Nr. 251. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen. = tn der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts Jahra. 13. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Denunziation des Rabbi Maybaum. Der Rabbiner Dr. Maybaum hat es nach einem Berichte bürgerlicher Blätter für angebracht gehalten, in seiner Tranterrede bei der Beerdigung des ermordeten Justizraths Levy worden sei." Sonntag, den 25. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: den bisher über die Personen der Mörder in die Deffent| Stellung als Staatsanwalt wohl davor schüßt, für einen lichkeit gedrungenen Mittheilungen suchen und Näheres ist sozialdemokratischen Tendenz Schriftsteller ausgegeben zu doch weder dem Rabbi noch der" Post" bekannt. Alles was spür werden, kommt in dem umfangreichen, auf eigene frimi gewandte Berichterstatter in Hülle und Fülle über die beiden nalistische Erfahrungen und ausgedehnte Studien sich Hauptakteure in dem so blödsinnigen wie verruchten Attentat stützenden Werke zu den gleichen Schlüssen wie sozialistische in Erfahrung gebracht und dem sensationslüsternen Lese- Forscher. Abgesehen von den auf Vererbung beruhenden körperpublikum aufgetischt haben, kommt darauf hinaus, daß man es lichen Zuständen, die einen jungen Menschen für Verbrechen dis auf den jetzigen Geist der Zeit, auf die Beriffen- mit zwei jener erzichlich verwahrlosten Früchte des leben- poniren, erkennt Ferrani in der wirthschaftlichen Noth der heit der heit der politischen Verhältnisse, auf die erbitterten sozialen zerrüttenden Großstadtelends zu thun hat, das den Glanz und mit Rabbi Maybaum zu reden niederen Volksschichten" die und wirthschaftlichen Klassentämpfe der neuesten Beit hinzu den Prunk der Reichen vor Augen und die nagende Noth Hauptursache wie der Verbrechen überhaupt, so ins weisen und in diesen mit ein Moment für die Ursachen diefes im Innern trägt. Es müßte mit einem Wunder zugehen, besondere der Verbrechen Minderfähriger. Aus der Fülle Trauerfalls zu suchen, indem namentlich durch diese Agitationen wenn nicht einmal etwas von den Klassenkämpfen unserer von Material, die er dafür beibringt, wollen wir hier nur die Begehrlichkeit in den niederen Volksschichten geweckt Zeit oder den sozialistischen Ideen, zu denen für oder wider einige weitere zitirte Angaben und Bemerkungen nichtDer Rabbiner Dr. Maybaum folgt würdigen Vor ein jeder Großstädter wenigstens Stellung zu nehmen sozialistischer Autoren anführen: bildern mit dieser Fruktifizirung eines gemeinen Raub- gezwungen ist, dem einen oder andern der beiden Mordbuben zu mordes zum Kampfe gegen den Umflurz. Ben Umflurz. Es wird Ohren gekommen wäre. Aber nichts deutet bisher darauf hin, ihm Lob und hohe Ehren eintragen, daß daß auch nur eine mißverstandene sozialistische Idee in den sich dazu ermannt hat, verworrenen Gedankengang eingetreten ist, der die halbdas Schächtmesser gegen die Sozialdemokratie zu zücken. Wir würden ihn auch wüchsigen Strolche zu ihrer Unthat geführt hat. Eine mißtünftig nur ungern unter der Schaar unserer Widersacher verstandene sozialistische Idee sagen wir ausdrücklich; denn vermissen. Ist er doch ein lebendiges Beweisstück dafür, daß der richtig verstandene Sozialismus überhaupt nur zur wie der Haß gegen die große proletarische Emanzipations: Verabscheuung solcher Thaten führen kann, brauchen wir bewegung unserer Zeit alle reaktionären Elemente, unbe- nicht noch ausdrücklich zu beweisen. schadet des Glaubens und der Abstammung, vereinigt. Der Also von Gründen für die Maybaum'sche Denunziation eifrige Rabbi merkt ja garnicht einmal, welche ver- nicht eine Spur. Daß sie trotzdem, wie bei ähnlichen Genichtende Kritik seiner Denunziation der sozialdemo- legenheiten so auch diesmal zu tage getreten ist, rührt von tratischen Bewegung aus der Thatsache hervorgeht, daß er dem bösen Gewissen der Interessenten der heutigen Sie machen gewohnheitsselbst mitsammt seinen Glaubensgenossen sich gegen die anti- Gesellschaftsordnung her. er femitische Bezichtigung vertheidigen muß, das Judenthum habe gemäß für die Fäuluißprodukte dieser Gesellschaftsburch seine Ausbeutungsgewandtheit das deutsche Volksgemüth ordnung diejenigen verantwortlich, denen es Lebensvergiftet und die Begehrlichkeit in den niederen Bolts. aufgabe geworden ist, die Fäulnißerscheinungen zu ers schichten geweckt". Für den Rabbi, der sich augenscheinlich forschen und für deren Heilung zu wirken. Die würdigen nicht wenig fühlt als Mitglied der höheren Volksschichten", Gesellschaftsstüßen handeln da genau im Sinne der Leute, schwinden in der Hiße des Klassenkampfes alle solche Er denen der Arzt als Urheber der Krankheiten gilt, weil er innerungen. Geht es gegen die Sozialdemokratie, so kämpfen ihre Diagnose feststellt und ihnen mit den Hilfsmitteln der Wie ein Rabbi Maybaum und Lieutenant a. D. Liebermann vernünftiger Arzt sich durch derartige alberne Bezichtigungen und Lieutenant a. D. Liebermann medizinischen Wissenschaft beizukommen sucht. v. Sonnenberg Schulter an Schulter, und das ist gut so. Die staatsretterischen Denunziationen des patriotischen nicht beirren läßt, wird auch in diesem Falle das Rabbi find denn auch auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Maybaum- Gezeter uns nicht abhalten, auf die sozialen Chorführerin der Stumm- Bedienten, die" Post", behauptet Uebelstände den Finger zu legen, aus denen Unthaten wie auch schon schlankweg von unserer Partei, ihre Hegarbeit die Ermordung des Justizraths Levy durch zwei halbtrage schuld daran, daß Früchte, wie die Mörder des wüchsige Burschen erwachsen konnten. Da kommt nun die Schrift eines italienischen Juristen Justizrathes Levy gezeitigt werden? Der angeschlagene Ton wird denn auch weiter klingen durch die gesammte Ordnungs- sehr zu paß, deren Uebersetzung dieser Tage in Berlin verpresse, die ja gebankenlos jede Beschuldigung der Sozial- öffentlicht wurde*). Der Verfasser, den seine amtliche demokratie nachzuplappern pflegt. *) Minderjährige Verbrecher. Versuch einer Auf was für Thatsachen fußt denn nun die Denunziation strafgerichtlichen Psychologie. Von Cav. Lino Ferrani, des Rabbi Maybaum und seiner Nachbeter? Da wird Staatsanwalt in Como. Deutsch von Alfred Rubemann. man vergeblich nach einem einzigen Anhaltspunkt dafür in Berlin 1896. Verlag von Siegfried Cronbach. Preis 8 Mart. 103] Rienzi. " meinen Weg zeigt! Ja, wir wollen um Sonnenuntergang uns hier wieder treffen, und dann wirst Du Dich über zeugen, wessen Führer der sicherste ist. Wenn mein Traum die Wahrheit sagt, so werde ich meine Schwester, bevor die Sonne jenen Hügel erreicht, bei einer, dem heiligen Markus geweihten Kirche lebend finden." Eine beredte Sprache reden die vom General- Staatsanwalt Luccini angeführten Zahlen über die wirthschaftliche Lage von 2456 minderjährigen Verbrechern. Bedürftige. Das Nöthige zum Leben haben Halb- Bemittelte Bemittelte . 1549 792 104 11 Der Franzose Raux stellte fest, daß von 385 in das Besserungshaus von Lyon aufgenommenen Knaben 223 unvollständigen, des Vaters und der Mutter oder eines von beiden beraubten Familien angehörten, also 58 pCt. oder fünf unvollständige auf drei vollständige Familien. Der Italiener Dr. Sarlo sagt: " Die Veranlagung zum Verbrechen bei den Kindern hat ihre wahre Ursache in den abnormen gesellschaftlichen Verhältnissen, die entweder direkt aus sich oder auf dem Wege jener Krankheiten, deren Entwickelung sie erleichtern, die Ents artung und den Aufruhr der antisozialen Störungen möglich machen. Das findliche Verbrecherthum verhüten aber fann man nur, wenn man die sozialen wirthschaftlichen Bedingungen aufbeffert." Es stimmt das mit den Worten Carlo Cattaneo's überein: " Die geradere Straße zur Nenderung der Sitten bes Menschengeschlechts besteht in der Umgestaltung seiner wirthschaftlichen Lage, also wenn man seinen Interessen einen andern Lauf giebt." Nitti schreibt so: Wie die Nahrungsweise unter dem wohlthätigen Einflusse eines höheren Einkommens fich verbessern wird, so werden auch die individuellen Entartungen feltener werden und die Produktion selbst daraus den Vortheil ziehen." Und der Deutsche Mayr: Je leichter die Befriedigung des Nahrungsbedürfnisses sich gestaltet, um so mehr verschwinden die Gelegenheiten zur Anmaßung und Rohheit." das So steht es um die Urtheile von Männern, die nicht Bedürfniß fühlen, irgend welche Verbrechen zu einem " 1 Waren es nicht silberne Sterne," rief Adrian, mit einer Sonne in der Mitte?" " Ganz recht." „ Ach! das Wappen der Familie des Tribunen! Ich erinnere mich, wie mir der Mantel gefiel an dem ersten Tage, an dem sie ihn trug, es war der Tag, an dem wir uns verlobten." Der Liebende errieth das Gefühl, welches Frene veranlaßt hatte, ein Kleidungsstück, das ihr durch die Erinne rang theuer sein mußte, so sorgfältig zu erhalten. Weißt Du weiter nichts von ihnen?" Nein." Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. „ Wirklich? Bist Du ein Colonna, und achtest doch noch die vom Unglück Verfolgten? Dieselbe Pflicht hat auch mich nach der Stadt der Todten geführt. Von deni Der tiefe Ernst, mit dem Rienzi diese Worte sprach, fernsten Süden, über die Berge, in denen die Räuber hausen, belebte Adrian mit einer Hoffnung, die seine Vernunft burch das Gebiet meiner Feinde, durch Städte, in denen nicht anerkennen konnte. Er sah Rienzi mit jenem stolzen der Herold den Preis meines Kopfes verkündete, daß ich und stattlichen Schritt sich entfernen, dem sein weites selbst es hören fonnte, bin ich hierher gekommen, zu Fuß Gewand noch mehr Würde verlieh, und trat darauf in die und allein, sicher unter dem Schuß des Allmächtigen. Juuger Straße zur rechten Hand. Kaum war er einige Schritte Mann, Du solltest diese Pflicht einem überlassen haben, gegangen, so fühlte er sich am Mantel festgehalten. Er deffen Leben der Himmel behütet, weil er es noch für große wendete sich um und erblickte die unförmliche Maste eines Adrian. Zwecke bestimmt!" Becchino. Der Tribun sagte diese Worte mit tiefer und be" Ich dachte schon, Ihr wäret umgekommen," sagte der geisterter Stimme, aus der man, wie aus seinen zum Leichenführer, da Ihr nach dem Palast nicht mehr zurückHimmel erhobenen Augen erkennen konnte, wie sehr sein famt. Ihr erkennt mich wohl nicht, aber ich bin der, dem Unglück seinen Fanatismus gesteigert und selbst seine Ihr den Auftrag gabt, zu suchen Hoffnung erhöht hatte. Aber," sagte Adrian, wenn Du weißt, wo Frene sich befindet, so laß uns zusammen zu ihr gehen. Wir wollen teinen Augenblick verlieren, die Zeit ist von unschäßbarem Werth, und ein Augenblick führt jetzt oft in dieser Stadt an den Rand des Grabes." " Jawohl", erwiderte Rienzi, aber sei unbesorgt, ich habe geträumt, daß ich sie noch retten werde." Weißt Du, wo sie sich aufhält?" fragte Adrian ungeduldig; das Kloster hat jetzt ganz andere Gäste." " Ha! so sagte mir mein Traum!" Frenen " Und weiter hast Du nichts erforscht, Elender?" rief Geduld. Ich muß Euch von Beweis zu Beweis führen, um meine Belohnung zu gewinnen. Folgt mir, Herr!" Der Becchino führte jezt Adrian durch mehrere Straßen und enge Gaffen, bis sie endlich vor einem unansehnlichen Hause anhielten. Er klopfte wieder dreimal an die Thüre, " Ja, Irene di Gabrini, Jhr verspracht mir eine an- und jetzt erschien ein alter hinfälliger Mann, den der Tod sehnliche Belohnung." dieses Mal verschont zu haben schien, weil er ihm doch ficher genug war. " Du sollst sie haben." " Folgt mir." Der Becchino ging voran und blieb balb vor einem Hause stehen. Er klopfte zweimal an die Thüre, die eine alte Frau vorsichtig öffnete. " Signor Astuccio," sagte der Becchino, entschuldigt, aber ich sagte Euch schon, daß ich bald wiederkommen würde. Dieses ist der Herr, der gern wissen möchte, was nicht zu wissen oft besser ist, aber das geht mich nichts an. Ist nicht vor drei Tagen eine junge schöne Dame mit schwarzen Haaren und von schlankem Wuchs mit den ersten Symptomen der Pest in dieses Haus gebracht worden?" Sei unbesorgt, Alte", sagte der Becchino, dieses ist der junge Herr, von dem ich Dir erzählt habe. Du sagtest mir, es hätten hier zwei Damen gewohnt, die allein in „ Sprich jetzt nicht von Träumen", sagte der Liebende, diesem Hause außer Dir von der Pest verschont wurden, wenn Du weiter nichts von ihr weißt, so wollen wir uns und ihre Namen seien Bianca di Medici und wie war Ah, das weißt Du so gut wie ich, und noch besser jetzt gleich trennen, um sie aufzusuchen, gehe Du jene Straße der andere Name?" weißt Du, daß sie seit zwei Tagen fort ist, es ging schnell hinab, ich die andere, und um Sonnenuntergang wollen Frene di Gabrini, eine römische Dame. Aber ich sagte mit ihr, schneller als mit den meisten anderen." wir hier wieder zusammentreffen." Dir auch, daß sie schon seit vier Tagen das Haus verlassen," Hatte sie irgend etwas Bemerkenswerthes in ihrem Bweifle nicht", sagte der Tribun in feierlichem Tone, weil so viele Leichen hier lagen." Anzuge?" an den Offenbarungen, die der Himmel seinen Aus-" Jawohl und war etwas Bemerkenswerthes in dem" Ja, neugieriger Mensch, einen blauen Mantel mit erwählten gewährt. Du suchst Rath bei Deiner menschlichen Anzuge cer Signora di Gabrini?" filbernen Sternen gestickt." Weisheit, ich folge der Hand der Vorsehung, die selbst jetzt" Ja, ich habe Dir schon gesagt, ein blauer Mantel mit wie ein Pfeiler des Lichts in der Wildniß der Wüste mir Silber gestickt." ( Fortsetzung folgt.) Aus dem Reiche des Herrn unberührt." = Thielen. " 1 " Angriff auf die Gegner der heutigen Gesellschaftsordnung| Kriegsrechts dem bürgerlichen Strafgesetz unter- daß die Lehrer, belehrt durch die bisherigen Erfahrungen, von auszubeuten. Mit dieser Abfertigung der Maybaum'schen worfen ist. Bei einer früheren Gelegenheit wiesen wir schon der unwürdigen Methode des Bittens und Bettelns abgehen Denunziation durch Zeugnisse der Wissenschaft können wir darauf hin, daß englische Truppen, die bei einer Volks- möchten. Die geftrige Nummer der„ Preußischen Lehrer- Zeitung" uns wohl begnügen. Mit der Frage, wie denn den Uebel- ansammlung auf Befehl des kommandirenden Offiziers getäuschung durch die folgende, recht auffallend gesetzte Notiz: bringt schon eine ebenso unerwartete wie unangenehme Entständen, die in dem Morde in der Mohrenstraße zu tage schossen hatten, wegen Mordes vor die Geschworenen gestellt Der geschäftsführende Ausschuß des Landesvereins preußischer täuschung durch die folgende, recht auffallend gesetzte Notiz: getreten sind, zu begegnen ist, müssen wir uns aber noch wurden. Die Ausrede, daß sie auf Kommando gehandelt Volksschullehrer( Magdeburg) hat beschloffen, in Sachen des Bebesonders beschäftigen. hätten, half ihnen nichts; nur der Umstand, daß die Ge- soldungsgesetzes und der Wittwen- und Waisenversorgung durch schworenen statt auf Mord blos auf Todtschlag erkannten, eine an den kultus und an den Finanzminister rettete die Angeklagten vor dem Galgen, nicht aber vor abzusendende Deputation vorstellig zu werden. Dieser längerer Gefängnißstrafe. Es ist übrigens in England auch Schritt des preußischen Vorstandes ist der Zustimmung der ge wiederholt vorgekommen, daß Soldaten, die auf Befehl fammten preußischen Lehrerschaft gewiß." Daß diefe letzte Voraus Die Silfs Maschinenwärter und Heizer der Menschen tödteten, als Mörder gehängt wurden. In England fetzung nicht ganz zutrifft, mag ein leiser Troft sein. Ferntrieb Anlage im Haupt Bahnhofe zu ist das ganze Heerwesen nicht blos den bürgerlichen Gesetzen,- Politische Unduldsamteit kommt in einem Vor Frankfurt a. W. bekamen, wie wir der dortigen Volts sondern auch den bürgerlichen Sitten unterworfen. Das gehen der Norddeutschen Verlagsanstalt und Druckerei gegen den stimme" entnehmen, bis 25. Mai d. J. für ihre zwölfstündige Duell kennt man dort nicht. Außer im Dienst darf weder Korrektor des Reichsanzeiger", Herrn May Roß, zum Ausdruck. Dienstzeit auch 12 Stunden Bezahlung, wobei der Arbeitstag zu der Soldat noch der Offizier Waffen tragen. Der Soldat Herr Roß war sechs Jahre in der Norddeutschen Buchdruckerei 10 Stunden und das übrige als Ueberstunden gerechnet wurde. außer Dienst hat zwar seine Uniform, aber statt des Seiten- thätig. Herr Roß hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Die Eisenbahn- Direktion hat nun beanstandet, daß die Ueberstunden stets in Rechnung gestellt worden sind. Die Maschinen- gewehrs ein dünnes spanisches Rohr( auch dicke Stöcke sind demokratischen Arbeitervereins die Versammlungen, in denen BroInspektion wies daher unterm 30. Mai den Werkstätten- untersagt). Die Offiziere außer Dienst tragen weder fessor Quidde referiren sollte, einberufen. Dies war die VerVorsteher Rendel an, daß die Ueberstunden vom 25. Mai an Waffen, noch Uniform. Ein Fall wie der in Karlsruhe ist anlassung, daß Herrn Roß, dem die Geschäftsleitung das Zeugniß nicht mehr in Rechnung gestellt werden dürften. Jeder deshalb in England ganz unmöglich. eines ausgezeichneten Fachmannes ansgestellt hat, gegen deren Willen, Arbeiter erhält" so heißt es in der Anordnung Freilich, um den Militarismus in seinem Getriebe zu aber auf Druck von oben heute gefündigt wurde. Dieses Bor einen vollen Tag bezahlt, ohne daß Ueberstunden daß Ueberstunden zur hemmen, dazu bedarf es bürgerlicher Freiheit, wie sie in gehen ist recht bezeichnend für den fleinlichen Geift, der an Berechnung kommen, dafür können denselben auch nach dem Dienstturnus eintretenden Ruhetage unter Beachtung Deutschland erst mit dem Siege des Sozialismus müßte in der ganzen Welt vergebens herumsuchen, um ein dafür können denselben auch die England besteht. Und bürgerliche Freiheit kann in manchen Stellen herrscht. Ein prinzipieller Gesichtspunkt tann für bien die Geschäftsleitung nicht maßgebend sein, denn sie der Vorbemerkungen auf Muster 1a der Rechnungs Ordnung kommen, der den Militarismus wie den Kapitalismus mit Bersonal zu finden, dessen politische Gesinnung jederzeit mit der angerechnet werden. Die im Kontrollheft geführten Arbeiter bleiben als Werkstätten- Arbeiter von vorstehender Bestimmung Stumpf und Stiel beseitigt. Leitung der Norddeutschen Verlagsanstalt übereinstimmt. Als charakteristisch für die fittliche Verwilderung durch Der Volts- Zeitung" entnehmen wir hierzu noch folgende Am 6. Jnni wurde diese Anordnung der Maschineninspektion den Ehrenpunkt" sei noch erwähnt, daß heute in der Kreuz interessante Meldung: den Arbeitern durch Aushang bekannt gegeben, unter Beifügung Beitung" ein gewiffer Biehlberg- natürlich Herr von" Anfangs dieses Jahres war schon einmal an R. das Verfolgender, vom Werkstätten Vorsteher Rendel ge- den Muth hat, den ermordeten Siepmann für den allein langen gestellt, seine öffentliche Thätigkeit einzustellen; damals gebenen Erklärung: 1. Die Verfügung betrifft nur die im Betriebe schuldigen Theil" beschäftigten Leute. 2. Diefelbe ist dahin auszulegen, daß der Kanaille, die einen Offizier einmal auftreift, mit dem bamals das Anfinnen zurück und auch die Geschäftsleitung( Graf zu erklären und jede bürgerliche wurde hauptsächlich auf seine Eigenschaft als Borstandsmitglied und jede bürgerliche der deutschen Buchbruckerorganisation hingewiesen. St. wies Betriebsarbeiter vom 25. Mai 1896 ab einen 12 ftündigen Arbeits- Tode zu bedrohen. Jeder Deutsche, der einen Offizier Westarp) trat von dem Verlangen zurück, wohl weil sie fürchtete, tag hat, daß er feinen Stundenlohn, fondern einen Tagelohn, für die tägliche Beschäftigung von 12 Stunden nach Maßgabe des zufällig auftreift und nicht demüthig um Verzeihung bittet, daß bei einer gewerkschaftlichen Maßregelung die anderen Ar§ 2 Abs. 2 der Arbeitsordnung für das Personal der Ferntrieb ist unverschämit" und wird niedergestochen. Von Rechts beiter der Druckerei mitgehen würden. Aulage bezieht. 3. Während diefer 12'stündigen Arbeitszeit wegen. So der von" Biehlberg. Mit der Duellfrage hat sich am Sonnabend die werden nur die zur Einnahme des Essens nothwendigen Pausen, Was bleibt nach ihm weiter übrig, als der Revolver? 8. Brandenburgische Provinzial- Synode bewelche in jedem einzelnen Falle für jeden einzelnen Mann von dem die Aufsicht führenden Beamten oder dessen Vertreter, nach Maßgabe nichts weniger als aus gesteigertem Ehrgefühl hervorgeht, über die noch immer fortdauernde, der göttlichen und Ein Menchelmord aus Feigheit. Daß das Duell schäftigt. Der Synode lagen Anträge verschiedener Kreissynoden vor, die schmerzliches Bedauern aussprechen des§ 4 Abs. 3 der Arbeitsordnung für die Ferntrieb Anlage zeigt deutlich der Fall von Brüsewiß. Zu der Unthat menschlichen Ordnung widersprechende, dem bestimmt werden müssen, gestattet. 4. Die Ruhetage werden von genanntem Tage ab als equivalent für die eventuell geleisteten wurde derselbe hingeriffen, nicht etwa, weil er sich schwer gesunden Rechtsgefühl des Boltes und dem Ueberstunden als volle Tage vergütet. 5. Ju Krankheits- oder beleidigt fühlte, sondern weil er fürchtete, möglicherweise christ lichen Gewissen schweres Mergerniß be Urlaubsfällen, sowie bei Verspätungen kommt die versäumte Zeit beleidigt zu sein und nicht genügend Genugthuung verlangt reitende Unfitte des Duell 3. Die Provinzialfynode in vollen 1/12 zum Abzug, z. B. bei einer Berfäumniß von zu haben, und daß in diesem Fall er gezwungen werden soll dahin wirken, daß dem Duellunwesen Einhalt gethan, refp. 3 Stunden kommen nicht wie feither 3/10, sondern 3/12 des Tage- könnte, aus dem Offizierkorps zu scheiden. Diese Furcht den Geistlichen Anweisung gegeben werde, wie sie sich beim Belohnes zum Abzug. Bei einem Lohnfah von 3 M. pro Tag war so mächtig, daß er um jeden Preis dieser gefürchteten gräbniß im Duell Gefallener zu verhalten haben. beträgt der Abzug demnach nicht wie seither für 3 Stunden Gefahr entgehen wollte. Diese Gefahr erschien ihm so Andrae 2andsberg a. W. weift darauf hin, daß die in Berichterstatter Landgerichts- Direktor Dr. 90 Pfennige, sondern 3,-: 1225 X 375 Pfennige. Bei auftretenden Zweifeln werden die einzelnen hiermit an- groß, daß, um sie zu vermeiden, er es vorzog, lieber die neuester Zeit stattgefundenen Duelle große Aufregung gewiesen, sich bei dem Unterzeichneten oder deffen Vertreter die chrlofefte That zu verüben, nämlich einen wehrlosen in der Bevölkerung hervorgerufen hätten, weil in weiten, nothwendige Aufklärung einzuholen." Menschen niederzustechen. Aber-- und das ist das namentlich höheren Kreisen das Gefühl da Die betreffenden Arbeiter, die nicht etwa junge Leute sind, Charakteristische die strafrechtlichen Folgen Folgen des für vollständig geschwunden sei, daß das Duell sondern seit vielen Jahren im Staatsdienste Todtschlags erschienen dem Herrn v. Brüsewiß lange Sünde sei. Ein großer Krebsschaben sei es, stehen und alle starte Familie haben, werden durch nicht so fürchterlich als Duellanten wissen, daß fie die Das Unterlassen desselben. daß die den Befehl, 12 Stunden lang für den gleichen Grade so wie eine Verlegung der Ehre lange nicht so brauchen, sondern ihnen sehr balb der größte Theil ihnen zudiftirte Strafe doch nicht abzubüßen Lohn wie beim Behnstundentage zu arbeiten, schlimm ist, als die Verlegung eines Paragraphen des aus derselben erlassen werde. Dem Antrage mehrerer Kreismonatlich um 10-12 M. geschädigt. Sie wandten sich an den Dienſtvorsteher, damit derfelbe Abhilfe schaffe, wurden jedoch der Landsknechtszeit überkommenen Ehrenkoder. Das lächer- fynoden, den im Duell Gefallenen das firchliche Begräbniß unter furzerhand abgewiesen mit dem Bemerken, daß sich ein Mitglied liche und verächtliche Scheinbild der Ehre steht eben höher Mitwirkung der Geistlichen zu versagen, fönne er sich nicht ander tönigl. Eisenbahn Direktion, der Eisenbahn- als die Ehre selbst. schließen, da dies sehr bedentlich erscheine. • " -w Die Direktor Fischer, dahin geäußert habe, wem diese Neuerung Beitrag zur Sonderehre" des Offiziers. Es war am einzelnen Fälle liegen unendlich verschieden, nicht gefalle, dem stünde es ja frei, sich eine andere 24. Oktober und gestern genau 90 Jahre her, als der Kommandant o daß man sie nie verallgemeinern fönne. Der Stelle zu suchen! Eine weitere Beschwerde, mit welcher der damals als uneinnehmbar geltenden Festung Spandau Kirche Ständen andere geeignete Zuchtmittel zur Verfügung. Der fich die Leute mündlich an den höheren Dienſtvorgesetzten, von Beneckendorf den Franzosen die Festung auslieferte, ohne Referent beantragte, zu erklären, daß die Kirche die Aufgabe habe, Bau- Inspektor Sobersti, wandten, wurde gleichfalls kurzer daß auch nur ein einziger Schuß gefallen war! mit allen Mitteln der Predigt, des Altargebets, der Seelhand abgewiesen, wobei dieser Herr erklärt haben soll, die außer von Beneckendorf gab es genug andere Edelste der forge und gegebenenfalls auch der Kirchenzucht das Gewissen Leute verdienten noch viel zu viel!( Lohusay Nation", welche die anvertrauten Pläze" ohne Ver- ihrer Glieder zu schärfen und immer weitere Kreise mit dem 2,50-3,60 m. bei 12stündiger Arbeitszeit.) Darauf wandten theidigungsversuch dem Feinde auslieferte. An dieses Bewußtsein zu durchdringen, daß das Duell gegen Gottes Gebote sich die geschädigten Arbeiter mit Erlaubniß ihres Dienst 90jährige" Jubiläum" zu erinnern ist jetzt an der Zeit, wo verstößt und daher verwerflich ist. vorstehers Herrn Rendel gemeinschaftlich an die königl. die Sonderehre" eine so große Rolle spielt. Superintendent Vorberg schloß sich dem Referenten Eisenbahn Direktion mit einem Gesuch, worin sie in be= Um was es sich bei der Umsatzsteuer" handelt, daß in England, Schweden und Norwegen Duelle in der Armee in der Verurtheilung des Duells an und wies darauf hin, scheidener Weise die Wiedereinführung der früheren Bezahlungs. mit der jetzt erste Versuche bei den sächsischen Konsum nicht vorkommen. Bei dem Begräbniß eines im Duell Gefallenen weise verlangten. Sie sagen darüber: Bis zum 25. Mai d. J. hatten wir in anbetracht, daß wir als Maschinenmeister ununterbrochen vereinen gemacht werden, kann man aus einem Eingesandt müsse auf das Verdammenswerthe des Duellunwesens hingewiesen 12 volle Stunden des Tages durch unseren Dienst in Anspruch in der Kölnischen Volkszeitung" ersehen. Dasselbe rührt werden. Dr. Kahl erklärte sich auch als Gegner des genommen sind, eine auf einen Tag und 2 Ueberstunden berechnete von einem Anhänger des Gedankens, der in der Umsatz- Studentenduells. Der Unfug des Duella tönne Bezahlung, welches auch, als dem thatfächlichen Verhältniß ents steuer zum Ausdruck kommt, her, nur hält sich dieser durch irregeleitete Ehrbegriffe nicht entsprechend, da infolge unferes Spezialdienstes Steuerkünstler nicht an den Umsay, sondern an die Zahl fchuldigt werden.- Freih. v. Manteuffel wünschte Frühstücks., Mittags- und Vesperpause fort der Personen, welche in einem Geschäft beschäftigt gegen das Duell.- Oberpräsident Dr. v. Achenbach möglichst einmüthige Stellungnahme der Synode fallen muß, als richtig anzusehen ist." sprach sich dagegen aus, einem im Duell Gefallenen das kirchliche Begräbniß zu versagen. Das Bolt sehe in solcher Ber fagung ein Zuchtmittel schwerster Art, es sehe darin eine Infamie gegen einen Verstorbenen. Etwas Unevangelischeres als eine folche allgemeine Verfagung könne er sich gar nicht denken. An einstimmig angenommen. Bei der Abstimmung wird der Antrag des Referenten Nach neunwöchigem Warten der Leute wurde einer der sind. Er schreibt diesbezüglich: Unterzeichner dieses Gesuches zum Dienſtvorsteher berufen und Mein Vorschlag lautete: man müßte an Orten bis ihm, ohne daß ihm Einsicht in das betreffende Schriftstück ge stattet wurde, die Mittheilung gemacht, das Gesuch sei a b= fchlägig beschieden und sollte er dieses seinen Kollegen mittheilen. Außerdem sollten die betreffenden froh sein, daß sie nicht bestraft würden, weil sie sich unterstanden, das Gesuch gemeinsam zu machen. 1000 Einwohner 5.000 20.000 = 2 Personen 3 " " " " 50 000 " 100 000 " 200 000 n hoben werden. 300 000 400 000 8 " 9 Nehmen wir die Stadt Köln an. In Köln würden demnach neun Personen steuerfrei sein. 1995 11. Die 10. Person würde mit 500 m. besteuert of ot diman ni " " 12. 1000 2000 " 13. 3000 " " " 14. 4000 " " " 15. 16. 5000 " " " " " 6000 " " " " ut. f. w. ngan 1 Die Reichstagswahl in BrandenburgWest havelland reizt auch die Nationalliberalen an, alle raths v. Löbell. Um ihre Empfehlung wirksamer zu machen, Hebel anzusehen für die Wahl des konservativ- agrarischen Landftreichen sie ihre eigene Partei in einem Flugblatt mit folgenden Worten heraus: Die nationalliberale Partei stellt das Waters land über die Partei, das allgemeine Wohl über alle Sonder bestrebungen." Jedes Wort ist hier eine Lüge, und geradezu der Wahrheit entgegengesett. Man tönnte die nationalliberale Bartei geradezu die Partei der Lüge und der Heuchelei nennen und träfe das richtige. In Halle stürzte sich ein junger Retrut des Magde missburgischen Füsilier- Regiments Nr. 36 in der Kaserne am Roßplay aus einem Fenster des zweiten Stockes auf den Hof, fiel hier rückwärts auf ein eisernes Stadet und zog sich hat, steht unserer Ansicht nach in vollkommenem Widerspruch zu den schäfte Verwendung finden. Für jeden Angestellten jedoch, der Das Verfahren, was hier die Eisenbahn- Direktion eingeschlagen stenerfrei lassen, einschließlich" der Familienmitglieder, die im Gekaiserlichen Februar- Erlassen vom Jahre 1890. Darin gab der Kaiser seinen Willen fund, daß die Staatsbetriebe mehr im Geschäfte angestellt wird, müßte progressive Steuer ermuftergiltige Vorbilder einer wirksamen Arbeiterfürsorge werden sollten. Daß ein Betrieb, wo die Arbeiter zwei Stunden länger ohne das sich gehörende Entgelt arbeiten sollen, und wo sie bei gemeinschaftlicher Vorbringung von Beschwerden der Gefahr unterliegen, bestraft zu werden, fein solches mustergiltiges Vorbild wirksamer Arbeiterfürsorge ist, bedarf feines weiteren Beweises. Die höhere Bureaukratie, die über zu lange Arbeitszeit und über zu geringe Bezahlung schwerlich zu flagen hat, wird diese unfere Meinung natürlich talt lassen. Entstammt dieſe Bed Man sieht der Mann versteht sein Geschäft und an dabei so schwere Verlegungen zu, daß er bald danach schaftliche und politische Vorrechte im Grund der Dinge auf der Bescheidenheit leiden seine Vorschläge nicht. Charakteristisch star b. intensivsten Ausnutzung der Arbeiterschaft beruhen. Die An- für unsere Zustände aber ist, daß das führende Organ der Elmshorn, 22. Oktober.( Schlesw.-Holstein. Bolts- 3tg.) sichten, die diese Büreaukraten hinsichtlich der Arbeiter dort mit zur Zeit maßgebenden Partei im Reiche solchen maßlosen Bor ca. einem Monat wurden hier mehrere Personen die der Muttermilch eingefogen haben, bringen sie in ihre fistalische Vorschlägen Raum gewährt, ohne auch nur ein Wort der selben waren noch nicht vorbestraft- wegen einer Schlägerei, Thätigkeit mit herüber, so daß heute der Staat ganz den Charakter Kritik dazu zu äußern. Wohl aber meint das Blatt an in der sich selbige geradezu bestialisch betragen hatten, zu 7 und anzunehmen droht, der den Typus des goldhungrigen Privat- einer anderen Stelle: 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. Dieselben büßen zur Zeit, unternehmers so unerfreulich auszeichnet. Nun, dieselbe Bureaukratie" Die Frage der Umsatzsteuer dürfte in der nächsten Zeit trotzdem das Gefängniß überfüllt ist, worüber wir demnächst braucht sich aber dann nicht zu wundern, wenn die Organisations- eine große Rolle spielen, da der Kampf der mittleren und kleinen berichten werden, ihre Strafe hier ab. Sie geben morgens bestrebungen auch unter dem Personal der Eisenbahnen Boden Betriebe im Handel und Gewerbe mit dem Großbetrieb immer bei ihrem Arbeitgeber zur Arbeit und arbeiten dort bis abends faffen. Wenn sie in dem ihr zugänglichen Theile der Presse die heftiger wird." nur mit der Unterbrechung, daß sie mittags im Gefängniß Organisationsbestrebungen der Eisenbahnarbeiter als Ausfluß Von und zu der Arbeit Sozialdemokratischer Wühlerei" bezeichnen läßt, so zeigt sie nur die Tagesordnung gestellt, gegenüber der die Partei sich in Straftleidern und in Ketten gefesselt transportirt, Gott beMan sieht, für das Zentrum ist hier eine Frage auf effen und nachts bort schlafen. werden diese Gefangenen nicht etwa durch Polizeibeamte wie turzsichtig sie die Menschen und Dinge beurtheilt. Sie felbst, nicht die Sozialdemokratie, ist die Ursache, daß die durchaus nicht ablehnend verhält. Kommen wir einmal aber wahre, sie gehen allein und können sich mit jeder Privatperson Eisenbahnarbeiter sich zufammenthun, um Verschlechterungen auf dieses Gebiet, dann ist nicht abzusehen, warum unterhalten. Da felbige nach Elmshorn gehören, läßt sich auch ihrer Lage abzuwehren und Verbesserungen derselben zu erreichen. nur im Handelsgewerbe und nicht auch in der Fabrikation sonst manches durch Gewährung dieser Freiheiten bewerkstelligen. Der Sozialdemokratie fällt in der Hauptfache nur die Aufgabe eine Personal- und vor allem eine Maschinensteuer ein- 28ie ganz anders werden politische Gefangene behandelt! Als zu, den Eisenbahnarbeitern zu zeigen, wie sie ihre Zwecke am geführt werden soll. beften und ohne Opfer an Existenzen erreichen tönnen. Politische Uebersicht. Berlin, 24. Oftober. Anläßlich des Offizierßehren- Mordes in Karlsruhe erinnert die Bossische Zeitung" daran, daß in England das Militär, und zwar Gemeine wie Offiziere, trotz des Herr von Stumm, der Vorkämpfer gegen die Konsumvereine, wird dann freilich ein böses Gesicht machen. Aber was dem einen recht, ist dem anderen billig, und schließlich muß doch der- Mittelstand erhalten bleiben. Deutsches Reich. 8ur Lehrer Besoldungsfrage. In unserem gestrigen Leitartikel sprachen wir zum Schluß die Hoffnung aus, vor einigen Jahren ein hiesiger Genosse eine Versammlung anmeldete und die Behörde eine Bescheinigung über diese Anmeldung ausstellte, welche nicht tlar ersehen ließ, ob die Versammlung erlaubt oder verboten, der Genoffe aber, im guten Glauben, daß ersteres der Fall sei, die Versammlung abhielt, erhielt er wegen unerlaubter Abhaltung dieser Versammlung sechs und der Wirth vier Wochen Gefängniß. Diese Strafe fonnte hier nicht verbüßt werden, beide Berbrecher" mußten nach Glückstadt wandern. Glaubt die Strafvollzugs- Behörde wirklich durch derartige ungleiche Behandlung ihr Ansehen zu heben? Wir wollen " 1 251 Frankreich. Spanien. Madrid, 20. Oktober. Die Siegesnachricht, nach welcher auf den Philippinen die Aufständischen geschlagen worden seien und 114 Mann verloren hätten, ist bei der traurigen Lage hier sowie auf Kuba und den Philippinen ohne jeden Eindruck geBulgarien. blieben. Partei- Machrichten. Aus Belgien wird uns geschrieben: Unsere Genossen im Brüsseler Gemeinderath haben den Antrag auf Einführung eines Mindestlohne 3 für alle Gemeindearbeiten geftellt und hoffen damit durchzubringen. burch vorstehendes gewiß nicht für eine schlechte Behandlung der kein Sozialdemokrat kandidirt; das gleiche gilt von einem Berner| reitet Menelit sich zu einem Vormarsch gegen die Italiener vor, vorbenannten Personen plaidiren, wir halten es aber für noth- Wahlfreis. Dagegen kandidiren jetzt zum ersten Mal Sozial- die nun in aller Hast rüsten. Vielleicht ist's nur ein blinder wendig, zum so und so vielsten Male zu beweisen, mit wie ver- demokraten in Luzern und im Bernischen Wahlkreis Langenthal. Lärm, aber daß Menelik, der seine Stärke kennen gelernt hat, die schiedenem Maßstabe gemessen wird. In Genf kandidiren unsere Genossen Thiebaud, Renoud Italiener ganz aus Afrika hinauswerfen will, ist ein ebenso Der Sozialdemokratie mehr oder weniger nahe natürlicher wie berechtigter Gedanke. Mainz, 23. Ottober.( Eig. Ber.) Nachdem der Ober- und Sigg. stehende" bürgerliche Kandidaturen, gegen welche Sozialdemokraten Der Abscheu der Italiener gegen die Kolonialpolitik wird Finanzrath Ernst Braun in Darmstadt die von den National- nicht aufgestellt sind und die im Gegentheil von der organisirten durch diese neue Verwickelung nur gesteigert und ihre Liebe zum liberalen ihm angebotene Kandidatur für die bevorstehende Ersatz- Arbeiterschaft unterstützt werden, sind sieben. Deren Wahl Dreibund, die ohnehin eine mehr als mäßige war, gewiß nicht wahl im Reichstags- Wahlkreis Mainz- Oppenheim in letzter Stunde abgelehnt hat, ist in heute hier stattgehabter national- dürfte durchwegs sicher sein, wie viele aber von unfern vermehrt werden. Gilt doch Fürst Bismarck, der Urheber des liberaler Vertrauensmänner- Versammlung der Ober- Schulrath Genossen gewählt werden, wage ich nicht zu prophezeien. Dreibundes, in Italien allgemein auch als der Urheber der liberaler Vertrauensmänner- Versammlung der Ober- Schulrath Von den bisherigen Nationalräthen haben nur 13 eine Wieder- italienischen Kolonialpolitik. Soldan in Darmstadt als Kandidat aufgestellt worden. wahl abgelehnt, die anderen 134 sind entschlossen, sich neuer Bei Gießen hat sich aus Furcht vor dem Soldatens dings auf drei Jahre in der Stellung als Nationalräthe dem leben am Tage der Rekruteneinstellung der Dienst: Vaterlande zu opfern. tnecht Fatum in der Lahn ertränft. Im Kanton Zürich gelangen auch zwei Gesetze zur Voltsabstimmung, deren eines die Sicherung von SparkassenUeber eine schwere Soldatenmißhandlung Gelben gegen räuberische Bankdirektoren und Verwaltungsräthe berichtet der„ Fränt. Kour.". Der württembergische Weingärtner bezwecken will, während das andere die Uebernahme des Tech2. Bauer in Neckarsulm hat beim Kommando des württem- nitums in Winterthur von der Stadt auf den Staat bezweckt. bergischen Infanterie- Regiments Nr. 122 zu Heilbronn Straf- Beide Gesetze werden Annahme finden. Die Sobranje, das Parlament, ist aufgelöst worden. antrag gestellt, weil sein Sohn Karl durch fortgesette BeBekanntlich faßen in der letzten Session im bulgarischen Barlas schimpfung, schwere törperliche Mißhandlung und rechtswidrige Bern, 24. Oktober. Das Budget der Eid= Bedrohung mit dem Militär- Zuchthaus zu Ulm in Verzweiflung genossenschaft für das Jahr 1897 weist an Einnahmen ment auch Sozialdemokraten. Wir wünschen ihnen zu den Neuund Tod getrieben worden sei". Der Bauer hatte in den Jahren 84 970 000 Fr., an Ausgaben 83 905 000 Fr. auf. Die Auswahlen die besten Erfolge. 1895 und 96 vier Söhne beim Militär. Der älteste stand in der gaben für das Heer beziffern sich auf 23 186 000 Fr., die EinGarnison Gmünd, und als dieser zum Unteroffizier befördert nahmen aus 3 öllen auf 42 690 000 Fr. wurde, machte ein geldwebel 0; in einen Wirthshaus viele Aus Baden. Die Mannheimer Stadtverordnetens merkung: Den Major möchte ich auch kennen, der den Josef Bauer zum Unteroffizier avanciren ließ, so ein Esel!" Diese Paris, 24. Oktober. Die heute vom Handelsminister Fraktion der Niederstbesteuerten wählte ihren alten Vorstand, Aeußerung büßte der Feldwebel G. mit drei Wochen Arrest und Boucher im Ministerrathe eingebrachte Zuckersteuer- Bor- die Genossen Drees bach und Geiß als Vorsitzende und firafweiser Versetzung nach Heilbronn. Dort kam G. in die lage schlägt vor, bis zum September 1898 einen Steuerzuschlag Pfeiffle als Schriftführer, wieder. Bum geschäftsführenden Ausschuß für die Vereinigung sozialdemokratischer 3. Rompagnie, wo seines Gmünder Widersachers jüngerer Bruder von 2,50 Franks auf die innere Verbrauchssteuer mit Rückwälzung Stadtverordneten Baden 3, zu deren Borort auf der diente. Dieses Zusammentreffen war für diesen verhängnißvoll. auf alle aus Bucker hergestellten Produkte zu erheben. Karlsruher Konferenz Mannheim bestimmt worden ist, wurden Der alte Bauer hat auf grund eines reichen Zeugenmaterials, das Der Ertrag dieses Steuerzuschlages foll zur Gewährung die Genossen Reßler, Kramer und Pfeiffle gewählt. zur Hauptsache aus Zivilistenkreisen stammt, für folgende That- von Exportprämien dienen, welche für raffinirten Zucker fachen Beweise beigebracht: Niemals ist Karl Bauer mit und Robzucker von 98 pCt. Rendement auf 2,50 Fr. und für feinen richtigen Namen angerufen worden; seine Anreden lauteten Rohzucker von 65 bis 98 pet. Rendement auf 1,50 Fr. festvielmehr: Lump, Fez, Trops, Laufetert, elender Sedel!" Einmal gesetzt werden. Die Vorlage schützt die Interessen der Raffineure erhielt er einen so wuchtigen Stoß vor die Brust, daß er rück- in den französischen Häfen und der Produzenten in den frans lings zu Boden stürzte und später noch eine zeitlang wie betäubt zösischen Kolonien mittels besonderer Prämien. Die Einrichtungen Der Generalrath der belgischen Arbeiter torfelte. Wiederholt wurde er am Brunnen nacht ausgezogen, der zeitweiligen zollfreien Lagerung und der Begleitscheine bleiben partei hat in seiner legten Sigung befchloffen, in eine mit Bürsten, Strohwischen mid anderen rauben Gegenständen aufrechterhalten: dalys Agitation gegen die Schnaps peff einzutreten. Obgleich die derart gerieben und geschunden, bis er start blutete. Einmal hing Belgien. de eigentlichen Ursachen des Alkoholismus in den sozialen Nothihm die Haut an der Nase und an der Wange in Fetzen her Der Prozeß gegen den Vooruit wird am ständen liegen, so ist auf der andern Seite doch nicht zu leugnen, unter; das andere Mal bemerkten die Seinigen an den Armen 26. d. M., also nächsten Montag, vor dem Gerichtshof in Gent daß das Uebel schon jetzt wesentlich gemindert werden kann, wenn von oben bis unten lange blutige Kratzwunden. Ju Manöver( Belgien) zur Verhandlung kommen. Nicht blos Anseele, die Arbeiter über die Schädlichkeit des übermäßigen Branntweinbei Riedlingen wurde Bauer siebenmal hintereinander ins Gesicht sondern auch alle sonstigen Verwalter des Booruit" find an genusses aufgeklärt sind. gefchlagen, weil er nicht sofort die Instruktion der Vorposten- geklagt. tompagnie nachsagen konnte. Kurz zuvor war Bauer von einigen Rameraden in Teppiche gewickelt und derart gehanen worden, daß er vor Schmerz und Verzweiflung zum Fenster London, 23. Oktober. Sun- Ya- Tsen wurde nach seiner hinaus zu springen versuchte. Dieser erste Selbstmordverfuch Freilassung sofort aufs Polizeiamt nach Scotland Yard gebracht mißglückte. Als er sodann zu Riedlingen durch die Schuld und dort vernommen. Wie das Reuter'sche Bureau" erfährt, feines Lieutenants um acht Minuten verspätet antrat, erhielt er hat Lord Salisbury fogleich, nachdem er von der Einsperrung sofort drei Tage Arrest und Schläge mit dem Säbel. Diese Sun- Ya- Tsens Kenntniß erhalten hatte, dessen Freilassung ge= Siebe waren derart wuchtig und schmerzerregend, daß Bauer unter Vorbehalt der Rechtsfrage bewilligt. In amtlichen Kreisen fordert. Der chinesische Gesandte hat diefelbe, wie verlautet, laut zu weinen weinen begann. Und nun fiel die furcht bare Drohung:" Dich bringe ich in diesem Winter wird die Einsperrung Sun- Ya- Tsens als ein Mißbrauch der noch ins Militär- Buchthaus nach Ulm". Nun war es aus. der Gesandtschaft zustehenden Privilegien erachtet, den man nicht Bauer griff in seinem Quartier zum Gewehr. Der erste zulassen könne. Echuß ging fehl. Der zweite zerschmetterte ihm Gaumen und Sun- Ya- Tsen theilte auf Befragen mit, daß ihn, während ein Auge. Das geschah am 17. September. Am 18. traf der er in der Nähe der chinesischen Gesandtschaft einherging, alte Bauer in Riedlingen ein und fand seinen Sohn beim Klarsten mehrere Landsleute in freundlicher Weise anredeten. Als er sich Bewußtsein; jetzt erst erzählte dieser vor mehreren Zeugen seine aber dem Eingange der Gesandtschaft gegenüber befand, fei er große Leidensgeschichte. Am Abend des 20. September wurde gewaltsam hineingestoßen und dann eingeschlossen worden. der alte Bauer heimgeschickt, weil man den Sohn außer Lebens: Während feiner Gefangenschaft habe ihm einer der Gesandt. gefahr wähnte. Wenige Stunden später starb dieser. Die schaftsbeamten erzählt, er würde gebunden und geknebelt während militärgerichtliche Untersuchung, die in Ried: der Nacht an Bord eines nach China abgehenden Dampfers gelingen fofort eingeleitet und durchgeführt bracht werden, und falls dieser Plan mißlänge, würde er in der wurde, ergab nichts als einen Selbstmord. Nun Gesandtschaft, als auf chinesischem Boden, getödtet werden, Sun meldeten sich aber später Beamte und angesehene Bürger von Ya- Tsen gab während seines Aufenthalts in der Gesandtschaft Riedlingen bei dem tiefgebeugten Vater und boten fich als u, daß er identisch sei mit Sun- Wen, welcher angeflagt war, Augenzeugen für die empörenden Szenen an, worauf die Unter- das Haupt einer auf den Sturz der Mandschu- Dynastie ges richteten Verschwörung zu sein. fuchung begann. " England. " Todtenliste der Partei. Der Parteigenosse Depont aus Desterreich, der viele Jahre in Breslau wirkte und Anfang der 90er Jahre dort ausgewiesen wurde, ist dieser Tage in Weyer in Desterreich einem schweren Leiden erlegen. Er hat unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes der Breslauer Partei unschäß bare Dienste geleistet. Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. vielen Prozesse unseren Parteigenoffen sehr theuer geworden ist, Staatsanwalt Maisier in Magdeburg, der durch seine geht als Landgerichts- Präsident nach Neu- Ruppin. Die Magdeburger bekommen dafür Herrn Nische Isty als Ersten Staatsanwalt, der der Themis bisher in Westpreußen diente. . vergangen. In der Volksbuchhandlung in Halle a. S. waren seinerzeit drei Gremplare der Märzuummer des , Süddeutschen Postillon3" beschlagnahmit worden, ferner zwei Exemplare beim Genoffen Karl Brandt und eins beim Genossen Adolf Thiele. Thiele erhielt das Exemplar bereits am andern Tage zurück. Gegen den Leiter der Volksbuchhandlung, Genossen Groß, und gegen Genossen Brandt wurde Anklage wegen Aufreizung zum Klassenbaß eingeleitet, das Verfahren gegen Brandt aber ein gestellt und nur das gegen Groß weitergeführt. Groß ist, wie wir seinerzeit berichteten, freigesprochen worden. Beide verlangten nun die beschlagnahmten Exemplare des„ Süddeutschen Postillons" zurück. Seit der Zeit sind Wochen und Monate Die toufiszirten Nummern wurden den EigenBrandt - Zante Voß in England. Aus London wird uns thümern nicht zurückgebracht. wurde anfangs weiter geschrieben: voriger Woche nochmals zur Bernehmung geladen und Wenn hiesige Blätter recht berichten, hat die gute Tante gefragt, ob er wirklich die Nummern zurückhaben wolle. Er Voß*) in einer Auseinandersetzung mit der Times" als einen erhielt die Nummern nicht, wohl aber wurde ihm am Donnerstag der Gründe der anti- englischen Haltung Deutschlands die freie früh die Ladung zugestellt, zu einer neuen Hauptverhandlung in Kritik bezeichnet, die sich englische Blätter gegenüber der Person diefer Sache am 30. Oktober vor dem Landgericht zu erscheinen. des Reichsoberhaupts erlaubt hätten. Es t schwer, so etwas zu Genossen Brandt war bis dahin nichts davon mitgetheilt worden, Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht heute die Verleihung des glauben, und doch, was ist heutzutage in Deutschland unglaublich. daß ein neues Verfahren gegen ihn eingeleitet ist. Sterns zum Rothen Adlerorden 2. Klasse an den früheren Vielleicht bringen wir es noch zu einem internationalen Majestäts- Wegen Mittheilungen über den Klempnerstreit bei der Konialdirektor. Beleidigungs- Paragraphen. Es wäre wenigstens die Konsequenz Firma Werner in Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft Rolonialrath. Im weiteren Verlauf der Sitzung solcher Auffassung der Grundsäße internationaler Politik. Nach auch gegen den Verleger der Niederrheinischen Boltstribüne", des Kolonialraths am Vormittag des 28. Ottober berichtete ihr bestimmten nicht die Lebensinteressen der deutschen Nation Genoffen Grimpe in Elberfeld, ein Ermittelungsverfahren Rechtsanwalt Dr. Scharlach über die Ergebnisse der Berathungen die internationalen Beziehungen des Deutschen Reiches, sondern eingeleitet. Es sind nun Verleger, Drucker und Redakteur in des für die Neu- Guinea- Angelegenheit niedergesetzten Ausschusses. der Höhegrad der Reverenz, der in dem einen oder andern Lande Untersuchung. Danach würde es dem Interesse des Reichs entsprechen, die dem jeweiligen Reichsoberhaupt erwiesen worden. Aber die Tante Landeshoheit im Schutzgebiete der Neu- Guinea Kompagnie hat wohl nur gespaßt. Die beutsche Preſſe, und gerade der Theil Wie Gemeindeverkrefer Reherau unter Abfindung der letzteren auf das Reich zu übernehmen. derselben, der daheim sehr übermüthig ist, hat über Mitglieder Nach einer längeren Erörterung der Vorschläge des Aus schusses trat die Versammlung ihnen mit einigen redaktionellen - Der Direttor der Rolonialabtheilung im Auswärtigen Amt Dr. Kayser übergiebt heute die Geschäfte an feinen Nachfolger Geheimen Legationsrath Freiherrn v. Richthofen. Die Ernennung Dr. Kayfer's zum Senatspräst denten beim Reichsgericht ist bereits offiziell vollzogen worden. Abänderungen bei. Am Nachmittag erklärte der Vorfißende auf eine Anfrage die Preßnachrichten über neue Etatsforderungen aus Anlaß eines angeblich gegen die Wahehe stattgehabten Buges für erfunden. Hierauf wurde der englischen mit deutschem Kapital arbeitenden South Westafrita Company ein gutes Leumunds zeugniß ausgestellt. Die Versammlung empfahl schließlich der Regierung baldige Ausführung einer Landungsstelle am Swakop und Herstellung vou Telegraphenlinien im Schußgebiet. Außerdem bezeichnete sie es als erwünscht, vor der endgültigen Einführung von Zöllen in Deutsch- Südwestafrika darüber gehört zu werden. Der Kolonialrath wurde alsdann bis auf weiteres vertagt. nachdem Seine Hoheit der Herzog Johann Albrecht zur Mecklen burg dem Vorsitzenden noch den Dank der Versammlung für seine Leitung der Berathungen ausgesprochen hatte. Tiefer hängen. Ein Blatt, das Christus im Munde führt und bei jeder Gelegenheit mit seinem praktischen Christen thum hervortritt, denunzirt uns wegen der Abwehr, die wir gestern gegen die Rüpeleien des Chefredakteurs der Hamburger Nachrichten" brachten, dem Staatsanwalt. Das Denunzianten blatt heißt: Reichsbote". Italien. " 2154 9 verurtheilt wurde. der regierenden Familie in England Dinge geschrieben, die reichlich die Kritik aufwiegen, welche englische, an freie Aus. Vor dem Nixdorfer Echöffengericht hatte sich am Freitag, wie sprache gewohnte Blätter dem Reichsoberhaupt haben angedeihen schon gestern turg erwähnt, unser Genoffe Emil Reherau laffen. Hätte ein Engländer diese Ergüsse für einen Grund er- wegen öffentlicher Beleidigung der Rigdorfer Gendarmerie und flärt, dem Deutschen Reiche auf dem Welttheater feindlich gegen ihres Oberwachtmeisters Narzis Peiné auf Antrag des letzteren überzutreten, so würde man ihn einstimmig ins Narrenhaus ver- und seiner vorgesetzten Behörde zu verantworten. Die Anklage wiesen haben. ift auf grund eines Berichts des" Rixdorfer Tageblatts" über die Sigung der Gemeinde- Vertretung vom 28. Mai d. J. erhoben -Crispi ein Polizeispion? Das fehlte gerade worden. In jener Sigung wurde der Gemeinde- Etat berathen, noch, um das Charakterbild des italienischen Bismarck" zu voll wobei Genoffe Rezerau in seiner Eigenschaft als Gemeinde. enden, vor dem die internationale Bourgeoiste jahrzehntelang be- Vertreter den Antrag stellte, dem Gendarmerie- Oberwachtmeister wundernd auf den Knieen lag. Die Enthüllung wird in der Peiné den von der Gemeinde freiwillig gezahlten WohnungsPariser Libre Parole" gemacht, und zwar aus den Papieren Geldzuschuß in Zukunft nicht zu gewähren. Er bes eines Freundes von Mazzini. Die Sache spielt zur Zeit des gründete seinen Antrag mit den Uebergriffen der Orsini- Attentats im Jahre 1858. Nach dem Attentat Nixdorfer Gendarmerie, für die in erster Linie der Oberwachtwurde der Besagte, der in Paris wohnte, verhaftet. Seine Un- meister Beiné verantwortlich sei. Nach dem Bericht des„ Rird. schuld stellte sich jedoch bald heraus. Er war von seinem Privat Tageblatt" soll der Angeklagte hierbei die Gendarmerie als fekretär als Freund Mazzini's der Polizei denunzirt worden. Und eine Sumpfpflanze bezeichnet haben, die ausgerottet werden dieser Privatsekretär, den Mazzini selbst seinem Freunde müsse, und ferner die Aeußerung gethan haben, wenn hatte, war fein anderer als Francesco man mit Rigdorfer Gendarmen zu thun habe, glaube empfohlen mit Hottentotten zu thun ди haben. Durch Grispi, damals nur in den Mazzini'schen Geheimgesellschaften man bekannt, Damals verschwand Crispi aus Paris, bis er später diese beiden Aeußerungen soll der Angeklagte die Gendarmerie und den Oberwachtmeister beleidigt haben. Bezüglich der ersten in Italien wieder auftauchte und allmälig Karriere machte. Wir sind nicht in der Lage, die Aftenstücke der Libre Aeußerung behauptet der Angeklagte, nicht die Gendarmerie, sondern Parole" zu prüfen. Das aber steht fest: ein Ueberläufer, Ber- deren Uebergriffe als Sumpfpflanze bezeichnet zu haben, die zweite räther, Fälscher, Louis und Millionenbieb ist auch fähig, ein Aeußerung giebt er zu. Er habe in der Boruntersuchung den Antrag Budapest, 24. Oktober. Täglich werden blutige Zusammen Spizel zu sein. gestellt, eine Reihe Beugen zu laden, welche zahlreiche Uebergriffe stöße bei der Wahlbewegung bekannt, wodurch die offiziösen der Gendarmerie befunden können, doch sei die Ladung dieser Dementis hinfällig werden. In Erdökorz(?) bei Neufohl, wo die 3eugen leider abgelehnt worden. Um dem Gerichtshof aber ein vollständiges Bild von der Sachlage geben zu fönnen, müsse er Bolizei einschreiten off wurden brei Personen von wahr erweist. Gendarmen erschossen, zwölf schwer und acht. zehn leichter verlegt. Die Regierung hat über die Drtzeichnet betreffend eine Amnestie für gemeine, politische, Verfasser des Tageblatt"- Berichts, Berichterstatter Granz, Rom, 24. Oktober. Der König hat heute einen Erlaß unter- auf die Ladung jener Zeugen auch heute noch bestehen. Der Gerichtshof schritt jedoch sofort zur Bernehmung der Zeugen. Der schaft den Belagerungsaustand verhängt. Nach militärische und finanzielle Bergehen. Meldungen, die aus Preßburg einlaufen, haben sich die Anhänger Die Rolonial schmerzen der Italiener find fondern nur abgekürzt notirt zu haben, doch könne er für die giebt an, die Ausführungen des Angeklagten nicht stenographirt, der Volkspartei in verschiedenen Ortschaften Uebergriffe zu schulden kommen lassen. In Tyrnau ist die Situation so ge- noch nicht zu Ende. Das größte Stück Afrika, welches sie ver- Richtigkeit seiner Angaben einstehen, um so mehr, als er den fährlich, daß telegraphisch Militär berufen werden mußte. schluckt hatten, mußten sie zwar nach der furchtbaren Niederlage Bericht mit einem anderen Besucher jener Sigung zusammenbei Adua wieder von sich geben, allein einen Theil der Kolonie, gestellt und durchgesehen habe. Auch die Gemeindevertreter Erythrea behielten sie noch. Wie es scheint, ist dieser Theil Leyte und Radke sind der Ansicht, daß der Angeklagte Zürich, 22. Dkt.( Eig. Ber.) Für die am Sonntag statt- jetzt in Gefahr. Verschiedenen Anzeichen nach zu urtheilen be- bie Gendarmerie ats Sumpfpflanze" bezeichnet habe. findende Nationalrathswahl hat die sozialdemo= Rechtsanwalt Bürkner vermochte fich des tratische artei in 18 Wahlkreifen 24 Kandidaten auf- Anm. der Redaktion. Ob Tante Voß sich ganz so ges Wortlauts nicht mehr zu erinnern, während der Gemeindegestellt, gegen 15 refp. 17 im Jahre 1898. In einem Wahl- äußert hat, wie es von ihr heißt, wissen wir nicht. Eine solche Vorsteher Boddin bekundete, seiner Erinnerung nach wäre der freise des Kantons Freiburg waren vor drei Jahren Für Aeußerung ist uns nicht bekannt. Sehr chauvinistische Kraft Oberwachtmeister damit gemeint gewesen. Der Angeklagte sprech Scherrer in St. Gallen und ferner im vierten, rein phrasen hat sie freilich wiederholt losgelassen; und Chauvinismus machte darauf aufmerksam, daß er wohl sofort zur Ordnung Iintlichen Wahlkreis des Kantons Zürich Redakteur Bertschinger und Servilismus sind Zwillingsbrüder. In der deutschen Presse gerufen worden wäre, wenn er den inkriminirten Ausdruck auf als Standidaten aufgestellt, während diesmal in beiden Kreisen find aber derartige Aeußerungen sehr oft gemacht worden. Die Polizeibehörde bezogen hätte. Ungarn. Schweiz. " Auf tieferem Niveau, als er jetzt schon steht, wird Crispi nicht stehen, auch wenn die Enthüllung der Libre Parole" fich 1610 Kolonialschmerzen Beuge Der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Herz- 1 Der Streit der Hamburger Steinseher und Rammer| Bedingungen, auf 16 Bauten 65 Mann noch zu den alten, feld, stellte hierauf eine Reihe neuer Beweisanträge. In erster besteht fort, auch ist das Ende noch nicht abzusehen. Wiewohl 5 Bauten liegen still. Die Zahl der Streifenden beträgt 130, Linie verlangte er die Ladung des Tischlers Ostermann, die Unterstützungen schon wesentlich herabgesetzt werden mußten, davon sind 36 verheirathet und die Zahl ihrer Kinder beträgt 65. welcher befunden werde, daß furz nach jener Gemeindefizung haben die Streifenden fürzlich in einer vollzählig besuchten Ber: Bur Charakterisirung des Arbeitgeberbundes" und der mit diesem eine öffentliche Wählerversammlung aller drei Klassen dem An- fammlung dennoch beschlossen, an den aufgestellten Forderungen verbündeten Jnnung, die bekanntlich androhen, ihre Betriebe für geklagten seine volle Zustimmung bezüglich seines Auftretens festzuhalten. Der Geist der Arbeiterschaft ist gut. An die Ar- dieses Jahr schließen und die am Streik direkt oder indirekt ausgesprochen habe. Ferner sollten eine Anzahl Zeugen geladen beiterschaft Deutschlands ergeht deshalb noch einmal das Er betheiligten Arbeiter dauernd von der Arbeit ausschließen zu werden, welche über gröbliche Uebergriffe Rigdorfer Gendarmen suchen, die Ausständigen nach Kräften zu unterstützen, da der wollen, fei angeführt, daß diese Leute den Stundenlohn seit 1890 Auskunft geben könnten. Der Gerichthof lehnte jedoch sämmtliche Verband allein zu schwach ist, die große Zahl derselben von 50 Pf. auf 35-30 Pf. herabgedrückt haben. Zuzug von Anträge ab. Es fönne zugegeben werden, daß Uebergriffe vor-( 400 Mann) über Wasser zu halten. Adresse für Sendungen: Maurern nach Stettin ist auf's strengste ferns gekommen sind, denn ein Wunder würde es zu nennen sein, Chr. Wiese, Hamburg, Niedernstr. 50.( Sammellisten können zu halten. wenn dies nicht der Fall wäre, wenn man bedenke, daß ein bezogen werden durch den Verbandsvorstand. Adresse: A. Knoll, großer Theil der Rigdorfer Einwohnerschaft zu Ausschreitungen Berlin NW., Waldenserstr. 18.) und Widersetzlichkeiten nur zu geneigt sei. Aber wegen der Uebergriffe einzelner Beamten erlange der Angeklagte noch nicht das Recht, die gesammte Gendarmerie, deren Amt schwer genug sei, zu verunglimpfen und zu beleidigen. Die Beweisaufnahme war damit geschlossen. Der die Anflage vertretende Amtsanwalt Conrad erachtete die Beleidigungen für erwiesen. Der Angeklagte stehe an der Spitze eines Komitees, welches sich zur Aufgabe gemacht habe, die Gendarmerie auf Schritt und Tritt behus Ueberwachung zu verfolgen und habe es der Angeklagte zum Ziel feines Lebens gemacht, die großen Volksmassen gegen die Sicherheitsbeamten aufzuheben und lettere bei jeder Gelegenheit in pöbelhafter Weise anzugreifen. Dem Angeklagten müsse daher durch eine empfindliche Strafe das Verwerfliche seiner Handlungsweise klar gemacht werden und be: antrage er sechs Monate Gefängniß. 7 Der Vertheidiger Dr. Herzfeld verwahrte zunächst seinen Klienten entschieden gegen die Beleidigungen seitens des Amtsanwalts. Zur Sache selbst übergehend führte er aus: は Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Lanterberg haben nicht nur in den Kreisen der Holzarbeiter, Die Abmachungen über den Stuhlarbeiterstreik in sondern in der ganzen organisirten Arbeiterschaft Befremden er regt. Die Meinung der Lauterberger selbst gaben wir bereits in dem Versammlungsbericht wieder, der uns von dort zuging Ebenso veröffentlichten wir eine zuschrift aus Berliner Holzarbeiterkreisen. Es ist aber nöthig, auch den Theil zu hören, der die Abmachungen traf. Wir geben deshalb folgender Buschrift des Vorstandes des Holzarbeiter Verbandes Raum. Derselbe schrieb uns: und. die Art der Der neue Buchdruckertarif ist bis jetzt in 333 Orten von 1229 Firmen formell anerkannt. Die Zahl der Gehilfen, die zu den neuen Bedingungen arbeiten, wird auf 18 000 geschäßt. Den schäfte, die den Tarif anerkannt hatten, im Jahre 1890: 1017 Angaben des„ Correspondent" zufolge betrug die Zahl der Gein 274 Orten, im Jahre 1886: 1083 in 327 Drten. Das Oberlandesgericht in Breslau verwarf die Revision, die vom Genossen Bö melburg aus Hamburg gegen das Urtheil des Breslauer Landgerichts eingelegt worden war, das wegen Aeußerungen beim dortigen Maurerstreit gegen ihn auf grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung auf eine Gefängnißstrafe erkannt hat. Wegen Abdrucks der betreffenden Aeußerungen ist auch Genosse Gerhardt als verantwortlicher Redakteur der Breslauer Boltswacht" verurtheilt; er hat teine Revision ein gelegt. = Leider machen es uns dringende Gründe unmöglich, der Deffentlichkeit die volle Wahrheit zu unterbreiten. Sie werden uns zugeben, wenn Sie beifolgende, für Sie persönlich bestimmten Dar Ju Breslan ist der Streit der Kistenmacher der legungen gelesen, daß es durchaus untaktisch wäre, wenn wir alle diese Thatsache an die große Glocke hängen wollten. Wir müssen Bigarrenfabrit von Otto Deter bereits beendet. Die Firma vielmehr schon bedauern, daß wir durch die Provokation Ihres hat eine Zulage von 15 Pf. pro Hundert bewilligt. Fast ein Jahrhundert habe das Bürgerthum gerungen, ehe Korrespondenten zu dieser Erklärung gezwungen worden sind. Ter Lohnkampf der Buchbinder in Hamburg Altoua es das Mitbestimmungsrecht bei den Gemeinde Angelegenheiten sender der Berliner Zuſchrift) die Bedingungen für die Be- Kollegen des In- und Auslandes, den Zuzug nach HamburgAlle diejenigen, welche in ähnlicher Weise( wie der Ein- und Umgebung dauert unverändert fort. Wir ersuchen alle durch seine gewählten Vertreter erobert. Und nun komme die Polizei und verfolge den Mann, der dies Recht auch gegen sie, durch aus oberflächlich, weil sie eben über die wahren Ver- find zu richten an die Adresse: C. Grimm," Zur Karlsburg", endigung des Lauterberger Streifs abfällig kritisiren, urtheilen Altona strengstens fernzuhalten. Diesbezügliche Korrespondenzen den Wünschen seiner Wähler entsprechend, furchtlos ausgeübt habe. Der Antrag des Amtsanwalts und feine Begründung be- hältnisse in Lauterberg, über den Stand des Streits Kurienstr. 11, Ecke Fischmarkt, Hamburg. Sonstige Sendungen deute, diese Ausübung als etwas besonders Strafbares zu erStreitleitung, nur obersind zu richten an H. Schmidt, unter der gleichen Adresse. klären. Somme man ihm nach, so bedeute das praktisch den lächlich oder vielleicht auch gar nicht informirt Im Streit stehen augenblicklich 80 Gehilfen und 33 Arbeiterinnen Anfang der Aufhebung des Rechts der Gemeindevertretung. find. Die Beauftragten unseres Verbandes in Lauterberg haben in 47 Werkstätten. Unsere Forderungen haben bewilligt 70 Firmen 3war sei gefeßlich bestimmt, daß die Sigungen der Gemeinde- ihre Zustimmung zu der getroffenen Vereinbarung in ehrlicher mit einem Arbeitspersonal von 700 Arbeitern und Arbeiterinnen. vertreter durch die Gendarmerie nicht überwacht werden. Der Ueberzeugung gegeben, weil sie sich gründlich informirt und Die Lohnkommission. Antrag des Amtsanwalts, den Angeklagten mit sechs Monaten aus den vorgefundenen, theils unglaublichen Thatsachen die Der Ausstand der Arbeiter der Hertlein'schen Stuhl: Gefängniß zu bestrafen, heiße aber praktisch, diese Ueberwachung Ueberzeugung gewonnen hatten, daß ein anderes Ende einfach fabrik in Leipzig ist zu gunsten der Gehilfen beendet. nicht nur indirekt wieder einzuführen, sondern auch die in diesem Falle den Streit lieber ohne jede Vereinbarung für Sie verlangten 57 stündige Arbeitszeit, 36 Pf. Stundenmindestlohn, Die Empfehlung Ihrer betheiligten Seite", Der Prinzipal hat die Forderungen der Ausständigen bewilligt. Wünsche der Polizei zum Maßstab der Kritik der Gebeendet zu erklären, d. h. also auf die den Fabrikanten in Wirt 331/3 pet. Buschlag für die ersten beiden Ueberstunden und meindevertreter an den Zuständen in der Gemeinde zu machen. Die Immunität der Gemeindevertreter bezüglich der den somit thatsächlich errungenen Sieg des Streits zu verzichten und Sicherung des Durchschnittslohnes bei Akkordarbeiten, Freitags. lichkeit abgetroßte Anerkennung des Verbandes und 50 pCt. Zuschlag für weitere Ueberstunden und Feiertagsarbeit, in Ausübung ihres Berufes gethanen Aeußerungen, welche freilich lieber freiwillig die völlige Niederlage zu afzeptiven nicht formell ausgesprochen sei, müsse doch für das Gericht das Empfehlung können wir denn doch nicht ernst nehmen und verwilligten Forderungen sind der Fabrikordnung einverleibt. Die nicht formell ausgesprochen sei, müsse doch für das Gericht das lieber freiwillig die völlige Niederlage zu akzeptiren, diese Lohnzahlung und 10-20 prozentige Lohnerhöhung. Diese be Milieu bilden, aus dem heraus die Aeußerungen des Angeklagten zichten deshalb auf eine Erwiderung. In Wahrheit können wir 10-20 prozentige Lohnerhöhung ist durch Ausarbeitung von Spezial. zu beurtheilen feien. Das Gericht habe bei Ablehnung der Beweisanträge Uebergriffe der Gendarmerie zugegeben und die mit dem Ende dieses Streits nach jeder Richtung zufrieden sein Tarifen geregelt worden. סט Nach kurzer Berathung verkündete der Vorsigende, Amtsrichter Schreiber, das Urtheil dahin, daß der Angeklagte im vollen Sinne der Antlage für schuldig befunden und daher zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden sei. Den Beleidigten sei das Recht zugesprochen, das Urtheil im Nird. Tgbl." bekannt machen zu dürfen. Der Gerichtshof habe es für zweifellos erachtet, daß der Angeklagte die Absicht der Beleidigung gehabt habe. Er wollte die Autorität der Organe, deren Pflicht erfüllung eine sehr schwere sei, erschüttern und die große Masse gegen die Polizeibeamten aufheben. Der Angeklagte habe sein Amt als Gemeindevertreter mißbraucht, seine Angriffe feien zügel- und maßlos gewesen. Da der Angeklagte ferner bereits wegen ähnlicher Bergehen vorbestraft sei, habe nicht auf eine Geld, sondern auf eine empfindliche Freiheitsstrafe erkannt Selbstverständlich wird Genosse Rezera u gegen das Urtheil Berufung einlegen. angeordnet hat, daß diese Arbeiterinnen eine Erwerbssteuer von In Budapest tommt es möglicherweise zu einem Streit der Und ob der Zabatfabrit Arbeiterinnen, weil der Finansminister 5 Gulden zahlen sollen. In Ungarn ist, wie in Desterreich, die Labatindustrie Staatsmonopol. Die Arbeiterinnen verlangen Aufhebung der erwähnten Verordnung. Aufhebung der erwähnten Verordnung. Ju Preßburg streiten sämmtliche Arbeiter der Gmaille. fabrit, an Bahl 40 Mann, wegen Lohndifferenzen. fammelte Bergarbeiter Kongreß hat beschlossen, in Aus Belgien wird berichtet: Der in La Louvière ver allen vier Kohlenbezirken des Landes, also in Lüttich, Charleroi, Mons und Centre eine Erhöhung aller Löhne der im Grubens betriebe beschäftigten Bergarbeiter zu erzwingen. Die Leiter aller Bechen werden schleunigst aufgefordert, sich innerhalb 14 Tagen darüber bestimmt zu erklären. Die Geschäftslage ist der Bewegung günstig. felben aus der Schwierigkeit, die öffentliche Ordnung aufrecht und sind es auch. Die rein formelle Unterschrift unter den In einer Metallarbeiter- Versammlung in Straßburg i. E. zu erhalten, erklärt. Indessen bei den unter Beweis gestellten als sich durch diese Sache nicht wir, sondern einzig die Fabri- Elsaß verlesen, wonach öffentliche Bersammlungen Sonntags zu erhalten, erklärt. Indessen bei den unter Beweis gestellten famofen Eintrittsrevers konnten wir um so leichter zugestehen, wurde am Sonntag ein Erlaß des Bezirkspräsidiums des UnterFällen sei die Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung gar nicht fanten blamirt haben. Wir glauben dies nicht näher beleuchten während der Kirchzeit nicht mehr gestattet sein sollen. Die Maßin Frage gekommen. Sie feien gerade als Fälle von reinen Uebergriffen Gendarmen zu brauchen. Bleibt also nur die Opferung" Erfurth's. Derselbe nahme richtet ihre Spitze gegen die Arbeiter Versammlungen, die ausgewählt worden. Wenn nun der Angeklagte, um die Abstellung dieser Mißstände im hat sich schon vor Monaten freiwillig bereit erklärt, zurück in Straßburg fast ausschließlich Sonntags abgehalten werden. BisInteresse der Bürger herbeizuführen als Gemeindevertreter in zutreten, aber wir haben ihn gehalten. Anders jetzt. Auch her wurde öffentlichen Rundgebungen an Sonntagen feine Schwierigder Sitzung der Gemeindevertreter diese Mißstände scharf kritisirt unseren drei Vertretern gegenüber erklärte Erfurth vor der feit bereitet. In den Reichslanden ging man fogar in der Freigabe und dabei in der Hitze der Rede formell gefehlt habe, so feiwilligkeit, den Schauplatz seiner lehtjährigen Thätigkeit zu da die Wahlen dort Sonntags vorgenommen werden. In der= Verhandlung mit den Fabrikanten ausdrücklich seine Bereit des Sonntags zu Versammlungen weiter als in Altdeutschland, dieser Formfehler und um weiteres handele es sich nicht, wie auch durch Erhebung der Klage aus§ 185 St.-G.-B. zum Aus: verlassen, und unsere Vertreter hatten ihre berechtigten felben Metallarbeiter Versammlung machte ein Polizeikommissar druck gekommen- höchstens mit einer gelinden Geldstrafe zu eine Thorheit sondergleichen, ein Verbrechen Gründe, jest auf dies Anerbieten einzugehen. Es wäre die Mittheilung, daß es unzulässig sei, ein Hoch auf die inters belegen. Aber auch diese müsse fortfallen, da der Angeklagte unserem Verband gewesen, wenn der Streit hätte wegen bald ein hoch auf die Arbeiterschaft ebenfalls staats. an nationale Arbeiterbewegung auszubringen. Nun wird wohl in Wahrnehmung der ihm durch das Gesetz gegebenen Befugniffe gesprochen habe. Die Umstände, unter denen er sprach, machen dieser einen Person noch wochen- oder monatelang weiter ge- gefährlich sein. es nicht angängig, aus der Form die Absicht der Beleidigung zu führt, und den 80 000 M. Streifunterstüßung noch weitere Zehnfolgern. Die Absicht des Angeklagten sei allein auf Wahr Streit nach 14 Tagen oder 8 Wochen noch in der gleich tausende hätten nachgeworfen werden sollen. nehmung der Intereffen der Bürgerschaft gegangen. Er bes antrage daher deffen Freisprechung. günftigen Weise hätte zum Abschluß gebracht werden können, ist eine Frage, die wir hier nicht beantworten wollen. Jetzt ist nicht nur das Organisationsrecht der Arbeiter gewahrt worden, sondern für die übergroße Mehrheit der Kollegen auch der Arbeitsplaß, die Lebensstellung erhalten geblieben. Einige Opfer wird es ja, wie bei jedem Streit, so auch hier geben, der Plätze besetzt haben. Mit solchen Opfern ist stets von vorn namentlich da die Streifbrecher von Auswärts nahezu die Hälfte herein zu rechnen und für uns ist der Wegzug Erfurth's durchaus nicht höher zu veranschlagen als diese. Wir wissen sehr wohl, was wir dem Ansehen unserer Organisation und der Arbeiterbewegung überhaupt schuldig sind und werden nach wie vor danach handeln. Bir wissen aber auch, daß in der praktischen Bewegung, in dem täglichen Kleinkriege der Gewerkschaften, wo die Charaktere, die fchale fallen, nicht alles an dem theoretisch gezegenen Schnürchen menschlichen Schwächen und Fehler jedes einzelnen in die Waaggeht, sondern daß hier, wie in jedem Kampfe, mit allen möglichen Umständen und Zufälligkeiten, mit Glück und Unglück, mit der Tüchtigkeit und Untüchtigkeit namentlich der leitenden Kräfte zc. 2c. zu rechnen ist, und daß in gegebenen Fällen allen diesen unerGewerkschaftliches. wünschten und oft verhängnißvollen Umständen Konzessionen gemacht werden müssen. Eine gründliche und allseitig verständAchtung, Puzzer Berlins! In Nummer 249 des Vor- liche Klarlegung jedes solcher Fälle ist im Rahmen einer Zeitung wärts" werden 20 Buberkolonnen nach dem Bau Prenzlauer Bolemit aber unmöglich, Klugheitsrücksichten und die bei der KriegsAllee 43 verlangt. Es handelt sich um denselben Auftraggeber, befchränken uns in der freien Aussprache vor der weiten Deffentlich führung nothwendig anzuwendende tattische Vorsicht und Ueberlegung der einen halben Monat lang 50 Simsmacher nach Lindow's feit. Wer in unserer Bewegung wirklich erfahren ist, der wird Werte verlangte. Gegen eine derartige Machination, arbeitslose auch diesen Umstand zu würdigen wissen und mit ihm rechnen. Buzzer in Massen nach dem Bauplatz zu locken, legen die Buyer Deshalb begnügen wir uns an dieser Stelle damit, die erhobenen Berlins entschieden Verwahrung ein, da nicht die Hälfte der genannten Kolonnen Arbeit finden würde, weil die nöthigen Vorwürfe als durchaus unbegründet zurückzuweisen. Unsere Ver Borarbeiten nicht beendet sind. Die Deckenschalung befindet sich treter in Lauterberg haben mit unserem vollen Einverständniß genoch auf der Fahrt nach Berlin und die Zimmerleute, die die handelt, und zwar so, wie sie unter den gegebenen Ber: 43 Schalung für einen minderwertbigen Preis annageln follen, wenn Vorwürfe zu erheben sind, so allein gegen diejenigen, hältnissen einzig handeln konnten fonnten und handeln durften. werden sich hüten, dafür anzufangen. Der Zweck des Arbeit welche in der unberechtigtsten Weise störend in die inneren von Wochen Entlassungen vorgenommen, wobei sich die FabriIn den Textilfabriken in Kottbus werden seit einer Reihe gebers ist einfach, bei einem Massenangebote Preise und Lohn herabzusehen. Das Angebot des Arbeitgebers, 24 M. Angelegenheiten einer selbständigen Organisation eingreifen und tanten auf den schlechten Geschäftsgang berufen, während in pro Quadratruthe Façade, ist derartig gering, daß die Pußer durch die zwingendste Nothwendigkeit gebotene Maßnahmen be- Arbeiterkreisen angenommen wird, daß es den Fabrikanten darauf mit dem besten Willen nicht in der Lage find, den 7 M.- Tagelohn uns dagegen nicht schüßen, aber wir appelliren an die Genossen einer Versammlung wurde, um Klarheit zu schaffen, der Beschluß wußt oder unbewußt zu durchkreuzen versuchen. Wir können antemme, nachträglich Rache für den Streit zu nehmen. In zu verdienen. Da der Arbeitgeber sich bis jetzt weigert, den allerorts, derartiger Handlungsweise mit Entschiedenheit entgegen gefaßt, eine Statistit der Arbeitslofen aufzunehmen. In einer Buzern diesen Tagelohn zu sichern, so wird es Pflicht der Kollegen sein, ihn zu überzeugen, daß der Arbeiter ein Recht hat, zutreten. Der Vorstand des Deutschen Holzspäteren Bersammlung sollen dann weitere Schritte berathen für geleistete Arbeit den üblichen Lohn zu erhalten. Die Kollegen arbeiter Verbandes. werden ersucht, den Bau vorläufig zu meiden, bis die Sache Sofern diese Schlußbemerkung etwa gegen die Arbeiterpresse bereits bewilligt. Die Lohnkommission der Pußer Berlins. werden müssen. Korrespondent schreibt, feit sirka einer Woche thatsächlich be Der Brüffeler Tischlerstreik ist, wie uns unser dortiger endet. Die Arbeiter haben sich entschieden, vorläufig die Arbeit wieder aufzunehmen. Höchst wahrscheinlich wird im nächsten Jahre der Kampf. und zwar beffer vorbereitet als diesmal, wieder aufgenommen werden, Die Mehrzahl der Arbeiter hat für sich persönlich das erreicht, was die Unternehmer der Gewerkschaft nicht bewilligen wollten. Das Ausland hat zur Unterstügung der Streifenden große Summen aufgebracht; in erster Linie die Gewerkschaften Englands. Greenword u. Hartley haben 600 Mechaniker die Aus Leeds in England wird telegraphirt: Bei der Firma Arbeit eingestellt, weil die Firma zwei von ihnen für unfähig gehaltene Leute anstellte. Durch diesen Streit sind 2000 Arbeiter zur Unthätigkeit gezwungen. Die Firma hat große Regierungs kontrakte für Lieferung von Gewehren und Patronen. werden. Boziales. geregelt ist. Für die Junenpuharbeit ist der tarifmäßige Preis gerichtet sein follte, müßten wir gegen die Auffassung des Wor. Depelthen und lehte Nachrichten. standes des Holzarbeiter- Verbandes entschieden Verwahrung ein- Berlin, 24. Oktober.( W. Z. B.) Der Minister der geistLegen. E3 ist nicht Aufgabe der Arbeiterpresse, die lichen Angelegenheiten hat die königliche Regierung zu Magde= Achtung, Tabakarbeiter! Besonderer Umstände Borgänge in den Gewerkschaften nur zu loben, sondern burg beauftragt, ihre Verfügung vom 2. September d. I. halber tann die bereits bekanntgegebene Mitglieder es ist auch ihre Pflicht, an Vorgängen, die die es ver betreffend die dreijährigen Echulverwaltungs- Berichte insoweit versammlung des Unterfügungsvereins deutscher dienen, Kritik zu üben. Der„ Vorwärts" selbst hat übrigens aufzuheben, als darin: 1. Die Schulaussichts- Beamten zur ErZabatarbeiter am Mittwoch nicht abgehalten das Abkommen nicht verworfen, womit aber natürlich nicht stattung allgemeiner Berichte über das amtliche und außeramtliche werden. Dieselbe findet am Dienstag, den 27. Ottober, gefagt ist, daß wir jeden Punkt deffelben billigen möchten Verhalten, insbesondere über die fittliche Haltung der Lehrer; 81/2 Uhr abends, bei Buste, Grenadierstr. 83, sondern er bat lediglich einem Eingesandt Raum gegeben, das 2. die Landräthe zur Aeußerung über die politische Haltung der statt. Die Tagesordnung ist wie bereits angegeben. Der von einem Berliner Genoffen herrührt, der seit Jahren in der Lehrer veranlaßt werden.(„ Berl. Corr.") Bevollmächtigte. Holzarbeiterbewegung steht, dessen Meinung daher sehr wohl Luzern, 24. Oftober.( B. S.) Aus allen Gegenden der beachtlich war und dem, beiläufig bemerkt, nichts ferner liegt, Schweiz laufen Nachrichten über Unwetter und Wafferkalamitäten als etwa einer Animosität gegen den Vorstand Ausdruck zu verein. Luzern steckt im Schnee, in Lugano ist der Quai überleihen. schwemmt. Aus Stettin wird uns über die Maurer bewegung Flensburg, 24. Oftober.( W. Z. B.) Der seit dem 22. Juli mitgetheilt, daß diejenigen Meister vom Bunde, die in voriger dieses Jahres auf der hiesigen Schiffswerft andauernde Streit ist des Bundes arg gerupft wurden und sich darauf gegen 500 m. den ausständigen Arbeitern beigelegt worden. Die Arbeit wird Woche die Forderung bewilligt hatten, in einer Versammlung hente durch ein Abkommen zwischen der Schiffsbaugesellschaft und Konventionalfirafe verpflichteten, die Bewilligung der Forderung nächste Woche in vollem Umfange wieder aufgenommen, wieder zurückzuziehen. Zwei dieser Herren sind dem Beschlusse Madras, 24. Oftober.( W. T. B.) Die Arbeitssperre gegen nachgekommen und haben 67 Maurer aufs Pflaster gefekt. Zwei 3000 Eisenbahnarbeiter veranlaßte in papatam ernste Uns andere Meister, die über 100 Mann beschäftigen, fehren sich ruhen. Die Menge versuchte einen Säterschuppen zu plündern. jedoch nicht an den Beschluß. Der Stand der Bewegung ist Die Polizei mußte von der Schüßwaffe Gebrauch machen. Zwei jezt folgender: Auf 78 Baustätten arbeiten 797 Mann zu den neuen Personen wurden getödt, viele verwundet. An die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Berlins. Morgen, Montag, den 26. Oftober, abends 1/29 Uhr, wird in Reller's großem Saale, Koppenstr. 29, eine öffentliche Vers sammlung abgehalten, wo Reichstags- Abgeordneter Paul Ginger über das Thema spricht: Die Sozialreform und die Handelsangestellten. Kollegen und Kolleginnen, bekundet Guer Interesse an dieser wichtigen Versammlung durch zahlreiches Erscheinen. Jedermann hat Zutritt. Der Vertrauens mann der Handlungsgehilfen Berlins: Hermann Lesser, Landsberger Allee 8. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag on Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 251. 0 Kommunales. = Die 1. für die Angestellten eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden eingeführt, 2. eine Pensionskasse für die Angestellten errichtet, 8. Siggelegenheit für die Wagenführer geschaffen, Sonntag, den 25. Oktober 1896. " elende" Kinder. " " " " 13. Jahrg. zenfur in den weitesten Kreisen berühmt gewordene Anschlag- Betheiligung bereits nach 8 Tagen wieder ein. Die von den fäulen Monopoliftin. Wir erinnern uns eines Vorfalles, der am Brauereien Bock" und" Gregory" am großen Droschkenhalteplat Die gemischte Deputation für das städtische Verkehrs: Intelligenzblatt" genannten früheren Polizeimoniteurs bildeten hatten einen so geringen Zuspruch, daß die Pächter bald in VerSonntag, den 27. Januar 1895 passirte. Die Drucker des neben der Ringbahn errichteten großen Restaurants wefen hat gestern unter dem Vorsiz des Bürgermeisters Kirschner ich an diesem Tage ein, daß die lieben eine mehrstündige Sigung gehabt, in welcher der Vertragsentwurf besonderes Intereffe daran nehmen würden, wenn sie aus vor der Ausstellung zwischen der Köpnider Landstraße Berliner ein legenheit wegen Bahlung der hohen Miethe geriethen. Von den mit den Pferdebahn Gesellschaften, wegen Umwandlung in einem Extrablatt" von den Gnadenbeweisen erführen, die und der Treptower Chauffee gelegenen Industrieelektrischen Betrieb nochmals einer allgemeinen Erörterung unter der Kaifer in Gestalt von Ordensverleihungen, Kunstpreisen und ballen und Geschäftslotalen ging eines nach dem zogen wurde. Bekanntlich hat der Magistrat den Entwurf an Statuen für die„ Siegesallee" an seinem Geburtstage gespendet andern ein, und nur das vom Christlichen Verein junger die Deputation zurückgegeben, weil der Vertrag über die Um- hatte. A. W. Hayns Erben holten sich spornstreichs polizeiliche Männer gemiethete Lokal blieb bis zum Schluß bestehen. Gar wandlung des bestehenden Betriebes hinaus Bestimmungen ent- Absolution für das beabsichtigte Vergehen gegen die Sonntags- fein Geschäft machten infolge der Sperre der Treptower Chaussee halten sollte, wonach den Gesellschaften auch noch neue, weder ruhe, und am Nachmittage dieses Tages widerhallten die Straßen die Gastwirthe Treptows. im Betrieb befindliche noch bereits fonzessionirte Linien zu von dem heiseren Gebrüll der Extrablatt- Berkäufer, obgleich hier ewige Gis des Bald schmolz auch das gesichert wurden. Ferner wünscht der Magistrat, daß die auch nicht entfernt, wie im Falle Levy, die Nothwendigkeit ein- Lokalen hinweggefchwemmt. Gar nicht zu stande aber kam die Nordpols"; er wurde mit sämmtlichen Deputation auch mit anderen leistungsfähigen Unternehmern in zusehen war, von den zulässigen Ausnahmebestimmungen Gebrauch Untergrund Bahn. Verhandlung treten und deren Projekte prüfen solle. Und auch das Unternehmen des Devutation tam zu dem einstimmigen Beschluß, daß es sich bei Veröffentlichung der Nachrichten in dem, den weitesten Streifen Die Dampfschifffahrts- Gesellschaft Adler" stellte noch vor Devutation kam zu dem einstimmigen Beschluß, daß es sich bei zu machen. Wenn abgesehen von der gegen Mittag erfolgten Fesselballons, der gar zu oft plagte, war wenig lukrativ. den Pferdebahn- Gesellschaften einzig und allein um einen Ver- unzugänglichen„ Reich anzeiger", hatte Berlin bereits am frühen der Beendigung der Ausstellung den Verkehr ein, während die trag auf Umwandlung der im Betriebe befindlichen und bereits Morgen durch den Vorwärts" erfahren, was Bedeutendes Einnahmen auch der übrigen Dampfer- Gesellschaften tonzessionirten Linien handeln solle, und daß demgemäß alles an diesem Tage geschehen sollte. aus dem Entwurf zu entfernen sei, was diesem maßgebenden infolge des schlechten Wetters weit hinter den Erwartungen prinzipiellen Gesichtspunkte widerspreche. Die Deputation Tas Waisenhaus der Stadt Berlin( in Rummel3. zurückblieben. Sehr unzufrieden sind auch die Wirthe des trat von diesem Standpunkt aus Nassen Vierecks", denn die meisten von ihnen sind kaum in eine nochburg) nimmt von allen der städtischen Waisenpflege über-" malige Prüfung des Entwurfs ein. Dieselbe nahm vor- wiesenen Kindern nur einen geringen Theil( und auch nur Summen zusetzen müssen. Eine mächtige Pleite brach noch vor auf die Kosten gekommen, und einige haben sogar größere erst den Charakter einer Generaldiskussion an, in welcher Knaben) auf. Es beherbergte am 1. April 1895 382 Knaben, Schluß der Ausstellung über die bei Beginn derselben mit so übervon der überwiegenden Majorität die Ansicht ausgesprochen 1895/96 tamen 302 hinzu und gingen 327 ab, so daß am wurte, daß die Pferdebahn- Gesellschaften sowohl finanziell an 1. April 1896 357 blieben. 141 neu Gintretende waren schulmäßiger Reklame ins Leben gerufene 3entralstelle für Abgaben für die Stadt, als auch an Eleichterungen und Be- pflichtig; davon konnten 34 als chronisch krant nur ärztlich ist auch die Thurmbahn, welche die Firma Röffemann den Berliner Fremdenverkehr hinein. Nachträglich quemlichkeiten für das Publikum mindestens dasselbe leisten behandelt werden und wurden dem Lazareth überwiesen. Die müssen als andere Unternehmer in ihren Offerten bieten. Von übrigen 107 wurden den Schulklassen zugetheilt. Ihre Vor- u. Kühnemann vornehmlich gearbeitet hat, in Konkurs ge dem Stadtverordneten Singer wurde weiter verlangt, daß den bildung war wieder auffallend gering. Unter den erst für die rathen. Und gänzlich in ihren Hoffnungen getäuscht wurden die Gesellschaften auch vertragsmäßige Verpflichtungen bezüglich der 6. Klasse reifen Schülern waren noch Jungen im Alter von wartung höherer Miethspreise ihren alten guten Wiethern ge 31mmervermietherinnen, von denen viele in der ErAngestellten auferlegt werden. Dieses Mitglied der Deputation, 10 Jahren, unter den für die 5. Klasse reifen 1 zwölfjähriger, wartung höherer Miethspreise ihren alten guten Wiethern ge welches prinzipiell die Uebernahme der öffentlichen Verkehrs: 3 dreizehnjährige, 1 vierzehnjähriger. Von 69 über 12 Jahre alten fündigt hatten. Rechnet man hierzu noch die zahllosen kleinen anstalten in städtische Verwaltung forderte, weist darauf hin, Knaben waren für die 2. Klasse nur 14, für die 1. nur 9 reif. in und bei derselben wie in der Stadt ins Leben gerufen worden und fleinsten Unternehmungen, welche anläßlich der Ausstellung daß die Stadt, welche sich durch langjährige Kon- Vielleicht stellt die Waisenverwaltung einmal Erhebungen darüber zessions Ertheilung der Möglichkeit begiebt, zwangsweise an, wieviel diefer Jungen vor ihrer Aufnahme ins Waisenhaus sind und ihren Besigern statt des erhofften bergehohen Gewinnes auf die soziale Bifferstellung der taufende von Angestellten in der schulfreien Zeit für den Lebensunterhalt arbeiten mußten; schweren Schaden eingebracht haben, so ergiebt sich eine Summe einen vielleicht niemals wieder zu ersetzenden einzuwirken, in um so höherem Grade die Verpflichtung hat, die geringe Schulbildung, die sie in die Anstalt mitbringen, wenigstens bei Abschluß des Vertrages dafür Sorge zu tragen, dürfte sich zum großen Theil daraus erklären. Leider können von Enttäuschungen, die jedenfalls hinter einer Willion nicht daß die Lage der Angestellten verbessert wird, daß Einrichtungen die meisten auch im Waisenhause nicht mehr viel dazu lernen. sich an allen diesen Leidensgefährten ein Beispiel nehmen. Keiner sehr weit zurückbleiben dürfte. Die Garantiefond zeichner mögen getroffen werden, um die jetzt vorhandene Gefahr für Leben und Von den Konfirmirten haben nur 31 die 1. Klaffe, 35 die 2, der durch die Ausstellung zu grunde gerichteten Leute kam auf Gesundheit zu beseitigen. In längeren Ausführungen ersucht der 25 die 3., 9 erst die 4. Klasse erreicht. Die Abgehenden kamen, die Idee, aus dem Stadtfäckel Schadenersatz oder Unterstützung Redner die Deputation, das Interesse der Angestellten höher zu wie immer, fast nur zu Handwerkern in die Lehre. In dem mit bewerthen, als die Interessen der Gesellschaften bezw. ihrer der Anstalt verbundenen Waisenlazareth( für chronisch zu verlangen. Aktionäre, und stellt den Antrag, in den Vertrag Bestimmungen franke und fieche, sowie für sonst erkrankende Waisen), das Die jüngsten Erwerbungen des Berliner Aquariums aufzunehmen, wonach Knaben und Mädchen aufnimmt, wurden im Jahre 1895/96 erstrecken sich hauptsächlich auf die dem Naturfreund uns 353 verschiedene Kinder verpflegt, von denen 24 starben, darunter bekanntere und deshalb um so interessantere niedere" 21 unter 3 Jahre alte und, wie der Bericht sagt, meist sehr Thierwelt des Meeres. Unter den von Rovigno ein getroffenen Gäften sind namentlich die Krebsthiere gut 4. bei den offenen( Sommer-) Wagen der Verkehr der und Genossen haben folgenden Antrag in der Stadtoerordneten. und verschiedenen Krabben mehrere Exemplare einer braunen, Gegen die Radfahrer. Die Stadtverordneten Schwalbe vertreten; es befinden sich dabei außer Languften, Meerspinnen Schaffner und durch blattartig verbreiterte Anhänge ber gebrachten Laufbrettern beseitigt wird. wurfs Beschluß gefaßt werden. Als weiter für den Bertrag mit 8 begegnen, beschließt die Versammlung, den Magistrat aufzu- wurde unter anderem vermehrt um eine prachtvoll purpurrothe Ueber diese Anträge foll bei der Spezialberathung des Ent. Benutzung der Straßen feitens der Radfahrer hervorgetreten sind, äußeren Fühler ausgezeichneten Art, die man ob ihrer plumpen Tracht Bärenkrebs" benannt hat. Die Gruppe der Weich hiere den Pferdebahn- Gesellschaften zu fordernde Erleichterungen für das fordern, zu bewirken: 1. daß jeder Radfahrer eine deutlich erkenn: Nackischnecke, welche des Gebäuses entbehrt und nur mit einem Bublikum wurden bezeichnet die Einführung von Abonnements, die die abends erleuchtet sein muß, 2. daß für die Geschwindig: schildförmigen, eine innere zarte Schale bergenden und die rechtsschleunigere Einführung des Zehnpfennig- Tarifs, die Heizung der belegene( daher der Name Seitentiemer, Pleurobranchus) Rieme Wagen im Winter, sowie die Erhöhung der Abgabe für die feit des Fahrens innerhalb der Straßen eine beſtimmte Grenze deckenden Mantel ausgerüstet ist. Stadt. Nachdem die Deputation festgestellt hatte, daß die in festgesetzt wird. Gegen die Numerirung der Fahrräder wird nächster Sigung vorzunehmende Spezialberathung des Entwurfs zuwenden haben, aber die polizeiliche Reduzirung der Geschwindig von 10 Vorträgen über Elektrotechnit, welche Herr Dr. Spies man, falls fie sich praktisch durchführen läßt, nicht viel ein- Die Urania versendet einen Prospekt über einen Zyklus sich von vorstehend bezeichneten Gesichtspunkten leiten lassen feit ist ein Unding und würde einen der wesentlichen Vorzüge vom 29. d. M. ab allwöchentlich Donnerstags in der alten Urania solle, wandte sich die Diskussion den weiteren Offerten zu, welche des Fahrrads illuforisch machen. Ueberhaupt scheint uns die halten wird. Diese Vorträge bezwecken, durch Vorführung und von anderen Unternehmern vorliegen. Es wurde be= schloffen, in eine sorgfältige Prüfung der Konkurrenz Berliner Pfahlbürgers zu wurzeln. Was ihm neu ist, sieht er die Hauptgefeße des elektrischen Stromes und feine wichtigsten eine sorgfältige Prüfung der Konkurrenz zur Zeit so sehr beliebte Radfahrerhezze sehr im Philistersinn des Erläuterung zahlreicher Experimente dem Laien Aufschluß über offerten einzutreten und zu diesem Zweck eine Subfommission ernannt. Auch für die Verhandlung mit der mißtrauisch an und möchte es am liebsten mit Hilfe der Polizei Anwendungen zu geben Bei der immer größeren Bedeutung, Charlottenburger Pferdebahugesellschaft, wegen Umwandlung ihres beseitigt sehen. welche die Elektrizität für das praktische Leben gewinnt, kann man Betriebes in einen elektrischen wurde eine Subkommission eins Ueber die Wirthshäuser Berlins werden von einem diese Veranstaltung nur mit Freuden begrüßen. gesetzt. Als maßgebend für die weitere Behandlung der An- hiesigen Organ für naturgemäße Lebensweise einige statistische Der durch Projektionsbilder erläuterte Vortrag über gelegenheit wurde noch festgefeßt, daß der Abschluß des Vertrages Mittheilungen gebracht. Danach befinden sich allein in der Japan, welchen Herr Dr. Bayard am Freitag in der Urania mit den Pferdebahn- Gesellschaften auf Umwandlung des Betriebes Friedrichstraße nicht weniger als 160 bis 170 Wirthshäuser aller mm der Invalidenstraße fortfezte, hatte ebenso wie der erste Theil so schleunig als möglich, und unabhängig von etwaigen Ver- Art, darunter 95 Bierhäuser, 24 Weinstuben, 11 Konditoreien, am Mittwoch ein ziemlich zahlreiches Publikum hinausgeführt. trägen mit anderen Unternehmern gefördert werden soll, voraus. 10 Kaffeehäuser, 18 Gasthäuser und eine Reihe anderer Doch will uns scheinen, daß die Direktion vielleicht besser thäte, gefeht natürlich, daß die Gesellschaften die städtischen Be Schantstellen. Dabei zählt die ganze Friedrichstraße nur den Vortrag auf die Hälfte zu reduziren, sodaß der Stoff an dingungen akzeptiren. Neben diesen Arbeiten sollen die Ver- 251 Häuser, sodaß also von je drei Häusern je zwei einem Abend bewältigt werden kann; in seiner gegen handlungen mit den übrigen Unternehmern nach Kräften be- Gastwirthschaften aufzuweisen haben. Noch erstaunlicher wärtigen Länge wirkt er etwas ermüdend. Natürlich kann uns schleunigt werden, damit endlich der Großstadt und ihrem Ver- ist die große Zahl der Wirthshäuser in den Nebenstraßen, felbft fein vollständiges Bild des Lebens der Japaner, namentlich nicht fehr würdige und ausreichende Verkehrsmittel geschaffen werden. in entlegenen Vierteln. So befinden sich in der Gypsitraße, der Unterschiede in den verschiedenen Klassen der Bevölkerung, Nachdem die Deputation noch einen kurzen Bericht über den welche 33 Häuser zählt, 16 Wirthshäuser; noch reicher bedacht ist vorgeführt werden. Der Vortragende schilderte namentlich die Stand der Versuche mit dem Senpoltus'schen Dampfwagen die Neue Schönhauserstraße, denn sie zählt in ihren 21 Häufern Lebensgewohnheiten der ärmeren Leute und des kleinen Mittelentgegen genommen, mußte der vorgerückten Beit wegen die insgesammt 20 Gastwirthschaften verschiedenster Art, nämlich star des, allerdings der Hauptmasse der Bevölkerung; er zeigte Sigung vertagt werden. Vorher fand noch ein furzer 14 Bierhäuser, 3 Weinstuben, 1 Konditorei, 1 Voltsspeisehaus, uns in einer Reihe wechselnder Bilder ein munteres, zufriedenes Meinungsaustausch darüber statt, ob die jetzige Deputation 1 Weinfelterei. Nach amtlichen Ermittelungen bestanden in Berlin Völkchen, das harmlos vergnüglich dahin lebt, und sich eines in eine ständige Verkehrsdeputation umzuwandeln fei. Ende 1895 insgesammt 12 135 Verkaufsstellen von Spirituosen, Daseins, oft auch bei schwerer Arbeit, glücklichen Der Magistrat hatte die Deputation um eine Aeußerung hierüber Destillationen, Gastwirthschaften, Weins, Bier, Kaffeebäufer 2c., Sinnes erfreut. Freilich hat die moderne Kultur hierin ersucht. Die Deputation vertagte die Berathung über diefen es entfielen fonach auf 100 000 Einwohner insgesammt 714 folcher Bunft bis zur nächsten Sigung, es unterliegt jedoch keinem Schantstellen, wogegen in ganz Preußen 1893 auf 100 000 Gin Zweifel, daß die Deputation sich diesem Projekt gegenüber zu wohner nur 578 Schankstellen aller Art tamen. Das ist gewiß stimmend verhalten wird. Der Antrag auf Einsegung einer ein ungesunder Zustand, der zum theil dadurch erklärlich scheint, ständigen Verwaltungs- Deputation für das Verkehrswesen ist daß viele in dem Wahn leben, als Gastwirth sich die Eristenz übrigens von der Stadtverordneten- Bersammlung wiederholt an verschaffen zu können, die sie bisher im schweren Kampf ums den Magistrat gestellt worden. Dafein nicht erringen konnten. Die Behörde, von der fromme Von einem Mitgliede der Deputation ist diesbezüglich fol- Leute vielfach verlangen, daß sie bei Ertheilung von Schank gender Antrag gestellt worden:" Zur Verwaltung und Beauf- fonzessionen die Bedürfnißfrage firenge prüfen solle, bat neuerdings fichtigung aller den öffentlichen Personenverkehr betreffenden Ge- den Lokalen, in welchen Arbeiter auständig verkehren, allerhand meinde Angelegenheiten wird eine gemischte Deputation eingefeßt. Schwierigkeiten gemacht, die sich auf die Polizeistunde", auf die Dieselbe ist zuständig 1. für alle bereits bestehende und in Benutzung der Vorgärten und ähnliche Dinge beziehen. Die beder Entstehung begriffene öffentliche Verkehrsunternehmungen fannten Fleischmarkthallen der zahlungsfähigen Bourgeoisie, so ( Omnibuslinien, Straßen, Hochbahnen, Dampfschiffs sich Café National, Café Keck 2c. nennen, bleiben ungestört linien 2c.) betreffenden Angelegenheiten; 2. für alle Angelegen- nach wie vor bis in die späte Nachtstunde geöffnet. heiten betreffende Anträge, welche fich auf die Herstellung bare Nummer an der Vorder- und Rückseite des Rades führt, schon manches geändert, und wird noch mehr ändern. Der auswärtige Handel Japans ist kaum ein Menschenalter alt; schneller als irgend ein anderes Land entwickelt sich Japan zu einem modernen Industriestaat. Der Kapitalismus, welcher damit das Land erobert, wird in der arbeitenden Bevölkerung dort dieselben Folgen bewirken, wie überall in der zivilisirten Welt, so daß der Wunsch, mit dem der Vortragende schloß, Gott möge jenes Böttchen in seiner Schönheit und Reinheit erhalten", sicherlich nicht in Erfüllung gehen kann. " und den Betrieb neuer öffentlicher Verkehrsunternehmungen be- Diten Berlins hat sich neuerdings wiederum mit der Bitte an Der Vorstand des Haus- und Grundbesizer- Vereins im ziehen, insbesondere für die Wahrnehmung der Rechte der Stadt- den Magiftrat gewendet, den Durchbruch der Schicklergemeinde nach dem Gesetz vom 28. Juli 1892, bei der Herstraße nach der Stralauerstraße zur Ausführung zu fonen, sowie auch für Gepäck sofort anzustellen sei. Unterlaffe stellung und dem Betrieb von Kleinbahnen. Die Deputation führt die Bezeichnung städtische Verkehrsdeputation". Sie ist in den bringen. ihrer Verwaltung übertragenen Angelegenheiten zur Prozeßführung für die Stadtgemeinde berechtigt. Sie besteht aus fünf Magistratsmitgliedern und zehn Stadtverordneten." Nächste Sigung der Deputation Freitag, den 30. Oftober, ein Ein neuer Konflikt, bei dem auch das Publikum mehr oder weniger interesfirt ist, besteht gegenwärtig im Taga Fuhrherren und zwar auf grund des Taxameterzuschlages. Die meter Droschtenfuhrgewerbe zwischen Kutschern und von den Droschtenfuhrherren Berlins in öffentlicher Versammlung gewählte 24 er Kommission bat in einer ihrer Tagungen den anzuwenden, sowie das Polizeipräsidium zu ersuchen, bekannt zu Beschluß gefaßt, die Zuschlagtage auch bei drei und vier Personen machen, daß stets bei Beginn der Fahrt der Zuschlag für Ber der Kutscher dies, so mache er sich des Betruges schuldig und Von den zahlreichen verkrachten oder mindestens ver: folle von der Aussichtsbehörde sofort die Bestrafung in Antrag unglückten Unternehmungen der Gewerbe- Ausstellung dürfte gebracht werden. Während sich die Kutscher nun mit diesem er Antrage, soweit jetzt, da der schöne Traum der letzteren vorüber ist, eine zu Personen betrifft, durchaus fammenstellung in mancher Hinsicht Interesse bieten. Alla verstanden erklären, find sie aus sehr einleuchtenden Gründen todtgeborenes Kind erwiesen sich gleich zu Anfang der an der Sie weisen sehr richtig darauf hin, daß es ihnen ganz unmöglich absolute Gegner des Beschlusses, das Gepäck betreffend. Köpnicker Landstraße von dem Unternehmer Naut errichtete große Salteplak für Fuhrwerte und ebenso das lei, das Gewicht des Gepäckes richtig abzuschätzen, zudem 25 Kilo Ausstellungs- Hotel, das sehr schnell zu existiren auf- freigepäck befördert werden. Sie schwebten demnach, wenn das Unsere Polizei hat in der Mordaffäre Levy zu allem anderen hörte. Sehr bald schloß auch das Theater Alt Berlin Polizeipräsidium dem Antrage der Fuhrherren nachgebe, in steter Unglück bekanntlich auch das gehabt, daß die Firma Nauck u. seine Pforten, infolge deffen der Pächter des Theater- Restaurants, Wollen die Kutscher sicher gehen, so müßten sie unbedingt vor Gefahr, wegen Betruges unter Anklage gebracht zu werden. Hartmann sich troß angeblich dreimaliger behördlicher Auf- Lange, die Ausstellung als ruiniiter Mann verließ. Das mit so jeder Fahrt das Gepäck nachwiegen oder einen glaubhaften Nachforderung tonsequent unter Berufung auf die Sonntagsruhe großem Applomb ins Leben gerufene Unternehmen der weis des Gewichts vom Publikum verlangen, wodurch diesem weigerte, die polizeiliche Bekanntmachung des Mordes rechtzeitig Mail. Coaches fand beim Berliner Publikum so geringe auf alle Fälle die größten Scherereien und Únannehmlichkeiten drucken und den Anschlagfäulen anheften zu lassen. Gegenliebe, daß der Betrieb der eleganten Gefährte bereits und Umstände erwachsen würden. Dasselbe gilt auch für die Bon anderen Blättern und auch von uns ist darauf bin am 1. Juli eingestellt werden mußte. Eine gewiesen worden, daß nichts Ungefeßliches in einer am Sonntag aufnahme des Unternehmens hatte noch geringeren Erfolg, denn Agitation, um zu verhindern, daß der Beschluß der Fuhrherren Wieder Kutscher. Im beiderseitigen Interesse entfalten diese eine rege zu verrichtenden nothwendigen Arbeit gefunden werden könne. fchon nach drei Tagen wieder verschwanden die Mail- Coaches Auch haben nicht alle Buchdruckereien, zu denen die Polizei bis- und nun für immer von den Straßen Berlins. Eine Omnibus- behördlich sanktioniri werde. her in geschäftlichen Beziehungen stand, fich auf einen so eng- linie Rixdorf Ausstellung, auf welcher mit brei Zu der gestern vom Polizeipräsidenten berichtigten Mitherzig pietistischen Standpunkt gestellt, als die durch ihre Plakat Pferden bespannte Wagen verkehrten, ging infolge mangelnder theilung über den„ Mißgriff der Kriminalpolizei" wird hiesigen abends 6 Uhr. an Lokales. M werde. " 1 " Slättern von betheiligter Seite geschrieben: Das 19 jährige| firaße 10; Pinzer, Nollendorfstr. 16. Beschwerden über un-[ in Frl. Q., ein wohlerzogenes, gesittetes und durchaus glaubwürdiges regelmäßige Lieferung sind zunächst an Wilh. Bäumler zu geführt. Die Angeklagten behaupteten zwar, daß der Geldbaar sowie eine Anzahl Einschreibebriefe bei sich Mädchen, weist die Behauptung angeblich einwandsfreier richten. Beugen", wonach fie längere Befuche in der drei Treppen hoch briefträger zuerst den Siewert angerempelt und dieser ihm belegenen Wohnung einer Frau F. gemacht haben soll, mit der Sigung die Errichtung einer Realschule mit wahlfreiem Latein Ansicht des Staatsanwalts bei, daß der Zeuge beraubt werden Die Rigdorfer Gemeinde- Vertretung hat in ihrer letzten darauf den Schlag versetzt habe, der Gerichtshof trat aber der größten Entrüstung zurück und erklärt, daß sie nur bis zu dem eine beschlossen. Die sozialdemokratischen Gemeinde- Verordneten sollte. Das Schöffengericht erklärte sich daher für unzuständig Treppe wohnenden Zahnarzt nicht eine Treppenstufe höher gegangen sei und daß sie die verdächtige Frau F. überhaupt fie verlangen, daß zunächst die Boltsschule völlig ausgebaut stimmten gegen das die Gemeinde stark belastende Projekt, weil und überwies die Sache dem Schwurgericht. nicht fenne; es sei auch niemand im stande, ihr einen Grund Unter der göttlichen" Weltordnung! Für ihre nachzuweisen, aus dem sie die F. aufgesucht haben solle. Dahinhungernden Kinder hatte die Frau des Metallschleifers B., die gegen würden ihre Eltern sowohl wie der Zahnarzt und dessen schrift zur Deckung der Unkosten für die Delegirten zum sozial stand, gestohlen. Sie hatte in einem Haufe der Chorinerſtraße, Charlottenburg. Die Sammelliste Nr. 34 mit der Ueber- gestern unter Anklage des Diebstahls vor dem Schöffengericht Assistenten bekunden, daß sie, die oft in Begleitung jüngerer fozial- stand, Verwandten sich befand, niemals die für die ärztlichen Kon- demokratischen Parteitag" ist verloren gegangen. Man bittet, sie in welchem sie wohnte, zwei an Wohnungsthüren hängende fultationen fest bestimmten Zeiträume überschritten und nach anzuhalten und bei dem Vertrauensman Meusner, Schlüterstr. 9, Frühstücksbeutel entwendet. Sie entwashemann sei fortdauernd ein denselben stets das Haus des Zahnarztes sofort verlassen im Laden abzugeben. Mitleid erweckendes Bild ihrer Lage: babe, so daß ihre Eltern von den längeren Besuchen" Die Parteigenoffen von Weißensee, Wilhelmsberg, trant und nicht im stande, die Mittel zum Lebensunterhalt zu er ficher Kenntniß erlangt haben würden. Ueber diese Besuche hätte Hohen- Schönhausen, werden auf die am Dienstag, den 27. d. M. werben. Auch sie habe nicht die Kraft, ihre vier schulpflichtigen übrigens die Frau F, welche sich ja in der Gewalt der im Lokal zum Prälaten, Weißensee, Lehderstr. 122, stattfindende Kinder zu ernähren und müsse diese oft hungrig ins Bett gehen Polizei befand, die beste Auskunft geben können weshalb hat Parteiversammlung aufmerksam gemacht. Siehe heutige Annonce laffen. So sei es auch im August wieder gewesen. Die Kinder man diese nicht mit Frl. D. tonfrontirt und weshalb hat man im Vorwärts". Der Vertrauensmann. Robert Pafewaldt. bei der Vernehmung der letzteren von jenen Zeugenaussagen nichts erwähnt? Weshalb sagte man der Tochter wie dem Vater lächelnd, daß nur ein Irrthum" vorläge und die Sache damit aufgeklärt und erledigt" sei? Man kann es dem über die erwähnte" Berichtigung" empörten Vater, der eher eine Ent. schuldigung als eine neue Kränkung erwartet hatte, wahrlich nicht verargen, wenn er sich nunmehr zu einer Beschwerde beim Minister des Junern entschlossen hat. Wegen Unterschlagung im Amte ist kürzlich der städtische Steuererheber Bock verhaftet worden. Die veruntreute Summe beläuft sich, soweit bisher festgestellt werden konnte, auf 4150 M. Bock, der in kinderloser Ehe lebt, bezog ein Gehalt von 2100 W. und ist Militäranwärter; er hat dem Untersuchungsrichter bereits ein Geständniß abgelegt. Die Leichen des Kellners Dstar Monster und seiner Frau find von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben worden. Theater. --von seien ohne Abendbrot schlafen gegangen und als sie am nächsten Morgen um 7 Uhr zur Schule gehen sollten, hätten sie geweint und über Hunger geklagt und da habe sie sich nicht anders heljen dfönnen, als daß sie die beiden Brotbeutel nahm und den Inhalt an " Witterungsübersicht vom 24. Oktober 1896. Statione it. Barometer reduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. 116 b Wetter Zenweratur ( 506. 4° R.) Theater- Wocheuchronik. Opernhaus: Sonntag, 25: die Kinder vertheilte. Die Erzählung der Angeklagten trug den Stempel Die Hochzeit des Figaro. Montag, 26.: Die Meistersinger von der Wahrhaftigkeit an sich und machte augenscheinlich Eindruck Nürnberg. Stolzing: Herr Grust Kraus, vom Hof- und National: auf den Gerichtshof. Der Staatsanwalt beantragte 3 Tage Theater in Mannheim, als Gast. Anfang 61/2 Uhr. Dienstag, Gefängniß. Rechtsanwalt Leop. Meyer beantragte dagegen die 27. Die Hugenotten. Königin: Frau Marcella Sembrich. Einstellung des Verfahrens, weil hier offenbar nur Mundart vor 28. Lohengrin. Lohengrin: Herr Grust Kraus, als Gast. An von der sechstöpfigen Familie auf der Stelle verzehrt zu werden. fönigl. Kammerfängerin, als Gast. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, liege, da der Juhalt der Frühstücksbeutel dazu bestimmt war, fang 7 Uhr. Donnerstag, 29.: Fidelio. Freitag, 30.: Cavalleria Bur Bestrafung des Mundraubes sei aber ein Strafantrag er= rusticana. Die Tochter des Regiments. Marie: Frau Marcella forderlich, der hier fehle. Der Gerichtshof hielt einen Mundraub Sembrich, als letzte Gastrolle. Sonnabend, 31.: Der Evangelichon um deswillen nicht für vorliegend, weil ja auch die mann. Phantajien im Bremer Rathsteller. Phantasien im Bremer Rathsteller. Sonntag, 1.: Beutel gestohlen seien. Er erachtete aber den Fall für ganz Das Heimchen am Herd. Montag, 2.: Carmen. besonders milde liegend und erkannte auf 1 Tag Gefängniß. Schauspielhaus. Sonntag, 25. Oktober: Der Graf von Berliner Sittenbilder. Ein Gerichtsberichterstatter meldet: Caftanar. Das Buch Hiob. Montag, 26.: Gin Königsidyll. Als im Jahre 1870 die ersten französischen Gefangenen nach Dienstag, 27.: Die Jungfrau von Orleans. Mittwoch, 28.: Berlin tamen, fanden sich zahlreiche Damen, welche keineswegs Ein Beispiel dafür, wie die Nohheit, die in den höchsten Meister Gert Westfaler. Freitag, 80.: Torquato Tasso. Sonn- Bahnhöfen um den Hals fielen, und die„ Schwarzen"," Braunen" Die Karolinger. Donnerstag, 29.: Der Graf von Castanar. der Halbwelt angehörten, die den Turcos und Zuaven auf den Gesellschaftsschichten gang und gäbe ist, sich zuweilen auch auf abend, 31.: Maria Stuart. Königin: Frl. Anna Haverland a. G. und„ Grauen" nach Herzenslust abküßten. Das ging so lange, die breiten Volksmaffen überträgt, bietet ein Fall, der kürzlich Sonntag, 1. November: Graf Effer. Königin: Frl. Anna Haver- bis ein Schrei der Entrüstung durch ganz Deutschland ertönte vom Thierschutz Verein untersucht worden ist. In der Gegend land a. G. Montag, 2.: Der Kaufmann von Venedig. und Damen jener Art sich vor exemplarischen Züchtigungen der Michaelkirche, auf welcher viele wilde Tauben haufen, hat neues tönigl. Operntheater( Kroll). Sonntag, den fürchten mußten. Daß die verlangende Sehnsucht vieler Damen man häufig einzelne dieser Thiere angeschoffen gefunden. Man 25. Oftober: Narziß. Sonntag, 1. November: Doktor Klaus. nach dem Erotischen noch heute nicht abgekühlt ist, hat sich hins entdeckte als Thäter drei Knaben von 16, 14 und 10 Jahren, Im Deutschen Theater wird wegen des Erfolges von länglich bei Gelegenheit der Sonder- Ausstellungen Kolonial" welche in der Meßzerstraße bei den Eltern wohnen. Sie hatten Sudermann's Morituri die geplante erste Aufführung fast jeden Morgen den weiten Weg gemacht und dann mit einer Schnißler's Freiwild verschoben. von und Kairo" gezeigt. Erst gestern wurde wieder eine Probe Steinschleuder ihrem Sport gefröhnt. Die Kinder sollen, soweit Sonntag Abend, Montag, Mittwoch, Donnerstag, Sonn geftern wegen eines Vergehens vor dem Schöffengericht stand, Morituri kommen heute, davon geliefert. Als der Beduine Mahomed Ahmet Abdellarasi dies angeht, bestraft werden. Im Auguft d. J. wurde die Mit: abend, sowie nächsten Sonntag Abend und Montag zur Auf- warteten drei andere Araber in der Nähe auf ihn. Jeder ders theilung gebracht, daß der Staatsanwalt in Doberan vergeblich führung. Dienstag findet eine Wiederaufnahme von Georg selben hatte eine weiße Braut" bei sich, während die Braut des gegen das Taubenschießen der dortigen Edelsten und Besten ein Hirschfeld's Schauspiel Die Mütter in theilweise neuer Besetzung Angeklagten sich geschritten sei. im Zuhörerraume befand und heftige statt; Freitag wird Hamlet mit Herrn Kainz gegeben. Als Thränen vergoß. Diese vier jungen Damen gehörten Der Mörder Bruno Werner hätte, wie cine Lokai Nachmittagsvorstellungen au ermäßigten Preisen sind für ihrem Exterieur gutbürgerlichen Kreisen an, fie waren forrespondenz wissen will, bei rechtzeitiger Bekanntgabe feines morgen Sonntag Der Talisman mit Herrn Thielscher als blutjung, 17-18 Jahre alt, die unzweifelhaft der Aufsicht Verschwindens bereits am Montag festgenommen werden können. Habakuk und für nächsten Sonntag Hanneles Himmelfahrt in der Eltern entronnen waren. Noch schlimmer haben es drei An diesem Tage weilte er in Berlin und zwar in der Nähe der Verbindung mit Ohne Liebe bestimmt. Jm Berliner Frauen getrieben, welche sich demnächst vor dem Strafrichter Wohnung seiner Mutter. Der Bursche hatte jedenfalls die Ab- Theater wird Dienstag Renaissance, Lustspiel von und dem Zivilrichter zu verantworten haben werden. Eine ficht, diese aufzusuchen und wurde vermuthlich dadurch, daß er Franz von Schönthan und Koppel Ellfeld, zum Baumeisters, eine Schloffermeisters und eine TischlermeistersKriminalbeamte entdeckte, an der Ausführung dieses Planes ges ersten Male gegeben und Donnerstag, Freitag( 8. Abonnements. Gattin wurden eines Abends in der Nähe von„ Kairo" mit drei hindert. Am Vormittag sah eine Frau, welche fünf Jahre mit Vorstellung) und Sonntag Abend wiederholt. König Heinrich Arabern in einer Situation überrascht, die unter den strafrechtder Wittwe Werner in einem Hause gewohnt und den Bruno geht heute, Sonntag Abend, Montag, Sonnabend und nächsten lichen Begriff der Erregung öffentlichen Hergerniffes fällt. Die Damen daher genau fennt, diesen in einer Gastwirthschaft, aus welcher Sonntag Nachmittag in Szene., Die offizielle Frau gelangt wurden nach der Gendarmeriewache gebracht und die Ehemänner fie Bier bolte. Der jugendliche Verbrecher, der den Rockfragen Mittwoch zur Aufführung. An heutigen Sonntag Nachmittag wurden benachrichtigt, daß sie sich ihre Frauen dort abholen hochgeschlagen hatte, sah die auch ihm Bekannte scharf mit schenem findet als Vorstellung mit volksthümlichen Preisen eine Aufführung könnten. Zwei von den Gatten gaben gar keine Antwort, der Blicke an, ohne jedoch zu grüßen. Als die Frau nach kurzer von Der Sohn der Wildniß mit Frau Geßner als Parthenia statt dritte erschien zwar, aber mit einer Beitsche und züchtigte feine Zeit nochmals das Lokal aufsuchte, war Werner schon ver- Heute bringt das Residenz- Theater die letzte Sonn- Frau in Gegenwart der Beamten und nun erst warf er sie schwunden. tagsvorstellung von dem Schwank Der Stellvertreter. Dazu ge: binaus. Gegen die drei Frauen schwebt nun eine Auflage wegen Ueber die Wegrichtung, welche die beiden Mordbuben langt die eiitattige Plauderei Opus I von Paul Linsemann Erregung öffentlichen Mergernisses, gegen jede aber noch ein Ghe Ueber die Wegrichtung, welche die beiden Mordbuben zur ersten Aufführung im Residenz- Theater. Beide Stücke be- scheidungs- Prozeß wegen Ehebruchs. nach der That genommen haben, scheint jeßt, wie aus Spandau herrschen den Spielplan bis Sonnabend, an welchem Tage, wie Ghebruchs.we berichtet wird, folgendes festzustehen: Nachdem sie sich im Thier: bereits angekündigt, die erste Ausführung des Fischer- Jarno garten wieder getroffen, sind sie über Charlottenburg nad fchen Schwantes Die Viel geliebte stattfindet. Jm Spandau gewandert. Hier betrat einer, jedenfalls Groffe, den Schiller Theater fommt heute, Sonntag, Nachmittag bis Laden des Schankwirths Mahnkopf in der Grunewaldstraße Wilhelm Tell, abends das Wichert'sche Lustspiel Ein Schritt und tanfte eine Kleinigkeit. Dabei fiel dem Wirth auf, daß vom Wege zur Aufführung. der fremde junge Mensch eine verbundene Hand hatte Ein Ehrenwort, Montag geht zum ersten Mal Schwank in 4 Atten und die Beinkleider mit Blut besudelt waren. Otto des Burschen schenkte der Wirth ihm ein Paar alte Bein- woch und Freitag wiederholt. Donnerstag wird Der Sohn der Auf Bitten Erich Hattleben, in Szene und wird hierauf Dienstag, Mitt- d Kleider. Von hier gingen die beiden durch die Stadt nach Wildniß, Sonnabend das Moser'sche Luspiel Der Bureaufrat Pichelsdorf; es war Sonntag, vormittags 10 Uhr; von gegeben. Jm Bürgersaal des Rathhauses findet heute, Sonntag, Swinemünde der graufigen That wußte man in Spandau noch nicht. Von 25. d. M. Chamisso Abend statt. Im Theater des Hamburg Pichelsdorf ließen sie sich durch den Fischer Pola nach Pichels westens ist der Spielplan für die beginnende Woche wie werder übersetzen. In demselben Fährboot befand sich auch der folgt festgesetzt: Am Sonntag, Montag, Dienstag und Freitag Wiesbaden Klempner Junkelsberger aus Pichelsdorf, der nach den in finden Wiederholungen des Schauspiels Trene von Alexander Zeitungen veröffentlichten Photographien des Werner sich genau von Roberts statt Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend geht an diesen erinnerte. Auf der über den Stößensee führenden Shakespeare's Hamlet in Szene. Heute, Sonntag, Nachmittag Haparanda Pontonbrüde haben sich die beiden dann getrennt. Groffe werden die Räuber, am nächsten Sonntag Nachmittag wird Minna Petersburg wanderte durch den Grunewald nach Berlin und Werner begab von Barnhelm wiederholt. Das Lustspiel Tilli von Francis sich nach dem Lotal Wilhelmshöhe" auf Pichelswerder, wo er Stahl wird im Friedrich Wilhelmstädtischen Aberdeen. fich Effen geben ließ. Er verzehrte das ihm vorgefeßte Gericht Theater auch heute Abend gegeben und noch am Montag, mit wahrem Heißhunger. Bermuthlich hat er sich nach der Provinz Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend auf dem Spielplan zugewendet und vagabondirt. belaffen. Am Freitag, 30. Oftober, geht zum ersten Male Rosenthal's Beim Reitnuterricht verunglückte gestern Vormittag Schauspiel Deborah mit Frau Marg. Pix als Gast in Szene. gegen 11 Uhr der Rekrut Huth der 5. Eskadron des 2. Garde- Heute Nachmittag werden Schiller's Stäuber aufgeführt. Ulanen- Regiments auf dem hinter der Kaserne befindlichen Reit: Jut Lessing Theater hat die Aufführung von Maurice play dadurch, daß er das Gleichgewicht verlor und vom Pferde Dounay's Schauspiel Getheilte Liebe( Amants) vertagt werden herabstürzte. Er fiel so unglücklich zu Boden, daß er sich das müssen, da trotz der rechtzeitigen Ueberreichung des Buches bei Genick brach und schon nach wenigen Minuten verstarb. Huth, der Zensurbehörde bis zur Stunde eine Entscheidung nicht zu der aus Ostpreußen stammt, war erst am 1. b. M. mit den erwirfen war. Der Wochenspielplan ist nunmehr folgendermaßen Zur Familieutragödie in Dresden. Dr. Paul Eulenburg, übrigen Refruten beim Regiment eingestellt worden. Seine festgesetzt: Mit Georg Engels als Gast kommt Adolph L'Arronge's der sich in Blasewiß mit seiner Frau und drei Kindern das Leben Leiche wurde nach dem Garnisonlazareth in der Scharnhorststraße Lustspiel Anna's Traum" am Sonntag, Dienstag, Donnerstag genommen hat, ist ein Sohn des verstorbenen Berliner Arztes gebracht. und Sonnabend zur Aufführung. Außerdem tritt Georg Engels Professor Eulenburg und Bruder des bekannten Nervenarztes am Montag im Schwant Der Herr Senator, am Mittwoch und Professor Eulenburg in Berlin. Er wohnte seit zwei Jahren in nächsten Sonntag in Gerhard Hauptmann's Komödie College Blafewiß und war schriftstellerisch thätig. Es war schon seit Grampton auf. Freitag: Madame Sans- Gêne. Als Nachmittags längerer Zeit bekannt, daß er mit Nahrungssorgen zu kämpfen vorstellung gelangt sowohl am heutigen wie am nächsten Sonntag hatte. Am 12. d. M. war den„ Dresdener Nachrichten" zufolge Herrmann Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel zur bei ihm eine Pfändung wegen einer Schuld von 70 M. erfolgt Aufführung. und turz darauf theilte er seiner Aufwartung mit, daß sie am nächsten Tage nicht zu kommen brauche, da er mit seiner Familie nach Berlin verreise. In der Frühe erschien nun der Gerichtsvollzieher, um die gepfändeten Möbel abzuholen wurde dann auf seinen Wunsch nach seiner Wohnung gebracht. Ein Heberfall auf einen Geldbriefträger war seitens der und ließ, da er die Eulenburg'sche Wohnung verschlossen und auf Nachmittags stürzte der 50jährige Droschfentutscher Anklagebehörde nur als Körperverletzung aufgefaßt worden, erhielt wiederholtes Klingeln feinen Einlaß fand, einen Schlosser holen, Ernst Schlichting vor dem Hause! Unter den Linden 20 während aber in der gestrigen Verhandlung vor der 188. Abtheilung des der die Vorsaalthür aufsperrte. Nun fand man die ganze Familie der Fahrt vom Bock und blieb bewußtlos liegen. Er wurde Schöffengerichts ein weit schwereres Gepräge. Aus der Untertodt vor. Auf dem Tische der Wohnstube lag ein offenes Schreiben, nach der Charitee gebracht.- Vor dem Hause Staligerstr. 140 fuchungshaft wurden die Arbeiter Emil Siewert und Emil in welchem Dr. Eulenburg erklärt, daß er, nachdem er ca. 90000 2. lief abends der, 18 jährige Arbeiter Albert Schulz gegen den Schlagowski vorgeführt, junge Leute von 20 bezw. 21 Jahren. verloren habe, in schwere Sorge gerathen sei und ihm nichts Vorderraum eines Wagens der elektrischen Straßenbahn der Der Verlegte, Geldbriefträger Spichalla, schilderte den der An- weiter übrig bleibe, als sammt seiner Familie in den Tod zu Linie Zoologischer Garten- Treptow und wurde eine Strecke weit lage zu grunde liegenden Vorfall folgendermaßen: Am Morgen gehen. Daneben lagen 5 M. als rückständiger Lohn für die mitgefchleift, bis es gelang den Wagen anzuhalten. Er erfitt des 2. Juli habe er sich auf dem ersten Bestellungsgange be- Aufwartefrau, einige Mark für den Schuhmacher und die Zeitungsaußer einer Verftauchung der Wirbelsäule schwere Verlegungen funden. Als er den Flur des Hauses Putbuserstr. 14 betreten frau, fowie ein wohlgeordnetes Schuldenverzeichniß. Dr. Eulenan den Knieen. Er wurde nach dem Krankenhause Am Urban babe, feien ihm die beiden Angeklagten entgegengetreten, als burg hatte allerhand patriotische Schriften und Feststücke verfaßt. gebracht. Am Plan- Ufer fiel abends der Grünframhändler hätten sie den Flur verlassen wollen; Siewert habe ihn dabei In Reichenbach i. Voigtl. ist die Kupfer'sche mechanische Karl Groß über dort aufgeschichtete Granitplatten und trug eine mit folcher Wucht angerempelt, daß ihm die Geldtasche auf den Weberei vollständig niedergebrannt. Die Webstühle sind sämmtVerlegung an der rechten Kniescheibe davon. Rücken flog. Gleich darauf habe Siewert ihm einen Schlag lich vernichtet. ins Gesicht versetzt. Er habe den Angreifer gepackt, ba Eisenbahnunglück. Aus Reutlingen( Württemberg) wird Aus den Nachbarorten. er aber in der linken Hand Briefschaften hatte, sei er be- gemeldet: Ais am 23. d. Mts. abends vier Lehrer von der hindert worden, ordentlich zuzugreifen. Er habe deshalb die Beerdigung eines Kollegen in Oberhaufen zurückkehrten, wurde Achtung, Schöneberg! Den Parteigenossen, welche ihre Brieffchaften fallen lassen müssen, welche sich auf dem Fußboden der Wagen, in dem sie faßen, oberhalb des Bahnüberganges bei Zeitung und Parteiliteratur bislang noch anderweitig beziehen, zerstreuten. Dann habe er den Siewert nach längerem Ringen Pfullingen von dem herankommenden Zuge erfaßt und zertrümmert. fei die Parteispedition in Erinnerung gebracht. Bestellungen auf zu Boden drücken können. Während dieses Kampfes habe Die Jufassen wurden aus dem Wagen geschleudert. Einer von den Vorwärts" und das Volksblatt", den Wahren Jakob", Schlagowski daneben geftanden und wiederholt Miene gemacht, ihnen fiel so unglücklich, daß die Lokomotive über seinen Körper Postillon", Neue Welt- Kalender sowie auf sämmtliche Broschüren auf ihn einzuschlagen. Schlagowski habe aber doch davon Ab- fuhr und ihn entzwei schnitt. Die übrigen wurden nur leicht wolle man bei dem Spediteur Wilh. Bäumler, Belziger stand genommen und es vorgezogen, die Flucht zu ergreifen, als er verlegt. straße 59, Seitenfl. part., sowie an folgende Stellen aufgeben: gesehen, daß Siewert unterlag. Der Zeuge Spichalla konnte fich den Heftaurateur Obst, Grunewaldstr. 110; Rlein, Merseburger- Ueberfall Unwetter in Südösterreich. Infolge hier niedergegangener nicht anders erklären als daß es straße 7; Schilling, Golyftr. 48; Hoffmann, Seban eine Beraubung abgefehen war. Er habe etwa 7000 m. niedrig gelegenen Stadttbeile von Göra überschwemmt. Auch aus auf furchtbarer Gewitter mit wolfenbruchartigem Regen sind die " Aus dem Polizeibericht vom 23. Oktober. In der Nacht zum Freitag starb der seit Jahresfrist schwer bruftfranke Maurer Karl Schrader, 59 Jahre alt, in seiner Wohnung in der Schönhauser Allee 147 a infolge übermäßigen Genusses einer ihm gegen Athemmoth verordneten Arznei am Herzschlage. Freitag Vormittag fiel der auf einem Zweirade fahrende 48 Jahre alte Fabrikant Oskar Peto beim Einbiegen in die Neanderstraße plöglich in Krämpfen zu Boden und erlitt einen Bruch des Oberschenkels. Er erhielt auf der Unfallstation III einen Verband und V = = Gerichts- Beitung. Berlin München Wien. Sort Paris. 756 23 758. WSW 2 761 W 761 757. M 758 Still 761 GO 754 W 744 762 WSW SSW Windstärke NNW GAN www Stala 1-12) 2 1 Dunst heiter bedeckt halb bedeckt Regen bedeckt Nebel Nebel 3 wolkig 2 bedeckt 2 halb bedeckt 85662770946 1 Wetter- Prognose für Sonntag, den 25. Oktober 1896. Nachts fühl, am Tage wärmer, zeitweise nebelig, vielfach heiter bei mäßigen südlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. do Berliner Wetterbureau. Vermischtes. der Umgegend Tommen ähnlich lautende Meldungen. Die große| Stehen zu bringen. Durch fortwährendes Arbeiten der Dampf- 1 Savebrücke bei Laibach ist dem Einsturz nahe. Die pfeife warnte der Lokomotivführer den von entgegengesetter Seite Brücken in Plavna und St. Lucia find fortgerissen kommenden Eilzug, die Strecke zu befahren. Auch dieser Zug worden. Seit gestern hat sich ein furchtbarer Sirocco eingestellt. fonnte noch rechtzeitig zum Stillstand gebracht werden., Ein Dammbruch ist die Veranlassung, daß die Valsugana- Bahn Wolkenbrüche in Krain. Infolge wolkenbruchartiger zwischen Alto und Ponto Poncegno unterbrochen werden mußte. Regengüffe, welche in den letzten Tagen niedergingen, ist die Save Der Geistesgegenwart des Lokomotivführers ist es zu danken, daß hoch angeschwollen und theilweise über die Ufer getreten. 3ahlein großes Unglück verhütet worden ist. Derselbe bemerkte, als reiche Brücken und auch Häuser find gefährdet, viele Straßen der Zug den Tunnel passirt hatte, daß der Bahudamm eingestürzt sind beschädigt. Die nöthigen Maßregeln zur Hilfeleistung find sei. Es gelang ihm noch im letzten Augenblick, den Zug zum 1 getroffen. stol nebustadesig? Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 25. Ottober. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Montag: Die Meistersinger. Schauspielhaus. Der Grafv. Castanar. Das Buch Hiob. Montag: Ein Königsidyll. Nenes Opern- Theater. Narcis. ( Kroll.) Deutsches Theater. Morituri. Nachm. 3 Uhr: Der Talisman. Montag: Morituri. Berliner Theater. König Heinrich. Nachm. 23 Uhr: Der Sohn der Wildniß. Montag: König Heinrich. Reßdenz- Theater. Der Stellvertreter.( Le Remplaçant.) Vorher: Opus I. Montag: Der Stellvertreter. Vorher: Opus I. Leug- Theater. Anna's Traum. Nachm. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Montag: Der Herr Senator. Theater des Westens. Treue. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Treue. Henes Theater. Bocksprünge. Borher: Treptows Abschied. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Bocksprünge. Treptows Abschied. Schiller Theater. Ein Schritt vom Wege. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Ein Ehrenwort. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia- Theater. Prima Ballerina. ( Maison Tamponin.) Nachm. 3 Uhr: Gebildete Menschen.. Montag: Prima Ballerina. Belle Alliance Theater. Mamsell Vielliebchen. Nachm. 3 Uhr: Komödie der Liebe. Montag: Mamsell Vielliebchen. Volks- Theater. Ein vorsichtiger Mann. Zum Schluß: Bladderadauz. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den ginden. Der 11 Pumpmajor. ... Nachm. 8 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Der Pumpmajor. Oftend Theater. Der deutsche o Michel.-Hatashew 10 Nachm. 3 Uhr: Der liebe Dntel. Montag: Der deutsche Michel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Tilli. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Tilli. Alexanderplatz- Theater. fittlichen Halt. Ohne Nachm. 8 Uhr: Schneewittchen und hal die sieben Zwerge. 021 Montag: Ohne fittlichen Halt. Raufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung.napinis se Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachm. 8 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege.in 5 Montag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male. Ein Ehrenwort. 2 Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Sonntag, den 25. Oktober: Zum 36. Male: Emil Thomas als Gaft. Friedrich Wilhelmstädt. Theater] Urania. Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachmitt. 3 Uhr, Klassiker- Vorstellung: Die Räuber. Trauerfpiel in 5 Aften von Friedrich 7900 von Schiller. Abends 8 Uhr: Tilli. Lustspiel in 4 Akten von Francis Montag, Dienstag, Mittwoch: Till, Der Gewitterschaden in der Schweiz. Das schweizerische Departement der Posten und Eisenbahnen giebt amtlich bekannt, daß fast in der ganzen Schweiz die Telephon- und Telegraphenverbindungen durch den Schneefall unterbrochen sind. Die Bes hörde hofft jedoch, daß die Verbindungen für die Hauptlinien bis zum Sonntag Abend wiederhergestellt fein werden. Jufolge der Jufolge der Explosion eines Dampfteffels in Charleroi wurde ein Arbeiter getödtet und vier andere wurden schwer verletzt. Einem Arbeiter wurden die Augen aus I gebrannt. Offend- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Grosse Frankfurterstr. 132. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Sternwarte validenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof Luftspiel in 4 Aften von Francis Stahl. täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Alexanderplatz- Theater. Nachm. 4 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Zaubermärchen in 8 Bildern von Georg Zimmermann. Abends 8 Uhr: Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Wilh. Friedhold. Montag, Dienstag, Mittwoch: Ohne fittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben von Wilhelm Friedhold. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Eruft- Theater) Dresdenerstr. 72/73, Direktion: W. Hasemann, fönigl. preuß. Kommissionsrath. Nachmittags 3 Uhr: Bei bis a. d. Hälfte ermäßigten Preisen: Gebildete Menschen. Abends 71/2 Uhr: Prima Ballerina ( Maison Tamponin). Baudeville in 3 Aften von Blum und Toché, bearb. v. Hugo Wittmann. Musik von Karl Weinberger. Montag: Prima Ballerina. Kaufmann's Halbe Variété Menschen ins und 20 EliteNummern Nur noch ov 8 7 Tage. Alcazar. 1906 Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. City- Passage Annenstr. No. 42/43. Direktion: Rich. Winkler. Vornehmster Familienaufenthalt. 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Für die hiesigen Leser liegt der 1021b heutigen Nummer unseres Blattes Hupe, die Gewinnliste der preußischen 1020b Lotterie vom gestrigen Tage bet. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Summa... 28 Bergarbeiter 1 340 2 10 200 1 340 2 10 200 4 6 193 13492 1028 424231 204970 158658 36286 17581 2994 83 3518 626 253946 5 11 61 3 149488) 26278 14291 21 ld Anzahl der Streits Bahl ber betheiligten Personen 100 40 M. M. M 1 Barbiere 700 80 350 120 2 Bauarbeiter 120 17 3 Bildhauer 10 234 67 4 Böttcher 10 244? 2204 5 Brauer 6 Dachdecker 4 135 109 1100 7266 500 28128 13269 8142 2854 134 400 330 2748 150 3688 2857 1005 5 2039 700 31 4 227 9 10443) 1044 7 Fabritarbeiter 8 Former 9 Handschuhmacher 2 85 7 2103 500 113 1604 2 3 48 10 2382 1190 562 630 3 48 10 85 7 2103 2382 5) 3 236 22 10693 9862 841 10 Golbarbeiter 11 Holzarbeiter( Verband). 1 11 1/2 100 100 25 1823 151 102744 414697) 60694 359 222 19 1186 131 94606) 2 15 12 Butmacher 7 176 1 558 558 7 176 1 558 13 Korbmacher.. 3 36 7 432 312 120 1 3 2 49 14 Kupferschmiede 1 8 2 179 179 15 Lederarbeiter. 39 1719 82 16212 16212 ? 16 Lithograph. u. Steinbr.. 2 10 17 836 480 17 Maler... 7 1559 19 6007 1540 356 2402 1 7 40 4 4 1600 1 1 7 148 18 Maurer 10 3500 51 19 Metallarbeiter 16 999 93 35277 29678 325 1690 4941 5596 50 9 388 64 20 Müller 3 5) 560 560 21 Porzellanarbeiter 7 490 143 102693 48357 54336 7 490 143 102693 22 Sattler. 8 23 Steinfeger.. 16) 4 449 267 31 33 16052 11000 24 Stuffateure. 1 6 1 25 Töpfer 10 241 48 26 Bergolber 3 420 27 Simmerer. 9 346 36 32 23 2774 17163 6513 2496 2000 23 4799 5000 5074 3227 456 1 219 १ 5 5744 150 1 68 17 6000 2774 2390 1 10 241 48 6 1 23 2774 17) 9 1525 10938 2695 2058 1574 736 1 18 15 1169 590 1459 3602 375 3 263 25 18180 8361 12) 3 111 01 I 32111111 1 120 17 28 20? 4 135 109 7266 60 Dauer der Streits in Wochen Gesammt- Ausgabe Berbandstaffe aus der der Mitglieder burch freiw. Betträge burch Sammlungen Gewerkschaften burch Betträge and. aus dem Ausland Abwehrstreits fanden statt Bahl der betheil. Personen Dauer der Streits in Wochen Ausgabe Austritt aus der Organisation Bunjabang Lohnreduzirung Verläng. d. Arbeitszeit Einführung 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 251. Sonntag, den 25. Oktober 1896. Ueber die deutsche Streikbewegung im Jahre 1895 veröffentlicht die Generaltommission folgende Tabelle nebst Bemerkungen: Laufende Nummer Sewerbe Statistische Zusammenstellung der im Jahre 1895 vorgekommenen Streifs. Die Kosten wurden aufgebracht Ursachen Resultat ber der Ausstände Ausstände Ursachen esultat der Aus der Ausstände stände Jahr Anzahl der Ges werbe, in benen Streits vortamen 13. Jahrg. M. 1890-91 1892 1893 1894 1895 22222 27 226 88536 1348 21 73 3022 507 2094922 84638 116 9356 568 172001 131 7328 879 204 14032 1030 854297 424231 130 750 72274 4332 8180089 Angriffstreits Resultat 1111111111111 1111111111111||||||||| ||||| 6|| 11 30 40 100 9730 399 133347 31 227 9 1044 24 einer Fabritordnung Erfolgreich Theilweise erfolgreich Erfolglos Angriffsstreits fanden statt Bahl der betheiligten Personen M. 2 100 40 700 1) 2 3 5 206 47 १ 3 2 111111111111]]]]]]| 3 236 22 1 11 1 12 10693 100 6) 2 3 der berheiligten Personen Dauer der Streits in Wochen Gesammt Ausgabe Erfolgreich Theilweis erfolgreich M. 3 6 637 20 7838 10) 5 5 6 2 1890-91 147 83397 843 1825300 2 33 5 383 2 54 59 30 1892 20 1185 97 1 8 2 179 1 1893 37 4962 151 2 32 1679 75 15612 7 25 20 1894 38 3035 188 1 6 10 688 1 1895 100 9730 399 7 1559 19 6007 7 7 3 1 73237 26 31308 I' 7 5 342 52259 13) 6 7 611 29 20710 3 ) 2 4 1 3 ? 560 1 7 12 15 11 57 18 25 1678 2115641 147 10982 Abwehrstreits Resultat 34649 44991 77354 6 6 8 133347 115 18 11 8 1 7 230 28 10308 7 1 3 199 14 5000 1 3 2 9 1 2 402 21 15704 18) Jahr 9 346 32 6513 1 8 4 3 190ku 79 57 18 25 ber Streits Bahl ber betheiligten Bersonen Dauer der Streifs M. in Wochen Ausgabe Gesammte Erfolgreich erfolgreich Erfolglos -Thelweis Jahr 1901 der Streits 1908 20180 Dauer der Streits in Wochen Ausgabe Berkürzung der Arbeitszeit Lohnerhöhung Erfolgreich Theilweise erfolgreich Erfolglos 20 Buchdrucker Gesammtfumma... 204 14032 1030424231| 204970| 158658| 86286| 17581| 2994/94/4058/628 253946 9 17 61 4 6 Anmerkungen zur Tabelle. 1) Und Erringung des Arbeitsnachweises. 1) Sympathiestreit mit den Maurern. Streitfaffe.) und Bertürzung der Arbeitszeit. 5) Davon umfaßte ein Streit drei verschiedene Orte.) Eine auch wegen Beseitigung von drückenden Bestimmungen. 7) Und durch Sammellisten.) In vier Fällen treffen verschiedene Forderungen zusammen. 9) Ein unbekannt. 10) In vier Fällen wurden beide Forderungen ge stellt.) Darunter M. 1050 aus dem Generalfonds der Lokalorganisation. 12) Und 10 1890-91 79 5139 509 265032 13 30 25 30 12 50 100 9730 399/133347 31 79 57 18 25 1892 53 1887 891 42655 19 9 24 1893 79 3126 389 106413 33 14 30 1894 91 4112 1895 94 4058 396 18322 686 628 30 12 50 2603 973630[ 119] 87[ 179 305584 24 22 40 253946 13) Ein Streit am Schluß des Jahres noch nicht beendet. schlechte Behandlung 2c. 14) Und zwei um Einführung von Atfordlisten, Regelung der Pausen 2c. 15) Von diefer Summe wurden auch in verschiedenen Fällen Gemaßregelte unterstützt. 16) Davon batirt ein Streit( Stettin) vom 1. April 1894. 17) Ein Streit wegen unverglaster Fenster bet rauher Jahreszeit.) Beseitigung mißliebiger Personen. Bei Veröffentlichung der Streifstatistik in den Vorjahren ist Beweis zu liefern, daß eine Periode wirthschaftlicher Prosperität während der günstigen Konjunktur Erreichte wird den Arbeitern eingehend darauf hingewiesen worden, daß die von der General eingetreten, um sie anzuregen, in eine Bewegung zur Erhöhung beim Erscheinen einer Geschäftsflaue sofort von dem Unternehmertommission zusammengestellte Streitftatistik teine vollkommene ist. der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten. Sie thum wieder streitig gemacht. Eine Reihe Abwehrstreits find Abgesehen davon, daß die von Lokalorganisationen geführten erkennen diese Besserung des wirthschaftlichen Lebens an zu führen, von denen die meisten erfolglos verlaufen. Aber Streits nicht bei der Generalfommission gemeldet werden, fehlen den Vorgängen imt Betriebe und ant Drte, und nicht deswegen gewinnt das Unternehmerthum die Oberhand, auch regelmäßig die Angaben für einige Zentralverbände. Es wenn die statistischen Daten erscheinen, müssen auch weil die Arbeiter nicht Widerstand leisten können, sondern weil find für die Statistik für 1895 von 29 Verbänden Berichte über die Kämpfe schon geführt sein. Daß im Jahre 1896 nicht noch sie nicht wollen. Die während des Streits gewonnenen Mit die Streits eingelaufen. Zehn Verbandsleitungen und mehr und größere Kämpfe ausgebrochen, kann nicht als eine alieder sind wieder aus der Organisation verschwunden und die zwar Bäcker, Buchbinder, Gärtner, Glasarbeiter, Hafen Folge dessen angesehen werden, daß die Arbeiter keine Kenntniß Opferwilligkeit erlahmt. Den Unternehmern ist es dann ein arbeiter, Holzarbeiter( Hilfsarbeiter), Schiffszimmerer, Schmiede, von der wirthschaftlich günftigen Periode haben, sondern viele leichtes, die Arbeiter zu zwingen, zu den schlechten Bedingungen Schneider und Bigarrenfortirer, Sowie bie Agitations. Kämpfe mußten unterbleiben, weil die Organisation nicht aus zu arbeiten. Die wenigen Bablen einer solchen Streit- Statistit tommiffion der Handels- Hilfsarbeiter theilen mit, daß Streits reichend und vor allem mit finanziellen Schwierigkeiten zu fprechen eine so deutliche Sprache, daß nur Unverstand von nennenswerther Bedeutung im Jahre 1895 im Gewerbe rechnen war. Die Perioden der günstigen Konjunktur sind furz oder böser Wille die Arbeiter davon abhalten kann, die nicht vorkamen. Es fehlen somit noch eine Reihe Organi und es bleibt während derselben keine Beit, mit Organisations- errungenen Vortheile sich dadurch zu sichern, daß sie den fationen, bei denen zweifellos Streits von bedeutendem Umfange arbeiten zu beginnen. Die Organisationen müssen während der Organisationen treu bleiben, auch wenn ein fiegreicher Kampf au verzeichnen find. Bei der Beurtheilung der statistischen Bu- ungünstigen Periode ausgebaut und finanziell gekräftigt gegen das Unternehmerthum geführt ist. Bleibt die Organi sammenstellung haben wir leider mit diesem Umftande zu werden, um sofort in vollem Umfange in Aktion treten zu fation so geschlossen, wie sie es während eines Angriffsstreitš ist, rechnen. So werden die in der vorstehenden Tabelle ge- tönnen, wenn sich die ersten Spuren wirthschaftlichen Auf- dann werden die Unternehmer fich hüten, die errungenen besseren führten Zahlen mehr zur Schäßung der wirthschaftlichen Kämpfe fchwunges zeigen. Wenn die gegenwärtige Periode den deutschen Arbeitsbedingungen wieder zu beseitigen. Die Tabellen bedürfen in den Einzelorganisationen als in ihrer Gesammtheit für Arbeitern nicht die Vortheile bringt, die sie ihnen hätte bringen eingehender Erörterungen nicht. die Bewegung in ganz Deutschland zu verwerthen sein. Aber fönnen, so haben die Arbeiter fich die Schuld daran selbst zuzu Da Jahr für Jahr einige Organisationen keine Angaben auch an dem unvollkommenen Gesammitbild lassen sich intereffante schreiben, da sie versäumten, sich rechtzeitig zu organisiren. Das für die Statistit machen, so wird es immer schwieriger, die in den Betrachtungen anstellen. Die steigende Zahl der Angriffsstreits im laufenden Jahre fich zeigende Anschwellen der Mitglieder- Tabellen gegebenen Zahlen zu ergänzen, und müssen wir für liefert den Beweis, daß die organisirten Arbeiter bestrebt find, zahlen der Gewerkschaften ist nicht ausreichend, denn es fehlt das die Zukunft hiervon Abstand nehmen. Hoffentlich werden die sich bietende günstige Ronjunttur zur Verbesserung der Lebens- vornehmste Mittel zur Führung der wirthschaftlichen Kämpfe, über die Streits des laufenden Jahres von den Leitern der haltung auszunuzen. das Geld. Lernen die Arbeiter es nicht einsehen, daß zur Organisationen genaue Aufzeichnungen gemacht, so daß wir im Die Zahl der Angriffsstreits ist von 88 im Jahre 1894 auf dauernden Besserung ihrer Lage nicht momentane, sondern dauernde nächsten Jahre ein getreues Bild der wirthschaftlichen Kämpfe 100 im Jahre 1895 geftiegen. Das Jahr 1896 aber wird Zugehörigkeit zur Organisation und Opferwilligkeit in bezug auf bringen können, damit die Arbeiterschaft fieht, was sie zu leisten ein noch viel großartigeres Bild von dem Bestreben der Beitragsleistung zur Ansammlung eines Kampffonds nothwendig vermag, wenn sie geschlossen vorgeht. Treues Festhalten an der Arbeiter, sich eine höhere Kulturstellung zu erringen, liefern. ist, so werden sie sich trotz aller Kämpfe nicht über einen be- Organisation, Opfermuth und Solidaritätsgefühl müssen EigenEs scheint, als wenn es nicht erforderlich ist, den Arbeitern stimmten Punkt in der Lebenshaltung zu erheben vermögen. schaft aller Arbeiter werden, dann sind unsere Kämpfe nicht ver durch Vorführung statistischer Daten aus den Handelskammers Ein Blick auf die drei kleinen Tabellen, die allerdings nur geblich und es wird von dem einmal Errungenen weiter gebaut berichten über die Steigerung der Ausfuhr und dergleichen den einen kleinen Zeitraum umfassen, beweist diese Behauptung. Das und Höheres erreicht werden können. Sonntagsplauderei. " " " M und Reichsbote", der pastorale, empfiehlt den alleinfeligmachenden so will die moralische Heilsarmee ausgehen, das dunkelste Kantfchu, die Peitsche und den Stock. Warum ist man so zahm, Berlin aufsuchen und, wo sie ein verhärtetes Knabengemüth an Ein englischer Roman- Schriftsteller stellt in einem seiner nur auf Todtprügeln und Köpfen zurückzugreifen? trifft, will sie es ermahnen: Nur nicht düster und abgehärmt! größtangelegten Werke Betrachtungen über die unnatürlichen Aus- Daß man nicht gleich auf Viertheilen und Rädern Bitte, recht freundlich!" Welche jugendliche Seele könnte dann gestoßenen, die jugendlichen Verbrecher an. Er wendet sich gegen verfällt, oder das Zwicken mit heißem Eisen auf offenem Markte noch so undankbar und widernatürlich erscheinen, daß sie auf das die wilden Eiferer, die sofort, wenn ein Frevel geschehen, mit zu heildienlicher Buße und Abschreckung vorschlägt. Wenn man liebevolle, falbungsreiche Mahnwort nicht einging? Man muß dem Begriff unnatürlich" ,, unnatürlich" kommen und nach blutiger schon im reaktionären Taumel einhertortelt, dann mache man es eben mit dem Richtschwert, wie mit dem Palmenwedel Die einen toben über Vergeltung aufschreien. Er spricht zu ihnen: Hört doch den wenigstens feine Sache gründlich. Besinnung hat ja teinen versuchen. die Unzulänglichkeit Richter, den Beamten die unnatürlichen Ausgestoßenen der mensch Raum mehr in den Seelen derer, denen es wie ein blutiger der Gesetze, die es leider nicht erlauben, den unwürdigen Kindern lichen Gesellschaft ermahnen; unnatürlich in ihren brutalen Ge- Nebel vor den Augen liegt. Sie versuchen es nicht erft, mit den bösen Gesichtern" durch des Scharfrichters Hand den wohnheiten, unnatürlich, weil sie den Unterschied zwischen zu begreifen, durch welche Kanäle von Schmutz und Noth Gavaus zu machen. Die anderen falten die Hände und ein Gutem und Bösem nicht mehr sehen wollen oder sehen das tindisch- jugendliche Gemüth geschleift worde, ehe es den schmeichelndes Lächeln spielt um ihr Gesicht sie fönnen; unnatürlich in ihrem Laster, ihrer Unbekümmert- Mordplan ersann. Sie haben nur das Gefühl der fieberhaften singen in süßlichen Friedens Chören:" Wir bringen euch heit. in ihrer Halsstarrigkeit, in ihrem Geiste, in Spannung: den noch flüchtigen Verbrecher einzufangen und an Trost und Erbauung. Wollt ihr nicht die Güte haben, euer ihrem Aussehen! Bersucht es nur, vergeblich ant eine ibin Vergeltung zu üben nach der Sagung: Zahn um Zahn. rauhes Geschick mit freundlicher Miene anzusehen?" So wird Pflanze oder eine Blume oder ein heilsames Kraut zu denken, Wenn es heute oder morgen hieße: der flüchtige Mörder sei die ruchlose Welt mit Altweibermitteln und Quäfer- Schnack gereinigt bie, wenu fie in ein Beet von Unrath gesetzt werden, ihr an einem Straßengraben Hungers gestorben, ich glaube, es und neben dem wüthenden Eiferer, der die Fäuste ballt, steht der natürliches Wachsthum haben oder ihre fleinen Blättchen der gäbe dann Leute geung, die selbst das mit Mißmuth hörten. puritanische mit frommem Augenaufschlag. Sonne entgegenstrecken tönnten. Und dann ruft Euch ein Sie wären in ihrem Rachebedürfniß getäuscht; und Nache ist's, Ein wahres Labsal ist es, daß daß der puritanische fables Kind mit bösem haltet Gesicht und ihm seine nicht Gerechtigkeit, was die Eiferer rufen. Eifer auch außerhalb theuren unferes umatürliche Sündhaftigkeit vor und beklagt, daß es Es sind böse Beichen ethischer Berwilderung, die hier auf- gögliche Bocksprünge macht. Da hat man in Stockholm, noch so jung schon so weit vom Himmel ents tauchen; bösere vielleicht, als die Zunahme brutaler Ver- sowie in London die ergögliche Entdeckung gemacht, daß der fernt ist, aber bedenkt auch, daß es empfangen, brechen unter jugendlich Verwahrloften. Einer gewissen Hauptgrund fittlicher Verrohung und Verwilderung in der geboren und auferzogen wurde in einer Hölle." Selaffe von Menschen ist es gewiß unmöglich, gerecht ab- Zingeltangelei zu suchen sei; und zumal in London wird in Der Dichter, der in diesen Worten auf gesellschaftliche zuwägen, auf welchem sozialen Untergrund ein Verbrechen jüngster Zeit ein moderner Frauen- Kreuzzug gegen den TingelSchwären hinwies, heißt Dickens und seine Betrachtungen sind vor entsteht. Aber wie diese Leute die lächerlichsten und tangel gepredigt. Jedenfalls muß Stockholm heute ein Ausbund Jahrzehnten schon niedergeschrieben worden. Die wilden Eifere frivolsten Behauptungen aufstellen; wie fie, je nachdem es ihrem an wohlfrifirter Tugendhaftigkeit sein, denn man hat dort den aber sind sich gleich geblieben. Sie toben heute wie damals. Nicht Interesse paßt, mit bewußter Heuchelei sogar bald dies, bald Tingeltangeln ein Ende mit Schrecken bereitet. Etwa so wie Hamdie soziale Höue achten sie, in der die Kinder und die Halbwüchsigen jenes als Ursache betrübender Erscheinungen ausgeben: das ist burg, in dem es bekanntlich offiziell fein einziges Lastermit den bösen Gesichtern leben; ste nehmen keinerlei Schuld auf das widerlich Empörende in der Angelegenheit. Die Massen sind haus mehr giebt. Als in Stockholm die Tingeltangel geschlossen fich, sie tlagen niemanden an, als die ruchlose Werderbtheit zur Begehrlichkeit gehegt; der Radikalismus der Versammlungs- wurden, gefiel sich freilich ein Theil der dortigen Welt im unnatürlicher Jugend. Und wenn sie im Zeitungsblatt das redner befördert Troß und Halsstarrigkeit der Jugendlichen; Radau und in höhnischen Demonstrationen. Das war aber nur Grauenvolle lesen, wie das Maß der jugendlichen Berbrecher materialistische Anschauungen schaffen die Genußsüchtlinge und be- das legte Aufbäumen des Satans, die letzte Zuckung zunimmt und anschwillt, dann fällt es ihnen nicht etwa ein, günstigen es, daß die Bureauschreiber und ähnliche Jünglinge un- von Brutalität. Nun ist der Teufel gründlich gebannt. barüber nachzusinnen, ob der Kreis der sozialen Hölle nicht sich zufrieden werden, wenn sie das schöne Monatsgehalt von zwanzig Das puritanische Heer jauchzt: Friede und Versöhnung lagert erweitert hätte. Alles Sinnen, alle Empfindung wird übertäubt und dreißig Mark, das ihnen der väterliche Brotherr und Ernährer über Stockholm. In London freilich ist man noch lange von einem einzigen Wuth- und Racheschrei: Bertilgt sie, rottet sie aus, gewährt, in die Tasche stecken. Diese und ähnliche Alte- Tanten: nicht so weit. Da müssen die weiblichen Teufelsbanner noch die Kinder mit den bösen Gefichtern! Weisheit wird wiederum verzapft und selbst künstlerische von Tingeltangel zu Tingeltangel ziehen. Ehrsame Matronen Berlins er= Wenn der englische Dichter mit dem scharfen und doch so Neigungen und Antipathien wurden bereits als Beugen vorgerufen, und Pastorenfrauen, die Führerinnen im Kreuzzug wider den warmen Blick für das menschliche Elend das Rachetreiben, wie um die unnatürlichen" jugendlichen Verbrechen zu erklären. Bösen, spähen emsig, ob eine Aufführung noch fromm sei, oder es zur Zeit bei uns modisch ist, hätte sehen können, er wäre Kein Wunder, daß in dieser allgemeinen Aufregung das lästerlich profan. Oh, sie haben hiefür eine feine Witterung. darüber erschrocken, wie der humanitäre Gedanke bei den ernste Spiel nicht ohne fomisches Zwischenspiel bleibt: die moraliche Nicht selten müssen sich die Streiterinnen Spottreden gefallen Herren von heute zurückgeblieben ist. Eine Mordthat ist Heilsarmee ist aufgeboten, um die Kinder mit den bösen Gelassen; aber sie nehmen das Märtyrerthum auf sich und trogen gefchehen. Halbwüchsige Knaben sind die Urheber. Die Frommen fichtern" in freundlich fromme Knaben zu verwandeln. Die dem Fluch der Lächerlichkeit. Denn sie haben das Allheilmittel im Lande find entfeßt. Jammernd schlagen sie die Hände über Jünglingsvereine sind zur Hand, und der Traktätchenzauber foll wider den Urquell aller Lasterhaftigkeit. Ihr Kreuzzug gilt der den Kopf zufammen und bedauern, daß das lückenhafte Gesetz die unnatürliche Jugend beschwören. Wie der Photograph seinen materialistischen Vergnügungswuth unserer Tage und beilig ist leider" nicht geftatte, die Unnatürlichen" su töpfen. Der Runden das stereotype: Bitte freundlich lächeln!" auruft, ihr puritanischer Eifer. : Alpha. - Sechs Partei- Versammlungen Orts- Krankenkasse der Maler. 2. Wahlkreis. Lindenstraße 106: Am Mittwoch, den 28. Oktober, Sonntag, den 25. Oktober, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, abends 812 Uhr bei Hoffmann, Alexanderstr. 27c( Englischer Garten): Versammlung fämmtlicher Kaffenmitglieder. Tagesordnung: Laut§§ 47 a Abs. 5 Ersatzwahl der Oeffentliche Verlammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen M. Grempe über:" Rulture bringende Europäer in Afrika." Eintritt 10 Pf. Die Vertrauensperson. ansgeschiedenen Delegirten( 87 Arbeit- Nachdem: Geselliges Beisammensein. Um regen Besuch ersucht Mittwoch, 28. Oktober, abends 8 Uhr nehmer). in folgenden Lokalen: 1. Wahlkreis: Stabernack's Salon, Jufelstr. 10. 2. Wahlkreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Brochnow's Salon, Sebastianstraje 39. 4. Wahlkreis: Joël's Festsäle, Andreasstraße 21. 5. Wahlkreis: EL Altes Schützenhaus, Linienſtr. 5. 6. Wahlkreis: Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: Bericht und Neuwahl der Vertrauenspersonen. Wahl von Mitgliedern zur Lokal- und Prekommission. Berichterstattung der Delegirten vom Parteitage. Diskussion. 213/1 Die Vertrauenspersonen. Sozialdemokratischer Wahlverein im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Südost) Dienstag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr: General- Derlammlung im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. Tagesordnung: 1. Gefchäftsbericht des Vorstandes und Kassenbericht, 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. 242/3 In anbetracht der am Mittwoch stattfindenden Partei- Bersammlungen ersucht um pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht" Sonntag, 25. Oktober, abends 71 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Alexanderstr. 27c im Englischen Garten. Vortrag:„ Der Ideeng jalt des Faust!" Referent: Herr Julius Türt. Diskussion. 9666 Der Vorstand. 210/4 General Bramming Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Orts- Krankenkasse der Korbmacher Montag, den 2. Nov. 1896, abends 81 Uhr, Oranienfir. 51. Tagesordnung: ( Bahlstelle Berlin.) Montag, den 26. Oktober, abends 81% hr, Beuffelstraße Nr. 9: Bezirks- Versammlung für Moabit. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Otto Grundmann über: 1. Neuwahl des Gesammtvorstandes" Ein Blick in das Innere des Menschen." 2. Wahl der Beitragsammler. ( zwei Arbeitgeber, vier Arbeitnehmer). 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 2. Wahl der Jahresprüfungs- Kom Wegen des hochwissenschaftlichen Vortrages werden die Kollegen ersucht, miffion. 3. Geschäftsbericht des Vor- recht zahlreich zu erscheinen. standes. 4. Verschiedenes 98/7 Der Vorstand. Verein Gleichheit Branchen- Versammlung der Bürstenmacher am Sonntag, den 25. Oktober, vormittags 10 hr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Fachkommiffion. 2. Neuund lebenden Bildern mitwirken wollen resp. Ersatzwahl derselben. 3. Wie betreiben wir erfolgreich Agitation innerfucht Mitglieder, die in Theaterstücken Damen und Berren). Wochenbeitrag balb unserer Branche? 10 Pf. Meldungen schriftlich oder mündlich Mittwoch abends 9 Uhr an w. Pönitz, Reftaurateur, Brandenburg9880 traße 54. Soeben erscheint: Preis 50 Pf. franko gegen Einsendung des Betrages. Max Lorenz, Religion Sozialdemokratie Buchverlag ber ,, Zeit" ( Bouffet& Kundt) Berlin SW. 12, Bimmerfir. 8. Hier ist aus sozialdemokratischer Umgebung heraus ein tiefes und warmes Verständniß der Religion. ( Naumann.) Hausmädchen- Schule. 2. Kommandantenstr. 20 in den ,, Arminhallen". Vortrag: Die Bedeutung Platen's für die deutsche Literatur!" Referent: Herr Mädchen, Töchter ehrbarer Eltern, Heinrich Schulz. Diskussion. 85/7 welche einen Zehrkursus in der Saus: S Branchen- Versammlung der Parquetbodenleger am Sonntag, den 25. Oktober, vorm. 9 Uhr, im Lokale des Herrn Karl Schöning, Köpnickerstraße Nr. 68. Tages Ordnung: 1. Lohndifferenzen bei der Firma Kampmeier. 2. Verschiedenes. Die Kollegen der Firma Mittag sind hierzu eingeladen. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. 78/9 Achtung! Töpfer! Achtung! Dienstag, den 27. Oftober, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Thomas in Rixdorf, Bergstr. 162: Oeffentliche Versammlung der Töpfer von Rigdorf, Treptow, Brit, Tempelhof. und Umgegend. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zum Anschluß an den Verein der Töpfer Berlins und Umgegend? 2. Gewerkschaftliches. Donnerstag, den 29. Oktober, abends 6 Uhr, im Lokale von Obst, Schöneberg, Grunewaldstr. 110: Oeffentliche Versammlung 193/8 der Töpfer von Schöneberg, Wilmersdorf, Schmargendorf, Friedenau und des Potsdamer Viertels. Tagesordnung wie oben. Im eigensten Intereffe jedes einzelnen Kollegen ersucht um regsten Besuch Der Vertrauensmann. Stockarbeiter! Montag, den 26. Oktober, abends 8%, Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: Außerord. General- Versammlung des Fachv. der Stodarbeiter. Tagesordnung: Darauf in beiden Versammlungen: Geselliges Beisammensein. mädchen Schule des Fröbel OberlinVereins zu Berlin, Wilhelmstr. 10, durchnehmen, erhalten nach Beendigung 1. Vortrag des Genoffen Paul Mücke( Schüler der Arbeiter- Bildungsdeffelben sofort Stellen als Jungfer schule) über: Der Kampf ums Dasein bei Thier und Pflanze im Gegensatz zu oder besseres Hausmädchen. Der Ein- dem des Menschen. 2. Diskussion. 3. Regelung der Beitragsfrage. 4. Werkstatt[ 175/1] Der Vorstans. tritt tann an jedem ersten und fünf- angelegenheiten. 5. Verschiedenes zehnten im Monat geschehen. Der Köpenick. Große öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen am Dienstag, den 27. Oktober, abends 71/2 Uhr, im Saale des Herrn Goledki ,,, Kaiserhof". Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten 3ubeil über: Die Be theiligung an den Stadtverordneten- Wahlen." 2. Diskussion. 8. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmanns und Neuwahl deffelben. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Achtung! Der Vertrauensmann. Friedrichsberg! nächste Kursus beginnt am 1. No Achtung! vember. Der Lehrplan umfaßt: Ser viren und Tischdecken, Anstandslehre Schlosser! Achtung! zur Aneignung guter Manieren, Frisiren, Dienstag, den 27. Oktober, abends präzise 8 Uhr, Beuthstraße 20, Blätten, Ausbessern, Schneidern. Während des dreijährigen Bestehens der Hausmädchen- Schule sind schon über weitausend junge Mädchen zu befferen Hausmädchen und Jungfern in der Hausmädchen- Schule zu diesem wichtigen Berufe vorgebildet, die sich überall in guten Häusern auf das beste bewähren. Es ist eine Thatsache, daß die Nähmaschine und die Fabritarbeit ungünftig auf das förperliche und geistige Gedeihen junger Mädchen einwirken, in Cohn's Festsälen( großer Saal): Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: : 1. Was hat uns unsere Lohnbewegung gelehrt und welche Aufgaben 116/18 erwachsen uns daraus? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen aller Kollegen erfucht Der Einberufer. Kürschner! Montag, den 26. Oktober, abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn dagegen kann sich jedes gesunde Mädchen Montag, den 26. Oktober, abends 8½ hr, im alten Schühenhause, Spitzig, Frankfurter Allee 197: Große öffentliche Volfsversammlung. Zages Ordnung: F 1. Vortrag. Referentin: Frau Greifenberg über: Frauen organisation." 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Wahl des Vertrauensmannes. 5. Wahl der Revisoren. 6. Wahl der Lokalfommission. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Genossen und jeder Genossin, in dieser Bersammlung zu erscheinen. 222/1 Genossen! Der Vertrauensmann. 7 eine lohnende und glückliche Stellung in einem guten Herrschaftshause erzu Linienstraße 5: ringen. Der nächte Meg su biefem Große öffentliche Versammlung Ziel ist der Besuch unserer Hausfür Hausmädchen 21/2, für Jungfern mädchen Schule. Der Kursus währt aller Selbständigen und der in der Kürschnerbrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 3 Monate und beträgt das Lehrhonorar Dementsprechend 25 und 30 Mart. AusAnmeldungen zum Eintritt nimmt ent- Referent: Stollege Regge. 2. Diskussion. 3. Wahl von Revisoren zur Abwärtige erhalten im Schulhause Pension. 1. Was lehrt uns der stattgehabte Streit in der Müzenbranche? gegen die Borſteherin des Fröbel- rechnung des Gireils. Wie stellen sich die Selbständigen zum Tarif der Oberlin- Vereins Frau Erna Grauen- Gefellen? 5. Wie stellen sich die Arbeiter zum gegründeten Fonds der Selb ständigen? Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämmt Prospekte franto. licher Selbständigen, sowie Arbeiter und Arbeiterinnen erforderlich. 93/1 Die Vertrauenspersonen. Weissensee! Genoffinnen! horft, Berlin, Wilhelmstr. 10. Oeffentliche fozialdemokratische Partei- Versammlung am Dienstag, den 27. Oktober, abends 8½ Uhr, Lehderstraße, im Prälaten, Ecke Königs- Chaussee. Zages Ordnung: Stempel DF Thürschilder Vereinsabzeichen, Schablonen, Gravirungen etc. Schuhmacher! Große öffentliche Versammlung 1. Bericht und Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Wahl des Ber- H. Guttmann, Graveur. am Montag, den 26. Oktober 1896, abends 8½ Uhr, in ber trauensmannes. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Bericht der Lokalkommission. 5. Wahl der Lokalfommission. 6. Berichterstattung des Delegirten vom Parteitag in Gotha. Referent Genosse R. Posselt. 7. Diskussion. 8. Verschiedenes. Der reichhaltigen Tagesordnung wegen wird die Versammlung püntlich eröffnet. Der Vertrauensmann, Achtung! Decateure! Decateure! Achtung! Dienstag, 27. Oktober, abends 8 yr, b. Buske, Grenadierstr. 33: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahr über Brunnenstr. 9. Neu! Kleine Stempeldruckereien zur Selbst herstellung beliebiger Stempel für Viktoria- Brauerei, Lützowstrasse 111/112. Tages- Ordnung: Vereins und gewerbliche Zwecke von losigkeit." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Bortrag des Genossen Kotte über: Die allgemeine Arbeits. 1,50 au. F. Reinke Elsasserstr. 3 am Rosenthaler Thor 11/2 Sozialgefeßgebung und Berufsstatistit." 2. Distuffion. 3. Wird die geregelte Arbeitszeit bei den Kollegen auf der Straße innegehalten? 4. Berschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Sämmtliche Gastwirths artikel StandFlaschen mit Schrift à 60 Pf. 171/6 Der Einbernfer. Maler, Lackirer, Anstreicher. Mittwoch, den 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Aleranderstraße 27c: Kombinirke Versammlung sämmtlicher Filialen Berlins. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Statutenberathung. 2. Wahl von Delegirten zur Generalversammlung. 124/10 Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einberufer. Achtung! Achtung! Allen Freunden und Genoffen ble Große öffentliche Versammlung traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau Elisabeth, geb. Silte, am 23. d. M., nachm. 12 Uhr, an der Proletarierkrankheit verstorben ist. aller Handlungsgehilfen u. Handlungsgehilfinnen Die Beerdigung findet am Dienstag, morgen, Montag, den 26. Oktober, 90/1 abends 8 Uhr, im großen Saale von Keller, Koppenstraße 29. ages Ordnung: 1. Die Sozialreform und die Handelsangestellten. V Neuland. den 27. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Die soeben erschienene erste Nummer der Monatsschrift ,, Keuland" Leichenhalle am Golgatha Friedhof, hat folgenden Inhalt: Holländerstraße, statt. Um stilles BeiParteitage. F. Haupt. Walt Whitman. Johannes Schlaf.leid bittet Herm. Engel. Eine positive Ueberwindung des In der Sommerhaide. Julius Hart. Gestern früh 8 Uhr verstarb nach Kommunismus. Paul Ernst. Ver und Zum Undenten an William Moris. Ahasver's Tod. Hans furzem, schweren Leiden unser lieber Friedr. Gör3. Ahasver und Chriftus. Sohn, Bruder und Schwager, der Pußer Benzmann. Die deutsche Malerei auf unserer letzten Kunstausstellung. Joh. Gaulte. Gin amüsantes Attenstück. Die Sozialaristokraten. im 33. Lebensjahre. 10426 Drama. Arno Holz. Rundschau. Ref.: Reichstags- Abgeordneter Vanl Singer. Sohn, Bruder und Schwager, der Bußeren s m'a nn. August Kachs 2. Diskussion. Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen, erscheint vollzählig. zu dieser Versammlung hat jedermann! Der Vertrauensmann: Hermann Lesser. Zentralverein der Bildhauer. Dienstag, 27. Oktober, abends 8, Uhr, Annenstr. 16: Modelleur- Abend. # Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 8 Uhr, vom Krankenhause am Friedrichshain aus nach Wilhelmsberg statt. Kur- Bade- Anstalt und Massage Leiden Die traneruden Hinterbliebenen. für Rheuma-, Gicht- und Nervenkranke veraltete H. Mania, Brunnenstrasse No. 16. Für die rege Betheiligung und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines von 49518* lieben Mannes sage ich allen Ber Loh-, Dampf- und Heissluft- Kasten-Bäder, wandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Verein der Berliner Buchbrucker und Schriftgießer meinen herz993b Werkstatt Angelegenheiten. Wahl zweier Modelleure zur Werkstattlichen Dant. belegiten- Kommission. Verschiedenes. Mittheilungen eines Kollegen über fenfationelle Vorgänge in der Leitung eines hiesigen Kunstinstituts. Wir erwarten eine rege Betheiligung sämmtlicher Kollegen. Der Vorstand, Bentralverein der Bildhauer. Vorläufige Anzeige. Am Sonnabend, den 7. November, findet unser diesjähriges Herbst- resp. Stiftungsfest mit Damen in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, statt. Die tiefbetrübte Wittwe Pauline Patriot, Neuendorf. Am 1. November eröffne ich Ritter straße 124 eine Zeitungs- Spedition 2302* Kohlensaure und andere medizinische, sowie Wannenbäder. 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Frau Pischel, Mulackstr. 31. gediegen, der Umsatz der Billets schon jetzt so bedeutend, daß wir den Kollegen rathen, sich sofort mit Billets zu versehen, weil wir bis zur letzten Stunde Aufnahme von Mitgliedern für die feine mehr referviren können. 20/3 Rothenburger V. Sterbekasse gegen nur [ 10556 Billets à 40 Pf. find zu haben bei Kollegen Rubbert, Gitschiner- 1 M. Eintritt durch straße 4 H. r. 4 Tr., Roswig, Manteuffelstr. 28 v. 4 Tr. und dem Vereinswirth Herrn Grosse, Annenstr. 16. Der Vorstand. Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 26. Oktober 1896, abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Branchen- Bersammlung der Former und Gießerei- Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Ter gegenwärtige Stand unserer Bewegung und unsere weiteren Maßnahmen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Ohue Mitgliedskarte kein Zutritt. B Da in dieser Versammlung ev. wichtige Beschlüffe gefaßt werden, so ift es Pflicht jedes organisirten Kollegen, zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 110/17 Montag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Gürtler in Henke's Salon, Mannyuftr. 27. Tages Ordnung: 1. Was lehrt uns die diesjährige Arbeiterbewegung? Referent: Otto Naether. 2. Wahl eines Beisigers für den Vorstand. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Firmen Dette, Grimmstraße, und Winkler, Alte Jakobstraße, sind zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achinng! Bimmerer! Achtung! Montag, 26. Oktober, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr.33: Versammlung der Plazdeputirten. 256/8 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Lohukommission. Kranken- Unterstützungsbund Schneider. der Versammlung Dienstag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20-21( Gartenhalle geradezu). Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1896. 2. Wahl der gesammten Lokal verwaltung und der Beerdigungskommiffion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Raffen- Bureau: Alte Jakobftr. 83, im Restaurant, Gartenhalle rechts( gegenüber der Sebastianstraße); geöffnet von morgens 8-1 Uhr mittags. Carl Jünger, Wienerftr. 13. Rothenburger Vereins- Sterbekaffe. Bahlstelle: Staligerstr. 11, I. " 5 à 58 mager, Schinkenspect, à Pfd. 58 Pf., bei 5 Pfd. à Bio. 55 Pf." Schinken, à Pfd. von 55 Pf. an. Bei ganzen Würsten: Thüringer Rothwurst, à fd. 55 Pf. Halle'fdje Zwiebelwurst, à Pfd. 55 Pf. 1. Leberwurst, à Pfd. 75 Pf. Westfälische Mettwurst, à Pfd. 55 Pf. Westfälische Schinkenwurst, à Pfd. 1 M. Braunschweiger Mettwurst, & Pfo. 80 Pf. Cervelat- und Salamiwurst, à Pfd. von 85 Pf. an. Telephon IV, 5151. E. Klähn, Söpniderftr. 163, aw. Wianteuffel- u. 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading, in Berlin, Spezial- p 3. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 251. Sonntag, den 25. Oktober 1896. 13. Jahrg. " Redner schließt geschafft werde. Wir hätten feine Ursache, unser Programm Arbeiter anerkannte, ist jetzt der Generalstreit aus Versammlungen. zu verstecken, sondern dadurch, daß wir es laut und öffentlich gebrochen. Da Herr Heymann sein Wort nicht gehalten, Zeichen der Zeit. Dieses Thema behandelte Professor vertünden, erringen wir unsere Siege. In seinem Schlußwort haben die Arbeiter größtentheils die Arbeit wieder eingestellt; Dudde in einer am Freitag in der Dennewigstr. 13 ab- versicherte Prof. Quidde, er wolle das erwähnte Flugblatt desgleichen bei Böhme, Miesler, Albrechtu. Meister, gehaltenen, von etwa 500 Personen besuchten Versammlung, die herbeifchaffen, bitte aber den Abgeordneten Wurm, dafür zu Hellriegel, Priester u. Gyd, denen noch weitere folgen ihrem Verlaufe nach zu schließen wenigstens zur Hälfte von An- forgen, daß der angeführte Satz im Vorwärts" abgedruckt und werden; daß auch bei Hagelberg, wo gegen 1800 Arbeiter hängern der Sozialdemokratie besucht war. Der Gedankengang entsprechend kritisirt werde. Die Sozialdemokraten ersuche er, und Arbeiterinnen beschäftigt sind, die Arbeit eingestellt des Redners war folgender: Das Verlangen nach einer nicht immer von der einen reaktionären Masse zu reden, sondern wurde, rief stürmischen Beifall hervor. Einigung Deutschlands lebte schon seit 1848 im Bürgerthum, Menge gebe, die der Reaktion mit derselben Echärfe gegenüber halten, dann werden wir nicht nur zu kämpfen, sondern auch zu bedenken, daß es in den bürgerlichen Kreisen eine ganze mit der zündenden Mahnung: Wenn Sie alle treu zusammens aber erit durch die militärischen Erfolge in den Kriegen 1864, träten, wie die Sozialdemokratie. 66 und 70/71 wurde der Einbeitsgedanke verwirklicht. Der Kriegsruhmi träten, wie die Sozialdemokratie. zu siegen wissen!( Stürmischer, anhaltender Beifall.) der Armee verlieh dem Militär, insbesondere dem Offiziersstande, In der hierauf folgenden Diskussion werden von einer Auſeben den verschiedenen Garten, ein so großes Ansehen und blendete das Bürgerthum dermaßen, der sich namentlich durch seine Broschüren bekannt gemacht hat, die dortigen Zustände, die zur Arbeitseinstellung führten, Der bekannte Regierungsrath v. Massow aus Potsdam, großen Anzahl Arbeiter aus Fabriken daß es die Aeußerlichkeiten des Militarismus nachzuahmen in denen er dem Kaiser den Verfassungsbruch und die Aufhebung in lebhafter und drastischer Weise geschildert. Die Bemerkung suchte und die Söhne der Bürger kein höheres Streben kannten, des Reichstagstagswahlrechts empfahl, hielt am Freitag Abend auf eines Redners, daß die Löhne den Hilfsarbeitern und Arbeiterinnen als den Rang des Reservelieutenants zu erreichen. Diese Veranlassung des„ Ostdeutschen Jünglingsbundes" einen Vortrag zum Leben zu wenig, zum Verhungern zu viel seien, rief Durchsehung des Bürgerthums mit militärischem Geist über„ Die jugendlichen Mörder des Justizraths Levy, die Volkswohl fürmischen Beifall hervor. Leider haben sich auch genug Streif hatte wiederum zur Folge eine ungeheure Ueberhebung fahrt und die Tugendpflege." Die Versammlung fand im Saale des brecher gesunden, um die Arbeit der Streifenden fertig zu stellen. des Militarismus. Das Bürgerthum hat erst den Geist Berliner Ho ndwerkervereins in der Sophienstraße statt und war Besonders von Priester u. Eyck wurde mitgetheilt, daß die der Schneidigkeit, welcher unser gesammtes öffentliches leidlich von Zerren und Damen besucht. Nach einer Darstellung Arbeiterinnen der Buchbinderei die Arbeit fertig stellen. Leben beherrscht, groß gezogen. Eine Folge der militärischen des Mordes an dem Justizrath Levy und nach einem Hinweis Ueberhebung ist die Börsengarten- Affäre in Königsberg und darauf, daß im vorliegenden Fall nicht die Noth, sondern die in der großen Fabrik von Sch ä fer u. Scheibe mußten ber äbliche Erscheinungen. Auch die falsche Auffassung des Be- Bergnügung ucht und die Gucht nach Gelb das Motiv zu der Forderungen bewilligt werden, weil sämmtliche Arbeiter griffs der Ehre, welche in Difizierskreisen herrscht und zu solchen That gewesen ist, klagt er die Gottlosigkeit der Jugend als eine der Drohungen der Fabrikanten, daß die Arbeiter ihre Kassens zu der und Arbeiterinnen die Arbeit Excessen führt, wie den Fall in Karlsruhe, ist schuld an der ersten Quellen für derartige Verbrechen an. Die jungen Leute stehen bücher und Invalidenkarten auf dem Polizeipräsidium ab Verehrung, welche das Bürgerthum dem Wilitarismus zollt. heute nicht mehr wie früher unter der Zucht des Meisters, bolen und in ganz Berlin keine Arbeit mehr friegen" Der Geist der Schneidigkeit macht sich auf allen Gebieten sondern wohnten in der Schlafstelle, wo sie allen schlechten Ein- würden, waren fruchtlos. Herr Hagelberg wollte sich nur bemerkbar und hat zur Folge, daß Brutalitäten, fie in unseren Kolonien verübt worden sind, auffallend in der Hand hat, wie es heute bei der Jugend üblich ist, warnte vor den bösen„ Aufwieglern". Aber auch er wird ge wie flüssen ausgesetzt sind. Wenn der Junge, ob reich, ob arm, Geld bereit erklären, jedem Arbeiter 50 Pf. pro Woche zuzulegen und milde, Bergehen gegen das Eigenthum und gegen die Staats- dann macht er dumme Streiche. Man müßte jedem jungen zwungen werden, zu bewilligen und dann ist der Ring gebrochen. gewalt aber ungewöhnlich hart bestraft werden. Eines der Mann, der ortsfremd ist, einen Pfleger bestellen. Ferner müßte schlimmsten Zeichen der Zeit ist es, wenn der Juſtizminister die man das Bewohnen ungesunder Wohnungen verbieten. Gs müßten von einem Fabrikanten wurde erwähnt, daß er felbst auf die Begnadigung von Beamten beantragt, die wegen Ausschreitungen für die bewußten jungen Leute besondere Häuser gebaut werden, in Organisation hingewiesen habe. Sillier schildert ebenfalls im Amte bestraft wurden. Geistige Strömungen wollte man mit denen jeder seine separate Rammer hat. das Verhalten der Fabrikanten, die jeden Umstand aus Gewalt unterdrücken, und so entstanden der Kulturkampf und das Mädchen) eingerichtete Marienheim" in der Wafferthorstraße haben sich geirrt, denn wenn erst der Kampf in Berlin beendet ist, Das ähnlich( für nügen, um die Arbeiter mit Vorwürfen zu überhäufen. Aber sie Sozialistengefeß, wodurch man diejenigen groß zog, die man nimmt für Wohnung und volle Beköstigung 24 M. Auf diese dann werden die anderen großen Städte sofort nachkommen. beseitigen wollte. Nach dem Fall des Sozialistengefeßes ent- Weise würden die jungen Leute der Verführung in den Schlaf- Gegenwärtig ist die Unterstüßung sämmtlicher Kollegen nicht nur standen die Auseinandersehungen in der sozialdemokratischen Partei. fiellen entzogen. Aehnlich könnte durch obligatorische Forts radikalen Reformpartei entwickeln wird. Sie sollte deshalb nicht müßte, gewirkt werden. Häufig fann man es den jungen Leuten bewilligt worden. Unser Geld wird nicht eher ausgehen, bis der E läßt sich voraussehen, daß sich die Sozialdemokratie zu einer bildungsschulen, in denen freilich auch Religion getrieben werden in Deutschland, sondern auch vom Ausland her gesichert. Auch sind in mehreren Städten Deutschlands schon die Forderungen die Gegenfäße hervorkehren, sondern sich mit den bürgerlichen nicht verdenken, wenn Feind geschlagen ist.( Stürmischer Beifall.) vor= " nicht fortsetzten. Alle Parteien über die gemeinsamen Forderungen verständigen. Die Vergnügen in den hellen, freundlichen Tanzjälen fie der dumpfen Schlafstelle das deutsche Volkspartei hat von jeher den Gedanken der sozialen ziehen. Wir„ Frommen" sind mit allen Wohlthätigkeits- und Die Streifenden mit 10 refp. 5 Pf. von jeder Mark des WochenInzwischen waren zwei Anträge eingegangen, dahingehend: Reform vertreten. Auch die freisinnige Partei hat auf ihrem Bildungsbestrebungen, wie Lesehallen und dergleichen, ein verdienstes der Arbeitenden zu unterstüßen. Ueber den ersteren Eisenacher Parteitage, zwar zögernd und widerfirebend, gewisse verstanden, um die Burschen von den Verführungen abzulenken. Antrag, daß jeder Arbeitende 10 pct. feines Wochenverdienstes Bugeständnisse nach dieser Richtung gemacht. evangelifchen Pastoren fangen an, Sogar die Nicht zu vergessen ist die schlechte Lektüre, in der die Verbrecher rebellisch zu werden. als Helden dargestellt werden. Wenn Werner und Grosse durch beitenden abgestimmt und mit großer Mehrheit angenommen. als Streifunterstüßung zu zahlen habe, wurde nur von ArDas alles zeugt dafür, daß der Zug zum Sozialismus fich ver- irgend etwas von ihrem Verbrechen abgehalten worden wären, allgemeinert und nicht nur innerhalb der Sozialdemokratie vor dann wären sie vielleicht in wenigen Jahren Soldat ge= Schöpte ersucht alle Streifenden, nicht nur auf die handen ist. Die deutsche Volkspartei wird einen Gesetzentwurf worden. Wenn das Heer aber aus solchen Elementen Mahnungen der Lohukommission zu hören, sondern auch den über die Arbeitslosen- Versicherung im Reichstage einbringen. besteht, dann sieht es mit dem Schutz des Thrones, des Altars, einzelnen Werkstattkommissionen die Liſten der Ausständigen Dem sehr beifällig aufgenommenen zweistündigen Vortrage folgte des Eigenthume 2c. schlecht aus. Gebe Gott, daß die Lektion, vormittags 10 Uhr im Bureau, Neue Friedrichstr. 86, eineine sich bis nach Mitternacht hinziehende Diskussion, die sich zu die uns in diesem Mord gegeben wurde, nicht vergeblich für die zuhändigen. Auf eine diesbezügliche Anfrage, wegen Abholung einer Auseinandersehung zwischen Volkspartei und Freifinnigen Stadt und den Staat gewesen ist. Der Präses des oft- der Arbeits- oder Kaffenbücher, wird geantwortet, daß einerseits und Sozialdemokraten andererseits gestaltete. Bunächst deutschen Jünglingsbundes, Pastor Berlin, schlägt vor, eine man diese ruhig auf dem Polizeipräsidium abholen solle. führte Genoffe Ad. Hoffmann aus, daß die in unserer Partei Rettungsanstalt für verwahrlosie junge Leute in Berlin zu be- Rünzel ersucht die Streikenden, sich sofort nach Einstellung angeblich bestehenden tiefgehenden Gegenfäße schon längst von gründen; dahin müßten die Mütter ihre verwahrloften Söhne der Arbeit bei der Krankenkasse als selbstzahlende Mitglieder den Gegnern als Zeichen und Ursachen des Bruchs der Partei bringen. Im weiteren wird noch kräftige Reklame für die anzumelden, um nicht ihrer Rechte und Ansprüche verluftig zu angesehen worden sind, ohne daß die erwartete Spaltung ein Jünglingsvereine gemacht.gehen. Wer Akkordarbeit angefangen, ist auch, wie getreten fei. Wenn Herr Quidde meine, die Sozialdemokraten Daß die Kafernirung der jungen Arbeiter und die Bevor- Schöpte meint, gezwungen, dieselbe fertig zu stellen. Mit feien nicht mehr dieselben, die sie früher waren, so irre er sich mundung derer, die doch für ihr Unterkommen selbst aufkommen einem Hoch auf die Solidarität wurde die imposante Versammlung. Nicht wir seien zahmer geworden, sondern die Gegner hätten müssen und also wirthschaftlich" selbständig sind, ausführbar geschlossen. weniger Furcht vor uns wie früher und betrachten uns daher wäre und Verbrechen verhindern könnte, glauben wohl nur ganz mit anderen Augen. Hierauf trat der freifinnige Volksparteiler naive Jünglingsvereins- Mitglieder. Uebrigens find weder Werner Dr. Bernstein auf und behauptete, daß die Sozialdemokratie noch Grosse in Schlafstelle gewesen, sondern beide haben bei ihren schon lange nicht mehr mit ihrem eigenen, sondern mit dem Müttern, also in der Familie, gewohnt. Programm seiner Partei praktische Agitation treibe. Genosse Wurm vertrat darauf gegenüber diesem Redner und dem Vor- Die Lithographen, Steindrucker, Lichtdrucker, Schleifer tragenden in treffender Weise den Standpunkt der Sozialdemokratie. und sämmtliche Hilfearbeiter und Arbeiterinnen hatten am Nicht wegen der äußeren Erfolge des Militarismus huldige das Freitag eine Versammlung einberufen. Der große Saal von Bürgerthum demselben, sondern weil es, veranlaßt durch die Keller war bis auf den letzten Platz gefüllt; bereits gegen Furcht vor der Sozialdemokratie, in demselben die Stüße des 8 Uhr mußten die Thore geschlossen werden, so daß Hunderte gegenwärtigen Systems sebe. Es sei eine falsche Auffassung des gezwungen waren, umzukehren. Schöpte berichtete über Vortragenden, wenn er meine, Bismarck habe durch die Knebe- Die Erfolge der Lohnbewegung" und theilte u. a. mit, lung mit dem Sozialistengeset unsere Partei geschaffen. Dieselbe daß außer den bereits im Vorwärts" bekannt gemachten sei vielmehr ein Produkt der wirthschaftlichen Verhältnisse. Unſer 31 Firmen, welche bewilligt haben, bald noch weitere hinzuAktionsprogramm stehe nicht im Gegensatz zu unseren prinzipiellen fominen werden. Da der Fabrikantenring sich auch gegen die Forderungen, sondern es gebe nur an, was wir innerhalb der Organisation gerichtet habe, sei die gegenwärtige Lohnbewegung heutigen Gesellschaft erreichen können. Was das Flugblatt von auch zugleich ein Prinzipienkampf geworden, der die ganze Ansbach- Schwabach betreffe, so dürfe man doch für das etwaige Kraft und Einigkeit aller Arbeiter und und Arbeiterinnen Ungeschick eines einzelnen Agitators nicht die Partei ver- beanspruche. Aber die Herren Unternehmer haben sich antwortlich machen.( In diesen angeblich von Sozialdemokraten getäuscht, indem sie glaubten, die Organisation habe kein Geld, herrührendem Flugblatt soll geleugnet werden, daß die um den Kampf aufnehmen zu können. Wenn jene Herren denken, Sozialdemokratie Gegnerin des Privat Eigenthums sei.) daß wir nur auf vier Wochen gewappnet sind, dann werden wir Uebrigens müsse die angeführte Aeußerung so lange be- ihnen zeigen, daß wir länger aushalten!( Stürmischer zweifelt werden, bis das betreffende Flugblatt zur Stelle Beifall,) Da man nun nicht überall die Forderungen der # " Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr ab wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalötonomie und Rebeübung im Sofale der Nordicule. Brunnenſtr. 2.. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeits schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Ad. Neu mann, Bajewalterstr. 3. Alle Nenderungen im Bereinskalender find zu richten Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. 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