quittungsbuch legitimirt. 1287 Rebrbl ganze richiur Anspri giebt flojett minde elettri Don e Dinge mer je niftet famme begrei luftige Diefe S geläuf ipling beizub italten Shem buchso Gefän Bald bles n Die Verwaltung Keyling. 40 E. Bett i. bill. zu verk. Waldemarstr. 67, 4 Tr. I. 1284 Abfälle von Tuch, Kammgarn, Tibet, Double Alle Reparaturen im Schlofferfach werden dafelbft angefertigt. und Wolle fauft F. Quednow, Soeben erschien: Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. Die Erlösung der darbenden Menschheit Diejenigen, die ihre Adresse behufs Eintragung im Vereinstalender abgegeben haben, werden ersucht, bis spätestens Sonn77. Gastspiel der Liliputaner. Bum 8. Male: Lumpaci tag ihre Quittungen bei Herrn Meyer, Fruchtstr. 36a in vagabundes. 1285 Empfang zu nehmen. Don R. Theod, Stamm. Preis 2,50 Mr. Bu haben in der Exped. d.„ Berl Voltsblatt", Bimmerftr. 44. Berantwortlicher Reboteur St. Gronheim in Berlin. Druck und Berlag von Mag Sabing in Berlin SW., Beuthstraße 2. Sterzu eine Beiled 300). 495 580 671 893 369 $ 978 907 500) 516 924 946 767 682 5 167 384 4.83 858 943 1000) 929 356 2 580 626 655 963 ( 300) 672 5.73 5842 253 2812 1000) 4 329 30 58 ( 300) 57. 7 173 1 681 6 665 ( 500). 4 518 0764 0 633 24 24 78140 ) 897 5 628 1250 95 56 5 849 2 862 O280 ( 0) 87 509 84938 1 999 00 148 86783 5774 22 34 51 59 75 120 ( 300) 14 105 4 107 B 228. 21 135 92250 0) 152 5( 300) 25 361 1 140. 73 274 86 985 76 171 93 997 86 620 ( 500) 20 788 Streiß ift die Die it dort er über ang taler Alte Infchluß orftand mm= afenr ergarten Cotbeen Nr. 191. Beilage zum Berliner Volksblatt. Die soziale Lage der arbeitenden Klassen in Egypten zur Beit der Pharaonen. II. Freitag, den 14. November 1884. arbeitenden Klassen| Ramses II. Die erfte und zweite Notiz find theilweiſe unleserlich, die dritte hat folgenden Wortlaut: In den großen und kleineren Städten muß wie jedenfalls auch in den ländlichen Bezirken- eine gewiffe Anzahl unabhängiger Arbeiter vorhanden gewesen sein, die gegen Lohn arbeiteten und, so gut es eben ging, von der Hand in den Mund lebten. Die größere Anzahl der städtischen Handwerker indeß gehörte wie die ländlichen Arbeiter dem Stande der Hörigen an. In Theben, wo die Stadt der Lebenden auf dem rechten Ufer durch den Nil von der Stadt der Todten auf dem linken Ufer getrennt war, setzte sich die Handwerker- Bevölkerung meist aus Leibeigenen der Kirche zusammen. Mindestens die Hälfte Der bewohnten Stadt bestand aus Tempeln, heiligen Kollegien, heiligen Einfriedigungen und kirchlichem Befigthum, während bie ganze große Todtenstadt auf der entgegengeseßten Seite des Thales Eigenthum der Priesterschaft war. Alle diese Tempel mit ihren Nebengebäuden wurden umschloffen von niedrigen Wohnstätten, deren Huinen noch heute sichtbar find, und an den ganzen weiten Bezirk des in den elsen gehauenen Riesenkirchhofs chloffen unzählige Werkstätten fich an. Und die aus unzähligen Röpfen bestehende Bevölkerung der Steinschneider und Steinmegen, der Sargfabrikanten, Maler, Vergolder, Bildhauer und Einbalsamierer, wie war für die Bedürfnisse dieser bienenschwarmartigen Kolonie gesorgt? Welchen Lohn erhielt der kieine Handwerfsmann zu seinem und der Seinigen Unterhalt und in welchem wirthschaftlichen Tauschmittel wurde dieser Lohn ausbezablt? Am 8. Tage des Phamenoth( 8. März). Heute an die Leute in Brot ausgezahlt: An( unleserlich) Hörige Tempelwache(?) Hausleute Ueberzählige Kinder Polizeibeamter 5 Personen macht 10 Leibe. • . 8 16 " 11 " 9 18 " " 19 12 24 " " 1 " 2 " " 2 4 " H H 2 " " " H Busammen 78 Leibe. Die vierte Notiz spricht von zwei- und dreitägigen Rationen, aus 4 und 6 Laiben pro Person bestehend. Die sechste und legte, die sehr flüchtig hingeworfen ist, giebt eine fummarische Uebersicht über das gesammte Tempelpersonal in folgender Weise: Am 8. Tage des Phamenoth. In Brod an die Leute ausbezahlt, 40 Personen, jede 2( Laibe), macht zufammen 80." Der Tagelohn eines Arbeiters wurde nach den ange zogenen Beispielen gleich zwei Laiben Brod angesetzt und das ist in der That die Stala, die wir als stehende finden: der Arbeiter zwei, der Soldat drei Laibe Brod pro Tag. Bet monatlicher Abrechnung erhielt der Arbeiter zwei und der Soldat drei Artaben Korn, bei welcher Rechnung das Maß einer Artabe 30 Laiben Brod gleich gestellt wurde. Der fünfzehnte Theil einer Artabe muß daher wohl dem Chönig der späteren griechischen Beit entsprochen haben, da Revillout dargethan hat, daß das die gewöhnliche Quantität Korn war, die man zum Lebensunterhalte einer Person für einen Tag rechnete. Bu weilen, wenn die Arbeit eine besonders schmere ist, wird dem Auf diese Fragen läßt sich eine Antwort geben. Das gemünzte Geld war im Zeitalter der Pharaonen noch nicht erfunden, der Handelsverkehr beschränkte fich auf das Tauschgeschäft und Metall in der Form von Ringen, Spangen und Barren tam nur bei Tributzahlungen oder der täglichen Lebens war indes irgend ein Birkulationsmittel auszutheilenden Rationen zu sein: unentbehrlich und es diente hiezu im alten Egypten das finanziellen Verhältnissen durch die Papyrushandschriften einigermaßen aufgeklärten Zeit an hat Korn die Stelle des Geldes vertreten. Die großen Staatsspeicher waren die Landesbanken und eine Anweisung auf so oder so viel Scheffel Getreide war gleich bedeutend mit einem Staatskaffenschein. Die Steuern wurden in Korn entrichtet. Der Soldat, der Staatsbeamte Und der Kronpensionär erhielten alle in Storn ihre Bahlung. Auch der Arbeiter wurde in Korn ausgelohnt und nachdem lange schon unter den Ptolomäern das gemünzte Geld in allgemeine Aufnahme gekommen war, diente bei dem gemeinen Manne noch Korn als Ausgleichsmittel für den Kauf und Ver lauf. Man wird vielleicht begierig sein, zu erfahren, was für ein Beugniß über einen so dunkeln Gegenstand aus so alter Beit erbracht werden kann. Da läßt sich denn sagen, daß das Beugniß ein vollgültiges und das Beweismaterial ein sehr um fangreiches und merkwürdig genaues ift. Blättern aus Büchern, die wir die Rechenschaftsberichte" der Es besteht aus gewöhnlichen Arbeitslohn noch ein gewiffes Quantum Del hinzugefügt. So berichtet in einem Papyrus, der sich in Turin befindet, der Stadtschreiber" Hanefer an den Registrator" Hora in Betreff des Transportes von ungewöhnlich schweren Steinblöcken und ermahnt ihn, besonders vorsichtig wegen der Sobald Du diese schriftliche Mittheilung erhalten wirst, ſo beeile Dich, die Arbeit an dem Aufenthaltsorte des Ramses Mer- Ameu( dem Leben, Wohlergehen und Macht!) zu fördern. Laß keine Nachlässigkeit, feine Saumseligkeit eintreten. Achte darauf, daß die Leute in drei Abtheilungen eingetheilt werden, jede Abtheilung unter ihrem Hauptmann. Da 600 vorhanden find, so entfallen auf jede Abtheilung 200. Laß sie die drei großen Blöde, die vor dem Thore des Maut- Tempels liegen, fortschleppen, und es möge ja darauf gesehen werden, daß ste Tag für Tag regelmäßig ihre Korn- und Delrationen er halten Ebenso laß dem Treiber je eines Ochsenpaares ( Büricher Post.) Del geben." Lokales. r. Unsere Straßenbeleuchtung erweist sich vielfach und auch in den frequentesten Gegenden der Stadt als durchaus unzureichend. Am Dienstag Abend gerieth ein Mörtelwagen unter den Linden an der Friedrichstraßen- Ecke in den dortigen der Dunkelheit nicht bemerkt und - Eine ganze Reihe mehr oder minder erhebliche Unfälle kann man an jedem Abend am gebern an ihre Schreiber und von diesen an die Arbeitgeber, in denselben eingelenkt hatte. Die von der Arbeitsvertheilung und der Auslohnung handeln, Staatsbeamten, Speicher bediensteten und dergleichen. folgt zum Beispiel eine Reihe von Notizen, die fich in groben Hier Dönhofsplage längs der Krausenstraße beobachten. Die dort entlang führende stufenartige Trottoir- Erhöhung ist in der Dunkelheit und bei der gegenwärtigen mangelhaften Be leuchtung nicht zu erkennen, und verursacht fortwährend zahl den Gänsemarties wohl das größte Kontingent stellen. Aehnlich Brotauszahlungen an Hörige und Sklaven einer Aufenthalts- reiche Niederlagen, zu denen die Besucher des dort stattfinden Stätte des Ramfes", womit wahrscheinlich das Ramesseum in Theben gemeint ist. Diese Aufzeichnungen, die offenbar don aus dem Monate Phamenoth des 52. Regierungsjahres von Bwei Monate Raßberg. anstalt zu Chemniß von Martin gildebrandt. nicht erkennen läßt, mit denen die Wege dort eingefriedigt find, 1. Jahrgang. und mancher würdige alte Herr von der Universität hat hier durch einen plöglichen Ruck gegen das Schienenbein das Gleichgewicht verloren und seinen Hut aus den eingefriedigten Rasenpläßen herausholen müssen. Aehnliche Uebelstände bestehen an den meisten großen Pläßen, wo an einem oder an einzelnen Bunkten besonders wirksame Beleuchtungsapparate angebracht find, und das Auge des Vorübergehenden im Augenblick geblendet, sich nicht sofort wieder an die Dunkelheit hinter der nächsten Straßenede gewöhnen kann. Es ist das ein viel empfundener Uebelstand, der eine besondere Aufmerksamkeit der städtischen Behörden wohl verdient. N. Die an den hiesigen Magistrat Seitens des Vereins der Westvorstadt gerichtete Petition, den Anschluß des 18. und eines Theiles des 17. Charlottenburger Stadtbezirkes an die Kanalisation betreffend, soll, wie wir zur Freude für dortige Interessenten mittheilen können, begründete Aussichten auf Erfüllung baben. T. Vergessene Gelder. Die Direktion der preußischen Rentenversicherungs- Anstalt zu Berlin fordert durch öffentliche Bekanntmachung 27 Personen auf, welche seit länger als zehn Jahren die für sie bei der erwähnten Anstalt zur Auszahlung bereit liegenden Renten- Beträge nicht erhoben haben, dieselben nunmehr binnen einer Präkluftofrist in Empfang zu nehmen, widrigenfalls diese Beträge nach den Bestimmungen der Anftalts- Statuten verfallen, und Ansprüche wegen dieser Beträge auch im Rechtswege gegen die Anstalt nicht mehr geltend ge macht werden können. Auch gegen die Erben und Rechtsnachfolger solcher Empfangsberechtigten richtet sich diese Aufforderung. Wenn diefelbe nicht ein rein formelles Verfahren ist, nur bestimmt, gewissen Vorschriften der Statuten Genüge zu thun, so muß es Verwunderung erregen, daß so viele Leute in einer wirthschaftlich so bewegten Zeit sich ihrer Ansprüche an das Institut garnicht bewußt geworden zu sein scheinen. Denn, daß Jemand aus bloßer Nachlässigkeit eine ihm zustehende Rente nicht erheben sollte, das dürfte doch dem unpraktischsten und gleichgültigsten Geschäftsmanne unbegreiflich sein. r. Singe- Kuren im Grunewald. An einem der letzten rauhen Tage unternahmen drei Herren aus Berlin eine Bartie durch den Grunewald. Rüftig durch die feuchtkaltende Luft dahinschreitend und sich über die Eigenartigkeit einer solchen herbstlichen Landpartie unterhaltend, hören fie plößlich das befannte Lied vom Haideröslein" im Terzett gesungen, her überklingen. Deutlich waren zwei weibliche und eine Männerstimme zu unterscheiden. Anfänglich glaubte man, daß hier drei unglücklich Liebende in fühlen Herbstluft Linderung für ihre brennende Leidenschaft suchten. Ein Bahnbeamter, der mit der gleichgültigsten Miene von der Welt vorüberging und den Gesang gar nicht zu hören schien, wurde von den drei Herren gefragt, ob ihm die Sänger denn nicht näher bekannt feien. Ach entgegnete er mit einer halb verdrießlichen Kopfbewegung, das find die drei Singer Kranken, die machen fast alle Tage die Haide mit ihrem Ge- finge unsicher." Er erzählte dann weiter, daß die beiden Damen und der Herr ihre schwachen Lungen in der gesunden Waldluft stärken und dies nicht blos durch fleißiges Spazierengehen, sondern mehr noch durch fleißiges Singen zu erreichen suchen. Während dieser Erzählung schallte der bekannte Kuhreigen und seine Jodler im stärksten Conscendo durch die stille Forst. Na! was meinen Sie zu so' ner franken Lunge?" meinte lachend der Bahnbeamte im Weitergehen. Eine Frau mit solcher Lunge! dachten die dret und zwei von ihnen flüsterten einander zu: bleiben Junggesellen," Der dritte aber seufzte. Der war verheirathet. Wir sureichende Betroleum- Beleuchtung die niedrigen Eisengitter Bolnischen Apotheke an der Ede ver Mittelſtraße, ſehr leicht Bilder aus dem Gefängnißleben in der königlichen Gefangen Schuld in vielen Fällen auch die Sorge um die Angehörigen biliar Dom ( Leipziger Gerichtszeitung.) ( Schluß.) II. Meine Belle. Kunsthandwerk noch unbeleckt und deshalb die ewige Monotonie des Daseins, zu dem fte verurtheilt, drückt ibren Bewohner schwer und umso stärker, als das Gefühl der und um die eigene Bukunft auf dem Verurtheilten lastet, je mebr er Hang für Melancholie befigt. Und trogdem ist die Jfolirung für den Gefangenen ein Glüd. Da, wo diese allents halben möglich ist, kann man das Gefängniß eine BesserungsAnstalt nennen, während da, wo die Gefangenen mit mehreren verlebren müssen, das gerade Gegentheil der Fall ist: Da wird das Gefängniß die hohe Schule des Verbrecheas sein, gute Vorsäge, wenn überhaupt vorhanden, werden im Reime erstickt werden, der entlassene Dieb oder Betrüger wird raffinirter ,, an die Arbeit" zurüdkehren. In der Jfolirzelle dagegen ist er allein, fieht niemand und wird von Niemand gesehen. Frei N. Durch das polizeiwidrig schnelle Fahren eines Schlächterfuhrwerts wäre gestern Nachmittag an einem der belebtesten Punkte der Friedrichstraße und zwar vor der eine äußerst verhängnißvolle Katastrophe herbeigeführt worden. Die Verseßung in die II. Disziplinarklaffe, in der sich nebenbei bemerft, eine sehr große Zahl der Gefangenen be findet, ist zunächst durch das Hinwegfallen aller dieser Begünstigungen, sodann aber durch erhöhte Arbeitszeit empfindlich. Das ferner vorgesehene gänzliche Entziehen der Arbeit kommt dem Verluste der einzigen Wohlthat gleich, die das Gefängniß bietet wird sie auch zumeist rein mechanisch verrichtet, so ist fie doch in der Belleneinsamkeit das einzige Mittel, über die Beit, deren Flüchtigkeit hier nicht zum Bewußtsein kommen will, binwegzubringen. Bier nackte, table, weißgetünchte Wände, die durch ein leines, start vergittertes Fenster, zu dem die Sonne zwar hereinscheinen, ich aber nicht hinaussehen kann, erhellt werden 7 mäßige Schritte lang, 4 Schritte breit, das ist mein Wohn, Speise, Arbeits- und Empfangszimmer. Das Mo wenig, Stilvoll", besteht in zwei an der Wand befestigten lich sucht auch hier der Einfame oft die Unterhaltung mit ſei denen etwa 24 haft bezw. Krankenzellen find, denen ich an Darauf steht nen Bellennachbarn anzulnüvfen. Durch Klopfen an den Wänden sucht man fich zu verständigen, doch ist das insofern wenig zuverlässig, als einmal der Nachbar nicht darauf eingeht, zum andern aber in der Zellenthür ein Beobachtungsfensterchen fich Leider ist es nicht möglich, allen die Wohlthat der Isolirhaft zu Theil werden zu laffen; die hiesige Gefangenanstalt verfügt zwar die Dunkelzellen im Souterrain nicht gerechnet über die stattliche Anzahl von ca. 120 folirzellen, von Holzklappen, die mit Stäben versehen find und Tisch und Bant darstellen- dem gegenüber, in einen Eisenrahmen ein und einem Betttuch an der Wand hochgeschlagen und mit den Eisen der Umfassung an Eisen in der Wand durch Schrauben befindet, durch welches derartige Konversationsluftige sehr bald befestigt ist, während das Keillissen mit seiner breiten Fläche festgestellt und ausquartiert werden. Was nach dieser Hinsicht suchungsgefangenen links davon ein kleines braun gestrichenes hin den Uebertreter erwartet, läßt ein Plakat ahnen, das in hölzernes Regal, auf dem ein Trinkglas, Wafferkrug, eine jeder Belle hängt. Es lautet: Salzbüchse, effer und Löffel fich befinden, während das obere Fach durch ein zinkenes Waschbecken, Seife, Kamm, Bürfte und dann ein neues Testament, Gesangbuch und Ratechismus gefüllt wird Rebrblech unten eine Hakenleiste, an der fchließlich ein hölzerner Spudnopf das ist die Allgemeine Verhaltungsmaßregeln. Der Gefangene hat sich der Hausordnung und den in dem Gefängnisse bestehenden Vorschriften über die Tageseintheilung und das Verhalten gemäß zu bezeigen, den Anordnungen der Personen, welche im Gefängnisse verkehren, achtungsvoll zu benehmen. Verboten ist der Verkehr mit anderen Gefangenen oder mit Personen außerhalb des Gefängnisses, alle Ruheſtörung, die Beschädigung over Verunreinigung der Gefängnißräume und der darin befindlichen Gegenstände. Ungehorsam, Nichtbeachtung der allgemeinen und beson deren Berhaltungsmaßregeln, sowie sonstiges ungebührliches Verhalten wird nach Befinden disziplinarisch durch ein graues, grobleinenes Handtuch hängt an einem Nagel Gefängnißbeamten Gehorsam zu leisten und fich gegen andere im Rahmen der Thür ferner Schubbürste, Kehrbesen und gange Ausstattung. Aber wenn schon die innere Eins richtung des Hauses verrieth, daß dies Gefängniß nach den Ansprüchen der modernen Gesundheitspflege eingerichtet, fo giebt auch das in einer Ecke der Belle fich befindende Waterllojett nebst den Luftheizungs- und Ventilationsleitungen nicht elektrische Signalapparat den Beweis dafür, daß der Kerker Don ehemals mit seiner düstern Romantik zu den überwundenen mer jene Brutstätten der Epidemien, in denen die Armuth niftet in denen bis ein Dugend Menschen eingepfercht zu fammenwohnen, gesehen hat, dem wird es in solcher Belle begreiflich, das Verbrechen begangen werden, um folch' ein luftiges und gesundes Heim zu erringen. Freilich sieht sich diefe Verbrechergattung in der Regel in ihren Erwartungen getäuscht; denn für derartige Exemplare find allerhand Dis iplinarmittel vorhanden, um ihnen das Gefühl der Strafe bestraft. Arbeiter 1287 ung 1284 Double rftr. 40 efertigt hheit ftr. 44, beizubringen. Wer menschliches Elend lennen gelernt hat, Budem auch haben wir in Sachsen nur 3 AnEntziehung von Begünstigungen, Verseßung in die zweite Disziplinarklaffe, Entziehung der Arbeit, Entziehung der Arbeitsbelohnung, Entziehung des Bettlagers, Schmälerung der Kost, einsame Einsperrung, Anschließen an die Kette oder förperliche Büchtigung Bur Orientirung will ich bemerken, daß Begünstigungen in der Erlaubniß zum Tragen der eigenen Kleidung, der Selbstfalten dieser modernen Einrichtung, Dresden, Leipzig und Sbemnit, und in diesen finden nur diejenigen Strafgesets beschäftigung, der eigenen Beköstigung bezw. Aufi efferung der buchsverleger Unterkunft, denen bis zu 5 bezw. 6 Monaten Gefängniß zuerfannt find den übrigen ficheit Zwidau und Baldheim ein ohne Zweifel weit freudloseres Asyl. Doch Gefängnißfost durch den Bezug von Viktualien u. s. w. gewährt werden können und dies nach Befinden der Direktion denen selten versagt wird, deren Vergehen nicht entehrender bies nur nebenbei. Auch die moderne Belle hat ihre Schrecken, Natur oder im Rückfalle begangen ist. späterer Stelle gedenken werde, und weitere 40 in dem ein Gebäude für fich darstellenden Flügel C, in dem die weiblichen Gefangenen unter weiblichem Aufsichtspersonal internirt find. Die Hauptzahl dieser Bellen ist in der Regel mit Unteroft bis 100 belegt, so daß die Isolirhaft den Strafgefangenen leider nur sehr theilweise zn gute tommen kann. Die Strafgefangenen, die des Tages über nicht auf Außenarbeit find, müssen zu 30-40 und mehr, ie nach dem Gefangenenbestand, in Arbeitssälen untergebracht werden, während fte Nachts in den über der zweiten Etage belegenen Schlafzellen der Schlafsäle Unterkunft finden. Meine Belle hatte so weit mein Intereffe erschöpft und so begann ich denn die Wände zu studiren. Dente feiner hier etwa an Rarzerromantik; das Recht, diese Wände mit lyrischen und tragischen Ergüffen zu bedecken, hat eben nur der akade mische Bürger in seinem Karzer, hier ist stehe Verhaltungsmaßregeln maßregeln dafür gesorgt, daß die weißgetünchte Wand sauber bleibt und zudem wird durch genügend öfteres Tünchen der Wände dafür gesorgt, etwaige Verlegungen nach dieser Richtung hin zu verwischen. Indessen, wo Kohle und Blei stift verboten und faum zu haben sind, tritt die Messerschärfe oder die eines Fingernagels in ihre Rechte, und so kann man, troß der Uebertünchung, vielfach die Spuren eines Kalendariums entdecken. Es ist die erste Sorge der Gefangenen, über die Beit orientirt zu sein, und ich bin überzengt, daß jeder dieser Anstaltsbewohner Tag und Datum jeder Beit richtig anzugeben vermag es ist eben dasjenige, das ihn am meisten intereffirt. Auch ich habe davon feine Ausnahme gemacht, wenn schon mir zu dem Zwecke Papier und Tinte dienen mußten, ich habe sogar von meiner Gefangenzeit die 580 Stunden abgeschrieben, die ich im Gefängniß schlafend zu ver bringen hatte. bringen hatte. Außer diesen Kalenderspuren" und ver schiedenen Initialverewigungen", die in der Belle zu finden find, fand ich auch noch eine Inschrift und ich habe über diesen meiner Vorgänger herzlich lachen müssen. Sein Fingernagel hatte die klassischen Worte: Mensch ärgere Dich nicht! allen Nachfolgern als Trost hinterlassen. Ein Schlächterfuhrwert bog um die angegebene Beit mit größter Fahrgeschwindigkeit von der Mittelstraße in die Friedrichstraße ein und caramboulirte dabei mit einer ent gegenkommenden Droschke zweiter Klaffe derart, daß der Kutscher des Schlächterfuhrwerts vom Bock geschleudert wurde, während das Pferd selbst zwischen die Paffanten auf den Bürgersteig stürzte und der Wagen an der Bordschwelle zerschellte. Als ein Wunder ist es zu betrachten, daß von den zahlreichen Baffanten niemand verlegt wurde und der fahrläffige Kutscher nur mit Hautabschürfungen davonkam. a. Diebstahl. Dem Weißwaarengeschäft einer Frau G. in der Gartenstraße Nr. 170 haben Diebe in der Nacht vom 10. sum 11. b. M. einen Besuch abgestattet, bei dem fie fertige Kleidungsstücke und Wollenwaaren im Werthe von 725 Mart gestohlen haben. Augenscheinlich find die Diebe durch die Hausthür und durch die im Hausflur vorhandene Korridorthür gedrungen, welche fie mittels Nachschlüffel geöffnet haben. Von hier aus haben sie die von dem Korridor nach dem Laden führende Doppelthür zu erbrechen versucht und haben, da ihnen dies nicht gelungen, die Charnierbolzen der Thür herausge schlagen, die Thür selbst aus der Bekleidung herausgezwängt und bei Seite geftellt. Die innere Thür wurde wieder mittels Nachschlüffels geöffnet. Der Umstand, daß in dem Parterregeschoß andere Wohnungen nicht vorhanden sind, hat den Dieben bei ihrer jedenfalls sehr geräuschvollen Arbeit mehr Sicherheit gegeben. Von den Dieben fehlt bis jetzt noch jede Spur. Eine widerwärtige Szene spielte sich am Dienstag Nachmittag gegen 4 Uhr auf der Landsbergerstraße an der Ecke der Katharinenstraße ab. Dort war das vor einen Marktwagen gespannte Pferd zu Falle gekommen und vermochte sich nicht wieder zu erheben, so daß der Verkehr dort für längere Zeit stockte. Während man noch damit beschäftigt war, den Gaul auf die Beine zu bringen, fam ein mit zwei großen Hunden bespanntes Geschäftsfuhrwerk aus der Katharinenstraße. Kaum erblickten die Hunde das auf dem Pflaster liegende Pferd, so stürzten sie sich wüthend auf dasselbe und bissen darauf los, ohne daß ihr Führer fie zurück zu reißen vermochte. Ein anwefender Polizeibeamter sah sich daher genöthigt, seinen Säbel zu ziehen, und es gelang ihm auch, die wüthenden Bestien mit einigen fräftigen Hieben von ihrem Opfer abzutreiben. Durch den Angriff der Hunde war das Pferd ein wenig aufgemuntert worden, so daß ihm bald aufgeholfen werden und es seines Weges ziehen konnte. Daß dieser Zwischenfall eine große Menschenansammlung veranlaßt hat, versteht sich bei der Neugier der Berliner von selbst. N. Berliner Rowdies. Als der Buchhalter des bekann ten B'schen Galanteriemaaren Geschäfts in der vergangenen Nacht von einer Gesellschaft heimkehrend mit seiner Dame die Neue Königstraße pafficte, wurde er an der Ecke der Gollnow ftraße von drei des Weges kommenden Strolchen derart angerempelt, daß er mit seiner Dame zu Boden stürzte. Die Dame, die vom Trottoir aus bis auf den Straßendamm gestoßen wurde, erlitt bei dem Fall anscheinend nicht unerhebliche Verlegungen am rechten Arm und Fuß, während der Herr mit unbedeutenden Verlegungen davon fam. Als der Angegriffene fich anschickte, einen der Strolche festzuhalten und dazu um Hilfe rief, ergriffen alle drei die Flucht. Trop sofortiger Verfolgung gelang es leider nicht einen der rohen Patrone feftzunehmen. N. Ein jugendlicher Langfinger, der aus einer hiesigen achtbaren Familie stammt, ist gestern Abend bei Ausübung eines Diebstahls auf frischer That ertappt worden. Derselbe, der fich in der bekannten Weinhandlung von N. zum Erlernen der kaufmännischen Buchführung als Lehrling befand, nahm dort gestern die Gelegenheit wahr, dem in dem Geschäft angestellten Kaffen- Kontroleur M., während derselbe fich auf einen Augenblic entfernt batte, vom Pulte eine Summe Geldes zu entwenden. Der Diebstahl wurde sofort entdeckt und dem Lehrling auf den Kopf zugesagt, der ihn denn auch nach anfäng lichem Leugnen eingestand. Nur mit Rüdficht auf die Fa milie ist von einer Anzeige bei der Behörde Abstand genommen. N. Ein recht gefahrdrohender Brand fand gestern Nachmittag in der 5. Stunde auf dem Grundstüd Ritterstraße 184 statt. Die Souterrain Räumlichkeiten dieses Hauses werden von der Brennmaterialienhandlung von Müller zum Aufbewahren von verschiedensten Brennmaterialien speziel Briquets, Prestohlen benupt. Dieses Preßkoblenlager soll nun um die angegebene Zeit durch eine unvorsichtige Behandlung eines in der Nähe stehenden Gasometers in Brand gerathen sein. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte das Feuer bereits recht erheb liche Dimenfionen angenommen, Flammen und Rauch schlugen zu den Kellerfenstern heraus, während das übrige Lager in Das war die ganze Ausbeute, die meine Belle bot. Da gegen begegnet man den Gedanken eines Gefangenen" öfter in den Büchern der Anstaltsbibliothek, die, meist christlichen Inhalts, doch der Abwechslung halber ziemlich stark begehrt sind. In einem Daheimbande fand ich beispielsweise neben einem von frischer Luft" handelnden Artikel des Dr. Paul Niemeyer die Bemerkung eines Gefangenen ,, Wichtig für Jfolirgefangene". Weniger auf das Wohl seiner Mitgefangenen als das eigene bedacht, muß wohl der gewesen sein, der die innere Deckelseite zu einer Rekapitulation des Ge fángnißmenus benuste. Aber auch der Gefangenhauslyrik begegnete ich in einem Bande. Der Dichter verrieth das Erzgebirge feine Heimath in seinem Dialekt. In hochdeutscher, sehr freier Nachempfindung dürfte die Strophe etwa so lauten: Ich finne hin und finne her, Doch nirgend find ich Ruhe mehr. Bur Ferne blickend, muß ich weinen Dann denke deiner Rose ich, In deinem Schoße träum' ich mich Und fleh den Tod uns zu vereinen. Drei Wochen später avancirte ich aus der zweiten Etage in die erste, in eine der vorgedachten Haftzellen, die mir gegenüber meiner bisherigen Belle- den Eindruck eines an genehmen Aufenthaltes machte. Es ist eine Edgelle mit großem Fenster an jeder Seite, deren untere Scheiben zwar geblendet find, deffen eines jedoch mir die prächtigste Aussicht auf das im Thale vor mir liegende Chemniß und auf die gegenüber liegende Hügelkette und den Seifigwald gewährt. Brächtige grüne Bäume in meiner unmittelbaren Nähe, in dem Garten vor mir, schließen den Kranz, der die Stadt plastisch um= schlingt. Die Thürme ragen aus dem Dächermeer empor und auch ungezählte leider Dom Standpunkt des Aesthetikers Schornsteine, die oft so schwarze Wolkenmaffen ausströmen, daß fich der ganze Horizont verdunkelt. großer Gefahr schwebte in Mitleidenschaft gezogen zu werden.| Der sehr schnell auf der Brandstätte erschienen Feuerwehr gelang es nach etwa 1 stündiger Thätigkeit des Feuers Herr zu werden, ehe es eine verhängnißvolle Ausdehnung annahm. Der Inhaber des Brennmaterialiengeschäfts, Herr M. soll sich bei seinen Lösch versuchen anscheinend nicht unerhebliche Brandmunden zugezogen haben. Ein Schornsteinbrand führte die Mannschaften gegen 11 Uhr Abends nach dem Grundstück Alte Jakobftr. 132. Wie bei allen derartigen Bränden tam es hier zu einer löschenden Thätigkeit nicht, sondern hatten die Mannschaften nur die vollständige Ausbrennung zu überwachen. Auch der innere Anblick ist ein freundlicherer, ein großer Holztisch, ein Rohrstuhl, ein bequemeres Bett in eiserner Bettstelle, eine veritable Waschtoilette und ein Thermometer -Herz, was begehist Du? Und für alle diese Vorzüge wäre ich falt geblieben, wenn nicht die weit raffinirtere Einfachheit meines ernen Aufenthaltsortes mir das Verständniß für dies selben erschloffen hätte. Freilich als ich da die ersten drei Tage, ohne mich meinen Arbeiten widmen oder die gewählte Letiüre genießen zu fönnen, zu stiller Betrachtung mir selbst überlaffen blieb, da batte ich meinen ganzen Humor nöthig. Die besonderen Vorschriften für Ifolirgefangene", sowie das neue Testament" und die sämmtlichen Psalmen Davids" hatten gerade für einen Tag mein Intereffe beansprucht und vor allem hatte mich die herrliche Poefte des heiligen Lukas entzückt, aber erträglich wurde meine Stimmung doch erst, als ich wieder Tinte, Feder und Papier vor mir hatte und an meinen gesammelten Weiken" weiter arbeiten konnte. Kindesmord. Die bei dem Hofschornsteinfegermeister Rube in Rondition stehenden Gesellen H. Mertens und§. Löffelmeier waren gestern Nachmittag damit beschäftigt, den Echornstein des Grundstückes Jägerstraße 2 zu fegen, als dieselben plößlich in dem Erdgeschoß einen harten Gegenstand im Schornstein bemerkten, der dem Reinigen einen energischen Widerstand entgegenfeßte. Bei einer genaueren Untersuchung entbedte man im Schornstein den halbverkohlten Leichnam eines neugeborenen Rindes männlichen Geschlechts. Durch den sofort benachrichtigten Reviervorstand und die telegraphisch bei beigerufene Kriminalpolizei wurde der vorläufige Thatbestand festgestellt, und die Untersuchung eingeleitet. Die Leiche ist Sereits gestern Abend nach dem Dbduktionshause überführt worden. Die seitens der Polizeibehörde eingeleiteten Recherchen nach der Verübern des scheußlichen Verbrechens hatten bisher noch kein Resultat. N. Die Leiche eines sechzigjährigen Mannes wurde heute Vormittag 10 Uhr an der Kottbuser Brücke im LandwehrKanal schwimmend bemerkt und von Schiffern and Land ge zogen. Behufs gerichtlicher Obduktion ist die Leiche nach der Morgue geschafft worden. Gerichts- Zeitung. Wien.( Keine Tarüberschreitung.) Der Einspänner Franz Durst steht vor dem Bezirksgerichte Wieden unter der Anklage, dem Kellner Franz Bawadil einige Rippenstöße versetzt zu haben. ,, Bekennen Sie sich schuldig?" fragte ihn der Richter Dr. Rossi. „ Natürli, kaiserlicher Herr Rath," entgegnete der Angeklagte, ,, reinwaschen könnt mi nöt ama der beste Wasserer, i hab' halt an Eselsrausch g'habt, na und das andere, kaiserlicher Herr Rath, wiffen's th." Richter. Der Herr Staatsanwalt beantragt Ihre Bestrafung; haben Sie dagegen etwas zu be merken? Angell. No, kaiserlicher Herr Rath, wenn's mi schon bestrafen müssen, so hätt i halt a Bitt'. Richter. Was denn für eine Bitte? Angeklagter. Na, kaiserlicher Herr Rath, daß nöt die Tax überschreiten.( Heiterkeit). Der Richter berücksichtigte diese Bitte insoferne, als er Franz Durst zu blos vierundzwanzig Stunden Arest verurtheilte. Ein gemüthlicher Arrest. Beim Bezirksgerichte in Hainburg war der Amtsdiener Josef Belz mit der Ueberwachung der Arrestanten betraut. Seit geraumer Zeit furftrte nun in Hainburg das Gerücht, daß es nicht schwer sei auf das ohnehin weiche Gemüth des Gefangenaufsehers rührend einzuwirken, und daß er, woferne man seiner natürlichen Herzensgüte mit einigen Vernunftsgründen nachzubelfen geneigt war, fich dazu herbeiließ, die Arreftthür wie von ungefähr offen zu laffen. Es war alsdann nicht seine Schuld, wenn ohnehin berücksichtigenswerther Arrestant den günstigen ein Zufall benügte, um ohne vorherige Anmeldung beim Gerichtsdiener das unfreundliche Arrestlokal zu verlanen. Einmal bereits hatte Herr Josef Belz wegen läsfiger Ueberwachung der Arrestanten einen ftrengen Verweis erhalten; da aber deffenungeachtet Herr Belz nicht davon abließ, für die vorzeitige Befreiung solcher Häftlinge zu sorgen, welche ihm durch intime Händedrücke bewiesen hatten, daß fie seiner Protektion würdig seien, so wurde eine Untersuchung eingeleitet, welche die Suspendirung des Gerichtsdieners und die Erhebung der Antlage gegen ihn zur Folge hatte. Eine Fabrikarbeiterin, Frau Katharina Höbel aus Hainburg, wurde wegen Veitschuld am Mißbrauch der Amtsgewalt angeflagt. Frau Höbel hatte nämlich, als fie eine ihr wegen Ehren beleidigung zuer Tannte 24 stündige Arreststrafe antrat, dem Gerichtsdiener zwanzig Kreuzer in die Hand gedrückt, mit der Bitte, fie am Abend fortgehen zu laffen, damit fie nicht die Nacht über fern von ihrem Gatten und ihren Kindern im Arrest zubringen müffe. Herrn Belz war dies einleuchtend genug, um der Frau zu sagen: Wissen Sie, hinauslaffen fann ich Sie nicht, aber ich werde alle Thüren offen laffen, wenn Sie dann hinausgehen, so weiß ich nichts davon." Frau Hödel erzählte dies gestern vor dem Schwurgerichtshofe ganz offenherzig und erflärte alle Ausflüchte und Beschönigungen, die der ehemalige Gerichtsdiener vor brachte, als Lügen. Ihrem Geständnisse war aber auch zu entnehmen, daß sie wohl feine klare Vorstellung Davon haben mochte, daß durch die Bestechung bes Gerichtsdieners der Staat, wie es in der Schuldfrage hieß, in seinem Justiz Hoheitsrechte geschädigt wurde. Josef Belz, welchem außerdem noch einige andere fleine Fälle von ungemein menschenfreundlicher Auffaffung des Amtes eines Kerkermeisters nachgewiesen werden konnten, wurde schuldig erkannt und zu vier Monaten schweren Reiters verurtheilt. Frau Hödel, hinfichtlich derer die Jury, bestehend aus den Herren Adolf Fe= nauer, Julius Fanta, Josef Hohnheiser, Dr. Friedrich Dittes, Johann Eturm, Ludwig Schug, Karl Tundl, Ludwig Bolsterer, Heinrich Bolliger, Anton Peifo, Emanuel Lohner und Josef Tichy, die Echuldfrage mit neun gegen drei Stimmen vers neinte, wurde freigesprochen. Vermischtes. Dieser schien 10 Nr. 55 nahm gerade ein topiofes Diner ein. Der Bigeuners Kapellmeister machte eine tiefe Verbeugung und trug dann in ungarischer Sprache die Bitte vor, dem Herrn Landsmann mit seiner Kapelle etwas vorspielen zu dürfen. durch den Besuch nicht recht erfreut zu sein. Er griff in die Brufttasche, reichte dem Bigeuner- Kapellmeister eine Fünfzig Gulden Note und entließ ihn mit einem leichten Kopf niden. Wie die Laite so unverschämt sein können," sagte e dann in gebrochenem Deutsch zu seinem Tischnach bar, gestern Abend habe ich ihnen im Eldorado zweihundert Gulden ge schenkt, und haite betteln sie mich wieder an." Nr. 55 be fchenfte Bigeuner, Rellner, Fiafer futscher mit fürfilicher Frei gebigkeit, er veranstaltete fleine Soupers in Gesellschaft von Freunden und Freundinnen und gab sich viele Mühe, feine Mittel zu erschörfen. Es schien, daß er vor dem Duell noch einmal alle Freuden genießen wollte, die mit Geld ets fauft werden können. Wo immer er auftauchte, zog er die allgemeine Aufmerksamkeit auf fich. Nur die Polizei schien von seiner Anwesenheit nichts wissen zu wollen. Gestern Abend fam er wie gewöhnlich ins Café Hutter in der Dorotheerga An einem Nebentische faß ein junger Mann, der ihn scha anfab. Nr. 55 glaubte den Unbekannten schon einmal gefehen zu haben und ging auf ihn zu. Dieser aber erhob sich raid und verließ das Kaffeehaus. Nun fand es auch unser Duel lant für gut, fich zu entfernen. Er eilte auf die Straße, rie einen Fiaker und fuhr nach dem Hotel. Dort verlangte er fort die Rechnung, beglich fie und eilte auf das Zimmer, u sein Gepäck zu ordnen. Einen geladenen Revolver steckte er in die Seitenfafche seines Menczikows, dann eilte er die Stufen hinab. Jm Foyer des Hotels aber erwarteten ihn drei Herren The er nach dem Revolver greifen konnte, war er von fe starten Armen festgehalten. Die Herren liegen ihm Handfeffeln anlegen, erklärten ihn für verhaftet und führten ibn auf da Polizei Kommiffariat. Der noble Herr von Nr. 55 hatte das Unglüd, einer fteckbrieflich verfolgten Persönlichkeit auf ein Haar zu gleichen. Dunkler Teint, fleiner, schwarzer Schnur bart, große schwarze Augen; spricht ungarisch und slavisch, brochen deutsch." Der Gendarmerie- Kadett Joseph Thurins der am 27. v. Mts. aus Szegedin entflohen war, nachdem die Gendarmeriekaffe von 7792 fl. mit fich genommen hatte war im„ Polizei- Anzeiger" so beschrieben worden. Der Unbe fannte, welcher den Joseph Thurinsly im Kaffeehause fixin hatte, war vor Jahren in der Kadettenschule sein Kamerad wesen. Er hatte gestern früh in den Zeitungen den Stedbrief gelesen, und als er den flüchtigen Thurinsky im Kaffeehaule erkannt hatte, verständigte er sofort die Bolizei, welche bal darauf die Berbaftung vornahm. Von dem gestohlenen Gel fand man noch 2000 fl. bei ihm. Der Militärpaß, den er fich trug, lautete auf den Namen Naznan Dionys, Dr. j aus Erlau. Die Stelle, wo der Stand des Befizers zu Lefen war, wies eine Radierung auf, der Paß war also gefälld Thurinsky legte vor dem Polizeikommiffar ein vollständige Gefiändniß ab und wurde beute an die Militärbehörde abge geben. So hat also das Duell einen unglücklichen Ausgan für Nr. 55 genommen. Ein Duellant. Wien, 11. November. Vor ungefähr vierzehn Tagen hielt ein Fiafer vor dem Portale eines großen Hotels im neunten Bezirk. Der Kutscher stieg vom Bode, tief den Portier und fragte ihn, ob ein Bimmer frei sei; es müffe aber ein verstecktes Zimmer mit zwei Ausgängen sein; denn sein Baffagier, der im Wagen fige und nicht gefehen werden wolle, jei nur um eines Duelles willen nach Wien gekommen, und niemand dürfe von seiner Anwesenheit etwas erfahren. Am nächsten Tage wußte das ganze Hotel, daß Nr. 55 fich duelliten werde. Nr. 55 hatte einen interessanten Teint, feinen, schwarzen Schnurrbart und aristokratische Paffionen. Wenn er im Speisesaal erschien, hörte jedes Gespräch auf; denn er lenkte das Intereffe aller auf sich. Er leerte zu jeder Mahlzeit einige Flaschen Champagner, streckte die Beine auf einen Seffel vor sich hin und rauchte eine Cigarre mit so vornehmer Nachlässigkeit, daß über seine blaublütige Abstammung fein Zweifel obwalten konnte. Ins Fremdenbuch hatte er fich als Naznan Dionys, Dr. jur. aus Eilau, eingetragen, ein bürgerlicher Name, hinter den er fich offenbar versteckte, so lange das Duell nicht ausgetragen war. Seine anfängliche Reserve war später einer leuiseligen Offenheit gewichen. Beim Champagner erzählte er dem hotelier, wie er von seiner Mutter, einer reichen, adeligen Gutsbefizerin in Ungarn, entflohen sei, um eine Ehrenfache auszutragen. Eein Gegner sei ein hoher Kavalier, und in den nächsten Tagen werde das Duell statt finden. Es war allerdings merkwürdig, daß Nr. 55 auf seinem Tische zwei fchatfgeladene Revolver liegen hatte; denn mit Revolvern werden Duelle selten ausgetragen; aber der junge Mann erklärte jedem, der ihm mit diesem Einwand lam, daß er fich auf Revolver schlagen werde, und damit bafta! Co verging eine Woche. Das Duell fand noch immer nicht statt; aber Nr. 55 wußte die Theilnahme der Hotelgäste durch anbere Viittel in Athem zu halten. Eines Tages erschien die Deputation einer Bigeuner Kapelle im Epeisesaale des Hotels. be aud Originell ist folgende Meldung der Westf. 3tg." Witten: Bei der hiesigen Polizei ist gegen den Stadtverordnete Mühlftefen und den Reichstagsabgeordneten" Dr. Haarmann wegen nächtlicher Rubestörung Strafantrag gestellt worden. Die beiden Herren find neulich, am 28. Oftober, an der Epiße eine großen, theilweise start angeheiterten Menschenhaufens und einer Mufilbande begleitet, durch die Straßen Wittens gezoge Es wurde dabei geschrieen, gebrüllt, gesungen und sogar Reden" gehalten, ohne daß man die Polizei vorher um Eilaubniß fragt bätte. Unparteiisch wie er ist, hat der Herr Bürgermeiffe von Witten natürlich nicht versäumt, gegen die beiden Anftifte als welche fich die beiden oben des näheren bezeichneten Müh ftefen und Haarmann herausstellten, gefeßlich vorzugehen Die Germania" bemerkt hierzu: Da der neugebackene geordnete noch Student ist, wird man ihm den..Nadau" hoffent lich nicht zu boch anrechnen. Wenn sich diese Nachricht bestätig so hat stud. med. Haarmann doch weiter nichts gethan, als wa die akademischen Säuglinge" auch sonst gern mit großem gnügen thun. Ver Fräulein Profeffor. Ir. Mailand hat diese Woche ei Tochter des erst fürzlich verstorbenen italienischen Staat mannes und mehrmaligen Finanzministers Quintino Sella Fräulein Eva Quintino Sella, die Profeffursprufung für Gym naften mit glänzendem Erfolge bestanden. Die junge Da wird sich nun um eine Profeffur an einem italienischen Lyceum bewerben. at burd Die Photographie im Dienste der Justiz. Die Ph tographie wird neuerdings von den Pariser Gerichtshöfen gewendet, um Verfälschungen von Pfeffer, M.hl und ander derartigen Handelsartikeln zu entdecken. Bisher wurden bi das Mikroskop, endgiltig festgestellt; jest aber werden die fultate der Analyse dadurch präzifirt, daß ganz fleine Waar proben unter ein starkes Licht gebracht werden, welches Beweise durch das Hilfsmittel der einfachen Untersuchung, bi Anwendung eines photographischen Wiikroskops zuläßt. Die gewonnene Photographie ist hinreichend groß, um durch den Gerichts hof in Augenschein genommen werden zu können, wo durch die Richter fich selbst von dem Resultate der Unter suchung überzeugen fönnen. Gemeinnütiges. Wirthschaft vielgebrauchte Flüffigfeit giebt durch Verwechfelu Mittel gegen Vergiftung mit Lauge. Diefe, in d mit anderen Flüssigkeiten häufig Veranlassung zu Vergiftunge War das genoffene Quantum groß und die Lauge tonzentri Stunbe das heißt stait, so kann der Tod schon nach wenigen eintreten; war die Menge gering und die Lauge schwach ist die Gefahr nicht so sehr groß; man nimmt dann zundd und zwar schnellstens Effig oder Zitronensaft, rein oder Waffer gemischt. Dies beseitigt die erste Gefahr. Welches ist das wirkliche Malzertraft? Unter ben Namen Malzgirati" existiren 2 ganz verschiedene Arten 1 Erzeugniffen aus dem Malze( das ist der zum Reimen brachte und darin unterbrochene Getreidesamen, in welchem das Stäi kemehl in Buder verwandelt bat). Das witlid Malzertrakt oder der Malzauszug ist eine syrupartige, brau Flüssigkeit, welche durch allmähliges Abdampfen der Mala fochung bereitet wird und weder Rohlensäure noch Weinge enthält. Es ist dieses Malzertrakt ein gutes und wegen i rungsmittel, welches allerdings meit mehr Fet bildner a Eiweißstoffe enthält. Ein anderes Malzertroft wird fälschli Extratt genannt, weil es nur ein gegohrener Malzaufguß, ein gewöhnliches Braunbier mit etwas Weingeift und Roble fäure ift. Löslichkeit seiner Bestandtheile sehr leicht verdauliches Briefkaften der Redaction. Da Rab alfo E. B, Nostinstr. 19. Derartige Manuskripte können b Wir haben oft genug darauf aufmertfam gemacht, daß diefelben nur auf einer Seite beschrieben fei nicht verwerthen. dürfen. Zum Epaß thun wir das nicht. Giebt Ein Abonnent unseres Blattes frägt bei uns an: es hier eine Lehranstalt, in welcher Schloffer fich technisch und zu Lokomotivführern ausbilden fönnen, und muß der Schild Soldat gewesen sein? Vielleicht fann ein Lefer unferd Blattes uns Auskunft geben. Bezirksverein SW. quitti en. er B 335 „ 10% jegt gefte brit daß brit Som We ord 23 Str Red zu unte Schro zehn ang des beite beite bere Fau wod reich ordn ordn ber befti fanit Arbe benn orbn Gefe aber bas aber beffe büch Παιδι 12 ch erhöl Στου Appe vortr nur wald fide bubn griff etne Fran lichte Gab Die G terna war Blaf Graf mein Mob C 11 lange Frig erft bung Die Sint Darüber können wir doch nid Hugo S. Wird berücksichtigt werden. Verantwortlicher Redatteur R. Groubeta in Berlin. Druck und Berlas Don War Bading in BerlinSW. Beutbftrake 2.