bl nur fold andlung be ren. Ferne n denen b und in Fol entaffe unte nfreien Hilf Sterbefaffe de rlufte bis je en fei, als haben wi Den magif 3., von dene liedern un anstalten ob Die Umwan Te befchlof Die Trennu 37 des Raff Sfcheiden 7. Die Red be er( Redn er fübnt, läffige Ve forb geeign es sei f 3 Herrn S unentschiede waltschaft ung zum D. gegen Die Delegir St 哈 wandlung änfen müf Der Kranla des Anred gleidfalls rufs energif rauf weite Daß die D inzwischen vorlage für und rund Mr. 196. Donnerstag 20. November 1884. 1. Jahrg. Berliner Volksblatt. Brgan für die die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Volksblatt" erfcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich i Mart, wöchentlich 25 f. Ginzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VII Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Das stolze England. Es sieht sonderbar aus im Land der Briten. Die Regierung, das Parlament und der behäbige Theil der Bevölkerung bemühen sich, die gegenwärtige Situation fo aufzufaffen, als ob alles Heil des Inselreiches an der ausaffenmitglied wärtigen Politik hinge. Wie die egyptische und die Kongofrage gelöst werden, ob Gordon gefangen oder tobt und Rhartum gefallen, ob Wolseley schon bis in die Nähe von Rhartum vorgebrungen ist. das scheinen die Fragen zu Fellah's in Egypten, um das von den englischen Raufmanneblättern so viel heuchlerische Krokodilsthränen vergoffen werden! Aber die Irländer find's nicht mehr allein. Auch aus Schottland erschallt der Ruf der Verzweiflung, aus demselben Schottland, das in blutigen und grausamen Kriegen unterworfen, sich endlich aufrichtig an England anschloß und in hundert blutigen Schlachten für englische Interessen ge fochten hat. Aber wie ist diese Treue belohnt worden! Genau wie die Jren wurden die Schotten behandelt; der sein, deren Lösung über die Zukunft Englands entscheidet. Ertrag des in die engWenigstens geberden sich die Philister so und mit ihnen lischer Adelsgeschlechter, und der Pächter, wie der TageEinnahmen mit den Erfolgen Englands in den überseeischen grausame Gesetzgebung noch vermehrt wird. Ländern steigen und fallen. üdficht auf fen. Nad änge, bezüg ltigen Wi m 29. Feb mischen Be 8, daß er Raffenmitglie rin der gro ouifenftädti agegeld von Ders als vich mitglieder aus der Kranke fen und belo e Hilfstaffe und ficher DA Sollte man da meinen, daß unter diesen Umständen es noch Regierungen geben könnte, die leichtsinnig genug find, Situation. Sie berühren eben die Interessen der ,, oberen sich alljährlich in neue Verwickelungen im Orient zu stürzen, Aber diese Fragen beherrschen nur scheinbar die ständen im Mutterlande selbst zuzuwenden. Und doch ist es so. ihre Intereffen den größten Lärm zu machen. Aber da find auch noch andere Leute, denen es höchft gleichgiltig fein tann, ob Gordon über den Mahdi fiegen wird oder igte der gelehrt und die sich um die egyptische Frage nur insofern lernen, auch wieder Politit zu treiben und vor Allem timmern, als fie für diese Angelegenheit Nichts zahlen auf eine geeignete Vertretung hinzuwirken, statt sich von wollen. Das sind die armen und arbeitenden gewiffen Harmonie- Aposteln in den engen Kreis der gewert Alaffen der Bevölkerung in Stadt und fung bingu bier gefprod fie füble Berhalten Die schleun age unter all Banz in d Land. In keinem Lande der Welt geht die Regierung der herrschenden Klaffen in einem so gröblichen Materialismus edner, die beuf, wie in England. Die ganze innere Politik, werde sie Herr König von fonservativen oder liberalen Staatsmännern ge e, volle 8 2 leitet, stellt sich dar als ein Bestreben zur Aufrechterhaltung ung zugegang Beiffer Barteiregierungen. Die äußere Politik hat kein Der Le ährend Der Kaffe diefer Distu Interpellation eine, die eftand: tatt? Gogle Nun, die englischen Arbeiter werden es doch endlich fchafilichen Interessen bannen zu lassen. Von ihnen, und nicht von Gordon oder Wolseley, hängt die Zukunft Englands ab. Politisme Uebericht. Der Zant um das Präsidium des Reichstags hat bereits begonnen, bevor noch die erwählten Reichsboten den Staub der Reise vnn ihren Füßen geschüttelt und den Schauplat ihrer höheres Biel als die Pflege der Handelsintereffen des großen zukünftigen Thätigkeit erreicht haben. Ein großes Wort spricht und fleinen englischen Krämerthums. o bleibt da bas Bolt, das sich in wimmelnder Bahl auferlegt worden ist? 11 unter dem Joch frümmt, das ihm von dem Großfrämerthum liberalen im Bunde mit den Konservativen und Reichsparteilern Die irische Frage ist noch keineswegs gelöst. Die komit im tomme Piirte und den Jren theilweise ganz unverständlich gefe Interpell liebene Agrargefißgebung des Herin Gladstone hat am Aeußerung er Kaffe nod Bahlen zu amti Serwaltungsra er ein fo lan Dabei mit bal Infel Stand der Dinge garnichts geändert. Die unglückliche Der Erbe einst eines der schönsten urd fruchtbarsten Gebiete haupt noch möglich ist. Die riesigen Befizungen, die in den vielen Riiegen die englischen Adelsgeschlechter an sich gegsrathsmitglen haben, find in Schaftriften und Viehweiden umge aus der Kandelt, deren Ertrag die Lords in London verzehren. Die Bevölkerung uimmt stetig ab und verfinft ins Elend bis zur Stumpfheit. Wahrlich, das Elend Jrlands sollte die eng lichen Staatsmänner mehr beschäftigen, als das Elend der verkommt immer noch mehr, soweit das überder Redner t aber auch Redbrud incen ugendliche nmlung gege gbemächtigt gem lange i wieder dem Bebau ir die Sache b wieder lebren ation( Des Bet eftand, ob be itungen enthal heit berube 16 Feuilleton Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forseßung.) Sie hielt eini e Papiere in " die Germania", als Vertreterin der Bentrumspartei, gelaffen aus fie droht mit Ueberraschungen, wenn es den Nationaleinfallen sollte, den Siz des Vicepräsidenten für sich zu beanspruchen." Auf den Präsidentenfis verzichtet das Bentrum aus wie die Germania" angiebt- naheliegenden Gründen. Die liberalen Zeitungen geben denn auch allgemach klein bel und die Zentrumsmänner werden also auch aller Voraussicht nach wieder im Reichstage den Vizepräsidentenfiß mit einem der Ihrigen befeßen können. Ueber den zu wählenden Präfi benten verlautet noch nichts Bestimmtes; nach den Andeutungen des genannten Blattes wird er mit Hilfe des Sentrums aus der fonservativen Fraktion hervorgehen. Bei der Präsidentenwahl find natürlich alle Baiteien intereffit; die kleineren Frat tionen eben so sehr als die größeren. Für die ersteren tommt als Hauptsache die Unparteilich feit des Präsidenten in Betracht; als Nebensache seine Parteistellung. Das Verhalten der Präsidenten in den verschiedenen Legislaturperioden hat den Beweis geliefert, daß liberale Präsidenten, in Bezug auf HandDu das Geld zu der Summe, welche ich für Weihnachtsgaben bestimmt hatte!" ,, Auch das nicht! Ich habe die Quittungen gehabt; ich finde fie jezt nicht. Ich weiß nicht, wohin fte gekommen find; doch weiß ich bestimmt, daß sie noch vor wenigen Tagen das gewefen find." Emmy blidte Rodenburg topfschüttelnd an, als wollte fle fagen: Welch' grenzenlose Verstock heit. Die Thür ward baftig geöffnet; athemlos, bleichen und ver Horten Uniliges trat Lucie ein. der Proteftand, und ihre Hand zitterte, als sie dieselben vor Roflandalölebung binlegte. Dntel", sagte fie anaftbeklommen, ich weiß nicht, wie es zugeht, ich finde zwei Quittungen über je brechend: zueift daß eihundert Thaler nicht." Rodenburg nidte. Ich wußte es!" sagte er. Er nahm bak 1bsmitglied erichtete, eniofal, vo ter Beugen in Geftalt Jegen das Bro Pucle's hand. Rodenburg schien ähnlich zu denken; sein Antlig umdüfterte fich zusehends. Er schob Lucie, welche weinend ihr Antlig auf feine Schulter herabbeugte, hinweg und sagte vlöglich ab ,, Du hast Herrn Ehrlich eine Summe für diesen Weihnachtsabend zur Verfügung gestellt?" " Ja, Onkel!" antwortete fie. " Er nannte die Summe eine fleine," fuhr Robenberg , Es war in der That eine Kleinigkeit, Onkel!" Dien Kind", fuhr er im Tone strenger väterlicher Erabnung fort, Du weißt, ich bin Dir ein väterlicher Freund fort. Wie viel gabst Du ihm?" gewesen und hätte mohl gewünscht, an Dir eine liebende Cochter zu finden; Du weißt, mein Leben ist einsam, und unbegründinem perzen war es wohltbuend, Jemanden um mich zu aben, den ich lieben konnte, wie mein Kind." en ein wenig Janft ab. Au einer Alage be, welche die wiefen babe Bewerbebeputa Angelegenbe Echluchzend fiel fie ihm um den Hals. Er wehrte fie höre mich weiter, Lucie! Gestehe offen, mein Kind, daß Du bas Geld anders verwendetest. Sieh', ich mache Dir feine Borwürfe. Bertraue mir, Lucie, als ob ich Dein rechter Vater fenrendant care. Ich bin reich genug, um mich über die fleine Summe ir nicht babegzuiegen; aber es schmerzt mich, gerade von Dir getäuscht "( Die Plein." or über feine r, die er voll pelche die auf er lautlofer Cnfel, theurer Dntel! D, böre auf mit Deinen Anklagen. lles, was Du sagft, schreitet mir ins berz. Ecpest Du Bweifel in meine Ehrlichkeit? Gerechter Goit! Auch wenn die erft nicht die tiefste Dar tba feit für Dich empfinden müßte, wenn Denn Du mein Feind närest, und nicht mein Wohlthäter. Dich ridt liette, wenn Tu mir fremo, ganz fremd wärest, nde Vertheid würde doch nie, nie Dich iäufd en tönnen!" Das habe ich ern artet," antwortete Rodenburg ernst, ber nicht bart. Ich verlange auch nichts weiter von Dir, der Bei famm etifchen Beifa arauf fabloß br. Ueber bi ir uns noch ein ang der Verfa Schwäche." 11 " Und die fünfhundert Thaler, welche ich Dir übergab?" " Ich vertheilte fte nach meinem Ermessen an arme Leute des Dorfes." ,, Ei, wie fingst Du denn das an?" " Ich ging zu jeder Familie, und, um fie nicht zu ver legen, ließ ich jeder, von Anderen unbemerkt, eine Summe da. Aimosen, wenn fie öffentlich gegeben weiden, verlegen, und Da ich Dein edles Herz lenne, Onkel, so nabm ich an, daß ich in Deinem Sinne handle, wenn ich die Wohlthaten im Ver borgenen austheilte." So, fo, also in der Weise, daß keine Kontrole geübt werden fann?" ,, D, doch!" antwortete Lucie, indem fie fich plöglich auf11 babung ihres Amtes, gegenüber den Rednern kleiner Fraktionen und namentlich der sozialdemokratischen, feines vegs liberaler waren als tonservative. Aufgabe der kleineren Frattionen dürfte es daber sein, ihr Augenmert darauf zu richten, daß ein Präsident gewählt wird, der, gleichviel welcher Partei er angehört, fich befleißigt den Parteimann solange abzustreifen, als er den Präsidentenseffel inne hat. Das Defizit von 42 Millionen im Reichshaushaltsetat für 1885/86 wird offiziös zugestanden. Zugleich verlautet, daß dieses Defizit, in Erwägung, daß der Reichstag jede neue Steuervorlage doch ablehne durch Erhöhung der Matrikular beiträge( Beiträge der einzelnen Bundesstaaten) gedeckt werden soll. Von der Erhöhung der Matrikularbeiträge um 42,241,118 M. kommen auf Preußen 25,332,661 M., auf Bayern 5,254,629 M., auf Sachsen 2,760,687 D., auf Württemberg 1,938,989 M., auf Baden 1,585,057 M., auf Elsaß- Lothringen 1,562,355 M. Die Mehr- Beiträge der übrigen Staaten bleiben unter einer Million Mart. Für Hamburg beläuft sich der Mehrbeitrag auf 421,483 M., der Gesammt- Matrikularbeitrag auf 1,084,542 Mart. Dem Bundesrathe ist ein Antrag Preußens betreffend Pulvertransporte unterbreitet worden. Derselbe hat folgenden Wortlaut: Der Bundesrath wolle beschließen, das seitens aller Bundesstaaten der Erlaß gleichmäßiger polizeilicher Straf vorschriften zur Verhütung der Gefährdung militärischer Bul vertransporte durch Handlungen oder Unterlassungen des Bus blikums herbeigeführt werde." Die Begründung lautet: In den das Verfahren bei Beförderung militärischer Pulvers transporte für Preußen regelnden Instruktionen find spezielle Vorschriften getroffen, nach welchen die Begleitkommandos die Führer entgegenkommender oder einholender Fahrzeuge jedesmal zur Beobachtung der nöthigen Vorsichtsmaßregeln( langsames Vorbeifahren, auslöschen von Feuer 2c.) ausdrücklich aufzufordern haben. Dagegen fehlt es an Bestimmungen, auf Grund deren Personen, welche solchen Anforderungen nicht nachkommen, zur Strafe gezogen werden konnten. Es war anläßlich von Spezialfällen zunächst in Aussicht genommen, diese Lücke für Preußen durch den Erlaß entsprechender mit Strafandrohung versehener Polizeiverordnungen zu ergänzen. Da indeß die gleiche Lücke auch für andere Bundesstaaten be stehen dürfte und viele größere Pulvertransporte verschiedene Bundesstaaten zu pasfiren haben, ist es bei weiterer Erwägung als besonders wünschenswerth erschienen, daß ähnlich wie es auf Grund des Bundesrathsbeschluffes vom 13. Juli 1879 bezüglich des Verkehrs mit Sprengstoffen geschehen auch dieser Gegenstand für das Bundesgebiet in einheitlicher Weise geregelt werde." Aus Konig läßt sich das ultramontane Westpr. Boltsbl." schreiben: Die Fortbildungsschule für Lehrlinge haben wir und über 100 Schüler find in dieselbe bereits aufgenommen. Würde man das Verhältniß der Konfeffionen unter den Lehrlingen bekannt machen, so würde jedenfalls die Hälfte der selben fich als katholisch herausstellen. Und nun die Parität in der Leitung der Schule und im Unterrichte? Das ganze Kuratorium und fämmtliche Lehrer find protestantisch. Sage und sich bei Onkel Rodenburg bedanken; da lann man fte ja fragen, wie viel Jeder erhalten hat." Nein, Emmy," antwortete Lucie, noch immer weinend, das wird nicht geschehen. Auf Onkels Wunsch habe ich jedem Einzelnen gesagt, daß er sich jeden Dank verbitte." Aha!" machte Emmy verstohlen und richtete einen Blick auf Rodenburg. Diefer war auf's Aeußerste empört. Er stand auf, ging einige Male auf und ab und fagte dann: Lucie! Du hast mir einen großen Schmerz bereitet, einen Schmerz, den ich fast eben so tief fühle, als den Verlust meines einzigen Kindes. Ich will Dich nicht verstoßen, denn Du bist das Kind meines Bruders; ich habe an Dir gut zu machen, was ich an ihm verschuldet. Du sollst in meinem Hause bleiben nach wie vor; in meinem Herzen aber fann ich Dir keinen Plas mehr einräumen Uebergieb die Kaffe und die Funktionen, welche Du freiwillig übernahmst. Die Bereitwilligkeit ist jest sehr erklärlich," schaltete Emmy boshaft ein. Sie glaubte nach dieser Ratastrophe nicht mehr nöthig zu haben, die Rolle einer schwesterlichen Freundin zu spielen. Emmy wird die Güte haben, jene Mühewaltungen zu übernehmen," fuhr er fort. Lucie stieß einen Schrei tiefsten Schmerzes aus und bedeckte laut meinend ihr Antlig. Von Herzen gern," sagte Emmy. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und sicherlich werde ich es nicht mit Undant lohnen." Berlaßt mich jest," fuhr Rodenburg fort. Ich muß allein sein!" Das ist ein schlimmer, schlimmer Weihnachtsabend!" richtete. Wenn Du es willst, Onkel, fo werde ich alle Die- feufate er, als fte hinausgegangen waren. Statt meinem Her jenigen bei beirufen, welche ich in Deinem Namen beschenkt zen endlich Frieden zu bringen, bat er mir neue Qualen be habe... Rannst Du glauben, daß ich von dem Gute der reitet." Amen auch nur den fleinsten Theil für mich behalten würde? Mein Gott, welche Verbrecherin wäre ich, wenn ich solcher That fähig wäre!" Om! und der Weihnachtsbaum?" " Die kleine Summe, melche ich dafür ausgegeben, habe Elites Kapitel. eine Elärung, wobin das Geld gefommen ist; Lucie, ich von meinen eigenen Ersparnissen Deinem Geschenke hinzu schmerzte, es war das Gefühl getränkter Unschuld. Ein Un uli. bit vielleidt Biunt und Bug, es ift ja eine weibliche gefügt." antwortete fie. follte Dich befehlen, um eilen Bugs willen?" Vlein Gott, Dntel! balte ein! Ich fann es nicht hören! Dicin Rind, Du hast ein gutes Herz! Vielleicht legteft Nun, wir werden ja sehen," nahm hier Emmy das Wort, ,, ob sich das Alles so verhält, und ich hoffe, die Unschuld der lieben Lucie wird an den Tag kommen. Die Leute, welche von ihr Geld bekommen haben, werden vermuthlich herkommen, Weinend und schluchsend warf sich Lucie, als fie in ihrem Bimmer angekommen war, in einen Stuhl. Nicht die De müthigung, welche sie erfahren, war es, welche fte so heftig recht zu erfahren ist schmerzlich; ein Unrecht zu erfahren aber von Denen, die wir lieben, daß dringt wie glühendes Eisen in's Herz! Emmy pflog mehr als fie ging au Charlotte, und diese empfing ste mit selbstzufriedenem Triumph. man Im-,..»echru.. inD Zeichnen hat mit der Konfesfion nichts zu thun. Wir wissen recht wohl, wie man auch in die harmlosesten Dmze die Konfesston hineinregieren läßt, Haben Rechnen und Zeichnen übrigens mit der Religion nichts zu thun, dann wäre es auch wohl angebracht gewesen, daß man einen katholischen Lehrer an die Forlbilvungsschule berufen hätte. Wir rechnen übrigens zuverstchtlich darauf, daß unsere zahlreichen katholischen Meister, welche ihre Lehrlinge in die Fortbildungsschule schicken, gleichfalls dafür eintreten werden, daß wenigstens ein katholischer Lehrer an die Schule berufen wird. Und sollte das Kuratorium der billigen Forderung nicht gerecht werven, dann muß man fich an die höhere Instanz wenden."— Man muß billiger Weise an den Verstand dieser guten Leutchen zweifeln! Ais ob ein katholischer Lehrer besser Zeichnen-Unterrichl ertheilen könnte, als ein protestantischer.— Das geht denn doch über die Hutschnur. So unpassend, wie es unter den heutigen Verhältnissen ist, Jemandem seiner Religion wegen einen Vorwnrf zu machen, so und noch viel unstnniger ist es, wenn man die Religion mit ganz weltlichen Dingen, wie Rechnen, Zeichnen oder dergleichen verquickt. Nicht auf die Religion des Lehrers, sondern auf dessen Tüchtig- keit in seinenr Fache kommt es an, und der Lehrer erfüllt seinen Beruf am besten, der es versteht, seinen Zöglingen die mehrsten Kenntnisse beizubringen. Braunschweig. Bei der Ersatzwahl eines Stadtverord- neten für die Stadt Braunschweig wurde der Photograph Burchardt jun.(Soz.) mit 671 von 1088 abgegebenen Stimmen gewählt. Oesterreich. Die Affaire R o h r w e ck hat bereits ihre Ecüchte getragen. Der Unterrichtsminister hat nämlich an die indesschulbehörden einen Erlaß gerichtet, in welchem angord- net wird, daß in Ergänzung der bestehenden Lehrpläne in den Bezirks-Lehrer-Konferenzcn mit Genehmigung des Landesschul- rathes Datail-Lchrpläne über die Auswahl und Vertheilung des Lehrstoffes aus den Realien auf die einzelnen Klassen der Volksschulen des Bezirkes festzustellen find Der Kernpunkt und die Tendenz dieses Erlasses, welcher stch den Anschein einer allgemeinen pädagogisch didaktischen Verfügung giebt, liegt darin, daß als Grundsatz aufgestellt wird, es sei bei den ge- schichtlichen Gegenständen auf das Sorgfältigste Alles zu ver- meiden, was geeignet wäre,„die religiösen Gefühle der Schul- fügend zu verletzen und die Grundlagen ihrer Anhänglichkeit und Liebe zum gemeinsamen Vaterlande zu erschüttern." Das ist nun allerdings ein selbstverständlicher Grundsatz; es scheint jedoch, daß mit dessen ausdrücklicher Normirung die Abficht verbunden ist, die juristisch- Grundlage zu gewinnen, um künf- tigen Beschwerden des Episkopats willfähriger entgegenkommen zu können Bischof Rudigier wird stch des Entgegenkommens des Ministers kaum zu freuen im Stande sein, denn er liegt sterbenskrank darnieder. Ueber die Auffindung sozialisti- scher Flugschriften in derOlmützer Militairkaserne liegen folgende Details vor: Die stattgehabte Durchsuchung ergab über 400 Ercmplare der„Zukunft" sowohl bei der Mann- schaft als den Unteroffizieren; 48 Mann erscheinen kompro- mittirt. Zahlreiche Verhaftunzen haben stattgefunden. Die Flugschriften sollen durch neueingetretene Rekruten einge- schmuggelt worden sein. Auch in den übrigen Kasernen find solche gefunden worden. Belaie«. In der Repräsentantenkammer entwickelte Fröre Orban die von ihm angekündigte Interpellation über die allgemeine Politik der Regierung und wünschte zu wissen, ob das Kadinet bei ver Politik des früheren verharre. Im Laufe der Debatte bestätigte Malou, daß die früheren Minister des Innern und der Justiz, Jakobs und Woeste, auf Wunsch des Königs zurückgetreten seien. Der Mimsterprässdent Beernaert erklärte in Beantwortung der JnteroellationFröre-Orbans, die Regierung habe nicht nöthig, Aufklärungen darüber zu geben, weshalb einige Minister auf ihren Posten verblieben, während andere ihre Entlassung nahmen. Was das Programm der Regierung angehe, so wolle dieselbe die gouvernementale Aktion beschränken und der persönlichen Initiative einen größe- ren Spielraum gewähren: hierin bestehe die wahre Freiheit. Beernaert sprach fich sodann mit großer Anerkennung über das neue Schulgesetz aus und schloß mit dem Bemerken, die Re« gierung glaube die Schulgesetzsrage in wahrhaft liberaler Weise gelöst zu haben.— Beide Parteien haben stch einmal wieder ausgeschwatzt und alles bleibt beim Alten. Türkei. Dem sog. kranken Mann in Konstantinopel ver- ursacht der Aufstand in Bemen erhebliche Kopfschmerzen nicht einmal die Steuern find bei den Aufständischen aufzu- treiben, und das ist bei der stabilen Leere des türkischen Staats- säckels jedenfalls das Fatalste. Dazu kommt noch, daß es auch unter den türkischen Soldaten gährt. Man schreibt darüber: „Die türkische Garnison in Monastir hat gemeutert, doch wurde die Ruhe wiederhergestellt, nachdem dreimonatliche Soldrück- stände den Truppen ausbezahlt und einige Offiziere, welche die Soldaten aufgereizt hatten, verhaftet worden waren." England. Die Wahlreformfrage steht in England noch immer in dem Vordergrund. Eine Versammlung der konser- vativen Partei in London beschloß, die Vorschläge der Re- gicrung in der Wahlreformfrage anzunehmen und in die zweite „Köstlich?" sagte Emmy„Denken Sie fich, Charlotte, fie ist vor Allem ausgeschlossen. Ich führe die Kasse und die Wirth- schaft. Sie ist jetzt nichts weiter als eine hier geduldete, und von meiner und Ihrer Gnade abhängige Almosen- Empfängerin." „Ich wußte, daß eS so kommen würde," sagte Charlotte, stch vergnügt die Hände reibend.„Habe ich das nicht schlau gemacht mil den Quittungen?" „Ausgezeichnet, Charlotte! Aber wie war eS denn �"Sn," sagte Charlotte,„die Sache ist sehr einfach! Lucie in ihrer Soralofigkeit und Vertrauensseligkeit ließ oft genug ihren Schreibtisch offen, und da fehtte es mir denn nicht an Gelegenheit, die beiden Quittungen über je zweihundert Thaler l�mlotte wollte ihr die Papiere übergeben. „Behalten Sie dieselben immerhin." sagte Emmy, welche in diesem Augenblick doch ein wenig Gewissensbisse empfinden mochte, denn ein noch nicht ganz verdorbenes Her, kann stch nicht so leicht darüber hinwegsetzen, eine Mrthelfenn erner schändttchcNhTh�i� gm � �„Wenn Jemand die Quittungen bei mir fände, würde ich ja der Unterschlagung jener Summe verdächtig sein." „Und wenn ich die Quittungen habe? „Nun, man kann Sie nicht der Unterschlagung dezüchtigen. Meinetwegen vernichten Sie dieselben. Machen Sre damrl, was Sie wollen." „Geben Sie die Papiere her." Emmy nahm die beiden Quittungen und steckte fie hastig, als beginge fie einen Diebstahl in die Tasche. Ihre Tdäng- keit, als Repräsentantin des Hauses wurde sofort in Anspruch genommen. Man hörte in diesem Augenblick einen Wagen vorfahren, und als Charlotte hinauseilte, hielt vor der Tdür eine Reisekutsche, in deren weitem Fond man Anfangs nichts erblickte, als ein Gebirge von Schachteln und Schächtelchen, Kisten, Taschen und Bündeln; und erst nach einer Weile sah man die schlanke Gestalt Cordelta'S fich aus diesem Chaos her- auswinden. „Lassen Sie das Alles auf mein Zimmer bringen," ordnete Cordelia an, nachdem ihr Charlotte herausgeholfen; und sorgen Sie auch, daß ich einen besseren Toiletten-Spiegel habe.— und dritte Lesung der Reformvorlage unter der Bedingung einzutreten, daß die Regierung sofort eine für beide Theile de- friedigende Vorlage für die N e u e i n t h e i l u n g der W a h l- kreise einbringe. Das Oderhaus nahm in seiner letzten Sitzung nach halb- stündiger Debatte die Wahlreformbill in zweiter Lesung ohne besondere Abstimmung an. Im Laufe der Debatte erklärte der Marquis v. Sali-bury, er könne dem Vorschlag der Regierung in der Wahlreformoorlage erst definitiv zustimmen, wenn ein Meinungsaustausch über die Bill betreffend die Neuein- theilunq der Wahlbezirke stattgehabt habe. Er werde daher am Donnerstag beantragen, die Spezialderathung der Reformbill a rf 14 Tage zu vertagen.— Nach diesen Nachrichten scheint es, als ob Herr Gladstone den Konservativen erhebliche Zugeständnisse gemacht hätte. Egypten. Aus D o n g o l a wird telegraphirt: Vor etwa 20 Tagen kehrte eine beträchtliche Jnsurgentenschaar nach Ondermann zurück. Gordon entsandte zwei Dampfer, um die Insurgenten zu beschießen. Diese beantworteten das Feuer ebenfalls aus Kanonen, machten hierbei ein Rad an dem einen Dampfer unbrauchbar und zwangen beide Dampfer zum Rückzüge nach Khartum- W Wady Haifa, 16. November. Mehr als 400 Walfischboote haben jetzt den zweiten Katarakt vasstrt, und 200 davon, theils mit Truppen und theils mit Vorräthen, befinden fich auf der Reise den Nil aufwärts.— Der Transport des vor- geschobenen Detachements des 1 Süd-Ltaffordshirer Regiments über den Ambigol-Katarakt verlief nicht ohne Unfall. Oberst Eyre's Walfischboot stieß auf eine Klippe und sank, wobei alle darin enthaltenen Vorräthe und Ausiüstungsgegenstände ver- koren gingen. Die zur Zeit an Bord befindlichen zwei cana- dischen Bootführer wurden gerettet. Zwei andere Walfischdoote wurden auf derselben Unglücksstätte beschädigt, und ein Sergeant ertrank. China. Aus einer europäischen Quelle erfährt die„Times" über Vorgänge in Tonkin, daß die auf Seiten der Franzosen stehenden anamitischen Hilfstruppen 500 chinesische Gefangene in Kep enthaupteten. Bacle ist von den Franzosen nicht de- setzt. Letzlere haben Kep Dongtieu und Kwangyen am nörd- lichen Gestade deS Deltas befestigt. Ansehnliche Verstärkungen find zum Wiederbeginn der Operationen erforderlich. Mehrere hundert Kranke gingen gestern auf einem Transport- dampfer ab." Aus Fu-tscheu wird gemeldet, daß die dort wohnenden Engländer fich beunruhigt fühlen durch die Verstärkung der ftanzöstschen Flotte, während England nichts tbut, um auch die Zahl der englischen Schirre zu vermehren. Die Forts am Minfluffe find jetzt stärker, ats vor dem französtschen Angriffe, allein die Feigheit der chinefischen Soldaten und Offiziere kann alle Veranstaltungen zunichte machen. Süd-Afrika. Nach neueren Nachrichten ist von England bereits ein Trupp von über 1000 Soldaten nach Betschuana- land unterwegs, um daselbst den englischen Einfluß wieder herzustellen. Jetzt kommt aus Capstadt die Nachricht, daß man zunächst auf friedlichem Wege dieses Ziel zu erreichen sucht. Einer Depesche zufolge find Mr. Upington, der Premier, und Mr. Gorvon Sprigg, der General-Ichatzmeister der Cap- Kolonie, in Beschuanaland angekommen, um womöglich eine friedliche Befleaung der destehenden Schwierigkeiten zu be- werkstelligen. Sie hatten eine Unterredung mit Mankoroane, in welcher Letzterer sagte, daß sowohl er wie Montfioa hinter- gangen seien und daß er kein Veitrauen in irgend Jemanden setze, ausgenommen in Sir Charles Warren. Hier einge- gangenen Meldungen zufolge haben die Buren in Gosen und Stellaland ihre Allianz mit Transvaal abgebrochen und sagen, fie wollen für eigene Rechnung kämpfen, um ihre Farmen zu behalten. ZU den Wahlen. Im 5. Berliner Wahlkreise wird von„deutsch-frei- finniger" Seite der Landrath Dr. Baumbach in Sonneberg, Herzogthum Meiningen, bei der stattfindenden Nachwahl als Kandidat aufgestellt werden. — Der Reichstag ist noch nicht zusammengetteten und doch gelangen schon jetzt Maffensendungen von Wahlprotesten in die Reichstagsbureaux, so daß bereits eine recht ansehnliche Sendung dieser für unsere inneren Verhältnisse sehr lehrreichen amtlichen Schriftstücke vorliegt. Die de.nnächstige Wahlprüsungs- Kommisston, so meint das„B. T.", wird somit schon bei ihrer ersten Sitzung über ein reichliches ArdeitSmaterial zu verfügen habm. Bei der ungewöhnlichen Heftigkeit dieses eben zu Ende gegangenen Wahlkampfes wird es an sehr vielen Einzelprotesten natürlich nicht fehlen. Es ist daher doppelt geboten, daß die Prüfungs- ardetten der betreffenden Kommission mit thunlichster Beschleunigung zu Ende geführt werden, damit eS fich nicht wieder er- eigne, daß irgendwelche zweifelhafte Mandate bis fast an das Ende der Legislaturperiode hin unerledigt bleiben Gerade bei dem bevorstehenden Reichstage wird es mehr als je darauf ankommen, daß die etwaigen Wahlproteste sehr rasch durch die Entscheidung der Kommtsston in der einen oder anderen Weise Nachdem ich meinen Vetter begrüßt habe, mache ich Toilette zur Tafel.... Ist daS Zimmer ordentlich geheizt?" «Es ist Alles in Ordnung!" antwortete Charlotte mit zweideutigem Lächeln;„nur befürchte ich, daß die Stimmung hier im Hause Ihnen ein wenig unbehaglich sein wird"— Cordolia kannte die Räumlichkeiten im Schlosse Roden- bürg genau genug, um einer Führerin entbehren zu können. Sie eilte ohne Weiteres nach Rovendurg's Zimmer, öffnete die Thür und flog mtt ausgebreiteten Armen auf ihren Vetter zu, der brütend und finster, in'S Leere starrend, vor seinem Schreib- tische saß. „Sei mir tausendmal gegrüßt." rief Cordelia mit flöten- der Stimm«,„mein theurer Vetter Rodenburg. und wie danke ich Gott, daß er mir vergönnt, gerade an dem heutigen Tage Ihnen, mein theuerster Vetter... Ader wie sehen Sie denn °uS- Mein Gott, Sre sehen mich ja gar nicht an!" unter» brach ste stch. Rodenburg hatte fich nicht nach ihr umgewandt, hatte seine Stellung auch nicht verändert; er antwortete auch auf diese Frage nicht, sondern blieb wie geistesabwesend fitzen. "Tbeuerster Vetter." setzte fie die Fluth der Beredsamkeit % welche ste bereits sorgfältig vorbereitet hatte,„ich will nicht hoffen, daß Ihnen ein neues Unglück zugestoßen ist. Es wäre entsetzlich! Ein Mann wie Sie, ein Mann von so edlem Herzen, von so vortrefflichem Charakter... „Lassen Sie es gut sein, Cordelia," unterbrach Rodenburg N« hier. Entickuldigen Sie mich: ich bin nicht in der Stim- rnung,>chnen gehörig zu danken für Ihren freundlichen Gruß. Haben Sie die Güte, stch an Emmy zu wenden, fie wird statt merner die Pflichten der Gastfreundschaft üben." „Emmy? Emmy?" fragte Cordelia befremdet-„Ist etwa Lucie krank? „Nein." „So ist fie wohl gar nicht mehr im Hause?" „O ja, nur hier nicht mehr!" Er legte die Hand auf sein Herz. „Was höre ich? Was hat das Kind verbrochen?— Rodenburg! Vetter! Ist es möglich, daß dieses gute Kind Sie beleidigen konnte?" „Sie hat mich tief gekränkt, Cordelia!" Die Neugierde der alten Jungfrau war hier auf's Höchste gesteigert. Cordelia war ein Wcsen, das ficherlich mit großen Schwächen behaftet war, und zu diesen Schwächen gehörte nicht nur ihre Eitelkett und die Sucht, immer noch für jung und schön gelten zu wollen, sondern auch die Einbildung, daß gegenstandslos gemacht werden. Die betreffenden Behörden der Einzelstaaten— in Preußen gelangen die Wahlakten be- kanntlich zuerst an das Ministerium des Innern und von hier aus an den Reichstag— werden, falls es nöthig sein sollte, angehalten werden müssen, ihrerseits Alles dazu beizutragen, was den Fortgang der Kommisfionsarbeit.n beschleunigen kann. Vielleicht wäre eS nicht unangemessen, wenn sofort nach Zu- sammentritt des Reichstages diese für alle Parteien im Hause gleich sehr wichtige Angelegenheit in irgend einer Form ange- regt würde.— Bemerken wollen wir hierbei noch, daß alle Wahlproteste mindestens 10 Tage nach Zusammentritt des Reichstages diesem eingesandt resp. an das Bureau desselben gelangt sein müssen- D o k Ä l e s. n. Ein«euer Etadttheil. Zwischen dem Militär-Flskus und dem Berliner Rentamt, hat wie wir hören neuervings ein für die weitere Entwicklung des Berliner Sav-Distrikts, höchst wichtiger Tausch stattgefunden. Das Rentamt hat das ihm gehörige Terrain zwischen Bärwald-, Schleiermacher- und Gneisenaustraße gegen den an der Pionierstraße gelegenen Reitplatz des 2. Garde-Dragoner-Regiments umgetauscht. Die alte Reitbahn wird bereits am 1. April nächsten Jahres auf- gegeben. Das vom Berliner Rentamt erworbene Terrain wird in Baustellen zerlegt und an Bauunternehmer überlassen, während das Garde-Dcagoner-Regiment einem längst vorhan- denen Bedürfniß entsprechend einen zirka 9mal größeren Reit- platz erhält- Um den neu erwordenen Rettplatz, welcher am 1 April 1885 übernommen wird, werden hohe Mauern ge- zogen und ist allen bisherigen Pächtern des Platzes als Holz- und Kohlenhändlern zu ihrem großen Leidwesen zum 1. April a. f. bereits gekündigt worden. N. Ein großes Stück vom alten Berlin wird mit der für das Jahr 1885 geplanten Niederreissung eines größeren Häuserkomplexes, am Al-xanderplatz verschwinden. Unter die zum Abbruch bestimmten Häuser gehört u. A. das alte Kom- mandantenhaus, das ehemalige Absteigequartier der Mark- grasen von Schwedt und das Wegelische Haus, derühmt durch das Wegeli-Porzellan. In letzterem Hause, welches zur Zeit in eine Fabrikwnkstatt umgewandelt ist. find noch künstlerische Ueberreste historischer Malereien und Bildhauerarbeiten vor- handen. b. Die alten Holzbrücken erfordern beständig Reparaturen und der Verkehr leidet unter dm Spemingm empfind- lich. An der Schloßdrücke wird schon wieder ausgeb-ssert, und die Gertraudtenbrücke, über welche fich der Riesenverkehr von Westen nach Osten wälzt, ist abermals nach nicht viel mehr als Jahresfrist gesperrt. Die mächtigen Tragbalken der Brücke find schon wieder verfault und müssen durch neue ersetzt werden. b. Hei lebet noch! Der Königstrank,„aus vielen edlen Kräutersäften bereitet ," macht fich wieder, zunächst in kleinen schüchternen Annoncen im Jntell'genzbl rtt, bemerkbar- Der Erfinder. Herr Jacobi, hat stch vom Hygieisten zum Hygie- nologen avancirt. Die Menschheit aber ist gerettet, dmn bald werden wir wieder Wunder von dm Wirkungen des Königs- ttankes lesen. Wohl keiner unter den Männern. welche als Lehr« bei unserer Univerfität angestellt find, ist jemals so sehr Ge- §enstand des allgemeinm Gespräches gewesen, als es jetzt der eidarzt des Fürsten Bismarck, der neuernannte Herr Professor Echwenninger ist. Ueber die vorgestrige Vorlesung desselben wird uns berichtet: Der in der neuen Charitee gelegene Ope- rationssaal war von etwa 100 ZuHörem angefüllt; ver Ober- pedell der Univerfität und mehrere Beamte der Charitee hatten stch schon lange vor Beginn der Vorlesung vor dem Eingange aufgestellt, um etwa eintretende Ruhestörungen sofort z» dämpfen. Als Herr Schwenninger in Begleitung des Herr» Geheimrath Spinola, des Direktors der Charitee, den Sa« betrat, hörte man auch vereinzeltes Zischen; aber im Ganze» herrschte lautlose Stille, als Schwenninger, gleich in med# res eintretend, seine Vorlesung begann. Derselbe, übrigens ein wirklich schöner Mann von etwa 35 Jahren, in seine« äußern Auftreten die größte Eleganz zeigend, konnte bofl während der ganzen Vorlesung der inneren Erregthett, welcher er den Saal betreten, nicht Herr werden; das merkte man seinen Demonstrationen, die er an den vorgeführte» Kranken vornahm, deutlich an. Uebrigms wird wohl die ga»ss Affaire Schwenninger noch zu anderer Zett mehr von# reden machen. Wahlnachwehen! In einer Luxus-Papierfabrik in btt Drcsdenerstraße find zwei Arbeiter, die beide jahrelang dort be- schäftigt waren, ihrer polttischen Ueberzeugung wegen erst' lassen worden. Der Eine, der am Wahltage thätig gewesst' ist, sollte, nachdem er den Chef um Urlaub gebeten, aber wedn eine zusagende noch vemeinende Antwort erhalten hatte,(*»» am darausfolgenden Tage entlassen werden, well der Prinzip« aber nothwendig Arbeiter brauchte, durste er weiter arbeiten Ersatz für ihn da war. Durch wiederholte Abzüge»»; durch schlechtere Bezahlung neu eingeführter Muster ist istf JP* fie die einzige berechtigte Erbin des Rodenburg'schen% mögens sei.— Trotz aller dieser Schwächen aber besaß», ein gefühlvolles Herz. Sie konnte Niemanden Unre» leiden sehen, und instinktmäßig hatte fie von Lucie eine ebem.. vortheilhafte Meinung gefaßt, als fie gegen die Arnberg Widerwillm empfand.„ Emmy kam jetzt, um die Pflichtm der Gaftfreundsib»« zu üben., „Wenn s Ihnen gefällig ist, Fräulein Rodenburg/ N fie,„so führe ich Sie auf ihr Zimmer." Cordelia wandte mit erhabener Verachtung ihren � ein wenig zur Seite. 4 «Also Sie, Fräulein Amberg, find jetzt' die Repräsentanz deS Hauses? Haben Sie wirklich das arme Kind drängt?" „Ich verdränge Niemand, Fräulein Rodenburg! gefällig?" Cordelia ging stolz an ihr vorüber nach den welche zur Aufnahme Fremder bestimmt waren. Emmy öffnete eine der Thüren und sagte im „Hier, Fräulein Rodenburg, finden Sie Ihre Kästchen und Schachteln und besonders auch Tolletten-M» nach jedem Bedürfniß." c „Schon gut," versetzte Cordelia gereizt.„Ich bedarf wetter nicht.". � i» „So empfehle ich mich und wünsche, daß eS Jv» diesem Zimmer und im Schloß Rodenburg wohlgefaue. „Ich befinde mich im Schloß Rodenburg immer sagte Cordelia boshaft,„wenn es nicht von gewissen' ,�,3 Freunden und scheinheiligen Wüstlingen, welche der-t. � ehrbarer Leute nachstellen, unsicher gemacht w»°: hoffe, Ihr Herr Vater beehrt uns diesmal nicht mst Besuche?" em(J „Nein, Fräulein Rodenburg!" entgegnete Emmy � schnippisch wie vorhin.„Er hat vielleicht den Scb«» willst" Entsetzen noch nicht ganz überwunden, welche w» v halben Jahre von hier verscheuchten." Ohne eine Bemerkung der Gereizten abzuwarten' fie die Tbür und Cordelia hörte noch ihr höhnende auf dem Korridor. (Fortsetzung folgt-)! ist ' i hörden En be n hier follte, ragen, fann. Bu Hause anges Balle tt des Felben Fistus coings ſtrikts, at das t- und egenen t. Die 28 aufn wird claffen, porban Reit er am ern ge 3 Holz . April mit der rößeren ter die e Rom Mart t durch ur Zeit tlerische En vor Repara mpfind ert, und ehr von el mehr Brüde erfest en edlen fletuen r. Der Hygie nn bald Königs 3 Lehrer ehr Ge fest der Brofeffor Deffelben ne Ope er Ober e hatten Eingange ofort zu es Herm en Saal Ganzen übrigens n feinem nte doch eit, mit smertte geführten medias Die ganze von fich if in der dort be gen ent gewefen Der weder te, fchon Brinzipal Seiten bis üge und rift im chen Ver befaß fie Unrecht ne ebenfo Amberg's eundschaft g," fagte ren Kopf äfentantin tind ver g! S schlagen, außerdem wurde derselbe so stark verbrüht, daß in Folge dieser Verlegungen der Tod auf der Stelle eintrat. Sternberg erlitt ebenfalls so erhebliche Verlegungen am Kopfe, daß er mittelst Droschke nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht werden mußte. Die Leiche des Köhler wurde nach dem Obduktionshause geschafft. An demselben Tage Nachmittags fiel der Tischlermeister Schent in dem Hause Landwehrstraße Nr. 4 die etwa 11 Stufen hohe Treppe nach dem Keller hinab und erlitt dabei derartige Verlegungen, daß er mittelst Droschte nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht werden mußte. gebracht werden mußte. Am Abend deffelben Tages wurde in dem Flur eines Hauses der Dranienstraße die Leiche eines neugeborenen Kindes, in ein weißwollenes Tuch und Beitungspapier gewickelt, aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. Laufe der Jahre der Verdienst erheblich gesunken, so daß sich| am 17. Abends sämmtliche Arbeiter genannter Fabrit beforachen und einstimmig am andern Tage eine Lohnerhöhung von 20 pCt. zu fordern fich verpflichteten, was durch Handschlag und Abgabe des Ehrenworts bekräftigt wurde. Gleichseitig verpflichteten fte fich, jeder Maßregelung eines Mitarbeiters dadurch vorzubeugen, daß dann Alle die Arbeit niederlegen wollten, event. bei einer Bewilligung der Lohnzulage Den Bemaßregelten durch Wochenbeiträge zu unterstügen. Ihre Sache vor dem Prinzipal zu vertreten erbot fich derselbe, der fich, nach dem Ausspruch des Chefs„ durch seine unzeitige Agitation bei der Wahl" schon unliebsam gemacht hatte. Der Sprecher fonnte aber dem Prinzipal gegenüber gar nicht recht zu Worten tommen und wurde mit folgenden Worten entlassen: Sie hätten schon längst aufhören können und fegt hören Sie sofort auf, aber sofort!" Hierauf wurde ein anderer Arbeiter vor den berrn Prinzipal zitirt und von demselben aufgefordert, sich zu erklären, ob er von den Tendenzen des anderen Arbeiters laffen molle oder nicht, im legteren Falle würde seine Entlassung eintreten. Da er fich nun nicht schnell genug erklärte, wurde er ebenfalls entlassen. Als nun der Lettere seine Mitarbeiter von feiner Entlaffung in Kenntniß fegte, entspann fich, wie voraususehen war, ein Wortgefecht, im Verlaufe deffen er seine Rol legen an das durch Ehrenwort bekräftigte Uebereinkommen er innerte. Zwei von den Arbeitern, die vorher die größten Schreier gewesen find, K. in der Schönleinstr. wohnhaft und L. in der Rotibuserstraße wollten sich dadurch vertheidigen, daß fe fagten, wir haben ja zugelegt bekommen, weßhalb sollen wir die Arbeit niederlegen. Als nun ein unparteiischer Arbeiter, der direkt zum Zeugen angerufen wurde, als die Arbeiter thr Uebereinkommen trafen, dieselben an ihre Wortbrüchigkeit erinnerte, wurde er, ein wehrloser Mensch, von K. mit Dhrfeigen trattirt. 2, Hölzerne Fahnenstangen. Das hiesige Polizeipräsidium hat bei dem Magiftrat die Beseitigung der hölzernen Fahnenstangen auf den flädtischen Gebäuden, soweit diese Stangen noch nicht durch eiserne Stangen ersetzt sind, beantragt well dieselben wenig haltbar und für die Straßenpaffanten gefahrdrohend find. Der Magistrat wird demzufolge die noch borhandenen hölzernen Fahnenstangen auf den städtischen Gebäuden durch eiserne erseßen. Gerichts- Zeitung. deutschen Reiches ihren Wohnort beliebig au wechseln und jederzeit ohne vorherige Kündigung, aus der Staffe auszutreten das Recht giebt. Die lettere Bestimmung ist nur von geringer Bedingung, da es wohl Niemandem einfallen wird, der Mitgliedschaft einer freien Kaffe zu entfagen und zu einer Zwangstaffe überzutreten. Viel größere Beachtung verdient das Recht Der Freizügigkeit, welches besonders für junge Leute, welche oft zum Wanderftabe greifen müffen, von nicht zu unterschätzendem Nußen ist. Zwar find die Mitglieder der Ortstassen bes rechtigt, ohne von Neuem die Einschreibegebühren erlegen zu müffen, Mitglieder einer andern Drtskaffe zu werden, doch treten fte erst nach einem längeren Zeitraum in ihre vollen Rechte ein, was für Mitglieder, welche das Unglück haben, während oder nach der Reihe zu erkranken, so bedeutende Nach theile mit fich bringt, welche mit zeitweiliger Ausschließung Don der Kaffe gleichbedeutend find. Uns gleich günstiger als lettere Bestimmung wäre die, nach welcher der Arbeitgeber verpflichtet ist, ein Drittel zu den Beiträgen zuzuschießen, wenn man nicht befürchten müßte, daß daffelbe dem Arbeiter in irgend einer Form vom Lohne in Abzug gebracht werden wird. Kollegen, Berufsgenossen! Nach genauer Prüfung des Vorstehenden werdet Ihr nicht mehr im Zweifel sein, welche Kaffe für Euch die beffere sein wird; ich erlaube mir deshalb, Euch mit den hauptsächlichsten Bestimmungen des Statuts obengenannter Kaffe bekannt zu machen. Dieselbe hat vier Versicherungsklassen errichtet, die ersten beiden für männliche, die zweiten beiden für weibliche Personen. Sie zahlt ihren Mitgliedern bei Arbeitsunfähigkeit, welche durch Krantheit herbeigeführt ist, bei einem wöchent lichen Beitrage von 30 Bf. eine Unterstüßung von wöchentlich 12 M., für 20 Bf. eine solche von 8 M., für 15 Pf. 6 M. und für 10 Pf. 4 M. Das Begräbnißgeld beträgt 60, resp. 40 resp. 40, 30 und 20 Mart. Trogdem in der Regel Personen aufgenommen werden sollen, welche bas 45ste Lebensjahr noch nicht überschritten haben, kann doch in Fällen außerordentlicher Gesundheit diese Altersgrenze überschritten werden. Indem ich noch die Mitglieder der jeßigen Gewerkskaffen darauf aufmerksam mache, daß fte, wenn fte denselben den Rücken tehren wollen, fich schleunigst bei einem der unten verzeichneten anmelden müffen, da die Abmeldung von der alten Kaffe von der Beweisführung, daß die Mitgliedschaft einer anderen Kaffe bereits erworben ist, abhängig gemacht wird, fte aber, wenn sie die ihnen noch gegönnte furze Frist unbenust verstreichen laffen, mindestens dreizehn Monate lang in der Ortskaffe verbleiben müssen, seße ich in alle Kol legen und Kolleginnen das feste Vertrauen, daß sie sich nicht dem Rückschritt in die Arme werfen, sondern einer Kaffe an schließen werden, welche ihnen nicht nur Bflichten auferlegt, fondern auch weitgehende Rechte einräumt. Mit kollegialischem Gruß D. Thomä, Rüdersdorferstr. 41, Hof 3 Tr. Beitrittserklärungen nehmen außer mir die Herrn R. Begoldt, Holzmarktstraße 44 a, Hof 3 Tr., E. Größler, Alte Jakobstraße 17, of 2 Tr. und B. Scholz, Kreuzigerstr. 1, 3 Tr., entgegen. Ein interessanter Betrugsprozeß gelangte heute gegen den Redakteur Christian Johannes Hollander vor der ersten Straffammer hieftgen Landgerichts I. zur Verhandlung. Unterm 15. Oftober cr. übertrug der Angeklagte laut notariellem Vertrag das Eigenthumsrecht am Kleinen Journal" an den Schriftsteller Spiß, welcher darauf im Handelsregister als Eigenthümer eingetragen wurde; Hollander hatte sich in dem abgeschlossenen Vertrage nur das Recht eines stillen Theilnehmers vorbehalten. Vor dem Abschlusse dieses Vertrages waren verschiedene Versuche des Hollander, das Blatt zu ver äußern, gescheitert. Auch noch nach dieser Zeit theilte der Angeklagte dem Dr. Behlicke, damaligem Chef- Redakteur des Kl. Journals", mit, daß er tros des Uebergangs des Eigenthumsrechts auf Spig noch 3 Monate lang das Verfügungsrecht über das ,, Al. Journal" befize und in dieser Beit das selbe insonderheit auf einen Andern übertragen dürfe. Um jene Beit äußerten der Hofrath Dr. v. Guèrard und der Fabrikant Franz Prezel dem ihnen bekannten Mitredakteur des ,, Kl. Journals", Guisbert Pniower, gegenüber den Wunsch, für ein hinter ihnen stehendes Konsortium das ,, KI. Journal" an fich zu bringen. Pniower erfuhr darauf von Dr. Behlicke, daß Hollander noch das Verfügungsrecht über das Blatt zu stehe und daß derselbe nach wie vor die Absicht habe, das Eigenthumsrecht daran auf einen Anderen zu übertragen, und vermittelte in Folge dessen zwischen Dr. 3. und v. G. und B. in der Schilling'schen Konditorei eine Zusammenkunft. Bei dersetben gab Dr. 3. den Offeranten gegenüber die Abficht Hollander's zu erkennen, und erklärte auf der Einwand des Dr. v. Guèrard, daß als Eigenthümer des Kl. Journals" Herr Spis angegeben sei, daß Hollander durch einen Vertrag mit Spiß das Recht eingeräumt sei, das Blatt auf einen Anderen zu übertragen. Diese Aufklärung ver anlaßte Herrn Pregel, am 28. November 1882 dem Angeklagten Hollander eine Kaufofferte betreffs des Kleinen Journals" zu machen und einen Kaufpreis von 15 000 Mart dafür zu bieten. In diesem Schreiben wurde auch die Verficherung abgegeben, daß die bisherige Tendenz des ,, Kl. Journ." beibehalten werden solle. Am 30. November 1882 tam auf Grund der zwischen Hollander und Prezel gepflogenen Unters a. Der Betrüger, welcher hiesige Geschäfte, insbesondere handlungen ein Vertrag zwischen Beiden dahin zu Stande, Cigarrenhändler ung Materialwaarenhändler durch fingirte auf daß Ersterer sich verpflichtete, dem Legteren das Eigenthums bie Namen bekannter und treditwürdiger Bersonen ausgestellte recht am„ Sl. Journ." am 15. November deffelben Jahres zu Waarenbestellungen in der Weise geschädigt hat, daß die Fir- übertragen, wenn bis zu diesem Tage oder an demselben der Kaufpreis bezahlt wird. Die geleistete Anzahlung von 750 M. folle als Reugeld verfallen, wenn Bregel den Vertrag nicht erfüllt. Außerdem war in dem abgeschlossenen Vertrage die Verpflichtung Hollanders aufgenommen, die Redaktionslokali täten dem Käufer bei einem jährlichen Miethspreis von 1500 Mart zur Ueberlaffung zu bringen. Als Pregel einige Tage vor dem 15. Dezember, an diesem Tage und am 16. Dezember das Kaufgeld erlegen wollte, hat Hollander nach der Bekundung des Prezel die Annahme des Geldes und die Uebergabe des Blattes abgelehnt. Auch soll er fich geweigert haben, das Angelo zurückzuzahlen. Derr Brezel behauptet, nicht gewußt b. Unsere Maler figen zu viel in ihren Ateliers und Leben bietet noch nicht entfernt gewürdigte Motive in Fülle. beobachten das wirkliche Leben nicht genug. Das großstädtische Mitten in dem raftlosen Treiben der Leipzigerstraße erscheinen et täglich Büge von Möbelwagen, dicht bejezt mit oberschlefischen Arbeitern, welche aus der Buder- Kampagne in Sachsen zurückkehren. Solch ein Wagen, an dem elegante Equipagen vorbeisausen, bietet ein frappantes Bild. Pyramidenartig auf: gebaut, auf ihren Bettenbündeln, Kisten und Raften fipend, mit trem farbenreichen Sonntagsstaat angethan, halten ihn volnische Mädchen und Frauen in dichten Heihen besett. Ihre fremden Gefichtszüge, die dunklen Augen, die farbigen Kopftücher üben eine so frappante Wirkung aus, daß auch der baftig Dahinellende ihnen einige Augenblicke nachsteht. Der Maler würde diesem Bilde faum etwas hinzuzufügen haben; es wirkt effektvoll durch sich selbst. men die brieflich oder mittelst Postkarte bestellten Warren an die angeblichen Besteller schickten und daß in den Häusern der Besteller im Haus resp. auf den Treppenflur die Waaren von dem Betrüger abgenommen wurden, ist nun endlich von der Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen worden. Es ist dies ein mehrfach mit Buchthaus bestrafter Klempner Lenz, der fich gls Kaufmann ausgab, und der erst im Monat Juli cr. aus der Strafanstalt zu Brandenburg a.. nach der Verbüßung einer 2% jährigen Buchthausstrafe entlassen worden war. Die Aufmerksamkeit der Kriminalpolizei wurde auf ihn Menge gesehen worden, und eine bei ihm vorgenommene Hauszu haben, daß dem Spis irgend ein Einspruchs- resp. Mitfuchung führte auch zur Beschlagnahme einer Partie bei ihm eigenthumsrecht an dem Kl. Journ." zugestanden und erklärt, vorgefundener leinener Handtücher, Leinewand- Reste und eines daß er, wenn er diese Kenntniß gehabt hätte, den Vertrag mit Pfandscheins über ein Stück Leinewand. Lenz behauptete Hollander nicht abgeschloffen haben würde. Der Angeklagte nicht den Ort nachzuweisen, wo er fie gekauft hatte. Hierbei Eigenthümer des Kl. Journ." geworden sei, was durch mündführt an, daß Spig nicht wirklicher, sondern nur nomineller Geficht, welche der Schrift in den Bestellkarten und Briefen ihm von Herrn Spiz ertheilte Vollmachtsauftrag vom 11. Des vollständig gleicht. In 10 Fällen( im Ganzen waren 12 derder Bedingung, daß Spiß von dem Kaufpreise 10000 Mart erhalte, daß die Tendenz des Blattes gewahrt bleibe und daß Geschäfte mit Bestimmtheit als der fragliche Betrüger refog- theils gegen ein Jahresgehalt von 4000 Mart bleibe. Lenz von den Hausbienern reip. Saufburschen der geschädigten Spig noch ein Jahr lang Redakteur des Börsen- und Handelsnoszirt worden. Die bei L. vorgefundenen Leinenwaaren rühren zweifellos aus ähnlichen Betrügereien her, über welche jedoch eine Anzeige bei der Kriminalpolizei noch nicht gemacht 16. Dezember das Kaufgeld habe zahlen wollen, und auch worden ist. man ist sehr höflich sehen wir uns ein Ferner erklärt der Angeklagte, daß er nur deshalb das Blatt nicht übergeben habe, weil Bregel erst am weil er inzwischen erfahren, daß fich unter den Hintermännern Bregels u. A. der bekannte antisemitische Agitator, Landtagsabgeordneter Cremer, befunden habe. Da sonach die Menderung der Tendenz, des' Blattes in eine antisemitische nahe lag, habe er sich für berechtigt gehalten, auch aus diesem Grunde vom Vertrage zurückzutreten. Der Beuge Bregel verficherte unter seinem Eide, daß es nicht die Abficht seiner hinter ihm stehenden Freunde gewesen sei, dem Kl. Journal" eine antisemitische Richtung zu geben. Herr Spig bekundet, daß er alleiniger Eigenthümer des Kl. Journals" durch den mit Hollander abgeschloffenen Vertrag geworden sei und daß teinerlei Nebenabreden getroffen find. Eine Uebertragung des nur Die Wagenbauer und Berufsgenossen tagten 600 Mann start am Freitag Abend in den vereinigten Sälen der Gratmeil'ichen Bierhallen. Zunächst hielt Herr Stadtverordneter Fr. Gördi einen Vortrag über die verschiedenen Arten der Krankenkaffen, alle Licht- und Schattenseiten berührend, um schließlich allen Arbeitern den Beitritt zu einer freien Hilfstaffe zu empfehlen. In gleichem Sinne sprachen fich sämmtliche Redner aus und war das Resultat der ganzen Verhand lungen, die einstimmige Annahme folgender Resolution: Die heute in den Gratweil'schen Bierhallen tagende Versammlung der Wagenbauer und Berufsgenossen Berlins hält die zentrali firten freien Hilfskaffen für die Arbeiter am vortheilhaftesten und verspricht unter den Berufsgenossen für dieselben wirken zu wollen und beschließt, fich der Bentral- Kranken- und Sterbe taffe der deutschen Wagenbauer anzuschließen. Nach der hierauf folgenden Pause, in welcher die anwesenden Vertreter der Kaffe die zahlreichen Beitrittserklärungen entgegennahmen, machte der Vorsigende die Zahlstelle der Kaffe belanni: Hauptlaffter G. Seehaus, Memelerstr. 34, v. 2 Tr. Bahlstellen bei D. Matthees, Kottbuserstr. 10a, of part., H. Hoffmann, Blumenthalftr. 5, v. 4 Tr., H. Jünge, Borstgstr. 24, v. 4 Tr., . Britsfor, Gerichtsstr. 63, Seitenfl. 2 Tr. G. Eine von Prinzipalen und Gehilfen zahlreich bes suchte Versammlung der Graveure, Ciseleure und Berufsgenossen, tagte am Montag in Nieft's Salon, Kommandantenftraße, um zu der von der Freien Vereinigung der Graveure und Eifeleure in Angriff genommenen gewerblichen Statistit Stellung zu nehmen. In eingehnendem Referate wurde von Herrn Guttmann nachgewiesen, daß es unmöglich sei, Art und Umfang event. Mißstände im Gewerbe sowie die auf Abhilfe zielenden Vorschläge au prüfen, wenn die wahre Sachlage nicht durch zahlenmäßige Beweise festgestellt sei. Wenn besonders Das Lehrlingswesen Gegenstand häufiger Klagen gewesen, so tappe man damit so lange im Dunkeln herum, bis der statistische Nachweis geliefert sei, daß die Ge fammifituation in der That zu berechtigten Klagen veranlaffe und die Lage weder zu schwarz noch zu rofig" aufgefaßt sei. Die drei Abtheilungen des Fragebogens ständen in Bezug auf die Entwicke lung des Lehrlingswesens im organiſchen Buſammenhang und we Jeder bemüht sein müssen, wenn das zusammengetragene Mosaikbild ein lebensgetreues fein soll- obnorme Verhält niffe mit größter Gewissenhaftigkeit zu rubriziren. Die Erhebungen erftreden fich ferner auf den Umfang der Alfordarbeit im Verhältniß zur Wochenlohnarbeit, auf Beschäfti gungslosigkeit, auf die vorkommenden Spezialitäten, auf Fach- und Fortbildungsschulen Besuch u. A. m. Alle Märchen, die stets bei solchen Gelegenheiten kolportirt werden, zu widerlegen, sei, wie einige Beisptele zeigten, unmöglich, aber es zeuge von großer Untlarbeit über bas Wesen einer Statistik, wenn man glaube, daß bei Fest stellung der Durchschnittsverhältnisse, die Jedem bekannt werden sollen, einzelne Namen in Betracht tämen. Bei der geringen Mühe, die die Ausfüllung der Formulare bereite, werde jeder Interessent beweisen können, ob er ernstlich ge willt sei, endlich einmal etwas Pofitives zur Klarstellung und Forderung der gewerblichen Verhältnisse beizutragen, oder ob er nur am Biertisch den Muth befize, Betergeschrei loszulassen. Die in der Distuffton erhobenen Bedenten" erwiesen sich als fleinliche Nörgeleien und Ausreden, die, wenn recht gemüthlich vorgetragen, wohl Einzelne zu Beifallssalven hinreißen tönnen, aber im Grunde doch keinen anderen Erfolg haben als § 11. Nachdem die Redegewitter ausgetobt, baten die Doponenten ausdrücklich, daß ebenso wie fte selbst, auch alle Uebrigen die Formulare ohne Bedenken ausfüllen mögen. Die Versammlung resolvirte fich im Sinne des Referenten dahin, daß die Erhebung der Statistik für die gewerblichen Intereffen un entbehrlich und es Ehrenpflicht eines jeden Bringipals und Gehilfen sei, für gewiffenbafte Ausfüllung Sorge zu tragen und die Kommission überall in ihrer Arbeit zu unterstüßen. Die Herren Krause, Kröbel, Hauff, Guttmann, Haelbig, Eilert und Breitagt wurden in die Vertrauens- Kommission gewählt, welche nunmehr die Durchführung der Statistik übers nommen hat. ist erstaunt, wenn man Zimmer No. 34, von der Spandauerb. Im Hundesteuer- Bureau des Magistrats. Man man eine vollständige Buchhalterei mit vier Beamten vor fich fieht, welche anscheinend auch alle Hände voll zu thun haben, denn die Thür geht beständig auf und zu. Während wir warten, bis an uns die Reihe tommt und läbt uns ein, Blas zu nehmen wenig um. Bunächst fällt unser Auge auf zwei Tableaux mit auswärtigen Steuermarken. Es mögen ihrer über hundert fein, von den manichfachsten Formen und Farben. Sie dienen ftelerter Hund einmal Berlin pasfirt. Die Musterfarte beweist kundigungen eventuell gebilligt haben. Der Angeklagte hatte ben Hundefängern zur Orientirung, falls ein auswärts ver uns, daß die Berliner Erfindung der Hundesteuer weithin Schnle gemacht hat. Fine große Regiftratur von Ottavbändchen enthält Die Hunde Berlins nach Stadttheilen und Straßen genau geordnet. Den Bilderschmud des Lotals bilden die Portraits der Herren Sobrecht und von Fordenbed und ein in Farbendrud ausge führter Kopf eines Neufundländer- Hundes. Die Expedition des Bublifums geschieht prompt. Herr J. zeigt an, daß er den Hund des Herrn M. übernommen hat. Zwei Verwahrer zuge laufener Hunde erkundigen sich an der Hand der Nummer nach den Befttern. Ein altes Fräulein, dem man ansteht, Antrage des Staatsanwalts entsprechend. daß fie allein steht, hat sich entschloffen, einer armen Hundefeele Asyl zu geben. Darüber, wo fie die 9 Mart pro Jahr 50 f." Sie erlegt fte, erhält ihre Quittung und blidt starr absparen wird, ist sie mit sich im Reinen. Bitte um 4 Mt. 1884" fiebt darauf. Aber heut ist ja schon der 18. November" wagt fte schudtern zu bemerken. Bei der Hundesteuer ist das gleich", bemerkt der Beamte und vertieft fich wieder in seine Bücher. Sie aber starrt noch lange die Unglücksquittung an. In sechs Wochen soll ste schon wieder 4 eine halbe Mark erPolizeibericht. Am 16. d. M. Vormittags wurde die 9 Bemächern, Spöttischen mmtlichen en- Spiegel darf Shre alle." Shnen in er wohl," en falfchen er Tugend rd. ga nit feinem ny eben fo und bas vor einem en, fchlof Des Lachen auf dieselbe hin. legen? Das ist hart. Bezahlt vom 1. Juli bis 31. Dezember " 1 wohnhaft, bewußtlos auf dem Flur des Hauses liegend aufge funden. Der hinzugerufene Arzt stellte eine Gehirnerschüttetung fest. Wahrscheinlich ist das Kind auf dem Treppenges länder hinabgerutscht und auf den Hausflur herabgestürzt.Am 18. b. M. Vormittags waren der Apparatführer Röbler und der Arbeiter Sternberg in der Spiritus- Rektifikations- Anihm davon keine Mittheilung gemacht, sondern nur gesagt, daß Lieutenant Stroußberg das Blatt zu laufen beabsichtige. Sein Vollmachtsauftrag beziehe fich auch nur auf diese Aussicht. Der Staatsanwalt erachtet bei dieser Sachlage die Requifite des Betrugsparagraphen für erschöpft und beantragte neun Monate Gefängniß und zweijährigen Ehrverlust. Rechtsanwalt Dr. Sello platoirt für Freisprechung seines Klienten, indem er annimmt, daß Nebenabreden zwischen Spiß und Hollander offenbar bestanden haben. Der Gerichtshof erkannte aber dem Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. An alle Weber, Wirter, Spinner, Färber und verwandten Berufsgenossen. Kollegen, Berufsgenossen! Da mit dem 30. b. M. die Frist abläuft, während welcher sich alle Lohnarbeiter und Arbeiterinnen für den Fall einer Krankheit oder des Todes versichern müffen, wobei es ihnen jedoch frei gestellt ist, sich einer Orts- oder einer freien Hilfskaffe anzu schließen, so halte ich mich verpflichtet, noch einmal auf die Vorzüge, welche Lestere vor der Ersteren hat, insbesondere aber auf die unlängst gegründete Allgemeine deutsche Krankenund Begräbnißtaffe für Weber, Wirker, Spinner, Färber und verwandte Berufsgenoffen beiderlei Geschlechts"( Sig Chemnit) hinzuweisen. Eine zentralisirte freie Hilfskaffe unterscheidet fich von der Ortskaffe dadurch, daß fte im Gegensatz zu der Leßteren von den Mitgliedern allein, d. h. ohne Theilnahme der ftalt von Friedmann, Neue Königsstraße 39, damit beschäftigt, Arbeitgeber, verwaltet wird; feine Kranten und alten Leute rates zu befestigen. Durch übermäßiges Anziehen der Deckeleinen etwa 57 Kilogramm schweren Deckel des Filtrir Appa- aufzunehmen braucht, es jedem Mitgliede überläßt, fich zu einem Schrauben sprangen diese ab, so daß der Deckel durch den ausArzte in Behandlung zu begeben, welcher sein volles Vertrauen befigt und deffen Umgangsformen ihm am meisten zusagen; statt der durch den jeßigen Gewerts- Krantenverein so berüchinnerhalb gegen die beiden Berfonen geworfen wurde. Dem Köhler tigt gewordenen Medikamente eine höhere Unterstüßung wurde die Kinnlade zerschmettert und der Brustkasten einge- gewährt; ihren Mitgliedern gestattet, Des h. Die äußerst zahlreich besuchte Versammlung von Vorständen eingeschriebener Hilfskaffen, welche am Dienstag Abend in Gratweils Bierhallen, unter dem Vorfiye des Herrn D. Schulz, biefigen Bevollmächtigten der Sentral Krantenund Sterbekaffe der Metallarbeiter( Bergmannstr. 97, Hof 2 Tr.) tagte, beschäftigte sich in mehrstündigen Verhandlungen mit eingehender Durchberathung der ihr von der Kommission der Vorstände eingeschriebener Hilfskaffen unterbreiteten und von ihr schließlich fost unverändert angenommenen Statutenvorlage für den zu gründen beschlossenen Sanitätsverein für Mitglieder eingeschriebener Hilfskaffen" dem bis jetzt ca. 35 ein geschriebene Hilfsl8ssen sich provisorisch angeschlossen haben, 11 ( 300) 788 170 243 784 190 144 896 958 205 843( 300). 46252 404 428 79 946 461 847 948 636 956 298( 3000) 963 22 632 556 36 645. 4716 554 776( 500) 586 958 986 569 807 601 819 560 762 993 948 692( 1000) 277 280( 3000) 477 662 105 783 769 126 153 381. 48900( 3000) 292 239 einzelnen Aleinbetriebe des Schneiderhandwerks fich nicht behaupten können, und daß die Schneider, die Kleinohne Kapital ebenfo, wie Die meister Gesellen, mehr und mehr dem Schicksale verfallen abhängige, die Inhaber der auf Hungerlohn angewiesene, für Großbetriebe arbeitende Arbeitnehmer zu werden. Es gebe nur ein Mittel für die Arbeiter, der Macht des Kapitals mit Aussicht auf Erfolg entgegen zu treten: fie müssen zu Genoffenschaften zusammen treten und als Genoffenschafter mit den aus den Beiträgen der Genossenschafter gebildeten Rapitalien ihr Gewerbe auf eigene Rechnung betreiben. Es wurde mitgetheilt, daß bereits über 60 Mitglieder des Fachvereins fich durch Unterzeichnung eines Birkulars bereit erklärt haben, einer zu gründenden Rohstoff- und Produktiogenossenschaft beizutreten und bis zum 1. Februar 1885 eine Einlage von 30 Mart zu machen. Nach einer langen lebhaften Diskussion wurde einstimmig eine Resolution angenommen, in welcher die Anregung des Fachvereins der Schneider, eine Rohstoff- und Produktiogenossenschaft der Schneider zu gründen, voll und ganz anerkannt und es für Ehrenfache eines jeden Kollegen, der es irgend tann, erklärt wird, derselben als Mitglied bei zutreten. Viele von den Anwesenden unterzeichneten die ausliegenden Listen. um demfelbem nach erfolgter Genehmigung des Statuts von Seiten der Behörde definitiv beizutreten. Der Verein hat seinen Sit in Berlin und bezweckt( nach§ 2 des Statuts) den ihm angehörenden Berliner Kaffenmitgliedern hiefiger Todter auswär tiger Raffen und Kaffenverbände, sowie deren Familienangehöris gen( Frauen und Kindern) billige resp. freie ärztliche Behandlung in allen Krankheitsfällen zu sichern, sowie durch Vereinbarung mit Apothekern und Bandagisten eine Breisermäßigung für Arzeneten und Bandagen zu erzielen. Der Beitrag beträgt ( nach§ 4 der Statuten) monatlich 25 Pf. pränumerando Die Wahl des Arztes steht( nach§ 6 des Statuts) jedem Mitgliede frei; zum Hausbesuch ist nur einer der im Bezirk des Mitgliedes wohnhaften Aerzte verpflichtet. Wie hier bemerkt fein möge, haben sich, den in der Versammlung gemachten Mittheilungen zufolge, bereits über 100 Aerzte gemeldet, welche für die von der Kommission aufgestellte Tare die Behandlung der Mitglieder zu übernehmen bereit wären. Auch haben mehrere Aerzte fich gratis dazu erboten. Die für die Versammlung in Aussicht genommen gewesene Eintheilung Berlins in Kranten Bezirke wurde wegen zu weit vorgeschrittener Beit vertagt. Der Verein gedenkt mit einer ausreichenden größeren Anzahl von Aerzten Verträge abzuschließen, durch welche fie fich verpflichten, gegen ein bestimmtes, aus Kaffenmitteln zu gewährendes Honorar und mit Ausschluß jedes weiteren Anspruchs die Vereinsmitglieder und deren nächste Familienangehörigen in Krankheitsfällen ärztlich zu behandeln, event. in Behinderungsfällen durch tüchtige Stellvertreter be handeln zu laffen. Die Statuten werden nunmehr unverzüglich dem Polizeipräsidium eingereicht und wird alsdan, sobald fle Die Genehmigung erlangt haben, sofort zur definitiven Gründung des Vereins geschritten werden. w. Polizeilich aufgelöst wurde die in Keller's Gesellfchaftsfälen" tagende Versammlung des Arbeiter- BezirksVereins im Dsten, nachdem der Referent, Herr Schriftsteller Fränkel, seinen Vortrag über Aus dem Rechtsleben" beendet, und fich an der hierauf folgenden Diskussion die Herren Reichs tagsabgeordneter Singer. Voigt und Lehmann betheiligt hatten. Als Lepterer in seinen Ausführungen das Sozialistengeset bes rührte, erhob sich der überwachende Polizei Lieutenant und erklärte die Versammlung für geschloffen. Ruhig verließen die Anwesenden den Saal.( Ausführlicher Bericht folgt.) 603 117 483 74 771( 300) 218 91 872 458 379 968 311 772 ( 300) 687 263 53 4 861 764 14 551 547. 49671 502 109 705 684( 300) 686 611 525( 1000) 824 453 500 233 254 930 407 268 389 576 34 648( 1000) 754( 300) 122 636. Str. 19 Di 50874 19 955 280 13 512 986 390 159 209 365 6 929 414 736 96 771 704 484 431 468. 51503 403 236 657 20 663 173 237 914 712 108 9 286 578 691 984 561 791 967 123. 52252 366 200 739 434 596( 1000) 705 955 377( 3000) 113 765 258( 3000) 496 319. 53348 70 531 42 584 522 430 960 82 259 948 767 95 434 989. 54795 999 408 92 824 354 987 586 867 906 470 638 14 405 881 ( 300) 398( 300) 276( 300) 429 874 858 391 438( 300). 55190 364 867 18 754 784( 3000) 310 332( 300) 499 146 539( 300) 873 559 970 804 372 944 544 791 555. 56202 227( 300) 776 853 826 114 16 475 453 970 888 873 915 752 173 262 187( 300) 779. 57991( 3000) 454 624 585 57991( 3000) 454 624 585 993 211 676 161 366 586 722 477 957 712 150 705 958 90 524 851 525. 58785 246 263( 300) 827( 500) 455 652 737 967 584( 300) 628( 300: 627 909 374 415 365 83( 500) 59990 54 223 686 399 453 642 589 429 den. Die ( 3000) 221 272 4 584 650 964 798 559 335 148. der in der Durch ujammen b aus feiner pollftem Ho 61946 26 Sterben zu Diefer 60695 129 39 77( 500) 884 112 496 746 708 209 648 bandwerker 749 681 449( 500) 179 17 314 833 744 487 663. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. 899 75 353 290. Biebung vom Mittwoch, den 19. November. ( Ohne Gewähr!) 832 621 604( 1000) 904( 300) 667( 500) 647 705 756 1556 514 489 723 827 496 866 270 75 236 935 495 912. 60 187 404 253 672 378 27 182 650 875( 3000) 310 730( 500) 716 467. 2855 806 304 250 336 978( 300) 736 88 801 361 467 537( 300) 354 38 358 867 9 688 848 259. 3324 101 234 4( 3000) 85 311 706 489 482 647 141( 1000) 273( 3000) 76 194 509 552 702( 300) 472. 4800( 3000) 141 606 586 878( 300) 414 952 936 342 86 627 554 447. 5731 474 228 673( 500) 694( 300) 197( 300) 305 570 571 507 225 708 863. 6896( 500) 628 463 318 730 513 577 595 299 53( 500) 191 439 823 462 400 944 818 19 820. 7898 939 555 556 372 434 644( 3000) 77 177 950 858 864 8326 153 495 496 374 733 808 820 661 568 798 247 151 877 585 74 658 236 723 558 665 607. 9990( 300) 234 824 353 173 747 206 364 6 429 569 497 368 71 674( 500) 489 430 496 183 Der Verein zur Wahrung der materiellen Interessen der Fabritarbeiter zu Berlin fagte Montag, den 17. Novem ber in dem Saale des Vereinshauses SC., Waldemarstr. 75 und hielt seine regelmäßige Monats- Versammlung ab, in welcher Herr Bubeil einen Vortrag über das Thema:" Swed und Biele des Vereins" hielt. Redner legte die Lage des englischen und deutschen Arbeiters flar, und sprach von der Abschaffung der Frauen und Kinderarbeit, Regelung der Gefängnißarbeit und des Normal Arbeitstages. Bum 2. Punkt der Tages Ordnung: Wahl eines 2. Vorsitzenden und eines 2. Kassirers" fiel die Wahl auf Herrn Haugdt zum 2. Vorfizenden, zum 2. Kassirer wurde Herr Lorenz gewählt. Bum Schluß hielt Herr Zubeil noch einen furzen Vortrag über die Lage der deutschen Arbeiter. 402 901 779 450 374 831 704 643 491 65 95 814( 3000). 62947 735 804 105 440 304 995 577 853 652 657 12 902 örende 915 547 110 648 881 72 32 520 904 528 530 79 976( 300) wird diesem 63880 389 263 865 945( 300) 522 9 966( 300) 82 854 Aber wie 774. 10500 326 405 529 119 191 442 761 471 2 904 800 244 49 741 23 413 938 523 251 504. 11639 94( 500) 524 227 101 486( 300) 631 93 308 470( 500) 579( 3000) 776 198 12150 429 684 956 980( 300) 760 921 396 243 58 616 317 813 827 498 186 676 605( 500) 597 192 531 735( 500) 514 641 503 996 441 870 894 784. 13006 708 804 205 589 83 315 461 11 370 497 996 989 494 358( 500) 894 236 453 759 71( 500) 712 839 181 515. 14000 926 188( 300) 69 767 937 684 476 805 441 559 85( 3000) 923 606 65 149 713 20. 15701 240 731 694 118( 300) 690 98 661 545 837 825( 3000) 626 106 747( 300) 970 991 274 941 265 237 430. 16013 841 998 250 58 110 90 204 407 612 314 293 320 76 243 966 768. 17391 576 877 402 667 75 190 998 196 863 104 951 963 842 83 47 113 364 973 438 954 15 452. 18515 344 991 986 791( 1000) 909 223 698 054 149 744( 500) 203 256 ( 300) 810 87 97 968 848. 19541 916( 500) 357 307 358 738 17 658 558 322( 300) 391( 300) 196 566( 1000) 154 163 736 982( 300). Deute Raum gege Bahl der ten Rett freilich auch och nicht! Diese Beilen begr Bor m feinen fünf mitgliede in en, fogar Recht, fon um 25 fe hungsbewe annten Ad Onnungsm utigen S ines Lehrl mebr Bilich 667 498 27 10 508 44 29. 64576 286 480 657 568 159 549 Frage, wor 247 196 519 469 307 495( 300) 251 317 309( 500) 824 319 tatt, an de 445 433 498 65000 998 661 645 595 776 269 711 438 643 oder minde ( 3000) 229 428 98 676 357 283 760 259 390 490 18 537 ( 500) 430( 300) 847 304 844 443 246 318 668. 66987( 300) 761 381 332 516 856 873 573 763 944( 1000) 785 237 699 befiere Buti 229 531( 3000) 204( 500) 694 150 955 582 788 959 95 37 13 810 116. 67005 557 157 599 785 546 408 645 409 967 11( 300) 547 327 916 976 242 142.68297 334 499( 1000) 844 959 122 648 331 954 902 78 573 121( 300) 628 619 1 Begenüber ( 1000) 119. 69570( 5000) 595 160 278 926 224 971 30 581 207 574 436 150 267 312( 300) 402 477 857 458 481 844 603. 70257 73 219 733 967 38 293 453 303 808 737 899 719 311 752 630. 71743 564 355 604 396 849 925 225 979 961 946 632 724( 300) 873 401 598 438 470 931 146 901. 72111 845 914 169( 3000) 557 727 907 839 926( 300) 42 990 591 333 902 451 443 105 686 408( 1000) 913. 73168 30 247( 300) 861 586 256 931 492( 1000) 813 457 944 271 965 712 314 294 939 511 242 530 460 887 915 671 268 148 51 94 49. 74798 194 111 407( 3000) 618 526 836 451 123 621 608 99 904 956 46 632 601 716 706 629. 76079 685 368 450 785 106 486 581 133 172 992 436 88 659( 300) 285 369 62( 300) 216 44 82 725 433. 76325 18 286( 300) 739 807 398 782 435 813 230 257 767 339 285 409 995 623 420 249 771 742 90. 77901 20 980( 3000) 899 437 961 348 400 134 163 103 198 959 316 507 376( 3000) 924 951 974. ( 3000) 194 690 278 302 665 375 87 917 405 764 452 965 ( 500) 851 994 379 784 792 79172 116 51 933 540 718 699 ( 3000) 930 43 745 406 799 351. 80830 574 845 891( 300) 733 642 862 484 332 396 882 890 619 164( 500) 252 419 388. 81056 29 706 359( 300) 859 981 196 714 513 841 432 611 778 241 950 502 885 814 133( 300). 82508( 300) 792( 300) 27 764( 1000) 34 25 685 690 547 208 686 89 561 30 443 646 942 491 291 603 14. 83012( 1000) 517 157 71 865 556 207 333 662 123 20 358 739 525 540 784 948 102 584 55 98 780 706 404 775( 1000) 484 536 232 135 340( 500) 240( 300) 618( 300). 84595( 500) 795 31 647( 5000) 899 197( 3000) 177 987 493 582 26( 500) 896 485 450 11 979 758 37 138 633. 85721 835 757 165 568 914 461 804( 300) 517 213 421 618 758 285( 500) 441 369( 300) 670 620( 1000) 849. 86951 234 331 873 930 159 81 526 198 682 292 807 31 175 610 93 964 161( 300) 653 678 742. 87179 432 854 440 176 916 534 243( 300) 649 ( 1000) 966 202 489 868 946 907 65 466 210 418( 500) 195. 88736 417 84 68 383 962 965 864 195 73( 300) 648 409 ( 3000) 647 437 941 376 49 619 5 291 552( 300) 500 443 89668 767 532 272 295 944 399 2 404 199 146 32 186 777 118 594( 500) 858. 20405 395 23 345 27( 300) 695 851( 300) 960 481 61 21142 6( 1000) 59 404 536( 300) 86 211 429 716 76 656. 325 583 29( 300) 460 584 176 210 260( 300) 636 925 6 251 819( 500) 72 381 817 246 475 206 693 97 760 786( 300) 401. 22575( 3000) 12 917 59 131 513 673( 3000) 150 160( 1000) 878 455 536 702 853 89 967. 23665 217 889 427 34 696 32 114 263 635 684 759 766 841. 24617 789 5 310 989 894 147 362 497 959 627 631 125 321 278. 25793 509 651 822 679( 1000) 56 173 123 245 692 5 811 669 85 14 57 ( 300) 662. 26088 975 668 759 798 897( 300) 583 533 747 ( 300) 279( 300) 305( 300) 203 576( 500) 506( 3000) 870 394 491 918 334 408 36( 3000) 385( 300) 34 761 391 427 118 716( 500) 462 213. 27000 267 417( 300) 985 95 369 602 894 934 495 889( 3000) 566 211 341 933 221( 1000) 899 470 903 106( 500). 28930 803 591 55 309 347( 3000) 215( 1000) 770 846 576 862 85 166 524 952. 29593 326 291 811 714 ( 1000) 348 267 625 96 90 516 577 873 83 850( 500) 116 431 565 504( 1000) 820 888 489 159( 300). t. Die Kolportage- Buchhändler Berlins und Umgegend traten am Dienstag Abend in Nieft's Salon zu öffent licher Versammlung zusammen, um über die allgemeine Ge schäftslage, die neueste Bewegung im Kolportage- Buchhandel und die Frage zu berathen: was den bestehenden Zuständen gegenüber zu thun set. Herr Malzahn referirte über die ersten beiden Buntte und schilderte die ungeheure Schädigung, welche Der Kolportage- Buchhandel durch die Gewerbe- Novelle erfahren habe und erfübre, nicht zum menigsten dadurch, daß in Folge bes Gesetzes fich die besten Kräfte dem Kolportage- Buchhandel entzogen, fich den fich den Abzahlungs Geschäften zugewendet und dadurch den Ersteren auf Jahre hinaus ruinirt hätten, durch welche Abzahlungs- Geschäfte das Publikum in weit höherem Maße ausgebeutet werde, als vorgeblich durch den Kolportage- Buchhandel geschehen sei. Die Beseitigung des Brämienunwesens sei vollständig gerechtfertigt, doch sollte sich Das Prämienverbot nur auf Gegenstände erstrecken, die nicht dem Buch- und Kunsthandel angehören. Aus dem Vorgehen der Regierung gegen den Kolportage- Buchhandel sei folgerichtig der Schluß zu ziehen, daß dieselbe bei dem Erreichten nicht stehen bleiben werde. Bei der Zusammenseßung des jeßigen Reichstages sei die die Gefahr nicht ausgefchloffen, daß gegebenen Falles der Kolportage Buchhandel gänzlich unterdückt werde. Es sei dieses erforderlich, gegen hemmende Ausnahmegefeße mit aller Entschiedenheit Front zu machen. Herr Schulze empfahl dringend, das Hauptaugenmerk darauf zu richten, daß das Druckschriften- Verzeichniß, welches der Kolportage Buchhandlungsreisende mit fich zu führen verpflichtet sei, vor allen Dingen in Wegfall tomme, da hierdurch geradezu unleidliche Zustände hervorgerufen würden. Wenn auch hier in Berlin die Behörde loyal vorginge und fich feine Ueber griffe erlaube, so set dies doch anders in den Brovinzen, namentlich dort, wo die Polizeigewalt in den Händen des Bürgermeisters fich befände- Lie Diskussion zeitigte verschiedene Vorschläge zur Beseitigung der vorhandenen Uebel flände, doch einigte man fich schließlich dahin, die ständige Rommiffion zu beauftragen, eine Petition an den Reichstag auszuarbeiten und der nächsten, am 2. Dezember stattfindenden Versammlung vorzulegen. 30012 298 843 831 883 669 500 86 767 555( 1000) 441 972( 500) 832 523 465 984 830 23 409 299 905 15 646 955 ( 300) 31132 181 439 804 163 618 931( 300) 786( 300) 968 250 744 926 630 668 545 642( 300) 567 922 13( 300) 32917 885 209 461 571 292 635( 1000) 90 141 644 758 237 625 420 672 265 441 284 624 909 902 33501 214 286 589 264 662 393 378 537( 500) 555 175 946 303 127( 3000) 34071 41( 300) 945 129 432 474 456 933 494 98 829 155 331( 300) 95 734 607 844 121 486 35987 602 586 420 150 620 743 210 701 505 915 574 446 921 345( 500) 561 299 366( 500) 660 545 640 36057 426 840 128 669 137 690( 500) 638 ( 3000) 95 79 732 928 893 90 662 377( 300) 309 173 720 470 235 37167 514 147 136 417 387 57 43 746 884 415 16 672 553( 1000) 327 396 50 38962 674 137 244 179 636 ( 1000) 767 790 49 971 573 562 61 965 401 263( 300) 28 431 107 234 58 858 140 251 748 39199 585 55 264 227 772 643 71 466 803 756 971 61 757 452 405 469 717 822. hr. Die öffentliche Schneiderversammlung, welche am Dienstag Johannisstr. 20 stattfand, war ungewöhnlich zahlreich besucht. Die Tagesordnung war dieselbe, wie die der legten Versammlung des Fachvereins der Schneider, welche gleich nach ihrer Eröffnung polizeilich aufgelöst wurde, nämlich: Vortrag des Herrn Stadtv. Gördi über die Frage:„ Auf welchem Wege ist dem Großkapital im Schneidergewerbe er folgreich entgegenzutreten?" Da Herr Gördi nicht erschienen war, traten für denselben die Herren Staeger und Taeterow, der Vorfigende der Versammlung, mit turzen Referaten über die auf der Tagesordnung stehende Frage ein. Sie wiesen barauf hin, daß den mit größeren Rapitalien faufmännisch und fabrikmäßig betriebenen Echneidergeschäften gegenüber die Theater. Königliches Opernhaus: Donnerstag: Die Bauberflöte. Rönigliches Schauspielhaus: Donnerstag: Rönig Richard der Zweite Deatsches Theater: Donnerstag: Die große Gloce. Bellealliance- Theater: 78488( 500) 45 Belannter ing ordent Antworten theil von bling ge Mehrzahl Banungsid Der Gefeng Behrlingeho tiges no für alle A ellen burd errliche G Alles breht in unerrei 90509 928 521( 300) 13 783 996 181( 300) 925 209 ( 300) 399 319( 1000) 81 770 873 950 700 37( 300) 374 577 993 603 385( 300) 832 500. 91589 804 134 937 828 606 Nur der fann es fe ein, auf m gefyrodent Der h bles aber hinter die Denn weite Der Das ist ein Den Buch Meifte 941 928 615 453 541 833 297 371 719 360 62 369 835 596 Gefellen ( 300) 906 508 934. 92874 908 717 860 99 538 15 9 869 791 484 172 92 317( 1000) 415 147( 3000) 271 303 616 564 395. 93399 998 32 423 845 492 867 66 899 426 277 447 986 920( 300) 928 351. 94448 556 598 964 908 82 471 ( 500) 848 603 721 356( 300) 540 671 296 93 918 491. 95522 704 516 705 633 340 273 228 640 234( 1000) 105 600 336 839 248 721 666 420 874 989. 96027( 500) 457 978 680 521 319 785 646 511 614 184 532 565 87 196 484 387 394 338 640. 97841 579 865 681 3 487 212 247 491 936( 500) 40680 612 74 959 777 361( 500) 912 457 660( 300) 887 219 540( 300) 968( 300) 479 791 437 915( 300) 683 632 123 360 973 836 761. 41284 346 772 333 549 466 743 962 263 170 998 777 654 473( 500) 774( 300) 972( 300) 885 900. 42986 343 569 436 928 874( 500) 516 246 795 789 348 971 224 294 973 52 992 66 653 518 626 312 331 695. 43517 861 790 659 428 578( 1000) 925 429 70 413 503( 300) 803 491 ( 300) 318 493. 44781 546( 300) 100 684( 300) 318 993 157 583 459 427 545 570 225 386 899 248 242 609 780 180 12 ( 300). 45698 961 91 394 331 37 22( 3000) 732 904 949 Donnerstag: 45. Gastspiel der Kgl. Hofschauspielerin Franzista Elmenreich. Bum legten Male: Adrienne Lecouvreur, Drama in 5 Aften von Ecribe und Legouver, deutsch von Dito Randolf. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Donnerstag: Gasparone. Walhalla- Operetten- Theater: Donnerstag: Gillette. Central- Theater: De hoben anden fin Den ungefä 211( 3000) 871 269 178 33. 98746 683 398( 1000) 283( 300) Städtchen 281 881 132 901 963 382 533 52 418 500 454 351 975 439 419( 500). 99469 511 16 480 402 799 25 6 904( 3000) 616 753 465 810 969 847 662 483 971( 300) 218 848 519 577 84 80 178 173 100 000. Briefkasten der Redaktion. F. N. Fabrikarbeiterinnen werden aufgenommen von der Fabrit und Handarbeiter Krantentaffe( freie Sülfskaffe). Babb stelle: Andreasstr. 3, Restaurant Stange. Alle Abende von 7% Uhr an. Eintrittsgeld 1 Mt. 20 Bf.; dafür Quittungs buch. Beitrag verschieden. Bu erf. i. d. Exp. d. BL der Nähe des Laufiperplazes. 1345 Den und untern, ob gürtel umg faffenden Auf der 2 befand fich Natur Die batten. S entrecht a Annäherun Ratur und macht, ma Beit und Sleuffen, a wichtige G Dabin Derbracht. Morg auf Soben Det bortig Donnerstag: Sum 5. Male: Im Lande der Freiheit. Br.& ine saubere ältere Frau wird f. eine Aufwarteftelle gesucht Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Donnerstag: Auftreten des Fräulein Anna Grünfeld. Bum 27. Male: Der Walzer- König. Gesangspone in 4 Aften v. W. Mannstädt, Mufit v. G. Steffens ( Novität!) Oftend- Theater: Sensations Ausstellungs- Schauspiel in 9 Bildern von H. v. Gordon. Mufil von Th. Franke. Donnerstag: Excelfior. Vittoria- Theater: Lontfenstädtisches Theater: Direttion: Josef Firmans. Donnerstag: 83. Gesar mt- Gastspiel der Liliputaner. Bum 56. Male: Robert und Bertram. Freitag: Bum 57. Male: Robert und Bertram. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute, Donnerstag: Die Lieder des Musikanten. Bollsstück mit Gesang in 5 Atten von R. Kneisel. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgi hrt von aus 20 Diuntern befiebender Kapelle, unter Leitung des Kapell meist ers Herrn Ludwig Clauftus. Anfang des Konzerts 7 Uhr, Der Vorstellung 7% Uhr. 1333] Nähmaschinen, fämmtliche Syfteme, auf Abzahlung. Reparatur- Werkstätte E. Franke, Linienftr. 9. Ich habe mich hierselbst, Bandelstraße 12( Moabit) als pract. Arst niedergelassen. 1346 Dr. Bamberger. Die Beleidigung gegen Frau Schulz, Reichenbergerstr. 131, ol, Den nehme ich zurüd. Piano's 1344 Aanz in Eisenrahm, im runden und vollen Flügelton. 1348 E. Niedsch, Dranienstr. 184. L Der wader Crop ber Jeinem La De Abel Außere Th nehmen. tebete Den Mitgliedern der Kranten- und Sterbelaffe geben wir hierdurch bekannt, daß die Kaffe vom 1. Dezember 1884 unter den gefeßlichen Bestimmungen vom 15. Juni 1883 al Dristaffe fortbesteht; wer von den Mitgliedern derfelben in Bulunft nicht angehören will, hat vor dem 29. November d. J. seinen Austritt bei der Verwaltung anzumelden. Mitgliedschaft der Sterbelasse wird durch den Austritt aus der Rrantentaffe nicht beeinflußt. Berlin, den 17. November 1884. Die Verwaltung Die der Kranken- und Sterbekaffe der Maschinenbau- Arbeiter. 1347 ab er Cuch in n Euch auf und dafür langen G Friid Auges tra Dagte. Araften b Bbr einen pottet, be Deffen, wa Higen olezza etur Deuse Wort Hebt 2.& eyling. Berantwortlicher Rebatteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von Mag Sabtug in Berlin SW., Beutbftrage 2. Refidenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Donnerstag: Bum 1. Male: Der Rlub. * 907 13( 300). 000) 963 986 569 0( 3000) 292 239 311 772 502 109 254 930 5 6 929 236 657 561 791 705 955 70 531 54795 405 881 38( 300). 499 146 56202 873 915 624 585 705 958 455 652 83( 500) Beilage zum Berliner Volksblatt. Str. 196. Die alten Bünfte und die neuen Innungen. Von einem Bürger, der in der alten Bunft Lehrjunge, Geselle und Meister war. Durch die Einführung der Maschinen und was mit diesen usammenhängt, Fabritwesen u. dgl., ist der Handwerksmeister 589 429 den. Die Gewerbefreiheit gab ihm den Todesstoß, und mit us feiner behaglichen sozialen Stellung hinausgedrängt wor bollstem Rechte fann man jetzt von 60 pCt. der selbstständigen 209 648 bandwerker fagen: Sie haben zum Leben zu wenig, zum 61946 26 Sterben zu viel. 4( 3000). Diefer Nothstand veranlaßt denn auch das überall zu 712 902 örende Woit, dem Handweit muß geholfen werden. Gewiß 976( 300) wird diesem Ausspruche Niemand die Berechtigung abfttechen. ) 82 854 Aber wie und wodurch soll die Hilfe kommen, das ist die 159 549 tage, worüber sowohl am grünen Tische, wie in der Werk824 319 tatt, an der Hobelbant sowohl, wie am Schraubftod, mit mehr 438 643 der minder bißigen Worten geftritten wird. eute wird, insonderheit von oben her, dem Gedanken 987( 300) um gegeben, daß dem Handwerker durch Innungen eine 237 699 effere Butunft gebracht werden könne und müsse. Eine kleine 59 95 37 Bahl der Gewerbetreibenden ergriff diesen Strohhalm als 409 967 ten Rettungsanker, jedoch ein großer Theil der Meister, der 99( 1000) freilich auch keinen Ausweg weiß, steht dieser neuen Zukunft 28 619 1 gegenüber mit dem Ausrufe: Derartiges Machwerk hilft uns 581 207 och nicht!" 14 603. 899 719 979 961 0 18 537 . 72111 990 591 247( 300) 712 314 51 94 1 608 99 450 785 62( 300) 398 782 Diese Ansicht ist auch die meinige, die ich in folgenden Beilen begründen werde. ines Donnerstag, den 20. November 1884. glücklich wieder hervorgeholt aus der guten alten Belt". Nur Die Hauptsache, den Geist, das Lebendigmachende der alten Bunft, so gut wie einer neuen Bunft, nämlich die möglichst gleiche foztale Stellung aller Jnnungsmitglieder, diese tann und wird Die heutige Gefeßgebung nicht zugeben. Vor mir liegt neben dem neuen, ein altes Bunftstatut. Ein Artikel darin lautet: Der Meister darf nur zwei Gesellen balten; ferner er darf nur einen Laden( Verlaufsstelle) haben. Nur der Geift der wirklichen Gemeinsamkeit tann diese und ähnliche Artikel bittirt haben. Dbige Artikel verhüteten unter allen Umständen einen toloffalen Unterschied zwischen den Mit gliedern der alten Sunft, wie er leider in den neuen Janungen gang und gebe ist, und auch bei heutigen Verhältnissen gar nicht vermieden werden fann Hier ist ein Meister, der hat 20-30 oder gar 50-60 Besellen; sein Innungsgenoffe wohnt in einem engen, düsteren Hof, mag er Schuster, Schneider, Tischler oder sonst was sein, ganz gleich, er hat nicht so viel Arbeit, um fich und seine Fa milie zu ernähren. Nun ist einer der erften und Hauptartikel der jetzigen Innungen folgender: Die Jnnung ist bestimmt, Die gemeinsamen gewerblichen Intereffen der Mitg ieder zu fördern." Nun bin ich nicht im Stande, denn ich stehe zu sehr im praktischen Leben und bin nicht genügend durch Parteifanatismus verbummt, um mir die Frage zu beantworten: Welche gemeinsamen gewerblichen Intereffen hat der Meister im ,, Hof" mit seinem Mitmeister, der sein Geschäft fabrilmäßig, möglichst mit Dampf, betreibt? fie an ihre Mitglieder zum Einlaufspreis im Kleinen wieder abzugeben( gewis etwas sehr Löbliches von einer Innung). | 1. Jahrgang. den, dann hätten die Jnnungen wenigstens eine gesunde Bafts, auf der fie fich weiter entwideln tönnten. Es tauchte bei Be rathung des Innungsgefeßes hin und wieder die Frage der Bleichberechtigung des Meisters und des Gesellen in der Innnng auf. aber das Ganze, was dem heutigen Repräsen tanten der Arbeit gnädiglich gewährt ward, war die Erlaubniß, bei den Gesellenstüden" auch ein schüchternes Wort mitsprechen zu dürfen. H Der Gefelle, der Arbeiter, der nicht nur das Recht hat, aur höchsten Gesetzgebung, zum Reichstage, zu wählen, sondern auch das Recht, selbst hinein gewählt zu werden, der wird aus seiner eigenen Gewerbegefeßgebung, Gewerbeverwaltung - denn das sollen die Innungen doch sein- einfach auss geschlossen. Es ist recht seltsam, und wenn man nicht im heutigen Deutschland längst an allersonderbarste Seltsamkeiten gewöhnt wäre, so müßte man fich darüber wundern. Dieser Ausschluß hat auch sein Gutes, denn er hat sicher mitgewirkt bei der Gründung der Fachvereine der verschiedenen Gewerke. Auf diesen Vereinen, falls fte richtig geleitet wer den, beruht sicher die beffere Bukunft des Handwerkes, des Ar beiters überhaupt. Der Handwerksmeister, als solcher, mag er fich dagegen noch so viel sträuben, wie er will, er hat keine Bukunft. Das Kapital drückt ihn durch die Großindustrie und Die herrliche" Gewerbefreiheit vollständig zu Boden. Die einzige Aussicht, die ihm bleibt, ist, sich auf Spezialitäten in feinem Fache zu werfen, und fich hierin womöglich bis zum Künstler vervollkommnen was natürlicherweise von Tausend taum Einem gelingen kann oder als Altflider sein Geld zu verdienen. -Der heutige Repräsentant des Handwerks, des Gewerbes, der Arbeiter, der trop Unterdrückung und Bevormundung seit Jahren auf die Bühne des wirthschaftlichen so gut, wie des politischen Lebens getreten ist, er hat die Kraft und auch die Fähigkeit, gepaart mit dem Willen, dem Gewerbe, dem Handweit wieder die Stellung, die ihm in der Gesellschaft gebührt, Dann ift Behn gegen Eins zu wetten, daß die reichen Geschaffen zu helfen. Bu diefer Stellung gehört in erster Linie, noffen, die schon immer im Großen, d. b. Billigen, eingekauft haben, ein derartiges Vorgehen der Innung nicht zulaffen. Der Grund liegt ja tiar vor: der Kleine Meister würde dann ebenso billig wie der reiche einkaufen, dieser dadurch, weil er eines Vortheiles verlustig geht, indirekt geschädigt werden und da entscheidet lediglich wieder der Geldsad. Es würde unnöthig sein, auf diesen Punkt des Längeren und Breiteren einzugehen, weil im Gewerbe überall die Thats sachen dafür sprechen, daß die gewerblichen Intereffen des Vor mir das Statut einer neuen Innung. Ga enthält in Großmeisters" denen des Kleinmeisters" in den meisten einen fünfzig Artikeln auch keinen einzigen, der dem Innungs- Fällen direkt gegenüberstehen. Nehmen wir ein Beispiel. mitgliede irgendwie ein Hecht giebt, sondern immer nur Bilich- rgend eine Innung will Robprodutie im Großen laufen, um len, sogar der Besuch der Innungsversammlungen ist kein um 25 Pfennig erleichtert. Von Freunden der heutigen Inhungsbewegung wird überall ein großes Geschrei über den beannten Adermann'schen Antrag gemacht, als ob dieser den Bnnungsmeistern ein großes Recht verschaffe. Jeder, der die heutigen Handwerksverhältnisse fennt, weiß, daß das Halten es Lehrlings heute dem gewissenhaften Meister bedeutend mehr Pflichten auferlegt, als früher. Mir sagte fürzlich ein ( 500) 45 lannter in Betreff dieser Angelegenheit: Will ich den Lehrs ling ordentlich behandeln, wie ich es als Mensch für mich ver 718 699 ntworten tann, so habe ich in den allerseltensten Fallen Vorheil von ihm. Deshalb habe ich schon lange Zeit feinen Lehrling gehalten." Ich glaube, daß dieses Wort von der Mehrzahl der Meister unterschrieben wird. Die Vertreter der Bnnungsidee geben sich bekanntlich der Hoffnung hin, daß sie Der Gefeßgebung noch mehr solche große Hechte", wie das Lehrlingehalten, abringen werden. Gesezt, fie brächten Der artiges noch zu Stande, z. B. Einführung der Arbeitsbücher für alle Arbeiter, oder ausschließlichen Arbeitsnachweis für Ge 771 742 163 103 452 965 396 882 359( 300) 885 814 25 685 Häufig werden die Innungsfreunde auf die Kranken-, Sterbe- und Wittwenkaffen der Innungen hingewiesen Der artige Raffen tönnen nur bei ganz großen Jnnungen, und da auch ficher noch sehr selten, lebensfähig sein. Bei der alten Bunft gab es fast bei allen Jnnungen immer nur eine Kaffe. In diese floß, als Grundlapital, das beträchtliche Meistergeld. Dann kam der vierteljährige Beitrag dazu. Mit solchen Kapitalien ließen sich schon folche Kaffen verwalten. Die heutigen Innungen haben leere Kaffen und diese werden schwerlich derartige Einrichtungen in's Leben rufen können. Der Meister der alten Zeit war mit Recht Repräsentant die bestimmte Aussicht, selbstständig zu werden. Jedes Recht, jeder Vortheil, der dem Meisterftand zu Gute tam. fam mit der Zeit jedem Geschäftsgenossen zu Gute, weil er selbst Meister und Repräsentant des Handwerks werden konnte. ellen durch die Innung, oder wer weiß was sonst noch für des Erwerbes. Jeder Junge, der in die Lehre trat, hatte erliche Sachen immer wird der Hauptpunkt, um den fich Alles dreht, mit welchem alle Innungsgeseze stehen oder fallen, unerreichbares Ziel sein und bleiben. Dieser Hauptpunkt: 603 14. 20 358 75( 1000) 595( 500) 26( 500) 757 165 500) 441 930 159 300) 653 300) 649 500) 195. 648 409 500 443. 186 777 828 606 in Nur der, welcher ein Handwerk ordnungsmäßig erlernt hat, ann es selbstständig betreiben", fann allein der Grundstein Jein, auf welchem eine Innung, wenn überhaupt von derselben Besprochen werden soll, aufzubauen ist. Der heutige Herr der Welt, der Geldfad, kann und wird bies aber niemals zugeben. Dies sollten sich doch alle Meister inter bie Dhren schreiben und von der Jnnungsspielerei Denn weiter ist es nichts ablaffen. Der Buchstabe tödtet, aber der Geist macht lebendig", 925 209 ist ein Wort, welches so recht auf die neue Sunft paßt. 374 577 Den Buchstaben hat sie aber wo steckt der Geist? 835 596 Gefellen und Meisterstück, alle die alten herrlichen Worte find Meister, Gefelle und Lehrjunge, Ein- und Ausschreiben, 15 9 869 3 616 564 5 277 447 08 82 471 91. 95522 600 336 978 680 387 394 Der Gefangene von Hohen- Urach. Historische Stizze. ( Fortsetzung.) Hohen- Urach, von welchem jest nur noch Trümmer vor find, lag als eine gewaltige Feste auf einem freistehen banden 36( 500) en ungefähr 2500 Fuß hoben Bergstocke über dem uralten 283( 300) Stabtchen Urach. Sie bestand aus drei über einander liegen975 45en und fich umschließenden Abtheilungen, der sogenanten 04( 3000) 48 519 577 n von der e). Babb ende von Quittungs lle gesucht .BL ( Moabit) rger. bius. untern, oberen und inneren Burg, deren jede mit einem MauerBürtel umgeben, die äußerste aber noch zudem durch einen umfaffenden Wall mit vorliegendem Graben geschüßt war. Nur auf der Westseite, in der Richtung nach der sogenannten Brülh, befand sich eine einfache Schußmauer, denn hier schüßte die latur die Burg beffer, als Menschenbände dies vermocht batten. Hier befanden sich noch und befinden sich noch die fast entrecht abfallenden thurmhohen Felswände, die jede feindliche Annäherung auf dieser Seite unmöglich machten. So durch Platur und Kunst gleich gut vertheidigt und unzugänglich ge Beit und wurde damals, wie die benachbarte Feste Hohens macht, war Hohen- Urach eine der stärksten Bergfeftungen jener Sleuffen, als hauptsächlichstes Staatsgefängniß für besonders wichtige Gefangene benutt. Dahin wurde also Frischlin jetzt auf Befehl des Herzogs Derbracht. Betrachten wir heute das Handwert, die Gewerbe wer= daß der Arbeiter durch seine Arbeit sich und seiner Familie nicht nur Brot, Kleidung und nothdürftige Wohnung ver schaffen tann, sondern daß er im Stande ist, mit den Seinen alle Annehmlichkeiten des Lebens, auf die ein Mensch von Rechtswegen Anspruch hat, zu genießen. Ferner, daß der Handwerker, wie der alte Bunftmeister, vollständig sein eigener Herr ist und nirgendwie abhängig von der Gnade eines anderen Menschen. Dieses Ziel ist heute aber nicht durch Zurückgreifen auf alte Formen, alte Einrichtungen und Gebräuche zu erreichen, sondern durch feftes Zusammenhalten aller Einzelnen einer Branche, durch Gründung von Produktio Genossenschaften. So gut wie die Regierung in diesen lezten Jahren Invaliden, Unfall- und Alterversorgungsgefeße u. s. m. vor gefchlagen batmag man mit diesen selbst einverstanden fein oder nicht, darauf kommt es zunächst nicht an fo gut muß die Regierung, und mit ihr die ganze Gefeßaebung, Stellung zu den Produktiv- Genossenschaften nehmen. Der Kapitalismus mit seinem unerfättlichen Hunger nach Geld, durch welchen er den Mittelstand vollständig erdrüdt und ihn in das Broletas riat hinabstößt, der sorgt selbst am Besten dafür, daß dieser Zeitpunkt uns immer näher rüdt. Den Fachvereinen wird dann bei Gründungen von Genossenschaften die Hauptrolle von dem ersten frischen Luftzuge, der durch das Handwerk, durch das Gewerbe weht, bei Seite geschoben werden. den fie wirklich noch von den Meistern oder Arbeitgebern repräzufallen, denn das todtgeborene Kind, die Jnnung, wird ficher sentirt? Wer nur einigermaßen die Verhältniffe fennt. wird die Frage mit Rein" beantworten. Wir oft muß fich der Arbeitgeber nicht gänzlich auf seinen ersten Arbeiter, Werkführer, verlaffen, wie oft wird nicht ein größeres Geschäft von Jemand getauft, der pofitiv nichts davon versteht. Heute ist für jeden Denkenden Menschen einzig und allein der Arbeiter Repräsen tant des Handwerks, des Gewerbes. Wären die neuen Jnnungen diesem gemäß zugeschnitten, d. h. fönnte Jeder, der das Geschäft erlernt und ein bestimm tes Alter, meinetwegen 24 Jahre, erreicht hat, Mitglied werHund!" Inirschte da purpurroth vor Born der Burgvogt, nichtswürdiger, fläffender Hund, wagst Du's, mich zu beleis bigen auf dem Grund und Boden, wo ich zu befehlen habe? Warte, ich will Dir's abgewöhnen! Marsch mit Dir in Deine Belle, da sollst Du so mürbe werden, daß Du nur noch winseln, nicht aber bellen fannst!" Nach diesen Worten befahl er Frischlin ihm zu folgen und schritt voran. Er führte ihn über zwei Höfe und matt erleuchtete Gänge nach der inneren Burg und blieb endlich vor einer schweren Thüre stehen, die er durch den hier wartenden Kerkers meister öffnen ließ. Ein fleiner, etwa vier Schritte langer und ebenso breiter, durch eine stinkende Lampe erhellter Raum wurde fichtbar, au welchem eine Steintreppe von drei Stufen hinab führte. Bol gab Frischlin mit ausgestrecktem Arme das Beichen, hier hinabzufteigen. Hier hinein?" frug der Dichter augleich erstaunt und empört. Dies soll meine Wohnung sein?" " Gefangene," entgegnete Bol, die Achseln zudend ,,, erhalten Kerter, feine Wohnungen.. Frischlin kämpfte seinen Born nieder und schritt unter die Thüre. Ich sehe kein Bett,"*) sprach er sodann, den höhnisch lächelnden Burgoogt mit fragendem Blide meffend. Man wird Euch ein Bund Stroh hereinschaffen," entgegnete dieser, die Arme über die Brust kreuzend ,,, meinetwegen auch deren zwei; darauf mögt Ihr Euch lagern, wenn Euch die Luft zu schlafen anwandelt." Herr!" braufte nun Frischlin auf ,,, ein folches Gefängniß wäre für einen Räuber und Mörder zu schlecht, und ich bin weder das Eine noch das Andere. Ich verlange eine anständige Wohnung zu ritterlicher Haft, wie fie gestemt für einen Gefangenen meiner Art!" Morgens um 3 Uhr traf die Eskorte mit dem Gefangenen auf Soben- Urach ein, und wenn der Herzog erwartet hatte, daß erftr. 131, ol, den Dichter weniger glimpflich behandeln würde, als Der wadere Marschalt, io hatte er fich bierin nicht getäuscht. Frog der frühen Morgenstunde erhob fich Vol alsbald von einem Lager, als ihm die Anfuft des verhaften Beleidigers Vogi. Mit welchem Rechte wollt Ihr titterliche Haft beans Des dels gemeldet wurde, und begab sich hinab an das Außere Thor, um seinen Gefangenen persönlich in Empfang zu nd vollen 184. L geben wir 1884 ab 1883 als felben in November Den. Die tt aus der affe r. Betuser nehmen. babe ich Euch endlich, Ihr quackendes Fröschlein,"*) tebete er den Dichter höhnisch an; ich ſegne den Tag, der ,, Anständige Wohnung, ritterliche Haft?" höhnte da der fpruchen?" Ich bin von dem Kaiser mit dem Dichterlorbeer geschmückt, bin kaiserlicher Pfalzgraf!" rief Frischlin, stols und selbstbewußt das Haupt erhebend. Euch in meine Hände gab, Thr loses Lästermaul! Ich will Herzog und seine ersten Räthe beleidigt, der den ganzen Euch auf Hohen- Urach Eure oratio de vita rustica eintränten hohen Adel gelästert hat," entgegnete Bol mit Nachdruck, und dafür sorgen, daß es Euch während Eurer hoffentlich langen Gefangenschaft möglichst schlecht hier gefällt!" ,, mehr feid Jhr für mich nicht!" Ich gebe nicht in dies Gefängniß," schrie nun der auf's höchste gereizte Dichter. Ich ftüße mich auf die Privilegien, Die Befehle Seiner fürstlichen Gnaden, des Herrn Hers mort. Sie find flar und bestimmt: ins Gefängniß foll ich Euch zu erluftigen!" Auges traf den Mann, der seines Unglüds also zu spotten die mir mein Pfalzgrafendiplom verleibt!" Frischlin erhob den Ropf und ein Bornbliß seines dunklen agte. Ich fann mir denken," erwiderte er, daß Ihr nach Sträften darauf bedacht sein werdet; doch gerade dadurch, daß zogs, gehen mir über Eure Privilegien!" war Vol's falte Ant Deffen, was ich in jener Rede behauptete, daß unter den Ade pottet, beweift Shr, Herr Hans von Wildnau, die Wahrheit Euch legen, denn Ihr seid hier, um zu büßen, nicht aber um Figen jede Schandthat geübt werde!" tort lebten seine Gegner vorzüglich ihn zu benennen. * Mit diesem dem Namen des Dichters ähnelndeu Schimpf " Das," rief da Frischlin mit vor Born bebender Stimme *) Cruftus erzählt schadenfroh in seinen Aufzeichnungen, daß Frischlin kein Bett in seinem Gefängnisse gebakt habe. | SoBates. Auf Grund des Reichsgesetzes, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883 und der zu demselben erlaffenen Ausführungsvorschriften hat der Magiftrat der Stadtverordneten Versammlung einen Entwurf zu einem Regulatio über die Gemeinde- Krankenversicherung in der Stadt aus, ift des Herzogs Meinung nicht, das fann fie nicht sein, daß ich also hier mißhandelt werden solle- ich, den er so lange Beit mit seiner Freundschaft beehrt hat! Hütet Euch, seine Befehle zu überschreiten!" Db ich dies thue dies zu beurtheilen, ist des Herzogs Sache!" erwiderte Bol. Ihr aber rühmet Euch umsonst der Freundschaft meines gnädigen Herrn; damit ist's vorbei, denn seine Freunde schickt er nicht nach Hohen Urach. D'rum vor wärts jezt hinein!" fügte er barsch bei, indem er wieder mit ausgestrecktem Arme in das Innere des feuchten und dumpfen Raumes wies. Ich gehe nicht in diesen Kerker!" entgegnete Frischlin da entschloffen, indem er sich umwandte, um zurückzutreten. In demselben Augenblice aber verfeßte der zornige Burgvogt dem Dichter einen Stoß auf die Brust, so daß dieser über die Stufen der Treppe in's Innere der Belle taumelte und auf den festgestampften Lehmboden niederstürzte. Wüthend raffte er sich wieder auf- da fiel die Thüre donnernd in's Schloß und raffelnd schob sich ein Riegel vor. Frischlin war gefangen. Drei Wochen schon hatte Frischlin in seinem elenden Kerker ohne Luft, Licht und Bett geschmachtet, da endlich erbarmte fich Herzog Ludwig, der gutherzige Trinker", seines ehemaligen Bechgenoffen, und gab deshalb dem Burgvogt von Hohen Urach den Befehl, seinen Gefangenen in ein besseres Gemach zu verbringen, ibm ein Bett zu geben und ebenso ihm Schreibzeug und Papier zu überlaffen, damit er sich in gewohnter Weise beschäftigen könne. Bugleich aber ordnete er an, daß Alles, was Frischlin schriebe, ihm vorgelegt werden solle, damit man sein Gemüth und animi cogitationes möge tennen lernen." Ungern gehorchte Vol diesem Befehle seines Herrn. Er verbrachte seinen Gefangenen, wie Cruftus berichtet ,,, in ein Stüblein über dem Burgthore", das sich jedenfalls im Vers gleich mit seinem bisherigen Kerker dadurch auszeichnete, daß es an Luft und Licht keinen Mangel litt. Das einzige Fenster aber war dicht vergittert und die schwere Thüre des Gemaches war mit drei Schlöffern verwahrt. Aus Vorsicht ließ der Burgoogt noch ein eisern Thürlein" vor das Ofenloch machen, das noch zudem mit einer eisernen Querstange und einem Vorhängeschloß versehen wurde. Frischlin erwachte wie zu neuem Leben, als er, in dies Gemach verbracht, nach so entseglich langer Beit wieder frische Luft genießen und fich des Tageslichts erfreuen tonnte. Jett faßte er auch frischen Muth und freudige Hoffnung, daß sein Schicksal sich zum Besten wenden müsse; der Herzog so hoffte er werde ihn in naher Beit nicht nur gänzlich befreien, sondern ihm auch wieder seine Gnade wie früher zuwenden. Er machte deshalb in umfassendster Weise von dem ihm bewilligten Schreibmaterial Gebrauch und beschäftiate fich mit eisernem Fleiße von früh bis spät an der Ausführung eines Gedankens, der ihm in der ersten Zeit seiner einsamen Kerfernächte Berlin übersandt. Dieselbe wird ersucht, dahin zu beschließen, daß bei Krankheiten, welche die Versicherten fich vorsäglich oder burch schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien oder Raufs händeln zugezogen haben, fein Krantengeld gewährt wird. Denjenigen Berficherten, welche fich die Krankheit durch Trunk fälligkeit oder geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, mid nur Krantengeld in der Höhe der Hälfte des festgefeßten Betrages gezahlt; die sonstigen Leistungen werden in jedem Krankheitsfalle gewährt. Falls erforderlich, wird den genannten Bersonen an Stelle jeder weiteren Leistung nur Krankenhaus pflege gewährt Zur Bestreitung der Roffen der ersten Eins richtung und als Betriebsfonds für den Beginn der Wirksam teit der Gemeinde Kranken- Versicherung, soll die Stadtverordneten- Versammlung eine zunächst bei der Spezialverwaltung Nr. 50 zu verrechnende Pauschalsumme von 10 000 Mart bewilligen und diesen Betrag aus dem Fonds für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung stellen; schließlich sich damit einverstanden erklären, daß alle die Gemeinde- Rrrantenvers ficherung angehenden Geschäfte von der Gewerbedeputation des Magiftats verwaltet werden. N. Umfassende Desinfektionsmaßregeln find auf Anordnung der Garnisonverwaltung seit Kurzem in sämmtlichen biefigen Kasernen zweimal wöchentlich angeordnet wo den. Sämmtliche Bimmer, Korridore, Küchenräume 2c. müssen mit Rai bolwaffer aufgewischt werden, während Spudnäpfe u. s. w. ftets mit Rarbolpulver bestreut werden. Aehnliche Maßnahmen sollen nach dem Vorbilde der militärischen Behörden demnächst auch für die Schulen erlaffen werden. 3 über mich machen wollen, so muß ich Ihnen sagen, daß das nicht hübsch von Ihnen ist.( Beifallssturm. In den Zwischens pausen sucht er das Wort zu ergreifen, wird aber jedesmal von Beifall unterbrochen.) Hochgeehrtes Publikum! Ich glaubte, ein anständiges Bublifum vor mir zu halen, aber Sie bes tragen fich nicht wie anständige Männer, fondern wie Straßens jungen, verstehen Sie mir?( Bravo, Gräbert, bravo! Ja, mir verstehen Ihnen!) Hochgeehrtes Bublifum! Sie benehmen fich wirklich wie der gemeinste Böbel!( Beifallssturm) so hätte ich nicht das Wort ergriffen.( Bravo! bravo! fortfahren!) Hochgeehrtes Bublifum! Wie können Sie verlangen, daß ich fortfabren soll, wenn Sie mir stets in der gemeinsten Weise un ter brechen?( Beifall.) Eine Stimme. Huhe! Ruhe! Gräbert. Bitte, meine Herren, schmeißen Sie doch gefälligft den Herrn raus, der beständig Nube schreit, ' raus, der beständig Ruhe schreit, der stört hier am meisten. ( Zu dem Bezeichneten.) Ch'r Sie nicht rubig werden, wird hier keine Rube!( Bravo, Gräbert! bravo!) Wirklich, hoch geehrtes Bublifum, so wie Sie fich benehmen, benimmt fich fein Fuhitnüppel!( Donnernder Beifall.) Und wenn ich nicht mehr bedächte, so ließe ich die ganze Bude räumen.( Beifalls sturm. Er will vom Tisch steigen, aber die ihn Umringenden halten ihn darauf feftgebannt.) Wie, geehrtes Bublifum, Sie wollen gebildete Männer sein? Sie find Böbel!( Beifalls fturm.) Gnoten( sic!) feid br!( Beifallssturm.) Noch zehnmal toller als Gnoten seid Ihr Er will noch weiter sprechen, aber die Worte fehlen ihm Und hier war der Tummelplat aller jungen Lebemänner! Hierher eilte Alles, was einen heiteren Abend fuchte. Gräbert mar der populärste und beliebteste Wirth von Berlin. Gräbert besaß viel Wig und viel Laune, und Reiner fann fich rühmen, je in solcher Gunst beim Publi fum gestanden zu haben. Ueber die bekannte Wette, in einer gewissen Zeit 10Pfennig: Nidelftüde aus dem Jahre 1873 zu sammeln, ist viel hin und her geftritten worden. Man hat die Wette, bez. die Sammlung der Stüde als schlechten Wig u. f. w. hingeftellt, und es verlautete, daß die Sammler der Behnpfennigftüde nun für jene die gewünschte nugbare Berwendung nicht hätten. Diesen Leuten wird, so schreibt die B. B. 8. ein Inserat im Hamburger Fremden Blatt" zum Trost gereichen; denn in der Nummer jenes Blattes vom 12. November sucht ein Herr Adolph Frankel in Hamburg, Alterwall 48, bis 20./22. November 10 Pfennig- Nickelstücke von 1873 mit einem Aufgelde von 5 Bf. per Stüd, also 15 Pf. per Stüd zu laufen. Den eifrigen Sammlern dürfte diese Nachfrage zum Trofte gereichen. Wie die Redaktion des genannten Blattes behauptet, handelt es sich in der That um eine Wette zu einem wohlthätigen Bwed, deren Objekt die Ansammlung von 30 000 jener Stüde ist." Diese Notiz durchläuft momentan die Beitungen ohne weitere Randbemerkungen irgend einer Re daktion. Nach unserer Ansicht handelt es sich aber bei der ganzen Angelegenheit doch um einen schlechten Wig, obwohl folches oben beftritten wird. Allerdings dürften die eifrigen Sammler faum in Berlegenheit um die Ablieferung der be treffenden Nickelstüde tommen aus dem einfachen Grunde, meil auch ihr größter Eifer erfolglos fein wird, weil Nidel flüce aus dem Sabre 1873 überhaupt nicht vorhanden find. Wenigstens datirt unseres Wissens die neue Währung eift vom 1. Januar 1875 und tragen die ersten zur Ausgabe gelangten, also im vorhergebenden Jahre geprägten Behn pfennigftüde die Jahreszahl 1874 Daher denn wohl auch die große Seltenheit der begehrten Münzen. Volksvergnügungen im alten Berlin. Unter allen Lokalen des alten Berlin stand Gräberts Theater und Tanz lofal, in der Gegend der heutigen Waldemarstraße belegen, obenan. Wir fagen Theater; wiewohl dort selten ein Stüd bis zu Ende gespielt wurde. Der Hauptreis der Bühne be stand für das Publikum eben darin, daß es mitspielte und diese Art der Imp: ooifation fast täglich so weit trieb, daß Der Vorhang während der Voritellung mitten im Stüd fallen mußte. War dies der erste Akt des allgemeinen Vergnügens gewesen, so spielte Gräbert nun den zweiten. Er, der wigige und gemüthvolle Wirth, bestieg jest einen Tisch und bielt auf allgemeines Verlangen eine Stegreifrede, in deren Gleichnissen und Bildern er Abraham a Santa Clara weit hinter fich zurückließ. Er begann ungefähr folgender maßen: Hochgeehrtes Publikum! Sie haben den Wunsch ausgesprochen, ich solle eine Hede halten und füge mich dem, benn Ihr Wunsch ist mir Befehl.( Bravo, Gräbert! bravo! nicht endender Beifallssturm, der immer von Neuem losbricht, so oft er den Mund zum Eprechen öffnet.) Hochgeehrtes Publikum!( Bravo, Gräbert! bravo! ein wahrer Donner Beifall.) sehr ernst und etwas pikirt: Gräbert, Hochgeehrtes Publikum! Wenn Sie sich etwa lächerlich Don a. Einbruchsdiebstahl. In der Wohnung des Tafeldeders Stein, Mauerstraße 49, ift am jüngsten Sonntag Nach mittag zwischen 6-9 Uhr während der Abwesenheit der Steinschen Familie ein Einbruchediebstahl verübt worden. Die bis her noch nicht ermittelten Diebe haben die Thüren und Schränke nebft Raften mit Nachschlüffeln und einem Brecheisen geöffnet und unter anderem folgende Gegenstände mitgenom men: ein Sparfaffenbuch Nr. 49 389 auf den Namen Katharina Stein über 379,13 Mart, 2 Sparkassenbücher auf Kaspar und Marie Stein über ca. 20 Mart, eine goldene Kette, Broche und Ohrringe, ferner Militärpapiere, Dienstbücher und Taufatteste, die sämmtlich auf den Namen Stein lauten. irren, vielmehr veranlagte fie die Ergreifung des Barnower, bei welchem außer dem zulegt gestohlenen Portemonnaie nod eine grünseidene Damen- Geldbörse sowie ein zweites Lebe Portemonnaie, die gewiß aus anderen Taschendiebstählen her rühren, gefunden worden find. a. Bermißt. Der 45 jährige Maurer Marunge aus Charlottenburg wird seit dem 31. v. Wits. vermißt, welcher fi unter Mitnahme von 800 Mart am genannten Tage aus seiner in der Schloßftr. belegenen Wohnung entfernt hat. Da vers muthet wird, daß demselben ein Unglück zugestoßen sei, so hat die Charlottenburger Polizeidirektion Ermittelungen nach dem Verschwundenen in Berlin veranlaßt. M. ist 1.60 Meter gro untersett, mit schwarzen Haaren und Schnurrbart, befleibet mit grauem Rock und Müße, schwarzen Hosen und Weste und blauer Jacke. N. Feuer. Die Wohnung des Herrn Profeffor Klindworth am Hafenplay 4 follte nach einer gestern Abend 6 Uhr einge troffenen Meldung in Feuersgefahr schweben. Die eingetroffenes Löschmannschaften fonstatirten jedoch nur einen Gardinen brand, der durch Unvorsichtigkeit eines Dienstmädchens herbe geführt war. Die eigentliche Gefahr war bereits vor dem Ein treffen der Feuerwehr beseitigt. Gerichts- Zeitung. Bremen. Vor der zweiten Straffammer wurde vor einigen Tagen gegen den Loosehändler Karl Heinge aus Berlin Unter den Linden 3 wohnhaft, wegen Betruges verbandel einge hatte hier im vorigen Jahre eine Filiale seines Berliner Geschäfts eingerichtet, weil ihm die Abwicklung der Bremer Schügenlotterie anvertraut war. Nebenbei verkaufte er unter Anderem Loose der Lotterie des Vereins für Kinderheilpätten an der Nordsee. Auf eines der hier verkauften Loose diefer Lotterie, auf Nr. 231 188, fiel der Hauptgewinn, eine maffi Goldsäule, deren garantirter Goldweith im Blane m 48 000 Mt. angegeben war. Heinge fam, nachdem er dies ep fabren, am 25. März nach Bremen, suchte die Gewinnerinnen zwei arme Geschwister, die hier im Dienst standen und ba Loos zusammen gespielt hatten, auf, benugte ihre Unerfahren beit, und veranlaßte fie unter Verschweigung des Umftande daß er nicht mit blieferung des Gewinnes betraut war, un unter Vorspiegelung der falschen Thatsachen, daß die Un schmelzung der Goldsäule und die Umprägung in baares Gelb große Kosten und Umstände, sowie lange Zeit erfordern werde ihm das Gewinnloos für 44 000 Wit. gegen Quittung zu ve faufen, nachdem er den Geldourst der Mädchen durch da Ausbreiten von Bantnoten und Goldrollen rege gemacht hatte Auf eine wiederholte Buschrift der Mädchen, ihnen das auf diese Weise erworbene Geld zurückzugeben, war er nicht einge gangen, obichon diese ihm aus freien Stüden eine Bergütun von 1000 Mail angeboten hatten. Weinge wurde unter An g. Einer jener zahlreichen Konfettionäre, welche das ihnen geschenfte Bertrauen in grober Weise gemißbraucht und thren Prinzipal um nicht unbedeutende Baarsummen und Waaren betrogen haben, stand gestern vor der 2. Straff immer des hiesigen Königl. Landgerichts I. Der Angellagte war der Ronfettionär Möwis, welcher erst vor Jahresfrist seine Lebrzeit beendet batte. Mömis bat in dem Konfettions geschäft von Julius Lewy eine Anzahl von Diebstählen und Unterschlagungen ausgeführt und den Erlös zur Bestreitung Unterschlagungen ausgeführt und den Erlös zur Beftreitungnahme mildernder Umstände(?) in 1500 Mil. Geldstrafe o nobler Baffionen benupt. Der jugendliche Taugenichts erhielt eine Gefängnißftrafe von 1 Jahr zudiktirt. Der Fall dürfte infofern allgemeines Mitleid erregen, als der Vater dieses leichtfinnigen Menschen ein in den dürftigften Verbältniffen lebender ei blindeter Mann ist. Eine auffällige Erscheinung ist es jedenfalls, daß gerade in der Konfetuonsbranche so oft Verhaftungen wegen Veruntreuungen( wir erinnern nur an jene in der Kunstraße und in der Oberwallstraße) vorkommen. Es dürfte dieser Umstand einigermaßen darin feinen Grund finden, daß die jungen Leute, verleitet durch das gute, unge bundene Leben der weiblichen Angestellten, mit diesen fich gerne auf eine Stufe stellen oder mit ihnen näheren Verkehr Au pflegen, Ausgaben machen, welche mit ihrem Gehalt in feinem Bergleich stehen und fich daher durch Veruntreuungen aller Art das nöthige Geld zu verschaffen suchen. getommen war, mit der Abfaffung eines gewaltigen lateinis schen Epos über die Geschichte der Könige des Volkes Ifrael nach den Bübern Samuels, der Rönige und der Chronit. Die Abfaffung dieser schönsten von Frischlin's Dichtungen, welcher er den Namen Hebraeis gab und deren zwölf Bücher mit nicht weniger als 12 500 Hera metern er in der unglaublich furzen Beit von nicht ganz vier Monaten vollendete, bildete während dieser Beit die einzige Berstreuung des Gefangenen, seinen einzigen Troft im Unglüd. Das fich Verfenfen in die Tiefe und den ganzen Reichthum seiner Gedanken machte ihm das Abge fchloffenfein von der Clußenwelt weniger schmerzlich und das Bewußtsein, mit dieser Dichtung etwas Großes, etwas Unsterbliches geschaffen zu haben, erhob ihn über das Leiden, welches ihm seine Gefangenschaft bereitete. Und dieses Bewußtsein lebte mächtig in ihm; sagte er doch selbst in einer an seinen Gönner, den Landhofmeister Milchior Jäger, gerichteten Elegie: Jenes Wert wird so lang als Himmel und Erde bestehen: Während in Moder und Staub unfere Gebeine zergebn. Frischlin widmete diese seine legte Arbeit dem Herzog Ludwig und er trug fich deshalb mit feiner geringeren Hoffnung, als daß der Fürst den Dichter eines so b.deus tenden Weites in Freiheit seßen würde. Diese Hoffnung sprach er aus in den Veisen, mit welchem er feinem Landes herrn die gewaltige Dichtung zueignete. Diese Beise näm lich lauten: a. Ein noch jugendlicher internationaler Taschendieb, der 15 Jahre alte orael Barnower aus Warschau, ist vorgestern Nachmittag in der Brunnenstraße bei der Ausführung eines Taschendiebstahls in flagranti ergriffen und verhaftet worden. Einer jungen Dame nahm er vor einem Schaufenster ein Bortemonnaie mit 15 M. aus der Tasche, und als diese den Verlust alsbald bemerkte und die in der Nähe stehenden Bersonen musterte, äußert der hinter ihr stehende 8:„ Es ist der dort laufende Ihnen wohl Ihr Portemonnaie gestohlen, Knabe, der dicht neben Jonen geftanden, hat es gewiß an fich genommen" Mit diesen Worten zeigte er auf einen in der Ferne laufenden Knaben, und er eilte sofort angeblich jenem Knaben nach. Die Bestohlene ließ fich aber dadurch nicht be Nimm, o gnädiger Fürst, des Württembergischen Maro Großes Gedicht, in zwölf Büchern, empfang es von mir. Aber vergiß dabei nicht Leinen gefangenen Eänger: Seiner Feffeln, o berr, ledige Teinen Virgil. Aber obgleich das Epos des Herzogs höchsten Beifall fand, so fab fich Frischlin doch in seinen Hoffnungen getäuscht. Herzog Ludwig erleichterte wohl seine Ge fangenschaft noch mehr als feither, aber in Freibeit fegte er ihn nicht. Da bemächtigte fich eine dumpfe Ver zweiflung des unglücklichen Dichters, der eine unübers windliche Sehnsucht nach Weib und Kind im Herzen trug und befürchten mochte, nie mehr im Leben mit ihnen Von diesem Zeitpunkte an wiedervereinigt zu werden. reifte in ihm der Entschluß, fich selbst zu befreien, cin Ents schluß, der feinem Leben ein so jäbes Ende bereiten sollte. Es war am Eon: tage, den 29. Stovember 1590, ba hielt Frischlin den zur Ausführung seines Vorhabens günftigen Tag für pefommen. Ein reuer Burgvogt für Ochen Urach war angefommen, da Vol zum Kommandonten Dieses Ereignis von Hohen: Asperg befördert worden war. wurde natürlich durch einen guten Trunk in der Feste ge feiert. Frischlin hörte in seiner einsamen Belle das fröbliche Beches klingen sowohl in der Herren- als in der Gefindestube, pernahm die luftigen Gefänge der Bechenden über und unter fich und gründete darauf seinen Plan, im Dunkel der Nacht, während die ohne Zweifel Berauichten im Echlafe lägen, au enifliehen. 8mar fam noch pünktlich zur vorgeschriebenen Beit, um 5 lbr des Abends, als es zu dunkeln begann, ein Beugwart in des Gefangenen Belle, um die regelmäßige Visitation der 100 Tage Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte e Jahr Gefängniß und Ehtverlust für die gleiche Dauer bean tragt.( Worin in diesem Fall ganz gemeinen Betruges Bufammenhange mit wiffentlicher Ueberliftung reip. inte für Jedermann erfichtlich sein, zumal wenn berüdsichtigt wi gehung die mildernden Umstände zu suchen find, dürfte nich daß p. Heinze für alle möglichen Lotterien den Generalvertrieb der Loose in Händen hat und die abgeurtheilte Handlung manches andere Unternehmen in Miskredit bringen fann) New- York, 3. November. Wegen Verlegung des Norb amerikanischen Schiffs. Baffagier Gesezes wurde derm Corr." zufolge der Kapitän des Hamburger Dampfer Bolarid, Ludwig Kersal fürzlich im Bundes- Kreisgesicht New Vort prozessttt. Nach der Anklage sollte er im Novemb vorigen Jahres an Bord feines Schiffes 46 Baffagiere me gehabt haben, als es das Gefes erlaubte. Die Bertheidigung gehabt haben, als es das Gefeß erlaubte. räumte nur 12 Baffagiere ein, was jedoch genügte, um Schuldigsprechung des Kapitäns zu ermöglichen. flagte wird gegen seine Verurtheilung appelliren und in einem seges anfechten. Vermischtes. N erich Berl Einz Di mübe, Provin u. 1. der B Aussch nicht Beläm burch bie p innere papier 11 in be empfie Ian 9 die He welche find, meiter gleich J und d Unzud fucht, Die reiche, Der Ver fich ge wir g Ge feiten, fucht, Misfi C aus, Tas Universalmittel. Herr Doktor, ich fomme, Shnen für Ihr Universalmittel au danken."- Es ha Shren, nicht wahr?" Es hat mir ganz außerordentlich holfen." Wie viele Flaschen davon haben Sie gebraucht? h? sein einziger Erbe." Eine schwere Leidensgeschichte erzählen die einzige zwei Uberlebenden der 15 Köpfe fait geweſenen Mannichof des holländischen Heringsluggers Wartje" aus Blaardinge die am Dienstag in Brimbaby gelandet wurden. Während eines fürchterlichen Sturmes an 20. Dftober, 100 Meilen po Spurn, tenterte der Lugger, wodurch 11 Monn in die Raj eingesperrt wurden, von denen 7 ertranfen. Die übrigen fon felben vorzunehmen und noch einmal das Feuer in dem riefigen Rachelofen aufzuschüren; nach dieser Seit aber hatte Frischlin, wie er ficher wußte, feine Störung von Seite des schon ftail angetrunkenen Beugwarts mehr zu befürchten. Eiligft entnahm er deshalb seinem Bette Tücher und Deden und fing an, fie mit seinem Federmesser in schmale Streifen zu zerschneiden, die er sodann doppelt zufammenwand und an einander fnüpfte, wodurch er einen Strid erhielt von hinten, nachdem sie das Echiff theilweise wieder aufgerichtet, reichender Tragkraft und Länge, um fich an demselben über die Burgmauer hinabjalafen und die so heiß ersehnte Freiheit gewinnen zu können. Er war taum mit feiner Arbeit fertig geworden, als es 9 Uhr schlug; um diese Zeit war ihm befohlen, regelmäßig seine Lampe zu löschen. Heute aber bedurfte Frischlin noch ihres matten Echeins; er feste fie deshalb brennend unter den einzigen im Gemach befindlimen Stubl und umhing diefen so mit seinem langen Gelehrtenmantel, daß vollständige Dunkelheit in dem fleinen Raume herrschte. Dann sette er fich, vor Aufregung zitternd auf sein Beit und lauschte gespannt auf den mehr und mehr abnehmenden Lärm der Bechenden in der großen Burgholle. Endlich verllang bas legte Trinklied und tieffte tille trat Der Augenblid, den Flucht ein; da ehob fich Frischlin, verfuch zu wagen, war gekommen. Vorsichtig enthüllte er jegt wieder ein wenig seine Lampe, so daß ein Steifen Licht auf den Dfen fiel, das Cbjekt, durch welches der Gefangene seine Flucht zu bewerkstelligen hoffte. Entschlossen legte er seine Hände an den oversten Theil des Cfens, den sogenannten Selm, und mit einem gewaltigen Rude riß er diesen ab. Das Feuer war schon vollständig erloschen, aber noch war das Eisen heiß; doch defien ungeachtet ließ sich Frischlin in der einmal begonnenen beit nicht stören. Stüdmeile irug er mit möglichster Vermeidung von Geräusch den Dfen ab und bald war der freilich fehr schmale Durchgang in den Kamin frei. Da schob er erst seinen Etrid durch die Deffnung und mängte dann mit ungebeurer Anstrengung seinen eigenen mächtigen Rörper durch die Lüde. Wohl rig er fich wund an dem Gesteine, aber Frischlin achtete nicht der Beilegungen; weiter und weiter gelangte er und endlich endlich stand er im Kamin. Arbei Don, Fröhl ein fr munte aber wenig mürri uuzul Die vergn mil Kajüte verlaffen; fie fanden, daß der Kapitän und drei Man die auf dem Verded gewefen, verschwunden waren. Der Maft wa: gebrochen, das Schiff stand gänzlich unter Waffer Ausnahme der Size des Vorderstevens, an welchem fich die vier Männer die g nze Nacht hindurch festbielten. Bei Tage antruch wurde einer von den Wellen weggespült. Der gan Tag verftrich, ohne daß ein Schiff in Sint fam. Aben Iwurde einer der Unglücklichen wahnsinnig; er lachte unbändis und sang. Eine weitere Nacht verstrim, ohne daß Hilfe e scien; aber am folgenden Tage, als alle im höchsten Grabe der Erschöpfung nabe waren, nahte fich die englische Schmade General Wolseley" und brachte Rettung. Trotz des sehr hohen Eeeganges entsandte der Kapitän der Sd made ein Boot, diff Mannschaft es nach unfäglichen Anstrengungen gelang, se der Holländer an Bord zu nehmen; aber der wahnsinnig g mordene Matrose weigerte fich, an Bord zu kommen, und ve schwand schließlich unter geller dem Gelächter in den Wellen Ein schredliches Ereigniß wird aus Rabbicombe, cinem Fischerdorfe unweit Torquay, gemeldet. Am Sonnabend u 3 Uhr Vorgens fah ein Fischer aus dem Wohnhause vo Fräu ein Emma Keyfe, einer 60 bis 70 jährigen begüterten Dame, Flam men hervorbrechen. Er eilte mit der herbeigerufenen Küstenwache nach dem brennenden Hause, wo das Epeiſezimmer sowie zwei Schlafzimmer in hellen Flammen stehend gefunden wurden. In dem Speisezimmer ertoedte man die Leiche der Bengerin Kcyfe mit einer flaffenden Ha'swunte und zerschmet te tem Städel. Ihre Kleider waren ihr vom Leibe verbrannt und der Körper war verkohlt. Die herbeigerufene Volizei hielt fich für überzeugt, daß ein Verbrechen verübt worden. Einer späteren Depesche aus Torquay zufolge, verhaftete die Polizei am Sonnabend einen gewissen John Lee, 20 Jahre alt, den muthmaßlichen Mörder von Frl. Kense. Der Verhaftete hatte eine vern undete Hand. Als ihm die Beschuldigung vo Da gehalten wurde, sagte er: Ch, ich bin verdächtig, nun dann ist's gut." Das große Aufschen, welches die graufige That hervorgerufen hat, wird dadurch erklärlich, taß die ermordet Dame in großem Ansehen bei Hofe stand und in jüngeren Jahren Hofdame der Königin war. 1846 wurde sie von de verewigten Prinz- Gemahl mit einem Besuche bechrt und vor einigen Jahren wurde ihr dieselbe Ehre von dem Prinzen von Wales zu Theil. Einen Augenblic stand er stille, um sich von der uns gebeuren Anfirengung uebolen und zu laufchen, ob Niemand fich nabe. Aber Alles blieb fodienstille. schidte er fich an, den Echornstein zu erklimmen und faftete umber, um einen ficheren alt für Hände und Füße zu o Glüc finden; dabei stieß er an die Raminibüne und fte öffnete sich. Der betrunkene Bevawart hatte beim Feuer anmachen vergessen, die eiserne Querflange wieder vorzulegen, oder auch diese so oft umsonst gebrauchte Vorfidis maßregel anzuwenden, für unnöthig gehalten. Haftig ergriff Frischlin seinen zusammengerollten Strid und trat leise aus dem Ramin in den in tieffter Dunkelheit liegenden Gang. Vorsichtig mit unhörbaren Tritten tastete er sich vor an das Ende desselben, wo ein matter Echimmer ihm das Vorhandensein eines Fensters verrieth. Er öffnete co gittert. ( Schluß folgt.) es war urver als Blau blüht ein Blümelein Eine zarte Mahnung hatte ein Hamburger Echubmacher fürzlich seiner Runden pe Positiste zugesandt, auf der nur sein Siame stand und darüber das Blün chen Vergifmeinnicht" gellebt war. Troß diefer Viahnung durch die Blume" hat der Echuldner seinen Liefe ranten wegen Beleidigung verklagt. Verantwortlicher Redefteur St. Gronbeim in Berlin. Drud und Berias non Wlar Babing in BerlinSW. Beutontake 2. Ragbr 17 Reita Hout brach Strah und vollst Kleid mage lang bän Fäch einen Afle Die bätte Farb Mit Amb Aber lichte Sch Cord ant Der an i Feft اولات aller fte E ichlo fte t Luc