ha en Ct, ab tit en 1.4 fe. Des ent D pir fe SAREESI m ent. m เน Die afe ers Die Den ift in ber in fer nd en. win Sell Jen ähDel Dorei och Fall gen eus ief der Der be auz in gem ten nde ief agt Da not imt ago ibt, zu ther den Die orb nte Den bolt och ein er Ber ent Bar Det an Int 2C nes in Fin new ens in iet mb nts nb ich nts art ent hn it. ar 西 ie bt BERISHESESPRE ic No. 201. Mittwoch, 26. November 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich i Mart, wöchentlich 25 f. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat Dezember eröffnen wir ein neues Abonnement auf das ,, Berliner Volksblatt". Frei ins Haus loftet dasselbe nunmehr 1 Mark 35 Pfg. ( pro Woche 35 Pfennige). Bestellungen werden von sämmt lichen Beitungsspediteuren, sowie in der Expedition, Zimmerftraße 44, angenommen. des hochinteressanten und spannenden Romans Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Theil ,, Gesucht und gefunden" bon Dr. Duy gegen Vorzeigung der Abonnements Quittung in der Expedition, gratis verabfolgt. Zimmerstraße 44, Die Beitung erscheint vom 1. Dezember ab täglich mit acht Seiten Tert, und wird derselben wöchentlich eine reich illustrirte Sonntagsbeilage beigegeben werden. Um recht zahlreiches Abonnement bittet Die Redaktion und Expedition des ,, Berliner Volksblatt". Der neue Reichstag. gewählt, wenn man von Rittinghausen absieht, der aber bekanntlich in der letzten Zeit nicht mehr zu der sozialdemokratischen Fraktion gehörte. Durch das Ueberwiegen der neuen Elemente war in den ersten Sizungen der Verkehr unter den Abgeordneten weniger lebhaft, als früher. Die Bekannten aus den verschiedenen Fraktionen waren durch das Zwischenschieben der ,, Neuen" vielfach getrennt worden und auch die Rücksicht auf die mit der zwangelosen Haltung der Reichstagsabgeordneten während der Plenarsizungen noch nicht Vertrauten mochte darauf einwirken, daß eine verhältnißmäßig große Ruhe herrschte. Die wiedergewälten Vizepräsidenten des Reichstags, die Herren von Frankenstein und Hoffmann sind bekannt, jedoch Herren von Frankenstein und Hoffmann sind bekannt, jedoch gehört der Präsident von Wedell- Piesdorf zu den ,, Neuen" im Reichstag, während er im preußischen Abgeordnetenhause schon längere Zeit figt. Ueber feine Fähigkeiten für sein neues Amt läßt sich noch nichts sagen, nur kann schon jetzt bemerkt werden, daß das Organ des Präsidenten fräftig ist und den Reichstagssaal leicht beherrscht. Das ist immerhin schon eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft. Das Stimmverhältniß im Reichstag hat sich etwas von links nach rechts verschoben, doch wird dadurch die Situation selbst nicht verschoben. Fürst Bismarck hat die gewünschten zwei Majoritäten zur beliebigen Abwechslung nicht erhalten, noch weniger aber eine Majorität für alle Fälle. Die konservativen und national- liberalen Parteien stehen ihm allerdings und fast bedingungslos zu Gebote, auf politischem Felde ganz sicher, auf wirthschaftlichem und sozialpolitischem auch aber mit Ausnahme einiger national- liberaler Mitglieder. Aber eine Majorität bilden diefe Parteien nicht, es fehlen ihnen vielmehr dazu noch über vierzig Stimmen. Bei einzelnen wirthschaftlichen Fragen nehmen die Nationalliberalen eine Sonderstellung ein, aber das Zentrum Schon die äußere Physiognomie des Reichstags in den ersten beiden Plenarsizungen der vorigen Woche war eine grundverschiedene von der des letzten. Ebensoviele neue Gesichter, wie alte, da die neugewählten Herren schon aus berechtigter Neugierde flugs nach Berlin geeilt waren und Anschauungen des Reichskanzlers. Mit den Konservativen auch noch nicht ben Muth haben, wie die alten, die Sigungen ohne Entschuldigung zu schwänzen. aber bildet das Sentrum mit seinen Anhängseln die unbedingte Majorität. Diese Majorität aber versagt gegenwärtig in allen politischen Fragen, wenigstens so lange, bis in den Bei einer an und für sich nicht übermäßig wichtigen Frage, nämlich, ob der Diätenantrag der deutsch freisinnigen werden, daß die Konservativen energisch gegen diesen Vorfchlag auftraten. Für denselben stimmten das Zentrum mit den Welfen, die Deutsch Freifinnigen mit der Volkspartei, die Sozialdemokraten, die Elsasser und die Polen; dagegen die Deutsch Konservativen, die Reichspartei, die National liberalen und einige Wilde. = Die erstgenannten Parteien und Gruppen erreichten eine ungefähre Majorität von 40 Stimmen. Dadurch hat fich gezeigt, daß die linke Seite des Hauses, wenn das Zentrum in politischen Fragen Front gegen die Regierung mitmacht, noch immer die konservativ- nationalliberale Realton besiegen fann. Doch ist es immerhin schlimm für die Volkssache, daß über sie die schwarze Reaktion" zu entscheiden hat. Wir haben auch die volle Ueberzeugung, daß, wenn die Regierung in den kirchenpolitischen Fragen nachgiebt, das Zentrum hinwiederum als Tauschobjeft die politischen Volksfreiheiten unweigerlich preisgiebt. So liegen also die Verhältnisse im neuen Reichstage keineswegs günstig. Eine unbedingte Majorität in allen Fragen ist der Re gierung, wie man aus Vorstehendem ersieht, allerdings nur ficher, wenn sie im Kulturkampf nachgiebt. Aber eine Majorität in wirthschaftlichen Fragen hat sie jetzt schon, und sie wird dieselbe auch in politischen Fragen erhalten, da die Kulturkampfgefege faum mehr angewandt werden und nur die formelle Erklärung seitens der Regierung noch aussteht, daß sie besiegt worden sei. Diese Erklärung mag sehr ungern abgegeben werden doch wird wohl kein anderer Ausweg übrig bleiben, denn an eine Auflösung des Reichstags wird nicht gedacht, da ihm doch im Allgemeinen das Zeugniß eines " guten" von der Regierung ertheilt werden kann. Eins aber steht fest: Die Parteiverhältnisse haben sich in diesem Reichstage schon etwas mehr geklärt, die Parteien find schärfer abgegrenzt, als im vorigen Reichstage, und so kann man der Hoffnung sein, daß sich diese Scheidung bei jeder neuen Wahl noch mehr vollzieht und daß wir balb schon auch in den gesetzgebenden Körperschaften vor der Frage stehen werden: ,, Volksthum oder Reaktion?" Politische Uebersicht. So waren von circa 300 Anwesenden 150 neue Abgeordnete vertreten. Bergeblich suchte man die früheren firchenpolitischen Angelegenheiten die Reichsregierung fich der Präsidenten von Levehow und von Fordenbed, vergebens Herrschaft Roms unterworfen haben wird. Ob dies überden Welfen Brüel und den streitbaren August Neichensperger. auf die Majoritäten im Reichstage entscheidend. Umsonst suchte das Auge den langjährigen Schriftführer ölfel und den schlangenkundigen Hermes. Wehmuth wurde man ergriffen, wenn man auf das Häuflein Partei, denn darum handelte es sich vornehmlich, schon ber Boltepartei blickte und den Rufer im Streit, den lockigen Mittwoch, 26. d. Mts. auf die Tagesordnung gefegt werden Sonnemann zu erspähen suchte. Nur von den Sozial- solle, trat das Verhältniß in der zweiten Reichstagsfigung gebung eingehend zu äußern. Also ,, namhafte" Industrielle demokraten wurden sämmtliche frühere Abgeordneten wieder dieser Saison folgendermaßen zu Tage. Dabei fell bemerkt Redbrud verboten.] 21 Heuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. Forsegung.) Aber von die Waldecke und gelangten nun in das unwegsamste Terrain, das man sich nur vorstellen kann. Es gehört schon die ganze Sicherheit des Reiters, die ganze Buverlässigkeit des Pferdes dazu, um an einem hellen Sommertage diesen Weg quer über die Hügel und durch Schluchten zu reiten; wie vielmehr heute, da Alles mit einer weißen Decke überzogen war, da der Wind den Reitern den Schnee ins Gesicht peitschte, daß sie laum die fidh an Rodenburg wendend einen solchen Ritt bei diesem Die müssen vom Teufel beseffen sein," sagte er lachend, Augen zu öffnen vermochten. Weiter zu unternehmen. Ich würde mir ein Gewissen daraus machen, einen Wolf hinauszujagen.... doch das ist ihre Sache. fütlich für diesen jungen Mann ein solches Interesse fühle. ch weiß nicht," verseste Rodenburg, warum ich unwill Und ist es nicht merkwürdig, daß er gerade bei diesem Wetter den Weg zum Irrenhause sucht?" uns jept mit Appetit frühstücken.. Haushofmeister." Sie stießen an. Kopf nicht. Komm, laß Ihre Gesundheit, Herr öfen Nachrichten zu Folge geplant. Auf Veranlassung des Eine Abänderung der Fabritgesetzgebung wird offizi Reichstanzlers sollen in jüngster Beit na mbafte Industrielle aufgefordert worden sein, sich über eine eventuell nothwendige oder wünschenswerthe Abänderung der Fabrikgesezfind aufgefordert, fich über eine ,, wünschenswerthe" Aenderung mußte, übergab sie einem gewissen Mr. Parr in London. Du warst damals drei Jahre alt, Felig." Jit das derselbe Mr. Parr, den Du in Indien trafft?" " Ich lernte ihn in Madras fennen, wo er in der Faktorei einen Bosten bekleidete. Seine Frau war gestorben; er hatte ftch Deiner Erziehung nicht weiter widmen können, wie er mir fagte. Die Erziehungsgelder waren übrigens pünktlich eingetroffen, und er hatte deshalb gesucht, Dich in einer anderen Familie unterzubringen." Langfam, den Kopf gesenkt, gingen die Pferde, gleichsam den Boden prüfend, bevor sie den Huf niedersetzten, und doch stolperten sie bald über einen Stein, welchen der Schnee auf" verbarg, bald versanten sie in eine Vertiefung, aus welcher fie fich nur mit großer Anstrengung herausarbeiteten. So ge langten sie an den Schreckenstein. Sie verfuhren, wie ihnen der fundige Jäger gesagt hatte, umgingen den Fels und ritten über die Eisdede des Baches. Glüdlich gelangten fie in die Schlucht, welche sie, wie ihnen Habicht gesagt hatte, verfolgen sollten. Das ist ja eine schändliche Gegend hier," sagte der GeFrig konnte noch immer nicht den Gedanken los werden, fährte des Baronet O'Brian. Alle Wetter, wärst Du wirklich " der ihn beschäftigte. Es muß eine eigenthünliche Bewandtniß baben mit diesem jungen Herrn," dachte er, daß er bei einem Better, bei welchem man feinen Wolf hinausjagen möchte, den Weg nach Bethesda sucht." Er war an's Fenster getreten und blidte nachdenklich hinaus. Da sah er, wie der Baronet und sein Gefährte trop des Schnees ihre Pferde bestiegen, Aletan, der zu den Gemächern der Gräfin gehörte. Da fah er, Bufällig erhob sich sein Blick vom Schloßhof bis zum mi an dem hohen Fenster eines der kleinen Edthürme ein Borhang fich erhob und hinter demselben ganz versteckt Gräfin Agathe mit bleichem Antlig erschien. Sie sandte dem jungen Mann einen langen Blick nach. " Ich betrachte die Pferde der beiden Reisenden." Run, Frig, was machst Du da?" fragte Habicht. Ach so! Ja, schöne Thiere. Ich habe sie heute Morgen ein schottischer Baronet und ich wirklich Dein Reisemarschall, ich würde Dir noch heute aus dem Dienste laufen." " 1 Mein guter Max," antwortete der Andere, ich sehe ein, daß Du mir ein großes Freundschaftsopfer bringst, indem Du mich begleitest und alle die Strapazen, welche mit meiner unseligen Mission verbunden find, mit mir theilst." Muß ich nicht, Felix? Bin ich doch gewissermaßen die Veranlassung, daß Du den Glanz, der Dich in Indien erwartete, im Stiche ließest und hierher gingst, um Dich in den schottischen Schneegebirgen umber zu treiben." Ach, ich fürchte, es wird Alles vergebens sein!" " Ich fürchte das beinahe auch, Felix, denn was wir bis jest erfabren haben, find doch eigentlich nur verteufelt unbe ftimmte Nachrichten." " Wenn meine Mühe teinen Erfolg hat, wenn ich meine Mutter nicht finde, so habe ich doch die Veruhigung, meine Ich fange jetzt selbst an zu Die Reiter verließen jest den Schloßbof. Langsam sentte Rindespflicht erfüllt zu haben, fich der Vorhang an dem Fenster des Edthurms; Agathe's glauben, daß Du getäuscht worden bist." Antlig verschwand. Fünfzehntes Kapitel. Ich? Gott behüte! Durch eine befreundete Familie in Berlin erfuhr ich, daß Frida Arnold, die unglückliche Ver führte, als Gesellschafterin mit der Frau eines schottischen Als die beiden Reiter das Thor hinter sich hatten, schlugen Batonets nad England gegangen sei. Ihr Kind, daß fie nas fie den Weg ein, welcher über die Haide nach dem Saume türlich nicht mit in die Familie bringen fonnte, dessen Eristenz bes Waldes führte. Sie umritten, wie ihnen Habicht gesagt, fie sogar, um ihre eigene nicht zu gefährden, verheimlichen Warum suchte er nicht Frida Arnold, meine Mutter ,, Er hat ihren Namen nicht gekannt! Sie hatte ihm das Kind unter strengster Anonymität übergeben. Jedes Jahr be fuchte sie ihn, um die Penston zu zahlen, herzte und füßte Dich, den hübschen Jungen, weinte heiße Thränen und ver schwand wieder." ,, Ich erinnere mich ihrer, obwohl ich, als ich sie zum letzten Male fab, nicht älter als fünf Jahre sein mochte. Ich erinnere mich ibres bleichen Antliges, ihrer sanften Augen und ihrer weichen Stimme. Ich weiß, wie fie mich auf Ihren Schooß nahm, mich herzte und füßte, mich stürmisch an fich drückte und heftig schluchzte und weinte. D, ich mußte dann, obgleich ich nicht wußte warum, unwillkürlich mitweinen." Ihr Schmerz ist mir erklärlich," versette Mar.„ Wenn man denkt, eine Mutter, die ihr Kind zärtlich liebt, eine unglüdlich Entehrte, welche um ihrer eigenen und ihres Kindes Eristenz willen gezwungen ist, ihr Kind zu verleugnen, welche den füßen Namen., Mutter" nicht hören darf- ja, das bricht einer gefühlvollen Frau das Herz. Wie erfuhr Mr. Barr, daß ich das Kind von Frida Arnold sei?" Er wußte, daß sie eine Deutsche sei und kannte in Berlin eine Familie, von welcher er wußte, daß sie mit der Mutter befreundet sei. Dieser Familie übergab er nun das Kind." Die guten Elslers!" seufzte Felir. Nie vergesse ich die Liebe, welche ich in diesem Hause erfahren habe." Bei dieser Familie erfuhr Mr. Parr auch den Namen des schottischen Edelmanns, mit dessen Frau Deine Mutter als Ges fellschafterin abgereift war. Es war der Baronet Andrew Davis. Um der Mutter Nachricht über den Verbleib des Kindes zu geben, unternahm er die Reise nach Schottland und langte in Davis town an; er hörte von Mr. Davis, daß seine Erzieherin ge storben sei." Diese Nachricht erhielt auch mein Vater, der sie als ei zu äußern! Das klingt etwas sonderbar. Neugierig find wir, die namhaften Industriellen kennen zu lenten, die solche Wünsche hegen. Bis jetzt kamen solche Wünsche nur aus Ar- b-iierkreisen und viele namhafte Industrielle haben stets ihre Arbeiter gemaßregelt, wenn fie solche Wünsche nur lautbar werden ließen. Die namhaften Industriellen hatten also bis dato immer den Wunsch, daß es den Arbeitern nicht gestattet werden könne, Aenderungen der Fabrikgesetzgebung zu ver- langen. Um so sonderbarer ist es, daß man diese jetzt zu Aeußerungen über Wünsche, die sie stets unterdrücken halfen und die gar nicht in ihrem Fnteresse liegen, vomehmen will. Zu wessen Gunsten soll die Fabrikgesetzgebung geändert wer- den, zu Gunsten der Arbeiter oder der namhaften Jndustri- ellen?— Wenn zu Gunsten Ver Arbeiter— nun warum wendet man fich denn nicht an die Ardeiter, damit diese ihre Borschläge machen können?— Die Wünsche der Großindustri- ellen find oft himmelweit von den Wünschen ihrer Arbeiter verschieden, und daher erwartet man in Arbeiterkreisen von den Ratbschlägcn solcher Leute Nichts- Will man also aufrichtig die Mängel unserer Fabrikgesetzgebung kennen lernen und dann gründlich»and zur Besserung anlegen, so lasse man aus der Mitte der Arbeiter heraus Männer wählen, trete mit diesen in Verbindung und nehme ihre Vorschläge entgegen. Dann wenden Wünsche zum Vorschein kommen, die, wenn sie ver- wirkiicht würden, eine gründliche Aenderung der Fabrik- gesetzgebuna zu Gunsten der Arbetier zur Folge hätten. Wenn man sich hierzu nicht entschließen kann— und man wird fich dazu nicht entschließen— so braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn die Arbeiter der geplanten Aenderung keine Be- achtung schenken. Ueber die Ausdehnung des Krankenkassen- und Unfall- Versicherungsgesetzes find— so wird offiziös geschrieben— die Veihandlnngen der Bundesrathsausschüsse noch nicht abgeschlossen. Unter Anderem hört man, daß auf Antrag Preußens der§ 3, welcher von Reichs-, Staats- und Kommunalbeamten handelt, sowie§ 7, direkte Vertretung der Arbeiter und die Schiedsgerichte betrifft, gestrichen worden find, und zwar der crstgedachte Paragraph hauptsächlich deshalb, weil nach der Erklärung des preußischen Bevollmächtigten demnächst ein neuer Gesetzentwurf betr. die Regelung der P e n s i o- ncn der Reichsbeamlen und ihrer W i t t w e n und Waisen vorgelegt werden soll. Die Ausschüsse werden an der Hand der Anträge der bereits erwähnten Sudkommisfion in den nächsten Tagen eine zweite Lesung des Entwurfes vor- nehmen l da es die Abficht ist, den Entwurf der nächsten Plenarsitzung zu unterbreiten, so dürfte dieselbe erst am Freitag stattfinden. Mit der Aufstellung einer eingehenden Armenstatistik scheint man in der allernächsten Zeit vorgehen zu wollen. Die Erhebung soll seitens der Orts- und Landarmen-Verbände in der Weise geschehen, daß zunächst für diejenigen Personen, welche bereits im Jahre 1884 eine össentliche Unterstützung er- halten haben und dieselbe im Jahre 1885 weiter beziehen, und sodann für alle i-n Jahre 1885 neu hinzutretenden Unterstützten Zählkarten auszufüllen sind, welche die nähere Bezeichnung der Person nach Familienstand und Beruf, die Ursache der Unterstützungsbedürfligkeit(nicht nur Armuth, Obdachlosigkeit, sondern die Ursache der Armuth, Obdachlosigkeit), die Art der Unterstützung(Unterbringung in eine Anstalt u. s. w.) enthalten. Im Ganzen find hierbei dreizehn Fragen zu beantworten. Die Beantwortung derjenigen Fragen der Zählkarlen, welche bei Beginn der Unterstützung nicht hat ge- geben werden können, ist am Jahresschlüsse zu bewirken. Neben Ben Zühlkaiten A für Unterstützte find noch Zählkarten B für Armenverbände anszufüllen, welche Fragen nach dem Flächen- inHall, der Einwohnerzahl, dem Staatssteuersoll des Armen- Verbandes, nach seinen Ausgaben und Einnahmen, nach etwaigen besondern Umlagen, sowie nach den gesammten für die Armenpflege vorhandenen Einrichtungen enthalten. Wieder hat sich ein neuer Verein in Berlin gebildet, und zwar ein demokratischer. Nach Angabe der Volks- zeitung hat sich derselbe die Aufgabe gestellt für die Verbreitung der demokratischen Grundsätze und für politische_ und soziale Rrf armen im Sinne der Freiheit und Selbstbestimmung des Volkes mit allen gesetzlichen Mitteln zu wirken.— Nach den Unterschriften des Aufrufs zu urtheilen, rekrutiren sich die Be- gründer des Vereins aus den Mitgliedern der ehemaligen Fortschrittspartei, welche die„Fusion" nicht miigemacht � Nene afrikanische Verwandtschaft in Sicht? Gerüchten zufolge soll die deutsche Regierung Willens sein, über Zanzi- bar, an der Ostküste Afrikas, das Protcktorar zu über- nehmen. Anläßlich der Abreise des ncuernannten General- lonsuls für Zanzibar, Gerhard Rohlfs. der ein eigen- händig«, Schreiben des Deutschen Kaisers an den Sultan von Zanzibar überbringt, waren derartige Gerüchte bereits ver- breitet. Das„Journal„L'Erploration" enthält nunmehr fol- gend- von dem tn Brüssel erscheinenden Organ der Assoziation nfrealne,„Le Mourement Göographique" wiedcrgegcbene Mitiheilungen:„Es bestätigt sich,.daß die Mission Gerhaid Rohlss', der von der deutschen Regierung zum Generalkonsul in Todte beweint- und nach Allem, was wir bis jevt erfahren haben, bestätigt sich auch die Nachricht von ihrem Tode." „Es scheint kein Zweifel zu sein," entgegnete Mop;„allein Mr. Parr behauptet, daß er kurz vor seiner Abreise nach Indien, als ihn ein Geschäft nach Schottland führte,— es werden diese Weihnachten zehn Jahre sein— eine Bettlerin am Wege getroffen habe, welche mit der Mutter des kleinen Felix eine sehr große Aehnlichkeit gehabt, daß er darauf schwören wollte, sie sei es selbst gewesen." „Konnte die Aehnlichkeit nicht zufällig sein?" „Das wäre nicht unmöglich! Mt. Parr bestreitet es jedoch, und dielfrüheren Umstände dieser Begegnung scheinen für seine Ansicht zu sprechen. Er sah eine Frau in Lumpen mit halb entblößten Füßen, unordentlichem Haar, ganz wie eine Bettlerin. Was aber außerordentlich gegen dieses ärmliche Kostüm abstach, war die goldene Nadel, die ihr Haar zusammen hielt, und das golden- Kreuz, welches fie um den Hals trug. Sie saß am Wege. Nach seiner Beschreibung war's gnade so ein Wetter wie heute. Mr. Parr stieg vom Pferde, um der Bett- lerin mitleidig ein Almosen zu reichen. See beachtete ihn An- fanas nicht; als er fie aber anredete, da schlug sie vre Augen auf. fließ ein gellendes Geheul aus und rannte querfeldein. aus Wegen, auf welchen man ihr zu Pferde mcht folgen konnte. Sonderbar! Scheint es da nicht, als habe auch fie ihn Graule: meine Mutter in so grenzenlosem der Schmuck, welchen fie trug; auch der Umstand, daß sie ,m Stande war, die Alimente pünktlich zu zahlen, spricht gegen die Annahme äußerster Armuth." „Ich kann nicht daran glauben, daß fie lebt!''_ ..Ich behaupte das auch nicht, nur scheint es. dag, wenn sie lebt, sie jedenfalls Veranlassung hat, ihren Namen zu ver- bergen."„_ „Gleichviel Max, ob sie lebt oder todt ist, ich habe die Pflicht, ihr Inkognito, das fie so sorgfältig bewahrt bat, nicht »u verletzen. Deine Hand, Max, daß Du dieses Geheimniß > enso treu bewahrst, als wäre es das Deinige." „Kannst Du daran zweifeln? Hier ist meine .Hand! Das Geheimniß Deiner Müller, welches es auch. sei, es soll bei mir so gut auf- '»hoben st'n, wie bei ihrem Sohne.... Und nun, gnädiger setzt? er plötzlich in scherzenden, Tone binzu,„lassen Sie in wenig Trab reiten, der Weg scheint hier etwas besser Zanzibar ernannt ist, hauptsächlich darin besteht, früher einge- leitete Verhandlungen mit dem Sultan dieses Landes zu glücklichem Abschlüsse zu dringen- Dieselben bezwecken das deutsche Protektorat über alle Besitzungen dieses musclmani- scheu Fürsten. Beim Seeanit in Vrcmerhafen fand am 24. d. M. die Verhandlung in Bezug auf den Zusammenstoß des Lloyd- Dampfers„Hohenstaufen" mit ver Korvette„Tophi e" statt. Amtsrichter Funke leitete die Verhandlungen, welcher als Vertreter der kaiserlichen Marine der Kapitän zur See Heußner(Kiel), als R-ichskommissar Dr. Romberg beiwohnte. Der Norddeutsche Lloyd war nicht speziell vertreten. Die Ver- nehmung der Offiziere des„Hohenstaufen" ergab die positive Behauptung, daß der„Hohenstaufen" korrekt manövrirt habe; der Kapitän habe ursprünglich hinter dem Kriegsschiffe pasfiren wollen, die Korvette habe aber unerwarteter Weise ihren Kours geändert. Es seien dann auf dem„Hohenstaufen" die nöthigen RudermanöverS ausgeführt worden, die Korvette „Sophie" sei aber in den alten Kours zurückgefallen, wodurch die Kollision unvermeidlich geworden. Ueber die Kollision selbst wurden neue Aussagen nicht gemacht. Die Offiziere der Kor- vette„Sophie" sind noch nicht vernommen. Ueber die Skandalaffaire im konservativen Verein in Elbtng kann die„A. Z." als Nachlese noch folgende Einzel- heiten mitlheilen: Es steht jetzt notorisch fest, daß man Arbeiter und Knechte von verschiedenen Gütern, mit Mitgliedskarten ausgerüstet, in die Generalversammlung des konservativen Ver- eins eingeschmuggelt und auf diese Weise eine Majorität geschaffen hat, der die wenigen zugelaffenen Anhänger des frü- Heren Vorsitzenden nickt gewachsen waren- Jever der oben be- zeichneten ländlichen Wahlmänner soll sogar für den geleisteten patriotischen Dienst 50 Pf. erhallen haben, wodurch natürlich die Begeisterung der Leute für den ihnen proponirten Kandi- daten(von Pullkamer-Plauth) bis zum Fanatismus gesteigert wurde. Einer der Knechte legitimirte sich durch eine auf den 14. Dezember d. I. ausgestellte Mitgliedskarte, wurde aber selbstredend unbeanstandet eingelassen und zur Bethciligung an der Wahl herangezogen.— Die betreffs ver vorgekommenen Ausschreitungen eingeleitete Untersuchung ist übrigens in vollem Gange. Die polizeilichen Vernehmungen haben u. a. auch konstatirt, daß einer der Polizeisergcanten zwei Steinwürfe in den Rücken bekommen hat. Von den vcrivundelen Arbeitern — außer den Arbeitern Stark und Günther— liegt noch ein dritter schwer verwundet darnieder. Die Beraubung der deutschen Kutter„Diedrich" und „Anna" durch englische Schiffer m der Nordsee, welche seiner Zeit viel Aufsehm erregt-, hat die englische Behörde zu ein- gehender Untersuchung des Falles veranlaßt- Die Ergebnisse der Untersuchung sind nunmehr dem öffen'.lichm Ankläger über- geben worden, welcher jetzt— wie verlautet— das Strafverfahren gegen die Seeräuber eingeleitet hat. Frankreich. Die Deputirtenkammer begann heute die Be- rathung der Kreditoorlage für Tonlin. Lcckrcy von der äußer- sten Linken kritifirte die Kolonialpolitik der Regierung, de!a Fasse von der Rechten griff das Kabinet heftig an und erklärte, es verdiente in Anklagezustand versetzt zu werden. Fortsetzung morgen.— Nack Bcnchlen verschiedener Blätter ist es gelegentlich einer großen Versammlung von Arbeitslosen in Paris zu erheblichen Ruhestörungen gekommen; mehrere Verhaftungen sollen erfolgt sein.— Allem Anschein nach ist der Bericht, so wie ihn verschiedene Blätter bringen, übertrieben.— Die Cholera schein! allmälig zu verschwinden, sie forderte gestern nur noch 20 Opfer. Dänemark.„Morgenbladet", das Organ der dänischen Linken, und„Politiken", das Organ ver äußersten Linken im dänischen Folkeihing, veröffentlichen folgende gleichlautende Er- klärung: Nach fortgesetzter Verhandlung ist gestern eine Ver- ständigung über die Formen der künftigen gemeinschaftlichen Arbeit der Linken erlangt. Ein Ausschuß, z» welchem erstcre Fraktion sechs Deputirte wählte(Berg, Bossen, Graf Holstein- Ledreborg, Högsbro, Larsen und Tarber) und letztere Fraktion drei Deputirte(Höcuv, Bus! und Claussen) wird alle Fragen voiberathen, die ein gemeinschaftliches Auftreten wünschenswerth erscheinen lassen.— Der Gouverneur von Et. Croix.(einer unter dänischer Herrschaft befindlichen Insel), Arendrup, ver in Kopen- Hägen eingetroffen ist, hat eine von einer Anzahl von Pflanzern unterzeichnete Bittschrift an den König übergeben. Es wird darin mit starken Farben die Krifis geschildert, in welcher sich die Insel in Folge der niedrigen Zuckcrpreisc befindet, und da- bei in Ausstcht gestellt, daß die Insel gänzlich zu Grunde gehen würde, falls nicht bald eine Besserung eintrete, während dock bei der günstigen Lage derselben auf dem Verkehrswege zwischen dem Panama-Kanal und dem großen Ozean auf eine gute Zukunft gehofft werden könnte, wenn nur die augendlick- liehe Roth beseitigt wäre. Mit Bezug hierauf wird namentlich der Wunsch onszcsvrochen, daß der Einfuhrzoll aus Zucker von Et. Croix für ein Jahr oder besser noch für zwei Jahre aus- gehoben weiden möge. England. In einem der größten Wahlbefirke Londons, Bezirk Hackney, sand vor einigen Tagen eine Nachwahl zum Ilnterhause statt, bei welcher der liberale Kandidat Stuart zu sein- Wenn wir noch bis zum Abend Bethesda erreichen wollen, sagte der alte Nimrod, so müssen wir scharf zureiten." Sie setzten ihre Pferde in Trab. Nach kurzer Zeit jedoch hielt Max das seiyize wieder an und ritt langsamer. „Der alte Nimrod hatte gut reden. Der Teufel mag bei solchem Wege scharf zureiten. Ein schottischer Ponny, der das F-elsenllettern gewohnt ist, und dessen Hufe nicht sehr empfind- tich find, mag wohl aushalten; aber unser englisches Vollblut ist an solche Strapazen nicht gewöhnt." „Laß uns immerhin traben, Max. und sollten die Pferde darauf gehen. In Bethesda werde ich die Gewißheit erhallen, ob meine Mutter lebt oder nicht, und um dieser Gewißheit willen allein ist kein Opfer zu theuer." „Woher glaubst Du in BetheSda die Gewißheit zu er- langen? „Die Erkundigungen, welche wir in dieser Gegend nach einer Bettlerin von dem Aussehen der von Mr. Parr beschriebenen angestellt haben, scheinen sämmt- lich zu ergeben, daß wir es mit einer Wahnfinnigen zu tbun baden, und der Gastwirth zu Blackfield behauptet geradezu, sie sei eine aus Bethesda entsprungene Irre." Sie halten jetzt das Thal von Glenmore erreicht; allein hier wurde der Weg dermaßen schwierig, daß fie mehrmals anhalten und umkehren mußten, um einen andern Weg zu suchen; und endlich hatten sie sich so fest geritten, daß sie schlechterdings weder rückwärts noch vorwärts konnten. Dazu fiel der Schnee so dicht, daß sie kaum zwanzig Schritte weit sehen konnten. Die beiden Retter stiegen ob und führten die Pferde am Zügel; nur tappend tonnten sie den Weg weiter verfolgen. „Eine verteufelte Gegend!" brummte Max.„Es ist ge- rade, als ob hier alle Welt ausgestorben ist. Nicht einmal eine Köhlerhütte ist zu sehen, in welcher man sich nach dem Weg erkundigen könnte.— Und wenn wirklich Menschen hier woh- ncn sollten, bei diesem Hundewetter würde wahrscheinlich Kci- ner sein Obdach verlassen." „Nein, darauf dürfen wir nicht rechnen, einem Menschen zu begegnen; wir müssen uns aus uns selbst verlassen." Plötzlich faßte Max seinem Gefährten am Arm. „Ter Himmel ist uns günstig! Sich' da, ein menschliches Wesen." Sie sahen in dem dichten Schnee einen dunklen Gegen- stand fich schnell vorwärts begeben, nach der Richtung hin, welche sie eben verlassen hatlen. „Heda, Freund l" rief Max, könnt Ihr uns nicht den Weg über seinen konservativen Gegner siezt?. Die Wahl Stuarts ist insofern von Bedeutung, weil er sich verpflichtet hat. im Parlament gegen den Impfzwang zu wirken. Ohne die Unterstützung der Jmpsgegner wäre seine Wahl nicht erfolgt. Egypten. In der internationalen Schuldenkommission Egyptens sollen in Zukunft auch ein deutscher und ein russischer Vertreter Sitz und Stimme haben. Ein diesbezüglicher An- trag ist von beiden genannten Staaten dem Khevive znge- gangen. Diese Meldung in Verbindung mit der Nachricht, daß der deutsche Generalkonsul in Egypten, von Derenthall, zum Geschäftsträger beim Khedive ernannt weiden soll, läßt darauf schließen, daß die deutsche Regierung eine energischere Aktion in Egypten beabfichtigt. DKrlAmenwriBrkes. Heute 12 Uhr findet die 3. Plenarsitzung des deutschen Reichstages statt. Aus der Tagesordnung steht: 1. Beralhunz des von den Abgeordneten K a y s e r und Genossen eingebrach- tcn Antrages wegen Sistirung eines beim Reichsgericht gegen den Abgeordneten Heine schwebenden Strafverfahrens.— 2. Erste und eventuell zweite Äerathung des von den Abge- ordneten Ausseid und Genoffen eingebrachten Gesetzent- wurfs, betreffend die Abänderung des Artikels 32 der Per- saffung des deutschen Reiches(Tintenanttag).— 3. Erste Berathung des von dem Abgeordneten M u n ck e l eingebrach- ten Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung des Gerichts- verfassungsaesetzes und der Strafprozeßordnung.— Nack Schluß der Plenarsitzung finden verschiedene Wahlen in die Kommst- fronen statt. Und zwar 1. Wahl von 14 Mitgliedern zur Kommission für die Geschäftsordnung, 2. Wahl von 28 Mitgliedern zur Kommission für die Petitionen, 3. Wahl von 23 Mitgliedern zur Kommission für den Reickshaushalts�Elat, 4. Wahl von 7 Mitglievrrn zur Kommission für die Rechnun- gen über den Reichshaushalt. Dem Reichstage sind folgende Anträge zugegangen: I. Der Reichstag wolle beschließen, dem nachfolgenden Gcseyemwurf seine Zustimmung zu ertyeilen: Gesetz, betreffend die Abänderung des Gesetzes vom 15. Juni 1883 über die Krankenversicherung der Arbeiter. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König vonPreußen:c. verordnen im Namen des Reichs, mit Zustimmung des Bundesraths und Reichstags, was folgt: Einziger Artikel. In§. 88 treten an die Stelle der Worte„1. Dezember 1834" Vre Worte:„1. April 1895". Für den Fall der Verwerfung des vor- stehenden Antrages beantragen wir, dem vorbezeich- neten Gesetze folgende Bestimmung hinzuzufügen: §. 75 Absatz II. Für Mitglieder der auf Grund des Gesetzes vom 7. April 1876 errichteten eingeschriebenen Hilsskassen, derm Statuten der Verwaltungsbehörde zur Anpassung an das Kranken versicherungSgesev bereits vorliegen, ruht die Verpflichtung zum Beitritt zu einer Orts-, Gerneinde-, Betriebs-, Bau- oder Jnnungskasse auf so lange, bis über die Zulassung ihrer Hilfskasse endgiltig entschieden ist. Resolution. Der Reichstag walle beschließen: den Herrn Reichskanzler aufzufordern, beim Bundes- ralh die Herausgabe von Normativ bestim» m u n g e n für Statuten eingeschriebener Hilfskassen. welche den Vorschriften des Krankenversicherungsgesetzes entsprechen, zu beantragen. Berlin, den 22. November 1884. G ril lcnberg er. K a y s e r. Unterstützt durch: Auer. Bebel. Bock(Gotha). Dicy(Hamburg). Frohm?- .Harm. Hasenclever. Heine. Kräckcr. Liebknecht. Meister- Rüdiger. Sabor. Schumacher. Einger. Stolle. Viereck- v. Vollmar. Ii- Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler aufzufordern, zu veranlasse»' dag gegen die Poiizeibeamten, welche am 2. und 3. A v r i l v. I. d i e Abgeordnete» v. Vollmar und Frohme in Kier entgegen deck Artikel 31 der Rcichsverfassung verhafteten un» sie so gewaltsam verhinderten, an den Berathung?» und Beschlußfassungen des Reichstages theilzu nehme»- da s S trafv ersah ren wegen Verletzung der ei»' schlagenden Bestimmungen des Reichsslrafgcsctzbuche� eingeleitet werde. Von dem Resultat deS Vtt' fahrens ist dem Reichstag schleunigst Mittheilmig 3» machen. Beilin, den 22 November 1884. Liedknecht, v. Vollmar. Unterstützt durch:,_ Auer. Bebel. Bock(Gotha). Dietz(Hamburg). Frohm� weisen, der aus diesen vermaledeiten Schluchten und Klir?e» hinaus in menschliche Gegenden führt?",, Tie Gestalt achtete nicht auf den Ruf, sondern g™ schnellen Schrittes weiter. Da eilte Felix einige Schritte»o# und erkannte jetzt, daß es eine Frau sei. Sie trug ein dunu� Muffeiinileid, vielfach zerrissen. Felix stieß einen Ruf des � staunens aus. Unwillkürlich dachte er an die Bettlerin, welcher Mr. Parr gesprochen, an die Unglückliche, welche se>» Mutter sein sollte. Noch einige Schritte sprang er näher.-' und einen lauten Ruf der Ueberraschung stieß er aus-"3 er sah das goldene Kreuz auf ihrer Brust, den goldenen in ihrem Haar.* In diesem Moment wandte sich das Auge der Frau r» unheimlichem Leuchten auf ihn. Er unterschied ihre Züge,'' waren furchtbar verzerrt. Tie Augen waren blutig un» laufen; ste fletschte die Zähne und hatte das Ansehen er» wilden Thieres., Betroffen blieb Felix steben. Ein Schauer überlief i*, — War es ein menschliches Wesen, das vor ihm stand?* und diese entsetzlich entstellten Züge, woran erinnerten fi?" ... CinBilv aus seiner Kindheit trat ihm vor s.-ine Seele'S Tie Dämonen der.Hölle find nicht Engel Gottes—»'ÄW möglich, daß ein Dämon der Finsternis! dem himmlischen»-� eines Gottesengels gleichen kann...? Er wollte auf vre stall zustürzen. js Da vlötzlich stieß die Frau ein gellendes Gebcul au» wildem Lauf und mit einer Schnelligkeit, welche für wt schlecht und ihr Alter unglaublich war, flog sie den>" hinauf. „Ich muß diese Frau noch einmal sehen!" rief Fel'!' schnell entschlossen sprang er nach.;„aoö Wieder sah er die dunklen Umrisse der Fliehenden« � das Schnecgewölk schimmern. Sie war auf dem K Abhanges; eine Minute später war auch er da- � sah sie den Abhang hinunter eilen und dann eine Felsccke verschwinden. Mit einem ja Satz sprang er nach, den Abhang hinunter.—~, ein"1 schwand der Boden unter seinen Füßen— er tyal furchtbaren Fall von der Höhe der Kirppe hinab. 5 r>ufe» erfahrener darf einen solchen Wettlauf wagen in jj? Gegenden. Als er fich vom Boden ausgerafft hatte, Frau verschwundm. Vergebens spähte er nach � tmls, nach vom, nach hinten! Nach allen Richtungc» S' suchend umher.... (Fortsetzung folgt) % f»! Ii? k P I I«i (i Ui ftS I itlb & fit h «ff % I $ h uarts t, im Dhne nicht iffton fischer r An zuge bricht, thall, läßt ifchere tſchen thung brach gegen 8. Abgeegent Vers Erste ebrach richts Schluß Commi n aur 3 Mit Don 28 B: Etat, chnun ugen: genden 3 vom r. aDen en 2c. ng des zember bezeich es vom staffen, paffung liegen, Drts, auf so mdgiltig Bundes eftim Bfaffen gefezes Frohme. Meister. Viered inlaffen, le am neten gen dem en und thungen nehmen, Der ein buches es Ver lang zu Frohme Klippen rn ging itte nach Dunkles des Er in, von the feine her. 18. en Pfeil Frau mit lüge, fie I unter en eines ? Ha! lief thn. fte ihn? Seele. war e en Bilde Die Ges aus; in Abhang ihr Ge elig, und en burd ipfel des ba. St ann um gebeuren Doch, ba at einen Rein Un n biefen war bie ts, nad ging er Grillenberger. Harm. Hasenclever. Heine. Kayser. Kräder. Meister. Rödiger. Sabor. Schumacher. Singer. Stolle. Viered. III. Auf Grund des§ 16 der Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869( Bundes- Gesegblatt Seite 245) hat der Bundesrath vorbehaltlich der Genehmigung des Reichstags beschlossen, die Fabriken, in welchen Röhren aus Blech durch Vernieten hergestellt werden, sowie die Anlagen zur Erbauung eiserner Schiffe, zur Herstellung eiserner Brücken oder sonstiger eiserner Baufonftruftionen in das Verzeichniß derjenigen gewerblichen Anlagen aufzunehmen, welche nach Bestimmung des§ 16 cit. einer besonderen Genehmigung bedürfen.( Bekanntmachung vom 12. Juli 1884, Reichs- Gefegblatt Seite 118.) Unter Bezugnahme auf die in der angeschlossenen Dent rift enthaltene Begründung des vom Bundesrath gefaßten Beschlusses, darf ich Eure Hochwohlgeboren ergebenst ersuchen, die Beschlußfaffung des Reichstags über die Ertheilung der Genehmigung zu diesem Beschluß gefälligst herbeizuführen. Der Stellvertreter des Reichskanzlers. von Boetticher. Herr von Fordenbed hat sich bereit erklärt, die Kandi batur im Wahlkreise Sagan Sprottau anzunehmen und gefagt, in einer Wählerverfammlung zu sprechen. Hoffent lich laffen die Wähler dieses Wahlkreises den Herrn v. Fordenbed aud durchfallen. Bokales. Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Vorberathung der Angelegenheit betreffend die seitens der Gemeindefrankenversicherung schuldhaft Gifrankten zu gewähtenben Leistungen, sowie Gewährung eines Kostenvorschusses für die Gemeindefrankenversicherung hatte heute unter Vorsts de Stadtverordneten- Vorsteher Stellvertreters Büchtemann eine mehrstündige Sigung, in welcher er beschloß, der Stadtverordneten Bersammlung zu empfehlen, dem Regulativ über die Gegung zu ertheilen und zu beschließen, daß nicht nur, wie in der Ragistratsvorlage, bei Krankheiten, welche die Versicherten sich I geben. Dasselbe beginnt mit dem Schmerzruf: D, wie ist Die Welt verstunken, ganz in Eleldust versunken," zeigt dann, wie zu des Jammers jähem Ende ein Professor ward be hende", und fährt dann fort: Kinder, sprach der zweite Luther, riecht doch euer Unterfutter, feft dort fist Beelzebub, darum seid auf eurer Hut: er stinkt ganz unbändig." " D'rauf erhob sich ein Spektakel- Seelentlecher! Nehmt Den Bakel, schrie erbost die ganze Welt. Was will dieser Was will dieser wollne Held? Schlagt ihn auf die Schnute!"- Das Lied schließt dann mit einer Berherrlichung des Woll- Regimes und feiner Jünger, denn wer in Wolle rein, frei von Efeldüfte Bein, dem erschließt das Paradies feine Pforten ganz gewiß." Mancherlei Toaste und fernige Trinksprüche würzten außerdem das Mahl, dem dann ein Ball folgte. schrei und sah im Dunkel der Nacht, wie eine Frauensperson einen Mantel abwarf und darauf ins Wasser sprang. Einen Sprung auf den Obstfahn und schnell in das an denselben ge fettete Schiff, das er abfettete, war für Nigterer das Werk eines Augenblicks. Mit einigen Ruderschlägen hatte er die mit den Wellen ringende Lebensüberbrüssige erreicht, deren Rettung ihm bald gelang. Nehmt Rettung ihm bald gelang. Am Lande eilte ein Artillerieoffizier hinzu, um das Mädchen aufs Trockene zu setzen. Das Mädchen wurde mittelst einer Droschke nach der Charité ges bracht und dort in ihr die 23 jährige Näherin B. refognoszirt. Unglückliche Liebe soll das Motiv zu dem beabsichtigten Selbstmorde gewesen sein. Die Errettung der Dame vom sicheren Tode war mithin lediglich der Geistesgegenwart des Bahl= fellners Anton Rißterer zuzuschreiben. g. In eine Falle gegangen war in voriger Woche ein Mann, melcher in der Annahme, er könne von der Straße Backhofes nach dem Kantianplay gelangen. Da das Betreten am Packhofe aus, neben dem Museum, über den Hof des des Packhofes von dem am Eingangsthor befindlichen Kons troleur anstandslos genehmigt wird, so tam der Mann auf den Packhof und schritt denselben nach der Richtung des Kantianplages durch. Hier fand aber der Enttäuschte die Welt mit Brettern vernagelt" und auf seine Anfrage bei einem Packhofsarbeiter wurde ihm der Bescheid, daß ein Durchgang für das Publikum hier gar nicht existire. Er mußte da gang für das publikum hier gar nicht existire. Er mußte da her umfehren, aber das Verlassen des Backhofes war nicht fo leicht, als das Hinaufgelangen. Erst als er den Beweis erbrachte, daß er nichts zu versteuern gehabt und daher auch teine abgestempelte Bescheinigung in Händen hatte, wurde ihm das Verlaffen des Backhofes gestattet mit der Ermahnung, ein anderes Mel nicht so breist und gottesfürchtig" zu sein. Die sensationelle Meineidssache, die wir bereits furz angedeutet haben und deren merkwürdige Aehnlichkeit mit der pielbesprochenen Affaire Voß- Schmidt ihr das weitestgehende interesse sichert, kommt bereits in der laufenden Schwurgerichts Beriode zur Verhandlung, und zwar am 26., 27. und 28. d. M. Die Anklage richtet sich gegen Keibling, Ludwig( Inhaber M. Die Anklage richtet sich gegen Keibling, Ludwig( Inhaber einer Gas- und Wasser- Anlagenfabrik) und Genossen. Nicht weniger als 72 Beugen sind vorgeladen. Die Hechtsanwälte Friedmann, Sello und Thelen werden als Vertheidiger fungiren. Da die Möglichkeit nicht ausgeschloffen ist, daß die Verhandlungen auch noch einen vierten Tag( Sonnabend, den Gerichtsvollzieher Rindfleisch, für die der erwähnte Sonnabend, 29. d., angefegt ist, bis zur nächsten Schwurgerichtsperiode verzeten oder Raushändeln zugezogen haben, sondern auch bei 29. b. Mt.) beanspruchen, so dürfte die Verhandlung gegen den Trunffälligfeit fein Krankengeld gewährt wird, daß dagegen denjenigen Verficherten, welche fich die Krankheit durch ge ichlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, die volle Unter- tagt werden. fammlung, folgende Resolution zu beschließen: Der Magistrat Montag der im Hintergebäude des Grundstücks Leipzigerstraße wird erfucht, für einzelne Kategorien von Versicherungsberech tigten( Dienstboten, Handlungsgehilfen 2c.) ortsstatutarische Raffen zu begründen und von dem Resultate der Versammlung feiner Beit Kenntniß zu geben." N. Von dem berühmten Polarreisenden Adrian Jacobsen ist am heutigen Tage ein neues Lebenszeichen_an gelangt. Nach einem an Brofeffor Bastian gerichteten Brief hat der fühne Forschungsreisende sein vorläufiges Reiseziel, den unteren Annafirom glüdlich und wohlbehalten, nachdem er ganz Rugland von West nach Dst durchreist, erreicht. Ueberall auf feiner Tour hat der rührige junge Forscher den Hauptzwed feiner Reise, nämlich das Sammeln ethnologischer Gegenstände 11 Ein recht unliebsamer Besuch ist in der Nacht zum 59 belegenen Druckerei abgestattet worden. Diebe haben dort um Mitternacht die nach dem Grünen Graben" zu befindliche Hofmauer überstiegen und fich hierauf nach dem im zweiten Geschoß liegenden Komptoir gefchlichen. Nachdem sie vergeb. lich versucht hatten, das Schloß vermittels Dietrichs zu öffnen, haben sie fich im Gefühl absoluter Sicherheit an die umständ lichere Arbeit gemacht, das Schloß auszusägen. Ihre Beute bestand aus etwa 250 Mark in Baar, die im Bulte verschlossen waren. Alsdann haben die Einbrecher versucht, auch in die Geschäftslokalitäten des im nämlichen Hause belege nen Restaurants Bum Augustiner" einzubringen. Hier war ihnen jedoch der von innen vorgeschobene eiserne erfolgreich im Auge gehabt. Demselben Zweck gilt auch sein Thürriegel ein nicht zu beseitigendes Hinderniß. Drei sehr forg fältig gearbeitete Dietriche, welche früh Morgens vor der Thür gefunden wurden, zeugen übrigens dafür, daß die Diebe schließlich Besuch des Amurgebietes, von dem auß er dann noch andere Theile Dftaftens zu durchstreifen gedenkt, um sich schließlich über Nordamerika wieder nach Europa zurückzubegeben, wo er ungefähr im Mai oder Juni wieder einzutreffen gedenkt. Mög- Restaurantpächters hatte, als sie Nachts gegen 1/21 Uhr über licherweise bringt er dann einige der so kunstfertigen Indianer den Hof ging, einen jungen Menschen, jedenfalls den von Britisch Kolumbien mit, die namenilich wegen ihrer kunsts vollen Schnipereien in Holz, Knochen und Stein gerühmt eiligst nach dem Hinterhof zu entfernte. Zwar wurde dem im werden. läufig das Interimiſtitum in der Verwaltung angeordnet, wie Der Vorstand des zoologischen Gartens hat vor es roährend der Reisen des Dr. Bodinus üblich war. Erst aller Schmieresteher" bemerkt, welcher bei ihrem Näherkommen sich Hause postirten Privatwächter dieser auffällige Umstand von der Genannten mitgetheilt; die Nachforschungen des Wächters müffen indeß nicht sehr gründlich gewesen sein, sonst hätte der Einbruch vielleicht doch verhütet werden können. a. Wegen des am 22. d. Mts. bei dem Kaufmann bruchs- Diebstahls ist heute der mehrfach bestrafte Kellner Polizei Bericht. Am 24. d. M. Morgens brannte in dem Hause Langestraße Nr. 90 der Fußboden unter einer Bo dentreppe. Das Feuer wurde, ehe es noch um sich greifen fonnte, von der Feuerwehr gelöscht. An demselben Tage Vormittags wurde im Thiergarten in der Nähe der BrückenAllee die Leiche eines unbekannten, etwa 36 Jahre alten Mannes, der augenscheinlich erfroren ist, aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. Diefelbe war mit der Uniform eines Diätars der Königl. Eisenbahn bekleidet.- Um dieselbe Beit wurde ein unbekannter, sinnlos betrunkener Mann, vermuthlich der etwa 50 Jahre alte obdachlose Arbeiter Paul, nach der Wache des 19. Polizei- Reviers gebracht, woselbst er nach einiger Beit am Herzschlage verstarb. Die angestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolglos und murde darauf die Leiche nach dem Obduktionshause geschafft.- Bu derfelben Beit wurde ein Mann in seiner in der Ratharinenstraße belegenen Wohnung an einem Spiegelhafen erhängt vorgefunden. An demselben Tage Nachmittags verstarb im AugustaHospital der Brauer Schulz an den Folgen schwerer innerer Verlegungen, welche fich derselbe am 20. D. M. Nachmittags in der Norddeutschen Brauerei dadurch zugezogen hatte, daß er bei der Reinigung des Kühlschiffes durch eine neben diesem befindliche Deffnung etwa 7 Meter tief in den Eiskeller hinabstürzte. stürzte. m 25. d. M. früh entstand in der Wöhlert'schen Maschinen- Fabrit, Chauffeestraße Nr. 49, Feuer, welches die Thätigkeit der Feuerwehr längere Zeit in Anspruch nahm. Bwel Dampf und drei Handdrucksprigen mußten zum Löschen herangezogen werden. Gerichts- Zeitung. Der Eine in ihren Details interessante Anklage wegen Beleidigung des Schiedsmanns Albert Hahn wurde heute gegen die Wittme Sliwinski und deren Sohn den Kaufmann Hermann Sliwinski von der 92. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts verhandelt. Am 21. Juli cr. brachte die Haupts angeklagte bei Schiedsmann Hahn gegen die Hauseigenthümerin Frau Neutranz eine Berleumdungsflage an und bat um baldige Anberaumung des erforderlichen Sühnetermins. Schiedsmann erklärte der Antragstellerin, daß er ihre Angaben bezüglich der Neutranz nicht glauben fönne, da er diese Frau fchon 30 Jahre lang als eine sehr ruhige Person kenne, die die ihr zur Last gelegten Aeußerungen unmöglich gethan haben werde. Die Angetlagte behauptet sogar, daß Hahn ste der Lüge geziehen habe. Als dieselbe bis zum 27. Juli cr. noch nicht im Best einer Vorladung war, ließ fte sich durch ihren jüngeren Sohn ein Schreiben an den Schiedsmann an fertigen, in welchem ste um Zurückgabe des bezahlten Bor schuffes von 70 Pf. ersuchte, da sie von ihm doch ihr Recht nicht erhalten und daffelbe weiter suchen werde. Am 8. Auguft ward schließlich der beantragte Sühnetermin anberaumt und zu demselben die beiden Angeklagten erschienen, während die beschuldigte Frau Neufranz ausgeblieben war. Nach der Deposition der Angeklagten soll der Schiedsmann auf ihre Frage, ob Frau Neukranz nicht erscheine, geäußert haben: Die wird sich mit Ihnen nicht stellen!" Außerdem fragte der Shiebsmann den Sohn der Antragstellerin, ob er den Wisch ( womit der oben erwähnte mit einem Fettfled versehene Brief gemeint war) geschrieben habe. Darauf gab Sliwinski Sohn geständlich eine unpaffende Antwort. Im weiteren Verlauf der Berhandlung, bekundet Schiedsmann Hahn, in sei ihm entweder von beiden Angeklagten oder von einem derselben ein Lügner" und Sie lügen" zugerufen worden, während die Angeklagten dies bestreiten und anführen, daß der Schiedsmann fie als um die Wahl eines Nachfolgers ins Auge zu faffen. Daß diese Pariser in der Großbeerenstraße Nr. 56 verübten EinTeine leichte fein wird, darüber ist man im Vorstande nicht im 3weifel, ebenso wenig wie darüber, von welch' schwerwiegender Schreyer unter dem Verdachte, den Diebstahl daselbst aus Bedeutung dieser Entschluß für das Institut sein wird. Bei geführt zu haben, festgenommen und zur Untersuchungshaft geRampfe für fein Institut mit den fühl rechnenden Finanz- relognoszitt, welche einige Tage vor dem Einbruch an seiner Lügner bezeichnet hätte. Staatsanwalt Simon v. Zastrow gegenseitigen Sochachtung lag doch Dr. Bodinus in stetem männern im Vorstande, und nur durch das Gewicht seiner Beriönlichteit fegte er Manches gegen ihren Willen durch. Bei seinem Nachfolger fallen diese persönlichen Rüdfichten fort. tegen jegt in den Straßen Berlins mit ihren beschnürten Belb. Sechs Kirgisen aus den Steppen hinter Afirachan er Ben und hohen Lammfellmüßen allgemeine Aufmerksamkeit. Befiger großer Bferdeheerden und dadurch wohlhabend- fle finb reichlich mit russchem Gelde ausgerüstet haben ste Reisebrang an fich verspürt und sich nach dem kultivirten Webracht worden. Der Bestohlene hat in Schreyer diejenige Person Wohnung geflingelt und um eine milde Gabe gebeten hatte. Uebrigens find bereits am Sonnabend Nachmittag, also einige Stunden nach dem Diebstahl, auf dem Bostamt Nr. 24 in der Dranienburgerstraße beim Sortiren der aus den Stadt- Brieftaften um 4 Uhr Nachmittags eingesammelten Briefe sämmtliche bei Bariser gestohlenen Werthvapiere, mit Ausnahme der beiden 4, prozentigen Stettiner National- Hypotheken- Pfandbriefe Nr. 3866( über 1500 M.) und Nr. 6344( über 300 M.), in ein Stüd Beitungspapier eingeschlagen gefunden worden. Mit welcher Frechheit der oder vielmehr die Diebe operirt haben, fen auf den Weg gemacht: Unsere paar Grad Kälte find ihnen beweist folgender, noch nicht bekannt gewordener Umstand: Erholung, da fie zu Hause häufig bis 30 Grad Kälte zu ver Beichnen haben. N. Die Eisbahn an der Rousseauinsel und am Neuen See im Thiergarten, dieser fashionableste Rendevous- Ort des Während die Diebe in der Wohnung mit der Aneignung des Geldes, der Silberfachen und der Werthpapiere beschäftigt waren, flingelte der Revier- Briefträger an der Entreethür, und einer der Diebe öffnete die Thür und nahm einen Brief in Empfang, den er im Wohnzimmer auf den Tisch legte. Die bält, in einigen Tagen ebenfalls dem Verkehr übergeben später vom Markt zurückkehrende Frau Pariser fand daselbst werden fönnen. Bei einer gestern im Beisein der Behörde den Brief unverlegt vor. Schließlich wollen wir noch warnend borgenommenen Untersuchung des Eises ergab sich, daß das felbe bereits eine Stärte von 4 Boll Durchmesser habe. Es fteht zu erwarten, daß bei einigem Froste das Eis binnen Aurzem die vorgeschriebene Stärke von 5 Boll hat. auf eine Thatsache hinweisen, welche die allgemeine Aufmerkfamfeit wohl verdient. Schon seit Jahren sind besonders im Westen, Süd- und Nord- Westen Berlins am hellen Tage während der Zeit, in welcher die Hausfrauen mit ihren DienstWohnungen ohne Aufsicht zurückgelaffen hatten, in einer Reihe Diebe, welche, nach der Art der Ausführung, zu den routinirtes g. Die armen fohlenſauren Jungfrauen", welche boten nach den Wochenmärkten gegangen waren und ihre jegt den Beitungsverlauf in den Trinkhallen ausüben, find figen, stets geöffneten Trinkhallen förmlich zu Eis erftarren beantragt, da nicht festzustellen ist, welcher von den Angeflagten Die inkriminirte Aeußerung gethan hat, auf Freisprechung der Angeklagten, auf welche der Gerichtshof erkannte. Wegen Mißhandlung des Scharfrichters Krauts hatte fich am vorigen Sonnabend der Restaurateur Visihum aus Charlottenburg vor dem Schöffengericht zu Charlottenburg zu verantworten. Der Angeklagte hatte. wie wir seinerzeit berichteten, am 6. Ottober d. J. in dem Lokale des Restaurateurs Schulpfort in Charlottenburg dem Scharfrichter Krauts mit einem Bierseidel derart über den Kopf geschlagen, daß der Betroffene bewußtlos zur Erde stürzte und über 14 Tage dienstunfähig war. Da nun bewiesen wurde, daß dem Vorgange noch ein kleines Wortgefecht vorausgegangen, und der Angeklagte hierdurch gereizt worden war, so fam derselbe mit der verhältnismäßig sehr gelinden Strafe von 14 Tagen Gefängniß davon. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Aufruf an die Fabritarbeiter! Kollegen! Der erste Dezember rückt heran, mit ihm tritt das neue Reichs- Krankenlaffengeses in Kraft. Jeder gewerbliche Arbeiter muß von infofern zu bedauern, als die grimmige Kälte fie in den luf dieser Wohnungen Einbruchsdiebstähle verübt worden. Die diesem Tage an einer Krankenkasse angehören, welche die gelagt. Allerdings sind die Zeitungshändler auf der freien sten Einbrechern gehören, hatten vor jedem Diebstahl sich über Straße noch weniger geschüßt, aber fie fönnen sich doch ab und zu bewegen, während die Verkäuferinnen in den Trint ballen vom fiühen Morgen bis zum Abend ununterbrochen eine Abändderung dahin treffen, daß die Jalouste bis auf eine Slappe enthält, durch die dem Beitungskäufer das ge wünschte Exemplar gereicht wird. Die Beitungshändlerinnen Tur Erwärmung, ohne dabei zu bedenken, welche Gefahren diedie Familien und Geschäftsverhältnisse der zu Bestehlenden genau informirt, und mit Vorliebe die Wohnungen von finderlosen Eheleuten, von denen der Gatte als Beamter oder Kaufmann am Vormittage im Bureau fich befindet und die Haus feßliche Mindestleistung(§ 75 des betr. Geseges) an Unterstüßung gewährt, widrigenfalls er einer Drtstaffe mit Beitrittss zwang angehören muß. Fabrikarbeiter! Wer von Euch dieses Lettere nicht will, wer sich das freie Selbstbestimmungsrecht nicht rauben lassen will, der trete der Bentral- Kranten und Sterbelaffe der Fabrik- und Handarbeiter( E..) Dresden" bei. Kein Fabrikant kann ihn dann gefeßlich zwingen, einer Kaffe gewährt ihren Mitgliedern an Kranken- Unterstützung und Sterbegeld Folgendes: Unterstügung. Sterbegeld. eine, ein Fenster darstellende Deffnung geschloffen ist, welche ihres Dienstmädchens, die Wohnung hinter sich abschließend, Drtskaffe beizutreten refp. beizubleiben. Genannte Bentral nach dem Wochenmackt geht, für ihre verbrecherische Thätigkeit ausgewählt. Es ist deshalb recht gefährlich, in solchen regelzu laffen. in den Trinthallen benußen jest die bekannten Kohlenbeden mäßig wiederkehrenden Fällen die Wohnung ohne jede Aufsicht felben bieten. amten der Verbindungsbahn bei der Station Wilmersdorf Der Jägerianer- Berein feierte vorgestern in den Fest anstalt zu Dalldorf entflohen, wurde gestern früh von Be Straße fein zweites Stiftungsfest. Die Mehrzahl der Festgenossen angehalten. Derselbe war nur sehr gering bekleidet und hatte war im Normal- Ballfostüm erschienen. Die Herren irugen nach bem B.Z." Schwarzen Sanitätsrod, weiße, sogenannte Ritterhosen zurückgelegt. Vom Gemeindediener des Dites wurde der den Weg bei der strengen Kälte ohne jede Fußbekleidung I. Klasse wöchentl. Beitrag 15 Pf. 6 Mart 40 Mark II. " " 1 " III. 20 25 8 " 52 " 1 " 10 66 " " 11 " 1 " IV. " 30 12 " " " 80 " Diese Unterstütung wird ein volles Jahr gewährt und zwar in den ersten 26 Wochen in voller Höhe, die ferneren 26 Wochen die Hälfte. Die Aufnahmen finden statt: Brinzenund weiße Schnallenschuhe; die Damen weiße Normal- Wollen Strante in Schlitten nach dem Amtsbureau in Schöneberg ftraße 93 bei Herrn Heilgans, Andreasstraße 3 bei Stange, Heiber, Die entweder auf der mit breitem Brustüberschlag ver fehenen Taille mit Goldtreffen besetzt waren, oder Schmud aus rother Wollenstickerei zeigten. Die Bahl der Hölzernen" überführt und dort sein Rücktransport nach Dalldorf anges ordnet. g. Zu der Selbstmordaffaire, welche fich am Sonnabend toie Profeffor Säger die mit Pflanzenfasergeweben bekleideten früh an der Weidendammer Brücke abgespielt hat, erhalten wir Sterblichen nennt, war nur gering. In der Festrede verherr folgende Mittheilungen: Das Café Bauer Unter den Linden feinen Apostel, Brofessor Jäger, dem man ein donnerndes Hoch aus brachte. Während der Fefitafel iraf ein telegraphischer Herren verließen. Die Dame, welche in der Hoffnung, die Gruß von Profeffor Jäger ein, der in poetischen Worten Herren würden bald zurüdtehren, wartete. feinem Bedauern Ausdrud gab, nicht stait der Wolle ein bergemand zu tragen, daß ihm gestatte, nach Berlin zu fliegen. Etablissement; mit ihr zugleich war aber auch der Bahlfellner Adalbertstraße 74 bei Kauna, Aderstraße 25( an der Invaliden. straße) bet Herzog, und zwar: Sonnabend, Montag und Dienstag, Abends von 8-10 Uhr und Sonntags Vormittag von 9-12 Uhr. Diejenigen Personen, welche sich bereits in den airkulirenden Liften haben eintragen lassen, werden ersucht, leerte sich am Sonnabend früh gegen 3 Uhr bis auf eine ihre Aufnahme in genannten Lokalen persönlich erwirken zu Gesellschaft von einer jungen Dame und zwei Herren. Die wollen. Mitglieder der Allg. Fabrikarbeiter- Kasse( Ditstaffe). welche in gedachten Listen verzeichnet sind, wollen sich gefälligit Nachdem der nach Andreasstr. 3 begeben. Der provisorische Bevollmächtigte Schluß des Cafés der Dame angezeigt, verließ auch diese das R. Denzig ist zu sprechen täglich von 12-1 Uhr, Sonntags Anton Rigterer aus dem Café gegangen, welcher denselben In allen Kaffen- Angelegenheiten, sowie Krankheitsfällen wolle nach 2 Uhr. Derselbe wohnt Sw., Boffenerstr. 36, Hof 3 Tr. Weg, wie die Dame, nämlich die Friedrichstraße entlang, nahm. man sich an denselben wenden. Der Vorstand. Juder öffentlichen Generalversammlung sämmt von einem der in der Spree anfernden Obstkähne einen Auflicher Glasergesellen Berlins, die am Sonnabend Abend feftliche Stimmung der Wollenen. Wir wollen es uns nicht In der Nähe der Weidendammer Brücke hörte Rifterer plöglich Derfagen, aus dem dritten Festlieb einige Stellen wiederzus in den ,, Armin- Hallen" tagte, hielt der Reichstagsabgeordnete| Rödiger( Gera) einen Vortrag über das Krankenversicherungsgesetz und die Vortheile der zentralisirten freien Hilfskaffen gegenüber den Innungs- oder Ortskaffen. Die Versammlung nahm dann eine Resolution an, sich als Mitglieder der einge schriebenen Hilfskaffe der Maler, Glaser und Berufsgenossen aufnehmen zu lassen. Durch eine fernere Resolution wurden Der erste Altgeselle und der Fünfer- Ausschuß der Glaser- Innungkaffe aufgefordert, in Anbetracht deffen, daß diese Kasse nicht den Interessen der Gesammtheit der Kollegen entspreche, ihre Aemter zu Gunsten der Zentral- Kranten- und Sterbe taffe der Maler, Glaser und verwandten Berufsgenofen niederzulegen. In der letzten, in Funt's Salon, Bergstraße 12, tagenden Versammlung des Arbeiter- Bezirksvereins der Rosenthaler Vorstadt, wurde nach Erledigung des geschäft lichen Theils über einen auf der Tagesordnung stehenden Antrag des Herrn Schmädice dahingehend, bei etwaigem Todesfall eines Mitgliedes, die Hinterbliebenen des Verstorbenen zu unterstügen, berathen. In der hierdurch hervorgerufenen, lebhaften Debatte sprachen sich sämmtliche Redner im Sinne des Antragstellers aus, und gelangte der Antrag in folgender Faffung zur Annahme: Die Mitglieder des Arbeiter- Bezittsvereins der Rosenthaler Vorstadt verpflichten sich beim etwaigen Todesfall eines ihrer Mitglieder zur Zahlung von 0,25 Mart ( 25 Pfennig) pro Person, zur Unterstüßung der Hinterbliebenen des Verstorbenen und zwar so, daß die betreffende Summe vorher aufzubringen und in die Hände eines eigens hierzu ge wählten Kassirers zu übermitteln ist, um nöthigenfalls die Unterstützung sofort eintreten laffen zu können." Des Weiteren wurde auf Antrag des Vorstandes, da der Verein am 13. November d. J. Das erste Jahr seines Bestehens zurückgelegt bat, beschloffen, ein Stiftungsfest zu feiern; Außerdem eine Weihnachtsfeierlichkeit zu veranstalten, und wurde der Vorstand betraut, das Nähere hierzu zu veranlassen. Zum Schluß theilte der Vorfizende noch mit, daß die nächste Versammlung auf Montag, den 1. Dezember anberaumt ist, in welcher ein wissenschaftlicher Vortrag auf der Tagesordnung steht und wurden die Mitglieder ersucht, möglichst zahlreich in derselben zu erscheinen. mit, daß der Unterstügungsverein zur Beit in 30 Städten Deutschlands ungefähr 600 Mitglieder habe, etwa 300 im Deutschlands ungefähr 600 Mitglieder habe, etwa 300 im Gauverein Berlin, daß der Verein seinen Mitgliedern für den wöchentlichen Beitrag von 20 Pf. Arbeitsnachweis, Reiseunter- sprach, verfiel der polizeilichen Auflösung. stüßung( eine Mark täglich) und Rechtsschutz bietet und daß schon auf der nächsten General Versammlung ( im Frühjahr) auch die Fragen ver Unterſtügung für arbeitslose und für arbeitsunfähig gewordene Mitglieder des Vereins werden diskutirt merden. Nach dem Referent noch hervorgehoben, daß der Unterstüßungsverein den Glauben der Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereine an eine Harmonie der Intereffen der Arbeitgeber mit denen der Arbeitnehmer und an die Möglichkeit, ohne Staatshilfe die Lage der Arbeitnehmer gründlich und auf die Dauer verbessern zu können, nicht habe und daß derselbe darum z. B. in Bezug auf das Lehrlingswesen und die Arbeitszeit eine Regelung durch die Gesetzgebung erstrebe, schloß er den ersten Theil des Referats mit der Aufforderung an die Anwesenden, dem Gauverein beizutreten. Er legte dann in sehr eingehender Weise die Vorzüge der freien Hilfskaffen im Allgemeinen und insbesondere die der freien Hilfskaffe der Bildhauer Deutschlands, deren neues Statut be reits genehmigt ist, dar und mahnte eindringlich zum Eintritt in dieselbe noch vor dem 1. Dezember. An das Referat knüpfte fich eine lange lebhafte Diskussion. Die Versammlung des Fachvereins der Stellmache Berlins, welche em Montag in Schäffer's Lokal, Inselstr. 10 tagte, und in welcher Herr Nöste über den Normal- Arbeitstag In der Versammlung der Kistenmacher am Montag, Den 24. November, referirte Herr Müller über das Reids tranfenfaffengeses, indem er alle Mängel dieses Gesetzes flar legte. Er empfahl allen Arbeitern, sich noch kurz vor Ablauf der Gesetzesfrist an einer freien Hilfskaffe zu betheiligen und stellte folaende Resolution an die Versammlung: Die heutige Versammlung der Kistenmacher in den Armin- Hallen ver pflichtet sich, einer freien Bilfskasse beizutreten und in der selben mitzuwirken." Die Resolution wurde einstimmig ange Der Fachverein der Nähmaschinen- Arbeiter und Berufsgenossen hielt am Sonnabend, den 22. d. M., in Feuersteins Restaurant, Alte Jakobstraße 75, eine Abendunterhaltung für Herren und Damen ab. Der Vorsitzende, Herr Günther, leitete dieselbe mit einer kurzen Ansprache ein und sprach seine Zufriedenheit über den starken Besuch aus. Herr Dr. Heymann sprach dann seine Freude darüber aus, daß es ihm heute zum ersten Male vergönnt sei, in einem Fachverein in Anwesenheit von Herren und Damen zu sprechen, und ging dann über zu einem wissenschaftlichen Vortrage über Kindererziehung und Schule. Derselbe wurde mit Beifall aufgenommen. Herr Dr. Heymann erledigte noch einige eingegangene Anfragen zur Bufriedenheit, worauf die Versammlung demselben ihren Dank durch Erheben von den Plägen fund that. Der Vorsigende forderte hierauf zur regen Betheiligung zu der am 1. Weihnachtsfeiertage im Schüßenhause stattfindenden Festlichkeit auf. Die Anwesenden unterhielten sich dann noch längere Zeit über den gehabten Vortrag und trennten sich dann mit dem Be wußtsein, einen lehrreichen und geselligen Abend genossen zu haben. t. Polizeilich verboten wurde die für Montaa Abend anberaumte Versammlung der Schneider, Kürschner, Posamen tiere, Schirm- und Handschuhmacher, für welche ein Vortrag des Reichstagsabgeordneten, Hutmacher Heine aus Halberstadt angekündigt war, und zwar sollte derselbe über das Thema sprechen: Welche Vortheile bieten die freien Hilfskaffen gegenüber den Orts- resp. 3wangskaffen? h. Ein außerordentliches Fest der Berliner Tapezierer, zu welchem an die Berufsgenossen aller dekorativen Gewerbe, an alle Prinzipale wie Gehilfen und Freunde der Tapezierer Kunstgewerkschaft die Einladung ergeht, findet am Sonnabend, den 29. d. M., Abends, im Wintergarten des Bentral Hotels, Eingang Dorotheenstraße, statt. Der Reinertrag des Festes ist bestimmt zur Gründung einer fachwissenschaftlichen illuftritten Beitung des tekorativen Kunstgewerbes verwendet zu werden. Das Programm, welches äußerst reichhaltig, vorzügliche Unterhaltung und Genüffe der verschiedensten Art verheißt, berechtigt wohl zur gegründeten Hoffnung auf zahlreichste Betheiligung an dem originellen Feste, das vernommen. " Für die Mitglieder des Fachvereins der Tischler im Norden findet Sonnabend iden 29. Nov., Abends 811 Uhr im Vereinslokal, Aderstraße 144, eine gesellige Zusammlunft der Mitglieder mit ihren Damen statt, wozu zahlreiche Be theiligung erwünscht ist. Die erste Mitglieder- Versammlung der Fabrikarbei ter- Kranten- und Sterbefasse findet am Donnerstag, den 27. d. M., Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Kommandanten ftraße 71-72 statt. T.- D.: 1. Vorstandswahl. 2. Verschiedenes. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Der Kassirer des Vereins, Herr Dstar Völkel, wohnt Wrangelstr. 98. In der diesmaligen Generalversammlung der Allgemeinen Stuhlarbeiter- Vereinigung hielt am Montag Abend bei Hildebrandt, Weberstraße 17, Herr Klösterlein den schon lange versprochenen Vortrag über den Normal: Arbeitstag. Redner ging bei seinen Betrachtungen von dem Standpunkte aus, daß die menschliche Arbeitskraft auf dem Weltmarkte einer Waare gleich geachtet werde, deren Preis je nach Angebot und Nachfrage finte und steige. Da der erstere Fall zumeist eintrete, fei es natürlich, Umschau zu halten nach einem Etwas, welches das Gleichgewicht herzustellen vermöge, und da liege eine gefeßliche Regelung der Arbeitszeit am nächsten Person und Arbeitskraft seien im menschlichen Leben gleichbedeutend und mit dem materiellen Werth der legteren finke auch der individuelle Werth der Es ersteren. sei daher das Bestreben, Beides zu heben, und dies sei zu erreichen durch einen zehnstündigen, vorläufigen, Normalarbeitstag. Die 2 Stunden, welche die Arbeiter durch einen zehnftündigen Normalarbeitstag weniger zu arbeiten brauchten, gewännen dieselben an ihrem Leben, an ihrer Freiheit. Diefelben find in moralischer und fittlicher Hinsicht von höchster Bedeutung und Tragweite; ste repräsentiren eine Befreiung des Individuums, nicht aber einen Eingriff in die individuelle Freiheit. Dian folle fich von denen nicht verleiten laffen, welche behaupten, daß nach Einführung des Normalarbeitstages Deutsch- schiedene Ueberraschungen bieten wird und selbst dem verland mit den übrigen Staaten nicht fonfurtiren könne. Wenn dies nicht der Fall ist, müsse man sich auf das Inland beschränken, welches ausreichend konsumtionsfähig sei.( Angenommen, dies wäre nicht der Fall, so müßte diese Angelegenheit durch Verträge mit den Nachbarstaaten geordnet werden. Man hat die fegensreiche Wirkung internationationaler Rege lungen auf verschiedenen anderen Gebieten ja bereits praktisch erfahren, und es wird auch ganz gewiß die Zeit kommen, wo man ernstlich eine derartige Regelung dieser äußerst wichtigen und einschneidenden Frage wird in Erwägung ziehen müffen. D. Red.) Die Erfindung der Maschinen wäre segensreich, wenn fie nur Verwendung fände, dem Menschen die Arbeit zu erleichtern und ein Jeder Theil hätte an dem Nußen derselben. Die Einführung eines zehnfiündigen Normalarbeitstages sei sehr gut möglich und sehr wünschenswerth.- Die Versamm lung beschloß in diesem Sinne eine Resolution, nahm aber aus materiellen Gründen von einer entsprechenden Petition an den Reichstag Abstand. Die Versammlung im Monat Dezember fällt aus und findet das erste gesellige Vergnügen am 25. Januar 1885 statt. hr. Eine öffentliche Versammlung der Bildhauer fand am Montag in Pastor's Salon, Landsbergerstr. 37, zu dem Zwecke statt, für den Gauvereiu Berliner Bildhauer, der ein Glied ist in dem seinen Zentralfis in Stuttgart habenden Unterstügungsverein der Bildhauer Deutschlands, und für die eingeschriebene freie Hilfskaffe( Krankenkasse) der Bildhauer Bum Vorsitzenden Deutschlands Prepaganda zu machen. 11 = Vermischtes. Von Wölfen gefressen. Dem„ Nemzet" wird aus Mar maros Sziget folgendes entsegliche Ereigniß mitgetheilt: Der russische Seelsorger von Kraßnisora unternahm vor weni gen Tagen in Begleitung seiner Frau und seines Kindes eine Fahrt mittels Schlitten nach Lonka, um den Seelsorger des Ortes, seinen Schwiegervater, zu besuchen. Die Reisenden wurden unterwegs von einem Rudel Wölfe, es waren Deren etwa 20, angefallen. Die Pferde bäumten fich und raften in wilder Flucht davon. Die Frau des Seelsorgers ließ in ihrem Schreden das Kind, das sie auf dem Schoße hielt, aus dem Schlitten fallen. Der unglückliche Vater sprang aus dem Gefährte, um das Kind zu retten, während die Pferde mit dem Schlitten über Stock und Stein dahinrasten. Zwischen dem Geistlichen und den Wölfen entspann sich ein harter Kampf. Es gelang dem Mann, zwei der Bestien niederzus schießen: der großen Uebermacht vermochte er jedoch nicht länger Stand zu halten, und so wurde er sowohl als sein Kind von den wilden Thieren zerriffen. Die bedauernswerthe Frau langte mit dem Wagen ohnmächtig bei ihrem Vater in Lonka an. Ein roher Bursche! Die Ortsbehörde einer ländlichen Gemeinde in Desterreich hat dieser Tage folgenden interesan ten St.dbrief erlaffen: Auf sensationelle Weise ist heute ein gewiffenloser Gauner aus dem hiesigen Arreste entwichen. Der fich angeblich Bafil Marmorofi nennende Mensch, welcher schlank gewachsen und blaue Augen hat, durchbrach in vers brecherischer Absicht die Wand des Arrestes mit einer Eisens flammer und entfam unter Mitnahme verschiedener Gegens stände, wegen deren Stehlens er in Haft genommen worden ist. Der Mensch dürfte 28 bis 30 Jahre alt sein und befindet sich in Begleitung eines schwarzen Bubels, welcher hier ohne oder doch ohne genügenden Maulforb herumlief und Knaben biß. Der schwarze Budel hört auf den Namen Cyrus. Det rohe Bursche gab fich für einen Slimomiß-( Pflaumenschnaps) Bergwerksbefizer aus und hat Leute betrogen. Der Mann mit dem schwarzeg Budel wolle verhaftet und die fich von einem Diebstahle bergerührten Gegenstände ihren Eigenthümern zurückgestellt werden. Gemeinnütiges. wel Ra auf Erd find Der Wei gen näh Bru hält und wird und Nach wur welt Ron in b ber an t Brun män Dem ges ben deckt Mut Urja ben, gefe wir fonn Brof theor finns hat gema rathe warte binte Sum Heira fchlie werd ferne Gebu menn noch Kind Gefet dürfe ferer fchaft paten Verft ichon tonne Einiges über frische Luft. Ein sehr wichtiger Fallor in unserem Leben ist die frische, freie Luft; sie ist nicht allein zum Aufbau unseres Körpers mit nöthig, sondern sie verhin dert in der Hauptsache die meisten Krankheiten und trägt zu beren Heilung wesentlich mit bei. Der Mangel an frischer Luft erzeugt ein langsames, unheilvolles Siechthum, dem feine Arzenei zu helfen vermag; nur der Gebrauch frischer, freier Luft tritt helfend ein gegen einen solchen langsamen Berfall Lebensweise haben, ebenso Kindern, sowohl im Hause wie in Der Schule, Lungenkranken, solchen, die an Blutflodungen leiden u. f. w. Es sollte Jedermann's Hauptgeset sein, so oft als nur irgend möglich, die freie Luft zu genießen, dabei aber Luftzug, Nässe und Staub zu vermeiden. Gut ist es dabel, den Wechsel von warmer zu kalter Luft, rauhe Luft und Winde wenn man fich im Freien Bewegung verschafft und dabei lang sam tief Athem holt. wöhntesten Geschmack Befriedigung gewähren dürfte. Beim Eintritt in das Lokal wird eine schön illustrirte Kneipzeitung ausgegeben, deren Inhalt mit Ausnahme der Chorlieder, durchaus humoristisch ist. An der, den vierten Theil des Festprogramms bildenden Fidelitas wird gemischte Tafel abgehalten und das Programm in bunter Reihe fortgesetzt werden. Wäh rend der Dauer des eigentlichen Kommerses finden die Damen der Festgäste auf der Estrade, sowie in deren Verlängerung bequemen Aufenthalt. Unter den Klängen der Schaarwache" ( Nr. 4 im 1. Th. des P.'s) wird eine Abtheilung mittelalterlicher Landsknechte mit Fahnen und Emblemen der Tapezierer aufmarschiren und Umzug halten. Dieselbe Schaar Landsfnechte, speziell zum Feftoienste engagirte Soldaten, übt wäh- uch ist sie dringend nöthig allen Denjenigen, die eine ſigende rend der ganzen Dauer des Festes die Funktionen einer ge wiffen Ordnungspolizei aus. In aufgestellten Belten ist ein Raritätenfabinet und eine Mohrenfamilie untergebracht. Be sonders stehen den Damen allerlei argenehme Ueberraschungen bevor. Entree für Herren 75, für Damen 40 Pf. Billets find noch zu haben bei den Herren Becker, Nostizstraße 19, II; H. Kloz, Königgrägerstr. 59, Bart.; Tiemann, Walstr. 3-4, Sander, Schlegelfir. 26,. II; Hiller, Schumannstr. 3; Reuter, Potsdamer str. 22d: Winkelmann, Genthinerstr. 1; Möllenhof, Gneisenauftr. 101; im Arbeitsnachweis der Tapezierer, Seydel ftraße 16; Restaur. Scheere( ,, zum Brüderchen"), Mauerstraße 83-85, und beim Malermeister Herrn Schulz, Simeonftr. 13. Briefkasten der Redaktion. H. R., Marstr. Der betreffende Fachverein hat feine Die Versammlung des Arbeiter. Bezirks- Vereins von freie Hilfskaffe; treten Sie der Metallarbeiterkasse bei. Auf Berlin W., in welcher der Reichstags- Abgeordnete Frohme nahmestellen find u. A. Bergstraße Nr. 36 bei Gale, Pant sprechen sollte, wurde auf Grund des§ 9 des Sozialistengefeßes straße Nr. 42 bei Heinemann. Näheres fönnen Sie da fahren. wählte die Versammlung Herrn Buda, den Vorsitzenden des Gauvereins. Herr Dupont, der das Referat übernahm, theilte I polizeilich verboten. Mittwoch: Hero. Theater. Königliches Opernhaus: Königliches Schauspielhaus: Mittwoch: Graf Effer. Deutsches Theater: Mittwoch: Die Neuvermählten. Bellealliance- Theater: Mittwoch: Extra- Vorstellung zu halben Kassenpreisen. Philippine Welser. Anfang 7 Uhr. #enes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Mittwoch: Gasparone. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Auftreten des Fräulein Grünfeld. Mittwoch: Der Walzer- König. Residenz- Theater: Direktion: A. Anno, Blumenstraße 9. Mittwoch: Bum 7. Male: Der Klub. Bariser Lebensbild in 3 Atten von E. Gondinet. Walhalla- Operetten- Theater: Mittwoch: Gillette. Boutfenstädtisches Theater: Direktion: Josef Firmans. Mittwoch: 89. Gesammt Gastspiel der Liliputaner. Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind frei miizubringen. Rinder allein halben Kaffenpreis. Bum 22. Male: Sneewittchen und die Zwerge. Hierauf, zum 3. Male: Singvögelchen. Liederspiel in 1 Att. Anfang des Nongerts 6 Uhr, der Borstellung 7 Uhr. Oftend- Theater: Mittwoch und folgende Tage: Jm Lande der Freiheit. Großes Sensations Ausstellungs- Schauspiel in 9 Bildern von 6. v. Gordon. Mufit von Th. Franke. Vittoria- Theater: Mittwoch: Excelftor. Wallner Theater: Wittwoch: Bum 60. Male: Der Raub der Sabinerinnen. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Mittwoch und folgende Tage: Die Prinzessin aus Bulgarien. Romantisches Schauspiel in 4 Aufzügen nach dem Französischen. Vor der Vorstellung: Großes Konzert, ausgehrt von aus 20 Mlufttern bestehender Kapelle, unter Leitung des Kapell meifters Herrn Ludwig Clausius. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 7% Uhr. Unserm Rendanten Herrn Garl Baresel zu seinem heuti gen 33jährigen Geburtstag hiermit die besten Glückwünsche und ein donnerndes Hoch, daß der Laufigerplas widelt und madelt. 1393 Die Harmonierer. Arbeitsmarkt. Ein jung. verb. Mann sucht als Arbeiter Beschäftigung. Adressen K. H. 17 in der Erped. d. Bl. 1400 Ein Sohn ordentl. Eltern, mit schöner Handschrift, kann als Lehrling in m. Comptoir fofort placirt werden. 1402] G. Kärger, Fabrik f. Werkz.- Maschinen, Blumenstr. 67 a. Ein tüchtiger Mechaniker, welcher im Stande, eine Dampfmaschine nach Zeichnung anzufertigen, wird gebeten, seine Adresse unter B. 125 in der Expedition, Bimmerftr. 44, abzugeben. 1403 Allen meinen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- u. Bairisch Bier- Lokal 1289 Berliner Boltsblatt liegt aus. Nothnagel, Rathenowerstr. 85. Hafenhaide 2, Nähmaschinenfabri!( Genossens schaft). Empfiehlt ihre dauerhaften, mit allen Verbesserungen versehenen und gut justirten Maschinen sämmtlicher Systeme zu foliden Preisen. 1279 Zwei große öffentl.Versammlungen fämmtlicher Cigarren- und Tabatarbeiter Berlins. Sipfe Sipfe ein f haber Quin Dem chefte belte mitge Sunt Stüd frogb Richt und und ichau Den, meele Natu nupt barg in de 1. Mittwoch, d. 26. November cr., Abends 8 Uhr, im Salon Bum Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37. 2. Sonntag, d. 30. November cr., Bornittags 10 Uhr, in Renz's Salon, Naunynstr. 27. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Central- Kranken- und Sterbelaffe der Tabalarbeiter Deutschlands( E. H.) und die Frauen- Sterbekaffe derfelben in Hamburg. Referent: Herr Benner. 2. Die Strifes in Breslau und Neumarkt. Referent: Herr 3. Ueber die Zwede der Kommiffion für öffentl. Angelegenheiten Laske. Referent: Herr Seifel. 1396 Die Kommission. 2. Dechand. Versammlung 1399 der hiesigen Mitglieder der Gentral- Kranten- und Sterbe Kasse der Fabrit und Handarbeiter( E. H.) Siz Dresden. Donnerstag, d. 27. Novbr., Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon Rommandantenstr. 71/72 H. Dengig Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Am Sonnabend und Sonntag ist noch ein Saal ju Gratwell'sche Bierhallen, vergeben. Kommandantenstr. 77/79. Iltis- Muffe, Jm 6. Reichstags- Wahlkreis! 1405 1401 Breedler, Staligerstr. Nr. 5, v. LL Cigarren, Cigarretten, Rauch, Kaus und Schnupftabal sowie echte Cuba- und Havanna Cigarren 1884er Import bel M. Bernstein, Eichendorfstr. 13, vis- a- vis bem 1217 Berantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von Mar Sabing in Berlin SW., Beuthitrage 2. Stettiner Bahnhof. Sieran eine Bellas und Der lung Früh Elep Attri gebli Bapi meift bem währ Dr zari und Jur böll Sha trent den wild Sta Die Brie che C. 10 Stag tag, ids: flar Slauf und utige ver der= ange hler Uhr Tunft Be bei den ntenenes. Herr Mar heilt: wenis Seine r des enden varen und ließ hielt, aus ferde ischen harter Derzu nicht 3 fein verthe ter in Olichen effans te ein Der welcher n vers Eisen Begen worden findet ohne Enaben Der nape) Mann ch von ümern Fattor allein verhin ägt zu frischer n feine freier Berfall Tigende wie in Tungen fo off ei aber Winde Daber, i langs t feine Auf Pant da er gen Salon uhr, in Carbeiter erfelben : Herr nbeiten hand. 1399 Sterbe Salon, tes. enzig. Saal su et 1405 5, v. I.L pftabal port bel bem Bellag Mr. 201. Beilage zum Berliner Volksblatt. St. Manchester auf der Höhe. R. Unter allen Blüthen, welche die Manchestertheorie welche auf dem Prinzip des laisser faire, laisser aller bafirt getrieben hat, war eine der wunderlichsten die von dem Rationalökonomen" Malthus entdeckte", daß zuviel Menschen auf der Welt seien und daß um in Bulunft Raum auf der Erde zu haben, eine Beschränkung der Kindererzeugung statt finden müsse. Denn, so urtheilte Malthus, wenn die Steigerung der Bevölkerung in den modernen Kulturstaaten in der jegigen Weise weitergeht, so werden bald nicht mehr Nahrungsmittel genug produzirt werden können, um alle Menschen zu er nähren. Daß bei einer vernünftigen, rationellen Bebauung des Grund und Bodens, bei einer Regelung unserer heutigen Vers hältnisse durch die Gesetzgebung, es überall an Menschen fehlen und auf Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende hinaus fehlen wird, darüber ernstlich nachzudenken, beliebten der Herr Malthus und seine Anhänger nicht. Malthus ist nun zwar nicht mehr am Leben, aber seine Nachfolger haben feine Theorie durchaus nicht vrrleugnet, nur wurde derselben ein Mäntelchen umgehangen, damit die Mitwelt, soweit sie nicht zu St. Manchester schwört, ihre barbarische Ronfequenzen nicht erkennen lernt. Diese Konsequenzen gipfeln in dem Grundfag: Wer auf dieser Welt teine Eristenz hat, Der hat auch lein Recht zu existiren; für ihn ist kein Plas an dem Tisch, welchen die Natur deckt und deshalb muß er zu Grunde gehen". Hiergegen einzugreifen, halten die Manchestermänner für verweiflich: Wer sich nicht selbst helfen tann, dem darf nicht geholfen werden, denn es ist ein Naturgeset", daß die ,, leberflüssigen" zu Grunde gehen." Lange Zeit hindurch wagten die Manchestermänner nicht, den Mantel, der die Barbarei und unhaltbarkeit ihrer Theorie beckte, aufzuheben; erit vor einigen Tagen hat diesen traurigen Muth ein deutscher Profeffor gefunden. " Wir haben feine Ursache, dem Profefforenthum ein besonderes Wissen zuzuschreis ben, es ist von Professoren schon manche Dummheit in die Welt gesezt worden. Also eine besondere Ehrfurcht beschleicht uns nicht, wenn mir etwas von einem Profeffor lesen, und am wenigften fönnen wir Achtung vor einem Mann haben, der wie genannter Brofeffor Umpfenbach ist sein Name die Manchestertheorie in ihrer höchsten Botenz mittelst haarsträubenden Blödfinns zu fördern sucht. Um die Gludseligkeit aller Staatsbürger herbeizuführen, hat nämlich der Herr Profeffor Umpfenbach folgende Vorschläge gemacht: Alle Bürger, welche Willens find, fich zu verheis rathen, follen verpflichtet werden, für die auß der Ehe zu er wartenden Kinder, vor Abschluß der Ehe ein Lebenspfand" zu binterlegen. Daffelbe soll auf 400 M. normirt werden, eine Summe, die nach Ansicht des Herrn Profeffors von den Heirathenden sehr wohl erübrigt werden kann. Bei der Ehe werden. vorgezeigt Für jedes neugeborene Kind wird von den Eltern ferner ein Lebenspfand von 40. beigetrieben." Den Hinweis auf die dadurch entstehenden unehelichen Geburten begegnet Herr Umpfenbach mit den Worten: Selbst wenn die unehelichen Geburten zunehmen würden, so ist das noch das geringere Uebel gegenüber den zahlreichen legalisirten Kinderbrutanstalten, welche sich bei dem jeßigen Stande der Gesetzgebung den wohlflingenden Namen von Ehen beilegen dürfen, in Wahrheit aber einen der größten Schmutzflede unferer Gesittung bilden." er ist Lehrer der Finanzwiffen Herr Umpfenbach chaft und betreibt die Bollswirthschaft Straft seines Anstellungspatents, und wem Gott ein Patent giebt, dem giebt er auch Verftand er rechnet aus, daß mittelst seiner erhabenen Idee schon im Jahre 1950 die erfien Altersrenten gezahlt werden tönnen, wenn man 1887 mit der 400 Mart- Steuer beginnt. Man muß es dem Herrn Umpfenbach laffen, daß er den Gipfel des Manchesterthums erflommen hat. Aber von diesem Gipfel, von dieser höchften Potenz, bis zum Wahnsinn ist nur Mittwoch, den 26. November 1884. 1. Jahrgang. Gewaltige Stöße hat diese Theorie in den legten Jahren| berechtigt anerkannt. Selten aber hat der juristische Scharffinn schon erhalten, fie haben dieselbe bereits in heftige Schwans fungen verfegt. Die Erkenntniß, daß der Staat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hat, ordnend einzugreifen in das wirthschaftliche Leben, und die Ueberzeugung, daß, wenn dieses im richtigen Sinne geschieht die Mutter Erde groß und reich genug ist, allen ihren Kindern eine Existenz zu sichern, tommen immer mehr zum Durchbruch. Sie haben bereits in der Gesetzgebung wenn auch erst in Anfängen- Eingang Eingang gefunden, fte werden weiter Eingang finden und schließlich St. Manchester von seinem fünstlichen Bodium herabstoßen. Lokales. unferer Anwälte eine solche Unzahl von rechtlichen Entschädigungsgründen in einer Sache entdeckt, wie hier für die Prozeßansprüche der Straßen- Intereffenten, leider, wie gefagt, erfolge los. In einigen Fällen fand sich der Magistrat veranlaßt, hie und da Aenderungen im Bebauungsplane herbeizuführen, wenn dies die besondere Gestaltung der Verhältnisse in einem Stadtviertel mit sich brachte. Dies geschah auch namentlich bet einigen Straßenzügen in der Gegend des neuen Viehhofes. Sofort wurden Prozesse gegen den Magiftrat von solchen Befigern angestrengt, welche durch die zuerst projektirte Straßenflucht Vortheile gehabt hätten, die fie bei der nachträglichen Aenderung einbüßten; auch fie verlangten eine Entschädigung für den entgangenen Gewinn. Der erste dieser Prozesse ist vor Kurzem vom Reichsgericht entschieden und zwar zu uns gunsten des Klägers, indem vom Reichsgericht präjudiziell der Saß ausgesprochen wurde, daß der Grundeigenthümer dafür feine Entschädigung fordern fann, daß eine an feinem unbebauten Grundstücke vorüberführende, öffentliche Straße einges zogen wird. Ob dieser falte Wasserstrahl die Prozeßlust der anderen Kläger dämpfen wird, muß nach den früher gemachten Erfahrungen leider in 3reifel gezogen werden. r. Bei Fieberfranken wid gegenwärtig mehrfach von hiesigen Aerzten ein neues Verfahren angewendet, um die hohe Bisher legte Bluttemperatur der Kranken herabzumindern. man gewöhnlich dem Kranken Eisbeutel auf den Kopf, um so das nach dem Gehirn strömende Blut zu fühlen und das Sensorium frei zu halten. Neuerdings werden solche Eisbeutel den Kranken rings um den Hals gelegt, wo fte nachhaltiger auf die nach dem Kopf führenden Hauptadern wirken und nicht erst durch die Knochenrinde des Kopfes hindurch zu wirken brauchen. Zwar ist solche Kälteeinwirkung immer nur eine mäßige und durch den Krankheitszustand wesentlich bedingte; doch versichern einzelne Aerzte auf Grund einer Vergleichung der von ihnen gemachten Erfahrungen, daß die Anwendung der Eisbeutel am Halse die Bluttemperatur um 1 bis 1% Grad mehr ermäßige, als bei den Eiskühlungen am Kopfe. Die Anordnung im einzelnen Falle wird natürlich dem Er meffen des Arztes überlaffen werden müffen, doch ist es wahrs scheinlich, daß die neue Kühlungs- Methode bald allgemeiner wird. Leider ist die bisher gebräuchliche Form der Eisbeutel für das neue Verfahren sehr unbequem. Angesichts der nahenden Choleragefahr bezw. der Schritte, welche der Berliner Magistrat gethan hat, dieser Gefahr zu begegnen, war, wie f. Beit furz gemeldet wurde, eine größere Anzahl von Einwohnern des Stadttheiles Moabit unterm 21. Juli d. J. gegen die Abficht vorstellig geworden, das städtische Baradenlazareth in Moabit als Choleralazas reth zu benutzen. Die dem Magistrate zugefertigte Dentschrift führt, wie uns nachträglich mitgetheilt wird, aus, daß sich die Verhältnisse beim Baradenlazarethe insofern entscheidend geänbert hätten, als dieses Lazareth, f. 8. auf freiem Felde er richtet, heute inmitten eines dicht bevöllerten, rapid anwachsenden Stadttheiles, im Zentrum eines regen Verkehres liegt. Unmittelbar in der Nähe, oder doch wenig entfernt, befänden ftco der Knotenpunkt der Moabiter Pferdebahnen, das neue große Bostamt, die Kirche, das Louisengymnasium, drei Ges meindeschulen, endlich das Kriminalgericht und deffen mit 800 Röpfen besettes Gefängniß. Ferner tomme in Betracht, daß Moabit der am tiefsten liegende Stadttheil Berlins und bis jezt nicht fanalifirt sei ein Umstand, der eine Verseuchung jest nicht fanalifirt fei des nicht selten über die Sohle der Sentgruben auch des Ba radenlazareths hinaus steigenden Grundwassers befürchten laffe. radenlazareths hinaus steigenden Grundwassers befürchten laffe. Die Schrift bezieht fich hierbei auf die Ermittelung Koch's, betreffend die Lebensfähigkeit der Cholerabazillen gerade in feuchten treffend die Lebensfähigkeit der Cholerabazillen gerade in feuchten Medien, bezw. im Waffer selber. Weiter führt die Dentichrift aus, daß die Lage des Baradenlazarethes fich ungünstig äußern müffe, insofern dasselbe von den meisten übrigen Stadt theilen zu weit entfernt sei. Namentlich wenn man annehme, daß die Krankheit unter den Bewohnern des Ostens die meisten Opfer fordern werde, dürfte sich die Wahl jenes Lazarethes als eine Ralamität erweisen, da der weite Transport der Kranten für diese eine Qual und viel zu zeitraubend gegenüber dem rapiden Verlaufe vieler Fälle, für die Bewohner der zu paffirenden Stadttheile aber ästhetisch und hygienisch verwerflich, außerdem auch unnügerweise kostspielig sei. Die verwerflich, außerdem auch unnügerweise fostspielig sei. Die Eingabe empfiehlt statt dessen, provisorische Lazarethbaracken in Bereitschaft zu halten, um dieselben bei cinem etwaigen Ausbruche der Seuche sofort an verschiedenen Punkten der Berypherie Berlins und zwar in ausreichender Entfernung von den Häusern der Stadt in Funktion zu setzen. Auf diese Weise könne man die in fizitten Stadttheile stets auf dem fürzesten und gefahrlofeften Wege evakuiren. Der Magistrat bat den Unterzeichnern bezw. dem Vertreter derselben, Ingenieur D. Beschte in Moabit, unterm 6. Auguft geantwortet, er sehe feine Bedenken bei Benugung des Moabiter Lazareths; dass felbe habe sich noch im Jahre 1872 bei der Typhus- und 1873 bel der allerdings weniger heftigen Cholera- Epidemie vollfommen bewährt. Bei sorgfältiger Desinfektion habe deshalb die Benugung jenes Lazareths nach Anficht der zuständigen Aerzte fein Bedenken. Es stehen nunmehr, wo die Befürch tung eines Seuchenausbruches wieder gestiegen ist, weiter gebende Schritte der Moabiter Petenten in Aussicht, da diefelben die Antwort des Magistrats nicht für befriedigend erachten. r. Unser Magistrat hat mit dem neuen Bebauungsplan feine liebe Noth. Die danach festgestellten Straßenzüge baben eine Anzahl von Prozeffen mit den Adjazenten herbeigeführt, welche dahin, daß fie ihren Grund und Boden nicht überall nach ihrem Belieben durch Baulichkeiten ausnußen fonnten, eine Entschädigung vom Magiftrat forderten. Auf Grund der Gesetzes find die meisten haben wieder einmal der Welt den Beweis von der wirklichen dieser Prozeffe zu Gunsten des Magistrats entschieden, und nur dem Blödesten die Augen zu öffnen und das Ende St. Man trafttreten jenes Gesezes vorliegenden Verhältnisse Ansprüche chesters zu beschleunigen. Thiere auf der Bühne. an den Magiftrat erhoben worden, sind diese vom Gericht als alogie der Mutter Gottes repräsentiren, und die Schlange, welche den Baum umringelt, stellt die Eibsünde dar. Der Teufel ist bei einem zweiten allegorischen, der göttlichen Mutter geweihten Ballet durch einen feuerfpeienden Stier egefutirt, zwischen deffen Hörnern ein anderer Teufel Platz genommen, von einem als Wolf verkleideten Kinde gefolgt, dem der Erzengel Michael mit leuchtenden Waffen zur Seite ging, die Erzengel folgte ein Wagen voll merkwürdiger Mufitanten; ein Bon jeher baben Thiere, theils mythische, theils verwan delte Menschen, theils Haus- und Nusthiere, auf der Bühne mitgewirkt. Seitdem Goethe durch die Mitbetheiligung eines Hundes an der Aufführung des nach dem Thier genannten Stüdes die Bühne auf den Hund gekommen erflärte, ist man frogbem in progreffivem Vorwärtsschreiten nach der thierischen Spize seines Schwertes auf einer and balan zirend. Dem und wirkliche, geftiefelte und ungeftiefelte Rater, Biegenböde fißender Bär spielte die Orgel, die statt der Drgelpfeifen und Biegen, die ihre Schwindellosigkeit an fteilen, höchft ans schaulich vom Kouliffenmaler dargestellten Felsblöden bekun meele, Affen und endlich auch Elephanten, kein Thier, das die Natur und die Phantafte zu erschaffen fähig war, blieb unbe- drückte, wodurch die Züge, vielmehr die Raßenschwänze aufnuzt für den Bühneneffett. zwanzig aufgerichtete Ragenschwänze zeigte, deren Befizerinnen jede einzeln in einer Sfolirgefangenzelle, respektive in einem Raften steckte und die eine naturgemäße Rapenmufit ohne Blech und Meffing besorgten, sobald der Bär auf die Tasten und abwärts gezogen wurden, wobei die Jfolirten nicht uns empfindlich bleiben konnten und ihren Leiden vielmehr gleich wie Dipheus in Tönen Linderung zu verschaffen suchten. dargestellt, mußten vier Pferde den Triumphwagen ziehen, und Bei dem Triumphzuge des Petrarca, auf der Bühne 1618 in dem Ballet, welches in Versailles neben dem Ringstechen Lomponirt, mußten auch dort die Bäffe, die Barytons und Distante und ähnlichen Tournierübungen die Heiterkeit der Veriamm lung erwecken und beleben mußte, erschien im Mai 1664 der rühling gang in Grün gekleidet auf einem spanischen Pferde. Der Sommer folgte, von Blumen umwunden, auf einem Elephanten thronend, der Herbst zeigte fich, mit den nöthigen Attributen geschmidt, auf einer Siege, der Winter, in Pelze gehüllt, auf einem Bären reitend. In dem Ballet Arion", welches zum Ergößen des Bapites Clemens VIII, aufgeführt wurde, tam der Löne meifter" wie dem Schwan, auf einem Delphin felbstverständlich, gleich Lohengrin auf babergeschwommen, zusammentönen und abwechselnd einfallen, wenigstens soll bei diesem Bären Drgelspie nicht ein falscher Ton vorgekommen sein. Bu dieser Musik tanzten Affen, Bären, Wölfe, Hirsche und andere Thiere rings um einen großen Käfig, der von einem Pferde In dem Käfig befanden sich zwei Affen, gezogen ward. welche auf der Sackpfeife bliesen, nach deren Zon die in Thiere verwandelten Rinder tanzten, um die Fabel der Circe darzustellen, in welcher die Begleiter des Ddyffeus in Thiere verwandelt werden. Die fomischen Opernaufführungen bei der Vermählung des Herzogs von Mailand mit Isabella von Arragonien er während die Nymphen und Tritonen ihn umtanzten. Im öffnete Jason", der das goldene Vlieg erbeutet, um damit die Orpheus", einem Ballet, welches durch Kardinal Mas Tafel zu decken; ihm folgte Merkur, der den Heerden des zarin, der die italienischen Theaterkünfte, die Verwandlungen Admet ein fettes Ralb entführt hat, um es zum Hochzeitsmabl und andere Maschinerien zuerst nach Frankreich herüberbrachte, zur Aufführung gelangte, find alle Thiere der Nacht und der bölle in Bewegung, die Szene drastisch zu machen, während Sharon den wortbrüchigen Drpheus durch die ihn von Euridice trennenden Fluthen des Styg rubert, und als der Sänger den Thieren feinen Schmerz in Tönen flagt, beginnen die wilden Bestien nach seinen Lauteflängen zu tanzen. zu braten. Diana, die Sägerin, führt Aftäon mit einem Hirsch belastet herbet, dem sie zu verzeihen geneigt ist, wenn er das erlegte Thier auf die Tafel der stönigin liefern wolle. Dipheus, der durch seine Klagetöne eine Menge Vögel herbeigelockt und gefangen, bietet diese als ledere Speise; Attalan bringt den Kopf eines Ebers, Kalydon und Theseus mit einem Trupp von Jägern die übrigen Theile des Wildschweines. Jiis gleitet daher auf ihrem von Pfauen gezogenen Wagen und die Bühne. Die Zweige des Baumes find mit Kindern, das Verzüglichste, was eine Galatafel nur bringen fann, denn Stammbaum der heiligen Jungfrau, bringt die Solange auf bietet die vie'äugig Geschweiften als Bratengabe. Sie bringt Briefern und Propheten besept, die bis zum Gipfel die Genes bekanntlich wurden bei den Alten Pfauenbraten auf goldenen g. Futterstellen für Vögel. Früher als in früheren Fabren hat sich die Thiergartenverwaltung veranlaßt gesehen, Futterstellen für die gefiederten Sänger einzurichten, nachdem der Boden des Thiergartens mit einer starten Schneedecke überzogen ist. Entsprechend der großen Zahl dieser Bewohner des Thiergartens wird auch für ausreichende Futterstellen Vorforge getroffen. Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch unsere Leser noch einmal darauf aufmerksam machen, die hungernden Vögel nicht zu vergessen. N. Groß Feuer. Eine verheerende Feuers brunst wüthete geftern früh 4 Uhr auf dem Roloffal Grundstück Chausseeftraße 36-38 resp. hinter den Häufern 39-48, auf dem fich bekanntlich die Fabrik und Werkstattsräume der großen Möblert'schen Maschinenbau- Anstalt, Aktiengesellschaft, befinden. Bwischen all den großartigen Fabrik und Werkstättenanlagen befindet sich ungefähr in der Mitte das Grundstück mit der Front nach der Chauffeeftraße, ein großes Fachwerkgebäude, in melchem fertig gestellte Maschinen, landwirthschaftliche Geräthe, Eisenbahnwagen 2c. fertig verpadi und abgesandt werden. Um die angegebene Zeit bemerkte der vor der Gardefüfilier Kaserne stehende Militärposten in diesem Gebäude einen verdächtigen Feuerschein, der ihn veranlaßte den dort stationirten Revierwächter von seiner Wahrnehmung in Kenntniß zu segen. Dieser überzeugte sich, daß in dem Gebäude cin Feuer zum Ausbruch gefommen war und veranlaßte mittelst des dort befindlichen Feuermelders eine en masse Alarmirung der gesammten Ber liner Feuerwehr. Binnen wenigen Minuten frafen denn auch die Löschmannschaften aus den Depots Linienstraße, Keibelstraße, Moabit, Moabit, Fennstraße, Pankow Hauptwache mit sämmtlichen Dampfsprizen und sonstigen Löschapparaten auf der Brandstätte ein. Die isolirte Lage des brennenden Gebäudes ermöglichte es, den unter dem speziellen Kommando des Branddirektors Herrn Major Witte zum Angriff vorgehenden Mannschaften, das entfesselnde Ele ment gleichzeitig von mehreren Seiten zu bekämpfen. Außer den Extinkteursprißen traten drei Dampfsprißen und mehrere und Schüsseln von schöngeschmückten Bagen unter Trompetenstößen aufgetragen. Der Eine andere erfreuliche Hochzeit", die Ferdinands von Medicis, Herzogs von Tostana, mit Madame Chriftine von Lothringen, veranlaßte den Grafen von Verdi, ein Ballet oder Bwischenspiel, wie er es nannte, zu arrangiren, in welchem der Kampf Apollo's mit der Schlange dargestellt sein sollte. Rouline seiate einen Wald und in beffent. Die höhle, der Aufenthaltsort der Schlange. Die der Grotte am nächsten wachsenden Pflanzen, da wo die Schlange fich gur Siesta zusammenzucingeln pflegte, schienen von dem Dud ihrer Bewegungen geknickt und von ihrem Geifer vergiftet. dunkler Aus der einen Seite der Kouliffe traten zitternd und bebend Frauen und Männer in grichischen Gewändern, die, als sie die Schlange nicht mehr an ihrem früheren Plaße gewahrten, einen Freudengefang anstimmten, in welchem alle Grauen und Schrecken, die dieses Thier begleiten, ausgedrückt waren und dem ein anderer Männer- und Frauen- Chorgesang von der entgegengesezten Seite der Kouliffe her antwortete, um Erlösung von diesem, die Gegend unsicher machenden Un geheuer flehend. Die Schlange, durch den Gesang aufmerksam gemacht, nähert sich den Singenden mit furchtbarem Gezisch, als plöglich Apollo ,, aus den Wolfen fällt und der Schlangenkampf be ginnt. Schwarzes, dickes Blut träufelt aus den Wunden der fich wüthend vertheidigenden Schlange, die mit ihren Bähnen Die Kettennege zei beißen will, in welchen man sie anfangs zu fangen bemüht ift, und den hieben, die auf sie eindringen, zu widerstehen sucht. Die vierte Szene zeigt den Tod der Schlange und den Triumph Apollo's, welcher endlich, wie Ritter St. Georg auf den Drachen, den Fuß auf die sich immer noch bäumende Schlange setzt und ihr den Kopf gertritt. Die entflohenen Griechen fehren zurück, um die getödtete Schlange zu fehen und um Apollo, der fle von Ungeheuer befreite, als Sieger unter dem Gesang eine bem verherrlichenden Madrigals zu frönen. Wenn der Bufammenhang einer Schlangentödtung mit einer Hochzeitsfeierlichkeit, die feine Beranlaffung zur Satyre gab, auch nicht eben ersichtlich, so ist doch nicht zu leugnen, daß in allen diesen Aufführungen Geift und Grazie willen und die Phantafte auf ungewöhnliche Weise durch die ebenso feltsamen wie fünstlerisch behandelten Stoffe angeregt wird. Die Thierwelt tritt zu dem Menschenleben in die mannig | theiligt hatte, die Gans plöglich entrissen, nachdem Kummer dem Gansträger einen Stoß in das Genic versest hatte. St. ergriff mit der geraubten Gans die Flucht, er wurde aber von dem Bestohlenen ergriffen und zur nächsten Polizeibureau gebracht, von wo aus seine Verhaftung erfolgte. Bei seiner Vergung, daß er angetrunken gewesen sei und fich geärgert habe, daß er die Gans nicht gewonnen hätte. große anddrucksprigen in Aktion, die ununterbrochen förmliche Wafferlawinen in den Brandheerd schleuderten. Die scharfe Kälte, es waren gegen 5 Uhr beinahe 10 Grad unter Null, ers schwerte die Löscharbeiten dadurch ungemein, daß das Wasser in den Schläuchen und an den Metalltheilen zu Eis erstarrte. Erst um 9 Uhr früh, also nach fünfstündiger beinahe übernehmung räumte Kummer seine That ein, mit der Entschuldi menschlicher Arbeit und nachdem das Gebäude bis beinahe auf Die Umfaffungsmauern abgebrannt war, konnte das Feuer als gelöscht betrachtet und mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden. Um 10 Uhr Vormittags wurden die vor Ermüdung halbtodten Mannschaften abgelöst und von neuen Kommandos Die Aufräumungsarbeiten, die den ganzen geftrigen Tag in Anspruch nahmen, fortgefegt. Ueber die Entstehung des Feuers läßt sich zur Stunde etwas Bestimmtes absolut noch nicht sagen. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet, der angerichtete Schaden, an dem 5 Versicherungs- Gesellschaften partizi piren, wird von informirter Seite auf 250 000 Mart angegeben. Unglaublich würde folgende Thatsache flingen, wenn fie nicht die Omnibus- Gesellschaft beträfe, von der man freilich so etwas vorausseßen kann. Die hiesige Omnibus- Gesellschaft ist natürlich verpflichtet, ihre Wagenlaternen bei eingetretener Dunkelheit ansteden zu lassen und muß dafür sorgen, daß im Winter die eisernen Stäbe, welche am Hinterperron das Aufsteigen erleichtern und beim Frost sehr glatt werden, mit ge flochtenem Stroh umwunden werden. Die Kosten für die Erleuchtung, wie für das erwähnte geflochtene Stroh bestreitet nun aber nicht die Omnibus- Gesellschaft, sondern der OmnibusRondufteur hat diese Koften, und zwar jeder derselben für feinen Omnibus, selbst zu tragen, dafür aber überläßt ihm die Gesellschaft großmüthigst die Trinkgelder, die er zuweilen in Form eines Fünfpfennigftüdes erhält. Allerdings sind die Kosten für die Laternenerleuchtung und die Strohumflechtung nicht gerade sehr bedeutend; aber wenn fie auch noch so klein wären, es ist eine Unbilligkeit, fie von den gering befoldeten Kondukteuren bestreiten zu lassen und wir hoffen, daß nun, da die Sache an die Deffentlichkeit gelangt ist, die OmnibusGesellschaft schleunigst Abhilfe schaffen wird. t. Ein Opfer der Mode. Eine eigenthümliche Szene spielte sich am Montag Abend in der Brunnenstraße ab. Eine elegant gekleidete Dame trat zur Besichtigung der ausgelegten Gegenstände vor das Schaufenster eines Geschäftslofales, dort furze Zeit verweilend. Als sich die Dame wieder zum Gehen wandte, fühlte fie fich plöglich von unsichtbarer Gewalt feftgehalten und bemerkte mit Schrecken, daß der dünne, moderne Absatz des eleganten Stiefelchen zwischen den Traillen, welche die unter dem Schaufenster b.findliche Kellerwölbung überbrückten, eingeklemmt war. Troß allen Zerrens und Mühens gelang es ihr nicht, aus dieser Klemme herauszufommen, Die vergeblichen Befreiungsversuche waren aber nicht unbe merkt geblieben; neugierig und hilfbereit, wie die Berliner find, hatte sich bald ein Kreis von Buschauern um die Gefangene gesammelt, welche es an Dienstleistungen und schlechten Wigen nicht fehlen lieken. Alle Rettungsversuche blieben aber erfolglos, bis sich die Dame endlich entschloß, zum großen Ergößen der Umstehenden, fich den Hemmschuh vom Fuße zu ziehen und ähnlich einem gewiffen Vogel auf einem Beine im Schnee zu balanziren. Erst nach dieser Manipulation gelang es, den Widerspenstigen zum Nachgeben zu bewegen, freilich auf Kosten des legteren. Froh eilte die Dame von dannen. Der betreffende Ladeninhaber hat zwar unverzüglich Fürsorge getroffen, ähnliche Unglücksfälle fernerhin zu verhüten, jedoch, was vermag ein Einzelner und wer vermag zu sagen, wie viele noch mit vielleicht unglücklicherem Ausgange der Mode zum Opfer fallen werden? g. Die Besitzer von an Gewässern belegenen Villen in der Nähe Berlins, denen mit dem Eintritt des Frostes die Ausübung des Segeliports benommen worden ist, lassen sich gegenwärtig vielfach Segelschlitten anfertigen, um auf ihnen jene weiten Flächen zu Durchfahren, welche fte in der wärmeren Jahreszeit Durchsegelt haben. Je freier das be treffende Gewässer belegen ist, wo der Wind start über den felben fortstreichen kann, um so beffer ist die Fahrt. Mit Windeseile fliegt ein leicht gebauter Segelschlitten über die Eisfläche und bietet somit ein ebenso angenehmes Vergnügen, als der Segelsport. Man wartet jest nur noch auf die ge hörige Festigkeit des Eises, um die Segelschlitten vom Stapel laffen zu tönnen. Nur darf hierbei nicht vergessen werden, daß gerade diese Art des Sportes ungleich gefährlicher ist, als die des einfachen Segelns. Namentlich in den Havelleen, befonders im Tegeler See, finden sich viele sog. ,, warme Quellen", die niemals ganz oder nur ganz leicht zufrieren. Geräth ein solcher Segelschlitten in eine solche gefährliche Stelle, so wird an ein Erretten von Personen nur in den allerfeltensten Fällen zu denken sein. a. Eine unglüdliche Spielparthie. In einem Schanklokal in der Alvenslebenstraße hatten am jüngsten Sonnabend mehrere Arbeiter eine Gans ausgespielt, welche von einem der felben gewonnen wurde. Als der glückliche Gewinner mit amei Freunden, von denen einer die Gans trug, nach Hause ging, wurte an der Ecke der Potsdamerstraße dem Träger der Gans von dem Maurer Kummer, der sich gleichfalls am Spiel be faltigsten Beziehungen, ohne den Menschen zum Thier zu tegradiren, vielmehr seine Herrschaft über dasselbe zu zeigen. So dürfen wir auch heute der Thierkomödie oder den auf der Bühne mitwirkenden Thieren die Existenzberech tigung nicht absprechen, oder sie als unfünstlerisch verwerfen, fo lange fie in der dramatisirten Fabel auftreten oder die Sage versinnlichen. Auch da, wo sie zur Verstärkung des Eindrucks, den eine landschaftliche Kouliffe hervorbringen foll, dienen, wie der Elephant in dem neuen Ausstattungsstücke die Reise um die Welt" find fie am Blage. Da hingegen, wo das Thier nicht mehr der Repräsentant seiner selbst ist, sondern lediglich als die Karrikatur des Menschen auftritt, oder wo die Kunst nicht ausreicht, um den Charakter eines Thieres und deffen Eigenschaften wiederzugeben, wie den Kindergeier in der Oper Des Adlers Horfi", da muß man sehr vorsichtig, sehr sparsam mit der Verwendung des Thierpersonals, wenn man so sagen darf, sein; ebenso da, wo es die geistlose Karrikatur des Menschen, wie dies in den neuen Ausstattungsstücken so häufig der Fall ist, und wo durchaus nicht ökonomisch mit dem Verbrauch der Thiermasken verfahren wird, erscheint. 11 Thiere, die nur plaflisch, gewißffermaßen ornamental zu wirken haben, wie Schwäne und Delphine, werden sich immer zum Vortheile des Ganzen zeigen, dagegen solche, die in fliegender oder flatternder Bewegung, wie Tauben und Adler, ihre Misfton vollführen müssen, bringen gewöhnlich eine Tomische Wirkung hervor, was in der ernsten Oper höchst störend und den beabsichtigten Eindrud beeinträchtigend ist; ebenso wenn das Thier statt des Menschen in die Handlung eingreift und die Lösung des Knotens herbeiführt, wie in einem französischen Ehebruchsdrama, in welchem der Berfaffer läßt, welcher die Beargwöhnte erwürgt, ja es steht zu be fürchten, daß nädftbem ein toller Hund die Arisis in einem dergleichen Sensationsstücke herbeiführen werde. Ein vergessener Leterkasten. Unter den zum gerichtlichen Gewahrsam eingelieferten Gegenständen befand sich in der vorigen Woche auch ein Leierkasten. Der Besitzer desselben mußte mitsammt seiner Drehorgel festgenommen und nach dem Moltenmarkt transportirt werden. Dort wurde derselbe wegen eines geringen Vergebens bestraft und zur Verbüßung der Strafe nach dem Gefängniß in der Perlebergerstraße überführt. Seine, Drehorgel bewahrte man vorläufig am Moltenmarkt auf; da der Verurtheilte aber weder nach verbüßter Strafe noch bis jezt sein Eigenthum zurückgefordert hat und auch sonst nicht polizeilich zu ermitteln war, so ist die noch sehr gut erhaltene Drehorgel dem gerichtlichen Affervatorium übergeben und mittelst Droschle nach dem Moabiter Justizpalast geschafft worden. Vielleicht dienen diese Beilen dazu, daß der Eigen thümer der Drehorgel dieselbe noch so rechtzeitig reklamirt, ehe der Verkauf derselben angeordnet wird. g. Die frühere Fürstin Giantiano Pignatelly, welche gegenwärtig im Danzer Orpheum in Wien als Sängerin gastirt, wird, wie ein Berichterstatter schreibt, in Brag als Schulreiterin im dortigen Zirkus Suhr einige„ Gaftfpiele" absolviren. Unmöglich ist es nicht, daß die vielseitige " Fürstin" sich auch noch einmal in Berlin zeigt, vielleicht in Castan's Panoplifum als interessantes Schauftüd.- Unverständlich hierbei bleibt nur, inwiefern sich ein größeres Publikum gerade für eine solche Frauensperson interessiren fann. Es ist ja sehr schön für eine Fürstin, wenn sie soviel fingen und reiten gelernt hat, daß sie sich auf diese Weise ihr Brod verdienen fann, und wenn in dieser Act des Erwerbes für Mitglieder anderer Gesellschaftsklaffen nichts Wunderbares und vor allen Dingen nichts Ehrenrühriges gefunden wird, so wird fich das mit einer solchen Adeligen wohl auch nicht anDers verhalten. Im Uebrigen glauben wir aber nicht, daß die Berliner besonders gespannt find auf diesen fürstlichen" Besuch. Tageslifte der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Montag, den 24. November. ( Ohne Gewähr!) 921 629 540 15 220 643 533 798 179 398 499 679 517 37 767( 3000) 274 845. 1015 489 368 548 217 25 955 399 905( 3000) 852 223( 1000) 443 970 41 375 628 532 856 136( 300) 564 214 24 472 692. 2726( 500) 962 49 160( 300) 639 202 174 268 812( 300) 69 123( 500) 904 910 308 944 3120 100 469( 300) 317 219 991 531 356 856 136( 300). 23 853( 300) 161 922 534 232 786 87 659 531 668 964 645 967 778 995 356 148 128( 300) 520 745( 500) 551 878 246 441 50 4854 576 870 506 300( 500) 701 216 319 259 510 789 963 710 958 326. 5862 816 676 764 146 367 541( 300) 980 142 489( 300) 669 59 438 710 137 293 424 760 656 130( 300) 806( 1000). 6860 591( 300) 369 353 688 807 337( 500) 829 377 121 564 640 552 405 441( 500) 563 65. 7148 867 70 83 583 174 701 620 806 107 537( 500) 825 22 882 8 693 821 859 56. 8952 79 506 259 143 288 471 648 971 413 523 777 145 524 969. 9295 84 814 988 454 305 998 361( 300) 586 81 260 583 362 40 995( 300) 209 83. 10016( 300) 680 689 124 937 217( 300) 275 220 214 96 ( 3000) 494 977 676 261 394 982 198 307. 11361 351 630 876 68( 300) 468 255 67( 3000) 1 650 312 557 40( 3000) 789 698 339 66 693 591. 12541 234 741 118 654 750 344 733 194 669 779 339 772 33 883 231 157 179. 13310 863 360 345 816( 500) 209( 300) 168 229 809 107( 500) 57 120 ( 300) 606 828 184. 14153( 3000) 450( 300) 116 745 205 72 395 244( 500) 660 408 882 219 330( 300) 874( 300) 430 891 801 730 618( 500). 15756 460 852 562 724( 1000) 116 178 703 339 772( 3000) 575 652 646 522 734. 16782 809 924 94 77 651 507 199( 300) 417 899 353 936 229 526 535 985 600( 1000) 606 387 463 975 331 554 925. 17487 408 435 890 911( 500) 14 279 149 165 699 57 510 602 362 982 708. 18340 959 866 251 316 274 321 277 601 913 320 407 431 654. 19838 630 796 569 404 91 870 408( 500) 705 ( 500) 174 369 420( 300) 2 786 882 286 27 317 834. 20593( 300) 28 507 279 635 116 412 875 784 208 733 121 445( 500) 576 845 146 709( 1000) 927 840. 21064 994 244( 1000) 459 737 996 232 533 189 909 395 761 469 720 625 738. 22122 470 987 999( 300) 601 247( 1000) 5 32 833 66 964 436 16 570( 3000) 61 64 369 425 171 14 768 591 795( 1000) 973. 23876 164( 300 000) 864 950 658 257 754 371 695 675 88 7 2 934( 500) 79 279 711( 1000) 111 436 620( 500) 319 348 326 553 929( 3000) 604 432. 24855 3( 500) 877 746,614 962 866 411 22 726 146( 3000) 466 884 762 442( 500) 767. 25522 593( 3000) 308 498 169 765 526 619 107 881 842 80 276 775 678 67 827 417 796. 26658 ist oft höchst staunenswürdig, doch niemals fünstlerisch wirks fam. So ist auch das sogenannte Schlangenbändigen mit dem gezähmten Reptil, das fich jedesmal ganz genau auf dies felbe Weise vollzieht. mehr von abstumpfender als erhebender Wirkung, denn die Erregung, die fich des Zuschauers bemäch tigt, indem er ein junges, zaites Mädchen mit afrikanischen Riefenfchlangen nicht fämpfen, sondern tändeln sieht, schwindet, wenn sich der Aft von Stunde zu Stunde ohne Abwechslung gefahrlos vollzieht. Unwillkürlich wird das Brausen beim ersten Anblick des Phänomen durch die Vermuthung verdrängt, es fönnten hier fünstliche, vielleicht narkotische Mittel ange wandt sein, um dem sonst jedenfalls lebensgefährlichen Spiel feine Schreden zu nehmen. Die Kunft tritt übrigens da ganz in den Hintergrund, wo die Bühne zu einem engen GlasTasten zusammenschrumpft und die afrikanische Tropenwelt durch zwei Bäumchen, ide eine Schlange auf den Aesten, dargestellt wird; denn eine eifte Bedingung bei der Vorführung großer und mähtiger Thiere ist, daß die Umgebung, die Arena oder Bühne, in den richtigen Verhältnissen dazu stehe. Das landschaftliche Moment, die Lokalfärbung der Heimath des Thieres, muß außerdem hinzukommen, um den Eindruck zu verstärken, oder vielmehr es muß Alles vermieden werden, was der Wahrheit entgegen ist und die Mitwirkung schwächt. " Der Widerspenstigen Bähmung" würde ohne allen Reiz sein, wenn die wilde Ratharine nicht zuvor in ihrer ganzen troglöpfigen Widerbaarigkeit erschiene, ehe 587 135 650 834 808( 3000) 942 785 252 324 595 893 470 380 584 95 147 193 554 814 786. 27769( 1000) 540 29 729 340 640 58 92 480 995 116 473 212 717 192( 500) 78 975 394 350 486 275 420 436 875. 28787 849( 1000) 250 898 228 448 603 726 177 415 260( 300) 183 759 885 599 359 508 735 556 96 307 267( 1000) 666 140 350 559. 29624 524 978 677 796( 300) 896 254 521 992( 300) 721 284 747 ( 1000) 807 103. 30295 824( 1000) 998 185 318 868( 1000) 592 346 819 255( 3000) 159( 1000) 922 622 195( 500) 981 170 139 572 645( 5000) 495. 31866 881 861 240( 3000) 458 947 247 447 712 890 295 338 785 209( 300) 751 479 606 767( 500) 484 427. 32000 1 835 977( 300) 595 250( 500) 734 488 317 387 925 928 546( 1000) 183 769 589( 300) 966 735 795 744 21 973 299( 300). 810. 33266 58 463 492 858 706 827 908 182 984 998( 300) 615 162 318 104 945 385 553 439( 3000) 817 272( 500) 900 583 947. 34154 681 43( 500) 258 153 245 663( 300) 324 585 384 75 250 470( 300) 345 673 577 841 669 59( 3000). 35291 634 728( 1000) 572 ( 300) 423 256 318 552 79 109 512 79 109 512 243 137 973 518 41 422 297 879. 36994 149 393 105 351 568 794 512 ( 300) 553 36( 500) 639 447( 1000) 538 685 645 121 940 399 839( 300). 37775( 300) 731 624 833 176 511 542 72 307 232 772 404 243 664( 1000) 876 188( 300) 432 956 65. 38912 9 560( 300) 866 582 759 887 934 179 925 845( 3000) 39563 707 479 522 334( 300) 517 698 391 33 268 67 217. 256 760 373( 500) 534 517 277 125 278 708 481( 500) 738 ( 300) 208( 1000) 31 234 320( 500) 523 524 962 154 382( 1000). 40858 513 885 438 995 682 643 737 623 698( 1000) 961 964 639 186 263 616 467 552 892 427. 41642 47( 3000) 164 1 256( 1000) 359( 300) 949 532 706 725 742 143 347 373( 300) 462 381 370( 500) 302 524 279 985( 300) 107. 42709 926 103 3 0 567 126 314 904 206 275( 3000) 789 837 698 41 957 306 620 42 403 725( 3000). 43364 53( 300) 387 617( 3000) 182 774 694 201 980 951 9 6( 3000) 365 609 516 707( 1000) 699 369 74 408 240. 44555( 300) 782( 1000) 798 375 398 34 181 148 931( 1000) 887 120( 500) 184 479 68 221. 45389 365 611 921 260 485 772( 1000) 70( 500) 627 913 238 865 967 125 31 550 547 231 849 454. 131 638 757 892 619 534 81 926( 300) 30 145 122( 3000) 702 364 402 129 525 818 850 625( 300) 160. 46068 47673 361 640 916 661 6( 5000) 638 836 698 552 644 239 409 729 80 304 142 483 432 159 599 183. 48336 920 314 349 738 345 ( 1000) 15( 5000) 352 770 290 348 17 628 236 670 1 810 127. 49848 624 952 110 191 15 304 102 266 201 977 760 93 58 879 747( 1000) 780 150( 1000) 829 503 82 63 232. 50011 241 334 439 330 391 672 972 585 797 562 371 610 424 327 408 718 262( 1000) 194 647( 300) 259 541 413 758 422. 51097 284 565 6 582 162 661 575 156 518 19 429 658 294 163 730 604 637 93 889 848( 3000) 442 144 873 506 416. 52165 914 697 59 110 630 672( 1000) 289 ( 3000) 931 831 201 625 13 464. 53534 51 695 447( 300) 142 411 557 240 998 85 490 753( 500) 937 29 743 611 901 254 159. 54433 482 622 865 510 662 749 932 913 113 709 241 682 376( 500) 274 390 240( 300) 96 263( 300) 693 810 808. 55589( 300) 580 453 549 17 980 13 416 861 905 53 642 408 72 393. 56232 135 515 630 63( 1000) 722 230 78( 300) 332 965 990 458 104 374( 1000) 561. 57473 590 774 918 517 838 44 951 73 737 900 698 249 86 755( 300) 320 631. 58919 510 708 551 172 966 59 ( 3000) 359 937 923( 3000) 228 299 196 744 213 945( 300). 59395 608 25 141 349 656 483 674 985 257 59 122. 60328( 300) 81 509 271 614 286 394 864 90 285 755 57( 15000) 344 477 104( 3000) 53 859 671 176 379 440 980 ( 3000) 85 261( 1000) 24 971 636 521 799 677 233. 699. 540 232. 61167 291 430 913 17 692 146 62000 507 861 184 274 23 152 980 779 747 366 ( 1000) 511 685 327 903 523 540( 300) 703 489( 300) 497 660 349 541( 300). 63729 371 782 764 605 831 224 255 34 390 732( 300) 91 517 308 800 528 935 287 702 703 547 64906 889 200 112 724 645 965 462 669( 3000) 233 497( 5000) 690 346( 500) 856 432 933 313 553 793 700 65774[ 636 884 613 694 603 278 900 49 523 796 688( 500) 252 296( 1000) 301. 66669 821 604( 1000) 806 949 722 84 808 732 541 29( 300) 251 443( 500) 961 936 457 930 630 ( 3000) 609 500 390 748 424 461( 1000) 269 397 378 67966 483 591 606 345 837 218 226 18 404 566 961 633 551 450 75( 300) 366 61 442 901( 300). 68305 85 518 765 920 365 927 248 863 853 328 159 152( 3000) 933 515 739 286 372 848 559. 69983 601 297 699 669$ 25( 300) 771 180 178 359 664 561 261 808 593 904 82 943 818 163 788 658 533 663. 70378 606 700 62 125( 300) 402 177 384 28 70 377 386 855 156 200( 500) 999 341 929 495 819 587 18( 3000) 816 71441 769 92 572 528 562 412 668 627 454 328 217 847 170 854 814 357 976 493 292 906 980 479 274. 73920 373 619 970 979 87 302 931 319 604 629 972 147 277 167 62 781 574 379 432 480 575 344 856 366( 300) 270( 300) 83 722 260 129. 74776 779 997 367 612 248 179 901 431 132 429 189 986 886 542 597 1 610 95 995 505( 300) 436( 3000) 827 135 940 763 903 921 445( 3000) 753. 74321 568 913 732 692( 300) 610 554 702 278 33 674 712 443 246 562 598 517 382 491 890 314 515 290 723 466. 75842 25 877( 300) 556 281 691€ 99 830 366 987 823 3 655 753 921 63( 300) 465 797( 300). 76390 593 90 427( 3000) 149 100 694 613 208 25 804 356 386 672. 77209 197 882 761( 300) 792 796 528 504 858 72 617 536 170 522 449 762 621 613. 78207 806 67 552 43 641 73 259 489 951( 300) 393 642 139 720 914 262( 5000) 232 739 858 909 332 688 309 803 481 79366( 300) 463 88 542 488 281 322 397 404 208 817 42 107 833 252( 500) 209( 300) 581( 3000) 230 96 186( 1000) 338 771. 80346 126 481( 3000) 384 906 487( 1000) 304 610 597 ( 500) 617 961 64 302 976( 3000) 84 466( 1000) 516 782 624 793. 81914 913 638 737( 500) 188 420 606 520 976 969 821 160 335 993 693 246 322 501. 82268 604 69 157 2 277 911( 300) 973 533( 300) 520 805 ( 1000) ) 810 369 571 86 373 340( 300). 83740 315 753 633 924 103 544 750 261 360 178 570 369 689 147( 300) 242 351 871 431 651( 300) 142. 84172 832 605( 300) 165 699 261( 300) 774 707 115 186 413 583 213 564( 3000) 557 187. 85975 280 244 32 685 109 510 309( 300) 380 247( 3000) 690 573 571 8344 287 462 86549 416 115( 300) 486 898 937 365 867( 300) 309 55( 1000) 880 804 142 856( 3000) 913 692 362 523 4 808 138 286 285. 87411 659( 300) 484 993 917 487 419 701 330 109 650 698 528 428 513 527 818. 88405( 1000) 252 565 147 855 722 157 893 597 980 6 532 747 845 384 230 972( 1000) 16 308. 89182( 300) 817 568 561 235 959 269 223 660 980 921 453 196 210( 1000) 574 77 58 667 138 874. fle die gehorsame und unterwürfige wird; ebenso witft 992( 1000) 838 401 271 352 503. 91872 410( 300) 93( 3000) eine Schlange, die sich uns nur wie ein geduldiger Wurm zeigt, nicht gleich einem gebändigten Ungethüm. Etwas Anderes ist es mit der Poffe; hier ist in der That Alles ets 17.2. statt einen eifersüchtigen Mohren einen Gorilla- Affen auftreten laubt, mos gefällt. Hier mag ein Seiltänzer auf dem Rüffel 160 335( 1000) 237 751 234( 300) 579( 3000) 128 321( 300) Warum erhielt man fich nur bisher der gewiß höchst wirk famen Rettungsszene des Kapitols durch die schnatternden Gänse; dieser historische Vorgang würde wenigstens das Moment der Naturwahrheit für fich haben. Im Allgemeinen ist das Thier ohne Lautäuferung auf Der Bühne dem brüllenden und freischenden vorzuziehen, wie faunenerregend es auch erscheinen mag, einen Elephanten nach gefallenem Stichwort brüllen zu hören. Die Abrichtung der Thiere, vom ungeheueren Rüffelthier bis zum winzigen Floh, cines Elephanten seine Sprünge machen, der weiße Bär einen Schwarzen und der schwarze einen weißen Kopf haben, denn auch die Allegorie ergeht sich hier in Uebertreibungen und die Rarritatur ist der Posse liebstes Kind. Dazu ist vor allen Dingen das Thier ein brauchbares Mittel und wir wollen es als solches gelten lassen, wenn seine Wirkung eine komische, nicht 90353 241 986 179 660 443 555 320 672 543( 300) 568 140 561 372 739 420 442 949 87( 300) 806 266 939 38 877 ( 3000) 745( 500) 248 697 915 257 285 340 618. 93975 810 92541 949( 300) 555 341 249 854 712 178 896 800 148 152 656 937 191( 1000) 562 771 697 94( 500) 707 636 226. 94774 554 197 599 980 558 638 881( 3000) 990 49 105 315 718( 3000) 263 573( 1000) 168 996 627 965 668 32 931 857 347 879. 95772 287 144 741 520 962 538( 1000) 75 353 63 549 288 570 533 781 486( 300) 128. 96010 878 80 55 627 656 118 836 166 594 566 820 544( 300) 573 654 aber wenn fie in das Unästhetische überschweift. Kaulbach's 756( 300) 312 354 980 99( 3000) 713. 97979( 1000) beften Vorbilder, namentlich bei Märchen- Aufführungen, wie Rothläppchen" und ähnlichen Darstellungen, in denen bas Thier rebend eingeführt ist. ( 8ür. Poft.) Illustrationen zu Goethe's Meister Reinice" bieten dafür die 778 651 239 116( 300) 789( 500) 529 562( 300) 483 80 169 ( 3000) 10 399 13 403 274 969 541 682( 1000) 369 222 708 52 921. 31 715( 500) 933 229 54 680. 98205 487 542 306 570 334 456( 15 000) 643 548( 300) 2 33 856 845 626 615 462 252 206 4. 99005 719 965 726 773 590 Verantwortlicher Redakteur R. Groubeim in Berlin. Druck und Verlag von Maz Baring in BerlinSW. Beuthstraße 2. No erö er 355 ( pr Mich ftra De DO in gr ad be fo be I tr RESE in 6 be bi m gl รูป p fo ลา b fe b b