, ве n e et 26 ce 6 -2= af Gl s J, 8, ra да on au n iel es im nge Der m blt de= ge De the Ibe ult äb bci Be nn. ben hne nen dbft effe Rue Das olg. nt ult. gen. und ren Den bes ied ier? nan, zin. genz eich ltat noch t. B ist Die Berft obs zu man Des und rger Streit Er co rud Ars thaft t bes n in eften No. 203. Freitag, 28. November 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Volksblatt" erfcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart, wöchentlich 25 f. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 3 Mart.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Postzeitungspreisliste unter Nr. 719a.) Jujertionsgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Zimmerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat Dezember etöffnen wir ein neues Abonnement auf das ,, Berliner Volksblatt". Frei ins Haus loftet dasselbe nunmehr 1 Mark 35 Pfg. ( pro Woche 35 Pfennige). Bestellungen werden von sämmt ichen Beitungsspediteuren, sowie in der Expedition, Bimmerfrage 44, angenommen. Daß nun dieses Gegengewicht gegen das Allg. Wahl recht sich zu leicht erwiesen hat, sieht man nunmehr allgemein ein; auch Fürst Bismard hat darin, wie der oben angeführte Ausspruch beweist, vollständig seine Ansicht geändert. Demnach würde der Einführung von Diäten kein Hinderniß mehr entgegenstehen. Und doch erklärt der Reichskanzler sich mit aller Entschiedenheit gegen die Diäten. Das verstehe, wer fann! Ferner erklärte Fürst Bismard entgegen einer Bemerkung des konservativen Grafen von Stolberg- Wernigerode, daß das Defizit, welches die deutschen Reichsfinanzen aufweisen, ihn durchaus nicht hindern würde, der Diätenweisen, ihn durchaus nicht hindern würde, der Diätenhielte. auf solche Tauschgeschäfte einläßt; da ist es viel richtiger, auf die Diäten vollständig Verzicht zu leisten. Das Voll aber möge immer und überall dagegen pro= testiren, daß an dem Allgemeinen Wahlrecht irgendwie ge= rüttelt werde. Die Debatte über den Diätenantrag am vorigen Mittwoch hat übrigens nach mancher Richtung hin Klärung geschaffen. Politische Uebersicht. Die verschiedenen Auslegungen der Paragraphen des Krankenkassengesetzes von den Behörden führen zu Den neuen Abonnenten wird der bisher erschienene Theil zahlung zuzustimmen, wenn er diese Ausgabe für nöthig Leipzig hat die von den Hamburger Behörden genehmigten des hochinteressanten und spannenden Romans ,, Gesucht und gefunden" don Dr. Dur gegen Vorzeigung der Abonnements: Quittung in der Expedition, gratis verabfolgt. Zimmerstraße 44, Die Beitung erscheint vom 1. Dezember ab täglich mit acht Seiten Text, und wird derselben wöchentlich eine reich illustrirte Sonntagsbeilage beigegeben werden. Um recht zahlreiches Abonnement bittet Die Redaktion und Expedition des „ Berliner Volksblatt". Der Diätenantrag im Reichstag. Fürst Bismarck erklärte am Mittwoch im Reichstag bei der Verhandlung über den Antrag Ausfeld, den Mitgliedern des Reichstags Diäten zu bewilligen, daß die 8u jammensehung eines gefeßgebenden Rör pers gar nicht von der Zahlung oder Nichtzahlung von Diäten abhängig sei. Wir sind derfelben Meinung. und den Ausspruch des Fürsten Bismard. Der Ausfall der letzten Wahlen bestätigt diese Meinung Aber wie ist es gekommen, daß die Diätenlosigkeit der Mitglieder des Reichstags in die Reichsverfassung auf genommen worden ist, troßdem in allen anderen gesetzgebenden Körpern in Deutschland Diäten gezahlt werden? Antwort: Man wollte ein Gegengewicht gegen das Allg. gleiche und direkte Wahlrecht schaffen, man wollte ver hindern, daß auch die Armen ihren Einzug in das Parlament halten fönnten. Dies wurde bei der Berathung der Berfassung vom Bundesrathstische offen ausgesprochen. Feuilleton. Rastrud verboten. 22 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forsetzung.) Da brang noch einmal aus weiter Ferne das Geheul an fein Ohr, denen Zon ihn das Mart bis in das Innerste er= Schütterte. Als er dann zu seinem Gefährten zurüdfam, war fein Antlig leichenblaß; sein Athem teuchte, seine Brust hob fich fonvulfivisch. Max, welcher die Pferde am Bügel hielt. Um Gotteswillen, Felix, was ist Dir geschehen?" fragte ich habe sie gesehen!" Weiter vermochte er nichts zu antworten. Sechszehntes Kapitel. An dem Abhange, welcher sich nach dem Lochie- See senkt, und welcher sich den Höhen anschließt, die das herrlich roman tliche Thal von Glenmore bilden, liegt, hoch über das Thal binausragend, ein stolzes Gebäude, das auf den ersten Anblic eine riesige Burg zu sein scheint. Es ist in modernem Styl erbaut, hat eine fich weit ausdehnende Front, welche hinab nach der tief unten im Thal liegenden Stadt Inverneß ges tichtet ist. ftredend, zwei imposante Seitenflügel. Die hohen Bogen An die Hauptfront schließen fich, nach rüdwärts fich ers fenster des Gebäudes und die rothen Dächer werden zum Theil Don gigantischen Bäumen verdeckt. Baumanlagen umgeben rings dieses schloßartige Ge bäude, und bilden auf dem Plaze, der zwischen den beiden Seitenflügeln fich befindet, eine Art Bart, welcher im Sommer schöne Kieswege und herrliche Gruppen von Strauchgewächsen und frischen Rasen hat, im Winter aber eine traurige, fumpfige Fläche ist, nur paffirbar dadurch, daß man ein Trottoir von Brettern über die moraſtigen Wege improDifirt hat. Schloß und Park ist umgeben von einer hohen Warum aber hält er trotz alledem an seiner Weige rung, Diäten zu zahlen, fest? Einen bestimmten Grund hat der Kanzler nicht angegeben. Man solle die Verfassung nicht ohne Noth und besonders nicht stückweis ändern!" Als wenn es sich hier um eine eingreifende Verfassungsänderung handelt?! Gegen eine organische Aenderung der Verfassung in dieser Richtung habe er auf die Dauer nichts einzuwenden." Da also liegt der Hafe im Pfeffer! Der Kanzler ist zu sehr an Handelsgeschäfte gewöhnt, früher mit den National- Liberalen, in der letzten Zeit mit dem Zentrum, als daß er irgend ein Zugeständniß machen könnte, ohne das gebührende Aequivalent zu fordern. Bekannt ist es, daß von Seiten der prenßischen Ntegierung und der konservativen Parteien Angriffe auf das Reichswahlgefeh geplant werden. Minister von Buttkamer hat sich noch vor nicht langer Zeit im preußischen Landtage gegen die geheime Stimma bgabe ausgesprochen und dafür ein besonderes Lob des Reichskanzler erhalten. Sollte der Neichstanzler mit der organischen Menderung der Verfassung" am Ende die Aufhebung des geheimen Stimmrechts vom Reichstage verlangen und dafür mit der Diätenzahlung belohnen wollen? Oder soll die Altersgrenze der Wahlberechtigten enger gezogen werden, oder das Wahlrecht an einen längeren Aufenthalt am Wohnorte gebunden werden? Und nachdem eine oder die andere dieser Einschränkungen des Allgemeinen, gleichen geheimen und direkten Wahlrechts vom Reichstage zugestanden ist, dann, aber auch erst dann werden Diäten gezahlt! Haben wir mit unseren Vermuthungen Recht? Wir glauben es fast. Hoffentlich aber wird sich kein Reichstag finden, der sich bäuden, welche fich zu einer kleinen Kolonie in der Nähe des Hauptgebäudes vereinigen, ist eines besonders stattlich. Es ist ein zweistödiges, sehr hübsches Haus, mit einem bogenförmigen Thorwege und darüber einem Schilde, auf welchem in Gold. buchstaben die Inschrift prangt: Gasthof zum rothen Mann." Der Gasthof zum rothen Mann war nicht nur bestimmt, um den Fremden, welche die Anstalt besuchen, Logis zu gewähren, sondern auch, um die Angehörigen der Bes wohner der Anstalt zu bewirthen, wenn diese genöthigt waren, in der Nähe der Anstalt zu übernachten, denn man hatte von Bethesda bis zur nächsten Stadt mindestens fünf Meilen. Der rothe Mann" erfreute sich aber auch der besonderen Gunst der Beamten des Irrenhauses, welche nicht in demselben wohnten, sondern in einem der kleinen Gebäude der außer der Mauer befindlichen Häuser- Kolonie. Das Porterbier des Gasthofes war vorzüglich, sein Ale von besonderer Güte, und hinsichtlich der Bunschbereitung suchte der„ rothe Mann" seinesgleichen in ganz Schottland. Es war neun Uhr Abend. Der Wind heulte um die Mauern von Bethesda. Die Wege waren verschneit, und der Schnee wurde gegen die Scheiben der Fenster gepeitscht. Da der tothe Mann eine ziemlich freie Lage und von feiner Seite besonderen Schuß hatte, so erfreute er sich des Vorzuges, von dem Sturm von allen Seiten umbeult zu werden. Aber so heftig der Schneesturm tobte, so start er auch an Laden und Thüren rüttelte, das Gebäude war fest und gut, die Mauern did und die Fenster durch Mooseinfaffung geschügt, und dadrinnen war es behaglich warm. Im Kamin des Gajtzimmers loderte ein helles Feuer. In der Nähe deffelben stand ein langer Tisch, und an diefem faß bei einer Bowle Punsch eine Anzahl Herren, auf deren Gefichtern man deutlich die Wahrheit der Erfahrung las, daß alle Annehmlichkeiten eines warmen Bimmers und eines guten Trantes um so höheren Genuß bereiten, je schlimmer draußen das Wetter ist. Draußen eifige Rälte brinnen behagliche Wärme; draußen Eis und Schnee- drinnen dampfender Bunsch; draußen die Unbehaglichkeit in ihrer höchsten Potenz- drinnen die innigfte Gemüthlichkeit. Bu oben an dem Gafttische, gleichsam präsidirend, saß ein Mauer, welche bis an den zweiten Stock des Gebäudes reicht. Herr, den man auf den ersten Blick für den rothen Mann" Im Umkreise der Mauer befinden sich eine Anzahl Kleiner, sehr selber hätte halten können, wenn man nämlich annahm, daß Dieses Gebäude, oder vielmehr dieser Kompler von Ges bäuden, ist ,, Bethesda," Das größte Jrrenhaus Englands, und man darf hinzufügen, auch das schönste. Unter den Ge Der Name seinen Ursprung einer tupfernen Nase und einem von Bunsch gerötheten Antlig verdankte. Allein dieser Präses am Stammtisch war nicht der Wirth, sondern es war Mr. Gefferson, der Chefarzt und Direktor brr Anstalt Bethesda. freien Hilfskaffen nicht als eingeschriebene Hilfskassen im ge feglichen Sinne anerkannt. Was nun? Will man die Mitglieder der Hamburger Hilfskaffen zwingen, einer Leipziger Srts oder Gemeindefaffe beizutreten? Wir halten die Leip aiger Behörden zu einem solchen Vorgehen nicht berechtigt. Was soll man aber für Schlüsse aus solchen Vorgängen ziehen? Entweder haben die Hamburger Behörden richtig gehandelt, dann find die Leipziger im Unrecht, oder es ist um gekehrt der Fall. Auffallend ist, daß gerade nur die Leipziger Behörde diese Kaffen nicht anerkennt, während dieselben in Berlin und anderwärts überall anerkannt find. Was sollen aber die Arbeiter davon benken, wenn die Behörden unter sich nicht einmal einig über das find, was das Krankenversicherungsgeses verlangt? Jedenfalls folgt aus folcher Sachlage mit zwingender Nothwendigkeit, daß eine Verlängerung des Termins, an welchem das Gefes in Kraft treten soll, absolut noth wendig ist. Ueber die Bestimmungen des Gefeßes herricht augenscheinlich noch eine solche Unklarheit, daß ein solcher Bes schluß von Seiten der Behörden sowohl als auch von Seiten Der Arbeiter mit Freuden begrüßt würde. Es sei nicht Welche Tanzlustbarkeiten sind als öffentliche anzufehen? Ueber diese Frage giebt ein Spezial- Erlaß des Mi nisters des Innern nähere Auskunft. In diesem vom 2. d. M. batirten Erlaß ist der Minister der Ansicht beigetreten, daß auch die von Vereinen veranstalteten Tanzluftbar leiten, au benen ein Seber gegen Erlegung eines bestimmten Eintrittsgeldes zugelassen wird, als öffentliche Luftbarkeiten angesehen werden müffen. Daraus folge dann, daß dergleichen Tanzluftbarkeiten allen denjenigen polizeilichen Einschränkungen unterliegen, denen öffentliche Tanzluftbarkeiten, den bezüglichen allgemeinen Vorschriften nach, überhaupt unterworfen find. wohl abzusehen, welchen Unterschied es in dieser Beziehung be= gründen solle, daß die Veranstalter solcher Luftbarkeiten fich als Verein" bezeichnen, während es sich doch nicht um eine Luftbarkeit des Vereins, sondern um eine für das gesammte Publikum bestimmte Luftbarkeit handele, Augenschein lich wäre andernfalls der Umgebung der gedachten allgemeinen Vorschriften Thür und Thor geöffnet. Ebenso wenig fönne sodann aber auch die Konzessionspflicht der Unternehmer von Die Herren, welche um ihn figen, find seine Unterärzte oder Berwaltungsbeamte der Anstalt. Die Unterhaltung dreht sich um medizinische Erfahrungen und zwar fängt Jeder, der eine folche zum Besten giebt, seine Erzählung gewöhnlich an mit den Worten: Ich hatte da und da einen ganz außerordent lichen Fall." Am beliebtesten waren humoristische Episoden aus Frrenanstalten und wahrlich, wunderbare Dinge erzählten die Herren Aerzte. Am interesantesten war aber die Geschichte, welche der Herr Direktor eben zum Besten gab: Unsere Elly," so schloß er seine Erzählung, hat also wirklich einen Entführer gefunden. Es war drollig anzusehen, wie fie fich von der alten Graham über den Plaz tragen ließ und dabei die Hände dankbar zum Himmel erhob, als ob sie ihre Freiheit begrüßte." Die jungen Aerzte lachten laut. Und wohin brachte sie die alte Graham?" fragte Einer. " In die Wäschestube! Denken Sie sich, meine Herren, bort verbarg fte dieselbe unter einem mächtigen Berg Wäsche. Wir ließen fie gewähren, um zu sehen, was die Alte mit unserer schönen Elly beginnen werde; allein jegt war es hohe Beit einzuschreiten, denn hätten wir wenige Minuten gesäumt, fo wäre das Mädchen unter der Wäsche erstickt." ,, Es ist ein ganz außerordentlicher Fall," meinte Mr. Thompson, der jüngste Assistenzarzt, die junge Dame zeigt feine Spur von Wahnsinn, weder in ihrem Thuu noch in ihren Reden, außer daß fte beständig wünscht, zu entfliehen oder entführt zu werden." ,, Und das ist um so auffälliger," sezte Mr. Hancoc, der älteste Assistenarzt hinzu, als man ihr ja jede Bequemlichkeit bereitet und ihr alle Freiheit läßt, die man nur einer Be wohnerin der Anstalt gewähren kann." " Das ist das rechte Wort," fiel hier der Rendant von Bethesda ein, eine Bewohnerin der Anstalt sagen Sie, Hancoc Die Freiheit ist aber immer mehr oder minder die Freiheit eines Gefängnisses; mögt Ihr hundert Mal Eure Gitterstäbe hinter Blumen Etagèren verstecken und die Umfaſſungsmauern mit Epbeu und Wein umranken lafie, und mögt hr Euch ben Anschein geben, als ob Ihr den Kranken alle Freiheit ge währt, es bleibt einmal ein Gefängniß; und ich fann mir vorstellen, daß die junge Miß Elly fich bei aller Freiheit unglücklich fühlt." Die Sache ist mir ebenfalls begreiflich," bemerkte der Defonom, und wenn man mich nach meinem Urtheil fragte so würde ich sagen, sie ist gar nicht wahnsinnig." Theatervorstellungen, zu denen Eintrittskarten an Jedermann ver kaust werden, dadurch sich beseitigen lassen, dasi die Unternehmer äußerlich im Namen eines Vereins auftreten. Auch hier sei es entscheidend, daß die gedachten Vorstellungen nicht für den Verein, sondern sur das gesammte Publikum veranstaltet würden. Die Annahme, daß eine derartige Veranstaltung eine gewerbsmäßige sei, werde dadurch nicht ausgeschlossen, daß der Verein in seinen Etatuten die gesellige Vergnügung seiner Mitglieder als seinen Hauptzweck bezeichne, während er sich gleichwohl thatsächlich auf diesen Zweck nicht beschränkt— in ähnlicher Weise wie die behufs Umgehung der Konzessions- pflicht zum Bettiebe des Schankgewerbes zusammentretenden Konsumvereine:c. Die Mtttheilung, daß die deutsche Regierung das Protektorat über Zanzibar bcabstchtige, wird demcntirt. Zunächst wird darauf hingewiesen, daß der Sultan von Eng- land bedeutende jährliche Subsidien erhält. Dagegen scheint es unzweifelhaft zu sein, daß das deutsche Reich demnächst in ein näheres Verhältniß zu Zanzibar tritt, vielleicht in der Weise, daß ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrts-Vcr- trag mit demselben unter besonderen Bedingungen abge- schlössen wird. Die Kommissiou der Kongo-Konfereuz ist in der Dicnstags-Sitzung über die Bestimmung des Kongobeckens schlüssig geworden. Nordamerika wollte zum Kongobccken einen Theil des Nilbeckens und auch des Zambisebeckens schlagen: Frankreich wollte vom Konaobeckcn das Becken des Ogowe abtrennen; Deutschland sprach sich für die weiteste Bestimmung des Kongobeckcns aus: Portugal dezeichnete als südliche Grenze an der Küste den �odje. Diese letztere Grenze wurde angenommen. Darauf beschloß die Kommission als inneres Recken das geographische Becken anzunehmen. Die Lsigrenze des Beckens soll das Seite- Eamas sein, welches rheilweise die Grenze des französischen Gabon bildet. Diese letztere Grenze ist nach dem ftanzösischen Vorschlage angenom- men. Hierüber hat also ein einstimmiges Votum statt- gefunden.— Was die Ostseite des Beckens anbelangt, so hat die Kommisston den Wunsch votirt, daß die Region der Han- delsfrciheit auf das Gebiet zwischen der Ostküste von Afrika und dem Kongobecken Anwendung finden möge, aber„unbe- schadet der bestehenden Souveränitätsrechte". Der Sultan von Zanzibar und Portugal üben daselbst solche Rechte aus.— Am Mittwoch sollte Kommisstonssitzung stattfinden und die Vorlesung des Berichtes und endgillige Feststellung der Be- schlüsse erfolgen. Möglicherweise ist auf heute die Konferenz einberufen worden, um die Beschlüsse wegen des Kongo- Beckens zu ratifiziren und über den übrigen Theil des deutschen Vor- fchlagcs wegen der Handelsfreiheit zu berathen. AuS Darmstadt schreibt ein Korrespondent der„Franks. Zeitung" Folgendes: Heute Vormittag stand der zeichnende Redakteur der sozialistischen„Darmstädter Freien Presse". Adam Beißler, unter der Anklage der Beamtenbeleidi- gung, begangen durch einen vor längeren Wochen in dem ge- nannten Organ veröffentlichten Artikel, vor dem hiesigen Schöffengericht lVors. Amtsrichter Seibcrt). Der Thatbestand ist folgender: Ja einer weit außerhalb der Stadt gelegenen Wirthschaft hatten s. Z. bei Nacht zwei revidirende Schutzleute ein verdächtiges Geräusch zu bemerken geglaubt, welches sie in der Weise zri weiteren Recherchen veranlaßte, daß der Eine vor dem Hause Posta faßte, während der Andere, Namens Stein, kurzweg durch das Fenster einstieg. Der Wirth wachte darüber auf, und als er in die Wachtstude kam, fand er den Schutzmann Stein bei angezündetem Licht hinter einer Flasche mit Spirituosen an einem Tische fitzen, die sich Stein an- scheinend vom SimS genommen hatte. Der Wirth erstattete in Folge dessen auf dem Polizeirevier am anderen Tage An- zeige, so daß eine Disziplinaruntersuchung gegen Stein einge- leitet wurde. Diesen Thatbestand hatte die„Darmst. Freie Presse" mit einigen Seitenhieben auf die Schuymannschaft re- produzirt. Darauf fußte die Anklage. In ver Verhandlung gab Stein im Großen und Ganzen den Sachverhalt zu, er- klärte aber, die betr. Flasche nur deshalb auf den Tisch gestellt zu haben, um sie vor einem Fall vom Sims zu bewahren. Der Amtsanwalt Dr. Meisel, der in seinem Plaidoyer bc- tonte, daß sich die„Darmst. Fr. Presie" zur Aufgabe mache, die Autorität des Staates zu untergraben, beantragte für Beißler drei Wochen Gefängniß. Das Urtheil wird am Freitag ver- kündigt werden. Frankreich. Ter Minister des Innern übermittelte dem heutigen Ministerrathe die Belichte über die Ruhestörungen nach der Versammlnng vom letzten Sonntag. Nach dem Be- richt des Ministers war die eigentliche Arbeiterbevölkerung in nichts bei dem Zwischenfall bethciligt. welcher das ausschließ- liche Werk von Revolutionären von Professoren sei, denen sich Leute, die keine anständige Beschäftigung hatten, anschlössen. — Ein nach Schluß de: obigen Versammlung von der Menge thatsächlich angegriffener Polizei-Agent befindet sich in einem bedenklichen Zustand: der Schädel ist ihm eingeschlagen ivorden. Ter Polizcikommissär Florentin, der ihm zu Hilfe eilen wollte, nnd vier Schutzleute find leicht verwundet. Der Prozeß gegen die Verhafteten ist im Gange. Ein allgemeiner lauter Widerspruch erhob sich unter den Aerzten. „Nur gemach, meine Herren," fuhr der Oekonom begütigend fort.„Ich bin kein Arzt und verstehe davon nichts; ich sage nur, daß das nach meinem Laienverstand meine Ansicht wäre." „Es ist die Ansicht eines Laien," bestätigte mit gewichtiger Miene der Eheforzt, indem er sein Glas aus's Neue voll schenkte und einen kräftigen Zug that.„Wir wissen das besser, denn wir beobachten sie schon mehr als zehn Jahre. Ist es nicht Wahnsinn genug, wenn sie immer wünscht zu entfliehen oder entführt zu werden „Allen Respekt vor Ihrer Wmenschaft, Herr Doktor," rief der Rendant,„aber dieses Verlangen scheint mir begreiflich und ganz erklärlich, und ich kann mir denken, wenn ein Mensch in der Anstatt zurückgehalten würde, der geistig so kerngesund ist, wie ich und wir Alle, daß er gerade am meisten Verlangen haben würde, die Anstalt wieder zu verlassen."_ „So urthcilen Sie mit Ihrem Larenverstande. meine Herren," belehrte ihn der Direktor.„Ich will Ihnen einen Beweis vom Gegentheil geben und brauchte Ihnen nur den Namen einer gewissen Baronin zu nennen." Er winkte mit dem Kopfe seitwärts nach dem hinter dem Büffet thronenden Gastwirth, eine Geste, welche bedeutete, daß er in Gegenwart Unberufener den Namen nicht nennen werd». „Ob sie wohl in diesem Jahre auch wiederkommt?" fragte ' wahrscheinlich! Sie kommt ja jedes Jahr um dieselbe Zeit," erklärte der Direktor., � r. „Was hat es denn mit dieser Baronin zu bedeuten?" fragte � ,?Ja,"daseist eine Geschichte, die uns viel Kopfzerbrechens macht." antwortete der Direktor.„Ich meinerscils studire über diesen außerordentlichen Fall schon zwölf Jahre, ohne der Sache auch nur im mindesten auf den Grund gekommen zu sein." „Der Fall ist in der That ein ganz merkwürdiger!" stimmten die Kollegen bei. „Und worin besteht dieser merkwürdige Fall?" fragte Mr. Thompson, dessen Neugierde sich nun umsomehr ge- steigert hatte. „Ich werde es,"ihnen sagen, Thompson ," nahm der Direktor mit wichtiger Miene das Wort, nachdem er sich vor- tzer noch einmal durch einen derben Echchluck gestärkt hatte. .z wird am Besten sein, wenn ich hier eine Prophezeihung Greche." Spanien. Anläßlich der Straßcntumulte in Madrid sind nach den neuesten Meldungen über 100 Personen verhaftet worden, u. A. auch zwei Professoren. Die Zahl der Verwundeten, unter denen sich auch Leute befinden, die aus purer Neugier sich Unannehmlichkeiten zugezogen haben, be- lrägt mehr als 30. Der Unterrichtsmin'ster hat die Entlassung des Rektors der Universität und des Dekans der juristischen Fakultät angenommen. Der Zivilgouverneur hat an die Be- wohner der Hauptstadt eine Proklamation erlayen, allen De- monstrationen fern zu bleiben, zumal die Tumultantcn nach der gesetzlichen Aufforderung, den Platz zu räumen, durch die bewaffnete Macht zerstreut werden würden. Türkei. Uebcr den Widerstand der türkischen Truppen gegen ihre Vorgesetzten brachten wir vor einigen Tagen in unserem Blatte bereits einen kurzen Bericht. Jetzt verlautet über die Vorgänge noch Folgendes: Seit 20 Monaten hatten dieselben keinen Sold mehr erhalten. Als nun Marschall Achmet Ejub eine Revue über die Kavallerie abhielt, weigerten sich die Soldaten, ihren Offizieren Gehorsam zu leisten. Darauf traten 3 Sergeanten vor, zeigten: auf ihre zerrissenen Uniformen(nicht einmal Hemden halten dieselben!) und erklärten, daß die Leute sich weigerten Dienst zu lhun, wenn sie nicht bezahlt und gekleidet würden. Tarauf sandte Achmet Ejub nach Infanterie, um die Kavallerie zu um- ringen, allein die Infanterie weigerte sich ebenfalls zu ge- horchen und gab dieselben Erklärungen ab, wie die Kavallerie. Dasselbe that die Artillerie, als sie vorrücken sollte. Dar- auf telegraphirte Ejub nach Konstantinovcl und erhielt zur Antwort, die Truppen Delegirte ernennen zu lassen, nm ihre Beschwerden zu begründen. Die Delegirten verlangten Zah- lung der Rückstände und Verminderung der Dienstzeit um 2 Jahre- Die Regierung nahm diese Bedingungen an und es wurde den Soldaten ein zweimonatlicher Sold ausgezahlt. — lieber den Aufstand der Araberstämmc in Südarabicn hört man sehr wenig. Es ist jedoch sicher, daß er weit entfernt ist, unterdrückt zu sein, trotzdem die türkische Regierung unaukhör- lich Tcupven nach Bemcn schickt und etwa 10000 Mann türkischer Soldaten gegen die aufständischen Beduinen im Felde stehen. Nußland. Nach einer Meldung des armenischen Blattes „Aurora" aus Tiflis hat die russische Regierung schon die nö- thigen Anordnungen wegen der Besetzung des Khanats von Khiwa und dessen Einverleibung in das russische Reich ge- trotzen, mit deren Durchführung nun der Generalgouverneur von Taschkend betraut werden soll. Der Khan Mohamed Erz Rhaman-Bahadur, der ein Abkömmling des großen Welt- erobcrers Tamerlan ist, soll depossedirt und mit einer Pension abgefertigt, sein Land mit dem schon translasvischen Gebiete und dem erst kürzlich aneltirten Bezirke von Merw zu einer Provinz verschmolzen werden, die den Namen Amu-Darja- Gouvernement führen wird. Dänemark. Die dänische Zeitung„Nationaltidende" bringt in einer ihrer letzten Nummern einen scharfen Artikel: „Dänemarl's Nothwehr", der sich gegen die von der preußischen Regierung vorgenommenen Ausweisungen von Dänen aus Schleswig richtet. In Dänemark, sagr der Artikel, wohnen Deutsche zu Hunderten, zu Tausenden, Landwirthe, Fabrikanten, Handwerker, Kauflcute, sie leben ungestört, genießen die Wohl- that des Gesetze?, ziehen Vortheil aus dem freien und gleichen Recht auf Erwerb. Keiner belästigt sie. Sie dürfen ihre Häuser mit den Bismarcks und des Kaisers, Moltke's und des Kronprinzen schmücken und mit deutschen Fahnen behängen, ohne daß die Behörde es ihnen verbietet. Dänemark achtet den Brauch der zioilifirtcn Völker und erweist den Untetthanen fremder Mächte seine Gastfreundschaft. Dann heißt es weiter: „Ist Dänemark denn ganz wehrlos? Kann es gar nichts tbun, um das Recht seiner Bürger südlich von der Königsau zu schützen. Ein Mittel gicbt es noch, das etwas wirken kann, wenn es mit Kraft und Mäßigung zugleich an- gewandt wird. Dänemark muß Gegenmaßregeln ergreifen. Für jeden dänischen Unterthan, der ohne einer Uebertretung preußi- scher Gesetze überwiesen zu sein, aus Schleswig vertrieben wird, muß ein Deutscher, am besten ein Preuße, aus Däne- mark verjagt werden. Die großm Bäume sind zuerst zu wählen: je bekannter ein hier ansässiger. Deutscher ist, je größer sein Betrieb, desto mehr wird die Vergeltung gefühlt werden, desto größeres Aufsehen wird seine Ausweisung erregen. Zug um Zug! Nur eine Ausweisung eines Deutschen aus Dänemark für jede Ausweisung eines Dänen aus Schleswig. Nicht mehr. Jeder einzelne Fall muß genau festgestellt sein: aber dann muß auch die Vergellung unmittelbar darauf folgen, muß ebenso schonungslos sein wie die Handlung, deren Erwiverung sie ist. Ob die Regierung durch das Gesetz berechtigt ist, Fremde ohne Weiteres auszuweisen, ist allerdings zweifelhaft, aber gute Gründe können dafür angeführt werden. Jedenfalls ist es ja eine innere Angelegenheit, und eine Regierung, die unter den vorliegenden Umständen von ihrer Macht Gebrauch macht, würde kaum zur Verantwortung gezogen werden. Will man indessen eine ausvrvckliche gesetzliche Gewähr haben, dann wird der Reichstag gewiß, ohne sich von Partenückfichten hin- dern zu lassen, im Laufe weniger Tage ein Gesetz annehmen, „Eine Prophezeihung?" „Ja, ich sage ein Ereigniß so bestimmt voraus, mit allen Details, daß ich wie ein Marktschreier erscheinen würde, wenn nicht meine Kollegen mir bestätigen würden, daß die Prophe- zeihung buchstäblich eintreffen wird." „Sic machen mich in der That neugierig, Herr Doktor! Was vrovhezcihen Sie?" „Im Frühling dieses Jahres, April oder Mai, werden Sie einen Wagen vor unserem Thore halten sehen. Aus demselben steigt eine bleiche Dame: sie begehrt Einlaß, durchschreitet den Vorhof wie Jemand, der in dieser Anstalt zu Hause ist, denn sie kennt alle Wege und Räumlichkeiten der Anstalt so gut wie wir Alle, und vielleicht besser als meine jüngeren Herren Kollegen." „Ei! und wer ist diese Dame?" „Diese Dame ist eine Baronin, deren Name auszusprechen ich hier kein Recht habe, junger Mann." „Und wohin geht die Baronin?" „Sie kommt direkt zu mir und bittet um ihre Aufnahme in die Anstalt. Sie hat eine Summe Geldes bei sich, welche das Fünffache des Honorars beträgt, das wir sonst von be- gütenen Kranken beanspruchen. Ich finde an ihr keine Spur von Wahnsinn: trotz dessen behauptet sie, wahnsinnig zu sein." „Gicbt sie denn an, irgend eine fixe Idee zu haben?" «Nein! So viel ich auch schon hin- und hergcfragt habe, ich finde keine Spur einer fixen Idee. Das Einzige vielleicht eine gewisse Melancholie, eine Traurigkeit, die lief in ihrem Herzm fitzt, und sich herzuschreiben scheint von dem Tode des Gatten dieser Dame." „Also sie hält sich für wahnsinnig, ohne es zu fem?" „Genau, wie ich es Ihnen sage, keine Spur von Wahn- finn! Sie läßt fich nicht abweisen, sondern bleibt in der Anstalt und selbst wenn man fie und ihr sürstliches Honorar zurück- weisen wollte, sie würde uns durch Bitten rühren, ste anzu- nehmen." „Woher wissen Sie das, Herr Direktor?" „Ich erwähnte, daß seit zwölf Jahren jedes Jahr sich dieser Fall wiederholt." „Also sie verläßt die Anstalt zuweilen wieder?" „Jedesmal im Anfang des Dezember erklärt fie mir, daß fie sich gesund fühle. Natürlich weiß ich, daß ste es ist, denn ste ist ja niemals krank gewesen. Ich antworte ihr, daß mich das sehr erfreut und entlasse sie." „Das ist in der That ein außerordentlich merkwürdiger Fall," gab Mr. Thompson zu, den die Geschichte interesfirte. welches ste giebt. Es kann kurz sein. Es wird genügm, wenn eS sagt, daß der Regierung das Recht zusteht, jeden deutschen Unterthan, dessen Aufenthalt sich„unangenehm" zeigen möchte, mit einer dreitägigen Frist aus dem dänischen Reich auSzu- weisen, einen für jeden dänischen Unterthan, der als„lästig" von Schleswig ausgewiesen worden ist. Das Gesetz könnte ja vorläufig auf ein Jahr geltm. Dänemmi ist unzweifelhaft zu völkerrechtlicher Nothwehr berechtigt. Ueberall in der ganzen nichtdeutschen Welt wird man es in der Ordnung finden, daß Dänemark Vergellung übt. In Berlin wird man doch viel- leicht stutzig werden und sich bedenken. Auf diesem Wege könnte dann möglicherweise das friedliche nachbarliche Verhätt- niß wiederhergestellt werden. Alle Dänen wünschen mit dem mächtigen Nachbar auf einem guten und freundschaftlichen Fuße zu leben. Aber es giebt eine Grenze für die Kränkungen, die ein Staat, selbst ein kleiner Staat, ertragen kann." Grohbritannien. Einiges Aufsehen erregt es in Eng- land, daß in London ein Richter den wegen Verleumdung an- geklagten Sohn des Lord-Oberrichters Coleridge freisprach und den Kläger zu den Kosten virurtheilte, obwohl die Jury den Angeklagten für schuldig erkiärt hatte und zu einen Schadenersatz von 3000 Pfund Sterling verurtheilt wissen wollte.— Das„Bcrl. Tagebl." bemerkt dazu: Für die sonst hochgerühmte Rechtspflege in England erscheint die Affaire nicht angenehm, doch wird wohl das rückhaltlose Auftteten der Presse Wandel schaffen.— Wir glauben nicht, daß die Presse Wandel schaffen wird, denn die„derühmte" Rechtsvflege in England läßt noch sehr viel zu wünschen übrig nnd die eng- lische Presse, welche nur die Interessen des Manchesterthums vertritt, wird nicht einstlich gewillt sein, den wirklichen Rechts« standpunkt zu vertreten: fie wird nach einigen harmlosen"Aus- fällen, diese und ähnliche Kleinigkeiten mit dem Mantel der „Liebe" zudecken. Egypten. Der Oberstkommandirende der englischen Trupven General Wolseley scheint, seitdem er von Dongola auS das Terrain zu rekognosziren Gelegenheit hatte, von seinen früheren optimistischen Ansichten in Betreff der Expeditisn zurückgekommen zu sein. Nur so ist es er- klärlich, daß der für die Milte dieses Monats in Aussicht genommene allgemeine Vormarsch abermals verschoben wurde. Das Gros der Armee soll erst Ende November Assuan verlassen, demnach könnte der Beginn des eigent- liehen Feldzugcs gerade in die Zeit der Weihnachten fallen. Die Gesammtstälke der Engländer in Egyvten beläuft sich jetzt auf 10000 Mann, von denen über 0900 von Assuan stromaufwärts echelonnirt sind. Sie sollen in Tebdeh konzentrirl werden und von dort an nickt weiterhin zu Wasser befördert werden, sondern durch die Wüste auf Khartum marschiren, weil die Beförderung auf Booten sich als so zeitraubend berausgestellt hat, daß die Ankunft der ersten Truppen selbst in Tongola noch lange auf fich wird warten lassen. China. Wie unter vorgestrigem Datum aus Shanghai gemeldet wird, bereitet die chinestchsche Flotte fick vor, Formosa zu verlassen. Man glaube dort, daß Die französischen Forderungen, die Ausführung des Tienlsiner Vertrages, die Be- sctzung von Kelung und Tamsui für fünf Jahre seitens der Franzosen, und eine chinesische Abbitte für die Affaire von Longson umfassen. Tie Ehinc>en andererseits behaupten, da» die Katastrophe zu Langson die Schuld der Franzosen sei und sie verwerfen die ihnen angebotenen Bedingungen gänzlich, da sie glauben, daß die Franzosen in dem Falle Formosa behalten würden.— Da haben die Ehinesen einen ganz richtigen Glauben! In der Republik Argentinien tritt am 1 Januar ein neuer Zolltarif in Kraft, welcher sich in seiner Erhöhung de» Zolls auf gewisse Spritsorten, besonders auf den Hamburger Ämssprit weniger günstig für die Exvorteure stellt. Auch die Erhöhung des Zolls auf Zucker um 60 Pf. per Kilo berührt Deutschland sehr. Mrlamenwriscltes. Für den Ban des Reichstagsyauses enthält der dew Reichstage soeben zugegangene Reichshaushaltsetat für 188a:# die Summe von 1 000 000 Mark. Nach Dem Bauprogramw soll im Jahre 1885 außer dem Reste des Kellergeschosses nur ein Theil des Erdgeschosses zur Ausführung gelangen. aber schon während de3 nächstjährigen Winters ein Theil drS- jenigen Rohmaterials beschafft und bearbeitet werden soll, t#' ches erst im Jahre 1886 zur Verwendung kommt, so find# dem Etat die für daS ganze Erdgeschoß erforderlichen Gc� mittel von 1 000000 Mark in Ansatz gebracht. Im Einzklnfl. betragen dieselben 11 für die RohbamArbeitm einschließe� Material 430000 Mark., 2) für die Werksteinverblendl"? 320000 Mk und 3) für die Gerüste zum Versetzen der steine, für Beschaffung von Schiebebühnen. Winden. KrahntU- Geräthcn und Hilfseinrichtungen, sowie für die Bauleit»™ 250000 M. Für das laufend- Etatsjahr waren 2 000000 � für diesen Bau angesetzt. „Wie gesagt." fügte der Direktor hinzu,„wir uns seil zwölf Jahren den Kovf darüber: wir fragen un Was bewegt diese Dame, in die Anstatt aufgenommen r werden?", «Ich sage," erklärte Hancoc,„fie hat Ursache sich gen zu hallen, und da ste weiß, eS ist bei uns Prinzip- wir keinem Unberufenen Auskunft über die Bewohner ver- statt geben, so glaubt sie, bei unS ganz sicher zu sein." ,t „Das Eigenthümliche ist nur," sagte der Oekonom,-M-' genau zwei Drittel des Jahres sich verbirgt und ein*'n deS Jahres sich nicht zu verbergen für nöthig findet."„«i „Sie haben versucht, sie gewaltsam aus der Anst"» entfernen?" fragte Mr. Thompson wißbegierig. uiK« „Ich habe ihr die Aufnahme verweigert," war die � wort:„aber ich mußte ihren Bitten und ihren AnerbietuW�, die der Anstatt ja nur zum Vortheile gereichen, ick»" geben."... j# „Wie, wenn man sie einmal, gerade im Gegen":' Ihrem Verfahren, verhinderte, die Anstalt zu verlassen. Mr. Thompson.,.. G-l- Ein höchst verächtlicher Blick des Direktors traf«hw chen Zweck sollte das haben, Mr. Thompson, wenn>»' darf?"..„ ßßl Der junge Mann war durch den gerinaschätzenven- seines Ehefs beschämt und schlug die Augen meder. jdj eben nur den Einsall und dachte mir, daß ihr WahvttN"» nur darin besteht, das sie sich vom Dezember bis M#*» � fühlt, wo sie krank ist, und sich vom März bis zum 4. krank fühlt, wo sie gemnd ist." � Ein mitleidiges Lächeln und allgemeines AckKlZ".jff Herren Kollegen belehrte ihn, daß diese Anschauung lich unreife sei, und daß man ihm dieselbe nur sclner\ wegen verzeihe.., n „Ick muß gestehen," sagte Hancoc,„daß. abgctt" der Eigenthümlichkeit des Falles, die Geschichte etwas liches bat." „Unheimliches? Wieso?" fragten Alle. w(r u«' Mr. Hancoc wollte fich näher erklären, da warv krochen durch ein heftiges Pocken gegen die Fenster „Ei. zu so später Stunde?" ertönte ein Gebrum dem Büffet hervor. (Fortsetzung folgt.) um & wenn tfchen möchte, andzu läftig" fönnte felhaft ganzen n, day viel Wege erhält it dem tlichen ungen, Eng ng an eridge bwohl und zu rtheilt Für die Affaire Cen der Breffe ege in Ee eng thums RechtsAus tel der lischen ongola 2, Don Der es er ussicht choben wember eigent fallen. Luft fich Affuan entritt fördert chiren, aubend felbst anghai ormofa Forde e Be 16 der re von n, daß ei und Lich, da ehalten chtigen ar ein ng des mburger uch die berührt er dem 1885/89 gramm es nur 7. Da eil des , wel ind in Geld nzelnen ließlich endung Wert rahnen, leitung 000 M brechen n und: men zu Derbor zip, daß Der An „ daß fie Drittel aftalt u Die Ant tungen n nad theil zu meinte Wel fragen en Blid Sch batte n gerade gefund Dezember den bet ne gany Sugend hen von Unbeim er unter den. The hinter Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 4. Sizung vom 27. November. Präfident v. Wedell- Piesdorff eröffnet die Sigung um 121 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Burchard, Dr. Stephan, v. Caprivi u. A. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Etats für das Jahr 1885/36 in Verbindung mit dem Anleihegeses für Zwecke des Reichsheeres, der Marine und der ReichsGisenbahnen. hat auch eine gute Finanzlage im Gefolge. Wem die Zukunft des Reiches am Herzen liegt, der helfe uns mit aller Kraft den Staatsmagen auf dem abschüssigen Wege aufzuhalten, auf dem er sich befindet.( Beifall links.) Abg. Frhrr. zu Frankenstein( Bentrum): Seine Partei werde für alle Erhöhungen stimmen, für die der Nach weis der Nothwendigkeit ei bracht sei. Im Prinzip sei das Zentrum nicht für Erhöhung der Matrikulatbeiträge, um durch das Defizit des Reichs die Finanzen der Einzelstaaten nicht in Unordnung zu bringen. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen sei größte Sparsamkeit geboten. Abg. Frhrr. v. Malzahn( Gülz)( deutsch- konservativ) erklärt sich für eine eingehende Berathung der bekämpften Personen durch die Budgetkommission, wo sachlich geprüft werden könne, was an den erhobenen Einwendungen richtig sei, namentlich sei das in Bezug auf die Bedenken gegen den Militär- und Marineetat geboten. In Bezug auf die Bauten, besonders die Postbauten, bemerke er, daß ein geschmackvolles Aeußere allein den Bau nicht merklich vertheuere. Die Unterbilanz von 41 Millionen höre fich viel schlimmer an als es in Wirklichkeit sei. Wende man einen gleichen Rechnungsmodus an, so habe man 1875 ein größeres Defizit gehabt als gegenwärtig. Die Bedürfnisse des Reiches feien aber mit der Zeit größere geworden und sie mußten befriedigt werden. Die Schulden des Reiches brauchen nicht allein durch die ReichsEisenbahnen gedeckt zu werden. Die gegenwärtige finanzielle Lage sei namentlich durch die Haltung der Linten den neuen Steuern gegenüber verschuldet( Bustimmung). Die Rechte müsse sich entschieden gegen eine Erhöhung der direkten Steuern erklären. Eine rechtzeitige Reform wäre allerdings für die Rübenzucker- Industrie sehr heilsam gewesen; heute aber sei diese Reform sehr bedenklich. Einer Reform der Spiritussteuer stimme er zu, wenn die inländische Landwirthschaft nicht darunter leide. Der Getreidezoll sollte fein Finanz-, sondern nur ein Schutzzoll sein, bei dem niedrigen Sage habe er aber diesen Charakter garnicht. Einen zu hohen Zoll auf Getreide werde sich die Bevölkerung nicht gefallen lassen. Die Lage der Landwirthfchaft sei aber eine anerkannt traurige und bedürfe der Aufbefferung. Es sei irrig, zu behaupten, daß nur der Großgrundbesitz von den Kornzöllen Vortheil habe. Habe aber der Landmann eine gute Einnahme, so wirte das auf alle Er Landmann eine gute Einnahme, so wirke das auf alle Erwerbe klaffen zurüd. Ein entsprechender Getreidezoll schiebe aber namentlich dem infamen Börsenspiel in Getreide einen Riegel vor( Sehr richtig!), das das Getreide vertheuere. Solche Geschäfte müssen stärker besteuert werden und zu diesem Zwecke haben die Konservativen bereits einen Antrag vorbe reitet.( Beifall rechts.) Fahrdamm beschreiten müssen, man denke nur an die unzähli gen Befizer von Hundefuhrwerken, die tagtäglich das Pflaster der Residenz bevölkern. Die Stiefelfohlen dieser Leute find dem zerfeßenden Einfluß des Salzes ebenso ausgesetzt wie der Schnee, diese Leute tlagen bitter darüber, daß ihnen in den legten Tagen die Stiefelsohlen vollständig zerfressen find. Für Jemanden, der sich mit einem Hundefuhrwerk sein Brot verdient, verliert dieser Umstand viel von seiner Tragikomit, die er vielleicht für andere Leute haben mag, es ist das immerhin ein ziemlich empfindlicher Verlust. Wir Menschen opfern aber höchstens nur die Stiefeln, die armen Hunde, welche den Wagen ziehen, find aber noch nicht soweit von der Kultur bes leckt, daß sie ihre Glieder künstlich schüßen können, sie laufen eben barfuß, und das Salz zerfrißt ihnen das Fell. Es ist wunderlich, daß der Thierschußverein hieran noch nicht gedacht hat, es würde fich ihm hier ein fegensreiches Feld seiner Thätigkeit bieten. Aber selbst im Interesse der Pferdebahngesellschaften würde es liegen, eine andere Methode einzuführen, die Geleise schnees frei zu erhalten, denn wir glauben nicht, daß das Streusalz gegen die Pferdehufe rücksichtsvoller sein wird als gegen die Stiefelsohlen der Menschen. Wenn die Pferde vielleicht auch gehörig gereinigt werden, so tann es doch ihnen unmöglich zum Vortheil gereichen, wenn fie tage vielleicht wochenlang folchen verderblichen Einflüssen ausgesezt sind. Man dente fich nur die Qual eines solchen Thieres, welches vielleicht mit einer munden Stelle am Huf den ganzen Tag über in der salzigen Masse traben muß. Die Menschlichkeit und die Rücksicht auf den pekuniären Vortheil erfordert es, daß hier Abhilfe geschaffen wird. g. Das Fehlen einer Wartehalle für das die Pferdebahn benusende Bublifum auf dem Dönhofsplatz wurde besonders gestern Abend bei dem heftigen Schneegestöber empfunden, als in Folge einer größeren Verkehrsstörung in der Lindenstraße vor dem Kammergerichtsgebäude das Eintreffen der Pferdebahnwagen auf dem Dönhofeplate fich eine gecaume Beit verzögerte und so das fahrlustige Publikum, ca. 50 Personen, gewungen war, an der Abfahrtsstelle fich Wind und Wetter auszuseßen. Ueberhaupt wäre es nicht mehr als billig, an den frequentirten Punkten, wie dies am Rosenthaler Thore bereits in anerkennender Weise geschehen, Warte hallen zu errichten, namentlich dort, wo der Platz für dieselben es zuläßt. Zu Sur Einleitung der Berathung ergreift das Wort der Staatssekretär v. Burchard: Bevor ich auf die Begründung des Ihnen vorgelegten Etats näher eingehe, muß ich der sowohl durch die Presse, als auch in parlamentarischen Kreisen verbreiteten Behauptung widersprechen, daß wir vor einem De fit und namentlich vor einem solchen von 42 Millionen stehen. Diese Behauptung beruht einmal auf einer Verkennung der Berhältnisse, und sie ist ferner auch thatsächlich unrichtig. Bei der Lage des Reiches, für welches die Einzelstaaten die Mehr ausgaben durch Erhöhung der Matrikularbeiträge aufbringen müffen, tann von einem Defizit überhaupt nicht die Rede sein, denn wenn wir es als Defizit bezeichnen wollen, wenn die eigenen Einnahmen des Reiches hinter den eigenen Ausgaben zurüdbleiben, so hätten wir bisher stets ein Defizit zu verzeichnen gehabt. Der Staatssekretär geht hierauf auf den Etat felbst ein, indem er eine kurze Uebersicht über die Resultate des abgelaufenen Etatsjahres 1882/83 giebt und daran eine furze Uebersicht über die Ergebnisse des laufenden Etatsjahres knüpft, welche allerdings nur auf muthmaßlichen Schägungen beruhen, die für die ersten fteben Monate aufgestellt seien. Das Bild, welches diese Schägungen ergeben, jei allerdings sehr wenig erfreulich. Es haben sich zwar Mehreinnahmen ergeben in Höhe von mehr als zwei Millionen Mark; Mehreinnahmen baben sich fast bei allen Verwaltungszweigen herausgestellt, namentlich bei der Salz, Brau- und Branntweinsteuer. Diesen Rebreinnahmen steht eine sehr erhebliche Mindereinnahme gegenüber und zwar lediglich bei der Hübenzuckersteuer in Höhe on etwa 21 Millionen, in welcher Höhe die Baareinlage der Steuernden hinter den Voranschlägen zurückbleiben. Der Fehl betrag des laufenden Jahres wird sich auf 14 400 000 beziffern. Der gegenwärtige Etat schließt mit einer Mebr forderung an Matrikularbeiträgen von 41 Millionen Mark eb. Die Ausgaben, sowohl die einmaligen, wie fortlaufenden, find erheblich gestiegen, die ersteren um 12,' die legteren um 8 Mill. Mart. Diese Mehrausgaben, in Verbindung mit den Einnahme- Ausfällen ergeben zusammen eine Wehr belastung der Einzelstaaten um 40%, Millionen Mart. Bei der Tabalssteuer werde etn Ausfall von über 3 Millionen Marf eintreten; ein fehr erheblicher Einnahmeausfall wird sich wiederum bei der Rübenzuderficuer ergeben. Es ist vollständig unmöglich, fich ein Bild darüber zu machen, wie hoch sich diese Ausfälle belaufen werden, weil man nicht weiß, wie fich die Ausfuhr des Rubenzuders ftellen wird. Dazu kommen Ausgaben, welche im Interesse des Reiches nicht abgewiesen werden fönnen, z. B. die projeftirte Subventionirung der Dampferlienien; auch werden die Regelung des Militär- Heliktenwesens, das Pensionsgesetz 2c. eine erhebliche Steigerung der Bedürfnisse herbeiführen. Trozdem fann die finanzielle und wirthschaftliche Lage des Reiches nicht Lage irgend eines anderen Landes. Die meisten Bedrückungen ruhen bei uns in der Heranziehung der direkten Steuern; ob die verbündeten Regierungen Borschläge zur Reform derselben machen werden, bin ich zu sagen nicht in der Lage, Prüfen Sie, ob es möglich ist, Ausgaben, welche angemeldet sind, zutüdjustellen, ohne die Interessen des Reiches zu schädigen. tommen, daß es nothwendig ist, auf der Bahn der Steuerreform einen wesentlichen Schritt vorwärts zu machen.( Bei- jährigen Etat noch keine Etatsansäge gemacht waren. Die ausfall rechts.) Abg. Richter( Hagen, dfr.): Der vorliegende Etat beart Abg. v. Benda( nationalliberal): Man habe immer befürchtet, daß ein Rückgang der Einnahmequellen eintreten werde, habe aber nicht geglaubt, daß derselbe so bedeutend sein werde. Die Rübenzudersteuer sei zu einer wahren Landesfalamität geworden und ihr müsse mit allem Nachdruck entgegengetreten werden. Uebrigens werde sich die Zukunft unserer Steuerreform nicht ganz so schlimm darstellen, wie man es behauptet. Aehnlich wie sich in Preußen die Steuerverhältnisse gehoben hätten, werde dies auch im Reiche der Fall sein. Die Nationalliberalen würden gern für die Bewilligung neuer Steuern stimmen, wenn deren Nothwendigkeit nachgewiesen werde. Namentlich sei die Besteuerung des mobilen Kapitals und des Branntweins beim Konsumenten wohl durchführbar. Mit Initiativ- Anträgen zu kommen, müsse seine Partei ablehnen, das sei Sache der Regierung. Es sei mancherlei im Etat, das gestrichen und erspart werden fönne. Wenn der Bundesvertreter darauf hinweise, daß andere Staaten noch ungünftiger dastehen als wir, so sei das ein schlechter Trost. ( Beifall.) Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff wendet sich gegen die Angriffe Richters wegen der an der russischen Grenze in Angriff genommenen Bauten, für die im vorwärtigen politischen Verhältnisse gestatten ihm nicht, sich hier so offen zu äußern, um die Gründe klar darzulegen; er versichere aber, daß es zwingende Gründe waren, welche die schleunige Irangriffnahme nothwendig machten. Redner stellt nähere Angaben für die Kommission in Aussicht. Auffällig ist es aber, daß die Herren, welche jetzt die Monitas ziehen, nicht schon früher deshalb die Regierung interpellirten. Uebrigens sei ein analoger Fall die Truppenkonzentrationen in Elsaß Lothringen 1876, für welche die Kosten auch nicht im nächsten Reichstag Minister ist gespannt auf die deutet den vollständigen Zusammenbruch, das Fiasko der Wirthfnaftepolitit, welche der Reichskanzler seit dem Jahre 1878 be trieben hat( Sehr richtig!) Von der Steuerreform steht man nichts weiter als eine fortwährende Erhöhung der Einuns über den Begriff des Defizits streiten, nachdem wir aus dem Vortrage des Herrn Schatsekretärs gehört haben, daß Finanzminister von Scholz hat im preußischen Abgeordneten Vorschläge Richter's, mit denen dieser Ersparungen im Etat machen will, die Verwaltung sei bei den Ansägen sehr sorgfältig zumerke gegangen. Eine Herabminderung des Etats sei nur durch eine Herabseßung der Friedenspräsenzstärke möglich, dadurch werde aber die Wehrhaftigkeit des Landes er bause dem Reichskanzler wiederholt seinen Dank dafür ausge sprochen, daß das Reich nicht mehr als Koftgänger bei den Einzelftaaten anzuflopfen brauche, und nunmehr sehen wir, tag das Reich wieder betteln gehen muß an den Thüren der Einzelstaaten. Mit der Steuerreform sollen die Einzelstaaten heblich geschwächt. Er werde deshalb an dem bestehenden entlastet werden, und die Regierung hat ftets die Fiktion gefeßlichen Bedürfnisse festhalten. aufrecht erhalten, als ob es sich bei jeder neuen Steuere darum bandle, den Einzelstaaten zur Abschaffung von Steuern die Mittel zu gewähren. Hätten wir das Tabakemonopol bewilligt, so hätten wir dieses Uebel, und die Umstände, zu deren undurchführbar bewiesen. Bundestommiffar Finanzminister v. Scholz: Der Abgeordnete v. Benda erlenne mancherlei Bedürfnisse an, scheine aber feine Luft zu haben, die dafür erforderlichen Mittel zu bewilligen, Herr v. Benda hätte sich doch über diese Projekte Beseitigung das Tabakemonopol dienen sollte, wären nicht näher aussprechen sollen, denen er zustimmen will. Dos einmal vermindert. Die ganze Finanzpolitik hat sich jest als Prinzip der Steuerreform ging dahin, das Reich selbst: Die Hauptschuld an der gegenständig zu machen und Die nun sei es nothwendig, die Bedürfnisse zu decken, bevor man die Ueberschüsse auszahle. Wer hat denn in Preußen die Aufhebung der dritten und vierten Stufe der Klassensteuer gehin. bert? Eben jene Herren( links). Niemals hat die Regierung eine neue Steuerquelle nur zu dem Zweck verlangt, eine bloße wärtigen schlimmen Lage trägt übrigens die fortgesezte Steige- womöglich Ueberschüsse zu erzielen. Dies Biel sei erreicht, und rung des Militär- und Marineetats. Wenn wir darin so fort fahren, wie bisher, dann wird unsere finanzielle Lage bald eine schlechtere sein, als in anderen Ländern. Die Frage der Dienstzeit ist jest nicht mehr eine bloß vollewirthschaftliche Frage, fte fängt auch an, wieder eine finanzpalitische Frage zu Veranlassung geben, mit allen Neubauten, sowohl den miliwerden. Eine Finanzlage, wie die gegenwärtige, sollte auch Verschiebung der Steuerlast herbeizuführen; fie verlangte ste tärischen, wie den Bofibauten so lange einzuhalten, bis die Finanzlage wieder eine günstigere geworden ist. Redner tabelt Die übermäßige Indienststellung bei der Marine, wodurch wiederum die genügende Ausbildung des Personals verhindert werde, und folgert daraus, daß die Marineverwaltung mit der trägliche Einnahmequellen giebt. Ausdehnung des Materials nicht so schnell vorwärts gehen nur für neue Bedürfnisse. Die Rübenzuder Stalamität, deren Anfang Niemand voraussehen konnte, ift teine vereinzelte Erfcheinung, fte ist eine internationale Ralamität. Wenn Sie bedenken, was die deutsche Nation jährlich fürs Rauchen und Trinfen ausgiebt, werden Sie erkennen, daß es noch sehr einDie Debatte wird hierauf vertagt. In einer persönlichen follte. Bei der Zivilverwaltung seien neue Beamte angestellt Bemerkung erklärt der Abg. v. Benda, daß Minister v. Scholz nicht erwähnt. Für die neuen Vorlagen des Ministers werde er flimmen, sofern sie ihm gefallen, sonst nicht. Schluß 4 dreiviertel Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr. Tagesordnung: Artrag Porich auf Sistirung des Strafverfahrens gegen den Abg. Dr. Franz und Fortsetzung der Etateworden, bei denen man auch Angesichts der Finanzlage fragen tönnte, ob sie gerechtfertigt seien. Der Gesammteindruck des Etats ist der, daß der richtige Finanzminister gefehlt hat, der den Forderungen der übrigen Reffortchefs im Intereffe der Steuerzahler die erforderlichen Schranken segen tonnte. Es ist dies Rein Vorwurf für den Herrn Schatsekretär, denn er ist ebenso berathung. wenig selbstständig, wie seine Kollegen. Ich behaupte, daß der Berfall der Rüben- Buderindustrie nicht soweit vorschreiten Tennte, als jrt geschehen, wenn wir einen selbstständigen Finanzminister hätten, der das Gefühl der Verantwortlichkeit in fich trägt. Bei der Zuckerindustrie haben wir die Erfahrung gemacht, wie die Subventionirung eines Industriezweiges durch Cine e natürliche Mehreinnahme in den Zollerträgen ist durch Lokales. cr. Das Streuen von Salz auf die Pferdebahngeleise bei starkem Schneefall ist im Interesse des öffentlichen Verkehrs entschieden geboten. Die Pferdebahn, die heute ein nothwen Den Staat zum Ruin dieser Industrie selbst führen muß. diges Bedürfniß geworden ist, ist gewissermaßen gezwungen, die vom Schatsekretär gegebene Uebersicht über die finanziellen Resultate des laufenden Etats nicht ersichtlich. Es sollen neue Einnahmequellen geschaffen werden, sagt die Thronrede, das beißt nichts anderes, als: neue Steuern. Es handelt sich einfach um eine Vermehrung an sich, und wir fühlen und manche Rücksichten schwinden zu lassen, das Publikum fordert eben fategorisch, bei jedem Wetter befördert zu werden. Leider bat fich aber bei dem bisherigen Verfahren, die Strecken der Pferdebahn mit Salz zu bestreuen, ein Uebelstand herausgestellt, der im Intereffe namentlich wenig bemittelter Leute abgestellt werden muß. Die Schwierigkeiten, die sich hierbei bieten, wird gewiß Niemand verkennen, es wird aber doch in diejenigen Mittel zu finden, welche ein Befahren der PferdeWir haben gestern gesehen, wie unsere Initiativanträge auf- allernächster Zeit eine Aufgabe der Technik werden müssen, genommen werden, allerdings, Vorschläge zu neuen Steuern würden günftiger aufgenommen werden. In der Thronrede bahngeleise auch ohne das Streuen von Salz ermöglichen. ist auf die Nothwendigkeit der pofitiven hebung des Arbeiterftandes hingewiesen; eine Regierung, welche eine Erhöhung beschränkt sich aber nicht allein hierauf, sondern es richtet seine der Getreidezölle herbeiführen will, wird nicht eine Sebung, Angriffe auch auf Gegenstände, die durchaus nicht für plögliche fondern eine Schädigung des Arbeiterstandes herbeiführen. Vernichtung bestimmt sind. Es giebt viele Leute, die, um Bebe Finanzlage ist das Abbild der Politik, eine gute Politit ihrem Gewerbe nachgehen zu fönnen, fortwährend den Das Salz hat die Eigenschaft, den Schnee zu verzehren; es b. Nur wenige Menschen sind unentbehrlich. ihnen tann sich der in legter Zeit mehrfach genannte Portier des Bentralhotels rechnen. Ein Erfaß für den Direktor ließe fich eher finden, als für ihn. Wie einst die Welt auf den Schultern des Atlas, so ruht das Bentralhotel auf den seinen. Er ist der Vertrauensmann der Gäste des Hotels, er der UniversalDolmetscher für daffelbe. Er beherrscht sechs fremde Sprachen und fonverfirt in einem Athemzuge englisch, französisch, dänisch, schwedisch u. s. w. Sein Gedächtniß sucht seines Gleichen. Noch nach Jahresfrist weiß er die Nummer des Bimmers, welches ein Fremder inne gehabt hat. Er ist eine Respektsperson in hohem Maße und man beauftragt ihn mit Geschäften aus den fernsten Ländern. Kurzum, er ist in seinem Fache ein Genie und für seine Stellung förmlich geboren. Als er einmal eine furze Zeit fort war, mußte man ihn schleunigst wiederholen, denn es ging nicht ohne ihn. Der Verdienst und das Verdienst des Mannes decken sich in diesem Falle vollfommen. N. Pferdebahnschlitten. Die Berliner Pferdebahngesell schaft hat, wie uns mitgetheilt wird, während des letzten Schnees falls versuchsweise auf der außerhalb des Weichbilds gelegenen Strecke Schlesisches Thor, Treptow"( als Fortsegung der Linie Die Spittelmarkt Treptow) Pferdebahnschlitten eingeführt. Schlitten waren äußerlich durch ein Schild Berliner Pferdebahn" tenntlich. Ob sich die Einführung bewähren wird, bleibt abzuwarten. g. Die Pferdeschinderei wird unzweifelhaft jetzt kaum anderswo in so empörender Weise betrieben, als in der Prenz lauerstraße. Da man hier an eine Säuberung der Straße von dem fußhohen Schnee und Schmuß wenig denkt, so sind die Führer der zahlreichen Rollfuhrwerke von ca. 10 in dieser Straße befindlichen Speditionsfirmen gezwungen, die Pferde auf das Aeußerste anzutreiben, um die stets schwer beladenen Rollwagen durch die Schmusmaffe zu bewegen. Oft genügen nicht 3 und 4 Pferde, um einen festgefahrenen Wagen von der Stelle zu bringen. Die Hui Hott" Rufe, das Schlagen mit der Peitsche auf die ermüdeten Pferde find kaum noch erträglich und währen vom frühen Morgen bis spät in die Nacht hinein. Derartige Schindereien könnten nur vermieden werden, wenn für eine Entfernung der Schneemassen mehr Sorge getragen werden würde. g. Der Schaden bei dem Brande auf dem Wöhlertschen Fabritetablissement in der Chausseestraße ist weniger für die betheiligten drei, nicht vier, Versicherungs- Gesellschaften ( Baseler, Breußische und Aachen- Leipziger), als für die städtische Feuersozietät ein großer. Das abgebrannte Gebäude ist mit 230,000 Mark bei der Sozietät versichert und der Schaden ein nahezu totaler. In diesem Gebäude hatten die drei genannten Privatversicherungsgesellschaften für ca. 20,000 Mark Maschinen afsekurirt, und da nach Angabe der Direktion von Diesen versicherten Maschinen nur für ca. 12,000 Mark in dem abg brannten Gebäude enthalten gewesen, so kommt bei der Entschädigung auch nur diefe Summe in Frage. Dagegen verlieren die Bankiers Gebrüder Arons unversicherte Maschinen c. von bedeutendem Werth, welche sie aus der Konkurs masse angekauft und in das abgebrannte Gebäude haben schaffen laffen. g. Eine heftige Detonation erschreckte gestern in später Nachtstunde die Bewohner des Hauses Alexanderstr. 26. Es stellte sich heraus, daß in der auf diesem Grundstück befind lichen Hutfabrik von Thamm und Levy der Deckel des Dekatirteffels, welcher an den Refsel angeschraubt ist, sich gelöst hatte und mit großer Heftigkeit gegen die Decke des Maschinenraums geschleudert worden war. Biz vor Kurzem waren die beiden Kesseltheile durch kupferne Schrauben verbunden, wur den dann aber von einem Refselfabrikanten durch gußeiserne Kessel ersett, ebenso mit derselben der Deckel befestigt. Noch vor ca. drei Stunden war der Refsel eingehend untersucht wor den. Glücklicherweise sind Verlegungen irgend welcher Art nicht vorgekommen, troß dem sechs Arbeiter in der nächsten Nähe des Kessels beschäftigt waren; ihnen gelang es sämmtlich, sich in Nebenräume zu flüchten, als der Deckel in die Höhe geschleudert wurde. N. Einbruchsversuch in ein Postamt. Ein Einbruchsversuch ist am Mittwoch Abend gegen 9 Uhr in dem Postamt 21. Thurmstraße Moabit verübt worden. Die Einbrecher scheinen bei Ausübung des Verbrechens gestört worden zu sein und sich so nur mit der Mitnahme der bereits abgebrochenen sehr werthvollen meffingenen Thürklinke begnügt zu haben. Obwohl sich auf dem Flur dieses Postamtes noch außerdem eine zweimal verschlossene Eisenthür hefindet, die derartigen Einbrüchen einen großen Widerstand entgegenzusetzen im Stande ist, so ist seitens des dortigen Postvorstandes doch be= ftimmt worden, daß von nun ab allnächtlich zwei Beamte, nicht wie bisher nur ein Beamter, den Nachtdienst versehen sollen. a. Ein bedeutender Einbruchsdiebstahl fand vorgefiern Abend in dem Hause Oranienstr. 186 statt. Als zu dieser Zeit die Ehefrau des in diefem Hause wohnenden Tischlermeisters Neumann von einem Ausgange zurückkehrend ihre im zweiten Stod belegene Wohnung betrat, fand fte diefelbe geöffnet und sämmtliche verschloffene Spinden und Kasten gewaltsam erbrochen. Während ihrer Abwesenheit hatten die Diebe die Wohnung durch Nachschlüssel geöffnet, da das Thürschloß un verfebrt war, und aus den erbrochenen Schränken Goldfachen im Werthe von 600 Mart sowie 700 Mart baares Geld stohlen. Zu ihrer Arbeit hatten sie fich einer Petroleum| Rüchenlampe bedient und dieselbe auf einem Tisch brennend stehen lassen. Der größte Theil der Goldsachen und eine Geldbörse mit 180 D. Inhalt hatten sich in einem Damenschreibtisch befunden, während in einem Wäschespind ein Bortemonnaie mit 500 M. in 3wanzigmarkstücken und ein Theil der Schmucksachen aufbewahrt waren. Beide Behälter waren mit Brecheisen gewaltsam erbrochen worden. Muthmaßlich ist der Diebstahl in der Zeit von 7-8 Uhr Abends ausgeführt worden. Von den Dieben fehlt bis jest jede Spur. daß die Zahlstelle im oben genannten Lokal vorläufig bleiben soll; daß dort am Sonnabend Abend Mitglieder und Bei träge aufgenommen werden. Für den Winter will der Vorstand 4 Bahlstellen errichten zur Erleichterung der Mitglieder. Die Kaffe bat ihren Sig in Dresden Der Verein der Kistenmacher feiert am Sonnabend, den 29. November sein 2. Stiftunsfest in der Berliner Reffource, Kommandantenstr. 57, und ladet alle Freunde, Be fannte und Berufsgenossen ergebenst ein. Für ein reichhaltiges Brogramm und gute Speisen ist bestens gesorgt.- Anfang 8 Uhr. General Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend, Sonntag den 30. November, Vorm. 10 Uhr, Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Referent: Baumeister Keßler L.- D.: Was bieten uns die freien Hilfskaffen gegenüber den Ortstassen. Eine große Versammlung der Berliner Hut- Arbeiter und Berufsgenossen findet Sonnabend den 29. November, Abends 8%, ühr, im Saale des Herrn Nübsam, Landsberger straße 31, statt. Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist er forderlich. tragspflicht nicht genügen kann, und so ohne seinen Willen aus dem Verein scheiden müsse. Herr Berger fann sich mit den Ausführungen seines Vorredners nicht einverstanden erflären und empfieht, diesen Antrag auf jeden Fall abzulehnen, da es die leste Beit gezeigt, daß bei den dreimonatlichen Restanten die Beiträge tros brieflicher Aufforderung äußerst spärlich eingingen und daber durch Stundung von 6 Monaten dieser Kalamität nur Vorschub geleistet würde. Sollte ein Mitglied in die traurige Lage verfegt werden, längere Zeit arbeitslos zu sein, so wird der Vorstand zu jeder Zeit, wenn fich das Mitglied an denselben wendet, die Stundung auf jeden Fall berücksichtigen. Zum Schluß der Diskussion forderte der Vorfizende die Versammlung auf, etwaige Anträge zur Statutenänderung dem Vorstande zur nächsten General- Verfammlung schriftlich einzusenden.- 3um zweiten Punkte der Tagesordnung, Weihnachtsbescheerung, macht Herr Flatom befannt, daß fich der Vorstand in seiner legten Sigung eingehend mit dieser Frage beschäftigt habe und der Versammlung eine Kommiffion von zehn Mitgliedern, deren Namen nach der Diskussion zur Verlesung gelangen würden, empfehle. Bei der hierauf folgenden Diskussion entspann fich eine ziemlich beftige Debatte, an welcher sich unter anderen die Herren Lange, Blum, Meyer, Haugt und Werdermann betheiligten. Nach Schluß der Diskussion wurde folgender von Herrn Nolle gestellter Antrag: Sch beantrage, eine Kommission von fünfzehn Mitgliedern aus der Mitte der Versammlung zu wählen", von der Versammlung angenommen. Beim dritten Punkte der Tagesordnung, Fragelasten, rügte Herr Berger die oftmals unsinnigen und die Zeit vergeudenden Fragen, er wünsche, daß dasselbe von den Vereinsmitgliedern für die Zukunft unterlaffen würde. Der Vorfigende machte auf die nächste Verscheinen. sammlung, welche in demselben Lokale am 2. Dezember stattfindet, aufmerksam und schloß hierauf die zahlreich besuchte Versammlung 11 einhalb Uhr. a. Bon den bei dem Kaufmann Pariser in der Großbeerenstraße gestohlenen Werthpapieren find nunmehr auch die noch fehlenden zwei 4/ prozentigen Stettiner National Sypotheken- Bfandbriefe Nr. 3866 und 6844 ermittelt worden. Dieselben find am verfloffenen Sonnabend, Mittags, also einige Stunden nach dem Einbruch, einem Banquier in Pots dam von einem unbekannten Manne, melcher angab nach Bremen reisen zu wollen, verkauft worden, von wo fie inzwischen an ein anderes Bankhaus in Berlin gelangt find. Der Unbekannte gab fich als ein Handelsmann Löwy aus Kempen( an der polnischen Grenze) aus, war ungefähr 60 Jahre alt, trug einen grauen Vollbart und war ziemlich gut gefleidet. N. Zwei wilde Schwäne hatten sich heute morgen auf der Spree hinter Moabit eingefunden und schwammen dort auf den offenen Wasserstellen umber. Als man sich ihnen vom Ufer nähern wollte, erhoben sich die seltenen Gäste unserer Gewässer und strichen in großem Bogen ab. Louisenstädtisches Theater. Die Zwischenzeit bis zur großen Weihnachts- Novität der Liliputaner- Gesellschaft wird burch eine hier vollständig neue Zauberposse mit Gesang Der Brillen August von E. Emmerich ausgefüllt. Diese Novität, welche am fommenden Sonntag zum ersten Male über die Bretter geht, hat eine brillante Rolle( Der Brillen- August) für das fede Soubrettchen Frl. Jda Mahr und ist der Eigenart der Zwerge, für die es seiner Zeit geschrieben worden, aufs trefflichfte angepaßt. Gerichts- Zeitung. Eine bekannte Taschendiebin und deren Gehilfin, die unverehelichte Alwine Palm und deren Stiefmutter Frau Schuhmacher Auguste Palm aus Rigdorf, hatten fich heute wegen eines vollendeten Taschendiebstahls und 25 versuchter Taschendiebstähle nach vorheriger Verbindung zur gemeinschafts Zwei große öffentliche Arbeiterversammlungen finden am Sonntag, den 30. d. Mts., Vormittags 10 einhalb Uhr statt. Die erste im Vereinshause Süd- Ost, Waldemarstr. 75, die zweite im Lokale zum Deutscher Kaiser, Lothringerstr. 37. Tagesordnung: Was bezwecken die Fachvereinigungen, und welcher Vereinigung zur Wahrung ihrer materiellen Interessen schließen sich die Berliner Arbeiter an. Die Referenten wer den in den Versammlungen befannt gemacht. Es ist Pflicht eines jeden Arbeiters, in diesen Versammlungen zu er 203 e Herr S mus oder promiß m mfrage m gemad Jum ersten faat. nd ergeben Es ist al atten, und elde von de gen, Demofr atten, ajonen wie Wie lag Durchfeper des Liber it zum Bo und Handschuhmacher Berlins! Kollegen und Berufs- nahme neuer Mitglieder daselbst, sowie an den Zahlstellen.ite: wenn An die Schneider, Kürschner, Posamentirer, Schirmalangen, da en, daß all ine Bartei 1 itat fichert. ,, Allg. deutsche Kranten und Begräbnißkaffe für en, werde Wirter, Weber, Spinner, Färber und verwandte Ges werbe, beiderlei Geschlechts". Sonnabend den 29. Novbr Versammlung bei Matschinsky, Gr. Frankfurterstr. 131. Auf Der Kafftrer. R. Pezold, wohnt Holzmarktstr. 44a,. III. Die Mitglieder der freien Bereinigung der Wer golder und Fachgenossen halten am Montag, den 1. Dezbr.. Abends 8 Uhr, Brunnenstraße 34 bei Wettin eine Bersamm lung ab. L.- D.: Die Preisverschiedenheit der Löhne. Auch andere Kollegen werden ersucht, zu erscheinen. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Berliner Bauanschläger und verwandten Berufsgenossen, findet am Sonntag, den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr in Drschel's bergen 39 tarihi Bericht der Revisoren bereits Das Reichskranken Versicherungsgefeg, welches an diesem Tage in Kraft tritt. Von diesem Tage an muß jeder Arbeiter in einer Kranfenfaffe sein. Kollegen, jezt hat jeder zu zeigen, ob er im Stande ist, feire Angelegenheiten selbst zu regeln, indem er der freien zentralisirten Hilfskaffe, dem KrantenUnterstügungsbund der Schneider und Bes Dieselbe gewährt bei rufsgenossen( E..) beitritt. 25 Pf. Wochenbeitrag M. 10,50, bei 30 f. M. 12,60 und Sterbefall 75 M. Sie ist bereits in 140 deutschen Städten vertreten mit einer Mitgliederzahl von zirka 9000. Hier in Berlin find deren bereits 1100, was wohl die beste Gewähr ist, Berlin find deren bereits 1100, was wohl die beste Gewähr ist, daß die Kaffe überall als eine leistungsfähige erachtet wird. Darum auf Kollegen, tretet alle in den Krankenunterstüßungs bund der Schneider, aber so schnell als möglich, namentlich Diejenigen, welche Mitglieder der alten Kaffe find und sich nicht in die Ortstaffe wollen einverleiben lassen. Aufnahmen finden statt im Bureau, Mauerstraße 81, im Restaurant, bei Lubers, Sebastianstraße 41, Eckelt, Jannowigbrüde 1, II, Boche, Annenstraße 11 und Jeschonned, Weinmeisterstraße 1 a. Bugleich wird auf die am Freitag, den 28. November, in Orschel's Salon, Sebaftianstraße 39, stattfindende große Versammlung aufmerksam gemacht. hiefigen Landgerichts I zu verantworten. Die erste Angeklagte wurde nach ihrer Entlassung aus dem Gefängniß von der Polizeibehörde observirt, und nahm am Abend des 15. September cr. der Kriminalschußmann Neumann wahr, wie fich dieselbe an zwei vor einem Schaufenster in der Oranienfiraße stehenden Damen zu schaffen machte. Auf Befragen erklärte ihm die eine derselben, ein Fräulein Lehmann, daß die AngeIlagte es auf ihr Portemonnaie abgesehen gebabt. Infolge Der von dem Schußmann seiner Behörde erstatteten Anzeige ordnete Dieselbe eine ftrengere Observation der Alwine Balm an und übertrug dieselbe dem Kriminalschußmann Uthes. Derselbe nahm nun an 8 verschiedenen Tagen im September cr. wahr, wie beide Angeklagte nach der Stadt tamen und vor den Schaufenstern das eben geschilderte Treiben fortsetten, wobei die Weltere die Aufpasserin spielte. Erst am legtgedachten Tage gelang es dem Schußmann, die Angeklagten bei einem vollständig geglückten Koup abzufaffen, während nach der Bekundung deffelben die unternommenen Versuche mindestens die Zahl 25 erreicht hatten. Nur die erste Angeklagte ist theilweise geständig, die lettere will völlig unschuldig sein und nur ihre Stieftochter behufs Beschaffung einer Arbeitsstelle in die Stadt begleitet haben. Der Gerichtshof gewann aber mit dem Staatsanwalt auch die Ueberzeugung von ihrer Betheiligung und verurtheilte die Tochter zu drei Jahren sechs Monaten, die Mutter zu drei Jahren Zuchthaus, je fünfjährigem Ehrverluft und sprach außerdem die Buläffigkeit Der Polizeiaufficht aus. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. B Der Verein der Einseher( Tischler) und Berufsgenoffen hält am Sonntag, den 30. November, Abends 6 Uhr, im Schüßenhause, Linienstraße 3-5, sein Familien- Kränzchen ab zum Besten der am 3. Weihnachtsfeiertage stattfindenden Weih freundlich eingeladen. Es ist ro cafie und nic mig bachte ichenden S forrett. Man wi Herrn G ategorische Anachronismu nachtsbescheerung. Freunde und Gesinnungsgenoffen werden bethaus mit Vermischtes. perben. Eine fo Reben gerufe Befchrei und Neuß, 21. November. Dem Düffeld. Voltsbl." wird fellamitte, Eine fast unglaublich flingende Schreckensnachricht tannte feir durchläuft unsere Stadt. Heute Mittag furz nach 1 Uhr wurde richtet: der 35 Jahre alte Tagelöhner S. Schmis in nächster Nähe der unter der An die Schuhmacher Berlins! Kollegen! Der erste Bahnhofes am sogenannten Waarenlager von einem Wild- Einthei schwein angegriffen und so jämmerlich zugerichtet, daß er sicht, eine nur noch einige Schritte weit forischleppen fonnte und schon el barbie Der Verunglückte, ein berhauses. Dezember steht vor der Thür und das ist der Termin, von welchem an jeder Arbeiter einer Strantentasse angehören muß; wer nun sein Selbstbestimmungsrecht nicht aus der Hand geben und sich nicht unter Bevormundung stellen will, der beeile fich und trete der Zentral- Kranfen- und Sterbekaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Deutschlands bei. Hier macht euch weder die Behörde noch der Arbeitgeber Bor schriften, nur wir Arbeiter allein haben zu bestimmen, was sein soll. Aufnahme täglich zu jeder Tageszeit beim Bevoll mächtigten W. Paple, Naunynstr. 36, of 2 Tr., und beim Raffirer Burisch, Langestr. 21, Hof 1. 4 Tr. T. Der Arbeiter Bezirks- Verein für den Osten hielt am Dienstag in Keller's Gesellschaftsfälen eine außer ordentliche Versammlung ab, in welcher Herr Flatom, da der erste Vorsigende verhindert war, den Vorsiz führte. Beim 1. Punkt der Tagesordnung ,, Statutenänderung", nahm Herr Voigt das Wort. Derfelbe empfiehlt die Versammlungen in den Monaten Juni, Juli und August nur einmal monatlich stattfinden zu lassen und motivirt dieses dahin, daß bei der großen Mitgliederzahl des Vereins die Hige eine unerträgliche und so die Mitglieder von vornherein in den Versammlungen Herr Brinkmann beantragt der demnächermüden würden. ftigen Statutenrevifion bei§ 7 statt drei Monate zu segen 6 Monate, da es jetzt bei der Arbeitslosigkeit der Bauhandwerfer wohl vorkommen könne, daß das Mitglied seiner Bei Theater. Königliches Opernhaus: Freitag: Die Afrikanerin. Königliches Schauspielhaus: Deutsches Theater: Freitag: Die Karolinger. Freitag: Die große Blode. Bellealliance- Theater: Freitag: Philippine Welser. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Freitag: Gasparone. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Auftreten des Fräulein Anna Grünfeld. Freitag: 3. 34. M.: Der Walzer- König. Mejidenz- Theater: An die Hausdiener Berlins ergeht folgender Aufruf: Der 1. Dezember rüdt immer näher heran. Jeder Arbeiter muß einer Raffe angehören, es ist deshalb Pflicht eines jeden Hausdieners, bei Zeiten sich in der nunmehr von dem Königl. Bolizei- Präsidium genehmigte ,, Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener"( E. 6.) einschreiben zu laffen. Alles Nähere wird in der heute Abend 9 Uhr im Saale des Berliner Handwerkervereins, Sophienstr. 15, stattfindenden Ver sammlung der Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener( E. H.) bekannt gemacht. nach einer Viertelstunde verschied. braver, fleißiger Arbeiter, hinterläßt eine Wittwe und vier minderjährige Kinder. Das wüthende Thier, ein mächtiger Keiler, der fich offenbar aus einem Jagdgebiete der Eifel bis Derr Gl dhe Barlame Bladfione un Und was zu unserer Stadt verlaufen hatte, rannte nach dem Vorfalle inütternber wilder Eile auf die Neußer Furth zu." Ein Verhinderungsfall. Eine ungarische Provinzzeitung bringt die Neuigkeit: Das hier in Ungarn erscheinende Wis Herr Gl Conditio sine blatt ,, Fülesbagoly"( Die Nachteule) erscheint wegen Erframe Bablireis fung des Beilungausträgers erst am nächsten Sonntag. Cories volt Unsere Kinder. Mutter: Aber Hedwig, warum will Oberhaus Du nicht zur Großmutter mitfommen?" moralisirt mir zuviel." Töchterlein:„ Sie Briefkaften der Redaktion. 1860. Wir werden sehen, was ich machen läßt. 6. R. Die Angelegenheit war schon veraltet, als file bei uns eintraf, sie hatte außerdem kein aktuelles Interesse für die Berliner Arbeiterschaft. Berr Gl Für ihn nichts bedeut N. Der balt alltäglic tiertage Ch egen bes neue Meldun Uebrigen mu Der Butrift Die erste ordentliche Mitglieder Versammlung der Zentral- Kranten- und Sterbetasse der Töpfer und Berufs- Vergolder G. Den Unterschied zwischen Drtskaffe und genoffen fand am Mittwoch den 26. November im Saale des freier Hilfskaffe tönnen wir Shnen nicht in wenigen Zeilen Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33, statt. Auf der Tages mittheilen. Beffer ist unserer Ansicht nach auf jeden Fall eine erden für freie Hilfskaffe. Der Raffirer der Maler und Berufsgenossens Krankenkasse wohnt Gitschinerstr. 76, vorn 4 Tr. und beißg von m C. Hirt. Derselbe ist in seiner Wohnung an Wochentagen Abends von 7-8 Uhr zu sprechen; außerdem Sonntags, Vor Derselbe wird Ihnen Näheres mittheilen. ordnung stand Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern für die Zahlstelle Berlin. Als Bevollmächtigter wurde Herr Greier, Köpenickerstr. 100, als Raffiter wurde berr Domte, Bartelstraße 7 und als Schriftführer wurde Herr Chemnis, Bernauerstr. 50, gewählt. Die Herren Bod und Lüdité wurden zu Revisoren ernannt. Ferner wurde bekannt gemacht, Freitag: Bum 9. Male: Der Klub. Pariser Lebensbild in 3 Atten von E. Gondinet. Walhalla- Operetten- Theater: Freitag: Gillette. Louisenstädtisches Theater: Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Freitag und folgende Tage: Eine Nacht in Berlin. Boffe mit Gesang in 3 Alten von A. Hopf. Bother: Grones Konzert, ausgerührt von der aus 20 Muflern bestehenden Theater- Stapelle, unter Leitung des Kapell neisters Herrn Ludwig Claufius. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Borstellung 7% Ubr. Freitag: 91. Gesammt Gastspiel der Liliputaner. Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind frei mitzubringen. Hinder allein zahlen halben Kaffenpreis. Sum 24. Male: Sneewittchen und die Zwerge. Hierauf, zum 5. Male: Singvögelchen. Liederspiel in 1 Att. Arbeitsmarkt. Einen Tischlergesellen auf Kundenarbeit verlangt sofort [ 1424 Aug. Herold, Etalizerstr. 112. E. Zeitungsfrau verl. Kirsch, Admiralftr. 25, sofort.[ 1422 Harmonitaspieler, bill., F. Winkel, Gr. Frankfurterfirage 132 a, 1 Tr. [ 1425 Große öffentliche 83. General- Versammlung Wander- Versammlung der Maschinenbau- Metallarbeiter und Berufsgenossen der Zentral- Kranken-, Sterbe- und Unterstützungskaffe der deutsch. Zimmerer im am Sonntag den 30. Novbr., Vormittags 10 Uhr, Lokal des Herrn Herrn Schäffer, -Nr. 10. Insel- Straße Nr. 10.Tages- Ordnung: 1. Kaffen Bericht. 2. Bekanntmachung der neuen Statuten. 3. Verschiedenes. Gäfte haben Zutritt. nommen. Den ärztlichen Am Bor Müge auf d beftimmt roa mar: Es if 1413 Neue Mitglieder werden aufge Der Vorstand. weil ich bie ones, der i mirs beut zu et folle die icht thm gern th entgegn wild und ru u erwidern. agte, er rou möge es thu milaffen roe worben, mi müffen wir Boften belo Helen b ficher, daß D Ganz Dag genügt Dich bec, Run, Sonnabend, den 29. November, Ab. 8, Ubr, findet eine große Versammlung der Berliner Hutarbeiter [ 1317 und Berufsgenossen im Saale der Herren Rübsam, Lands bergerstraße 31, statt. Das Erscheinen eines jeden Kollegen General- Versammlung ift erforderlich. am Sonntag, den 30. November, Vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Theater, wou sämmtliche Metallarbeiter Berlins, sowie die Mitglieder der Ges wertschaften und Fachvereine freundlich eingeladen find. Tages- Ordnung: 1414 Wie stellen fich die Berliner Metallarbeiter zu den Mann Großesheimer Statuten und der Beschichung des Kongresses in Betreff| Ser Zentralisation. Referent: Genoße Friz Gördi. Der Vorstand. Sonntag, den 30. Nov. Zum 1. Male: Brillen- August. Gr. Bauberpoffe iu 5 Aiten von E. Emmerich. Novität! Oftend- Theater: Freitag und folgende Lage: Im Lande der Freiheit. Sensations Ausstellungs- Schauspiel in 9 Bildern von 8. v. Gordon. Mufil von Th. Frante. Kalbfleisch, ruft 35, Stente 40 Pf.[ 1354 Adalbertftr. 80. Frol. Schlafft. an H. od. D., auch leer, 3. verm. Gitschinerstraße 6, Quergeb., 4 Tr. geradezu. der Maurer Berlins Hbaft fung gieb Du Deine G hlimm, als anzune Derrn Berno Die Angeles Rlienten bei und Umgegend am Sonntag, den 30. d. M., Vormitt. 10 lb in Sanssouci, Rottbuserstr. 4 a. Referent: Baumeister Regler. gegenüber den Dristaffen. Tagesordnung: Was bieten uns die freien Hilfslaffen Mein Der Einberufer. [ 1421 Hapitän bafi fehl über Da meihundert Delen! ch will fog Doch gewiß, balit Du da Posamentier-, Weiss- u. Wollwaaren- Geschäft empfehle bei soliden und festen Preisen zur gefl, Benutzung 1410 Bittoria- Theater: Wallner Theater: Freitag: Der Raub der Sabinerinnen. 1420 Verantwortlicher Rebatteur St. Grouheins in Berlin. Drut und Berlag von War Bading in Berlin SW., Beufftrage 3. Freitag: Excelfior. J. Dörr, Solmsstrasse Nr. 2. Sieran eine Bellas! Der bort bat Banz Du Deinen Wer i Eine Die Dacht he D, ich bleiben und Bei der Vor Zitglieder. nnabend, Berliner nde, Behhaltiges - Anfang Ens und 10 Uhr, r Reßler über den Arbeiter November, dsberger en finden Salb Uhr marstr. 75, gerftr. 37. gen, und Intereffen ant Beilage zum Berliner Volksblatt. 203. Keinen Kompromiß 1 en ist ere Herr Gladstone- der Heros des internationalen Libeder Heros des internationalen Libemus oder internationale Heros des Liberalismus- feinen promiß wollte er mit dem Hause der Lords in der Wahlmfrage machen. Und Herr Gladstone hat Wort gehalten um ersten Male in seinem Leben! Er hat keinen Komiß gemacht, er hat fich auf Gnade und Ungnade dem nd ergeben, alle Bedingungen desselben ohne weiteren Kampf 63 ist also genau das eingetroffen, was wir vorausgesagt en, und die naiven Fortschrittler und Auch- Demokraten, de von dem großen Mundhelden Gladstone einen gewal , demokratischen Ansturm auf das Oberhaus erwartet atten, werden nun eingestehen müssen, daß sie sich in den Sajonen wie in den Dingen geirrt haben. ten wer it Pflicht zu er affe für ndte Ges 9. Novbr. 31. Auf ahlstellen. Q. III. Der Ver 1. Dezbr Bersamm ne. Auch en, findet Drichel's ALL Marte: 199 Freitag, den 28. November 1884. 1. Jahrgang. wochs und Freitags die Herren: Dr. Fischer, Dr. Gisevius,| Stark; 2. deren Tochter Dlga; 3. Wittwe Krüger; 4. Handels Dr. Ameke( speziell Ohrenkrankheiten), Dr. Burkhard; Diens tags, Donnerstags, Sonnabends: Hofarzt Dr. Windelband, Dr. Sulzer, Dr. Kleinschmidt, Dr. Borchmann( speziell Augenfrankheiten). N. Die Kottbuser Brücke, einer der wichtigsten Vermittlungswege zwischen dem Süden Berlins und dem Nachbarorte Rizdorf, ist, nachdem fte längere Zeit wegen Umbau ge sperrt war, am heutigen Tage wieder dem öffentlichen Verkehr sperrt war, am heutigen Tage wieder dem öffentlichen Verkehr übergeben worden. a. Die hicfige Aktiengesellschaft der ,, städtischen Elettrizitätswerte", deren Betriebsgebäude in der Markgrafenftraße am Gendarmenmarkt sich befindet, hat bei dem Mas gistrat die Genehmigung zu der Anlage von zwei Stohrbrunnen auf dem Gendarmenmarkt beantragt, weil das in dem Bes triebsgrundstücke selbst zugeleitete Wasser für den Betrieb nicht genugi. Die beiden tunnen sollen selbstredend auf Kosten genügt. Die beiden Brunnen sollen selbstredend auf Kosten Der Aktien Gesellschaft hergestellt werden. Wie lag die Sache? Herr Gladstone wollte eine Reform Durchlegen, nicht im Interesse der Demokratie, sondern in des Liberalismus und der Whigs, und das Oberhaus erwenn einmal eine Reformbill sein soll, dann foll fie zum Vortheil einer einzigen Klique oder Partei sein; wir langen, daß die Wahlkreise in einer Weise eingetheilt wer en, daß allgemeine Grundsäge zur Geltung fommen und ine Bartei fich auf Kosten der anderen eine fünftliche Majo- die Mauerfelle fortgelegt und den Besen als provisorischer tit fichert. Es ist wahr, das Oberhaus dachte dabei nicht an Demoaber eben so Emmtlicher alie und nicht an eine demokratische Partei Benig dachte Herr Gladstone daran, und vom Standpunkt der ichenden Klaffen, der für das Oberhaus und das UnterRevisoren aus der einzig maßgebende ist, handelte das Oberhaus durchSgenoffen Uhr, im nzchen ab Den Weih forrett. g. Die Maffeneinstellung der Arbeiten auf den öffent lichen Bauten 2c. in Folge der eingetretenen Schneejälle der letten Tage hat leider hunderte von Arbeitern um ihren Verbienst gebracht, und wenn auch ein Theil der Bauhandwerker, um ihren und den Lebensunterhalt ihrer Familie zu bestreiten, Angestellter der städtischen Straßenreinigungsverwaltung in die Hand genommen hat, so ist doch immer noch ein großer Theil von Bauhandwerkern, der mit Sorgen in die Zukunft blickt. Bei diesen gewiß traurigen Verhältnissen muß es auffallen, daß die Leiter der großen öffentlichen Bauten schneller bei der Hand find, die Arbeiten einzustellen, als jene bei Privatbauten. Eine furze Wanderung durch die Straßen Berlins wird Man wird sich erinnern, welches Haudy die Anhänger Jedermann überzeugen, daß an den meisten im Bau begrif Herrn Gladstone aufschlugen, als das Oberhaus diese tegorische Erklärung abgab. Das Oberhaus war nur ein En werden behaus mit Allem was d'rum und d'ran hängt, weggefegt ruhen. Liegt demnach vom technischen Standpunkte aus die En werden ronismus". Fügten sich die Lords nicht, so sollte das Perben. eben gerufen Maßenversammlungen organistit viel Eine sogenannte Vollsbewegung wurde künstlich in's fenen Wohnhäusern ununterbrochen und fleißig gearbeitet wird, während auf den öffentlichen Bauten die Arbeiten bereits seit dem in voriger Woche erfolgten ersten Schneefall gänzlich Möglichkeit der Fortsetzung der Bauarbeiten bei einiger Unbill der Witterung vor, so müßte man wenigstens, will man schon das Arbeiten bei starkem Schnee und grinimiger Kälte vernehmen, wenn die Rälte, wie seit zwei Tagen, nachläßt, um so den erwerbslos gewordenen Arbeitern Lohn und Brot zu geben. Zu Ersparnissen ist wohl wäbrend des Sommers teiner von ihnen gekommen, da sich die Arbeiten auf den öffentlichen Bauten stets längere Zeit verzögert hatten. Beschrei und wenig Wolle, oder gar feine. Herr Gladstone meiden, die unterbrochenen Arbeiten sofort dann wieder auf- wird le ellamitte, drobte snachricht Uhr wurde Nähe des das Oberhaus blieb unerschütterlich tannte feine Pappenheimer. Wir sind bereit, die Reformbill zu bewilligen, jedoch ur unter der Bedingung, daß wir erst wissen, wie die Wahlm Wild is Eintheilung geregelt werden soll; wir haben keine - er ficut, eine Kage im Sad zu laufen und uns über den ind schon fel barbieren zu laffen" dte, einerhauses. und vier mächtiger so lautete das Ultimatum des Derr Gladstone drohte und wetterte. Eine außerordents eBarlaments- Seffton ward berufen. Jedermann, der Herrn Eifel bis adftone und seine Pappenheimer nicht fannte, mußte weltBorfalle in utternden Beschlüffen entgegensehen. ingzeitung 8. Und was geschah? = g. Im Franziskaner" unter dem Stadtbahnbogen in der Georgenstraße fängt es in diesem Winter an, für die Bes fucher gefährlich zu werden, denn allem Anschein nach haben die Baletotmarder dieses zu jeder Tageszeit start frequentirte Restaurant zu ihrem geeignetsten Operationsfeld ausersehen. Zu den vier Paletotdiebstählen, welche daselbst in kürzester Beit gemeldet worden sind, ist gestern ein neuer getreten. Als gestern Abend ein Herr seinen Winterüberzieher anlegen wollte, war er verschwunden; derselbe war trop der verschärften Achtletotmarders geworden. Ein am legten Mittwoch bei der That ertappter Dieb wollte fich, wie bereits gemeldet, nur geirrt haben, doch ist jest unzweifelhaft, daß er mit jenem Indivis Duum identisch ist, welches sich auch eines oder des andern Herr Gladstone thut ganz genau, was das Oberhaus als nde Wis ditio sine qua non gefordert hat: er legt die Grundzüge samkeit des Personals im Franziskaner" die Beute eines Ba Erfran Bablireis Eintheilungs- Bill vor, und zwar so, daß die Eories vollkommen zufrieden gestellt find, undicht giebt um will Dberhaus seine Zustimmung zur Reformbill. ein:„ Sie als file bei Herr Gladstone hat sich wieder einmal blamirt. jest giebt Für ihn, der so reich ist an Blamagen, will das freilich Diebstahls eines Ueberziehers im Franziskaner" schuldig ge ibis bedeuten. Er ist daran gewöhnt. Lokales. N. Der Verein der Berliner homöopathischen Aerzte Te für die alltäglich seine Boliklinik mit Ausnahme der Sonn- und Piertage Charlottenstr. 77, 2 Treppen, von 2 bis 3 Uhr ab. laffe und zen Beilen Fall eine agenoffens macht hat. An dem fraglichen Tage wurde er scharf beob achtet und daß man sich nicht getäuscht hatte, bewies, daß er nach Konsumirung mehrerer Gläser Bier seinen abgetragenen grauen Sommerüberzieher hängen ließ und sich dafür einen Suntlen Winterüberzieher anzog. Ein Irrthum" war also hier gänzlich ausgeschlossen. Daß man es mit mehreren Baletotmardern zu thun hat, beweist der gestrige Diebstahl, In Universität kein Baletotdiebstahl zur Anzeige gekommen ist, dort, wo fie in den Vorjahren an der Tagesordnung waren. Die Untersuchung wider die Friedrichsberger Gaunerbande nimmt ganz ungeahnte Dimensionen an. Bis jetzt find 9 Personen in Haft, und zwar: 1. Wittwe Markowsta, geb. Wegen des Andranges der Patienten werden nach 1/2 3 Uhr deffen Thäter bis jetzt nicht ermittelt werden konnte. werben für unbemittelte Rrante unentgeltlich abgehalten, im eue Meldungen nicht mehr angenommen. Die Ronfultationen gewiffer Beziehung auffallend ist es, daß auch bis heute in der brigen muß Jeder zur Unterstüßung der Anstalt einen Beiund beiß von mindestens fünfzig Pfennig zahlen. Aerzten stebt Der Zutritt zu den poliflinischen Berathungen stets frei. An tags, Von ärztlichen Konsultationen betheiligen fich Montags, Mitt ochentagen Straße 83. ung und mmerer T., fer, den aufa 1413 ftand. findet eine erliner an, Lands S Kollegen [ 1317 itt. 10 lbr ter Regler Hilfstaffen [ 1421 Geschäft enutzung örr, sse Nr. 2. e Bellat Die Gerettete. ( Aus The Family Herald.) ( Schluß.) Schiff sein, mit fünfhundert Tonnengehalt. Wo ist denn Die Tinte?" Ich verlasse Dich, damit Du ruhig schreiben fannst. Denn wenn Du willst, gehen wir zusammen aus und geben den Brief auf die Bost. ;, Gut und dann können wir über die Yacht und über Fräulein Carem sprechen." An dem schönen Herbstabend wan derten fte, nachdem der Brief beendet worden, die Allee mit den prächtigen Bäumen hinunter. beftimmt war, fam Jack Crofton sehr aufgregt heim, warf seine Am Borabend des Tages, der für die Abfahrt der Alice Müge auf den Tisch und sprach zu Helen, die allein zu Hause mar: Es ist Alles aus, Helen, und zwar durch meine Schuld, weil ich die Geduld verlor. Unser erster Lieutenant Coofe fones, der immer sehr hochfahrend gegen mich gewesen, hat mirs heut zu bunt gemacht. Ich hatte mit Jackson verabredet, ihr, Selen?" folle die Nachtwache für mich übernehmen und er wollte es ehr gern thun. Jones aber heißt mich dableiben und als ich Wer ist dieses Fräulein Carew? Weißt Du etwas von Ja wohl, ste ist sehr reich. mäßig jung, ziemlich unCarew ansehnlich und hat ein großes Gut in Devonshire wild und ruft: Herr, Sie haben zu gehorchen, ohne ein Wort Roßshire- Invermoreschloß mit einem großen Wildpark entgegnete, Daß ich mit Jadson getauscht, wird er fuchs bofein Haus in Princes Gate und ein zweites But in u erwidern." Ich blieb ihm die Antwort nicht schuldig, er lagte, er würde mich höheren Drts anzeigen, ich äußerte, er möge es ihun. Kurzum, ich bin überzeugt, ich werde morgen milaffen werden, denn ich bin schon einige Mal verwarnt worden, mich nicht so unabhängig zu benehmen, und dann miffen wir warten, wer weiß wie lange, bis ich einen anderen ficher, Dag Helen blieb sehr ruhig und fragte: Bist Du defen ganz , daß die Gesellschaft Lich morgen entlassen wird?" Ganz gewiß. Der Dheim von Jones befigt viele Aktien, genügt ringsum." " 1 Was noch?" " Sft denn das nicht genug? Was wünschest Du denn noch mehr zu wiffen?" Genug! Dente Dir, daß ein Mädchen dies alles befigt! D, Helen, wenn nur der fünfzigste Theil davon unser wäre!" Du thätest am besten, Dich in Mig Carem zu verlieben, wenn Du abfährst, Jack. Erwidert fie dann Deine Liebe, so gehört Dir all' ihr Heichthum." " " Run, willst Du meinen bescheidenen Rath hören? Set biges Mädchen solch dummes Beug schwagen? Erstlich würde Did her, schreibe einen Brief, in welchem Du Deine Ent fung giebit, bringe ihn noch heute zur Poft. Dann nimmst Du Deine Entlassung und brauchst fte nicht von der GesellDu liebes, alber.ces Ding! Wie kann nur mein verständoch keine vornehme Dame sich in den Befehlshaber ihrer Yacht verlieben, und dann, da ich um die Beit schon eine Frau haben werde ja wohl, Helen, diese Anstellung einet unsern Haft anzunehmen. Höre mir zu! Die Dinge find nicht so Weg auf einmal fo braucht sich Miß Carem teine Mühe hlimm, als Du fürchtest. Ich erhielt heute einen Brief von Orn Bernard. Ja, tomm' her, set' Dich zu mir, damit wir Die Angelegenheit ruhig besprechen fönnen. Einer seiner lienten befigt eine große Damp/ yacht, er soll ihn einen Sapitän dafür besorgen, er wünscht zu wissen, ob Du den Be fehl über das Schiff übernehmen willst. Das Gehalt beträgt meihundert Pfund das Jahr. Es ist eine schöne Vacht. Was balst Du davon?" zu geben, sich in mich zu verlieben." Du liebst mich also wirklich, Jack?" Niemand war in der Nähe. Die Abenddämmerung nahm zu. Sie hatten die Landstraße verlassen und sich unter den Bäumen auf einem Stamm niedergesezt. So wahr mir Gott helfe," sprach Jad feierlich und ergriff Helens Hand, was ich auf Erden am heißesten wünsche, ift, bich mein Weib zu nennen. Ich kann nicht so gut fprechen als ich fühle, aber das Eine kann ich sagen: Es ist keine in Bch will sogleich an die Gesellschaft schreiben. Aber, Du weißt der Welt, die ich so liebe, wie ich dich liebe." Doch gewiß, daß sich die Sache so verhält und daß er sich nicht Derhört bat?" Leise entzog sie ihm ihre Hand und schob sie ihm dann wieder hin: b gab sie dir schon einmal mit meinem Herzen, lieber Jad. Ich gebe fie dir jest ein zweites Mal und zugleich das mit Invermore, Carem, Princes Gate und den Nordstern". Ich selbst bin Herrn Bernards Klientin." Du Deinen Dienst bei der Gesellschaft fündigen willst." Banz gewiß. Er bietet Dir den Befehl sofort an, wenn Wer ist denn der Besiger des Schiffes?" Eine Dame, ein Fräulein Carew, eine reiche Erbin, und D, ich fenne fie dem Namen nach. Es soll ein schönes du uns denn nicht Aber, Helen, du Miß Carem? und reich? Sagtest - १ mann Wilhelmi; 5. Handelsmann Szczuplinski; 6. die aus dem Nixdorfer Gaunerprozeß bekannte Frau Sawade; 7. der berüchtigte Taschendieb Rosenzweig; 8. eine Frau Edel; 9. ein Handelsmann Hirsch. Die beiden Leztgenannten sind erst am legten Sonnabend verhaftet worden. Weitere Ver haftungen stehen noch bevor, zwei derselben dürften in diesem Augenblicke bereits vollzogen worden sein. In den legten Tagen haben wieder in derselben Sache zahlreiche Haus fuchungen stattgefunden, als deren Resultat eine ganze Menge Riften und Koffer, mit Wäsche und Garderobe gefüllt, an den Untersuchungsrichter am Landgericht II abgeliefert worden ist. Diese Sachen sind indes nicht gestohlen, in diesem Genre arbeitete die Bande nicht, wohl aber von gestohlenem Gelde beschafft; denn wie Frau Sawade bei ihrer Verhaftung ein Kleid von schwerer, blauer Seide und einen kostbaren Fes derhut trug, so kleidete sich die ganze Gesellschaft sehr nobel. Ihre Mittel erlaubten das; denn das Geschäft ging gut. In Belgard haben mehrere Mitglieder der Gesellschaft das nette Sümmchen von 4500 M. gemacht". Beim Wollmarkte in Stettin( 16. Juni) wollten 7 Mitglieder in Aftion treten, jebes derfelben rechnete im voraus auf eine Beute von mehreren hundert Thalern. Es waren aber von Berlin aus drei Kri minalbeamte nach Stettin beordert worden, um die Gesellschaft zu überwachen und Material zu sammeln. Die diel Rimtuis beamten festen fich in Stettin in eine Konditorei, um eine Taffe Kaffee zu trinken; fte bemerken aber nicht, daß in demfelben Lokal die ganze Gesellschaft fist. Da dreht sich Rosen zweig, der, nebenbei bemerkt, im Elsaß auf 12 Monate eingesperrt war, aber nach Verbüßung von 2 Monaten glück lich ausbrach, der den Beamten den Rücken zulehrte, plöglich um, fieht die Beamten, giebt seinen Komplizen einen Wint, und spurlos verschwinden sie alle. Die Beamten mußten un verrichtetersache heimkehren, die Diebe aber auch. Für die Schlauheit der Betheiligten spricht gewiß auch der Umstand, daß Frau Krüger in dem Augenblicke ihrer Berhaftung ihrem Sohne einem unreifen Buischen ein Knäuel Strumpf wolle gab mit der Weisung, sich die Strümpfe zu stopfen. In Der dem Knäuel befanden sich vier Hundertmarkscheine. Bursche saß am nächsten Sonntag in einem Tanzlokal in Friedrichsberg und schwelgte mit seinen Freunden in Wein. Der Amtsdiener Schröter schöpfte Verdacht und hielt den Burschen fest. Man fand bei ihm 63 M. meist in Gold und Das betreffende Knäuel, bezüglich deffen der Bursche gestand, daß er dasselbe von seiner Mutter erhalten. Im Knäuel wur den noch drei Hundertmarkscheine vorgefunden. Rosenzweig, der Hauptheld der Bande, befand sich kurz vor seiner Ver haftung in Thorn. Dort war er nicht gut zu ergreifen; denn mißglückte der Versuch, so hätte er leicht die rustiche Grenze erreicht. Man sandte daher mehrere mit den Namen von Komplizen versehene Telegramme an ihn, er solle dringender Angelegenheiten halber nach Berlin lommen. Schließlich lam er; aber zuvor hatte er noch eine Katte an Frau Markowska in Schneidemühl zur Post geben laffen mit der Aufforderung, ihm seine Wäsche nach Schneidemühl zu schicken, in der Aa ficht, die Polizei irre zu lenten für den Fall, daß hier die Sache nicht recht richtig sei, und die Karte der Polizei in die Hände fiele. In Thorn hatte er in einem Hotel logirt, das zwar sehr nobel, troßdem aber der Treffpunkt aller feineren deutschen und rufftschen Gauner ist. Als er nach Berlin tam, wurde er auf dem Wege vom Bahnhofe nach einem hiesigen Hotel verhaftet. Die Untersuchung wird noch manche Ueberraschung liefern, über die aber heute noch nicht gesprochen werden darf. a. Wegen einer vorfäßlichen Körperverlegung, verübt am Sonntag Abend um 8 Uhr in der schr verkehrsreichen Landsbergerstraße, ist gestern der Handelsmann W., einer der gefährlichsten Louis" in Berlin, verhaftet worden. W. hatte mit dem Arbeiter B. wegen eines Mädchens in der PalliB. entfernte fich und ging die fadenstraße einen Streit. Landsbergerstraße entlang, in welcher er hörte, wie mehrere Personen ihm nachgelaufen famen und plöglich von hinten einen Schlag mit einem stumpfen Instrument auf seinen Kopf erhielt. V. trug eine statt blutende Wunde davon, welche ihm " Sei mir nicht böse, mein Teuerster! Was ich dir auch von mir gefagt, ist die Wahrheit gewesen und nichts als die Wahrheit, aber die ganze Wahrheit habe ich dir bisher nicht erzählt. Es ist vollständig an dem, daß ich North heiße und daß mein Vater ein penfionirter Major gewesen, daß ich Unter richt gab, und auch daß ich in Malta bei den Kindern einer Freundin Erzieherin war, wovon später mehr. Es ist auch richtig, daß ich keine Anverwandten und wenig wahre Freunde habe und daß, wiewohl ich drei nein, mit dem Hause in Brighton vier Häuser befize, ich dennoch kein heim in ihnen allen mein nenne." Jack fonnte fte nur anblicken, und sie fuhr fort: Ich will dir jetzt von meiner Geschichte alles das berichten, was dir neu ist. Wenn du mich angehört, dann bes urtheile mich, wenn du willst, und verzeihe mir. Ja, Jack, wirst du mir verzeihen?" Dir verzeihen, mein Lieb? Was kannst du damit sagen wollen? Das ist es nicht, nur Du siehst wohl ein, ich war darauf nicht vorbereitet und bin ganz verblüfft." ,, Nun, höre nur zu, daß wird dich wieder zur Besinnung bringen. Als ich neunzehn Jahre zählte, ging mein geliebter Bruder nach Westindien und Papa und ich, wir wohnten zu sammen. Du weißt, daß ich Brivatstunden gab. Die Leute zogen den armen penfionirten Major mit seiner kleinen häßlichen Tochter auf- ja, ich sage häßlich; ich weiß das am besten. Wir zogen uns mehr und mehr von jedermann zurück und wir behielten unser geringes Einkommen, das ja beinahe Armuth zu nennen war, für uns. Jack war in Trinidad fast zwei Jahre, als ein Vetter von Papa mit seinen beiden Söhnen in den Alpen beim Ersteigen eines Beraes, den noch niemand von ihnen ertlommen, den Tod fand. Papa wurde Sir Charles North Carem und die Drte, die ich dir genannt, fielen ihm zu. Das erste, was er that, war seinem Sohn zu schreiben, er solle zurückkommen. Zwischen dem Tage, da er den Brief erhielt, und Dem, an welchem er segeln sollte, raffte ihn das gelbe Fieber hinweg. Das brach Papa das Herz, awar nicht sofort aber langfam, und sicher. Wir lebten ein Jahr lang rubig in unserer neuen Pracht. Dann brachte mich Bapa nach London. Ich ward bei Hof vorgestellt und nur meinetwegen besuchte er Gesellschaften, obwohl ich ihn bat, nach Carem zurückzugehen. Er sagte, es sei nothwendig. Ich brachte deshalb eine Saison in Londen zu und fand plößlich, daß aus der kleinen, häglichen Ms North die liebliche, fesselnde und reizende Weiß Carem geworden war, daß ich eine begehrenswerthe Partie war und Das Aussuchen unter meinen Freiern hatte. Ach, Jack, es war alles so bohl und bloßer Spott. Ich wußte, ich hatte mich nicht verändert, außer daß ich infolge meines Rummers ernste von einem herbeigerufenen Heilgehilfen verbunden wurde. Der später ermittelte. wurde von dem Verlegten als der Thäter bestimmt relognoszirt. | N. Selbstmordversuch. Eine elegant gekleidete junge Dame stürzte fich gestern Abend in der 8. Stunde an der Inselbrücke in felbmörderischer Absicht in die Spree. Passanten hatten das Beginnen des jungen Mädchens mit angesehen und gelang es denselben mit Hilfe einiger dort auf den Kähnen befindlichen Schiffern die Lebensmüde beim Wiederemportauchen zu ergreifen und ans Land zu schaffen. Nachdem der vor Kälte halb Erftarrten in einem benachbarten Hause die erste ärztliche Hilfe zu Theil geworden, wurde die Unglückliche nach ihrer in der Stallschreiberstraße belegenen Wohnung geschafft. Unglückliche Liebe soll abermals das Motiv zur unseligen That gewesen sein. N. Erhängt. Die junge bildhübsche Frau eines in Alt Moabit wohnenden Telegraphisten H. wurde am gestrigen Tage von ihrem vom Dienst heimkehrenden Ehemann in der Wohnung erhängt gefunden. Sofort angestellte Wiederbelebungsversuche hatten tein Resultat. Da die Frau in glüdlichsten Familienverhältnissen gelebt haben soll, so fann nur angenommen werden, daß die Unglückliche die selbst mörderische That in einem Anfall von Geistesgestörtheit be gangen hat. frrach fich warm für freie Kaffen aus, da dieselben nur von Arbeitern erhalten und von denselben selbst verwaltet, die ficherste Gewähr bieten, daß fie, im Gegensatz zu den Zwangsfaffen, bei welchen die Arbeitgeber zu einem Drititheil an der Verwaltung betheiligt find, fich den Anforderungen ihrer Angehörigen am besten anschließen werden. Troßdem mehrere Verwaltungsmitglieder der bestehenden Ortskaffe sich mit allen Kräften für dieselben einlegten, zeigte doch die lange Reihe von Rednern für freie Kaffen, daß das Gros der denkenden Berufsgenossen über die Bwangskaffen den Stab gebrochen bat. Das rapide Anwachsen der zentralisirten Kaffen gebe der zuversichtlichen Hoffnung Raum, daß in einer kurzen Reihe von Jahren die eingeschriebenen Hilfskaffen überhaupt die dominirende Stellung einnehmen. Im Verlauf der sebr animirten Debatte wurden namentlich auch die traffen Uebelstände, wie solche durch die sogenannten ,, Gewerksärzte" entstehen, einer wie solche durch die sogenannten„ Bewerksärzte" entstehen, einer vernichtenden Kritik unterzogen. Die Versammlung versprach mit allen Kräften für freie Kaffen zu wirken. N. Feuerbericht. In der Feltfabrit von Rühl, August ftraße 13, war gestern Abend in ber sechsten Stunde dadurch ein Feuer ausgekommen, daß das in einem Kessel befindliche Fett überkochte und so Balken und Diehlen vor der Feuerungsanlage in Brand feste. Beim Eintreffen der schnell requirirten Feuerwehr war die große Gefahr bereits durch Angestellte der Fabrik beseitigt, Gerichts- Zeitung. Von Seiten der örtlichen Verwaltung der ZentralKranten- und Begräbnißlasse für Buchbinder und ver wandte Geschäftszweige wird darauf bingewiesen, daß für Solche, welche aus der alten Gesellenkaffe( jezige Ortskaffe) austreten und einer freien Kasse beitreten wollen, der 30. November der legte Termin ist. Das gilt auch für Diejenigen, welche bisher noch gar feiner Kaffe angehörten. Beeile fich deshalb ein Jeder, ehe es zu spät wird. Die Bentralkaffe leistet ihren Mitgliedern für einen wöchentlichen Beitrag von " " " " 7 " 1 11 11 " 1 6,60 ます Fennstr. 2. Die Aufsicht führen 2 angeftelte Lebre Handarbeits- Lehrerinnen und wurden Knaben und in nütlichen Handarbeiten unterrichtet. Auch das Wohlergehen der Kleinen wurde nach Möglichkeit g und im Knabenhort 1730 Bortionen Suppe und 1560 Milch, im Mädchenhort 282 Portionen Suppe verabfol Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt 635, an Einn hatte derselbe 2429,60 M., darunter 300 M. vom Mini des Innern; an Ausgaben 2387,30 M. und Beftan 1. Oftober 42,30 M. Die Beitragspflicht der Eltern freiwillige und geringe. Vermischtes. " 1 to. 20 Braunschweig, 25. November. Das Unterhal blatt" schreibt:„ Der Umstand, daß die herzoglichen B gegenwärtig Papier mit Trauerrand benußen, fällt bei bei nach Auswärts erlaffenen Buschriften auf, wo die f braunschweigische Landestrauer nicht in so tiefer Grin lebt. So ist es zu erklären, daß der für Braunschwe wählte Reichstagsabgeordnete Blos, als ihm vom Wa missar und Kreisdirektor das Wahlergebnis auf eine breitem Trauerrand versehenen Bogen mitgetheilt wurde veranlaßt fühlte, dem Wahlkommissar die Annahme de afcheint ta auf einem mit breitem rothen Rande versehenen Bog Berlin fre I. 40 Pf. eine wöchentl. Krankenunterstüßung von 15,- Mt., II. 25 11,40 III. 15" Lestere Kaffe ist nur für jugendite Arbeiter und Lebr linge. Bestattungsgeld wird gezahlt ad I.: 70, II.: 50, III.: 30 Mart. Die Mitglieder find nicht verpflichtet, einer durch Gefen vom 15. Juni 1883 bestimmten Kasse anzugehören. Aufnahmen finden statt: Jeden Sonnabend Abend im Kaffenlokal, nahmen finden statt: Jeden Sonnabend Abend im Raffenlokal, Alte Jakobstraße 120, sowie zu jeder Zeit bei P. Schneider, Blumenstraße 29 parterre. Die Beitragszahlungen find zu leiften: Sonnabends im obengenannten Kaffenlofal Abends nach 8 Uhr, jeden andern Tag auch bei D. Schneider, Naunynstraße 60, St., außerdem bei Hermann Wiese, welcher stets in den Versammlungen des Unterstügungsvereins( Montags) anwesend ist. melden." Ernst Ewerstadt, 23 Jahre alt, ftand gestern vor den G Liverpool, 22. November. Ein russischer Matrofe, renen unter der Anklage, am 20. September feine G Elisabeth Hamblin, in Liverpool erstochen zu haben Frauensperson war ihm untreu geworden und aus Rad er ihr auf offener Straße einen Dolch ins Herz. Dbm Angeklagte behauptete, daß er die That im Jahzorne betrunkenem Zustande verübt habe, wurde ihm doch de fäßliche Mord nachgewiesen. Die Geschworenen sprad schuldig und er wurde zum Tode durch den Strang ver t. Eine öffentliche Versammlung von Cigarren- und Tabatarbeitern fand am Mittwoch Abend im Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37, statt. In derselben wurden die Be theiligten, in Anbetracht des am 1. Dejember bevorstehenden Inkrafttretens des Krankenversicherungsgesetes nochmals darauf hingewiesen, wie vortheilhaft für jeden Tabalarbeiter der Eintritt in eine freie eingefchriebene Silfskaffe gegenüber der Vers ficherung in einer Ditstaffe ist und wurde durch Herrn Benner besonders darauf hingewiesen, daß am 1. Dezember für die jenigen, welche die ftatutenmäßige Altersgrenze überschritten haben, die Möglichkeit, in die Bentralfaffe einzutreien, erlischt. Ferner theilte Herr Benner mit, daß in Verbindung mit der Bentral Kranken- und Sterbekaffe der Tabalarbeiter Deutschlands( Eingeschriebene Hilfskaffe) in Hamburg eine ebenfalls dort feßhafte Frauen Sterbelasse beftebe, Wegen öffentlicher Aufforderung zum Ungehorsam gegen eine von der Gewerbedeputation des Berliner Magistrats innerhalb ihrer Zuständigkeit erlassene Mas ordnung hatte sich heute der Schlossergeselle Johann August Julius Meyer vor der dritten Straffammer hiesigen Landgetista 1. zu verantworten. Nach der Anklage soll der Ange flagte in der zum 2. März cr. einberufenen Vorversammlung der Delegiten der Maschinenbauer- Kranken- und Sterbekasse mit Bezug auf die Verfügung der Gewerbebeputation vom 28. Februar cr. geäußert haben: Die Verfügung ist null und nichtig, man nimmt fie und wirft fie in die Ecke. Sollten die Vorstandsmitglieder daraufhin in Strafen genommen werden, so seien die Mitglieder da, die Beträge aufzubringen. In der qu. Verfügung war ausgeführt, daß die Umwandlung der Ortsfaffen in freie pilfsfaffen unzulässig fei und im Anschluß beren den Mitgliedern des Verwaltungsraths unter Androhung von Disziplinarftrafen aufgegeben, Diskussionen, welche sich auf Umwandlungen der Diskaffen beziehen, nicht zuzulassen. Der Angeklagte bestreitet, in der Verhandlung am 2. März cr. eine dahingehende Aeußerung gethan zu haben; in der General Versammlung am 3. März cr. habe man auf die Verfügung der Gemerbe Deputation vom 29. Februar, nach welcher das Ausscheiden aus der Krankenkasse auch das aus der Sterbekaffe zur Folge habe, eine ähnliche Aeußerung gethan. Diese legte Verfügung ist aber vom Poli zei Präsidium als gegen das Statut verstoßend, suspendit worden. Von den vernommenen Beugen befunden der Klempner Langenbeck und Rendant Spannagel zu Ungunften, die Herren Wittig und Kölbel im Sinne des Angeklagten. Der Erftere, welcher den Vorsig in der fraglichen Versammlung ges führt hat, bekundet sogar, daß ihm irgend etwas Ungebühr liches in der Rede des Meyer nicht aufgefallen sei, da er deme selben sonst das Wort entzogen haben würde. Es sei auch möglich, daß Meyer schon in der ersten Versammlung die Ver fügung vom 29. Februar c. fritiftet habe. Der Staatsanwalt beantragt die Bejahung der Schuldfrage und Verurtheilung des Angeklagten zu 60 M. ev. 10 Tagen Gefängniß. Rechts anwalt Dr. Sauer plaidirt für die Freisprechung des Ange tlagten, da demselben ein Beweis bezüglich der ihm zur Laft gelegten Aeußerungen nicht geführt worden ist. Der Gerichtshof erkannte auch auf Freisprechung des Angeklagten, indem er sich den Ausführungen des Vertheidigers anschloß. Arbeiterbewegung, Bereine und Berfammlungen. Die Buchbinder beschäftigten sich am vergangenen Sonntag in einer start besuchten Versammlung mit KrankenkaffenAngelegenheiten und zeigte es sich auch hier deutlich, daß, je näher der ominöse 1. Dezember heranrüdt, die Eympathien für freie eingeschriebene Hilfskaffen größer und größer werden. Herr Tort setzte mit schneidigen Worten die Schattenseiten der durch das Gesetz geschaffenen Ortskaffen auseinander und : Briefkasten der Redaktion. Einzelne s Al Für den G. W. Nach erlangter Großjährigkeit des Münde öffnen wir der Vormund verpflichtet, das verwaltete Vermögen zugeben. Fret ti a J. Z. Vergütung fann nur in so weit verlangt als die Arbeit in Wirklichkeit geleistet worden ist. dungene Preis für die Akkordarbeit fann nicht verlan wohl diefelbe durch Verschulden des Arbeitgebers Ende geführt werden konnte. Anspruch auf Entschädigto Woche nicht gegeben, da vereinbartermaßen die Entlaffung jeden Beitun zulässig war. in welcher sich die Frauen der Mitglieder obengenannter Raffe für Sterbefälle versichern fönnen und zwar in zwei Klassen: für die erste Klaffe beträgt das Eintrittsgeld 1 Mark, der Wochenbeitrag 5 Bf., das Sterbegelo 1000 Mark; für die zweite Klaffe: Eintrittsgeld 2 Wait, Wochenbeitrag 10 Bf., Sterbegeld 200 Mart. Das Sterbegeld wird nach einer halbjährigen Mitgliedschaft gezahlt und ist die Altersgrenze 45 Jahre. Aerztliche Untersuchung findet nicht statt. Nach längeren Debatten wurde sodann beschloffen, einen eigenen Medizinalverband, der freien Arzt und freie Medizin genährt, zu gründen.- Des Weiteren referirte Herr Laske über die Strifes in Breslau und Neumarkt und wurde beschloffen, die Strifenden zu unterstüßen. Auch in Oberwaldenburg ist ein Strike ausgebrochen. geworden, und ich fand, daß meines Vaters Geld den Schwarm von Liebhabern um mich gesammelt hatte, wie Licht die Mot ten anzieht. Ich besaß aber meinen Papa, und fragte nichts Danach." ,, Wie lange leble er nach deines Bruders Tode?" Der Verein Kinderhort", welcher am Mittwoch Abend im Restaurant, Bum Roland", Eisäfferstr. 26 seine erste jähr liche General- Bersammlung abhielt und sich die Aufgabe geftellt E. R. 41. Das Urtel des Strafrichters ist für ben richter nicht bindend. Ob ein Anspruch auf Ersas be foften erhoben werden kann, darüber können wir feinen ertheilen, da Sie uns nicht die geringste Thatsache gründung des Anspruches mitgetheilt haben. Ein wird zur Führung des Prozesses nicht nothwendig sein, Kurkonten den Betrag von 300 M. wohl nicht übersteig C. 6. B... ftr. 5. Ist eine außergerichtlich gef Schenfung durch die llebergabe vollzogen worden, der Widerruf innerhalb 6 Monate feit der Uebergabe (§ 3090, I. 11 A. L.-R.) Arage 44, an Den neu de hochinter „ Ge Don Dr. Du B in der Exped Bratis E. W. Wrangelfir. Alle Einwohner des pre Staates find verpflichtet, ihre Kinder nach zurückglegtem Lebensjahre, sofern nicht für deren Unterrichtung ande Fürsorge getroffen wird, zur öffentlichen Schule zu ichide zwar so lange bis sich das Kind die für seinen Stand derliche Bildung angeeignet hat.( II. 12,§§ 43, 44 Die Entscheidung darüber, ob das Kind die nöthige fich erworben, steht dem Schulinspektor zu. Der Endpu Schulpflicht ist für einzelne Brovinzen durch Gefeße durch das Alter des Kindes firirt. Für Berlin find angeführten Grundsäge maßgebend. bi als verabf Die Beit Selten S in Beigegeben wo Um rech Die Schon bante auf, 3 franzöfifchen D. 106. Die Abkömmlinge des verstorbenen Kind nach der pofitiven Bestimmung des A. L.-R. in§ 526 als Erben mitberufen. D. B. 1. Jeder Zeuge hat Anspruch auf Entfch eine n für Beitverfäumnig. 2. Nur im Falle der üblen Nachrollten, bit Dagegen ert we hat, schulpflichtige Kinder unbemittelter Eltern in der schul- der verläumderischen Beleidigung§§ 186, 187 St... eine Feier freien Beit durch geeignete Personen in bestimmten Lokalen zu beauffichtigen, angemeffen zu beschäftigen und in Verstand und Gemüth anregender Weise zu unterhalten, fonnte neben dem anfangs Oftober 1873 eröffneten ,, Knabenhort", im April 1884 auch ein ,, Mädchenhort" er öffnen und haben sich beide Anstalten in zufriedenstellender Weise entwickelt. Die Durchschnittszahl Der Böglinge des Knabenhort"( Panfftraße 1a) beirug im IV. Quartal 1883 24 Rnaben, im I. Quartal 1884 40 Rnaben, im II. Quartal 51 Anaben, im III. Quartal 40 Rnaben. In den Mädchenhort" wurden von 43 angemeldeten Mädchen zunächst 24 aufgenommen und befinden sich dessen Lokalitäten North und verkehrte nur mit ein paar Familien, die mir auf richtige Freundlichkeit erwiesen. Als das heiße Wetter fam, litt ich darunter und fühlte, daß ich nicht länger bleiben fonnte. Ich fuhr deshalb mit Der Ludgate Hill" ab. Das Uebrige, nun das weißt du. Darauf fam ich an Bord der Alice" unter die Obbut der liebevollen Tante Bessie. Sie nahm die Fremde in ihr Diefer und von be immt word Deffelben Ja Cigle Baufin beffere Stät wenn derartige Beleidigungen nachtheilige Folgen für mögensverhältnisse oder das Fortkommen des Beleidigte fich bringen, auf Verlangen des Beleidigten neben Det auf eine an den Beleidigten zu zahlende Buße erkannt den. Ueber die Buße fann der Beleidigte nach fein messen verfügen. 6. S. 81. Verboten in gesundheitspolizeilichem H. B. O. Wohnung nicht erforderlich, Da die Fo sofort bei Entnahme der Sachen fällig war. hat all die Thatfachen anzuführen und unter Beweis zu welche zur Rechtfertigung seines Anspruchs dienen. wenn Gla Und w Der Die das hier Die Sie würden fich betrogen fühlen, anderswo statifände, und Du würdest Deine Herrschaft mit derjenigen Beliebtheit antreten können, welche Du mußt. " H Wie Du willst. Was noch?" Du mußt den Namen mit mir tauschen, Du gieb dreißigtausend Pfund jährlich. Ich konnte es aber allein nicht aus, schloß fie in ihr Herz und ich fonnte den neuen Traum Ralph, meines Vaters Vorgänger, legt diese Verpfl Nur noch zwei Jahre. Dann war ich allein mit all ben großen Befizungen und Ländereien, Scharen von Dienern und aushalten. Ich nahm daher die Wittwe eines von Papas Rameraden zu mir und ging auch in Gesellschaft. Die Leute begannen zu fagen: Sie müffen heirathen', und meine Freun din, Frau Somerset, stimmte in das Geschrei ein." ,, Und zeigte sich denn Niemand, der dir gefiel?" " Gerug. Awei oder drei Pairs, ein paar Generale, auger fleineren Größen, gefielen mir ganz wohl, aber feiner von ihnen schien sich etwas aus mir zu machen. So unge fchickt fiel ihre Nachahmung einer wirklichen Liebesbewerbung aus, und ich war ihnen offenbar Mig North Carer, die Erbin, nicht aber das Mädchen, das sie liebten und heirathen wollten. Einer jedoch war unter ihnen, der mich wirklich nur meinet megen zu lieben schien, und ich fing schon an, ihm zu trauen. Es war ein Better der Dawsons von Moor Edga, meines Nachbarn, und man lud mich ein, ein paar Tage dort zuzus bringen, um mit ihm zusammenzukommen. Nun, um die Erzählung abzufürzen, ich belaufhie eines Tages eine Unterredung zwischen ihm und meinem Wirth. Oberst Dawson sprach zu Sir Henry viel Gutes von mir und empfahl mich ihm als eine gute Frau, worauf Sir Henry ant wortete: D ja, eine vortreffliche, fleine Person, aber so bäß lich und unbedeutend! Sie würde rein gar nichts sein, wenn sie nicht Mig North Catew wäre; das erseßt bei ihr alles." Am folgenden Tage fuhr ich nach Haufe und schlug Sir Hen rys Bewerbung auf, die er wenige Stunden nach der be schriebenen Unterhaltung an mich richtete. von Bludseligkeit nicht dadurch zerstören, daß ich ihr fagte, wer ich war. Und dann, als du mich batest, zu bleiben, bis du von dem Norden zurückämeft, o, ich habe dir das so oft schon erzählt. Du kannst es jegt verstehen, was deine treue Liebe mir gewesen. Du waist mir gut, mir, Helen North, der armen verwaisten Erzieherin. Du wollteft für mich arbeiten und mich in dein Herz schließen. Du warst fein Glüdejäger, der mich nur meines Geldes wegen nehmen wollte! Ich wurde des Reichthums und Rarges müde, den ich einnahm, und fah, daß für mich die Ehe immer ein herzloser Sohn sein müffe. Ich litt geistig und leiblich. Die Aerzte riethen Luftveränderung und ich entschloß mich, nach Malta zu reifen, um einen lange versprochenen Besuch bei einer alten Schulfreundin abzustatten. Ich wandle all meinem Bcunt den Rüden und reiste als Mis North, selbst ohne Dienerin, ab. Gleich den ersten Abend theilte ich der lieben Dolly Travers all meinen Rummer mit und wir verabredeten, ich sollte als Die Erzieherin ihrer beiden kleinen Mädchen so lange bleiben, als ich wollte, damit ich allen bohlen Schmeicheleien und Aufmertfamkeiten fern bleiben durfte, die mir so widerwärtig waren. Jch blieb drei Monate und zwar als Erzieherin Helen Ich hatte die Absicht, dir auf jeden Fall um diese Zeit meine Befenntniffe abzulegen. Herr Bernard wünschte die Dinge geordnet zu sehen und sagte, ich dürfte mich meinen Die E Grund legte Rationale, m Rabend verbot Deinen und nimmst meinen dazu. Der letzte Wille jedem auf, der eine Erbin dec Carews heirathet. D also Herr Crofton- Carer heißen. Noch eins, man bat verstehen gegeben, daß, wenn ich heirathete, es sehr wah lich wäre, daß zu Gunsten meines Gatten die Baronet Der erste Lieutenant Cooke Jones auf der Alice am nächsten Morgen mit Jack Crofton im Amtszimm Gesellschaft zusammen. Er hatte gehofft, ihn gedrüdt bemüthigt zu finden, sah aber zu feiner Ueberraschung er in gehobener Stimmung ihm die Mittheilung mad erneut würde." un da ihm babe foeben seine Entlassung eingereicht, Befehl der bekannten Dampfyacht Der Nordstern heirathen werde. Pflichten nicht länger entziehen. Du gefielft ihm so, Jad. tragen worden, und daß er sich in einigen Woches Er hat mich war wegen meiner Sarullen immer ausgelacht und gesagt, ich sollte heirathen, wie jedes andere reife Mädchen es thäte, aber er meint jett, es set so beffer wie es getommen." Was wird nur Tante Beffte fagen? Ach, Helen, fle hat so sehr darauf gerechnet, daß du mit ihr zusammen bleiben würdest." Jetzt bist du derjenige, der dummes Zeug schwatt. Denkst du, ich will mich von Tante Bessie trennen? Du weißt nicht, wie groß Carew Court ist. Tante Bessie soll bei und leben oder einen Flügel des Hauses bewohnen oder das Dower- Haus zum Aufenthalt nehmen. Ganz wie fie will. Die gute alte Tante soll in Dublin Villa bleiben und sie verfeben." Vortrefflich. Aber jest, Helen, noch eine Frage. Wann soll es vor sich gehen! Ich fann mich nicht auf einmal beugen, weil Du eine große Dame bist. Dtec möchtest Du mich lieber in einem neuen Charakter sehen?" ,, Nicht in dem! Nein, Jack, Alles dies ist mein und Dein. Könntest Du Dich anders, denn als Herr benehmen, ich glaube, ich könnte Dich aufgeben." Wenn das die Stufe ift, fo will ich so gebieterisch auftreten, wie möglich." " Abyemacht also. Aber um zweierlei muß ich bitten. Wit jener Abenteuerin, vermuthlich. Ich gratulire, Jones. Die Zeit wird's lehren, ob Ihr Spott am Drte Drei Monat später las herr Cooke Jones in eine Nummer der ,, Times". Es fielen ihm darin die Name und Wappen von Carem..." 05 Die folo bob fich; er und fchlürfen murmelno, gelten fonnte en. Sie ha Inecht überg quartier. Gr fa Cas fo Die a gendwo au minder una Der Wirth Carem... Testament des verstorbenen Sir Ralph Garc ,, Was für ein Unsinn ist denn das?" Darauf i unter den Heirathen folgendes: Am zweiten des Mon welche eintr und 3weiten John mete Mr Carem Deverill, vor dem Lord- Bischof von. Croftow- Carem mit Helen Amabel, dem einzigen überleb Kinde und der Erbin des verstorbenen Major Sir C Carew, Baronet von Carew- Court, Devon, Brinces London und Invermoreschloß." Aufmertiam Seine Untergebenen munderten sich über die machten sie einige Zeit darauf, als es in der ,, Times" Sir John Conyers Crofton Carem bei Gelegenheit Heirath und der Ernennung zum Baronet von dem C von Kinguffie der Königin vorgestellt." Jones erinnerte fich widerwillig der Worte: „ Die Hönnen on ihnen. Wenn dort auf Der Des Birthes wird's lehren, ob Ihr Spott am Drte" und und unter ins Meer. Eins ist, daß Du einwilligft, daß wir uns in Carew verheirathen. wünschungen ballte er die Beitung zusammen und m " Ich zöge die Stille hier vor. Es wird aber für Dich beffer sein, wenn ich den Leuten daselbst erlaube, Festbogen zu bauen, die Glocken zu läuten und uns gehörig anzugaffen. Verantwortlicher Rebatteur R. Granhet in Berlin. Druck und Berlag von War Babing in BerlinSW. Beuthstraße 2. Gie etwas t Es gen Dingen ein Denn fein fa Der Wi eigener Bun Unterbrach, langte gebro